Neuer Glanz für das Blaue Oval - Ford

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Neuer Glanz für das Blaue Oval - Ford

Ford

Unser Standort: Europa · Juli/August 2013

> Neuer Glanz für das Blaue Oval

Neues Marketingkonzept

stellt die Marke Ford und

ihre bemerkenswerten

Technologien in den

Vordergrund

Wie Ford in Russland weiteres

Wachstum erzielen will

Henry Ford: Der Mann, der die

Welt mobil machte

Fahrzeugentwicklung in

virtuellen Welten


FUSSBALL’S

COMING

HOME

Der neue Ford Fiesta ST

vor dem Wembley-Stadion

Wie erwartet lieferte Wembley den

passenden Rahmen zum spannenden

UEFA Champions League Finale 2013, das der

allmächtige FC Bayern München mit 2:1 gegen

Borussia Dortmund gewann

BaJuwarische Ballkunst

Beim Stand von 1:1 schien die Verlängerung bereits sichere Sache,

doch dann schoss Arjen Robben die Münchner in der 89. Minute zum

Titel. Für den FC Bayern war es der erste Sieg in der UEFA Champions

League seit der Spielzeit 2000/2001 und die lang ersehnte

Wiedergutmachung für das verpatzte Elfmeterschießen im Finale

2012. Der neue Bayern-Trainer Pep Guardiola steht nun unter großem

Druck, nachdem sich Vorgänger Jupp Heynckes mit einem

Triple aus dem Amt verabschiedet hat. Mit Neuzugang Mario Götze,

der vom BVB nach München kommt, hat Guardiola doch immerhin

gute Chancen, das technisch exzellente Passspiel umzusetzen, das

ihm als Cheftrainer des FC Barcelona Erfolg brachte. Die Fußballwelt

wird gespannt auf diesen neuen FC Bayern München schauen, der

versuchen wird, in Europa eine ähnliche Vormachtstellung herauszuarbeiten,

wie es die Katalanen einst taten.

Arjen Robben nach seinem Siegtreffer für die Bayern

GroSSes Publikum

Nach einer atemberaubenden Saison war der Hype um das Finale

in diesem Jahr größer als je zuvor. Was sich auch an der weltweit

außerordentlich großen Fanbeteiligung zeigte. 180 Millionen

Menschen verfolgten das Endspiel am Fernsehschirm, davon allein

23 Millionen in Deutschland. Vor diesem Publikum stellte Ford

erstmals seine neue Technologiekampagne und die dazugehörigen

neuen Werbespots vor. Auch in den Sozialen Netzwerken war in den

Tagen um das Finale einiges los. Twitter verzeichnete 1,1 Millionen

@championsleague-Follower, die Facebook-Seite der UEFA Chamions

League erhielt mehr als neun Millionen „Likes“. Damit wurde

erneut klar, welch enorme Plattform Europas prestigeträchtigster

Fußballwettbewerb für Ford als offizieller Partner darstellt.

CHampions Festival begeistert die Massen

Das UEFA Champions Festival, das in der Final-Woche vor den Toren

des Londoner Olympia-Parks stattfand, verzeichnete in diesem Jahr

die Rekordbesucherzahl von 40.000. besonders beliebte Anlaufstelle

war der „Discover Ford“-Bereich, vor allem als Ken Block dort seine

spektakulären Stunts vorführte. Außerdem nutzten die Besucher die

Gelegenheit, den neuen Ford Kuga Probe zu fahren, den Fiesta

ST-Simulator auszuprobieren oder sich beim Torschuss-Wettbewerb

zu beweisen. Dank des eigens eingerichteten Social Media-Bereichs

erfuhren mehr als 16 Millionen Menschen über Twitter von den

Ford-Aktivitäten beim Champions Festival, denn 4.500 Personen

twitterten insgesamt 6.800 Beiträge mit dem Hashtag #discoverford.

Die Besten der besten

Nachdem die UEFA Champions League in der vergangenen Spielzeit

einmal mehr ihren Ruf als Fußballwettbewerb Nr. 1 zementiert hat,

bereiten sich die Vereine nun darauf vor, einer Dominanz des FC

Bayern in Europa Einhalt zu gebieten. Zur Unterstützung kommen

weitere internationale Stars nach Europa, zum Beispiel der Brasilianer

Neymar, der mit dem FC Barcelona in den Wettbewerb geht.

Ford wird die Besten der Besten auch in der neuen Spielzeit als

offizieller Partner begleiten und Fußballfans auf der ganzen Welt mit

weiteren tollen, neuen Produkten begeistern.

2 @Ford Europa Juli/August 2013


Editorial

Inhalt

Ein stolzes Erbe

von Stephen Odell

Executive Vice President,

Europa, Naher Osten und Afrika,

Ford Motor Company

06

Diesen Monat feiern wir den 150. Geburtstag unseres Unternehmensgründers

Henry Ford und erinnern an seine zahlreichen Errungenschaften.

Ein nachhaltiger Teil seines Vermächtnisses ist, dass das

Unternehmen, welchem er seinen Familiennamen gab, einen positiven

Beitrag zur Gesellschaft leisten sollte.

Diese Denkweise ist bis heute spürbar, auch in Zeiten wirtschaftlicher

Unsicherheit, der Ford und die übrige Automobilindustrie in Europa

derzeit gegenüberstehen. Unser Ziel bei Ford sind nicht allein

herausragende Produkte und gute Geschäfte; wir setzen uns ebenso

engagiert dafür ein, die Welt ein bisschen besser zu machen.

08 10

In Europa gibt es dafür zahlreiche Beispiele. Die Ford-Belegschaft

in Deutschland beispielsweise hat sich im letzten Jahr insgesamt

12.400 Stunden ehrenamtlich für 115 gemeinnützige Projekte in

der Region Köln engagiert.

In Spanien hat Ford Anfang des Jahres im Rahmen des bürgerschaftlichen

Engagements ein neues Programm zur Unterstützung

von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien eingeführt.

Außerdem veranstaltet Ford Spanien seit Jahren mit großem Erfolg ein

24-Stunden-Rennen für den guten Zweck. Bei der zehnten Auflage

kamen dieses Jahr 144.000 Euro an Spenden für gemeinnützige

Organisationen zusammen.

Henry Ford hat sich zeitlebens auch für die Bildungsförderung

eingesetzt und wäre daher sicherlich heute ein großer Unterstützer

des Stipendienprogramms, das Ford Großbritannien anlässlich

seines 100-jährigen Bestehens in Leben gerufen hat, um die

nächste Generation von Ingenieuren und Erfindern zu unterstützen.

Zu den jüngsten gemeinnützigen Programmen hier in Europa gehört

„Driving Skills for Life“ (DSFL), die Fahrsicherheitskampagne für junge

Menschen, deren Start in Europa wir erst kürzlich bekannt gegeben

haben. Im Rahmen von DSFL, das vor zehn Jahren in den USA

und dann in Asien und anderen Märkten eingeführt wurde, haben

weltweit bereits 100.000 Fahranfänger an Fahrtrainings sowie weitere

500.000 an den Online-Kursen teilgenommen. Im Vordergrund stehen

Themen wie Gefahrenerkennung, der sichere Umgang mit dem

Fahrzeug, richtiges Abschätzen von Geschwindigkeiten und

Dimensionen und das Vermeiden von Ablenkungen.

Bei der Umsetzung der DSFL-Fahrertrainings in Europa – wo immer

noch die meisten jungen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben

kommen – wird Ford von führenden Institutionen in Sachen Verkehrssicherheit

unterstützt, zum Beispiel der britischen AA Driving School,

dem Real Autmóvil Club aus Spanien und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat

(DVR).

Dies sind nur einige wenige Bespiele wie wir bei Ford gemeinsam oder

als Einzelne unserer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen.

Im ganzen Unternehmen finden wir Menschen und Teams, die in vieler

Hinsicht „Eine Idee weiter“ denken und handeln und ihre Zeit und

Energie selbst in schwierigen Zeiten zum Wohle anderer einsetzen.

Deshalb bin ich so stolz darauf, bei Ford und mit Ihnen allen

zusammen zu arbeiten.

Herzlichen Dank.

