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Heft 2 | März / April | 2013

FACHKRÄFTE SICHERN

Wie das Deutschlandstipendium hilft

ERFOLGE FEIERN

Was Berlin zur Start-up-Hauptstadt macht

CHINESISCH LERNEN

Wo Wachstumsmärkte zum Greifen nah sind

MASKWORLD.COM

DER MANN HINTER

DEN MASKEN


EDITORIAL

2|2013

Die Start-up-Hauptstadt

Einst war Berlin die größte Industriestadt Europas, eng verbunden mit

Namen wie AEG, Borsig und natürlich Siemens. Heute schickt sich die

Hauptstadt an, auf anderem Gebiet wieder um Titel zu kämpfen: Als

Start-up-Hauptstadt, als Zentrum des Internetzeitalters, als Europas

Antwort auf Silicon Valley. Hype oder robustes Fundament? Die vor-



der Informations- und Kommunikationsbranche zeigen, dass die

Gründerszene nachhaltig zum Beschäftigungswachstum beiträgt.

Hans Jürgen Kulartz

Mitglied des Vorstandes

der Landesbank Berlin (LBB)

Die Gründe dafür sind vielfältig: Berlin ist günstiger als London, liegt

zentraler als Barcelona, hat ein kreativeres Image als die meisten anderen

Metropolen. Die deutsche Hauptstadt is the place to be, das haben

auch die Meinungsmacher aus dem Silicon Valley erkannt. Darum

investieren Kapitalgeber hier mehr als irgendwo sonst in Europa. Mit

Erfolg: In den letzten Jahren sind hunderte erfolgreicher Start-ups

entstanden, die Hauptstadt hat nach Angaben der Kreditanstalt für

Wiederaufbau die höchste Gründerquote bundesweit.

Das KompetenzCenter Gründungen und Unternehmensnachfolge

der Berliner Sparkasse trägt zu diesem Erfolg bei: mit Gründungs-

Know-how, mit Unterstützung bei der Ausarbeitung von Geschäftsplänen,

bei der Beschaffung von Förderkrediten und mit effektivem

Netzwerken im GründerClub Berlin.

Mehr dazu lesen Sie in dieser Ausgabe Ihres Unternehmermagazins.

Ihnen eine informative Lektüre und, ob Start-up oder alteingesessenes

Unternehmen, erfolgreiche Geschäfte!

Ihr Hans Jürgen Kulartz

2/2013 PROFITS

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2|2013

BERLIN

Intelligent auf jeder Ebene: Fachkräfte

sichern mit dem Deutschlandstipendium

Für Unternehmer, für

Durchstarter, für Berlin

Echtes Erfolgsprogramm. Seit 2011

können sich begabte Studierende

an staatlichen und staatlich anerkannten

Hochschulen um ein

Deutschlandstipendium bewerben.

Das kommt an: Rund 75 %

der deutschen Hochschulen sind

dabei, 2012 wurden 10.977 Studierende

mit 300 Euro monatlich

gefördert. Damit konnten rund 8,6

Millionen Euro von privaten Geldgebern

eingeworben werden.

Praktische Erfahrungen

Maren Müller-Bierbaum, Leiterin

des Karriereservice der in Berlin,

Düsseldorf und München ansässigen

MD.H Mediadesign Hochschule

für Design und Informatik,

kennt die Vorteile aus der Praxis:

„Das Deutschlandstipendium gibt

es an der MD.H seit 2011. Anfänglich

waren es bei uns vier Stipendiaten,

2012 sieben und in

2013 bis zu 17.“ Die private Hochschule

setzt auf eine enge Verzahnung

mit der Wirtschaft: „Unternehmen

können beratend am

Auswahlverfahren teilnehmen

und die Kandidaten in der engeren

Auswahl bei der Präsentation

an der MD.H persönlich ken-


Unternehmen von diesem Engagement?

Wir haben Maren Müller-

Bierbaum gebeten, die wichtigsten

Vorteile zusammenzufassen:

„Sie bekommen frische Ideen:

Hochschulprojekte, betriebsnahe

Abschlussarbeiten und Mentoring-Programme

bringen einen

Innovationsschub. Damit tun

Sie auch etwas gegen Strukturschwäche,

weil der Übergang von

der Ausbildung ins Berufsleben

erleichtert wird, wenn Hochquali-


damit den Standort stärken. Und

nicht zuletzt sichern Sie sich Fachkräfte:

Mit dem Stipendium binden

Unternehmen akademischen

Nachwuchs frühzeitig.“

Nils-Peter Ziener ist als Firmenkundenbetreuer

der Berliner Sparkasse

Mitglied des Hochschulrats


men, die Vorteile des Deutschlandstipendiums

zu nutzen: „Die

MD.H ist der ideale Partner, um

Studierende in zukunftsweisenden

Fächern kennen zu lernen.

