Halbjahresbericht 2013

boerse.stuttgart.de

Halbjahresbericht 2013

REIFF-Gruppe – Halbjahresbericht 2013

Halbjahresbericht

www.reiff-gruppe.de


Vorwort der Geschäftsleitung

3

REIFF – Kontinuität über 100 Jahre

1910 gegründet, schaut die REIFF-Gruppe bis heute auf ein erfolgreiches Wachstum zurück.

Neben dem Aufbau eigener Marken im Reifengroß- und -fachhandel sowie im Technischen Handel integriert REIFF seit

nunmehr fast zwanzig Jahren erfolgreich Unternehmen aus diesen Bereichen.

1993 wird mit Reifen + Räder ein Spezialist für Reifen und Alufelgen in die REIFF-Gruppe integriert.

Kremer Wächtersbach vervollständigt das Angebot Technischer Produkte seit 1995.

Der Technische Handel bedient seit 1997 mit der Übernahme von ROLLER nicht mehr nur Kunden in Deutschland,

sondern auch in Luxemburg und Belgien.

Hanse-Trading Reifenservice wird 2005 in den Reigen der Reifengroßhändler der REIFF-Gruppe aufgenommen.

2008 beginnt mit der Übernahme von A/B/S Autoservice der Ausbau des Autoservices in den REIFF-Fachhandelsniederlassungen.

Der rheinland-pfälzische Reifengroßhändler REIFEN-KRUPP mit dem Schwerpunkt Motorradreifen rundet seit Anfang

2011 die Kompetenz im Reifengroßhandel ab.

Mit REIFF Technische Produkte in Shanghai wird Anfang November 2011 die erste Niederlassung der

REIFF-Gruppe in Asien gegründet, die als eigenständiges Unternehmen geführt wird. Sechs Mitarbeiter betreuen von

Shanghai aus Kunden in China und bauen gleichzeitig Einkaufsquellen in Asien weiter aus.

Seit Januar 2013 ist die Picha s.p.r.l. als Tochtergesellschaft der Gummi-Roller S.a.r.l. Luxemburg Mitglied in der

REIFF-Gruppe. Der regionale Technische Händler in Lüttich, Belgien, ist auf Kleinpumpen, Filter- und Schlauchtechnik

spezialisiert.

Die im April 2013 neu gegründete Firma DELTA.tec beschäftigt sich mit der Herstellung von mechanisch zu bearbeitenden

Metall- und Kunststoffteilen sowie der Montage von Baugruppen. Sie ergänzt damit die Kompetenz der REIFF-Gruppe

in der spanabhebenden Fertigung.

Sehr geehrte Geschäftspartner, Anleihezeichner, Mitarbeiter und Freunde,

nach zwei guten Jahren 2010 und 2011 erlebt die

REIFF-Gruppe derzeit ein schwieriges Jahr. Die Gründe

hierfür sind ganz unterschiedlich: Speziell im Geschäftsbereich

Reifen kann sich auch die REIFF-Gruppe dem

Branchentrend nicht entziehen. Nach wie vor belasten

die Nachwirkungen der Winterreifenpflicht und der

Abwrackprämie 2009 die Ersatzmärkte. Die den sehr

guten Jahren 2010/2011 folgende Schwäche auf

dem Reifenersatzmarkt setzte sich auch im ersten Halbjahr

2013 fort: der Markt für Sommerreifen ist nach

11 Prozent im Vorjahr in diesem Jahr um weitere 10

Prozent eingebrochen. Der Markt für Lkw-Reifen befindet

sich auf dem Niveau von 2007. Dazu kommt, dass die

hohe Preistransparenz auf den Online-Plattformen, Lagerdruck,

Kaufzurück haltung und härtester Preiswettbewerb

zu niedrigen Umsätzen bei geringen Margen führen.

Diese Entwicklung beeinflusst vor allem den Großhandel,

während die Dienstleistungen den Ertragsdruck im

Reifenfachhandel und Discountgeschäft mildern.

Der Geschäftsbereich Technischer Handel ist nach wie vor

ein Stabilitätsanker, der auf einem zufriedenstellenden

Niveau Erträge sichert. Dennoch spürten wir auch hier

eine verhaltene Konjunkturentwicklung im ersten Halbjahr.

von links nach rechts: Hubert Reiff, Eberhard Reiff, Dr. Immanuel Kohn

Prozessoptimierung und Kostenbewusstsein – das sind

Themen, die 2013 innerhalb der REIFF-Gruppe im Fokus

stehen. Investitionen wurden auf den Prüfstand gestellt,

zukunftsweisende Projekte wie der Ausbau des Logistikzentrums

für REIFF Technische Produkte in Reutlingen und

vielfältige IT-Projekte, insbesondere für die Geschäftsentwicklung

des Reifengroßhandels, werden mit Nachdruck

realisiert. Prozesse werden in allen Unternehmensbereichen

optimiert, um einerseits unseren Kunden den

besten Service bieten zu können und andererseits die

Gruppe erfolgreicher aufzustellen. Einige dieser Projekte

stellen wir Ihnen in diesem Halbjahresbericht vor.