One Team · One Plan · One Goal ·

12 18

04 Aktuell

Neues aus der Welt von

Ford

06 Titelgeschichte

Die neue Technologiekampagne

von Ford

Ford Report

Eingelegt zwischen

den Seiten 10 und 11

@Ford Europa Juli/August 2013

08 Interview

Wolfgang Schneider über

aktuelle Herausforderungen

der Automobilindustrie

10 Reportage

Ford Sollers ist auf

Wachstumskurs

12 Reportage

Zum 150. Geburtstag von

Henry Ford

17 Märkte

Ein Blick auf das globale

Geschäft der Ford Motor

Company

18 Technology

Einblicke in neue Welten

Redaktion: Predrag Zezelj, pzezelj@ford.com

Autoren: Peter Noble, pnoble@ford.com, Rick Franks, Deutsche Ausgabe:

Angela Aben Design: Manfred Müller, Alexander Bertrams, Anke Hansen

Produktion: Zetweka, Print & Production Management, Köln Digitale

Reproduktion: purpur, Köln Druck: NEEF + STUMME premium printing,

Wittingen Herausgeber: Ford of Europe, Communications & Public

Affairs


Aktuell

1

2

Gesamtergebnis

1. Ford 1,0-l-EcoBoost-Dreizylinder (Ford Fiesta,

B-Max, Focus, C-Max, Grand C-Max)

479 Punkte

2. Volkswagen 1,4-Liter-TSI (VW Polo, Beetle, Golf Variant,

Golf Plus, Golf Cabriolet, Scirocco, Eos, Jetta, CC,Tiguan,

Touran/Cross Touran, Passat, Audi A1, A3, Seat Ibiza FR,

Alhambra, Ibiza Cupra, Škoda Fabia RS)

408 Punkte

3

3. BMW 2 Liter Twin-Turbo Vierzylinder-Benziner

(BMW 125i, 320i, 328i, 520i, 528i, Z4 20i,

Z4 28i, X1 20i, X1 28i) X3 20i)

247 Punkte

4. Porsche 2,7-l-Boxer (Porsche Boxster, Cayman) 245 Punkte

1 Ehre für 1,0-liter-EcoBoost

Der 1,0-Liter-EcoBoost-Benzinmotor von

Ford ist zum zweiten Mal als „International

Engine of the Year“ ausgezeichnet worden.

Der Dreizylinder gewann mit der höchsten

Punktzahl in der 15-jährigen Geschichte

des vom Fachmagazin Engine Technology

International vergebenen Preises. Außerdem

entschied der Motor erneut die Kategorie

„Best Engine Under 1,0-litre“ für sich.

Eine Jury von 87 Fachjournalisten aus

35 Ländern prüfte alle vorgeschlagenen

Motoren auf Fahrverhalten, Leistung,

Wirtschaftlichkeit und Laufkultur sowie die

erfolgreiche Umsetzung von besonders

fortschrittlichen Motorentechnologien. Dean

Slavnich, Jury-Vorsitzender und Herausgeber

von Engine Technology International:

„Baby EcoBoost – der allererste Dreizylinder-Motor

von Ford setzt auf der ganzen

Linie Maßstäbe in seinem Segment. Im

realen Fahrbetrieb ist er sparsam und seine

moderne Turbo-Technologie ermöglicht

sogar den Einsatz in größeren Fahrzeugen

wie etwa dem Ford Grand C-MAX.“

Ford will die Produktion von EcoBoost-

Motoren in Europa bis 2015 von 141.000

(Stand 2011) auf jährlich rund 480.000

Fahrzeuge verdreifachen. 300.000 Fahrzeuge

werden mit dem 1,0-Liter-EcoBoost-

Motor ausgestattet sein.

Im ersten Quartal 2013 wurden europaweit

rund 42 Prozent aller Ford B-MAX mit dem

1,0-Liter-EcoBoost-Motor geordert,

30 Prozent waren es beim Ford Focus und

24 Prozent beim Ford Fiesta.

Der 1,0-Liter-EcoBoost-Motor wurde von

Ford in den Forschungs- und Entwicklungszentren

in Aachen, Köln-Merkenich und

Dunton entwickelt. Produziert wird das

Triebwerk in Köln und Craiova/Rumänien.

2 Schneller Besuch

Rallye-Star Ken Block war im Mai zu Gast

bei Ford in Dunton. Der Amerikaner sprach

mit Beschäftigten und ließ sich die Entwicklungsabteilungen

zeigen. „Es macht mir

immer wieder großen Spaß, Leute aus allen

Bereichen bei Ford kennenzulernen“, so

Block. „Ford ist ein spannendes Unternehmen,

und es ist toll, dass ich als Fahrer die

Chance habe, all die Leute zu treffen, die

Ford zu dem machen, was es ist.“

Im Anschluss tat Block, was er am liebsten

tut: Fahren. Diesmal jedoch mit einem für

ihn neuen Fahrzeugtyp. Auf der Teststrecke

in Dunton probierte er einen Formel Ford

Rennwagen aus. „Das war eine echt coole

Erfahrung“, resümierte der Drift-König. „Der

Fiesta, den ich normalerweise fahre, hat

einen Überrollkäfig, ein Dach und eine

Windschutzscheibe und man ist vor Einflüssen

von außen gut geschützt. Im Cockpit

des Formel Ford Autos, wo einem der Wind

ins Gesicht bläst, war das Gefühl ganz

anders. Aber es hat wirklich Spaß gemacht,

damit zu fahren und das Potenzial und die

Kraft des Wagens auszutesten.“

3 „Driving Skills For Life“

Die Ford Motor Company führt ihr weltweit

erfolgreiches Trainingsprogramm für Fahranfänger

„Driving Skills for Life“ (DSFL) in

Europa ein, denn noch immer sind Verkehrsunfälle

die Haupttodesursache junger

Menschen in Europa. Allein im ersten Jahr

wird das Unternehmen 1,15 Millionen Euro

in kostenlose Fahrtrainings für 1.000 junge

Autofahrer in Großbritannien, Deutschland,

Spanien, Frankreich und Italien investieren.

Hinzu kommen Web-basierte Trainings über

die „Driving Skills for Life Academy“.

Ford Driving Skills for Life wurde vor zehn

Jahren in den USA und wenig später in

Asien und anderen Märkten eingeführt.

Bislang haben 100.000 Teilnehmer Fahrttrainings

absolviert sowie 500.000 Autofahrer

an Online-Kursen zu Themen wie Gefahrenerkennung,

Umgang mit dem Fahrzeug,

Abschätzen von Geschwindigkeiten und

Dimensionen sowie Maßnahmen zur Vermeidung

von Ablenkung teilgenommen. Für

die Umsetzung in Europa hat sich Ford mit

führenden Verkehrssicherheitsorganisationen

zusammengeschlossen, darunter die

AA Driving School (Großbritannien), Prévention

Routière (Frankreich), ACI (Italien), Real

Automóvil Club (Spanien) und der Deutsche

Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Ford B-MAX ist Bestseller

Der Ford B-MAX war im ersten Quartal 2013

das erfolgreichste Fahrzeug im Segment der

4 @Ford Europa Juli/August 2013


Aktuell

5

4

6

7

kompakten Multi-Activity-Vehicles (MAV) in

Europa. Laut den Zahlen der Automobildaten-Spezialisten

von Polk nahm der B-MAX

in den ersten drei Monaten des Jahres einen

Anteil von 15,3 Prozent am europaweiten

Absatz im MAV-Segment ein. Ford verkaufte

in diesem Zeitraum in seinen 19 europäischen

Märkten 18.500 Exemplare des

B-MAX, der damit erfolgreicher war als

Citroën C3 Picasso, Fiat 500L, Honda Jazz

und Opel/Vauxhall Meriva. Mehr als die

Hälfte der B-MAX-Kunden in Europa wählten

die Ausstattungsvariante Titanium, 75

Prozent orderten das Konnektivitätssystem

SYNC und 42 Prozent entschieden sich für

den 1,0-Liter-EcoBoost-Benziner.

4 Eine Idee weiter für Qualität

Das Team des Parts Recall Centers in Niehl

nutzt seit kurzem einen neuen Scheibenkontrolltisch.

Die flexible Einzelanfertigung

wurde in nur vier Wochen in Eigenregie

gebaut. Zuvor wurden Scheiben mit Qualitätsfehlern

zwecks Diagnose und Auswertung

aufwendig zu den Lieferanten transportiert.

Nun sorgt der neue Kontrolltisch für

eine Arbeitserleichterung auf beiden Seiten.