Die Bewerbungsfrist endet im Mai

– der Zeitpunkt, um ins Gespräch

zu kommen, ist darum: jetzt!“

www.mediadesign-fh.de

Gesichter und Profil. Als regionales

Kreditinstitut kennt die Berliner

Sparkasse die Menschen. Sie ist

Spiegel der Vielfalt der Haupt stadt

und sorgt mit erstklassiger Beratung

dafür, dass die ganz unterschiedlichen

Bedürfnisse der Berlinerinnen

und Berliner zu jeder

Zeit im Mittelpunkt stehen. Die

neue Kommunikations linie, die

mit ästhetisch anspruchsvollen,

sympathischen Fotos im Reportagestil

Privat- und Firmenkunden

vom Visionär bis zum Unternehmer

zeigt, beweist das:

Die Plakate und Filme erzählen

Geschichten aus dem Leben. Und

zeigen, wie man das Vertrauen

von 1,8 Millionen ganz unterschiedlichen

Kunden gewinnt.

Dazu gehören auch rund 70.000

Unternehmer: Sie vertrauen auf

einen starken Partner, der ihnen

in jeder Situation kompetent und

professionell zur Seite steht – und

der immer die passende individu-


Ist es auch! Den Unternehmerspot

zur Kampagne sehen Sie unter:

www.berliner-sparkasse.de/unternehmer

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PROFITS 2/2013


[ Kurzmeldungen ] BERLIN

2|2013

Silicon Valley? Silicon Allee!

Berlin, Europas IT-Hauptstadt. Der

erste Platz unter Deutschlands

Bundesländern mit 128 Gründungen

auf 10.000 Einwohner, 48.700

neuen Unternehmen allein 2011,

darunter, so die IHK, mehr als

1.300 Neugründungen von Web-,

Software- und IT-Unternehmen:

Berlin ist Gründerhauptstadt. Und

entwickelt sich mehr und mehr zu

Europas Antwort auf Silicon Valley.

Besonders in Mitte, rund um

die zur Silicon Allee umgetaufte

Kastanienallee, hat sich ein Cluster

aus Webentwicklern und Gründern

aus aller Welt gebildet, der

der europäischen Konkurrenz in

London den Rang abläuft.

Die perfekte Location

Berlin entfaltet echte Magnetwirkung:

Viele Kreative mit Knowhow

werden von günstigen Mieten

angezogen, um hier zu arbeiten,

sich selbstständig zu machen

und dauerhaft Arbeitsplätze zu

schaffen. Denn das Vorurteil, dass


gen sind, lässt sich nicht belegen.

Jedenfalls nicht für die von der

Berliner Sparkasse unterstützten

Gründer, zu denen viele erfolgreiche

Marken gehören, darunter

shoepassion.com – ein dynamisch

wachsender Onlineschuhhandel

– und mashero – Anbieter eines

Webtools, das Onlinewerbung

an die Bedürfnisse der Nutzer

anpasst. Sie setzen sich in der

Regel dauerhaft am Markt durch,

Beleg dafür ist ihre niedrige

Kreditausfallrate.

„Die Teams sind

heute viel besser

aufgestellt als noch

vor 10 Jahren“

Dr. Christian Segal

Spitzenreiter Hauptstadt

Gewerbeneuerrichtungen

je 10.000 Einwohner (2011)

Berlin

Hamburg

Hessen

Bayern

Schleswig-Holstein

Deutschland

Quelle: Statistisches Bundesamt

128

122

107

92

85

84

Dr. Christian Segal, Leiter des

KompetenzCenters Gründungen

und Unternehmensnachfolge der

Berliner Sparkasse, sieht die Basis

für diese erfreuliche Entwicklung

in der Stärke der Menschen dahinter:

„Es gibt viele sehr gute Konzepte

und tolle Teams, die kompetent,

gut vorbereitet und mit ganz

viel Herzblut an die Sache herangehen.“

Die Entwicklung, die die

Zahlen zeigen, spürt er hautnah:

