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Sonderheft: ANDROID Tipps & Tricks Die Top 5 fürs kleine Budget! (Vorschau)

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DEUTSCHLANDS GRÖSSTE<br />

NEU!<br />

15 Must-Have-Apps<br />

für iPhone-Umsteiger<br />

GELÖSCHT?<br />

So stellen Sie Fotos und<br />

andere Dateien wieder her<br />

PREISHAMMER<br />

196 SEITEN TIPPS<br />

TIPP-SAMMLUNG<br />

Samsung rooten<br />

Samsung S2, S3, Ace,<br />

Note II und viele mehr<br />

<strong>ANDROID</strong><br />

<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong><br />

DIE 50 COOLSTEN APPS<br />

PLUS: die 50 besten Spiele-<strong>Tipps</strong><br />

Akku-Power<br />

Mit diesen Apps verlängern<br />

Sie die Laufzeit tatsächlich!<br />

<strong>Die</strong> <strong>Top</strong> 5 <strong>fürs</strong> <strong>kleine</strong> <strong>Budget</strong>!<br />

02/2013<br />

EUR 9,80*<br />

* Deutschland<br />

4 198438 409802 02<br />

A EUR 10,80 - BeNeLux EUR 11,25<br />

CH sfr 19,60 - E / I EUR 12,75<br />

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SERVICE<br />

Editorial<br />

Christoph Langner,<br />

Chefredakteur<br />

Willkommen bei Apps & <strong>Tricks</strong><br />

Trickreich<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser<br />

Im September dieses Jahres wird Android<br />

ganz offiziell seinen fünften Geburtstag<br />

feiern. Fünf bewegte Jahre, in denen sich<br />

das Android-System in so gut wie allen<br />

Aspekten extrem schnell weiterentwickelt<br />

hat. Sollten Sie selber noch nicht so lange<br />

dabei sein, so bekommen Sie beim Betrachten<br />

der ersten öffentlichen Android-Präsentation<br />

[LINK 1] von Google-Chef Sergey Brin<br />

und dem ehemaligen Haupt-Entwickler<br />

Steve Horowitz einen guten Eindruck, welchen<br />

beeindruckenden Weg das Handy-OS<br />

in so kurzer Zeit zurückgelegt hat.<br />

Apps und <strong>Tipps</strong><br />

Ließ sich das erste Android-Smartphone<br />

nur mit einer Hardware-Tastatur (also ohne<br />

Touchscreen) bedienen, stehen nun im<br />

Google Play Store unzählige virtuelle Tastatur-Apps<br />

zur Auswahl. Gab es am Anfang<br />

so gut wie keine zusätzlichen Audio- oder<br />

Video-Player im ehemaligen Android Market,<br />

so wimmelt es jetzt im Play Store nur<br />

so davon. Aber welche dieser Apps sind<br />

gut, welche schlecht? Welche könnten<br />

Ihrem Handy sogar schaden?<br />

Mit Android Apps&<strong>Tipps</strong> geben wir Ihnen<br />

einen umfassenden Wegweiser durch den<br />

Android-App-Dschungel an die Hand. Wir<br />

stellen Ihnen auf knapp 200 Seiten die wirklich<br />

besten Apps aus dem Play Store vor<br />

und warnen Sie alllerdings auch vor der<br />

einen oder anderen sauren App-Gurke.<br />

Zudem liefert Ihnen dieses Heft viele<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Android-System, den<br />

Google-Apps und zu verschiedenen<br />

Themengebieten, dank derer Sie Ihren<br />

Android-Alltag besser bewerkstelligen können.<br />

Akku-Legenden<br />

Einen besonderen Fokus legen wir dabei<br />

ab Seite 170 auf die Akku-Leistung Ihres<br />

Androiden. <strong>Die</strong>se ist nach wie vor einer der<br />

alltäglich spürbaren Schwachpunkte eines<br />

modernen Smartphones und ein Ärgernis<br />

für viele Android-User: Trotz aller Bemühungen<br />

der Hersteller geht den meisten<br />

aktuellen Handys nach einem langen<br />

Arbeitstag der Saft aus.<br />

Wir räumen mit verbreiteten Akku-Mythen<br />

und -legenden auf, geben Ihnen <strong>Tipps</strong> zur<br />

richtigen Pflege der Batterie und testen<br />

kritisch eine Reihe von prominenten<br />

Stromspar-Apps aus dem Play Store – mit<br />

sehr durchwachsenem Ergebnis und einem<br />

klaren Testsieger.<br />

Nun wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit<br />

der Ausgabe 02/ 2013 von Android<br />

Apps&<strong>Tipps</strong>!<br />

Christoph Langner<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29022<br />

APPS & TIPPS 02/2013 3


SERVICE<br />

Inhalt<br />

tele52, 123RF<br />

HIGHLIGHTS<br />

7 50 Coole Apps<br />

Apps satt! Unsere <strong>Top</strong>-Auswahl!<br />

KAUFTIPPS<br />

22 Accessoires<br />

Wir stellen Ihnen das beste Android-<br />

Zubehör vor.<br />

31 Preishammer<br />

Viel Android für wenig Geld!<br />

APP-TIPPS<br />

34 AquaMail<br />

<strong>Die</strong> beste E-Mail-App für<br />

Android-Tablets<br />

38 Stimmgeräte-Apps<br />

Android stimmt Ihre Gitarre<br />

41 LightFlow<br />

Bringt Farbe in die LED-<br />

Benachrichtigungen<br />

7<br />

50<br />

Coole Apps<br />

<strong>Die</strong>se Apps dürfen auf keinem<br />

Android-Gerät fehlen!<br />

44 IntelliRing<br />

Nie mehr peinlich stören<br />

46 Preisvergleich-Apps<br />

Günstiger Shoppen mit Android<br />

49 DailyMe<br />

Für die tägliche Dosis TV<br />

52 Runtastic für Android<br />

Für Dauerläufer und andere Sportler<br />

56 Video-Player<br />

Allesspieler für Ihre Filmsammlung<br />

59 Audio-Player<br />

Sieben Jukebox-Apps im Vergleich<br />

62 Apps für die Schule<br />

Nützliche Apps für den Schulalltag<br />

31 Preishammer<br />

<strong>Die</strong>se fünf Smartphones<br />

sind ihr Geld echt wert!<br />

SERVICE<br />

3 Editorial<br />

4 Inhalt<br />

194 Impressum<br />

4<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SERVICE<br />

Inhalt<br />

Alesia Tsvetaeva, 123RF<br />

108<br />

Umstieg vom iPhone<br />

zu Android<br />

Wir helfen Ihnen beim Abschied<br />

aus der geschlossenen Apple-Welt. Der Umstieg<br />

auf einen Androiden ist gar nicht so schwer!<br />

66 TV-Apps<br />

Unverzichtbare Apps für Couch-<br />

Potatoes<br />

69 ZDbox<br />

Ein Tool für alle Aufgaben<br />

72 Video-Chats mit Skype<br />

Bilder sagen mehr als tausend Worte<br />

SPIELE-TIPPS<br />

74 <strong>Top</strong>-Spiele<br />

Unsere Crème de la Crème<br />

78 Casual-Spiele<br />

Kurzweiliger Spaß für Zwischendurch<br />

81 Action-Games<br />

Für nervenstarke Android-Gamer<br />

84 Rennspiele<br />

Mit Vollgas durch die Kurve<br />

87 Tower-Defense-Spiele<br />

Wie ein Fels in der Brandung<br />

90 Rollen-Spiele<br />

Von Elben, Orks und Trollen<br />

93 Aufbau-Spiele<br />

<strong>Die</strong> besten Sim-City-Alternativen<br />

EINSTEIGER-TIPPS<br />

96 LTE, HSDPA & Co.<br />

Was es mit dem schnellen<br />

Datenturbo auf sich hat.<br />

98 NFC-Tags nutzen<br />

Der praktische Nahfunk erklärt<br />

102 Android für Newbies<br />

Damit der der Einstieg gelingt<br />

108 Umstieg vom iPhone zu<br />

Android<br />

Willkommen in einer Welt ohne Apfel<br />

113 Solid Explorer<br />

Der beste<br />

Dateimanager bei<br />

Google Play<br />

34 Aquamail<br />

Einfach die<br />

beste Mail-App<br />

Andrei Krauchuk, 123RF<br />

QR-Code lesen: so geht's...<br />

Installieren Sie die App „Barcode<br />

1. Scanner“ vom ZXing Team.<br />

Starten Sie die App, und halten Sie<br />

2. den Scanner über den QR-Code.<br />

Der Barcode Scanner zeigt<br />

3. den Link an.<br />

Tippen Sie auf den Link, oder wählen<br />

Sie Browser 4. öffnen.<br />

JULI 2012<br />

APPS & TIPPS 02/2013 5


SERVICE<br />

Inhalt<br />

178<br />

Stromspar-Apps im Test<br />

Wir zeigen, welche Apps beim Stromsparen<br />

wirklich helfen und welche nur so tun als ob!<br />

TIPPS & TRICKS<br />

116 Google Play ausreizen<br />

Nützliche <strong>Tipps</strong> zum Play Store<br />

119 Google-Maps-<strong>Tipps</strong><br />

Der Faltplan bleibt in der Tasche<br />

122 Google Navigation<br />

<strong>Tipps</strong> zu Googles Navi-Lösung<br />

126 Praktische Werkzeuge<br />

<strong>Die</strong> nützlichsten Tools für Android<br />

130 Ungelöscht<br />

Gelöschte Dateien wiederherstellen<br />

132 Kamera-<strong>Tipps</strong><br />

<strong>Tipps</strong> für Android-Fotografen<br />

135 Gerät zurücksetzen<br />

Neustart für Ihren Androiden<br />

138 Prepaid-Kreditkarten<br />

Kreditkarten ohne großes Risiko<br />

Sergey Kandakov, 123RF<br />

140 Plan B<br />

Notfallplan bei vermisstem Handy<br />

142 Root-Apps<br />

<strong>Die</strong> besten Root-Apps für Power-User<br />

145 Gmail-<strong>Tipps</strong><br />

Mail-Jongleure aufgepasst!<br />

148 Google Talk<br />

Voice- und Video-Chats erklärt<br />

150 Roaming-Settings und Tarife<br />

Günstig im Ausland surfen<br />

154 Telefon-<strong>Tipps</strong><br />

<strong>Tipps</strong> für Quasselstrippen<br />

160 Fritz!Box und Google<br />

Den Home-Router mit Android<br />

koppeln<br />

165 Galaxy-S3-<strong>Tipps</strong><br />

Holen Sie mehr aus dem S3 heraus!<br />

170 Stromspar-Legenden<br />

Sagen und Mythen entrümpelt<br />

175 Richtiger Umgang mit dem<br />

Akku<br />

Wie Sie wirklich den Akku schonen<br />

178 Stromspar-Apps<br />

Welche Apps tatsächlich helfen und<br />

wie sie das tun<br />

182 Galaxy S2 und S3 rooten<br />

Enfesseln Sie Ihr Galaxy-Handy<br />

188 Galaxy Ace unlocked<br />

Root für das günstige Ace<br />

190 Root auf Note 2<br />

Volle Rechte auf Samsungs<br />

tollem Stift-Smartphone<br />

Samsung<br />

182 Galaxy<br />

S2 und S3<br />

rooten<br />

So entsperren Sie nicht nur das<br />

Galaxy S2 und das S3 sondern<br />

auch weitere Samsung-Geräte<br />

6<br />

02/2013 APPS & TIPPS


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

Coole Apps<br />

Es gibt sie immer mal wieder: Apps, die man einfach braucht, weil sie nützlich,<br />

schön, unterhaltsam oder einfach nur cool sind. Wir haben für Sie die 50 <strong>Top</strong>-<br />

Favoriten der Redaktion zusammengestellt. Arnold Zimprich, Marcel Hilzinger<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28676<br />

tele52, 123RF<br />

APPS & TIPPS 02/2013 7


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

kostenlos<br />

Bewertung:<br />

★★★★★<br />

PONS Online-Wörterbuch<br />

Darauf hat die Android-Community schon lange gewartet: ein gänzlich kostenloses<br />

Wörterbuch von einem renommierten Anbieter. Mit dieser App bekommen<br />

Sie direkten Zugriff auf die Übersetzungen des kostenlo- sen Online-Wörterbuches<br />

von PONS. Über 30 Wörterbücher in bisher zwölf verschiedenen<br />

Sprachen stehen Ihnen damit auf dem Smartphone<br />

zur Verfügung.<br />

In der PONS-Datenbank sind mehr als zwölf Millionen<br />

Wörter und Wendungen in zwölf Sprachen hinterlegt.<br />

Auch neue Einträge und Nutzerfeedbacks<br />

werden bearbeitet und in die Datenbank<br />

aufgenommen. <strong>Die</strong> Anwendung<br />

ist besonders für den Einsatz<br />

an Schulen, Hochschulen oder Sprachenschulen<br />

sowie in gleichem<br />

Maße für das Büro und den privaten<br />

Gebrauch geeignet. <strong>Die</strong> Sprachen<br />

Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch,<br />

Italienisch, Portugiesisch, Griechisch,<br />

Latein, Russisch, Türkisch,<br />

Slowenisch und Polnisch stehen<br />

Ihnen in allen möglichen Kombinationen<br />

zur Verfügung.<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Schneller lesen<br />

2,99 Euro<br />

<strong>Die</strong> App beinhaltet acht verschiedene<br />

Einzelübungen und Texte in verschiedenen<br />

Schwierigkeitsstufen. <strong>Die</strong> Übungen<br />

vermitteln Smartphone-Nutzern die richtige<br />

Lesetechnik und sollten regelmäßig<br />

wiederholt werden, um die die besten Resultate<br />

zu erzielen. <strong>Die</strong> Texte sind ein zusätzliches<br />

Training, um die Lesegeschwin-<br />

digkeit und Merkleistung zu überprüfen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Postkarte<br />

kostenlos<br />

Individuell designt und weltweit<br />

verschickt: Mit der kostenlosen App „Postkarte“<br />

landen personalisierte Grüße spielend<br />

einfach bei Familie und Freunden –<br />

ganz gleich, ob von einer Reise, einer Geburtstagsparty<br />

oder Hochzeit. Ein Foto auszuwählen<br />

und die Rückseite der Karte mit<br />

Adresse und Unterschrift zu versehen, dauert<br />

nur ein paar Augen blicke.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Lidl, Aldi, Tchibo...<br />

kostenlos<br />

Wer die aktuellen Prospekte von<br />

Lidl, Edeka, Deichmann und 300 ande-<br />

ren ab sofort auch auf dem Smartphone<br />

oder Tablet betrachten will, dem sei<br />

diese App wärmstens ans Herz gelegt.<br />

Ein Muss für Schnäppchenjäger!<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

News Republic<br />

kostenlos<br />

Sie meinen, Zeitung lesen ist zu<br />

anstrengend, zeit- und papieraufwändig?<br />

Der Meinung sind wir auch. Mit News Republic<br />

findet sich eine App auf Google Play,<br />

die Ihnen nur diejengen Berichte liefert, die<br />

Sie auch interessieren.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

8<br />

02/2013 APPS & TIPPS


Schaden Laden.de<br />

kostenlos<br />

Winterzeit ist Unfallzeit – da kommt eine App wie SchadenLaden<br />

gerade recht. Steht eine Autoreparatur an, müssen Sie<br />

einfach nur ein möglichst aussagekräftiges Foto des Schadens<br />

machen und via App in die Datenbank laden. Kooperierende<br />

Werkstätten in der Nähe sehen sich Ihren Schadenfall an und<br />

machen Ihnen anschließend einen Kostenvoranschlag.<br />

Bewertung: ★★★★★ ★<br />

HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

11Freunde –<br />

<strong>Die</strong> App<br />

kostenlos<br />

Fußball-Apps gibt es viele, aber wenige haben wirklich<br />

Klasse. 11Freunde ist eine ausgesprochen ansprechend<br />

designte App, die in Sachen Funktionalität der Konkurrenz<br />

in Form von Eurosport, RAN oder ARD Sportschau locker<br />

das Wasser reichen kann. In der App darf der 11Freundetypische<br />

Witz natürlich nicht fehlen – ein rundum gelungener<br />

Auftritt für alle Liebhaber des Rasensports.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Hotel Suche HRS 3.0<br />

kostenlos<br />

Sind Sie viel auf Reisen? Mit dieser<br />

App können Sie in mehr als 250.000 Hotels<br />

weltweit Zimmer buchen.<br />

Sie sucht tagesaktuelle<br />

Bestpreise heraus und fin-<br />

det mit der GPS-Umkreis-<br />

suche alle Hotels in der<br />

Nähe. Mehr als 3 Millio-<br />

nen Gästebewertungen<br />

erleichtern die Auswahl.<br />

<strong>Die</strong> Neuversion der App<br />

hat zudem eine verbesserte<br />

Spracheingabe.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Ugly Booth<br />

kostenlos<br />

Foto-Verzerr-Apps sind ein<br />

alter Hut. Trotzdem möchten wir<br />

Ihnen Ugly Booth ans Herz legen,<br />

denn diese Anwendung wird<br />

Smartphone-Nutzern ein Schmunzeln<br />

ins Gesicht zaubern. Sie haben<br />

ja keine Ahnung, wie gut eine Knollennase<br />

oder eine wulstige Stirn im<br />

Konterfei eines Freundes aussehen<br />

können! Vom Entwickler dieser App<br />

gibt es übrigens noch andere Anwendungen<br />

mit vielen weiteren ulkigen<br />

Verzerr-Effekten.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Coole Events in deiner Stadt!<br />

kostenlos<br />

Bewohner von Großstädten haben es häufig etwas<br />

schwer, der Event-Flut und dem Clubangebot in der City zu<br />

folgen - heutzutage wird fast schon zuviel angeboten. Was<br />

gibt es da besseres als einen Assistenten, um ständig auf<br />

dem Laufenden zu bleiben. <strong>Die</strong>se App stellt im Handum-<br />

drehen anhand des eigenen Aufenthaltsortes fest, welche<br />

Events in den kommenden Tagen in der Nähe stattfinden.<br />

Sie wendet sich dabei an Smartphone-Nutzer, die<br />

auf eine gute Gestaltung Wert legen, und verzichtet auf<br />

unnötigen Schnickschnack. Bewertung: ★★★★★<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28676<br />

APPS & TIPPS 02/2013 9


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

kostenlos<br />

Bewertung:<br />

★★★★★<br />

NFC Task Launcher<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Near Field Communication (NFC) macht den Weg zu neuen Steuerungsmöglichkeiten<br />

via Smartphone frei – und diese App hilft dabei. Sony hat mit seinen Xperia<br />

SmartTags eindrucksvoll gezeigt, welche Möglichkeiten die<br />

Anwendung von NFC im Smartphone-Alltag eröffnet. Mithilfe des<br />

NFC Aufgaben Launchers holen Sie sich die NFC-Vielfalt nun auch<br />

auf das Smartphone, wenn es von einem anderen Hersteller als<br />

Sony ist. Eine Liste der mit der App verbundenen NFC-Konfigurationsmöglichkeiten<br />

würde sehr lang<br />

werden, wir beschränken uns daher auf<br />

einige wenige Beispiele. Mithilfe des<br />

NFC Aufgaben Launchers und einzelner<br />

NFC-Tags kann man unter anderem<br />

WiFi an- und ausschalten, Bluetooth<br />

sichtbar machen, den Flugmodus aktivieren,<br />

jede beliebige installierte App<br />

starten oder auch die Auto-Synchronisation<br />

ein- und ausschalten. <strong>Die</strong> Anwendung<br />

unterstützt die Formate NFC-Forum<br />

Typ 1, Typ 2, Typ 3 und Typ 3 sowie<br />

NFC-Tags von Drittanbietern wie MI-<br />

FARE Classic, DESFire, Ultralight und<br />

Ultralight C.<br />

City Maps 2Go<br />

kostenlos<br />

Auf Urlaubsreisen ist das Smartphone dank teurer Roaming-Tarife<br />

meist ein nutzloser Klotz am Bein – wenn man nicht<br />

gerade ein leidenschaftlicher Freund von Spielen auf <strong>kleine</strong>n Displays<br />

ist. Denn nur was direkt auf dem Handy gespeichert ist,<br />

kann auch jederzeit offline und damit kostenlos abgerufen werden.<br />

City Maps 2Go lädt Ihnen bis zu zehn Städte-Karten mit<br />

Suchfunktion und Wikipedia-Artikeln zu Sehenswürdigkeiten<br />

auf den Androiden - für den Abruf müssen sie keine Netzverbindung<br />

haben.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Rainy Days<br />

kostenlos<br />

Der Hochsommer ist auch die Zeit der Gewitter, und<br />

kaum einer ist nicht schon einmal nach einem kräftigen Wolkenbruch<br />

völlig durchnässt nach Hause gekommen. Rainy Days stellt animierte<br />

Regenradar-Bilder aus mehreren Quellen zusammen und projiziert die<br />

Aufnahmen auf Google Maps-Satellitenbilder. Dabei legt sie sich im<br />

Gegensatz zu anderen Radar-Apps nicht auf ein Land fest – so lange<br />

man sich in europäischen Staaten oder Amerika aufhält, wird man<br />

stets mit den neuesten Wolken-Warnungen versorgt und kann rechtzeitig<br />

das Cabrio-Verdeck schließen oder sich zeitnah auf den Weg<br />

Richtung Heimat machen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

10<br />

02/2013 APPS & TIPPS


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

The Dark Knight Rises<br />

5,49 Euro<br />

Batman kommt in die Kinos zurück, und<br />

Smartphone-Besitzer können im dazugehörigen Android-Spiel<br />

mitfiebern! Es ist an Ihnen, Gotham City<br />

in dutzenden Missionen mit jeder Menge Nervenkitzel<br />

vor allerlei Unbill zu beschützen. Dabei haben Sie<br />

Zugriff auf Batmans gesamtes Verteidigungs arsenal<br />

wie den Batarang, das flinke Batpod oder die wendige<br />

Bat. Ein Riesenspaß für alle Batman-Fans!<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Great Big War Game<br />

2,49 Euro<br />

Der Generalissimo ist zurück und<br />

verursacht mehr Aufruhr als eh und je! Das<br />

tap&swipe-Strategiespiel wartet mit witziger<br />

Cartoon-Optik in einer detailverliebt gestalteten<br />

Welt auf. Nach dem mit 2,5 Millionen<br />

Downloads sehr erfolgreichen Vorgänger<br />

„Great Little War Game“ eine gelungene<br />

Neuauflage der Entwickler von Rubicon<br />

und ein super Spiel für Zwischendrin.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Ocean HD<br />

1,99 Euro<br />

Spektakuläres 3D-Wallpaper für<br />

Smartphones und Tablets, das die Tiefen<br />

der Weltmeere auf den Bildschirm zaubert.<br />

Auf diese Weise lässt sich ein versunkenes<br />

Schiff entdecken, ein Korallenriff erkunden<br />

oder nach einem versunkenen<br />

Schatz Ausschau halten. Wenn man<br />

genau hinsieht, kann man sogar einen<br />

Hai in der Ferne erkennen!<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Root Call Blocker<br />

5,69 Euro Testversion kostenlos<br />

Im Google Play Store gibt es zahlreiche<br />

Call- oder SMS-Blocker, die Anrufer<br />

und Nachrichten unterdrücken. Der Root<br />

Call Blocker glänzt durch seine aufgeräumte<br />

und übersichtliche Oberfläche und<br />

seine Funktionalität. Er ist nicht mit unnützen<br />

Features überladen, allerdings benötigen<br />

Smartphone-Nutzer zur Abwehr unerwünschter<br />

Anrufe zwingend Root-Rechte -<br />

sonst nützt ihnen die App nichts.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Nexus Media Importer<br />

1,61 Euro<br />

Der Nexus Media Importer erlaubt<br />

den Import und das Streamen von Musik,<br />

Videos, Photos und Dokumenten von<br />

einem USB-Stick oder einer SD-Karte – vorausgesetzt,<br />

man verbindet sie mit einem<br />

Nexus-7-Tablet, einem Galaxy Nexus oder<br />

jedem anderen Gerät, das über die Android-Version<br />

3.2 oder darüber verfügt. Rooten<br />

ist nicht nötig, Nutzer sollten sich nur<br />

ein USB-OTG-Kabel zulegen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28676<br />

APPS & TIPPS 02/2013 11


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

Frag Mutti<br />

0,79 Euro<br />

Mutti wusste es immer schon am<br />

besten: Mit dieser App haben Sie von überall<br />

Zugriff auf weit mehr als 16000 Haushaltstipps<br />

und Rezepte und mausern sich<br />

mit der Zeit zum ausgewiesenen Haushalts-Experten.<br />

Alle Einträge können kommentiert,<br />

gespeichert, bewertet und weiterempfohlen<br />

werden. „Frag Mutti“ ist darüber<br />

hinaus auch in einer Gratis-Version erhältlich,<br />

die keine nervige Werbung enthält.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

[root] Stick Mount Pro<br />

2,49 Euro<br />

Mit Root Stickmount Pro können<br />

Sie USB-Sticks unter Verwendung eines<br />

OTG-Adapterkabels mit Nexus-Geräten<br />

(außer Nexus 4) auslesen. <strong>Die</strong> kostenpflichtige<br />

Pro-Variante beinhaltet unter anderem<br />

einen Media-Scanner, der den USB-Stick<br />

nach Musikdateien und Videos durchsucht.<br />

Um die App nutzen zu können, benötigen<br />

Sie zum einen die kostenlose Version von<br />

StickMount und zum anderen Root-Rechte.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Fab<br />

kostenlos<br />

Im Internet eröffnen sich – auch was Wohnungseinrichtung<br />

und andere Designgegenstände angeht – völlig neue Dimensionen.<br />

Auf seiner Homepage bietet das legendäre Fab-Team schon seit geraumer<br />

Zeit eine illustre Mischung von Designereinrichtung, -mode<br />

und Accessoires an. Nun haben die Amerikaner ihren Service endlich<br />

auch in App-Form gegossen und auf Google Play verfügbar gemacht.<br />

Nicht nur für Fashion Victims und Innenarchitekten ist der<br />

Service den Download wert - auch andere Nutzer können auf der<br />

App Design-Schnäppchen erstehen. Bewertung: ★★★★★<br />

Songkick Concerts<br />

kostenlos<br />

<strong>Die</strong>se App ist ein Muss für Musikfans: Songkick Concerts<br />

erstellt eine personalisierte Übersicht anstehender Konzerte,<br />

die man nicht verpassen sollte – basierend auf dem ei-<br />

genen Musikgeschmack und dem Aufenthaltsort. Gegenüber<br />

den Ankündigungen in Musikzeitschriften hat die App einen<br />

entscheidenden Vorteil: Sie verfolgt die Touren der Lieblings-<br />

bands auf Schritt und Tritt und alarmiert den Musikliebha-<br />

ber via Smartphone, sobald einer seiner Favoriten in der<br />

Nähe auftritt.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Path<br />

kostenlos<br />

Facebook ist unübersichtlich, omnipotent und tendiert inhaltlich Richtung<br />

Klatsch-Forum. Das mag auf viele anziehend wirken, andere wiederum finden sich im<br />

Dickicht des größten sozialen Netzwerks der Welt kaum mehr zurecht. Wer sein<br />

Leben mit einem etwas übersichtlicheren Personenkreis auf einer <strong>kleine</strong>n, aber fei-<br />

nen App teilen möchte, findet in Path eine funktionale Lösung für den Alltagseins-<br />

atz. <strong>Die</strong> App läuft auch auf prozessorschwachen Androiden mit älteren Android-Ver-<br />

sionen schön flüssig und macht einfach Spaß.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

12<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TuneIn Radio<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Sind Sie begeisterter Radio-Hörer und möchten die Senderauswahl auch auf dem<br />

eigenen Androiden ein wenig ausweiten? Dann sollten Sie sich schon längst<br />

TuneIn Radio heruntergeladen haben – hier kennt die Musik- und Stationenauswahl<br />

keine Grenzen und auch ausgefallene Geschmäcker werden bedient.<br />

TuneIn Radio hat mit dem Stock UKW-Radio auf Ihrem Android-Smartphone<br />

nur noch sehr wenig gemeinsam. Anstatt mühsam auf einer<br />

unübersichtlichen Skala nach Radiostationen<br />

suchen zu müssen, die Sie per UKW und nur<br />

unter Zuhilfenahme Ihres Kopfhörerkabels<br />

empfangen können, haben Sie hier eine schier<br />

unendliche Auswahl weltweiter Sender, die<br />

via Mobilfunknetz-Verbindung oder WLAN auf<br />

dem Android-Smartphone landen. Laut Angabe<br />

der Entwickler haben Musikfans via TuneIn<br />

Radio Zugriff auf insgesamt 50.000 Sender<br />

und 1,2 Millionen<br />

On-demand-Programme.<br />

Angesichts<br />

dessen sollte es sogar<br />

hartgesottenen Musikfans<br />

nicht so schnell<br />

langweilig werden.<br />

HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

0,70 Euro<br />

Basisversion<br />

kostenlos<br />

Bewertung:<br />

★★★★★<br />

Floating Widget<br />

1,20 Euro<br />

<strong>Die</strong>se App vereinfacht die Bedienung<br />

des Androiden ungemein, denn man<br />

kann auf jedes Widget auf dem Homescreen<br />

zugreifen, während man gerade<br />

eine andere App verwendet. Auf diese<br />

Weise kann man beispielsweise seinen Musikplayer<br />

bedienen, während man ein Spiel<br />

spielt oder ein e-Book liest.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Weltgeschichte<br />

2,99 Euro Testversion kostenlos<br />

Wollen Sie sich auf eine Reise<br />

durch die Weltgeschichte auf dem Smartpone<br />

begeben? Dann ist diese App genau<br />

das Richtige. Zwar mutet der Startbildschirm<br />

auf <strong>kleine</strong>n Displays fast schon<br />

überfrachtet an, die App bietet dafür einen<br />

reichhaltigen Überblick über die inner- und<br />

außereuropäische Geschichte.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28676<br />

Zedge Ringtones & Wallpapers<br />

kostenlos<br />

Sind Ihnen die Standard-Klingeltöne und -Wallpaper auf dem Android-Smartphone<br />

zu eintönig und langweilig? Dann ist Zedge Ringtones&Wallpapers<br />

das Mittel der Wahl, um ein wenig mehr Abwechslung auf den Smartphone-<br />

Bildschirm und Handylautsprecher zu bringen. Allein schon die Klingelton-<br />

Auswahl erstreckt sich von A wie Alternative bis J wie Jazz, auch Wallpaper<br />

werden bei Zedge nach diversen Kategorien geordnet angeboten.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 13


12 x Android User<br />

<strong>Die</strong> Monatszeitschrift für Android-Fans, Smartphone- und Tablet-Nutzer<br />

TOP-PRÄMIE SICHERN!<br />

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Telefon 07131 / 2707 274 • Fax 07131 / 2707 78 601 • E-Mail: abo@android-user.de<br />

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NEU!<br />

und nur für<br />

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kurze Zeit!<br />

BELIEBTEN<br />

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AUS DER AKTUELLEN SERIE 03<br />

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*Angebot gilt solange der Vorrat reicht


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

Birthdays<br />

1,79 Euro<br />

Testversion kostenlos<br />

Wer an der Wand hängende Geburtstagskalender altmodisch<br />

findet und stets die Facebook-Erinnerungen verpasst, sollte<br />

sich diese App schleunigst herunterladen. Geburtstage können<br />

direkt aus den eigenen Kontaktdaten in die App eingespeist<br />

werden, daneben hält einem ein Widget den nächsten<br />

Jahrestag immer vor Augen, damit man niemanden<br />

vergisst. Auch über eine Erinnerungsfunktion zum Geschenkekauf<br />

verfügt die App.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Tasks<br />

0,99 Euro Testversion kostenlos<br />

Wollen Sie Ihren Terminkalender<br />

im Blick behalten und suchen nach einem<br />

funktionalen Task-Manager? <strong>Die</strong> Entwickler<br />

von Tasks haben es sich zum Ziel gesetzt,<br />

die Funktionalität der Online-Version von<br />

Google Tasks auf Android-Geräten umzusetzen.<br />

Tasks verwendet das mit Android<br />

4.0 eingeführte Holo-Design.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Open Signal Maps<br />

kostenlos<br />

Standen Sie auch schon einmal in<br />

der Mobilfunk-Pampa und wunderten sich,<br />

warum der Empfang so massiv in den Keller<br />

ging? <strong>Die</strong>se App zeigt Ihnen, in welcher<br />

Richtung der nächste Mobilfunk-Sendemast<br />

steht, welche Signalstärke dieser hat<br />

und teilt dem Smartphone-Nutzer Details<br />

zum Signalstärkeverlauf mit.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Gigbeat<br />

Ihr Lieblingskünstler tourt gerade durch die Lande – und am Tag nach dem Konzert<br />

lesen Sie in der Zeitung, dass er auch Ihre Stadt besucht hat. Dumm nur, dass<br />

Sie vorher nichts davon wussten und nun mindestens eine Woche traurig vor<br />

Ihrer Stereoanlage sitzen. Mit Gigbeat kann so etwas nicht passieren – die App warnt den<br />

Musikfan vor, wenn sich einer seiner Lieblingskünstler auf Tour befindet und auch<br />

in die eigene Stadt kommen wird. Dazu muss man lediglich eine Liste der fa-<br />

vorisierten Bands anlegen, die entsprechenden Tourdaten<br />

holt sich Gigbeat anschließend aus<br />

dem Internet. Wer will,<br />

kann sich auch Termine<br />

in mehreren Städten<br />

anzeigen lassen. Synchronisiert<br />

man die App<br />

mit seinem last.fm-Account,<br />

kann man auch<br />

die Empfehl-Funktion<br />

von Gigbeat nutzen. <strong>Die</strong><br />

App eignet sich also<br />

auch für Nutzer, die<br />

gerne einmal über den<br />

eigenen Tellerrand blicken<br />

und neue Bands<br />

kennenlernen wollen.<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

Bewertung:<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 15


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

kostenlos<br />

Bewertung:<br />

★★★★★<br />

RedPhone<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Es gibt Situationen, in denen eine sichere, verschlüsselte Kommunikation via<br />

Smartphone wünschenswert oder sogar Pflicht ist. RedPhone verschlüsselt Ge-<br />

spräche von Android-Handy zu Android-Handy, ganz so, als<br />

ob Sie ein normales Telefonat führen würden. <strong>Die</strong> App integriert<br />

sich nahtlos in Ihren Androiden, ohne dass die Installation einen<br />

großen Umstand bereiten würde. RedPhone nutzt zudem aktuelle<br />

Verschlüsselungsstandards und ist zusätzlich<br />

auf Open-Source-Basis zu haben.<br />

Ist die App auf dem Smartphone installiert,<br />

merkt man kaum, ob ein Gespräch über das<br />

normale Handy-Netz eingeht oder über<br />

RedPhone verschlüsselt übertragen wird,<br />

denn das Telefon verhält sich nicht viel anders<br />

als bei einem "normalen" Gespräch.<br />

Zur Verschlüsselung nutzt RedPhone das<br />

Secure Real-Time Transport Protocol, dem<br />

AES als Kryptosystem zugrunde liegt. Via<br />

RedPhone verschlüsselte Telefonate sind<br />

daher nach dem aktuellen Stand der Technik<br />

praktisch nicht abhörbar.<br />

Open Garden<br />

kostenlos<br />

Open Garden verbindet mehrere Geräte zu einem drahtlosen<br />

Peer-to-Peer-Netzwerk. Auf diese Weise kann man auch ohne<br />

WiFi-Empfang mit dem Laptop via Smartphone ins Internet<br />

gehen. Im Gegensatz zum Tethering funktioniert das ohne lästiges<br />

Betätigen von Tasten und Konfigurieren. Laufen mehrere Geräte<br />

in der Umgebung mit Open Garden, verbinden sie sich zu<br />

einem Mesh-Netzwerk. <strong>Die</strong> App ist ideal, um größere WiFi-Strecken<br />

zu überwinden.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Minimalistic Text<br />

kostenlos<br />

Viele Smartphone-Enthusiasten wün-<br />

schen sich eine etwas dezentere Darstellung von Uhrzeit,<br />

Datum, Akku- und Wetterdaten. Für diesen Zweck<br />

ist die App "Minimalistic Text" die ideale Wahl.<br />

Samsung hat TouchWiz, HTC Sense und Motorola Motoswitch:<br />

Allesamt Benutzeroberflächen, die beim Benutzer<br />

nicht nur auf Gegenliebe stoßen. Will man das<br />

optische Erscheinungsbild des Androiden ein wenig<br />

dem eigenen Geschmack anpassen, eignen sich<br />

Launcher sehr gut - oder Apps wie Minimalistic Text,<br />

die zumindest den Startbildschirm verschönern.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

16<br />

02/2013


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

Geocaching<br />

8,99 Euro<br />

Geocaching ist inzwischen deutlich<br />

mehr als ein Hobby geworden, Geocaching<br />

ist Kult und Freizeitbeschäftigung für viele<br />

Fans. <strong>Die</strong> gleichnamige App hat zwar ihren<br />

Preis, ist aber ein Muss für alle Geocacher.<br />

"Geocaching" erschließt die exklusiven Koordinaten<br />

von fast 2 Millionen versteckten<br />

Geocaches. Sie lassen sich gleich um die<br />

Ecke finden – für alle Abenteuerlustigen<br />

aber auch in mehr als 180 Ländern rund<br />

um den Globus. Wir möchten den Smartphone-Nutzer<br />

sehen, dem angesichts dieses<br />

Angebots die Ideen ausgehen...<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Woher kommt das?<br />

0,89 Euro<br />

Der Alltag wartet mit vielerlei<br />

Rätseln auf. Gut, dass es Apps wie<br />

„Woher kommt das?“ gibt, die ein<br />

wenig Licht ins Dunkel bringen. Wenn<br />

Sie also nicht wissen, wie die Beatles zu<br />

ihrem Bandnamen kamen, dass Berlin<br />

nichts mit Bären zu tun hat oder dass<br />

der so oft verwendete Begriff „08/ 15“<br />

keinen allzu friedlichen Ursprung hat,<br />

dann gehört die Anwendung auf Ihr<br />

Smartphone. Dabei ist die App nicht<br />

nur für Besserwisser, sondern in erster<br />

Linie für Wissbegierige geeignet.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Drawdle<br />

Baller-Games sind nicht für jeden<br />

etwas – doch zum Glück gibt es auf<br />

Google Play jede Menge Alternativen.<br />

Besonders gut hat uns Drawdle gefallen. In<br />

dem bunten und kreativen Spiel werden dem<br />

Spieler jede Menge Zeichenaufgaben gestellt,<br />

die er mit viel Fingerspitzengefühl und Hirnschmalz<br />

lösen muss. Stets geht es darum, bestimmte<br />

Gegenstände durch das Anstupsen<br />

mit bunten Ballons in den unterschiedlichsten<br />

Farben erstrahlen zu lassen. <strong>Die</strong> Ballons müs-<br />

sen jedoch zuerst mit selbst<br />

gezeichneten<br />

Geschossen in Bewegung gebracht werden, die zudem<br />

vorher mehr oder minder schwierige Hindernisse überwinden<br />

müssen - ein richtiger Hindernisparcours!<br />

Sind die zu Beginn gestellten Aufgaben noch recht trivial,<br />

geht es schnell ans Eingemachte. Man sollte beim Zeichnen<br />

seiner Wurf-Vehikel<br />

in jedem Fall behutsam<br />

vorgehen,<br />

denn Sägezähne,<br />

Gummibänder und<br />

rotierende Gegenstände<br />

versuchen<br />

den Weg zu versperren<br />

und dem Spielversuch<br />

ein jähes<br />

Ende zu bereiten.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28676<br />

0,99 Euro<br />

Testversion<br />

kostenlos<br />

Bewertung:<br />

★★★★★<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 17


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

kostenlos<br />

Bewertung:<br />

★★★★★<br />

Astro File Manager<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Der Astro Dateimanager ist unter Android-Usern äußerst beliebt, obwohl die alte<br />

Version optisch eine mittlere Katastrophe darstellte. Mit dem aktuellen Release gibt<br />

es aber nichts mehr zu klagen, der Filemanager kommt wie Phönix aus der Asche<br />

daher. Ein frisches aktuelles Design und neue<br />

Funktionen wie die Integration von Cloud-Spei-<br />

cherdiensten bringen Astro wieder auf Kurs. Von<br />

der Optik her wurde die Anwendung zudem komplett<br />

überarbeitet.<br />

Im Netzwerk macht Astro ebenfalls<br />

eine gute Figur. Cloud-Speicherdienste<br />

wie Dropbox oder<br />

Google Drive binden Sie direkt<br />

aus dem Dateimanager heraus<br />

ein. Praktisch ist auch die Suche<br />

nach Windows-Netzwerkfreigaben<br />

(bzw. Samba) und deren Integra-<br />

tion im lokalen Netz. Bislang ist die<br />

aktualisierte Version nur für brandneue<br />

Geräte wie das Galaxy Nexus<br />

oder Nexus-7-Tablet mit Android Jelly<br />

Bean verfügbar.<br />

Falcon Pro (for Twitter)<br />

0,99 Euro<br />

Twitter Clients gibt es viele auf<br />

Google Play, Falcon Pro sticht durch sein<br />

hübsches Holo-Design und seinen funktionalen<br />

Aufbau aus der Masse heraus. <strong>Die</strong><br />

Anwendung verfügt über einen recht<br />

schnellen integrierten Browser, extra-weiches<br />

Scrolling und ein beidseitiges Sliding-<br />

Menü, welches den Zugriff auf die Unterfunktionen<br />

der App deutlich einfacher und<br />

übersichtlicher macht. Falcon Pro (for Twitter)<br />

funktioniert ab Android 2.2 Froyo.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

InstaMessage<br />

kostenlos<br />

Vernetzen Sie sich! <strong>Die</strong>se Anwendung<br />

ermöglicht es zum einen, direkt mit<br />

seinen Instagram-Freunden per Messenger<br />

in Kontakt zu treten, zum anderen beinhaltet<br />

sie auch eine Ortungs-Funktion, um<br />

Nutzer des Foto-Services, die sich in der<br />

Nähe aufhalten, im Handumdrehen ausfindig<br />

zu machen und zu kontaktieren. <strong>Die</strong><br />

App verfügt zudem auch über eine Block-<br />

Funktion, um einzelne, unerwünschte Nutzer<br />

von der Kontaktaufnahme abzuhalten.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Office 2012 PlanMaker Mobile<br />

7,98 Euro<br />

PlanMaker Mobile ist die einzige Tabellenkalkulation für Android, mit der Sie völlig<br />

nahtlos alle Ihre Excel-Arbeitsblätter öffnen, bearbeiten und wieder verlustfrei speichern<br />

können. Ihre Dokumente sehen auf Ihrem Android-Gerät exakt wie unter Windows<br />

aus. Sogar Excel-Diagramme werden korrekt angezeigt und aktualisiert! Nachdem die<br />

App recht feingliedrig ausfällt und über eine detaillierte Grafik verfügt, empfehlen wir sie<br />

speziell für den Einsatz auf großen Bildschirmen über 4 Zoll. Bewertung: ★★★★★<br />

18<br />

02/2013 APPS & TIPPS


F1 2013 Timing App – Premium<br />

Wird 2013 erneut zu einem Sebastian-Vettel-Jahr, und zeigt Red Bull der Formel<br />

1-Welt einmal mehr, wo der Hammer hängt? Oder werden Fernando Alonso,<br />

Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Konsorten Vettel das Leben schwer machen?<br />

Mit der offiziellen F1 2013 Timing App in der Premium-Ausgabe folgen Sie dem<br />

Renngeschehen mit dem Smartphone oder Tablet auf Schritt und Tritt.<br />

Mit 29,99 Euro ist die App nicht gerade billig, bietet dem F1-Fan aber alles, was das Rennfahrerherz<br />

begehrt. Neben aktuellen News, Informationen zu den verwendeten Reifen und<br />

den aktuellen Ranglisten besteht das Herzstück der App aus einer<br />

3D-Positionsanzeige in Echtzeit. Man kann die jeweiligen Renn-<br />

strecken in jede beliebige Position drehen<br />

und allen Fahrern in ihren Boliden auf<br />

dem Bildschirm folgen.<br />

Oft sehen Sie so ein<br />

Überholmanöver,<br />

bevor es im TV erscheint.<br />

Ein leistungsstarker<br />

Prozessor ist jedoch<br />

Voraussetzung, ältere<br />

Single-Core-Geräte<br />

dürften sich mit der<br />

App etwas schwer tun.<br />

Nach dem Rennen können<br />

die Aufzeichnungen<br />

heruntergeladen<br />

und analysiert werden.<br />

HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

29,99 Euro<br />

Bewertung:<br />

★★★★★<br />

Adblock Plus<br />

kostenlos<br />

Kostenfreier Werbeblocker für Android-Smartphones<br />

und -Tablets. Weder<br />

blinkende Banner noch nervende Displayanzeigen<br />

oder störende Werbespots werden<br />

in den Lieblings-Apps oder im mobilen<br />

Browser angezeigt. Der Datenverbrauch<br />

der Geräte reduziert sich zudem bis zu 40<br />

Prozent – dementsprechend schneller surfen<br />

Sie, und der Akku hält länger durch.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Mobile Odin Pro<br />

4,75 Euro<br />

Mobile Odin Pro ist die Power-<br />

App-Empfehlung für Samsung-Nutzer: Mit<br />

Mobile Odin Pro gehört das Firmware-Einspielen<br />

via PC der Vergangenheit an. Jetzt<br />

flashen Sie direkt auf Ihrem Gerät mit dieser<br />

App. Dabei sorgt Mobile Odin Pro auch<br />

dafür, dass die Root-Rechte erhalten bleiben.<br />

Funktioniert mit praktisch allen<br />

Samsung-Smartphones zusammen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28676<br />

SanDisk<br />

Memory Zone<br />

kostenlos<br />

Mit dieser App verwalten Sie Ihren Smartphone-Speicher, egal<br />

ob interner Speicher, Micro-SD-Karte oder in der Cloud. Mit der<br />

App lassen sich Dateien nicht nur übertragen und sichern, sondern<br />

auch über eine Kennwortschutzfunktion vor unberechtigtem<br />

Zugriff bewahren. SanDisk Memory Zone lässt sich zusammen<br />

mit Dropbox, Google Docs, Picasa, SugarSync, SkyDrive<br />

und Facebook anwenden.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 19


HIGHLIGHTS<br />

<strong>Die</strong> 50 coolsten Apps<br />

Pixlr Express<br />

kostenlos<br />

Wollen Sie Ihre Smart-<br />

phone- oder Tablet-Bilder nachbe-<br />

arbeiten, verschönern oder - ganz<br />

im Gegenteil - auch verunstalten?<br />

Pixlr Express bietet über 600 ver-<br />

schiedene Effekte an, um aus<br />

Ihren Schnappschüssen echte<br />

Kunstwerke zu machen. Wer keine<br />

Zeit hat, eine Fotografie bei güns-<br />

tigeren Verhältnissen erneut auf-<br />

zunehmen, kann auf die Auto Fix-<br />

Funktion zurückgreifen, die jedes<br />

Bild automatisch nachbessert und<br />

aufwertet.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Plume<br />

4,41Euro Testversion kostenlos<br />

Der einst unter dem Namen Touiteur<br />

bekannt gewordene Twitter-Client ist<br />

für Jelly-Bean-Nutzer attraktiver geworden.<br />

<strong>Die</strong>se können direkt auf Tweets antworten<br />

und die Nachrichten weiterleiten,<br />

außerdem ist die<br />

Lektüre kompletter Tweets<br />

via Client möglich. Plume<br />

zeigt Twitter-Bilder nun im<br />

Vollbildmodus an, zudem<br />

haben die Entwickler die<br />

Darstellung auf Tablets<br />

verbessert, worüber sich<br />

viele freuen dürften.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Banking 4A<br />

9,99 Euro<br />

Haben Sie sich schon einmal gerärgert,<br />

weil das Online-Banking auf dem<br />

Androiden schwerfällt? Banking 4A führt<br />

für Sie eine Empfängerdatenbank, passt<br />

auf offene Rechnungen auf und verwaltet<br />

regelmäßige Zahlungen. Umsatzdaten<br />

werden beliebig lange gespeichert und stehen<br />

offline zur Verfügung.<br />

<strong>Die</strong> App unterstützt<br />

Onlinebanking mit<br />

mehr als 3000 Banken.<br />

Wer also schon seit langem<br />

keine Überweisungsscheine<br />

mehr ausfüllt,<br />

sollte sich diese App<br />

herunterladen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Press (Google Reader)<br />

1,50 Euro<br />

Heutzutage ist es eine regelrechte<br />

Kunst, die Nachrichten-Flut sinnvoll zu filtern.<br />

Press ist eine Google Reader-App, bei<br />

deren Gestaltung Wert auf Lesbarkeit und<br />

praktische Handhabung gelegt wurde.<br />

Noch müssen sich die Entwickler allerdings<br />

ein wenig Mühe geben, um an die Konkurrenz<br />

in Form von Feedly heranzukommen.<br />

Um die App in vollem Umfang nutzen zu<br />

können, benötigt man natürlich einen<br />

GoogleReader-Account.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Aus Omas Trickkiste<br />

0,89 Euro<br />

Wer bei Alltagsfragen zu allen mögli-<br />

chen Haushaltsthemen nicht mehr weiter-<br />

weiß, der fragt im Idealfall seine Oma, denn<br />

die hat vielerlei <strong>Tipps</strong> auf Lager. Ist die Großmutter<br />

gerade unabkömmlich, gibt es auf<br />

Google Play die App "Aus Omas Trickkiste",<br />

die <strong>Tipps</strong> und <strong>Tricks</strong> von B wie Babycreme<br />

bis Z wie Zwiebelgeruch bereithält.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

20<br />

02/2013


ALLES ZUM THEMA<br />

<strong>ANDROID</strong><br />

NEU!<br />

<strong>Die</strong> Monatszeitschrift für Android-Fans, Smartphone- und Tablet-Nutzer<br />

DIGISUB: nur 39,90 € im Jahr (12 PDFs)<br />

Ihre Vorteile:<br />

+ Lesen Sie News<br />

und Artikel schon<br />

1 Woche vor dem<br />

Kiosk-Termin!<br />

+ Hardware und App-<br />

Tests, Workshops,<br />

<strong>Tipps</strong> und <strong>Tricks</strong> für<br />

Anfänger und Profis!<br />

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KAUFTIPPS<br />

Accessoires<br />

Viktoriya Sukhanova, 123RF<br />

<strong>Die</strong> besten<br />

Accessoires<br />

Ob Hüllen, Boxen oder Ladegeräte: Auf den folgenden acht Seiten präsentieren<br />

wir Android-Zubehör, das uns besonders gut gefallen hat. Arnold Zimprich<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28759<br />

22<br />

02/2013 APPS & TIPPS


KAUFTIPPS<br />

Accessoires<br />

Amazon<br />

Neue Kopfhörer von<br />

Monster<br />

Im Rahmen des Mobile World Congress hat<br />

Monster [LINK 1] seine Produktneuheiten präsentiert.<br />

Das Label Monster steht dabei für<br />

eine perfekte Symbiose aus High Fashion<br />

und High Definition, aus einer Vielfalt an<br />

Designs und ausgereifter Musiktechnologie,<br />

aus Lifestyle und Premiumqualität. Ob stylish,<br />

retro, rockig, klassisch oder gediegen: Hochleistungskopfhörer<br />

von Monster begeistern in<br />

so vielen unterschiedlichen Styles, Farben und<br />

Materialien wie es Musikrichtungen gibt - und<br />

setzen auch bei Smartphone- oder Tablet-Nutzern<br />

eine ganz individuelle Note.<br />

3000mAh-Akku für Samsung<br />

Galaxy S3<br />

Ist Ihnen auf dem Samsung Galaxy S3 schon<br />

einmal der Strom ausgegangen? Samsung hat<br />

für sein Flaggschiff einen Nachrüst-Akku [LINK 2]<br />

mit deutlich mehr Kapazität im Angebot. Damit<br />

das voluminöse Bauteil ins Handy passt, befindet<br />

sich ein neuer Deckel im Lieferumfang. Aufgrund<br />

des schlanken S3-Designs trägt die große<br />

Batterie jedoch nicht zu dick auf. Mit dem Akku<br />

sollen auch Power-User bis zu zwei Tage über<br />

die Runden kommen, ohne das Handy nachzuladen.<br />

Der 3000mAh-Akku ist mitsamt Deckel<br />

unter der Kennung Samsung EB-K1G6U-<br />

WUGSTD (in „marble-white“) und Samsung<br />

EB-K1G6UBUGSTD (in „pebble-blue“) bei großen<br />

Händlern wie Amazon oder Cyberport für<br />

knapp 40 Euro gelistet.<br />

Monster<br />

Mobostick<br />

Der Mobostick [LINK 3] von HSTI macht via USB-<br />

Mass-Storage-Support aus Ihrem Smartphone<br />

eine <strong>kleine</strong> WiFi/ USB-Festplatte für den Einsatz<br />

mit einem Smart-TV-Gerät oder einem Autoradio.<br />

Der <strong>kleine</strong> Stick arbeitet mit allen Geräten<br />

zusammen, die USB-Laufwerke als Speicher akzeptieren.<br />

Der Clou dabei: via WLAN<br />

können sich auch mehrere<br />

Smartphones mit dem Stick<br />

verbinden und Daten freigeben.<br />

Der Mobostick<br />

eignet sich am besten<br />

als praktische Erweiterung<br />

für den digitalen Bilderrahmen,<br />

dessen Speicher man sonst per<br />

USB-Stick befüllt. Amazon hat den Winzling für<br />

29,99 Euro im Angebot.<br />

D-Link DCS-942L<br />

Sie sind auf der Suche nach einer Webcam<br />

mit Drahtlos-Anschluss und Aufnahmefunktion<br />

für die Nacht, die die aufgenommenen<br />

Bilder gleich auf das<br />

Smartphone überträgt? Dann ist die<br />

DCS-942L [LINK 4] von D-Link genau<br />

das Richtige. Über das MyDlink-<br />

Portal und die zugehörige Android-App<br />

können Sie jederzeit<br />

und von jedem Ort aus auf die<br />

Webcam zugreifen. Sie verfügt<br />

zum Preis von rund 120 Euro<br />

über einen MicroSD-Slot, es befindet<br />

sich auch eine 16 GByte<br />

große MicroSD-Karte im Lieferumfang.<br />

HSTI<br />

D-Link<br />

APPS & TIPPS<br />

23


KAUFTIPPS<br />

Accessoires<br />

JBL<br />

JBL-Lautsprecher mit<br />

Ladefunktion<br />

Bluetooth-Lautsprecher, die bereitwillig die<br />

Musiksammlung vom Smartphone abspielen,<br />

gibt es einige, doch ihre Akkuladung mit dem<br />

Handy teilen wollen diese in der Regel nicht.<br />

Eine Ausnahme stellt der JBL Charge [LINK 7]<br />

dar, der auf der CES vorgestellt wurde. Der<br />

Lautsprecher tönt mit 2 x 5 Watt und hat einen<br />

dicken Akku mit 6000 mAh Stunden an Bord,<br />

bei dem sich via USB auch das Smartphone bedienen<br />

darf. Dann allerdings sinkt die Wiedergabedauer<br />

unter die zwölf Stunden, die der JBL<br />

Charge normalerweise durchhält, bevor er wieder<br />

an die Steckdose muss.<br />

mumbi<br />

Formschönes Flipcase für<br />

Samsung Galaxy S3<br />

Smartphone-Hüllen können wirklich schön aussehen,<br />

müssen dabei aber kein Vermögen<br />

kosten. Das beweist beispielsweise<br />

Mumbi – der Hersteller<br />

bietet für Samsungs Galaxy S3 ein<br />

schickes Flipcover [LINK 5] an, das bei<br />

Amazon mit nur 9,70 Euro zu Buche<br />

schlägt. Das Cover ist aus echtem Leder, hat<br />

einen Magnetverschluss und ist weich gefüttert,<br />

um das Display des Geräts zu schonen.<br />

MiPow PowerTube<br />

MiPow bietet den nur 75 Gramm schweren Akkupack<br />

SP-2600-RD in zehn verschiedenen Farben<br />

an. <strong>Die</strong> Ausgangsspannung des 2600mAh fassenden<br />

Winzlings beträgt 1000 mAh bei 3,7 Volt,<br />

was dem Ladestrom eines normalen Netzgeräts<br />

entspricht. Der Hersteller verspricht für den Li-<br />

Ion-Akku etwa 500 Ladezyklen. Am Ladegerät ist<br />

die Röhre nach ungefähr drei Stunden wieder<br />

einsatzbereit - ein eigenes Netzteil befindet<br />

sich nicht im<br />

Brunton Solaris 4<br />

Das Solaris 4 USB [LINK 6] ist ein faltbares, vierteiliges<br />

Solar-Panel, das mit vier Ösen an den<br />

Ecken zur Befestigung am Zelt, Rucksack oder<br />

anderen Aufhängepunkten ausgestattet ist.<br />

Damit lässt sich das Panel sehr vielseitig einsetzen.Brunton<br />

verwendet für seine Solar-Panels<br />

sogenannte CIGS-Zellen, die den großen Vorteil<br />

haben, flexibel und damit vielseitig einsetzbar<br />

zu sein. Das Gerät hat einen USB-Ausgang für<br />

den Anschluss direkt am Smartphone, an Akkupacks<br />

oder anderen Geräten. <strong>Die</strong> CIGS-Solarzellen<br />

sind auf einer sehr robusten, aber trotzdem<br />

dünnen Textilplane angebracht, die 22,8x63,5<br />

Zentimeter misst. <strong>Die</strong> maximale Ausgangsleistung<br />

des 178 Gramm schweren und rund 175<br />

Euro teuren Sonnen-Segels<br />

liegt bei 5V/ 800<br />

mA.<br />

Brunton<br />

Lieferumfang.<br />

Cyberport hat die 2600mAh-Variante<br />

für 24,90 Euro [LINK 8] im Angebot.<br />

Spider Podium<br />

<strong>Die</strong> Firma Breffo bietet mit dem Spider Podium<br />

[LINK 9] eine clevere Smartphone-Halterung an,<br />

die sich auch für andere Fixier-Aufgaben - zum<br />

Beispiel als Halterung für das<br />

Fahrrad - bestens eignet. Im<br />

Android User-Test bewährte<br />

sich das Spider Podium unter<br />

anderem als KFZ-Halterung<br />

für die Navigation mit Maps<br />

with Me auf dem Galaxy<br />

Nexus. Gesehen haben wir<br />

das achtbeinige Spider Podium<br />

bei getdigital.de zum<br />

Preis von 16,95<br />

Euro.<br />

Breffo<br />

MiPow<br />

24<br />

APPS & TIPPS


KAUFTIPPS<br />

Accessoires<br />

Logitech<br />

Elgato<br />

Elgato DVB-T-Tuner für Nexus 7<br />

Der für seine Mac- und iOS-Hardware bekannte<br />

TV-Spezialist Elgato hat mit dem EyeTV Micro<br />

auch eine DVB-Tuner-Lösung für Android-Geräte<br />

im Programm. Der DVB-T-Tuner im Kleinstformat<br />

lässt sich via Micro-USB-Anschluss mit<br />

praktisch jedem Smartphone oder Tablet verbinden.<br />

<strong>Die</strong> dazu passende App ist bereits in<br />

Googles Play Store vorhanden. Ihr fehlen zwar<br />

ein paar Features wie Programmübersicht und<br />

Filmarchiv, die Grundfunktionen – TV-Sendungen<br />

ansehen und aufnehmen – sind jedoch bereits<br />

implementiert. Bei mix-computer.de muss<br />

man für den <strong>kleine</strong>n schwarzen Kasten [LINK 10]<br />

knapp über 59 Euro bezahlen.<br />

Drahtlos-Lautsprecher von<br />

Logitech<br />

Mit der Ultimate Ears (UE) Boombox [LINK 11]<br />

stellt Logitech einen transportablen und kraftvollen<br />

Drahtlos-Lautsprecher vor. <strong>Die</strong> Box kann<br />

mit 3 Android-Geräten gleichzeitig gepairt werden<br />

und behält bis zu 8 Bluetooth-Geräte in Erinnerung.<br />

Der Lautsprecher bietet durch einen<br />

wiederaufladbaren Akku bis zu 6 Stunden Musikgenuss.<br />

<strong>Die</strong> <strong>kleine</strong>re Mobile Boombox ist in<br />

verschiedenen Farben erhältlich und kann mit<br />

zwei Geräten synchronisiert werden. Der Lautsprecher<br />

bietet maximal 10 Stunden Musikgenuss<br />

mit einer Akkuladung. Dank eines eingebauten<br />

Mikrophons fungiert der Kleinst-Lautsprecher<br />

auch als Freisprechanlage. <strong>Die</strong> Boombox<br />

ist bei Amazon für 249 Euro im Programm,<br />

die Mobile Boombox kostet 99 Euro.<br />

Steel Series Flux Headset<br />

Das Flux Headset [LINK 12] gehört zur „Freedom<br />

to Play“-Reihe von Steel Series und<br />

wurde vom Gaming-Spezialisten speziell<br />

für das mobile Spielen am Smartphone<br />

oder Tablet entworfen. Damit<br />

es an beide problemlos angeschlossen<br />

werden kann, bringt es zwei<br />

Kabel mit: <strong>fürs</strong> Smartphone eines<br />

mit einem einzelnen Klinkenstecker,<br />

<strong>fürs</strong> Tablet eines mit getrennten<br />

Klinkensteckern für Audioausgang<br />

und Mikrofoneingang. Da<br />

beide Ohrmuscheln eine Klinkenbuchse<br />

besitzen, kann man sich<br />

aussuchen, auf welcher Seite man<br />

das Kabel einsteckt. An die andere<br />

Seite kann bei Bedarf ein weiteres<br />

Kabel angeschlossen werden, um das<br />

Signal an einen zweiten Kopfhörer durchzuschleifen.<br />

Gesehen haben wir das Headset bei<br />

Amazon für 85 Euro.<br />

TomTom Hands Free Car Kit<br />

Eine KFZ-Halterung sollte Pflicht sein für jeden<br />

Autofahrer, der sein Smartphone als Navi nutzt<br />

oder von unterwegs telefonieren möchte. Eine<br />

Universalhalterung für Smartphone-Modelle<br />

verschiedenster Hersteller ist das TomTom<br />

Hands Free Car Kit [LINK 13], mit dem Sie gleich<br />

auch noch eine leistungsfähige Freisprecheinrichtung<br />

bekommen, ohne umständlich<br />

Hardware im Automobil<br />

verbauen zu müssen. Das Car Kit<br />

installieren Sie wie eine herkömmliche<br />

Universalhalterung<br />

an der Windschutzscheibe Ihres<br />

PKWs. Soll die Halterung auf<br />

dem Armaturenbrett Halt finden,<br />

liegt dem Set eine selbstklebende<br />

Haftscheibe bei, die<br />

Sie als Unterlage auf der Instrumententafel<br />

anbringen<br />

können. Das praktische Kit<br />

kostet bei diversen Internethändlern<br />

zwischen 60<br />

und 80 Euro und damit<br />

bei weitem weniger als<br />

ein komplett neues Navigationssystem<br />

für das<br />

eigene Auto.<br />

TomTom<br />

Steelseries<br />

APPS & TIPPS


KAUFTIPPS<br />

Accessoires<br />

Noreve-Hülle für das Nexus 7<br />

Der französische Hersteller Noreve hat Smartphone-Hüllen<br />

im Programm, die auch den<br />

höchsten Ansprüchen genügen. Neben zahlreichen<br />

anderen Tablet- und Smartphone-Schonern<br />

bietet der Hersteller eine Modell für das<br />

Nexus 7-Tablet aus feinstem Leder für 59,99<br />

Euro [LINK 14] an, das in Sachen Verarbeitung<br />

und Haltbarkeit keine Wünsche offen lässt. <strong>Die</strong><br />

Hülle ist in verschiedenen Farben erhältlich,<br />

Noreve garantiert eine besonders schnelle Lieferung<br />

aus dem eigenen Webshop.<br />

AKG: Headset mit aktiver<br />

Geräuschunterdrückung<br />

Mit dem K391NC [LINK 15] hat AKG ein Headset<br />

für Vielreisende vorgestellt, das eine aktive Geräuschunterdrückung<br />

bietet und vor allem den<br />

Geräuschpegel in tiefen Frequenzen deutlich reduzieren<br />

soll. <strong>Die</strong> Mikrofone direkt an den Ohrhörern<br />

nehmen die Umgebungsgeräusche auf<br />

und geben sie als gegenpoliges Signal wieder<br />

ab. Laut Hersteller soll sich das vor<br />

allem bei Flug- und Bahnreisen gut<br />

machen. <strong>Die</strong> Elektronik der Geräuschunterdrückung<br />

sitzt in einem <strong>kleine</strong>n<br />

Kästchen, ihr Akku soll etwa 40 Stunden<br />

durchhalten und kann via USB<br />

wieder aufgeladen werden. <strong>Die</strong> Ohrhörer<br />

des In-Ear-Headsets bestehen<br />

aus gebürstetem Aluminium, am<br />

Kabel sitzt eine Fernbedienung zur<br />

AKG<br />

Lautstärkeregelung und Wiedergabesteuerung.<br />

Das K391NC kostet<br />

rund 180 Euro.<br />

Norevo<br />

Runtastic-Skihelm und<br />

Smartphone-Handschuhe<br />

Runtastic hat für seine beliebten GPS-Apps einiges<br />

an Zubehör im Angebot. In dem von Head<br />

in Kooperation mit Runtastic entwickelten Skihelm<br />

[LINK 16] sind Kopfhörer, ein Mikrofon und<br />

Steuerelemente für die Medienwiedergabe integriert.<br />

Der Helm wird per Bluetooth mit dem<br />

Smartphone verbunden, er ist bei Runtastic im<br />

Direktvertrieb für 299,95 Euro zu haben. Im<br />

Pack mit dem Helm wird ein Runtastic-Brustgurt<br />

geliefert, so dass Skifahrer ihre Puls-, Geschwindigkeits-<br />

und Orts-Daten an die Runtastic-App<br />

übermitteln können. Neben anderen<br />

Accessoires haben die Österreicher spezielle<br />

Smartphone-Handschuhe für 19,99 Euro im<br />

Programm, mit denen sich auch Smartphone-<br />

Touchscreens bedienen lassen.<br />

HTC One-Rundumschutz von<br />

Yousave<br />

Wollen Sie ihr HTC One vor Kratzern und anderen<br />

Macken schützen? Dann empfiehlt sich der<br />

Griff zu einer Hülle von Yousave Accessoires.<br />

Das Modell „HTC One X Tasche Dual Combo Silikon<br />

Schwarz/ Grün mit Displayschutz“ bietet<br />

beispielsweise einen Rundumschutz für ihr<br />

HTC und verlängert<br />

die Lebensdauer<br />

des Smartphones.<br />

Im Lieferumfang<br />

des 7,17<br />

Euro teuren Schoners<br />

[LINK 17] befindet<br />

sich ein<br />

Reinigungstuch.<br />

Runtastic<br />

Amazon<br />

26<br />

02/2013 APPS & TIPPS


AVM: Intelligente Steckdose<br />

FRITZ!DECT 200 [LINK 18] ist kompatibel zu allen<br />

Fritz!Boxen mit dem Betriebssystem Fritz!OS<br />

5.50. Sind diese Voraussetzungen gegeben, können<br />

Sie über die Fritz!Box nicht nur die Steckdose<br />

ein- und ausschalten, sondern auch noch<br />

den Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes<br />

messen und sich per E-Mail benachrichtigen<br />

lassen. Darüber hinaus lässt sich die intelligente<br />

Steckdose auch mit einem Google-Kalender<br />

verbinden, dessen Termine sie automatisch<br />

synchronisiert. Mit der integrierten Astro-Funktion<br />

lassen sich die Geräte automatisch bei Sonnenaufgang<br />

und -Untergang schalten.“<br />

Steuern lässt sich der <strong>kleine</strong> Kasten, den man<br />

einfach in eine bereits vorhandene Steckdose<br />

steckt, via DECT-Phone von Fritz! - oder mit der<br />

zugehörigen MyFRITZ!-App auch per Smartphone<br />

oder Tablet von unterwegs. <strong>Die</strong> Steckdose<br />

ist bei conrad.de für 49,95 Euro gelistet.<br />

Designtaschen von Boenso<br />

Wenn Sie auf der Suche nach einer funktionalen,<br />

robusten und edlen Tasche für Ihr Samsung<br />

Galaxy S3 oder für Ihr Galaxy Tab 2 sind, sind<br />

die Produkte von Boenso Design [LINK 19] einen<br />

Blick wert. <strong>Die</strong> aufwändig verarbeiteten Smartphone-Schoner<br />

aus feinstem Glattleder schützen<br />

Samsung-Geräte und Produkte vieler anderer<br />

Hersteller vor äußeren Einflüssen und verpassen<br />

den Androiden ein exklusives Aussehen.<br />

<strong>Die</strong> Hülle für das Galaxy S3 geht für 29,90 Euro<br />

über die Ladentheke, der große Bruder kostet<br />

für das Galaxy Tab 2 7.0 (P3100) 39,99 Euro<br />

und für das Galaxy Tab 2 10.1 (P5100/ 5110)<br />

49,90 Euro. Beide Tablet-Cover verfügen zudem<br />

über eine Stand-Funktion und fungieren als ideale<br />

Helfer bei Präsentationen.<br />

AVM<br />

Pebble Smartwatch<br />

Mit der Pebble Smartwatch [LINK 20] reicht ein<br />

Blick auf das Handgelenk, um Hinweise auf<br />

eingehende Anrufe, neue Mails oder Facebook-<br />

Nachrichten zu erhalten. Über Buttons lässt<br />

sich auch die Musikwiedergabe auf dem Handy<br />

steuern. Das schwarz/ weiß E-Paper-Display der<br />

bis jetzt nur auf getpebble.com erhältlichen<br />

Smart-Uhr lässt sich auch im hellen Sonnenlicht<br />

ablesen. Pebble benötigt eine Bluetooth-Verbindung<br />

zu einem Smartphone, auf dem die<br />

Pebble-App installiert wurde, um nutzbar zu<br />

sein. <strong>Die</strong> 150 Dollar teure Uhr steckt in einem<br />

bis zu 5 ATM wasserdichten Gehäuse aus<br />

schlag- und kratzfestem Polykarbonat.<br />

Nvidia Shield Gamepad<br />

Mit dem Shield Gamepad [LINK 21] verblüffte der<br />

Chip-Hersteller Nvidia bereits auf der CES. Das<br />

auf Basis eines herkömmlichen Android-Systems<br />

laufende Gamepad beinhaltet den neuen<br />

Tegra-4-Chipsatz und kommt mit einem 5-Zoll-<br />

Retina-Display auf den Markt. Nutzer haben direkten<br />

Zugang zu Nvidias Spiele-Markt Tegrazone<br />

und zu Googles Play Store. Damit zukünftige<br />

mobile Gamer auch nicht auf ordentlichen<br />

Sound verzichten muss, sind Bass-Reflex-Boxen<br />

in das Gerät integriert worden. <strong>Die</strong> Audio-Qualität<br />

ist laut Angaben von Nvidia mit der hochpreisiger<br />

Multimedia-Laptops vergleichbar.<br />

Nvidia<br />

KAUFTIPPS<br />

pebble-smartwatch.de<br />

Accessoires<br />

APPS & TIPPS


KAUFTIPPS<br />

Accessoires<br />

Amazon<br />

Philips<br />

Philips SHOQBOX<br />

Wollen Sie eine spontane Party im Freien veranstalten?<br />

Dann sehen Sie sich die Shoqbox von<br />

Philips an. Den stabilen Smartphone-Lautsprecher<br />

[LINK 22] gibt es in zwei Ausführungen. Das<br />

Gehäuse der stabilen SB7200 ist gegen Spritzwasser<br />

geschützt, die Box kann Stürze in den<br />

Pool oder eine Dusche nach dem Einsatz am<br />

Strand wegstecken. Mit einer Laufzeit von acht<br />

Stunden hält die Shoqbox zudem ziemlich<br />

lange durch. Zwei Shoqboxen lassen sich darüber<br />

hinaus zu einem Stereo-Set verbinden. Alternativ<br />

gibt es das Modell SB7300, das zwar<br />

etwas dezenter gestaltet, dafür aber nicht ganz<br />

so stabil ist. <strong>Die</strong> Lautsprecher sind via Bluetooth<br />

universell anschließbar, bei cyperport erhält<br />

man die Shoqbox SB7200 für 159,90 Euro,<br />

ihre Schwester liegt etwa 15 Euro darüber.<br />

Game Boy-Hülle für HTC<br />

Wo sind die Zeiten hin, als Game Boys noch als<br />

exotische Spielzeuge galten und in der Schule<br />

heiß begehrt waren. Holen Sie sich doch die<br />

gute alte Zeit auf ihr HTC One oder One+ und<br />

verpassen ihrem Gerät eine<br />

Hülle in Retro-Optik! <strong>Die</strong><br />

„Retro Gameboy“ Schutzhülle<br />

[LINK 23] ist bei Amazon<br />

für nur 6,99 zu haben. Der<br />

Hersteller verspricht eine<br />

besonders lange Haltbarkeit<br />

des Aufdrucks durch eine<br />

spezielle UV-Behandlung.<br />

Aufmerksamkeit ist Ihnen<br />

mit dieser Hülle in jedem<br />

Fall garantiert!<br />

Xquisit-Lautsprecher<br />

hält lange durch<br />

Xqisit bringt die dritte Generation<br />

seiner xq-Serie [LINK 24] auf<br />

den Markt, die wie die Vorgäner<br />

hierzulande exklusiv von Strax<br />

vertrieben wird. Der 150 Euro teure<br />

Bluetooth-Lautsprecher xqPro 3.0 setzt<br />

auf zwei Treiber und einen passiven<br />

Subwoofer. Er spielt Musik vom Handy<br />

ab, die er via Bluetooth erhält, kann aber<br />

auch als Freisprecheinrichtung dienen. <strong>Die</strong><br />

Steuerung des Geräts erfolgt über ein Touch-Panel<br />

an der Oberseite, das sich neuerdings auch<br />

auf Multitouch versteht. Zudem wurde die Ak-<br />

kulaufzeit verlängert und soll nun bei zehn<br />

Stunden liegen – Strom tankt die Box anschließend<br />

über USB. Nach nur drei Stunden Ladezeit<br />

soll der Akku wieder voll sein.<br />

Boombero Wireless Speaker<br />

Wer mit seinem Handy einen <strong>kleine</strong>ren Raum<br />

beschallen möchte, muss nicht gleich zur HiFi-<br />

Anlage greifen. Mit dem Boombero Wireless<br />

Speaker [LINK 25] geht das deutlich einfacher. <strong>Die</strong><br />

<strong>kleine</strong> Box, die über drei AAA-Batterien oder<br />

USB-Kabel mit Strom versorgt wird, fungiert als<br />

Verstärker für das Smartphone. Dabei kommt<br />

der Lautsprecher komplett ohne Kabel aus,<br />

denn er schnappt sich das Ausgangssignal des<br />

Handys, um es auf maximal 3 Watt zu verstärken.<br />

Der Klang der Box kann dabei mit guten<br />

Lautsprechern von Notebooks mithalten. Bei<br />

Amazon gibt es den Lautsprecher für 45 Euro.<br />

Strax<br />

Oregon Scientific<br />

28<br />

02/2013 APPS & TIPPS


Samsung<br />

Oakley-Smartbrille<br />

Skifahren oder Snowboarden 3.0: <strong>Die</strong><br />

„Airwave“ [LINK 26] ist eine schlaue Android-Skibrille,<br />

die Skifahrer und<br />

Snowboarder mit reichlich Informationen<br />

versorgt. Mit Hilfe einer<br />

drahtlosen Fernsteuerung am Handgelenk<br />

werden Navi-Informationen<br />

direkt in die durchgestylte Brille<br />

eingeblendet. Verbindet man sein<br />

Smartphone via bereitgestellter App<br />

mit der cleveren Brille, zeigt diese<br />

auch eingehende SMS, Telefonanrufe Playlists<br />

und weitere Daten an. Das 599 Euro teure<br />

Produkt verfügt über eine Anti-Fog-Beschichtung,<br />

ein komfortables Kopfband und eine besonders<br />

leichtgewichtige Konstruktion. Das<br />

Brillenglas ist dank Switchlock-Technologie im<br />

Handumdrehen austauschbar, der Hersteller<br />

bietet zudem zwei Farbvarianten an.<br />

Original Flip-Cover für das<br />

Galaxy Note 2<br />

Samsung bietet höchstselbst hochwertig verarbeitete<br />

Cover [LINK 27] für seine Note-Serie an,<br />

die aus strapazierfähigem Material gefertigt<br />

sind und sicheren Schutz vor äußeren Einflüssen<br />

bieten. Das Note 2-Cover hat zudem eine<br />

Lautsprecher-Aussparung, die das Telefonieren<br />

auch bei geschlossener Klappe ermöglicht. Das<br />

Cover gibt es in verschiedenen Farben wie beispielsweise<br />

„amber brown“, der Kostenpunkt<br />

liegt bei rund 17 Euro. Bei der Passform sind<br />

die Samsung-Originalprodukte der Konkurrenz<br />

überlegen - schließlich weiß der Hersteller<br />

selbst am besten, wie er seinen Geräten<br />

eine schicke Hülle auf den Leib<br />

schneidert.<br />

Nexus 7-Dockingstation im<br />

Asus-Shop<br />

Bis dato war für Nexus 7-Besitzer nicht viel Zubehör<br />

im Angebot, sieht man von einem Cover<br />

einmal ab. Das hat sich jedoch geändert – im<br />

Asus-Shop ist nun eine Dockingstation [LINK 28]<br />

gelistet. <strong>Die</strong> 30 Euro teure Station ist mit einem<br />

microUSB-Stecker ausgestattet, der das Tablet<br />

Asus<br />

während der Betrachtung von Filmen oder einer<br />

Diashow auflädt, dazu hat sie einen 3,5mm-<br />

Klinkenstecker für den Anschluss von Kopfhörern<br />

oder Lautsprechern.<br />

S3-Hüllen von Feuerwear<br />

Mit Mitch 3 bringt Feuerwear eine speziell für<br />

das Samsung Galaxy S3 angefertigte Hülle auf<br />

den Markt. Das Unternehmen ist bekannt für<br />

unkaputtbare Produkte aus recycelten<br />

Feuerwehrschläuchen. Einsatzspuren<br />

und Aufdrucke der Feuerwehr<br />

machen die Smartphone-Schoner<br />

zu echten Hinguckern.<br />

Mitch 3 ist dem Galaxy S3 wie<br />

aufs Gehäuse geschneidert und<br />

schützt zuverlässig vor brenzligen<br />

Situationen. <strong>Die</strong> Hülle [LINK 29]<br />

ist ab sofort in den Schlauchfarben<br />

Rot und Weiß sowie Schwarz zum<br />

Preis von 39 Euro erhältlich.<br />

KAUFTIPPS<br />

Accessoires<br />

Feuerwear<br />

Oakley<br />

APPS & TIPPS 02/2013 29


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KAUFTIPPS<br />

Preishammer<br />

<strong>Die</strong> 5 besten Einsteiger-Smartphones<br />

Schnäppchen-<br />

Smarties<br />

Superscharf, riesengroß, extrem flexibel. Gute Smartphones müssen keine 500<br />

