Gesichter der AWO - AWO Frankfurt

awo.frankfurt.com

Gesichter der AWO - AWO Frankfurt

Ausgabe 04 / 2013

Gesichter der AWO

Mit aktuellen Themen

Ziele der

AWO Abgeordneten“

in Wiesbaden

und Berlin

Pionierinnen der

Pflege von Menschen

im Wachkoma

AWO Ortsverein

Nordend:

Tradition und

frischer Wind

Geschenk

nach Maß:

die Anlass-

Spende

www.awo-frankfurt.de


Sozialpolitische Präsenz & Engagement

Editorial: Menschen in der AWO 2

Warum engagieren sich Menschen

in der AWO? 3

Menschen engagieren sich in der AWO 4

Johanna-Kirchner-Preis 2013 4

Anna Beyer: „Wir waren die junge Garde“ 5

Die Ziele derAWO Abgeordneten“

in Wiesbaden und Berlin 6

Ich bin in der AWO, weil … 7

Sie möchten

unsere Arbeit

unterstützen?

AWO Kreisverband Frankfurt am Main e.V.

Konto-Nr.: 290 106 | BLZ: 500 502 01

Frankfurter Sparkasse

Johanna-Kirchner-Stiftung

Konto-Nr.: 99 29 76 | BLZ: 500 502 01

Frankfurter Sparkasse

Professioneller Dienstleister

August-Stunz-Zentrum

feiert 15 Jahre Lebensbaum 8

Ljubica Greschik und Kordula Zöller:

Pionierinnen der Pflege in „Phase F“ 9

Erich Heymach:

Kaufmann zum Wohle der Menschen 10

Anna Tippmann:

Leidenschaft für Entwicklungsräume 10

Alfred Leonhardt:

Hurra, ein neues technisches Problem! 11

Wolfgang Stasche: Immer Mut für Neues 12

AWO-Fotowettbewerb 2014 12

AWO Jugendwerk:

Kino del Sol auf großer Leinwand 13

Ein starker Mitgliederverband

AWO Ortsverein Nordend:

Tradition und frischer Wind 14

Freiwilligenarbeit und Ehrenamt

Sigrid Meyer-Flotho:

Kinder machen einfach Spaß 15

Hannelore Krempa Stiftung

pflegt die AWO Tradition16

Geschenk nach Maß: die Anlass-Spende17

Die AWO Frankfurt sagt Dankeschön! 18

Herausgeber:

Arbeiterwohlfahrt Kreisverband

Frankfurt am Main e. V.

Henschelstraße 11 · 60314 Frankfurt/M.

Tel.: 069/298901-0 · Fax: 069/298901-10

info@awo-frankfurt.de · www.awo-frankfurt.de

Dr. Erich S. Nitzling / Vorsitzender

Dr. Jürgen G. Richter / Geschäftsführer

Verantwortlich i. S. d. Pressegesetzes:

Henning Hoffmann

Redaktion:

Martina Scheer, Kommunikationsberatung

Tel.: 06181/9883-144 · kontakt@martina-scheer.de

Konzept & Gestaltung:

VON WEGEN Kommunikationsagentur,

Frankfurt am Main · Tel.: 069/94419836

Fundraising & Anzeigen:

Christiane Sattler

Tel.: 069/298901-46 · Fax: 069/298901-10

christiane.sattler@awo-frankfurt.de

Fotos: Martina Scheer, axel.hess.com,

© Thomas Siepmann-Pixelio.de,

© koi88-Fotolia.com, © Tom-Hanisch.de -Fotolia.com,

© David Büttner-Fotolia.com, © Dennis Skley-Flickr.com,

© Didi01-Pixelio, Reinhard Grieger-Pixelio, uvm.

Henning Hoffmann, Verbandsreferent

Editorial:

Menschen in der AWO

Da war die Idee:

Eine Ausgabe der AWO-Zeitung zu machen, in der die

„Menschen in der AWO“ herausgestellt werden. Menschen,

die eine Geschichte haben, Menschen, die eine

Idee in sich tragen, Menschen, die sich vielfältig für die

AWO engagieren.

Da war schnell ein Problem:

Wo anfangen und wo aufhören? Schnell war klar, dass

wir uns hier dem Kern der AWO nähern, den „einzelnen

Menschen“, mit dem Risiko, jemanden zu vergessen

oder zu übergehen.

Nein, wir haben niemanden

„vergessen“ oder „übergangen“!

Sondern unser Ziel erreicht, den Reichtum der AWO zu

zeigen. Wir lernen in dieser AWO Zeitung sehr unterschiedliche

Menschen kennen, stellvertretend für alle

Mitglieder, Mitarbeiter, Freiwillige und Förderer.

Sie alle spannen einen Bogen für eine Solidarische

Stadtgesellschaft. Sozialpolitisches Engagement und

Veränderung hat Tradition in der AWO und findet seinen

Ausdruck auch in der Verantwortung in unserem

politischen System.

Die AWO Zeitung erscheint

vierteljährlich

und ist ein kostenloser

Informationsservice

der Arbeiterwohlfahrt,

Kreisverband Frankfurt

am Main e.V. Nachdruck

oder Veröffentlichung ist

nur mit Genehmigung des

Herausgebers gestattet.

Einsender von Briefen und

Manuskripten erklären

sich mit der redaktionellen

Bearbeitung

einverstanden. Einzelne

Beiträge müssen nicht in

allen Fällen die Meinung

der Redaktion bzw. des

Herausgebers wiedergeben.

Der Herausgeber

haftet nicht für unverlangte

Einsendungen.

Unsere Mitarbeiter in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern

setzen sich über den Job hinaus für die Menschen

in den Einrichtungen ein, oftmals vorneweg, aber auch

im Hintergrund. Ehrenamt und Hauptamt – da darf die

vermeintliche Grenze schon mal verschwimmen.

Anerkennung und Wertschätzung für jeden Einzelnen

im Ehrenamt in unseren Ortsvereinen, ohne die in den

Stadtteilen etwas sehr Wichtiges fehlen würde – der

Zusammenhalt in der Nachbarschaft und im Quartier...

Danke auch an die Freiwilligen, die Menschen, die zu

uns kommen und „zwei Stunden pro Woche mitbringen“

– zwei Stunden, die für die Kinder in den Kindertagesstätten

oder für die Älteren in den Pflegeheimen so

unglaublich wichtig und einfach wunderbar sind.

In unserer Betrachtung finden sich Spender und Förderer,

ohne deren Unterstützung die eine oder andere

Idee eventuell nicht hätte realisiert werden können.

Mit diesem finanziellen Engagement werden Möglichkeiten

geschaffen.

Unser Dankeschön an alle darüber hinaus ist unermesslich

und macht uns stark. Ich bin mir sicher, dass wir

uns auch im nächsten Jahr bei der einen oder anderen

Gelegenheit sehen.

Henning Hoffmann


Sozialpolitische Präsenz

& Engagement

Dr. Jürgen G. Richter

Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt

Kreisverband Frankfurt am Main e.V.

Warum engagieren sich Menschen in der AWO?

Seit 1919 haben sich einige Millionen

Menschen in der Arbeiterwohlfahrt und

für ihre Ideen engagiert. Am Anfang stand

Marie Juchacz, die Gründerin des Verbandes,

eine entschiedene Streiterin für die

Gleichberechtigung der Frauen und für eine

sozial gerechte Gesellschaft. Ihr Motiv für

den Einsatz für ein würdiges und menschliches

Leben resultierte aus der vielfachen

Erfahrung des Massenelends der arbeitenden

Menschen in den großen Städten.

In den dunklen und feuchten Mietskasernen

waren Hunger, Krankheit und Hoffnungslosigkeit

zu Hause.

Marie Juchacz, ganz Sozialistin der Tat,

wollte dieser buchstäblich himmelschreienden

Ungerechtigkeit nicht länger zusehen.

Daher galt der erste Einsatz auch den

existenziellen Bedürfnissen der Menschen:

Essen (Suppenküchen), Kleidung (Nähstuben)

und der Einsatz für den Bau heller

und gesunder Wohnungen.

Viele ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter

waren aus Solidarität mit den Schwächeren

dabei. Manche auch, weil sie nicht

nur Hilfe brauchten, sondern – typisch für

diesen Verband – auch selbst helfen

wollten.

So kamen politisch und sozial engagierte

Menschen, Hilfsbedürftige und die ersten

„Profis“ der Sozialen Arbeit zusammen

und wurden zum Gesicht, zu den Händen

und Füßen der Arbeiterwohlfahrt.

Auch nach 1945 kamen Engagierte und

Hilfsbedürftige, von denen die meisten

engagierte Hilfsbedürftige waren, denn in

jenen Tagen brauchte nahezu jeder Mensch

Hilfe.

Auch heute sind die Motive für das Engagement

in der AWO vielfältig: Immer noch

gibt es die große Gruppe jener, die sich

auf Grundlage ihrer politischen Haltung,

ihrer Wertorientierung und ihrer solidarischen

Gesinnung bewusst für die AWO, ihre

Tradition und ihre hohe Fachlichkeit engagieren,

sei es ehren- oder hauptamtlich.

Was heute sicherlich fehlt ist die wirkmächtige

Bindung an die Zugehörigkeit zur

„Arbeiterklasse“.

Neue Bindungen sind häufig anstelle dieses

Klassenbewusstseins getreten und

haben diese Gruppe bunter und heterogener

werden lassen: Klassische Arbeiter/

innen und Gewerkschafter/innen engagieren

sich neben Akademikern/-innen und

anderen Menschen aus allen Bildungsund

Bevölkerungsschichten.

Auch die klassische Selbsthilfe ist als Grund

des Engagements seltener geworden.

Eltern von Kita-Kindern, Angehörige von

Heimbewohnern/innen finden den Weg in

unseren Verband, genauso wie viele unserer

hauptamtlichen Mitarbeiter/innen, die

nicht nur ihre Arbeitskraft verkaufen wollen,

sondern die sich auch ehrenamtlich

mit der Geschichte und „Mission“ der AWO

identifizieren wollen.

Viele Menschen suchen nach einem sinnvollen

Ort des nachberuflichen oder

nebenberuflichen Engagements. Ihre

Erfahrungen und ihr Fachwissen wollen sie

weiter zur Verfügung stellen.

Ganz junge AWO Mitglieder treffen sich im

Jugendwerk, wo sie soziale, kulturelle und

politische Projekte voranbringen.

Auch wenn die über 60 jährigen sicherlich

überwiegen, so finden doch Menschen

aller Altersklassen den Weg zu uns.

Immer mehr Menschen kommen auch, in

deren individueller Vita oder Familiengeschichte

Migration eine Rolle gespielt hat.

AWO ist in bestem Sinne bunt, international

und in jeder Hinsicht vielfältig. AWO ist ein

Ort für sinnstiftende Betätigung.

Das kann man nur beim Mittun erfahren;

darum die herzliche Einladung, mitzumachen

und unseren Verband kennenzulernen!

Dr. Jürgen G. Richter

Marie Juchacz, die Gründerin

des Arbeiterwohlfahrt Verbandes

Seite 3 Ausgabe 04 / 2013 Die Zeitung


Titel der Bachelor-Arbeit:

Sozialpolitische Präsenz

& Engagement

1. Reihe von links: Anke Uhl (Referentin des Geschäftsführers), Jürgen G. Richter (AWO Geschäftsführer), Ottilia Altmann, Barbara Strohmayer, Elke Sautner, Hannelore Mees,

Erich Schlauch, Barbara Schwarz | 2. Reihe von links: Rolf Höhne (Stv. AWO Geschäftsführer), Susanne Schubert, Rudi Kraus, Panagiotis Triantafillidis, Wolfgang Rüth, Ansgar

Dittmar, Erich S. Nitzling (Vorsitzender), Rolf Schubert, Sylvia Lohr, Henning Hoffmann (Verbandsreferent), Hans Schwab, Klaus-Dieter Storck. | Leider nicht auf dem Foto:

Turgut Yüksel, Yilmaz Karahasan, David Dilmaghani

Menschen engagieren sich in der AWO

Der Kreisvorstand der AWO Frankfurt wurde

2013 für weitere vier Jahre gewählt. Neben

der Wiederwahl langjähriger Vorstandsmitglieder

kamen einige „neue Gesichter

dazu. Ein Zeichen für hohe Kompetenz und

viel Engagement für die AWO in Frankfurt.