Das zweite Quartal hat sich im Vergleich zum ersten Quartal

deutlich besser entwickelt, so dass wir für das zweite

Halbjahr ein leichtes Wachstum bei Winterreifen und

damit günstigere Bedingungen als im Vorjahr erwarten.

Es bedarf einer großen Kraftanstrengung, unsere Ziele

zu erreichen. Über 100 Jahre REIFF haben gezeigt, dass

wir Höhen und Tiefen meistern können – das gilt natürlich

auch für 2013!

Reutlingen, 19. Juli 2013

Die deutlich rückläufige Automobilkonjunktur hinterlässt

Ihre Spuren im Geschäftsbereich Elastomertechnik,

gleichzeitig findet aber eine Neuausrichtung der R. E. T.

GmbH statt, deren neue Prozesse die Produktion deutlich

effizienter gestalten werden.

Eberhard Reiff Hubert Reiff

Dr. Immanuel Kohn


Inhaltsverzeichnis

5

REIFF – eine weit verzweigte Handelsorganisation

Inhalt

Die REIFF-Gruppe ist seit ihrer Gründung 1910 stetig gewachsen

– durch die Gründung neuer Firmen und den Zukauf von

Unternehmen.

Dabei ist es den Verantwortlichen der REIFF-Gruppe wichtig,

die Stärken jedes neuen Mitglieds der Familie zu würdigen.

Auf dem Weg zu dieser Entwicklung war es essentiell, die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Firmen

bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Vorwort der Geschäftsleitung 3

Finanzberichterstattung 6

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 6

Konzernbilanz 8

Konzern-Lagebericht 10

Konzernanhang 14

Organigramm 18

Kontakt/Termine 2013/2014 20

China

Berlin

Polen

Spanien

Belgien

Luxemburg

Schifferstadt

Frankreich

REIFF Reifen und Autotechnik

A/B/S Autoservice

NETTO Reifen-Räder-Discount

R.TEC

Hanse-Trading

Reifen + Räder

REIFEN KRUPP

Pneus Krupp France

Neumáticos Krupp

REIFF Technische Produkte

Kremer

ROLLER / Picha

R.E.T.


Finanzberichterstattung

7

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TEuro Details 2012 2012 Details 2013 2013

1. Umsatzerlöse 248.615,0 222.904,0

2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 408,0 226,0

3. Sonstige betriebliche Erträge 2.768,0 2.407,0

davon aus Währungsumrechnung 45,0 49,0

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 186.654,0 164.228,0

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.607,0 2.917,0

190.261,0 190.261,0 167.145,0 167.145,0

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 25.133,0 26.030,0

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 7.388,0 7.832,0

32.521,0 32.521,0 33.862,0 33.862,0

6. Abschreibungen

a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 3.189,0 3.414,0

b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0,0 0,0

3.189,0 3.189,0 3.414,0 3.414,0

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.654,0 23.477,0

davon aus Währungsumrechnung 22,0

8. Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0

9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 0,0

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 388,0 96,0

a) Zinsen und ähnliche Erträge

b) Erträge aus der Abzinsung

11. Abschreibungen Finanzanlagen 0,0 0,0

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.774,0 1.771,0

a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

b) Aufwendungen aus der Abzinsung

13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 780,0 -4.036,0

14. Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 593,0 538,0

davon aus latenten Steuern

16. Sonstige Steuern 63,0 89,0

17. Konzern-Jahresüberschuss 124,0 -4.663,0

18. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn, § 307 Abs. 2 HGB 223,1 87,9


Finanzberichterstattung

9

Konzernbilanz zum 31.06.2013

Aktiva

Passiva

in TEuro Stand am 30.06.13 Stand am 30.06.12

in TEuro Stand am 30.06.13 Stand am 30.06.12

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.342,0 10.191,0

II. Sachanlagen 59.131,0 57.022,0

III. Finanzanlagen 15,0 270,0

B. Umlaufvermögen

71.488,0 67.483,0

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.833,0 1.774,0

2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 81,0 141,0

3. Fertige Erzeugnisse und Waren 116.611,0 136.157,0

4. Anzahlungen auf Vorräte 263,0 128,0

118.788,0 138.200,0

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.928,0 18.113,0

2. Forderungen gegen Gesellschafter

3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

0,0 0,0

Beteiligungsverhältnis besteht

4. Sonstige Vermögensgegenstände 9.554,0 9.243,0

25.482,0 27.356,0

III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

1. Schecks, Kassenbestand 84,0 92,0

2. Guthaben bei Kreditinstituten 2.593,0 2.348,0

C. Rechnungsabgrenzungsposten 359,0 709,0

D. Aktive latente Steuern 926,0 998,0

E. Aktiver Unterschiedsbetrag Vermögensverr. 106,0 99,0

219.826,0 237.285,0

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital Komplementärin 31,0 31,0

