Download aktuelles Heftes - Aachen

davaachen

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Die Sektion in Aktion!

2 I 2013

Hochtourengruppe

Ein Interview mit

Christoph Heer

Die Ferne lockt:

Reisebericht über Indien

Der „verfluchte“ Berg

Für Genießer ein

unvergessliches Erlebnis

DAVON: 2/13


Foto: Jutta Peters

Willst du dich am

Ganzen erquicken,

so musst du das

Ganze im

Kleinsten erblicken!

Johann Wolfgang von Goethe

DAVON berichten wir:

Sektion Aachen des Deutschen Alpenvereins e.V.

Vorstand

Hütten und Wege

Naturschutz

Organisation

Geschäftsstelle

Römerstr. 41-43, 52064 Aachen

Liebe Leserinnen und Leser,

Adressen der Sektion Aachen 2

Vorwort 3

Hochtouren:

Mont Maudit, der verfluchte Berg 4

Jugend

Öffentlichkeitsarbeit & Service

geöffnet donnerstags 16-20 Uhr

Tel: 0241 / 4014387

Fax: 0241 / 4014388

E-Mail: info@dav-aachen.de

www.dav-aachen.de

Markus Koslowski ,

Helga Palmisano, Martina Wernerus

Impressum

Erlebnisse machen das Leben bunt. Die Sektion stellt mit ihren Aktivitäten

für Familien mit kleinen und größeren Kindern, für Jugendliche,

für Erwachsene im besten Alter und darüber hinaus eine Palette mit

vielen Möglichkeiten dar, mit anderen in den Bergen und der Natur

unterwegs zu sein.

Gerade die Hochtourengruppe war vor über 20 Jahren der Motor

aus dem das heute umfangreiche Kursangebot von einigen wenigen

Fachübungsleitern entwickelt worden ist. In einem Interview stellt sich

ihr Leiter Christoph Heer unseren Fragen. Was die Gruppe in ihrem

diesjährigen Sommercamp unterhalb des Großvenediger erlebt hat,

Interview mit Christoph Herr 7

In den Hohen Tauern

Sommercamp der Hochtourengruppe 8

Fernreise:

Indien in einem Zug 10

Nordamerika:

Im Banne des Captains 14

Familiengruppe:

Aachener Alpenhütte 17

Ausbildung

erfahrt Ihr auf den Seiten 8 und 9.

Wir möchten Euch eine bunte Mischung aus Sommer – der ja sicher

Wandern:

Antipasti und alte Wege 18

Das Mairatal im Piemont

Gruppen

Sport- und Wettkampfklettern

jetzt schon geplant wird – und Winter – der hoffentlich jetzt genossen

wird – mit diesem Heft bieten. Winterliche Hitze in Indien und

Ehrenwert:

DAV beim Tag der Vereine 21

sommerliches Frieren am Mont Maudit, kulinares Genusswandern in

Italien und Skitouren in Graubünden – für jeden ist etwas dabei! Und

Skitouren:

Medelser Hütte 22

bei einem Blick in die Schmökerecke auf Seite 30 und 31 entdeckt Ihr

vielleicht noch eine Geschenkidee oder auch eigene Tourenvorschläge.

Die Vielzahl der Artikel konnten wir nur unterbringen indem wir

Jugend:

Boulder Landesmeisterschaften

Kids Cup

24

26

NRW Combi Cup 2013 27

erstmalig das Heft auf 36 Seiten erweiterten. 4 Seiten mehr Lesevergnügen.

Brauchtum:

St. Martin und die Gänse 28

Viel Spaß und wunderschöne Feier- und Festtage

Nachgeschlagen:

Bibliothek 30

www.dav-aachen.de

http://www.facebook.com/pages/

Sektion-Aachen-im-DAV/

wünscht Euch für das Redaktionsteam,

Dirk Emmerich

Schaut mal:

Sektionsfenster

Dutch Mountain Film Festival # 4 33

Verein:

Neue Mitgliederbeiträge 34

Buntes:

Quiz 35

Buntes Brett 36

2

DAVON: 2/13 DAVON: 2/13

3

3


Hochtour

Mont Blanc Mont Maudit Mont Blanc du Tacul Biwak Bivouac de la Fourche

Text und Fotos:

Horst Wernerus

Mont Maudit

der verfluchte Berg 4465m

Der verfluchte Berg“, ja so heißt der

Mont Maudit ins Deutsche übersetzt.

Es ist jener Berg, der noch im Sommer 2012

Schlagzeilen durch ein tragisches Lawinenunglück

auf seiner Nordseite gemacht

hat. So oft bestiegen wird sein Gipfel nicht,

aber der Aufstieg auf den Mont Blanc von

der Cosmiques-Hütte aus folgt ein großes

Stück weit diesem Weg. Und so tummelt

sich auf diesem Streckenabschnitt an der

Nordseite des Berges täglich eine größere

Anzahl von Berggängern. Einsamkeit

wird man hier nicht finden. Nähert man

sich dem Mont Maudit aber von der Südseite,

ist einem eine tolle Hochtour abseits der

Massen gewiss. Die Route über den Kuffnergrat,

auch als Tour-Ronde-Grat bekannt,

wurde bereits 1887 erstbestiegen und stellt

eine sehr abwechslungsreiche, lange und

lohnenswerte Grattour auf den Gipfel dar.

Mit dem Eisrückgang ist aus der früher

überwiegenden Eistour mittlerweile eine

gute Mixtour mit vielen Felspassagen geworden.

Die technischen Schwierigkeiten

sind zwar nicht besonders hoch, doch darf

die Tour nicht unterschätzt werden. Eis bis

55 Grad und auch im Fels geht es in den

3. Grad, vielleicht auch mal bis in den 4.

Grad. Gepaart mit der Ausgesetztheit des

Grates, der Länge und der Höhe, in der

man sich bewegt, sollte man den Schwierigkeiten

mit einer gewissen Souveränität

und Ausdauer begegnen können.

Der Mont Maudit ist ein sehr schöner

Gipfel im Schatten des Mont Blanc. Sein

spitzer Felsaufbau reckt sich wie eine freche

Nase, steil gegen den Himmel und ist

von allen Seiten gut zu erkennen. Verglichen

mit den Heerschaften von Menschen,

die sich fast täglich Richtung Mont Blanc

bewegen, ist es am Kuffnergrat eher einsam.

Man hat sogar gute Möglichkeiten,

die ganze Tour, den ganzen Berg für sich

alleine zu haben. Ja, es ist nicht der Mont

Blanc, dafür ist es Bergsteigen an einem

wunderschönen Berg über eine tolle Route,

so wie ich es liebe.

Und mit dieser Liebe für etwas weniger

begangene Gipfel war ich wohl nicht alleine.

Lydia hatte mich im Frühjahr auf

diese Tour aufmerksam gemacht und wir

Kuffnergrat - Eine Traum - Hochtour

abseits der Massen, abseits der

ausgetretenen Pfade, und doch in

unmittelbarer Nachbarschaft zum

Mont Blanc.

Vallée Blanche

Aig. du Plan

Foto: Lydia Hilgers

entwickelten die Idee, sie gemeinsam in

die Tat umzusetzen. Das zur Verfügung

stehende Zeitfenster war knapp und die

einzige gemeinsame Möglichkeit reduzierte

sich auf 3,5 Tage (Do. bis So. mittag)

im August.

Müde …

Lydia war bereits seit über einer Woche

in den Bergen unterwegs und bestens akklimatisiert.

Ich selbst bin ein paar Tage

vorher ins Wallis gefahren und habe die

Zeit genutzt, um meine Anpassung zu

verbessern. Der Wetterbericht bröckelte

etwas und das Zeitfenster reduzierte sich

erneut. Es blieben noch Do. und Fr., dann

sollte eine Gewitterfront nach Chamonix

rollen. Schön, dass Lydia so flexibel war.

Der Treffpunkt wurde auf Mittwoch vorverlegt

und ich war froh am Abend, kurz

vor Chamonix, in ein glückliches, müdes

und grinsendes Gesicht von ihr blicken

zu dürfen. In einer kurzen „Beichte“ offerierte

sie mir, dass sie heute noch vom Rif.

Carrel am Matterhorn gestartet ist, selbiges

über den Liongrat hinauf und Hörnligrat

hinunter, solo überschritten hat…

und deshalb – und nur deshalb – ein ganz

kleines bißchen müde wäre.

Die Tour …

Unsere Sachen haben wir schnell gepackt

und am nächsten Morgen geht es mit dem

ersten Bus durch den Mont Blanc Tunnel.

Von dort mit der Seilbahn hinauf auf

3375m. Am Endpunkt liegt das Ref. Torino,

welches zurzeit durch die Modernisierung

der Seilbahn in eine gigantische Hochgebirgsbaustelle

verwandelt wurde. Im Getummel

von vielen Menschen ziehen wir

die Steigeisen an und ziehen angeseilt hinaus

auf den Gletscher. Bereits nach 100m

habe ich das Gefühl, in eine neue Welt

einzutauchen. Der Lärm, die Menschen,

alles schlagartig weg und die Schönheit der

Berge rückt in den Vordergrund. Der Mont

Maudit und der Kuffnergrat liegen in ihrer

vollen Pracht vor uns. Wir ziehen still und

zufrieden in das Gletscherbecken Vallée

Blanche der Randkluft entgegen. Von dort

führt uns ein erster steiler Aufstieg hinauf

zum Beginn des Kuffnergrates, an dessen

abgewandter Seite das Bivouac de la Fourche

auf etwa 3682m steht, welches das Ziel

für den heutigen Tag ist. Der Bergschrund

ist kurz und steil. Das anschließende steile

Firnfeld fängt an aufzuweichen und mit

der Anstrengung kommen bei mir die

ersten Schweißperlchen. Es dauert nicht

lange und wir erreichen weiter oben über

die Felsen das Biwak.

Das Biwak, ein Bau aus Holz und Blech,

liegt hoch am Grat und ist auf einer kleinen

Plattform in die steilen Felsen gebaut.

Brenva Gletscher, Brenva Flanke und Mont

Blanc liegen eindrucksvoll vor uns. Es ist

einsam hier oben, erst später am Tag werden

noch zwei französische Bergsteiger

das Biwak erreichen. Die Schachtel strahlt

einen urigen Charakter aus und bietet etwa

12 Personen Platz. Ein paar Decken hat es,

ansonsten nichts – bis auf das ein oder andere

Überbleibsel irgendwelcher Vorgänger.

Es dauert nicht lange, bis der mitgebrachte

Kocher den Schnee geschmolzen

hat, und wir zufrieden die erste Tasse Tee

trinken. Begleitet von einem traumhaften

Bergpanorama entgleiten wir früh auf

dem harten und staubigen Lager in die

Träume der Nacht.

Der Wecker klingelt gegen 4 Uhr morgens

und obwohl Lydia und ich noch nie zuvor

eine gemeinsame Tour in den Bergen unternommen

haben, spulen wir nicht nur

das Morgenprogramm in einer fast wortlosen

Routine ab, als wären wir bereits ein

über Jahre eingespieltes Team. Alles geht

sehr zügig. Rasch verschwindet ein kurzes

Frühstück in uns, Kocher und Ausrüstung

im Rucksack und im Schein der Stirnlampe

machen wir uns auf den Grat. Die Luft

ist herrlich, das Wetter hervorragend. Wir

steigen, wir klettern, wir genießen die Stille,

wir halten inne. Der Blick zurück nach

Osten, dort wo gerade die Sonne aufgeht

und dieses Spiel zwischen einem feuerrotem

Himmel und den Schattenrissen der

schroffen Berge erzeugt, ist erneut atemberaubend.

Wir genießen jede Sekunde,

jeden Blick, jeden Meter. Einfach Bergsteigen,

- einfach traumhaft.

Wir kommen zügig voran. Nur für eine

kurze Seillänge direkt hinter der Biwakschachtel

benötigen wir das Seil. Seitdem

steigen wir seilfrei. Eis- und Felspassagen

wechseln sich ab und geben der Tour einen

abwechslungsreichen und spannenden

Charakter. Mit etwas Instinkt ist der

richtige Weg durch die zerrissenen Felspassagen

und über scharfe Firngrate gut

zu finden. Er orientiert sich immer an

der logischen Linie des teilweise breiten

Hauptgrates. Haken sucht man in der Route

vergebens.

Das Geschenk..

Die Sonne gewinnt rasch an Höhe und

leuchtet die Landschaft immer wieder neu

aus. Dieser Live-Lichtbilder-Vortrag, den

uns die Natur hier bietet, nehmen wir mit

grenzenloser Freude und Demut auf – ein

riesen Geschenk.

4 DAVON: 1/13 DAVON: 1/13

DAVON: 2/13 DAVON: 2/13 5


Hochtour

Interview

?

Christoph Heer

DAVON fragt:

Um die Hochtourengruppe den Lesern von DAVON

vorzustellen, führte Hans Graffenberger

mit Christoph Heer folgendes Gespräch.

Kurz vor dem Erreichen des Biwaks

Kurz vor 11 Uhr erreichen wir den Gipfel.

Es ist warm und fast windstill. Wir grinsen

und strahlen im 360 Grad Panorama.

Ein Stück weiter unten schauen wir auf die

ausgetretene Spur, welche von der Cosmiques-Hütte,

vorbei am Mont Blanc de Tacul,

hinauf auf den Hauptgifel des Mont

Blanc führt. Auf dieser Spur kann man

nicht mehr von Bergeinsamkeit sprechen.

Umso deutlicher ist unser Glücksempfinden,

den ganzen Kuffnergrat und auch den

Gipfel des Mont Maudit in völliger Ruhe

alleine genießen zu dürfen. Der „verfluchte

Berg“ zeigt uns seine schönsten Seiten.

Wir verweilen noch einige Zeit hier oben,

bis wir uns dann doch von diesem schönen

Fleckchen lossagen können. Entlang

der Spuren geht es steil in die Nordflanke

hinunter, am Mont Blanc du Tacul vorbei

und es dauert nicht allzu lange, da haben

wir den Gletscherboden am Col du Midi

erreicht. Der Gegenanstieg zur Aig. du

Midi ist nochmal anstrengend, aber dann

rauschen wir bereits mit der Seilbahn hinunter

nach Chamonix. Eine andere Welt

hat uns wieder.

Zwischen Randkluft und Biwakschachtel

Kuffnergrat - lang und abwechslungsreich

Landkarte:

IGN 1:25.000, Blatt 3630 ET Chamonix.

Ausrüstung: Pickel, Steigeisen,

Seil (40 m), 3 Eisschrauben, 4 Expressschlingen,

Bandschlingen, evtl. 2 – 3 Friends.

Höhendifferenzen ca.:

Rifugio Torino – Mont Maudit: 100 m Abstieg,

1150 m Aufstieg (ab Biwak ca.800 m)

Mont Maudit – Aiguille du Midi: 950 m

Abstieg, 300 m Aufstieg.

Schwierigkeiten: III/IV / D / Eis 55°

Gehzeiten: 2½ Std. Ref. Torino bis

zum Bivouac de la Fourche

6 – 7 Std. für den Grat (vom Biwak aus)

3 Std. Abstieg mit Gegenanstieg zur Aig.

du Midi

Buchtipp: Die Gipfel des Montblanc.

Die schönsten Routen in allen Schwierigkeitsgraden,

BLV Verlag

Durchgeführt:

Lydia Hilgers, Horst Wernerus 22/23.

August 2013

unten: Die Gipfelnadel des Maudit ist zum Greifen nahe

Zu einer zahlenmäßig großen Aktionsgruppe

unserer Sektion gehören

die Bergsteiger der Hochtourengruppe

(HTG). Gegründet wurde sie 1992 von einigen

Aktiven, die damals bereits unserer

Sektion angehörten. Mit der ersten Tour

ging es im gleichen Jahr 10 Tage quer durch

die Ötztaler Gletscherlandschaft. Dieses

gelungene Unternehmen sprach sich in

der Sektion und auch unter Studenten der

Aachener TH sehr schnell herum, so dass

unsere Gruppe innerhalb der folgenden

Jahre zahlenmäßig stark anwuchs. Organisiert

wurde die HTG damals von Joachim

Opitz, der die Leitung an Norbert und

dieser später an Christoph Heer übergab.

Hans: Welche Aktivitäten werden in der

HTG ausgeübt? Und wie oft?

Christoph: Wir organisieren Hochtouren

in den Alpen und gelegentlich in außereuropäischen

Hochgebirgen ( zum Beispiel

Himalaya, Karakorum, Anden, Kilimandscharo),

Fels-Klettern (vor allem in der

Eifel, am Maastal in Belgien, den Ardennen

sowie in Kelmis oder in Pepinster). Zum

Hallenklettern gibt es Verabredungen in

der Regel mittwochs abends in Gulpen.

Auch die Teilnahme an ein- und mehrtägigen

Wanderungen in der Eifel, im Aachener

Umland, in Holland und Belgien

oder Luxemburg ist bei uns sehr beliebt.

