Tier & Apotheke - S&D-Verlag GmbH

sudverlag

Tier & Apotheke - S&D-Verlag GmbH

07 | 2013 · www.Unsere-besten-Freunde.com Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Tier & Apotheke

Diese Ausgabe

wurde von

Ihrer Apotheke bezahlt

Ziervögel –

Wer zu wem passt

Tierpark Zittau:

Mitmachen statt

zuschauen

Wenn Hunde

baden gehen ...


Inhalt

Foto: © G. Metz/ VDH Foto: © Wikimedia/ Stu Phillips

Foto: © Wikimedi

Alexander von Humboldt

Abenteuer Wissenschaft – für den

weltberühmten Naturforscher in

preußischen Diensten galt dieses

Motto gleich in doppelter Weise.

Denn bei seinen richtungsweisenden

Forschungsexpeditionen

riskierte er häufig Kopf und Kragen.

Seite 08

Der Falter mit dem C

Mit einer raffinierten Methode gelingt

es dem Edelfalter mit der merkwürdigen

Bezeichnung „C-Falter“, vor den Augen

seiner Feinde zu verschwinden.

Seite 18

Eile mit Weile

Soll ein neues Kaninchen das

heimische Langohrheim bereichern,

sind sich die Tiere nicht immer

gleich auf Anhieb sympathisch.

Manchmal brauchen die kleinen

Hausgenossen etwas mehr Zeit,

um sich aneinander zu gewöhnen.

Seite 25

Aktuell & Erstaunlich

04 Serie Tier-Symbiosen: Madenhacker halten Großtiere gesund

04 Klimastress für den Polardorsch

05 Baumstachler: Mit Widerhaken gegen Feinde

05 Windparks als Hummer-Heimat?

05 Gewitter gelassen überstehen

Natur & Wildnis

08 Serie „Berühmte Tierforscher“ (letzter Teil):

Alexander von Humboldt: Abenteuerlicher Urvater der modernen Ökologie

18 Tarnen und täuschen: C-Falter – Vom Edelfalter zum Blatt

27 Serie „Tierisch verwandt“: Spechte hämmern auf der ganzen Welt.

Tierporträt

06 Gouldamadinen mögen’s heiß

Tierhaltung & Pflege

10 Apothekentipp: Ziervögel - Wer kann mit wem?

11 Kein unnötiger Luxus: Tierhalterhaftpflicht für Hunde

22 Serie: „Das höchste Glück der Erde...“

Teil 2: Springreiten: Wirf’ dein Herz über den Sprung...

24 Praxistipp: Sommer, Sonne, Hitzefalle

25 Langohrige „Untermieter“: Eile mit Weile

28 Hundehaltung: Geregelter Badespaß!

Wissenschaft & Forschung

20 Serie „Vorsicht, giftig!“: Schnabeltier – Mit Gift gegen Rivalen

20 Piranhas übertrumpfen T-Rex

20 Thermometerhühner: Brutschränke für den Nachwuchs

21 Apothekerskinke schwimmen im Sand

21 Fleißige Wildbienen

21 Serie „Phantastische Tiere“: Geflügeltes Götterpferd aus der Antike: „Der Pegasus“

Tiere & Menschen

03 Wie kleine Vögel zwitschern lernen

13 Serie „Hier kommt Kitoja“: Das erste Jahr im Leben einer Zoogiraffe (Teil 7 von 12)

„Geschwister sind was Tolles!“

26 Serie Modehunde: Der Prager Rattler – Gesellschaftshund mit langer Geschichte

Tiere & Schutz

12 „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier

Sammelserie: Tierparks in Deutschland

31 Tierpark Zittau: Anpacken statt nur Anschauen

Rubriken

07 Gewinnspiel: „Starlight Express“

14 Juniorseiten – Rätsel und mehr

16 Tierposter mit Kalenderteil

19 Kreuzworträtsel

23 Gewinnspiel: Springpferde-Pflegesets

29 Drago’s Schlaumeierecke

29 Gewinnspiel: Das NAJU-Wasserquiz

30 Vorschau und Impressum

32 Tierisch gesund im Juli ...

Hallo ...

... ich bin Drago und erkläre euch das Titelbild: Die beiden kleinen Katzenkinder, die

hier durch das Gras stromern, beginnen gerade erst damit, neugierig ihre Umwelt zu erkunden.

Dabei sind sie natürlich noch ein wenig unsicher. Aber Mutter Katze wird ihnen

in den nächsten Tagen und Wochen alles beibringen, was pfiffige kleine Kätzchen wissen

müssen, um gut im Leben zurechtzukommen.

www.Unsere-besten-Freunde.com

2 07 | 2013 Unsere besten Freunde

Foto: © Carola Schubbel/Fotolia


Unsere besten Freunde

Tiere & Menschen

Wie kleine

Vögel

zwitschern

lernen

Foto: © Wikimedia/ Maurice van Bruggen

Singvögel können nicht von Geburt an zwitschern,

sondern müssen ihren Gesang erst von ihren Eltern

lernen. Dabei machten Forscher vor Kurzem eine

erstaunliche Entdeckung.

Wenn Kleinkinder sprechen lernen, dann tun sie dies, indem

sie ihren Eltern aufmerksam zuhören und versuchen,

die wahrgenommenen Laute möglichst perfekt

wiederzugeben. Jüngste Untersuchungen von Wissenschaftlern

an der niederländischen Universität Utrecht haben jetzt ergeben,

dass junge Singvögel

auf genau die gleiche Art und

Weise ihren Gesang erlernen.

Erstaunlicherweise entwickelt

sich die Sprache beim Menschen

und der Gesang bei

Singvögeln in ganz ähnlichen

Hirnarealen. Dabei ist beim

Menschen ein „Wernicke-Areal“

genannter Hirnabschnitt dafür

zuständig, Gehörtes zu

verstehen und sich zu merken,

ein anderer, „Broca-Areal“

genannter Bereich ist besonders

aktiv, wenn es darum

geht, neue Wörter und Sätze

zu erlernen. Ganz ähnlich arbeitet das Gehirn der gefiederten

kleinen Sänger: Ein Bereich ihres Gehirns ist für das Sprachgedächtnis

verantwortlich, ein anderer wird aktiv, wenn die Jungtiere

neue „Gesangsstrophen“ erlernen.

Für ihre Studien beobachteten die niederländischen Wissenschaftler

22 männliche Zebrafinken, die gerade begannen, die

„Sprache“ und den Gesang ihrer Artgenossen zu lernen. Dabei

zeigte sich, dass es im Verlauf des Spracherwerbs der kleinen

Sänger genau wie bei Kleinkindern eine gewisse Übergangsphase

gibt, in der das Erlernte

in Form von Brabbeln noch

mehr oder weniger unkorrekt

wiedergegeben wird, bevor

sich die ersten klaren Sprachbeziehungsweise

Gesangsstrukturen

zeigen.

Foto: © Wikimedia/ Peripitus

Allerdings kann hinsichtlich

ihres Gesangs bei diesen Vögeln

nicht von „Muttersprache“

gesprochen werden.

Denn für das Sprachtraining

ihres Nachwuchses sind bei

Zebrafinken die Väter verantwortlich.

Ihr munteres Gezwitscher

ist also ihre „Vatersprache“.

Unsere besten Freunde 07 | 2013 3


Aktuell & Erstaunlich

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie

Tier-Symbiosen“

Madenhacker

halten

Großtiere

gesund

Die ausgesprochen geselligen

Vögel mit dem etwas

unappetitlichen Namen

„Madenhacker“ haben sich eine

besonders bequeme Art der Futterbeschaffung

ausgedacht. Denn statt ihre

Zeit mit der mühsamen Suche nach Insekten,

Würmern und anderen „Leckerbissen“

in freier Natur zu verbringen, sammeln sie sich auf den Rücken

von großen Haustieren oder friedlichen Wildtieren wie

Nilpferden oder Wasserbüffeln, um das Fell und die Haut ihrer

Wirtstiere nach Parasiten abzusuchen. Gleichzeitig halten

die wachsamen Tiere nach möglichen Feinden ihrer

Foto: © Wikimedia/ Yoki

Hilfst Du mir, helf’ ich Dir“. Auf der Suche nach Futter und Schutz vor Feinden entwickeln

manche Tierarten sehr geschickte Überlebensstrategien, indem sie sich mit anderen Tierarten

„verbünden“. Manchmal mit ganz erstaunlichen Effekten ...

Foto: © Wikimedia/ Robur.q

Wirte Ausschau und warnen ihre „Gastgeber“,

sobald sie etwas Verdächtiges erspäht haben.

Das Entfernen von Hautparasiten durch die Madenhacker

hilft übrigens nicht nur, ein einzelnes Wirtstier gesund zu erhalten,

sondern trägt durch die Reduzierung der Ansteckungsgefahr

zur Gesundheit der ganzen Herde bei. Das Ergebnis

dieser sehr praktischen Symbiose: Madenhacker satt,

Wirtstier sauber.

Foto: © Wikimedia/ Donald Macauley

Klimastress für den

Polardorsch

Durch die zunehmende Erwärmung

der Meere wird es dem kälteliebenden

Kabeljau in seinen angestammten

Gewässern allmählich zu

warm. Große Schwärme dieses beliebten

Speisefischs machen sich bereits zunehmend

auf die Suche nach neuen, kühleren

Revieren. Doch diese Entwicklung

beobachten Forscher des Alfred Wegener

Instituts für Polar- und Meeresfor-

schung in Bremerhaven mit Sorge. Denn

die Abwanderung der Fische aus ihren

angestammten Gebieten in die Nord-

Foto: © Wikimedia/Hauke Flores

polarregionen des Atlantiks führt dazu,

dass sich diese Tiere zunehmend in den

Revieren des Polardorschs breit machen.

Daher wollen die Bremerhavener Wissenschaftler

zusammen mit Kollegen der

Universitäten Bremen, Düsseldorf und

Münster auf einer Exkursion mit ihrem

Forschungsschiff „Heincke“ von Mitte

August bis Mitte September mit Untersuchungen

rund um die Küsten Spitzbergens

herausfinden, wie arg der Polardorsch

bereits durch den Kabeljau bedrängt

wird, um die Folgen der Meereserwärmung

für diese Tiere noch genauer

abschätzen zu können.

TRENDIG, AKTUELL, ANDERS

„Frau & Gesundheit“ das Magazin

für die moderne Frau

Kosmetik+Ernährung+Lifestyle und vieles mehr

Außerdem erscheinen im S & D Verlag zum 1. eines jeden

Monats die Apotheken-Kundenzeitschriften:

Naturheilkunde & Gesundheit, die sanfte Medizin aus

Ihrer Apotheke, Unsere besten Freunde, gesunde und

spannende Infos für Tierfreunde, KOPF-fit, für Gehirnjogging

und Gedächtnistraining, Rätsel-aktuell, randvoll mit Denksportaufgaben

sowie Sudoku-spezial, für alle Freunde der japanischen Knobelei.

4 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Baumstachler:

Mit Widerhaken gegen Feinde

Foto: © Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen/ Dijana Wittmers

Ein raffinierter Trick der Natur bewirkt,

dass die Verteidigungswerkzeuge

der Baumstachler viel effizienter zustechen

als die Nadeln ihrer nächsten Verwandten,

der Stachelschweine. Das Geheimnis:

Die rund 30.000 Stacheln des in

Nordamerika heimischen Baumstachlers

weisen an der Spitze feine, etwa haaresdicke

Schuppen auf. Durch diese Schuppen

kann die Spitze der Stacheln der wehrhaften

Baumbewohner viel leichter in die

Haut eines Gegners eindringen als jede

Injektionsnadel. Forscher der amerikanischen

Harvard Medical School in Cambridge/

Massachussetts, die die Stacheln

des Baumstachlers intensiv untersucht

haben, fanden nun heraus, dass deren

Form möglicherweise ein Vorbild für verschiedene

Medizinprodukte sein könnte.

Denkbar sind etwa Kanülen, die beim Stechen

weitaus weniger Schmerzen bereiten

als herkömmliche Injektionsnadeln.

Ein erster Prototyp einer solchen Nadel

wurde bereits erfolgreich getestet.

Aktuell & Erstaunlich

Foto: © Wikimedia/ Pedrosanch

Windparks als

Hummer-Heimat?

Foto: © Ulrike Schanz Fotodesign

Gewitter

gelassen

überstehen

Foto: © Wikimedia/ Hans Hillewaert

Um herauszufinden, ob sich der Europäische Hummer erfolgreich

am Grund von Windrädern in Offshore-Windparks

ansiedeln kann, haben Helgoländer Forschende mit

der Aufzucht von 3.000 Hummern begonnen, die im nächsten

Jahr ausgewildert werden sollen. Dann soll sich zeigen, inwieweit

sich diese Krustentiere in einer künstlich geschaffenen Umwelt

von den Bestandseinbrüchen der 1950er- und 1960er-Jahre

erholen können. Denn geeigneter natürlicher Lebensraum für

diese nachtaktiven Höhlenbewohner ist am meist flachen, sandigen

Meeresboden der Nordsee knapp. Haben die künstlich aufgezogenen

Jung-Hummer eine Körpergröße von etwa zehn

Zentimetern erreicht, sollen sie im Offshore-Windpark „Riffgatt“

vor den Küsten Borkums in den künstlichen Steinfeldern, die als

Brandungsschutz rund um die Masten der Windanlagen angehäuft

wurden, angesiedelt werden. Taucher sollen dann die

weitere Entwicklung der Jungtiere regelmäßig überprüfen.