II. Kommanditkapital 8.181,0 8.181,0

III. Kapitalkonto II 7.543,0 2.878,0

IV. Andere Gewinnrücklagen 3.657,0 1.870,0

V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 41,0 -50,0

Vi. Kapitalanteil Minderheitsgesellschafter 3.936,0 2.830,0

Vii. Gewinnvortrag 20.008,0 28.107,0

Viii. Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag -4.663,0 124,0

38.734,0 43.971,0

B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.645,0 11.107,0

2. Steuerrückstellungen 8,0 1.415,0

3. Sonstige Rückstellungen 3.976,0 4.773,0

13.629,0 17.295,0

C. Verbindlichkeiten

1. Anleihe 30.000,0 30.000,0

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.296,0 49.274,0

3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,0 106,0

4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.235,0 74.618,0

5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel

0,0 0,0

und der Ausstellung eigener Wechsel

6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein

0,0 0,0

Beteiligungsverhältnis besteht

7. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.125,0 5.819,0

8. Sonstige Verbindlichkeiten 17.807,0 16.202,0

167.463,0 176.019,0

davon aus Steuern TEuro 3.611,0 2.503,0

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEuro 160,0 272,0

D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0

E. Passive latente Steuern 0,0

219.826,0 237.285,0


Finanzberichterstattung: Konzern-Lagebericht

11

Konzern-Lagebericht der Albert Reiff GmbH & Co. KG

Zwischenbericht zum 1. Januar bis 30. Juni 2013

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Der extrem lange Winter hat die wirtschaftlichen

Aktivitäten deutlich ausgebremst. Nach einem sehr

schwachen ersten Quartal 2013 konnte die deutsche

Wirtschaft im zweiten Quartal jedoch einiges von dem

nachholen, was in den ersten drei Monaten des Jahres

an Dynamik verloren gegangen war. Auch der traditionelle

Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt verschob

sich in den Sommer.

Die Wirtschaft des Euroraums befand sich im ersten

Halbjahr 2013 besonders an der Peripherie weiter in

der Rezession und konnte sich von der schwachen Entwicklung

im ersten Halbjahr 2012 nicht abkoppeln.

Nach wie vor wird die deutsche Wirtschaft von einem

starken Export außerhalb Europas, besonders in Richtung

USA, Japan und einige asiatische Länder getragen.

Dies stützt über den soliden Arbeitsmarkt den privaten

Verbrauch, der sich im ganzen ersten Halbjahr 2013 als

tragende Stütze erwies.

Die Unsicherheiten der Finanzmärkte begleiten das

Geschehen weiterhin. Eine grundlegende Lösung der

Überschuldung einzelner Staaten ist nicht in Sicht.

Umsatzentwicklung

Bei den Geschäftsbereichen Reifen und Autotechnik

einerseits und Technischer Handel andererseits verzeichneten

wir beim Umsatz jeweils Rückgänge von 13,1

Prozent bzw. 2,5 Prozent.

Die Reifenhandelsbranche erlebte wie schon im ersten

Halbjahr 2012 einen deutlichen Rückgang des Marktes

für Sommerreifen – auf Stück bezogen lag das Minus nochmals

im zweistelligen Prozentbereich. Diese Schwäche

des Marktes lässt sich in erster Linie mit den Nachwirkungen

der Winterreifenpflicht erklären. Diese wurde

2010 nochmals verschärft und führte damals zu einem

Nachfrageschub (8 Reifen pro Auto). Dazu kommt die

2009 als Stützungsmaßnahme für die Automobilindustrie

gewährte Abwrackprämie. Wir gehen davon aus, dass

diese zusätzlich in den Markt gekommenen Reifen langsam

abgefahren sind und sich schon im zweiten Halbjahr

2013 beginnend wieder normale Nachfragezyklen

einstellen.

Die Nachfrageschwäche bei Pkw-Reifen ist inzwischen

bei den Reifenherstellern angekommen. Etliche Produktionskapazitäten

vor allem in West- und Südeuropa werden

geschlossen oder zumindest auf den Prüfstand gestellt.

Der Einzelhandel fährt auf Sicht, es wird extrem

vorsichtig disponiert.

Auch der Markt für Lkw-Reifen entwickelte sich negativ.

Niedrigere Zinsen und – bei Einhalten neuester Abgasstandards

– erhebliche Mauteinsparungen begünstigen

die Investitionen in neue Flotten, die auf dem Ersatzmarkt

erst später als Nachfrager auf den Plan treten. Außerdem

hat der lange Winter und das anhaltend schlechte Wetter

die Bauindustrie und damit einen wesentlichen Nachfrager

nach Lkw-Reifen im ersten Halbjahr gebremst.

Der Rückgang des Umsatzes im Geschäftsbereich Reifen

und Autotechnik hing vor allem mit der Entwicklung im

Segment Reifengroßhandel zusammen. Im Vergleich

dazu konnten wir uns im Fachhandel beim Umsatz gegenüber

dem ersten Halbjahr 2012 gut behaupten. Insbesondere

das Geschäft mit Auto- und Reparaturservice

sorgte für weiteres Wachstum. Auch unsere Discountlinie

blieb dank innovativer Vertriebskonzepte auf Wachstumskurs.

Im Geschäftsbereich Technischer Handel fiel der Umsatz

insbesondere in Deutschland gegenüber einem starken

ersten Quartal 2012 und schon verhalteneren zweiten

Quartal 2012 um 2,5 Prozent zurück. Der Geschäftsbereich

kann dennoch auf einem robusten Marktumfeld

aufbauen.