„Unternehmer aus dem gesamten

Bundesgebiet kommen nach Berlin,

weil sie ihr Projekt hier am besten

realisieren können.“ Teil dieser

guten Standortbedingungen ist die

Unterstützung durch die Berliner

Sparkasse: „Wir sorgen für bestmögliche

Vernetzung und Unterstützung,

damit ein Konzept ins

Laufen kommt. Darum begleiten

wir Start-ups gleich von Anfang an –

und kontinuierlich, für mindestens

drei Jahre. Damit aus den guten

Ideen auch gute Geschäfte werden.“

www.berliner-sparkasse.de/existenz

Mehr China, weniger Fachchinesisch

Weltweite Erfolgsrezepte. Viele

Unternehmer vertrauen ihr internationales

Geschäft der Berliner

Sparkasse an. Und das

aus gutem Grund, denn die

Kundenbetreuer vom KompetenzCenter

Ausland bieten

individuelle Lösungen für

die Herausforderungen des

Auslandsgeschäfts. Ob Zahlungsverkehr,

Dokumentengeschäft

oder Währungsmanagement,

die

erfahrenen Kundenbetreuer

unterstützen die

Unternehmer bei ihren Geschäften

und geben ihnen die nötige

Sicherheit.

Das KompetenzCenter

Ausland sorgt auch in diesem

Jahr mit persönlicher

Beratung und spannenden

Kundenveranstaltungen für

Wissensvorsprung, wenn

es um Themen wie die

Eroberung von Wachstumsmärkten

wie China

oder Strategien zur

Bewältigung der Euro-

Krise geht.

Praktische Tipps, individuelle

Konzepte, effizientes Netzwerken

und fundiertes Wissen ganz

ohne Fachchinesisch: Das sind

die Zutaten dieser breit angelegten

Informationsoffensive.

Interessierte Leser können

diese Angebote nutzen: Unter Telefon

030/869 928 92 erreichen Sie

die Auslandsspezialisten der Berliner

Sparkasse, um mehr über die

aktuellen Veranstaltungstermine

und persönliche Beratung zu

erfahren.

www.berliner-sparkasse.de/ausland

2/2013 PROFITS

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Hat jede Menge Spaß auf Lager: Roman Matthesius, Geschäftsführer von maskworld.com

Ein Unternehmen, das macht, was alle wollen

Mit Spaß Geld verdienen

Ortstermin. Wir sind in den Rathenauhallen

in Berlin-Oberschöneweide:

Hinter der historischen

Industrie architektur verbirgt

sich der Sitz eines Unternehmens,

das im Wortsinn mit Spaß sein

Geld verdient: maskworld.com

Wir sind am Faschingsdienstag

mit Geschäftsführer Roman

Matthesius zum Interview verabredet.

Der großgewachsene

Mittdreißiger begrüßt uns ansteckend

fröhlich. Als Sohn eines

Arztes und einer Theaterwissenschaftlerin

sollte er eigentlich

Jurist werden. Eigentlich. Denn

über den Umweg der Ausbildung

zum Schauspieler beschäftigt er

heute 90 festangestellte Mitarbeiter

und bis zu 400 Teilzeitkräfte,

leitet Deutschlands führenden

Online-Anbieter für Verkleidung

und beliefert über maskworld.

com Kunden in aller Welt. Wie

kam’s dazu? Eine Frage, und aus

Roman Matthesius sprudelt es

förmlich heraus:

Dass er mit seinem Bruder in

Prag bei einem tschechischen

Händler lebensechte Weichgummimasken

entdeckt hat. Dass er

diese Masken neben dem Studium

auf Volksfesten und Trödelmärkten

angeboten hat. Dass die

Nachfrage immer größer wurde

und schon bald die ersten Spielzeugläden

beliefert wurden. Dass

er – zum Entsetzen seiner Eltern –

burger

Straße in Berlin-Mitte für

optimistische 18 (!!!) Jahre angemietet

hat. Und dass er schon

sehr früh, nämlich 2000, mit dem

Onlinevertrieb auf der eigenen

Website begonnen hat. Damals

mit einer Bestellung pro Woche.

Und heute? „Das können in Hochzeiten

schon bis zu 8.000 pro Tag

sein!“

Man spürt, mit welcher Leidenschaft

er und sein Geschäftspartner

Georg Dittrich das

Unternehmen zu immer neuen

Umsatzrekorden führen. Und

man spürt, wie eng das Vertrauensverhältnis

zu Kerstin Kook ist:

Sie ist Firmenkundenberaterin

der Berliner Sparkasse, die das

Unternehmen schon seit Grün-

8 PROFITS 2/2013


[ Unternehmen ] BERLIN

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dung der GmbH 1999 begleitet.

