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Luftrettung 3 | 2013

Das Förderermagazin

NOTFALL

Jetskifahrer auf

Kollisionskurs

STATIONSPORTRÄT

Die DRF Luftrettung

in Freiburg

KLEIN, LEICHT UND INNOVATIV

Entwicklungen in

der Medizintechnik


Förderer der ersten Stunde (Fortsetzung): Hans Kaechele (seit

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

erinnern Sie sich? Das erste Mobiltelefon war

ein Knochen. Es wog knapp 800 g, konnte maximal

30 Rufnummern speichern und besaß nur

einen Klingelton. Auch die medizintechnischen

Geräte aus den Anfangsjahren der Luftrettung

waren vergleichsweise schwer und unhandlich.

Daher hätte es vor 40 Jahren auch niemand für

möglich gehalten, dass ein mobiles Ultraschallgerät

einmal in die Jackentasche des Notarztes

passen würde. Oder dass Leitstellendisponenten

den aktuellen Aufenthaltsort und Einsatzstatus

von Rettungshubschraubern auf einem Bildschirm

sehen und diese direkt zu einem Einsatzort

alarmieren können.

Digitalisierung und Satellitennavigation haben

Wesentliches zur Optimierung der Notfallrettung

beigetragen. Die DRF Luftrettung, die

sich als wachsende und lernende Organisation

versteht, ist mit ihren engagierten Mitarbeitern

dabei treibender Motor. Welche Maßnahmen

und Innovationen dazu geführt haben, die Luftrettung

in der Vergangenheit stetig zu verbessern,

lesen Sie auf den Seiten 6–11.

Dass das Leben im Zeitalter der Computertechnik

schneller geworden ist, spüren auch unsere

Mitarbeiter der Alarmzentrale bei der Organisation

einer Auslandsrückholung. Selbst wenn Internet

und E-Mail vieles vereinfachen, so ist die

Zeit dennoch knapp, die den Disponenten bleibt,

um den kompletten Einsatz zu organisieren. Innerhalb

von zwei Stunden abflugbereit zu sein –

dies gelingt nur dank einer aufwendigen Logistik

im Hintergrund und einer perfekt organisierten

Aufgabenverteilung aller an einer Rückholung

beteiligten Mitarbeiter (Seite 12–13).

Foto: Irina Wonneberg

Foto: DRF Luftrettung

12

Die Einsatzkoordinatoren der

DRF Luftrettung organisieren innerhalb

weniger Stunden Ambulanzflüge

rund um den Globus.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Ihre

Nicole Steiger

Vizepräsidentin

Titelfoto: DRF Luftrettung

06

Dank moderner Medizintechnik

wie mobilen Ultraschallgeräten

können lebensbedrohliche innere

Blutungen bereits am Einsatzort

erkannt werden.

2


10/1973) l l l Gerhard Birkhold (seit 10/1973) l l l Joachim Binder (seit 10/1973)

In dieser Ausgabe

04 Aktuell

Feier zum 40-jährigen Einsatzbestehen der DRF Luftrettung;

Neues Dienstgebäude in Villingen-Schwenningen bezogen;

Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung

des DRF e.V.; Top-Sportler unterstützt DRF Luftrettung.

06 Titelthema

Das Wohl der Patienten steht bei der DRF Luftrettung seit

jeher an erster Stelle. Lesen Sie, welche Entwicklungen in

der Vergangenheit die Notfallrettung optimiert haben.

12 Mitarbeiterporträt

Rückholung aus Afrika: Ein Schwerverletzter muss dringend

in einer deutschen Klinik behandelt werden. Jetzt greift

in der Alarmzentrale ein Rädchen ins andere. Jeder Mitarbeiter

weiß, was zu tun ist. Zwei Stunden später ist das

Ambulanzflugzeug der DRF Luftrettung abflugbereit.

14 Lokalnachrichten

Einsatzmeldungen aus den Regionen.

20 Notfall

„Jetskifahrer nach Kollision mit Motorboot schwer verletzt,

innere Blutungen möglich.“ Unmittelbar nach ihrer Alarmierung

heben die Greifswalder Luftretter ab in Richtung

Kummerower See ...

22 Stationen der DRF Luftrettung

In dieser Ausgabe: Ein Porträt der Luftrettungsstation

Freiburg, die in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen feiert.

24 Shop

Geschenk-Ideen für Groß und Klein.

28 Christopher Kids

Bei Grün gehen: Wie das Ampelmännchen Laufen lernte

und warum die Lichtsignale so wichtig sind.

30 Spenden und Helfen

Spenden für die DRF Luftrettung; Impressum.

Foto: Thomas Mandt Foto: DRF Luftrettung

22

Seit 20 Jahren betreibt die DRF Luftrettung die Station

Freiburg. Ausgerüstet wie eine Intensivstation, wird

Christoph 54 für Patiententransporte zwischen Kliniken

und auch zu Notfalleinsätzen alarmiert.

20

Auf der Sonnenseite

des Lebens:

Florian England ist

dankbar, dass er

seinen schweren

Jetski-Unfall ohne

bleibende Schäden

überlebt hat.

Luftrettung 3 || 2013

3


Aktuell

l l l

Horst Bunk (seit 10/1973) l l l Günter Dussling (seit 10/1973) l l l Gerhard

Kurz berichtet

40 Jahre DRF Luftrettung

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Innenministers

Reinhold Gall. Er richtete ein Grußwort an die zahlreich erschienenen Gäste.

Foto: DRF Luftrettung

Am 13. Juni fand die Feier zum 40-jährigen Einsatzbestehen der

DRF Luftrettung im Operation-Center am Flughafen Karlsruhe/

Baden-Baden statt. Etwa 400 Gäste aus der Politik, von Krankenkassen,

Kliniken und Hilfsorganisationen sowie Förderer und

fast 200 Mitarbeiter waren der Einladung gefolgt. Unter dem

Motto „Menschen. Leben. Retten.“ eröffnete Helmut Nanz, Präsident

der DRF Luftrettung, den Festakt. Es folgte ein Grußwort

von Reinhold Gall, Schirmherr der Veranstaltung und Innenminister

des Landes Baden-Württemberg. In seiner Ansprache

betonte er u.a. die wachsende Bedeutung der Luftrettung.

Im Anschluss wurden Dr. Siegfried Steiger und seine Frau Ute

für ihren großen persönlichen Einsatz beim Aufbau der Luftrettung

geehrt.

Ein facettenreiches Bild der gemeinnützig tätigen Organisation

bot das weitere Programm: Mitarbeiter gaben Einblicke in ihre

Arbeit und ehemalige Patienten berichteten gemeinsam mit ihren

Rettern von der schnellen Hilfe aus der Luft. Besonders würdigte

Helmut Nanz die Förderer, auf deren Unterstützung die DRF Luftrettung

seit jeher angewiesen ist. „Es ist schön, dass wir so viele

Gäste willkommen heißen durften. Besonders gefreut haben wir

uns über den Besuch von Förderern, die uns seit 1973 die Treue

halten“, sagt Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung.

Von Januar bis Juni wurden

die Hubschrauber der DRF

Luftrettung allein in Deutschland

17.258 Mal zur Hilfe gerufen,

13.117 Mal zu Notfällen und 4.141

Mal, um Patienten zu lebensrettenden

Operationen oder Spezialtherapien

in Kliniken zu transportieren.

Neues Dienstgebäude für Luftretter in

Villingen-Schwenningen

Zum 1. Juli hat die Besatzung in Villingen-Schwenningen ihr neues Dienstgebäude

bezogen. Der Neubau ist optimal auf die Bedürfnisse der Crew abgestimmt,

die von Beginn an in die Planung einbezogen wurde. Neben großzügigen Arbeitsplätzen,

einer Küche, Sanitäranlagen und Ruheräumen steht den Luftrettern auch

ein neuer Hubschrauberhangar zur Verfügung. Die Station befindet sich gegenüber

dem neu gebauten Schwarzwald-Baar-Klinikum und wurde im Auftrag der

DRF Luftrettung und der DRK Rettungsdienst Schwarzwald Baar gGmbH errichtet.

Finanzielle Förderung erhielten die Bauträger vom Innenministerium des

Landes Baden-Württemberg und dem Schwarzwald-Baar Klinikum.

4


Woehrle (seit 10/1973) l l l Burga Pawelke (seit 10/1973) l l l Oslinde Wech (seit 10/1973)

Umstellung auf SEPA

Am 1. Februar 2014 wird der einheitliche europäische Zahlungsverkehr

SEPA (Single Euro Payment Area) das innerdeutsche

Verfahren ablösen. Der DRF e.V. führt die Umstellung bereits

zum 1. Januar 2014 durch. „Das bedeutet, dass unsere Förderer

und Spender auf ihren Überweisungsträgern nicht mehr die

Kontonummer und Bankleitzahl des DRF e.V. finden, sondern

Felder für die internationale Kontokennung IBAN und die weltweit

gültige Bankleitzahl BIC“, erklärt Theresia Kneschke, Gruppenleiterin

Förderer- und Spenderbetreuung des DRF e.V. „Wir

werden jedoch alle Förderer rechtzeitig schriftlich informieren,

sie müssen nichts unternehmen. Bereits bestehende Einzugsermächtigungen

behalten in jedem Fall ihre Gültigkeit“, fährt

Theresia Kneschke fort. Wer seine IBAN nicht kennt, der werfe

einen Blick auf seinen letzten Kontoauszug: Dort ist sie aufgedruckt.

Sie besteht aus der Länderkennzeichnung DE für

Deutschland, einer zweistelligen Prüfziffer, der Bankleitzahl

und der bisherigen Kontonummer. Die Förderer- und Spenderbetreuung

des DRF e.V. wird in den kommenden Wochen schriftlich

oder telefonisch Kontakt zu jenen Förderern aufnehmen,

bei denen Unklarheiten bezüglich der IBAN bestehen.

DE: Deutschland

Bankleitzahl: 8 Stellen

Mitgliederversammlung 2013

Nach der Satzung des DRF e.V. (Deutsche Rettungsflugwacht

Förderverein e.V.) dürfen wir die Fördermitglieder

gemäß §7 Absatz 2 der Vereinssatzung zur

Mitgliederversammlung 2013 (Berichtsjahr 2012) am

23. September 2013 um 16:00 Uhr in die Räumlichkeiten

der DRF Luftrettung, Rita-Maiburg-Straße 2,

in 70794 Filderstadt-Bernhausen einladen.

Themen der Tagesordnung:

1. Verabschiedung des Protokolls der ordentlichen

Mitgliederversammlung vom 25. September 2012

2. Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2012

und Bericht über das laufende Geschäftsjahr

3. Entgegennahme und Genehmigung des durch die

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young

geprüften und testierten Jahresabschlusses für das

Geschäftsjahr 2012

4. Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr

2012

5. Bestellung der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr

2013

6. Wahlen

7. Verschiedenes

Prüfziffer: 2 Stellen

Kontonummer: 10 Stellen

Wir bitten die Fördermitglieder um Anmeldung bis

zum 7. September 2013 unter der Telefonnummer

0711/7007-0.

