Gleichstellung und Frauenförderung - Beuth Hochschule für Technik ...

beuth.hochschule.de

Gleichstellung und Frauenförderung - Beuth Hochschule für Technik ...

Gleichstellung und

Frauenförderung

an der Beuth Hochschule für Technik Berlin

WS 2010/11 bis WS 2012/13

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten

Heidemarie Wüst


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Impressum

Redaktion: Heidemarie Wüst

Mitarbeit : Beate Keibel, Sabine Trautner, Ulla Ruschhaupt und Claudia Schneeweiß

Beuth Hochschule für Technik Berlin

Luxemburger Straße 10, 13353 Berlin

E-Mail: buero_f@beuth-hochschule.de

Daten: Statistisches Bundesamt, Hochschulverwaltung Beuth Hochschule

Layout und grafische Gestaltung: Sabine Trautner, www.maid-in-berlin.de

Druck: Polyprint, Berlin September 2013

Der Bericht ist erhältlich im Frauen- und Gleichstellungsbüro,

Haus Grashof, Raum 138/139

pdf-Datei unter www.beuth-hochschule.de/frauen

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Gleichstellung und Frauenförderung

an der Beuth Hochschule für Technik Berlin

WS 2010/11 bis WS 2012/13

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten

Die Gleichstellung der Geschlechter

durch die Förderung der Chancengleichheit für Frauen

ist im Selbstverständnis der Hochschule

Auftrag, gemeinschaftliches Ziel und Verpflichtung.

(aus dem Leitbild der Hochschule)

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Grußwort der Präsidentin

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin

ist eine traditionsreiche Hochschule

mit einem überwiegend technischen und

ingenieurwissenschaftlichen Studienangebot.

In über 70 Laboren und Studiengängen

fördert sie die Karrierechancen

von begabten Menschen unabhängig

von ihrem Hintergrund. Diese Struktur

bedingt es, dass – historisch gewachsen – der Anteil von

Frauen und Männern nicht paritätisch ist und es Bereiche der

Hochschule mit einem hohen Nachholbedarf gibt.

Deshalb nutzen wir mit großem Engagement alle Chancen, um

den Anteil der Frauen in Studium und Lehre zu erhöhen. Von

den etwa 11.000 Studierenden sind bereits ca. 30 % Frauen

– ein deutschlandweit hervorragender Wert für eine technische

Hochschule. In den vergangenen Jahren konnte die Beuth

Hochschule ein überzeugendes Profil als frauen- und familienfreundliche

Hochschule entwickeln. Der heutige Auftrag

lautet deshalb, das bisher Erreichte weiterzuentwickeln und

zu verstetigen. Bereits auf den Weg gebracht wurden das

Gleichstellungskonzept, die Satzung „Chancengleichheit der

Geschlechter“ und das Gender- und Technik-Zentrum (GuTZ).

Als Präsidentin stehe ich dafür, dass gemäß unserem Leitbild

alle Hochschulmitglieder den Auftrag zur Umsetzung

von Gleichstellung ernst nehmen und ihn immer wieder mit

konkreten und sichtbaren Maßnahmen untersetzen. Die Stärkung

der Kompetenzfelder Gleichstellung, Gender und Technik,

Gesundheitsmanagement sowie Familienfreundlichkeit sind

mir persönlich ein Anliegen. Ich unterstütze deshalb gerne alle

sich bietenden strukturellen und finanziellen Möglichkeiten,

um eine echte Gleichstellung in allen Bereichen der Hochschule

zu erreichen. Dazu gehören beispielsweise Hochschulverträge,

Zielvereinbarungen, eine gendersensible Berufungspolitik,

das „Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit

von Frauen in Forschung und Lehre“ und bundesweite Förderprogramme

wie das „Professorinnenprogramm“.

Unterstützt werde ich dabei von den Frauenbeauftragten und

weiteren Gender- und Gleichstellungs-AkteurInnen unserer

Hochschule, denen ich an dieser Stelle für ihre engagierte

Arbeit meinen herzlichen Dank aussprechen möchte. Die Beuth

Hochschule wirbt mit dem Kompetenzzentrum „Stadt der

Zukunft“ für ihre urbanen Studienangebote und Forschungsaktivitäten.

Zur Vision einer „Stadt der Zukunft“ gehört auch,

dass alle dort lebenden Menschen die gleichen Chancen

haben. Teilen Sie diese Vision.

Prof. Dr. Monika Gross

Präsidentin der Beuth Hochschule für Technik Berlin

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Inhalt

Grußwort der Präsidentin 4

Einleitung 7

1. Auftrag Gleichstellung 8

2. Hochschulsteuerungsinstrumente 9

2.1. Hochschulverträge und Leistungsbasierte Mittelzuweisung................ 9

2.2. Zielvereinbarungen ............................................................................ 9

2.3. Berliner Chancengleichheitsprogramm...............................................10

2.4. Satzung Chancengleichheit der Geschlechter.....................................10

2.5. Gleichstellungskonzept......................................................................10

2.6. Frauenförderrichtlinien (FFRL) ...........................................................10

2.7. Finanzielles Anreizsystem zur Frauenförderung.................................. 11

3. Zahlen und Fakten – Arbeit, Studium, Lehre und Forschung 12

3.1. Professorinnen..................................................................................14

3.1.1 Neuberufungen.........................................................................17

3.1.2 Berufungsverfahren................................................................. 18

3.2. Lehrbeauftragte................................................................................ 20

3.3. Frauen in der Forschung.....................................................................21

3.4. Studentinnen.....................................................................................22

3.4.1 Neuimmatrikulierte.................................................................. 22

3.4.2 Studentinnen...........................................................................26

3.4.3 Ausländische Studentinnen .....................................................30

3.4.4 Absolventinnen........................................................................ 32

3.4.5 Studienabbruch....................................................................... 34

3.5. Mitarbeiterinnen in Technik und Verwaltung......................................36

3.5.1 Drittmittelbeschäftigte.............................................................38

3.5.2 Mitarbeiterinnen im Bereich Technik......................................... 38

3.5.3 Hochschulsekretärinnen........................................................... 39

3.6. Besetzung von Hochschulgremien..................................................... 40

3.7. Frauenrat.......................................................................................... 40

4. Vereinbarkeit von Studium, Arbeit und Familie 41

4.1. Familiengerechte Hochschule.............................................................41

4.2. Kita und Kindernotfallbetreuung........................................................43

4.3. Familienzimmer................................................................................ 44

4.4. Lernprozessbegleitung / Tandem-Projekt........................................... 44

5. Frauenbeauftragte – Beraten, Unterstützen, Netzwerken 46

5.1. Frauenbeauftragte an der Beuth Hochschule.................................... 46

5.2. Externe Netzwerke der Frauenbeauftragten.......................................47

5.3. Plenum der nebenberuflichen Frauenbeauftragten ........................... 48

5.4. Beratungsarbeit.................................................................................49

Verhinderung sexueller Diskriminierung und Gewalt........................... 50

5.5. Öffentlichkeitsarbeit und Webauftritt................................................ 51

6. Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre 53

6.1. Berliner Chancengleichheitsprogramm...............................................53

6.2. Gender- und Technik-Zentrum (GuTZ).................................................54

6.2.1 Gender und Diversity in Forschung und Lehre........................... 55

6.2.2 MINT Karrieren – Hypatia Programm –

Gender Partnerhip Programme – Personalmanagement.......... 56

6.2.3 FrauenFörderKommission (FFK)................................................ 58

6.2.4 Mädchen und Technik............................................................... 59

6.3. Initiative „Komm mach MINT“............................................................61

7. Resultate und Handlungsempfehlungen 63

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Gleichstellung und Frauenförderung

Der vorliegende Bericht beschreibt den aktuellen Stand zur Gleichstellung und

die Maßnahmen zur Frauenförderung an der Beuth Hochschule.

Er zeigt bestehende Unterschiede, Ungleichheiten und empfundene Ungerechtigkeiten auf.

Der Bericht bewertet die Wirksamkeit der daraus resultierenden Maßnahmen.

Das Ziel Gleichstellung

braucht bei der vorhandenen erheblichen Unterrepräsentanz von Frauen

in vielen Bereichen der Beuth Hochschule nicht nur individuelle Maßnahmen sondern

auch wirksame Zielvereinbarungen, neue Strukturen und

eine frauen- und familienfreundliche Hochschulkultur.

Dies sind wichtige Aufgabenfelder aller.

Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Einleitung

Der vorliegende Bericht für den Zeitraum WS 2010/11 bis WS

2012/13 mit dem Titel „Gleichstellung und Frauenförderung

ist der 9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten. Er enthält

Zahlen und Fakten zur Umsetzung von Frauenfördermaßnahmen

auf dem Weg zur Gleichstellung an der Beuth Hochschule.

Es werden Daten zur Chancengleichheit von Frauen in Wissenschaft

und Forschung, zur Familienfreundlichkeit, Frauenfördermaßnahmen

und Hochschulsteuerungsinstrumente

für Gleichstellung dokumentiert. Die Anteilswerte von Frauen

geben Auskunft über die geschlechtsspezifische Entwicklung

zur Gleichstellung an der Beuth Hochschule. Somit werden

wichtige Informationen zur Planung gleichstellungspolitischer

Maßnahmen geliefert.

Erfolge für die Gleichstellung sind insbesondere durch das

hochschulweite Netzwerk der Frauenbeauftragten, der engagierten

Arbeit des Gender- und Technik-Zentrums (GuTZ) und

der Frauen in den Hochschulgremien gelungen.

Im April 2013 konnte das 1. Gleichstellungskonzept vorgelegt

werden. Dieses zeigt in besonderer Weise die bisherige und

die geplante umfangreiche und vielseitige Arbeit zur Gleichstellung

an der Beuth Hochschule. Eine Satzung

„Chancengleichheit der Geschlechter“ ist

im Abstimmungsprozess.

Im GuTZ wird mit großem Engagement

für eine geschlechtersensible Lehre,

Forschung, Personalentwicklung und

Hochschulkultur gearbeitet. Gender- und

Diversitykompetenz sind zu wichtigen sozialen und qualitätssichernden

Schlüsselkompetenzen für die Umsetzung von

Gleichstellung geworden.

Der vorgelegte Gleichstellungsbericht wird die Akzeptanz für

die weiterhin notwendige Frauenförderung an der Beuth Hochschule

stärken und das Ziel „Gleichstellung durch Chancengerechtigkeit“

als Auftrag noch erkennbarer machen.

Gleichstellung und Chancengleichheit bedeuten nicht, dass wir

alle gleich werden wollen. Wir genießen auch die Unterschiede

– aber wir bekämpfen den Missbrauch.

Dipl.-Ing. Dipl.-Soz.Arb.(FH) Heidemarie Wüst

zentrale Frauenbeauftragte

www.beuth-hochschule.de/frauen

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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1. Auftrag Gleichstellung

Der Staat fördert gemäß Grundgesetz, Artikel 3 „Gleichheit vor

dem Gesetz“ die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung

von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung

bestehender Nachteile hin.

Diesem Auftrag sind die Hochschulen verpflichtet. Dabei

kommt den Frauenbeauftragten in den Bereichen, in denen

Frauen immer noch stark unterrepräsentiert sind, eine besondere

Rolle zu.

Wesentliche Arbeitsgrundlage für die Frauenbeauftragten ist

das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG, §§ 5a und 59), das die

Aufgaben, die Rechte und Pflichten, etwa das Informations-,

Rede- und Antragsrecht in allen Hochschulgremien bestimmt.

Die Satzung „Chancengleichheit der Geschlechter“, die 2013

gemäß BerlHG § 5a von einer Kommission des Akademischen

Senats erarbeitet wird, soll den gemeinsamen Auftrag zur

Durchsetzung der Gleichstellung an der Beuth Hochschule

verstärken.

Die rechtlichen Grundlagen für die Arbeit der Frauenbeauftragten

sind auf der Website www.beuth-hochschule.de/frauen

aufgelistet.

Rechtliche Grundlagen zur

Frauenförderung und Gleichstellung

1. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

2. Berliner Hochschulgesetz (BerlHG, §§ 5a, 59)

3. Landesgleichstellungsgesetz (LGG)

4. Gesetz zum Schutz der Beschäftigten vor sexueller

Belästigung am Arbeitsplatz

5. Wissenschaftszeitvertragsgesetz

6. Hochschulvertrag

Hochschulinterne Regelungen

7. Grundordnung der Beuth Hochschule.

(Amtl. Mitteilung 20/2011)

8. Satzung Chancengleichheit der Geschlechter

(im WS 2013/14 im Kuratorium zur Abstimmung)

9. Frauenförderrichtlinien (FFRL)

(Amtl. Mitteilung 4/2013)

10. Gleichstellungskonzept vom März 2013

11. Zielvereinbarungen

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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2. Hochschulsteuerungsinstrumente

2.1. Hochschulverträge und Leistungsbasierte

Mittelzuweisung

Allgemeine Zielsetzung der leistungsbasierten Mittelzuweisung

an Berliner Hochschulen ist die Hochschulsteuerung

durch gezielte Leistungsanreize. Die Bemessung der Zuschüsse

erfolgt durch die Setzung von stärkeren Leistungsanreizen für

ausgehandelte Kriterien.

Die Steuerungsziele im Leistungsbereich Gleichstellung /Diversity

sind: Realisierung der Chancengleichheit der Geschlechter

im Wissenschaftssystem, Stärkung des Engagements der

Hochschulen zur Aktivierung des Potentials von Studienberechtigten

mit Migrationshintergrund, Erhöhung der Studierquote

durch Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte

ohne Abitur und für Berufstätige.

Der Anreiz zur Umsetzung von Gleichstellung soll durch zusätzliche

Mittel erfolgen. Insbesondere sollen Mittel fließen für:

weiblich besetzte W2/W3-Professuren auf Lebenszeit, Neuberufungen

W2/W3-Professuren auf Lebenszeit und auch für

kooperative Promotionsverfahren von Frauen.

2.2. Zielvereinbarungen

Zielvereinbarungen gehören zu den Instrumenten der Hochschulverträge

und können somit ein wichtiges strategisches

Instrument der Durchsetzung von Chancengleichheit für

Frauen sein. Bei der Bewertung der Zielvereinbarungen im

Bereich der Chancengleichheit für Frauen können die Daten

der Frauenförderpläne herangezogen werden. Sie beinhalten

die geschlechtsspezifische Bestandsaufnahme eines Fachbereichs

und deren Entwicklungspläne.

Für einen bestimmten Zeitraum sind quantitative und

qualitative Ziele sowie die Bereitstellung finanzieller Mittel, die

Einrichtung von Stellen oder bestimmte Rahmenbedingungen

zu vereinbaren.

Damit die Entwicklung der Hochschule unter Gleichstellungsgesichtspunkten

gestaltet wird, hat das Plenum der Frauenbeauftragten

entsprechende Vorschläge für die hochschulinternen

Zielvereinbarungen erarbeitet und steht für die Umsetzung mit

der Hochschulleitung bzw. mit den Leitungen der Fachbereiche

in einem jährlich wiederkehrenden Aushandlungsprozess.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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2.3. Berliner Chancengleichheitsprogramm

Mit dem Ziel „In der Vielfalt erfolgreich“ bietet das Land Berlin

seit 2001 das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit

für Frauen in Forschung und Lehre (BCP). Dieses

erfolgreiche Programm der Senatsverwaltungen „Arbeit, Integration,

Frauen“ und „Bildung, Jugend, Wissenschaft“ hat

der Frauenförderung nicht nur Kontinuität sondern auch neue

Impulse gegeben.

2.4. Satzung Chancengleichheit der Geschlechter

Die Beuth Hochschule gibt sich gemäß Berliner Hochschulgesetz

(BerlHG) § 5a eine Satzung „Chancengleichheit der

Geschlechter“. Die Satzung wird im Herbst 2013 dem Kuratorium

zur Abstimmung vorgelegt. Insbesondere werden Regelungen

zu folgenden Bereichen getroffen:

1. Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie

2. Stellenbeschreibungen und Stellenausschreibungen

3. Auswahlverfahren

4. Stellenbesetzungen und Berufungen

5. Frauen- und Geschlechterforschung und

geschlechtergerechte Lehre und Forschung

6. Inhaltliche und organisatorische Gestaltung von Aus-,

Fort- und Weiterbildung des Personals

7. Besetzung von Gremien und Kommissionen

8. Schutz der Hochschulmitglieder vor sexualisierter

Diskriminierung und Gewalt

2.5. Gleichstellungskonzept

Die Beuth Hochschule wird sich ab 2013 an dem Professorinnenprogramm

II des Bundes und der Länder zur Förderung

der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft

und Forschung an deutschen Hochschulen beteiligen. Grundvoraussetzung

für die Antragstellung war die Einreichung eines

Gleichstellungskonzeptes.

Das eingereichte Gleichstellungskonzept wurde im Juli 2013

von einem Begutachtungsgremium positiv bewertet. Die

Umsetzung der Gleichstellungsmaßnahmen erfolgen nach

der Berufung von Frauen aus dem o.g. Programm.

2.6. Frauenförderrichtlinien (FFRL)

Die Frauenförderrichtlinien der Beuth Hochschule (Amtl. Mitteilung

4/ 2013) dokumentieren die Entscheidung der Hochschulleitung

alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die tatsächliche

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Gleichstellung der weiblichen Mitglieder der Hochschule zu

erreichen. Der Abbau von Benachteiligungen und die Gewährleistung

gleicher Entwicklungsmöglichkeiten sollen intensiviert

werden. Frauenförderung erfolgt u.a. durch:

• Erhöhung des Frauenanteils in allen Bereichen und

Positionen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind

• Maßnahmen zur Erhöhung der Anzahl von Frauen in

Führungspositionen und bei den Professuren

• Maßnahmen für Studentinnen mit dem Ziel, strukturelle

Benachteiligungen zu kompensieren

• Thematisierung spezieller Fraueninteressen z.B. auf dem

Gebiet des Gesundheitsmanagements

• Gestaltung frauen- und familienfreundlicher Arbeits- und

Studienbedingungen

• Prävention sexueller Diskriminierung und Gewalt

• Ideelle, personelle und sächliche Unterstützung

2.7. Finanzielles Anreizsystem zur Frauenförderung

In den Frauenförderrichtlinien (FFRL) der Hochschule sind im

§ 17 (2) „Anreizsysteme“ die Bewirtschaftung von Mitteln zur

Frauenförderung formuliert. Diese Frauenfördermittel werden

den Fachbereichen und Zentraleinrichtungen als Gleichstellungsfonds

zur Verfügung gestellt. Das Plenum der Frauenbeauftragten

verteilt und bewirtschaftet diese Mittel nach Maßgabe

einer mit der Haushaltsabteilung verabredeten Richtlinie.

Somit stehen jedem Bereich ca. 1.000€ jährlich für konkrete

Frauenfördermaßnahmen zur Verfügung.

Die Verwendung der Frauenfördermittel erfolgt in den Fachbereichen

auf Initiative der nebenberuflichen Frauenbeauftragten

im Einvernehmen mit dem Fachbereichsrat. Hochschulübergreifende

Projekte werden aus dem Gleichstellungsfonds von

der hauptberuflichen Frauenbeauftragten in Absprache mit

dem Plenum organisiert und finanziert.