Braut sich nach der Hitze des Tages ein Sommergewitter

zusammen, und zucken die ersten Blitze über den Himmel,

ist es mit der Gelassenheit so mancher Vierbeiner schnell

vorbei. Sie werden unruhig und nervös, oder laufen ziellos in

ihrem Käfig oder in der Wohnung umher.

Ängstliche Haustiere überstehen ein sommerliches Unwetter am

besten, wenn Herrchen oder Frauchen ganz gelassen bleiben

und somit ihrem Tier signalisieren, dass trotz des Unwetters alles

in bester Ordnung ist. Bei sehr ängstlichen Tieren kann es auch

hilfreich sein, die Vorhänge zuzuziehen, denn die abgedunkelten

Fenster vermitteln den Tieren zusätzlich Sicherheit und schützen

zudem ihre empfindlichen Augen gegen das grelle Licht der

Blitze. Auch ein paar Tropfen der bekannten „Rescue“-Bachblüten

aus Ihrer Apotheke können helfen, ein verängstigtes Tier

während eines Gewitters etwas zu beruhigen.

Unsere besten Freunde 07 | 2013 5


Tierporträt [Haustier]

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Die natürliche Heimat

der kleinen australischen

Prachtfinken gilt als der heißeste

Flecken Erde auf der Südhalbkugel

unseres Planeten. Und sehr speziell an

ihren Lebensraum angepasst, ist ihre Haltung

in der heimischen Voliere nicht nur wegen der

benötigten Temperaturen keine einfache Sache.

Foto: © Wikimedia/ Ltshears

Gouldamadinen

mögen’s heiß

Die Bezeichnung „Gouldamadine“ für diese kleinen, munteren

Australier bezieht sich nicht auf das goldgelb ihres

Gefieders, sondern geht zurück auf den britischen Naturforscher

und Tiermaler John Gould, der in den Jahren 1838 und

1840 diese Finkenart erstmals wissenschaftlich beschrieben

hat. Zu Ehren seiner Frau, die ihn auf seinen anstrengenden

und abenteuerlichen Forschungsreisen in den heißen Norden

Australiens stets begleitete, nannte er diese Vögel zunächst „Lady

Gould’s Amadine“, woraus sich in späteren Jahren die Bezeichnung

„Gouldamadine“ entwickelte.

Foto: © Wikimedia/ Nigel Jacques

Die ersten lebenden Gouldamadinen gelangten im Jahre 1887

nach England, wo sie sofort die Aufmerksamkeit zahlreicher

Ziervogelhalter auf sich zogen. 1896 wurden sie erstmals auch

in Deutschland vorgestellt, wo sie auf einer großen Vogelschau

in Berlin vertreten waren.

Doch die Nachzucht der Tiere in den

heimischen Käfigen und Volieren war

aufgrund der großen Spezialisierung

und Anpassung dieser Tiere an ihren

nordaustralischen Lebensraum überaus

schwierig und gelang, wenn

überhaupt, nur ausgesprochen selten.

Deswegen wurde die große

Nachfrage nach den bunten Ziervögeln

fast ausschließlich aus Wildfängen gedeckt, die jedoch

den Bestand dieser Prachtfinken in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet

sehr drastisch reduzierte. Heute schätzen Fachleute

den verbliebenen Bestand in Freiheit lebender Gouldamadi-

nen auf weniger als 2.500 Exemplare, weswegen diese Art von

der weltweiten Naturschutzorganisation IUCN („International

Union for Conservation of Nature and Natural Resources“) als

„stark gefährdet“ eingestuft wird.

Zwar sind die von Menschen gezüchteten

Nachfahren dieser Vögel in heimischen

Volieren ein klein wenig anspruchsloser,

was ihre Haltung und Versorgung

betrifft als ihre wildlebenden

Verwandten. Aber die Pflege von Gouldamadinen

bleibt dennoch eine sehr aufwändige

Sache. Dazu zählt zunächst,

dass die bunten Tiere als Schwarmvögel

sehr viel Platz beanspruchen. In Gemeinschaft

gehalten, benötigt jedes Paar nach Aussagen erfahrener

Züchter einen Raum von mindestens einem Kubikmeter um

sich herum. Sollen etwa vier solcher Amadinenpärchen in einer

gemeinsamen Voliere gehalten werden, muss diese schon min-

Foto: © Wikimedia/ Marcos Andr

6 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Foto: © Wikimedia/ Leandro Prudencio

Fotos: © Mehr!Entertainment

Foto: © Wikimedia/ Dana Sibera

destens zwei Meter hoch, einen Meter breit und zwei Meter tief

sein, damit sich deren gefiederten Bewohner nicht im wahrsten

Wortsinn „ins Gehege kommen“.

Weiterhin muss bei der Haltung der empfindlichen Tiere auf eine

gleichbleibende Temperatur von 22 bis 24° Celsius in der

Voliere geachtet werden, da die Vögel bei weniger warmen

Temperaturen schnell krank werden können. Und ebenso exotisch

wie die Tiere selber ist auch ihr Speisezettel. So bevorzugen

die kleinen Australier vorwiegend Senegal-, Manna-, Japan-,

Plata- und Silberhirse sowie Glanz, auch Kanariensaat genannt,

in ihren Futternäpfen. Darüber hinaus benötigen sie

aber auch in geringen Mengen tierisches Eiweiß, das in Form

von Insekten zugefüttert werden sollte. Weil die Haltung dieser

Prachtfinken rundherum eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit

ist, sollten sich Interessierte vor der Anschaffung sehr

gründlich über die speziellen Haltungsbedingungen informieren.

Am besten geht das natürlich bei erfahrenen Züchtern, die

beispielsweise in den Gremien der Vereinigung für Artenschutz,

Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) e.V. (www.azvogelzucht.de)

oder anderen Fachverbänden organisiert sind.

Starlight Express –

Das rasante Musicalspektakel

der ganz besonderen Art!

Schon 14 Millionen Besucher in über

25 Jahren haben mit der kleinen

Dampflock „Rusty“ mitgefiebert, wenn sie in einem spannenden

Wettrennen gegen ihre Gegner wie den temperamentvollen

Schnellzug „Espresso“, den überpünktlichen ICE „Ruhrgold“

oder die arrogante Diesellokomotive „Greaseball“ antritt. Fast

verliert „Rusty“ im Wettkampf gegen diese Übermacht den

Glauben an sich.

Wäre da nicht der legendäre

„Starlight Express“...

Für alle, die dieses rasante und

spektakuläre Musical hautnah

miterleben wollen, verlosen

wir zwei Mal zwei Eintrittskarten

für das Bochumer Starlight-Express-Theater.

Und so geht’s: Schicken Sie uns bis zum 31. Juli eine ausreichend

frankierte Postkarte mit dem Lösungswort (farbig unterlegte

Felder aus dem Rätsel auf Seite 19) und der Adresse der

Apotheke, von der Sie „Unsere besten Freunde“ immer bekommen,

an:

S&D Verlag GmbH

Stichwort: „Starlight-Express“ (bitte unbedingt angeben)

Postfach 1213

47592 Geldern

Und jetzt:

Die Preise wurden gestiftet von der

Mehr! Entertainment GmbH, Düsseldorf.

„Unsere besten Freunde“ – LeserInnen erhalten bei Nennung

der PIN 21304 eine Ermäßigung von 10 % beim Kartenkauf.

Tickets und Informationen unter: 0211- 73 44 120

www.eintrittskarten.de

(Per Fax oder E-Mail eingesandte Lösungen werden nicht berücksichtigt. Mehrfachsendungen

führen zum Ausschluss. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinne

sind nicht übertragbar und werden nicht in bar ausgezahlt. Die Gewinner werden persönlich

benachrichtigt.)

Unsere besten Freunde 07 | 2013 7


Natur & Wildnis

Serie: Berühmte Tierforscher

Letzter Teil der Serie!

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

„Besessen vom Messen“

Alexander

Fotos: © Wikimedia

von Humboldt

Abenteuerlicher Urvater der modernen Ökologie

Aus einem wohlhabenden Elternhaus

und wohlbehütet aufgewachsen, hätte

Alexander von Humboldt eigentlich ein

sorgenfreies, bequemes Leben führen

können. Doch für seinen Traum der Erforschung

der Welt verlässt der strebsame

Universalgelehrte das sichere

Europa, um fortan ein abenteuerliches

Forscherdasein in Südamerika zu führen.

Durch eine einzige Forschungsreise

gelangt er nicht nur zu wissenschaftlichem

Weltruhm.

Am 14. September 1769 in Berlin geboren,

wird der kleine Alexander

schon früh mit Bildung vertraut gemacht.

Seine zahlreichen Hauslehrer vermitteln

ihm ein reichhaltiges Wissen über

Geschichte, Literatur und Sprachen, was

ihm bei seinem späteren ungeheuren Forschungsdrang

sehr zugutekommen sollte.

ter Mangels Interesse abbricht. Wieder zurück

in Berlin, sucht er den Kontakt zu dem

bekannten Botaniker Carl Ludwig Wildenow,

der in Humboldt endgültig das Interesse

für Naturwissenschaften, insbesondere

die Pflanzenkunde und Zoologie

weckt.

Die Botanik öffnet ihm den Blick für die natürlichen

Schönheiten dieser Welt. Er beginnt,

systematisch heimische Pflanzen zu

sammeln und zu beschreiben, und als er

später für kurze Zeit an einer Hamburger

Handelsakademie studiert, treibt er sich

bei stürmischem Wetter mit seinen Messinstrumenten

an den Ufern der Elbe herum,

um dort waghalsige Wellenmessungen

vorzunehmen. In der folgenden Zeit bringt

ihn sein Forscherdrang dazu, alle möglichen

Naturerscheinungen zu vermessen

und zu kartieren. Erste Reiseerfahrungen

macht er dabei durch seine Begegnung

mit dem Weltreisenden Georg Foster, mit

dem er gemeinsame Reisen durch Frankreich,

England und die Niederlande unternimmt.

Doch die endgültige Wende in seinem Leben

tritt ein, als im Jahre 1796 seine Mutter

stirbt. Er beschließt, die umfangreichen

Ländereien seiner Familie zu verkaufen, um

Foto: © Wikimedia/ CRaPuLe

Doch zunächst setzt Humboldt als Sprössling

einer sehr wohlhabenden Adelsfamilie

alles daran, wie sein bereits früh verstorbener

Vater, ein Major in preußischen Diensten,

als Soldat zu dienen. Auf Druck seiner

Familie beginnt er später in Frankfurt an

der Oder mit dem Studium der heute als

„Volkswirtschaft“ bezeichneten „Kameralistik“,

das er aber bereits nach einem Semessich

mit dem sehr stattlichen Erlös fortan

ganz seinen Wissenschaften zu widmen. In

Paris lernt Humboldt den französischen

Naturforscher Aimé Bonpland kennen und

schätzen, und bricht mit ihm nach Spanien

auf. Durch die Vermittlung des sächsischen

Tukan

Gesandten am spanischen Königshof erhält

er in mehreren Audienzen bei König

Karl V und seiner Gattin, Königin Maria Luise

von Bourbon Gelegenheit, das Königspaar

durch seine perfekten Spanischkenntnisse

und seinen unbändigen Forscherdrang

zu beeindrucken. Es gelingt ihm auf

diese Weise, für sich und seinen Freund

Bonpland die ausgedehnteste Erlaubnis

zu einer sehr umfangreichen Forschungsreise

durch sämtliche spanischen Kolonien

8 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Natur & Wildnis

Fotos: © Wikimedia/ Kilobug

Fotos: © Wikimedia/ Pahpaha

Der 6.267 Meter hohe Chimborazo in Ecuador war eine der ganz großen

Herausforderungen für die Forschungen Humboldts und Bonplands

auf ihrer Südamerika-Expedition.

Nur unter großen Gefahren und Entbehrungen gelang es Humboldt und

seinen Begleitern, die exotische Tier- und Pflanzenwelt des dichten, unzugänglichen

südamerikanischen Dschungels zu erforschen.

Südamerikas zu bekommen – übrigens die

einzige große Forschungsreise in seinem

Leben.

Am 5. Juni 1799 stechen Humboldt und

Bonpland mit dem Segelschiff „Pizarro“

Jaguar

Foto: © Wikimedia/ Pascal Blachier

treuer Hund im Dschungel von einem

Jaguar gefressen.

Gepeinigt von der brodelnden, dampfenden

Hitze des endlosen tropischen Urwaldes,

von Hunger, Durst, Myriaden von

Stechmücken und dem unwegsamen Gelände,

erforscht er allen Hindernissen zum

Trotz mit unglaublicher Energie unermüdlich

die ihn umgebende Tier- und Pflanzenwelt.

Er sammelt tausende Pflanzen und

Tiere, und fertigt unzählige Skizzen und

Karten an, um seine exotische Umwelt

möglichst exakt zu beschreiben.

Foto: © Wikimedia/ Dako99

Expedition und kehren nach Europa zurück.