Sportliche Unterstützung

Foto: AS Sportfoto/Binder

Uwe Gensheimer, Handballer bei den Rhein-Neckar-Löwen

und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, weiß, dass

Höhe und Schnelligkeit nicht nur im Sport wichtig sind: Daher

möchte der sympathische Sportler die DRF Luftrettung

Sportlich und sozial engagiert: Der Handballer Uwe Gensheimer

unterstützt die schnelle Rettung aus der Luft.

unterstützen. Der gebürtige Mannheimer hat den in Neuostheim

stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung

schon als Kind häufig am Himmel gesehen. „Wie wichtig

dieses Rettungsmittel ist, wurde mir erst später klar. Mit

meinem Abriss der Achillessehne hatte ich noch Glück im

Unglück. Dennoch war es Anlass, genauer über dieses so

wichtige Thema nachzudenken: Es kann jeden treffen“, erklärt

der 26-Jährige sein Engagement. Eine mögliche Unterstützung

der DRF Luftrettung durch Gensheimers Verein,

die Rhein-Neckar-Löwen, ist in Planung. Mehr darüber

erfahren Sie in Kürze auf der Facebook-Seite der DRF

Luftrettung (www.facebook.com/drfluftrettung). Dass er

hinter den Luftrettern steht, zeigt Uwe Gensheimer auch

durch seine Präsenz in der Förderergalerie (www.drf-luftrettung.de/de/retten).

Dort hat jeder Förderer die Möglichkeit,

ein persönliches Profil anzulegen und mit einem Foto

und einem Zitat öffentlich mitzuteilen, warum er die rotweißen

Luftretter unterstützt.

Luftrettung 3 || 2013

5


Titelthema

l l l

Anton Riegger (seit 10/1973) l l l Helmut Latz (seit 10/1973) l l l

Rasante Entwicklung

Die DRF Luftrettung hat schon immer größten Wert auf ein hohes Maß an

Patientensicherheit gelegt. Innovationen in der Medizin-, Satelliten- und

Computertechnik trugen ihr Übriges zur Optimierung der Notfallrettung bei.

Unser Beitrag stellt die Meilensteine vor.

6


Konrad Sauter (seit 10/1973) l l l Gisela W. Mürdter (seit 10/1973) l l l Friedrich Kluth (seit 10/1973)

N

och vor wenigen Jahrzehnten

erfüllte der

Rettungsdienst eine reine

Transportfunktion. Die Besatzung

des Krankenwagens

bestand lediglich aus einem

Fahrer, der die Aufgabe hatte,

den Patienten zu einem

Arzt zu bringen. Auch wenn

der Heidelberger Professor

Martin Kirschner schon

1938 forderte, dass der Arzt

zum Notfallpatienten kommen

müsse und nicht umgekehrt,

änderte sich aus

Kostengründen vorläufig

nichts. Doch immer mehr

Kraftfahrzeuge wurden in

Deutschland zugelassen:

1970 waren es 20,8 Millionen,

demgegenüber standen

531.795 Verletzte und 19.193

Verkehrstote, heute sind es

rund 4.000 pro Jahr (Quelle:

Statistisches Bundesamt).

Aus diesen erschreckenden

Zahlen resultiert

letztlich die Etablierung der

Luftrettung in Deutschland.

Als 1973 erstmals ein Hubschrauber

der DRF Luftrettung

zu einem Einsatz startete, hatte er eine notfallmedizinische

Ausrüstung an Bord, um Patienten vor

Ort zu versorgen. Später wurde die Ausstattung mit

einer europäischen Norm versehen (DIN EN 13718).

Zur heutigen Basisausstattung gehört ein EKG mit

Defibrillator, ein Beatmungsgerät, Blutdruckmessgeräte

(invasiv und noninvasiv), Pulsoxymetrie zur Ermittlung

der Sauerstoffsättigung, Absaug- und Spritzenpumpen,

ein Thoraxdrainage-Set, Sauerstoff (O2),

Immobilisationsmaterial, Notfallrucksack- und Taschensysteme

sowie Antidote (Gegengifte).

In den 1980er-Jahren war die medizintechnische

Ausstattung noch deutlich schwerer und ausladender

als heute. Ein Intensivbeatmungsgerät brachte damals

Fotos: DRF Luftrettung

25 kg auf die Waage und hatte die Maße einer Kommode.

Dafür mussten allerdings auch keine Gerätehalterungen

aus leichtem Aluminium gefertigt werden.

Das medizintechnische Gerät wurde mittels

Transportgurten im Hubschrauber einfach festgezurrt.

Heute geht die Ausstattung der Hubschrauber der DRF

Luftrettung indes weit über den gesetzlich geforderten

Standard hinaus. Als fliegende Intensivstationen sind

die Maschinen beispielsweise mit einem 230-Volt-

Inverter ausgerüstet. Er wandelt die 28-Volt-Gleichspannung

der Hubschrauber in 230-Volt-Wechselspannung

um, die für den Betrieb medizinischer Geräte benötigt

wird. „Der Inverter wird hauptsächlich für spezielle

Intensivtransporte benötigt, bei denen Geräte

aus der Klinik mitgenommen werden“, erklärt Jan Olaf

Weigt, Abteilungsleiter Medizintechnik der DRF Luftrettung.

Dazu gehören insbesondere Transportinkubatoren

für Früh- und Neugeborene oder Herz-Lungen-Unterstützungssysteme.

Zuvor wurden diese Geräte

vorrangig mit Akkus betrieben oder konnten gar

nicht eingesetzt werden, da sie bei längeren Transporten

an ihre Leistungsgrenze gerieten.

Studien empfehlen Sonderausstattung

Jenseits der Norm-Ausstattung sind auch die mobilen

Ultraschallgeräte, welche die DRF Luftrettung an Bord

einiger ihrer Hubschrauber mitführt. Damit können

innere Blutungen frühzeitig erkannt und entsprechend

behandelt werden. Der Entscheidung zur Anschaffung

dieser medizintechnischen Geräte ging eine Studie

von 2004 (Jahr der Veröffentlichung) voraus

unter der Federführung der Berufsgenossenschaftlichen

Unfallklinik in

Frankfurt sowie der Beteiligung

des dort ansässigen Rettungshubschraubers

und der DRF Luftrettung.

Die Studie konnte

nachweisen, dass

bei 300 untersuchten

Fällen

die Sonografie

am

Unfallort zu

mehr als 90

Prozent er-

Das geringe Gewicht

der modernen

medizintechnischen

Geräte freut auch

die Einsatzkräfte

der DRF Luftrettung.

Luftrettung 3 || 2013 7

Foto: Irina Wonneberg


Titelthema

l l l

Claus F. Amman (seit 10/1973) l l l Anna Foerch (seit 10/1973) l l l

Die mobile Sonographie

kann die

Diagnoseentscheidungen

bei

schwerverletzten

Personen vereinfachen

und bei

der Auswahl der

Therapie sowie

der Zielklinik

ausschlaggebend

sein.

Foto: DRF Luftrettung


folgreich angewendet wurde. Bei etwa einem Drittel

wurde die präklinische Therapie aufgrund der Diagnostik

geändert, in 20 Prozent eine andere Zielklinik

gewählt (Quelle:

Frankfurter interdisziplinäres

Institut für

Notfallmedizin und Simulationstraining).

„Ein präklinischer Ultraschall

ist sinnvoll

bei Patienten, bei denen

mit Verletzungen

der inneren Organe gerechnet

werden muss,

zum Beispiel nach Verkehrsunfällen

oder Stürzen aus großer Höhe, aber äußerlich

nichts festgestellt werden kann“, erklärt Dr.

Jörg Braun, Ärztlicher Leiter der DRF Luftrettung.

„Darüber hinaus setzen wir die Sonografie bei internistischen

Krankheitsbildern und während der Reanimation

erfolgreich ein“, fährt Dr. Braun fort.

Ein Ultraschallgerät zählt ebenso

wie ein Beatmungsgerät oder

ein Defibrillator zur Familie

der Medizinprodukte. Wer

Medizinprodukte (MP)

gewerblich betreibt, unterliegt

den Bestimmungen der

Foto: GE Healthcare

Medizinprodukte-Betreiberverordnung,

die Anforderungen an das Errichten, Betreiben

und Instandhalten von Geräten stellt. Um die

Sicherheit und den Schutz ihrer Patienten zu gewährleisten,

gibt es an jeder Station der DRF Luftrettung

einen MP-Beauftragten, der dafür sorgt, dass Buch

geführt wird über Funktionsprüfungen, Geräteeinweisungen,

Fristen oder Ergebnisse von Kontrollen. Er

zeichnet darüber hinaus für die fachgerechte Lagerung

und hygienische Aufbereitung verantwortlich

und kontrolliert Reparaturen, Wartungen sowie die

Beschaffung von Ersatzgeräten.

Bei der Dokumentation der medizintechnischen

Geräte hilft ihm die Datenbanksoftware MT Data. Gemäß

Bestandsverzeichnis sind dort sämtliche aktiven

medizintechnischen Geräte gelistet und dokumentiert.

MT Data hat auch ein Auswertungstool. „Damit erkennen

und dokumentieren wir, welche Geräte besonders

stark oder nur wenig störanfällig sind und wie

hoch die durchschnittlichen Kosten für Reparaturen

sind. Um so verantwortungsvoll

wie möglich mit unserem

Budget umzugehen,

Dank ihrer Auswertungstools

hat die ist es wichtig, dass wir unwirtschaftliche

Zustände

Datenbank MEDAT

die DRF Luftrettung frühzeitig erkennen und ändern“,

erklärt Jan-Olaf

einen großen Schritt

nach vorn gebracht. Weigt.

Dr. Jörg Braun,


Ein weiteres Datenbanksystem,

das die DRF Luftret-

Ärztlicher Leiter

tung seit 2004 an ihren

Stationen installiert hat, ist

MEDAT. In der medizinischen Datenbank werden einsatztaktische

und patientenspezifische Daten über eine

Eingabemaske erfasst. „MEDAT ist ein Tool zur medizinischen

Qualitätssicherung. Dank der Analysemöglichkeiten

der Datenbank können wir darlegen, ob wir

z.B. die präklinischen Versorgungszeiten für Schlaganfall,

Herzinfarkt oder Polytrauma einhalten, in welche

Zielkliniken wir die Patienten bringen etc. Darüber hinaus

können wir zeigen, dass gerade ländliche Ge-

Der Zeitaufwand, um die medizinschen Einsatzdaten in

die Datenbank MEDAT einzugeben, liegt bei ca. fünf

Minuten pro Formular.

