Gohlis-Forum 5/2013 - Bürgerverein Gohlis eV

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Gohlis-Forum 5/2013 - Bürgerverein Gohlis eV

Gohlis

Forum

Informationen des

Bürgervereins Gohlis e. V.

15. Jahrgang 05 / 2013

Heisser Herbst in Gohlis ?

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Unruhe im Viertel. So spüren wir es, und

so äußern sich unsere Gäste und Besucher.

Mir fällt dabei auf, dass wir Alle eher übereinander,

anstatt miteinander reden. Es ist Oktober,

wir haben gerade das Lichtfest gefeiert, es

gab Friedensgebete und eine Rede zur Demokratie.

„Wir sind das Volk“ Damit hat sich am

09.10.1989 ausgehend von unserer Stadt zum

großen Teil der Lebensweg und das Schicksal

von Millionen Menschen entscheidend verändert.

Wir können mit Recht stolz darauf sein. Warum

aber fällt es uns dann so schwer, Toleranz

zu üben und Verständnis aufzubringen? Für die

Länder und Kulturen, in denen Menschen leben,

die noch kämpfen für Werte wie Demokratie

und Religionsfreiheit.

Natürlich können wir argumentieren, die gleichen

Rechte in eben diesen Ländern beanspruchen

zu dürfen. Wollen wir so denken? Das

erinnert mich stark an „Aug um Aug, Zahn um

Zahn“. Sollten wir nicht auch im Zusammenleben

verschiedener Kulturen zeigen, dass dies

eine Bereicherung darstellen kann?

Niemand bestreitet, dass, egal, wo man lebt,

Jeder bemüht sein muss, sich einzuleben, dass

Sprache, Regeln und Gesetze eingehalten werden

müssen.

Einfacher ist dies, wenn Hilfe und Verständnis

uns dabei unterstützen.

Wir als Bürgerverein leben das täglich. Vieles

erklärt sich im täglichen Miteinander. Das kann

Spaß machen, manchmal Entsetzen auslösen,

und oft entdeckt man Gemeinsamkeiten, entwickelt

unbemerkt Toleranz und lernt dazu.

Wir als Bürgerverein möchten zuhören, vermitteln,

helfen.

PC

Aus dem Inhalt

Modenschau bei Gerstmann Seite 2

Bleichert/VTA Kalender 2014 Seite 3

Neue Kunst im Gohlis Forum von Annekathrin Lange Seite 5

Neueröffnung Kästnerschule Seite 6

Kolumne Frau Dr. Hannelore Kirstein Seite 7

Bücherei Gohlis Seite 12

Warum ich gern in Gohlis lebe/ Lars Liebmann Seite 17


2 Gohlis-Forum 05/2013


Neuer Bleichert/VTA-Kalender 2014

Abb. 1

Der Bürgerverein Gohlis hat auch für 2014 wieder

einen Monatskalender zur Geschichte der Firma

Bleichert/VTA herausgegeben. Unter dem Motto

Von der Firma Bleichert zum VEB VTA 1874-1991 ist

er dem 140. Jahrestag der Gründung der Firma Bleichert

(1874) gewidmet.

Fotos und Bilder mit kurzen Erläuterungen sowie

eine Kurzchronik zeigen die Geschichte der Firma

Bleichert/VTA von den Anfängen bis zum Ende

im Jahre 1991 und dokumentieren damit die über

100jährige Tradition des Baues von Transportanlagen

am Stammsitz in Leipzig-Gohlis. Im einzelnen

zeigen die Bilder:

Titelseite: Modellsammlung der Firma Bleichert

im Dachgeschoss des Hochhauses im Werk Gohlis,

Foto 1908 s. Abb. 1

Januar: Erste künstlerische Darstellung einer

Bleichertschen Drahtseilbahn, Holzstich 1882

Dargestellt ist die symbolhafte Begegnung eines traditionellen

Transportmittels, der Kutsche, mit einer

in der Luft schwebenden Lastenseilbahn. Der Stich

entstand im Xylographischen Atelier von Otto Spamer,

Leipzig

Februar: Gondel der Kohlererbahn in Bozen

(Südtirol, heute Italien), Foto 1911

Das Foto zeigt die Erprobung der Gondel in der Großen

Montagehalle im Werk Gohlis. Die Kohlererbahn

war die erste von der Firma Bleichert gebaute

Personenseilbahn. In der Gondel befinden sich Ehefrauen

und Kinder von Werksangehörigen.

März: „Bleichert baut die Zugspitzbahn!“, Titelbild

eines Firmenprospektes von 1926 Unter

obigem Motto baute die Firma Bleichert auf der österreichischen

Seite die erste Personenseilbahn zur

Zugspitze. Der Prospekt

zeigt ein Gemälde von

Prof. Zeno Diener, das

das Panorama der Zugspitze

mit dem eingezeichneten

Verlauf der

Zugspitzbahn darstellt.

April: Große Montagehalle

im Werk Gohlis,

Foto 1908

Die Große Montagehalle

ist eine der größten

Industriehallen in

Leipzig (90 m lang, 25

m breit, 18 m hoch).

Sie war über Jahrzehnte

das Herzstück der

Produktion im Gohliser

Werk. In ihr entstanden

Antriebs aggregate für

Seilbahnen, Gondeln für

Personen-Schwebebahnen.

In der Zeit als VEB befand sich hier ein Montageband

für Gabelstapler, deshalb hieß sie Staplerhalle.

