Brown_Boveri_Platz_Baukredit [PDF, 396 KB] - Stadt Baden

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Brown_Boveri_Platz_Baukredit [PDF, 396 KB] - Stadt Baden

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STADT BADEN

Baden, 9. September 2013

Der Stadtrat an den Einwohnerrat

50/13

Neugestaltung Brown Boveri-Platz (Parz. 2553); Baukredit für Platzgestaltung und Baukredit

für den Neubau Passerelle Haselstrasse

Antrag:

1. Für die Neugestaltung des Brown Boveri-Platzes sei ein Baukredit von CHF 3'550'000

brutto zu bewilligen.

2. Für den Neubau der Passerelle Haselstrasse mit Neugestaltung des Zugangs ab Bahnhof

sei ein Baukredit von CHF 1'320'000 Mio. brutto zu bewilligen.

Sehr geehrte Herr Präsident

Sehr geehrte Damen und Herren

Das Wichtigste in Kürze

Der neugestaltete Brown Boveri-Platz ist ein Stadtplatz, der zwei Aufgaben erfüllt:

Aufenthalts- und Durchgangsort für die Arbeitnehmenden, Kunden und Bewohner im

Gebiet Baden Nord,

Veranstaltungsplatz für Anlässe bis ca. 2'000 Personen.

Der Brown Boveri-Platz ist frei vom motorisierten Verkehr, ausgenommen die Anlieferung des

Trafocenters und die Spedition der ABB.

Die Passerelle Haselstrasse schafft eine motorfahrzeugfreie Verbindung ab Bahnhof Baden

auf den Brown Boveri-Platz und ins Gebiet Baden Nord. Der Fussgängerübergang am Knoten

Hasel-/Güterstrasse kann damit entlastet werden.

Die Kosten der Neugestaltung Brown Boveri-Platz sind gemäss Vertrag von 1996 zwischen

der ABB Immobilien AG und der Stadt Baden aufzuteilen. Der Kostenteiler ist mit der ABB

Immobilien AG ausgehandelt. Der Kostenanteil der Stadt Baden beträgt 64 %, derjenige der

ABB Immobilien AG 36 %.

Baden ist.


Die umfangreichen Dienstbarkeiten (Rechte und Lasten) auf den von der Neugestaltung des

Brown Boveri-Platzes und dem Neubau der Passerelle Haselstrasse betroffenen Parzellen

werden mit den betroffenen Grundeigentümer ausgehandelt und in den Rahmenverträgen

Brown Boveri-Platz sowie Bahnhofareal festgehalten. Auch der ausgehandelte Kostenteiler

wird in den Rahmenvertrag Brown Boveri-Platz übernommen. Die Rahmenverträge sollen vor

Beginn der Ausführungsplanung unterzeichnet werden.

1 Ausgangslage

Der Einwohnerrat hat am 7. Dezember 2010 den Wettbewerbs- und Planungskredit von

CHF 640'000 für die Neugestaltung des Brown Boveri-Platzes genehmigt.

Der Stadtrat beauftragte in der Folge die Abteilung Planung und Bau, das Wettbewerbs- und

Planungsverfahren durchzuführen. Vorgängig wurde die Funktion des neugestalteten Brown

Boveri-Platzes geklärt und auf den Entwicklungsrichtplan Baden Nord sowie das Freiraumkonzept

abgestimmt. Weiter wurde eine Fachperson in Fussgängerfragen für das Wettbewerbsverfahren

beigezogen.

2 Projektentwicklung

2.1 Wettbewerb

2.1.1 Vorbereitung

Die Vorgaben des Entwicklungsrichtplans Baden Nord und des Fusswegkonzepts wurden dem

Wettbewerb Neugestaltung Brown Boveri-Platz zu Grunde gelegt. Für die künftige Nutzung des

neuen Stadtplatzes wurde ein Nutzungskonzept ausgearbeitet. Dabei^ wurde berücksichtigt,

dass Anlässe mit bis 2'000 Personen möglich sein sollen.