Euro kosten. Wir stellen die fünf besten Preishammer vor. Marcel Hilzinger<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29025<br />

APPS & TIPPS 02/2013 31


KAUFTIPPS<br />

Preishammer<br />

SONY Xperia U<br />

Für 150 Euro bekommen Sie kein Smartphone mit<br />

einem besseren Display. Sagenhafte 480x854 Pixel hat<br />

SONY für das U-Modell auf 3,5 Zoll gepresst. Das sorgt<br />

für ein superscharfes Display. Eine weitere Besonderheit<br />

des Xperia U bildet die Benachrichtungsleiste, die sich<br />

individuell anpassen lässt. Einzig beim Speicher müssen<br />

Sie Abstriche machen: Er fällt mit 4 GByte nicht besonders<br />

üppig aus und lässt sich zudem nicht erweitern. Für<br />

alle, die nur telefonieren möchten, ist das Xperia U aber<br />

das klar beste Smartphone in seiner Preisklasse.<br />

Name: Sony Xperia U<br />

Android-Version: Android 4.0<br />

Besondere Merkmale: Bestes Display, LED<br />

Display: 3,5“, 480 x 854 Pixel<br />

Akku: 1300 mAh<br />

Kamera: 5 Megapixel<br />

CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz<br />

Preis: 149 Euro<br />

LG NEXUS 4<br />

Muss man das Nexus 4 noch vorstellen? Es ist für 300<br />

Euro (in der 8-GByte-Version) das mit Abstand beste<br />

Smartphone, das es aktuell auf dem Markt gibt. Zu seinen<br />

Stärken gehört die aktuelle Android-Version 4.2.2 ohne<br />

Änderungen durch einen Hersteller, das <strong>Top</strong>-Design, die<br />

Drahtlos-Ladefunktion und auch die Verarbeitung - alles<br />

erste Sahne. Benötigen Sie nicht mehr als 8 GByte Speicher<br />

und suchen Sie ein Smartphone für 300 Euro, dann<br />

führt aktuell kein Weg am Nexus 4 vorbei.<br />

Name: LG Nexus 4<br />

Android-Version: Android 4.2.2<br />

Besondere Merkmale: Pure Android<br />

Display: 4,7“, 768 x 1280 Pixel<br />

Akku: 2100 mAh<br />

Kamera: 5 Megapixel<br />

CPU: Quad-Core, 4 x 1,5 GHz<br />

Preis: 299 Euro<br />

32<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SAMSUNG<br />

GALAXY S DUOS<br />

KAUFTIPPS<br />

Preishammer<br />

HUAWEI ASCEND Y300<br />

Von den Spezifikationen her steht das Y300 auf dem<br />

Level des Samsung Galaxy S III Mini, es bringt aber den<br />

stärkeren Akku (1730 mAh statt 1500 mAh) und den besseren<br />

Prozessor (Snapdragon S4) mit. Dabei ist es fast<br />

100 Euro billiger. <strong>Die</strong> Emotion UI von Huawei steht<br />

Touchwiz kaum nach, insofern können wir das Y300<br />

empfehlen, egal ob Einsteiger oder Power User.<br />

Name: Huawei Ascend Y300<br />

Android-Version: Android 4.1.1<br />

Besondere Merkmale: Emotion UI<br />

Display: 4“, 480 x 800 Pixel<br />

Akku: 1730 mAh<br />

Kamera: 5 Megapixel<br />

CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz<br />

Preis: 149 Euro<br />

Gute Smartphones mit zwei SIM-Kartenschächten<br />

waren lange Zeit Mangelware. Mit dem Galaxy S Duos<br />

gibt es jedoch nun auch ein Dual-SIM-Gerät von<br />

Samsung mit der bekannten Touchwiz-Oberfläche und<br />

allen Vorteilen des kompletten Samsung-Ökosystems.<br />

Das Galaxy S Duos ist zwar nicht das schnellste Handy,<br />

kommt aber mit dem Single-Core-Prozessor auf sehr<br />

gute Akkulaufzeiten.<br />

Name: Samsung Galaxy S Duos<br />

Android-Version: Android 4.0<br />

Besondere Merkmale:<br />

Zwei SIM-Karten<br />

Display: 4“, 480 x 800 Pixel<br />

Akku: 1500 mAh<br />

Kamera: 5 Megapixel<br />

CPU: Single-Core, 1 GHz<br />

Preis: 189 Euro<br />

MOBISTEL CYNUS T2<br />

Sie benötigen ein Smartphone mit möglichst großem<br />

Display für möglichst wenig Geld? Dann machen Sie mit<br />

dem T2 von Mobistel einen guten Deal. Das 180-Euro-<br />

Handy übertrumpft die Konkurrenz in dieser Preisklasse<br />

durch seine 12-Megapixel-Kamera und das qualitativ<br />

hochwertige 5-Zoll-Display mit 854x480 Pixeln, auch ein<br />

Radio ist mit an Bord. Seine Stärke ist der 2000-mAh-<br />

Akku, der für bis zu 12 Stunden Gesprächszeit sorgt.<br />

Name: Mobistel Cynus T2<br />

Android-Version: Android 4.1 (via Update)<br />

Besondere Merkmale: 12-MP-Kamera<br />

Display: 5“, 480 x 800 Pixel<br />

Akku: 2000 mAh<br />

Kamera: 12 Megapixel<br />

CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz<br />

Preis: 179 Euro<br />

APPS & TIPPS 02/2013 33


APP-TIPPS<br />

Aqua Mail<br />

Andrei Krauchuk, 123RF<br />

Aqua Mail für Handys und Tablets<br />

Postbote<br />

Google achtet natürlich bei der Entwicklung von Android, dass der hauseigene<br />

Freemailer Gmail erstklassig in das System integriert ist, doch nicht jeder möchte<br />

Google Mail benutzen. Aqua Mail ist eine Alternative für Android User mit Mail-<br />

Accounts abseits von Gmail. Christoph Langner<br />

<strong>Die</strong> Android-Google Mail-App wird wohl<br />

von den meisten Android-Usern für die<br />

alltägliche Dosis E-Mail benutzt. <strong>Die</strong><br />

auf den meisten Geräten vorinstallierte App integriert<br />

den Mail-<strong>Die</strong>nst von Google [LINK 1]<br />

nahtlos in das System und nutzt viele Android-<br />

Features wie beispielsweise die zentrale Kontenverwaltung<br />

oder das Android-Adressbuch.<br />

Konzeptbedingt funktioniert die App jedoch<br />

nur mit Gmail- oder Google-App-Accounts.<br />

Möchten Sie einen anderen Weg gehen und<br />

Mails anderer Anbieter wie zum Beispiel von-<br />

Web.de, GMX oder 1&1 oder auch den Mailserver<br />

Ihres Arbeitgebers über POP3 oder IMAP<br />

abrufen, dann müssen Sie diese entweder zu<br />

Gmail oder auf die universelle Mail-App von<br />

34<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Aqua Mail<br />

Abb. 1: Aqua Mail blendet auf Android-Tablets eine Seitenleiste<br />

mit einer Kontenübersicht ein.<br />

Abb. 2: In den erweiterten Einstellungen lassen sich die Mail-Server<br />

individuell einrichten.<br />

Android weiterleiten oder aber auf Alternativen<br />

wie das populäre K-9 Mail [LINK 2] zurückgreifen.<br />

Aqua Mail<br />

Beide App-Alternativen haben aber ihre Grenzen.<br />

K-9 Mail ist zwar sehr leistungsfähig und<br />

individuell anpassbar, bietet aktuell allerdings<br />

noch keine für Tablets optimierte Oberfläche,<br />

was sich aufgrund der zunehmenden Verbreitung<br />

der Geräte als eklatanter Mangel herausstellt.<br />

Das Mail-Programm von Android macht<br />

auf dem Android-Tablet keine schlechte Figur,<br />

bietet aber Viel-Mailern wenig Konfigurationsmöglichkeiten.<br />

Mit Aqua Mail gibt es nun jedoch<br />

eine weitere Mail-App, die die Leistungsfähigkeit<br />

von K-9 Mail mit der guten Darstellung<br />

auf Tablets vereint.<br />

Aqua Mail bekommen Sie kostenlos<br />

aus dem Play Store [LINK 3].<br />

<strong>Die</strong>se Version ist allerdings im<br />

Funktionsumfang eingeschränkt.<br />

Um mehr als zwei E-Mail-Konten<br />

einzurichten oder Mails unter<br />

einer anderen Identität bzw. mit<br />

einer eigenen Signatur zu verschicken,<br />

müssen Sie den 3,82 Euro<br />

teuren Schlüssel [LINK 4] für die Pro-<br />

Version von Aqua Mail erwerben.<br />

die Hilfe der jeweiligen Anbieter quälen um die<br />

Serveradressen herauszusuchen. <strong>Die</strong> App kennt<br />

die Mail-Server populärer Mail-Anbieter wie<br />

Web.de, GMX oder auch von Gmail. Sie müssen<br />

nur ihre E-Mail-Adresse und das Zugangspasswort<br />

angeben, Aqua Mail richtet dann das<br />

Konto automatisch für Sie ein.<br />

Unbekannte Mail-Hoster fügen Sie über das<br />

manuelle Setup in die App ein, dafür müssen<br />

Sie natürlich die angesteuerten Mail-Server kennen.<br />

Aqua Mail unterstützt das Abrufen von<br />

Mails via IMAP und POP3, als Verschlüsselungsstandard<br />

werden SSL und STARTTLS angeboten.<br />

In den erweiterten Einstellungen (Sie<br />

erreichen diese nach dem Anlegen des Kontos<br />

über einen längeren Klick auf das Konto in der<br />

Mail einrichten<br />

Das Einrichten von Mail-Konten<br />

geht in Aqua Mail leicht von der<br />

Hand, Sie müssen sich nicht durch<br />

Abb. 3: IMAP Push bewirkt, dass Aqua Mail permanent einen Kanal<br />

zum Mail-Server offen hält.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 35


APP-TIPPS<br />

Aqua Mail<br />

Abb. 4: In der Iconleiste am unteren Rand finden Sie ein Icon zur<br />

Anzeige der Mail im Vollbild.<br />

Seitenleiste) finden Sie einen Schalter zum Aktivieren<br />

von IMAP Push, sodass immer unmittelbar<br />

nach Eintreffen einer E-Mail eine Benachrichtigung<br />

erscheint.<br />

setzen, stehen Ihnen unzählige Optionen<br />

zur Verfügung, das Programm<br />

an ihre Wünsche anzupassen.<br />

Daher kommt auch die Funktion<br />

Sichern & Wiederherstellen aus<br />

dem Menü sehr gelegen, wenn Sie<br />

das Programm auf mehreren Androiden<br />

einsetzen möchten. So müssen<br />

Sie Aqua Mail nicht immer<br />

wieder neu konfigurieren.<br />

Icons zum Erstellen, Beantworten,<br />

Verschieben und Löschen von<br />

Mails finden Sie am unteren Bildschirmrand<br />

der Mail-Ansicht. In<br />

der Mail-Übersicht verschieben Sie<br />

einzelne Nachrichten auch via<br />

Drag&Drop in Unterordnern Ihres<br />

Mail-Accounts. Einen integrieren<br />

Spam-Filter bietet AquaMail nicht, hier müssen<br />

Sie also zwangsweise auf die Filtermöglichkeiten<br />

Ihres Mail-Anbieters vertrauen und direkt<br />

im Postfach ungewünschte Mails aussortieren.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28630<br />

Bedienung<br />

In der linken Spalte finden Sie nun Ihre Mail-<br />

Konten mit allen von Ihnen angelegten Ordnern,<br />

rechts in der Ansicht die jeweils im aktuellen<br />

Ordner enthaltenen Mails. Ein Klick auf<br />

eine der Nachrichten schiebt die gesamte linke<br />

Seitenleiste mit einer Animation aus dem Bild,<br />

so dass der Inhalt der Mails nun in der rechten<br />

Spalte erscheint. Auf schwächeren Android-Geräten<br />

wirkt die Animation jedoch etwas träge,<br />

wer mag, kann sie direkt in den Optionen der<br />

Anwendung deaktivieren. Aqua<br />

Mail hat jedoch noch ein paar<br />

Trümpfe in der Hand: Das Programm<br />

beherrscht das Heranzoomen<br />

von Texten in Mails. In der<br />

Standardeinstellung wird dazu die<br />

Lauter-/ Leiser-Taste Ihres Handys<br />

oder Tablets missbraucht. Optional<br />

aktivieren Sie in den Einstellungen<br />

unter Mailanzeige die Option Zoomen,<br />

so dass Sie Pinch&Zoom-Gesten<br />

mit zwei Fingern zur Änderung<br />

der Schriftgröße nutzen können.<br />

Aqua Mail lässt sich umfassend<br />

konfigurieren. Besonders dann,<br />

wenn Sie in den Einstellungen den<br />

Einstellungsmodus auf Erweitert<br />

Fazit<br />

Android-Tablet-Usern steht mit Aqua Mail eine<br />

leistungsfähige Alternative zur hauseigenen<br />

Mail-App von Android oder auch K9-Mail zur<br />

Verfügung. <strong>Die</strong> App vereint die gute Tablet-GUI<br />

der hauseigenen Android-Mail-App mit der<br />

Konfigurierbarkeit von K-9 Mail. Wer Gmail<br />

nicht benutzen oder noch weitere Mail-Konten<br />

abseits von Google Mail abrufen möchte, der<br />

sollte sich die App jedenfalls genauer ansehen,<br />

ein Test kostet ja nichts.<br />

● ● ●<br />

Abb. 5: Bei Bedarf vergrößern Sie mit Pinch&Zoom-Geste die Darstellung<br />

von Text in Ihren Mails.<br />

36<br />

02/2013 APPS & TIPPS


STARTER KIT 24<br />

JETZT AM KIOSK!<br />

oder per Mail: order@medialinx-gruppe.de,<br />

Telefon: 089-99 34 11 - 0, Fax: 089-99 34 11 - 99<br />

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APP-TIPPS<br />

Stimmgeräte-Apps<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28765<br />

Lembit Ansperi, 123RF<br />

38<br />

Stimmgeber<br />

Brauchbare Stimmgeräte kosten etwa 20 Euro, Stimmgeräte-Apps<br />

jedoch nur einen Bruchteil davon. Reichen die günstigen Apps zum<br />

Stimmen aus? Christoph Langner<br />

DaTuner<br />

Sie sind auf einem Gig,<br />

und ausgerechnet jetzt ist<br />

die Batterie des Stimmgeräts<br />

leer? Keine Panik, mit einem<br />

Smartphone und einer Stimmgeräte-App<br />

können Sie Ihre Gitarre<br />

auch ohne ausgewachsenes<br />

Stimmgerät nachstimmen.<br />

DaTuner besticht mit einer schlichten<br />

Oberfläche und zahlreichen<br />

Einstellungsmöglichkeiten. <strong>Die</strong><br />

App erkennt automatisch die gerade<br />

gespielte Tonhöhe sowie die<br />

Lage und zeigt wie bei einem herkömmlichen<br />

Stimmgerät den ge-<br />

rade gespielten Ton in<br />

Grün an, sobald die Saite<br />

der Gitarre richtig ge-<br />

stimmt wurde. Da DaTuner<br />

ein chromatisches Stimmgerät<br />

ist, also nicht nur die Töne einer<br />

Gitarre kennt, lassen sich mit der<br />

App auch andere Instrumente<br />

stimmen oder ausgefallene Tunings<br />

realisieren. Für Orchester-<br />

Spieler lässt sich zudem der Kammerton<br />

in der App verändern. Da-<br />

Tuner gibt es in einer kostenlosen<br />

und werbefreien, aber im Funktionsumfang<br />

etwas eingeschränkten<br />

Version wie auch einer kostenpflichtigen<br />

Variante im Market.<br />

Allerdings muss neben der Software<br />

auch die Hardware mitspielen.<br />

Wir haben alle Apps auf einem<br />

HTC Desire, einem günstigen Huawei<br />

Ideos X5 und einem Android-<br />

Tablet vom Typ Acer Iconia Tab getestet<br />

und die Ergebnisse mit<br />

einem Planet Waves PW-CT-10<br />

Stimmgerät mit Piezosensor verglichen.<br />

Während die beiden Handys<br />

gute Ergebnisse lieferten, zeigten<br />

die Apps auf dem Iconia Tab<br />

immer eine zu hohe Stimmung an.<br />

Achten Sie daher darauf, Ihr<br />

Smartphone auf die Eignung als<br />

„Stimmgerät“ zu überprüfen. Für<br />

eine laute Bühne sind die Apps<br />

nicht geeignet, zwar bietet etwa<br />

der DaTuner Pro eine Rauschunterdrückung<br />

an, doch in der Praxis<br />

konnte diese nicht überzeugen.<br />

1,75 Euro<br />

englisch|Version 2.25|215 KByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Stimmgeräte-Apps<br />

Cleartune<br />

Cleartune ist in Bezug auf die Optik der Gewinner<br />

dieses Vergleichs. <strong>Die</strong> Anzeige der Tonskala ist liebevoll<br />

in Gestalt eines analogen Gerätes gezeichnet.<br />

Der Funktionsumfang der App steht nicht hinter dem<br />

von DaTuner oder gStrings zurück: Transposition, Orchester-Stimmung<br />

oder auch Stimm-Muster historischer Instrumente.<br />

Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks.<br />

<strong>Die</strong> kostenlosen Varianten der zwei anderen Testsieger sind<br />

technisch ebenso gut, wer allerdings eine hübsche App<br />

sucht, der greift am besten zu Cleartune.<br />

2,99 Euro<br />

deutsch|Version 1.3.6|531 KByte<br />

★★★★★<br />

Strobe Tuner<br />

Der Strobe Tuner ist die in diesem<br />

Vergleich am einfachsten gestrickte<br />

App. Das kreisrunde Display<br />

zeigt im Inneren zum einen den erkannten<br />

Ton an, sowie über die rotierenden<br />

blauen „LEDs“ die Information, ob das Instrument<br />

zu hoch oder zu niedrig gestimmt<br />

ist. Weitere Funktionen bietet die App nicht,<br />

es gibt keine Möglichkeit, den Kammerton<br />

zu ändern oder andere Einstellungen vorzunehmen.<br />

Für 99 Cent ist die App somit<br />

absolut keine Empfehlung wert, greifen Sie<br />

lieber zu den kostenlosen Versionen des<br />

DaTuners oder von gStrings.<br />

Gibson L&M Guitar<br />

Auch von der Gitarren- Legende<br />

Gibson gibt es eine App zum<br />

Stimmen von Gitarren. Technisch<br />

konnte die App uns im Test nicht überzeugen,<br />

zu sehr sprang die Anzeige hin und<br />

her. Doch Profi-Musiker sind sowieso nicht<br />

die Zielgruppe von L&M Guitar: Einsteigern<br />

bietet die App einen vereinfachten<br />

Modus, in dem die Saiten von Hand ausgewählt<br />

werden können. So muss man die<br />

Belegung der Saiten nicht parat haben. Außerdem<br />

gibt es noch ein Metronom sowie<br />

eine Datenbank mit Gitarren-Akkorden.<br />

Einsteigern wird also viel geboten.<br />

0,99 Euro<br />

keine|Version 1.2.0|396 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.3|5,5 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 39


APP-TIPPS<br />

Stimmgeräte-Apps<br />

gStrings<br />

gStrings ist neben dem DaTuner die zweite App, die<br />

von unserer Seite uneingeschränkt empfohlen werden<br />

kann. <strong>Die</strong> Anzeige der Stimmung stimmte<br />

immer gut mit der unseres Stimmgerätes zusammen, und<br />

auch wichtige Funktionen wie die Anpassung des Kammertons<br />

für eine Orchesterstimmung sind auf der App vorhanden.<br />

Gut ist auch die Möglichkeit, das Stimmgerät auf die<br />

verschiedenen Frequenzbereiche diverser Instrumente hin<br />

zu optimieren. <strong>Die</strong> kostenlose, aber genauso umfangreiche<br />

Version der App wird durch Werbung finanziert.<br />

3,– Euro<br />

englisch|Version 1.0.11|149 KByte<br />

★★★★★<br />

Ultimate Guitar Tuner<br />

Neben dem chromatischen<br />

Stimmgerät bietet der Ultimate<br />

Guitar Tuner auch die Möglichkeit,<br />

Referenztöne für das Stimmen nach Gehör<br />

abzuspielen. Allerdings benötigt es dafür<br />

ein Handy mit guten Lautsprechern. Abseits<br />

dieser Funktion bot der Ultimate Guitar<br />

Tuner alle wichtigen Funktionen, ohne<br />

aber irgendwo richtig glänzen zu können.<br />

<strong>Die</strong> App ist weder optisch gut gestaltet,<br />

noch bietet sie Funktionen, die über die<br />

von gStrings oder DaTuner hinausgehen.<br />

Unsere Meinung: Im Vergleich mit der Konkurrenz<br />

zieht diese App den Kürzeren.<br />

Torisu Tuner<br />

Neben dem chromatischen<br />

Stimmgerät bringt der Torisu<br />

Tuner gleich auch noch ein Metronom<br />

mit. Das Stimmgerät erwies sich im<br />

Test jedoch als sehr nervös. Wenn im Hintergrund<br />

schon Musik läuft, war auch bei<br />

einem hartem Anspielen der Saiten ein<br />

Stimmen gar nicht erst möglich. Aber auch<br />

in einer stillen Umgebung sprang die Anzeige<br />

stark hin und her, obwohl weder die<br />

Stimmung des Instruments geändert, noch<br />

der Ton erneut angespielt wurde. <strong>Die</strong> kostenpflichtige<br />

Version der App kann zudem<br />

noch Audio-Aufnahmen erstellen.<br />

1,44 Euro<br />

englisch|Version 1.0.2|1,5 MByte<br />

★★★★★<br />

0,99 Euro<br />

englisch|Version 1.2.6|387 KByte<br />

★★★★★<br />

40<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

LightFlow<br />

Benachrichtigungs-LED optimal nutzen<br />

Light Show<br />

Mittlerweile haben viele Android-Smartphones eine Benachrichtigungs-LED.<br />

Doch anstatt diese möglichst effizient zu nutzen, setzen viele Hersteller nur auf<br />

eine langweilige Farbe. Mit Light Flow holen Sie alles aus der LED heraus und<br />

machen die Android-Benachrichtigungen noch effizienter.<br />

Mirko Mahlberg, Marcel Hilzinger<br />

Bei einigen Herstellern wie HTC oder Motorola<br />

scheinen LEDs einfach zu einem<br />

Smartphone zu gehören, egal in welcher<br />

Preisklasse. Andere Anbieter wie Samsung<br />

haben dem <strong>kleine</strong>n Lämpchen bislang weniger<br />

Aufmerksamkeit gewidmet. Zu Unrecht, wie<br />

wir finden, lässt sich doch über eine gute LED<br />

und die passende App in machen Fällen ein unnötiger<br />

Blick aufs Smartphone vermeiden. Sie<br />

wissen dann ganz genau, dass eine rot schnell<br />

blinkende LED einen verpassten Anruf signalisiert,<br />

eine blau langsam blinkende hingegen<br />

bloß einen neuen Kommentar bei Facebook.<br />

Light Flow<br />

<strong>Die</strong> LED in Ihrem Smartphone lässt sich nachträglich<br />

nicht mehr ändern. Ihre Fähigkeiten<br />

hingegen schon – mit der App Light Flow vom<br />

Entwicklerteam Rage Consulting. Light Flow<br />

war die erste App, die die im Galaxy Nexus verbaute<br />

LED sinnvoll ansprechen und nutzen<br />

konnte. Mit dem neuesten Update vom Juni<br />

2012 hat die App noch einiges dazugelernt.<br />

Mit Light Flow ordnen Sie der LED für jede<br />

Benachrichtigung (Facebook, SMS, Google+,<br />

verpasster Anruf, Messenger und viele mehr)<br />

eine bestimmte Farbe zu. So wissen Sie immer,<br />

was für eine Benachrichtigung gerade reingekommen<br />

ist, ohne dazu das Display anmachen<br />

zu müssen. Aber damit nicht genug, Sie können<br />

auch für jede Benachrichtigung festlegen, wie<br />

schnell und wie lange die LED blinken soll.<br />

Light Flow gibt es in zwei Versionen: eine<br />

kostenlose, abgespeckte Version [LINK 1] und<br />

eine kostenpflichtige [LINK 2] mit vollem Umfang.<br />

<strong>Die</strong> Vollversion kostet 1,75 Euro. Mit dieser<br />

können Sie, anders als mit der Free Version,<br />

auch die Benachrichtigungen von Nicht-System-<br />

Anwendungen (wie Google+, Facebook,<br />

Whatsapp und weiteren) verändern. Testen Sie<br />

zunächst die Lite-Version. Sind Sie mit den Features<br />

der App zufrieden, dann lohnt sich auch<br />

der Kauf der Vollversion.<br />

Beim ersten Start weist Sie die App darauf<br />

hin, dass Light Flow unter den Bedienungshilfen<br />

als Eingabehilfe eingerichtet werden muss.<br />

Ohne diese Einstellung können Sie die App<br />

nicht benutzen. Da Light Flow keine Internetberechtigung<br />

benötigt und die App zudem schon<br />

recht lange existiert und allgemein als vertrauenswürdig<br />

angesehen wird, können Sie die<br />

Warnmeldung von Android getrost wegklicken.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 41


APP-TIPPS<br />

LightFlow<br />

Abb. 1: Light Flow hat im Juni ein<br />

Redesign erfahren, das sehr<br />

gelungen ist.<br />

Abb. 2: <strong>Die</strong> zentralen Android-<br />

Apps sind eingerichtet, Kontakte<br />

fügen Sie oben rechts hinzu.<br />

Abb. 3: Light Flow sorgt auch für<br />

„Good Vibrations“ auf Ihrem<br />

Smartphone.<br />

MIT BORDMITTELN<br />

Um Light Flow zu aktivieren, öffnen Sie nach<br />

dem Start der App die Einstellungen und setzen<br />

ein Häkchen bei Light Flow aktivieren. Damit<br />

Light Flow auch ordentlich arbeitet, markieren<br />

Sie zudem die Checkbox Führen Sie im Vordergrund.<br />

<strong>Die</strong>se Option ist dazu da, um Light Flow<br />

immer im Vordergrund zu behalten. Das verhindert<br />

das Beenden der Anwendung. Benutzen<br />

Sie die App zum ersten Mal, dann sind beide<br />

Checkboxen gesetzt und Sie müssen keine Änderungen<br />

vornehmen.<br />

Zurück im Hauptmenü öffnen Sie nun die Benachrichtigungen.<br />

Hier suchen Sie nun eine Anwendung<br />

aus und legen die passende Benachrichtigungsfarbe<br />

sowie die Blinkdauer und<br />

Blinkgeschwindigkeit fest. Dazu tippen Sie den<br />

gewünschten Eintrag an und wählen dann für<br />

die Farbe den Menüpunkt Benachrichtigungsfarbe<br />

unter Lichteinstellungen. <strong>Die</strong> Gratisversion<br />

von Light Flow listet hier nur die Standard-<br />

Anwendungen von Android auf. Möchten Sie<br />

das Tool auch für Google+, Facebook oder<br />

Im Zuge der Google I/ O haben zahlreiche Google-Apps ein Update erhalten,<br />

das unter anderem auch die Benachrichtigungsfunktion implementiert.<br />

Für Google+ brauchen Sie also nicht unbedingt die kostenpflichtige<br />

Version von Light Flow.<br />

WhatsApp benutzen, dann benötigen Sie die<br />

auf jeden Fall die Vollversion.<br />

Klasse Details<br />

Sie haben einen Anruf verpasst und möchten<br />

wissen, wer angerufen hat? Auch das ist kein<br />

Problem für Light Flow. Klicken Sie dazu einfach<br />

in den Benachrichtigungen oben rechts auf<br />

das Kontaktsymbol und fügen Sie dann den gewünschten<br />

Kontakt hinzu. Anschließend erscheint<br />

der Kontakt in der Liste der Anwendungen<br />

und Sie können pro Kontakt sogar die Anrufe,<br />

SMS und MMS-Benachrichtigungen individuell<br />

festlegen.<br />

Neben den optischen Spielereien hat die neue<br />

Light-Flow-Version auch ein paar weitere nette<br />

Features zu bieten: Für jede App-Benachrichtigung<br />

lässt sich ein eigener Ton festlegen und<br />

auf Wunsch wiederholen. Auch hier können Sie<br />

– wie bei den LED-Farben – die Häufigkeit und<br />

Dauer der Wiederholung einstellen. Wenn<br />

Ihnen Ihr Handy beispielsweise bei einer SMS<br />

zu schwach oder zu stark vibriert, bietet Ihnen<br />

Light Flow die Möglichkeit das Vibrationsmuster<br />

zu ändern.<br />

Auch Smartphones ohne LED profitieren von<br />

der App: Wenn Sie in den Einstellungen den<br />

Menüpunkt Kamera Flash-LED-Steuerung aktiviert<br />

haben, können Sie in den Benachrichti-<br />

42<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

LightFlow<br />

Abb. 4: Der Ruhemodus ist eine<br />

praktische Einstellung, um nicht<br />

geweckt zu werden.<br />

Abb. 5: Mit Light Flow lässt sich<br />

auch die Lautstärke der Benachrichtigungen<br />

gleich einstellen.<br />

Abb. 6: In der App lassen sich alle<br />

möglichen individuellen Vorlieben<br />

berücksichtigen.<br />

gungseinstellungen der einzelnen Apps unter<br />

LICHT/ LED den Kamera-Blitz bei eingehenden<br />

Benachrichtigung blinken lassen.<br />

Mach mal Pause<br />

Light Flow bietet Ihnen einen Haufen weiterer<br />

Einstellungsmöglichkeiten unter den Einstellungen:<br />

So können Sie beispielsweise eine Ruhezeit<br />

einrichten. Gehen Sie Abends<br />

immer um 22 Uhr ins Bett und<br />

stehen um 7 Uhr aufstehen,<br />

stellen Sie bei Start der Ruhezeit<br />

den Counter auf 22:00 Uhr<br />

und bei Ende der Ruhezeit auf<br />

07:00 Uhr. Von nun an benachrichtigt<br />

Sie Light Flow in dieser<br />

Zeitspanne nicht mehr. Zusätzlich<br />

können Sie auch gleich<br />

entscheiden, ob LICHT/ LED,<br />

Ton oder das Vibrieren während<br />

der Ruhezeit deaktiviert<br />

werden soll oder nicht. Alternativ<br />

zur Uhrzeit arbeitet die<br />

App auch mit NFC-Tags zusammen.<br />

So müssen Sie Ihr<br />

Smartphone einfach nur an<br />

den entsprechenden NFC-Tag<br />

halten, um den Ruhemodus<br />

bequem einzuschalten.<br />

Abb. 7: Blinken mit G: Lightflow<br />

holt wirklich alles aus Ihrer Geräte-<br />

LED heraus.<br />

Ein Bereich darunter legen Sie das Verhalten<br />

während des Ladevorgangs Ihres Smartphones<br />

fest. Wenn Sie die Checkbox Aktiviere Einstellungen<br />

beim Laden aktiviert haben, verzichtet<br />

die App beim Ladevorgang auf Wunsch auf einige<br />

der Benachrichtigungen. Unter Lautstärke<br />

im Hauptmenü können Sie passend dazu die<br />

Lautstärke Ihres Smartphones verändern. Das<br />

ist aber nur eine <strong>kleine</strong> Dreingabe,<br />

wie auch der Menüpunkt<br />

Tools, über den Sie Ihre<br />

Einstellungen sichern und/<br />

oder wiederherstellen.<br />

Fazit<br />

Viele Smartphone-Nutzer wissen<br />

gar nicht, dass die in<br />

Ihrem Androiden verbaute<br />

LED zu deutlich mehr in der<br />

Lage ist, als nur einfarbig zu<br />

blinken. Light Flow einmal<br />

auszuprobieren, lohnt sich<br />

also in jedem Fall, um etwas<br />

bunte Farbe in die Benachrichtigungen<br />

zu bringen.<br />

Klappt es mit den vielen unterschiedlichen<br />

Farben, ist die<br />

Vollversion ihren geringen<br />

Kaufpreis mehr als wert. ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28781<br />

APPS & TIPPS 02/2013 43


APP-TIPPS<br />

IntelliRing<br />

IntelliRing passt die Handy-Lautstärke an<br />

Angepasst<br />

myvector, 123RF<br />

Wer kennt das nicht: Man sitzt im Kino, einem Meeting<br />

oder dem Uni-Hörsaal und plötzlich sorgt das<br />

eigene Handy für einen peinlichen Moment. IntelliRing<br />

passt die Kligel-Lautstärke des Handys automatisch<br />

an die Umgebung an - oder sorgt auch<br />

komplett für Ruhe. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Ein bebildertes Intro<br />

erklärt Ihnen zum Einstieg in die<br />

App die gebotenen Funktionen.<br />

Abb. 2: Während eines Anrufs<br />

regelt IntelliRing aufgrund der Hintergrundgeräusche<br />

die Lautstärke.<br />

Das Handy klingelt eigentlich immer in<br />

den unpassendsten Momenten. Während<br />

eines Meetings hat man natürlich<br />

vergessen die Lautstärke auf stumm zu stellen,<br />

auf einer Party klingelt es selbstversätndlich zu<br />

leise. Ist das Handy im Rucksack verstaut, dann<br />

tönt es ebenfalls nur spärlich vor sich hin. <strong>Die</strong><br />

günstige App IntelliRing passt die Lautstärke<br />

des Handy-Klingelns an die Umgebung an, so<br />

verpassen Sie keinen Anruf mehr.<br />

IntelliRing [LINK 1] ändert automatisch die<br />

Lautstärke von Klingeltönen oder Benachrichtigungen.<br />

Zusammen mit den Lage- und Helligkeitssensoren<br />

und dem eingebauten Mikrofon,<br />

findet es automatisch bei einem eingehenden<br />

Anruf die richtige Lautstärke. Steckt das Handy<br />

in einer dunklen Hosentasche oder einem Rucksack,<br />

dann klingelt es automatisch lauter.<br />

Nimmt man es während des Klingelns aus der<br />

Tasche, reduziert IntelliRing automatisch wieder<br />

die Lautstärke des Geräts.<br />

Manche Hersteller liefern eine ähnliche Funktion<br />

bereits in ihrer eigenen Firmware aus. Bei<br />

HTCs Sense- oder Samsungs TouchWiz-Oberfläche<br />

finden Sie die Einstellungen<br />

für die automatische Klingelton-Anpassung<br />

in den Optionen.<br />

Wessen Handy die<br />

Funktion noch nicht kennt,<br />

der kann sie jetzt mit Intelli-<br />

Ring kostengünstig nachrüsten.<br />

<strong>Die</strong> App bietet sogar ein<br />

<strong>kleine</strong>s bisschen mehr, als die<br />

Entwickler der Handy-Firmwares<br />

in Petto haben.<br />

Liegt das Handy auf dem<br />

Tisch im Büro, dann springt<br />

während des Anrufs das Mikrofon<br />

an. Ist es im Raum<br />

schön leise, dann klingelt das<br />

Handy auf der untersten<br />

Stufe. Liegt es zuhause auf<br />

dem Tisch – während man im<br />

Zimmer laut Musik läuft –<br />

dann dreht IntelliRing auch<br />

44<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

IntelliRing<br />

wieder automatisch die Lautstärke<br />

hoch. Das Handy klingelt<br />

also nie zu laut oder zu leise.<br />

Eine Kalibrierung sorgt dafür,<br />

dass die App auf jedem Smartphone<br />

funktioniert.<br />

Sind Sie im Kino oder bei<br />

einem extrem wichtigen Treffen<br />

und möchten die nächsten zwei,<br />

drei Stunden nicht gestört werden,<br />

dann aktivieren Sie den Silent<br />

Timer der App. Er unterdrückt<br />

sämtliche Signaltöne bis<br />

zum Ablauf der Uhr. Sie haben<br />

so Ruhe vor Anrufen oder Erinnerungen,<br />

verpassen aber nach<br />

Ablauf der Frist keine Anrufe nur<br />

weil Sie vergessen haben, die<br />

Laufstärke wieder zu erhöhen.<br />

In einem Meeting haben Sie<br />

aber auch die Möglichkeit das<br />

Handy einfach mit dem Display nach unten auf<br />

den Tisch zu legen. Ein Anruf erzeugt dann nur<br />

noch einen kurzen unauflälligen<br />

Beep. Peinliche Momente,<br />

in denen das Handy<br />

laut während eines Meetings<br />

klingelt, sind mit IntelliRing<br />

von daher Geschichte.<br />

Achten Sie nur<br />

darauf, Ihr Handy auch<br />

richtig herum abzulegen.<br />

IntelliRing sollte den<br />

Stromverbrauch Ihres Handys<br />

nicht gravierend beeinflussen,<br />

die Software wird<br />

erst bei einem eingehenden<br />

Anruf aktiv. So lange das<br />

Handy nicht klingelt, schlafen<br />

sämtliche Sensoren. Zusätzliche<br />

Energie wird nicht<br />

verbraten. IntelliRing können<br />

Sie in einer Free-Version<br />

30 Tage lang testen,<br />

danach stellt die App ihre Funktion ein und Sie<br />

müssen die Vollversion [LINK 2] erstehen. ● ● ●<br />

Abb. 3: Der Silent-Mode-Timer<br />

unterdrückt für den eingestellten<br />

Zeitraum jegliches Klingeln.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28818<br />

ONLINE<br />

NEU!<br />

Das Portal für Android-<br />

Fans, Smartphone-und<br />

Tablet Nutzer<br />

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und Smartphones<br />

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www.android-user.de


APP-TIPPS<br />

Preisvergleich-Apps<br />

slena, 123RF<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

Preisvergleich<br />

android- user.de/qr/28611<br />

Im Produkt-Dschungel sind funktional aufgebaute Preisvergleichs-Apps eine nützliche<br />

Hilfe. Wir haben sieben Kaufberater kurz getestet. Arnold Zimprich<br />

Idealo Preisvergleich<br />

Idealo ist einer der Platzhirsche<br />

auf dem Preisvergleichs-Markt –<br />

und gibt sich auch bei der Gestaltung<br />

seiner App keinerlei Blöße. Allein<br />

schon die grafische Gestaltung wirkt sehr<br />

aufgeräumt und ansprechend. Der Ein-<br />

stieg in die Produktsuche gerät mit der<br />

App zum Vergnügen, denn schon auf<br />

dem Startbildschirm präsentiert die<br />

Idealo-Redaktion Kaufempfehlungen<br />

für besonders günstige Produkte.<br />

Neben der Angebotsdarstellung<br />

auf dem<br />

Startbildschirm verfügt<br />

die App über<br />

einen Preiswecker,<br />

der den Nutzer darauf<br />

hinweist, wenn der<br />

Wunschpreis für das<br />

gesuchte Produkt erreicht<br />

wird, auch an<br />

eine Artikel-Merkfunktion<br />

haben die<br />

Entwickler gedacht.<br />

Zu jedem recherchierten<br />

Produkt bekommt<br />

der potenzielle Kunde<br />

Tests, ein Datenblatt<br />

und den Preisverlauf<br />

präsentiert,<br />

zudem werden<br />

dem Suchartikel<br />

ähnliche Produkte<br />

angezeigt.<br />

Wer möchte, kann<br />

in den Einstellungen<br />

auch Land,<br />

Sprache und die<br />

Sortierung der<br />

Suchergebnisse ändern.<br />

Darüber hinaus kann man die Bildanzeige<br />

in den Suchergebnissen deaktivieren, um<br />

den Datentransfer gering zu halten. Im Gegensatz<br />

zu vielen einfacher gestalteten<br />

Apps kann der Benutzer den Suchverlauf<br />

und die Merkliste auf der Idealo-App löschen.<br />

Grafische Gestaltung, Funktionalität<br />

und Praxistauglichkeit der App machen sie<br />

zur derzeit besten auf dem Markt.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 2.11|954 KByte<br />

★★★★★<br />

46<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Preisvergleich-Apps<br />

billiger.de – Preisvergleich<br />

<strong>Die</strong>se App schlägt Suchergebnisse bereits bei<br />

der Suchmasken-Eingabe vor - und erleichtert<br />

die Recherche damit ein wenig. Für Schnäppchenjäger<br />

gibt es zudem die Kategorie "<strong>Top</strong>-Produkte"<br />

mit besonders günstigen Angeboten. Überzeugt hat uns<br />

die App mit einer sehr umfangreichen Auswahl an Bezugsmöglichkeiten.<br />

Im Falle einer Waschmaschine<br />

waren es ganze 20 Händler, die uns die App anzeigte.<br />

Einziges Manko: <strong>Die</strong> billiger.de-Anwendung unterstützt<br />

kein Querformat auf großen Bildschirmen, auch fällt<br />

die Anzeige auf Tablets etwas pixelig aus.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 2.0|954 KByte<br />

★★★★★<br />

Preis.de Preisvergleich<br />

Anstatt den Nutzer mit einem<br />

Überangebot zu überfordern, gibt<br />

es auf dem Startbildschirm dieser<br />

Anwendung nur die Wahl zwischen Scannen<br />

und Suchen. <strong>Die</strong> Entwickler haben den<br />

Schwerpunkt der App auf eine übersichtliche<br />

Darstellung der Suchergebnisse gelegt,<br />

zum anderen hat uns die zusätzliche<br />

Anzeige von Produktdetails und Preis-<br />

Charts sehr gut gefallen. Will man sich<br />

einen Artikel für später merken, kann dieser<br />

mit einem einfachen Tipp auf den Stern<br />

einer Merkliste zugefügt werden<br />

Geizhals Preisvergleich<br />

<strong>Die</strong> Entwickler haben der Geizhals-<br />

App ein sehr aufgeräumtes, aber<br />

auch etwas langweiliges Aussehen<br />

verpasst. Dafür verfügt sie über eine<br />

Spracheingabe und einen eingebauten<br />

Barcode-Scanner. Besonders die Übersichtlichkeit<br />

hebt die App von der Konkurrenz<br />

ab – wer einfach nur schmökern<br />

möchte, kann dies in zehn Kategorien von<br />

A wie Audio/ HIFI bis V wie Video/ Foto/ TV<br />

tun. Möchte man lange Versandwege vermeiden,<br />

kann man in den Einstellungen<br />

nur bestimmte Lieferländer zulassen.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.0.2|935 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.3.2|283 KByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 47


APP-TIPPS<br />

Preisvergleich-Apps<br />

itemeo – Preisvergleich Scan<br />

Der Aufbau in die Kategorien Suchfunktion, Merkliste,<br />

Wunschpreis und Bibliothek hat uns gefallen,<br />

in Letztere kann man Produkte einstellen, die bereits<br />

gekauft wurden. <strong>Die</strong> itemeo-App warnt bei einer erneuten<br />

Suche davor, die Produkte aus Versehen nochmal zu erwerben,<br />

für vergessliche Viel-Käufer eine nützliche Funktion. Wie<br />

bei der Geizhals-App ist auch hier ein gut funktionierender<br />

Barcode-Scanner mit an Bord. Was uns allerdings weniger<br />

imponierte, ist der Befehl: „Log’ Dich bei Facebook ein, um<br />

den vollen Funktionsumfang von itemeo nutzen zu können“.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 0.98|392 KByte<br />

★★★★★<br />

GeizDroid<br />

Auf unserem Test-Tablet funktionierte<br />

GeizDroid nur im Hochformat.<br />

Ein Blick auf den letzten Update-Termin<br />

enthüllte darüber hinaus, dass<br />

die App schon mehr als drei Jahre seit der<br />

letzten Generalüberholung auf dem Buckel<br />

hat, die pixelige Darstellung auf großen<br />

Bildschirmen bedarf einer Überarbeitung.<br />

Zu einem Totalabsturz führten sämtliche<br />

Versuche, den Barcode-Scanner via App<br />

zum Leben zu erwecken. Um am Ball zu<br />

bleiben, sollten die Macher von Geizkragen.de<br />

jedenfalls weniger geizig mit ihrem<br />

mobilen Ableger umgehen.<br />

eVendi – Preisvergleich<br />

Besonders der Startbildschirm gefällt<br />

mit seiner übersichtlichen<br />

Aufteilung in Kategorie, Merkzettel,<br />

einem Barcodescanner und einer Anzeige<br />

der zuletzt betrachteten Produkte. Im<br />

Test auf einem Android-4.0-Gerät offenbarte<br />

jedoch auch diese App massive Stabilitätsschwächen.<br />

Trotz Neustart stürzte<br />

sie mehrmals bei dem Versuch ab, den Button<br />

„Kategorie“ und „zuletzt geladene Produkte“<br />

zu betätigen. Auch hier entlarvt ein<br />

Blick auf das letzte Update, dass die App<br />

stiefmütterlich behandelt wird und einer<br />

gründlichen Überholung bedarf.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.0|1,1 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.5|227 Kbyte<br />

★★★★★<br />

48<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Dailyme<br />

dmstudio, 123RF<br />

Mit Dailyme zum Programmchef<br />

Smartes<br />

Fernsehen<br />

Unterwegs fernsehen wann immer Sie möchten? Dank Smartphone<br />

ist dies kein Wunschtraum. Doch was tun, wenn keine<br />

Internetverbindung vorhanden ist? <strong>Die</strong> Lösung lautet Dailyme.<br />

Jasmin Bauer<br />

APPS & TIPPS 02/2013 49


APP-TIPPS<br />

Dailyme<br />

Abb. 1: Mit Dailyme erfahren Sie auch immer wieder die neuesten Android-<br />

Nachrichten über spezielle Sendungen wie androidweekly.de.<br />

TIPP<br />

Laden Sie aktuelle<br />

Sendungen am besten<br />

nachts im WLAN<br />

herunter, während<br />

Ihr Smartphone<br />

oder Tablet an der<br />

Steckdose hängt. So<br />

vermeiden Sie unnötigen<br />

Akkuverbrauch.<br />

Apps wie Zattoo [LINK 1] streamen das<br />

Fernsehprogramm live auf Ihr Androidgerät,<br />

zahlreiche Videos stehen Ihnen<br />

auch beispielsweise auf YouTube [LINK 2] zur<br />

Verfügung. Ärgerlich allerdings, wenn die Wiedergabe<br />

durch schlechtes Netz ruckelt oder die<br />

Internetverbindung komplett abreißt. Wünschen<br />

Sie sich ein mobiles Fernsehprogramm,<br />

das Sie sich selbst zusammenstellen können<br />

und das auch ohne Internet funktioniert? Dann<br />

sollten Sie Dailyme [LINK 3] probieren.<br />

Mit dieser kostenlosen Video- und Podcast-<br />

App abonnieren Sie eine Vielzahl an Serien, Filmen,<br />

Spots und Nachrichten. Neben den Fernsehsendungen<br />

großer TV-Sender wie ARD, ZDF,<br />

Pro Sieben oder Sat Eins, stehen Ihnen unter<br />

anderem auch Radio-Podcasts oder Internetvideos<br />

zur Verfügung. Ganz ohne Internet geht es<br />

natürlich nicht. Mit Dailyme können Sie die<br />

Sendungen aber ganz bequem und ohne Zusatzkosten<br />

im heimischen WLAN-Netz herunterladen<br />

und dann jederzeit offline genießen.<br />

Installation und<br />

Programmauswahl<br />

Beim ersten Start fragt Sie die App, ob Sie<br />

sich bei Dailyme anmelden möchten. Der<br />

Vorteil der Registrierung liegt darin, dass Sie<br />

Ihre Sendungen auf beliebig vielen Geräten<br />

sehen können, ohne dort jede noch einmal<br />

extra einschalten zu müssen. Doch auch<br />

ohne Registration erhalten Sie von Dailyme<br />

das volle Programm.<br />

Podcasts erscheinen abspielbereit auf<br />

der Startseite im Programmfenster. Standardmäßig<br />

befindet sich dort bei der Neuinstallation<br />

bereits eine Vorauswahl der beliebtesten<br />

Sendungen, die Sie nach Belieben behalten oder<br />

deaktivieren. Dailyme kontrolliert bei jedem<br />

Start automatisch, ob neue Videos für Ihr Programm<br />

vorliegen und lädt diese herunter. Um<br />

zu verhindern, dass die App Videos lädt, die Sie<br />

nicht mögen, sollten Sie zuerst Ihr Programm<br />

festlegen.<br />

Markieren Sie dazu Sendungen, die Sie nicht<br />

mehr abonnieren möchten, und nutzen Sie<br />

dann den roten Button. Um eine neue Sendung<br />

hinzuzufügen, öffnen Sie den Katalog über die<br />

Programmliste oder via Menü. Nun stellen Sie<br />

aus den verschiedenen Genres oder Sendern Ihr<br />

Programm selbst zusammen (Abbildung 2).<br />

Derzeit stehen unter anderem Nachrichten,<br />

Spielfilme, beliebte Serien, Sketche, Dokumentationen<br />

und Technikmagazine zur Verfügung.<br />

Auch Sendungen, die normalerweise nur im Internet<br />

zu finden sind, haben den Weg zu Dailyme<br />

gefunden und sorgen mit für das abwechslungsreiche<br />

und vielseitige Angebot. Über<br />

den Button Einschalten fügen Sie Ihrem Programm<br />

weitere Sendungen hinzu.<br />

Möchten Sie Ihre Podcasts abrufen, wählen<br />

Sie die jeweilige Sendung aus und betätigen die<br />

Playtaste. Mit Hilfe des Auswahlmenüs rechts<br />

oben löschen Sie einzelne Sendungen oder teilen<br />

diese auf Facebook mit Ihren Freunden.<br />

Um Ihren Datentarif zu schonen, legen Sie in<br />

den Einstellungen am besten fest, dass die App<br />

Sendungen ausschließlich via WLAN herunterlädt<br />

(Abbildung 4). Ansonsten ist Ihr Datenvolumen<br />

je nach Vertrag möglicherweise recht<br />

schnell aufgebraucht oder – noch schlimmer –<br />

Sie müssen dafür bezahlen. Möchten Sie stets<br />

ein aktuelles Programm haben ohne dafür die<br />

Anwendung öffnen zu müssen, wählen Sie in<br />

den Einstellungen, dass Dailyme neue Sendungen<br />

automatisch im Hintergrund lädt. Können<br />

Sie eine neue Folge überhaupt nicht mehr erwarten,<br />

lassen sich Sendungen auch direkt auf<br />

ihr Gerät streamen.<br />

Abends vor dem Schlafengehen noch auf<br />

dem Smartphone fernsehen ohne zu riskieren,<br />

den Akku über Nacht komplett aufzubrauchen?<br />

Kein Problem. Im Menü| Einstellungen aktivieren<br />

Sie den Sleep Timer. Je nach Einstellung<br />

sehen Sie damit nur die aktuelle Sendung oder<br />

alle Sendungen nacheinander nonstop. Hier be-<br />

50<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Dailyme<br />

Abb. 2: <strong>Die</strong> Übersichtsseite von<br />

Daily me mit den eingeschalteten<br />

bzw. abonnierten Sendungen.<br />

Abb. 3: <strong>Die</strong>se Genres und Sender<br />

stehen bei Dailyme für das<br />

Smartphone zur Verfügung.<br />

Abb. 4: In den Einstellungen legen<br />

Sie fest, ob die App Videos nur per<br />

WLAN laden soll.<br />

stimmen Sie zudem, wie viel Speicherplatz Dailyme<br />

verwenden darf. Ist der zugeteilte Speicherplatz<br />

zu voll, löscht Dailyme automatisch<br />

ältere Sendungen. Daher sollten Sie Videos, die<br />

Sie später unbedingt noch sehen möchten, länger<br />

speichern. Dazu klicken Sie auf den Stern<br />

hinter dem Namen der Sendung (Abbildung 5).<br />

Leider fällt auf, dass das<br />

Programmangebot von Dailyme<br />

bei Tablets stark reduziert<br />

ausfällt. Aus lizenzrechtlichen<br />

Gründen sind Sendungen<br />

von Pro Sieben, Sat.1<br />

sowie Kabel Eins mittlerweile<br />

ausschließlich auf dem Smartphone<br />

erhältlich. <strong>Die</strong>s ist bedauerlich,<br />

da gerade das Videovergnügen<br />

auf einem größeren<br />

Bildschirm natürlich wesentlich<br />

größer ist. Allerdings<br />

versprechen die Entwickler in<br />

Kürze die Bereitstellung neuer<br />

Sendungen auch auf dem Tablet<br />

- es besteht also Hoffnung.<br />

Fazit<br />

Im Gegensatz zu Live-TV-Apps<br />

wie Zattoo können Sie mit Dailyme<br />

Sendungen jederzeit und<br />

Abb. 5: Um Sendungen länger zu<br />

speichern, markieren Sie einfach<br />

den Stern hinter der jeweils<br />

gewünschten Ausgabe.<br />

auch offline anschauen. Das Abspielen der Videos<br />

funktioniert nahezu ruckelfrei. Zudem<br />

merkt sich die App, bis zu welcher Stelle ein<br />

Film bereits abgespielt wurde und löscht außerdem<br />

ältere Sendungen, die nicht mehr von Interesse<br />

sind, automatisch. Ein <strong>kleine</strong>r Wermutstropfen<br />

ist das eingeschränkte Programmangebot<br />

auf dem Tablet. Wegen<br />

der <strong>kleine</strong>ren Bildschirme ist<br />

es mühsam, über einen längeren<br />

Zeitraum Videos auf dem<br />

Smartphone zu sehen. Derzeit<br />

finden sich noch vorwiegend<br />

deutsche Produktionen bei<br />

Dailyme. <strong>Die</strong> Entwickler versprechen<br />

jedoch im Play<br />

Store, dass sie daran arbeiten,<br />

auch beliebte US-Serien wie<br />

„How I met your mother“ die<br />

Simpsons und weitere bald<br />

allgemein zur Verfügung zu<br />

stellen. Wenn es soweit ist,<br />

können wir Dailyme allen<br />

Fernseh-Fans ohne Einschränkung<br />

empfehlen. Bis dahin<br />

legen wir die App allen TV-<br />

Fans nur unter Vorbehalt ans<br />

Herz - den Download ist die<br />

App jedoch allemal wert. ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28614<br />

APPS & TIPPS 02/2013 51


Vlastimil-Šesták, 123RF<br />

Im Test: <strong>Die</strong> Runtastic-App<br />

Lauf,<br />

Android, lauf!<br />

Ausdauer- und Gelegenheitssportler finden auf Google Play eine beeindruckende<br />

Anzahl von GPS-Trackern, mit denen sie ihre Aktivitäten nach allen möglichen<br />

Gesichtspunkten analysieren können. Eine der derzeit beliebtesten ist Runtastic.<br />

Arnold Zimprich<br />

52


APP-TIPPS<br />

Runtastic-App für Android<br />

Abb. 1: Sind Sie startbereit?<br />

Gleich kann es losgehen!<br />

Abb. 2: Nach welchen Vorgaben<br />

wollen Sie trainieren?<br />

Abb. 3: Mit der Pro-Version kann<br />

man die Herzfrequenz messen.<br />

Verglichen mit den Möglichkeiten, die<br />

Android heutzutage bietet, war die Trainingsplanung<br />

und das Auswerten der<br />

eigenen sportlichen Aktivitäten vor dem Smartphone-Zeitalter<br />

eine mühsame Angelegenheit.<br />

Stoppuhr, Stift und Zettel erfüllen zwar nach<br />

wie vor ihren Zweck, deutlich mehr Spaß<br />

macht die Analyse jedoch mit Apps wie Runtastic<br />

– egal, ob Sie nun auf dem Rad sitzen, sich<br />

die Laufschuhe geschnürt haben oder auf Langlaufskiern<br />

unterwegs sind.<br />

Abb. 4: Zwischenzeiten: Welche<br />

war die schnellste Runde?<br />

Los geht’s!<br />

Für Freizeitsportler bietet Runtastic<br />

in der kostenlosen Version<br />

[LINK 1] schon viele grundlegende<br />

Funktionen an, die<br />

für eine vernünftige Trainingsplanung<br />

und -beobachtung<br />

ausreichen. Wir empfehlen<br />

daher, sich zunächst die Gratis-Variante<br />

herunterzuladen,<br />

bevor man für die Pro-Version<br />

[LINK 2] 4,99 Euro ausgibt. Voraussetzung<br />

für die Aufzeichnung<br />

ist, dass der Handy-interne<br />

GPS-Empfänger aktiviert<br />

ist – denn ohne GPS ist die<br />

App schlicht nicht zu gebrauchen.<br />

Erscheint das GPS-Symbol<br />

in der geöffneten App am rechten oberen<br />

Bildschirmrand in Gelb oder Grün, dann kann<br />

es losgehen. Ein fünfsekündiger Countdown,<br />

der sich auch auf 15- oder 30 Sekunden ausweiten<br />

lässt, läuft ab, und schon fällt der Startschuss:<br />

<strong>Die</strong> App beginnt mit der Aufzeichnung.<br />

Wo fange ich an?<br />

Laien könnten sich vom Angebot auf der Runtastic-App<br />

schnell überfordert fühlen – doch<br />

nicht verzagen, denn hat man<br />

die Anwendung einmal den<br />

eigenen Vorlieben angepasst,<br />

kann nicht mehr viel schiefgehen.<br />

Schon die Grundeinstellung<br />

der Anwendung reicht<br />

völlig aus, um erste Erfahrungen<br />

mit dem Tracker zu sammeln.<br />

Will man etwas mehr<br />

Individualität, lassen sich die<br />

auf dem Startbildschirm dargestellten<br />

Angaben leicht verändern.<br />

Dazu genügt ein Klick<br />

auf den Einstellungs-Button in<br />

der Mitte des Bildschirms, und<br />

schon kann man zwischen<br />

Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit,<br />

aktuellem<br />

Pace, durchschnittliche<br />

Pace, verbrannten Kalorien,<br />

APPS & TIPPS 02/2013 53


APP-TIPPS<br />

Runtastic-App für Android<br />

Abb. 5: Umfangreiche Trainings-<br />

Auswertung: wie weit, wie lange,<br />

wie schnell, wie hoch?<br />

Abb. 6: Der eigenen Route folgen:<br />

<strong>Die</strong> Kartenansicht via Google<br />

Maps ist überaus informativ.<br />

Abb. 7: In den Einstellungen kann<br />

man den Sprachcoach den eigenen<br />

Vorlieben anpassen.<br />

Aufwärts- und Abwärtshöhenmetern, aktueller<br />

Seehöhe und Uhrzeit auswählen. Dauer und Distanz<br />

des Trainings zeigt die App zuverlässig im<br />

oberen Bereich des Displays an.<br />

Zwei Versionen<br />

Wie bereits erwähnt, gibt es die Runtastic-App<br />

in zwei Versionen im Google Play Store. Liefert<br />

die Gratisversion noch ausreichend Datenmaterial<br />

für die Auswertung des <strong>kleine</strong>n Laufs zwischendurch,<br />

werden ambitioniertere Sportler,<br />

die ein konkretes Trainingsziel vor Augen oder<br />

einen Wettbewerb eingeplant haben, schnell die<br />

Pro-Version herunterladen und installieren wollen.<br />

<strong>Die</strong>se knapp 5 Euro teure Luxusausgabe<br />

der App bietet ambitionierteren Freizeit- und<br />

angehenden Profi-Sportlern viele inte ressante<br />

Zusatz-Features.<br />

Da wäre zunächst der Sprachcoach zu nennen,<br />

der einem auf Deutsch in einstellbaren Abständen<br />

während des laufenden Trainings die<br />

aktuellen Trainingsdaten, wie zum Beispiel die<br />

Durchschnittsgeschwindigkeit, verbal mitteilt.<br />

In den Einstellungen können Sie exakt festlegen,<br />

welche Informationen übermittelt werden<br />

sollen. Auch die Lautstärke lässt sich hier im<br />

Vorhinein einstellen, damit man angesichts des<br />

ungewohnten Live-Kommentators im Hintergrund<br />

nicht auf der Strecke erschrickt.<br />

Trainiert man nach Plan und will nicht ständig<br />

das Handy aus der Tasche angeln, um sich über<br />

den aktuellen Stand der Dinge zu informieren,<br />

ist der Sprachcoach jedenfalls ein absolutes<br />

Muss. Sinnvoll ist zudem die ebenfalls nur in<br />

der Pro-Version eingebaute Wetterleiste am unteren<br />

Bildschirmrand. Neben einem <strong>kleine</strong>n<br />

und informativen Wetter-Icon informiert sie<br />

über Sonnenauf- und -untergang und zeigt die<br />

aktuelle Temperatur an.<br />

Als zusätzliches Feature stellten die Entwickler<br />

vor Kurzem Runtastic Earth View vor – mit<br />

dieser Funktion lassen sich im Nachhinein direkt<br />

aus der App heraus die zurückgelegten<br />

Strecken via Google Earth betrachten, solange<br />

man die entsprechende App installiert hat<br />

[LINK 3]. Um Runtastic Earth View flüssig ablaufen<br />

zu lassen, sollten Sie jedoch über einen ausreichend<br />

großen Arbeitsspeicher verfügen,<br />

denn sonst gerät das Nachfliegen der eigenen<br />

Route auf dem Smartphone zu einer nervenaufreibenden<br />

Ruckelpartie. Nagelneu ist zudem die<br />

in den Einstellungen aktivierbare Auto-Stop-<br />

Funktion, die die Aufzeichnung bei längeren<br />

Pausen von selbst anhält.<br />

Neben weiteren Zusatzfunktionen in der Pro-<br />

Version möchten wir noch die Möglichkeit hervorheben,<br />

die App mit einem Herzfrequenzmesser<br />

zu koppeln. Runtastic hat selbst ein<br />

54<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Runtastic-App für Android<br />

funktionales Modell mit<br />

Dongle im Programm [LINK 4],<br />

welches sich in unserem Kurztest<br />

bewährt hat. Zum Redaktionsschluss<br />

war es allerdings<br />

noch nicht im Runtastic-Webshop<br />

zu erwerben. <strong>Die</strong> Runtastic<br />

Pro-App kommuniziert jedoch<br />

auch mit vielen anderen<br />

Pulsgurten, die mit 5,3 kHz<br />

funken, auch unterstützt sie<br />

Modelle von Polar und anderen<br />

Marken, die via Bluetooth<br />

kommunizieren.<br />

Auswertung<br />

<strong>Die</strong> App wäre kein ernst zu<br />

nehmender Tracker, wenn<br />

man nicht am Ende des Trainings<br />

die eigenen Leistungen<br />

gemütlich am Desktop analysieren<br />

könnte. Hat man den<br />

Stop-Button auf der App gedrückt, können sich<br />

Läufer über ihre Rundenzeiten freuen und Radfahrer<br />

über eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit,<br />

am interessantesten ist jedoch die Kartendarstellung.<br />

Mit dieser lässt sich der eigene<br />

GPS-Track in der Draufsicht inklusive einer<br />

Zwischenzeittabelle betrachten, die man den eigenen<br />

Informationswünschen entsprechend anpassen<br />

kann. <strong>Die</strong> Pro-Version zeigt zudem die<br />

einzelnen Kilometer mit allen relevanten Daten<br />

in Listenform an. So stellen Sie schnell fest, an<br />

welcher Stelle der Hungerast seinen Anfang<br />

nahm oder wo man beim nächsten Ausritt oder<br />

-lauf noch ein wenig auf die Tube drücken<br />

könnte – für Sportler, die ihre Rundenzeiten<br />

wirksam verbessern wollen, ist das die vielleicht<br />

wichtigste und informativste Funktion<br />

von Runtastic.<br />

Mit anderen treffen<br />

Doch die Android-Apps sind bei Runtastic nur<br />

ein <strong>kleine</strong>r Teil des Ökosystems. Wer mag, kann<br />

sich auf der Runtastic-Homepage [LINK 5] ein eigenes<br />

Profil zusammenstellen und die zurückgelegten<br />

Strecken auf übersichtliche Weise archivieren<br />

und wieder aufrufen. Zur übersichtlichen<br />

Kontrolle des Trainingserfolgs ist das sehr<br />

angenehm. In der Community kann man<br />

zudem Freundschaften knüpfen, die eigenen<br />

Abb. 8: In der App lassen sich verschiedene<br />

Sportarten einstellen –<br />

für eine einfachere Auswertung.<br />

Trainingsverläufe mit denen<br />

befreundeter Personen vergleichen<br />

und auf diese Weise mit<br />

der Zeit ein regelrechtes Motivations-Netzwerk<br />

aufbauen.<br />

Wer möchte, wird sogar mit<br />

Trainingsplänen [LINK 6] des<br />

ehemaligen deutschen Lauf-<br />

Profis <strong>Die</strong>ter Baumann und<br />

mit <strong>Tipps</strong> zur eigenen Rennvorbereitung<br />

versorgt.<br />

Möchte man richtig Gas<br />

geben, gibt es zudem ab 19,90<br />

Euro im Monat die Runtastic<br />

Gold-Mitgliedschaft [LINK 7].<br />

<strong>Die</strong>se bietet auf der Homepage<br />

noch umfangreichere Auswertungsmöglichkeiten.<br />

Unter anderem<br />

kann man befreundete<br />

Sportler während ihres Trainings<br />

anfeuern und noch detailliertere<br />

Trainingspläne abrufen.<br />

Zudem liefert sie wöchentliche Leistungsberichte<br />

zur aktuellen Trainingskontrolle.<br />

Fazit<br />

Der Runtastic-Kosmos ist für alle Freizeit- aber<br />

auch Profisportler eine tolle Möglichkeit, die eigenen<br />

sportlichen Tätigkeiten und Fortschritte<br />

zu erfassen. Zwar mag der große Umfang der<br />

verschiedenen Funktionen auf Neulinge unübersichtlich<br />

wirken, Runtastic macht aber<br />

nach ein wenig Eingewöhnung sehr viel Spaß.<br />

Probleme mit dem GPS-Empfang konnten wir<br />

nur ab und an in Häuserschluchten und neben<br />

steilen Felswänden feststellen, allerdings kann<br />

man diese nicht der App zuschreiben, dies ist<br />

eine generelle Schwäche von GPS.<br />

Ein <strong>kleine</strong>s Manko ergibt sich jedoch für<br />

Langstrecken-Freunde mit schwachem Smartphone-Akku,<br />

die auch mal länger als vier Stunden<br />

unterwegs sind: Benutzt man in der Pro-<br />

Version der App auch die Herzfrequenz-Messfunktion,<br />

so ist die Batterie des Smartphones relativ<br />

schnell leer. Man sollte daher alle überflüssigen<br />

Stromfresser vor dem Training ausschalten,<br />

damit das Handy nicht zwei Kilometer vor<br />

dem Ziel den Geist aufgibt. Trotzdem wird Runtastic<br />

alle begeistern, die gerne aktiv sind. <strong>Die</strong><br />

App ist ein idealer Motivator und Trainingspartner<br />

für vielerlei sportliche Aktivitäten. ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28640<br />

APPS & TIPPS 02/2013 55


APP-TIPPS<br />

Video Player<br />

Video-Player<br />

25081972, 123RF<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29059<br />

Ein Video-Player muss nur Filme abspielen können, richtig? Was ist aber mit Untertiteln,<br />

exotischen Codecs oder Featuren wie Pop-up-Play? Christoph Langner<br />

Dice Player<br />

Android besitzt seit Version 1.5<br />

einen Medien-Player, der auch Videos<br />

abspielen kann. Dennoch<br />

tummeln sich im Play Store zahlreiche alternative<br />

Videoplayer. Auch wenn es auf<br />

den ersten Blick nicht ersichtlich ist, diese<br />

Player haben sehr wohl eine Daseinsberechtigung,<br />

denn der eingebaute Player<br />

spielt lediglich mit H.263, H.264 AVC,<br />

MPEG-4 SP und seit Android 4.0 auch mit<br />

VP8 codierte Videos ab.<br />

Der DicePlayer spielt dagegen so gut wie<br />

jedes Format ab, das Sie ihm vorwerfen.<br />

Unterstützt die GPU Ihres Androiden das<br />

Abspielen des jeweiligen Formats mit<br />

Hardwarebeschleunigung, dann überlässt<br />

der DicePlayer das aufwändige Berechnen<br />

des Bildes der Hardware. Dadurch verlängert<br />

sich die Akkulaufzeit beim Abspielen<br />

von Videos und auch hochauflösende Videos<br />

sollte DicePlayer ruckelfrei abspielen.<br />

Neben Filmen in zahlreichen Formaten unterstützt<br />

der DicePlayer auch Untertitel-Dateien<br />

in alle gängigen Varianten. Im falschen<br />

Bildformat codierte Filme rückt der<br />

Player bei Bedarf zurecht. Und falls<br />

Sie einen Film mal einfach nur ne-<br />

benbei schauen möchte, Pop-Up-<br />

Play verschiebt den Film in ein klei-<br />

nes Widget, das sich frei auf dem<br />

Display platzieren lässt.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 2.0.21|5,6 MByte<br />