Mai: Elektrokarren „Eidechse“, Titelbild eines

Firmenprospektes von ~1935

Der Elektrokarren „Eidechse“ kam im innerbetrieblichen

Transport und auf großen Bahnhöfen beim

Gepäcktransport zum Einsatz. Der Antrieb erfolgte

durch Akkus, die sich unter der Tragfläche befanden.

Eine einfache, aber originelle Erfindung, die

Trittbrettlenkung durch Verlagerung des Körpergewichtes,

diente der Steuerung.

Juni: Skilift in Davos (Schweiz), Foto 1934

Die Firma Bleichert baute 1934 im Kurort Davos

die erste Schleppseilanlage für Skifahrer, später Skilift

genannt, auf der Grundlage eines Patentes des

Schweizer Ingenieurs Ernst Constam.

Juli: Ausstellungsraum „Seilbahnen“ im Deutschen

Museum München, Foto um 1935

Im Ausstellungsraum des Deutschen Museums

München waren bis zum 2. Weltkrieg mehrere Objekte

der Firma Bleichert (Originale, Modelle und

Dokumente) der Firma Bleichert ausgestellt. Auf

dem Foto ist im Vordergrund eine Elektrohängebahn

zu erkennen, die in Originalgröße um die Säule

angeordnet war. Rechts an der Wand stand ein

Modell der ersten Seilbahn in Teutschenthal von

1874. In den Vitrinen im Hintergrund links waren

Dioramen der Bleichertschen Seilbahnen in den argentinischen

Kordilleren und im Usambaragebirge

(Ostafrika, heute Tansania) ausgestellt.

August: Elektro-PKW Bleichert, Foto um 1935

Die Firma Bleichert hat in den 1930er Jahren ein

Zweisitzer-Cabriolet hergestellt. Das Fahrzeug wur-

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de von einer Batterie angetrieben, die sich unter der

Vorderhaube befand. Die Höchstgeschwindigkeit

betrug wegen des großen Gewichtes der Batterien

nur 30 km/h. Mit einer „Füllung“ konnte man 70-90

km weit fahren. Es wurden nur wenige Exemplare

auf Bestellung angefertigt.

September: Elektro-Gleisschlepper „Karlik“, Titelbild

eines Firmenprospektes von 1950

In den Jahren als SAG-Betrieb (1946-1953) wurde

als Reparationsleistung für die UdSSR der

Elektro-Gleisschlepper „Karlik“ hergestellt. Er kam

vor allem im sowjetischen Bergbau zum Einsatz.

Oktober: Schwimmkran „Goliath“, Foto ~1955

Der Schwimmkran „Goliath“ war eine der größten

und leistungsfähigsten Einzelanlagen, die vom

VEB VTA gebaut wurden. Er kam in den Seehäfen

Rostock und Wismar und in der UdSSR zum Einsatz.

Auf dem Foto hat der Goliath einen Wippdrehkran

am Haken.

November: Dieselgabelstapler DFG 2002/2 N, Titelbild

eines Firmenprospektes

Der Prospekt enthält Arbeitsanweisungen für den

Dieselgabelstapler in englischer Sprache. In zahlreichen

farbigen Bildern ohne Worte im Comic-Stil

werden Hinweise zur Bedienung und Pflege gegeben.

Dezember: Dieselgabelstapler DFG 2002/52N-W,

Titelbild eines Firmenprospektes 1990

Der Dieselgabelstapler DFG 2002/52N-W war die

Hoffnung des 1990 in eine GmbH umgewandelten

Verlade- und Transportanlagen Leipzig, die sich

nicht erfüllte. Die Besetzung des Werkteiles Eutritzsch

durch die Belegschaft und eine Demonstration

mit dem neuen Gabelstapler zum Leipziger

Marktplatz konnten die Schließung des Werkes und

die nachfolgende Liquidation der Firma nicht verhindern.

s. Abb. 2 (Monatsblatt Dezember) M. H.

Abb. 2

Bleichert-VTA-Kalender 2014

Von der Firma Bleichert zum VEB VTA 1874-1991.

Zum 140. Jahrestag der Gründung der Firma Bleichert

Text: Dr. Manfred Hötzel, Gestaltung: Dipl.-Ing. Reinhard

Wohlfahrt

12 farbige Monatsblätter mit Kalendarium und

Deckblatt, Schutzfolie, Rücken, Ringbindung mit

Aufhänger, Format A 4, Preis: 7,30 €

Der Kalender wird nur vom Bürgerverein Gohlis

vertrieben und kann im Büro des Bürgervereins in

der Lindenthaler Straße 34 und im Heinrich-Budde-Haus,

Lützowstr. 19, zu den jeweiligen Sprechzeiten

erworben werden.

BV-Splitter -Aktuelles aus Gohlis

Die autoforum Gerstmann GmbH hat seit dem 01.09.2013 einen

neuen Filialleiter. Herr Thomas Stölzner ist Jahrgang `61, verheiratet

und Vater einer Tochter. Bis 1978 besuchte Herr Stölzner die

Schillerschule. An die Lehre als Kfz-Mechaniker schloss sich eine

Meisterausbildung an. Sein Betriebswirt bei der Handwerkskammer

Leipzig folgte später.

Seine knapp bemessene Freizeit gehört vor allem dem Sport. Laufen,

bis hin zum Marathon und Badminton, und im Winter Alpin

Ski fahren. Zudem ist er Sektionsvorsitzender Badminton in Belgershain.

