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Inhalte dieses Heftes ist strengstens verboten .

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Liebe!

Ein Märchen von M. Korn.

(Nachdruck verboten).

Es war ein armer Mensch, ein Dichter, der hatte

nur noch einen Tag zu leben, denn eine gar kluge frau

hatte ihm gesagt, dass e r ein krankes Heiz hätte und

dass es ihm eines Tages brechen würde. Nun stand

der Tag, den ihm die kluge frau bestimmt hatte, bevor

und der arme Dichter sann nach. «Ei », sprach er,

«ist dies nicht der wichtigste Tag meines Leben ?

Klar kommt es mir zum Bewusstsein: morgen werde

ich nicht mehr sein, darum empfinde ich es jetzt um

so mehr, dass ich noch bin, dass ich lebe, dass jeder

Augenblick unwiederbringlich ist. Klar kommt es mir

zum Bewusstsein, dass die kluge frau wahr sprach,

denn all mein Leben lang brannte mein Herz in tiefem

Weh, jetzt aber werden die Schmerzen fürwahr unerträglich

und ich sehne den Tod herbei. Der Tag aber,

der gegenwärtige, ist noch mein und ich will mich seiner

freuen, so gut es ein armer Mensch vermag; - ich

will mich auf den Weg machen und durch felder und

Gärten gehen, damit meine Augen alle Schönheit trinken,

die sie nur erschauen können und ein letztes Lied will

ich dichten, wie mir noch keines gelang, das soll den

Menschen Jubel und freude bringen nach meinem Tod.>

Der arme Dichter sah auf, nachdem er also zu sich gesprochen

und sah draussen am blauen Himmel die

Sonne glühen und lachen - in sein ärmliches Kämmerlein

jedoch fiel kein einziger Strahl, da war es dunkel

und einsam.

Drauf eilte er hinaus, um sich des Sonnenlichtes zu

freuen, aber unversehens hatte sich der Himmel verfinstert

und schwere Regenwolken zogen auf; dicke

Tropfen fielen zur Erde, erst langsam und schwerfällig,

dann immer schn eller - unaufhörlich. Traurig blickte

der Dichter zu den Wolken auf und sprach: Der

Regen rinnt wohl bis zu m Abend und verhüllt den

blauen Himmel, ich werde das Licht der Sonne nicht

mehr sehen. » Plötzlich sprach ein freund ihn an

«Was stehst Du hier und lässt Dich vom Regen durchweichen,

hast Du vergessen, dass ich Dich heut zu

einem freudenmahle lud ? Schon vor langer Zeit

sag test Du mir, heut sei ein wichtiger Tag für Dich -

zwar weiss ich nicht, was Dein Herz bewegt, doch

wollen wir diesen Tag miteinander feiern; komm mit! »

Und der Dichter folgte dem freunde willenlos, denn

die Sehnsucht in seinem Herzen wuchs und wuchs ­

die Sehnsucht nach der freude.

Doch wie er an festlicher Tafel sass und der gastliche

freund den funkelnden Champagner in die Kelche

goss, als er den Arm ausstrekte, um zu trinken, zwang

ein Unsichtbarer mit eisernem Griff seine beiden Hände

herunter. -

Marie Drach

Vcrfasserin unserer Novelle >Veilchcn

«Ich werrle nimmer trinken », sprach leise der Dichter,

- der Tod hatte ihn angefasst.

Dennoch stand er auf und lachte dem betroffenen

freunde ins Gesicht: • Noch lebe ich und noch lebt

meine Sehnsucht nach der freude und nach der Liebe

ungestillt, denn das neidische Schicksal vergönnte mir

nicht freude, nicht Liebe; aber ich spotte sein und

will jetzt am Ende das Lied singen, das den Menschen

freude bringen soll; -- was aber sing ich an solch

schlimmen Tag?»

Da tat die Tür sich auf und auf goldenem Thron

sah der Dichter eine wunderherrliche frau in strahlenweissem

Kleide sitzen, die lächelte und sprach; . Sieh

mich recht an, armer Dichter, denn Du kennst mich

nicht, obwohl Du Dich ein Leben lang so nach mirgesehnt

hast, dass Dein Herz schier zerbri cht; ich bin die Liebe.