★★★★★<br />

56<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Video Player<br />

VLC for Android<br />

Der VLC Media Player ist auf dem großen Desktop-<br />

PC oder Notebook ein guter alter Bekannter. Der<br />

Player bringt von Haus aus alle Multimedia-<br />

Codecs mit und spielt sämtliche Formate klaglos ab. Eine<br />

ähnliche Popularität möchte VLC auch auf dem Smartphone<br />

erreichen. VLC spielt auch unter Android praktisch<br />

jedes Videoformat ab, allerdings fehlen dem Player noch<br />

Features wie die Unterstützung von Untertiteln. Dafür<br />

streamt Sie zuverlässig Videos aus dem Netz und bietet<br />

sich bei vielen Links aus dem Netz als Standardplayer an.<br />

kostenlos<br />

deutsch|variiert|variiert<br />

★★★★★<br />

MX Video Player<br />

Im Test überzeugt der MX Video<br />

Player, er spielt sämtliche gängigen<br />

Formate ab und stolperte<br />

auch nicht über eingebettete oder externe<br />

Untertitel. Praktisch ist auch die Pinch-to-<br />

Zoom Geste zum Vergrößern eines Films.<br />

Gut ist auch, dass der Player die Position<br />

im Film speichert, so können Sie das Video<br />

nach einer Unterbrechung sofort wieder<br />

weiter ansehen, ohne vor lauter Suchen<br />

den Verlauf des Films vergessen zu haben.<br />

<strong>Die</strong> Gratisversion wird durch Werbung finanziert,<br />

möchten Sie die störende Reklame<br />

loswerden, dann müssen Sie zur<br />

kostenpflichtigen Pro-Version greifen, die<br />

sich in unseren Tests durchaus bewährt<br />

hat. <strong>Die</strong>se ist aber nicht ganz billig.<br />

RockPlayer 2<br />

In der zweiten Version des Rock-<br />

Players wurde die Oberfläche der<br />

App kräftig überarbeitet. Geblieben<br />

ist ein Player, der weiterhin mit so gut<br />

wie jedem Format zurecht kommt, auch<br />

Untertitel im SRT-Format werden inzwischen<br />

unterstützt. Was RockPlayer von der<br />

Konkurrenz abhebt, ist ein integrierter<br />

UPnP-Client und die Fähigkeit, Videos zwischen<br />

weiteren Geräten mit RockPlayer zu<br />

teilen. Der Player wird weiterhin durch<br />

Werbung finanziert, per In-App-Kauf kann<br />

auf die Vollversion aktualisiert werden. Im<br />

Test hat uns die Konkurrenz ein wenig besser<br />

gefallen, besonders die Benutzeroberfläche<br />

hätte bei der Neuauflage des Rock-<br />

Player ein wenig schöner ausfallen können.<br />

4,40 Euro<br />

deutsch|Version 1.7.13|6,6 MByte<br />

★★★★★<br />

3,99 Euro<br />

deutsch|Version 2.2.2|11 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 57


APP-TIPPS<br />

Video Player<br />

mVideoPlayer<br />

Im Gegensatz zu den meisten hier vorgestellten Playern<br />

verzichtet der mVideoPlayer auf Software-<br />

Codecs. Dadurch kann er zwar nicht alle Formate abspielen,<br />

was er abspielt, ist aber ruckelfrei. <strong>Die</strong> Übersicht über<br />

die vorhandenen Videos ist dank der <strong>Vorschau</strong> sehr gut gestaltet,<br />

die App lässt Sie sogar passende Filmcover aus dem<br />

Internet laden. Toll ist auch die Möglichkeit, zum Video passende<br />

Untertitel direkt aus der App von OpenSubtitles.org herunterzuladen.<br />

Bei Gefallen können Sie die Vollversion im<br />

Play Store kaufen - sonst wird Werbung angezeigt.<br />

2,99 Euro<br />

englisch|variiert|variiert<br />

★★★★★<br />

MoboPlayer<br />

Wer einen etwas anderen Player<br />

sucht, der ist beim MoboPlayer<br />

[10] bestens aufgehoben. Der<br />

Player bietet neben einer äußerst hübsch<br />

gestalteten Oberfläche, die eine oder andere<br />

Funktion, die man bei anderen Playern<br />

nicht finden kann. Clever ist zum Beispiel<br />

die Möglichkeit den Touchscreen über<br />

die Menü-Taste während der Wiedergabe<br />

eines Films zu sperren. So verhindert der<br />

MoboPlayer effektiv, dass man aus Versehen<br />

im Video scrollt. Toll gemacht ist auch<br />

der vom Mac bekannte Cover-Flow-Effekt<br />

bei der Ansicht der Videos. Natürlich darf<br />

auch nicht unerwähnt bleiben, dass der<br />

Player Videos per Software decodieren und<br />

auch mit Untertiteln umgehen kann.<br />

Real Player Beta<br />

Der RealPlayer macht auf dem<br />

Smartphone optisch einiges her,<br />

die Menüs und Icons sind hübsch<br />

gestaltet und passen sich sehr gut in das<br />

Design von Android ein. Der Player kann<br />

auch deutlich mehr als einfach nur Videos<br />

abzuspielen, er organisiert zudem ihre<br />

Musik und Bilder. Wenn es aber darum<br />

geht nicht von der Hardware unterstützte<br />

Videos per Software zu decodieren, Untertitel<br />

anzuzeigen oder andere Tonspuren<br />

auszuwählen, dann scheitert der Real<br />

Player jedoch. Wer seine Videos für das<br />

Smartphone sowieso aufbereitet, der wird<br />

an dem Real Player seine Freude haben,<br />

doch wer jedes Format abspielen möchte,<br />

der sollte zu einem anderen Player greifen.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.3.265|5,7 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|variiert|variiert<br />

★★★★★<br />

58<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Audioplayer-Apps<br />

Audio-Player<br />

Welche Audioplayer richtig gut sind und welche Alternativen es zum Standard-<br />

Player gibt, lesen Sie in diesem Artikel. Marcel Hilzinger, Christoph Langner<br />

Poweramp<br />

Sie suchen den ultimativen Audio-<br />

Player für Android? Dann kommen<br />

Sie an Poweramp nicht vorbei. <strong>Die</strong><br />

App verfügt nicht nur über umfangreiche<br />

Klangeinstellungen und einen 10-Band-<br />

Equalizer, sondern unterstützt auch von<br />

Haus aus am meisten Formate. Darunter<br />

neben dem verlustfreien Flac auch einige<br />

Exoten wie Monkey’s Audio (.ape) oder<br />

True Audio (.tta).<br />

Poweramp richtet sich in erster Linie an<br />

Smartphone-Nutzer, die Musik wirklich<br />

gerne und auch oft hören. Das merken Sie<br />

spätestens dann, wenn Sie einen Live-Mitschnitt<br />

genießen und sich über das Gapless-Playback<br />

freuen oder wenn Sie erstaunt<br />

feststellen, dass der Player auch<br />

komplette Alben als CUE-Datei meistert.<br />

Metainformationen aus FLAC-Dateien liest<br />

Poweramp ebensogut aus, wie aus MP3-<br />

oder Ogg-Vorbis Dateien. Auch das Überblenden<br />

von Song A<br />

zu Song B unterstützt die App, die Feature-<br />

Liste und die Einstellungsmöglichkeiten<br />

sind enorm umfangreich. Songtexte holt<br />

sich der Player via MusiXmatch oder direkt<br />

aus den Lyrics-Tags. Auch eine Cover-Verwaltung<br />

haben die Entwickler von Max MP<br />

dem Player spendiert, und Tags lassen sich<br />

direkt aus dem Player heraus bearbeiten.<br />

Das beste an Poweramp ist aber die Sound-<br />

Ausgabe: Hier kommen die meisten anderen<br />

Player im Market nicht annähernd an<br />

die Qualität von Poweramp heran, ja selbst<br />

im direkten Vergleich mit dem Beats-Audio-<br />

Support von HTC Sensation XE und XL<br />

würden wir Poweramp den Vorzug vor dem<br />

integrierten Player geben.<br />

2,99 Euro<br />

deutsch|Version 2.0.8|5,1 MByte<br />

★★★★★<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28820<br />

David Sandonato, 123RF<br />

APPS & TIPPS 02/2013<br />

59


APP-TIPPS<br />

Audioplayer-Apps<br />

TuneWiki<br />

TuneWiki fällt bei dieser Auflistung etwas aus der Reihe,<br />

da die App nicht nur als einfacher Audioplayer arbeitet<br />

sondern via SongBox sehr viele Social-Networking-Funktionen<br />

integriert, etliche Internetradios zur Auswahl anbietet und<br />

Songtexte anzeigt. Auf einer Karte sehen Sie zudem, was die<br />

Leute um Sie herum gerade so hören. Der Player selbst ist recht<br />

schlicht gehalten und kommt im Stil des iPod mit einer Navigation<br />

nach Interpret, Album und Titel daher. <strong>Die</strong> Gratisversion ist werbefinanziert,<br />

möchten Sie die Reklame loswerden, dann kostet Tune-<br />

Wiki 2,29 Euro - für das Gebotene ein fairer Preis.<br />

2,29 Euro<br />

deutsch|Version 2.0.8|5,1 MByte<br />

★★★★★<br />

WinAmp<br />

Wer kennt ihn nicht, den legendären<br />

und altgedienten MP3-<br />

Player für Windows – WinAmp!<br />

Wenn Sie die Software unter Windows nutzen,<br />

dann lohnt sich auch ein Blick auf die<br />

Android-Anwendung, sonst erfüllt Win-<br />

Amp eigentlich nur das Pflicht-Programm<br />

und sieht auch nicht besonders gut aus.<br />

Den Equalizer gibt es zudem nur im kostenpflichtigen<br />

Pro-Bundle, ebenso den Lyrics-<br />

Download. Für die eingebundenen Gratis-<br />

Musikdienste, das Widget und die Download-Möglichkeit<br />

geben wir aber trotzdem<br />

die volle Punktzahl.<br />

Jukefox<br />

Ein Player, der bereits beim ersten<br />

Start darauf hinweist, dass eventuell<br />

alles ein bisschen langsamer<br />

wird, wirkt nicht sehr vertrauenserweckend.<br />

Doch es lohnt sich, Jukefox die paar<br />

Sekunden oder bei mehreren hundert<br />

Alben die paar Minuten zu gönnen, um die<br />

eigene Musiksammlung zu analysieren.<br />

Anschließend bekommen Sie einen Player,<br />

der neben einer Tag-Cloud und einer Raster-Ansicht<br />

wie beim Mufin Player auch direkt<br />

zu den passenden Videos auf YouTube<br />

führt. Und das alles völlig gratis und ohne<br />

störende Werbung!<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.4.10|6,8 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 0.97193|2,5 MByte<br />

★★★★★<br />

60<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Audioplayer-Apps<br />

Apollo<br />

Apollo wurde im Rahmen der CyanogenMod-Firmware<br />

entwickelt. Dort ist der Player als Open-Source-Programm<br />

fester Bestandteil des ROMs. Eine im Funktionsumfang<br />

erweiterte Version des Players findet sich eigentlich im<br />

Play Store, doch aufgrund rechtlicher Probleme durch die Einbindung<br />

von Songtexten aus den Beständen von musiXmatch<br />

musste die App wieder entfernt werden. Damit Sie Apollo ohne<br />

CyanogenMod testen können, haben wir die aktuelle Version aus<br />

dem ROM extrahiert und für Sie zum Download hochgeladen<br />

(Siehe Links im Artikel-QR-Code!).<br />

kostenlos<br />

deutsch|variiert|variiert<br />

★★★★★<br />

PlayerPro<br />

Sie suchen einen Rundum-Sorglos-Player,<br />

der nicht nur gut aussieht,<br />

sondern auch mit größeren<br />

Sammlungen klarkommt, dann ist Player<br />

Pro genau das Richtige. <strong>Die</strong> App bringt<br />

eine umfangreiche Cover-Verwaltung mit,<br />

lässt sich mit Gesten einfach bedienen und<br />

überzeugt durch einen sehr guten Klang.<br />

Zahlreiche Erweiterungen und Skins finden<br />

Sie im Android Market. Player Pro gehört<br />

ganz klar zu den besten Audioplayern im<br />

Android Market, testen Sie auch den Einschlaf-Timer<br />

in den Einstellungen! <strong>Die</strong><br />

Trial-Version endet nach 7 Tagen.<br />

Select! Music Player<br />

Der Select! Music Player richtet<br />

sich exklusiv an die Besitzer von<br />

Android-Tablets, auf Smartphones<br />

läuft der Player nicht. Den gebotenen<br />

Platz nutzt Select! um Cover-Arts großzügig<br />

anzuzeigen und die Playliste wie auch<br />

die Musiksammlung auf einen Screen darstellen<br />

zu können. Dadurch können Sie<br />

Alben oder einzelne Tracks via Drag&Drop<br />

direkt in die Playliste ziehen und diese dort<br />

umgehend neu sortieren. In unserem Test<br />

kam der Select! Music Player selbst mit<br />

sehr großen Musiksammlungen gut zurecht.<br />

Select! Music Player ist für unsere<br />

Begriffe momentan einer der besten, wenn<br />

nicht der beste Musik-Player für Tablets, für<br />

den <strong>Die</strong>nst gibt es die volle Punktzahl.<br />

3,95 Euro<br />

deutsch|Version 2.6.2|4,7 MByte<br />

★★★★★<br />

1,99 Euro<br />

englisch|Version 1.05|3,1 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 61


APP-TIPPS<br />

Lernen mit Android<br />

Schoolphone<br />

Artisticco-LLC., 123RF<br />

Smartphones haben in der Schule nichts zu suchen? Falsch! Mit den richtigen<br />

Apps sind Android-Phones wahre Lern- und Arbeitserleichterungen. Jasmin Bauer<br />

Im Google Play Store gibt es eine Vielzahl<br />

von Programmen, die Schülern und Studenten<br />

dabei helfen sollen, den Lernalltag zu<br />

organisieren, ihr Wissen spielerisch zu vertiefen<br />

oder den Lernstoff abzufragen.<br />

School Helper<br />

Spät dran und die Tasche noch nicht<br />

gepackt? Für solche Fälle gibt es die<br />

kostenlose App "School Helper"<br />

[LINK 1], den Stundenplan <strong>fürs</strong> Handy.<br />

Damit die Anwendung zuverlässig funktioniert,<br />

sollten Nutzer vor dem Eintragen des<br />

Stundenplans die entsprechenden Einstellungen<br />

zum Wochenverlauf, zur Dauer der Unterrichtsstunden<br />

oder zum Notensystem im Menü angeben<br />

und anschließend im Menü des Bereichs<br />

Stundenplan neue Stunden und wichtige Zusatzinformationen<br />

wie Zeit, Lehrer oder Klassenraum<br />

einstellen. Das Programm gleicht diese<br />

Inhalte automatisch mit den allgemeinen Einstellungen<br />

ab und rechnet beispielsweise aus,<br />

wann eine entsprechende Stunde wieder zu<br />

Ende ist. Hausaufgaben lassen sich nach Termin<br />

und Priorität sortieren, zudem rechnet die<br />

App den Notenschnitt aus und besitzt eine eigene<br />

Notizfunktion. Damit auf den ersten Blick<br />

alles parat steht, gibt es zudem eine Handvoll<br />

Widgets (Abbildung 2).<br />

Hausaufgaben<br />

Ebenso nützlich ist die App "Hausaufgaben"<br />

[LINK 2], die kostenlos bei<br />

Google Play zur Verfügung steht.<br />

Wie bei School Helper können Schüler hier<br />

ihre Hausaufgaben, Stundenpläne und Termine<br />

eintragen. Auf Wunsch schaltet die App das<br />

Handy bei Unterricht immer automatisch auf<br />

lautlos. Setzen Sie in den Einstellungen einfach<br />

das entsprechende Häkchen, und es ist Ruhe.<br />

Das Setup ist insgesamt etwas aufwendiger als<br />

bei School Helper. Allerdings lohnt sich die Arbeit,<br />

da man die Anzeige stärker individuell anpassen<br />

kann, indem sich Unterrichtsfächer farblich<br />

hervorheben lassen. Vor dem Einrichten<br />

der App müssen die Nutzer im Menü zunächst<br />

62<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Lernen mit Android<br />

Abb. 1: Das Hauptmenü von<br />

"School Helper" im schönen<br />

Schiefertafel-Design.<br />

Abb. 2: Widgets mit den Aufgaben<br />

und dem Stundenplan<br />

machen School Helper praktisch.<br />

Abb. 3: <strong>Die</strong> App "Hausaufgaben"<br />

bietet auch Notenlisten, Stundenplan<br />

und Terminübersichten.<br />

alle Fächer und die Uhrzeiten Beginn und Ende<br />

jeder Stunde angeben. Angeblich ist die Anwendung<br />

auch für Lehrer geeignet, was jedoch nur<br />

bedingt gilt.<br />

Feiertage + Schulferien gratis<br />

Für alle, die sich schon auf die nächsten<br />

Ferien oder freien Tage freuen,<br />

gibt es die App "Feiertage" [LINK 3].<br />

Hier sind alle freien Tage nach Bundesländern<br />

unterteilt übersichtlich zusammengestellt.<br />

Leo Wörterbuch<br />

Im Englischunterricht steht ein neuer<br />

Text an, und einige der Vokabeln sind<br />

unbekannt? Kein Problem, dafür gibt<br />

es das kostenlose Smartphone-Wörterbuch Leo<br />

[LINK 4], welches neben Englisch noch weitere<br />

Abb. 4: Hausaufgaben rechnet<br />

automatisch den aktuellen<br />

Schnitt aus.<br />

Abb. 5: Mit der App "Feiertage"<br />

vergessen Sie nie mehr die Ferien<br />

oder Feiertage.<br />

Abb. 6: Das Online-Wörterbuch<br />

von Leo benötigt auch als Android-App<br />

Internetzugriff.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 63


APP-TIPPS<br />

Lernen mit Android<br />

Abb. 7: Bei Offline Wörterbücher<br />

müssen Sie nach to write suchen.<br />

Bei write gibt es keinen Treffer.<br />

Sprachen wie Französisch, Spanisch und sogar<br />

Chinesisch im Angebot hat. Leo besitzt neben<br />

der Nachschlagefunktion noch ein Forum zum<br />

Sprachenlernen und Sprachaustausch, sowie<br />

einen Vokabeltrainer. <strong>Die</strong> App gleicht das angegebene<br />

Wort mit allen Einträgen des Online-<br />

Wörterbuches ab und präsentiert die Suchergebnisse<br />

nach kurzer Zeit. Besitzt ein Wort mehrere<br />

Bedeutungen, fällt das Ergebnis entsprechend<br />

umfangreich aus.<br />

Offline Wörterbücher<br />

Wer keinen Internetzugang hat kann<br />

sich die App "Offline Wörterbücher"<br />

[LINK 5] installieren und die jeweiligen<br />

Sprachpakete herunterladen. Der Wortumfang<br />

Abb. 8: Deutsch-Englisch mit der<br />

Vokabeltrainer Box macht Spaß<br />

und spart Arbeit.<br />

ist auch hier beachtlich, wenn<br />

auch nicht genauso umfangreich<br />

wie bei Leo.<br />

Vokabeltrainer<br />

Box<br />

Wer unterwegs üben<br />

möchte, findet mit<br />

der App Vokabeltrainer<br />

Box [LINK 6] eine komfortable<br />

Lösung. <strong>Die</strong> App simuliert<br />

einen Karteikasten mit<br />

fünf Stapeln. <strong>Die</strong> Zeiträume<br />

bis zur Wiederholung legen<br />

Sie variabel fest. Um beim<br />

Eintragen der Wörter Zeit und<br />

Arbeit zu sparen, kann die<br />

App via Internet Wörter<br />

selbstständig übersetzen. Für<br />

1,55 Euro gibt es auch eine<br />

Vollversion ohne Reklame.<br />

Englisch lernen mit Rätseln<br />

Spielerisches Lernen verspricht die<br />

Anwendung "Englisch lernen mit Rätseln"<br />

[LINK 7]. <strong>Die</strong> App beinhaltet eine<br />

Sammlung an Kreuzworträtseln zum englischen<br />

Wortschatz. Nur die ersten fünf Rätsel sind kostenlos.<br />

Wer weiter spielen und lernen möchte,<br />

muss pro Set mit 250 Rätseln 1,39 Euro zahlen.<br />

Merck Periodensystem<br />

Wie viele Protonen besitzt ein Chlor-<br />

Atom ? Auch im naturwissenschaftlichen<br />

Bereich kann ein Android-<br />

Smartphone nützlich sein. <strong>Die</strong> App "Merck Periodensystem"<br />

[LINK 8] ist weitaus mehr als ein<br />

Abb. 9: Englisch lernen mit Rätseln. Bei schwierigen Rätseln kann<br />

die Anwendung die Lösung komplett verraten.<br />

Abb. 10: Das "Merck Periodensystem" beinhaltet zahlreiche Zusatzinformationen<br />

zu den chemischen Elementen.<br />

64<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Lernen mit Android<br />

Abb. 11 Das Bild zeigt nur eine<br />

Übersicht über einige Features<br />

der App "AK Minilabor 11".<br />

Abb. 12: "Mathe Experte" rechnet<br />

das Volumen des Würfels mit der<br />

Seitenlänge 5 m aus.<br />

Abb. 13: Europa-Quiz: Gesucht<br />

wird die Stadt Würzburg in<br />

Deutschland.<br />

simples Periodensystem und bringt ausführliche<br />

Informationen zu jedem Element und eine<br />

übersichtliche Darstellung über die einzelnen<br />

Abkürzungen mit. Nach Bedarf sortiert sie alle<br />

Elemente anhand ihrer Eigenschaften.<br />

AK Minilabor 11<br />

Dass Lernen auch Spaß machen<br />

kann, beweist "AK Minilabor 11"<br />

[LINK 9]. Wählen Sie zwischen Lernen<br />

mit Spaß und Übungen oder Spicken und Nachschlagen,<br />

und spielen Sie Hangman, Quizspiele<br />

oder mit dem Titrationstrainer. Der Nachschlagebereich<br />

besteht aus dem Periodensystem,<br />

einer Stoff-Übersicht, einer Chemikalien-Datenbank<br />

sowie verschiedenen Rechnern.<br />

Mathematik<br />

Im Geometrieunterricht ist<br />

etwas das Volumen eines<br />

Würfels auszurechnen. Wer<br />

vergessen hat, wie das funktioniert, hat möglicherweise<br />

eine Anwendung wie die "Formelsammlung<br />

Mathematik" [LINK 10] zur Verfügung.<br />

<strong>Die</strong>ses umfangreiche Nachschlagewerk beinhaltet<br />

Formeln für verschiedene Bereiche in der<br />

Mathematik. Leider fällt die App nicht nur<br />

durch ihre umfangreiche Formelsammlung,<br />

sondern auch durch aufdringliche Push-Werbung<br />

und bedenkliche Berechtigungen auf, die<br />

sich allein durch den Kauf der Pro-Version für<br />

99 Cent abschalten und umgehen lassen.<br />

Stößt man auf eine Formel, mit der man<br />

nichts anfangen kann, sollte man die App<br />

"Mathe Experte" [LINK 11] zu Rate ziehen. Zusätzlich<br />

zur Formel beinhaltet diese Anwendung<br />

noch einen Rechner für alle Berechnungen,<br />

nicht nur für Mathematik, sondern auch<br />

für Elektrotechnik, Physik oder allgemeine Umrechnungen.<br />

Für 2,49 Euro erhält man die werbefreie<br />

Pro-Version, die zusätzlich noch Vektorberechnung<br />

und Rechnungen mit komplexen<br />

Zahlen beinhaltet.<br />

Geografie<br />

Erdkundeunterricht ist für viele Schüler<br />

eine Qual, da sie viele Länder und<br />

Hauptstädte lernen müssen und dazu<br />

noch die geografische Lage kennen sollten,<br />

wenn sie den Leher begeistern wollen. Doch<br />

auch das kann Spaß machen, wenn man statt<br />

trockener Kartenarbeit geografische Spiele auf<br />

dem Smartphone zur Hand hat. "Europa Quiz"<br />

[LINK 12] vereinigt Faktenwissen und Ortswissen<br />

über Europa. Bei dem Ratespiel geht es darum,<br />

Städte oder Sehenswürdigkeiten zu finden und<br />

diese in der Europakarte geographisch zuzuornden.<br />

<strong>Die</strong> Art der Fragen lässt sich in den Einstellungen<br />

auswählen. Hat man sich geirrt, erfährt<br />

man direkt im Anschluss die Lösung. ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28612<br />

APPS & TIPPS 02/2013 65


APP-TIPPS<br />

TV-Apps<br />

<strong>Die</strong> besten<br />

TV Apps<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28601<br />

Smartphones und Tablets sind die idealen Begleiter für das heimische TV-Vergnügen.<br />

Wir stellen sieben Apps für den perfekten Fernseh abend vor. Marcel Hilzinger<br />

TV Spielfilm HD<br />

Es gibt viele TV-Programmzeitschriften<br />

bei Google Play, aber<br />

keine ist so gut gemacht wie TV-<br />

Spielfilm. Auf Tablets kommt die App nicht<br />

nur viel besser zur Geltung, sondern sie bietet<br />

auch mehr Funktionen als die Smartphone-Variante.<br />

So erhalten Sie je nach Displaygröße<br />

eine bequeme Übersicht über<br />

das komplette Programm, und einzelne<br />

Sender lassen sich separat scrollen. Oben<br />

rechts lässt sich die Dreispalten-Ansicht in<br />

eine Ansicht mit dem Programm zur linken<br />

Seite und den Details zur rechten ändern.<br />

Hier mangelt es aber bei einigen<br />

Filmen an einer ausführlichen Beschreibung.<br />

Ein Klick auf <strong>Tipps</strong><br />

bringt eine schön bebilderte Übersicht<br />

von Empfehlungen der TV-<br />

Spielfilm-Redaktion. Hier gibt es<br />

zu jedem Film eine kurze Inhaltsangabe und<br />

zusätzliche Infos. Leider fehlt der App eine<br />

Watchlist, um Favoriten zu markieren oder<br />

über bevorstehende Sendungen informiert<br />

zu werden. Auch fallen die Infos nicht<br />

immer gleich umfangreich aus. Dennoch ist<br />

TV Spielfilm HD mit dem Gebotenen die<br />

beste TV-Zeitschrift für Android auf Tablets.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.1|1,2 MByte<br />

★★★★★<br />

66<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

TV-Apps<br />

LocalTV<br />

Keine Registrierung, kein Abo – einfach fernsehen:<br />

Das ist die Devise von LocalTV. <strong>Die</strong> App hat<br />

sich auf den Empfang von Lokalsendern spezialisiert<br />

und liefert ein sehr breites Spektrum aus der<br />

Schweiz, aus Österreich und Deutschland. Dabei bedient<br />

sich LocalTV jeweils des passenden Flash-Streams, sodass<br />

der Flash-Player eine zentrale Voraussetzung ist. Für<br />

Lokalpatrioten im Ausland ist die App ein wahres Goldstück,<br />

auch wenn nicht immer alle Angebote funktionieren.<br />

Optisch ist LocalTV leider kein Leckerbissen.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.2.0|1,4 MByte<br />

★★★★★<br />

TV Guide Tiviko<br />

Wie man eine wirklich gute TV-<br />

Zeitschriften-App programmiert,<br />

zeigt das tschechische Entwicklerteam<br />

von Tiviko. Nach dem Start wählen<br />

Sie aus, welche Sender Sie gerne sehen<br />

möchten und anschließend bekommen Sie<br />

neun Favoriten zu sehen. Im Unterschied<br />

zu TV Spielfilm erhalten Sie hier sehr viele<br />

Informationen zu den Sendungen und es<br />

gibt einen Timer und eine Favoriten-Funktion.<br />

Für Smartphones ist Tiviko klar die<br />

beste App, die bei Google Play zu haben<br />

ist. Für 2,39 Euro gibt es auch eine Pro-Version<br />

ohne Reklame und mit Widget.<br />

Zattoo<br />

Via Internet kann man auch ganz<br />

ohne Fernseher fernsehen. Unter<br />

Android gibt es dazu mehrere<br />

Apps, die am weitesten verbreitete ist Zattoo<br />

aus der Schweiz. Ohne Login kann man<br />

drei Programme frei betrachten, mit Account<br />

werden zahlreiche weitere Sender<br />

freigeschaltet. Leider ist die Qualität des<br />

Standard-Streams nicht wirklich berauschend.<br />

Bessere Qualität gibt es nur mit<br />

einem Zattoo-HiQ-Abo, das aber ab 3,75<br />

Euro pro Monat zu Buche schlägt. Ebenfalls<br />

gegen Bezahlung gibt es auch ausländische<br />

Sender aufs Smartphone oder Tablet.<br />

Als Alternative bietet sich die App Virtualsat<br />

an. Das beste TV-Bild erhalten Sie<br />

aber via DVB-T-Adapter.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.89|2,9 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos (Testversion)<br />

deutsch|Version 1.0.8|2,9 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 67


APP-TIPPS<br />

TV-Apps<br />

Dailyme TV<br />

Sie möchten TV-Sendungen anschauen, aber nicht<br />

live und nicht per Streaming? Dann ist Dailyme TV<br />

genau die richtige App für Ihre Ansprüche. Der Serienspezialist<br />

lädt einzelne Folgen und Filme aus dem Internet<br />

herunter und speichert die Filme auf Ihrem Tablet oder Smartphone.<br />

Der Download erfolgt auf Wunsch nur per WLAN aber<br />

auch über das Mobilfunknetz. So können Sie das Programm<br />

genießen, wann und wo immer Sie möchten. Auch wenn das<br />

Angebot nicht besonders umfangreich ausfällt, sind bei der<br />

Dailyme TV-Auwsahl sehr viele gute Sendungen dabei.<br />

kostenlos<br />

deutsch|12.07.02|3,6 MByte<br />

★★★★★<br />

Schau hin!<br />

Schau hin! von WE DO Berlin ist<br />

keine reine TV-Anwendung. <strong>Die</strong><br />

App richtet sich in erster Linie an<br />

Eltern und hilft dabei, geeignete Programme<br />

für die Kleinsten zu finden. Dazu<br />

gehört neben einem Besuch auf dem Spielplatz<br />

natürlich auch das TV-Programm.<br />

Hier schlägt die App für Kinder geeignete<br />

Sendungen der öffentlich-rechtlichen TV-<br />

Anstalten vor und gibt nützliche Expertentipps<br />

für den Medienkonsum mit Kindern.<br />

Für Eltern mit Kindern im Grund- oder Vorschulalter<br />

ist Schau hin! eine Pflicht-App<br />

und ein guter Begleiter im TV-Dschungel.<br />

Z.App 24<br />

Werbung, Werbung, Werbung.<br />

Wohin man auch zappt, läuft auf<br />

den meisten privaten Kanälen<br />

stets Reklame. Und hat man seine Lieblingsserie<br />

einmal gefunden, dann dauert es<br />

nicht lange, bis wieder die nervige Werbung<br />

läuft. Mit Z.App können Sie sich das<br />

Zappen sparen. <strong>Die</strong> App informiert Sie zuverlässig<br />

darüber, ob bei den sechs großen<br />

privaten Kanälen gerade Reklame läuft und<br />

informiert auf Wunsch per Push-Nachricht,<br />

wann die Werbung zu Ende ist. So verpassen<br />

Sie keine Minute, und die 1,60 Euro für<br />

die App sind sehr gut investiert.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1,4|16 MByte<br />

★★★★★<br />

1,59 Euro<br />

deutsch|Version 1.1.3|871 KByte<br />

★★★★★<br />

68<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

ZDbox<br />

<strong>Die</strong> Werkzeugsammlung ZDbox<br />

Alles in einer Box<br />

Sie ärgern sich, wenn der Akku zu schnell leer ist oder das Telefon nur langsam<br />

auf Ihre Eingaben reagiert? Genau diese alltäglichen Probleme verspricht das<br />

Tool ZDbox zu lösen. Hans Labod<br />

Smartphones unterhalten uns und helfen<br />

uns, unsere täglichen Aufgaben zu erledigen.<br />

Doch auch das beste Smartphone<br />

ist nicht perfekt. <strong>Die</strong> ZDbox [LINK 1] bringt deshalb<br />

eine große Anzahl von nützlichen <strong>kleine</strong>n<br />

Werkzeugen mit, die in den meisten Fällen<br />

dafür sorgen, dass das System schneller, länger<br />

und stabiler läuft. Im Hauptmenü der Gratis-<br />

App finden Sie eine Liste, in der die Tools untereinander<br />

angeordnet sind. <strong>Die</strong> einzelnen Menüpunkte<br />

sind jeweils mit einem <strong>kleine</strong>n Symbol<br />

inklusive Titel versehen. Rechts daneben sind<br />

die wichtigsten Infos zu dem jeweiligen Menüpunkt<br />

zu finden. Einige der Menüpunkte bringt<br />

Android auch von Haus aus mit, einige der Hersteller<br />

haben die Funktionen von ZDbox auch<br />

in ihre Systeme integriert. Der große Vorteil der<br />

App besteht jedoch darin, dass sich sämtliche<br />

Tools unter einer einheitlichen, hübsch gestalteten<br />

Oberfläche zeigen.<br />

So heißt der erste Punkt zum Beispiel kurz<br />

und schlicht Akku Info. Er zeigt die verblei-<br />

Nataliia Natykach, 123RF<br />

APPS & TIPPS 02/2013 69


APP-TIPPS<br />

ZDbox<br />

Abb. 1: Das Hauptmenü der<br />

ZDbox ist nach einzelnen Funktionen<br />

unterteilt.<br />

Abb. 2: Ähnlich dem Standardwecker<br />

von Android werden hier<br />

die Ruhezeiten aufgelistet.<br />

Abb. 3: <strong>Die</strong> Pinabfrage geschützter<br />

Apps gehört zu den besten<br />

Features der App.<br />

bende Batterielaufzeit in Stunden und den Ladezustand<br />

in Prozent an, zudem die Temperatur<br />

in Fahrenheit und Celsius und die seit dem letzten<br />

Neustart vergangene Zeit. <strong>Die</strong> Hauptfunktion,<br />

die sich hinter diesem Menüpunkt verbirgt,<br />

ist jedoch eine andere. Sie nennt sich<br />

Akku sparen und bietet zahlreiche Möglichkeiten<br />

für schnelle und einfache Stromsparmaßnahmen.<br />

So lässt sich zum Beispiel die Displayhelligkeit<br />

verringern oder die Zeit verkürzen, in<br />

der das Display in den Ruhezustand wechselt.<br />

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, den Flugmodus<br />

zu aktivieren und WLAN, Bluetooth,<br />

das Touch-Feedback und die Synchronisation<br />

auszuschalten.<br />

Datenmonitor und Profile<br />

Eine weitere praktische Funktion der ZDbox ist<br />

der integrierte Datenmonitor, der zwar seit Android<br />

4.0 zum OS gehört, aber noch längst nicht<br />

bei allen Handys vorhanden ist. Damit können<br />

Sie sich den Datenverbrauch innerhalb eines<br />

bestimmten Zeitraumes anzeigen und eine Internetsperre<br />

ab einem bestimmten Volumen<br />

einrichten lassen. Das ist vor allem dann praktisch,<br />

wenn Sie keine Internetflatrate besitzen<br />

und einen gesalzenen Kilobyte-Preis bezahlen<br />

müssen, falls Sie Ihr Internetvolumen aufgebraucht<br />

haben sollten.<br />

Unter dem Menüpunkt Profile legen Sie Ruhephasen<br />

fest. In einer solchen wechselt das<br />

Handy zu einer vorher von Ihnen festgesetzten<br />

Zeit automatisch in den Flugmodus oder stellt<br />

sämtliche Signale auf stumm. Sind Sie soeben<br />

ins Flugzeug eingestiegen? Dann richten Sie<br />

doch einen Countdown ein: <strong>Die</strong>ser versetzt das<br />

Handy bis zum Ablauf in den Flugmodus oder<br />

den Ruhezustand.<br />

<strong>Die</strong> ZDbox bietet auch die Möglichkeit, Programme<br />

mit einem Passwort zu schützen. So<br />

können Sie zum Beispiel verhindern, dass Unbefugte<br />

Ihre SMS-Nachrichten lesen. <strong>Die</strong>se<br />

Sperre lässt sich für jede App auf dem Telefon<br />

festlegen, und das Entsperren geht sehr schnell,<br />

sodass diese Sicherheitsfunktion nicht auf Kosten<br />

der Bequemlichkeit geht. <strong>Die</strong> Sperre lässt<br />

sich allerdings recht einfach umgehen, indem<br />

man einfach die App ZDbox deinstalliert, aber<br />

darauf muss man ja zuerst kommen.<br />

Apps und System verwalten<br />

<strong>Die</strong> ZDbox hält auch mehrere Tools zur Programmverwaltung<br />

bereit. Mit dem integrierten<br />

Task-Killer schließen Sie alle Programme auf<br />

einmal, was besonders bei Smartphones mit<br />

wenig Hauptspeicher ein nützliches Feature ist.<br />

Es ist jedoch auch möglich, für einzelne Programme<br />

eine Ausnahmeregelung festzulegen,<br />

70<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

ZDbox<br />

um sie vor dem Abschießen<br />

zu schützen. Weitere Funktionen<br />

helfen, die installierten<br />

Programme auf dem Smartphone<br />

oder Tablet zu ordnen:<br />

Der Uninstaller entfernt Apps,<br />

und der Menüpunkt App auf<br />

SD verschiebt die Progrämmchen<br />

auf die SD-Karte, um so<br />

neuen Speicherplatz auf dem<br />

Telefon zu schaffen. Außergewöhnlich<br />

vorteilhaft dabei:<br />

<strong>Die</strong> ZDbox beherrscht dabei<br />

die Batch-Verarbeitung. So<br />

können Sie mehrere Programme<br />

mit nur einem Klick<br />

deinstallieren oder aber verschieben.<br />

Der letzte Menüpunkt der<br />

ZDbox ist der Systemreiniger.<br />

Mit diesem Werkzeug löschen<br />

Sie nicht mehr benötigte Daten. Dazu zählt der<br />

Cache der einzelnen Apps. Hier befinden sich<br />

meist Daten, die während der Nutzung eines<br />

Programms gespeichert werden, um beim<br />

nächsten Start schneller dargestellt zu werden<br />

(zum Beispiel Bilder).<br />

Zusatzfunktionen<br />

Ein weiteres tolles Feature der ZDbox ist die Anzeige<br />

in der Statusleiste. Im nicht ausgeklappten<br />

Zustand befindet sich in der oberen linken<br />

Ecke ein <strong>kleine</strong>s Batteriesymbol mit der verbleibenden<br />

Akkuladung in Prozent. Ziehen Sie die<br />

Statusleiste nach unten, ist dort eine Benachrichtigung<br />

zu finden, die die noch verbleibende<br />

Laufzeit des Telefons, die Anzahl der laufenden<br />

Programme und den bereits genutzten Traffic<br />

anzeigt. Ferner wird dargestellt, ob die Funktion<br />

der Programmsperre aktiviert ist. Wenn Sie<br />

diese Benachrichtigung in der Statusleiste anklicken,<br />

gelangen Sie direkt und ohne Umwege in<br />

das Menü der ZDbox.<br />

<strong>Die</strong> Widgets, die mit der ZDbox installiert<br />

werden, lassen sich frei auf dem Homebildschirm<br />

platzieren. Dabei haben Sie die Wahl<br />

zwischen vier Widgets: Das 4x2, 4x1 und das<br />

1x1 Widget enthalten Schaltflächen, die Sie frei<br />

mit beliebigen Funktionen belegen können. Ein<br />

paar dieser Funktionen sind das An- und Ausschalten<br />

der Stromsparfunktion, das Sperren<br />

Abb. 4: Zur ZDbox gehören auch<br />

jede Menge Widgets.<br />

der automatischen Bildschirmrotation,<br />

das Verändern der<br />

Helligkeit oder das Ein- und<br />

Ausschalten der Datenübertragung<br />

des Gerätes. Über ein<br />

weiteres 4x1 großes Widget<br />

steuern Sie den Task-Killer. Es<br />

wird Ihnen angezeigt, wie<br />

viele Programme im Moment<br />

laufen, wie viel Speicher diese<br />

verbrauchen und wie viel<br />

Speicher noch frei ist. Außerdem<br />

gibt es eine Schaltfläche<br />

mit der Aufschrift KILL ALL.<br />

Wird diese betätigt, werden<br />

alle laufenden Programme geschlossen.<br />

<strong>Die</strong>se Funktion<br />

kann hilfreich sein, wenn Sie<br />

ein Handy mit wenig Arbeitsspeicher<br />

haben und trotzdem<br />

viele Programme noch im Hintergrund<br />

weiter laufen, die Sie im Moment aber<br />

nicht mehr benötigen. Durch das Schließen<br />

sollte das Handy nun wieder schneller auf Ihre<br />

Eingaben reagieren.<br />

Fazit<br />

<strong>Die</strong> ZDbox ist eine gelungene Sammlung von<br />

nützlichen Tools. Dabei ist die Oberfläche der<br />

App einfach gestaltet. <strong>Die</strong> Überschriften der<br />

einzelnen Menüpunkte sind gut lesbar und<br />

durch Symbole erkennbar. <strong>Die</strong> einzelnen Module<br />

lassen sich sehr leicht bedienen, bei der<br />

ersten Benutzung des Programms bekommen<br />

Sie zudem Hinweise angezeigt, wie Sie welche<br />

Funktion zu verwenden haben. <strong>Die</strong>s ist praktisch<br />

und ermöglicht ein schnelles Verstehen<br />

der zahlreichen Funktionen.<br />

Als Kritikpunkt darf allerdings nicht unerwähnt<br />

bleiben, dass die ZDbox fast zu viele<br />

Aufgabenfelder abdecken will und dabei nicht<br />

immer das Bestmögliche bietet. So ist es nicht<br />

verwunderlich, dass manche Aufgaben nur<br />

oberflächlich erledigt werden. Wenn Sie zum<br />

Beispiel das Hauptaugenmerk auf die Akkusparfunktion<br />

legen, sollten Sie lieber ein speziell<br />

darauf zugeschnittenes Programm verwenden,<br />

wie zum Beispiel JuiceDefender [LINK 2].<br />

Dennoch ist die ZDbox ein gutes Programm mit<br />

vielen Funktionen, das dem Nutzer den Umgang<br />

mit dem Smartphone erleichtert. ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28648<br />

APPS & TIPPS 02/2013 71


APP-TIPPS<br />

Videoanrufe mit Skype<br />

Als Philipp Reis und Graham Bell im 19. Jahrhundert das Telefon entwickelten,<br />

dachten sie noch nicht an Video-Telefonate. Erste Systeme aus den 70ern waren<br />

groß und extrem teuer. Zu Hause wurden Videotelefonate erst durch Skype populär,<br />

ein <strong>Die</strong>nst, der auch auf Android verfügbar ist. Christoph Langner<br />

Auch wenn Android von Haus aus die<br />

Möglichkeit bietet, über die Internetverbindung<br />

Audio- und Video-Chats zu<br />

führen, erfreut sich Skype [LINK 1] auf Smartphones<br />

großer Beliebtheit. <strong>Die</strong> Anwendung gehört<br />

mit über 70 Millionen Installationen [LINK 2] aus<br />

dem Play Store zu den erfolgreichsten Apps.<br />

Aktuell sind im Schnitt über 40 Millionen User<br />

im Skype-Netzwerk angemeldet [LINK 3].<br />

Desktop-Anwendungen<br />

Skype-Apps gibt es für den Desktop (Windows,<br />

MacOS X, Linux), verschiedene Spiele-Konsolen,<br />

spezielle Fernseher oder Blu-ray-Player und<br />

natürlich auch für mobile Geräte mit iOS, Windows<br />

Phone und Android. <strong>Die</strong> Android-App<br />

[LINK 4] laden Sie kostenlos aus dem Google Play<br />

Store herunter, sie läuft auf allen Geräten ab<br />

Android 2.1. Um Skype nutzen zu können,<br />

wählen Sie einen Accountnamen, mit dem Sie<br />

ABLAUFDATUM<br />

Skype-Guthaben haben ein Fälligkeitsdatum<br />

von 180 Tagen. Wenn Sie innerhalb dieser Frist<br />

keine kostenpflichtige Leistung, etwa einen<br />

Anruf ins Festnetz, in Anspruch genommen<br />

haben, wird nach mehrmaligem Hinweis Ihr<br />

Guthaben auf null gesetzt. Skype gibt Ihnen jedoch<br />

die Möglichkeit, es zu reaktivieren. Über<br />

eine spezielle Webseite [6] lässt sich auch nach<br />

Jahren Inaktivität der eingezahlte Betrag als aktives<br />

Guthaben rückbuchen.<br />

sich registrieren. Sowohl das Konto als auch die<br />

meisten angebotenen Leistungen sind kostenfrei,<br />

lediglich für Telefonate ins Fest- oder Mobilfunknetz<br />

sowie für Premium-<strong>Die</strong>nste wie<br />

etwa eine eigene Festnetzrufnummer oder<br />

einen Anrufbeantworter erfordert Skype ein aktives<br />

Guthaben.<br />

Skype auf Android<br />

Skype für Android fehlte zunächst die Funktion,<br />

Video-Telefonate abzuwickeln. Erst Version<br />

2.0 brachte Video-Chats mit, zur Markteinführung<br />

des Features unterstützte Skype zudem<br />

nur eine Handvoll Handys. Mittlerweile sind die<br />

Anforderungen so weit gesunken, dass praktisch<br />

jedes Smartphone ab Android-Version 2.2<br />

den Video-Chat unterstützt. Möchten Sie dafür<br />

eine vorhandene Front-Kamera nutzen, benötigt<br />

Skype mindestens „Gingerbread“ 2.3 als Basis.<br />

Auf den meisten Androiden müsste Skype erkennen,<br />

dass eine Kamera für Video-Chats vorhanden<br />

ist. Sollte die Erkennung wider Erwarten<br />

nicht funktionieren, dann überprüfen Sie in<br />

den Einstellungen von Skype die Option Videoanrufe<br />

aktivieren, die für Video-Chats angekreuzt<br />

sein muss.<br />

In diesem Menü finden Sie auch die Möglichkeit,<br />

die Video-Qualität zwischen Niedrig und<br />

Hoch zu variieren. Niedrige Qualität bietet sich<br />

bei Gesprächen über das UMTS-Netz an, da so<br />

deutlich weniger Daten übertragen werden<br />

müssen. Hohe Qualität sollten Sie nur dann<br />

72<br />

02/2013 APPS & TIPPS


APP-TIPPS<br />

Videoanrufe mit Skype<br />

Abb. 1: Hohe Video-Qualität<br />

belastet das Inklusiv-Volumen<br />

einer UMTS-Verbindung deutlich.<br />

Abb. 2: Kontakte mit einer <strong>kleine</strong>n<br />

Kamera neben dem Namen verfügen<br />

über eine Webcam.<br />

Abb. 3: Video-Telefonate starten<br />

Sie wie einen Chat aus der Kontakt-Ansicht<br />

heraus.<br />

nutzen, wenn Sie über WLAN ins Internet<br />

gehen oder ein großes Inklusiv-Volumen besitzen.<br />

Eine automatische Auswahl der Videoqualität,<br />

abhängig vom verwendeten Netz, bietet<br />

Skype bislang nicht an.<br />

Videotelefonate<br />

Video-Chats führen Sie mit jedem Skype-Nutzer,<br />

der über eine entsprechende Hardware verfügt,<br />

egal, ob dieser gerade an seinem PC sitzt<br />

oder ein iPhone in der Hand hält. Hat Ihr Kontakt<br />

an seinem PC eine Webcam angeschlossen<br />

oder verwendet er ein Android-Smartphone mit<br />

integrierter Front-/ Rückkamera, zeigt Skype in<br />

der Kontaktliste neben dem Namen zusätzlich<br />

ein <strong>kleine</strong>s Kamera-Symbol an (Abbildung 3).<br />

Einen Videoanruf starten Sie<br />

durch langes Tippen auf den gewünschten<br />

Kontakt und den<br />

Menüpunkt Skype-Videoanruf oder<br />

direkt aus der Kontakt-Ansicht.<br />

Dort wird der Videoanruf mit<br />

einem blauen Kamera-Icon symbolisiert.<br />

Der Anrufer kann Ihr Telefonat<br />

als normales Skype-Telefonat<br />

oder als Video-Anruf annehmen.<br />

Erst bei der zweiten Option startet<br />

automatisch dessen Webcam, ansonsten<br />

sieht er nur Ihr Bild. Läuft<br />

das Videogespräch, so haben Sie<br />

die Möglichkeit, über das blaue Webcam-Symbol<br />

Einfluss auf die Video-Übertragung nehmen.<br />

Dort lässt sich – solange Ihr And roid-<br />

Smartphone oder -Tablet über die entsprechende<br />

Hardware verfügt – zwischen der Front<br />

und Rückkamera hin- und herschalten, die Kamera<br />

drehen oder auch das Bild wieder komplett<br />

deaktivieren.<br />

Fazit<br />

Skypes Vorteil ist die Anzahl der unterstützten<br />

Plattformen und die Stärke, sich durch Firewalls<br />

zu bohren. Egal, wo sich Ihr Gesprächspartner<br />

befindet und mit welchem System er arbeitet:<br />

<strong>Die</strong> Chance ist sehr hoch, dass Sie mit Skype<br />

kostenlos Videogespräche führen können. ● ● ●<br />

Abb. 4: Im Video-Gespräch bekommen Sie Ihren Gesprächspartner<br />

und das eigene Bild als Bild im Bild angezeigt.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28647<br />

APPS & TIPPS 02/2013 73


SPIELE-TIPPS<br />

<strong>Top</strong>-Spiele<br />

<strong>Top</strong>-Spiele<br />

Liviu Peicu, 123RF<br />

Langeweile? Das muss nicht sein, erst recht nicht wenn Sie ihren Androiden dabei<br />

haben! Der Play Store ist voll mit tollen Spiele, Android User stellt Ihnen die <strong>Top</strong>-<br />

Games der redaktion vor. Patrick Neef<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29026<br />

Ungeschlagen<br />

Rayman Jungle Run schaffte es<br />

Ende 2012 auf die mobilen Geräte<br />

und hat die Spielegemeinde sofort<br />

begeistert. Was anfangs wie eine reduzierte<br />

Variante der Konsolenversion aussehen<br />

könnte, entpuppt sich als mutiger Schritt<br />

der Entwickler, die Touchscreens der<br />

Smartphones und Tablets zu berücksichtigen.<br />

Das Ergebnis: Keine 1:1 Portierung mit<br />

virtuellen Buttons, sondern ein superunterhaltsames<br />

Spiel mit perfekt an Touchscreens<br />

angepasster Steuerung. So muss<br />

ein Spiel für zwischendurch aussehen!<br />

Der erste wichtige Unterschied: Rayman<br />

rennt von allein. Ist das Spiel daher ein Endless<br />

Runner wie Temple Run oder Canabalt?<br />

Nein, dazu ist die Spielwelt zu dynamisch,<br />

und dazu sind die Steuerungsmöglichkeiten<br />

mit der Figur zu hoch. Man kann ihn hüpfen<br />

lassen, mit dem Propellerhut durch die Luft<br />

gleiten, auf Trampolins hüpfen, mit Luftblasen<br />

nach oben schweben, an Wänden<br />

hochrennen oder mit der Faust zuschlagen.<br />

<strong>Die</strong>se Fähigkeiten werden nach und nach<br />

freigeschaltet, wodurch der Schwierigkeitsgrad<br />

leicht ansteigt. Dann steht das richtige<br />

Timing im Vordergrund, um Rayman so reibungslos<br />

wie möglich durch die Spielwelt<br />

zu bringen. Und genau hierbei glänzt die<br />

Steuerung: ein Knopf bleibt ein Knopf.<br />

Damit schweben und hüpfen Sie, kehren<br />

wieder um, hangeln sich an Lianen entlang,<br />

springen sich von Wand zu Wand nach<br />

oben und befreien sich aus <strong>kleine</strong>n Gruben.<br />

<strong>Die</strong> Level sind sehr abwechslungsreich und<br />

bei jedem ersten Bestreiten immer eine<br />

Überraschung.<br />

Am Ende eines Levels wird abgerechnet.<br />

Wie viele knallgelbe Lums haben Sie Im<br />

Laufe des Runs eingesammelt? Versteckte<br />

Level freigeschaltet? Begleitet wird der fröhliche<br />

Lauf durch die bunte Welt Raymans<br />

mit durchaus stimmungsvoller Musik, die<br />

sich hören lassen kann. Rayman Jungle<br />

Run zeigt übrigens, dass nette Grafiken und<br />

flüssige Animationen nicht immer ein teures<br />

High-End-Handy erfordern, denn auf<br />

sämtlichen Mittelklasse-Smartphones läuft<br />

das Spiel weich wie Butter.<br />

2,69 Euro<br />

deutsch|Version 2.0.7|88 MByte<br />

★★★★★<br />

74


SPIELE-TIPPS<br />

<strong>Top</strong>-Spiele<br />

Waking Mars<br />

Sie erkunden die unterirdischen Höhlen des Mars und<br />

versuchen, Lebensformen in der fremden Welt zu deuten.<br />

Es dreht sich jedoch alles um Botanik und nicht um<br />

grüne Männchen. Während Sie mit einem Jetpack, das sich wunderbar<br />

per Fingertipp steuern lässt, durch die Höhlen schweben,<br />

lernen Sie, wie man die Samen der fremden Pflanzen setzt, Wasserpflanzen<br />

erschafft und andere fremde Wesen füttert. Dadurch<br />

erhöht sich die Menge an Botanik, die Sie für bestimmte Checkpoints<br />

brauchen. Es entwickelt sich eine geheimnisvolle, spannende<br />

Geschichte, der man sich nur schwer entziehen kann.<br />

3,77 Euro<br />

englisch|Version 1.3.3|223 MByte<br />

★★★★★<br />

Osmos HD<br />

Durch das Ausstoßen von eigener<br />

Masse beschleunigen Sie Ihren<br />

Mote über das Spielfeld, er hebt<br />

ähnlich wie eine Rakete durch ihren Abgasstrahl<br />

ab. Tippen Sie dazu kurz hinter Ihr<br />

Partikelchen. Dabei wird man selbst allerdings<br />

auch wieder <strong>kleine</strong>r, feuern Sie daher<br />

nicht allzu eifrig: Mit Geduld und einem geschickten<br />

Impuls zur richtigen Zeit kommen<br />

Sie auch zum Ziel, in den meisten Fällen<br />

sogar besser. Ziel des Spiels ist es, <strong>kleine</strong>re<br />

Partikel zu absorbieren und größeren<br />

aus dem Weg zu gehen, um nicht selbst<br />

aufgesogen zu werden. Abwechslungsreiche<br />

Level und eine tolle Atmosphäre machen<br />

dieses Spiel zu einem „Must-have“<br />

auf jedem Android Gerät.<br />

World of Goo<br />

Das <strong>kleine</strong> Spiel rund um die klebrigen<br />

Bälle gehört zu den Klassikern<br />

der sogenannten Indie-<br />

Spiele. Das Spielprinzip von World of Goo<br />

ist schnell erklärt. Ziehen Sie die wabbeligen<br />

Klumpen auseinander, um so Türme,<br />

Brücken oder andere wackelige Gerüste zu<br />

bauen. Dabei gilt es, möglichst wenig Goo-<br />

Bälle zu verbrauchen. Je mehr dieser Bälle<br />

Sie am Ende übrig behalten, desto mehr<br />

Punkte sammeln Sie. Bei diesem Spiel<br />

stimmt alles: Grafik, Design, Sound und Atmosphäre,<br />

und auch der Spielumfang ist<br />

riesig. Nur schade, dass World of Goo nicht<br />

mit allen Android Geräten kompatibel ist.<br />

2,29 Euro<br />

englisch|Version 1.2.16hb|42 MByte<br />

★★★★★<br />

3,99 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.5|46 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 75


SPIELE-TIPPS<br />

<strong>Top</strong>-Spiele<br />

Baphomets Fluch: Director’s Cut<br />

Baphomets Fluch ist ein klassisches Point&Click Adventure,<br />

bei dem das Klicken dank moderner Touchscreens<br />

zum Tippen wird. Das Spiel gehörte zu den<br />

frühen Umsetzungen der klassischen Adventures für Android,<br />

ist aber auch heute noch eines der besten Spiele im Google<br />

Play Store. <strong>Die</strong> Geschichte ist spannend, die Rätsel weder konfus<br />

noch zu schwer, und die Steuerung gelingt dank hilfreicher<br />

Hot-Spot-Funktion sehr gut. Das perfekte Spiel für einen verregneten<br />

Sonntag! Und wem es gefällt, der kann sich danach gleich<br />

den Nachfolger kaufen, der fast genau so gut ist.<br />

2,99 Euro<br />

deutsch|Version 1.10|534 MByte<br />

★★★★★<br />

Pflanzen gegen Zombies<br />

Pflanzen gegen Zombies – wer<br />

kennt das Spiel nicht? Auf vielen<br />

PCs, Konsolen und Smartphones<br />

wurden mit diesem süchtig machenden<br />

Game weltweit bereits Milliarden Spielstunden<br />

verbracht. Und trotzdem: Es<br />

macht immer wieder Spaß. Ihr Haus wird<br />

von einer Horde Zombies überrannt, und<br />

Sie müssen ein paar Pflanzen geschickt so<br />

arrangieren, dass die Zombies ins Gras<br />

beißen. <strong>Die</strong> Untoten greifen auf festen Bahnen<br />

an, und genauso müssen Sie auch die<br />

Pflanzen setzen. Immer mehr Pflanzen,<br />

immer mehr Zombies, abwechselnde Szenarien<br />

und viele Mini-Spiele sorgen für geradezu<br />

unendlichen Spielspaß. Leider fehlt<br />

unter Android immer noch der Zen-Garten!<br />

Doodle Jump<br />

Doodle Jump ist einer der Großväter<br />

der mobilen Spiele und<br />

hätte heute ehrlich gesagt kaum<br />

noch eine Chance, sich gegen die Konkurrenz<br />

durchzusetzen. Ihre Figur hüpft von allein<br />

nach oben, und Sie müssen das Smartphone<br />

so neigen, dass die Figur Plattformen<br />

erreicht und immer weiter hüpft. Ist<br />

man einmal daneben gehüpft, ist der Spaß<br />

vorbei. Ziel ist es, so weit wie möglich nach<br />

oben zu gelangen, was natürlich immer<br />

schwerer wird, da Plattformen bröckeln,<br />

Gegner schießen oder schwarze Löcher im<br />

Weg stehen. Macht zwar immer noch<br />

Spaß, ist aber unübersehbar angestaubt.<br />

2,69 Euro<br />

deutsch|Version 1.3.16|80 MByte<br />

★★★★★<br />

0,75 Euro<br />

englisch|Version 1.14.03|13 MByte<br />

★★★★★<br />

76<br />

02/2013 APPS & TIPPS


Liviu Peicu, 123RF<br />

Angry Birds Space<br />

Wenn es nach den Entwicklern<br />

von Angry Birds geht, dann sind<br />

deren katapultierende Vögel und<br />

die bösen grünen Schweine bald so erfolgreich<br />

wie Mickey Maus im letzten Jahrhundert.<br />

Das Selbstbewusstsein ist verständlich:<br />

Mit zirka 600 Millionen Downloads auf<br />

sämtlichen Plattformen hat die Marke<br />

Angry Birds nicht nur einen Eintrag im<br />

Guinness Buch der Rekorde erhalten, sondern<br />

ist bereits Teil der mobilen Alltagskultur.<br />

Mit Angry Birds Space schickt Rovio<br />

nach den Ablegern Angry Birds Seasons<br />

und Rio gleich den vierten Teil ins Rennen -<br />

noch vor Angry Birds Star Wars, das bei<br />

vielen Fans nur mit gemischten Gefühlen<br />

aufgenommen wurde.<br />

Das Besondere an Angry Birds Space ist<br />

die Spielmechanik: Zwar bleibt das Prinzip<br />

der katapultierenden Vögel bestehen, doch<br />

diesmal sind die Flugbahnen durch Gravitationszonen<br />

der Planeten bestimmt. <strong>Die</strong>se<br />

sind mal schwächer und mal stärker und<br />

beeinflussen so die Flugbahn auf unterschiedliche<br />

Weise.<br />

Man mag es kaum glauben, aber das sorgt<br />

für richtig viel Abwechslung: Mal sausen<br />

die Vögel wie wild um die Planeten, mal<br />

schweben die zerbrechlichen Gegenstände<br />

langsam Richtung Riesenplanet. Und taktisch<br />

legt der Titel zu, wenn man die Umlaufbahn<br />

nutzt, um von verschiedenen Seiten<br />

anzugreifen. Eine tolle Sache sind die<br />

Eggsteroids: Über in den Leveln versteckte<br />

Eier schaltet man bei Berührung Easter Egg<br />

Level frei, die dann in der Levelübersicht<br />

ausgewählt werden dürfen.<br />

Optisch hat das Spiel<br />

ebenfalls nachgelegt. Vor<br />

allem durch die knackscharfen<br />

Texturen auf<br />

Android-Geräten mit<br />

großen Displays sieht<br />

Angry Birds Space wirklich<br />

toll aus.<br />

Kleinere Meckereien<br />

muss sich das Spiel jedoch<br />

gefallen lassen. Da<br />

wäre zum einen der geringe Umfang,<br />

der im Vergleich zum Originalspiel<br />

gering ausfällt. Dann gibt es da noch das<br />

Level Danger Zone, das auf Nicht-<br />

Samsung-Geräten per In-App-Kauf erworben<br />

werden muss.<br />

Und noch etwas: <strong>Die</strong> kostenlose Variante<br />

mit Werbung ist zwar nett, doch wenn die<br />

Werbung so penetrant ins Spiel ragt, dann<br />

stört das. Doch für diesen Fall gibt es ja die<br />

kostenpflichtige Premium-Version. Das aktuellere<br />

Angry Birds Star Wars baut zwar<br />

auf Angry Birds Space auf, doch wer mit<br />

der Vermarktung der Star Wars Lizenz nicht<br />

warm wird, für den ist Angry Birds Space<br />

das deutlich bessere Spiel.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.4.0|47 MByte<br />

SPIELE-TIPPS<br />

<strong>Top</strong>-Spiele<br />

APPS & TIPPS 02/2013 77


SPIELE-TIPPS<br />

Casual Games<br />

Nikita Chisnikov, 123RF<br />

Casual Games<br />

Bad Piggies<br />

Sie spielen nur<br />

sporadisch?<br />

Dann sind diese<br />

sieben Casual<br />

Games genau<br />

das Richtige für<br />

zwischendurch.<br />

Patrick Neef<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29027<br />

Rovio ist eine <strong>kleine</strong> Überraschung<br />

gelungen: Anstatt einen zweiten<br />

Teil von Angry Birds zu entwickeln,<br />

veröffentlichten die Finnen mit Bad<br />

Piggies ein ganz anderes Spiel. Es spielt<br />

zwar immer noch im Angry Birds-Universum,<br />

doch diesmal spielen Sie aus der<br />

Sicht der grünen Schweine, die den Vögeln<br />

die Eier klauen wollen. Jedes Level startet<br />

mit einem vorgegebenen Set aus Gegenständen.<br />

Das sind etwa Kisten, Propeller,<br />

Luftballons, Reifen oder Flaschenraketen.<br />

Auf einem quadratischen Raster mit mehreren<br />

Feldern platzieren Sie die Gegenstände<br />

und basteln so ein Gefährt, in das<br />

Sie am Ende das grüne<br />

Schwein setzen.<br />

Wichtig<br />

sind die physikalischen<br />

Kräfteverhältnisse,<br />

denn die bestimmen, ob<br />

sich das Gefährt während der Fahrt neigt,<br />

abhebt oder gänzlich auf der Strecke bleibt.<br />

Sitzt das Schwein im Gefährt, bestätigen<br />

Sie den Aufbau mit einem Tippen auf den<br />

Haken. Jetzt können Sie manche der Gegenstände<br />

steuern, wie etwa die angebrachten<br />

Luftballons platzen lassen, die<br />

Propeller ein- oder ausschalten oder die<br />

Flaschenraketen zünden. Frei nach der Formel<br />

Timing + Physik = Antrieb saust das<br />

Gefährt nun über Hügel, schwebt über<br />

Berge oder fällt in den Abgrund. Ziel ist es,<br />

die nächste Karte zu erreichen, die den<br />

Schweinen den Weg zu den Eiern der Vögel<br />

weisen soll. Pro Level<br />

sind die Anforderungen<br />

für die einzelnen<br />

der drei zu ergatternden<br />

Sterne unterschiedlich.<br />

Fazit: Bad<br />

Piggies ist ein tolles<br />

Spiel, das sich anfangs<br />

als Puzzle-<br />

Spiel tarnt, sich<br />

dann aber als ver-<br />

rückter Flugsimulator entpuppt.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.2.0|42 MByte<br />

★★★★★<br />

78<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SPIELE-TIPPS<br />

Casual Games<br />

Dungeon Raid<br />

Dungeon Raid ist ein Match-3-Spiel mit RPG-Elementen.<br />

Sie müssen immer mindestens drei gleiche Elemente<br />

miteinander verbinden. Doch jedes der vier möglichen<br />

Elemente hat eine ganz bestimmte Funktion. So bewirken Sie Attacken,<br />

sammeln Goldstücke ein oder bilden eine Defensive. Ist<br />

der Gegner an der Reihe, besteht sein Spielzug einzig und allein<br />

in einem Angriff. Unzählige Möglichkeiten Charaktere freizuschalten<br />

und originelle Gegner machen das Spiel spannend. Und<br />

obwohl das Spiel eigentlich „nur“ in Zahlenspielereien auf dem<br />

Papier stattfindet, hat es seinen ganz besonderen Reiz.<br />

1,58 Euro<br />

englisch|Version 1.2.11|4 MByte<br />

★★★★★<br />

Temple Run 2<br />

Temple Run darf mit über 100 Millionen<br />

Downloads als Phänomen<br />

bezeichnet werden. Ihr Held versucht<br />

aus einem Tempel zu entkommen,<br />

Sie müssen seine Bewegungen steuern.<br />

Per Fingerwisch hüpfen Sie über Hindernisse,<br />

rutschen durch Öffnungen und wählen<br />

am Ende des Pfades die linke oder<br />

rechte Abzweigung. Durch Neigen bewegt<br />

man sich seitlich, um Münzen zu sammeln.<br />

Je höher die Distanz, desto mehr Punkte<br />

erhält man. Achievements und Upgrades<br />

tun ihr Übriges, um die Langzeitmotivation<br />

hochzuhalten. Unbedingt ausprobieren!<br />

Granny Smith<br />

Granny Smith ist nicht nur ein<br />

säuerlicher Speiseapfel, sondern<br />

auch ein charmanter Endless Runner,<br />

bei dem Sie mit einer Großmutter<br />

einem jungen Apfeldieb hinterherjagen.<br />

<strong>Die</strong> Großmutter saust von alleine los, Ihre<br />

Aufgabe ist es, zu springen und sich gelegentlich<br />

mit dem Stock an Kabeln entlangzuhangeln.<br />

Sammeln Sie Münzen und<br />

Äpfel ein, um die Level zu meistern. Beim<br />

Springen führt die Oma einen Salto aus,<br />

Sie müssen also immer im rechten Moment<br />

die Taste loslassen. Ein unterhaltsames<br />

Spiel, das lediglich durch die nervigen<br />

Lautäußerungen der Großmutter auf Dauer<br />

Kritik einstecken muss. Zum Glück kann<br />

man die Töne abschalten.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.12|32 MByte<br />

★★★★★<br />

1,89 Euro<br />

englisch|Version 1.2.0|20 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 79


SPIELE-TIPPS<br />

Casual Games<br />

Jetpack Joyride<br />

Warum kann selbst die eintönigste Aktion stundenlang<br />

Spaß machen? Im Falle von Jetpack Joyride ist<br />

nämlich das Einzige, was Sie tun können, die Spielfigur<br />

schweben zu lassen, wenn Sie den Finger auf das Display<br />

drücken und damit den Jetpack zünden. Sie müssen versuchen,<br />

so weit wie möglich zu kommen, sammeln dabei Münzen<br />

ein und erledigen eine Menge Aufgaben. Das sorgt ständig<br />

für Abwechslung und hohe Motivation, es erneut zu versuchen.<br />

Ein einfaches, aber fesselndes Spiel, das in der gleichen<br />

Liga spielt wie die großen Klassiker der mobilen Spiele.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.3.5|30 MByte<br />

★★★★★<br />

League of Evil<br />

Man kann es nicht oft genug betonen:<br />

Der Erfolg eines guten Plattformers<br />

steht und fällt mit der virtuellen<br />

Kontrolle des Helden. Und die funktioniert<br />

bei League of Evil ausgezeichnet.<br />

<strong>Die</strong> Level sind kurz, motivieren aber dank<br />

Sterne- System (nach Zeit) immer wieder.<br />

Sie müssen in jedem Level den Professor<br />

am Ende vernichten und können optional<br />

noch einen Koffer einsammeln. Das Spiel<br />

wird ziemlich schnell schwer, bleibt aber<br />

dank der exzellenten Steuerung immer fair.<br />

Auf iOS ist League of Evil längst zu einem<br />

erfolgreichen Hit geworden, der mit einem<br />

sehr guten zweiten Teil gekrönt wurde. Android-Nutzer<br />

müssen sich zunächst mit<br />

dem ersten Teil begnügen.<br />

Wo ist mein Wasser?<br />

<strong>Die</strong>ses Spiel gehört mittlerweile<br />

zum Kanon der mobilen Spiele.<br />

Mit ständigen Updates wird das<br />

witzige Spiel am Leben und vor allem abwechslungsreich<br />

gehalten. Hier dreht sich<br />

alles um Flüssigkeiten: Mit dem Finger graben<br />

Sie Erde beiseite und schaffen Platz für<br />

Wasser, Säuren und Dämpfe, die physikalisch<br />

korrekt fließen oder hochsteigen.<br />

Dabei sollen Sie Enten sammeln und am<br />

Ende genügend Wasser an das Krokodil<br />

Swampy liefern, das geduldig in der Dusche<br />

steht und wartet. <strong>Die</strong> vielen Level sind<br />

höchst originell – ein absoluter Klassiker!<br />

0,77 Euro<br />

englisch|Version 1.0.4|17 MByte<br />

★★★★★<br />

0,76 Euro<br />

deutsch|Version 1.11.0|47 MByte<br />

★★★★★<br />

80<br />

02/2013 APPS & TIPPS


Action Games<br />

Bei diesen Spieletipps sind echte Helden gefragt, die schnell handeln und auch<br />

vor roher Gewalt nicht zurückschrecken. Hier ist Action pur angesagt. Patrick Neef<br />

