Sonderheft: ANDROID Tipps & Tricks Die Top 5 fürs kleine Budget! (Vorschau)
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DEUTSCHLANDS GRÖSSTE<br />
NEU!<br />
15 Must-Have-Apps<br />
für iPhone-Umsteiger<br />
GELÖSCHT?<br />
So stellen Sie Fotos und<br />
andere Dateien wieder her<br />
PREISHAMMER<br />
196 SEITEN TIPPS<br />
TIPP-SAMMLUNG<br />
Samsung rooten<br />
Samsung S2, S3, Ace,<br />
Note II und viele mehr<br />
<strong>ANDROID</strong><br />
<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong><br />
DIE 50 COOLSTEN APPS<br />
PLUS: die 50 besten Spiele-<strong>Tipps</strong><br />
Akku-Power<br />
Mit diesen Apps verlängern<br />
Sie die Laufzeit tatsächlich!<br />
<strong>Die</strong> <strong>Top</strong> 5 <strong>fürs</strong> <strong>kleine</strong> <strong>Budget</strong>!<br />
02/2013<br />
EUR 9,80*<br />
* Deutschland<br />
4 198438 409802 02<br />
A EUR 10,80 - BeNeLux EUR 11,25<br />
CH sfr 19,60 - E / I EUR 12,75<br />
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Telefon 07131 / 2707 274 • Fax 07131 / 2707 78 601 • E-Mail: abo@android-user.de
SERVICE<br />
Editorial<br />
Christoph Langner,<br />
Chefredakteur<br />
Willkommen bei Apps & <strong>Tricks</strong><br />
Trickreich<br />
Liebe Leserinnen,<br />
liebe Leser<br />
Im September dieses Jahres wird Android<br />
ganz offiziell seinen fünften Geburtstag<br />
feiern. Fünf bewegte Jahre, in denen sich<br />
das Android-System in so gut wie allen<br />
Aspekten extrem schnell weiterentwickelt<br />
hat. Sollten Sie selber noch nicht so lange<br />
dabei sein, so bekommen Sie beim Betrachten<br />
der ersten öffentlichen Android-Präsentation<br />
[LINK 1] von Google-Chef Sergey Brin<br />
und dem ehemaligen Haupt-Entwickler<br />
Steve Horowitz einen guten Eindruck, welchen<br />
beeindruckenden Weg das Handy-OS<br />
in so kurzer Zeit zurückgelegt hat.<br />
Apps und <strong>Tipps</strong><br />
Ließ sich das erste Android-Smartphone<br />
nur mit einer Hardware-Tastatur (also ohne<br />
Touchscreen) bedienen, stehen nun im<br />
Google Play Store unzählige virtuelle Tastatur-Apps<br />
zur Auswahl. Gab es am Anfang<br />
so gut wie keine zusätzlichen Audio- oder<br />
Video-Player im ehemaligen Android Market,<br />
so wimmelt es jetzt im Play Store nur<br />
so davon. Aber welche dieser Apps sind<br />
gut, welche schlecht? Welche könnten<br />
Ihrem Handy sogar schaden?<br />
Mit Android Apps&<strong>Tipps</strong> geben wir Ihnen<br />
einen umfassenden Wegweiser durch den<br />
Android-App-Dschungel an die Hand. Wir<br />
stellen Ihnen auf knapp 200 Seiten die wirklich<br />
besten Apps aus dem Play Store vor<br />
und warnen Sie alllerdings auch vor der<br />
einen oder anderen sauren App-Gurke.<br />
Zudem liefert Ihnen dieses Heft viele<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Android-System, den<br />
Google-Apps und zu verschiedenen<br />
Themengebieten, dank derer Sie Ihren<br />
Android-Alltag besser bewerkstelligen können.<br />
Akku-Legenden<br />
Einen besonderen Fokus legen wir dabei<br />
ab Seite 170 auf die Akku-Leistung Ihres<br />
Androiden. <strong>Die</strong>se ist nach wie vor einer der<br />
alltäglich spürbaren Schwachpunkte eines<br />
modernen Smartphones und ein Ärgernis<br />
für viele Android-User: Trotz aller Bemühungen<br />
der Hersteller geht den meisten<br />
aktuellen Handys nach einem langen<br />
Arbeitstag der Saft aus.<br />
Wir räumen mit verbreiteten Akku-Mythen<br />
und -legenden auf, geben Ihnen <strong>Tipps</strong> zur<br />
richtigen Pflege der Batterie und testen<br />
kritisch eine Reihe von prominenten<br />
Stromspar-Apps aus dem Play Store – mit<br />
sehr durchwachsenem Ergebnis und einem<br />
klaren Testsieger.<br />
Nun wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit<br />
der Ausgabe 02/ 2013 von Android<br />
Apps&<strong>Tipps</strong>!<br />
Christoph Langner<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29022<br />
APPS & TIPPS 02/2013 3
SERVICE<br />
Inhalt<br />
tele52, 123RF<br />
HIGHLIGHTS<br />
7 50 Coole Apps<br />
Apps satt! Unsere <strong>Top</strong>-Auswahl!<br />
KAUFTIPPS<br />
22 Accessoires<br />
Wir stellen Ihnen das beste Android-<br />
Zubehör vor.<br />
31 Preishammer<br />
Viel Android für wenig Geld!<br />
APP-TIPPS<br />
34 AquaMail<br />
<strong>Die</strong> beste E-Mail-App für<br />
Android-Tablets<br />
38 Stimmgeräte-Apps<br />
Android stimmt Ihre Gitarre<br />
41 LightFlow<br />
Bringt Farbe in die LED-<br />
Benachrichtigungen<br />
7<br />
50<br />
Coole Apps<br />
<strong>Die</strong>se Apps dürfen auf keinem<br />
Android-Gerät fehlen!<br />
44 IntelliRing<br />
Nie mehr peinlich stören<br />
46 Preisvergleich-Apps<br />
Günstiger Shoppen mit Android<br />
49 DailyMe<br />
Für die tägliche Dosis TV<br />
52 Runtastic für Android<br />
Für Dauerläufer und andere Sportler<br />
56 Video-Player<br />
Allesspieler für Ihre Filmsammlung<br />
59 Audio-Player<br />
Sieben Jukebox-Apps im Vergleich<br />
62 Apps für die Schule<br />
Nützliche Apps für den Schulalltag<br />
31 Preishammer<br />
<strong>Die</strong>se fünf Smartphones<br />
sind ihr Geld echt wert!<br />
SERVICE<br />
3 Editorial<br />
4 Inhalt<br />
194 Impressum<br />
4<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SERVICE<br />
Inhalt<br />
Alesia Tsvetaeva, 123RF<br />
108<br />
Umstieg vom iPhone<br />
zu Android<br />
Wir helfen Ihnen beim Abschied<br />
aus der geschlossenen Apple-Welt. Der Umstieg<br />
auf einen Androiden ist gar nicht so schwer!<br />
66 TV-Apps<br />
Unverzichtbare Apps für Couch-<br />
Potatoes<br />
69 ZDbox<br />
Ein Tool für alle Aufgaben<br />
72 Video-Chats mit Skype<br />
Bilder sagen mehr als tausend Worte<br />
SPIELE-TIPPS<br />
74 <strong>Top</strong>-Spiele<br />
Unsere Crème de la Crème<br />
78 Casual-Spiele<br />
Kurzweiliger Spaß für Zwischendurch<br />
81 Action-Games<br />
Für nervenstarke Android-Gamer<br />
84 Rennspiele<br />
Mit Vollgas durch die Kurve<br />
87 Tower-Defense-Spiele<br />
Wie ein Fels in der Brandung<br />
90 Rollen-Spiele<br />
Von Elben, Orks und Trollen<br />
93 Aufbau-Spiele<br />
<strong>Die</strong> besten Sim-City-Alternativen<br />
EINSTEIGER-TIPPS<br />
96 LTE, HSDPA & Co.<br />
Was es mit dem schnellen<br />
Datenturbo auf sich hat.<br />
98 NFC-Tags nutzen<br />
Der praktische Nahfunk erklärt<br />
102 Android für Newbies<br />
Damit der der Einstieg gelingt<br />
108 Umstieg vom iPhone zu<br />
Android<br />
Willkommen in einer Welt ohne Apfel<br />
113 Solid Explorer<br />
Der beste<br />
Dateimanager bei<br />
Google Play<br />
34 Aquamail<br />
Einfach die<br />
beste Mail-App<br />
Andrei Krauchuk, 123RF<br />
QR-Code lesen: so geht's...<br />
Installieren Sie die App „Barcode<br />
1. Scanner“ vom ZXing Team.<br />
Starten Sie die App, und halten Sie<br />
2. den Scanner über den QR-Code.<br />
Der Barcode Scanner zeigt<br />
3. den Link an.<br />
Tippen Sie auf den Link, oder wählen<br />
Sie Browser 4. öffnen.<br />
JULI 2012<br />
APPS & TIPPS 02/2013 5
SERVICE<br />
Inhalt<br />
178<br />
Stromspar-Apps im Test<br />
Wir zeigen, welche Apps beim Stromsparen<br />
wirklich helfen und welche nur so tun als ob!<br />
TIPPS & TRICKS<br />
116 Google Play ausreizen<br />
Nützliche <strong>Tipps</strong> zum Play Store<br />
119 Google-Maps-<strong>Tipps</strong><br />
Der Faltplan bleibt in der Tasche<br />
122 Google Navigation<br />
<strong>Tipps</strong> zu Googles Navi-Lösung<br />
126 Praktische Werkzeuge<br />
<strong>Die</strong> nützlichsten Tools für Android<br />
130 Ungelöscht<br />
Gelöschte Dateien wiederherstellen<br />
132 Kamera-<strong>Tipps</strong><br />
<strong>Tipps</strong> für Android-Fotografen<br />
135 Gerät zurücksetzen<br />
Neustart für Ihren Androiden<br />
138 Prepaid-Kreditkarten<br />
Kreditkarten ohne großes Risiko<br />
Sergey Kandakov, 123RF<br />
140 Plan B<br />
Notfallplan bei vermisstem Handy<br />
142 Root-Apps<br />
<strong>Die</strong> besten Root-Apps für Power-User<br />
145 Gmail-<strong>Tipps</strong><br />
Mail-Jongleure aufgepasst!<br />
148 Google Talk<br />
Voice- und Video-Chats erklärt<br />
150 Roaming-Settings und Tarife<br />
Günstig im Ausland surfen<br />
154 Telefon-<strong>Tipps</strong><br />
<strong>Tipps</strong> für Quasselstrippen<br />
160 Fritz!Box und Google<br />
Den Home-Router mit Android<br />
koppeln<br />
165 Galaxy-S3-<strong>Tipps</strong><br />
Holen Sie mehr aus dem S3 heraus!<br />
170 Stromspar-Legenden<br />
Sagen und Mythen entrümpelt<br />
175 Richtiger Umgang mit dem<br />
Akku<br />
Wie Sie wirklich den Akku schonen<br />
178 Stromspar-Apps<br />
Welche Apps tatsächlich helfen und<br />
wie sie das tun<br />
182 Galaxy S2 und S3 rooten<br />
Enfesseln Sie Ihr Galaxy-Handy<br />
188 Galaxy Ace unlocked<br />
Root für das günstige Ace<br />
190 Root auf Note 2<br />
Volle Rechte auf Samsungs<br />
tollem Stift-Smartphone<br />
Samsung<br />
182 Galaxy<br />
S2 und S3<br />
rooten<br />
So entsperren Sie nicht nur das<br />
Galaxy S2 und das S3 sondern<br />
auch weitere Samsung-Geräte<br />
6<br />
02/2013 APPS & TIPPS
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
Coole Apps<br />
Es gibt sie immer mal wieder: Apps, die man einfach braucht, weil sie nützlich,<br />
schön, unterhaltsam oder einfach nur cool sind. Wir haben für Sie die 50 <strong>Top</strong>-<br />
Favoriten der Redaktion zusammengestellt. Arnold Zimprich, Marcel Hilzinger<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28676<br />
tele52, 123RF<br />
APPS & TIPPS 02/2013 7
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
kostenlos<br />
Bewertung:<br />
★★★★★<br />
PONS Online-Wörterbuch<br />
Darauf hat die Android-Community schon lange gewartet: ein gänzlich kostenloses<br />
Wörterbuch von einem renommierten Anbieter. Mit dieser App bekommen<br />
Sie direkten Zugriff auf die Übersetzungen des kostenlo- sen Online-Wörterbuches<br />
von PONS. Über 30 Wörterbücher in bisher zwölf verschiedenen<br />
Sprachen stehen Ihnen damit auf dem Smartphone<br />
zur Verfügung.<br />
In der PONS-Datenbank sind mehr als zwölf Millionen<br />
Wörter und Wendungen in zwölf Sprachen hinterlegt.<br />
Auch neue Einträge und Nutzerfeedbacks<br />
werden bearbeitet und in die Datenbank<br />
aufgenommen. <strong>Die</strong> Anwendung<br />
ist besonders für den Einsatz<br />
an Schulen, Hochschulen oder Sprachenschulen<br />
sowie in gleichem<br />
Maße für das Büro und den privaten<br />
Gebrauch geeignet. <strong>Die</strong> Sprachen<br />
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch,<br />
Italienisch, Portugiesisch, Griechisch,<br />
Latein, Russisch, Türkisch,<br />
Slowenisch und Polnisch stehen<br />
Ihnen in allen möglichen Kombinationen<br />
zur Verfügung.<br />
Empfehlung<br />
der Redaktion<br />
★★★★★<br />
Schneller lesen<br />
2,99 Euro<br />
<strong>Die</strong> App beinhaltet acht verschiedene<br />
Einzelübungen und Texte in verschiedenen<br />
Schwierigkeitsstufen. <strong>Die</strong> Übungen<br />
vermitteln Smartphone-Nutzern die richtige<br />
Lesetechnik und sollten regelmäßig<br />
wiederholt werden, um die die besten Resultate<br />
zu erzielen. <strong>Die</strong> Texte sind ein zusätzliches<br />
Training, um die Lesegeschwin-<br />
digkeit und Merkleistung zu überprüfen.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Postkarte<br />
kostenlos<br />
Individuell designt und weltweit<br />
verschickt: Mit der kostenlosen App „Postkarte“<br />
landen personalisierte Grüße spielend<br />
einfach bei Familie und Freunden –<br />
ganz gleich, ob von einer Reise, einer Geburtstagsparty<br />
oder Hochzeit. Ein Foto auszuwählen<br />
und die Rückseite der Karte mit<br />
Adresse und Unterschrift zu versehen, dauert<br />
nur ein paar Augen blicke.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Lidl, Aldi, Tchibo...<br />
kostenlos<br />
Wer die aktuellen Prospekte von<br />
Lidl, Edeka, Deichmann und 300 ande-<br />
ren ab sofort auch auf dem Smartphone<br />
oder Tablet betrachten will, dem sei<br />
diese App wärmstens ans Herz gelegt.<br />
Ein Muss für Schnäppchenjäger!<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
News Republic<br />
kostenlos<br />
Sie meinen, Zeitung lesen ist zu<br />
anstrengend, zeit- und papieraufwändig?<br />
Der Meinung sind wir auch. Mit News Republic<br />
findet sich eine App auf Google Play,<br />
die Ihnen nur diejengen Berichte liefert, die<br />
Sie auch interessieren.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
8<br />
02/2013 APPS & TIPPS
Schaden Laden.de<br />
kostenlos<br />
Winterzeit ist Unfallzeit – da kommt eine App wie SchadenLaden<br />
gerade recht. Steht eine Autoreparatur an, müssen Sie<br />
einfach nur ein möglichst aussagekräftiges Foto des Schadens<br />
machen und via App in die Datenbank laden. Kooperierende<br />
Werkstätten in der Nähe sehen sich Ihren Schadenfall an und<br />
machen Ihnen anschließend einen Kostenvoranschlag.<br />
Bewertung: ★★★★★ ★<br />
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
11Freunde –<br />
<strong>Die</strong> App<br />
kostenlos<br />
Fußball-Apps gibt es viele, aber wenige haben wirklich<br />
Klasse. 11Freunde ist eine ausgesprochen ansprechend<br />
designte App, die in Sachen Funktionalität der Konkurrenz<br />
in Form von Eurosport, RAN oder ARD Sportschau locker<br />
das Wasser reichen kann. In der App darf der 11Freundetypische<br />
Witz natürlich nicht fehlen – ein rundum gelungener<br />
Auftritt für alle Liebhaber des Rasensports.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Hotel Suche HRS 3.0<br />
kostenlos<br />
Sind Sie viel auf Reisen? Mit dieser<br />
App können Sie in mehr als 250.000 Hotels<br />
weltweit Zimmer buchen.<br />
Sie sucht tagesaktuelle<br />
Bestpreise heraus und fin-<br />
det mit der GPS-Umkreis-<br />
suche alle Hotels in der<br />
Nähe. Mehr als 3 Millio-<br />
nen Gästebewertungen<br />
erleichtern die Auswahl.<br />
<strong>Die</strong> Neuversion der App<br />
hat zudem eine verbesserte<br />
Spracheingabe.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Ugly Booth<br />
kostenlos<br />
Foto-Verzerr-Apps sind ein<br />
alter Hut. Trotzdem möchten wir<br />
Ihnen Ugly Booth ans Herz legen,<br />
denn diese Anwendung wird<br />
Smartphone-Nutzern ein Schmunzeln<br />
ins Gesicht zaubern. Sie haben<br />
ja keine Ahnung, wie gut eine Knollennase<br />
oder eine wulstige Stirn im<br />
Konterfei eines Freundes aussehen<br />
können! Vom Entwickler dieser App<br />
gibt es übrigens noch andere Anwendungen<br />
mit vielen weiteren ulkigen<br />
Verzerr-Effekten.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Coole Events in deiner Stadt!<br />
kostenlos<br />
Bewohner von Großstädten haben es häufig etwas<br />
schwer, der Event-Flut und dem Clubangebot in der City zu<br />
folgen - heutzutage wird fast schon zuviel angeboten. Was<br />
gibt es da besseres als einen Assistenten, um ständig auf<br />
dem Laufenden zu bleiben. <strong>Die</strong>se App stellt im Handum-<br />
drehen anhand des eigenen Aufenthaltsortes fest, welche<br />
Events in den kommenden Tagen in der Nähe stattfinden.<br />
Sie wendet sich dabei an Smartphone-Nutzer, die<br />
auf eine gute Gestaltung Wert legen, und verzichtet auf<br />
unnötigen Schnickschnack. Bewertung: ★★★★★<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28676<br />
APPS & TIPPS 02/2013 9
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
kostenlos<br />
Bewertung:<br />
★★★★★<br />
NFC Task Launcher<br />
Empfehlung<br />
der Redaktion<br />
★★★★★<br />
Near Field Communication (NFC) macht den Weg zu neuen Steuerungsmöglichkeiten<br />
via Smartphone frei – und diese App hilft dabei. Sony hat mit seinen Xperia<br />
SmartTags eindrucksvoll gezeigt, welche Möglichkeiten die<br />
Anwendung von NFC im Smartphone-Alltag eröffnet. Mithilfe des<br />
NFC Aufgaben Launchers holen Sie sich die NFC-Vielfalt nun auch<br />
auf das Smartphone, wenn es von einem anderen Hersteller als<br />
Sony ist. Eine Liste der mit der App verbundenen NFC-Konfigurationsmöglichkeiten<br />
würde sehr lang<br />
werden, wir beschränken uns daher auf<br />
einige wenige Beispiele. Mithilfe des<br />
NFC Aufgaben Launchers und einzelner<br />
NFC-Tags kann man unter anderem<br />
WiFi an- und ausschalten, Bluetooth<br />
sichtbar machen, den Flugmodus aktivieren,<br />
jede beliebige installierte App<br />
starten oder auch die Auto-Synchronisation<br />
ein- und ausschalten. <strong>Die</strong> Anwendung<br />
unterstützt die Formate NFC-Forum<br />
Typ 1, Typ 2, Typ 3 und Typ 3 sowie<br />
NFC-Tags von Drittanbietern wie MI-<br />
FARE Classic, DESFire, Ultralight und<br />
Ultralight C.<br />
City Maps 2Go<br />
kostenlos<br />
Auf Urlaubsreisen ist das Smartphone dank teurer Roaming-Tarife<br />
meist ein nutzloser Klotz am Bein – wenn man nicht<br />
gerade ein leidenschaftlicher Freund von Spielen auf <strong>kleine</strong>n Displays<br />
ist. Denn nur was direkt auf dem Handy gespeichert ist,<br />
kann auch jederzeit offline und damit kostenlos abgerufen werden.<br />
City Maps 2Go lädt Ihnen bis zu zehn Städte-Karten mit<br />
Suchfunktion und Wikipedia-Artikeln zu Sehenswürdigkeiten<br />
auf den Androiden - für den Abruf müssen sie keine Netzverbindung<br />
haben.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Rainy Days<br />
kostenlos<br />
Der Hochsommer ist auch die Zeit der Gewitter, und<br />
kaum einer ist nicht schon einmal nach einem kräftigen Wolkenbruch<br />
völlig durchnässt nach Hause gekommen. Rainy Days stellt animierte<br />
Regenradar-Bilder aus mehreren Quellen zusammen und projiziert die<br />
Aufnahmen auf Google Maps-Satellitenbilder. Dabei legt sie sich im<br />
Gegensatz zu anderen Radar-Apps nicht auf ein Land fest – so lange<br />
man sich in europäischen Staaten oder Amerika aufhält, wird man<br />
stets mit den neuesten Wolken-Warnungen versorgt und kann rechtzeitig<br />
das Cabrio-Verdeck schließen oder sich zeitnah auf den Weg<br />
Richtung Heimat machen.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
10<br />
02/2013 APPS & TIPPS
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
The Dark Knight Rises<br />
5,49 Euro<br />
Batman kommt in die Kinos zurück, und<br />
Smartphone-Besitzer können im dazugehörigen Android-Spiel<br />
mitfiebern! Es ist an Ihnen, Gotham City<br />
in dutzenden Missionen mit jeder Menge Nervenkitzel<br />
vor allerlei Unbill zu beschützen. Dabei haben Sie<br />
Zugriff auf Batmans gesamtes Verteidigungs arsenal<br />
wie den Batarang, das flinke Batpod oder die wendige<br />
Bat. Ein Riesenspaß für alle Batman-Fans!<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Great Big War Game<br />
2,49 Euro<br />
Der Generalissimo ist zurück und<br />
verursacht mehr Aufruhr als eh und je! Das<br />
tap&swipe-Strategiespiel wartet mit witziger<br />
Cartoon-Optik in einer detailverliebt gestalteten<br />
Welt auf. Nach dem mit 2,5 Millionen<br />
Downloads sehr erfolgreichen Vorgänger<br />
„Great Little War Game“ eine gelungene<br />
Neuauflage der Entwickler von Rubicon<br />
und ein super Spiel für Zwischendrin.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Ocean HD<br />
1,99 Euro<br />
Spektakuläres 3D-Wallpaper für<br />
Smartphones und Tablets, das die Tiefen<br />
der Weltmeere auf den Bildschirm zaubert.<br />
Auf diese Weise lässt sich ein versunkenes<br />
Schiff entdecken, ein Korallenriff erkunden<br />
oder nach einem versunkenen<br />
Schatz Ausschau halten. Wenn man<br />
genau hinsieht, kann man sogar einen<br />
Hai in der Ferne erkennen!<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Root Call Blocker<br />
5,69 Euro Testversion kostenlos<br />
Im Google Play Store gibt es zahlreiche<br />
Call- oder SMS-Blocker, die Anrufer<br />
und Nachrichten unterdrücken. Der Root<br />
Call Blocker glänzt durch seine aufgeräumte<br />
und übersichtliche Oberfläche und<br />
seine Funktionalität. Er ist nicht mit unnützen<br />
Features überladen, allerdings benötigen<br />
Smartphone-Nutzer zur Abwehr unerwünschter<br />
Anrufe zwingend Root-Rechte -<br />
sonst nützt ihnen die App nichts.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Nexus Media Importer<br />
1,61 Euro<br />
Der Nexus Media Importer erlaubt<br />
den Import und das Streamen von Musik,<br />
Videos, Photos und Dokumenten von<br />
einem USB-Stick oder einer SD-Karte – vorausgesetzt,<br />
man verbindet sie mit einem<br />
Nexus-7-Tablet, einem Galaxy Nexus oder<br />
jedem anderen Gerät, das über die Android-Version<br />
3.2 oder darüber verfügt. Rooten<br />
ist nicht nötig, Nutzer sollten sich nur<br />
ein USB-OTG-Kabel zulegen.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28676<br />
APPS & TIPPS 02/2013 11
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
Frag Mutti<br />
0,79 Euro<br />
Mutti wusste es immer schon am<br />
besten: Mit dieser App haben Sie von überall<br />
Zugriff auf weit mehr als 16000 Haushaltstipps<br />
und Rezepte und mausern sich<br />
mit der Zeit zum ausgewiesenen Haushalts-Experten.<br />
Alle Einträge können kommentiert,<br />
gespeichert, bewertet und weiterempfohlen<br />
werden. „Frag Mutti“ ist darüber<br />
hinaus auch in einer Gratis-Version erhältlich,<br />
die keine nervige Werbung enthält.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
[root] Stick Mount Pro<br />
2,49 Euro<br />
Mit Root Stickmount Pro können<br />
Sie USB-Sticks unter Verwendung eines<br />
OTG-Adapterkabels mit Nexus-Geräten<br />
(außer Nexus 4) auslesen. <strong>Die</strong> kostenpflichtige<br />
Pro-Variante beinhaltet unter anderem<br />
einen Media-Scanner, der den USB-Stick<br />
nach Musikdateien und Videos durchsucht.<br />
Um die App nutzen zu können, benötigen<br />
Sie zum einen die kostenlose Version von<br />
StickMount und zum anderen Root-Rechte.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Fab<br />
kostenlos<br />
Im Internet eröffnen sich – auch was Wohnungseinrichtung<br />
und andere Designgegenstände angeht – völlig neue Dimensionen.<br />
Auf seiner Homepage bietet das legendäre Fab-Team schon seit geraumer<br />
Zeit eine illustre Mischung von Designereinrichtung, -mode<br />
und Accessoires an. Nun haben die Amerikaner ihren Service endlich<br />
auch in App-Form gegossen und auf Google Play verfügbar gemacht.<br />
Nicht nur für Fashion Victims und Innenarchitekten ist der<br />
Service den Download wert - auch andere Nutzer können auf der<br />
App Design-Schnäppchen erstehen. Bewertung: ★★★★★<br />
Songkick Concerts<br />
kostenlos<br />
<strong>Die</strong>se App ist ein Muss für Musikfans: Songkick Concerts<br />
erstellt eine personalisierte Übersicht anstehender Konzerte,<br />
die man nicht verpassen sollte – basierend auf dem ei-<br />
genen Musikgeschmack und dem Aufenthaltsort. Gegenüber<br />
den Ankündigungen in Musikzeitschriften hat die App einen<br />
entscheidenden Vorteil: Sie verfolgt die Touren der Lieblings-<br />
bands auf Schritt und Tritt und alarmiert den Musikliebha-<br />
ber via Smartphone, sobald einer seiner Favoriten in der<br />
Nähe auftritt.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Path<br />
kostenlos<br />
Facebook ist unübersichtlich, omnipotent und tendiert inhaltlich Richtung<br />
Klatsch-Forum. Das mag auf viele anziehend wirken, andere wiederum finden sich im<br />
Dickicht des größten sozialen Netzwerks der Welt kaum mehr zurecht. Wer sein<br />
Leben mit einem etwas übersichtlicheren Personenkreis auf einer <strong>kleine</strong>n, aber fei-<br />
nen App teilen möchte, findet in Path eine funktionale Lösung für den Alltagseins-<br />
atz. <strong>Die</strong> App läuft auch auf prozessorschwachen Androiden mit älteren Android-Ver-<br />
sionen schön flüssig und macht einfach Spaß.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
12<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TuneIn Radio<br />
Empfehlung<br />
der Redaktion<br />
★★★★★<br />
Sind Sie begeisterter Radio-Hörer und möchten die Senderauswahl auch auf dem<br />
eigenen Androiden ein wenig ausweiten? Dann sollten Sie sich schon längst<br />
TuneIn Radio heruntergeladen haben – hier kennt die Musik- und Stationenauswahl<br />
keine Grenzen und auch ausgefallene Geschmäcker werden bedient.<br />
TuneIn Radio hat mit dem Stock UKW-Radio auf Ihrem Android-Smartphone<br />
nur noch sehr wenig gemeinsam. Anstatt mühsam auf einer<br />
unübersichtlichen Skala nach Radiostationen<br />
suchen zu müssen, die Sie per UKW und nur<br />
unter Zuhilfenahme Ihres Kopfhörerkabels<br />
empfangen können, haben Sie hier eine schier<br />
unendliche Auswahl weltweiter Sender, die<br />
via Mobilfunknetz-Verbindung oder WLAN auf<br />
dem Android-Smartphone landen. Laut Angabe<br />
der Entwickler haben Musikfans via TuneIn<br />
Radio Zugriff auf insgesamt 50.000 Sender<br />
und 1,2 Millionen<br />
On-demand-Programme.<br />
Angesichts<br />
dessen sollte es sogar<br />
hartgesottenen Musikfans<br />
nicht so schnell<br />
langweilig werden.<br />
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
0,70 Euro<br />
Basisversion<br />
kostenlos<br />
Bewertung:<br />
★★★★★<br />
Floating Widget<br />
1,20 Euro<br />
<strong>Die</strong>se App vereinfacht die Bedienung<br />
des Androiden ungemein, denn man<br />
kann auf jedes Widget auf dem Homescreen<br />
zugreifen, während man gerade<br />
eine andere App verwendet. Auf diese<br />
Weise kann man beispielsweise seinen Musikplayer<br />
bedienen, während man ein Spiel<br />
spielt oder ein e-Book liest.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Weltgeschichte<br />
2,99 Euro Testversion kostenlos<br />
Wollen Sie sich auf eine Reise<br />
durch die Weltgeschichte auf dem Smartpone<br />
begeben? Dann ist diese App genau<br />
das Richtige. Zwar mutet der Startbildschirm<br />
auf <strong>kleine</strong>n Displays fast schon<br />
überfrachtet an, die App bietet dafür einen<br />
reichhaltigen Überblick über die inner- und<br />
außereuropäische Geschichte.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28676<br />
Zedge Ringtones & Wallpapers<br />
kostenlos<br />
Sind Ihnen die Standard-Klingeltöne und -Wallpaper auf dem Android-Smartphone<br />
zu eintönig und langweilig? Dann ist Zedge Ringtones&Wallpapers<br />
das Mittel der Wahl, um ein wenig mehr Abwechslung auf den Smartphone-<br />
Bildschirm und Handylautsprecher zu bringen. Allein schon die Klingelton-<br />
Auswahl erstreckt sich von A wie Alternative bis J wie Jazz, auch Wallpaper<br />
werden bei Zedge nach diversen Kategorien geordnet angeboten.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 13
12 x Android User<br />
<strong>Die</strong> Monatszeitschrift für Android-Fans, Smartphone- und Tablet-Nutzer<br />
TOP-PRÄMIE SICHERN!<br />
www.android–user.de/abo<br />
Telefon 07131 / 2707 274 • Fax 07131 / 2707 78 601 • E-Mail: abo@android-user.de<br />
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NEU!<br />
und nur für<br />
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kurze Zeit!<br />
BELIEBTEN<br />
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AUS DER AKTUELLEN SERIE 03<br />
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*Angebot gilt solange der Vorrat reicht
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
Birthdays<br />
1,79 Euro<br />
Testversion kostenlos<br />
Wer an der Wand hängende Geburtstagskalender altmodisch<br />
findet und stets die Facebook-Erinnerungen verpasst, sollte<br />
sich diese App schleunigst herunterladen. Geburtstage können<br />
direkt aus den eigenen Kontaktdaten in die App eingespeist<br />
werden, daneben hält einem ein Widget den nächsten<br />
Jahrestag immer vor Augen, damit man niemanden<br />
vergisst. Auch über eine Erinnerungsfunktion zum Geschenkekauf<br />
verfügt die App.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Tasks<br />
0,99 Euro Testversion kostenlos<br />
Wollen Sie Ihren Terminkalender<br />
im Blick behalten und suchen nach einem<br />
funktionalen Task-Manager? <strong>Die</strong> Entwickler<br />
von Tasks haben es sich zum Ziel gesetzt,<br />
die Funktionalität der Online-Version von<br />
Google Tasks auf Android-Geräten umzusetzen.<br />
Tasks verwendet das mit Android<br />
4.0 eingeführte Holo-Design.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Open Signal Maps<br />
kostenlos<br />
Standen Sie auch schon einmal in<br />
der Mobilfunk-Pampa und wunderten sich,<br />
warum der Empfang so massiv in den Keller<br />
ging? <strong>Die</strong>se App zeigt Ihnen, in welcher<br />
Richtung der nächste Mobilfunk-Sendemast<br />
steht, welche Signalstärke dieser hat<br />
und teilt dem Smartphone-Nutzer Details<br />
zum Signalstärkeverlauf mit.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Gigbeat<br />
Ihr Lieblingskünstler tourt gerade durch die Lande – und am Tag nach dem Konzert<br />
lesen Sie in der Zeitung, dass er auch Ihre Stadt besucht hat. Dumm nur, dass<br />
Sie vorher nichts davon wussten und nun mindestens eine Woche traurig vor<br />
Ihrer Stereoanlage sitzen. Mit Gigbeat kann so etwas nicht passieren – die App warnt den<br />
Musikfan vor, wenn sich einer seiner Lieblingskünstler auf Tour befindet und auch<br />
in die eigene Stadt kommen wird. Dazu muss man lediglich eine Liste der fa-<br />
vorisierten Bands anlegen, die entsprechenden Tourdaten<br />
holt sich Gigbeat anschließend aus<br />
dem Internet. Wer will,<br />
kann sich auch Termine<br />
in mehreren Städten<br />
anzeigen lassen. Synchronisiert<br />
man die App<br />
mit seinem last.fm-Account,<br />
kann man auch<br />
die Empfehl-Funktion<br />
von Gigbeat nutzen. <strong>Die</strong><br />
App eignet sich also<br />
auch für Nutzer, die<br />
gerne einmal über den<br />
eigenen Tellerrand blicken<br />
und neue Bands<br />
kennenlernen wollen.<br />
Empfehlung<br />
der Redaktion<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
Bewertung:<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 15
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
kostenlos<br />
Bewertung:<br />
★★★★★<br />
RedPhone<br />
Empfehlung<br />
der Redaktion<br />
★★★★★<br />
Es gibt Situationen, in denen eine sichere, verschlüsselte Kommunikation via<br />
Smartphone wünschenswert oder sogar Pflicht ist. RedPhone verschlüsselt Ge-<br />
spräche von Android-Handy zu Android-Handy, ganz so, als<br />
ob Sie ein normales Telefonat führen würden. <strong>Die</strong> App integriert<br />
sich nahtlos in Ihren Androiden, ohne dass die Installation einen<br />
großen Umstand bereiten würde. RedPhone nutzt zudem aktuelle<br />
Verschlüsselungsstandards und ist zusätzlich<br />
auf Open-Source-Basis zu haben.<br />
Ist die App auf dem Smartphone installiert,<br />
merkt man kaum, ob ein Gespräch über das<br />
normale Handy-Netz eingeht oder über<br />
RedPhone verschlüsselt übertragen wird,<br />
denn das Telefon verhält sich nicht viel anders<br />
als bei einem "normalen" Gespräch.<br />
Zur Verschlüsselung nutzt RedPhone das<br />
Secure Real-Time Transport Protocol, dem<br />
AES als Kryptosystem zugrunde liegt. Via<br />
RedPhone verschlüsselte Telefonate sind<br />
daher nach dem aktuellen Stand der Technik<br />
praktisch nicht abhörbar.<br />
Open Garden<br />
kostenlos<br />
Open Garden verbindet mehrere Geräte zu einem drahtlosen<br />
Peer-to-Peer-Netzwerk. Auf diese Weise kann man auch ohne<br />
WiFi-Empfang mit dem Laptop via Smartphone ins Internet<br />
gehen. Im Gegensatz zum Tethering funktioniert das ohne lästiges<br />
Betätigen von Tasten und Konfigurieren. Laufen mehrere Geräte<br />
in der Umgebung mit Open Garden, verbinden sie sich zu<br />
einem Mesh-Netzwerk. <strong>Die</strong> App ist ideal, um größere WiFi-Strecken<br />
zu überwinden.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Minimalistic Text<br />
kostenlos<br />
Viele Smartphone-Enthusiasten wün-<br />
schen sich eine etwas dezentere Darstellung von Uhrzeit,<br />
Datum, Akku- und Wetterdaten. Für diesen Zweck<br />
ist die App "Minimalistic Text" die ideale Wahl.<br />
Samsung hat TouchWiz, HTC Sense und Motorola Motoswitch:<br />
Allesamt Benutzeroberflächen, die beim Benutzer<br />
nicht nur auf Gegenliebe stoßen. Will man das<br />
optische Erscheinungsbild des Androiden ein wenig<br />
dem eigenen Geschmack anpassen, eignen sich<br />
Launcher sehr gut - oder Apps wie Minimalistic Text,<br />
die zumindest den Startbildschirm verschönern.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
16<br />
02/2013
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
Geocaching<br />
8,99 Euro<br />
Geocaching ist inzwischen deutlich<br />
mehr als ein Hobby geworden, Geocaching<br />
ist Kult und Freizeitbeschäftigung für viele<br />
Fans. <strong>Die</strong> gleichnamige App hat zwar ihren<br />
Preis, ist aber ein Muss für alle Geocacher.<br />
"Geocaching" erschließt die exklusiven Koordinaten<br />
von fast 2 Millionen versteckten<br />
Geocaches. Sie lassen sich gleich um die<br />
Ecke finden – für alle Abenteuerlustigen<br />
aber auch in mehr als 180 Ländern rund<br />
um den Globus. Wir möchten den Smartphone-Nutzer<br />
sehen, dem angesichts dieses<br />
Angebots die Ideen ausgehen...<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Woher kommt das?<br />
0,89 Euro<br />
Der Alltag wartet mit vielerlei<br />
Rätseln auf. Gut, dass es Apps wie<br />
„Woher kommt das?“ gibt, die ein<br />
wenig Licht ins Dunkel bringen. Wenn<br />
Sie also nicht wissen, wie die Beatles zu<br />
ihrem Bandnamen kamen, dass Berlin<br />
nichts mit Bären zu tun hat oder dass<br />
der so oft verwendete Begriff „08/ 15“<br />
keinen allzu friedlichen Ursprung hat,<br />
dann gehört die Anwendung auf Ihr<br />
Smartphone. Dabei ist die App nicht<br />
nur für Besserwisser, sondern in erster<br />
Linie für Wissbegierige geeignet.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Drawdle<br />
Baller-Games sind nicht für jeden<br />
etwas – doch zum Glück gibt es auf<br />
Google Play jede Menge Alternativen.<br />
Besonders gut hat uns Drawdle gefallen. In<br />
dem bunten und kreativen Spiel werden dem<br />
Spieler jede Menge Zeichenaufgaben gestellt,<br />
die er mit viel Fingerspitzengefühl und Hirnschmalz<br />
lösen muss. Stets geht es darum, bestimmte<br />
Gegenstände durch das Anstupsen<br />
mit bunten Ballons in den unterschiedlichsten<br />
Farben erstrahlen zu lassen. <strong>Die</strong> Ballons müs-<br />
sen jedoch zuerst mit selbst<br />
gezeichneten<br />
Geschossen in Bewegung gebracht werden, die zudem<br />
vorher mehr oder minder schwierige Hindernisse überwinden<br />
müssen - ein richtiger Hindernisparcours!<br />
Sind die zu Beginn gestellten Aufgaben noch recht trivial,<br />
geht es schnell ans Eingemachte. Man sollte beim Zeichnen<br />
seiner Wurf-Vehikel<br />
in jedem Fall behutsam<br />
vorgehen,<br />
denn Sägezähne,<br />
Gummibänder und<br />
rotierende Gegenstände<br />
versuchen<br />
den Weg zu versperren<br />
und dem Spielversuch<br />
ein jähes<br />
Ende zu bereiten.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28676<br />
0,99 Euro<br />
Testversion<br />
kostenlos<br />
Bewertung:<br />
★★★★★<br />
Empfehlung<br />
der Redaktion<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 17
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
kostenlos<br />
Bewertung:<br />
★★★★★<br />
Astro File Manager<br />
Empfehlung<br />
der Redaktion<br />
★★★★★<br />
Der Astro Dateimanager ist unter Android-Usern äußerst beliebt, obwohl die alte<br />
Version optisch eine mittlere Katastrophe darstellte. Mit dem aktuellen Release gibt<br />
es aber nichts mehr zu klagen, der Filemanager kommt wie Phönix aus der Asche<br />
daher. Ein frisches aktuelles Design und neue<br />
Funktionen wie die Integration von Cloud-Spei-<br />
cherdiensten bringen Astro wieder auf Kurs. Von<br />
der Optik her wurde die Anwendung zudem komplett<br />
überarbeitet.<br />
Im Netzwerk macht Astro ebenfalls<br />
eine gute Figur. Cloud-Speicherdienste<br />
wie Dropbox oder<br />
Google Drive binden Sie direkt<br />
aus dem Dateimanager heraus<br />
ein. Praktisch ist auch die Suche<br />
nach Windows-Netzwerkfreigaben<br />
(bzw. Samba) und deren Integra-<br />
tion im lokalen Netz. Bislang ist die<br />
aktualisierte Version nur für brandneue<br />
Geräte wie das Galaxy Nexus<br />
oder Nexus-7-Tablet mit Android Jelly<br />
Bean verfügbar.<br />
Falcon Pro (for Twitter)<br />
0,99 Euro<br />
Twitter Clients gibt es viele auf<br />
Google Play, Falcon Pro sticht durch sein<br />
hübsches Holo-Design und seinen funktionalen<br />
Aufbau aus der Masse heraus. <strong>Die</strong><br />
Anwendung verfügt über einen recht<br />
schnellen integrierten Browser, extra-weiches<br />
Scrolling und ein beidseitiges Sliding-<br />
Menü, welches den Zugriff auf die Unterfunktionen<br />
der App deutlich einfacher und<br />
übersichtlicher macht. Falcon Pro (for Twitter)<br />
funktioniert ab Android 2.2 Froyo.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
InstaMessage<br />
kostenlos<br />
Vernetzen Sie sich! <strong>Die</strong>se Anwendung<br />
ermöglicht es zum einen, direkt mit<br />
seinen Instagram-Freunden per Messenger<br />
in Kontakt zu treten, zum anderen beinhaltet<br />
sie auch eine Ortungs-Funktion, um<br />
Nutzer des Foto-Services, die sich in der<br />
Nähe aufhalten, im Handumdrehen ausfindig<br />
zu machen und zu kontaktieren. <strong>Die</strong><br />
App verfügt zudem auch über eine Block-<br />
Funktion, um einzelne, unerwünschte Nutzer<br />
von der Kontaktaufnahme abzuhalten.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Office 2012 PlanMaker Mobile<br />
7,98 Euro<br />
PlanMaker Mobile ist die einzige Tabellenkalkulation für Android, mit der Sie völlig<br />
nahtlos alle Ihre Excel-Arbeitsblätter öffnen, bearbeiten und wieder verlustfrei speichern<br />
können. Ihre Dokumente sehen auf Ihrem Android-Gerät exakt wie unter Windows<br />
aus. Sogar Excel-Diagramme werden korrekt angezeigt und aktualisiert! Nachdem die<br />
App recht feingliedrig ausfällt und über eine detaillierte Grafik verfügt, empfehlen wir sie<br />
speziell für den Einsatz auf großen Bildschirmen über 4 Zoll. Bewertung: ★★★★★<br />
18<br />
02/2013 APPS & TIPPS
F1 2013 Timing App – Premium<br />
Wird 2013 erneut zu einem Sebastian-Vettel-Jahr, und zeigt Red Bull der Formel<br />
1-Welt einmal mehr, wo der Hammer hängt? Oder werden Fernando Alonso,<br />
Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Konsorten Vettel das Leben schwer machen?<br />
Mit der offiziellen F1 2013 Timing App in der Premium-Ausgabe folgen Sie dem<br />
Renngeschehen mit dem Smartphone oder Tablet auf Schritt und Tritt.<br />
Mit 29,99 Euro ist die App nicht gerade billig, bietet dem F1-Fan aber alles, was das Rennfahrerherz<br />
begehrt. Neben aktuellen News, Informationen zu den verwendeten Reifen und<br />
den aktuellen Ranglisten besteht das Herzstück der App aus einer<br />
3D-Positionsanzeige in Echtzeit. Man kann die jeweiligen Renn-<br />
strecken in jede beliebige Position drehen<br />
und allen Fahrern in ihren Boliden auf<br />
dem Bildschirm folgen.<br />
Oft sehen Sie so ein<br />
Überholmanöver,<br />
bevor es im TV erscheint.<br />
Ein leistungsstarker<br />
Prozessor ist jedoch<br />
Voraussetzung, ältere<br />
Single-Core-Geräte<br />
dürften sich mit der<br />
App etwas schwer tun.<br />
Nach dem Rennen können<br />
die Aufzeichnungen<br />
heruntergeladen<br />
und analysiert werden.<br />
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
Empfehlung<br />
der Redaktion<br />
★★★★★<br />
29,99 Euro<br />
Bewertung:<br />
★★★★★<br />
Adblock Plus<br />
kostenlos<br />
Kostenfreier Werbeblocker für Android-Smartphones<br />
und -Tablets. Weder<br />
blinkende Banner noch nervende Displayanzeigen<br />
oder störende Werbespots werden<br />
in den Lieblings-Apps oder im mobilen<br />
Browser angezeigt. Der Datenverbrauch<br />
der Geräte reduziert sich zudem bis zu 40<br />
Prozent – dementsprechend schneller surfen<br />
Sie, und der Akku hält länger durch.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Mobile Odin Pro<br />
4,75 Euro<br />
Mobile Odin Pro ist die Power-<br />
App-Empfehlung für Samsung-Nutzer: Mit<br />
Mobile Odin Pro gehört das Firmware-Einspielen<br />
via PC der Vergangenheit an. Jetzt<br />
flashen Sie direkt auf Ihrem Gerät mit dieser<br />
App. Dabei sorgt Mobile Odin Pro auch<br />
dafür, dass die Root-Rechte erhalten bleiben.<br />
Funktioniert mit praktisch allen<br />
Samsung-Smartphones zusammen.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28676<br />
SanDisk<br />
Memory Zone<br />
kostenlos<br />
Mit dieser App verwalten Sie Ihren Smartphone-Speicher, egal<br />
ob interner Speicher, Micro-SD-Karte oder in der Cloud. Mit der<br />
App lassen sich Dateien nicht nur übertragen und sichern, sondern<br />
auch über eine Kennwortschutzfunktion vor unberechtigtem<br />
Zugriff bewahren. SanDisk Memory Zone lässt sich zusammen<br />
mit Dropbox, Google Docs, Picasa, SugarSync, SkyDrive<br />
und Facebook anwenden.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 19
HIGHLIGHTS<br />
<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />
Pixlr Express<br />
kostenlos<br />
Wollen Sie Ihre Smart-<br />
phone- oder Tablet-Bilder nachbe-<br />
arbeiten, verschönern oder - ganz<br />
im Gegenteil - auch verunstalten?<br />
Pixlr Express bietet über 600 ver-<br />
schiedene Effekte an, um aus<br />
Ihren Schnappschüssen echte<br />
Kunstwerke zu machen. Wer keine<br />
Zeit hat, eine Fotografie bei güns-<br />
tigeren Verhältnissen erneut auf-<br />
zunehmen, kann auf die Auto Fix-<br />
Funktion zurückgreifen, die jedes<br />
Bild automatisch nachbessert und<br />
aufwertet.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Plume<br />
4,41Euro Testversion kostenlos<br />
Der einst unter dem Namen Touiteur<br />
bekannt gewordene Twitter-Client ist<br />
für Jelly-Bean-Nutzer attraktiver geworden.<br />
<strong>Die</strong>se können direkt auf Tweets antworten<br />
und die Nachrichten weiterleiten,<br />
außerdem ist die<br />
Lektüre kompletter Tweets<br />
via Client möglich. Plume<br />
zeigt Twitter-Bilder nun im<br />
Vollbildmodus an, zudem<br />
haben die Entwickler die<br />
Darstellung auf Tablets<br />
verbessert, worüber sich<br />
viele freuen dürften.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Banking 4A<br />
9,99 Euro<br />
Haben Sie sich schon einmal gerärgert,<br />
weil das Online-Banking auf dem<br />
Androiden schwerfällt? Banking 4A führt<br />
für Sie eine Empfängerdatenbank, passt<br />
auf offene Rechnungen auf und verwaltet<br />
regelmäßige Zahlungen. Umsatzdaten<br />
werden beliebig lange gespeichert und stehen<br />
offline zur Verfügung.<br />
<strong>Die</strong> App unterstützt<br />
Onlinebanking mit<br />
mehr als 3000 Banken.<br />
Wer also schon seit langem<br />
keine Überweisungsscheine<br />
mehr ausfüllt,<br />
sollte sich diese App<br />
herunterladen.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Press (Google Reader)<br />
1,50 Euro<br />
Heutzutage ist es eine regelrechte<br />
Kunst, die Nachrichten-Flut sinnvoll zu filtern.<br />
Press ist eine Google Reader-App, bei<br />
deren Gestaltung Wert auf Lesbarkeit und<br />
praktische Handhabung gelegt wurde.<br />
Noch müssen sich die Entwickler allerdings<br />
ein wenig Mühe geben, um an die Konkurrenz<br />
in Form von Feedly heranzukommen.<br />
Um die App in vollem Umfang nutzen zu<br />
können, benötigt man natürlich einen<br />
GoogleReader-Account.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
Aus Omas Trickkiste<br />
0,89 Euro<br />
Wer bei Alltagsfragen zu allen mögli-<br />
chen Haushaltsthemen nicht mehr weiter-<br />
weiß, der fragt im Idealfall seine Oma, denn<br />
die hat vielerlei <strong>Tipps</strong> auf Lager. Ist die Großmutter<br />
gerade unabkömmlich, gibt es auf<br />
Google Play die App "Aus Omas Trickkiste",<br />
die <strong>Tipps</strong> und <strong>Tricks</strong> von B wie Babycreme<br />
bis Z wie Zwiebelgeruch bereithält.<br />
Bewertung: ★★★★★<br />
20<br />
02/2013
ALLES ZUM THEMA<br />
<strong>ANDROID</strong><br />
NEU!<br />
<strong>Die</strong> Monatszeitschrift für Android-Fans, Smartphone- und Tablet-Nutzer<br />
DIGISUB: nur 39,90 € im Jahr (12 PDFs)<br />
Ihre Vorteile:<br />
+ Lesen Sie News<br />
und Artikel schon<br />
1 Woche vor dem<br />
Kiosk-Termin!<br />
+ Hardware und App-<br />
Tests, Workshops,<br />
<strong>Tipps</strong> und <strong>Tricks</strong> für<br />
Anfänger und Profis!<br />
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KAUFTIPPS<br />
Accessoires<br />
Viktoriya Sukhanova, 123RF<br />
<strong>Die</strong> besten<br />
Accessoires<br />
Ob Hüllen, Boxen oder Ladegeräte: Auf den folgenden acht Seiten präsentieren<br />
wir Android-Zubehör, das uns besonders gut gefallen hat. Arnold Zimprich<br />
ALLE LINKS<br />
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android- user.de/qr/28759<br />
22<br />
02/2013 APPS & TIPPS
KAUFTIPPS<br />
Accessoires<br />
Amazon<br />
Neue Kopfhörer von<br />
Monster<br />
Im Rahmen des Mobile World Congress hat<br />
Monster [LINK 1] seine Produktneuheiten präsentiert.<br />
Das Label Monster steht dabei für<br />
eine perfekte Symbiose aus High Fashion<br />
und High Definition, aus einer Vielfalt an<br />
Designs und ausgereifter Musiktechnologie,<br />
aus Lifestyle und Premiumqualität. Ob stylish,<br />
retro, rockig, klassisch oder gediegen: Hochleistungskopfhörer<br />
von Monster begeistern in<br />
so vielen unterschiedlichen Styles, Farben und<br />
Materialien wie es Musikrichtungen gibt - und<br />
setzen auch bei Smartphone- oder Tablet-Nutzern<br />
eine ganz individuelle Note.<br />
3000mAh-Akku für Samsung<br />
Galaxy S3<br />
Ist Ihnen auf dem Samsung Galaxy S3 schon<br />
einmal der Strom ausgegangen? Samsung hat<br />
für sein Flaggschiff einen Nachrüst-Akku [LINK 2]<br />
mit deutlich mehr Kapazität im Angebot. Damit<br />
das voluminöse Bauteil ins Handy passt, befindet<br />
sich ein neuer Deckel im Lieferumfang. Aufgrund<br />
des schlanken S3-Designs trägt die große<br />
Batterie jedoch nicht zu dick auf. Mit dem Akku<br />
sollen auch Power-User bis zu zwei Tage über<br />
die Runden kommen, ohne das Handy nachzuladen.<br />
Der 3000mAh-Akku ist mitsamt Deckel<br />
unter der Kennung Samsung EB-K1G6U-<br />
WUGSTD (in „marble-white“) und Samsung<br />
EB-K1G6UBUGSTD (in „pebble-blue“) bei großen<br />
Händlern wie Amazon oder Cyberport für<br />
knapp 40 Euro gelistet.<br />
Monster<br />
Mobostick<br />
Der Mobostick [LINK 3] von HSTI macht via USB-<br />
Mass-Storage-Support aus Ihrem Smartphone<br />
eine <strong>kleine</strong> WiFi/ USB-Festplatte für den Einsatz<br />
mit einem Smart-TV-Gerät oder einem Autoradio.<br />
Der <strong>kleine</strong> Stick arbeitet mit allen Geräten<br />
zusammen, die USB-Laufwerke als Speicher akzeptieren.<br />
Der Clou dabei: via WLAN<br />
können sich auch mehrere<br />
Smartphones mit dem Stick<br />
verbinden und Daten freigeben.<br />
Der Mobostick<br />
eignet sich am besten<br />
als praktische Erweiterung<br />
für den digitalen Bilderrahmen,<br />
dessen Speicher man sonst per<br />
USB-Stick befüllt. Amazon hat den Winzling für<br />
29,99 Euro im Angebot.<br />
D-Link DCS-942L<br />
Sie sind auf der Suche nach einer Webcam<br />
mit Drahtlos-Anschluss und Aufnahmefunktion<br />
für die Nacht, die die aufgenommenen<br />
Bilder gleich auf das<br />
Smartphone überträgt? Dann ist die<br />
DCS-942L [LINK 4] von D-Link genau<br />
das Richtige. Über das MyDlink-<br />
Portal und die zugehörige Android-App<br />
können Sie jederzeit<br />
und von jedem Ort aus auf die<br />
Webcam zugreifen. Sie verfügt<br />
zum Preis von rund 120 Euro<br />
über einen MicroSD-Slot, es befindet<br />
sich auch eine 16 GByte<br />
große MicroSD-Karte im Lieferumfang.<br />
HSTI<br />
D-Link<br />
APPS & TIPPS<br />
23
KAUFTIPPS<br />
Accessoires<br />
JBL<br />
JBL-Lautsprecher mit<br />
Ladefunktion<br />
Bluetooth-Lautsprecher, die bereitwillig die<br />
Musiksammlung vom Smartphone abspielen,<br />
gibt es einige, doch ihre Akkuladung mit dem<br />
Handy teilen wollen diese in der Regel nicht.<br />
Eine Ausnahme stellt der JBL Charge [LINK 7]<br />
dar, der auf der CES vorgestellt wurde. Der<br />
Lautsprecher tönt mit 2 x 5 Watt und hat einen<br />
dicken Akku mit 6000 mAh Stunden an Bord,<br />
bei dem sich via USB auch das Smartphone bedienen<br />
darf. Dann allerdings sinkt die Wiedergabedauer<br />
unter die zwölf Stunden, die der JBL<br />
Charge normalerweise durchhält, bevor er wieder<br />
an die Steckdose muss.<br />
mumbi<br />
Formschönes Flipcase für<br />
Samsung Galaxy S3<br />
Smartphone-Hüllen können wirklich schön aussehen,<br />
müssen dabei aber kein Vermögen<br />
kosten. Das beweist beispielsweise<br />
Mumbi – der Hersteller<br />
bietet für Samsungs Galaxy S3 ein<br />
schickes Flipcover [LINK 5] an, das bei<br />
Amazon mit nur 9,70 Euro zu Buche<br />
schlägt. Das Cover ist aus echtem Leder, hat<br />
einen Magnetverschluss und ist weich gefüttert,<br />
um das Display des Geräts zu schonen.<br />
MiPow PowerTube<br />
MiPow bietet den nur 75 Gramm schweren Akkupack<br />
SP-2600-RD in zehn verschiedenen Farben<br />
an. <strong>Die</strong> Ausgangsspannung des 2600mAh fassenden<br />
Winzlings beträgt 1000 mAh bei 3,7 Volt,<br />
was dem Ladestrom eines normalen Netzgeräts<br />
entspricht. Der Hersteller verspricht für den Li-<br />
Ion-Akku etwa 500 Ladezyklen. Am Ladegerät ist<br />
die Röhre nach ungefähr drei Stunden wieder<br />
einsatzbereit - ein eigenes Netzteil befindet<br />
sich nicht im<br />
Brunton Solaris 4<br />
Das Solaris 4 USB [LINK 6] ist ein faltbares, vierteiliges<br />
Solar-Panel, das mit vier Ösen an den<br />
Ecken zur Befestigung am Zelt, Rucksack oder<br />
anderen Aufhängepunkten ausgestattet ist.<br />
Damit lässt sich das Panel sehr vielseitig einsetzen.Brunton<br />
verwendet für seine Solar-Panels<br />
sogenannte CIGS-Zellen, die den großen Vorteil<br />
haben, flexibel und damit vielseitig einsetzbar<br />
zu sein. Das Gerät hat einen USB-Ausgang für<br />
den Anschluss direkt am Smartphone, an Akkupacks<br />
oder anderen Geräten. <strong>Die</strong> CIGS-Solarzellen<br />
sind auf einer sehr robusten, aber trotzdem<br />
dünnen Textilplane angebracht, die 22,8x63,5<br />
Zentimeter misst. <strong>Die</strong> maximale Ausgangsleistung<br />
des 178 Gramm schweren und rund 175<br />
Euro teuren Sonnen-Segels<br />
liegt bei 5V/ 800<br />
mA.<br />
Brunton<br />
Lieferumfang.<br />
Cyberport hat die 2600mAh-Variante<br />
für 24,90 Euro [LINK 8] im Angebot.<br />
Spider Podium<br />
<strong>Die</strong> Firma Breffo bietet mit dem Spider Podium<br />
[LINK 9] eine clevere Smartphone-Halterung an,<br />
die sich auch für andere Fixier-Aufgaben - zum<br />
Beispiel als Halterung für das<br />
Fahrrad - bestens eignet. Im<br />
Android User-Test bewährte<br />
sich das Spider Podium unter<br />
anderem als KFZ-Halterung<br />
für die Navigation mit Maps<br />
with Me auf dem Galaxy<br />
Nexus. Gesehen haben wir<br />
das achtbeinige Spider Podium<br />
bei getdigital.de zum<br />
Preis von 16,95<br />
Euro.<br />
Breffo<br />
MiPow<br />
24<br />
APPS & TIPPS
KAUFTIPPS<br />
Accessoires<br />
Logitech<br />
Elgato<br />
Elgato DVB-T-Tuner für Nexus 7<br />
Der für seine Mac- und iOS-Hardware bekannte<br />
TV-Spezialist Elgato hat mit dem EyeTV Micro<br />
auch eine DVB-Tuner-Lösung für Android-Geräte<br />
im Programm. Der DVB-T-Tuner im Kleinstformat<br />
lässt sich via Micro-USB-Anschluss mit<br />
praktisch jedem Smartphone oder Tablet verbinden.<br />
<strong>Die</strong> dazu passende App ist bereits in<br />
Googles Play Store vorhanden. Ihr fehlen zwar<br />
ein paar Features wie Programmübersicht und<br />
Filmarchiv, die Grundfunktionen – TV-Sendungen<br />
ansehen und aufnehmen – sind jedoch bereits<br />
implementiert. Bei mix-computer.de muss<br />
man für den <strong>kleine</strong>n schwarzen Kasten [LINK 10]<br />
knapp über 59 Euro bezahlen.<br />
Drahtlos-Lautsprecher von<br />
Logitech<br />
Mit der Ultimate Ears (UE) Boombox [LINK 11]<br />
stellt Logitech einen transportablen und kraftvollen<br />
Drahtlos-Lautsprecher vor. <strong>Die</strong> Box kann<br />
mit 3 Android-Geräten gleichzeitig gepairt werden<br />
und behält bis zu 8 Bluetooth-Geräte in Erinnerung.<br />
Der Lautsprecher bietet durch einen<br />
wiederaufladbaren Akku bis zu 6 Stunden Musikgenuss.<br />
<strong>Die</strong> <strong>kleine</strong>re Mobile Boombox ist in<br />
verschiedenen Farben erhältlich und kann mit<br />
zwei Geräten synchronisiert werden. Der Lautsprecher<br />
bietet maximal 10 Stunden Musikgenuss<br />
mit einer Akkuladung. Dank eines eingebauten<br />
Mikrophons fungiert der Kleinst-Lautsprecher<br />
auch als Freisprechanlage. <strong>Die</strong> Boombox<br />
ist bei Amazon für 249 Euro im Programm,<br />
die Mobile Boombox kostet 99 Euro.<br />
Steel Series Flux Headset<br />
Das Flux Headset [LINK 12] gehört zur „Freedom<br />
to Play“-Reihe von Steel Series und<br />
wurde vom Gaming-Spezialisten speziell<br />
für das mobile Spielen am Smartphone<br />
oder Tablet entworfen. Damit<br />
es an beide problemlos angeschlossen<br />
werden kann, bringt es zwei<br />
Kabel mit: <strong>fürs</strong> Smartphone eines<br />
mit einem einzelnen Klinkenstecker,<br />
<strong>fürs</strong> Tablet eines mit getrennten<br />
Klinkensteckern für Audioausgang<br />
und Mikrofoneingang. Da<br />
beide Ohrmuscheln eine Klinkenbuchse<br />
besitzen, kann man sich<br />
aussuchen, auf welcher Seite man<br />
das Kabel einsteckt. An die andere<br />
Seite kann bei Bedarf ein weiteres<br />
Kabel angeschlossen werden, um das<br />
Signal an einen zweiten Kopfhörer durchzuschleifen.<br />
Gesehen haben wir das Headset bei<br />
Amazon für 85 Euro.<br />
TomTom Hands Free Car Kit<br />
Eine KFZ-Halterung sollte Pflicht sein für jeden<br />
Autofahrer, der sein Smartphone als Navi nutzt<br />
oder von unterwegs telefonieren möchte. Eine<br />
Universalhalterung für Smartphone-Modelle<br />
verschiedenster Hersteller ist das TomTom<br />
Hands Free Car Kit [LINK 13], mit dem Sie gleich<br />
auch noch eine leistungsfähige Freisprecheinrichtung<br />
bekommen, ohne umständlich<br />
Hardware im Automobil<br />
verbauen zu müssen. Das Car Kit<br />
installieren Sie wie eine herkömmliche<br />
Universalhalterung<br />
an der Windschutzscheibe Ihres<br />
PKWs. Soll die Halterung auf<br />
dem Armaturenbrett Halt finden,<br />
liegt dem Set eine selbstklebende<br />
Haftscheibe bei, die<br />
Sie als Unterlage auf der Instrumententafel<br />
anbringen<br />
können. Das praktische Kit<br />
kostet bei diversen Internethändlern<br />
zwischen 60<br />
und 80 Euro und damit<br />
bei weitem weniger als<br />
ein komplett neues Navigationssystem<br />
für das<br />
eigene Auto.<br />
TomTom<br />
Steelseries<br />
APPS & TIPPS
KAUFTIPPS<br />
Accessoires<br />
Noreve-Hülle für das Nexus 7<br />
Der französische Hersteller Noreve hat Smartphone-Hüllen<br />
im Programm, die auch den<br />
höchsten Ansprüchen genügen. Neben zahlreichen<br />
anderen Tablet- und Smartphone-Schonern<br />
bietet der Hersteller eine Modell für das<br />
Nexus 7-Tablet aus feinstem Leder für 59,99<br />
Euro [LINK 14] an, das in Sachen Verarbeitung<br />
und Haltbarkeit keine Wünsche offen lässt. <strong>Die</strong><br />
Hülle ist in verschiedenen Farben erhältlich,<br />
Noreve garantiert eine besonders schnelle Lieferung<br />
aus dem eigenen Webshop.<br />
AKG: Headset mit aktiver<br />
Geräuschunterdrückung<br />
Mit dem K391NC [LINK 15] hat AKG ein Headset<br />
für Vielreisende vorgestellt, das eine aktive Geräuschunterdrückung<br />
bietet und vor allem den<br />
Geräuschpegel in tiefen Frequenzen deutlich reduzieren<br />
soll. <strong>Die</strong> Mikrofone direkt an den Ohrhörern<br />
nehmen die Umgebungsgeräusche auf<br />
und geben sie als gegenpoliges Signal wieder<br />
ab. Laut Hersteller soll sich das vor<br />
allem bei Flug- und Bahnreisen gut<br />
machen. <strong>Die</strong> Elektronik der Geräuschunterdrückung<br />
sitzt in einem <strong>kleine</strong>n<br />
Kästchen, ihr Akku soll etwa 40 Stunden<br />
durchhalten und kann via USB<br />
wieder aufgeladen werden. <strong>Die</strong> Ohrhörer<br />
des In-Ear-Headsets bestehen<br />
aus gebürstetem Aluminium, am<br />
Kabel sitzt eine Fernbedienung zur<br />
AKG<br />
Lautstärkeregelung und Wiedergabesteuerung.<br />
Das K391NC kostet<br />
rund 180 Euro.<br />
Norevo<br />
Runtastic-Skihelm und<br />
Smartphone-Handschuhe<br />
Runtastic hat für seine beliebten GPS-Apps einiges<br />
an Zubehör im Angebot. In dem von Head<br />
in Kooperation mit Runtastic entwickelten Skihelm<br />
[LINK 16] sind Kopfhörer, ein Mikrofon und<br />
Steuerelemente für die Medienwiedergabe integriert.<br />
Der Helm wird per Bluetooth mit dem<br />
Smartphone verbunden, er ist bei Runtastic im<br />
Direktvertrieb für 299,95 Euro zu haben. Im<br />
Pack mit dem Helm wird ein Runtastic-Brustgurt<br />
geliefert, so dass Skifahrer ihre Puls-, Geschwindigkeits-<br />
und Orts-Daten an die Runtastic-App<br />
übermitteln können. Neben anderen<br />
Accessoires haben die Österreicher spezielle<br />
Smartphone-Handschuhe für 19,99 Euro im<br />
Programm, mit denen sich auch Smartphone-<br />
Touchscreens bedienen lassen.<br />
HTC One-Rundumschutz von<br />
Yousave<br />
Wollen Sie ihr HTC One vor Kratzern und anderen<br />
Macken schützen? Dann empfiehlt sich der<br />
Griff zu einer Hülle von Yousave Accessoires.<br />
Das Modell „HTC One X Tasche Dual Combo Silikon<br />
Schwarz/ Grün mit Displayschutz“ bietet<br />
beispielsweise einen Rundumschutz für ihr<br />
HTC und verlängert<br />
die Lebensdauer<br />
des Smartphones.<br />
Im Lieferumfang<br />
des 7,17<br />
Euro teuren Schoners<br />
[LINK 17] befindet<br />
sich ein<br />
Reinigungstuch.<br />
Runtastic<br />
Amazon<br />
26<br />
02/2013 APPS & TIPPS
AVM: Intelligente Steckdose<br />
FRITZ!DECT 200 [LINK 18] ist kompatibel zu allen<br />
Fritz!Boxen mit dem Betriebssystem Fritz!OS<br />
5.50. Sind diese Voraussetzungen gegeben, können<br />
Sie über die Fritz!Box nicht nur die Steckdose<br />
ein- und ausschalten, sondern auch noch<br />
den Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes<br />
messen und sich per E-Mail benachrichtigen<br />
lassen. Darüber hinaus lässt sich die intelligente<br />
Steckdose auch mit einem Google-Kalender<br />
verbinden, dessen Termine sie automatisch<br />
synchronisiert. Mit der integrierten Astro-Funktion<br />
lassen sich die Geräte automatisch bei Sonnenaufgang<br />
und -Untergang schalten.“<br />
Steuern lässt sich der <strong>kleine</strong> Kasten, den man<br />
einfach in eine bereits vorhandene Steckdose<br />
steckt, via DECT-Phone von Fritz! - oder mit der<br />
zugehörigen MyFRITZ!-App auch per Smartphone<br />
oder Tablet von unterwegs. <strong>Die</strong> Steckdose<br />
ist bei conrad.de für 49,95 Euro gelistet.<br />
Designtaschen von Boenso<br />
Wenn Sie auf der Suche nach einer funktionalen,<br />
robusten und edlen Tasche für Ihr Samsung<br />
Galaxy S3 oder für Ihr Galaxy Tab 2 sind, sind<br />
die Produkte von Boenso Design [LINK 19] einen<br />
Blick wert. <strong>Die</strong> aufwändig verarbeiteten Smartphone-Schoner<br />
aus feinstem Glattleder schützen<br />
Samsung-Geräte und Produkte vieler anderer<br />
Hersteller vor äußeren Einflüssen und verpassen<br />
den Androiden ein exklusives Aussehen.<br />
<strong>Die</strong> Hülle für das Galaxy S3 geht für 29,90 Euro<br />
über die Ladentheke, der große Bruder kostet<br />
für das Galaxy Tab 2 7.0 (P3100) 39,99 Euro<br />
und für das Galaxy Tab 2 10.1 (P5100/ 5110)<br />
49,90 Euro. Beide Tablet-Cover verfügen zudem<br />
über eine Stand-Funktion und fungieren als ideale<br />
Helfer bei Präsentationen.<br />
AVM<br />
Pebble Smartwatch<br />
Mit der Pebble Smartwatch [LINK 20] reicht ein<br />
Blick auf das Handgelenk, um Hinweise auf<br />
eingehende Anrufe, neue Mails oder Facebook-<br />
Nachrichten zu erhalten. Über Buttons lässt<br />
sich auch die Musikwiedergabe auf dem Handy<br />
steuern. Das schwarz/ weiß E-Paper-Display der<br />
bis jetzt nur auf getpebble.com erhältlichen<br />
Smart-Uhr lässt sich auch im hellen Sonnenlicht<br />
ablesen. Pebble benötigt eine Bluetooth-Verbindung<br />
zu einem Smartphone, auf dem die<br />
Pebble-App installiert wurde, um nutzbar zu<br />
sein. <strong>Die</strong> 150 Dollar teure Uhr steckt in einem<br />
bis zu 5 ATM wasserdichten Gehäuse aus<br />
schlag- und kratzfestem Polykarbonat.<br />
Nvidia Shield Gamepad<br />
Mit dem Shield Gamepad [LINK 21] verblüffte der<br />
Chip-Hersteller Nvidia bereits auf der CES. Das<br />
auf Basis eines herkömmlichen Android-Systems<br />
laufende Gamepad beinhaltet den neuen<br />
Tegra-4-Chipsatz und kommt mit einem 5-Zoll-<br />
Retina-Display auf den Markt. Nutzer haben direkten<br />
Zugang zu Nvidias Spiele-Markt Tegrazone<br />
und zu Googles Play Store. Damit zukünftige<br />
mobile Gamer auch nicht auf ordentlichen<br />
Sound verzichten muss, sind Bass-Reflex-Boxen<br />
in das Gerät integriert worden. <strong>Die</strong> Audio-Qualität<br />
ist laut Angaben von Nvidia mit der hochpreisiger<br />
Multimedia-Laptops vergleichbar.<br />
Nvidia<br />
KAUFTIPPS<br />
pebble-smartwatch.de<br />
Accessoires<br />
APPS & TIPPS
KAUFTIPPS<br />
Accessoires<br />
Amazon<br />
Philips<br />
Philips SHOQBOX<br />
Wollen Sie eine spontane Party im Freien veranstalten?<br />
Dann sehen Sie sich die Shoqbox von<br />
Philips an. Den stabilen Smartphone-Lautsprecher<br />
[LINK 22] gibt es in zwei Ausführungen. Das<br />
Gehäuse der stabilen SB7200 ist gegen Spritzwasser<br />
geschützt, die Box kann Stürze in den<br />
Pool oder eine Dusche nach dem Einsatz am<br />
Strand wegstecken. Mit einer Laufzeit von acht<br />
Stunden hält die Shoqbox zudem ziemlich<br />
lange durch. Zwei Shoqboxen lassen sich darüber<br />
hinaus zu einem Stereo-Set verbinden. Alternativ<br />
gibt es das Modell SB7300, das zwar<br />