Johanna-Kirchner-Preis

für außergewöhnliche Abschlussarbeiten im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit

Preisträgerin 2013:

Afsane Ghoreichi

Und für Kontinuität: Erich S. Nitzling, seit

über 20 Jahren Vorsitzender des Kreisverbandes,

wurde mit überwältigendem

Ergebnis bestätigt. Ehrenamt und Hauptamt

werden die erfolgreiche Zusammenarbeit

fortsetzen.

Henning Hoffmann

Johanna-Kirch

für außergewöhnliche Abschlussarbeiten im Fachbere

2013

Preisträgerin 2013:

Afsane Ghore

Titel der Bachelor-Arbeit:

„Geschlechtssensible „Die Landschulheimbewegung Beratung für Jugendliche – Zwischen Konsument_ Anspruch u

Fachhochschule Frankfurt a.M., Bachelor-Studiengang „Soziale

Referentin: Prof. Dr. Gudrun Ulrike Schmauch Maierhof

J

2013

Johanna

Kirchner

Titel der Bachelor-Arbeit:

„Geschlechtssensible „Die Landschulheimbewegung Beratung für Jugendliche – Zwischen Konsument_innen Anspruch und Wirklichkeit“

illegaler Drogen“

Fachhochschule Frankfurt a.M., Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ (Bachelor of Arts),

Referentin: Prof. Dr. Gudrun Ulrike Schmauch Maierhof

1. Platz | Urkunde

Prof. Dr. Gero Lipsmeier

Dekan des Fachbereichs

Soziale Arbeit und Gesundheit

Dr. Jürgen Richter

Geschäftsführer der

AWO Frankfurt am Main e.V.

Afsane Ghoreichi nimmt von Henning Hoffmann den

Prof. Dr. Gero Lipsmeier

Johanna-Kirchner-Preis entgegen. Rechts: Laudatorin

Dekan des Fachbereichs

Prof. Soziale Dr. Gudrun Arbeit und Maierhof, Gesundheit Professur für Geschichte und

Methoden der Sozialen Arbeit, FH Frankfurt.

Dr.

Ge

AW

Johanna-Kirchner-Preis 2013

„Die Landschulheimbewegung – Zwischen

Anspruch und Wirklichkeit“ lautet

die Bachelor-Arbeit von Afsane Ghoreichi,

die den mit 1.000 Euro dotierten Johanna-

Kirchner-Preis 2013 erhielt.

Beim Festakt des Studiengangs „B.A. Soziale

Arbeit“ im Audimax der Fachhochschule

gratulierte AWO Verbandesreferent Henning

Hoffmann der Absolventin.

Seit 2011 verleiht die AWO zusammen

mit dem Fachbereich Soziale Arbeit und

Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt

den Johanna-Kirchner-Preis für außergewöhnliche

Abschlussarbeiten, die sich

bei der Weiterentwicklung der Sozialen

Arbeit hervortun. Bisherige Preisträgerinnen

waren: Stefanie Selic „Neue Technologien

in der Altenhilfe“ und Cora Strietzel

„Geschlechtssensible Beratung für jugendliche

KonsumentInnen illegaler Drogen“.



Martina Scheer

Die Zeitung Ausgabe 04 / 2013 Seite 4


Anna Beyer:

„Wir waren

die junge Garde“

Anna Beyer, eine der Wiedergründerinnen

der AWO Frankfurt nach dem 2. Weltkrieg,

wurde am 2. Februar 1909 in Frankfurt geboren.

14jährig wurde sie, geprägt durch

ihr Elternhaus, Mitglied der Sozialistischen

Arbeiter-Jugend SAJ. Als junge Frau schloss

sie sich dem Internationalen Kampfbund

ISK um den charismatischen Leiter

Leonhard Nelson an. Bis zur Weltwirtschaftskrise

arbeitete sie fast sechs Jahre

lang in der Frankfurter Niederlassung der

Schlüchterner Seifenfabrik Viktor Wolf.

1933 ging Anna Beyer in den Widerstand.

Um Hitler-Gegnern einen unverdächtigen

Treffpunkt bieten zu können, eröffnete

sie 1935 ein vegetarisches Restaurant

im Steinweg – das aber bald ins Visier der

Gestapo geriet. Legendär sind ihre lebensgefährlichen

Protestaktionen gegen die

Nazis, als sie mit einem schweren Koffer

durch Frankfurts Straßen ging und immer,

wenn sie den Koffer abstellte, das Motto

„Nieder mit Hitler!“ mittels einer Druckmechanik

auf das Straßenpflaster gestempelt

wurde.

1937 musste sie aus Deutschland flüchten,

fand nach einer Odyssee durch mehrere

europäische Länder Asyl in England und

engagierte sich dort in der Jugendarbeit,

vor allem für emigrierte deutsche Sozialisten.

1944 ging sie nach Frankreich, von

dort in die Schweiz. Nach Kriegsende kehrte

sie am 2. Juni 1945 in ihre Heimatstadt

Frankfurt zurück. Dank ihrer Schweizer

Kontakte unterstütze das dortige Arbeiter-

Hilfswerk Solidarität die Genossen im zerstörten

und hungernden Deutschland. Sie

widmete sich mit aller Kraft dem Wiederaufbau

ihres Heimatlandes.

Zusammen mit dem AWO „Urgestein“ Marie

Bittorf betrieb Anna Beyer schon im Sommer

1945 die Wiedergründung der Arbeiterwohlfahrt

Frankfurt und nutzte dafür

auch ihren Kontakt zu Marie Juchacz,

die 1919 die Arbeiterwohlfahrt in Berlin

gegründet hatte. Auch in der Nachkriegszeit

hatte sie es schwer, sich als Frau unter

einer erdrückenden Mehrheit von Männern

durchzusetzen. Ihre Hoffnung in dieser Zeit

galt einer glücklichen Zusammenarbeit von

Foto: privat

Kommunisten und Sozialdemokraten – die

allerdings enttäuscht werden sollte.

Anna Beyer wirkte auch an der Wiedergründung

der Frankfurter SPD mit und

wurde zunächst in den Bürgerrat, dann zur

Stadtverordneten gewählt. Ihre Themen

waren Frauen- und Jugendarbeit, auch

nach ihrem Eintritt in die Ministerialbürokratie

der Hessischen Landesregierung. Der

„Walkemühle“, einer pädagogischen Einrichtung

der Arbeiterbewegung in Nordhessen,

galt ihr besonderes Augenmerk.

Nach ihrer Pensionierung 1974 trat Anna

Beyer häufig als Zeitzeugin in Schulen und

Bildungseinrichtungen auf. Sie erzählte

über die Geschichte der Arbeiterjugendund

der Frauenbewegung. Sogar in einem

Film, „Wir waren die junge Garde“, finden

wir sie. Im Alter von 82 Jahren starb Anna

Beyer in Frankfurt am Main. Ihr umfangreicher

Nachlass im Hessischen Hauptstaatsarchiv

in Wiesbaden ist eine kostbare

Quelle für die Sozial- und Parteigeschichtsschreibung.


Hanna Eckhardt


Sozialpolitische Präsenz

& Engagement

Gernot Grumbach Ulli Nissen Andrea Ypsilanti Turgut Yüksel

Ziele derAWO Abgeordneten“ in Wiesbaden und Berlin

Spannender als der sonntägliche „Tatort“

verliefen in diesem Jahr die Bundestagsund

die Hessische Landtagswahl – „Opfer“

und „weiterführende Ermittlungen“

inklusive. Gespannt schauen wir nach

Berlin und Wiesbaden, ob nun wirklich

etwas für die Menschen vereinbart wird:

Pflegereform, Mindestlohn, Bildung…

Mit Andrea Ypsilanti, Turgut Yüksel (Mitglied

im AWO Kreisvorstand) und Gernot

Grumbach zogen drei Mitglieder der AWO

Frankfurt als Abgeordnete ins Hessische

Parlament ein. Ulli Nissen, Revisorin im

AWO Kreisvorstand, vertritt die SPD als

Bundestagsabgeordnete. Die AWO Zeitung

stellte ihnen drei Fragen.

Für welche „AWO Themen“ wollen Sie

sich in der kommenden Legislaturperiode

stark machen?

Ulli Nissen,

SPD Bundestagsabgeordnete

Als Frankfurter SPD Bundestagsabgeordnete

will ich mich u. a. für folgende Punkte einsetzen:

Für gute Arbeit, gute Löhne, gute

Renten und eine gute Pflege. Für mehr

soziale Gerechtigkeit, die Einführung der

Bürgerversicherung sowie für Mieter und

Verbraucherschutz. Für gerechte Steuern

und Kampf gegen Steuerbetrug, die bessere

Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für

eine gesunde Umwelt auch mit einer deutlichen

Reduzierung des Straßen-, Bahnund

Fluglärms.

Andrea Ypsilanti,

SPD Landtagsabgeordnete in Hessen

Die AWO leistet in sehr vielen Bereichen

wichtige Arbeit und ihre Rolle in der

Bewältigung sozialpolitischer Aufgaben

kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Ein wichtiges Thema ist dabei für mich

die Pflege – sowohl im Alter als auch in

Fällen von Menschen, die durch ein plötzliches

Ereignis pflegebedürftig werden…

Außerdem werde ich mich dafür einsetzen,

dass die Angebote präventiver Sozialpolitik

auf- und ausgebaut werden, dazu gehören

Spielstuben und Jugendclubs genauso wie

Beratung und Resozialisierung ehemaliger

Strafgefangener. Nicht zuletzt die miserable

Sozialpolitik in Hessen, die aktuelle Krise

und falsche Strategien zur ihrer Bewältigung

verschärfen die Lebenssituationen

vieler Menschen. Wenn wir eine solidarische

Gesellschaft wollen, brauchen wir

Unterstützungsstrukturen für Menschen in

Notlagen und ein breites Beratungsangebot,

damit Menschen am besten gar nicht

erst in Not geraten.

Turgut Yüksel,

SPD Landtagsabgeordneter in Hessen

Die Sozialdemokratie und die Arbeiterwohlfahrt

verbindet beide der Wunsch

nach sozialer Gerechtigkeit und der gesellschaftlichen

Teilhabe aller Menschen. Sie

verbindet auch der Wunsch nach einer

Gesellschaft, in der die starken Schultern

mehr tragen als die schwachen Schultern.

Deshalb verbindet uns gerade in der Sozialpolitik

der Wunsch nach einem Paradigmenwechsel.

Dafür werde ich mich stark

machen.

Gernot Grumbach,

SPD Landtagsabgeordneter in Hessen

Mir ist die Umsetzung der Inklusion in allen

Bereichen ein wichtiges Anliegen.

Was steht auf Ihrer Agenda als Abgeordnete/r

ganz oben? Welches Thema

brennt Ihnen persönlich unter den

Nägeln?

Ulli Nissen,

SPD Bundestagsabgeordnete

Als erstes müssen wir den flächendeckenden

Mindestlohn einführen. Außerdem

müssen wir das Betreuungsgeld wieder

abschaffen. Nach Berechnungen des Handelsblatts

könnten mit den 2 Milliarden

Euro 200.000 neue Krippenplätze pro Jahr

geschaffen werden (dies will die SPD). Das

Geld würde aber auch reichen, um 50.000

zusätzliche Sozialarbeiter oder Sozialarbeiterinnen

zu bezahlen. Diese werden gerade

an vielen Schulen dringend benötigt.

