Geschäftsbericht 2012 - Börse Stuttgart

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Geschäftsbericht 2012 - Börse Stuttgart

Geschäftsbericht 2012


Sehr geehrte Damen und Herren,

nach einschneidenden Veränderungen im Jahr 2011 hat sich die MAG IAS GmbH 2012 auf neuem Kurs bewährt. Während das vorangegangenen

Jahr noch von margenschwachen Projekten aus der Krise 2009/2010 und der finanziellen Absicherung des immensen

Wachstums in der Folgezeit geprägt war, konnte 2012 die operative Ergebniswende geschafft werden. Diese wurde untermauert durch

eine Stärkung der Ertragskraft, basierend auf Kostensenkungen, der Fokussierung auf unser Kerngeschäft und einer konsequent

durchgeführten Restrukturierung.

Die MAG IAS GmbH hat im Geschäftsjahr 2012 einen Auftragseingang von rund EUR 512,1 Mio. erzielt und eine Gesamtleistung von rund

EUR 578,2 Mio. erwirtschaftet. Damit war der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß rückläufig (Vorjahr: EUR 642,9 Mio.).

Durch den starken Auftragseingang im Vorjahr 2011 konnten sowohl die Umsätze (um 55,8 %) sowie die Gesamtleistung (um 20,3 %)

deutlich gesteigert werden. Das im vorangegangenen Geschäftsjahr 2011 mit EUR -44,9 Mio. noch stark negative Betriebsergebnis zeigt

sich 2012 mit EUR 3,4 Mio. positiv und damit gegenüber den letzten Jahren deutlich verbessert. Hier schlagen sich Margenverbesserungen

bei Kundenaufträgen sowie die deutlich gesunkenen Strukturkosten nieder. Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2012 ein

Jahresfehlbetrag (vor Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft) in Höhe von EUR -5,9 Mio. Belastet wird das Jahresergebnis dabei

noch von restrukturierungsbedingten Sonderaufwendungen in Höhe von EUR 9,1 Mio. Bereinigt um diese Sonderaufwendungen erzielte

die MAG IAS GmbH im Geschäftsjahr 2012 ein positives Jahresergebnis in Höhe von EUR 3,2 Mio.

Wie im Mai 2013 bekannt gegeben, plant die MAG Europe Gruppe ihr operatives Geschäft in Deutschland in der Muttergesellschaft

MAG Europe GmbH zusammen zu führen. Hierzu soll die MAG IAS GmbH sowie die in Chemnitz ansässige MAG Modul Verzahntechnik

GmbH auf die MAG Europe GmbH verschmolzen werden. Die Planung sieht vor, die MAG Europe GmbH nach erfolgter Verschmelzung

in MAG IAS GmbH umzubenennen. Der Geschäftsführung sollen die bisherigen Geschäftsführer der MAG IAS GmbH, Dr. Gerald Weber

(Vorsitz), Jan Siebert und Dr. Sebastian Schöning angehören. Mit der geplanten Verschmelzung schließt die MAG Europe Gruppe ihre

organisatorische Integration ab. Die neue MAG IAS GmbH wird als Konzernobergesellschaft das weltweite operative Geschäft der

MAG Europe Gruppe verantworten.

Auf der Grundlage der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen und der Optimierung des operativen Geschäfts wurde

gemeinsam mit unseren Finanzierungspartnern und dem Eigentümer der MAG Gruppe im Juni 2013 ein Finanzierungskonzept vereinbart,

welches das Unternehmen auch ohne den bisher angestrebten Verkauf zurück in die Eigenständigkeit führt. Wir verfügen mit der neuen

Finanzierung über eine stabile Geschäftsbasis, auf der wir unsere technologisch führende Position weiter ausbauen können: Schon zur

Branchenleitmesse EMO, die vom 16. bis 21. September in Hannover stattfinden wird, stellt MAG zahlreiche Technologie- und Produktpremieren

vor. Neben einer neuen Maschinenbaureihe für die Kurbelwellenbearbeitung stehen dabei die Zylinderkopf- und Zylinderblockbearbeitung

auf ein- und zweispindligen Maschinen mit Weiterentwicklungen im Bereich der Fertigbearbeitung im Mittelpunkt. Anhand

einer Fertigungszelle zeigen wir unsere einzigartige Kompetenz für die Getriebefertigung. Auch in den zukunftsträchtigen Bereichen

Komplettbearbeitung, beispielhaft anhand einer neuen 5-Achsen-Fräsmaschine und einer Dreh-Fräsmaschine, werden wir Akzente bei

Maschinen und Bearbeitungs technologie setzen.

Im operativen Bereich werden wir die einzelnen Optimierungsinitiativen in den Themenfeldern Innovation, Prozessoptimierung und Wachstum

weiter betreiben, um die Stärken unserer Gruppe noch mehr zu bündeln. Mit diesem „Performance-Programm“ schließen wir an unsere

erfolgte Restrukturierung an. Auf der Grundlage dieser Verbesserungen und einer erwarteten leichten Steigerung der Umsatzerlöse gehen

wir für 2013 von einem positiven operativen Ergebnis und einer weiteren Steigerung im Geschäftsjahr 2014 für die MAG IAS GmbH in ihrer

jetzigen Form aus. Die Kennzahlen der nach der anstehenden Verschmelzung entstehenden einheitlichen Gesellschaft und entsprechende

Prognosen werden wir mit Veröffentlichung des Halbjahresabschlusses bekanntgeben.

Im Namen des gesamten Unternehmens danken wir Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Beteiligung. Sie tragen damit aktiv dazu bei, dass wir

weiterhin die Zukunft der Produktionstechnik im Sinne des Fortschritts und der Nachhaltigkeit gestalten können.

Dr. Gerald Weber Jan Siebert Dr. Sebastian Schöning

Vorsitzender der Geschäftsführung Kaufmännischer Geschäftsführer Geschäftsführer Automotive


MAG IAS GmbH – Jahresabschluss 2012


MAG IAS GmbH, Göppingen

Bilanz zum 31. Dezember 2012

A k t i v s e i t e

Vorjahr

EUR EUR TEUR

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

797.806,36 1.326

2. Geschäfts- oder Firmenwert 108.333,33 1.316

906.139,69 2.642

II. Sachanlagen

1. Technische Anlagen und Maschinen 4.466.626,61 5.101

2. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 2.691.845,07 2.991

3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.447,20 115

7.192.918,88 8.207

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 797.855,15 798

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 131.611.753,66 121.891

3. Sonstige Ausleihungen 39.250.000,00 -

171.659.608,81 122.689

179.758.667,38 133.538

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.233.562,85 18.937

2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 432.905.599,32 356.553

3. Fertige Erzeugnisse und Waren 17.709.898,46 17.737

4. Geleistete Anzahlungen 6.709.429,36 16.455

5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -452.360.702,05 -344.249

18.197.787,94 65.433

P a s s i v s e i t e

Vorjahr

EUR EUR TEUR

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 35.407.000,00 35.407

II. Kapitalrücklage 10.093.000,00 10.093

IV. Jahresüberschuss 0,00 -

45.500.000,00 45.500

B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 63.914.612,00 65.245

2. Steuerrückstellungen 4.043.890,28 1.771

3. Sonstige Rückstellungen 43.927.395,71 49.413

111.885.897,99 116.429

C. Verbindlichkeiten

1. Anleihen 50.000.000,00 50.000

- davon konvertibel EUR 0,00 (i.Vj. TEUR -)

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.542.221,93 96.334

3. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel

und der Ausstellung eigener Wechsel 7.683.293,20 19.560

4 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.159.436,11 16.725

5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.855.194,39 9.957

154.240.145,63 192.576

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.235.826,54 33.972

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.985.962,95 67.388

3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.751.245,76 3.728

74.973.035,25 105.088

III. Wertpapiere

Sonstige Wertpapiere 59.776,58 60

01

IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 38.482.109,06 50.386

131.712.708,83 220.967

C. Rechnungsabgrenzungsposten 154.667,41 -

311.626.043,62 354.505

311.626.043,62 354.505


MAG IAS GmbH, Göppingen

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

Vorjahr

EUR EUR TEUR

1. Umsatzerlöse 506.820.968,83 325.350

2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 71.040.503,21 155.210

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 362.731,86 -

4. Sonstige betriebliche Erträge

– Erträge aus der Währungsumrechnung 3.971.918,59 3.838

– übrige 20.490.762,22 15.187

24.462.680,81 19.025

602.686.884,71 499.585

5. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 319.749.192,11 268.238

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 55.559.496,74 43.423

375.308.688,85 311.661

6. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 103.578.210,42 101.098

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 16.877.236,08 19.101

– davon für Altersversorgung EUR 296.868,73 (i.Vj. TEUR 454)

120.455.446,50 120.199

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen

2.755.447,48 3.714

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

– Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4.224.540,92 5.009

– übrige 96.573.995,75 103.886

100.798.536,67 108.895

3.368.765,21 -44.884

9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.894.394,24 6.230

– davon aus verbundenen Unternehmen EUR 6.794.602,62 (i.Vj. TEUR 6.225)

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

– Erträge aus der Abzinsung 0,00 11

– übrige 176.349,24 791

176.349,24 802

11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 1.652

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

– davon an verbundene Unternehmen EUR 7.758,28 (i.Vj. TEUR 111)

– Aufwendungen aus der Abzinsung 4.017.609,32 4.286

– übrige 9.311.408,31 6.860

13.329.017,63 11.146

-5.258.274,15 -5.766

13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.889.508,94 -50.650

14. Außerordentliche Aufwendungen

– Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und Art. 67 Abs. 1-5 EGHGB 1.083.429,00 1.121

15. Außerordentliches Ergebnis -1.083.429,00 -1.121

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.869.196,64 601

17. Sonstige Steuern 60.436,30 36

18. Erträge aus Verlustübernahme 5.902.570,88 52.408

19. Jahresüberschuss 0,00 -

02


MAG IAS GmbH, Göppingen

Anhang zum 31. Dezember 2012

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der MAG IAS GmbH, Göppingen („Gesellschaft“), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB)

und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gesellschaft ist eine große

Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der MAG Europe GmbH, Göppingen, wird der zum 31. Dezember 2012 sonst

entstehende Jahresfehlbetrag der MAG IAS GmbH durch die Muttergesellschaft ausgeglichen.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt.

Diese Annahme sowie die Bilanzierung und Bewertung im vorliegenden Jahresabschluss stehen unter der Prämisse, dass die der

positiven Unternehmensplanung zugrunde liegenden Maßnahmen weiterhin erfolgreich umgesetzt werden und diese Planung somit im

Wesentlichen eintritt, sowie dass die vorgesehene Finanzierung durch den bisherigen obersten Anteilseigner der MAG Europe Gruppe

und die Finanzierungspartner umgesetzt wird. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

Bis zum 21. November 2011 war die MAG IAS GmbH als Tochter der MAG Europe GmbH Teil des in Luxemburg ansässigen

MAG International Holdings S.à.r.l. Konzerns. Des weiteren war die MAG IAS GmbH Teil des Konzerns unter einheitlicher Leitung der

MAG IAS LLC, Sterling Heights, Michigan, USA, und der MAG International Holdings S.à.r.l., Luxemburg. Als Folge der Ertrags- und

Liquiditätssituation im Geschäftsjahr 2011 wurde die MAG Europe GmbH, mit all ihren Tochterunternehmen, aus der weltweiten

MAG Unternehmensgruppe in ihrer bisherigen Struktur herausgelöst und in ein Treuhandmodell übertragen. Wir verweisen hierzu auch

auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Posten „Geschäfts- oder Firmenwert“ beinhaltet zum 31. Dezember 2012 einen Firmenwert, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren

abgeschrieben wird. Zum 31. Dezember 2011 wurde der überwiegende Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts über eine Nutzungsdauer

von 11,5 Jahren abgeschrieben; dieser Teil ging im Geschäftsjahr 2012 ab. Die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer von mehr

als fünf Jahren im Vorjahr für diesen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert war durch die Stabilität der Branche sowie den

langfristigen Lebenszyklus der Produkte dieses erworbenen Produktionsbereichs begründet. Andere entgeltlich erworbene immaterielle

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen,

bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund

der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen,

angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten

und Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von

3 bis 25 Jahren vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre, bei anderen Anlagen,

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre.

Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden

geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch

der Abgang unterstellt wird. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein

Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

03


Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am

Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren

Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit

es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu

niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungsund

Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten; die Gewinnrealisierung

erfolgt nach Projektabnahme. Projekte mit Verlusterwartung werden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Abweichend vom Vorjahr erfolgt der Ausweis von an Handelsvertreter im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung bezahlten Provisionen

zum 31. Dezember 2012 unter dem Bilanzposten „Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen“, während der Ausweis im Vorjahr unter

dem Posten „Sonstige Vermögensgegenstände“ erfolgte (TEUR 8.177; i.Vj. TEUR 4.322). Der Vorjahresausweis wurde an den neuen

Ausweis angepasst. Da es sich um eine reine Ausweisänderung handelt, beschränkt sich deren Auswirkung auf einen Aktivtausch

innerhalb des Umlaufvermögens. Eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage resultiert somit nicht.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch

eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bewertet.