Foto: Irina Wonneberg

8


Hermann Blattner (seit 10/1973) l l l Lothar Teuffel (seit 10/1973) l l l Alwine Kern (seit 10/1973)

genden vom Einsatz der Luftrettung besonders profitieren“,

erklärt Dr. Jörg Braun. Außerdem verfolgt die

DRF Luftrettung mit MEDAT eine Verbesserung der

Patientenversorgung auf

politischer Ebene. Auf

ihre Anregung wird von

Ministerien und Leitstellen

die Möglichkeit diskutiert,

bei bestimmten

Meldebildern stets den

Rettungshubschrauber als

Notarztzubringer bzw.

schnellstes Transportmittel

zu alarmieren.

Ob die Hubschrauber

verfügbar sind und welchen Einsatzstatus sie haben,

können die Leitstellendisponenten dank „Rescue

Track“ auf einen Blick erkennen. Das von der DRF

Luftrettung initiierte Flight-Following-System startete

2004 in einem Pilotprojekt an den Stationen in

Freiburg und Villingen-Schwenningen. Dank Satellitennavigation

und einer browsergestützten Software

können Leitstellendisponenten auf einem Monitor sehen,

wo sich Rettungshubschrauber aktuell befinden.

Foto: DRF Luftrettung

Falls verfügbar, kann die Leitstelle den Hubschrauber

direkt zu einem neuen Notfall alarmieren. Innerhalb

weniger Jahre nach seiner Einführung hat Rescue

Track unter Beweis gestellt,

dass es die Versorgung

der Patienten

Im SIM-Training können

schwierige Einsatzsituationen

nachgestellt und rettung in Deutschland

verbessert und die Luft-

unter realistischen Bedingungen

geübt werden. bessere Koordination

effizienter macht. „Die

Dr. Gerson Conrad, der Hubschrauber trägt


Ärztlicher

dazu bei, eine schnelle

Ausbildungsleiter medizinische Versorgung

der Bevölkerung

auch in abgelegenen

Regionen sicherzustellen“, betont Projektleiter Christian

Schulze. Der große Erfolg des Systems hatte dazu

geführt, dass sich auch ADAC und Bundespolizei für

Rescue Track interessierten. Daher hatte die DRF Luftrettung

2008 entschieden, die Technologie an die Firma

Convexis als neutralen IT-Dienstleister zu übertragen,

damit Patienten bundesweit noch schnellere

Hilfe bekommen können – unabhängig vom jeweiligen

Betreiber. Nach Angaben von Convexis setzen


Foto: DRF Luftrettung

Mittels Rescue Track wird den Rettungsleitstellen angezeigt,

wo genau sich die Hubschrauber der DRF Luftrettung

befinden und ob sie für einen Einsatz disponierbar sind.

Dank regelmäßiger Weiterbildungen wie beispielsweise dem simulatorbasierten

Teamtraining können die Besatzungen der DRF Luftrettung

einen hohen notfallmedizinischen Standard bedienen.

Luftrettung 3 || 2013

9


Titelthema

l l l

Elisabeth Plag (seit 10/1973) l l l Dieter Eifinger (seit 10/1973) l l l

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Eine Norm legt

die Leistungsanforderungen

für

Medizinprodukte

fest, die in Luftfahrzeugen

zum

Patiententransport

mitgeführt

werden. Damals

wie heute geht

die Ausstattung

der Hubschrauber

und Ambulanzflugzeuge

der DRF Luftrettung

über die

gesetzlichen Anforderungen

hinaus.

Film ab: Ein Video zum Ablauf eines

simulatorbasierten Teamtrainings

können Sie im Internet anschauen:

www.drf-luftrettung.de/simulation

mittlerweile nahezu alle Rettungsleitstellen in Deutschland

Rescue Track ein.

Neben der verbesserten Koordination der Hubschrauber

wurde und wird dem Thema Hygiene innerhalb der

DRF Luftrettung sehr große Bedeutung beigemessen.

2008 wurde für den Bereich Medizin Flugzeuge am

Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden beispielsweise ein

neuer Hygienebereich konzipiert und umgesetzt. Um

der Infektionsgefährdung durch Krankheitserreger vorzubeugen,

wurde der Desinfektionsbereich von anderen

Räumlichkeiten separiert. Die Arbeitsbereiche für

Desinfektions- und Reinigungsarbeiten sind in rein und

unrein getrennt, der Bodenbelag ist säure- und scheuerbeständig

und die Wandfließen sind im Bereich der

Arbeitsflächen und Nassbereiche bis zur Decke angebracht.

Die Oberflächen der Schränke sowie Fugen und

Dichtungen der Arbeitsfläche sind abwaschbar, säurefest

und korrosionsbeständig. Bei der Aufbereitung von

Medizinprodukten, etwa bei Anästhesiematerialien, ist

die maschinelle Reinigung und Desinfektion mit abschließender

Trocknung der manuellen Reinigung vorzuziehen.

Um die hygienische Qualitätsoptimierung

weiter zu forcieren, verwendet die DRF Luftrettung seit

2008 für ihre Beatmungsgeräte ausschließlich Einwegbeatmungsschläuche.

Auch bei notfallmedizinischen

Hilfsmitteln wie Laryngoskopspateln (beleuchtete Einführhilfe

für Tuben) sowie Layrnxmasken oder Larynxtuben

zur Beatmung setzt die Luftrettungsorganisation

im Sinne ihrer Patienten auf Einwegprodukte. Damit

spart die Luftrettungsorganisation auch Kosten, denn

die Aufbereitung jener Materialien zur Wiederverwendung

ist vergleichsweise teuer.

Know-how der Mitarbeiter gefragt

Mit Beginn des neuen Jahrtausends ist die DRF Luftrettung

dazu übergegangen, das Fort- und Weiterbildungsprogramm

für ihre Besatzungen zu erweitern.

Unter anderem bietet die Luftrettungsorganisation

seit 2003 ein simulatorbasiertes Teamtraining (SIM-

Training) für Notärzte und Rettungsassistenten an,

das Erfolgsgeschichte geschrieben hat: Etwa 2.000

Absolventen haben seither ein SIM-Training mit dem

Patientensimulator absolviert. Dabei werden Notfallszenarien

realitätsnah anhand einer funkgesteuerten

Simulatorpuppe dargestellt, die alle nur denkbaren

Geräusche von Herz, Lunge oder Darm wiedergeben

und mit dem versorgenden Team sprechen kann. Allein

über 3.000 verschiedene Herzrhythmusvarianten

10


Dieter Lutz (seit 11/1973) l l l Hans Frohn (seit 11/1973) l l l Rudolf Metzger (seit 11/1973)

sind gespeichert

und abrufbar. Die

Teilnehmer können

dem „Patienten“

auch intravenöse

und

Der Corpuls3 besteht

aus einer

Zugänge legen, Medika-

andere invasive

Monitoreinheit, mente applizieren und sie

einer Patientenbox

und einem Trainingskonzept aufgeht,

künstlich beatmen. Dass das

Defibrillator. Das belegen die Rückmeldungen

leichte und kompakte

High-Tech- fahrene Kollegen bestätigen

der Teilnehmer: „Selbst er-

Gerät kostet rund uns einen nachhaltigen Lerneffekt“,

weiß Dr. Gerson

17.000 Euro.

Conrad, medizinischer Ausbildungsleiter

der DRF Luftrettung.

Um eine noch höhere Effizienz des SIM-Trainings

zu erreichen, wurde 2012 ein sogenanntes Votingsystem

in das Kurskonzept integriert. In einer anonymen

Erhebung wird zu Beginn eines jeden Trainings das

Wissen der Teilnehmer z.B. zur Patientensicherheit,

zu Handlungs- und Therapiestrategien sowie zum Umgang

mit medizinischen Geräten abgefragt. In den

Szenarien können die Auswertungen und Ergebnisse

direkt einfließen. Nicht zuletzt veranstaltete die DRF

Luftrettung ihre SIM-Trainings in den vergangenen

Jahren verstärkt auch mit anderen Rettungsdiensten

und Kliniken. 2009 führte die DRF Luftrettung z.B.

erstmals ein SIM-Training im Schockraum der Uniklinik

Freiburg durch. „Die Optimierung der präklinischen

Versorgung endet nicht damit, kritische Patienten

in der Klinik abzugeben. Eine koordinierte

Übernahme und Übergabe beispielsweise im Schockraum

der Zielklinik, die wir als Luftrettungsteam anfliegen,

betrifft uns alle“, betont Dr. Conrad. Im Rahmen

des Ideenwettbewerbs der Deutschen Gesellschaft

für Unfallchirurgie (DGU) wurde der DRF Luftrettung

für die Einführung von Simulatortrainings im

Schockraum im März 2010 der 1. Preis verliehen.

Neben ihrem hochqualifizierten Weiterbildungsprogramm

trägt die DRF Luftrettung auch zur akademischen

Ausbildung junger Menschen bei. 2009 hat

Foto: G. Stemple GmbH

die Luftrettungsorganisation mit der Hochschule für

Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) einen

Kooperationsvertrag unterzeichnet. Für den Bachelor-

Studiengang Rescue Engineering steht den Studenten

ein Dozententeam aus den Fachbereichen Medizin,

Technik und Flugbetrieb zur Verfügung. Damit ist die

DRF Luftrettung die erste Luftrettungsorganisation in

Deutschland, die sich für die akademische Ausbildung

der künftigen Fach- und Führungskräfte im Rettungsdienst

engagiert. Darüber hinaus pflegt sie Hochschulkontakte

und Kooperationen, u. a. mit der Eidgenössisch-Technischen

Hochschule (ETH) Zürich und dem

Industrial Psychology Research Centre, University of

Aberdeen, Großbritannien.

Seit einigen Jahren bringen Mitarbeiter der DRF

Luftrettung ihr Know-how in Gremien und Arbeitsgemeinschaften

ein und


arbeiten somit kontinuierlich

und stetig an der Die Ausstattung der

Sicherstellung von Standards

sowie deren Opti-

und erweiterbar sein,

EC 145 T2 wird flexibel

mierung. So auch beim damit alle Einsatzprofile

Projekt „Konzeptionierung

einer Innenausstat-

Jan-Olaf Weigt,

abgedeckt sind.


tung für den Hubschrauber

EC 145 T2“. 2014 Medizintechnik

Abteilungsleiter

soll der erste Hubschrauber

jenes Typs an die

DRF Luftrettung geliefert werden. Doch für das neue

Muster wurde noch keine medizinische Innenausstattung

realisiert. Hierfür sind die DRF Luftrettung, die

Firma Bucher Leichtbau AG und die ADAC Luftrettung

eine Kooperation eingegangen, um eine Ausstattung

zu entwickeln, die einen gemeinsamen Standard

definieren soll. Die Neuentwicklung wird für einen

weltweiten HEMS-Einsatz realisiert. „Wir wollen ein

optimales Produkt schaffen und durch Verbundvorteile

Kosten einsparen“, nennt Projektleiter Jan-Olaf

Weigt Gründe für die Zusammenarbeit. „Unter Berücksichtigung

der Arbeitsabläufe im Hubschrauber

spielte die Ergonomie bei der Konzeption eine entscheidende

Rolle“, fährt Weigt fort. Damit hat die DRF

Luftrettung bereits ein neues Kapitel im Buch ihrer

Meilensteine aufgeschlagen.