Die Verkehrsführung im Bereich Baden Nord zwischen Brugger- und Haselstrasse sowie dem

SBB-Gleisbogen wurde überprüft und mit den bestehenden Richtplänen sowie den laufenden

Planungen Dritter im erwähnten Betrachtungsperimeter abgestimmt.

Mitarbeitende der Firma Basler & Hofmann, Zürich, zählten im Frühjahr 2011 am Fussgängerübergang

beim Knoten Hasel-Güterstrasse alle querenden Fussgänger. In der morgendlichen

Spitzenzeit von 07.30 Uhr bis 08.30 Uhr queren ca. 1'400 Personen vom Bahnhof her die Haselstrasse

Richtung Baden Nord. Die örtlichen Verhältnisse sind nicht auf diesen grossen Personenstrom

ausgerichtet und können an dieser Stelle auch nicht für diesen dimensioniert werden.

Der Fussgängerstreifen kann mit einer Passerelle über die Haselstrasse zwischen den Gebäuden

der Regionalwerke Baden AG auf der einen Seite und vor der Spedition der ABB auf der

anderen Seite entlastet werden. Die Wettbewerbsteilnehmenden mussten die Auswirkungen der

vorgeschlagenen Passerelle Haselstrasse in ihre Überlegungen zur Fussweg- und Velowegführung

sowie ihren Gestaltungsentwurf zum Brown Boveri-Platz aufnehmen.

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2.1.2 Ausschreibung und Jurierung

Der Wettbewerb wurde als anonymer Projektwettbewerb im offenen Verfahren nach den Regeln

und Vorgaben der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen

(IVöB) sowie des Submissionsdekrets (SubmD) vom 26. November 1996 des Kantons Aargau

durchgeführt. Die Jury beurteilte die 33 Eingaben Ende 2011. Das Projekt "KELIM" hat den

ersten Rang mit dem ersten Preis erreicht.

Der Stadtrat nahm den Jurybericht am 5. Dezember 2011 zur Kenntnis. Die Verfasser des erstrangierten

Projekts, Schmid Landschaftsarchitekten GmbH, 8004 Zürich, wurden mit der Projektierung

beauftragt.

2.2 Planung Neugestaltung Brown Boveri Platz

Im Projektteam unter Führung der Abteilung Planung und Bau waren neben dem beauftragten

Planer die städtischen Abteilungen Tiefbau, Werkhof, Stadtökologie, Standortmarketing, Entwicklungsplanung,

Kultur und Stadtpolizei vertreten. Die ABB Immobilien AG, die Regionalwerke

AG Baden und das Planerteam Hochhaus Ost/Parkhaus Brown Boveri-Platz waren

ebenfalls in den Planungsprozess eingebunden.

Schon für das Wettbewerbsverfahren ist in einem breit angelegten Verfahren das Grundlagenpapier

zur Platznutzung mit folgenden Eckwerten erstellt worden:

Tagsüber:

Nachmittag/Abend:

Feste:

Open-Air-Anlässe:

Zugang zu Industrie/Gewerbe/Bildung/Kultur/Freizeit, Aufenthaltszone

für Angestellte der umliegenden Betriebe,

Passanten und Bewohner des Quartiers

Vorplatz zu Trafohallen/Kinos/Hotel, Aussenraum für

Kongresszentrum

Stadtfest, Badenfahrt

Konzerte, Musicals, Theater, Kino

Märkte/Ausstellungen

- Chilbi

Zugang zum Parkhaus Brown Boveri Platz

Daraus sind folgende Planungseckwerte abgeleitet worden:

Freifläche für Veranstaltungen min. 40 x 50 m;

verkehrsfrei, ausser Anlieferung Trafocenter und Spedition ABB sowie Zugang der Rettungsdienste

zu den umliegenden Gebäuden;

notwendige Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Energie für Veranstaltungen auf dem

Platz müssen gewährleistet sein;

WC-Anlagen für den täglichen Gebrauch im Untergeschoss des Parkhauses Brown Boveri-

Platz; bei Anlässen ergänzt durch temporäre Anlagen auf dem Platz.