Die Bilanzierung latenter Steuern findet aufgrund der bestehenden Organschaft mit der MAG Europe GmbH, Göppingen (Organträgerin),

keine Anwendung.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. In Ausübung des

Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde der aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes entstehende

Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung nur teilweise zugeführt.

Die Jubiläumsrückstellungen sowie die Rückstellungen für Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis

eines Zinsfußes von 5,05 % bzw. 3,71 % unter Zugrundelegung der „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach

vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus

Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 121.500 (i.Vj. TEUR 121.500) gegen den Gesellschafter.

Zur technischen Anpassung des Anlagenspiegels an die Anlagenbuchhaltung wurden im Geschäftsjahr 2012 die Bruttowerte von

Sachanlagen um TEUR 387 erhöht. Der Buchwert der betroffenen Anlagengüter beträgt weniger als TEUR 1. Der Sachverhalt ist in

gesonderten Spalten im Anlagespiegel dargestellt.

04


Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2012 Anteile von mindestens 20 % an den folgenden Unternehmen:

Name sitz Anteil eigenkapital zum Ergebnis des

am Kapital 31.12.2012 Geschäftsjahres 2012

MAG Special Machine Changchun, China 100,0% TCNY 17.481 TCNY -1.667

Tool (Changchun) Co. Ltd.

Boehringer TAS d.o.o. Labin, Kroatien 100,0%

1) 1)

1)

Zahlen liegen nicht vor, Gesellschaft zum Bilanzstichtag in Liquidation.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weist ein Betrag von TEUR 306 (i.Vj. TEUR 949) eine Restlaufzeit von mehr

als einem Jahr auf.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 549 (i.Vj. TEUR 1.964) eine Restlaufzeit von mehr als

einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.450

(i.Vj. TEUR 3.216) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 27.536 (i.Vj. TEUR 64.172). Die Forderungen gegen

verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 27.460 (i.Vj. TEUR 61.232).

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen in Höhe von TEUR 38.357 (i.Vj. TEUR 50.269) bei Kreditinstituten, die am Gesamtfinanzierungskonzept

mit der MAG Europe Gruppe beteiligt sind und sind somit Teil des unter III. erläuterten Haftungsverhältnisses. Von diesem Betrag

sind zum 31. Dezember 2012 TEUR 21.665 in der Verfügung beschränkt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen

wurden der Berechnung zugrunde gelegt:

31.12.2012

Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 5,05 %

Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 2,5 %

Erwartete Rentensteigerungen 2,0 %

Zugrunde gelegte Sterbetafeln

Heubeck 2005 G

Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2012

teUR

Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 64.212

Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert (Anschaffungskosten TEUR 297) ­297

Bilanzausweis Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 63.915

Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:

2012

teUR

Aufwendungen ­3.908

Erträge 27

Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung (unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen) -3.881

05


Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde mit Hilfe allgemein anerkannter versicherungsmathematischer Bewertungsmethoden

unter Zugrundelegung gängiger Annahmen ermittelt.

Zum 31. Dezember 2012 ist ein Betrag von TEUR 13.001 aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes noch nicht in

den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

TEUR

Sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang

Gewährleistung 9.034

Aufstellung und Inbetriebnahme 7.098

Mitarbeiterzeitkonten 6.105

Tantiemen und Mitarbeiterboni 4.553

Ausstehende Rechnungen 3.548

Altersteilzeitverpflichtungen 2.851

Restrukturierung 2.166

Urlaubsverpflichtungen 2.125

Konventionalstrafen 1.418

Sonstige Belegschaftsrisiken 1.192

Provisionen 991

Jahresabschlusskosten, Steuerberatung 645

Drohverluste 407

Sonstige Risiken 400

42.533

Sonstige Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 1.394

43.927

Für den Ausweis der Rückstellung für Altersteilzeit wurden in der Bilanz folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2012

TEUR

Altersteilzeitverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 3.891

Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert (Anschaffungskosten TEUR 1.040) ­1.040

Bilanzausweis Altersteilzeitrückstellung 2.851

Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:

2012

teUR

Aufwendungen ­151

Erträge 43

Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung (unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ­108

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde mit Hilfe allgemein anerkannter versicherungsmathematischer Bewertungsmethoden

unter Zugrundelegung gängiger Annahmen ermittelt.

06


Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit Gesamtbetrag davon durch Pfand- Art und Form der

rechte und ähnliche Sicherheit

rechte gesichert

bis zu 1 Jahr mehr als 5 Jahre 31.12.2012

eUr eUr eUr eUR

Anleihen 0,00 0,00 50.000.000,00

(i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 50.000 )

Verbindlichkeiten aus

Übliche

Lieferungen 70.542.221,93 0,00 70.542.221,93 Eigentumsund

Leistungen (i.Vj. TEUR 96.334) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 96.334) vorbehalte

Verbindlichkeiten aus

der Annahme

gezogener Wechsel

und der Ausstellung 7.683.293,20 0,00 7.683.293,20

eigener Wechsel (i.Vj. TEUR 19.560) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 19.560)

Verbindlichkeiten

gegenüber

verbundenen 19.159.436,11 0,00 19.159.436,11

Unternehmen (i.Vj. TEUR 16.725) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 16.725)

Sonstige 6.571.050,79 177.589,75 6.855.194,39

Verbindlichkeiten (i.Vj. TEUR 9.686) (i.Vj. TEUR 108) (i.Vj. TEUR 9.957)

– davon aus Steuern 1.792.610,42 0,00 1.792.610,42

(i.Vj. TEUR 1.621) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 1.621)

– davon im Rahmen 467.592,09 0,00 467.592,09

der sozialen Sicherheit (i.Vj. TEUR 409) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 409)

103.956.002,12 177.589,75 154.240.145,63

(i. Vj. TEUR 142.305) (i.Vj. TEUR 108) (i.Vj. TEUR 192.576)

Die MAG IAS GmbH hat am 4. Februar 2011 an der Börse Stuttgart eine Anleihe mit einem Volumen von EUR 50 Mio. zu einem Zinssatz

von 7,5 % und einer Laufzeit über 5 Jahren begeben. Die Anleihe wird im Segment „Bondm“ der Börse Stuttgart gehandelt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von

TEUR 16.533 (i.Vj. TEUR 15.082) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.627 (i.Vj. TEUR 1.642). Von den Verbindlichkeiten

gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 9.274 (i.Vj. TEUR 5.799) gegenüber dem Gesellschafter.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen 2012

TEUR

Maschinen 362.370

Technische Dienstleistungen 24.372

Umbauten 72.202

Sonstiges 47.877

506.821

07


Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten 2012

TEUR

Deutschland 154.090

EU (ohne Deutschland) 110.105

übriges Europa 54.666

Amerika 38.299

Asien und Australien 149.624

Afrika 37

506.821

Abschreibungen

Im Vorjahr enthielten die Abschreibungen auf Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen nach § 253 Abs. 3 HGB

in Höhe von TEUR 1.652. Im Geschäftsjahr 2012 kam es zu keinen außerplanmäßigen Abschreibungen.

Periodenfremde Erträge / Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 12.551 (i.Vj. TEUR 7.604) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen

sind. Sie resultieren mit TEUR 8.521 (i.Vj. TEUR 6.710) aus der Auflösung von Rückstellungen, mit TEUR 2.689 (i.Vj. TEUR 244) aus der

Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie mit TEUR 1.341 (i.Vj. TEUR 650) aus sonstigen periodenfremden Erträgen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.710 (i.Vj. TEUR 512) enthalten;

sie betreffen in Höhe von TEUR 223 (i.Vj. TEUR -) Verluste aus Anlagenabgängen sowie diverse kleinere Posten in Höhe von

TEUR 1.487 (i.Vj. TEUR 512).

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält mit TEUR 563 (i.Vj. TEUR -) Zinsaufwendungen für Vorjahre.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen wie im Vorjahr Ertragsteuern für vorangegangene Geschäftsjahre.

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und Art. 67 Abs. 1-5 EGHGB betreffen wie im Vorjahr die Anpassung

der Rückstellungen für Pensionen an die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (TEUR 1.083). Im Vorjahr waren daneben

noch TEUR 38 aus der Nachholung einer Zuführung zur Rückstellung für Pensionen enthalten.

III. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse im Zusammenhang mit den Finanzierungsvereinbarungen

Aus den Finanzierungs- und Sicherheitenverträgen zwischen der MAG Europe Gruppe und den finanzierenden Kredit instituten und

Versicherungen (Kreditgeber) haften die jeweils beteiligten Gesellschaften gesamtschuldnerisch für den in Anspruch genommenen

Kreditrahmen. Zum 31. Dezember 2012 waren insgesamt TEUR 133.594 (i.Vj. TEUR 181.353) des verfügbaren Avalrahmens

hauptsächlich durch die MAG IAS GmbH in Anspruch genommen.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft entsprechend den genannten Vereinbarungen nachstehende Sicherheiten bestellt:

, Raumsicherungsübereignung des gesamten Bestandes an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, an halbfertigen Erzeugnissen

und fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren

, Abtretung sämtlicher Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen mit Anfangsbuchstaben A-Z

, Verpfändung von Markenrechten, Geschmacksmustern, Lizenzen und Patenten

, Raumsicherungsübereignung der Maschinen und Anlagen in den Werken Göppingen, Eislingen, Taunusstein, Rottenburg,

Mosbach-Diedesheim und Offenburg

, Verpfändung von Bankkontoguthaben

, Verpfändung von Wertpapierdepots.

08


Das Risiko der Inanspruchnahme aus den vorbezeichneten Haftungsverhältnissen wird als unwahrscheinlich angesehen. Grundlage hierfür

ist die Einschätzung der Geschäftsführung, dass die besicherten Avalkredite planmäßig im Rahmen der gemäß Unternehmensplanung

erwarteten Entwicklung genutzt und zurück geführt werden können.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Geschäftsjahr 2009 hatte die Gesellschaft sowie auch die verschmolzenen Gesellschaften mit der verbundenen MAG Real Estate

Europe GmbH, Göppingen, Sale-and-Lease-back-Geschäfte über die Betriebsgrundstücke zum Zweck der Zentralisierung des

Grundstücks eigentums innerhalb der deutschen MAG-Gruppe abgeschlossen. Die Verkäufe führten im Geschäftsjahr 2009 zu einem

Liquiditätszufluss und Buchgewinnen; dem stehen Auszahlungen für die zukünftige Miete von EUR 4,2 Mio. p.a. gegenüber.

In den Jahren 2005, 2007 sowie 2009 wurden der Gesellschaft zum Zweck der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Forderungen mit

einem Gesamtbetrag von TEUR 70.330 bedingt erlassen. Die Forderungserlasse führten in den jeweiligen Geschäftsjahren zu entsprechenden

Erträgen; dem steht bei Überschreiten bestimmter Finanzkennzahlen die Verpflichtung zur Rückzahlung aus dem Wiederaufleben

der Verbindlichkeiten gegenüber. Im Geschäftsjahr 2012 wie auch in den vorangegangenen Geschäftsjahren kam es zu keinem Wiederaufleben

von Verbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR

Bestellobligo

2013 134.105

2014 128

Befristete Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen

2013 2.129

2014 – 2016 780

2017 und später (ohne unbefristete Verpflichtungen) ­

137.142

- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 2.757

unbefristete Verpflichtungen p.a. 4.224

- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 4.188

Derivative Finanzinstrumente

Zum 31. Dezember 2012 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente. Im Zusammenhang mit Verkäufen in USD bestanden zum

31. Dezember 2011 währungsbezogene derivative Finanzinstrumente der Art „Devisentermingeschäft“ mit einem Nominalvolumen von

TUSD 5.300 und einem beizulegenden Zeitwert von TEUR -329. Der beizulegende Zeitwert wurde mit der mark-to-market-Bewertungsmethode

unter Verwendung der Marktmittelkurse zum Tagesende ermittelt. Risiken aus den derivativen Finanzinstrumenten waren zum

31. Dezember 2011 mit einem Buchwert von TEUR -329 in dem Bilanzposten sonstige Rückstellungen erfasst.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Darstellung der Ertragslage der MAG IAS GmbH des Geschäftsjahres 2011 war dadurch beeinflusst, dass Aufwendungen, die von der

Alleingesellschafterin MAG Europe GmbH für die gesamte Gruppe getragen wurden (ca. EUR 6 Mio. - insbesondere Restrukturierungsaufwendungen),

aufgrund nicht eindeutiger Abgrenzbarkeit nicht an die MAG IAS GmbH weiterbelastet wurden. Bei Weiterbelastung wären

die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Tochtergesellschaften, insbesondere der MAG IAS GmbH, entsprechend ihrem Anteil höher

und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entsprechend geringer gewesen. Aufgrund der entsprechend höheren Erträge

aus Verlustübernahme hätte sich der Jahresüberschuss der MAG IAS GmbH von EUR 0 jedoch nicht verändert. Im Geschäftsjahr 2012 ist

dieser Sachverhalt nicht aufgetreten.