Verwendung der Frauenfördermittel

• Umsetzung der Zielvereinbarungen zur Frauenförderung

• Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils von Frauen bei den

Neuimmatrikulierten, den Studierenden, den Professuren,

den Lehrbeauftragten und in leitenden Positionen

• Maßnahmen zur Verbesserung der beruflichen

Chancen von Frauen (z.B. persönlichkeitsstärkende,

gesundheitsfördernde Weiterbildungsmaßnahmen)

• Netzwerktreffen und Fortbildung

• Ausstellungen und Öffentlichkeitsarbeit

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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3. Zahlen und Fakten – Arbeit, Studium, Lehre und Forschung

Gesamtübersicht

An der Beuth Hochschule für Technik Berlin studieren, lehren

und arbeiten ca. 13.000 Menschen, davon sind ca. 4.000

Frauen.

Mit ihrem Anteil von Frauen in Studium und Lehre gehört die

Beuth Hochschule bundesweit zur Spitze im Vergleich mit

anderen technischen Hochschulen. Trotzdem können sich

Frauen mit dem Erreichten nicht zufrieden geben, denn sie

sind im Studium, in der Lehre und in der Forschung noch

immer erheblich unterrepräsentiert.

Die Zahl der Studentinnen nimmt stetig zu: Frauen studieren

immer selbstverständlicher Ingenieurwissenschaften, denn

es sind spannende und zukunftsträchtige Fachgebiete. Der

Arbeitsmarkt bietet Ingenieurinnen ausgezeichnete berufliche

Chancen.

Im Wintersemester 2012/13 sind von 11.203 Studierenden 3.378

Frauen. Das sind 30,2%.

Von 297 Professuren sind 59 mit Frauen besetzt. Das sind für

eine technische Hochschule hervorragende 19,9 %!

Aus Sicht der Frauenbeauftragten ist das Potential leistungsstarker

Frauen jedoch noch lange nicht ausgeschöpft.

Um den Anteil an den Professuren deutlicher zu steigern,

muss die Anzahl der Neuberufungen von Frauen erhöht

werden. Dazu sollte das Professorinnenprogramm des Bundes

und der Länder und das Professorinnenprogramm des Berliner

Chancengleichheitsprogramms gut genutzt werden.

Die Zahl der weiblichen Lehrbeauftragten ist mit 131 rückläufig.

Mit einem Frauenanteil von 23,9% ist dieses Potential

der Kenntnis- und Erfahrungsweitergabe aus der Praxis ausbaufähig.

Die Zahl der im Jahr 2012 an der Beuth Hochschule beschäftigten

Mitarbeiterinnen in Technik und Verwaltung (MTV) ist

mit 263 fast gleich geblieben. Der prozentuale Anteil beträgt

47,0 %. Deutlich wird jedoch bei der differenzierten Betrachtung,

dass Frauen in den höheren Gehaltsstufen immer noch

zu wenig vertreten sind, hingegen wesentlich öfter befristet

und in Teilzeit arbeiten als Männer.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

www.beuth-hochschule.de/frauen

www.beuth-hochschule.de/frauen

13

50%

50%

50%

40% 40%

30% 30%

20% 20%

10% 10%

Frauenanteile in in den den vier

Frauenanteile

vier Statusgruppen der

in den vier Statusgruppen,

der Beuth Beuth Hochschule für

WS 2000/01

für Technik

bis

Technik Berlin

WS 2012/13

Berlin

WS WS 2000/01 2000/01 bis bis WS WS 2012/13 2012/13

2000/01 2000/01 2001/02 2001/02 2002/03 2002/03 2003/04 2003/04 2004/05 2004/05 2005/06 2005/06 2006/07 2006/07 2007/08 2007/08 2008/09 2008/09 2009/10 2009/10 2010/11 2010/11 2011/12 2011/12 2012/13 2012/13

48,5% 48,5% 48,1%

44,5%

43,4% 43,8% 45,4% 46,5%

48,1% 47,0%

224 266 263

44,5%

44,4% 44,4% 222

166

43,4% 43,8% 45,4% 46,5%

47,0%

224 266 263

202 44,4% 44,4% 222

166

202 195

186 195

195 197

186 195

197

2094 2247 2320 2940 3096 3378

2401

2094 2247 2320 30,2%

2428 2452 2602

2516

2558 2743 2940 3096 3378

2401

27,8% 28,0% 28,2% 27,8% 27,3% 27,0% 27,1% 27,8% 27,8%

28,5% 29,0% 29,2% 30,2%

2428 2452 2602

2516

2558 2743

27,8% 28,0% 28,2% 27,8% 27,3% 27,0% 27,1% 27,8% 27,8%

28,5% 29,0% 29,2%

22,6% 23,7% 25,0% 25,5% 29,7% 23,9%

154

19,1% 18,5%

17,5% 18,2% 19,4% 20,9% 22,6% 23,7% 25,0% 25,5% 29,7% 23,9%

146 146 154

19,4%

126

131

19,1% 137

18,5%

17,5% 18,2% 19,4% 20,9% 146 146

19,4%

126

131

137

128 109

101

18,6% 18,7% 19,3% 20,6% 20,3%

111

116 128 109

19,9%

101 99 110

11,2% 12,0% 13,3% 13,9% 14,6% 16,1% 17,4% 18,6% 18,7% 19,3% 20,6% 20,3%

111

116

19,9%

99 110

58 58

55 55 55

59

49

46

42

36

40

11,2% 12,0% 13,3% 13,9% 14,6% 16,1% 17,4%

58 58

55 55 55

59

49

46

42

35 36

40

33 35

33

50%

4000

4000

3500

3500

40%

3000

3000

2500

2500

30%

2000

2000

20%

1500

1500

1000

1000

10%

500

500

0% 0%

Stand Dezember 2012

Stand Dezember 2012

MTV

MTV

Studentinnen

Studentinnen

Lehrbeauftragte

Lehrbeauftragte

Professorinnen

Professorinnen

absolute

absolute

Zahlen:

Zahlen:

Anzahl

Anzahl

der

der

Frauen

Frauen

0%

0

Quelle: Studienverwaltung und Personalverwaltung Beuth Hochschule,

Quelle: Studienverwaltung und Personalverwaltung Beuth Hochschule,

Zahlen MTV (MitarbeiterInnen in Technik und Verwaltung)

Zahlen MTV (MitarbeiterInnen in Technik und Verwaltung)

beziehen sich auf das gesamte Jahr

beziehen sich auf das gesamte Jahr

9F-Frauenanteile_Beuth_gesamt_LINIE_bis_WS_12-13.xlsx Frauenanteile Beuth Hochschule für Technik Berlin gedruckt am 03.09.2013

9F-Frauenanteile_Beuth_gesamt_LINIE_bis_WS_12-13.xlsx 9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten

Frauenanteile

der Beuth Hochschule für Technik

für Technik

Berlin

Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13 gedruckt am 03.09.2013


9F-W2_C2_usw_Professuren_11-13.xlsx

14

3.1. Professorinnen

Im Wintersemester 2012/13 lehren an der Beuth Hochschule 59

Professorinnen und 238 Professoren (Stichtag 31.10.2012). Im

Jahre 1991 waren an der Technischen Fachhochschule Berlin

(TFH) von 326 Professuren nur 15 mit Frauen besetzt; 1995

waren es bei 318 Professuren bereits 23. Diese allmähliche

Steigerung des Anteils der Professorinnen von 4,6 % im Jahr

1991 auf 19,9 % heute ist als Erfolg der Gleichstellungsarbeit

zu bewerten.

wissenschaftliche Veröffentlichungen und die Einwerbung

von Drittmitteln. Zukünftig sollte auch das Engagement für

die Gleichstellung mit Leistungsanreizen versehen werden.

WS 2012/13

Verteilung C2-/C3-Professuren der Beuth Hochschule

WS 2010/11 bis WS 2012/13

Verteilung C2-/C3-Professuren WS 2010/11 bis WS 2012/13*

14

12

18,9%

16,7%

60

60

* Stichtag 31.12. 2012

Die Unterrepräsentanz von Frauen bleibt jedoch besonders

deutlich bei den hoch dotierten Professuren. Seit

2005 werden alle Professuren nach der Besoldungsgruppe

W2 besetzt. Auch wenn die C-Besoldung ein auslaufendes

Modell ist, sind noch 146 Professuren in der C-Besoldung.

Das sind fast 50 %.

WS 2011/12

WS 2010/11

14

13

18

16

18,9%

16,7%

21,7%

17,2%

C2-Frauen Professorinnen

Prozent

C2-Männer C3 Professorinnen

60

65

65

77

C3-Frauen C2 Professoren in Prozent

C3-Männer

Professoren

Die Übersicht zur Verteilung von Frauen und Männern in

W2-Besoldung zeigt, dass Frauen mit 21,9 % etwas stärker in

dieser Besoldungsgruppe vertreten sind als ihr Anteil an den

Professuren ausmacht.

Die Vergabe von Leistungsbezügen in der W-Besoldung belohnt

insbesondere gute Lehrevaluationen, Forschungsarbeit,

WS 2012/13

WS 2011/12

WS 2010/11

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13

33

31

25

21,9%

23,1%

22,1%

Zahlen ermittelt v. Russau, 10.4. 2013

Verteilung W2-Professuren der Beuth Hochschule

WS 2010/11 bis WS 2012/13

Verteilung W2-Professuren WS 2010/11 bis WS 2012/13*

W2 Frauen

W2 Professorinnen

W2-Männer

W2 Professoren

118

* Stichtag 31.12. 2012

103

88

Zahlen ermittelt v. Russau, 10.4. 2013


Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

www.beuth-hochschule.de/frauen

15

350

Entwicklung des Professorinnenanteils an der Beuth Hochschule für Technik Berlin

WS 2000/01 bis WS 2012/13*

Entwicklung der Professorinnenanteile*, WS 2000/01 bis WS 2012/13

50%

Anzahl der Professuren insgesamt

300

250

200

150

100

50

0

277

262

240

246

240

240

239 239

232

224 228

235

238

40%

30%

11,2% 11,2% 13,3% 13,9% 14,6% 16,1% 17,4% 18,6% 18,7% 19,3% 20,6% 20,3% 19,9%

55 55 58 58 59

33 35 36 40 42 46 49 55 55 55 58 58 59

2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13

*

Professorinnen Professoren Frauenanteil Quelle: Quelle: Personalverwaltung Personalverwaltung Beuth Beuth Hochschule Hochschule

Stichtag * Stichtag 31.12. 31.12. 2012 2012

*

Frauenanteil

in in Prozent in Prozent

20%

10%

0% 0%

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13

9F_Entwicklung-Professorinnenanteil_2000-13.xlsx


16

Heidemarie Wüst, zentrale

Frauenbeauftragte Der Anteil der Professorinnen in den Fachbereichen stellt sich Im FB VII Elektrotechnik , Mechatronik, Optometrie sind nur

www.beuth-hochschule.de/frauen

sehr unterschiedlich dar. Für diese Statistik wurden nur die 2 von 40 Professuren mit Frauen besetzt, das sind nur 5,0%.

besetzten Professuren mit Stichtag 31.10.2010 berücksichtigt. Hier und im Fachbereich III Bauingenieur- und Geoinformationswesen

den Fachbereichen besteht im besonders WS 2012/13 großer Bedarf an Gleich-

Anteil der Professorinnen in

stellungsmaßnahmen.

Inkl. Präsidiumsmitglieder, Stichtag 31.12.2012

Anteil der Professorinnen an den Fachbereichen im WS 2012/13

FB I

9

25,7%

26

FB II

12

32,4%

25

FB III

3

9,7%

28

FB IV

8

22,2%

28

FB V

9

28,1%

23

FB VI

8

18,6%

35

FB VII

2

5,0%

38

FB VIII

8

18,6%

35

Gesamt Alle

59

19,9%

238

Professorinnen Professoren

Quelle: Personalverwaltung Beuth Hochschule

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


9F_Neuberufungen 2010-13.xlsx 17

3.1.1 Neuberufungen

Im Studienjahr 2012 wurde nur eine Professorin neu berufen.

Die zweite Neuberufene in diesem Zeitraum hat ihren Dienst

erst zum Sommersemester 2013 antreten können (FB VIII). Die

Zahl der 8 Neuberufungen von Frauen im Berichtszeitraum ist

unbedingt zu steigern.

Die Datenbank FemConsult (www.femconsult.de) stellt Hochschulen

ein wirkungsvolles Instrument zur Gewinnung von

Wissenschaftlerinnen zur Verfügung. Leider sind Kandidatinnen

für eine Fachhochschulprofessur, also mit ausreichender

Praxiserfahrung, noch nicht ausreichend vertreten.

WS 2012/13

100% SoSe 2012

WS 2011/12

0% SoSe 2011

WS 2010/11

Neuberufungen an der Beuth Hochschule

WS 2010/11 bis WS 2012/13

Neuberufungen WS 2010/11 bis WS 2012/13

2

0

2

0

18,2%

9

7

28,6%

4 30,8%

9

Neuberufungen an der Beuth Hochschule

Quelle: Personalverwaltung Beuth Hochschule

WS 2010/11 bis WS 2012/13

Professorinnen

Professoren

5

9F_Neuberufungen 2010-13.xlsx

9

Die Beuth Hochschule ist deshalb Mitglied im Projekt PROfessur,

angesiedelt an der Hochschule Hannover, geworden. Hier

werden alle Ausschreibungen gezielt an potentielle Bewerberinnen

weitergegeben.

Die Nutzung bestehender Förderprogramme des Bundes und

des Landes Berlin für vorgezogene Nachfolgeberufungen und

für befristete W2-Berufungen sollte angesichts des bestehenden

starken Ungleichgewichtes zwischen Frauen und Männern

auf den Professuren besser genutzt werden.

2

WS 2012/13 Neuberufungen im Jahr 2012 in den einzelnen

Fachbereichen

Neuberufungen in den Fachbereichen im Studienjahr 2012

SoSe 2012

100%

0

WS 2011/12 2

18,2%

4 4

28,6%

0% SoSe 2011 20

2

2 2 9

1

0

WS 2010/11 4 30,8%

9

FB I FB 0II FB III FB 0IV FB 0V FB 0VI FB VII FB 0VIII

Professorinnen Professoren

Professorinnen Professoren

Quelle: Personalverwaltung Beuth Hochschule

9

7

5

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13

Neuberufungen


18

3.1.2 Berufungsverfahren

Berufungsverfahren sind immer noch sehr langwierige Suchund

Besetzungsverfahren. Für die Bewerberinnen und Bewerber

sind das Zeiten voller Ungewissheit. Aber auch die Mitglieder

der Berufungskommissionen haben sich aufwendigen

und langwierigen Verfahren der Bestenauswahl zu widmen.

Diese Prozesse müssen für alle Beteiligten effizienter, fairer

und transparenter werden.

Statistik zu abgeschlossenen Berufungsverfahren

wurden nur 12 Frauen auf einen Listenplatz gesetzt. Das sind

5,3%. Von den 1.151 Bewerbern schafften es 107 Männer auf

eine Listenplatz und hatten mit 9,3% deutlich bessere Chancen

auf eine Berufung.

Auf einem 1. Listenplatz standen 5 Frauen (9,2%) und 49 Männer.

Den 2. Listenplatz hatten 5 Frauen (12,5%) und 35 Männer

inne und den 3. Listenplatz 2 Frauen (8%) und 23 Männer. In

diesem Zeitraum gab es nur eine Einerliste mit einer Frau und

sieben Einerlisten mit einem Mann.

Insgesamt haben sich im Zeitraum 2010 bis 2013 genau 1.374

Personen auf eine Professur beworben. Davon waren 223 Die grafische Darstellung der Statistik aus den Jahren 2010 bis

Frauen (16,2%) und 1.151 Männer. Von den 223 Bewerberinnen 2012 macht deutlich, dass der Anteil von Frauen auf den Listenplätzen

viel zu gering ist. So kann das

Verhältnis Bewerbungen 1400

zu Listenplätzen

Bewerbungen

Listenplätze gesamt

1400

Bewerbungen

Listenplätze gesamt

Platzierung 2010 auf - 2012 den

800

70

223 angestrebte Ve

800

50,0% 70

120

1200

223

Ve Ziel von Gleichstellung in

Listenrängen 1200

10,1% 12

700 14,5% 14,5%

11,5% 11,5%

700

60 60

dieser Statusgruppe nicht umgesetzt

100

7

100

100

40,0% 7

1000 1000

600 600

50 50

werden. Es ist eine verstärkte Suche

80

500 500

800 800

30,0%

40 40

nach geeigneten Bewerberinnen und

11,4% 11,4%

400 400

20,8% 20,8%

60

14,8%

4

5 9,3% 600

Männer

14,8%

4

600

76

30

eine Schulung der Berufungskommissionsmitglieder

in Gender und Diver-

300

76

20,0%

30

300

47 47

1 14,3%

4,3%

5 12,5%

40

20 20

400 400

200 200

2 8,0%

rbungen zu Listenplätzen

10,0%

Frauen

100

10

20

100

10

sity notwendig. Neue Anreize könnten

rhältnis Bewerbungen zu Listenplätzen

200 200

12

591 591 290 290 270 270

54 54 22 22 31 31

49 35 23 107

0

0,0% 0

1151 5

0

0,0% 0

0

1151 5

aus Förderprogrammen oder über

12 Männer

0 0

%-Anteil Frauen

5

2

5

70 70

2

2010 2010 2011 2011 2012 2012

Frauen

Männer

Männer

Frauen

2010 2010 2011 2011 2012 2012

Frauen

Männer

Bewerbungen

1. 1. Ziel Listenp

vereinbarungen erfolgen.

1. 1. Listenplatz

2. 2. Listenplatz

3. 3. Listenplatz

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13

70 70

1. Platz

2. Platz

70 70

3. Platz

11,5% 11,5%

Listen-

plätze

gesamt


19

Ziel Gleichstellung

Bis 2015 werden etwa 29 Professuren frei und können neu

besetzt werden. Weil die Beuth Hochschule auch den Anteil

der Studentinnen erhöhen will, soll die Vorbildwirkung von

Frauen als Hochschullehrende genutzt werden.

VIII den Frauenanteil Professorinnen zu Absolventinnen übertreffen.

Diese zugegebenermaßen unrealistische Vorstellung

wäre ein Schritt zur wirklichen Umsetzung der Gleichstellung

in dieser Statusgruppe.

Das Kaskadenmodell ist hierfür ein wesentliches Argument für

Gleichstellungsmaßnahmen, denn es macht sichtbar, dass an

der Beuth Hochschule der Anteil von Absolventinnen bis auf

den Fachbereich VI höher ist als der Anteil der Professorinnen.

Auch wenn zukünftig alle frei werdenden Professuren mit

Frauenanteil Professuren

Frauen besetzt würden, könnten nur die Fachbereiche IV, VI und

Frauenanteil Absolventinnen (WS 2010/2011)

43%

49%

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen nicht nur die Förderprogramnme

gut genutzt werden, sondern auch die Sensibilität

und Transparenz in den Berufungskommissionen erhöht werden.

Auch die bundesweite Diskussion um Quotierung der

Stellenbesetzungen ist auf eine mögliche Anwendbarkeit zu

Frauenanteil Professuren 2015 (HYPOTHESE)

prüfen.

