Jahresschreiben 2014 für Verarbeiter, Importeure ... - IMO

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Jahresschreiben 2014 für Verarbeiter, Importeure ... - IMO

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WICHTIGE INFORMATIONEN ZUR KONTROLLE 2014

FÜR DIE IMO-VERTRAGSPARTNER VERARBEITER,

IMPORTEURE, HANDELSUNTERNEHMEN, AHV-BETRIEBE UND

FUTTERMÜHLEN

«Anrede»

Konstanz, 21.01.2014

mit diesem Schreiben erhalten Sie wichtige Informationen für das Kontrolljahr 2014.

Gleichzeitig bedanken wir uns bei Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen im

vergangenen Jahr und freuen uns auf die weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit!

In Teil 1 stellen wir Ihnen neben allgemeinen Informationen auch IMO-interne Nachrichten vor,

die für die neue Kontrollsaison wichtig sind.

In Teil 2 finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Änderungen in den für Sie relevanten

Kontrollbereichen.

Die Serviceleistungen der IMO-Geschäftsstelle in Konstanz

Unter der Nummer 07531-81301-29 können Sie uns per Fax Unterlagen zusenden.

Unsere E-Mail-Adresse lautet: imod@imo.ch

Unter unseren Telefonnummern 07531-81301-0 (Landwirtschaft)

07531-81301-20 (Verarbeitung, Import)

sind wir für Sie erreichbar:

von Montag bis Freitag von 9 - 12 und von 14 - 17 Uhr

Ihre IMO Institut für Marktökologie GmbH


Teil 1: IMO in eigener Sache

1.1 IMO ist Mitglied der ECOCERT Gruppe

Die deutsche IMO Institut für Marktökologie

GmbH und die IMO Swiss AG sind seit Herbst

2013 Mitglied der ECOCERT-Gruppe, einer

großen international tätigen Gruppe von

Kontroll- und Zertifizierungsunternehmen. Für

die Kunden und Partner der IMO GmbH ergeben

sich daraus keinerlei Änderungen; die Verträge,

Bescheinigungen und Kontrolldokumente

behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Auch in

Zukunft wird die IMO GmbH für eine

partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Ihnen

als Unternehmen stehen, die auf einem hohen

Qualitätsanspruch und auf nachhaltigen Werten

beruht.

1.2 Das bietet die IMO GmbH Ihnen an:

Kontrolle und Zertifizierung ökologischer

Produktionssysteme

• Kontrolle und Zertifizierung gemäß EG-Öko-

Verordnung (VO (EG) 834/2007) inkl.

Aquakultur

• Kontrolle gemäß privater Richtlinien, wie z.B.

Naturland, Demeter, Bioland, Ökoland,

BioSuisse u.v.a.

• Kontrolle und Zertifizierung gemäß dem USamerikanischen

NOP (National Organic

Program), in Kooperation mit ECOCERT

• Kontrolle und Zertifizierung gemäß dem

japanischen JAS (Japanese Agriculture

Standard) für Betriebe, die Bio-Produkte nach

Japan exportieren möchten, über die

IMOswiss AG

Weitere Kontroll- und Zertifizierungssysteme:

• Neu ab 2014: Kontrolle und Zertifizierung von

Produkten, die nach traditionellen

Herstellungsverfahren oder regionalem

Bezug mit den beiden

Herkunftsbezeichnungen g.U. (geschützte

Ursprungsbezeichnung) und g.g.A.

(geschützte geographische Angabe) nach der

Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 hergestellt

werden

• GLOBALG.A.P. für Eigenkontrollsysteme in

der Produktion

• IFS und BRC für Eigenkontrollsysteme in der

Lebensmittelverarbeitung über unseren

Kooperationspartner TÜV SÜD Management

Service GmbH

• Kontrolle und Zertifizierung nachhaltiger

Waldwirtschaft gemäß FSC (Forest Steward

Council) und andere Label, über die

IMOswiss AG

• Social & Fairtrade Zertifizierung, eine

Zertifizierung nach Sozialrichtlinien und

Fairtrade-Kriterien, über die IMOswiss AG

• Textil-Zertifizierung GOTS, über die

IMOswiss AG

• MSC-Zertifizierung, für nachhaltigen

Fischfang (Wildfisch), über die IMO Swiss AG

• AquaG.A.P., die Zertifizierung von „Guter

Aquakultur Praxis“ (Good Aquaculture

Practice, GAP) für alle Spezies in

Aquakulturen, über die IMOswiss AG

• UTZ CERTIFIED 'Good Inside', Zertifizierung

für Kaffee, Kakao und Palmöl, über die

IMOswiss AG

• QS Qualität und Sicherheit, über unseren

Kooperationspartner ACG Agrar-Control

GmbH

• Kontrolle regionaler Produkte nach

Vereinskriterien z.B. Gutes vom See am

Bodensee

Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an.