etwas dezenter gestaltet, dafür aber nicht ganz<br />
so stabil ist. <strong>Die</strong> Lautsprecher sind via Bluetooth<br />
universell anschließbar, bei cyperport erhält<br />
man die Shoqbox SB7200 für 159,90 Euro,<br />
ihre Schwester liegt etwa 15 Euro darüber.<br />
Game Boy-Hülle für HTC<br />
Wo sind die Zeiten hin, als Game Boys noch als<br />
exotische Spielzeuge galten und in der Schule<br />
heiß begehrt waren. Holen Sie sich doch die<br />
gute alte Zeit auf ihr HTC One oder One+ und<br />
verpassen ihrem Gerät eine<br />
Hülle in Retro-Optik! <strong>Die</strong><br />
„Retro Gameboy“ Schutzhülle<br />
[LINK 23] ist bei Amazon<br />
für nur 6,99 zu haben. Der<br />
Hersteller verspricht eine<br />
besonders lange Haltbarkeit<br />
des Aufdrucks durch eine<br />
spezielle UV-Behandlung.<br />
Aufmerksamkeit ist Ihnen<br />
mit dieser Hülle in jedem<br />
Fall garantiert!<br />
Xquisit-Lautsprecher<br />
hält lange durch<br />
Xqisit bringt die dritte Generation<br />
seiner xq-Serie [LINK 24] auf<br />
den Markt, die wie die Vorgäner<br />
hierzulande exklusiv von Strax<br />
vertrieben wird. Der 150 Euro teure<br />
Bluetooth-Lautsprecher xqPro 3.0 setzt<br />
auf zwei Treiber und einen passiven<br />
Subwoofer. Er spielt Musik vom Handy<br />
ab, die er via Bluetooth erhält, kann aber<br />
auch als Freisprecheinrichtung dienen. <strong>Die</strong><br />
Steuerung des Geräts erfolgt über ein Touch-Panel<br />
an der Oberseite, das sich neuerdings auch<br />
auf Multitouch versteht. Zudem wurde die Ak-<br />
kulaufzeit verlängert und soll nun bei zehn<br />
Stunden liegen – Strom tankt die Box anschließend<br />
über USB. Nach nur drei Stunden Ladezeit<br />
soll der Akku wieder voll sein.<br />
Boombero Wireless Speaker<br />
Wer mit seinem Handy einen <strong>kleine</strong>ren Raum<br />
beschallen möchte, muss nicht gleich zur HiFi-<br />
Anlage greifen. Mit dem Boombero Wireless<br />
Speaker [LINK 25] geht das deutlich einfacher. <strong>Die</strong><br />
<strong>kleine</strong> Box, die über drei AAA-Batterien oder<br />
USB-Kabel mit Strom versorgt wird, fungiert als<br />
Verstärker für das Smartphone. Dabei kommt<br />
der Lautsprecher komplett ohne Kabel aus,<br />
denn er schnappt sich das Ausgangssignal des<br />
Handys, um es auf maximal 3 Watt zu verstärken.<br />
Der Klang der Box kann dabei mit guten<br />
Lautsprechern von Notebooks mithalten. Bei<br />
Amazon gibt es den Lautsprecher für 45 Euro.<br />
Strax<br />
Oregon Scientific<br />
28<br />
02/2013 APPS & TIPPS
Samsung<br />
Oakley-Smartbrille<br />
Skifahren oder Snowboarden 3.0: <strong>Die</strong><br />
„Airwave“ [LINK 26] ist eine schlaue Android-Skibrille,<br />
die Skifahrer und<br />
Snowboarder mit reichlich Informationen<br />
versorgt. Mit Hilfe einer<br />
drahtlosen Fernsteuerung am Handgelenk<br />
werden Navi-Informationen<br />
direkt in die durchgestylte Brille<br />
eingeblendet. Verbindet man sein<br />
Smartphone via bereitgestellter App<br />
mit der cleveren Brille, zeigt diese<br />
auch eingehende SMS, Telefonanrufe Playlists<br />
und weitere Daten an. Das 599 Euro teure<br />
Produkt verfügt über eine Anti-Fog-Beschichtung,<br />
ein komfortables Kopfband und eine besonders<br />
leichtgewichtige Konstruktion. Das<br />
Brillenglas ist dank Switchlock-Technologie im<br />
Handumdrehen austauschbar, der Hersteller<br />
bietet zudem zwei Farbvarianten an.<br />
Original Flip-Cover für das<br />
Galaxy Note 2<br />
Samsung bietet höchstselbst hochwertig verarbeitete<br />
Cover [LINK 27] für seine Note-Serie an,<br />
die aus strapazierfähigem Material gefertigt<br />
sind und sicheren Schutz vor äußeren Einflüssen<br />
bieten. Das Note 2-Cover hat zudem eine<br />
Lautsprecher-Aussparung, die das Telefonieren<br />
auch bei geschlossener Klappe ermöglicht. Das<br />
Cover gibt es in verschiedenen Farben wie beispielsweise<br />
„amber brown“, der Kostenpunkt<br />
liegt bei rund 17 Euro. Bei der Passform sind<br />
die Samsung-Originalprodukte der Konkurrenz<br />
überlegen - schließlich weiß der Hersteller<br />
selbst am besten, wie er seinen Geräten<br />
eine schicke Hülle auf den Leib<br />
schneidert.<br />
Nexus 7-Dockingstation im<br />
Asus-Shop<br />
Bis dato war für Nexus 7-Besitzer nicht viel Zubehör<br />
im Angebot, sieht man von einem Cover<br />
einmal ab. Das hat sich jedoch geändert – im<br />
Asus-Shop ist nun eine Dockingstation [LINK 28]<br />
gelistet. <strong>Die</strong> 30 Euro teure Station ist mit einem<br />
microUSB-Stecker ausgestattet, der das Tablet<br />
Asus<br />
während der Betrachtung von Filmen oder einer<br />
Diashow auflädt, dazu hat sie einen 3,5mm-<br />
Klinkenstecker für den Anschluss von Kopfhörern<br />
oder Lautsprechern.<br />
S3-Hüllen von Feuerwear<br />
Mit Mitch 3 bringt Feuerwear eine speziell für<br />
das Samsung Galaxy S3 angefertigte Hülle auf<br />
den Markt. Das Unternehmen ist bekannt für<br />
unkaputtbare Produkte aus recycelten<br />
Feuerwehrschläuchen. Einsatzspuren<br />
und Aufdrucke der Feuerwehr<br />
machen die Smartphone-Schoner<br />
zu echten Hinguckern.<br />
Mitch 3 ist dem Galaxy S3 wie<br />
aufs Gehäuse geschneidert und<br />
schützt zuverlässig vor brenzligen<br />
Situationen. <strong>Die</strong> Hülle [LINK 29]<br />
ist ab sofort in den Schlauchfarben<br />
Rot und Weiß sowie Schwarz zum<br />
Preis von 39 Euro erhältlich.<br />
KAUFTIPPS<br />
Accessoires<br />
Feuerwear<br />
Oakley<br />
APPS & TIPPS 02/2013 29
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KAUFTIPPS<br />
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<strong>Die</strong> 5 besten Einsteiger-Smartphones<br />
Schnäppchen-<br />
Smarties<br />
Superscharf, riesengroß, extrem flexibel. Gute Smartphones müssen keine 500<br />
Euro kosten. Wir stellen die fünf besten Preishammer vor. Marcel Hilzinger<br />
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android- user.de/qr/29025<br />
APPS & TIPPS 02/2013 31
KAUFTIPPS<br />
Preishammer<br />
SONY Xperia U<br />
Für 150 Euro bekommen Sie kein Smartphone mit<br />
einem besseren Display. Sagenhafte 480x854 Pixel hat<br />
SONY für das U-Modell auf 3,5 Zoll gepresst. Das sorgt<br />
für ein superscharfes Display. Eine weitere Besonderheit<br />
des Xperia U bildet die Benachrichtungsleiste, die sich<br />
individuell anpassen lässt. Einzig beim Speicher müssen<br />
Sie Abstriche machen: Er fällt mit 4 GByte nicht besonders<br />
üppig aus und lässt sich zudem nicht erweitern. Für<br />
alle, die nur telefonieren möchten, ist das Xperia U aber<br />
das klar beste Smartphone in seiner Preisklasse.<br />
Name: Sony Xperia U<br />
Android-Version: Android 4.0<br />
Besondere Merkmale: Bestes Display, LED<br />
Display: 3,5“, 480 x 854 Pixel<br />
Akku: 1300 mAh<br />
Kamera: 5 Megapixel<br />
CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz<br />
Preis: 149 Euro<br />
LG NEXUS 4<br />
Muss man das Nexus 4 noch vorstellen? Es ist für 300<br />
Euro (in der 8-GByte-Version) das mit Abstand beste<br />
Smartphone, das es aktuell auf dem Markt gibt. Zu seinen<br />
Stärken gehört die aktuelle Android-Version 4.2.2 ohne<br />
Änderungen durch einen Hersteller, das <strong>Top</strong>-Design, die<br />
Drahtlos-Ladefunktion und auch die Verarbeitung - alles<br />
erste Sahne. Benötigen Sie nicht mehr als 8 GByte Speicher<br />
und suchen Sie ein Smartphone für 300 Euro, dann<br />
führt aktuell kein Weg am Nexus 4 vorbei.<br />
Name: LG Nexus 4<br />
Android-Version: Android 4.2.2<br />
Besondere Merkmale: Pure Android<br />
Display: 4,7“, 768 x 1280 Pixel<br />
Akku: 2100 mAh<br />
Kamera: 5 Megapixel<br />
CPU: Quad-Core, 4 x 1,5 GHz<br />
Preis: 299 Euro<br />
32<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SAMSUNG<br />
GALAXY S DUOS<br />
KAUFTIPPS<br />
Preishammer<br />
HUAWEI ASCEND Y300<br />
Von den Spezifikationen her steht das Y300 auf dem<br />
Level des Samsung Galaxy S III Mini, es bringt aber den<br />
stärkeren Akku (1730 mAh statt 1500 mAh) und den besseren<br />
Prozessor (Snapdragon S4) mit. Dabei ist es fast<br />
100 Euro billiger. <strong>Die</strong> Emotion UI von Huawei steht<br />
Touchwiz kaum nach, insofern können wir das Y300<br />
empfehlen, egal ob Einsteiger oder Power User.<br />
Name: Huawei Ascend Y300<br />
Android-Version: Android 4.1.1<br />
Besondere Merkmale: Emotion UI<br />
Display: 4“, 480 x 800 Pixel<br />
Akku: 1730 mAh<br />
Kamera: 5 Megapixel<br />
CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz<br />
Preis: 149 Euro<br />
Gute Smartphones mit zwei SIM-Kartenschächten<br />
waren lange Zeit Mangelware. Mit dem Galaxy S Duos<br />
gibt es jedoch nun auch ein Dual-SIM-Gerät von<br />
Samsung mit der bekannten Touchwiz-Oberfläche und<br />
allen Vorteilen des kompletten Samsung-Ökosystems.<br />
Das Galaxy S Duos ist zwar nicht das schnellste Handy,<br />
kommt aber mit dem Single-Core-Prozessor auf sehr<br />
gute Akkulaufzeiten.<br />
Name: Samsung Galaxy S Duos<br />
Android-Version: Android 4.0<br />
Besondere Merkmale:<br />
Zwei SIM-Karten<br />
Display: 4“, 480 x 800 Pixel<br />
Akku: 1500 mAh<br />
Kamera: 5 Megapixel<br />
CPU: Single-Core, 1 GHz<br />
Preis: 189 Euro<br />
MOBISTEL CYNUS T2<br />
Sie benötigen ein Smartphone mit möglichst großem<br />
Display für möglichst wenig Geld? Dann machen Sie mit<br />
dem T2 von Mobistel einen guten Deal. Das 180-Euro-<br />
Handy übertrumpft die Konkurrenz in dieser Preisklasse<br />
durch seine 12-Megapixel-Kamera und das qualitativ<br />
hochwertige 5-Zoll-Display mit 854x480 Pixeln, auch ein<br />
Radio ist mit an Bord. Seine Stärke ist der 2000-mAh-<br />
Akku, der für bis zu 12 Stunden Gesprächszeit sorgt.<br />
Name: Mobistel Cynus T2<br />
Android-Version: Android 4.1 (via Update)<br />
Besondere Merkmale: 12-MP-Kamera<br />
Display: 5“, 480 x 800 Pixel<br />
Akku: 2000 mAh<br />
Kamera: 12 Megapixel<br />
CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz<br />
Preis: 179 Euro<br />
APPS & TIPPS 02/2013 33
APP-TIPPS<br />
Aqua Mail<br />
Andrei Krauchuk, 123RF<br />
Aqua Mail für Handys und Tablets<br />
Postbote<br />
Google achtet natürlich bei der Entwicklung von Android, dass der hauseigene<br />
Freemailer Gmail erstklassig in das System integriert ist, doch nicht jeder möchte<br />
Google Mail benutzen. Aqua Mail ist eine Alternative für Android User mit Mail-<br />
Accounts abseits von Gmail. Christoph Langner<br />
<strong>Die</strong> Android-Google Mail-App wird wohl<br />
von den meisten Android-Usern für die<br />
alltägliche Dosis E-Mail benutzt. <strong>Die</strong><br />
auf den meisten Geräten vorinstallierte App integriert<br />
den Mail-<strong>Die</strong>nst von Google [LINK 1]<br />
nahtlos in das System und nutzt viele Android-<br />
Features wie beispielsweise die zentrale Kontenverwaltung<br />
oder das Android-Adressbuch.<br />
Konzeptbedingt funktioniert die App jedoch<br />
nur mit Gmail- oder Google-App-Accounts.<br />
Möchten Sie einen anderen Weg gehen und<br />
Mails anderer Anbieter wie zum Beispiel von-<br />
Web.de, GMX oder 1&1 oder auch den Mailserver<br />
Ihres Arbeitgebers über POP3 oder IMAP<br />
abrufen, dann müssen Sie diese entweder zu<br />
Gmail oder auf die universelle Mail-App von<br />
34<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Aqua Mail<br />
Abb. 1: Aqua Mail blendet auf Android-Tablets eine Seitenleiste<br />
mit einer Kontenübersicht ein.<br />
Abb. 2: In den erweiterten Einstellungen lassen sich die Mail-Server<br />
individuell einrichten.<br />
Android weiterleiten oder aber auf Alternativen<br />
wie das populäre K-9 Mail [LINK 2] zurückgreifen.<br />
Aqua Mail<br />
Beide App-Alternativen haben aber ihre Grenzen.<br />
K-9 Mail ist zwar sehr leistungsfähig und<br />
individuell anpassbar, bietet aktuell allerdings<br />
noch keine für Tablets optimierte Oberfläche,<br />
was sich aufgrund der zunehmenden Verbreitung<br />
der Geräte als eklatanter Mangel herausstellt.<br />
Das Mail-Programm von Android macht<br />
auf dem Android-Tablet keine schlechte Figur,<br />
bietet aber Viel-Mailern wenig Konfigurationsmöglichkeiten.<br />
Mit Aqua Mail gibt es nun jedoch<br />
eine weitere Mail-App, die die Leistungsfähigkeit<br />
von K-9 Mail mit der guten Darstellung<br />
auf Tablets vereint.<br />
Aqua Mail bekommen Sie kostenlos<br />
aus dem Play Store [LINK 3].<br />
<strong>Die</strong>se Version ist allerdings im<br />
Funktionsumfang eingeschränkt.<br />
Um mehr als zwei E-Mail-Konten<br />
einzurichten oder Mails unter<br />
einer anderen Identität bzw. mit<br />
einer eigenen Signatur zu verschicken,<br />
müssen Sie den 3,82 Euro<br />
teuren Schlüssel [LINK 4] für die Pro-<br />
Version von Aqua Mail erwerben.<br />
die Hilfe der jeweiligen Anbieter quälen um die<br />
Serveradressen herauszusuchen. <strong>Die</strong> App kennt<br />
die Mail-Server populärer Mail-Anbieter wie<br />
Web.de, GMX oder auch von Gmail. Sie müssen<br />
nur ihre E-Mail-Adresse und das Zugangspasswort<br />
angeben, Aqua Mail richtet dann das<br />
Konto automatisch für Sie ein.<br />
Unbekannte Mail-Hoster fügen Sie über das<br />
manuelle Setup in die App ein, dafür müssen<br />
Sie natürlich die angesteuerten Mail-Server kennen.<br />
Aqua Mail unterstützt das Abrufen von<br />
Mails via IMAP und POP3, als Verschlüsselungsstandard<br />
werden SSL und STARTTLS angeboten.<br />
In den erweiterten Einstellungen (Sie<br />
erreichen diese nach dem Anlegen des Kontos<br />
über einen längeren Klick auf das Konto in der<br />
Mail einrichten<br />
Das Einrichten von Mail-Konten<br />
geht in Aqua Mail leicht von der<br />
Hand, Sie müssen sich nicht durch<br />
Abb. 3: IMAP Push bewirkt, dass Aqua Mail permanent einen Kanal<br />
zum Mail-Server offen hält.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 35
APP-TIPPS<br />
Aqua Mail<br />
Abb. 4: In der Iconleiste am unteren Rand finden Sie ein Icon zur<br />
Anzeige der Mail im Vollbild.<br />
Seitenleiste) finden Sie einen Schalter zum Aktivieren<br />
von IMAP Push, sodass immer unmittelbar<br />
nach Eintreffen einer E-Mail eine Benachrichtigung<br />
erscheint.<br />
setzen, stehen Ihnen unzählige Optionen<br />
zur Verfügung, das Programm<br />
an ihre Wünsche anzupassen.<br />
Daher kommt auch die Funktion<br />
Sichern & Wiederherstellen aus<br />
dem Menü sehr gelegen, wenn Sie<br />
das Programm auf mehreren Androiden<br />
einsetzen möchten. So müssen<br />
Sie Aqua Mail nicht immer<br />
wieder neu konfigurieren.<br />
Icons zum Erstellen, Beantworten,<br />
Verschieben und Löschen von<br />
Mails finden Sie am unteren Bildschirmrand<br />
der Mail-Ansicht. In<br />
der Mail-Übersicht verschieben Sie<br />
einzelne Nachrichten auch via<br />
Drag&Drop in Unterordnern Ihres<br />
Mail-Accounts. Einen integrieren<br />
Spam-Filter bietet AquaMail nicht, hier müssen<br />
Sie also zwangsweise auf die Filtermöglichkeiten<br />
Ihres Mail-Anbieters vertrauen und direkt<br />
im Postfach ungewünschte Mails aussortieren.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28630<br />
Bedienung<br />
In der linken Spalte finden Sie nun Ihre Mail-<br />
Konten mit allen von Ihnen angelegten Ordnern,<br />
rechts in der Ansicht die jeweils im aktuellen<br />
Ordner enthaltenen Mails. Ein Klick auf<br />
eine der Nachrichten schiebt die gesamte linke<br />
Seitenleiste mit einer Animation aus dem Bild,<br />
so dass der Inhalt der Mails nun in der rechten<br />
Spalte erscheint. Auf schwächeren Android-Geräten<br />
wirkt die Animation jedoch etwas träge,<br />
wer mag, kann sie direkt in den Optionen der<br />
Anwendung deaktivieren. Aqua<br />
Mail hat jedoch noch ein paar<br />
Trümpfe in der Hand: Das Programm<br />
beherrscht das Heranzoomen<br />
von Texten in Mails. In der<br />
Standardeinstellung wird dazu die<br />
Lauter-/ Leiser-Taste Ihres Handys<br />
oder Tablets missbraucht. Optional<br />
aktivieren Sie in den Einstellungen<br />
unter Mailanzeige die Option Zoomen,<br />
so dass Sie Pinch&Zoom-Gesten<br />
mit zwei Fingern zur Änderung<br />
der Schriftgröße nutzen können.<br />
Aqua Mail lässt sich umfassend<br />
konfigurieren. Besonders dann,<br />
wenn Sie in den Einstellungen den<br />
Einstellungsmodus auf Erweitert<br />
Fazit<br />
Android-Tablet-Usern steht mit Aqua Mail eine<br />
leistungsfähige Alternative zur hauseigenen<br />
Mail-App von Android oder auch K9-Mail zur<br />
Verfügung. <strong>Die</strong> App vereint die gute Tablet-GUI<br />
der hauseigenen Android-Mail-App mit der<br />
Konfigurierbarkeit von K-9 Mail. Wer Gmail<br />
nicht benutzen oder noch weitere Mail-Konten<br />
abseits von Google Mail abrufen möchte, der<br />
sollte sich die App jedenfalls genauer ansehen,<br />
ein Test kostet ja nichts.<br />
● ● ●<br />
Abb. 5: Bei Bedarf vergrößern Sie mit Pinch&Zoom-Geste die Darstellung<br />
von Text in Ihren Mails.<br />
36<br />
02/2013 APPS & TIPPS
STARTER KIT 24<br />
JETZT AM KIOSK!<br />
oder per Mail: order@medialinx-gruppe.de,<br />
Telefon: 089-99 34 11 - 0, Fax: 089-99 34 11 - 99<br />
www.easylinux.de/StarterKit24
APP-TIPPS<br />
Stimmgeräte-Apps<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28765<br />
Lembit Ansperi, 123RF<br />
38<br />
Stimmgeber<br />
Brauchbare Stimmgeräte kosten etwa 20 Euro, Stimmgeräte-Apps<br />
jedoch nur einen Bruchteil davon. Reichen die günstigen Apps zum<br />
Stimmen aus? Christoph Langner<br />
DaTuner<br />
Sie sind auf einem Gig,<br />
und ausgerechnet jetzt ist<br />
die Batterie des Stimmgeräts<br />
leer? Keine Panik, mit einem<br />
Smartphone und einer Stimmgeräte-App<br />
können Sie Ihre Gitarre<br />
auch ohne ausgewachsenes<br />
Stimmgerät nachstimmen.<br />
DaTuner besticht mit einer schlichten<br />
Oberfläche und zahlreichen<br />
Einstellungsmöglichkeiten. <strong>Die</strong><br />
App erkennt automatisch die gerade<br />
gespielte Tonhöhe sowie die<br />
Lage und zeigt wie bei einem herkömmlichen<br />
Stimmgerät den ge-<br />
rade gespielten Ton in<br />
Grün an, sobald die Saite<br />
der Gitarre richtig ge-<br />
stimmt wurde. Da DaTuner<br />
ein chromatisches Stimmgerät<br />
ist, also nicht nur die Töne einer<br />
Gitarre kennt, lassen sich mit der<br />
App auch andere Instrumente<br />
stimmen oder ausgefallene Tunings<br />
realisieren. Für Orchester-<br />
Spieler lässt sich zudem der Kammerton<br />
in der App verändern. Da-<br />
Tuner gibt es in einer kostenlosen<br />
und werbefreien, aber im Funktionsumfang<br />
etwas eingeschränkten<br />
Version wie auch einer kostenpflichtigen<br />
Variante im Market.<br />
Allerdings muss neben der Software<br />
auch die Hardware mitspielen.<br />
Wir haben alle Apps auf einem<br />
HTC Desire, einem günstigen Huawei<br />
Ideos X5 und einem Android-<br />
Tablet vom Typ Acer Iconia Tab getestet<br />
und die Ergebnisse mit<br />
einem Planet Waves PW-CT-10<br />
Stimmgerät mit Piezosensor verglichen.<br />
Während die beiden Handys<br />
gute Ergebnisse lieferten, zeigten<br />
die Apps auf dem Iconia Tab<br />
immer eine zu hohe Stimmung an.<br />
Achten Sie daher darauf, Ihr<br />
Smartphone auf die Eignung als<br />
„Stimmgerät“ zu überprüfen. Für<br />
eine laute Bühne sind die Apps<br />
nicht geeignet, zwar bietet etwa<br />
der DaTuner Pro eine Rauschunterdrückung<br />
an, doch in der Praxis<br />
konnte diese nicht überzeugen.<br />
1,75 Euro<br />
englisch|Version 2.25|215 KByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Stimmgeräte-Apps<br />
Cleartune<br />
Cleartune ist in Bezug auf die Optik der Gewinner<br />
dieses Vergleichs. <strong>Die</strong> Anzeige der Tonskala ist liebevoll<br />
in Gestalt eines analogen Gerätes gezeichnet.<br />
Der Funktionsumfang der App steht nicht hinter dem<br />
von DaTuner oder gStrings zurück: Transposition, Orchester-Stimmung<br />
oder auch Stimm-Muster historischer Instrumente.<br />
Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks.<br />
<strong>Die</strong> kostenlosen Varianten der zwei anderen Testsieger sind<br />
technisch ebenso gut, wer allerdings eine hübsche App<br />
sucht, der greift am besten zu Cleartune.<br />
2,99 Euro<br />
deutsch|Version 1.3.6|531 KByte<br />
★★★★★<br />
Strobe Tuner<br />
Der Strobe Tuner ist die in diesem<br />
Vergleich am einfachsten gestrickte<br />
App. Das kreisrunde Display<br />
zeigt im Inneren zum einen den erkannten<br />
Ton an, sowie über die rotierenden<br />
blauen „LEDs“ die Information, ob das Instrument<br />
zu hoch oder zu niedrig gestimmt<br />
ist. Weitere Funktionen bietet die App nicht,<br />
es gibt keine Möglichkeit, den Kammerton<br />
zu ändern oder andere Einstellungen vorzunehmen.<br />
Für 99 Cent ist die App somit<br />
absolut keine Empfehlung wert, greifen Sie<br />
lieber zu den kostenlosen Versionen des<br />
DaTuners oder von gStrings.<br />
Gibson L&M Guitar<br />
Auch von der Gitarren- Legende<br />
Gibson gibt es eine App zum<br />
Stimmen von Gitarren. Technisch<br />
konnte die App uns im Test nicht überzeugen,<br />
zu sehr sprang die Anzeige hin und<br />
her. Doch Profi-Musiker sind sowieso nicht<br />
die Zielgruppe von L&M Guitar: Einsteigern<br />
bietet die App einen vereinfachten<br />
Modus, in dem die Saiten von Hand ausgewählt<br />
werden können. So muss man die<br />
Belegung der Saiten nicht parat haben. Außerdem<br />
gibt es noch ein Metronom sowie<br />
eine Datenbank mit Gitarren-Akkorden.<br />
Einsteigern wird also viel geboten.<br />
0,99 Euro<br />
keine|Version 1.2.0|396 KByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 1.0.3|5,5 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 39
APP-TIPPS<br />
Stimmgeräte-Apps<br />
gStrings<br />
gStrings ist neben dem DaTuner die zweite App, die<br />
von unserer Seite uneingeschränkt empfohlen werden<br />
kann. <strong>Die</strong> Anzeige der Stimmung stimmte<br />
immer gut mit der unseres Stimmgerätes zusammen, und<br />
auch wichtige Funktionen wie die Anpassung des Kammertons<br />
für eine Orchesterstimmung sind auf der App vorhanden.<br />
Gut ist auch die Möglichkeit, das Stimmgerät auf die<br />
verschiedenen Frequenzbereiche diverser Instrumente hin<br />
zu optimieren. <strong>Die</strong> kostenlose, aber genauso umfangreiche<br />
Version der App wird durch Werbung finanziert.<br />
3,– Euro<br />
englisch|Version 1.0.11|149 KByte<br />
★★★★★<br />
Ultimate Guitar Tuner<br />
Neben dem chromatischen<br />
Stimmgerät bietet der Ultimate<br />
Guitar Tuner auch die Möglichkeit,<br />
Referenztöne für das Stimmen nach Gehör<br />
abzuspielen. Allerdings benötigt es dafür<br />
ein Handy mit guten Lautsprechern. Abseits<br />
dieser Funktion bot der Ultimate Guitar<br />
Tuner alle wichtigen Funktionen, ohne<br />
aber irgendwo richtig glänzen zu können.<br />
<strong>Die</strong> App ist weder optisch gut gestaltet,<br />
noch bietet sie Funktionen, die über die<br />
von gStrings oder DaTuner hinausgehen.<br />
Unsere Meinung: Im Vergleich mit der Konkurrenz<br />
zieht diese App den Kürzeren.<br />
Torisu Tuner<br />
Neben dem chromatischen<br />
Stimmgerät bringt der Torisu<br />
Tuner gleich auch noch ein Metronom<br />
mit. Das Stimmgerät erwies sich im<br />
Test jedoch als sehr nervös. Wenn im Hintergrund<br />
schon Musik läuft, war auch bei<br />
einem hartem Anspielen der Saiten ein<br />
Stimmen gar nicht erst möglich. Aber auch<br />
in einer stillen Umgebung sprang die Anzeige<br />
stark hin und her, obwohl weder die<br />
Stimmung des Instruments geändert, noch<br />
der Ton erneut angespielt wurde. <strong>Die</strong> kostenpflichtige<br />
Version der App kann zudem<br />
noch Audio-Aufnahmen erstellen.<br />
1,44 Euro<br />
englisch|Version 1.0.2|1,5 MByte<br />
★★★★★<br />
0,99 Euro<br />
englisch|Version 1.2.6|387 KByte<br />
★★★★★<br />
40<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
LightFlow<br />
Benachrichtigungs-LED optimal nutzen<br />
Light Show<br />
Mittlerweile haben viele Android-Smartphones eine Benachrichtigungs-LED.<br />
Doch anstatt diese möglichst effizient zu nutzen, setzen viele Hersteller nur auf<br />
eine langweilige Farbe. Mit Light Flow holen Sie alles aus der LED heraus und<br />
machen die Android-Benachrichtigungen noch effizienter.<br />
Mirko Mahlberg, Marcel Hilzinger<br />
Bei einigen Herstellern wie HTC oder Motorola<br />
scheinen LEDs einfach zu einem<br />
Smartphone zu gehören, egal in welcher<br />
Preisklasse. Andere Anbieter wie Samsung<br />
haben dem <strong>kleine</strong>n Lämpchen bislang weniger<br />
Aufmerksamkeit gewidmet. Zu Unrecht, wie<br />
wir finden, lässt sich doch über eine gute LED<br />
und die passende App in machen Fällen ein unnötiger<br />
Blick aufs Smartphone vermeiden. Sie<br />
wissen dann ganz genau, dass eine rot schnell<br />
blinkende LED einen verpassten Anruf signalisiert,<br />
eine blau langsam blinkende hingegen<br />
bloß einen neuen Kommentar bei Facebook.<br />
Light Flow<br />
<strong>Die</strong> LED in Ihrem Smartphone lässt sich nachträglich<br />
nicht mehr ändern. Ihre Fähigkeiten<br />
hingegen schon – mit der App Light Flow vom<br />
Entwicklerteam Rage Consulting. Light Flow<br />
war die erste App, die die im Galaxy Nexus verbaute<br />
LED sinnvoll ansprechen und nutzen<br />
konnte. Mit dem neuesten Update vom Juni<br />
2012 hat die App noch einiges dazugelernt.<br />
Mit Light Flow ordnen Sie der LED für jede<br />
Benachrichtigung (Facebook, SMS, Google+,<br />
verpasster Anruf, Messenger und viele mehr)<br />
eine bestimmte Farbe zu. So wissen Sie immer,<br />
was für eine Benachrichtigung gerade reingekommen<br />
ist, ohne dazu das Display anmachen<br />
zu müssen. Aber damit nicht genug, Sie können<br />
auch für jede Benachrichtigung festlegen, wie<br />
schnell und wie lange die LED blinken soll.<br />
Light Flow gibt es in zwei Versionen: eine<br />
kostenlose, abgespeckte Version [LINK 1] und<br />
eine kostenpflichtige [LINK 2] mit vollem Umfang.<br />
<strong>Die</strong> Vollversion kostet 1,75 Euro. Mit dieser<br />
können Sie, anders als mit der Free Version,<br />
auch die Benachrichtigungen von Nicht-System-<br />
Anwendungen (wie Google+, Facebook,<br />
Whatsapp und weiteren) verändern. Testen Sie<br />
zunächst die Lite-Version. Sind Sie mit den Features<br />
der App zufrieden, dann lohnt sich auch<br />
der Kauf der Vollversion.<br />
Beim ersten Start weist Sie die App darauf<br />
hin, dass Light Flow unter den Bedienungshilfen<br />
als Eingabehilfe eingerichtet werden muss.<br />
Ohne diese Einstellung können Sie die App<br />
nicht benutzen. Da Light Flow keine Internetberechtigung<br />
benötigt und die App zudem schon<br />
recht lange existiert und allgemein als vertrauenswürdig<br />
angesehen wird, können Sie die<br />
Warnmeldung von Android getrost wegklicken.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 41
APP-TIPPS<br />
LightFlow<br />
Abb. 1: Light Flow hat im Juni ein<br />
Redesign erfahren, das sehr<br />
gelungen ist.<br />
Abb. 2: <strong>Die</strong> zentralen Android-<br />
Apps sind eingerichtet, Kontakte<br />
fügen Sie oben rechts hinzu.<br />
Abb. 3: Light Flow sorgt auch für<br />
„Good Vibrations“ auf Ihrem<br />
Smartphone.<br />
MIT BORDMITTELN<br />
Um Light Flow zu aktivieren, öffnen Sie nach<br />
dem Start der App die Einstellungen und setzen<br />
ein Häkchen bei Light Flow aktivieren. Damit<br />
Light Flow auch ordentlich arbeitet, markieren<br />
Sie zudem die Checkbox Führen Sie im Vordergrund.<br />
<strong>Die</strong>se Option ist dazu da, um Light Flow<br />
immer im Vordergrund zu behalten. Das verhindert<br />
das Beenden der Anwendung. Benutzen<br />
Sie die App zum ersten Mal, dann sind beide<br />
Checkboxen gesetzt und Sie müssen keine Änderungen<br />
vornehmen.<br />
Zurück im Hauptmenü öffnen Sie nun die Benachrichtigungen.<br />
Hier suchen Sie nun eine Anwendung<br />
aus und legen die passende Benachrichtigungsfarbe<br />
sowie die Blinkdauer und<br />
Blinkgeschwindigkeit fest. Dazu tippen Sie den<br />
gewünschten Eintrag an und wählen dann für<br />
die Farbe den Menüpunkt Benachrichtigungsfarbe<br />
unter Lichteinstellungen. <strong>Die</strong> Gratisversion<br />
von Light Flow listet hier nur die Standard-<br />
Anwendungen von Android auf. Möchten Sie<br />
das Tool auch für Google+, Facebook oder<br />
Im Zuge der Google I/ O haben zahlreiche Google-Apps ein Update erhalten,<br />
das unter anderem auch die Benachrichtigungsfunktion implementiert.<br />
Für Google+ brauchen Sie also nicht unbedingt die kostenpflichtige<br />
Version von Light Flow.<br />
WhatsApp benutzen, dann benötigen Sie die<br />
auf jeden Fall die Vollversion.<br />
Klasse Details<br />
Sie haben einen Anruf verpasst und möchten<br />
wissen, wer angerufen hat? Auch das ist kein<br />
Problem für Light Flow. Klicken Sie dazu einfach<br />
in den Benachrichtigungen oben rechts auf<br />
das Kontaktsymbol und fügen Sie dann den gewünschten<br />
Kontakt hinzu. Anschließend erscheint<br />
der Kontakt in der Liste der Anwendungen<br />
und Sie können pro Kontakt sogar die Anrufe,<br />
SMS und MMS-Benachrichtigungen individuell<br />
festlegen.<br />
Neben den optischen Spielereien hat die neue<br />
Light-Flow-Version auch ein paar weitere nette<br />
Features zu bieten: Für jede App-Benachrichtigung<br />
lässt sich ein eigener Ton festlegen und<br />
auf Wunsch wiederholen. Auch hier können Sie<br />
– wie bei den LED-Farben – die Häufigkeit und<br />
Dauer der Wiederholung einstellen. Wenn<br />
Ihnen Ihr Handy beispielsweise bei einer SMS<br />
zu schwach oder zu stark vibriert, bietet Ihnen<br />
Light Flow die Möglichkeit das Vibrationsmuster<br />
zu ändern.<br />
Auch Smartphones ohne LED profitieren von<br />
der App: Wenn Sie in den Einstellungen den<br />
Menüpunkt Kamera Flash-LED-Steuerung aktiviert<br />
haben, können Sie in den Benachrichti-<br />
42<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
LightFlow<br />
Abb. 4: Der Ruhemodus ist eine<br />
praktische Einstellung, um nicht<br />
geweckt zu werden.<br />
Abb. 5: Mit Light Flow lässt sich<br />
auch die Lautstärke der Benachrichtigungen<br />
gleich einstellen.<br />
Abb. 6: In der App lassen sich alle<br />
möglichen individuellen Vorlieben<br />
berücksichtigen.<br />
gungseinstellungen der einzelnen Apps unter<br />
LICHT/ LED den Kamera-Blitz bei eingehenden<br />
Benachrichtigung blinken lassen.<br />
Mach mal Pause<br />
Light Flow bietet Ihnen einen Haufen weiterer<br />
Einstellungsmöglichkeiten unter den Einstellungen:<br />
So können Sie beispielsweise eine Ruhezeit<br />
einrichten. Gehen Sie Abends<br />
immer um 22 Uhr ins Bett und<br />
stehen um 7 Uhr aufstehen,<br />
stellen Sie bei Start der Ruhezeit<br />
den Counter auf 22:00 Uhr<br />
und bei Ende der Ruhezeit auf<br />
07:00 Uhr. Von nun an benachrichtigt<br />
Sie Light Flow in dieser<br />
Zeitspanne nicht mehr. Zusätzlich<br />
können Sie auch gleich<br />
entscheiden, ob LICHT/ LED,<br />
Ton oder das Vibrieren während<br />
der Ruhezeit deaktiviert<br />
werden soll oder nicht. Alternativ<br />
zur Uhrzeit arbeitet die<br />
App auch mit NFC-Tags zusammen.<br />
So müssen Sie Ihr<br />
Smartphone einfach nur an<br />
den entsprechenden NFC-Tag<br />
halten, um den Ruhemodus<br />
bequem einzuschalten.<br />
Abb. 7: Blinken mit G: Lightflow<br />
holt wirklich alles aus Ihrer Geräte-<br />
LED heraus.<br />
Ein Bereich darunter legen Sie das Verhalten<br />
während des Ladevorgangs Ihres Smartphones<br />
fest. Wenn Sie die Checkbox Aktiviere Einstellungen<br />
beim Laden aktiviert haben, verzichtet<br />
die App beim Ladevorgang auf Wunsch auf einige<br />
der Benachrichtigungen. Unter Lautstärke<br />
im Hauptmenü können Sie passend dazu die<br />
Lautstärke Ihres Smartphones verändern. Das<br />
ist aber nur eine <strong>kleine</strong> Dreingabe,<br />
wie auch der Menüpunkt<br />
Tools, über den Sie Ihre<br />
Einstellungen sichern und/<br />
oder wiederherstellen.<br />
Fazit<br />
Viele Smartphone-Nutzer wissen<br />
gar nicht, dass die in<br />
Ihrem Androiden verbaute<br />
LED zu deutlich mehr in der<br />
Lage ist, als nur einfarbig zu<br />
blinken. Light Flow einmal<br />
auszuprobieren, lohnt sich<br />
also in jedem Fall, um etwas<br />
bunte Farbe in die Benachrichtigungen<br />
zu bringen.<br />
Klappt es mit den vielen unterschiedlichen<br />
Farben, ist die<br />
Vollversion ihren geringen<br />
Kaufpreis mehr als wert. ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28781<br />
APPS & TIPPS 02/2013 43
APP-TIPPS<br />
IntelliRing<br />
IntelliRing passt die Handy-Lautstärke an<br />
Angepasst<br />
myvector, 123RF<br />
Wer kennt das nicht: Man sitzt im Kino, einem Meeting<br />
oder dem Uni-Hörsaal und plötzlich sorgt das<br />
eigene Handy für einen peinlichen Moment. IntelliRing<br />
passt die Kligel-Lautstärke des Handys automatisch<br />
an die Umgebung an - oder sorgt auch<br />
komplett für Ruhe. Christoph Langner<br />
Abb. 1: Ein bebildertes Intro<br />
erklärt Ihnen zum Einstieg in die<br />
App die gebotenen Funktionen.<br />
Abb. 2: Während eines Anrufs<br />
regelt IntelliRing aufgrund der Hintergrundgeräusche<br />
die Lautstärke.<br />
Das Handy klingelt eigentlich immer in<br />
den unpassendsten Momenten. Während<br />
eines Meetings hat man natürlich<br />
vergessen die Lautstärke auf stumm zu stellen,<br />
auf einer Party klingelt es selbstversätndlich zu<br />
leise. Ist das Handy im Rucksack verstaut, dann<br />
tönt es ebenfalls nur spärlich vor sich hin. <strong>Die</strong><br />
günstige App IntelliRing passt die Lautstärke<br />
des Handy-Klingelns an die Umgebung an, so<br />
verpassen Sie keinen Anruf mehr.<br />
IntelliRing [LINK 1] ändert automatisch die<br />
Lautstärke von Klingeltönen oder Benachrichtigungen.<br />
Zusammen mit den Lage- und Helligkeitssensoren<br />
und dem eingebauten Mikrofon,<br />
findet es automatisch bei einem eingehenden<br />
Anruf die richtige Lautstärke. Steckt das Handy<br />
in einer dunklen Hosentasche oder einem Rucksack,<br />
dann klingelt es automatisch lauter.<br />
Nimmt man es während des Klingelns aus der<br />
Tasche, reduziert IntelliRing automatisch wieder<br />
die Lautstärke des Geräts.<br />
Manche Hersteller liefern eine ähnliche Funktion<br />
bereits in ihrer eigenen Firmware aus. Bei<br />
HTCs Sense- oder Samsungs TouchWiz-Oberfläche<br />
finden Sie die Einstellungen<br />
für die automatische Klingelton-Anpassung<br />
in den Optionen.<br />
Wessen Handy die<br />
Funktion noch nicht kennt,<br />
der kann sie jetzt mit Intelli-<br />
Ring kostengünstig nachrüsten.<br />
<strong>Die</strong> App bietet sogar ein<br />
<strong>kleine</strong>s bisschen mehr, als die<br />
Entwickler der Handy-Firmwares<br />
in Petto haben.<br />
Liegt das Handy auf dem<br />
Tisch im Büro, dann springt<br />
während des Anrufs das Mikrofon<br />
an. Ist es im Raum<br />
schön leise, dann klingelt das<br />
Handy auf der untersten<br />
Stufe. Liegt es zuhause auf<br />
dem Tisch – während man im<br />
Zimmer laut Musik läuft –<br />
dann dreht IntelliRing auch<br />
44<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
IntelliRing<br />
wieder automatisch die Lautstärke<br />
hoch. Das Handy klingelt<br />
also nie zu laut oder zu leise.<br />
Eine Kalibrierung sorgt dafür,<br />
dass die App auf jedem Smartphone<br />
funktioniert.<br />
Sind Sie im Kino oder bei<br />
einem extrem wichtigen Treffen<br />
und möchten die nächsten zwei,<br />
drei Stunden nicht gestört werden,<br />
dann aktivieren Sie den Silent<br />
Timer der App. Er unterdrückt<br />
sämtliche Signaltöne bis<br />
zum Ablauf der Uhr. Sie haben<br />
so Ruhe vor Anrufen oder Erinnerungen,<br />
verpassen aber nach<br />
Ablauf der Frist keine Anrufe nur<br />
weil Sie vergessen haben, die<br />
Laufstärke wieder zu erhöhen.<br />
In einem Meeting haben Sie<br />
aber auch die Möglichkeit das<br />
Handy einfach mit dem Display nach unten auf<br />
den Tisch zu legen. Ein Anruf erzeugt dann nur<br />
noch einen kurzen unauflälligen<br />
Beep. Peinliche Momente,<br />
in denen das Handy<br />
laut während eines Meetings<br />
klingelt, sind mit IntelliRing<br />
von daher Geschichte.<br />
Achten Sie nur<br />
darauf, Ihr Handy auch<br />
richtig herum abzulegen.<br />
IntelliRing sollte den<br />
Stromverbrauch Ihres Handys<br />
nicht gravierend beeinflussen,<br />
die Software wird<br />
erst bei einem eingehenden<br />
Anruf aktiv. So lange das<br />
Handy nicht klingelt, schlafen<br />
sämtliche Sensoren. Zusätzliche<br />
Energie wird nicht<br />
verbraten. IntelliRing können<br />
Sie in einer Free-Version<br />
30 Tage lang testen,<br />
danach stellt die App ihre Funktion ein und Sie<br />
müssen die Vollversion [LINK 2] erstehen. ● ● ●<br />
Abb. 3: Der Silent-Mode-Timer<br />
unterdrückt für den eingestellten<br />
Zeitraum jegliches Klingeln.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28818<br />
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Im Produkt-Dschungel sind funktional aufgebaute Preisvergleichs-Apps eine nützliche<br />
Hilfe. Wir haben sieben Kaufberater kurz getestet. Arnold Zimprich<br />
Idealo Preisvergleich<br />
Idealo ist einer der Platzhirsche<br />
auf dem Preisvergleichs-Markt –<br />
und gibt sich auch bei der Gestaltung<br />
seiner App keinerlei Blöße. Allein<br />
schon die grafische Gestaltung wirkt sehr<br />
aufgeräumt und ansprechend. Der Ein-<br />
stieg in die Produktsuche gerät mit der<br />
App zum Vergnügen, denn schon auf<br />
dem Startbildschirm präsentiert die<br />
Idealo-Redaktion Kaufempfehlungen<br />
für besonders günstige Produkte.<br />
Neben der Angebotsdarstellung<br />
auf dem<br />
Startbildschirm verfügt<br />
die App über<br />
einen Preiswecker,<br />
der den Nutzer darauf<br />
hinweist, wenn der<br />
Wunschpreis für das<br />
gesuchte Produkt erreicht<br />
wird, auch an<br />
eine Artikel-Merkfunktion<br />
haben die<br />
Entwickler gedacht.<br />
Zu jedem recherchierten<br />
Produkt bekommt<br />
der potenzielle Kunde<br />
Tests, ein Datenblatt<br />
und den Preisverlauf<br />
präsentiert,<br />
zudem werden<br />
dem Suchartikel<br />
ähnliche Produkte<br />
angezeigt.<br />
Wer möchte, kann<br />
in den Einstellungen<br />
auch Land,<br />
Sprache und die<br />
Sortierung der<br />
Suchergebnisse ändern.<br />
Darüber hinaus kann man die Bildanzeige<br />
in den Suchergebnissen deaktivieren, um<br />
den Datentransfer gering zu halten. Im Gegensatz<br />
zu vielen einfacher gestalteten<br />
Apps kann der Benutzer den Suchverlauf<br />
und die Merkliste auf der Idealo-App löschen.<br />
Grafische Gestaltung, Funktionalität<br />
und Praxistauglichkeit der App machen sie<br />
zur derzeit besten auf dem Markt.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 2.11|954 KByte<br />
★★★★★<br />
46<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Preisvergleich-Apps<br />
billiger.de – Preisvergleich<br />
<strong>Die</strong>se App schlägt Suchergebnisse bereits bei<br />
der Suchmasken-Eingabe vor - und erleichtert<br />
die Recherche damit ein wenig. Für Schnäppchenjäger<br />
gibt es zudem die Kategorie "<strong>Top</strong>-Produkte"<br />
mit besonders günstigen Angeboten. Überzeugt hat uns<br />
die App mit einer sehr umfangreichen Auswahl an Bezugsmöglichkeiten.<br />
Im Falle einer Waschmaschine<br />
waren es ganze 20 Händler, die uns die App anzeigte.<br />
Einziges Manko: <strong>Die</strong> billiger.de-Anwendung unterstützt<br />
kein Querformat auf großen Bildschirmen, auch fällt<br />
die Anzeige auf Tablets etwas pixelig aus.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 2.0|954 KByte<br />
★★★★★<br />
Preis.de Preisvergleich<br />
Anstatt den Nutzer mit einem<br />
Überangebot zu überfordern, gibt<br />
es auf dem Startbildschirm dieser<br />
Anwendung nur die Wahl zwischen Scannen<br />
und Suchen. <strong>Die</strong> Entwickler haben den<br />
Schwerpunkt der App auf eine übersichtliche<br />
Darstellung der Suchergebnisse gelegt,<br />
zum anderen hat uns die zusätzliche<br />
Anzeige von Produktdetails und Preis-<br />
Charts sehr gut gefallen. Will man sich<br />
einen Artikel für später merken, kann dieser<br />
mit einem einfachen Tipp auf den Stern<br />
einer Merkliste zugefügt werden<br />
Geizhals Preisvergleich<br />
<strong>Die</strong> Entwickler haben der Geizhals-<br />
App ein sehr aufgeräumtes, aber<br />
auch etwas langweiliges Aussehen<br />
verpasst. Dafür verfügt sie über eine<br />
Spracheingabe und einen eingebauten<br />
Barcode-Scanner. Besonders die Übersichtlichkeit<br />
hebt die App von der Konkurrenz<br />
ab – wer einfach nur schmökern<br />
möchte, kann dies in zehn Kategorien von<br />
A wie Audio/ HIFI bis V wie Video/ Foto/ TV<br />
tun. Möchte man lange Versandwege vermeiden,<br />
kann man in den Einstellungen<br />
nur bestimmte Lieferländer zulassen.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.0.2|935 KByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.3.2|283 KByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 47
APP-TIPPS<br />
Preisvergleich-Apps<br />
itemeo – Preisvergleich Scan<br />
Der Aufbau in die Kategorien Suchfunktion, Merkliste,<br />
Wunschpreis und Bibliothek hat uns gefallen,<br />
in Letztere kann man Produkte einstellen, die bereits<br />
gekauft wurden. <strong>Die</strong> itemeo-App warnt bei einer erneuten<br />
Suche davor, die Produkte aus Versehen nochmal zu erwerben,<br />
für vergessliche Viel-Käufer eine nützliche Funktion. Wie<br />
bei der Geizhals-App ist auch hier ein gut funktionierender<br />
Barcode-Scanner mit an Bord. Was uns allerdings weniger<br />
imponierte, ist der Befehl: „Log’ Dich bei Facebook ein, um<br />
den vollen Funktionsumfang von itemeo nutzen zu können“.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 0.98|392 KByte<br />
★★★★★<br />
GeizDroid<br />
Auf unserem Test-Tablet funktionierte<br />
GeizDroid nur im Hochformat.<br />
Ein Blick auf den letzten Update-Termin<br />
enthüllte darüber hinaus, dass<br />
die App schon mehr als drei Jahre seit der<br />
letzten Generalüberholung auf dem Buckel<br />
hat, die pixelige Darstellung auf großen<br />
Bildschirmen bedarf einer Überarbeitung.<br />
Zu einem Totalabsturz führten sämtliche<br />
Versuche, den Barcode-Scanner via App<br />
zum Leben zu erwecken. Um am Ball zu<br />
bleiben, sollten die Macher von Geizkragen.de<br />
jedenfalls weniger geizig mit ihrem<br />
mobilen Ableger umgehen.<br />
eVendi – Preisvergleich<br />
Besonders der Startbildschirm gefällt<br />
mit seiner übersichtlichen<br />
Aufteilung in Kategorie, Merkzettel,<br />
einem Barcodescanner und einer Anzeige<br />
der zuletzt betrachteten Produkte. Im<br />
Test auf einem Android-4.0-Gerät offenbarte<br />
jedoch auch diese App massive Stabilitätsschwächen.<br />
Trotz Neustart stürzte<br />
sie mehrmals bei dem Versuch ab, den Button<br />
„Kategorie“ und „zuletzt geladene Produkte“<br />
zu betätigen. Auch hier entlarvt ein<br />
Blick auf das letzte Update, dass die App<br />
stiefmütterlich behandelt wird und einer<br />
gründlichen Überholung bedarf.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.0|1,1 MByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.5|227 Kbyte<br />
★★★★★<br />
48<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Dailyme<br />
dmstudio, 123RF<br />
Mit Dailyme zum Programmchef<br />
Smartes<br />
Fernsehen<br />
Unterwegs fernsehen wann immer Sie möchten? Dank Smartphone<br />
ist dies kein Wunschtraum. Doch was tun, wenn keine<br />
Internetverbindung vorhanden ist? <strong>Die</strong> Lösung lautet Dailyme.<br />
Jasmin Bauer<br />
APPS & TIPPS 02/2013 49
APP-TIPPS<br />
Dailyme<br />
Abb. 1: Mit Dailyme erfahren Sie auch immer wieder die neuesten Android-<br />
Nachrichten über spezielle Sendungen wie androidweekly.de.<br />
TIPP<br />
Laden Sie aktuelle<br />
Sendungen am besten<br />
nachts im WLAN<br />
herunter, während<br />
Ihr Smartphone<br />
oder Tablet an der<br />
Steckdose hängt. So<br />
vermeiden Sie unnötigen<br />
Akkuverbrauch.<br />
Apps wie Zattoo [LINK 1] streamen das<br />
Fernsehprogramm live auf Ihr Androidgerät,<br />
zahlreiche Videos stehen Ihnen<br />
auch beispielsweise auf YouTube [LINK 2] zur<br />
Verfügung. Ärgerlich allerdings, wenn die Wiedergabe<br />
durch schlechtes Netz ruckelt oder die<br />
Internetverbindung komplett abreißt. Wünschen<br />
Sie sich ein mobiles Fernsehprogramm,<br />
das Sie sich selbst zusammenstellen können<br />
und das auch ohne Internet funktioniert? Dann<br />
sollten Sie Dailyme [LINK 3] probieren.<br />
Mit dieser kostenlosen Video- und Podcast-<br />
App abonnieren Sie eine Vielzahl an Serien, Filmen,<br />
Spots und Nachrichten. Neben den Fernsehsendungen<br />
großer TV-Sender wie ARD, ZDF,<br />
Pro Sieben oder Sat Eins, stehen Ihnen unter<br />
anderem auch Radio-Podcasts oder Internetvideos<br />
zur Verfügung. Ganz ohne Internet geht es<br />
natürlich nicht. Mit Dailyme können Sie die<br />
Sendungen aber ganz bequem und ohne Zusatzkosten<br />
im heimischen WLAN-Netz herunterladen<br />
und dann jederzeit offline genießen.<br />
Installation und<br />
Programmauswahl<br />
Beim ersten Start fragt Sie die App, ob Sie<br />
sich bei Dailyme anmelden möchten. Der<br />
Vorteil der Registrierung liegt darin, dass Sie<br />
Ihre Sendungen auf beliebig vielen Geräten<br />
sehen können, ohne dort jede noch einmal<br />
extra einschalten zu müssen. Doch auch<br />
ohne Registration erhalten Sie von Dailyme<br />
das volle Programm.<br />
Podcasts erscheinen abspielbereit auf<br />
der Startseite im Programmfenster. Standardmäßig<br />
befindet sich dort bei der Neuinstallation<br />
bereits eine Vorauswahl der beliebtesten<br />
Sendungen, die Sie nach Belieben behalten oder<br />
deaktivieren. Dailyme kontrolliert bei jedem<br />
Start automatisch, ob neue Videos für Ihr Programm<br />
vorliegen und lädt diese herunter. Um<br />
zu verhindern, dass die App Videos lädt, die Sie<br />
nicht mögen, sollten Sie zuerst Ihr Programm<br />
festlegen.<br />
Markieren Sie dazu Sendungen, die Sie nicht<br />
mehr abonnieren möchten, und nutzen Sie<br />
dann den roten Button. Um eine neue Sendung<br />
hinzuzufügen, öffnen Sie den Katalog über die<br />
Programmliste oder via Menü. Nun stellen Sie<br />
aus den verschiedenen Genres oder Sendern Ihr<br />
Programm selbst zusammen (Abbildung 2).<br />
Derzeit stehen unter anderem Nachrichten,<br />
Spielfilme, beliebte Serien, Sketche, Dokumentationen<br />
und Technikmagazine zur Verfügung.<br />
Auch Sendungen, die normalerweise nur im Internet<br />
zu finden sind, haben den Weg zu Dailyme<br />
gefunden und sorgen mit für das abwechslungsreiche<br />
und vielseitige Angebot. Über<br />
den Button Einschalten fügen Sie Ihrem Programm<br />
weitere Sendungen hinzu.<br />
Möchten Sie Ihre Podcasts abrufen, wählen<br />
Sie die jeweilige Sendung aus und betätigen die<br />
Playtaste. Mit Hilfe des Auswahlmenüs rechts<br />
oben löschen Sie einzelne Sendungen oder teilen<br />
diese auf Facebook mit Ihren Freunden.<br />
Um Ihren Datentarif zu schonen, legen Sie in<br />
den Einstellungen am besten fest, dass die App<br />
Sendungen ausschließlich via WLAN herunterlädt<br />
(Abbildung 4). Ansonsten ist Ihr Datenvolumen<br />
je nach Vertrag möglicherweise recht<br />
schnell aufgebraucht oder – noch schlimmer –<br />
Sie müssen dafür bezahlen. Möchten Sie stets<br />
ein aktuelles Programm haben ohne dafür die<br />
Anwendung öffnen zu müssen, wählen Sie in<br />
den Einstellungen, dass Dailyme neue Sendungen<br />
automatisch im Hintergrund lädt. Können<br />
Sie eine neue Folge überhaupt nicht mehr erwarten,<br />
lassen sich Sendungen auch direkt auf<br />
ihr Gerät streamen.<br />
Abends vor dem Schlafengehen noch auf<br />
dem Smartphone fernsehen ohne zu riskieren,<br />
den Akku über Nacht komplett aufzubrauchen?<br />
Kein Problem. Im Menü| Einstellungen aktivieren<br />
Sie den Sleep Timer. Je nach Einstellung<br />
sehen Sie damit nur die aktuelle Sendung oder<br />
alle Sendungen nacheinander nonstop. Hier be-<br />
50<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Dailyme<br />
Abb. 2: <strong>Die</strong> Übersichtsseite von<br />
Daily me mit den eingeschalteten<br />
bzw. abonnierten Sendungen.<br />
Abb. 3: <strong>Die</strong>se Genres und Sender<br />
stehen bei Dailyme für das<br />
Smartphone zur Verfügung.<br />
Abb. 4: In den Einstellungen legen<br />
Sie fest, ob die App Videos nur per<br />
WLAN laden soll.<br />
stimmen Sie zudem, wie viel Speicherplatz Dailyme<br />
verwenden darf. Ist der zugeteilte Speicherplatz<br />
zu voll, löscht Dailyme automatisch<br />
ältere Sendungen. Daher sollten Sie Videos, die<br />
Sie später unbedingt noch sehen möchten, länger<br />
speichern. Dazu klicken Sie auf den Stern<br />
hinter dem Namen der Sendung (Abbildung 5).<br />
Leider fällt auf, dass das<br />
Programmangebot von Dailyme<br />
bei Tablets stark reduziert<br />
ausfällt. Aus lizenzrechtlichen<br />
Gründen sind Sendungen<br />
von Pro Sieben, Sat.1<br />
sowie Kabel Eins mittlerweile<br />
ausschließlich auf dem Smartphone<br />
erhältlich. <strong>Die</strong>s ist bedauerlich,<br />
da gerade das Videovergnügen<br />
auf einem größeren<br />
Bildschirm natürlich wesentlich<br />
größer ist. Allerdings<br />
versprechen die Entwickler in<br />
Kürze die Bereitstellung neuer<br />
Sendungen auch auf dem Tablet<br />
- es besteht also Hoffnung.<br />
Fazit<br />
Im Gegensatz zu Live-TV-Apps<br />
wie Zattoo können Sie mit Dailyme<br />
Sendungen jederzeit und<br />
Abb. 5: Um Sendungen länger zu<br />
speichern, markieren Sie einfach<br />
den Stern hinter der jeweils<br />
gewünschten Ausgabe.<br />
auch offline anschauen. Das Abspielen der Videos<br />
funktioniert nahezu ruckelfrei. Zudem<br />
merkt sich die App, bis zu welcher Stelle ein<br />
Film bereits abgespielt wurde und löscht außerdem<br />
ältere Sendungen, die nicht mehr von Interesse<br />
sind, automatisch. Ein <strong>kleine</strong>r Wermutstropfen<br />
ist das eingeschränkte Programmangebot<br />
auf dem Tablet. Wegen<br />
der <strong>kleine</strong>ren Bildschirme ist<br />
es mühsam, über einen längeren<br />
Zeitraum Videos auf dem<br />
Smartphone zu sehen. Derzeit<br />
finden sich noch vorwiegend<br />
deutsche Produktionen bei<br />
Dailyme. <strong>Die</strong> Entwickler versprechen<br />
jedoch im Play<br />
Store, dass sie daran arbeiten,<br />
auch beliebte US-Serien wie<br />
„How I met your mother“ die<br />
Simpsons und weitere bald<br />
allgemein zur Verfügung zu<br />
stellen. Wenn es soweit ist,<br />
können wir Dailyme allen<br />
Fernseh-Fans ohne Einschränkung<br />
empfehlen. Bis dahin<br />
legen wir die App allen TV-<br />
Fans nur unter Vorbehalt ans<br />
Herz - den Download ist die<br />
App jedoch allemal wert. ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28614<br />
APPS & TIPPS 02/2013 51
Vlastimil-Šesták, 123RF<br />
Im Test: <strong>Die</strong> Runtastic-App<br />
Lauf,<br />
Android, lauf!<br />
Ausdauer- und Gelegenheitssportler finden auf Google Play eine beeindruckende<br />
Anzahl von GPS-Trackern, mit denen sie ihre Aktivitäten nach allen möglichen<br />
Gesichtspunkten analysieren können. Eine der derzeit beliebtesten ist Runtastic.<br />
Arnold Zimprich<br />
52
APP-TIPPS<br />
Runtastic-App für Android<br />
Abb. 1: Sind Sie startbereit?<br />
Gleich kann es losgehen!<br />
Abb. 2: Nach welchen Vorgaben<br />
wollen Sie trainieren?<br />
Abb. 3: Mit der Pro-Version kann<br />
man die Herzfrequenz messen.<br />
Verglichen mit den Möglichkeiten, die<br />
Android heutzutage bietet, war die Trainingsplanung<br />
und das Auswerten der<br />
eigenen sportlichen Aktivitäten vor dem Smartphone-Zeitalter<br />
eine mühsame Angelegenheit.<br />
Stoppuhr, Stift und Zettel erfüllen zwar nach<br />
wie vor ihren Zweck, deutlich mehr Spaß<br />
macht die Analyse jedoch mit Apps wie Runtastic<br />
– egal, ob Sie nun auf dem Rad sitzen, sich<br />
die Laufschuhe geschnürt haben oder auf Langlaufskiern<br />
unterwegs sind.<br />
Abb. 4: Zwischenzeiten: Welche<br />
war die schnellste Runde?<br />
Los geht’s!<br />
Für Freizeitsportler bietet Runtastic<br />
in der kostenlosen Version<br />
[LINK 1] schon viele grundlegende<br />
Funktionen an, die<br />
für eine vernünftige Trainingsplanung<br />
und -beobachtung<br />
ausreichen. Wir empfehlen<br />
daher, sich zunächst die Gratis-Variante<br />
herunterzuladen,<br />
bevor man für die Pro-Version<br />
[LINK 2] 4,99 Euro ausgibt. Voraussetzung<br />
für die Aufzeichnung<br />
ist, dass der Handy-interne<br />
GPS-Empfänger aktiviert<br />
ist – denn ohne GPS ist die<br />
App schlicht nicht zu gebrauchen.<br />
Erscheint das GPS-Symbol<br />
in der geöffneten App am rechten oberen<br />
Bildschirmrand in Gelb oder Grün, dann kann<br />
es losgehen. Ein fünfsekündiger Countdown,<br />
der sich auch auf 15- oder 30 Sekunden ausweiten<br />
lässt, läuft ab, und schon fällt der Startschuss:<br />
<strong>Die</strong> App beginnt mit der Aufzeichnung.<br />
Wo fange ich an?<br />
Laien könnten sich vom Angebot auf der Runtastic-App<br />
schnell überfordert fühlen – doch<br />
nicht verzagen, denn hat man<br />
die Anwendung einmal den<br />
eigenen Vorlieben angepasst,<br />
kann nicht mehr viel schiefgehen.<br />
Schon die Grundeinstellung<br />
der Anwendung reicht<br />
völlig aus, um erste Erfahrungen<br />
mit dem Tracker zu sammeln.<br />
Will man etwas mehr<br />
Individualität, lassen sich die<br />
auf dem Startbildschirm dargestellten<br />
Angaben leicht verändern.<br />
Dazu genügt ein Klick<br />
auf den Einstellungs-Button in<br />
der Mitte des Bildschirms, und<br />
schon kann man zwischen<br />
Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit,<br />
aktuellem<br />
Pace, durchschnittliche<br />
Pace, verbrannten Kalorien,<br />
APPS & TIPPS 02/2013 53
APP-TIPPS<br />
Runtastic-App für Android<br />
Abb. 5: Umfangreiche Trainings-<br />
Auswertung: wie weit, wie lange,<br />
wie schnell, wie hoch?<br />
Abb. 6: Der eigenen Route folgen:<br />
<strong>Die</strong> Kartenansicht via Google<br />
Maps ist überaus informativ.<br />
Abb. 7: In den Einstellungen kann<br />
man den Sprachcoach den eigenen<br />
Vorlieben anpassen.<br />
Aufwärts- und Abwärtshöhenmetern, aktueller<br />
Seehöhe und Uhrzeit auswählen. Dauer und Distanz<br />
des Trainings zeigt die App zuverlässig im<br />
oberen Bereich des Displays an.<br />
Zwei Versionen<br />
Wie bereits erwähnt, gibt es die Runtastic-App<br />
in zwei Versionen im Google Play Store. Liefert<br />
die Gratisversion noch ausreichend Datenmaterial<br />
für die Auswertung des <strong>kleine</strong>n Laufs zwischendurch,<br />
werden ambitioniertere Sportler,<br />
die ein konkretes Trainingsziel vor Augen oder<br />
einen Wettbewerb eingeplant haben, schnell die<br />
Pro-Version herunterladen und installieren wollen.<br />
<strong>Die</strong>se knapp 5 Euro teure Luxusausgabe<br />
der App bietet ambitionierteren Freizeit- und<br />
angehenden Profi-Sportlern viele inte ressante<br />
Zusatz-Features.<br />
Da wäre zunächst der Sprachcoach zu nennen,<br />
der einem auf Deutsch in einstellbaren Abständen<br />
während des laufenden Trainings die<br />
aktuellen Trainingsdaten, wie zum Beispiel die<br />
Durchschnittsgeschwindigkeit, verbal mitteilt.<br />
In den Einstellungen können Sie exakt festlegen,<br />
welche Informationen übermittelt werden<br />
sollen. Auch die Lautstärke lässt sich hier im<br />
Vorhinein einstellen, damit man angesichts des<br />
ungewohnten Live-Kommentators im Hintergrund<br />
nicht auf der Strecke erschrickt.<br />
Trainiert man nach Plan und will nicht ständig<br />
das Handy aus der Tasche angeln, um sich über<br />
den aktuellen Stand der Dinge zu informieren,<br />
ist der Sprachcoach jedenfalls ein absolutes<br />
Muss. Sinnvoll ist zudem die ebenfalls nur in<br />
der Pro-Version eingebaute Wetterleiste am unteren<br />
Bildschirmrand. Neben einem <strong>kleine</strong>n<br />
und informativen Wetter-Icon informiert sie<br />
über Sonnenauf- und -untergang und zeigt die<br />
aktuelle Temperatur an.<br />
Als zusätzliches Feature stellten die Entwickler<br />
vor Kurzem Runtastic Earth View vor – mit<br />
dieser Funktion lassen sich im Nachhinein direkt<br />
aus der App heraus die zurückgelegten<br />
Strecken via Google Earth betrachten, solange<br />
man die entsprechende App installiert hat<br />
[LINK 3]. Um Runtastic Earth View flüssig ablaufen<br />
zu lassen, sollten Sie jedoch über einen ausreichend<br />
großen Arbeitsspeicher verfügen,<br />
denn sonst gerät das Nachfliegen der eigenen<br />
Route auf dem Smartphone zu einer nervenaufreibenden<br />
Ruckelpartie. Nagelneu ist zudem die<br />
in den Einstellungen aktivierbare Auto-Stop-<br />
Funktion, die die Aufzeichnung bei längeren<br />
Pausen von selbst anhält.<br />
Neben weiteren Zusatzfunktionen in der Pro-<br />
Version möchten wir noch die Möglichkeit hervorheben,<br />
die App mit einem Herzfrequenzmesser<br />
zu koppeln. Runtastic hat selbst ein<br />
54<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Runtastic-App für Android<br />
funktionales Modell mit<br />
Dongle im Programm [LINK 4],<br />
welches sich in unserem Kurztest<br />
bewährt hat. Zum Redaktionsschluss<br />
war es allerdings<br />
noch nicht im Runtastic-Webshop<br />
zu erwerben. <strong>Die</strong> Runtastic<br />
Pro-App kommuniziert jedoch<br />
auch mit vielen anderen<br />
Pulsgurten, die mit 5,3 kHz<br />
funken, auch unterstützt sie<br />
Modelle von Polar und anderen<br />
Marken, die via Bluetooth<br />
kommunizieren.<br />
Auswertung<br />
<strong>Die</strong> App wäre kein ernst zu<br />
nehmender Tracker, wenn<br />
man nicht am Ende des Trainings<br />
die eigenen Leistungen<br />
gemütlich am Desktop analysieren<br />
könnte. Hat man den<br />
Stop-Button auf der App gedrückt, können sich<br />
Läufer über ihre Rundenzeiten freuen und Radfahrer<br />
über eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit,<br />
am interessantesten ist jedoch die Kartendarstellung.<br />
Mit dieser lässt sich der eigene<br />
GPS-Track in der Draufsicht inklusive einer<br />
Zwischenzeittabelle betrachten, die man den eigenen<br />
Informationswünschen entsprechend anpassen<br />
kann. <strong>Die</strong> Pro-Version zeigt zudem die<br />
einzelnen Kilometer mit allen relevanten Daten<br />
in Listenform an. So stellen Sie schnell fest, an<br />
welcher Stelle der Hungerast seinen Anfang<br />
nahm oder wo man beim nächsten Ausritt oder<br />
-lauf noch ein wenig auf die Tube drücken<br />
könnte – für Sportler, die ihre Rundenzeiten<br />
wirksam verbessern wollen, ist das die vielleicht<br />
wichtigste und informativste Funktion<br />
von Runtastic.<br />
Mit anderen treffen<br />
Doch die Android-Apps sind bei Runtastic nur<br />
ein <strong>kleine</strong>r Teil des Ökosystems. Wer mag, kann<br />
sich auf der Runtastic-Homepage [LINK 5] ein eigenes<br />
Profil zusammenstellen und die zurückgelegten<br />
Strecken auf übersichtliche Weise archivieren<br />
und wieder aufrufen. Zur übersichtlichen<br />
Kontrolle des Trainingserfolgs ist das sehr<br />
angenehm. In der Community kann man<br />
zudem Freundschaften knüpfen, die eigenen<br />
Abb. 8: In der App lassen sich verschiedene<br />
Sportarten einstellen –<br />
für eine einfachere Auswertung.<br />
Trainingsverläufe mit denen<br />
befreundeter Personen vergleichen<br />
und auf diese Weise mit<br />
der Zeit ein regelrechtes Motivations-Netzwerk<br />
aufbauen.<br />
Wer möchte, wird sogar mit<br />
Trainingsplänen [LINK 6] des<br />
ehemaligen deutschen Lauf-<br />
Profis <strong>Die</strong>ter Baumann und<br />
mit <strong>Tipps</strong> zur eigenen Rennvorbereitung<br />
versorgt.<br />
Möchte man richtig Gas<br />
geben, gibt es zudem ab 19,90<br />
Euro im Monat die Runtastic<br />
Gold-Mitgliedschaft [LINK 7].<br />
<strong>Die</strong>se bietet auf der Homepage<br />
noch umfangreichere Auswertungsmöglichkeiten.<br />
Unter anderem<br />
kann man befreundete<br />
Sportler während ihres Trainings<br />
anfeuern und noch detailliertere<br />
Trainingspläne abrufen.<br />
Zudem liefert sie wöchentliche Leistungsberichte<br />
zur aktuellen Trainingskontrolle.<br />
Fazit<br />
Der Runtastic-Kosmos ist für alle Freizeit- aber<br />
auch Profisportler eine tolle Möglichkeit, die eigenen<br />
sportlichen Tätigkeiten und Fortschritte<br />
zu erfassen. Zwar mag der große Umfang der<br />
verschiedenen Funktionen auf Neulinge unübersichtlich<br />
wirken, Runtastic macht aber<br />
nach ein wenig Eingewöhnung sehr viel Spaß.<br />
Probleme mit dem GPS-Empfang konnten wir<br />
nur ab und an in Häuserschluchten und neben<br />
steilen Felswänden feststellen, allerdings kann<br />
man diese nicht der App zuschreiben, dies ist<br />
eine generelle Schwäche von GPS.<br />
Ein <strong>kleine</strong>s Manko ergibt sich jedoch für<br />
Langstrecken-Freunde mit schwachem Smartphone-Akku,<br />
die auch mal länger als vier Stunden<br />
unterwegs sind: Benutzt man in der Pro-<br />
Version der App auch die Herzfrequenz-Messfunktion,<br />
so ist die Batterie des Smartphones relativ<br />
schnell leer. Man sollte daher alle überflüssigen<br />
Stromfresser vor dem Training ausschalten,<br />
damit das Handy nicht zwei Kilometer vor<br />
dem Ziel den Geist aufgibt. Trotzdem wird Runtastic<br />
alle begeistern, die gerne aktiv sind. <strong>Die</strong><br />
App ist ein idealer Motivator und Trainingspartner<br />
für vielerlei sportliche Aktivitäten. ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28640<br />
APPS & TIPPS 02/2013 55
APP-TIPPS<br />
Video Player<br />
Video-Player<br />
25081972, 123RF<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29059<br />
Ein Video-Player muss nur Filme abspielen können, richtig? Was ist aber mit Untertiteln,<br />
exotischen Codecs oder Featuren wie Pop-up-Play? Christoph Langner<br />
Dice Player<br />
Android besitzt seit Version 1.5<br />
einen Medien-Player, der auch Videos<br />
abspielen kann. Dennoch<br />
tummeln sich im Play Store zahlreiche alternative<br />