Im Winter steht eine mehrtägige Skitour in

den Alpen und manchmal Eisklettern auf

unserem Programm. Alljährlich finden

verschiedene Camps statt: neben dem erwähnten

Skitourencamp, ein Klettercamp

im Frühjahr meist im Mittelgebirge und

ein Sommercamp in den Alpen.

Hans: Wer kann an den Aktivitäten

teil nehmen ?

Christoph: Jeder, der auf Grund seiner Erfahrung

und Kondition für die jeweiligen

Foto: Hans Graffenberger

Christoph ist seit 1977 Mitglied unserer

Sektion und ein erfahrener Bergsteiger. Er

hat viele Regionen der Alpen erwandert,

viele Gipfel und Gletscher erstiegen, läuft

Ski und klettert im Fels und in der Halle.

Er hat an Expeditionen in außereuropäische

Regionen wie Nepal und Tansania/

Kenia (Besteigung des Kilimandscharo)

teilgenommen oder in eigener Planung

durchgeführt.

Aktivitäten geeignet ist.

Hans: Wer plant die Aktivitäten?

Christoph: Aus der Gruppe heraus kommen

von Einzelnen Vorschläge, die nach

Diskussion realisiert werden. Zur Planung

mehrtägiger Veranstaltungen gehört die

Wahl und Vorstellung eines geeigneten

Zielgebietes, Suchen einer Unterkunft und

Führen der Teilnehmerliste. Einzelheiten

werden in gemeinsamen Vorbesprechungen

abgesprochen.

Hans: Wie werden die Mitglieder über Veranstaltungen

der HTG informiert?

Christoph: Ich führe eine Liste der Gruppenmitglieder

mit Mail-Verteiler, über

den ich alle Mitglieder über geplante Aktivitäten

informiere. Wer konkrete Aktivitäten

(Klettern, Wandern) innerhalb der

HTG vorschlagen möchte, kann dies über

mich gerne tun.

Hans: Sind die HTG-Mitglieder zur Teilnahme

an den Aktivitäten verpflichtet?

Christoph: Niemand ist zur Teilnahme an

geplanten Veranstaltungen verpflichtet.

Hans: Wie viele Mitglieder hat die HTG?

Christoph: Zur Zeit sind 131 Mitglieder in

der Liste verzeichnet. Die Liste derjenigen

Mitglieder, die der Weitergabe ihrer Daten

zugestimmt haben, wird genau an diese

Personen versandt. Das erleichtert die direkte

Kommunikation untereinander.

Hans: Müssen die HTG-Mitglieder außer

den jährlichen DAV-Beiträgen weitere Gebühren

entrichten?

Christoph: Nein! Es gibt keine zusätzlichen

Gebühren. Kosten, die durch die Aktivitäten

entstehen, werden auf die Teilnehmer

umgelegt.

Hans: Bei wem können sich Interessenten

melden?

Christoph: Bei mir. (cheer@t-online.de,

Tel. 02471 990081 ) Außerdem treffen wir

uns an jedem 2. Montag der Monate Oktober

bis Juni um 19:30 Uhr in der Gaststätte

„Kapellchen“ in Burtscheid, Malmedyer

Str. 17. Zu diesen Treffen sind alle Interessierten

(nicht nur HTG-Mitglieder!)

herzlich eingeladen.

Hans: Ist die HTG im Internet präsent?

Christoph: Ja, und zwar auf der Internetseite

www.dav-aachen.de f Aktivitäten

f Hochtourengruppe, allerdings

komme ich manchmal aus Zeitgründen

nicht dazu, diese Seite immer rechtzeitig

!

zu aktualisieren. Wenn jemand bereit wäre,

diese Aufgabe zu übernehmen, wäre ich

sehr dankbar.

Hans: Danke für dieses Gespräch. Ich hoffe,

dass diese Informationen viele Mitglieder

unserer Sektion auf die unterschiedlichen

Aktivitäten der HTG neugierig machen

werden.

6

DAVON: 2/13

7


Klettern

Unsere Aktionen beschränkten sich aber

bei weitem nicht nur auf diese beiden Gipfel.

Hinzu kamen die Rote Säule mit Klet-

Hochtouren-

Gruppe

In den Hohen Tauern

Aufstieg am Firngrat des Großvenedigers

Unsere Seilschaft auf dem Großglockner

Auf dem Gipfel des Großvenedigers Seilschaften am Gipfel des Großvenedigers Auf dem Lasörling-Gipfel.

Das Sommercamp 2013 der Hochtourengruppe

Ein Sommercamp der Superlative war

es mal wieder! In den 14 Tagen des

Juli „stimmte“ alles: die Landschaft, die

Unterkunft, das Wetter, und ganz besonders:

unsere Gruppe. Unser Quartier bestand

aus einem alten innen umgebauten

Bauernhaus und einem Blockhaus auf

dem gleichen Grundstück der Familie

Kranebitter mit „Familienanschluss“ in

Virgen/Osttirol am Fuß der Venediger-

Gruppe. Unsere Wirtsleute Nicole und

Johannes betreuten uns, kochten für uns

und halfen auch bei allen Problemen die

in unserer Gruppe gelegentlich auftauchten.

Zu jedem Zimmer gehörte eine Nasszelle

mit Dusche und WC. Im Blockhaus

befand sich sogar eine Sauna, die wir

aber nicht benutzten, da unsere täglichen

Touren ausreichend schweißtreibend waren.

Gipfel, Gletscher, Schluchten,

Klettersteige und Wanderwege . . .

Die erste Wanderung, die zum „Warmlaufen“

diente, führte uns ins Umbaltal,

die Verlängerung des Virgentals. Hier

donnert der Iselbach in vielen Kaskaden

ins Tal. Von links und rechts kommen

aus den Höhen viele rauschende Wasserfälle

dazu. Dirk und Wolli ließen es

sich nicht nehmen,

mal kurz ins eiskalte

Wasser des Isels zu

steigen.

Schon am nächsten

Tag bildeten wir zwei

Vierer-Seilschaften,

um den Großvenediger

zu besteigen. Es

ging vom Tauernhaus

hoch auf die Neue

Prager Hütte, die uns als Nachtquartier

diente. Früh am nächsten Morgen startete

dann unser erstes Abenteuer über

den Schlatenkees mit seinen Querspalten.

Der Gletscher begann gleich oberhalb

der Hütte. Nachdem wir alles technische

Gerät angelegt hatten, kam jemand auf

die Idee, doch zuerst mal eine Übung in

„Spaltenbergung“ durchzuführen. Was

dann folgte, war filmreif! Der Chronist

war froh, dass dies nur eine Übung war.

Eigentlich machten wir gar nicht wirklich

alles falsch; schließlich wurde der „abgestürzte“

Christoph „gerettet“. Aber die

vielen Diskussionen…jeder von uns gab

ständig gute Ratschläge, so dass die ganze

Angelegenheit ziemlich chaotisch ablief.

Um es kurz zu machen: alle Spalten wurden

beim Auf- und späteren Abstieg ohne

Absturz umgangen oder übersprungen.

Nach einem Balancierakt über den ausgesetzten

Firngrat erreichten beide Seilschaften

den 3660 m hohen Gipfel bei

herrlichem Wetter. Die Abstiegszeit konnten

wir von der Johannishütte aus mit

Hilfe eines Taxis auf einen Tag begrenzen.

Abenteuer am Großglockner

mit Bänderanriss und Gipsbein . . .

Der zweite Höhepunkt unseres Sommercamps

war die Besteigung des Großglockners

(3798 m) mit einer Vierer-Seilschaft.

Es ging von der Stüdlhütte aus über den

Luisengrat. Das war keine technisch

schwierige, aber sehr lange und anstrengende

Kletterei. Die haben alle Vier gut

überstanden. Um ehrlich zu sein, nicht so

ganz. Der Großglockner forderte seinen

Tribut. Christoph verklemmte kurz vor

dem Gipfel seinen Fuß derart in einem

Riss, dass durch Verdrehung bei einem

Sturz ein sehr schmerzhafter Bänderanriss

die Folge war. Trotzdem schaffte er

auf Stöcken den ganzen Rückweg ohne

Fremdhilfe. Ergänzend sei noch vermerkt,

dass dieser Berg ein paar Tage später

ein zweites „Opfer“ von einem unserer

Bergsteiger verlangte. Hans Knauf, der

mit einem Bergführer den Gipfel bestieg,

knickte mit dem Fuß beim Abstieg um

und musste sich wegen eines Bänderanrisses

sein Bein in Gips legen lassen.

tersteig, die Kreuzspitze,

der Lasörling

sowie die Blauspitze

über den sehr „knackigen“

Klettersteig.

Einige Ziele lagen in

den Lienzer Dolomiten:

der Adrenalin-

Klettersteig an der

Galitzenklamm und

der Klettersteig auf

den Seekofel. Eine

Kletterei mit 7 Seillängen

auf die Kleine

Gamswiesenspitze

war auch dabei.

Auf dem Hochsteingipfel

Gewandert wurde auch in der Lasörling-

Gruppe südlich vom Virgental. Hier befinden

sich zwei bewirtschaftete Hütten

unserer Gastfamilie: die Wetter-kreuzhütte

und die Zupalseehütte.

Was gab es sonst noch in den 14 Tagen?

Ach ja, eine Raftingfahrt auf dem Iselbach

und eine Moutainbiketour – und ein erfrischendes

Schwimmen im naheliegenden

Freibad von Virgen... H

Sabine und Marion auf dem Seekofel

8 DAVON: 2/13

DAVON: 2/13

Unsere fast komplette Gruppe vor dem Blockhaus

Text: Hans Graffenberger

Fotos: Hans Graffenberger,

Christoph Heer

Über den Klettersteig haben wir die Blauspitze erreicht

9


Fernreise

Lotusblume: Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung

Junge Mutter in Mumbai

Indien in einem Zug!

skeptischer Blick

„Ich kenne keinen, der gesund

wieder zurück gekommen

ist!“, „Lass´ niemals

deine Freundin aus den Augen!“,

„Überleg´, was du

deiner Leber mit den ganzen

Impfungen antust!“ Solche

gut gemeinten Unkenrufe

hallten noch in unseren Köpfen

als wir gemütlich im ICE

zum Frankfurter Flughafen

brausten, um einen Teil des

riesigen Landes mit seinen

1,2 Milliarden Menschen

kennenzulernen. Schließlich

ist jeder sechster Mensch auf

der Erde ein Inder. Aber wie

das so mit den Erfahrungen

ist: man muss sie selbst machen!

Einzig die Idee, Indien

mit dem Fahrrad zu erkunden,

hatten wir wieder fallen

gelassen. Zum Glück!

Es rumpelt leicht und vertraut – vor

mir schnurren 32 schwere mit rostigen,

verfilzten Gittern abgeschirmte Ventilatoren

von der Decke. Mein Sitznachbar

schaut interessiert auf meine Tagebucheintragungen.

Als ich wegen der unsauberen

Schrift versichere, dass dies nicht

Mayalyam sei, sondern „a kind of german

writing“, lächelt er und wackelt mit dem

Kopf. Englisch könne er auch schreiben.

Mit offenen Türen und vergitterten Fenstern

zockeln wir durch eine grandios

grüne Landschaft und werden vom friedlichen

und immer freundlich entspannten

Zugpersonal mit allem versorgt: Kaffee,

Tee, Wasser, komplett gekochte Gerichte,

süßes Gebäck – alles kommt mit eigenem

Träger frisch aus dem Küchenwagon. Und

der hat sogar ein einzelnes Abteil, in dem

nur Zwiebeln geschält werden.

Die Strecke von Kochin nach Varkala soll

vier Stunden dauern für den Preis von

zwei Euro für zwei Personen! Das Eisenbahnnetz

ist sehr gut ausgebaut – dank

der britischen Kolonialherrschaft, die

erst vor 66 Jahren geendet hat. In der airconditioned-class

ist es wesentlich teurer

und je nach Preis hat man die Wahl zwischen

Kühlschrank- und Kühltruhentemperatur.

„Are you Christian?“, fragt mich

ein älterer Herr freundlich, der auf dem

inzwischen freien Platz gegenüber sitzt.

Er selbst gehört zur Minderheit der Christen,

die landesweit nur 13% ausmachen.

80 % sind Hinduisten; Muslime und einige

andere Religionen stellen den Rest, wobei

je nach Bundesstaat und Küstenlage oder

Lage im Landesinneren die Anteile sehr

stark schwanken. Sowieso sind die Bundesstaaten

mit ihren eigenen Sprachen

und Schriften fast noch unterschiedlicher

als in Europa die ganzer Länder. Die

Verständigung in Indien läuft grenzüberschreitend

in Englisch oder Hindi. Mein

Gegenüber strahlt weiter. „Many German

are so hard minded”, sagt er, „but you both

are looking so open with an open hard. I

feel the grace!” Ja, Indien hatte uns schon

gepackt!

Von Frankfurt über Bahrain und Mumbai

(dem ehemaligen Bombay) landeten wir

als backpacker nach 27 Stunden in Kochin.

Zugegeben, durch den Ausdruck backpacker

fühle ich mich zwar 20 Jahre jünger,

doch in der Realität komme ich ermattet

wieder sehr schnell an, als ich in sengender

Hitze in Kochin auf den Stadtbus warte.

Elefantensegen im

unterirdischenTempel

Ein paar Tage später rollen wir am späten

Abend in Madurai ein. Der Sonnenbrand

löst immer noch prickelnde Erinnerungen

an die phantastischen Wellen und das herrliche

Wasser Varkalas aus. Vor dem Bahnhof

liegen Menschen wie in einem Flüchtlingslager,

in jedem dunklen Winkel hockt

eine Gestalt. Unverkennbar sind wir nun

nicht mehr in Kerala, einem der reichsten

Bundesstaaten, sondern in Tamil Nadu, einem

wesentlich ärmeren, angekommen.

Mit der Rikscha geht’s zum reservierten

Hotel, das einen tollen Blick auf die Tempelanlage

haben soll. Hat es auch, wie

wir nach endlosen bürokratischen Anmeldeformalitäten

feststellen. Auf dem

Dach ist noch eine Party im Gange; die

spontane Einladung einer jungen Britin

lehnen wir mit rotgeäderten Augen ab.

Anscheinend sehen wir doch aus wie

Mitte 20! Aber der Abend hatte auch

für uns noch eine Überraschung, denn

als ich mich voller Vorfreude unter

die Dusche stelle, merke ich, dass die

Armaturen fehlen. Kein Problem, es

gibt ja die noch einen Wasserhahn,

mit dem der Eimer für die Klospülung

gefüllt wird. Birgit sieht das allerdings

ganz anders und ist schon unterwegs

zur Rezeption sechs Stockwerke tiefer.

Schließlich haben wir unser Nachbarzimmer

erobert, mit Duscharmatur, die nach

einigem Quietschen sogar Wasser preisgibt.

Und wer in Indien duscht, setzt das

Klo und das Bad gleich mit unter Wasser.

Dass diese Dusche wohl auch länger nicht

in Betrieb gewesen ist, zeigt eine Abordnung

einiger Schaben, die sich aus dem

offenen Bodenabfluss gegen das Wasser

auf die Kacheln kämpft. Verstärktes Aufdrehen

des Wasserhahns bewirkt nur, dass

nun ihre großen Artgenossen erscheinen.

Birgit verriegelt an diesem Abend die Badezimmertür

von außen!

Noch benommen von der letzten Nacht

und der enormen Schwüle machen wir

uns zum Minakshi-Tempel auf, einer der

größten in Südindien mit einer Grundfläche

von sechs Hektar, die das gesamte

Stadtzentrum dominiert. Ihre zwölf phantastischen

Türme sind mit tausenden Figuren

geschmückt, die die hinduistische

Götterwelt darstellen. In gewölbeartigen,

riesigen Gängen werden die verschiedenen

Gottheiten als Granitstatuen dargestellt

und verehrt. Es ist relativ kühl – draußen

sind es jetzt 41 Grad im Schatten -, Musik

erschallt und wird von den Granitwänden

verstärkt. Ab und zu zieht eine Gruppe

Priester, erkennbar an den orangefarbenen

lunghis, mit eiligen Schritten vorbei

– meist mit einem qualmenden Topf und

klingenden Klangschalen. In der Mitte der

Anlage ist ein großes Bassin angelegt, an

dessen Treppenstufen wir uns entspannt

hinsetzen. Ich zünde zwei Öllämpchen

an und stelle sie vor die tanzende Göttin

Shiva. Ein Führer drängt sich uns auf und

nach einer Weile geben wir nach und lassen

uns für eine Stunde den Tempel und

seine Symbolik erläutern. Faszinierender

als die Fakten ist jedoch die Stimmung

in dieser riesigen Anlage, die das religiöse

Leben der Hindus widerspiegelt. Ein

ständiges Kommen und Gehen, Anbeten

einer bestimmten Gottheit, Bemalen einer

Figur, kurzes Beten mit Hinwerfen, Kniebeugen,

Ohrenziehen und Betupfen

der eigenen Stirn mit rotem Staub für

Wohlstand, gelbem für Weisheit und

weißem für Reinheit, und schon geht es

wieder nach draußen. Jeder auf seine

Art und Intensität, alle barfuss und mit

großer innerer Ruhe.