1.3 Bio-Fach 2014

Die IMO GmbH wird auf der BioFach vom 12.

bis 15. Februar 2014 in Nürnberg wieder mit

einem Stand in Halle 1 (neuer Standort:

Standnummer 751) vertreten sein. Gerne

können Sie dort die Gelegenheit zu einem

Austausch nutzen. Am besten, Sie vereinbaren

schon jetzt einen persönlichen

Gesprächstermin.

1.4 Aktuelles auf der IMO-Homepage

Unter: http://www.imo.ch kommen Sie unter dem

Menü Local Offices auf die Homepage unseres

deutschen Büros. Besuchen Sie regelmäßig die

IMO-Web-Seite. Hier finden Sie z.B. Zugang zur

aktuellen EG-Öko-Verordnung sowie unter

Aktuelles eine Übersicht über Änderungen und

Entwicklungen.

1.5 Kontrollterminvereinbarung

Unsere Tourenplanungsabteilung plant die

Kontrollen für unsere Inspektoren wochenweise

und in ausgewählten Regionen ein. Die Auswahl

Ihres Unternehmens für eine bestimmte Tour

orientiert sich an Vorgaben, die intern für die

nächste Kontrolle gemacht werden, an den

Kontrollbereichszulassungen des Mitarbeiters

und an der Anzahl der Kontrollen, die ein

Mitarbeiter bereits im gleichen Unternehmen

durchgeführt hat.

Wir möchten Sie daher bitten, auf

Terminanfragen / Ankündigungen seitens der


IMO zügig zu reagieren. Kurzfristige Absagen

von Kontrollterminen bedeuten für uns einen

hohen planungstechnischen Aufwand, daher

behalten wir uns vor, für Absagen von

Kontrollterminen, die weniger als 7 Arbeitstage

vor dem vereinbarten Termin erfolgen, eine

Pauschale von 195,- € zu berechnen.

Ein Kontrollrhythmus von 12 Monaten ist in der

EG-Öko-Verordnung nicht festgeschrieben. Ein

Kontrolltermin, der nur wenige Monate nach

dem letztjährigen Termin erfolgt, ist daher

möglich. Es besteht die Verpflichtung zu

mindestens einer Kontrolle pro Kalenderjahr, so

dass der Zeitpunkt der Kontrolle keinen Einfluss

auf die Gültigkeitsdauer der Bescheinigung hat.

Beachten Sie bitte, dass vor allem Betriebe, bei

denen neben der EU-Kontrolle noch

Verbandskontrollen durchgeführt werden, in den

ersten drei Quartalen geprüft werden müssen,

damit noch ausreichend Zeit für die

Verbandszertifizierung verbleibt, bevor das

Gültigkeitsdatum des Verbandszertifikats

abläuft.

1.6 Leistungsverzeichnis

Die Pauschalen und Stundensätze werden sich

für das neue Kontrolljahr 2014 gegenüber 2013

nicht verändern. Das Leistungsverzeichnis 2013

behält daher auch 2014 seine volle Gültigkeit.

Ergänzend werden wir für die Betriebe in

Niedersachsen und Nordrheinwestfalen eine

Umlage für die Behördenbegleitungen einführen.

In beiden Ländern werden die Kontrollbegleitungen

durch die Behörden den Kontrollstellen

in Rechnung gestellt. Ab 2014 werden wir dies

Pauschal mit 25 € den Betrieben in diesen

beiden Bundesländern in Rechnung stellen.

Teil 2: Verordnungen (EG) 834/2007

und (EG) 889/2008

1 Allgemeines

1.1 Verzeichnis der kontrollierten Bio-

Unternehmen

Seit dem 01.12.2013 müssen alle aktuellen

Bescheinigungen am Tag nach der Zertifizierung

in einem deutschlandweiten Verzeichnis stehen

(ÖLG). Dazu hat die Konferenz der

Kontrollstellen e.V. (KdK) die Grundlagen

geschaffen. Alle Kontrollstellen in Deutschland

nutzen dieses Angebot, dass unter

www.oeko-kontrollstellen.de

aufgerufen werden kann.