SPIELE-TIPPS<br />

<strong>Die</strong> 7 besten Action-Spiele<br />

N.O.V.A. 3<br />

Mit N.O.V.A. 3 setzt Gameloft die<br />

erfolgreiche Serie "Near Orbit Vanguard<br />

Alliance" fort. Sie schlüpfen<br />

im 1,7 GByte (!) großen Spiel in die Rolle<br />

von Commander Kal Wardin, der in San<br />

Francisco die Volteriten eliminieren soll.<br />

Dabei müssen Sie reichlich Geschick beim<br />

Schießen beweisen. Über einen virtuellen<br />

Joystick auf der linken Displayhälfte steuern<br />

Sie Ihre Figur, mit einem Wisch auf der<br />

rechten Seite des Displays steuern Sie die<br />

Blickrichtung des Protagonisten. Unten<br />

rechts befindet sich das Waffenarsenal.<br />

Über die Elemente oben rechts laden Sie<br />

Ihre Waffe nach, um Pausen zum falschen<br />

Zeitpunkt zu vermeiden, und hier finden Sie<br />

auch die Handgranaten-Funktion, die Ihnen<br />

manchmal aus der Patsche hilft. <strong>Die</strong> Steuerungselemente<br />

lassen sich in den Einstellungen<br />

auf Rechts- und Linkshänder umstellen.<br />

Das Gameplay folgt stets dem gleichen<br />

Schema: Sie unterhalten sich mit<br />

Ihren Kollegen, starten eine Mission, schießen<br />

alles kurz und klein und lösen dabei die<br />

Aufgabe. Dazwischen gibt es kurze Pausen,<br />

in denen keine weiteren Gegner antraben<br />

und bei denen der Fortschritt gespeichert<br />

wird. Das passiert<br />

aber nicht bei allen<br />

Pausen, nehmen Sie<br />

sich also besser in<br />

Acht. N.O.V.A. 3 lässt<br />

sich auch via Netzwerk<br />

spielen. Dabei haben<br />

Sie die Auswahl zwischen<br />

einem klassischen<br />

Online-Spiel mit<br />

beliebigen Teilnehmern<br />

im Team oder<br />

einem Game im lokalen<br />

Netzwerk. Im<br />

Netzwerkmodus<br />

gibt es wiederum<br />

mehrere Auswahlmöglichkeiten<br />

von<br />

„jeder gegen<br />

jeden“ über Fahne<br />

oder Kontrollpunkt erobern bis zum<br />

Team Deathmatch. Möchten Sie einfach alleine<br />

spielen, wählen Sie im Hauptmenü<br />

den Eintrag Kampagne. Möchten Sie mit<br />

anderen Spielern zusammen zocken, dann<br />

wählen Sie Mehrspieler. Auszusetzen gibt<br />

es am Spiel recht wenig. Mit N.O.V.A. 3 ist<br />

Gameloft ein sehr guter Titel gelungen, der<br />

von einer breiten Geräte-Palette unterstützt<br />

wird und sich zum echten Klassiker mausern<br />

könnte. Im direkten Vergleich zum Tegra-3-Titel<br />

Renaissance Blood punktet das<br />

Spiel mit einem deutlich größeren Umfang<br />

und längerem Spielvergnügen.<br />

5,99 Euro<br />

englisch (dt. Untertitel)|Version 1.04|1,7 GByte<br />

★★★★★<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29028<br />

Ralf KRaft, 123RF<br />

02/2013 81


SPIELE-TIPPS<br />

<strong>Die</strong> 7 besten Action-Spiele<br />

Grand Theft Auto III<br />

Grand Theft Auto macht auch auf Android Spaß. Wer<br />

schon vor zehn Jahren mit dem Spiel seine Tage und<br />

Nächte verbracht hat, wird angesichts der praktisch 1:1<br />

umgesetzten Story auf seine Kosten kommen, wer das Spiel<br />

noch nicht kennt: Jetzt zugreifen, auch wenn die Grafik etwas<br />

besser sein könnte. GTA 3 spielt in der virtuellen Stadt Liberty<br />

City und führt Sie als Nachwuchsganove durch unzählige Aufträge<br />

und Missionen. Riesiger Umfang, tolle Action und hervorragende<br />

Vertonung – man muss nur damit leben können, dass die<br />

Steuerung auf Touchscreens nie ganz perfekt sein wird.<br />

4,49 Euro<br />

englisch (dt. Untertitel)|Version 1.3|8,6 Mbyte + Download<br />

★★★★★<br />

Shogun: Bullet Hell Shooter<br />

Bullet Hell Shooter schafft es, die<br />

Grafik, Steuerung und Atmosphäre<br />

alter Shooter einzufangen<br />

und dabei trotzdem ein Feuerwerk in HD-<br />

Grafik auf ihr Android-Smartphone oder<br />

-Tablet zu zaubern. Sie steuern ein Raumschiff,<br />

indem Sie den Finger auf dem Display<br />

hin- und herschieben. Lassen Sie es<br />

los, pausiert das Spiel, und Sie dürfen die<br />

Waffen wechseln, upgraden oder eine<br />

EMP-Granate abwerfen, um Gegner zu entmachten.<br />

Der Shooter steuert sich perfekt,<br />

sieht verdammt gut aus und gehört zu den<br />

besten Vertretern seines Genres.<br />

Gunman Clive<br />

Wie die Bilder verraten, handelt es<br />

sich bei Gunman Clive um ein<br />

waschechtes Jump'n Run. Sie laufen<br />

von links nach rechts durch die Spielwelt<br />

und bewältigen dabei Hindernisse,<br />

springen auf Plattformen und hüpfen über<br />

bedrohliche Abgründe. Dabei stellen sich<br />

Ihnen eine Vielzahl Gegner in den Weg,<br />

seien es Räuber, Pelikane oder Roboter.<br />

Glücklicherweise strotzt das Spiel nur so<br />

vor Ideenreichtum. Immer wieder gibt es<br />

Elemente im Spiel -wie etwa schwenkbare<br />

Plattformen, Bomben schmeißende Vögel<br />

oder Roboter-Banditen- die Gunman Clive<br />

zu einem besonderen Erlebnis machen.<br />

Schön anzusehen und toll zu spielen, nur<br />

manchmal einen Tick zu schwer.<br />

2,37 Euro<br />

englisch|Version 1.2.18|22 MByte<br />

★★★★★<br />

1,59 Euro<br />

englisch|Version 1.07|14 MByte<br />

★★★★★<br />

82<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SPIELE-TIPPS<br />

<strong>Die</strong> 7 besten Action-Spiele<br />

Max Payne Mobile<br />

Max Payne ist ein düsteres Abenteuer mit einem tragischen<br />

Helden. <strong>Die</strong> Geschichte, die Atmosphäre, die Vertonung,<br />

all das ist den meisten Action-Titeln im Google<br />

Play Store um Längen voraus. Sie steuern die Figur mit zwei virtuellen<br />

Steuerkreuzen: Mit dem linken bewegen Sie<br />

Max Payne, mit dem rechten sehen Sie sich um und<br />

zielen. Bei Bedarf lässt sich die Steuerung sehr umfangreich<br />

anpassen, so dass jeder Spieler damit zurechtkommen<br />

sollte. Hinter Max Payne verbirgt sich<br />

ein echter Meilenstein der Actionspiele.<br />

2,69 Euro<br />

englisch|Version 1.1|24 Mbyte + Download MByte<br />

★★★★★<br />

Modern Combat 4: Zero Hour<br />

In Modern Combat ist genau das<br />

drin, was Kenner von einem Spiel<br />

dieser Art erwarten: Ein weiterer<br />

sehr guter Action-Shooter im Stil von Call<br />

of Duty. <strong>Die</strong> Grafik ist deutlich besser, die<br />

Story anders, doch ansonsten hat sich<br />

nicht viel getan. Das Spiel kämpft genretypisch<br />

mit den Tücken einer Touchscreen-<br />

Steuerung. Insbesondere in den toll inszenierten<br />

Multiplayer-Gefechten fällt es<br />

schwer, blitzschnell die richtige Drehung zu<br />

vollführen und den Feind anzuvisieren. Der<br />

vierte Teil wird Fans der Reihe begeistern,<br />

Gelegenheitsspieler sind hingegen<br />

schlichtweg überfordert.<br />

5,99 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.1|1,9 Gbyte<br />

★★★★★<br />

Horn<br />

Bei diesem Adventure machen Sie<br />

sich auf die Suche nach Ihrer Vergangenheit<br />

und müssen diverse<br />

Rätsel lösen und Kämpfe bestehen. Das<br />

Besondere an Horn sind das Gameplay<br />

und natürlich die detailverliebte und auf<br />

der Unreal-Engine basierende Grafik. Im<br />

Verlauf des Spiels treffen Sie auf allerlei<br />

seltsame Kreaturen. <strong>Die</strong> meisten davon<br />

muss man im Kampf besiegen, um sie von<br />

ihrem Fluch zu befreien. <strong>Die</strong> Kreaturen entpuppen<br />

sich dann meistens als ehemalige<br />

Dorfbewohner. Das Neue und Geniale am<br />

Spiel sind die Bewegungsabläufe. So können<br />

Sie sich nicht nur umschauen und vorwärts<br />

bewegen, sondern müssen ab und<br />

zu springen, seitwärts gehen oder klettern.<br />

6,39 Euro<br />

deutsch|Version 1.0|1,7 Gbyte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 83


SPIELE-TIPPS<br />

stevanzz, 123RF<br />

Rennspiele<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29029<br />

Lieben Sie den Geruch von verbranntem Gummi in der Luft und das<br />

Geräusch von quietschenden Reifen im Ohr? Sind Sie ein Petrolhead,<br />

ein Auto-Freak, der auch auf dem Handy Rennsport braucht? Wir zeigen<br />

Ihnen die besten Rennspiel-Games aus dem Play Store! Patrick Neef<br />

Vollgas<br />

Need for Speed: Most Wanted<br />

fängt das Gefühl der<br />

Schnelligkeit perfekt ein.<br />

Wenn Sie mit über 300 Sachen die<br />

dunklen Straßen entlang sausen und<br />

dann noch den Nitro zünden, gibt es<br />

kein Halten mehr. <strong>Die</strong> Sicht verengt sich,<br />

alles zieht sich in die Länge, während der<br />

Motor aufheult und Sie hoffen, dass die<br />

nächste Kurve noch weit entfernt ist.<br />

Wer die anderen Need-for-Speed-Spiele<br />

kennt, dem dürfte vieles bei Most Wanted<br />

bekannt vorkommen. Als Jungspund treten<br />

Sie in Anfängerkarren in verschiedenen<br />

Rennen gegen andere Fahrer oder die Zeit<br />

an. Für jeden Sieg gibt es Erfahrungspunkte<br />

und Geld. Damit schalten Sie Autos<br />

und neue Strecken frei. Und so haben Sie<br />

immer mehr Zugang zu schnelleren Autos,<br />

die Ihnen die Rennen erleichtern. Damit Sie<br />

die Autos auch fahren dürfen, müssen Sie<br />

jedoch die nötige<br />

Menge Geld<br />

hinblättern.<br />

Sie zahlen übrigens<br />

auch für<br />

Upgrades wie mehr Nitro, eine leichtere<br />

Karosserie oder mehr Geschwindigkeit,<br />

und das pro Rennen. Noch schlimmer:<br />

Nach jedem Rennen sind die Upgrades verbraucht,<br />

egal, ob Sie nun gewonnen oder<br />

verloren haben. Aber es gibt ja noch einen<br />

Ingame-Shop, in dem Sie Geld nachkaufen<br />

dürfen. Das ist ärgerlich, denn die Kohle ist<br />

tatsächlich schnell weg, und mindestens<br />

einmal gab es die Situation, dass wir eine<br />

Mission auch nach mehreren Anläufen mit<br />

Upgrades nicht geschafft haben.<br />

Da dann das Geld weg ist, man aber für die<br />

weiteren Versuche kein Geld erhält, solange<br />

man nicht gewinnt, muss man sein<br />

Geld anderswo verdienen - oder eben kaufen.<br />

<strong>Die</strong> Rennen unterscheiden sich durch<br />

die Ziele, die Sie erreichen sollen. Mal müssen<br />

Sie alleine fahren und eine bestimmte<br />

Zeit unterbieten, oder Sie treten gegen<br />

sechs andere Fahrer an und müssen min-<br />

destens unter den ers-<br />

ten drei Plätzen lan-<br />

den. Sie absolvieren<br />

jede Rennstrecke mit<br />

verschiedenen Her-<br />

ausforderungen, um<br />

dann in der finalen<br />

Herausforderung<br />

gegen einen Fahrer<br />

im Duell anzutreten.<br />

Für Schnellstarter ist<br />

die Option Easydrive ein Segen.<br />

4,49 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.46|616 MByte<br />

★★★★★<br />

84<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SPIELE-TIPPS<br />

Rennspiele<br />

Jet Car Stunts<br />

In Jet Car Stunts müssen Sie ein Auto, das aussieht wie<br />

ein Formel 1-Spielzeugwagen, durch Strecken mit Loopings,<br />

Steilkurven und Sprüngen lenken. Obwohl das<br />

Spiel knapp zwei Jahre nicht aktualisiert wurde, ist es für viele<br />

Fans nach wie vor die Messlatte in Sachen „Schneller Fahrspaß“.<br />

Auf insgesamt 36 Strecken können Sie Ihre Fahrkünste<br />

unter Beweis stellen und die erreichte Zeit mit anderen Spielern<br />

vergleichen. Jet Car Stunts ist komplett in 3D, verzichtet aber auf<br />

grafische Details und setzt stattdessen auf ein flüssiges Spielerlebnis.<br />

Darüber hinaus ist die Steuerung angenehm und direkt.<br />

1,56 Euro<br />

englisch|Version 1.06|20 MByte<br />

★★★★★<br />

Reckless Racing<br />

Reckless heißt nicht umsonst<br />

rücksichtslos: Wenn Sie gerne in<br />

die Kurven gleiten, Mitstreiter<br />

durch dreckige Manöver aus dem Verkehr<br />

ziehen und es auch sonst gerne krachen<br />

lassen, dann ist Reckless Racing von Polarbit<br />

genau das richtige Spiel für Sie. Lenken<br />

Sie Ihren Geländewagen so durch die Kurven,<br />

dass Sie dabei möglichst wenig bremsen<br />

müssen, und nutzen Sie die Mitspieler<br />

und herumstehende Hindernisse, um auf<br />

der Bahn zu bleiben. Das ist gar nicht so<br />

leicht, schließlich gilt es zunächst, die Steuerung<br />

über die drei Buttons zu erlernen. Ist<br />

das geschafft, sorgt Reckless Racing für<br />

stundenlangen Spielspaß und verdient<br />

somit die Preis-Empfehlung der Redaktion.<br />

Trial Xtreme 2 HD<br />

Wer den erfolgreichen Vorgänger<br />

kennt, der weiß, was einen bei<br />

Trial Xtreme 2 HD erwartet: halsbrecherische<br />

Fahrten mit dem Motorrad<br />

über Hindernis-Parcours, verbunden mit<br />

vielen Genickbrüchen des Fahrers und gelegentlichen<br />

Wutausbrüchen des Spielers.<br />

Das Spiel fordert enorm, ist aber dank der<br />

guten Steuerung immer fair. Schmerzlich<br />

vermisst werden Speicherpunkte im Parcours,<br />

diese gibt es hier nur noch im<br />

höchsten Schwierigkeitsgrad, den man erst<br />

einmal erreichen muss. Nichts ist frustrierender,<br />

als nach einem Sturz kurz vor der<br />

Ziellinie alles nochmal abfahren zu dürfen.<br />

Davon abgesehen ist Trial Xtreme 2 HD<br />

aber ein sehr gutes Spiel!<br />

1,52 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.7|3,3 MByte + Download<br />

★★★★★<br />

2,50 Euro<br />

englisch|Version 2.95|49 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 85


SPIELE-TIPPS<br />

Rennspiele<br />

Asphalt 7: Heat<br />

Asphalt 7 ist der jüngste Streich der bekannten Rennserie<br />

von Gameloft. Und wie es sich für eine Fortsetzung<br />

gehört, wurde die Grafik verbessert, der Umfang<br />

erhöht und die Möglichkeiten erweitert. Auf 15 Strecken<br />

können Sie mit über 60 verschiedenen Flitzern Ihren Gegnern<br />

davonbrausen. Zunächst starten Sie mit einem geringen <strong>Budget</strong><br />

und dem schwächsten Auto. Sie verdienen sich Geld und<br />

Punkte, steigen auf und können Upgrades und neue Autos<br />

zum Kauf freischalten. Kommen Sie mit der Steuerung zurecht,<br />

macht das Spiel viel Spaß und Lust auf weitere Level!<br />

0,89 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.4|1,7 GByte<br />

★★★★★<br />

Beach Buggy Blitz<br />

Beach Buggy Blitz ist ein Highscore-Racer.<br />

Das bedeutet, dass<br />

Sie weder mehrere Strecken noch<br />

eine ganze Kampagne fahren. Das Motto<br />

lautet schlicht: Drauf aufs Gaspedal und ab<br />

die Post! Dass es keine Level gibt, ist kein<br />

Mangel: Das Spiel macht zunächst Spaß.<br />

<strong>Die</strong> Steuerung ist darüber hinaus sehr präzise.<br />

Sie müssen versuchen, immer wieder<br />

die Checkpoints zu erreichen, bevor die<br />

Zeit ausläuft. Das Spiel ist schnell fordernd,<br />

aber Dank vieler Upgrades wird man<br />

immer besser. Nur in den dunklen Höhlen<br />

fällt es manchmal schwer, den genauen<br />

Verlauf der Strecke zu sehen. Ein gutes<br />

Rennspiel, das auf lange Sicht mangels Abwechslung<br />

dann doch langweilig wird.<br />

Draw Race 2<br />

Das Spiel fasziniert uns nachhaltig:<br />

Aus der Draufsicht zeichnen<br />

Sie zunächst mit dem Finger die<br />

Fahrspur, dann fährt Ihr Auto genau diese<br />

Spur ab. Ziehen Sie beim Zeichnen den<br />

Finger schnell oder langsam, beeinflusst<br />

das die Geschwindigkeit Ihres Rennwagens.<br />

Anfangs wirkt das Prozedere recht<br />

einfach, doch im Verlauf des Spiels muss<br />

man immer präziser zeichnen, ohne sich<br />

große Fehler zu erlauben. Abwechslungsreiche<br />

Tracks, über 180 Herausfoderungen,<br />

ein großer Fuhrpark sowie die Möglichkeit,<br />

gegen Freunde antreten zu können, machen<br />

das Spiel zu einem Fahr-Vergnügen,<br />

das auch bei Kennern von Racing-Games<br />

keine Wünsche offen lässt.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.2.1|46 MByte<br />

★★★★★<br />

2,27 Euro<br />

englisch|Version 1.0.8|8,9 Mbyte + Download<br />

★★★★★<br />

86<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SPIELE-TIPPS<br />

Tower-Defense-Spiele<br />

Defense!<br />

Tower-Defense-Games sind schlicht, eignen sich für zwischendurch und machen<br />

auch langfristig Spaß. Wir stellen Ihnen die besten Titel vor. Patrick Neef<br />

Bruce Rolff, 123RF<br />

Anomaly Warzone Earth<br />

Es gibt nicht viele Spielegenres,<br />

bei denen das Ergebnis interessant<br />

ausfällt, wenn man das Spielprinzip<br />

auf den Kopf stellt. Doch genau das<br />

ist bei Anomaly Warzone Earth HD gelungen,<br />

und zwar mit dem Tower Defense<br />

Genre. Normalerweise müssen Sie bei dieser<br />

Art von Spiel Gegnerwellen abwehren,<br />

indem Sie Türme oder Verteidigungsanlagen<br />

bauen. Doch bei Anomaly Warzone<br />

Earth HD sind Sie der Angreifer.<br />

Mit einer Handvoll Einheiten ziehen Sie<br />

durch feindliche Straßen und müssen die<br />

Gegner attackieren oder zumindest deren<br />

Attacken überleben. Dazu stehen Ihnen verschiedene<br />

Fähigkeiten zur Verfügung. Sie<br />

können beispielsweise die Zonen, durch<br />

die Ihre Einheiten fahren, mit Reparaturkits<br />

versehen, sodass die Fahrzeuge beim<br />

Durchfahren repariert werden. Oder Sie<br />

legen Staubflächen an, damit die Angreifer<br />

Sie häufiger verfehlen.<br />

Das, was das Spiel wirklich lich macht, ist die Planungs-<br />

ungewöhnphase<br />

vor Beginn des Spiels.<br />

Dann spielen Sie Kommandant<br />

und legen den Weg, den Ihre<br />

Einheiten zurücklegen, genau<br />

fest. Das hat taktische Gründe:<br />

Sie suchen sich so die Gegner<br />

aus oder können je<br />

nach Wahl der Einheiten<br />

aggressiver<br />

oder defensiver vorgehen.<br />

Außerdem<br />

hängt der eingeschlagene<br />

Weg<br />

davon ab, ob Sie<br />

Ihre Missionsziele<br />

erreichen können,<br />

denn manchmal<br />

müssen Sie bestimmte<br />

Zonen<br />

erreichen oder<br />

auch ganz spezielle<br />

Gegner ausschalten.<br />

Anomaly Warzone Earth HD ist visuell<br />

beeindruckend, gut ausbalanciert und umfangreich<br />

genug, um mehrere Stunden zu<br />

unterhalten. Trotz der taktischen Tiefe ist es<br />

auch für zwischendurch bestens geeignet,<br />

da die einzelnen Level nicht besonders lang<br />

sind. Alles in allem ist Anomaly Warzone<br />

Earth HD ein absoluter <strong>Top</strong>-Titel und eines<br />

der besten Spiele, die Sie bisher für Android<br />

Smartphones bekommen können.<br />

3,69 Euro<br />

englisch|Version 1.18|154 MByte<br />

★★★★★<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29030<br />

APPS & TIPPS 02/2013 87


SPIELE-TIPPS<br />

Tower-Defense-Spiele<br />

Jelly Defense<br />

Böse Widersacher wandern einen Pfad entlang zum<br />

Ziel, und Sie müssen die Feinde mit Türmen ausschalten.<br />

Sie kaufen sich Türme, indem Sie die Goldstücke,<br />

die beim Beseitigen der Monster anfallen, einsammeln und für<br />

Türme und Upgrades ausgeben. <strong>Die</strong> Gegner kommen in Wellen<br />

und wollen an Ihre Kristalle, die es zu schützen gilt. Schaut<br />

schaut man genauer hin, sieht man an jeder Ecke, wie viel<br />

Mühe sich die Entwickler gegeben haben. Der Schwierigkeitsgrad<br />

ist vielleicht einen Tick zu schwer, aber nach zwei bis drei Versuchen<br />

hat man bei jedem Level den richtigen Dreh raus.<br />

2,69 Euro<br />

englisch|Version 1.18|66 MByte<br />

★★★★★<br />

Radiant Defense<br />

Radiant Defense ist zunächst ein<br />

typisches Tower-Defense-Spiel:<br />

Gegnerhorden strömen von der<br />

einen Seite zur anderen und dürfen einen<br />

bestimmten Punkt – hier den spiralen Reaktorkern<br />

– nicht erreichen. Für jeden Gegner,<br />

dem das trotzdem gelingt, wird ein Punkt<br />

von einer festgelegten Zahl abgezogen, bei<br />

Null haben Sie schließlich verloren. Entlang<br />

des Pfades setzen Sie die verschiedensten<br />

Waffen ein: Laser gegen Schutzschilde,<br />

Kanonen gegen Einzelgegner, toxische<br />

Kanonen und Raketen gegen viele<br />

Gegner. Radiant Defense gehört zu den<br />

schwersten Tower Defense-Spielen, ist<br />

aber schaffbar. Das Spiel ist kostenlos,<br />

Reinschnuppern lohnt auf jeden Fall!<br />

Babel Rising 3D<br />

Bei Babel Rising 3D dürfen Sie<br />

sich wie ein übermächtiges<br />

Wesen fühlen! Sie wollen den<br />

Turmbau zu Babel verhindern. Dazu werfen<br />

Sie auf die den Turm emporkletternden Arbeiter<br />

Steine und Feuerbälle, erledigen sie<br />

mit Blitzen, jagen sie durch Feuerwände<br />

oder schleudern sie durch Risse im Erdboden<br />

in die Luft. Jede Fähigkeit besitzt eine<br />

Abklingzeit, weshalb Sie genau abwägen<br />

müssen, welche Arbeiter Sie mit welchen<br />

Fähigkeiten wann ins Jenseits schicken.<br />

Ziel: Sie müssen verhindern, dass die Babylonier<br />

den Turmbau vollenden. Eine tolles<br />

und originelles Spiel, das nur manchmal<br />

durch die Kameraperspektive etwas<br />

hektisch werden kann.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 2.0.7|10 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.4|49 MByte<br />

★★★★★<br />

88<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SPIELE-TIPPS<br />

Tower-Defense-Spiele<br />

Fieldrunners HD<br />

Das Spiel kommt ganz klassisch daher: Horden von<br />

Soldaten und Fahrzeugen stürmen in Richtung des<br />

Ziels. Ihre Aufgabe ist es verschiedene Türme einzusetzen,<br />

um den Ansturm der Armeen aufzuhalten. Interessant<br />

ist, dass Sie den Laufweg Ihrer Gegner durch das<br />

Setzen der Türme bestimmen – ein grundlegendes<br />

taktisches Element des Spiels. Der bunte Comic-Stil<br />

mag nicht jedem gefallen, ist aber auch heute noch<br />

durchaus zeitgemäß. Nur die hohen Rundenzahlen<br />

pro Level sind auf Dauer etwas arg ermüdend.<br />

2,29 Euro<br />

englisch|Version 1.2|37 MByte<br />

★★★★★<br />

Sentinel 3: Homeworld<br />

Sentinel 3: Homeworld ist ebenfalls<br />

ein klassisches Tower Defense<br />

Spiel mit Science Fiction-<br />

Setting. Sie setzen Türme und bringen so<br />

die Gegnerwellen zur Strecke. Selbstverständlich<br />

lassen sich die Türme aufrüsten.<br />

Nach und nach schalten Sie immer mehr<br />

Karten, Türme und besondere Extras frei.<br />

Der Umfang des Spiels ist riesig: Nicht nur<br />

gibt es eine lange Kampagne, sondern<br />

auch verschiedene Spielmodi wie Endless<br />

und die Möglichkeit, die Kampagne im<br />

Epic-Modus zu spielen. Grafisch ist das<br />

Spiel leider nicht ganz so gelungen, denn<br />

bei der reduzierten Farbpalette aus Grau,<br />

Grün und Braun sieht alles ein wenig<br />

matschfarben aus.<br />

Guns’n’Glory<br />

Auch dieses Spiel hat schon graue<br />

Haare, macht aber noch eine<br />

Menge Spaß. Das liegt an dem<br />

etwas anderen Spielkonzept: Statt Türme<br />

steuern Sie wilde Cowboys, die entlang der<br />

Canyons auf Gegnerwellen feuern – dass<br />

die Gegner Zivilisten sind, macht das Spiel<br />

nicht gerade zum moralischen Aushängeschild<br />

von Videospielen. <strong>Die</strong> Steuerung der<br />

Cowboys ist manchmal etwas fummelig,<br />

aber ansonsten gibt es nichts zu meckern.<br />

<strong>Die</strong> Level sind abwechslunsgreich, und die<br />

Menge der Extras und freischaltbaren Ganoven<br />

erfreut jeden Fan des Genres. Besonders<br />

angenehm ist der dynamische<br />

Schwierigkeitsgrad, mit dem das Spiel so<br />

gut wie nie zu einem Frusterlebnis führt.<br />

3,44 Euro<br />

englisch|Version 1.2.7|28 MByte<br />

★★★★★<br />

1,18 Euro<br />

deutsch|Version 1.7.2|18 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 89


SPIELE-TIPPS<br />

Rollenspiele<br />

Rollenspiele<br />

sdmix, 123RF<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29031<br />

In klassischen Rollenspielen schlüpfen Sie in die Haut eines Kämpfers, Magiers<br />

oder <strong>Die</strong>bes und kämpfen gegen Orks, Trolle oder dunkle Zauberer. Dass es nicht<br />

immer um eine Fabel-Welt gehen muss, zeigt Devil’s Attorney als unser Rollenspiel-Tipp!<br />

Patrick Neef<br />

Devil's Attorney<br />

Eines gleich vorweg: Für dieses<br />

Spiel ist es mehr als hilfreich,<br />

wenn Sie die englische Sprache<br />

beherrschen. Denn nur dann verstehen Sie<br />

den grandiosen Humor und die verbalen<br />

Angriffe, die Sie als aufstrebender Anwalt<br />

gegen die Ankläger ins Feld führen. Es genügt<br />

natürlich, wenn Sie die grundlegenden<br />

Begriffe der Attacken und der Gegnernamen<br />

verstehen, doch entgehen Ihnen<br />

dann viele lustige Sprüche und ironische<br />

Anspielungen der Protagonisten.<br />

Der eine oder andere mag vom Spielinhalt<br />

enttäuscht sein. Das liegt aber nur daran,<br />

dass das Artwork sich so stark von anderen<br />

Spielen abhebt, dass man hinter diesem<br />

Titel ein waschechtes Adventure-Spiel erwartet.<br />

Solche Erwartungen werden enttäuscht,<br />

denn Devil’s Attorney ist ein rundenbasiertes<br />

Strategie-Spiel, das sich fast<br />

ausschließlich im Gerichtssaal abspielt.<br />

Dort haben Sie als<br />

überheblicher<br />

Junganwalt pro<br />

Runde eine bestimmte<br />

Zahl<br />

Aktionspunkte zur Verfügung. <strong>Die</strong>se setzen<br />

Sie ein, um Ankläger oder Zeugen auszuschalten,<br />

Beweise zu entkräften oder die<br />

Wirkung der Ankläger zu mildern.<br />

Ist die gegnerische Seite an der Reihe, zeigt<br />

sich, wie gut Sie Ihre Punkte eingesetzt<br />

haben. Im schlimmsten Fall richten die Beweise<br />

und Personen so viel Schaden an,<br />

dass Sie den Fall verlieren. Aber keine<br />

Sorge, ein „Game Over“ gibt es nicht: Versuchen<br />

Sie den Fall nochmal. Außerhalb<br />

des Gerichtssaals wechseln Sie zwischen<br />

zwei Gebäuden hin und her. In Ihrer Kanzlei<br />

suchen Sie sich die Fälle aus. Spannender<br />

ist es zu Hause, denn dort geben Sie das<br />

bei den Fällen gewonnene Geld für Upgrades<br />

der Wohnung aus, also bessere<br />

Möbel, eine Stereoanlage oder Teppiche.<br />

Jetzt wird es interessant: <strong>Die</strong> Einrichtungsgegenstände<br />

lassen sich den drei Kategorien<br />

Materialismus, Dekadenz und Eitelkeit<br />

zuordnen. Jeder ent-<br />

sprechende Einkauf er-<br />

höht Ihre Punkte in<br />

dieser Kategorie, und<br />

neue Fähigkeiten wer-<br />

den freigeschaltet, die<br />

Sie dann wieder im<br />

Gerichtssaal einsetzen<br />

können. Über 50<br />

Fälle bieten genug<br />

Umfang für diesen<br />

wirklich außergewöhnlichen Titel.<br />

2,86 Euro<br />

englisch|Version 1.0.3|358 MByte<br />

★★★★★<br />

90<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SPIELE-TIPPS<br />

Rollenspiele<br />

Pocket RPG<br />

Pocket RPG ist ein <strong>kleine</strong>s, aber feines Abenteuer für die<br />

Hosentasche. Das Spiel ist kein umfangreiches Rollenspiel,<br />

sondern ein kurzweiliges Game in feinster Diablo-<br />

Manier. Mit einem von drei Helden ziehen Sie in den Kampf:<br />

Schwertmeister, Magier oder Fernkämpfer. Sie steuern den Helden<br />

per Dualsticks, wobei Sie ihn mit dem linken bewegen und<br />

mit dem rechten Attacken ausführen. Nun plündern Sie Truhen,<br />

sammeln Beute ein und kämpfen gegen Monster. Viele Monster<br />

geben viel Beute, viel Beute und viel Gold bessere Ausrüstung,<br />

womit die Attacken stärker und mächtiger sind.<br />

1,54 Euro<br />

deutsch|Version 1.21|104 MByte<br />

★★★★★<br />

Organ Trail: Director’s Cut<br />

Wenn uns Spiele-Apps eines gelehrt<br />

haben, dann Folgendes:<br />

Selbst hinter der schwächsten<br />

Optik kann sich ein tiefgründiges Spiel mit<br />

einem sehr großen Umfang verstecken.<br />

Genau diesen Eindruck hinterlässt Organ<br />

Trail: Director's Cut. Als Überlebender einer<br />

Zombie-Apokalypse schleppen Sie sich mit<br />

ihren Mitstreitern von Stadt zu Stadt, erledigen<br />

Aufträge in Form von Minispielen<br />

und haushalten mit Ihrem spärlichen Inventar.<br />

Organ Trail: Director's Cut ist ein<br />

tolles Spiel, das anfangs etwas schwer und<br />

unübersichtlich wirkt, aber dann für umso<br />

mehr Langzeitspaß sorgt und deshalb nicht<br />

nur für Retro-Freunde eine unbedingte<br />

Kaufempfehlung ist.<br />

Royal Revolt<br />

Endlich mal wieder eine erfrischende<br />

Spielidee: Royal Revolt<br />

dreht das Konzept der Tower Defense<br />

Spiele einfach um und schickt Sie<br />

selbst als Angreifer ins Rennen. Sie steuern<br />

einen Helden, der eine echte Armee von<br />

einfachen Soldaten, Bogenschützen, Magiern<br />

und Belagerungswaffen befehligt.<br />

Spielheld, Truppen und Fähigkeiten lassen<br />

sich durch erworbenes Gold aufbessern. In<br />

jedem Level legen Sie eine kurze Strecke<br />

zur Burg zurück, beseitigen Gegner und<br />

Fallen und greifen anschließend die Burg<br />

an. Ab dem achten Level zieht der Schwierigkeitsgrad<br />

merklich an, aber dennoch ist<br />

alles ohne In-App-Käufe machbar. Unsere<br />

Meinung: Unbedingt ausprobieren!<br />

2,30 Euro<br />

englisch|Version 1.6.4|63 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.4.0|269 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 91


SPIELE-TIPPS<br />

Rollenspiele<br />

Order & Chaos Online<br />

Order & Chaos Online erinnert sehr stark an World of<br />

Warcraft: Sowohl Optik und Bedienung als auch die Abläufe<br />

der beiden Spiele sind verblüffend ähnlich. Mit der<br />

Wahl des Volkes entscheidet sich der Spieler gleichzeitig für eine<br />

von zwei verfeindeten Parteien: Menschen und Elfen stehen für<br />

Ordnung, Orks und Untote empfinden demgegenüber Chaos als<br />

anziehend. Nachdem der Charakter erschaffen wurde, geht es<br />

gleich mit den ersten, motivierenden Tutorial-Quests los. Alles in<br />

allem gilt für dieses RPG eine klare Kaufempfehlung, auch wenn<br />

später 12 Euro/ Jahr anfallen.<br />

5,99 Euro<br />

deutsch|Version 1.2.2|967 MByte<br />

★★★★★<br />

Andor’s Trail<br />

In diesem Draufsicht-RPG muss<br />

der Held seinen Bruder namens<br />

„Andor“ finden. Eingebettet in die<br />

Rahmengeschichte finden jedoch haufenweise<br />

Nebenquests statt. Es handelt sich<br />

um eine Open-Source-App, sie ist also kostenlos<br />

und sie wird ständig weiterentwickelt.<br />

Haben Sie ins Spiel hineingefunden,<br />

entfesselt sich schnell Langzeitmotivation.<br />

So ist es dann auch kein Problem, wenn<br />

der Nutzer seinen Helden auf einer langen<br />

Zugfahrt hochlevelt: Der Akkuverbrauch ist<br />

erstaunlich gering. <strong>Die</strong>s liegt vermutlich<br />

auch an der relativ simplen Retro-Grafik.<br />

Allein schon die detailverliebte Geschichte<br />

ist das Anspielen von Andor’s Trail auf<br />

jeden Fall wert.<br />

Aralon: Sword and Shadow<br />

Das Spiel haben wir erst in der<br />

letzten Ausgabe vorgestellt, es<br />

wäre aber eine Sünde, es deswegen<br />

auszulassen. Aralon Sword & Shadow<br />

ist ein episches Abenteuerspiel im Stil der<br />

Elder Scrolls Serie, spielt sich aber eher<br />

wie ein Singleplayer MMO. Man wählt<br />

einen Helden, steigt im Level auf und erledigt<br />

tonnenweise Quests. Alles schon dagewesen<br />

und aufgrund des Alters nicht besonders<br />

hübsch, aber solide und mit großem<br />

Umfang. Auf dem PC wäre das Spiel<br />

höchstens Durchschnitt, doch eine solch<br />

große Spielwelt in der Hosentasche ist<br />

schon beeindruckend. Rollenspieler kommen<br />

voll auf ihre Kosten, ungeduldige<br />

Spieler haben es anfangs etwas schwerer.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 0.6.12|7,9 MByte<br />

★★★★★<br />

3,69 Euro<br />

englisch|Version 4.53|279 MByte<br />

★★★★★<br />

92<br />

02/2013 APPS & TIPPS


Aufbau-Spiele<br />

Sim City, der Klassiker dieses Genres, gibt es leider nicht für Android. Dafür aber<br />

diverse andere tolle Titel, in denen es sich was aufzubauen gilt. Patrick Neef<br />

SPIELE-TIPPS<br />

Aufbau-Spiele<br />

Cienpies Design, 123RF<br />

Plague Inc.<br />

Plague Inc. geht nur mit einem zugedrückten<br />

Auge als Aufbauspiel<br />

durch, es ist eher ein „Abbau“-<br />

Spiel. Es geht um die Vernichtung der Erdbevölkerung<br />

durch Krankheiten, und erst<br />

wenn der letzte Mensch infiziert ist, gewinnen<br />

Sie das Spiel. Ganz schön morbide,<br />

aber zum Glück gibt es weder Leichen zu<br />

sehen noch müssen Sie das Leid der<br />

Menschheit mit ansehen. Im Gegenteil:<br />

Plague Inc. setzt dem schockierenden<br />

Thema eine sehr nüchterne Maske auf.<br />

Jede Partie beginnt damit, dass Sie einen<br />

Krankheitserreger in einem Land Ihrer Wahl<br />

aussetzen und dann erst einmal abwarten.<br />

Immer mehr Menschen werden sich nun<br />

anstecken, und Sie erhalten Krankheitspunkte.<br />

<strong>Die</strong>se Punkte geben Sie dann für<br />

Upgrades der Krankheit aus.<br />

<strong>Die</strong> Schwierigkeit besteht nun<br />

darin, eine Balance zwischen rasender<br />

Verbreitung und Todesrate<br />

der Bevölkerung zu finden.<br />

Sterben die Menschen zu schnell,<br />

kann sich die Krankheit<br />

nicht verbreiten. Benötigen<br />

Sie zu lange für die<br />

Ausbreitung, wird ein Gegenmittel<br />

entwickelt. Ein<br />

in Afrika gestarteter Virus<br />

profitiert von Punkten im Hitzewiderstand,<br />

wenn die Krankheit in den Industrienationen<br />

angelangt ist, sind Punkte in der Medikamentenresistenz<br />

wichtig. Das Spiel kennt<br />

für jede der Krankheiten unterschiedliche<br />

Fähigkeiten-Bäume.<br />

<strong>Die</strong> kostenlose Basis-Version des Spieles<br />

verfügt über den kompletten Spielumfang,<br />

allerdings können Sie damit die Zeit nicht<br />

beschleunigen, keinen genetischen Code<br />

manipulieren und müssen mit dem Werbebanner<br />

am unteren Bildrand leben.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.1.3|23 MByte<br />

★★★★★<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29032<br />

APPS & TIPPS<br />

93


SPIELE-TIPPS<br />

Aufbau-Spiele<br />

Game Dev Story<br />

Game Dev Story sieht auf den ersten Blick so aufregend<br />

aus wie eine Tüte Milch. Doch wenn man erst einmal<br />

zwei oder drei Stunden investiert hat, legt man das Android-Phone<br />

nur noch unter Drohung zur Seite. Sie sind der Chef<br />

einer Spieleschmiede und haben bei allen Entscheidungen Ihre<br />

Finger im Spiel: Gehälter, Personal, Finanzen und Entwicklung des<br />

Spiels. Ziel ist es, Ihre Firma zum Erfolg zu führen. Game Dev Story<br />

entwickelt nach einiger Zeit seinen ganz eigenen Reiz, der irgendwann<br />

zum berüchtigten „Noch eine Runde!“-Effekt führt – schlaflose<br />

Nächte sind hier garantiert!<br />

1,88 Euro<br />

englisch|Version 1.1.2|5,6 MByte<br />

★★★★★<br />

Ice Age: <strong>Die</strong> Siedlung<br />

Ice Age Village hat uns im Test<br />

überrascht. Denn eigentlich hätten<br />

wir erwartet, dass dieses kostenlose<br />

Spiel die Marke „Ice Age“ gnadenlos<br />

ausnutzt, um Spieler nach einer gewissen<br />

Zeit mit In-App Käufen zu gängeln.<br />

Doch wundersamer Weise funktioniert<br />

diese Mischung aus Aufbau und Abenteuer<br />

ohne Kaufzwang. Sie bauen eine <strong>kleine</strong><br />

Siedlung auf, verschaffen den Tieren Nachwuchs<br />

und bestehen Aufgaben, für die Sie<br />

eine Ingame-Währung erhalten. Das Spiel<br />

kommt dabei erfreulicher Weise ohne die<br />

Bekanntgabe der eigenen Kreditkartennummer<br />

aus. Ice Age: <strong>Die</strong> Siedlung eignet<br />

sich perfekt für ein paar Minuten in der<br />

Bahn auf dem Weg in die Arbeit.<br />

Men in Black 3<br />

Men in Black 3 erschien parallel<br />

zum gleichnamigen Kinofilm und<br />

wurde von den Spiele-Experten<br />

von Gameloft entwickelt. Wenn ein so großes<br />

Entwicklerstudio ein Spiel mit einer Lizenz<br />

komplett kostenlos in den Google Play<br />

Store packt, wittern erfahrene Spieler einen<br />

Haufen In-App-Kaufoptionen. Und genau<br />

so ist es auch: Wollen Sie schnell vorankommen<br />

und Wartezeiten vermeiden, sind<br />

In-App-Käufe unumgänglich. Das Spiel ist<br />

aber trotzdem unterhaltsam. Sie arbeiten<br />

Aufträge ab, bauen die Zentrale aus, rekrutieren<br />

Agenten und kämpfen gegen verschiedene<br />

Aliens und andere Gegner.<br />

Kurzum: Das Spiel eignet sich nicht nur für<br />

Fans und ausprobieren kostet nichts.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.0.6|69 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.0.4|584 MByte<br />

★★★★★<br />

94<br />

02/2013 APPS & TIPPS


SPIELE-TIPPS<br />

Aufbau-Spiele<br />

Tiny Tower<br />

In Tiny Tower bauen Sie ein Hochhaus, und zwar vom<br />

ersten Stockwerk bis in den Himmel. Sie kaufen ganze<br />

Etagen, vermieten diese und kümmern sich um die Bewohner.<br />

Denen verpassen Sie Jobs oder kleiden sie neu ein.<br />

Kaufen Sie eine neue Etage, können Sie entweder ein Apartment<br />

für Bewohner oder Geschäfte aus fünf Kategorien bauen. Wenn<br />

das Spiel etwas ins Rollen gekommen ist, fängt es an, richtig Zeit<br />

in Anspruch zu nehmen. Schaut man alle paar Stunden rein und<br />

erledigt seine Aufgaben, ist der Turm bereits nach ein paar Tagen<br />

hochgewachsen. Und genau das motiviert zum Weiterspielen.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.7.0.8|28 MByte<br />

★★★★★<br />

Cosmic Colony<br />

Cosmic Colony ist ein klassisches<br />

Aufbau- und Sammelspiel. Sie<br />

legen Straßen, Fabriken und allerlei<br />

Gebäude an, kümmern sich um das soziale<br />

Gleichgewicht der Bevölkerung und<br />

sammeln dabei Geld ein. Cosmic Colony<br />

ist grafisch hübsch gestaltet und macht<br />

<strong>kleine</strong>n und großen Spielern Spaß. Ohne<br />

einen Cent auszugeben, können Sie problemlos<br />

über eine Stunde lang spielen. Ab<br />

Level 7 wird es mit den Ressourcen schon<br />

etwas eng, und ab Level 10 hat das Spiel<br />

einen Komplexheitsgrad erreicht, der eher<br />

anspruchsvoll ist. Zudem müssen Sie sich<br />

spätestens hier mit den Gedanken anfreunden,<br />

ein paar Euro in Ihre galaktische Kolonie<br />

zu investieren.<br />

<strong>Die</strong> Simpsons Springfield<br />

<strong>Die</strong> Simpsons Springfield folgt<br />

den gängigen Free-to-Play-Prinzipien.<br />

Zu Beginn geht alles ganz<br />

leicht: das erste Haus, die erste Straße, die<br />

erste Mission. Steigt man im Level auf, erhält<br />

man Geld und Donuts, die man wiederum<br />

für Häuser und das Beschleunigen von<br />

Bauarbeiten ausgibt. Irgendwann hat man<br />

dann die Wahl: Entweder wartet man ab,<br />

oder man kauft sich per In-App-Kauf etwas<br />

Geld und Donuts und gibt Gas. Was das<br />

Spiel von anderen abhebt, ist die wirklich<br />

gelungene Umsetzung der Simspons-Welt,<br />

denn hier stimmen Humor und Grafik, und<br />

wer ohnehin schon Fan der Serie ist, wird<br />

mit die Simpsons Springfield eine Menge<br />

Spaß haben.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.0|252 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 4.1.2|40 MByte<br />

★★★★★<br />

APPS & TIPPS 02/2013 95


EINSTEIGER-TIPPS<br />

LTE, HSDPA & Co<br />

LTE und andere Mobilfunkstandards im Überblick<br />

Datenfunk<br />

Geht es um mobiles Internet, prasseln unzählige Abkürzungen wie GPRS, UMTS,<br />

HSDPA und LTE auf den Nutzer ein. Eine Übersicht über die verschiedenen Standards<br />

für den Datenfunk. Kathrin Schmitt, Daniel Dubsky, Christoph Langner<br />

Mit gerade mal 14,4 kBit/ s tröpfelten<br />

die Bits in den Anfangszeiten des<br />

mobilen Internet, mittlerweile geht<br />

es dank LTE rasend schnell mit bis zu 100 MBit/<br />

s. LTE wird aktuell jedoch nur von einigen modernen<br />

Smartphones unterstützt und ist längst<br />

nicht flächendeckend verfügbar, so dass die<br />

meisten Nutzer via GPRS/ EDGE oder UMTS unterwegs<br />

sind. GPRS ist eine Erweiterung des<br />

GSM-Standards und erreicht 53,6 kBit/ s, die<br />

Weiterentwicklung EDGE bringt es auf 220<br />

kBit/ s. Beide kommen vor allem dann zum Einsatz,<br />

wenn UMTS nicht zur Verfügung steht.<br />

Mit UMTS lassen sich 384 kBit/ s erzielen,<br />

doch die Mobilfunker haben ihre Netze längst<br />

auf die UMTS-Erweiterung HSPA umgerüstet,<br />

mit dem sich im Downstream (HSDPA) immerhin<br />

21,1 MBit/ s übertragen lassen. Ob diese Geschwindigkeit<br />

tatsächlich erreicht<br />

wird, hängt allerdings<br />

zunächst mal von der Hardware<br />

ab, sprich: dem Smartphone.<br />

Denn einige Geräte unterstützen<br />

zwar HSDPA, aber<br />

nur mit 7,2 oder 14,4 MBit/ s.<br />

Abb. 1: Mit LTE erreichen Sie<br />

Geschwindigkeiten, die Sie sonst<br />

nur bei DSL gewohnt sind.<br />

Tatsächliche<br />

Geschwindigkeit<br />

Wie schnell die Datenverbindung<br />

tatsächlich ist, hängt<br />

aber neben der Hardware<br />

auch von den Gegebenheiten<br />

ab: von der Entfernung zur<br />

Basisstation, den Gebäuden in<br />

der Umgebung und der Zahl<br />

der Nutzer. Denn alle Nutzer,<br />

die gleichzeitig in einer Funkzelle<br />

Daten herunterladen<br />

oder ins Internet senden, teilen<br />

sich die maximal verfügbare Bandbreite.<br />

Sind Sie auf einer Massenveranstaltung wie<br />

einem Konzert, wird ihnen weniger Bandbreite<br />

zur Verfügung stehen, als wenn Sie nachts in<br />

einem Wohngebiet unterwegs sind. Dazu<br />

kommt: Wenn alle Nutzer lediglich surfen, also<br />

Daten immer nur kurzfristig beim Seitenwechsel<br />

abrufen, bekommen sie deutlich mehr Bandbreite<br />

ab, als wenn viele Nutzer in Ihrer Funkzelle<br />

gerade große Datenmengen wie zum Beispiel<br />

HD-Filme herunterladen.<br />

HSPA+ und schnelles LTE<br />

Schneller als HSDPA ist der Nachfolger HSPA+<br />

mit derzeit 42,2 MBit/ s im Download, den die<br />

Android-Spitzenmodelle in der Regel unterstützen.<br />

Als Preistipp sei das Google Nexus 4 genannt.<br />

Das 299 Euro teure Google-Handy unterstützt<br />

diesen Modus. Doch der<br />

Mobilfunkstandard der Zukunft<br />

heißt LTE, das mit seinen<br />

bis zu 100 MBit/ s selbst<br />

viele DSL-Anschlüsse toppt.<br />

Allerdings ist LTE noch<br />

nicht überall verfügbar. <strong>Die</strong><br />

Telekom bot den schnellen<br />

Datenfunk zum Jahresende<br />

nach eigenen Angaben in 100<br />

Städten an, Vodafone deckte<br />

120 Städte ab, O2 immerhin<br />

Frankfurt/ Offenbach, Köln,<br />

Nürnberg, Dresden sowie<br />

Leipzig/ Halle. Auf den Websites<br />

der Netzbetreiber finden<br />

sich interaktive Karten, die die<br />

Netzabdeckung anzeigen.<br />

Zum Vergleich: Laut Niels Hafenrichter,<br />

Pressesprecher der<br />

Deutschen Telekom, liegt die<br />

96<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

LTE, HSDPA & Co<br />

Netzabdeckung bei GPRS/ EDGE um 99 Prozent,<br />

bei UMTS bei rund 90 Prozent.<br />

Android-Phones mit LTE<br />

Derzeit bauen immer mehr Handy-Hersteller<br />

Android-Phones mit LTE-Unterstützung. Selbstverständlich<br />

bieten sämtliche aktuelle <strong>Top</strong>-Modelle<br />

eine LTE-Option, aber besonders bei LG<br />

finden sich auch günstigere LTE-Androiden im<br />

Angebot. <strong>Die</strong> neu aufgelegte Optimus L-Serie<br />

mit den Geräten LG Optimus L3, L5 und L7<br />

wird komplett über LTE funken können.<br />

Wer einen LTE-Androiden mitsamt dem Datenturbo<br />

nutzen will, muss sich allerdings vertraglich<br />

binden, denn für ihre Prepaid-Tarife<br />

bieten die Mobilfunker ein LTE-Upgrade bislang<br />

nicht an, auch bei den günstigen Reselleren wie<br />

Aldi, Lidl, Fonic und Co. finden sich entsprechende<br />

Tarife bislang nicht.<br />

LTE-Tarife für Smartphones<br />

Wer die vollen 100 MBit/ s nutzen will, kommt<br />

aktuell nicht an der Telekom vorbei, da Vodafone<br />

und O2 nur maximal 50 MBit/ s bieten.<br />

Prinzipiell ist LTE in allen Complete-Tarifen der<br />

Telekom verfügbar [LINK 1], standardmäßig aber<br />

nur mit Download-Geschwindigkeiten von 21,6<br />

MBit/ s. 100 MBit/ s gibt es erst mit der Speed<br />

Option LTE, die mit monatlich 10 Euro zu<br />

Buche schlägt. Mit dieser verdoppelt sich dann<br />

auch das Datenvolumen – im kleinsten Tarif<br />

Complete Mobil S beispielsweise von 300 auf<br />

600 MByte und im größten Tarif Complete<br />

Mobil XL von 2 auf 4 GByte. Wird das Volumen<br />

überschritten, drosselt die Telekom die Download-Geschwindigkeit<br />

auf 64 kBit/ s.<br />

AKTUELLE LTE-<strong>ANDROID</strong>EN<br />

Modell<br />

<strong>Top</strong>-Smartphones<br />

HTC One<br />

Sony Xperia Z<br />

Mittelklasse<br />

Sony Xperia V<br />

Huawei Ascend P2<br />

Einsteiger<br />

LG Optimus True HD LTE<br />

LG Optimus L3 aus Serie II<br />

Straßenpreis<br />

600 Euro<br />

580 Euro<br />

455 Euro<br />

399 Euro<br />

225 Euro<br />

129 Euro<br />

Bei O2 hat man die Wahl zwischen zwei Tarifen:<br />

Blue M und Blue L [LINK 2]. Blue M kostet<br />

im ersten Jahr 40 Euro pro Monat. Um ihn für<br />

LTE fit zu machen, wird noch Surf Upgrade M<br />

benötigt, Kostenpunkt: 10 Euro pro Monat. <strong>Die</strong><br />

Geschwindigkeit beträgt dann maximal 21,1<br />

MBit/ s, das Datenvolumen 1 GByte – danach<br />

wird auf 64 kBit/ s gedrosselt.<br />

Blue L ist von Haus aus LTE-fähig und kostet<br />

im ersten Jahr 50 Euro pro Monat. Auch hier<br />

beträgt die Geschwindigkeit 21,1 MBit/ s und<br />

das Datenvolumen liegt bei 3 GByte. Mit dem<br />

Surf Upgrade L, das es für 10 bzw. 20 Euro pro<br />

Monat gibt, lässt sich die Datenverbindung auf<br />

50 MBit/ s beschleunigen.<br />

Vodafone bietet mit Red L und Red Premium<br />

[LINK 3] zwei LTE-Tarife für Smartphones an,<br />

beide mit 50 MBit/ s, ersterer aber nur<br />

mit 3 GByte Volumen, letzterer mit 10<br />

GByte. <strong>Die</strong> monatlichen Kosten belaufen<br />

sich bei Red L auf 80 und bei Red<br />

Premium auf 100 Euro. Flatrates für<br />

Gespräche und SMS in alle deutschen<br />

Telefonnetze eingeschlossen.<br />

Für die Tarife haben wir unberücksichtigt<br />

gelassen, dass die Mobilfunker<br />

in der Regel diverse Rabatte einräumen,<br />

so dass die tatsächlichen<br />

Kosten meist etwas niedriger liegen.<br />

Da sich die Tarife ohnehin häufiger<br />

ändern, ist ein Blick auf die Websites<br />

der Anbieter anzuraten, wenn man<br />

mit dem Gedanken an LTE spielt. ● ● ●<br />

Sony<br />

Abb. 2: <strong>Top</strong>-Androiden<br />

wie das Sony Xperia Z<br />

funken selbstverständliche<br />

auch über LTE.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29008<br />

Abb. 3: Mit LTE erreichen Sie<br />

Geschwindigkeiten, die Sie sonst<br />

nur bei DSL gewohnt sind.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 97


EINSTEIGER-TIPPS<br />

NFC Tags nutzen<br />

25081972, 123RF<br />

NFC – so benutzen Sie die neue Technologie schon heute<br />

NFC-Zauber<br />

In puncto NFC gehören Deutschland und Europa noch zu den Entwicklungsländern.<br />

Lesen Sie in diesem Artikel, was die Technologie kann und wie Sie sie schon<br />

heute im Alltag nutzen. Ludwig Hubert<br />

<strong>Die</strong> Nahfeld-Kommunikation (engl. near<br />

field communication, NFC) ist noch<br />

wenigverbreitet, zumindest in Europa.<br />

Dabei ist es doch ein super Konzept: Aufgrund<br />

der geringen Reichweite von vier Zentimetern<br />

werden Daten drahtlos und trotzdem sicher<br />

übertragen, ohne dass Daten abgefangen werden<br />

oder Fehler bei der Zuordnung entstehen<br />

können. Als Verwendungszweck sind Zahlungen<br />

oder papierlose Zutrittskarten angedacht.<br />

Das mögliche Einsatzspektrum ist aber wesentlich<br />

größer. Im Artikel möchten wir Ihnen zeigen,<br />

wie Sie die Technologie schon heute mit<br />

sogenannten NFC-Tags benutzen können.<br />

<strong>Die</strong> erste Voraussetzung für die Benutzung<br />

von NFC ist ein Endgerät, das diese Technologie<br />

durch die entsprechende Hardware unterstützt.<br />

Das sind zum Beispiel die Google-Handys seit<br />

dem Nexus S oder eigentlich alle aktuellen Androiden<br />

ab der Mittelklasse, wobei es zunehmend<br />

auch einige NFC-fähige Smartphones<br />

ohne Android-Betriebssystem gibt.<br />

Google Wallet<br />

Natürlich ist auch eine Gegenseite nötig, mit<br />

der das Smartphone über NFC kommunizieren<br />

kann. Aktuell gibt es dazu einige Möglichkeiten,<br />

auch wenn diese größtenteils nicht in<br />

Deutschland verfügbar sind. Einen großen<br />

Schritt in die richtige Richtung hat Google mit<br />

dem Bezahlsystem Google Wallet gemacht. Zusammen<br />

mit NFC ermöglicht die „Google-Brieftasche“<br />

das einfache Bezahlen an Getränkeautomaten,<br />

in Taxis oder an Supermarktkassen.<br />

Dazu hält man das Smartphone einfach kurz an<br />

das dafür vorgesehene Terminal und bestätigt<br />

den Betrag. Abgerechnet wird dann über die in<br />

Google Wallet hinterlegte Kreditkarte.<br />

98<br />

02/2013


EINSTEIGER-TIPPS<br />

NFC Tags nutzen<br />

Abb. 1: Verfügen zwei Android-<br />

Geräte über Version 4.0+ und<br />

NFC, lassen sich Daten beamen.<br />

Abb. 2: Das Hauptmenü von NFC<br />

Task Launcher mit den zahlreichen<br />

Beispiel-Profilen.<br />

Abb. 3: Aufgaben des NFC Task<br />

Launchers, die sich in Aktionen<br />

zusammenfassen lassen.<br />

<strong>Die</strong> Bahn als Pionier<br />

Eine ähnliche Technik in einem anderen Anwendungsfall<br />

bietet die Deutsche Bahn bereits<br />

heute im Großraum Berlin und Frankfurt, aber<br />

auch bei allen ICE-Strecken: Durch das Halten<br />

des NFC-Gerätes an den Touch&Travel-Punkt<br />

wird man an diesem Bahnhof eingebucht und<br />

kann losfahren. Am Ende der Fahrt muss man<br />

nur noch auschecken, worauf der günstigste<br />

Preis der Fahrtstrecke berechnet und vom Konto<br />

abgebucht wird. Allerdings gibt es hier einige<br />

Res triktionen, die diese Möglichkeit relativ uninteressant<br />

machen, wie beispielsweise die Notwendigkeit<br />

eines Mobilfunkvertrages im Netz<br />

der Telekom, bei Vodafone oder O2.<br />

Auch die Sparkasse wagt mit ihrer NFC-Sparkassen-Cards<br />

girogo einen Vorstoß in den neuen<br />

Markt, aber hier hakt es noch an einigen Stellen.<br />

<strong>Die</strong> Geldkarten können nur bis zu 20 Euro<br />

direkt vom Konto abbuchen, bis 200 Euro muss<br />

das Guthaben aufgeladen werden, darüber geht<br />

nichts mehr über die Nahfeld-Kommunikation.<br />

Auch der Smartphone-Markt wird völlig vernachlässigt:<br />

Da wäre es doch ein gutes Konzept<br />

gewesen, diese NFC-Bezahlmethode auch auf<br />

NFC-fähigen Handys anzubieten.<br />

Eine weitere Möglichkeit zur Benutzung der<br />

Nahfeld-Kommunikation ist momentan das mit<br />

Android 4.0 eingeführte Android Beam, mit<br />

dem man Inhalte (zum Beispiel Google Maps<br />

Karten, Kontakte, Internetseiten) durch Aneinanderhalten<br />

zweier Smartphones teilen kann.<br />

Auch die PayPal-App [LINK 1] unterstützt die<br />

neue Technologie mit Geldtransfers von Handy<br />

zu Handy. Der Social Network Gigant Facebook<br />

bietet ebenfalls eine App an, die über NFC<br />

funktioniert. Durch einfaches Zusammenhalten<br />

der beiden Telefone fügt die App AddFriend<br />

[LINK 2] den jeweiligen Kontakt der Gegenseite<br />

als Freund hinzu. Eine ebenso interessante<br />

Möglichkeit bietet der Türschlosshersteller Lockitron<br />

mit seinem NFC-fähigen Türschloss an.<br />

So entfällt die Suche nach dem Haustürschlüssel,<br />

und man muss nur das Handy an das<br />

Schloss halten, um es zu öffnen.<br />

NFC selbst gemacht<br />

Eine einfache Möglichkeit die Nahfeld-Kommunikation<br />

schon heute im Alltag zu benutzen,<br />

bieten die sogenannten NFC-Tags. Das sind<br />

<strong>kleine</strong> Datenträger, die in Form von Aufklebern<br />

oder Scheckkarten erhältlich sind und sich via<br />

Smartphone mit den gewünschten Daten beschrieben<br />

lassen. Auch preislich halten sich<br />

diese Tags mit ein bis drei Euro im Rahmen,<br />

wobei beim Kauf Achtsamkeit geboten ist. Wie<br />

alle anderen Datenträger gibt es nämlich auch<br />

die Near Field Communication Chips in unterschiedlichen<br />

Speichergrößen von 64 Bytes bis<br />

zu vier Kilobytes – beim Kauf eines Tags mit zu<br />

APPS & TIPPS 02/2013 99


EINSTEIGER-TIPPS<br />

NFC Tags nutzen<br />

Abb. 4: Um Änderungen vorzubeugen,<br />

lassen sich Tags beim<br />

Schreiben sperren. <strong>Die</strong>ser Vorgang<br />

lässt sich nicht widerrufen.<br />

geringer Größe kann man womöglich nicht alle<br />

gewünschten Aktionen auf den Tag schreiben.<br />

Formatierte NFC-Tags<br />

In der Praxis hat sich allerdings erwiesen, dass<br />

realistische Anweisungen nie mehr als ein Kilobyte<br />

Platz benötigen – dazu aber später mehr.<br />

Ebenso muss man beachten, dass es oft Probleme<br />

beim Beschreiben nicht formatieter NFC-<br />

Tags gibt. Ein kurzer Vermerk beim Verkäufer<br />

sollte aber genügen, damit dieser die Chips vor<br />

dem Versand noch vorformatiert.<br />

Nach der Anschaffung eines NFC-fähigen<br />

Smartphones und den entsprechenden NFC-<br />

Tags sind also nahezu alle Anforderungen, zumindest<br />

die der Hardware, erfüllt. Was aber<br />

noch fehlt, ist eine entsprechende App, um die<br />

Tags zu beschreiben und um sie entsprechend<br />

auszulesen, da Android selbst hier keine weiterführende<br />

Lösung bereithält. .<br />

NFC Task Launcher<br />

<strong>Die</strong> wohl bekannteste App in diesem Bereich ist<br />

NFC Task Launcher [LINK 3]. <strong>Die</strong>se App ermöglicht<br />

es, NFC-Tags mit unterschiedlichen Aktionen<br />

zu beschreiben und diese beim Einlesen<br />

des Tags wieder auszuführen. <strong>Die</strong> Möglichkeiten<br />

sind groß – man kann fast sämtliche Drahtlosverbindungen<br />

kontrollieren und so etwa<br />

Abb. 5: Aus dem NFC Task Launcher<br />

heraus lassen sich auch<br />

direkt passende NFC-Tags über<br />

das Internet bestellen.<br />

WLAN, Bluetooth oder den<br />

Flugzeugmodus aktivieren.<br />

Ein besonders geeigneter Anwendungsfall<br />

ist hierfür beispielsweise<br />

ein Café, das ohnehin<br />

ein WLAN anbietet. Sofern<br />

die Karte mit den Hotspot-Daten<br />

konfiguriert ist,<br />

muss der Kunde nur noch sein<br />

Smartphone an den Tag halten,<br />

um es automatisch mit<br />

dem drahtlosen Netzwerk zu<br />

verbinden, ohne dass dieser<br />

erst die Zugangsdaten manuell<br />

eintippen muss.<br />

Es ist aber möglich, mit dieser<br />

App noch wesentlich mehr<br />

Sachen zu regeln, beispielsweise<br />

das Öffnen von anderen<br />

Anwendungen oder von bestimmten<br />

Webadressen.<br />

Ebenso kann man sämtliche<br />

Lautstärken ändern oder das Abspielen beziehungsweise<br />

Stoppen von Musik initiieren. Eine<br />

weitere praktische Option ist das Konfigurieren<br />

und Aktivieren des WiFi-Tetherings, was zum<br />

Beispiel durch einen NFC-Tag am Notebook<br />

eine erhebliche Arbeitserleichterung bietet.<br />

Automatisation mit NFC<br />

Auch in der Küche könnte man sich eine praktische<br />

Anwendung vorstellen: Durch einen NFC-<br />

Tag im Backrezept wäre es möglich, den Timer<br />

beziehungsweise Wecker im Smartphone auf<br />

einen bestimmten Wert zu setzen und ihn zu<br />

starten. Hierfür stellt die App NFC Task Launcher<br />

unter „Alarms“ einen Menüpunkt bereit.<br />

Auch Freunde von sozialen Netzwerken kommen<br />

auf ihre Kosten, da es möglich ist, den Latitude-,<br />

Foursquare- und Facebook-Check-in zu<br />

nutzen oder einfach einen Tweet über den NFC-<br />

Tag abzusetzen. Gerade Letzteres funktioniert<br />

problemlos und wäre so auch eine gute Werbung,<br />

zum Beispiel für Cafés. Und wem der<br />

Funktionsumfang der App immer noch nicht<br />

groß genug ist, der kann per Befehl Tasks der<br />

Automatisierungs-App Tasker [LINK 4] ausführen.<br />

In Verbindung mit NFC sind sogenannte Profile<br />

wesentlich praxistauglicher, da die Umschaltung<br />

nicht mehr manuell, sondern einzig<br />

durch das Berühren eines NFC-Tags geschieht.<br />

100<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

NFC Tags nutzen<br />

Abb. 6: Über den Task-Switcher lassen<br />

sich praktische Arbeiten erledigen,<br />

zum Beispiel beim Verlas-<br />

So kann man sich zum Beispiel<br />

ein Profil für zu Hause,<br />

für das Auto oder den Arbeitsplatz<br />

anlegen und dieses<br />

jeweils mit einem Profil für<br />

unterwegs auf einem Tag<br />

speichern. <strong>Die</strong>se Tags legt<br />

man dann zum Beispiel in<br />

den Eingangsbereich oder auf<br />

den Schreibtisch, wodurch<br />

man dort schnell in das entsprechende<br />

Profil wechseln<br />

kann. Im Gegensatz zu diversen<br />

ortsbezogenen <strong>Die</strong>nsten<br />

hat das den Vorteil, dass sich<br />

die Profile wesentlich genauer<br />

regeln lassen und man<br />

den Stromfresse GPS ausgeschaltet<br />

lassen kann.<br />

Der NFC Task Launcher beherrscht<br />

aber nicht nur das sen des Hauses.<br />

Erstellen von Task-Tags, sondern<br />

auch von sogenannten Standard-Tags.<br />

<strong>Die</strong>se sind nur mit einfachen Informationen,<br />

wie zum Beispiel vCards (Kontaktinformationen),<br />

Internetlinks, URIs für Telefonnummern<br />

oder E-Mails oder einfach nur Text beschrieben.<br />

Das Ganze funktioniert auch sehr gut – die V-<br />

Cards beispielsweise kann man direkt aus dem<br />

Kontaktbuch auswählen und auf den NFC Chip<br />

speichern. Beim Einlesen wird dieser Kontakt<br />

dann direkt geöffnet. Zumindest bei einem genormten<br />

Format, wodurch der Tag quasi von<br />

allen NFC-Lesegeräten als Kontakt erkannt werden<br />

würde, wäre dies ein guter Anwendungsfall<br />

für Visitenkarten.<br />

NFC TagInfo<br />

Wie man also sieht, gibt es alleine durch diese<br />

App und die NFC-Tags schon einen großen Umfang<br />

an Anwendungsmöglichkeiten. Für Leute,<br />

die aber gerne noch mehr Informationen über<br />

die NFC-Tags möchten, gibt es auch Apps, zum<br />

Beispiel NFC TagInfo [LINK 5]. Damit lassen sich<br />

interessante Informationen über die Daten des<br />

Chips auslesen, auch wenn dies eher nur die eigene<br />

Neugierde stillt. Beispielsweise kann man<br />

sich sowohl den Typ, und damit die ISO Norm<br />

des Tags, als auch den Hersteller, aber auch die<br />

Speichergröße und die abgezielten Android-<br />

Klassen anschauen. Außerdem ist es möglich,<br />

Abb. 7: NFC TagInfo liefert Ihnen<br />

zahlreiche Details zu unbekannten<br />

NFC-Tags. Oft sind die aber<br />

eher akademischer Natur.<br />

den Inhalt des Speichermediums auszulesen<br />

oder einfach nur herauszufinden, ob der Tag<br />

wiederbeschreibar ist oder nicht.<br />

Speichergrößen<br />

Prinzipiell ist es sinnvoll, NFC-Chips zu kaufen,<br />

die ungefähr ein Kilobyte Speicherplatz bieten,<br />

da es sich in der Praxis erwiesen hat, dass man<br />

mit diesen keine Speicherplatzprobleme hat.<br />

Normale Tasks zum Regeln von Einstellungen<br />

überschreiten zwar selten 100 Bytes, Kontakte<br />

können aber schon bis zu einige Hundert Kilobytes<br />

an Platz benötigen. Um sich die Speichergröße<br />

besser vorzustellen, hilft vielleicht das<br />

Beispiel, dass etwa 110 Wörter auf einen ein Kilobyte<br />

großen Speichertag passen. Da es kaum<br />

Preis unterschiede bei den Speichergrößen gibt,<br />

kauft man also am besten gleich NFC-Tags mit<br />

ungefähr einem Kilobyte Speicherplatz.<br />

Fazit<br />

Wie man sieht, gibt es einige Möglichkeiten, die<br />

Nahfeld-Kommunikation bereits heute zu benutzen,<br />

sei es durch Angebote Dritter oder<br />

durch die Verwendung von NFC-Tags. In den<br />

USA, in Japan und weiteren Ländern gehört<br />

NFC schon längst zum Alltag. Bleibt zu hoffen,<br />

dass es sich auch in Europa verbreitet und die<br />

Unterstützung zunimmt.<br />

● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29024<br />

APPS & TIPPS 02/2013 101


<strong>Die</strong> ersten Schritte als Anfänger mit Android<br />

Easy<br />

Android<br />

Neues Handy gekauft? Dann lesen Sie unseren Einsteiger-Guide, der Ihnen die<br />

ersten Schritte mit dem noch unbekannten Google-Betriebssystem erklärt.<br />

Ricarda Riechert, Christoph Langner, Marcel Hilzinger<br />

<strong>Die</strong>ser Artikel ist für alle Nutzer gedacht,<br />

die gerade ein neues Handy gekauft<br />

haben und sich etwas mehr mit<br />

der bunten Oberfläche auseinandersetzen<br />

möchten. Egal ob ein älters Gerät mit Android<br />

2.3 oder ein Aktuelles. Wir haben für Sie auch<br />

die Neuerungen von Android 4.0 zusammengefasst,<br />

falls Ihr Smartphone in der Zwischenzeit<br />

ein Update auf „Ice Cream Sandwich“ oder<br />

sogar „Jelly Bean“ bekommen hat.. <strong>Die</strong> Ersteinrichtung<br />

unterscheidet sich von Hersteller zu<br />

Hersteller minimal. Wenn Sie aber das Prinzip,<br />

nach dem die Einrichtung funktioniert,<br />

kennen, dann sollten Sie<br />

auch bei anderen Android-Modellen<br />

zurechtkommen, so groß<br />

sind die Unterschiede<br />

meist<br />

nicht.<br />

Wenn Sie Ihr<br />

Android-Smartphone<br />

geliefert bekommen haben<br />

und es aus der Verpackung nehmen,<br />

setzen Sie es erst einmal zusammen<br />

und laden den Akku auf, je<br />

nach Füllstand des gelieferten Akkus<br />

kann dies etwas dauern. Wenn er vollständig<br />

geladen ist, ziehen Sie das Ladekabel<br />

vom Smartphone ab und schalten<br />

das Gerät über den Power-Knopf ein.<br />

<strong>Die</strong> grundlegenden Konfigurationen zur Sprache<br />

des Systems und Uhrzeit schaffen Sie mit<br />

Sicherheit von alleine. Entweder geben Sie dort<br />

manuell die entsprechenden Daten ein oder<br />

verwenden Sie verwenden die vom Netz bereitgestellten<br />

Daten. Wichtiger sind die Einstellungen<br />

zur Internetverbindung. Es gibt zwei Wege,<br />

mit denen man auf das Internet zugreifen kann.<br />

Der erste Weg führt über das heimische WLAN-<br />

Netzwerk oder einen Hotspot. Hierzu suchen<br />

Sie das passende WLAN-Netzwerk aus und<br />

geben die Zugangsdaten ein, wenn Sie hierzu<br />

aufgefordert werden.<br />

Für den zweiten Weg nutzt<br />

man das mobile Internet des<br />

Mobilfunkanbieters. Hierzu<br />

sollten Sie<br />

vorher<br />

einen entsprechenden<br />

Datentarif bei<br />

Ihrem Mobilfunkanbieter<br />

buchen, da eine Abrechnung<br />

über Minuten oder <strong>kleine</strong><br />

Datenpakete ohne festen Monatspreis<br />

sehr schnell sehr teuer werden<br />

kann. Informieren Sie sich am besten<br />

vorher bei Ihrem Anbieter, welche<br />

Angebote er hat und welche Einstellungen<br />

Sie vornehmen müssen.<br />

Grafiken von Sergey Konyakin, 123RF<br />

102<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Android für Newbies<br />

<strong>Die</strong> Einrichtung eines Google-<br />

Kontos ist keine Pflicht, aber<br />

für die Google-<strong>Die</strong>nste braucht<br />

es eben ein Google-Konto,<br />

ohne dieses lassen sich zum<br />

Beispiel keine Apps aus dem<br />

Play Store installieren. Für die<br />

Einrichtung des Google-Kontos<br />

muss das Smartphone Zugang<br />

zum Internet haben.<br />

Das Google-Konto<br />

Sollten Sie bereits ein Konto<br />

bei Google besitzen und dieses<br />

etwa für Google Mail benutzen,<br />

dann müssen Sie kein<br />

neues Konto anlegen, tragen<br />

Sie einfach dieses ein. Alternativ<br />

lässt sich ein neues<br />

Google-Konto direkt am<br />

Smartphone einrichten. Bei<br />

den meisten Geräten kommen nach der Einrichtung<br />

des Google-Kontos noch herstellerabhängige<br />

Auswahlbildschirme. Im Prinzip ist die<br />

Einrichtung des Gerätes hiermit abgeschlossen<br />

und Sie sollten den Homescreen sehen.<br />

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Homescreen<br />

komplett anders aussieht. Kaum ein Hersteller<br />

liefert sein Android-Handy in der Standardkonfiguration<br />

aus. Stattdessen passen die<br />

Produzenten die Benutzeroberfläche von Android<br />

immer ein wenig an. <strong>Die</strong> Hersteller versuchen<br />

so ihrem Produkt – auch wenn sie auf das<br />

gleiche Betriebssystem verwenden – eine eigene<br />

Note zu geben und manchmal auch Funktionen<br />

hinzuzufügen, die andere Hersteller nicht anbieten.<br />

Bekannte Oberflächen sind zum Beispiel<br />

Samsungs Touchwiz oder Sense von HTC.<br />

<strong>Die</strong> Grundfunktionen<br />

Zu den Grundfunktionen Ihres Android-Smartphones<br />

gehört natürlich das Telefonieren, SMS-<br />

Nachrichten versenden und auch ein Adressbuch.<br />

Über das Hörer-Icon gelangen Sie zur Telefonfunktion,<br />

dort lässt sich eine Telefonnummer<br />

ganz einfach über die Bildschirmtastatur<br />

eingeben. Während des Gesprächs kann man<br />

dieses optional auf den Lautsprecher legen, das<br />

eigene Mikro stumm schalten oder das Gespräch<br />

halten, die Telefon-App bietet dazu für<br />

gewöhnlich entsprechende Schaltflächen.<br />

Abb. 1: Der Homescreen Ihres<br />

Android-Handys ist praktisch der<br />

Desktop des Telefons.<br />

Abb. 2: Natürlich können Sie mit<br />

Ihrem Android-Smartphone auch<br />

ganz normal telefonieren.<br />

SMS-Konversationen werden zusammenhängend<br />

pro Kontakt dargestellt. Versieht man eine<br />

SMS mit einem Anhang, dann wird diese als<br />

MMS versendet. Trotzdem wird sie normal im<br />

Konversationsverlauf angezeigt. Beachten Sie<br />

dabei, dass MMS Gebühren kosten und der<br />

Empfänger ein geeignetes Handy besitzen<br />

sollte, das MMS auch empfangen kann.<br />

Im Adressbuch des Smartphones speichern<br />

Sie ihre Kontakte ab. Neben Telefonnummern<br />

und Emailadressen lassen sich hier auch ein<br />

Foto, die Anschrift oder das Geburtsdatum hinterlegen.<br />

Es gibt auch Apps, die das Adressbuch<br />

um weitere Einträge erweitern, so lassen sich<br />

dann Kontakte mit Facebookprofilen und Messengern<br />

verknüpfen.<br />

Was ist was?<br />

Android zu bedienen, ist kein Kunststück, wenn<br />

man ein paar zentrale Elemente und Begriffe<br />

kennt. Hierbei sind vier Bereiche besonders<br />

wichtig: Der Homescreen, der App-Drawer, die<br />

Notification Bar und die Einstellungen.<br />

• Homescreen: Der Homescreen ist vergleichbar<br />

mit dem Desktop auf Ihrem Computer<br />

mit dem Unterschied, dass es bei Android üblich<br />

ist, mehrere Homescreens zu verwenden.<br />

Android bietet Ihnen die Möglichkeit die<br />

Homescreens nach Ihren eigenen Wünschen<br />

und Vorstellungen einzurichten.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 103