Andrea Ypsilanti,

SPD Landtagsabgeordnete in Hessen

Kein Kind darf ohne einen soliden Vorrat

an Bildung aus der Schule kommen. Die

soziale Herkunft darf nicht länger über den

Bildungsweg und den Schulabschluss entscheiden.

Deshalb brauchen wir ein durchlässiges

Schulsystem und Ganztagsschulen,

die den Kindern Zeit und Möglichkeiten zur

freien Entfaltung eröffnen. Wir müssen das

Kinderförderungsgesetz in seiner jetzigen

Form dringend überarbeiten und endlich

den Inklusionsgedanken im Sinne der UN-

Konvention über die Rechte von Menschen

mit Behinderung umsetzen.

Turgut Yüksel,

SPD Landtagsabgeordneter in Hessen

Ich werde mich dafür einsetzen, dass wieder

mehr Menschen an unserer Gesellschaft

teilhaben können. Das Ziel einer solidarischen

Gesellschaft habe ich fest im Blick.

Dazu zählt neben einer ernst gemein-

Die Zeitung Ausgabe 04 / 2013 Seite 6


Sozialpolitische Präsenz

& Engagement

Rolf Menzer

ten Integrationspolitik auch ein Start ins

Leben, der durch gute Bildung und gute

Arbeit unterstützt wird. Deshalb halte ich

nach wie vor an einer Ausbildungsgarantie

für unsere Jugendlichen fest. Es gibt oft am

wenigsten Protest von Menschen, die sich

am Rand der Gesellschaft bewegen müssen

und sich häufig nicht wehren können,

wenn es Kürzungen im Sozialbereich

gibt (oder wenn dabei Flüchtlingsorganisationen,

Schuldnerberatungsstellen oder

Frauenhäusern die finanziellen Mittel entzogen

werden). Dagegen werde ich mich

immer wehren und Lobby für die diejenigen

sein, die sich nicht wehren können.

Gernot Grumbach,

SPD Landtagsabgeordneter in Hessen

Persönlich steht für mich die Chancengleichheit

beim Zugang zu Hochschulen im

Mittelpunkt. Dazu gehört eine angemessene

Finanzausstattung, die Ablehnung

von Studiengebühren und der Zugang aus

einer dualen Berufsausbildung.

Worin sehen Sie als Mitglied der AWO

deren besondere Stärken? Sie sind Mitglied

in der AWO, weil ….

Ulli Nissen,

SPD Bundestagsabgeordnete

Ich bin Mitglied, weil die AWO schon seit

fast einem Jahrhundert für Zusammenhalt

und Gerechtigkeit steht.

Andrea Ypsilanti,

SPD Landtagsabgeordnete in Hessen

Ich bin Mitglied der AWO, weil hier praktische

Arbeit geleistet wird für eine solidarische

und gerechte Gesellschaft: Hier

werden professionelle Dienstleistungen mit

der Förderung von ehrenamtlichem Engagement

verbunden, um Menschen dabei

zu unterstützen ihr Leben eigenständig zu

gestalten. Durch die Vielfalt der Ansätze

wird ein breites Spektrum angeboten, das

auch Räume für alternative Lebenskonzepte

eröffnet.

Turgut Yüksel,

SPD Landtagsabgeordneter in Hessen

Unsere Gesellschaft kann nur eine menschliche

und soziale Gesellschaft sein, wenn es

Strukturen gibt, die den schwächeren Menschen

helfen. Das tut die AWO seit über

90 Jahren. Beeindruckt bin ich auch vom

ehrenamtlichen Engagement der vielen

Mitglieder der AWO. Dieses Engagement ist

unbezahlbar, es ist wie das Rückgrat, das

unsere Gesellschaft aufrechterhält. Deshalb

bin ich als Sozialdemokrat Mitglied

der AWO.

Gernot Grumbach,

SPD Landtagsabgeordneter in Hessen

Ich bin in der AWO, weil sie nicht nur für

die Lösung sozialer Probleme eintritt sondern

auch eigene Beiträge zur Lösung

dieser Probleme leistet, und das in einer

guten Zusammenarbeit vom Hauptamtlichen

und Ehrenamtlichen. Martina Scheer

Ich bin

in der AWO, weil …

… ich das AWO Gen schon mit der Muttermilch

aufgenommen habe“, bekennt Rolf Menzer, Sohn

des SPD Vollblutpolitikers Rudolf Menzer, der u. a.

als Bürgermeister die Geschicke der Stadt Frankfurt

mitbestimmte. „Durch meinen Vater bin ich

sehr früh mit politischen Themen in Berührung

gekommen, die anderen erst viel später im Leben

zulaufen.“ Als der junge Rolf Menzer anfing, sich

gesellschaftlich zu engagieren, trat er in die SPD,

die Gewerkschaft und in die AWO ein. „Die Mitgliedschaft

in der AWO war für mich als Sozialdemokrat

selbstverständlich“, sagt er. Das ist jetzt

lange her, vor drei Jahren ehrte ihn die AWO für

seine 50jährige Mitgliedschaft.

Nach dem Studium startete der frisch gebackene

Jurist im Hessischen Wirtschaftsministerium. Rudi

Arndt war es, der ihn 1974 zurück nach Frankfurt

holte und ihm die Leitung des Hauptamtes, der

„Staatskanzlei des Magistrats“, anvertraute. Von

1991 an kam Rolf Menzer als Leiter des Ordnungsamtes

mit der Not der Menschen, die unter Brücken

schlafen und auf der Straße leben, in Kontakt. Er

gehörte auch der so genannten „Drogenrunde“

an, die für Abhängige einiges bewirkte.

Das Engagement für Benachteiligte ist es auch,

was ihn von der AWO überzeugt. Für Menzer

steht immer der Mensch im Vordergrund.

Begeistert ist er von der Schulranzenaktion, weil

der erste Ranzen für Kinder so wichtig ist. An

den AWO Einrichtungen gefällt ihm das soziale

Engagement, das weit über das normale Maß

hinausgeht. Großes Gefallen findet Menzer am

Internationalen AWO Sommerfest, zeigt es doch,

wie ein Miteinander der Kulturen im besten

Sinne gelebt werden kann.

Seit etwa zehn Jahren ist Rolf Menzer Stv.

Vorsitzender im Ortsverein Niederrad. Sein

Engagement in der AWO Geschichtswerkstatt

begann mit einer Informationstafel

über seinen Vater, den Namensgeber des

Bürgermeister-Menzer-Hauses. „Weil ich ein

alter Frankfurter bin und mich gut auskenne,

konnte ich zwischenzeitlich das ein oder andere

für die Geschichtswerkstatt beisteuern“, erklärt

er.

Martina Scheer

Seite 7 Ausgabe 04 / 2013



Die Zeitung


Professioneller

Dienstleister

Unter den Ehrengästen der Jubiläumsfeier waren (v. l.) Wolfgang Stasche, Vorsitzender der AWO Wiesbaden, Ralf Schmutz-Macholz,

Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Phase F Hessen, Andrea Ypsilanti, Landtagsabgeordnete und Laudatorin, Dr. Erich S. Nitzling,

Vorsitzender des AWO Kreisverbandes Frankfurt, Dr. Renate Wolter-Brandecker, Stv. Stadtverordnetenvorsteherin und Vorsitzende des

AWO Ortsvereins Ostend sowie der Stv. Geschäftsführer der AWO Frankfurt, Rolf Höhne.

August-Stunz-Zentrum feiert 15 Jahre Lebensbaum

Beim Tag der offenen Tür feierte das

August-Stunz-Zentrum das 15jährige Bestehen

seines Pflegebereichs „Lebensbaum“,

der bei seiner Gründung im Jahr

1998 ein Novum in Frankfurt darstellte.

Gepflegt werden hier in der so genannten

Phase F Menschen mit schweren und

schwersten neurologischen Schädigungen,

viele von ihnen liegen im Wachkoma.

Zentrumsleiterin Doris Mauczok sprach

beim Festakt großes Lob für das engagierte

Team aus, das zu den Experten für die Pflege

in der Phase F in Frankfurt zählt und bei

der Bereichsgründung Pionierarbeit leistete.

Die Nachfrage nach den Pflegeplätzen

ist stetig gestiegen. Gestartet sei man mit

12 Plätzen, die inzwischen auf 48 erweitert

wurden. Kritisch merkte Doris Mauczok

an, dass die Schere zwischen den pflegerischen

Notwendigkeiten und den Refinanzierungsmöglichkeiten

immer weiter

auseinandergeht.

Dr. Erich S. Nitzling, Vorsitzender des AWO

Kreisverbandes Frankfurt am Main, betonte,

dass die Spezialabteilung ganz im Sinne

der AWO Tradition stehe, den Schwächeren

zu helfen. Den Menschen in einer solch

schwierigen Situation müsse das Leben

leichter gemacht werden. Stattdessen würden

die zunehmenden Verwaltungsaufgaben

die Pflegerinnen und Pfleger unnötig

stark beanspruchen.

Ralf Schmutz-Macholz, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft

Phase F Hessen,

hob das besondere Engagement des

August-Stunz-Zentrums hervor, das zu

den dienstältesten Einrichtungen des Verbandes

in Hessen zählt. Er entwarf ein

Bild vom Potenzial dieser Spezialpflege

für die Entwicklungsmöglichkeiten der zu

Pflegenden.

Andrea Ypsilanti, Landtagsabgeordnete

der SPD, zog bei ihrer Laudatio den Hut

vor den Menschen, die sich für den Pflegeberuf

entscheiden. Sie hatte den Wohnbereich

Lebensbaum besucht und meinte,

dass diese Arbeit nicht hoch genug eingeschätzt

werden könne. Die Politik sei

gefordert, die Grundlagen für eine gute

finanzielle und personelle Ausstattung und

eine bessere Anerkennung der Pflegeberufe

zu schaffen.

Martina Scheer

Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt am Main e. V. | Tel: 069 / 298901-0 | www.awo-frankfurt.de | info@awo-frankfurt.de

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Die Zeitung Ausgabe 04 / 2013 Seite 8


Ljubica Greschick und Kordula Zöller (v. l.) haben den Lebensbaum

im August-Stunz-Zentrum mit gepflanzt und hegen ihn bis heute.

Ljubica Greschik und Kordula Zöller:

Pionierinnen der Pflege in „Phase F“

Kontakt: Doris Mauczok

Leiterin des August-Stunz-Zentrums,

Stv. Geschäftsführerin der Johanna-Kirchner-Stiftung

Tel.: 069 / 40 50 4-123

doris.mauczok@awo-frankfurt.de

„Frau Greschik und Frau Zöller haben

als Gründungsmitarbeiterinnen in der

Phase F Pionierarbeit geleistet und viel

zum guten Ruf des August-Stunz-Zentrums

in dem Bereich beigetragen“,

erklärt Zentrumsleiterin Doris Mauczok

bei der Jubiläumsfeier der Spezialabteilung

zur Pflege von Menschen mit

starken neurologischen Schädigungen.

Angesichts solchen Lobes zeigen sich

Ljubica Greschik und Kordula Zöller bescheiden.

„Wir machen unsere Arbeit,

das ist alles“, sagen sie übereinstimmend.

Und diese Arbeit machen sie

seit 15 Jahren aus ganzem Herzen.

Ljubica Greschik, Bereichsleiterin der

gesamten Phase F-Abteilung und Stellvertretende

Pflegedienstleiterin des

August-Stunz-Zentrums, kam 1985 als

Wohnbereichsleiterin ins Haus. Als sich

eine Arbeitsgruppe zur Konzeption der

Spezialpflegeabteilung bildete, war sie

mit im Boot – und ist es bis heute geblieben.