Für Ford bedeutet es vor allem erhöhte

Diagnosesicherheit und eine Kosten- und

Zeitersparnis. Der Kontrolltisch ermöglicht,

mit Hilfe von Licht und Strom Verzerrungen

im Glas, Schmutzeinschlüsse, fehlerhafte

Heizdrähte und sogar Folienfehler direkt zu

identifizieren. Die positive Resonanz seitens

Ford und dem Lieferanten zeigt: Teamarbeit

über die eigentlichen Teamgrenzen hinaus

zahlt sich aus.

5 Neues Service-programm

Unter dem Namen „Ford BlueService“ bietet

Ford in Großbritannien eine Reihe neuer

Kundenservices an. Ford und seine Händler

investierten insgesamt 7,5 Millionen Pfund

in das Programm, das nun im 650 Betriebe

starken Servicepartner-Netz eingeführt wird.

Ford BlueService umfasst unter anderem

den kostenlosen Ford eCHECK, Ford

Assistance und Unfallmaganement und soll

in den kommenden Monaten um weitere

Vorteile wie Festpreisangebote, Sicherheitsund

Systemupdates sowie Online-Funktionen

ergänzt werden.

6 24 Horas Ford

Beim traditionellen 24-Stunden-Rennen von

Ford Spanien sind zahlreiche Prominente

mit zehn Ford Focus 1.0 EcoBoost für den

guten Zweck auf die Rennstrecke von

Jarama nahe Madrid gegangen. Insgesamt

kamen 144.000 Euro an Spenden zusammen,

die auf zehn Wohltätigkeitsorganisationen

verteilt werden. Anlässlich des 10-jährigen

Jubiläums der „24 Horas Ford“ hatte

Ford Spanien zudem 130 Prominente

eingeladen, die in den vergangenen Jahren

an dem Rennen teilgenommen hatten.

Erfolgreiche SUV

Ford hat beim weltweiten Trend zu kraftstoffeffizienten

SUV-Modellen die Führung

übernommen. In den letzten fünf Jahren

steigerte Ford die SUV-Verkäufe verglichen

mit allen anderen Fahrzeugsegmenten

sowie gegenüber der Gesamtindustrie

überdurchschnittlich schnell. Dank One Ford

verfügt Ford mit den Modellen EcoSport,

Kuga bzw. Escape, Edge und Explorer über

eine komplette, global verfügbare SUV-Familie,

die in den kommenden Jahren weiteres

Wachstum sichern wird. In Europa

stellen derzeit SUV das einzige Fahrzeugsegment,

das seit 2005 spürbares Wachstum

verzeichnet. Ford plant, noch in diesem

Jahr die Produktion des Ford Kuga um acht

Prozent zu erhöhen, um der Nachfrage zu

entsprechen. Das hiesige SUV-Angebot wird

in Kürze um den EcoSport und etwas später

um den Ford Edge erweitert.

7 Job 1 für Ford Focus Electric

Im Ford-Werk Saarlouis läuft seit 12. Juni

der neue Ford Focus Electric vom Band –

als erstes rein-elektrisches Fahrzeug aus

einer deutschen Fertigung, das vollständig

in den Produktionsprozess eines

Volumenmodells integriert ist.

Der Ford Focus Electric wurde

entsprechend der One Ford-Strategie als

globales Fahrzeug entwickelt. Der

Marktstart in Europa ist für Juli vorgesehen.

@Ford Europa Juli/August 2013 5


Titelgeschichte

Markenkommunikation

Neuer Glanz für das blaue Oval

Neues Marketingkonzept stellt die Marke in den

Vordergrund :

Ford Europa hat eine neue Kampagne gestartet,

die mit einer Reihe von unterhaltsamen Videos

die bemerkenswerten Technologien der Marke

herausstellt. Gaetano Thorel, Vice President

Marketing, erläutert, wie und warum dieser

Ansatz funktioniert

Wie würden Sie die Ford Technologien testen?

Senden Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge!

Per E-Mail an meetfoe@ford.com oder per

Hauspost an das Postzeichen D-NX/2A

6 @Ford Europa Juli/August 2013


Titelgeschichte

Am Samstag, dem 25. Mai 2013, schlug Ford in Europa ein neues

Marketing-Kapitel auf. Geschätzte 180 Millionen Fernsehzuschauer

verfolgten an diesem Abend das Endspiel der UEFA Champions

League zwischen Bayern München und Borussia Dortmund, als zur

Halbzeitpause erstmals drei neue Werbespots auf Sendung gingen,

mit denen Ford eine neue Markenkampagne und einmal mehr die

Erfüllung des Versprechens „Eine Idee weiter“ einläutete.

Das Konzept ist ebenso simpel wie ausdrucksstark. Anders als

herkömmliche Autowerbung, die einzelne Modelle und deren Eigenschaften

zum Thema macht, stellt die neue Kampagne die innovativen

Technologien in den Vordergrund, die für die Ford Fahrzeugfamilie

erhältlich sind. Ein bedeutender Perspektivwechsel, der die Marke

Ford stärken und die positive Wahrnehmung in Europa fördern soll.

„Innovative Technologie war schon immer ein zentraler Aspekt

unserer Marke“, sagt Gaetano Thorel, Vice President Marketing, Ford

Europa. „Heute stellt die Vielzahl an verfügbaren Technologien für

Ford ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb dar.

Unsere neue Kampagne baut darauf auf und stellt die Technologien

im Einzelnen vor, und das auf bislang ungekannte Art und Weise.“

„Für mich persönlich geht es bei unseren Technologien darum,

dem Fahrer mehr Freiheit zu geben“, so Thorel weiter. „Merkmale und

Funktionen wie der Türkantenschutz, das Easy-Fuel-System oder

SYNC Applink – dies alles sind geniale und erschwingliche Lösungen,

die den Fahrern unserer Pkw und Nutzfahrzeuge das Leben ein

Technologien innovativ präsentiert: die Panorama-Schiebetür des Ford B-MAX; Active City Stop; SYNC mit Notruf-Assistent

wenig erleichtern. Sie müssen sich nicht unnötig sorgen, ob sie beim

Aussteigen die Türen ihres Fahrzeugs beschädigen oder den falschen

Kraftstoff tanken könnten.“

„In der Vergangenheit folgten wir einer Marketing-Strategie, die

jedes Produkt einzeln vorstellte. Dies schafft Loyalität zu den Modellen,

nicht aber zwingend auch zur Marke Ford. Entsprechend unseres

Markenversprechens ‚Eine Idee weiter‘ und im Rahmen unserer One

Ford-Strategie möchten wir dem Ford-Logo zu neuem Glanz verhelfen.

Mit Hilfe einer Kampagne, die neben TV und Print auch verstärkt

auf digitale Medien und Soziale Netzwerke setzt.“

Ein wichtiges Element ist die neue Webseite www.ford.com. Über

eine Länderauswahl gelangt man – egal ob per Computer, Tablet

oder Smartphone – zu einer Liste von insgesamt 18 innovativen,

sicheren und umweltfreundlichen Ford Technologien, für die jeweils

weiterführende Informationen und Videos zur Verfügung stehen.

Ford SYNC mit Notruf-Assistent ist ein Beispiel. Hierzu gehört ein

30-sekündiger Spot, bei dem ein Stuntman aus einem Ford Kuga

aussteigt und sich mit Anlauf eine lange Steintreppe mitten in Barcelona

hinunterstürzt. Vor den Augen erschrockener Passanten fällt der

junge Mann die Stufen herunter und landet unten angekommen

sicher auf der Trage zweier Sanitäter. Es erscheint die Einblendung

„Brauchen Sie Hilfe? Ihr Auto kann den Notruf erledigen.“

Ein weiterer Clip stellt die sensorgesteuerte Heckklappe vor: Ein

Extremskifahrer kommt nach einer spektakulären Abfahrt hinter

seinem geparkten Ford Kuga zum Stehen. Eine leichte Bewegung

seines Skis unterhalb der Stoßstange reicht, um den Kofferraum zu

öffnen.

Zu diesen Videos werden zukünftig weitere hinzukommen, in

denen die Ford Technologien auf außergewöhnliche Weise vorgestellt

werden.

„Indem wir unsere Technologien auf so unerwartete Weise präsentieren,

sprechen wir die Verbraucher direkt an und ermutigen sie,

insbesondere über die digitalen Medien, über die Marke Ford zu

sprechen und die Videos mit andern zu teilen“, meint Thorel.