Wir flüchten vor der Hitze ins Hochland,

denn auch in den schwül-heißen

Nächten finden wir kaum Erholung,

und pendeln zwischen Dusche und

Wasserflasche hin und her – manchmal

auch Oropax-gedämpft. Nach einem

scharfen Frühstück auf Bananenblättern

dröhnt unter lautem Gehupe

der Linienbus durch die verstopften

10 DAVON: 2/13 DAVON: 2/13

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Fernreise

Elefantenfamilie am Periyar-Stausee Katakali: ein faszinierendes Theater, das nur von Männern gespielt wird. Offenes Zugabteil der 2nd sleeper-class - an Schlaf war nicht zu denken. Spice-Garden im tropischen Mittelgebirge Keralas

Straßen. Ziel ist Kumuli im Periyar Nationalpark

& Tigerreservat. Fünf Stunden

für 137 Kilometer; das wäre ja locker mit

dem Rad zuschaffen, denken wir. Stimmt,

aber mit dem Bus wird auch ein echtes

Abenteuer draus! Der schiebt sich wie

ein Dampfer durch den Verkehr, drängt

alles beiseite, Autos, Radfahrer, Rikschas;

und alles mit etwas gleicher PS-Zahl wird

durch das Tauziehen der stärkeren Nerven

entschieden.

Tigerpirsch im Dschungel

Geschlaucht von der Busfahrt sammeln

wir unsere Energie und besuchen noch am

Abend das Tanztheater Kathakali. Genauso

beeindruckend wie die Unmittelbarkeit

der Busfahrt und das direkte Erleben der

Menschen, die uns offen und neugierig

aber sehr respektvoll entgegentreten, ist

die Darstellung verschiedener Typen in

Mimik und Gestik. Nach dem Schminken

und Kostümieren, dem wir zuschauen

können, werden vor dem eigentlichen

Stück die verschiedenen Gefühle demonstriert

und mit Klangschalen und Trommeln

untermalt. Langsam habe ich den

Eindruck etwas von der Kultur und den

Menschen aufzunehmen und vielleicht

mit dem Herzen zu begreifen.

Dank der Höhe von über tausend Metern

sind wir durch die kühle Nacht gut ausgeschlafen

und ziehen nun mit bloodsucker-

Baumwollgamaschen über den Socken

und begleitet von unserem Nationalpark-

Führer los auf der Suche nach kleinen und

großen Lebewesen. Die Kleinen kommen

zuerst: stachelige Echsen, Schwarzadler,

Reiher und von den Großen gibt’s immerhin

Spuren: Elefantendung groß wie

Kegelkugeln, Grabespuren eines Bären,

Furchen von Warzenschweinen. Ein Bisonschädel

liegt als Trophäe eines Tigers

auf einem Stein, für Besucher schön drapiert.

30 – 40 Bengaltiger treiben sich hier

im Reservat herum, das auch eine Nutzung

für Menschen einschließt. Einige andere

Wanderer machen uns auf Elefantengeräusche

aufmerksam. Wir stöbern durch

Unterholz und entdecken tatsächlich zwei

dunkle Schatten: eine Mutter mit ihrem

Jungen. Ein dumpfes Röhren signalisiert,

dass sie uns als Feind erkannt hat und in

Abwehrposition geht. Wir ziehen uns zurück.

Über die trockenen Uferböschungen

eines nahen Sees machen wir uns auf den

Rückweg bis unser Führer uns zu sich heran

winkt und bedeutet bei ihm zu bleiben.

Und tatsächlich trotten 100 Meter vor uns

zwei Weibchen mit einem Jungen aus dem

Gebüsch, furchen die Erde auf und pudern

sich den Rücken mit rotem Staub. Wir bleiben

fasziniert stehen, während eine andere

Gruppe hinter uns in den nahen Wald eilt.

Unser Führer winkt uns hektisch zu sich

heran, während wir da stehen, staunen und

fotografieren. Da drehen sich die Elefanten

mit dem Baby in der Mitte frontal zu uns

und fixieren uns. Birgit fotografiert immer

noch. Jetzt wird’s auch mir zu brenzlig und

mahne zur Eile. Im Laufschritt stolpern

wir ins Gebüsch.

Mumbai – eine andere Welt!

Die letzten Tage wollen wir Mumbai entdecken.

Ob wir für die sechstgrößte Stadt

der Erde mit 28 Millionen Einwohnern

vorbereitet sind, wird sich zeigen. Im

vollbesetzten Flugzeug döse ich am späten

Abend vor mich hin, verschlafe fast

den Kaffee, der hier zu irdischen Preisen

serviert wird, und bin hellwach als ich das

endlose Lichtermeer im Landeanflug sehe.

Das Flugzeug müsste fast die Dächer

abgedeckt haben, so dicht brausen wir

darüber. Im Taxi geht’s die 30 Kilometer

zum eigentlichen Zentrum nur durch dicht

bebaute Straßen vorbei an schrecklich viel

Elend; Erwachsene, Kleinkinder schlafen

auf der Straße zwischen Lastwagen. Sie

sind im Grau-Braun des Unrats kaum

zu erkennen. Von den Verkaufsständen

sind die Billigwaren weggeräumt, um

Platz zum Schlafen zu haben. Auf Motorhauben,

in Hauseingängen, überall liegen

Menschen, die wir schemenhaft erst

beim zweiten Hinschauen erkennen. Eine

unheimliche menschenunwürdige Atmosphäre;

die Bilder brennen sich ein.

Am nächsten Tag wird uns mulmig, als

wir mit Danish, unserem Guide von realitytoursandtravel,

einer indischen NGO,

das größte Slum Asiens ansteuern. In Dharavi

leben fast zwei Mio Menschen dicht

gedrängt auf drei bis vier Quadratkilometern.

Sie entsorgen für ganz Mumbai den

Müll, der noch nicht im Rinnstein verbrannt

wurde und den sich die schwarzgrauen

Krähen noch nicht geschnappt

haben. Vor allem Hartplastik wird zersägt,

zerschreddert, sortiert und wieder

zum Verkauf aufbereitet. In jeder kleinen

Parzelle wird konzentriert gearbeitet. Es

wird getöpfert, Fässer werden ausgebrannt

und wieder lackiert, Fladen ausgewalzt

und getrocknet als Crispys sogar bis nach

England verkauft. Die Produktivität ist

enorm und die meisten kommen aus allen

Teilen Indiens, um hier Geld zu verdienen.

Ein hartes Leben in der Enge. Wir gehen

durch Gassen, die so schmal sind und oben

mit Kabeln und Müll geschlossen

sind, dass es

stockdunkel wird. Eine

Ratte huscht über den

Weg. Als wir in die Sonne

treten, stehen wir vor

einem großen, qualmenden

Müllhaufen auf dem

ein kleiner Junge hockt.

Kinder stochern herum.

Die Menschen wirken

ernst, aber zufrieden.

Das entspannte Lachen

Indiens aber fehlt. Wir

sind tief bewegt über

die Zustände und den

großen Zusammenhalt

dieser Menschen

auf engstem Raum. Die

Umsiedlungsvorhaben der Regierung in

eigens errichtete Wohnblocks haben sie

boykottiert und sind wieder zurückgezogen.

Danish ist sichtlich erschüttert, als er

hört, dass in Deutschland Obdachlose auf

der Straße befürchten müssen von anderen

Obdachlosen ausgeraubt zu werden.

Beeindruckt von diesem kleinen Ausschnitt

Indiens und seinen Menschen,

ihrer Neugier und Höflichkeit und all den

Gegensätzen machen wir uns über Bahrain

auf den Heimweg. Dort fängt sich Birgit

endlich das ein, was wir schon den ganzen

Urlaub vermeiden wollten: eine Magen-

Darm-Infektion durch unsauberes Essen

im Hotel. Hätten wir uns doch wieder etwas

frisch von der Straße geholt! H

Text und Fotos: Dirk Emmerich

Saris machen das Leben bunt.

Reisedaten:

Unsere Reisezeit für den Süden war mit

Anfang April schon fast zu spät; besser ist

es zwischen Oktober und März zu reisen.

Die Temperaturen sind angenehm und man

befindet sich in der Regel etwas außerhalb

der extremen Regenphasen.

Zu beachten ist, dass für Indien ein Visum

erforderlich ist und dass je nach Gebiet eine

Menge Impfungen nötig sind.

Webadressen:

Sehr hilfreich und umfassend ist:

http://www.indienaktuell.de/indien-info/

Buchtipps:

Indien – Der Süden; Stephan Loose

Travelhandbücher ISBN: 978377016708;

DuMont Reiseverlag

(unsere Reisebibel: alle Tips waren prima;

Adressen und Telefonnummern stimmten;

sehr zu empfehlen!)

Letzte Versorgung vor der langen Fahrt.

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DAVON: 2/13

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Neugierige Dorfkinder


Kletter-Abenteuer

Im April 2013 bestiegen der

18-jährige Philipp Peters

und sein 57-jähriger Vater

Alex eine der höchsten und

anspruchsvollen Kletterwände

der Welt:

Den El Capitan, im Yosemite

National Park, Kalifornien.

Test und Fotos:

Alex am Ausstieg Alex in Seillänge 4

Text und

Fotos

Alexander

Peters

Im Banne

des Captains

The Great Roof

re Brötchen zu backen, da der El Captain

und besonders die „Nose Route“, die wir

ins Auge gefasst hatten, Techniken erforderte,

die in Europa durch das Freiklettern

verdrängt wurden. Allem Voraus war es

das Technische Klettern in Trittleitern und

die weniger verbreitete Form des Risskletterns

inklusive des Platzierens moderner

Sicherungen. Davon lies ich mich jedoch

nicht abschrecken und erwiderte, dass all

dies kein Problem sein würde.

Doch Hochmut kommt vor dem Fall, und

so musste ich es dann am eigenen Leib erfahren.

Als wir uns ein paar Stunden später

an einem kleineren Felsen mit Routen

im fünften Schwierigkeitsgrad probieren

wollten, musste ich feststellen, was es

bedeutet, Risse mit eigenen Sicherungsmitteln

zu klettern. Das verklemmen der

Hände im Riss tut ausgesprochen weh und

die mentale Belastung ist um einiges höher

als beim Klettern in Bohrhaken, da man

sich nie zu 100% sicher sein kann, dass das

selbst platzierte Sicherungsgerät auch hält.

Schnell musste ich akzeptieren, dass mein

Vater Recht hatte. Es war Zeit zu üben. So

verbrachten wir den Rest unserer Reise damit,

kleinere Wände in Yosemite zu besteigen

und unsere Risstechnik so gut es ging

Eine Surreale Reise

durch die größte

Granitwand Nordamerikas

Als wir zum ersten Mal in den Yosemite

National Park im Norden Kaliforniens

fuhren, stockte uns der Atem.

Über uns ragten enorme, vom Gletscher

geschliffene Granit-Wände, die an ihrer

Schönheit und gigantischer Größe alles

übertrafen, was ich bis jetzt in meinem

Leben sah. Von einem über dem Tal liegenden

Aussichtspunkt sah man Wände

wie den Sentinel Rock, der in seiner Form

und Farbe einem düsteren Grabstein ähnelte.

Weiter hinten die Royal Arches, gigantische

Granit-Torbögen, die golden im

Sonnenlicht schienen. Am Ende des Tals

dann der Half Dome, eine Halbkugel, die

über dem hinteren Tal wacht und auch das

Wappen der Outdoor Firma „The North

Face“ schmückt. Doch eine Wand stellte

alles in den Schatten. Mit einer Höhe von

bis zu 900 Metern thronte über ganz Yosemite

der El Captain, die größte freistehende

Granitwand der Erde.

Naiv, wie ich zu der Zeit war, und besonders

motiviert von dem Film der Deutschen Extremkletterer

Alexander und Thomas Huber

“Am Limit“, fragte ich natürlich sofort

meinen Seilpartner und Vater Alex, wann

wir uns dieser Wand denn widmen würden.

Doch Alex empfahl mir, lieber kleinezu

verbessern. Anschließend verließen wir

Yosemite, jedoch mit dem Wunsch, wieder

zu kommen, und die prächtige El Capitan-

Wand durch die Nose Route zu klettern.

Die Geschichte der Nose

Über die Zeit der Vorbereitung für die

Nose fragten mich viele meiner Freunde,

warum diese Route so besonders sei und

warum wir so fokussiert auf genau diese

Linie waren,insbesondere, weil es neben

ihr noch mindestens 40 andere Routen an

der Wand gibt. Was die Nose so besonders

macht, ist jedoch nicht nur die perfekte

Linie mitten durch die Wand, sondern

auch die Geschichte der ersten Begehung

und die Innovation, die diese Route dem

Klettern brachte. Bis zu der Besteigung

der Nose, schien die Wand des El Captain

unbezwingbar. Alle Kletterer zu der Zeit

behaupteten, dass die Wand zu lang wäre

und es keine klare Linie geben würde, der

man folgen könnte. Alle bis auf einen. Der

US Amerikaner Warren Harding, nicht

zu verwechseln mit dem US-Präsidenten

Warren J. Harding, setzte sich die Idee in

den Kopf, diese Wand zu durchsteigen und

alles zu geben, was nötig wäre, diese Wand

zu bezwingen. Er war es auch, der das

Klettern mit Fixseilen einführte, welche

dazu dienten, eine konstante Versorgung

der kletternden Seilschaft mit Lebensmitteln,

Wasser und Material von der Basis, in

diesem Fall dem Boden, zu gewährleisten.

Aber Harding revolutionierte nicht nur

die Logistik. Er und seine Seilpartner

führten mutige Seilmanöver durch und

entwickelten dabei auch neues Material,

wie zum Beispiel den „Stove Piton“. In der

achten Seillänge geriet Harding an eine

nicht überwindbare Passage: einen langen

Riss, der in seiner Breite grösser als die

Faust eines erwachsenen Mannes war und

bei weitem grösser als die zu der Zeit üblichen

Haken. Harding musste umkehren

und eine Lösung finden. Er demontierte

die eisernen Standbeine eines Holzofens

und hämmerte sie mehrmals in den Riss

und zog sich daran hoch, um Höhe zu gewinnen.

Am 12. November 1958, mehr als

ein Jahr nach dem ersten Versuch, stand

Harding dann endlich auf der Spitze des

El Captain. Am Ende benötigte er 4 Versuche,

diese Wand zu durchsteigen und

verbrachte 45 Tage in der Wand. Somit

war das „Big Wall“-Klettern geboren.

„Big Wall“, bedeutet in der Fachsprache,

dass die meisten Kletterer mehr als einen

Tag brauchen, um eine solche Route zu

durchsteigen.

Die Vorbereitung

Die meisten Mannschaften, die den El

Captain versuchen, scheitern im unteren

Drittel der Wand, wenn sie feststellen,

dass sie den Herausforderungen eines

Durchstiegs nicht gewachsen sind. Um

schnell voran zu kommen, muss man souverän

die glatten Risse im 7ten und 8ten

Schwierigkeitsgrad durch Finger- und

Handklemmtechniken klettern können

und sich mit mobilen Sicherungsgeräten

auskennen. Darüber hinaus muss man mit

Trittleitern und Jumars routiniert umgehen,

und genug Kondition haben, um die

Biwak-Ausrüstung, das Wasser und Proviant

für mehrere Tage schnell über die

1000m-hohe Wand zu schleppen.

Mit diesem Wissen, kehrten wir dann ein

Jahr später zurück ins Yosemite Valley und

bereiteten uns dort auf die Wand vor. Dazu

gehörte insbesondere ein intensives Training

im Rissklettern. Darunter haben wir

dann auch zahlreiche Klassiker wie den

Riss „Separate Reality“, der eine seiner

ersten Wiederholungen durch die deutsche

Kletterlegende Wolfgang Guellich

sah und sich im oberen achten Schwierigkeitsgrad

befindet, geklettert. Außerdem

kletterten wir mehrere Male die ersten

zehn Seillängen der Nose, um unsere

Routine im Bauen von Standplätzen und

im technischen Klettern zu verbessern.