Wieder in Berlin, widmet sich Alexander

von Humboldt ganz der Auswertung

seiner Forschungsergebnisse. Daraus entsteht

in unermüdlicher Arbeit ein riesiges

wissenschaftliches Werk in 36 Bänden, bis

Leguan

über Teneriffa zunächst nach Venezuela in

See, um im Februar 1800 von dort aus ins

damals noch nahezu unbekannte Landesinnere

des südamerikanischen Kontinents

aufzubrechen. Dabei schont der rastlose

Forscher weder sich noch seine Begleiter.

So überlebt er Selbstversuche mit lebensgefährlichen

Zitteraalen nur mit Mühe,

seine Mannschaft ist auf den langen Reisen

ins Unbekannte oft dem Hungertod nahe,

und zu allem Unglück wird auch noch sein

Auf seiner weiteren Reise gelingt es ihm

und Bonpland auch, den 6.267 Meter hohen

Chimborazo in Ecuador als den damals

höchsten bekannten Berg der Erde mit einfachsten

Mitteln und ohne jegliche Spezialausrüstung

bis auf eine Höhe von 5.600

Metern zu erklimmen. An der peruanischen

Küste vermessen die beiden verwegenen

Wissenschaftler eine Meeresströmung

aus kaltem Tiefseewasser, die als

„Humboldtstrom“ großen Einfluss auf das

Klima der südamerikanischen Westküste

hat.

Im Juli 1804 beenden Humboldt und

Bonpland ihre abenteuerliche Südamerika-

zu dessen Fertigstellung 30 Jahre vergehen

sollten.

Zwar hat Humboldt, anders als andere Forschungsreisende,

bis zu seinem Tode am 6.

Mai 1859 keine neuen Länder entdeckt.

Doch als Universalgenie ist es sein Verdienst,

der Wissenschaft bis heute völlig

neue Erkenntniswege gewiesen und neuen

naturwissenschaftlichen Forschungsgebieten

den Weg geebnet zu haben.

Unsere besten Freunde 07 | 2013 9


Apothekentipp

Foto: © Gero Altmann

Tiergesundheit

aus Ihrer Apotheke:

Gero Altmann, Apotheker und Heilpraktiker

aus der Kreuz-Apotheke in

Recklinghausen, weiß Rat.

Ziervögel:

Wer kann mit wem?

Auch Vögel sind sich untereinander

nicht immer „grün“. Daher sollten verantwortungsvolle

Vogelhalter bei der

Zusammenstellung einer „Käfiggemeinschaft“

ihre gefiederten Mitbewohner

mit Bedacht auswählen. Denn

nicht alle Vogelarten können problemlos

gemeinsam gehalten werden.

Eine bunte Vogelgesellschaft mit unterschiedlichen

Arten kann mit ihrer

Farbenpracht und Lebendigkeit das

Alltagsleben von Vogelfreunden ein ganzes

Stück weit bereichern. Sollen mehrere

Arten gemeinsam in einer natürlich möglichst

geräumigen Voliere gehalten werden,

ist es allerdings ratsam, sich vorher

bei einem Züchter oder im Zoofachhandel

darüber zu informieren, welche Vogelarten

miteinander „können“, und welche

Vergesellschaftungen problematisch sind.

So sind Papageien ausgesprochene

Schwarmvögel, die mindestens einen

weiteren Partner benötigen, um gesund

und munter zu bleiben. Das gilt ganz besonders

für Wellensittiche und Unzertrennliche.

Ist der Käfig sehr großzügig

bemessen, können auch Papageien unterschiedlicher

Arten darin gehalten

werden. Oberstes Gebot: Je mehr Platz,

desto besser.

Das gilt auch für Kanarienvögel, die

sich zwar weniger aus ihren Artgenossen

machen als die Papageien,

aber natürlich ebenfalls keine

Einzelgänger sind. Ist eine großzügige

Voliere vorhanden, die genügend Platz

für mehrere Individuen bietet, können

sich Kanarienvögel auch mit anderen Vogelarten

wie etwa den Prachtfinken gut

vertragen.

Die wichtigste Voraussetzung für ein

friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen

Arten ist, dass alle Tiere genügend

Platz zum Fressen, Trinken und

Baden haben, und auch bei ihren täglichen

Freiflugrunden nicht eingeengt

sind. Stimmen diese Voraussetzungen,

kann die gemeinschaftliche Haltung unterschiedlicher

Vogelarten auf die einzelnen

Tiere durchaus anregend und ermunternd

wirken. Allerdings sollten Vogelhalter

genau darauf achten, dass kein

Tier von den anderen ständig unterdrückt

wird und dadurch unter Stress

gerät. Um Ärger von vornherein mög-

lichst auszuschließen, sollte eine neue

Voliere von allen Vögeln gleichzeitig „in

Besitz genommen“ werden können. Dadurch

wird vermieden, dass ein „Alteingesessener“

sein Revier gegen einen

„Eindringling“ verteidigt.

Zieht ein „Neuer“ ins Vogelheim, sollte

unbedingt einige Tage genau beobachtet

werden, wie die Eingewöhnung der

Tiere verläuft. Um den Umzugsstress in

eine neue Voliere oder den Einzug eines

neuen Mitglieds in einen bestehenden

Schwarm etwas abzumildern, kann es

sich auch empfehlen, den Vögeln einige

Tage lang ein bis zwei Tropfen der altbewährten

„Rescue-Tropfen“ genannten

Bachblüten aus Ihrer Apotheke ins Tränkewasser

zu träufeln. Das kann die Eingewöhnungszeit

verkürzen, und die Tiere

kommen mit vorübergehendem

Stress besser zurecht.

Achtung:

Üblicherweise werden Bachblütenessenzen

in einem Wasser-Alkohol-

Gemisch hergestellt und abgegeben.

Da aber Ziervögel auf keinen Fall mit

Alkohol, selbst in kleinsten Mengen,

in Kontakt kommen dürfen,

gibt es spezielle Zubereitungen der

heilsamen Blütenessenzen für sie

auch ohne Alkohol.

Das Team aus Ihrer Apotheke

berät Sie gern.

Fotos: © Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

10 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Wenn es hart auf hart kommt

Kein unnötiger Luxus: Tierhalterhaftpflicht für Hunde

Laut Gesetz ist der Halter eines Tieres im Schadensfalle auch für

die finanziellen Folgen haftbar, die sein Vierbeiner verursacht

hat. Den wenigsten bewusst, kann diese Regelung schnell sehr

teuer werden, vor allem, wenn es nicht bei harmlosen Sachschäden

bleibt.

Anders als die Hundesteuer, die jeder Hundehalter entrichten

muss, ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung

für den eigenen Vierbeiner vielerorts eine rein freiwillige

Sache. So besteht derzeit bei uns lediglich in den drei Bundesländern

Hamburg, Berlin und Niedersachsen für Tierhalter eine

Verpflichtung, für ihren Hund eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung

abzuschließen.

Doch weil auch der bravste Hund einmal einen

Schaden verursachen kann, lohnt es sich auch

für alle anderen, über die Vorteile einer Haftpflichtversicherung

für ihren Vierbeiner

nachzudenken. Denn nicht nur der berühmte

Biss ins Bein des Postboten kann schnell

Kosten in schwindelnden Höhen verursachen.

Gut, wenn sich Hundehalter dann darauf

konzentrieren können, den Schaden

aus zwischenmenschlicher Sicht wieder gutzumachen,

und sich nicht noch vor den anfallenden

Behandlungs- und Folgekosten des

Geschädigten fürchten müssen.

Foto: © Fotolia

Tierhaltung & Pflege

ein oder gar beide Elternteile Kampfhunde sind, können bei

den meisten Versicherungspolicen nur gegen eine höhere

Versicherungsprämie abgesichert werden als bei anderen

Hunderassen sonst üblich.

Schauen Sie auch bei den übrigen Versicherungskonditionen

der unterschiedlichen Versicherer ganz genau hin. Denn die

Vorgaben und Bedingungen für die Aufnahme eines Tieres in

die betreffende Versicherungspolice können je nach Anbieter

sehr unterschiedlich sein, und spiegeln sich

meist in den anfallenden Versicherungsprämien

wider.

Passiver Rechtsschutz

Im Schadensfalle überprüft

eine gute Hundehalterversicherung

zunächst

alle Forderungen,

die an Herrchen

oder Frauchen vonseiten

Dritter gestellt werden. Unberechtigte

oder überzogene Forderungen werden

von der Versicherung abgelehnt, und im Ernstfall

übernimmt der Versicherer auch die Vertretung des Versicherungsnehmers

vor Gericht. Angesichts ansonsten anfallender

Anwaltskosten kann sich ein solcher im Juristendeutsch „passiver

Rechtsschutz“ für den Versicherten sehr schnell rechnen.

Vergleichen spart bares Geld

Eine gute Hundehalter-Haftpflichtversicherung muss nicht teuer

sein. Ebenso gilt es aber auch zu bedenken, dass eine billige

Versicherung meist weniger Schäden abdeckt als eine etwas

höherwertige. Und da Hund nicht gleich Hund ist, spielt bei der

Ausgestaltung eines passenden Versicherungspaketes auch die

Rasse des zu versichernden Hundes sowie die Tatsache, ob eine

(kostensenkende) Selbstbeteiligung eingerechnet wird, eine

weitere wichtige Rolle. Kampfhunde und Mischlinge, bei denen

Zeigen Sie’s dem Finanzamt

Noch ein Tipp: Da eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung

von den Finanzämtern im Regelfall zu den privaten Haftpflichtversicherungen

gezählt wird, kann sie wie auch die Haftpflichtversicherung

für den eigenen PKW oder die allgemeine Familienhaftpflicht

als Sonderausgabe bei der Steuererklärung geltend

gemacht werden. Allerdings bezieht sich diese Regelung

nur auf den Haftpflichtanteil einer Versicherungspolice. Macht

ein Tierhalter beispielsweise die Kosten für eine Versicherungskombination

aus Haftpflicht und der Absicherung für eventuelle

Tierarztkosten geltend, rechnet der Fiskus nur den Anteil der

Haftpflichtversicherung an. Eingetragen werden die Kosten für

die Hunde-Haftpflicht übrigens auf der Seite drei des Mantelbogens

der jährlichen Steuererklärung.

Unsere besten Freunde 07 | 2013 11


Tier & Schutz

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Aktion des Deutschen Tierschutzbundes:

„Nimmst du mein

Tier, nehm’ ich

dein Tier

Foto: © Fotolia

Immer noch ist der Beginn der Urlaubszeit

für viele Haustiere gleichzeitig der

Beginn eines langen Leidensweges.

Denn stehen die vierbeinigen oder gefiederten

Hausgenossen der Urlaubsplanung

ihrer Besitzer im Weg, landen

immer noch viel zu viele Tiere im Tierheim.

Dabei ist die sach- und vor allem

tierschutzgerechte Unterbringung und

Versorgung von „Daheimbleibern“ mit

ein wenig Planung ganz einfach. Der

Deutsche Tierschutzbund zeigt mit seiner

Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm’

ich dein Tier“, wie’s geht.

Rund 70.000 Haustiere, meist Hunde

und Katzen, aber auch Hamster,

Meerschweinchen und Ratten werden

jedes Jahr in den Sommermonaten

von gedankenlosen Tierhaltern ausgesetzt

und sich selbst überlassen. Doch Thomas

Schröder, der Präsident des Deutschen

Tierschutzbundes, macht darauf aufmerksam,

dass das Aussetzen eines Tieres kein

harmloses Kavaliersdelikt, sondern ein

ernster Straftatbestand ist, der mit einem

empfindlich hohen Bußgeld geahndet

werden kann.

Um verantwortungsvolle Tierbesitzer bei

der Suche nach der richtigen Urlaubsunterbringung

für ihr Tier zu unterstützen,

führt der Deutsche Tierschutzbund bereits

seit 19 Jahren in den Sommermonaten

seine Urlaubsaktion „Nimmst du mein Tier,

nehm’ ich dein Tier“ durch. Bei dieser Aktion

bringen die örtlichen Tierschutzvereine

Tierhalter zusammen, die sich während der

Urlaubszeit im Wechsel um die vierbeinigen

oder gefiederten Lieblinge kümmern.

Und für Menschen, die sich nicht dauerhaft

an ein Haustier binden möchten oder

können, ist diese Aktion

eine gute Gelegenheit,

aktiven Tierschutz

zu betreiben

und als „Tierbesitzer

auf Zeit“ ihre Freizeit

zur Abwechslung einmal

mit einem Tier zu

genießen.

Interessierte können

sich am Beratungstelefon

des Deutschen Tierschutzbundes

unter der

Nummer 0228 – 60496-27

noch bis September von

Montag bis Donnerstag in der Zeit von

9.00 bis 17.00 Uhr (freitags von 10.00 bis

16.00 Uhr) informieren, welcher Tierschutzverein

in ihrer Nähe auf der Suche nach einem

„Tauschpartner“ behilflich ist. Viele

weitere praktische und sehr nützliche

Tipps für den Urlaub mit Haustier finden

sich auch im Faltblatt „Tier und Urlaub“, das

der Deutsche Tierschutzbund mit Unterstützung

verschiedener Tierfutterhersteller

erarbeitet hat.

Der kostenlose Ratgeber ist bei den örtlichen

Tierschutzvereinen erhältlich oder

kann gegen einen mit 1,45 € frankierten

C-5-Rückumschlag unter dem Stichwort

„Nimmst du mein Tier, nehm’ ich

dein Tier“ beim Deutschen Tierschutzbund

e.V. angefordert werden.