Irina Wonneberg

Foto: DRF Luftrettung

Luftrettung 3 || 2013 11


Mitarbeiterporträt

l l l

Rolf Schmidt (seit 11/1973) l l l Klaus Duchac (seit 11/1973) l l l

Immer in Bereitschaft

Algarve, Alderney, Antigua: Urlauber sind auf ihren Reisen keinesfalls immun gegen Erkrankungen oder

Unfälle. Allein im vergangenen Jahr organisierte die DRF Luftrettung über 800 Rückholflüge aus mehr als

100 Ländern der Erde. Damit die Ambulanzflugzeuge innerhalb von zwei Stunden startklar sein können,

sind neben einer umfangreichen Logistik eine perfekte Organisation und engagierte Mitarbeiter erforderlich.

Die routinierten

Einsatzdisponenten

planen

und organisieren

die komplette

Rückholung inklusive

möglicher

Visa für Patient

und Besatzung.

18.

August, 04:15 In der Alarmzentrale

der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

klingelt das Alarmtelefon. Ein 26

Jahre alter deutscher Tourist hat bei einem schweren

Verkehrsunfall in Dakar (Senegal) ein Polytrauma erlitten

und wurde in ein dortiges Krankenhaus gebracht.

Zur adäquaten medizinischen Versorgung muss er jedoch

schnellstmöglich in eine Klinik in seiner Heimatstadt

Berlin transportiert werden.

Michael Zürn, Leiter der Alarmzentrale, hat in dieser

Nacht Dienst. Er nimmt den Notruf entgegen und

fragt bereits im ersten Gespräch viele Informationen

ab. „Wie ist der vollständige Name, das Alter und die

Anschrift des Patienten? In welcher Klinik liegt er aktuell?

Welche Verletzungen hat er genau?“ Die Antworten

trägt er in ein Formular ein, das er anschließend

per Mail an den Arzt sendet, der sich bereithält,

um die medizinische Notwendigkeit der Rückholung

in einem Arzt-zu-Arzt-Gespräch zu klären. Das ist in

dieser Nacht Dr. Michael Engel, der auf Basis der erhaltenen

Informationen sofort Kontakt mit den Klinikärzten

in Dakar aufnimmt. In dem Telefonat klärt

er unter anderem, inwieweit der Patient transportfähig

ist. „Das ist wichtig für die Planung der Flugroute.

Denn manche Patienten dürfen aufgrund ihrer

Verletzungen keinen großen Druckunterschieden ausgesetzt

sein und die Flughöhe muss entsprechend angepasst

werden“, erklärt Dr. Michael Engel, leitender

Arzt Ambulanzflugzeuge.

Währenddessen prüft Zürn zügig und routiniert weitere

Kriterien für die anstehende Repatriierung: Mit

welchen Wetterbedingungen hat die Besatzung zu rechnen?

Gibt es flugbetriebliche Einschränkungen wie

beispielsweise gesperrte Landebahnen am Zielflughafen?

Wie sind die Flugplatzöffnungszeiten in Dakar?

12


Rita Duchac (seit 11/1973) l l l Anton Sabadinowitsch (seit 11/1973) l l l Hans Dieter Curdt (seit 11/1973)

Fotos: DRF Luftrettung

04:40 Die Vorprüfung hat keine wesentlichen Erschwernisse

ergeben, daher geht die Organisation der

Rückholung jetzt ins Detail. Zürn: „Nach Angaben

unseres Arztes war die Dringlichkeit hoch. Daher informierte

ich den Rettungsassistenten vom Dienst, der

nach medizinischen Kriterien entscheidet, welche der

drei diensthabenden Crews alarmiert wird.“ Dann ruft

Zürn den Flottenchef vom Dienst an, der unter Berücksichtigung

der vorgeschriebenen Flugdienst- und

Ruhezeiten die fliegerische Besatzung für den Einsatz

festlegt, und benachrichtigt Mitarbeiter des Bodenbetriebs,

damit sie den Ambulanzjet bereitstellen und

die Betankung organisieren.

04:45 Die diensthabende Crew wird alarmiert.

Piloten, Notarzt und Rettungsassistent bleiben 60 Minuten,

dann müssen sie vollzählig in Rheinmünster

eingetroffen sein. Damit sich die medizinische Besatzung

auf den Patienten vorbereiten und die intensivmedizinische

Ausrüstung an Bord anpassen kann, erhalten

Notarzt und Rettungsassistent alle Daten, die

seit Eingang des Notrufs zusammengetragen wurden.

05:45 Die Crew ist am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

eingetroffen. Zwischenzeitlich hat Michael

Zürn den Flugplan mit der voraussichtlichen Flugroute

erstellt und ihn an Eurocontrol gesendet: „Die

internationale Organisation koordiniert den gesamten

europäischen Luftraum und vergibt Zeitfenster für

Starts und Landungen von Flugzeugen“, erklärt der

erfahrene Einsatzkoordinator. Er hat Überflug- und

Landegenehmigungen eingeholt, die aktuelle Wetterlage

überprüft und die sogenannten NOTAM (notices

to Airmen = Informationen für Luftfahrer) abgerufen.

Sie beinhalten Informationen über eventuelle Einschränkungen

am Start- und Zielflughafen oder auf

der Flugstrecke. Auch hat er den bodengebundenen

Transport des Patienten vom Krankenhaus in Dakar

zum Flughafen organisiert sowie den Weitertransport

in Berlin vom Airport in die Charité.

05:50 Die Besatzungsmitglieder treffen sich im

Flugvorbereitungsraum zum Einsatzbriefing, um Rahmenbedingungen

wie z.B. den gesundheitlichen Zustand

des Patienten, die Sicherheitslage vor Ort und

den Einsatzablauf zu

besprechen. Zürn übergibt

der fliegerischen

Crew sämtliche Informationen

zur Flugroute

etc. „Wir verfahren

nach dem Vier-Augen-

Prinzip, d.h., wir überprüfen

sämtliche Informationen

der Alarmzentrale,

damit auch

eventuelle kurzfristige

Änderungen nicht

übersehen werden“, erklärt

Flugkapitän Udo

Kordeuter.

06:00 Die Piloten

führen eine Vorflugkontrolle

durch. „Auch

die Schwerpunkts- und

Gewichtskontrolle gehört

zur Routine vor dem Abflug“, so Kordeuter.

06:10 In der Alarmzentrale findet ein letztes Briefing

mit der kompletten Besatzung statt, um sicherzugehen,

dass alle Crewmitglieder denselben Informationsstand

haben.

06:15 Zwei Stunden nach Eingang der Alarmierung

rollt die Maschine auf die Runway und hebt ab

in Richtung Dakar ...

Irina Wonneberg

Zahlen und Fakten

Im Notfall sind die als fliegende Intensivstationen

ausgestatteten Ambulanzflugzeuge der DRF Luftrettung

innerhalb zwei Stunden abflugbereit. Um

dies an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zu

gewährleisten, stehen insgesamt zur Verfügung:

• 14 Einsatzkoordinatoren in der Alarmzentrale

• 35 Ärzte und 20 Rettungsassistenten

• 10 Flugkapitäne und 6 Copiloten

• 10 Techniker bzw. Luftfahrtgeräteprüfer

Bei der Vorflugkontrolle

wird

u.a. die Freigängigkeit

des

Seitenruders

überprüft (ganz

oben).

Ready for takeoff:

Ein letzter

Instrumente-

Check, dann ist

der Ambulanzjet

startklar (oben).

Luftrettung 3 || 2013 13


Niebüll

l l l

Norbert Harmuth (seit 11/1973) l l l Frank

Rendsburg

Greifswald

Station

Tagbetrieb

Station

24h-Betrieb

Basis Ambulanzflugzeuge

Göttingen

Dortmund

Mannheim

Karlsruhe

Bremen

Hannover

Flughafen Karlsruhe/

Baden-Baden

Freiburg

Zwickau

Bad Berka

Suhl

Weiden

Magdeburg

Berlin

Bad Saarow

Nordhausen

Halle

Dresden

Nürnberg

Regensburg

Lokal-

Nachrichten

Villingen-Schwenningen

Leonberg

Stuttgart

München

Friedrichshafen

Reutte

Fresach

Dortmund

Auf der A1 bei Unna fuhr ein Lkw-

Fahrer in ein Stauende und schob ein

stehendes Auto in einen Sattelschlepper.

Dabei erlitt die 29 Jahre alte Pkw-

Insassin schwere Verletzungen und

wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Umgehend setzten Unfallzeugen

einen Notruf ab, woraufhin die

Leitstelle Unna den Dortmunder Hubschrauber

der DRF Luftrettung und

bodengebundene Einsatzkräfte zum

Unfallort alarmierte. Nur sechs

Minuten später landete der Pilot die

Maschine als erstes Rettungsmittel auf

der Autobahn, die von der Polizei gesperrt

worden war. Sofort eilte die medizinische

Besatzung zu der Eingeklemmten,

die ein schweres Schädel-

Hirn-Trauma erlitten hatte. Der Hubschraubernotarzt

verabreichte der

Verletzten Schmerzmittel und schloss

sie an einen Überwachungsmonitor

an. Um ihre Halswirbelsäule zu stabilisieren,

legte ihr der Rettungsassistent

eine Halskrause an. Nachdem die

29-Jährige aus dem Fahrzeugwrack

befreit worden war, legte sie der Hubschraubernotarzt

in Narkose, um sie

künstlich zu beatmen. Anschließend

wurde sie mit dem Hubschrauber der

DRF Luftrettung in das Dortmunder

Klinikzentrum Nord transportiert.

Freiburg

Kürzlich alarmierte die Leitstelle

Freiburg den Freiburger Hubschrauber

der DRF Luftrettung sowie weitere

notarztbesetzte Rettungsmittel zur

B500 bei Titisee-Neustadt (Landkreis

Breisgau-Hochschwarzwald). Dort

waren zwei Fahrzeuge frontal zusam-

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Dortmund: Nach einem schweren Verkehrsunfall erreichte Christoph

Dortmund den Einsatzort als erstes Rettungsmittel.

Freiburg: Alarmierung nach Frontalzusammenstoß: Aus der Luft konnte

die Besatzung von Christoph 54 die Unfallstelle gut erkennen.