Komm und küsse mich, dann ist Dein Sehnen gestillt,

auch die freude brauchst Du dann nicht mehr zu suchen,

weder im Sonnenschein, noch beim festmahl - ist sie

doch nur meine Kammerfrau, die Alir die Schuhbänder

knüpft; stets weilt sie bei mir. . Und der Dichter eilte

zu der schönen frau mit sein em armen kranken Herzen,

noch einmal hoffend, in den Armen der Liebe ganz zu

genesen, doch an den Stufen des Thrones stürzte er

zusammen und vermochte sich nicht zu erheben. -

• lch habe Dich so oft gerufen», flü sterte er mit wehem

Blick, «warum kamst Du nicht? Mein Herzblut hätte

ich für Dich vergossen, tausend Lieder hätte ich Dir

gesungen - warum kamst Du nicht?

Lächelnd sprach die Liebe; «Ich habe Launen;

bin ich nicht eine frau? - Und des armen Dichters

Herz brach bei ihrem Lachen.

.,----~~~------~,


2

Unsere Bilder.

Das Bild einer Dame eröJInet den Reigen. Die Dame

wird nicht nur als Verfasserin, der in diesem Hefte zum

Abdruck gelangten Novelle n Veilchen" interl'es iercn, sondel n

auch durch die an ihre frlihere schauspielerische Tätigkeit

sich knüpfenden, bei ihrem Bilde lebendig werdellden Erinnerungen.

Frau Mari e D l' a ch wal' eine belicbte chauspielerin,

die seiner Zeit als Fräulein Quillz am Berliner

Residenstheater viele Erfolge einheimsle. rroch t.litglicd

dieses Theaters, heiratete sie den Regissem und Schauspiele~

Emil Drach, der am könig!. chauspielhaus

cngag1ert war. päler, als Drach das Münchener chauspielbaus

gründete, folgte ihm seine Frau ius Land der

Hajuvaren und wurde der Liebling des Publikums. Indess ­

das Glück war in der bayerischen Hauptstadt nicht VOll

langer Dauer. Drach wurde nervenleidend und geisteskrank.

Als er starb, verliess seine Frau die Bühn , tlie GlückSst1ltte

ihrer Jugend und wandte sich der Schriftstell l'ei zu. -

1m modificierten Sinne, jeglicher Jebenbedeutung einer

Länderbereicherung bar, lässt sich das historische Schcrz-

1I'0rt: "Tu felix Austria nube" auf unser Kaiserhaus als

Vevisp. übertragen. Er..;t wenige Uonde sind vergangen und

der Thronfolger feierte das Vermählungsfest, und !lun hat

auch der zweite ohn des Kaisers, Prinz Eitel Friedrich

An 'schau unter den fürstlichen Töchtern Delltschland '

gehalteIl und ophie harlotte, Herzogin von Oldenburg,

zur Hraut erkürt. (nsere Bilder zeigen zuerst das hohe

Braulpaar. Dann kommt ein sehr s ~' tenes Doppelbildniss,

allf dem wir den Vatel' del' Braut, den jetzt regierenden

Grossherzog von Olclenburg und die bereits am 25. Augu&t

t8H:) verstorbene Mutter, die Prinzessin Elisabeth \'on

Preussen, als Brautpaar erblickcn. Die folgende gleichfalls

sehr seltene Aufnabme bringt die jetzige Brant als Baby

mit ibrer Mutter. Da die verstorbene Grossberzogin VOn

Idenburg cine Tochter des Prinzen Friedrich Carl von

Pr ussen und seiner noch lebenden Gemahlin Maria Anna

geb. Prinzessin von Anhalt war, so werden auch die Porträts

von den Grosseltern der Braut unseres Kaisersohnes

von Interesse sein. Prinz Fl'iedl'ich Leopold von Pl'eus en

ist ein Onkel der Herzogin Sopbre ·harlolte. - Wir steigen

ins bilrgediche Leb~n hel'ab und lassen im bunten vVechsel

Persönlichkeiten jeglicher Herufsgatlung an uns vorlibel'­

ziehen. Im 73. Lebensjahre starb d I' berühmte Geopraph

Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Ferdinand von

l'ichthof~n. Ferdinand von Richthofen war einer der

hel'vorragendsten Lehrer und Meister der Erdknnde. Als

grundlegend für die Kenntnis und wissenschaftli che

Erschliessung von Japan und ' hina dürfen die P ublikationen

des eleh1tel1 über diese Länder gelten. - Als Nachfolge1'