Videoplayer. Auch wenn es auf<br />
den ersten Blick nicht ersichtlich ist, diese<br />
Player haben sehr wohl eine Daseinsberechtigung,<br />
denn der eingebaute Player<br />
spielt lediglich mit H.263, H.264 AVC,<br />
MPEG-4 SP und seit Android 4.0 auch mit<br />
VP8 codierte Videos ab.<br />
Der DicePlayer spielt dagegen so gut wie<br />
jedes Format ab, das Sie ihm vorwerfen.<br />
Unterstützt die GPU Ihres Androiden das<br />
Abspielen des jeweiligen Formats mit<br />
Hardwarebeschleunigung, dann überlässt<br />
der DicePlayer das aufwändige Berechnen<br />
des Bildes der Hardware. Dadurch verlängert<br />
sich die Akkulaufzeit beim Abspielen<br />
von Videos und auch hochauflösende Videos<br />
sollte DicePlayer ruckelfrei abspielen.<br />
Neben Filmen in zahlreichen Formaten unterstützt<br />
der DicePlayer auch Untertitel-Dateien<br />
in alle gängigen Varianten. Im falschen<br />
Bildformat codierte Filme rückt der<br />
Player bei Bedarf zurecht. Und falls<br />
Sie einen Film mal einfach nur ne-<br />
benbei schauen möchte, Pop-Up-<br />
Play verschiebt den Film in ein klei-<br />
nes Widget, das sich frei auf dem<br />
Display platzieren lässt.<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 2.0.21|5,6 MByte<br />
★★★★★<br />
56<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Video Player<br />
VLC for Android<br />
Der VLC Media Player ist auf dem großen Desktop-<br />
PC oder Notebook ein guter alter Bekannter. Der<br />
Player bringt von Haus aus alle Multimedia-<br />
Codecs mit und spielt sämtliche Formate klaglos ab. Eine<br />
ähnliche Popularität möchte VLC auch auf dem Smartphone<br />
erreichen. VLC spielt auch unter Android praktisch<br />
jedes Videoformat ab, allerdings fehlen dem Player noch<br />
Features wie die Unterstützung von Untertiteln. Dafür<br />
streamt Sie zuverlässig Videos aus dem Netz und bietet<br />
sich bei vielen Links aus dem Netz als Standardplayer an.<br />
kostenlos<br />
deutsch|variiert|variiert<br />
★★★★★<br />
MX Video Player<br />
Im Test überzeugt der MX Video<br />
Player, er spielt sämtliche gängigen<br />
Formate ab und stolperte<br />
auch nicht über eingebettete oder externe<br />
Untertitel. Praktisch ist auch die Pinch-to-<br />
Zoom Geste zum Vergrößern eines Films.<br />
Gut ist auch, dass der Player die Position<br />
im Film speichert, so können Sie das Video<br />
nach einer Unterbrechung sofort wieder<br />
weiter ansehen, ohne vor lauter Suchen<br />
den Verlauf des Films vergessen zu haben.<br />
<strong>Die</strong> Gratisversion wird durch Werbung finanziert,<br />
möchten Sie die störende Reklame<br />
loswerden, dann müssen Sie zur<br />
kostenpflichtigen Pro-Version greifen, die<br />
sich in unseren Tests durchaus bewährt<br />
hat. <strong>Die</strong>se ist aber nicht ganz billig.<br />
RockPlayer 2<br />
In der zweiten Version des Rock-<br />
Players wurde die Oberfläche der<br />
App kräftig überarbeitet. Geblieben<br />
ist ein Player, der weiterhin mit so gut<br />
wie jedem Format zurecht kommt, auch<br />
Untertitel im SRT-Format werden inzwischen<br />
unterstützt. Was RockPlayer von der<br />
Konkurrenz abhebt, ist ein integrierter<br />
UPnP-Client und die Fähigkeit, Videos zwischen<br />
weiteren Geräten mit RockPlayer zu<br />
teilen. Der Player wird weiterhin durch<br />
Werbung finanziert, per In-App-Kauf kann<br />
auf die Vollversion aktualisiert werden. Im<br />
Test hat uns die Konkurrenz ein wenig besser<br />
gefallen, besonders die Benutzeroberfläche<br />
hätte bei der Neuauflage des Rock-<br />
Player ein wenig schöner ausfallen können.<br />
4,40 Euro<br />
deutsch|Version 1.7.13|6,6 MByte<br />
★★★★★<br />
3,99 Euro<br />
deutsch|Version 2.2.2|11 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 57
APP-TIPPS<br />
Video Player<br />
mVideoPlayer<br />
Im Gegensatz zu den meisten hier vorgestellten Playern<br />
verzichtet der mVideoPlayer auf Software-<br />
Codecs. Dadurch kann er zwar nicht alle Formate abspielen,<br />
was er abspielt, ist aber ruckelfrei. <strong>Die</strong> Übersicht über<br />
die vorhandenen Videos ist dank der <strong>Vorschau</strong> sehr gut gestaltet,<br />
die App lässt Sie sogar passende Filmcover aus dem<br />
Internet laden. Toll ist auch die Möglichkeit, zum Video passende<br />
Untertitel direkt aus der App von OpenSubtitles.org herunterzuladen.<br />
Bei Gefallen können Sie die Vollversion im<br />
Play Store kaufen - sonst wird Werbung angezeigt.<br />
2,99 Euro<br />
englisch|variiert|variiert<br />
★★★★★<br />
MoboPlayer<br />
Wer einen etwas anderen Player<br />
sucht, der ist beim MoboPlayer<br />
[10] bestens aufgehoben. Der<br />
Player bietet neben einer äußerst hübsch<br />
gestalteten Oberfläche, die eine oder andere<br />
Funktion, die man bei anderen Playern<br />
nicht finden kann. Clever ist zum Beispiel<br />
die Möglichkeit den Touchscreen über<br />
die Menü-Taste während der Wiedergabe<br />
eines Films zu sperren. So verhindert der<br />
MoboPlayer effektiv, dass man aus Versehen<br />
im Video scrollt. Toll gemacht ist auch<br />
der vom Mac bekannte Cover-Flow-Effekt<br />
bei der Ansicht der Videos. Natürlich darf<br />
auch nicht unerwähnt bleiben, dass der<br />
Player Videos per Software decodieren und<br />
auch mit Untertiteln umgehen kann.<br />
Real Player Beta<br />
Der RealPlayer macht auf dem<br />
Smartphone optisch einiges her,<br />
die Menüs und Icons sind hübsch<br />
gestaltet und passen sich sehr gut in das<br />
Design von Android ein. Der Player kann<br />
auch deutlich mehr als einfach nur Videos<br />
abzuspielen, er organisiert zudem ihre<br />
Musik und Bilder. Wenn es aber darum<br />
geht nicht von der Hardware unterstützte<br />
Videos per Software zu decodieren, Untertitel<br />
anzuzeigen oder andere Tonspuren<br />
auszuwählen, dann scheitert der Real<br />
Player jedoch. Wer seine Videos für das<br />
Smartphone sowieso aufbereitet, der wird<br />
an dem Real Player seine Freude haben,<br />
doch wer jedes Format abspielen möchte,<br />
der sollte zu einem anderen Player greifen.<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 1.3.265|5,7 MByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
deutsch|variiert|variiert<br />
★★★★★<br />
58<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Audioplayer-Apps<br />
Audio-Player<br />
Welche Audioplayer richtig gut sind und welche Alternativen es zum Standard-<br />
Player gibt, lesen Sie in diesem Artikel. Marcel Hilzinger, Christoph Langner<br />
Poweramp<br />
Sie suchen den ultimativen Audio-<br />
Player für Android? Dann kommen<br />
Sie an Poweramp nicht vorbei. <strong>Die</strong><br />
App verfügt nicht nur über umfangreiche<br />
Klangeinstellungen und einen 10-Band-<br />
Equalizer, sondern unterstützt auch von<br />
Haus aus am meisten Formate. Darunter<br />
neben dem verlustfreien Flac auch einige<br />
Exoten wie Monkey’s Audio (.ape) oder<br />
True Audio (.tta).<br />
Poweramp richtet sich in erster Linie an<br />
Smartphone-Nutzer, die Musik wirklich<br />
gerne und auch oft hören. Das merken Sie<br />
spätestens dann, wenn Sie einen Live-Mitschnitt<br />
genießen und sich über das Gapless-Playback<br />
freuen oder wenn Sie erstaunt<br />
feststellen, dass der Player auch<br />
komplette Alben als CUE-Datei meistert.<br />
Metainformationen aus FLAC-Dateien liest<br />
Poweramp ebensogut aus, wie aus MP3-<br />
oder Ogg-Vorbis Dateien. Auch das Überblenden<br />
von Song A<br />
zu Song B unterstützt die App, die Feature-<br />
Liste und die Einstellungsmöglichkeiten<br />
sind enorm umfangreich. Songtexte holt<br />
sich der Player via MusiXmatch oder direkt<br />
aus den Lyrics-Tags. Auch eine Cover-Verwaltung<br />
haben die Entwickler von Max MP<br />
dem Player spendiert, und Tags lassen sich<br />
direkt aus dem Player heraus bearbeiten.<br />
Das beste an Poweramp ist aber die Sound-<br />
Ausgabe: Hier kommen die meisten anderen<br />
Player im Market nicht annähernd an<br />
die Qualität von Poweramp heran, ja selbst<br />
im direkten Vergleich mit dem Beats-Audio-<br />
Support von HTC Sensation XE und XL<br />
würden wir Poweramp den Vorzug vor dem<br />
integrierten Player geben.<br />
2,99 Euro<br />
deutsch|Version 2.0.8|5,1 MByte<br />
★★★★★<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28820<br />
David Sandonato, 123RF<br />
APPS & TIPPS 02/2013<br />
59
APP-TIPPS<br />
Audioplayer-Apps<br />
TuneWiki<br />
TuneWiki fällt bei dieser Auflistung etwas aus der Reihe,<br />
da die App nicht nur als einfacher Audioplayer arbeitet<br />
sondern via SongBox sehr viele Social-Networking-Funktionen<br />
integriert, etliche Internetradios zur Auswahl anbietet und<br />
Songtexte anzeigt. Auf einer Karte sehen Sie zudem, was die<br />
Leute um Sie herum gerade so hören. Der Player selbst ist recht<br />
schlicht gehalten und kommt im Stil des iPod mit einer Navigation<br />
nach Interpret, Album und Titel daher. <strong>Die</strong> Gratisversion ist werbefinanziert,<br />
möchten Sie die Reklame loswerden, dann kostet Tune-<br />
Wiki 2,29 Euro - für das Gebotene ein fairer Preis.<br />
2,29 Euro<br />
deutsch|Version 2.0.8|5,1 MByte<br />
★★★★★<br />
WinAmp<br />
Wer kennt ihn nicht, den legendären<br />
und altgedienten MP3-<br />
Player für Windows – WinAmp!<br />
Wenn Sie die Software unter Windows nutzen,<br />
dann lohnt sich auch ein Blick auf die<br />
Android-Anwendung, sonst erfüllt Win-<br />
Amp eigentlich nur das Pflicht-Programm<br />
und sieht auch nicht besonders gut aus.<br />
Den Equalizer gibt es zudem nur im kostenpflichtigen<br />
Pro-Bundle, ebenso den Lyrics-<br />
Download. Für die eingebundenen Gratis-<br />
Musikdienste, das Widget und die Download-Möglichkeit<br />
geben wir aber trotzdem<br />
die volle Punktzahl.<br />
Jukefox<br />
Ein Player, der bereits beim ersten<br />
Start darauf hinweist, dass eventuell<br />
alles ein bisschen langsamer<br />
wird, wirkt nicht sehr vertrauenserweckend.<br />
Doch es lohnt sich, Jukefox die paar<br />
Sekunden oder bei mehreren hundert<br />
Alben die paar Minuten zu gönnen, um die<br />
eigene Musiksammlung zu analysieren.<br />
Anschließend bekommen Sie einen Player,<br />
der neben einer Tag-Cloud und einer Raster-Ansicht<br />
wie beim Mufin Player auch direkt<br />
zu den passenden Videos auf YouTube<br />
führt. Und das alles völlig gratis und ohne<br />
störende Werbung!<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.4.10|6,8 MByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 0.97193|2,5 MByte<br />
★★★★★<br />
60<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Audioplayer-Apps<br />
Apollo<br />
Apollo wurde im Rahmen der CyanogenMod-Firmware<br />
entwickelt. Dort ist der Player als Open-Source-Programm<br />
fester Bestandteil des ROMs. Eine im Funktionsumfang<br />
erweiterte Version des Players findet sich eigentlich im<br />
Play Store, doch aufgrund rechtlicher Probleme durch die Einbindung<br />
von Songtexten aus den Beständen von musiXmatch<br />
musste die App wieder entfernt werden. Damit Sie Apollo ohne<br />
CyanogenMod testen können, haben wir die aktuelle Version aus<br />
dem ROM extrahiert und für Sie zum Download hochgeladen<br />
(Siehe Links im Artikel-QR-Code!).<br />
kostenlos<br />
deutsch|variiert|variiert<br />
★★★★★<br />
PlayerPro<br />
Sie suchen einen Rundum-Sorglos-Player,<br />
der nicht nur gut aussieht,<br />
sondern auch mit größeren<br />
Sammlungen klarkommt, dann ist Player<br />
Pro genau das Richtige. <strong>Die</strong> App bringt<br />
eine umfangreiche Cover-Verwaltung mit,<br />
lässt sich mit Gesten einfach bedienen und<br />
überzeugt durch einen sehr guten Klang.<br />
Zahlreiche Erweiterungen und Skins finden<br />
Sie im Android Market. Player Pro gehört<br />
ganz klar zu den besten Audioplayern im<br />
Android Market, testen Sie auch den Einschlaf-Timer<br />
in den Einstellungen! <strong>Die</strong><br />
Trial-Version endet nach 7 Tagen.<br />
Select! Music Player<br />
Der Select! Music Player richtet<br />
sich exklusiv an die Besitzer von<br />
Android-Tablets, auf Smartphones<br />
läuft der Player nicht. Den gebotenen<br />
Platz nutzt Select! um Cover-Arts großzügig<br />
anzuzeigen und die Playliste wie auch<br />
die Musiksammlung auf einen Screen darstellen<br />
zu können. Dadurch können Sie<br />
Alben oder einzelne Tracks via Drag&Drop<br />
direkt in die Playliste ziehen und diese dort<br />
umgehend neu sortieren. In unserem Test<br />
kam der Select! Music Player selbst mit<br />
sehr großen Musiksammlungen gut zurecht.<br />
Select! Music Player ist für unsere<br />
Begriffe momentan einer der besten, wenn<br />
nicht der beste Musik-Player für Tablets, für<br />
den <strong>Die</strong>nst gibt es die volle Punktzahl.<br />
3,95 Euro<br />
deutsch|Version 2.6.2|4,7 MByte<br />
★★★★★<br />
1,99 Euro<br />
englisch|Version 1.05|3,1 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 61
APP-TIPPS<br />
Lernen mit Android<br />
Schoolphone<br />
Artisticco-LLC., 123RF<br />
Smartphones haben in der Schule nichts zu suchen? Falsch! Mit den richtigen<br />
Apps sind Android-Phones wahre Lern- und Arbeitserleichterungen. Jasmin Bauer<br />
Im Google Play Store gibt es eine Vielzahl<br />
von Programmen, die Schülern und Studenten<br />
dabei helfen sollen, den Lernalltag zu<br />
organisieren, ihr Wissen spielerisch zu vertiefen<br />
oder den Lernstoff abzufragen.<br />
School Helper<br />
Spät dran und die Tasche noch nicht<br />
gepackt? Für solche Fälle gibt es die<br />
kostenlose App "School Helper"<br />
[LINK 1], den Stundenplan <strong>fürs</strong> Handy.<br />
Damit die Anwendung zuverlässig funktioniert,<br />
sollten Nutzer vor dem Eintragen des<br />
Stundenplans die entsprechenden Einstellungen<br />
zum Wochenverlauf, zur Dauer der Unterrichtsstunden<br />
oder zum Notensystem im Menü angeben<br />
und anschließend im Menü des Bereichs<br />
Stundenplan neue Stunden und wichtige Zusatzinformationen<br />
wie Zeit, Lehrer oder Klassenraum<br />
einstellen. Das Programm gleicht diese<br />
Inhalte automatisch mit den allgemeinen Einstellungen<br />
ab und rechnet beispielsweise aus,<br />
wann eine entsprechende Stunde wieder zu<br />
Ende ist. Hausaufgaben lassen sich nach Termin<br />
und Priorität sortieren, zudem rechnet die<br />
App den Notenschnitt aus und besitzt eine eigene<br />
Notizfunktion. Damit auf den ersten Blick<br />
alles parat steht, gibt es zudem eine Handvoll<br />
Widgets (Abbildung 2).<br />
Hausaufgaben<br />
Ebenso nützlich ist die App "Hausaufgaben"<br />
[LINK 2], die kostenlos bei<br />
Google Play zur Verfügung steht.<br />
Wie bei School Helper können Schüler hier<br />
ihre Hausaufgaben, Stundenpläne und Termine<br />
eintragen. Auf Wunsch schaltet die App das<br />
Handy bei Unterricht immer automatisch auf<br />
lautlos. Setzen Sie in den Einstellungen einfach<br />
das entsprechende Häkchen, und es ist Ruhe.<br />
Das Setup ist insgesamt etwas aufwendiger als<br />
bei School Helper. Allerdings lohnt sich die Arbeit,<br />
da man die Anzeige stärker individuell anpassen<br />
kann, indem sich Unterrichtsfächer farblich<br />
hervorheben lassen. Vor dem Einrichten<br />
der App müssen die Nutzer im Menü zunächst<br />
62<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Lernen mit Android<br />
Abb. 1: Das Hauptmenü von<br />
"School Helper" im schönen<br />
Schiefertafel-Design.<br />
Abb. 2: Widgets mit den Aufgaben<br />
und dem Stundenplan<br />
machen School Helper praktisch.<br />
Abb. 3: <strong>Die</strong> App "Hausaufgaben"<br />
bietet auch Notenlisten, Stundenplan<br />
und Terminübersichten.<br />
alle Fächer und die Uhrzeiten Beginn und Ende<br />
jeder Stunde angeben. Angeblich ist die Anwendung<br />
auch für Lehrer geeignet, was jedoch nur<br />
bedingt gilt.<br />
Feiertage + Schulferien gratis<br />
Für alle, die sich schon auf die nächsten<br />
Ferien oder freien Tage freuen,<br />
gibt es die App "Feiertage" [LINK 3].<br />
Hier sind alle freien Tage nach Bundesländern<br />
unterteilt übersichtlich zusammengestellt.<br />
Leo Wörterbuch<br />
Im Englischunterricht steht ein neuer<br />
Text an, und einige der Vokabeln sind<br />
unbekannt? Kein Problem, dafür gibt<br />
es das kostenlose Smartphone-Wörterbuch Leo<br />
[LINK 4], welches neben Englisch noch weitere<br />
Abb. 4: Hausaufgaben rechnet<br />
automatisch den aktuellen<br />
Schnitt aus.<br />
Abb. 5: Mit der App "Feiertage"<br />
vergessen Sie nie mehr die Ferien<br />
oder Feiertage.<br />
Abb. 6: Das Online-Wörterbuch<br />
von Leo benötigt auch als Android-App<br />
Internetzugriff.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 63
APP-TIPPS<br />
Lernen mit Android<br />
Abb. 7: Bei Offline Wörterbücher<br />
müssen Sie nach to write suchen.<br />
Bei write gibt es keinen Treffer.<br />
Sprachen wie Französisch, Spanisch und sogar<br />
Chinesisch im Angebot hat. Leo besitzt neben<br />
der Nachschlagefunktion noch ein Forum zum<br />
Sprachenlernen und Sprachaustausch, sowie<br />
einen Vokabeltrainer. <strong>Die</strong> App gleicht das angegebene<br />
Wort mit allen Einträgen des Online-<br />
Wörterbuches ab und präsentiert die Suchergebnisse<br />
nach kurzer Zeit. Besitzt ein Wort mehrere<br />
Bedeutungen, fällt das Ergebnis entsprechend<br />
umfangreich aus.<br />
Offline Wörterbücher<br />
Wer keinen Internetzugang hat kann<br />
sich die App "Offline Wörterbücher"<br />
[LINK 5] installieren und die jeweiligen<br />
Sprachpakete herunterladen. Der Wortumfang<br />
Abb. 8: Deutsch-Englisch mit der<br />
Vokabeltrainer Box macht Spaß<br />
und spart Arbeit.<br />
ist auch hier beachtlich, wenn<br />
auch nicht genauso umfangreich<br />
wie bei Leo.<br />
Vokabeltrainer<br />
Box<br />
Wer unterwegs üben<br />
möchte, findet mit<br />
der App Vokabeltrainer<br />
Box [LINK 6] eine komfortable<br />
Lösung. <strong>Die</strong> App simuliert<br />
einen Karteikasten mit<br />
fünf Stapeln. <strong>Die</strong> Zeiträume<br />
bis zur Wiederholung legen<br />
Sie variabel fest. Um beim<br />
Eintragen der Wörter Zeit und<br />
Arbeit zu sparen, kann die<br />
App via Internet Wörter<br />
selbstständig übersetzen. Für<br />
1,55 Euro gibt es auch eine<br />
Vollversion ohne Reklame.<br />
Englisch lernen mit Rätseln<br />
Spielerisches Lernen verspricht die<br />
Anwendung "Englisch lernen mit Rätseln"<br />
[LINK 7]. <strong>Die</strong> App beinhaltet eine<br />
Sammlung an Kreuzworträtseln zum englischen<br />
Wortschatz. Nur die ersten fünf Rätsel sind kostenlos.<br />
Wer weiter spielen und lernen möchte,<br />
muss pro Set mit 250 Rätseln 1,39 Euro zahlen.<br />
Merck Periodensystem<br />
Wie viele Protonen besitzt ein Chlor-<br />
Atom ? Auch im naturwissenschaftlichen<br />
Bereich kann ein Android-<br />
Smartphone nützlich sein. <strong>Die</strong> App "Merck Periodensystem"<br />
[LINK 8] ist weitaus mehr als ein<br />
Abb. 9: Englisch lernen mit Rätseln. Bei schwierigen Rätseln kann<br />
die Anwendung die Lösung komplett verraten.<br />
Abb. 10: Das "Merck Periodensystem" beinhaltet zahlreiche Zusatzinformationen<br />
zu den chemischen Elementen.<br />
64<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Lernen mit Android<br />
Abb. 11 Das Bild zeigt nur eine<br />
Übersicht über einige Features<br />
der App "AK Minilabor 11".<br />
Abb. 12: "Mathe Experte" rechnet<br />
das Volumen des Würfels mit der<br />
Seitenlänge 5 m aus.<br />
Abb. 13: Europa-Quiz: Gesucht<br />
wird die Stadt Würzburg in<br />
Deutschland.<br />
simples Periodensystem und bringt ausführliche<br />
Informationen zu jedem Element und eine<br />
übersichtliche Darstellung über die einzelnen<br />
Abkürzungen mit. Nach Bedarf sortiert sie alle<br />
Elemente anhand ihrer Eigenschaften.<br />
AK Minilabor 11<br />
Dass Lernen auch Spaß machen<br />
kann, beweist "AK Minilabor 11"<br />
[LINK 9]. Wählen Sie zwischen Lernen<br />
mit Spaß und Übungen oder Spicken und Nachschlagen,<br />
und spielen Sie Hangman, Quizspiele<br />
oder mit dem Titrationstrainer. Der Nachschlagebereich<br />
besteht aus dem Periodensystem,<br />
einer Stoff-Übersicht, einer Chemikalien-Datenbank<br />
sowie verschiedenen Rechnern.<br />
Mathematik<br />
Im Geometrieunterricht ist<br />
etwas das Volumen eines<br />
Würfels auszurechnen. Wer<br />
vergessen hat, wie das funktioniert, hat möglicherweise<br />
eine Anwendung wie die "Formelsammlung<br />
Mathematik" [LINK 10] zur Verfügung.<br />
<strong>Die</strong>ses umfangreiche Nachschlagewerk beinhaltet<br />
Formeln für verschiedene Bereiche in der<br />
Mathematik. Leider fällt die App nicht nur<br />
durch ihre umfangreiche Formelsammlung,<br />
sondern auch durch aufdringliche Push-Werbung<br />
und bedenkliche Berechtigungen auf, die<br />
sich allein durch den Kauf der Pro-Version für<br />
99 Cent abschalten und umgehen lassen.<br />
Stößt man auf eine Formel, mit der man<br />
nichts anfangen kann, sollte man die App<br />
"Mathe Experte" [LINK 11] zu Rate ziehen. Zusätzlich<br />
zur Formel beinhaltet diese Anwendung<br />
noch einen Rechner für alle Berechnungen,<br />
nicht nur für Mathematik, sondern auch<br />
für Elektrotechnik, Physik oder allgemeine Umrechnungen.<br />
Für 2,49 Euro erhält man die werbefreie<br />
Pro-Version, die zusätzlich noch Vektorberechnung<br />
und Rechnungen mit komplexen<br />
Zahlen beinhaltet.<br />
Geografie<br />
Erdkundeunterricht ist für viele Schüler<br />
eine Qual, da sie viele Länder und<br />
Hauptstädte lernen müssen und dazu<br />
noch die geografische Lage kennen sollten,<br />
wenn sie den Leher begeistern wollen. Doch<br />
auch das kann Spaß machen, wenn man statt<br />
trockener Kartenarbeit geografische Spiele auf<br />
dem Smartphone zur Hand hat. "Europa Quiz"<br />
[LINK 12] vereinigt Faktenwissen und Ortswissen<br />
über Europa. Bei dem Ratespiel geht es darum,<br />
Städte oder Sehenswürdigkeiten zu finden und<br />
diese in der Europakarte geographisch zuzuornden.<br />
<strong>Die</strong> Art der Fragen lässt sich in den Einstellungen<br />
auswählen. Hat man sich geirrt, erfährt<br />
man direkt im Anschluss die Lösung. ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28612<br />
APPS & TIPPS 02/2013 65
APP-TIPPS<br />
TV-Apps<br />
<strong>Die</strong> besten<br />
TV Apps<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28601<br />
Smartphones und Tablets sind die idealen Begleiter für das heimische TV-Vergnügen.<br />
Wir stellen sieben Apps für den perfekten Fernseh abend vor. Marcel Hilzinger<br />
TV Spielfilm HD<br />
Es gibt viele TV-Programmzeitschriften<br />
bei Google Play, aber<br />
keine ist so gut gemacht wie TV-<br />
Spielfilm. Auf Tablets kommt die App nicht<br />
nur viel besser zur Geltung, sondern sie bietet<br />
auch mehr Funktionen als die Smartphone-Variante.<br />
So erhalten Sie je nach Displaygröße<br />
eine bequeme Übersicht über<br />
das komplette Programm, und einzelne<br />
Sender lassen sich separat scrollen. Oben<br />
rechts lässt sich die Dreispalten-Ansicht in<br />
eine Ansicht mit dem Programm zur linken<br />
Seite und den Details zur rechten ändern.<br />
Hier mangelt es aber bei einigen<br />
Filmen an einer ausführlichen Beschreibung.<br />
Ein Klick auf <strong>Tipps</strong><br />
bringt eine schön bebilderte Übersicht<br />
von Empfehlungen der TV-<br />
Spielfilm-Redaktion. Hier gibt es<br />
zu jedem Film eine kurze Inhaltsangabe und<br />
zusätzliche Infos. Leider fehlt der App eine<br />
Watchlist, um Favoriten zu markieren oder<br />
über bevorstehende Sendungen informiert<br />
zu werden. Auch fallen die Infos nicht<br />
immer gleich umfangreich aus. Dennoch ist<br />
TV Spielfilm HD mit dem Gebotenen die<br />
beste TV-Zeitschrift für Android auf Tablets.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.1|1,2 MByte<br />
★★★★★<br />
66<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
TV-Apps<br />
LocalTV<br />
Keine Registrierung, kein Abo – einfach fernsehen:<br />
Das ist die Devise von LocalTV. <strong>Die</strong> App hat<br />
sich auf den Empfang von Lokalsendern spezialisiert<br />
und liefert ein sehr breites Spektrum aus der<br />
Schweiz, aus Österreich und Deutschland. Dabei bedient<br />
sich LocalTV jeweils des passenden Flash-Streams, sodass<br />
der Flash-Player eine zentrale Voraussetzung ist. Für<br />
Lokalpatrioten im Ausland ist die App ein wahres Goldstück,<br />
auch wenn nicht immer alle Angebote funktionieren.<br />
Optisch ist LocalTV leider kein Leckerbissen.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.2.0|1,4 MByte<br />
★★★★★<br />
TV Guide Tiviko<br />
Wie man eine wirklich gute TV-<br />
Zeitschriften-App programmiert,<br />
zeigt das tschechische Entwicklerteam<br />
von Tiviko. Nach dem Start wählen<br />
Sie aus, welche Sender Sie gerne sehen<br />
möchten und anschließend bekommen Sie<br />
neun Favoriten zu sehen. Im Unterschied<br />
zu TV Spielfilm erhalten Sie hier sehr viele<br />
Informationen zu den Sendungen und es<br />
gibt einen Timer und eine Favoriten-Funktion.<br />
Für Smartphones ist Tiviko klar die<br />
beste App, die bei Google Play zu haben<br />
ist. Für 2,39 Euro gibt es auch eine Pro-Version<br />
ohne Reklame und mit Widget.<br />
Zattoo<br />
Via Internet kann man auch ganz<br />
ohne Fernseher fernsehen. Unter<br />
Android gibt es dazu mehrere<br />
Apps, die am weitesten verbreitete ist Zattoo<br />
aus der Schweiz. Ohne Login kann man<br />
drei Programme frei betrachten, mit Account<br />
werden zahlreiche weitere Sender<br />
freigeschaltet. Leider ist die Qualität des<br />
Standard-Streams nicht wirklich berauschend.<br />
Bessere Qualität gibt es nur mit<br />
einem Zattoo-HiQ-Abo, das aber ab 3,75<br />
Euro pro Monat zu Buche schlägt. Ebenfalls<br />
gegen Bezahlung gibt es auch ausländische<br />
Sender aufs Smartphone oder Tablet.<br />
Als Alternative bietet sich die App Virtualsat<br />
an. Das beste TV-Bild erhalten Sie<br />
aber via DVB-T-Adapter.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.89|2,9 MByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos (Testversion)<br />
deutsch|Version 1.0.8|2,9 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 67
APP-TIPPS<br />
TV-Apps<br />
Dailyme TV<br />
Sie möchten TV-Sendungen anschauen, aber nicht<br />
live und nicht per Streaming? Dann ist Dailyme TV<br />
genau die richtige App für Ihre Ansprüche. Der Serienspezialist<br />
lädt einzelne Folgen und Filme aus dem Internet<br />
herunter und speichert die Filme auf Ihrem Tablet oder Smartphone.<br />
Der Download erfolgt auf Wunsch nur per WLAN aber<br />
auch über das Mobilfunknetz. So können Sie das Programm<br />
genießen, wann und wo immer Sie möchten. Auch wenn das<br />
Angebot nicht besonders umfangreich ausfällt, sind bei der<br />
Dailyme TV-Auwsahl sehr viele gute Sendungen dabei.<br />
kostenlos<br />
deutsch|12.07.02|3,6 MByte<br />
★★★★★<br />
Schau hin!<br />
Schau hin! von WE DO Berlin ist<br />
keine reine TV-Anwendung. <strong>Die</strong><br />
App richtet sich in erster Linie an<br />
Eltern und hilft dabei, geeignete Programme<br />
für die Kleinsten zu finden. Dazu<br />
gehört neben einem Besuch auf dem Spielplatz<br />
natürlich auch das TV-Programm.<br />
Hier schlägt die App für Kinder geeignete<br />
Sendungen der öffentlich-rechtlichen TV-<br />
Anstalten vor und gibt nützliche Expertentipps<br />
für den Medienkonsum mit Kindern.<br />
Für Eltern mit Kindern im Grund- oder Vorschulalter<br />
ist Schau hin! eine Pflicht-App<br />
und ein guter Begleiter im TV-Dschungel.<br />
Z.App 24<br />
Werbung, Werbung, Werbung.<br />
Wohin man auch zappt, läuft auf<br />
den meisten privaten Kanälen<br />
stets Reklame. Und hat man seine Lieblingsserie<br />
einmal gefunden, dann dauert es<br />
nicht lange, bis wieder die nervige Werbung<br />
läuft. Mit Z.App können Sie sich das<br />
Zappen sparen. <strong>Die</strong> App informiert Sie zuverlässig<br />
darüber, ob bei den sechs großen<br />
privaten Kanälen gerade Reklame läuft und<br />
informiert auf Wunsch per Push-Nachricht,<br />
wann die Werbung zu Ende ist. So verpassen<br />
Sie keine Minute, und die 1,60 Euro für<br />
die App sind sehr gut investiert.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1,4|16 MByte<br />
★★★★★<br />
1,59 Euro<br />
deutsch|Version 1.1.3|871 KByte<br />
★★★★★<br />
68<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
ZDbox<br />
<strong>Die</strong> Werkzeugsammlung ZDbox<br />
Alles in einer Box<br />
Sie ärgern sich, wenn der Akku zu schnell leer ist oder das Telefon nur langsam<br />
auf Ihre Eingaben reagiert? Genau diese alltäglichen Probleme verspricht das<br />
Tool ZDbox zu lösen. Hans Labod<br />
Smartphones unterhalten uns und helfen<br />
uns, unsere täglichen Aufgaben zu erledigen.<br />
Doch auch das beste Smartphone<br />
ist nicht perfekt. <strong>Die</strong> ZDbox [LINK 1] bringt deshalb<br />
eine große Anzahl von nützlichen <strong>kleine</strong>n<br />
Werkzeugen mit, die in den meisten Fällen<br />
dafür sorgen, dass das System schneller, länger<br />
und stabiler läuft. Im Hauptmenü der Gratis-<br />
App finden Sie eine Liste, in der die Tools untereinander<br />
angeordnet sind. <strong>Die</strong> einzelnen Menüpunkte<br />
sind jeweils mit einem <strong>kleine</strong>n Symbol<br />
inklusive Titel versehen. Rechts daneben sind<br />
die wichtigsten Infos zu dem jeweiligen Menüpunkt<br />
zu finden. Einige der Menüpunkte bringt<br />
Android auch von Haus aus mit, einige der Hersteller<br />
haben die Funktionen von ZDbox auch<br />
in ihre Systeme integriert. Der große Vorteil der<br />
App besteht jedoch darin, dass sich sämtliche<br />
Tools unter einer einheitlichen, hübsch gestalteten<br />
Oberfläche zeigen.<br />
So heißt der erste Punkt zum Beispiel kurz<br />
und schlicht Akku Info. Er zeigt die verblei-<br />
Nataliia Natykach, 123RF<br />
APPS & TIPPS 02/2013 69
APP-TIPPS<br />
ZDbox<br />
Abb. 1: Das Hauptmenü der<br />
ZDbox ist nach einzelnen Funktionen<br />
unterteilt.<br />
Abb. 2: Ähnlich dem Standardwecker<br />
von Android werden hier<br />
die Ruhezeiten aufgelistet.<br />
Abb. 3: <strong>Die</strong> Pinabfrage geschützter<br />
Apps gehört zu den besten<br />
Features der App.<br />
bende Batterielaufzeit in Stunden und den Ladezustand<br />
in Prozent an, zudem die Temperatur<br />
in Fahrenheit und Celsius und die seit dem letzten<br />
Neustart vergangene Zeit. <strong>Die</strong> Hauptfunktion,<br />
die sich hinter diesem Menüpunkt verbirgt,<br />
ist jedoch eine andere. Sie nennt sich<br />
Akku sparen und bietet zahlreiche Möglichkeiten<br />
für schnelle und einfache Stromsparmaßnahmen.<br />
So lässt sich zum Beispiel die Displayhelligkeit<br />
verringern oder die Zeit verkürzen, in<br />
der das Display in den Ruhezustand wechselt.<br />
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, den Flugmodus<br />
zu aktivieren und WLAN, Bluetooth,<br />
das Touch-Feedback und die Synchronisation<br />
auszuschalten.<br />
Datenmonitor und Profile<br />
Eine weitere praktische Funktion der ZDbox ist<br />
der integrierte Datenmonitor, der zwar seit Android<br />
4.0 zum OS gehört, aber noch längst nicht<br />
bei allen Handys vorhanden ist. Damit können<br />
Sie sich den Datenverbrauch innerhalb eines<br />
bestimmten Zeitraumes anzeigen und eine Internetsperre<br />
ab einem bestimmten Volumen<br />
einrichten lassen. Das ist vor allem dann praktisch,<br />
wenn Sie keine Internetflatrate besitzen<br />
und einen gesalzenen Kilobyte-Preis bezahlen<br />
müssen, falls Sie Ihr Internetvolumen aufgebraucht<br />
haben sollten.<br />
Unter dem Menüpunkt Profile legen Sie Ruhephasen<br />
fest. In einer solchen wechselt das<br />
Handy zu einer vorher von Ihnen festgesetzten<br />
Zeit automatisch in den Flugmodus oder stellt<br />
sämtliche Signale auf stumm. Sind Sie soeben<br />
ins Flugzeug eingestiegen? Dann richten Sie<br />
doch einen Countdown ein: <strong>Die</strong>ser versetzt das<br />
Handy bis zum Ablauf in den Flugmodus oder<br />
den Ruhezustand.<br />
<strong>Die</strong> ZDbox bietet auch die Möglichkeit, Programme<br />
mit einem Passwort zu schützen. So<br />
können Sie zum Beispiel verhindern, dass Unbefugte<br />
Ihre SMS-Nachrichten lesen. <strong>Die</strong>se<br />
Sperre lässt sich für jede App auf dem Telefon<br />
festlegen, und das Entsperren geht sehr schnell,<br />
sodass diese Sicherheitsfunktion nicht auf Kosten<br />
der Bequemlichkeit geht. <strong>Die</strong> Sperre lässt<br />
sich allerdings recht einfach umgehen, indem<br />
man einfach die App ZDbox deinstalliert, aber<br />
darauf muss man ja zuerst kommen.<br />
Apps und System verwalten<br />
<strong>Die</strong> ZDbox hält auch mehrere Tools zur Programmverwaltung<br />
bereit. Mit dem integrierten<br />
Task-Killer schließen Sie alle Programme auf<br />
einmal, was besonders bei Smartphones mit<br />
wenig Hauptspeicher ein nützliches Feature ist.<br />
Es ist jedoch auch möglich, für einzelne Programme<br />
eine Ausnahmeregelung festzulegen,<br />
70<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
ZDbox<br />
um sie vor dem Abschießen<br />
zu schützen. Weitere Funktionen<br />
helfen, die installierten<br />
Programme auf dem Smartphone<br />
oder Tablet zu ordnen:<br />
Der Uninstaller entfernt Apps,<br />
und der Menüpunkt App auf<br />
SD verschiebt die Progrämmchen<br />
auf die SD-Karte, um so<br />
neuen Speicherplatz auf dem<br />
Telefon zu schaffen. Außergewöhnlich<br />
vorteilhaft dabei:<br />
<strong>Die</strong> ZDbox beherrscht dabei<br />
die Batch-Verarbeitung. So<br />
können Sie mehrere Programme<br />
mit nur einem Klick<br />
deinstallieren oder aber verschieben.<br />
Der letzte Menüpunkt der<br />
ZDbox ist der Systemreiniger.<br />
Mit diesem Werkzeug löschen<br />
Sie nicht mehr benötigte Daten. Dazu zählt der<br />
Cache der einzelnen Apps. Hier befinden sich<br />
meist Daten, die während der Nutzung eines<br />
Programms gespeichert werden, um beim<br />
nächsten Start schneller dargestellt zu werden<br />
(zum Beispiel Bilder).<br />
Zusatzfunktionen<br />
Ein weiteres tolles Feature der ZDbox ist die Anzeige<br />
in der Statusleiste. Im nicht ausgeklappten<br />
Zustand befindet sich in der oberen linken<br />
Ecke ein <strong>kleine</strong>s Batteriesymbol mit der verbleibenden<br />
Akkuladung in Prozent. Ziehen Sie die<br />
Statusleiste nach unten, ist dort eine Benachrichtigung<br />
zu finden, die die noch verbleibende<br />
Laufzeit des Telefons, die Anzahl der laufenden<br />
Programme und den bereits genutzten Traffic<br />
anzeigt. Ferner wird dargestellt, ob die Funktion<br />
der Programmsperre aktiviert ist. Wenn Sie<br />
diese Benachrichtigung in der Statusleiste anklicken,<br />
gelangen Sie direkt und ohne Umwege in<br />
das Menü der ZDbox.<br />
<strong>Die</strong> Widgets, die mit der ZDbox installiert<br />
werden, lassen sich frei auf dem Homebildschirm<br />
platzieren. Dabei haben Sie die Wahl<br />
zwischen vier Widgets: Das 4x2, 4x1 und das<br />
1x1 Widget enthalten Schaltflächen, die Sie frei<br />
mit beliebigen Funktionen belegen können. Ein<br />
paar dieser Funktionen sind das An- und Ausschalten<br />
der Stromsparfunktion, das Sperren<br />
Abb. 4: Zur ZDbox gehören auch<br />
jede Menge Widgets.<br />
der automatischen Bildschirmrotation,<br />
das Verändern der<br />
Helligkeit oder das Ein- und<br />
Ausschalten der Datenübertragung<br />
des Gerätes. Über ein<br />
weiteres 4x1 großes Widget<br />
steuern Sie den Task-Killer. Es<br />
wird Ihnen angezeigt, wie<br />
viele Programme im Moment<br />
laufen, wie viel Speicher diese<br />
verbrauchen und wie viel<br />
Speicher noch frei ist. Außerdem<br />
gibt es eine Schaltfläche<br />
mit der Aufschrift KILL ALL.<br />
Wird diese betätigt, werden<br />
alle laufenden Programme geschlossen.<br />
<strong>Die</strong>se Funktion<br />
kann hilfreich sein, wenn Sie<br />
ein Handy mit wenig Arbeitsspeicher<br />
haben und trotzdem<br />
viele Programme noch im Hintergrund<br />
weiter laufen, die Sie im Moment aber<br />
nicht mehr benötigen. Durch das Schließen<br />
sollte das Handy nun wieder schneller auf Ihre<br />
Eingaben reagieren.<br />
Fazit<br />
<strong>Die</strong> ZDbox ist eine gelungene Sammlung von<br />
nützlichen Tools. Dabei ist die Oberfläche der<br />
App einfach gestaltet. <strong>Die</strong> Überschriften der<br />
einzelnen Menüpunkte sind gut lesbar und<br />
durch Symbole erkennbar. <strong>Die</strong> einzelnen Module<br />
lassen sich sehr leicht bedienen, bei der<br />
ersten Benutzung des Programms bekommen<br />
Sie zudem Hinweise angezeigt, wie Sie welche<br />
Funktion zu verwenden haben. <strong>Die</strong>s ist praktisch<br />
und ermöglicht ein schnelles Verstehen<br />
der zahlreichen Funktionen.<br />
Als Kritikpunkt darf allerdings nicht unerwähnt<br />
bleiben, dass die ZDbox fast zu viele<br />
Aufgabenfelder abdecken will und dabei nicht<br />
immer das Bestmögliche bietet. So ist es nicht<br />
verwunderlich, dass manche Aufgaben nur<br />
oberflächlich erledigt werden. Wenn Sie zum<br />
Beispiel das Hauptaugenmerk auf die Akkusparfunktion<br />
legen, sollten Sie lieber ein speziell<br />
darauf zugeschnittenes Programm verwenden,<br />
wie zum Beispiel JuiceDefender [LINK 2].<br />
Dennoch ist die ZDbox ein gutes Programm mit<br />
vielen Funktionen, das dem Nutzer den Umgang<br />
mit dem Smartphone erleichtert. ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28648<br />
APPS & TIPPS 02/2013 71
APP-TIPPS<br />
Videoanrufe mit Skype<br />
Als Philipp Reis und Graham Bell im 19. Jahrhundert das Telefon entwickelten,<br />
dachten sie noch nicht an Video-Telefonate. Erste Systeme aus den 70ern waren<br />
groß und extrem teuer. Zu Hause wurden Videotelefonate erst durch Skype populär,<br />
ein <strong>Die</strong>nst, der auch auf Android verfügbar ist. Christoph Langner<br />
Auch wenn Android von Haus aus die<br />
Möglichkeit bietet, über die Internetverbindung<br />
Audio- und Video-Chats zu<br />
führen, erfreut sich Skype [LINK 1] auf Smartphones<br />
großer Beliebtheit. <strong>Die</strong> Anwendung gehört<br />
mit über 70 Millionen Installationen [LINK 2] aus<br />
dem Play Store zu den erfolgreichsten Apps.<br />
Aktuell sind im Schnitt über 40 Millionen User<br />
im Skype-Netzwerk angemeldet [LINK 3].<br />
Desktop-Anwendungen<br />
Skype-Apps gibt es für den Desktop (Windows,<br />
MacOS X, Linux), verschiedene Spiele-Konsolen,<br />
spezielle Fernseher oder Blu-ray-Player und<br />
natürlich auch für mobile Geräte mit iOS, Windows<br />
Phone und Android. <strong>Die</strong> Android-App<br />
[LINK 4] laden Sie kostenlos aus dem Google Play<br />
Store herunter, sie läuft auf allen Geräten ab<br />
Android 2.1. Um Skype nutzen zu können,<br />
wählen Sie einen Accountnamen, mit dem Sie<br />
ABLAUFDATUM<br />
Skype-Guthaben haben ein Fälligkeitsdatum<br />
von 180 Tagen. Wenn Sie innerhalb dieser Frist<br />
keine kostenpflichtige Leistung, etwa einen<br />
Anruf ins Festnetz, in Anspruch genommen<br />
haben, wird nach mehrmaligem Hinweis Ihr<br />
Guthaben auf null gesetzt. Skype gibt Ihnen jedoch<br />
die Möglichkeit, es zu reaktivieren. Über<br />
eine spezielle Webseite [6] lässt sich auch nach<br />
Jahren Inaktivität der eingezahlte Betrag als aktives<br />
Guthaben rückbuchen.<br />
sich registrieren. Sowohl das Konto als auch die<br />
meisten angebotenen Leistungen sind kostenfrei,<br />
lediglich für Telefonate ins Fest- oder Mobilfunknetz<br />
sowie für Premium-<strong>Die</strong>nste wie<br />
etwa eine eigene Festnetzrufnummer oder<br />
einen Anrufbeantworter erfordert Skype ein aktives<br />
Guthaben.<br />
Skype auf Android<br />
Skype für Android fehlte zunächst die Funktion,<br />
Video-Telefonate abzuwickeln. Erst Version<br />
2.0 brachte Video-Chats mit, zur Markteinführung<br />
des Features unterstützte Skype zudem<br />
nur eine Handvoll Handys. Mittlerweile sind die<br />
Anforderungen so weit gesunken, dass praktisch<br />
jedes Smartphone ab Android-Version 2.2<br />
den Video-Chat unterstützt. Möchten Sie dafür<br />
eine vorhandene Front-Kamera nutzen, benötigt<br />
Skype mindestens „Gingerbread“ 2.3 als Basis.<br />
Auf den meisten Androiden müsste Skype erkennen,<br />
dass eine Kamera für Video-Chats vorhanden<br />
ist. Sollte die Erkennung wider Erwarten<br />
nicht funktionieren, dann überprüfen Sie in<br />
den Einstellungen von Skype die Option Videoanrufe<br />
aktivieren, die für Video-Chats angekreuzt<br />
sein muss.<br />
In diesem Menü finden Sie auch die Möglichkeit,<br />
die Video-Qualität zwischen Niedrig und<br />
Hoch zu variieren. Niedrige Qualität bietet sich<br />
bei Gesprächen über das UMTS-Netz an, da so<br />
deutlich weniger Daten übertragen werden<br />
müssen. Hohe Qualität sollten Sie nur dann<br />
72<br />
02/2013 APPS & TIPPS
APP-TIPPS<br />
Videoanrufe mit Skype<br />
Abb. 1: Hohe Video-Qualität<br />
belastet das Inklusiv-Volumen<br />
einer UMTS-Verbindung deutlich.<br />
Abb. 2: Kontakte mit einer <strong>kleine</strong>n<br />
Kamera neben dem Namen verfügen<br />
über eine Webcam.<br />
Abb. 3: Video-Telefonate starten<br />
Sie wie einen Chat aus der Kontakt-Ansicht<br />
heraus.<br />
nutzen, wenn Sie über WLAN ins Internet<br />
gehen oder ein großes Inklusiv-Volumen besitzen.<br />
Eine automatische Auswahl der Videoqualität,<br />
abhängig vom verwendeten Netz, bietet<br />
Skype bislang nicht an.<br />
Videotelefonate<br />
Video-Chats führen Sie mit jedem Skype-Nutzer,<br />
der über eine entsprechende Hardware verfügt,<br />
egal, ob dieser gerade an seinem PC sitzt<br />
oder ein iPhone in der Hand hält. Hat Ihr Kontakt<br />
an seinem PC eine Webcam angeschlossen<br />
oder verwendet er ein Android-Smartphone mit<br />
integrierter Front-/ Rückkamera, zeigt Skype in<br />
der Kontaktliste neben dem Namen zusätzlich<br />
ein <strong>kleine</strong>s Kamera-Symbol an (Abbildung 3).<br />
Einen Videoanruf starten Sie<br />
durch langes Tippen auf den gewünschten<br />
Kontakt und den<br />
Menüpunkt Skype-Videoanruf oder<br />
direkt aus der Kontakt-Ansicht.<br />
Dort wird der Videoanruf mit<br />
einem blauen Kamera-Icon symbolisiert.<br />
Der Anrufer kann Ihr Telefonat<br />
als normales Skype-Telefonat<br />
oder als Video-Anruf annehmen.<br />
Erst bei der zweiten Option startet<br />
automatisch dessen Webcam, ansonsten<br />
sieht er nur Ihr Bild. Läuft<br />
das Videogespräch, so haben Sie<br />
die Möglichkeit, über das blaue Webcam-Symbol<br />
Einfluss auf die Video-Übertragung nehmen.<br />
Dort lässt sich – solange Ihr And roid-<br />
Smartphone oder -Tablet über die entsprechende<br />
Hardware verfügt – zwischen der Front<br />
und Rückkamera hin- und herschalten, die Kamera<br />
drehen oder auch das Bild wieder komplett<br />
deaktivieren.<br />
Fazit<br />
Skypes Vorteil ist die Anzahl der unterstützten<br />
Plattformen und die Stärke, sich durch Firewalls<br />
zu bohren. Egal, wo sich Ihr Gesprächspartner<br />
befindet und mit welchem System er arbeitet:<br />
<strong>Die</strong> Chance ist sehr hoch, dass Sie mit Skype<br />
kostenlos Videogespräche führen können. ● ● ●<br />
Abb. 4: Im Video-Gespräch bekommen Sie Ihren Gesprächspartner<br />
und das eigene Bild als Bild im Bild angezeigt.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28647<br />
APPS & TIPPS 02/2013 73
SPIELE-TIPPS<br />
<strong>Top</strong>-Spiele<br />
<strong>Top</strong>-Spiele<br />
Liviu Peicu, 123RF<br />
Langeweile? Das muss nicht sein, erst recht nicht wenn Sie ihren Androiden dabei<br />
haben! Der Play Store ist voll mit tollen Spiele, Android User stellt Ihnen die <strong>Top</strong>-<br />
Games der redaktion vor. Patrick Neef<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29026<br />
Ungeschlagen<br />
Rayman Jungle Run schaffte es<br />
Ende 2012 auf die mobilen Geräte<br />
und hat die Spielegemeinde sofort<br />
begeistert. Was anfangs wie eine reduzierte<br />
Variante der Konsolenversion aussehen<br />
könnte, entpuppt sich als mutiger Schritt<br />
der Entwickler, die Touchscreens der<br />
Smartphones und Tablets zu berücksichtigen.<br />
Das Ergebnis: Keine 1:1 Portierung mit<br />
virtuellen Buttons, sondern ein superunterhaltsames<br />
Spiel mit perfekt an Touchscreens<br />
angepasster Steuerung. So muss<br />
ein Spiel für zwischendurch aussehen!<br />
Der erste wichtige Unterschied: Rayman<br />
rennt von allein. Ist das Spiel daher ein Endless<br />
Runner wie Temple Run oder Canabalt?<br />
Nein, dazu ist die Spielwelt zu dynamisch,<br />
und dazu sind die Steuerungsmöglichkeiten<br />
mit der Figur zu hoch. Man kann ihn hüpfen<br />
lassen, mit dem Propellerhut durch die Luft<br />
gleiten, auf Trampolins hüpfen, mit Luftblasen<br />
nach oben schweben, an Wänden<br />
hochrennen oder mit der Faust zuschlagen.<br />
<strong>Die</strong>se Fähigkeiten werden nach und nach<br />
freigeschaltet, wodurch der Schwierigkeitsgrad<br />
leicht ansteigt. Dann steht das richtige<br />
Timing im Vordergrund, um Rayman so reibungslos<br />
wie möglich durch die Spielwelt<br />
zu bringen. Und genau hierbei glänzt die<br />
Steuerung: ein Knopf bleibt ein Knopf.<br />
Damit schweben und hüpfen Sie, kehren<br />
wieder um, hangeln sich an Lianen entlang,<br />
springen sich von Wand zu Wand nach<br />
oben und befreien sich aus <strong>kleine</strong>n Gruben.<br />
<strong>Die</strong> Level sind sehr abwechslungsreich und<br />
bei jedem ersten Bestreiten immer eine<br />
Überraschung.<br />
Am Ende eines Levels wird abgerechnet.<br />
Wie viele knallgelbe Lums haben Sie Im<br />
Laufe des Runs eingesammelt? Versteckte<br />
Level freigeschaltet? Begleitet wird der fröhliche<br />
Lauf durch die bunte Welt Raymans<br />
mit durchaus stimmungsvoller Musik, die<br />
sich hören lassen kann. Rayman Jungle<br />
Run zeigt übrigens, dass nette Grafiken und<br />
flüssige Animationen nicht immer ein teures<br />
High-End-Handy erfordern, denn auf<br />
sämtlichen Mittelklasse-Smartphones läuft<br />
das Spiel weich wie Butter.<br />
2,69 Euro<br />
deutsch|Version 2.0.7|88 MByte<br />
★★★★★<br />
74
SPIELE-TIPPS<br />
<strong>Top</strong>-Spiele<br />
Waking Mars<br />
Sie erkunden die unterirdischen Höhlen des Mars und<br />
versuchen, Lebensformen in der fremden Welt zu deuten.<br />
Es dreht sich jedoch alles um Botanik und nicht um<br />
grüne Männchen. Während Sie mit einem Jetpack, das sich wunderbar<br />
per Fingertipp steuern lässt, durch die Höhlen schweben,<br />
lernen Sie, wie man die Samen der fremden Pflanzen setzt, Wasserpflanzen<br />
erschafft und andere fremde Wesen füttert. Dadurch<br />
erhöht sich die Menge an Botanik, die Sie für bestimmte Checkpoints<br />
brauchen. Es entwickelt sich eine geheimnisvolle, spannende<br />
Geschichte, der man sich nur schwer entziehen kann.<br />
3,77 Euro<br />
englisch|Version 1.3.3|223 MByte<br />
★★★★★<br />
Osmos HD<br />
Durch das Ausstoßen von eigener<br />
Masse beschleunigen Sie Ihren<br />
Mote über das Spielfeld, er hebt<br />
ähnlich wie eine Rakete durch ihren Abgasstrahl<br />
ab. Tippen Sie dazu kurz hinter Ihr<br />
Partikelchen. Dabei wird man selbst allerdings<br />
auch wieder <strong>kleine</strong>r, feuern Sie daher<br />
nicht allzu eifrig: Mit Geduld und einem geschickten<br />
Impuls zur richtigen Zeit kommen<br />
Sie auch zum Ziel, in den meisten Fällen<br />
sogar besser. Ziel des Spiels ist es, <strong>kleine</strong>re<br />
Partikel zu absorbieren und größeren<br />
aus dem Weg zu gehen, um nicht selbst<br />
aufgesogen zu werden. Abwechslungsreiche<br />
Level und eine tolle Atmosphäre machen<br />
dieses Spiel zu einem „Must-have“<br />
auf jedem Android Gerät.<br />
World of Goo<br />
Das <strong>kleine</strong> Spiel rund um die klebrigen<br />
Bälle gehört zu den Klassikern<br />
der sogenannten Indie-<br />
Spiele. Das Spielprinzip von World of Goo<br />
ist schnell erklärt. Ziehen Sie die wabbeligen<br />
Klumpen auseinander, um so Türme,<br />
Brücken oder andere wackelige Gerüste zu<br />
bauen. Dabei gilt es, möglichst wenig Goo-<br />
Bälle zu verbrauchen. Je mehr dieser Bälle<br />
Sie am Ende übrig behalten, desto mehr<br />
Punkte sammeln Sie. Bei diesem Spiel<br />
stimmt alles: Grafik, Design, Sound und Atmosphäre,<br />
und auch der Spielumfang ist<br />
riesig. Nur schade, dass World of Goo nicht<br />
mit allen Android Geräten kompatibel ist.<br />
2,29 Euro<br />
englisch|Version 1.2.16hb|42 MByte<br />
★★★★★<br />
3,99 Euro<br />
deutsch|Version 1.0.5|46 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 75
SPIELE-TIPPS<br />
<strong>Top</strong>-Spiele<br />
Baphomets Fluch: Director’s Cut<br />
Baphomets Fluch ist ein klassisches Point&Click Adventure,<br />
bei dem das Klicken dank moderner Touchscreens<br />
zum Tippen wird. Das Spiel gehörte zu den<br />
frühen Umsetzungen der klassischen Adventures für Android,<br />
ist aber auch heute noch eines der besten Spiele im Google<br />
Play Store. <strong>Die</strong> Geschichte ist spannend, die Rätsel weder konfus<br />
noch zu schwer, und die Steuerung gelingt dank hilfreicher<br />
Hot-Spot-Funktion sehr gut. Das perfekte Spiel für einen verregneten<br />
Sonntag! Und wem es gefällt, der kann sich danach gleich<br />
den Nachfolger kaufen, der fast genau so gut ist.<br />
2,99 Euro<br />
deutsch|Version 1.10|534 MByte<br />
★★★★★<br />
Pflanzen gegen Zombies<br />
Pflanzen gegen Zombies – wer<br />
kennt das Spiel nicht? Auf vielen<br />
PCs, Konsolen und Smartphones<br />
wurden mit diesem süchtig machenden<br />
Game weltweit bereits Milliarden Spielstunden<br />
verbracht. Und trotzdem: Es<br />
macht immer wieder Spaß. Ihr Haus wird<br />
von einer Horde Zombies überrannt, und<br />
Sie müssen ein paar Pflanzen geschickt so<br />
arrangieren, dass die Zombies ins Gras<br />
beißen. <strong>Die</strong> Untoten greifen auf festen Bahnen<br />
an, und genauso müssen Sie auch die<br />
Pflanzen setzen. Immer mehr Pflanzen,<br />
immer mehr Zombies, abwechselnde Szenarien<br />
und viele Mini-Spiele sorgen für geradezu<br />
unendlichen Spielspaß. Leider fehlt<br />
unter Android immer noch der Zen-Garten!<br />
Doodle Jump<br />
Doodle Jump ist einer der Großväter<br />
der mobilen Spiele und<br />
hätte heute ehrlich gesagt kaum<br />
noch eine Chance, sich gegen die Konkurrenz<br />
durchzusetzen. Ihre Figur hüpft von allein<br />
nach oben, und Sie müssen das Smartphone<br />
so neigen, dass die Figur Plattformen<br />
erreicht und immer weiter hüpft. Ist<br />
man einmal daneben gehüpft, ist der Spaß<br />
vorbei. Ziel ist es, so weit wie möglich nach<br />
oben zu gelangen, was natürlich immer<br />
schwerer wird, da Plattformen bröckeln,<br />
Gegner schießen oder schwarze Löcher im<br />
Weg stehen. Macht zwar immer noch<br />
Spaß, ist aber unübersehbar angestaubt.<br />
2,69 Euro<br />
deutsch|Version 1.3.16|80 MByte<br />
★★★★★<br />
0,75 Euro<br />
englisch|Version 1.14.03|13 MByte<br />
★★★★★<br />
76<br />
02/2013 APPS & TIPPS
Liviu Peicu, 123RF<br />
Angry Birds Space<br />
Wenn es nach den Entwicklern<br />
von Angry Birds geht, dann sind<br />
deren katapultierende Vögel und<br />
die bösen grünen Schweine bald so erfolgreich<br />
wie Mickey Maus im letzten Jahrhundert.<br />
Das Selbstbewusstsein ist verständlich:<br />
Mit zirka 600 Millionen Downloads auf<br />
sämtlichen Plattformen hat die Marke<br />
Angry Birds nicht nur einen Eintrag im<br />
Guinness Buch der Rekorde erhalten, sondern<br />
ist bereits Teil der mobilen Alltagskultur.<br />
Mit Angry Birds Space schickt Rovio<br />
nach den Ablegern Angry Birds Seasons<br />
und Rio gleich den vierten Teil ins Rennen -<br />
noch vor Angry Birds Star Wars, das bei<br />
vielen Fans nur mit gemischten Gefühlen<br />
aufgenommen wurde.<br />
Das Besondere an Angry Birds Space ist<br />
die Spielmechanik: Zwar bleibt das Prinzip<br />
der katapultierenden Vögel bestehen, doch<br />
diesmal sind die Flugbahnen durch Gravitationszonen<br />
der Planeten bestimmt. <strong>Die</strong>se<br />
sind mal schwächer und mal stärker und<br />
beeinflussen so die Flugbahn auf unterschiedliche<br />
Weise.<br />
Man mag es kaum glauben, aber das sorgt<br />
für richtig viel Abwechslung: Mal sausen<br />
die Vögel wie wild um die Planeten, mal<br />
schweben die zerbrechlichen Gegenstände<br />
langsam Richtung Riesenplanet. Und taktisch<br />
legt der Titel zu, wenn man die Umlaufbahn<br />
nutzt, um von verschiedenen Seiten<br />
anzugreifen. Eine tolle Sache sind die<br />
Eggsteroids: Über in den Leveln versteckte<br />
Eier schaltet man bei Berührung Easter Egg<br />
Level frei, die dann in der Levelübersicht<br />
ausgewählt werden dürfen.<br />
Optisch hat das Spiel<br />
ebenfalls nachgelegt. Vor<br />
allem durch die knackscharfen<br />
Texturen auf<br />
Android-Geräten mit<br />
großen Displays sieht<br />
Angry Birds Space wirklich<br />
toll aus.<br />
Kleinere Meckereien<br />
muss sich das Spiel jedoch<br />
gefallen lassen. Da<br />
wäre zum einen der geringe Umfang,<br />
der im Vergleich zum Originalspiel<br />
gering ausfällt. Dann gibt es da noch das<br />
Level Danger Zone, das auf Nicht-<br />
Samsung-Geräten per In-App-Kauf erworben<br />
werden muss.<br />
Und noch etwas: <strong>Die</strong> kostenlose Variante<br />
mit Werbung ist zwar nett, doch wenn die<br />
Werbung so penetrant ins Spiel ragt, dann<br />
stört das. Doch für diesen Fall gibt es ja die<br />
kostenpflichtige Premium-Version. Das aktuellere<br />
Angry Birds Star Wars baut zwar<br />
auf Angry Birds Space auf, doch wer mit<br />
der Vermarktung der Star Wars Lizenz nicht<br />
warm wird, für den ist Angry Birds Space<br />
das deutlich bessere Spiel.<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 1.4.0|47 MByte<br />
SPIELE-TIPPS<br />
<strong>Top</strong>-Spiele<br />
APPS & TIPPS 02/2013 77
SPIELE-TIPPS<br />
Casual Games<br />
Nikita Chisnikov, 123RF<br />
Casual Games<br />
Bad Piggies<br />
Sie spielen nur<br />
sporadisch?<br />
Dann sind diese<br />
sieben Casual<br />
Games genau<br />
das Richtige für<br />
zwischendurch.<br />
Patrick Neef<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29027<br />
Rovio ist eine <strong>kleine</strong> Überraschung<br />
gelungen: Anstatt einen zweiten<br />
Teil von Angry Birds zu entwickeln,<br />
veröffentlichten die Finnen mit Bad<br />
Piggies ein ganz anderes Spiel. Es spielt<br />
zwar immer noch im Angry Birds-Universum,<br />
doch diesmal spielen Sie aus der<br />
Sicht der grünen Schweine, die den Vögeln<br />
die Eier klauen wollen. Jedes Level startet<br />
mit einem vorgegebenen Set aus Gegenständen.<br />
Das sind etwa Kisten, Propeller,<br />
Luftballons, Reifen oder Flaschenraketen.<br />
Auf einem quadratischen Raster mit mehreren<br />
Feldern platzieren Sie die Gegenstände<br />
und basteln so ein Gefährt, in das<br />
Sie am Ende das grüne<br />
Schwein setzen.<br />
Wichtig<br />
sind die physikalischen<br />
Kräfteverhältnisse,<br />
denn die bestimmen, ob<br />
sich das Gefährt während der Fahrt neigt,<br />
abhebt oder gänzlich auf der Strecke bleibt.<br />
Sitzt das Schwein im Gefährt, bestätigen<br />
Sie den Aufbau mit einem Tippen auf den<br />
Haken. Jetzt können Sie manche der Gegenstände<br />
steuern, wie etwa die angebrachten<br />
Luftballons platzen lassen, die<br />
Propeller ein- oder ausschalten oder die<br />
Flaschenraketen zünden. Frei nach der Formel<br />
Timing + Physik = Antrieb saust das<br />
Gefährt nun über Hügel, schwebt über<br />
Berge oder fällt in den Abgrund. Ziel ist es,<br />
die nächste Karte zu erreichen, die den<br />
Schweinen den Weg zu den Eiern der Vögel<br />
weisen soll. Pro Level<br />
sind die Anforderungen<br />
für die einzelnen<br />
der drei zu ergatternden<br />
Sterne unterschiedlich.<br />
Fazit: Bad<br />
Piggies ist ein tolles<br />
Spiel, das sich anfangs<br />
als Puzzle-<br />
Spiel tarnt, sich<br />
dann aber als ver-<br />
rückter Flugsimulator entpuppt.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.2.0|42 MByte<br />
★★★★★<br />
78<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SPIELE-TIPPS<br />
Casual Games<br />
Dungeon Raid<br />
Dungeon Raid ist ein Match-3-Spiel mit RPG-Elementen.<br />
Sie müssen immer mindestens drei gleiche Elemente<br />
miteinander verbinden. Doch jedes der vier möglichen<br />
Elemente hat eine ganz bestimmte Funktion. So bewirken Sie Attacken,<br />
sammeln Goldstücke ein oder bilden eine Defensive. Ist<br />
der Gegner an der Reihe, besteht sein Spielzug einzig und allein<br />
in einem Angriff. Unzählige Möglichkeiten Charaktere freizuschalten<br />
und originelle Gegner machen das Spiel spannend. Und<br />
obwohl das Spiel eigentlich „nur“ in Zahlenspielereien auf dem<br />
Papier stattfindet, hat es seinen ganz besonderen Reiz.<br />
1,58 Euro<br />
englisch|Version 1.2.11|4 MByte<br />
★★★★★<br />
Temple Run 2<br />
Temple Run darf mit über 100 Millionen<br />
Downloads als Phänomen<br />
bezeichnet werden. Ihr Held versucht<br />
aus einem Tempel zu entkommen,<br />
Sie müssen seine Bewegungen steuern.<br />
Per Fingerwisch hüpfen Sie über Hindernisse,<br />
rutschen durch Öffnungen und wählen<br />
am Ende des Pfades die linke oder<br />
rechte Abzweigung. Durch Neigen bewegt<br />
man sich seitlich, um Münzen zu sammeln.<br />
Je höher die Distanz, desto mehr Punkte<br />
erhält man. Achievements und Upgrades<br />
tun ihr Übriges, um die Langzeitmotivation<br />
hochzuhalten. Unbedingt ausprobieren!<br />
Granny Smith<br />
Granny Smith ist nicht nur ein<br />
säuerlicher Speiseapfel, sondern<br />
auch ein charmanter Endless Runner,<br />
bei dem Sie mit einer Großmutter<br />
einem jungen Apfeldieb hinterherjagen.<br />
<strong>Die</strong> Großmutter saust von alleine los, Ihre<br />
Aufgabe ist es, zu springen und sich gelegentlich<br />
mit dem Stock an Kabeln entlangzuhangeln.<br />
Sammeln Sie Münzen und<br />
Äpfel ein, um die Level zu meistern. Beim<br />
Springen führt die Oma einen Salto aus,<br />
Sie müssen also immer im rechten Moment<br />
die Taste loslassen. Ein unterhaltsames<br />
Spiel, das lediglich durch die nervigen<br />
Lautäußerungen der Großmutter auf Dauer<br />
Kritik einstecken muss. Zum Glück kann<br />
man die Töne abschalten.<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 1.0.12|32 MByte<br />
★★★★★<br />
1,89 Euro<br />
englisch|Version 1.2.0|20 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 79
SPIELE-TIPPS<br />
Casual Games<br />
Jetpack Joyride<br />
Warum kann selbst die eintönigste Aktion stundenlang<br />
Spaß machen? Im Falle von Jetpack Joyride ist<br />
nämlich das Einzige, was Sie tun können, die Spielfigur<br />
schweben zu lassen, wenn Sie den Finger auf das Display<br />
drücken und damit den Jetpack zünden. Sie müssen versuchen,<br />
so weit wie möglich zu kommen, sammeln dabei Münzen<br />
ein und erledigen eine Menge Aufgaben. Das sorgt ständig<br />
für Abwechslung und hohe Motivation, es erneut zu versuchen.<br />
Ein einfaches, aber fesselndes Spiel, das in der gleichen<br />
Liga spielt wie die großen Klassiker der mobilen Spiele.<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 1.3.5|30 MByte<br />
★★★★★<br />
League of Evil<br />
Man kann es nicht oft genug betonen:<br />
Der Erfolg eines guten Plattformers<br />
steht und fällt mit der virtuellen<br />
Kontrolle des Helden. Und die funktioniert<br />
bei League of Evil ausgezeichnet.<br />
<strong>Die</strong> Level sind kurz, motivieren aber dank<br />
Sterne- System (nach Zeit) immer wieder.<br />
Sie müssen in jedem Level den Professor<br />
am Ende vernichten und können optional<br />
noch einen Koffer einsammeln. Das Spiel<br />
wird ziemlich schnell schwer, bleibt aber<br />
dank der exzellenten Steuerung immer fair.<br />
Auf iOS ist League of Evil längst zu einem<br />
erfolgreichen Hit geworden, der mit einem<br />
sehr guten zweiten Teil gekrönt wurde. Android-Nutzer<br />
müssen sich zunächst mit<br />
dem ersten Teil begnügen.<br />
Wo ist mein Wasser?<br />
<strong>Die</strong>ses Spiel gehört mittlerweile<br />
zum Kanon der mobilen Spiele.<br />
Mit ständigen Updates wird das<br />
witzige Spiel am Leben und vor allem abwechslungsreich<br />
gehalten. Hier dreht sich<br />
alles um Flüssigkeiten: Mit dem Finger graben<br />
Sie Erde beiseite und schaffen Platz für<br />
Wasser, Säuren und Dämpfe, die physikalisch<br />
korrekt fließen oder hochsteigen.<br />
Dabei sollen Sie Enten sammeln und am<br />
Ende genügend Wasser an das Krokodil<br />
Swampy liefern, das geduldig in der Dusche<br />
steht und wartet. <strong>Die</strong> vielen Level sind<br />
höchst originell – ein absoluter Klassiker!<br />
0,77 Euro<br />
englisch|Version 1.0.4|17 MByte<br />
★★★★★<br />
0,76 Euro<br />
deutsch|Version 1.11.0|47 MByte<br />
★★★★★<br />
80<br />
02/2013 APPS & TIPPS
Action Games<br />
Bei diesen Spieletipps sind echte Helden gefragt, die schnell handeln und auch<br />
vor roher Gewalt nicht zurückschrecken. Hier ist Action pur angesagt. Patrick Neef<br />
SPIELE-TIPPS<br />
<strong>Die</strong> 7 besten Action-Spiele<br />
N.O.V.A. 3<br />
Mit N.O.V.A. 3 setzt Gameloft die<br />
erfolgreiche Serie "Near Orbit Vanguard<br />
Alliance" fort. Sie schlüpfen<br />
im 1,7 GByte (!) großen Spiel in die Rolle<br />
von Commander Kal Wardin, der in San<br />
Francisco die Volteriten eliminieren soll.<br />
Dabei müssen Sie reichlich Geschick beim<br />
Schießen beweisen. Über einen virtuellen<br />
Joystick auf der linken Displayhälfte steuern<br />
Sie Ihre Figur, mit einem Wisch auf der<br />
rechten Seite des Displays steuern Sie die<br />
Blickrichtung des Protagonisten. Unten<br />
rechts befindet sich das Waffenarsenal.<br />
Über die Elemente oben rechts laden Sie<br />
Ihre Waffe nach, um Pausen zum falschen<br />
Zeitpunkt zu vermeiden, und hier finden Sie<br />
auch die Handgranaten-Funktion, die Ihnen<br />
manchmal aus der Patsche hilft. <strong>Die</strong> Steuerungselemente<br />
lassen sich in den Einstellungen<br />
auf Rechts- und Linkshänder umstellen.<br />
Das Gameplay folgt stets dem gleichen<br />
Schema: Sie unterhalten sich mit<br />