14


Goltermann (seit 11/1973) l l l S. G. Yeshurun (seit 11/1973) l l l Bernhard Schaefer (seit 11/1973)

mengestoßen. Vier Menschen hatten

schwere Verletzungen erlitten und

mussten von der Feuerwehr aus ihren

Pkws befreit werden. Die Notärzte vor

Ort erkannten, dass zum schnellen

und schonenden Transport weiterer

Schwerverletzter ein zweiter Hubschrauber

benötigt wurde. Daher forderte

die Leitstelle die Luftretter aus

Villingen-Schwenningen an. Während

Christoph 11 im Anflug war, versorgte

die medizinische Besatzung von

Christoph 54 eine verletzte Person und

transportierte sie in das Freiburger

Universitätsklinikum. Am Unfallort

eingetroffen, übernahm die Crew aus

Villingen-Schwennigen eine 56 Jahre

alte Patientin vom bodengebundenen

Notarzt. Die Frau war bereits versorgt

und transportbereit. Daher startete der

Pilot umgehend in Richtung Freiburg,

wo die Schwerverletzte kurz darauf

den Ärzten des Universitätsklinikums

übergeben werden konnte. Zwei weitere

Verletzte gelangten mit Rettungswagen

in die Helios Klinik nach Titisee-Neustadt.

Fresach

Am späten Nachmittag alarmierte die

Leitstelle Kärnten den Hubschrauber

der ARA Flugrettung aus Fresach zum

Wörthersee. Dort war ein 15 Monate

alter Junge in den See gefallen. Die

Mutter entdeckte den leblosen Körper

erst wenige Minuten später und zog

ihn an Land. Doch ihr Sohn hatte bereits

einen Herzstillstand erlitten. Sofort

begann eine zufällig anwesende

Krankenschwester mit seiner Wiederbelebung.

Die Leitstelle informierte

die Besatzung des RK-1 bereits im

Anflug zum Unfallort über den gesundheitlichen

Zustand des Jungen.

Daher entschied die Crew, das Kind

möglichst ohne Zeitverzögerung vom

Einsatzort ins Klinikum Klagenfurt zu

fliegen. Noch aus der Luft meldete der

Notfallsanitäter den kleinen Patienten

in der Klinik an. Am Einsatzort eingetroffen,

übernahmen Notarzt und Flugretter

den Jungen, der nach wie vor

keine Herzaktivität hatte. Während sie

ihn in den Hubschrauber brachten,

setzten sie die Beatmung und die

Herzdruckmassage fort. Nur drei

Flugminuten später wurde der Patient

den Ärzten der Kinder- und Jugendheilkunde

übergeben. Zu diesem Zeitpunkt

atmete er bereits wieder selbstständig.

Einige Tage später erhielt die

Besatzung der ARA Flugrettung die

erfreuliche Nachricht, dass der Junge

das Krankenhaus ohne bleibende

Schäden verlassen konnte.

Greifswald

Auf einem Fischereiforschungsschiff

der Bundesanstalt für Landwirtschaft

und Ernährung nördlich von Rügen

klagte ein Besatzungsmitglied über

starke Schwindelgefühle. Die Kollegen

befürchteten einen Herzinfarkt

und setzten einen Notruf ab. Die Leitstelle

Vorpommern-Greifswald alarmierte

einen Seenotkreuzer der

Deutschen Gesellschaft zur Rettung

Schiffbrüchiger (DGzRS) und den in

Greifswald stationierten Rettungshub-

Foto: Archivbild ARA Flugrettung

Foto: Archivbild Maike Glöckner

Fresach: Ein Kind war im Wörthersee ertrunken. Zur Reanimation und zum

schnellen Transport in eine Klinik wurde die ARA Flugrettung alarmiert.

Greifswald: Herzinfarkt auf dem offenen Meer: Nach der Landung auf

einem Seenotkreuzer versorgte der Notarzt einen schwer erkrankten Mann.

Luftrettung 3 || 2013 15


l l l

Wolfram Kuppinger (seit 11/1973) l l l Lothar Windhösel (seit 11/1973) l l l Ralph Peter

schrauber der DRF Luftrettung, der

wenig später auf dem Seenotkreuzer

landete. Kurz darauf wurde der Patient

vom Forschungsschiff dorthin gebracht.

Der Hubschraubernotarzt versorgte

den Mann auf dem Schiff; im

Hafen von Sassnitz wurde der Patient

dann an Bord des Hubschraubers genommen

und erreichte kurz darauf das

Hanseklinikum Stralsund. Die Spezialisten

des Herzkatheterlabors erwarteten

den Patienten bereits.

Karlsruhe

Kürzlich wurde die Besatzung des

Karlsruher Rettungshubschraubers

nach Hilpertsau (Landkreis Rastatt)

gerufen. Dort war ein 24-jähriger

Lkw-Fahrer frontal in ein Wohnhaus

geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls

wurde die Hauswand durchbrochen.

Der Lkw-Fahrer wurde im Führerhaus

eingeklemmt und lebensgefährlich

verletzt. Die technische Rettung

durch die Feuerwehr gestaltete

sich schwierig, denn die Zugmaschine

war in das Wohnhaus verkeilt, das einzustürzen

drohte. Noch während der

Fahrer aus dem Führerhaus befreit

wurde, wurde er bereits medizinisch

versorgt. Aus dem Lkw-Wrack gerettet,

wurde der Schwerverletzte zur

weiteren Behandlung in einen Rettungswagen

gebracht. Der Hubschraubernotarzt

legte ihn aufgrund seiner

Verletzungen in Narkose. Anschließend

wurde der Patient an Bord von

Christoph 43 innerhalb weniger Minuten

in das Städtische Klinikum nach

Karlsruhe geflogen.

Leonberg

Vor Kurzem wurden die Leonberger

Luftretter in einen Wald nördlich von

Calw alarmiert. Bei Arbeiten an einem

Wasserzulauf war einem 48 Jahre alten

Mann der Winkelschleifer ausgerutscht.

Dabei hatte er sich tief in den

rechten Unterarm geschnitten. Seine

Kollegen setzten sofort einen Notruf

ab, woraufhin die Leitstelle Calw zunächst

bodengebundene Rettungskräfte

zum Einsatzort alarmierte. Als sie

sahen, wie schwer die Verletzung des

48-Jährigen war, forderten sie den

Leonberger Hubschrauber der DRF

Luftrettung an, da der Patient

schnellstmöglich in eine Spezialklinik

für Handchirurgie transportiert werden

musste. Der Pilot landete die

Maschine am Waldrand, von dort geleiteten

Feuerwehrleute die medizinische

Besatzung zum Unfallort.

Der Hubschraubernotarzt verabreichte

dem Mann Medikamente gegen die

Schmerzen, anschließend wurde er im

Rettungswagen zum Hubschrauberlandeplatz

transportiert. An Bord von

Christoph 41 gelangte er in rund zehn

Minuten in die Berufsgenossenschaftliche

Unfallklinik Tübingen.

Regensburg

Wer Erste Hilfe leistet, kann Leben

retten. Dies zeigte sich auf dem Sport-

Foto: DRF Luftrettung

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Karlsruhe: Schwere Verletzungen erlitt ein Lkw-Fahrer, als er in ein

Haus prallte. Er gelangte an Bord von Christoph 43 in eine Klinik.

Leonberg: Nachdem der schwer verletzte Arbeiter versorgt war, wurde er

von der DRF Luftrettung in nur zehn Minuten in eine Spezialklinik geflogen.

16


Groetschel (seit 11/1973) l l l Wolfgang Hils (seit 11/1973) l l l Erhardt U. Heidt (seit 11/1973)

platz von Schierling (Landkreis

Regensburg). Dort war ein 53 Jahre

alter Mann während eines Fußballspiels

plötzlich zusammengebrochen.

Als einer seiner Mitspieler weder Puls

noch Atmung fühlte, begann er sofort

mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Währenddessen setzte ein Mannschaftskollege

einen Notruf ab, woraufhin

die Leitstelle die Regensburger

Besatzung der DRF Luftrettung,

bodengebundene Rettungskräfte und

Helfer vor Ort alarmierte. Wenige Minuten

später traf ein Helfer vor Ort

ein. Er schrieb mit einem Laiendefibrillator

(Automatisierter Externer

Defibrillator) ein Elektrokardiogramm

(EKG), auf dem sich lebensbedrohliche

Herzrhythmusstörungen zeigten,

sogenanntes Kammerflimmern. Deshalb

defibrillierte er den Patienten umgehend,

d.h., der Herzrhythmus wurde

durch einen Elektroschock reguliert.

In diesem Moment landete der Pilot

den Hubschrauber der DRF Luftrettung

auf dem Sportplatz. Der Patient

hatte zwar wieder eine normale Herztätigkeit,

atmete jedoch unregelmäßig.

Daher leitete der Hubschraubernotarzt

eine spezielle Beatmung ein. Kurz darauf

erlangte der 53-Jährige das Bewusstsein

wieder und wurde in Begleitung

des Hubschraubernotarztes in

das Universitätsklinikum nach Regensburg

transportiert. Die dortige

Untersuchung ergab, dass er dank der

sofortigen Hilfe keinerlei neurologische

Schäden erlitten hatte.

Rendsburg

Das Spiel mit einem Kätzchen nahm

für einen zehn Jahre alten Jungen aus

dem Landkreis Rendsburg-Eckernförde

ein schmerzhaftes Ende. Er stolperte

gegen eine Glastür, dabei zerbrach

eine Scheibe und das Kind erlitt eine

etwa 30 Zentimeter lange, sehr tiefe

Schnittwunde am Bein. Seine Eltern

wählten sofort die Notrufnummer

112, woraufhin die Integrierte Regionalleitstelle

Mitte zunächst bodengebundene

Rettungskräfte alarmierte.

Sie legten dem Jungen einen Druckverband

an, doch das Kind klagte über

starke Schmerzen. Da nur ein Arzt

Schmerzmittel intravenös verabreichen

darf, wurde der Rendsburger

Hubschraubernotarzt der DRF Luftrettung

alarmiert. Am Einsatzort eingetroffen,

beruhigte der Notarzt den

Jungen und verabreichte ihm entsprechende

Medikamente. Da die Wunde

dringend genäht werden musste,

wurde er in die Imland Klinik nach

Rendsburg transportiert. Der Hubschraubernotarzt

begleitete den Transport.

Reutte

Gleich zweimal wurde der Reuttener

Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung

an einem Wochenende an die

Zugspitze alarmiert. Zwei Wanderinnen

wurden unabhängig voneinander

an derselben Stelle durch Steinschlag

schwer verletzt: Am Samstag war eine

45-jährige Frau am Stopselzieher-

Foto: DRF Luftrettung

Foto: ARA Flugrettung

Regensburg: Der Pilot landete die Maschine direkt auf einem Sportplatz.

Dort konnte ein Mann nach einem Herzstillstand wiederbelebt werden.

Reutte: An zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurde die Besatzung der

ARA Flugrettung zu Kletterunfällen ins Zugspitzareal alarmiert.

Luftrettung 3 || 2013 17


l l l

Joachim Georg Rahmig (seit 11/1973) l l l Joerg Kempf (seit 11/1973) l l l Rolf-Dieter

Steig von einem Stein am Kopf getroffen

worden. Da die Unfallstelle nur

aus der Luft zugänglich war, entschied

sich die Besatzung für eine Windenrettung.