„Wir haben damals alle Neuland

betreten“, erinnert sie sich. „Es hat mich

gereizt, die Menschen so zu pflegen, wie

sie es brauchen und in Frankfurt etwas

Neues mit aufzubauen.“ Kordula Zöller,

Wohnbereichsleiterin Wachkoma, erinnert

sich noch an den Anruf ihrer ehemaligen

Kollegin. „Ljubica fragte mich,

ob ich in der neuen Spezialabteilung

mitmachen will. Ich zog nach Frankfurt

und war zehn Tage nach der Eröffnung

dabei.“

Pflegen mit feiner Wahrnehmung

Was ist es, das die beiden bei ihrer

Arbeit mit Menschen im Wachkoma

so fasziniert? Die Augen sind wach

– sprich geöffnet – aber der Mensch

lässt keinerlei Reaktion erkennen, so

glaubt man zunächst. Einhellig berichten

beide Frauen, dass der Kontakt zu

dem Menschen über seine Mimik, Gestik

und den Zustand seiner Vitalzeichen

wie Puls und Blutdruck sowie körperliche

An- oder Entspannung verläuft. Das

erfordere eine sehr feine Wahrnehmung

und der Kontakt sei intensiver als in der

konventionellen Pflege. „Das Spannende

ist es, herauszufinden was mit dem

Menschen ist, was er mitteilt“, sagt

Ljubica Greschik. „Das kann nicht jeder.

Neue Mitarbeiter brauchen eine Weile,

um sich einzufinden. Alle, die bei

uns arbeiten, haben sich ganz bewusst

dafür entschieden.“

In den 15 Jahren sind zwei Menschen

wieder voll erwacht. „Die eine Frau

wird jetzt zu Hause von ihrem Mann

versorgt. Sie kann wieder laufen und

sprechen und besucht uns immer“,

berichtet Kordula Zöller. „Die Begleitung

eines Menschen beim Erwachen ist eine

unglaublich bewegende Erfahrung.“

Mehrere Bewohner machten immerhin

solche Fortschritte, dass sie nach Hause

oder in weiterführende Reha Einrichtungen

wechselten.

Die Info-Broschüre

zum Phase-F

Angebot des August-

Stunz-Zentrums

Die Sensibilität, die diese Arbeit verlangt,

wirkt sich auch auf den Umgang

innerhalb des Teams aus. „Wir tauschen

uns intensiv aus und lernen immerfort

voneinander“, sagt Ljubica Greschik.

„Wir haben ein sehr gutes, hoch qualifiziertes

Team mit unterschiedlichem

fachlichem Hintergrund. Außerdem bilden

wir Schüler aus, die hier sehr gut

angeleitet werden. Das machen die Kollegen

gerne.“ Zudem ermöglicht das

August-Stunz-Zentrum Fortbildungen.

So verwundert es nicht, dass die meisten

Mitarbeiter hier ehemalige Schüler

sind und lange bleiben. Martina Scheer

FRANKFURT AM MAIN

Lebensbaum

Pflege von Menschen mit

schweren und schwersten

neurologischen Schädigungen

August-Stunz-Zentrum

Jede Menge Leben

Seite 9 Ausgabe 04 / 2013 Die Zeitung


Professioneller

Dienstleister

Anna Tippmann

Einrichtungsleiterin Kita

Sachsenhausen

Tel.: 069 / 61994911

anna.tippmann@awofrankfurt.de

Der ehemalige Leiter des Bürgermeister-Menzer-Hauses, Erich Heymach,

engagiert sich bis heute im Förderverein „Gute Geister“ für die Bewohner.

Kontakt: Doris Pogantke

Leiterin des Bürgermeister-

Menzer-Hauses | Tel.: 069 / 663001-0

doris.pogantke.bmh@awo-frankfurt.de

Erich Heymach:

Kaufmann zum Wohle der Menschen

Anna Tippmann:

Leidenschaft für Entwick

Einen vielschichtigen Berufsweg durchlief

der Niederder Erich Heymach, bevor

er nach einem Schicksalsschlag 1984 die

Leitung des Bürgermeister-Menzer-Hauses

übernahm. Sein Beruf des Schriftsetzers

starb aus und er schloss ein Studium

als Ingenieur für Wirtschaft und Technik in

der Druckindustrie ab. In einer großen Druckerei

war er als Betriebsabrechner für die

Kosten- und Leistungskontrolle zuständig

während er als engagierter Gewerkschafter

zugleich in Betriebsratsschulungen

den Kollegen Strategien gegen Rationalisierungsmaßnahmen

beibrachte. Dieser

Gegensatz geriet für Erich Heymach zum

inneren Konflikt.

Er wechselte zur Volkshochschule, um

Menschen in kaufmännischen Berufen

auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Als er

beim Berufsfortbildungswerk des DGB die

Geschäfte führte, verstarb seine Frau Sabine

ganz plötzlich an einem Herzinfarkt,

was sein Leben wiederum in eine ungeahnte

Richtung brachte.

Sabine Heymach war Heimleiterin im Bürgermeister-Menzer-Haus.

Wegen der geltenden

Residenzpflicht lebte das Ehepaar

in der Werkswohnung des Altenhilfezentrums.

Der Vollblut-Kaufmann mit pädagogischer

Erfahrung kannte das Haus

also schon recht gut – und so bot ihm

die Geschäftsführung der Johanna-Kirchner-Stiftung

die Leitungsposition an. Erich

Heymach trat in die Fußstapfen seiner

Frau.

Was die 14 Jahre seiner Leitungszeit bis

zur Berentung im Jahr 1998 am stärksten

prägte war die Einführung der Pflegeversicherung

– ein Einschnitt, der ihn bis heute

aufregt. Zuvor hatte sich die Pflegekostenerstattung

für Altenhilfezentren an der Zahl

und dem Grad der Pflegebedürftigkeit ihrer

Bewohner bemessen – eine vernünftige

Personalplanung war möglich. „Der Spielraum

für die Gehälter war auch da schon

eng gesteckt, aber man konnte noch was

machen“, sagt Heymach. Die Pflegeversicherung

aber entkoppelte die Refinanzierung

für Altenhilfezentren. „Seitdem

bedeuten mehr Bewohner nicht mehr

automatisch auch mehr Pflegekräfte. Das

wird einfach nicht mehr finanziert.“

Erich Heymach musste fortan dafür sorgen,

dass sich die Einsparungen so wenig

wie möglich auf Bewohner und Mitarbeiter

niederschlugen. „Das war eine ziemliche

Belastung“, sagt er. Aus Protest schloss

er sich vor 20 Jahren den Gründern des

Frankfurter Forums an, einem Zusammenschluss

Frankfurter Heimleiter. Man kämpfte

gemeinsam gegen die Einführung der

Pflegeversicherung und dann gegen ihre

Auswüchse.

Heute, im Alter von 80 Jahren, liegt Erich

Heymach das Wohlergehen der Bewohner

noch immer am Herzen und er

engagiert sich als Kassierer im Förderverein

„Gute Geister“ des Bürgermeister-

Menzer-Hauses. Der Verein gründete sich

auf den Impuls der heutigen Heimleiterin,

Doris Pogantke, hin. Er organisiert Spenden

für Dinge, die den Bewohnern das

Leben verschönern. Dazu gehören etwa

eine rollende Bibliothek oder der Besuch

von Veranstaltungen wie die Burgfestspiele

in Dreieichenhain.

Martina Scheer

Personalführung, Ausbildung und die

pädagogische Arbeit mit Kindern sind

Anna Tippmanns Steckenpferde – als Leiterin

der AWO Kita Sachsenhausen folgt

sie ihrer Berufung: „Ich empfinde eine

große innere Zufriedenheit, wenn ich

bei der Arbeit einen positiven Einfluss

auf die Entwicklung von Menschen nehmen

kann“, erklärt sie. „Unseren Auszubildenden

helfe ich herauszufinden, wo

ihre Fähigkeiten liegen und ermutige sie,

diese selbstbewusst weiterzuverfolgen.“

Fehler zu machen ist bei ihr erlaubt, denn

schließlich lernt der Mensch daraus am

meisten. Ihr liegt viel an einer ehrlichen

und kooperativen Zusammenarbeit.

Begeistert Studierende für die AWO

Ihrer Leidenschaft folgt Anna Tippmann

auch als Praxisanleiterin und Referentin

an der Vogelsbergschule in Lauterbach. Die

berufliche Schule bildet Erzieher nach dem

Situationsorientierten Ansatz aus, der auch

die Pädagogik der AWO Kitas bestimmt.

Sie gewährt den Schülern einen Blick in die

Praxis einer Kindertagesstätte in der Großstadt.

Häufig lädt sie Studierende zu Hospitationen

in die AWO Kita ein und viele wollen

danach ihr Praktikum bei der AWO machen.

Ganz stolz ist Anna Tippmann darauf, dass

sie einen jungen Erzieher der Schule für ihr

Team gewinnen konnte. Ihr Ziel ist klar: „Je

mehr Studierende nach ihrer Ausbildung bei

der AWO arbeiten, umso besser.“

Die Arbeit mit Kindern begleitet Anna

Tippmann schon seit ihrem 15. Lebensjahr.

Aufgewachsen in Offenbach als Kind italienischer

Eltern, engagierte sie sich neben

dem Gymnasium in der Evangelischen

Kirche als Kindergruppen- und Jugendfreizeitleiterin.

„Ab da war der Weg eigentlich

Die Zeitung Ausgabe 04 / 2013 Seite 10


Kontakt:

Mathias Rosenberger

Leiter Johanna-Kirchner-

Altenhilfezentrum

Tel.: 069 / 27 106-120

mathias.rosenberger.jka@

awo-frankfurt.de

Links: Anna Tippmann, Leiterin der Kita Sachsenhausen,

zusammen mit der kleinen Elma – Tochter eines Kochs

im August-Stunz-Zentrum – und ihrer Auszubildenden

Sabrina Höhn.

lungsräume

Alfred Leonhardt zeigt den kleinen Bösewicht. Diese rostige Rohrreduzierung

sorgte für eine kleine Überschwemmung im Joki.

Alfred Leonhardt:

Hurra, ein neues technisches Problem!

klar“, sagt sie heute. Nach ihrer Ausbildung

zur Erzieherin folgten berufliche

Stationen in kommunalen Kitas bis sie

2009 bei der AWO die Leitung der Kindertagesstätte

mit 44 Kleinkindern unter drei

Jahren übernahm.

Nimmt Azubis an die Hand

Eine spannende Herausforderung sei aufgrund

des angespannten Arbeitsmarktes,

dass junge Menschen mit sehr unterschiedlichem

Hintergrund in den Erzieherberuf

einsteigen. Mehr als früher müsse man

einige der Azubis schon sehr an die Hand

nehmen. Dass sie allen Azubis, die ihre

Ausbildung hier beenden, einen Arbeitsplatz

anbieten kann ist für sie eine große

Freude: „Welches Unternehmen kann das

heute schon noch sagen!“

„Für mich war und ist die AWO als wachsende

Organisation im Kita Bereich sehr

spannend“, bekräftigt sie. „Es begeistert

mich, dass hier in den Kindertagesstätten

so viel gemacht wird.“ Martina Scheer

www.awo-frankfurt.de

Kindertagesstätte

Sachsenhausen

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ein Malraum, ein Turnraum und ein Bällebad

• Ausflüge zu Spielplätzen, in den Wald und in den Zoo


Eingewöhnung nach Münchner Modell, aktive

Gestaltung des Wechsels in den Kindergarten

• Elternabende, Elterngespräche zur Eingewöhnung,

Entwicklung und aktuellen Themen des Kindes und

zum Abschluss der Krippenzeit

• Portfolio des Kindes, Lerngeschichten aus dem Alltag,

Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, Hospitationen,

Feste und Singkreise

„Ich freue mich über jede Lösung, die ich

finde“, sagt Alfred Leonhardt mit dem

ihm eigenen, schelmischen Lächeln. Und

kluge Lösungen sind dank der Tücken der

Technik vom Leiter der Haustechnik des

Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrums

(Joki) des Öfteren gefragt. „Die Bewohner

wollen 24 Stunden am Tag versorgt sein.