Ihren Kollegen, starten eine Mission, schießen<br />
alles kurz und klein und lösen dabei die<br />
Aufgabe. Dazwischen gibt es kurze Pausen,<br />
in denen keine weiteren Gegner antraben<br />
und bei denen der Fortschritt gespeichert<br />
wird. Das passiert<br />
aber nicht bei allen<br />
Pausen, nehmen Sie<br />
sich also besser in<br />
Acht. N.O.V.A. 3 lässt<br />
sich auch via Netzwerk<br />
spielen. Dabei haben<br />
Sie die Auswahl zwischen<br />
einem klassischen<br />
Online-Spiel mit<br />
beliebigen Teilnehmern<br />
im Team oder<br />
einem Game im lokalen<br />
Netzwerk. Im<br />
Netzwerkmodus<br />
gibt es wiederum<br />
mehrere Auswahlmöglichkeiten<br />
von<br />
„jeder gegen<br />
jeden“ über Fahne<br />
oder Kontrollpunkt erobern bis zum<br />
Team Deathmatch. Möchten Sie einfach alleine<br />
spielen, wählen Sie im Hauptmenü<br />
den Eintrag Kampagne. Möchten Sie mit<br />
anderen Spielern zusammen zocken, dann<br />
wählen Sie Mehrspieler. Auszusetzen gibt<br />
es am Spiel recht wenig. Mit N.O.V.A. 3 ist<br />
Gameloft ein sehr guter Titel gelungen, der<br />
von einer breiten Geräte-Palette unterstützt<br />
wird und sich zum echten Klassiker mausern<br />
könnte. Im direkten Vergleich zum Tegra-3-Titel<br />
Renaissance Blood punktet das<br />
Spiel mit einem deutlich größeren Umfang<br />
und längerem Spielvergnügen.<br />
5,99 Euro<br />
englisch (dt. Untertitel)|Version 1.04|1,7 GByte<br />
★★★★★<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29028<br />
Ralf KRaft, 123RF<br />
02/2013 81
SPIELE-TIPPS<br />
<strong>Die</strong> 7 besten Action-Spiele<br />
Grand Theft Auto III<br />
Grand Theft Auto macht auch auf Android Spaß. Wer<br />
schon vor zehn Jahren mit dem Spiel seine Tage und<br />
Nächte verbracht hat, wird angesichts der praktisch 1:1<br />
umgesetzten Story auf seine Kosten kommen, wer das Spiel<br />
noch nicht kennt: Jetzt zugreifen, auch wenn die Grafik etwas<br />
besser sein könnte. GTA 3 spielt in der virtuellen Stadt Liberty<br />
City und führt Sie als Nachwuchsganove durch unzählige Aufträge<br />
und Missionen. Riesiger Umfang, tolle Action und hervorragende<br />
Vertonung – man muss nur damit leben können, dass die<br />
Steuerung auf Touchscreens nie ganz perfekt sein wird.<br />
4,49 Euro<br />
englisch (dt. Untertitel)|Version 1.3|8,6 Mbyte + Download<br />
★★★★★<br />
Shogun: Bullet Hell Shooter<br />
Bullet Hell Shooter schafft es, die<br />
Grafik, Steuerung und Atmosphäre<br />
alter Shooter einzufangen<br />
und dabei trotzdem ein Feuerwerk in HD-<br />
Grafik auf ihr Android-Smartphone oder<br />
-Tablet zu zaubern. Sie steuern ein Raumschiff,<br />
indem Sie den Finger auf dem Display<br />
hin- und herschieben. Lassen Sie es<br />
los, pausiert das Spiel, und Sie dürfen die<br />
Waffen wechseln, upgraden oder eine<br />
EMP-Granate abwerfen, um Gegner zu entmachten.<br />
Der Shooter steuert sich perfekt,<br />
sieht verdammt gut aus und gehört zu den<br />
besten Vertretern seines Genres.<br />
Gunman Clive<br />
Wie die Bilder verraten, handelt es<br />
sich bei Gunman Clive um ein<br />
waschechtes Jump'n Run. Sie laufen<br />
von links nach rechts durch die Spielwelt<br />
und bewältigen dabei Hindernisse,<br />
springen auf Plattformen und hüpfen über<br />
bedrohliche Abgründe. Dabei stellen sich<br />
Ihnen eine Vielzahl Gegner in den Weg,<br />
seien es Räuber, Pelikane oder Roboter.<br />
Glücklicherweise strotzt das Spiel nur so<br />
vor Ideenreichtum. Immer wieder gibt es<br />
Elemente im Spiel -wie etwa schwenkbare<br />
Plattformen, Bomben schmeißende Vögel<br />
oder Roboter-Banditen- die Gunman Clive<br />
zu einem besonderen Erlebnis machen.<br />
Schön anzusehen und toll zu spielen, nur<br />
manchmal einen Tick zu schwer.<br />
2,37 Euro<br />
englisch|Version 1.2.18|22 MByte<br />
★★★★★<br />
1,59 Euro<br />
englisch|Version 1.07|14 MByte<br />
★★★★★<br />
82<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SPIELE-TIPPS<br />
<strong>Die</strong> 7 besten Action-Spiele<br />
Max Payne Mobile<br />
Max Payne ist ein düsteres Abenteuer mit einem tragischen<br />
Helden. <strong>Die</strong> Geschichte, die Atmosphäre, die Vertonung,<br />
all das ist den meisten Action-Titeln im Google<br />
Play Store um Längen voraus. Sie steuern die Figur mit zwei virtuellen<br />
Steuerkreuzen: Mit dem linken bewegen Sie<br />
Max Payne, mit dem rechten sehen Sie sich um und<br />
zielen. Bei Bedarf lässt sich die Steuerung sehr umfangreich<br />
anpassen, so dass jeder Spieler damit zurechtkommen<br />
sollte. Hinter Max Payne verbirgt sich<br />
ein echter Meilenstein der Actionspiele.<br />
2,69 Euro<br />
englisch|Version 1.1|24 Mbyte + Download MByte<br />
★★★★★<br />
Modern Combat 4: Zero Hour<br />
In Modern Combat ist genau das<br />
drin, was Kenner von einem Spiel<br />
dieser Art erwarten: Ein weiterer<br />
sehr guter Action-Shooter im Stil von Call<br />
of Duty. <strong>Die</strong> Grafik ist deutlich besser, die<br />
Story anders, doch ansonsten hat sich<br />
nicht viel getan. Das Spiel kämpft genretypisch<br />
mit den Tücken einer Touchscreen-<br />
Steuerung. Insbesondere in den toll inszenierten<br />
Multiplayer-Gefechten fällt es<br />
schwer, blitzschnell die richtige Drehung zu<br />
vollführen und den Feind anzuvisieren. Der<br />
vierte Teil wird Fans der Reihe begeistern,<br />
Gelegenheitsspieler sind hingegen<br />
schlichtweg überfordert.<br />
5,99 Euro<br />
deutsch|Version 1.0.1|1,9 Gbyte<br />
★★★★★<br />
Horn<br />
Bei diesem Adventure machen Sie<br />
sich auf die Suche nach Ihrer Vergangenheit<br />
und müssen diverse<br />
Rätsel lösen und Kämpfe bestehen. Das<br />
Besondere an Horn sind das Gameplay<br />
und natürlich die detailverliebte und auf<br />
der Unreal-Engine basierende Grafik. Im<br />
Verlauf des Spiels treffen Sie auf allerlei<br />
seltsame Kreaturen. <strong>Die</strong> meisten davon<br />
muss man im Kampf besiegen, um sie von<br />
ihrem Fluch zu befreien. <strong>Die</strong> Kreaturen entpuppen<br />
sich dann meistens als ehemalige<br />
Dorfbewohner. Das Neue und Geniale am<br />
Spiel sind die Bewegungsabläufe. So können<br />
Sie sich nicht nur umschauen und vorwärts<br />
bewegen, sondern müssen ab und<br />
zu springen, seitwärts gehen oder klettern.<br />
6,39 Euro<br />
deutsch|Version 1.0|1,7 Gbyte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 83
SPIELE-TIPPS<br />
stevanzz, 123RF<br />
Rennspiele<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29029<br />
Lieben Sie den Geruch von verbranntem Gummi in der Luft und das<br />
Geräusch von quietschenden Reifen im Ohr? Sind Sie ein Petrolhead,<br />
ein Auto-Freak, der auch auf dem Handy Rennsport braucht? Wir zeigen<br />
Ihnen die besten Rennspiel-Games aus dem Play Store! Patrick Neef<br />
Vollgas<br />
Need for Speed: Most Wanted<br />
fängt das Gefühl der<br />
Schnelligkeit perfekt ein.<br />
Wenn Sie mit über 300 Sachen die<br />
dunklen Straßen entlang sausen und<br />
dann noch den Nitro zünden, gibt es<br />
kein Halten mehr. <strong>Die</strong> Sicht verengt sich,<br />
alles zieht sich in die Länge, während der<br />
Motor aufheult und Sie hoffen, dass die<br />
nächste Kurve noch weit entfernt ist.<br />
Wer die anderen Need-for-Speed-Spiele<br />
kennt, dem dürfte vieles bei Most Wanted<br />
bekannt vorkommen. Als Jungspund treten<br />
Sie in Anfängerkarren in verschiedenen<br />
Rennen gegen andere Fahrer oder die Zeit<br />
an. Für jeden Sieg gibt es Erfahrungspunkte<br />
und Geld. Damit schalten Sie Autos<br />
und neue Strecken frei. Und so haben Sie<br />
immer mehr Zugang zu schnelleren Autos,<br />
die Ihnen die Rennen erleichtern. Damit Sie<br />
die Autos auch fahren dürfen, müssen Sie<br />
jedoch die nötige<br />
Menge Geld<br />
hinblättern.<br />
Sie zahlen übrigens<br />
auch für<br />
Upgrades wie mehr Nitro, eine leichtere<br />
Karosserie oder mehr Geschwindigkeit,<br />
und das pro Rennen. Noch schlimmer:<br />
Nach jedem Rennen sind die Upgrades verbraucht,<br />
egal, ob Sie nun gewonnen oder<br />
verloren haben. Aber es gibt ja noch einen<br />
Ingame-Shop, in dem Sie Geld nachkaufen<br />
dürfen. Das ist ärgerlich, denn die Kohle ist<br />
tatsächlich schnell weg, und mindestens<br />
einmal gab es die Situation, dass wir eine<br />
Mission auch nach mehreren Anläufen mit<br />
Upgrades nicht geschafft haben.<br />
Da dann das Geld weg ist, man aber für die<br />
weiteren Versuche kein Geld erhält, solange<br />
man nicht gewinnt, muss man sein<br />
Geld anderswo verdienen - oder eben kaufen.<br />
<strong>Die</strong> Rennen unterscheiden sich durch<br />
die Ziele, die Sie erreichen sollen. Mal müssen<br />
Sie alleine fahren und eine bestimmte<br />
Zeit unterbieten, oder Sie treten gegen<br />
sechs andere Fahrer an und müssen min-<br />
destens unter den ers-<br />
ten drei Plätzen lan-<br />
den. Sie absolvieren<br />
jede Rennstrecke mit<br />
verschiedenen Her-<br />
ausforderungen, um<br />
dann in der finalen<br />
Herausforderung<br />
gegen einen Fahrer<br />
im Duell anzutreten.<br />
Für Schnellstarter ist<br />
die Option Easydrive ein Segen.<br />
4,49 Euro<br />
deutsch|Version 1.0.46|616 MByte<br />
★★★★★<br />
84<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SPIELE-TIPPS<br />
Rennspiele<br />
Jet Car Stunts<br />
In Jet Car Stunts müssen Sie ein Auto, das aussieht wie<br />
ein Formel 1-Spielzeugwagen, durch Strecken mit Loopings,<br />
Steilkurven und Sprüngen lenken. Obwohl das<br />
Spiel knapp zwei Jahre nicht aktualisiert wurde, ist es für viele<br />
Fans nach wie vor die Messlatte in Sachen „Schneller Fahrspaß“.<br />
Auf insgesamt 36 Strecken können Sie Ihre Fahrkünste<br />
unter Beweis stellen und die erreichte Zeit mit anderen Spielern<br />
vergleichen. Jet Car Stunts ist komplett in 3D, verzichtet aber auf<br />
grafische Details und setzt stattdessen auf ein flüssiges Spielerlebnis.<br />
Darüber hinaus ist die Steuerung angenehm und direkt.<br />
1,56 Euro<br />
englisch|Version 1.06|20 MByte<br />
★★★★★<br />
Reckless Racing<br />
Reckless heißt nicht umsonst<br />
rücksichtslos: Wenn Sie gerne in<br />
die Kurven gleiten, Mitstreiter<br />
durch dreckige Manöver aus dem Verkehr<br />
ziehen und es auch sonst gerne krachen<br />
lassen, dann ist Reckless Racing von Polarbit<br />
genau das richtige Spiel für Sie. Lenken<br />
Sie Ihren Geländewagen so durch die Kurven,<br />
dass Sie dabei möglichst wenig bremsen<br />
müssen, und nutzen Sie die Mitspieler<br />
und herumstehende Hindernisse, um auf<br />
der Bahn zu bleiben. Das ist gar nicht so<br />
leicht, schließlich gilt es zunächst, die Steuerung<br />
über die drei Buttons zu erlernen. Ist<br />
das geschafft, sorgt Reckless Racing für<br />
stundenlangen Spielspaß und verdient<br />
somit die Preis-Empfehlung der Redaktion.<br />
Trial Xtreme 2 HD<br />
Wer den erfolgreichen Vorgänger<br />
kennt, der weiß, was einen bei<br />
Trial Xtreme 2 HD erwartet: halsbrecherische<br />
Fahrten mit dem Motorrad<br />
über Hindernis-Parcours, verbunden mit<br />
vielen Genickbrüchen des Fahrers und gelegentlichen<br />
Wutausbrüchen des Spielers.<br />
Das Spiel fordert enorm, ist aber dank der<br />
guten Steuerung immer fair. Schmerzlich<br />
vermisst werden Speicherpunkte im Parcours,<br />
diese gibt es hier nur noch im<br />
höchsten Schwierigkeitsgrad, den man erst<br />
einmal erreichen muss. Nichts ist frustrierender,<br />
als nach einem Sturz kurz vor der<br />
Ziellinie alles nochmal abfahren zu dürfen.<br />
Davon abgesehen ist Trial Xtreme 2 HD<br />
aber ein sehr gutes Spiel!<br />
1,52 Euro<br />
deutsch|Version 1.0.7|3,3 MByte + Download<br />
★★★★★<br />
2,50 Euro<br />
englisch|Version 2.95|49 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 85
SPIELE-TIPPS<br />
Rennspiele<br />
Asphalt 7: Heat<br />
Asphalt 7 ist der jüngste Streich der bekannten Rennserie<br />
von Gameloft. Und wie es sich für eine Fortsetzung<br />
gehört, wurde die Grafik verbessert, der Umfang<br />
erhöht und die Möglichkeiten erweitert. Auf 15 Strecken<br />
können Sie mit über 60 verschiedenen Flitzern Ihren Gegnern<br />
davonbrausen. Zunächst starten Sie mit einem geringen <strong>Budget</strong><br />
und dem schwächsten Auto. Sie verdienen sich Geld und<br />
Punkte, steigen auf und können Upgrades und neue Autos<br />
zum Kauf freischalten. Kommen Sie mit der Steuerung zurecht,<br />
macht das Spiel viel Spaß und Lust auf weitere Level!<br />
0,89 Euro<br />
deutsch|Version 1.0.4|1,7 GByte<br />
★★★★★<br />
Beach Buggy Blitz<br />
Beach Buggy Blitz ist ein Highscore-Racer.<br />
Das bedeutet, dass<br />
Sie weder mehrere Strecken noch<br />
eine ganze Kampagne fahren. Das Motto<br />
lautet schlicht: Drauf aufs Gaspedal und ab<br />
die Post! Dass es keine Level gibt, ist kein<br />
Mangel: Das Spiel macht zunächst Spaß.<br />
<strong>Die</strong> Steuerung ist darüber hinaus sehr präzise.<br />
Sie müssen versuchen, immer wieder<br />
die Checkpoints zu erreichen, bevor die<br />
Zeit ausläuft. Das Spiel ist schnell fordernd,<br />
aber Dank vieler Upgrades wird man<br />
immer besser. Nur in den dunklen Höhlen<br />
fällt es manchmal schwer, den genauen<br />
Verlauf der Strecke zu sehen. Ein gutes<br />
Rennspiel, das auf lange Sicht mangels Abwechslung<br />
dann doch langweilig wird.<br />
Draw Race 2<br />
Das Spiel fasziniert uns nachhaltig:<br />
Aus der Draufsicht zeichnen<br />
Sie zunächst mit dem Finger die<br />
Fahrspur, dann fährt Ihr Auto genau diese<br />
Spur ab. Ziehen Sie beim Zeichnen den<br />
Finger schnell oder langsam, beeinflusst<br />
das die Geschwindigkeit Ihres Rennwagens.<br />
Anfangs wirkt das Prozedere recht<br />
einfach, doch im Verlauf des Spiels muss<br />
man immer präziser zeichnen, ohne sich<br />
große Fehler zu erlauben. Abwechslungsreiche<br />
Tracks, über 180 Herausfoderungen,<br />
ein großer Fuhrpark sowie die Möglichkeit,<br />
gegen Freunde antreten zu können, machen<br />
das Spiel zu einem Fahr-Vergnügen,<br />
das auch bei Kennern von Racing-Games<br />
keine Wünsche offen lässt.<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 1.2.1|46 MByte<br />
★★★★★<br />
2,27 Euro<br />
englisch|Version 1.0.8|8,9 Mbyte + Download<br />
★★★★★<br />
86<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SPIELE-TIPPS<br />
Tower-Defense-Spiele<br />
Defense!<br />
Tower-Defense-Games sind schlicht, eignen sich für zwischendurch und machen<br />
auch langfristig Spaß. Wir stellen Ihnen die besten Titel vor. Patrick Neef<br />
Bruce Rolff, 123RF<br />
Anomaly Warzone Earth<br />
Es gibt nicht viele Spielegenres,<br />
bei denen das Ergebnis interessant<br />
ausfällt, wenn man das Spielprinzip<br />
auf den Kopf stellt. Doch genau das<br />
ist bei Anomaly Warzone Earth HD gelungen,<br />
und zwar mit dem Tower Defense<br />
Genre. Normalerweise müssen Sie bei dieser<br />
Art von Spiel Gegnerwellen abwehren,<br />
indem Sie Türme oder Verteidigungsanlagen<br />
bauen. Doch bei Anomaly Warzone<br />
Earth HD sind Sie der Angreifer.<br />
Mit einer Handvoll Einheiten ziehen Sie<br />
durch feindliche Straßen und müssen die<br />
Gegner attackieren oder zumindest deren<br />
Attacken überleben. Dazu stehen Ihnen verschiedene<br />
Fähigkeiten zur Verfügung. Sie<br />
können beispielsweise die Zonen, durch<br />
die Ihre Einheiten fahren, mit Reparaturkits<br />
versehen, sodass die Fahrzeuge beim<br />
Durchfahren repariert werden. Oder Sie<br />
legen Staubflächen an, damit die Angreifer<br />
Sie häufiger verfehlen.<br />
Das, was das Spiel wirklich lich macht, ist die Planungs-<br />
ungewöhnphase<br />
vor Beginn des Spiels.<br />
Dann spielen Sie Kommandant<br />
und legen den Weg, den Ihre<br />
Einheiten zurücklegen, genau<br />
fest. Das hat taktische Gründe:<br />
Sie suchen sich so die Gegner<br />
aus oder können je<br />
nach Wahl der Einheiten<br />
aggressiver<br />
oder defensiver vorgehen.<br />
Außerdem<br />
hängt der eingeschlagene<br />
Weg<br />
davon ab, ob Sie<br />
Ihre Missionsziele<br />
erreichen können,<br />
denn manchmal<br />
müssen Sie bestimmte<br />
Zonen<br />
erreichen oder<br />
auch ganz spezielle<br />
Gegner ausschalten.<br />
Anomaly Warzone Earth HD ist visuell<br />
beeindruckend, gut ausbalanciert und umfangreich<br />
genug, um mehrere Stunden zu<br />
unterhalten. Trotz der taktischen Tiefe ist es<br />
auch für zwischendurch bestens geeignet,<br />
da die einzelnen Level nicht besonders lang<br />
sind. Alles in allem ist Anomaly Warzone<br />
Earth HD ein absoluter <strong>Top</strong>-Titel und eines<br />
der besten Spiele, die Sie bisher für Android<br />
Smartphones bekommen können.<br />
3,69 Euro<br />
englisch|Version 1.18|154 MByte<br />
★★★★★<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29030<br />
APPS & TIPPS 02/2013 87
SPIELE-TIPPS<br />
Tower-Defense-Spiele<br />
Jelly Defense<br />
Böse Widersacher wandern einen Pfad entlang zum<br />
Ziel, und Sie müssen die Feinde mit Türmen ausschalten.<br />
Sie kaufen sich Türme, indem Sie die Goldstücke,<br />
die beim Beseitigen der Monster anfallen, einsammeln und für<br />
Türme und Upgrades ausgeben. <strong>Die</strong> Gegner kommen in Wellen<br />
und wollen an Ihre Kristalle, die es zu schützen gilt. Schaut<br />
schaut man genauer hin, sieht man an jeder Ecke, wie viel<br />
Mühe sich die Entwickler gegeben haben. Der Schwierigkeitsgrad<br />
ist vielleicht einen Tick zu schwer, aber nach zwei bis drei Versuchen<br />
hat man bei jedem Level den richtigen Dreh raus.<br />
2,69 Euro<br />
englisch|Version 1.18|66 MByte<br />
★★★★★<br />
Radiant Defense<br />
Radiant Defense ist zunächst ein<br />
typisches Tower-Defense-Spiel:<br />
Gegnerhorden strömen von der<br />
einen Seite zur anderen und dürfen einen<br />
bestimmten Punkt – hier den spiralen Reaktorkern<br />
– nicht erreichen. Für jeden Gegner,<br />
dem das trotzdem gelingt, wird ein Punkt<br />
von einer festgelegten Zahl abgezogen, bei<br />
Null haben Sie schließlich verloren. Entlang<br />
des Pfades setzen Sie die verschiedensten<br />
Waffen ein: Laser gegen Schutzschilde,<br />
Kanonen gegen Einzelgegner, toxische<br />
Kanonen und Raketen gegen viele<br />
Gegner. Radiant Defense gehört zu den<br />
schwersten Tower Defense-Spielen, ist<br />
aber schaffbar. Das Spiel ist kostenlos,<br />
Reinschnuppern lohnt auf jeden Fall!<br />
Babel Rising 3D<br />
Bei Babel Rising 3D dürfen Sie<br />
sich wie ein übermächtiges<br />
Wesen fühlen! Sie wollen den<br />
Turmbau zu Babel verhindern. Dazu werfen<br />
Sie auf die den Turm emporkletternden Arbeiter<br />
Steine und Feuerbälle, erledigen sie<br />
mit Blitzen, jagen sie durch Feuerwände<br />
oder schleudern sie durch Risse im Erdboden<br />
in die Luft. Jede Fähigkeit besitzt eine<br />
Abklingzeit, weshalb Sie genau abwägen<br />
müssen, welche Arbeiter Sie mit welchen<br />
Fähigkeiten wann ins Jenseits schicken.<br />
Ziel: Sie müssen verhindern, dass die Babylonier<br />
den Turmbau vollenden. Eine tolles<br />
und originelles Spiel, das nur manchmal<br />
durch die Kameraperspektive etwas<br />
hektisch werden kann.<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 2.0.7|10 MByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.4|49 MByte<br />
★★★★★<br />
88<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SPIELE-TIPPS<br />
Tower-Defense-Spiele<br />
Fieldrunners HD<br />
Das Spiel kommt ganz klassisch daher: Horden von<br />
Soldaten und Fahrzeugen stürmen in Richtung des<br />
Ziels. Ihre Aufgabe ist es verschiedene Türme einzusetzen,<br />
um den Ansturm der Armeen aufzuhalten. Interessant<br />
ist, dass Sie den Laufweg Ihrer Gegner durch das<br />
Setzen der Türme bestimmen – ein grundlegendes<br />
taktisches Element des Spiels. Der bunte Comic-Stil<br />
mag nicht jedem gefallen, ist aber auch heute noch<br />
durchaus zeitgemäß. Nur die hohen Rundenzahlen<br />
pro Level sind auf Dauer etwas arg ermüdend.<br />
2,29 Euro<br />
englisch|Version 1.2|37 MByte<br />
★★★★★<br />
Sentinel 3: Homeworld<br />
Sentinel 3: Homeworld ist ebenfalls<br />
ein klassisches Tower Defense<br />
Spiel mit Science Fiction-<br />
Setting. Sie setzen Türme und bringen so<br />
die Gegnerwellen zur Strecke. Selbstverständlich<br />
lassen sich die Türme aufrüsten.<br />
Nach und nach schalten Sie immer mehr<br />
Karten, Türme und besondere Extras frei.<br />
Der Umfang des Spiels ist riesig: Nicht nur<br />
gibt es eine lange Kampagne, sondern<br />
auch verschiedene Spielmodi wie Endless<br />
und die Möglichkeit, die Kampagne im<br />
Epic-Modus zu spielen. Grafisch ist das<br />
Spiel leider nicht ganz so gelungen, denn<br />
bei der reduzierten Farbpalette aus Grau,<br />
Grün und Braun sieht alles ein wenig<br />
matschfarben aus.<br />
Guns’n’Glory<br />
Auch dieses Spiel hat schon graue<br />
Haare, macht aber noch eine<br />
Menge Spaß. Das liegt an dem<br />
etwas anderen Spielkonzept: Statt Türme<br />
steuern Sie wilde Cowboys, die entlang der<br />
Canyons auf Gegnerwellen feuern – dass<br />
die Gegner Zivilisten sind, macht das Spiel<br />
nicht gerade zum moralischen Aushängeschild<br />
von Videospielen. <strong>Die</strong> Steuerung der<br />
Cowboys ist manchmal etwas fummelig,<br />
aber ansonsten gibt es nichts zu meckern.<br />
<strong>Die</strong> Level sind abwechslunsgreich, und die<br />
Menge der Extras und freischaltbaren Ganoven<br />
erfreut jeden Fan des Genres. Besonders<br />
angenehm ist der dynamische<br />
Schwierigkeitsgrad, mit dem das Spiel so<br />
gut wie nie zu einem Frusterlebnis führt.<br />
3,44 Euro<br />
englisch|Version 1.2.7|28 MByte<br />
★★★★★<br />
1,18 Euro<br />
deutsch|Version 1.7.2|18 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 89
SPIELE-TIPPS<br />
Rollenspiele<br />
Rollenspiele<br />
sdmix, 123RF<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29031<br />
In klassischen Rollenspielen schlüpfen Sie in die Haut eines Kämpfers, Magiers<br />
oder <strong>Die</strong>bes und kämpfen gegen Orks, Trolle oder dunkle Zauberer. Dass es nicht<br />
immer um eine Fabel-Welt gehen muss, zeigt Devil’s Attorney als unser Rollenspiel-Tipp!<br />
Patrick Neef<br />
Devil's Attorney<br />
Eines gleich vorweg: Für dieses<br />
Spiel ist es mehr als hilfreich,<br />
wenn Sie die englische Sprache<br />
beherrschen. Denn nur dann verstehen Sie<br />
den grandiosen Humor und die verbalen<br />
Angriffe, die Sie als aufstrebender Anwalt<br />
gegen die Ankläger ins Feld führen. Es genügt<br />
natürlich, wenn Sie die grundlegenden<br />
Begriffe der Attacken und der Gegnernamen<br />
verstehen, doch entgehen Ihnen<br />
dann viele lustige Sprüche und ironische<br />
Anspielungen der Protagonisten.<br />
Der eine oder andere mag vom Spielinhalt<br />
enttäuscht sein. Das liegt aber nur daran,<br />
dass das Artwork sich so stark von anderen<br />
Spielen abhebt, dass man hinter diesem<br />
Titel ein waschechtes Adventure-Spiel erwartet.<br />
Solche Erwartungen werden enttäuscht,<br />
denn Devil’s Attorney ist ein rundenbasiertes<br />
Strategie-Spiel, das sich fast<br />
ausschließlich im Gerichtssaal abspielt.<br />
Dort haben Sie als<br />
überheblicher<br />
Junganwalt pro<br />
Runde eine bestimmte<br />
Zahl<br />
Aktionspunkte zur Verfügung. <strong>Die</strong>se setzen<br />
Sie ein, um Ankläger oder Zeugen auszuschalten,<br />
Beweise zu entkräften oder die<br />
Wirkung der Ankläger zu mildern.<br />
Ist die gegnerische Seite an der Reihe, zeigt<br />
sich, wie gut Sie Ihre Punkte eingesetzt<br />
haben. Im schlimmsten Fall richten die Beweise<br />
und Personen so viel Schaden an,<br />
dass Sie den Fall verlieren. Aber keine<br />
Sorge, ein „Game Over“ gibt es nicht: Versuchen<br />
Sie den Fall nochmal. Außerhalb<br />
des Gerichtssaals wechseln Sie zwischen<br />
zwei Gebäuden hin und her. In Ihrer Kanzlei<br />
suchen Sie sich die Fälle aus. Spannender<br />
ist es zu Hause, denn dort geben Sie das<br />
bei den Fällen gewonnene Geld für Upgrades<br />
der Wohnung aus, also bessere<br />
Möbel, eine Stereoanlage oder Teppiche.<br />
Jetzt wird es interessant: <strong>Die</strong> Einrichtungsgegenstände<br />
lassen sich den drei Kategorien<br />
Materialismus, Dekadenz und Eitelkeit<br />
zuordnen. Jeder ent-<br />
sprechende Einkauf er-<br />
höht Ihre Punkte in<br />
dieser Kategorie, und<br />
neue Fähigkeiten wer-<br />
den freigeschaltet, die<br />
Sie dann wieder im<br />
Gerichtssaal einsetzen<br />
können. Über 50<br />
Fälle bieten genug<br />
Umfang für diesen<br />
wirklich außergewöhnlichen Titel.<br />
2,86 Euro<br />
englisch|Version 1.0.3|358 MByte<br />
★★★★★<br />
90<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SPIELE-TIPPS<br />
Rollenspiele<br />
Pocket RPG<br />
Pocket RPG ist ein <strong>kleine</strong>s, aber feines Abenteuer für die<br />
Hosentasche. Das Spiel ist kein umfangreiches Rollenspiel,<br />
sondern ein kurzweiliges Game in feinster Diablo-<br />
Manier. Mit einem von drei Helden ziehen Sie in den Kampf:<br />
Schwertmeister, Magier oder Fernkämpfer. Sie steuern den Helden<br />
per Dualsticks, wobei Sie ihn mit dem linken bewegen und<br />
mit dem rechten Attacken ausführen. Nun plündern Sie Truhen,<br />
sammeln Beute ein und kämpfen gegen Monster. Viele Monster<br />
geben viel Beute, viel Beute und viel Gold bessere Ausrüstung,<br />
womit die Attacken stärker und mächtiger sind.<br />
1,54 Euro<br />
deutsch|Version 1.21|104 MByte<br />
★★★★★<br />
Organ Trail: Director’s Cut<br />
Wenn uns Spiele-Apps eines gelehrt<br />
haben, dann Folgendes:<br />
Selbst hinter der schwächsten<br />
Optik kann sich ein tiefgründiges Spiel mit<br />
einem sehr großen Umfang verstecken.<br />
Genau diesen Eindruck hinterlässt Organ<br />
Trail: Director's Cut. Als Überlebender einer<br />
Zombie-Apokalypse schleppen Sie sich mit<br />
ihren Mitstreitern von Stadt zu Stadt, erledigen<br />
Aufträge in Form von Minispielen<br />
und haushalten mit Ihrem spärlichen Inventar.<br />
Organ Trail: Director's Cut ist ein<br />
tolles Spiel, das anfangs etwas schwer und<br />
unübersichtlich wirkt, aber dann für umso<br />
mehr Langzeitspaß sorgt und deshalb nicht<br />
nur für Retro-Freunde eine unbedingte<br />
Kaufempfehlung ist.<br />
Royal Revolt<br />
Endlich mal wieder eine erfrischende<br />
Spielidee: Royal Revolt<br />
dreht das Konzept der Tower Defense<br />
Spiele einfach um und schickt Sie<br />
selbst als Angreifer ins Rennen. Sie steuern<br />
einen Helden, der eine echte Armee von<br />
einfachen Soldaten, Bogenschützen, Magiern<br />
und Belagerungswaffen befehligt.<br />
Spielheld, Truppen und Fähigkeiten lassen<br />
sich durch erworbenes Gold aufbessern. In<br />
jedem Level legen Sie eine kurze Strecke<br />
zur Burg zurück, beseitigen Gegner und<br />
Fallen und greifen anschließend die Burg<br />
an. Ab dem achten Level zieht der Schwierigkeitsgrad<br />
merklich an, aber dennoch ist<br />
alles ohne In-App-Käufe machbar. Unsere<br />
Meinung: Unbedingt ausprobieren!<br />
2,30 Euro<br />
englisch|Version 1.6.4|63 MByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.4.0|269 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 91
SPIELE-TIPPS<br />
Rollenspiele<br />
Order & Chaos Online<br />
Order & Chaos Online erinnert sehr stark an World of<br />
Warcraft: Sowohl Optik und Bedienung als auch die Abläufe<br />
der beiden Spiele sind verblüffend ähnlich. Mit der<br />
Wahl des Volkes entscheidet sich der Spieler gleichzeitig für eine<br />
von zwei verfeindeten Parteien: Menschen und Elfen stehen für<br />
Ordnung, Orks und Untote empfinden demgegenüber Chaos als<br />
anziehend. Nachdem der Charakter erschaffen wurde, geht es<br />
gleich mit den ersten, motivierenden Tutorial-Quests los. Alles in<br />
allem gilt für dieses RPG eine klare Kaufempfehlung, auch wenn<br />
später 12 Euro/ Jahr anfallen.<br />
5,99 Euro<br />
deutsch|Version 1.2.2|967 MByte<br />
★★★★★<br />
Andor’s Trail<br />
In diesem Draufsicht-RPG muss<br />
der Held seinen Bruder namens<br />
„Andor“ finden. Eingebettet in die<br />
Rahmengeschichte finden jedoch haufenweise<br />
Nebenquests statt. Es handelt sich<br />
um eine Open-Source-App, sie ist also kostenlos<br />
und sie wird ständig weiterentwickelt.<br />
Haben Sie ins Spiel hineingefunden,<br />
entfesselt sich schnell Langzeitmotivation.<br />
So ist es dann auch kein Problem, wenn<br />
der Nutzer seinen Helden auf einer langen<br />
Zugfahrt hochlevelt: Der Akkuverbrauch ist<br />
erstaunlich gering. <strong>Die</strong>s liegt vermutlich<br />
auch an der relativ simplen Retro-Grafik.<br />
Allein schon die detailverliebte Geschichte<br />
ist das Anspielen von Andor’s Trail auf<br />
jeden Fall wert.<br />
Aralon: Sword and Shadow<br />
Das Spiel haben wir erst in der<br />
letzten Ausgabe vorgestellt, es<br />
wäre aber eine Sünde, es deswegen<br />
auszulassen. Aralon Sword & Shadow<br />
ist ein episches Abenteuerspiel im Stil der<br />
Elder Scrolls Serie, spielt sich aber eher<br />
wie ein Singleplayer MMO. Man wählt<br />
einen Helden, steigt im Level auf und erledigt<br />
tonnenweise Quests. Alles schon dagewesen<br />
und aufgrund des Alters nicht besonders<br />
hübsch, aber solide und mit großem<br />
Umfang. Auf dem PC wäre das Spiel<br />
höchstens Durchschnitt, doch eine solch<br />
große Spielwelt in der Hosentasche ist<br />
schon beeindruckend. Rollenspieler kommen<br />
voll auf ihre Kosten, ungeduldige<br />
Spieler haben es anfangs etwas schwerer.<br />
kostenlos<br />
englisch|Version 0.6.12|7,9 MByte<br />
★★★★★<br />
3,69 Euro<br />
englisch|Version 4.53|279 MByte<br />
★★★★★<br />
92<br />
02/2013 APPS & TIPPS
Aufbau-Spiele<br />
Sim City, der Klassiker dieses Genres, gibt es leider nicht für Android. Dafür aber<br />
diverse andere tolle Titel, in denen es sich was aufzubauen gilt. Patrick Neef<br />
SPIELE-TIPPS<br />
Aufbau-Spiele<br />
Cienpies Design, 123RF<br />
Plague Inc.<br />
Plague Inc. geht nur mit einem zugedrückten<br />
Auge als Aufbauspiel<br />
durch, es ist eher ein „Abbau“-<br />
Spiel. Es geht um die Vernichtung der Erdbevölkerung<br />
durch Krankheiten, und erst<br />
wenn der letzte Mensch infiziert ist, gewinnen<br />
Sie das Spiel. Ganz schön morbide,<br />
aber zum Glück gibt es weder Leichen zu<br />
sehen noch müssen Sie das Leid der<br />
Menschheit mit ansehen. Im Gegenteil:<br />
Plague Inc. setzt dem schockierenden<br />
Thema eine sehr nüchterne Maske auf.<br />
Jede Partie beginnt damit, dass Sie einen<br />
Krankheitserreger in einem Land Ihrer Wahl<br />
aussetzen und dann erst einmal abwarten.<br />
Immer mehr Menschen werden sich nun<br />
anstecken, und Sie erhalten Krankheitspunkte.<br />
<strong>Die</strong>se Punkte geben Sie dann für<br />
Upgrades der Krankheit aus.<br />
<strong>Die</strong> Schwierigkeit besteht nun<br />
darin, eine Balance zwischen rasender<br />
Verbreitung und Todesrate<br />
der Bevölkerung zu finden.<br />
Sterben die Menschen zu schnell,<br />
kann sich die Krankheit<br />
nicht verbreiten. Benötigen<br />
Sie zu lange für die<br />
Ausbreitung, wird ein Gegenmittel<br />
entwickelt. Ein<br />
in Afrika gestarteter Virus<br />
profitiert von Punkten im Hitzewiderstand,<br />
wenn die Krankheit in den Industrienationen<br />
angelangt ist, sind Punkte in der Medikamentenresistenz<br />
wichtig. Das Spiel kennt<br />
für jede der Krankheiten unterschiedliche<br />
Fähigkeiten-Bäume.<br />
<strong>Die</strong> kostenlose Basis-Version des Spieles<br />
verfügt über den kompletten Spielumfang,<br />
allerdings können Sie damit die Zeit nicht<br />
beschleunigen, keinen genetischen Code<br />
manipulieren und müssen mit dem Werbebanner<br />
am unteren Bildrand leben.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.1.3|23 MByte<br />
★★★★★<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29032<br />
APPS & TIPPS<br />
93
SPIELE-TIPPS<br />
Aufbau-Spiele<br />
Game Dev Story<br />
Game Dev Story sieht auf den ersten Blick so aufregend<br />
aus wie eine Tüte Milch. Doch wenn man erst einmal<br />
zwei oder drei Stunden investiert hat, legt man das Android-Phone<br />
nur noch unter Drohung zur Seite. Sie sind der Chef<br />
einer Spieleschmiede und haben bei allen Entscheidungen Ihre<br />
Finger im Spiel: Gehälter, Personal, Finanzen und Entwicklung des<br />
Spiels. Ziel ist es, Ihre Firma zum Erfolg zu führen. Game Dev Story<br />
entwickelt nach einiger Zeit seinen ganz eigenen Reiz, der irgendwann<br />
zum berüchtigten „Noch eine Runde!“-Effekt führt – schlaflose<br />
Nächte sind hier garantiert!<br />
1,88 Euro<br />
englisch|Version 1.1.2|5,6 MByte<br />
★★★★★<br />
Ice Age: <strong>Die</strong> Siedlung<br />
Ice Age Village hat uns im Test<br />
überrascht. Denn eigentlich hätten<br />
wir erwartet, dass dieses kostenlose<br />
Spiel die Marke „Ice Age“ gnadenlos<br />
ausnutzt, um Spieler nach einer gewissen<br />
Zeit mit In-App Käufen zu gängeln.<br />
Doch wundersamer Weise funktioniert<br />
diese Mischung aus Aufbau und Abenteuer<br />
ohne Kaufzwang. Sie bauen eine <strong>kleine</strong><br />
Siedlung auf, verschaffen den Tieren Nachwuchs<br />
und bestehen Aufgaben, für die Sie<br />
eine Ingame-Währung erhalten. Das Spiel<br />
kommt dabei erfreulicher Weise ohne die<br />
Bekanntgabe der eigenen Kreditkartennummer<br />
aus. Ice Age: <strong>Die</strong> Siedlung eignet<br />
sich perfekt für ein paar Minuten in der<br />
Bahn auf dem Weg in die Arbeit.<br />
Men in Black 3<br />
Men in Black 3 erschien parallel<br />
zum gleichnamigen Kinofilm und<br />
wurde von den Spiele-Experten<br />
von Gameloft entwickelt. Wenn ein so großes<br />
Entwicklerstudio ein Spiel mit einer Lizenz<br />
komplett kostenlos in den Google Play<br />
Store packt, wittern erfahrene Spieler einen<br />
Haufen In-App-Kaufoptionen. Und genau<br />
so ist es auch: Wollen Sie schnell vorankommen<br />
und Wartezeiten vermeiden, sind<br />
In-App-Käufe unumgänglich. Das Spiel ist<br />
aber trotzdem unterhaltsam. Sie arbeiten<br />
Aufträge ab, bauen die Zentrale aus, rekrutieren<br />
Agenten und kämpfen gegen verschiedene<br />
Aliens und andere Gegner.<br />
Kurzum: Das Spiel eignet sich nicht nur für<br />
Fans und ausprobieren kostet nichts.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.0.6|69 MByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.0.4|584 MByte<br />
★★★★★<br />
94<br />
02/2013 APPS & TIPPS
SPIELE-TIPPS<br />
Aufbau-Spiele<br />
Tiny Tower<br />
In Tiny Tower bauen Sie ein Hochhaus, und zwar vom<br />
ersten Stockwerk bis in den Himmel. Sie kaufen ganze<br />
Etagen, vermieten diese und kümmern sich um die Bewohner.<br />
Denen verpassen Sie Jobs oder kleiden sie neu ein.<br />
Kaufen Sie eine neue Etage, können Sie entweder ein Apartment<br />
für Bewohner oder Geschäfte aus fünf Kategorien bauen. Wenn<br />
das Spiel etwas ins Rollen gekommen ist, fängt es an, richtig Zeit<br />
in Anspruch zu nehmen. Schaut man alle paar Stunden rein und<br />
erledigt seine Aufgaben, ist der Turm bereits nach ein paar Tagen<br />
hochgewachsen. Und genau das motiviert zum Weiterspielen.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.7.0.8|28 MByte<br />
★★★★★<br />
Cosmic Colony<br />
Cosmic Colony ist ein klassisches<br />
Aufbau- und Sammelspiel. Sie<br />
legen Straßen, Fabriken und allerlei<br />
Gebäude an, kümmern sich um das soziale<br />
Gleichgewicht der Bevölkerung und<br />
sammeln dabei Geld ein. Cosmic Colony<br />
ist grafisch hübsch gestaltet und macht<br />
<strong>kleine</strong>n und großen Spielern Spaß. Ohne<br />
einen Cent auszugeben, können Sie problemlos<br />
über eine Stunde lang spielen. Ab<br />
Level 7 wird es mit den Ressourcen schon<br />
etwas eng, und ab Level 10 hat das Spiel<br />
einen Komplexheitsgrad erreicht, der eher<br />
anspruchsvoll ist. Zudem müssen Sie sich<br />
spätestens hier mit den Gedanken anfreunden,<br />
ein paar Euro in Ihre galaktische Kolonie<br />
zu investieren.<br />
<strong>Die</strong> Simpsons Springfield<br />
<strong>Die</strong> Simpsons Springfield folgt<br />
den gängigen Free-to-Play-Prinzipien.<br />
Zu Beginn geht alles ganz<br />
leicht: das erste Haus, die erste Straße, die<br />
erste Mission. Steigt man im Level auf, erhält<br />
man Geld und Donuts, die man wiederum<br />
für Häuser und das Beschleunigen von<br />
Bauarbeiten ausgibt. Irgendwann hat man<br />
dann die Wahl: Entweder wartet man ab,<br />
oder man kauft sich per In-App-Kauf etwas<br />
Geld und Donuts und gibt Gas. Was das<br />
Spiel von anderen abhebt, ist die wirklich<br />
gelungene Umsetzung der Simspons-Welt,<br />
denn hier stimmen Humor und Grafik, und<br />
wer ohnehin schon Fan der Serie ist, wird<br />
mit die Simpsons Springfield eine Menge<br />
Spaß haben.<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 1.0|252 MByte<br />
★★★★★<br />
kostenlos<br />
deutsch|Version 4.1.2|40 MByte<br />
★★★★★<br />
APPS & TIPPS 02/2013 95
EINSTEIGER-TIPPS<br />
LTE, HSDPA & Co<br />
LTE und andere Mobilfunkstandards im Überblick<br />
Datenfunk<br />
Geht es um mobiles Internet, prasseln unzählige Abkürzungen wie GPRS, UMTS,<br />
HSDPA und LTE auf den Nutzer ein. Eine Übersicht über die verschiedenen Standards<br />
für den Datenfunk. Kathrin Schmitt, Daniel Dubsky, Christoph Langner<br />
Mit gerade mal 14,4 kBit/ s tröpfelten<br />
die Bits in den Anfangszeiten des<br />
mobilen Internet, mittlerweile geht<br />
es dank LTE rasend schnell mit bis zu 100 MBit/<br />
s. LTE wird aktuell jedoch nur von einigen modernen<br />
Smartphones unterstützt und ist längst<br />
nicht flächendeckend verfügbar, so dass die<br />
meisten Nutzer via GPRS/ EDGE oder UMTS unterwegs<br />
sind. GPRS ist eine Erweiterung des<br />
GSM-Standards und erreicht 53,6 kBit/ s, die<br />
Weiterentwicklung EDGE bringt es auf 220<br />
kBit/ s. Beide kommen vor allem dann zum Einsatz,<br />
wenn UMTS nicht zur Verfügung steht.<br />
Mit UMTS lassen sich 384 kBit/ s erzielen,<br />
doch die Mobilfunker haben ihre Netze längst<br />
auf die UMTS-Erweiterung HSPA umgerüstet,<br />
mit dem sich im Downstream (HSDPA) immerhin<br />
21,1 MBit/ s übertragen lassen. Ob diese Geschwindigkeit<br />
tatsächlich erreicht<br />
wird, hängt allerdings<br />
zunächst mal von der Hardware<br />
ab, sprich: dem Smartphone.<br />
Denn einige Geräte unterstützen<br />
zwar HSDPA, aber<br />
nur mit 7,2 oder 14,4 MBit/ s.<br />
Abb. 1: Mit LTE erreichen Sie<br />
Geschwindigkeiten, die Sie sonst<br />
nur bei DSL gewohnt sind.<br />
Tatsächliche<br />
Geschwindigkeit<br />
Wie schnell die Datenverbindung<br />
tatsächlich ist, hängt<br />
aber neben der Hardware<br />
auch von den Gegebenheiten<br />
ab: von der Entfernung zur<br />
Basisstation, den Gebäuden in<br />
der Umgebung und der Zahl<br />
der Nutzer. Denn alle Nutzer,<br />
die gleichzeitig in einer Funkzelle<br />
Daten herunterladen<br />
oder ins Internet senden, teilen<br />
sich die maximal verfügbare Bandbreite.<br />
Sind Sie auf einer Massenveranstaltung wie<br />
einem Konzert, wird ihnen weniger Bandbreite<br />
zur Verfügung stehen, als wenn Sie nachts in<br />
einem Wohngebiet unterwegs sind. Dazu<br />
kommt: Wenn alle Nutzer lediglich surfen, also<br />
Daten immer nur kurzfristig beim Seitenwechsel<br />
abrufen, bekommen sie deutlich mehr Bandbreite<br />
ab, als wenn viele Nutzer in Ihrer Funkzelle<br />
gerade große Datenmengen wie zum Beispiel<br />
HD-Filme herunterladen.<br />
HSPA+ und schnelles LTE<br />
Schneller als HSDPA ist der Nachfolger HSPA+<br />
mit derzeit 42,2 MBit/ s im Download, den die<br />
Android-Spitzenmodelle in der Regel unterstützen.<br />
Als Preistipp sei das Google Nexus 4 genannt.<br />
Das 299 Euro teure Google-Handy unterstützt<br />
diesen Modus. Doch der<br />
Mobilfunkstandard der Zukunft<br />
heißt LTE, das mit seinen<br />
bis zu 100 MBit/ s selbst<br />
viele DSL-Anschlüsse toppt.<br />
Allerdings ist LTE noch<br />
nicht überall verfügbar. <strong>Die</strong><br />
Telekom bot den schnellen<br />
Datenfunk zum Jahresende<br />
nach eigenen Angaben in 100<br />
Städten an, Vodafone deckte<br />
120 Städte ab, O2 immerhin<br />
Frankfurt/ Offenbach, Köln,<br />
Nürnberg, Dresden sowie<br />
Leipzig/ Halle. Auf den Websites<br />
der Netzbetreiber finden<br />
sich interaktive Karten, die die<br />
Netzabdeckung anzeigen.<br />
Zum Vergleich: Laut Niels Hafenrichter,<br />
Pressesprecher der<br />
Deutschen Telekom, liegt die<br />
96<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
LTE, HSDPA & Co<br />
Netzabdeckung bei GPRS/ EDGE um 99 Prozent,<br />
bei UMTS bei rund 90 Prozent.<br />
Android-Phones mit LTE<br />
Derzeit bauen immer mehr Handy-Hersteller<br />
Android-Phones mit LTE-Unterstützung. Selbstverständlich<br />
bieten sämtliche aktuelle <strong>Top</strong>-Modelle<br />
eine LTE-Option, aber besonders bei LG<br />
finden sich auch günstigere LTE-Androiden im<br />
Angebot. <strong>Die</strong> neu aufgelegte Optimus L-Serie<br />
mit den Geräten LG Optimus L3, L5 und L7<br />
wird komplett über LTE funken können.<br />
Wer einen LTE-Androiden mitsamt dem Datenturbo<br />
nutzen will, muss sich allerdings vertraglich<br />
binden, denn für ihre Prepaid-Tarife<br />
bieten die Mobilfunker ein LTE-Upgrade bislang<br />
nicht an, auch bei den günstigen Reselleren wie<br />
Aldi, Lidl, Fonic und Co. finden sich entsprechende<br />
Tarife bislang nicht.<br />
LTE-Tarife für Smartphones<br />
Wer die vollen 100 MBit/ s nutzen will, kommt<br />
aktuell nicht an der Telekom vorbei, da Vodafone<br />
und O2 nur maximal 50 MBit/ s bieten.<br />
Prinzipiell ist LTE in allen Complete-Tarifen der<br />
Telekom verfügbar [LINK 1], standardmäßig aber<br />
nur mit Download-Geschwindigkeiten von 21,6<br />
MBit/ s. 100 MBit/ s gibt es erst mit der Speed<br />
Option LTE, die mit monatlich 10 Euro zu<br />
Buche schlägt. Mit dieser verdoppelt sich dann<br />
auch das Datenvolumen – im kleinsten Tarif<br />
Complete Mobil S beispielsweise von 300 auf<br />
600 MByte und im größten Tarif Complete<br />
Mobil XL von 2 auf 4 GByte. Wird das Volumen<br />
überschritten, drosselt die Telekom die Download-Geschwindigkeit<br />
auf 64 kBit/ s.<br />
AKTUELLE LTE-<strong>ANDROID</strong>EN<br />
Modell<br />
<strong>Top</strong>-Smartphones<br />
HTC One<br />
Sony Xperia Z<br />
Mittelklasse<br />
Sony Xperia V<br />
Huawei Ascend P2<br />
Einsteiger<br />
LG Optimus True HD LTE<br />
LG Optimus L3 aus Serie II<br />
Straßenpreis<br />
600 Euro<br />
580 Euro<br />
455 Euro<br />
399 Euro<br />
225 Euro<br />
129 Euro<br />
Bei O2 hat man die Wahl zwischen zwei Tarifen:<br />
Blue M und Blue L [LINK 2]. Blue M kostet<br />
im ersten Jahr 40 Euro pro Monat. Um ihn für<br />
LTE fit zu machen, wird noch Surf Upgrade M<br />
benötigt, Kostenpunkt: 10 Euro pro Monat. <strong>Die</strong><br />
Geschwindigkeit beträgt dann maximal 21,1<br />
MBit/ s, das Datenvolumen 1 GByte – danach<br />
wird auf 64 kBit/ s gedrosselt.<br />
Blue L ist von Haus aus LTE-fähig und kostet<br />
im ersten Jahr 50 Euro pro Monat. Auch hier<br />
beträgt die Geschwindigkeit 21,1 MBit/ s und<br />
das Datenvolumen liegt bei 3 GByte. Mit dem<br />
Surf Upgrade L, das es für 10 bzw. 20 Euro pro<br />
Monat gibt, lässt sich die Datenverbindung auf<br />
50 MBit/ s beschleunigen.<br />
Vodafone bietet mit Red L und Red Premium<br />
[LINK 3] zwei LTE-Tarife für Smartphones an,<br />
beide mit 50 MBit/ s, ersterer aber nur<br />
mit 3 GByte Volumen, letzterer mit 10<br />
GByte. <strong>Die</strong> monatlichen Kosten belaufen<br />
sich bei Red L auf 80 und bei Red<br />
Premium auf 100 Euro. Flatrates für<br />
Gespräche und SMS in alle deutschen<br />
Telefonnetze eingeschlossen.<br />
Für die Tarife haben wir unberücksichtigt<br />
gelassen, dass die Mobilfunker<br />
in der Regel diverse Rabatte einräumen,<br />
so dass die tatsächlichen<br />
Kosten meist etwas niedriger liegen.<br />
Da sich die Tarife ohnehin häufiger<br />
ändern, ist ein Blick auf die Websites<br />
der Anbieter anzuraten, wenn man<br />
mit dem Gedanken an LTE spielt. ● ● ●<br />
Sony<br />
Abb. 2: <strong>Top</strong>-Androiden<br />
wie das Sony Xperia Z<br />
funken selbstverständliche<br />
auch über LTE.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29008<br />
Abb. 3: Mit LTE erreichen Sie<br />
Geschwindigkeiten, die Sie sonst<br />
nur bei DSL gewohnt sind.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 97
EINSTEIGER-TIPPS<br />
NFC Tags nutzen<br />
25081972, 123RF<br />
NFC – so benutzen Sie die neue Technologie schon heute<br />
NFC-Zauber<br />
In puncto NFC gehören Deutschland und Europa noch zu den Entwicklungsländern.<br />
Lesen Sie in diesem Artikel, was die Technologie kann und wie Sie sie schon<br />
heute im Alltag nutzen. Ludwig Hubert<br />
<strong>Die</strong> Nahfeld-Kommunikation (engl. near<br />
field communication, NFC) ist noch<br />
wenigverbreitet, zumindest in Europa.<br />
Dabei ist es doch ein super Konzept: Aufgrund<br />
der geringen Reichweite von vier Zentimetern<br />
werden Daten drahtlos und trotzdem sicher<br />
übertragen, ohne dass Daten abgefangen werden<br />
oder Fehler bei der Zuordnung entstehen<br />
können. Als Verwendungszweck sind Zahlungen<br />
oder papierlose Zutrittskarten angedacht.<br />
Das mögliche Einsatzspektrum ist aber wesentlich<br />
größer. Im Artikel möchten wir Ihnen zeigen,<br />
wie Sie die Technologie schon heute mit<br />
sogenannten NFC-Tags benutzen können.<br />
<strong>Die</strong> erste Voraussetzung für die Benutzung<br />
von NFC ist ein Endgerät, das diese Technologie<br />
durch die entsprechende Hardware unterstützt.<br />
Das sind zum Beispiel die Google-Handys seit<br />
dem Nexus S oder eigentlich alle aktuellen Androiden<br />
ab der Mittelklasse, wobei es zunehmend<br />
auch einige NFC-fähige Smartphones<br />
ohne Android-Betriebssystem gibt.<br />
Google Wallet<br />
Natürlich ist auch eine Gegenseite nötig, mit<br />
der das Smartphone über NFC kommunizieren<br />
kann. Aktuell gibt es dazu einige Möglichkeiten,<br />
auch wenn diese größtenteils nicht in<br />
Deutschland verfügbar sind. Einen großen<br />
Schritt in die richtige Richtung hat Google mit<br />
dem Bezahlsystem Google Wallet gemacht. Zusammen<br />
mit NFC ermöglicht die „Google-Brieftasche“<br />
das einfache Bezahlen an Getränkeautomaten,<br />
in Taxis oder an Supermarktkassen.<br />
Dazu hält man das Smartphone einfach kurz an<br />
das dafür vorgesehene Terminal und bestätigt<br />
den Betrag. Abgerechnet wird dann über die in<br />
Google Wallet hinterlegte Kreditkarte.<br />
98<br />
02/2013
EINSTEIGER-TIPPS<br />
NFC Tags nutzen<br />
Abb. 1: Verfügen zwei Android-<br />
Geräte über Version 4.0+ und<br />
NFC, lassen sich Daten beamen.<br />
Abb. 2: Das Hauptmenü von NFC<br />
Task Launcher mit den zahlreichen<br />
Beispiel-Profilen.<br />
Abb. 3: Aufgaben des NFC Task<br />
Launchers, die sich in Aktionen<br />
zusammenfassen lassen.<br />
<strong>Die</strong> Bahn als Pionier<br />
Eine ähnliche Technik in einem anderen Anwendungsfall<br />
bietet die Deutsche Bahn bereits<br />
heute im Großraum Berlin und Frankfurt, aber<br />
auch bei allen ICE-Strecken: Durch das Halten<br />
des NFC-Gerätes an den Touch&Travel-Punkt<br />
wird man an diesem Bahnhof eingebucht und<br />
kann losfahren. Am Ende der Fahrt muss man<br />
nur noch auschecken, worauf der günstigste<br />
Preis der Fahrtstrecke berechnet und vom Konto<br />
abgebucht wird. Allerdings gibt es hier einige<br />
Res triktionen, die diese Möglichkeit relativ uninteressant<br />
machen, wie beispielsweise die Notwendigkeit<br />
eines Mobilfunkvertrages im Netz<br />
der Telekom, bei Vodafone oder O2.<br />
Auch die Sparkasse wagt mit ihrer NFC-Sparkassen-Cards<br />
girogo einen Vorstoß in den neuen<br />
Markt, aber hier hakt es noch an einigen Stellen.<br />
<strong>Die</strong> Geldkarten können nur bis zu 20 Euro<br />
direkt vom Konto abbuchen, bis 200 Euro muss<br />
das Guthaben aufgeladen werden, darüber geht<br />
nichts mehr über die Nahfeld-Kommunikation.<br />
Auch der Smartphone-Markt wird völlig vernachlässigt:<br />
Da wäre es doch ein gutes Konzept<br />
gewesen, diese NFC-Bezahlmethode auch auf<br />
NFC-fähigen Handys anzubieten.<br />
Eine weitere Möglichkeit zur Benutzung der<br />
Nahfeld-Kommunikation ist momentan das mit<br />
Android 4.0 eingeführte Android Beam, mit<br />
dem man Inhalte (zum Beispiel Google Maps<br />
Karten, Kontakte, Internetseiten) durch Aneinanderhalten<br />
zweier Smartphones teilen kann.<br />
Auch die PayPal-App [LINK 1] unterstützt die<br />
neue Technologie mit Geldtransfers von Handy<br />
zu Handy. Der Social Network Gigant Facebook<br />
bietet ebenfalls eine App an, die über NFC<br />
funktioniert. Durch einfaches Zusammenhalten<br />
der beiden Telefone fügt die App AddFriend<br />
[LINK 2] den jeweiligen Kontakt der Gegenseite<br />
als Freund hinzu. Eine ebenso interessante<br />
Möglichkeit bietet der Türschlosshersteller Lockitron<br />
mit seinem NFC-fähigen Türschloss an.<br />
So entfällt die Suche nach dem Haustürschlüssel,<br />
und man muss nur das Handy an das<br />
Schloss halten, um es zu öffnen.<br />
NFC selbst gemacht<br />
Eine einfache Möglichkeit die Nahfeld-Kommunikation<br />
schon heute im Alltag zu benutzen,<br />
bieten die sogenannten NFC-Tags. Das sind<br />
<strong>kleine</strong> Datenträger, die in Form von Aufklebern<br />
oder Scheckkarten erhältlich sind und sich via<br />
Smartphone mit den gewünschten Daten beschrieben<br />
lassen. Auch preislich halten sich<br />
diese Tags mit ein bis drei Euro im Rahmen,<br />
wobei beim Kauf Achtsamkeit geboten ist. Wie<br />
alle anderen Datenträger gibt es nämlich auch<br />
die Near Field Communication Chips in unterschiedlichen<br />
Speichergrößen von 64 Bytes bis<br />
zu vier Kilobytes – beim Kauf eines Tags mit zu<br />
APPS & TIPPS 02/2013 99
EINSTEIGER-TIPPS<br />
NFC Tags nutzen<br />
Abb. 4: Um Änderungen vorzubeugen,<br />
lassen sich Tags beim<br />
Schreiben sperren. <strong>Die</strong>ser Vorgang<br />
lässt sich nicht widerrufen.<br />
geringer Größe kann man womöglich nicht alle<br />
gewünschten Aktionen auf den Tag schreiben.<br />
Formatierte NFC-Tags<br />
In der Praxis hat sich allerdings erwiesen, dass<br />
realistische Anweisungen nie mehr als ein Kilobyte<br />
Platz benötigen – dazu aber später mehr.<br />
Ebenso muss man beachten, dass es oft Probleme<br />
beim Beschreiben nicht formatieter NFC-<br />
Tags gibt. Ein kurzer Vermerk beim Verkäufer<br />
sollte aber genügen, damit dieser die Chips vor<br />
dem Versand noch vorformatiert.<br />
Nach der Anschaffung eines NFC-fähigen<br />
Smartphones und den entsprechenden NFC-<br />
Tags sind also nahezu alle Anforderungen, zumindest<br />
die der Hardware, erfüllt. Was aber<br />
noch fehlt, ist eine entsprechende App, um die<br />
Tags zu beschreiben und um sie entsprechend<br />
auszulesen, da Android selbst hier keine weiterführende<br />
Lösung bereithält. .<br />
NFC Task Launcher<br />
<strong>Die</strong> wohl bekannteste App in diesem Bereich ist<br />
NFC Task Launcher [LINK 3]. <strong>Die</strong>se App ermöglicht<br />
es, NFC-Tags mit unterschiedlichen Aktionen<br />
zu beschreiben und diese beim Einlesen<br />
des Tags wieder auszuführen. <strong>Die</strong> Möglichkeiten<br />
sind groß – man kann fast sämtliche Drahtlosverbindungen<br />
kontrollieren und so etwa<br />
Abb. 5: Aus dem NFC Task Launcher<br />
heraus lassen sich auch<br />
direkt passende NFC-Tags über<br />
das Internet bestellen.<br />
WLAN, Bluetooth oder den<br />
Flugzeugmodus aktivieren.<br />
Ein besonders geeigneter Anwendungsfall<br />
ist hierfür beispielsweise<br />
ein Café, das ohnehin<br />
ein WLAN anbietet. Sofern<br />
die Karte mit den Hotspot-Daten<br />
konfiguriert ist,<br />
muss der Kunde nur noch sein<br />
Smartphone an den Tag halten,<br />
um es automatisch mit<br />
dem drahtlosen Netzwerk zu<br />
verbinden, ohne dass dieser<br />
erst die Zugangsdaten manuell<br />
eintippen muss.<br />
Es ist aber möglich, mit dieser<br />
App noch wesentlich mehr<br />
Sachen zu regeln, beispielsweise<br />
das Öffnen von anderen<br />
Anwendungen oder von bestimmten<br />
Webadressen.<br />
Ebenso kann man sämtliche<br />
Lautstärken ändern oder das Abspielen beziehungsweise<br />
Stoppen von Musik initiieren. Eine<br />
weitere praktische Option ist das Konfigurieren<br />
und Aktivieren des WiFi-Tetherings, was zum<br />
Beispiel durch einen NFC-Tag am Notebook<br />
eine erhebliche Arbeitserleichterung bietet.<br />
Automatisation mit NFC<br />
Auch in der Küche könnte man sich eine praktische<br />
Anwendung vorstellen: Durch einen NFC-<br />
Tag im Backrezept wäre es möglich, den Timer<br />
beziehungsweise Wecker im Smartphone auf<br />
einen bestimmten Wert zu setzen und ihn zu<br />
starten. Hierfür stellt die App NFC Task Launcher<br />
unter „Alarms“ einen Menüpunkt bereit.<br />
Auch Freunde von sozialen Netzwerken kommen<br />
auf ihre Kosten, da es möglich ist, den Latitude-,<br />
Foursquare- und Facebook-Check-in zu<br />
nutzen oder einfach einen Tweet über den NFC-<br />
Tag abzusetzen. Gerade Letzteres funktioniert<br />
problemlos und wäre so auch eine gute Werbung,<br />
zum Beispiel für Cafés. Und wem der<br />
Funktionsumfang der App immer noch nicht<br />
groß genug ist, der kann per Befehl Tasks der<br />
Automatisierungs-App Tasker [LINK 4] ausführen.<br />
In Verbindung mit NFC sind sogenannte Profile<br />
wesentlich praxistauglicher, da die Umschaltung<br />
nicht mehr manuell, sondern einzig<br />
durch das Berühren eines NFC-Tags geschieht.<br />
100<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
NFC Tags nutzen<br />
Abb. 6: Über den Task-Switcher lassen<br />
sich praktische Arbeiten erledigen,<br />
zum Beispiel beim Verlas-<br />
So kann man sich zum Beispiel<br />
ein Profil für zu Hause,<br />
für das Auto oder den Arbeitsplatz<br />
anlegen und dieses<br />
jeweils mit einem Profil für<br />
unterwegs auf einem Tag<br />
speichern. <strong>Die</strong>se Tags legt<br />
man dann zum Beispiel in<br />
den Eingangsbereich oder auf<br />
den Schreibtisch, wodurch<br />
man dort schnell in das entsprechende<br />
Profil wechseln<br />
kann. Im Gegensatz zu diversen<br />
ortsbezogenen <strong>Die</strong>nsten<br />
hat das den Vorteil, dass sich<br />
die Profile wesentlich genauer<br />
regeln lassen und man<br />
den Stromfresse GPS ausgeschaltet<br />
lassen kann.<br />
Der NFC Task Launcher beherrscht<br />
aber nicht nur das sen des Hauses.<br />
Erstellen von Task-Tags, sondern<br />
auch von sogenannten Standard-Tags.<br />
<strong>Die</strong>se sind nur mit einfachen Informationen,<br />
wie zum Beispiel vCards (Kontaktinformationen),<br />
Internetlinks, URIs für Telefonnummern<br />
oder E-Mails oder einfach nur Text beschrieben.<br />
Das Ganze funktioniert auch sehr gut – die V-<br />
Cards beispielsweise kann man direkt aus dem<br />
Kontaktbuch auswählen und auf den NFC Chip<br />
speichern. Beim Einlesen wird dieser Kontakt<br />
dann direkt geöffnet. Zumindest bei einem genormten<br />
Format, wodurch der Tag quasi von<br />
allen NFC-Lesegeräten als Kontakt erkannt werden<br />
würde, wäre dies ein guter Anwendungsfall<br />
für Visitenkarten.<br />
NFC TagInfo<br />
Wie man also sieht, gibt es alleine durch diese<br />
App und die NFC-Tags schon einen großen Umfang<br />
an Anwendungsmöglichkeiten. Für Leute,<br />
die aber gerne noch mehr Informationen über<br />
die NFC-Tags möchten, gibt es auch Apps, zum<br />
Beispiel NFC TagInfo [LINK 5]. Damit lassen sich<br />
interessante Informationen über die Daten des<br />
Chips auslesen, auch wenn dies eher nur die eigene<br />
Neugierde stillt. Beispielsweise kann man<br />
sich sowohl den Typ, und damit die ISO Norm<br />
des Tags, als auch den Hersteller, aber auch die<br />
Speichergröße und die abgezielten Android-<br />
Klassen anschauen. Außerdem ist es möglich,<br />
Abb. 7: NFC TagInfo liefert Ihnen<br />
zahlreiche Details zu unbekannten<br />
NFC-Tags. Oft sind die aber<br />
eher akademischer Natur.<br />
den Inhalt des Speichermediums auszulesen<br />
oder einfach nur herauszufinden, ob der Tag<br />
wiederbeschreibar ist oder nicht.<br />
Speichergrößen<br />
Prinzipiell ist es sinnvoll, NFC-Chips zu kaufen,<br />
die ungefähr ein Kilobyte Speicherplatz bieten,<br />
da es sich in der Praxis erwiesen hat, dass man<br />
mit diesen keine Speicherplatzprobleme hat.<br />
Normale Tasks zum Regeln von Einstellungen<br />
überschreiten zwar selten 100 Bytes, Kontakte<br />
können aber schon bis zu einige Hundert Kilobytes<br />
an Platz benötigen. Um sich die Speichergröße<br />
besser vorzustellen, hilft vielleicht das<br />
Beispiel, dass etwa 110 Wörter auf einen ein Kilobyte<br />
großen Speichertag passen. Da es kaum<br />
Preis unterschiede bei den Speichergrößen gibt,<br />
kauft man also am besten gleich NFC-Tags mit<br />
ungefähr einem Kilobyte Speicherplatz.<br />
Fazit<br />
Wie man sieht, gibt es einige Möglichkeiten, die<br />
Nahfeld-Kommunikation bereits heute zu benutzen,<br />
sei es durch Angebote Dritter oder<br />
durch die Verwendung von NFC-Tags. In den<br />
USA, in Japan und weiteren Ländern gehört<br />
NFC schon längst zum Alltag. Bleibt zu hoffen,<br />
dass es sich auch in Europa verbreitet und die<br />
Unterstützung zunimmt.<br />
● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29024<br />
APPS & TIPPS 02/2013 101
<strong>Die</strong> ersten Schritte als Anfänger mit Android<br />
Easy<br />
Android<br />
Neues Handy gekauft? Dann lesen Sie unseren Einsteiger-Guide, der Ihnen die<br />
ersten Schritte mit dem noch unbekannten Google-Betriebssystem erklärt.<br />
Ricarda Riechert, Christoph Langner, Marcel Hilzinger<br />
<strong>Die</strong>ser Artikel ist für alle Nutzer gedacht,<br />
die gerade ein neues Handy gekauft<br />
haben und sich etwas mehr mit<br />
der bunten Oberfläche auseinandersetzen<br />
möchten. Egal ob ein älters Gerät mit Android<br />
2.3 oder ein Aktuelles. Wir haben für Sie auch<br />
die Neuerungen von Android 4.0 zusammengefasst,<br />
falls Ihr Smartphone in der Zwischenzeit<br />
ein Update auf „Ice Cream Sandwich“ oder<br />
sogar „Jelly Bean“ bekommen hat.. <strong>Die</strong> Ersteinrichtung<br />
unterscheidet sich von Hersteller zu<br />
Hersteller minimal. Wenn Sie aber das Prinzip,<br />
nach dem die Einrichtung funktioniert,<br />
kennen, dann sollten Sie<br />
auch bei anderen Android-Modellen<br />
zurechtkommen, so groß<br />
sind die Unterschiede<br />
meist<br />
nicht.<br />
Wenn Sie Ihr<br />
Android-Smartphone<br />
geliefert bekommen haben<br />
und es aus der Verpackung nehmen,<br />
setzen Sie es erst einmal zusammen<br />
und laden den Akku auf, je<br />
nach Füllstand des gelieferten Akkus<br />
kann dies etwas dauern. Wenn er vollständig<br />
geladen ist, ziehen Sie das Ladekabel<br />
vom Smartphone ab und schalten<br />
das Gerät über den Power-Knopf ein.<br />
<strong>Die</strong> grundlegenden Konfigurationen zur Sprache<br />
des Systems und Uhrzeit schaffen Sie mit<br />
Sicherheit von alleine. Entweder geben Sie dort<br />
manuell die entsprechenden Daten ein oder<br />
verwenden Sie verwenden die vom Netz bereitgestellten<br />
Daten. Wichtiger sind die Einstellungen<br />
zur Internetverbindung. Es gibt zwei Wege,<br />
mit denen man auf das Internet zugreifen kann.<br />
Der erste Weg führt über das heimische WLAN-<br />
Netzwerk oder einen Hotspot. Hierzu suchen<br />
Sie das passende WLAN-Netzwerk aus und<br />
geben die Zugangsdaten ein, wenn Sie hierzu<br />
aufgefordert werden.<br />
Für den zweiten Weg nutzt<br />
man das mobile Internet des<br />
Mobilfunkanbieters. Hierzu<br />
sollten Sie<br />
vorher<br />
einen entsprechenden<br />
Datentarif bei<br />
Ihrem Mobilfunkanbieter<br />
buchen, da eine Abrechnung<br />
über Minuten oder <strong>kleine</strong><br />
Datenpakete ohne festen Monatspreis<br />
sehr schnell sehr teuer werden<br />
kann. Informieren Sie sich am besten<br />
vorher bei Ihrem Anbieter, welche<br />
Angebote er hat und welche Einstellungen<br />
Sie vornehmen müssen.<br />
Grafiken von Sergey Konyakin, 123RF<br />
102<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Android für Newbies<br />
<strong>Die</strong> Einrichtung eines Google-<br />
Kontos ist keine Pflicht, aber<br />
für die Google-<strong>Die</strong>nste braucht<br />
es eben ein Google-Konto,<br />
ohne dieses lassen sich zum<br />
Beispiel keine Apps aus dem<br />
Play Store installieren. Für die<br />
Einrichtung des Google-Kontos<br />
muss das Smartphone Zugang<br />
zum Internet haben.<br />
Das Google-Konto<br />
Sollten Sie bereits ein Konto<br />
bei Google besitzen und dieses<br />
etwa für Google Mail benutzen,<br />
dann müssen Sie kein<br />
neues Konto anlegen, tragen<br />
Sie einfach dieses ein. Alternativ<br />
lässt sich ein neues<br />
Google-Konto direkt am<br />
Smartphone einrichten. Bei<br />
den meisten Geräten kommen nach der Einrichtung<br />
des Google-Kontos noch herstellerabhängige<br />
Auswahlbildschirme. Im Prinzip ist die<br />
Einrichtung des Gerätes hiermit abgeschlossen<br />
und Sie sollten den Homescreen sehen.<br />
Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Homescreen<br />
komplett anders aussieht. Kaum ein Hersteller<br />
liefert sein Android-Handy in der Standardkonfiguration<br />
aus. Stattdessen passen die<br />
Produzenten die Benutzeroberfläche von Android<br />
immer ein wenig an. <strong>Die</strong> Hersteller versuchen<br />
so ihrem Produkt – auch wenn sie auf das<br />
gleiche Betriebssystem verwenden – eine eigene<br />
Note zu geben und manchmal auch Funktionen<br />
hinzuzufügen, die andere Hersteller nicht anbieten.<br />
Bekannte Oberflächen sind zum Beispiel<br />
Samsungs Touchwiz oder Sense von HTC.<br />
<strong>Die</strong> Grundfunktionen<br />
Zu den Grundfunktionen Ihres Android-Smartphones<br />
gehört natürlich das Telefonieren, SMS-<br />
Nachrichten versenden und auch ein Adressbuch.<br />
Über das Hörer-Icon gelangen Sie zur Telefonfunktion,<br />
dort lässt sich eine Telefonnummer<br />
ganz einfach über die Bildschirmtastatur<br />
