Protokoll vom 06.06.2013

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Protokoll vom 06.06.2013

Ergebnisprotokoll „Runder Tisch in der Kindertagespflege“ am

06.06.2013

Anwesend:

Frau Beierling, Frau Dittrich, Frau Eck, Frau Gneisinger, Frau Juchbäumker, Frau Konrath,

Frau Lange, Frau Losch- Engler, Frau Michalke, Frau Minor, Frau Ritzdorf, Frau Sidon,

Frau Dr. Wiemert, Frau Dorn- Dickhaus, Frau Hopmann, Frau Classen, Frau Jöris, Frau

Hoffmann, Frau Mallmam, Frau Hahn

1. Begrüßung durch Frau Hahn (Landesjugendamt)

2. Information und Austausch:

Das Rundschreiben zur beitragsrechtlichen Beurteilung der Geldleistungen zur

Förderung in Kindertagespflege nach § 23 SGB VIII an Tagespflegepersonen

wurde verteilt.

Belastungsausgleichsgesetz

Im Rahmen des Belastungsausgleichgesetzes werden 4972 Euro / Jahr pro Platz in

der Tagespflege gezahlt. Frau Michalke schickt eine Tabelle mit weiteren

Informationen. (wird an das Protokoll angehängt)

Investitionskostenförderung

Für Großtagespflegestellen werden erfahrene Tagespflegepersonen bevorzugt.

Haben diese Tagespflegepersonen bereits die 500 Euro Pauschale erhalten können

keine weiteren Fördergelder beantragt werden, da es sich dann um eine

Doppelförderung handelt. In Einzelfällen gab es Vereinbarungen, dass die 500

Euro- Pauschale zurückgezahlt wurde und damit erneut Fördergelder beantragt

werden konnten. Frau Hahn erkundigt sich, ob es sich hier nur um Einzelfälle

handelt oder ob diese Regelung für alle möglich ist.

Zuzahlungen

Frau Ritzdorf verweist auf eine Stellungnahme des DIJuF vom 25.02.2013,

bezüglich der Rechtmäßigkeit der Vereinbarung eines privaten Betreuungsgelds

zwischen Tagespflegepersonen und Eltern:

Die Tagespflegepersonen vereinbaren im Rahmen eines zivilrechtlichen Vertrags

mit den Personensorgeberechtigten die Bedingungen der Betreuung. Hierbei ist

der Gestaltungswille der beiden Vertragsparteien grundsätzlich frei und findet

auch in den Regelungen des SGB VIII keine ausdrückliche Begrenzung. Der

Gesetzgeber untersagt es den Tagespflegpersonen nicht, Zuzahlungen von den

Eltern zu erheben. Im Rahmen des Rechtsanspruchs jedoch erfüllt der Träger der

öffentlichen Jugendhilfe seine Leistungspflicht nur dann wenn er eine ausreichende

Anzahl von Plätzen in der Kindertagespflege vorhält, für die kein zusätzliches

Betreuungsgeld erhoben wird.

Die Möglichkeit der Begrenzung der Erhebung dieser Zuzahlungen sieht das DIJuF

nur in entsprechenden Vereinbarungen zwischen Tagespflegepersonen und

Jugendamt. Der öffentliche Jugendhilfeträger kann hier darauf hinweisen, dass er

Kinder nur an Tagespflegepersonen vermittelt, die auf Zuzahlungen verzichten

und entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen haben.


Die Möglichkeit, die Zahlung der Geldleistung von dem Verzicht auf Zuzahlungen

abhängig zu machen, besteht nach Aussage der Stellungnahme nicht.

Fortbildung

Frau Hahn informiert über die Fortbildungsangebote des Landesjugendamts im

Bereich der Tagespflege in 2014.

Arbeitsgruppen Standards Großtagespflegestellen:

Stichpunktesammlung:

Eingewöhnung, Konzept, Anzahl der Kinder, Räume, Anstellung von

Honorarkräften, Vertretung, Fortbildung, Qualitätsentwicklung, Finanzierung,

Beratungsprozess, Elternarbeit, 1. Fachkraft- Erfahrungswissen, Fortbildung,

Infektionsschutz, Lebensmittelhygiene, Checkliste, Belegungsplan

Anzahl der Kinder:

Es dürfen insgesamt neun Betreuungsverträge abgeschlossen und ebenso neun

Kinder insgesamt gleichzeitig betreut werden. Platzsharing ist nicht möglich.

Jedes Kind ist einer der beiden oder der drei Tagespflegepersonen vertraglich

zugeordnet. Diese Zuordnung ist nur bei Krankheit oder Urlaub übertragbar.

Konzept:

Organisatorische Rahmenbedingungen:

- Öffnungszeiten

- Vertretungsregelung

- Kooperation mit KiTa/ anderen Tagespflegestellen / Fachberatung

Eigene pädagogische Schwerpunkte müssen definiert werden:

- Struktureller Tagesablauf

- Bild vom Kind

- Bildungsverständnis

- Erziehungsziele

- Methode der Eingewöhnung

- Elternarbeit

Belegungsplan:

Es sollte ein monatlichen Belegungsplan erstellt werden und eine Liste, aus der

die tägliche Dauer der Anwesenheit der einzelnen Kinder (Vor- und Zuname)

ersichtlich wird.

Räume:

Die Spielfläche sollte ca. 5-6 qm Spielfläche / Kind betragen. Dazu kommen Sanitärräume,

Abstellfläche und die Küche.

Es soll einzelne erkennbare Spielbereiche geben. Die Kinder müssen einen Schlaf- und

Ruhebereich zur Verfügung haben und ein Außengelände/ Garten sollte vorhanden sein. Die


Küche soll gemeinsam mit den Kindern genutzt und als Wohn-, Lern- und Lebensbereich

verstanden werden.

Mit den zuständigen örtlichen Behörden, sind die zu erfüllenden Voraussetzungen zu klären.

Bauordnungsbehörde: Brandschutz, Nutzugsänderung

Gesundheitsamt / Veterinäramt: Lebensmittelhygiene, Infektionsschutz

Vertretung:

Eine Pflegeerlaubnis für die Vertretung wird für maximal fünf Kinder und auf die

entsprechenden Räume der Tagespflegestelle ausgestellt.

Die Finanzierung der Vertretung läuft über den öffentlichen Jugendhilfeträger.

Honorarkräfte:

Es muss unterschieden werden zwischen pädagogischem Einsatz (PE) und z. B.

hauswirtschaftlichen Tätigkeiten.

Es wurde vereinbart, die noch ausstehenden Punkte in der nächsten Sitzung zu bearbeiten.

Gez. Petra Hahn

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