Gefragt danach, was ihn bewogen hat, nach 35 Jahren in ein- und

demselben Unternehmen, als Filialleiter ins autoforum zu wechseln,

steht für Herrn Stölzner vor allem die persönliche Herausforderung

dieser neuen Aufgabe im Vordergrund.

Dabei nennt er als vorranginge Ziele die Kundenzufriedenheit und langfristige, beide Seiten befriedigende

Beziehungen zu seinen Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden. Wir wünschen Herrn Stölzner für

diese neue Herausforderung viel Erfolg und freuen uns auf weitere Veranstaltungen gemeinsam mit der

autoforum Gerstmann GmbH.

4 Gohlis-Forum 05/2013


Annekathrin Lange

Vita ...

... geboren 1986 in Stollberg (Erzgebirge)

... Schule und Abitur in Zwickau und Lichtenstein

... nach dem Abitur Ausbildung und Arbeitstätigkeit als Gesundheits- und

Krankenpflegerin in Chemnitz

... seit 2009 Kunstpädagogikstudium in Leipzig

... während des Studiums Beginn der Arbeit als Sängerin unter

dem Künstlernamen Anne Milayne bei dem Leipziger Musiklabel

Sensual Media,

... sowie eine verstärkt intensive künstlerische Beschäftigung im

grafischen, malerischen, fotografischen und medialen Bereich

... seit 2013 künstlerische Tätigkeit auf dem Gelände des

MONOPOL Leipzigs

Ausstellungen ...

2011 Kunst am Markt (Ausstellung mehrerer Studierender der

Universität Leipzig)

2013 Kunst: offen Sachsen, Leipzig

2013 Tag der Industriekultur, Leipzig

2013 Offene Ateliers Leipzig

Die Ausstellung von Annekathrin Lange kann ab Freitag, den 25.10.2013 zu den bekannten

Öffnungszeiten, oder nach Vereinbarung, im Bürgerbüro „Gohlis Forum“ angesehen werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Fotos: Bernhard Stoschek

Gohlis-Forum 05/2013 5


6 Gohlis-Forum 05/2013


Gesundheitskolumne von Dr. Hannelore Kerstin

Kleiner Pieks – große Wirkung

Impfungen unterstützen die Abwehrmechanismen

des Körpers. Sie sorgen dafür, dass rechtzeitig eine

Abwehr gegen die Krankheitserreger aufgebaut

wird. Dies geschieht, noch bevor die Erreger in den

Körper einzudringen versuchen. Wenn der Erreger

später angreift, ist das Immunsystem darauf vorbereitet

und kann sich gegen den Erreger erfolgreich

zur Wehr setzten.

Unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut. Impfungen

können dazu beitragen, sie zu erhalten. Denn

Infektionskrankheiten sind nicht immer harmlos.

Die Komplikationen durch Infektionskrankheiten

werden oftmals unterschätzt. Vor ihnen ist prinzipiell

niemand gefeit.

Menschen aus Risikogruppen müssen besonders

darauf achten, ihre ohnehin geschwächte Gesundheit

nicht noch zusätzlich zu belasten. Bei ihnen ist

das Risiko für Komplikationen bei einer Infektionskrankheit

besonders hoch.

Beispiele für Risikogruppen sind:

- Kleinkinder, weil ihr Immunsystem erst mit wenigen

Erregern in Berührung kam und noch

nicht voll ausgereift ist

- Menschen ab 60

- Menschen mit chronischen Erkrankungen, weil

ihr Organismus ständig gegen die Erkrankung

ankämpfen muss

- Menschen mit viel Kontakt zu anderen Menschen,

z.B. medizinischem Personal, Erzieher,

Personal im öffentlichem Dienst usw., weil ihr

Immunsystem ständig Erreger von Kontaktpersonen

abwehren muss.

Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst,

sondern auch andere.

Warum ist das so? Wer geimpft ist, hat Antikörper

gegen den jeweiligen Krankheitserreger gebildet.

Solange der Impfschutz anhält, ist er daher vor der

Erkrankung geschützt. Dadurch sinkt zugleich das

Risiko, dass er die Erkrankung auf andere überträgt.

Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto weniger

gefährdet sind auch Nichtgeimpfte.

Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger kann

sich der Erreger ausbreiten.

Beherzigen Sie das allzeit gültige Sprichwort:

„Wenn sie heute zu wenig Zeit für Ihre Gesundheit

aufbringen, werden Sie morgen sehr viel Zeit für

Ihre Krankheiten opfern müssen.“

Deshalb lassen Sie sich impfen.

Hannelore Kirstein

Fachärztin für Allgemeinmedizin

Elsbethstraße 20

04155 Leipzig

Quelle: Beilage zur LVZ September 2013

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Baugeschehen rund um den Kirchplatz

von Hansgeorg Herold

Fahrrad-

Stellplatz

Stellplatz

Zufahrt Garagen

Stellplatz

Terrasse

Berggartenstraße

Schorlemmerstraße

Hofeingang

Zufahrt Garage

Terrasse

Haupteingang

Hofeinfahrt

Vorgarten

Gehweg

der Schorlemmerstraße, auf dem sich drei

weitere Stellplätze sowie Fahrrad-Abstellmöglichkeiten

befinden. Zum Kirchplatz

hin wird das Gebäude von einer markanten

Abrundung mit geschlossener Fassade

geprägt, wodurch der Blockrand eine architektonisch

interessante Note erhält. Ein

Vorgarten mit Einzäunung soll das Gebäude

in der Schorlemmerstraße zum Fußweg

hin eingrenzen.