des General v. Rotenreim ist der Generalmajor Graf Knllo

von Moltke zum Kommandanten von Berlin ernannt

worden. Graf Kuno v. Moltke ist ein Vetter des verstorbenen

Feldmarschalls von Moltke. - Im Reiche Merkurs ist

es Herr August Meisemann, der Prokurist und Geschäftsführer

der Firma Rudolf IIertzog, der durch das Jubiläum

einer vierzigjährigen Tätigkeit bei genannter Firma die

Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Herr Meisemann hat sich

als Geschäftsleiter des vVelthauses Rudolf HertzoO' eine

allererste teilung in der kaufm ännischen vVelt en~orben,

die Fülle der Ehrenämter, durch die er ausgezeichnet, bewei~en

die ausserordenliche vVertschätzung, die er allgemein

g-el1lesst. - Eine interessante Erscheinung im Kunstleben

l ~t .Frank Wedekin I, dessen chauspiel "Hidalla" im

1,~elOen Theater täglich zur Au fführung gelangt. rst auch

I ildalla Alles, nur kein Theaterstück, so hringt die Yomödie

doch mit einer seltenpn Consequenz bedeutende Ideen und

die Individualität drs Dichters zum Ausdruck. - Vor Kurzem

konnte Herbert I aulmüller, eine erste Kraft am Lnstsp:elhaus,

se i 1125 jähriges Künstlerjnbiläum feiern. Paulmüller

wirkt schon eine lange Reihe '"Oll Jahren in Berlin, er war

am Residenz- und Tbalia-Theater und sein Ruf als heryorragender

Cbarakterkomiker gehl ',yeit tiber Dedin hinaus. -

Zum D rektor des Stadttheaters in R ixdol f, ist der Oberregisseur

Julius Türk gewählt worden. Tlirk, desselJ Regietalent

allsserordcntli ch ge~chützt wird. war Direktor des

tadl1hcaters Zll t. Gallen und entfaltete später am

('olo~seumtheater zu Mannheil1l eine erfolgreiche Thiitigkeit.

J uHus Tlirk ist übrigens, da man Rixdorf Zll Berlin

rechnet, gewissermassen d I' erste Berliner Direktor, der von

der Stadt subventioniert wird. - D ieser Gruppe interessanter

Persönlichkeiten reihen sich die Bilder zwe ier jnngen

Damen a11 , die yoraus ich tl ich im Reiche Thali as Carriere

macheu werd~n. Ida rloff hat am Lessing-'I'heatel' mit

Erfolg das "Hannele" gesp i e~t und Else Bäck giebt

allabeudli ch in dem jetzigen Zugstück nBi3 früh um ~" eine

Hauptrolle in überaus ge~l'innender \Ve;se. - Auf . eit e 7

lenkt das Bild "Das Lehrel-Kollegium del' neuen

Reinhal'clt'schen Schauspiel schule" nnsere Aufmerksamkeit

auf sich. Es fehlt in unserer Metropole gewiss nir.ht

an derurtig


Veilchen.

Novelle von Marle Drach.

Nachdruck verboten!