Wenn es da mal klemmt, muss schnell

repariert werden“, erklärt er.

Sei es, dass ein Aufzug nicht mehr fahren

will, die Heizungsanlage ihren Dienst verweigert,

ein Defekt in der Stromversorgung

geortet werden will oder im Extremfall ein

Loch im Rohr einen Teil des Kellers unter

Wasser setzt. Dann laufen Alfred Leonhardt

und sein Team zu Hochtouren auf. So verbrachte

er schon die ein oder andere Nacht

im Heizungskeller.

Meist sieht sein Alltag weniger spektakulär,

aber dennoch abwechslungsreich

aus. Entlang der Reparaturbücher behebt

er mit seinen drei festen Mitarbeitern

und den Hilfskräften alle Mängel in den

acht Gebäuden auf dem Grundstück des

Joki. Verantwortlich ist Leonhardt auch

für die Garten- und Winterdienste. Hinzu

kommen Renovierungen und Instandhaltungen

weiterer Gebäude des AWO

Kreisverbandes in der Stadt.

Seit 1984 ist Alfred Leonhardt jetzt im

Joki und seit einer Weile sieht man ihn

regelmäßig auf der Autobahn in Richtung

Mörfelden-Walldorf. Hier wurde

ihm nun auch die Haustechnik anvertraut.

Zusammen mit seinem Kollegen

Alfred Schneider aus dem August-Stunz-

Zentrum macht er die Liegenschaftsentwicklung

in allen Altenhilfezentren der

Stiftung – eine Aufgabe zwischen Architektur

und Instandhaltung.

Mit seinem Zivildienst im August-Stunz-

Zentrum fing alles an. Der damalige Student

der Industrieelektronik fand so viel

Gefallen an der praktischen Arbeit, dass

er zupackte, als ihm die Geschäftsführung

die freie Stelle im Joki anbot. Für

die Arbeit am Schreibtisch sei er nun mal

nicht geboren. „Das Schöne ist, es gibt

immer mal wieder neue technische Probleme“,

bekennt die Frohnatur. Dann

krempelt Alfred Leonhardt die Ärmel

hoch und fühlt sich voll in seinem Element.

Martina Scheer

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Ausgabe 04 / 2013 Die Zeitung

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Kontakt: Wolfgang Stasche

Vorsitzender der AWO Wiesbaden

Tel.: 06121 / 95 319-904

w.stasche@awo-wiesbaden.de

Wolfgang Stasche:

Immer Mut für Neues

Im Jahr 2000 war es, als Wolfgang Stasche

mitteilte, dass er nach 33 Jahren als Mitglied

im Stadtparlament Wiesbaden für die

SPD und langjähriger Sprecher für Sozialpolitik

bei den nächsten Wahlen nicht mehr

kandidieren werde. Postwendend wurde

er von der AWO Wiesbaden angesprochen,

ob er nicht den Vorsitz beim AWO Kreisverband

Wiesbaden übernehmen wolle.

„Das war für mich eine Herausforderung,

weil dieses Amt viel praktischer orientiert

ist als die politische Arbeit und auch völlig

anders als meine Arbeit in der Erwachsenenbildung

bei der Evangelischen Kirche“,

erinnert sich Wolfgang Stasche.

„Ich bin sehr froh darüber, dass ich diese

Herausforderung angenommen habe und

wir in meiner Zeit als Vorsitzender die AWO

Wiesbaden so weit ausgedehnt haben“,

sagt er heute. „Die Geschäftsführung hat

den Mut, etwas Neues aufzubauen und

beharrt nicht auf Vorhandenem – darin

stimmen wir überein und ziehen an einem

Strang.“

Die AWO hat in den 14 Jahren seines Vorsitzes

ihre Kindertagesstätten in Wiesbaden

von vier auf acht verdoppelt. Zu dem Altenhilfezentrum

Robert-Krekel-Haus kamen in

Bierstadt eine Senioren-Wohnanlage und

ein neues Altenhilfezentrum, das Konrad-

Arndt-Haus, hinzu. Mit ihm hat die AWO

Wiesbaden 120 komfortable Einzelzimmer

geschaffen, auf die sie sehr stolz ist.

Erfahrung plus Kontakte

Seine Erfahrung als Stadtverordneter und

seine Kontakte in die Stadtpolitik hinein

sind der AWO Wiesbaden in vielerlei Hinsicht

zugute gekommen – sei es bei der Genehmigung

des Baus von zwei neuen Kitas im

kommenden Jahr oder auch im sozialpolitischen

Arbeitskreis der SPD, in dem sich

die AWO für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen

sowie eine gute Versorgung

mit sozialen Einrichtungen engagiert. So

plant die AWO auch eine neue Einrichtung

für junge Behinderte auf dem Gelände des

ehemaligen Anny-Lang-Hauses.

Das Ehrenamt beleben

Sorge macht Wolfgang Stasche die Entwicklung

in den AWO Ortsvereinen mit

ihren 1.500 Mitgliedern. Einige Ortsvereine

mussten zusammengelegt werden, es fehlt

an aktiven jüngeren Mitgliedern und die

Zusammenarbeit unter den Ortsvereinen

braucht eine Stärkung. „Wir haben viele

verdienstvolle Mitglieder, die meist jedoch

schon älter sind. Das ehrenamtliche Engagement

innerhalb der AWO muss erhalten

bleiben, dafür müssen wir neue Ideen und

Konzepte entwickeln“, meint Stasche.

Bessere Arbeitsbedingungen müssen her

Eine wichtige Aufgabe sieht der Vorsitzende

auch hinsichtlich der Arbeitsbedingungen

in den AWO Einrichtungen. Wenngleich die

AWO als einer der wenigen Träger nach Tarif

bezahlt und vergleichsweise gute Arbeitsbedingungen

bietet, so verdichtet sich die

Arbeit immer mehr. „Die politischen und

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

werden immer ungünstiger, das darf so

nicht weitergehen“, betont Stasche. „Wir

brauchen eine staatliche Finanzierung mit

der wir mehr Personal einsetzen können

und die Ausbildung in den Pflegeberufen

und den Kitas muss besser anerkannt werden“,

fordert er. „Schließlich muss jeder

der arbeitet von seinem Geld leben können

– und dafür machen wir uns stark.“


Martina Scheer

AWO Foto-

Wettbewerb 2014

An die Kamera, fertig, los! Zum zweiten

Mal ruft die AWO Frankfurt zum großen

Fotowettbewerb auf. Teilnehmen können

alle Hobby-Fotografen zwischen 1 und

99 Jahren, die bis zu drei Bilder (eins pro

Themenbereich, jeweils maximal 3 MB

im jpg-Format) ins Rennen um die ersten

Plätze schicken dürfen. Mitmachen

lohnt sich, denn auch 2014 winken den

Gewinnern tolle Preise!

Beim Fotografieren sind der Fantasie keine

Grenzen gesetzt, die Bilder sollten sich

allerdings an folgenden Themenvorgaben

orientieren:

• MAIN Frankfurt

eine Stadt am Fluss

• ROT – in der Stadt

• PERSPEKTIVWECHSEL –

Bekanntes/Frankfurt einmal

anders

Wir freuen uns auf viele tolle Bilder und

wünschen jede Menge Spaß beim Fotografieren

– viel Erfolg!

Ausführliche Infos zu Themen

und Teilnahmebedingungen:

www.awo-frankfurt.de

Einsendeschluss: 1. Mai 2014

F

WETT

TO

BEWERB

2014

Die Zeitung Ausgabe 04 / 2013 Seite 12


Li

ert Orden

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AWO Jugendwerk:

Kino del Sol auf großer Leinwand

In die Welt von Korruption, Drogenhandel

und das Leben im Exil führte das

Cine del Sol – eine lateinamerikanische

Filmreihe, die das AWO Jugendwerk im

Deutschen Filmmuseum präsentierte. Die

Regisseure der drei ausgewählten Filme

diskutierten persönlich vor Ort mit dem

Publikum, einer von ihnen reiste eigens

aus Kolumbien an. Die Filmtage am 6. bis

8. September waren ein solcher Erfolg,

dass über eine Fortführung im kommenden

Jahr nachgedacht wird.

Mey Vasquez, Pilar Mendoza und Nico

Elbrecht aus dem ehrenamtlichen Team der

kriegkstr12, dem AWO Jugendwerk, machten

diese Premiere möglich. Filmabende

gehören in der Kriegkstraße 12 seit jeher

zum Programm: man stellt Stühle auf, zieht

die Leinwand herunter und schaltet den

DVD Player ein. Vor etlichen Monaten kam

der Wunsch auf, ein paar Filme auf einer

großen Leinwand zu zeigen.

Das Team von Cine del Sol, darunter Natascha Gikas vom Deutschen Filmmuseum (2.v.l.), Markus Toth, Regisseur von

Vuelta Y Vuelta (3.v.l.), daneben die Mitorganisatoren des AWO Jugendwerks Pilar Mendoza, Nico Elbrecht und Mey

Vasquez sowie rechts daneben Victor Gaviria, Regisseur von Sumas y Restas.

„Wir gingen zum Filmmuseum und trugen

der Kuratorin unsere Idee vor“, sagt

Nico Elbrecht. „Es war gar nicht so leicht

sie davon zu überzeugen, dass es uns mit

dem Projekt ernst ist und wir die meiste

Arbeit dafür selbst übernehmen werden“.

Und das Trio hatte bald viel zu tun:

Sie wählten die Filme aus, stimmten sie

mit der Kuratorin ab, luden die Regisseure

ein und gewannen Kooperationspartner

wie das Kulturamt und das Kolumbianische

sowie das Mexikanische Konsulat. Die Werbung

wurde vom Museum unterstützt.

Das Cine del Sol ist laut Nico Elbrecht

die Krönung der Arbeit mit der Gruppe

„Lateinamerika Research“ im AWO Jugendwerk.

Die Gruppe wurde von der kolumbianischen

Soziologin Mey Vasquez und dem

ehemaligen Menschenrechtsbeobachter

Tobias Puhlmann vor knapp zwei Jahren

gegründet. Mit im Team sind der Filmregisseur

und Drehbuchautor Nico Elbrecht

und Pilar Mendoza – wie Mey Vasquez

kommt sie aus Bogota und hat Soziologie

studiert. Bei Filmforen, Lesungen,

Vorträgen und Diskussionsrunden lernen

die Jugendlichen ein Stück Lateinamerika

kennen und sich eine kritische Meinung

zu bilden.

Unterstützt wurde die Filmreihe Cine del

Sol von: BGAG Stiftung (2.150 Euro), von

Schad’schen Stiftung (1.000 Euro), Kulturamt

der Stadt Frankfurt (1.000 Euro),

Best Western Grand City Hotel Frankfurt,

Karl Automobile GmbH, Brotfabrik, Kolumbianisches

sowie Mexikanisches Konsulat –

die AWO sagt Danke!

Martina Scheer

Kontakt: AWO Jugendwerk

kriegkstr12

Tel.: 069 / 98 95 95 66

kontakt@kriegkstr12.de

Cine D el Sol

l a T einaM erikaniSCh e

FilMTage

Das aktuelle Programm der

kriegkstr12 findet sich auf der

neuen Homepage des Jugendwerks:

www.kriegkstr12.de –

reinschauen lohnt sich! Per Klick

erreicht man von dort auch den

Blog und die Facebook Seite.

