Konzept des Lehrgangs - SRK Bern

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Konzept des Lehrgangs - SRK Bern

Lehrgang Pflegehelferin,

Pflegehelfer SRK

01. Juli 2013

Susanne Scherz

SRK Kanton Bern

Bildung

Bernstrasse 162

3052 Zollikofen

Telefon 031 919 09 19

bildung@srk-bern.ch

www.srk-bern.ch

CRS Canton de Berne

Formation

Bernstrasse 162

3052 Zollikofen

Téléphone 031 919 09 19

bildung@srk-bern.ch

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Inhaltsverzeichnis

Ausgangslage........................................................................................................................................................................... 3

Ziel und Inhalte des Lehrgangs ........................................................................................................................................... 3

Zielpublikum ............................................................................................................................................................................. 4

Menschenbild ........................................................................................................................................................................... 5

Didaktische Grundsätze ........................................................................................................................................................ 5

Sozialformen ............................................................................................................................................................................ 7

Zeitliche, inhaltliche und strukturelle Gliederung ........................................................................................................... 7

Kosten ........................................................................................................................................................................................ 8

Ausbildnerinnen und Ausbildner ........................................................................................................................................ 8

Evaluation .................................................................................................................................................................................. 9

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Ausgangslage

Seit über 50 Jahren bietet das Schweizerische Rote Kreuz den Lehrgang Pflegehelferin,

Pflegehelfer an - er wird laufend den Anforderungen der Praxis und dem nationalen

Rahmenlehrplan angepasst. Die Pflegehelferin oder Pflegehelfer SRK übernehmen eine

wichtige Rolle in der Pflege und Betreuung von älteren Menschen. Mit dem Zertifikat

Pflegehelferin, Pflegehelfer SRK können sie in der ganzen Schweiz arbeiten - in Alters- und

Pflegeheimen, Behinderteninstitutionen und Spitexorganisationen. Der Lehrgang ist sowohl

für Personen, die bereits in der Pflege arbeiten, als auch für Neueinsteiger geeignet. Der

Lehrgang ist ein nationales Produkt des Schweizerischen Roten Kreuzes, das Schweizerische

Rote Kreuz Kanton Bern (SRK Kanton Bern) bietet die Lehrgänge im Kanton Bern an. Die

nationalen Standards sowie - darauf abgestimmt - die Lehrgangsbestimmungen

Pflegehelferin, Pflegehelfer SRK (SRK Kanton Bern) bilden das Fundament für die

Durchführung der Lehrgänge.

Ziel und Inhalte des Lehrgangs

Die praxisbezogenen und anschaulichen Themen des Lehrgangs vermitteln das Wissen über

die Bedürfnisse und den Umgang mit betagten Menschen. Im theoretischen Unterricht lernen

die Teilnehmenden die grundlegenden pflegerischen Fähigkeiten, die sie für ihre spätere

praktische Arbeit in der Pflege und Betreuung benötigen.

Die 7 Kompetenzbereiche:




Rolle der Pflegehelferin, Pflegehelfer SRK, Zusammenarbeit und Kommunikation

Hygiene und Sicherheit

Pflege und Betreuung

- Grundlagen zur Pflege und Betreuung

- Sich sauber halten und kleiden

- Sich bewegen

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- Ausscheiden

- Atmen, Herz-Kreislauf, Körpertemperatur

- Sich als Mann oder Frau fühlen (Sexualität)

- Kommunizieren mit Menschen mit Kommunikationseinschränkungen

- Ruhen und Schlafen

- Essen und Trinken





Sterbebegleitung

Ressourcen und Gesundheitsförderung

Alltagsgestaltung

Lehrgangsteilnehmende (Rolle als Lernende)

Die Inhalte und Anforderungen sind dieselben für alle Teilnehmenden im Lehrgang und

richten sich nach dem nationalen Rahmenlehrplan und den nationalen Vorgaben für den

Lehrgang Pflegehelferin, Pflegehelfer SRK.

Zielpublikum

Der Lehrgang steht allen interessierten, motivierten Frauen und Männern offen, welche

Interesse am Einstieg in den Pflegebereich haben und die folgenden Aufnahmebedingungen

erfüllen:

– In der Regel zurückgelegtes 18. Altersjahr. Jüngere Interessierte müssen eine Anstellung in

einer Organisation haben.

– Motivation und Interesse am Umgang mit hilfs- und pflegebedürftigen Mitmenschen.

– Bereitschaft zur Zusammenarbeit in einem Team.

– Verstehen von schriftlichen Texten und der Sprache der entsprechenden Landesregion.

Die Bewerberin, der Bewerber kann sich schriftlich und mündlich verständlich ausdrücken.

Für fremdsprachige Personen Sprachzertifikat Europäisches Sprachenportfolio Niveau B1

oder mindestens 3 Jahre obligatorische Schulzeit im Sprachgebiet. Alle anderen

absolvieren obligatorisch den Sprachtest SRK bei der Migros Klubschule Aare.

– Körperliche, geistige und seelische Gesundheit.

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– Schriftliche Anmeldung.

– Bezahlung des gesamten Kursgeldes.

– Gültige Aufenthaltsbewilligung.

Menschenbild

Folgende Thesen leiten uns in der Erwachsenenbildung:







Der Mensch ist verantwortlich für sein Handeln und respektiert die Verantwortlichkeit

der Anderen.

Um die Lernfähigkeit zu unterstützen und zu erhalten ist die Gestaltung des sozialen

Lernumfeldes von grosser Bedeutung.

Jeder Mensch hat seine Normen und Werte.