Nachdem wir das Basistraining abgeschlossen

hatten, steigerten wir unsere

Vorbereitungen, indem wir die Südwand

von Washington Column, einer kürzeren

Big Wall Route in einem anderen Teil des

Yosemite Tals probierten. Beim ersten

Versuch, diese Wand zu klettern, trat jedoch

eine unvorhersehbare Komplikation

auf. Nachdem sogenannten „Haulen“, das

Hochziehen unserer Biwak-Ausrüstung in

einem Rucksack, welcher an einem separaten

Seil befestigt ist, bekam Alex einen

Hexenschuss, und wir mussten unseren

Versuch abbrechen. Nach mehreren Tagen

der Erholung waren wir jedoch zurück und

schossen auch diese Route ab. Nun füllten

wir uns fit für den Durchstieg.

Der Durchstieg

Unser Plan war, die Wand mit zwei Biwaks

zu klettern: einmal auf dem so genannten

El Cap Tower, einer 5m*2m Meter großen

Plattform auf 450 Metern Höhe, und ein

zweites Mal im Camp V, einem winzigen

3m*2m Meter Band, 250 Meter höher.

Mitte April ging es dann los. Mit 35 kg

an Klettermaterial, Seilen, Karabinern,

Klemmkeilen und Cams plus weiteren 45

kg bestehend aus 25 Liter Wasser, Nahrung

für vier Tage, Biwak-Ausrüstung

und warmer Kleidung, machten wir uns

auf den Weg zum El Captain. Am ersten

Tag, einem Donnerstag, kletterten wir die

ersten 7 der insgesamt 32 Seillängen der

Route und deponierten das Biwak-Material

an einem hängenden Standplatz, 250m

hoch über der Basis. Danach seilten wir

uns ab, ließen aber die Seile hängen, um

am nächsten Tag das Weiterklettern so

schnell wie möglich fortzusetzen.

Nach einer letzten Nacht im Camping stie-

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DAVON: 2/13 DAVON: 2/13

Philipp und Alex unter dem El Captain

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Kletter-Abenteuer

Dank den Hütern der

Anton Renk Hütte im

Oberinntal bei Ried

Familiengruppe

800m bis zum Boden

Am Samstag begannen wir den Tag mit

dem legendären “King Swing”, einer 30

Meter Pendeltraverse. Hier wird man

zuerst von der Boot Flake 20 Meter abgelassen

und fängt dann an, nach links

und rechts an der Wand entlangzulaufen.

Dieses Tarzan-Spiel geht dann solange,

bis man an den in 30 Meter Entfernung

liegenden Riss kommt und sich mit den

Fingerspitzen hält. Das Herumschwingen

am Seil macht an sich schon Spaß, jedoch

nicht am frühen Morgen, mit 500 Meter

Luft unter den Füßen auf einer komplett

glatten Wand. Zwei Seillängen später

wartete dann das nächste prominente

Hindernis: The Great Roof. Das 20 Meter

Dach, unter welchem man an einem Riss

traversiert, gilt als die spektakulärste Seillänge

der Route. Jedoch ist diese Seillänge

auch eine der anspruchsvollsten, weshalb

ich dann prompt die Trittleiter auspackte

und mich technisch durch den überhängenden

Riss durcharbeitete. Dabei schien

das Klettern sich vom Sport eher in eine

Tätigkeit der Handwerker zu verändern,

da man sich nur von einer selbstgeleggen

wir am Freitagmorgen auf die fixierten

Seile empor. Um ca. 7 Uhr begannen wir,

vom Hochpunkt des vorigen Tages weiter

zu klettern. Ich übernahm die Führung

beim Klettern, welche ich auch bis zum

Ende der kompletten Route behielt. Um 14

Uhr kamen wir dann am El Captain Tower,

unserem Biwakplatz für die Nacht an. Da

wir jedoch noch mehrere Stunden Licht

hatten, beschlossen wir, noch die nächsten

zwei Seillängen zu fixieren, damit wir am

nächsten Tag einen schnelleren Start hinlegen

konnten. So durfte ich nochmal eine

Nachmittagsschicht einlegen und mich

durch den Texas Flake schieben. Dieser 60-

80 cm breite Kamin befindet sich in der

Mitte der Wand und bildet sich zwischen

einer Schuppe, welche die Form des Bundesstaates

Texas hat, und der eigentlichen

El Captain Wand. Laut Kletterführer ist

diese Seillänge mit 5+ bewertet und die

leichteste der ganzen Route. Für uns aber

stellte sich diese Seillänge als die wahre

Herausforderung der Route heraus, da sie

keinen Sicherungspunkt hat und mit einer

sehr ungewohnten Technik geklettert

wird, in der man die Knie gegen eine Seite

der Wand presst, während die Füße auf der

anderen Seite des Schachtes an der Wand

positioniert werden. Von dort fängt man

an, sich diesen Schacht hoch zu robben.

Von der Spitze der

Texas Falke, ging

es dann auch noch

auf die Boot Flake,

eine Scheibe Granit

in der Form eines

Stiefel, welche geheimnisvoll

auf der

Wand klebt. Unser

Hochpunkt lag jetzt

Philipp auf dem El Cap Tower

bei 500 Meter über dem Boden. Wir seilten

uns zurück zum El Cap Tower ab, fixierten

die Seile zwischen Ständen und verbrachten

dort die Nacht.

ten Sicherung zur nächsten bewegte. 1,5

Stunden später, war dann aber auch diese

Seillänge Geschichte. Nach weiteren drei

harten Seillängen kamen wir zu unserem

letzten Biwak, um von dort den Sonnenuntergang

zu bewundern. Die Nacht im

Camp V, war unbeschreiblich. Die Sterne

schimmerten am Firmament und die Granitplatten

schienen silbrig im Mondlicht.

Es schien mir wie in einem Traum.

Am nächsten Morgen gab es dann ein gemütliches

Frühstück mit Bageln und Müsliriegeln.

Es war Sonntagmorgen, das Wetter

war perfekt. Wir hatten nur noch acht

Seillängen bis zum Top.Warum sollten wir

uns beeilen? Um 8 Uhr machten wir uns

wieder an die Arbeit. Erneut musste ich

die Trittleiter auspacken, um einige überhängende

Risse klettern zu können. Am

Nachmittag standen wir dann schmutzig,

aber glücklich nach 3 Tagen des vertikalen

Lebens auf dem Gipfel des El Captain,

genossen die Aussicht, erfreuten uns daran,

endlich wieder frei gehen zu können,

ohne an der Leine gehalten zu sein, und

beschlossen noch eine Nacht auf dem Top

zu verbringen, um diese einzigartige Atmosphäre

zu genießen. Am nächsten Morgen

stiegen wir dann ab, lümmelten uns

auf den Wiesen im Tal herum und begannen

mit der Planung für unser nächstes

Abenteuer.

H

Der El Capitan ist ein etwa 1.000 Meter

hoher Monolith im Yosemite-Nationalpark

im US-Bundesstaat Kalifornien.

Sein Gipfel liegt auf einer Höhe von

2.307 Metern über dem Meeresspiegel,

seine bis zu 1.000 Meter hohen Felswände

machen ihn zu einem Anziehungspunkt

für Freikletterer, siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/El_Capitan_

(Kalifornien).

Verlauf der Route:

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1. El Cap Tower;

2. King Swing;

Buchtipp: Chris McNamaara und Chris

3. Great Roof;

Van Leuven, Yosemite Big Walls, DAVON: 3rd Edition,

Supertopo, 2011

2/13

4. Camp V

DAVON: 2/13

Die Familiengruppe vor der Anton Renk Hütte

Pause beim Abstieg von der Zirmessptize

Aachener Alpenhütte:

84 Jahre und Top in Form

In Österreich über dem Oberinntal steht

auf 2261 Metern eine alte Hütten-Dame:

Die Anton Renk Hütte. Erbaut wurde sie

1926 und ist heute eine der letzten Selbst-

Versorger-Hütten der Alpen. In traumhafter

Lage, ist sie nicht mit dem Auto

zu erreichen, bietet eiskaltes, fließendes

Wasser draußen am Brunnen, verfügt

über eine Freiluftplumpstoilette und besitzt

ein mit selbst gehacktem Feuerholz

zu bestückendes Koch-, Back- Heiz-Wunder.

Fit gehalten wird die alte Dame von

einem Hüttenwart, der sie repariert und

aufhübscht, wenn es nötig ist. Der Hüter

der Hütte heißt heute Peter Zöhrer. Bei seinen

Pflege- und Wartungsarbeiten wird

Peter von seiner Irmgard unterstützt. 2011

löste er Hermann Seiler als Hüttenwart ab.

Hermann und seine Frau Hildegard haben

über 39 Jahre viel Energie in die Erhaltung

dieser Alpenhütte investiert und mit der

Empfehlung von Peter Zöhrer als Nachfolger

ist sicher gestellt, dass wir weiterhin

die alte Dame in bestem Zustand besuchen

können.

Wir, drei Familien mit sechs Erwachsenen

und sechs Kindern haben uns im Juli 2013

zum wiederholten Male vorgenommen, eine

Woche auf der Hütte zu verbringen. Vor

dem Aufstieg muss der Schlüssel bei Peter

Zöhrer abgeholt werden – erste Anrufe bezüglich

der Organisation Schlüsselüber-

gabe. Unverhofft kommen alle Familien

früher in Ried an und möchten auch sofort

starten. Nächste Anrufe bei Peter Zöhrer.

Unser Hüttenwart flexibel und freundlich

übergibt uns vorzeitig den Schlüssel und

ermöglicht einen frühen Aufstieg. Wir

starten von Bichli mit Rucksack, Schlafsack

und Proviant Richtung Anton Renk

Hütte. Der Weg erscheint uns Flachlandtirolern

steil und holprig – aber schöön.

Wir schwitzen schon nach den ersten 100

Metern. Vorbei an Moos bewachsenen

Bäumen und bunten Blumenwiesen sehen

wir nach einer Stunden hinter einer Wegbiegung

die ersehnte Hütte, die oberhalb

des Wasserfalls stolz auf einer Felskante

thront.

Nach dem letzten steilen Anstieg stürzen

wir in die Hütte und nehmen diese

in Beschlag. Die Kinder übernehmen die

Wasserversorgung, die Väter heizen den

Ofen ein und die Mütter inspizieren alle

Zimmer. Überrascht stellen sie fest, dass

die Hütte noch hübscher geworden ist:

Gardinen und Bänke haben einen neuen

Look bekommen und im Westen eine neue

Sonnenuntergangs-Bank. Hier können

wir die letzten Sonnenstrahlen am Abend

sitzend genießen. Zur großen Freude unsere

Kinder wollen wir dieses Jahr auch den

‚Hütten eigenen‘ Klettergarten erobern.

Doch wo sind die Klettergurte? Oh weh

... zwei weitere Anruf bei Peter

Zöhrer. Der gute Mann, immer

noch freundlich, brachte

uns am selben Tag zu Fuß die

Schlüssel für den Raum, in

dem die Gurte lagen. Welch ein

Service!!! Weitere fünf Anrufe

sollten noch folgen - uns war es

ein wenig peinlich, Peter Zöhrer

jedoch blieb immer noch

freundlich.

Auch im Jahr davor Jahr hat er all unsere

Anrufe geduldig ertragen, war immer

sofort persönlich zur Stelle. Als Ben beim

Spielen an der Hütte ausrutschte und sich

verletzte bot er an, den Jungen nach unten

zu tragen. - Zum Glück war das dann doch

nicht nötig.

Peter Zöhrer sorgt sich aber nicht nur um

die Gäste, sondern auch um die gute alte

schöne Hütte. Die gleiche Sorgfalt, die Peter

Zöhrer der alten Dame entgegenbringt,

erwartet er auch von den Gästen. Und

wurde beim Verlassen der Hütte der Vorraum

nicht sorgfältig gekehrt oder nicht

ausreichend Feuerholz gehackt, ist sicher,

dass beim nächsten Besuch ein deutlicher

Hinweis im Hüttenbuch steht... Der beste

Weg sicher zu stellen, dass die alte Hütten-

Dame noch lange Jahre in Form bleibt und

viele Besucher begrüßen kann. H

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Text:

Barbara Reisner,

Susanne Blumbach

Fotos:

Simon Koppelmann,

Uli Tscharntke

Christan Arlt

Peter Zöhrer,

Hüttenwart der

Anton-Renkt-

Hütte


Wandern

Dies ist nur die Vorspeise! Altes Dorf vor traumhafter Bergkulisse Frühlingsbote Enzian

Text:

Katia Gladitz

Fotos:

Brigitte Balser

Antipasti

und alte Wege

Blick auf unser erstes Etappenziel Elva

Das fing ja gut an! 3°, Wolken, Regen,

Schnee auf den Höhen... Ende

Mai hatten wir uns einen italienischeren

Empfang im Mairatal gewünscht. Doch

die einzigatige Atmosphäre im „Centro

Culturale Borgata San Martino“ und Dagmars

Secco vom Familienweingut ließen

keinen Raum für schlechte Stimmung.

Als uns Maria Schneider und ihre guten

Geister schließlich mit einem köstlichen

5-Gänge Menü verwöhnten, war die Welt

wieder vollkommen in Ordnung.

Danach ging es im doppelten Sinne nur

aufwärts: Der Wetterfrosch irrte. Der

nächste Morgen begrüßte uns mit einem

herrlichen Vollmond zum Sonnenaufgang

bei blauem Himmel. Nach einem leckeren

Frühstück mit selbstgemachtem Müsli

und Marmelade stiegen wir gut gerüstet

hinauf zu einem der typischen Weiler,

die mit alten Steinhäusern, windschiefen

Schornsteinen, kleinen Gässchen und Torbögen

begeistern. Für den ersten Tag hatte

Norbert eine kleine feine Einstiegstour geplant.

So konnten wir unsere Gelenke ganz

geruhsam aufs Wandern einstellen und

auch in aller Ruhe die imposante Landschaft

mit den in diesem Jahr noch gut

schneebedeckten Bergen, Nadel-Wäldern

und Frühlings-Blumenwiesen genießen.

Auch für eine Pause auf einer der Wiesen

blieb genügend Zeit. Leider erschnupperten

wir den Schnittlauch neben uns

erst, als die Brote schon gegessen waren.

Derweil schüttelten die Italiener, die zum

Sonntagsfestessen nach Elva düsten, doch

etwas ungläubig die Köpfe über unseren

Plan, 1 Woche ‚a piedi‘ (zu Fuss) und mit

einem Rucksack mit allem Nötigen von Ort

zu Ort zu wandern.

Die Pioniere

Vor 20 Jahren hat eine kleine Schar von

Enthusiasten die Percorsi occitani durch

das Mairatal geplant, angelegt, markiert

und Posto-Tappa-Unterkünfte für Tagesetappen

gesucht und eingerichtet. Von

vielen belächelt nutzten sie dabei das

vorhandene Netz alter Verbindungswege.

Und allen Unkenrufen zum Trotz gibt es

diesen Weg mit 14Etappen glücklicherweise

noch heute. Der Mairaweg steht

keinesfalls in Konkurrenz zum GTA

(Grande Traversata delle Alpi), der mit

einigen Etappen ebenfalls durch das Tal

führt. Drei derPioniere konnten wir auf

unserer Tour kennenlernen. Da ist zum

einen Maria Schneider, eine Kölnerin, die

das Kulturzentrum in San Martino leitet,

von dem aus wir gestartet waren. Ihr

Eine Wanderung durch

das Mairatal im Piemont

Mann Andrea und seine Verdienste um

das Tal sind auch 9 Jahre nach seinem sehr

frühen Tod nicht vergessen. Matteo, jetzt

82 Jahre alt, schwärmt noch heute von

seinem besten Freund Andrea, ihren gemeinsamen

Ideen und den Anfängen. Ein

bisschen Wehmut schwang wohl in seinen

Erzählungen mit über neueste Initiativen

oder auch über die MountainBiker, die

nun ebenfalls das Tal für sich entdecken.

Er selbst hat sich vor 20 Jahren noch an

den Anbau der Genepi-Pflanzen gewagt,

aus dem der für das Piemont gleichnamige

typische Likör hergestellt wird. Einen

solchen leckeren Tropfen spendierte er

uns zur Abrundung eines – wie immerausgezeichneten

mehrgängigen Abendessens.

Und dann ist da noch Ronaldo. Er

führt das Refugio in Chialvetta, sammelt

nebenbei alte landwirtschaftliche Geräte

und Kuriositäten aus dem Haushalt, die

er in einem kleinen Museum ausstellt.

Abends schwingt er gar selbst den Kochlöffel

am Herd, um seine Gäste mit hausgemachter

Pasta zu verwöhnen. Bei ihnen

allen und auch allen anderen hatten wir

stets das Gefühl, als gute Freunde herzlich

willkommen zu sein.

Durch die Täler

Zurück zu Elva: Der kleine Ort ist von vielen

Punkten eines Maira-Seitentals dank seines

hohen Kirchturms gut auszumachen.