Ein großer Tag: Das Trio des AWO Jugendwerks

präsentiert zusammen mit der

Kuratorin des Deutschen Filmmuseums

(2. v. r.) das Cine del Sol

F r e i T a g

06.09. » 20 uhr

m e x i c o

Conejo en

la luna

von

Jorge ramírez Suárez

6. - 8. September 2013

DeutS cheS FilmmuS eum

FrankF urt am m ain

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07.09. » 20 uhr 08.09. » 17 uhr

c olombia c h i l e

Sumas y restas Vuelta y vuelta

von

Víctor gaviria

von

Daniela lucia Bichl

und Markus Toth

Ticketkauf: Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main

Tel.: (069) 961 220 – 220 | www. deutsches-filminstitut.de

Seite 13 Ausgabe 04 / 2013 Die Zeitung


Ein starker

Mitgliederverband

Der Vorstand des Ortsvereins Nordend (v. l.): Pascal Remijnse, Gretel Weiß, Reinhard Neumann,

Charlotte Schaus, Gerhard Schelbert (1. Vors.), Stella Stilgenbauer, Waldemar Adler, Sara Winschiers.

Gretel Weiß, die Seele des Ortsvereins Nordend,

beim diesjährigen Glauburgfest.

AWO Ortsverein Nordend: Tradition und frischer Wind

„Die AWO ist mein Leben, ich bin hier wie

daheim“, sagt die Seele des AWO Ortsvereins

Nordend, Gretel Weiß. 1924 geboren

geht sie nach 66 Jahren AWO Mitgliedschaft

auf die Vollendung ihres 90. Lebensjahres

zu. Ihre Energie ist ungebrochen: Täglich

fährt sie morgens um acht mit der Bahn zur

ihrer AWO, um nach dem Rechten zu sehen.

Sie putzt, räumt auf und gießt die Blumen

im Nordend-Zentrum. Dabei entgeht ihr

keine fällige Reparatur, die dann von Kassierer

Waldemar Adler – dem Techniker des

Ortsvereins – alsbald behoben wird.

Im Nordend geboren, lebt Gretel Weiß bis

heute in dem Stadtteil. Ihre Jugend war

geprägt vom Landjahr, dem Arbeitsdienst

und dann wurde sie auch noch als Flakhelferin

eingezogen. Später arbeitete sie im

Verkauf eines Oberbekleidungsgeschäfts.

Ihr Mann entstammte einer Familie aktiver

Sozialdemokraten und so kam die junge

Gretel Weiß sozusagen automatisch über die

SPD zur AWO. Früher hat sie mit ihrem Mann

die Vereinsbeiträge noch persönlich kassiert.

„Oft hatten die Leute kein Geld“, erinnert sie

sich. „Dann mussten wir noch einmal in den

vierten oder fünften Stock hochsteigen.“

Treffpunkt Nordend-Zentrum

1983 eröffnete der AWO Kreisverband sein

Nordend-Zentrum in der Eckenheimer Landstraße,

in das der Ortsverein Nordend einzog.

Von der verstorbenen Frau des 1. Ortsvereinsvorsitzenden,

Gerhard Schelbert, erbte

Gretel Weiß sozusagen den Seniorenclub,

in dem sie noch immer beim Dienstags-Café

unermüdlich am Werk ist. Zusammen mit

Gerhard Schelbert und Waldemar Adler erinnert

sie sich gerne an die belebten Zeiten im

Seniorenclub.

Der 1. Vorsitzende Gerhard Schelbert ist

seit mehr als 30 Jahren in der AWO. Er war

Stadtverordneter und Vorsitzender der SPD

im Nordend. Als seine Frau verstarb wurde

er als Stellvertretender Vorsitzender in den

Vorstand des AWO Ortsvereins gewählt. 1995

rückte er an die Spitze. „Damals waren kaum

aktive Leute da“, sagt er. „Ich habe über die

SPD neue Mitglieder reingeholt und das Nordend-Zentrum

florierte bald wieder.“

Früher kamen jeden Dienstag und Donnerstag

bis zu 50 Leute zum Seniorenclub,

da war der Saal noch voll. Schöne Ausflüge

und Reisen standen auf dem Programm.

Inzwischen tagt der Seniorenclub mit 10 bis

15 Leuten nur noch einmal die Woche. Auch

sozialpolitische Informationsveranstaltungen

und Beratungsangebote sind gestrichen.

Auf dem Programm stehen noch ein

Ausflug pro Jahr, Weihnachtsfeier und Sommerfest

sowie kleinere Feste wie die Großbildübertragungen

von Fußballspielen bei

der WM oder EM, bei denen Waldemar Adler

ganz in seinem Element ist. Auch beteiligt

sich der Ortsverein mit einem Infostand bei

Veranstaltungen von Vereinen im Stadtteil.

Für mehr fehlt es an aktiven Mitgliedern und

Geld in der Kasse.

Eine neue Generation zieht ein

Mit frischen Ideen ist Stella Stilgenbauer

Anfang dieses Jahres in den Ortsvereinsvorstand

der AWO Nordend eingezogen. Der

Kontakt entstand bei den Sitzungen des SPD

Ortsvereins im Nordend-Zentrum, dessen

Stellvertretende Vorsitzende sie ist. Zusammen

mit Waldemar Adler hat sie die Räume

renoviert und neue Schränke besorgt,

das war der Einstieg. Sie wurde AWO Mitglied

und zur 2. Vorsitzenden des Ortsvereins

gewählt. Mit ihr zog eine neue, junge

Generation in den Vorstand ein. „Als Selbstständige

habe ich Dienstags immer frei und

will hier was machen“, sagt sie.

Sie kümmert sich um die Hausordnung und

ist gerade dabei, einen neuen Flyer zu entwerfen,

den sie im Stadtteil verteilen will.

„Im Nordend gibt es kein Bürgerhaus und

viele Vereine nutzen das Nordend-Zentrum

bereits als Treffpunkt. Da muss es doch auch

für die AWO mehr Potenzial geben“, ist sie

überzeugt. „Wir überlegen uns, was man an

Veranstaltungen noch dazu nehmen kann.

Ich sammele gerade Ideen und bespreche sie

im Vorstand, um das Angebot im Seniorenclub

auszubauen. Damit möchten wir bestehende

und neue Mitglieder aktivieren.“

Ideenreichtum ist gefragt

Die meisten der 70 Mitglieder sind schon

recht betagt, sie kommen mal zur Weihnachtsfeier

oder zum Sommerfest. Auch im

SPD Ortsverein sei es schwierig, neue und

jüngere Mitglieder zu gewinnen. Ein Zeichen

der Zeit, meint Stella Stilgenbauer.

Auch Waldemar Adler kam 1997 über die SPD

zur AWO, seit 1999 wacht er als Kassierer im

Vorstand mit Argusaugen über die Finanzen.

Kassierer ist er durch und durch – auch bei

der SPD und dem Vereinsring. Gerne würde

er die AWO Vereinskasse mal wieder üppig

gefüllt sehen. „Wir sind dennoch immer froher

Dinge und guten Mutes“, sagt Stilgenbauer.

„Jetzt ist Ideenreichtum gefragt, um

die Leute zu begeistern.“ Martina Scheer

Kontakt: Ortsverein Nordend | Gerhard Schelbert

Tel.: 069 / 555242 | ov.nordend@awo-frankfurt.de

Vorstand

Ortsverein Nordend

1. Vorsitzender Gerhard Schelbert

2. Vorsitzende Stella Stilgenbauer

Kassierer Waldemar Adler

2. Kassiererin Gretel Weiß

Schriftführer Reinhard Neumann

Beisitzer

Pascal Remijnse,

Charlotte Schaus,

Sara Winschiers

Die Zeitung Ausgabe 04 / 2013 Seite 14


Freiwilligenarbeit

und Ehrenamt

Kontakt:

Pilar Madariaga

Agenturmanagerin

Freiwillig – Die Agentur in Frankfurt

Tel.: 069 / 298901-611

pilar.madariaga@awo-frankfurt.de

Sigrid Meyer-Flotho im Kreis „ihrer Schwimmkinder

Sigrid Meyer-Flotho: Kinder machen einfach Spaß

Im Urlaub am Strand las Sigrid Meyer-

Flotho ihrem kleinen Neffen aus einem

Buch vor und es dauerte keine fünf Minuten,

bis sich mehrere Kinder um sie scharten

und gebannt lauschten. „Ich hatte so viel

Spaß dabei, dass ich auf die Idee kam, auch

Zuhause für Kinder vorzulesen“, erinnert

sie sich. „Kurz darauf flatterte mir ein entsprechender

Flyer ins Haus, das passte gerade.“

Sigrid Meyer-Flotho stellte sich bei der

Agentur „Freiwillig“ vor – noch bevor diese

unter das Dach der AWO Frankfurt schlüpfte

– und die Chemie hat sogleich gestimmt.

Sieben Jahre liegt es zurück, dass Sigrid

Meyer-Flotho bei der Stiftung Lesen, dem

Kooperationspartner von „Freiwillig – Die

Agentur in Frankfurt“, eine Schulung zur

Lesepatin durchlief. Von da an las sie einmal

die Woche im Auftrag von „Freiwillig“

in Kitas für Kinder ab drei Jahren vor. Wer

glaubt, dass man sich als Lesepate einfach

zu den Kindern hinsetzt und vorliest der

irrt. „Von der Dreiviertelstunde liest man

höchstens zehn Minuten vor“, weiß die

Lesepatin. „Man muss die Kinder mit der

Stimme und der Geschichte einfangen, mit

ihnen darüber sprechen und ihre Fragen

beantworten. Oftmals erzählen die Kinder

dann auch von ihren eigenen Erlebnissen.“

Wie man am besten eine Beziehung

herstellt und die Aufmerksamkeit

behält wird in dem Seminar vermittelt.

Sigrid Meyer-Flotho besuchte zwischenzeitlich

ein weiteres Seminar zur Ausbildung

von Lesepaten und schult jetzt bei der AWO

künftige Lesepaten für „Freiwillig – Die

Agentur in Frankfurt“.

Aktuell betreut sie jede Woche Kinder der

AWO Kita Alfred-Marchand-Haus bei ihrem

Schwimmkurs im Sozialzentrum Marbachweg.

Eine Aufgabe, die die Erzieher aus

zeitlichen Gründen nicht wahrnehmen

können. „Meine fünf Kinder, mit denen

ich zum Schwimmen gehe, sind schon in

der ersten Klasse und besuchen den Hort.

Sie kommen aus der Türkei, Marokko und

Indien“, sagt sie. Sie holt sie von der Kita

ab, fährt mit ihnen mit U-Bahn und Bus,

hilft ihnen beim Umziehen und nimmt vom

Beckenrand aus an den Fortschritten der

Schwimmkinder teil. „Auch da wird ganz

viel erzählt und ich bin länger mit den Kindern

zusammen.“ Bei Festen im Kindergarten

ist sie ebenfalls gerne dabei.

Auf die Frage, was sie bei ihrem Ehrenamt

am meisten motiviert, sagt die ehemals

selbstständige Architektin: „Ich habe

kein Sendungsbewusstsein, eigentlich bin

ich egoistisch. Es macht mir einfach irrsinnigen

Spaß mit Kindern was zu machen.

Sie lachen viel und sind so herzerfrischend,

wenn sie einem ihre Meinung sagen.“

Martina Scheer

Unterstützen Sie eine starke Gemeinschaft –

werden Sie Mitglied im Förderverein!

örderverein

Unser Fokus

Die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt

am Main e.V. ist seit 2008 Träger von

„Freiwillig – Die Agentur in Frankfurt“. Die

Agentur betreut mehr als 400 Ehrenamtliche

in den Einrichtungen der AWO Frankfurt,

arbeitet trägerübergreifend und ist

mit vielen Kooperationspartnern vernetzt.

Wir sind der Meinung, dass Menschen, die

sich freiwillig engagieren, eine wichtige

Vorbildfunktion einnehmen: Ihr Engagement

spielt eine zentrale Rolle in unserer

demokratischen Gesellschaft.