Einfacher und umweltschonender

geht’s mit dem Internet.

Dort kann das Faltblatt unter:

www.tierschutzbund.de/

urlaubs-hilfe.html

kostenlos auf den eigenen

Rechner heruntergeladen

werden.

„Nimmst du mein Tier,

nehm’ ich dein Tier

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Baumschulallee 15

53115 Bonn

Urlaubs-Beratungstelefon

0228 – 60496-27

12 07 | 2013 Unsere besten Freunde

Foto: © Deutscher Tierschutzbund e.V.


Fotos: © ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen/ S. Haas

Unsere besten Freunde

Damit ihr

kleiner

Schützling wohlbehalten

heranwachsen kann, haben die

Pflegerinnen und Pfleger der

kleinen Giraffe aus der ZOOM

Erlebniswelt in Gelsenkirchen

alle Hände voll zu tun.

Denn im Alltag der langbeinigen

Exotin „Kitoja“ wird es nie

langweilig. „Unsere besten

Freunde“ berichtet von der

Geburt bis zu ihrem ersten

Geburtstag, was sich in der

Kinderstube der kleinen Exotin

so alles tut.

„Hier kommt Kitoja“: Das erste Jahr im Leben einer Zoogiraffe

Foto: © S & D Verlag/ K. Kulms

Teil 7 von 12

Tiere & Menschen

„Geschwister sind was Tolles!“

Foto: © ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Foto: © S & D Verlag/ K. Kulms

Mama ist die Beste

In der Natur bleiben Giraffenkälber

etwa eineinhalb

Jahre lang bei ihrer Mutter.

Die Tiere werden bereits mit

vier Jahren geschlechtsreif,

sind aber erst mit sechs Jahren

ausgewachsen. Zwar

werden Giraffenherden nur

selten angegriffen, doch obwohl

sie von ihren Müttern

immer gut beschützt werden,

fallen Giraffenkälber

häufig Raubtieren wie

Löwen, Leoparden oder Hyänen

zum Opfer. Daher erreichen

nur 25 bis 50 Prozent

der Jungtiere einer Herde

das Erwachsenenalter.

www.zoom-erlebniswelt.de

Längst ist Kitoja nicht mehr die jüngste Giraffe

in der Gelsenkirchener Zoom Erlebniswelt.

Denn neben ihrem älteren Vollbruder

Hans und ihren Halbbrüdern Jasho

und Kimary, die ebenfalls älter als sie sind,

leben noch ihr jüngerer Halbbruder

Themba und, als jüngster Nachwuchs,

der erst wenige Monate alte

Melmen in der bereits recht

ansehnlichen Giraffenherde.

Mit dem munteren Nachwuchs

haben die Tierpfleger alle Hände

voll zu tun. Denn selbst für die

langjährigen Giraffen-Profis der

Zoom Erlebniswelt ist es das erste Mal,

dass in der Herde derart viele Jungtiere leben.

Dabei zeigt sich, dass die Giraffenkinder,

streng nach dem Alter sortiert, zwei eigene

Gruppen bilden. So spielt Kitoja am liebsten

mit ihren beiden jüngeren Geschwistern. Normalerweise

sind alle drei Jungtiere ganz ruhige

Vertreter ihrer Art. Doch ab und zu haben

die kleinen Langhälse ihre „dollen fünf Minuten“,

rennen auf der weitläufigen Giraffenanlage

oder im großen Giraffenstall übermütig

umher und spielen dabei Fangen miteinander.

Kitojas ältere Brüder haben jedoch schon seit

geraumer Zeit keine Lust mehr, mit ihren jüngeren

Geschwistern aus dem „Giraffenkindergarten“

zu spielen. Sie verhalten sich mittlerweile

wie zwei „Halbstarke“, und wie für heranwachsende

Giraffenbullen typisch, beginnen

sie so allmählich damit, ihre Rangkämpfe un-

Foto: © S & D Verlag/ K. Kulms

tereinander auszutragen. Dafür jagen sie einander

hinterher und schlagen mit ihren Hälsen

nacheinander. Kitoja als das einzige Mädchen

der Giraffenherde kann damit jedoch

nichts anfangen und hält sich lieber im Hintergrund,

bis sich ihre Brüder ausgetobt

und wieder beruhigt haben.

Aber Kitoja ist nicht immer nur

ein braves und ruhiges Giraffenmädchen,

sondern kann manchmal

auch eine richtige „Zicke“

sein. Denn im Gegensatz zu ihrem

Bruder Hans, der genau wie

sie von den Pflegern mit der Milchflasche

großgezogen worden ist, und immer

noch gern den Kontakt zu seinen vertrauten

Personen sucht, mag es Kitoja überhaupt

nicht, von der Hand eines Menschen berührt

und angefasst zu werden. Sie kommt erst herbei,

wenn sie zu den üblichen Fütterungszeiten

ihre geliebte Milchflasche in der Hand der

Pfleger entdeckt hat. Dabei achtet sie streng

darauf, dass die Flasche auch mit dem „richtigen“

Nuckel bestückt ist. Zwar gibt es für die

Milchflasche aus hygienischen Gründen zwei

Nuckel, die für das menschliche Auge völlig

gleich aussehen. Aber Kitoja kann sehr genau

unterscheiden. Und ist einmal der „falsche“

Nuckel auf der Flasche, ist ihr auch die Milch

egal.

Das nächste Mal:

Seit Neuestem interessiert sich sogar die Wissenschaft

für Kitojas Alltag im Zoo. Wie sich die kleine Giraffe als

Studienobjekt wohl anstellt?

Foto: © ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen/ Dijana Wittmers

Unsere besten Freunde 07 | 2013 13


Spiel & Spaß

Ziffern verbinden

Verbinde die Ziffern der Reihe nach, und du kannst

erkennen, was sich in diesem Bild verbirgt!

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Buchstaben ordnen

Die Mäuse wollen einen Spaziergang ins ... machen.

Ordne die Wolken der Größe nach.

So ergeben die Buchstaben das Lösungswort.

Dragos Witz des Monats:

„Achtung! Frisch gestrichen!“,

steht im Tierpark am Gitter des

Zebrageheges.

„So ein Schwindel“, meint ein

Besucher,

„und ich habe geglaubt, die

Streifen seien echt!“

Vergleichsbild

Scheinbar sehen alle Kuḧe gleich

aus, doch nur zwei von ihnen sind

absolut identisch. Welche sind es?

Schattenbild

Zu welchem Cowboy gehört der Schatten?

14 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Foto: © Wikimedia/ Roberto Facenda

Unsere besten Freunde

Hallo,

liebe Kinder ...

... morgen fahre ich endlich mit meinen

Eltern in den Urlaub. Weil aber die Zugfahrt so lange

dauert und mir auf Reisen immer so schnell langweilig

wird, habe ich mir ganz viele Spielsachen in meinen Reisekoffer

gepackt. Und jetzt ist der natürlich ganz schön

schwer, so dass ich ihn kaum tragen kann. Ich bin doch

kein Packesel ...

Um schwere Lasten zu befördern, nutzen die Menschen

schon seit jeher

die Kraft der Tiere.

Dabei hat sich herausgestellt,

dass

sich bestimmte

Tierarten ganz besonders

gut als

Tragtiere eignen,

und in manchen

Gegenden der

Welt kommen sie sogar heute noch zum Einsatz, weil sie vor

allem in unwegsamen Regionen viel besser und zuverlässiger

sind als ein Lastwagen.

So tragen etwa die berühmten Packesel in vielen südlichen

Ländern wie Ägypten, Indien oder Pakistan schwere Lasten

mit bis zu 100 Kilogramm Gewicht auf ihrem Rücken, und

weil sie nicht nur sehr robust, sondern zudem auch noch

völlig schwindelfrei sind, überwinden sie mit ihrem Gepäck

mühelos selbst die

steilsten Hänge und

Gebirgspfade.

Noch mehr Gewicht,

nämlich bis zu 450 Kilogramm,

können Kamele

durch die Wüste

schleppen. Allerdings

nur für kurze Zeit. Auf

längeren Reisen, etwa

beim Transport von

Salz aus entlegenen Wüstenregionen zu den Märkten in

den Städten, sind sie mit bis zu 150 Kilogramm sogar noch

schwerer beladen als die langohrigen Packesel.

Richtige Schwerstarbeiter und wohl die stärksten Arbeitstiere

überhaupt sind die Indischen Elefanten, die als Helfer

bei der Waldarbeit in den Bergen Indiens, wo Maschinen

nicht hinkommen, mit ihren kräftigen Rüsseln Baumstämme

mit einem Gewicht bis 250 Kilogramm bewegen können.

Na ja, ganz so schwer ist mein Koffer ja nun nicht. Aber

wenn ich jetzt einen Elefanten hätte, der mein Gepäck zum

Zug trägt, wär das auch nicht schlecht ...

Unsere besten Freunde 07 | 2013

... bis bald,

euer Drago

Foto: © Wikimedia/ Edal Anton Lefterov

Foto: © Sony Pictures Releasing GmbH

Großer Sommer-Fotowettbewerb:

Werde

Tierfotograf des Jahres“!

Für Kinder

Jetzt

mitmachen!

Denkt ihr noch an meinen tollen Fotowettbewerb für

eure schönsten Tierfotos aus dem Juni Heft?

Bis Ende Juli habt ihr noch Zeit, euch eine Kamera zu schnappen und auf Fotosafari

zu gehen, und mit euren Bildern an unserem Fotowettbewerb teilzunehmen.

Was ihr alles gewinnen könnt, steht auf der Internetseite des S & D Verlages unter

www.sud-verlag.de. Klickt dort ganz einfach die Titelseite dieses Heftes an.

Cooler Kinotipp

für heiße Tage

Schlumpffreunde aufgepasst:

Am 1. August ist es wieder so weit:

Die Schlümpfe sind zurück!

Verschlumpft

nochmal! Schon

wieder gibt es

Ärger im sonst so

beschaulichen

Reich der kleinen

blauen Kobolde.

Diesmal versucht der böse Zauberer

Gargamel, der Schlümpfe

noch nie leiden konnte, mit aller Macht

an das Geheimnis der Schlumpfenergie

zu kommen. Dafür erfindet er sogar

schlumpfähnliche Wesen, die fiesen

„Lümmel“. Doch bald merkt er, dass er

diese Energie nur von einem echten

Schlumpf bekommen kann. Mit

einem Trick lockt er schließlich

Schlumpfine aus dem

Schlumpfdorf. Um sie zu retten,

müssen Papa Schlumpf

und seine Schlümpfe in geheimer

Mission nach Paris reisen,

bevor Gargamel hinter

das Geheimnis des geheimen

Zauberspruchs kommt ...

Also, nicht verpassen!

„Die Schlümpfe 2“

Ab 1. August im Kino.

Und natürlich in 3D!


Die kleine Giraffe „Kitoja“ von Seite 13

im Kreise ihrer Familie im Freigehege

der ZOOM Erlebinswelt Gelsenkirchen


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © Karsten Kulms

Unsere besten Freunde

1 Montag

2 Dienstag

3 Mittwoch

4 Donnerstag

5 Freitag

6 Samstag

7 Sonntag

8 Montag

9 Dienstag

10 Mittwoch

11 Donnerstag

12 Freitag

13 Samstag

14 Sonntag

15 Montag

16 Dienstag

17 Mittwoch

18 Donnerstag

19 Freitag

20 Samstag

21 Sonntag

22 Montag

23 Dienstag

24 Mittwoch

25 Donnerstag

26 Freitag

27 Samstag

28 Sonntag

29 Montag

30 Dienstag

31 Mittwoch


Natur & Wildnis

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie: „Tarnen & täuschen“

Nicht jedes Tier hat scharfe Krallen, einen Spitzen Schnabel oder scharfe Zähne, um sich vor dem Hunger seiner Feinde zu schützen. Mit raffinierten Tricks

schaffen es viele Wildtiere, ihre Fellfarbe oder ihr Aussehen so zu verändern und ihrer Umwelt anzupassen, dass sie vor den Augen ihrer Gegner fast völlig

verschwinden. Tarnen und täuschen ist für sie die beste Lebensversicherung.

Vom Edelfalter zum Blatt:

Der C-Falter

So auffällig er sich im sommerlichen

Grün auf seinen bevorzugten Blütenpflanzen

wiegt, um sich an deren süßem

Nektar zu stärken, so unscheinbar

wirkt der C-Falter, wenn er sich im

Herbst optisch in ein unscheinbares,

trockenes Blatt ver wandelt.

Derart gut getarnt, ist er in der

kalten Jahreszeit vor den Blicken

seiner Fressfeinde sicher.

Seinen etwas befremdlichen Namen

„C-Falter“ hat dieses Insekt

von einer kleinen, aber auffälligen

weißen Färbung an der Unterseite

seiner Flügel bekommen, die ein

wenig wie der Buchstabe „C“ aussieht.

Der bei uns in den Sommermonaten

recht häufig zu beobachtende Tagfalter

mit einer Flügelspannweite von 40 bis 50

Millimetern ist oft an den Rändern von

Waldwegen oder an Waldrändern anzutreffen.

Allerdings bevorzugt der orangebraune

Falter dabei feuchte Waldgebiete,

und hält sich am liebsten in nach Süden

ausgerichteten Salweiden-, Ulmenund

Haselgebüschen auf. Und schon im

zeitigen Frühjahr ist er an blühenden

Weidenkätzchen gut zu beobachten.