• Wahrhaftig, das hatte ich nicht vermutet. Sie sind

ab:!rgläubisch, Sie glauben an Zeichen und Wunder

und Geisterbeschwörung.« - Er sah dabei ein wenig

spöttisch sein vis-a-vis an, das lässig zurück gelehnt

dasass und mit beiden Händen mechanisch über die

an den Seitenlehnen ihres fauteuils angebrachten

Quasten strich. Der Blick der hübschen, etwa 32 Jahre

zählenden frau war dabei traumverloren auf einen

Veilchenstrauss gerichtet, der neben ihr lag. Ohne zu

ant worten, schüttelte sie bewegt das Köpfchen. Er

ergriff ihre Ha nd : . Alice, seien Sie doch nicht so

e igentümlich. Sie haben mir deutlich gezeigt, dass Sie

mich lieben, und nun, da ich ernst mit Ihnen spreche

und Ihnen mein ganzes Leben anbiete zum neuen

Bund, ziehen Sie sich plötzlich scheu in sich selber zurück

und geben mir keinen anderen Grund an, als

dass ich Ihnen Veilchen bringe. Ist das zu glauben?«

Sie sah noch eine Weile schweigend vor sich hin, und

dann, wie mit sich selber kämpfend, sagte sie: . Ich

bin nicht abergläubisch und glaube weder an Zeichen

und Wunder noch an Geisterbeschwörung, und doch

g ibt es Vorgänge im Leben, deren Einflu ss wir uns

nicht entziehen können, Dinge die trotz ihrer scheinbaren

Kleinlichkeit doch mächtiger sind, als unser

Wille, Dinge bei denen wir uns unwillkürlich fragen,


4

kunft zu starren wie in einen finsteren Abgrund. Man

musste nur tüchtigen Anlauf nehmen und drüber hinweg

springen. - Jetzt war ich auch nicht mehr das

naive Gänschen von einst. Ich war ein reifes Weib

geworden, und ein Weib das an sich gearbeitet hatte,

das etwas konnte und leistete. Mein e Z uversich t log

nicht. - Wir arbeiteten gemeinsam und gemein sam

arbeiteten wir uns empor. Es war an einem frostigen

Wintertag. Eisig trieb der Wind die dichten Schneeflocken

vor sich hin. Ich eilte schnell durch die

Strassen und sah nicht um mich. Auf einmal steht

ein Kind vor mir, in Lumpen gehüllt, ein fadenscheiniges

Kleidchen an, nichts auf dem Köpfchen, auf

dem der Schnee lag und zittert vor Kälte. Dabei hält

die arme Kleine einen Korb mit Veilchen vor mich

hin. "Bitte, bitte kaufen Sie was," fleht sie, "ich darf

nicht heim kommen, ehe er leer ist und mich friert so".

Gt!pacld von dem Bild des Elends nehme ich ihr rasch

ein Sträusschen ab. Als ich heim kam, steckte ich es

fröhlich in eine Vase, die ich auf den gedeckten Tisch

stellte. Er liebte ja Blumen, und würde sich freuen. -

Er war ohnedies in letzter Zeit so verstimmt und verschlossen,

ohne das ich ahnen konnte warum. Er

musste bald kommen. Es war 3/4 8 und um 8 hatte er

zurück sein wollen. - Es wurde 8, 9. 10. Niemand

kam. Ich fing an mich zu ä ngstigen. Längst vergangene

Stunden stiegen in meinem Gedächtnis auf.

Damals hatte ich auch so oft dagesessen und gewartet.

Ich woll te cjie Gedanken verscheuchen. Der

Duft der Veilchen drang zu mir her wie ein böses

Omen. Das Warten wurde zur Qual. Ein e Droschke

fuhr um die Ecke. Ich rannte ans fenster. Sie fuhr

vorbei. Das Haustor wurde geöffnet. - Ich riss die

Wohnungstür auf. - Ein Dienstmädchen schlich leise

vom Stelldichein mit ihrem Liebsten heim. Was war

denn um Gotteswillen geschehen ? - Ach er würde

eben einen Bekannten getroffen haben und sass bei

einem Glas Bier, suchte ich mich zu beruhigen. Ich

wollte schlafen. Es war unmöglich. - Die Uhr schlug

5. Ich machte Licht. - Mein Blick fiel wieder auf die

Veilchen. Sie li essen müde die Köpfe hängen. Da

ging die Türe auf. Kein Wort wurde gesprochen und

doch wusste ich Alles. Er kam geradeswegs von ihr,

von einer anderen allerdings, aber doch von ihr. Am

anderen Tag haben wir uns zum zweiten mal getrennt.

Die Veilchen aber waren über Nacht verdorrt. Ich

musste lügen, fuhr sie nach ein er Pause fort, wenn

ich sagte, dass ich so wie das erste mal auch dieses

mal unter der Trennung gelitten hätte. Ich füh lte

überhaupt nichts nach dieser zweiten Enttä uschung.

Ich war so gleichgiltig gegen Alles, aber auch gegen

Alles, das um mich vorging, dass ich nicht einmal

daran dachte, eine Scheidung einzuleiten. Ich ass und

trank und lachte und kümmerte mich um meinen P utz

scheinbar vergnügt wie all e ' anderen Menschen. II~

Wirklichkeit aber tat ich es nur einem Automaten g leich

und aus Gewohnheit. - Völlig apatisch und füh ll os

wusste ich nur vom Hörensagen, was freud e oder

Schmerz bedeutet. Dass ich selbst jemals auch etwas

~

I

. derartiges empfunden habe, wa r mir unbegreiflich.