eingeben. Während des Gesprächs kann man<br />
dieses optional auf den Lautsprecher legen, das<br />
eigene Mikro stumm schalten oder das Gespräch<br />
halten, die Telefon-App bietet dazu für<br />
gewöhnlich entsprechende Schaltflächen.<br />
Abb. 1: Der Homescreen Ihres<br />
Android-Handys ist praktisch der<br />
Desktop des Telefons.<br />
Abb. 2: Natürlich können Sie mit<br />
Ihrem Android-Smartphone auch<br />
ganz normal telefonieren.<br />
SMS-Konversationen werden zusammenhängend<br />
pro Kontakt dargestellt. Versieht man eine<br />
SMS mit einem Anhang, dann wird diese als<br />
MMS versendet. Trotzdem wird sie normal im<br />
Konversationsverlauf angezeigt. Beachten Sie<br />
dabei, dass MMS Gebühren kosten und der<br />
Empfänger ein geeignetes Handy besitzen<br />
sollte, das MMS auch empfangen kann.<br />
Im Adressbuch des Smartphones speichern<br />
Sie ihre Kontakte ab. Neben Telefonnummern<br />
und Emailadressen lassen sich hier auch ein<br />
Foto, die Anschrift oder das Geburtsdatum hinterlegen.<br />
Es gibt auch Apps, die das Adressbuch<br />
um weitere Einträge erweitern, so lassen sich<br />
dann Kontakte mit Facebookprofilen und Messengern<br />
verknüpfen.<br />
Was ist was?<br />
Android zu bedienen, ist kein Kunststück, wenn<br />
man ein paar zentrale Elemente und Begriffe<br />
kennt. Hierbei sind vier Bereiche besonders<br />
wichtig: Der Homescreen, der App-Drawer, die<br />
Notification Bar und die Einstellungen.<br />
• Homescreen: Der Homescreen ist vergleichbar<br />
mit dem Desktop auf Ihrem Computer<br />
mit dem Unterschied, dass es bei Android üblich<br />
ist, mehrere Homescreens zu verwenden.<br />
Android bietet Ihnen die Möglichkeit die<br />
Homescreens nach Ihren eigenen Wünschen<br />
und Vorstellungen einzurichten.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 103
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Android für Newbies<br />
Abb. 3: Im App-Drawer finden Sie<br />
alle auf dem Android-Telefon installierten<br />
Apps.<br />
Abb. 4: Ziehen Sie die Notification<br />
Bar von der Oberkante des Bildschirms<br />
herunter.<br />
Abb. 5: Über die Einstellungen<br />
passen Sie das Telefon an ihre<br />
Bedürfnisse an.<br />
• App-Drawer: Bei dem App-Drawer handelt es<br />
sich um die Auflistung aller verfügbaren<br />
Apps. Von dort aus lassen sich Applikationen<br />
starten und auch auf den Homescreen kopieren,<br />
um dort eine Verknüpfung zu ihnen zu<br />
erstellen. Der App-Drawer wird von den Herstellern<br />
meist stark angepasst und kann mehr<br />
oder weniger Funktionen haben.<br />
• Notification Bar: <strong>Die</strong> Notification Bar befindet<br />
sich am oberen Bildschirmrand und liefert<br />
Ihnen als Statusleiste die wichtigsten Informationen<br />
auf einen Blick. Neben Uhrzeit<br />
und Akkustand erfahren Sie auch die Qualität<br />
Ihrer Netzverbindung und den derzeitigen<br />
Mobilfunk-Empfang. Apps können die Notification<br />
Bar ebenfalls nutzen und Sie über<br />
neue Nachrichten, Mails oder andere Ereignisse<br />
informieren. Für einen schnellen Überblick<br />
lässt sich die Notification Bar herunterziehen.<br />
Bekommen Sie also eine neue SMS<br />
und es erscheint ein Icon oben links im Bildschirm,<br />
erfahren Sie durch das Herunterziehen,<br />
wer Ihnen was geschrieben hat.<br />
• Einstellungen: <strong>Die</strong> Einstellungen sind das<br />
zentrale Menü für alle Funktionen des Smartphones.<br />
Sie erreichen die Einstellungen generell<br />
immer über den gleichnamigen Eintrag<br />
im App-Drawer. So gelangen Sie zur Übersicht<br />
aller Einstellungsmöglichkeiten für Ihr<br />
Smartphone. Es ist für Sie wichtig zu wissen,<br />
wie Sie in dieses Menü gelangen, denn gerade<br />
in der Anfangszeit möchte man gern<br />
viele Einstellungen vornehmen, um die Funktionen<br />
des Gerätes an das eigene Nutzerverhalten<br />
anzupassen.<br />
Homescreen einrichten<br />
Der tägliche Umgang mit dem Smartphone soll<br />
so intuitiv wie möglich sein. Deshalb lohnt es<br />
sich, wichtige Apps auf den Homescreen zu<br />
legen. Natürlich wird jeder Android-User seinen<br />
Homescreen individuell einrichten, aber wenn<br />
Sie gerade ein wenig ratlos sind wie man es am<br />
Besten machen könnte, gebe wir Ihnen gerne<br />
ein paar <strong>Tipps</strong> mit auf den Weg.<br />
Den Haupt-Homescreen erreichen Sie immer<br />
durch das Drücken der Home-Taste bzw. des<br />
Home-Buttons und er ist auch sichtbar, wenn<br />
man das Smartphone über den Lockscreen entsperrt.<br />
Dort lässt sich zum Beispiel gut ein Widget<br />
für den Kalender oder das aktuelle Wetter<br />
platzieren. Auch die täglich genutzten Apps<br />
sollten hier ein Plätzchen finden, schließlich<br />
wollen Sie nicht immer den App-Drawer öffnen.<br />
Viele Anwender ordnen die restlichen Homescreens<br />
nach Themen an. Ein Homescreen enthält<br />
dann alle Musik-Apps, ein anderer viele<br />
Widgets und so weiter. Eine thematische Gliederung<br />
ist sehr nützlich, wenn man sein Smartphone<br />
vielseitig einsetzt und nicht lange nach<br />
104<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Android für Newbies<br />
Abb. 6: Nehmen Sie sich beim<br />
Einrichten Ihres Homescreens<br />
ruhig ein bisschen Zeit.<br />
Abb. 7: Ziehen Sie App aus dem<br />
Drawer per Drag&Drop auf einen<br />
der Homescreens.<br />
Abb. 8: Im Google Play Store stehen<br />
Ihnen mehr als 450.000 Apps<br />
zur Verfügung.<br />
der richtigen App suchen möchte. Chaos kann<br />
auch auf dem Smartphone auf Dauer sehr frustrierend<br />
sein und den Spaß am Gerät verderben.<br />
Daneben gibt es aber auch vielel Nutzer, die<br />
nur den Haupt-Homescreen einsetzen und selten<br />
nach links oder rechts scrollen.<br />
Um eine App auf den Homescreen zu verknüpfen,<br />
hält man das Icon im App-Drawer einfach<br />
lang gedrückt und man bekommt je nach<br />
Hersteller entweder die Möglichkeit, einen Bildschirm<br />
auszuwählen, auf dem die Verknüpfung<br />
angelegt werden soll oder man landet direkt auf<br />
seinem Homescreen und kann die Verknüpfung<br />
darauf hin und her schieben.<br />
Möchte man ein Widget auf den Homescreen<br />
legen, drückt man auf dem Homescreen selbst<br />
einmal lang auf eine freie Stelle und wartet darauf,<br />
dass sich das Kontextmenü öffnet. Achten<br />
Sie aber vorher darauf, dass genügend freier<br />
Platz auf dem Homescreen für das Widget vorhanden<br />
ist. Neue Apps und Widgets bekommen<br />
Sie dank der Anbindung an den Play Store. Dort<br />
finden Sie unzählige Apps mit denen Sie die<br />
Funktionen ihres Smartphones erweitern.<br />
Änderungen ab Android 4.0<br />
Mit Android 4 hat sich beim Einrichten des<br />
Desktop-Hintergrunds und beim Hinzufügen<br />
von Widgets einiges geändert. Ein paar Hersteller<br />
haben das Kontextmenü aus Android 2.3<br />
übernommen, sodass Sie über die Menütaste<br />
auf dem Homescreen weiterhin die Einstellungen<br />
für den Desktop-Hintergrund und für Widgets<br />
finden. <strong>Die</strong> meisten Hersteller setzen jedoch<br />
nun auf eigene Lösungen, sodass eine allgemeine<br />
Beschreibung recht schwer fällt. Der<br />
Artikel beschreibt im Folgenden, wie Sie unter<br />
einem puren Android 4 (also ohne Änderungen<br />
vom Hersteller) Widgets hinzufügen und das<br />
Hintergrundbild verändern. Weiter unten gehen<br />
wir auch noch auf ein paar Hersteller-spezifische<br />
Details für HTC und Samsung ein.<br />
Um unter Android 4 ein Widget auf dem<br />
Homescreen zu platzieren, wechseln Sie zunächst<br />
zur App-Übersicht. Hier finden Sie einen<br />
Reiter Widgets, der die einzelnen Miniprogramme<br />
enthält. Sie erreichen die Widgets<br />
auch, wenn Sie einfach durch die Apps scrollen,<br />
der Übergang ist fließend. Das Hinzufügen<br />
zum Homescreen geschieht auf die gewohnte<br />
LOCKSCREEN-WIDGETS<br />
Ab Android 4.2 lassen sich Widgets auch auf<br />
dem Lockscreen ablegen. Das ist praktisch, um<br />
zum Beispiel neue E-Mails zu checken oder<br />
eine SMS zu lesen, ohne dazu das Gerät entsperren<br />
zu müssen. Aktuell funktioniert das<br />
aber nur auf den Nexus-Geräten Nexus 4/ 7/ 10<br />
und dem Galaxy Nexus mit Android 4.2.2.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 105
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Android für Newbies<br />
Abb. 9: Seit Android 4.0 finden Sie<br />
die Widgets in einem eigenen<br />
Abschnitt der App-Übersicht.<br />
Abb. 10: Widgets zu entfernen ist<br />
weiterhin per Wischgeste nach<br />
oben möglich.<br />
Abb. 11: Das Hintergrundbild<br />
ändern Sie bei Android 4 über<br />
einen Druck auf den Homescreen.<br />
TIPP<br />
Am einfachsten ist es, wenn<br />
Sie zunächst auf den Homescreen<br />
wechseln, dem Sie das<br />
Widget hinzufügen möchten<br />
und erst anschließend die<br />
App-Übersicht aufrufen.<br />
Art und Weise, indem Sie das gewünschte Widget<br />
gedrückt halten und anschließend auf einen<br />
der Homescreens ziehen. Standardmäßig landen<br />
die Widgets auf dem Haupt-Homescreen,<br />
wenn Sie aber den Finger gedrückt halten und<br />
nach rechts oder links ziehen, dann können Sie<br />
diese auch einem anderen Screen hinzufügen.<br />
Im Unterschied zu früheren Versionen verhält<br />
sich Android ab Version 4.1 dabei intelligent.<br />
Wenn Sie das Widget an einer Stelle platzieren<br />
möchten, die bereits belegt ist, dann müssen<br />
Sie dazu nichts weiter tun. Das Android-System<br />
verschiebt die restlichen Widgets automatisch.<br />
Nur wenn nicht mehr genügend Platz zur Verfügung<br />
steht, können Sie keine weiteren Miniprogramme<br />
mehr platzieren. Das Löschen eines<br />
Widgets erfolgt wie gewohnt durch gedrückt<br />
halten des Widgets und nach oben ziehen. Anstelle<br />
eines Mülleimers sehen Sie hier ein rotes<br />
X mit der Beschriftung Entfernen. Das Miniprogramm<br />
wird also nicht gelöscht (Sie können es<br />
jederzeit wieder einbauen), nur entfernt.<br />
Deutlich einfacher geworden ist das<br />
Setup eines neuen Hintergrundbilds<br />
oder eines Live-Wallpapers. Dazu<br />
halten Sie einfach den Finger auf<br />
einem freien Bereich eines beliebigen<br />
Homescreens gedrück und wählen<br />
dann aus, ob Sie das neue Bild aus<br />
der Galerie mit Ihren eigenen Bildern,<br />
den Hintergrund-Bildern oder bei den<br />
Live-Hintergründen suchen möchten.<br />
HTC & Samsung<br />
Benutzen Sie ein HTC-Smartphone, dann gibt es<br />
ab Android 4.1 einige <strong>kleine</strong> Unterschiede. Hier<br />
finden Sie unter den Apps keine Widgets, sondern<br />
müssen den Finger auf einem Homescreen<br />
gedrückt halten, um in die Widget-Ansicht zu<br />
gelangen. Sie sehen dann unten alle Widgets<br />
und oben die verfügbaren Homescreens. Um<br />
ein neues Widget einzurichten, ziehen Sie es<br />
einfach per Drag&Drop auf den gewünschten<br />
Homescreen. Möchten Sie ein anderes Hintergrundbild<br />
einrichten, müssen Sie einen Umweg<br />
über die Einstellungen gehen. Ziehen Sie die<br />
Benachrichtungsleiste herunter und tippen Sie<br />
das Einst.-Icon an. In den Einstellungen klicken<br />
Sie auf Personalisieren und anschließend auf<br />
Hintergrundbild. Erst jetzt erscheint die Auswahl,<br />
ob Sie einen Live-Hintergrund oder ein<br />
normales Hintergrundbild aus der Galerie oder<br />
aus den HTC-Bildern hinzufügen möchten.<br />
Benutzen Sie ein Samsung-Gerät mit Android<br />
4.0 oder neuer, dann finden Sie die Einstellungen<br />
weiterhin über die Menütaste. Hier können<br />
Sie eine einzelne Seite bearbeiten oder die kompletten<br />
Einstellungen öffnen. Widgets lassen<br />
sich auch in der Größe verändern (das funkioniert<br />
auch bei anderen Android-Systemen),<br />
106<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Android für Newbies<br />
Abb. 12: HTC löst das Hinzufügen<br />
neuer Widgets von allen Herstellern<br />
am elegantesten.<br />
Abb. 13: Google hat natürlich seinen<br />
E-Maildienst Google Mail<br />
sehr gut in Android integriert.<br />
Abb. 14: Mit der in Android integrierten<br />
Navigationslösungen finden<br />
Sie leicht ans Ziel.<br />
indem Sie das Widget gedrückt halten, bis ein<br />
<strong>kleine</strong>r Rahmen sichtbar ist. An den Punkten<br />
können Sie das Miniprogramm nun in gewissen<br />
Grenzen strecken oder stauchen. Das funktioniert<br />
allerdings nicht mit allen Widgets. Eine<br />
weitere Besonderheit bei Samsung ist das Plazieren<br />
von Widgets, dazu müssen Sie beim Hinzufügen<br />
nicht nach rechts oder links ziehen,<br />
sondern kippen einfach das Smartphone in die<br />
gewünschte Richtung. Das funktioniert allerdings<br />
nur beim Galaxy S3.<br />
Vorinstallierte Apps<br />
Da es sich bei einem Android-Smartphone<br />
streng genommen um ein Google-Smartphone<br />
handelt, befinden sich einige Google-<strong>Die</strong>nste<br />
bereits vorinstalliert auf dem Smartphone oder<br />
werden direkt nach der Einrichtung des Play<br />
Stores aus dem Internet nachgeladen.<br />
• Google Mail: Wenn man einen Google-Account<br />
besitzt, dann hat man auch automatisch<br />
eine Google-Emailadresse. Über diese<br />
App lassen sich dann die Emails abrufen und<br />
Emails versenden. Mails werden in Echtzeit<br />
gepusht sodass man direkt eine Benachrichtigung<br />
bekommt, wenn eine Email eintrifft.<br />
• Google Maps: Google Maps ist der Kartendienst<br />
von Google, der mittlerweile mehr<br />
kann, als nur Karten anzuzeigen. Integriert<br />
sind zum Beispiel auch noch ein Routenplaner<br />
und ein Staumelder, aber auch ein Branchenverzeichnis.<br />
Google Maps sorgt dafür,<br />
dass man immer weiß wo man ist, selbst<br />
wenn man sich mal an einem Ort befindet,<br />
an dem man sich überhaupt nicht auskennt.<br />
• Google Kalender: <strong>Die</strong>ser Kalender ist mehr<br />
als nur ein einfacher Terminplaner. Es lassen<br />
sich Termine automatisiert eintragen. Hat<br />
man ein Meeting, kann man einen Termin<br />
auch mit anderen teilen Nutzern teilen und er<br />
erscheint in Ihrem Kalender. Wer viele Termine<br />
hat und die Übersicht nicht verlieren<br />
möchte, wird diese Anwendung sehr schnell<br />
zu schätzen lernen.<br />
• Google Talk: Google Talk ist ein Instant Messenger<br />
von Google mit dem man sowohl über<br />
das Smartphone, einer Weboberfläche, als<br />
auch über verschiedene Multimessenger<br />
chatten kann. Zwar beherrscht er noch nicht<br />
den Versand von Dateianhängen, ist aber zuverlässig<br />
und bietet die Möglichkeit Gespräche<br />
oder Video-Chats zu führen.<br />
• YouTube: YouTube braucht man eigentlich<br />
schon gar nicht mehr vorstellen. Dabei handelt<br />
es sich um das größte Videoportal im des<br />
Internetz. Über die App lassen sich Videos<br />
ansehen, hochladen und auch kommentieren.<br />
Wenn Sie das Smartphone ins Querformat<br />
drehen, dann spielt Ihr Handy das Video<br />
automatisch im Vollbild ab.<br />
● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28763<br />
APPS & TIPPS 02/2013 107
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Must-have-Apps<br />
Von iOS zu Android: <strong>Die</strong>se Apps brauchen Sie<br />
Kleiner<br />
Schritt<br />
Alesia-Tsvetaeva, 123RF<br />
Auch wenn einige Leute nur den Kopf<br />
schütteln, wenn man vom Wechsel<br />
vom iPhone zu Android spricht, gibt es<br />
genug Gründe, sich von einem Teil des<br />
Apple-Universums zu verabschieden.<br />
Wir zeigen, was Sie erwartet, wenn Sie<br />
den Schritt gemacht haben. Patrick Neef<br />
Es gibt einige Gründe, vom iPhone zu Android<br />
zu wechseln. Der Hauptgrund ist<br />
die Auswahl: mehr Auswahl bei den Geräten,<br />
mehr Auswahl bei den Apps und mehr<br />
Auswahl bei der individuellen Gestaltung des<br />
Smartphones. Auch die Geschlossenheit – für<br />
die Apple allgemein bekannt ist – bringt nicht<br />
nur Vorteile. Denn der „walled garden“, in dem<br />
man sich befindet, ist zwar sehr schön, aber<br />
über die Mauer hinweg darf man nicht. Ein weiterer<br />
Grund ist der Preis: Viele Android-Modelle<br />
sind bereits für ein paar Hundert Euro erhältlich,<br />
die meisten sind dem iPhone technisch<br />
ebenbürtig. Wer zudem über 500 Euro für ein<br />
Smartphone ausgeben will, bekommt bei Android<br />
Geräte, die technisch deutlich weiter sind,<br />
sprich eine leistungsfähigere CPU, mehr Speicher,<br />
einen MicroSD-Karten-Slot und oftmals<br />
eine bessere Kamera besitzen.<br />
Was erwartet mich?<br />
Doch der Umstieg ist für langjährige iPhone-Besitzer<br />
oft ungewohnt, fast schon „komisch“ und<br />
„seltsam“, so beschreiben die meisten die ersten<br />
Wochen mit ihrem neuen Android-Smartphone.<br />
Und nicht nur das: Auch scheint es einige<br />
Apps, die auf dem iPhone vorinstalliert<br />
sind, unter Android nicht zu geben. Und als<br />
108<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Must-have-Apps<br />
Abb. 1: <strong>Die</strong> App Google Reader<br />
hilft Ihnen, die Übersicht über die<br />
Lieblings-Nachrichtenseiten zu<br />
bewahren.<br />
Abb. 2: <strong>Die</strong> Werbung stört nicht,<br />
und die <strong>Die</strong>nste, die sich hinter<br />
dem Reiter Werkzeuge befinden,<br />
sind allesamt sehr nützlich.<br />
Abb. 3: <strong>Die</strong> ersten Versuche mit Evi<br />
waren ein Reinfall, aber immerhin<br />
wissen wir warum: Evi kann nur<br />
Englisch!<br />
wäre das nicht verwirrend genug, gibt es gravierende<br />
Unterschiede zwischen den Herstellern,<br />
die ihre Smartphones mal mehr, mal weniger<br />
mit Anwendungen und Anpassungen an der<br />
grafischen Oberfläche von Android segnen.<br />
Schluss mit der Verwirrung! Wir sagen Ihnen<br />
als (ehemaligen) iPhone-Besitzern ganz genau,<br />
welche Apps Sie unter Android vermissen<br />
könnten – und welche App Sie sich als würdigen<br />
Ersatz herunterladen sollten.<br />
Google-<strong>Die</strong>nste<br />
Zunächst einmal empfehlen wir, einige Google-<br />
Anwendungen zu installieren, die nicht vorinstalliert<br />
mit Android daherkommen: Google Reader<br />
(RRS Feeds), Google+ und Google Messenger,<br />
Google Text & Tabellen, Google Goggles,<br />
Google Street View, Google Übersetzer und<br />
Google Earth sind zwar nicht zwingend notwendig,<br />
aber wenn schon Google, dann richtig!<br />
Android Assistant<br />
Unter Android haben Sie mehr Freiheiten, was<br />
aber auch bedeutet, dass Sie sich besser mit<br />
allen Einstellungen auskennen müssen, wenn<br />
Sie beispielsweise den Speicher leeren, Apps<br />
auf die SD-Karte verschieben oder Autostart-<br />
Anwendungen entfernen wollen. Für all diese<br />
Aufgaben empfiehlt sich die kostenlose Anwendung<br />
Android Assistant [LINK 1], die in jeder Hinsicht<br />
gute <strong>Die</strong>nste leistet. Sehr empfehlenswert<br />
ist die Übersicht der Lautstärken (Reiter Werkzeuge<br />
| Lautstärke Telefon), die man bei Android<br />
pro Kategorie einzeln einstellen kann.<br />
Siri-Ersatz<br />
Das iPhone 5 ist zwar erst ein paar Monate auf<br />
dem Markt, aber wenn Sie dieses Modell besessen<br />
haben, kamen Sie sicherlich in den Genuss<br />
des Sprachassistenten Siri. Siri erleichtert die<br />
täglichen Aufgaben wie Erinnerungen eintragen,<br />
SMS schreiben oder Wetter infos einholen.<br />
Das ist auf Dauer sehr bequem und wird auf<br />
Android Smartphones schmerzlich vermisst.<br />
Doch auch wenn die Alternativen unter Android<br />
nicht ganz so „lebensecht“ wie Siri sind, so<br />
hat doch jeder Android-Nutzer die Gelegenheit,<br />
sich einen solchen Assistenten nachzurüsten.<br />
Ein Großteil der Android-Smartphones ist<br />
vom Hersteller Samsung und kommt oft bereits<br />
mit einem Sprachassistenten daher, den man<br />
durch Gedrückthalten der Hometaste aktiviert.<br />
<strong>Die</strong>ser basiert auf dem Sprachdienst von Vlingo<br />
[LINK 2], den man, wenn man kein solches<br />
Smartphone besitzt, kostenlos auf Google Play<br />
herunterladen kann. Außerdem sind solche<br />
Sprachassistenten bereits nach dem Erscheinen<br />
des iPhone 4S in großer Zahl erschienen, von<br />
APPS & TIPPS 02/2013 109
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Must-have-Apps<br />
Abb. 4: <strong>Die</strong> YouTube App kann<br />
nicht nur auf Videos zugreifen,<br />
Sie können auch eigene Videos<br />
bequem hochladen.<br />
Abb. 5: <strong>Die</strong> offizielle Twitter App<br />
läuft etwas aktuell etwas ruckelig,<br />
bei den älteren Versionen gibt es<br />
keine Probleme.<br />
Abb. 6: Daran müssen Sie sich<br />
gewöhnen: Unter Android sind<br />
auch <strong>Top</strong>-Apps sehr oft gratis, wie<br />
hier Finanzen100 Börse.<br />
denen Alice [LINK 3] und Evi [LINK 4] die prominentesten<br />
sind. Evi spricht zwar kein Deutsch,<br />
doch probieren Sie sie einfach mal selbst aus!<br />
YouTube<br />
Das iPhone besitzt eine vorinstallierte App für<br />
YouTube, mit der Sie nicht nur Zugriff auf den<br />
größten Teil der Videosammlung von YouTube<br />
haben, sondern ebenfalls nach Anmeldung mit<br />
Ihrem Google-Konto Favoriten oder eigene<br />
hochgeladene Videos ansehen können. Seltsamerweise<br />
hat nicht jedes Android-Smartphone<br />
die YouTube App vorinstalliert, obwohl You-<br />
Tube ja zu Google gehört. Doch kein Problem:<br />
<strong>Die</strong> App gibt es natürlich kostenlos im Google<br />
Play Store [LINK 5]. Sie sieht zwar etwas anders<br />
aus als unter iOS, verfügt aber über die gleichen<br />
Funktionen wie das iOS-Pendant und Sie können<br />
Ihre Videos direkt zu YouTube hochladen.<br />
Facetime-Ersatz:<br />
Tango oder Skype<br />
Ah, Facetime. <strong>Die</strong>se tolle Art der Videotelefonie,<br />
vorausgesetzt, die andere Person hat ebenfalls<br />
ein iPhone oder iPad und ist auch in der Nähe<br />
eines WLAN-Routers. Als Android-Benutzer<br />
gibt es keinen Trick, weiterhin Facetime nutzen<br />
zu können, auch nicht mit anderen <strong>Die</strong>nsten<br />
gekoppelt. Aber vielleicht können Sie die ehemaligen<br />
Facetime-Nutzer in Ihrer Kontaktliste<br />
überreden, sich Skype [LINK 6] oder Tango [LINK 7]<br />
auf dem iPhone zu installieren, denn diese beiden<br />
Apps bieten ebenfalls Videotelefonie, sind<br />
kostenlos und funktionieren auf mehreren Plattformen,<br />
darunter Mac, Windows, iOS und Android.<br />
Und schon sieht Facetime gar nicht mehr<br />
so bemerkenswert aus!<br />
Twitter und Wetter<br />
Mit iOS 5 hat Apple den Kurznachrichtendienst<br />
Twitter fest in das Betriebssystem integriert.<br />
Damit landen auch deren Benachrichtigungen<br />
in der Mitteilungszentrale, die es seit iOS 5 gibt.<br />
Das ist bei Android nicht der Fall, aber selbstverständlich<br />
gibt es auch eine offizielle Twitter<br />
App im Play Store [LINK 8] – und da bei Android<br />
die Benachrichtigungen noch fester integriert<br />
sind, erhalten Sie auch unter Android sofort<br />
eine Benachrichtigung, wenn Sie erwähnt werden<br />
oder Nachrichten erhalten.<br />
Das iPhone hat seit Anbeginn eine eigene,<br />
wenn auch sehr funktionsarme App für die<br />
Wetteranzeige und -vorhersage. Wenn Sie das<br />
auf Ihrem Androiden vermissen, dann sollten<br />
Sie noch einmal ganz genau hinschauen. Denn<br />
jedes Android-Telefon besitzt eigentlich mindestens<br />
ein Widget, das das Wetter anzeigt, und oft<br />
ist ein solches bereits vorab auf dem Home-<br />
110<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Must-have-Apps<br />
screen platziert, manchmal<br />
gleich zusammen mit der Zeitanzeige.<br />
Und falls Ihnen das<br />
nicht genügt, so gibt es wie<br />
auch im App Store genügend<br />
Alternativen auf Google Play.<br />
Aktien<br />
<strong>Die</strong> Aktien App beim iPhone gilt<br />
wohl als meist ignorierte aller<br />
vorinstallierten Apps. Und dennoch<br />
können wir verstehen,<br />
wenn Sie als ehemaliger<br />
iPhone-Benutzer eine solche<br />
App unter Android vermissen.<br />
Kein Problem! Laden Sie sich<br />
die App Finanzen100 Börse<br />
[LINK 9] herunter. Mit ihr sind Sie<br />
in Sachen Finanzen immer auf<br />
dem aktuellen Stand. <strong>Die</strong> App<br />
ist kostenlos und versorgt Sie<br />
mit News und Aktienkursen.<br />
Und wer möchte, kann sich kostenlos<br />
registrieren und so eine Watchlist einrichten,<br />
mit der Sie Ihre Daten immer auf einem<br />
Blick haben, und das bei Bedarf synchron auf<br />
mehreren Android-Geräten.<br />
Notizen<br />
Kaum zu glauben, aber manche Android-Geräte<br />
besitzen von Haus aus keine Notizen-App.<br />
Dabei ist die Möglichkeit, jederzeit schnell ein<br />
paar Zahlen oder Wörter einzutippen oder<br />
sogar flink eine Sprachnotiz aufnehmen zu können<br />
überaus praktisch. Wir legen Ihnen die App<br />
AK Notepad [LINK 10] ans Herz. <strong>Die</strong>se Notiz-App<br />
ist einfach gestrickt, kostenlos, ohne Werbeeinblendungen<br />
und lässt sich mit einem kostenlosen<br />
Account mit der Cloud synchronisieren.<br />
Zudem ist die Auflistung aller Notizen sehr<br />
übersichtlich: Sie können Notizen mit Suchbegriffen<br />
aufspüren, mit Labels versehen oder<br />
nach Titel, Zeit oder Änderungsdatum sortieren.<br />
Google Play ist jedoch inzwischen voll von<br />
Notizen-Apps.<br />
Uhr/ Wecker<br />
Android kommt von Haus aus mit einer recht<br />
schlichten Uhr, die aber über ein paar besondere<br />
Features verfügt. Dazu gehört unter anderem<br />
der Nachtmodus und der Dockingstation-<br />
Abb. 7: Any.DO ist eine wirkliche<br />
tolle Anwendung für die Aufgabenverwaltung,<br />
sieht gut aus und<br />
ist kostenlos. Was will man mehr?<br />
Modus. Eine sprechende<br />
Zeitansage gibt es allerdings<br />
nicht, auch fällt der Wecker<br />
recht ziemlich spartanisch<br />
aus, und Zeitzonen werden<br />
auch nur bei bestimmten<br />
Herstellern von Haus aus angezeigt.<br />
Für Abhilfe beim<br />
Wecker sorgt AlarmDroid<br />
[LINK 11], eine sehr beliebte<br />
Wecker-App, die mit vielen<br />
nützlichen Funktionen wie<br />
etwa Zeit- und Wetteransage,<br />
Schlummermodus<br />
durch Umdrehen des Telefons<br />
und vielen Weckmodi<br />
den Wecker des iPhones<br />
locker hinter sich lässt.<br />
To-Do-App<br />
Mit iOS bekam das iPhone<br />
die App „Erinnerungen“, hinter<br />
der sich eine liebevoll gestaltete,<br />
aber auch relativ funk tionsarme To-Do-<br />
App verbirgt. Das gibt es auf dem Android-Phone<br />
nur in Ausnahmefällen von Haus aus, doch<br />
Google Play hat hier einiges zu bieten, allem<br />
voran die Notiz-App Any.DO [LINK 12], die einen<br />
tollen Stil besitzt, regelmäßig Updates erhält und<br />
problemlos mit Googles Aufgabenplaner aus<br />
Gmail synchronisiert werden kann.<br />
Kompass<br />
Zugegeben: Ein Kompass benötigt man heutzutage<br />
nur noch sehr selten. Trotzdem ist diese<br />
nette Spielerei seit langer Zeit auf dem iPhone<br />
vorinstalliert. Es handelt sich dabei um einen<br />
digitalen Kompass, der aber sehr zuverlässig<br />
funktioniert, vorausgesetzt, es befinden sich<br />
keine elektromagnetischen Störfelder in der<br />
Nähe (Metall, Strom).<br />
Grund genug für einige Android-Entwickler,<br />
dem Google Play Store ein paar solcher Kompass-Anwendungen<br />
zu spendieren. <strong>Die</strong> wohl<br />
beste Android-App in dieser Hinsicht ist Compass<br />
[LINK 13]. Sie erfüllt ihren Zweck sehr lässig und meldet sich bereits bei <strong>kleine</strong>n Störungen<br />
mit einer Meldung, dass eine Neukalibrierung<br />
erforderlich ist – ein Zeichen dafür, wie<br />
zuver-<br />
genau die App in der Regel funktioniert. Sie<br />
können Standorte eintragen und verwalten und<br />
APPS & TIPPS 02/2013 111
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Must-have-Apps<br />
Abb. 8: Lassen Sie sich von der<br />
schlichten Optik nicht täuschen,<br />
AK Notepad kann mehr als nur<br />
Notizen aufnehmen.<br />
Abb. 9: Mit Endomondo nehmen<br />
Sie Ihre sportlichen Aktivitäten<br />
auf und messen sich mit Ihren<br />
Freunden übers Netz.<br />
Abb. 10: <strong>Die</strong> Optik ist zwar längst<br />
nicht so schön wie die beim Kompass<br />
des iPhones, dafür funktioniert<br />
die App fehlerfrei.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28760<br />
mit einem kostenlosen Catch-Konto auch gleich<br />
Notizen zu Standorten in der Cloud sichern.<br />
Nike + iPod<br />
Eine App, die sich unter iOS ein wenig versteckt,<br />
ist die von Freizeitläufern gern und oft<br />
genutzte Nike App. Mit dieser zeichnen Sie mit<br />
einem Sender im Schuh, der die Schrittfrequenz<br />
misst, Ihre beim Laufen zurückgelegte Strecke<br />
auf und hören sich passend dazu Playlisten und<br />
sogar eigens festgelegte Powersongs an. <strong>Die</strong>se<br />
App muss unter iOS erst in den Einstellungen<br />
aktiviert und mit dem Sender im Schuh gekoppelt<br />
werden. Eine analoge App gibt es für Android<br />
bisher nicht, da Android aber über Ortungsdienste,<br />
vor allem aber über einen GPS-<br />
Empfänger verfügt, ist das Aufzeichnen von zurückgelegten<br />
Strecken überhaupt kein Problem.<br />
Und das Abspielen von Musik ohnehin nicht.<br />
Als Work around greifen Sie einfach auf zwei separate<br />
Apps zurück. Was die Musik betrifft, so<br />
gibt es von Nike die App Nike BOOM [LINK 14],<br />
die je nach Training oder Workout passend<br />
dazu Musiktitel abspielt. Sie können aber auch<br />
eigens angelegte Wiedergabelisten im Musik<br />
Player anwerfen.<br />
Als passende Sport-App empfiehlt sich der<br />
Endomondo Sports Tracker [LINK 15], mit dem Sie<br />
nicht nur Laufen, sondern jegliche Sportart verfolgen<br />
können, bei der Sie längere Distanzen<br />
zurücklegen. Endomondo Sports Tracker ist<br />
sehr präzise in der Datenerfassung, besitzt<br />
einen großen Funktionsumfang und ist in der<br />
Basis-Version kostenlos. Sie können Herzfrequenzmessgeräte<br />
an die App koppeln, Trainingsdaten<br />
manuell eintragen und sich über<br />
Kopfhörer während des Sports motivierende<br />
Nachrichten anhören. Außerdem liefert die App<br />
Audiofeedback zu Trainingsabschnitten. Besonders<br />
hervorzuheben ist auch die dazugehörige<br />
Endomondo Internet-Community - hier können<br />
Sie ihre Trainningsdaten im Nachhinein analysieren,<br />
sich mit anderen Endomondo-Nutzern<br />
austauschen und sich von Lauf- oder Fahrrarouten,<br />
die Freunde zurückgelegt haben, inspirieren<br />
und motivieren lassen. Nur das Zählen der<br />
Schritte – das funktioniert selbst mit Nike-Sender<br />
im Schuh nicht.<br />
Fazit<br />
<strong>Die</strong> Liste der Apps, die Sie vom iPhone auf Android<br />
problemlos hinübernehmen können, ließe<br />
sich noch fast beliebig erweitern. Last but not<br />
least verfügt Android über eine sehr aktive<br />
Community. Fragen Sie doch einfach mal nach<br />
Ersatz für eine beliebige iPhone- App – Sie werden<br />
staunen, wie schnell Sie eine gute App-<br />
Empfehlung bekommen.<br />
● ● ●<br />
112<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Solid Explorer<br />
Dateimanagement mit Stil<br />
Solid Explorer<br />
Noch ein Dateimanager? Muss das sein? Ja, es muss! Der Solid Explorer besticht<br />
durch sein schickeres Äußeres, gute Performance und durchdachte Bedienung.<br />
Christoph Langner<br />
3ddock, 123RF<br />
Der Google Play Store ist voll von<br />
Dateimanagern ähnlicher Bauart.<br />
Wer jedoch ein klein wenig vergleicht,<br />
der findet File-Manager, die mit<br />
zwei Panels arbeiten, die durch Root-Verzeichnisse<br />
navigieren, Dateifreigaben via<br />
FTP, SSH oder Samba (Windows-Dateifreigabe)<br />
einbinden bzw. bereitstellen können,<br />
oder die einfach nur klasse aussehen.<br />
Solid Explorer<br />
Der Solid Explorer [LINK 1] gehört in diese Kategorie,<br />
er erfüllt fast alle diese Kriterien und<br />
legt sogar noch eine Schippe drauf. Den Dateimanager<br />
gab es in der Entwicklungsphase<br />
kostenlos im Play Store, mittlerweile muss jedoch<br />
ein kostenpflichtiger Unlocker [LINK 2]<br />
für 1,54 Euro zugekauft werden.<br />
<strong>Die</strong> Anwendung empfängt Sie mit einer<br />
Oberfläche, die zwar nicht komplett den Holo-<br />
Richtlinien von Android 4.0 folgt, aber dennoch<br />
optisch und vor allem funktional richtig<br />
viel zu bieten hat. Praktisch ist das Umschalten<br />
zwischen Hoch- und Querformat. Halten<br />
Sie Ihr Handy hochkant, dann wischen Sie per<br />
Fingerzeig nach links bzw. rechts zwischen<br />
den beiden Panels des Dateimanagers hin und<br />
her. Im Breitbild sehen Sie die zwei Spalten<br />
komplett auf dem Display, ähnlich wie man es<br />
zum Beispiel von Norton Commander kennt.<br />
Drag&Drop<br />
In den Standardeinstellungen zeigt Ihnen der<br />
Explorer Dateien und Verzeichnisse in einer detaillierten<br />
Liste mit großen Icons und <strong>Vorschau</strong>n<br />
02/2013<br />
113
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Solid Explorer<br />
Abb. 1: Bilder werden in der<br />
Dateiliste immer als <strong>kleine</strong>s<br />
Thumbnail dargestellt.<br />
Abb. 2: Im dunklen Theme passt<br />
der Solid Explorer besser zu Android<br />
4.0. Ice Cream Sandwich.<br />
Abb. 3: Auf einem gerooteten<br />
Handy steigen Sie in die Tiefen<br />
Ihres Androiden hinab.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28797<br />
an. Auf Wunsch stellen Sie die Ansicht jedoch<br />
auf größere Icons oder auf eine Liste um, die<br />
Sortierreihenfolge lässt sich natürlich ändern.<br />
Über den Menüpunkt Filter picken Sie gezielt<br />
Objekte mit einem bestimmten Namen oder Dateierweiterung<br />
heraus, Sie können den Filter<br />
auch mit Wildcards im Stile von *.jpg füllen.<br />
Dateien schieben Sie in beiden Ansichten per<br />
Drag&Drop – wie am PC – von einem Verzeichnis<br />
zum Anderen. Alternativ<br />
lässt die die Aktion während<br />
der Drag&Drop-Geste in den<br />
Einstellungen ändern, so können<br />
Sie die Datei auch kopieren,<br />
anstatt sie zu verschieben.<br />
Drücken Sie länger auf<br />
eine Datei, dann erscheint ein<br />
Kontextmenü mit weiteren Dateioperationen<br />
wie Kopieren,<br />
Verschieben, Löschen oder<br />
auch De-/ Komprimieren. Der<br />
Solid Explorer unterstützt<br />
dabei Archive in den Formaten<br />
ZIP, TAR.GZ bzw. TAR.BZ und<br />
RAR. Das Erstellen von Archiven<br />
ist in den Formaten ZIP<br />
und TAR möglich.<br />
Durch einen längeren Klick<br />
auf eine Datei oder ein Verzeichnis<br />
gelangen Sie in die anzeigen.<br />
Abb. 4: <strong>Die</strong> Dateien lassen sich<br />
auch in einem Raster übersichtlich<br />
Eigenschaften des jeweiligen Objekts, dort erhalten<br />
Sie ausführliche Informationen zur<br />
Größe und – bei Ordnern – auch zur Größenverteilung<br />
der Inhalte, so finden Sie Platzfresser<br />
mit nur wenigen Fingerwischern. Root-Rechte<br />
stellen für den Solid Explorer ebenfalls keine<br />
Hürde da, haben Sie Ihr Handy gerootet, dann<br />
erhalten Sie mit dem Dateimanager Zugriff auf<br />
das komplette System Ihres Androiden. Gut gelöst<br />
ist auch die Suchfunktion,<br />
die Sie über Suchen aus dem<br />
Menü heraus aufrufen. <strong>Die</strong><br />
Suche baut auf einem sich<br />
immer wieder aktualisierenden<br />
Index auf, so dass Treffer<br />
schon während des Tippens<br />
erscheinen. Das langwierige<br />
Durchsuchen des Speichers –<br />
besonders bei großen Datenbeständen<br />
– entfällt dank der<br />
cleveren Schnellsuche.<br />
Cloud-Integration<br />
Für die mobilen Netzwerker<br />
unter Ihnen bietet der Solid<br />
Explorer ebenso einiges an<br />
Funktionalität und Konfigurationsmöglichkeiten.<br />
<strong>Die</strong> App<br />
kann beispielsweise über FTP,<br />
SSH und Samba/ CIFS (die üb-<br />
114<br />
02/2013 APPS & TIPPS
EINSTEIGER-TIPPS<br />
Solid Explorer<br />
Abb. 7: Bessere Übersicht: Im Querformat werden beide Spalten<br />
des Dateimanagers zusammen dargestellt.<br />
Abb. 5: <strong>Die</strong> Properties zeigen<br />
Ihnen umfassende Informationen<br />
zum jeweiligen Ordner an.<br />
liche Netzwerkfreigabe von Windows oder<br />
Linux) Verzeichnisse über das WLAN oder Internet<br />
einbinden. Für Nutzer und Freunde von<br />
Cloudspeicher-Angeboten kann der Solid Explorer<br />
die <strong>Die</strong>nste Google Drive, Dropbox [LINK 3],<br />
Box [LINK 4], Microsoft SkyDrive [LINK 5] und SugarSync<br />
[LINK 6] integrieren, Sie arbeiten dann<br />
auf den Netzwerkfreigaben, als ob Sie lokale<br />
Ordner öffnen offen hätten. <strong>Die</strong> Option zum<br />
Abb. 6: Über die Tortengrafik entgeht<br />
Ihnen kein einziger Speicherfresser<br />
mehr.<br />
Mounten der Freigaben finden<br />
Sie in der Gehe zu-Liste über<br />
Ihren Lesezeichen.<br />
Wir hätten uns an dieser<br />
Stelle noch die Integration<br />
aller dieser Serverdienste direkt<br />
in die Solid Explorer-App<br />
gewünscht, sodass Sie direkt aus der Anwendung<br />
heraus Ordner via FTP, SSH oder Samba<br />
für das lokale Netzwerk freigeben können. Immerhin:<br />
Für das FTP-Protokoll haben die findigen<br />
Solid Explorer-Entwickler bereits eine entsprechende<br />
Server-Funktion eingebaut, die sich<br />
direkt in der App unter Menü | Dateifreigabe<br />
aktivieren lässt. Über diese können Sie ein beliebiges<br />
Verzeichnis per FTP freigeben. ● ● ●<br />
Abb. 8: Netzwerkfreigaben werden<br />
transparent in den Verzeichnisbaum<br />
eingebunden.<br />
Abb. 9: <strong>Die</strong> App kann auch aktiv<br />
als Server fungieren und Verzeichnisse<br />
per FTP freigeben.<br />
Abb. 10: Funktionaler Aufbau: In<br />
den Einstellungen lässt sich auch<br />
das Aussehen der App verändern.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 115
TIPPS & TRICKS<br />
Google Play<br />
<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong> zum Google Play Store<br />
Shopping-<strong>Tipps</strong><br />
Im Play Store finden Sie inzwischen neben den obligatorischen Apps auch<br />
Bücher, Musik und Filme ausreichend Futter für Ihren Androiden. Ein paar <strong>kleine</strong><br />
<strong>Tipps</strong> erleichtern Ihnen die nächste Shopping-Tour im Play Store. Christoph Langner<br />
Bezahlen über die Handy-<br />
Rechnung<br />
Wenn man nach Kritik an Android<br />
sucht, dann werden mitunter die<br />
dürftigen Zahlungsmöglichkeiten im<br />
Google Play Store genannt - jeder Online-Händler<br />
bietet mehr Optionen. Ohne eine Kreditkarte<br />
ging im Google Store bislang noch wenig, was<br />
zu Ärger bei Eltern oder Nutzern führte, die<br />
Google nicht ihre Kreditkartendaten übergeben<br />
mochten. Als Alternative zur Kreditkarte ist die<br />
Bezahlung von Apps inzwischen bei den Mobilfunkbetreibern<br />
T-Mobile, Vodafone und O2<br />
auch über die Telefonrechnung möglich.<br />
<strong>Die</strong> Zahlung läuft wie gewohnt ab, bei der<br />
Zahlungsmethode wählen Sie aber anstatt einer<br />
Kreditkarte das Abrechnungskonto Ihres Mobilfunkanbieters.<br />
Der fällige Betrag wird dann anschließend<br />
ganz einfach über Ihre monatliche<br />
Telefonrechnung vom Girokonto eingezogen.<br />
Natalia Sheinkin, 123RF<br />
116<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Google Play<br />
Abb. 1: Sehr praktisch: Als Zahlungsmethode<br />
können Sie auf<br />
Google Play ab sofort auch Ihr<br />
Mobilfunk-Konto auswählen.<br />
Abb. 2: Durch die PIN-Nummer<br />
geschützt, können Apps nicht<br />
mehr ohne weiteres Zutun installiert<br />
werden.<br />
Abb. 3: Über den Browser und dem<br />
Google Play Web-Frontend würde<br />
sich das Smartphone deutlich<br />
leichter aufräumen lassen.<br />
Außen vor bleiben allerdings wohl Android<br />
User mit SIM-Karten von Mobilfunk-Discountern<br />
wie Fonic oder Netzclub oder auch Nutzer<br />
mancher Custom-ROMs. <strong>Die</strong> Bezahlfunktion<br />
scheint nur bei den großen Anbietern zuverlässig<br />
zu funktionieren und wird beim Einsatz von<br />
manch einer alternativen Firmware nicht angeboten.<br />
Auf unseren Testgeräten<br />
mit aktuellem Cyanogen-<br />
Mod funktionierte allerdings<br />
auch diese Zahlungsmethode.<br />
Abb. 4: In den Einstellungen verbieten<br />
Sie Apps nach der Installation<br />
automatisch Widgets auf dem<br />
Homescreen abzulegen.<br />
Google Play mit<br />
PIN sichern<br />
Dass sich Apps aus<br />
dem Play Store nach<br />
wie vor nur mit Kreditkarte<br />
oder die Handy-Rechnung<br />
bezahlen lassen, ist<br />
einer der größten Nachteile<br />
von Android. Eltern können<br />
somit ihren Kindern nicht einfach<br />
eine Guthaben-Karte zur<br />
einfachen und sicheren Bezahlung<br />
von Apps zur Verfügung<br />
stellen. Um den Kindern<br />
dennoch Apps kaufen zu können,<br />
lässt sich der Store mit<br />
einem PIN schützen. <strong>Die</strong> entsprechende<br />
Option PIN festlegen und ändern<br />
finden Sie in den Einstellungen des Play Store.<br />
Beachten Sie aber, dass dieser Schutzmechanismus<br />
von Google nicht als sichere Lösung angesehen<br />
wird, da sich der PIN durch das Löschen<br />
der Daten der Play-Store-App ohne Probleme<br />
wieder deaktivieren lässt [LINK 1]. Google<br />
empfiehlt den PIN-Schutz in<br />
der Hilfe zum Store [LINK 2] nur<br />
als zusätzliche Hürde vor dem<br />
versehentlichen Kauf kostenpflichtiger<br />
Android-Apps.<br />
Deinstallieren<br />
Wer sein Android-<br />
Handy intensiv benutzt,<br />
der probiert<br />
auch immer wieder neue Apps<br />
durch. Manch eine ist toll und<br />
wird in Zukunft oft benutzt,<br />
andere fliegen gleich wieder<br />
vom Handy. Ein paar Apps<br />
versauern aber auch gerne ungenutzt<br />
auf Ihrem Androiden<br />
und nehmen nur Platz und<br />
Ressourcen weg.<br />
Viele Android User nutzen<br />
das Web-Frontend des Google<br />
Play Stores um bequem durch<br />
APPS & TIPPS 02/2013 117
TIPPS & TRICKS<br />
Google Play<br />
App vom Handy, ohne dass man sein Smartphone<br />
in die Hand nehmen müsste. Zudem lassen<br />
sich Apps auch direkt von dort aktualisieren.<br />
Der nächste Frühjahrsputz kann also getrost<br />
auf Sie zukommen.<br />
Abb. 5: Der Google-Testaccount der Android-User-Redaktion wurde schon mit<br />
Hunderten von Androiden verknüpft.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29049<br />
den Android-Market zu stöbern. Soll aber eine<br />
App aktualisiert oder gelöscht werden, dann<br />
greifen die meisten gleich zum Handy. Seit einiger<br />
Zeit ist es nun aber auch möglich über den<br />
Web-Store Apps zu deinstallieren. Gerade wer<br />
sein Handy mal wieder aufräumen möchte, der<br />
findet hier eine Arbeitserleichtung.<br />
Auf der Webseite http:// play. google. com/ apps<br />
[LINK 3] finden Sie eine Übersicht, über alle mit<br />
Ihrem Google-Konto verknüpften Androiden.<br />
Für jedes Gerät sind dort sämtliche installierten<br />
Apps aufgeführt, der <strong>kleine</strong> Mülleimer neben<br />
dem Installiert-Button wirft nun die jeweilige<br />
Abb. 6: Nicht mehr benötigte Androiden lassen sich bislang nicht löschen, es ist<br />
nur möglich sie aus dem Play Store auszublenden.<br />
Automatische Icons<br />
abschalten<br />
Stört es Sie, dass viele Apps nach der<br />
Installation automatisch ein Icon auf<br />
Ihrem Homescreen ablegen? Manche<br />
App hinterlässt gleich mehrere Icons, einige wenige<br />
auch gleich Links zu beworbenen Webseiten.<br />
<strong>Die</strong>ser Unsitte lässt sich jedoch in den Play-<br />
Store-Einstellungen relativ schnell und effektiv<br />
Einhalt gebieten.<br />
Öffnen Sie dazu den Google-Play-Store und<br />
gehen dort über das Menü in die Einstellungen.<br />
Achten Sie hier nun auf die Option Widgets automatisch<br />
hinzufügen, ist sie deaktiviert, dann<br />
ist es Apps nicht mehr erlaubt, automatisch<br />
Icons – oder auch andere Widgets – bei der Installation<br />
auf Ihrem Homescreen abzulegen.<br />
Androiden entfernen<br />
Durchstöbern Sie auf der Suche nach<br />
neuen App-Highlights auch so gerne<br />
das Webfrontend des Play Stores wie<br />
die Android User-Redaktion? Dann stört es Sie<br />
eventuell auch, dass Androiden, die Sie schon<br />
lange nicht mehr benutzen, nach wie vor in der<br />
Liste der Geräte auftauchen, auf denen eine neu<br />
gefundene App installiert werden soll. Bei<br />
Ihnen wird die Liste sicherlich nicht so lang<br />
sein wie bei unserem Android-User-Testaccount,<br />
doch ein bisschen Ordnung schadet hier<br />
mit Sicherheit nicht.<br />
Google erlaubt es bislang nicht, ehemalige-<br />
Androiden komplett aus der eigene Geräte-<br />
Sammlung zu löschen. Doch Ihre nicht mehr<br />
benötigten Geräte lassen sich immerhin ausblenden,<br />
so dass die Geräteliste bei der Installation<br />
neuer Apps ein wenig ausgedünnt und<br />
damit übersichtlicher wird.<br />
Öffnen Sie dazu über das Zahnrad-Icon<br />
rechts oben in der Webansicht des Play Stores<br />
den Link Meine Bestellungen & Einstellungen<br />
[LINK 4] und anschließend den Reiter Einstellungen.<br />
In der Spalte Präsenz deaktivieren Sie nun<br />
über das Feld In Menüs enthalten die Geräte,<br />
die Sie inzwischen nicht mehr benötigen. ● ● ●<br />
118<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Google Maps<br />
Chalong Tawan, 123RF<br />
<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong> zu Google Maps<br />
Kartentricks<br />
<strong>Die</strong> jüngeren Android User unter uns sind wahrscheinlich noch nie in den zweifelhaften<br />
Genuss gekommen, einen verhedderten Faltplan ordentlich zusammenlegen<br />
zu dürfen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten <strong>Tricks</strong> – nicht für die gedruckten<br />
Pläne, sondern für Google Maps! Christoph Langner<br />
Offlinekarten mit Maps<br />
Wer sich öfter im Ausland aufhält, weiß um die<br />
Preise, welche die Mobilfunk-Provider für Roaming<br />
verlangen. Ärgerlich ist dieser Umstand<br />
vor allem, da man sich im Ausland selten gut<br />
auskennt und häufig auf die Hilfe von Karten<br />
angewiesen ist. Hier hilft Google Maps mit sogenannten<br />
Offline Maps weiter. In älteren Versionen<br />
der Maps-App fand sich bereits eine abgespeckte<br />
Variante dieses Tools in den experimentellen<br />
Funktionen, diese konnte jedoch maximal<br />
12 Kacheln mit einer Kantenlänge von 16 Kilometern<br />
abspeichern. Mit den Offline-Karten<br />
sind deutlich größere Bereiche möglich.<br />
Maps erlaubt den Download von Kartenausschnitten<br />
mit einer Kantenlänge von bis zu 100<br />
Kilometern ohne Einschränkung der Anzahl.<br />
<strong>Die</strong>se Ausschnitte sind dann jeweils etwa 90<br />
MByte groß. <strong>Die</strong> Download-Option steht jedoch<br />
nur für die Landkarte, nicht für die topologische-<br />
oder Satellitenkarte zur Verfügung. Der<br />
Kartenausschnitt dient allerdings lediglich als<br />
Landkarte mit Standortbestimmung, zur Navigation<br />
oder Ortssuche benötigt Google Maps<br />
nach wie vor eine Internetverbindung. Eine Offline-Navi-App<br />
wie TomTom, Navigon, CoPilot<br />
und Co. ersetzt die Funktion daher nicht.<br />
Maps mit Profil<br />
Wenn jemand eine Reise tut – kann er immer<br />
was erleben, unter Umständen auch böse Überraschungen.<br />
Sofern Sie zu Fuß oder mit dem<br />
APPS & TIPPS 02/2013 119
TIPPS & TRICKS<br />
Google Maps<br />
Abb. 1: <strong>Die</strong> Offline-Funktion von<br />
Google Maps erlaubt das Speichern<br />
von Kartenausschnitten.<br />
Abb. 2: Der Entfernungsmesser<br />
aus den Google Maps Labs zeigt<br />
das Höhenprofil an.<br />
Abb. 3: Auf Wunsch wird auch bei<br />
einer Route das Höhenprofil der<br />
Strecke eingeblendet.<br />
Fahrrad unterwegs sind, sollten Sie deswegen<br />
vorab nicht nur die Streckenlänge, sondern<br />
auch das Höhenprofil Ihrer geplanten Route<br />
evaluieren, damit Ihnen nicht am ersten größeren<br />
Berg die Luft ausgeht. Hier geht Ihnen die<br />
Messen-Funktion von Google Maps zur Hand,<br />
die Sie jedoch erst in den Google Labs-Einstellungen<br />
aktivieren müssen.<br />
Danach finden Sie rechts unten in der Karte<br />
ein <strong>kleine</strong>s Lineal, das beim<br />
Antippen einen grünen Balken<br />
als Zeichen der Aktivität anzeigt.<br />
Tippen Sie jetzt den<br />
Startpunkt auf der Karte an<br />
und danach den Endpunkt.<br />
Sie dürfen dabei beliebig viele<br />
Zwischenpunkte mit einbeziehen<br />
und so die Route nach Belieben<br />
gestalten.<br />
Am oberen Kartenrand<br />
sehen Sie neben der gemessenen<br />
Entfernung die kumulierte<br />
Steigung sowie den<br />
höchsten Punkt der Strecke.<br />
<strong>Die</strong>sen signalisiert auch ein<br />
roter Punkt auf der Messstrecke.<br />
Darüber hinaus gibt ein<br />
Diagramm Auskunft über die<br />
Verteilung der Steigungen und<br />
der Gefälle. Das Höhenprofil dem Display.<br />
Abb. 4: Kippen Sie die Karte durch<br />
das Ziehen von zwei Fingern auf<br />
lässt sich auch generell für die Routenberechnung<br />
aktivieren, dazu finden Sie in den Labs<br />
die Option Höhenprofil für Routen.<br />
Kartenfehler melden<br />
Der Stand von Googles Kartenmaterial ist aktuell,<br />
aber auch nicht immer perfekt. <strong>Die</strong> Vielfahrer<br />
in der Android-User-Redaktion kennen einige<br />
Stellen in Googles Navigationsservice, in<br />
denen der <strong>Die</strong>nst unsinnige<br />
oder gar verbotene Abbiegehinweise<br />
gibt. Schuld daran<br />
sind <strong>kleine</strong> Fehler in der Karte,<br />
die man als User an Google<br />
weiterreichen kann [LINK 1].<br />
Kartenfehler lassen sich<br />
über einen <strong>kleine</strong>n Button mit<br />
dem Titel Problem melden in<br />
der Google-Maps-Karte im<br />
Browser melden, aus der Android-App<br />
heraus ist dies bisher<br />
nicht möglich. Sie benötigen<br />
dafür keinen Google-Account,<br />
dieser wird nur gebraucht,<br />
wenn Sie über das weitere Geschehen<br />
informiert werden<br />
wollen. Google möchte so die<br />
Barriere möglichst gering halten,<br />
jeder soll Kartenfehler<br />
melden dürfen. Google ver-<br />
120<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Google Maps<br />
Abb. 5: Schicken Sie Kartenausschnitte aus Google Maps vom PC auf Ihren Androiden.<br />
spricht die Fehlermeldung innerhalb eines Monats<br />
zu bearbeiten. Aus eigener Erfahrung heraus<br />
dauert es allerdings bis zu drei Monate und<br />
mehrfaches Nachhaken, bis ein Fehler in Googles<br />
Datenmaterial korrigiert wurde.<br />
Google Maps in 3D<br />
Google Maps lässt sich auch in einem 3D-Modus<br />
nutzen. So bekommen Sie einen besseren<br />
Überblick, welches Gebäude wo liegt. Legen Sie<br />
dazu zwei Finger auf das Display und ziehen<br />
Sie die Hand von oben nach unten – schon wird<br />
die Ansicht der Karte geneigt. Sind Sie nah<br />
genug an den Gebäuden, tauchen Häuser und<br />
Bauten wie Kartenhäuschen auf.<br />
Wie gewohnt schieben Sie auch im 3D-Modus<br />
die Karte mit hin und her. Zusätzlich lässt<br />
sich die Perspektive mit einer weiteren Zwei-<br />
Finger-Geste verändern. Wenn Sie einen Finger<br />
auf das Display legen und mit einem Zweiten<br />
eine Kreisbahn um den ersten Finger ziehen,<br />
dreht sich auf die Karte unter Ihrer Hand.<br />
Vom PC aufs Handy<br />
Der Arbeitsabflauf, eine Adresse aus dem Internet-Browser<br />
auf dem Desktop zum Android-<br />
Handy zu übertragen, ist eigentlich ziemlich<br />
anachronistisch, wenn man bedenkt, dass Deskop-Rechner<br />
und Android-Smartphone sehr<br />
stark über das Internet miteinander verknüpft<br />
sind. Es dürfte eigentlich nicht angehen, dass<br />
man eine im Internet recherchierte Adresse am<br />
Handy abtippen muss, um später im Auto zu<br />
dieser zu navigieren.<br />
Mit der Browsererweiterung Chrome to<br />
Phone [LINK 2] des Google-Browsers Chrome<br />
müssen Sie sich dagegen nicht mehr abmühen,<br />
sie übernimmt im Zusammenspiel mit der<br />
gleichnamigen App [LINK 3] das Übertragen von<br />
Kurzinfos wie Links, Telefonnummern oder<br />
eben auch Google-Maps-Links. Entsprechende<br />
Erweiterungen finden sich auch in den Add-On-<br />
Verzeichnissen von Firefox [LINK 4] und Opera<br />
[LINK 5], sie müssen für diese Funktion daher<br />
nicht zwangsweise den Browser wechseln.<br />
App und Erweiterung müssen Sie installieren<br />
und anschließend der Browser-Erweiterung erlauben,<br />
auf Ihr Google-Konto zugreifen zu dürfen.<br />
Von nun an reicht ein Klick auf das Icon<br />
des Browser-Plugins, einen kurzen Moment<br />
später meldet sich Google Maps mit der entsprechenden<br />
Adresse auf Ihrem Handy. Chrome<br />
to Phone übermittelt übrigens auch Links oder<br />
Telefonnummern auf Ihren Androiden ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29052<br />
APPS & TIPPS 02/2013 121
TIPPS & TRICKS<br />
Google Navi<br />
Nataliia Natykach, 123RF<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zu Googles Navi<br />
Navi-<strong>Tipps</strong><br />
In diesem Navi-Special zeigen wir Ihnen <strong>Tipps</strong> und <strong>Tricks</strong>, über die Sie etwas mehr<br />
aus der im Google-System integrierten Navigationslösung herausholen können.<br />
Christoph Langner<br />
Verkehrslage Opt-Out<br />
<strong>Die</strong> Google Navigation überträgt während Ihrer<br />
Fahrt mit aktiviertem Navi Daten wie Ort und<br />
Geschwindigkeit an die Google-Server [LINK 1].<br />
Google nutzt die anonymisiert übermittelten<br />
Daten [LINK 2], um die Verkehrslage auf den Straßen<br />
bestimmen zu können. Vergleicht man die<br />
Daten der Autofahrer mit dem Tempolimit auf<br />
der Straße, kann Google in Echtzeit berechnen,<br />
wo Staus sind und wo man freie Fahrt hat.<br />
Falls Sie sich durch diese Datenübermittlung<br />
zu sehr auf das Gaspedal geschaut fühlen, dann<br />
können Sie diese über die Android-Einstellungen<br />
deaktivieren [LINK 3]. <strong>Die</strong> entsprechenden<br />
Menüpunkte finden Sie auf aktuellen Geräten<br />
mit Android 4.0 unter Standortdienste | Standortdienst<br />
von Google oder auf älteren Androiden<br />
unter Ort | Wireless nutzen. Dadurch geht<br />
Ihnen allerdings auch die grobe Bestimmung<br />
Ihrer Position über die WLAN- und Mobilfunk-<br />
Ortung verloren.<br />
Vogelperspektive<br />
Im Normalfall zeigt Ihnen die Google-Navigation<br />
die Richtung über eine isometrische Ansicht<br />
von schräg oben an. So sehen Sie direkt,<br />
welche Kreuzung vor Ihnen liegt und wie Sie<br />
abbiegen müssen. Um ein bisschen mehr Überblick<br />
zu bekommen, können Sie allerdings auch<br />
die Darstellung in eine Vogelperspektive umschalten.<br />
Drücken Sie dazu einmal kurz auf die<br />
Kompassnadel in der linken oberen Ecke der<br />
122<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Google Navi<br />
Abb. 1: <strong>Die</strong> übliche Darstellung<br />
der Navigation von schräg oben.<br />
Abb. 2: Aus der Vogelperspektive<br />
sehen Sie sich lotrecht von oben.<br />
Abb. 3: In dieser Darstellung können<br />
Sie aus der Karte zoomen.<br />
Navi-App, ein erneuter Klick auf den Kompass<br />
führt Sie zur gewohnten Darstellung zurück.<br />
<strong>Die</strong> Darstellung kippt nun um, sodass Sie<br />
eine ebene Karte mit Ihrer Route als blaue Strecken<br />
sehen. <strong>Die</strong> Karte können Sie nun wie bei<br />
Google Maps mit einem Fingerwisch hin- und<br />
herschieben und auch mit einer Pinch&Zoom-<br />
Geste aus der Karte heraus- bzw. wieder hineinzoomen.<br />
Ab einem etwas größeren Maßstab<br />
sehen Sie auch dichten Verkehr oder gar Staus<br />
als gelben bzw. roten Streckenabschnitt.<br />
Tankstellen und POIs<br />
Während der Fahrt kann die Darstellung weiterer<br />
Punkte (POI) in der Karte wichtig sein, praktisch<br />
sind zum Beispiel Tankstellen oder die<br />
Bankfilialen auf der Strecke. Über zusätzliche<br />
Ebenen blenden Sie diese Informationen in die<br />
Karte ein, die entsprechenden Optionen dafür<br />
finden Sie in dem Einstellungs-Menü rechts<br />
unten in der Navi-App und dann im Menüpunkt<br />
Ebenen. Dort finden Sie schon vordefinierte<br />
Schichten wie Tankstellen, Geldautomaten<br />
und Banken oder eben auch Restaurants.<br />
Sie ergänzen diese Liste um weitere POIs,<br />
indem Sie dazu wieder das Einstellungs-Menü<br />
öffnen und dieses Mal den Eintrag Mehr auswählen.<br />
Daraufhin erscheint ein Menü, über<br />
das Sie nach einem beliebigen Eintrag Suchen<br />
können. Brauchen Sie also nicht einfach nur<br />
eine beliebige Bank, sondern einfach nur eine<br />
Stadtsparkasse oder Raiffeisenbank, dann tragen<br />
Sie Ihre individuelle Ebene hier ein.<br />
Widgets<br />
<strong>Die</strong> Android-Navigation ist leider etwas karg,<br />
wenn es um zusätzliche Informationen rund<br />
um Ihre Fahrt geht. Ausgewachsene Navi-Apps<br />
zeigen Ihnen an, auf welche Spur Sie wechseln<br />
sollten, wie schnell Sie gerade fahren, wie<br />
schnell Sie eigentlich fahren sollten und in<br />
manch einer lässt sich sogar eine POI-Schicht<br />
mit einer Blitzerdatenbank nachrüsten. Ein Teil<br />
dieser Funktionen lässt sich mit zusätzlichen<br />
Apps nachrüsten, die Ihre Anzeige als Widget<br />
über das Navibild legen. Der Ulysse Speedometer<br />
Pro [LINK 4] etwa zeigt Ihnen Ihre über die<br />
GPS-Antenne exakt bestimmte Geschwindigkeit<br />
als <strong>kleine</strong>n Tachometer an, auch wenn die<br />
Navi-App im Vordergrund läuft.<br />
Der Tacho leuchtet grün auf, wenn Sie sich in<br />
einem üblichen Geschwindigkeitsband von 30,<br />
50, 60 oder 80 km/ h bewegen und warnt Sie<br />
mit einem roten Signal, wenn Sie die Geschwindigkeit<br />
überschreiten. Leider weiß die App<br />
nicht, wie schnell Sie auf dem Streckenabschnitt<br />
fahren dürfen, die Anzeige basiert nur<br />
auf Ihrer aktuellen Geschwindigkeit. Wer partout<br />
sein Tempo nicht im Griff hat oder öfter<br />
über die Dörfer im schwäbischen Land fährt,<br />
wo vor jeder zweiten Ortsausfahrt ein Blitzer<br />
steht, der ist vielleicht über das Widget der Blit-<br />
APPS & TIPPS 02/2013 123
TIPPS & TRICKS<br />
Google Navi<br />
Abb. 4: <strong>Die</strong> nächste Tankstelle<br />
liegt gleich rechts vor der Einfahrt<br />
in den Kreisverkehr.<br />
Abb. 5: Dank schwebender Widgets<br />
haben Sie mehr als nur die<br />
blanke Route im Blick.<br />
Abb. 6: In der Navigation haben<br />
Sie dann Ihre wichtigsten Orte<br />
immer schnell zur Hand.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29054<br />
zer.de PLUS App [LINK 5] froh. <strong>Die</strong> App läuft im<br />
Hintergrund und warnt Sie, wenn Sie sich<br />
einem Blitzer nähern. Dank des Widgets funktioniert<br />
dies auch, wenn eine Navi-App im Vordergrund<br />
aktiv Ihre zu fahrende Route anzeigt.<br />
<strong>Die</strong> rechtliche Lage rund um Blitzer-Apps für<br />
Smartphones ist bislang noch nicht wirklich<br />
eindeutig geklärt [LINK 6]. Zeigt eine App nur<br />
fest installierte Blitzer an, dann kann diese<br />
durchaus noch im rechtlich unbedenklichen<br />
Rahmen betrieben werden. Apps, die Sie auch<br />
vor mobilen Blitzern warnen, sind nach aktueller<br />
Rechtsprechung allerdings wohl durchweg<br />
Abb. 7: Über den Browser am PC verwalten Sie Ihre markierten Orte<br />
am einfachsten.<br />
verboten - ein heißes Thema, bei dem sich momentan<br />
noch einiges entscheiden könnte.<br />
Favoriten<br />
Treffpunkte, die Sie öfter anfahren, aber zu<br />
denen es keinen Kontakt gibt, legen Sie am besten<br />
über Google Maps [LINK 7] als Favoriten in<br />
Ihrem Google-Maps-Profil ab. Klicken Sie dazu<br />
mit der rechten Maustaste in der Karte auf die<br />
Straße bzw. den Ort und wählen Route von hier<br />
aus dem Kontext-Menü aus. Selektieren Sie jetzt<br />
den <strong>kleine</strong>n Marker und aktivieren dort den<br />
Stern. Alternativ geht dies auch direkt über<br />
Ihren Androiden. Aus der Google-<br />
Maps heraus selektieren Sie mit<br />
einem längeren Fingerzeig einen<br />
Ort, ein Klick auf den Pfeil nach<br />
rechts bringt Sie zur Übersichtsseite<br />
des Ortes, rechts oben finden<br />
Sie wieder das Sternchen zum<br />
Speichern. Der Punkt erscheint<br />
nun automatisch unter den Markierten<br />
Punkten in der Google-<br />
Navi-App, ein Klick auf den Eintrag<br />
startet die Navigation zum gewählten<br />
Eintrag. Ihre favorisierten<br />
Orte verwalten einfach über die<br />
Google-Maps-Seite auf dem Rechner,<br />
dort können Sie die Einträge<br />
ändern oder direkt löschen. ● ● ●<br />
124<br />
02/2013 APPS & TIPPS
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Viele Apps nutzen nicht nur den Platz<br />
zwischen Status- und Button-Leiste,<br />
sondern den ganzen Bildschirm. Für<br />
Spiele, Filme oder andere Fullscreen-Apps wäre<br />
das Zeigen der Leiste nur Platzverschwendung.<br />
Allerdings gibt es sehr wohl Situationen, in<br />
denen die Anzeige der Status-Leiste praktisch<br />
wäre. So müssten Sie nicht den Media-Player<br />
oder Ihr Spiel in Richtung Homescreen verlassen,<br />
wenn Sie per „Ding“ über den Eingang<br />
einer Mail oder SMS informiert wurden.<br />
<strong>Die</strong> <strong>kleine</strong>, kostenlose und werbefreie App<br />
Smart Statusbar [LINK 1] hilft Ihnen aus. <strong>Die</strong> Anwendung<br />
läuft als <strong>Die</strong>nst im Hintergrund und<br />
wird aktiv, sobald eine andere App in den Vollbildmodus<br />
wechselt. Ein Klick auf den oberen<br />
Rand des Handys (egal ob Hochkant oder Quer)<br />
lässt es kurz vibrieren, danach können Sie die<br />
Statusleiste wie gewohnt von der Bildschirmkante<br />
herunterziehen. Lässt man Sie los, verschwindet<br />
Sie wieder komplett im Hintergrund.<br />
Ruhe im Karton dank Shush!<br />
Im Kino, während der Vorlesung oder<br />
im Unterricht sollte man seinen Androiden<br />
ausschalten oder zumindest<br />
auf lautlos stellen, sonst drohen peinliche Situationen.<br />
Jeder Handybesitzer kann davon einoder<br />
mehrere Liedchen singen. Was jedoch,<br />
wenn man nach derartigen Ereignissen vergisst,<br />
das Smartphone wieder lauter zu stellen? Eventuell<br />
verpasst man den einen oder anderen<br />
wichtigen Anruf und ärgert sich.<br />
Setzten Sie daher auf Pst! bzw. Shush!<br />