Sie gibt zu: „Natürlich ist man am

Anfang skeptisch. Geld verdienen

mit Masken, Schminke und Verkleidung?

Aber Roman Matthesius

ist jemand, der andere mit

seiner Leidenschaft, mit seinen

Ideen, seinem Erfolg begeistert.

Und mich überzeugt hat: Egal,

wie es den Menschen geht, gefeiert

wird immer!“

Ein Standbein ist dem dynamischen

Team von maskworld.com

zu wenig. Es setzt für seine 10.000

sofort lieferbaren Artikel auf

Multi distribution im Onlineshop,

im Einzelhandel und über Großhändler.

Dabei gehören viele aus

Film und Fernsehen bekannte

Lizenzprodukte zum Sortiment,

für die maskworld.com Exklusivvertreter

ist. Hersteller, die den

deutschsprachigen Markt erobern

wollen, wenden sich meist direkt

an das Berliner Unternehmen.

Komfortable Situation!

„Wir sind nicht die günstigsten,

aber die besten.“ Roman Matthesius

ist zurecht selbstbewusst: Mit

Perücken, Schminke und Kostümen

überzeugt maskworld.com

auch Filmproduktionen. Genauso

hoch ist der Qualitätsanspruch

beim Service: Eine 24h-Service-

Hotline und der Expressversand

mit Zustellung auch am Sonntag

sind wegweisend. Und alle

packen mit an: „ Zu Karneval gehe

ich in Spitzenzeiten gern auch

mal selbst mit ans Bestelltelefon.“

Apropos Service: Was schätzen

Sie eigentlich an Ihrer Berliner

Sparkasse? Die prompte Antwort:

„Das gewachsene Vertrauen,

das für schnelle Entscheidungen

sorgt, egal, was wir vorhaben. Ein

Lieferant soll zugekauft werden?

Das Lastschriftkontingent muss

erhöht werden? Gemeinsam erreichen

wir immer eine Lösung.“

KUNDENBERATERIN KERSTIN KOOK

Dieses Interview ist das i-Tüpfelchen

Roman Matthesius mit seiner

Kundenberaterin Kerstin Kook

1 Welche Eigenschaften schätzen

Sie an anderen Menschen

am meisten? Aufgeschlossenheit,

Ehrlichkeit und Toleranz.

2 Was reizt Sie an Ihrem Beruf?

Dass ich meine Kunden dabei unterstützen

kann, ihre Vorhaben zu

realisieren und Ziele zu erreichen.

3 Wie lautet Ihr Motto? Nichts

ist unmöglich – denn viele Wege

führen nach Rom.

Zum Schluss siegt die Neugier:

Verkleiden Sie sich? „Manchmal,

das Mittelalter ist mein Metier.“

Und feiern Sie im Unternehmen

Karneval? „Ja, durchaus. Am

Rosenmontag kommen viele Mitarbeiter

im Kostüm.“ Und was planen

Sie als nächstes? „Das Thema

Internationalisierung mit der

Erschließung des europäischen

Binnenmarktes steht ganz weit

oben auf der Agenda. Wir wollen

Spaß in ganz Europa verbreiten!“

Martin Schubert

www.maskworld.com

Maskenqualität made

in Berlin:

maskworld.com

produziert viele Teile selbst

4 Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Wie, nur einer? Das Spektrum

reicht von Noah Gordon über

Joy Fielding bis zu John Grisham!

5 Welche Fehler entschuldigen

Sie am ehesten? Die, aus denen

man wirklich etwas gelernt hat.

6 Was war Ihr schönstes Erlebnis

als Kundenbetreuerin? Die Wertschätzung,

die mir Herr Matthesius

entgegenbringt – das Interview

heute ist das i-Tüpfelchen.

7 Welche Persönlichkeit der

Wirtschaft beeindruckt Sie am

meisten? Alle Unternehmer,

die wirtschaftliche Kompetenz

mit sozialer Verantwortung

verbinden.

8 Bitte beenden Sie den

folgenden Satz: Das Besondere

an Roman Matthesius ist...

dass er Menschen begeistert

und sich seine Bodenständigkeit

bewahrt hat.

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