In Luxemburg ging der Markt deutlich zurück. Dies hing

mit der allgemeinen Konjunktur zusammen. Einige Kunden

überprüfen den Fortbestand ihrer Produktionskapazitäten.

In Belgien konnten wir weiter zulegen. RTPS in

Shanghai (China) wird im Jahr 2013 einen deutlichen

Schritt in Richtung Profitschwelle tun. Durch die nun eingeleitete

Vor-Ort-Bevorratung können viele Projekte umgesetzt

werden.

Im Geschäftsbereich Elastomertechnik lagen die Umsatzerlöse

20,3 Prozent unter Vorjahreshalbjahr. Der vorzeitige

Auslauf einer großen Produktserie und die schwachen

Abrufe für Formteile waren dafür maßgeblich verantwortlich.

Betrachten wir das erste Halbjahr 2013 in zwei Quartalen,

so zeigt sich, dass das erste Quartal sehr stark durch

den langen Winter beeinflusst wurde. Der Umsatz in der

REIFF-Gruppe lag mit 223 Mio. Euro um 25 Mio. Euro

unter dem Wert des Vorjahres. Während der Abstand

zum Vorjahr zum ersten Quartal 2013 noch bei -22

Prozent lag, reduzierte sich der Rückstand zum Halbjahr

auf -10 Prozent.

D. h. insbesondere im Geschäftsbereich Reifen und Autotechnik

konnte der witterungsbedingte Rückstand in

den Monaten April bis Juni deutlich reduziert werden.

Von -30 Prozent zum ersten Quartal auf jetzt -13 Prozent

zum Halbjahr. Im zweiten Quartal lag der Umsatz damit

um 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach zwei für

Winterreifen rückläufigen Jahren (2011 und 2012) gehen

die Reifenbranche und auch wir davon aus, dass in

diesem Produktbereich 2013 wieder mit einem leichten

Wachstum gerechnet werden kann. Hieraus können sich

erhebliche Chancen für die REIFF-Gruppe für das zweite

Halbjahr 2013 eröffnen.

Umsatz konsolidiert

GB Technischer

Handel

GB Reifen und

Autotechnik

GB Elastomertechnik

Jan.-März

2012 2013

Der Rückgang im Geschäftsbereich Technischer Handel

resultiert aus dem ersten Quartal und liegt zum ersten

Halbjahr noch bei -2,5 Prozent (im ersten Quartal

2013 lag der Umsatz noch um -5,8 Prozent unter dem

Vorjahres-Quartal, im zweiten Quartal um 1,0 Prozent

über dem Vorjahr).

April - Juni

2012 2013

Jan.-Juni

2012 2013

37.158 35.030 33.778 34.199 70.936 69.229

79.436 55.797 89.203 90.832 168.639 146.629

4.739 3.572 4.266 3.612 9.005 7.184

Sonstige 126 1 -91 -139 35 -138

Gesamt 121.459 94.400 127.156 128.504 248.615 222.904


Finanzberichterstattung: Konzern-Lagebericht

13

Ergebnisentwicklung

Geschäftsbereich Reifen und Autotechnik

Anders als viele Wettbewerber waren wir im ersten Halbjahr

2013 im Hinblick auf die auf Mengenwachstum gerichtete

Gestaltung der Verkaufspreise umsichtig. Dies

führte auf der Habenseite dazu, dass die Handelsmargen

im Geschäftsbereich Reifen und Autotechnik gegenüber

Vorjahr auf konstantem Niveau gehalten werden konnten.

Andererseits waren mit dieser vorausschauenden

Preispolitik zwangsläufig Absatzrückgänge im Segment

Reifengroßhandel verbunden, in deren Folge auch die

Betriebsergebnisse in dieser Sparte zurückgingen.

Deutlich positiver verlief die Entwicklung im Fachhandel.

Das nach wie vor starke Wachstum im Geschäft mit Autoservice

fand zu auskömmlichen Preisen statt und trug zu

stabilen Ergebnissen in diesem Segment bei.

Im Reifendiscount (NETTO) konnte der Vorjahresumsatz

erreicht werden. Geringere Margen bestimmten auch in

diesem Marktsegment das Umfeld, so dass die Betriebsergebnisse

unter Vorjahr blieben.

Auf der Kostenseite wurden erhebliche Anstrengungen

unternommen, um der insgesamt rückläufigen Rohertragsentwicklung

gegenzusteuern. So konnten die Personalkosten

auf Vorjahresniveau gehalten werden, während

die Sachkosten gemessen am Niveau des Vorjahres

um 2 Prozent gesenkt werden konnten.

Das EBITDA des Geschäftsbereiches Reifen und Autotechnik

lag vor dem Hintergrund der beschriebenen Faktoren

erheblich unter Vorjahr.

Geschäftsbereich Technischer Handel

Das EBITDA des Geschäftsbereichs Technischer Handel

kann aus unserer Sicht weiter als auf auskömmlichen

Niveau befindlich beschrieben werden. Auch die EBIT-

DA-Marge lag mit 6,3 Prozent im soliden Bereich.