„Unser Markenversprechen lautet ‚Eine Idee weiter‘ und mit dieser

neuen Kampagne sind wir genau das. Dies ist die perfekte Gelegenheit,

um das Blaue Ford-Oval den vielen Millionen von Kunden in

Europa zu präsentieren – als eine Marke, die faszinierende Autos mit

fortschrittlichen Technologien bietet, die für mehr Sicherheit, Komfort

und Fahrspaß sorgen.“

Mehr zu den bemerkenswerten Technologien von Ford erfahren Sie

unter www.ford.com oder www.gofurther.com. Teilen Sie die

Videos mit Ihren Freunden und Bekannten!

@Ford Europa Juli/August 2013 7


Interview

€ 26 Mrd.

Jährliche Investitionen der

europäischen

Automobilindustrie in

Forschung & Entwicklung

Herausforderungen

und Chancen

Dr. Wolfgang Schneider, Vizepräsident

für Rechts-, Regierungs- und Umweltangelegenheiten,

erklärt wie Ford mit

gesetzlichen Vorschriften und anderen

branchenspezifischen Herausforderungen

umgeht

Welche Rolle spielt die Automobilindustrie

für die europäische Gesamtwirtschaft?

Sie ist einer der wichtigsten Industriezweige in Europa. Mit rund

12 Millionen direkt und indirekt Beschäftigten stellt sie 7 % aller

Arbeitsplätze in Europa und nimmt ungefähr den gleichen Anteil am

Bruttoinlandsprodukt ein. Die Automobilindustrie investiert jährlich

26 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung – mehr als irgendeine

andere Branche. Außerdem ist unsere Handelsbilanz positiv, denn

wir exportieren weitaus mehr als wir importieren. Der positive Außenbeitrag

ist sogar auf 75 Milliarden Euro angewachsen. Dies alles

zeigt, dass wir eine äußerst wichtige Branche darstellen, sozusagen

ein Rückgrat der europäischen Wirtschaft sind.

Eine Branche, die gegenwärtig mit einigen

Schwierigkeiten zu kämpfen hat …

Diese Schwierigkeiten haben verschiedene Gründe. Die Europäische

Zentralbank leistet bei der Stabilisierung des Euro gute Arbeit, jedoch

resultierte daraus bislang leider noch kein stabileres wirtschaftliches

Umfeld. Die europäische Wirtschaft hat derzeit große Probleme,

insbesondere in Südeuropa.

Die Aussichten sind weiter unsicher. Wir glauben immer noch,

dass sich die wirtschaftlichen ebenso wie die industriespezifischen

Bedingungen im weiteren Jahresverlauf stabilisieren können, aber die

aktuellen Konjunkturindikatoren zeigen eher ein vermischtes Bild.

Wird die europäische Automobilindustrie

zu stark reglementiert?

Regulierung hat in Europa immer eine wichtige Rolle gespielt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, sie zu betrachten. Sie kann zu höherer

Wettbewerbsfähigkeit führen, weil Veränderung und Innovation

forciert werden, etwa im Hinblick auf Umwelt oder Sicherheit.

Die daraus entwickelten Technologien können dann im Rest der Welt

verkauft werden. Das ist alles richtig, aber wir betrachten gesetzliche

Bestimmungen auch in Bezug auf die Kosten, die sie verursachen.

Wenn Verordnungen ehrgeizig sind, machen sie wettbewerbsfähiger.

Sind Sie aber überehrgeizig, entstehen Kosten ohne rechten Mehrwert.

In Europa führt das teilweise zu technologischen Entwicklungen,

für die der Verbraucher nicht zu zahlen bereit ist. Wir haben in

Europa die wohl strengsten Auflagen überhaupt, und wir als Branche

müssen mit neuen Verordnungen anders umgehen lernen. Wir waren

oft in einer reinen Defensivposition. Bei Ford versuchen wir auf die

Regulierungsinstanzen zuzugehen und zu sagen: ‚Im Prinzip haben

Sie Recht. Aber die Realität sieht anders aus‘.

Sicherheitsvorschriften werden in Europa zu großen Teilen durch

Euro NCAP beeinflusst. Aber auch hier gilt: sie können konkurrenzfähiger

machen. Wenn sie aber zu übertrieben sind, erhöht das die

Kosten für ein Fahrzeug, und die wird der Kunde nicht tragen wollen.

Es muss ein ausgewogenes Verhältnis herrschen.

Wie steht Ford zum Thema Freihandelsabkommen?

Importbeschränkungen können die Wettbewerbsfähigkeit mindern.

Und sie erschweren den Export. Freihandelsabkommen sollen diese

Barrieren beseitigen. Wir sind alle für Freihandelsabkommen,

vorausgesetzt sie sind fair und stehen in einem ausgeglichenen

Verhältnis.

Was wir jedoch zunehmend sehen ist, dass die Art, wie die Europäische

Union sich für den freien Handel engagiert, recht einseitig ist.

Es wurden Freihandelsabkommen mit Ländern geschlossen, die

traditionell eine sehr geschlossene Wirtschaft haben. Man kann zum

Beispiel in Japan kein europäisches Auto verkaufen, wenn man nicht

eine Vielzahl an Auflagen erfüllt. In Korea ist es ähnlich. Beide Märkte

sind als Exportländer aggressiv, bei Importen aber sehr defensiv.

Das Freihandelsabkommen mit Korea ist nun Tatsache. Wir

erleben einen großen Zustrom koreanischer Produkte nach Europa,

aber kaum den umgekehrten Weg. Es herrscht überhaupt kein

Gleichgewicht. Die Verhandlungen mit Japan laufen noch, aber es

sieht danach aus, als würde Brüssel den freien Handel mit Japan

realisieren. Wir würden Freihandelsabkommen begrüßen, die auf

Gegenseitigkeit beruhen und ausgeglichener sind; mit Ländern, die

einem ermöglichen, Produkte in ihren Markt zu bringen.

Die wären?

Wir würden ein Freihandelsabkommen zwischen Europa und

den USA begrüßen. Zusammengefast würde dies eine gewaltige

Freihandelszone darstellen – die bei weitem größte der Welt.

Die Gespräche dazu laufen bereits. Abgesehen von dem

Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten wäre auch

eines mit Kanada oder Indien sinnvoll.

Mit diesen Ländern, so glauben wir, käme der Grundgedanke

des freien Handels besonders gut zur Geltung: Fairer Handel auf

gegenseitiger Basis, wechselseitiger und konsequenter Abbau

von Zollschranken sowie von sonstigen Handelshemmnissen.

8 @Ford Europa Juli/August 2013


Interview

1990: 10l/100 km

Schrittweise Reduzierung des durchschnittlichen

Kraftstoffverbrauchs (l/100 km) von 1990 bis zum Jahr 2050

2050: 2l/100 km

„Die Automobilindustrie ist ein

Rückgrat der europäischen Wirtschaft“

Wo liegen im Umweltbereich die größten

Herausforderungen für die Automobilindustrie?

Die größte Herausforderung ist nach wie vor der CO 2

-Ausstoß. Das

ist schon lange so und hat sich bislang nicht geändert. Langfristig

streben wir null CO 2

-Emissionen an, momentan liegt unser durchschnittlicher

Flottenausstoß bei 130 g/km. Wir werden diesen Wert

bis zum Jahr 2020 auf 95 g/km verringern müssen. 2025 und 2050

erfolgt stufenweise eine weitere Senkung. Ziel ist, bis 2050 eine

Reduzierung des CO 2

-Ausstoßes aus Autoabgasen um 80 Prozent

verglichen mit dem Wert des Jahres 1990 zu erreichen. Ein Auto, das

1990 einen Verbrauch von zehn Litern Kraftstoff aufwies, wird 2050

also nur noch zwei Liter verbrauchen. Das ist machbar, aber es

erfordert eine Entwicklung hin zu alternativen Technologien. Momentan

befinden wir uns noch in einer Phase, in der wir konventionelle

Technologien optimieren, um den CO 2

-Ausstoß zu senken.

Gehört Ford hierbei zu den führenden Herstellern?

Was Technologien zur Reduzierung des CO 2

-Ausstoßes von

Benzinmotoren angeht, ist Ford sicherlich führend. Unser Ziel bis

2020 ist ein Flottendurchschnitt von 95 g CO 2

/ km, was in etwa

einem Verbrauch von 5 Litern auf 100 Kilometer entspricht. Was das

längerfristige Ziel einer Reduzierung der CO 2

-Emissionen um 80

Prozent angeht, wird schnell klar, dass dies nicht allein durch eine

reine Verbesserung konventioneller Technologien erreichbar sein

wird. Die europäischen Regulierungsbehörden streben Emissionswerte

an, die nur mit einem erheblichen und ständig steigenden

Anteil von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben zu erreichen sind.

