Beim Heimwerken mit Kalk, Mörtel oder Beton Schutzkleidung tragen

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Beim Heimwerken mit Kalk, Mörtel oder Beton Schutzkleidung tragen

Wände verputzt – Haut verätzt: Beim Heimwerken

mit Kalk, Mörtel oder Beton Schutzkleidung tragen

R+V-Infocenter: Baustoffe in Verbindung mit Wasser gefährlich –

Haut- und Augenschäden möglich

Wiesbaden, 6. Februar 2014. Wände verputzen, Mauern setzen oder Estrich

legen: In Zeiten knapper Haushaltskassen versuchen sich viele Heimwerker

auch an Profiarbeiten. Doch wer mit Beton, Mörtel oder Zement hantiert,

kann sich schnell schwere Hautverätzungen oder Augenschäden zuziehen.

„Bei Arbeiten mit diesen Baustoffen sollten Heimwerker unbedingt passende

Schutzkleidung tragen“, sagt Torben Thorn, Arbeitsschutzexperte beim

Infocenter der R+V Versicherung. Ebenfalls wichtig: Die Kleidung darf nicht

durchnässt sein.

Die meisten Baustoffe enthalten als Bindemittel Kalk oder Zement. Beim Anrühren

mit Wasser entsteht eine aggressive Lauge, die die Haut reizen oder im schlimmsten

Fall verätzen kann. Besonders häufig sind Knie oder Hände betroffen. „Oft

bemerken Heimwerker beispielsweise beim Knien im Estrich nicht, dass dieser

durch die feuchte Kleidung hindurch die Haut angreift. Nach nur 15 Minuten sind

die betroffenen Hautpartien unter Umständen schwer geschädigt“, so R+V-Experte

Thorn. Deshalb rät er, verschwitzte oder feuchte Kleidungsstücke und Schuhe sofort

zu wechseln.

Auch Lederhandschuhe sind für Arbeiten mit diesen Baustoffen nicht geeignet,

da sie die aggressive Lauge durchlassen. Heimwerker sollten lieber beschichtete

Baumwollhandschuhe und Überhosen aus undurchlässigem Kunststoff tragen.

Ein weiterer Tipp des R+V-Experten: Unbedeckte Hautpartien vorher mit rückfettenden

Hautschutzprodukten eincremen und nach der Arbeit gründlich reinigen

und pflegen.


Kalk und Zement gefährlich für die Augen

Für die Augen sind kalk- oder zementhaltige Materialien ebenfalls gefährlich. Beim

Stemmen und Abreißen über Kopf können leicht Partikel in die Augen gelangen.

Aber auch beim Mischen, Anrühren und Umfüllen der Baustoffe sollten Heimwerker

vorsichtig sein – und grundsätzlich eine Schutzbrille tragen. „Wer etwas in die

Augen bekommt, sollte sie zunächst gründlich mit Wasser ausspülen, dann sofort

einen Arzt aufsuchen“, rät Torben Thorn.

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