Call for Papers

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Politische Bildung empirisch 2014:

Demokratie verstehen, fordern und stützen

Projekte zu Theorien und Konzepten Politischer Bildung

Eine wissenschaftliche Tagung des Zentrums Politische Bildung und

Geschichtsdidaktik der PH FHNW am ZDA

in der Reihe "Politische Bildung empirisch"

am 5. /6. September 2014 im Campus Brugg-Windisch

Hintergrund und Zielsetzung

Während in den Politischen Wissenschaften die Forschungsdiskussion zu Demokratie, ihren

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, ihrer historischen und aktuellen Entwicklung, ihrer

Ausgestaltung und Aufrechterhaltung ausserordentlich breit und intensiv verläuft 1 , scheint sich

die Politische Bildung in demokratischen Gesellschaften einig zu sein, dass „Demokratie“

normativer Orientierungshorizont von Politischer Bildung ist, aber nicht weiter befragt werden

muss.

Aber auch wenn Demokratie als normativer Orientierungshorizont der Politischen Bildung

verstanden wird, gilt es, diesen der rationalen Diskussion, einer ständigen Befragung und

allfälligen Bestätigung zu unterziehen. Demokratie ist in ihren Ausgestaltungen auch dann stets

neu zu thematisieren, wenn aktuelle Gewissheiten ihren unbestrittenen Wert betonen.

So gilt es, sicher zu stellen, dass Demokratie als Konzept der Politischen Bildung begriffen wird,

dessen normative Bedeutung gerade aus der Diskussion der Qualität des Konzepts hervorgeht.

Es gilt, transparent zu halten, dass und aufgrund welcher ethischer Prinzipien politisches

Handeln in Zivilgesellschaften und Staaten auf demokratische Prinzipien verpflichtet wird. Es ist

die Einsicht zu ermöglichen, dass Demokratie als Staats- bzw. Herrschaftsform zwar dekretiert

werden kann, dass die Durchsetzung und Bewahrung demokratischer Prinzipien im staatlichen

und zivilgesellschaftlichen Leben aber auf Rahmenbedingungen angewiesen sind, deren

Bedeutung es zu kennen und einzuschätzen gilt. Es gilt, zu begründen, dass und weshalb

demokratische Verhältnisse auf die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger dieser

Demokratie angewiesen sind und was Bürgerinnen und Bürger individuell und in ihrer

Gesamtheit aus demokratischem Handeln gewinnen.

Demnach hat sich Politische Bildung im Rahmen ihrer fachlichen Konzeptualisierung und der

darauf gründenden empirischen Forschung wie auch pragmatischen Reflexion mit dem

kognitiven wie normativen Gehalt des Konzepts Demokratie zu befassen.

1 Für die Schweiz hat diese Forschung in den letzten Jahren dank des Nationalen Forschungsschwerpunkts

„Demokratie – Herausforderungen an die Demokratie im 21. Jahrhundert“ eine Vertiefung erfahren.

http://www.nccr-democracy.uzh.ch/front-page?set_language=de. Vgl. auch Kriesi, Hanspeter & Müller,

Lars (Hrsg.) (2013): Herausforderungen Demokratie. Zürich: Lars Müller.


Organisation

An der Tagung sollen Projekte präsentiert werden, die aufgrund von empirischen

Untersuchungen oder Reflexionsberichten einen Beitrag zum Verständnis von Demokratie im

Kontext der Politischen Bildung leisten. Die Beiträge können sich

- auf die Erhebung demokratischen Bewusstseins oder dessen Entwicklung,

- auf die Reflexion bzw. Überprüfung von Instrumenten, Programmen und Massnahmen

zur schulischen wie ausserschulischen Förderung demokratischer Überzeugungen und

demokratischen Handelns,

- auf die Erfassung oder Förderung professioneller Kompetenz von Lehrpersonen im

Hinblick auf Politische Bildung oder

- auf die Präsentation von Konzepten der Demokratie in Lernumgebungen beziehen.

Entsprechend der unterschiedlichen Situierung von Politischer Bildung können die vorgestellten

Projekte in unterschiedlichen Schulfächern bzw. fächerübergreifend oder im ausserschulischen

Bereich angesiedelt sein und damit auf unterschiedliche theoretische Grundlagen zurückgreifen.

Eingereicht werden sollen:

- Titel

- Abstract zum Projekt (max. 4000 Zeichen inkl. Leerzeichen) mit Fragestellung, Theorie,

Forschungsdesign, Methodologie, (erste) Ergebnisse

- Max. 6 key-words

- Angaben zur institutionellen und fachlichen Verankerung der Autorin/ des Autors

- vollständige Kontaktdaten

Eingabefrist: 31. März 2014

Eingabe an: roxane.kuebler@fhnw.ch

Frau Roxane Kübler

Politische Bildung und Geschichtsdidaktik der PH FHNW

Zentrum für Demokratie Aarau

Küttigerstrasse 21

5000 Aarau

+41 (0) 62 832 02 60

Der Entscheid über die Aufnahme in das Tagungsprogramm wird den Bewerberinnen und

Bewerbern bis zum 15. April 2014 mitgeteilt. Den eingeladenen Referentinnen und Referenten

wird ein Beitrag an die Kosten für Unterkunft und Verpflegung entrichtet. Die Referentinnen und

Referenten werden gebeten, bis zum 31. Juli 2014 ihr Paper einzureichen. Der Umfang des

Papers soll 40'000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Die Papers werden den

Tagungsteilnehmenden zuvor zugänglich gemacht.

Deadline für die Einreichung der Abstracts: 31. März 2014

Entscheid über die Aufnahme in das Tagungsprogramm: 15. April 2014

Einreichen des Papers: 31. Juli 2014

Tagung 5. /6. September 2014 im Campus Brugg-Windisch

Im Anschluss an die Tagung ist ein Tagungsband geplant. Die Beiträge durchlaufen ein Peer-

Review-Verfahren. Die Tagungsteilnehmenden können nach der Tagung entscheiden, ob sie ihre

Beiträge für die Publikation und das damit verbundene Peer-Review-Verfahren einreichen

möchten.

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