Dazu wurde die Patientin in

einem Bergesack auf den Flug vorbereitet

und zur medizinischen Versorgung

an die Wiener Neustädter Hütte

geflogen. Nachdem die Verunfallte

aufgrund ihrer schweren Kopfverletzungen

ins künstliche Koma versetzt

worden war, wurde sie unverzüglich in

eine Spezialklinik transportiert. Nur

einen Tag später ereignete sich am selben

Ort ein ähnlicher Unfall. Eine

25-jährige Bergsteigerin wurde von

einem herabstürzenden Stein an Brust

und Bauch getroffen. Auch dieses Mal

wurde die Besatzung aus Reutte alarmiert,

um die Frau mittels Winde zu

retten, medizinisch zu versorgen und

schnellstmöglich in eine Klinik zu

transportieren. „Wir raten allen Bergsteigern,

im hochalpinen Gelände einen

Helm zum Schutz vor herabstürzenden

Steinen zu tragen“, betont der

diensthabende Pilot.

Rheinmünster

Die Flugzeugbesatzung der DRF

Luftrettung war auf dem Rückweg von

Pula (Kroatien), als sie in Paris einen

Zwischenstopp einlegte, um die zulässigen

Flugzeiten nicht zu überschreiten.

Die Crew ließ gerade den Abend

im Hotel ausklingen, als ein Kellner

einen Krampfanfall erlitt und bewusstlos

zusammenbrach. Sofort holte der

Notarzt die mitgeführte Notfallausrüstung.

Dem krampfenden Patienten

wurde von der medizinischen Crew

Sauerstoff verabreicht sowie ein Zugang

gelegt. Während das Hotelpersonal

einen Notruf absetzte, verabreichte

der Notarzt dem Kellner ein krampflösendes

Medikament und der Rettungsassistent

schloss den Mann an die

Notfallüberwachung an. Kurz darauf

traf der französische Rettungsdienst

ein. Da statt des angeforderten Notarztwagens

nur eine Rettungswagenbesatzung

der Pariser Feuerwehr gekommen

war, bot die medizinische

Crew der DRF Luftrettung an, den immer

noch instabilen Patienten mit ins

Krankenhaus zu begleiten. Doch die

französischen Rettungskräfte entschieden,

einen eigenen Notarztwagen anzufordern.

Plötzlich erlitt der Patient

einen zweiten Krampfanfall. Nach

kurzer Absprache zwischen Notarzt

und Rettungsassistent wurden Narkose

und künstliche Beatmung vorbereitet.

Der Patient wurde narkotisiert,

beatmet und kreislaufstabil an die

eintreffende Besatzung des Notarztwagens

übergeben.

Stuttgart

Der Blick von einer Aussichtsgondel

auf Neuenstadt an der Kocher sollte

die Attraktion eines Schulfests im

Landkreis Heilbronn sein. Doch pötzlich

kippte der Schwerlastkran um und

der Ausleger stürzte samt Gondel in

ein Mehrfamilienhaus. Dabei erlitten

16 Menschen teils schwere Verletzungen.

Unfallzeugen setzten sofort

einen Notruf ab, woraufhin die Leit-

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Rheinmünster: Vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden starten die

Ambulanzflugzeuge zu ihren weltweiten Rückholflügen.

Stuttgart: Beim Absturz einer Aussichtsgondel gab es 16 Verletzte, die

u.a. von den Besatzungen aus Stuttgart und Leonberg versorgt wurden.

18


Kraut (seit 11/1973) l l l Josef Metzger (seit 11/1973) l l l Irmgard Maier (seit 11/1973)

stelle Heilbronn ein Großaufgebot an

Rettungskräften alarmierte, darunter

den Stuttgarter Hubschrauber der

DRF Luftrettung. Kurz darauf erreichte

die Besatzung das Schulgelände.

Hubschraubernotarzt und Rettungsassistent

versorgten einen

59 Jahre alten Mann, der schwere

Verletzungen erlitten hatte. Innerhalb

weniger Minuten gelangte der Patient

an Bord von Christoph 51 in das

Ludwigsburger Klinikum. Zur notärztlichen

Versorgung einer 24 Jahre alten

Frau wurde die Leonberger Besatzung

der DRF Luftrettung alarmiert. Sie

stabilisierte den Kreislauf der 24-Jährigen

und transportierte sie an Bord

von Christoph 41 in die Mannheimer

Universitätsklinik.

Vor Kurzem wurde die Besatzung

der DRF Luftrettung aus Villingen-

Schwenningen zu einem Freizeitunfall

alarmiert. In Bräunlingen (Schwarzwald-Baar-Kreis)

war ein 17 Jahre

alter Mountainbiker im Wald gestürzt

und hatte sich dabei schwer verletzt.

Umgehend setzten seine Freunde

einen Notruf ab. „Wir konnten nur

11 Minuten später in unmittelbarer

Nähe zum Verunfallten auf einem

Waldweg landen und waren somit als

erstes Rettungsmittel vor Ort“, informiert

der Pilot. Sofort eilte die medizinische

Besatzung zu dem Verletzen,

der in der Leistengegend stark blutete.

Der Hubschraubernotarzt verabreichte

dem Jugendlichen Schmerzmittel und

legte ihm einen Druckverband an. Anschließend

wurde der Patient an Bord

von Christoph 11 in das Schwarzwald-

Baar Klinikum nach Villingen-

Schwenningen transportiert.

stelle Plauen alarmierte Christoph 46

zu einem Kindernotfall. Ein acht Monate

alter Junge war mit einem schweren

Herzfehler auf die Welt gekommen.

Er war nach Monaten im Herzzentrum

Leipzig gerade wieder zuhause

bei seinen Eltern, als sich sein

Gesundheitszustand drastisch verschlechterte.

Die Mutter setzte sofort

einen Notruf ab, nur wenig später waren

die Zwickauer Luftretter vor Ort.

„Der Zustand des Jungen war sehr kritisch,

da die Gefahr für ein Kammerflimmern

bestand. Daher haben wir

ihn so schnell wie möglich in das

Herzzentrum nach Leipzig geflogen

und den dortigen Spezialisten übergeben“,

erläutert der diensthabende Notarzt.

Villingen-Schwenningen

Zwickau

Die Zwickauer Besatzung leistete

kürzlich ihren 28.000. Rettungseinsatz

seit Übernahme der Station der DRF

Luftrettung im August 1991. Die Leit-

Weitere Meldungen unter

www.drf-luftrettung.de

Foto: DRF Luftrettung

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Villingen-Schwenningen: Die medizinische Besatzung von Christoph 11

versorgte einen Mountainbikefahrer nach einem Sturz.

Zwickau: Aufgrund eines Herzfehlers transportierten die Zwickauer Luftretter

ein Baby schnellstmöglich in das Herzzentrum nach Leipzig.

Luftrettung 3 || 2013 19


Notfall

l l l

Gerhard K. Müller (seit 11/1973) l l l Elfriede Blinkle (seit 11/1973) l l l

F

lorian England (Name von der Redaktion geändert)

hatte im Mai 2012 mit seinem Jetski ganz

andere Pläne. „Ich wollte bei einer Testfahrt checken,

ob alles o.k. ist. Denn ich hatte den Jetski zum Verkauf

ausgeschrieben“, erzählt der 23-Jährige. Er dreht

ein paar Runden auf dem Kummerower See, dabei entdeckt

er seine Freunde Hubert und Gabriel in einem

Motorboot und fährt zu ihnen. Doch der See ist unruhig

und aufgewühlt, der Wind hat aufgefrischt. England

hat die beiden fast erreicht, als er plötzlich von

einer Welle erfasst und mit Wucht gegen das Motorboot

geworfen wird. „Ich dachte, das war’s jetzt. Danach

muss ich das Bewusstsein verloren haben“, erinnert

sich der Mann aus Mecklenburg-Vorpommern.

Dank seiner Rettungsweste treibt er an der Wasseroberfläche

und erlangt kurz darauf das Bewusstsein

wieder. „Ich hatte so starke Schmerzen, dass ich mich

weder bewegen noch um Hilfe rufen konnte. Gut, dass

meine Freunde schnell bei mir waren“, erinnert er sich.

Sie ziehen ihn ins Boot und Gabriel wählt die Notrufnummer

112. „Ein Jetskifahrer ist mit einem Motorboot

zusammengestoßen ... am Kummerower See ...

er ist schwer verletzt ...“, antwortet er auf die Fragen

des Leitstellendisponenten. Dann beruhigt er seinen

Freund: „Keine Sorge, der Notarzt ist unterwegs.“

Motorboot springt nicht an

Doch als die drei das Ufer ansteuern möchten, springt

der Motor nicht an! „Etwa 20 Minuten nach dem Absetzen

des Notrufs gelangten die Rettungskräfte in

einem privaten Motorboot zu uns“, erinnert sich England.

Die Notärztin an Bord lindert die Schmerzen des

Verunfallten medikamentös. Bei dem Zusammenstoß

hat er eine offene Becken- und eine Unterschenkel-

Ende einer Testfahrt

Jetski, Motocross, Mountainbike: Geschwindigkeit ist Florian Englands

Leidenschaft. Bis er bei einem Unfall auf dem Kummerower See

lebensgefährliche Verletzungen erleidet. Mit dem Greifswalder Hubschrauber

der DRF Luftrettung naht schnelle Hilfe.

Foto: Crok Photography - fotolia.com


Familie Josef Landgraf (seit 11/1973) l l l Margarete Stein (seit 12/1973) l l l Klaus Trella (seit 11/1973)

Foto: DRF Luftrettung

fraktur erlitten. Da ein Beckenbruch mit schweren inneren

Verletzungen einhergehen kann, muss er so

schnell wie möglich in eine Klinik transportiert werden.

Die Notärztin fordert über die Leitstelle Neubrandenburg

den Hubschrauber der DRF Luftrettung aus

dem 50 km Luftlinie entfernten Greifswald an. 15 Minuten

später hört Florian England, wie die Maschine

näher kommt. Kaum hat Pilot Burkhard Piper die rotweiße

BK 117 am Ufer abgesetzt, eilen Notarzt

Dr. Sixten Selleng und Rettungsassistentin Diana Rosolski

zu dem Patienten, der im Rettungswagen versorgt

wird. Um einer Infektion vorzubeugen, decken

sie seine Wunden mit sterilen Tüchern ab. Dann wird

er in den Hubschrauber gebracht und an den Überwachungsmonitor

angeschlossen. „Wir fliegen Sie jetzt

in die Universitätsklinik nach Greifswald. Dort sind

Sie in den besten Händen“, beruhigt Dr. Selleng den

23-Jährigen.