Die Fassade wird als Putzfassade, durch

Simse gegliedert, in heller Farbgebung

ausgeführt. Damit passt sie sich der umgebenden

Bebauung an und steht im Kontrast

zur gegenüberliegenden dunklen Granitverkleidung

der Schorlemmerstraße 2.

Der Sockelbereich wird farblich abgesetzt.

Der Bauantrag für das Vorhaben wurde eingereicht

Freiflächenplan

N

und soll zeitnah bestätigt werden. Somit kann im

kommenden Frühjahr mit dem Baubeginn gerechnet

werden.

Zu den größeren stadtbildprägenden Bauvorhaben

in Gohlis Süd gehören zweifellos die Bauten rund

um den Kirchplatz. Über das Projekt Schillerweg 3

berichteten wir im GohlisForum 03/13, das Objekt

Schillerweg 1 wurde im GohlisForum 04/13 vorgestellt

und im Folgenden informieren wir über das

Bauvorhaben Berggartenstraße 2. Dazu war das

GohlisForum mit Frau Schreckenbach, Architektin

im Studio pmhLE, im Gespräch.

Auf einer seit Jahren verwilderten Grünfläche entsteht

entlang der Berggartenstraße ein Wohngebäude,

das sich mit einer Traufhöhe von etwa 22

m der angrenzenden Bebauung in der Berggartenstraße

anpasst. Das Gebäude gliedert sich in fünf

Geschosse und ein Penthouse im zurückgesetzten

Staffelgeschoss. Je Geschoss sind zwei Drei- bis

Fünf-Raum- Wohnungen von etwa 130 qm bzw. 110

qm vorgesehen, die als Eigentumswohnungen angeboten

werden. Die Schlafräume sind dabei hofseitig

angeordnet.

Das Erdgeschoss beinhaltet neben fünf Pkw-Stellplätzen

Abstell- und Technikräume. Die Zufahrt zu

den Garagen-Stellplätzen erfolgt über den Hof in

Für das Gespräch und die Bereitstellung der Pläne

danken wir der Architektin, Frau Schreckenbach,

sehr herzlich.

8 Gohlis-Forum 05/2013


Leipziger Fahrzeugbaugeschichte zum anfassen -

Stoye-Seitenwagentreffen 5. Oktober 2013

1925 bis 1990 stellte die Firma Fahrzeugbau

Stoye in Leipzig Seitenwagen für Motorräder

in vielen Varianten her, ab

1944 in der Lindenthaler Str. 65. Sie

war damit einer der größten und einfallsreichsten

Hersteller weltweit.

Nach Einstellung der Produktion und

Verkauf des Geländes wurde ab 1990

ein Autohaus gebaut, aber auch die alten

Fertigungsräume blieben erhalten

und wurden, bis auf einen, renoviert

und zu Werkstätten umgebaut. Dieser

alte Raum blieb jedoch im Originalzustand

von 1985 erhalten. 2011 übernahm

die Fa. Gerstmann das Autohaus

und gründete das

Damit bekamen wir die Möglichkeit,

in diesem Raum eine kleine Ausstellung

zur Fa. Stoye und dem Seitenwagenbau

aufzubauen. Durch Unterstützung

des autoforum konnte

diese Ausstellung inzwischen, auch

durch viele Leihgaben, zu einem

kleinen Museum ausgebaut werden.

Auch im Autohausbereich gibt

es inzwischen Seitenwagen/Gespanne

und einiges zur Geschichte

zu sehen.

2011 fand auch unser erstes Seitenwagen-

und Gespanntreffen mit

großer deutschlandweiter Resonanz statt.

Leider spielte beim Treffen 2012

das Wetter nicht wie gewünscht mit,

was in den Tagen vor unserem diesjährigen

Termin auch zu befürchten

war. Aber Petrus ist wohl auch Gespannfahrer,

jedenfalls hatten wir

am Samstag ideales Wetter sodass

sich die umfangreichen Vorbereitungen

wirklich gelohnt haben.

Ab 9 Uhr trafen die ersten Teilnehmer

auf dem für das Treffen freigemachten

Platz ein der schon bald

mit historischen Fahrzeugen verschiedenster

Hersteller und Baujahre

gefüllt war.

Gohlis-Forum 05/2013 9


Da es speziell für die Fahrer historischer Gespanne

bisher kaum eigene Treffen gibt wurde

die Gelegenheit für neue Kontakte

und Austausch von Problemen und Erfahrungen

intensiv genutzt. Insgesamt

haben wir an diesem Tag 132 Gespanne

gezählt.

Gefreut haben wir uns aber auch über

ein reges Interesse von Besuchern

aus dem nahen und fernen Umfeld die

einfach etwas über die bisher kaum

bekannte Geschichte der Fa. Stoye an

diesem Standort erfahren wollten und

die überrascht waren, was es dazu alles

zu sehen gab. Wohlgefühlt haben sich

wohl alle, da neben dem schönen Wetter

auch die Versorgung für das leibliche

Wohl gestimmt hat.