[LINK 2]. Wenn Sie die Lautstärke des eigenen<br />
Androiden auf lautlos drehen, aktivieren Sie<br />
gleichzeitig die App. Auf deren Startbildschirm<br />
legen Sie anschließend fest, wann sich das eigene<br />
Gerät akustisch wieder zu Wort melden<br />
darf und in welcher Lautstärke das geschieht.<br />
Ob dies bereits nach dem Kinofilm oder erst am<br />
nächsten Tag der Fall sein soll, bleibt dabei dem<br />
eigenen Zeitgefühl überlassen.<br />
<strong>Die</strong>se einfach zu bedienende App hilft allen<br />
Vergesslichen, die öfters einmal Anrufe verpassen,<br />
weil Sie Ihr Gerät akustisch nicht wahrnehmen.<br />
Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist eine<br />
App, die von selbst erkennt, wenn man sich in<br />
den Sessel des Kino- oder Konzertsaals setzt.<br />
Aber vielleicht werden bald in Kinosälen NFC-<br />
Tags eingebaut, die automatisch das Handy in<br />
der Hosentasche auf stumm stellen, wer weiß?<br />
Push-Ads erkennen<br />
Viele App-Entwickler bieten neben<br />
einer kostenpflichtigen, auch eine<br />
kostenlose – aber über Werbung finanzierte<br />
– Version ihrer Anwendung an. Üblicherweise<br />
sehen Sie dann unter oder über dem<br />
126<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Tool-<strong>Tipps</strong><br />
Abb. 1: Mit der Smart Statusbar<br />
ziehen Sie die Statusleiste ins Bild,<br />
auch wenn gerade eine App im<br />
Vollbild läuft.<br />
Abb. 2: Shush! schaltet die Lautstärke<br />
nach Ablauf eines Timer<br />
automatisch wieder auf ein wahrnehmbares<br />
Level.<br />
Abb. 3: Welche omniöse Quellehinter<br />
diesen Push-Ads steckt, lässt<br />
sich mit Android-Bordmitteln leider<br />
nicht erkennen.<br />
Anwendungs-Fenster ein <strong>kleine</strong>s Werbebanner,<br />
über das der Entwickler ein <strong>kleine</strong>s bisschen<br />
Geld verdient, wenn Sie auf das Banner klicken.<br />
Allerdings gibt es neben dieser offensichtlichen<br />
Werbe-Methode noch andere Verfahren,<br />
die deutlich nerviger und aufdringlicher sind.<br />
Zu diesen gehören so genannte Push-Ads, die<br />
plötzlich in der Benachrichtigungsleiste Ihres<br />
Androiden auftauchen. <strong>Die</strong>se Form der Werbung<br />
ist besonders unangenehm, da Sie nicht in<br />
der Lage sind zu erkennen, welche Apps denn<br />
eigentlich für diese Werbung verantwortlich<br />
sind. Besonders im Bereich der 0815-Apps wie<br />
Wallpaper, Klingeltöne oder simple „Mach mit<br />
Android hübsch“-Apps ist diese Art der Werbung<br />
sehr weit verbreitet.<br />
Abb. 4: Lookout Ad Network<br />
Detector zeigt, welche Apps die<br />
nervigen Push-Ads einblenden.<br />
Abb. 5: Der Screen Filter dunkelt<br />
das Display zusätzlich ab, so dass<br />
es sich im Bett besser liest.<br />
Abb. 6: Mit DiskUsage finden und<br />
löschen Sie die größten Speicherplatzfresser<br />
auf Ihrem Handy.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 127
TIPPS & TRICKS<br />
Tool-<strong>Tipps</strong><br />
Abb. 7: Carbon erstellt Backups<br />
Ihrer Apps und deren Daten auch<br />
ohne Root-Rechte.<br />
Abb. 8: Optional gleicht Carbon<br />
die App-Daten zwischen Ihren<br />
verschiedenen Androiden ab.<br />
Abb. 9: <strong>Die</strong> Power Toggles lassen<br />
sich auf den Homescreen und die<br />
Benachrichtigungsleiste setzen.<br />
Sollten Sie sich diese Anzeigen eingefangen<br />
haben, dann helfen Ihnen eine Reihe von Push-<br />
Ad-Scannern Ihr Smartphone wieder zu säubern.<br />
Als Tipp möchten wir Ihnen den kostenlosen<br />
Lookout Ad Network Detector [LINK 3]<br />
empfehlen. <strong>Die</strong> App verzichtet selber auf Anzeigen,<br />
die gefundenen Apps lassen sich mit ihr<br />
gezielt deinstallieren und noch dazu verrät<br />
Ihnen der Ad Network Detector, welche Apps<br />
welche Werbenetzwerke benutzen.<br />
Notbeleuchtung für Android<br />
<strong>Die</strong> Helligkeit des Displays lässt sich<br />
unter Android über Einstellungen |<br />
Display | Helligkeit recht gut einstellen.<br />
Sie können dort dem System die Regelung<br />
entweder komplett überlassen und eine Automatik<br />
aktivieren, oder aber auch die Helligkeit<br />
über einen Schieber von Hand regulieren - wie<br />
es Ihnen lieber ist.<br />
Allerdings kann in absoluter Dunkelheit<br />
selbst die niedrigste Einstellung noch zu hell<br />
sein. Wenn Sie gerne im Bett auf Ihrem Androiden<br />
lesen und dabei entweder selber geblendet<br />
werden oder durch das helle Licht Ihren Partner/<br />
Ihre Partnerin nicht stören möchten, dann<br />
sollten Sie sich den Screen Filter [LINK 4] aus<br />
dem Google Play Store installieren.<br />
<strong>Die</strong> App dimmt das Display über die Einstellungsmöglichkeiten<br />
Ihres Smartphones hinaus<br />
weiter ab, indem die angezeigten Farben abschattiert<br />
werden. Weiß ist nicht mehr strahlend<br />
weiß, sondern Grau. Natürlich verliert das<br />
Bild dadurch an Brillanz, aber wer einfach nur<br />
lesen möchte, der braucht nicht unbedingt<br />
strahlende Farben. Der Grad der Abdunklung<br />
lässt sich in der Anwendung einstellen, sodass<br />
Sie die Helligkeit des Displays an jede erdenkliche<br />
Situation anpassen können.<br />
Für Besitzer von Handys mit einem<br />
AMOLED-Display ergibt sich sogar noch ein<br />
weiterer positiver Seiteneffekt: Das Gerät verbraucht<br />
weniger Strom! Bei einem AMOLED<br />
leuchtet nicht wie bei einem LCD eine Hintergrundbeleuchtung<br />
permanent das komplette<br />
Display aus, sondern jedes Pixel strahlt eigenständig<br />
Licht ab. Je dunkler ein Pixel leuchtet,<br />
desto weniger Strom verbraucht es.<br />
Speicherfresser aufgepürt<br />
Gehören Sie auch zu den Smartphone-Nutzern,<br />
die trotz immer größer<br />
werdenden Speicherkarten nie<br />
ausreichend Speicherplatz auf dem Handy<br />
haben? Dann sind Sie vermutlich ein Daten-<br />
Messie, der nie das Handy aufräumt und jahrealte<br />
Photos oder Videos mit sich herumschleppt.<br />
Nutzen Sie doch den Frühling und<br />
räumen jetzt einmal das Handy auf, doch<br />
womit anfangen?<br />
128<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Tool-<strong>Tipps</strong><br />
DiskUsage [LINK 5] zeigt Ihnen<br />
in einer graphischen Übersicht<br />
an, welche Ordner und Dateien<br />
auf der Speicherkarte am<br />
meisten Speicherplatz einnehmen.<br />
Dabei entspricht die dargestellte<br />
relative Größe der<br />
Datei dem tatsächlich eingenommenen<br />
Speicherplatz. <strong>Die</strong><br />
größten Brummer, die Sie<br />
nicht mehr benötigen, lassen<br />
sich direkt aus der Anwendung<br />
heraus öffnen oder alternativ<br />
sofort löschen.<br />
Backups<br />
ohne Root<br />
Auch auf dem Android-Smartphone<br />
sollten Backups eigentlich<br />
zum Pflichtprogramm<br />
gehören, schließlich ist das Handy als „Immerdabei-Computer“<br />
einer besonders hohen Wahrscheinlichkeit<br />
unterworfen, eines Tages verloren<br />
zu gehen. Wer Google Mail und andere<br />
Cloud-<strong>Die</strong>nste benutzt, muss sich zwar wenig<br />
Sorgen um seine Nachrichten und Kontakte machen,<br />
doch hart erkämpfte Spielestände oder<br />
mühsam erstellte Datensätze wären doch eine<br />
Sicherheitskopie wert.<br />
<strong>Die</strong> App Carbon Backup [LINK 6] setzt auf die<br />
erstmals in Android 4.0 Ice Cream Sandwich<br />
eingebaute ADB-Backup-Methode und braucht<br />
daher als einzige umfassende Backup-App<br />
keine Root-Rechte. Sie führt die zum Erstellen<br />
des Backups nötigen Befehle direkt auf dem<br />
Handy aus und sichert Ihre Daten unmittelbar<br />
auf dem Gerät oder – in der 3,71 Euro teuren<br />
Premium-Version [LINK 7] – auch auf Cloud-Speichern<br />
wie Google Drive, Dropbox oder Box.<br />
Power Toggles Widget<br />
Android liefert mit der Energiesteuerung<br />
ein Widget auf dem Smartphone<br />
aus, über das Sie mit einem Klick<br />
Funktionen wie WLAN oder USB de-/ aktivieren<br />
oder die Regelung der Helligkeit ändern können.<br />
Leider lässt sich dieses Widget nicht anpassen.<br />
<strong>Die</strong> Power Toggles [LINK 8] ähneln dem<br />
Vorbild fast wie ein Ei dem anderen, doch bietet<br />
es deutlich mehr Optionen an.<br />
Abb. 10: Jedes Power-Toggles-<br />
Widget lässt sich beliebig mit<br />
zahlreichen Schaltern bestücken.<br />
Abb. 11: InstaWifi erzeugt QR-<br />
Codes mit den Logindaten zu<br />
Ihrem WLAN.<br />
So bieten die Power Toggles neben den üblichen<br />
Verdächtigen auch Schalter für das Aktivieren<br />
der Datenfunktion oder das Umschalten zwischen<br />
reinem 2G- und schnellem 3G-Datenfunk<br />
an, auch das Anschalten des Kamera-Blitzes als<br />
Taschenlampe ist möglich. Ebenso lassen sich<br />
Apps und andere Shortcuts aus dem Android-<br />
System als Widget ablegen.<br />
Instant-WLAN ohne Tippen<br />
Ihr eigenes WLAN zuhause oder im<br />
Büro sollten Sie mit einem längeren<br />
Schlüssel sichern. Bei einem kurzen<br />
WLAN-Passwort besteht die Gefahr, dass Angreifer<br />
die Verschlüsselung knacken und ihren<br />
WLAN-Traffic mitschneiden oder sogar über<br />
Dateifreigaben Informationen abgreifen. Allerdings<br />
ist es etwas müßig, ein sicheres Passwort<br />
mit Zahlen und Sonderzeichen über die virtuelle<br />
Tastatur eines Smartphones einzutippen.<br />
InstaWifi [LINK 9] generiert einen QR-Code zu<br />
Ihrem WLAN-Netzwerk, den Sie per Shortcut<br />
mit Freunden oder Bekannten teilen können,<br />
wenn diese Zugriff auf ihr WLAN erhalten sollen.<br />
Alternativ programmiert die App auch<br />
einen NFC-Tag, den Sie – bei aktivierter NFC-<br />
Funktion – nur in die Nähe eines Handys halten<br />
müssen. Auf gerooteten Smartphones liest InstaWifi<br />
den WLAN-Schlüssel direkt aus den gespeicherten<br />
Netzwerkdaten aus.<br />
● ● ●<br />
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APPS & TIPPS 02/2013 129
TIPPS & TRICKS<br />
Dateien wiederherstellen<br />
Undelete for Root Users<br />
Ungelöscht<br />
Haben Sie geglaubt, es sei schon zu spät? Undelete for Root Users findet<br />
gelöschte Daten auf der SD-Karte oder im internen Speichers Ihres Androiden<br />
wieder. Allerdings hat das praktische Tool seine Grenzen, die<br />
gesuchten Dateien müssen auf einem Speicherbereich im richtigen<br />
Format liegen, zudem brauchen Sie Root-Rechte. Christoph Langner<br />
Anatoly Maslennikov, 123RF<br />
Es passiert<br />
schneller als<br />
man denkt:<br />
Man macht eine Reihe<br />
von Schnappschüssen,<br />
schaut sich die Bilder in<br />
der Galerie an und sortiert<br />
die schlechten Bilder aus.<br />
Doch gedankenverloren wandern ein paar Bilder<br />
ins Nirwana des Datenspeichers. Mit Undelete<br />
können Sie Bilder und andere Dateien bequem<br />
wiederherstellen, allerdings brauchen Sie<br />
dazu auf dem Smartphone Root-Rechte.<br />
Daten wiederherstellen<br />
Undelete for Root Users [LINK 1] finden Sie theoretisch<br />
kostenlos im Google Play Store. <strong>Die</strong>se<br />
werbefinanzierte Version fischt sich allerdings<br />
lediglich Bilder aus den gelöschten<br />
Daten heraus. Möchten Sie auch andere<br />
Dateien wie etwa Videos oder PDF-<br />
Dateien vom Handy retten, müssen Sie<br />
zusätzlich noch den kostenpflichtigen<br />
Schlüssel zur Vollversion [LINK 2] auf<br />
Google Play erwerben.<br />
Bilder und anderen Daten,<br />
die wir kurz zuvor von<br />
unserem Testhandy gelöscht<br />
haben, werden<br />
zuverlässig von Undelete<br />
wiederhergestellt.<br />
Auch<br />
wenn wir nach<br />
dem Löschen der<br />
ersten Aufnahmen<br />
eine Reihe<br />
weitere Photos<br />
geschossen<br />
haben, ließen sich<br />
130<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Dateien wiederherstellen<br />
Abb. 1: Undelete for Root Users<br />
funktioniert ausschließlich auf<br />
FAT-formatierten Partitionen.<br />
Abb. 2: Auf den passenden<br />
Datenträgern fand Undelete im<br />
Test gelöschte Daten zuverlässig.<br />
Abb. 3: Am besten arbeitet Undelete<br />
auf Androiden mit einem<br />
zusätzlichen SD-Karten-Slot.<br />
in unserem Test die gelöschten Daten aus der<br />
App heraus erfolgreich wiederherstellen.<br />
Wie bei allen Wiederherstellungs-Tools gilt<br />
jedoch auch bei Undelete: Je mehr Sie auf dem<br />
Datenträger mit den gelöschten Daten verändern,<br />
je mehr neue Daten hinzukommen, desto<br />
unwahrscheinlicher ist das erfolgreiche Wiederherstellen<br />
gelöschter Daten. Nach dem versehentlichen<br />
Löschen von Bildern gilt es also so<br />
schnell wie möglich Undelete zu starten und<br />
der App eine Chance zu<br />
geben, die Daten zu finden.<br />
Dateisystem benutzen. In der Praxis haben<br />
daher Android User mit einem Smartphone<br />
oder Tablet, bei dem sich der Speicher über eine<br />
zusätzliche microSD-Karte erweitern lässt, die<br />
größten Chancen, an gelöschte Dateien wieder<br />
heranzukommen. Android-Smartphones und<br />
-Tablets ohne Kartenslot setzen meist gänzlich<br />
auf EXT4 als internen Speicher, dort bleiben die<br />
Waffen von Undelete schlichtweg stumpf. Testen<br />
Sie daher am besten zunächst die kostenlose<br />
Version der App, bevor<br />
Sie den Unlock-Key kaufen.<br />
Nur für Root-User<br />
Undelete for Root Users funktioniert<br />
– wie der Name schon<br />
vermuten lässt – nur auf<br />
gerooteten Handys, da die<br />
App zwingend Zugriff auf das<br />
Dateisystem des Smartphones<br />
benötigt. Zudem kann Undelete<br />
bislang nur von mit dem<br />
Dateisystem FAT formatierten<br />
Partitionen Daten wiederherstellen,<br />
die Unterstützung für<br />
EXT4 ist laut Entwickler allerdings<br />
schon in Planung. Sie ist<br />
wichtig, da viele Gerätehersteller<br />
mittlerweile den internen<br />
Speicher mit diesem<br />
Abb. 4: Gelöschte Daten liegen<br />
weiter im Speicher, nur der Telefonbucheintrag<br />
zum Finden fehlt.<br />
Daten sicher<br />
löschen<br />
Neben dem Wiederherstellen<br />
von gelöschten Daten können<br />
Sie mit Undelete einzelne Dateien<br />
auch unwiderruflich löschen.<br />
<strong>Die</strong> Anwendung löscht<br />
dazu die Datei nicht einfach<br />
nur vom Datenträger – also<br />
den Eintrag im Inhaltsverzeichnis<br />
des Dateisystems –<br />
sondern überschreibt sie komplett.<br />
So wird selbst leistungsfähigen<br />
Datenrettungstools die<br />
Arbeit deutlich erschwert,<br />
wenn nicht gar komplett unmöglich<br />
gemacht.<br />
● ● ●<br />
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android- user.de/qr/29036<br />
APPS & TIPPS 02/2013 131
Rostislav Adamovsky, 123RF<br />
<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong> für Android-Fotographen<br />
Hochauflösend<br />
Ob auf Partys oder im Urlaub, die Handy-Kamera ist mit dabei. Daher ist es nicht<br />
verwunderlich, dass das Smartphone bei vielen die Kompaktkamera abgelöst<br />
hat. Wir haben ein paar <strong>Tipps</strong> für Android-Fotografen. Christoph Langner<br />
Abb. 1: Camcorder Shortcut öffnet<br />
die Kamera-App umgehend im<br />
Camcorder-Modus.<br />
Camcorder<br />
Shortcut<br />
Wenn Sie gerne<br />
Fotos und Videos<br />
mit der Handy-Kamera<br />
aufnehmen, dann stört<br />
es Sie eventuell, dass Android<br />
keinen Shortcut kennt, direkt<br />
die Video-Funktion der Kamera-App<br />
zu starten. <strong>Die</strong> Kamera-Anwendung<br />
speichert<br />
zwar die aktuelle Auswahl,<br />
doch für ein Schnellschuss-Video<br />
ist es praktisch, wenn<br />
man direkten Zugriff auf die<br />
Video-Kamera hat.<br />
<strong>Die</strong> <strong>kleine</strong>, kostenlose App<br />
Camcorder Shortcut [LINK 1]<br />
rüstet diesen Starter nach.<br />
Camcorder Shortcut startet direkt<br />
die Videofunktion Ihres<br />
Androiden, die Kamera des<br />
Handys kann dabei als Fotoapparat<br />
eingestellt bleiben. So<br />
verpassen Sie mit Sicherheit<br />
nicht mehr wichtige Momente<br />
auf Film zu bannen, weil Sie<br />
mit den Einstellungen der Kamera-App<br />
beschäftigt sind.<br />
Standbild bei<br />
Filmaufnahme<br />
Bei Video-Aufnahmen<br />
bemerkt man<br />
ab und an, dass<br />
man die aktuelle Szene gerne<br />
auch als Standbild haben<br />
würde. Theoretisch könnten<br />
Sie das von Ihnen aufgenommene<br />
Video in einem speziel-<br />
132<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Kamera-<strong>Tipps</strong><br />
len Player mit Standbild-Funktion öffnen, oder<br />
mit einem Video-Schnittprogramm das Einzelbild<br />
herausziehen, doch die Kamera-App von<br />
aktuellen Androiden macht es Ihnen leichter.<br />
Ab Android „Ice Cream Sandwich“ 4.0 reicht<br />
es während der Aufnahme für einen kurzen<br />
Moment auf das Bild zu tippen, schon landet<br />
die aktuelle Aufnahme als Standbild auf der<br />
Speicherkarte Ihres Androiden.<br />
Camera ZOOM FX<br />
<strong>Die</strong> in Android integrierte Kamera-<br />
App beherrscht diverse <strong>Tricks</strong> und Effekte.<br />
Meist wird die Leistung der Kamera<br />
von den Handy-Hersteller zudem noch erweitert.<br />
Besonders HTC und Samsung heben<br />
sich hier besonders hervor, deren Kamera-Apps<br />
verfügen über zahlreiche Effekte oder gar einen<br />
HDR-Modus. Camera ZOOM FX [LINK 2] ist eine<br />
Alternative zur Standard-Kamera und bietet<br />
mehrere Aufnahmemodi und zahlreiche Funktionen<br />
zur Bearbeitung geschossener Bilder.<br />
Neben dem „normalen Modus“ hat Camera<br />
ZOOM FX einen Selbstauslöser im Programm<br />
oder erlaubt es Ihnen, Fotos per Sprachkommando<br />
zu schießen. Außerdem können Sie mit<br />
der App auch Zeitraffer-Aufnahmen, Collagen<br />
oder schnelle Bildfolgen anfertigen. Zum Auslösen<br />
tippen Sie einfach auf das Display oder nutzen<br />
die Hardware-Tasten Ihres Androiden.<br />
<strong>Die</strong>se lassen sich in den Einstellungen frei mit<br />
Funktionen belegen.<br />
Daneben bringt die App verschiedene Werkzeuge<br />
zum Bearbeiten von Fotos mit. Sie können<br />
Bilder mit Effekten bzw. Filtern wie Spiegeln,<br />
Tilt-Shift, Vintage, Lomo oder einem Film-<br />
Effekt versehen. Auf Wunsch wird schon das<br />
<strong>Vorschau</strong>bild während der Aufnahme mit den<br />
Effekten versehen. Im Play Store finden sich<br />
zudem zahlreiche weitere Plugins [LINK 3] für die<br />
beliebte Kamera-App. Kostenlos ist Camera<br />
ZOOM FX nicht, allerdings bietet der Entwickler<br />
immer wieder Rabatte zu Aktionen an.<br />
Video-Effekte<br />
<strong>Die</strong> in Android eingebaute Kamera<br />
kann mehr als einfach nur das was<br />
vor ihr geschieht als Bild oder Video<br />
aufnehmen. Über die in der Kamera-App integrierten<br />
Effekte verzerren Sie „Live“ im aufgenommenen<br />
Video die Gesichter Ihrer Opfer.<br />
Abb. 2: Camera ZOOM FX gehört zu den leistungsfähigsten Kamerea-Apps.<br />
Abb. 3: Bilder lassen sich schon in der <strong>Vorschau</strong> mit Effekten überlagern.<br />
Abb. 4: <strong>Die</strong> Effekte verstecken sich im Menü der Kamera. Sie sind nur aktiv, wenn<br />
die Kamera im Video-Modus ist.<br />
Egal ob eine lange Knödelnase, ein riesengroßer<br />
Mund oder überdimensionale Manga-Augen,<br />
die Effekte sind immer ein Lacher wert.<br />
Alternativ können Sie über die Effekte auch<br />
eine Art Bluescreen erzeugen. Spannen Sie<br />
dazu Ihren Androiden in ein Stativ ein – Experimentieren<br />
Sie dazu eventuell mit den Dingen,<br />
APPS & TIPPS 02/2013 133
TIPPS & TRICKS<br />
Kamera-<strong>Tipps</strong><br />
Abb. 5: Das Pferdegebiss in der Aufnahme des Android-User-Kollegen erzeugt<br />
der Effekt „Großer Mund“.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29021<br />
die Sie auf Ihrem Schreibtisch stehen haben, bei<br />
uns in der Redaktion hat sich ein schwerer Tesa-<br />
Abroller bewährt – und wählen dann einen der<br />
vorgegebenen Hintergründe oder ein eigenes<br />
Bild als Hintergrund für das Video aus. Sobald<br />
sich nun vor der Kamera etwas ändert, wird<br />
diese Änderung vor das Bild gelegt. Simpel,<br />
aber bei einem möglichst gleichmäßigen Hintergrund<br />
durchaus praktikabel.<br />
Schnappschüsse<br />
<strong>Die</strong> Möglichkeit, einen tollen<br />
Schnappschuss zu erstellen, ist zeitlich<br />
stark eingeschränkt. Der lustige<br />
Abb. 6: Hier konfigurieren Sie die<br />
Standard-Einstellungen der Insta-<br />
Camera-Bilder.<br />
Abb. 7: Verknüpft man InstaCamera<br />
im Lockscreen, entgeht<br />
einem kein Schnappschuss mehr.<br />
Augenblick, der grandiose Moment, das einmalige<br />
Licht ist oft zu schnell Vergangenheit. Dazu<br />
gesellt sich ein weiteres Problem: Das Zücken<br />
des Handys, das Starten der Kamera-App und<br />
das Suchen nach dem Auslöser dauert oftmals<br />
einfach zu lange. Bis man soweit ist, ist der Wal<br />
während des Whale Spotting vor der isländischen<br />
Küste schon lange wieder abgetaucht.<br />
Doch auch für solche Zwecke gibt es eine clevere<br />
App, die uns im Test vollends überzeugen<br />
konnte. <strong>Die</strong> InstaCamera [LINK 4] nimmt Ihnen<br />
viele Vorbereitungsschritte ab, es muss nur die<br />
App gestartet werden und schon ist der wertvolle<br />
Schnappschuss im Kasten.<br />
InstaCamera können Sie kostenlos aus Google<br />
Play heraus installieren. <strong>Die</strong> App legt zwei Einträge<br />
in Ihrem App-Drawer ab, einmal die eigentliche<br />
Kamera-App und einmal eine extra<br />
App zu Konfiguration der Kamera. In dieser<br />
wird auch Werbung angezeigt, die Kamera-App<br />
an sich ist hingegen werbefrei.<br />
In den Einstellungen der InstaCamera müssen<br />
Sie die Auflösung und die Anzahl der zu schießenden<br />
Bilder einrichten; In den Grundeinstellungen<br />
wird immer nur ein einziges Bild bei<br />
einer sehr niedrigen Auflösung erstellt. <strong>Die</strong> optimale<br />
Konfiguration ist unserer Meinung nach<br />
eine mittlere Auflösung bei drei oder vier Bildern.<br />
Oft sind schnell geschossene Bilder nicht<br />
wirklich scharf, daher sollten von InstaCamera<br />
gleich ein paar Bilder hintereinander<br />
geknipst werden.<br />
Bei der Auflösung sollte<br />
man einen Kompromiss aus<br />
Größe und Speicherzeit eingehen.<br />
Je größer die Auflösung,<br />
desto länger braucht Ihr Androide<br />
zum Speichern des Photos.<br />
Da es ja in erster Linie um<br />
spontane Schnappschüsse<br />
geht, sollte man die Auflösung<br />
daher nicht zu hoch drehen.<br />
Letztendlich packen Sie die<br />
App, wenn möglich, in den<br />
Lockscreen des Handys. Bei<br />
HTC ist das etwa in den Einstellungen<br />
zur graphischen<br />
Oberfläche möglich. So schießen<br />
Sie Bilder schneller, als<br />
Lucky Luke in seinen besten<br />
Zeiten ziehen konnte. ● ● ●<br />
134<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Gerät zurücksetzen<br />
Gunnar Pippel, 123Rf<br />
Das Smartphone zurücksetzen<br />
Werkseinstellungen<br />
Im Optimalfall benötigt ein Smartphone oder Tablet keinen Reset- Button oder<br />
eine Reset-Funktion, da Hard- und Software perfekt aufeinander abgestimmt<br />
sind. Doch mit den Apps kommen die Probleme. Marcel Hilzinger<br />
APPS & TIPPS 02/2013 135
TIPPS & TRICKS<br />
Gerät zurücksetzen<br />
Manche Blogs und<br />
andere Medien bezeichnen<br />
Android<br />
als „das neue Windows“.<br />
Neben Schädlingen und einer<br />
schier unendlichen Hardwareund<br />
Software-Vielfalt stellt<br />
die „Neuinstallation als letzte<br />
Möglichkeit“ tatsächlich eine<br />
Parallele zwischen dem PC-<br />
Betriebssystem von Microsoft<br />
und dem mobilen Betriebssystem<br />
von Google dar.<br />
Allerdings kommt Android<br />
im direkten Vergleich deutlich<br />
besser weg und schont Ihre<br />
Nerven. So müssen Sie sich<br />
bei einem Reset um Ihre persönlichen<br />
Daten und Dokumente<br />
nicht kümmern, da<br />
diese in der Regel auf einer<br />
SD-Karte oder in der Cloud gespeichert werden.<br />
In den meisten Fällen dauert ein Zurücksetzen<br />
eines Android-Tablets oder Smartphones deshalb<br />
nur ein paar Minuten.<br />
Nichts geht mehr<br />
Sämtliche Android-Geräte bieten die Möglichkeit,<br />
das Handy bzw. Tablet wieder auf die<br />
Werkseinstellungen zurückzusetzen. Dabei<br />
gehen sämtliche Einstellungen verloren, die heruntergeladenen<br />
Apps werden gelöscht und Ihr<br />
Android-Smartphone ruft beim nächsten Start<br />
den Assistenten zum ersten Start auf. Einzig die<br />
Daten auf der SD-Karte bleiben bei diesem Vorgang<br />
unberührt. Haben Sie Ihr Smartphone<br />
oder Tablet soeben neu gekauft, lohnt es sich<br />
sogar meistens, das Gerät auf die Werkseinstellungen<br />
zurückzusetzen. Dadurch können Sie<br />
TIPP<br />
Beachten Sie, dass sich der primäre<br />
Google-Account auf Ihrem Android-<br />
Smartphone nicht löschen lässt. Das<br />
Entfernen ist nur durch einen Reset des<br />
Geräts möglich. Zusätzliche Accounts<br />
betrifft diese Einschränkung nicht.<br />
Abb. 1: Der Eintrag für die<br />
Werkseinstellungen befindet sich<br />
je nach Hersteller woanders.<br />
im Assistenten zum ersten<br />
Start zum Beispiel festlegen,<br />
ob und welche Daten Android<br />
an Google übermitteln soll.<br />
Benutzen Sie Ihr Smartphone<br />
hingegen bereits länger<br />
und sind damit eigentlich zufrieden,<br />
dann sollten Sie es<br />
vermeiden, das Gerät wieder<br />
zurückzusetzen, da Sie unter<br />
Umständen zahlreiche Apps<br />
neu installieren und das System<br />
neu einrichten müssen.<br />
Hier lohnt es sich, etwas mehr<br />
Zeit in die Suche nach dem eigentlichen<br />
Problem zu investieren,<br />
zum Beispiel einer<br />
App, die zu viel Akkuleistung<br />
verbraucht. Möchten Sie Ihr<br />
Smartphone auf die Werkseinstellungen<br />
zurücksetzen,<br />
gehen Sie folgendermaßen vor:<br />
• Rufen Sie die den Eintrag Einstellungen aus<br />
der App-Schublade auf.<br />
• Scrollen Sie zum Eintrag Sichern & zurücksetzen<br />
und wählen ihn aus.<br />
• Klicken Sie dort unter Personenbezogene<br />
Daten auf den Eintrag Auf Werkszustand zurücksetzen<br />
beziehungsweise Auf Werkszustand<br />
zurück.<br />
Je nach Hersteller Ihres Androiden finden Sie<br />
diesen Eintrag nicht unter SD-Karte & Telefonspeicher,<br />
sondern im Menü Datenschutz.<br />
Wenn Sie den Eintrag auswählen, zeigt<br />
Android einen Warnhinweis an, welche Anwendungen<br />
und Daten der Reset löschen wird.<br />
Lesen Sie den Hinweis genau durch. Über eine<br />
zusätzliche Checkbox lassen sich bei einigen<br />
Herstellern (zum Beispiel HTC) zudem auch die<br />
Inhalte der SD-Karte löschen. Wählen Sie hier<br />
Auf Werkszustand zurück, startet das Smartphone<br />
nach einem weiteren Warnhinweis neu.<br />
Beachten Sie, dass dabei sämtliche persönlichen<br />
Daten gelöscht werden.<br />
Das Zurücksetzen dauert in der Regel nicht<br />
länger als ein Neustart. Beachten Sie dabei, dass<br />
das Telefon in dieser Zeit nicht funktionsfähig<br />
ist. Nach dem Neustart erscheint zunächst die<br />
PIN-Abfrage, danach startet der übliche Einrichtungsassistent<br />
von Android, wobei es auch hier<br />
unterschiedliche Schritte gibt, je nachdem<br />
136<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Gerät zurücksetzen<br />
ob das Gerät von Samsung,<br />
Motorola, HTC oder einem<br />
anderen Hersteller stammt.<br />
<strong>Die</strong> wichtigsten zwei Dialoge,<br />
die Sie nicht einfach<br />
so überspringen sollten,<br />
fragen Sie danach, ob<br />
Google Ihre Standortdaten<br />
erfassen darf und ob Sie<br />
Daten für E-Mails, Kontakte<br />
und so weiter manuell<br />
oder automatisch synchronisieren<br />
möchten.<br />
Akkufresser<br />
finden<br />
Ein Reset des Gerätes ist<br />
auch die einfachste und<br />
schnellste Lösung, um Akkufresser<br />
loszuwerden.<br />
Gehören Sie zu den Nutzern,<br />
deren Handy keinen<br />
Arbeitstag durchhält, dann sind Sie entweder<br />
sehr lange im Internet unterwegs oder Sie<br />
haben eine Anwendung installiert, die nicht<br />
genug Strom sparend arbeitet. Meistens fällt<br />
dieses Problem erst ein oder zwei Tage später<br />
auf, und wenn man in der Zwischenzeit bereits<br />
mehrere Anwendungen installiert hat, findet<br />
man oft die schuldige App<br />
nicht mehr. Eine Lösung<br />
für dieses Problem bietet<br />
Android mit Bordmitteln<br />
seit Version 2.3. <strong>Die</strong><br />
Akkuanzeige älterer Android-Versionen<br />
listet den<br />
Verbrauch noch nicht<br />
nach App sortiert auf. Hier<br />
sorgen Sie mit der kostenlosen<br />
App OS Monitor<br />
[LINK 1]. Nach der Installation<br />
und dem Start listet<br />
das Programm die <strong>Top</strong>-<br />
Akkuverbraucher auf.<br />
Hier löschen Sie nun sämtliche<br />
Apps, die Sie nicht<br />
benötigen, viel Batterie<br />
verbrauchen und die Sie<br />
auch selbst installiert<br />
haben. Achten Sie jedoch<br />
darauf, dass die App erst<br />
Abb. 2: Ein Zurücksetzen auf die<br />
Werkseinstellungen löscht sämtliche<br />
Apps und Einstellungen.<br />
Abb. 3: <strong>Die</strong> App-Ansicht aus den Einstellungen<br />
verrät Ihnen wie viel CPU-<br />
Zeit und Traffic eine App erzeugt.<br />
nach ein paar Stunden Nutzung<br />
wieder verlässliche Angaben<br />
macht!<br />
Apps wieder<br />
installieren<br />
Nach dem Zurücksetzen finden<br />
Sie auf Ihrem Androiden erst<br />
mal nur die Anwendungen,<br />
die der Hersteller mitliefert.<br />
Um wieder an Ihre Lieblings-<br />
Apps zu gelangen, wählen<br />
Sie am besten den Weg über<br />
den Play Store im Browser.<br />
Damit lassen sich in einem<br />
Rutsch zahlreiche Apps ohne<br />
großen Umstand rein stallieren.<br />
Melden Sie sich dazu mit<br />
Ihrem Google-Account gleichzeitig<br />
auf dem Smartphone und<br />
auf einem PC im Store an und<br />
wählen Sie anschließend im<br />
Browser unter http:// play. google. com oben<br />
rechts den Menüpunkt Meine Android Apps.<br />
Hier finden Sie sämtliche installierten Apps, die<br />
Sie nun über einen Klick auf Installieren auf Ihr<br />
Smartphone schicken. Das Handy muss dazu<br />
nicht per USB-Kabel verbunden sein, Google<br />
schickt die Apps über das Internet auf Ihr<br />
Gerät. Alternativ finden Sie<br />
auch in der Play Store-App<br />
unter den Einstellungen einen<br />
Menüpunkt Meine Apps, über<br />
den Sie die Neuinstallation der<br />
Anwendungen starten können.<br />
Fazit<br />
Den Reset-Knopf zu drücken<br />
und das eigene Handy oder Tablet<br />
wieder auf die Werkseinstellungen<br />
zurückzusetzen,<br />
empfiehlt sich vor allem gleich<br />
nach dem Kauf oder nach den<br />
ersten Experimenten mit diversen<br />
Apps. Auch wenn Sie Ihr<br />
Gerät verkaufen wollen, sollten<br />
Sie diese Funktion unbedingt<br />
nutzen. <strong>Die</strong> Neuinstallation der<br />
beliebtesten Apps bereitet über<br />
den Play Store im Browser keinerlei<br />
Probleme.<br />
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APPS & TIPPS 02/2013 137
TIPPS & TRICKS<br />
Prepaid-Kreditkarten<br />
Prepaid-Kreditkarten für Google Play<br />
Kreditkarten<br />
coliap, 123RF<br />
In Amerika ist es üblich, dass man auch die Brötchen beim Bäcker mit der Kreditkarte<br />
zahlt. Hierzulande tun sich hingegen viele noch schwer mit dem Plastikgeld.<br />
Zu Unrecht, wie unser Artikel zeigt. Mirko Mahlberg<br />
AB 12 JAHREN<br />
Prepaid-Kreditkarten ermöglichen auch Minderjährigen<br />
den Einkauf auf Google Play. Das<br />
Mindestalter beträgt dabei 12 Jahre. In den<br />
meisten Fällen ist zur Erstellung die Unterschrift<br />
der Eltern nötig. Es gibt jedoch auch<br />
(ausländische) Anbieter, die nur mit einer gültigen<br />
E-Mail-Adresse eine Prepaid-Karte ausstellen.<br />
Trotzdem sollte man dem Nachwuchs<br />
beim Online-Kauf auf die Fing schauen.<br />
Google Play verfügt über ein sehr umfangreiches<br />
und tolles Angebot. Wer<br />
jedoch Apps, Musik, Bücher oder<br />
Filme im Play Store kaufen möchte, muss in<br />
den meisten Fällen über eine Kreditkarte verfügen.<br />
Über die Mobilfunkrechnung kann man bis<br />
jetzt nur bei den großen Providern (T-Mobile,<br />
Vodafone und o2 bezahlen). Mit Ausnahme von<br />
o2 kann man per Telefonrechnung aber nur<br />
Apps kaufen, keine Bücher, Filme oder Musik.<br />
Sie brauchen also eine Kreditkarte. Sind Sie<br />
über 18 Jahre alt und verfügen über ein regelmäßiges<br />
Einkommen, dann setzen Sie sich dazu<br />
am besten mit der Bank Ihres Vertrauens in Verbindung.<br />
Falls Sie noch keine 18 Jahre alt sind<br />
oder über kein regelmäßiges Einkommen verfügen,<br />
dann empfiehlt sich eine Prepaid-Kreditkarte.<br />
<strong>Die</strong>se funktioniert ebenso wie die üblichen<br />
Kreditkarten, muss aber immer wieder<br />
mal aufgeladen werden. Auch die Kosten fallen<br />
in den meisten Fällen nicht höher aus. Im Folgenden<br />
stellen wir Ihnen vier Typen vor.<br />
Kalixa Card<br />
<strong>Die</strong> Kalixa Card [LINK 1] wird von<br />
einer englischen Bank ausgegeben<br />
und ist für diejenigen interessant,<br />
die fast nichts für die Nutzung der Kreditkarte<br />
ausgeben möchten. Es fällt nur eine<br />
einmalige Ausstellungsgebühr von 4,95 Euro<br />
an. <strong>Die</strong> Grundgebühr, das Aufladen und die<br />
Nutzung dieser Kreditkarte sind kostenlos. Der<br />
Fremdwährungseinsatz beträgt ebenfalls 0 Prozent.<br />
Wenn Sie mit der Kalixa Card am Automaten<br />
Geld abheben möchten, berechnet die<br />
Firma hinter der Karte zwischen 1,75 und 2,25<br />
Euro. Beim Bezahlen entstehen keine Kosten.<br />
<strong>Die</strong> Karte ist einfach zu beantragen. Sie benötigen<br />
für den Bestellprozess keinen Personalausweis.<br />
Es findet somit auch keine Schufaprüfung<br />
statt.<strong>Die</strong> Nachteile der Kalixa Card liegen bei<br />
der Nicht-Nutzung: Ab dem sechsten Monat<br />
fällt eine Nichtnutzungsgebühr von 0,99 Euro<br />
pro Monat an, wenn Sie die Karte nicht nutzen.<br />
138<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Prepaid-Kreditkarten<br />
Zudem müssen Sie bei der Beantragung<br />
volljährig sein. <strong>Die</strong> Kalixa<br />
Card ist drei Jahre lang gültig,<br />
dann brauchen Sie eine neue.<br />
Wirecard<br />
<strong>Die</strong> wohl bekannteste<br />
Prepaid Kreditkarte<br />
auf dem<br />
Markt ist die Wirecard [LINK 2],<br />
eine komplett virtuelle Kreditkarte.<br />
Pro Aufladung fällt hier ein<br />
Euro Gebühr an. <strong>Die</strong> Karte selbst<br />
und die Nutzung sind kostenlos,<br />
der Fremdwährungseinsatz beträgt<br />
1,5 Prozent. Zur Schnäppchenjagd<br />
ist die Wirecard allerdings<br />
nicht gedacht, denn es gibt<br />
keine Möglichkeit, die (virtuelle)<br />
Karte sofort aufzuladen. Einmal<br />
aufgeladen, eignet sich die Wirecard<br />
aber perfekt für das Einkaufen bei Google<br />
Play und in vielen anderen Internetshops.<br />
MasterCard Neteller<br />
<strong>Die</strong> MasterCard Neteller Kreditkarte<br />
[LINK 3] ist besonders für Sicherheitsfanatiker<br />
interessant.<br />
Denn neben der Plastikkarte gibt es auch noch<br />
eine virtuelle Version, die es in sich hat. Für<br />
jede Zahlung können Sie nämliche eine gänzlich<br />
neue Kreditkartennummer generieren lassen.<br />
<strong>Die</strong>se ist dann für einen Monat gültig. Es<br />
gibt keine Grundgebühr, und die Plastikkarte<br />
und die virtuelle Version sind komplett kostenlos.<br />
Geld können Sie ebenfalls kostenlos per Sofortüberweisung,<br />
EC-Karte, Giropay und weiteren<br />
<strong>Die</strong>nsten auf die Karte verschieben. Mit sofortüberweiung.de<br />
wird das Geld beispielsweise<br />
direkt auf Ihrer Neteller-Karte gutgeschrieben.<br />
<strong>Die</strong> Nutzung kostet ebenfalls keinen einzigen<br />
Cent. Der Fremdwährungseinsatz beträgt<br />
2,95% vom Umsatz, pro Abhebung an einem<br />
Geldautomaten werden 4 Euro fällig. Bei Verlust<br />
der Karte oder wenn Sie das Konto schließen<br />
möchten, müssen Sie stolze 15 Euro bezahlen.<br />
Auch bei Nachforschungsaufträgen oder Unterlagenauskunft<br />
schlägt die Neteller Karte mit 15<br />
Euro zu Buche. Eine Nichtnutzungsgebühr gibt<br />
es auch. <strong>Die</strong>se beträgt bis zu 30 US Dollar pro<br />
Jahr, wenn die Karte 14 Monate lang überhaupt<br />
nicht genutzt wurde. Zur<br />
Beantragung der Neteller-<br />
Karte müssen Sie allerdings<br />
mindestens 18 Jahre<br />
alt sein.<br />
PayandgoCard<br />
<strong>Die</strong> PayangoCard<br />
richtet<br />
sich speziell<br />
an Jugendliche und<br />
Kinder ab 12 Jahren. Vor<br />
allem Jugendliche besitzen<br />
größtenteils Android-<br />
Smartphones und können<br />
durch den Kreditkarten-<br />
Zwang von Google meistens<br />
keine einzige Google<br />
Play-App kaufen. <strong>Die</strong> PayangoCard<br />
ist in diesem<br />
Fall die perfekte Lösung.<br />
Ein großer Vorteil der Karte besteht darin, dass<br />
es 1% Guthabenverzinsung gibt, und Sie sich<br />
das Motiv auf der Karte frei auswählen können<br />
(Premium-Motive kosten allerdings 5 Euro<br />
extra). Da diese Kreditkarte auch auf Prepaid<br />
basiert, können Sie sich nicht verschulden. Als<br />
Nachteil muss man hier die Jahresgebühren<br />
von 20,00 Euro (Erwachsene 25 Euro) sowie die<br />
Kosten von 2% bei Bargeldabhebung an Automaten<br />
nennen. Das Aufladelimit bei Jugendlichen<br />
beträgt 500 Euro. Zur Beantragung der PayangoCard<br />
besuchen Sie am besten die offizielle<br />
Website [LINK 4] des Anbieters.<br />
Abb. 1: Bei den großen Providern<br />
kann man auch ohne Kreditkarte<br />
Apps einkaufen.<br />
Fazit<br />
Wie Sie sehen, gibt es viele Kreditkarten zu unterschiedlichen<br />
Preisen und mit unterschiedlichen<br />
Fixkosten. Da es sich bei sämtlichen aufgeführten<br />
Karten um PrePaid-Kreditkarten handelt,<br />
müssen Sie auch keine Angst haben, dass<br />
Sie (oder Ihre Kinder) sich verschulden. Es gibt<br />
also kaum Risiken, abgesehen davon, dass eine<br />
aufgeladene aber nicht genutzte Karte in den<br />
meisten Fällen Geld kostet. Bargeld abheben<br />
sollten Sie mit allen getesteten PrePaidkarten<br />
nach Möglichkeit nicht, die Gebühren sind<br />
schlicht zu hoch. Für den Einkauf bei Google<br />
Play und den generellen Einkauf im Internet<br />
eignen sie sich aber hervorragend und machen<br />
den eigenen Geldbeutel schlanker.<br />
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APPS & TIPPS 02/2013 139
TIPPS & TRICKS<br />
Plan B<br />
Für den<br />
Fall der Fälle<br />
140<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Plan B<br />
Ein Handy ist schneller verloren, als man<br />
denkt. Es rutscht in der Bahn unbemerkt<br />
aus der Tasche, steckt in der im Lokal<br />
vergessenen Jacke oder bekommt dank eines<br />
geschickten <strong>Die</strong>bes unfreiwillig einen neuen Besitzer.<br />
Neben dem teuren Smartphone gelangen<br />
so auch schnell vertrauliche Daten in falsche<br />
Hände. Und natürlich verliert man gerade dann<br />
sein Handy, wenn man nicht für den Verlust<br />
vorgesorgt hat: Murphy lässt grüssen.<br />
Begehrtes <strong>Die</strong>besgut<br />
Um wenigstens eine geringe Chance zu haben,<br />
ein verlorengegangenes Smartphone wiederzufinden,<br />
wurden Apps entwickelt, die über den<br />
im Gerät integrierten GPS-Empfänger, die Position<br />
des Handys über das Internet orten können.<br />
Eine dieser Apps ist etwa Lookout Security<br />
& Antivirus [LINK 1], die wir bereits einem ausführlichen<br />
Test [LINK 2] besprochen haben.<br />
Mit Lookout können Sie Ihr Handy orten,<br />
einen Alarm aus dem Internet heraus auslösen<br />
oder das Telefon sperren bzw. gleich ganz zurücksetzen.<br />
Im absoluten Notfall sind dann zumindest<br />
Ihre persönlichen Daten vor dem Zugriff<br />
eines unehrlichen Finders sicher.<br />
Doch praktisch alle „Handyfinder-Apps“ bergen<br />
das Problem, dass die entsprechende App<br />
vor dem Verlust des Handys auf eben diesem<br />
installiert sein muss. Ist das Handy verschütt<br />
gegangen, ohne dass im Vorfeld die App installiert<br />
wurde, dann ist das Kind bereits völlig in<br />
den Brunnen gefallen.<br />
Ohne Zugang zum Handy lassen sich zwar<br />
über das Web-Frontend des Play Stores installieren,<br />
allerdings können Sie über das Netz<br />
keine Apps starten oder gar konfigurieren. Das<br />
Handy bleibt im Fall der Fälle daher oft unwiederbringlich<br />
verloren, sodass man nur noch auf<br />
einen ehrlichen Finder hoffen kann.<br />
Plan B für den Notfall<br />
Seit einiger Zeit jedoch ist auch dieses Problem<br />
gelöst, mit Plan B [LINK 2] zum Beispiel haben<br />
Sie immer noch einen Notfallplan in der Hinterhand,<br />
auch wenn Sie bislang sorglos mit der<br />
Thematik „Was mache ich, wenn ich mein<br />
Smartphone verliere“ umgegangen sind.<br />
Voraussetzung für eine erfolgreiche Rettung<br />
Ihres Smartphones ist, dass das Gerät noch betriebsbereit<br />
und ein Internetempfang möglich<br />
Abb. 1: Obwohl das hier geortete Handy im Büro auf unserem Schreibtisch liegt,<br />
konnte es erfolgreich geortet werden, ohne Internetzugang ist Plan B machtlos.<br />
ist. In diesem Fall, lässt sich Plan B über das<br />
Web-Frontend des Android Markets [LINK 3] von<br />
jedem PC aus, auf Ihrem Handy installieren.<br />
Konnte sich die App erfolgreich installieren,<br />
dann ist die halbe Miete bereits eingefahren.<br />
Plan B startet nach der Installation automatisch,<br />
aktiviert wenn möglich den GPS-Empfänger<br />
des Handys und schickt für zehn Minuten<br />
E-Mails mit den Koordination des ermittelten<br />
Standorts auf einer Google Maps Karte an das<br />
eigene Gmail-Konto.<br />
Sollten Sie kein Glück mit der Ortung des Telefons<br />
gehabt haben, dann lässt sich der Prozess<br />
mit einer SMS mit dem Inhalt „locate“ erneut<br />
starten, sodass die Position weitere zehn<br />
Minuten übermittelt wird.<br />
Besser eine <strong>kleine</strong> Chance,<br />
als gar keine<br />
Im Selbstversuch ließen sich fast alle unserer bewusst<br />
in Gebäuden „verloren“ gegangenen Testhandys<br />
oder Tablets auf die Straße genau orten.<br />
In der von Plan B abgeschickten E-Mail sehen<br />
Sie dann zwar nicht die exakte Position Ihres<br />
vermissten Androiden, doch die ungefähre Position<br />
ist immerhin schon einmal ein erster Anhaltspunkt<br />
für den Start einer hoffentlich erfolgreichen<br />
Suche. Eine <strong>kleine</strong> Chance das liebgewonnene<br />
Handy wiederzubekommen ist auf<br />
jeden Fall deutlich besser als gar keine. ● ● ●<br />
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APPS & TIPPS 02/2013 141
TIPPS & TRICKS<br />
Root-Apps<br />
<strong>Die</strong> besten Root-Apps<br />
Unter<br />
Kontrolle<br />
Ob Backups, Werbefilter,<br />
Call-Blocker oder Firewall:<br />
Für manche Dinge brauchen<br />
Apps den vollen<br />
Zugriff auf das Android-<br />
Smartphone. Wir stellen<br />
Ihnen die besten und nützlichsten<br />
Root-Apps vor.<br />
Christoph Langner<br />
Svetlana Gucalo, 123RF<br />
Als Root-Benutzer haben Sie die volle<br />
Kontrolle über Ihr Android-System auf<br />
dem Handy. Das muss aber nicht heißen,<br />
dass Sie sich tiefgreifend mit der Systemverwaltung<br />
von Android beschäftigen müssen.<br />
Spezielle Root-Apps können mit den zusätzlichen<br />
Rechten Dinge bewirken, die so von den<br />
Android-Entwicklern oder dem Smartphone-<br />
Hersteller nicht vorgesehen sind.<br />
ROM Manager<br />
Das Rooten des eigenen Smartphones<br />
ist oft nur der erste Schritt in die<br />
Modding-Szene der Android-Commu-<br />
WIE ROOTEN?<br />
Root-Rechte auf Android-Smartphones lassen<br />
sich nicht einfach nur durch Umlegen eines<br />
Schalters erlangen. Je nach Gerät ist das Rooten<br />
mehr oder weniger aufwändig. Zahlreiche<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Rooten von Samsung-Handys<br />
finden Sie ab Seite 182 und auch in Android<br />
User 02/ 2013 [LINK 1] mit einem umfangreichen<br />
Schwerpunkt zu Root & Custom-ROMs.<br />
142<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Root-Apps<br />
Abb. 1: Über den ROM-Manager<br />
installieren Sie Custom-ROMs und<br />
halten das System aktuell.<br />
nity. Modifizierte ROMs, wie das sehr populäre<br />
CyanogenMod [LINK 2], sind oft schneller, stabiler<br />
und auch neuer als die von den Herstellern<br />
ausgelieferten Firmwares. Der ROM Manager<br />
[LINK 3] hilft Ihnen Custom-ROMs zu installieren<br />
oder den aktuellen Stand zu sichern.<br />
<strong>Die</strong> kostenlose App (Eine Premium-Version<br />
[LINK 4] bietet zusätzliche Funktionen) dient zum<br />
einen als Oberfläche für das ClockworkMod Recovery-System<br />
– über dieses<br />
lassen sich ohne großen Aufwand<br />
Custom-ROMs installieren<br />
– und zum anderen als<br />
praktische Verwaltungsoberfläche<br />
für alle gängigen Mods.<br />
Abb. 2: Titanium Backup sichert<br />
Apps und Daten zur Wiederherstellung<br />
auf einem neuen System.<br />
Abb. 3: Der Root Call Blocker<br />
wimmelt zuverlässig lästige Anrufer<br />
oder SMS-Spammer ab.<br />
Titanium Backup<br />
Sie möchten auf<br />
einen neuen Androiden<br />
umsteigen,<br />
haben aber wenig Lust all ihre<br />
Apps erneut einzurichten? Sie<br />
probieren gerne neue ROMs<br />
aus und möchten nicht immer<br />
wieder das System von Hand<br />
wiederherstellen müssen? In<br />
diesen Fällen nimmt Titanium<br />
Backup [LINK 5] viel Arbeit ab.<br />
Mit der kostenlosen Anwendung<br />
sichern Sie ihre persönlichen<br />
Einstellungen und wichtige<br />
Konfigurationen aus dem<br />
System auf der SD-Speicherkarte.<br />
Optional gibt es im<br />
Store auch einen kostenpflichtigen<br />
Schlüssel [LINK 6] der weitere<br />
Funktionen freischaltet.<br />
So lässt sich ein Backup in<br />
einem Rutsch wiederherstellen<br />
oder die Daten bei Cloud-Storagediensten<br />
speichern. <strong>Die</strong><br />
Bedienung von Titanium<br />
Backup ist nicht ganz einfach<br />
und die Oberfläche müsste ein<br />
wenig aufgeräumter sein,<br />
doch das tut der Funktionalität<br />
keinen Abbruch.<br />
Root Call Blocker<br />
Bekommen Sie<br />
immer wieder unerwünschte<br />
Anrufe<br />
von einer bekannten Nummer oder möchten<br />
Sie, dass Anrufer ohne Rufnummernübertragung<br />
erst gar nicht auf ihr Handy durchgestellt<br />
werden? In diesem Fall könnte Root Call Blocker<br />
[LINK 7] etwas für Sie sein.<br />
<strong>Die</strong> kostenpflichtige App verhindert zuverlässig,<br />
dass ihr Android-Handy Anrufe oder SMS<br />
von zuvor festgelegten Kontakten signalisiert.<br />
Abb. 4: Mit AFWall+ hindern Sie<br />
Apps daran, Daten über UMTS<br />
oder WLAN ins Internet zu senden.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 143
TIPPS & TRICKS<br />
Root-Apps<br />
Anders wie ähnliche Programme<br />
im Store blockt Root<br />
Call Blocker die Anrufe auf<br />
der Systemebene, sodass unerwünschte<br />
Anrufe mit Sicherheit<br />
ignoriert werden, zu Testzwecken<br />
gibt es auch eine<br />
Demo-Version der App [LINK 8].<br />
Es lassen sich auch gezielt<br />
ganze Kontakt-Gruppen für<br />
bestimmte Zeiträume blockieren<br />
und damit z.B. bei einem<br />
Geschäftshandy am Wochenende<br />
für Ruhe sorgen, ohne<br />
dass Sie für private Anrufer<br />
nicht mehr erreichbar sind.<br />
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AFWall+<br />
Viele Apps aus dem<br />
Google Play Store<br />
sind äußerst redselig,<br />
sie übertragen auch dann Daten, wenn dies<br />
eigentlich gar nicht nötig wäre. <strong>Die</strong>s kostet zum<br />
einen Übertragungsvolumen, zum anderen ist<br />
es aus datenschutzrechtlichen Gründen zweifelhaft,<br />
warum etwa ein simples Spiel ohne Netzwerkfunktionalität<br />
unbedingt meint, vollständigen<br />
Internetzugriff zu benötigen.<br />
Mit AFWall+ [LINK 9] bestimmen Sie über eine<br />
Positiv- bzw. Negativ-Liste, welche App auf das<br />
Internet zugreifen darf und welcher der Zugang<br />
in Zukunft verwehrt werden soll. Dabei lässt<br />
sich zwischen der WLAN und der UMTS-Verbindung<br />
unterscheiden, so dass Sie einer App<br />
zwar erlauben können, über das WLAN auf das<br />
Internet zuzugreifen, unterwegs im 2G/ 3G-Netz<br />
jedoch keine Angst haben müssen, dass die<br />
App Daten überträgt.<br />
AdAway<br />
Werbung und Anzeigen sind auch auf<br />
Smartphones allgegenwärtig. Auf<br />
Webseiten im Browser, in Spielen und<br />
natürlich auch in Apps. An zahlreichen Stellen<br />
werden Anzeigen eingeblendet, da viele Entwickler<br />
über Werbung ihre Arbeit finanzieren.<br />
So legitim die Schaltung von Anzeigen ist, so<br />
berechtigt ist aber auch der Wunsch nach<br />
einem werbefreien System. Gerade wenn man<br />
den Internetzugang nach dem Übertragungsvolumen<br />
bezahlt, oder nur wenige hundert MByte<br />
Abb. 5: AdAway blockiert den<br />
Abruf von Werbeanzeigen im<br />
Browser wie aber auch in Apps.<br />
Abb. 6: Webkey startet einen<br />
<strong>Die</strong>nst auf dem Handy, über den<br />
Sie das Gerät steuern können.<br />
bis zur Drosselung des Datentarifs übertragen<br />
kann, ist jedes eingesparte Byte wertvoll.<br />
AdAway [LINK 10] leitet Aufrufe zu bekannten<br />
Werbenetzwerken über die Hosts-Datei ins<br />
Leere um, so dass weder im Browser noch in<br />
Apps Werbung angezeigt werden kann. Wünschenswert<br />
wäre die Möglichkeit, einzelnen<br />
Webseiten oder Apps Werbung zu gestatten,<br />
doch das lässt sich mit dem Lösung über die<br />
Hosts-Datei nicht so einfach umsetzen.<br />
Webkey<br />
Mit Webkey [LINK 11] steuern Sie Ihr<br />
Handy vom Schreibtisch aus. <strong>Die</strong> kostenlose<br />
und werbefreie App startet<br />
einen <strong>kleine</strong>n Webserver, den sie über einen<br />
herkömmlichen Browser ansteuern können.<br />
So lassen sich sehr einfach Screenshots erstellen,<br />
SMS verschicken, die Position des Handys<br />
bestimmen oder Protokolle zu ihrem Telefonieverhalten<br />
einsehen. Der Zugang zum Webserver<br />
wird dabei über Benutzernamen und ein<br />
Passwort vor Unbefugten geschützt.<br />
<strong>Die</strong> App funktioniert drahtlos über Ihr<br />
WLAN. Theoretisch ist es auch möglich, Webkey<br />
auf dem Handy bei einer Einwahl in das<br />
Mobilfunknetz aufzurufen, allerdings leiten<br />
viele Mobilfunkanbieter eingehende Verbindungen<br />
nicht an die eingewählten Geräte weiter, sodass<br />
diese Funktion oft blockiert wird. ● ● ●<br />
144<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Google Mail<br />
<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong> zu Gmail<br />
Das Gmail<br />
Power-1x1<br />
Viele Android User nutzen rein aus Bequemlichkeit auch<br />
die mit dem Google-Account verknüpfte Gmail-<br />
Adresse. Wir zeigen Ihnen, wie sie mehr aus der Gmail-<br />
App herausholen. Christoph Langner<br />
Claudia Mora, 123RF
TIPPS & TRICKS<br />
Google Mail<br />
Abb. 1: <strong>Die</strong> Zoom-Funktion gibt es<br />
ab Android 4.0, sie muss zuerst<br />
aktiviert werden.<br />
Abb. 2: Zoomen Sie wie vom<br />
Browser gewohnt in den Inhalt<br />
einer Mail per Pinch&Zoom.<br />
Abb. 3: Mit SMS Backup+ sichern<br />
Sie sämtliche SMS und MMS in<br />
Ihrem Gmail-Account.<br />
Pinch&Zoom<br />
Im Browser oder im Bildbetrachter ist<br />
man es schon lange gewohnt, Inhalte<br />
per Pinch&Zoom-Geste mit dem Aufspreizen<br />
von zwei Fingern auf dem Touchscreen<br />
zu vergrößern. Für Gmail galt das jedoch<br />
lange nicht. E-Mails wurden immer in der Standardschrift<br />
dargestellt, auch wenn der Absender<br />
einer HTML-Mail entschieden hat einen Mini-<br />
Font zu benutzen.<br />
Inzwischen hat Google die Funktion in Gmail<br />
für Androiden mit mindestens Android „Ice<br />
Cream Sandwich“ 4.0 nachgerüstet, sie ist jedoch<br />
von Haus aus deaktiviert. Sie müssen sie<br />
erst über Einstellungen | Allgemeine Einstellungen<br />
| Nachrichten automatisch anpassen scharf<br />
schalten, danach können Sie wie gewohnt auch<br />
in den Inhalt einer zu klein geratenen Email hineinzoomen.<br />
SMS in Gmail sichern<br />
Sind Ihnen Ihre SMS-Nachrichten<br />
wichtig? So wichtig, dass Sie sie am<br />
besten nie verlieren möchten? Dann<br />
sichern Sie empfangene und gesendete Kurznachrichten<br />
am besten direkt in Ihrem Gmail-<br />
Account. So haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre<br />
SMS – auch ohne Ihr Handy in die Hand zu<br />
nehmen – und gleich ein Backup, aus dem sich<br />
die Nachrichten auch wiederherstellen lassen.<br />
Im Play Store gibt es diverse Apps, die SMS in<br />
Ihren Gmail-Account verschieben können, wir<br />
empfehlen hierfür das kostenlose SMS<br />
Backup+ [LINK 1]. Es kopiert Ihre Nachrichten<br />
auf Wunsch fortwährend zu Gmail und kann<br />
auch, zum Beispiel nach Umzug auf einen<br />
neuen Androiden, die Nachrichten auf dem<br />
Handy wiederherstellen.<br />
Emails Wischen<br />
Es gibt in der Regel zwei verschiedene<br />
Typen von GoogleMail-Nutzern. <strong>Die</strong><br />
einen heben so gut wie jede Mail auf,<br />
die anderen löschen Nachrichten oder verschieben<br />
sie ins Archiv, sobald sie nicht mehr gebraucht<br />
werden. Für die zweite Gruppe gab es<br />
vor gar nicht so langer Zeit ein Update, das das<br />
Löschen von Mails deutlich leichter macht.<br />
Anstatt durch längeres Drücken auf das Kontextmenü<br />
einer Mail auf das Archivieren, Löschen<br />
oder Markieren serselben zu warten,<br />
können Sie ganz einfach die entsprechende<br />
Mail aus der Mailliste wischen. Im Posteingang<br />
wird die Mail dabei archiviert, im Spam-Ordner<br />
sofort gelöscht. Ungewollt „verwischte“ Mails<br />
lassen sich durch einen „Rückgängig“-Button<br />
wiederherstellen. Was beim Wischen passieren<br />
soll, lässt sich in den Einstellungen unter Allgemeine<br />
Einstellungen | Konversationsliste verschieben<br />
bestimmen.<br />
146<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Google Mail<br />
Abb. 4: Per Wischgeste löschen<br />
oder archivieren Sie nicht mehr<br />
benötigte Mails.<br />
Abb. 5: Sollten Sie sich verwischt<br />
haben, lassen sich die Aktion<br />
auch rückgängig machen.<br />
Abb. 6: Gmail-User sollten sich am<br />
besten einen Homescreen dem<br />
Email-<strong>Die</strong>nst widmen.<br />
Widgets für Home- und<br />
Lockscreen<br />
Falls Sie nicht immer die Gmail-App<br />
öffnen möchten, um zu sehen was<br />
sich aktuell auf Ihrem Email-Account<br />
tut, können Sie auch einfach ein Gmail-Widget<br />
auf einem freien Homescreen Ihres Androiden<br />
ablegen. Beim Erzeugen des Widgets legen Sie<br />
fest, welches Label beobachtet werden soll.<br />
Zudem können Sie auch einzelne<br />
Label als Shortcuts auf<br />
den Homescreen ablegen, der<br />
Zugriff auf Ihre Nachrichten<br />
wird so noch einfacher.<br />
Mit dem Update auf Android<br />
„Jelly Bean“ 4.2 hat der<br />
Sperrbildschirm darüber hinaus<br />
gelernt, auch mit <strong>kleine</strong>n<br />
Widget-Apps umzugehen. Mit<br />
dem DashClock Widget [LINK 2]<br />
bekommen Sie beispielsweise<br />
angezeigt, wie viele E-Mails<br />
auf Sie warten, ohne dass Sie<br />
das Smartphone zuerst entsperren<br />
müssten. Zudem zeigt<br />
das praktische Widget gleich<br />
noch das aktuelle Wetter, den<br />
nächsten Alarm oder den aktuellen<br />
Status ihrer SMS-Nachrichten<br />
an.<br />
Abb. 7: Das DashClock Widget für<br />
den Lockscreen funktioniert erst<br />
mit Android 4.2.<br />
Unendliche viele Adressen<br />
Beim Erzeugen des Gmail-Accounts<br />
haben Sie einen Benutzernamen gewählt.<br />
Aus diesem Namen ergibt sich<br />
Ihre E-Mail-Adresse, zum Beispiel max.mueller@gmail.com.<br />
Für Google ist der Punkt im<br />
Namen jedoch irrelevant. Ob nun wie ursprünglich<br />
geplant max.mueller@gmail.com, m.axmueller@gmail.com<br />
oder aber auch maxmueller@<br />
gmail.com, jede Mail kommt<br />
an. Das Ignorieren des Punktes<br />
vermeidet Rückläufer bei<br />
falsch eingetippter Adresse.<br />
Praktischen Wert hat aber<br />
auch das Ergänzen der Adresse<br />
durch „+wort“. Sollten<br />
Sie bei einem Gewinnspiel<br />
mitmachen wollen, bei der die<br />
Eingabe einer gültigen E-Mail-<br />
Adresse Pflicht ist, dann können<br />
Sie max.mueller+gewinnspiel@gmail.com<br />
oder max.<br />
mueller+firma@gmail.com<br />
eintragen, auch diese E-Mail<br />
kommt bei Ihnen an. So können<br />
Sie bei ungewollt zugesandten<br />
E-Mails nachverfolgen,<br />
welcher Spammer ihre E-<br />
Mail-Adresse wohin weitergegeben<br />
hat.<br />
● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
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android- user.de/qr/29020<br />
APPS & TIPPS 02/2013 147
snehit, 123RF<br />
Video-Chats mit Google Talk<br />
Talk Talk<br />
Video-Talk<br />
Sie brauchen unter Android nicht zwingend Skype, um<br />
Video-Telefonate zu führen. <strong>Die</strong> bei Android vorinstallierte<br />
Talk-App lässt Sie nicht nur chatten, sondern auch Audiound<br />
Video-Chats führen. Christoph Langner<br />
Abb. 1: Starten Sie Video-Chats über das GMail-<br />
Webfront end aus Ihrem Web-Browser heraus.<br />
Man kann nicht gerade sagen, dass<br />
Google Video-Telefonate erfunden<br />
hätte. Skype hatte schon 2006 eine<br />
Funktion zur Videotelefonie in seine App integriert.<br />
Und auch davor gab es bereits zahlreiche<br />
Versuche, Video- Telefonate und -Konferenzen<br />
am PC zu etablieren, Microsoft hatte etwa Net-<br />
Meeting schon in Windows 2000 vorinstalliert.<br />
Voice- und Video-Plugin<br />
Google startete seinen Chat-<strong>Die</strong>nst Google Talk<br />
im August 2005, anfangs lief der Chat ausschließlich<br />
über die proprietäre Google-Talk-Anwendung<br />
[LINK 1] für Windows PCs. Erst im Februar<br />
2006 integrierte Google seinen Talk-<strong>Die</strong>nst<br />
auch in das Web-Frontend von Gmail. Später<br />
wurde es auch möglich, Google Talk über alternative<br />
Jabber-Clients wie Miranda [LINK 2], Pidgin<br />
[LINK 3] oder Empathy [LINK 4] zu nutzen, da<br />
der <strong>Die</strong>nst auf dem offenen Protokoll XMPP<br />
[LINK 5] beruht. Dadurch stehen für Google Talk<br />
zahlreiche native Clients<br />
auf verschiedenen<br />
Betriebssystemen<br />
zur Verfügung, über<br />
die gechattet oder<br />
auch Voice- und auch<br />
Video-Chats geführt<br />
werden können.<br />
Generell brauchen<br />
Sie aber kein Programm<br />
oder eine<br />
App, um über Google<br />
Video-Telefonate zu<br />
führen. Es reicht ein Browser, ein Account bei<br />
Gmail und das Voice- und Video-Plugin [LINK 6].<br />
Das Zusatzmodul gibt es in verschiedenen Varianten<br />
für für alle gängigen Betriebssysteme.<br />
Inzwischen hat Google die Video-Chats in<br />
Gmail über Google+ - Hangouts realisiert<br />
[LINK 7]. Über sie führen User von Googles sozialem<br />
Netzwerk Gruppenchats von bis zu zehn<br />
Usern Bild zu Bild. Daher benötigen Sie inzwischen<br />
für Telefonate aus Gmail heraus auch<br />
einen Account bei Google+, dieser ist unter<br />
Ihrer Gmail-Adresse schnell freigeschaltet.<br />
Eine grüne Kamera neben einem Kontakt signalisiert<br />
Ihnen, dass Ihr Gesprächspartner über<br />
eine angeschlossene Webcam verfügt und das<br />
Browser-Plugin installiert hat. Nachdem Sie das<br />
Setup des Plugins auch auf Ihrem PC oder Notebook<br />
durchgeführt haben, finden Sie in der<br />
Chat-Liste eine <strong>kleine</strong> Kamera als Symbol zum<br />
Start eines Video-Chats. Ihr Gesprächspartner<br />
muss nur noch Ihren Anruf entgegennehmen.<br />
Google Talk für Android<br />
In Android ist die Funktion, Video-Chats über<br />
Google Talk zu führen, seit der Version 2.3.4<br />
von Haus aus enthalten. Ein Handy mit zusätzlicher<br />
Frontkamera ist nicht zwingend nötig, allerdings<br />
machen Video-Chats erst richtig dann<br />
Sinn, wenn sich beide Parteien auch von Angesicht<br />
zu Angesicht unterhalten können.<br />
Auf zahlreichen Test-Androiden der Redaktion<br />
ließen sich problemlos Video-Chats führen.<br />
Egal, ob per WLAN oder UMTS/ 3G online, die<br />
Gespräche sind in der Regel sowohl von der<br />
148<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Videotelefonie mit Google Talk<br />
Abb. 2: <strong>Die</strong> Symbole neben dem<br />
Namen informieren Sie über die<br />
technische Ausstattung.<br />
Abb. 3: <strong>Die</strong> Option zum Abschalten<br />
der Freisprechfunktion gibt es<br />
erst ab Android 4.0<br />
Abb. 4: Zahlreiche zuschaltbare<br />
Live-Effekte bringen auch ins<br />
trübste Gespräch etwas Leben.<br />
Bild- als auch von der Ton-Qualität durchaus<br />
akzeptabel und auf der Höhe von Skype.<br />
Video-Telefonate mit Talk<br />
Unter Android funktioniert der Video-Chat sehr<br />
ähnlich wie am Desktop-PC. In der Kontaktliste<br />
der Talk-App symbolisiert ein <strong>kleine</strong>s Mikrofon<br />
oder eine <strong>kleine</strong> Kamera neben dem Namen des<br />
Kontakts, ob Ihr Partner über die nötige Ausstattung<br />
verfügt. Ein Klick auf das Symbol startet<br />
dann den Anruf.<br />
Talk nutzt bei Audio-Video-Chats in der Standard-Einstellung<br />
die Freisprechfunktion Ihres<br />
Handys. Ab Android 4.0 rufen Sie während<br />
eines Gesprächs durch einen Fingerzeig auf das<br />
Display das Kontext-Menü auf, über dieses leiten<br />
Sie dann den Ton wie bei einem normalen<br />
Telefonat auf den Handy-Kopfhörer oder ein<br />
drahtloses Bluetooth-Headset.<br />
In diesem Menü finden Sie auch zahlreiche<br />
Bild-Effekte wie einen verzerrten Mund, die Sie<br />
live auf Ihr Video-Bild montieren. Alternativ filtert<br />
Google Talk auch den Hintergrund aus<br />
Ihrem Bild heraus und ersetzt ihn mit einer Alloder<br />
Strandszene. Allerdings funktioniert dieser<br />
Effekt nur bei guter Beleuchtung.<br />
Über eine UMTS-Mobilfunkleitung sollten Sie<br />
sich allerdings kurz fassen. Unsere Messungen<br />
ergaben, dass pro Minute GTalk- Video-Chat<br />
etwa vier MByte Daten über die Leitung geschickt<br />
werden. Ein üblicher Datentarif mit 300<br />
MByte Inklusivvolumen bis zur Drosselung auf<br />
GPRS-Geschwindigkeit, würde demnach schon<br />
nach 75 Minuten Video-Chat aufgebraucht sein.<br />
Talk ist immer online<br />
Video-Chats über GTalk haben den Vorteil, dass<br />