Trotz über Vorjahr liegenden Rohertragsmargen führte

der Umsatzrückgang (- 2,5 Prozent) dazu, dass der

Rohertrag absolut hinter dem ersten Halbjahr 2012

zurückblieb. Der Umsatzrückgang ist stark auf den

Produktions rückgang in unserer Hauptkundengruppe

Maschinenbau (-4,3 Prozent) zurückzuführen.

Der zukunftsorientierte Ausbau unserer technischen Kompetenzen

erforderte weitere Ressourcen, die sich im ersten

Halbjahr 2013 bei den Personalkosten mit einem

Zuwachs von 5,4 Prozent niederschlugen.

Verschiedene Vorhaben wie die Erweiterung des

Logistikzentrums und die Gründung der Firma DELTA.tec

(mechanische Bearbeitung und Montage von Baugruppen)

unterstützen das Wachstum des Geschäftsbereichs

Technischer Handel. Sie sorgten entsprechend für höhere

Sachkosten.

Die Projekte versetzen uns in die Lage, noch besser als

bisher auf marktspezifische Gegebenheiten einzugehen.

In Belgien wurde ein kleiner Technischer Händler in

Lüttich, Firma Picha, übernommen, um mit höherer regionaler

Präsenz unsere Marktposition auszubauen.

Geschäftsbereich Elastomertechnik

Im Geschäftsbereich Elastomertechnik mussten wir einerseits

die ungünstige Umsatzentwicklung (-20,3 Prozent),

andererseits aber Kosten verkraften, die mit der Neuausrichtung

des Unternehmens zusammenhängen.

Dies beruht teils auf dem unerwarteten Auslauf eines

Großserienteils, teils auf der allgemeinen Beruhigung in

der Automobilindustrie und dem Ausbleiben von Abrufen

für Dichtungsteile für Hybrid-Antriebe, auf dem wir erfolgreich

akquiriert hatten. Der Erfolg der Hybridtechnik

im Automobil blieb bisher aus.

Neue Prozesse sollen die Produktion deutlich effizienter

gestalten. Ein Akquisitionsprogramm zeigt Erfolge, die

sich aber erst 2014/2015 auswirken. Der Vorlauf von

Auftragsvergabe bis Serienfertigung liegt im Autombilbereich

bei ein bis zwei Jahren.

Die Wende ist noch nicht erreicht, wir sind trotzdem

zuversichtlich, dass das neue Management den richtigen

Weg eingeschlagen hat. Aufgrund der genannten

Faktoren lag das EBITDA des Geschäftsbereiches bei

-1,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,3 Mio. Euro).

REIFF-Gruppe

Die REIFF-Gruppe weist am Ende des ersten Halbjahres

2013 einen Umsatz von 222,9 Mio. Euro aus (- 10,4

Prozent).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging

aufgrund um 4,8 Prozent geringerer Roherträge (Saldo

aus GuV-Positionen 1-4), einem um 4,1 Prozent gestiegenen

Personalaufwand, steigenden sonstigen betrieblichen

Aufwendungen (+1,1 Prozent) und höheren Zinsen

und ähnlichen Aufwendungen von 0,8 Mio. Euro im ersten

Halbjahr 2012 auf -4,0 Mio. Euro im Berichtszeitraum

zurück.

Finanz – und Vermögenslage

Ergebnisentwicklung/EBITDA

GB Technischer

Handel

GB Reifen und

Autotechnik

GB Elastomertechnik

Jan.-März

2012 2013

April - Juni

2012

Das Anlagevermögen der Unternehmensgruppe nahm

durch Investitionen im zweiten Halbjahr 2012 und Zugängen

im Berichtszeitraum (10,5 Mio. Euro) um 4,0

Mio. Euro auf 71,5 Mio. Euro zu. Die Investitionen im

ersten Halbjahr 2013 betrugen inklusive des Erwerbs

der Firma PICHA 7,1 Mio. Euro.

Bei den Vorräten konnte die REIFF-Gruppe einen deutlichen

Schritt in die richtige Richtung tun. Trotz des schwachen

Absatzes bei Sommerreifen und Lkw-Reifen gelang

es, die Bestände erheblich, und zwar um 14,1 Prozent,

oder 19,4 Mio. Euro abzubauen. Auch für die Winterreifenvorräte

wird im zweiten Halbjahr 2013 ein erheblicher

Rückgang angestrebt und konsequent verfolgt werden.

Wegen des starken Abbaus der Bestände stieg die

Eigenkapitalquote von 17 Prozent zum 30.06.2012 auf

18 Prozent zum 30.06.2013.

Per Ende des Berichtszeitraums wurde die bestehende

Betriebsmittellinie zu 54 Prozent ausgenutzt (Vorjahr: 90

Prozent). Im Durchschnitt des ersten Halbjahres lag die

Ausnutzung bei 26 Prozent. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung

flossen der REIFF-Gruppe weitere langfristige

Finanzierungsmittel in Höhe von 3,5 Mio. Euro zu. Dabei

handelt es sich um die Teilauszahlung eines langfristigen

Investitionskredites mit einem Gesamtvolumen von 10,0

Mio. Euro.

Risikomanagement

Im Berichtszeitraum haben wir insgesamt 29 interne

Revisionen in allen Geschäftsbereichen durchgeführt.

Wir haben dabei auch unsere Auslandsaktivitäten in die

Betrachtung einbezogen.