Die übergeordnete Verkehrserschliessung im Bereich Brugger-/Haselstrasse und SBB-Gleisbogen

ist ebenfalls geklärt worden.

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Die Begleitkommission hat das Projekt mit Kostenvoranschlag im Mai 2013 positiv zur Kenntnis

genommen.

Mit der ABB Immobilien AG ist der Kostenteiler für die Planungs- und Erstellungskosten der Erschliessungs-

und Freiflächen ausgehandelt sowie gleichzeitig mit dieser und den betroffenen

Nachbarn ein Rahmenvertrag für alle bestehenden und neuen Dienstbarkeiten erarbeitet worden.

2.3 Passerelle Haselstrasse

Dem Personenverkehr zwischen dem Bahnhof Baden und Baden Nord steht zurzeit ein einziger

direkter Fussgängerübergang über die Haselstrasse beim Knoten Hasel-/Güterstrasse zur Verfügung.

Die Platzverhältnisse beim Restaurant "Lemon" genügen für die ca. 1'400 Personen,

die die Haselstrasse zwischen 07.30 Uhr und 08.30 Uhr überqueren, nicht. Die bestehende Situation

kann baulich nicht verbessert werden, weil zu wenig Raum für alle Bedürfnisse, die an

diesem Ort zusammentreffen, vorhanden ist.

Um die Gesamtsituation für die Fussgänger auf dem Weg zwischen Bahnhof und Baden Nord

zu verbessern, bestehen zwei Optionen: Die eine nutzt die Fläche des brachliegenden Industriegleises

als Gleisweg gemäss Fusswegkonzept, die zweite ist der Neubau einer Passerelle aus

dem Bereich des Verwaltungsbau Regionalwerke AG Baden über die Haselstrasse auf den

Brown Boveri-Platz vor der Spedition der ABB.

Der Gleisweg auf der Achse des ehemaligen, heute nicht mehr benötigten Industriegleises der

ABB kann langfristig nicht gesichert werden. Die SBB planen das westseitige Weichenfeld beim

nächsten Ausbauschritt am Bahnhof Baden nach Norden zu verschieben, wofür die gesamte

Fläche des bestehenden Industriegleises im Bereich der SBB-Brücke Haselstrasse und der

alten Spedition verwendet werden wird. Danach fehlt für den Gleisweg der Raum zwischen alter

Spedition der ABB und den SBB-Gleisen.

Langfristig kann ein neuer Fussweg einzig westlich des Nordhauses über die neu zu erstellende

Passerelle Haselstrasse gesichert werden. Dieser neue Weg auf den Brown Boveri-Platz ist

eine direkte Verbindung in Richtung des neuen Hochhauses Ost der ABB und in das Wohngebiet

Verenaäcker/Römerstrasse (über die bestehende Unterführung Verenaäcker). Die kreuzungsfreie

Verbindung ist auch eine attraktive Alternative zum Fussgängerstreifen beim Knoten

Hasel-/Güterstrasse nach Baden Nord und Richtung Berufsbildungszentrum Baden.

Der Fussgängerstreifen am Knoten Hasel-/Güterstrasse wird nicht aufgehoben. Minimale bauliche

Verbesserungen am Fussgängerübergang können realisiert werden, wenn das Betriebsund

Gestaltungskonzept Haselstrasse im Bereich Brown Boveri Platz umgesetzt wird.

Die Passerelle Haselstrasse wird auch für Veloverkehr dimensioniert.

Die Begleitkommission hat das Projekt mit Kostenvoranschlag im Mai 2013 positiv zur Kenntnis

genommen.

Mit den betroffenen Nachbarn ist für alle bestehenden und neuen Dienstbarkeiten ein Rahmenvertrag

erarbeitet worden.

