Barbara Köllner - Stadt Wuppertal

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Barbara Köllner - Stadt Wuppertal

Klimawandel in NRW

- die Situation in Städten und

Ballungsräumen

Dr. Barbara Köllner

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz - LANUV

Autorenname, Fachbereich

Das Klima in NRW

(Quelle: DWD)

Jahresmitteltemperatur

1961 – 1990

Mittlerer Jahresniederschlag

1961 – 1990


Klimawandel in NRW – nicht

drastisch aber stetig

• Die Temperatur ist in den letzten 50 Jahren im Mittel um ca.

1,5 °C angestiegen.

• Schnee- und Frosttage wurden weniger

• Die Niederschläge haben sich verschoben, im Durchschnitt

fällt heute 15% mehr Niederschlag – v.a. im Winter - als vor

100 Jahren.

• Tage mit Starkregen haben zugenommen, prägen sich jedoch

regional sehr unterschiedlich aus

‣ Die Folgen bisher: Vegetationsperioden wurden länger, die

Temperaturen der Gewässer – wie z.B. dem Rhein - sind

gestiegen, fremde Pflanzen- und Tierarten sind eingewandert

Das Klima in NRW – in 50 Jahren –I-

• Im Zeitraum 2031 - 2060 ist im Vergleich zur

Referenzperiode von einer Erhöhung der Temperatur um

durchschnittlich 1,9°C auszugehen.

• Die stärkste Temperaturzunahme (in einigen Monaten bis

zu 3°C) wird in den Sommermonaten erwartet.

• Wahrscheinlich werden Schneetage seltener, die

Niederschläge fallen im Winter vermehrt als Regen denn

als Schnee.

• Die Projektionen zeigen einen gleichmäßiger Trend zum

Temperaturanstieg in allen Regionen des Landes


Zunahme der

Temperatur in den

Regionen NRWs

für den Zeitraum

2031-2060 im

Vergleich zum

Referenzzeitraum

1961-1990

(CCLM Simulation,

Szenario A1B)

Das Klima in NRW – in 50 Jahren –II-

• Die Gesamtmengen der jährlichen Niederschläge wird

voraussichtlich um 5% zunehmen.

• Es ist mit einer Zunahme der Niederschläge in den

Wintermonaten um 10 – 20 % und einer Abnahme in

den Sommermonaten um bis zu 20 % zu rechnen.

• Für die Entwicklung der Niederschläge sind die

Projektionen für die einzelnen Regionen nicht

einheitlich.


Prozentuale

Änderung des

Niederschlags in den

Regionen NRWs für

den Zeitraum 2031-

2060

im Vergleich zum

Referenzzeitraum

1961-1990

(CCLM Simulation, Szenario

A1B)

Das Klima in NRW – in 50 Jahren –III-

Anzahl Kenntage für

2031-2060 im

Vergleich zur

Referenzperiode

1961-1990

(Station Lüdinghausen,

WettReg, A1B)

Anzahl Kenntage pro Jahr

70

60

50

40

30

20

10

0

1961-1990

2031-2060

Eistag Frosttag Sommertag Heißer Tag

‣Wetterextreme wie Starkniederschlagsereignisse

oder Hitzewellen werden zukünftig voraussichtlich

häufiger auftreten.


Städte und Klimawandel

– Randbedingungen

• Hohe Bevölkerungsdichte

• Dichte Bebauung, hoher Versiegelungsgrad

• Hoher Energieverbrauch durch Verkehr und Energieproduktion

(Wärmeproduktion)

• Städtische Bebauung bietet große Oberfläche zur

Wärmespeicherung

• Geringe Frischluftzufuhr in die Innenstädte

‣Deutlich höhere Temperaturen in den Innenstadtbereichen

(„Hitzeinseln“) als im Umland

vHäufig wenig planerischer Spielraum

Städte und Klimawandel

– was bringt die Zukunft?

Prognostizierte Klimaänderungen mit hoher Relevanz für

Städte und Ballungsräume:

• Niederschlagsänderungen:

- zunehmende Starkregenereignisse

- häufigere Flusshochwässer

- ggf. Anstieg der mittleren Grundwasserstände

• Temperaturanstieg im Sommer:

- häufigere und v.a. längere Hitzeperioden

Ab dem Jahre 2030 ist mit einer erheblichen Zunahme der

Auswirkungen zu rechnen.


Städte und Klimawandel

– Handlungsoptionen

Hohe Temperaturen:

Freiraumplanung zur Belüftung der

Innenstädte; Sicherung von

Freiflächen zum Transport von Kaltu.

Frischluft aus der Umgebung;

Begrünung von Straßenzügen

Dächern und Fassaden;

Wasserflächen schaffen; geeignete

Gebäudeausrichtung und

Verschattung

Starkregenniederschläge: Neudimensionierung der Kanalisation,

Hochwasserangepasste Bauweisen, Bodenentsiegelung

Städte und Klimawandel

– Fazit

Die projizierten Klimaänderungen werden wahrscheinlich

erhebliche Auswirkungen für die Städte und Ballungsräume

haben.

Die Anfälligkeit der Städte für die Folgen des Klimawandels

hängt von Art u. Ausmaß der Klimaänderungen sowie von den

strukturellen Rahmenbedingungen ab.

Aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit eines nachhaltigen

Stadtumbaus müssen Anpassungsmaßnahmen für künftige

Veränderungen so früh wie möglich beginnen.

Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel müssen in alle

Planungsebenen und -bereiche integriert werden.

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