09


Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer Warth & Klein Grant Thornton GmbH & Co. KG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr 2012 berechnete

Gesamthonorar beträgt für:

TEUR

Abschlussprüfungsleistungen (davon für das Vorjahr TEUR 147) 477

andere Bestätigungsleistungen 33

Steuerberatungsleistungen ­

sonstige Leistungen 9

519

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Herr Dr. Gerald Weber CEO, Gesamtzuständigkeit, Vorsitzender der Geschäftsführung (seit 1. September 2012)

Herr Rolf Rickmeyer CEO, Gesamtzuständigkeit, Vorsitzender der Geschäftsführung (bis 31. August 2012)

Herr Jan Siebert

CFO, kaufmännischer Bereich

Herr Dr. Sebastian Schöning Geschäftsbereich Automotive

Aufsichtsrat

Herr Dr. Eckhard Cordes Dipl.-Betriebswirt (Vorsitzender) (seit 12. April 2012)

Herr Josef Hofelich Betriebsrat, Arbeitnehmervertreter (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Dr. Michael Keppel Dipl.-Kaufmann (seit 12. April 2012)

Herr Gerhard Hagenau ehemaliger Geschäftsführer der MAG Europe GmbH, Göppingen, (Vorsitzender) (bis 13. Januar 2012)

Herr Jens Mayr Director Accounting & Tax MAG Germany (bis 11. April 2012)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf TEUR 407. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder

der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf TEUR 244; sie betreffen Pensionszahlungen. Für frühere Mitglieder der

Geschäftsführung sind Pensions rückstellungen in Höhe von TEUR 5.053 bilanziert.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf TEUR 4.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Durchschnitt 1.473 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

2012

Angestellte 1.449

Leitende Angestellte 24

1.473

10


Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die MAG IAS GmbH, Göppingen, wird in den Konzernabschluss der MAG Europe GmbH, Göppingen, dem obersten Mutterunternehmen

des MAG Europe-Konzerns, einbezogen (kleinster und größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der MAG Europe GmbH

wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden. Von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB hinsichtlich der Aufstellung

eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts wurde Gebrauch gemacht.

Göppingen, 28. Juni 2013

MAG IAS GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Gerald Weber Jan Siebert Dr. Sebastian Schöning

11


MAG IAS GmbH, Göppingen

Entwicklung des Anlagevermögens

Anlage zum Anhang

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte

Stand Änderung Zugänge Abgänge Stand Stand Änderung Abschreibungen Abgänge Stand Stand Stand

aufgrund von aufgrund von des

1.1.2012 Anpassungen 31.12.2012 1.1.2012 Anpassungen Geschäftsjahres 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2011

EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten 13.133.161,44 0,00 170.944,70 2.819.575,40 10.484.530,74 11.806.665,27 0,00 634.953,66 2.754.894,55 9.686.724,38 797.806,36 1.326.496,17

2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.847.910,28 0,00 0,00 1.547.910,28 1.300.000,00 1.531.779,22 0,00 339.582,06 679.694,61 1.191.666,67 108.333,33 1.316.131,06

15.981.071,72 0,00 170.944,70 4.367.485,68 11.784.530,74 13.338.444,49 0,00 974.535,72 3.434.589,16 10.878.391,05 906.139,69 2.642.627,23

II. Sachanlagen

1. Technische Anlagen und Maschinen 37.175.737,42 158.208,84 430.688,52 33.058,79 37.731.575,99 32.074.457,63 158.208,84 1.045.838,91 13.556,00 33.264.949,38 4.466.626,61 5.101.279,79

2. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 27.774.336,31 229.374,30 469.811,96 165.746,47 28.307.776,10 24.783.082,55 229.130,50 735.072,85 131.354,87 25.615.931,03 2.691.845,07 2.991.253,76

3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 114.523,10 0,00 12.369,39 92.445,29 34.447,20 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 34.447,20 114.523,10

65.064.596,83 387.583,14 912.869,87 291.250,55 66.073.799,29 56.857.540,18 387.339,34 1.780.911,76 144.910,87 58.880.880,41 7.192.918,88 8.207.056,65

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.808.212,99 0,00 0,00 0,00 1.808.212,99 1.010.357,84 0,00 0,00 0,00 1.010.357,84 797.855,15 797.855,15

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 122.600.788,31 0,00 10.111.753,66 1.100.788,31 131.611.753,66 710.227,87 0,00 0,00 710.227,87 0,00 131.611.753,66 121.890.560,44

3. Sonstige Ausleihungen 941.750,00 0,00 39.250.000,00 941.750,00 39.250.000,00 941.750,00 0,00 0,00 941.750,00 0,00 39.250.000,00 0,00

125.350.751,30 0,00 49.361.753,66 2.042.538,31 172.669.966,65 2.662.335,71 0,00 0,00 1.651.977,87 1.010.357,84 171.659.608,81 122.688.415,59

206.396.419,85 387.583,14 50.445.568,23 6.701.274,54 250.528.296,68 72.858.320,38 387.339,34 2.755.447,48 5.231.477,90 70.769.629,30 179.758.667,38 133.538.099,47

12


MAG IAS GmbH, Göppingen

Lagebericht zum 31. Dezember 2012

Gliederung:

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

2. Ertragslage

3. Finanzlage

4. Vermögenslage

5. Forschung und Entwicklung

6. Niederlassungen, Standorte

7. Nachtragsbericht

8. Chancen- und Risikobericht

9. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

10. Prognosebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur

Die MAG IAS GmbH („Unternehmen“ oder „Gesellschaft“) mit Sitz in Göppingen ist Teil der weltweit agierenden MAG Europe Gruppe.

Die MAG Europe Gruppe bietet ihren Kunden individuelle Produktions- und Technologielösungen sowie eigenständige Service- und

Softwarelösungen.

Die MAG IAS GmbH ist ein Tochterunternehmen der MAG Europe GmbH und die größte operative Einheit des MAG Europe Konzerns.

Als Folge der Ertrags- und Liquiditätssituation im Geschäftsjahr 2011 haben sich die bisherigen Gesellschafter im November 2011 dazu

entschlossen, die MAG Europe GmbH, mit all ihren Tochterunternehmen, aus der weltweiten MAG Unternehmensgruppe in ihrer bisherigen

Struktur herauszulösen und in ein Treuhandmodell übertragen. Ziel des Treuhandmodells war die Suche eines neuen Investors für die

MAG Europe Gruppe als Ganzes oder in Teilen sowie die Überwachung und Begleitung der Sanierung der MAG Europe Gruppe und der

MAG IAS GmbH. Dadurch wurde die Voraussetzung für die Einbindung eines neuen Investors geschaffen, um damit eine dauerhafte

Sicherung des Unternehmens zu erreichen sowie die Eigenkapitalquote des Werkzeugmaschinenherstellers zu erhöhen. Im Zuge dessen

haben die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l., Luxemburg, und Herr Moshe I. Meidar ihre Anteile an der MAG Europe GmbH mit

dinglicher Wirkung zum 22. November 2011 an die Platin 757. GmbH, Frankfurt am Main, und an die HaidelEstate GmbH, Haidmühle, zur

treuhänderischen Verwaltung abgetreten.

Bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts wurde der avisierte Einstieg eines neuen Investors nicht umgesetzt, jedoch wurde

mit Datum vom 6. Juni 2013 zusammen mit den beteiligten Finanzinstituten ein davon unabhängiges Finanzierungskonzept als Termsheet

(Eckdatenpapier) verabschiedet, welches die Auflösung der Treuhand, die Rückübertragung der Anteile an die früheren Gesellschafter und

ein weiteres finanzielles Engagement der früheren Gesellschafter und der Finanzinstitute vorsieht. Mit Vereinbarung vom 28. Juni 2013

wurde dieses Konzept als Nachtrag 5 zur Poolvereinbarung mit den beteiligten Finanzinstituten fixiert. Wir verweisen in diesem Zusammenhang

auf unsere Ausführungen unter 7. Nachtragsbericht.

Die MAG IAS GmbH ist aus mehreren deutschen Traditionsunternehmen hervorgegangen und verfügt über fünf Produktionsstandorte in

Deutschland. Seit 2010 sind in der Gesellschaft die operativen Geschäftsbetriebe der folgenden, ehemals rechtlich selbständigen

Unternehmen gebündelt:

, Boehringer Werkzeugmaschinen GmbH, Göppingen

, Boehringer Werkzeugmaschinen Vertriebsgesellschaft mbH, Göppingen

, Cross Hüller GmbH, Ludwigsburg

, Ex-Cell-O GmbH, Eislingen

, Hüller Hille GmbH, Mosbach

, Hessapp GmbH, Taunusstein-Hahn

, MAG CORCOM GmbH, Rottenburg am Neckar

, MAG Maintenance Technologies GmbH & Co. KG, Göppingen

, Witzig & Frank GmbH, Offenburg.

13


Zwischen der MAG Europe GmbH (Muttergesellschaft) und der MAG IAS GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Geschäftstätigkeit

Das Portfolio des Unternehmens umfasst neben der Entwicklung, Planung, Konstruktion und Fertigung von Agilen Systemen, Transferstraßen

und Bearbeitungszentren auch Werkzeugmaschinen für die Dreh- und Frästechnologie sowie die Verbundwerkstoffverarbeitung.

Ergänzt wird die Produktpalette durch ein kundenorientiertes Servicegeschäft, das Umbauten und Montagen beinhaltet.

Konjunktur und Branchenentwicklung

Die Weltkonjunktur verlor in der ersten Hälfte des Jahres 2012 an Schwung. Nach einem Wachstum von 3,8 % im Jahr 2011 ist die

Weltwirtschaft im Jahr 2012 nur noch mit einer Rate von 2,3 % expandiert. Dies liegt wesentlich daran, dass die Staatsschuldenkrise,

die Bankenkrise und die makroökonomische Krise im Euro-Raum zur Mitte des Jahres weiter eskalierten und für ein hohes Maß an

Unsicherheit in der Weltwirtschaft sorgten. Im Jahresverlauf ließ die konjunkturelle Dynamik auch in Deutschland kontinuierlich nach.

Der über fast dreieinhalb Jahre anhaltende Aufschwung (2010: 3,7 %, 2011: 3,0 %) nach der tiefen Rezession im Winterhalbjahr

2008/2009 kam Ende des Jahres zum Stillstand. Deutschland verzeichnete im Jahr 2012 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung in Höhe

von 0,7 Prozent. Zentrale Ursachen für den schwachen Jahresausklang 2012 waren neben einer merklichen Abkühlung der Weltwirtschaft

vor allem die mit der hohen Verschuldung in den Industriestaaten einhergehende Verunsicherung der Marktteilnehmer, die schon seit

Beginn des Jahres die Investitionsbereitschaft der deutschen Wirtschaft massiv beeinträchtigt hat.

Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen entwickelte sich im Jahr 2012 insgesamt stabil. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken

(VDW) berechnete für den Weltverbrauch ein Wachstum von 7 % auf EUR 66,3 Mrd. Die Strukturverschiebung des weltweiten Werkzeugmaschinenmarkts

von Europa und Amerika in Richtung Asien setzte sich fort: Asiens Anteil am Weltverbrauch lag im Jahr 2012 bei 61 %.

Das Wachstum in Asien betrug 6 % (i.Vj. +24 %). In Amerika stieg der Verbrauch um 18 % am stärksten (i.Vj. +40 %) an. Während die

Werkzeugmaschinenbranche in Europa im Jahr 2011 noch eine hohe Zuwachsrate von 27 % verzeichnen konnte, war die Entwicklung im

Jahr 2012 leicht rückläufig (-1 %). Mit deutlichem Abstand wurden im Jahr 2012 die meisten Werkzeugmaschinen wieder in China

verbraucht: Mit einem Volumen von EUR 23,8 Mrd. und einem Anteil am Weltverbrauch von 36 % war China weiterhin der weltgrößte

Absatzmarkt. Zweitwichtigster Markt für Werkzeugmaschinen wurden im Jahr 2012 die USA mit einem Zuwachs von 29 % und einem

Verbrauch von EUR 6,8 Mrd. Japans Werkzeugmaschinenverbrauch stieg um 9 % und belegte mit EUR 5,8 Mrd. Rang drei. In Deutschland

war der Verbrauch im Berichtsjahr leicht rückläufig (-2 %) und betrug EUR 4,9 Mrd. (Platz vier). Südkorea (EUR 3,6 Mrd., -4 %) belegte

wie im Vorjahr Platz fünf. Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte machten wie im Vorjahr 80 % des Welt-Werkzeugmaschinenverbrauchs

aus.

Für die Weltproduktion berechnete der VDW ebenfalls eine Steigerung von 7 % bzw. EUR 4,4 Mrd. auf EUR 66,2 Mrd. Weltgrößter

Produzent von Werkzeugmaschinen im Jahr 2012 war China mit einem Volumen von EUR 14,6 Mrd. – das entspricht 22 % der weltweit

produzierten Werkzeugmaschinen. Japan folgte mit einer Produktion von EUR 14,2 Mrd. (+8 %) bzw. 21 % des Weltproduktionsanteils.

Deutschland war mit EUR 10,6 Mrd. (+10 %) wiederum drittgrößter Produzent; dies entspricht 16 % des Weltproduktionsanteils.

