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1 Einleitung 24

1.3.4 Der TGF-β-Signalweg

Die TGF-β-Signalkaskade startet mit der Bindung eines TGF-β Liganden an den

Typ-II-Rezeptor Tgfbr2. Diese Bindung kann durch einen Typ III Rezeptor (Tgfbr3

oder Endoglin) verstärkt werden. Bei dem Typ-II-Rezeptor Tgfbr2 handelt es sich

um eine Serin/Threonin-Kinase, die nach Ligandenbindung autophosphoryliert und

dadurch aktiviert wird. Danach kommt es zur Ausbildung eines heterotetramerischen

Komplexes mit einem Typ-I-Rezeptor (Acvrl1 oder Tgfbr1). Der Typ I Rezeptor

wird dabei von dem Typ-II-Rezeptor in seiner GS-Domäne phosphoryliert

und damit ebenfalls aktiviert.

Abbildung 4: Schematische Darstellung des TGF-β Signalwegs.

Der TGF-β-Ligand bindet an den TGF-β Rezeptor Tgfbr2. Dadurch kommt es zur Aktivierung

und Autophosphorylierung dieses Rezeptors. Tgfbr2 bindet daraufhin entweder Acvlr1 oder

Tgfbr1, worauf es zur Aktivierung und Phosphorylierung dieser Rezeptoren kommt. Die entstandenen

Rezeptorenkomplexe aktivieren nachfolgend die Smad Proteine, die in den Zellkern transloziert

werden und dort die Genexpression verändern können.

Der aktive Typ-I-Rezeptor erkennt die Rezeptor-spezifischen Smad (R-Smads) Proteine

und bewirkt ihre Phosphorylierung. Durch die Phosphorylierung bilden die

R-Smad-Proteine einen heteromerischen Komplex, mit dem sogenannten "gemeinsamen"

(engl. "common", oder Co-Smad) Smad4 aus. Dieser Komplex transloziert

in den Zellkern, wo er weitere DNA Bindeproteine rekrutiert, an die DNA bindet

und schließlich die Genexpression steuert (Abbildung 4: Schematische Darstellung

des TGF-β Signalweg) (73, 74).

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