Das im Vorjahr eingeführte zentrale quartalsweise Kennzahlen-Monitoring,

bei dem Verantwortliche aus den Bereichen

Controllerdienst, Finanzen, IT und Personal gemeinsam

Auffälligkeiten bearbeiten, bewährte sich und

wird fortgesetzt.

2013 Jan.-Juni

2012 2013

3.354 2.368 2.728 2.276 6.082 4.644

-2.421 -6.600 2.710 5.153 289 -1.447

-81 -553 -4 -617 -85 -1.170

Sonstige 170 -58 -772 -620 -602 -688

Gesamt 1.022 -4.843 4.662 6.182 5.684 1.339


Finanzberichterstattung: Konzernanhang

15

Verkürzter Konzernanhang für den Zwischenabschluss

vom 01. Januar bis zum 30. Juni 2013

I. Allgemeine Angaben

Die Firma Albert Reiff GmbH + Co.KG unterliegt ab dem 31.12.2001 der Konzernrechnungslegungspflicht.

Die GmbH & Co. KG wird als einheitliche Gesellschaft gesehen, die erst ab der Geltung des KapCoRiLiG den Vorschriften

über Kapitalgesellschaften unterfällt und damit der Konzernrechnungslegung unterfallen kann. Die größenabhängigen

Befreiungen von § 293 HGB werden zum 31.12.2010 und zum 31.12.2011 überschritten.

Die Neuerungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vom 25.05.2009 (BilMoG) wurden beachtet.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden als Muttergesellschaft einheitlich die Komplementär-GmbH Firma Reiff-Beteiligungs-

GmbH und die Firma Albert Reiff GmbH + Co. KG einbezogen. Die Beteiligungen wurden nicht als assozierte Unternehmen

mit einbezogen, da die Beteiligungshöhen unter 20 Prozent liegen und kein maßgeblicher Einfluss auf diese

Unternehmen ausgeübt wird.

Nicht in die Konsolidierung einbezogen wurde die K4 Plus GmbH, an der RTP mit 25 Prozent beteiligt ist, da diese

Beteiligung von untergeordneter Bedeutung ist.

Bei der Firma SUPERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Reifen KG scheidet eine Konsolidierung

nach den Alternativen des § 290 Absatz 2, Ziffer 1-3 HGB aus. Auch eine Konsolidierung nach § 290 Absatz 2,

Ziffer 4 HGB kommt nicht in Betracht, da das Mutterunternehmen nicht die Mehrheit der Risiken trägt. Denn nach den

Leasingverträgen verbleibt nach Ablauf der Vertragsdauer für den Fall, dass ein Verkaufserlös nicht den Restbuchwert

deckt, das Restrisiko bei der finanzierenden Bank, die auch nur durch Grundschulden am Objekt abgesichert ist.

Neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurden folgende Gesellschaften:

RTP Shanghai, China (Gründung 05/2012)

SPRL PICHA, Belgien (Erwerb zum 01.01.2013)

Delta.tec GmbH, Reutlingen (Gründung zum 01.04.2013)

III. Konsolidierungsgrundsätze

Alle einbezogenen Jahresabschlüsse haben den Stichtag 30.06.2013.

GB Technischer Handel

GB Technischer Handel

GB Technischer Handel

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für die bis zum 31.12.2009 einbezogenen Unternehmen nach altem Recht (Buchwertmethode)

durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten

Tochterunternehmen.

Nach diesem Zeitpunkt getätigte Neuerwerbe werden nach § 301 HGB in der Fassung des BilMoG konsolidiert.

Die Konsolidierung erfolgt auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Tochtergesellschaften.

Daher werden ab dem Erwerbszeitpunkt angefallene und in die Rücklagen bzw. Gewinnvorträge eingestellte Jahresüberschüsse

als Konzernrücklagen bzw. Konzerngewinnvorträge gezeigt.

Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird, soweit sie auf stillen Reserven

oder stillen Lasten beruht, den Vermögensgegenständen und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.

Soweit eine Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt ein Ausweis nach § 301, Abs. 3 HGB.

Zwischenergebnisse sind in der Unternehmensgruppe nicht entstanden, da Vorlieferungen innerhalb von Konzernunternehmen

zum überwiegenden Teil an Außenstehende weiter veräußert wurden.

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften wird ein entsprechender Ausgleichsposten

für Anteile anderer Gesellschafter nach § 307 Absatz 1 HGB gebildet.

In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wird der im Jahresergebnis enthaltene, anderen Gesellschaftern zustehende

Gewinn nach dem Posten Jahresüberschuss ausgewiesen.

Der Firmenwert aller konsolidierten Gesellschaften beträgt zum 30.06.2013 TEuro 7.423,3.

IV. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder, im

Falle der Kurssicherung mit den Sicherungskursen bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgte die Bewertung gemäß § 256a

HGB.

Die Währungsumrechnung der Abschlüsse ausländischer Konzernunternehmen erfolgte nach der Neuregelung des

§ 308a HGB.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs-

und Bewertungsvorschriften aufgestellt.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend

ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Der Abschreibungsbeginn wird zeitanteilig angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten,

vermindert um Abschreibungen, angesetzt.