Bei den Importen von Werkzeugmaschinen lag China mit EUR 10,6 Mrd. (+12 %) das zehnte Jahr in Folge auf dem ersten Platz. Mit einem

Anstieg um 40 % auf EUR 4,5 Mrd. nahmen die Importe in die USA zu. China und die USA importierten im Jahr 2012 insgesamt 49 % aller

Werkzeugmaschinen. Chinas Importquote nahm um zwei Prozentpunkte auf 45 % zu. Die USA deckten im vergangenen Jahr 67 % ihres

Verbrauches durch Importe. Die Importquote Deutschlands betrug 50 %. Im Berichtszeitraum wurden EUR 37,0 Mrd. bzw. 56 % der

Weltproduktion von Werkzeugmaschinen exportiert.

Mit wertmäßigen Exporten von EUR 9,0 Mrd. und einer Exportquote von 63 % belegte Japan den ersten Rang. Deutschland folgte mit

einem Exportvolumen von EUR 8,1 Mrd. Dies entspricht einer Exportquote von 77 %. Deutschland und Japan erreichten wie im Vorjahr

gemeinsam einen Anteil von 46 % der Weltausfuhren. Auf den Plätzen drei bis zehn folgten Italien (9 %), Taiwan (9 %), die Schweiz (6 %),

Südkorea (5 %), die USA (4 %), China (4 %), Spanien (2 %) und Belgien (2 %).

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnete im Jahr 2012 rückläufige Auftragseingänge, jedoch eine höhere Produktion sowie

einen gestiegenen Umsatz. Mit EUR 15,1 Mrd. blieben die Auftragseingänge der Branche um 10 % unter dem Niveau des Vorjahres

(EUR 16,9 Mrd.). Dabei sank die Inlandsnachfrage um 10 % (i.Vj. +46 %), die Nachfrage aus dem Ausland verringerte sich um

11 % (i.Vj. +44 %). Für den Auftragseingang bei spanenden Maschinen weist der VDW ein Minus von 13 % gegenüber dem Vorjahr aus;

aufgrund hoher Auftragsbestände konnten die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

14


jedoch um 11 % gesteigert werden.

Die Produktion (inkl. Teile, Zubehör und Instandhaltung) erreichte ein Volumen von EUR 14,1 Mrd. und überstieg damit den Vorjahreswert

von EUR 12,9 Mrd. um 9 %. Maschinen im Wert von EUR 9,6 Mrd. wurden ausgeführt, der Export nahm um 20 % gegenüber dem Vorjahr

zu; die Exportquote erreichte 68 % (i.Vj. 62 %). Wichtigster Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war wie 2011 China mit EUR

2,6 Mrd., dies entspricht 27 % der deutschen Werkzeugmaschinenausfuhren (i.Vj. 29 %). Die USA belegten mit einem Exportvolumen von

EUR 1,0 Mrd. Platz zwei (i.Vj. EUR 0,7 Mrd.; Exportanteil: 11 %). Russland war der drittwichtigste Exportmarkt, in den Maschinen im Wert

von EUR 0,5 Mrd. geliefert wurden (i.Vj. EUR 0,4 Mrd.; Exportanteil: 5 %). Auf den weiteren Plätzen folgten Frankreich, Großbritannien und

Österreich. Der Import von Werkzeugmaschinen nahm um EUR 0,4 Mrd. bzw. 14 % auf EUR 3,2 Mrd. zu (i.Vj. EUR 2,8 Mrd.).

Im Jahresverlauf stieg die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller. Die Auslastung der Hersteller von

spanenden Maschinen lag bei 96,1 % (i.Vj. 95,1 %). Dagegen ist die Reichweite des Auftragsbestands im Jahresverlauf leicht gesunken:

sie lag durchschnittlich bei 8,5 Monaten (i.Vj. 9,1 Monate). Diese rechnerisch ermittelte Reichweite stellt einen Durchschnittswert der

Branche dar. Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinen-Unternehmen stieg im Jahresdurchschnitt insgesamt auf

69.314 (i.Vj. 65.837).

Geschäftsverlauf und zusammenfassende Beurteilung

Nach dem schwierigen Krisenjahr 2011 ist der MAG IAS GmbH im Geschäftsjahr 2012 ein wesentlicher Schritt ihrer Restrukturierung

gelungen. Durch den starken Auftragseingang im Vorjahr 2011 konnten sowohl die Umsätze (um 55,8 %) sowie die Gesamtleistung (um

20,3 %) deutlich gesteigert werden. Das im vorangegangenen Geschäftsjahr 2011 mit EUR -44,9 Mio. noch stark negative Betriebsergebnis

(Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ohne Finanzergebnis) zeigt sich 2012 mit EUR 3,4 Mio. positiv und damit gegenüber

den letzten Jahren deutlich verbessert. Hier schlagen sich Margenverbesserungen bei Kundenaufträgen sowie die deutlich gesunkenen

Strukturkosten nieder. Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2012 ein Jahresfehlbetrag (vor Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft)

in Höhe von EUR -5,9 Mio. Belastet wird das Jahresergebnis dabei noch von restrukturierungsbedingten Sonderaufwendungen

in Höhe von EUR 9,1 Mio. Bereinigt um diese Sonderaufwendungen erzielte die MAG IAS GmbH im Geschäftsjahr 2012 ein positives

Jahresergebnis in Höhe von EUR 3,2 Mio.

Auf Seiten der Auftragseingänge konnte der außergewöhnlich hohe Wert von 2011 von EUR 642,9 Mio. erwartungsgemäß nicht gehalten

werden und der Auftragseingang erreichte im Geschäftsjahr 2012 wieder ein deutlich geringeres Niveau von EUR 512,1 Mio. Insbesondere

im 2. Halbjahr 2012 machte sich dabei der abnehmende Branchentrend deutlich bemerkbar.

Als Resultat der guten Auftragseingänge in 2011 und zu Beginn 2012 ist die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2012, verglichen mit

dem Vorjahr, um EUR 97,7 Mio. auf EUR 578,2 Mio. deutlich angestiegen. Dabei ist festzuhalten, dass neben den um 55,8 % gesteigerten

Umsatzerlösen auch in 2012 eine positive Bestandsveränderung, also ein Bestandsaufbau, Teil dieser Gesamtleistung ist.

Im Zuge der aufgetretenen Unternehmenskrise in der zweiten Jahreshälfte 2011 wurde in Abstimmung mit den finanzierenden Banken

eine externe Unternehmensberatungsgesellschaft mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts beauftragt. Das Sanierungskonzept

wurde im Januar 2012 finalisiert und seither durch die Unternehmensberatungsgesellschaft in Umsetzung und Berichterstattung bis

Ende 2012 begleitet.

Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2012 erfüllte in Bezug auf das operative Ergebnis 2012 die Erwartungen des zu Beginn des

Jahres 2012 von der Unternehmensberatungsgesellschaft erstellten und begleiteten Sanierungskonzepts, wobei der Auftragseingang der

MAG IAS GmbH sowie die erzielte Gross Margin in Anlehnung an Rechnungslegungsvorschriften nach US-GAAP etwas unter dem

geplanten Werten lagen.

Die in dem Sanierungskonzept enthaltenen Restrukturierungsmaßnahmen umfassten neben Maßnahmen zur deutlichen Kostensenkung in

der Verwaltung auch die Fokussierung auf margenstarke Kernbereiche, Optimierung des Produktportfolios und die Reduktion der

Materialkosten. Das Sanierungskonzept wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 erfolgreich implementiert. Die nachhaltige Restrukturierung

der MAG IAS GmbH sowie der gesamten MAG Europe Gruppe wird seither durch weiterführende und ergänzende Maßnahmen

fortgeführt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der weiteren Fokussierung auf Kernprodukte, einer Portfoliobereinigung sowie einer

weitergehenden Optimierung der Produkt-, Prozess- und Produktionskosten.

Nachdem es im Geschäftsjahr 2011 unterjährig zu einem erheblichen Liquiditätsengpass, der im November 2011 mit Hilfe der Banken

durch eine Zwischenfinanzierung überbrückt werden konnte, gekommen war, wurde eine entsprechend dem erheblich gestiegenen

15


Geschäftsvolumen erweiterte Folgefinanzierung mit allen auch bisher beteiligten Finanzinstituten vereinbart. Diese aus Avallinien bestehende

Finanzierung trat im Januar 2012 in Kraft und orientierte sich an dem aus der Mittelfristplanung ergebenden Finanzierungsbedarf.

Zusätzlicher Liquiditätsbedarf des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von EUR 12 Mio. wurde im Juni 2012 durch eine weitere Finanzierung,

zunächst durch Zurverfügungstellung von Barmitteln und Kontokorrentlinien, später dann durch Absenkung der Barhinterlegung für in

Anspruch genommene Avalsicherungen, abgedeckt. Es war geplant, die von den Finanzinstituten gewährte Reduzierung der Barhinterlegung

mit dem erwarteten Zufluss des Kaufpreises aus der Veräußerung der FLI-Geschäftsanteile bei der Muttergesellschaft MAG Europe GmbH

zurück zu führen. Aufgrund des neuen Finanzierungskonzepts vom Juni 2013 erfolgt die Rückführung in diesem Rahmen; wir verweisen

auf den Nachtragsbericht unter Punkt 7.

Insgesamt muss die Liquiditätslage im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 weiterhin als angespannt bezeichnet werden. Dies ist im

Wesentlichen auch darauf zurück zu führen, dass der erwartete Einstieg eines Investors bisher nicht erfolgte.

Nach dem planmäßigen Ausscheiden von Herrn Rolf Rickmeyer als Vorsitzender der Geschäftsleitung aus dem Unternehmen wechselte

Herr Dr. Gerald Weber zum 1. September 2012 aus dem Aufsichtsrat der MAG Europe GmbH als Vorsitzender in die Geschäftsführung

der MAG IAS GmbH sowie der MAG Europe GmbH.

Für den Aufsichtsrat der MAG IAS GmbH konnten im April 2012 Herr Dr. Eckhard Cordes und Herr Dr. Michael Keppel gewonnen werden.

Beide sind auch Aufsichtsratsmitglieder der MAG Europe GmbH und ersetzen die ausgeschiedenen Herren Hagenau und Mayr. Neben der

Einbringung eines großen Erfahrungsschatzes und Expertise auf vielen Betätigungsfeldern der MAG IAS GmbH ist der neu formierte

Aufsichtsrat insbesondere ein positives Signal für das Vertrauen in das Unternehmen.

Das Geschäftsjahr 2012 war für die MAG IAS GmbH, wie auch für die gesamte MAG Europe Gruppe, geprägt von der Suche nach einem

neuen Investor. Im März 2012 wurde die Investment Bank Goldman Sachs damit beauftragt, die MAG Europe Gruppe bei der Suche nach

geeigneten Investoren für die Gruppe zu unterstützen. Während der Verkaufsprozess für den Schwesterkonzern MAG Americas und für FLI

im März 2013 vorbehaltlich des noch ausstehenden Closings (Vollzug) abgeschlossen werden konnte, wodurch auch für die MAG IAS GmbH

neue strategische Alternativen der Geschäftsausrichtung entstanden sind, ist der Verkaufsprozess der MAG Europe Gruppe nicht

abgeschlossen worden. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter 7. Nachtragsbericht.

Aufgrund der angespannten Liquiditätssituation sowie dem Umstand, dass mit dem kurzfristigen Einstieg eines Investors nicht mehr

gerechnet wird, sind weitere Finanzierungsmaßnahmen dringend erforderlich und bereits eingeleitet, um den Fortbestand des Unternehmens

zu sichern. Trotz der bereits erzielten Erfolge bei der Restrukturierung des Unternehmens und der gesamten Gruppe ist das weitere

Engagement von Finanzierern und oberstem Anteilseigner der MAG Europe Gruppe notwendig für die kurz- und mittelfristige Liquiditätssicherung

sowie für die weitere positive Entwicklung der MAG Europe Gruppe und der MAG IAS GmbH. Wir verweisen hierzu auf unsere

Ausführungen unter 7. Nachtragsbericht.

Insgesamt kann der Geschäftsverlauf der MAG IAS GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 als zufriedenstellend bezeichnet werden;

dies trotz des erwirtschafteten Jahresfehlbetrages vor Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft, ist dieser doch belastet durch

restrukturierungsbedingte Sonderaufwendungen. Daneben entsprach der Geschäftsverlauf im Wesentlichen den im Sanierungskonzept

definierten Erwartungen. Dennoch ist die wirtschaftliche und insbesondere die Liquiditätslage des Unternehmens und der gesamten

MAG Europe Gruppe weiterhin sehr angespannt. Ein weiteres Vorantreiben der bereits laufenden Ergebnisverbesserungsmaßnahmen

sowie die Umsetzung des neuen Finanzierungskonzepts vom Juni 2013 sind daher zur Sicherung des Fortbestands des Unternehmens

unabdingbar. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen unter 7. Nachtragsbericht.

Mitarbeiter

Die MAG IAS GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2012 insgesamt 1.596 Mitarbeiter, davon 94 Auszubildende. Das Unternehmen

bildet junge Menschen als Mechatroniker, Industriemechaniker, Industrieelektroniker und zum Industriekaufmann aus. Außerdem besteht

mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg eine Kooperation für die Ausbildung zum Bachelor der Ingenieurswissenschaften. Die

Ausbildungsquote der Gesellschaft beträgt 6,0 %.

Die MAG IAS GmbH ist ein tarifgebundenes Unternehmen im Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.