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3 Bauprojekt Brown Boveri-Platz

Der neugestaltete Brown Boveri-Platz erfüllt zwei Grundfunktionen: Erstens ist der Platz Durchgangs-

und Aufenthaltsort für Passanten, Arbeitnehmende, Kunden und Bewohnende während

ca. 300 Tagen, zweitens finden während ca. 50 Tagen (öffentliche) Veranstaltungen auf dem

Platz statt.

Das vorliegende Projekt wird beiden Ansprüchen gerecht. Der zweireihige Baumkranz schafft

jene Atmosphäre, die den neuen Stadtplatz auszeichnen soll, und die innere Freifläche von

40 x 50 m schafft den notwendigen Freiraum für Anlässe mit bis zu 2'000 Personen. Unter dem

Baumkranz sind Sitzmöglichkeiten vorgesehen. Weitere Sitzbänke werden am Platzrand vor

dem ABB-Verwaltungsgebäude 701 positioniert. Auf der Seite Haselstrasse wird unter dem

Baumkranz ein Trinkbrunnen platziert.

Grundsätzlich ist der Platz frei vom motorisierten Verkehr. Ausnahmen sind die Warenanlieferungen

für die Spedition der ABB und das Trafocenter sowie die Fahrten von Einsatzfahrzeugen

der Rettungskräfte. Bei besonderen Umständen (Baustellen, Unfälle) kann der Verkehr

zwischen dem Zugangsbauwerk zum Parkhaus Brown Boveri-Platz und der Treppenanlage

Trafocenter geführt werden. Der gesamte Platz ist für die Belastung mit 40 Tonnen ausgelegt.

Die Beleuchtung des Platzes ist dreiteilig:

Eine Grundbeleuchtung erhellt den Randbereich des Platzes als Wegbeleuchtung für Fussgänger

und Velofahrende.

Unter den Bäumen werden - verteilt auf wenige Orte - beleuchtete Aufenthaltsbereiche geschaffen.

Der Mittelbereich des Platzes wird mit drei Masten mit einer Grundbeleuchtung ausgeleuchtet.

Im Randbereich der mittleren Fläche vom 40 x 50 m werden für deren Nutzung für Veranstaltungen

Anschlusspunkte für Wasser, Abwasser und Elektrizität geschaffen.

Die Trägerschaft des Parkhauses Brown Boveri-Platz erstellt im Parkhaus eine öffentliche WC-

Anlage für den Alltagsgebrauch. Die WC-Anlage wird von der Stadt Baden unterhalten. Während

der Veranstaltungen auf dem Platz müssen die Veranstalter zusätzliche temporäre WC-

Anlagen installieren.

Das vorliegende Projekt ist mit dem Planungsteam des Hochhauses Ost/Parkhaus Brown Boveri-Platz

koordiniert worden. Die Stadt Baden trägt die Bauverantwortung (Planung und Ausführung)

für den Platz ab Oberkante der Schutzschicht über der Wasserdämmung der obersten

Decke des Parkhauses. Von der Bauverantwortung der Stadt ausgenommen sind alle für das

Parkhaus notwendigen Zugangs- und Fluchtwegbauten, die auf die Platzebene oder an die

Haselstrasse führen.

4 Bauprojekt Passerelle Haselstrasse

Der beigezogene Verkehrsplaner erachtet die Passerelle Haselstrasse als notwendig und erwartet

eine Entlastung des Fussgängerübergangs beim Knoten Hasel-/Güterstrasse. Er rechnet mit

bis zu 300 Personen in der Stunde und empfiehlt deshalb eine Breite von 4.2 m. Dies ermöglicht

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eim erwarteten hohen Langsamverkehrsaufkommen eine problemlose Nutzung durch Fussgänger

und Velos in beide Richtungen.

Die Passerelle ist zweiteilig aufgebaut. Eine begehbare Stahlkonstruktion spannt sich von der

Garage bei der Regionalwerk AG Baden auf die Stützmauer des Brown Boveri-Platzes. In diese

Konstruktion wird ein Weg gelegt, der über diese hinausführt. Die Passerelle Haselstrasse erfüllt

zwei Rahmenbedingungen: einerseits ein freies Durchfahrtsprofil von 4.5 m unter der Brücke

gemäss den schweizerischen Verkehrsnormen und andererseits ein hindernisfrei gestalteter

Fussweg über die Brücke (Gefälle/Steigung maximal 6 %).