Unser Ziel: Die finanzielle Grundsicherung

der Freiwilligenagentur

Mit dem Förderverein Freiwillig der AWO

haben wir uns zum Ziel gesetzt, „Freiwillig

– Die Agentur in Frankfurt“ finanziell zu

unterstützen. Unser Fokus liegt dabei auf

der fortwährenden Förderung der hauptamtlichen

Arbeit und Infrastruktur, die die

Basis der Agentur bilden. Wir wollen zudem

eine Grundlage zur Erweiterung dieser

wertvollen Arbeit schaffen und damit neue

Perspektiven eröffnen – für die Stärkung

des Ehrenamts in Frankfurt.

Wir fördern

• Personalkosten

• Raummieten

• Verwaltung

• Kommunikation

• Fahrtkosten

• Ehrenamtspauschalen

Sie möchten uns unterstützen?

Frankfurter Sparkasse

Kontoinhaber: Förderverein Freiwillig –

Die Agentur in Frankfurt e.V.

Kto.-Nr.: 200507842 · BLZ 500 502 01

IBAN: DE07 5005 0201 0200 5078 42 | BIC: HELADEF1822

Infos & Kontakt:

Henschelstraße 11 · 60314 Frankfurt am Main

Tel.: 069 298901-0

foerderverein@freiwillig-agentur.de

Seite 15 Ausgabe 04 / 2013


Die Zeitung


Freiwilligenarbeit

und Ehrenamt

Renate Förster,

Vorstandsvorsitzende der

Hannelore Krempa Stiftung

Hannelore Krempa Stiftung pflegt die AWO Tradition

Zwei starke Frauen ergriffen die Initiative

„Entscheidungen von nachhaltigem Wert

zu treffen ist nicht immer einfach“, sagt

Renate Förster, Vorstandsvorsitzende der

Hannelore Krempa Stiftung. „Es braucht die

Überzeugung, dass ein neues Projekt den

richtigen Weg einschlägt, um vielfältig auftretende

Selbstzweifel auszuschalten.“

„Der Gesellschaft etwas zurückgeben, die

einem getragen hat“ – mit diesem Argument

konnte Renate Förster ihre langjährige

Freundin, die Gründerin der

gleichnamigen Hannelore Krempa Stiftung,

seinerzeit in stetigen, kleinen Schritten

davon überzeugen, eine Stiftung zu gründen.

Hannelore Krempa und ihr Ehemann

Sigmund waren der AWO durch deren Vorstandsvorsitzenden,

Dr. Erich Nitzling, sehr

verbunden. Die Stifterin bestimmte noch

zu ihren Lebzeiten Renate Förster und

Dr. Erich Nitzling zu Vorständen der Stiftung.

„Insbesondere der langjährigen Erfahrung

und dem Fachwissen von Dr. Erich Nitzling

ist es zu verdanken, dass die Stiftung

nach anfänglich stürmischer See in einen

sicheren Hafen gesteuert werden konnte“,

berichtet Renate Förster. Die beiden Vorstände

waren seit Gründung der Hannelore

Krempa Stiftung gemeinsam konstruktiv

und unermüdlich für die Stiftung tätig. Für

Renate Förster war es selbstverständlich, die

Tradition zur AWO auch nach dem Tod der

Stifterin fortzusetzen. Umgekehrt ist auch

der AWO Frankfurt sehr an einer weiterhin

guten Zusammenarbeit mit der Hannelore

Krempa Stiftung gelegen.

Stifterin

Hannelore Krempa

So erfuhr das Krempa.s Café & Bistro, das

die Stifterin persönlich hatte errichten lassen,

im Jahr 2008 eine notwendige Totalsanierung

in Höhe von 160.000 Euro. Im

Jahr 2013 ließ die Stiftung die Genießerlounge

an das Café angliedern, so dass

für die Bewohner des Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrums

eine großzügige

Begegnungsstätte entstanden ist. Außerdem

wurde die Hannelore Krempa Stiftung

unter dem Vorsitz von Renate Förster für

verschiedene AWO Kitas tätig, indem sie in

Renovierungen, das Anlegen eines Außenspielplatzes

und in Spielgeräte investierte.

Im Kreis der AWO, sei es bei der Geschäftsleitung

oder den Mitarbeitern, fühlt sich

Renate Förster stets wohl. „Bei der Umsetzung

beschlossener Fördermaßnahmen

zugunsten der AWO werde ich immer tatkräftig

unterstützt. Das schätze ich sehr,

weil ich großen Wert auf eine zeitnahe,

praktische und unkonventionelle

Umsetzung der Projekte lege“, berichtet

Renate Förster, die aus einer sozial engagierten

Familie entstammt und der ein

gewisses „Helfersyndrom“ anhaftet.

Die Hannelore Krempa Stiftung feiert in

diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen.

Seither leistet die Stiftung unverzichtbare

finanzielle Beiträge in den Bereichen

Erziehung, Bildung, Kunst und Kultur

sowie für mildtätige Zwecke. Die Hannelore

Krempa Stiftung wird heute vertreten von

Renate Förster, Eike von der Heyden und

Marc Grünbaum.

Martina Scheer

10 Jahre

Hannelore Krempa Stiftung

Die AWO Frankfurt sagt

Spenderinnen und Spe

Accenture Dienstleistungen GmbH,

Ingeborg Agarwal, Albert und Barbara

von Metzler-Stiftung, Alfred Weigle

Stiftung, Athlon Place Stiftung, Amt

für Flugsicherung der Bundeswehr,

Auerbach Stiftung, Matthias Nikolaus

Baric, Ralf-Norbert Bartelt, A. Bartnik,

Gudrun und Max Baumann, Eleonore

Bayer, BB Bank EG Karlsruhe, Astrid

Becker, Prof. Dr. Frank-Martin Belz,

Klaus und Ingeborg Benecken,

Jasmin Berg, BfS, BGAG Stiftung,

BHF-Bank Stiftung, Birgit Wedekind

Stiftung, Susan Blatt, Rainer Blome,

Gerhild und Clemens Börsig-Stiftung,

Bouffier, Martin Büllesbach, Hans

Busch, Chemetall GmbH Germany,

Gerald Clausing, Columbus-Apotheke,

Comtel Systemhaus GmbH&Co KG,

Christa Dahlmann, De Vriese, Dechert

Bestattungen, Dördrechter, Dorfkrug

Hausen, DQS Medizinprodukte GmbH,

Dr. Marschner Stiftung, Druck- und

Verlagshaus Ffm GmbH, Sabine

Ervens, Esoc Child Care Club, EVO

Energieversorgung Offenbach, Evonik

Industries AG, Familie Bottling Stiftung,

Familie Suwelack/Wickenburg, Familie

Weber, Familie Kuehn-Stiftung, FAZit

Stiftung der FAZ, Alexandra Fischer

Christiane Fischer, Katharina

Fleckenstein, Michael Flüß

K.H. Foerster, Sabine Folz, Stefan Först,

K.H. Förster, Frankfurter Schlüsseldienst,

Frankfurter Sparkasse, Fraport AG,

Freunde von Zonta Intern. e.V., Fritz

u. Elisabeth Kempf Stiftung, Rolf Friz,

FSVO, Gastronomie da Claudio, Gingko-

Foundation, Günter Gemeinder,

Georgi Blitzschutzanlagen GmbH,

Margarete Gerold, Gewerbeverein Nied,

Gewürzhaus Alsbach, Michael Gietl,

Göhre-Stiftung, Beate Görtz, Elena

Grall, Nini Gürtler, GWH Hessen, Carola

Haak, Peter Hackhofer-Siemens, Anna

Hartmann, Bernd Hauk, Hannelore

Heckenauer, Heiner Thorborg GmbH,

Heinz und Gisela Friedrich Stiftung,

Helmut Hellthaler, Ulrich Herrmann,

Jens Homrighausen, Ingrid + Thomas

Lenhart Stiftung, Imtech Frankfurt, Inge

und Thomas Lenhart-Stiftung, Inner

Wheel Deutschland, Werner Iztelberger,

Johann Gutdeutsch, Heidi Jost, Friedrich

Kanne, Yilmaz Karahasan, Hilde Keil,

R. Knoop, Norbert Kohler, Kölsch-

Die Zeitung Ausgabe 04 / 2013 Seite 16


Dankeschön …

nder mit großem Herz

Bestattungen, P. u W. Konrad, Volker

Konrad, KPMG, Krempa-Stiftung, Petra

Kreuter, Bernd Kühn, Juliane Kunigkeit-

Stiftung, Emmi Kunz, Helmut Küster,

Leberecht Stiftung, Leder Stoll OHG,

Liebsch, Lipecky Notstromtechnik GmbH,

Wolfgang Lis, Uwe Lotz, Haas Luczak,

Susan Lutz, Main Kind Initiative Gegen

Kinderarmut in Frankfurt, Susanne

März, Mechtild Dorothea Mechau,

Merck KGaA, Stefan Merle, Metallbau

Rinke, Mobau Braun Bauzentrum,

Gertraud Nadelstädt, Neele-Stiftung,

Niederländische Gemeinde, Ulrike

Nissen, Nüras Versicherung, Maximilian

Ober, Matthias Oehm, Omnibusbetrieb

Winzenhöler, Ortsbeirat Hausen, Otto

Georg Dinges-Stiftung, OV Bergen-

Enkheim, OV Bornheim, OV Dornbusch/

SPD Eschersheim, OV Eckenheim,

OV Gallus, OV Hausen, OV Oberrad,

OV Ostend, OV Praunheim, OV Riederwald,

OV Sachsenhausen, OV Seckbach,

Herbert Passmann, Paul Hartmann AG,

Marlis Peifer, Sabine Pfeifer, Carsten

Pottharst, Heinz Priske, Proregion

Flughafen Stiftung, Sigrun Puderbach,

Ranger Foundation, Reininger AG,

Ruth Rink, Jutta Rosseel, Rudolf Röser

Verlag AG, Kurt Rummel, Sanofi-

Aventis Deutschland, SCA Hygiene

Products Vertriebs GmbH, Wolfgang

Scheibitz, Roland und Christa Schlötzer,

Günther Schmitt, Ralf Schmitz,

Schneller Ingenieurbüro, Sofia Siameti,

SOROPTIMIST INTERNATIONAL, Sparda-

Bank, Stadt Frankfurt Kulturamt,

Bastian Stockmann, Joachim Stork

, Maike Stroemer, Ursula Ströher

Stiftung, Hans-Jürgen Sturm, Take

off music, Volker u. Susanne Teige,

Waltraud Theocharis, Rainer Thormann,

Thura Heizkostenverteiler, Wilfriede

Troeschel, TST-Wirtschaftswerbung,

Horst Umhau, United Network, Elisabeth

Volgelheim, Volke Molkereiprodukte,

Volksbank FFM, von Schad‘sche

Stiftung, VPV Versicherung, Walter

u. Erika Wimmel Stiftung, Frauke

Waeldele, A. Wagner, Eckart Weiblen,

Werner Herwig Badstieber-Stiftung,

Werner Salzner GmbH, W. R. Pitzer

Stiftung, Wohnungsbaugen. der

Justizangehörigen, Alexander Wolf,

wunder-Stiftung, u.v.a.

Geschenk nach Maß:

die Anlass-Spende

Als Rainer Thormann am 8. Juni dieses Jahres

im Freundeskreis seinen 50. Geburtstag

feierte, hatten nicht nur er und seine Gäste

jede Menge Freude: Zuvor hatte Thormann

bei der AWO verkündet, dass er auf

Geschenke verzichten und statt dessen alle

Geburtstagsgäste bitten würde, für von

ihm ausgesuchte, gemeinnützige Projekte

zu spenden.

Kurz vor der Feier besuchte das Ehepaar

Thormann die Kita Alfred-Marchand-Haus

und lernte die AWO Projekte „Mein erster

Schulranzen“ und „Freischwimmen“ kennen.

