Mehrfachpresse als Alleskönner - bei SCHNUPP GmbH & Co ...

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Mehrfachpresse als Alleskönner - bei SCHNUPP GmbH & Co ...

P r o d u k t i o n | U m f o r m t e c h n i k

Bild: IUL

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Bild: IUL

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Bild 3: a Kinematik und b Demonstrator zur Blechmassivumformung mit den erforderlichen Bewegungen von Werkzeugen und Werkstücken.

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Bild: IUL

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Bild: IUL

Bild 4: a Versuchsaufbau zum Vorformen und Zahnprägen sowie b Musterbauteile.

Walzen mit einem Walzwerkzeug. Bei den

diskreten Prozessen dagegen ist das Werkzeug

zeitlich partiell im Einsatz. Die Umformoperation

erfordert nur einen Teil der gesamten

Prozesszeit, wie es beispielsweise bei

Präge- und Durchsetzoperationen der Fall

ist. Eine weitere Unterteilung erfolgt anhand

des Werkzeugeingriffs in Translation und

Rotation. Aus der Analyse der dargestellten

Bewegungsmöglichkeiten ergeben sich die

zur Realisierung der Maschinenkinematik

erforderlichen fünf Achsen.

Kenndaten der Mehrachspresse

Mit der Flexibilität der neuen Mehrachspresse

können individuelle Umformoperationen

realisiert werden. In ersten Untersuchungen

wurde die kontinuierliche mit der

diskreten Umformung kombiniert. Dabei

wurde ein rundes Aluminiumblech (AlMg3)

mit der Anfangsblechdicke von 3 mm und

einem Durchmesser von 95 mm in einer

entsprechenden Werkstückaufnahme fixiert.

Durch die Anbindung an den Drehtisch

kann diese beliebig rotiert werden. Mit einem

Vorform-Werkzeug wurde durch eine

Achse Komponente Kraft/Moment Verfahrweg Querkraft Abweichung

(unter Last)

1 Stößel 100 kN 400 mm 40 kN max. 0,03 mm

2 Maschinentisch 50 kN 310 mm 20 kN max. 0,05 mm

3 Drehtisch 1000 Nm 360 ° 40 kN max. 0,4 °

4a Kurzhubzylinder 50 kN 150 mm 20 kN max. 0,015 mm

4b Kurzhubzylinder 50 kN 150 mm 20 kN max. 0,015 mm

Quelle: IUL

schrittweise Zustellung von 5 mm der Blechrand

aufgestaucht. Die Aufdickung kann

lokal begrenzt oder über den gesamten Umfang

erfolgen. Dadurch kann die Blechstärke

an den jeweiligen Anwendungsfall optimal

angepasst werden. Anschließend erfolgt über

die Zusatzachse 4b mit einem entsprechenden

Zahnwerkzeug eine schrittweise Ausformung

von Zahngeometrien in den aufgedickten

Bereichen. Bild 4 zeigt den Versuchsaufbau

sowie mögliche Musterbauteile.

Weitere Untersuchungen befassen sich

mit der Ermittlung des Potenzials zur Realisierung

einer lokal definierten Werkstoffaufdickung

auf der Blechebene von Werkstücken.

Bezogen auf den Leichtbau sollen

durch diese gezielte Anpassung der Blechdicke

zukünftig Funktionsbauteile optimal für

ihren jeweiligen Anwendungsfall ausgelegt

werden können.

Der Sonderforschungsbereich Transregio

73 wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

(DFG) gefördert. MM

28 MM MaschinenMarkt 22 2013

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