Die Daten der Unternehmen, die über die IMO

GmbH im Kontrollverfahren stehen, können

zusätzlich über:

www.bioc.info

abgerufen werden. Dort sind die Daten von 11

deutschen sowie einigen schweizerischen und

österreichischen Kontrollstellen hinterlegt.

Bei Betrieben, für die keine Bescheinigung

(vormals Zertifikat) abrufbar ist, ist eine

Bestätigung über die Teilnahme am

Kontrollsystem hinterlegt. Diese Bestätigung aus

der Datenbank ist nicht gleichwertig zu einer

Konformitäts-Bescheinigung. Bei Warenzukauf

müssen Sie in diesem Fall zusätzlich die

entsprechende Bio-Bescheinigung Ihres

Lieferanten über die Ware verlangen.

1.2 Gefälschte Bescheinigungen

Seit einiger Zeit tauchen häufiger gefälschte

Bescheinigungen und andere Zertifikate vor

allem in Bezug auf Drittländer auf. Die

Mitteilungen über solche Dokumente werden

über die Kontrollstellen von der Bundesanstalt

für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mittels

einer Schnellwarnung an die betroffenen

Behörden im Drittland und an die EU-

Mitgliedsstaaten weitergeleitet.

1.3 Abschlusskontrollen

Bei Unternehmen, die aus dem Kontrollsystem

ausscheiden, muss laut LÖK-Beschluss vom

28.05.2013 zeitnah vor Vertragsende eine

Abschlusskontrolle durchgeführt werden. Diese

hat zum Ziel, die „Kontrolllücke“ zwischen letzter

Kontrolle und Geltungsende der Bescheinigung

gem. Art. 29 der VO 834/2007 zu schließen und

das in dieser Zeit ggf. durchgeführte

kontrollpflichtige Handeln zu verifizieren.

2 Verarbeitung und Lagerung von

Lebensmitteln

2.1 Hefe

Ab dem 01. Januar 2014 werden Hefe und

Hefeprodukte gemäß Artikel 27 Abs. 2 c)

Verordnung (EG) Nr. 889/2008 zu den Zutaten

landwirtschaftlichen Ursprungs gezählt und

fallen daher unter die Mengenbeschränkung für

nicht ökologische Zutaten landwirtschaftlichen

Ursprungs von 5 % gemäß Artikel 23 Abs. 4 a)

ii) Verordnung (EG) Nr. 834/2007.

Der Einsatz von konventionellen Hefen und

Hefe-Produkten ist nach dem 1. Januar 2014 in

Öko-Produkten weiterhin zulässig; er wird aber -

im Gegensatz zur vorherigen unbegrenzten

Einsatzmöglichkeit - auf einen maximalen

Mengenanteil von 5 % im Endprodukt begrenzt.

Sollten im Endprodukt weitere nicht-ökologische

Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs

enthalten sein (z.B. Lecithin), reduziert sich

entsprechend der einsetzbare Anteil für

konventionelle Hefe, da die 5 % als

Gesamtanteil der nicht ökologischen Zutaten

landwirtschaftlichen Ursprungs anzusehen sind.


Bitte beachten Sie, dass konventionelle Hefe

nicht mit Öko-Hefe in ein und demselben Öko-

Produkt vermischt werden, da die einzelnen

Zutaten immer nur in einer Qualität zugesetzt

werden dürfen.

Bitte beachten Sie die neuen Anforderungen in

Ihren Rezepturen und ggf. bei der

Kennzeichnung Ihrer Produkte.

2.2 Färben von Ostereiern

Die Zulassung von synthetischen Formen von

Eisenoxiden und Eisenhydroxiden (E 172) endet

am 31.12.2013. Diese Stoffe dürfen in

synthetischen Formen bei der traditionellen

Färbung von Schaleneiern zur Osterzeit nicht

mehr verwendet werden.

3 Wein und Produkte mit Wein

Weine des Jahrgangs 2012 (ab Ernte 2012)

müssen entsprechend der Wein-Verordnung

produziert und als Bio-Wein mit EU-Bio-Logo,

Code-Nummer und Herkunftsangabe

gekennzeichnet werden.

Weine der älteren Jahrgänge, die aus Bio-

Trauben produziert wurden, können unbegrenzt

als "Wein aus Trauben aus ökologischem

Anbau" gekennzeichnet und vermarktet werden.

Das EU-Bio-Logo darf nicht verwendet werden.

Die Angabe der Code-Nummer der Kontrollstelle

ist verpflichtend, das deutsche Bio-Siegel kann

freiwillig verwendet werden.