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Android für Newbies<br />

Abb. 3: Im App-Drawer finden Sie<br />

alle auf dem Android-Telefon installierten<br />

Apps.<br />

Abb. 4: Ziehen Sie die Notification<br />

Bar von der Oberkante des Bildschirms<br />

herunter.<br />

Abb. 5: Über die Einstellungen<br />

passen Sie das Telefon an ihre<br />

Bedürfnisse an.<br />

• App-Drawer: Bei dem App-Drawer handelt es<br />

sich um die Auflistung aller verfügbaren<br />

Apps. Von dort aus lassen sich Applikationen<br />

starten und auch auf den Homescreen kopieren,<br />

um dort eine Verknüpfung zu ihnen zu<br />

erstellen. Der App-Drawer wird von den Herstellern<br />

meist stark angepasst und kann mehr<br />

oder weniger Funktionen haben.<br />

• Notification Bar: <strong>Die</strong> Notification Bar befindet<br />

sich am oberen Bildschirmrand und liefert<br />

Ihnen als Statusleiste die wichtigsten Informationen<br />

auf einen Blick. Neben Uhrzeit<br />

und Akkustand erfahren Sie auch die Qualität<br />

Ihrer Netzverbindung und den derzeitigen<br />

Mobilfunk-Empfang. Apps können die Notification<br />

Bar ebenfalls nutzen und Sie über<br />

neue Nachrichten, Mails oder andere Ereignisse<br />

informieren. Für einen schnellen Überblick<br />

lässt sich die Notification Bar herunterziehen.<br />

Bekommen Sie also eine neue SMS<br />

und es erscheint ein Icon oben links im Bildschirm,<br />

erfahren Sie durch das Herunterziehen,<br />

wer Ihnen was geschrieben hat.<br />

• Einstellungen: <strong>Die</strong> Einstellungen sind das<br />

zentrale Menü für alle Funktionen des Smartphones.<br />

Sie erreichen die Einstellungen generell<br />

immer über den gleichnamigen Eintrag<br />

im App-Drawer. So gelangen Sie zur Übersicht<br />

aller Einstellungsmöglichkeiten für Ihr<br />

Smartphone. Es ist für Sie wichtig zu wissen,<br />

wie Sie in dieses Menü gelangen, denn gerade<br />

in der Anfangszeit möchte man gern<br />

viele Einstellungen vornehmen, um die Funktionen<br />

des Gerätes an das eigene Nutzerverhalten<br />

anzupassen.<br />

Homescreen einrichten<br />

Der tägliche Umgang mit dem Smartphone soll<br />

so intuitiv wie möglich sein. Deshalb lohnt es<br />

sich, wichtige Apps auf den Homescreen zu<br />

legen. Natürlich wird jeder Android-User seinen<br />

Homescreen individuell einrichten, aber wenn<br />

Sie gerade ein wenig ratlos sind wie man es am<br />

Besten machen könnte, gebe wir Ihnen gerne<br />

ein paar <strong>Tipps</strong> mit auf den Weg.<br />

Den Haupt-Homescreen erreichen Sie immer<br />

durch das Drücken der Home-Taste bzw. des<br />

Home-Buttons und er ist auch sichtbar, wenn<br />

man das Smartphone über den Lockscreen entsperrt.<br />

Dort lässt sich zum Beispiel gut ein Widget<br />

für den Kalender oder das aktuelle Wetter<br />

platzieren. Auch die täglich genutzten Apps<br />

sollten hier ein Plätzchen finden, schließlich<br />

wollen Sie nicht immer den App-Drawer öffnen.<br />

Viele Anwender ordnen die restlichen Homescreens<br />

nach Themen an. Ein Homescreen enthält<br />

dann alle Musik-Apps, ein anderer viele<br />

Widgets und so weiter. Eine thematische Gliederung<br />

ist sehr nützlich, wenn man sein Smartphone<br />

vielseitig einsetzt und nicht lange nach<br />

104<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Android für Newbies<br />

Abb. 6: Nehmen Sie sich beim<br />

Einrichten Ihres Homescreens<br />

ruhig ein bisschen Zeit.<br />

Abb. 7: Ziehen Sie App aus dem<br />

Drawer per Drag&Drop auf einen<br />

der Homescreens.<br />

Abb. 8: Im Google Play Store stehen<br />

Ihnen mehr als 450.000 Apps<br />

zur Verfügung.<br />

der richtigen App suchen möchte. Chaos kann<br />

auch auf dem Smartphone auf Dauer sehr frustrierend<br />

sein und den Spaß am Gerät verderben.<br />

Daneben gibt es aber auch vielel Nutzer, die<br />

nur den Haupt-Homescreen einsetzen und selten<br />

nach links oder rechts scrollen.<br />

Um eine App auf den Homescreen zu verknüpfen,<br />

hält man das Icon im App-Drawer einfach<br />

lang gedrückt und man bekommt je nach<br />

Hersteller entweder die Möglichkeit, einen Bildschirm<br />

auszuwählen, auf dem die Verknüpfung<br />

angelegt werden soll oder man landet direkt auf<br />

seinem Homescreen und kann die Verknüpfung<br />

darauf hin und her schieben.<br />

Möchte man ein Widget auf den Homescreen<br />

legen, drückt man auf dem Homescreen selbst<br />

einmal lang auf eine freie Stelle und wartet darauf,<br />

dass sich das Kontextmenü öffnet. Achten<br />

Sie aber vorher darauf, dass genügend freier<br />

Platz auf dem Homescreen für das Widget vorhanden<br />

ist. Neue Apps und Widgets bekommen<br />

Sie dank der Anbindung an den Play Store. Dort<br />

finden Sie unzählige Apps mit denen Sie die<br />

Funktionen ihres Smartphones erweitern.<br />

Änderungen ab Android 4.0<br />

Mit Android 4 hat sich beim Einrichten des<br />

Desktop-Hintergrunds und beim Hinzufügen<br />

von Widgets einiges geändert. Ein paar Hersteller<br />

haben das Kontextmenü aus Android 2.3<br />

übernommen, sodass Sie über die Menütaste<br />

auf dem Homescreen weiterhin die Einstellungen<br />

für den Desktop-Hintergrund und für Widgets<br />

finden. <strong>Die</strong> meisten Hersteller setzen jedoch<br />

nun auf eigene Lösungen, sodass eine allgemeine<br />

Beschreibung recht schwer fällt. Der<br />

Artikel beschreibt im Folgenden, wie Sie unter<br />

einem puren Android 4 (also ohne Änderungen<br />

vom Hersteller) Widgets hinzufügen und das<br />

Hintergrundbild verändern. Weiter unten gehen<br />

wir auch noch auf ein paar Hersteller-spezifische<br />

Details für HTC und Samsung ein.<br />

Um unter Android 4 ein Widget auf dem<br />

Homescreen zu platzieren, wechseln Sie zunächst<br />

zur App-Übersicht. Hier finden Sie einen<br />

Reiter Widgets, der die einzelnen Miniprogramme<br />

enthält. Sie erreichen die Widgets<br />

auch, wenn Sie einfach durch die Apps scrollen,<br />

der Übergang ist fließend. Das Hinzufügen<br />

zum Homescreen geschieht auf die gewohnte<br />

LOCKSCREEN-WIDGETS<br />

Ab Android 4.2 lassen sich Widgets auch auf<br />

dem Lockscreen ablegen. Das ist praktisch, um<br />

zum Beispiel neue E-Mails zu checken oder<br />

eine SMS zu lesen, ohne dazu das Gerät entsperren<br />

zu müssen. Aktuell funktioniert das<br />

aber nur auf den Nexus-Geräten Nexus 4/ 7/ 10<br />

und dem Galaxy Nexus mit Android 4.2.2.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 105


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Android für Newbies<br />

Abb. 9: Seit Android 4.0 finden Sie<br />

die Widgets in einem eigenen<br />

Abschnitt der App-Übersicht.<br />

Abb. 10: Widgets zu entfernen ist<br />

weiterhin per Wischgeste nach<br />

oben möglich.<br />

Abb. 11: Das Hintergrundbild<br />

ändern Sie bei Android 4 über<br />

einen Druck auf den Homescreen.<br />

TIPP<br />

Am einfachsten ist es, wenn<br />

Sie zunächst auf den Homescreen<br />

wechseln, dem Sie das<br />

Widget hinzufügen möchten<br />

und erst anschließend die<br />

App-Übersicht aufrufen.<br />

Art und Weise, indem Sie das gewünschte Widget<br />

gedrückt halten und anschließend auf einen<br />

der Homescreens ziehen. Standardmäßig landen<br />

die Widgets auf dem Haupt-Homescreen,<br />

wenn Sie aber den Finger gedrückt halten und<br />

nach rechts oder links ziehen, dann können Sie<br />

diese auch einem anderen Screen hinzufügen.<br />

Im Unterschied zu früheren Versionen verhält<br />

sich Android ab Version 4.1 dabei intelligent.<br />

Wenn Sie das Widget an einer Stelle platzieren<br />

möchten, die bereits belegt ist, dann müssen<br />

Sie dazu nichts weiter tun. Das Android-System<br />

verschiebt die restlichen Widgets automatisch.<br />

Nur wenn nicht mehr genügend Platz zur Verfügung<br />

steht, können Sie keine weiteren Miniprogramme<br />

mehr platzieren. Das Löschen eines<br />

Widgets erfolgt wie gewohnt durch gedrückt<br />

halten des Widgets und nach oben ziehen. Anstelle<br />

eines Mülleimers sehen Sie hier ein rotes<br />

X mit der Beschriftung Entfernen. Das Miniprogramm<br />

wird also nicht gelöscht (Sie können es<br />

jederzeit wieder einbauen), nur entfernt.<br />

Deutlich einfacher geworden ist das<br />

Setup eines neuen Hintergrundbilds<br />

oder eines Live-Wallpapers. Dazu<br />

halten Sie einfach den Finger auf<br />

einem freien Bereich eines beliebigen<br />

Homescreens gedrück und wählen<br />

dann aus, ob Sie das neue Bild aus<br />

der Galerie mit Ihren eigenen Bildern,<br />

den Hintergrund-Bildern oder bei den<br />

Live-Hintergründen suchen möchten.<br />

HTC & Samsung<br />

Benutzen Sie ein HTC-Smartphone, dann gibt es<br />

ab Android 4.1 einige <strong>kleine</strong> Unterschiede. Hier<br />

finden Sie unter den Apps keine Widgets, sondern<br />

müssen den Finger auf einem Homescreen<br />

gedrückt halten, um in die Widget-Ansicht zu<br />

gelangen. Sie sehen dann unten alle Widgets<br />

und oben die verfügbaren Homescreens. Um<br />

ein neues Widget einzurichten, ziehen Sie es<br />

einfach per Drag&Drop auf den gewünschten<br />

Homescreen. Möchten Sie ein anderes Hintergrundbild<br />

einrichten, müssen Sie einen Umweg<br />

über die Einstellungen gehen. Ziehen Sie die<br />

Benachrichtungsleiste herunter und tippen Sie<br />

das Einst.-Icon an. In den Einstellungen klicken<br />

Sie auf Personalisieren und anschließend auf<br />

Hintergrundbild. Erst jetzt erscheint die Auswahl,<br />

ob Sie einen Live-Hintergrund oder ein<br />

normales Hintergrundbild aus der Galerie oder<br />

aus den HTC-Bildern hinzufügen möchten.<br />

Benutzen Sie ein Samsung-Gerät mit Android<br />

4.0 oder neuer, dann finden Sie die Einstellungen<br />

weiterhin über die Menütaste. Hier können<br />

Sie eine einzelne Seite bearbeiten oder die kompletten<br />

Einstellungen öffnen. Widgets lassen<br />

sich auch in der Größe verändern (das funkioniert<br />

auch bei anderen Android-Systemen),<br />

106<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Android für Newbies<br />

Abb. 12: HTC löst das Hinzufügen<br />

neuer Widgets von allen Herstellern<br />

am elegantesten.<br />

Abb. 13: Google hat natürlich seinen<br />

E-Maildienst Google Mail<br />

sehr gut in Android integriert.<br />

Abb. 14: Mit der in Android integrierten<br />

Navigationslösungen finden<br />

Sie leicht ans Ziel.<br />

indem Sie das Widget gedrückt halten, bis ein<br />

<strong>kleine</strong>r Rahmen sichtbar ist. An den Punkten<br />

können Sie das Miniprogramm nun in gewissen<br />

Grenzen strecken oder stauchen. Das funktioniert<br />

allerdings nicht mit allen Widgets. Eine<br />

weitere Besonderheit bei Samsung ist das Plazieren<br />

von Widgets, dazu müssen Sie beim Hinzufügen<br />

nicht nach rechts oder links ziehen,<br />

sondern kippen einfach das Smartphone in die<br />

gewünschte Richtung. Das funktioniert allerdings<br />

nur beim Galaxy S3.<br />

Vorinstallierte Apps<br />

Da es sich bei einem Android-Smartphone<br />

streng genommen um ein Google-Smartphone<br />

handelt, befinden sich einige Google-<strong>Die</strong>nste<br />

bereits vorinstalliert auf dem Smartphone oder<br />

werden direkt nach der Einrichtung des Play<br />

Stores aus dem Internet nachgeladen.<br />

• Google Mail: Wenn man einen Google-Account<br />

besitzt, dann hat man auch automatisch<br />

eine Google-Emailadresse. Über diese<br />

App lassen sich dann die Emails abrufen und<br />

Emails versenden. Mails werden in Echtzeit<br />

gepusht sodass man direkt eine Benachrichtigung<br />

bekommt, wenn eine Email eintrifft.<br />

• Google Maps: Google Maps ist der Kartendienst<br />

von Google, der mittlerweile mehr<br />

kann, als nur Karten anzuzeigen. Integriert<br />

sind zum Beispiel auch noch ein Routenplaner<br />

und ein Staumelder, aber auch ein Branchenverzeichnis.<br />

Google Maps sorgt dafür,<br />

dass man immer weiß wo man ist, selbst<br />

wenn man sich mal an einem Ort befindet,<br />

an dem man sich überhaupt nicht auskennt.<br />

• Google Kalender: <strong>Die</strong>ser Kalender ist mehr<br />

als nur ein einfacher Terminplaner. Es lassen<br />

sich Termine automatisiert eintragen. Hat<br />

man ein Meeting, kann man einen Termin<br />

auch mit anderen teilen Nutzern teilen und er<br />

erscheint in Ihrem Kalender. Wer viele Termine<br />

hat und die Übersicht nicht verlieren<br />

möchte, wird diese Anwendung sehr schnell<br />

zu schätzen lernen.<br />

• Google Talk: Google Talk ist ein Instant Messenger<br />

von Google mit dem man sowohl über<br />

das Smartphone, einer Weboberfläche, als<br />

auch über verschiedene Multimessenger<br />

chatten kann. Zwar beherrscht er noch nicht<br />

den Versand von Dateianhängen, ist aber zuverlässig<br />

und bietet die Möglichkeit Gespräche<br />

oder Video-Chats zu führen.<br />

• YouTube: YouTube braucht man eigentlich<br />

schon gar nicht mehr vorstellen. Dabei handelt<br />

es sich um das größte Videoportal im des<br />

Internetz. Über die App lassen sich Videos<br />

ansehen, hochladen und auch kommentieren.<br />

Wenn Sie das Smartphone ins Querformat<br />

drehen, dann spielt Ihr Handy das Video<br />

automatisch im Vollbild ab.<br />

● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28763<br />

APPS & TIPPS 02/2013 107


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Must-have-Apps<br />

Von iOS zu Android: <strong>Die</strong>se Apps brauchen Sie<br />

Kleiner<br />

Schritt<br />

Alesia-Tsvetaeva, 123RF<br />

Auch wenn einige Leute nur den Kopf<br />

schütteln, wenn man vom Wechsel<br />

vom iPhone zu Android spricht, gibt es<br />

genug Gründe, sich von einem Teil des<br />

Apple-Universums zu verabschieden.<br />

Wir zeigen, was Sie erwartet, wenn Sie<br />

den Schritt gemacht haben. Patrick Neef<br />

Es gibt einige Gründe, vom iPhone zu Android<br />

zu wechseln. Der Hauptgrund ist<br />

die Auswahl: mehr Auswahl bei den Geräten,<br />

mehr Auswahl bei den Apps und mehr<br />

Auswahl bei der individuellen Gestaltung des<br />

Smartphones. Auch die Geschlossenheit – für<br />

die Apple allgemein bekannt ist – bringt nicht<br />

nur Vorteile. Denn der „walled garden“, in dem<br />

man sich befindet, ist zwar sehr schön, aber<br />

über die Mauer hinweg darf man nicht. Ein weiterer<br />

Grund ist der Preis: Viele Android-Modelle<br />

sind bereits für ein paar Hundert Euro erhältlich,<br />

die meisten sind dem iPhone technisch<br />

ebenbürtig. Wer zudem über 500 Euro für ein<br />

Smartphone ausgeben will, bekommt bei Android<br />

Geräte, die technisch deutlich weiter sind,<br />

sprich eine leistungsfähigere CPU, mehr Speicher,<br />

einen MicroSD-Karten-Slot und oftmals<br />

eine bessere Kamera besitzen.<br />

Was erwartet mich?<br />

Doch der Umstieg ist für langjährige iPhone-Besitzer<br />

oft ungewohnt, fast schon „komisch“ und<br />

„seltsam“, so beschreiben die meisten die ersten<br />

Wochen mit ihrem neuen Android-Smartphone.<br />

Und nicht nur das: Auch scheint es einige<br />

Apps, die auf dem iPhone vorinstalliert<br />

sind, unter Android nicht zu geben. Und als<br />

108<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Must-have-Apps<br />

Abb. 1: <strong>Die</strong> App Google Reader<br />

hilft Ihnen, die Übersicht über die<br />

Lieblings-Nachrichtenseiten zu<br />

bewahren.<br />

Abb. 2: <strong>Die</strong> Werbung stört nicht,<br />

und die <strong>Die</strong>nste, die sich hinter<br />

dem Reiter Werkzeuge befinden,<br />

sind allesamt sehr nützlich.<br />

Abb. 3: <strong>Die</strong> ersten Versuche mit Evi<br />

waren ein Reinfall, aber immerhin<br />

wissen wir warum: Evi kann nur<br />

Englisch!<br />

wäre das nicht verwirrend genug, gibt es gravierende<br />

Unterschiede zwischen den Herstellern,<br />

die ihre Smartphones mal mehr, mal weniger<br />

mit Anwendungen und Anpassungen an der<br />

grafischen Oberfläche von Android segnen.<br />

Schluss mit der Verwirrung! Wir sagen Ihnen<br />

als (ehemaligen) iPhone-Besitzern ganz genau,<br />

welche Apps Sie unter Android vermissen<br />

könnten – und welche App Sie sich als würdigen<br />

Ersatz herunterladen sollten.<br />

Google-<strong>Die</strong>nste<br />

Zunächst einmal empfehlen wir, einige Google-<br />

Anwendungen zu installieren, die nicht vorinstalliert<br />

mit Android daherkommen: Google Reader<br />

(RRS Feeds), Google+ und Google Messenger,<br />

Google Text & Tabellen, Google Goggles,<br />

Google Street View, Google Übersetzer und<br />

Google Earth sind zwar nicht zwingend notwendig,<br />

aber wenn schon Google, dann richtig!<br />

Android Assistant<br />

Unter Android haben Sie mehr Freiheiten, was<br />

aber auch bedeutet, dass Sie sich besser mit<br />

allen Einstellungen auskennen müssen, wenn<br />

Sie beispielsweise den Speicher leeren, Apps<br />

auf die SD-Karte verschieben oder Autostart-<br />

Anwendungen entfernen wollen. Für all diese<br />

Aufgaben empfiehlt sich die kostenlose Anwendung<br />

Android Assistant [LINK 1], die in jeder Hinsicht<br />

gute <strong>Die</strong>nste leistet. Sehr empfehlenswert<br />

ist die Übersicht der Lautstärken (Reiter Werkzeuge<br />

| Lautstärke Telefon), die man bei Android<br />

pro Kategorie einzeln einstellen kann.<br />

Siri-Ersatz<br />

Das iPhone 5 ist zwar erst ein paar Monate auf<br />

dem Markt, aber wenn Sie dieses Modell besessen<br />

haben, kamen Sie sicherlich in den Genuss<br />

des Sprachassistenten Siri. Siri erleichtert die<br />

täglichen Aufgaben wie Erinnerungen eintragen,<br />

SMS schreiben oder Wetter infos einholen.<br />

Das ist auf Dauer sehr bequem und wird auf<br />

Android Smartphones schmerzlich vermisst.<br />

Doch auch wenn die Alternativen unter Android<br />

nicht ganz so „lebensecht“ wie Siri sind, so<br />

hat doch jeder Android-Nutzer die Gelegenheit,<br />

sich einen solchen Assistenten nachzurüsten.<br />

Ein Großteil der Android-Smartphones ist<br />

vom Hersteller Samsung und kommt oft bereits<br />

mit einem Sprachassistenten daher, den man<br />

durch Gedrückthalten der Hometaste aktiviert.<br />

<strong>Die</strong>ser basiert auf dem Sprachdienst von Vlingo<br />

[LINK 2], den man, wenn man kein solches<br />

Smartphone besitzt, kostenlos auf Google Play<br />

herunterladen kann. Außerdem sind solche<br />

Sprachassistenten bereits nach dem Erscheinen<br />

des iPhone 4S in großer Zahl erschienen, von<br />

APPS & TIPPS 02/2013 109


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Must-have-Apps<br />

Abb. 4: <strong>Die</strong> YouTube App kann<br />

nicht nur auf Videos zugreifen,<br />

Sie können auch eigene Videos<br />

bequem hochladen.<br />

Abb. 5: <strong>Die</strong> offizielle Twitter App<br />

läuft etwas aktuell etwas ruckelig,<br />

bei den älteren Versionen gibt es<br />

keine Probleme.<br />

Abb. 6: Daran müssen Sie sich<br />

gewöhnen: Unter Android sind<br />

auch <strong>Top</strong>-Apps sehr oft gratis, wie<br />

hier Finanzen100 Börse.<br />

denen Alice [LINK 3] und Evi [LINK 4] die prominentesten<br />

sind. Evi spricht zwar kein Deutsch,<br />

doch probieren Sie sie einfach mal selbst aus!<br />

YouTube<br />

Das iPhone besitzt eine vorinstallierte App für<br />

YouTube, mit der Sie nicht nur Zugriff auf den<br />

größten Teil der Videosammlung von YouTube<br />

haben, sondern ebenfalls nach Anmeldung mit<br />

Ihrem Google-Konto Favoriten oder eigene<br />

hochgeladene Videos ansehen können. Seltsamerweise<br />

hat nicht jedes Android-Smartphone<br />

die YouTube App vorinstalliert, obwohl You-<br />

Tube ja zu Google gehört. Doch kein Problem:<br />

<strong>Die</strong> App gibt es natürlich kostenlos im Google<br />

Play Store [LINK 5]. Sie sieht zwar etwas anders<br />

aus als unter iOS, verfügt aber über die gleichen<br />

Funktionen wie das iOS-Pendant und Sie können<br />

Ihre Videos direkt zu YouTube hochladen.<br />

Facetime-Ersatz:<br />

Tango oder Skype<br />

Ah, Facetime. <strong>Die</strong>se tolle Art der Videotelefonie,<br />

vorausgesetzt, die andere Person hat ebenfalls<br />

ein iPhone oder iPad und ist auch in der Nähe<br />

eines WLAN-Routers. Als Android-Benutzer<br />

gibt es keinen Trick, weiterhin Facetime nutzen<br />

zu können, auch nicht mit anderen <strong>Die</strong>nsten<br />

gekoppelt. Aber vielleicht können Sie die ehemaligen<br />

Facetime-Nutzer in Ihrer Kontaktliste<br />

überreden, sich Skype [LINK 6] oder Tango [LINK 7]<br />

auf dem iPhone zu installieren, denn diese beiden<br />

Apps bieten ebenfalls Videotelefonie, sind<br />

kostenlos und funktionieren auf mehreren Plattformen,<br />

darunter Mac, Windows, iOS und Android.<br />

Und schon sieht Facetime gar nicht mehr<br />

so bemerkenswert aus!<br />

Twitter und Wetter<br />

Mit iOS 5 hat Apple den Kurznachrichtendienst<br />

Twitter fest in das Betriebssystem integriert.<br />

Damit landen auch deren Benachrichtigungen<br />

in der Mitteilungszentrale, die es seit iOS 5 gibt.<br />

Das ist bei Android nicht der Fall, aber selbstverständlich<br />

gibt es auch eine offizielle Twitter<br />

App im Play Store [LINK 8] – und da bei Android<br />

die Benachrichtigungen noch fester integriert<br />

sind, erhalten Sie auch unter Android sofort<br />

eine Benachrichtigung, wenn Sie erwähnt werden<br />

oder Nachrichten erhalten.<br />

Das iPhone hat seit Anbeginn eine eigene,<br />

wenn auch sehr funktionsarme App für die<br />

Wetteranzeige und -vorhersage. Wenn Sie das<br />

auf Ihrem Androiden vermissen, dann sollten<br />

Sie noch einmal ganz genau hinschauen. Denn<br />

jedes Android-Telefon besitzt eigentlich mindestens<br />

ein Widget, das das Wetter anzeigt, und oft<br />

ist ein solches bereits vorab auf dem Home-<br />

110<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Must-have-Apps<br />

screen platziert, manchmal<br />

gleich zusammen mit der Zeitanzeige.<br />

Und falls Ihnen das<br />

nicht genügt, so gibt es wie<br />

auch im App Store genügend<br />

Alternativen auf Google Play.<br />

Aktien<br />

<strong>Die</strong> Aktien App beim iPhone gilt<br />

wohl als meist ignorierte aller<br />

vorinstallierten Apps. Und dennoch<br />

können wir verstehen,<br />

wenn Sie als ehemaliger<br />

iPhone-Benutzer eine solche<br />

App unter Android vermissen.<br />

Kein Problem! Laden Sie sich<br />

die App Finanzen100 Börse<br />

[LINK 9] herunter. Mit ihr sind Sie<br />

in Sachen Finanzen immer auf<br />

dem aktuellen Stand. <strong>Die</strong> App<br />

ist kostenlos und versorgt Sie<br />

mit News und Aktienkursen.<br />

Und wer möchte, kann sich kostenlos<br />

registrieren und so eine Watchlist einrichten,<br />

mit der Sie Ihre Daten immer auf einem<br />

Blick haben, und das bei Bedarf synchron auf<br />

mehreren Android-Geräten.<br />

Notizen<br />

Kaum zu glauben, aber manche Android-Geräte<br />

besitzen von Haus aus keine Notizen-App.<br />

Dabei ist die Möglichkeit, jederzeit schnell ein<br />

paar Zahlen oder Wörter einzutippen oder<br />

sogar flink eine Sprachnotiz aufnehmen zu können<br />

überaus praktisch. Wir legen Ihnen die App<br />

AK Notepad [LINK 10] ans Herz. <strong>Die</strong>se Notiz-App<br />

ist einfach gestrickt, kostenlos, ohne Werbeeinblendungen<br />

und lässt sich mit einem kostenlosen<br />

Account mit der Cloud synchronisieren.<br />

Zudem ist die Auflistung aller Notizen sehr<br />

übersichtlich: Sie können Notizen mit Suchbegriffen<br />

aufspüren, mit Labels versehen oder<br />

nach Titel, Zeit oder Änderungsdatum sortieren.<br />

Google Play ist jedoch inzwischen voll von<br />

Notizen-Apps.<br />

Uhr/ Wecker<br />

Android kommt von Haus aus mit einer recht<br />

schlichten Uhr, die aber über ein paar besondere<br />

Features verfügt. Dazu gehört unter anderem<br />

der Nachtmodus und der Dockingstation-<br />

Abb. 7: Any.DO ist eine wirkliche<br />

tolle Anwendung für die Aufgabenverwaltung,<br />

sieht gut aus und<br />

ist kostenlos. Was will man mehr?<br />

Modus. Eine sprechende<br />

Zeitansage gibt es allerdings<br />

nicht, auch fällt der Wecker<br />

recht ziemlich spartanisch<br />

aus, und Zeitzonen werden<br />

auch nur bei bestimmten<br />

Herstellern von Haus aus angezeigt.<br />

Für Abhilfe beim<br />

Wecker sorgt AlarmDroid<br />

[LINK 11], eine sehr beliebte<br />

Wecker-App, die mit vielen<br />

nützlichen Funktionen wie<br />

etwa Zeit- und Wetteransage,<br />

Schlummermodus<br />

durch Umdrehen des Telefons<br />

und vielen Weckmodi<br />

den Wecker des iPhones<br />

locker hinter sich lässt.<br />

To-Do-App<br />

Mit iOS bekam das iPhone<br />

die App „Erinnerungen“, hinter<br />

der sich eine liebevoll gestaltete,<br />

aber auch relativ funk tionsarme To-Do-<br />

App verbirgt. Das gibt es auf dem Android-Phone<br />

nur in Ausnahmefällen von Haus aus, doch<br />

Google Play hat hier einiges zu bieten, allem<br />

voran die Notiz-App Any.DO [LINK 12], die einen<br />

tollen Stil besitzt, regelmäßig Updates erhält und<br />

problemlos mit Googles Aufgabenplaner aus<br />

Gmail synchronisiert werden kann.<br />

Kompass<br />

Zugegeben: Ein Kompass benötigt man heutzutage<br />

nur noch sehr selten. Trotzdem ist diese<br />

nette Spielerei seit langer Zeit auf dem iPhone<br />

vorinstalliert. Es handelt sich dabei um einen<br />

digitalen Kompass, der aber sehr zuverlässig<br />

funktioniert, vorausgesetzt, es befinden sich<br />

keine elektromagnetischen Störfelder in der<br />

Nähe (Metall, Strom).<br />

Grund genug für einige Android-Entwickler,<br />

dem Google Play Store ein paar solcher Kompass-Anwendungen<br />

zu spendieren. <strong>Die</strong> wohl<br />

beste Android-App in dieser Hinsicht ist Compass<br />

[LINK 13]. Sie erfüllt ihren Zweck sehr lässig und meldet sich bereits bei <strong>kleine</strong>n Störungen<br />

mit einer Meldung, dass eine Neukalibrierung<br />

erforderlich ist – ein Zeichen dafür, wie<br />

zuver-<br />

genau die App in der Regel funktioniert. Sie<br />

können Standorte eintragen und verwalten und<br />

APPS & TIPPS 02/2013 111


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Must-have-Apps<br />

Abb. 8: Lassen Sie sich von der<br />

schlichten Optik nicht täuschen,<br />

AK Notepad kann mehr als nur<br />

Notizen aufnehmen.<br />

Abb. 9: Mit Endomondo nehmen<br />

Sie Ihre sportlichen Aktivitäten<br />

auf und messen sich mit Ihren<br />

Freunden übers Netz.<br />

Abb. 10: <strong>Die</strong> Optik ist zwar längst<br />

nicht so schön wie die beim Kompass<br />

des iPhones, dafür funktioniert<br />

die App fehlerfrei.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28760<br />

mit einem kostenlosen Catch-Konto auch gleich<br />

Notizen zu Standorten in der Cloud sichern.<br />

Nike + iPod<br />

Eine App, die sich unter iOS ein wenig versteckt,<br />

ist die von Freizeitläufern gern und oft<br />

genutzte Nike App. Mit dieser zeichnen Sie mit<br />

einem Sender im Schuh, der die Schrittfrequenz<br />

misst, Ihre beim Laufen zurückgelegte Strecke<br />

auf und hören sich passend dazu Playlisten und<br />

sogar eigens festgelegte Powersongs an. <strong>Die</strong>se<br />

App muss unter iOS erst in den Einstellungen<br />

aktiviert und mit dem Sender im Schuh gekoppelt<br />

werden. Eine analoge App gibt es für Android<br />

bisher nicht, da Android aber über Ortungsdienste,<br />

vor allem aber über einen GPS-<br />

Empfänger verfügt, ist das Aufzeichnen von zurückgelegten<br />

Strecken überhaupt kein Problem.<br />

Und das Abspielen von Musik ohnehin nicht.<br />

Als Work around greifen Sie einfach auf zwei separate<br />

Apps zurück. Was die Musik betrifft, so<br />

gibt es von Nike die App Nike BOOM [LINK 14],<br />

die je nach Training oder Workout passend<br />

dazu Musiktitel abspielt. Sie können aber auch<br />

eigens angelegte Wiedergabelisten im Musik<br />

Player anwerfen.<br />

Als passende Sport-App empfiehlt sich der<br />

Endomondo Sports Tracker [LINK 15], mit dem Sie<br />

nicht nur Laufen, sondern jegliche Sportart verfolgen<br />

können, bei der Sie längere Distanzen<br />

zurücklegen. Endomondo Sports Tracker ist<br />

sehr präzise in der Datenerfassung, besitzt<br />

einen großen Funktionsumfang und ist in der<br />

Basis-Version kostenlos. Sie können Herzfrequenzmessgeräte<br />

an die App koppeln, Trainingsdaten<br />

manuell eintragen und sich über<br />

Kopfhörer während des Sports motivierende<br />

Nachrichten anhören. Außerdem liefert die App<br />

Audiofeedback zu Trainingsabschnitten. Besonders<br />

hervorzuheben ist auch die dazugehörige<br />

Endomondo Internet-Community - hier können<br />

Sie ihre Trainningsdaten im Nachhinein analysieren,<br />

sich mit anderen Endomondo-Nutzern<br />

austauschen und sich von Lauf- oder Fahrrarouten,<br />

die Freunde zurückgelegt haben, inspirieren<br />

und motivieren lassen. Nur das Zählen der<br />

Schritte – das funktioniert selbst mit Nike-Sender<br />

im Schuh nicht.<br />

Fazit<br />

<strong>Die</strong> Liste der Apps, die Sie vom iPhone auf Android<br />

problemlos hinübernehmen können, ließe<br />

sich noch fast beliebig erweitern. Last but not<br />

least verfügt Android über eine sehr aktive<br />

Community. Fragen Sie doch einfach mal nach<br />

Ersatz für eine beliebige iPhone- App – Sie werden<br />

staunen, wie schnell Sie eine gute App-<br />

Empfehlung bekommen.<br />

● ● ●<br />

112<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Solid Explorer<br />

Dateimanagement mit Stil<br />

Solid Explorer<br />

Noch ein Dateimanager? Muss das sein? Ja, es muss! Der Solid Explorer besticht<br />

durch sein schickeres Äußeres, gute Performance und durchdachte Bedienung.<br />

Christoph Langner<br />

3ddock, 123RF<br />

Der Google Play Store ist voll von<br />

Dateimanagern ähnlicher Bauart.<br />

Wer jedoch ein klein wenig vergleicht,<br />

der findet File-Manager, die mit<br />

zwei Panels arbeiten, die durch Root-Verzeichnisse<br />

navigieren, Dateifreigaben via<br />

FTP, SSH oder Samba (Windows-Dateifreigabe)<br />

einbinden bzw. bereitstellen können,<br />

oder die einfach nur klasse aussehen.<br />

Solid Explorer<br />

Der Solid Explorer [LINK 1] gehört in diese Kategorie,<br />

er erfüllt fast alle diese Kriterien und<br />

legt sogar noch eine Schippe drauf. Den Dateimanager<br />

gab es in der Entwicklungsphase<br />

kostenlos im Play Store, mittlerweile muss jedoch<br />

ein kostenpflichtiger Unlocker [LINK 2]<br />

für 1,54 Euro zugekauft werden.<br />

<strong>Die</strong> Anwendung empfängt Sie mit einer<br />

Oberfläche, die zwar nicht komplett den Holo-<br />

Richtlinien von Android 4.0 folgt, aber dennoch<br />

optisch und vor allem funktional richtig<br />

viel zu bieten hat. Praktisch ist das Umschalten<br />

zwischen Hoch- und Querformat. Halten<br />

Sie Ihr Handy hochkant, dann wischen Sie per<br />

Fingerzeig nach links bzw. rechts zwischen<br />

den beiden Panels des Dateimanagers hin und<br />

her. Im Breitbild sehen Sie die zwei Spalten<br />

komplett auf dem Display, ähnlich wie man es<br />

zum Beispiel von Norton Commander kennt.<br />

Drag&Drop<br />

In den Standardeinstellungen zeigt Ihnen der<br />

Explorer Dateien und Verzeichnisse in einer detaillierten<br />

Liste mit großen Icons und <strong>Vorschau</strong>n<br />

02/2013<br />

113


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Solid Explorer<br />

Abb. 1: Bilder werden in der<br />

Dateiliste immer als <strong>kleine</strong>s<br />

Thumbnail dargestellt.<br />

Abb. 2: Im dunklen Theme passt<br />

der Solid Explorer besser zu Android<br />

4.0. Ice Cream Sandwich.<br />

Abb. 3: Auf einem gerooteten<br />

Handy steigen Sie in die Tiefen<br />

Ihres Androiden hinab.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28797<br />

an. Auf Wunsch stellen Sie die Ansicht jedoch<br />

auf größere Icons oder auf eine Liste um, die<br />

Sortierreihenfolge lässt sich natürlich ändern.<br />

Über den Menüpunkt Filter picken Sie gezielt<br />

Objekte mit einem bestimmten Namen oder Dateierweiterung<br />

heraus, Sie können den Filter<br />

auch mit Wildcards im Stile von *.jpg füllen.<br />

Dateien schieben Sie in beiden Ansichten per<br />

Drag&Drop – wie am PC – von einem Verzeichnis<br />

zum Anderen. Alternativ<br />

lässt die die Aktion während<br />

der Drag&Drop-Geste in den<br />

Einstellungen ändern, so können<br />

Sie die Datei auch kopieren,<br />

anstatt sie zu verschieben.<br />

Drücken Sie länger auf<br />

eine Datei, dann erscheint ein<br />

Kontextmenü mit weiteren Dateioperationen<br />

wie Kopieren,<br />

Verschieben, Löschen oder<br />

auch De-/ Komprimieren. Der<br />

Solid Explorer unterstützt<br />

dabei Archive in den Formaten<br />

ZIP, TAR.GZ bzw. TAR.BZ und<br />

RAR. Das Erstellen von Archiven<br />

ist in den Formaten ZIP<br />

und TAR möglich.<br />

Durch einen längeren Klick<br />

auf eine Datei oder ein Verzeichnis<br />

gelangen Sie in die anzeigen.<br />

Abb. 4: <strong>Die</strong> Dateien lassen sich<br />

auch in einem Raster übersichtlich<br />

Eigenschaften des jeweiligen Objekts, dort erhalten<br />

Sie ausführliche Informationen zur<br />

Größe und – bei Ordnern – auch zur Größenverteilung<br />

der Inhalte, so finden Sie Platzfresser<br />

mit nur wenigen Fingerwischern. Root-Rechte<br />

stellen für den Solid Explorer ebenfalls keine<br />

Hürde da, haben Sie Ihr Handy gerootet, dann<br />

erhalten Sie mit dem Dateimanager Zugriff auf<br />

das komplette System Ihres Androiden. Gut gelöst<br />

ist auch die Suchfunktion,<br />

die Sie über Suchen aus dem<br />

Menü heraus aufrufen. <strong>Die</strong><br />

Suche baut auf einem sich<br />

immer wieder aktualisierenden<br />

Index auf, so dass Treffer<br />

schon während des Tippens<br />

erscheinen. Das langwierige<br />

Durchsuchen des Speichers –<br />

besonders bei großen Datenbeständen<br />

– entfällt dank der<br />

cleveren Schnellsuche.<br />

Cloud-Integration<br />

Für die mobilen Netzwerker<br />

unter Ihnen bietet der Solid<br />

Explorer ebenso einiges an<br />

Funktionalität und Konfigurationsmöglichkeiten.<br />

<strong>Die</strong> App<br />

kann beispielsweise über FTP,<br />

SSH und Samba/ CIFS (die üb-<br />

114<br />

02/2013 APPS & TIPPS


EINSTEIGER-TIPPS<br />

Solid Explorer<br />

Abb. 7: Bessere Übersicht: Im Querformat werden beide Spalten<br />

des Dateimanagers zusammen dargestellt.<br />

Abb. 5: <strong>Die</strong> Properties zeigen<br />

Ihnen umfassende Informationen<br />

zum jeweiligen Ordner an.<br />

liche Netzwerkfreigabe von Windows oder<br />

Linux) Verzeichnisse über das WLAN oder Internet<br />

einbinden. Für Nutzer und Freunde von<br />

Cloudspeicher-Angeboten kann der Solid Explorer<br />

die <strong>Die</strong>nste Google Drive, Dropbox [LINK 3],<br />

Box [LINK 4], Microsoft SkyDrive [LINK 5] und SugarSync<br />

[LINK 6] integrieren, Sie arbeiten dann<br />

auf den Netzwerkfreigaben, als ob Sie lokale<br />

Ordner öffnen offen hätten. <strong>Die</strong> Option zum<br />

Abb. 6: Über die Tortengrafik entgeht<br />

Ihnen kein einziger Speicherfresser<br />

mehr.<br />

Mounten der Freigaben finden<br />

Sie in der Gehe zu-Liste über<br />

Ihren Lesezeichen.<br />

Wir hätten uns an dieser<br />

Stelle noch die Integration<br />

aller dieser Serverdienste direkt<br />

in die Solid Explorer-App<br />

gewünscht, sodass Sie direkt aus der Anwendung<br />

heraus Ordner via FTP, SSH oder Samba<br />

für das lokale Netzwerk freigeben können. Immerhin:<br />

Für das FTP-Protokoll haben die findigen<br />

Solid Explorer-Entwickler bereits eine entsprechende<br />

Server-Funktion eingebaut, die sich<br />

direkt in der App unter Menü | Dateifreigabe<br />

aktivieren lässt. Über diese können Sie ein beliebiges<br />

Verzeichnis per FTP freigeben. ● ● ●<br />

Abb. 8: Netzwerkfreigaben werden<br />

transparent in den Verzeichnisbaum<br />

eingebunden.<br />

Abb. 9: <strong>Die</strong> App kann auch aktiv<br />

als Server fungieren und Verzeichnisse<br />

per FTP freigeben.<br />

Abb. 10: Funktionaler Aufbau: In<br />

den Einstellungen lässt sich auch<br />

das Aussehen der App verändern.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 115


TIPPS & TRICKS<br />

Google Play<br />

<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong> zum Google Play Store<br />

Shopping-<strong>Tipps</strong><br />

Im Play Store finden Sie inzwischen neben den obligatorischen Apps auch<br />

Bücher, Musik und Filme ausreichend Futter für Ihren Androiden. Ein paar <strong>kleine</strong><br />

<strong>Tipps</strong> erleichtern Ihnen die nächste Shopping-Tour im Play Store. Christoph Langner<br />

Bezahlen über die Handy-<br />

Rechnung<br />

Wenn man nach Kritik an Android<br />

sucht, dann werden mitunter die<br />

dürftigen Zahlungsmöglichkeiten im<br />

Google Play Store genannt - jeder Online-Händler<br />

bietet mehr Optionen. Ohne eine Kreditkarte<br />

ging im Google Store bislang noch wenig, was<br />

zu Ärger bei Eltern oder Nutzern führte, die<br />

Google nicht ihre Kreditkartendaten übergeben<br />

mochten. Als Alternative zur Kreditkarte ist die<br />

Bezahlung von Apps inzwischen bei den Mobilfunkbetreibern<br />

T-Mobile, Vodafone und O2<br />

auch über die Telefonrechnung möglich.<br />

<strong>Die</strong> Zahlung läuft wie gewohnt ab, bei der<br />

Zahlungsmethode wählen Sie aber anstatt einer<br />

Kreditkarte das Abrechnungskonto Ihres Mobilfunkanbieters.<br />

Der fällige Betrag wird dann anschließend<br />

ganz einfach über Ihre monatliche<br />

Telefonrechnung vom Girokonto eingezogen.<br />

Natalia Sheinkin, 123RF<br />

116<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Google Play<br />

Abb. 1: Sehr praktisch: Als Zahlungsmethode<br />

können Sie auf<br />

Google Play ab sofort auch Ihr<br />

Mobilfunk-Konto auswählen.<br />

Abb. 2: Durch die PIN-Nummer<br />

geschützt, können Apps nicht<br />

mehr ohne weiteres Zutun installiert<br />

werden.<br />

Abb. 3: Über den Browser und dem<br />

Google Play Web-Frontend würde<br />

sich das Smartphone deutlich<br />

leichter aufräumen lassen.<br />

Außen vor bleiben allerdings wohl Android<br />

User mit SIM-Karten von Mobilfunk-Discountern<br />

wie Fonic oder Netzclub oder auch Nutzer<br />

mancher Custom-ROMs. <strong>Die</strong> Bezahlfunktion<br />

scheint nur bei den großen Anbietern zuverlässig<br />

zu funktionieren und wird beim Einsatz von<br />

manch einer alternativen Firmware nicht angeboten.<br />

Auf unseren Testgeräten<br />

mit aktuellem Cyanogen-<br />

Mod funktionierte allerdings<br />

auch diese Zahlungsmethode.<br />

Abb. 4: In den Einstellungen verbieten<br />

Sie Apps nach der Installation<br />

automatisch Widgets auf dem<br />

Homescreen abzulegen.<br />

Google Play mit<br />

PIN sichern<br />

Dass sich Apps aus<br />

dem Play Store nach<br />

wie vor nur mit Kreditkarte<br />

oder die Handy-Rechnung<br />

bezahlen lassen, ist<br />

einer der größten Nachteile<br />

von Android. Eltern können<br />

somit ihren Kindern nicht einfach<br />

eine Guthaben-Karte zur<br />

einfachen und sicheren Bezahlung<br />

von Apps zur Verfügung<br />

stellen. Um den Kindern<br />

dennoch Apps kaufen zu können,<br />

lässt sich der Store mit<br />

einem PIN schützen. <strong>Die</strong> entsprechende<br />

Option PIN festlegen und ändern<br />

finden Sie in den Einstellungen des Play Store.<br />

Beachten Sie aber, dass dieser Schutzmechanismus<br />

von Google nicht als sichere Lösung angesehen<br />

wird, da sich der PIN durch das Löschen<br />

der Daten der Play-Store-App ohne Probleme<br />

wieder deaktivieren lässt [LINK 1]. Google<br />

empfiehlt den PIN-Schutz in<br />

der Hilfe zum Store [LINK 2] nur<br />

als zusätzliche Hürde vor dem<br />

versehentlichen Kauf kostenpflichtiger<br />

Android-Apps.<br />

Deinstallieren<br />

Wer sein Android-<br />

Handy intensiv benutzt,<br />

der probiert<br />

auch immer wieder neue Apps<br />

durch. Manch eine ist toll und<br />

wird in Zukunft oft benutzt,<br />

andere fliegen gleich wieder<br />

vom Handy. Ein paar Apps<br />

versauern aber auch gerne ungenutzt<br />

auf Ihrem Androiden<br />

und nehmen nur Platz und<br />

Ressourcen weg.<br />

Viele Android User nutzen<br />

das Web-Frontend des Google<br />

Play Stores um bequem durch<br />

APPS & TIPPS 02/2013 117


TIPPS & TRICKS<br />

Google Play<br />

App vom Handy, ohne dass man sein Smartphone<br />

in die Hand nehmen müsste. Zudem lassen<br />

sich Apps auch direkt von dort aktualisieren.<br />

Der nächste Frühjahrsputz kann also getrost<br />

auf Sie zukommen.<br />

Abb. 5: Der Google-Testaccount der Android-User-Redaktion wurde schon mit<br />

Hunderten von Androiden verknüpft.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29049<br />

den Android-Market zu stöbern. Soll aber eine<br />

App aktualisiert oder gelöscht werden, dann<br />

greifen die meisten gleich zum Handy. Seit einiger<br />

Zeit ist es nun aber auch möglich über den<br />

Web-Store Apps zu deinstallieren. Gerade wer<br />

sein Handy mal wieder aufräumen möchte, der<br />

findet hier eine Arbeitserleichtung.<br />

Auf der Webseite http:// play. google. com/ apps<br />

[LINK 3] finden Sie eine Übersicht, über alle mit<br />

Ihrem Google-Konto verknüpften Androiden.<br />

Für jedes Gerät sind dort sämtliche installierten<br />

Apps aufgeführt, der <strong>kleine</strong> Mülleimer neben<br />

dem Installiert-Button wirft nun die jeweilige<br />

Abb. 6: Nicht mehr benötigte Androiden lassen sich bislang nicht löschen, es ist<br />

nur möglich sie aus dem Play Store auszublenden.<br />

Automatische Icons<br />

abschalten<br />

Stört es Sie, dass viele Apps nach der<br />

Installation automatisch ein Icon auf<br />

Ihrem Homescreen ablegen? Manche<br />

App hinterlässt gleich mehrere Icons, einige wenige<br />

auch gleich Links zu beworbenen Webseiten.<br />

<strong>Die</strong>ser Unsitte lässt sich jedoch in den Play-<br />

Store-Einstellungen relativ schnell und effektiv<br />

Einhalt gebieten.<br />

Öffnen Sie dazu den Google-Play-Store und<br />

gehen dort über das Menü in die Einstellungen.<br />

Achten Sie hier nun auf die Option Widgets automatisch<br />

hinzufügen, ist sie deaktiviert, dann<br />

ist es Apps nicht mehr erlaubt, automatisch<br />

Icons – oder auch andere Widgets – bei der Installation<br />

auf Ihrem Homescreen abzulegen.<br />

Androiden entfernen<br />

Durchstöbern Sie auf der Suche nach<br />

neuen App-Highlights auch so gerne<br />

das Webfrontend des Play Stores wie<br />

die Android User-Redaktion? Dann stört es Sie<br />

eventuell auch, dass Androiden, die Sie schon<br />

lange nicht mehr benutzen, nach wie vor in der<br />

Liste der Geräte auftauchen, auf denen eine neu<br />

gefundene App installiert werden soll. Bei<br />

Ihnen wird die Liste sicherlich nicht so lang<br />

sein wie bei unserem Android-User-Testaccount,<br />

doch ein bisschen Ordnung schadet hier<br />

mit Sicherheit nicht.<br />

Google erlaubt es bislang nicht, ehemalige-<br />

Androiden komplett aus der eigene Geräte-<br />

Sammlung zu löschen. Doch Ihre nicht mehr<br />

benötigten Geräte lassen sich immerhin ausblenden,<br />

so dass die Geräteliste bei der Installation<br />

neuer Apps ein wenig ausgedünnt und<br />

damit übersichtlicher wird.<br />

Öffnen Sie dazu über das Zahnrad-Icon<br />

rechts oben in der Webansicht des Play Stores<br />

den Link Meine Bestellungen & Einstellungen<br />

[LINK 4] und anschließend den Reiter Einstellungen.<br />

In der Spalte Präsenz deaktivieren Sie nun<br />

über das Feld In Menüs enthalten die Geräte,<br />

die Sie inzwischen nicht mehr benötigen. ● ● ●<br />

118<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Google Maps<br />

Chalong Tawan, 123RF<br />

<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong> zu Google Maps<br />

Kartentricks<br />

<strong>Die</strong> jüngeren Android User unter uns sind wahrscheinlich noch nie in den zweifelhaften<br />

Genuss gekommen, einen verhedderten Faltplan ordentlich zusammenlegen<br />

zu dürfen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten <strong>Tricks</strong> – nicht für die gedruckten<br />

Pläne, sondern für Google Maps! Christoph Langner<br />

Offlinekarten mit Maps<br />

Wer sich öfter im Ausland aufhält, weiß um die<br />

Preise, welche die Mobilfunk-Provider für Roaming<br />

verlangen. Ärgerlich ist dieser Umstand<br />

vor allem, da man sich im Ausland selten gut<br />

auskennt und häufig auf die Hilfe von Karten<br />

angewiesen ist. Hier hilft Google Maps mit sogenannten<br />

Offline Maps weiter. In älteren Versionen<br />

der Maps-App fand sich bereits eine abgespeckte<br />

Variante dieses Tools in den experimentellen<br />

Funktionen, diese konnte jedoch maximal<br />

12 Kacheln mit einer Kantenlänge von 16 Kilometern<br />

abspeichern. Mit den Offline-Karten<br />

sind deutlich größere Bereiche möglich.<br />

Maps erlaubt den Download von Kartenausschnitten<br />

mit einer Kantenlänge von bis zu 100<br />

Kilometern ohne Einschränkung der Anzahl.<br />

<strong>Die</strong>se Ausschnitte sind dann jeweils etwa 90<br />

MByte groß. <strong>Die</strong> Download-Option steht jedoch<br />

nur für die Landkarte, nicht für die topologische-<br />

oder Satellitenkarte zur Verfügung. Der<br />

Kartenausschnitt dient allerdings lediglich als<br />

Landkarte mit Standortbestimmung, zur Navigation<br />

oder Ortssuche benötigt Google Maps<br />

nach wie vor eine Internetverbindung. Eine Offline-Navi-App<br />

wie TomTom, Navigon, CoPilot<br />

und Co. ersetzt die Funktion daher nicht.<br />

Maps mit Profil<br />

Wenn jemand eine Reise tut – kann er immer<br />

was erleben, unter Umständen auch böse Überraschungen.<br />

Sofern Sie zu Fuß oder mit dem<br />

APPS & TIPPS 02/2013 119


TIPPS & TRICKS<br />

Google Maps<br />

Abb. 1: <strong>Die</strong> Offline-Funktion von<br />

Google Maps erlaubt das Speichern<br />

von Kartenausschnitten.<br />

Abb. 2: Der Entfernungsmesser<br />

aus den Google Maps Labs zeigt<br />

das Höhenprofil an.<br />

Abb. 3: Auf Wunsch wird auch bei<br />

einer Route das Höhenprofil der<br />

Strecke eingeblendet.<br />

Fahrrad unterwegs sind, sollten Sie deswegen<br />

vorab nicht nur die Streckenlänge, sondern<br />

auch das Höhenprofil Ihrer geplanten Route<br />

evaluieren, damit Ihnen nicht am ersten größeren<br />

Berg die Luft ausgeht. Hier geht Ihnen die<br />

Messen-Funktion von Google Maps zur Hand,<br />

die Sie jedoch erst in den Google Labs-Einstellungen<br />

aktivieren müssen.<br />

Danach finden Sie rechts unten in der Karte<br />

ein <strong>kleine</strong>s Lineal, das beim<br />

Antippen einen grünen Balken<br />

als Zeichen der Aktivität anzeigt.<br />

Tippen Sie jetzt den<br />

Startpunkt auf der Karte an<br />

und danach den Endpunkt.<br />

Sie dürfen dabei beliebig viele<br />

Zwischenpunkte mit einbeziehen<br />

und so die Route nach Belieben<br />

gestalten.<br />

Am oberen Kartenrand<br />

sehen Sie neben der gemessenen<br />

Entfernung die kumulierte<br />

Steigung sowie den<br />

höchsten Punkt der Strecke.<br />

<strong>Die</strong>sen signalisiert auch ein<br />

roter Punkt auf der Messstrecke.<br />

Darüber hinaus gibt ein<br />

Diagramm Auskunft über die<br />

Verteilung der Steigungen und<br />

der Gefälle. Das Höhenprofil dem Display.<br />

Abb. 4: Kippen Sie die Karte durch<br />

das Ziehen von zwei Fingern auf<br />

lässt sich auch generell für die Routenberechnung<br />

aktivieren, dazu finden Sie in den Labs<br />

die Option Höhenprofil für Routen.<br />

Kartenfehler melden<br />

Der Stand von Googles Kartenmaterial ist aktuell,<br />

aber auch nicht immer perfekt. <strong>Die</strong> Vielfahrer<br />

in der Android-User-Redaktion kennen einige<br />

Stellen in Googles Navigationsservice, in<br />

denen der <strong>Die</strong>nst unsinnige<br />

oder gar verbotene Abbiegehinweise<br />

gibt. Schuld daran<br />

sind <strong>kleine</strong> Fehler in der Karte,<br />

die man als User an Google<br />

weiterreichen kann [LINK 1].<br />

Kartenfehler lassen sich<br />

über einen <strong>kleine</strong>n Button mit<br />

dem Titel Problem melden in<br />

der Google-Maps-Karte im<br />

Browser melden, aus der Android-App<br />

heraus ist dies bisher<br />

nicht möglich. Sie benötigen<br />

dafür keinen Google-Account,<br />

dieser wird nur gebraucht,<br />

wenn Sie über das weitere Geschehen<br />

informiert werden<br />

wollen. Google möchte so die<br />

Barriere möglichst gering halten,<br />

jeder soll Kartenfehler<br />

melden dürfen. Google ver-<br />

120<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Google Maps<br />

Abb. 5: Schicken Sie Kartenausschnitte aus Google Maps vom PC auf Ihren Androiden.<br />

spricht die Fehlermeldung innerhalb eines Monats<br />

zu bearbeiten. Aus eigener Erfahrung heraus<br />

dauert es allerdings bis zu drei Monate und<br />

mehrfaches Nachhaken, bis ein Fehler in Googles<br />

Datenmaterial korrigiert wurde.<br />

Google Maps in 3D<br />

Google Maps lässt sich auch in einem 3D-Modus<br />

nutzen. So bekommen Sie einen besseren<br />

Überblick, welches Gebäude wo liegt. Legen Sie<br />

dazu zwei Finger auf das Display und ziehen<br />

Sie die Hand von oben nach unten – schon wird<br />

die Ansicht der Karte geneigt. Sind Sie nah<br />

genug an den Gebäuden, tauchen Häuser und<br />

Bauten wie Kartenhäuschen auf.<br />

Wie gewohnt schieben Sie auch im 3D-Modus<br />

die Karte mit hin und her. Zusätzlich lässt<br />

sich die Perspektive mit einer weiteren Zwei-<br />

Finger-Geste verändern. Wenn Sie einen Finger<br />

auf das Display legen und mit einem Zweiten<br />

eine Kreisbahn um den ersten Finger ziehen,<br />

dreht sich auf die Karte unter Ihrer Hand.<br />

Vom PC aufs Handy<br />

Der Arbeitsabflauf, eine Adresse aus dem Internet-Browser<br />

auf dem Desktop zum Android-<br />

Handy zu übertragen, ist eigentlich ziemlich<br />

anachronistisch, wenn man bedenkt, dass Deskop-Rechner<br />

und Android-Smartphone sehr<br />

stark über das Internet miteinander verknüpft<br />

sind. Es dürfte eigentlich nicht angehen, dass<br />

man eine im Internet recherchierte Adresse am<br />

Handy abtippen muss, um später im Auto zu<br />

dieser zu navigieren.<br />

Mit der Browsererweiterung Chrome to<br />

Phone [LINK 2] des Google-Browsers Chrome<br />

müssen Sie sich dagegen nicht mehr abmühen,<br />

sie übernimmt im Zusammenspiel mit der<br />

gleichnamigen App [LINK 3] das Übertragen von<br />

Kurzinfos wie Links, Telefonnummern oder<br />

eben auch Google-Maps-Links. Entsprechende<br />

Erweiterungen finden sich auch in den Add-On-<br />

Verzeichnissen von Firefox [LINK 4] und Opera<br />

[LINK 5], sie müssen für diese Funktion daher<br />

nicht zwangsweise den Browser wechseln.<br />

App und Erweiterung müssen Sie installieren<br />

und anschließend der Browser-Erweiterung erlauben,<br />

auf Ihr Google-Konto zugreifen zu dürfen.<br />

Von nun an reicht ein Klick auf das Icon<br />

des Browser-Plugins, einen kurzen Moment<br />

später meldet sich Google Maps mit der entsprechenden<br />

Adresse auf Ihrem Handy. Chrome<br />

to Phone übermittelt übrigens auch Links oder<br />

Telefonnummern auf Ihren Androiden ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29052<br />

APPS & TIPPS 02/2013 121


TIPPS & TRICKS<br />

Google Navi<br />

Nataliia Natykach, 123RF<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zu Googles Navi<br />

Navi-<strong>Tipps</strong><br />

In diesem Navi-Special zeigen wir Ihnen <strong>Tipps</strong> und <strong>Tricks</strong>, über die Sie etwas mehr<br />

aus der im Google-System integrierten Navigationslösung herausholen können.<br />

Christoph Langner<br />

Verkehrslage Opt-Out<br />

<strong>Die</strong> Google Navigation überträgt während Ihrer<br />

Fahrt mit aktiviertem Navi Daten wie Ort und<br />

Geschwindigkeit an die Google-Server [LINK 1].<br />

Google nutzt die anonymisiert übermittelten<br />

Daten [LINK 2], um die Verkehrslage auf den Straßen<br />

bestimmen zu können. Vergleicht man die<br />

Daten der Autofahrer mit dem Tempolimit auf<br />

der Straße, kann Google in Echtzeit berechnen,<br />

wo Staus sind und wo man freie Fahrt hat.<br />

Falls Sie sich durch diese Datenübermittlung<br />

zu sehr auf das Gaspedal geschaut fühlen, dann<br />

können Sie diese über die Android-Einstellungen<br />

deaktivieren [LINK 3]. <strong>Die</strong> entsprechenden<br />

Menüpunkte finden Sie auf aktuellen Geräten<br />

mit Android 4.0 unter Standortdienste | Standortdienst<br />

von Google oder auf älteren Androiden<br />

unter Ort | Wireless nutzen. Dadurch geht<br />

Ihnen allerdings auch die grobe Bestimmung<br />

Ihrer Position über die WLAN- und Mobilfunk-<br />

Ortung verloren.<br />

Vogelperspektive<br />

Im Normalfall zeigt Ihnen die Google-Navigation<br />

die Richtung über eine isometrische Ansicht<br />

von schräg oben an. So sehen Sie direkt,<br />

welche Kreuzung vor Ihnen liegt und wie Sie<br />

abbiegen müssen. Um ein bisschen mehr Überblick<br />

zu bekommen, können Sie allerdings auch<br />

die Darstellung in eine Vogelperspektive umschalten.<br />

Drücken Sie dazu einmal kurz auf die<br />

Kompassnadel in der linken oberen Ecke der<br />

122<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Google Navi<br />

Abb. 1: <strong>Die</strong> übliche Darstellung<br />

der Navigation von schräg oben.<br />

Abb. 2: Aus der Vogelperspektive<br />

sehen Sie sich lotrecht von oben.<br />

Abb. 3: In dieser Darstellung können<br />

Sie aus der Karte zoomen.<br />

Navi-App, ein erneuter Klick auf den Kompass<br />

führt Sie zur gewohnten Darstellung zurück.<br />

<strong>Die</strong> Darstellung kippt nun um, sodass Sie<br />

eine ebene Karte mit Ihrer Route als blaue Strecken<br />

sehen. <strong>Die</strong> Karte können Sie nun wie bei<br />

Google Maps mit einem Fingerwisch hin- und<br />

herschieben und auch mit einer Pinch&Zoom-<br />

Geste aus der Karte heraus- bzw. wieder hineinzoomen.<br />

Ab einem etwas größeren Maßstab<br />

sehen Sie auch dichten Verkehr oder gar Staus<br />

als gelben bzw. roten Streckenabschnitt.<br />

Tankstellen und POIs<br />

Während der Fahrt kann die Darstellung weiterer<br />

Punkte (POI) in der Karte wichtig sein, praktisch<br />

sind zum Beispiel Tankstellen oder die<br />

Bankfilialen auf der Strecke. Über zusätzliche<br />

Ebenen blenden Sie diese Informationen in die<br />

Karte ein, die entsprechenden Optionen dafür<br />

finden Sie in dem Einstellungs-Menü rechts<br />

unten in der Navi-App und dann im Menüpunkt<br />

Ebenen. Dort finden Sie schon vordefinierte<br />

Schichten wie Tankstellen, Geldautomaten<br />

und Banken oder eben auch Restaurants.<br />

Sie ergänzen diese Liste um weitere POIs,<br />

indem Sie dazu wieder das Einstellungs-Menü<br />

öffnen und dieses Mal den Eintrag Mehr auswählen.<br />

Daraufhin erscheint ein Menü, über<br />

das Sie nach einem beliebigen Eintrag Suchen<br />

können. Brauchen Sie also nicht einfach nur<br />

eine beliebige Bank, sondern einfach nur eine<br />

Stadtsparkasse oder Raiffeisenbank, dann tragen<br />

Sie Ihre individuelle Ebene hier ein.<br />

Widgets<br />

<strong>Die</strong> Android-Navigation ist leider etwas karg,<br />

wenn es um zusätzliche Informationen rund<br />

um Ihre Fahrt geht. Ausgewachsene Navi-Apps<br />

zeigen Ihnen an, auf welche Spur Sie wechseln<br />

sollten, wie schnell Sie gerade fahren, wie<br />

schnell Sie eigentlich fahren sollten und in<br />

manch einer lässt sich sogar eine POI-Schicht<br />

mit einer Blitzerdatenbank nachrüsten. Ein Teil<br />

dieser Funktionen lässt sich mit zusätzlichen<br />

Apps nachrüsten, die Ihre Anzeige als Widget<br />

über das Navibild legen. Der Ulysse Speedometer<br />

Pro [LINK 4] etwa zeigt Ihnen Ihre über die<br />

GPS-Antenne exakt bestimmte Geschwindigkeit<br />

als <strong>kleine</strong>n Tachometer an, auch wenn die<br />

Navi-App im Vordergrund läuft.<br />

Der Tacho leuchtet grün auf, wenn Sie sich in<br />

einem üblichen Geschwindigkeitsband von 30,<br />

50, 60 oder 80 km/ h bewegen und warnt Sie<br />

mit einem roten Signal, wenn Sie die Geschwindigkeit<br />

überschreiten. Leider weiß die App<br />

nicht, wie schnell Sie auf dem Streckenabschnitt<br />

fahren dürfen, die Anzeige basiert nur<br />

auf Ihrer aktuellen Geschwindigkeit. Wer partout<br />

sein Tempo nicht im Griff hat oder öfter<br />

über die Dörfer im schwäbischen Land fährt,<br />

wo vor jeder zweiten Ortsausfahrt ein Blitzer<br />

steht, der ist vielleicht über das Widget der Blit-<br />

APPS & TIPPS 02/2013 123


TIPPS & TRICKS<br />

Google Navi<br />

Abb. 4: <strong>Die</strong> nächste Tankstelle<br />

liegt gleich rechts vor der Einfahrt<br />

in den Kreisverkehr.<br />

Abb. 5: Dank schwebender Widgets<br />

haben Sie mehr als nur die<br />

blanke Route im Blick.<br />

Abb. 6: In der Navigation haben<br />

Sie dann Ihre wichtigsten Orte<br />

immer schnell zur Hand.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29054<br />

zer.de PLUS App [LINK 5] froh. <strong>Die</strong> App läuft im<br />

Hintergrund und warnt Sie, wenn Sie sich<br />

einem Blitzer nähern. Dank des Widgets funktioniert<br />

dies auch, wenn eine Navi-App im Vordergrund<br />

aktiv Ihre zu fahrende Route anzeigt.<br />

<strong>Die</strong> rechtliche Lage rund um Blitzer-Apps für<br />

Smartphones ist bislang noch nicht wirklich<br />

eindeutig geklärt [LINK 6]. Zeigt eine App nur<br />

fest installierte Blitzer an, dann kann diese<br />

durchaus noch im rechtlich unbedenklichen<br />

Rahmen betrieben werden. Apps, die Sie auch<br />

vor mobilen Blitzern warnen, sind nach aktueller<br />

Rechtsprechung allerdings wohl durchweg<br />

Abb. 7: Über den Browser am PC verwalten Sie Ihre markierten Orte<br />

am einfachsten.<br />

verboten - ein heißes Thema, bei dem sich momentan<br />

noch einiges entscheiden könnte.<br />

Favoriten<br />

Treffpunkte, die Sie öfter anfahren, aber zu<br />

denen es keinen Kontakt gibt, legen Sie am besten<br />

über Google Maps [LINK 7] als Favoriten in<br />

Ihrem Google-Maps-Profil ab. Klicken Sie dazu<br />

mit der rechten Maustaste in der Karte auf die<br />

Straße bzw. den Ort und wählen Route von hier<br />

aus dem Kontext-Menü aus. Selektieren Sie jetzt<br />

den <strong>kleine</strong>n Marker und aktivieren dort den<br />

Stern. Alternativ geht dies auch direkt über<br />

Ihren Androiden. Aus der Google-<br />

Maps heraus selektieren Sie mit<br />

einem längeren Fingerzeig einen<br />

Ort, ein Klick auf den Pfeil nach<br />

rechts bringt Sie zur Übersichtsseite<br />

des Ortes, rechts oben finden<br />

Sie wieder das Sternchen zum<br />

Speichern. Der Punkt erscheint<br />

nun automatisch unter den Markierten<br />

Punkten in der Google-<br />

Navi-App, ein Klick auf den Eintrag<br />

startet die Navigation zum gewählten<br />

Eintrag. Ihre favorisierten<br />

Orte verwalten einfach über die<br />

Google-Maps-Seite auf dem Rechner,<br />

dort können Sie die Einträge<br />

ändern oder direkt löschen. ● ● ●<br />

124<br />

02/2013 APPS & TIPPS


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ytedust, 123RF<br />

<strong>Die</strong> besten Tools aus dem Play Store<br />

Profi-Tools<br />

Handwerker geben sich nicht mit Werkzeug aus dem Baumarkt zufrieden. Sie sollten<br />

das auf Ihrem Handy auch nicht tun! Wir stellen Ihnen die besten Tools für<br />

Ihren Androiden vor. Christoph Langner<br />

Smart Statusbar<br />

Viele Apps nutzen nicht nur den Platz<br />

zwischen Status- und Button-Leiste,<br />

sondern den ganzen Bildschirm. Für<br />

Spiele, Filme oder andere Fullscreen-Apps wäre<br />

das Zeigen der Leiste nur Platzverschwendung.<br />

Allerdings gibt es sehr wohl Situationen, in<br />

denen die Anzeige der Status-Leiste praktisch<br />

wäre. So müssten Sie nicht den Media-Player<br />

oder Ihr Spiel in Richtung Homescreen verlassen,<br />

wenn Sie per „Ding“ über den Eingang<br />

einer Mail oder SMS informiert wurden.<br />

<strong>Die</strong> <strong>kleine</strong>, kostenlose und werbefreie App<br />

Smart Statusbar [LINK 1] hilft Ihnen aus. <strong>Die</strong> Anwendung<br />

läuft als <strong>Die</strong>nst im Hintergrund und<br />

wird aktiv, sobald eine andere App in den Vollbildmodus<br />

wechselt. Ein Klick auf den oberen<br />

Rand des Handys (egal ob Hochkant oder Quer)<br />

lässt es kurz vibrieren, danach können Sie die<br />

Statusleiste wie gewohnt von der Bildschirmkante<br />

herunterziehen. Lässt man Sie los, verschwindet<br />

Sie wieder komplett im Hintergrund.<br />

Ruhe im Karton dank Shush!<br />

Im Kino, während der Vorlesung oder<br />

im Unterricht sollte man seinen Androiden<br />

ausschalten oder zumindest<br />

auf lautlos stellen, sonst drohen peinliche Situationen.<br />

Jeder Handybesitzer kann davon einoder<br />

mehrere Liedchen singen. Was jedoch,<br />

wenn man nach derartigen Ereignissen vergisst,<br />

das Smartphone wieder lauter zu stellen? Eventuell<br />

verpasst man den einen oder anderen<br />

wichtigen Anruf und ärgert sich.<br />

Setzten Sie daher auf Pst! bzw. Shush!<br />

[LINK 2]. Wenn Sie die Lautstärke des eigenen<br />

Androiden auf lautlos drehen, aktivieren Sie<br />

gleichzeitig die App. Auf deren Startbildschirm<br />

legen Sie anschließend fest, wann sich das eigene<br />

Gerät akustisch wieder zu Wort melden<br />

darf und in welcher Lautstärke das geschieht.<br />

Ob dies bereits nach dem Kinofilm oder erst am<br />

nächsten Tag der Fall sein soll, bleibt dabei dem<br />

eigenen Zeitgefühl überlassen.<br />

<strong>Die</strong>se einfach zu bedienende App hilft allen<br />

Vergesslichen, die öfters einmal Anrufe verpassen,<br />

weil Sie Ihr Gerät akustisch nicht wahrnehmen.<br />

Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist eine<br />

App, die von selbst erkennt, wenn man sich in<br />

den Sessel des Kino- oder Konzertsaals setzt.<br />

Aber vielleicht werden bald in Kinosälen NFC-<br />

Tags eingebaut, die automatisch das Handy in<br />

der Hosentasche auf stumm stellen, wer weiß?<br />

Push-Ads erkennen<br />

Viele App-Entwickler bieten neben<br />

einer kostenpflichtigen, auch eine<br />

kostenlose – aber über Werbung finanzierte<br />

– Version ihrer Anwendung an. Üblicherweise<br />

sehen Sie dann unter oder über dem<br />

126<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Tool-<strong>Tipps</strong><br />