Die weißen Grabsteine im angeschlossenen

Friedhof standen in herrlichem Kontrast

zum frischen Grün des Rasens mit

seinen gelben Butterblumen. Das Innere

der Kirche birgt einen richtigen Schatz:

Wunderschöne Wandfresken von Hans

Clemer, gut erhalten, farbenprächtig, obwohl

sie bereits Ende des 16.Jahrhunderts

gemalt wurden. Beeindruckend war dort

zudem eine Wandtafel, die alle Pfarrer

seit der Kirchengründung verzeichnet.

Ausreichend Platz für die kommenden

Generationen ist vorgesehen! Interessiert

schauten wir uns trotz unseres sprachlichen

Mankos Fotos und Briefe an, die von

jungen Männern des Ortes stammten, die

es im Weltkrieg bis weit nach Russland

verschlagen hatte.

Für die Wandertour , die am nächsten

Tag über einen Pass ins nächste Seitental

führen sollte, plante Norbert kurzerhand

um. In diesem Jahr hielt sich der Schnee

vor allem auf den Nordseiten erheblich

länger als sonst. Nach einem Aufstieg bis

auf gut 200m Höhe, bei dem der Weg letztendlich

unter einer großen Schneefläche

verschwand, mussten wir leider wieder absteigen.

Die Alternativ-Route führte zwar

nicht mehr so in die Höhe, faszinierte uns

auf Grund der Schönheit der Landschaft

jedoch mindestens genauso. Die Lärchen

mit ihren frischen grünen und samtigweichen

Nadeln sowie rötlichen kleinen

Zapfen bildeten einen wunderbaren Kontrast

zum Schnee-Weiß der Berggipfel und

zum tiefen Blau eines fast wolkenlosen

Himmels. Gelb und violett sowie das Blau

des Enzian waren hier die vorherrschenden

Blumenfarben des Frühlings. Dazu

kamen blühende Obstbäume mit weißroten

Blüten.

Einen gut aussehenden Italiener trafen

wir später beim Al Chersogno-Agriturismo

in Prazzo. Am liebsten wären wir

nach unserer Tagestour seiner Einladung

auf einen Kaffee gefolgt. So konnten wir

uns diese tolle Herberge mit nett eingerichteten

Zimmern nur kurz anschauen

und bald stiegen wir weiter abwärts über

die Wiesen. Den Espresso und Capuccino

bekamen wir dann noch, nämlich in dem

kleinen Restaurant mit bunter Fassade„La

Tano di Grich“ (= die Höhle der Grillen),

das gut mit der ebenfalls farbenprächtigen

gegenüberliegenden Kirche harmonierte.

Zur Unterkunft fuhr uns der Besitzer mit

seinem Auto. Unsere Zimmer lagen im

Haus oberhalb der Kuhställe. Der typische

Duft hing überall im Haus. Zum Abendessen

wurden wir erneut abgeholt und auch

wieder vom Sohn des Hauses zurückgefahren.

Was für ein Service!

Der nächste Tag erfreute uns morgens mit

etwas Nebel, später mit Wäldern und vielen

verschiedenen Grüntonen und kleinen,

teilweise verlassenen Weilern mit einigen

Häusern und ihren typischen Holzbalkonen,

ineinander verschachtelten Ziegeldächern

und häufig einem Wasserbächlein,

das lustig abwärts plätscherte. Uns

erscheinen diese Orte heute urig und ein

gutes Fotomotiv. Damals mussten viele

Bewohner nach Turin und in andere große

Städte zum Broterwerb ziehen. Auf den

jetzt bewaldeten Berghängen gab es einst

auch Weinberge und auf winzigen Feldern

wurde Getreide angebaut. Wie viel Mühe

muss es bereitet haben, das Land von

den Steinen zu befreien und den Boden

vorzubereiten. Die Steine wurden direkt

als Wegbegrenzung oder als Schutzmäuerchen

aufgeschichtet. Große Gräser und

Blumenwiesen verdecken nun die früher

kultivierten Flächen. Wir mussten nun

wieder stärker auf den Weg achten, schon

mal einen kleinen Bach überqueren und

bald ging es aufwärts zur Punta Culour

auf gut 2000m. Dieser Pass empfing uns

mit Nebel, später gar mit Regen und neben

einem Altschneefeld trotzten kleine

lilafarbene Krokusse dem Wetter. Nach

dem Abstieg auf der anderen Seite waren

alle müde. Zum Glück gibt es im Tal den

Sherpabus! Einfach anrufen und in einem

bunten Sprachmix aus französisch, spanisch

und englisch bestellten Tina und

Dagmar einen Kleinbus für uns sieben.

15 Minuten später saßen wir schon darin

und fuhren zu unserem Zielort Campo

Base. Nach so einem Tag freuten sich alle

auf etwas Warmes: hier gab es statt einer

heißen Schokolade einen warmen Schokoladenpudding

zum Löffeln direkt aus der

Tasse. Darauf folgte die warme Dusche,

bevor die ein oder andere Blase versorgt

wurde. Ein Tages-Höhepunkt war wie immer

das gemeinsame Essen, bei dem es

stets viel zu lachen gab.

Ein bunter Wettermix

Am nächsten Tag holten wir das entgangene

Wegstück bei schönstem Wetter nach.

Nun hatten wir mehr Zeit und schöneres

Licht zum Gucken, Stehenbleiben und

Genießen. Wir stiegen hinab nach Ponte

Maira und im kleinen Hotel Mistral tranken

wir einen Cappuccino, zu dem uns die

Wirtin leckeren Aprikosenkuchen spendierte.

Später verpassten wir leider den

richtigen Abzweig nach Frere und mussten

ganz unromantisch ein Stückchen Straße

entlangwandern. In Gheit mit seinen

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19


Wandern

Ehrenwert

Frühling im Mairatal Windzerzaust auf dem Costa Chiagga Typische Kleine Dorfkirche

Traumhafte Fernsicht

schmucken Häusern konnten wir in die

Natur zurückkehren und alte Wiesenwege

entlang spazieren. In Chialvetta auf knapp

1500m wurde es schnell kühl, nachdem die

Sonne hinter den Bergen verschwunden

war. Hier verwöhnte uns Pionier Ronaldo

mit Brennessel-Pasta und einem bunten

Mix aus verschiedenen Gemüsesorten.

Abends schneite es gar leicht und morgens

zeigte das Thermometer nach einer

sternenklaren Nacht Temperaturen kurz

über dem Gefrierpunkt an. Auf den Bergen

war frischer Puderzuckerschnee gefallen.

Schon am Vortag stand im Prinzip fest,

dass es mal wieder nichts mit der Pass-

Überschreitung werden würde. So liefen

wir uns halt talabwärts warm. Die Mai-

Sonne trug ebenfalls dazu bei, dass der

Rauhreif auf den Wiesen bald verschwand.

Große Wiesen mit weißen Narzissen sowie

viele kleine und und wilde Orchideenarten

lockten stets aufs Neue auf ein Foto. In

Prazzo kauften wir im kleinen Dorfladen

Obst und handgefertigte Kekse sowie Käse

ein, die wir an Ort und Stelle probierten.

Beim Aufstieg bot sich immer wieder die

Gelegenheit, die Wanderroute der vergangenen

Tage aus der Ferne auszumachen.

Oben am Pass erwartete uns gar ein kleiner

Hagelschauer. Wir konnten uns und unsere

Rucksäcke schützen. Die wilden Birnbäume

traf dieser Minischnee-Schauer sicher

um einiges härter. Und immer wieder

passierten wir herrliche Blumenwiesen

voller gelber und blauer Veilchen, weißer

Pusteblumen, gelber Sumpfdotterblumen.

Die Hunde auf den vereinzelt bewohnten

Gehöften begrüßten und begleiteten uns

noch lange lautstark mit ihrem Gebell. Im

Etappenort Marmora-Vernetti ist rund um

den ehemaligen Dorfplatz und -brunnen

ist eine noble Herberge in die alten und nun

rekonstruierten Steinhäuser eingezogen.

Wir empfanden sie wohl ein wenig zu überdekoriert.

Und eine Videoüberwachung

hatten wir bis dato auch nirgends gesehen.

Ein Schweizer, der dort fast das ganze Jahr

lebt und die Gäste berät, gab uns gute Tipps

für die folgenden Wanderetappen. Trotzdem

waren wir dann froh, im unserer Meinung

nach etwas gemütlicheren „La Marmu“

zu übernachten. Es gab erst einmal

etwas Verwirrung, ob wir denn überhaupt

angemeldet waren. Dann ging jedoch alles

klar und wir genossen erneut einen lustigen

Abend bei exzellentem Essen und eine

geruhsame Nacht in komfortablen Betten.

Der nächste Tag begann bei blauem Himmel

nach einem stärkenden Müsli gleich

mit einem Aufstieg. Oben blies dann ein

kühleres Lüftchen und dunkle Wolken waren

aufgezogen, die in der Ferne bereits

Regen brachten. Wir wurden zum Glück

davon verschont und konnten auf dem mit

2156m höchsten Punkt unserer Tour am

Costa Chiagga mit windzerzausten Haaren

Gipfelfotos knipsen. In dieser Höhe sah

es bei weitem noch nicht nach Frühjahr

aus: nur ein paar kleine

Krokusse wagten

sich schon heraus. Die

Bäume trugen gerade

eben erst die Ansätze

von Knospen und auch

wir stiefelten durch

Schnee. Abwärts nach

Palent wurde nun die

ganze Aufmerksamkeit

gebraucht. Steil

durch die Wiesen

rutschten wir teilweise

abwärts, umrundeten

einen knorrigen alten

Baum und waren froh, dass die Wege

trocken blieben. Nur 5 Einwohner leben

heute noch in dem kleinen Ort und es ist

hauptsächlich Matteo und seiner Frau Virginia

zu verdanken, dass die Häuser wieder

in Ordnung gebracht werden. Eine kleine

Stichstrasse endet direkt vor dem Weiler

und somit ist auch die Versorgung des Rifugios

gut möglich. Eine Österreicherin,

die mit uns zu Gast war, konnte perfekt

italienisch und sie gab uns netterweise

kurze Zusammenfassungen von den Erzählungen

des Hausherren. Es war schade,

dass wir uns nicht direkt mit ihm unterhalten

konnten. Morgens wurde dann in der

Küche schon die Lasagne für die nächsten

Gäste vorbereitet. Das sah echt lecker aus.

Wir stärkten uns zum Frühstück mit Brot

und selbstgemachter Waldbeermarmelade

und dann starteten wir bereits zu unserer

letzten Wanderetappe. Diese führte durch

den Weiler Maurengo, über die steinerne

Napoleon-Bogenbrücke wieder hinauf

auf der anderen Talseite mit intensiv gelb

leuchtenden Ginsterbüschen zu weiteren

Ortschaften. Eine Pause legten wir an der

Kirche San Peyra ein, zu der angeblich

alle Bewohner dieses Talabschnitts den

gleichlangen Fußweg haben. Es war nun

auch merklich wärmer geworden. Ein laues

Lüftchen wehte durch das Tal und wir

hatten die Sommer-Wandersachen ausgepackt.

Ein wenig Verlaufen gehörte zum

Abschluss ebenfalls dazu und dann sahen

wir schon die Dächer des Kulturzentrums

in San Martino. Auf der sonnigen Terrasse

verplauderten wir einen angenehmen

Nachmittag. Das Dinner war wiederum

vorzüglich: Salat, Mangoldflan mit etwas

Fenchel, Pasta mit Bärlauch, Hühnchen

mit allerlei Gemüse, Haselnusseis mit

Amaretti und dazu ein süffiger Rotwein.

Am nächsten Tag hieß es dann leider Abschied

nehmen. Wir waren uns am Ende

alle einig: hier sind wir nicht das letzte Mal

gewesen. Die Kombination aus einzigartiger

Bergwelt, netten Leuten und herzlicher

Gastfreundschaft sowie ausgezeichnetem

Essen lassen eine Tour im Mairatal zu etwas

besonderem werden. H

www.infovallemaira.eu/

www.vallemaira.de

www.borgata-sanmartino.eu/

20 DAVON: 2/13

21 21

Postkartenmotiv

Auch Kaiser Karl steht auf DAV

Die Sektion präsentierte sich beim Tag der Vereine am 6. Oktober

Der Kletterturm vor dem Rathaus

war eine echte Attraktion beim

diesjährigen Tag der Vereine. Die Idee,

damit auf die Arbeit unserer Sektion aufmerksam

zu machen, war ein Volltreffer.

So konnte man die grüne Fahne schon

von weitem sehen und wer sich traute,

dem Rathaus-Dach ein gutes Stück näher

kommen.

Zahlreiche aktive Mitglieder haben über

den Tag verteilt am Stand Dienst getan.

Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön

an alle, die ihren Sonntag dafür

eingesetzt haben, den Aachenern zu zeigen,

dass wir ein sehr lebendiger Verein

sind, der für alle Altersstufen attraktive

Betätigungs-Möglichkeiten bietet. Bei

dem es aber auch Spaß macht, sich ehrenamtlich

einzubringen. Das war unschwer

zu erkennen, denn ausgestattet

mit leuchtend grünen Kappen, waren die

vielen Aktiven deutlich zu erkennen.

So war für jeden Interessierten schnell ein

Ansprechpartner zu finden.

Text: Brigitte Balser

Fotos: Brigitte Balser,

Christian Arlt

Schnupperklettern und Informationen

vor historischer Kulisse


Skitouren

Purer Genuss in der Abfahrt auf dem Gletscher da Plattas

Frische Brise unterhalb von Piz Valdraus mit Blick in die Greina

Text und Fotos:

Horst Wernerus

Medelser Hütte

Besuch in der schönsten Fuorcla der Schweiz

Die Berge der Medelser Gruppe stehen

mitten in Graubünden, genauer

gesagt in der Surselva, jener wunderschönen

Gegend, die vom Tal bis zu den hohen

Gipfeln immer für jeden etwas zu bieten

hat. Es ist hier nicht so rau wie an den hohen

Bergen der Westalpen und doch bietet

das Gebiet einiges für den anspruchvollen

Skibergsteiger, der den Genuss in den

Vordergrund stellt. Die Gipfel erreichen

Höhen bis etwa 3200 Meter und die Länge

der Touren kann man sich zwischen drei

und etwa sieben Stunden wunderbar zusammenstellen.

Die Mitnahme von Seil

und Gurt ist empfehlenswert, auch wenn

der Gletscher wenig zerrissen ist und

mehr einem riesigen Schneefeld gleicht.

Die eine oder andere Spalte hat es dann

aber doch …

Idealer Ausgangspunkt für Genießer ist

die Medelser Hütte. Es gibt Leute die sagen,

die Medelser Hütte liegt in der schönsten

Fuorcla der Schweiz. Ob dies so ist, kann

ich nicht beurteilen, aber es ist wirklich

sehr schön dort oben. Nicht nur die Lage

und Aussicht, nein auch die Hütte selbst.

Die Hütte wurde 2006 erweitert. Der neue

Anbau passt sich gut an den Altbestand

an. Letzterer ist in weiten Teilen erhalten

geblieben und ein Großteil des alten

Flairs ist immer noch vorhanden. Ich mag

die alte Stube und den alten Küchenteil.

Das ist eine gemütliche Hütte! Und dann

sind da noch Barbara und Michael, welche

einen sowohl kulinarisch als auch mit

einer herzlichen Gastfreundschaft nach

allen Regeln der Kunst verwöhnen. Einen

besonderen Hinweis verdient die kleine

aber feine „Kuchentheke“. Eine lange

Tradition auf der Medelser Hütte, welche

die beiden noch ein Stückchen perfekter

machen. Das Gebiet und die Hütte – für

Genießer ein Muss.

Je nach Verhältnissen und Tempo dauert

der Aufstieg zur Hütte etwas 4-5 Stunden.

Wir müssen spuren. In den letzten Tagen

hat es Neuschnee gegeben und seit dem

ist noch niemand aufgestiegen. Die steilen

Hänge kurz vor der Hütte haben sich

mit der Sonne des Tages selber entladen.

Die abgeglittenen Schneemassen liegen in

Knollen am Fuße der Hänge und stellen so

keine große Gefahr mehr dar. Die Sonne

steht bereits tief als wir von Barbara und

Michael herzlich auf der Hütte begrüßt

werden.

Gut 3 ½ Tage haben wir jetzt noch Zeit.

Übermorgen wird eine Kaltfront durchziehen,

ansonsten ist Sonne angesagt.

Der Lawinenlagebericht meldet leicht

angespannte Verhältnisse, was zu dem

frischen Schnee in den Hängen passt. Ein

wenig Umsicht oder auch mal Verzicht auf

den ein oder anderen Hang ist angesagt.