Rainer Thormann war überzeugt und

die Gäste folgten seiner Bitte: Für beide Projekte

kamen jeweils 1.200 Euro zusammen!

Rainer Thormann dazu: „Meiner Frau und

mir geht es gut – wir können uns viele

Wünsche erfüllen. Wir möchten unseren Teil

dazu tun, dass es anderen besser geht und

besonders dafür, dass Kinder bessere Chancen

bekommen. Meinen runden Geburtstag

haben wir dazu als Anlass genommen.“

Ein Fächer von Anlässen

Das Stichwort „Anlass“ möchte ich aufnehmen,

um die „Anlass-Spende“ nochmals

zu verdeutlichen: Eine Person nimmt

ein Ereignis zum Anlass, um Gäste, Freunde

oder Bekannte um eine Spende für eine

bestimmte Organisation oder ein bestimmtes

Projekt zu bitten. Das können erfreuliche

Anlässe sein wie ein Geburtstag, eine Hochzeit,

ein Jubiläum, Weihnachten oder eine

Vereinsfeier. Doch auch anlässlich einer

Trauerfeier bitten Angehörige immer häufiger

um eine Spende im Sinne des Verstorbenen.

Ein schönes Beispiel ist auch das alljährlich

stattfindende Fest „Ein vorweihnachtliches

Rainer Thormann und Eleonora

Bonacossa-Werner begeisterten

Freunde für AWO Projekte

Glas Wein“, das Eleonora Bonacossa-Werner

für ihren großen Freundeskreis ausrichtet.

Seit jeher wurden dabei Spenden für

Objekte wie Betten, Kühlschränke, Schultafeln

oder Ähnliches für kleine Projekte

gesammelt. Doch beim letzten Fest entschied

sich die Gastgeberin für das AWO

Projekt „Einszueins – Lesecoaching“.

Eleonora Bonacossa sagt zu ihren wesentlichen

Beweggründen: „Die Unterstützung

und die Lobbyarbeit für das Projekt

„Einszueins –Lesecoaching“ war eine richtige

Herausforderung für mich, da ich im

Rahmen unseres Festes immer für konkrete

Objekte gesammelt habe. Das „Einszueins

–Lesecoaching“ ist dagegen ein Projekt

mit immateriellen Werten, weil man in

das Potenzial junger Leute investiert, in

ein Potenzial mit dem Namen „gut lesen

können“. Meine persönliche Herausforderung

dabei war meine Gäste aufzufordern,

zusammen mit mir dies „Wagnis“

einzugehen und an die Umsetzung und

den Erfolg zu glauben! Gut lesen können

ist heutzutage noch sehr viel wichtiger

als früher. Es hat mit guter Entwicklung,

mit positivem Selbstwertgefühl zu tun

und ist schließlich unabdingbare Voraussetzung

für einen Zugang zu Information

und Kultur. Es verhilft zu Selbstverwirklichung

und -bestimmtheit, kurz gesagt zu

einem erfüllten Leben schlechthin.“ Auch

für diese Anlass-Spende kam ein vierstelliger

Betrag zusammen, der das Projekt vorangebracht

hat. Wir freuen uns auf viele

Anlass-Spenden. Projekte finden Sie unter

www.awo-frankfurt.com/Spenden-projekte.

Oder lassen Sie sich persönlich beraten.

Christiane Sattler

Kontakt: Christiane Sattler | Fundraiserin

Tel.: 069 / 298901-46

christiane.sattler@awo-frankfurt.de

Seite 17 Ausgabe 04 / 2013

Die Zeitung


Freiwilligenarbeit

und Ehrenamt

Die Tastatur, eine Anschaffung der Otto Georg Dinges-Stiftung und der Familie

Bottling-Stiftung, ist eine Erleichterung für Personen mit motorischen Problemen.

Nachbarschaftshilfe: Die Kita Hausen erhält einen Scheck des Amtes für Flugsicherung

der Bundeswehr für den Sonnenschutz des Spielplatzes.

Die AWO Frankfurt sagt Dankeschön!

Computertastatur aktiviert Bewohner

Seit August 2013 gehören die Großfeldtastatur

„Jumbomini“ und Maus „Joyre“ zum

Inventar des August-Stunz-Zentrums. Auf

Anregung eines Bewohners realisierten die

Otto Georg Dinges-Stiftung und die Familie

Bottling-Stiftung mit über 2.000 Euro deren

Anschaffung für Bewohner mit motorischen

Problemen. Schon zwei Monate später erzählen

Pfleger und Therapeuten von den positiven

Effekten.

Einfach mal sagen wie es ihnen geht, fällt

manchen Bewohnern des August-Stunz-

Zentrums nicht leicht. Lippenlesen oder auch

Kommunikation über die Augen sind deswegen

oft die einzige Möglichkeit für die Pfleger,

etwas über das Gefühlsleben der teils

stark bewegungseingeschränkten Bewohner

zu erfahren. Dass einer von ihnen das

Wort „Magenschmerzen“ mithilfe der Tastatur

nun aufschreiben konnte, ist eine enorme

Erleichterung für alle Beteiligten.

Mittlerweile wird die Tastatur fast täglich mit

und ohne fremde Hilfe verwendet – meistens

zum Spielen, Schreiben oder Lesen. Diese

aktive Freizeitgestaltung kann ganz unterschiedliche

Fähigkeiten fördern. Therapeuten

verwenden den Computer gezielt für motorische

oder kognitive Übungen.

Sonnenschutz mit Segel

für die Kita Hausen

Zarte Kinderhaut braucht allerbesten

Schutz vor aggressiven Sonnenstrahlen.

Darum war das südliche Außengelände

der AWO Kita Hausen im Frühjahr und

Sommer praktisch verwaist, während sich

alle 60 Kinder auf dem nördlich gelegenen

Spielplatz tummelten. Grund: Die Fensterscheiben

reflektierten die Sonnenstrahlen

wie Brenngläser auf das Spielgelände.

Gewöhnliche Markisen hatten keine Chance,

es brauchte Wand gehaltene Sonnenschirme

und ein riesiges Sonnensegel, um

die Kinder vor Sonnenbrand zu schützen.

Kostenfaktor: mehr als 14.000 Euro!

Hilfe kam aus der direkten Nachbarschaft

der Kita, unter anderem vom Amt für Flugsicherung

der Bundeswehr, die einen Teil

der Tombola-Erlöse ihres Sommerfestes

spendete. Zu den weiteren Spendern zählen

der Ortsbeirat, die Inge und Thomas

Lenhart-Stiftung, Chemetall sowie einige

Hausener Restaurants, die Eltern der Kinder

und viele Einzelspender. Martina Scheer

Schulranzenspende um 5 vor 12

Kurz vor dem ersten Schultag nahm

Martin Krygier, Geschäftsführer von United

Network in Eschborn, als Förderer

der Düsseldorfer Ranger Foundation die

Kosten für erstklassig ausgestattete Ranzen

und Schultüten für zehn Erstklässler

in die Hand. Empfänger war die Kita

Schaworalle, deren Name aus dem Romanes

kommt und „Hallo Kinder“ bedeutet.

Bundesweit einmalig werden hier

fast ausschließlich Kinder von Roma-

Familien aus Rumänien betreut. Joachim

Brenner, Geschäftsleiter des Förderverein

Roma, nahm die Ranzen stellvertretend in

Empfang: „Gerade für Kinder aus Roma-

Familien, die oft ohne gesicherte Versorgung

unter dem Existenzminimum leben

müssen, vor Diskriminierung und Chancenlosigkeit

geflohen sind, ermöglicht die

Spende von zehn Ranzen den bestens ausgerüsteten

Start als ABC-Schützen.“

Christiane Sattler

Leider reichen die personellen Kapazitäten

des August-Stunz-Zentrums oft nicht aus,

um mit jedem Bewohner täglich eine gewisse

Zeit am Computer zu verbringen. Um die kleinen

Fortschritte weiter zu steigern, müsste

auf ehrenamtliche Hilfe zurückgegriffen werden.

Doch die Mitarbeiter sehen hoffnungsvoll

in die Zukunft. Vielleicht findet sich bald

jemand, dem es Spaß bereitet, Zeit für eine

solche Aufgabe zu investieren. Julia Hummer

Dankeschön!

Die Zeitung Ausgabe 04 / 2013 Seite 18


Inspiriert von „Mein erster Schulranzen“: Die Düsseldorfer Ranger Foundation

übergibt Ranzen und Schultüten für 10 Kinder der Kita Schaworalle

Surfkurs der Schulsozialarbeit

in Südfrankreich

Sommerfreizeit in Südfrankreich

Zum 25. Mal gab die Schulsozialarbeit

an der Ernst-Reuter-Schule II Frankfurter

Schülern die Möglichkeit, in Südfrankreich

das Windsurfen zu erlernen. Am Lac du

Salagou, einem Stausee westlich von Montpellier

im Languedoc gelegen, wurden zu

Beginn der Sommerferien die Zelte für fast

drei Wochen aufgeschlagen. Selbstversorgung

war angesagt – ohne Strom und mit

Trinkwasser aus dem Brunnen eine kleine

Herausforderung für die Großstädter. Auf

dem Sportprogramm standen Schwimmen,

Kajakfahren und vor allem das Windsurfen.

Ein ehrenamtlicher Surflehrer schulte

die Jugendlichen, sodass sie den Surfschein

des Deutschen Segler Verbandes erwerben

konnten. Ausflüge führten die Gruppe ans

Meer und nach Sète, an den Gorges d´Heric,

nach Ville Neuvette zum „geocachen“ und

auf die Märkte in der näheren Umgebung.

Jasmin Berg

Matschanlage und

Schwimmkurse für Kitas

Kinder lieben Sand und Wasser – ganz

besonders in Form von Matsch. Dank der

Werner Herwig Badstieber-Stiftung können

die 40 Kinder der Kita Niedwiesenstraße

nach Lust und Laune herummatschen. Im

großzügigen Außenbereich steht jetzt eine

ökologisch korrekte Matschanlage im Wert

von rund 3.500 Euro.

Für die kostenfreien AWO Kinderschwimmkurse

der Kita Alfred-Marchand-Haus,

Preungesheim, in Kooperation mit dem

Schwimmpädagogischen Verein spendete

die Leberecht Stiftung 1.984 Euro.

Dunono Kulturfest

Das deutsch-afrikanische Kulturfest des

Musik-Jugendhaus Hausen im Brentanobad

zählte zu den Sommerhighlights im

Stadtteil: Live-Musik, Kinderprogramm,

Disco, Workshops, Lesungen sowie ein

Bazar und afrikanische Küche wurden

für die Besucher zu einem unvergesslichen

Erlebnis. Das Kulturfest war möglich

dank folgender Förderer: Werner Herwig

Badstieber-Stiftung (3.000 Euro), BGAG

Walter Hesselbach Stiftung (850 Euro),

Kulturamt der Stadt Frankfurt (800 Euro),

Frankfurter Sparkasse (150 Euro).

Kontakt: Christiane Sattler

Fundraiserin

Tel.: 069 / 29 89 01-46

christiane.sattler@awo-frankfurt.de

Unterstützt wurde die Ferienreise mit

650 Euro von der Familie Kühn Stiftung,

die u. a. in jugendgerechtes Surfmaterial

einflossen. Zudem unterstützte die Stiftung

mit jeweils 650 Euro ein Tanzprojekt für

Kinder in der Kita Alfred-Marchand-Haus

sowie das Projekt Geschichtssäckchen zur

frühkindlichen Spracherziehung der Kita

Gutleut, bei dem Geschichten als Tischtheater

vermittelt werden, Requisiten

inklusive.

Kinderherzen schlagen höher: Dank der

Werner Herwig Badstieber-Stiftung kann

in der Kita Niedwiesenstraße jetzt so

richtig gematscht werden.

Seite 19 Ausgabe 04 / 2013 Die Zeitung


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