16


18,8 % der Gesamtbelegschaft entfällt auf bis zu 30-jährige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer; 40,9 % sind zwischen 30 und 50 Jahren,

33,3 % zwischen 50 und 60 Jahren und 7,0 % sind über 60 Jahre alt.

2. Ertragslage

Die Ertragssituation der MAG IAS GmbH war im Geschäftsjahr 2012 im Wesentlichen geprägt von der Abarbeitung des zu Jahresbeginn

sehr hohen Auftragsbestandes sowie von der Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen, die sich aus dem Sanierungskonzept ableiteten.

Die MAG IAS GmbH erzielte im vergangenen Jahr 2012 Auftragseingänge in Höhe von EUR 512,1 Mio., welche erwartungsgemäß hinter

dem sehr hohen Vorjahreswert (EUR 642,9 Mio.) auf einem dennoch soliden Niveau zurückblieben. Entsprechend hat sich auch der sich zum

Jahresende 31. Dezember 2012 in Anlehung an US-GAAP ergebende Auftragsbestand um EUR 77,4 Mio. auf nunmehr EUR 374,1 Mio.

verringert (31. Dezember 2011: EUR 451,5 Mio.). Dieser stellt für das Geschäftsjahr 2013 eine zufriedenstellende Ausgangsbasis dar.

Nicht zuletzt aufgrund des hohen Auftragsbestandes ist es gelungen, die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr deutlich von TEUR

325.350 auf TEUR 506.821 zu steigern. Trotz dieser Umsatzsteigerung ergab sich auch im Geschäftsjahr 2012 eine positive Bestandsveränderung

in Höhe von TEUR 71.041 (i.Vj. TEUR 155.210).

Von den erzielten Umsatzerlösen entfielen 71,5 % (i.Vj. 70,8 %) auf den Verkauf von Maschinen und 28,5 % (i.Vj. 29,2 %) auf den

Bereich Dienstleistungen sowie den Verkauf von Ersatzteilen. Mit 32,5 % (i.Vj. 20,4 %) wurde der größte Teil des Umsatzes mit Kunden

im europäischen Raum (außer Deutschland) gemacht. Innerhalb von Deutschland wurden 30,4 % (i.Vj. 32,4 %) umgesetzt und im

asiatischen/australischen Raum 29,5 % (i.Vj. 34,4 %). Auch in Amerika konnte mit 7,6 % (i.Vj. 12,2 %) ein guter Teil am Gesamtumsatz

realisiert werden.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen) betrug TEUR 578.225 (i.Vj. TEUR 480.560). Die

hierauf bezogene Materialaufwandsquote (inklusive Dienstleistungen) beträgt unverändert zum Vorjahr 64,9 %, was zu einem Rohertrag

von TEUR 202.916 führte (i.Vj. TEUR 168.899).

Die oben dargestellte konstante Materialeinsatzquote ist im Wesentlichen auf einen deutlich angestiegenen Anteil an Handelswaren

innerhalb des Produktmixes zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in 2012 eine Reihe von kompletten Fertigungsstraßen

fertiggestellt, die einen hohen Anteil an Fremdkomponenten aufweisen. Dadurch wurden die sich positiv auf die Materialaufwandsquote

auswirkenden Effekte wie verbesserte Auftragsmargen und die im Rahmen der gesteigerten Gesamtleistung reduzierten Bestandsveränderungen

zum Großteil kompensiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge 2012 beliefen sich auf TEUR 24.463 (i.Vj. TEUR 19.025), wobei in Höhe von TEUR 12.551

(i.Vj. TEUR 7.604) periodenfremde Erträge vor allem aus Rückstellungsauflösungen enthalten waren. Die sonstigen betrieblichen Erträge

enthalten Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 3.972 (i.Vj. TEUR 3.838). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Umrechnung

von Forderungen und erhaltenen Anzahlungen in US-Dollar sowie Verbindlichkeiten in CHF.

Die Personalaufwandsquote im Berichtsjahr 2012 betrug 20,8 % gegenüber 25,0 % im Vorjahr. Absolut ist der Personalaufwand im

Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch. Die Gesamtleistung je Mitarbeiter lag 2012 bei TEUR 393 (i.Vj. TEUR 304), der Personalaufwand

je Mitarbeiter ist leicht auf TEUR 82 angestiegen.

Die Abschreibungsquote der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände, bezogen auf die Gesamtleitung, lag für das

Berichtsjahr 2012 bei 0,5 %. Diese Kennzahl lag im Vorjahresvergleich bei 0,8 %. Neben der Abschreibungsquote ist auch der absolute

Abschreibungsaufwand von TEUR 3.714 in 2011 auf TEUR 2.755 in 2012 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf TEUR 100.799 (i.Vj. TEUR 108.895); es konnten

somit in 2012 nennenswerte Einsparungen erzielt werden, obwohl die Aufwendungen auch auftragsbezogene Kosten beinhalten, die

analog der Gesamtleistung angestiegen sind (z.B. Reisekosten, Frachtkosten). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie

im Vorjahr erhebliche Beträge für die Restrukturierung (EUR 4,0 Mio.; i.Vj. EUR 6,4 Mio.). Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen

Aufwendungen Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 4.225 (i.Vj. TEUR 5.009) enthalten, welche im Wesentlichen aus der Umrechnung

hoher erhaltener Anzahlungen in US-Dollar sowie Verbindlichkeiten in CHF resultieren.

Das negative Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von TEUR -5.258 (i.Vj. TEUR -5.766) ist im Wesentlichen geprägt durch

17


die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensions- und Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 4.018 (i.Vj. TEUR 4.286), dem

Zinsaufwand aus der begebenen Anleihe (TEUR 3.750; i.Vj. TEUR 3.371) sowie Avalgebühren. Demgegenüber standen im Zusammenhang

mit den ausgegebenen Ausleihungen Zinserträge von TEUR 7.894 (i.Vj. TEUR 6.230); der Anstieg beruht hauptsächlich auf den in 2012

zum Verlustausgleich 2011 zugegangenen Ausleihungen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2012 beträgt EUR -1,9 Mio. gegenüber EUR -50,7 Mio. im Vorjahr.

Bereinigt um restrukturierungsbedingte Sonderaufwendungen wurde mit EUR 7,2 Mio. ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

erzielt.

Vor Verlustübernahme durch die MAG Europe GmbH beläuft sich der Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr 2012 auf TEUR -5.903

(i.Vj. TEUR -52.408). Darin enthalten sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.083 (i.Vj. TEUR 1.121), die aus der

Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 resultieren. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Effekt

aus der geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen zu einem Fünfzehntel im Ergebnis 2012 enthalten ist; EUR 13,0 Mio. werden

das Ergebnis der nächsten maximal 12 Jahre belasten.

Das negative Ergebnis 2012 wird aufgrund des vorhandenen Gewinnabführungsvertrages von der MAG Europe GmbH übernommen.

Aufgrund der eingeleiteten Verschmelzung der MAG IAS GmbH mit ihrer Muttergesellschaft wird der daraus resultierende Anspruch jedoch

mit Wirksamwerden der Verschmelzung untergehen (Untergang durch Konfusion). Wir verweisen hierzu auch auf die Ausführungen unter

7. Nachtragsbericht.

Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

2012 2011

teUr % TEUr %

Umsatz 506.821 87,7 325.350 67,4

Gesamtleistung 578.225 100,0 480.560 100,0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.890 ­0,3 -50.650 ­10,5

Finanzergebnis ­5.258 ­0,9 -5.766 ­1,2

Ergebnis vor Verlustübernahme ­5.903 ­1,0 -52.408 ­10,9

Umsatzrentabilität (vor Verlustübernahme) ­1,2 ­16,1

Eigenkapitalrentabilität (vor Verlustübernahme) ­13,0 ­115,2

Gesamtkapitalrentabilität (vor Verlustübernahme) 2,4 ­11,6

3. Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von

ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele. Hierzu besteht eine zentrale Treasury-Abteilung, die die Informationen

aus den einzelnen Standorten sammelt, auswertet und entsprechend steuert.

Die flüssigen Mittel (Finanzmittelfonds) betragen zum 31. Dezember 2012 TEUR 38.482 und setzen sich wie im Vorjahr aus Guthaben

bei Kreditinstituten sowie in geringem Maß aus Kassenbestand und Schecks zusammen. Zum 31. Dezember 2011 betrug die Summe

der flüssigen Mittel der Gesellschaft TEUR 50.386, so dass sich im Geschäftsjahr 2012 eine Verminderung um TEUR 11.904 ergab.

Die flüssigen Mittel sind zur Besicherung der in Anspruch genommenen Avalkredite im Wesentlichen an die Finanzinstitute verpfändet.

Am 4. Februar 2011 hat die MAG IAS GmbH an der Börse Stuttgart eine Anleihe mit einem Volumen von EUR 50 Mio. zu einem Zinssatz

von 7,5 % und einer Laufzeit über 5 Jahren begeben und damit ihr Finanzierungsinstrumentarium erweitert. Die Anleihe wird im Segment

„Bondm“ der Börse Stuttgart gehandelt.

Die MAG IAS GmbH hat ihrer Muttergesellschaft, der MAG Europe GmbH, Darlehen gewährt, die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012

insgesamt TEUR 121.500 (zum 31. Dezember 2011: TEUR 121.500) betragen, wovon TEUR 108.000 mit 5,0 % jährlich verzinst werden

und TEUR 13.500 mit 7,75 %. Die Darlehen sind am 15. Dezember 2014 und am 15. Dezember 2015 fällig. Im Zuge der eingeleiteten

Verschmelzung der MAG IAS GmbH auf die MAG Europe GmbH werden diese Forderungen untergehen. Wir verweisen hierzu auch auf die

18


Ausführungen unter 7. Nachtragsbericht.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 31. Dezember 2012, wie auch im Vorjahr, keine. Die Forderungen gegen

verbundene Unternehmen von TEUR 33.986 enthalten die Forderung aus der Verlustübernahme des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von

TEUR 5.903. Die im Vorjahr bestehende Forderung aus der Verlustübernahme 2011 (TEUR 52.408) wurde im Geschäftsjahr 2012 durch

Forderungsabtretung ausgeglichen. Dazu hat die MAG Europe GmbH ihre Darlehensforderung in Höhe von TEUR 39.250 gegen ihre

ehemalige Muttergesellschaft – die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l., Luxemburg – nebst den bis zum 31. Dezember 2011

aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 2.794 an die MAG IAS GmbH abgetreten. Dadurch wurden TEUR 42.044 der Verlustausgleichforderung

2011 beglichen. Die Darlehensforderung ist am 15. Dezember 2014 in voller Höhe zur Rückzahlung fällig. Das im Juni 2013

vereinbarte Finanzierungskonzept sieht vor, dass eine Teilrückzahlung von EUR 20 Mio. noch im Sommer 2013 erfolgen wird; darüberhinaus

hat der bisherige oberste Anteilseigner der MAG Europe Gruppe eine weitere Teilrückzahlung in Höhe von EUR 20 Mio. für das erste

Quartal 2014 in Aussicht gestellt. Für den die TEUR 42.044 übersteigenden Teil der Verlustausgleichsforderung trat die MAG Europe GmbH

einen Teil ihrer Darlehensforderung gegen ihre Tochtergesellschaft MAG Real Estate Europe GmbH, Göppingen, an die MAG IAS GmbH ab.

Die aus dieser Darlehensforderung resultierende Zinsforderung wurde ebenfalls teilweise abgetreten. Die rechtlichen Voraussetzungen für

eine Abtretung an Erfüllung statt wurden durch eine rechtliche Stellungnahme bestätigt und sind gegeben. Gestützt durch die im Rahmen

des im Juni 2013 vereinbarten Finanzierungskonzepts vorgesehene Darlehenstilgung sowie aufgrund der positiven wirtschaftlichen

Entwicklung der MAG IAS GmbH bzw. der nach der Verschmelzung bestehenden Gesamtgesellschaft sehen wir die Werthaltigkeit der

Darlehensforderung gegen die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l. als gegeben an. Die Werthaltigkeit der Forderung gegen die

MAG Real Estate Europe GmbH ergibt sich aus dem Wert der von dieser gehaltenen Immobilien.

Die wesentliche Finanzierungsquelle für das Umlaufvermögen der Gesellschaft sind Kundenanzahlungen, die durch Avalbürgschaften

der Finanzinstitute besichert sind. Auf der Passivseite finanziert sich die Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 im Wesentlichen extern aus

Rückstellungen (35,9 %; i.Vj. 32,9 %), aus Lieferantenverbindlichkeiten (25,1 %; i.Vj. 32,7 %), aus der begebenen Anleihe in Höhe von

TEUR 50.000 (16,0 %; i.Vj. 14,1 %), aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten

(8,4 %; i.Vj. 7,5 %) sowie darüber hinaus intern aus Eigenkapital (14,6 %; i.Vj. 12.8 %).

In den Jahren 2005, 2007 sowie 2009 wurden der Gesellschaft zum Zweck der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Forderungen

mit einem Gesamtbetrag von TEUR 70.330 bedingt erlassen. Inhaber der Forderungen ist die MAG IAS LLC, Sterling Heights, Michigan,

USA. Die Forderungserlasse führten in den jeweiligen Geschäftsjahren zu entsprechenden Erträgen; dem steht bei Überschreiten

bestimmter Finanzkennzahlen die Verpflichtung zur Rückzahlung aus dem Wiederaufleben der Verbindlichkeiten gegenüber. Im Geschäftsjahr

2012 kam es wie in 2011 zu keinem Wiederaufleben von Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft rechnet im Jahr 2013 sowie darüber

hinaus vor Abschluss der laufenden Sanierung nicht mit einem Wiederaufleben der Verbindlichkeiten.