Die nächsten Tage sind grandios. Die Hütte

und das Gebiet sind fast menschenleer

und wir haben ganze Berge und Talkessel

für uns alleine. Gestartet wird von

der schönsten Fuorcla immer mit einer

Abfahrt. Entweder geht es nach Westen,

von wo aus man die Gipfel der Medelser

Gruppe erreichen kann, oder nach Osten,

von wo aus man die Berge der Greina besteigen

kann. Wir starten mit der Abfahrt

nach Westen und arbeiten uns durch das

steile, enge Rinnensystem hinauf auf den

Medelser Gletscher, wo sich alles öffnet

und weit wird. Oben vom Piz Medel 3211m

reicht der Blick weit nach Süden ins Tessin

und bis nach Italien. Hinter uns unsere

einsame Aufstiegspur, sonst nichts. Die

Hänge vom Gletscherplateau hinunter

ins Tal bieten idealen Abfahrtsgenuss,

mit jedem Schwung quietschen wir vor

Freude. Auf dem Weg zum Piz Uffiern

begleitet uns die angekündigte Kaltfront

und etwas Schneefall. Unsere Freude trübt

es nicht. Mit Karte und Kompass finden

wir sowohl das Skidepot in Gipfelnähe, als

auch zur Hütte zurück und somit natürlich

auch zum Kuchen …

Am nächsten Morgen starten wir nach

Osten zu Piz Valdraus 3096m. Die Kaltfront

von gestern hat die Temperatur auf

fast minus 20 Grad gedrückt. Es geht ein

verdammt kalter Wind an der Fuorcla. In

einer tollen Lichtstimmung des mehr und

mehr aufklarenden Morgenhimmels rauschen

wir hinunter in das Val Lavaz ….

Anfangs führt der Aufstieg durch das

eher tief eingeschnittene Tal mit den

Resten des Gletscher da Lavaz. Die Berge

erheben sich steil zu beiden Seiten. Je

weiter man sich dem Übergang nähert,

umso offener wird das Gelände. Mit dem

Erreichen der Lücke an Punkt 2853m ändert

sich der Blick schlagartig. Die lange

versperrte Sicht nach Süden ist frei und

die Greina sowie die Berge der Länta tauchen

unvermittelt vor uns auf. Wir gehen

weiter und schwenken hinter der Lücke

nach Norden, um dem Gipfel des Valdraus

noch etwas näher zu kommen, doch bald

müssen wir einsehen, dass wir den Gipfel

bei diesen Verhältnissen nicht erreichen

werden. Wind und Neuschnee haben

hier oben der Schneedecke eine schwer

berechenbare Konsistenz gegeben. Die

Hänge kurz vor dem Gipfel sind steil und

mächtig, wir kehren um. Der Rückweg ist

noch lang und gut gelaunt geht es durch

weite Hänge über die Lücke zurück in

das unten immer schattiger werdende

Tal. Schattig ist es hier unten wirklich

heftig, man könnte auch einfach sagen,

es ist saukalt. Die Felle müssen noch mal

unter die Ski, was bei den Temperaturen

anfängt problematisch zu werden. Der

Kleber haftet bei der extremen Kälte nur

noch sehr schwach, und nur mit viel Reiben

bleiben die Felle dann doch noch am

Ski kleben. Die 300 Höhenmeter Gegenanstieg

zur Hütte brauchen seine Zeit,

aber wir wissen, der Kuchen, der wartet

auf uns …

Es kommt die Zeit für den Abschied. Mit

der ersten Morgendämmerung lassen

wir die Medelser Hütte und die vielleicht

schönste Fuorcla der Schweiz hinter uns.

Wir wollen nicht einfach ins Tal abfahren,

sondern noch Richtung Piz Cristallina

steigen und schauen, wie weit wir in

der uns zur Verfügung stehenden Zeit

kommen. Vor allem wollen hier uns die

herrliche Abfahrt, oben über den Gletscher,

dann vorbei an der Davos la Buora

bis hinunter zur Alp Sura nicht entgehen

lassen. Die Aussicht auf 1000 Höhenmeter

Abfahrt im schönsten Pulverschnee treiben

uns an. Wir queren im Aufstieg die

Gletscherbecken am Piz Medel und Piz

Uffiern und erreichen die Fuorcla östlich

des Piz Cristallina. Der Übergang ist gar

nicht so trivial und kurz dahinter sagt uns

die Uhr, dass es nun höchste Zeit für den

Weg ins Tal wird. Schließlich müssen wir

noch zurück bis nach Aachen. Die Abfahrt

wird zum Rausch der Sinne. Endlos weite

Pulverschneehänge in optimaler Genuss-

Neigung. Abwechselnd fliegt uns im Abfahrtsrausch

entweder die Lunge aus dem

Körper oder es drohen die Oberschenkel

zu platzen. In den Verschnaufpausen

die herrliche Berglandschaft und unsere

Spuren zu begutachten, beflügelt unser

Glücksgefühl. Kurz vor dem Talboden

heißt es noch einmal gut aufpassen. Die

Hänge werden deutlich steiler und der Mix

aus Neuschnee, Wind und markantem

Temperaturanstieg erfordert eine umsichtige

Verhaltensweise. Wir entscheiden uns

für einen Hang am Rande der Moräne und

fahren einzeln ab. Mit dem Erreichen des

Talbodens weicht die kurze Anspannung

und fünf Gesichter grinsen um die Wette.

Durchgeführt Karneval 2012

Andrea Dworschak, Georg Mennicken,

Ralph Esser, Norbert Balser,

Horst Wernerus

Beste Jahreszeit März - April

22

DAVON: 2/13 DAVON: 2/13

23


Bouldern

Linus Eck Helen Arands Alina Zimolong

Boulder- Landesmeisterschaft

28.9.2013 in Aachen

Am 28.9. fanden in der Moove Boulderhalle

die offene Qualifikation als

auch das Finale der Boulder-Landesmeisterschaft

statt, die unsere Sektion zum

zweiten Mal ausrichteten.

Nach sehr langer Vorbereitungszeit hatte

ich für den Tag der Tage 26 freiwillige,

motivierte Helfer am Start und das den

ganzen langen Tag!

Das Team der Moove um Stephan und Ilse

Hilgers sorgten wieder ausgezeichnet für

das leibliche Wohl der Teilnehmer. Vielen

Dank liebe Ilse, es war immer sehr lecker.

Am 27.9 reisten 2 nationale Routenbauer

an, die eigentlich dafür zuständig waren,

die „Quali“- und Finalboulder zu schrauben.

Da sich dies im Laufe des Abends,

Lothar und ich waren ab16.30 Uhr vor Ort,

schwieriger erwies als gedacht, wurden

sie noch von Lothar, Peter, André, Gary

und Kevin tatkräftig unterstützt. Der Tag

endete für uns mitten in der Nacht, da waren

die Routenbauer aber noch tätig.

Um 5.45 Uhr klingelte der Wecker. 7.15

Uhr fuhr unser Auto wieder Richtung

Moove.

Es hatten sich über 70 Starter, davon 14

Kids der Wettkampfgruppe, angemeldet.

Die Qualizeit betrug 4 Stunden, wobei

man sah, dass bei vielen Wettkämpfern

ein bis mehrere Fragezeichen in vielen

Boulderproblemen über den Köpfen

schwebten. Nach Ende der Qualizeit und

der Auswertung durch einen super Ergebnisdienst,

Klaus Hogrebe und Marcel

Braun, gab unser Hauptschiedsrichter

Markus Zöll die Namen der Athleten bekannt,

die sich für die Finalrunde qualifiziert

hatten. Und siehe da, auch aus unserer

Wettkampfgruppe haben sich einige

Kids den Finalplatz gesichert.

Jetzt lag es an den bezahlten Routenbauern,

den Athleten schwierige Probleme zu

stellen, um so deutliche Platzierungen in

den einzelnen Altersklassen zubekommen.

Hierbei überraschte der Nachwuchs

mit tollen Ergebnissen (siehe Tabelle).

Die Tagessiegerehrung übernahm unser 1.

Vorsitzender Norbert Balser. Die Gesamtsiegerehrung

ließ sich unser Landesvorsitzender

Sebastian Balaresque nicht nehmen,

er reiste eigens dafür nach Aachen.

Zum guten Schluss wollen wir uns noch

einmal bei unseren vielen treuen(!) Helfern

(Freunde, Sektionsmitglieder, Eltern

u.v.m.) und bei dem Team der Moove

ganz herzlich bedanken. Ihr seid immer

da, wenn es heißt: in Aachen ist wieder

Wettkampf. Auch dir Stevie vielen Dank,

dass du uns wieder dein Heiligtum zur

Verfügung gestellt hast. Ohne euch alle

wäre es nicht möglich gewesen, so einen

tollen Wettkampf zu organisieren und auszurichten!

DANKE

Text: Alexandra Braun

Fotos: Hans Graffenberger

Platzierungsliste der

Aachener Wettkämpfer

Herren:

Lars Bell 6

Valentin Münz 19

Tobias Hagen 27

Tilman Gaber 30

Damen:

Eva Lotte Knospe 7

Kerstin Blech 10

männl. Jugend B:

Yannick Flohé 1

Linus Eck 2

Linus Meusel 10

Julian Eck 11

Philipp Lentzen 11

Jannick Haugrund 15

weibl. Jugend B:

Alina Zimolomg 2

Helen Arends 4

Mareike Zimolong 12

Julia Vescan 13

Miriam Vescan 14

Greta Zumbe 15

Alpenvereinsmitglieder

erhalten

Rabatt!

10%

24 DAVON: 2/13 DAVON: 1/13 2/13

25


Bouldern

Jugend

Greta Zumbe Jasmin Haugrund Greta Zumbe

Der helle Wahnsinn:

Der Kids Cup 2013 in Aachen

Montag, 22.4.13:

92 Kinder angemeldet, ok geht ja.

Mittwoch, 24.4.13: 105 Kinder angemeldet,

ok jetzt wird’s eng.

Donnerstag, 25.4.13:

118 Kinder angemeldet, puh hoffentlich

platzt die Halle nicht aus allen Nähten.

Freitag, 26.4.13, 20.30 Uhr:

Auweia, 133 Kids haben sich für den

Öcher Kids Cup angemeldet.

WO SOLLEN DIE ALLE HIN????

Jochen und sein Routenbauerteam haben

schon gute Vorarbeit beim Routen und

Boulderschrauben geleistet. Abends ging

es in die heiße Testphase. Dazu hatten

wir unsere „großen Kids“, die schon auf

Deutschland-Ebene starten, und die, die

schon zu alt für den Kids Cup sind, als

Routen und Bouldertester eingespannt.

Hier und da wurden noch ein paar kleine

Veränderungen vorgenommen.

Alles war (natürlich) wie immer bestens

vorbereitet. Samstagmorgen punkt 10

Uhr standen unsere vielen fleißigen Helfer

in der Halle. Pünktlich um 11.30 Uhr

fiel der Startschuss für die 8-13 jährigen

kletterwütigen Kids. Es war ein Gewusel

in der Halle, einfach herrlich. Jeder der

125! teilnehmenden Kids hatte in 3 Routen,

4 Boulder und einer Speedroute seine

persönliche Herausforderung zu lösen.

Im Bistro unserer Kletterhalle wurden die

wartenden Eltern, Opas und Omas mit

leckeren Brötchen, Kaffee etc. verwöhnt.

Für 16.30 Uhr war das Wettkampfende

von unserem Schiedsrichter Markus Zöll

angesetzt. 16.28 Uhr: Alle 125 Kids haben

ihre Aufgabe erledigt und die Laufkarte

abgegeben. So konnten wir äußerst

pünktlich, dank eines perfekten Ergebnisdienstes

von Klaus und Marcel, mit

der Siegerehrung beginnen. Es war ein

toller und auch für die Sektion Aachen

ein erfolgreicher Wettkampf.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals

bei Jochen, Lars, dem Bistro-Team

und meinen vielen, vielen Helfern bedanken.

Es hat sehr viel Spaß gemacht und

ich hoffe alle sind auch im nächsten Jahr

wieder dabei.

Text: Alexandra Braun

Julia Vescan

Alina Zimolong

NRW Kombi-Cup 2013

aus der Sicht einer Athletin

Am 4.5 2013 trafen wir uns noch ein

bisschen verschlafen früh morgens

an der Kletterhalle, um gemeinsam im

Teambus nach Mülheim zufahren. Trotz

allgemeiner Müdigkeit hatte die letzte

Reihe im Bus sehr viel Spaß, so dass alle

anderen sich ab und zu genervt nach

uns umdrehten. Als Helen jedoch mit

ihrem Fuß im Vordersitz stecken blieb,

konnten sich auch die anderen nicht

mehr vor Lachen halten. Kurz danach

kamen wir auch schon im Neoliet Mülheim

an. Nach einer etwas verspäteten

Begrüßung und Einweisung durch den

Hauptschiedsrichter konnte es endlich

um 10.45 Uhr losgehen. Ab da galt es 5

Boulder und 3 Routen zu knacken und die

anderen Teilnehmer in 2 Speedrouten an

Geschwindigkeit zu unterbieten. Als erstes

kletterte ich die erste der drei Routen

und erreichte locker den Topgriff. Danach

versuchte ich mich an den ersten beiden

Bouldern, die ich ebenfalls locker toppen

konnte. Nach einer kurzen Pause, in der

ich überlegte, wie ich meine mögliche Blamage

verhindere, ich war noch nie gut im

Speed, raffte ich mich zur ersten Speedroute

auf. In der ich mit 18 Sekunden

noch nicht einmal die schlechteste war.

Allen war anzusehen, dass Speed nicht

die Lieblingskategorie an diesem Wettkampftag

war. Zudem hatte man in der

ersten Speedroute eine zu große Auswahl

an Griffen, wodurch man langsamer war.

Das war in der zweiten Speedroute besser

geregelt, da konnte man einfach von Griff

zu Griff springen. Nach den beiden Speedrouten

begab ich mich wieder zu den

Bouldern. Ich muss sagen, dass ich die

letzten beiden Kletterrouten, bei denen

man viel Kraft benötigte, zuerst mied, da

eine eigentlich gute Kletterin schon bei

Zone 70 herausgefallen war, und die letzte

Route der Ausschreibung nach eine 9 sein

sollte. Den dritten Boulder toppte ich erst

im dritten Versuch, da die Kante, die man

mitbenutzen musste, vom Schweiß der

vorherigen Kletterer sehr glitschig geworden

war. Danach versuchte ich noch den

vierten und fünften Boulder. Den vierten

schaffte ich wie die meisten bis Zone 30.

Der fünfte Boulder erwies sich als unmöglich.

Sowohl in der weibl. Jugend A als

auch bei den Damen konnte keiner auch

nur Zone 10 erreichen. Nachdem ich nun

alle Boulder, Speedrouten und die erste

Kletterroute hinter mir hatte, konnte ich

Route 2 und 3 nicht länger aufschieben.

Worin mich mein Trainer Lothar auch

bekräftigte. Da ich aber den ganzen Tag

noch nichts gegessen hatte, was man bei

Wettkämpfen oft vergisst, wurden die

letzten beiden Routen für mich zur Zitterpartie.

In der zweiten Route erreichte

ich Zone 70 und in der dritten Route Zone

40, obwohl ich in beiden Roten- laut

Lothar- weitaus mehr hätte erreichen

können. Hier wurde noch einmal bestätigt,

was unsere Trainerin Alex uns immer

versucht einzutrichtern: „ Wenn ihr

nichts esst, verlässt euch die Kraft!“ Nach

4 Stunden Kletterzeit war der Wettkampf

schließlich zu Ende und Stefan Hogrebe

und Marcel Braun begaben sich an den

Ergebnisdienst. Bei der anschließenden

Siegerehrung standen 8 von 20 Aachenern

und insgesamt 61 Teilnehmern auf dem

Siegerpodest, was ein sehr gutes Ergebnis

war. Ich kletterte mich in der weiblichen

Jugend A auf den 2. Platz, wobei mir nur

30 Punkte zu Platz 1 fehlten. Bei Alina,

einer weiteren Aachenerin, die in der

weiblichen Jugend B startete, war es noch

knapper. Ihr fehlten gerade mal 5 Punkte

zum ersten Platz. Als wir die Medaillen

überreicht bekamen, wunderte ich mich

über die Italienfarben auf dem Medaillenband.

Helen konnte sich das auch nicht

erklären und dann mussten wir zu unserem

Beschämen und unter Alex Gelächter

feststellen, dass Grün-Weiß-Rot ja auch

die Farben von NRW sind. Nach diesem

erfolgreichen Wettkampftag fuhren wir

schließlich alle gut gelaunt wieder nach

Hause.

Text : Anna Schaffeldt

Klettern an

den Ith-Felsen

… wie 8 Tage auf knapp

2 Tage zusammen schrumpfen

Für das diesjährige Klettercamp hatte

Joachim den Ith ausgesucht. Als Zeitraum

war die Woche vom 25. Mai bis zum 2. Juni

vorgesehen. Der Ith ist ein Höhenzug,

der sich im Weser-Leine-Gebiet befindet.

Die Felsengruppe besteht im wesentlichen

aus Jura-Kalkgestein, z.T. Dolomit. Ein Teil

dieser Felsen ist zum Klettern freigegeben.