Anteile prozentual (HYPOTHESE, dass sämtliche offenen Professur-

Stellen bis 2015 mit Frauen besetzt werden würden)

Frauenanteile prozentual (WS 2010/11)

und Hypothese, wenn sämtliche offenen Professur-Stellen bis 2015 mit Frauen besetzt werden würden

41%

50%

45%

40%

40%

27%

28%

22%

20%

31%

19%

18%

20%

Anteile prozentual (HYPOTHESE, dass sämtliche offenen Professur-

24% Anteile 33% prozentual Anteile 10% (HYPOTHESE, prozentual 24% Stellen (HYPOTHESE, dass 28% bis sämtliche 2015 22% dass mit offenen sämtliche Frauen 5% Professur- besetzt offenen 17% werden Professur- würden)

Stellen bis 2015 Stellen Frauenanteil mit bis Frauen 2015 Professuren besetzt mit Frauen werden besetzt würden) werden würden)

FB FB I I FB FB II II FB FB III III FB FB IV IV FB FB VV FB FB VI VI FB FB VII VII FB FB VIII VIII

Frauenanteil Professuren 2015 (HYPOTHESE)

Frauenanteil Professuren Frauenanteil Professuren Frauenanteil Absolventinnen Frauenanteil (WS Professuren 2010/2011)

Frauenanteil 2015 Professuren (HYPOTHESE) 2015 (HYPOTHESE)

Frauenanteil Absolventinnen Frauenanteil Absolventinnen (WS 2010/2011) (WS 2010/2011)

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13

57%


20

3.2. Lehrbeauftragte

Lehrbeauftragte sind Lehrende mit aktueller Praxiserfahrung,

vielfach Ingenieurinnen und Ingenieure, die im Berufsleben

stehen und für 2 bis 8 Stunden pro Woche an der Hochschule

Zwischen den Fachbereichen bestehen große Unterschiede.

Die Anteile der Frauen schwanken zwischen 8,1 % im FB VIII

und 46,6% im FB I.

Heidemarie Wüst, lehren. zentrale

Frauenbeauftragte

In die Entwicklung der Studiengänge und in das Hochschulleben

sind Lehrbeauftragte leider zu wenig eingebunden.

www.beuth-hochschule.de/frauen

Die Zahl der weiblichen Lehrbeauftragten ist mit 131 leicht

gesunken und entspricht einem Frauenanteil von 23,9 %.

Anteil der weiblichen Lehrbeauftragten in den Fachbereichen im WS 2012/13

Anteil der weiblichen Lehrbeauftragten an den Fachbereichen im WS 2012/13

FB I 55

46,6%

63

FB II

FB III

FB IV

FB V

FB VI

FB VII

FB VIII

Gesamt

Alle

14

11

10

17

14

5

5

131

17,1%

20,4%

18,5%

20,7%

25,9%

11,9%

8,1%

23,9%

68

43

44

65

40

37

57

417

weibl. Lehrbeauftragte

männl. Lehrbeauftragte

Quelle: Fachbereichssekretariate der Beuth Hochschule vom WS 2012/13,

Mehrfachzählung nicht ausgeschlossen, wenn eine

Lehrkraft an mehr als einem Fachbereich unterrichtet

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


21

3.3. Frauen in der Forschung

Die angewandte Forschung hat an den Fachhochschulen

einen großen Stellenwert. An der Beuth Hochschule

haben sich die Projekte „Forschungsassistenz“ erfolgreich

etabliert.

Zum Wintersemester 2012/13 waren von 24 Forschungsassistenz-Stellen

acht mit Frauen besetzt, also ein Drittel.

Interessant sind neue geschlechtsspezifische Forschungsprojekte

wie z.B. „Lernwerkstatt – Naturwissenschaftliches

Lernen im Kontext von Lernwerkstattarbeit – physikalische

Experimente in Schule, Kita und Freizeitbereich für den

Berliner Kiez“ und das Projekt „Bloß keine Schulden –

Geschlechterdifferenzen in der Gründungsfinanzierung“ in

Kooperation mit der Gründerinnenzentrale in der Weiberwirtschaft.

Im Forschungsbericht 2011 haben an der Präsentation der 42

Forschungsprojekte insgesamt 24 Autorinnen und 62 Autoren

mitgewirkt; dies entspricht einem Frauenanteil von 27,9 % und

zeigt die große Forschungsaktivität der Frauen.

Für den wissenschaftlichen Diskurs und die Verankerung von

Ergebnissen der Frauen- und Geschlechterforschung an der

Beuth Hochschule dient die Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft

der Frauen- und Geschlechterforschung Berliner

Hochschulen (afg). Prof. Dr. Antje Ducki, eine der Leiterinnen

des Gender- und Technik-Zentrums, ist Mitglied der afg. Weitere

Informationen unter www.afg-berliner-hochschulen.de.

Das Gender- und Technik-Zentrum (GuTZ) an der Beuth Hochschule

unterstützt und initiiert Forschungsvorhaben zu Gender-

Technik-Themen.

Das 2010 gegründete Institut für angewandte Forschung

Berlin (IFAF) ist ein neuer kompetenter Partner für die Umsetzung

neuer Forschungsideen.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


22

3.4. Studentinnen

3.4.1 Neuimmatrikulierte

Das Studienangebot der Hochschule ist seit dem

WS 2005/2006 komplett auf die gestuften Studiengänge nach

den Bologna-Vorstellungen umgestellt worden. Alle Studiengänge

sind akkreditiert oder schon reakkreditiert.

Im WS 2012/13 hat die Beuth Hochschule 11.203 eingeschriebene

Studierende in 38 Bachelor- und 32 Master-Studiengängen

des MINT-Spektrums (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

und Technik). Dazu kommen 4 weiterbildende

Masterangebote im Fernstudieninstitut der Hochschule.

Zu Beginn jeden Semesters erhalten neuimmatrikulierte Frauen

umfassende Informationen über ihr Studium, das Umfeld und

über Fördermöglichkeiten.

Das Treffen dient auch einer besseren Vernetzung der Frauen

untereinander. Das ist insbesondere ein Angebot für Frauen

der Studiengänge, in denen sie sehr vereinzelt studieren.

Im Wintersemester 2012/13 wurden 811 Frauen und 1530 Männer

immatrikuliert. Somit ist der prozentuale Anteil von Frauen

bei den Neuimmatrikulierten auf 34,6 % gestiegen.

Davon haben sich zum WS 2012/13 in Bachelorstudiengänge

immatrikuliert: 594 Frauen und 1.077 Männer. In Masterstudiengänge

wurden 217 Frauen und 453 Männer immatrikuliert.

Der Frauenanteil bei den Erstsemester Bachelorstudiengängen

(35,5 %) ist etwas höher als bei den

Masterstudiengängen (32,4%).

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

www.beuth-hochschule.de/frauen

23

Anzahl der Neuimmatrikulierten insgesamt

2500

2000

1500

1000

500

0

Frauenanteil der Neuimmatrikulierten in den Bachelor- und Master-Studiengängen

Frauenanteile der WS Neuimmatrikulierten, 2005/06 bis WS WS 2012/13 2005/06 bis WS 2012/13

42,1%

34,7%

34,2% 34,6% 35,5%

33,4%

29,5%

33,1%

32,4%

26,5%

30,7%

31,1%

29,0%

29,6% 1077

25,5% 26,2%

1123 1084 1185

1017

974

453

982

408 391 420

1035

220

243 366

219

348

354

432 416

507 536 498 594

79 160 129 153 212 196 222 217

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule

WS 2005/06 WS 2006/07 WS 2007/08 WS 2008/09 WS 2009/10 WS 2010/11 WS 2011/12 WS 2012/13

50%

40%

Frauenanteil Bachelor

in Prozent

Frauenanteil Master

in Prozent

30%

20%

10%

0%

Anzahl Frauen Master

Anzahl Männer Master

Frauenanteil Master-Studiengänge

Anzahl Frauen Bachelor

Anzahl Männer Bachelor

Frauenanteil Bachelor-Studiengänge

Frauenanteil_Neuimma_BaMa_KOMBI_2001-12-13.xlsx Frauen Neuimma Ba+Ma (nur WS) erstellt am 18.09.2013

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


24

Studentinnen im Bachelor- und Master-Studium

Die ursprüngliche Befürchtung, dass Frauen mehrheitlich nur

den Bachelor-Abschluss wählen, hat sich nicht bewahrheitet.

Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Fachbereichen.

Die sehr geringe Anzahl von Frauen in den Masterstudiengängen

des Fachbereiches VII ist sehr bedenklich.

Die Darstellung auf Seite 23 zeigt, dass im WS 2006/07 Studiengänge

wie zum Beispiel Augenoptik, Verpackungstechnik

und Biotechnologie mit hohem Frauenanteilen besonders zügig

den Master eingeführt haben.

Um den Frauenanteil generell zu erhöhen, werden Maß nahmen

zu gendergerechter Lehre und Didaktik erprobt. Die Initiativen

des Gender- und Technik-Zentrums (GuTZ) werden zukünftig

unterstützt durch die Forderungen der Satzung „Chancengleichheit

der Geschlechter“.

Im § 5 (5) wird es heißen: In die Fachinhalte der Studiengänge

und in Lehrveranstaltungen sollen Gender- und Diversity-

Inhalte, eine geschlechtergerechte Didaktik oder geschlechterhomogene

Angebote, wie z.B. Tutorien für Frauen oder Männer,

integriert werden.

Erstsemester-Studentinnen in den Fachbereichen

Der Anteil der Erstsemester-Studentinnen in den Fachbereichen

bewegt sich beim Master zwischen 6 ,1% im FB VII

(Elektrotechnik, Mechatronik, Optometrie) und 62,4 % im FB V

(Life Sciences and Technology). Beim Bachelor liegen die Werte

zwischen 19,6 % im FB VIII (Maschinenbau, Verfahrens- und

Umwelttechnik) und 49,6% im FB IV (Architektur und Gebäudetechnik).

Der Fachbereich V (Life Sciences and Technology) mit

seinen Studienangeboten in Biotechnologie, Gartenbau,

Landschaftsarchitektur, Lebensmitteltechnologie und

Ver packungs technik zeigt mit einem beständig hohen

Anteil von Frauen im Studium, dass hier die beruflichen und

wissenschaftlichen Interessen von Frauen besonders gut

erfüllt werden.

Der Fachbereich VII (Elektrotechnik, Mechatronik, Optometrie)

ist wie der FB VIII (Maschinenbau, Veranstaltungs technik,

Verfahrenstechnik) traditionell eine starke Männerdomäne.

Deshalb müssen hier besondere Anstrengungen unternommen

werden, um dies zu ändern.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


Heidemarie Wüst, zentrale Heidemarie Frauenbeauftragte Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

www.beuth-hochschule.de/frauen www.beuth-hochschule.de/frauen

ale Heidemarie Frauenbeauftragte Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

25

www.beuth-hochschule.de/frauen

Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

Frauenanteil www.beuth-hochschule.de/frauen der im Frauenanteil ersten Fachsemester der im ersten NeuImmatrikulierten Fachsemester NeuImmatrikulierten in den einzelnen Fachbereichen

in den einzelnen Fachbereichen

auenanteil der im Frauenanteil ersten Fachsemester der nach im ersten angestrebtem NeuImmatrikulierten Fachsemester Frauenanteil nach Abschluss angestrebtem der NeuImmatrikulierten in Neuimmatrikulierten den (Bachelor/Master) einzelnen Abschluss Fachbereichen

in den den im (Bachelor/Master) einzelnen WS einzelnen 2012/13 Fachbereichen Fachbereichen im WS 2012/13

nach angestrebtem nach Abschluss angestrebtem Frauenanteil (Bachelor/Master) Abschluss der im ersten im (Bachelor/Master) WS Fachsemester 2012/13 im NeuImmatrikulierten WS 2012/13 in den einzelnen Fachbereichen

nach angestrebtem nach angestrebtem Abschluss (Bachelor/Master) Abschluss (Bachelor/Master) im WS 2012/13

37,7%

im WS 2012/13

37,7%

Fachbereich I 37,7% Fachbereich I 37,7%

Fachbereich I

33,3% 100

33,3% 37,7%

165

33,3% Fachbereich 33,3% I

45

33,3%

90

47,6%

47,6%

Fachbereich II Fachbereich 47,6% II

47,6%

Fachbereich II

25,0% 59 25,0%

47,6%

65

25,0% Fachbereich 25,0% II

7 25,0%

21

36,3%

36,3%

Fachbereich III 36,3% Fachbereich III 36,3%

Fachbereich III

29,3% 85 29,3% 36,3%

149

29,3% Fachbereich 29,3% III

29

29,3%

70

49,6%

49,6%

Fachbereich IV Fachbereich 49,6% IV

65

49,6%

Fachbereich IV

38,9%

38,9% 49,6%

66

Fachbereich IV

38,9%

38,9% 42

38,9%

66

48,0%

48,0%

Fachbereich V Fachbereich 48,0% V

123 48,0%

Fachbereich V

48,0%

133

Fachbereich V

62,4%

62,4%

62,4% 53

62,4%

62,4%

32

29,6%

29,6%

Fachbereich 29,6% VI Fachbereich 29,6% VI

66

29,6%

Fachbereich VI

157

Fachbereich 30,2% VI

30,2%

30,2%

30,2% 19

30,2%

44

25,0%

25,0%

Fachbereich 25,0% VII Fachbereich 25,0% VII

47 25,0%

141

Fachbereich VII 6,1% Fachbereich VII 6,1%

6,1%

6,1%

3 6,1%

46

19,6%

19,6%

Fachbereich 19,6% VIII Fachbereich 19,6% VIII

49 19,6%

201

Fachbereich VIII Fachbereich 18,4% VIII 18,4%

18,4%

18,4% 19 18,4%

84

Fachbereiche

Durchschnitt/ Fachbereiche

Durchschnitt/ 35,5%

35,5%

Fachbereiche

Durchschnitt/ Gesamt gesamt 35,5% Bachelor Fachbereiche

Gesamt Durchschnitt/

gesamt gesamt 35,5% 594

35,5%

1077

Gesamt gesamt 32,4%

32,4%

Gesamt gesamt

32,4% Master gesamt 32,4% 217

32,4%

453

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule Quelle: Studienverwaltung vom 6.11.2012 Beuth Hochschule vom 6.11.2012

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule vom 6.11.2012

Frauen Bachelor % Quelle: Frauen Studienverwaltung Bachelor Master % Beuth Hochschule Männer Quelle: Frauen Studienverwaltung vom Master Bachelor 6.11.2012 %% Beuth Hochschule Männer vom Bachelor Master 6.11.2012

% Männer Master %

Frauen Bachelor % Frauen Bachelor Master % Männer Frauen Frauen

Bachelor Master Bachelor %% % Männer

Frauen Bachelor Master

Master

%

% Männer Männer Master Bachelor % % Männer Master %

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


26

3.4.2 Studentinnen

Der Heidemarie Bologna-Prozess Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

hat das Studium an der Hochschule Die Studierenden beklagen jedoch auch Nachteile wie die

Heidemarie www.beuth-hochschule.de/frauen

Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

verändert. www.beuth-hochschule.de/frauen Kern der Reform ist die Etablierung von Bachelor-

und Master-Studiengängen. Die Vorteile dieser gestuften Insbesondere Studierende mit Kind und Studierende, die ihren

stärkere Verschulung und den zunehmenden Zeitdruck.

Studiengänge sollen sein: Frauenanteil Flexibilität der durch Studierenden Modularisierung WS 2000/2001 Lebensunterhalt bis Ws 2012/13

Frauenanteil der Studierenden WS 2000/2001 bis Ws 2012/13

selbst finanzieren müssen, finden kaum noch

und 12000 kurze Studienzeiten durch ein zweistufiges System von Zeit, die Erziehungs- und /oder Pflegezeiten bzw. Arbeitszeiten

12000

Studienabschlüssen.

zu leisten.

7825

Frauenanteil der Studierenden WS 2000/01 bis WS 2012/13

7825

10000

7510

10000

7187 7510

6870 7187

6870

6464

6634 6755 6762 6659

6464

6634 6755 6762 6659

8000

6241

8000

5783

5917 6241

5783

5917

5428

5428

27,8% 28,0% 28,2% 27,8% 27,3%

27,8% 28,0% 28,2% 27,0% 27,1%

27,8% 27,3% 27,0% 27,1% 27,8% 27,8% 27,8% 27,8% 28,5% 28,5% 29,0% 29,2%

29,0% 29,2% 30,2%

30,2%

6000

Frauenanteil

6000

Frauenanteil

in Prozent

in Prozent

Anzahl der der Studierenden insgesamt

4000

4000

2000

2000

2094 2247 2320 2401 2428 2452 2516 2602 2558 2743

2094 2247 2320 2401 2428 2452 2516 2602 2558 2743

2940 3096

2940 3096

3378

3378

0

0

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule

2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 Quelle: Studienverwaltung 2011/12 Beuth Hochschule 2012/13

2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13

Frauen Männer Prozent Frauen

Frauen Männer Prozent Frauen

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


27

Von allen Studierenden waren im Jahre 1991 20,3 % Frauen, und Sehr unterschiedlich ist nach wie vor die Verteilung der

Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

2013 www.beuth-hochschule.de/frauen

sind es 30,1%. Das bedeutet eine erfreuliche Steigerung Studentinnen auf die Fachbereiche und in den jeweiligen

um fast 10%.

Studentinnen in den einzelnen Studiengängen.