Dazu beigetragen hat auch die kommentierte

Aufführung von 2 historischen Stummfilmen

von 1927 (erstes Badberg-Viereck- und damit

Sachsenringrennen) und 1931 (Stadtfahrt

durch Leipzig), beide mit Stoye-Seitenwa-

gengespannen. Teilweise gab es sogar

spontanen Szenenapplaus. Ein Originalgespann

aus dieser Zeit war ebenfalls

zu bewundern.

Wer sich vom „Seitenwagenvirus“ befallen

lassen hat kann sich auch zünftig

ausstatten, wir haben mit dem Verkauf

von Stoye-Fanartikeln begonnen deren

Erlös in den weiteren Ausbau des Museums

fließt.

Ein weiterer Höhepunkt war die Gespannausfahrt

ab 12 Uhr quer durch die

Stadt zum Völkerschlachtdenkmal. Ca.

50 Gespanne haben sich, begleitet von

freudigen Reaktionen am Straßenrand, auf

den Weg gemacht. Trotz umfangreichen

Verkehrs sind alle in kurzem Abstand

am Denkmal eingetroffen. Wir konnten

dort, wie auf dem Originalfoto zu unserem

diesjährigen Plakat, Aufstellung

zu einem beeindruckenden Foto aller

Fahrzeuge nehmen. Auch hierbei gab

es nur positive Reaktionen der zahlreichen

Touristen die teilweise unbedingt

Fotos mit einem unserer Gespanne haben

wollten.

Anschließend erfolgte noch ein Besuch

des Grabes unseres Firmengründers

Walter Stoye auf dem Südfriedhof. Auch

im Herbst nächsten Jahres werden wir wieder

ein Treffen veranstalten.

Claus Hüne

Kontakt: 0341/5647682 oder

Huene@StoyeLeipzig.de

10 Gohlis-Forum 05/2013


Gohlis-Forum 05/2013 11


Neues aus der Bibliothek Gohlis

Liebe Leserinnen und Leser des Gohlis Forum!

Der Herbst ist da und die langen Abende verleiten

zum Lesen eines großartigen Romans, zum Hören

eines spannenden Hörbuchs und zum gemeinsamen

Filmvergnügen. Aus diesem Grund möchten

wir Ihnen in dieser Ausgabe des Gohlis-Forum einige

Bücher, CDs, und DVDs vorstellen. Abschließend

finden Sie eine Einladung zu unserem 2. Familientag,

der am 9. November 2013 in der Bibliothek

Gohlis stattfinden wird.

Neue Filme

Die DVD des

Monats ist

„Breaking

Bad“. Held

die ser preisgekrönten

Serie

ist der vom

Pech verfolgte

Chemielehrer

Walter White,

der verzweifelt

versucht,

seine Frau

und seinen

körperlich

behinderten

Sohn durchzubringen.

Sein Leben

nimmt eine

grundlegende Wendung, als bei Walter Lungenkrebs

im Endstadium diagnostiziert wird. Da er nun nichts

mehr zu verlieren hat, nutzt Walter seine Fähigkeiten

als Chemiker, um gemeinsam mit einem seiner

ehemaligen Schüler die Droge CrystalMeth herzustellen

und zu verkaufen. Walter ist zu allem bereit,

um sicherzustellen, dass seine Familie nach seinem

Ableben versorgt ist - und wenn er dazu ihrer aller

Leben riskieren muss. Die fantastischen Darsteller

und die immer wieder überraschende und doch

nachvollziehbare Handlung machen „Breaking Bad“

zu einem absolutem Erlebnis. Tipp!

Weitere neue Filme, die sehr viel Aufmerksamkeit

erhalten, sind: „Zero Dark Thirty“, die Verfilmung

der Jagd auf Osama Bin Laden, „Star Trek – Into Darkness“,

„3096 Tage“, die Geschichte der Gefangenschaft

der Natascha Kampusch und „Wer ist John

Galt“, Teil 1 der Atlas-Trilogie von Ayn Rand.

Neue Bücher

Seit einigen Wochen mehren sich die Anfragen nach

einem bestimmten Buch mit dem Titel „Vergiss mein

nicht“. Dabei handelt es sich bei dem von David Sieveking

geschriebenen Buch eher um einen Erfahrungsbericht.

Denn der Autor erzählt von seiner

eigenen Mutter, die an Alzheimer erkrankt. Er zieht

wieder zu Hause ein und verlebt mit seinen Eltern

nach dem Schock der Diagnose auch wunderbare

Momente, die seine Familie eng zusammenrücken

lassen. Auch als DVD erhältlich.

Eine ganz andere Stimmung erzeugt Val McDermid

in ihrem neuen Roman „Der Verrat“. Auf dem Flughafen

Chicago wird der Fünfjährige Adoptivsohn

von Stephanie Harker von einem Unbekannten

angesprochen und mitgenommen. Als Stephanie

außer sich vor Angst versucht aus der Sicherheitszone

auszubrechen, wird sie für eine Attentäterin

gehalten, überwältigt und festgenommen. In einem

verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit versucht Stephanie

den Entführer zu finden. Ein brisantes und

aktuelles Thema, verpackt in einen zeitgemäßen anspruchsvollen

Thriller.

Kinderfilme

Eine Reihe neuer Kinderfilme verstärkt den Andrang

an den Filmregalen in unserer Kinderbibliothek.