Der Mensch ist neugierig und darum auch entwicklungs- und lernfähig bis ins hohe

Alter.

Der Mensch ist einzigartig und kreativ.

Der Mensch ist ein soziales, emotionales und moralisches Wesen. Er strebt nach

Anerkennung und sozialer Integration.

Didaktische Grundsätze

Lernen in der Gruppe

Das Lernen findet in der Gruppe statt. Damit wird erreicht, dass die Teilnehmenden auch von

und miteinander lernen. Die Vielfalt der Sichtweisen und Erfahrungen in der Gruppe regt zu

neuen Gedanken, Überlegungen und Erkenntnissen an.

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Ressourcenorientiertes Lernen

Durch die Reflexion der praktischen Erfahrungen und das Bewusstsein persönlicher

Ressourcen können die Teilnehmenden wichtige Elemente erkennen, verarbeiten und mit

dem neuen Wissen verbinden.

Eigenaktivität

Im Mittelpunkt steht die Eigenaktivität der Teilnehmenden. Sie werden motiviert,

verschiedene Übungen auszuführen und sich während den Unterrichtsstunden aktiv zu

beteiligen. Durch den Einbezug der eigenen Erfahrungen und Bedürfnisse in den

Unterrichtsalltag wird die Autonomie der Teilnehmenden gefördert.

Handlungsorientiertes Lernen

Durch die Reflexion der eigenen Ressourcen und des persönlichen Verhaltens können die

Teilnehmenden das Gelernte mit ihrem aktuellen Verhalten verbinden und in ihrem Alltag

umsetzen.

Selbständiges Lernen

Durch autodidaktisches Lernen und die Reflexion eigener Erfahrungen können die

Teilnehmenden wichtige Elemente für ihre Praxis erkennen und in ihre eigene Arbeit

integrieren.

Entdeckendes und lösungsorientiertes Lernen

Mit Hilfe der Analyse von Problemen und dem Erörtern verschiedener Ansätze für Lösungen

werden wichtige Fakten für die Entwicklung eigener Lösungsmodelle eruiert und auf die

eigene Praxis transferiert.

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Sozialformen

Durch den Einsatz von verschiedenen Sozialformen wird das individuelle Lernen, das Lernen

in der Gruppe, die Teamarbeit aber auch die Gruppendynamik gefordert und gefördert. Wir

setzen die folgenden Sozialformen in unseren Lehrgängen ein:





Plenum

Einzelarbeit

Partnerarbeit

Gruppenarbeit

Zeitliche, inhaltliche und strukturelle Gliederung

Die theoretischen Grundlagen werden in 120 Stunden vermittelt.

Wir bieten unterschiedliche zeitlich strukturierte Lehrgänge an. So besteht für die

Interessierten die Möglichkeit, den für sich passendsten Lehrgang zu wählen.

Modelle: zwei oder drei Tage pro Woche Unterricht, kombinierter Abend- und

Samstagsunterricht, nur Samstagsunterricht, etc.

Die Struktur sieht in der Regel wie folgt aus:







14 Tage Theorie

15 Tage Praktikum

2 Tage Theorie

15 Tage Praktikum

½ Tag Lernwerkstatt

½ Tag Theorie

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Das Praktikum

Der Lehrgang umfasst ein 30-tägiges Praktikum. Das Gelernte kann umgesetzt, geübt und

erste Erfahrungen im Pflegealltag gesammelt werden. Das Praktikum wird durch die

Teilnehmenden selbstständig organisiert. Das SRK Kanton Bern stellt eine Liste mit über 250

Praktikumsorten im Kanton zur Verfügung.

Die Promotion

Der Unterricht und die Praktikumstage müssen zu je mindestens 90 Prozent besucht werden,

die theoretische Prüfung und schriftliche Beurteilung des Praktikumsorts (Praktikumsbericht)

müssen erfolgreich sein. Wir verweisen auf die Lehrgangsbestimmungen Pflegehelferin,

Pflegehelfer SRK, die einen integralen Bestandteil dieses Konzepts bilden. Darin sind unter

anderem auch die Aufnahmebedingungen, Promotion und der vorzeitige Lehrgangsabbruch

geregelt. Wird die Promotion erfüllt, erhalten die Teilnehmenden das national anerkannte

Zertifikat Pflegehelferin, Pflegehelfer SRK.

Kosten

Die Kosten für den gesamten Lehrgang Pflegehelferin SRK belaufen sich auf CHF 2'920.

Ausbildnerinnen und Ausbildner

Der Unterricht wird von fachlich qualifizierten und ausgewiesenen Ausbildnerinnen und

Ausbildnern des SRK Kanton Bern erteilt.

Alle unsere Lehrpersonen im Lehrgang Pflegehelferin, Pflegehelfer SRK verfügen über eine

abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheitsbereich (Mindestanforderung DN1; der

grösste Teil bringt DN2, AKP, KWS oder einen Abschluss als Pflegefachfrau- oder -mann HF

mit). Aus- und Weiterbildung in der Erwachsenenbildung (Mindestanforderung ist SVEB1,

einige bringen einen Abschluss als Erwachsenenbildner HF mit).

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Evaluation

Jeder Lehrgang wird mit einer schriftlichen Evaluation abgeschlossen. Die Daten werden

fortlaufend erfasst und jährlich abgeschlossen.

Für die Beurteilung des Anpassungsbedarfs dienen folgende Quellen: Evaluation der

Teilnehmenden, Rückmeldungen von Lehrkräften und sonstigen an der Erbringung der

Dienstleistung beteiligter Personen.

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