Unser Programm 2014 - Migration-online

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Angebot geht zudem auf möglich aufkommende Probleme, wie der unterschiedlichen Teilnehmererwartungen,

Konfliktpotenzialen in heterogenen Gruppen oder ähnlichem ein, und soll diesen möglich vorbeugen.

Anti-Rassismus / Anti-Diskriminierung / Gleichbehandlung:

Rassismus und Diskriminierung sind leider keine Ausnahmefälle in Deutschland, dies haben die Ereignisse aus dem

Herbst 2011 nochmal gezeigt. Rassismus und Diskriminierung findet aber auch oft versteckt im Alltag, aber auch in

der Arbeitswelt statt.

Das DGB Bildungswerk BUND e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt aktiv Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung

zu setzen und sich gleichzeitig für Gleichbehandlung und Chancengleichheit einzusetzen. Chancengleichheit beruht

auf eine gerechte Verteilung von Zugangs- und Lebenschancen und gleichberechtigter Teilhabe. Das Betriebsverfassungsgesetz,

das Personalvertretungsgesetz, und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz tragen für arbeitsund

sozialrechtliche Gleichstellung in der Arbeitswelt bei. In der Praxis finden sich viele kleine und große Beispiele

der Umsetzung von Gleichbehandlung für Migrantinnen und Migranten. Dazu gehören beispielsweise Betriebsvereinbarungen

gegen Diskriminierung, die Einhaltung von gleichen Einstellungschancen und die Förderung der Qualifizierung.

Schwerpunktmäßig wird dieses Feld gemeinsam mit der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im

Geschäftsbereich Forum politische Bildung bearbeitet, die Aktivitäten des Geschäftsbereich Migration verstehen

sich jedoch als Beitrag zur Überwindung von Rassismus und zur Bekämpfung von Rechtsextremismus durch die

Durchsetzung von gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Gesellschaft und Arbeitswelt.

Diversität:

Das Konzept der Diversität bei Unternehmen berücksichtigt die vielfältigen Unterschiede der Belegschaft und hat

das Ziel, auf diese einzugehen. Durch positive Aktionen und Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterförderungen unterschiedlichen

Formen der Benachteiligung entgegenzuwirken, ist ein weiteres Diversitätsziel, insbesondere von den

Interessenvertetungen der Belegschaften (Betriebs- und Personalräte, Kulturmittler, Anti-

Diskriminierungsbeauftragte, Jugend- und Auszubildendenvertretungen, Vertrauensleuten). Eine erfolgreiche Diversity-Gesamtstrategie

findet daher ihren Ausdruck in einer offenen und respektvollen Haltung gegenüber Unterschieden

hinsichtlich von Alter, Geschlecht, Nationalität, Religion, Weltanschauung, sexueller Identität oder ethnischer

Herkunft und anderen Vielfaltmerkmalen. Die Thematik der Diversität ist unter anderem aufgrund der aktuellen

Ausgangssituationen wie des steigenden Altersdurchschnitts der Bevölkerung, dem stetig steigenden Anteil von

Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund, d.h. der immer größer werdenden Ausdifferenzierung der Gesellschaft,

immer wichtiger und nimmt somit auch für die Betriebe und Verwaltungen eine immer wichtigere Stellung ein. Eine

Sensibilisierung hin zu mehr Vielfältigkeit soll durch einen initiierten Prozess der Annäherung, Kommunikation und

der gegenseitigen Auseinandersetzung stattfinden.

Wir machen Betriebsräte handlungsfähig, dass diese in den Betrieben den Diversity-Prozess anschieben und gestalten

können. Zudem werden Unternehmen, in denen noch kein Diversity-Ansatz existiert, Hilfen für die Initiierung

eines solchen Ansatzes angeboten. Es werden auch Bausteine im Sinne von partizipatorischen Mitgestaltungsmöglichkeiten

für das Diversity-Management aufgenommen.

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