Der Abschreibungsbeginn wird zeitanteilig angesetzt und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

degressiv oder linear abgeschrieben.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Wert bis Euro 150 wurden sofort in die Kosten verbucht.

Bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als Euro 150 aber weniger

als Euro 1.000 betragen werden in einem Sammelposten erfasst und gleichmäßig über einen Zeitraum von fünt

Jahren abgeschrieben.

Diese fiktive Nutzungsdauer von fünf Jahren entspricht im wesentlichen der tatsächlichen Nutzungsdauer der in den

Sammelposten einbezogenen Vermögensgegenstände.

Beteiligungen und sonstige Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit

dem beizulegenden Wert bewertet.

Innerhalb der sonstigen Ausleihungen wurden Darlehen gemäß § 7c EStG 1958/1961/1962 mit dem Barwert

entgegengesetzt.


Finanzberichterstattung: Konzernanhang

17

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe sowie der Handelswaren erfolgte zu Anschaffungskosten. Anschaffungskostenminderungen

sind berücksichtigt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren,

wurden diese angesetzt. Dies war vor allem dann der Fall, wenn eingeschränkte Verwertbarkeit der Vermögensgegenstände

oder spezielle Abnahmerisiken vorlagen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden die Posten gemäß

§ 255 Abs. 2, Satz 2 und 3 HGB berücksichtigt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger

waren, wurden diese angesetzt. Dies war vor allem dann der Fall, wenn eingeschränkte Verwertbarkeit der Vermögensgegenstände

oder spezielle Abnahmerisiken vorlagen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet; das Körperschaftsteuerguthaben

nach § 37 KStG zum Barwert.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Das allgemeine Kreditrisiko

wird durch einen Pauschalabschlag beim nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand berücksichtigt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden gemäß § 253 (1)

und (2) HGB ermittelt.

Die Abzinsungssätze ergeben sich aus § 253 (2) HGB mit den von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben

Sätzen.

Die Differenzen aus der Neuberechnung der Rückstellungen nach BilMoG wurden in 2010 als außerordentlicher

Aufwand erfasst.

Der aktivierte Rückdeckungsanspruch wurde, soweit er dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich

der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dient, mit dem Rückstellungsbetrag

saldiert.

Übersteigende Aktivbeträge wurden entsprechend § 246 (2) S. 2 HGB gesondert als aktiver Unterschiedsbetrag aus

der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

Informationen zu den wichtigsten Veränderungen in der Finanz- und Vermögenslage finden sich im Lagebericht.

VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Informationen zu den wichtigsten Veränderungen in der Ertragslage finden sich im Lagebericht.

VIII. Sonstige Angaben

Es bestehen langfristige Mietverträge und Leasingverpflichtungen mit Gesamtverpflichtungen in Höhe von Euro

44,04 Mio.

Die Höhe resultiert im wesentlichen aus der langfristigen Anmietung neuer Immobilien, davon überwiegend Leasingabschlüsse

mit Ankaufsrecht durch die Muttergesellschaft.

Rechnet man die sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf ihren Barwert um, so reduziert sich der Betrag der finanziellen

Verpflichtungen von Euro 44,04 Mio. um Euro 5,67 Mio. auf Euro 38,37 Mio .

Darin enthalten sind jährliche Immobilien-Leasingraten in Höhe von TEuro 457 gegenüber dem verbundenen Unternehmen

SUPERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Reifen KG, Düsseldorf.

Die Zahl der Arbeitnehmer betrug zum 30.06.2013: 1.604 (zum 30.06.2012: 1.620).

Geschäftsführer sind unverändert Herr Dipl.-Kaufmann Eberhard Reiff, Herr Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtschaftsing. Hubert Reiff

und Herr Dr. Immanuel Kohn.

Reutlingen, den 12.07.2013

Die Geschäftsführer der Reiff-Beteiligungs-GmbH als Komplementärin der Firma Albert Reiff GmbH & Co. KG

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit deren

Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Abschluss ist verkürzt und enthält nicht alle für einen Jahresabschluss vorgeschriebenen Informationen. Er ist im

Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31.12.2012 zu lesen. Eine Kapitalflussrechnung und ein Eigenkapitalspiegel

wurden für Zwecke des Zwischenabschlusses nicht aufgestellt.

Eberhard Reiff Hubert Reiff Dr. Immanuel Kohn

Dipl.- Kaufmann Dipl.- Ingenieur Dipl.- Kaufmann

Dipl.- Wirtschaftsing.

Der Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer

unterzogen.


Die REIFF-Gruppe im Überblick: Firmenstruktur

19

Firmenstruktur REIFF-Gruppe Stand 2013

Kommanditisten

REIFF Beteiligungs GmbH,

Reutlingen

Stamm Reiff

75 %

Stamm Wendler

25 %

Kfm. Dienstleistung

REIFF-Unternehmensgruppe

REIFF Management + Service

GmbH, Reutlingen

100 %

Albert REIFF GMBH & CO. KG

Halten des

Anlagevermögens

im Reifenbereich

Reifen u. Autotechnik,

Runderneuerung und

Großhandel

Großhandel mit

Reifen u. Rädern

Reifen u. Autotechnik

Reifen u. Autotechnik

REIFF Anlagen-Management

GmbH & Co. KG, Reutlingen

REIFF Reifen + Autotechnik GmbH

Reutlingen

R.TEC Polska SpZ.oo

Warschau

REIFEN + RÄDER GmbH

Karlsbad

HANSE-TRADING Reifenservice

GmbH, Fürstenwalde

Reifen-

100 % 100 % Reifen Krupp GmbH & Co. KG

100 %

Schifferstadt

Großhandel

100 %

100 %

100 %

66,7 %

100 %

100 %

100 %

100 %

Krupp Verwaltungs GmbH

Schifferstadt

Pneus Krupp France S.a.r.l.