Diese Regelung gilt auch für alle aus oder mit

Wein hergestellten Produkten.

4 Kennzeichnung

4.1 EU-Bio-Logo, Codenummer der

Kontrollstelle und Herkunftsangaben

Alle vorverpackten Bio-Lebensmittel (und Bio-

Lebensmittel, die an die

Gemeinschaftsverpflegung abgegeben werden)

müssen innerhalb der EU mit dem EU-Bio-Logo

und den weiteren Pflichtangaben (Code-

Nummer der Kontrollstelle und

Herkunftsangabe) gekennzeichnet sein.

4.2 Angabe der Code-Nummer der

Kontrollstelle

Auf allen Etiketten und Warenbegleitpapieren

von Bio-Produkten muss die Code-Nummer der

Kontrollstelle angegeben werden. Für Betriebe

der Außer-Haus-Verpflegung muss die Code-

Nummer auch auf Speiseplänen/ Speisekarten

angebracht sein.

Betriebe, die Bio-Produkte im online-shop bzw.

im Fernversand anbieten, müssen die Code-

Nummer auf der Homepage angeben.

Bitte achten Sie darauf, dass die Code-Nummer

nicht allgemein angegeben wird, sondern nur in

Bezug auf die Öko-Produkte. Die Code-Nummer

der IMO GmbH lautet:

DE-ÖKO-005.

5 Import aus dem Drittland

5.1 Importverfahren

Mit der Drittlandsliste (Anhang III) und der Liste

der gleichwertigen Kontrollstellen (Anhang IV)

entfällt für den Import von Bio-Produkten, die

von den zugelassenen Kontrollstellen in den

jeweils gelisteten Ländern zertifiziert werden,

das Verfahren der Vermarktungsgenehmigungen.

Bitte prüfen Sie genau, ob die Kontrollstelle

Ihres Exporteurs in den entsprechenden

Ländern auf den Listen steht, ob diese für die zu

importierende Erzeugniskategorie (z.B.

unverarbeitetes oder/und verarbeitetes Produkt)

anerkannt ist und ob es noch weitere

Einschränkungen oder Ausnahmen gibt.

Für alle Importe, die nicht über die Drittlandsliste

und Liste der gleichwertigen Kontrollstellen

abgedeckt sind, müssen bis 01. Juli 2014

weiterhin Vermarktungsgenehmigungen bei der

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

(BLE) beantragt werden. Nach diesem Datum

werden keine Vermarktungsgenehmigungen

mehr erteilt. Bitte prüfen Sie, ob die

Kontrollstellen Ihrer Exporteure auf der Liste der

gleichwertigen Kontrollstellen gelistet sind.

Kontrollbescheinigungen sind für jede

Importsendung weiterhin notwendig und müssen

uns zeitnah nach erfolgtem Importvorgang in

Kopie zugesendet werden.

Ausnahme: Importe aus der Schweiz:

Bei Importen aus der Schweiz ist aufgrund der

Gleichwertigkeit der Schweizer Bio-Verordnung

keine Kontrollbescheinigung mehr erforderlich.

5.2 Verzollung von Waren aus Drittländern

Trotz der Vereinfachung des Importverfahrens

ist die Kontrollbescheinigung weiterhin für jede

Importsendung zwingend erforderlich. Beim

Import von Bio-Ware muss der Zoll im Feld 17

der Kontrollbescheinigung einen Vermerk

eintragen. Erst mit dem Zollvermerk gilt die

Ware als ökologische Ware in die Gemeinschaft

eingeführt. Auch wenn Sie Dienstleister mit der

Zollabwicklung Ihrer Ware beauftragen, sind Sie

als Importeur für die korrekte Einführung der

Ware in die EU verantwortlich. Sollte der

Zollstempel fehlen, so ist eine Heilung der Ware

nur möglich, wenn die Original-Sendung noch

vollständig und ungeöffnet vorhanden ist.

Die Original- Kontrollbescheinigung muss auf

Ihrem Betrieb (beim Importeur) zwei Jahre

aufbewahrt werden.


5.3 USA: NOP Zertifizierung

Mit der Drittlandliste können ökologische

Erzeugnisse aus den USA ohne

Vermarktungsgenehmigung importiert werden.

Auch für den Export in die USA ist keine NOP-

Zertifizierung mehr erforderlich. Dafür müssen

die Erzeugnisse entweder in der EU oder den

USA erzeugt worden sein oder der letzte

Verarbeitungs- bzw. Abpackungsschritt muss in

der EU oder den USA stattgefunden haben.

