Herabsetzung der Steuervorauszahlung - Wuapaa

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Herabsetzung der Steuervorauszahlung - Wuapaa

Herabsetzung der Steuervorauszahlung

Die Vorschreibung für das dritte Quartal kommt. Zahlen Sie zu viel voraus?

Jeder Steuerpflichtige hat für die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer eines Jahres

Vorauszahlungen zu leisten. Diese sind vierteljährlich jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15.

August und 15. November zu zahlen.

Die Höhe der Vorauszahlungen wird vom Finanzamt mit Bescheid vorgeschrieben. Dieser

ergeht üblicherweise gleichzeitig mit dem Steuerbescheid für ein abgelaufenes Jahr. Die

Vorauszahlungen sind ausgehend von der festgesetzten Jahressteuer für das Folgejahr um

4% und für jedes weitere Jahr um je 5% pro Jahr zu erhöhen.

Der Gesetzgeber unterstellt also immer steigende Ergebnisse. Wäre schön, doch gerade in

der durch die Wirtschaftskrise oft angespannten Lage entspricht diese gesetzliche

Vermutung bei vielen Unternehmen nicht der Realität.

Nachdem die ersten Monate des laufenden Jahres schon vorbei sind, können Sie durch

Hochrechnung des bisherigen Gewinnes bzw. durch Einschätzung des Jahresergebnisses die

ungefähre Steuerbelastung berechnen. Diese sollten Sie mit der von der Finanz

vorgeschriebenen Vorauszahlung vergleichen.

Wenn 2013 ein schlechteres Jahresergebnis zu erwarten ist, zahlen Sie möglicherweise zu

viel ans Finanzamt voraus. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die Vorauszahlungen

herabsetzen zu lassen. Bei der Körperschaftsteuer ist auf alle Fälle die Mindeststeuer zu

zahlen. Diese wird für vor dem 1.7.2013 gegründete GmbHs erst ab dem Jahr 2014 auf €

500,- reduziert.

Für die Herabsetzung ist ein formloser Antrag erforderlich. Dieser muss eine Begründung

enthalten, in welcher die verminderte Gewinnerwartung aufgrund der wirtschaftlichen

Lage dargelegt wird. Diese Zahlen sind dem Finanzamt nachzuweisen z.B. durch eine

Aufstellung über die Umsatzentwicklung, eine Bestätigung über Forderungsausfälle oder

die Vorlage einer Zwischenbilanz.

Damit eine Herabsetzung noch für heuer wirkt, muss der Antrag bis spätestens 30.

September gestellt werden. Vom Hochwasser betroffene Betriebe haben bis 31. Oktober

Zeit. Anträge, die danach ans Finanzamt geschickt werden, wirken sich für das laufende

Jahr nicht mehr aus. Wenn Sie also erst später bemerken, dass das Geschäft doch nicht so

gut gelaufen ist und daher die vorläufige Steuer zu hoch sein wird, können Sie die

Vorauszahlung des 4.Quartals, die am 15. November fällig ist, nur mehr durch ein

Stundungs- oder Ratenansuchen hinausschieben.

Ein Muster für einen Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen

finden Sie ebenfalls auf wko.at (Link unterhalb).

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Ebenso besteht für die Beiträge an die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft eine

vergleichbare Möglichkeit der Herabsetzung.

Stand: Oktober 2013

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Wiedner Hauptstraße 63

A-1045 Wien

T: +43-(0)590900-3540

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Eine Haftung der Wirtschaftskammern Österreichs ist ausgeschlossen.

Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für beide Geschlechter!

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