Die Jugendherberge in Bodenwerder war

unser Quartier . Von hier sind viele Felsen

mit kurzen Anfahrten zu erreichen.

Wer konnte bei der Terminplanung ahnen,

dass aus den vorgesehenen 7 Klettertagen

nur knapp 2 Tage zum Klettern übrig blieben?

Als unser Anreisetermin kurz bevor

stand, war klar, dass wegen des regnerischen

Wetters an Klettern nicht zu denken

war. Es war die Zeit der Hochwasserkatastrophen

im östlichen Teil Deutschlands.

So reisten wir alle 4 Tage später an und hatten

insofern Glück, dass sich der Himmel

einen Tag nach der Ankunft etwas aufhellte

und die Felsen schnell trockneten. Dieser

Tag (Fronleichnam) wurde dann auch sehr

intensiv zum Klettern genutzt.

Am folgenden Tag wollte niemand in dem

wieder einsetzenden Regen klettern. Wir

machten eine Wanderung über aufgeweichte

Wege und besuchten schließlich das

Münchhausen-Museum in Bodenwerder.

Da die Wetterprognose weiterhin nicht

mehr zum Klettern motivierte, reisten die

ersten von uns bereits am Samstag früh ab.

Ein paar Unentwegte nutzten die Regenpausen

noch für ein paar Routen am Fels.

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DAVON: 2/13

DAVON: 2/13

Bericht und Foto:

Hans Graffenberger

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Yannick Flohé


Brauchtum

ERFAHRUNG, QUALITÄT, KOMPETENZ AM BERG.

(Foto: Hansi Heckmair)

St.Martin

und

die Gänse

Ein Treffen mit unseren

„ganz alten Bergfreunden“

Text: Dorothee Arlt, Fotos Christian Arlt

28

Leo Bourceau und seine Frau Ilse haben

diese Gruppe einige Jahre mit

viel Herz betreut. In der letzten Zeit war

es leider um unsere Senioren recht still

geworden. So kam der Gedanke auf, dass

man doch mal wieder ein Treffen planen

müsste.

Es war im November 2012, und in dieser

dunklen Jahreszeit sollte der Anlass auf

alle Fälle positiv sein. Warum nicht ein

„Martinsgans-Essen“ arrangieren? Diesen

Brauch gibt es in vielen Gegenden

und die Geschichte um St. Martin ist

wahrscheinlich den meisten bekannt: Die

Gänse hatten durch ihr lautes Geschnatter

St. Martins Versteck verraten. Er wollte

nicht Bischof von Tours werden und hatte

sich bei Ihnen versteckt. Wir wissen, dass

es ihm nichts genutzt hat, denn er wurde

trotzdem ins Bischofsamt berufen“. Sollte

selbst noch nach Jahrhunderten dieser

Brauch eine Bestrafung für diese weißen

Vögel sein?

Zu unserer Freude kamen 22 ehemalige

und noch aktive Wanderfreunde zu die-

sem Treffen ins Forsthaus Weiden. Es kam

schnell zu lebhaftem Gedankenaustauch,

so, als hätte man sich noch vor kurzem

gesehen. Die gemeinsamen Wanderungen

in der Eifel und Umgebung und die sehr

beliebten Wanderwochen im Hoch- und

Mittelgebirge waren die Themen. Etliche

schwärmten von der Wanderwoche im

Oktober 1998 auf der Schwäbischen Alp –

Bad Urach -, wo die Gruppe eine sagenhaft

schöne Herbstfärbung erlebte.

Auch unser 1. Vorsitzender – Norbert Balser

– hatte es sich, trotz wahrscheinlich

enger Termine, nicht nehmen lassen, an

diesem Essen teilzunehmen, zur Freude

von denen, die weniger Gelegenheit haben,

ihn kennen zu lernen.

Nach dem Essen wollte man wieder mal

gemeinsam unterwegs sein. Es bildeten

sich zwei Gruppen für eine kürzere und

eine längere Wanderung, und im herbstlich

bunten Wald kam trotz einiger Nebelschwaden,

jeder auf seine Kosten. Selbst

unsere 90 jährige Grete Schaaf war nicht

zu bremsen. „ Dafür habe ich doch extra

meinen Stock mitgebracht“ war ihr Kommentar.

Nach der „frischen Luft“ klang der Tag in

gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen

aus. In guter Stimmung verabschiedete

man sich mit dem Wunsch, doch dieses

Martinsgans-Essen 2013 zu wiederholen.

DIE BERGE SIND UNSER ZUHAUSE. ZU JEDER ZEIT.

Mehr als ein Gefühl: Daheim sein

heißt für uns, die schönsten Momente

gemeinsam geniessen.

Beratung und Buchung:

DAV Summit Club GmbH – Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins

Am Perlacher Forst 186 – 81545 München – Deutschland

Telefon +49 89 64240-0 | info@dav-summit-club.de | www.dav-summit-club.de

DAVON: 2/13 DAVON: 2/13

Bergreisen weltweit – der neue

Katalog ist da! Jetzt anfordern unter:

www.dav-summit-club.de

29


Bibliothek

Schmöker

Ecke

Liebe Freunde

unserer Bibliothek, liebe Mitglieder

Zu Beginn unserer Buchvorstellungen gibt es diesmal

eine Bergmonographie und einen Band über

das Naturerleben in Schutzgebieten, zum Schmökern

für lange und kalte Winterabende.

Damit jeder Urlaub unfallfrei gelingt, dürfen

Lehrschriften nicht fehlen, davon gibt es vier. Den

Kletterern ans Herz zu legen ist der Band „Aus der

Kletterhalle nach draußen“.

Für die eher kurzen Trips gibt es kulturträchtige

Reiseführer für Nordrhein-Westfalen, Holland und

Deutschland.

Auch ein Kochbuch ist wieder dabei sowie Wanderund

ein Trekkingführer.

Wir wünschen euch eine schöne weiße Wintersaison

und ein aktionsreiches Frühjahr 2014.

Euer Bibliotheksteam

Marlis und Winfried Walter und Walter Ponten

Lesestoff für den Winter

Precht, Albert

Nach oben. Nach oben.

Nach oben.

Schlüsselmomente aus

tausend Erstbegehungen

Verlag Anton Pustet,

Salzburg

www.pustet.at

1. Auflage 2013; 160 S.:

25,00 €

ISBN 978-3-7025-0706-0

Albert Precht hat in

den vergangenen vierzig Jahren durch seine

Erstbesteigungen bestochen: Im Stil, in der Zahl

(weit über 1000!) und in ihrer Schwierigkeit

sind sie ohne Vergleich. Ausgehend von seiner

Felsenheimat Hochkönig hat er seine

Kletterkunst in den Oman, nach Jordanien,

Südafrika, Südamerika und Griechenland getragen

und dabei großartige Routen hinterlassen.

Zitat: Reinhold Messner

30

Schwab, Sebastian u.a.

Das Paradies auf Erden?

Der soziale und kulturelle Wert

von alpinen Wildnisgebieten

am Beispiel des Val Grande-

Nationalparks im Piemont

Bristol-Schriftenreihe 35

Hauptverlag Bern, Stuttgart,

Wien

www.haupt.ch

1. Auflage 2012; 147 S.;

34,90 €

ISBN 978-3-258-07781-9

Vor dem Hintergrund Wahrnehmung

und Wert von Natur und Landschaft

zu untersuchen, wurden Hüttenbücher

aus dem Val Grande-Nationalpark (piemontesische

Alpen, Italien) als mögliche

Informationsquelle untersucht. Die analysierten

Einträge zeigen die Bandbreite

der sozialen und kulturellen Bedeutungen

des Schutzgebietes auf und ermöglichen

tief greifende Einblicke darin, wie Natur,

Landschaft und die «Wildnis» des Val

Grande-Nationalparks wahrgenommen

werden

Lehrschriften:

Rieke – Th. Küpper – C. M. Muth (Hrsg.)

Moderne Reisemedizin

Handbuch für Ärzte, Apotheker, Reisende.

Unter Mitarbeit zahlreicher Fachautoren

Gentner Verlag, Stuttgart

2. Auflage 2013; 880 S.; 65.-€

ISBN 978-3-87247-75

Die methodische und didaktische Struktur

wurde in der 2. Auflage weiter verfeinert.

Sämtliche Daten und Fakten wurden

aktualisiert. Zahlreiche neue Kapitel

wie Innere Medizin unterwegs, Sportler

auf Reisen, Segeln, Raumfahrttourismus,

Pest, Geomedizin, Geologische Risiken,

Gewalt und Kriminalität, Arktis- und

Antarktisstationen u.a. wurden aufgenommen.

Das Werk wendet sich primär an Ärzte,

aber auch an Apotheker, Verantwortliche

im Tourismus- und Verkehrssektor sowie

an beruflich und privat Reisende.

Müssig, Petra

Berggenuss statt Höhenangst

Paul Pietsch Verlage, Stuttgart

www.paul-pietsch-verlage.de

1. Auflage 2011; 127 S.; 14,95 €

ISBN 978-3-613-50671-8

Berge bieten vielfältige Freizeit- und

Sportmöglichkeiten in faszinierender

Umgebung. Doch was, wenn man den Blick

ins Tal nicht genießen kann, weil einem die

Angst vor der Höhe im Nacken sitzt? Dieses

Buch liefert fundiertes Hintergrundwissen

zu biologischen und körperlichen Ursachen

von Höhenangst und zeigt, wie sich mentale

Blockaden im Bergsport lösen lassen.

Zahlreiche Tipps machen es zu einem

kompakten Ratgeber für alle Bergsportler,

die ihre Ängste überwinden wollen – für

uneingeschränkten Berggenuss!

Muff, A. und Engelhardt, H.

Erlebnispädagogik und Spiritualität

52 Anregungen für die Gruppenarbeit

Ernst Reinhardt Verlag, München

www.reinhardt-verlag.de

2. überarbeitete und erw. Auflage 2013;

190 S.; 24,90 €

ISBN 978-3-497-02397-4

Flüsse und Berge, Meere und Wüsten regen

Menschen seit jeher dazu an, über sich,

über Gott und die Welt oder Spiritualität

im Allgemeinen nachzudenken. Auch

heute sind viele Menschen auf der Suche

nach der inneren Mitte, nach einem spirituellen

Lebensgrund.

Die Autoren, beide Erlebnispädagogen

mit langjähriger Erfahrung in der Jugendund

Erwachsenenbildung, geben über 50

Anregungen zum Naturerleben und zur

spirituellen Spurensuche. Ausführliche

Anleitungen mit praktischen Hinweisen,

zahlreiche Erfahrungsberichte und Fotos veranschaulichen

die vorgestellten Szenarien.

Huber, Alexander und Mailänder, Nicholas

Der Weg nach draußen

Aus der Halle ins Gebirge –

Ein Kletterlehrbuch

Verlag Berg & Tal Heinrich Bauregger,

München, www.bergundtal-verlag.de

Auflage 2011; 192 S.; 22,90 €

ISBN 978-3-939499-11-4

Die meisten Kletterer erlernen ihren Sport

heute in der Halle. Beim Wunsch auch draußen

zu klettern überwiegen oft Bedenken.

Der „Weg nach draußen“ weist als erstes

Buch den Weg von der Kletterhalle ins

Hochgebirge und macht damit den Weg für

Hallenkletterer frei.

Mit Alexander Huber und Nicholas

Mailänder haben sich zwei der erfahrensten

deutschen Kletterer zusammen

getan, um ihr Wissen weiterzugeben. Die

Inhalte beschränken sich auf das wirklich

Notwendige. Auch Fortgeschrittene finden

brandheiße Praxistipps, die man in anderen

Lehrbüchern vergeblich sucht.

Wördehoff, Martin

Mountainbike

Freeride – Tour – Bikepark –Downhill

Paul Pietsch Verlage, Stuttgart

www.paul-pietsch-verlage.de

1. Auflage 2010; 176 S.; 19,95 €

ISBN 978-3-613-50621-3

Mountainbiken ist Kult und sein Fun-Faktor

geradezu legendär. Wie selbst fortgeschrittene

MTB-Ritter Spaß, Sicherheit und

Fahrkönnen weiter optimieren können,

zeigt dieses Buch. Detailliert beschreibt

es die physischen und psychischen Seiten

des Mountainbikens. Es erklärt alle

Fahrtechniken und Fahrtaktiken, um gerade

in anspruchsvollem Gelände schnell und

sicher unterwegs zu ein. Mit den sechs

„Goldenen Regeln“ der MTB-Fahrtechnik.

Reiseführer:

Stöcker, Detlef

Ein perfektes Wochenende

in Deutschland, Genusswandern,

Biketouren, Kanufahren, Wintertouren

Paul Pietsch Verlage, Stuttgart

www.paul-pietsch-verlage.de

1. Auflage 2012; 160 S.; 19,95 €

ISBN 978-3-613-50676-3

Wer heute draußen aktiv ist und seine

Freizeit in der Natur verbringt, verbindet in

der Regel verschiedene Aktivitäten miteinander.

Der typische »Outdoorer« klettert,

wandert, fährt Mountainbike oder Kanu

und interessiert sich für zahlreiche weitere

Outdoor-Sportarten. Dieser Activity-Guide

bedient die vielschichtigen Reisebedürfnisse

der Zielgruppe und ist damit der ideale

Begleiter für ein »perfektes outdoor-

Wochenende«:

Diepstraten, Monika

Hollands Küste mit Kindern

400 spannende Aktivitäten für

Ferien und Freizeit

pmv Peter Meyer Verlag, Frankfurt

www.PeterMeyerVerlag.de

1. Auflage 2012; 256 S.; 16,00 €

ISBN 978-3-89859-439-4

Für Kinder von 3 bis 13 Jahren gilt: nicht

nur im Sand spielen oder im Meer baden,

sondern auch bei ungünstigem Wetter aktiv

sein.

Von den Inseln und der Wattenmeerküste

im Norden bis hinunter nach Zeeland gibt

es so viel zu entdecken. Mühlen, Käsereien,

Abendteuer- und Freizeitparks und Tipps

für kleine Naturforscher.

Brauer, C. und Müller, M. (Hrsg.)

Gscheitgut

Franken isst besser

Michael Müller Verlag, Erlangen

www.michael-mueller-verlag.de

1. Auflage 2011; 300 S.; 19,80 €

ISBN 978-3-89853-673-7

Die Fränkische Schweiz ist ein Klettereldorado,

wohin es Kletterer unserer

Sektion immer wieder hinzieht. Sie hat auch

eine hervorragende Küche!

Dieses Kochbuch soll dazu anregen, neben

dem Klettern die Gaumenfreuden nicht

zu kurz kommen zu lassen. Sei es in den

Gasthäusern der Region oder in den Selbstversorgerhütten,

wo die Rezepte, vor allem

an Regentagen, ausprobiert werden können.

Unser NRW

Reiseführer zu Kultur- und Naturdenkmälern

NRW-Stiftung (Hrsg.), Düsseldorf

Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege

www.nrw-stiftung.de

www.klartext-verlag.de

1. Auflage 2011; 8-bändige

Gesamtausgabe im Schuber; 1.400 S.;

59,00 €

Einzelbände je 9,20 €

ISBN 978-3-8375-

Eifel / Aachen 0618-1

Köln-Bonner Bucht 0619-8

Bergisches Land / Siebengebirge 0617-4

Sieger- und Sauerland 0624-2

Niederrhein 0620-4

Ruhrgebiet 0623-5

Münsterland 0621-1

Ostwestfalen-Lippe 0622-8

Zum 25-jährigen Bestehen der NRW-

Stiftung erschienen:

Im Mittelpunkt dieser Reiseführer stehen

die von der NRW-Stiftung geförderten

Kultur- und Naturprojekte. Die nach

Regionen des Landes gegliederte Buchreihe

informiert über Bau- und Bodendenkmäler,

Ausstellungen, Sammlungen, Museen,

Naturschutzgebiete und schützenswerte

Landschaften.

Wander- und ein Fernwanderführer

Wagner, G. und Jessen, P.

Winterwanderungen 21 wildromantische

Touren zwischen Eifel und Bergischem

Land

J.P. Bachem Verlag, Köln

www.bachem.de/verlag

1. Auflage 2012; 192 S.; 14,95 €

ISBN 978-3-7616-2630-6

Dieses Buch stellt eine Auswahl der

schönsten Wintertouren zwischen Eifel

und Bergischem Land vor und gibt Tipps

zu ausgezeichneten Schneewanderungen

im Mittelgebirge und reizvollen Fernsicht-

Routen am Rande des Rheintals.

Winterservice für Skifahrer und Rodler;

Tipps zu Weihnachtsmärkten und Einkehrmöglichkeiten.