Mit dem Neubau der Passerelle wird der Fussgängerbereich zwischen Busbahnhof West/Nordhaus

und der Fuss-/Veloweg im Westen des Nordhauses gegen das Gebäude der Regionalwerke

AG Baden neu gestaltet. Geprüft wird dabei auch die Möglichkeit, mit einfachen Mitteln

einen verbesserten Zugang zum Kunstraum anzubieten. Der Weg ab Busbahnhof West auf den

Brown Boveri-Platz soll einladend, selbstverständlich und selbsterklärend sein.

5 Kunst am Bau

Für Kunst am Bau stehen nach noch gültiger Regelung ca. CHF 76'000 aus dem Projekt Brown

Boveri-Platz sowie weitere ca. CHF 20'000 aus dem Projekt Passerelle Haselstrasse zur Verfügung.

Es soll versucht werden, die Eigentümer des Nordhauses ebenfalls zu einem Beitrag zu

animieren, da dieses Gebäude auch von der neuen Fussgängerachse profitieren wird. Vorgesehen

ist, ein Wettbewerb auf Einladung durchzuführen

6 Rahmenverträge mit ABB Immobilien AG und Nachbarn

Die gesamte Platzfläche des Brown Boveri-Platzes beträgt ca. 7'900 m^: 3'089 m^ Erschliessungsfläche

(39 %) und 4'800 m^ Freifläche (61 %) gemäss Entwicklungsrichtplan (ERP) Baden

Nord. Die Erschliessungsfläche ist von der ABB Immobilien AG zu gestalten, die Freifläche von

der Stadt Baden. Der ausgehandelte Kostenteiler berücksichtigt, dass einzelne Aufwendungen

von einem Kostenträger ganz zu tragen sind (z.B. Installationen für die Veranstaltungsfläche zu

100 % durch die Stadt Baden). Das Wiederherstellen der Fläche vor dem Trafo-Center bis zur

Parzellengrenze ist von jenem Bauträger zu bezahlen, der den Eingriff verursacht: im Bereich

des Verbindungstunnels durch die ABB Immobilien AG, die Treppe zum Trafocenter durch die

Stadt Baden. Die ABB Immobilen AG und die Stadt Baden haben eine prozentuale Kostenverteilung

über alle Kosten von 36 % zu Lasten der ABB Immobilen AG und 64 % zu Lasten der

Stadt Baden ausgehandelt. Die Vereinbarung ist in einer Aktennotiz festgehalten und wird in

den Rahmenvertrag Brown Boveri-Platz übernommen.

Der Stadtrat beabsichtigt, vor dem Beginn der Ausführungsplanung zwei Rahmenverträge mit

dön Betroffenen der beiden Projekte Neugestaltung Brown Boveri-Platz und Passerelle Haselstrasse

abzuschliessen, sofern den vorliegenden Baukrediten zugestimmt wird.

Im Rahmenvertrag Brown Boveri-Platz werden neben dem Kostenteiler alle Rechte und Lasten

betreffend den neugestalteten Brown Boveri-Platz geregelt.

Im Rahmenvertrag Bahnhofareal werden alle Rechte und Lasten betreffend den Neubau der

Passerelle Haselstrasse und deren Zugangsweg ab Bahnhof West geregelt.

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7 Kostenvoranschlag

Die Kostenvoranschläge für beide Projekte basieren auf einem detaillierten Baubeschrieb. Beide

enthalten die gesamte Planung (inkl. bisherige Planung zu Vor- und Bauprojekt mit KV), jener

zum Brown Boveri-Platz enthält zusätzlich die Kosten des Wettbewerbs.