Abb. 1: Mit der Smart Statusbar<br />

ziehen Sie die Statusleiste ins Bild,<br />

auch wenn gerade eine App im<br />

Vollbild läuft.<br />

Abb. 2: Shush! schaltet die Lautstärke<br />

nach Ablauf eines Timer<br />

automatisch wieder auf ein wahrnehmbares<br />

Level.<br />

Abb. 3: Welche omniöse Quellehinter<br />

diesen Push-Ads steckt, lässt<br />

sich mit Android-Bordmitteln leider<br />

nicht erkennen.<br />

Anwendungs-Fenster ein <strong>kleine</strong>s Werbebanner,<br />

über das der Entwickler ein <strong>kleine</strong>s bisschen<br />

Geld verdient, wenn Sie auf das Banner klicken.<br />

Allerdings gibt es neben dieser offensichtlichen<br />

Werbe-Methode noch andere Verfahren,<br />

die deutlich nerviger und aufdringlicher sind.<br />

Zu diesen gehören so genannte Push-Ads, die<br />

plötzlich in der Benachrichtigungsleiste Ihres<br />

Androiden auftauchen. <strong>Die</strong>se Form der Werbung<br />

ist besonders unangenehm, da Sie nicht in<br />

der Lage sind zu erkennen, welche Apps denn<br />

eigentlich für diese Werbung verantwortlich<br />

sind. Besonders im Bereich der 0815-Apps wie<br />

Wallpaper, Klingeltöne oder simple „Mach mit<br />

Android hübsch“-Apps ist diese Art der Werbung<br />

sehr weit verbreitet.<br />

Abb. 4: Lookout Ad Network<br />

Detector zeigt, welche Apps die<br />

nervigen Push-Ads einblenden.<br />

Abb. 5: Der Screen Filter dunkelt<br />

das Display zusätzlich ab, so dass<br />

es sich im Bett besser liest.<br />

Abb. 6: Mit DiskUsage finden und<br />

löschen Sie die größten Speicherplatzfresser<br />

auf Ihrem Handy.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 127


TIPPS & TRICKS<br />

Tool-<strong>Tipps</strong><br />

Abb. 7: Carbon erstellt Backups<br />

Ihrer Apps und deren Daten auch<br />

ohne Root-Rechte.<br />

Abb. 8: Optional gleicht Carbon<br />

die App-Daten zwischen Ihren<br />

verschiedenen Androiden ab.<br />

Abb. 9: <strong>Die</strong> Power Toggles lassen<br />

sich auf den Homescreen und die<br />

Benachrichtigungsleiste setzen.<br />

Sollten Sie sich diese Anzeigen eingefangen<br />

haben, dann helfen Ihnen eine Reihe von Push-<br />

Ad-Scannern Ihr Smartphone wieder zu säubern.<br />

Als Tipp möchten wir Ihnen den kostenlosen<br />

Lookout Ad Network Detector [LINK 3]<br />

empfehlen. <strong>Die</strong> App verzichtet selber auf Anzeigen,<br />

die gefundenen Apps lassen sich mit ihr<br />

gezielt deinstallieren und noch dazu verrät<br />

Ihnen der Ad Network Detector, welche Apps<br />

welche Werbenetzwerke benutzen.<br />

Notbeleuchtung für Android<br />

<strong>Die</strong> Helligkeit des Displays lässt sich<br />

unter Android über Einstellungen |<br />

Display | Helligkeit recht gut einstellen.<br />

Sie können dort dem System die Regelung<br />

entweder komplett überlassen und eine Automatik<br />

aktivieren, oder aber auch die Helligkeit<br />

über einen Schieber von Hand regulieren - wie<br />

es Ihnen lieber ist.<br />

Allerdings kann in absoluter Dunkelheit<br />

selbst die niedrigste Einstellung noch zu hell<br />

sein. Wenn Sie gerne im Bett auf Ihrem Androiden<br />

lesen und dabei entweder selber geblendet<br />

werden oder durch das helle Licht Ihren Partner/<br />

Ihre Partnerin nicht stören möchten, dann<br />

sollten Sie sich den Screen Filter [LINK 4] aus<br />

dem Google Play Store installieren.<br />

<strong>Die</strong> App dimmt das Display über die Einstellungsmöglichkeiten<br />

Ihres Smartphones hinaus<br />

weiter ab, indem die angezeigten Farben abschattiert<br />

werden. Weiß ist nicht mehr strahlend<br />

weiß, sondern Grau. Natürlich verliert das<br />

Bild dadurch an Brillanz, aber wer einfach nur<br />

lesen möchte, der braucht nicht unbedingt<br />

strahlende Farben. Der Grad der Abdunklung<br />

lässt sich in der Anwendung einstellen, sodass<br />

Sie die Helligkeit des Displays an jede erdenkliche<br />

Situation anpassen können.<br />

Für Besitzer von Handys mit einem<br />

AMOLED-Display ergibt sich sogar noch ein<br />

weiterer positiver Seiteneffekt: Das Gerät verbraucht<br />

weniger Strom! Bei einem AMOLED<br />

leuchtet nicht wie bei einem LCD eine Hintergrundbeleuchtung<br />

permanent das komplette<br />

Display aus, sondern jedes Pixel strahlt eigenständig<br />

Licht ab. Je dunkler ein Pixel leuchtet,<br />

desto weniger Strom verbraucht es.<br />

Speicherfresser aufgepürt<br />

Gehören Sie auch zu den Smartphone-Nutzern,<br />

die trotz immer größer<br />

werdenden Speicherkarten nie<br />

ausreichend Speicherplatz auf dem Handy<br />

haben? Dann sind Sie vermutlich ein Daten-<br />

Messie, der nie das Handy aufräumt und jahrealte<br />

Photos oder Videos mit sich herumschleppt.<br />

Nutzen Sie doch den Frühling und<br />

räumen jetzt einmal das Handy auf, doch<br />

womit anfangen?<br />

128<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Tool-<strong>Tipps</strong><br />

DiskUsage [LINK 5] zeigt Ihnen<br />

in einer graphischen Übersicht<br />

an, welche Ordner und Dateien<br />

auf der Speicherkarte am<br />

meisten Speicherplatz einnehmen.<br />

Dabei entspricht die dargestellte<br />

relative Größe der<br />

Datei dem tatsächlich eingenommenen<br />

Speicherplatz. <strong>Die</strong><br />

größten Brummer, die Sie<br />

nicht mehr benötigen, lassen<br />

sich direkt aus der Anwendung<br />

heraus öffnen oder alternativ<br />

sofort löschen.<br />

Backups<br />

ohne Root<br />

Auch auf dem Android-Smartphone<br />

sollten Backups eigentlich<br />

zum Pflichtprogramm<br />

gehören, schließlich ist das Handy als „Immerdabei-Computer“<br />

einer besonders hohen Wahrscheinlichkeit<br />

unterworfen, eines Tages verloren<br />

zu gehen. Wer Google Mail und andere<br />

Cloud-<strong>Die</strong>nste benutzt, muss sich zwar wenig<br />

Sorgen um seine Nachrichten und Kontakte machen,<br />

doch hart erkämpfte Spielestände oder<br />

mühsam erstellte Datensätze wären doch eine<br />

Sicherheitskopie wert.<br />

<strong>Die</strong> App Carbon Backup [LINK 6] setzt auf die<br />

erstmals in Android 4.0 Ice Cream Sandwich<br />

eingebaute ADB-Backup-Methode und braucht<br />

daher als einzige umfassende Backup-App<br />

keine Root-Rechte. Sie führt die zum Erstellen<br />

des Backups nötigen Befehle direkt auf dem<br />

Handy aus und sichert Ihre Daten unmittelbar<br />

auf dem Gerät oder – in der 3,71 Euro teuren<br />

Premium-Version [LINK 7] – auch auf Cloud-Speichern<br />

wie Google Drive, Dropbox oder Box.<br />

Power Toggles Widget<br />

Android liefert mit der Energiesteuerung<br />

ein Widget auf dem Smartphone<br />

aus, über das Sie mit einem Klick<br />

Funktionen wie WLAN oder USB de-/ aktivieren<br />

oder die Regelung der Helligkeit ändern können.<br />

Leider lässt sich dieses Widget nicht anpassen.<br />

<strong>Die</strong> Power Toggles [LINK 8] ähneln dem<br />

Vorbild fast wie ein Ei dem anderen, doch bietet<br />

es deutlich mehr Optionen an.<br />

Abb. 10: Jedes Power-Toggles-<br />

Widget lässt sich beliebig mit<br />

zahlreichen Schaltern bestücken.<br />

Abb. 11: InstaWifi erzeugt QR-<br />

Codes mit den Logindaten zu<br />

Ihrem WLAN.<br />

So bieten die Power Toggles neben den üblichen<br />

Verdächtigen auch Schalter für das Aktivieren<br />

der Datenfunktion oder das Umschalten zwischen<br />

reinem 2G- und schnellem 3G-Datenfunk<br />

an, auch das Anschalten des Kamera-Blitzes als<br />

Taschenlampe ist möglich. Ebenso lassen sich<br />

Apps und andere Shortcuts aus dem Android-<br />

System als Widget ablegen.<br />

Instant-WLAN ohne Tippen<br />

Ihr eigenes WLAN zuhause oder im<br />

Büro sollten Sie mit einem längeren<br />

Schlüssel sichern. Bei einem kurzen<br />

WLAN-Passwort besteht die Gefahr, dass Angreifer<br />

die Verschlüsselung knacken und ihren<br />

WLAN-Traffic mitschneiden oder sogar über<br />

Dateifreigaben Informationen abgreifen. Allerdings<br />

ist es etwas müßig, ein sicheres Passwort<br />

mit Zahlen und Sonderzeichen über die virtuelle<br />

Tastatur eines Smartphones einzutippen.<br />

InstaWifi [LINK 9] generiert einen QR-Code zu<br />

Ihrem WLAN-Netzwerk, den Sie per Shortcut<br />

mit Freunden oder Bekannten teilen können,<br />

wenn diese Zugriff auf ihr WLAN erhalten sollen.<br />

Alternativ programmiert die App auch<br />

einen NFC-Tag, den Sie – bei aktivierter NFC-<br />

Funktion – nur in die Nähe eines Handys halten<br />

müssen. Auf gerooteten Smartphones liest InstaWifi<br />

den WLAN-Schlüssel direkt aus den gespeicherten<br />

Netzwerkdaten aus.<br />

● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29062<br />

APPS & TIPPS 02/2013 129


TIPPS & TRICKS<br />

Dateien wiederherstellen<br />

Undelete for Root Users<br />

Ungelöscht<br />

Haben Sie geglaubt, es sei schon zu spät? Undelete for Root Users findet<br />

gelöschte Daten auf der SD-Karte oder im internen Speichers Ihres Androiden<br />

wieder. Allerdings hat das praktische Tool seine Grenzen, die<br />

gesuchten Dateien müssen auf einem Speicherbereich im richtigen<br />

Format liegen, zudem brauchen Sie Root-Rechte. Christoph Langner<br />

Anatoly Maslennikov, 123RF<br />

Es passiert<br />

schneller als<br />

man denkt:<br />

Man macht eine Reihe<br />

von Schnappschüssen,<br />

schaut sich die Bilder in<br />

der Galerie an und sortiert<br />

die schlechten Bilder aus.<br />

Doch gedankenverloren wandern ein paar Bilder<br />

ins Nirwana des Datenspeichers. Mit Undelete<br />

können Sie Bilder und andere Dateien bequem<br />

wiederherstellen, allerdings brauchen Sie<br />

dazu auf dem Smartphone Root-Rechte.<br />

Daten wiederherstellen<br />

Undelete for Root Users [LINK 1] finden Sie theoretisch<br />

kostenlos im Google Play Store. <strong>Die</strong>se<br />

werbefinanzierte Version fischt sich allerdings<br />

lediglich Bilder aus den gelöschten<br />

Daten heraus. Möchten Sie auch andere<br />

Dateien wie etwa Videos oder PDF-<br />

Dateien vom Handy retten, müssen Sie<br />

zusätzlich noch den kostenpflichtigen<br />

Schlüssel zur Vollversion [LINK 2] auf<br />

Google Play erwerben.<br />

Bilder und anderen Daten,<br />

die wir kurz zuvor von<br />

unserem Testhandy gelöscht<br />

haben, werden<br />

zuverlässig von Undelete<br />

wiederhergestellt.<br />

Auch<br />

wenn wir nach<br />

dem Löschen der<br />

ersten Aufnahmen<br />

eine Reihe<br />

weitere Photos<br />

geschossen<br />

haben, ließen sich<br />

130<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Dateien wiederherstellen<br />

Abb. 1: Undelete for Root Users<br />

funktioniert ausschließlich auf<br />

FAT-formatierten Partitionen.<br />

Abb. 2: Auf den passenden<br />

Datenträgern fand Undelete im<br />

Test gelöschte Daten zuverlässig.<br />

Abb. 3: Am besten arbeitet Undelete<br />

auf Androiden mit einem<br />

zusätzlichen SD-Karten-Slot.<br />

in unserem Test die gelöschten Daten aus der<br />

App heraus erfolgreich wiederherstellen.<br />

Wie bei allen Wiederherstellungs-Tools gilt<br />

jedoch auch bei Undelete: Je mehr Sie auf dem<br />

Datenträger mit den gelöschten Daten verändern,<br />

je mehr neue Daten hinzukommen, desto<br />

unwahrscheinlicher ist das erfolgreiche Wiederherstellen<br />

gelöschter Daten. Nach dem versehentlichen<br />

Löschen von Bildern gilt es also so<br />

schnell wie möglich Undelete zu starten und<br />

der App eine Chance zu<br />

geben, die Daten zu finden.<br />

Dateisystem benutzen. In der Praxis haben<br />

daher Android User mit einem Smartphone<br />

oder Tablet, bei dem sich der Speicher über eine<br />

zusätzliche microSD-Karte erweitern lässt, die<br />

größten Chancen, an gelöschte Dateien wieder<br />

heranzukommen. Android-Smartphones und<br />

-Tablets ohne Kartenslot setzen meist gänzlich<br />

auf EXT4 als internen Speicher, dort bleiben die<br />

Waffen von Undelete schlichtweg stumpf. Testen<br />

Sie daher am besten zunächst die kostenlose<br />

Version der App, bevor<br />

Sie den Unlock-Key kaufen.<br />

Nur für Root-User<br />

Undelete for Root Users funktioniert<br />

– wie der Name schon<br />

vermuten lässt – nur auf<br />

gerooteten Handys, da die<br />

App zwingend Zugriff auf das<br />

Dateisystem des Smartphones<br />

benötigt. Zudem kann Undelete<br />

bislang nur von mit dem<br />

Dateisystem FAT formatierten<br />

Partitionen Daten wiederherstellen,<br />

die Unterstützung für<br />

EXT4 ist laut Entwickler allerdings<br />

schon in Planung. Sie ist<br />

wichtig, da viele Gerätehersteller<br />

mittlerweile den internen<br />

Speicher mit diesem<br />

Abb. 4: Gelöschte Daten liegen<br />

weiter im Speicher, nur der Telefonbucheintrag<br />

zum Finden fehlt.<br />

Daten sicher<br />

löschen<br />

Neben dem Wiederherstellen<br />

von gelöschten Daten können<br />

Sie mit Undelete einzelne Dateien<br />

auch unwiderruflich löschen.<br />

<strong>Die</strong> Anwendung löscht<br />

dazu die Datei nicht einfach<br />

nur vom Datenträger – also<br />

den Eintrag im Inhaltsverzeichnis<br />

des Dateisystems –<br />

sondern überschreibt sie komplett.<br />

So wird selbst leistungsfähigen<br />

Datenrettungstools die<br />

Arbeit deutlich erschwert,<br />

wenn nicht gar komplett unmöglich<br />

gemacht.<br />

● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29036<br />

APPS & TIPPS 02/2013 131


Rostislav Adamovsky, 123RF<br />

<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong> für Android-Fotographen<br />

Hochauflösend<br />

Ob auf Partys oder im Urlaub, die Handy-Kamera ist mit dabei. Daher ist es nicht<br />

verwunderlich, dass das Smartphone bei vielen die Kompaktkamera abgelöst<br />

hat. Wir haben ein paar <strong>Tipps</strong> für Android-Fotografen. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Camcorder Shortcut öffnet<br />

die Kamera-App umgehend im<br />

Camcorder-Modus.<br />

Camcorder<br />

Shortcut<br />

Wenn Sie gerne<br />

Fotos und Videos<br />

mit der Handy-Kamera<br />

aufnehmen, dann stört<br />

es Sie eventuell, dass Android<br />

keinen Shortcut kennt, direkt<br />

die Video-Funktion der Kamera-App<br />

zu starten. <strong>Die</strong> Kamera-Anwendung<br />

speichert<br />

zwar die aktuelle Auswahl,<br />

doch für ein Schnellschuss-Video<br />

ist es praktisch, wenn<br />

man direkten Zugriff auf die<br />

Video-Kamera hat.<br />

<strong>Die</strong> <strong>kleine</strong>, kostenlose App<br />

Camcorder Shortcut [LINK 1]<br />

rüstet diesen Starter nach.<br />

Camcorder Shortcut startet direkt<br />

die Videofunktion Ihres<br />

Androiden, die Kamera des<br />

Handys kann dabei als Fotoapparat<br />

eingestellt bleiben. So<br />

verpassen Sie mit Sicherheit<br />

nicht mehr wichtige Momente<br />

auf Film zu bannen, weil Sie<br />

mit den Einstellungen der Kamera-App<br />

beschäftigt sind.<br />

Standbild bei<br />

Filmaufnahme<br />

Bei Video-Aufnahmen<br />

bemerkt man<br />

ab und an, dass<br />

man die aktuelle Szene gerne<br />

auch als Standbild haben<br />

würde. Theoretisch könnten<br />

Sie das von Ihnen aufgenommene<br />

Video in einem speziel-<br />

132<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Kamera-<strong>Tipps</strong><br />

len Player mit Standbild-Funktion öffnen, oder<br />

mit einem Video-Schnittprogramm das Einzelbild<br />

herausziehen, doch die Kamera-App von<br />

aktuellen Androiden macht es Ihnen leichter.<br />

Ab Android „Ice Cream Sandwich“ 4.0 reicht<br />

es während der Aufnahme für einen kurzen<br />

Moment auf das Bild zu tippen, schon landet<br />

die aktuelle Aufnahme als Standbild auf der<br />

Speicherkarte Ihres Androiden.<br />

Camera ZOOM FX<br />

<strong>Die</strong> in Android integrierte Kamera-<br />

App beherrscht diverse <strong>Tricks</strong> und Effekte.<br />

Meist wird die Leistung der Kamera<br />

von den Handy-Hersteller zudem noch erweitert.<br />

Besonders HTC und Samsung heben<br />

sich hier besonders hervor, deren Kamera-Apps<br />

verfügen über zahlreiche Effekte oder gar einen<br />

HDR-Modus. Camera ZOOM FX [LINK 2] ist eine<br />

Alternative zur Standard-Kamera und bietet<br />

mehrere Aufnahmemodi und zahlreiche Funktionen<br />

zur Bearbeitung geschossener Bilder.<br />

Neben dem „normalen Modus“ hat Camera<br />

ZOOM FX einen Selbstauslöser im Programm<br />

oder erlaubt es Ihnen, Fotos per Sprachkommando<br />

zu schießen. Außerdem können Sie mit<br />

der App auch Zeitraffer-Aufnahmen, Collagen<br />

oder schnelle Bildfolgen anfertigen. Zum Auslösen<br />

tippen Sie einfach auf das Display oder nutzen<br />

die Hardware-Tasten Ihres Androiden.<br />

<strong>Die</strong>se lassen sich in den Einstellungen frei mit<br />

Funktionen belegen.<br />

Daneben bringt die App verschiedene Werkzeuge<br />

zum Bearbeiten von Fotos mit. Sie können<br />

Bilder mit Effekten bzw. Filtern wie Spiegeln,<br />

Tilt-Shift, Vintage, Lomo oder einem Film-<br />

Effekt versehen. Auf Wunsch wird schon das<br />

<strong>Vorschau</strong>bild während der Aufnahme mit den<br />

Effekten versehen. Im Play Store finden sich<br />

zudem zahlreiche weitere Plugins [LINK 3] für die<br />

beliebte Kamera-App. Kostenlos ist Camera<br />

ZOOM FX nicht, allerdings bietet der Entwickler<br />

immer wieder Rabatte zu Aktionen an.<br />

Video-Effekte<br />

<strong>Die</strong> in Android eingebaute Kamera<br />

kann mehr als einfach nur das was<br />

vor ihr geschieht als Bild oder Video<br />

aufnehmen. Über die in der Kamera-App integrierten<br />

Effekte verzerren Sie „Live“ im aufgenommenen<br />

Video die Gesichter Ihrer Opfer.<br />

Abb. 2: Camera ZOOM FX gehört zu den leistungsfähigsten Kamerea-Apps.<br />

Abb. 3: Bilder lassen sich schon in der <strong>Vorschau</strong> mit Effekten überlagern.<br />

Abb. 4: <strong>Die</strong> Effekte verstecken sich im Menü der Kamera. Sie sind nur aktiv, wenn<br />

die Kamera im Video-Modus ist.<br />

Egal ob eine lange Knödelnase, ein riesengroßer<br />

Mund oder überdimensionale Manga-Augen,<br />

die Effekte sind immer ein Lacher wert.<br />

Alternativ können Sie über die Effekte auch<br />

eine Art Bluescreen erzeugen. Spannen Sie<br />

dazu Ihren Androiden in ein Stativ ein – Experimentieren<br />

Sie dazu eventuell mit den Dingen,<br />

APPS & TIPPS 02/2013 133


TIPPS & TRICKS<br />

Kamera-<strong>Tipps</strong><br />

Abb. 5: Das Pferdegebiss in der Aufnahme des Android-User-Kollegen erzeugt<br />

der Effekt „Großer Mund“.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29021<br />

die Sie auf Ihrem Schreibtisch stehen haben, bei<br />

uns in der Redaktion hat sich ein schwerer Tesa-<br />

Abroller bewährt – und wählen dann einen der<br />

vorgegebenen Hintergründe oder ein eigenes<br />

Bild als Hintergrund für das Video aus. Sobald<br />

sich nun vor der Kamera etwas ändert, wird<br />

diese Änderung vor das Bild gelegt. Simpel,<br />

aber bei einem möglichst gleichmäßigen Hintergrund<br />

durchaus praktikabel.<br />

Schnappschüsse<br />

<strong>Die</strong> Möglichkeit, einen tollen<br />

Schnappschuss zu erstellen, ist zeitlich<br />

stark eingeschränkt. Der lustige<br />

Abb. 6: Hier konfigurieren Sie die<br />

Standard-Einstellungen der Insta-<br />

Camera-Bilder.<br />

Abb. 7: Verknüpft man InstaCamera<br />

im Lockscreen, entgeht<br />

einem kein Schnappschuss mehr.<br />

Augenblick, der grandiose Moment, das einmalige<br />

Licht ist oft zu schnell Vergangenheit. Dazu<br />

gesellt sich ein weiteres Problem: Das Zücken<br />

des Handys, das Starten der Kamera-App und<br />

das Suchen nach dem Auslöser dauert oftmals<br />

einfach zu lange. Bis man soweit ist, ist der Wal<br />

während des Whale Spotting vor der isländischen<br />

Küste schon lange wieder abgetaucht.<br />

Doch auch für solche Zwecke gibt es eine clevere<br />

App, die uns im Test vollends überzeugen<br />

konnte. <strong>Die</strong> InstaCamera [LINK 4] nimmt Ihnen<br />

viele Vorbereitungsschritte ab, es muss nur die<br />

App gestartet werden und schon ist der wertvolle<br />

Schnappschuss im Kasten.<br />

InstaCamera können Sie kostenlos aus Google<br />

Play heraus installieren. <strong>Die</strong> App legt zwei Einträge<br />

in Ihrem App-Drawer ab, einmal die eigentliche<br />

Kamera-App und einmal eine extra<br />

App zu Konfiguration der Kamera. In dieser<br />

wird auch Werbung angezeigt, die Kamera-App<br />

an sich ist hingegen werbefrei.<br />

In den Einstellungen der InstaCamera müssen<br />

Sie die Auflösung und die Anzahl der zu schießenden<br />

Bilder einrichten; In den Grundeinstellungen<br />

wird immer nur ein einziges Bild bei<br />

einer sehr niedrigen Auflösung erstellt. <strong>Die</strong> optimale<br />

Konfiguration ist unserer Meinung nach<br />

eine mittlere Auflösung bei drei oder vier Bildern.<br />

Oft sind schnell geschossene Bilder nicht<br />

wirklich scharf, daher sollten von InstaCamera<br />

gleich ein paar Bilder hintereinander<br />

geknipst werden.<br />

Bei der Auflösung sollte<br />

man einen Kompromiss aus<br />

Größe und Speicherzeit eingehen.<br />

Je größer die Auflösung,<br />

desto länger braucht Ihr Androide<br />

zum Speichern des Photos.<br />

Da es ja in erster Linie um<br />

spontane Schnappschüsse<br />

geht, sollte man die Auflösung<br />

daher nicht zu hoch drehen.<br />

Letztendlich packen Sie die<br />

App, wenn möglich, in den<br />

Lockscreen des Handys. Bei<br />

HTC ist das etwa in den Einstellungen<br />

zur graphischen<br />

Oberfläche möglich. So schießen<br />

Sie Bilder schneller, als<br />

Lucky Luke in seinen besten<br />

Zeiten ziehen konnte. ● ● ●<br />

134<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Gerät zurücksetzen<br />

Gunnar Pippel, 123Rf<br />

Das Smartphone zurücksetzen<br />

Werkseinstellungen<br />

Im Optimalfall benötigt ein Smartphone oder Tablet keinen Reset- Button oder<br />

eine Reset-Funktion, da Hard- und Software perfekt aufeinander abgestimmt<br />

sind. Doch mit den Apps kommen die Probleme. Marcel Hilzinger<br />

APPS & TIPPS 02/2013 135


TIPPS & TRICKS<br />

Gerät zurücksetzen<br />

Manche Blogs und<br />

andere Medien bezeichnen<br />

Android<br />

als „das neue Windows“.<br />

Neben Schädlingen und einer<br />

schier unendlichen Hardwareund<br />

Software-Vielfalt stellt<br />

die „Neuinstallation als letzte<br />

Möglichkeit“ tatsächlich eine<br />

Parallele zwischen dem PC-<br />

Betriebssystem von Microsoft<br />

und dem mobilen Betriebssystem<br />

von Google dar.<br />

Allerdings kommt Android<br />

im direkten Vergleich deutlich<br />

besser weg und schont Ihre<br />

Nerven. So müssen Sie sich<br />

bei einem Reset um Ihre persönlichen<br />

Daten und Dokumente<br />

nicht kümmern, da<br />

diese in der Regel auf einer<br />

SD-Karte oder in der Cloud gespeichert werden.<br />

In den meisten Fällen dauert ein Zurücksetzen<br />

eines Android-Tablets oder Smartphones deshalb<br />

nur ein paar Minuten.<br />

Nichts geht mehr<br />

Sämtliche Android-Geräte bieten die Möglichkeit,<br />

das Handy bzw. Tablet wieder auf die<br />

Werkseinstellungen zurückzusetzen. Dabei<br />

gehen sämtliche Einstellungen verloren, die heruntergeladenen<br />

Apps werden gelöscht und Ihr<br />

Android-Smartphone ruft beim nächsten Start<br />

den Assistenten zum ersten Start auf. Einzig die<br />

Daten auf der SD-Karte bleiben bei diesem Vorgang<br />

unberührt. Haben Sie Ihr Smartphone<br />

oder Tablet soeben neu gekauft, lohnt es sich<br />

sogar meistens, das Gerät auf die Werkseinstellungen<br />

zurückzusetzen. Dadurch können Sie<br />

TIPP<br />

Beachten Sie, dass sich der primäre<br />

Google-Account auf Ihrem Android-<br />

Smartphone nicht löschen lässt. Das<br />

Entfernen ist nur durch einen Reset des<br />

Geräts möglich. Zusätzliche Accounts<br />

betrifft diese Einschränkung nicht.<br />

Abb. 1: Der Eintrag für die<br />

Werkseinstellungen befindet sich<br />

je nach Hersteller woanders.<br />

im Assistenten zum ersten<br />

Start zum Beispiel festlegen,<br />

ob und welche Daten Android<br />

an Google übermitteln soll.<br />

Benutzen Sie Ihr Smartphone<br />

hingegen bereits länger<br />

und sind damit eigentlich zufrieden,<br />

dann sollten Sie es<br />

vermeiden, das Gerät wieder<br />

zurückzusetzen, da Sie unter<br />

Umständen zahlreiche Apps<br />

neu installieren und das System<br />

neu einrichten müssen.<br />

Hier lohnt es sich, etwas mehr<br />

Zeit in die Suche nach dem eigentlichen<br />

Problem zu investieren,<br />

zum Beispiel einer<br />

App, die zu viel Akkuleistung<br />

verbraucht. Möchten Sie Ihr<br />

Smartphone auf die Werkseinstellungen<br />

zurücksetzen,<br />

gehen Sie folgendermaßen vor:<br />

• Rufen Sie die den Eintrag Einstellungen aus<br />

der App-Schublade auf.<br />

• Scrollen Sie zum Eintrag Sichern & zurücksetzen<br />

und wählen ihn aus.<br />

• Klicken Sie dort unter Personenbezogene<br />

Daten auf den Eintrag Auf Werkszustand zurücksetzen<br />

beziehungsweise Auf Werkszustand<br />

zurück.<br />

Je nach Hersteller Ihres Androiden finden Sie<br />

diesen Eintrag nicht unter SD-Karte & Telefonspeicher,<br />

sondern im Menü Datenschutz.<br />

Wenn Sie den Eintrag auswählen, zeigt<br />

Android einen Warnhinweis an, welche Anwendungen<br />

und Daten der Reset löschen wird.<br />

Lesen Sie den Hinweis genau durch. Über eine<br />

zusätzliche Checkbox lassen sich bei einigen<br />

Herstellern (zum Beispiel HTC) zudem auch die<br />

Inhalte der SD-Karte löschen. Wählen Sie hier<br />

Auf Werkszustand zurück, startet das Smartphone<br />

nach einem weiteren Warnhinweis neu.<br />

Beachten Sie, dass dabei sämtliche persönlichen<br />

Daten gelöscht werden.<br />

Das Zurücksetzen dauert in der Regel nicht<br />

länger als ein Neustart. Beachten Sie dabei, dass<br />

das Telefon in dieser Zeit nicht funktionsfähig<br />

ist. Nach dem Neustart erscheint zunächst die<br />

PIN-Abfrage, danach startet der übliche Einrichtungsassistent<br />

von Android, wobei es auch hier<br />

unterschiedliche Schritte gibt, je nachdem<br />

136<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Gerät zurücksetzen<br />

ob das Gerät von Samsung,<br />

Motorola, HTC oder einem<br />

anderen Hersteller stammt.<br />

<strong>Die</strong> wichtigsten zwei Dialoge,<br />

die Sie nicht einfach<br />

so überspringen sollten,<br />

fragen Sie danach, ob<br />

Google Ihre Standortdaten<br />

erfassen darf und ob Sie<br />

Daten für E-Mails, Kontakte<br />

und so weiter manuell<br />

oder automatisch synchronisieren<br />

möchten.<br />

Akkufresser<br />

finden<br />

Ein Reset des Gerätes ist<br />

auch die einfachste und<br />

schnellste Lösung, um Akkufresser<br />

loszuwerden.<br />

Gehören Sie zu den Nutzern,<br />

deren Handy keinen<br />

Arbeitstag durchhält, dann sind Sie entweder<br />

sehr lange im Internet unterwegs oder Sie<br />

haben eine Anwendung installiert, die nicht<br />

genug Strom sparend arbeitet. Meistens fällt<br />

dieses Problem erst ein oder zwei Tage später<br />

auf, und wenn man in der Zwischenzeit bereits<br />

mehrere Anwendungen installiert hat, findet<br />

man oft die schuldige App<br />

nicht mehr. Eine Lösung<br />

für dieses Problem bietet<br />

Android mit Bordmitteln<br />

seit Version 2.3. <strong>Die</strong><br />

Akkuanzeige älterer Android-Versionen<br />

listet den<br />

Verbrauch noch nicht<br />

nach App sortiert auf. Hier<br />

sorgen Sie mit der kostenlosen<br />

App OS Monitor<br />

[LINK 1]. Nach der Installation<br />

und dem Start listet<br />

das Programm die <strong>Top</strong>-<br />

Akkuverbraucher auf.<br />

Hier löschen Sie nun sämtliche<br />

Apps, die Sie nicht<br />

benötigen, viel Batterie<br />

verbrauchen und die Sie<br />

auch selbst installiert<br />

haben. Achten Sie jedoch<br />

darauf, dass die App erst<br />

Abb. 2: Ein Zurücksetzen auf die<br />

Werkseinstellungen löscht sämtliche<br />

Apps und Einstellungen.<br />

Abb. 3: <strong>Die</strong> App-Ansicht aus den Einstellungen<br />

verrät Ihnen wie viel CPU-<br />

Zeit und Traffic eine App erzeugt.<br />

nach ein paar Stunden Nutzung<br />

wieder verlässliche Angaben<br />

macht!<br />

Apps wieder<br />

installieren<br />

Nach dem Zurücksetzen finden<br />

Sie auf Ihrem Androiden erst<br />

mal nur die Anwendungen,<br />

die der Hersteller mitliefert.<br />

Um wieder an Ihre Lieblings-<br />

Apps zu gelangen, wählen<br />

Sie am besten den Weg über<br />

den Play Store im Browser.<br />

Damit lassen sich in einem<br />

Rutsch zahlreiche Apps ohne<br />

großen Umstand rein stallieren.<br />

Melden Sie sich dazu mit<br />

Ihrem Google-Account gleichzeitig<br />

auf dem Smartphone und<br />

auf einem PC im Store an und<br />

wählen Sie anschließend im<br />

Browser unter http:// play. google. com oben<br />

rechts den Menüpunkt Meine Android Apps.<br />

Hier finden Sie sämtliche installierten Apps, die<br />

Sie nun über einen Klick auf Installieren auf Ihr<br />

Smartphone schicken. Das Handy muss dazu<br />

nicht per USB-Kabel verbunden sein, Google<br />

schickt die Apps über das Internet auf Ihr<br />

Gerät. Alternativ finden Sie<br />

auch in der Play Store-App<br />

unter den Einstellungen einen<br />

Menüpunkt Meine Apps, über<br />

den Sie die Neuinstallation der<br />

Anwendungen starten können.<br />

Fazit<br />

Den Reset-Knopf zu drücken<br />

und das eigene Handy oder Tablet<br />

wieder auf die Werkseinstellungen<br />

zurückzusetzen,<br />

empfiehlt sich vor allem gleich<br />

nach dem Kauf oder nach den<br />

ersten Experimenten mit diversen<br />

Apps. Auch wenn Sie Ihr<br />

Gerät verkaufen wollen, sollten<br />

Sie diese Funktion unbedingt<br />

nutzen. <strong>Die</strong> Neuinstallation der<br />

beliebtesten Apps bereitet über<br />

den Play Store im Browser keinerlei<br />

Probleme.<br />

● ● ●<br />

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APPS & TIPPS 02/2013 137


TIPPS & TRICKS<br />

Prepaid-Kreditkarten<br />

Prepaid-Kreditkarten für Google Play<br />

Kreditkarten<br />

coliap, 123RF<br />

In Amerika ist es üblich, dass man auch die Brötchen beim Bäcker mit der Kreditkarte<br />

zahlt. Hierzulande tun sich hingegen viele noch schwer mit dem Plastikgeld.<br />

Zu Unrecht, wie unser Artikel zeigt. Mirko Mahlberg<br />

AB 12 JAHREN<br />

Prepaid-Kreditkarten ermöglichen auch Minderjährigen<br />

den Einkauf auf Google Play. Das<br />

Mindestalter beträgt dabei 12 Jahre. In den<br />

meisten Fällen ist zur Erstellung die Unterschrift<br />

der Eltern nötig. Es gibt jedoch auch<br />

(ausländische) Anbieter, die nur mit einer gültigen<br />

E-Mail-Adresse eine Prepaid-Karte ausstellen.<br />

Trotzdem sollte man dem Nachwuchs<br />

beim Online-Kauf auf die Fing schauen.<br />

Google Play verfügt über ein sehr umfangreiches<br />

und tolles Angebot. Wer<br />

jedoch Apps, Musik, Bücher oder<br />

Filme im Play Store kaufen möchte, muss in<br />

den meisten Fällen über eine Kreditkarte verfügen.<br />

Über die Mobilfunkrechnung kann man bis<br />

jetzt nur bei den großen Providern (T-Mobile,<br />

Vodafone und o2 bezahlen). Mit Ausnahme von<br />

o2 kann man per Telefonrechnung aber nur<br />

Apps kaufen, keine Bücher, Filme oder Musik.<br />

Sie brauchen also eine Kreditkarte. Sind Sie<br />

über 18 Jahre alt und verfügen über ein regelmäßiges<br />

Einkommen, dann setzen Sie sich dazu<br />

am besten mit der Bank Ihres Vertrauens in Verbindung.<br />

Falls Sie noch keine 18 Jahre alt sind<br />

oder über kein regelmäßiges Einkommen verfügen,<br />

dann empfiehlt sich eine Prepaid-Kreditkarte.<br />

<strong>Die</strong>se funktioniert ebenso wie die üblichen<br />

Kreditkarten, muss aber immer wieder<br />

mal aufgeladen werden. Auch die Kosten fallen<br />

in den meisten Fällen nicht höher aus. Im Folgenden<br />

stellen wir Ihnen vier Typen vor.<br />

Kalixa Card<br />

<strong>Die</strong> Kalixa Card [LINK 1] wird von<br />

einer englischen Bank ausgegeben<br />

und ist für diejenigen interessant,<br />

die fast nichts für die Nutzung der Kreditkarte<br />

ausgeben möchten. Es fällt nur eine<br />

einmalige Ausstellungsgebühr von 4,95 Euro<br />

an. <strong>Die</strong> Grundgebühr, das Aufladen und die<br />

Nutzung dieser Kreditkarte sind kostenlos. Der<br />

Fremdwährungseinsatz beträgt ebenfalls 0 Prozent.<br />

Wenn Sie mit der Kalixa Card am Automaten<br />

Geld abheben möchten, berechnet die<br />

Firma hinter der Karte zwischen 1,75 und 2,25<br />

Euro. Beim Bezahlen entstehen keine Kosten.<br />

<strong>Die</strong> Karte ist einfach zu beantragen. Sie benötigen<br />

für den Bestellprozess keinen Personalausweis.<br />

Es findet somit auch keine Schufaprüfung<br />

statt.<strong>Die</strong> Nachteile der Kalixa Card liegen bei<br />

der Nicht-Nutzung: Ab dem sechsten Monat<br />

fällt eine Nichtnutzungsgebühr von 0,99 Euro<br />

pro Monat an, wenn Sie die Karte nicht nutzen.<br />

138<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Prepaid-Kreditkarten<br />

Zudem müssen Sie bei der Beantragung<br />

volljährig sein. <strong>Die</strong> Kalixa<br />

Card ist drei Jahre lang gültig,<br />

dann brauchen Sie eine neue.<br />

Wirecard<br />

<strong>Die</strong> wohl bekannteste<br />

Prepaid Kreditkarte<br />

auf dem<br />

Markt ist die Wirecard [LINK 2],<br />

eine komplett virtuelle Kreditkarte.<br />

Pro Aufladung fällt hier ein<br />

Euro Gebühr an. <strong>Die</strong> Karte selbst<br />

und die Nutzung sind kostenlos,<br />

der Fremdwährungseinsatz beträgt<br />

1,5 Prozent. Zur Schnäppchenjagd<br />

ist die Wirecard allerdings<br />

nicht gedacht, denn es gibt<br />

keine Möglichkeit, die (virtuelle)<br />

Karte sofort aufzuladen. Einmal<br />

aufgeladen, eignet sich die Wirecard<br />

aber perfekt für das Einkaufen bei Google<br />

Play und in vielen anderen Internetshops.<br />

MasterCard Neteller<br />

<strong>Die</strong> MasterCard Neteller Kreditkarte<br />

[LINK 3] ist besonders für Sicherheitsfanatiker<br />

interessant.<br />

Denn neben der Plastikkarte gibt es auch noch<br />

eine virtuelle Version, die es in sich hat. Für<br />

jede Zahlung können Sie nämliche eine gänzlich<br />

neue Kreditkartennummer generieren lassen.<br />

<strong>Die</strong>se ist dann für einen Monat gültig. Es<br />

gibt keine Grundgebühr, und die Plastikkarte<br />

und die virtuelle Version sind komplett kostenlos.<br />

Geld können Sie ebenfalls kostenlos per Sofortüberweisung,<br />

EC-Karte, Giropay und weiteren<br />

<strong>Die</strong>nsten auf die Karte verschieben. Mit sofortüberweiung.de<br />

wird das Geld beispielsweise<br />

direkt auf Ihrer Neteller-Karte gutgeschrieben.<br />

<strong>Die</strong> Nutzung kostet ebenfalls keinen einzigen<br />

Cent. Der Fremdwährungseinsatz beträgt<br />

2,95% vom Umsatz, pro Abhebung an einem<br />

Geldautomaten werden 4 Euro fällig. Bei Verlust<br />

der Karte oder wenn Sie das Konto schließen<br />

möchten, müssen Sie stolze 15 Euro bezahlen.<br />

Auch bei Nachforschungsaufträgen oder Unterlagenauskunft<br />

schlägt die Neteller Karte mit 15<br />

Euro zu Buche. Eine Nichtnutzungsgebühr gibt<br />

es auch. <strong>Die</strong>se beträgt bis zu 30 US Dollar pro<br />

Jahr, wenn die Karte 14 Monate lang überhaupt<br />

nicht genutzt wurde. Zur<br />

Beantragung der Neteller-<br />

Karte müssen Sie allerdings<br />

mindestens 18 Jahre<br />

alt sein.<br />

PayandgoCard<br />

<strong>Die</strong> PayangoCard<br />

richtet<br />

sich speziell<br />

an Jugendliche und<br />

Kinder ab 12 Jahren. Vor<br />

allem Jugendliche besitzen<br />

größtenteils Android-<br />

Smartphones und können<br />

durch den Kreditkarten-<br />

Zwang von Google meistens<br />

keine einzige Google<br />

Play-App kaufen. <strong>Die</strong> PayangoCard<br />

ist in diesem<br />

Fall die perfekte Lösung.<br />

Ein großer Vorteil der Karte besteht darin, dass<br />

es 1% Guthabenverzinsung gibt, und Sie sich<br />

das Motiv auf der Karte frei auswählen können<br />

(Premium-Motive kosten allerdings 5 Euro<br />

extra). Da diese Kreditkarte auch auf Prepaid<br />

basiert, können Sie sich nicht verschulden. Als<br />

Nachteil muss man hier die Jahresgebühren<br />

von 20,00 Euro (Erwachsene 25 Euro) sowie die<br />

Kosten von 2% bei Bargeldabhebung an Automaten<br />

nennen. Das Aufladelimit bei Jugendlichen<br />

beträgt 500 Euro. Zur Beantragung der PayangoCard<br />

besuchen Sie am besten die offizielle<br />

Website [LINK 4] des Anbieters.<br />

Abb. 1: Bei den großen Providern<br />

kann man auch ohne Kreditkarte<br />

Apps einkaufen.<br />

Fazit<br />

Wie Sie sehen, gibt es viele Kreditkarten zu unterschiedlichen<br />

Preisen und mit unterschiedlichen<br />

Fixkosten. Da es sich bei sämtlichen aufgeführten<br />

Karten um PrePaid-Kreditkarten handelt,<br />

müssen Sie auch keine Angst haben, dass<br />

Sie (oder Ihre Kinder) sich verschulden. Es gibt<br />

also kaum Risiken, abgesehen davon, dass eine<br />

aufgeladene aber nicht genutzte Karte in den<br />

meisten Fällen Geld kostet. Bargeld abheben<br />

sollten Sie mit allen getesteten PrePaidkarten<br />

nach Möglichkeit nicht, die Gebühren sind<br />

schlicht zu hoch. Für den Einkauf bei Google<br />

Play und den generellen Einkauf im Internet<br />

eignen sie sich aber hervorragend und machen<br />

den eigenen Geldbeutel schlanker.<br />

● ● ●<br />

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APPS & TIPPS 02/2013 139


TIPPS & TRICKS<br />

Plan B<br />

Für den<br />

Fall der Fälle<br />

140<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Plan B<br />

Ein Handy ist schneller verloren, als man<br />

denkt. Es rutscht in der Bahn unbemerkt<br />

aus der Tasche, steckt in der im Lokal<br />

vergessenen Jacke oder bekommt dank eines<br />

geschickten <strong>Die</strong>bes unfreiwillig einen neuen Besitzer.<br />

Neben dem teuren Smartphone gelangen<br />

so auch schnell vertrauliche Daten in falsche<br />

Hände. Und natürlich verliert man gerade dann<br />

sein Handy, wenn man nicht für den Verlust<br />

vorgesorgt hat: Murphy lässt grüssen.<br />

Begehrtes <strong>Die</strong>besgut<br />

Um wenigstens eine geringe Chance zu haben,<br />

ein verlorengegangenes Smartphone wiederzufinden,<br />

wurden Apps entwickelt, die über den<br />

im Gerät integrierten GPS-Empfänger, die Position<br />

des Handys über das Internet orten können.<br />

Eine dieser Apps ist etwa Lookout Security<br />

& Antivirus [LINK 1], die wir bereits einem ausführlichen<br />

Test [LINK 2] besprochen haben.<br />

Mit Lookout können Sie Ihr Handy orten,<br />

einen Alarm aus dem Internet heraus auslösen<br />

oder das Telefon sperren bzw. gleich ganz zurücksetzen.<br />

Im absoluten Notfall sind dann zumindest<br />

Ihre persönlichen Daten vor dem Zugriff<br />

eines unehrlichen Finders sicher.<br />

Doch praktisch alle „Handyfinder-Apps“ bergen<br />

das Problem, dass die entsprechende App<br />

vor dem Verlust des Handys auf eben diesem<br />

installiert sein muss. Ist das Handy verschütt<br />

gegangen, ohne dass im Vorfeld die App installiert<br />

wurde, dann ist das Kind bereits völlig in<br />

den Brunnen gefallen.<br />

Ohne Zugang zum Handy lassen sich zwar<br />

über das Web-Frontend des Play Stores installieren,<br />

allerdings können Sie über das Netz<br />

keine Apps starten oder gar konfigurieren. Das<br />

Handy bleibt im Fall der Fälle daher oft unwiederbringlich<br />

verloren, sodass man nur noch auf<br />

einen ehrlichen Finder hoffen kann.<br />

Plan B für den Notfall<br />

Seit einiger Zeit jedoch ist auch dieses Problem<br />

gelöst, mit Plan B [LINK 2] zum Beispiel haben<br />

Sie immer noch einen Notfallplan in der Hinterhand,<br />

auch wenn Sie bislang sorglos mit der<br />

Thematik „Was mache ich, wenn ich mein<br />

Smartphone verliere“ umgegangen sind.<br />

Voraussetzung für eine erfolgreiche Rettung<br />

Ihres Smartphones ist, dass das Gerät noch betriebsbereit<br />

und ein Internetempfang möglich<br />

Abb. 1: Obwohl das hier geortete Handy im Büro auf unserem Schreibtisch liegt,<br />

konnte es erfolgreich geortet werden, ohne Internetzugang ist Plan B machtlos.<br />

ist. In diesem Fall, lässt sich Plan B über das<br />

Web-Frontend des Android Markets [LINK 3] von<br />

jedem PC aus, auf Ihrem Handy installieren.<br />

Konnte sich die App erfolgreich installieren,<br />

dann ist die halbe Miete bereits eingefahren.<br />

Plan B startet nach der Installation automatisch,<br />

aktiviert wenn möglich den GPS-Empfänger<br />

des Handys und schickt für zehn Minuten<br />

E-Mails mit den Koordination des ermittelten<br />

Standorts auf einer Google Maps Karte an das<br />

eigene Gmail-Konto.<br />

Sollten Sie kein Glück mit der Ortung des Telefons<br />

gehabt haben, dann lässt sich der Prozess<br />

mit einer SMS mit dem Inhalt „locate“ erneut<br />

starten, sodass die Position weitere zehn<br />

Minuten übermittelt wird.<br />

Besser eine <strong>kleine</strong> Chance,<br />

als gar keine<br />

Im Selbstversuch ließen sich fast alle unserer bewusst<br />

in Gebäuden „verloren“ gegangenen Testhandys<br />

oder Tablets auf die Straße genau orten.<br />

In der von Plan B abgeschickten E-Mail sehen<br />

Sie dann zwar nicht die exakte Position Ihres<br />

vermissten Androiden, doch die ungefähre Position<br />

ist immerhin schon einmal ein erster Anhaltspunkt<br />

für den Start einer hoffentlich erfolgreichen<br />

Suche. Eine <strong>kleine</strong> Chance das liebgewonnene<br />

Handy wiederzubekommen ist auf<br />

jeden Fall deutlich besser als gar keine. ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

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android- user.de/qr/28767<br />

APPS & TIPPS 02/2013 141


TIPPS & TRICKS<br />

Root-Apps<br />

<strong>Die</strong> besten Root-Apps<br />

Unter<br />

Kontrolle<br />

Ob Backups, Werbefilter,<br />

Call-Blocker oder Firewall:<br />

Für manche Dinge brauchen<br />

Apps den vollen<br />

Zugriff auf das Android-<br />

Smartphone. Wir stellen<br />

Ihnen die besten und nützlichsten<br />

Root-Apps vor.<br />

Christoph Langner<br />

Svetlana Gucalo, 123RF<br />

Als Root-Benutzer haben Sie die volle<br />

Kontrolle über Ihr Android-System auf<br />

dem Handy. Das muss aber nicht heißen,<br />

dass Sie sich tiefgreifend mit der Systemverwaltung<br />

von Android beschäftigen müssen.<br />

Spezielle Root-Apps können mit den zusätzlichen<br />

Rechten Dinge bewirken, die so von den<br />

Android-Entwicklern oder dem Smartphone-<br />

Hersteller nicht vorgesehen sind.<br />

ROM Manager<br />

Das Rooten des eigenen Smartphones<br />

ist oft nur der erste Schritt in die<br />

Modding-Szene der Android-Commu-<br />

WIE ROOTEN?<br />

Root-Rechte auf Android-Smartphones lassen<br />

sich nicht einfach nur durch Umlegen eines<br />

Schalters erlangen. Je nach Gerät ist das Rooten<br />

mehr oder weniger aufwändig. Zahlreiche<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Rooten von Samsung-Handys<br />

finden Sie ab Seite 182 und auch in Android<br />

User 02/ 2013 [LINK 1] mit einem umfangreichen<br />

Schwerpunkt zu Root & Custom-ROMs.<br />

142<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Root-Apps<br />

Abb. 1: Über den ROM-Manager<br />

installieren Sie Custom-ROMs und<br />

halten das System aktuell.<br />

nity. Modifizierte ROMs, wie das sehr populäre<br />

CyanogenMod [LINK 2], sind oft schneller, stabiler<br />

und auch neuer als die von den Herstellern<br />

ausgelieferten Firmwares. Der ROM Manager<br />

[LINK 3] hilft Ihnen Custom-ROMs zu installieren<br />

oder den aktuellen Stand zu sichern.<br />

<strong>Die</strong> kostenlose App (Eine Premium-Version<br />

[LINK 4] bietet zusätzliche Funktionen) dient zum<br />

einen als Oberfläche für das ClockworkMod Recovery-System<br />

– über dieses<br />

lassen sich ohne großen Aufwand<br />

Custom-ROMs installieren<br />

– und zum anderen als<br />

praktische Verwaltungsoberfläche<br />

für alle gängigen Mods.<br />

Abb. 2: Titanium Backup sichert<br />

Apps und Daten zur Wiederherstellung<br />

auf einem neuen System.<br />

Abb. 3: Der Root Call Blocker<br />

wimmelt zuverlässig lästige Anrufer<br />

oder SMS-Spammer ab.<br />

Titanium Backup<br />

Sie möchten auf<br />

einen neuen Androiden<br />

umsteigen,<br />

haben aber wenig Lust all ihre<br />

Apps erneut einzurichten? Sie<br />

probieren gerne neue ROMs<br />

aus und möchten nicht immer<br />

wieder das System von Hand<br />

wiederherstellen müssen? In<br />

diesen Fällen nimmt Titanium<br />

Backup [LINK 5] viel Arbeit ab.<br />

Mit der kostenlosen Anwendung<br />

sichern Sie ihre persönlichen<br />

Einstellungen und wichtige<br />

Konfigurationen aus dem<br />

System auf der SD-Speicherkarte.<br />

Optional gibt es im<br />

Store auch einen kostenpflichtigen<br />

Schlüssel [LINK 6] der weitere<br />

Funktionen freischaltet.<br />

So lässt sich ein Backup in<br />

einem Rutsch wiederherstellen<br />

oder die Daten bei Cloud-Storagediensten<br />

speichern. <strong>Die</strong><br />

Bedienung von Titanium<br />

Backup ist nicht ganz einfach<br />

und die Oberfläche müsste ein<br />

wenig aufgeräumter sein,<br />

doch das tut der Funktionalität<br />

keinen Abbruch.<br />

Root Call Blocker<br />

Bekommen Sie<br />

immer wieder unerwünschte<br />

Anrufe<br />

von einer bekannten Nummer oder möchten<br />

Sie, dass Anrufer ohne Rufnummernübertragung<br />

erst gar nicht auf ihr Handy durchgestellt<br />

werden? In diesem Fall könnte Root Call Blocker<br />

[LINK 7] etwas für Sie sein.<br />

<strong>Die</strong> kostenpflichtige App verhindert zuverlässig,<br />

dass ihr Android-Handy Anrufe oder SMS<br />

von zuvor festgelegten Kontakten signalisiert.<br />

Abb. 4: Mit AFWall+ hindern Sie<br />

Apps daran, Daten über UMTS<br />

oder WLAN ins Internet zu senden.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 143


TIPPS & TRICKS<br />

Root-Apps<br />

Anders wie ähnliche Programme<br />

im Store blockt Root<br />

Call Blocker die Anrufe auf<br />

der Systemebene, sodass unerwünschte<br />

Anrufe mit Sicherheit<br />

ignoriert werden, zu Testzwecken<br />

gibt es auch eine<br />

Demo-Version der App [LINK 8].<br />

Es lassen sich auch gezielt<br />

ganze Kontakt-Gruppen für<br />

bestimmte Zeiträume blockieren<br />

und damit z.B. bei einem<br />

Geschäftshandy am Wochenende<br />

für Ruhe sorgen, ohne<br />

dass Sie für private Anrufer<br />

nicht mehr erreichbar sind.<br />

ALLE LINKS<br />

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android- user.de/qr/29058<br />

AFWall+<br />

Viele Apps aus dem<br />

Google Play Store<br />

sind äußerst redselig,<br />

sie übertragen auch dann Daten, wenn dies<br />

eigentlich gar nicht nötig wäre. <strong>Die</strong>s kostet zum<br />

einen Übertragungsvolumen, zum anderen ist<br />

es aus datenschutzrechtlichen Gründen zweifelhaft,<br />

warum etwa ein simples Spiel ohne Netzwerkfunktionalität<br />

unbedingt meint, vollständigen<br />

Internetzugriff zu benötigen.<br />

Mit AFWall+ [LINK 9] bestimmen Sie über eine<br />

Positiv- bzw. Negativ-Liste, welche App auf das<br />

Internet zugreifen darf und welcher der Zugang<br />

in Zukunft verwehrt werden soll. Dabei lässt<br />

sich zwischen der WLAN und der UMTS-Verbindung<br />

unterscheiden, so dass Sie einer App<br />

zwar erlauben können, über das WLAN auf das<br />

Internet zuzugreifen, unterwegs im 2G/ 3G-Netz<br />

jedoch keine Angst haben müssen, dass die<br />

App Daten überträgt.<br />

AdAway<br />

Werbung und Anzeigen sind auch auf<br />

Smartphones allgegenwärtig. Auf<br />

Webseiten im Browser, in Spielen und<br />

natürlich auch in Apps. An zahlreichen Stellen<br />

werden Anzeigen eingeblendet, da viele Entwickler<br />

über Werbung ihre Arbeit finanzieren.<br />

So legitim die Schaltung von Anzeigen ist, so<br />

berechtigt ist aber auch der Wunsch nach<br />

einem werbefreien System. Gerade wenn man<br />

den Internetzugang nach dem Übertragungsvolumen<br />

bezahlt, oder nur wenige hundert MByte<br />

Abb. 5: AdAway blockiert den<br />

Abruf von Werbeanzeigen im<br />

Browser wie aber auch in Apps.<br />

Abb. 6: Webkey startet einen<br />

<strong>Die</strong>nst auf dem Handy, über den<br />

Sie das Gerät steuern können.<br />

bis zur Drosselung des Datentarifs übertragen<br />

kann, ist jedes eingesparte Byte wertvoll.<br />

AdAway [LINK 10] leitet Aufrufe zu bekannten<br />

Werbenetzwerken über die Hosts-Datei ins<br />

Leere um, so dass weder im Browser noch in<br />

Apps Werbung angezeigt werden kann. Wünschenswert<br />

wäre die Möglichkeit, einzelnen<br />

Webseiten oder Apps Werbung zu gestatten,<br />

doch das lässt sich mit dem Lösung über die<br />

Hosts-Datei nicht so einfach umsetzen.<br />

Webkey<br />

Mit Webkey [LINK 11] steuern Sie Ihr<br />

Handy vom Schreibtisch aus. <strong>Die</strong> kostenlose<br />

und werbefreie App startet<br />

einen <strong>kleine</strong>n Webserver, den sie über einen<br />

herkömmlichen Browser ansteuern können.<br />

So lassen sich sehr einfach Screenshots erstellen,<br />

SMS verschicken, die Position des Handys<br />

bestimmen oder Protokolle zu ihrem Telefonieverhalten<br />

einsehen. Der Zugang zum Webserver<br />

wird dabei über Benutzernamen und ein<br />

Passwort vor Unbefugten geschützt.<br />

<strong>Die</strong> App funktioniert drahtlos über Ihr<br />

WLAN. Theoretisch ist es auch möglich, Webkey<br />

auf dem Handy bei einer Einwahl in das<br />

Mobilfunknetz aufzurufen, allerdings leiten<br />

viele Mobilfunkanbieter eingehende Verbindungen<br />

nicht an die eingewählten Geräte weiter, sodass<br />

diese Funktion oft blockiert wird. ● ● ●<br />

144<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Google Mail<br />

<strong>Tipps</strong> & <strong>Tricks</strong> zu Gmail<br />

Das Gmail<br />

Power-1x1<br />

Viele Android User nutzen rein aus Bequemlichkeit auch<br />

die mit dem Google-Account verknüpfte Gmail-<br />

Adresse. Wir zeigen Ihnen, wie sie mehr aus der Gmail-<br />

App herausholen. Christoph Langner<br />

Claudia Mora, 123RF


TIPPS & TRICKS<br />

Google Mail<br />

Abb. 1: <strong>Die</strong> Zoom-Funktion gibt es<br />

ab Android 4.0, sie muss zuerst<br />

aktiviert werden.<br />

Abb. 2: Zoomen Sie wie vom<br />

Browser gewohnt in den Inhalt<br />

einer Mail per Pinch&Zoom.<br />

Abb. 3: Mit SMS Backup+ sichern<br />

Sie sämtliche SMS und MMS in<br />

Ihrem Gmail-Account.<br />

Pinch&Zoom<br />

Im Browser oder im Bildbetrachter ist<br />

man es schon lange gewohnt, Inhalte<br />

per Pinch&Zoom-Geste mit dem Aufspreizen<br />

von zwei Fingern auf dem Touchscreen<br />

zu vergrößern. Für Gmail galt das jedoch<br />

lange nicht. E-Mails wurden immer in der Standardschrift<br />

dargestellt, auch wenn der Absender<br />

einer HTML-Mail entschieden hat einen Mini-<br />

Font zu benutzen.<br />

Inzwischen hat Google die Funktion in Gmail<br />

für Androiden mit mindestens Android „Ice<br />

Cream Sandwich“ 4.0 nachgerüstet, sie ist jedoch<br />

von Haus aus deaktiviert. Sie müssen sie<br />

erst über Einstellungen | Allgemeine Einstellungen<br />

| Nachrichten automatisch anpassen scharf<br />

schalten, danach können Sie wie gewohnt auch<br />

in den Inhalt einer zu klein geratenen Email hineinzoomen.<br />

SMS in Gmail sichern<br />

Sind Ihnen Ihre SMS-Nachrichten<br />

wichtig? So wichtig, dass Sie sie am<br />

besten nie verlieren möchten? Dann<br />

sichern Sie empfangene und gesendete Kurznachrichten<br />

am besten direkt in Ihrem Gmail-<br />

Account. So haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre<br />

SMS – auch ohne Ihr Handy in die Hand zu<br />

nehmen – und gleich ein Backup, aus dem sich<br />

die Nachrichten auch wiederherstellen lassen.<br />

Im Play Store gibt es diverse Apps, die SMS in<br />

Ihren Gmail-Account verschieben können, wir<br />

empfehlen hierfür das kostenlose SMS<br />

Backup+ [LINK 1]. Es kopiert Ihre Nachrichten<br />

auf Wunsch fortwährend zu Gmail und kann<br />

auch, zum Beispiel nach Umzug auf einen<br />

neuen Androiden, die Nachrichten auf dem<br />

Handy wiederherstellen.<br />

Emails Wischen<br />

Es gibt in der Regel zwei verschiedene<br />

Typen von GoogleMail-Nutzern. <strong>Die</strong><br />

einen heben so gut wie jede Mail auf,<br />

die anderen löschen Nachrichten oder verschieben<br />

sie ins Archiv, sobald sie nicht mehr gebraucht<br />

werden. Für die zweite Gruppe gab es<br />

vor gar nicht so langer Zeit ein Update, das das<br />

Löschen von Mails deutlich leichter macht.<br />

Anstatt durch längeres Drücken auf das Kontextmenü<br />

einer Mail auf das Archivieren, Löschen<br />

oder Markieren serselben zu warten,<br />

können Sie ganz einfach die entsprechende<br />

Mail aus der Mailliste wischen. Im Posteingang<br />

wird die Mail dabei archiviert, im Spam-Ordner<br />

sofort gelöscht. Ungewollt „verwischte“ Mails<br />

lassen sich durch einen „Rückgängig“-Button<br />

wiederherstellen. Was beim Wischen passieren<br />

soll, lässt sich in den Einstellungen unter Allgemeine<br />

Einstellungen | Konversationsliste verschieben<br />

bestimmen.<br />

146<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Google Mail<br />

Abb. 4: Per Wischgeste löschen<br />

oder archivieren Sie nicht mehr<br />

benötigte Mails.<br />

Abb. 5: Sollten Sie sich verwischt<br />

haben, lassen sich die Aktion<br />

auch rückgängig machen.<br />

Abb. 6: Gmail-User sollten sich am<br />

besten einen Homescreen dem<br />

Email-<strong>Die</strong>nst widmen.<br />

Widgets für Home- und<br />

Lockscreen<br />

Falls Sie nicht immer die Gmail-App<br />

öffnen möchten, um zu sehen was<br />

sich aktuell auf Ihrem Email-Account<br />

tut, können Sie auch einfach ein Gmail-Widget<br />

auf einem freien Homescreen Ihres Androiden<br />

ablegen. Beim Erzeugen des Widgets legen Sie<br />

fest, welches Label beobachtet werden soll.<br />

Zudem können Sie auch einzelne<br />

Label als Shortcuts auf<br />

den Homescreen ablegen, der<br />

Zugriff auf Ihre Nachrichten<br />

wird so noch einfacher.<br />

Mit dem Update auf Android<br />

„Jelly Bean“ 4.2 hat der<br />

Sperrbildschirm darüber hinaus<br />

gelernt, auch mit <strong>kleine</strong>n<br />

Widget-Apps umzugehen. Mit<br />

dem DashClock Widget [LINK 2]<br />

bekommen Sie beispielsweise<br />

angezeigt, wie viele E-Mails<br />

auf Sie warten, ohne dass Sie<br />

das Smartphone zuerst entsperren<br />

müssten. Zudem zeigt<br />

das praktische Widget gleich<br />

noch das aktuelle Wetter, den<br />

nächsten Alarm oder den aktuellen<br />

Status ihrer SMS-Nachrichten<br />

an.<br />

Abb. 7: Das DashClock Widget für<br />

den Lockscreen funktioniert erst<br />

mit Android 4.2.<br />

Unendliche viele Adressen<br />

Beim Erzeugen des Gmail-Accounts<br />

haben Sie einen Benutzernamen gewählt.<br />

Aus diesem Namen ergibt sich<br />

Ihre E-Mail-Adresse, zum Beispiel max.mueller@gmail.com.<br />

Für Google ist der Punkt im<br />

Namen jedoch irrelevant. Ob nun wie ursprünglich<br />

geplant max.mueller@gmail.com, m.axmueller@gmail.com<br />

oder aber auch maxmueller@<br />

gmail.com, jede Mail kommt<br />

an. Das Ignorieren des Punktes<br />

vermeidet Rückläufer bei<br />

falsch eingetippter Adresse.<br />

Praktischen Wert hat aber<br />

auch das Ergänzen der Adresse<br />

durch „+wort“. Sollten<br />

Sie bei einem Gewinnspiel<br />

mitmachen wollen, bei der die<br />

Eingabe einer gültigen E-Mail-<br />

Adresse Pflicht ist, dann können<br />

Sie max.mueller+gewinnspiel@gmail.com<br />

oder max.<br />

mueller+firma@gmail.com<br />

eintragen, auch diese E-Mail<br />

kommt bei Ihnen an. So können<br />

Sie bei ungewollt zugesandten<br />

E-Mails nachverfolgen,<br />

welcher Spammer ihre E-<br />

Mail-Adresse wohin weitergegeben<br />

hat.<br />

● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29020<br />

APPS & TIPPS 02/2013 147


snehit, 123RF<br />

Video-Chats mit Google Talk<br />

Talk Talk<br />

Video-Talk<br />

Sie brauchen unter Android nicht zwingend Skype, um<br />

Video-Telefonate zu führen. <strong>Die</strong> bei Android vorinstallierte<br />

Talk-App lässt Sie nicht nur chatten, sondern auch Audiound<br />

Video-Chats führen. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Starten Sie Video-Chats über das GMail-<br />

Webfront end aus Ihrem Web-Browser heraus.<br />

Man kann nicht gerade sagen, dass<br />

Google Video-Telefonate erfunden<br />

hätte. Skype hatte schon 2006 eine<br />

Funktion zur Videotelefonie in seine App integriert.<br />

Und auch davor gab es bereits zahlreiche<br />

Versuche, Video- Telefonate und -Konferenzen<br />

am PC zu etablieren, Microsoft hatte etwa Net-<br />

Meeting schon in Windows 2000 vorinstalliert.<br />

Voice- und Video-Plugin<br />

Google startete seinen Chat-<strong>Die</strong>nst Google Talk<br />

im August 2005, anfangs lief der Chat ausschließlich<br />

über die proprietäre Google-Talk-Anwendung<br />

[LINK 1] für Windows PCs. Erst im Februar<br />

2006 integrierte Google seinen Talk-<strong>Die</strong>nst<br />

auch in das Web-Frontend von Gmail. Später<br />

wurde es auch möglich, Google Talk über alternative<br />

Jabber-Clients wie Miranda [LINK 2], Pidgin<br />

[LINK 3] oder Empathy [LINK 4] zu nutzen, da<br />

der <strong>Die</strong>nst auf dem offenen Protokoll XMPP<br />

[LINK 5] beruht. Dadurch stehen für Google Talk<br />

zahlreiche native Clients<br />

auf verschiedenen<br />

Betriebssystemen<br />

zur Verfügung, über<br />

die gechattet oder<br />

auch Voice- und auch<br />

Video-Chats geführt<br />

werden können.<br />

Generell brauchen<br />

Sie aber kein Programm<br />

oder eine<br />

App, um über Google<br />

Video-Telefonate zu<br />

führen. Es reicht ein Browser, ein Account bei<br />

Gmail und das Voice- und Video-Plugin [LINK 6].<br />

Das Zusatzmodul gibt es in verschiedenen Varianten<br />

für für alle gängigen Betriebssysteme.<br />

Inzwischen hat Google die Video-Chats in<br />

Gmail über Google+ - Hangouts realisiert<br />

[LINK 7]. Über sie führen User von Googles sozialem<br />

Netzwerk Gruppenchats von bis zu zehn<br />

Usern Bild zu Bild. Daher benötigen Sie inzwischen<br />

für Telefonate aus Gmail heraus auch<br />

einen Account bei Google+, dieser ist unter<br />

Ihrer Gmail-Adresse schnell freigeschaltet.<br />

Eine grüne Kamera neben einem Kontakt signalisiert<br />

Ihnen, dass Ihr Gesprächspartner über<br />

eine angeschlossene Webcam verfügt und das<br />

Browser-Plugin installiert hat. Nachdem Sie das<br />

Setup des Plugins auch auf Ihrem PC oder Notebook<br />

durchgeführt haben, finden Sie in der<br />

Chat-Liste eine <strong>kleine</strong> Kamera als Symbol zum<br />

Start eines Video-Chats. Ihr Gesprächspartner<br />

muss nur noch Ihren Anruf entgegennehmen.<br />

Google Talk für Android<br />

In Android ist die Funktion, Video-Chats über<br />

Google Talk zu führen, seit der Version 2.3.4<br />

von Haus aus enthalten. Ein Handy mit zusätzlicher<br />

Frontkamera ist nicht zwingend nötig, allerdings<br />

machen Video-Chats erst richtig dann<br />

Sinn, wenn sich beide Parteien auch von Angesicht<br />

zu Angesicht unterhalten können.<br />

Auf zahlreichen Test-Androiden der Redaktion<br />

ließen sich problemlos Video-Chats führen.<br />

Egal, ob per WLAN oder UMTS/ 3G online, die<br />

Gespräche sind in der Regel sowohl von der<br />

148<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Videotelefonie mit Google Talk<br />

Abb. 2: <strong>Die</strong> Symbole neben dem<br />

Namen informieren Sie über die<br />

technische Ausstattung.<br />

Abb. 3: <strong>Die</strong> Option zum Abschalten<br />

der Freisprechfunktion gibt es<br />

erst ab Android 4.0<br />

Abb. 4: Zahlreiche zuschaltbare<br />

Live-Effekte bringen auch ins<br />

trübste Gespräch etwas Leben.<br />

Bild- als auch von der Ton-Qualität durchaus<br />

akzeptabel und auf der Höhe von Skype.<br />

Video-Telefonate mit Talk<br />

Unter Android funktioniert der Video-Chat sehr<br />

ähnlich wie am Desktop-PC. In der Kontaktliste<br />

der Talk-App symbolisiert ein <strong>kleine</strong>s Mikrofon<br />

oder eine <strong>kleine</strong> Kamera neben dem Namen des<br />

Kontakts, ob Ihr Partner über die nötige Ausstattung<br />

verfügt. Ein Klick auf das Symbol startet<br />

dann den Anruf.<br />

Talk nutzt bei Audio-Video-Chats in der Standard-Einstellung<br />

die Freisprechfunktion Ihres<br />

Handys. Ab Android 4.0 rufen Sie während<br />

eines Gesprächs durch einen Fingerzeig auf das<br />

Display das Kontext-Menü auf, über dieses leiten<br />

Sie dann den Ton wie bei einem normalen<br />

Telefonat auf den Handy-Kopfhörer oder ein<br />

drahtloses Bluetooth-Headset.<br />

In diesem Menü finden Sie auch zahlreiche<br />

Bild-Effekte wie einen verzerrten Mund, die Sie<br />

live auf Ihr Video-Bild montieren. Alternativ filtert<br />

Google Talk auch den Hintergrund aus<br />

Ihrem Bild heraus und ersetzt ihn mit einer Alloder<br />

Strandszene. Allerdings funktioniert dieser<br />

Effekt nur bei guter Beleuchtung.<br />

Über eine UMTS-Mobilfunkleitung sollten Sie<br />

sich allerdings kurz fassen. Unsere Messungen<br />

ergaben, dass pro Minute GTalk- Video-Chat<br />

etwa vier MByte Daten über die Leitung geschickt<br />

werden. Ein üblicher Datentarif mit 300<br />

MByte Inklusivvolumen bis zur Drosselung auf<br />

GPRS-Geschwindigkeit, würde demnach schon<br />

nach 75 Minuten Video-Chat aufgebraucht sein.<br />

Talk ist immer online<br />

Video-Chats über GTalk haben den Vorteil, dass<br />

die Funktion auf jedem halbwegs aktuellen Androiden<br />

von Haus aus vorhanden ist. <strong>Die</strong> Installation<br />

von Skype ist daher nicht zwingend<br />

nötig, wenn Sie Bild-zu-Bild telefonieren möchten.<br />

Im Gegensatz zu Skype sind Sie bei GTalk<br />

auch erreichbar, ohne eine extra App zu starten.<br />

Einzig das Fehlen eines offiziellen GTalk-<br />

Clients unter iOS trübt etwas das Bild, doch<br />

auch hierfür gibt es mit iPhone-Apps wie Vtok<br />

[LINK 8] Alternativen.<br />

Des Weiteren ist GTalk kein geschlossenes<br />

System, bei dem Sie zwingend einen Google-<br />

Account besitzen müssen. Das zugrunde liegende<br />

XMPP-Protokoll ist offen, und GTalker<br />

führen problemlos mit anderen Jabber-<br />

Accounts – so der Spitzname des Protokolls –<br />

Chats oder Audio- und Video-Telefonate. Eventuell<br />

verfügen Sie sogar schon über einen<br />

Jabber-Account ohne Google, Ihre E-Mail-<br />

Adresse bei 1&1, GMX und Web.de ist automatisch<br />

auch eine Jabber-Adresse [LINK 9]. ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28646<br />