Jedes Gefühl prallte an mir ab, nichts verursachte mir

Kummer, nichts f reud e, ja ich war sogar une mpfindlich

gegen körperl iche Schmerzen. Alles berührte mich so,

als ob es nicht mich selbst, sondern irgend ein e d ritte,

mir vollkommen gleichg iltige Person beträfe, oder als

ob ich es überhaupt nur gelesen hätte. Im übrigen

schi en jede Erinnerun g an g ute, frohe Zeiten, die ich

doch auch erl ebt hatte, aus .mein em Gedächtnis ausgelöscht

zu sein und nu r das Hässliche, Bittere stand

ehern in mir fest. Total unbegreiflich, ein em Märchen

gleich, kam mirs vor, dass ich jemals überhaupt mit

diesem Mann verheiratet gewesen war, für diesen

Mann gelebt, ja sogar durch ihn gelitten hatte, dass

mein Kind auch das seine war. Ich hatte kein en Groll

gegen ihn. Er war mir einfach ein Fremder. All es

in mir und um mich war abgeschnitten. Das Kind

war das ei nzige das mich anzog, aber mehr in Slinktiv,

als bewusst. So vergin g ein e ganze Zeit. Ich a rbeitete

nun nicht mehr zum Zeitvertreib, sondern um das

tägliche Brot, das ich, w ie Sie w issen, mit kunstgewerblichen

Arbeiten verdiene. Unterdessen riss ihn

auch di eses zweite Weib mit sich von Stufe zu Stufe,

bis e r die Be ute der Schwindsucht wurde. Da ve rli ess

sie ihn. Gefühllos, 'Wie a ll es andere habe ich a uch

diese Nachricht empfangen. Er musste ein e H eil anstalt

aufsuchen und sta rb dort bald darauf im schönsten

Mannesalter. Als ich di e Kunde von seinem Tode bekam,

machte sie auf mich un gefä hr den Ein dru ck, den

die Todesanzeige ein es fernen Bekannten auf uns macht,

das heisst" den absolutester G leichg iltigkeit. Um der

form zu genügen, schaffte ich mir T rauerkl eid er an.

Um des Kindes willen rüstete ich mich zur Reise nach

dem Begrä~nisort. Den Empfindungen des Kindes

Rechnung tragend, bestellt e ich in dessen Namen

teleg raphisch bei ein em Gärtner der Stadt, in der di e

Beisetzung erfolgen sollte, ein en Kranz und um der

Sitte oder besser gesagt, der Leute wegen bestellte ich

bei der Gelegenheit auch ein en solchen für mich. Au s

was für Blumen sie gefertig t werd en sollten, gab ich

nicht an. Das Sanatorium war in ein er kl ein en Stadt

Südtyrols gel egen. In jener Gegend ist es üblich den

Toten nur farblose, das heisst weisse Blumen zu

widmeli. Als wir eintrafen lag der Kranz, der als

Gabe des Kindes dienen sollte bereits vorbereitet da. -

Die Schleife trug des Kindes Namenzug. Auch andere

Blumenspenden waren eingetroffen, Rosen, Nelken,

Immerg rün, lorbeer, Chrysanthemen tl. s. w. Mein

Kranz fehlte noch. Ich sandte zum Blumenhändler.

. Er würde baldigst geschickt werden«, so lautete die

Antwort. Als er imme r noch nicht kam, entschl oss ich

mich o hn e ihn in die Totenhalle zu gehen. Und da

stand ich nun am Sarg des Mannes, dem ein st mein

ganzes Leben, mein ganzes Denken und Fühlen gehört

hatte, um den ich so viel gelitten und verloren, um

dessen twil len ich mein Dasein so oft verwünscht hatte,

und nichts rü hrte sich in mir. Ohne jede Empfindung

stand ich da. Ob ich überhaupt etwas dachte

weiss ich nicht. Ich glaube nicht. Es lag über

mir wie ein Bann, seit lange schon, seit der Stunde,

da jene Veilchen verdorrt waren, die ich bei dem

Kind gekauft. Da flüstert mir ein e Stimme von

rückwärts leise zu : »Hier ist Ihr Kranz, g nädige

f rau


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ophie Cbarlotle, H rzogin von Oldenburg.

Eitel Friec1rich, Prinz von Preussen.

Grossherzog Friedrich Aug'nst und

Grossherzogin Elisabeth von Oldenburg,

die Eltern del' Brant, als Brautpaar.

Grossherzogin Elisabeth von Oldenburg

mit Herzogin Sophie ·Charlottc.

Prinz Friedrich Kar! von Preussen. Prinzessin Friedrich Kar! von Preussen.

Die Grosseltem der Braut.

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Dir. Fl'anz yon Heunig

(Vossische Zeitung).





Fritz Royer

(Staatsbürger-Zeitung).

W ilhelm KlaUe

(Berliner Lokal-Anzeiger).

Prof. Dr. Carl Krebs

(Der Tag).

Olto Lessmann

(Allgemeine Musik-Zeitung).

Josef Lewinsky

(Berliner Morgenpost).

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J. C. Lusztig

(Kleilll s Journal).

Max Marschalk

(Vossische Zeitung).

Heinrich N eumaon

(Berliner Lokal-Anzeiger).

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