Fachbereichen und FSI im WS 2012-13

Studentinnen in den Fachbereichen und FSI im WS 2012/13

Fachbereich I

504

35,0%

934

Fachbereich II

288

39,8%

435

Fachbereich III

328

28,5%

822

Fachbereich IV

504

42,8%

674

Fachbereich V

709

52,7%

637

Fachbereich VI

408

24,3%

1273

Fachbereich VII

225

17,5%

1062

Fachbereich VIII

297

15,1%

1671

FSI

113

26,3%

316

Insgesamt

3376

30,1%

7824

Frauen

Männer

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule vom 06.11.2012

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


28

Frauenanteile in in den den Bachelor-Studiengängen, WS WS 2012/13 2010/11

Augenoptik Augenoptik / Optometrie / Optometrie Bachelor 134

74,4%

46

Biotechnologie Biotechnologie Bachelor 194

60,6%

126

Architektur Architektur Bachelor 334

58,6%

236

Verpackungstechnik Verpackungstechnik / Packaging Technology / Packaging Technology Bachelor 93

55,7%

74

Druck- und Medientechnik Druck- und Medientechnik Bachelor 136

54,4%

114

Betriebswirtschaftslehre Betriebswirtschaftslehre Bachelor 213

49,5%

217

Lebensmitteltechnologie Lebensmitteltechnologie Bachelor 131

49,2%

135

Pharma- und Pharma- Chemietechnik und Chemietechnik Bachelor 99

48,1%

107

Kartographie Kartographie und Geomedien und Geomedien Bachelor 53

Frauenanteile in den Master-Studiengängen, 44,2%

WS 2012/13

67

Mathematik Postgrad. Mathematik Bachelor Fernstudium Clinical 86 Trial Management 47

43,7%

74,6% 111 16

Landschaftsarchitektur Landschaftsarchitektur Bachelor Augenoptik 46 Optometrie Master 22

37,1%

68,8%

1078

Gartenbau Bachelor 69 Biotechnologie Master 73

Gartenbau

36,1%

68,2%

122 34

Lebensmitteltechnologie Master 35

62,5%

21

Physikalische Physikalische Technik / Medizinphysik Technik / Medizinphysik Bachelor Druck- und 68 Medientechnik Master 40

35,2%

62,5%

125 24

Umweltingenieurwesen Umweltingenieurwesen - Bau / Bachelor

Management - Bau und Beratung 27 Online Master 68 32,5%

62,4%

4156

Medieninformatik Medieninformatik Online Verpackungstechnik Bachelor Online / Packaging 57 Technology Master 34 31,8%

60,7%

122

Wirtschaftsingenieurwesen Urbanes Bau Pflanzen- Bachelor und Freiraum 54Management Master

Wirtschaftsingenieurwesen Bau

34

30,5%

57,6%

123 25

Architektur Master 126

53,4%

110

Geoinformation Geoinformation Bachelor

Geodatenerfassung und 28 -visualisierung Master 30 29,2%

46,9%

3468

Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftsingenieurwesen Online Bachelor Online Pharma- und 45 Chemietechnik Master 17 28,5%

42,5%

113 23

Wirtschaftsingenieur/in Wirtschaftsingenieur/in Umwelt und Umwelt Nachhaltigkeit und Veranstaltungstechnik Nachhaltigkeit Bachelor und 45-management Master 22 25,9%

34,4%

129 42

Screen Based Screen Media Based Bachelor Media Clinical 13Optometrie - Master 2

25,0%

33,3%

439

Verfahrenstechnik Master 17

33,3%

34

Bauingenieurwesen Bachelor

Wirtschaftsingenieurwesen Bauingenieurwesen

/ Bautechnik und 125 Management Master 7 24,5% 30,4%

386 16

Audiovisuelle Audiovisuelle Medien (Kamera) Medien Bachelor (Kamera) Wirtschaftsingenieurwesen 17

Master 35 24,3% 29,7%

8353

Medieninformatik Medieninformatik Bachelor

Postgrad. Fernstudium 134 MBA Renewables 18 24,2% 28,1%

420 46

Vermessungswesen Vermessungswesen und Urbane Geomatik Infrastrukturplanung und Bachelor Geomatik - Verkehr 27und Wasser Master 12

23,1% 27,3%

3290

Wirtschaftsingenieur/in - Energie und Umweltressourcen Master 19

26,8%

52

Wirtschaftsinformatik Wirtschaftsinformatik Online Bachelor Online 22 Geoinformation Master 12 21,8% 24,5%

3779

Veranstaltungstechnik Veranstaltungstechnik u. -management u. -management Bachelor

Postgrad. Medizinische 38 Informatik Master 15 21,3% 24,2%

140 47

Theatertechnik Theatertechnik

Physikalische Bachelor Technik / 33 Medizinphysik Master 1519,9%

23,8%

133 48

Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau Maschinenbau

Konstruktiver Bachelor Hoch- und 40Ingenieurbau Master 14

18,6% 21,2%

175 52

Postgrad Fernstudium Industr.Engineering 32

20,0%

128

Elektronische Elektronische Systeme Wirtschaftsingenieurwesen dual Systeme Bachelor dual Projektmanagement 9

Master15,5%

18

20,0%

7249

Verfahrens- und Verfahrens- Umwelttechnik und Mathematik Umwelttechnik Bachelor - Computational 22Engineering Master 13,3% 3 13,6%

143 19

Gebäude- und Gebäude- Energietechnik und Energietechnik

Maschinenbau-Produktionssysteme Bachelor 34

Master 12,5% 10 13,0%

238 67

Maschinenbau Maschinenbau Bachelor Medieninformatik 15

Master 14

12,2% 12,4%

108 99

Wirtschaftsingenieurwesen / Maschinenbau Master 2 11,8%

15

Elektrotechnik Elektrotechnik Gebäudetechnik - Y Bachelor und - Y Energiemanagement 16 8,9% Master 10 10,0%

164 90

Elektronik und Elektronik Kommunikationssysteme und Kommunikationssysteme Bachelor Online Medieninformatik 15 8,8% Master 5 9,8%

155 46

Maschinenbau-Produktionstechnik Maschlnenbau-Produktionstechnik

Kommunikations - und Informationstechnik 13 7,2% Master 4 8,5%

168 43

Elektrotechnik Masch.-Konstruktionstechn. Elektrotechnik Bacheloru. Erneuerbare 15 Energ. Master 4

6,7% 5,8%

208 65

Automatisierungssysteme Master 4 4,8%

80

Maschinenbau-Erneuerbare Maschinenbau-Erneuerbare Energien Technische Bachelor Energien

Informatik - Embedded 14 Systems 6,1% Master 2 2,9%

215 68

Maschinenbau-Konstruktionstechnik Bachelor 15 5,7% 1 1,3%

250 79

Technische Informatik 20 5,0% 0%

380 1

Mechatronik 4 1,5% 0%

260 42

0%

13

Communication Systems 0%

0%

20 1

Bachelor-Studiengänge Gesamt Master-Studiengänge 2553 Gesamt 823 29,8% 31,4%

1800 6023

Frauenanteil Zahlen links: Prozent Anzahl der Zahlen Frauen, links: Anzahl Zahlen der Frauen, rechts: Zahlen Anzahl rechts: der Anzahl Männer der Männer im im Studiengang

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule vom 06.11.2012

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule vom vom 06.11.2012

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


29

Frauenanteile in in den den Master-Studiengängen, WS WS 2012/13 2012/13

Postgrad. Fernstudium Clinical Trial Management

47

74,6%

16

Augenoptik Augenoptik Optometrie Optometrie Master 22

68,8%

10

Biotechnologie Biotechnologie Master 73

68,2%

34

Lebensmitteltechnologie Master 35

62,5%

21

Druck- Druck- und Medientechnik und Medientechnik Master

Management Management und Beratung und Beratung Online Master Online

Verpackungstechnik / Packaging / Packaging Technology Technology Master

Urbanes Urbanes Pflanzen- Pflanzen- und Freiraum und Freiraum Management Management Master

40

68

34

34

62,5%

62,4%

60,7%

Frauenanteile in den Master-Studiengängen, 57,6% WS 2012/13

24

41

22

25

Architektur Postgrad. Architektur

Fernstudium Master Clinical 126Trial Management 47

53,4%

74,6% 110 16

Geodatenerfassung und -visualisierung und -visualisierung Master Augenoptik 30 Optometrie Master 22

46,9%

68,8%

10 34

Pharma- Pharma- und Chemietechnik und Chemietechnik Master 17 Biotechnologie Master 73

42,5%

68,2%

34 23

und -management Master Lebensmitteltechnologie Master

22

35

34,4%

62,5%

21

Veranstaltungstechnik und -management

42

Druck- und Medientechnik Master 40

62,5%

24

Clinical Clinical Optometrie Optometrie Management - Master-

und Beratung 2 Online Master 68 33,3%

62,4%

414

Verfahrenstechnik Verpackungstechnik Verfahrenstechnik Master / Packaging 17 Technology Master 34 33,3%

60,7%

22 34

Wirtschaftsingenieurwesen / Bautechnik / Bautechnik und Management Urbanes und Management

Pflanzen- Master und Freiraum 7 Management Master 34 30,4%

57,6%

25 16

Master Architektur Master 126

35

29,7%

53,4%

110

Wirtschaftsingenieurwesen

83

Geodatenerfassung und -visualisierung Master 30

46,9%

34

Postgrad. Fernstudium MBA Renewables Pharma- und 18 Chemietechnik Master 17 28,1%

42,5%

23 46

Urbane Urbane Infrastrukturplanung - Verkehr - Verkehr und Veranstaltungstechnik Wasser und Master Wasser und 12-management Master 22 27,3% 34,4%

42 32

Wirtschaftsingenieur/in - Energie - Energie und Umweltressourcen und Umweltressourcen Master Clinical 19Optometrie - Master 2 26,8% 33,3%

52 4

Verfahrenstechnik Master 17

Geoinformation Master 12

33,3%

34

Geoinformation

24,5%

37

Wirtschaftsingenieurwesen / Bautechnik und Management Master 7

30,4%

16

Postgrad. Postgrad. Medizinische Medizinische Informatik Informatik Master Wirtschaftsingenieurwesen 15

Master 35 24,2% 29,7%

83 47

Physikalische Physikalische Technik Technik / Medizinphysik / Medizinphysik

Postgrad. Master Fernstudium 15 MBA Renewables 18 23,8% 28,1%

46 48

Konstruktiver Konstruktiver Hoch- und Hoch- Urbane Ingenieurbau und Infrastrukturplanung Ingenieurbau Master- Verkehr 14 und Wasser Master 1221,2%

27,3%

32 52

Wirtschaftsingenieur/in - Energie und Umweltressourcen Master 19

32

26,8%

52

Postgrad Fernstudium Industr.Engineering

20,0%

128

Geoinformation Master 12

24,5%

37

Wirtschaftsingenieurwesen Projektmanagement

Postgrad. Master Medizinische 18 Informatik Master 1520,0%

24,2%

47 72

Mathematik Mathematik - Computational - Computational Engineering Physikalische Engineering Master Technik / 3Medizinphysik Master 13,6% 15

23,8%

48 19

Maschinenbau-Produktionssysteme

Konstruktiver Master Hoch- und 10Ingenieurbau Master

13,0%

14

21,2%

52 67

Postgrad Fernstudium Industr.Engineering 32

Master

20,0%

128

14

Wirtschaftsingenieurwesen Medieninformatik Projektmanagement Master

12,4%

20,0%

99

18

72

Wirtschaftsingenieurwesen / Maschinenbau / Mathematik Maschinenbau Master - Computational 2 Engineering Master 11,8% 3 13,6%

19 15

Gebäudetechnik und und Energiemanagement

Maschinenbau-Produktionssysteme Master 10 10,0% Master 10 13,0%

67 90

Online Online Medieninformatik Master Medieninformatik 5 9,8%

Master 14 12,4%

99 46

Wirtschaftsingenieurwesen / Maschinenbau Master 2 11,8%

15

Kommunikations - und - und Informationstechnik Master

Gebäudetechnik und Energiemanagement 4 8,5% Master 10 10,0%

90 43

Masch.-Konstruktionstechn. u. Erneuerbare u. Erneuerbare Energ. Master Energ. Online Medieninformatik 4 5,8% Master 5 9,8%

46 65

Automatisierungssysteme

Kommunikations Master - und Informationstechnik 4 4,8% Master 4 8,5%

43 80

Technische Technische Informatik Informatik - Embedded Masch.-Konstruktionstechn. - Embedded Systems Systems Masteru. Erneuerbare 2 Energ. Master 4

2,9%

5,8%

65 68

Automatisierungssysteme Master 4 4,8%

80

Postrgrad. Computational Technische Engineering

Informatik - Embedded 1 1,3% Systems Master 2 2,9%

68 79

Clinical Trial Management 0%

1 1,3%

791

Mechatronik 0%

0%

42 1

Maschinenbau - Erneuerbare Energien 0%

0%

42

13

0%

13

Maschinenbau - Konstruktionstechnik 0%

0%

20 20

Master-Studiengänge Gesamt Master-Studiengänge 823 Gesamt 823 31,4% 31,4%

1800

Frauenanteil Zahlen in Prozent links: Anzahl Zahlen der links: Frauen, Anzahl der Zahlen Frauen, rechts: Zahlen rechts: Anzahl Anzahl der der Männer im im Studiengang

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule vom 06.11.2012

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule vom 06.11.2012

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


30

3.4.3 Ausländische Studentinnen

Etwa 38 % der Studierenden an der Beuth Hochschule verfügen

über einen Migrationshintergrund. Dazu zählen Studierende,

die eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung haben

und angeben, eine weitere Muttersprache (neben Deutsch)

zu haben. Diese Studierenden haben zu 50% einen türkisch/

arabischen und zu 23% einen russisch/polnischen Hintergrund.

Die prozentualen Angaben beruhen auf der aktuellen

freiwilligen Befragung der Erstsemester- Studierenden.

Die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks gibt

bei ähnlichen Kriterien ca. 11 % Studierende mit Migrationshintergrund

deutschlandweit an.

Für die statistische Erhebung werden als ausländische Studierende

nur die mit ausländischem Pass gezählt. Das heißt, es

sind Bildungsausländerinnen und -ausländer, die nicht aus der

Europäischen Union stammen und die Hochschulzugangsberechtigung

außerhalb Deutschlands erworben haben.

Zum WS 2012/13 sind 11.203 Studierende an der Beuth

Hochschule für Technik immatrikuliert, davon gelten für die

statistische Erhebung 1.222 als Ausländerinnen und Ausländer,

also ca. 11 %.

Der Frauenanteil aller Studierenden liegt im WS 2012/13 bei

30,2 %, davon sind 12,2 % Ausländerinnen. Von den 3.378

Studentinnen zum WS 2012/13 kamen 413 Studentinnen aus

dem Ausland. Diese Zahl ist im Vergleich zum letzten Bericht

um 74 Frauen gestiegen.

Der prozentuale Anteil von ausländischen Frauen zu den ausländischen

Studierenden gesamt ist mit 33,8% etwas höher

als der prozentuale Anteil bei den deutschen Studierenden.

Um weitere Frauen mit Migrationshintergrund für ein ingenieurwissenschaftliches

Studium zu gewinnen, hat das Gender- und

Technik-Zentrum einen Motivationsfilm „Mind up your life“

produziert, der gezielt in Schulen vorgeführt und besprochen

wird (siehe Punkt 6.2.4).

Die Beuth Hochschule wird sich aufgrund der Zusammensetzung

ihrer Studierenden zukünftig noch stärker mit der

Frage auseinandersetzen, wie der Studien- und Berufserfolg

dieser Gruppe zu verbessern ist und wie die Hochschule

noch attraktiver für potenzielle Studienanfängerinnen mit

Migrationshintergrund werden kann.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


31

12000

Vergleich der Frauenanteile bei deutschen und ausländischen Studierenden

WS 2000/2001 bis WS 2012/13

50%

Vergleich der Frauenanteile bei deutschen und ausländischen Studierenden,

WS 2000/01 bis WS 2012/13

Gesamtzahl der Studierenden

10000

8000

6000

4000

2000

809

772

779

787

809

800 814 826 770

815

836

914

840 28,7% 28,1% 27,4% 27,0% 27,2%

28,9%28,7%

27,8% 27,7% 28,4% 28,9%28,8% 29,7%

23,8% 25,0% 25,7% 26,4% 26,6% 26,5%

21,3%

4587 4867 5081 5426 5655 5834 5944 5936 5889

6083

228 285 278 282 290 290 294 320 305 330

1866 1961 2042 2119 2138 2162 2219 2282 2253 2413

6408 6738

339 365

2601 2731

7016

413

2965

40%

Frauenanteile

in Prozent

30%

20%

10%

27,9% 28,4% 29,5% 30,3%32,1% 33,8% 0%

0

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule

2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13

Anzahl Frauen (deutsch)

Anzahl Frauen (ausl.)

Anzahl Männer (deutsch)

Anzahl Männer (ausl.)

Frauenanteil der deutschen Studierenden

Frauenanteil der ausländischen Studierenden

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


32

3.4.4 Absolventinnen

Deutlich erkennbar ist ein Rückgang der Anzahl der Absolventinnen

und Absolventen. Dieser Rückgang wird primär

zurückgeführt auf Effekte beim Start der Bachelor-Master-

Studiengänge. Trotz der Anstrengungen der Hochschule, die

Studierenden gut zu betreuen, hat sich die Studiendauer in

den Bachelor-Studiengängen leicht verlängert.

2012 haben 971 Studierende erfolgreich das Studium abgeschlossen.

Davon waren 300 Frauen (30,9%).

Betreuungsverhältnis

Das Bundesamt für Statistik hat für das Jahr 2008 erhoben,

dass die Betreuungsrelation (Studierende je Lehrkraft) in

der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften an Universitäten

14,7 und an Fachhochschulen 25,3 betrug.

An der Beuth Hochschule betreut eine Professorin bzw. ein

Professor durchschnittlich 38 Studierende. Wenn die Stunden

der 548 Lehrbeauftragten mit eingerechnet würden,

ergäbe sich pro Lehrkraft ein wesentlich besseres Betreuungsverhältnis

als an den meisten anderen Hochschulen.

Konkret sieht das Betreuungsverhältnis Studierende je

ProfessorIn an den Fach bereichen im WS 12/13 folgendermaßen

aus:

Studierende

Fachbereich

je Professur

I

Wirtschafts- u.

Gesellschaftswissenschaften

41,1

II Mathematik – Physik – Chemie 19,5

III

Bauingenieur- u.

Geoinformationswesen

37,1

IV Architektur und Gebäudetechnik 32,7

V Life Sciences and Technology 42,1

VI Informatik und Medien 39,1

VII

VIII

Elektrotechnik – Mechatronik –

Optometrie

Maschinenbau,

Veranstaltungstechnik,

Verfahrenstechnik

32,2

56,2

Durchschnitt 37,5

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

www.beuth-hochschule.de/frauen

33

Frauenanteil der Absolventinnen SoSe 2000 SoSe bis 2000 SoSe 2012 bis SoSe 2012

60%

1000

691

667 671

50%

Anzahl Anzahl der der AbsolventInnen Abschlüsse insgesamt

800

600

400

200

451

24,5%

146

603 585

581

569

492 500

480

399 469

29,8% 29,6% 31,3% 31,8%

33,0%

34,0% 32,7% 31,5%

29,1%

29,8% 31,9% 30,9%

336

277

301

313 300

224 233 239 236

241

197

169

40%

Frauenanteil

in Prozent

30%

20%

10%

0

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

Frauen Männer Prozent Frauen

Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule Stand 30.11. 2012

0%

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth 9F-Absolventinnen_2000-2012.xlsx

Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


34

3.4.5 Studienabbruch

In der Studienverwaltung der Beuth Hochschule werden

die Gründe für den Studienwechsel oder den Abbruch des

Studiums anhand umfangreicher geschlechtsspezifischer

Datenerfassung dokumentiert. Die Auswertung dieser Daten

sollten geeignete Maßnahmen zur Verringerung dieser

Abbruchzahlen entwickeln helfen.

Die Daten der Studienverwaltung und die Erfahrungen aus der

Beratungsarbeit der Frauenbeauftragten lassen vermuten,

dass Frauen vor allem dann das Studium oder die Hochschule

wechseln, wenn sie keine ausreichende Vernetzung bzw. Unterstützung

in schwierigen Phasen des Studiums erfahren.

Die Möglichkeiten einer flexibleren und evtl. teilzeitorientierten

Gestaltung des Studiums wurden durch die neue Rahmenstudien-

und -prüfungsordnung (RSPO 2012, Amtl. Mitteilung

10/2013) erheblich erweitert. Dies könnte die Abbruchquote

verringern helfen.

Das Mentoring im Tandem unterstützt Studierende mit Kind

und Studentinnen in der Schwangerschaft das Studium zu

meistern.

Zunehmend werden den Studentinnen deshalb Netzwerktreffen

oder ein gezieltes Coaching angeboten.