Foto: © Wikimedia/ Jörg Hempel

Aber nicht nur Wälder, auch Gärten mit

Nutzpflanzen wie Stachel- oder Johannisbeeren

oder nektarreiche Gartenblumen

wie der Sommerflieder werden

vom C-Falter gerne

aufgesucht. Da

dieses Tier wie alle anderen

Schmetterlingsarten zur Nahrungsaufnahme

lediglich mit einem Saugrüssel

ausgestattet ist, ernährt sich dieser Edelfalter

ausschließlich von flüssiger Nahrung.

Wegen ihres hohen Energiegehaltes

werden Nektar und andere süße

Säfte dabei besonders bevorzugt. Aber

auch die süßlich gärenden Säfte von ver-

faulendem Obst stehen auf dem Speisezettel

dieses Insekts ganz weit oben. Und

so kommt es, dass der C-Falter im Spätsommer

häufig auch am Fallobst

von Streuobstwiesen zu beobachten

ist.

Neigt sich der Sommer seinem

Ende entgegen, ist es mit der

leuchtenden Färbung des Falters

vorbei, und er tauscht das Orange

seiner Flügel gegen ein unauffälliges

Graubraun. Diese

Farbwandlung führt zusammen

mit den ausgefransten

Flügelrändern dazu, dass sich

der auffällige Schmetterling

optisch in das vertrocknete

Blatt eines Baumes verwandelt. Mit dieser

unscheinbaren Färbung ist dieses

Insekt sowohl in altem Laub am Waldboden

als auch auf der Rinde vieler Baumarten

immer gut getarnt. Damit stehen

seine Chancen, unerkannt und vor allem

lebend in die nächste Frühjahrssonne zu

blinzeln, sehr gut. Aber Tarnung hin oder

her – das auffällige weiße „C“ auf der

Flügelunterseite bleibt auch in seinem

Winterkleid erhalten.

Foto: © Wikimedia/ Stu Phillips

18 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Rätsel

Foto: © Wikipedia

Unsere besten Freunde 07 | 2013 19


Wissenschaft & Forschung

Serie

Vorsicht, giftig!

Um erfolgreich jagen und sich gegen Feinde

verteidigen zu können, benutzen manche Tierarten

Gift, das je nach Dosis und Zusammensetzung

auch für Menschen tödlich sein kann.

Vor diesen Tieren sollte man sich daher ganz

besonders in Acht nehmen:

Schnabeltier:

Mit Gift

gegen Rivalen

Als ausgesprochen eigentümliches

Wesen, das scheinbar

von jedem Tier etwas in sich

trägt, kann das Schnabeltier noch

mit einer weiteren Besonderheit

aufwarten. Denn es zählt zu den

ganz wenigen giftigen Säugetieren,

die es auf unserer Erde gibt.

Und dieses Gift hat es ganz schön

in sich. Zwar ist es für Menschen

nicht tödlich, aber es verursacht

sehr schmerzhafte Schwellungen,

die selbst mit den stärksten

Schmerzmitteln oft nicht zu behandeln

sind.

Dieses Gift produziert das Schnabeltier

in bestimmten Drüsen an

seinem Hinterleib. Durch etwa 15

Millimeter lange Giftsporne an den

Hinterbeinen auf Höhe seiner Knöchel

kann es damit einen Gegner

sehr empfindlich treffen.

Allerdings besitzen nur männliche

Tiere einen Giftsporn, und auch ihr

schmerzhaftes Gift produzieren sie

ausschließlich während der Paarungszeit,

um damit bei Rivalenkämpfen

um die Weibchen ihre

männlichen Widersacher in die

Flucht zu schlagen.

Foto: © Wikimedia/ Brisbane City Council

Piranhas

übertrumpfen T-Rex

Mit einem für sie selber ausgesprochen

gefährlichen Experiment

haben Wissenschaftler aus den

USA, Ägypten und Brasilien die unglaubliche

Beißkraft von Piranhas genau gemessen.

Dafür fingen Sie 15 Schwarze

Piranhas aus dem brasilianischen Amazonas,

und ließen sie auf ein spezielles

Messgerät beißen. Die Ergebnisse zeigen,

dass die nur etwa 20 bis 37 Zentimeter

großen Fische dabei mit dem 30-

Fachen ihres Körpergewichts zubeißen.

Damit übertreffen sie im Verhältnis zu ihrem

Körpergewicht nicht nur Alligatoren

Thermometerhühner:

Brutschränke

für den Nachwuchs

Geht es um ihren Nachwuchs, werden

die australischen Thermometerhühner

zu echten Heizungs-

Spezialisten. Denn damit ihre Küken

schlüpfen können, bebrüten sie ihre Eier

nicht selber, sondern legen dafür regelrechte

Brutschränke in der Savanne an.

Dafür scharren sie zunächst eine etwa einen

Meter tiefe und drei Meter breite

Grube, in der sie Laub und andere Pflanzenteile

aufhäufen. Dann heißt es für die

fleißigen Baumeister abzuwarten, bis der

spärlich fallende Regen das gesammelte

Grünzeug angefeuchtet hat. Anschließend

bedecken die Tiere die Grube mit

einem Sandhügel. Durch das darunter

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

oder den wegen seiner Beißkraft gefürchteten

Weißen Hai, sondern beißen

sogar heftiger zu als der prähistorische

Tyrannosaurus Rex. Der Grund für diese

Beißkraft ist die Größe ihrer Kiefermuskeln,

die den Forschern zufolge immerhin

etwa zwei Prozent der gesamten Körpermasse

der Schwarzen Piranhas ausmacht.

verrottende Laub entsteht durch Gärung

Wärme, die den Bruthügel gleichmäßig

beheizt. Mit seinem Schnabel kontrolliert

das männliche Tier wie mit einem Thermometer

ständig die Temperatur im Inneren

des Hügels. Ist eine Temperatur

von etwa 33°Celsius erreicht, legt das

Weibchen bis zu 30 Eier in extra in den

Hügel gescharrte Brutgänge, aus denen

sich nach 49 bis 96 Tagen die Küken ans

Tageslicht arbeiten.

Foto: © Wikimedia/ Kr.afol Foto: © Wikimedia/ Glen Fergus Foto: © Wikimedia/ Ltshears

20 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Apothekerskinke schwimmen im Sand

Auf ihren kurzen Beinchen

laufen Apothekerskinke

in ihrem

trockenen, überlebensfeindlichen

Lebensraum, den Wüsten

Nordafrikas und Saudi-

Arabiens, nicht wie Landtiere

über den ewigen Sand, sondern

bewegen sich mehr

nach Art der Fische durch den

staubtrockenen Untergrund

hindurch. Diese Fähigkeit, durch den

Sand gewissermaßen zu „schwimmen“,

brachte ihnen auch den Beinamen

„Sandfisch“ ein. Dabei nutzen diese Wüstenechsen

den Sand gleich auf mehrfache

Art und Weise: Wird es ihnen in der

Sonnenglut der Wüste an der Oberfläche

zu heiß, tauchen sie blitzschnell in tiefere,

kühlere Sandschichten ab. Außerdem

nutzen sie ihre staubige Umgebung

Beim Bestäuben von Pflanzen arbeiten

Wildbienen weitaus effizienter

als ihre domestizierten

Kolleginnen, die Honigbienen. Wissenschaftler

der Leuphana Universität Lüneburg,

der Universität Würzburg und

Fleißige Wildbienen

auch zur Tarnung vor Feinden, indem sie

sich in den sandigen Untergrund eingraben.

Auf gleiche Weise lauern sie aber

auch ihrer Beute auf. Den Namen „Apothekerskink“

haben die etwa 20 Zentimeter

langen Echsen von ihrer angeblichen

Heilwirkung gegen alle möglichen

Krankheiten und Gebrechen, die ihnen

von den Gelehrten des Altertums zugeschrieben

wurde.

der Universität Rio

Negro in Argentinien

untersuchten in einer

aufwändigen

Studie weltweit 600

Anbauflächen auf

verschiedenen Kontinenten,

um den Fleiß

der Honigbienen

und der Wildbienen

miteinander zu vergleichen.

Ihr überraschendes

Ergebnis:

Wildbienen bestäuben

ein Feld viel effektiver

als Honigbienen,

was sich wiederum

positiv auf den

Fruchtansatz der bestäubten

Feldpflanzen

auswirkt und dadurch

zu größeren

Ernteerträgen führt. Die Forscher vermuten,

dass dieser Effekt weniger auf

die große Sammelleistung an Pollen zurückzuführen

ist, sondern darauf, dass

Wildbienen qualitativ bessere Pollen

sammeln als Honigbienen.

Wissenschaft & Forschung

Phantastische Tiere

Wer kennt sie nicht: Einhörner,

Drachen, Tiere in Menschengestalt und andere

Fabelwesen, die in Märchen, Sagen und anderen

Erzählungen eine reale Gestalt angenommen

haben. Doch manchmal steckt auch ein

Körnchen Wahrheit in den Legenden ...

Geflügeltes Götterpferd aus der Antike:

„Der Pegasus“

Die Kraft und die Schnelligkeit

der Pferde regten schon in

uralten Zeiten die Phantasie

der Menschen an. So ist es nicht verwunderlich,

dass noch heute Archäologen

bei ihren Ausgrabungen

immer wieder wertvolle Vasen und

andere Gegenstände finden, auf denen

ein geflügeltes Pferd dargestellt

ist. In der Sagenwelt der griechischen

Mythologie war das „Pegasus“

genannte fliegende Pferd ein

treuer Helfer der Götter des Olymps,

und trug für den Göttervater Zeus

Donner und Blitze über den Himmel.

Als einmal der griechische Held

Bellerophon sich der Sage nach auf

den Rücken des geflügelten Huftieres

schwingt, um in seinem Übermut

auf Pegasus bis in den Olymp

zu den Göttern zu fliegen, schickt

der erzürnte Zeus eine Bremse, die

das treue Götterross beißt. Von dem

schmerzhaften Biss wild geworden,

wirft Pegasus seinen Reiter ab, und

kehrt an die Seite des Zeus zurück.

Wegen seiner treuen Dienste verewigt

Zeus seinen Pegasus letztendlich

in einem Sternbild gleichen Namens,

das bis heute am nächtlichen

Himmel funkelt.

Unsere besten Freunde 07 | 2013 21

Foto: © Wikimedia/ Bob Peterson Foto: © Wikimedia

Serie

Foto: © Wikimedia/ Ziko


Tierhaltung & Pflege

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie: Teil 2

Pferdesport – Tierliebe mit langer Tradition

„Das höchste Glück der Erde...“

Für die meisten Menschen haben Pferde eine große Faszination. Reiten ist daher mehr als nur eine

sportliche Betätigung. Sondern die Beschäftigung mit einem Wesen, dessen natürliche Schönheit und

Eleganz in den unterschiedlichsten sportlichen Bereichen jedes Mal anders präsentiert werden kann.

Foto: © Wikimedia/ Bundesarchiv, Bild 183-47359-0003 / CC-BY-SA

Springreiten

Springreiten:

Wirf ’ dein Herz über den Sprung ...

... dein Pferd wird schon hinterherspringen! Diese alte Regel

der Reitausbilder früherer Zeiten hat auch heute noch ihre

Gültigkeit. Denn Springreiten braucht vor allem eines: Mut.

Auch wenn ein gut ausgebildetes Springpferd natürlich genau

weiß, was es im Springparcours zu leisten hat, erfordert

es schon eine ganze Portion Mut, im Galopp auf ein

Hindernis aus hölzernen Stangen und Planken zuzugaloppieren

und darauf zu vertrauen, dass es sich das Pferd nicht im letzten

Moment anders überlegt und abrupt stoppt oder zur Seite ausweicht.

Denn eine Verweigerung kostet nicht nur Strafpunkte,

sondern kann den Reiter auch schnell aus dem Sattel katapultieren

und zu schlimmen Stürzen führen. Was übrigens selbst bei

den Profis im Spitzensport durchaus vorkommen kann. Wie die

meisten anderen Pferdesportdisziplinen, hat auch das Spring-

reiten eine sehr lange Tradition. Allerdings war es in früheren

Zeiten nie Selbstzweck, sondern diente in der Ausbildung der

Kavallerieregimenter des Militärs dazu, die berittenen Soldaten

sattelfester zu machen, um im Gelände mit Hindernissen wie

Hecken, kleinen Mauern, Gräben und Zäunen besser zurechtzukommen.

Aus dieser Ausbildungstradition heraus entwickelte sich im Laufe

der Zeit das Springreiten als eigenständige Pferdesportdisziplin

mit festen Regeln. So wird heute unterschieden in Wettkämpfe,

bei denen es lediglich auf die Zeit und eine möglichst geringe

Anzahl von Stangenabwürfen ankommt, und in sogenannte

„Stilspringen“, bei denen die Wettkampfrichter in erster Line den

korrekten Springstil und den Sitz des Reiters sowie den Gehorsam

des Pferdes bewerten.

22 07 | 2013 Unsere besten Freunde

Foto: © Wikimedia/ Ronald C. Yochum Jr.