Was genau meinen Sie mit alternativen Technologien?

Wir bei Ford setzen nicht auf eine einzige Technologie. Elektroantriebe

setzen sich deutlich langsamer am Markt durch, als wir dies

erwartet haben – und ganz sicher auch langsamer, als die Regierungen

dies erwartet haben. Gründe hierfür sind die beschränkten

Reichweiten und hohe Kosten. Die Elektromobilität wird auch in

Zukunft eine Rolle spielen, aber ich denke mit deutlich geringeren

Erwartungen. Wir halten an unserer Elektrifizierungsstrategie fest,

bringen im Sommer den Ford Focus Electric in Europa auf den Markt

und nächstes Jahr den C-MAX Hybrid sowie den Mondeo Hybrid.

Dennoch bin ich überzeugt, dass es richtig war, unser Engagement

bei der Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie wieder aufzunehmen.

Der Preis ist momentan noch ein Problem, aber es ist

richtig, dass wir die Brennstoffzelle in unser Portfolio aufnehmen.

Und dann gibt es natürlich noch Autogas und Erdgas, die beide an

Bedeutung gewinnen, ebenso wie Biotreibstoffe.

Die Herausforderungen, die aus der Gesetzgebung resultieren,

werden sich auch künftig um den CO 2

-Ausstoß drehen. Darüber

hinaus gibt es natürlich weitere Emissionsarten, insbesondere die

Feinstäube und die Stickoxide, die wir im Laufe der Zeit ebenfalls

reduzieren müssen.

Zur Person

Dr. Wolfgang Schneider wurde

1949 in Darmstadt geboren. In

Frankfurt am Main studierte er

Rechtwissenschaften, absolvierte

beide Staatsexamina und erwarb

später zusätzlich einen juristischen

Einige persönliche Fragen ...

Was war der beste Rat, den Sie

jemals erhalten haben?

Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Welches Buch lesen Sie zurzeit?

„Mit der Reife wird man immer

jünger“ von Hermann Hesse.

Ihr Lieblingsfilm?

Tango Libre!

Ihr Lieblings-Gericht?

Spaghetti Bolognese.

Master- und Doktorgrad.

1982 wurde er als bereits

erfahrener Syndikusanwalt in

der Rechtsabteilung von Ford

Europa angestellt und

bekleidete dann mehrere

leitende Positionen in den

zentralen Rechtsabteilungen

in Großbritannien, Deutschland

und den USA. 1995 wurde er

Vice President Recht, Ford of

Europe, und übernahm

zusätzlich 1998 im Vorstand

von Ford Deutschland die

Position des Direktors

European Community Matters.

Seit 1999 ist er Vice President

Rechts-, Regierungs- und

Umweltangelegenheiten, Ford

of Europe.

Was war Ihr bisher

größter Erfolg?

Auf den warte ich noch.

Wie entspannen Sie sich in

Ihrer Freizeit?

Ich gehe gern schwimmen.

Welches war Ihr erstes Auto

und was fahren Sie aktuell?

Mein erstes Auto war ein Saab

900, jetzt fahre ich einen

Mondeo.

@Ford Europa Juli/August 2013 9


Reportage

Auf Wachstumskurs

Russland ist auf bestem Wege zum größten Automarkt

Europas zu werden. Das noch junge Joint Venture Ford Sollers

und ein umfassendes Angebot an Fahrzeugen aus dem

globalen Portfolio ermöglichen Ford, von dem rasanten

Wachstum zu profitieren

Nach Angaben des russischen Automobilverbands

nahmen die Verkäufe von Pkw

und leichten Nutzfahrzeugen in Russland im

letzten Jahr um elf Prozent auf 2.935.000

Fahrzeuge zu. Damit wurde in Russland ein

neuer Höchststand erreicht. Der bisherige

Spitzenwert war im Jahr 2008 mit 2,918

Millionen erreicht worden. Auch die Verkaufsbilanz

von Ford spiegelt diese Entwicklung

wider: Russland ist nun der

dritt größte Markt von Ford Europa.

2012 war dank der hervorragenden

Verkaufszahlen ein extrem erfolgreiches

erstes Jahr für Ford Sollers. Das 50:50-Joint

Venture zwischen der Ford Motor Company

und dem führenden russischen Automobilhersteller

Sollers, war im Oktober 2011

gegründet worden und erzielt seitdem

beträchtliches Wachstum für die Marke

Ford am russischen Markt.

Ford Sollers betreibt drei Fertigungsstandorte:

ein Werk in Wsewoloschsk bei

Sankt Petersburg in der nordwestrussischen

Oblast Leningrad sowie zwei weitere in

Jelabuga und Nabereschnyje Tschelny in

der Republik Tatarstan.

Das Werk Wsewoloschsk wurde 2002

neu gebaut und erfüllt sämtliche global

gültigen Qualitätsstandards der Ford Motor

Company. Die Fabrik liegt 24 Kilometer

nordöstlich von Sankt Petersburg und

beschäftigt knapp 3.000 Mitarbeiter. Auf

dem 26 Hektar großen Areal sind Lagerhallen,

ein Fahrzeugdepot, eine Schweißerei,

eine Lackiererei und die Endmontage sowie

eine eigene Teststrecke untergebracht.

Das Werk Jelabuga befindet sich in der

Sonderwirtschaftszone „Alabuga“. Auf

200.000 Quadratmetern kann Ford Sollers

dort mit modernsten Produktionsanlagen

bis zu 85.000 Fahrzeuge pro Jahr bauen.

Aktuell hat das Werk 1.500 Beschäftigte,

doch im Zuge der Produktionssteigerungen

erhöht sich diese Zahl stetig.

2012 wurden in Jelabuga mehr als 15.000

Fahrzeuge produziert, der Großteil davon

Modelle der Ford Transit-Reihe. Inzwischen

rollen dort auch Ford Kuga, S-MAX, Galaxy

und Explorer vom Band, letzterer seit April

dieses Jahres.

Das zweite Werk von Ford Sollers in

Tatarstan liegt in Nabereschnyje Tschelny

und wird zurzeit modernisiert, um ab 2014

den Produktionsbetrieb aufnehmen zu

können.

Neben der Ausweitung der Fahrzeugproduktion

wird Ford Sollers im Zuge seiner

Wachstumsstrategie für Russland auch ein

neues Motorenwerk bauen. Für 10 Milliar-

10 @Ford Europa Juli/August 2013


Reportage

Sankt

Petersburg

Moskau

Jelabuga

Nabereschnyje

Tschelny

Der 1,6-Liter-Benziner ist die beliebteste Ford

Motorisierung in Russland – er treibt mehr als 80 Prozent

der hier verkauften Ford Focus-Modelle an

den Rubel (274 Millionen Dollar) wird in

direkter Umgebung zum Fahrzeugwerk

Jelabuga auf 42.600 Quadratmetern die

erste Fabrik für Pkw-Motoren in der Region

entstehen. Die Produktion soll 2015 anlaufen,

zunächst ab Dezember für den Ford

Benzinmotor mit 1,6 Litern Hubraum in den

Leistungsstufen 63 kW, 77 kW und 92 kW.

Die Jahresproduktion soll bei bis zu 105.000

Motoren liegen, könnte später jedoch auf

200.000 Motoren erhöht werden. Mindestens

30 Prozent der in Russland gebauten

Ford-Fahrzeuge sollen mit diesen Motoren

ausgestattet werden.

Der 1,6-Liter-Benziner ist bereits jetzt die

beliebteste Ford Motorisierung in Russland.

Mehr als 80 Prozent der hier verkauften

Ford Focus-Modelle sind mit diesem

Triebwerk ausgestattet.

Dank seines ambitionierten Wachstumsplans

ist Ford Sollers zu einem der wichtigsten

Investoren der russischen Automobilindustrie

aufgestiegen. Letztes Jahr

investierte das Unternehmen drei Milliarden

Rubel (100 Millionen Dollar) in Russland,

und die Pläne für das neue Motorenwerk

unterstreichen, dass Ford Sollers auch

in Zukunft hier investieren wird.

Die Investitionen fließen in neue Standorte

und Produkte, und natürlich in personelle

Ressourcen. Aktuell beschäftigt Ford Sollers

5.000 Menschen, zusätzliche Arbeitsplätze

entstehen in Moskau, Wsewoloschsk und

Tatarstan.