Neben Kinokassenschlagern wie „Epic“ und

„Jack and the Giants“ gibt es nun auch „Die Vampirschwestern“,

die Verfilmung der Kinderbuchreihe

von Franziska Gehm und „Die Croods“ in unseren

Regalen. Die Croods sind eine Steinzeitfamilie, die

12 Gohlis-Forum 05/2013


in diesem animierten Film ihr Zuhause, sprich ihre

Höhle, verlassen müssen, um nach einem neuen Lebensraum

zu suchen. Während all ihrer Abenteuer

begreifen sie vor allem eines, ihr Zusammenhalt ist

die wichtigste Grundlage für das Überleben.

2. Familientag in der Bibliothek Gohlis

Nach dem großen Erfolg unseres 1. Familientages

im Herbst 2012 war klar: es wird eine Fortsetzung

geben. Am 9. November 2013 findet in der Bibliothek

Gohlis der 2. Familientag statt, zu dem wir Sie

und Ihre Familie herzlich einladen. Hauptattraktion

des Festes wird das Programm von Clown Jochen

sein, der all unsere Gäste ab 14.00 Uhr zum Lachen

bringt. Für die Freunde des vorweihnachtlichen

Bastelns gibt es die Möglichkeit Fröbelsterne und

andere Basteleien herzustellen. Und auch die Kleinsten

kommen auf ihre Kosten, denn im Veranstaltungsraum

der Bibliothek läuft das Bilderbuchkino

für Kinder. Der Eintritt ist wie immer frei! Der Familientag

beginnt um 10 Uhr und endet 16 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Anmeldung für LeipzigPass-Inhaber ist ermäßigt.

Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre können die Bibliothek

kostenlos nutzen.

Bibliothek Gohlis

Stadtteilzentrum Gohlis

Georg-Schumann-Str. 105

04155 Leipzig

Tel.: 0341 / 90 13 76 4

E-Mail: bibliothek.gohlis@leipzig.de

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10 – 18 Uhr;

Mi 13 – 18 Uhr

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Die Story von Luise und

ihrem Rücken

Der Herbst meint es noch einmal gut und die

Sonne scheint. Luise kann am Wochenende in

ihrem Garten werkeln, Hecke schneiden, Laub

harken und ihre geliebten Stauden umsetzen. Und

ihr Rücken? Der macht munter mit, keine

Schmerzen. Aber in der Pause, noch vor dem

Kaffee gibt es bei Luise Lockerungs- und

Dehnungsübungen. So wie sie es an den Donnerstagen gelernt hat.

Montag geht es dann wieder mit dem Rad auf Arbeit – die Sonne macht‘s möglich. Für Luise ist diese halbe

Stunde morgens mit dem Rad auf Arbeit ein Genuss. Nachmittags im Verkehr dann nicht mehr so – aber die

Gelenke machen mit und sie kommt flott ans Ziel. Der Schweiß am Donnerstagabend bringt schon etwas.

Sicher, sie muss nicht immer alles schleppen, aber manches Mal muss sie doch den Einkauf nach oben buckeln.

Gut, dass am Donnerstag auch Kraftübungen dabei sind.. Denkt Luise – und, dass es ein wunderbares Gefühl

ist, wenigstens einmal in der Woche den inneren Schweinehund zu besiegen und sich so etwas Gutes zu tun.

Jeden Donnerstag ab 17.40 Uhr dringt Musik aus der Turnhalle Geibelstraße 74. Ungefähr dreißig Frauen über

40 Jahre, darunter Luise, sind dabei unter Anleitung einer qualifizierten Übungsleiterin altersgerecht zu

trainieren, den Rücken, die Gelenke, die Muskulatur. Ihr Ziel: lange fit und beweglich bleiben. „Da werden wir

auch Mal ganz schön gescheucht“, erzählt sie beim Thema Sport in der Familienrunde bei Kaffee und Kuchen.

Und den kann sie sich durch die Gymnastik leisten. Neben Kraft und Dehnungsübungen gehören zum Training

sensomotorische und tänzerische Elemente sowie Koordinations- und Entspannungsübungen.

Nach einer Stunde ist es geschafft, der Sieg gehört Luise und ihren Sportfreundinnen. Das erlebt sie nun schon

seit Jahren jeden Donnerstag. Auch die jährliche Weihnachtsfeier und die fantastischen Ausflüge gehören dazu.

Sei es nach Wermsdorf ins Schloss, wie in diesem Jahr, oder zum Jahrtausendturm nach Magdeburg, der

Auwaldausflug oder die tolle Tour mit der Kohlebahn, so kann Luise ihre sozialen Kontakte über den

Donnerstag und das Schwitzen hinaus pflegen.

Für Luise, die mittlerweile auch noch im Vorstand ist, wäre es ein Traum, wenn sich noch ein paar Mädels über

40 zum Gymnastiktraining in der Geibelstraße melden würden.

P. S.: Der Vollständigkeit halber sei

erwähnt, dass die SG ISO, so heißt

Luises Sportverein, neben der

Gymnastik noch aus zwei weiteren

Abteilungen besteht: der

Walkingtruppe, die in der gleichen

Sporthalle montags eine Stunde ab

17.45 Uhr trainiert, und die

Tischtennisfreunde. Die lassen den

kleinen weißen Ball am Dienstag in

der Sporthalle der 35. Mittelschule in

der Virchowstraße 4/6 über die Tische

springen – die Kinder ab 17 Uhr, ihnen

folgen die Erwachsenen ab 19 Uhr.