Weiterbestand der NOP-Zertifizierung: Wenn

NOP-Ware an Unternehmen außerhalb der EU

(z.B. Schweiz) verkauft wird, kann eine NOP-

Zertifizierung weiterhin erforderlich sein, da der

Schweizer Kunde nicht dem

Gleichwertigkeitsabkommen unterliegt, sondern

für seine Zertifizierung weiterhin NOP-Ware

zukaufen muss. Das Schweizer Unternehmen

kann nur NOP zertifizierte Ware in die USA

verkaufen, wenn der Rohstoff nach NOP

zertifiziert ist.

5.4 Export von Bio-Produkten nach Korea

Ab dem 01.01.2014 wird die Koreanische Bio-

Verordnung nun endgültig in Kraft treten,

nachdem dies bereits einige Male verschoben

wurde.

Wenn danach Ihre zertifizierte Ware in Korea mit

einem Hinweis auf den ökologischen Landbau

vermarktet werden soll, muss diese durch eine

in Korea akkreditierte Kontrollstelle nach dem

koreanischen Standard zertifiziert sein. In

Zusammenarbeit mit ECOCERT können wir

Ihnen diese Zertifizierung anbieten.

Bitte geben Sie uns umgehend eine

Rückmeldung, falls Sie Bio-Produkte nach

Korea exportieren, damit wir das weitere

Vorgehen mit Ihnen abstimmen können.

Kontakt: Melanie Kastner

(m.kastner@imo.ch)

6 Futtermittel

6.1 Futtermittel aus der Region

Nach Artikel 19 der VO (EG) Nr. 889/2008

müssen im Falle von Schweinen und Geflügel

„mindestens 20 % der Futtermittel aus der

Betriebseinheit selbst stammen oder – falls dies

nicht möglich ist – in derselben Region in

Zusammenarbeit mit anderen

ökologischen/biologischen Betrieben oder

Futtermittelunternehmern erzeugt werden.“

Ziel ist, dass die Tierhaltung mit der

Bewirtschaftung

landwirtschaftlicher

Nutzflächen einhergeht und keine

flächenunabhängige Tierproduktion stattfindet.

Unter Region wird definiert: Bundesland, in dem

der futtermittelverbrauchende Betrieb liegt,

inklusive direkt angrenzender Bundesländer

und direkt angrenzender politischer Einheiten

der Nachbarstaaten. Kleine Bundesländer

bilden eine Einheit mit angrenzenden

Bundesländern, HB mit NI, HH mit SH, SL mit

RP und BE mit BB. Für angrenzende EU-

Staaten gelten zusätzlich die politischen

Einheiten gemäß NUTS 1.

(http://de.wikipedia.org/wiki/NUTS).

Der Zeitraum für die Überprüfung ist der

Einkauf aller Futtermittel im Kalenderjahr. Die

Nachweispflicht obliegt dem

futtermitteverbrauchenden Betrieb. Der

Nachweis kann erbracht werden durch:

• Eigener Anbau der eingesetzten Futtermittel,

• Verträge mit Landwirten aus derselben

Region, die ihm direkt Futter liefern oder die

entsprechende Lieferungen an

Futtermittellieferanten liefern, von dem

entsprechende Mengen bezogen werden,

• Deklaration des Futtermittellieferanten, dass

mindestens 20 % des Futters in derselben

Region angebaut wurde.

Bei der Berechnung kann der mineralische

Anteil abgezogen werden. Eiweißkomponenten

können auch in konventioneller Qualität mit

eingerechnet werden, wenn sie aus

entsprechender regionaler Herkunft stammen

und die sonstigen Vorgaben der maximal 5 %

Regelung eingehalten werden.

Bei Wiederkäuern müssen mindestens 60 %

aus der Region stammen, wie dies oben

definiert ist.

Betroffene Tierhalter müssen ihren

Bewirtschaftungsplan für die ökologische

Tierhaltung um eine Beschreibung ergänzen,

wie die Vorgaben für einen Mindestfutteranteil

von 20 bzw. 60 % aus dem eigenen Betrieb

oder derselben Region eingehalten werden.

Bitte halten Sie eine Kopie dieser Ergänzung

zur nächsten Kontrolle Ihres Betriebes bereit,

damit der Kontrolleur diese für unsere

Unterlagen mitnehmen kann.

❄ ❄ ❄ Ende ❄ ❄ ❄

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