7.1 Kostenübersicht

BKP Position

Brown Boveri Platz

total

CHF

0 Grundstück

1 Vorbereitungsarbeiten

2 Gebäude

3 Umgebeung

5 Baunebenkosten

6 Reserve

9 Ausstattung

An! agekosten

Total exkl. Mwst

Mwst. 8%

Total inkl. Mwst.

^

Pia lungskosten

Wettbewerbs- und

Planungskredit

Projektierungskredit

Kre dit nach Abzug Pianungskosten

Kredit Reserve / [Rundung

Brutte Baukredit |

100%:

-

147'000 1

64'0Ö0 j

4'479'000 i

604'000 1

379'000 i

38'ooo;

5711'Ö00 1

457'000 i

6'168'000 :

640'000 :

Anteil Stadt Baden

64%

CHF

-

94'080

40'960

2'866'560

386'560

242'560

24'320

y65§bA0

292480

3'947'520

410'OCIO

3'537'520

1248Ö

3'550'000

Passerelle 1

CHF

-

181'000

1'019'000

eo'ooö

83'000

-

r343'0ÖÖ

107'44Ö

1'450'440

ISS'ÖOÖ

1'315'440

4'560

r320'000

Im Investitionsplan 2013 bis 2016 sind unter dem Projekt 6-130 Brown Boveri-Platz, Ausführung,

CHF 3,4 Mio. und unter dem Projekt 6-219 Passerelle Haselstrasse CHF 1,4 Mio. eingestellt.

7.2 Investitionsfolgekosten

Investition Anteil

Stadt Baden

inkl. Zugang ab

Bahnhof

Externe Kosten CHF 3'947'520 CHF 1'450'440

Interne Kosten CHF 230'000 CHF 46'000

Gesamtkosten netto CHF 4'177'520 CHF r496'440

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^m»

Kapitalfolgekosten CHF 406'500 CHF 149'500 15 Jahr, 6%

Betriebliche Folgekosten

betrieblicher Unterhalt CHF 94'000 CHF 16'500 Werkhof

baulicher Unterhalt CHF 40'000 CHF 13'000 Tiefbau

Total Investitionsfolgekosten CHF 540'500 CHF 179'000

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Umfang des betrieblichen Unterhalts, wichtigste Leistungen:

Reinigung und Winterdienst, Unterhalt und Ersatz Mobiliar, Baumpflege, Bewässerung und

wenn erforderlich Baumersatz, Betrieb der WC-Anlage im Parkhaus, Strom für Beleuchtung,

Unterhalt der Veloabstellanlagen.

Umfang des baulichen Unterhalts, wichtigste Leistungen:

Periodische Inspektion der Anlagen, Werterhaltungs- und Instandsetzungsmassnahmen (z.B.

Erneuerung des Korrosionsschutzes, Belagsinstandsetzungen, Reparaturen an den Baumscheiben,

Unterhalt der öffentlichen Beleuchtung) zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit und

Tragsicherheit; am Ende der Lebensdauer die Gesamterneuerung.

7.3 Vermietung der Veranstaltungsfläche

Die Veranstaltungsfläche des Brown Boveri-Platzes wird durch die Gewerbepolizei der Stadt

Baden verwaltet und vermietet. Die den Veranstaltern verrechneten Gebühren decken den

städtischen Verwaltungsaufwand.

Die Kosten für Wasser, Abwasser und elektrischer Energie verrechnet die Regionalwerke AG

Baden direkt den Veranstaltern.

Allfälliger Aufwand des Werkhofs im Zusammenhang mit der Vermietung des Platzes wird den

Veranstaltern weiterverrechnet.