18 Minuten später landet der Pilot den Hubschrauber

an der Universitätsmedizin, wo der Patient von den

Traumatologen erwartet wird. Eine Computertomografie

schließt innere Blutungen aus, zeigt jedoch komplizierte

Trümmerfrakturen. Florian England wird sofort

operiert. Als er erwacht,

hat er eine mehrstündige

Operation hinter

sich. „Ich war einfach nur erleichtert,

noch am Leben zu

sein“, sagt der 23-Jährige. „Das verdanke

ich auch den Luftrettern, die mich

schnell in eine Klinik transportiert haben.“ Gerade

in dünn besiedelten Gebieten wie der Mecklenburgischen

Seenplatte müssen häufig weite Wege bis

zum Erreichen der Zielklinik zurückgelegt werden.

Der Einsatz des Hubschraubers ist hier unverzichtbar.

25 Tage später wird Florian

England nach Hause entlassen,

zunächst mit Gehhilfe

und Rollstuhl. Mittlerweile

kann er wieder selbstständig

gehen. „Sobald die

Titanplatte aus meinem

Bein entfernt worden ist,

möchte ich wieder Sport

treiben“, sagt der 23-Jährige,

der seit dem Unfall

vorsichtiger mit seinem Leben

umgeht. „Schließlich

möchte ich noch viel erleben

und später einmal für

meine eigene Familie da

sein. Ich bin sehr dankbar,

dass mir die Chance dazu

gegeben wurde.“

Julia Albrecht/Irina Wonneberg

Foto: Thomas Mandt

Mit dem Greifswalder

Hubschrauber

der DRF

Luftrettung wurde

Florian England

innerhalb kürzester

Zeit in eine

Spezialklinik

transportiert.

Lesen Sie im Interview mit Pilot

Burkhard Piper, welche Folgen die

Spezialisierung von Kliniken für die

Luftrettung hat: www.drfluftrettung.de/magazin/1331

Hat die Freude am Wassersport

nicht verloren: Mit seinem

neuen Jetski will Florian England

die nächste Saison vorsichtiger

angehen.

Luftrettung 3 || 2013

21


Stationen im Porträt

l l l

Gunter Steidinger (seit 12/1973) l l l Lorenz Schwarz (seit 12/1973

Fotomontage: DRF Luftrettung

Luftrettung

im Südwesten

Seit 20 Jahren ist die DRF Luftrettung Betreiber

der Station Freiburg. Wo andere Urlaub machen,

starten die badischen Luftretter täglich zu ihren

Einsätzen. Konstant hohe Alarmierungszahlen

belegen die Wichtigkeit der schnellen Rettung aus

D

der Luft am Oberrhein.

ie untergehende Sonne taucht das Freiburger Stationsgebäude

bereits in tiefes Rot, als die Besatzung

vom letzten Einsatz des Tages zurückkehrt. „Im

Sommer sind unsere Arbeitstage sehr lang, da wir von

8:00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit alarmiert

werden“, erzählt der leitende Rettungsassistent Ralf

Mewes. Seit 1993 ist die rot-weiße BK 117 der DRF

Luftrettung am Flugplatz Freiburg stationiert, davor

stellte die Bundeswehr die Luftrettung in der Region

sicher. 2002 hat die Besatzung ein neues Stationsgebäude

bezogen. Optimal an deren Bedüfnisse angepasst,

finden sich darin Büro- und Ruheräume, ein

Technik- und Medizinlager sowie ein Hubschrauberhangar.

Von der Luftrettungsstation führt die Crew

Transporte schwer kranker Patienten zwischen Kliniken

durch und startet zu Notfalleinsätzen in einem

Umkreis von rund 60 km um Freiburg. „Heute haben

wir einem Mann das Leben gerettet. Da wir ein mobiles

Ultraschallgerät mitführen, konnten wir am Einsatzort

eine Sonografie vornehmen. Dabei haben wir

freie Flüssigkeit im Bauchraum des Verletzten erkannt“,

erinnert sich Mewes, der weiß, dass dies auf

lebensgefährliche innere Blutungen hindeutet. Die

Freiburger Luftretter sind mit der präklinischen Sonografie

bestens vertraut, da sie von Beginn an in die

Testphase eingebunden waren.

Ausgestattet wie eine Intensivstation

Zur medizintechnischen Sonderausstattung von Christoph

54 gehört auch ein Videolaryngoskop: eine portable

Intubationshilfe, in die eine Videokamera integriert

ist. „Damit können wir Fremdkörper in der Luftröhre

eines Patienten rasch lokalisieren“, erklärt der

leitende Arzt der Station, Dr. Frank Lerch. Vor einigen

Jahren optimierte sein Vorgänger in Zusammenarbeit

mit der Universitätsklinik Schleswig-Holstein

eine Wärmedecke für den Hubschraubereinsatz. „Das

22


) l l l Konrad Kristen (seit 12/1973) l l l Helmut Kobza (seit 12/1973) l l l Johann Kößler (seit 12/1973)

Wärmesystem hilft Patienten mit Unterkühlung. Es

wurde an unserer Station so erfolgreich getestet, dass

mittlerweile alle Hubschrauber der DRF Luftrettung

damit ausgestattet sind“, berichtet Dr. Lerch. Alle zwei

Monate organisiert er im Rahmen des Teamtreffens

der Besatzung einen Referenten, der über ein aktuelles

Thema informiert – „eine Besonderheit unserer

Station“, weiß Ralf Mewes. „Zu Gast waren bereits

Referenten von Polizei, Feuerwehr, aus der Notfallmedizin

oder auch Kardiotechniker des Universitätsklinikums

Freiburg. Ziel dieser Teamtreffen ist, die

Abläufe im Einsatz zu optimieren“,

ergänzt Dr.


Lerch.

Der Freiburger Hubschrauber

wird überwiegend

für Intensivtransporte

medizintechnischer Geräte.

Dr. Frank Lerch, Leitender Notarzt

eingesetzt und gehört zu

den wenigen in Deutschland,

die Transporte mit einem mobilen ECMO-Gerät

(Herz-Lungen-Maschine) durchführen können. Ein

weiteres notfallmedizinisches Hilfsmittel an Bord von

Christoph 54 ist die Intraaortale Ballonpumpe (IABP),

die das Herz in seiner Pumpleistung unterstützt, z.B.

nach einem Herzinfarkt. Diese besonderen Intensivtransporte

von High-Risk-Patienten werden in Zusammenarbeit

mit

kooperierenden

Kliniken durchgeführt,

die spezielle

intensivmedizinische

Geräte und

bei Bedarf Fachpersonal

stellen.

Über 1.200 Mal pro

Jahr wurde der

Hubschrauber zwischen

2008 und

2012 angefordert.

„Durch die zunehmende

Spezialisierung

der Kliniken

müssen immer weitere Wege zurückgelegt werden, um

Patienten der optimalen Behandlung zuzuführen“, erklärt

Mewes die Bedeutung der Luftrettung im Freiburger

Raum.

Für die tägliche Einsatzbereitschaft von Christoph

54 sorgen drei Piloten, sechs Rettungsassistenten und

13 Notärzte, die das St. Josefskrankenhaus in Freiburg

und umliegende Kliniken stellen. Sämtliche Notärzte

müssen ein hohes Maß an intensivmedizinischer Erfahrung

mitbringen. „Langjährige Berufspraxis ist für

Fotos: DRF Luftrettung

jedes Besatzungsmitglied Pflicht. Piloten müssen mindestens

2.000 Flugstunden vorweisen und die Rettungsassistenten

die Zusatzausbildung zum HEMS

Crew Member (HCM) absolviert haben, um den Pilot

beim Funkverkehr und der Navigation unterstützen

zu können“, erklärt Mewes, der die Ruhe nach

dem langen Arbeitstag genießt. Im Einsatz werden von

den Besatzungen häufig psychische und körperliche

Höchstleistungen verlangt. Daher steht die Fortbildung

des Christoph-54-Tags 2013 unter dem Motto

„Zwischen den Einsätzen“ und legt einen besonderen

Fokus auf die Belange

Wer zur Optimierung der Notfallrettung beitragen

möchte, muss offen für neue Entwicklungen sein.


Daher beteiligen wir uns an Testphasen moderner

der Einsatzkräfte. „Wir

arbeiten eng mit Polizei,

Feuerwehr und dem bodengebundenen

Rettungsdienst,

aber auch

mit Intensivkrankenpflegern

von Kliniken zusammen.

Um uns bei den Kollegen zu bedanken und

mit ihnen auszutauschen, wurde diese intensivmedizinische

Fortbildung erstmalig vor elf Jahren veranstaltet“,

sagt Dr. Lerch. Mittlerweile genießt die Veranstaltung

im Südwesten Deutschlands große Anerkennung.

„Ihre Vorbereitung und Finanzierung können

wir nur dank der Hilfe eines langjährigen

Förderers leisten“, betont der leitende Notarzt. „Winfried

Redhaber bringt sich tatkräftig in die Organisation

ein und gewinnt jedes Jahr mit großem Engagement

Sponsoren für den Christoph-Tag.“

Das Wochenende Mitte September steht ganz im Zeichen

des 20-jährigen Stationsjubiläums. Nach einem

offiziellen Festakt und dem Christoph-54-Tag ist die

Bevölkerung am Sonntag, den 15. September 2013, zu

einem Tag der offenen Tür (11–18 Uhr) geladen. Wir

freuen uns auf Ihren Besuch!

Julia ALbrecht

Die Notärztin fragt

den Patienten per

Handzeichen, ob

alles in Ordnung ist

(links). Falls erforderlich,

wird medizinisches

Verbrauchsmaterial

nach jedem

Einsatz aufgefüllt.

Luftrettung 3 || 2013 23


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Luftrettung 3 || 2013 25


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Günther Veith (seit 12/1973) l l l Friedrich Meyer (seit 12/1973) l l l Dagmar Halm (seit 12

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1973) l l l Bernd Zunker (seit 12/1973) l l l Dieter Ewert (seit 12/1973)

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Luftrettung 3 || 2013 27


Christopher Kids

l l l

Walter Fleiner (seit 12/1973) l l l Gerhard Bulling (seit 12

Sicher ist sicher

„Mmm, lecker!“

Christopher hat es sich im Stadtpark gemütlich gemacht

und schleckt genüsslich an einer Kugel Erdbeereis. Plötzlich

saust ein Ball an ihm vorbei in Richtung Straße, ein

Junge rennt hinter ihm her. Auf keinen Fall darf der schöne

Fußball auf die Straße rollen, sonst macht ihn der

nächste Lkw platt! Christopher wirft das Eis in die Wiese

und fliegt hinterher. Gerade als der Bub die Straße erreicht,

packt Christopher das Kind am Schlafittchen, macht

eine 180-Grad-Kehre und setzt ihn wieder im Park bei seinen

Kick-Kumpels ab. „Weißt du denn nicht, dass du nach

links und rechts schauen musst, bevor du eine Straße

betrittst?“, schimpft Christopher. „Doch schon,“

knirscht der Junge kleinlaut. „Du musst dem Autofahrer

direkt in die Augen schauen! Erst wenn er dich

gesehen und angehalten hat, darfst du die Fahrbahn

überqueren“, fährt der kleine Hubschrauber

fort. Da fällt sein Blick auf die Fahrräder der Kinder, die

kreuz und quer auf dem Rasen liegen. „Licht, Bremsen und

Klingel müssen regelmäßig kontrolliert werden. Und an

die Pedale und Speichen gehören Reflektoren“, wettert

Chris-topher weiter. „Alles klar. Lasst uns jetzt abdüsen,

Jungs!“, ruft der Älteste, an dessen Lenker ein Sturzhelm

baumelt. „Aber vorher den Helm aufsetzen, und immer

auf dem Radweg fahren … schön hintereinander und ganz

rechts!“ Doch die Kinder sind schon um die Ecke gebogen

und hören nicht mehr, wie Christopher

noch einige Zeit vor sich hin schimpft.