APPS & TIPPS 02/2013 149


TIPPS & TRICKS<br />

Roaming-Einstellungen und Tarife<br />

Balint Roxana, 123RF<br />

Daten-Roaming: <strong>Die</strong> wichtigsten Infos für den Urlaub im Ausland<br />

Smarter Urlaub<br />

Android-Nutzer sind im Urlaub erst mal auf der sicheren Seite, da Android in der<br />

Grundeinstellung kein Daten-Roaming vornimmt und somit auch keine Kosten<br />

verursacht. Wer jedoch im Urlaub Daten nutzen möchte, sollte sich gut vorbereiten.<br />

<strong>Die</strong>ser Artikel hilft dabei. Marcel Hilzinger, Christoph Langner<br />

Während das Telefonieren und Surfen<br />

im Heimatland zum Glück kaum<br />

von negativen Überraschungen geprägt<br />

ist, kann die Telefonrechnung nach den<br />

Ferien schon mal den einen oder anderen Urlaub<br />

zum Albtraum werden lassen. Vor allem<br />

die Datennutzung kann Sie sehr, sehr teuer zu<br />

stehen kommen, wenn Sie sich nicht entsprechend<br />

vorbereiten.<br />

Gut zu wissen<br />

Beim Roaming unterscheidet man zwischen Gesprächen<br />

und Datenübertragung. Während das<br />

Roaming bei Gesprächen normalerweise automatisch<br />

freigeschaltet ist (außer bei einigen<br />

Prepaid-Angeboten) und auch vom Smartphone<br />

von Haus aus eingeschaltet ist, müssen Sie das<br />

Datenroaming explizit einschalten. Den entsprechenden<br />

Menüpunkt finden Sie unter Android<br />

4.0 bei Drahtlos & Netzwerke | Mehr | Mobilfunknetze<br />

| Daten-Roaming. Je nach Hersteller<br />

finden Sie die Einstellung auch beim Menüpunkt<br />

Mobiles Netzwerk oder Datenlieferung.<br />

<strong>Die</strong> Checkbox heißt aber bei allen Herstellern<br />

Daten-Roaming und das Häkchen darf nicht gesetzt<br />

sein, wenn Sie das Android-Gerät im Urlaub<br />

nur zum Telefonieren aber nicht auch zum<br />

Surfen nutzen möchten.<br />

Unabhänging vom gewählten Datentarif entstehen<br />

Ihnen im Urlaub auch Kosten, wenn Sie<br />

150<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Roaming-Einstellungen und Tarife<br />

angerufen werden. Verzichten<br />

Sie also nach Möglichkeit auf<br />

zu lange Gespräche im Urlaub<br />

oder weichen Sie auf eine Prepaid-Karte<br />

im Gastgeber-Land<br />

aus, um (für Sie) gratis angerufen<br />

werden zu können.<br />

Daten-Roaming<br />

nutzen<br />

Wer auch im Urlaub nicht auf<br />

E-Mails, Google+, Facebook<br />

und weitere datenhungrige<br />

Anwendungen verzichten<br />

möchte, muss somit die oben<br />

erwähnte Checkbox für das<br />

Daten-Roaming aktivieren.<br />

Richten Sie sich aber bitte darauf<br />

ein, dass Sie sich auf<br />

einen teuren Spaß einlassen,<br />

wenn auch die Preise für Datenroaming<br />

dank einiger Ein-<br />

Mobilfunknetze.<br />

griffe des Europäischen Parlament in den letzten<br />

Jahren deutlich abgesenkt werden konnten.<br />

Demnach wurden die Kosten für Gespräche<br />

und Datenverbindungen EU-weit einheitlich geregelt.<br />

Seit dem 1. Juli 2012 darf dem Kunden<br />

für ein ausgehendes Gespräch maximal 35<br />

Cent/Minute und für ein Eintreffendes 10 Cent/<br />

Minute in Rechnung gestellt werden. Auch SMS<br />

wurden auf einen Preis von maximal 11 Cent limitiert.<br />

Bei Datenroaming wurde eine Obergrenze<br />

von 83 Cent pro Megabyte eingeführt.<br />

Für 2013 und 2014 sind zudem weitere Preissenkungen<br />

beschlossen worden. So sinkt ab<br />

dem 1. Juli 2013 der Preis für das übertragene<br />

MByte im EU-Ausland auf maximal 54 Cent, ab<br />

Anfang Juli 2014 dürfen dann letztendlich gar<br />

nur noch 24 Cent/MByte berechnet werden.<br />

Beachten Sie bitte, dass Sie in anderen Teilen<br />

der Welt, darunter in so beliebte Reisezielen<br />

wie der Schweiz, Türkei oder den USA, deutlich<br />

mehr pro Megabyte bezahlen müssen: je nach<br />

Land und Provider von 1,50 Euro bis hin zu<br />

mehr als 20 Euro/MByte.<br />

Abb. 1: Unter Android 2.3 finden<br />

Sie die Einstellung für das Daten-<br />

Roaming unter dem Menüpunkt<br />

Abb. 2: Der Dialog unterscheidet<br />

sich bei Android 4.0 nur minimal,<br />

die Einstellung ist aber je nach<br />

Hersteller in einem anderen Menü.<br />

Kosten-Airbag<br />

Handyverträge werden in der Regel monatlich<br />

abgerechnet. Wer viel im Netz surft und Daten<br />

überträgt, weiß daher also erst einmal nicht unbedingt,<br />

wie viel Geld er dafür ausgibt. Ein gesetzlich<br />

beschlossener Kosten-Airbag soll zu<br />

hohe Internetgebühren abfedern. Das Limit<br />

liegt aktuell bei 59,90 Euro und gilt weltweit.<br />

Sind 80 Prozent des Limits beim Daten-Roaming<br />

erreicht, muss der Provider den Kunden<br />

per SMS warnen. Sind die 59,90 Euro komplett<br />

verbraucht, wird das Roaming komplett unterbunden.<br />

Erst wenn Sie ausdrücklich bestätigen,<br />

dass Sie weitersurfen möchten, wird die Kostenbremse<br />

aufgehoben.<br />

Datentarif buchen<br />

Buchen Sie deshalb unbedingt vor dem Urlaub<br />

einen passenden Datentarif. <strong>Die</strong> meisten Anbieter<br />

schicken Ihnen bei der Einreise ins Urlaubsland<br />

auch eine SMS mit Preisinformationen und<br />

normalerweise lassen sich auch die Datentarife<br />

per SMS bestellen. Für Android-User gibt es<br />

VOR DEM URLAUB BUCHEN!<br />

Richten Sie Ihren gewünschten Roaming-Tarif<br />

immer vor dem Urlaub ein. Praktisch sämtliche<br />

Pakete sind so zusammengestellt, dass Ihnen<br />

keine Kosten entstehen, wenn Sie die Option<br />

nicht nutzen. Sollten Sie aber während des Urlaubs<br />

doch in die Verlegenheit kommen, das<br />

Daten-Roaming aktivieren zu müssen, dann<br />

haben Sie die Kosten und Daten im Griff!<br />

APPS & TIPPS 02/2013 151


TIPPS & TRICKS<br />

Roaming-Einstellungen und Tarife<br />

aber auch entsprechende Apps, die das<br />

Buchen – vor dem Urlaub – recht komfortabel<br />

machen. Auch bei den Paketen<br />

für das Daten-Roaming gibt<br />

es recht große Unterschiede<br />

zwischen den Providern.<br />

Bei der Telekom und<br />

Vodafone erhalten<br />

Sie zum Beispiel<br />

ein bestimmtes<br />

Volumen, das<br />

dann zum Beispiel<br />

für eine Woche<br />

gilt, bei o2 buchen Sie<br />

normalerweise Tagespakete.<br />

Im folgenden listen<br />

wir ihnen ein paar Nutzungs-<br />

Szenarien innerhalb der EU (!) und<br />

die besten Datentarife dazu auf. Beachten<br />

Sie, dass für Gespräche andere<br />

Tarife und Kostenmodelle gelten.<br />

Bei praktisch allen Herstellern<br />

sehen Sie neben dem Symbol zur<br />

Stärke des Mobilfunknetzes ein <strong>kleine</strong>s<br />

„R“. Es bedeutet nicht, dass das<br />

Daten-Roaming aktiv ist, sondern<br />

nur, dass Sie sich in einem fremden<br />

Netz befinden.<br />

BEISPIELSZENARIO FÜR 7 TAGE<br />

Provider<br />

E-Plus<br />

o2<br />

T-Mobile<br />

Vodafone<br />

Günstigste<br />

Version<br />

10,00 Euro,<br />

100 MByte<br />

13,93 Euro,<br />

175 MByte<br />

14,95 Euro,<br />

100 MByte<br />

5,00 Euro,<br />

50 MByte<br />

Maximale Daten<br />

10,00 Euro,<br />

100 MByte<br />

70 Euro,<br />

700 MByte<br />

34,65 Euro,<br />

350 MByte<br />

14 Euro,<br />

175 MByte<br />

Moderate Nutzung<br />

Wenn Sie die Datenoption lediglich für das<br />

Empfangen und Verschicken von E-Mails nutzen<br />

oder ab und zu mit Google Maps navigieren<br />

möchten, dann kommen Sie mit 5 bis 10 MByte<br />

pro Tag recht gut über die Runden. Erhalten Sie<br />

keine E-Mails mit Bildern oder anderen größeren<br />

Anhängen, dann genügen sogar weniger als<br />

5 MByte pro Tag. Für eine komplette Urlaubswoche<br />

können Sie somit mit einem Datenvolumen<br />

unter 50 MByte rechnen. Als passender<br />

Tarif bietet sich hier bei o2 das Smartphone-<br />

Day-Pack mit einer Tagespauschale von 1,99<br />

Euro und einem Tagesvolumen von 25 MByte<br />

an. Bei 7 Tagen kommen Sie somit auf einen<br />

Gesamtpreis von 14 Euro und maximal 175<br />

MByte Datenvolumen.<br />

Noch günstiger fahren Sie mit Vodafone in<br />

den Urlaub. Hier kostet das Wochenpaket lediglich<br />

5 Euro, es enthält allerdings nur 50 MByte<br />

Traffic. Für sporadisches Mailen sollte das aber<br />

reichen. Alternativ gibt es auch bei Vodafone<br />

für 2 Euro ein Tagespaket mit 25 MByte Volumen.<br />

Vodafone zählt zudem die Schweiz bei<br />

diesen Paketen zur EU, nicht aber Kroatien oder<br />

die Türkei. Bei o2 sind die Schweiz und Kroatien<br />

in der Zone 2, die Preise dafür sind allerdings<br />

identisch. Beachten Sie auch die ReiseFlat<br />

von Vodafone für ausgewählte Länder. Hier<br />

können Sie für 5,99 Euro Ihren nationalen Datentarif<br />

auch im Ausland nutzen (siehe Abschnitt<br />

„Normale Nutzung“).<br />

Bei T-Mobile gibt es für Vertragskunden den<br />

DayPass S mit 10 MByte Volumen für 1,95 Euro,<br />

Prepaid-Kunden müssen für das gleiche Datenvolumen<br />

2,95 pro Tag bezahlen. <strong>Die</strong> Wochen-<br />

Flatrate mit 100 MByte Volumen lässt sich T-<br />

Mobile mit rund 15 Euro bezahlen. <strong>Die</strong>ses Angebot<br />

gibt es aber nur für Vertragskunden, nicht<br />

im Xtra-Tarif. <strong>Die</strong> Schweiz und Kroatien decken<br />

diese Tarife ab, die Türkei hingegen nicht.<br />

Auch E-Plus bietet Daten-Roaming-Tarife an.<br />

Mit dem E-Plus Reisevorteil Plus bezahlen Sie<br />

50 Cent pro MByte. Beim eingangs gerechneten<br />

Szenario mit 50 MByte pro Woche kommen Sie<br />

somit auf 25 Euro. <strong>Die</strong> Schweiz, die Türkei und<br />

Kroatien zählen allerdings nicht zu diesem Trarif.<br />

In diesen Ländern kostet das MByte bereits<br />

2,50 Euro. Für Prepaid-Kunden gibt es das EU<br />

Internet Pack 50. Es kostet 4,99 Euro und enthält<br />

50 MByte Daten.<br />

Normale Nutzung<br />

Wer aktiv bei Facebook oder Google+ liest und<br />

postet, seine Fotos hochladen, im Web browsen<br />

und mit WhatsApp chatten möchte, muss mit<br />

80 bis 150 MByte pro Tag rechnen. Egal, wie Sie<br />

ihr Smartphone aktuell nutzen: im Ausland<br />

müssen Sie Ihre Gewohnheiten etwas einschränken,<br />

weil die meisten Provider spätens-<br />

152<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Roaming-Einstellungen und Tarife<br />

tens nach 100 MByte/ Tag die Geschwindigkeit<br />

drosseln. Einige Pakete lassen sich auch mehrfach<br />

buchen, vergessen Sie dann aber die Kosten<br />

nicht. Im Unterschied zum Inland wird die<br />

Geschwindigkeit im Ausland beim Überschreiten<br />

des gebuchten Tarifs auf 2 KByte/ s gedrosselt.<br />

Damit tröpfeln selbst E-Mails nur sehr,<br />

sehr langsam ein.<br />

Bei o2 buchen Sie am besten das Internet Day<br />

Pack für 10 Euro pro Tag. Damit stehen Ihnen<br />

100 MByte zur vollen Geschwindigkeit zur Verfügung.<br />

Für 70 Euro pro Woche erhalten Sie<br />

somit 700 MByte Traffic. Sollten Sie an einem<br />

Tag mit den 100 MByte nicht über die Runden<br />

kommen, dann können Sie das Paket ein zweites<br />

Mal buchen, etc.<br />

Vodafone bietet für den intensiven Gebrauch<br />

des Datentarifs im Ausland die Reise-Flat an.<br />

Sie gilt allerdings nur für Kunden, die den Tarif<br />

2011 zwischen Juni und September schon einmal<br />

gebucht hatten. In den Vodafone-Ländern<br />

Ägypten, Albanien, Australien, Fidschi Inseln,<br />

Ghana, Griechenland, Großbritannien, Indien,<br />

Island, Irland, Italien, Katar, Malta, Neuseeland,<br />

Niederlande, Portugal, Rumänien, Südafrika,<br />

Spanien, Türkei, Tschechische Republik und<br />

Ungarn können Sie damit Ihre heimische Datenflat<br />

auch im Urlaub ausschöpfen, ohne zusätzliche<br />

Kosten. Als Alternative bleibt Ihnen<br />

das Tagespaket mit 25 MByte für 2 Euro.<br />

EU-REGELUNG SEIT JULI 2012<br />

Seit Juli 2012 sind die Kosten für Gespräche innerhalb<br />

der EU deutlich gesunken, zudem ein<br />

Limit von (netto) 70 Cent pro MByte. Als zusätzliche<br />

Sicherheitsmaßnahme dehnt die EU<br />

den Kostenairbag für EU-Provider auf die<br />

ganze Welt aus. Sollten Sie also nach dem 1.<br />

Juli in die USA in den Urlaub fahren und dabei<br />

Daten-Roaming nutzen, dann dürfen die Kosten<br />

die erwähnten 59,90 Euro nicht überschreiten<br />

(außer Sie haben einen entsprechenden<br />

Tarif vereinbart) und Sie bekommen eine SMS-<br />

Nachricht, wenn Sie sich dem Limit nähern.<br />

Bis 2014 sollen die Preise für Daten-Roaming<br />

sogar auf (netto) 20 Cent fallen. Beachten Sie<br />

beim weltweiten Roaming, dass es keine Preisbeschränkung<br />

pro MByte gibt. Beim Urlaub in<br />

der Schweiz, der Türkei oder Kroatien kann das<br />

Limit von 59.90 Euro somit bereits nach wenigen<br />

Stunden erreicht sein.<br />

T-Mobile stellt Vertragskunden für 4,95 Euro<br />

täglich 50 MByte an Daten zur Verfügung. Den<br />

Day Pass M gibt es auch als Prepaid-Lösung.<br />

Hier kostet das Paket 6,95 Euro. Für umgerechnet<br />

35 Euro erhalten Sie somit in der Woche<br />

insgesamt 350 MByte an Datentraffic.<br />

E-Plus bietet kein Datenpaket für PowerUser<br />

an. Für Prepaid-Kunden gibt es das EU Reise-<br />

Paket. Es kostet 10,- Euro und enthält 100<br />

MByte Daten.<br />

Neben den vier großen Providern gibt es<br />

noch zahlreiche weitere Mobilfunkanbieter in<br />

Deutschland. Je nachdem, welches Netz der<br />

Provider benutzt, können Sie mit in etwa gleichen<br />

Preisen rechnen, wie die hier vorgestellten.<br />

Einige Anbieter haben aber auch günstigere<br />

oder gar keine Auslandsoptionen im Angebot.<br />

Egal ob Aldi Talk, 1&1 oder Tschibo gilt aber<br />

auch hier der Grundsatz: Buchen Sie den passenden<br />

Tarif vor dem Urlaub, damit es zu keinen<br />

bösen Überraschungen kommt!<br />

Fazit<br />

Planen Sie mit Ihrem Urlaub zusammen auch<br />

die Smartphone-Nutzung. Datenroaming ist mit<br />

dem passenden Tarif zusammen gar nicht mehr<br />

so teuer. Im besten Fall erhalten Sie für 63 Euro<br />

ein Datenvolumen von 980 MByte (Go Roaming)<br />

oder Sie bezahlen 5 Euro für 50 MByte<br />

(E-Plus, Vodafone). Wenn Sie die eingangs erwähnten<br />

Grundregeln beachten, dann bleibt<br />

der Kosten-Schock aus und Sie können sich auf<br />

und über einen smarten Urlaub freuen. ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28780<br />

APPS & TIPPS 02/2013 153


TIPPS & TRICKS<br />

Telefon und Adressbuch<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> rund um das Telefonieren<br />

Telefon &<br />

Kontakte<br />

Man mag es kaum glauben, aber<br />

mit einem Smartphone kann man<br />

sogar auch telefonieren. Wir zeigen<br />

Ihnen ein paar <strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong>, wie Sie<br />

Ihre Kontakte besser organisieren<br />

und Ihre Gesprächskosten in den<br />

Griff bekommen. Christoph Langner<br />

Julien Eichinger , Fotolia<br />

154<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Telefon und Adressbuch<br />

Apps, Spiele, Internet! Dass Smartphones<br />

auch zum Telefonieren geeignet sind,<br />

geht in der Flut der Nachrichten rund<br />

um Android-Handys oft unter. Dabei lassen sich<br />

auch die Grundfunktionen rund um die Telefonund<br />

Adressbuch-Apps noch optimieren. Mit ein<br />

bisschen Know-how schicken Sie Telefonnummern<br />

vom Browser auf Ihren Rechner, sehen in<br />

welches Netz eine Handy-Nummer führt oder<br />

managen Ihren Handy-Vertrag vom Telefon aus.<br />

Kontakte gruppieren<br />

Im Laufe der Zeit sammeln sich<br />

immer mehr Kontakte im Smartphone-Speicher<br />

an: Freunde, Kollegen,<br />

Bekannte, Vereinskollegen oder flüchtige<br />

Bekanntschaften. Alle Anschriften drängeln<br />

sich in einer einzigen langen und auf Dauer<br />

sehr unübersichtlichen Liste - und nicht jeder<br />

Smartphone-Nutzer hat die Nerven dazu, sich<br />

Name für Name bis zur gewünschten Person<br />

durchzusuchen. Organisieren Sie daher Ihre<br />

Kontakte in verschiedenen Gruppen. So haben<br />

Sie eine bessere Übersicht und finden schneller<br />

die Ihnen wichtigen Adressen.<br />

<strong>Die</strong> Gruppenzugehörigkeit pflegen Sie am<br />

besten über das Google Gmail-Webfrontend.<br />

Dort finden Sie nach dem Öffnen eines Kontaktes<br />

über dem Namen eine <strong>kleine</strong> Schaltfläche<br />

(Abbildung 5), über die Sie jedem Eintrag eine<br />

oder mehrere Gruppen zuweisen.<br />

Auf Ihrem Android-Handy erreichen<br />

Sie die Gruppenfunktionen<br />

über den Bearbeitungs-Funktion<br />

der Kontakte-App.<br />

Ihre Kontakte finden Sie nun in<br />

Gruppen eingeteilt im ersten Reiter<br />

der Adressbuch-App. Gerade<br />

wenn Sie eine umfangreiche<br />

Sammlung mit hunderten von<br />

Anschriften und Nummern besitzen,<br />

ist diese Vorsortierung in<br />

Nutzergruppen ein deutlicher Gewinn<br />

an Übersichtlichkeit.<br />

Kontakte<br />

ausblenden<br />

Sobald Sie Ihre Kontakte<br />

in Gruppen organisiert<br />

haben, entfernen<br />

Sie einzelne Gruppen komplett<br />

aus Ihrem Blickfeld. Unter dem Menü-Knopf<br />

finden die Option Kontakte zum Anzeigen (Abbildung<br />

4) Darüber gelangen Sie via dem Eintrag<br />

Anpassen zu einem Dialog, über den Sie<br />

festlegen, welche Gruppen später im Telefonbuch<br />

erscheinen sollen. So stören Sie selten genutzte<br />

Geschäftskontakte nicht mehr in der Adressliste.<br />

Brauchen Sie doch eine bestimmte<br />

Nummer, dann sehen Sie diese praktischer<br />

Weise immer noch in der Kontakte-App.<br />

Ärgerlich kann auch die Integration Ihrer<br />

Google-Plus-Kreise mit dem Android-Adressbuch<br />

sein. Ein falscher Klick in der Google-<br />

Plus-App, und schon flutet das soziale Netzwerk<br />

Googles das eigene Adressbuch mit Kontakten,<br />

die man kaum kennt und nie gesehen<br />

hat. In den Einstellungen von Google Plus lässt<br />

sich die Integration jedoch wieder deaktivieren,<br />

dort finden Sie unter Google+ Kontakte hinzufügen<br />

den entsprechenden Schalter zum Entfernen<br />

der ungeliebten Adresssammlung.<br />

Direkter Draht per Kurzwahl<br />

Eltern, Freunde, Partner: Ihre wichtigsten<br />

Kontakte markieren Sie am<br />

besten umgehend über den <strong>kleine</strong>n<br />

Stern am oberen Rand der Ansicht als Favorit<br />

im Adressbuch (Abbildung 6). So finden Sie<br />

Ihre oft genutzten Kontakte sofort im Telefonund<br />

Adressbuch an oberster Stelle inklusive<br />

eines Porträt-Bildes prominent<br />

wieder. Alternativ<br />

kennzeichnen Sie Ihre<br />

Lieblings-Kontakte natürlich<br />

auch wieder direkt in<br />

Gmail. In der Kontakte-Ansicht<br />

finden Sie auch hier<br />

einen <strong>kleine</strong>n Stern, der<br />

den aktiven Kontakt zu<br />

den Favoriten hinzufügt.<br />

Immer wieder nützlich<br />

sind auch Direktwahlnummern<br />

direkt auf dem<br />

Homescreen (Abbildung<br />

8). Über sie öffnen Sie direkt<br />

wichtige Kontakte<br />

oder rufen mit einem Fingerzeig<br />

häufig genutzte<br />

Abb. 1: In Gruppen eingeteilt findet<br />

man viel leichter bestimmte<br />

Kontakte - und spart Zeit.<br />

Nummern an. <strong>Die</strong> entsprechenden<br />

Widgets fügen Sie<br />

über einen längeren Tas-<br />

APPS & TIPPS 02/2013 155


TIPPS & TRICKS<br />

Telefon und Adressbuch<br />

Abb. 2: Der Kontakt-Editor erlaubt<br />

es, Einträge bestimmten Gruppen<br />

zuzuordnen.<br />

Abb. 3: Beschränken Sie die<br />

Menge der angezeigten Kontakte<br />

auf bestimmte Gruppen.<br />

Abb. 4: Neu erstellte Kontakte landen<br />

automatisch immer in der<br />

Gruppe MyContacts.<br />

tendruck auf eine freie Stelle des Homescreens<br />

(bei Android 2.x) oder über den Widgets-Reiter<br />

des App-Drawers (ab Android 3.x) ein, die Widgets<br />

nennen sich Direktwahl oder Kontakt.<br />

Nummern aus dem Browser<br />

Der Arbeitsabflauf, eine einzelne-<br />

Nummer aus dem Internet-Browser<br />

auf dem Desktop zum Android-Handy<br />

zu übertragen, ist eigentlich ziemlich anachronistisch,<br />

wenn man bedenkt, dass Rechner und<br />

Google-Handy inzwischen stark miteinander<br />

verknüpft sind - oder zumindest verknüpft werden<br />

können, wenn der Nutzer das wünscht.<br />

Es dürfte eigentlich nicht angehen, dass man<br />

eine im Internet gefundene Telefonnummer am<br />

Handy abtippen muss, um sie anzurufen.<br />

Neben unnützer Arbeit birgt der Vorgang darüber<br />

hinaus immer wieder die Gefahr, sich beim<br />

Eingeben der Nummer zu verwählen.<br />

Allerdings müssen Sie sich gar nicht mehr abmühen,<br />

denn die Browsererweiterung Chrome<br />

to Phone [LINK 1] des Chrome-Browsers übernimmt<br />

mit der gleichnamigen App [LINK 2] diese<br />

Arbeit. Zwar müssen Sie die App und die dazugehörige<br />

Erweiterung installieren und der Browser-Erweiterung<br />

erlauben, auf Ihr Google-Konto<br />

zugreifen zu dürfen. Entsprechende Erweiterungen<br />

gibt es neben Chrome übrigens auch für<br />

Firefox [LINK 3] und Opera [LINK 4], Sie müssen für<br />

diese Funktion daher nicht zwangsweise erst<br />

umständlich den Browser wechseln.<br />

Anschließend markieren Sie nur noch eine<br />

Telefonnummer im Browser und klicken mit der<br />

rechten Maustaste auf den Text. Über den Eintrag<br />

Chrome to Phone landet die Nummer direkt<br />

in der Telefon-App, wo Sie nur noch auf die<br />

Wählen-Taste drücken müssen. <strong>Die</strong> Fähigkeiten<br />

von Chrome to Phone beschränken sich jedoch<br />

nicht nur auf das Übergeben von Telefonnummern.<br />

<strong>Die</strong> App schickt auch Links, Karten-<br />

Auschnitte von Google Maps oder Texte direkt<br />

Abb. 5: Über die Gmail-Kontakte verwalten Sie die<br />

Gruppenzugehörigkeit am einfachsten.<br />

156<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Telefon und Adressbuch<br />

Abb. 6: Über den <strong>kleine</strong>n Stern<br />

an der Oberkante des Screens<br />

fügen Sie den Kontakt zu Ihren<br />

Kontakt-Favoriten hinzu.<br />

Abb. 7: In der Telefon-App erscheinen<br />

diese Favoriten mit einem<br />

Symbolbild automatisch ganz<br />

oben in der Liste.<br />

Abb. 8: <strong>Die</strong> Direktwahl- und Kontakte-Widgets<br />

packen ausgesuchte<br />

Kontakte direkt auf den<br />

Homescreen.<br />

auf Ihr Handy und fungiert somit als praktisches<br />

Ausschneide- und Memo-Werkzeug für<br />

Nutzer, die oft zwischen verschiedenen Geräten<br />

hin- und herwechseln.<br />

Anbieter-Apps<br />

Wenn Sie einen Volumen-Daten-Tarif<br />

bzw. ein Telefonpaket mit Inklusivminuten<br />

bei Ihrem Netzbetreiber gebucht<br />

haben, dann ist es ab und an interessant<br />

zu wissen, wie viel man vom gebuchten Datenbzw.<br />

Telefon-Volumen schon vertelefoniert<br />

bzw. versurft hat. Schließlich werden zusätzliche<br />

Gesprächsminuten meist recht teuer abgerechnet,<br />

und das Surfen über eine gedrosselte<br />

Datenleitung macht auch nur noch wenig Spaß.<br />

Da heißt es rechtzeitig auf die Bremse zu treten<br />

und den Konsum ein <strong>kleine</strong>s bisschen einzuschränken.<br />

Doch woher erkennen Sie, wann der<br />

richtige Zeitpunkt gekommen ist?<br />

Über den Status Ihres Telefonvertrags und<br />

Ihres Verbrauchs ist niemand besser im Bilde<br />

als Ihr Mobilfunkprovider selbst. Schließlich<br />

sitzt er hinter der Kasse und hält die Hand auf.<br />

So gut wie jeder größere deutsche Provider<br />

stellt Ihnen kostenlos eine App zur Verfügung,<br />

die Ihnen direkten Zugriff auf Ihre Verbrauchsdaten<br />

gewährt. Das Kundencenter der Deutschen<br />

Telekom [LINK 5], MeinVodafone [LINK 6],<br />

Mein o2 [LINK 7], Mein BASE [LINK 8] oder Mein<br />

simyo [LINK 9] sollen hier nur als Beispiel genannt<br />

werden.<br />

Über die Apps lassen sich meist die aktuellen<br />

Vertragsdaten und Rechnungen einsehen. Allerdings<br />

muss man bei den Daten vorsichtig sein,<br />

bei O2 etwa hinken die angezeigten Verbrauchsdaten<br />

oft mehr als 24 Stunden hinterher, planen<br />

Sie daher immer ein bisschen Puffer mit ein.<br />

Bei manchen Anbietern lässt sich über die<br />

App auch die Rechnungsadresse oder der Mobilfunktarif<br />

ändern. Sie ersparen sich mit den<br />

Abb. 9: Chrome to Phone überträgt Telefonnummern<br />

aus dem Browser auf das Handy.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 157


TIPPS & TRICKS<br />

Telefon und Adressbuch<br />

Abb. 10: Mit Mein O2 erhalten Sie<br />

bequem Zugriff auf alle Ihre aktuellen<br />

Verbrauchs- und Rechnungsdaten<br />

des Anbieters.<br />

Abb. 11: Besonders bei Volumenverträgen<br />

mit hohen Folgekosten<br />

ist die Übersicht über die schon<br />

verbrauchten Minuten wichtig.<br />

Abb. 12: Welches Netz? PRO<br />

bestimmt zu jeder Rufnummer<br />

das Zielnetz und hilft so, teure<br />

Anrufe zu vermeiden.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28771<br />

Provider-Anwendungen also auch den einen<br />

oder anderen kostenpflichtigen Anruf bei einer<br />

Support-Hotline.<br />

Wohin geht der Anruf?<br />

Sie haben bei Ihrem Mobilfunkanbieter<br />

eine günstige<br />

Flatrate ins Festnetz<br />

und ins eigene Mobilfunknetz<br />

bekommen, was Ihnen viel<br />

Geld sparen kann. Allerdings<br />

lassen sich die Anbieter Gespräche<br />

in fremde Netze nach<br />

wie vor teuer bezahlen.<br />

Früher konnte man aufgrund<br />

der Handy-Vorwahl<br />

genau auf den Anbieter<br />

schließen. Seitdem es aber<br />

möglich ist, seine Rufnummer<br />

zu einem anderen Anbieter<br />

übertragen zu lassen, sind<br />

diese Zuordnungen komplett<br />

Makulatur; hinter jeder Vorwahl<br />

kann jeder beliebige Anbieter<br />

stecken.<br />

Im Google Play Store finden<br />

Sie mit Welches Netz?<br />

[LINK 10] und Zielnetz [LINK 11]<br />

Abb. 13: Neben der <strong>kleine</strong>n<br />

Anzeige ertönt vor einem Anruf<br />

auch eine kurze Ansage mit dem<br />

Namen des Zielnetzes.<br />

gleich zwei verschiedene Apps, die über das<br />

Internet ermitteln, bei welchem Anbieter die<br />

angerufene Nummer eingebucht ist. <strong>Die</strong>se Information<br />

teilen die Apps Ihnen über eine kurze<br />

Einblendung bzw. durch eine Ansage vor dem<br />

Anruf mit. Dadurch brauchen Sie vor einem<br />

Anruf nicht lange überlegen,<br />

ob Sie sich kurz fassen müssen<br />

oder ob Sie in Ruhe quasseln<br />

dürfen. Durch die Zielnetz-App<br />

wissen Sie immer Bescheid,<br />

selbst wenn Ihr Gesprächspartner<br />

erst seit Kurzem bei einem<br />

neuen Anbieter ist; die Daten<br />

werden immer frisch aus dem<br />

Internet abgerufen.<br />

Als Zugabe besitzen beide<br />

Applikationen Statistik-Funktionen,<br />

die Ihnen sagen, wie<br />

viele Minuten Sie in welche<br />

Netze vertelefonieren. Wenn<br />

nach ein paar Monaten die<br />

nächste Vertragsverlängerung<br />

ansteht, dann entscheiden Sie<br />

dank der Statistik ganz objektiv,<br />

welcher Anbieter und welcher<br />

Flatrate-Tarif für Sie am<br />

günstigsten wäre.<br />

● ● ●<br />

158<br />

02/2013 APPS & TIPPS


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TIPPS & TRICKS<br />

FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />

Oleg Osharov, 123RF<br />

FRITZ!Apps<br />

AVM macht seine FRITZ!Box-WLAN-Router fit für Ihre eigene Cloud und liefert dazu<br />

FRITZ!App Smartphone-Apps. Mit den praktischen Apps telefonieren Sie über die<br />

FRITZ!Box zum Festnetz-Tarif, streamen Filme und Musik aufs Handy und verpassen<br />

keinen Anruf mehr. Christoph Langner<br />

160 02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />

AVM möchte seine FRITZ!Boxen noch<br />

stärker als eigenständige Rechner präsentieren<br />

und betitelt die Firmware seiner<br />

Router erstmals als Betriebssystem.<br />

FRITZ!OS 5.20 [LINK 1] steht zunächst nur für die<br />

FRITZ!Box 7390 zum Download zur Verfügung<br />

und bringt eine Reihe von Neuerungen mit. <strong>Die</strong><br />

Unterstützung weiterer Boxen soll später noch<br />

folgen, doch erstmal gibt es die neue Firmware<br />

nur für das aktuelle <strong>Top</strong>-Modell von AVM.<br />

Mit MyFRITZ! [LINK 2] bietet AVM einen einfachen<br />

und sicheren Zugriff auf Ihre persönliche<br />

FRITZ!Box. Auf der Box gespeicherte Fotos,<br />

Musik oder Dokumente lassen sich weltweit<br />

auch mit dem Smartphone und Tablet abrufen.<br />

MyFRITZ! vereint hier einen Dynamic-DNS-Service<br />

wie Dyn oder No-IP mit einer für das Web<br />

schlank gehaltenen Oberfläche.<br />

Wichtig für Android User ist auch die schon<br />

lange vermisste Möglichkeit, das Adressbuch<br />

der FRITZ!Box mit dem von Freemail-Anbietern<br />

wie GMX, Web.de oder auch Google Mail abzugleichen<br />

– so ist die Fritzbox immer auf einem<br />

aktuellen Stand. Außerdem gibt es jetzt ein für<br />

mobile Geräte optimiertes Webfrontend. <strong>Die</strong> Bedienung<br />

der FRITZ!Box über das Handy ist nun<br />

einfacher möglich.<br />

Abgleich mit Google Mail<br />

Android User, die sich vor Google Mail nicht<br />

scheuen und auch dort ihre Kontakte ablegen,<br />

gleichen über die Google Cloud automatisch auf<br />

allen ihren Android-Geräten die Kontakte ab.<br />

Egal, ob auf dem Handy, dem Tablet oder im<br />

Web-Frontend von Google Mail, überall ist man<br />

auf demselben Stand, ein aufwändiges Synchronisieren<br />

der Kontakte zwischen den Geräten ist<br />

somit nicht mehr nötig.<br />

Abb. 2: Neben dem Adressbuch von Google Mail lassen sich auch die Daten der<br />

Freemailer von Web.de und GMX in der FRITZ!Box einbinden.<br />

Von dieser – hoffentlich – gut gepflegten Adressdatenbank<br />

können nun auch Ihre<br />

FRITZ!Box und die daran angeschlossenen Telefone<br />

profitieren. Ohne dass Sie Nummern in Ihr<br />

Festnetztelefon einprogrammieren müssen, erscheint<br />

etwa der Name eines Anrufers im Display.<br />

Der Zugriff auf das Adressbuch beim<br />

Wählen ist allerdings leider den FRITZ!Fon-Produkten<br />

[LINK 3] vorbehalten, herkömmliche<br />

DECT-Telefone können das Telefonbuch der<br />

FRITZ!Box nicht auslesen.<br />

Abb. 1: Über DECT bei der FRITZ!Box eingebuchte<br />

Geräte zeigen Anrufer nach dem Einlesen an.<br />

Abb. 3: FRITZ!OS 05.20 liest in der neuen Version das Adressbuch von Google aus<br />

und bindet es sauber sortiert in das eigene Telefonbuch ein.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 161


TIPPS & TRICKS<br />

FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />

Abb. 4: <strong>Die</strong> FRITZ!Box leitet Smartphones<br />

automatisch zu einer<br />

Mobil-Version des Web-Frontends.<br />

<strong>Die</strong> zum Einbinden nötigen Einstellungen finden<br />

Sie im Web-Frontend der FRITZ!Box unter<br />

Telefonie | Telefonbuch. Dort legen Sie ein neues<br />

Telefonbuch an und geben Ihre Zugangsdaten<br />

zu Ihrem Google-Account ein. Alternativ kann<br />

FRITZ!OS auch die Telefonbücher von GMX<br />

oder von web.de einlesen.<br />

Unverständlich ist jedoch, dass die<br />

FRITZ!Box die Online-Telefonbücher nicht automatisch<br />

abgleicht. Um wichtige<br />

Änderungen nicht zu verpassen,<br />

müssen Sie sich regelmäßig<br />

in der FRITZ!Box einloggen<br />

und auf der Telefonbuchseite<br />

den Aktualisieren-<br />

Knopf anklicken. Ein automatischer<br />

Abgleich hätte an dieser<br />

Stelle dem Bedienungskomfort<br />

der FRITZ!Box gut zu<br />

Gesicht gestanden.<br />

Für Smartphones<br />

optimiert<br />

Neu ist auch die für Smartphones<br />

optimierte Anzeige der<br />

FRITZ!Box-Oberfläche. Sie ist<br />

gegenüber der herkömmlichen<br />

Ansicht deutlich abgespeckt,<br />

Einstellungen etwa lassen sich<br />

so gut wie gar nicht über die<br />

Abb. 5: AVM hat auch dem<br />

Medienserver FRITZ!NAS die neue<br />

Oberfläche spendiert.<br />

Abb. 6: Mit der FRITZ!App Fon wird<br />

Ihr Androide zu einem schnurlosen<br />

Festnetztelefon.<br />

mobile Variante des Web-<br />

Frontends vornehmen. <strong>Die</strong><br />

Ansicht soll primär die wichtigsten<br />

Informationen der Box<br />

übersichtlich darstellen – eine<br />

Aufgabe, die in der Praxis<br />

vollends erfüllt wird.<br />

<strong>Die</strong> mobile Ansicht bekommt<br />

der Nutzer automatisch<br />

angezeigt, wenn er sich<br />

im WLAN seiner eigenen<br />

FRITZ!Box befindet und im<br />

Browser seines Handys die<br />

übliche URL der Box http://<br />

fritz. box eingibt. Anhand des<br />

Browsers erkennt die<br />

FRITZ!Box Ihr Smartphone<br />

und zeigt automatisch die entsprechend<br />

reduzierte Seite an.<br />

Sollten Sie trotzdem die volle<br />

Ansicht auch auf Ihrem<br />

Smartphone benötigen, stellt das kein Problem<br />

dar. Sie finden am Ende jeder Seite einen Link<br />

zur klassischen Version.<br />

My FRITZ!<br />

Das Firmware-Update macht Ihren WLAN-Router<br />

jetzt zu einem über das Internet erreichbaren<br />

NAS. Auf der Box bzw. auf an der Box angeschlossenen<br />

Datenträgern hinterlegte Daten<br />

können so von überall her<br />

verschlüsselt mit dem Notebook,<br />

Smartphone oder Tablet<br />

abgerufen werden. Der Zugriff<br />

erfolgt über AVMs kostenlosen<br />

MyFritz-<strong>Die</strong>nst, für den sich<br />

der Nutzer keine IP-Adresse<br />

merken muss. Man erspart<br />

sich so das umständliche Einrichten<br />

einer herkömmlichen<br />

DynDNS-Lösung wie etwa<br />

Dyn.com oder No-IP.com.<br />

Der Komfort von My FRITZ!<br />

als „Cloud-Lösung“ hält sich<br />

jedoch stark in Grenzen. Der<br />

<strong>Die</strong>nst ersetzt im Endeffekt<br />

nur den DynDNS-Anbieter.<br />

Eine Integration in das Smartphone<br />

– so wie es etwa Cloud-<br />

Speicherdienste wie Dropbox,<br />

Sugarsync oder gar Strato und<br />

162<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />

1&1 anbieten – ist bei MyFRITZ! leider an keiner<br />

Stelle gegeben. Über das Web-Frontend von<br />

FRITZ!NAS lassen sich lediglich Dateien herunterladen.<br />

Mit dem Smartphone geschossene Bilder<br />

automatisch in den eigenen Cloud-Speicher<br />

laden? Daten anderen Usern freigeben? Backups<br />

wichtiger Daten erstellen? Fehlanzeige, hier bieten<br />

richtige Cloud-<strong>Die</strong>nste doch einiges mehr<br />

und empfehlen sich daher eher für diesen Einsatzzweck.<br />

Apps für Android<br />

Neben diesen Verbesserungen an der Firmware<br />

gibt es schon länger eine ganze Reihe von offiziellen<br />

Android-Apps von AVM. Mit ihnen<br />

haben Sie Zugriff auf den in vielen<br />

FRITZ!Boxen eingebauten Medien-Server, nutzen<br />

über Ihr Smartphone die Festnetz-Leitung<br />

der Box oder verpassen keinen Anruf mehr,<br />

auch wenn Sie sich gerade nicht zu Hause aufhalten<br />

sollten.<br />

FRITZ!App Fon<br />

Mit Hilfe der FRITZ!App Fon [LINK 4]<br />

verbinden Sie Ihr Smartphone ganz<br />

einfach per WLAN mit der Telefonie-<br />

Funktion Ihrer FRITZ!Box. <strong>Die</strong> App verwandelt<br />

Ihr Smartphone im Handumdrehen in ein weiteres<br />

schnurloses Festnetz-Telefon, das Sie innerhalb<br />

der Reichweite Ihres WLANs wie ein<br />

normales schnurloses Telefon<br />

benutzen können.<br />

Ist die App gestartet, klingelt<br />

bei Anrufen auf der FRITZ!Box<br />

auch Ihr Smartphone. Vom<br />

Gerät ausgehende Gespräche<br />

lassen sich ebenso über die Box<br />

führen, sodass etwa bei einer<br />

Festnetz-Flatrate keine Kosten<br />

beim Telefonieren über das<br />

Handy entstehen - besonderspraktisch<br />

für Viel-Telefonierer.<br />

Etwas lückenhaft ist hingegen<br />

die Integration der App in<br />

das Android-Ökosystem. Zum<br />

einen passt die quietschbunte<br />

Plastik-Optik der Anwendung<br />

nicht so recht zum schlichten<br />

Abb. 8: <strong>Die</strong> FRITZ!App Media verbindet<br />

Ihr Handy mit dem DLNA-<br />

Medienserver Ihrer FRITZ!Box.<br />

Abb. 7: My FRITZ! ist der zentrale Anlaufknoten für den Zugriff auf die FRITZ!Box<br />

aus dem Internet. Im Android Browser wechselt die Darstellung zu einer für<br />

mobile Geräte optimierten Ansicht.<br />

Auftreten moderner Android-<br />

Versionen, zum anderen gibt es<br />

auch technische Lücken. Gespräche<br />

über die App und ein Bluetooth-Headset<br />

zu führen, ist zum Beispiel bislang leider<br />

noch nicht möglich.<br />

FRITZ!App Media<br />

In vielen FRITZ!Box-Modellen wie<br />

der 3370, 7330 oder der 7390 ist ein<br />

DLNA-Medien-Server enthalten. <strong>Die</strong>ser<br />

von Intel und Sony ins Leben gerufene Standard<br />

ermöglicht das Streamen von Musik oder<br />

Filmen über das lokale Netzwerk, ohne dass<br />

Server und Client bekannt<br />

gemacht werden müssen.<br />

Von Haus aus ist der Media-Server<br />

der FRITZ!Box deaktiviert,<br />

Sie müssen ihn erst<br />

unter Heimnetz | Speicher<br />

(NAS) | Mediaserver im<br />

Web-Frontend des Routers<br />

von Hand aktivieren. Anschließend<br />

lässt sich noch<br />

bestimmen, welche der an<br />

der Box angeschlossenen<br />

USB-Medien vom Mediaserver<br />

nach Multimedia-Daten<br />

durchsucht werden sollen.<br />

<strong>Die</strong> FRITZ!App Media<br />

[LINK 5] stöbert nun zuverlässig<br />

den Medien-Server Ihrer<br />

FRITZ!Box im Netzwerk auf<br />

und erlaubt Ihnen den Zugriff<br />

auf die vom Mediaser-<br />

APPS & TIPPS 02/2013 163


TIPPS & TRICKS<br />

FRITZ!Boxen mit Google Accounts und Apps<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28769<br />

Abb. 9: Spielen Sie Musik und<br />

Filme ab, ohne sie vorher auf das<br />

Handy kopieren zu müssen.<br />

ver gefundenen Medien. Ohne Musik oder Videos<br />

auf Ihr Handy kopieren zu müssen, spielen<br />

Sie mit der der FRITZ!App Media die Inhalte<br />

des Medien-Servers auf Ihrer FRITZ!Box ab.<br />

Falls Sie einen netzwerkfähigen Fernseher<br />

oder eine entsprechende Stereoanlage in Ihrem<br />

Heim-Netzwerk eingebunden haben, können<br />

Sie über die App diese Geräte auch als Abspielplattform<br />

nutzen und die Multimediadaten weiterreichen.<br />

Ihr Handy dient in diesem Fall nur<br />

als Vermittler des Streaming-Vorgangs.<br />

<strong>Die</strong> Darstellung der Musik aus der Musiksammlung<br />

der FRITZ!Box ist jedoch in keinster<br />

Weise so ansprechend gestaltet wie bei der Android<br />

Musik App. Mehr als eine schlichte Liste<br />

mit Künstlern, Alben oder Titeln oder eine <strong>Vorschau</strong><br />

bei Videos bietet FRITZ!App Media nicht.<br />

Abb. 10: Das FRITZ!App Ticker Widget<br />

informiert Sie über verpasste<br />

Anrufe, wenn Sie unterwegs sind.<br />

FRITZ!App Ticker Widget<br />

Für alle, die öfter nicht zu Hause<br />

sind, aber trotzdem über Anrufe in<br />

Abwesenheit informiert werden wollen,<br />

ist das FRITZ!App Ticker Widget [LINK 6]<br />

aus dem Play Store eine Empfehlung. Das Widget<br />

zeigt die in regelmäßigen Abständen aktualisierte<br />

Liste der verpassten Anrufe an. Bei Bedarf<br />

startet man direkt aus der Liste einen<br />

Rückruf an die jeweilige Nummer. Um den Ticker<br />

von unterwegs nutzen zu können, müssen<br />

Sie in den FRITZ!Box-Einstellungen unter Internet<br />

| Freigaben | Fernwartung<br />

die entsprechenden Einstellungen<br />

bezüglich. der Fernwartung<br />

aktivieren. Wählen<br />

Sie hier ein sicheres Passwort,<br />

denn über die Fernwartung<br />

könnten auch Unbefugte ohne<br />

Ihre Kenntnis zur FRITZ!Box<br />

Kontakt aufnehmen. Neben<br />

der richtigen Konfiguration<br />

der Fernwartung braucht es<br />

allerdings auch einen Account<br />

bei einem DynDNS-Anbieter,<br />

der Ihre sich immer wieder<br />

ändernde IP mit einem statischen<br />

Namen verbindet.<br />

Beliebt und bewährt sind etwa<br />

die <strong>Die</strong>nste von Dyn [LINK 7]<br />

(früher DynDNS) oder No-IP<br />

[LINK 8]. Beide Anbieter haben<br />

schon seit Jahren für Privatanwender<br />

kostenlose DynDNS-<strong>Die</strong>nste im Angebot.<br />

Sobald Sie Ihren Account und die entsprechenden<br />

Zugangsdaten unter Internet | Freigaben<br />

| Dynamic DNS eingerichtet haben, schickt<br />

Ihre FRITZ!Box bei jeder Einwahl dem Anbieter<br />

die aktuelle IP der Box, sodass dieser die Internet-IP<br />

mit dem von Ihnen gewählten Domain-<br />

Namen verknüpfen kann.<br />

Fazit<br />

AVM zeigt mit der Integration des Online-<br />

Adressbuchs von Google Mail und seinen Apps<br />

viele gute Ansätze, die Android Usern mit einer<br />

FRITZ!Box als WLAN-Router einen echten<br />

Mehrwert bieten. Das Ticker-Widget und die<br />

zwei anderen FRITZ!Apps sind praktisch und<br />

ergänzen die FRITZ!Box sehr gut. Allerdings<br />

wirken die Ideen nicht ganz zu Ende gedacht<br />

und auch etwas halbherzig umgesetzt.<br />

Besonders MyFRITZ! enttäuscht; der eigenen<br />

FRITZ!Box-Cloud geht leider etwas die Luft aus.<br />

Damit der <strong>Die</strong>nst sich wirklich „Cloudspeicher“<br />

nennen darf, müsste man mit verschiedenen<br />

Protokollen wie FTP, WebDAV oder auch SSH<br />

und passenden mobilen Anwendungen lesend<br />

und schreibend auf den Speicher zugreifen können.<br />

Das geht zwar zum Teil [LINK 9, LINK 10], bis<br />

AVM großen Cloud-Speicherdiensten wie Dropbox<br />

und Co. wirkliche Konkurrenz machen<br />

kann, vergeht jedoch noch einige Zeit. ● ● ●<br />

164<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Samsung Galaxy SIII<br />

SIII-<strong>Tipps</strong><br />

Samsung hat dem Galaxy SIII nicht nur leistungsfähige<br />

Hardware spendiert, sondern auch das zugrundeliegende<br />

Android-System mit zahlreichen Funktionen angereichert.<br />

Viele Details übersieht man leicht, sie sind in den Tiefen der<br />

Einstellungen vergraben. Christoph Langner<br />

Samsung<br />

Wie auch schon bei Samsungs letztem<br />

<strong>Top</strong>modell hat der Hersteller auch<br />

beim Galaxy SIII wieder sehr viel<br />

am System des Handys optimiert. Samsung<br />

spendiert dem SIII zahlreiche neue Funktionen,<br />

die es in dieser Form nicht bei anderen Herstellern<br />

gibt. Nicht jedes Detail ist allerdings offensichtlich,<br />

wir zeigen Ihnen, wo Sie die versteckten<br />

Features finden.<br />

Smart Stay<br />

Webseiten, Nachrichten-Feeds oder E-Books:<br />

Android-Handys sind praktische Lesegeräte für<br />

eine ganze Reihe von Inhalten. Allerdings erwischt<br />

man sich beim Lesen auf dem Handy,<br />

immer wieder dabei<br />

auf den Touchscreen<br />

zu fassen, schließlich<br />

soll das Handy nicht<br />

automatisch in den Ruhezustand<br />

gehen.<br />

Samsung hat sich<br />

dieses Problems angenommen<br />

und mit<br />

Smart Stay eine Technik<br />

entwickelt, die in regelmäßigen<br />

Abständen die<br />

Kamera aktiviert und prüft, ob vor<br />

der Kamera ein Gesicht ist. Erkennt Smart Stay,<br />

dass Sie gerade auf das Display des Handys<br />

schauen, dann deaktiviert die<br />

Funktion das Abdimmen oder<br />

gar Abschalten des Displays.<br />

Smart Stay wird die Akku-<br />

Laufzeit des Handys nicht positiv<br />

beeinflussen, schließlich<br />

müssen Kamera und Bilderkennung<br />

Sonderschichten<br />

einlegen. Von daher hat<br />

Samsung die Funktion von<br />

Haus aus abgeschaltet, unter<br />

Einstellungen | Anzeige finden<br />

Sie den Schalter, um sie<br />

zu aktivieren.<br />

Abb. 1: Das automatische Abdimmen<br />

und Abschalten des Touchscreens<br />

kann nerven.<br />

Abb. 2: Smart Stay schaltet das<br />

Display solange nicht ab, wie Sie<br />

auf das Display schauen.<br />

Swype-Tastatur<br />

Das Tippen auf einer virtuellen<br />

Touchscreen-Tastatur geht<br />

deutlich leichter von der<br />

Hand als auf dem Tastenfeld<br />

eines herkömmlichen Han-<br />

APPS & TIPPS 02/2013 165


TIPPS & TRICKS<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />

Abb. 3: Den Swype-Modus aktivieren<br />

Sie über die Einstellungen der<br />

Samsung-Tastatur.<br />

Abb. 4: Tippen war vorgestern,<br />

mit Swype wischen Sie nur noch<br />

über die Buchstaben.<br />

Abb. 5: Über den Sperrbildschirm<br />

haben Sie direkten Zugriff die<br />

Ihnen wichtigsten Apps..<br />

dys, doch auch hier gibt es immer noch Verbesserungspotenzial.<br />

Im Google Play Store gibt es<br />

daher auch zahlreiche verschiedene Tastatur-<br />

Apps wie etwa das beliebte SwiftKey [LINK 1], die<br />

das Tippen auf dem Android-Smartphone oder<br />

-Tablet erleichtern möchten.<br />

Im Galaxy SIII ist wie auch schon bei anderen<br />

Modellen aus Samsungs Galaxy-Serie die Technologie<br />

der Swype-Tastatur<br />

[LINK 2] integriert. Dabei fährt<br />

Ihr Finger von Buchstabe zu<br />

Buchstabe, ohne dass Sie ihn<br />

zwischen den Zeichen vom<br />

Display abheben. Ein von<br />

Swype eigens entwickelter Algorithmus<br />

erkennt die überwischten<br />

Wörter, auch wenn<br />

Sie die einzelnen Buchstaben<br />

nicht präzise getroffen haben.<br />

<strong>Die</strong> Option zum Aktivieren der<br />

Funktion versteckt sich in den<br />

Einstellungen der virtuellen<br />

Tastatur, Sie erreichen die Option<br />

Durchgehende Eingabe<br />

unter Einstellungen | Sprache<br />

und Eingabe | Zahnrad hinter<br />

Samsung-Tastatur oder direkt<br />

aus der Tastatur heraus über<br />

das Zahnradsymbol neben der<br />

Abb. 6: In den Einstellungen tauschen<br />

Sie die vorbelegten Apps<br />

gegen Ihre Favoriten aus.<br />

Leertaste. Ein <strong>kleine</strong>r Assistent zeigt Ihnen den<br />

Umgang mit der neuen Eingabemethode.<br />

Menü-Button<br />

Der Menü-Button links neben dem zentralen<br />

Home-Knopf kann mehr als einfach nur das<br />

Kontext-Menü der jeweiligen App zu öffnen.<br />

Halten Sie ihn länger gedrückt, dann öffnet sich<br />

Abb. 7: Im TouchWiz-Launcher lassen<br />

sich Apps beliebig anordnen<br />

oder auch ganz ausblenden.<br />

166<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />

Abb. 8: Komponieren Sie ein<br />

eigenes Rüttel-Muster für den Vibrationsalarm<br />

des S III.<br />

Abb. 9: Viele Webseiten beachten<br />

die eingeschränkten Display-<br />

Größen von Smartphones nicht.<br />

Abb. 10: Der Lesemodus optimiert<br />

die Anzeige und entfernt Details,<br />

die nicht zum Inhalt gehören.<br />

zum Beispiel im Browser die Adresszeile. In<br />

GMail, den Kontakten oder im Google Play<br />

Store rufen Sie dadurch direkt die Suche auf,<br />

auch wenn Sie gerade nicht das Such-Icon im<br />

Blickfeld haben.<br />

Sperrbildschirm<br />

Vom Sperrbildschirm aus haben Sie beim beim<br />

Galaxy SIII direkten Zugriff auf oft genutzte<br />

Funktionen Ihres Smartphones. Von Haus aus<br />

packt Samsung hier Links zur Telefon-App,<br />

zum eigenen Chat-<strong>Die</strong>nst ChatOn, dem Browser<br />

und der Kamera-App rein. Unter Einstellungen |<br />

Sicherheit | Optionen zum Sperren des Bildschirms<br />

| Schnellzugriff passen Sie die Auswahl<br />

an Ihre Vorstellung an. Klicken Sie in diesem<br />

Fenster auf einen der Shortcuts, um eine andere<br />

Anwendung an dessen Stelle zu platzieren.<br />

Als Schnellschuss-Spezialist für lustige<br />

Schnappschüsse ist an gleicher Stelle vielleicht<br />

auch die Option Kamera-Schnellzugriff etwas<br />

für Sie. Ist diese Funktion aktiviert müssen Sie<br />

einfach nur einen Finger an eine freie Stelle des<br />

Lockscreens halten und das Handy quer drehen<br />

– das SIII startet so umgehend die Kamera-App.<br />

TouchWiz-Launcher<br />

Im herkömmlichen Android-Launcher werden<br />

die Apps von Browser bis YouTube alphabetisch<br />

sortiert abgelegt. Beim TouchWiz-Launcher des<br />

SIII jedoch kommen auf den ersten beiden Seiten<br />

die vorinstallierten Anwendungen, danach<br />

die Icons der von Ihnen installierten Apps.<br />

<strong>Die</strong> Reihenfolge der Einträge lässt sich im<br />

Launcher durch einen Druck auf die Menü-<br />

Taste und den Eintrag Bearbeiten ändern. Alternativ<br />

setzen Sie unter Anzeigetyp die Sortierung<br />

der Liste wie von anderen Androiden her gewohnt<br />

auf ein Alphabetisches Raster. Mit der<br />

Option Anwendungen ausblenden entfernen Sie<br />

Apps aus dem Sichtfeld des Launchers, ohne<br />

dass Sie die Anwendung deinstallieren müssen.<br />

Vibrationsmuster<br />

Das Klingeln eines Handys ist oft unpassend:<br />

Im Kino, bei einem Meeting oder in der Vorlesung.<br />

Ein Handy sollte auch mal die Klappe halten.<br />

Damit Sie dennoch unauffällig über Anrufe<br />

oder Nachrichten informiert werden, vibriert im<br />

Inneren des Handys eine <strong>kleine</strong> Unwucht.<br />

Der Vibrationsalarm des SIII kennt nicht nur<br />

ein simples brrr, brrr, brrr, sondern gleich eine<br />

ganze Reihe unterschiedlicher Muster. Unter<br />

Einstellungen | Ton | Gerätevibration finden Sie<br />

die entsprechenden Einstellungen. Optional<br />

spielen Sie über Erstell. ein eigenhändig komponiertes<br />

Muster ein. Welches Handy hat sonst<br />

noch einen Vibrationsrekorder?<br />

APPS & TIPPS 02/2013 167


TIPPS & TRICKS<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />

Abb. 11: Das Handy kennt Gesten<br />

und Aktionen, die sich in den Einstellungen<br />

aktiveren lassen.<br />

Abb. 12: <strong>Die</strong> Anrufeinstellungen<br />

öffnen Sie über die Telefon-App<br />

und die Menü-Taste.<br />

Abb. 13: Erkennt das Handy, dass<br />

es in einer Tasche steckt, hebt es<br />

automatisch die Klingellautstärke.<br />

Lesemodus<br />

Mit dem Boom von Smartphones und Tablets<br />

haben sich auch die Anforderungen an das<br />

Webdesign geändert. Wo früher einmal möglichst<br />

viele Inhalte auf eine Seite gepackt wurden,<br />

ist heute eine individuelle Diät angesagt.<br />

Ob Handy oder Desktop-Browser, für jedes Medium<br />

soll die Darstellung einer Webseite optimal<br />

sein. Manche Seiten setzen<br />

auf eine optimierte Variante<br />

ihrer Homepage, der Trend<br />

geht allerdings zu responsivem<br />

Webdesign [LINK 3], welches unterschiedliche<br />

Designs oder<br />

Layouts in Abhängigkeit von<br />

bestimmten Eigenschaften des<br />

Ausgabemediums ermöglicht.<br />

Da aber noch lange nicht<br />

alle Webseiten eine entsprechende<br />

Technik implementiert<br />

haben, stolpert man im Netz<br />

immer wieder über Webseiten,<br />

die sich nur umständlich am<br />

Handy lesen lassen. Im Browser<br />

des SIII ist eine Funktion<br />

integriert, die solche Webseiten<br />

dennoch gut für das Smartphone<br />

aufbereiten. Auf Inhaltsseiten<br />

erscheint ein grünes<br />

Abb. 14: Eine ausführliche Anleitung<br />

zum Handy gibt es heute nur<br />

noch als App-Download.<br />

Icon mit einem „R“ in der Adresszeile, ein Klick<br />

auf das Icon entfernt sämtliche unnützen Elemente<br />

außer dem eigentlichen Inhalt.<br />

Bewegungs aktivierung<br />

Unter diesem sperrigen Wort versteht Samsung<br />

die Interaktion mit dem Handy durch Gesten<br />

oder Aktionen. Der Direktanruf startet zum Beispiel<br />

automatisch einen<br />

Anruf, wenn Sie einen Ihrer<br />

Kontakt oder eine SMS geöffnet<br />

haben und das Handy<br />

zum Ohr führen. Eine optische<br />

Ohr-Erkennung der integrierten<br />

Front-Kamera verhindert<br />

dabei in der Tat versehentliche<br />

initiierte Telefonate.<br />

Der Intelligente Alarm erinnert<br />

Sie durch eine Vibration<br />

an verpasste Anrufe oder Benachrichtigungen.<br />

Wenn Sie<br />

das Telefon nach einer längeren<br />

Zeit wieder in die Hand<br />

nehmen, weist eine kurze Vibration<br />

auf den Eingang der<br />

Nachrichten hin. Praktisch ist<br />

auch die Option Zum Stummschalten<br />

umdrehen. Sie deaktiviert<br />

automatisch alle Töne,<br />

168<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum Galaxy SIII<br />

wenn Sie Ihr SIII mit dem<br />

Display nach unten auf den<br />

Tisch legen. Weitere praktische<br />

Gesten und Automatismen<br />

finden Sie im entsprechenden<br />

Dialog in den Einstellungen<br />

des Handys. Stöbern<br />

Sie an dieser Stelle<br />

durch die Menüs und probieren<br />

Sie die Gesten aus.<br />

plus Zubehör aus. Ein ausführliches<br />

Benutzerhandbuch gibt<br />

es nicht mehr. Samsung hat<br />

stattdessen mit dem GALAXY<br />

SIII User’s Digest [LINK 4] eine<br />

App dafür im Angebot. Sie ist<br />

bislang leider nur komplett auf<br />

Englisch verfügbar, enthält<br />

dafür allerdings auch viele Abbildungen<br />

und Videos.<br />

Klingelton-<br />

Lautstärke<br />

Zu Hause auf dem Schreibtisch<br />

liegend muss das<br />

Handy nicht auf voller Lautstärke<br />

klingeln. In der Hosentasche<br />

oder im Rucksack liegend<br />

braucht es jedoch deutlich<br />

mehr Lärm, sonst wird<br />

ein wichtiger Anruf schnell<br />

überhört. In den Telefon-Einstellungen<br />

versteckt gibt es allerdings eine Option,<br />

die das Handy lauter klingeln lässt, wenn<br />

es im Dunklen einer Tasche steckt.<br />

Samsung hat die Funktion tief in den Einstellungen<br />

des Galaxy SIII vergraben. Um sie zu aktivieren,<br />

gehen Sie in die Telefonie-App – also<br />

zum Beispiel zur Eingabe einer Telefonnummer<br />

– und öffnen das Kontext-Menü über die Menü-<br />

Taste links neben dem Home-Button. Über den<br />

Eintrag Anrufeinstellungen finden Sie zur Option<br />

Lautst. in Tasche erhöhen.<br />

Abb. 15: Eine Anleitungs-App<br />

macht auf einem Smartphone<br />

mehr Sinn als ein Papierwälzer.<br />

Handbuch<br />

Entsprechend der heutigen Gepflogenheiten liefert<br />

Samsung fast nur noch das nackte Handy<br />

Pop Out Play<br />

Vom PC kennen Sie die Möglichkeit,<br />

aktive Programme in<br />

Fenstern nebeneinander anzuordnen.<br />

So surfen Sie im Internet,<br />

während ein Film in einem<br />

<strong>kleine</strong>n Fenster läuft. Auf dem<br />

Handy gibt es diese Option<br />

nicht, eine App nimmt immer<br />

das komplette Display ein.<br />

Was auf Smartphones mit<br />

<strong>kleine</strong>n Displays durchaus Sinn macht, ist auf<br />

Tablets oder Smartphones mit großen Displays<br />

ein <strong>kleine</strong>r Hemmschuh. Der Touchscreen des<br />

SIII ist mit 4,8 Zoll und einer Auflösung von<br />

1280x720 Pixeln groß genug, um mehr Inhalte<br />

auf einmal darstellen zu können.<br />

Mit der Pop-Out-Funktion hat Samsung dem<br />

Video-Player des Galaxy S III die Möglichkeit<br />

spendiert, Videos quasi Bild-in-Bild abzuspielen.<br />

Rechts unten im Player finden Sie ein <strong>kleine</strong>s<br />

Icon, das ein laufendes Video aus dem Vollbild<br />

befreit und es als <strong>kleine</strong>s Bild über den<br />

Touchscreen-Desktop legt. Egal, was Sie nun<br />

machen, Sie haben das Video und den Rest des<br />

Android-Schirms stets im Blick.<br />

● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28674<br />

Abb. 16: Auf dem PC öffnen Sie Programme in Fenstern, auf dem<br />

Smartphone nimmt eine App das komplette Display ein.<br />

Abb. 17: <strong>Die</strong> Pop-Out-Funktion des Video-Players lagert den Film in<br />

ein Widget aus, das immer im Vordergrund bleibt.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 169