Nennenswerte Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Durch den im Januar 2012 geschlossenen neuen Poolvertrag konnte die Grundlage einer Finanzierung bis 2014 gelegt werden, damit

einher gingen gegenüber allen Finanzierern einheitlich geregelte Barhinterlegungen zur Absicherung der Avalinanspruchnahmen. Die

Gesellschaft war im Berichtszeitraum 2012 unter Berücksichtigung von weiteren erforderlichen Finanzierungsmaßnahmen der Finanzinstitute

in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, nachdem es im Vorjahr aufgrund der Unternehmenskrise zu Zahlungsstockungen

gekommen war. Unter Zugrundelegung der Durchführung des im Juni 2013 vereinbarten neuen Finanzierungskonzepts gehen wir ab dem

an das Closing des Verkaufs der MAG Americas geknüpften Liquiditätszufluss, der im Sommer 2013 erwartet wird, von einer verbesserten

Liquiditätssituation aus. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter 7. Nachtragsbericht.

Aufgrund der seit 2011 angespannten Liquiditätssituation wurde eine Finanzplanung, die laufend aktualisiert wird, erstellt. Soll/Ist-Vergleiche

finden weiterhin regelmäßig statt. Danach ist die Finanzierung der Gesellschaft bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 aufgrund der im

Juni 2013 mit den Finanzinstituten und dem bisherigen obersten Anteilseigner der MAG Europe Gruppe getroffenen Vereinbarungen,

mit deren Durchführung kurzfristig gerechnet wird, sichergestellt. Für die Zeit bis zur Durchführung dieser Vereinbarungen hat die

Geschäftsführung Maßnahmen ergriffen, die die Liquidität sicherstellen. Die Deckung eines wahrscheinlich im ersten Quartal 2014

aufgrund eines reduzierten Avalrahmens zusätzlich auftretenden Finanzierungsbedarfs ist ebenfalls im Finanzierungskonzept von Juni

2013 enthalten und wurde demgemäß vom obersten Anteilseigner der MAG Europe GmbH und in der Folge von den Finanzinstituten in

Aussicht gestellt. Auf dieser Basis, sowie erforderlichenfalls weiterer alternativer Finanzierungsmaßnahmen, geht die Geschäftsführung

davon aus, dass die Finanzierung für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 sichergestellt ist.

19


Der der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012 zugrundeliegende Finanzmittelfonds enthält den Bestand an Zahlungsmitteln und

Zahlungsmitteläquivalenten; er entspricht dem Bilanzposten „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks“. Der Finanzmittelfonds

enthält in Höhe von TEUR 21.665 (i.Vj. TEUR 44.849) Guthaben, die in der Verfügung beschränkt sind.

Die Veränderung der flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2012 setzt sich wie folgt zusammen:

2012 2011

teUr

teUR

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ­11.144 ­30.609

Cashflow aus der Investitionstätigkeit ­760 ­2.987

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 50.000

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds ­11.904 16.404

Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 50.386 33.982

Finanzmittelfonds am Ende der Periode 38.482 50.386

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2012 EUR -11,1 Mio. (i.Vj. EUR -30,6 Mio.), derjenige aus der Investitionstätigkeit

betrug EUR -0,8 Mio. (i.Vj. EUR -3,0 Mio.). Aus der Cashflow Rechnung ergibt sich, dass aus der Anleihenausgabe im

Februar 2011 flüssige Mittel in Höhe von EUR 50,0 Mio. eingenommen wurden. EUR 11,9 Mio. verminderten den Finanzmittelfonds zum

31. Dezember 2012 (i.Vj. Erhöhung des Finanzmittelfonds um EUR 16,4 Mio.).

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der MAG IAS GmbH hat sich zum 31. Dezember 2012 um TEUR 42.879 auf TEUR 311.626 verringert. Der Rückgang

ist zum größten Teil auf einen im Vergleich zum Bruttovorratsvermögen überproportionalen Anstieg der erhalten Kundenanzahlungen um

TEUR 108.112 zurückzuführen, die abgesetzt vom Vorratsvermögen ausgewiesen werden. Kundenanzahlungen werden aufgrund von

Anarbeitungsfortschritten bei Großprojekten geleistet und bis zur Endabnahme und der damit einhergehenden Umsatzrealisierung als

erhaltene Anzahlungen ausgewiesen. Daneben führten auch die geringeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere

aufgrund der deutlich gesunkenen Verlustausgleichsforderung gegen die MAG Europe GmbH, und der geringere Bestand an flüssigen

Mitteln zu einer Reduktion der Bilanzsumme. Dem gegenüber stehen um TEUR 48.770 erhöhte Ausleihungen, im Wesentlichen aufgrund

der Erfüllung der Verlustausgleichsforderung aus dem Vorjahr durch Forderungsabtretung an Erfüllung statt, sowie ein deutlich erhöhter

Bestand an unfertigen Erzeugnissen. Durch die hohen Auftragseingänge des Vorjahres befinden sich momentan erheblich mehr Aufträge

in Bearbeitung als zum Vorjahresstichtag.

Durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der MAG Europe GmbH beträgt das Eigenkapital unverändert zum Vorjahr TEUR 45.500. Durch die

verminderte Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 12,8 % zum 31. Dezember 2011 auf 14,6 % zum 31. Dezember 2012 erhöht.

Der Betrag des Working Capital (Differenz aus Umlaufvermögen ohne flüssige Mittel und kurzfristigen Verbindlichkeiten) betrug TEUR -10.725

(i.Vj. TEUR 28.276), was einer Quote von -1,9 % (i.Vj. 5,9 %), bezogen auf die Gesamtleistung, entspricht. Die Anlagendeckung, Eigenkapital

im Verhältnis zum Anlagevermögen inkl. Finanzanlagen, belief sich zum Geschäftsjahresende 2012 auf 25,3 % (i.Vj. 34,1 %). Darin

enthalten ist das an die MAG Europe GmbH gewährte Darlehen in Höhe von TEUR 121.500, die Darlehensforderung gegen die MAG Real

Estate Europe GmbH in Höhe von TEUR 10.112 und die Darlehensforderung gegen die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l. in

Höhe von TEUR 39.250. Berücksichtigt man nur das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände, übersteigt das

Eigenkapital diese deutlich.

Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen verringerte Buchwerte (EUR 8,1 Mio.;

i.Vj. EUR 10,8 Mio.), da die Abschreibungen die Neuinvestitionen überstiegen. Durch die gegenüber dem Vorjahre bereits verbesserte

Liquiditätssituation in 2012 konnte das Niveau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, inklusive der Verbindlichkeiten aus

Wechseln, trotz gestiegener Gesamtleistung um EUR 37,7 Mio. wieder auf ein Normalmaß gesenkt werden, was sich entsprechend in der

Kapitalflussrechnung niedergeschlagen hat.

Die Pensionsrückstellungen stellen sich im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem 31. Dezember 2011 um EUR 1,3 Mio. leicht vermindert

dar (EUR 63,9 Mio.; i.Vj. EUR 65,2 Mio.). Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass von den bestehenden Pensionsverpflichtungen

EUR 13,0 Mio. zum 31. Dezember 2012 gemäß den Umstellungsregelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes noch nicht

20


ilanziert sind. Bei den sonstigen Rückstellungen ist in 2012 ebenfalls eine Verminderung zu verzeichnen (EUR 43,9 Mio.; i.Vj. EUR 49,4 Mio.).

Zusammenfassend befindet sich die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes in einer angespannten wirtschaftlichen

Lage. Für eine weiter positive, planmäßige Entwicklung sind die weitere Umsetzung der der Unternehmenplanung zugrundeliegenden

Maßnahmen, die Durchführung des im Juni 2013 vereinbarten Finanzierungskonzepts sowie das Wirksamwerden der eingeleiteten

Verschmelzung grundlegende Prämissen. Der weiterhin mögliche Einstieg eines neuen Investors würde zusätzlich positive Auswirkungen

auf die Entwicklung des Unternehmens haben.

5. Forschung und Entwicklung

Die MAG IAS GmbH hat im Geschäftsjahr 2012 insgesamt EUR 7,2 Mio. (i.Vj. EUR 7,8 Mio.) in Forschung und Entwicklung investiert.

Die begonnenen Entwicklungsprojekte werden im neuen Geschäftsjahr 2013 weitergeführt. Zum Jahresende 2012 waren im Bereich

Forschung und Entwicklung 56 Mitarbeiter beschäftigt (i.Vj. 54 Mitarbeiter).

Die aktuellen Entwicklungstrends basieren größtenteils auf den sich ändernden Bedingungen durch Energieknappheit, Emissionsverringerung

und allgemeiner technischer Modernisierung. Zu den Trends, die die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei MAG prägen, gehören die

Komplettbearbeitung, Prozesstechnik, Technologieintegration, Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe, Composites und Nachhaltigkeit

bzw. Ressourceneffizienz.

Die Entwicklungsprojekte des Jahres 2012 fokussieren im Wesentlichen auf die Vorstellung von Neuheiten zur globalen Leitmesse EMO.

So entstanden neue Technologien und Produkte mit Blick auf die vom 16. bis 21. September 2013 in Hannover stattfindende Branchenausstellung.

Neben den oben angeführten Entwicklungstrends adressieren diese Innovationen die veränderten Herausforderungen der

Zielmärkte, darunter die verstärkte Nachfrage nach gesamtheitlichen Prozessketten (Turn-Key-Lösungen) bei der Bauteilfertigung im

Umfeld der Werkzeugmaschine.

Mit einer neuen Maschinenbaureihe zur Kurbelwellenfertigung wird nun ein durchgängiges modulares Konstruktionsprinzip umgesetzt,

in welchem neue Bearbeitungstechnologien integriert sind, die dem Einsatz neuer Werkstoffe und der Verbesserung der Fertigungseigenschaften

Rechnung tragen; beides im Hinblick auf die Senkung von Emissionen und Verbrauch im PKW- und Nutzfahrzeugbereich.

An insgesamt 13 Exponaten werden zudem Produkt- und Technologieneuheiten zu folgenden Themen vorgestellt:

, Investitions- und Betriebskostensenkung durch Prozesskettenverkürzung

, Höhere Bearbeitungseffizienz und Präzision durch Komplettbearbeitung der Zylinderbohrung und Kurbelwellenlagergasse in einer

Aufspannung und einer Maschine

, Steigerung der Energieeffizienz und verbesserte Arbeitsbedingungen durch verbrauchs- und emissionsarme Maschinenausrüstung

und Bearbeitungstechnologien

, Produktions- und Kostenoptimierung durch den Einsatz von Entwicklungs- und Simulationstools zur Vorplanung, Optimierung und

Anpassung von Fertigungsaufgaben und -abläufen

, Interaktive Schulungsmittel zum intuitiven Verständnis und Lernen von Produkteigenschaften, Bedienerführung und Serviceaktivitäten

Um den interdisziplinären Charakter des Innovationsprozesses bei MAG weiter zu schärfen, bei dem in einem natürlichen Spannungsfeld

aus Markterfordernis, Alleinstellungsmerkmalen und ökonomischer Effizienz die Bereiche Forschung & Entwicklung, Produktion, Einkauf,

Marketing und Vertrieb sowie Service miteinander verbunden werden, wurde im Geschäftsjahr 2012 der MAG Entwicklungsprozess

hinsichtlich Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit in Verbindung mit der Markteinführung neuer Produkte überarbeitet. So wurde durch

den Einsatz verschiedener informationstechnischer Hilfsmittel und kontinuierliche Verbesserungen im Projektmanagement die Zusammenarbeit

aller am Produktentwicklungsprozess beteiligten Abteilungen vereinfacht.

Die Aktivitäten im Bereich der Faserverbundwerkstoffe durch das Göppinger Composite Center waren im Wesentlichen im Luft- und

Raum fahrtbereich, aber auch in wachsendem Umfang im Automotivebereich angesiedelt. Im Zuge eines großen Entwicklungsauftrages für

das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt e.V. wurden roboterbasierte mobile Fiberplacement- und Tapelege-Plattformen entwickelt

und hergestellt. Diese Neuentwicklung bildet gleichzeitig die Grundlage für die Ertüchtigung der im Luft- und Raumfahrtbereich etablierten

Prepreg-Legeprozesse für den Einsatz in der automobilen Großserie. Der Transfer der Technologie verspricht eine deutliche Einsparung

der kostenintensiven Werkstoffe durch Verminderung des Verschnitts und einstellbare langzeitstabile Prozesse. Zusätzlich wurden die

Kompetenzen im Bereich der Zerspanung von Faserverbundwerkstoffen weiter ausgebaut, um den wachsenden Anforderungen im

Automotivebereich gerecht zu werden.