Unsere besten Freunde

Je nach Leistungsklasse, in der ein Springreiter im Wettkampf an

den Start geht, kann die Höhe der Hindernisse sehr unterschiedlich

sein. Liegen die Hindernisstangen in den Einsteigerklassen

mit 80 bis 90 Zentimetern Höhe und bei Weitsprüngen in einer

Entfernung bis maximal 105 Zentimetern noch vergleichsweise

niedrig, so müssen in den hohen Leistungsklassen nationaler

und internationaler Wettkämpfe üblicherweise Höhen bis 1,60

Meter und Sprungweiten bis zu 2 Metern und mehr überwunden

werden.

Fotos: © PARMAKA GmbH & Co KG

Foto: © Equitana/ Holger Schupp

Berühmte Reitturniere im Hochleistungssport sind etwa das

auch als „Weltfest des Pferdesports“ bekannte CHIO in Aachen,

das bereits seit 1924 als die größte Pferdesportveranstaltung

Deutschlands jedes Jahr zehntausende Reit- und Pferdesportbegeisterte

in seinen Bann zieht, ebenso wie das Deutsche Springderby

in Hamburg oder die „GERMAN CLASSICS“ in Hannover,

die jedoch anders als das CHIO in Aachen als reine Springsportveranstaltung

durchgeführt werden.

Auch wenn natürlich heute kein Soldat mehr zu Pferde ins Feld

ziehen muss, hat sich das Springen seither als unabdingbarer Bestandteil

einer umfassenden, soliden Reitausbildung neben den

Lektionen aus der klassischen Dressur gleichwertig etabliert. Damit

ein Reitschüler eben wirklich „allen Sätteln gerecht“ werden

kann.

100 % Natur – 100 % Pflege!

HORSE fitform, die Marke für Natur pur rund um die Pferdepflege,

steht mit über 40 Jahren Erfahrung und Kompetenz

in der Entwicklung und Herstellung biologischer Tierpflegeprodukte

für die ausschließliche Verwendung hochwertiger,

möglichst ökologischer, naturbasierter Ausgangsstoffe.

Mit einer breiten Produktpalette von essentiellen Ergänzungsfuttermitteln,

den international bekannten „Lekkerwürfeln“,

bewährten Fell- Schweif- und Mähnenpflegeprodukten,

über spezialisierte Hufpflege bis hin zu innovativen,

hochwertigen Lederpflegemitteln und sogar einem

„Dog Wellness-Programm“ für Hunde sind Ihre vierbeinigen

„besten Freunde“ mit „HORSE fitform“ aus dem Hause

PHARMAKA immer bestens versorgt. Natürlich!

Und weil nicht nur „Springcracks“ stets tipptopp in Form

sein müssen, verlosen wir diesmal unter allen richtigen Einsendungen

10-Mal ein „HORSE-fitform“ Springpferde-

Pflegeset, bestehend aus einer Dose „Tonerde-Gel“, der

„Foxfire Kur“ für Mähne und Schweif, dem „Sungard“ UV-

Blocker für die empfindliche Pferdehaut, der „Knoblauch

plus“-Insektenabwehr, der „Foxfire Junior“-Pflegelotion für

Mähne und Schweif sowie dem „Dermocan Junior“-Spezialshampoo

für Pferde.

Beantworten Sie dafür einfach die folgende Preisfrage:

Seit wann wird das berühmte, auch als „Weltfest des Pferdesports“

bekannte CHIO in der Aachener Soers ausgetragen?

a) seit 1898

b) seit 1924

c) seit 1936

Viel Glück!

Mitmachen ist ganz einfach:

Schicken Sie uns bis zum 31. Juli eine ausreichend frankierte

Postkarte mit dem Lösungswort und der Adresse der

Apotheke, von der Sie „Unsere besten Freunde“ erhalten, an:

S & D Verlag GmbH

Stichwort: „Reitsport“ (bitte unbedingt angeben)

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führen zum Ausschluss. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die

Gewinne sind nicht übertragbar und werden nicht in bar ausgezahlt. Die Gewinner

werden persönlich benachrichtigt.)

Unsere besten Freunde 07 | 2013 23


Foto: © Privat

Tierhaltung & Pflege

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie:

Sommer, Sonne, Hitzefalle

Entspannen wir uns bei hochsommerlicher

Hitze in Eiscafés und an Badeseen,

sind hohe Temperaturen oft Stress pur

für unsere Haustiere. Tierhalter sollten

deshalb auf ihre vierbeinigen, gefiederten

oder geschuppten Freunde

jetzt ein besonderes Auge haben.

Dr. Wittigs Praxistipp

Dr. med. vet. Kerstin Wittig aus Moers stellt in dieser Serie häufig

vorkommende Tierkrankheiten und ihre schulmedizinische und

naturheilkundliche Behandlung vor.

Um den sommerlichen

Temperaturen und den

damit verbundenen Anstrengungen

zu entgehen,

verschlafen Katzen an einem

schattigen Plätzchen die

größte Tageshitze. Trotzdem

sollten sie zwischendurch immer

freien Zugang zu frischem Wasser

haben. Denn anders als wir Menschen

können Katzen, wie übrigens auch Meerschweinchen,

Kaninchen und Hamster,

ihre Körpertemperatur nicht durch

Schwitzen ausgleichen, sondern sind dabei

auf die Zufuhr von Flüssigkeit angewiesen.

Zu einer nicht nur für Hunde ausgesprochen

gefährlichen Hitzefalle können Autos

werden, weil sich der Innenraum eines

abgestellten Fahrzeugs bei hochsommerlichen

Außentemperaturen sehr

rasch aufheizt – Innentemperaturen von

50° Celsius und mehr sind dabei schnell

erreicht. Selbst wenn Sie den Wagen abstellen,

um nur schnell „auf einen

Sprung“ etwas aus dem Supermarkt zu

holen, sollten Sie Ihren Hund nie alleine

im Auto zurücklassen. Auch reicht es

nicht aus, das Schiebedach geöffnet zu

lassen oder das Fenster einen Spalt weit

zu öffnen. Denn der Luftaustausch ist dabei

viel zu gering, als dass er für Abkühlung

im Wageninneren sorgen würde.

Erste Anzeichen, dass die Hitze Ihrem

Vierbeiner arg zusetzt, sind ein glasiger

Blick, eine tiefrote Zunge und Hecheln

Foto: © Industriebverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

mit gestrecktem

Hals. Kommen

noch Erbrechen

und Gleichgewichtsstörungen

hinzu, ist es spätestens jetzt allerhöchste

Zeit, sofort den nächstgelegenen Tierarzt

aufzusuchen.

Bei der Wahl einer hitzesicheren Bleibe

für Ihr Tier sollten Sie zudem bedenken,

dass sich der Sonnenstand im Laufe des

Tages ständig ändert. War etwa das Zimmer

mit dem Vogelkäfig noch erfrischend

kühl, als Sie morgens aus dem

Haus gingen, kann es sich bei Ihrer Rückkehr

am Nachmittag schon längst in einen

glühenden Backofen verwandelt haben,

aus dem es für seine gefiederten

Bewohner kein Entrinnen gibt. Stellen

Sie deshalb sicher, dass der Raum, in

dem sich der Vogelbauer befindet, stets

schattig und gut durchlüftet ist. Aber

Vorsicht: Weil Zugluft den meisten Vögeln

empfindlich schaden kann, sollte

im Vogelkäfig nie Durchzug herrschen.

Fotos: © Wikimedia

Auch Aquarien können im Hochsommer

zu regelrechten Hitzefallen für ihre

Bewohner werden. Und das gleich in

doppelter Hinsicht. Denn heizt sich das

Wasser auf, kann das für seine geschuppten

Bewohner schnell sehr unangenehm

werden. Und da warmes

Wasser zudem weniger Sauerstoff bindet,

kann den hitzegeplagten Schuppentieren

schnell die lebensnotwendige

Luft ausgehen. Wählen Sie deshalb

den Standort des Aquariums immer mit

Bedacht, und sorgen Sie dafür, dass er

keiner permanenten Sonnenbestrahlung

ausgesetzt ist. Hat sich das Becken

einmal gefährlich erwärmt, können Sie

als Sofortmaßnahme durch vorsichtiges(!)

Nachfüllen von kaltem Wasser

versuchen, die Beckentemperatur wieder

auf ein für seine Bewohner erträgliches

Maß zu senken.

Foto: © Industriebverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

24 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Tierhaltung & Pflege

Langohrige „Untermieter“

Eile mit

Weile

Bekommt das Kleintierheim Zuwachs

durch ein fremdes Kaninchen, kann es

manchmal eine Weile dauern, bis sich

die Tiere aneinander gewöhnt haben.

Und ein Eingewöhnungserfolg ist

nicht immer garantiert.

Die Eingewöhnung eines fremden

Kaninchens in sein neues Zuhause

ist immer ein spannender Moment.

Zwar sind die kleinen Langohren

von Natur aus sehr gesellige Tiere, die

sich in einem Familienverband mit mehreren

Tieren am wohlsten fühlen. Aber

das bedeutet nicht, dass sie sich sofort

und immer mit jedem anderen Tier der

Gruppe vertragen.

Damit die Eingewöhnung eines „Neulings“

möglichst problemlos vonstatten

geht, hält die Kaninchenexpertin Gabriele

Linke-Grün für Kaninchenfreunde ein

paar sehr nützliche Tipps bereit. Ist es in

einer Zweier-Haltung notwendig geworden,

einen der beiden langohrigen Partner

zu ersetzen, sollte die Eingewöhnung

des „Fremdlings“ zusammen mit

seinem Stallgenossen immer auf neutralem

Boden erfolgen, also dort, wo auch

das alteingesessene Kaninchen noch keine

Duftmarken gesetzt hat.

Bei der ersten Begegnung sollten die

Tiere zudem die Möglichkeit haben, sich

durch das Vorhandensein von Verstecken

immer wieder zurückziehen zu

können, wenn es ihnen zu viel wird. Am

besten eignen sich dafür neue Kartons,

in die Sie einen Eingang und einen separaten

Ausgang hineinschneiden. Möchten

Sie lieber auf Verstecke aus dem alten

Heim des angestammten „Hausherrn“

zurückgreifen, sollten diese vorher

gründlich mit Essigwasser abgewaschen

werden, damit keine Duftmarken

zurückbleiben.

Bei der ersten Begegnung zweier fremder

Kaninchen kann es zudem ratsam

sein, einige Leckerbissen auszulegen, damit

die Tiere fürs Erste voneinander abgelenkt

sind. Unterstützen Sie die Eingewöhnung,

indem sie abwechselnd beide

Tiere vorsichtig streicheln. Auf diese Weise

helfen Sie den langohrigen Zwergen,

sich an den jeweiligen Geruch des Anderen

zu gewöhnen. Will das Zusammenführen

zweier Kaninchen absolut nicht

gelingen, und kommt es immer wieder zu

heftigem Streit, sollten Sie die erste Gewöhnungsphase

unterbrechen, und die

Tiere bis zu einem neuen vorsichtigen

Gewöhnungsversuch mindestens zwei

Wochen komplett voneinander trennen.

Will die geplante Zusammenführung der

Langohren auch nach mehreren Versuchen

partout nicht gelingen, was durchaus

immer wieder einmal vorkommen

kann, sollten Sie mit dem Vorbesitzer vereinbaren,

dass Sie den Neuling wieder zurückgeben

können.

Verstehen sich die langohrigen Zwerge

jedoch sehr gut, und zeigen die Tiere mit

Kuscheln und engem Beieinanderliegen,

dass sie gut miteinander zurechtkommen,

können die Zeiten der gemeinschaftlichen

Haltung langsam ausgedehnt

werden, bis das neue Tier von

Foto: © Fotolia

Foto: © Ulrike Schanz Fotodesign

dem oder den alteingesessenen Tieren

vollständig anerkannt ist und seinen

Platz in der Gruppe gefunden hat. Allerdings

sollte der Neuling anfangs noch

die Möglichkeit haben, in einem getrennten

Unterschlupf übernachten zu

können, damit sich der Stress des ersten

Kennenlernens ein wenig reduziert.

Nur die Ruhe!

Auch wenn es bei einem ersten Zusammentreffen

manchmal hoch hergeht,

sollten Sie bei Rangeleien nicht

zu früh eingreifen. Es braucht manchmal

eben ein wenig Geduld und starke

Nerven, bis sich die Langohren

miteinander arrangiert haben. Geben

Sie den Tieren ruhig eine Chance, sich

im wahrsten Sinn des Wortes zusammenraufen

zu können, und lassen Sie

ihre Rangordnungskämpfe bis zum

Ende austragen, auch wenn dabei

vielleicht das eine oder andere Mal

das Fell fliegt. Je eindeutiger die Hierarchie

im Kaninchengehege entschieden

ist, desto besser kommen

die Tiere miteinander klar.

Unsere besten Freunde 07 | 2013 25


Tiere & Menschen

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie: „Die beliebtesten Modehunde“

Seit Jahrtausenden begleiten Hunde unser Leben. Dabei haben sich im Verlauf der Zeit je nach Anspruch des Menschen

an die Aufgaben ihrer vierbeinigen Partner immer neue Rassen herausgebildet. Die Rassen jedoch, die wir

auf dieser Seite vorstellen, sind aufgrund ihrer besonderen Merkmale heute besonders „angesagt“.