Elke Groh

14 Gohlis-Forum 05/2013


BV Splitter – Aktuelles aus Gohlis

AUFRUF

Modellanlage „Skilift“

Für die Ausstellung zur Geschichte der Firma Bleichert/VTA

im Jahre 2014 suchen wir für die Einkleidung

eines Models originale Skikleidung im Stil der

1930er oder 1950er Jahre.

Diese sollte ungefähr so aussehen wie die Kleidung

der Skiläufer auf der nebenstehenden Abbildung. Gesucht

werden im Einzelnen:

Skipullover oder Anorak, Knickerbocker- oder Keilhose,

Wollmütze, Handschuhe, Holzski mit Bindung,

Skistöcke mit Ringen (Holz oder Bambus), ein Paar

Skischuhe (Leder)

Bitte nur gut erhaltene Exemplare schriftlich oder telefonisch

anbieten an:

Bürgerverein Gohlis e. V., Lindenthaler Straße 34,

04155 Leipzig, Tel. 0341-20018556,

Email: buergerverein-gohlis@arcor.de

Ansprechpartner Frau Cramer

Abbildung: Titelseite eines Firmenprospektes von 1950

Graphik: LANGE + KEIL Leipzig

Unterstützung für

pflegende Angehörige von

Menschen mit Demenz

Das Angebot an Entlastungsund

Unterstützungsmöglichkeiten

für Familien die

Menschen mit Demenz

betreuen wird auch in Leipzig

vielfältiger. Im Rahmen der

Veranstaltung werden Ihnen

zwei aktuelle Projekte der

HTWK Leipzig und der

Universität Leipzig vorgestellt.

Sie können mit den Akteuren

ins Gespräch kommen und

die Angebote kennenlernen.

Eine Veranstaltung für pflegende Angehörige und für Fachkräfte

05. November 2013, 17.00 -19.00 Uhr im Bürgerverein Gohlis e.V.,

Lindenthaler Straße 34, 04155 Leipzig

Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung unter 0341/ 200 18 556 an.

Gohlis-Forum 05/2013 15


Ich lebe gern in Gohlis weil,

Unserem Interview stellte sich diesmal ein

Mann, auf den wir im Rahmen unseres Umzuges

in die Lindenthaler Straße 34 aufmerksam wurden.

Lars Liebmann ist u.a. für das Unternehmen Seniosana

tätig und als Bauleiter verantwortlich

für das Projekt Rosentalresidenz in der Elsbethstraße.

Geboren ist er 1971, verheiratet und Vater von

zwei Kindern.

Er ist eher ein Mann großer Taten statt großer

Worte.

Herr Liebmann, welche Kriterien haben für Sie eine

Rolle gespielt, als Arbeits- und Lebensmittelpunkt

Leipzig Gohlis zu wählen?

Gohlis gilt seit jeher als höherwertig schöne Bausubstanz

mit angenehmer Lebensstruktur. Außerdem waren

hier schon familiäre Wurzeln vorhanden.

Wo sehen Sie als geborener Leipziger Unterschiede

wenn Sie Gohlis mit anderen Stadtteilen vergleichen?

Die angrenzenden Stadtteile haben alle ihren Charme,

wesentliche Unterschiede könnte ich nicht benennen.

So hat jeder Stadtteil seinen Reiz sowie seine Vor- und

Nachteile.

Rosentalresidenz Elsbethstr. 16-20

Sie haben u.a. in München und Frankfurt am Main

gearbeitet und gelebt. Kann eine Stadt wie Leipzig

Ihrer Meinung nach mit diesen „Metropolen“ mithalten?

Und wo sehen sie Handlungsbedarf, damit

es Leipzig schafft, in einer Reihe mit den aufgeführten

Orten genannt zu werden?

Leipzig kann für das Verhältnis im Osten Deutschlands

gut mithalten im Bereich der neuen Bundesländer. Im

direkten Vergleich der vergleichstypischen Merkmale

wie Wirtschaft und gefühltem Lebensstandard, wird

Leipzig nicht heran kommen an die benannten Städte,

da auch diese sich weiter entwickeln und daher ein

„Einholen“ sicher ausgeschlossen ist.

Wenn Leipzig seine Stärken nutzt und weiter ausbaut

und eben nicht versucht, wie München oder Frankfurt

zu sein, wird es positiv weitergehen. Nicht zuletzt

auch dank dem Wirtschaftsimport wie BMW

oder DHL.

Allerdings droht auch immer der „weitere

Osten“ für wirtschaftliche Abwanderung.

Deshalb müssen wir bodenständig bleiben

und uns als mittelgroßer Standort mit guter

Lebensqualität und als Neuseenstandort behaupten.

Als Fachmann für alles, was mit dem Bau

von neuen Gebäuden, aber auch mit der Sanierung

schon vorhandener Gebäude zu tun

hat. Wo sehen Sie Herr Liebmann, speziell

hier in Gohlis Handlungsbedarf?

Gohlis hat sich gut entwickelt. Die meisten

Prachtstraßen und Ecken sind geschafft.

Nun müssen die Randbereiche und „dunklen

Ecken“ angegangen werden.

Allerdings fehlt es hier auch an privatwirtschaftlichen

Impulsen, da eine längerfristige Nutzung dieser

Randgebiete meist schwierig ist und gerade auch in

Gohlis sehr viele dieser Flächen noch vorhanden sind.

Nicht zuletzt um die Bleichert-Werke, als auch im

Übergang zu Eutritzsch entlang der Delitzscher Straße

gibt es Handlungsbedarf.