Schulungen für die Mitarbeiter von Ford

Sollers sowie das Händlerpersonal werden

im eigenen Trainingszentrum nahe der Firmenzentrale

in Chimki bei Moskau angeboten.

Auch das Zentraldepot für Ford Ersatzteile

befindet sich in der Region Moskau.

Das Fahrzeugangebot von Ford in Russland

umfasst den Ford Focus – fünfmaliger

Gewinner der Wahl zum „Auto des Jahres“

in Russland, zuletzt 2013 – sowie den Ford

Focus ST, die großen Baureihen Mondeo,

S-MAX und Galaxy (erfolgreichstes Modell

in seinem Segment), den neuen Kuga und

den größeren Ford Explorer. Aus der Nutzfahrzeugpalette

können Kunden in Russland

den Ford Ranger, Tourneo Custom, Transit

Connect sowie den Ford Transit wählen, der

seit zwei Jahren das beliebteste Modell einer

nicht-russischen Marke in dieser Fahrzeugklasse

ist.

Für Verkauf und Service dieser Fahrzeuge

ist ein wachsendes Vertriebsnetz von derzeit

133 Händlern in 81 Städten zuständig.

Obwohl Ford Sollers noch ein relativ junges

Unternehmen ist, kann das Joint Venture

bereits beachtliche Erfolge vorweisen.

Es investiert in hohem Maße, baut seine

Fertigungskapazitäten aus und erweitert seine

Angebotspalette um weitere Fahrzeuge

aus dem globalen Portfolio. Ford nimmt in

Russland mit rasantem Tempo an Fahrt auf.

v.l.n.r.: Ildar Khalikov, Premierminister der Republik Tatarstan, Mark Fields, COO, Ford Motor Company, Stephen Odell, President, Ford of Europe,

Middle East & Africa, Vadim Shvetsov, CEO, Ford Sollers, Ted Cannis, CEO & President, Ford Sollers und Adil Shirinov, COO, Ford Sollers bei der

Ankündigung zum Bau des neuen Motorenwerks in Jelabuga

@Ford Europa Juli/August 2013 11


Reportage

Was würde Henry Ford sagen?

„Ich glaube, mein Urgroßvater wäre begeistert, wenn er Ford

wie es heute ist, sehen könnte. Wir erleben zurzeit eine massive

Umwälzung und die wohl größten Veränderungen an unseren

Fahrzeugen, seit er einst das Unternehmen gründete. Diese

Revolution, basierend auf innovativen Technologien, wird

letztlich sauberere, effizientere Mobilität für mehr Menschen

auf der ganzen Welt ermöglichen. Das hätte Henry Ford ganz

sicher sehr gefallen.“ – Bill Ford

Zahlreiche Informationen

(in englischer Sprache)

und Fotos aus dem Leben von

Henry Ford finden Sie unter

www.henryford150.com.

12 @Ford Europa Juli/August 2013


Reportage

Der Mann, der die Welt

mobil machte

Mit genialen Ideen hat Visionär Henry Ford die Welt verändert. Sein Erfindergeist machte

Mobilität für alle erschwinglich. Weltweit feiert Ford in diesem Jahr den 150. Geburtstag des

Unternehmensgründers. Grund genug für @Ford, auf das Leben und Wirken dieses Mannes

zurückzuschauen

Henry Ford kam am 30. Juli 1863 als ältestes von sechs Kindern zur

Welt. Sein Vater William hatte 16 Jahre zuvor Irland verlassen und

sich in Amerika auf einer Farm am Ufer des Rouge River unweit von

Detroit niedergelassen. Es schien Henry vorbestimmt, als Farmer in

die Fußstapfen seines Vaters zu treten, doch sein frühes Interesse an

Maschinen ließ ihn andere Zukunftspläne schmieden.

Im Alter von 16 Jahren reiste Henry wie viele andere Farmerssöhne

der Region ins lebhafte Detroit und begann eine Lehre als Maschinist.

Nach Abschluss seiner Ausbildung zog er vier Jahre später nach

Dearborn, wo sein Vater ihm gut 32 Hektar bewaldetes Land überlassen

hatte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er mit einem eigenen

Sägewerk und der Reparatur von Dampfmaschinen der Firma Westinghouse.

Nebenher setzte er seine Ausbildung fort und besuchte

ein Business College in Detroit.

1888 heiratete er Clara Bryant und zog auf die Farm ihres Vaters

in der Nähe des Hofs der Familie Ford. Drei Jahre später beschloss

Henry, die Farm zu verlassen und nach Detroit zu ziehen. Er fand

eine Anstellung bei der Edison Illuminating Company und stieg dort

innerhalb von nur zwei Jahren zum Chefingenieur auf.

Sein Karriereweg als Automobilbauer nahm im Winter 1893 seinen

Lauf, als er seine Experimente mit Verbrennungsmotoren fortsetzte

und einen kleinen Einzylinder-Benzinmotor konstruierte. Seine Arbeit

gipfelte wenig später in der Konstruktion seines ersten Personenwagens.

Das mit einem Benzinmotor ausgestattete „Quadricycle“ war

zunächst nicht viel mehr als ein Rahmen mit vier Fahrradreifen, doch

von diesem Entwicklungserfolg ermutigt, widmete Henry Ford sich

weiter dem Bau von Automobilen. Im August 1899 verließ er die

Edison Illuminating Company und gründete mit einigen Partnern die

Detroit Automobile Company, die jedoch wegen fehlender finanzieller

Mittel nach 18 Monaten in Konkurs ging.

Henry Ford hielt dieser Misserfolg nicht zurück. Getrieben von

seinem grenzenlosen Enthusiasmus und der Liebe zur Technik

1863 Henry Ford wird am 30. Juli in Greenfield

Township, Michigan, geboren

1879 Henry verlässt den Hof der Familie, um in

Detroit zu arbeiten

1888 Heirat mit Clara Bryant und Umzug auf die

Farm im heutigen Dearborn

1891 Anstellung als Ingenieur bei der Edison

Illuminating Company

1893 Sohn Edsel Bryant Ford kommt zur Welt

1896 Fertigstellung des ersten Automobils, dem

„Quadricycle“ und erste Fahrten durch die

Straßen von Detroit

1899 Henry verlässt die Edison Illuminating Company

und wird Chefingenieur und Partner der neu

gegründeten Detroit Automobile Company

1901 Gründung der Henry Ford Company. Henry zieht

sich 1902 aus dem Unternehmen zurück, das in

Cadillac Motor Company umbenannt wird.

@Ford Europa Juli/August 2013 13


Reportage

konzipierte und baute er fortan Rennwagen, die er gegen andere

Hersteller antreten ließ. Sein Ehrgeiz wurde belohnt: 1902 gewann

der „999“ ein Fünf-Meilen-Rennen, zwei Jahre danach legte eine

späteren Version auf dem zugefrorenen St.-Clair-See die Strecke

von einer Meile in 39,4 Sekunden zurück – Weltrekord.

1903 gründete der 39-jährige Henry mit weiteren Investoren die

Ford Motor Company, die im Juni in einer angemieteten Fabrik in

der Mack Avenue von Detroit mit der Produktion von Automobilen

begann. Das erste Fahrzeug – ein Modell A – erreichte eine Höchstgeschwindigkeit

von 30 mph (48 km/h) und war für 950 Dollar zu

haben. Bis Ende des Jahres 1903 hatte die Ford Motor Company

bereits 1.700 Exemplare verkauft.

1908 war das Unternehmen so weit gewachsen, dass man eine

ehemalige Rennstrecke im nahegelegenen Highland Park erwarb,

um dort die bislang größte Automobilfabrik der Welt zu errichten.

Im Oktober desselben Jahres erschien das erste Ford T-Modell,

ein „zuverlässiges Automobil zu einem vernünftigen Preis“. Das

Fahrzeug läutete eine neue Ära in Amerika ein, denn fortan war ein

Automobil für Millionen von Menschen erschwinglich. 1911 hatte die

Fahrzeugfertigung bei Ford Stückzahlen von Hunderttausenden

erreicht. Ende 1915 wurde das millionste T-Modell gebaut.