Foto: © Wikimedia/ Mikko Virtaperko

Der Prager Rattler: Gesellschaftshund

mit langer Geschichte

Die Erfolgsstory des Prager Rattlers verlief von Beginn an ganz anders als bei anderen

heute sehr „angesagten“ Rassen. Denn in früheren Zeiten diente dieser kleine Pinscher

nicht nur der Unterhaltung adliger Herrschaften, sondern hatte bisweilen auch noch eine

andere, weitaus wichtigere Aufgabe.

Die Karriere des kleinen, nur etwa

20 bis 23 Zentimeter großen und

etwa zweieinhalb Kilogramm

leichten Hundes begann bereits vor vielen

Jahrhunderten an den Höfen des damaligen

Königreichs Böhmen (heute

Tschechische Republik). Die Spuren des

Prager Rattler lassen sich dabei zuverlässig

bis etwa ins Jahr 800 n.Chr. zurückverfolgen.

Spätere Chroniken berichten

vom polnischen König Boleslaw II. (1042

bis 1081), der einst zwei tschechische

„Rattenhunde“ zum Geschenk bekam.

Und es soll der tschechische König Karl

IV. gewesen sein, der dem französischen

König Karl V. (1338 bis 1380) drei dieser

schon damals beim europäischen Hochadel

sehr beliebten Rattenfänger bescherte.

Ursprünglich als reiner Repräsentationshund

an den Fürstenhöfen der Prager

Burg gehalten, war der kleine, wendige

und mutige Hund mit seinem beachtlichen

Spürsinn allerdings auch sehr gut

geeignet, die bäuerlichen Ställe und

Scheunen auf dem Land von Ratten und

anderen unerwünschten Nagern freizuhalten.

Dadurch wandelte sich der kleine

Pinscher mit den auffällig großen Ohren

vom reinen „Schoßhündchen“ zum beliebten

Arbeitstier. Allerdings geriet nicht

nur seine Fähigkeit als ökologisch unbedenklicher

Schädlingsbekämpfer, sondern

auch die Rasse selber nach und

nach wieder in Vergessenheit.

Erst ab 1980 begannen Hundezüchter,

aus den verbliebenen Resten dieser alten

Hunderasse wieder eine stabile

Zuchtbasis zu schaffen. Allerdings steht

Foto: © Wikimedia

die Anerkennung des Prager Rattlers als

eigenständige Hunderasse bislang aus.

Was jedoch seiner Beliebtheit als Gesellschaftshund

keinen Abbruch tut – im

Gegenteil. Denn die Vertreter dieser Art

sind meist sehr freundlich und sanftmütig,

zudem verspielt, neugierig und aufgeweckt,

und lieben es, die volle Aufmerksamkeit

ihrer Bezugspersonen zu

bekommen.

Aufgrund seiner geringen Größe kann

der kleine Tscheche auch problemlos in

Wohnungen mit wenig Platzangebot gehalten

werden, allerdings nur, wenn das

bewegungsfreudige, flinke und sehr lebhafte

Tier von Herrchen oder Frauchen

ausreichend Auslauf geboten bekommt.

Fremden gegenüber ist der aufgeweckte

Pfiffikus eher zurückhaltend und reserviert,

und braucht immer erst ein wenig,

bis er Zutrauen zu ihm unbekannten Personen

fasst. Weil der kleine Hausgenosse

ausgesprochen gut mit dem Leben in

der Stadt zurechtkommt, hat der Rattenjäger

fürstlicher Herkunft seit der Wiederbelebung

seiner Zucht als echter

tschechischer „Exportschlager“ seinen

Siegeszug um die Welt angetreten. Und

so ist der kleine lebhafte Gesellschafter

in europäischen Wohnungen ebenso

anzutreffen wie in Haushalten im fernen

Japan oder in den Städten Nord- und

Südamerikas.

Kleiner Hund ganz groß!

Wer mehr über den drolligen Modehund

mit langer Tradition wissen

möchte, für den halten die Internetseiten

des Verbandes Deutscher

Kleinhundezüchter e.V. (VK e.V.)

unter www.kleinhunde.de

neben vielen weiteren spannenden

Informationen auch eine deutschlandweite

Liste anerkannter Züchter

des Prager Rattler bereit.

26 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Natur & Wildnis „Tierisch verwandt“

Von der Tundra bis in die Tropen, von den eisigen Gipfeln der Hochgebirge bis in die feucht-heißen Dschungel, von den Wüsten bis in die Tiefen

der Ozeane haben sich alle Tierarten ihren besonderen Lebensraum erobert. Die Vielfalt der natürlichen Umweltbedingungen führte im Lauf von

Jahrmillionen dazu, dass sich je nach Anpassungsfähigkeit bei den meisten Tierarten zahlreiche Unterarten herausgebildet haben, die sich durch

ganz bestimmte Körpermerkmale voneinander unterscheiden. Und die tierische „Verwandtschaft“ kann manchmal unüberschaubar groß sein ...

Immer dem Schnabel nach...

Spechte hämmern auf der ganzen Welt.

Obwohl sie in ganz unterschiedlichen

Lebensräumen heimisch sind, haben

alle Spechtarten auf der ganzen Welt

eines gemeinsam: Sie hämmern, was

das Zeug hält. Doch dafür brauchen

sie vor allem Dichte und gesunde

Wälder.

Mit über 100 Unterarten ist das typische

Hämmern von Spechten

rund um den Globus in fast allen

Wäldern mehr oder weniger deutlich zu

vernehmen. Die gefiederten „Zimmerleute

des Waldes“, wie sie von dem Tierfilmer

Heinz Sielmann einst genannt wurden,

sind nahezu überall dort heimisch,

wo es genügend große Wälder gibt, die

ihnen ausreichend Futter und Nistmöglichkeiten

zur Aufzucht ihrer Jungen bieten.

Einzige Ausnahme: Trotz des Waldreichtums

fehlen sie in den Wäldern

Australiens, Neuseelands,

Neuguineas und Madagaskars

sowie auf den

weitabgelegenen Inseln

des Pazifiks völlig.

Die bei uns lebenden

Spechtarten sind der Buntspecht

als der in Europa am

häufigsten anzutreffende Vogel

dieser Art, sowie der Schwarzspecht,

der Grünspecht, der Grauspecht, der Mittel-

und der Kleinspecht, der Weißrückenspecht,

der Dreizehenspecht und

der Wendehals, der ebenfalls zur großen

Familie der Spechte zählt.

In anderen Ländern wie etwa in Nordamerika

mit seinen riesigen Waldgebieten

haben es sich der Helmspecht, der

Fichtenspecht und der Saftlecker bequem

gemacht.

Universalwerkzeug Schnabel

Auf der Suche nach ihrem Futter, hauptsächlich

in und unter der Borke lebende

Grünspecht

Foto: © Wikimedia/ Luis García

Insekten, entwickeln die

fleißigen Zimmerleute

eine erstaunliche Hartnäckigkeit

und Ausdauer.

So wurde berichtet,

dass etwa der

amerikanische Helmspecht

bis zu 12.000 Mal

am Tag mit seinem Schnabel

auf die Rinde der von ihm

besuchten Bäume einschlägt. Ein raffinierter

Mechanismus im Innern seines

Schädels und starke Muskeln am

Kopf verhindern dabei, dass das

Gehirn bei den mit großer Kraft

ausgeführten Schnabelhieben

Schaden nimmt.

Andere Arten wie der Buntspecht

leben dagegen vorwiegend

von den Samen und

Früchten des Waldes. Um

dabei an das begehrte Innenleben

etwa von Nüssen

oder Tannenzapfen

heranzukommen, benutzen

die findigen Tiere außer

ihrem Schnabel noch

ein zusätzliches „Werkzeug“,

indem sie sich eine Kerbe in

das Holz hacken, in der sie ihr

Futter festklemmen, um dadurch die

Schale mit dem Schnabel leichter

aufhacken zu können. Ganz

anders der Saftlecker: Er ritzt

mit seinem Schnabel die

Rinde bestimmter Bäume

an, um auf diese Weise an

das wohlschmeckende

Baumharz zu kommen.

Auch bei der Wahl ihrer Bruthöhlen

überlassen die gefiederten

„Waldarbeiter“ nichts dem Zufall, sondern

hacken und hämmern sich mit dem

Schnabel ihre Behausungen in dafür geeigneten

Baumstämmen selber zurecht.

Unsere besten Freunde 07 | 2013 27

Foto: © Wikimedia/ Kevin Cole

Foto: © Wikimedia/ Lorax

Foto: © Wikimedia/ pbonenfant

Fichtenspecht

Saftlecker

Helmspecht

Foto: © Wikimedia/ Seahamlass

Buntspecht


Tierhaltung & Pflege

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © Wikimedia/ Casabianca06

Regel 3: Nie ohne Aufsicht

Beim übermütigen Herumtollen im Wasser verliert der Hund

doppelt so viel Körperenergie wie beim Toben an Land. Deshalb

kommt auch der fitteste Vierbeiner im Wasser schneller an

seine Leistungsgrenze, und kann sich beim Spielen mit Artgenossen

unbemerkt mehr verausgaben als ihm gut tut. Daher

sollten Sie stets ein wachsames Auge auf Ihren Hund im Wasser

haben, und ihn rechtzeitig wieder an Land rufen, wenn Sie das

Gefühl haben, dass er sich überanstrengt.

Regel 4: Bei Hitze Temperaturschocks vermeiden

Auch bei großer Hitze kann das Wasser in einem See oder im

Meer empfindlich kalt sein. Um den Kreislauf Ihres vierbeinigen

Freundes nicht übermäßig zu belasten, sollte er das kühle Nass

langsam und zunächst nur mit den Pfoten erkunden, um seine

Körpertemperatur etwas abzukühlen. Knallt die Sonne von einem

wolkenlosen Himmel, sollten Sie den Hund nach seiner

Rückkehr aus dem Wasser zudem sehr gründlich trockenrubbeln.

Denn bei einem nassen Fell kommt viel nackte Haut zum

Vorschein, auf der sich schnell ein Sonnenbrand bilden kann.

Achten Sie auch darauf, dass sich Ihr Hund nach einem

erfrischenden Bad ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen

aussucht.

Für viele Hunde heißt es am Seeufer oder am Meeresstrand

„Leinen los!“. Doch damit ein übermütiger Sprung ins Wasser

nicht zur Gesundheitsgefahr für das Tier wird, sollten

sich Hundehalter einige Regeln einprägen.

Damit ein erholsamer Urlaubstag am Strand nicht mit

einer bösen Überraschung endet, gelten für den Vierbeiner

einige Verhaltensregeln. Für ein ungetrübtes

Badevergnügen sind aber auch Herrchen oder Frauchen

gefordert, ihr Tier im Wasser vor Gefahren zu schützen.

Regel 1: Ins Wasser nur ohne Halsband

Gewöhnen Sie sich unbedingt an, Ihrem Vierbeiner vor dem

ersten Gang ins Wasser sein Halsband abzunehmen. Denn

sonst ist die Gefahr groß, dass er beim Herumtoben im Wasser

mit seinen Pfoten darin hängen bleibt und ertrinkt. Außerdem

können sich Äste und Zweige der Ufervegetation darin verfangen

und dadurch zu schlimmen Badeunfällen führen.

Regel 2: Mit vollem Bauch an Land bleiben

Planen Sie einen Ausflug ans Wasser, sollten Sie Ihren Hund

vorher nicht füttern. Besser ist es, vor der Abfahrt einen

Spaziergang einzuplanen, bei dem sich Ihr Vierbeiner lösen

kann. Bieten Sie ihm dabei auch sauberes Wasser zum Trinken

an, damit er seinen Durst nicht mit möglicherweise belastetem

Wasser aus einem See stillt. Auch vor einem Bad in der Meeresbrandung

sollte der Hund seinen Durst gelöscht haben, denn

die übermäßige Aufnahme von salzigem Meerwasser führt

schnell zu Austrocknung und anderen gesundheitlichen

Problemen wie Erbrechen oder Durchfall.

Regel 5: Auch Welpen dürfen baden

Ist Ihr Welpe rundum gesund, dürfen auch schon wenige

Wochen alte Hundekinder ins Wasser. Gehen Sie jedoch bei der

Gewöhnung Ihres Hundenachwuchses an das Schwimmen behutsam

vor. Denn nicht jeder Welpe ist eine „Wasserratte“ und

traut sich sofort ins Wasser. Am besten eignet sich zur Gewöhnung

an das Wasser ein kleines Gewässer mit möglichst flachem

Grund. Locken Sie Ihren vierbeinigen kleinen Racker vorsichtig

mit seinem Lieblingsspielzeug ins Wasser, aber achten

Sie darauf, dass er anfangs nicht den Grund unter seinen Pfoten

verliert. Für das Schwimmtraining gilt übrigens dieselbe

Regel wie für vieles andere: Man soll aufhören, wenn es am

schönsten ist. Denn die Gewöhnung an das nasse Element

gelingt nur, wenn das erste Schwimmerlebnis für das Tier eine

positive Erfahrung ist.

Nur gesund ins Wasser!

Der Sprung ins kühle Nass ist absolut tabu, wenn Ihr

Hund unter den folgenden Krankheiten leidet:

Hauterkrankungen

Herz-Kreislauf-Beschwerden

Neigung zur Epilepsie

fiebrige Infektionen

Sind Sie sich hinsichtlich der gesundheitlichen Konstitution

Ihres Vierbeiners nicht absolut sicher, sollten Sie

sich seine „Badetauglichkeit“ vor dem ersten Ausflug ins

Wasser von Ihrem Tierarzt bestätigen lassen.