Hat es ein Bauprojekt gegeben, an das Sie besonders

16 Gohlis-Forum 05/2013


gern zurück denken?

So gesehen hat jedes Bauwerk etwas Besonderes, was

es zu lösen galt. Am Ende freut man sich über alle,

die etwas Besonderes „geworden“ sind. Als Aktuelles

und jetzt fertig Gestelltes wäre aber gern die Rosenthal-Residenz

in Leipzig-Gohlis zu benennen.

Bauen ist ja nicht nur eine sehr teure, sondern auch

eine sehr einerseits fachliche, andererseits sehr gefühlstechnische

Herausforderung.

Ist es nicht besonders schwierig, sich immer wieder

auf neue Auftraggeber einzustellen?

Eine gewisse Einstellung auf neue Auftraggeber und

Partner ist sicher immer erforderlich. Aber schlussendlich

sind die zu lösenden Aufgaben ähnlich, die

Anforderungen gleich im Bezug auf Kosten, Nutzen

und Baugeschwindigkeit und natürlich auf die bleibende

Qualität und Nachhaltigkeit.

Herr Liebmann, wie lange werden Sie noch mit Ihrem

momentanen Auftrag zu tun haben? Und wissen

schon, was Sie als nächstes Projekt beginnen

werden?

Die meisten Aufträge und Projekte gehen ineinander

über und werden durchmischt von anders gearteten

Beschäftigungen und Aufträgen. Schlussendlich bin

ich auch Sachverständiger für Schäden an Gebäuden

und baulichen Anlagen. Und auch aus diesem

Geschäftsbereich wird meine Projektarbeit ergänzt.

Natürlich bin ich auch immer im Vorgespräch zu größeren

Projekten, aber diese liegen zum Einen nicht

„auf der Straße“, und zum Anderen reifen solche Sachen

recht ausführlich und daher wird der Beginn des

nächsten Großprojektes nicht lang auf sich warten

lassen.

Herr Liebmann, wir danken Ihnen für das Gespräch

und wünschen Ihnen für Ihre berufliche und persönliche

Zukunft alles Gute!

PC

In eigener Sache

Gohlis Kalender 2014

Gohlis im Wandel“

Das nächste Weihnachtsfest kommt!

Nach vielen Anfragen unserer Leser und Leserinnen ist es nun soweit.

Voraussichtlich ab November 2013 gibt es ihn: Den Gohlis Kalender 2014

Er steht unter dem Motto:

Abgebildet sind im A3 Format Motive von bekannten Gohliser Sehenswürdigkeiten

um die Jahrhundertwende und im Heute.

Der Kalender ist zum Preis von 9,30 € im Bürgerverein Gohlis e.V. erhältlich

Gohlis-Forum 05/2013 17


18 Gohlis-Forum 05/2013


„Aber den deutschen Geist, sagt mir, wo findet

man den?“

Theater im Schillerhaus

Leipzig, 16.10.2013: Ab Donnerstag, dem 7.11., begeben

sich um 19 Uhr die Theatermitglieder

des Schillerhauses mit ihrem Publikum auf eine

spannende Reise durch die Literatur der

Leipziger Aufklärung. Am Entstehungsort des Liedes

„An die Freude“ erfahren Gäste in heiterer

Atmosphäre aus Leben und Werk fast vergessener

Dichter des 18. Jahrhunderts. Spielend,

rezitierend und singend spannen die Schauspieler

einen Bogen von Menckes erster

Gelehrtenzeitschrift bis zu Schillers Publikationen.

Eigens für das Stück erstellte, musikalische

Arrangements runden den Abend ab und erzeugen

ein einzigartiges Ambiente in der Bauernstube des

Schillerhauses.

Das Stück „Aber den deutschen Geist, sagt mir, wo

findet man den?“ wird von Donnerstag, dem

7.11. bis Sonntag, dem 10.11., an vier aufeinanderfolgenden

Abenden um 19.00 Uhr gespielt. Der

Einlass beginnt um 18.30 Uhr.

Der Eintritt beträgt 6 €, ermäßigt 4 €. Für das

kulinarische Wohlergehen sorgt die Gohliser

Wirtschaft. Um eine Kartenvorbestellung unter

0341/5662170 wird gebeten.

Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Das Schillerhaustheater

Gohlis-Forum 05/2013 19


ZUM GEBURTSTAG HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Frau Ingeborg Ziltener 31.10. Frau Brigitte Köbler 07.11.

Herr Stephan Mählig 14.11. Frau Almut Schenke 20.11.

Frau Siegrid Kühne 22.11. Frau Gisela Oeckinghaus 28.11.

übermittelt der Bürgerverein Gohlis e.V.

Impressum

Herausgeber: Bürgerverein Gohlis e. V.

Vereinsanschrift: Lindenthaler Straße 34, 04155 Leipzig,

Tel: (0341) 200 18 556,

Fax : (0341) 2466672

Internet:

www.buergerverein-gohlis.de

mailto:

buergerverein-gohlis@arcor.de

Bankverbindung: Sparkasse Leipzig, BLZ 860 555 92,

Konto-Nr. 1111 501 668

Redaktion:

Petra Cramer, Eva-Maria Cramer

Satz u. Layout: Reinhard Wohlfahrt

Fotos:

Petra Cramer, Dieter Gruner, Sebastian Brauer, Autoren

Druck und Heftung: Wir machen druck

Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht der Meinung des Bürgervereins Gohlis e. V. entsprechen.

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