Wissembourg

Neumaticos Krupp SL

Madrid

PJP (Pneus Jantes et Prestations)

Bischheim

Reifen-

Großhandel

Reifen-

Großhandel

Reifen-

Großhandel

Reifen-

Großhandel

80 % 1)

90 %

100 %

100 %

R.E.T. REIFF Elastomertechnik GmbH

Reutlingen

Kremer GmbH

Wächtersbach

DELTA.tec GmbH Reutlingen

REIFF Technical Products

(Shanghai) Co., Ltd.

REIFF Technische Produkte GmbH

Reutlingen

Elastomertechnik

Technischer

Handel

Technischer

Handel

Technischer

Handel

Technischer

Handel

16,7%

Geschäftsführer

Uwe Richter

16,7%

Michael Richter

99,5 %

80 %

Evergreen SA

Luxemburg

20 %

Gummi-Roller S.a.r.l.

Luxemburg

Technischer

Handel

1)

10 % hält Hans-Jürgen Kremer, Sohn des ehemaligen Mehrheitseigentümers,

weitere 10% der Geschäftsführer Gregor Hämel

Hubert Reiff

0,5%

100 %

ROLLER S.a.r.l.

Belgien

100 %

100 %

Technischer

Handel

Picha S.p.r.l.

Belgien

Technischer

Handel


Kontakte/Termine 2013/2014

21

Wissenswertes

Für Fragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Finanzkalender 2013/14:

Pressekontakt:

Christina Guth

Telefon +49 2151 36805-11

presse@reiff-gruppe.de

Leiter Finanzen:

Manfred Braun

Telefon +49 7121 323-273

manfred.braun@reiff-gruppe.de

Juli 2013

Zwischenabschluss zum

30.06.2013

März 2014

Jahresabschluss zum

31.12.2013

März 2014 3. Folgerating 2014

27. Mai 2014 Zinszahlungstermin für

die REIFF-Anleihe

(WKN A1H3F2)

Juli 2014

Zwischenabschluss zum

30.06.2014

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Halbjahres enthält zukunftsbezogene

Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen über künftige

Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen

Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der

Möglichkeiten der REIFF-Gruppe bezüglich einer Kontrolle

oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise

das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen

Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben

und Realisierung der erwarteteten Synergieeffekte

sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten

einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und

Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen,

auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig

erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich

von den in diesen Aussagen explizit genannten

oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist

von der REIFF-Gruppe weder beabsichtigt, noch übernimmt

die REIFF-Gruppe eine gesonderte Verpflichtung,

zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an

Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses

Berichts anzupassen.

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z. B. Umwandlung von elektronischen

Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen

den in diesem Geschäftsbericht enthaltenen und den zum

elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen

kommen. In diesem Fall gilt die an

den elektronischen Bundesanzeiger übermittelte Fassung

als die verbindliche Fassung.

Der Halbjahresbericht steht im Internet unter

www.reiff-gruppe.de zum Download bereit.

Weitere Exemplare schicken wir Ihnen auf Anfrage

gerne kostenlos zu:

Telefon: +49 7121 323-434

Telefax: +49 7121 323-6434

E-Mail: anita.lang@reiff-gruppe.de

REIFF-Gruppe

Tübinger Str. 2 - 6

D-72762 Reutlingen

Telefon +49 7121 323-0

Telefax +49 7121 323-346

info@reiff-gruppe.de

www.reiff-gruppe.de


Die REIFF-Gruppe

REIFF steht seit der Gründung des Unternehmens

im Jahr 1910 für Innovation und Zuverlässigkeit im

Handel und den damit verbundenen Dienstleistungen.

Zwölf Markenunternehmen gehören heute zur REIFF-

Gruppe. An rund 80 Standorten in Deutschland und

Europa sind insgesamt über 1.620 Mitarbeiter für

unsere Kunden im Einsatz.

Die über 100-jährige Unternehmenstradition geht

Hand in Hand mit einem konsequenten Blick nach

vorne – auf zukunftsträchtige Trends bei Produkten

und Services sowie Veränderungen auf den Märkten

unserer Kunden.

So hat sich das Familienunternehmen zu einem

bundesweit führenden und europaweit agierenden

Partner für Produkte des Technischen Handels und

einer weit verzweigten Organisation für Reifen und

Autotechnik entwickelt.

2013

REIFF-Gruppe

Tübinger Str. 2 – 6, D-72762 Reutlingen

Telefon +49 7121 323-0, Telefax +49 7121 323-346

info@reiff-gruppe.de, www.reiff-gruppe.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine