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ETF-NEWSLETTER FÜR PRIVATANLEGER UND ANLAGEBERATER

In Kooperation mit:

KompetenzCenter für ETFs

Ausgabe 50/16.12.2013

marktkommentar

KORREKTUR LÄUFT WEITER

Auch vergangene Woche setzte sich der Abwärtstrend

beim DAX fort. Der deutsche Leitindex verlor auf

Wochensicht 1,81 Prozent. Zwischenzeitlich unterschritt

er sogar kurz die 9.000er-Marke. Für Unsicherheit

sorgten wieder Spekulationen über die Drosselung der

Anleiheankäufe. Einige Stimmen von Fed-Mitgliedern

deuten darauf hin, dass die Kehrtwende in der ultralockeren

Geldpolitik, anders als von der Mehrheit der

Analysten erwartet, noch in diesem Jahr eingeläutet

werden könnte. Hinzu kamen die Äußerungen von EZB-

Präsident Mario Draghi und EZB-Direktor Benoît Coeuré,

dass die Europäische Zentralbank nach der Senkung des

Leitzinses auf 0,25 Prozent ihre Lockerung der Geldpolitik

nicht weiter auszuweiten gedenke.

Auch aus der Wirtschaft in Deutschland kamen nicht nur

positive Meldungen: Die deutsche Industrieproduktion

sank im Oktober überraschend bereits den zweiten Monat

in Folge um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die

deutschen Exporte sind allerdings nach Angaben des

Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden um 0,2 Prozent

gestiegen. Der preisbereinigte Umsatz im produzierenden

Gewerbe verringerte sich jedoch um 0,2 Prozent. Den

größten Rückgang verzeichneten Automobilhersteller und

deren Zulieferer mit -4,5 Prozent.

Auch Euro Stoxx 50 im Abwärtstrend

Deutlich abwärts ging es auch beim Euro Stoxx 50. Der

europäische Leitindex büßte auf Wochensicht 1,95 Prozent

ein. Die stärksten Kursrückschläge verzeichneten

Rohstoffwerte (-3,98 Prozent). Zu den Verlierern auf

Länderebene in der Eurozone zählten Aktien von

Griechenland (-2,03 Prozent), Österreich (-1,89 Prozent),

Frankreich (-1,69 Prozent) sowie Spanien (-1,36 Prozent).

Aus der Eurozone kamen auch wenig Anzeichen einer

deutlichen wirtschaftlichen Erholung in den EU-

Peripherieländern. Die Industrieproduktion ist im Oktober

überraschend um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat

gefallen. Analysten waren von einem Zuwachs von 0,4

Prozent ausgegangen. Besonders Frankreichs Wirtschaft

stottert. Die Industrieproduktion sank saisonbereinigt um

0,3 Prozent. Im Gegensatz dazu überraschte Italien

positiv. Die Industrieproduktion stieg im Oktober um 0,5

Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich dadurch

kalenderbereinigt nur ein Minus von 0,5 Prozent.

Analysten waren zuvor von einem Minus von 2,2 Prozent

ausgegangen.

Auch US-Werte verlieren

An den US-Börsen gaben die Aktienkurse ebenfalls nach.

Der Dow Jones und S&P 500 verloren jeweils 1,65

Prozent, der NASDAQ 100 büßte auf Wochensicht 1,37

Prozent ein.

GLOBAL

Land/Index

Länder- und Regionen-Indizes

Kurs

16.12.2013

1 Woche

in %

2013

in %

MSCI World 1.587,69 -1,85 18,62

DJ Global Titans 50 223,49 -2,54 14,63

MSCI Emerging Markets 990,48 -2,20 -6,13

DEUTSCHLAND

DAX 9.006,46 -1,81 18,31

MDAX 15.898,86 -0,35 33,44

SDAX 6.668,04 -1,09 27,03

TecDAX 1.110,92 -1,81 34,15

EUROPA

DJ Stoxx 50 2.754,96 -2,66 6,88

DJ Euro Stoxx 50 2.921,92 -1,95 10,85

MSCI Europe 934,00 -1,89 12,60

DJ Stoxx 600 309,75 -2,13 10,75

DJ Stoxx 600 Banks 182,12 -2,43 11,60

DJ Stoxx 600 Basic Res. 374,40 -3,98 -19,05

DJ Stoxx 600 Real Estate 130,65 -2,62 1,04

Frankreich CAC40 4.059,71 -1,69 11,50

Griechenland FTSE/ASE 20 378,14 -2,03 22,11

Großbritannien FTSE 100 6.439,96 -1,71 9,19

Österreich ATX 2.462,16 -1,89 2,54

Portugal PSI-20 6.349,00 -0,08 12,27

Russland RTS 1.396,37 -1,11 -8,55

Schweden OMXS30 1.255,71 -1,48 13,67

Schweiz SMI 7.828,91 -2,94 14,75

Spanien IBEX 35 9.272,70 -1,36 13,53

Türkei ISE NAT 30 90.324,18 1,02 -7,58

NORDAMERIKA

MSCI North America 1.842,37 -1,53 22,55

DOW JONES IND. 15.755,36 -1,65 20,23

NASDAQ 100 3.456,40 -1,37 29,89

S&P 500 1.775,32 -1,65 24,48

RUSSELL 1000 989,50 -1,53 25,27

Kanada S&P/TSX 752,92 -1,46 5,49

SÜDAMERIKA

MSCI EM Latin Amerika 3.159,32 -1,18 -16,81

Argentinien MERVAL 5.258,27 -1,37 84,22

Brasilien BOVESPA 50.051,18 -1,75 -17,88

Mexiko IPC 41.884,83 -0,06 -4,17

ASIEN

MSCI AC Asia ex Japan 545,56 -2,12 -0,39

MSCI Pacific ex Japan 1.299,01 -2,15 -2,10

MSCI EM Asia 442,57 -2,21 -1,08

China HSCEI 10.940,26 -4,31 -4,34

Hongkong Hang Seng 23.154,06 -2,76 2,19

Indien MSCI India 796,72 -2,16 4,25

Japan NIKKEI 225 15.152,91 -3,18 45,77

Malaysia MSCI Malaysia 657,22 -0,18 9,94

Korea MSCI Korea 576,78 -1,99 -0,55

Taiwan MSCI Taiwan 204,25 0,00 6,73

Vietnam MSCI Vietnam 547,79 -1,44 5,92

AFRIKA

FTSE/JSE Africa Top40 38.537,55 -3,43

1

10,75


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Ausgabe 50/16.12.2013

marktkommentar

Die vorläufige Einigung von Demokraten und

Republikanern im US-Haushaltsstreit wurde von den

Anlegern im Zusammenhang mit der bevorstehenden

Drosselung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank

Fed gesehen. Damit wuchs die Nervosität der Anleger vor

der bevorstehenden Fed-Sitzung am 17./18. Dezember,

dass die Drosselung der Anleihekäufe noch in diesem

Jahr begonnen werden könnte. Einige Stimmen aus den

Reihen des Fed-Vorstandes gaben dieser Befürchtung

weitere Nahrung.

Die Konjunkturnachrichten waren allerdings nicht

einheitlich positiv. Zwar stieg der Einzelhandelsumsatz im

November stärker als erwartet. Er legte im Vergleich zum

Vormonat um 0,7 Prozent zu. Andererseits fielen die

Arbeitslosenzahlen enttäuschend aus. Die Erstanträge auf

Arbeitslosenhilfe stiegen um 68.000 auf 368.000.

Bankvolkswirte hatten nur mit 320.000 Anträgen

gerechnet. Auch die Lagerbestände im US-Großhandel

sind im Oktober gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent

gestiegen. Die Entwicklung der US-Wirtschaft gilt als

wichtigstes Signal für einen Beginn der Drosselung der

Anleihekäufe.

Deutliche Kursverluste in Asien

Neben den Spekulationen um eine baldige Drosselung der

Anleihekäufe belasteten Liberalisierungsmaßnahmen im

chinesischen Bankensektor die Börsen in China.

Befürchtet wurden niedrigere Gewinne der Banken im

Zinsgeschäft infolge steigenden Wettbewerbs. Das

zusammen schickte den China HSCEI mit -4,31 Prozent in

den Keller. Der Hongkong Hang Seng verlor auf

Wochensicht 2,76 Prozent. Der japanische Leitindex

Nikkei 225 verlor 3,18 Prozent.

Name

Devisen

Kurs

16.12.2013

1 Woche

in %

2013

in %

EURO/USD 1,376 0,26 4,25

EURO/PFUND 0,843 -0,81 -3,65

EURO/YEN 141,360 0,23 -19,13

EURO/SFR 1,222 0,09 -1,22

Name

Edelmetalle/Rohstoffe

Kurs

16.12.2013

1 Woche

in %

2013

in %

Gold (USD/Unze) 1.235,90 0,13 -26,27

Gold (Euro/Gramm) 28,90 -0,31 -28,59

Silber (USD/Unze) 19,59 -0,67 -35,23

WTI - Öl 96,41 -0,96 5,00

Aluminium (USD/Tonne) 1.755,25 1,18 -14,00

Kupfer (USD/Tonne) 7.276,50 2,20 -7,97

Kaffee (USD/Tonne) 115,25 8,32 -28,13

Weizen (US-

Cent/Scheffel)

625,75 -3,80 -24,77

BLICKPUNKT

Wie bereits im Vormonat verzeichneten im November alle Aktien-Segmente im europäischen ETF-Markt

Nettozuflüsse, das meldete die Deutsche Asset & Wealth Management. Die Gesamtzuflüsse betrugen

danach insgesamt 2,4 Milliarden Euro. Gesucht waren vor allem ETFs auf Aktien der Industriestaaten

(1 Mrd. EUR) sowie des Finanzsektors (300 Mio. EUR). In Renten-ETFs floss ebenfalls eine Milliarde

Euro. Investiert wurde dabei vorwiegend in Staats- (0,7 Mrd. EUR) und Unternehmensanleihen (0,2 Mrd.

EUR). Aus Rohstoff-ETPs flossen dagegen 238 Mio. EUR ab.

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etf-markt im detail

WEIHNACHTSKORREKTUR STATT RALLY

Die vergangene Handelswoche war von Minuszeichen

geprägt. Die von vielen Marktteilnehmern erwartete

Weihnachtsrally verwandelte sich endgültig in eine

Weichnachtskorrektur.

Der Grund war vor allem in der abwartenden Haltung

vieler Marktteilnehmer zu sehen. Am 18. Dezember wird

die US-Notenbank ein letztes Mal unter der Führung von

Ben Bernanke zusammen kommen und über die weitere

Geldpolitik entscheiden. Es wird in dieser Sitzung

allerdings nicht primär um eine Zinssenkung, sondern um

den Beginn des sogenannten Taperings gehen, also der

Drosselung der monatlich stattfindenen Anleihenkäufe.

Vor diesem Hintergrund hielten sich viele Marktteilnehmer

bedeckt, da sich auch die Analysten nicht einig sind, ob

Bernanke noch den Beginn der Drosselung bekanntgeben

könnte, oder ob er diesen Schritt seiner Nachfolgerin

Janet Yellen überlässt.

Die ETF-Anlegertrends an der Börse Stuttgart waren vor

diesem Hintergrund auch mehrheitlich abwartend, sprich

neutral. Allerdings spielte für die Anleger in Stuttgart nicht

nur die US-Geldpolitik eine Rolle, sondern auch, dass

einige Anleger ihre Portfolien für dieses Jahr geschlossen

haben und die angelaufenen Gewinne realisierten, um sich

dann zu Beginn des neuen Jahres erneut positionieren zu

können.

Käufe/Verkäufe *² Anlegertrend

> 70:30 StrongBuy

> 55:45 Buy

< 55:45 Neutral

< 45:55 Sell

< 30:70 StrongSell

*² Verhältnis ausgeführter Kauf- zu Verkaufsorders an der Börse Stuttgart.

*³ vorläufige Jahresdaten 2013 auf Kalenderwochenbasis. Alle

Auswertungen beruhen auf vorläufigen Statistikdaten der Börse Stuttgart.

Anlegertrends nach Anlageklassen

Geldmarkt

Anleihen

Anleihen

Anleihen Short

Aktien Gesamtmarkt

- Europa

Deutschland (Long)

Deutschland, gehebelt (Leverage)

Deutschland, negativ (Short)

Deutschland (Nettoposition)

Eurozone (Long)

Eurozone, gehebelt (Leverage)

Eurozone, negativ (Short)

Eurozone (Nettoposition)

Sektor-Indices

- Amerika, Asien, Global

Nordamerika

Südamerika

Asien

Global ex EM

- Schwellenländer

Emerging Markets

EM Europa, Middle East, Afrika (EMEA)

EM Asien

EM Lateinamerika

Rohstoffe

StrongSell

Buy

Neutral

Neutral

Neutral

Buy

Buy

Neutral

Neutral

Buy

Buy

Neutral

Neutral

Neutral

Neutral

Neutral

Buy

Neutral

Sell

Neutral

Neutral

Neutral

Umsätze in ETFs nach Anlageklassen in Euro

Geldmarkt 292.243

Anleihen Long 12.791.257

Anleihen Short 1.927.731

Aktien Long 82.911.752

Teilklasse Aktien Long 4.766.800

Aktien Short 7.855.328

Teilklasse Aktien Short Hebel 2.442.888

Rohstoffe 1.614.022

Gesamtumsatz 114.943.267

Jahresdurchschnitt *³ 109.703.271

Jahreshoch 192.833.014

Jahrestief 56.386.876

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etf-markt im detail

Top 30 der meistgehandelten ETFs

Rang WKN Name Trades Total in € Anlegertrend

1 593393 iShares DAX (DE) 308 7.869.471 Neutral

2 593392 iShares MDAX (DE) 233 4.742.274 Neutral

3 DBX1DA db x-trackers DAX® UCITS ETF 147 12.126.896 Sell

4 ETFL01 ETFlab DAX 109 4.497.225 Neutral

5 A0X9AA ETFX DAX 2x Short (ShortDAX x2) 106 1.126.273 StrongBuy

6 DBX1DS db x-trackers Short DAX 99 6.249.236 Buy

7 263527 iShares DivDAX (DE) 91 2.523.745 Sell

8 LYX0AD Lyxor ETF LevDAX 86 2.540.515 Buy

9 ETF001 ComStage DAX 79 6.439.597 Sell

10 A0F5UF iShares NASDAQ 100 (DE) 64 858.945 Sell

11 263530 iShares STOXX 600 (DE) 64 1.126.089 Neutral

12 A0HGZR iShares MSCI World 61 1.050.668 Buy

13 DBX1MW db x-trackers MSCI WORLD INDEX UCITS ETF 56 902.337 Buy

14 264388 iShares S&P 500 55 1.475.797 Sell

15 593395 Euro STOXX 50 (DE) 54 2.302.793 Sell

16 ETFL02 ETFlab Euro STOXX 50 49 1.752.438 Buy

17 593397 iShares TecDAX (DE) 42 259.905 Sell

18 ETF091 ComStage ETF NYSE Arca Gold BUGS 42 204.546 StrongBuy

19 A0H074 iShares DJ Asia Pacific Select Dividend 30 (DE) 41 647.243 Buy

20 DBX1DG db x-trackers STOXX® GLOBAL SELECT DIVIDEND 100 UCITS ETF 39 558.603 Sell

21 A0F5UH iShares STOXX Global Select Dividend 100 37 489.216 StrongBuy

22 A1C8QT iShares Markit iBoxx Euro High Yield 35 630.999 Buy

23 A1H53P iShares MSCI Japan Monthly Euro Hedged 35 1.333.275 Neutral

24 DBX0BZ db x-trackers LEVDAX® DAILY UCITS ETF 35 713.369 Buy

25 LYX0BF Lyxor ETF FTSE ATHEX 20 32 136.453 Neutral

26 ETF011 ComStage Nasdaq 100 32 488.373 StrongBuy

27 A0X899 ETFX DAX 2x Long (LevDAX x2) 32 932.077 Buy

28 DBX0BY db x-trackers SHORTDAX X2 DAILY UCITS ETF 31 605.473 Neutral

29 ETFL23 ETFlab DAXplus Maximum Dividend 31 333.628 Buy

30 ETF050 ComStage Euro STOXX 50 TR 30 1.740.026 Sell

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etf im fokus

ETF im Fokus

WKN

Name

Region/Land

TER

Anlageklasse

Ausschüttungsart

Abbildungsmethode

Datum

Erstlisting

A1H53P iShares MSCI Japan EUR Hedged… Aktien Asien/Japan 0,64% thesaurierend vollständig 18.02.2011

DBX0KT db x-trackers MSCI Japan EUR… Aktien Asien/Japan 0,60% thesaurierend synthetisch 15.05.2012

DBX0M2 db x-trackers CSI300 Index ETF Aktien Asien/China 0,50% thesaurierend synthetisch 27.06.2011

A0F5BW iShares China Large Cap UCITS E… Aktien Asien/China 0,65% ausschüttend synthetisch 21.07.2005

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kommentar zu etf im fokus

JAPAN UND CHINA: ZWEI INTERESSANTE MÄRKTE FÜR ETF-ANLEGER

In diesem Jahr konnten Anleger mit Aktien-ETFs üppige Gewinne erzielen. Und auch 2014 könnte es sich lohnen,

mit Indexfonds auf aussichtsreiche Aktienmärkte zu setzen. Bei der Auswahl der Produkte können Anleger die

Meinung von erfahrenen Finanzexperten berücksichtigen – einer von ihnen ist der Vermögensverwalter Dr. Jens

Ehrhardt. Er hat jüngst darauf hingewiesen, dass 2013 Mittelzuflüsse aus den USA die Kurse von europäischen

Aktien nach oben getrieben haben. Im kommenden Jahr könnten diese Titel laut Dr. Ehrhardt an Wert verlieren,

falls die Krise in der Euro-Zone erneut in den Fokus der Marktteilnehmer rückt.

Gewinne japanischer Unternehmen dürften deutlich steigen

Optimistisch ist der Gründer der DJE Kapital AG bezüglich der weiteren Entwicklung des japanischen

Aktienmarktes. Als Kurstreiber fungieren seiner Meinung nach der schwache Yen und die niedrigen Bewertungen

der Unternehmen (KGVs). In keinem anderen Land werden laut Dr. Ehrhardt die Schwächung der Währung und die

monetäre Ankurbelung der Konjunktur so stringent umgesetzt wie in Japan. Vor diesem Hintergrund geht der

Anlagestratege davon aus, dass die Unternehmensgewinne in Japan im kommenden Jahr deutlich stärker steigen

werden als in Europa oder Nordamerika.

Ein mögliches Beispiel für Anleger ist der von iShares aufgelegte MSCI Japan ETF (WKN: A1H53P). Bei diesem ETF

wird das Währungsrisiko durch ein monatliches Absicherungsgeschäft in Form eines Devisenterminkontrakts

reduziert. Die Gesamtkostenquote dieses Indexfonds beträgt 0,64 Prozent. Eine mögliche Alternative dazu ist der

zuletzt zum „ETP des Jahres“ gekürte db x-trackers MSCI Japan Euro Hedged TRN Index (WKN: DBX0KT). Auch

dieser ETF ist währungsgesichert und kann Anlegern potenziell vor Währungsverlusten schützen.

Chinas Aktienmarkt lockt mit günstigen Bewertungen

Positiv entwickeln könnte sich laut Dr. Jens Ehrhardt auch der chinesische Aktienmarkt, da dieser im

internationalen Vergleich günstig bewertet sei. Hinzu kommt, dass Chinas Wirtschaftsleistung nach wie vor deutlich

stärker wächst als in anderen Regionen der Welt. Daher könnte der von db x-trackers aufgelegte ETF (WKN:

DBX0M2) auf den CSI 300 als Depotbeimischung für risikobereite Anleger geeignet sein. Im CSI 300 sind die Aktien

von 300 Unternehmen enthalten, die an der Shanghai Stock Exchange und an der Shenzhen Stock Exchange

gehandelt werden. Die Gesamtkostenquote dieses synthetisch replizierenden ETFs beträgt 0,50 Prozent.

Auf den Hang Seng China Enterprises (HSCEI) setzt dagegen der Lyxor-ETF (WKN: A0F5BW). Der HSCEI setzt auf

die wichtigsten Aktien chinesischer Unternehmen, die an der Hongkonger Börse gehandelt werden. Auch hier

erfolgt die Indexabbildung synthetisch.

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indexpicker

INDEX IM FOKUS: DAX

52-Wochen-Hoch 9.405 30 Titel im Index.

52-Wochen-Tief 7.460 Indexkonzentration

Schluss 13.12.2013 9.006 mittel*

externer beitrag

präsentiert von:

Thorsten Winkler,

Geschäftsführer

thorsten.winkler@ad-vanced.de

Der Leitindex DAX bildet die Wertentwicklung der 30 größten und liquidesten Aktien deutscher Unternehmen ab.

Aktien aus der Chemieindustrie bilden mit 23,5% den Schwerpunkt der Indexgewichtung gefolgt von

Automobilwerten mit 16,7%. Bei den Indexmitgliedern verfügt die Aktie von Bayer mit 10,3% über das höchste

Gewicht. Danach reihen sich die Aktien von Siemens mit 9,7%, BASF mit 8,9% und Daimler mit 7,7% in die Gruppe

der Indexschwergewichte ein.

Bisher haben die Marktteilnehmer vergeblich auf die Weihnachtsrallye beim DAX gewartet. Seit dem Jahreshoch

bei 9409 Punkten ist der deutsche Leitindex im Dezember um über 4% gefallen. In den nächsten Handelstagen

sollte sich entscheiden, ob der DAX die Marke von 9000 Punkten verteidigen kann und vielleicht doch noch eine

Weihnachtsrallye startet, oder ob mit weiteren Kursverlusten zu rechnen ist.

Seit dem 29. Oktober hält sich der DAX über der Marke von 9000 Punkten. Auch in der letzten Woche hat er die

Marke knapp verteidigt. Allerdings ist der DAX unter eine seit Ende August gültige Aufwärtstrendlinie (T3) gefallen.

Sie verläuft aktuell bei etwa 9230 Punkten. Sollte der Index die Aufwärtstrendlinie wieder schnell zurückerobern,

dann könnte das der Startschuss für eine Jahresendrallye sein. Für dieses Szenario würde auch die Statistik

sprechen. So hat der DAX in den letzten 10 Jahren im Dezember durchschnittlich 3,2% an Wert gewonnen. Nur im

Dezember 2011 war die Monatsbilanz negativ.

Fällt der DAX dagegen nachhaltig unter die Marke von 9000 Punkten, dann könnte ein Test der Aufwärtstrendlinie

(T2) anstehen. Diese Linie lässt sich durch eine Verbindung der Tiefstände aus Ende Juni und Ende August

herleiten. Sie verläuft derzeit bei 8730 Punkten. Darunter wartet als nächste Unterstützung (U) die Marke von 8500

Punkten. Ausgehend von diesem Niveau war die jüngste Rekordrallye gestartet. Sollte auch diese Marke fallen,

dann wartet als nächste wichtige Unterstützung die steigende 200-Tage-Linie bei 8390 Punkten. Rund 50 Punkte

darunter verläuft die seit November letzten Jahres gültige Trendlinie des übergeordneten Aufwärtstrends (T1).

Bezogen auf das aktuelle Niveau von 9000 Punkten würde das einem weiteren Verlustpotenzial von rund 7%

entsprechen.

*Definition Indexkonzentration:

Hoch: Die Top 5 Indexgewichte haben zusammen eine Gewichtung von über 50%. Mittel: Die Top 10 Indexgewichte haben zusammen eine

Gewichtung von über 50%. Gering: Die Top 10 Indexgewichte haben zusammen eine Gewichtung von unter 50%.

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1x1 der etf’s

LERNEN SIE DIE WICHTIGSTEN BÖRSENVOKABELN KENNEN

In kurzen, verständlichen Videos erklären Mitarbeiter der Börse Stuttgart wichtige Begriffe rund um den

Börsenhandel. Wer sich als Privatanleger sicher auf dem Börsenparkett bewegen möchte, sollte sich diese

moderne Form des Glossars einmal anschauen.

Hier geht’s zum Börsen-ABC

börse stuttgart tv

ETF-TREND: WÄHRUNGSRISIKEN – NEIN DANKE!

Auch für die ETF-Anleger neigt sich ein turbulentes Jahr dem Ende zu. Welche

Trends waren in diesem Jahr zu beobachten? Wie positionieren sich die

Anleger bereits für 2014? Ein Rückblick auf 2013, sowie ein Ausblick auf 2014

mit Michael Görgens, Leiter des Anleihen- und Fondshandels, im Interview mit

Börse Stuttgart TV.

Hier geht’s zum Video

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Börsenstraße 4

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Registergericht // Amtsgericht Stuttgart, HRB 21060

Vorsitzender des Aufsichtsrates // Thomas Munz

Vorstand // Christoph Lammersdorf (Vorsitzender),

Dr. Christoph Boschan, Sönke Björn Vetsch

USt-IdNr. DE 191191166

Stand // Dezember 2013

Textredaktion // Norbert Paul

Telefon: 0800 – 2268853 (kostenfrei)

Anrufe aus dem Ausland: +49 711 222985-579

anfrage@boerse-stuttgart.de

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