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Mythen<br />

Devaev Dmitry, 123RF<br />

Mythen rund um den Akku widerlegt<br />

Stromspar-<br />

Legenden<br />

Zahlreiche <strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> kursieren im Netz, um die Akkulaufzeit eines Smartphones<br />

zu verlängern. Manches hilft, andere Ratschläge sind kontraproduktiv.<br />

Wir zeigen Ihnen, was Strom schluckt, und wie Ihr Akku länger durchhält.<br />

Christoph Langner<br />

170


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Mythen<br />

Abb. 1: Über 50% des Stroms<br />

schluckt das Display unseres<br />

Samsung Galaxy Nexus.<br />

Abb. 2: Der Watchdog Task Manager<br />

zeigt Ihnen den Stromverbrauch<br />

jeder einzelnen App.<br />

Abb. 3: Task-Killer sollen als <strong>Die</strong>nst<br />

ungebrauchte Apps automatisch<br />

beenden.<br />

<strong>Die</strong> Akkulaufzeit moderner Smartphones<br />

ist nach wie vor nicht berauschend.<br />

Größere Displays, schnellere<br />

CPUs, dünnere Designs mit wenig Platz für<br />

große Akkus und immer mehr aktive <strong>Die</strong>nste<br />

lassen die geringen Fortschritte in der Akku-<br />

Technologie bislang für den Anwender mehr<br />

oder weniger wirkungslos verpuffen.<br />

Kein Wunder also, dass viele geplagte Smartphone-Besitzer<br />

mit allen möglichen <strong>Tricks</strong> versuchen,<br />

doch noch ein bisschen mehr Laufzeit<br />

aus ihrem kurzatmigen Androiden herauszukitzeln.<br />

Wir möchten Ihnen zeigen, was am meisten<br />

Strom schluckt, und wie Sie Ihrem Androiden<br />

etwas mehr Laufzeit – möglichst ohne fragwürdige<br />

Tools und riskante <strong>Tricks</strong>ereien – abluchsen<br />

können.<br />

Das Display: Stromdieb #1<br />

Ganz egal, was Sie auf Ihrem Smartphone installieren<br />

oder was Sie einstellen, der größte<br />

Stromkiller sind Sie. Wenn Sie Ihren Androiden<br />

einfach nur ungebraucht in einer Ecke liegen<br />

lassen und nicht alle fünf Minuten das Display<br />

aktivieren würden, um die letzten Mails zu checken,<br />

dann würde Ihr Handy auch deutlich länger<br />

mit einer Akkuladung über die Runden<br />

kommen. Helle, hochauflösende und große Displays<br />

sind und bleiben auch in Zukunft die<br />

Stromfresser Nummer 1. Kommt es Ihnen gerade<br />

auf jeden Tropfen Strom an, da die Akkuanzeige<br />

schon orange oder rot leuchtet und die<br />

nächste Steckdose erst zu Hause wartet, dann<br />

sollten Sie daher Ihr Smartphone am besten aus<br />

der Hand legen, so sparen Sie in der Tat am<br />

meisten Strom. Brauchen Sie dennoch das Display,<br />

dann achten Sie ganz einfach darauf, die<br />

Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung auf die<br />

niedrigste, gerade noch ablesbare Stufe zu stellen<br />

- ein einfacher, aber effektiver Trick.<br />

Werbung: Stromdieb #2<br />

Es lohnt sich auch in Bezug auf die Akkulaufzeit,<br />

kostenpflichtige Apps und Spiele gegenüber<br />

ihren werbefinanzierten Alternativen vorzuziehen.<br />

Eine gemeinschaftlich von Microsoft<br />

und der Purdue University veröffentlichte Arbeit<br />

[LINK 1] hat gezeigt, dass die von Werbungs-<br />

Netzwerken genutzten Tools oft massiv den<br />

Stromverbrauch einer Anwendung erhöhen.<br />

Das Lokalisieren des Standorts und das anschließende<br />

Laden regional spezifischer Anzeigen<br />

verursacht bis zu 75% des Akku-Verbrauchs<br />

bekannter Anwendungen. Konkret<br />

wurden im März 2012 Angry Birds, Free Chess,<br />

der Android-Browser, MapQuest und die App<br />

der New York Times auf einem HTC Nexus One<br />

mit Android 2.3 getestet. Beim Durchspielen<br />

APPS & TIPPS 02/2013 171


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Mythen<br />

eines Angry-Birds-Levels verursachten<br />

die Werbeeinblendungen<br />

70% des Akku-Verbrauchs<br />

der App, ähnlich sah<br />

es auch bei Free Chess aus.<br />

Kaufen Sie daher besser die<br />

Apps, die Sie intensiver nutzen.<br />

<strong>Die</strong> Werbeeinblendungen<br />

der Apps nehmen nicht nur<br />

wertvollen Platz auf Ihrem<br />

Bildschirm ein, sondern leeren<br />

zudem ungewollt den Akku.<br />

Abb. 4: Apps mit eingebetteten Anzeigen haben<br />

sich als wahre Stromschlucker erwiesen.<br />

Abb. 5: Allerdings richten diese<br />

Apps dabei meist deutlich mehr<br />

Schaden an, als sie nutzen.<br />

Miese Apps:<br />

Stromdieb #3<br />

Natürlich gibt es auch Apps,<br />

die sich im Betrieb als Stromkiller<br />

erweisen. Ihnen auf die<br />

Schliche zu kommen, ist allerdings<br />

nicht ganz leicht. <strong>Die</strong><br />

Android-App-Einstellungen<br />

geben Ihnen zwar an, wie viel<br />

Arbeitspeicher pro App verbraucht wird, doch<br />

über die von der App erzeugte Prozessor-Last<br />

finden Sie hier nichts. Leert sich nach der Installation<br />

einer neuen App auf einmal der Akku<br />

deutlich schneller, dann kann hier durchaus ein<br />

Zusammenhang bestehen.<br />

Ein praktisches Tool ist für diesen Fall der<br />

Watchdog Task Manager [LINK 2]. <strong>Die</strong> App identifiziert<br />

zuverlässig CPU-intensive Programme<br />

wie etwa den beliebten Whats-App Messenger<br />

oder auch die Facebook-App. Laufen Anwendungen<br />

aufgrund von Fehlern Amok und belasten<br />

die CPU über längere Zeit deutlich, gibt<br />

Ihnen der elektronische Wachhund zudem auch<br />

per Alarm Bescheid. Allerdings schlucken natürlich<br />

auch solche Überwachungs-Tools Energie.<br />

Sie müssen permanent die Prozessliste abrufen<br />

und die Ergebnisse protokollieren,<br />

was sich natürlich<br />

auch wieder im Akku-Verbrauch<br />

niederschlägt. Übertreiben<br />

Sie es also nicht mit<br />

den Analyse-Tools, und installieren<br />

Sie diese nur, wenn Sie<br />

einen Stromschlucker suchen.<br />

Unnütz: Taskkiller<br />

Vom PC sind Sie es gewohnt,<br />

Anwendungen zu starten und<br />

nach Beendigung der Aufgabe<br />

das Programm auch wieder zu<br />

schließen. Android-Apps bieten<br />

ein Beenden der Anwendung<br />

jedoch in den meisten<br />

Fällen gar nicht an. Wechseln<br />

Sie zu einer anderen Anwendung<br />

oder gehen auf den<br />

Home-Screen, dann bleibt die<br />

App im Hintergrund erhalten<br />

und schluckt weiterhin Strom – so ist zumindest<br />

der Glaube vieler Android-Einsteiger.<br />

Abhilfe sollen hier sogenannte Task Killer<br />

schaffen, die in den Hintergrund gerückte Apps<br />

automatisch beenden und somit Speicher für<br />

neue Anwendungen freimachen. In den meisten<br />

Fällen erweisen sich diese Apps allerdings als<br />

wirkungsloses Schlangenöl, das oft sogar negative<br />

Auswirkungen auf Ihr Handy-System hat.<br />

Der Arbeitsspeicher Ihres Handys muss nicht<br />

geleert werden, Android ist sehr wohl in der<br />

Lage, selbst seinen Speicher zu verwalten und<br />

macht das in der Regel auch besser als jede<br />

Task-Killer-App aus dem Play Store, die in die<br />

Mechanismen des Android-Systems eingreift.<br />

Unter Einstellungen | Apps können Sie Ihrem<br />

And roid-System ein bisschen auf die Finger<br />

sehen, dort haben Sie einen sehr guten Überblick<br />

über die von Android aktiv ausgeführten<br />

<strong>Die</strong>nste und Anwendungen.<br />

Android lagert Anwendungen im Hintergrund<br />

in einen Cache aus (Abbildung 7), dort bleibt<br />

Ihr aktueller Stand eingefroren, sodass Sie beim<br />

nächsten Aufruf der App wieder an derselben<br />

Stelle weitermachen können wie zuvor. Im<br />

Cache benötigt die App keine CPU-Zeit und<br />

zieht somit auch nicht am Akku. Sollte eine aktive<br />

App mehr Arbeitsspeicher benötigen, als<br />

dem System zur Verfügung steht, dann entfernt<br />

172<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Mythen<br />

Abb. 6: Android liefert Ihnen in<br />

den Apps-Einstellungen eine Liste<br />

aller aktiven Apps.<br />

Abb. 7: Einmal aufgerufene, aber<br />

nunmehr ungenutzte Apps landen<br />

im Cache des Speichers.<br />

Abb. 8: Dort warten sie auf den<br />

nächsten Aufruf, ohne Strom zu<br />

verbrauchen.<br />

Android eine der schon länger nicht mehr benötigten<br />

Apps aus dem Cache und macht so ganz<br />

selbstständig mehr Arbeitsspeicher frei.<br />

Auch die Liste der aktiven Apps (Abbildung<br />

6) muss von Ihnen oder einem Task-Manager<br />

nicht ausgedünnt werden. Viele der hier aufgeführten<br />

<strong>Die</strong>nste laufen im Hintergrund und verbrauchen<br />

als Service nur wenig Rechenzeit. Beenden<br />

Sie hier <strong>Die</strong>nste von Hand oder automatisch<br />

per Task-Killer, dann steht Ihnen zum<br />

einen die Funktion des <strong>Die</strong>nstes nicht mehr zur<br />

Verfügung, und zum anderen startet das System<br />

solche <strong>Die</strong>nste oft automatisch neu. Mit einem<br />

automatischen Task-Killer ergibt sich so ein verschwenderischer<br />

Kreislauf aus Killen und Neustarten<br />

der <strong>Die</strong>nste. Deinstallieren Sie lieber<br />

Apps, die permanent laufen und die Sie im Normalfall<br />

gar nicht benötigen.<br />

Wichtig: WLAN statt 3G<br />

Es gibt Anwender, die WLAN nur dann anschalten,<br />

wenn Sie einen sehr schnellen Internetzugang<br />

benötigen oder ihr Inklusiv-Volumen<br />

schonen möchten. Unser Tipp: Lassen Sie<br />

WLAN an jedem Ort aktiviert, an dem Sie auch<br />

per WLAN ins Internet können. <strong>Die</strong> Funkverbindung<br />

über 3G (UMTS) und in Zukunft auch<br />

4G (LTE) belastet den Akku Ihres Smartphones<br />

deutlich stärker als der WLAN-Funk. Starten Sie<br />

daher am besten das WLAN-Modul, wann<br />

immer Sie in der Nähe Ihres Zuhauses sind.<br />

Achten Sie auch darauf, dass Ihr Handy die<br />

WLAN-Verbindung im Standby nicht abbaut,<br />

was leider die Voreinstellung bei manchen<br />

Smartphone-Herstellern ist. In diesem Fall<br />

würde die Datenverbindung wieder hochgefahren<br />

werden, was wieder mehr Stromverbrauch<br />

verursacht als das aktive WLAN-Modul. Prüfen<br />

Sie dazu unter Einstellungen | WLAN | Erweitert<br />

die Option WLAN im Standby-Modus aktiviert<br />

lassen, sie sollte auf Immer stehen.<br />

Selbst reine WLAN-Tablets profitieren von<br />

dieser Einstellung. Würde sich hier das WLAN<br />

im Standby schlafen legen, dann müsste etwa<br />

zur Synchronisierung der Mails jedes Mal eine<br />

neue Abfrage gestartet werden. Dazu muss das<br />

WLAN-Modul geweckt, eine IP vom DHCP-Server<br />

abgerufen, eine Verbindung zum Mail-Server<br />

aufgebaut und dann schließlich der Posteingang<br />

auf neue Mails geprüft werden.<br />

Bleibt das WLAN wach, dann halten moderne<br />

E-Mail-Protokolle (GMail, Exchange und<br />

die meisten IMAP-Server) einen Kanal offen<br />

und lassen das WLAN-Modul in einen Stromsparmodus<br />

fahren. Trifft eine Mail auf Ihrem<br />

Mail-Konto ein, dann fährt das WLAN wieder<br />

zur vollen Sendeleistung hoch, und die Mail<br />

wird ohne großen Aufwand ausgelesen, ohne<br />

APPS & TIPPS 02/2013 173


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Mythen<br />

Abb. 9: WLAN sollte während des<br />

Standbys aktiv bleiben, es verbraucht<br />

weniger Strom als 3G.<br />

Abb. 10: Der Y5-BatterySaver aktiviert<br />

nur dort das WLAN, wo Sie es<br />

schon einmal benutzt haben.<br />

Abb. 11: Juice Defender deaktiviert<br />

die Funkverbindungen, wenn<br />

das Handy in den Standby geht.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28655<br />

dass die Verbindung komplett neu aufgebaut<br />

werden muss. Es ist nicht allzu gravierend, das<br />

WLAN-Modul aktiviert zu lassen, wenn Sie Ihr<br />

Haus verlassen. Ohne eine aktive WLAN-Verbindung<br />

sperrt das WLAN-Modul nur immer<br />

für einen kurzen Moment seine Ohren auf und<br />

hört, welcher WLAN-Router seine Existenz per<br />

Broadcast in die Umgebung sendet. Das Empfangen<br />

dieser Daten braucht im Gegensatz zu<br />

einer stehenden WLAN-Verbindung nur sehr<br />

wenig Energie.<br />

Stromspar-Weltmeister können zudem noch<br />

die Option Netzwerkhinweis de- und die Option<br />

WLAN nur bei guter Internetverbindung aktivieren<br />

(bei Android 4.0+). Sie sorgen dafür, dass<br />

sich Android noch weniger um eine mögliche<br />

WLAN-Verbindung kümmert und im Fall, dass<br />

Sie an die Grenzen Ihres Grundstücks mit dementsprechend<br />

schlechten WLAN-Empfang kommen,<br />

das schwache WLAN-Signal zugunsten<br />

eines besseren 3G-Empfangs deaktiviert wird.<br />

Besser ist es jedoch natürlich, WLAN abzuschalten,<br />

wenn Sie es gerade wirklich nicht<br />

brauchen. Faule Android-User können dafür auf<br />

das kostenlose Tool Y5-Battery Saver [LINK 3] zurückgreifen.<br />

Es verknüpft die WLAN-Einstellungen<br />

zusammen mit der über die Handy-Masten<br />

grob ermittelten Position und schaltet anhand<br />

der ermittelten Daten den WLAN-Empfänger<br />

ab, wenn Sie den Umkreis Ihres WLANs verlassen<br />

und wieder an, wenn Ihr Handy sich erneut<br />

bei den entsprechenden Funkmasten einbucht.<br />

Optional: JuiceDefender<br />

Ein wahrer Kämpfer um Ihren Akku ist der<br />

JuiceDefender [LINK 4]. <strong>Die</strong> kostenlose Basisversion<br />

der App deaktiviert jegliche Funkverbindungen,<br />

wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist<br />

und aktiviert sie nur alle 15 oder 30 Minuten<br />

für einen kurzen Moment, sodass Benachrichtungen,<br />

Mails und andere anstehende Informationen<br />

vom System direkt aus dem Internet abgerufen<br />

werden können.<br />

<strong>Die</strong>se simple Maßnahme spart sehr viel<br />

Strom, da ein großer Teil der Stromverbraucher<br />

so nur für kurze Zeit aktiv ist. JuiceDefender<br />

lässt sich in zwei Stufen kostenpflichtig erweitern<br />

und ermöglicht dann die Konfiguration<br />

praktisch aller relevanten Aspekte wie Zeitfenster<br />

und Schwellenwerte, Zeitpläne für Tag,<br />

Nacht und Wochenende, abhängig von den aktiven<br />

Programmen oder standortbasiert wie Y5.<br />

<strong>Die</strong> Bedienung der App ist zwar ungewöhnlich<br />

und nicht sonderlich intuitiv, doch Benutzer<br />

von JuiceDefender berichten immer wieder<br />

von einer deutlichen Verbesserung der Akkulaufzeit,<br />

ohne dass dabei großartig an Komfort<br />

eingebüßt werden muss.<br />

● ● ●<br />

174<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Richtiger Umgang mit dem Akku<br />

Artur-Debrowski, 123RF<br />

Vom richtigen Umgang mit dem Lithiumakku Ihres Handys<br />

Dauerläufer<br />

<strong>Die</strong> schnellen CPUs und großen Bildschirme moderner Smartphones zehren kräftig<br />

am Akku des Handys. Selbst im Neuzustand ist die Batterie durch die hohen<br />

Anforderungen viel zu schnell leer. Damit der Akku möglichst lange lebt, gilt es,<br />

auf ein paar simple Regeln zu achten. Christoph Langner<br />

APPS & TIPPS 02/2013 175


TIPPS & TRICKS<br />

Richtiger Umgang mit dem Akku<br />

In dieser Ausgabe haben<br />

wir mehrfach die Thematik<br />

behandelt, wie Sie die<br />

Akkulaufzeit Ihres Androiden<br />

optimieren. Ob mit Bordmitteln<br />

oder mit extra Apps.<br />

Basierend auf den Erkenntnissen<br />

von Isidor Buchmann<br />

und der Battery University<br />

[LINK 1] möchten wir Ihnen<br />

<strong>Tipps</strong>&<strong>Tricks</strong> zum richtigen<br />

Umgang mit dem Akku Ihres<br />

Handys geben. Da Lithium-Ionen-Akkus<br />

auch in Tablets,<br />

Notebooks und Elektroautos<br />

verbaut werden, lassen sich<br />

die Hinweise auf eine Vielzahl<br />

von Geräten über tragen.<br />

Nicht tiefentladen<br />

Der Mythos des Memory-Effekts<br />

gilt für moderne Lithium-Ionen Akkus,<br />

wie Sie heutzutugage in Smartphones und Tablets<br />

verbaut werden, nicht mehr. Vielmehr ist es<br />

eine absolute Todsünde, einen Lithium-Ionen<br />

Akku regelmäßig vollständig zu entladen. Sie<br />

landen zwar nicht gleich in der Hölle, der Akku<br />

wird es Ihnen jedoch mit einer eher kurzen Lebensdauer<br />

danken.<br />

<strong>Die</strong> Anzahl der möglichen Ladezyklen nimmt<br />

mit der durchschnittlichen Tiefe der Entladung<br />

ab. Je weniger Sie Ihren Akku daher entladen,<br />

je früher Sie Ihr Handy wieder ans Ladegerät<br />

oder das USB-Kabel am Rechner hängen, desto<br />

weniger Spannung wird der Akku über seine<br />

Lebensdauer verlieren.<br />

EINFLUSS DER TIEFENTLADUNG<br />

Entladetiefe Ladezyklen bis Kapazität < 70%<br />

100% 500<br />

50% 1500<br />

25% 2500<br />

10% 4700<br />

Abb. 1: Überprüfen Sie ob Apps<br />

sich nicht einen zu tiefen Schluck<br />

aus dem Stromspeicher gönnen.<br />

Abb. 2: Lassen Sie den Akku Ihres<br />

Handys nicht regelmäßig komplett<br />

leer laufen.<br />

Nicht ewig unter Saft<br />

Ähnliches gilt auch für das Laden des Akkus:<br />

Permanent wiederholtes Laden auf 100% ist<br />

langfristig für den Akku nicht als ideal zu bezeichnen.<br />

Der Akku fühlt sich bei einem Ladezustand<br />

von 40 bis 80 Prozent am wohlsten,<br />

laden Sie daher Ihren Akku einfach öfter einmal<br />

bei Gelegenheit wieder ein wenig auf.<br />

Sollte Ihnen während eines Arbeitstages öfter<br />

mal der Saft ausgehen, dann könnte sich die Investition<br />

in einen zusätzlichen Ersatz-Akku mit<br />

mehr Kapazität langfristig lohnen. Dadurch,<br />

dass diese Batterie im Alltag nicht mehr so tief<br />

entladen wird, sollte sie ihre volle Kapazität<br />

auch über einen längeren Zeitraum behalten.<br />

Hersteller, die ihrem Akku eine größtmögliche<br />

Lebensdauer bescheren wollen, ändern<br />

daher auch ihre Ladeelektronik. Anstatt den<br />

Akku bis zur maximalen Ladeschluss spannung<br />

von 4,2 Volt aufzupumpen, schalten etwa die<br />

Hersteller von Elektrofahrzeugen schon früher<br />

ab. Das erhöht letztendlich die Lebensdauer.<br />

Ab und an komplett<br />

entladen<br />

Es mag den oben getroffenen Aussagen widersprechen,<br />

aber entladen Sie Ihren Akku in längeren<br />

Abständen komplett. Moderne<br />

Lithium-Ionen verfügen mittlerweile über ein<br />

gewisses Quäntchen Intelligenz. <strong>Die</strong> Batterie<br />

weiß, wie lange sie bei welchen Strom geladen<br />

wurde, sie weiß, wie viel Strom sie gerade abgibt.<br />

Daher kann sie auch vorhersagen, wie viel<br />

Zeit noch bis zur vollständigen Entladung<br />

bleibt. <strong>Die</strong>ses Gedächtnis muss der Akku sich<br />

176<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Richtiger Umgang mit dem Akku<br />

Abb. 3: <strong>Die</strong>ses Handy hing regelmäßig am USB-Kabel. Der Ladezustand blieb dadurch relativ konstant zwischen<br />

40 und 80 Prozent. Beim Laden steigt die Akku-Temperatur spürbar an.<br />

jedoch antrainieren. <strong>Die</strong> dafür notwendige Kallibration<br />

findet in regelmäßigen Abständen<br />

statt. Entladen Sie daher den Akku etwa einmal<br />

im Monat komplett, um der Erinnerung der Ladeelektronik<br />

ein auf die Sprünge zu helfen.<br />

Kühlen Kopf bewahren<br />

Zu viel Wärme oder Hitze ist nicht nur schlecht<br />

für die im Gerät verbauten Chips, sondern auch<br />

für die Batterie des Handys. <strong>Die</strong> maximale Kapazität<br />

einer Lithium-Ionen Batterie nimmt um<br />

so schneller ab, je heißer Sie betrieben wird. In<br />

einem Test wurden Akkus mit einem Ladezustand<br />

von 40% bzw. 100% bei unterschiedlichen<br />

Temperaturen eingelagert. Bei null Grad<br />

verlor der Akku praktisch keine Kapatität, bei<br />

60 Grad jedoch schon innerhalb von drei Monaten<br />

40 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität.<br />

Achten Sie daher bei der Nutzung Ihres Handys<br />

auf die Akkutemperatur. Apps, die im Betrieb<br />

den Prozessor stark belasten, sollten Sie nicht<br />

laufen lassen, während das Handy in Ihrer Hosentasche<br />

steckt. <strong>Die</strong> dadurch produzierte Hitze<br />

ist nicht nur für Sie unkomfortabel, sondern<br />

schadet auch massiv dem Akku des Telefons.<br />

Achten Sie auch darauf, dass es dem Gerät<br />

selbst nicht zu warm wird. Das Handy im Sommer<br />

auf dem Armaturenbrett eines Autos liegen<br />

zu lassen, ist eine ebenso schlechte Idee, wie<br />

ein eingeschaltetes Notebook in eine Schutzhülle<br />

aus Neopren zu stecken.<br />

Fazit<br />

Mit regelmäßiger Pflege und ein bisschen Aufmerksamkeit<br />

werden Sie lange auf den Akku<br />

Ihres Handys bauen können. Auch wenn der<br />

Akku brav im Inneren Ihres Smartphones seine<br />

Arbeit verrichtet und man ihn eher selten wahrnimmt:<br />

Er ist eines der wichtigsten Bauteiles<br />

Ihres Handys, geben Sie also auf ihn acht. ● ● ●<br />

EINFLUSS DER AKKUTEMPERATUR<br />

Batterietemperatur Kapazitätsverlust bei Lagerung Kapazitätsverlust bei Lagerung bei 100%<br />

bei 40%<br />

0°C 2% in einem Jahr 6% in einem Jahr<br />

25°C 4% in einem Jahr 20% in einem Jahr<br />

30°C 15% in einem Jahr 35% in einem Jahr<br />

60°C 25% in einem Jahr 40% in drei Monaten<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28766<br />

APPS & TIPPS 02/2013 177


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Apps<br />

Battery Saver Apps – Nutzen und Nebenwirkungen<br />

Mehr Akku<br />

Stromspar-Apps erfreuen sich bei Google Play einer hohen<br />

Beliebtheit. Kein Wunder, geht doch so manchem Handy zu<br />

früh der Saft aus. Wir stellen Apps vor, die beim Stromsparen<br />

helfen, zeigen aber auch diejenigen, die überhaupt nichts<br />

bringen. Marcel Hilzinger<br />

Eine deutlich längere<br />

Akkulaufzeit<br />

gehört zu den<br />

immer wieder artikulierten<br />

<strong>Top</strong>-Wünschen vieler<br />

Android-Nutzer. Neben<br />

externen Akkupacks, zusätzlichen<br />

Zweit-Akkus<br />

und größeren Batterien<br />

selber, gibt es im Google<br />

Play Store auch spezielle<br />

Apps, die die Laufzeit des Smartphones ausweiten<br />

können. Doch nicht jede App hält, was sie<br />

verspricht. Das liegt zum Teil daran, dass die<br />

Stromspar-Apps gegen die ins System integrierten<br />

Stromsparfunktionen der Hersteller arbeiten<br />

und sich quasi gegenseitig elliminieren. Einige<br />

Apps bringen aber rein gar nichts außer einem<br />

hübschen Icon. Wir stellen hier deshalb auch<br />

keine Bestenliste auf, denn je nach Smartphone<br />

und Hersteller, werden Sie mit einer anderen<br />

App Erfolg haben, eventuell aber auch mit gar<br />

keiner. Beachten Sie aber auch, dass Android<br />

mit Version 4.1 sehr viel Verbesserungen erfahren<br />

hat, die zahlreiche Maßnahmen der Stromspar-Apps<br />

komplett überflüssig macht. Lesen<br />

Sie dazu auch unseren Beitrag zu Stromspar-<br />

Mythen in dieser Ausgabe.<br />

Longevity AkkuOptimal<br />

Longevity AkkuOptimal von Trend<br />

Micro [LINK 1] ist aktuell die einzige<br />

Stromspar-Lösung, die wir Ihnen mit<br />

absolut gutem Gewissen empfehlen möchten.<br />

Hinter der App steht ein bekannter Name, die<br />

Liste der verlangten Berechtigungen ist zwar<br />

lang aber klar und die App zeigt keine Werbung<br />

an, sorgt somit auch nicht selber für einen erhöhten<br />

Akkuverbrauch. Sie können die App 30<br />

Tage lang unverbindlich testen, danach müssen<br />

Sie die Premium-Version kaufen,die aktuell 2,99<br />

US-Dollar kostet (Jahresgebühr). Auch wenn<br />

Longevity die gleichen Praktiken wie andere<br />

Stromspar-Apps nutzt, sind die Funktionen<br />

ABGESICHERTER MODUS<br />

Bevor Sie eine der hier vorgestellten Apps installieren,<br />

sollten Sie Ihr Smartphone einen Tag<br />

lang im abgesicherten Modus (Safe Mode) benutzen.<br />

In diesem Modus sind nur die Apps<br />

aktiv, die der Hersteller auf das Android-Gerät<br />

gepackt hat. Verbessert sich dadurch die Akkulaufzeit<br />

drastisch, dann sollten Sie Ihre Daten<br />

und Apps sichern und das Gerät wieder auf die<br />

Werkseinstellungen zurücksetzen. Erreichen Sie<br />

auch im abgesicherten Modus nicht die Akkulaufzeit,<br />

die Sie vom Gerät erwarten würden,<br />

dann können ziemlich sicher auch die hier beschriebenen<br />

Apps nicht weiterhelfen.<br />

Versuchen Sie es dann mit einem<br />

stärkeren Akku oder einem externen<br />

Akku-Pack. Um das Smartphone<br />

oder Tablet in den abgesicherten<br />

Modus zu versetzen, drücken Sie<br />

den Einschaltknopf, bis der Dialog für das Ausschalten,<br />

den Flugmodus und die Stummschaltung<br />

erscheint. Hier halten Sie nun den Finger<br />

auf Ausschalten gedrückt, bis ein Dialog für den<br />

abgesicherten Modus erscheint. Das Telefon<br />

startet dann im abgesicherten Modus neu.<br />

178<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Apps<br />

Abb. 1: Longevity spart im reinen<br />

Telefonmodus effektiv Strom ein.<br />

Abb. 2: <strong>Die</strong> App klärt darüber auf,<br />

was der neue Modus bewirkt.<br />

Abb. 3: Einen Monat lang können<br />

Sie die Gratisversion testen.<br />

deutlich besser umgesetzt. Mit einem Knopfdruck<br />

wandeln Sie das Smartphone in ein einfaches<br />

Telefon um, über das sich nur noch telefonieren<br />

und simsen lässt. Das spart zum Beispiel<br />

bei einer längeren Bahnfahrt deutlich mehr<br />

Strom, als die 3G- und Wifi-Verbindung ständig<br />

für einen kurzen Moment ein- und auszuschalten,<br />

wie es die Konkurrenz-Apps tun.<br />

<strong>Die</strong> App prüft zudem sämtliche auf dem<br />

Handy installierten Apps auf deren Akkuverbrauch<br />

und zeigt Ihnen die Akkusünder an.<br />

Dazu bedient sich Trend Micro einer Datenbank<br />

mit App-Informationen. <strong>Die</strong> Daten dazu stammen<br />

aus den eigenen Auswertungen von Trend<br />

Micro im Rahmen der Sicherheitschecks der<br />

Firma. Longevity zeigt zudem auch einen<br />

Warnhinweis an, wenn sich der Akku ungewohnt<br />

schnell entlädt, sodass Sie amoklaufende<br />

Apps rechtzeitig beenden und vom Handy verbannen<br />

können. Das mit der Premium-Version<br />

Abb. 4: JuiceDefender ist der Oldtimer<br />

unter den Stromspar-Apps.<br />

Das merkt man beim Design.<br />

Abb. 5: Auf dem Hilfe-Reiter finden<br />

Sie nicht nur das Handbuch<br />

sondern auch die Einstellungen.<br />

Abb. 6: 2x Battery gibt beim Start<br />

wertvolle Hinweise. Leider jedoch<br />

nur in englischer Sprache.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 179


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Apps<br />

NICHT INSTALLIEREN!<br />

noch mehr Feintuning betreiben,<br />

dann benötigen Sie die<br />

kostenpflichtige Plus-Version<br />

(1,99 Euro) oder gar die Ultimate-Variante<br />

von JuiceDefender<br />

für 4,99 Euro. Über die<br />

Nebenwirkungen informiert<br />

die App recht umfangreich.<br />

JuiceDefender ist komplett auf<br />

Deutsch übersetzt. Beachten<br />

Sie auch, dass Sie viele Einstellungsmöglichkeiten<br />

über<br />

den Reiter Hilfe erreichen.<br />

Abb. 7: Knapp 25 Prozent Akku in<br />

nur 2 Stunden. Das sieht tatsächlich<br />

nicht gut aus.<br />

erhältliche Widget macht das Umschalten vom<br />

Smartphone- in den Telefonmodus zudem kinderleicht.<br />

Einziger Kritikpunkt der Redaktion:<br />

aktuell kann man die Premium-Version nicht im<br />

Google Play Store kaufen sondern nur auf der<br />

Trend-Micro-Webseite, die zudem lediglich in<br />

englisch erscheint. Aber auch das bringt einen<br />

Vorteil mit, da Sie auf der Trend-Micro-Seite<br />

auch mit Paypal bezahlen können. <strong>Die</strong> einfache<br />

Handhabung macht Longevity AkkuOptimal<br />

klar zu unserem Favoriten unter den hier vorgestellten<br />

Stromspar-Apps.<br />

JuiceDefender<br />

JuiceDefender [LINK 2] vom Entwickler<br />

Latedroid ist ein vertrauter Veteran<br />

unter den hier vorgestellten Stromspar-Apps.<br />

<strong>Die</strong> Grundfunktion des JuiceDefenders<br />

ist wirklich einfach: Sobald die Stromsparfunktion<br />

des Handys den Touchscreen ausschaltet<br />

und das Gerät in den Standby schickt, stoppt<br />

JuiceDefender die Internetverbindung und<br />

schaltet diese anschließend nur noch alle 15<br />

Minuten wieder für einen kurzen Moment ein,<br />

um nach Mails und anderen Neuigkeiten Ausschau<br />

zu halten. In der Grundeinstellung gibt es<br />

mehrere Profile für kürzere oder längere Online-<br />

Aufwecker während des Stand-By-Modus.<br />

Möchten Sie das Handy nachts automatisch<br />

komplett in den Flugmodus versetzen oder<br />

Abb. 8: Finger wegvom Battery<br />

Booster, der Ihre Daten klaut und<br />

den Akku mit Reklame leersaugt.<br />

2x Battery<br />

<strong>Die</strong>se Stromspar-<br />

App von Sam Lu<br />

[LINK 3] (nicht zu verwechseln<br />

mit Battery Booster)<br />

ist insofern einmalig, da sie<br />

nach der Installation sogleich<br />

aktiv ist, ohne dass Sie die App überhaupt selber<br />

gestartet haben. Sie erkennen das am <strong>kleine</strong>n<br />

Batterie-Symbol in der Benachrichtigungsleiste<br />

von Android. 2x Battery übernimmt im<br />

Wesentlichen die gleichen Funktionen wie<br />

JuiceDefender, bringt aber bereits in der Gratisversion<br />

deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten<br />

mit. Dazu gehört das Verzögerte Ein- und<br />

Ausschalten der Netzwerkverbindungen beim<br />

Display-Ausschalten. <strong>Die</strong> App gibt zudem<br />

<strong>Tipps</strong>, mit welchen Einstellungen Sie noch<br />

etwas an der Akkulaufzeit schrauben können.<br />

2x Battery zeigt Anzeigen an, der Kauf der Pro-<br />

Lizenz für 2,99 US-Dollar ist als In-App-Kauf realisiert.<br />

Es gibt dafür also kein Rückgaberecht.<br />

<strong>Die</strong> App ist zudem nur in Englisch. Testen Sie<br />

sie deshalb vor dem Kauf ausgiebig.<br />

Battery Booster (2x Akku)<br />

<strong>Die</strong>se App [LINK 4] vom gleichnamigen<br />

Entwickler wie 2x Battery tut für den<br />

Akku – rein gar nichts, ganz im Gegenteil:<br />

Sie stellt lediglich ein Icon bereit, das<br />

einmal angeklickt vorgibt, die Akkulaufzeit<br />

Ihres Androiden zu verlängern. Dennoch hat es<br />

Battery Booster inzwischen bei Google Play auf<br />

über eine Million Downloads gebracht, und das<br />

obwohl die App durch ihre aggressiven Anzeigen<br />

auch noch selber am Akku saugt und auch<br />

Ihre Daten ausliest. Android User rät deshalb,<br />

180<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Stromspar-Apps<br />

NICHT EMPFOHLEN!<br />

Abb. 9: Der One Touch Akkusparer bringt die gleiche Funktionalität wie<br />

andere Apps, aber hübscher verpackt.<br />

Abb. 10: Battery Dr. Saver platziert<br />

Anzeigen auf Ihrem Home-Screen.<br />

die Finger von dieser App zu lassen, da es sich<br />

hier um eine Form von Malware handelt.<br />

One Touch Akkusparer<br />

Auch One Touch Akkusparer [LINK 5]<br />

geizt in den Einstellungen nicht mit<br />

Werbung, aber dafür hält die App wenigstens,<br />

was sie verspricht. <strong>Die</strong> Funktionsweise<br />

unterscheidet sich nur in wenigen Details<br />

von 2x Battery oder auch Juice Defender, dafür<br />

erhalten Sie bei One Touch Akkusparer zahlreiche<br />

Themes zur Auswahl und die App liefert<br />

nicht nur eine grobe Schätzung der kompletten<br />

Laufzeit sondern sortiert diese gleich auch noch<br />

nach Bereitschaftsmodus, Gespräche, Surfen,<br />

Musikhören oder Videoschauen. Wobei auch<br />

diese Angaben frühestens nach ein paar Tagen<br />

verlässlich sind. Als Besonderheit können Sie<br />

bei One Touch Akkusparer zudem angeben,<br />

wenn der Akku nicht mehr zu 100 Prozent zurechnungsfähig<br />

ist (weil schon über ein Jahr<br />

alt, zum Beispiel). <strong>Die</strong> App berücksichtigt diesen<br />

Umstand dann bei den Hochrechnungen.<br />

One Touch Akkusparer gibt es auschschließlich<br />

als Gratisversion mit eingebundener Reklame.<br />

Battery Dr. Saver<br />

<strong>Die</strong>se Stromspar-App [LINK 6] geht<br />

einen <strong>kleine</strong>n Schritt weiter als die<br />

bisher vorgestellten Kandidaten,<br />

indem Sie auch einen <strong>kleine</strong>n Task-Manager<br />

und einfache Schalter für die wichtigsten Funktionen<br />

integriert. Während die anderen Apps<br />

automatisch die passenden Einstellungen treffen,<br />

können Sie hier also auch von Hand schalten<br />

und walten. Das erleichtert natürlich das<br />

Stromsparen nicht, sondern macht es eher noch<br />

komplizierter und da auch diese App mit recht<br />

aggressiven Anzeigen um sich schmeißt und Sie<br />

ständig dazu auffordert eine gute Bewertung im<br />

Play Store abzugeben, raten wir von der Installation<br />

des Battery Dr. Savers dringend ab. Wir<br />

konnten in unseren Tests keinerlei Verbesserungen<br />

der Akkulaufzeit dank Battery Dr. Saver<br />

messen, nutzen Sie besser eine der anderen<br />

hier vorgestellten Alternativen.<br />

Fazit<br />

Wie bei jeder App aus dem Google Play Store<br />

gilt auch bei den Stromspar-Apps die Devise<br />

„Trau, schau, wem?“. Denn was auf den ersten<br />

Blick als lupenreine <strong>Top</strong>-App erscheint, entpuppt<br />

sich im täglichen Gebrauch in vielen Fällen<br />

als komplett überflüssig oder sogar letztendlich<br />

auch als schädlich.<br />

Wirklich empfehlen können wir nur Longevity<br />

sowie JuiceDefender und 2x Battery in der<br />

kostenpflichtigen Version ohne Anzeigen. Bei<br />

allen Stromspar-Apps treten Nebenwirkungen<br />

bei der Internetverbindung und bei der Erreichbarkeit<br />

auf. Inwieweit diese für Sie kritisch<br />

sind, müssen Sie selbst bestimmen.<br />

● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29034<br />

APPS & TIPPS 02/2013 181


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28836<br />

Root-Anleitung: Samsung Galaxy S2 und S3<br />

Meine Galaxie<br />

Das Rooten eines Smartphones ist für viele Android User Pflicht. Wie Sie das<br />

Galaxy S2 und das S3 von seinen Banden befreien, erklärt unser Artikel.<br />

Samuel Groesch<br />

Samsung<br />

182<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

Wenn Sie tiefer in die Materie Ihres<br />

Android-Smartphones eintauchen<br />

möchten, kommen Sie am Rooten<br />

des Gerätes nicht vorbei. Beim Rooten erhalten<br />

Sie vollen Zugriff auf das System, welcher<br />

Ihnen sonst verwehrt bleibt. Durch Root-Rechte<br />

können Sie verschiedenste Apps nutzen, die<br />

stark in das System eingreifen; Titanium<br />

Backup etwa, das dazu dient, Backups Ihrer<br />

Apps zu machen. Root-Rechte sind auch eine<br />

Grundvoraussetzung, um Custom-ROMs, also<br />

alternative Firmware-Dateien zu installieren.<br />

Trotz all dieser positiven Aspekte sollten Sie<br />

nicht vergessen, dass mit großer Macht auch<br />

große Verantwortung einhergeht. Aus diesem<br />

Grund kann in einigen Fällen die vom Hersteller<br />

gegebene Garantie erlischen, wenn das Gerät<br />

gerootet ist bzw. war (siehe dazu auch unseren<br />

Grundlagenartikel). <strong>Die</strong>ser Artikel zeigt, wie Sie<br />

Ihr Galaxy S2/ S3 rooten und das Clockwork<br />

Mod Recovery aufspielen, und wie Sie diese<br />

Schritte wieder rückgängig machen. <strong>Die</strong> OTA-<br />

Updates von Samsung bleiben bei dieser Art<br />

des Rootens erhalten.<br />

Galaxy S3 rooten<br />

<strong>Die</strong> folgende Root-Anleitung bezieht sich auf<br />

die europäische Version des Samsung Galaxy S3<br />

unter Windows. Wenn Sie eine andere Version<br />

des S3 oder ein anderes Samsung-Smartphone<br />

besitzen, dann befolgen Sie diese Anleitung<br />

bitte nicht. Über die Download-Seite von Odin<br />

erreichen Sie auch <strong>Tipps</strong>, wie das Rooten unter<br />

Mac OS X und unter Linux funktioniert. Der<br />

WARNUNG<br />

Das Rooten eines Smartphones ist immer mit einem gewissen Risiko<br />

verbunden und geschieht auf eigene Gefahr! Bitte lesen Sie dazu auch<br />

unseren Grundlagen-Artikel auf Seite 3.<br />

WICHTIG!<br />

Trennen Sie die Verbindung erst, wenn der Vorgang wirklich vollständig<br />

abgeschlossen ist, Odin PASS angezeigt hat, und Sie zur PIN-Abfrage gelangen,<br />

sonst können Sie Ihr Smartphone irreparabel beschädigen!<br />

Akku des Galaxy S3 sollte für den folgenden<br />

Root-Vorgang vollständig aufgeladen sein.<br />

Zunächst müssen Sie auf der Download-Seite<br />

von Chainfire [LINK 1] die aktuelle Version von<br />

CF Root für das Galaxy S3 herunterladen<br />

[LINK 2]. Entpacken Sie das Archiv einmal, sodass<br />

Sie eine Datei mit der Endung .tar erhalten.<br />

Laden Sie sich dann von [LINK 3] die aktuelle<br />

Version des Flash-Tools Odin herunter, entpacken<br />

Sie die 7z-Datei, und starten Sie anschließend<br />

die darin enthaltene EXE als Administrator<br />

(Rechtsklick auf die EXE-Datei und Auswahl<br />

von Als Administrator ausführen).<br />

Nach dem Start von Odin klicken Sie auf PDA<br />

und wählen anschließend die Tar-Datei aus, die<br />

Sie von Chainfire heruntergeladen und einmal<br />

entpackt haben. Aktuell ist das die Datei<br />

CF-Root-SGS3-v6.4.tar.<br />

Nun müssen Sie Ihr S3 in den Download-Modus<br />

versetzen (Abbildung 3). Dazu schalten Sie<br />

es aus und halten die Leiser-. die Home- und<br />

die Einschalttaste gedrückt<br />

FRAMAROOT, UNIVERSELLES ROOT-TOOL<br />

Aufgrund eines Fehlers in den Exynos-4-Prozessoren<br />

Samsungs lassen sich Geräte mit diesem Chip mit einer<br />

simplen App rooten. <strong>Die</strong>s gilt etwa für das Samsung Galaxy<br />

S2, das Galaxy Note und Note 2, die Galaxy Camera, sowie<br />

für die Tablets Galaxy Tab Plus und das Note 10.1.<br />

Das Tool Framaroot finden Sie nicht im Google Play Store.<br />

<strong>Die</strong> App wird bei den Android-Spezialisten im XDA-Developers-Forum<br />

entwickelt, dort steht auch die jeweils aktuelle<br />

Version als APK-Datei zum Download bereit [LINK 15].<br />

Abb. 1: Mit dem Flashtool Odin rooten Sie Ihr S3 deutlich komfortabler<br />

als über die Kommandozeile von Windows.<br />

Nach der Installation ist das Rooten mit Framaroot nicht<br />

weiter kompliziert. <strong>Die</strong> App bietet Ihnen verschiedene Exploits<br />

an, die Sie durchprobieren können. Im Erfolgsfall<br />

meldet die App „Success. Superuser and su binary installed“.<br />

Abschließend ist nur noch ein Neustart fällig.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 183


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

WARNUNG<br />

Beachten Sie, dass beim Entfernen der Root-Rechte Ihr Gerät auf den<br />

Werkszustand zurückgesetzt wird und somit alle Daten verloren gehen!<br />

Abb. 2: Via ClockworkMod Recovery können Sie alternative Firmware-Dateien<br />

installieren.<br />

[Leiser]+[Home]+[Power], bis ein Menü erscheint.<br />

Hier bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage<br />

mit der Taste [Lauter]. Schließen Sie das<br />

Handy noch nicht an den PC an.<br />

In diesem Zustand müssen Sie nun die passenden<br />

Treiber installieren, damit Ihr Computer<br />

das S3 auch erkennen kann. Laden Sie hierzu<br />

die Samsung USB Driver Exe [LINK 4] herunter,<br />

und installieren Sie dieses Paket. Überprüfen<br />

Sie dabei mit dem Taskmanager, ob eventuell<br />

Samsung KIES im Hintergrund läuft, und beenden<br />

Sie es gegebenenfalls.<br />

Nun können Sie Ihr Galaxy S3 mit dem Computer<br />

verbinden. Odin sollte das Gerät erkennen,<br />

und im Odin-Fenster sollte der Eintrag<br />

ID:COM aufleuchten. Ist dies nicht der Fall, dann<br />

läuft im Hintergrund ziemlich sicher noch<br />

Samsung Kies - das sollten Sie also überprüfen.<br />

Falls in Odin ein Haken bei Re-Partition gesetzt<br />

ist, entfernen Sie ihn. <strong>Die</strong> restlichen Standardeinstellungen<br />

können Sie belassen.<br />

Klicken Sie jetzt auf Start, und warten Sie, bis<br />

der Root-Vorgang vollständig abgeschlossen ist.<br />

Normalerweise dauert das 30 Sekunden. Das<br />

Ende des Vorgangs erkennen Sie zum einen an<br />

der Fortschrittsanzeige in Odin, zum anderen<br />

auch daran, dass das S3 neu startet, und die<br />

PIN-Abfrage erscheint.<br />

Hat alles geklappt, ist Ihr Galaxy S3 nun<br />

gerootet und die Superuser-App sowie das<br />

Clockwork Mod Recovery installiert. Mit dem<br />

Clockwork Mod Recovery können Sie später<br />

weiter reichende Änderungen wie zum Beispiel<br />

das Flashen eines Custom-ROMs vornehmen.<br />

Zur Superuser-App finden Sie einen Artikel am<br />

Anfang der Fokus-Strecke.<br />

Root entfernen<br />

Das Entfernen des Root-Zugangs ist bei<br />

Samsung-Smartphones im Vergleich zu anderen<br />

Geräten recht schwierig, da Samsung einen sogenannten<br />

Custom Binary Counter in seine Geräte<br />

verbaut, der zählt, ob und wie oft ein Gerät<br />

modifiziert wurde. Um diesen Zählmechanismus<br />

wieder zurückzusetzen, gibt es eine von<br />

Chainfire entwickelte App names TriangleAway<br />

[LINK 5]. Lesen Sie die Anleitung zuerst komplett<br />

durch, bevor Sie sie ausführen.<br />

Zunächst müssen Sie das S3 in den Recovery-<br />

Modus versetzen. Schalten Sie es dazu aus, und<br />

drücken Sie die [Lauter]+[Home]+ [Power]-<br />

Taste, bis Sie in das beim Rooten installierte<br />

Clockwork Mod Recovery gelangen. Führen Sie<br />

nun einen Data/ Factory Reset durch. Doch Achtung:<br />

Dabei gehen natürlich sämtliche Daten<br />

verloren! Mit den Lautstärke-Tasten können Sie<br />

beliebig durch das Menü navigieren, mit dem<br />

Abb. 3: Über das Drücken der Kombination von<br />

Volume Up-, der Power- sowie der Home-Taste gelangen<br />

Sie in den Download-Modus Ihres Gerätes.<br />

184<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

Powerbutton bestätigen Sie anschließend<br />

Ihre Auswahl.<br />

Wenn das Gerät neu starten<br />

möchte, entnehmen Sie sofort den<br />

Akku, um es am Neustart zu hindern.<br />

Laden Sie sich von Samsung<br />

die Stock Firmware für Deutschland<br />

herunter [LINK 6], und entpacken<br />

Sie das Archiv, sodass Sie<br />

eine Datei mit der Endung .tar.<br />

md5 erhalten. Starten Sie nun<br />

Odin, und wählen Sie diese Datei<br />

als PDA-Datei aus.<br />

Jetzt müssen Sie das S3 in den<br />

Download-Modus versetzen. Setzen<br />

Sie die Batterie wieder ein,<br />

und betätigen Sie zum Einschalten<br />

die Tastenkombination<br />

[Leiser]+[Home]+ [Power], bis<br />

eine Sicherheitsabfrage erscheint,<br />

welche Sie mit [Lauter] bestätigen.<br />

Sie sehen jetzt eine grüne Android-Figur<br />

und den Text Downloading…. Hat es soweit geklappt,<br />

schließen Sie als Nächstes das Gerät<br />

über USB an den Computer an und überprüfen,<br />

dass die Checkbox Re-Partition in Odin nicht<br />

markiert ist (falls ja, Haken entfernen). Wurden<br />

beim Rooten alle Treiber korrekt installiert,<br />

dann leuchtet nun links oben in Odin der Eintrag<br />

ID:COM blau. Falls das nicht der Fall ist,<br />

stellen Sie wiederum sicher, ob nicht Kies im<br />

Hintergrund läuft.<br />

Klicken Sie in Odin auf Start, und warten Sie,<br />

bis der Vorgang abgeschlossen ist. Ziehen Sie<br />

auf keinen Fall während des Prozesses das USB-<br />

Kabel heraus! Nachdem das Flashen vollständig<br />

beendet ist und die PIN-Abfrage erscheint, können<br />

Sie Ihr S3 vom Computer trennen.<br />

Starten Sie das Gerät nach der ersten Einrichtung<br />

neu, und lassen Sie das S3 für mindestens<br />

10 Minuten ohne weiteren Befehl arbeiten.<br />

Laden Sie nun die TriangleAway App kostenpflichtig<br />

aus dem Play Store oder gratis aus dem<br />

XDA Developers Thread [LINK 7] herunter. Installieren<br />

Sie die App, und starten Sie sie. Falls die<br />

App Superuser fragt, ob Sie der App Root-<br />

Rechte erlauben möchten, bejahen Sie dies.<br />

Klicken Sie in der TriangleAway-App auf<br />

Reset Flash Counter. Damit wird der Flash<br />

Counter zurückgesetzt, sodass keine Änderungen<br />

mehr sichtbar sind. Zum Abschluss sollten<br />

Sie jetzt noch einmal das<br />

Smartphone über die Einstellungen<br />

| Sichern und<br />

zurücksetzen per Klick auf<br />

Auf Werkzustand zurückzurücksetzen.<br />

Galaxy S2<br />

rooten<br />

<strong>Die</strong> grundlegende Anleitung<br />

unterscheidet sich<br />

nicht vom Galaxy S2, allerdings<br />

brauchen Sie andere<br />

Software-Pakete. Von<br />

Odin kommt hier Odin3 in<br />

der Version 1.85 zum Einsatz,<br />

das Sie von [LINK 8]<br />

herunterladen. Für die<br />

passende Root-Firmware<br />

müssen Sie zunächst wissen,<br />

welche Version des<br />

Galaxy S2 Sie einsetzen. Navigieren Sie dazu in<br />

den Einstellungen auf Telefoninfo, und scrollen<br />

Sie bis zum Eintrag Buildnummer. <strong>Die</strong> Kombination<br />

der Buchstaben und Zahlen nach dem<br />

Punkt ist wichtig, um den richtigen CF-Kernel<br />

herunterzuladen. Anschließend navigieren Sie<br />

zum XDA Thread unter [LINK 9] und suchen bei<br />

den unteren Beiträgen von Chainfire nach dem<br />

Download-Eintrag, der Ihrer Buildnummer entspricht.<br />

Für die Buildnummer IML74K.<br />

XXLPQ benötigen Sie die Datei<br />

Abb. 4: <strong>Die</strong> Buildnummer entscheidet,<br />

welchen Kernel Sie für das<br />

Rooten brauchen.<br />

CF-Root-SGS2_XX_XEO_ LPQ v5.3-CWM5.zip.<br />

Laden Sie sich den entsprechenden<br />

Kernel herunter und entpacken das<br />

Zip-Archiv nur einmal, sodass Sie eine Datei<br />

mit der Endung .tar erhalten.<br />

Laden Sie sich nun von der Samsung Webseite<br />

[LINK 10] unter Software die passende Kies-<br />

Version herunter, und installieren Sie via Kies<br />

KEIN RECOVERY-MODUS?<br />

Wenn auch mehrfaches Flashen von CF-Root nicht den gewünschten Erfolg<br />

bringt, entfernen Sie in Odin die Checkbox vor Auto Reboot und flashen<br />

erneut. <strong>Die</strong>smal entfernen Sie allerdings nach dem Flash-Vorgang<br />

(wenn Odin PASS oder FAIL angezeigt hat) die Batterie, setzen Sie wieder<br />

ein und booten manuell mit der Kombination aus<br />

[Lauter]+[Home]+[Power] in den Recovery-Modus. Dadurch beginnt der<br />

Root-Vorgang ebenfalls, und Ihr S3 sollte wie gewünscht die Superuser-<br />

App sowie das Clockwork Mod Recovery an Bord haben.<br />

APPS & TIPPS 02/2013 185


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

WICHTIG!<br />

Trennen Sie die Verbindung zum PC erst, wenn der Boot-Prozess beendet<br />

ist und die PIN Abfrage erscheint!<br />

die USB-Treiber für Ihr Galaxy S2. Anschließend<br />

müssen Sie den Kies-Prozess über den Windows<br />

Task-Manager beenden.<br />

Starten Sie nun Odin, und drücken Sie auf<br />

PDA. Wählen Sie die heruntergeladene Tar-Datei<br />

aus, und stellen Sie sicher, dass die Checkbox<br />

Re-Partition nicht aktiv ist und alles wie auf<br />

Abbildung 6 aussieht (bis auf die Pfadangabe<br />

hinter PDA). Fahren Sie nun Ihr S2 herunter,<br />

und starten Sie es erneut, indem Sie die Tastenkombination<br />

[Leiser]+ [Home]+[Power] gedrückt<br />

halten, bis das S2 schließlich in den<br />

Download-Modus wechselt. <strong>Die</strong> Sicherheitsabfrage<br />

bestätigen Sie mit [Lauter]. Jetzt können<br />

Sie das Smartphone per USB-Kabel mit dem<br />

Computer verbinden. Hat alles geklappt, leuchtet<br />

der Eintrag ID:COM links oben gelb auf. Klicken<br />

Sie auf Start, damit Odin mit dem Einspielen<br />

des Kernels beginnen kann.<br />

Nach dem erfolgreichen Flash-Vorgang erscheint<br />

im Odin-Fenster die Meldung PASS. Ab<br />

sofort ist Ihr Galaxy S2 gerootet!<br />

Galaxy S2 zurücksetzen<br />

(unroot)<br />

Um das Gerät zurückzusetzen, ist ein sogenannter<br />

USB Jig erforderlich. <strong>Die</strong>se Hardware<br />

Abb. 5: Stellen Sie Odin bitte genauso ein, wie auf dem Screenshot gezeigt.<br />

Ansonsten kann es zu Komplikationen kommen.<br />

Tool ist für vier bis zehn Euro auf Amazon oder<br />

Ebay erhältlich.<br />

An erster Stelle laden Sie sich den originalen<br />

Bootloader herunter [LINK 11]. Sie müssen hier<br />

einen älteren Bootloader flashen, da Samsung<br />

in neueren Versionen es unmöglich gemacht<br />

hat, den Custom Binary Counter zu resetten.<br />

Anschließend laden Sie die passende Firmware<br />

für Ihr SGS2 herunter [LINK 12]. Falls Sie ein Provider-unabhängiges<br />

Gerät haben, dann finden<br />

Sie unter [LINK 13] die dazu passende Firmware.<br />

Achten Sie dabei besonders darauf, dass Sie als<br />

Region DBT auswählen.<br />

Nun müssen Sie Ihr Galaxy S2 in den Download-Modus<br />

versetzen. Das geschieht wie beim<br />

Rooten via Gedrückthalten der Tastenkombination<br />

[Leiser]+[Home]+[Power]. <strong>Die</strong> Sicherheitsabfrage<br />

beantworten Sie anschließend über<br />

die Taste [Lauter].<br />

Darauffolgend starten Sie Odin und schließen<br />

das Galaxy S2 via USB an den Computer an. Im<br />

Odin-Fenster sollte nun ID:COM gelb aufleuchten.<br />

Entpacken Sie die Bootloader-Datei, und<br />

wählen Sie die Tar-Datei in Odin als PDA aus.<br />

Bestätigen Sie nun mit Start und warten, bis das<br />

Gerät wieder automatisch neu startet. Anschließend<br />

schalten Sie das S2 wieder aus und stecken<br />

den USB Jig [LINK 14] in den Micro USB<br />

Port. Das S2 bootet jetzt in den Download-Modus.<br />

Wenn alles funktioniert hat, sollte nun<br />

unter CustomBinaryDownload der Eintrag NO<br />

stehen. Entfernen Sie nun den USB Jig, und<br />

starten Sie das Smartphone neu.<br />

Öffnen Sie Odin und booten Sie das Gerät<br />

abermals wie oben beschrieben in den Download-Modus.<br />

Dann verbinden Sie es mit dem<br />

Computer, sodass ID:COM in Odin aufleuchtet.<br />

Anschließend entpacken Sie die heruntergeladene<br />

Firmware-Datei (einmal). Wählen Sie nun<br />

in Odin bei PIT die .pit-Datei, bei PDA die<br />

CODE?-Datei, bei PHONE die MODEM?-Datei und<br />

bei CSC die ?MULTI-CSC?-Datei. Es kann jedochsein,<br />

dass Ihre Firmware nicht alle vier Dateien<br />

erhält. Ordnen Sie in diesem Fall einfach die<br />

vorhandenen Dateien entsprechend zu.<br />

Nun haben Sie es fast geschafft. Letzter<br />

Schritt: Starten Sie den Flash-Vorgang mit<br />

einem Klick auf Start und warten bis dieser mit<br />

PASS beendet ist. Ihr Samsung Galaxy S2 befindet<br />

sich nun wieder im Originalzustand - zumindest,<br />

was die Software angeht.<br />

● ● ●<br />

186<br />

02/2013 APPS & TIPPS


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TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy Ace S5830 und S5830i rooten<br />

So rooten Sie das Samsung Galaxy Ace<br />

Befreites<br />

Ace<br />

Samsung<br />

Ein Root-Zugang ist eine feine Sache, öffnet aber<br />

auch bösartiger Software zusätzliche Türen. Im folgenden<br />

Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie das Galaxy<br />

Ace von Samsung rooten. Antonio Dedic, Marcel Hilzinger<br />

einer neueren Android-Version oder einfach mit<br />

einer anderen Oberfläche. Manche Leute träumen<br />

auch davon, dass der Akku länger hält.<br />

Mit einem Root-Zugang kann man diesen<br />

Traum oft verwirklichen.<br />

In der Android-Welt ist der Begriff „rooten“<br />

recht verbreitet. Man versteht da runter den<br />

Vorgang, vollständigen Zugriff auf das System<br />

zu bekommen. Durch das Rooten bekommen<br />

Sie Adminis trator-Rechte auf Ihrem Androiden<br />

und können so Apps nutzen, die tief ins<br />

System eingreifen, beziehungsweise Funktionen<br />

nutzen, die der Hersteller so nicht vorhergesehen<br />

hat. Einen Root-Zugang braucht man auch,<br />

wenn man an seinem Handy „schrauben“<br />

möchte, zum Beispiel um die CPU höher zu takten<br />

oder um ein Spiel zu spielen, das sonst auf<br />

dem Smartphone nicht starten würde. Wer sein<br />

Handy einmal gerootet hat, lädt am Anfang<br />

meist nur Apps he runter, die die erweiterten<br />

Möglichkeiten nutzen. Oft macht der Root-Zugang<br />

dann aber auch Lust auf alternative Firmware-Versionen,<br />

sogenannte Custom-ROMs, die<br />

frischen Wind auf Ihr Handy bringen, sei es mit<br />

Galaxy Ace rooten<br />

All diese schönen Dinge kann man also mit<br />

einem gerooteten Smartphone machen. Falls Sie<br />

jetzt noch zögern, hier ein <strong>kleine</strong>r Tipp: Wenn<br />

Ihr Smartphone noch keine 12 bzw. 24 Monate<br />

alt und die Garantie noch gültig ist, dann warten<br />

Sie vielleicht besser mit dem Rooten. Ist das<br />

Handy aber bereits über die Garantiezeit hinaus,<br />

dann spricht eigentlich nichts dagegen.<br />

GARANTIEVERLUST<br />

Bitte beachten Sie, dass mit dem Rooten eines<br />

Gerätes normalerweise der Garantieanspruch<br />

gegenüber dem Hersteller erlischt. Zudem können<br />

Sie beim Rooten potenziell Ihr Handy beschädigen<br />

bzw. untauglich machen. Folgen Sie<br />

den Schritten in diesem Artikel also nur, wenn<br />

Sie genau wissen, was Sie tun.<br />

188<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy Ace S5830 und S5830i rooten<br />

Abb. 1: Hat der Root-Vorgang<br />

geklappt, finden Sie die Superuser-<br />

App auf Ihrem Galaxy Ace.<br />

Das eigentliche Rooten des Galaxy Ace ist sehr<br />

einfach. Sie benötigen dazu einen Dateimanager,<br />

wir empfehlen den ES Datei Explorer<br />

[LINK 1]. Mit dem Dateimanager müssen Sie die<br />

Datei, die für das Rooten benötigt wird, an die<br />

passende Stelle verschieben. <strong>Die</strong> Datei gibt es<br />

bei Android User in zwei Versionen für das Ace<br />

S5830 und S5830i zum Download [LINK 2], sie<br />

enthält alles, was man zum Rooten des Ace benötigt,<br />

inklusive SuperUser-App.<br />

Nach dem Download starten Sie die App ES<br />

Datei Explorer und navigieren in das Verzeichnis<br />

Downloads. Hier finden Sie<br />

die Datei. Halten Sie den Finger<br />

auf der Datei gedrückt, bis<br />

ein <strong>kleine</strong>s Fenster aufgeht,<br />

und verschieben Sie die Datei<br />

auf den SD-Kartenspeicher.<br />

Wem das zu kompliziert ist,<br />

der kann die ZIP-Datei auch<br />

vom PC aus von Rapidshare<br />

he runterladen, das Smartphone<br />

mit dem Rechner verbinden<br />

und dann so die Datei<br />

auf den SD-Kartenspeicher verschieben.<br />

Als dritte Möglichkeit<br />

bietet sich ein Adapter für<br />

MicroSD-Karten an, den man<br />

dann in den Kartenleser des<br />

Notebooks schiebt. <strong>Die</strong> ZIP-<br />

Datei muss in jedem Fall direkt<br />

Abb. 3: Mit dem CPU-Tuner erhöhen<br />

Sie die Taktfrequenz der CPU.<br />

auf der MicroSD-Karte<br />

gespeichert werden, sie<br />

darf in kein Unterverzeichnis<br />

gelegt werden.<br />

Nun schalten Sie das Galaxy<br />

Ace aus und starten<br />

das Smartphone im Recovery-Modus.<br />

Dazu halten<br />

Sie die Home-Taste gedrückt<br />

und betätigen<br />

dann den Einschaltknopf.<br />

Im Recovery-Modus lässt<br />

sich das Galaxy Ace mit<br />

den Laut-/ Leise-Tasten<br />

bedienen, als Eingabetaste<br />

dient der Home-Button.<br />

Wählen Sie den Eintrag<br />

apply update from<br />

sdcard und anschließend<br />

die Datei upd_1.zip bzw.<br />

update-s85830i.zip aus, die Sie von androiduser.de<br />

heruntergeladen haben. Bestätigen Sie<br />

die Eingabe. Nun lädt das Galaxy Ace die Dateien<br />

aus dem ZIP-Archiv. Ist der Vorgang beendet,<br />

starten Sie das Ace über reboot system now<br />

neu – es ist nun gerootet. Hat alles geklappt,<br />

finden Sie die Superuser-APK in der Appliste.<br />

<strong>Die</strong>s ist der sicherste und einfachste Weg, um<br />

das Samsung Galaxy Ace zu rooten. Es gibt<br />

noch andere Möglichkeiten wie z4root oder<br />

OneKlickRoot, aber mit dem hier vorgestellten<br />

Rootkit kann man nichts falsch machen. Zudem<br />

funktioniert die Anleitung<br />

auch ohne Windows.<br />

Abb. 2: WiFi Key Recovery hilft beim<br />

Ermitteln von WLAN-Passwörtern, falls<br />

man sie vergessen hat.<br />

Root, was nun?<br />

Wie eingangs erwähnt, gibt<br />

es viele Möglichkeiten, den<br />

Root-Zugang zu nutzen. Sie<br />

können zum Beispiel mit<br />

WiFi Key Recovery [LINK 3]<br />

Ihr eigenes WLAN-Passwort<br />

ermitteln oder mit<br />

dem CPU Tuner [LINK 4] den<br />

CPU-Takt Ihres Smartphones<br />

ändern, um etwas<br />

mehr Leistung aus Ihrem<br />

Ace herauskitzeln. Mit<br />

einem Root-Zugang macht<br />

das Galaxy Ace gleich wieder<br />

viel mehr Spaß! ● ● ●<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/28835<br />

APPS & TIPPS 02/2013 189


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy Note 2 rooten<br />

Samsung Galaxy Note 2 mit Toolkit rooten<br />

Note 2, öffne Dich!<br />

Wie macht man das Galaxy Note II noch besser? Am besten mit Root-Rechten<br />

und/ oder auch einem Custom-ROM. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das aktuelle Note<br />

mit einem Toolkit unkompliziert rooten. Christoph Langner<br />

Das Galaxy Note II [LINK 1] von Samsung<br />

ist nicht nur das aktuell größte Smartphone<br />

mit Android 4.1 auf dem Markt,<br />

es gehört auch zu den stärksten bisher von uns<br />

getesteten Androiden überhaupt. <strong>Die</strong> Benchmarks<br />

sprechen hier eine klare Sprache, der<br />

Vierkern-Prozessor „Exynos“ liegt mit knapp<br />

18.000 Zählern beim AnTuTu-3-Benchmark und<br />

etwas mehr als 1800 Punkten beim HTML5-Test<br />

von Vellamo auf dem Performance-Level eines<br />

HTC One X+ und sogar noch leicht vor dem<br />

Galaxy S III aus demselben Hause.<br />

Samsung Galaxy Note 2<br />

Allen Note-Geräten von Samsung ist der S-Pen<br />

getaufte Stylus gemein. Mit diesem im Handy<br />

versenkbaren und druckempfindlichen Stift erstellen<br />

Sie handschriftliche Notizen oder malen<br />

und zeichnen direkt auf dem Display des Geräts.<br />

Samsung hat dem Note dazu extra eine<br />

Reihe von Apps spendiert, die auf die Nutzung<br />

des S-Pens optimiert sind.<br />

Nicht zu verachten ist auch der mit einem<br />

Update nachgelieferte Zweifenstermodus der<br />

TouchWiz-Oberfläche. Damit lassen sich zwei<br />

Anwendungen gleichzeitig neben- bzw. untereinander<br />

darstellen, sofern die Apps auf diesen<br />

Modus vorbereitet sind – was aktuell nur auf<br />

eine Reihe von Samsung-Apps und den integrierten<br />

Browser zutrifft.<br />

Root-Toolkit für Windows<br />

Samsung gehört zu den Android-Herstellern,<br />

die ihre Handys und Tablets zwar nicht wie die<br />

Nexus-Geräte mit einem leicht zu öffnenden<br />

Bootloader ausliefern, die Koreaner werfen<br />

ambitionierten Android Usern allerdings<br />

auch keine Knüppel zwi-<br />

Samsung<br />

190<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy Note 2 rooten<br />

schen die Beine. Von daher verwundert<br />

es nicht, dass sich rund<br />

um das noch relativ junge Smartphone<br />

inzwischen in Übergröße<br />

eine rege Community gebildet hat,<br />

die praktische Tools wie das<br />

Samsung-Galaxy-Note-2-Toolkit<br />

[LINK 2] entwickelt - und Smartphone-Fans<br />

damit Tür und Tor zu<br />

Root-Manövern öffnet.<br />

Das Toolkit ermöglicht es Ihnen,<br />

unter Windows das Note II zu rooten,<br />

sodass Sie Änderungen in den<br />

Tiefen des Systems vornehmen<br />

oder gar Custom-ROMs installieren<br />

können. Alternativ spielen Sie wieder<br />

eine Original-Firmware ein<br />

oder machen das Rooten rückgängig,<br />

sodass es im Falle eines Hardware-Problems<br />

mit Sicherheit<br />

keine Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme<br />

der Gewährleistungsansprüche<br />

gibt.<br />

Toolkit installieren<br />

Das Note-2-Toolkit bringt in der von uns getesteten<br />

Version 3.0 alles mit, um das Handy unter<br />

Windows erfolgreich und ohne großen Aufwand<br />

zu rooten. Sie müssen das Setup des Programms<br />

nur aus dem Internet herunterladen<br />

[LINK 3], die Datei Galaxy_<br />

Note2_Toolkit_v3.0.0.exe<br />

ausführen und dem Setup anschließend<br />

bis zur Fertigstellung<br />

folgen.<br />

Im Toolkit müssen Sie in<br />

einem ersten Schritt Ihr Note-<br />

2-Modell auswählen. Öffnen<br />

Sie dazu die Einstellungen des<br />

Handys und gehen dort ganz<br />

nach unten zu Info zu Gerät.<br />

Dort finden Sie dann die Modellnummer<br />

GT-N7100, sowie<br />

die Build-Infos im Stil von<br />

JZO54K.xxxDLL7, die Sie zur<br />

Auswahl des richtigen Modus<br />

im Toolkit benötigen. Das<br />

Toolkit führt „DLL7“ nicht<br />

unter den „International<br />

GSM“-Einträgen auf, Sie können<br />

jedoch auch auf den<br />

Abb. 1: Wählen Sie die Modell-Variante Ihres Note-Handys und die<br />

Build-Nummer der Software im Note-2-Toolkit aus.<br />

Abb. 2: In den Infos zum Gerät finden<br />

Sie unter Android die Software-Informationen.<br />

„DLK7“-Eintrag zurückgreifen. Wichtig ist, dass<br />

die Buildnummer „JZO54K“ übereinstimmt.<br />

Treiber installieren<br />

Damit Sie auf Hardware-Ebene auf das Handy<br />

zugreifen können, braucht Ihr Windows-PC<br />

spezielle Treiber von Samsung. <strong>Die</strong>se liefert entweder<br />

Samsungs Verwaltungssoftware<br />

für Handys Kies<br />

[LINK 4] gleich mit, alternativ<br />

installieren Sie diese Treiber<br />

bequem über das Toolkit,<br />

ohne dass Ihr PC mit dem<br />

Samsung-Tool belastet wird.<br />

Das Toolkit bietet Ihnen die<br />

Installation gleich als ersten<br />

Menüpunkt an, wählen Sie<br />

ihn aus, stecken das Handy<br />

vom PC ab und folgen dann<br />

der Installationsanleitung.<br />

Das Note 2 rooten<br />

Nach der Installation der Treiber<br />

sollten Sie prüfen, ob Sie<br />

auf dem Handy bereits in den<br />

Entwickler-Optionen der Einstellungen<br />

das USB-Debugging<br />

aktiviert haben, falls nicht<br />

APPS & TIPPS 02/2013 191


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy Note 2 rooten<br />

Abb. 3: Das Toolkit installiert die offiziellen Samsung-Treiber, ohne<br />

auf Samsung-Kies zurückgreifen zu müssen.<br />

holen Sie das bitte an dieser Stelle nach. Stecken<br />

Sie danach das Handy einmal vom Rechner<br />

kurz ab und wieder an, nun sollte spätestens<br />

nach Ausführen des Menüpunkts 25. Refresh<br />

Main Menu die Seriennummer des Smartphoness<br />

unter „List of devices attached“ im<br />

oberen Bereich erscheinen.<br />

Nun machen Sie sich dazu auf,<br />

Ihr Galaxy Note 2 endgültig zu rooten.<br />

Öffnen Sie im Toolkit die Option<br />

2. Root/ UnRoot Options und<br />

wählen anschließend den Eintrag<br />

KEIN RECOVERY?<br />

3. ALL INONE aus, er installiert automatisiert<br />

einen offenen Bootloader,<br />

ein alternatives Recovery zur<br />

Installation von Custom-ROMs und<br />

auch ein Root-Tool zur Steuerung<br />

der Root-Zugriffe auf dem Handy.<br />

Das Toolkit stellt Ihnen sowohl<br />

beim Recovery wie auch beim<br />

Root-Tool jeweils zwei Optionen<br />

zur Auswahl. Ob nun das bewährte<br />

Clockworkmod Recovery<br />

oder das modernere TWRP Touch<br />

Recovery bleibt Ihnen überlassen,<br />

wir bei Android User finden TWRP<br />

mittlerweile sehr gelungen. Auch<br />

beim Root-Manager ist es eher eine<br />

Frage des Geschmacks, ob Superuser<br />

oder SuperSU ist im Grunde<br />

egal, wir finden das modernere SuperSU<br />

ein wenig besser.<br />

Das Toolkit startet nun das<br />

ODIN3-Tool zum Installieren der<br />

gepatchten Boot- und Recovery-<br />

Partitionen und zeigt Ihnen anschließend auch<br />

gleich Informationen an, was genau zu tun ist.<br />

Lesen Sie den Text aufmerksam durch, sollten<br />

die Entwickler an dieser Stelle etwas seit Erstellung<br />

dieses Beitrags geändert haben, so erfahren<br />

Sie hier, wie es weitergeht.<br />

Sollten Sie aus Versehen kein Recovery-Image<br />

installiert haben, so<br />

holen Sie dies unter 5. Flash Custom<br />

Recovery nach. Wählen Sie<br />

hier wieder unter PDA das gewünschte<br />

Recovery aus (wir empfehlen<br />

TWRP), warten bis Odin3<br />

gestartet wurde und folgen dann<br />

erneut dem Anleitungstext im<br />

Fenster des Toolkits. <strong>Die</strong> Image-<br />

Datei recovery-twrp-2.3.2.3-N7100.tar<br />

finden<br />

Sie diesmal im Unterordner<br />

Recovery.<br />

Abb. 4: <strong>Die</strong> Option „ALLINONE“ spielt den Root-Patch in einem<br />

Rutsch ohne weitere Nachfragen komplett auf das Handy ein.<br />

192<br />

02/2013 APPS & TIPPS


TIPPS & TRICKS<br />

Galaxy Note 2 rooten<br />

Achten Sie nun darauf, dass in Odin3 nur die<br />

Optionen Auto Reboot und F. Reset Time aktiviert<br />

sind. Wählen Sie zudem unter PDA aus<br />

dem Verzeichnis Root\GT-N7100 innerhalb des<br />

Installationsordners des Toolkits die Datei<br />

boot-insecure-dlk7-recovery-N7100.tar aus.<br />

Achten Sie an dieser Stelle bitte auf das „recovery“<br />

im Dateinamen, es gibt in diesem Verzeichnis<br />

auch eine Image-Datei ohne diesen Zusatz,<br />

die kein Recovery-Image enthält.<br />

Ein Klick auf Start führt nun das Rooten automatisiert<br />

aus. Im Display des Handys erscheint<br />

zwischendurch die Meldung<br />

„Downloading… Do not turn of<br />

target!!“, nehmen Sie die Warnung<br />

bitte ernst, und schalten Sie das<br />

Handy in dieser Phase auf keinen<br />

Fall aus, sonst besteht die Gefahr,<br />

dass Sie Ihr Handy nur noch als<br />

Türstopper verwenden können.<br />

Nach einem Neustart des Handys<br />

ist der kritische Part der Installation<br />

des offenen Bootloaders und<br />

des freien Recovery-Systems überstanden,<br />

und das Toolkit spielt automatisch<br />

die restlichen Komponenten<br />

des kompletten Root-Patches<br />

ein. Am Ende führt das<br />

Handy wieder einen Neustart<br />

durch. Im App-Drawer sollten Sie<br />

nun mit SuperSU eine zusätzliche<br />

App zur Steuerung der Root-Zugriffe<br />

haben, sodass Sie in Zukunft<br />

Root-Apps wie AdBlock oder<br />

aWall+ auf Ihrem Handy nutzen<br />

können. Zudem landen Sie von<br />

nun an auch automatisch im leistungsfähigen<br />

TWRP-Recovery-Modus,<br />

wenn Sie das Handy aus- und<br />

über die Tastenkombination<br />

[Lauter]+[Power]+[Home] wieder<br />

einschalten.<br />

Abb. 5: Das Rootkit erklärt im Detail und unmissverständlich, was in<br />

ODIN3 an Optionen auszuwählen ist.<br />

Custom-ROMs<br />

sinnvoll?<br />

Abseits der Root-Rechte auf dem<br />

Handy, steht es Ihnen nun frei,<br />

über TWRP ein Custom-ROM für<br />

das Note 2 zu installieren. Auf XDA<br />

Developers [LINK 5] finden Sie eine<br />

Liste mit mehr als 20 verschiedenen<br />

ROMs für das Gerät, auch der Klassiker CyanogenMod<br />

ist hier – wenn auch noch nicht in<br />

einer inoffiziellen Version – vertreten.<br />

Beachten Sie aber, dass Ihnen ohne<br />

Samsungs eigene Benutzeroberfläche TouchWiz<br />

einer der großen Pro-Punkte für das Note fehlt.<br />

Schließlich machen die für die Stifteingabe und<br />

den Zweifenstermodus optimierten Samsung-<br />

Apps den Reiz an den Note-Geräten aus. Suchen<br />

Sie sich daher besser eines der TW-Based<br />

ROMs aus, die aufbauend auf TouchWiz weitere<br />

Features in das Note-ROM einbauen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 6: Das TWRP-Recovery lässt sich über große Tasten auch mit<br />

dem Finger über den Touchscreen bedienen.<br />

ALLE LINKS<br />

><br />

android- user.de/qr/29033<br />

APPS & TIPPS 02/2013 193


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IMPRESSUM ISSN: 2196-274X<br />

Android Apps&<strong>Tipps</strong> ist eine Publikation der<br />

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<br />

Redaktion<br />

Arnold Zimprich, Christoph Langner,<br />

Marcel Hilzinger<br />

Autoren dieser Ausgabe<br />

Arnold Zimprich , Christoph Langner, Hans Labod,<br />

Marcel Hilzinger, Mirko Mahlberg, Jasmin Bauer,<br />

Patrick Neef, Daniel Dubsky, Ludwig Hubert,<br />

Ricarda Riechert, Samuel Groesch, Antonio Dedic<br />

Grafik<br />

Judith Erb (Design & Layout), Kristina Fleischer,<br />

Mike Gajer<br />

(Titel: Judith Erb; Batterie von Sergey Kandakov,<br />

123RF)<br />

Bildnachweis<br />

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere<br />

Produktionsleitung<br />

Christian Ullrich <br />

Druck<br />

Vogel Druck und Medienservice GmbH,<br />

97204 Höchberg<br />

Geschäftsleitung<br />

Brian Osborn (Vorstand)<br />

<br />

Hermann Plank (Vorstand)<br />

<br />

Marketing und Vertrieb<br />

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23<br />

Anzeigenverkauf<br />

D / A / CH<br />

Petra Jaser <br />

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 24 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99<br />

Michael Seiter <br />

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99<br />

USA und weitere Länder<br />

Ann Jesse <br />

Tel.: +1 785 841 8834<br />

Joanna Earl <br />

Tel.: +1 785 727 5275<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2013.<br />

Onlineshop<br />

http://www.medialinx-shop.de<br />

Pressevertrieb<br />

MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG<br />

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim<br />

Tel.: 089/31906-0, Fax: 089/31906-113<br />

Einzelheftpreise D,A,CH und EU<br />

Android User Deutschland Österreich Schweiz Europa<br />

Einzelpreis 9,80 Euro 10,80 Euro 19,60 Sfr 12,75 Euro<br />

Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentli chungen<br />

kann – trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion –<br />

vom Verlag nicht übernommen werden. Mit der Einsendung<br />

von Manuskripten oder Leserbriefen gibt der Verfasser<br />

seine Einwilligung zur Veröffent lich ung in einer<br />

Publikation der Medialinx AG. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte oder Beiträge übernehmen Redaktion und<br />

Verlag keinerlei Haftung.<br />

Autoreninfos<br />

<strong>Die</strong> Redaktion behält sich vor, Einsendungen zu kürzen<br />

und zu überarbeiten. Das exklusive Urheber- und Ver wertungsrecht<br />

für angenommene Manus kripte liegt beim<br />

Ver lag. Es darf kein Teil des Inhalts ohne schriftliche Genehmigung<br />

des Verlags in irgendeiner Form vervielfältigt<br />

oder verbreitet werden.<br />

Copyright © 1999 - 2013 Medialinx AG<br />

MARKEN / WARENZEICHEN<br />

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das bitte per Mail an redaktion@apps-und-tipps.de mit, damit wir den Eintrag umgehend korrigieren<br />

können.<br />

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