Um der Nachfrage gerecht werden zu können, suchte Henry Ford

nach Möglichkeiten, um den Fertigungsprozess zu beschleunigen. Zu

dieser Zeit wurden die Autos an festen Montagestationen in mehr als

12 Arbeitsstunden zusammengebaut. Für einige einfache Produkte,

etwa für Blechdosen, kam bereits die Fließbandproduktion zum

Einsatz. Doch konnte das Prinzip für ein so komplexes Produkt wie

das Ford T-Modell mit rund 3.000 Einzelteilen angewendet werden?

Henry Ford bewies, dass es möglich war. Ab 1913 produzierte die

Fabrik in Highland Park Autos in Einzelschritten entlang eines Fließbands.

Die Zeit, die für die Montage eines T-Modells benötigt wurde,

verringerte sich auf 1,5 Stunden. Mit der Produktionszeit sanken die

Herstellungskosten und folglich die Verkaufspreise, sodass sich

schließlich noch mehr Leute einen Ford leisten konnten.

Die Entwicklung, die das Ford Werk dank des Innovationsgeistes

seines Gründers durchlief, sollte die Welt verändern. Von 1908 bis

1903 Offizielle Gründung der Ford Motor

Company. Das erste Ford Modell A

kommt in Detroit auf den Markt.

1908 Beginn der Produktion des T-Modells

1910 Beginn der Fahrzeugfertigung im Werk

Highland Park

1913 Erstes Fließband in der Automobilproduktion

läuft in Highland Park an

1914 Henry Ford kündigt an, die

Unternehmensgewinne mit den

Beschäftigten zu teilen und zahlt den

Arbeitern fortan 5 Dollar für einen

8-Stunden-Arbeitstag

1917 Beginn des Baus eines Industriekomplexes

am Ufer des Rouge River

in Dearborn

14 @Ford Europa Juli/August 2013


Reportage

Staffelfahrt: Eine Idee weiter mit Henry Ford

Anlässlich des 150. Geburtstages von Henry Ford organisiert Ford Deutschland

eine Staffelfahrt von Köln nach Aachen. Mit einer Auswahl von Ford Old- und

Youngtimern sowie Fahrzeugen der aktuellen Modellpalette geht es über sieben

Etappen auf eine „Zeitreise vom Gestern ins Heute“. Start war im Juni in Köln-

Niehl, das Ziel, das Ford Forschungszentrum in Aachen, wird im Juli erreicht.

1927 wurden insgesamt 15 Millionen Ford-Autos gebaut, die Ford

Motor Company war zu einem Industriegiganten herangewachsen

und der Name Henry Ford weltweit bekannt.

Henry Ford starb am 7. April 1947 im Alter von 83 Jahren in

seinem Anwesen in Dearborn. Wegen eines Stromausfalls war das

Haus – wie zur Zeit seiner Geburt – nur von Kerzen und dem Kaminfeuer

erhellt.

Heute gehört das von Henry Ford gegründete Unternehmen zu den

größten der Welt. Ford ist eine der weltweit bekanntesten Marken

und steht auch heute noch synonym für innovative und hochwertige

Fahrzeuge, die den Mobilitätsbedürfnissen von Kunden rund um den

Globus entsprechen.

Die Idee Henry Fords war nie lebendiger.

Welches ist Ihr liebstes Ford-Modell? Schreiben Sie uns per E-Mail an meetfoe@ford.com oder Hauspost D-NX/2A

1918 Henry Ford verliert die Kandidatur für

den US-Senat

1919 Edsel Ford wird Präsident der

Ford Motor Company

1921 Die Ford Motor Company stellt

55 Prozent der gesamten

Automobilproduktion

1926 Schwerpunkt auf Luftverkehr und

Entwicklung des Trimotor Flugzeuges

1927 Die letzte Fertigungslinie wird von

Highland Park ins Werk Rouge

umgesiedelt. Die Produktion des

T-Modells endet, das Modell A wird

eingeführt.

1932 Bau des ersten Ford mit V8-Motor

1943 Edsel Ford stirbt im Alter von 49 Jahren

1947 Henry Ford stirbt im Alter von 83 Jahren

Stationen von Ford in Europa

1903 Die ersten Fahrzeuge für Europa – zwei

A-Modelle – kommen in London an

1911 In Trafford Park (England) eröffnet

das erste Montagewerk außerhalb der

USA

1917 Im irischen Cork nimmt ein weiteres

Werk seinen Betrieb auf

1920 Ford beginnt in Cadiz (Spanien) mit

der Fertigung des T-Modells

1922 Ford gründet eine Niederlassung in

Antwerpen (Belgien)

1926 Das T-Modell wird in Deutschland

gebaut

1929 Baubeginn für das Werk Dagenham

1930 Baubeginn für das Werk Köln

1947 Gründung von Ford Autria in Wien

@Ford Europa Juli/August 2013 15


Märkte

Top-5-Märkte nach

Markt anteil Mai 2013

Markt %

1. Großbritannien 15,1

2. Türkei

13,8

3. Irland

12,5

4. Ungarn

10,9

5. Finnland

10,0

Pkw

7,308,902 -474,672

Nutz f ahrzeuge

1,016,646 -95,868

05/2013

Top-5-Märkte nach

Neuzulassungen Mai 2013

Markt

Absatz

1. Großbritannien

2. Deutschland

3. Türkei

4. Italien

5. Russland

30.900

21.600

11.700

10.100

9.200

Neuzulassungen Mai 2013

Pkw & Nutzfahrzeuge nach Ländern / 2012

Anteile nach Segment Europa gesamt

April 2013 (EU 19)

A - Österreich

B - Belgien

CH - Schweiz

2.256

3.500

1.698

1. Fiat 500

2. Fiat Panda

10. Ford Ka

14,4%

13,3%

4,2%

CZ - Tschech. Rep.

D - Deutschland

DK - Dänemark

1.128

21.565

1.815

1. Renault Clio

2. VW Polo

4. Ford Fiesta

11,2%

11,0%

10,2%

E - Spanien

F - Frankreich

FIN - Finnland

6.630

8.750

1.150

1. Ford B-MAX

2. Citroen C3 Picasso

11. Fiat 500L

18,4%

15,9%

12,7%

GB - Großbritannien

GR - Griechenland

H - Ungarn

30.921

250

668

1. VW Golf

2. Ford Focus

3. GM Astra

24,9%

10,9%

9,3%

I - Italien

IRL - Irland

N - Norwegen

10.129

891

1.221

1. Nissan Qashqai

2. VW Tiguan

6. Ford Kuga

18,7%

15,4%

6,3%

NL - Niederlande

PL - Polen

P - Portugal

3.095

1.866

526

1. Renault Scenic

2. VW Touran

3. Ford C-MAX

13,6%

12,3%

11,7%

S - Schweden

RUS - Russland

TR - Türkei

RO - Rumänien

1.352

9.153

11.673

449

1. VW Passat

2. Skoda Octavia

3. Ford Mondeo

6. Ford S-MAX

21,4%

18,1%

8,8%

5,1%

EUROPA 22

EDM

120.641 (-4.601)

4.519 (+558)

1. VW Sharan

2. Ford Galaxy

3. Seat Alhambra

1. VW Transporter

2. Ford Transit

3. Fiat Ducato

7. Transit/Tourneo Custom

36,7%

23,5%

18,5%

12,6%

10,6%

10,5%

3,2%

16 @Ford Europa Juli/August 2013


Märkte

Klartext

„Fortschritte

rund um den

Globus“

Roelant de Waard

Vice President Marketing,

Sales & Service, Ford Europa

Mit Marktanteilen und Verkaufszahlen

oberhalb unserer Zielsetzung war der Mai

ein weiterer guter Monat für Ford Europa.

Das ist nicht nur für unser Team in Europa

ermutigend, sondern für die gesamte Ford

Motor Company. Trotz unseres Fokusses

auf das regionale Geschäft, ist es sinn- und

wertvoll, ab und an über den Tellerrand hinaus

auf das globale Geschäft von Ford und

unseren Anteil daran zu schauen.

Die gute Nachricht: Ford Europa hat im

Mai seinen Teil dazu beigetragen, dass die

Ford Motor Company den höchsten globalen

Marktanteil der letzten Jahre erzielte –

8,1 Prozent. Verglichen mit dem Mai 2012

war dies ein Plus von 0,8 Prozentpunkten.

Das Ergebnis unterstreicht das Potenzial

der One Ford-Strategie sowie die Stärke der

Produkte und Technologien, die daraus für

Kunden auf der ganzen Welt hervorgehen.

Weltweit verkaufte Ford im Mai 577.000

Fahrzeuge, 70.000 mehr als im Vorjahresmonat.