Sequentz, Peter

Das Oberbergische Land

Die 21 schönsten Wanderungen zwischen

Wupper und Agger

J.P Bachem Verlag, Köln

www.bachem.de/verlag

1. Auflage 2013; 192 S.; 14,95 €

ISBN 978-3-7616-2632-0

In geologischen Begriffen ist das Oberbergische

Land Teil des rheinischen

Schiefergebirges. Grauwacke-Sandstein-

Erbe des tropischen Meeres, das hier vor

400 Millionen Jahren existierte.

In der Reihe „Tippeltouren“ heißt es Erlebtes

und Erfahrenes genussvoll zu verbinden.

Vielfach nehmen die Touren Bezug aufeinander:

thematisch und geschichtlich oder

auch im Hinblick auf ihren Streckenverlauf.

Oft werden die Touren ergänzt und erweitert

zu einer langen Tour.

Hetz, Siegfried

Erlebnis Salzburger Land Band 5

Tennengau

Verlag Anton Pustet, Salzburg

www.pustet.at

1. Auflage 2013; 175 S.; 21,00 €

ISBN 978-3-7025-0686-5

In dieser Reihe sind schon der

Flachgau, Pinzgau, Lungau und

Pongau vorgestellt worden. Im

letzten Band dieser Reihe werden

45 Touren im Tennengau dargestellt.

Das außergewöhnliche am Tennengau

ist der landschaftliche Kontrast zwischen

dem lieblichen Salzburger Becken und der

schroff bizarren Gebirgswelt der Nördlichen

Kalkalpen.

Rosenwirth, M. und W.

Die schönsten Wanderungen

– Adamello Presanella

Pinzolo, Tione, Edolo, Adamello-Höhenweg

Athesia Verlag, Bozen

www.athesiabuch.it

Auflage 2011; 168 S.; 14,90 €

ISBN 978-88-8266-725-2

Gleisende Firnfelder, einsame Täler, verträumte

Bergseen. So präsentiert sich dieses

Bergland am Südrand der Alpen. Genuss-

Wanderern bietet dieses vielfältige Gebirge

traumhafte Ziele. Die Grenze zwischen dem

Trentino und der Lombardei führt quer

durch dieses Hochgebirge und über seine

bedeutendsten Gipfel. In beiden Regionen

ist es durch einen Naturpark geschützt

und bildet mit der Ortlergruppe das größte

zusammenhangende Schutzgebiet der

Alpen.

Raffalt, Herbert

Tauernhöhenweg

Bildband

Verlag Anton Pustet, Salzburg

www.pustet.at

Auflage 2013; 160 S.; 25,00 €

ISBN 978-3-7025-0705-3

Eine Reise über die schönsten und höchsten

Gipfel Österreichs. Ein hochalpiner

Weitwanderweg der Superlative ist

der Tauernhöhenweg, der die Gipfel

von Ankogel, Schareck, Sonnblick,

Großvenediger und Großglockner verbindet.

Der Tauernhöhenweg

von seinem idyllischen

Ursprung in den Seckauer

Alpen – über Gipfel,

durch Wälder, vorbei

an Bergseen und ins

hochalpine Gelände der

Dreitausender – bis zu

seinem Ende bei den

Krimmler Wasserfällen.

31


Neue Vortragsreihe!

Sektionsfenster

Im Rahmen der Vortragsreihe „Sektionsfenster“ hatten wir zur

Teilnahme an einem Wettbewerb aufgerufen. Wir bedanken

uns bei allen Teilnehmenden für ihre Einsendungen. Wir haben

interessante Vorträge ausgewählt, aus denen das Publium den

Siegervortrag wählen kann. Die Termine für die Vortragsabende

stehen fest. Die Räumlichkeiten geben wir in bälde bekannt.

13.01.14 Gabriele Reiners:

Expedition zum Putha Hiunchuli (7246m, Nepal)

Der westlichste Gipfel der Dhaulagiri-Gruppe, der Putha Hiunchuli,

oft auch als Dhaulagiri VII bezeichnet, liegt im ehemaligen tibetischen

Fürstentum Dolpo, welches sich bis heute seine kulturelle

Eigenständigkeit weitgehend bewahrt hat. Nach der Anreise mittels

zweier Inlandsflügen von Kathmandu nach Juphal, führte eine einwöchige

anspruchsvolle Trekkingtour durch großartige und einsame

Landschaften zum Basislager. Von hier aus erfolgte der Anstieg von

Norden über 3 einzurichtende Hochlager. In 1954 erstbegangen, ist

der Putha Hiunchuli bis heute aufgrund seiner abgeschiedenen Lage

im Dolpo ein relativ selten bestiegener Berg.

10.03.14 Walter Frink:

1. Vortrag: Der Lechweg –125 atemberaubende

Wanderkilometer von der Quelle bis zum Fall

An der Quelle des Lech nahe des Formarinsees im österreichischen

Bundesland Vorarlberg begleiten wir den Lech bis hin zum Lechfall

in Füssen im Ostallgäu. Neben der größten Steinbock-Kolonie

Europas erwarten den Wanderer die längste Fußgängerhängebrücke

Österreichs, ein Wasserfall, der jedes Jahr neu entspringt und natürlich

die bayrischen Königsschlösser.

Der Weg führt uns durch drei Regionen und zwei Länder. So wie

der Lech die Regionen, durch die er fließt, geprägt hat, so prägt er

auch den, der ihn über die 125km Länge begleitet. Ein einzigartiges

Naturerlebnis, die Hauptrolle „der Lech“, die Kulisse „die Berge“.

2. Vortrag Norbert Balser (außer Konkurrenz) Das Mairatal

Der vergessene Schatz der Westalpen.

Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Wochenwanderung durch das

Mairatal. Das im Südwesten des Piemont, an der Grenze zu Frankreich

gelegene Mairatal ist eine vergessene Gegend der Westalpen.

Verlassene Weiler, lichte Wälder, weite Weiden prägen das Bild. Da

immer weniger bewirtschaftet, verwandeln sich Äcker in Weideland,

Weideland verbuscht, verbuschtes Land waldet ein. Von dieser

Kulturlandschaft, welche sich die Natur zurückholt, geht eine besondere

Faszination aus. In den Etappenorten sind originelle einfache

Unterkünfte (posti tappa) eingerichtet, die Halbpension mit häufig

vorzüglichem Essen der lokalen Küche anbieten.

28.04.14 Irmtrude Frink

1. Vortrag Das Taubertal

Eine Wanderung durch die deutsche Geschichte

Der Panoramaweg Taubertal mit seiner Länge von 133 km beginnt in

der mittelalterlichen Stadt Rothenburg. Von dort schlängelt sich der

Weg durch liebliche Weinberge und bezaubernde Fachwerkstädte

wie Creglingen, Bad Mergentheim oder Tauberbischofsheim.

Die Burgruine in Wertheim ist eine der größten Steinburgen

Süddeutschlands. Mit fantastischen Blicken ins Maintal geht es in

Richtung Freudenberger Wald zur Freudenburg. Nach 440 Stufen

Abstieg ist das Ziel in Freudenberg am Main erreicht.

2. Vortrag Gabriele Reiners : Reise nach Chile/Bolivien

mit 6000m hohen Gipfelzielen

Die Hochebene im Dreiländereck Bolivien-Peru-Chile beeindruckt

durch eine scheinbar endlose Weite, die von schneebedeckten

Vulkanen, Seen und einer vielfältigen Tierwelt geprägt ist. Den

Grenzkamm zwischen Chile und Bolivien bildet die Cordillera

Occidental mit den bekannten über 6000m hohen Gipfeln Acotango,

Parinacota und Sajama. Bilder von den Märkten in der quirligen

Metropole La Paz und ein finaler Abstecher zum Huayna Potosi in der

Cordillera Real runden die Impressionen der Reise ab.

Dutch Mountain

Film Festival # 4

8. Februar 2013

Das Dutch Mountain Film Festival zeigt

spannende Filme rund um die „Berge“.

Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm

mit Ausstellungen, sportlichen

Aktivitäten, Lesungen, Multimediapräsentationen

und einem Nachmittagsprogramm

speziell für Kinder

Das DMFF hebt sich ab von anderen Film-Festivals,

denn es richtet den Fokus auf künstlerische

Produktionen von jungen Talenten.

Zur vierten Auflage des Festivals werden erstmalig

Preise in unterschiedlichen Kategorien

vergeben.

Warum engagiert sich die Sektion

Aachen im Rahmen des DMFF?

Als Sektion im Grenzgebiet fehlt uns das

„Hinterland“. Wo sonst eine Kooperation

zwischen den Sektionen selbstverständlich

ist, tun wir uns schwer, euregionale Kooperationen

mit Bergsportinteressierten in Belgien

oder den Niederlanden zu etablieren.

Wir unterstützen dieses Projekt mit dem

Multimediavortrag „Wanderung zum Fuß

des K2“ von Horst Wernerus, den er im Rahmenprogramm

zeigen wird.

Warum lohnt es sich, das DMFF zu

besuchen?

„Auch wenn viele Filme, wie in den Niederlanden

üblich, mit Originalton präsentiert

werden, zeigt die originelle Auswahl, dass

gut inszenierte Bilder mehr sagen, als viele

Worte.“ Norbert Balser

Im Januar wird das DMFF mit einer Preview-

Veranstaltung zu Gast in Aachen sein.

Details dazu werden demnächst zusammen

mit den Programm-Highlights auf der DAV-

Homepage nachzulesen sein.

Das vollständige

Programm und

Tickets gibt es

unter:

www.dmff.eu

Schaut mal:

DAVON: 2/13 DAVON: 2/13

33


Verein

Liebe Mitglieder,


Tolle Preise

zu gewinnen!

aufgepickt: Buntes Brett

Geschäftsstelle

Öffnungszeiten:

Jeden Donnerstag von 16.00 – 20.00 Uhr.

Die Geschäftsstelle ist am 2.Januar und am 27. Februar 2014

(Fettdonnerstag) geschlossen.

wie Sie dem Bericht über die Mitgliederversammlung

im letzten Heft entnehmen konnten,

haben wir beschlossen, die Mitgliedsbeiträge

ab 2014 anzupassen.

Da wir in den nächsten Wochen diese neuen

Beiträge über Lastschriftverfahren einziehen

werden, möchte wir die Gelegenheit nutzen,

Ihnen in Kürze die Beweggründe für die Beitragsanpassung

zu erläutern.

Auslöser für die Beitragsanpassung war die

Entscheidung aller Sektionen im DAV, den

Verbandsbeitrag zu erhöhen. Der Verbandsbeitrag

ist der Teil Ihres Beitrages, den wir

an den Bundesverband abführen. Dieser hat

in den nächsten Jahren einen höheren Finanzbedarf,

um ausreichende Mittel für die Sanierung

der Alpenhütten bzw. den Bau von Kletteranlagen

in den Sektionen zur Verfügung zu

stellen. Des Weiteren sind einige Projekte zur

Stärkung der Jugendarbeit, des Naturschutzes

und der Ausbildung geplant, für die zusätzlich

Mittel notwendig sind.

Der Verbandsbeitrag wird beim Vollbeitrag

um +2,96 €, beim ermäßigten Beitrag um

+1,78 € und beim Beitrag für Kinder/Jugendliche

um +0,89 € erhöht.

In den letzten Jahren hat sich unsere Sektion

im Sportkletterbereich, bei der Jugend und

bei den Serviceangeboten der Geschäftsstelle

finanziell stark engagiert. Dies möchten wir

gerne fortsetzen und weitere Ideen verwirklichen.

Hierzu braucht die Sektion zusätzlichen

finanziellen Spielraum.

Daher hat die Mitgliederversammlung der

Sektion Aachen auf Vorschlag des Vorstandes

beschlossen, die Beiträge wie folgt zu erhöhen:

Vollbeitrag:

von 55 auf 60 Euro€

Ermäßigter Beitrag: von 37 auf 40 Euro€

Kinder und Jugendliche: von 15 auf 16 Euro

C-Mitglieder:

von 15 auf 16 Euro€

Wir hoffen, dass die Entscheidung der Mitgliederversammlung

auch für Sie nachvollziehbar

ist.

Der Vorstand der Sektion Aachen

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10

12

7

1. Aufstiegshilfe für Winter- und zunehmend auch Sommersportler

2. Wappen des Deutschen Alpenvereins

3. Beliebtes Hüttengetränk

4. Halbautomatisches Sicherungsgerät für’s Sportklettern

5. Kletterhalle in Aachen

6. Gestein der Nordalpen

7. „Ewiges Eis“ der Alpen

8. Übernachtung im Freien

9. Möglichkeit, eine Klettertour nachher wieder runterzukommen

10. Täglich grüßendes Nagetier

11. Höchster Berg der Alpen

12. Jugendorganisation des Deutschen Alpenvereins (Abkürzung)

13. Markierung des höchsten Punktes auf dem Berg

14. Alpenhütte der Sektion Aachen

Schicke das Lösungswort bis zum 20. Dezember 2013 per Mail an :

quiz@dav-aachen.de.

Bitte gib deinen vollen Namen und deine Anschrift mit an und

nenne uns außerdem deinen Wunschgewinn. Es werden insgesamt

3 Gewinner ausgelost.

Preis A: Mammut Smart (Sicherungsgerät)

Preis B: Victorinox Mountaineer Taschenmesser

Preis C: Stirnlampe Petzl Tikka2

Einladung

Der Vorstand der Sektion Aachen lädt

alle Mitglieder zur ordentlichen Mitgliederversammlung

am 4. April um 19:30 Uhr

in die Kurpark Terrassen,

Dammstr. 40,

52066 Aachen-Burtscheid ein.

Skitourentestival:

Am Sonntag den 09. Februar 2014 werden wir im Sauerland im

Skikarussell Winterberg bei „Möppis Hütte“ einen Skitourentest

veranstalten. Getestet werden können Tourenschuh und Tourenski von

Dynafit, Scarpa, Völkl, K2, Dynastar, Scott…

Stattfinden wird die Veranstaltung auf jeden Fall, da uns ein Teil der

beschneiten Piste zur Verfügung steht.

Des Weiteren werden Workshops, zu denen sich die Teilnehmer anmelden

können, von der Firma Ortovox, LVS Geräte, und von der Firma ABS,

Airbagrucksäcke, angeboten.

Für Tourenanfänger veranstaltet Dynafit Einsteigerworkshops

Zu der Veranstaltung als auch zu den Workshops ist eine Anmeldung

erforderlich.

Nähere Informationen auf unserer Homepage

Anschrift:

Römerstr. 41/43, 52064 Aachen ,

Tel. 0241/ 4014387 oder 20082

Änderungsmeldungen wie Adressen-, Namens-, Bank- u. Kontoänderungen

bitte direkt an die Geschäftsstelle und nicht nach München

melden. So wird gewährleistet, daß die DAV-Zeitschrift, die Sektionsmeldungen

u. die Mitgliedsausweise ohne Verzug zugestellt werden können

und der Bankeinzug des Mitgliedsbeitrages ohne zusätzliche Kosten gewährleistet

ist. Eventuell anfallende Bankgebühren,wegen Nichtausführbarkeit

der Abbuchung, müssen leider an die Mitglieder weitergegeben

werden.

Kündigungen der Mitgliedschaft sind schriftlich bis spätestens

30. September an die Sektion zu richten.

Mitgliederausweis: Gültig bis Ende Februar des folgenden Jahres.

Die Mitglieder aus dem benachbarten Ausland überweisen ihren Jahresbeitrag

bitte bis zum 31.1. des Folgejahres unaufgefordert an das Konto:

IBAN: DE21 3905 0000 0015 0007 71 , SWIFT- BIC: AACSDE 33

Sektionsbibliothek

Die Sektionsbibliothek befindet sich in der Geschäftsstelle

und steht allen Mitgliedern zur Verfügung.

Öffnungszeiten: Donnerstags von 16.00 – 20.00 Uhr

Führer, Karten, alpine Literatur: Wandern, Klettern,

Hochtouren, Wasser- und Wintersport, Lehrschriften zu

allen alpinen Sportarten, Bildbände, Jahrbücher, Monographien,

Biographien, Reiseberichte und Belletristik.

Zeitschriften: „Bergsteiger“, „Klettern“, „Berg und Steigen“,

„Outdoor“ können eingesehen bzw. für 3 Wochen

(neu) kostenlos ausgeliehen werden. Bei einer längeren

Ausleihe werden pro Stück und Woche 50 Cent erhoben.

Der Medienbestand im Internet:

www.dav-aachen.de service bibliothek

Alpenvereinsjahrbuch -

Bestellung unter DAV-Shop

www.dav-shop.de

e-mail:dav-shop@alpenverein.de

Winterraumschlüssel

können gegen eine Kaution

von 50 für 4 Wochen in der

Geschäftsstelle ausgeliehen

werden.

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen können alle Mitglieder der Sektion Aachen. Bitte nur eine

Einsendung pro Person. Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben

und nach dem Gewinnspiel wieder gelöscht.

Hannah, Maya, Frank, Tobi und Jan (Jugend 1)

34 DAVON: 2/13 DAVON: 2/13

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