die Funktion auf jedem halbwegs aktuellen Androiden<br />
von Haus aus vorhanden ist. <strong>Die</strong> Installation<br />
von Skype ist daher nicht zwingend<br />
nötig, wenn Sie Bild-zu-Bild telefonieren möchten.<br />
Im Gegensatz zu Skype sind Sie bei GTalk<br />
auch erreichbar, ohne eine extra App zu starten.<br />
Einzig das Fehlen eines offiziellen GTalk-<br />
Clients unter iOS trübt etwas das Bild, doch<br />
auch hierfür gibt es mit iPhone-Apps wie Vtok<br />
[LINK 8] Alternativen.<br />
Des Weiteren ist GTalk kein geschlossenes<br />
System, bei dem Sie zwingend einen Google-<br />
Account besitzen müssen. Das zugrunde liegende<br />
XMPP-Protokoll ist offen, und GTalker<br />
führen problemlos mit anderen Jabber-<br />
Accounts – so der Spitzname des Protokolls –<br />
Chats oder Audio- und Video-Telefonate. Eventuell<br />
verfügen Sie sogar schon über einen<br />
Jabber-Account ohne Google, Ihre E-Mail-<br />
Adresse bei 1&1, GMX und Web.de ist automatisch<br />
auch eine Jabber-Adresse [LINK 9]. ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28646<br />
APPS & TIPPS 02/2013 149
TIPPS & TRICKS<br />
Roaming-Einstellungen und Tarife<br />
Balint Roxana, 123RF<br />
Daten-Roaming: <strong>Die</strong> wichtigsten Infos für den Urlaub im Ausland<br />
Smarter Urlaub<br />
Android-Nutzer sind im Urlaub erst mal auf der sicheren Seite, da Android in der<br />
Grundeinstellung kein Daten-Roaming vornimmt und somit auch keine Kosten<br />
verursacht. Wer jedoch im Urlaub Daten nutzen möchte, sollte sich gut vorbereiten.<br />
<strong>Die</strong>ser Artikel hilft dabei. Marcel Hilzinger, Christoph Langner<br />
Während das Telefonieren und Surfen<br />
im Heimatland zum Glück kaum<br />
von negativen Überraschungen geprägt<br />
ist, kann die Telefonrechnung nach den<br />
Ferien schon mal den einen oder anderen Urlaub<br />
zum Albtraum werden lassen. Vor allem<br />
die Datennutzung kann Sie sehr, sehr teuer zu<br />
stehen kommen, wenn Sie sich nicht entsprechend<br />
vorbereiten.<br />
Gut zu wissen<br />
Beim Roaming unterscheidet man zwischen Gesprächen<br />
und Datenübertragung. Während das<br />
Roaming bei Gesprächen normalerweise automatisch<br />
freigeschaltet ist (außer bei einigen<br />
Prepaid-Angeboten) und auch vom Smartphone<br />
von Haus aus eingeschaltet ist, müssen Sie das<br />
Datenroaming explizit einschalten. Den entsprechenden<br />
Menüpunkt finden Sie unter Android<br />
4.0 bei Drahtlos & Netzwerke | Mehr | Mobilfunknetze<br />
| Daten-Roaming. Je nach Hersteller<br />
finden Sie die Einstellung auch beim Menüpunkt<br />
Mobiles Netzwerk oder Datenlieferung.<br />
<strong>Die</strong> Checkbox heißt aber bei allen Herstellern<br />
Daten-Roaming und das Häkchen darf nicht gesetzt<br />
sein, wenn Sie das Android-Gerät im Urlaub<br />
nur zum Telefonieren aber nicht auch zum<br />
Surfen nutzen möchten.<br />
Unabhänging vom gewählten Datentarif entstehen<br />
Ihnen im Urlaub auch Kosten, wenn Sie<br />
150<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Roaming-Einstellungen und Tarife<br />
angerufen werden. Verzichten<br />
Sie also nach Möglichkeit auf<br />
zu lange Gespräche im Urlaub<br />
oder weichen Sie auf eine Prepaid-Karte<br />
im Gastgeber-Land<br />
aus, um (für Sie) gratis angerufen<br />
werden zu können.<br />
Daten-Roaming<br />
nutzen<br />
Wer auch im Urlaub nicht auf<br />
E-Mails, Google+, Facebook<br />
und weitere datenhungrige<br />
Anwendungen verzichten<br />
möchte, muss somit die oben<br />
erwähnte Checkbox für das<br />
Daten-Roaming aktivieren.<br />
Richten Sie sich aber bitte darauf<br />
ein, dass Sie sich auf<br />
einen teuren Spaß einlassen,<br />
wenn auch die Preise für Datenroaming<br />
dank einiger Ein-<br />
Mobilfunknetze.<br />
griffe des Europäischen Parlament in den letzten<br />
Jahren deutlich abgesenkt werden konnten.<br />
Demnach wurden die Kosten für Gespräche<br />
und Datenverbindungen EU-weit einheitlich geregelt.<br />
Seit dem 1. Juli 2012 darf dem Kunden<br />
für ein ausgehendes Gespräch maximal 35<br />
Cent/Minute und für ein Eintreffendes 10 Cent/<br />
Minute in Rechnung gestellt werden. Auch SMS<br />
wurden auf einen Preis von maximal 11 Cent limitiert.<br />
Bei Datenroaming wurde eine Obergrenze<br />
von 83 Cent pro Megabyte eingeführt.<br />
Für 2013 und 2014 sind zudem weitere Preissenkungen<br />
beschlossen worden. So sinkt ab<br />
dem 1. Juli 2013 der Preis für das übertragene<br />
MByte im EU-Ausland auf maximal 54 Cent, ab<br />
Anfang Juli 2014 dürfen dann letztendlich gar<br />
nur noch 24 Cent/MByte berechnet werden.<br />
Beachten Sie bitte, dass Sie in anderen Teilen<br />
der Welt, darunter in so beliebte Reisezielen<br />
wie der Schweiz, Türkei oder den USA, deutlich<br />
mehr pro Megabyte bezahlen müssen: je nach<br />
Land und Provider von 1,50 Euro bis hin zu<br />
mehr als 20 Euro/MByte.<br />
Abb. 1: Unter Android 2.3 finden<br />
Sie die Einstellung für das Daten-<br />
Roaming unter dem Menüpunkt<br />
Abb. 2: Der Dialog unterscheidet<br />
sich bei Android 4.0 nur minimal,<br />
die Einstellung ist aber je nach<br />
Hersteller in einem anderen Menü.<br />
Kosten-Airbag<br />
Handyverträge werden in der Regel monatlich<br />
abgerechnet. Wer viel im Netz surft und Daten<br />
überträgt, weiß daher also erst einmal nicht unbedingt,<br />
wie viel Geld er dafür ausgibt. Ein gesetzlich<br />
beschlossener Kosten-Airbag soll zu<br />
hohe Internetgebühren abfedern. Das Limit<br />
liegt aktuell bei 59,90 Euro und gilt weltweit.<br />
Sind 80 Prozent des Limits beim Daten-Roaming<br />
erreicht, muss der Provider den Kunden<br />
per SMS warnen. Sind die 59,90 Euro komplett<br />
verbraucht, wird das Roaming komplett unterbunden.<br />
Erst wenn Sie ausdrücklich bestätigen,<br />
dass Sie weitersurfen möchten, wird die Kostenbremse<br />
aufgehoben.<br />
Datentarif buchen<br />
Buchen Sie deshalb unbedingt vor dem Urlaub<br />
einen passenden Datentarif. <strong>Die</strong> meisten Anbieter<br />
schicken Ihnen bei der Einreise ins Urlaubsland<br />
auch eine SMS mit Preisinformationen und<br />
normalerweise lassen sich auch die Datentarife<br />
per SMS bestellen. Für Android-User gibt es<br />
VOR DEM URLAUB BUCHEN!<br />
Richten Sie Ihren gewünschten Roaming-Tarif<br />
immer vor dem Urlaub ein. Praktisch sämtliche<br />
Pakete sind so zusammengestellt, dass Ihnen<br />
keine Kosten entstehen, wenn Sie die Option<br />
nicht nutzen. Sollten Sie aber während des Urlaubs<br />
doch in die Verlegenheit kommen, das<br />
Daten-Roaming aktivieren zu müssen, dann<br />
haben Sie die Kosten und Daten im Griff!<br />
APPS & TIPPS 02/2013 151
TIPPS & TRICKS<br />
Roaming-Einstellungen und Tarife<br />
aber auch entsprechende Apps, die das<br />
Buchen – vor dem Urlaub – recht komfortabel<br />
machen. Auch bei den Paketen<br />
für das Daten-Roaming gibt<br />
es recht große Unterschiede<br />
zwischen den Providern.<br />
Bei der Telekom und<br />
Vodafone erhalten<br />
Sie zum Beispiel<br />
ein bestimmtes<br />
Volumen, das<br />
dann zum Beispiel<br />
für eine Woche<br />
gilt, bei o2 buchen Sie<br />
normalerweise Tagespakete.<br />
Im folgenden listen<br />
wir ihnen ein paar Nutzungs-<br />
Szenarien innerhalb der EU (!) und<br />
die besten Datentarife dazu auf. Beachten<br />
Sie, dass für Gespräche andere<br />
Tarife und Kostenmodelle gelten.<br />
Bei praktisch allen Herstellern<br />
sehen Sie neben dem Symbol zur<br />
Stärke des Mobilfunknetzes ein <strong>kleine</strong>s<br />
„R“. Es bedeutet nicht, dass das<br />
Daten-Roaming aktiv ist, sondern<br />
nur, dass Sie sich in einem fremden<br />
Netz befinden.<br />
BEISPIELSZENARIO FÜR 7 TAGE<br />
Provider<br />
E-Plus<br />
o2<br />
T-Mobile<br />
Vodafone<br />
Günstigste<br />
Version<br />
10,00 Euro,<br />
100 MByte<br />
13,93 Euro,<br />
175 MByte<br />
14,95 Euro,<br />
100 MByte<br />
5,00 Euro,<br />
50 MByte<br />
Maximale Daten<br />
10,00 Euro,<br />
100 MByte<br />
70 Euro,<br />
700 MByte<br />
34,65 Euro,<br />
350 MByte<br />
14 Euro,<br />
175 MByte<br />
Moderate Nutzung<br />
Wenn Sie die Datenoption lediglich für das<br />
Empfangen und Verschicken von E-Mails nutzen<br />
oder ab und zu mit Google Maps navigieren<br />
möchten, dann kommen Sie mit 5 bis 10 MByte<br />
pro Tag recht gut über die Runden. Erhalten Sie<br />
keine E-Mails mit Bildern oder anderen größeren<br />
Anhängen, dann genügen sogar weniger als<br />
5 MByte pro Tag. Für eine komplette Urlaubswoche<br />
können Sie somit mit einem Datenvolumen<br />
unter 50 MByte rechnen. Als passender<br />
Tarif bietet sich hier bei o2 das Smartphone-<br />
Day-Pack mit einer Tagespauschale von 1,99<br />
Euro und einem Tagesvolumen von 25 MByte<br />
an. Bei 7 Tagen kommen Sie somit auf einen<br />
Gesamtpreis von 14 Euro und maximal 175<br />
MByte Datenvolumen.<br />
Noch günstiger fahren Sie mit Vodafone in<br />
den Urlaub. Hier kostet das Wochenpaket lediglich<br />
5 Euro, es enthält allerdings nur 50 MByte<br />
Traffic. Für sporadisches Mailen sollte das aber<br />
reichen. Alternativ gibt es auch bei Vodafone<br />
für 2 Euro ein Tagespaket mit 25 MByte Volumen.<br />
Vodafone zählt zudem die Schweiz bei<br />
diesen Paketen zur EU, nicht aber Kroatien oder<br />
die Türkei. Bei o2 sind die Schweiz und Kroatien<br />
in der Zone 2, die Preise dafür sind allerdings<br />
identisch. Beachten Sie auch die ReiseFlat<br />
von Vodafone für ausgewählte Länder. Hier<br />
können Sie für 5,99 Euro Ihren nationalen Datentarif<br />
auch im Ausland nutzen (siehe Abschnitt<br />
„Normale Nutzung“).<br />
Bei T-Mobile gibt es für Vertragskunden den<br />
DayPass S mit 10 MByte Volumen für 1,95 Euro,<br />
Prepaid-Kunden müssen für das gleiche Datenvolumen<br />
2,95 pro Tag bezahlen. <strong>Die</strong> Wochen-<br />
Flatrate mit 100 MByte Volumen lässt sich T-<br />
Mobile mit rund 15 Euro bezahlen. <strong>Die</strong>ses Angebot<br />
gibt es aber nur für Vertragskunden, nicht<br />
im Xtra-Tarif. <strong>Die</strong> Schweiz und Kroatien decken<br />
diese Tarife ab, die Türkei hingegen nicht.<br />
Auch E-Plus bietet Daten-Roaming-Tarife an.<br />
Mit dem E-Plus Reisevorteil Plus bezahlen Sie<br />
50 Cent pro MByte. Beim eingangs gerechneten<br />
Szenario mit 50 MByte pro Woche kommen Sie<br />
somit auf 25 Euro. <strong>Die</strong> Schweiz, die Türkei und<br />
Kroatien zählen allerdings nicht zu diesem Trarif.<br />
In diesen Ländern kostet das MByte bereits<br />
2,50 Euro. Für Prepaid-Kunden gibt es das EU<br />
Internet Pack 50. Es kostet 4,99 Euro und enthält<br />
50 MByte Daten.<br />
Normale Nutzung<br />
Wer aktiv bei Facebook oder Google+ liest und<br />
postet, seine Fotos hochladen, im Web browsen<br />
und mit WhatsApp chatten möchte, muss mit<br />
80 bis 150 MByte pro Tag rechnen. Egal, wie Sie<br />
ihr Smartphone aktuell nutzen: im Ausland<br />
müssen Sie Ihre Gewohnheiten etwas einschränken,<br />
weil die meisten Provider spätens-<br />
152<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Roaming-Einstellungen und Tarife<br />
tens nach 100 MByte/ Tag die Geschwindigkeit<br />
drosseln. Einige Pakete lassen sich auch mehrfach<br />
buchen, vergessen Sie dann aber die Kosten<br />
nicht. Im Unterschied zum Inland wird die<br />
Geschwindigkeit im Ausland beim Überschreiten<br />
des gebuchten Tarifs auf 2 KByte/ s gedrosselt.<br />
Damit tröpfeln selbst E-Mails nur sehr,<br />
sehr langsam ein.<br />
Bei o2 buchen Sie am besten das Internet Day<br />
Pack für 10 Euro pro Tag. Damit stehen Ihnen<br />
100 MByte zur vollen Geschwindigkeit zur Verfügung.<br />
Für 70 Euro pro Woche erhalten Sie<br />
somit 700 MByte Traffic. Sollten Sie an einem<br />
Tag mit den 100 MByte nicht über die Runden<br />
kommen, dann können Sie das Paket ein zweites<br />
Mal buchen, etc.<br />
Vodafone bietet für den intensiven Gebrauch<br />
des Datentarifs im Ausland die Reise-Flat an.<br />
Sie gilt allerdings nur für Kunden, die den Tarif<br />
2011 zwischen Juni und September schon einmal<br />
gebucht hatten. In den Vodafone-Ländern<br />
Ägypten, Albanien, Australien, Fidschi Inseln,<br />
Ghana, Griechenland, Großbritannien, Indien,<br />
Island, Irland, Italien, Katar, Malta, Neuseeland,<br />
Niederlande, Portugal, Rumänien, Südafrika,<br />
Spanien, Türkei, Tschechische Republik und<br />
Ungarn können Sie damit Ihre heimische Datenflat<br />
auch im Urlaub ausschöpfen, ohne zusätzliche<br />
Kosten. Als Alternative bleibt Ihnen<br />
das Tagespaket mit 25 MByte für 2 Euro.<br />
EU-REGELUNG SEIT JULI 2012<br />
Seit Juli 2012 sind die Kosten für Gespräche innerhalb<br />
der EU deutlich gesunken, zudem ein<br />
Limit von (netto) 70 Cent pro MByte. Als zusätzliche<br />
Sicherheitsmaßnahme dehnt die EU<br />
den Kostenairbag für EU-Provider auf die<br />
ganze Welt aus. Sollten Sie also nach dem 1.<br />
Juli in die USA in den Urlaub fahren und dabei<br />
Daten-Roaming nutzen, dann dürfen die Kosten<br />
die erwähnten 59,90 Euro nicht überschreiten<br />
(außer Sie haben einen entsprechenden<br />
Tarif vereinbart) und Sie bekommen eine SMS-<br />
Nachricht, wenn Sie sich dem Limit nähern.<br />
Bis 2014 sollen die Preise für Daten-Roaming<br />
sogar auf (netto) 20 Cent fallen. Beachten Sie<br />
beim weltweiten Roaming, dass es keine Preisbeschränkung<br />
pro MByte gibt. Beim Urlaub in<br />
der Schweiz, der Türkei oder Kroatien kann das<br />
Limit von 59.90 Euro somit bereits nach wenigen<br />
Stunden erreicht sein.<br />
T-Mobile stellt Vertragskunden für 4,95 Euro<br />
täglich 50 MByte an Daten zur Verfügung. Den<br />
Day Pass M gibt es auch als Prepaid-Lösung.<br />
Hier kostet das Paket 6,95 Euro. Für umgerechnet<br />
35 Euro erhalten Sie somit in der Woche<br />
insgesamt 350 MByte an Datentraffic.<br />
E-Plus bietet kein Datenpaket für PowerUser<br />
an. Für Prepaid-Kunden gibt es das EU Reise-<br />
Paket. Es kostet 10,- Euro und enthält 100<br />
MByte Daten.<br />
Neben den vier großen Providern gibt es<br />
noch zahlreiche weitere Mobilfunkanbieter in<br />
Deutschland. Je nachdem, welches Netz der<br />
Provider benutzt, können Sie mit in etwa gleichen<br />
Preisen rechnen, wie die hier vorgestellten.<br />
Einige Anbieter haben aber auch günstigere<br />
oder gar keine Auslandsoptionen im Angebot.<br />
Egal ob Aldi Talk, 1&1 oder Tschibo gilt aber<br />
auch hier der Grundsatz: Buchen Sie den passenden<br />
Tarif vor dem Urlaub, damit es zu keinen<br />
bösen Überraschungen kommt!<br />
Fazit<br />
Planen Sie mit Ihrem Urlaub zusammen auch<br />
die Smartphone-Nutzung. Datenroaming ist mit<br />
dem passenden Tarif zusammen gar nicht mehr<br />
so teuer. Im besten Fall erhalten Sie für 63 Euro<br />
ein Datenvolumen von 980 MByte (Go Roaming)<br />
oder Sie bezahlen 5 Euro für 50 MByte<br />
(E-Plus, Vodafone). Wenn Sie die eingangs erwähnten<br />
Grundregeln beachten, dann bleibt<br />
der Kosten-Schock aus und Sie können sich auf<br />
und über einen smarten Urlaub freuen. ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28780<br />
APPS & TIPPS 02/2013 153
TIPPS & TRICKS<br />
Telefon und Adressbuch<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> rund um das Telefonieren<br />
Telefon &<br />
Kontakte<br />
Man mag es kaum glauben, aber<br />
mit einem Smartphone kann man<br />
sogar auch telefonieren. Wir zeigen<br />
Ihnen ein paar <strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong>, wie Sie<br />
Ihre Kontakte besser organisieren<br />
und Ihre Gesprächskosten in den<br />
Griff bekommen. Christoph Langner<br />
Julien Eichinger , Fotolia<br />
154<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Telefon und Adressbuch<br />
Apps, Spiele, Internet! Dass Smartphones<br />
auch zum Telefonieren geeignet sind,<br />
geht in der Flut der Nachrichten rund<br />
um Android-Handys oft unter. Dabei lassen sich<br />
auch die Grundfunktionen rund um die Telefonund<br />
Adressbuch-Apps noch optimieren. Mit ein<br />
bisschen Know-how schicken Sie Telefonnummern<br />
vom Browser auf Ihren Rechner, sehen in<br />
welches Netz eine Handy-Nummer führt oder<br />
managen Ihren Handy-Vertrag vom Telefon aus.<br />
Kontakte gruppieren<br />
Im Laufe der Zeit sammeln sich<br />
immer mehr Kontakte im Smartphone-Speicher<br />
an: Freunde, Kollegen,<br />
Bekannte, Vereinskollegen oder flüchtige<br />
Bekanntschaften. Alle Anschriften drängeln<br />
sich in einer einzigen langen und auf Dauer<br />
sehr unübersichtlichen Liste - und nicht jeder<br />
Smartphone-Nutzer hat die Nerven dazu, sich<br />
Name für Name bis zur gewünschten Person<br />
durchzusuchen. Organisieren Sie daher Ihre<br />
Kontakte in verschiedenen Gruppen. So haben<br />
Sie eine bessere Übersicht und finden schneller<br />
die Ihnen wichtigen Adressen.<br />
<strong>Die</strong> Gruppenzugehörigkeit pflegen Sie am<br />
besten über das Google Gmail-Webfrontend.<br />
Dort finden Sie nach dem Öffnen eines Kontaktes<br />
über dem Namen eine <strong>kleine</strong> Schaltfläche<br />
(Abbildung 5), über die Sie jedem Eintrag eine<br />
oder mehrere Gruppen zuweisen.<br />
Auf Ihrem Android-Handy erreichen<br />
Sie die Gruppenfunktionen<br />
über den Bearbeitungs-Funktion<br />
der Kontakte-App.<br />
Ihre Kontakte finden Sie nun in<br />
Gruppen eingeteilt im ersten Reiter<br />
der Adressbuch-App. Gerade<br />
wenn Sie eine umfangreiche<br />
Sammlung mit hunderten von<br />
Anschriften und Nummern besitzen,<br />
ist diese Vorsortierung in<br />
Nutzergruppen ein deutlicher Gewinn<br />
an Übersichtlichkeit.<br />
Kontakte<br />
ausblenden<br />
Sobald Sie Ihre Kontakte<br />
in Gruppen organisiert<br />
haben, entfernen<br />
Sie einzelne Gruppen komplett<br />
aus Ihrem Blickfeld. Unter dem Menü-Knopf<br />
finden die Option Kontakte zum Anzeigen (Abbildung<br />
4) Darüber gelangen Sie via dem Eintrag<br />
Anpassen zu einem Dialog, über den Sie<br />
festlegen, welche Gruppen später im Telefonbuch<br />
erscheinen sollen. So stören Sie selten genutzte<br />
Geschäftskontakte nicht mehr in der Adressliste.<br />
Brauchen Sie doch eine bestimmte<br />
Nummer, dann sehen Sie diese praktischer<br />
Weise immer noch in der Kontakte-App.<br />
Ärgerlich kann auch die Integration Ihrer<br />
Google-Plus-Kreise mit dem Android-Adressbuch<br />
sein. Ein falscher Klick in der Google-<br />
Plus-App, und schon flutet das soziale Netzwerk<br />
Googles das eigene Adressbuch mit Kontakten,<br />
die man kaum kennt und nie gesehen<br />
hat. In den Einstellungen von Google Plus lässt<br />
sich die Integration jedoch wieder deaktivieren,<br />
dort finden Sie unter Google+ Kontakte hinzufügen<br />
den entsprechenden Schalter zum Entfernen<br />
der ungeliebten Adresssammlung.<br />
Direkter Draht per Kurzwahl<br />
Eltern, Freunde, Partner: Ihre wichtigsten<br />
Kontakte markieren Sie am<br />
besten umgehend über den <strong>kleine</strong>n<br />
Stern am oberen Rand der Ansicht als Favorit<br />
im Adressbuch (Abbildung 6). So finden Sie<br />
Ihre oft genutzten Kontakte sofort im Telefonund<br />
Adressbuch an oberster Stelle inklusive<br />
eines Porträt-Bildes prominent<br />
wieder. Alternativ<br />
kennzeichnen Sie Ihre<br />
Lieblings-Kontakte natürlich<br />
auch wieder direkt in<br />
Gmail. In der Kontakte-Ansicht<br />
finden Sie auch hier<br />
einen <strong>kleine</strong>n Stern, der<br />
den aktiven Kontakt zu<br />
den Favoriten hinzufügt.<br />
Immer wieder nützlich<br />
sind auch Direktwahlnummern<br />
direkt auf dem<br />
Homescreen (Abbildung<br />
8). Über sie öffnen Sie direkt<br />
wichtige Kontakte<br />
oder rufen mit einem Fingerzeig<br />
häufig genutzte<br />
Abb. 1: In Gruppen eingeteilt findet<br />
man viel leichter bestimmte<br />
Kontakte - und spart Zeit.<br />
Nummern an. <strong>Die</strong> entsprechenden<br />
Widgets fügen Sie<br />
über einen längeren Tas-<br />
APPS & TIPPS 02/2013 155
TIPPS & TRICKS<br />
Telefon und Adressbuch<br />
Abb. 2: Der Kontakt-Editor erlaubt<br />
es, Einträge bestimmten Gruppen<br />
zuzuordnen.<br />
Abb. 3: Beschränken Sie die<br />
Menge der angezeigten Kontakte<br />
auf bestimmte Gruppen.<br />
Abb. 4: Neu erstellte Kontakte landen<br />
automatisch immer in der<br />
Gruppe MyContacts.<br />
tendruck auf eine freie Stelle des Homescreens<br />
(bei Android 2.x) oder über den Widgets-Reiter<br />
des App-Drawers (ab Android 3.x) ein, die Widgets<br />
nennen sich Direktwahl oder Kontakt.<br />
Nummern aus dem Browser<br />
Der Arbeitsabflauf, eine einzelne-<br />
Nummer aus dem Internet-Browser<br />
auf dem Desktop zum Android-Handy<br />
zu übertragen, ist eigentlich ziemlich anachronistisch,<br />
wenn man bedenkt, dass Rechner und<br />
Google-Handy inzwischen stark miteinander<br />
verknüpft sind - oder zumindest verknüpft werden<br />
können, wenn der Nutzer das wünscht.<br />
Es dürfte eigentlich nicht angehen, dass man<br />
eine im Internet gefundene Telefonnummer am<br />
Handy abtippen muss, um sie anzurufen.<br />
Neben unnützer Arbeit birgt der Vorgang darüber<br />
hinaus immer wieder die Gefahr, sich beim<br />
Eingeben der Nummer zu verwählen.<br />
Allerdings müssen Sie sich gar nicht mehr abmühen,<br />
denn die Browsererweiterung Chrome<br />
to Phone [LINK 1] des Chrome-Browsers übernimmt<br />
mit der gleichnamigen App [LINK 2] diese<br />
Arbeit. Zwar müssen Sie die App und die dazugehörige<br />
Erweiterung installieren und der Browser-Erweiterung<br />
erlauben, auf Ihr Google-Konto<br />
zugreifen zu dürfen. Entsprechende Erweiterungen<br />
gibt es neben Chrome übrigens auch für<br />
Firefox [LINK 3] und Opera [LINK 4], Sie müssen für<br />
diese Funktion daher nicht zwangsweise erst<br />
umständlich den Browser wechseln.<br />
Anschließend markieren Sie nur noch eine<br />
Telefonnummer im Browser und klicken mit der<br />
rechten Maustaste auf den Text. Über den Eintrag<br />
Chrome to Phone landet die Nummer direkt<br />
in der Telefon-App, wo Sie nur noch auf die<br />
Wählen-Taste drücken müssen. <strong>Die</strong> Fähigkeiten<br />
von Chrome to Phone beschränken sich jedoch<br />
nicht nur auf das Übergeben von Telefonnummern.<br />
<strong>Die</strong> App schickt auch Links, Karten-<br />
Auschnitte von Google Maps oder Texte direkt<br />
Abb. 5: Über die Gmail-Kontakte verwalten Sie die<br />
Gruppenzugehörigkeit am einfachsten.<br />
156<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Telefon und Adressbuch<br />
Abb. 6: Über den <strong>kleine</strong>n Stern<br />
an der Oberkante des Screens<br />
fügen Sie den Kontakt zu Ihren<br />
Kontakt-Favoriten hinzu.<br />
Abb. 7: In der Telefon-App erscheinen<br />
diese Favoriten mit einem<br />
Symbolbild automatisch ganz<br />
oben in der Liste.<br />
Abb. 8: <strong>Die</strong> Direktwahl- und Kontakte-Widgets<br />
packen ausgesuchte<br />
Kontakte direkt auf den<br />
Homescreen.<br />
auf Ihr Handy und fungiert somit als praktisches<br />
Ausschneide- und Memo-Werkzeug für<br />
Nutzer, die oft zwischen verschiedenen Geräten<br />
hin- und herwechseln.<br />
Anbieter-Apps<br />
Wenn Sie einen Volumen-Daten-Tarif<br />
bzw. ein Telefonpaket mit Inklusivminuten<br />
bei Ihrem Netzbetreiber gebucht<br />
haben, dann ist es ab und an interessant<br />
zu wissen, wie viel man vom gebuchten Datenbzw.<br />
Telefon-Volumen schon vertelefoniert<br />
bzw. versurft hat. Schließlich werden zusätzliche<br />
Gesprächsminuten meist recht teuer abgerechnet,<br />
und das Surfen über eine gedrosselte<br />
Datenleitung macht auch nur noch wenig Spaß.<br />
Da heißt es rechtzeitig auf die Bremse zu treten<br />
und den Konsum ein <strong>kleine</strong>s bisschen einzuschränken.<br />
Doch woher erkennen Sie, wann der<br />
richtige Zeitpunkt gekommen ist?<br />
Über den Status Ihres Telefonvertrags und<br />
Ihres Verbrauchs ist niemand besser im Bilde<br />
als Ihr Mobilfunkprovider selbst. Schließlich<br />
sitzt er hinter der Kasse und hält die Hand auf.<br />
So gut wie jeder größere deutsche Provider<br />
stellt Ihnen kostenlos eine App zur Verfügung,<br />
die Ihnen direkten Zugriff auf Ihre Verbrauchsdaten<br />
gewährt. Das Kundencenter der Deutschen<br />
Telekom [LINK 5], MeinVodafone [LINK 6],<br />
Mein o2 [LINK 7], Mein BASE [LINK 8] oder Mein<br />
simyo [LINK 9] sollen hier nur als Beispiel genannt<br />
werden.<br />
Über die Apps lassen sich meist die aktuellen<br />
Vertragsdaten und Rechnungen einsehen. Allerdings<br />
muss man bei den Daten vorsichtig sein,<br />
bei O2 etwa hinken die angezeigten Verbrauchsdaten<br />
oft mehr als 24 Stunden hinterher, planen<br />
Sie daher immer ein bisschen Puffer mit ein.<br />
Bei manchen Anbietern lässt sich über die<br />
App auch die Rechnungsadresse oder der Mobilfunktarif<br />
ändern. Sie ersparen sich mit den<br />
Abb. 9: Chrome to Phone überträgt Telefonnummern<br />
aus dem Browser auf das Handy.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 157
TIPPS & TRICKS<br />
Telefon und Adressbuch<br />
Abb. 10: Mit Mein O2 erhalten Sie<br />
bequem Zugriff auf alle Ihre aktuellen<br />
Verbrauchs- und Rechnungsdaten<br />
des Anbieters.<br />
Abb. 11: Besonders bei Volumenverträgen<br />
mit hohen Folgekosten<br />
ist die Übersicht über die schon<br />
verbrauchten Minuten wichtig.<br />
Abb. 12: Welches Netz? PRO<br />
bestimmt zu jeder Rufnummer<br />
das Zielnetz und hilft so, teure<br />
Anrufe zu vermeiden.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28771<br />
Provider-Anwendungen also auch den einen<br />
oder anderen kostenpflichtigen Anruf bei einer<br />
Support-Hotline.<br />
Wohin geht der Anruf?<br />
Sie haben bei Ihrem Mobilfunkanbieter<br />
eine günstige<br />
Flatrate ins Festnetz<br />
und ins eigene Mobilfunknetz<br />
bekommen, was Ihnen viel<br />
Geld sparen kann. Allerdings<br />
lassen sich die Anbieter Gespräche<br />
in fremde Netze nach<br />
wie vor teuer bezahlen.<br />
Früher konnte man aufgrund<br />
der Handy-Vorwahl<br />
genau auf den Anbieter<br />
schließen. Seitdem es aber<br />
möglich ist, seine Rufnummer<br />
zu einem anderen Anbieter<br />
übertragen zu lassen, sind<br />
diese Zuordnungen komplett<br />
Makulatur; hinter jeder Vorwahl<br />
kann jeder beliebige Anbieter<br />
stecken.<br />
Im Google Play Store finden<br />
Sie mit Welches Netz?<br />
[LINK 10] und Zielnetz [LINK 11]<br />
Abb. 13: Neben der <strong>kleine</strong>n<br />
Anzeige ertönt vor einem Anruf<br />
auch eine kurze Ansage mit dem<br />
Namen des Zielnetzes.<br />
gleich zwei verschiedene Apps, die über das<br />
Internet ermitteln, bei welchem Anbieter die<br />
angerufene Nummer eingebucht ist. <strong>Die</strong>se Information<br />
teilen die Apps Ihnen über eine kurze<br />
Einblendung bzw. durch eine Ansage vor dem<br />
Anruf mit. Dadurch brauchen Sie vor einem<br />
Anruf nicht lange überlegen,<br />
ob Sie sich kurz fassen müssen<br />
oder ob Sie in Ruhe quasseln<br />
dürfen. Durch die Zielnetz-App<br />
wissen Sie immer Bescheid,<br />
selbst wenn Ihr Gesprächspartner<br />
erst seit Kurzem bei einem<br />
neuen Anbieter ist; die Daten<br />
werden immer frisch aus dem<br />
Internet abgerufen.<br />
Als Zugabe besitzen beide<br />
Applikationen Statistik-Funktionen,<br />
die Ihnen sagen, wie<br />
viele Minuten Sie in welche<br />
Netze vertelefonieren. Wenn<br />
nach ein paar Monaten die<br />
nächste Vertragsverlängerung<br />
ansteht, dann entscheiden Sie<br />
dank der Statistik ganz objektiv,<br />
welcher Anbieter und welcher<br />
Flatrate-Tarif für Sie am<br />
günstigsten wäre.<br />
● ● ●<br />
158<br />
02/2013 APPS & TIPPS
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TIPPS & TRICKS<br />
FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />
Oleg Osharov, 123RF<br />
FRITZ!Apps<br />
AVM macht seine FRITZ!Box-WLAN-Router fit für Ihre eigene Cloud und liefert dazu<br />
FRITZ!App Smartphone-Apps. Mit den praktischen Apps telefonieren Sie über die<br />
FRITZ!Box zum Festnetz-Tarif, streamen Filme und Musik aufs Handy und verpassen<br />
keinen Anruf mehr. Christoph Langner<br />
160 02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />
AVM möchte seine FRITZ!Boxen noch<br />
stärker als eigenständige Rechner präsentieren<br />
und betitelt die Firmware seiner<br />
Router erstmals als Betriebssystem.<br />
FRITZ!OS 5.20 [LINK 1] steht zunächst nur für die<br />
FRITZ!Box 7390 zum Download zur Verfügung<br />
und bringt eine Reihe von Neuerungen mit. <strong>Die</strong><br />
Unterstützung weiterer Boxen soll später noch<br />
folgen, doch erstmal gibt es die neue Firmware<br />
nur für das aktuelle <strong>Top</strong>-Modell von AVM.<br />
Mit MyFRITZ! [LINK 2] bietet AVM einen einfachen<br />
und sicheren Zugriff auf Ihre persönliche<br />
FRITZ!Box. Auf der Box gespeicherte Fotos,<br />
Musik oder Dokumente lassen sich weltweit<br />
auch mit dem Smartphone und Tablet abrufen.<br />
MyFRITZ! vereint hier einen Dynamic-DNS-Service<br />
wie Dyn oder No-IP mit einer für das Web<br />
schlank gehaltenen Oberfläche.<br />
Wichtig für Android User ist auch die schon<br />
lange vermisste Möglichkeit, das Adressbuch<br />
der FRITZ!Box mit dem von Freemail-Anbietern<br />
wie GMX, Web.de oder auch Google Mail abzugleichen<br />
– so ist die Fritzbox immer auf einem<br />
aktuellen Stand. Außerdem gibt es jetzt ein für<br />
mobile Geräte optimiertes Webfrontend. <strong>Die</strong> Bedienung<br />
der FRITZ!Box über das Handy ist nun<br />
einfacher möglich.<br />
Abgleich mit Google Mail<br />
Android User, die sich vor Google Mail nicht<br />
scheuen und auch dort ihre Kontakte ablegen,<br />
gleichen über die Google Cloud automatisch auf<br />
allen ihren Android-Geräten die Kontakte ab.<br />
Egal, ob auf dem Handy, dem Tablet oder im<br />
Web-Frontend von Google Mail, überall ist man<br />
auf demselben Stand, ein aufwändiges Synchronisieren<br />
der Kontakte zwischen den Geräten ist<br />
somit nicht mehr nötig.<br />
Abb. 2: Neben dem Adressbuch von Google Mail lassen sich auch die Daten der<br />
Freemailer von Web.de und GMX in der FRITZ!Box einbinden.<br />
Von dieser – hoffentlich – gut gepflegten Adressdatenbank<br />
können nun auch Ihre<br />
FRITZ!Box und die daran angeschlossenen Telefone<br />
profitieren. Ohne dass Sie Nummern in Ihr<br />
Festnetztelefon einprogrammieren müssen, erscheint<br />
etwa der Name eines Anrufers im Display.<br />
Der Zugriff auf das Adressbuch beim<br />
Wählen ist allerdings leider den FRITZ!Fon-Produkten<br />
[LINK 3] vorbehalten, herkömmliche<br />
DECT-Telefone können das Telefonbuch der<br />
FRITZ!Box nicht auslesen.<br />
Abb. 1: Über DECT bei der FRITZ!Box eingebuchte<br />
Geräte zeigen Anrufer nach dem Einlesen an.<br />
Abb. 3: FRITZ!OS 05.20 liest in der neuen Version das Adressbuch von Google aus<br />
und bindet es sauber sortiert in das eigene Telefonbuch ein.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 161
TIPPS & TRICKS<br />
FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />
Abb. 4: <strong>Die</strong> FRITZ!Box leitet Smartphones<br />
automatisch zu einer<br />
Mobil-Version des Web-Frontends.<br />
<strong>Die</strong> zum Einbinden nötigen Einstellungen finden<br />
Sie im Web-Frontend der FRITZ!Box unter<br />
Telefonie | Telefonbuch. Dort legen Sie ein neues<br />
Telefonbuch an und geben Ihre Zugangsdaten<br />
zu Ihrem Google-Account ein. Alternativ kann<br />
FRITZ!OS auch die Telefonbücher von GMX<br />
oder von web.de einlesen.<br />
Unverständlich ist jedoch, dass die<br />
FRITZ!Box die Online-Telefonbücher nicht automatisch<br />
abgleicht. Um wichtige<br />
Änderungen nicht zu verpassen,<br />
müssen Sie sich regelmäßig<br />
in der FRITZ!Box einloggen<br />
und auf der Telefonbuchseite<br />
den Aktualisieren-<br />
Knopf anklicken. Ein automatischer<br />
Abgleich hätte an dieser<br />
Stelle dem Bedienungskomfort<br />
der FRITZ!Box gut zu<br />
Gesicht gestanden.<br />
Für Smartphones<br />
optimiert<br />
Neu ist auch die für Smartphones<br />
optimierte Anzeige der<br />
FRITZ!Box-Oberfläche. Sie ist<br />
gegenüber der herkömmlichen<br />
Ansicht deutlich abgespeckt,<br />
Einstellungen etwa lassen sich<br />
so gut wie gar nicht über die<br />
Abb. 5: AVM hat auch dem<br />
Medienserver FRITZ!NAS die neue<br />
Oberfläche spendiert.<br />
Abb. 6: Mit der FRITZ!App Fon wird<br />
Ihr Androide zu einem schnurlosen<br />
Festnetztelefon.<br />
mobile Variante des Web-<br />
Frontends vornehmen. <strong>Die</strong><br />
Ansicht soll primär die wichtigsten<br />
Informationen der Box<br />
übersichtlich darstellen – eine<br />
Aufgabe, die in der Praxis<br />
vollends erfüllt wird.<br />
<strong>Die</strong> mobile Ansicht bekommt<br />
der Nutzer automatisch<br />
angezeigt, wenn er sich<br />
im WLAN seiner eigenen<br />
FRITZ!Box befindet und im<br />
Browser seines Handys die<br />
übliche URL der Box http://<br />
fritz. box eingibt. Anhand des<br />
Browsers erkennt die<br />
FRITZ!Box Ihr Smartphone<br />
und zeigt automatisch die entsprechend<br />
reduzierte Seite an.<br />
Sollten Sie trotzdem die volle<br />
Ansicht auch auf Ihrem<br />
Smartphone benötigen, stellt das kein Problem<br />
dar. Sie finden am Ende jeder Seite einen Link<br />
zur klassischen Version.<br />
My FRITZ!<br />
Das Firmware-Update macht Ihren WLAN-Router<br />
jetzt zu einem über das Internet erreichbaren<br />
NAS. Auf der Box bzw. auf an der Box angeschlossenen<br />
Datenträgern hinterlegte Daten<br />
können so von überall her<br />
verschlüsselt mit dem Notebook,<br />
Smartphone oder Tablet<br />
abgerufen werden. Der Zugriff<br />
erfolgt über AVMs kostenlosen<br />
MyFritz-<strong>Die</strong>nst, für den sich<br />
der Nutzer keine IP-Adresse<br />
merken muss. Man erspart<br />
sich so das umständliche Einrichten<br />
einer herkömmlichen<br />
DynDNS-Lösung wie etwa<br />
Dyn.com oder No-IP.com.<br />
Der Komfort von My FRITZ!<br />
als „Cloud-Lösung“ hält sich<br />
jedoch stark in Grenzen. Der<br />
<strong>Die</strong>nst ersetzt im Endeffekt<br />
nur den DynDNS-Anbieter.<br />
Eine Integration in das Smartphone<br />
– so wie es etwa Cloud-<br />
Speicherdienste wie Dropbox,<br />
Sugarsync oder gar Strato und<br />
162<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />
1&1 anbieten – ist bei MyFRITZ! leider an keiner<br />
Stelle gegeben. Über das Web-Frontend von<br />
FRITZ!NAS lassen sich lediglich Dateien herunterladen.<br />
Mit dem Smartphone geschossene Bilder<br />
automatisch in den eigenen Cloud-Speicher<br />
laden? Daten anderen Usern freigeben? Backups<br />
wichtiger Daten erstellen? Fehlanzeige, hier bieten<br />
richtige Cloud-<strong>Die</strong>nste doch einiges mehr<br />
und empfehlen sich daher eher für diesen Einsatzzweck.<br />
Apps für Android<br />
Neben diesen Verbesserungen an der Firmware<br />
gibt es schon länger eine ganze Reihe von offiziellen<br />
Android-Apps von AVM. Mit ihnen<br />
haben Sie Zugriff auf den in vielen<br />
FRITZ!Boxen eingebauten Medien-Server, nutzen<br />
über Ihr Smartphone die Festnetz-Leitung<br />
der Box oder verpassen keinen Anruf mehr,<br />
auch wenn Sie sich gerade nicht zu Hause aufhalten<br />
sollten.<br />
FRITZ!App Fon<br />
Mit Hilfe der FRITZ!App Fon [LINK 4]<br />
verbinden Sie Ihr Smartphone ganz<br />
einfach per WLAN mit der Telefonie-<br />
Funktion Ihrer FRITZ!Box. <strong>Die</strong> App verwandelt<br />
Ihr Smartphone im Handumdrehen in ein weiteres<br />
schnurloses Festnetz-Telefon, das Sie innerhalb<br />
der Reichweite Ihres WLANs wie ein<br />
normales schnurloses Telefon<br />
benutzen können.<br />
Ist die App gestartet, klingelt<br />
bei Anrufen auf der FRITZ!Box<br />
auch Ihr Smartphone. Vom<br />
Gerät ausgehende Gespräche<br />
lassen sich ebenso über die Box<br />
führen, sodass etwa bei einer<br />
Festnetz-Flatrate keine Kosten<br />
beim Telefonieren über das<br />
Handy entstehen - besonderspraktisch<br />
für Viel-Telefonierer.<br />
Etwas lückenhaft ist hingegen<br />
die Integration der App in<br />
das Android-Ökosystem. Zum<br />
einen passt die quietschbunte<br />
Plastik-Optik der Anwendung<br />
nicht so recht zum schlichten<br />
Abb. 8: <strong>Die</strong> FRITZ!App Media verbindet<br />
Ihr Handy mit dem DLNA-<br />
Medienserver Ihrer FRITZ!Box.<br />
Abb. 7: My FRITZ! ist der zentrale Anlaufknoten für den Zugriff auf die FRITZ!Box<br />
aus dem Internet. Im Android Browser wechselt die Darstellung zu einer für<br />
mobile Geräte optimierten Ansicht.<br />
Auftreten moderner Android-<br />
Versionen, zum anderen gibt es<br />
auch technische Lücken. Gespräche<br />
über die App und ein Bluetooth-Headset<br />
zu führen, ist zum Beispiel bislang leider<br />
noch nicht möglich.<br />
FRITZ!App Media<br />
In vielen FRITZ!Box-Modellen wie<br />
der 3370, 7330 oder der 7390 ist ein<br />
DLNA-Medien-Server enthalten. <strong>Die</strong>ser<br />
von Intel und Sony ins Leben gerufene Standard<br />
ermöglicht das Streamen von Musik oder<br />
Filmen über das lokale Netzwerk, ohne dass<br />
Server und Client bekannt<br />
gemacht werden müssen.<br />
Von Haus aus ist der Media-Server<br />
der FRITZ!Box deaktiviert,<br />
Sie müssen ihn erst<br />
unter Heimnetz | Speicher<br />
(NAS) | Mediaserver im<br />
Web-Frontend des Routers<br />
von Hand aktivieren. Anschließend<br />
lässt sich noch<br />
bestimmen, welche der an<br />
der Box angeschlossenen<br />
USB-Medien vom Mediaserver<br />
nach Multimedia-Daten<br />
durchsucht werden sollen.<br />
<strong>Die</strong> FRITZ!App Media<br />
[LINK 5] stöbert nun zuverlässig<br />
den Medien-Server Ihrer<br />
FRITZ!Box im Netzwerk auf<br />
und erlaubt Ihnen den Zugriff<br />
auf die vom Mediaser-<br />
APPS & TIPPS 02/2013 163
TIPPS & TRICKS<br />
FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28769<br />
Abb. 9: Spielen Sie Musik und<br />
Filme ab, ohne sie vorher auf das<br />
Handy kopieren zu müssen.<br />
ver gefundenen Medien. Ohne Musik oder Videos<br />
auf Ihr Handy kopieren zu müssen, spielen<br />
Sie mit der der FRITZ!App Media die Inhalte<br />
des Medien-Servers auf Ihrer FRITZ!Box ab.<br />
Falls Sie einen netzwerkfähigen Fernseher<br />
oder eine entsprechende Stereoanlage in Ihrem<br />
Heim-Netzwerk eingebunden haben, können<br />
Sie über die App diese Geräte auch als Abspielplattform<br />
nutzen und die Multimediadaten weiterreichen.<br />
Ihr Handy dient in diesem Fall nur<br />
als Vermittler des Streaming-Vorgangs.<br />
<strong>Die</strong> Darstellung der Musik aus der Musiksammlung<br />
der FRITZ!Box ist jedoch in keinster<br />
Weise so ansprechend gestaltet wie bei der Android<br />
Musik App. Mehr als eine schlichte Liste<br />
mit Künstlern, Alben oder Titeln oder eine <strong>Vorschau</strong><br />
bei Videos bietet FRITZ!App Media nicht.<br />
Abb. 10: Das FRITZ!App Ticker Widget<br />
informiert Sie über verpasste<br />
Anrufe, wenn Sie unterwegs sind.<br />
FRITZ!App Ticker Widget<br />
Für alle, die öfter nicht zu Hause<br />
sind, aber trotzdem über Anrufe in<br />
Abwesenheit informiert werden wollen,<br />
ist das FRITZ!App Ticker Widget [LINK 6]<br />
aus dem Play Store eine Empfehlung. Das Widget<br />
zeigt die in regelmäßigen Abständen aktualisierte<br />
Liste der verpassten Anrufe an. Bei Bedarf<br />
startet man direkt aus der Liste einen<br />
Rückruf an die jeweilige Nummer. Um den Ticker<br />
von unterwegs nutzen zu können, müssen<br />
Sie in den FRITZ!Box-Einstellungen unter Internet<br />
| Freigaben | Fernwartung<br />
die entsprechenden Einstellungen<br />
bezüglich. der Fernwartung<br />
aktivieren. Wählen<br />
Sie hier ein sicheres Passwort,<br />
denn über die Fernwartung<br />
könnten auch Unbefugte ohne<br />
Ihre Kenntnis zur FRITZ!Box<br />
Kontakt aufnehmen. Neben<br />
der richtigen Konfiguration<br />
der Fernwartung braucht es<br />
allerdings auch einen Account<br />
bei einem DynDNS-Anbieter,<br />
der Ihre sich immer wieder<br />
ändernde IP mit einem statischen<br />
Namen verbindet.<br />
Beliebt und bewährt sind etwa<br />
die <strong>Die</strong>nste von Dyn [LINK 7]<br />
(früher DynDNS) oder No-IP<br />
[LINK 8]. Beide Anbieter haben<br />
schon seit Jahren für Privatanwender<br />
kostenlose DynDNS-<strong>Die</strong>nste im Angebot.<br />
Sobald Sie Ihren Account und die entsprechenden<br />
Zugangsdaten unter Internet | Freigaben<br />
| Dynamic DNS eingerichtet haben, schickt<br />
Ihre FRITZ!Box bei jeder Einwahl dem Anbieter<br />
die aktuelle IP der Box, sodass dieser die Internet-IP<br />
mit dem von Ihnen gewählten Domain-<br />
Namen verknüpfen kann.<br />
Fazit<br />
AVM zeigt mit der Integration des Online-<br />
Adressbuchs von Google Mail und seinen Apps<br />
viele gute Ansätze, die Android Usern mit einer<br />
FRITZ!Box als WLAN-Router einen echten<br />
Mehrwert bieten. Das Ticker-Widget und die<br />
zwei anderen FRITZ!Apps sind praktisch und<br />
ergänzen die FRITZ!Box sehr gut. Allerdings<br />
wirken die Ideen nicht ganz zu Ende gedacht<br />
und auch etwas halbherzig umgesetzt.<br />
Besonders MyFRITZ! enttäuscht; der eigenen<br />
FRITZ!Box-Cloud geht leider etwas die Luft aus.<br />
Damit der <strong>Die</strong>nst sich wirklich „Cloudspeicher“<br />
nennen darf, müsste man mit verschiedenen<br />
Protokollen wie FTP, WebDAV oder auch SSH<br />
und passenden mobilen Anwendungen lesend<br />
und schreibend auf den Speicher zugreifen können.<br />
Das geht zwar zum Teil [LINK 9, LINK 10], bis<br />
AVM großen Cloud-Speicherdiensten wie Dropbox<br />
und Co. wirkliche Konkurrenz machen<br />
kann, vergeht jedoch noch einige Zeit. ● ● ●<br />
164<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Samsung Galaxy SIII<br />
SIII-<strong>Tipps</strong><br />
Samsung hat dem Galaxy SIII nicht nur leistungsfähige<br />
Hardware spendiert, sondern auch das zugrundeliegende<br />
Android-System mit zahlreichen Funktionen angereichert.<br />
Viele Details übersieht man leicht, sie sind in den Tiefen der<br />
Einstellungen vergraben. Christoph Langner<br />
Samsung<br />
Wie auch schon bei Samsungs letztem<br />
<strong>Top</strong>modell hat der Hersteller auch<br />
beim Galaxy SIII wieder sehr viel<br />
am System des Handys optimiert. Samsung<br />
spendiert dem SIII zahlreiche neue Funktionen,<br />
die es in dieser Form nicht bei anderen Herstellern<br />
gibt. Nicht jedes Detail ist allerdings offensichtlich,<br />
wir zeigen Ihnen, wo Sie die versteckten<br />
Features finden.<br />
Smart Stay<br />
Webseiten, Nachrichten-Feeds oder E-Books:<br />
Android-Handys sind praktische Lesegeräte für<br />
eine ganze Reihe von Inhalten. Allerdings erwischt<br />
man sich beim Lesen auf dem Handy,<br />
immer wieder dabei<br />
auf den Touchscreen<br />
zu fassen, schließlich<br />
soll das Handy nicht<br />
automatisch in den Ruhezustand<br />
gehen.<br />
Samsung hat sich<br />
dieses Problems angenommen<br />
und mit<br />
Smart Stay eine Technik<br />
entwickelt, die in regelmäßigen<br />
Abständen die<br />
Kamera aktiviert und prüft, ob vor<br />
der Kamera ein Gesicht ist. Erkennt Smart Stay,<br />
dass Sie gerade auf das Display des Handys<br />
schauen, dann deaktiviert die<br />
Funktion das Abdimmen oder<br />
gar Abschalten des Displays.<br />
Smart Stay wird die Akku-<br />
Laufzeit des Handys nicht positiv<br />
beeinflussen, schließlich<br />
müssen Kamera und Bilderkennung<br />
Sonderschichten<br />
einlegen. Von daher hat<br />
Samsung die Funktion von<br />
Haus aus abgeschaltet, unter<br />
Einstellungen | Anzeige finden<br />
Sie den Schalter, um sie<br />
zu aktivieren.<br />
Abb. 1: Das automatische Abdimmen<br />
und Abschalten des Touchscreens<br />
kann nerven.<br />
Abb. 2: Smart Stay schaltet das<br />
Display solange nicht ab, wie Sie<br />
auf das Display schauen.<br />
Swype-Tastatur<br />
Das Tippen auf einer virtuellen<br />
Touchscreen-Tastatur geht<br />
deutlich leichter von der<br />
Hand als auf dem Tastenfeld<br />
eines herkömmlichen Han-<br />
APPS & TIPPS 02/2013 165
TIPPS & TRICKS<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />
Abb. 3: Den Swype-Modus aktivieren<br />
Sie über die Einstellungen der<br />
Samsung-Tastatur.<br />
Abb. 4: Tippen war vorgestern,<br />
mit Swype wischen Sie nur noch<br />
über die Buchstaben.<br />
Abb. 5: Über den Sperrbildschirm<br />
haben Sie direkten Zugriff die<br />
Ihnen wichtigsten Apps..<br />
dys, doch auch hier gibt es immer noch Verbesserungspotenzial.<br />
Im Google Play Store gibt es<br />
daher auch zahlreiche verschiedene Tastatur-<br />
Apps wie etwa das beliebte SwiftKey [LINK 1], die<br />
das Tippen auf dem Android-Smartphone oder<br />
-Tablet erleichtern möchten.<br />
Im Galaxy SIII ist wie auch schon bei anderen<br />
Modellen aus Samsungs Galaxy-Serie die Technologie<br />
der Swype-Tastatur<br />
[LINK 2] integriert. Dabei fährt<br />
Ihr Finger von Buchstabe zu<br />
Buchstabe, ohne dass Sie ihn<br />
zwischen den Zeichen vom<br />
Display abheben. Ein von<br />
Swype eigens entwickelter Algorithmus<br />
erkennt die überwischten<br />
Wörter, auch wenn<br />
Sie die einzelnen Buchstaben<br />
nicht präzise getroffen haben.<br />
<strong>Die</strong> Option zum Aktivieren der<br />
Funktion versteckt sich in den<br />
Einstellungen der virtuellen<br />
Tastatur, Sie erreichen die Option<br />
Durchgehende Eingabe<br />
unter Einstellungen | Sprache<br />
und Eingabe | Zahnrad hinter<br />
Samsung-Tastatur oder direkt<br />
aus der Tastatur heraus über<br />
das Zahnradsymbol neben der<br />
Abb. 6: In den Einstellungen tauschen<br />
Sie die vorbelegten Apps<br />
gegen Ihre Favoriten aus.<br />
Leertaste. Ein <strong>kleine</strong>r Assistent zeigt Ihnen den<br />
Umgang mit der neuen Eingabemethode.<br />
Menü-Button<br />
Der Menü-Button links neben dem zentralen<br />
Home-Knopf kann mehr als einfach nur das<br />
Kontext-Menü der jeweiligen App zu öffnen.<br />
Halten Sie ihn länger gedrückt, dann öffnet sich<br />
Abb. 7: Im TouchWiz-Launcher lassen<br />
sich Apps beliebig anordnen<br />
oder auch ganz ausblenden.<br />
166<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />
Abb. 8: Komponieren Sie ein<br />
eigenes Rüttel-Muster für den Vibrationsalarm<br />
des S III.<br />
Abb. 9: Viele Webseiten beachten<br />
die eingeschränkten Display-<br />
Größen von Smartphones nicht.<br />
Abb. 10: Der Lesemodus optimiert<br />
die Anzeige und entfernt Details,<br />
die nicht zum Inhalt gehören.<br />
zum Beispiel im Browser die Adresszeile. In<br />
GMail, den Kontakten oder im Google Play<br />
Store rufen Sie dadurch direkt die Suche auf,<br />
auch wenn Sie gerade nicht das Such-Icon im<br />
Blickfeld haben.<br />
Sperrbildschirm<br />
Vom Sperrbildschirm aus haben Sie beim beim<br />
Galaxy SIII direkten Zugriff auf oft genutzte<br />
Funktionen Ihres Smartphones. Von Haus aus<br />
packt Samsung hier Links zur Telefon-App,<br />
zum eigenen Chat-<strong>Die</strong>nst ChatOn, dem Browser<br />
und der Kamera-App rein. Unter Einstellungen |<br />
Sicherheit | Optionen zum Sperren des Bildschirms<br />
| Schnellzugriff passen Sie die Auswahl<br />
an Ihre Vorstellung an. Klicken Sie in diesem<br />
Fenster auf einen der Shortcuts, um eine andere<br />
Anwendung an dessen Stelle zu platzieren.<br />
Als Schnellschuss-Spezialist für lustige<br />
Schnappschüsse ist an gleicher Stelle vielleicht<br />
auch die Option Kamera-Schnellzugriff etwas<br />
für Sie. Ist diese Funktion aktiviert müssen Sie<br />
einfach nur einen Finger an eine freie Stelle des<br />
Lockscreens halten und das Handy quer drehen<br />
– das SIII startet so umgehend die Kamera-App.<br />
TouchWiz-Launcher<br />
Im herkömmlichen Android-Launcher werden<br />
die Apps von Browser bis YouTube alphabetisch<br />
sortiert abgelegt. Beim TouchWiz-Launcher des<br />
SIII jedoch kommen auf den ersten beiden Seiten<br />
die vorinstallierten Anwendungen, danach<br />
die Icons der von Ihnen installierten Apps.<br />
<strong>Die</strong> Reihenfolge der Einträge lässt sich im<br />
Launcher durch einen Druck auf die Menü-<br />
Taste und den Eintrag Bearbeiten ändern. Alternativ<br />
setzen Sie unter Anzeigetyp die Sortierung<br />
der Liste wie von anderen Androiden her gewohnt<br />
auf ein Alphabetisches Raster. Mit der<br />
Option Anwendungen ausblenden entfernen Sie<br />
Apps aus dem Sichtfeld des Launchers, ohne<br />
dass Sie die Anwendung deinstallieren müssen.<br />
Vibrationsmuster<br />
Das Klingeln eines Handys ist oft unpassend:<br />
Im Kino, bei einem Meeting oder in der Vorlesung.<br />
Ein Handy sollte auch mal die Klappe halten.<br />
Damit Sie dennoch unauffällig über Anrufe<br />
oder Nachrichten informiert werden, vibriert im<br />
Inneren des Handys eine <strong>kleine</strong> Unwucht.<br />
Der Vibrationsalarm des SIII kennt nicht nur<br />
ein simples brrr, brrr, brrr, sondern gleich eine<br />
ganze Reihe unterschiedlicher Muster. Unter<br />
Einstellungen | Ton | Gerätevibration finden Sie<br />
die entsprechenden Einstellungen. Optional<br />
spielen Sie über Erstell. ein eigenhändig komponiertes<br />
Muster ein. Welches Handy hat sonst<br />
noch einen Vibrationsrekorder?<br />
APPS & TIPPS 02/2013 167
TIPPS & TRICKS<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />
Abb. 11: Das Handy kennt Gesten<br />
und Aktionen, die sich in den Einstellungen<br />
aktiveren lassen.<br />
Abb. 12: <strong>Die</strong> Anrufeinstellungen<br />
öffnen Sie über die Telefon-App<br />
und die Menü-Taste.<br />
Abb. 13: Erkennt das Handy, dass<br />
es in einer Tasche steckt, hebt es<br />
automatisch die Klingellautstärke.<br />
Lesemodus<br />
Mit dem Boom von Smartphones und Tablets<br />
haben sich auch die Anforderungen an das<br />
Webdesign geändert. Wo früher einmal möglichst<br />
viele Inhalte auf eine Seite gepackt wurden,<br />
ist heute eine individuelle Diät angesagt.<br />
Ob Handy oder Desktop-Browser, für jedes Medium<br />
soll die Darstellung einer Webseite optimal<br />
sein. Manche Seiten setzen<br />
auf eine optimierte Variante<br />
ihrer Homepage, der Trend<br />
geht allerdings zu responsivem<br />
Webdesign [LINK 3], welches unterschiedliche<br />
Designs oder<br />
Layouts in Abhängigkeit von<br />
bestimmten Eigenschaften des<br />
Ausgabemediums ermöglicht.<br />
Da aber noch lange nicht<br />
alle Webseiten eine entsprechende<br />
Technik implementiert<br />
haben, stolpert man im Netz<br />
immer wieder über Webseiten,<br />
die sich nur umständlich am<br />
Handy lesen lassen. Im Browser<br />
des SIII ist eine Funktion<br />
integriert, die solche Webseiten<br />
dennoch gut für das Smartphone<br />
aufbereiten. Auf Inhaltsseiten<br />
erscheint ein grünes<br />
Abb. 14: Eine ausführliche Anleitung<br />
zum Handy gibt es heute nur<br />
noch als App-Download.<br />
Icon mit einem „R“ in der Adresszeile, ein Klick<br />
auf das Icon entfernt sämtliche unnützen Elemente<br />
außer dem eigentlichen Inhalt.<br />
Bewegungs aktivierung<br />
Unter diesem sperrigen Wort versteht Samsung<br />
die Interaktion mit dem Handy durch Gesten<br />
oder Aktionen. Der Direktanruf startet zum Beispiel<br />
automatisch einen<br />
Anruf, wenn Sie einen Ihrer<br />
Kontakt oder eine SMS geöffnet<br />
haben und das Handy<br />
zum Ohr führen. Eine optische<br />
Ohr-Erkennung der integrierten<br />
Front-Kamera verhindert<br />
dabei in der Tat versehentliche<br />
initiierte Telefonate.<br />
Der Intelligente Alarm erinnert<br />
Sie durch eine Vibration<br />
an verpasste Anrufe oder Benachrichtigungen.<br />
Wenn Sie<br />
das Telefon nach einer längeren<br />
Zeit wieder in die Hand<br />
nehmen, weist eine kurze Vibration<br />
auf den Eingang der<br />
Nachrichten hin. Praktisch ist<br />
auch die Option Zum Stummschalten<br />
umdrehen. Sie deaktiviert<br />
automatisch alle Töne,<br />
168<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />
wenn Sie Ihr SIII mit dem<br />
Display nach unten auf den<br />
Tisch legen. Weitere praktische<br />
Gesten und Automatismen<br />
finden Sie im entsprechenden<br />
Dialog in den Einstellungen<br />
des Handys. Stöbern<br />
Sie an dieser Stelle<br />
durch die Menüs und probieren<br />
Sie die Gesten aus.<br />
plus Zubehör aus. Ein ausführliches<br />
Benutzerhandbuch gibt<br />
es nicht mehr. Samsung hat<br />
stattdessen mit dem GALAXY<br />
SIII User’s Digest [LINK 4] eine<br />
App dafür im Angebot. Sie ist<br />
bislang leider nur komplett auf<br />
Englisch verfügbar, enthält<br />
dafür allerdings auch viele Abbildungen<br />
und Videos.<br />
Klingelton-<br />
Lautstärke<br />
Zu Hause auf dem Schreibtisch<br />
liegend muss das<br />
Handy nicht auf voller Lautstärke<br />
klingeln. In der Hosentasche<br />
oder im Rucksack liegend<br />
braucht es jedoch deutlich<br />
mehr Lärm, sonst wird<br />
ein wichtiger Anruf schnell<br />
überhört. In den Telefon-Einstellungen<br />
versteckt gibt es allerdings eine Option,<br />
die das Handy lauter klingeln lässt, wenn<br />
es im Dunklen einer Tasche steckt.<br />
Samsung hat die Funktion tief in den Einstellungen<br />
des Galaxy SIII vergraben. Um sie zu aktivieren,<br />
gehen Sie in die Telefonie-App – also<br />
zum Beispiel zur Eingabe einer Telefonnummer<br />
– und öffnen das Kontext-Menü über die Menü-<br />
Taste links neben dem Home-Button. Über den<br />
Eintrag Anrufeinstellungen finden Sie zur Option<br />
Lautst. in Tasche erhöhen.<br />
Abb. 15: Eine Anleitungs-App<br />
macht auf einem Smartphone<br />
mehr Sinn als ein Papierwälzer.<br />
Handbuch<br />
Entsprechend der heutigen Gepflogenheiten liefert<br />
Samsung fast nur noch das nackte Handy<br />
Pop Out Play<br />
Vom PC kennen Sie die Möglichkeit,<br />
aktive Programme in<br />
Fenstern nebeneinander anzuordnen.<br />
So surfen Sie im Internet,<br />
während ein Film in einem<br />
<strong>kleine</strong>n Fenster läuft. Auf dem<br />
Handy gibt es diese Option<br />
nicht, eine App nimmt immer<br />
das komplette Display ein.<br />
Was auf Smartphones mit<br />
<strong>kleine</strong>n Displays durchaus Sinn macht, ist auf<br />
Tablets oder Smartphones mit großen Displays<br />
ein <strong>kleine</strong>r Hemmschuh. Der Touchscreen des<br />
SIII ist mit 4,8 Zoll und einer Auflösung von<br />
1280x720 Pixeln groß genug, um mehr Inhalte<br />
auf einmal darstellen zu können.<br />
Mit der Pop-Out-Funktion hat Samsung dem<br />
Video-Player des Galaxy S III die Möglichkeit<br />
spendiert, Videos quasi Bild-in-Bild abzuspielen.<br />
Rechts unten im Player finden Sie ein <strong>kleine</strong>s<br />
Icon, das ein laufendes Video aus dem Vollbild<br />
befreit und es als <strong>kleine</strong>s Bild über den<br />
Touchscreen-Desktop legt. Egal, was Sie nun<br />
machen, Sie haben das Video und den Rest des<br />
Android-Schirms stets im Blick.<br />
● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28674<br />
Abb. 16: Auf dem PC öffnen Sie Programme in Fenstern, auf dem<br />
Smartphone nimmt eine App das komplette Display ein.<br />
Abb. 17: <strong>Die</strong> Pop-Out-Funktion des Video-Players lagert den Film in<br />
ein Widget aus, das immer im Vordergrund bleibt.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 169
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Mythen<br />
Devaev Dmitry, 123RF<br />
Mythen rund um den Akku widerlegt<br />
Stromspar-<br />
Legenden<br />
Zahlreiche <strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> kursieren im Netz, um die Akkulaufzeit eines Smartphones<br />
zu verlängern. Manches hilft, andere Ratschläge sind kontraproduktiv.<br />
Wir zeigen Ihnen, was Strom schluckt, und wie Ihr Akku länger durchhält.<br />
Christoph Langner<br />
170
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Mythen<br />
Abb. 1: Über 50% des Stroms<br />
schluckt das Display unseres<br />
Samsung Galaxy Nexus.<br />
Abb. 2: Der Watchdog Task Manager<br />
zeigt Ihnen den Stromverbrauch<br />
jeder einzelnen App.<br />
Abb. 3: Task-Killer sollen als <strong>Die</strong>nst<br />
ungebrauchte Apps automatisch<br />
beenden.<br />
<strong>Die</strong> Akkulaufzeit moderner Smartphones<br />
ist nach wie vor nicht berauschend.<br />
Größere Displays, schnellere<br />
CPUs, dünnere Designs mit wenig Platz für<br />
große Akkus und immer mehr aktive <strong>Die</strong>nste<br />
lassen die geringen Fortschritte in der Akku-<br />
Technologie bislang für den Anwender mehr<br />
oder weniger wirkungslos verpuffen.<br />
Kein Wunder also, dass viele geplagte Smartphone-Besitzer<br />
mit allen möglichen <strong>Tricks</strong> versuchen,<br />
doch noch ein bisschen mehr Laufzeit<br />
aus ihrem kurzatmigen Androiden herauszukitzeln.<br />
Wir möchten Ihnen zeigen, was am meisten<br />
Strom schluckt, und wie Sie Ihrem Androiden<br />
etwas mehr Laufzeit – möglichst ohne fragwürdige<br />
Tools und riskante <strong>Tricks</strong>ereien – abluchsen<br />
können.<br />
Das Display: Stromdieb #1<br />
Ganz egal, was Sie auf Ihrem Smartphone installieren<br />
oder was Sie einstellen, der größte<br />
Stromkiller sind Sie. Wenn Sie Ihren Androiden<br />
einfach nur ungebraucht in einer Ecke liegen<br />
lassen und nicht alle fünf Minuten das Display<br />
aktivieren würden, um die letzten Mails zu checken,<br />
dann würde Ihr Handy auch deutlich länger<br />
mit einer Akkuladung über die Runden<br />
kommen. Helle, hochauflösende und große Displays<br />
sind und bleiben auch in Zukunft die<br />
Stromfresser Nummer 1. Kommt es Ihnen gerade<br />
auf jeden Tropfen Strom an, da die Akkuanzeige<br />
schon orange oder rot leuchtet und die<br />
nächste Steckdose erst zu Hause wartet, dann<br />
sollten Sie daher Ihr Smartphone am besten aus<br />
der Hand legen, so sparen Sie in der Tat am<br />
meisten Strom. Brauchen Sie dennoch das Display,<br />
dann achten Sie ganz einfach darauf, die<br />
Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung auf die<br />
niedrigste, gerade noch ablesbare Stufe zu stellen<br />
- ein einfacher, aber effektiver Trick.<br />
Werbung: Stromdieb #2<br />
Es lohnt sich auch in Bezug auf die Akkulaufzeit,<br />
kostenpflichtige Apps und Spiele gegenüber<br />
ihren werbefinanzierten Alternativen vorzuziehen.<br />
Eine gemeinschaftlich von Microsoft<br />
und der Purdue University veröffentlichte Arbeit<br />
[LINK 1] hat gezeigt, dass die von Werbungs-<br />
Netzwerken genutzten Tools oft massiv den<br />
Stromverbrauch einer Anwendung erhöhen.<br />
Das Lokalisieren des Standorts und das anschließende<br />
Laden regional spezifischer Anzeigen<br />
verursacht bis zu 75% des Akku-Verbrauchs<br />
bekannter Anwendungen. Konkret<br />
wurden im März 2012 Angry Birds, Free Chess,<br />
der Android-Browser, MapQuest und die App<br />
der New York Times auf einem HTC Nexus One<br />
mit Android 2.3 getestet. Beim Durchspielen<br />
APPS & TIPPS 02/2013 171
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Mythen<br />
eines Angry-Birds-Levels verursachten<br />
die Werbeeinblendungen<br />
70% des Akku-Verbrauchs<br />
der App, ähnlich sah<br />
es auch bei Free Chess aus.<br />
Kaufen Sie daher besser die<br />
Apps, die Sie intensiver nutzen.<br />
<strong>Die</strong> Werbeeinblendungen<br />
der Apps nehmen nicht nur<br />
wertvollen Platz auf Ihrem<br />
Bildschirm ein, sondern leeren<br />
zudem ungewollt den Akku.<br />
Abb. 4: Apps mit eingebetteten Anzeigen haben<br />
sich als wahre Stromschlucker erwiesen.<br />
Abb. 5: Allerdings richten diese<br />
Apps dabei meist deutlich mehr<br />
Schaden an, als sie nutzen.<br />
Miese Apps:<br />
Stromdieb #3<br />
Natürlich gibt es auch Apps,<br />
die sich im Betrieb als Stromkiller<br />
erweisen. Ihnen auf die<br />
Schliche zu kommen, ist allerdings<br />
nicht ganz leicht. <strong>Die</strong><br />
Android-App-Einstellungen<br />
geben Ihnen zwar an, wie viel<br />
Arbeitspeicher pro App verbraucht wird, doch<br />
über die von der App erzeugte Prozessor-Last<br />
finden Sie hier nichts. Leert sich nach der Installation<br />
einer neuen App auf einmal der Akku<br />
deutlich schneller, dann kann hier durchaus ein<br />
Zusammenhang bestehen.<br />
Ein praktisches Tool ist für diesen Fall der<br />
Watchdog Task Manager [LINK 2]. <strong>Die</strong> App identifiziert<br />
zuverlässig CPU-intensive Programme<br />
wie etwa den beliebten Whats-App Messenger<br />
oder auch die Facebook-App. Laufen Anwendungen<br />
aufgrund von Fehlern Amok und belasten<br />
die CPU über längere Zeit deutlich, gibt<br />
Ihnen der elektronische Wachhund zudem auch<br />
per Alarm Bescheid. Allerdings schlucken natürlich<br />
auch solche Überwachungs-Tools Energie.<br />
Sie müssen permanent die Prozessliste abrufen<br />
und die Ergebnisse protokollieren,<br />
was sich natürlich<br />
auch wieder im Akku-Verbrauch<br />
niederschlägt. Übertreiben<br />
Sie es also nicht mit<br />
den Analyse-Tools, und installieren<br />
Sie diese nur, wenn Sie<br />
einen Stromschlucker suchen.<br />
Unnütz: Taskkiller<br />
Vom PC sind Sie es gewohnt,<br />
Anwendungen zu starten und<br />
nach Beendigung der Aufgabe<br />
das Programm auch wieder zu<br />
schließen. Android-Apps bieten<br />
ein Beenden der Anwendung<br />
jedoch in den meisten<br />
Fällen gar nicht an. Wechseln<br />
Sie zu einer anderen Anwendung<br />
oder gehen auf den<br />
Home-Screen, dann bleibt die<br />
App im Hintergrund erhalten<br />
und schluckt weiterhin Strom – so ist zumindest<br />
der Glaube vieler Android-Einsteiger.<br />
Abhilfe sollen hier sogenannte Task Killer<br />
schaffen, die in den Hintergrund gerückte Apps<br />
automatisch beenden und somit Speicher für<br />
neue Anwendungen freimachen. In den meisten<br />
Fällen erweisen sich diese Apps allerdings als<br />
wirkungsloses Schlangenöl, das oft sogar negative<br />
Auswirkungen auf Ihr Handy-System hat.<br />
Der Arbeitsspeicher Ihres Handys muss nicht<br />
geleert werden, Android ist sehr wohl in der<br />
Lage, selbst seinen Speicher zu verwalten und<br />
macht das in der Regel auch besser als jede<br />
Task-Killer-App aus dem Play Store, die in die<br />
Mechanismen des Android-Systems eingreift.<br />
Unter Einstellungen | Apps können Sie Ihrem<br />