Viele Studierende brechen das Studium ab, wenn sie die

finanziellen Mittel nicht mehr aufbringen können oder z.B.

durch Erziehungs- und Pflegeleistungen die Studien- und Prüfungsverpflichtungen

nicht mehr termingerecht koordiniert

bekommen.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


Diag Exmatr (sortiert) 2011-13

35

Übersicht der Exmatrikulationsgründe von Studentinnen der Beuth Hochschule

Exmatrikulationsgründe von Studierenden der Beuth Hochschule, SoSe 2011 bis WS 2012/13

in den Semestern SoSe 2011 bis WS 2012/13

Beendigung des Studiums nach bestandener Prüfung

1196

31,3%

2620

Beendigung des Studiums ohne Prüfung, da keine mehr möglich

3

37,5%

5

Hochschulwechsel

89

34,5%

169

Fehlendes Praktikum

9

30,0%

21

Rückmeldebeiträge und -gebühren nicht (vollständig) gezahlt

431

29,5%

1031

Beendigung des Studiums nach enb*

59

22,9%

199

Wechsel des Studiengangs

62

20,6%

239

Aufgabe oder Unterbrechung des Studiums

1

20,0%

4

Fehlende Krankenversicherung

5

14,3%

30

Nichtaufnahme des Studiums

2

8,7%

21

Beendigung des Studiums; Prüfung noch nicht abgeschlossen

0

1

Einberufung zum Wehr- oder Zivildienst

0

1

Nicht rückgemeldet

0

3

* enb: endgültig nicht bestandene Prüfung

Frauen Männer Quelle: Studienverwaltung Beuth Hochschule

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


36

3.5. Mitarbeiterinnen in Technik und Verwaltung

Für die Mitglieder-Gruppe, die im Berliner Hochschulgesetz

§ 45 (1) „Sonstige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“ genannt

wird, wird im Bericht die Abkürzung „MTV“ für Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung verwendet.

An der Beuth Hochschule arbeiten 2012 (Stichtag: 01.12.2012)

insgesamt 500 Personen in Technik und Verwaltung sowie in

befristeten Drittmittelprojekten, 233 Frauen und 267 Männer.

Das entspricht einem Frauenanteil von 46,6 % .

Die Verteilung von Frauen und Männern auf die Vergütungsgruppen

bzw. auf befristete und unbefristete Stellen macht

deutlich, dass es immer noch signifikante Unterschiede in der

Arbeitsverteilung zwischen Frauen und Männern gibt. Von den

233 Mitarbeiterinnen sind 86 teilzeitbeschäftigt (36,9%), von

den 267 Männern nur 43 (16,1%).

Ein zentrales Anliegen ist ein hoher Anteil von Frauen in Entscheidungspositionen.

Deshalb sind Gleichstellungsgrundsätze

auch in der Personalentwicklung anzuwenden. Die Beuth

Hochschule wird seit WS 2010/11 erstmalig von einer Präsidentin

geführt. Von den acht Fachbereichen stehen zurzeit

drei unter Leitung von Dekaninnen; ebenfalls an drei Fachbereichen

gibt es eine Prodekanin. Dies ist jeweils ein Frauenanteil

von 37,5 %.

Von den drei Hochschulabteilungen werden zwei von Frauen

geleitet. Auch auf der mittleren Leitungsebene arbeiten inzwischen

mehr Frauen als Männer. Von den 17 Leitungspositionen

(Leitungen von Referaten, Zentraleinrichtungen, Teams) sind

elf mit Frauen besetzt, dies entspricht einem Anteil von 64,7%.

Auch wenn der Anteil von Frauen bei den „MTV“ fast ausgeglichen

ist, sind sie bei den Angestellten mit den niedrigen Eingruppierungen

(E9m-E5) mit 69,5% überdurchschnittlich hoch

vertreten. Von 82 Frauen in den niedrigeren Vergütungsgruppen

E9m-E5 arbeiten überdies mehr als ein Drittel in Teilzeit.

Tarifvertrag der Länder (TVL)

Seit dem 01.01.2011 gilt für die Angestellten der Hochschule

der Tarifvertrag der Länder (TV-L) mit einem neuen Eingruppierungsrecht:

Die Angestellten werden entsprechend

den Tätigkeitsmerkmalen ihrer Stelle einer Entgeltgruppe

zugeordnet; über die Zuordnung in die jeweilige Erfahrungsstufe

entscheidet ihre individuelle Berufserfahrung.

Weitere Informationen: www.beuth-hochschule.de/personalrat

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


Diagramm MTV 2012 Stichtag 1.12

37

MitarbeiterInnen in Technik und Verwaltung 2012 (Stichtag 1.12. 2012)

Mitarbeiterinnen in Technik und Verwaltung 2012 (Stichtag 1.12. 2012)

MTV gesamt

233

MTV gesamt

46,6%

267

BeamtInnen gesamt

9

Beamtinnen gesamt

56,3%

7

100%

davon: - höherer Dienst

- gehobener Dienst

- mittlerer Dienst

0

4

5

BeamtInnen nach Dienstgraden

50,0%

71,4%

1

4

2

Angestellte gesamt

218

Angestellte gesamt

45,8%

258

davon: - E 15 und E14 (BAT I und Ib)

- E 13 (BAT IIa u. II b) unbefristet

- E 13 (BAT IIa u. II b) befristet

- E 12 bis E 9g (BAT III-V) unbefristet

- E 12 bis E 9g (BAT III-V) befristet

- E 9m bis E 5 (BAT VI-VII) Vollzeit *)

- E 9m bis E 5 (BAT VI-VII) Teilzeit *)

- E 5 bis E 3 (Lgr. 4.5 - BAT VII)

2

16

23

69

23

54

28

3

18,2%

30,0%

Angestellte nach Vergütungsgruppen

41,1%

35,6%

37,1%

61,4%

66,7%

90,3%

9

8

33

125

39

34

3

7

Auszubildende

6

Frauen

Männer

Auszubildende

75,0%

2

Quelle: Personalverwaltung vom 27.5.2013

In den Statistiken ist ausschließlich die Zuordnung nach Entgeltgruppen dargestellt.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


38

3.5.1 Drittmittelbeschäftigte

Aufgaben in E13, davon 24 Frauen (43,6%), 38 vornehmlich

technische Angestellte in E11, davon 11 Frauen (28,9%).

Am Stichtag 01.12.2012 sind an der Beuth Hochschule 119

Personen beschäftigt, die aus Drittmitteln bezahlt werden,

3.5.2 Mitarbeiterinnen im Bereich Technik

das sind 23,8% der gesamten MTV. Von diesen 119 befristet

Beschäftigten sind wiederum 48 Frauen, d. h. 40,3%.

Angestellte mit technischer Ausbildung sind vor allem in den

Diagramm MTV Vergütungsgruppen nur-Tech Jahr 2012 E bis E 9g zu finden (siehe Grafik unten).

Die Drittmittelbeschäftigten arbeiten größtenteils in Forschungsprojekten

und sind vor allem folgenden Vergütungsgruppen

zugeordnet: 55 Personen mit wissenschaftlichen

MTV gesamt

Angestellte gesamt

davon: - E 13 (BAT IIa u. II b) befristet

- E 12 bis E 9g (BAT III-V) unbefristet

- E 12 bis E 9g (BAT III-V) befristet

- E 9m bis E 5 (BAT VI-VII) Vollzeit

- E 9m bis E 5 (BAT VI-VII) Teilzeit

- E 5 bis E 3 (Lgr. 4.5 - BAT VII

Auszubildende

1

44

25

7

5

0

6

Frauen

Von den 170 unbefristet Angestellten sind 44 Frauen (25,9%).

Der Anteil bei den befristet angestellen Frauen im Bereich

Technik erhöht sich auf 31,6% (25 von insgesamt 79).

Mitarbeiterinnen im Bereich Technik 2012 (gesamtes Jahr 2012)

Mitarbeiterinnen im Bereich MitarbeiterInnen Technik 2012 im (gesamtes Bereich Jahr Technik 2012)* gesamt

88

28,9%

Technische Angestellte gesamt

94

27,9%

Technische Angestellte nach Vergütungsgruppen

100%

0,0%

25,9%

31,6%

21,2%

62,5%

216

243

0

126

54

26

3

5

Auszubildende im Bereich Technik

75,0%

2

Männer

Quelle: Personalverwaltung vom 6.5.2013

* hierbei können Mehrfachzählungen auftreten, wenn innerhalb des Jahres eine Stelle umbesetzt wurde

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


39

Beschäftigte mit Ingenieurs- bzw. Bachelorabschluss (Technische

Angestellte) werden vorrangig mit E11 bzw. E10 vergütet.

Dabei sind im Jahr 2012 in der Gruppe E11 nur ein Viertel Frauen;

in der Vergütungsgruppe E10 immerhin ein gutes Drittel. Neben

Hochschulabsolventinnen haben sich hier auch Laborassistentinnen

mit langjähriger Berufserfahrung qualifiziert.

Betrachtet man in den beiden o. g. Vergütungsgruppen im

technischen Bereich noch einmal gesondert die unbefristet

Vollzeitbeschäftigten, so bilden die Frauen in der Gruppe E11

nur ein gutes Zehntel, in E10 wiederum ein knappes Fünftel.

3.5.3 Hochschulsekretärinnen

In der Hochschule arbeiten 196 Angestellte und BeamtInnen in

der Verwaltung der Fachbereiche, dem Studierenden-Service,

im Hochschulmanagement und der Campusbibliothek. Die

Arbeitsplätze sind über die gesamte Hochschule verteilt. Der

Frauenanteil ist besonders hoch.

Die Verteilung der Geschlechter in den unteren Vergütungsgruppen

E6 und E5, denen vornehmlich die HochschulsekretärInnen

zugeordnet sind, sieht folgendermaßen aus: Von

insgesamt 45 Stellen E6 sind 35 von Frauen besetzt (77,7%).

Bei den E5-Stellen, den sogenannten Schreibkräften, sind 23

von insgesamt 26 Beschäftigten Frauen (88,5%).

Eklatant gering ist der Verdienst der Teilzeitbeschäftigten –

jeweils ca. ein Drittel in diesen beiden Gruppen: In E5 sind

von 9 Teilzeitstellen 8 mit Frauen besetzt; in E6 sind es 13

von 14 Teilzeitstellen.

Die Aufgabenvielfalt und Arbeitsbelastung der niedrig eingruppierten

HochschulsekretärInnen ist in den letzten Jahren deutlich

gestiegen. Die Vergütung hat damit nicht Schritt gehalten.

Dies gilt es bewusst zu machen und zu ändern.

Mit Schirm,

Um auf die Lage der Mitarbeiterinnen in diesem wichtigen

Arbeitsbereich aufmerksam zu machen, hat sich der Berliner

Charme und

Arbeitskreis Hochschulsekretärinnen gegründet. Auch die

Beuth Methode

Hochschule ist darin vertreten.

Arbeitsplatz Hochschulbüro

Im Frühjahr 2013 hat der Arbeitskreis die Wanderausstellung

„Mit Schirm, Charme und Methode. Arbeitsplatz Hochschulbüro“

an den Berliner Universitäten gezeigt.

Illustration: Ian Bintakies

Poster zur Wanderausstellung „Mit Schirm, Charme und Methode.

Arbeitsplatz Hochschulbüro“ der Leibniz-Universität Hannover, die

auch an den Berliner Universitäten gezeigt wurde

Ausstellung in Berlin

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


40

3.6. Besetzung von Hochschulgremien

Die geschlechtsspezifische Zusammensetzung der Hochschulgremien

im Dezember 2012:

Hochschulleitung: 1 Frau, 3 Männer (25 %)

Fachbereichsleitungen: 3 Frauen, 5 Männer (37,5 %)

Kuratorium: 4 Frauen und 4 Männer (50 %)

Akademischer Senat (AS): 8 Frauen und 11 Männer (42 %)

Akademische Versammlung (AV): 19 Frauen u. 28 Männer (40 %)

(Der Vorstand der AV ist derzeit rein männlich besetzt.)

Frauen aller Statusgruppen sind in den Gremien der akademischen

Selbstverwaltung der Beuth Hochschule überdurchschnittlich

stark vertreten. Der Frauenanteil in den Gremien

der akademischen Selbstverwaltung und in den Kommissionen

des Akademischen Senats ist an der Beuth Hochschule für

Technik im Vergleich zu anderen Berliner Hochschulen bemerkenswert

hoch.

3.7. Frauenrat

Der Frauenrat ist ein Gremium der Beuth Hochschule. Er

ist für die Wahl der hauptberuflichen Frauenbeauftragten

und bis zu zwei Stellvertreterinnen zuständig und kann diese

beraten bzw. unterstützen.

Der Frauenrat wird viertelparitätisch gewählt: Jede Statusgruppe

wählt zwei Frauen für jeweils zwei Jahre; die Studentinnen

für ein Jahr.

Im Dezember 2012 wurde der Frauenrat für eine zweijährige

Amtszeit gewählt.

Weitere Informationen unter

www.beuth-hochschule.de/frauenrat

Im Dezember 2012 wurde der Personalrat neu gewählt. Von

den 9 Mitgliedern (8 Angestellte, 1 Beamter) sind 3 Frauen,

d. h. 33,3%. Der Vorsitzende ist ein technischer Mitarbeiter.

Weitere Informationen unter:

www.beuth-hochschule.de/personalrat

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


41

4. Vereinbarkeit von Studium, Arbeit und Familie

4.1. Familiengerechte Hochschule

Für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie

sind alle Bereiche der Hochschule gefragt. Familienfreundliche

Arbeitsbedingungen werden durch die Gleitzeitregelung unterstützt.

Die Ferienzeiten können leider nicht in ausreichendem

Maße an die Studienzeiten angepasst werden.

Das Durchschnittsalter der Studierenden an der Beuth Hochschule

ist mit 26 Jahren relativ hoch. Es wird statistisch

betrachtet davon ausgegangen, dass dadurch und durch die

überdurchschnittlich vielen Ausländischen Studierenden der

Anteil Studierender mit Kind hoch ist. Nach der Erstsemesterbefragung

kann beim Start ins Studium von einem Anteil

studentischer Eltern von mindestens 6,7 % ausgegangen werden.

Nach der bundesweiten 20. Sozialerhebung des Studentenwerks

(2013) haben im Alter von 28 Jahren bereits 11% der

Studentinnen ein Kind, bei den 30 Jahre oder älteren sogar 41%

(bei den Männern entsprechend nur 10 bzw. 23%). Gestiegen

ist der Anteil alleinerziehender Studentinnen (17%).

Die Beuth Hochschule geht von ca. 20% Studierender mit Erziehungsaufgaben

aus. Die Betreuung und Beratung dieser ca.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


42

2.000 Studierenden mit Kind(ern)

sind für die Ziele Verbesserung der

Familienfreundlichkeit und Verringerung

der Studienabbruchquote

sehr wichtig.

Beratung sowie Informationsmaterial

zum Thema „Studieren mit

Kind“ finden studierende Mütter

und Väter der Beuth Hochschule im

Frauen- und Gleichstellungsbüro

oder auf der Webseite www.beuthhochschule/mit-kind/.

Studieren mit Kind

Weiteres

Informationsmaterial

und

Beratung

finden Sie im

Frauen- und Gleichstellungsbüro,

Haus Grashof, Raum C139,

Tel.: 4504 2993,

buero_f@beuth-hochschule.de

www.beuth-hochschule.de/frauen

Angebote:

Informationen zu Studieren mit Kind

www.beuth-hochschule.de/mit-kind

Kita an der Beuth Hochschule

www.beuth-hochschule.de/kita

Familienzimmer

projekt.beuth-hochschule.de/familie/familienzimmer

Tandem-Projekt

Lernprozessbegleitung (Studium Generale, FB I)

projekt.beuth-hochschule.de/familie/tandem

Zum Ende des Jahres 2011 lief die finanzielle Förderung des

Familienbüros aus. Die Beuth Hochschule bemüht sich um die

Wiedereinrichtung eines Familienbüros mit der Fortführung

bewährter Familienprojekte sowie der Initiierung neuer Ange-

Studieren mit Kind

www.beuth-hochschule.de/mit-kind

Familie in der Hochschule

http://projekt.beuth-hochschule.de/familie

Handzettel für Erstsemester

Die Beteiligung an dem bundesweiten

Projekt „Familie in der Hochschule

und die erfolgreiche Mitarbeit im Best Practice Club

haben in der Hochschulöffentlichkeit die Aufmerksamkeit

verstärkt auf das gesellschaftlich wichtige Thema Familiengerechtigkeit

gelenkt. Die Beuth Hochschule arbeitet mit an

einer Charta „Familienfreundliche Hochschule“.

Die innovativen Ideen zur Umsetzung der Projektziele wurden

für die Neufassung der Rahmenstudien- und Prüfungsordnung

(RSPO/Amtl. Mitteilung 10/2013) und für strukturelle Verbesserungen

für Studierende mit Kind sowie für den Familienservice

genutzt.

Studieren mit Kind Studieren mit Kind

Weiteres

Weiteres

Informationsmaterial

Informationsmaterial

An das Projekt und anknüpfend konnte und für das Jahr 2011 ein Familienbüro

Frauen- aufgebaut und Gleichstellungsbüro, werden, finanziert Frauen- und Gleichstellungsbüro, aus der Masterplan-

Beratung

Beratung

finden Sie im

finden Sie im

Haus Grashof, Raum C139,

Haus Grashof, Raum C139,

Tel.: 4504 2993,

Tel.: 4504 2993,

buero_f@beuth-hochschule.de

buero_f@beuth-hochschule.de

Ausbildungsoffensive

www.beuth-hochschule.de/frauen

des Berliner

www.beuth-hochschule.de/frauen

Senats. Das Familienbüro

Angebote:

Angebote:

war bei der Zentralen Studienberatung angesiedelt und hatte

Informationen zu Studieren mit Kind

Informationen zu Studieren mit Kind

www.beuth-hochschule.de/mit-kind

www.beuth-hochschule.de/mit-kind

sich Kita an der als Beuth zentrale Hochschule Anlaufstelle Kita an der zur Beuth Hochschule Beratung für studierende

www.beuth-hochschule.de/kita

www.beuth-hochschule.de/kita

Mütter

Familienzimmer

und Väter bewährt.

Familienzimmer

Viele Probleme und Fragen rund um

projekt.beuth-hochschule.de/familie/familienzimmer

projekt.beuth-hochschule.de/familie/familienzimmer

Tandem-Projekt

Tandem-Projekt

die Lernprozessbegleitung Vereinbarkeit (Studium Generale, konnten FB I)

Lernprozessbegleitung im Vorfeld (Studium durch Generale, FB eine I) kompetente

projekt.beuth-hochschule.de/familie/tandem

projekt.beuth-hochschule.de/familie/tandem

Erstberatung aufgefangen und einigen Studierenden konkrete

Unterstützung vermittelt werden.

Die Beuth Studieren Hochschule mit Kind war in Studieren der Gründungsphase mit Kind des Netzwerks

Familie Familie in der Hochschule in Hochschule Familie und in der Wissenschaft Hochschule Berlin vertre-

www.beuth-hochschule.de/mit-kind

www.beuth-hochschule.de/mit-kind

http://projekt.beuth-hochschule.de/familie

http://projekt.beuth-hochschule.de/familie

ten, wo die Beratenden der Familienbüros der Berliner Universitäten,

Fachhochschulen, Forschungsinstitute und des

Studentenwerks Berlin zum Thema Vereinbarkeit von Beruf

und Pflege kooperieren.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


43

bote. Das Gleichstellungskonzept der Hochschule setzt dabei

auf Fördermittel aus dem Bundes-Professorinnenprogramm.