21


Weiterhin wurden im Bereich Entwicklung im Jahr 2012 drei neue Förderprojekte gestartet. Im Projekt GIBWert (Gestaltung innovativer

Baukasten- und Wertschöpfungsstrukturen), wird u.a. mit dem Institut WZL an der RWTH Aachen die Entwicklung eines Grobkonzeptes zur

Baukastengestaltung betrieben. Im Projekt LEANERGIE (Lebens zyklusorientierte Lösungen und Dienstleistungen für Gestaltung und Betrieb

energieeffizienter Werkzeugmaschinen), u.a mit dem Institut IFW an der Universität Hannover geht es um die Senkung des Energieverbrauches

von Werkzeugmaschinen für die Bearbeitung von schwer zerspanbaren Werkstoffen. Im Projekt Epromo (Erforschung eines

prozessmodularen Fertigungskonzepts für die Elektromotoren fertigung), u.a. mit den Fraunhofer IPA und IAO, geht es um die Erarbeitung

eines Fertigungskonzeptes für Elektromotoren.

6. Niederlassungen, Standorte

Die MAG IAS GmbH ist derzeit an acht Standorten/Niederlassungen in Deutschland vertreten: Göppingen, Eislingen, Mosbach,

Taunusstein-Hahn, Rottenburg am Neckar, Offenburg, Witten und Ulm, wobei die ersten fünf Produktionsstandorte sind.

7. Nachtragsbericht

Mit Vertrag vom 7. März 2013 wurden durch den bisherigen obersten Anteilseigner der MAG Europe Gruppe Teile des früheren Gesamtkonzerns,

zu dem die MAG Europe Gruppe bis November 2011 gehörte, veräußert („Verkauf MAG Americas“). Von diesem Verkauf ist die

MAG Europe Gruppe und damit die MAG IAS GmbH insoweit unmittelbar betroffen, als der Vollzug des Verkaufs der MAG Americas

Voraussetzung für den Vollzug des nachgenannten FLI-Verkaufs sowie für den Vollzug des im Juni 2013 vereinbarten neuen Finanzierungskonzepts

ist.

Mit Vertrag vom 7. März 2013 hat die MAG Europe GmbH sämtliche von ihr gehaltenen Anteile an der französischen Forest-Liné Industries

S.A.S. („FLI“), aufschiebend bedingt u.a. durch den Vollzug des Verkaufs der MAG Americas sowie durch Behördenzustimmung, verkauft.

Der Vollzug des Verkaufs wird kurzfristig erwartet.

Am 28. Mai 2013 hat die Gesellschaft die geplante Verschmelzung der MAG IAS GmbH auf die MAG Europe GmbH bekannt gegeben. Dies

wurde durch den am 21. Juni 2013 abgeschlossenen Verschmelzungsvertrag sowie die zustimmenden Verschmelzungsbeschlüsse vom

selben Tag konkretisiert; für die Wirksamkeit der Verschmelzung steht noch die Handelsregistereintragung aus. Damit soll die in 2010

begonnene organisatorische Integration der deutschen MAG Standorte innerhalb der MAG Europe Gruppe abgeschlossen werden. Neben

der MAG IAS GmbH ist auch eine Verschmelzung der Schwestergesellschaft MAG Modul Verzahntechnik GmbH, Chemnitz, auf die MAG

Europe GmbH vorgesehen. Die geplante Zielstruktur soll zur weiteren Vereinfachung der Prozesse beitragen und administrative Aufwände

erheblich reduzieren. Im Zuge der Verschmelzung soll dann die derzeitige MAG Europe GmbH in MAG IAS GmbH umbenannt werden.

Die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den verschmelzenden Gesellschaften werden dadurch untergehen. Dies

betrifft insbesondere die Darlehensforderungen der MAG IAS GmbH gegen die MAG Europe GmbH sowie die bestehenden Ansprüche

aus der Verlustübernahme 2012 durch die MAG Europe GmbH.

Im Zusammenhang mit der im Jahr 2013 weiterhin angespannten Liquiditätssituation wurde mit Nachtrag zum Poolvertrag vom 28. Juni 2013

mit den am Poolvertrag beteiligten Finanzinstituten sowie dem bisherigen obersten Anteilseigner der MAG Europe Gruppe ein neues

Finanzierungskonzept zur Deckung des kurz- bis mittelfristigen Finanzierungsbedarfs vereinbart; die Vereinbarung ist auf unbestimmte Zeit

geschlossen und sieht eine erstmalige ordentliche Kündigungsmöglichkeit zum 31. Dezember 2015 vor. Kernpunkte dieser Vereinbarung

sind in einem ersten Schritt im Sommer 2013 zum einen die Zurverfügungstellung von Barmitteln durch den bisherigen obersten

Anteilseigner der MAG Europe Gruppe in Höhe von EUR 20 Mio., für eine teilweise Rückführung einer Darlehensforderung der MAG IAS GmbH

gegen die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l., Luxemburg, sowie für eine Begleichung sonstiger Forderungen; zum anderen eine

Absenkung der Barhinterlegung für in Anspruch genommene Avalsicherungen um EUR 20,0 Mio. Im Gegenzug erfolgt eine sukzessive

Reduzierung des Avalkreditrahmens. Die Finanzierungsbeiträge dieses ersten Schrittes stehen unter dem Vorbehalt des erfolgreichen

Vollzugs des Verkaufs der MAG Americas. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Voraussetzungen für den Erhalt der beschriebenen

Finanzierungsbeiträge kurzfristig vorliegen werden. Für die Zeit bis zum Vollzug des Verkaufs der MAG Americas hat die Geschäftsführung

Maßnahmen ergriffen, die die Liquidität sicherstellen.

Mit der Gewährung des Liquiditätsbeitrags durch den bisherigen obersten Anteilseigner der MAG Europe Gruppe wird die Treuhandschaft

über die Anteile an der MAG Europe GmbH beendet werden und die bisherige Anteilseignerschaft wieder in Kraft treten.

In einem zweiten Schritt hat der bisherige oberste Anteilseigner der MAG Europe Gruppe zur Kompensation des im ersten Quartal 2014

wahrscheinlich entstehenden weiteren Finanzierungsbedarfs aufgrund des rückläufigen Avalrahmens einen zusätzlichen Liquiditätsbeitrag

zur weiteren Rückführung der Darlehensforderung der MAG IAS GmbH gegen die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l.,

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Luxemburg, für das erste Quartal 2014 in Aussicht gestellt. Im Gegenzug haben die Finanzinstitute eine weitere Absenkung der Barhinterlegung

für in Anspruch genommene Avalsicherungen zugesagt.

Die im Geschäftsjahr 2012 intensiv verfolgte Suche nach einem Investor wird im Geschäftsjahr 2013 nicht mehr im Rahmen eines

strukturierten Bieterprozesses betrieben.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind der Geschäftsführung

nicht bekannt.

8. Chancen- und Risikobericht

Die mit der unternehmerischen Tätigkeit der MAG IAS GmbH verbundenen Risiken werden mit Maßnahmen des Risikomanagements

gesteuert. Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs- und Berichtssystems der Gesellschaft. Im Rahmen

der Planungs- und Berichtssysteme werden verschiedene Analysen und Auswertungen durchgeführt und gegebenenfalls Maßnahmen

festgelegt. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf die

Finanzinstrumente, insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel, werden dabei ebenfalls erfasst.

Die MAG IAS GmbH ist Komplettanbieter von individuellen Fertigungssystemen für die Industriegüterbranche und Hersteller komplexer

Systeme für die Automobilindustrie mit üblichen Projektlaufzeiten bis zu achtzehn Monaten. Die typischen Geschäftsrisiken und

-chancen dieser Kundenbranchen können auch zukünftig einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

MAG IAS GmbH haben; dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge bzw. -schwankungen. Branchen- und unternehmensspezifische

Risiken ergeben sich aus der technischen Realisierbarkeit sowie der kosten- und termingerechten Durchführung der Kundenprojekte, die

oft zu einem Festpreis vereinbart sind (Kalkulations-, Gewährleistungs- und Haftungsrisiken). Die sich hieraus ergebenden Risiken werden

im Rahmen des Risikomanagementsystems erfasst, verfolgt und bewertet. Sofern mit einem tatsächlichen Eintritt gerechnet wird, werden

im Rahmen der handelsrechtlichen Erfordernisse Rückstellungen gebildet.

Aus den Festpreisverträgen resultieren des Weiteren Risiken durch Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt. Diese werden – soweit

möglich – durch lieferantenseitige Preisbindungen, Preisgleitklauseln und kalkulatorischen Posten kompensiert.

Als Zulieferer der Automobilbranche profitiert die MAG IAS GmbH von der derzeit noch positiven, sich jedoch abschwächenden Branchenentwicklung.

Grundsätzlich bestehen marktübliche Risiken, die zu einer Eintrübung der aktuellen Branchenkonjunktur führen können

und die sich auf den Kundenkreis der MAG IAS GmbH auswirken, was zu einem erhöhten Preis- und Wettbewerbsdruck und damit

einhergehenden Margenreduzierungen bei künftigen Auftragsvergaben führen könnte.

Die MAG IAS GmbH ist ein international agierendes Unternehmen mit weltweitem Kundenkreis, was entsprechende Marktchancen eröffnet

sowie die Risikostreuung in Bezug auf die regionalen Kundenmärkte ermöglicht. Wachsenden Anteil am Geschäftsvolumen haben Kunden

in der Volksrepublik China, so dass auch das politische Risiko in diesem Zusammenhang verstärktes Augenmerk erfordert.

Die weitere positive Entwicklung der MAG IAS GmbH setzt voraus, dass auch künftig eine technologisch führende Rolle in den Geschäftsfeldern

der Gesellschaft besetzt werden kann. Hierzu ist neben dem Erkennen zukünftiger Tätigkeitsschwerpunkte auch das Halten und

Gewinnen von hervorragenden Mitarbeitern eine wichtige Voraussetzung. Hierfür werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um dem

Risiko eines abnehmenden Know-Hows zu begegnen.

Das Forderungsausfallrisiko wird im Wesentlichen durch eingeforderte Abschlagszahlungen verringert. Risiken aus Kursschwankungen bei

Fremdwährungsforderungen werden erforderlichenfalls mittels Absicherung durch Devisentermingeschäfte verringert. Zum Bilanzstichtag

31. Dezember 2012 bestanden keine Devisentermingeschäfte (i.Vj. in unwesentlichem Umfang).

Für die Finanzierung der MAG Europe Gruppe und damit auch der MAG IAS GmbH ist das weitere Engagement der finanzierenden

Finanzinstitute sowie das vereinbarte finanzielle Engagement des bisherigen obersten Anteilseigner der MAG Europe Gruppe unabdingbar.

Dies gilt im Rahmen des neuen Finanzierungskonzepts einerseits für die Avalkredite, andererseits für Liquiditätsbeiträge der genannten

Parteien. Sollte das neue Finanzierungskonzept in Bezug auf die beiden oben genannten Schritte nicht vollständig umgesetzt werden,

wären zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um eine Bestandsgefährdung zu vermeiden.

Die Finanzierung der laufenden Projekte ist überwiegend durch die vertraglich vereinbarten Anzahlungen sowie den Liquiditätsbeiträgen im

23


Zusammenhang mit dem neuen Finanzierungskonzept gesichert.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen, falls die der positiven Unternehmensplanung zugrundeliegenden Maßnahmen nicht erfolgreich

umgesetzt werden können und die geplante Unternehmensentwicklung im Wesentlichen nicht eintreten sollte. Darüber hinaus bestehen

bestandsgefährdende Risiken, falls das im Juni 2013 vereinbarte Finanzierungskonzept nicht vollständig umgesetzt wird, erforderlichenfalls

weitere Finanzierungsmaßnahmen nicht ergriffen werden können sowie falls die eingeleitete Verschmelzung der MAG IAS GmbH auf die

MAG Europe GmbH nicht wirksam werden sollte.

Auf Seiten der Auftragseingänge gehen die Planungen von einer vergleichbaren Größenordnung (ca. EUR 500 Mio.) wie im vergangenen

Geschäftsjahr 2012 aus. Gleichwohl liegen die bis Ende Mai 2013 erzielten Auftragseingänge deutlich hinter den für diesen Zeitpunkt

geplanten Werten zurück. Dies liegt zum einen in Projektvergabeverschiebungen auf Kundenseite begründet. Daneben konnten auch

bestimmte erwartete Aufträge insbesondere aufgrund der bis Anfang Juni 2013 ungeklärten Finanzierungssituation nicht gewonnen

werden. Wir gehen allerdings davon aus, basierend auf der neuen Finanzierungssituation und des am Markt befindlichen Vergabevolumens,

diesen Rückstand bis zum Jahresende 2013 weitestgehend wieder aufholen zu können. Sollte dies nicht gelingen, bestehen erhebliche

Risiken für die positive Unternehmensplanung.

Risiken aus der derzeit laufenden, jedoch weitgehend abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2005–2009 sind – soweit

heute bekannt – durch Bildung von Steuerrückstellungen berücksichtigt. Aus momentan diskutierten Fragestellungen bestehen jedoch in

diesem Zusammenhang noch weitere erhebliche steuerliche Risiken.

Risiken aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten sind – soweit bekannt – durch Rückstellungen berücksichtigt.

Zu weiteren Chancen und Risiken insbesondere der beiden nächsten Geschäftsjahre (2013, 2014) verweisen wir auf den

Prognosebericht (s.u.).

9. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements

in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der

Geschäfts führung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind.

Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und

Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Ein großer Teil der Forderungen besteht gegen

große Automobil- und Automobilzulieferungsunternehmen, so dass die wesentlichen Ausfallrisiken sich auf Großkunden konzentrieren,

jedoch als gering eingeschätzt werden.

Die Gesellschaft fakturiert einen großen Teil ihrer Umsätze in Euro, so dass bei diesen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine

Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung in Euro, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Für Lieferungen an Kunden außerhalb Europas bestehen wesentliche Forderungen in US-Dollar oder anderer Währung; diesbezüglich

bestehen Währungsrisiken. Zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften (Währungsrisiko) aus dem operativen Geschäftsbereich

werden fallweise derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) eingesetzt. Der Einsatz ist durch eine interne Richtlinie geregelt,

wobei eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet ist. Die Geschäfte werden nur mit namhaften

Banken abgeschlossen.

Die wesentliche zu verzinsende Fremdfinanzierung besteht derzeit in der ausgegebenen Anleihe (EUR 50 Mio.), diesbezüglich besteht

kein Zinsrisiko, da es sich um einen Festzins bis zum Laufzeitende handelt. Zum Liquiditätsrisiko verweisen wir auf unsere Ausführungen

unter 8. Chancen- und Risikobericht.

10. Prognosebericht

Bei den nachstehenden Prognoseaussagen ist zu berücksichtigen, dass mit Wirksamwerden der eingeleiteten Verschmelzung der MAG IAS

GmbH auf die MAG Europe GmbH im Sommer 2013 der Rechtsträger MAG IAS GmbH, für den dieser Jahresabschluss und Lagebericht

erstellt wurde, erloschen sein wird. Aus diesem Grund betreffen die nachstehenden Aussagen die nach erfolgter Verschmelzung bestehende

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einheitliche Gesellschaft aus MAG IAS GmbH und MAG Europe GmbH (Rechtsträger MAG Europe GmbH), darin den übergegangenen

Geschäftsbereich der dann ehemaligen MAG IAS GmbH.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird sich im Jahr 2013 voraussichtlich mit gleichbleibender Dynamik fortsetzen. Für das laufende

Jahr prognostiziert das Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts von 3,4 %, für 2014 rechnet es

mit einem Plus von 3,9 %. Die Bundesregierung erwartet in ihrer Jahresprojektion 2013 eine Wiederaufnahme des Wachstumskurses der

deutschen Wirtschaft. Das Wachstum soll im weiteren Jahresverlauf zunehmend an Substanz gewinnen. Wegen des schwachen Winterhalbjahres

ist die durchschnittliche Wachstumsrate für das Jahr 2013 jedoch erheblich vorbelastet und beträgt 0,4 Prozent. Im Jahresverlauf

2013 entspricht dies allerdings einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von Schlussquartal zu Schlussquartal

in Höhe von 1,3 Prozent.

Nach Annahmen des VDW-Prognosepartners Oxford Economics wird die Industrieproduktion 2013 weltweit um 3,5 % (davon Asien: 6 %)

ansteigen. Auch die globalen Anlageinvestitionen dürften mit ebenfalls 3,5 % (Asien: 5 %) wieder stärker zulegen. Alles in allem bietet das

weltwirtschaftliche Umfeld 2013 Rückenwind. Frühindikatoren wie der weltweit gültige Einkaufsmanagerindex oder das IFO-Geschäftsklima

für die deutschen Herstellerfirmen von Werkzeugmaschinen zeigen seit einigen Monaten nach oben. Auch der deutsche Industrie- und

Handelskammertag DIHK hat jüngst eine Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft betont.

Der VDW erwartet für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie für das laufende Geschäftsjahr bei Produktion und Export sehr moderates

Wachstumspotenzial von jeweils rund 1 %. Damit wäre der Anschluss an die 2008 vorgelegte bisherige Bestmarke im Produktionswert

sicher hergestellt. Für das Inlandsmarktvolumen gilt Stagnation als plausibel. Die erwartete Querbewegung im Auftragseingang insgesamt

wird, bei durchgängig klar schwächeren Entwicklungen während der 1. Jahreshälfte, durch stabiler bleibende Auslandsorders gestützt.

Diese Auslandsnachfrage weist gemäß aktuellen Prognosen (Stand: April 2013) eine für die derzeitige weltwirtschaftliche Situation

charakteristische Struktur auf: Einbußen in Europa (-8 %) und Amerika (-2 %) steht Zuwachs im Asiengeschäft gegenüber (+7 %).

Im ersten Halbjahr 2013 ergibt sich laut VDW eine sehr verhaltene Nachfrage. Ohne ein Gegengewicht im zweiten Halbjahr 2013 sei

die Einhaltung des ursprünglich prognostizierten Produktionswachstums von einem Prozent nicht zu halten. Für diesen Umschwung

gebe es allerdings auch positive Anzeichen: Asien verspreche wieder größeres Wachstum, die USA-Nachfrage sei stabil und Russland

wegen hohen Modernisierungsbedarfs im Kommen. Auch die globale Automobilindustrie, Aerospace und Maschinenbau zeigten eine

hohe Investitionsbereitschaft.

Für die Geschäftsbereiche der MAG IAS GmbH ergeben sich folgende Aussichten:

Mittelfristig werden bei den Original Equipment Manufacturers im Bereich Automotive zur Erfüllung der weltweit eingeführten Umweltauflagen

weitreichende Investitionen zur Anpassung ihrer Produktpalette notwendig sein. Hieraus ergeben sich neue Impulse für das Projektgeschäft.

Zusätzliche Erwartungen bestehen in der Entwicklung der asiatischen Märkte, auf denen die individuelle Motorisierung noch deutliche

Zuwachsraten verspricht. Generell bestehen gute Voraussetzungen für Wachstum im Bereich Automotive.

Bezogen auf den Technologievertrieb (Industrial Equipment) ergeben sich gute Perspektiven vor allem in den Industrien Schienenverkehr

(hier v.a. in Nordamerika, China, Indien und Russland), Nutz- und Geländefahrzeuge und bei Elektronikartikeln. Die hier erwarteten privaten

und öffentlichen Investitionen entfallen zu einem großen Teil auf die Beschaffung von Produktionsanlagen, die das MAG Portfolio abdeckt.

Branchenübergreifend besteht in den Zielsegmenten von MAG ein Wettbewerbsvorteil für Anbieter, die technologisch fortgeschrittene

Lösungen bieten können.

Für das Geschäftsjahr 2013 wird mit leicht gesteigerten Umsatzerlösen gegenüber 2012 gerechnet. Diese resultieren aus der Fertigstellung

hochvolumiger Aufträge, die Ende 2011 bzw. Anfang 2012 gewonnen werden konnten. Gleichzeitig sieht die Planung ein vollständiges

Greifen der in 2011 begonnenen und in 2012 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen vor, was sich entsprechend positiv auf das

Jahresergebnis 2013 auswirken wird. Ebenfalls positive Ergebniseffekte sollen durch das im Geschäftsjahr 2012 gestartete „Performance-

Programm“ erreicht werden. Dieses Programm führt die durch die Restrukturierung begonnenen Effizienzsteigerungsmaßnahmen fort und

vertieft diese. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduzierung der Produkt- und Entwicklungskosten. Insbesondere die Vereinheitlichung

von Bauteilen und Komponenten soll zu weniger komplexen Entwicklungs-, Beschaffungs- und Produktionsprozessen führen.

Zu den Auftragseingängen des Jahres 2013 verweisen wir auf 8. Chancen- und Risikobericht.

25


Basierend auf den genannten operativen Prämissen erwarten wir im Geschäftsjahr 2013 für die MAG IAS GmbH in ihrer heutigen Form

ein positives Ergebnis nach Handelsrecht. Mit dem kurzfristig erwarteten Wirksamwerden der eingeleiteten Verschmelzung wird die

MAG IAS GmbH in ihrer heutigen Form erlöschen. Für die dann bestehende einheitliche Gesellschaft aus MAG IAS GmbH und

MAG Europe GmbH werden aufgrund der verschmelzungsbedingten Aufstockungen von Vermögensgegenständen negative Ergebniseinflüsse

erwartet, die für 2013 voraussichtlich zu einem negativen Gesamtergebnis führen werden. Die negativen Einflüsse der Aufstockungen

haben jedoch keinerlei Auswirkungen auf den Cash-Flow der Gesellschaft für 2013.

Für eine weitergehende Vorausschau in das Jahr 2014 wird an dieser Stelle auf die internen Planungen zurückgegriffen, die auf den

Management Accounts in Anlehnung an US-GAAP basieren. Das interne Reporting und die Steuerung der MAG IAS GmbH basiert, nicht

zuletzt vor dem Hintergrund der historischen Konzernzugehörigkeit, auf Rechnungslegungsvorschriften in Anlehnung an US-GAAP.

Ein wesentlicher Unterschied zur Bilanzierung nach handelsrechtlichen Grundsätzen liegt in der Umsatzerfassung und Margenrealisierung

nach Projektfortschritt (Percentage of Completion). Insbesondere für die Planung und Steuerung des Unternehmens birgt dieser Ansatz

wesentliche Vorteile, da jederzeit die Leistung des Unternehmens entsprechend dem Fortschritt der Projekte dargestellt werden kann

und es nicht zu einer Verzerrung der Ertragslage aufgrund der Fertigstellung von Projekten kommt. Entsprechend wurde auch die Planung

für das Jahr 2013, die zu Vergleichszwecken ebenfalls angegeben wird, und die darauffolgenden Jahre 2014 und 2015 unter den fortgeführten

Rechnungslegungsvorschriften in Anlehnung an US-GAAP erstellt. Auf Basis dieser Planung werden die Umsatzerlöse der

MAG IAS GmbH im Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2012 ein um ca. 12 % geringeres Niveau erreichen (EUR 518 Mio.; i.Vj. EUR 589 Mio.).

Durch die weitere Verbesserung der Projektmargen, die Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie die deutlich reduzierten

Restrukturierungsaufwendungen wird jedoch mit einem gegenüber 2012 deutlich verbessertem und insgesamt positiven Ergebnis

gerechnet. Für das Jahr 2014 werden sich die Umsätze gemäß der Mittelfristplanung auf einem mit 2013 vergleichbaren Niveau bewegen

(EUR 529 Mio.). Durch positive Effekte aus margenstärkeren neueren Aufträgen wird sich das Ergebnis jedoch weiter verbessern.

Hierdurch, sowie durch die geplante Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen und den Wegfall der Restrukturierungskosten

erwarten wir für das Jahr 2014 eine weitere Ergebnissteigerung.

Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der MAG IAS GmbH sowie wirtschaftliche und politische

Entwicklungen beziehen. Die Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir nach gründlicher Prüfung auf Basis uns zum Zeitpunkt

der Abschlusserstellung zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Da sie jedoch auch von Faktoren abhängen, die nicht

unserem Einfluss unterliegen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Prognosen abweichen.

Göppingen, 28. Juni 2013

MAG IAS GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Gerald Weber Jan Siebert Dr. Sebastian Schöning

26


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung

und den Lagebericht der MAG IAS GmbH, Göppingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die

Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung

eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten

deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass

Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit

hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im

Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die

Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die

Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die

Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine

hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen

Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,

vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir pflichtgemäß auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt

„8. Chancen- und Risikobericht“ ausgeführt, dass bestandsgefährdende Risiken bestehen, falls die der positiven Unternehmensplanung

zugrundeliegenden Maßnahmen nicht erfolgreich umgesetzt werden können und die geplante Unternehmensentwicklung im Wesentlichen

nicht eintreten sollte. Darüber hinaus bestehen bestandsgefährdende Risiken, falls das im Juni 2013 vereinbarte Finanzierungskonzept

nicht vollständig umgesetzt wird, erforderlichenfalls weitere Finanzierungsmaßnahmen nicht ergriffen werden können sowie falls die

eingeleitete Verschmelzung der MAG IAS GmbH auf die MAG Europe GmbH nicht wirksam werden sollte.

Stuttgart, den 28. Juni 2013

Warth & Klein Grant Thornton GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hämmerle

Wirtschaftsprüfer

Steinbach

Wirtschaftsprüferin

25


MAG IAS GmbH

Stuttgarter Straße 50

73033 Göppingen

Germany

tel +49 71 61 201-0

fax +49 71 61 201-353

ir@mag-ias.com

www.mag-bond.de

Die MAG IAS GmbH bietet als einer der weltweit führenden Werkzeugmaschinenhersteller

individuelle Produktions- und Technologielösungen

sowie eigenständige Service- und Softwarelösungen. Aus Traditionsmarken

der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie wie Boehringer, Cross Hüller,

Ex-Cell-O, Hessapp, Honsberg, Hüller Hille, Witzig & Frank entstand seit

2005 ein global erfolgreich operierendes Unternehmen mit fünf Produktionsstandorten

in Deutschland.

MAG liefert Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme und Dienstleistungen

im Bereich der Dreh-, Fräs-, Hon- und Verzahntechnologie, Systemintegration,

Verbundwerkstoff-Verarbeitung, Wartung und Instandhaltung, Automation

und Software, Präzisionswerkzeuge und Kühlschmierstoffe sowie Kernkomponenten

für Produktionsmaschinen.

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