And roid-System ein bisschen auf die Finger<br />
sehen, dort haben Sie einen sehr guten Überblick<br />
über die von Android aktiv ausgeführten<br />
<strong>Die</strong>nste und Anwendungen.<br />
Android lagert Anwendungen im Hintergrund<br />
in einen Cache aus (Abbildung 7), dort bleibt<br />
Ihr aktueller Stand eingefroren, sodass Sie beim<br />
nächsten Aufruf der App wieder an derselben<br />
Stelle weitermachen können wie zuvor. Im<br />
Cache benötigt die App keine CPU-Zeit und<br />
zieht somit auch nicht am Akku. Sollte eine aktive<br />
App mehr Arbeitsspeicher benötigen, als<br />
dem System zur Verfügung steht, dann entfernt<br />
172<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Mythen<br />
Abb. 6: Android liefert Ihnen in<br />
den Apps-Einstellungen eine Liste<br />
aller aktiven Apps.<br />
Abb. 7: Einmal aufgerufene, aber<br />
nunmehr ungenutzte Apps landen<br />
im Cache des Speichers.<br />
Abb. 8: Dort warten sie auf den<br />
nächsten Aufruf, ohne Strom zu<br />
verbrauchen.<br />
Android eine der schon länger nicht mehr benötigten<br />
Apps aus dem Cache und macht so ganz<br />
selbstständig mehr Arbeitsspeicher frei.<br />
Auch die Liste der aktiven Apps (Abbildung<br />
6) muss von Ihnen oder einem Task-Manager<br />
nicht ausgedünnt werden. Viele der hier aufgeführten<br />
<strong>Die</strong>nste laufen im Hintergrund und verbrauchen<br />
als Service nur wenig Rechenzeit. Beenden<br />
Sie hier <strong>Die</strong>nste von Hand oder automatisch<br />
per Task-Killer, dann steht Ihnen zum<br />
einen die Funktion des <strong>Die</strong>nstes nicht mehr zur<br />
Verfügung, und zum anderen startet das System<br />
solche <strong>Die</strong>nste oft automatisch neu. Mit einem<br />
automatischen Task-Killer ergibt sich so ein verschwenderischer<br />
Kreislauf aus Killen und Neustarten<br />
der <strong>Die</strong>nste. Deinstallieren Sie lieber<br />
Apps, die permanent laufen und die Sie im Normalfall<br />
gar nicht benötigen.<br />
Wichtig: WLAN statt 3G<br />
Es gibt Anwender, die WLAN nur dann anschalten,<br />
wenn Sie einen sehr schnellen Internetzugang<br />
benötigen oder ihr Inklusiv-Volumen<br />
schonen möchten. Unser Tipp: Lassen Sie<br />
WLAN an jedem Ort aktiviert, an dem Sie auch<br />
per WLAN ins Internet können. <strong>Die</strong> Funkverbindung<br />
über 3G (UMTS) und in Zukunft auch<br />
4G (LTE) belastet den Akku Ihres Smartphones<br />
deutlich stärker als der WLAN-Funk. Starten Sie<br />
daher am besten das WLAN-Modul, wann<br />
immer Sie in der Nähe Ihres Zuhauses sind.<br />
Achten Sie auch darauf, dass Ihr Handy die<br />
WLAN-Verbindung im Standby nicht abbaut,<br />
was leider die Voreinstellung bei manchen<br />
Smartphone-Herstellern ist. In diesem Fall<br />
würde die Datenverbindung wieder hochgefahren<br />
werden, was wieder mehr Stromverbrauch<br />
verursacht als das aktive WLAN-Modul. Prüfen<br />
Sie dazu unter Einstellungen | WLAN | Erweitert<br />
die Option WLAN im Standby-Modus aktiviert<br />
lassen, sie sollte auf Immer stehen.<br />
Selbst reine WLAN-Tablets profitieren von<br />
dieser Einstellung. Würde sich hier das WLAN<br />
im Standby schlafen legen, dann müsste etwa<br />
zur Synchronisierung der Mails jedes Mal eine<br />
neue Abfrage gestartet werden. Dazu muss das<br />
WLAN-Modul geweckt, eine IP vom DHCP-Server<br />
abgerufen, eine Verbindung zum Mail-Server<br />
aufgebaut und dann schließlich der Posteingang<br />
auf neue Mails geprüft werden.<br />
Bleibt das WLAN wach, dann halten moderne<br />
E-Mail-Protokolle (GMail, Exchange und<br />
die meisten IMAP-Server) einen Kanal offen<br />
und lassen das WLAN-Modul in einen Stromsparmodus<br />
fahren. Trifft eine Mail auf Ihrem<br />
Mail-Konto ein, dann fährt das WLAN wieder<br />
zur vollen Sendeleistung hoch, und die Mail<br />
wird ohne großen Aufwand ausgelesen, ohne<br />
APPS & TIPPS 02/2013 173
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Mythen<br />
Abb. 9: WLAN sollte während des<br />
Standbys aktiv bleiben, es verbraucht<br />
weniger Strom als 3G.<br />
Abb. 10: Der Y5-BatterySaver aktiviert<br />
nur dort das WLAN, wo Sie es<br />
schon einmal benutzt haben.<br />
Abb. 11: Juice Defender deaktiviert<br />
die Funkverbindungen, wenn<br />
das Handy in den Standby geht.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28655<br />
dass die Verbindung komplett neu aufgebaut<br />
werden muss. Es ist nicht allzu gravierend, das<br />
WLAN-Modul aktiviert zu lassen, wenn Sie Ihr<br />
Haus verlassen. Ohne eine aktive WLAN-Verbindung<br />
sperrt das WLAN-Modul nur immer<br />
für einen kurzen Moment seine Ohren auf und<br />
hört, welcher WLAN-Router seine Existenz per<br />
Broadcast in die Umgebung sendet. Das Empfangen<br />
dieser Daten braucht im Gegensatz zu<br />
einer stehenden WLAN-Verbindung nur sehr<br />
wenig Energie.<br />
Stromspar-Weltmeister können zudem noch<br />
die Option Netzwerkhinweis de- und die Option<br />
WLAN nur bei guter Internetverbindung aktivieren<br />
(bei Android 4.0+). Sie sorgen dafür, dass<br />
sich Android noch weniger um eine mögliche<br />
WLAN-Verbindung kümmert und im Fall, dass<br />
Sie an die Grenzen Ihres Grundstücks mit dementsprechend<br />
schlechten WLAN-Empfang kommen,<br />
das schwache WLAN-Signal zugunsten<br />
eines besseren 3G-Empfangs deaktiviert wird.<br />
Besser ist es jedoch natürlich, WLAN abzuschalten,<br />
wenn Sie es gerade wirklich nicht<br />
brauchen. Faule Android-User können dafür auf<br />
das kostenlose Tool Y5-Battery Saver [LINK 3] zurückgreifen.<br />
Es verknüpft die WLAN-Einstellungen<br />
zusammen mit der über die Handy-Masten<br />
grob ermittelten Position und schaltet anhand<br />
der ermittelten Daten den WLAN-Empfänger<br />
ab, wenn Sie den Umkreis Ihres WLANs verlassen<br />
und wieder an, wenn Ihr Handy sich erneut<br />
bei den entsprechenden Funkmasten einbucht.<br />
Optional: JuiceDefender<br />
Ein wahrer Kämpfer um Ihren Akku ist der<br />
JuiceDefender [LINK 4]. <strong>Die</strong> kostenlose Basisversion<br />
der App deaktiviert jegliche Funkverbindungen,<br />
wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist<br />
und aktiviert sie nur alle 15 oder 30 Minuten<br />
für einen kurzen Moment, sodass Benachrichtungen,<br />
Mails und andere anstehende Informationen<br />
vom System direkt aus dem Internet abgerufen<br />
werden können.<br />
<strong>Die</strong>se simple Maßnahme spart sehr viel<br />
Strom, da ein großer Teil der Stromverbraucher<br />
so nur für kurze Zeit aktiv ist. JuiceDefender<br />
lässt sich in zwei Stufen kostenpflichtig erweitern<br />
und ermöglicht dann die Konfiguration<br />
praktisch aller relevanten Aspekte wie Zeitfenster<br />
und Schwellenwerte, Zeitpläne für Tag,<br />
Nacht und Wochenende, abhängig von den aktiven<br />
Programmen oder standortbasiert wie Y5.<br />
<strong>Die</strong> Bedienung der App ist zwar ungewöhnlich<br />
und nicht sonderlich intuitiv, doch Benutzer<br />
von JuiceDefender berichten immer wieder<br />
von einer deutlichen Verbesserung der Akkulaufzeit,<br />
ohne dass dabei großartig an Komfort<br />
eingebüßt werden muss.<br />
● ● ●<br />
174<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Richtiger Umgang mit dem Akku<br />
Artur-Debrowski, 123RF<br />
Vom richtigen Umgang mit dem Lithiumakku Ihres Handys<br />
Dauerläufer<br />
<strong>Die</strong> schnellen CPUs und großen Bildschirme moderner Smartphones zehren kräftig<br />
am Akku des Handys. Selbst im Neuzustand ist die Batterie durch die hohen<br />
Anforderungen viel zu schnell leer. Damit der Akku möglichst lange lebt, gilt es,<br />
auf ein paar simple Regeln zu achten. Christoph Langner<br />
APPS & TIPPS 02/2013 175
TIPPS & TRICKS<br />
Richtiger Umgang mit dem Akku<br />
In dieser Ausgabe haben<br />
wir mehrfach die Thematik<br />
behandelt, wie Sie die<br />
Akkulaufzeit Ihres Androiden<br />
optimieren. Ob mit Bordmitteln<br />
oder mit extra Apps.<br />
Basierend auf den Erkenntnissen<br />
von Isidor Buchmann<br />
und der Battery University<br />
[LINK 1] möchten wir Ihnen<br />
<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum richtigen<br />
Umgang mit dem Akku Ihres<br />
Handys geben. Da Lithium-Ionen-Akkus<br />
auch in Tablets,<br />
Notebooks und Elektroautos<br />
verbaut werden, lassen sich<br />
die Hinweise auf eine Vielzahl<br />
von Geräten über tragen.<br />
Nicht tiefentladen<br />
Der Mythos des Memory-Effekts<br />
gilt für moderne Lithium-Ionen Akkus,<br />
wie Sie heutzutugage in Smartphones und Tablets<br />
verbaut werden, nicht mehr. Vielmehr ist es<br />
eine absolute Todsünde, einen Lithium-Ionen<br />
Akku regelmäßig vollständig zu entladen. Sie<br />
landen zwar nicht gleich in der Hölle, der Akku<br />
wird es Ihnen jedoch mit einer eher kurzen Lebensdauer<br />
danken.<br />
<strong>Die</strong> Anzahl der möglichen Ladezyklen nimmt<br />
mit der durchschnittlichen Tiefe der Entladung<br />
ab. Je weniger Sie Ihren Akku daher entladen,<br />
je früher Sie Ihr Handy wieder ans Ladegerät<br />
oder das USB-Kabel am Rechner hängen, desto<br />
weniger Spannung wird der Akku über seine<br />
Lebensdauer verlieren.<br />
EINFLUSS DER TIEFENTLADUNG<br />
Entladetiefe Ladezyklen bis Kapazität < 70%<br />
100% 500<br />
50% 1500<br />
25% 2500<br />
10% 4700<br />
Abb. 1: Überprüfen Sie ob Apps<br />
sich nicht einen zu tiefen Schluck<br />
aus dem Stromspeicher gönnen.<br />
Abb. 2: Lassen Sie den Akku Ihres<br />
Handys nicht regelmäßig komplett<br />
leer laufen.<br />
Nicht ewig unter Saft<br />
Ähnliches gilt auch für das Laden des Akkus:<br />
Permanent wiederholtes Laden auf 100% ist<br />
langfristig für den Akku nicht als ideal zu bezeichnen.<br />
Der Akku fühlt sich bei einem Ladezustand<br />
von 40 bis 80 Prozent am wohlsten,<br />
laden Sie daher Ihren Akku einfach öfter einmal<br />
bei Gelegenheit wieder ein wenig auf.<br />
Sollte Ihnen während eines Arbeitstages öfter<br />
mal der Saft ausgehen, dann könnte sich die Investition<br />
in einen zusätzlichen Ersatz-Akku mit<br />
mehr Kapazität langfristig lohnen. Dadurch,<br />
dass diese Batterie im Alltag nicht mehr so tief<br />
entladen wird, sollte sie ihre volle Kapazität<br />
auch über einen längeren Zeitraum behalten.<br />
Hersteller, die ihrem Akku eine größtmögliche<br />
Lebensdauer bescheren wollen, ändern<br />
daher auch ihre Ladeelektronik. Anstatt den<br />
Akku bis zur maximalen Ladeschluss spannung<br />
von 4,2 Volt aufzupumpen, schalten etwa die<br />
Hersteller von Elektrofahrzeugen schon früher<br />
ab. Das erhöht letztendlich die Lebensdauer.<br />
Ab und an komplett<br />
entladen<br />
Es mag den oben getroffenen Aussagen widersprechen,<br />
aber entladen Sie Ihren Akku in längeren<br />
Abständen komplett. Moderne<br />
Lithium-Ionen verfügen mittlerweile über ein<br />
gewisses Quäntchen Intelligenz. <strong>Die</strong> Batterie<br />
weiß, wie lange sie bei welchen Strom geladen<br />
wurde, sie weiß, wie viel Strom sie gerade abgibt.<br />
Daher kann sie auch vorhersagen, wie viel<br />
Zeit noch bis zur vollständigen Entladung<br />
bleibt. <strong>Die</strong>ses Gedächtnis muss der Akku sich<br />
176<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Richtiger Umgang mit dem Akku<br />
Abb. 3: <strong>Die</strong>ses Handy hing regelmäßig am USB-Kabel. Der Ladezustand blieb dadurch relativ konstant zwischen<br />
40 und 80 Prozent. Beim Laden steigt die Akku-Temperatur spürbar an.<br />
jedoch antrainieren. <strong>Die</strong> dafür notwendige Kallibration<br />
findet in regelmäßigen Abständen<br />
statt. Entladen Sie daher den Akku etwa einmal<br />
im Monat komplett, um der Erinnerung der Ladeelektronik<br />
ein auf die Sprünge zu helfen.<br />
Kühlen Kopf bewahren<br />
Zu viel Wärme oder Hitze ist nicht nur schlecht<br />
für die im Gerät verbauten Chips, sondern auch<br />
für die Batterie des Handys. <strong>Die</strong> maximale Kapazität<br />
einer Lithium-Ionen Batterie nimmt um<br />
so schneller ab, je heißer Sie betrieben wird. In<br />
einem Test wurden Akkus mit einem Ladezustand<br />
von 40% bzw. 100% bei unterschiedlichen<br />
Temperaturen eingelagert. Bei null Grad<br />
verlor der Akku praktisch keine Kapatität, bei<br />
60 Grad jedoch schon innerhalb von drei Monaten<br />
40 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität.<br />
Achten Sie daher bei der Nutzung Ihres Handys<br />
auf die Akkutemperatur. Apps, die im Betrieb<br />
den Prozessor stark belasten, sollten Sie nicht<br />
laufen lassen, während das Handy in Ihrer Hosentasche<br />
steckt. <strong>Die</strong> dadurch produzierte Hitze<br />
ist nicht nur für Sie unkomfortabel, sondern<br />
schadet auch massiv dem Akku des Telefons.<br />
Achten Sie auch darauf, dass es dem Gerät<br />
selbst nicht zu warm wird. Das Handy im Sommer<br />
auf dem Armaturenbrett eines Autos liegen<br />
zu lassen, ist eine ebenso schlechte Idee, wie<br />
ein eingeschaltetes Notebook in eine Schutzhülle<br />
aus Neopren zu stecken.<br />
Fazit<br />
Mit regelmäßiger Pflege und ein bisschen Aufmerksamkeit<br />
werden Sie lange auf den Akku<br />
Ihres Handys bauen können. Auch wenn der<br />
Akku brav im Inneren Ihres Smartphones seine<br />
Arbeit verrichtet und man ihn eher selten wahrnimmt:<br />
Er ist eines der wichtigsten Bauteiles<br />
Ihres Handys, geben Sie also auf ihn acht. ● ● ●<br />
EINFLUSS DER AKKUTEMPERATUR<br />
Batterietemperatur Kapazitätsverlust bei Lagerung Kapazitätsverlust bei Lagerung bei 100%<br />
bei 40%<br />
0°C 2% in einem Jahr 6% in einem Jahr<br />
25°C 4% in einem Jahr 20% in einem Jahr<br />
30°C 15% in einem Jahr 35% in einem Jahr<br />
60°C 25% in einem Jahr 40% in drei Monaten<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28766<br />
APPS & TIPPS 02/2013 177
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Apps<br />
Battery Saver Apps – Nutzen und Nebenwirkungen<br />
Mehr Akku<br />
Stromspar-Apps erfreuen sich bei Google Play einer hohen<br />
Beliebtheit. Kein Wunder, geht doch so manchem Handy zu<br />
früh der Saft aus. Wir stellen Apps vor, die beim Stromsparen<br />
helfen, zeigen aber auch diejenigen, die überhaupt nichts<br />
bringen. Marcel Hilzinger<br />
Eine deutlich längere<br />
Akkulaufzeit<br />
gehört zu den<br />
immer wieder artikulierten<br />
<strong>Top</strong>-Wünschen vieler<br />
Android-Nutzer. Neben<br />
externen Akkupacks, zusätzlichen<br />
Zweit-Akkus<br />
und größeren Batterien<br />
selber, gibt es im Google<br />
Play Store auch spezielle<br />
Apps, die die Laufzeit des Smartphones ausweiten<br />
können. Doch nicht jede App hält, was sie<br />
verspricht. Das liegt zum Teil daran, dass die<br />
Stromspar-Apps gegen die ins System integrierten<br />
Stromsparfunktionen der Hersteller arbeiten<br />
und sich quasi gegenseitig elliminieren. Einige<br />
Apps bringen aber rein gar nichts außer einem<br />
hübschen Icon. Wir stellen hier deshalb auch<br />
keine Bestenliste auf, denn je nach Smartphone<br />
und Hersteller, werden Sie mit einer anderen<br />
App Erfolg haben, eventuell aber auch mit gar<br />
keiner. Beachten Sie aber auch, dass Android<br />
mit Version 4.1 sehr viel Verbesserungen erfahren<br />
hat, die zahlreiche Maßnahmen der Stromspar-Apps<br />
komplett überflüssig macht. Lesen<br />
Sie dazu auch unseren Beitrag zu Stromspar-<br />
Mythen in dieser Ausgabe.<br />
Longevity AkkuOptimal<br />
Longevity AkkuOptimal von Trend<br />
Micro [LINK 1] ist aktuell die einzige<br />
Stromspar-Lösung, die wir Ihnen mit<br />
absolut gutem Gewissen empfehlen möchten.<br />
Hinter der App steht ein bekannter Name, die<br />
Liste der verlangten Berechtigungen ist zwar<br />
lang aber klar und die App zeigt keine Werbung<br />
an, sorgt somit auch nicht selber für einen erhöhten<br />
Akkuverbrauch. Sie können die App 30<br />
Tage lang unverbindlich testen, danach müssen<br />
Sie die Premium-Version kaufen,die aktuell 2,99<br />
US-Dollar kostet (Jahresgebühr). Auch wenn<br />
Longevity die gleichen Praktiken wie andere<br />
Stromspar-Apps nutzt, sind die Funktionen<br />
ABGESICHERTER MODUS<br />
Bevor Sie eine der hier vorgestellten Apps installieren,<br />
sollten Sie Ihr Smartphone einen Tag<br />
lang im abgesicherten Modus (Safe Mode) benutzen.<br />
In diesem Modus sind nur die Apps<br />
aktiv, die der Hersteller auf das Android-Gerät<br />
gepackt hat. Verbessert sich dadurch die Akkulaufzeit<br />
drastisch, dann sollten Sie Ihre Daten<br />
und Apps sichern und das Gerät wieder auf die<br />
Werkseinstellungen zurücksetzen. Erreichen Sie<br />
auch im abgesicherten Modus nicht die Akkulaufzeit,<br />
die Sie vom Gerät erwarten würden,<br />
dann können ziemlich sicher auch die hier beschriebenen<br />
Apps nicht weiterhelfen.<br />
Versuchen Sie es dann mit einem<br />
stärkeren Akku oder einem externen<br />
Akku-Pack. Um das Smartphone<br />
oder Tablet in den abgesicherten<br />
Modus zu versetzen, drücken Sie<br />
den Einschaltknopf, bis der Dialog für das Ausschalten,<br />
den Flugmodus und die Stummschaltung<br />
erscheint. Hier halten Sie nun den Finger<br />
auf Ausschalten gedrückt, bis ein Dialog für den<br />
abgesicherten Modus erscheint. Das Telefon<br />
startet dann im abgesicherten Modus neu.<br />
178<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Apps<br />
Abb. 1: Longevity spart im reinen<br />
Telefonmodus effektiv Strom ein.<br />
Abb. 2: <strong>Die</strong> App klärt darüber auf,<br />
was der neue Modus bewirkt.<br />
Abb. 3: Einen Monat lang können<br />
Sie die Gratisversion testen.<br />
deutlich besser umgesetzt. Mit einem Knopfdruck<br />
wandeln Sie das Smartphone in ein einfaches<br />
Telefon um, über das sich nur noch telefonieren<br />
und simsen lässt. Das spart zum Beispiel<br />
bei einer längeren Bahnfahrt deutlich mehr<br />
Strom, als die 3G- und Wifi-Verbindung ständig<br />
für einen kurzen Moment ein- und auszuschalten,<br />
wie es die Konkurrenz-Apps tun.<br />
<strong>Die</strong> App prüft zudem sämtliche auf dem<br />
Handy installierten Apps auf deren Akkuverbrauch<br />
und zeigt Ihnen die Akkusünder an.<br />
Dazu bedient sich Trend Micro einer Datenbank<br />
mit App-Informationen. <strong>Die</strong> Daten dazu stammen<br />
aus den eigenen Auswertungen von Trend<br />
Micro im Rahmen der Sicherheitschecks der<br />
Firma. Longevity zeigt zudem auch einen<br />
Warnhinweis an, wenn sich der Akku ungewohnt<br />
schnell entlädt, sodass Sie amoklaufende<br />
Apps rechtzeitig beenden und vom Handy verbannen<br />
können. Das mit der Premium-Version<br />
Abb. 4: JuiceDefender ist der Oldtimer<br />
unter den Stromspar-Apps.<br />
Das merkt man beim Design.<br />
Abb. 5: Auf dem Hilfe-Reiter finden<br />
Sie nicht nur das Handbuch<br />
sondern auch die Einstellungen.<br />
Abb. 6: 2x Battery gibt beim Start<br />
wertvolle Hinweise. Leider jedoch<br />
nur in englischer Sprache.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 179
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Apps<br />
NICHT INSTALLIEREN!<br />
noch mehr Feintuning betreiben,<br />
dann benötigen Sie die<br />
kostenpflichtige Plus-Version<br />
(1,99 Euro) oder gar die Ultimate-Variante<br />
von JuiceDefender<br />
für 4,99 Euro. Über die<br />
Nebenwirkungen informiert<br />
die App recht umfangreich.<br />
JuiceDefender ist komplett auf<br />
Deutsch übersetzt. Beachten<br />
Sie auch, dass Sie viele Einstellungsmöglichkeiten<br />
über<br />
den Reiter Hilfe erreichen.<br />
Abb. 7: Knapp 25 Prozent Akku in<br />
nur 2 Stunden. Das sieht tatsächlich<br />
nicht gut aus.<br />
erhältliche Widget macht das Umschalten vom<br />
Smartphone- in den Telefonmodus zudem kinderleicht.<br />
Einziger Kritikpunkt der Redaktion:<br />
aktuell kann man die Premium-Version nicht im<br />
Google Play Store kaufen sondern nur auf der<br />
Trend-Micro-Webseite, die zudem lediglich in<br />
englisch erscheint. Aber auch das bringt einen<br />
Vorteil mit, da Sie auf der Trend-Micro-Seite<br />
auch mit Paypal bezahlen können. <strong>Die</strong> einfache<br />
Handhabung macht Longevity AkkuOptimal<br />
klar zu unserem Favoriten unter den hier vorgestellten<br />
Stromspar-Apps.<br />
JuiceDefender<br />
JuiceDefender [LINK 2] vom Entwickler<br />
Latedroid ist ein vertrauter Veteran<br />
unter den hier vorgestellten Stromspar-Apps.<br />
<strong>Die</strong> Grundfunktion des JuiceDefenders<br />
ist wirklich einfach: Sobald die Stromsparfunktion<br />
des Handys den Touchscreen ausschaltet<br />
und das Gerät in den Standby schickt, stoppt<br />
JuiceDefender die Internetverbindung und<br />
schaltet diese anschließend nur noch alle 15<br />
Minuten wieder für einen kurzen Moment ein,<br />
um nach Mails und anderen Neuigkeiten Ausschau<br />
zu halten. In der Grundeinstellung gibt es<br />
mehrere Profile für kürzere oder längere Online-<br />
Aufwecker während des Stand-By-Modus.<br />
Möchten Sie das Handy nachts automatisch<br />
komplett in den Flugmodus versetzen oder<br />
Abb. 8: Finger wegvom Battery<br />
Booster, der Ihre Daten klaut und<br />
den Akku mit Reklame leersaugt.<br />
2x Battery<br />
<strong>Die</strong>se Stromspar-<br />
App von Sam Lu<br />
[LINK 3] (nicht zu verwechseln<br />
mit Battery Booster)<br />
ist insofern einmalig, da sie<br />
nach der Installation sogleich<br />
aktiv ist, ohne dass Sie die App überhaupt selber<br />
gestartet haben. Sie erkennen das am <strong>kleine</strong>n<br />
Batterie-Symbol in der Benachrichtigungsleiste<br />
von Android. 2x Battery übernimmt im<br />
Wesentlichen die gleichen Funktionen wie<br />
JuiceDefender, bringt aber bereits in der Gratisversion<br />
deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten<br />
mit. Dazu gehört das Verzögerte Ein- und<br />
Ausschalten der Netzwerkverbindungen beim<br />
Display-Ausschalten. <strong>Die</strong> App gibt zudem<br />
<strong>Tipps</strong>, mit welchen Einstellungen Sie noch<br />
etwas an der Akkulaufzeit schrauben können.<br />
2x Battery zeigt Anzeigen an, der Kauf der Pro-<br />
Lizenz für 2,99 US-Dollar ist als In-App-Kauf realisiert.<br />
Es gibt dafür also kein Rückgaberecht.<br />
<strong>Die</strong> App ist zudem nur in Englisch. Testen Sie<br />
sie deshalb vor dem Kauf ausgiebig.<br />
Battery Booster (2x Akku)<br />
<strong>Die</strong>se App [LINK 4] vom gleichnamigen<br />
Entwickler wie 2x Battery tut für den<br />
Akku – rein gar nichts, ganz im Gegenteil:<br />
Sie stellt lediglich ein Icon bereit, das<br />
einmal angeklickt vorgibt, die Akkulaufzeit<br />
Ihres Androiden zu verlängern. Dennoch hat es<br />
Battery Booster inzwischen bei Google Play auf<br />
über eine Million Downloads gebracht, und das<br />
obwohl die App durch ihre aggressiven Anzeigen<br />
auch noch selber am Akku saugt und auch<br />
Ihre Daten ausliest. Android User rät deshalb,<br />
180<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Stromspar-Apps<br />
NICHT EMPFOHLEN!<br />
Abb. 9: Der One Touch Akkusparer bringt die gleiche Funktionalität wie<br />
andere Apps, aber hübscher verpackt.<br />
Abb. 10: Battery Dr. Saver platziert<br />
Anzeigen auf Ihrem Home-Screen.<br />
die Finger von dieser App zu lassen, da es sich<br />
hier um eine Form von Malware handelt.<br />
One Touch Akkusparer<br />
Auch One Touch Akkusparer [LINK 5]<br />
geizt in den Einstellungen nicht mit<br />
Werbung, aber dafür hält die App wenigstens,<br />
was sie verspricht. <strong>Die</strong> Funktionsweise<br />
unterscheidet sich nur in wenigen Details<br />
von 2x Battery oder auch Juice Defender, dafür<br />
erhalten Sie bei One Touch Akkusparer zahlreiche<br />
Themes zur Auswahl und die App liefert<br />
nicht nur eine grobe Schätzung der kompletten<br />
Laufzeit sondern sortiert diese gleich auch noch<br />
nach Bereitschaftsmodus, Gespräche, Surfen,<br />
Musikhören oder Videoschauen. Wobei auch<br />
diese Angaben frühestens nach ein paar Tagen<br />
verlässlich sind. Als Besonderheit können Sie<br />
bei One Touch Akkusparer zudem angeben,<br />
wenn der Akku nicht mehr zu 100 Prozent zurechnungsfähig<br />
ist (weil schon über ein Jahr<br />
alt, zum Beispiel). <strong>Die</strong> App berücksichtigt diesen<br />
Umstand dann bei den Hochrechnungen.<br />
One Touch Akkusparer gibt es auschschließlich<br />
als Gratisversion mit eingebundener Reklame.<br />
Battery Dr. Saver<br />
<strong>Die</strong>se Stromspar-App [LINK 6] geht<br />
einen <strong>kleine</strong>n Schritt weiter als die<br />
bisher vorgestellten Kandidaten,<br />
indem Sie auch einen <strong>kleine</strong>n Task-Manager<br />
und einfache Schalter für die wichtigsten Funktionen<br />
integriert. Während die anderen Apps<br />
automatisch die passenden Einstellungen treffen,<br />
können Sie hier also auch von Hand schalten<br />
und walten. Das erleichtert natürlich das<br />
Stromsparen nicht, sondern macht es eher noch<br />
komplizierter und da auch diese App mit recht<br />
aggressiven Anzeigen um sich schmeißt und Sie<br />
ständig dazu auffordert eine gute Bewertung im<br />
Play Store abzugeben, raten wir von der Installation<br />
des Battery Dr. Savers dringend ab. Wir<br />
konnten in unseren Tests keinerlei Verbesserungen<br />
der Akkulaufzeit dank Battery Dr. Saver<br />
messen, nutzen Sie besser eine der anderen<br />
hier vorgestellten Alternativen.<br />
Fazit<br />
Wie bei jeder App aus dem Google Play Store<br />
gilt auch bei den Stromspar-Apps die Devise<br />
„Trau, schau, wem?“. Denn was auf den ersten<br />
Blick als lupenreine <strong>Top</strong>-App erscheint, entpuppt<br />
sich im täglichen Gebrauch in vielen Fällen<br />
als komplett überflüssig oder sogar letztendlich<br />
auch als schädlich.<br />
Wirklich empfehlen können wir nur Longevity<br />
sowie JuiceDefender und 2x Battery in der<br />
kostenpflichtigen Version ohne Anzeigen. Bei<br />
allen Stromspar-Apps treten Nebenwirkungen<br />
bei der Internetverbindung und bei der Erreichbarkeit<br />
auf. Inwieweit diese für Sie kritisch<br />
sind, müssen Sie selbst bestimmen.<br />
● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29034<br />
APPS & TIPPS 02/2013 181
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy S2 und S3 rooten<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28836<br />
Root-Anleitung: Samsung Galaxy S2 und S3<br />
Meine Galaxie<br />
Das Rooten eines Smartphones ist für viele Android User Pflicht. Wie Sie das<br />
Galaxy S2 und das S3 von seinen Banden befreien, erklärt unser Artikel.<br />
Samuel Groesch<br />
Samsung<br />
182<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy S2 und S3 rooten<br />
Wenn Sie tiefer in die Materie Ihres<br />
Android-Smartphones eintauchen<br />
möchten, kommen Sie am Rooten<br />
des Gerätes nicht vorbei. Beim Rooten erhalten<br />
Sie vollen Zugriff auf das System, welcher<br />
Ihnen sonst verwehrt bleibt. Durch Root-Rechte<br />
können Sie verschiedenste Apps nutzen, die<br />
stark in das System eingreifen; Titanium<br />
Backup etwa, das dazu dient, Backups Ihrer<br />
Apps zu machen. Root-Rechte sind auch eine<br />
Grundvoraussetzung, um Custom-ROMs, also<br />
alternative Firmware-Dateien zu installieren.<br />
Trotz all dieser positiven Aspekte sollten Sie<br />
nicht vergessen, dass mit großer Macht auch<br />
große Verantwortung einhergeht. Aus diesem<br />
Grund kann in einigen Fällen die vom Hersteller<br />
gegebene Garantie erlischen, wenn das Gerät<br />
gerootet ist bzw. war (siehe dazu auch unseren<br />
Grundlagenartikel). <strong>Die</strong>ser Artikel zeigt, wie Sie<br />
Ihr Galaxy S2/ S3 rooten und das Clockwork<br />
Mod Recovery aufspielen, und wie Sie diese<br />
Schritte wieder rückgängig machen. <strong>Die</strong> OTA-<br />
Updates von Samsung bleiben bei dieser Art<br />
des Rootens erhalten.<br />
Galaxy S3 rooten<br />
<strong>Die</strong> folgende Root-Anleitung bezieht sich auf<br />
die europäische Version des Samsung Galaxy S3<br />
unter Windows. Wenn Sie eine andere Version<br />
des S3 oder ein anderes Samsung-Smartphone<br />
besitzen, dann befolgen Sie diese Anleitung<br />
bitte nicht. Über die Download-Seite von Odin<br />
erreichen Sie auch <strong>Tipps</strong>, wie das Rooten unter<br />
Mac OS X und unter Linux funktioniert. Der<br />
WARNUNG<br />
Das Rooten eines Smartphones ist immer mit einem gewissen Risiko<br />
verbunden und geschieht auf eigene Gefahr! Bitte lesen Sie dazu auch<br />
unseren Grundlagen-Artikel auf Seite 3.<br />
WICHTIG!<br />
Trennen Sie die Verbindung erst, wenn der Vorgang wirklich vollständig<br />
abgeschlossen ist, Odin PASS angezeigt hat, und Sie zur PIN-Abfrage gelangen,<br />
sonst können Sie Ihr Smartphone irreparabel beschädigen!<br />
Akku des Galaxy S3 sollte für den folgenden<br />
Root-Vorgang vollständig aufgeladen sein.<br />
Zunächst müssen Sie auf der Download-Seite<br />
von Chainfire [LINK 1] die aktuelle Version von<br />
CF Root für das Galaxy S3 herunterladen<br />
[LINK 2]. Entpacken Sie das Archiv einmal, sodass<br />
Sie eine Datei mit der Endung .tar erhalten.<br />
Laden Sie sich dann von [LINK 3] die aktuelle<br />
Version des Flash-Tools Odin herunter, entpacken<br />
Sie die 7z-Datei, und starten Sie anschließend<br />
die darin enthaltene EXE als Administrator<br />
(Rechtsklick auf die EXE-Datei und Auswahl<br />
von Als Administrator ausführen).<br />
Nach dem Start von Odin klicken Sie auf PDA<br />
und wählen anschließend die Tar-Datei aus, die<br />
Sie von Chainfire heruntergeladen und einmal<br />
entpackt haben. Aktuell ist das die Datei<br />
CF-Root-SGS3-v6.4.tar.<br />
Nun müssen Sie Ihr S3 in den Download-Modus<br />
versetzen (Abbildung 3). Dazu schalten Sie<br />
es aus und halten die Leiser-. die Home- und<br />
die Einschalttaste gedrückt<br />
FRAMAROOT, UNIVERSELLES ROOT-TOOL<br />
Aufgrund eines Fehlers in den Exynos-4-Prozessoren<br />
Samsungs lassen sich Geräte mit diesem Chip mit einer<br />
simplen App rooten. <strong>Die</strong>s gilt etwa für das Samsung Galaxy<br />
S2, das Galaxy Note und Note 2, die Galaxy Camera, sowie<br />
für die Tablets Galaxy Tab Plus und das Note 10.1.<br />
Das Tool Framaroot finden Sie nicht im Google Play Store.<br />
<strong>Die</strong> App wird bei den Android-Spezialisten im XDA-Developers-Forum<br />
entwickelt, dort steht auch die jeweils aktuelle<br />
Version als APK-Datei zum Download bereit [LINK 15].<br />
Abb. 1: Mit dem Flashtool Odin rooten Sie Ihr S3 deutlich komfortabler<br />
als über die Kommandozeile von Windows.<br />
Nach der Installation ist das Rooten mit Framaroot nicht<br />
weiter kompliziert. <strong>Die</strong> App bietet Ihnen verschiedene Exploits<br />
an, die Sie durchprobieren können. Im Erfolgsfall<br />
meldet die App „Success. Superuser and su binary installed“.<br />
Abschließend ist nur noch ein Neustart fällig.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 183
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy S2 und S3 rooten<br />
WARNUNG<br />
Beachten Sie, dass beim Entfernen der Root-Rechte Ihr Gerät auf den<br />
Werkszustand zurückgesetzt wird und somit alle Daten verloren gehen!<br />
Abb. 2: Via ClockworkMod Recovery können Sie alternative Firmware-Dateien<br />
installieren.<br />
[Leiser]+[Home]+[Power], bis ein Menü erscheint.<br />
Hier bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage<br />
mit der Taste [Lauter]. Schließen Sie das<br />
Handy noch nicht an den PC an.<br />
In diesem Zustand müssen Sie nun die passenden<br />
Treiber installieren, damit Ihr Computer<br />
das S3 auch erkennen kann. Laden Sie hierzu<br />
die Samsung USB Driver Exe [LINK 4] herunter,<br />
und installieren Sie dieses Paket. Überprüfen<br />
Sie dabei mit dem Taskmanager, ob eventuell<br />
Samsung KIES im Hintergrund läuft, und beenden<br />
Sie es gegebenenfalls.<br />
Nun können Sie Ihr Galaxy S3 mit dem Computer<br />
verbinden. Odin sollte das Gerät erkennen,<br />
und im Odin-Fenster sollte der Eintrag<br />
ID:COM aufleuchten. Ist dies nicht der Fall, dann<br />
läuft im Hintergrund ziemlich sicher noch<br />
Samsung Kies - das sollten Sie also überprüfen.<br />
Falls in Odin ein Haken bei Re-Partition gesetzt<br />
ist, entfernen Sie ihn. <strong>Die</strong> restlichen Standardeinstellungen<br />
können Sie belassen.<br />
Klicken Sie jetzt auf Start, und warten Sie, bis<br />
der Root-Vorgang vollständig abgeschlossen ist.<br />
Normalerweise dauert das 30 Sekunden. Das<br />
Ende des Vorgangs erkennen Sie zum einen an<br />
der Fortschrittsanzeige in Odin, zum anderen<br />
auch daran, dass das S3 neu startet, und die<br />
PIN-Abfrage erscheint.<br />
Hat alles geklappt, ist Ihr Galaxy S3 nun<br />
gerootet und die Superuser-App sowie das<br />
Clockwork Mod Recovery installiert. Mit dem<br />
Clockwork Mod Recovery können Sie später<br />
weiter reichende Änderungen wie zum Beispiel<br />
das Flashen eines Custom-ROMs vornehmen.<br />
Zur Superuser-App finden Sie einen Artikel am<br />
Anfang der Fokus-Strecke.<br />
Root entfernen<br />
Das Entfernen des Root-Zugangs ist bei<br />
Samsung-Smartphones im Vergleich zu anderen<br />
Geräten recht schwierig, da Samsung einen sogenannten<br />
Custom Binary Counter in seine Geräte<br />
verbaut, der zählt, ob und wie oft ein Gerät<br />
modifiziert wurde. Um diesen Zählmechanismus<br />
wieder zurückzusetzen, gibt es eine von<br />
Chainfire entwickelte App names TriangleAway<br />
[LINK 5]. Lesen Sie die Anleitung zuerst komplett<br />
durch, bevor Sie sie ausführen.<br />
Zunächst müssen Sie das S3 in den Recovery-<br />
Modus versetzen. Schalten Sie es dazu aus, und<br />
drücken Sie die [Lauter]+[Home]+ [Power]-<br />
Taste, bis Sie in das beim Rooten installierte<br />
Clockwork Mod Recovery gelangen. Führen Sie<br />
nun einen Data/ Factory Reset durch. Doch Achtung:<br />
Dabei gehen natürlich sämtliche Daten<br />
verloren! Mit den Lautstärke-Tasten können Sie<br />
beliebig durch das Menü navigieren, mit dem<br />
Abb. 3: Über das Drücken der Kombination von<br />
Volume Up-, der Power- sowie der Home-Taste gelangen<br />
Sie in den Download-Modus Ihres Gerätes.<br />
184<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy S2 und S3 rooten<br />
Powerbutton bestätigen Sie anschließend<br />
Ihre Auswahl.<br />
Wenn das Gerät neu starten<br />
möchte, entnehmen Sie sofort den<br />
Akku, um es am Neustart zu hindern.<br />
Laden Sie sich von Samsung<br />
die Stock Firmware für Deutschland<br />
herunter [LINK 6], und entpacken<br />
Sie das Archiv, sodass Sie<br />
eine Datei mit der Endung .tar.<br />
md5 erhalten. Starten Sie nun<br />
Odin, und wählen Sie diese Datei<br />
als PDA-Datei aus.<br />
Jetzt müssen Sie das S3 in den<br />
Download-Modus versetzen. Setzen<br />
Sie die Batterie wieder ein,<br />
und betätigen Sie zum Einschalten<br />
die Tastenkombination<br />
[Leiser]+[Home]+ [Power], bis<br />
eine Sicherheitsabfrage erscheint,<br />
welche Sie mit [Lauter] bestätigen.<br />
Sie sehen jetzt eine grüne Android-Figur<br />
und den Text Downloading…. Hat es soweit geklappt,<br />
schließen Sie als Nächstes das Gerät<br />
über USB an den Computer an und überprüfen,<br />
dass die Checkbox Re-Partition in Odin nicht<br />
markiert ist (falls ja, Haken entfernen). Wurden<br />
beim Rooten alle Treiber korrekt installiert,<br />
dann leuchtet nun links oben in Odin der Eintrag<br />
ID:COM blau. Falls das nicht der Fall ist,<br />
stellen Sie wiederum sicher, ob nicht Kies im<br />
Hintergrund läuft.<br />
Klicken Sie in Odin auf Start, und warten Sie,<br />
bis der Vorgang abgeschlossen ist. Ziehen Sie<br />
auf keinen Fall während des Prozesses das USB-<br />
Kabel heraus! Nachdem das Flashen vollständig<br />
beendet ist und die PIN-Abfrage erscheint, können<br />
Sie Ihr S3 vom Computer trennen.<br />
Starten Sie das Gerät nach der ersten Einrichtung<br />
neu, und lassen Sie das S3 für mindestens<br />
10 Minuten ohne weiteren Befehl arbeiten.<br />
Laden Sie nun die TriangleAway App kostenpflichtig<br />
aus dem Play Store oder gratis aus dem<br />
XDA Developers Thread [LINK 7] herunter. Installieren<br />
Sie die App, und starten Sie sie. Falls die<br />
App Superuser fragt, ob Sie der App Root-<br />
Rechte erlauben möchten, bejahen Sie dies.<br />
Klicken Sie in der TriangleAway-App auf<br />
Reset Flash Counter. Damit wird der Flash<br />
Counter zurückgesetzt, sodass keine Änderungen<br />
mehr sichtbar sind. Zum Abschluss sollten<br />
Sie jetzt noch einmal das<br />
Smartphone über die Einstellungen<br />
| Sichern und<br />
zurücksetzen per Klick auf<br />
Auf Werkzustand zurückzurücksetzen.<br />
Galaxy S2<br />
rooten<br />
<strong>Die</strong> grundlegende Anleitung<br />
unterscheidet sich<br />
nicht vom Galaxy S2, allerdings<br />
brauchen Sie andere<br />
Software-Pakete. Von<br />
Odin kommt hier Odin3 in<br />
der Version 1.85 zum Einsatz,<br />
das Sie von [LINK 8]<br />
herunterladen. Für die<br />
passende Root-Firmware<br />
müssen Sie zunächst wissen,<br />
welche Version des<br />
Galaxy S2 Sie einsetzen. Navigieren Sie dazu in<br />
den Einstellungen auf Telefoninfo, und scrollen<br />
Sie bis zum Eintrag Buildnummer. <strong>Die</strong> Kombination<br />
der Buchstaben und Zahlen nach dem<br />
Punkt ist wichtig, um den richtigen CF-Kernel<br />
herunterzuladen. Anschließend navigieren Sie<br />
zum XDA Thread unter [LINK 9] und suchen bei<br />
den unteren Beiträgen von Chainfire nach dem<br />
Download-Eintrag, der Ihrer Buildnummer entspricht.<br />
Für die Buildnummer IML74K.<br />
XXLPQ benötigen Sie die Datei<br />
Abb. 4: <strong>Die</strong> Buildnummer entscheidet,<br />
welchen Kernel Sie für das<br />
Rooten brauchen.<br />
CF-Root-SGS2_XX_XEO_ LPQ v5.3-CWM5.zip.<br />
Laden Sie sich den entsprechenden<br />
Kernel herunter und entpacken das<br />
Zip-Archiv nur einmal, sodass Sie eine Datei<br />
mit der Endung .tar erhalten.<br />
Laden Sie sich nun von der Samsung Webseite<br />
[LINK 10] unter Software die passende Kies-<br />
Version herunter, und installieren Sie via Kies<br />
KEIN RECOVERY-MODUS?<br />
Wenn auch mehrfaches Flashen von CF-Root nicht den gewünschten Erfolg<br />
bringt, entfernen Sie in Odin die Checkbox vor Auto Reboot und flashen<br />
erneut. <strong>Die</strong>smal entfernen Sie allerdings nach dem Flash-Vorgang<br />
(wenn Odin PASS oder FAIL angezeigt hat) die Batterie, setzen Sie wieder<br />
ein und booten manuell mit der Kombination aus<br />
[Lauter]+[Home]+[Power] in den Recovery-Modus. Dadurch beginnt der<br />
Root-Vorgang ebenfalls, und Ihr S3 sollte wie gewünscht die Superuser-<br />
App sowie das Clockwork Mod Recovery an Bord haben.<br />
APPS & TIPPS 02/2013 185
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy S2 und S3 rooten<br />
WICHTIG!<br />
Trennen Sie die Verbindung zum PC erst, wenn der Boot-Prozess beendet<br />
ist und die PIN Abfrage erscheint!<br />
die USB-Treiber für Ihr Galaxy S2. Anschließend<br />
müssen Sie den Kies-Prozess über den Windows<br />
Task-Manager beenden.<br />
Starten Sie nun Odin, und drücken Sie auf<br />
PDA. Wählen Sie die heruntergeladene Tar-Datei<br />
aus, und stellen Sie sicher, dass die Checkbox<br />
Re-Partition nicht aktiv ist und alles wie auf<br />
Abbildung 6 aussieht (bis auf die Pfadangabe<br />
hinter PDA). Fahren Sie nun Ihr S2 herunter,<br />
und starten Sie es erneut, indem Sie die Tastenkombination<br />
[Leiser]+ [Home]+[Power] gedrückt<br />
halten, bis das S2 schließlich in den<br />
Download-Modus wechselt. <strong>Die</strong> Sicherheitsabfrage<br />
bestätigen Sie mit [Lauter]. Jetzt können<br />
Sie das Smartphone per USB-Kabel mit dem<br />
Computer verbinden. Hat alles geklappt, leuchtet<br />
der Eintrag ID:COM links oben gelb auf. Klicken<br />
Sie auf Start, damit Odin mit dem Einspielen<br />
des Kernels beginnen kann.<br />
Nach dem erfolgreichen Flash-Vorgang erscheint<br />
im Odin-Fenster die Meldung PASS. Ab<br />
sofort ist Ihr Galaxy S2 gerootet!<br />
Galaxy S2 zurücksetzen<br />
(unroot)<br />
Um das Gerät zurückzusetzen, ist ein sogenannter<br />
USB Jig erforderlich. <strong>Die</strong>se Hardware<br />
Abb. 5: Stellen Sie Odin bitte genauso ein, wie auf dem Screenshot gezeigt.<br />
Ansonsten kann es zu Komplikationen kommen.<br />
Tool ist für vier bis zehn Euro auf Amazon oder<br />
Ebay erhältlich.<br />
An erster Stelle laden Sie sich den originalen<br />
Bootloader herunter [LINK 11]. Sie müssen hier<br />
einen älteren Bootloader flashen, da Samsung<br />
in neueren Versionen es unmöglich gemacht<br />
hat, den Custom Binary Counter zu resetten.<br />
Anschließend laden Sie die passende Firmware<br />
für Ihr SGS2 herunter [LINK 12]. Falls Sie ein Provider-unabhängiges<br />
Gerät haben, dann finden<br />
Sie unter [LINK 13] die dazu passende Firmware.<br />
Achten Sie dabei besonders darauf, dass Sie als<br />
Region DBT auswählen.<br />
Nun müssen Sie Ihr Galaxy S2 in den Download-Modus<br />
versetzen. Das geschieht wie beim<br />
Rooten via Gedrückthalten der Tastenkombination<br />
[Leiser]+[Home]+[Power]. <strong>Die</strong> Sicherheitsabfrage<br />
beantworten Sie anschließend über<br />
die Taste [Lauter].<br />
Darauffolgend starten Sie Odin und schließen<br />
das Galaxy S2 via USB an den Computer an. Im<br />
Odin-Fenster sollte nun ID:COM gelb aufleuchten.<br />
Entpacken Sie die Bootloader-Datei, und<br />
wählen Sie die Tar-Datei in Odin als PDA aus.<br />
Bestätigen Sie nun mit Start und warten, bis das<br />
Gerät wieder automatisch neu startet. Anschließend<br />
schalten Sie das S2 wieder aus und stecken<br />
den USB Jig [LINK 14] in den Micro USB<br />
Port. Das S2 bootet jetzt in den Download-Modus.<br />
Wenn alles funktioniert hat, sollte nun<br />
unter CustomBinaryDownload der Eintrag NO<br />
stehen. Entfernen Sie nun den USB Jig, und<br />
starten Sie das Smartphone neu.<br />
Öffnen Sie Odin und booten Sie das Gerät<br />
abermals wie oben beschrieben in den Download-Modus.<br />
Dann verbinden Sie es mit dem<br />
Computer, sodass ID:COM in Odin aufleuchtet.<br />
Anschließend entpacken Sie die heruntergeladene<br />
Firmware-Datei (einmal). Wählen Sie nun<br />
in Odin bei PIT die .pit-Datei, bei PDA die<br />
CODE?-Datei, bei PHONE die MODEM?-Datei und<br />
bei CSC die ?MULTI-CSC?-Datei. Es kann jedochsein,<br />
dass Ihre Firmware nicht alle vier Dateien<br />
erhält. Ordnen Sie in diesem Fall einfach die<br />
vorhandenen Dateien entsprechend zu.<br />
Nun haben Sie es fast geschafft. Letzter<br />
Schritt: Starten Sie den Flash-Vorgang mit<br />
einem Klick auf Start und warten bis dieser mit<br />
PASS beendet ist. Ihr Samsung Galaxy S2 befindet<br />
sich nun wieder im Originalzustand - zumindest,<br />
was die Software angeht.<br />
● ● ●<br />
186<br />
02/2013 APPS & TIPPS
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TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy Ace S5830 und S5830i rooten<br />
So rooten Sie das Samsung Galaxy Ace<br />
Befreites<br />
Ace<br />
Samsung<br />
Ein Root-Zugang ist eine feine Sache, öffnet aber<br />
auch bösartiger Software zusätzliche Türen. Im folgenden<br />
Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie das Galaxy<br />
Ace von Samsung rooten. Antonio Dedic, Marcel Hilzinger<br />
einer neueren Android-Version oder einfach mit<br />
einer anderen Oberfläche. Manche Leute träumen<br />
auch davon, dass der Akku länger hält.<br />
Mit einem Root-Zugang kann man diesen<br />
Traum oft verwirklichen.<br />
In der Android-Welt ist der Begriff „rooten“<br />
recht verbreitet. Man versteht da runter den<br />
Vorgang, vollständigen Zugriff auf das System<br />
zu bekommen. Durch das Rooten bekommen<br />
Sie Adminis trator-Rechte auf Ihrem Androiden<br />
und können so Apps nutzen, die tief ins<br />
System eingreifen, beziehungsweise Funktionen<br />
nutzen, die der Hersteller so nicht vorhergesehen<br />
hat. Einen Root-Zugang braucht man auch,<br />
wenn man an seinem Handy „schrauben“<br />
möchte, zum Beispiel um die CPU höher zu takten<br />
oder um ein Spiel zu spielen, das sonst auf<br />
dem Smartphone nicht starten würde. Wer sein<br />
Handy einmal gerootet hat, lädt am Anfang<br />
meist nur Apps he runter, die die erweiterten<br />
Möglichkeiten nutzen. Oft macht der Root-Zugang<br />
dann aber auch Lust auf alternative Firmware-Versionen,<br />
sogenannte Custom-ROMs, die<br />
frischen Wind auf Ihr Handy bringen, sei es mit<br />
Galaxy Ace rooten<br />
All diese schönen Dinge kann man also mit<br />
einem gerooteten Smartphone machen. Falls Sie<br />
jetzt noch zögern, hier ein <strong>kleine</strong>r Tipp: Wenn<br />
Ihr Smartphone noch keine 12 bzw. 24 Monate<br />
alt und die Garantie noch gültig ist, dann warten<br />
Sie vielleicht besser mit dem Rooten. Ist das<br />
Handy aber bereits über die Garantiezeit hinaus,<br />
dann spricht eigentlich nichts dagegen.<br />
GARANTIEVERLUST<br />
Bitte beachten Sie, dass mit dem Rooten eines<br />
Gerätes normalerweise der Garantieanspruch<br />
gegenüber dem Hersteller erlischt. Zudem können<br />
Sie beim Rooten potenziell Ihr Handy beschädigen<br />
bzw. untauglich machen. Folgen Sie<br />
den Schritten in diesem Artikel also nur, wenn<br />
Sie genau wissen, was Sie tun.<br />
188<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy Ace S5830 und S5830i rooten<br />
Abb. 1: Hat der Root-Vorgang<br />
geklappt, finden Sie die Superuser-<br />
App auf Ihrem Galaxy Ace.<br />
Das eigentliche Rooten des Galaxy Ace ist sehr<br />
einfach. Sie benötigen dazu einen Dateimanager,<br />
wir empfehlen den ES Datei Explorer<br />
[LINK 1]. Mit dem Dateimanager müssen Sie die<br />
Datei, die für das Rooten benötigt wird, an die<br />
passende Stelle verschieben. <strong>Die</strong> Datei gibt es<br />
bei Android User in zwei Versionen für das Ace<br />
S5830 und S5830i zum Download [LINK 2], sie<br />
enthält alles, was man zum Rooten des Ace benötigt,<br />
inklusive SuperUser-App.<br />
Nach dem Download starten Sie die App ES<br />
Datei Explorer und navigieren in das Verzeichnis<br />
Downloads. Hier finden Sie<br />
die Datei. Halten Sie den Finger<br />
auf der Datei gedrückt, bis<br />
ein <strong>kleine</strong>s Fenster aufgeht,<br />
und verschieben Sie die Datei<br />
auf den SD-Kartenspeicher.<br />
Wem das zu kompliziert ist,<br />
der kann die ZIP-Datei auch<br />
vom PC aus von Rapidshare<br />
he runterladen, das Smartphone<br />
mit dem Rechner verbinden<br />
und dann so die Datei<br />
auf den SD-Kartenspeicher verschieben.<br />
Als dritte Möglichkeit<br />
bietet sich ein Adapter für<br />
MicroSD-Karten an, den man<br />
dann in den Kartenleser des<br />
Notebooks schiebt. <strong>Die</strong> ZIP-<br />
Datei muss in jedem Fall direkt<br />
Abb. 3: Mit dem CPU-Tuner erhöhen<br />
Sie die Taktfrequenz der CPU.<br />
auf der MicroSD-Karte<br />
gespeichert werden, sie<br />
darf in kein Unterverzeichnis<br />
gelegt werden.<br />
Nun schalten Sie das Galaxy<br />
Ace aus und starten<br />
das Smartphone im Recovery-Modus.<br />
Dazu halten<br />
Sie die Home-Taste gedrückt<br />
und betätigen<br />
dann den Einschaltknopf.<br />
Im Recovery-Modus lässt<br />
sich das Galaxy Ace mit<br />
den Laut-/ Leise-Tasten<br />
bedienen, als Eingabetaste<br />
dient der Home-Button.<br />
Wählen Sie den Eintrag<br />
apply update from<br />
sdcard und anschließend<br />
die Datei upd_1.zip bzw.<br />
update-s85830i.zip aus, die Sie von androiduser.de<br />
heruntergeladen haben. Bestätigen Sie<br />
die Eingabe. Nun lädt das Galaxy Ace die Dateien<br />
aus dem ZIP-Archiv. Ist der Vorgang beendet,<br />
starten Sie das Ace über reboot system now<br />
neu – es ist nun gerootet. Hat alles geklappt,<br />
finden Sie die Superuser-APK in der Appliste.<br />
<strong>Die</strong>s ist der sicherste und einfachste Weg, um<br />
das Samsung Galaxy Ace zu rooten. Es gibt<br />
noch andere Möglichkeiten wie z4root oder<br />
OneKlickRoot, aber mit dem hier vorgestellten<br />
Rootkit kann man nichts falsch machen. Zudem<br />
funktioniert die Anleitung<br />
auch ohne Windows.<br />
Abb. 2: WiFi Key Recovery hilft beim<br />
Ermitteln von WLAN-Passwörtern, falls<br />
man sie vergessen hat.<br />
Root, was nun?<br />
Wie eingangs erwähnt, gibt<br />
es viele Möglichkeiten, den<br />
Root-Zugang zu nutzen. Sie<br />
können zum Beispiel mit<br />
WiFi Key Recovery [LINK 3]<br />
Ihr eigenes WLAN-Passwort<br />
ermitteln oder mit<br />
dem CPU Tuner [LINK 4] den<br />
CPU-Takt Ihres Smartphones<br />
ändern, um etwas<br />
mehr Leistung aus Ihrem<br />
Ace herauskitzeln. Mit<br />
einem Root-Zugang macht<br />
das Galaxy Ace gleich wieder<br />
viel mehr Spaß! ● ● ●<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/28835<br />
APPS & TIPPS 02/2013 189
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy Note 2 rooten<br />
Samsung Galaxy Note 2 mit Toolkit rooten<br />
Note 2, öffne Dich!<br />
Wie macht man das Galaxy Note II noch besser? Am besten mit Root-Rechten<br />
und/ oder auch einem Custom-ROM. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das aktuelle Note<br />
mit einem Toolkit unkompliziert rooten. Christoph Langner<br />
Das Galaxy Note II [LINK 1] von Samsung<br />
ist nicht nur das aktuell größte Smartphone<br />
mit Android 4.1 auf dem Markt,<br />
es gehört auch zu den stärksten bisher von uns<br />
getesteten Androiden überhaupt. <strong>Die</strong> Benchmarks<br />
sprechen hier eine klare Sprache, der<br />
Vierkern-Prozessor „Exynos“ liegt mit knapp<br />
18.000 Zählern beim AnTuTu-3-Benchmark und<br />
etwas mehr als 1800 Punkten beim HTML5-Test<br />
von Vellamo auf dem Performance-Level eines<br />
HTC One X+ und sogar noch leicht vor dem<br />
Galaxy S III aus demselben Hause.<br />
Samsung Galaxy Note 2<br />
Allen Note-Geräten von Samsung ist der S-Pen<br />
getaufte Stylus gemein. Mit diesem im Handy<br />
versenkbaren und druckempfindlichen Stift erstellen<br />
Sie handschriftliche Notizen oder malen<br />
und zeichnen direkt auf dem Display des Geräts.<br />
Samsung hat dem Note dazu extra eine<br />
Reihe von Apps spendiert, die auf die Nutzung<br />
des S-Pens optimiert sind.<br />
Nicht zu verachten ist auch der mit einem<br />
Update nachgelieferte Zweifenstermodus der<br />
TouchWiz-Oberfläche. Damit lassen sich zwei<br />
Anwendungen gleichzeitig neben- bzw. untereinander<br />
darstellen, sofern die Apps auf diesen<br />
Modus vorbereitet sind – was aktuell nur auf<br />
eine Reihe von Samsung-Apps und den integrierten<br />
Browser zutrifft.<br />
Root-Toolkit für Windows<br />
Samsung gehört zu den Android-Herstellern,<br />
die ihre Handys und Tablets zwar nicht wie die<br />
Nexus-Geräte mit einem leicht zu öffnenden<br />
Bootloader ausliefern, die Koreaner werfen<br />
ambitionierten Android Usern allerdings<br />
auch keine Knüppel zwi-<br />
Samsung<br />
190<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy Note 2 rooten<br />
schen die Beine. Von daher verwundert<br />
es nicht, dass sich rund<br />
um das noch relativ junge Smartphone<br />
inzwischen in Übergröße<br />
eine rege Community gebildet hat,<br />
die praktische Tools wie das<br />
Samsung-Galaxy-Note-2-Toolkit<br />
[LINK 2] entwickelt - und Smartphone-Fans<br />
damit Tür und Tor zu<br />
Root-Manövern öffnet.<br />
Das Toolkit ermöglicht es Ihnen,<br />
unter Windows das Note II zu rooten,<br />
sodass Sie Änderungen in den<br />
Tiefen des Systems vornehmen<br />
oder gar Custom-ROMs installieren<br />
können. Alternativ spielen Sie wieder<br />
eine Original-Firmware ein<br />
oder machen das Rooten rückgängig,<br />
sodass es im Falle eines Hardware-Problems<br />
mit Sicherheit<br />
keine Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme<br />
der Gewährleistungsansprüche<br />
gibt.<br />
Toolkit installieren<br />
Das Note-2-Toolkit bringt in der von uns getesteten<br />
Version 3.0 alles mit, um das Handy unter<br />
Windows erfolgreich und ohne großen Aufwand<br />
zu rooten. Sie müssen das Setup des Programms<br />
nur aus dem Internet herunterladen<br />
[LINK 3], die Datei Galaxy_<br />
Note2_Toolkit_v3.0.0.exe<br />
ausführen und dem Setup anschließend<br />
bis zur Fertigstellung<br />
folgen.<br />
Im Toolkit müssen Sie in<br />
einem ersten Schritt Ihr Note-<br />
2-Modell auswählen. Öffnen<br />
Sie dazu die Einstellungen des<br />
Handys und gehen dort ganz<br />
nach unten zu Info zu Gerät.<br />
Dort finden Sie dann die Modellnummer<br />
GT-N7100, sowie<br />
die Build-Infos im Stil von<br />
JZO54K.xxxDLL7, die Sie zur<br />
Auswahl des richtigen Modus<br />
im Toolkit benötigen. Das<br />
Toolkit führt „DLL7“ nicht<br />
unter den „International<br />
GSM“-Einträgen auf, Sie können<br />
jedoch auch auf den<br />
Abb. 1: Wählen Sie die Modell-Variante Ihres Note-Handys und die<br />
Build-Nummer der Software im Note-2-Toolkit aus.<br />
Abb. 2: In den Infos zum Gerät finden<br />
Sie unter Android die Software-Informationen.<br />
„DLK7“-Eintrag zurückgreifen. Wichtig ist, dass<br />
die Buildnummer „JZO54K“ übereinstimmt.<br />
Treiber installieren<br />
Damit Sie auf Hardware-Ebene auf das Handy<br />
zugreifen können, braucht Ihr Windows-PC<br />
spezielle Treiber von Samsung. <strong>Die</strong>se liefert entweder<br />
Samsungs Verwaltungssoftware<br />
für Handys Kies<br />
[LINK 4] gleich mit, alternativ<br />
installieren Sie diese Treiber<br />
bequem über das Toolkit,<br />
ohne dass Ihr PC mit dem<br />
Samsung-Tool belastet wird.<br />
Das Toolkit bietet Ihnen die<br />
Installation gleich als ersten<br />
Menüpunkt an, wählen Sie<br />
ihn aus, stecken das Handy<br />
vom PC ab und folgen dann<br />
der Installationsanleitung.<br />
Das Note 2 rooten<br />
Nach der Installation der Treiber<br />
sollten Sie prüfen, ob Sie<br />
auf dem Handy bereits in den<br />
Entwickler-Optionen der Einstellungen<br />
das USB-Debugging<br />
aktiviert haben, falls nicht<br />
APPS & TIPPS 02/2013 191
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy Note 2 rooten<br />
Abb. 3: Das Toolkit installiert die offiziellen Samsung-Treiber, ohne<br />
auf Samsung-Kies zurückgreifen zu müssen.<br />
holen Sie das bitte an dieser Stelle nach. Stecken<br />
Sie danach das Handy einmal vom Rechner<br />
kurz ab und wieder an, nun sollte spätestens<br />
nach Ausführen des Menüpunkts 25. Refresh<br />
Main Menu die Seriennummer des Smartphoness<br />
unter „List of devices attached“ im<br />
oberen Bereich erscheinen.<br />
Nun machen Sie sich dazu auf,<br />
Ihr Galaxy Note 2 endgültig zu rooten.<br />
Öffnen Sie im Toolkit die Option<br />
2. Root/ UnRoot Options und<br />
wählen anschließend den Eintrag<br />
KEIN RECOVERY?<br />
3. ALL INONE aus, er installiert automatisiert<br />
einen offenen Bootloader,<br />
ein alternatives Recovery zur<br />
Installation von Custom-ROMs und<br />
auch ein Root-Tool zur Steuerung<br />
der Root-Zugriffe auf dem Handy.<br />
Das Toolkit stellt Ihnen sowohl<br />
beim Recovery wie auch beim<br />
Root-Tool jeweils zwei Optionen<br />
zur Auswahl. Ob nun das bewährte<br />
Clockworkmod Recovery<br />
oder das modernere TWRP Touch<br />
Recovery bleibt Ihnen überlassen,<br />
wir bei Android User finden TWRP<br />
mittlerweile sehr gelungen. Auch<br />
beim Root-Manager ist es eher eine<br />
Frage des Geschmacks, ob Superuser<br />
oder SuperSU ist im Grunde<br />
egal, wir finden das modernere SuperSU<br />
ein wenig besser.<br />
Das Toolkit startet nun das<br />
ODIN3-Tool zum Installieren der<br />
gepatchten Boot- und Recovery-<br />
Partitionen und zeigt Ihnen anschließend auch<br />
gleich Informationen an, was genau zu tun ist.<br />
Lesen Sie den Text aufmerksam durch, sollten<br />
die Entwickler an dieser Stelle etwas seit Erstellung<br />
dieses Beitrags geändert haben, so erfahren<br />
Sie hier, wie es weitergeht.<br />
Sollten Sie aus Versehen kein Recovery-Image<br />
installiert haben, so<br />
holen Sie dies unter 5. Flash Custom<br />
Recovery nach. Wählen Sie<br />
hier wieder unter PDA das gewünschte<br />
Recovery aus (wir empfehlen<br />
TWRP), warten bis Odin3<br />
gestartet wurde und folgen dann<br />
erneut dem Anleitungstext im<br />
Fenster des Toolkits. <strong>Die</strong> Image-<br />
Datei recovery-twrp-2.3.2.3-N7100.tar<br />
finden<br />
Sie diesmal im Unterordner<br />
Recovery.<br />
Abb. 4: <strong>Die</strong> Option „ALLINONE“ spielt den Root-Patch in einem<br />
Rutsch ohne weitere Nachfragen komplett auf das Handy ein.<br />
192<br />
02/2013 APPS & TIPPS
TIPPS & TRICKS<br />
Galaxy Note 2 rooten<br />
Achten Sie nun darauf, dass in Odin3 nur die<br />
Optionen Auto Reboot und F. Reset Time aktiviert<br />
sind. Wählen Sie zudem unter PDA aus<br />
dem Verzeichnis Root\GT-N7100 innerhalb des<br />
Installationsordners des Toolkits die Datei<br />
boot-insecure-dlk7-recovery-N7100.tar aus.<br />
Achten Sie an dieser Stelle bitte auf das „recovery“<br />
im Dateinamen, es gibt in diesem Verzeichnis<br />
auch eine Image-Datei ohne diesen Zusatz,<br />
die kein Recovery-Image enthält.<br />
Ein Klick auf Start führt nun das Rooten automatisiert<br />
aus. Im Display des Handys erscheint<br />
zwischendurch die Meldung<br />
„Downloading… Do not turn of<br />
target!!“, nehmen Sie die Warnung<br />
bitte ernst, und schalten Sie das<br />
Handy in dieser Phase auf keinen<br />
Fall aus, sonst besteht die Gefahr,<br />
dass Sie Ihr Handy nur noch als<br />
Türstopper verwenden können.<br />
Nach einem Neustart des Handys<br />
ist der kritische Part der Installation<br />
des offenen Bootloaders und<br />
des freien Recovery-Systems überstanden,<br />
und das Toolkit spielt automatisch<br />
die restlichen Komponenten<br />
des kompletten Root-Patches<br />
ein. Am Ende führt das<br />
Handy wieder einen Neustart<br />
durch. Im App-Drawer sollten Sie<br />
nun mit SuperSU eine zusätzliche<br />
App zur Steuerung der Root-Zugriffe<br />
haben, sodass Sie in Zukunft<br />
Root-Apps wie AdBlock oder<br />
aWall+ auf Ihrem Handy nutzen<br />
können. Zudem landen Sie von<br />
nun an auch automatisch im leistungsfähigen<br />
TWRP-Recovery-Modus,<br />
wenn Sie das Handy aus- und<br />
über die Tastenkombination<br />
[Lauter]+[Power]+[Home] wieder<br />
einschalten.<br />
Abb. 5: Das Rootkit erklärt im Detail und unmissverständlich, was in<br />
ODIN3 an Optionen auszuwählen ist.<br />
Custom-ROMs<br />
sinnvoll?<br />
Abseits der Root-Rechte auf dem<br />
Handy, steht es Ihnen nun frei,<br />
über TWRP ein Custom-ROM für<br />
das Note 2 zu installieren. Auf XDA<br />
Developers [LINK 5] finden Sie eine<br />
Liste mit mehr als 20 verschiedenen<br />
ROMs für das Gerät, auch der Klassiker CyanogenMod<br />
ist hier – wenn auch noch nicht in<br />
einer inoffiziellen Version – vertreten.<br />
Beachten Sie aber, dass Ihnen ohne<br />
Samsungs eigene Benutzeroberfläche TouchWiz<br />
einer der großen Pro-Punkte für das Note fehlt.<br />
Schließlich machen die für die Stifteingabe und<br />
den Zweifenstermodus optimierten Samsung-<br />
Apps den Reiz an den Note-Geräten aus. Suchen<br />
Sie sich daher besser eines der TW-Based<br />
ROMs aus, die aufbauend auf TouchWiz weitere<br />
Features in das Note-ROM einbauen.<br />
● ● ●<br />
Abb. 6: Das TWRP-Recovery lässt sich über große Tasten auch mit<br />
dem Finger über den Touchscreen bedienen.<br />
ALLE LINKS<br />
><br />
android- user.de/qr/29033<br />
APPS & TIPPS 02/2013 193
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<br />
Redaktion<br />
Arnold Zimprich, Christoph Langner,<br />
Marcel Hilzinger<br />
Autoren dieser Ausgabe<br />
Arnold Zimprich , Christoph Langner, Hans Labod,<br />
Marcel Hilzinger, Mirko Mahlberg, Jasmin Bauer,<br />
Patrick Neef, Daniel Dubsky, Ludwig Hubert,<br />
Ricarda Riechert, Samuel Groesch, Antonio Dedic<br />
Grafik<br />
Judith Erb (Design & Layout), Kristina Fleischer,<br />
Mike Gajer<br />
(Titel: Judith Erb; Batterie von Sergey Kandakov,<br />
123RF)<br />
Bildnachweis<br />
sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere<br />
Produktionsleitung<br />
Christian Ullrich <br />
Druck<br />
Vogel Druck und Medienservice GmbH,<br />
97204 Höchberg<br />
Geschäftsleitung<br />
Brian Osborn (Vorstand)<br />
<br />
Hermann Plank (Vorstand)<br />
<br />
Marketing und Vertrieb<br />
Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23<br />
Anzeigenverkauf<br />
D / A / CH<br />
Petra Jaser <br />
Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 24 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99<br />
Michael Seiter <br />
Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99<br />
USA und weitere Länder<br />
Ann Jesse <br />
Tel.: +1 785 841 8834<br />
Joanna Earl <br />
Tel.: +1 785 727 5275<br />
Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2013.<br />
Onlineshop<br />
http://www.medialinx-shop.de<br />
Pressevertrieb<br />
MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG<br />
Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim<br />
Tel.: 089/31906-0, Fax: 089/31906-113<br />
Einzelheftpreise D,A,CH und EU<br />
Android User Deutschland Österreich Schweiz Europa<br />
Einzelpreis 9,80 Euro 10,80 Euro 19,60 Sfr 12,75 Euro<br />
Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentli chungen<br />
kann – trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion –<br />
vom Verlag nicht übernommen werden. Mit der Einsendung<br />
von Manuskripten oder Leserbriefen gibt der Verfasser<br />
seine Einwilligung zur Veröffent lich ung in einer<br />
Publikation der Medialinx AG. Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte oder Beiträge übernehmen Redaktion und<br />
Verlag keinerlei Haftung.<br />
Autoreninfos<br />
<strong>Die</strong> Redaktion behält sich vor, Einsendungen zu kürzen<br />
und zu überarbeiten. Das exklusive Urheber- und Ver wertungsrecht<br />
für angenommene Manus kripte liegt beim<br />
Ver lag. Es darf kein Teil des Inhalts ohne schriftliche Genehmigung<br />
des Verlags in irgendeiner Form vervielfältigt<br />
oder verbreitet werden.<br />
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MARKEN / WARENZEICHEN<br />
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