28 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Hallo,

liebe Kinder ...

... ist das vielleicht eine Affenhitze

heute. Ich hab’ schon ganz viel getrunken

und immer wieder ein kaltes Fußbad

gemacht, um mich abzukühlen.

Und ein kaltes Wassereis habe ich

auch schon geschleckt ...

Heute Abend muss Papa unbedingt

noch unsere Blumen im Garten

gießen, damit die nicht vertrocknen.

Und mein Planschbecken auffüllen,

damit ich mich morgen nach der Schule

Drago´s Schlaumeierecke

––––––

NATUR

GEWINNT

––––––

gleich wieder abkühlen kann. Wo ich

doch so gerne schwimme. Herrjeh, wofür

man so alles sauberes Wasser braucht!

Wasser ist aber nicht nur sehr wertvoll

für Menschen und kleine Drachen, auch

Tiere brauchen Wasser, um zu überleben.

Daher ist es sehr wichtig, dass wir Bäche,

Flüsse, Seen und auch das Meer davor

schützen, von Abwässern verschmutzt

oder sonst wie dreckig gemacht zu werden.

Und damit wir mit dem wertvollen

Nass nicht allzu sorglos umgehen, können

Kinder und Jugendliche

auf den Ferienfreizeiten

der NAJU, der Naturschutzjugend

im Naturschutzbund

Deutschland e.V. gaaaanz

viel über Wasser lernen.

Zum Beispiel, woran

man in der Natur erkennt, ob ein Gewässer

sauber ist, welche Tiere sich darin

wohlfühlen und noch vieles mehr.

Foto: ©Miles Fashion GmbH Foto: © pixelio/ Frank Rosskoss

Foto: © NABU/F. Fender

Ob ihr schon richtige Experten für das

Leben im Wasser seid, könnt ihr mir mit

dem Preisrätsel beweisen, das auf dieser

Seite abgedruckt ist. Und natürlich

gibt es auch etwas zu gewinnen.

Der erste Preis ist ein tolles Schlauchboot,

mit dem ihr über das Wasser schippern

könnt. Damit ist es ganz einfach,

Tiere auf und im Wasser zu beobachten,

ohne sie zu stören.

Als zweiter Preis

wartet auf euch

ein Campingzelt,

das sich ganz einfach

und schnell

aufbauen lässt.

Und als dritten bis fünften Preis gibt es

noch das Forscherpaket von der NAJU,

prall gefüllt mit allem, was ein echter

Naturforscher so bei sich haben muss.

Lasst euch also

überraschen ...

Foto: © NAJU/ Rainer Sturm/ pixelio

Foto: © Fotolia

Und hier die Experten-Fragen:

Es gibt Fische, die fliegen können richtig = F falsch = A

Delfine leben nur im Meer richtig = N falsch = R

Der Wal ist das größte Säugetier richtig = O falsch = T

der Welt

Frösche nehmen Sauerstoff zum richtig = S falsch = I

größten Teil durch die Haut auf

Die Seemaus ist eine Maus, richtig = E falsch = C

die an der Küste wohnt

Fische haben keine Nasen richtig = I falsch = H

Das Lösungswort ergibt sich

von oben nach unten aus den

Antwortbuchstaben.

So, dann zeigt mir mal, dass ihr das Zeug

zu richtigen Naturforschern habt, und

schickt euer Lösungswort bis zum 31. Juli

mit einer ausreichend frankierten Postkarte

und der Adresse der Apotheke, von

der ihr „Unsere besten Freunde“ immer

bekommt, an:

S&D Verlag GmbH

Stichwort: „Wasser“

(bitte unbedingt angeben)

Postfach 1213

47592 Geldern

Viel Glück!

Noch ein Tipp!

Die NAJU bietet im Sommer natürlich nicht nur

am und auf dem Wasser ganz viele Ferienfreizeiten

für euch an. Klickt euch mit euren Eltern auf

den Seiten der NAJU einfach mal durch, und

staunt, was es dort alles für euch gibt. Und mit

diesem Link geht’s direkt zu den Sommercamps:

www.NAJU.de/kinderbereich/freizeiten

(Per Fax oder E-Mail eingesandte Lösungen werden

nicht berücksichtigt. Mehrfachsendungen führen zum

Ausschluss. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die

Gewinne sind nicht übertragbar und werden nicht in

bar ausgezahlt. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt.)

Unsere besten Freunde 07 | 2013 29


Vorschau

Kleintierfutter:

Gesunde Snacks für

Hamster und Kaninchen

Kleintiere lieben einen gesunden

Snack. Und mit ein wenig Phantasie

wird aus einer Möhre oder einer

Kohlrabi eine Knabberüberraschung,

mit der sich das Tier lange

beschäftigen kann.

Foto: © Ulrike Schanz Fotodesign

Medikamentengabe:

So überlisten Sie

„Medizinverweigerer“

Manche Tiere sind wahre Meister darin,

sich der Gabe jeglicher Medizin zu verweigern.

Aber mit bestimmten Tricks

sind auch solche „harten Nüsse“

zu knacken.

Tierhaltung

in der Mietwohnung

Erwägt der Mieter einer Wohnung

die Anschaffung eines

Haustieres, verrät ein Blick in

den Mietvertrag, was erlaubt

ist und was nicht.

Allgemeingültige gesetzliche

Vorschriften gibt es nicht.

Am 1. August 2013 liegt die aktuelle Ausgabe von

Unsere besten Freunde für Sie bereit …

… in Ihrer Apotheke!

Foto: © Ulrike Schanz Fotodesign

Foto: © Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Lösungen

Juni-Kreuzworträtsel:

Ziffern verbinden:

Buchstaben ordnen:

Vergleichsbild:

Schattenbild:

TUKAN

Ein Frosch

Gruene

D und E

Zu Cowboy A

IMPRESSUM:

Unsere besten

TIERMEDIZIN AUS IHRER APOTHEKE

Herausgeber/Verlag:

S & D Verlag GmbH,

Otto-Hahn-Straße 16

47608 Geldern

Postfach 1213, 47592 Geldern

Telefon (0 28 31) 13 00-0

Telefax (0 28 31) 13 00 20

www.SuD-Verlag.de

www.unsere-besten-freunde.com

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Kostenlose Hotline: 0800/2831000

Verleger und Geschäftsführer:

Manfred P. H. Gleske (v.i.S.d.P.)

Redaktion:

Karsten Kulms

Redaktionelle Mitarbeit:

Dr. med. vet. Kerstin Wittig,

Apotheker Gero Altmann

Konzept und Grafikdesign:

Diplom Grafikdesigner Jürgen Kahlert

Illustration:

Michael Hecht

Rätsel:

Pressebüro von Berg GmbH

Anzeigenabteilung:

Marcus H. Thielen

Telefon (0 28 31) 13 0042

m.thielen@sud-verlag.de

Anzeigenpreisliste:

Nr. 21 (gültig ab 01. 01. 2013)

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2013 by S & D Verlag GmbH;

Nach dru cke sind – auch auszugsweise –

nur mit schriftlicher Ge nehmi gung des

Ver la ges gestattet und honorarpflichtig.

„Die im Magazin dargestellten Informationen

dienen ausschließlich zur allgemeinen

Information und sind keinesfalls als Ersatz für

eine persönliche Beratung, Untersuchung,

Diagnose oder Behandlung durch einen

Tierarzt oder Apotheker gedacht.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.“

Bezug:

Nur über Apotheken. Unsere besten Freunde

erscheint jeweils am Monats anfang. Für un -

verlangt eingesandte Manu s kripte und Bilder

übernehmen wir keine Gewähr. Redaktio

nelle Beiträge spiegeln nicht immer

die Meinung des Ver lages wider.

Druck:

Senefelder Misset, NL Doetinchem

Lösung des

Kreuzworträtsels!

30 07 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Fotos: © Tierpark Zittau

Tierpark Zittau: Anpacken statt

nur Anschauen

Sammel-

Serie

Tierparks in Deutschland

Der Tierpark am Fuß

des Oberlausitzer

Berglandes ist nichts für Stubenhocker.

Und wer hier etwas erleben

möchte, darf bei vielen Aktionen

rund um die tierischen Bewohner

des Parks selber mit anpacken.

Eingebettet in ein malerisches Parkgelände,

ist der Tierpark Zittau die

Heimat von insgesamt etwa 350

Tieren, die sich auf 70 Tierarten aufteilen.

Dabei wird „Erleben“ im Tierpark

Zittau ganz großgeschrieben.

Das beginnt schon im Eingangsbereich.

Hier werden die Besucher von

„Lora“, einer munteren Gelbbrust-Ara-

Dame erwartet, die es nicht lassen

kann, die Ankommenden mit einem

frechen Spruch auf dem Schnabel zu

begrüßen. Und die Besucher sollten

sich auf ihrer weiteren Runde durch die

großzügigen Außenanlagen dieses

Tierparks auf einiges gefasst machen.

Denn der ganz besondere Reiz sind

hier die vielen begehbaren Anlagen.

Wo sonst hat man etwa die Chance,

sich einem Känguru auf Armeslänge zu

nähern, ohne dass es sofort davonspringt?

Und auch die munteren Nasenbären,

die über den Köpfen der Besucher

an Seilen über die Wege turnen,

können ohne störende Abtrennungen

beobachtet werden. Ganz ohne Gitter

jedoch geht es auch hier nicht immer.

So ist das großzügige Gelände der äu-

ßerst seltenen

und scheuen Europäischen

Luchse durch

entsprechende Abzäunungen

gut geschützt. Trotzdem

bieten sich auch hier

viele Gelegenheiten, einmal einen Blick

in das heimliche Leben dieser beeindruckenden

Wildkatzen zu werfen, ohne

die sensiblen Tiere dabei zu stören.

In den äußerst naturnah gestalteten

Anlagen des etwa acht Hektar großen

Tierparks ist ständig etwas los, und Langeweile

ist hier ein Fremdwort. So ist

gerade für Kinder die täglich um 15.30

Uhr stattfindende, von erfahrenen Tierpflegern

sachkundig kommentierte

Fütterung der drolligen Pinguine immer

ein besonderes Highlight. Aber es

kommt noch besser: Denn weil eigenes

Erfahren im Tierpark Zittau großgeschrieben

wird, können sich die Besucher

zusammen mit echten Lamas und

unter kundiger Begleitung auf eine

Wanderung in die weitere Umgebung

Zittaus oder das schöne Zittauer Gebirge

begeben.

Und weil die unmittelbare Begegnung

mit einem Tier für die meisten Menschen

immer etwas ganz Besonderes

ist, bieten die erfahrenen Zoo- und Naturpädagogen

des Tierparks bei vielen

Tierarten auch Fütterungsführungen

an, bei denen die Besucher ihren tierischen

Lieblingen einmal ganz nah sein

können. So ist es schon

etwas außergewöhliches,

etwa zu erleben,

wie ein Papagei mit seinem

riesigen und sehr

gefährlich aussehenden

Schnabel ganz behutsam

eine dargebotene Nuss aus

der Hand eines Besuchers

annimmt, oder den Atem

der Waschbären auf seiner

Haut zu spüren.

Mit noch vielen weiteren

spannenden und lehrreichen

Angeboten und Veranstaltungen bietet

der Tierpark Zittau das ganze Jahr hindurch

jede Menge Gelegenheiten,

nicht nur Kindern und Jugendlichen,

sondern auch interessierten Erwachsenen

auf bisweilen sehr unkonventionelle

Art und Weise die faszinierende

Vielfalt der Natur nahezubringen. Immer

fundiert, nie langweilig.

Tierpark Zittau

Größe: 8 Hektar

Lage: Sachsen, Landkreis Görlitz, im äußersten

Südosten Sachsens im Dreiländereck

Deutschland-Polen-Tschechien.

Öffnungszeiten: täglich von

9.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 4,- €

Kinder (ab 3 Jahren)/ Auszubildende/

Studenten/ Behinderte: 2,- €

Unsere besten Freunde 07 | 2013 31

www.tierpark-zittau.de


Überreicht durch die Apotheke Ihres Vertrauens:

Foto: © WWikimedia/ Travis Isaacs

Tierisch gesund im Juli …

... bleibt der Papagei mit Methionin.

In besonders stressreichen Phasen wie Transport, Futterumstellung

oder in der den Vogel sehr belastenden Mauser kann sich

bei Wellensittichen schnell ein Mangel an lebenswichtigen

Aminosäuren bilden. Bleibt ein solcher Mangel über längere

Zeit unbemerkt, kann das rasch zu ernsten gesundheitlichen

Schäden führen. Vor allem die wichtigen Aminosäuren Lysin

und Methionin bilden in Verbindung mit Eisen und Zink einen

besonderen Wirkstoffkomplex, der im Körper Ihres gefiederten

Lieblings stoffwechselanregend und immunstimulierend wirkt.

Um einem Mangel dieser lebenswichtigen Aminosäuren vorzubeugen,

gibt es in Ihrer Apotheke eine ganze Reihe spezieller

Futterergänzungsmittel für Vögel, die mit der Zusammensetzung

ihrer Inhaltsstoffe ganz genau auf den Stoffwechselbedarf

Ihrer gefiederten Hausgenossen in stressigen Situationen

abgestimmt sind.

Quietschfidele Vogelpower – mit Tiergesundheit aus

Ihrer Apotheke!

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