8 Weiteres Vorgehen

8.1 Projektabhängigkeiten und Meilensteine

Beide Projekte stehen in direkter Abhängigkeit zum Projekt Hochhaus Ost mit Parkhaus Brown

Boveri der ABB Immobilen AG. Zurzeit werden die Einwendungen gegen den Sondernutzungsplan

A2 des Entwicklungsgebiets Baden Nord bearbeitet. Soweit keine weiteren Rechtsmittel ergriffen

werden, könnte die Baubewilligung für das Hochhaus Ost mit Parkhaus Brown Boveri im

ersten Quartal 2014 vorliegen. Ein Baubeginn des Parkhauses scheint aus aktueller Sicht frühestens

im Sommer 2015 möglich zu sein. Bei einer geschätzten Bauzeit von zwei Jahren für

das Parkhaus kann im Sommer 2017 mit den Bauarbeiten für die Neugestaltung des Brown

Boveri-Platzes begonnen werden. Die Bauzeit für den Platz wird auf ca. ein Jahr geschätzt. Der

neue Stadtplatz könnte entsprechend im Sommer 2018 eingeweiht werden.

Sobald die Ausführungsplanung am Parkhaus Brown Boveri aufgenommen wird, ist auch die

Planung für die Neugestaltung des Brown Boveri-Platzes weiterzuführen. Mit den Planenden am

Parkhaus Brown Boveri sind bereits in der Planungsphase alle Schnittstellen zu klären und festzulegen.

Die Ausführungsplanung für das Parkhaus Brown Boveri wird voraussichtlich im Spätsommer

2014 gestartet. Gleichzeitig ist die Planung für die Passerelle Haselstrasse weiterzuführen.

Das Baugesuch für die Platzgestaltung und für die Passerelle Haselstrasse sollte ca.

zwei Jahre vor dem terminierten Baubeginn des Platzes und der Passerelle eingereicht werden,

somit ca. im Sommer 2015.

Mit Blick auf die oben erwähnten Planungs- und Ausführungstermine ist der Zeitpunkt für die

Baukreditvorlage an der Einwohnerratssitzung vom Oktober 2013 richtig.

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8.2 Begleitende Arbeiten zur Ausführungsplanung

Parallel zur Ausführungsplanung ist der Betriebs- und Unterhaltsplan zu erstellen. Dies ermöglicht,

die Materialwahl und die Ausführungsarbeiten in Hinblick auf den Betrieb und den Unterhalt

zu optimieren.

Das Projektteam wird parallel zur Planung des Ausführungsprojekts das Nutzungsreglement für

den neuen Platz ausarbeiten, damit die Nutzung des Platzes optimiert werden kann.

8.3 Trafoplatz

Das Postulat Toni Suter vom 21. Januar 2011 forderte eine angepasste blumige Unterpflanzung

der Tröge auf dem Trafoplatz. Der Stadtrat will den Trafoplatz aufgrund des Postulats zu einer

Parkanlage aufwerten. Die vom Planer des Trafoplatzes vorgelegten Studien überzeugten nicht.

Während der Planung zur Umgestaltung des Trafoplatzes hat die Realisierung des Brown Boveri-Platzes

sich aufgrund verschiedener Einwendungen gegen den Sondernutzungsplan A2 im

Entwicklungsgebiet Baden Nord sowie das Baugesuch für das Hochhaus Ost und das Parkhaus

Brown Boveri immer weiter verschoben.

Der Stadtrat hat darum entschieden, die Planung zur Aufwertung des Trafoplatzes zu sistieren

und den Trafoplatz bis zur Eröffnung des Brown Boveri-Platzes weiter als städtischen Veranstaltungsplatz

zu nutzen. Das Postulat Toni Suter bleibt bestehen, und die Planung wird neu

aufgenommen, sobald ersichtlich ist, wann der Brown Boveri-Platz eröffnet werden kann.

Anschliessend soll der Trafoplatz zügig aufgewertet werden.

Bellagen:

Situationsplan Brown Boveri Platz (A3)

Situationsplan Passerelle mit Zugang ab Bahnhof

Auflageakten:

Projektdokumentation Brown Boveri Platz

Projektdokumentation Passerelle Haselstrasse mit Zugang ab Bahnhof

Fussgängerzählung Übergang Haselstrasse, Aktennotiz vom 18. Februar 2011

6-129 Brown Boveri Platz: Grundlagenpapier zur Platznutzung

Zusammenstellung der Plätze in der Innenstadt Süd und Nord, mit Plan Plätze der Stadt

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