Mit 279.000 Einheiten setzte Nordamerika

die meisten Fahrzeuge ab, 247.000

TOP 3-Modelle nach Regionen

davon in den USA (+ 30.000 gegenüber

Mai 2012) und 32.000 in Kanada. Im weiterhin

schwierigen wirtschaftlichen Umfeld

Europas erreichten die Märkte zusammen

125.000 verkaufte Fahrzeuge. Im Asien-Pazifik-Raum

stieg der Absatz um 34.000 auf

102.000 Fahrzeuge, größtenteils begünstigt

durch starke Ergebnisse in China, wo sich

die Verkäufe fast verdoppelten. In den sechs

großen Märkten Südamerikas verkaute Ford

47.000 Fahrzeuge, den Löwenanteil nahm

Brasilien mit 29.000 Einheiten ein.

Die Zahlen verdeutlichen, dass die Ford

Motor Company rund um den Globus wichtige

Fortschritte erzielt. Und diese Dynamik

wird sich fortsetzen, denn weitere Produkte

für den globalen Markt sind bereits in

Vorbereitung. Dabei nehmen wir nicht allein

Verkaufszahlen ins Visier, sondern konzentrieren

uns intensiv darauf, Markenwahrnehmung

und Kundenzufriedenheit in allen

Regionen positiv zu beeinflussen.

Es macht Sinn, sich im täglichen Geschäft

hin und wieder daran zu erinnern,

Nordamerika Südamerika Europa 19 Asien-Pazifik & Afrika

Modell

Absatz

Jan-Apr

Modell

Absatz

Jan-Apr

Modell

Absatz

Jan-Apr

Modell

Absatz

Jan-Apr

1 F-SERIE 270.722 FIESTA 53.376 FIESTA 100.165 FOCUS 151.932

2 FUSION 115.942 ECOSPORT 34.704 FOCUS 78.619 FIESTA 32.610

3 ESCAPE 113.786 KA 20.600 TRANSIT 45.314 RANGER 25.624

dass wir Teil eines immer erfolgreicheren

globalen Unternehmens sind. Mit den KollegInnen

aller Regionen sind wir als ein Team

verbunden, das einer wachsenden Zahl an

Kunden attraktive, technologisch fortschrittlichen

Fahrzeuge bietet, die ihnen das

Autofahren angenehmer machen, egal

wo auf der Welt.

FCSD-E

Mit $193 Millionen übertraf der Umsatz im

Mai unsere Zielsetzung um $1,2 Millionen.

Verglichen mit Mai 2012 zeigt sich jedoch

ein Rückgang um $11 Millionen. Für das

laufende Jahr fielen die Umsätze um $21,7

Millionen geringer aus als geplant. Die

Lagerbestände im Handel wurden im Mai

um den Wert von $3 Millionen verringert,

womit wir die Zielsetzung für 2013 bereits

erfüllt haben. Zusätzliche Maßnahmen in

allen Märkten sollen die Nachfrage und das

Werkstattgeschäft weiter stimulieren.

Bis Mai wurden 320.000 Ford Protect-

Verträge abgeschlossen. Mit 66,2 % liegt

die Durchdringungsrate in Europa 4,2 Punkte

über der Zielvorgabe. Die Ford Assistance

Mobilitätsgarantie (SARA) erreichte im Mai

mit 210.000 Verträgen einen neuen Bestwert.

Seit Jahresbeginn wurden 919.000 Abschlüsse

verzeichnet, 484.000 bzw.

111% mehr als 2012.

Mit erneuten Spitzenwerten in Verkauf

und Service setzte sich der Aufwärtstrend

bei der Kundenzufriedenheit fort.

@Ford Europa Juli/August 2013 17


Reportage

In der CAVE-WELT

Immer öfter verlassen die Ford Ingenieure bei der Entwicklung

neuer Fahrzeuge heutzutage die reale Welt. Spezielle virtuelle

3D-Umgebungen sind eine Alternative zum kostenintensiven

Prototypenbau. @Ford hat sich einmal umgesehen

Das sagt die Presse:

Christoph Böckmann, VDI Nachrichten

(Deutschland): „Toll, diese Technologie im

echten Nutzungsumfeld zu erleben und

nicht wie sonst auf einer Messe.“

Lino Garbellini, Corriere della Sera (Italien):

„Die Zukunft der Automobilindustrie ist nicht

mehr nur ein Traum – virtuelle Realität und

3D-Druck sparen bei der Entwicklung Zeit und

Kosten.“

Stephen Holmes, Develop3D (Großbritannien):

„Ein sehr informativer Besuch – so etwas

wollte ich schon seit Jahren mal erleben.

Alles wurde sehr gut erläutert und ich schätze,

ich werde einiges zu berichten haben.“

Martin Castro, Personal Computer & Internet

(Spanien): „3D-Technologie ist die Zukunft!“

Der Raum, in dem die Ford-Fahrzeuge

von morgen ihren letzten Schliff erhalten

und abgestimmt werden, erscheint zunächst

eher unpassend: Große weiße Wände bilden

eine dreiseitige Box, Projektoren werfen

Bilder an Wand und Decke. In der Mitte

steht nur ein verstellbarer Sitz.

Wer dort Platz nimmt, muss bloß noch die

3D-Brille mit Reflektoren aufsetzen – schon

eröffnet sich eine eindrucksvolle, virtuelle

Welt. Möglich wird dies durch CAVE (Computer-Automated

Virtual Environment). Das

computergestützte System visualisiert

Fahrzeuge in 3D, also in dreidimensionaler

Echtzeit-Ansicht. Ob Größe und Position

eines Becherhalters oder die Sicht durch

das Heckfenster: Anstatt reale Prototypen in

einem zeitaufwändigen und ressourcenintensiven

Prozess zu konstruieren, nutzt Ford

diese virtuelle Fertigungsumgebung, um

neue Fahrzeuge bis ins Detail zu testen und

zu verfeinern.

Im Mai lud Ford 15 Medienvertreter aus

ganz Europa zu einer Demonstration der

Anlage nach Merkenich ein.

„Wir können jetzt ein Fahrzeug digital

erzeugen, das wir später real erleben

werden“, sagt Michael Wolf, Virtual Reality

Supervisor bei Ford Europa. „Natürlich

setzen wir nach wie vor auf das Know-how,

die Erfahrung und die Fantasie unserer

Entwicklungs-Ingenieure. Sie verfügen nun

jedoch über ein neues, innovatives und

höchst anspruchsvolles Werkzeug.“

Die Ingenieure in Merkenich nutzen das

CAVE-Tool in Kombination mit 3D-Projektion

und 3D-Polarisationsbrille. Auf der

Masterbrille sind Reflektoren zur Positionserkennung

angebracht. Dies ermöglicht eine

direkte Interaktion zwischen den „Insassen“

und dem virtuellen Fahrzeug – wichtig

beispielsweise bei der Frage, wo Bedienelemente

im Armaturenträger bestmöglich

platziert werden sollen oder wie die Ablagen

in den Türen beschaffen sein müssen.

Werden bei der Fahrzeugentwicklung nur

einzelne Komponenten benötigt, kommen

moderne 3D-Drucker zum Einsatz. Sie

bilden aus tausenden von ultra-feinen

Materialschichten komplexe Formen und

Designs. 3D-Drucker können bis zu drei

verschiedene Arten von Harz verarbeiten

und daraus – je nach Wahl – harte und

weiche Abschnitte innerhalb eines einzelnen

Objekts erstellen.

3D-Drucker wurden zum Beispiel verwendet,

um beim Ford B-MAX einen Türgriff und

Teile der Sitze plastisch zu veranschaulichen.

Beim Ford Kuga waren es die Verkleidung

der A-Säule und ein Federwegbegrenzer

der Heckklappe. So haben modellhafte

Teile aus dem 3D-Drucker ihren Weg in die

spätere Fertigung von ganz realen Fahrzeugmodellen

gefunden. Diese Technologie

ist eine Ergänzung der virtuellen CAVE-Welt,

die in diesem Zusammenhang an ihre

Grenzen stoßen kann.

3D-Drucker bilden aus

tausenden von ultra-feinen

Materialschichten komplexe

Formen

18 @Ford Europa Juli/August 2013


Moment@Ford

06.06.2013, Ford Driving Skills for Life.

Mit einer Spezialbrille werden den

Teilnehmern die Auswirkungen des

Alkoholgenusses aufgezeigt

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