Eine Dienstvereinbarung oder ein Family-Audit zum Thema

Familienfreundlichkeit könnte die Sensibilität für die erforderlichen

Angebote stärken.

4.2. Kita und Kindernotfallbetreuung

Symbol der Kita an der

Beuth Hochschule

Die Kita des Studentenwerks in Campusnähe

bietet Platz für 48 Kinder im Alter von acht

Wochen bis zum Schuleintritt. Es stehen bis

zu 17 Krippenplätze (bis 3 Jahre) und bis zu

31 Plätze im altersgemischten Bereich zur

Verfügung. Die Nachfrage besondes an Krippenplätzen

und die Notwendigkeit einer flexibleren

Öffnungszeit sind wesentlich größer als das Angebot. Es

wird eine Warteliste geführt. Der seit dem 01.08.2013 geltende

Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz könnte den Bedarf noch

verstärken.

Familienzimmer im Haus Gauß

Um kurzfristige Notfallhilfe bei der Betreuung von Kindern

von Hochschulangehörigen zu leisten, konnte die Beuth

Hochschule von 2010 bis 2012 eine Kindernotfallbetreuung

für Studierende und Beschäftigte anbieten. Sie wurde in erster

Linie aus Projekt- bzw. Fördergeldern finanziert und von der

pme Familienservice GmbH durchgeführt. Nach Auslaufen der

Finanzierung bemühen sich die Verantwortlichen derzeit um

eine Weiterführung dieses erfolgreichen Projekts.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


44

4.3. Familienzimmer

Aus Mitteln des Projektes „Familie in der Hochschule

wurden zwei Familienzimmer eingerichtet: Sie befinden sich

in Raum B 12 im Haus Gauß und in Raum C 140 auf der „Brücke“

(zwischen den Häusern Grashof und Beuth), direkt neben

dem Frauen- und Gleichstellungsbüro. Von dort werden beide

Räume gemanagt. Studierende Eltern und Beschäftigte der

Beuth Hochschule erhalten in der jeweiligen Pförtnerloge den

Schlüssel zur Nutzung der Familienzimmer. Die Nutzungsordnung

(www.beuth-hochschule.de/frauen/mit-kind) ist von den

Eltern bzw. Betreuungspersonen zu beachten.

Die Einrichtung der Familienzimmer ist komplett auf die Versorgung

und Betreuung von Kleinkindern ausgerichtet: ein Sessel

zum Stillen, Wickelkommode, Laufgitter und Reisebett, Kühlschrank

und Mikrowelle zum Aufbereiten von Baby-Nahrung

sowie Kinderspielzeug für verschiedene Altersgruppen stehen

zur Verfügung. Dankbar wurden zusätzliche Spenden von

Beschäftigten der Beuth Hochschule angenommen.

4.4. Lernprozessbegleitung / Tandem-Projekt

Ziel der Beuth Hochschule ist es, eine Verbesserung der

Studiensituation für Studierende in besonderen Lebenslagen

zu erreichen. Deshalb wurden Mentoring-Erfahrungen für den

Aufbau eines Tandem-Projektes für studierende Eltern genutzt,

weil diese oft zu Hause beim Kind bleiben müssen und dadurch

wichtigen Lehrstoff versäumen.

Die Beuth Hochschule hat für dieses Problem eine wirksame

Lösung: Studierende mit Nachwuchs bekommen

Hilfe von anderen Studierenden. Die Mentorin

bzw. der Mentor unterstützen im Tandem die

Mentees über das ganze Semester durch Mitschriften, Nachhilfe

und Coaching.

Auch ist eine Ruheliege vorhanden, die von Schwangeren in

Anspruch genommen werden kann.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


45

Tandems wurden eingerichtet für Schwangere bzw. Eltern mit

Kleinstkindern. Im Berichtszeitraum gab es zwei Varianten des

Tandem-Projekts: 1. Tandem mit Werkvertrag: Im Jahr 2011

konnte für 20 MentorInnen aus Fördergeldern (Masterplanausbildungsinititiative)

ein Vertrag als Studentische Hilfskraft

finanziert werden.

2. Studienfach „Mentoring im Tandem“: seit 2010 fester

Bestandteil des Lehrangebots Studium Generale im FB I. Die

MentorInnen erhalten für den Erwerb sozialer Kompetenzen

2,5 Credit Points.

Im Berichtszeitraum haben 51 Tandem-Paare dieses Angebot

genutzt: davon 25 Frauen-Teams, 14 Männer-Teams und 12

gemischte Teams. Erstaunlich war wiederum die große Zahl der

Männer-Väter-Teams. Offenkundig sind zunehmend auch Väter

in die Verantwortlichkeit der Kinderbetreuung eingebunden.

Das Projekt wirkt nachgewiesener maßen einer Studienzeitverlängerung

bzw. einem Studien abbruch entgegen.

Ein weiteres Plus: Die Aufmerksamkeit füreinander und die

Anerkennung der Leistung studierender Eltern sind gestiegen.

Beide TandempartnerInnen erweitern ihre sozialen und

kommunikativen Kompetenzen.

Kinder auf dem Campus: Lange Nacht der Wissenschaften

Die Erfahrung der vergangenen Semester hat aber auch

gezeigt: Durch die Beratung in einer zentralen Anlaufstelle

könnten Mentorinnen, Mentoren und vor allem Studierende

mit Kind/ern und schwangere Studentinnen im Vorfeld noch

besser über die Fördermöglichkeit durch das Modul informiert

werden. Die Werbung für das Modul könnte dadurch ebenso

optimiert werden.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


46

5. Frauenbeauftragte – Beraten, Unterstützen, Netzwerken

5.1. Frauenbeauftragte an der Beuth Hochschule

Gemäß Berliner Hochschulgesetz (§ 59) wird die hauptberufliche

Frauenbeauftragte alle vier Jahre vom Frauenrat gewählt

und von der Hochschulleitung der Beuth Hochschule bestellt.

Im Absatz 6 heißt es: „Die Frauenbeauftragten sind bei allen

die Frauen betreffenden strukturellen, organisatorischen und

personellen Maßnahmen sowie bei den entsprechenden Vorlagen,

Berichten und Stellungnahmen zu beteiligen.“

Die hauptberufliche Frauenbeauftragte unterstützt die Hochschulleitung

bei der Durchsetzung der Chancengleichheit für

Frauen in Studium, Lehre und Forschung.

Eine kontinuierliche und enge Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung

und allen Gremien ist eine wesentliche Grundbedingung

für die effektive und konstruktive Arbeit.

Die hauptberufliche, zentrale Frauenbeauftragte führt das

Frauen- und Gleichstellungsbüro und wird dabei unterstützt

von den Mitarbeiterinnen, Beate Keibel und Sabine Trautner

sowie den nebenberuflichen Stellvertreterinnen Randi Worath

und Doreen Kruppa.

Grundlage der Arbeit der Frauenbeauftragten sind insbesondere

das Berliner Hochschulgesetz, die Frauenförder -

richtlinien der Hochschule sowie die Frauenförderpläne. Neu

hinzugekommen sind das Gleichstellungskonzept und die

Satzung „Chancengleichheit der Geschlechter“.

Zielvereinbarungen der Fachbereiche sowie das Landesgleichstellungsgesetz

und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

geben weitere rechtliche und strukturelle Grundlagen.

Frauen sind an der Beuth Hochschule in den meisten Studiengängen

und in der Lehre noch unterrepräsentiert. Daher

setzt sich die Hochschule für die Steigerung ihres Anteils ein.

Ein Gleichstellungskonzept wurde zur Aufdeckung von

Schwächen und zur Weiterentwicklung von Stärken erarbeitet.

Die Frauenbeauftragten leisten bei der Umsetzung

gemeinsam mit dem Gender- und Technik-Zentrum wichtige

Gleichstellungsarbeit.

Frauenspezifische Informationsmaterialien, Handbücher,

Gesetze, Fachbücher und -zeitschriften, die im Frauen- und

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


47

Gleichstellungsbüro zusammengetragen wurden, können von

allen Interessierten auf Anfrage genutzt werden.

Damit mehr Frauen an der Beuth Hochschule für Technik

lehren und studieren, unterstützen die Frauenbeauftragten

mit gezielten Fördermaßnahmen, durch Interessenvertretung

und Beratung die Berufs- und Entwicklungschancen der

qualifizierten und hochmotivierten Frauen.

zusammen. Die Facharbeit erfolgt in neun thematisch

orientierten Kommissionen. Einmal jährlich findet eine Fachtagung

statt.

5.2. Externe Netzwerke der Frauenbeauftragten

Die zentrale Frauenbeauftragte der Beuth Hochschule ist in

die landes- und bundesweite Arbeit der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

an Hochschulen eingebunden.

Die Landeskonferenz der Frauenbeauftragten (LaKoF) ist das

Gremium, in dem die zentralen Frauenbeauftragten der 14

Berliner Hochschulen zusammenarbeiten. Dieses Gremium

unterstützt den politischen Auftrag der Frauenbeauftragten

zur Durchsetzung der Gleichstellung und Verbesserung der

Chancen für Frauen an Hochschulen und in der Wissenschaft.

Die Bundeskonferenz (BuKoF) führt alle Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

der Hochschulen in Deutschland

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


48

5.3. Plenum der nebenberuflichen

Frauenbeauftragten

Das Plenum ist der Zusammenschluss aller Frauenbeauftragten

der Hochschule. Die Koordination der Arbeit der

nebenberuflichen Frauenbeauftragten gehört zu den Aufgaben

der zentralen Frauenbeauftragten.

Dem Plenum gehören Frauenbeauftragte aus allen Statusgruppen

der Hochschule an. Derzeit sind es: zwei Professorinnen,

eine Gastdozentin und acht Mitarbeiterinnen aus Technik und

Verwaltung (aktuelle Besetzung unter:

www.beuth-hochschule.de/frauenbeauftragte).

Das Plenum tagt einmal im Monat unter Leitung der zentralen

Frauenbeauftragten zur Beratung, Information, Weiter bildung

und Planung gemeinsamer Projekte. Zu den Sitzungen werden

die Präsidentin sowie die Sprecherin des Frauenrats eingeladen.

Gleichstellungsfonds - Frauenfördermittel

Die Verwendung des Gleichstellungsfonds erfolgt für die

strukturelle und personelle Frauenförderung auf Initiative der

Frauenbeauftragten. Nach Beschlüssen im Plenum werden

auch gemeinsame fachbereichsübergreifende Maßnahmen

und Projekte gefördert.

Die Mitarbeit von Studentinnen im Netzwerk der Frauenbeauftragten

ist bedauerlicherweise rückläufig, da die Vereinbarung

von relativ zeitaufwendigen Ämtern mit einem Bachelor- oder

Masterstudium kaum noch gelingt.

Laut Berliner Hochschulgesetz §59 werden die nebenberuflichen

Frauenbeauftragten von den Frauen ihres jeweiligen

Bereiches für zwei Jahre in dieses Amt gewählt, die Studentinnen

für ein Jahr. Sie erhalten für ihre Tätigkeit eine Freistellung

oder eine Aufwandsentschädigung (siehe Grundordnung der

Beuth Hochschule, §§ 37 bis 39)

Frauenförderpläne der Fachbereiche

In jedem Fachbereich sind gemäß § 4 Landesgleichstellungsgesetz

(LGG) sowie Frauenförderrichtlinien der Beuth Hochschule

Frauenförderpläne vom Fachbereichsrat zu erstellen.

Sie konkretisieren die Frauenförderrichtlinien der Hoch schule.

Es werden konkrete, messbare, überprüfbare und realistische

Förderziele formuliert, die zukünftig Bestandteil der Zielvereinbarungen

der Fachbereiche mit der Hochschul leitung sein

sollten.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


Text und Redaktion: Heidemarie Wüst

Layout:

Sabine Trautner und Pressestelle

Coverfoto, Zeichnungen: Sabine Trautner | www.maid-in-berlin.de

Stand: September 2009

Produktion:

Fachbereich VI, Labor für Druck und Weiterverarbeitung

Text und Redaktion: Heidemarie Wüst

Layout:

Sabine Trautner und Pressestelle Beuth Hochschule

Illustration: Ka Schmitz · www.ka-comix.de

Stand: September 2009

Produktion: Fachbereich VI, Labor für Druck und Weiterverarbeitung

flyer_FamHS_090909.indd 1 hochschulkultur100909.indd 1 09.09.2009 16:55:19

10.09.2009 13:03:43

49

5.4. Beratungsarbeit

Das Frauen- und Gleichstellungsbüro versteht sich als Interessenvertretung

und Servicestelle für alle Frauen der Hochschule.

In den Frauenförderrichtlinien der Hochschule (Amtliche

Mitteilung 3/2013), dem Berliner Hochschulgesetz (insbesondere

§§ 5a und 59) sowie dem Landesgleichstellungsgesetz

finden sich die verbindlichen Aufträge und Regelungen

zur Mitwirkung der Frauenbeauftragten in allen Gremien der

Hochschule.

Die Ansprüche an die Beratung und Begleitung von Studentinnen

haben sich intensiviert. Insbesondere wenn eine

Vereinzelung von Studentinnen im Studium vorliegt, werden

auch Möglichkeiten zur Vernetzung oder für ein gezieltes

persönlichkeitsstärkendes Coaching nachgefragt.

Beratungsansprüche von Beschäftigten beziehen sich in der

Mehrzahl auf ein hilfreiches Konfliktmanagement. In besonders

schwierigen und komplexen Fällen wird zu einer professionellen

Mediation oder zu gerichtlichen Verfahren geraten.

Für viele Probleme und Fragen sind die zentrale und die

nebenberuflichen Frauenbeauftragten erste Anlaufstellen.

Die Beratungen werden grundsätzlich vertraulich geführt. Es

Service

werden Fragen zu folgenden Themenbereichen gestellt:

Projekt Familienorientierte

Gestaltung von Studiengängen

– Modellprojekt endet 2009 –

Herstellung von Chancengleichheit für

Schwangere, studierende Eltern und

• Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. Beruf

Studierende mit pflegebedürftigen

Angehörigen durch eine familienorientierte

zu erreichen)

Gestaltung von Studiengängen

Haus Gauß

• Konfliktmanagement

Familienorientierte Flexibilisierung

des Studiums

Optimierung des teilzeit orientierten

zu erreichen.

Studiums für Eltern

• Verhinderung sexueller Belästigungen bzw. Verfolgung

Haus Bauwesen

Anpassung der Rahmenstudien- und

Rahmenprüfungsordnung

Forum Seestraße

Leitung: Prof. Dr. jur. Barbara Buschmann

bei Vorkommnissen

Pilotprojekt „Eltern-Hilfsfonds“

Entwicklung von Vergabekriterien

Mittagessen.

und Vergabeverfahren zum

Studienabschlussstipendium für

• Unterstützung von Personalentwicklung

Studierende mit Kind in finanzieller Not

Vergabe von Studienabschlussstipendien

durch einen Beirat

• Geeignete Fort- und Weiterbildung Entwicklung eines Fundraising-Programms

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Elfriede Herzog

bedürftiger

Verantwortlich für Gesamtprojekt:

Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui, VPL

• Nutzung von Frauenförderprogrammen

Koordination/Leitung:

Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

wuest@beuth-hochschule.de

http://projekt.beuth-hochschule.de/familie

• Leistungsbewertung (W2-Besoldung)

Zur Information und Beratung stehen Broschüren, Flyer und

eine Website zur Verfügung.

Frauenbeauftragte

Beratung und Ihr Information

Recht

Was ist zu tun?

In allen Gebäuden des Campus gibt es Wickelmöglichkeiten:

Beschwerde oder Strafanzeige

Weisen Sie jede Belästigung laut und

Frauen- und Gleichstellungsbüro

Alle Vorgesetzten, die Personalvertretung,

entschieden zurück !

Haus Grashof

Zentrale Frauenbeauftragte

die zentrale sowie die nebenberuflichen

Hilfe rufen !

Familienzimmer, Raum B 8;

Dipl.-Ing. Dipl.-Soz.Arb.(FH)

Gleichstellung Frauenbeauftragten und der AStA nehmen Familie in der Hochschule

Wickeltisch vor den Toiletten im Foyer

Heidemarie Wüst

Polizei rufen - Telefon 110

Beschwerden entgegen. Wenden Sie sich an

Haus Beuth

Beuth Hochschule

eine Person

für Technik

Ihres

Berlin

Vertrauens.

Pförtner / Wachschutz informieren !

Chancengleichheit Luxemburger Straße 10 für Frauen

Informationen Haus Grashof für (24 Eltern Stunden) und

1. Etage, Raum 108 (Richtung Ostender

Jede dieser Personen ist verpflichtet, das

Straße), Behindertentoilette (Fahrstuhl auf

13353 Berlin

Telefon 0151 - 14 62 99 07

jeweilige Anliegen bzw. die Beschwerde solche, die es werden wollen

[030] 45 04 - 24 44

dieser Seite des Gebäudes, vom Innenhof

Haus Grashof, Raum 108

vertraulich zu behandeln und dabei sicherzustellen,

dass den Beschwerdeführenden

Beschwerdestelle, Dekanat oder

Telefon [030] 45 04 - 23 93

E-Mail: wuest@beuth-hochschule.de

Hochschulleitung informieren !

und Vertrauenspersonen keine beruflichen

Chancen

www.beuth-hochschule.de/frauen

Beschwerdestelle (gem. § 13 AGG)

EG (Hochparterre) im Eingangsbereich,

oder persönlichen Nachteile entstehen.

Detlef Metzner, Leiter des Personalreferats

Behindertentoilette (Raum 010), auch mit

Studieren mit Kind

Telefon [030] 45 04 - 23 13

Fahrstuhl von der Rückseite des Gebäudes

Gesetzliche Grundlagen

metzner@beuth-hochschule.de

http://projekt.beuth-hochschule.de/familie

www.beuth-hochschule.de/mit-kind

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Information und Beratung

§ 3 (4) Begriffsbestimmungen

Behindertentoilette, EG, Raum E20

Frauenbeauftragte der Fachbereiche

§§ 12 ff Maßnahmen und Pflichten des

Zentrale Frauenbeauftragte

www.beuth-hochschule.de/frauenbeauftragte

Arbeitgebers

Telefon [030] 45 04 - 23 93

Raum 266 (Fahrstuhl vorhanden)

Strafgesetzbuch

buero_f@beuth-hochschule.de

Hochschul-Elterntreff

In der Mensa gibt es einige Kinderhochstühle.

§§ 183 ff Exhibitionistische Handlungen

www.beuth-hochschule.de/frauen

Kinder bis 6 Jahre bekommen ein kostenloses

jeden ersten Dienstag §§ 185 im ff Beleidigungsdelikte

Monat

Nebenberufliche Frauenbeauftragte

11.30 - 12:30 Uhr

§

(in

223

der

Körperverletzungsdelikte

Vorlesungszeit)

www.beuth-hochschule.de/frauenbeauftragte

§ 240 Nötigung

In der Campusbibliothek (Haus Bauwesen) ist

Haus Grashof, Raum

§ 174

B 8

Sexueller Missbrauch von

AStA

eine kleine Spiel- und Malecke eingerichtet.

Beate Keibel M. A. Schutzbefohlenen

Telefon [030] 45 04 - 25 25

Telefon [030] 45 § 04 177 - 29 Sexuelle 93 Nötigung / Vergewaltigung

info@asta-bht.de

Rechtliche Grundlagen

Fax [030] 45 § 04 184 - 29 Verbreitung 20 pornografischer Schriften

Personalrat

Beschäftigtenschutzgesetz

Telefon [030] 45 04 - 24 01

gleichheit

E-Mail: buero_f@beuth-hochschule.de

Frauenförderrichtlinien, §5 Studium und

persrat@beuth-hochschule.de

§ 2 (3) Schutz vor sexueller Belästigung

Elternschaft bzw. Betreuung Pflege-

Familienzimmer

§ 4 (1) Abmahnung, Umsetzung, Versetzung,

Hochschulleitung

Kündigung

Telefon [030] 45 04 - 23 35

Haus Grashof, Raum B 8

www.beuth-hochschule.de/frauen-uebersicht

Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalt -

praesident@beuth-hochschule.de

Rahmenstudien- und Rahmenprüfungsordnung

(Amtl. Mitteilung Nr. 77/2004 und

taten und Nachstellungen

Notfallnummern

§1 Gerichtliche Maßnahmen zum Schutz vor

http://public.beuth-hochschule.de/frauen/web-notfall

Gewalt und Nachstellungen

Amtl. Mitteilung Nr. 63/2004)

Frauenförderrichtlinien der Beuth Hochschule

Ordnung über Rechte und Pflichten der

§ 14 Sexuelle Belästigung

Studierenden (Amtl. Mitteilung Nr. 8/2000)

Beuth Hochschule für Technik Berlin

Familie in der

Hochschule

Beuth Hochschule für Technik Berlin

Hochschulkultur

Hochschulkultur

Gegen sexuelle Belästigung

und Gewalt

Beuth Hochschule für Technik Berlin

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


50

Verhinderung sexueller Diskriminierung und Gewalt

Eine besonders wichtige Aufgabe der Hochschulleitung ist die

Verhinderung sexueller Diskriminierung und Gewalt sowie die

Förderung einer guten Hochschulkultur.

Zur Prävention und Verfolgung von sexueller Belästigung

durch mittel- und unmittelbare Diskriminierung beraten die

Frauenbeauftragten. Viele der Probleme, denen Frauen in der

Arbeitswelt und im Studium ausgesetzt sind, fallen unter diese

Begriffe und sind damit nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz

(AGG) gesetzeswidrig. Präventionsmaßnahmen

sind z.B. Informationsveranstaltungen, Gespräche, Flyer und

Aushänge.

Am 25. November findet jährlich der bundesweite Aktionstag

von Terre des Femmes „Nein zu Gewalt an Frauen“ statt, an

dem sich die Beuth Hochschule beteiligt.

Die Fahne mit der Aufschrift „Nein zu Gewalt an Frauen: frei

leben ohne Gewalt“ wird im Rahmen des Aktionstages vor

dem Haupteingang der Hochschule gezeigt.

Zu beklagen sind jedoch immer wieder sexuelle Belästigungen

und Gewaltandrohungen durch Studenten. Davon

betroffenen Frauen kann aus Frauenfördermitteln rechtlicher

und finanzieller Beistand gemäß FFRL § 14 (3) gewährt werden.

In besonders groben Fällen kann die Hochschulleitung Hausverbot

erteilen. Dies kommt faktisch einer Exmatrikulation

gleich.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


51

5.5. Öffentlichkeitsarbeit und Webauftritt

Die Frauenbeauftragten informieren in allen Hochschulbereichen

über aktuelle Projekte und Fördermaßnahmen. Neben

den Infotafeln wird projektbezogen und aktuell über E-Mails,

Flyer, Plakate, Roll-ups und über die Website kommuniziert.

Plakate, Poster und Power-Point-Präsentationen stehen für

hochschulöffentliche und hochschulübergreifende Präsentationen

zur Verfügung. Infostände des Frauenbüros zur Gleichstellung

und zur Familienfreundlichkeit finden insbesondere an

Tagen zur Erstsemestereinführung und den Studien infotagen

statt.

An den Gesundheitstagen der Beuth Hochschule und dem

Projekt Gesundheitsmanagement beteiligt sich das Frauenund

Gleichstellungsbüro zu den Themen Frauengesundheit

und Familie auf dem Campus.

Mit frauenspezifischen Umfragen wurden Wünsche zur weiteren

Verbesserung der gesundheitsfördernden Angebote der

Hochschule gesammelt.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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www.beuth-hochschule.de/frauen

Website www.beuth-hochschule.de/frauen

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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6. Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre

6.1. Berliner Chancengleichheitsprogramm

Chancengleichheit ist ein wichtiges Zukunftsthema der Wissenschaft.

Mit dem Ziel „In der Vielfalt erfolgreich“ gibt es für

die Berliner Hochschulen seit 2001 das Berliner Programm

zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung

und Lehre.

Kriterien des Berliner Chancengleichheitsprogramms:

• Überwindung bestehender struktureller Hemmnisse für

die Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre

• Erhöhung der Anteile von Frauen in allen

wissenschaftlichen Qualifizierungsstufen und

bei den jeweiligen Abschlüssen, insbesondere in

naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen

• Erhöhung der Zahl von Frauen in Führungspositionen

• weitere Verankerung der Frauen- und

Geschlechterforschung im Wissenschaftsbetrieb

Dieses erfolgreiche Programm der Senatsverwaltungen für

Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie Arbeit, Integration

und Frauen hat zur Qualitätssicherung und zur Kontinuität von

Frauenförderung erheblich beigetragen.

Das Berliner Programm finanziert an der Beuth Hochschule

die Begabtenförderung durch das Hypatia Programm und die

genderkompetente Strukturentwicklung der Hochschule.

Schwerpunkte sind die individuelle Förderung von Wissenschaftlerinnen

und gleichzeitig die nachhaltige gendersensible

Veränderung von Strukturen und technischen Fachkulturen.

Mit dem Ziel, die Forschungs-, Methoden- und Lehrkompetenz

auf dem Gebiet Gender in den Ingenieurwissenschaften zu

erweitern und diese in die Studiengänge einzubringen, nutzt

die Beuth Hochschule weitere Landes-, Bundes- sowie europäische

Förderprogramme.

Zur Stärkung der Chancengleichheit werden die Kompetenzfelder

Gender und Diversity hochschulspezifisch weiterentwickelt.

2009 hat die Beuth Hochschule ihre Bemühungen

institutionell verankert mit der Gründung des Gender- und

Technik-Zentrums (GuTZ).

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


54

6.2. Gender- und Technik-Zentrum (GuTZ)

Das Gender- und Technik-Zentrum (GuTZ) arbeitet unter dem

Motto „Vielfalt stärken – Technik Leben“. Es ist eine Einrichtung

des Präsidiums der Beuth Hochschule für Technik Berlin.

Im GuTZ werden Projekte initiiert, durchgeführt und weiterentwickelt,

die das Anliegen der Hochschulleitung unterstützen,

gender- und diversityrelevante Maßnahmen und Ansätze auf

allen Ebenen der Hochschule zu verankern und umzusetzen.

Durch die Arbeit des GuTZ konnte eine deutliche Fokussierung

auf Aspekte und Fragestellungen zu den Themen Gender und

Diversity in der Forschung und Lehre an der Beuth Hochschule

befördert und eine bessere Einbeziehung auch der männlichen

Kollegen, die an diesem Thema interessiert sind, sowie eine

verbesserte Drittmittelfähigkeit erreicht werden.

Zielsetzungen des GuTZ:

Mitglieder des GuTZ

• Förderung von Wissenschaftskarrieren von Frauen

• Überwindung bestehender struktureller Hemmnisse

bei der Erreichung von Chancengleichheit für Frauen in

Forschung und Lehre

• Erhöhung der Anteile von Frauen in allen

wissenschaftlichen Qualifikationsstufen und

insbesondere bei den jeweiligen Abschlüssen in den

Disziplinen, in denen eine Unterrepräsentanz von Frauen

besteht

• Integration von Gender- und Diversity-Aspekten in der

Lehre

• Institutionalisierung von diversity- und gendersensiblen

Lehrangeboten

• Organisation, Durchführung und Evaluation von Projekten

im Themenfeld Gender, Diversity und Technik

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


55

Projekte und Programme des GuTZ:

• Gastprofessur Digital Media & Diversity

• Gastdozentur Gender und Diversity

• Vorgezogene Nachfolgeberufungen für Frauen

• Einrichtung befristeter W2-Professuren für Frauen

• GuTZ-Forum „Gender Diskurs“

• Projekt „Gender- und diversitysensibles

Personalmanagement“

• Projekt „Gender Partnership – Predoc Phase“

• Projekt „MINTPORT“

• Projekt “Credit Points für zugewanderte

Hochschulabsolventinnen und –absolventen mit

technischen Abschlüssen”

• Projekt „Gender-Diversity in der deutschsprachigen

Wikimedia”

• Projekt „Karriereentwicklung von Frauen mit

Migrationshintergrund in MINT-Berufen – Förderung von

Motivation in der schulischen Profilbildungsphase“

• Begabtenförderung: Hypatia Programm, Mentoring

• Mädchen- und Technik-Programme wie:

Schnupperstudium, Girls‘ Day, Infotage für

Studienanfängerinnen

6.2.1 Gender und Diversity in Forschung und Lehre

Im Schwerpunkt „Gender und Diversity in Forschung und Lehre“

initiiert das GuTZ Projekte, Programme und Maßnahmen, die

geeignet sind, an der Beuth Hochschule eine Verankerung

von diversity- und gendersensiblen Lehrangeboten sowie von

Gender- und Diversityaspekten in der Forschung nachhaltig

zu befördern.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden eine Gastdozentur „Gender

und Diversity“ und eine Gastprofessur „Digital Media &

Diversity“ eingerichtet, die im allgemeinwissenschaftlichen

Bereich (AW-Bereich) des Fachbereichs I Wirtschafts- und

Gesellschaftswissenschaften angesiedelt wurden, um eine

fächerübergreifende Sensibilisierung der Studierenden für

Gender- und Diversity-Themen zu erzielen. Beide Stellen sind

bis einschließlich Sommersemester 2015 ausfinanziert.

Ergänzt werden die Lehrangebote durch das wissenschaftliche

Forum „Gender Diskurs“, in dem regelmäßig aktuelle

Forschungsthemen diskutiert werden.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


56

SuSanne IHSen | anTje duckI

gender

ToolB x

Gender- und Technik-Zentrum (GuTZ)

der Beuth Hochschule für Technik Berlin

Schriftenreihe Band 05 / Juli 2012

Herausgeberinnen

Eva-Maria Dombrowski, Antje Ducki

Zusätzlich stellt das GuTZ Lehrenden

und Forschenden in den ingenieurwissenschaftlichen

Fachbereichen

mit der Gender Toolbox eine praktische

und aktuelle Unterstützung

für die gendersensible Gestaltung

ihrer Lehre und für genderrelevante

Forschungsansätze im ingenieurwissenschaftlich

/ technischen Kontext

zur Verfügung.

Mit dem Projekt „Gender-Diversity in der deutschsprachigen

Wikimedia” greift das GuTZ die seit einigen Jahren in der

„Wikipedia“ zu beobachtende ungleiche Beteiligung von verschiedenen

Gruppen an der Erstellung von Wikipedia-Artikeln,

insbesondere die ungleiche Beteiligung von männlichen und

weiblichen Editoren, als Forschungs- und Entwicklungsthema

auf. Nach verschiedenen Schätzungen besteht die Editorenschaft

in Wikipedia aus höchstens 16 % Frauenanteil.

Ziel der Kooperation zwischen der Wikimedia Deutschland

Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. ist die Förderung

der Gender-Diversity in der deutschsprachigen Wikipedia.

Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland und der

nicht ausgeschöpften Potenziale der Fachkräfte aus dem

Ausland, erprobt die Beuth Hochschule für Technik Berlin ein

Qualifizierungs- und Mentoringprogramm „Credit Points”.

Ziel des Projekts ist, ein modellhaftes Programm zur Ergänzungsqualifizierung

für AkademikerInnen mit ausländischen

Abschlüssen zu konzipieren und zu erproben, um deren Eintritt

in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und ihnen ein Praktikum in

Berliner Unternehmen zu ermöglichen.

6.2.2 MINT Karrieren – Hypatia Programm – Gender Partnerhip Programme – Personalmanagement

Zur Erhöhung der Anteile von Frauen in allen wissenschaftlichen

Qualifikationsstufen führt das GuTZ im Schwerpunkt

MINT-Karrieren Programme zur Begabtenförderung, zur Verbesserung

des Übergangs vom Studium in den Beruf und zum

Personalmanagement durch.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


57

Sehr erfolgreich ist das Hypatia Programm zur Förderung

von Beuth-Absolventinnen zur Promotion.

Von den aktuell laufenden 17 Promotionen stehen drei kurz

vor dem Abschluss.

Seit 1994 werden Wissenschaftlerinnenkarrieren

durch das Hypatia Programm

individuell gefördert. Inzwischen haben

21 geförderte Frauen ihre Promotionen

erfolgreich abgeschlossen.

8

Professuren

1

Insgesamt neun der seit 1994 Hypatia Geförderten

haben einen Ruf als Professorin erhalten.

18

Abgeschlossene Promotionen

3

17

Laufende Promotionen

28

Erhöhung der Berufungschancen

9

Berufseinstiegsstipendien in praxisrelevanten Forschungsvorhaben

18

Legende

Stand: 31.05.13

Hypatia Programm 2001-2013 Hypatia Programm 1994-2000

Hypatia Programm 1994-2013

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


15.04.2013 17:37:43

58

NTPORT

Projekt des GuTZ Gender- und Technik-Zentrums

Beuth Hochschule für Technik Berlin

ooperation mit dem Studiengang Informatik

Wirtschaft der Hochschule für Technik und

tschaft Berlin

fzeit: 01.07.2012 bis 31.12.2014

://projekt.beuth-hochschule.de/gutz/

t-karrieren/mintport/

ntakt

jektleitung MINTPORT

Christiane Erlemann

th Hochschule für Technik Berlin

Z Gender- und Technik-Zentrum

emburger Str. 10

53 Berlin

030 - 4504 5140

mann@beuth-hochschule.de

ung GuTZ

f. Dr. Eva-Maria Dombrowski, FB VIII

f. Dr. Antje Ducki, FB I

chäftsstelle GuTZ

l.-Soz. Ulla Ruschhaupt

s Bauwesen, Raum 110

emburger Str. 10

53 Berlin

chha@beuth-hochschule.de

.beuth-hochschule.de

aktion: GuTZ, Stand April 2013

ut: Sabine Trautner, media.maid-in-berlin.de

lfoto: Filmstill aus dem Film “MINT up your life” von

von Heinz, http://projekt.beuth-hochschule.de/gutz/

k: Beuth Hochschule für Technik Berlin

Ziel des neu angelaufenen Projektes Gender Partnership -

Predoc Phase ist es, die Neugierde von Beuth Studentinnen

für wissenschaftliche Berufstätigkeiten weiter zu befördern

und sie frühzeitig auf Tätigkeiten in Forschung und Lehre vorzubereiten.

Im Projekt MINTPORT, einem Kooperationsprojekt mit der

Hochschule für Technik und Wirtschaft

Berlin (HTW), liegt der Schwerpunkt auf

MINTPORT

MINT-Mentoring-Netzwerk

Einstieg, Verbleib und

Vernetzung von Ingenieurinnen

der Phase des Übergangs vom Studium

in den Beruf. Übergeordnete Ziele des

Projekts MINTPORT sind die Erhöhung

des Anteils von Frauen in MINT-Berufen,

insbesondere hier auch die Erhöhung des

Anteils von Frauen in Führungspositionen

sowie die Beförderung einer gender- und

diversitygerechten Organisationsentwicklung

in privaten Unternehmen des

Landes Berlin. Zu dem Katalog der individuellen

Maßnahmen gehört ein Mentoring-Programm, das auf

dem Mentoring-Programm der HTW für Informatikstudentinnen

„PROFIT“ und dem „Gender Partnership Programm“ der Beuth

Hochschule aufsetzt.

Das Projekt Gender- und diversitysensibles Personalmanagement

unterstützt FunktionsträgerInnen (zum Beispiel DekanInnen,

LeiterInnen von Berufungskommissionen, Labor- und/

oder ProjektleiterInnen) der Hochschule bei der Integration

von Gender und Diversity als Querschnittsaufgabe in Prozesse

des Personalrecruiting, der Personalauswahl und Personalentwicklung.

Zu den Einzelmaßnahmen gehört die Entwicklung

eines Rahmenkonzepts für ein gender- und diversitysensibles

Personalmanagement für WissenschaftlerInnen und dessen

Integration in die Hochschulentwicklung, ein gezieltes Recruiting

und Matching von Frauen aus der betrieblichen Praxis für

eine wissenschaftliche Hochschullaufbahn, Kontakt zwischen

Netzwerken, Fortbildung und praktische Unterstützung hochschulinterner

Leitungspersonen zu Fragen eines gendersensiblen

Personalmanagements sowie eine Netzwerkbildung mit

vergleichbaren Best-Practice-Hochschulen.

6.2.3 FrauenFörderKommission (FFK)

Die paritätisch besetzte FrauenFörderKommission (FFK) ist

beratendes Mitglied des GuTZ. Sie trifft zudem die Auswahl

der Hypatia-Stipendiatinnen sowie der Gastdozentinnen und

Gastprofessorinnen die aus dem Berliner Programm finanziert

werden.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


59

6.2.4 Mädchen und Technik

Um Frauen für die Wahl eines technischen Studiums zu motivieren,

hat die Beuth Hochschule schon vor vielen Jahren das

Projekt Mädchen und Technik etabliert. Mit dem Girls‘ Day und

dem Schnupperstudium erhalten Mädchen und junge Frauen

schon früh Angebote, mit dem Ziel, das Interesse an einem

technischen Studium zu wecken. Daneben gibt es für Schulen

die Möglichkeit, mit dem Programm „Miet den Prof“, Studierende

und Lehrende einzuladen und so die jungen Frauen über

technische Studiengänge zu informieren.

Mit dem Film „MINT up

your life“ wendet sich

das GuTZ aufklärend an

junge Frauen mit Migrationsgeschichte,

die

sich in der schulischen

Profilbildungsphase

befinden. In dem Film

werden drei Frauen mit

Migrationsgeschichte,

die ein MINT-Fach als persönliche Berufsperspektive ausgewählt

haben, in verschiedenen Lebensphasen vorgestellt. Als

attraktive Role Models berichten sie einer jungen Frau, die sich

in der Phase der Studienfachwahl befindet, über Eindrücke

und Möglichkeiten der Studien- und Berufspraxis im MINT-

Bereich. Der Film wird in ausgewählten Schulen insbesondere

mit Schülerinnen mit Migrationshintergrund gezeigt. Nach der

Filmvorführung haben die Schülerinnen Gelegenheit, über

MINT-Studiengänge und Berufsmöglichkeiten im MINT-Bereich

zu diskutieren. Filmvorführung und Diskussion werden qualifiziert

begleitet.

Jährlich werden Mädchen der Klassen 5 bis 7 bzw. 8 bis 10 zum

Girls‘ Day mit immer wechselnden Angeboten an die Beuth

Hochschule eingeladen. Ob zum Physik-Zirkus, dem Bau einer

Lichtschranke oder zum Vortrag über Laserpointer, meist ist

das Angebot wenige Tage nach dem Einstellen ins Netz ausgebucht.

Die Schülerinnen können bei den Experimenten Technik

„begreifen“ und viele der Mädchen verlassen die Hochschule

begeistert und mit neuen Eindrücken.

Das Ziel hierbei ist es, die Mädchen schon in jungen Jahren

zu motivieren, über ihren Tellerrand hinaus zu schauen und

zumindest die Möglichkeit einer technischen Berufswahl in

Betracht zu ziehen.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


Produktion D 2011

System Pal Farbe

Ton

Laufzeit ca. 9.30 min Bildformat 16:9

Sprache

Ländercode codefree

Diese DVD enthält den Film auch als Videodatei (mov/.mp4) in HD-Qualität.

Copyright 2011 Beuth Hochschule für Technik Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Stereo

Deutsch

November 2011

60

Schnupperstudium: Jedes Jahr lädt die Beuth Hochschule in

den Winterferien Schülerinnen der Oberstufe ein, an zwei

Tagen in technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge hinein

zu schnuppern. Die jungen Frauen erleben die Hochschule

Frauen studieren Technik

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin ist die traditionsreiche Fachhochschule

mit dem größten ingenieurwissenschaftlichen Angebot in

Berlin und Brandenburg.

live. Sie nehmen an einer Vorlesung teil, können Für ca. 11.000 Studierende in 74 technischen mehreren

und naturwissenschaft -

lichen Bachelor- und Masterstudiengängen bietet die Beuth Hochschule

ein breites Spektrum der klassischen Ingenieurdisziplinen Maschinenbau,

Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Bauwesen bis hin zu

innovativen Studiengängen wie Informatik, Biotechnologie, Medizintechnik,

Laboren selbständig Versuche durchführen und

Lebensmitteltechnologie,

im Gespräch

Audiovisuelle Medien und Geoinformationswesen.

Das praxisorientierte Studium bereitet auf zukunftsfähige

und vielseitige Berufsfelder vor.

Frauen sind in vielen technischen Studiengängen immer noch unterrepräsentiert.

Das soll sich ändern. Deshalb setzt sich die Beuth

mit der Studienberatung gezielt Fragen zum Studium stellen.

Hochschule für Technik mit vielfältigen Angeboten und Netzwerken

dafür ein, dass Frauen die gleichen Chancen im Studium und somit

für einen guten Berufsstart bekommen.

Bis zu 60 Schülerinnen nehmen jährlich das Angebot wahr Dieser Film „Frauen studieren Technik“ soll eine Entscheidungshilfe

für ein Studium an der Beuth Hochschule sein.

Eine Produktion im Auftrag der zentralen Frauenbeauftragten

der Beuth Hochschule für Technik Berlin.

erleben so Studiengänge wie z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik,

Verfahrenstechnik, Physikalische Technik Sprecherin und Jana Schwabe Bauinge-

Regie & Umsetzung Anne Braun

Interviews

Katia-Bey Habedank

Schnitt

Jakob Schleicher

Musik

Daniel Fuchs

Kontakt

Heidemarie Wüst, zentrale Frauenbeauftragte

Beuth Hochschule für Technik Berlin

Luxemburger Straße 10

13353 Berlin

nieurwesen - Studiengänge, die normalerweise www.beuth-hochschule.de/frauen nicht auf der

Prioritätenliste der Berufswahl stehen. Die Schülerinnen sind

nicht selten überrascht, wie viel Spaß Technik machen kann.

Schon vor Beginn des Studiums können Studentinnen aus

Studiengängen mit geringem Frauenanteil an einem Infotag

für Studienanfängerinnen teilnehmen. Ziel hierbei ist es, die

jungen Frauen miteinander in Kontakt zu bringen und damit der

Vereinzelung, Isolation und der Gefahr eines Studienabbruchs

vorzubeugen. Die Studentinnen lernen bereits an diesem Tag

die Frauenbeauftragte ihres Fachbereichs kennen, können

im Gespräch mit der Studienberatung drängende Fragen loswerden

und von Studentinnen höherer Semester Tipps zum

Studium bekommen.

gleichheit

Chancen

DVD

Frauen studieren Technik – Ein Imagefilm der Beuth Hochschule für Technik Berlin

Im Wintersemester 2011/12 wurde der Imagefilm „Frauen studieren

Technik“ fertig gestellt.

Frauen studieren Technik

Beuth Hochschule für Technik Berlin

Dieser Imagefilm ist nicht nur Werbeträger

für die Beuth Hochschule,

sondern soll auch der zusätzlichen

Motivierung und Orientierung interessierter

junger Frauen für ein

technisches oder ingenieurwissenschaftliches

Studium dienen.

Studentin an der Beuth Hochschule

Weitere Informationen:

www.beuth-hochschule.de/frauen

Tel. 030 / 4504-2393

(zentrale Frauenbeauftragte)

Studiere

Zukunft!

Unsere 74 ingenieur- und naturwissenschaftlichen

Studiengänge sind akkreditiert, zukunftsweisend,

anwendungsorientiert, kompakt und anspruchsvoll.

Frauen studieren

Technik

ist im Dialog mit der Wirtschaft

setzt sich für eine faire Hochschulkultur ein

bietet Studium in kleinen Gruppen

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin

stärkt die Chancengleichheit

hat Frauenförderprogramme

ist familienfreundlich

hat weltweite Kooperationen

ist praxisorientiert

Frauen studieren Technik

Mit der Broschüre „Frauen studieren Technik“ sollen interessierte

junge Frauen

inspiriert werden, an der

Beuth Hochschule Technik

oder Ingenieurwissenschaften

zu studieren.

Mit biografischen Porträts

von Studentinnen

aus Bachelor- und Master-Studiengängen,

in denen Frauen noch stark

unterrepräsentiert sind, soll ein technisches Studium

konkret nachvollziehbar werden.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


61

6.3. Initiative „Komm mach MINT“

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin wurde 2012 als erste

Berliner Hochschule Mitglied im Nationalen

Pakt für Frauen in MINT-Berufen, einem bundesweiten

Netzwerk aus Unternehmen, Verbänden,

Hochschulen und Medien.

Unter dem Motto „Komm mach MINT“ sollen attraktive,

zukunftsträchtige Studien- und Berufsfelder aus Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaft und Technik für Frauen

erschlossen werden. Erfolgreiche Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen

sollen sichtbar werden, damit Schülerinnen

– angeregt durch diese weiblichen Rollenvorbilder

– ihre individuellen Talente im MINT-Bereich entdecken und

entfalten können.

Prof. Dr. Monika Gross, Präsidentin der Beuth Hochschule

unterzeichnete am 01.10.2012 das Memorandum zum Pakt

im Beisein von Dr. Ulrike Struwe, Leiterin der Geschäftsstelle

des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen.

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin kann bereits eine Vielzahl

von Maßnahmen, Projekten und Aktivitäten aufweisen,

die sich besonders an Mädchen und Frauen richten.

Um Frauen zum Studium technischer bzw. ingenieurwissenschaftlicher

Fächer zu gewinnen, bietet die Beuth Hochschule

Schnupperstudium, Girls’Day und SchülerInnen-Studium an.

Mit dem Programm „Miet den Prof“ können auch Lehrende in

die Schulen eingeladen werden.

Ein Career Service, die Studienberatung, ein Projekt „Mentoring

im Tandem“ sowie Broschüren und ein Film „Frauen

studieren Technik“ bieten konkrete Unterstützung im Studium

und Informationen zur Studien- und Berufswahl. Ein Film „MINT

up your life“ bietet positive Role models für junge Frauen mit

Migrationshintergrund an.

Die Gründung eines Gender-und Technik-Zentrum

(GuTZ, http://projekt.beuth-hochschule.de/gutz) fördert die

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Chancengleichheit von Frauen an der Schnittstelle Studium

und Beruf durch MINT-Mentoring-Netzwerke, durch genderund

diversitysensible Veränderungen der Fachkulturen und

durch die Vorbereitung von Frauen für Führungsaufgaben.

Heft „Natur.Wissenschaften“ der Reihe „komm mach MINT“

Die Mitgliedschaft in diesem MINT-Pakt wird das Engagement

der Beuth Hochschule stärken, die Begabung von Frauen für

ein technisch-naturwissenschaftliches oder ingenieurwissenschaftliches

Studium sichtbarer zu machen und die Umsetzung

von MINT-Bildungsabschlüssen in fachlich und finanziell

adäquaten Berufslaufbahnen zu fördern. Familienfreundlichkeit

ist dabei eine wichtige Rahmenbedingung.

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin wird zukünftig mit

ihrer Expertise diesen Best-Practice-Pakt für Frauen in MINT-

Berufen unterstützen und durch das breite Bündnis vielfältige

Gelegenheiten zu Kooperation und Austausch nutzen.

Weitere Informationen bietet die Website www.komm-machmint.de.

Sie bietet Orientierung und eine bundesweite Projektdatenbank

mit über 1.000 Angeboten. Darüber hinaus gibt es

zahlreiche Links zu Informationsmaterialien, Podcasts, Linksammlungen

zur Studienwahl, Assessments und vielem mehr.

© Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Universum® Bremen

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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7. Resultate und Handlungsempfehlungen

Die Beuth Hochschule ist stolz auf das bereits Erreichte in

den Bereichen Gleichstellung von Frauen und Männern sowie

Familienfreundlichkeit.

Im bundesweiten Vergleich ist die Beuth Hochschule mit den

Frauenanteilen von ca. 20 % bei den Professuren und ca. 30%

bei den Studierenden gut platziert. Doch die Gewinnung von

qualifizierten Bewerberinnen muss als eine komplexe Herausforderung

noch verstanden werden. Nicht nur die Stellenbeschreibungen

und die Berufungsverfahren gehören hier

auf den Prüfstand, sondern auch die Willkommenskultur in

den Fachbereichen. Die vorhandenen Ansätze zur genderund

diversitysensiblen Berufungskultur müssen ausgebaut

werden.

Der Anteil der Studentinnen von 30,2 % übertrifft den bundesweiten

Durchschnitt in technischen und ingenieurwissenschaftlichen

Fächern. Trotzdem sind Frauen in einem Drittel

aller Studienfächer nur unter 20% vertreten. Besonders in

diesen Fächern gilt es, die Angebote für Frauen attraktiver

zu machen. Dazu können die Entwicklung qualifizierter und

geschlechtersensibler Studienangebote und Veränderungen

der Hochschulkultur beitragen.

Für die Beuth Hochschule sind bis zum Erreichen der Gleichstellung

von Frauen und Männern noch wesentliche Aufgabenfelder

zu bearbeiten. Frauenförderpläne als Teil konkreter

Zielvereinbarungen sowie verbesserte Gleichstellungskriterien

der leistungs basierten Mittelverteilung im Rahmen der Hochschulverträge

können dabei Unterstützung liefern.

Für die Erhöhung des Studienerfolgs von Frauen und Männern

mit Familienverpflichtungen ist die Vereinbarkeit von Studium

und Familie weiter zu verbessern. Die Beuth Hochschule wird

zum Ausbau ihrer Familienfreundlichkeit Fördermittel aus dem

Bundesprofessorinnenprogramm nutzen. Zusätzlich kann die

Mitwirkung im „Best Practice Club Familie in der Hochschule

für neue Ansätze genutzt werden.

Das Berliner Chancengleichheitsprogramm bietet Fördermittel,

um die Integration von Gender- und Diversity-Aspekten in

Forschung und Lehre zu verstärken. Das Gender- und Technik-

Zentrum (GuTZ) initiiert dazu neue Hochschulprojekte. Verstärkt

wird das Engagement durch zusätzliche Fördermittel

aus europäischen Programmen im MINT-Bereich. Die Beuth

Hochschule ist 2013 dem nationalen Pakt „Komm mach MINT“

beigetreten. Dieses Netzwerk gilt es noch besser zu nutzen.

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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zentrale Frauenbeauftragte

www.beuth-hochschule.de/frauen

Frauenanteile auf den Stufen der akademischen Laufbahn

100%

50%

0%

41.124.900

51,1%

48,9%

39.368.200

Bevölkerung in Deutschland,

30.09.20121

78,8%

123139

33178

21,2%

Frauenanteile auf den Stufen einer akademischen Laufbahn

Neuimmatrikulierte

(Ingenieurwissenschaften)

in D., Studienjahr 2011

65%

1610

35%

70% 68%

30% 31%

Die Darstellung „Frauenanteile auf den Stufen einer akademischen

Laufbahn“ mit Fokus auf ingenieurwissenschaftliche

Fächer zeigt immer noch deutlich eine „Scherenform“. Die

Frauenanteile sind immer noch viel zu gering.

855

Neuimmatrikulierte

Beuth HS, WS 2012/13

Studierende Beuth HS,

WS 2012/13

7825 671

3378 300

AbsolventInnen Beuth HS,

SoSe 2012

76%

417

131

24%

Lehrbeauftragte Beuth HS,

WS 2012/13

80% 78%

35069

8713

Professuren in Deutschland

2011

118

33

20% 22%

W2- Professuren Beuth HS,

WS 2012/13

81%

19%

C2-Professuren Beuth HS,

WS 2012/13

83%

60 60

14 12

Frauen Männer Anzahl in absoluten Zahlen

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDI, Beuth-Hochschulverwaltung

17%

C3-Professuren Beuth HS,

WS 2012/13

100.000.000

10.000.000

1.000.000

100.000

10.000

1.000

100

Auch wenn der Frauenanteil zu Studienbeginn seit Jahren nur

bei ca. 21% liegt, zeigt die Grafik: Entscheidet sich eine Frau

für ein technisches Studium, hat sie bessere Chancen, z.B. eine

Professur zu erreichen als in anderen Fachkulturen.

10

1

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) hat mit dem § 5a

„Chancengleichheit der Geschlechter“ vorgesehen, die

Umsetzung des Gleichstellungsauftrags der Hochschulen verstärkt

voran zu bringen. Dies ist eine neue Herausforderung für

die Hochschule mit einem zusätzlichen rechtlichen Rahmen

zur gleichstellungspolitischen Weiterentwicklung.

Die Satzung zur Verwirklichung der Chancengleichheit der

Geschlechter in personeller, materieller, finanzieller und inhaltlicher

Hinsicht wird an der Beuth Hochschule zur Umsetzung

des Gleichstellungsauftrags beitragen.

Erstmalig hat die Beuth Hochschule ein Gleichstellungskonzept

erarbeitet. Als Eintrittskarte für die Beteiligung am Bundesprofessorinnenprogramm

II des Bundes und der Länder

zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in

Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen ist

dies ein außerordentlicher Erfolg. Die maximal erreichbare

Fördersumme beträgt insgesamt 2.250.000 Euro , die für die

Gleichstellungsarbeit eingesetzt werden können.

Das verbindliche Gleichstellungskonzept verankert Maßnahmen,

die als Handlungsempfehlungen dienen. Erarbeitet wurden

diese auf Grundlage einer Stärken-Schwächen-Analyse der

bisherigen Gleichstellungsbemühungen und Leistungsberichte

der Hochschulleitung. Zielvereinbarungen der Fachbereiche,

Evaluationsberichte des Qualitätsmanagements, Prozessanalysen

und der Gender-Report der zentralen Frauenbeauftragten

waren ebenfalls Grundlage.

Nach erfolgreicher Berufung von drei Professorinnen und

positiver Bewertung der Förderanträge sind u. a. folgende

Gleichstellungsmaßnahmen geplant:

• Ausbau der Promotionsförderung durch Aufstockung der

Stipendienmittel des Hypatia Programms

• Einrichtung eines zentralen Familienbüros für:

Beratung und Vernetzung, Ausbau des Mentoring-

Programms „Tandem – Studierende unterstützen

Studierende mit Kind“, Weiterführung der

Kindernotfallbetreuung , Einrichtung von

Familienzimmern an anderen Hochschulstandorten

• Unterstützung der Weiterentwicklung des Gender- und

Technik-Zentrums (GuTZ)

• Ausbau der Aktivitäten zu „Komm mach MINT“

• Einrichtung einer Professur „Gender und Diversity in den

Ingenieurwissenschaften“

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Die Beuth Hochschule ist stolz darauf, die Begutachtungskommission

des Professorinnenprogramms davon überzeugt

zu haben, dass hier ein nachhaltiger Kulturwandel herbeigeführt

wird. Themen wie „Studium mit Kind“, „Gender und

Diversitykompetenz“, „Karriere für Ingenieurinnen“ können

somit noch stärker selbstverständliche Angebote der Beuth

Hochschule werden.

Die Umsetzung der Satzung „Chancengleichheit der Geschlechter“

sowie des Gleichstellungskonzeptes der Beuth Hochschule

werden durch neue finanzielle Anreize, durch Fördermittel und

rechtliche Rahmenbedingungen neue Handlungsmöglichkeiten

für die Gleichstellung bieten.

Die Zahlen und Fakten des vorliegenden 9. Gleichstellungsberichtes

der Beuth Hochschule zeigen auf, in welchen Hochschulbereichen

Frauen noch unterrepräsentiert sind und wo

noch starker Handlungsbedarf für die Umsetzung von Chancengleichheit

der Frauen besteht. Für diesen Nachteilsausgleich

sind weitere geeignete Steuerungsinstrumente zu entwickeln.

Weitere Förderprogramme, Zielvereinbarungen und finanzielle

Anreize sind verstärkt zu nutzen, damit die vom Gesetzgeber

geforderte Gleichstellung von Frauen und Männern auch an

der Beuth Hochschule in allen Bereichen Realität wird.

Der Anspruch der Studierenden auf eine individuelle Bildungsbiografie

muss sich mit der Sicherung einer effizienten

und guten Qualität der Lehre treffen. Für die Umsetzung des

Gleichstellungsauftrages sind die Angebote eines teilzeitorientierten

Studiums insbesondere für Studierende mit Kind

und mit besonderen Belastungen auszubauen.

Gleichstellung und Familienfreundlichkeit sind besondere

Qualitätsfaktoren, die nur durch Wertschätzung und Interaktion

weiter entwickelt werden können. Dies gilt es beständig

mit konkreten personellen und strukturellen Maßnahmen zu

gestalen.

Weitere Informationen unter

www.beuth-hochschule.de/frauen

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13


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Fotonachweis

Alle Fotos auf dem Umschlag und Seiten 22, 34, 51: © Célia Pernot, www.celiapernot.com

Seiten 4 und 7: © Pressestelle Beuth Hochschule

Seite 41: Fotos © Trautner, Pernot, Wüst, Pressestelle

Foto Seite 43 und 50, Zeichnung Seite 44 und Plakat Seite 47: © Sabine Trautner

Zeichnung Seite 34: © Studentenwerk

Foto Seite 45: © Heidemarie Wüst

Foto Seite 54: © Prof. Dr. Antje Ducki

Seite 62: © Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Universum® Bremen

9. Bericht der zentralen Frauenbeauftragten der Beuth Hochschule für Technik Berlin – WS 2010/11 bis WS 2012/13

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