Dann fällt ihm wieder sein Eis ein, das

mittlerweile in der Wiese geschmolzen

ist. „Was soll’s! Hol ich mir einfach

eine neue Kugel! Aber diesmal

nehm ich Haselnuss!“

Illustrationen: Peter Puck

Gewinnspiel

Im Straßenverkehr müsst ihr auf viele

Dinge achten. Verkehrsschilder

helfen euch dabei, den Überblick zu

behalten. Wisst ihr auch, was sie

bedeuten? Dann macht mit bei

unserem Verkehrsschilderrätsel:

Was besagt dieses Verkehrsschild?

Radfahren verboten

Sonderweg für Radfahrer

Weiße Fahrräder sind erlaubt

Schickt eure Antwort entweder per Post an die DRF

Luftrettung, Gewinnspiel, Rita-Maiburg-Straße 2,

70794 Filderstadt oder per E-Mail an info@drfluftrettung.de.

Vergesst nicht, Name, Adresse und

euer Alter anzugeben.

Unter allen richtigen

Einsendungen

verlosen wir drei

Bussi-Bären im

Pilotenoverall.

Mitmachen können Kinder und

Jugendliche bis 18 Jahre. Mitarbeiter

der DRF Luftrettung und deren

Angehörige sind von der Teilnahme

leider ausgeschlossen. Einsendeschluss

ist der 1.10.2013.

Komm Linda! Wir holen Brötchen fürs Frühstück!“ Nora nimmt ihre

kleine Schwester an der Hand und öffnet die Haustür, als ihre Mutter

den beiden hinterher ruft: „Passt an der Fußgängerampel auf!

Denkt daran: Bei Rot stehen, bei Grün gehen!“ Du denkst, das weiß

doch jedes Kind? Stimmt! Aber das war nicht immer so. Tatsächlich

Alles im

gibt es Ampeln noch gar nicht so lange. Erst als die Autos die Straßen

eroberten, wurde es für Fußgänger immer gefährlicher, die Fahrbahn

zu überqueren. Denn die Autos fuhren viel schneller als die

zuvor üblichen Kutschen. Daher wurde in Deutschland im Jahr 1957

die erste Fußgängerampel aufgestellt. Und damit ihre Signale auch

bei starkem Sonnenlicht gut zu erkennen sind, haben alle Ampeln

einen Schirm über dem Lichtzeichen. Ist dir das schon aufgefallen?

Um die Signale für jeden leicht verständlich zu machen, wurden

1961 Ampelmännchen eingeführt. Seither zeigen das rote stehende

Männchen und das grüne gehende Männchen Fußgängern an, was

sie tun müssen. Interessant ist, dass Ampelmänner und -frauen überall

auf der Welt unterschiedlich aussehen. Sogar in Deutschland gibt

es zwei verschiedene Versionen.

28


1973) l l l Karl Heinz Freisem (seit 12/1973) l l l Hans Stillhammer (seit 12/1973)

grünen Bereich

Obwohl heutzutage Ampeln und moderne Fahrzeugtechnik zur Verkehrssicherheit

beitragen, kommt es nach wie vor zu Unfällen. Damit Schwerverletzte

nach einem Unfall möglichst schnell medizinische Hilfe erhalten, werden

regelmäßig auch die Hubschrauber der DRF Luftrettung alarmiert. Mit

ihnen erreichen Notarzt und Rettungsassistent besonders schnell den Einsatzort,

wo sie die Verletzten versorgen und anschließend in ein Krankenhaus

transportieren können. Für uns ist das inzwischen selbstverständlich,

anders als noch vor 40 Jahren. 1973 startete ein Hubschrauber der DRF Luftrettung

erstmals zu einem Einsatz. Mittlerweile sorgen die rot-weißen Luftretter

an 28 Stationen in Deutschland für schnelle medizinische Hilfe im

Notfall. Wohnst Du denn in der Nähe einer Luftrettungsstation? Guck doch

einfach einmal auf der Karte nach unter www.drf-luftrettung.de/standorte.

Lust auf ein

Spielchen?

Auf unserer Facebook-Seite findet Ihr

ein Memo-Spiel mit interessanten Informationen

rund um die DRF Luftrettung.

Klickt einfach unterhalb der blauen

Facebook-Leiste beim Menüpunkt

„Chronik“ auf Memo-Spiel!

Luftrettung 3 || 2013


Spenden und Helfen

l l l

Holmer Czernohorsky (seit 12/1973) l l l Dietmar Lang (seit 12/

Herzlichen Dank!

Allerhöchste Anerkennung

Meine allergrößte Anerkennung gilt der

DRF Luftrettung für ihren Einsatz, um Leben

zu retten. Ich finde es super, dass es Menschen

gibt, die ihre ganze Energie, Kraft und Zeit in

solch eine Arbeit hineinsetzen. Auch ich habe

mich für die Fördermitgliedschaft eingetragen.

Und ich kann nur sagen: Werden auch

Sie Fördermitglied der DRF Luftrettung und

unterstützen diese.

Nicole Wenzel, 72768 Reutlingen

Spenden für den guten Zweck:

DRF Luftrettung erhält 660 Euro

Kürzlich besuchten Silke Stegemann und ihr Lebensgefährte

Wolfgang Wünschmann die Niebüller

Station der DRF Luftrettung. Dabei überreichten sie

der Besatzung eine Spende über 660 Euro. „Anlässlich

der Trauerfeier meiner Mutter haben wir um

Geld anstelle von Kränzen gebeten, um die DRF

Luftrettung zu unterstützen. Denn wird schnell medizinische

Hilfe benötigt, können wir uns auf den

Hubschrauber aus Niebüll verlassen“, erklärt Silke

Stegemann ihre Motivation. Pilot Jürgen Voiss und

Hubschraubernotarzt Dr. Oliver Buchholz bedankten

sich im Namen der

DRF Luftrettung herzlich

für die Spende.

Spendenübergabe an

der Station in Niebüll:

Hubschraubernotarzt

Dr. Oliver Buchholz, Silke

Stegemann, Wolfgang

Wünschmann und Pilot

Jürgen Voiss (von links).

Foto: DRF Luftrettung

IMPRESSUM

Herausgeber: DRF e.V.

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Telefon: (0711) 7007-0

Fax: (0711) 7007-2349

Internet: www.drf-luftrettung.de

Vorstand: Helmut Nanz,

Nicole Steiger, René Closter

Amtsgericht Nürtingen: VR1392

Der DRF e.V. ist vom Finanzamt Stuttgart

als gemeinnützig und mildtätig

anerkannt. Für Fördermitglieder ist

die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen

des Förderbeitrags enthalten.

Verlag: Hofmann Druck Nürnberg

GmbH & Co KG

Geschäftsführer: Frank Hofmann

Emmericher Straße 10

90411 Nürnberg

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Auflage 2/2013: 282.000 Exemplare

ISSN 1864-3140

Gesamtverantwortung:

Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)

Telefon: (0711) 7007-2203

Fax: (0711) 7007-2279

E-Mail: info@drf-luftrettung.de

Projektleitung: agentur wortweber

Inhaberin: Irina Wonneberg

Armbruststraße 75

73230 Kirchheim unter Teck

Telefon: (07021) 7202-182

Fax: (07021) 7202-179

E-Mail: info@wortweber.de

Redaktion: Irina Wonneberg (Ltg.),

Julia Albrecht, Gabriele von

Stackelberg

Gestaltung: Inkje Dagny von Wurmb

Comic: Peter Puck

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

sind nicht unbedingt identisch

mit der Meinung der Redaktion.

Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich

geschützt, auch gegenüber

Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen.

Jede Vervielfältigung, sei es

durch Nachdruck, Kopie, Mikrofilm

oder andere Verfahren, bedarf ausdrücklich

der schriftlichen Genehmigung

des Herausgebers. Entsprechendes

gilt auch für die Verbreitung

in elektronischen Medien. Alle Rechte

bleiben beim Herausgeber.

Die Redaktion behält sich das Recht

vor, Leserbriefe gekürzt wiederzugeben.

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Manuskripte wird keine Haftung

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Ihre Fördermitgliedsbeiträge

überweisen Sie bitte an:

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Kto.-Nr: 663 080 000

BLZ: 600 400 71

Spenden überweisen Sie

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BLZ: 600 901 00

Servicetelefon für Fragen

zur Fördermitgliedschaft:

(0711) 7007-2211

24-h-Alarmtelefon

für Notfälle im Ausland:

0049 (0) 711 701070


1973) l l l Harald Heinrich (seit 12/1973) l l l Peter H. Preuss (seit 12/1973)

Vielen Dank

Ein großes Lob und Dankeschön an Ihr

Team, das mich aus Italien zurückgeholt

hat. Nach fünf Tagen nur mäßiger

Versorgung fühlte ich mich wieder geborgen.

Marie-Luise Flohr, 37534 Eisdorf

Nahmen ihre Hochzeit

zum Anlass, die DRF

Luftrettung zu unterstützen:

Kerstin und

Marcel Kayser.

Dankbar für Versorgung

Aufgrund eines Unfalls habe ich Verletzungen

am Handgelenk wie auch

an der Wirbelsäule erlitten. Der Notarzt

traf via Rettungshubschrauber

aus Rendsburg ein. Sowohl die Herren

vom Rettungswagen wie auch das

Team des Rettungshubschraubers gaben

mir sofort ein gutes Gefühl. Ich

bin sehr, sehr dankbar, dass es diese

Versorgung gibt ... auch auf einem

kleinen Feldweg hinter dem kleinen

Örtchen Bollingstedt. Für mich war

sofort klar, dass ich jetzt Fördermitglied

werde.

Antje Timm, 24855 Bollingstedt

Hochzeitsspende

für die DRF Luftrettung

Es gibt viele Möglichkeiten,

Gutes zu tun. Das weiß auch Marcel Kayser. Deshalb

baten er und seine Frau Kerstin bei ihrer kirchlichen

Trauung um Spenden für die DRF Luftrettung. „Auf

diese Weise kamen 70 Euro zusammen, mit denen wir

die DRF Luftrettung unterstützen“, versichert Kayser.

Zu seiner Hochzeit lud er auch Karl-Heinz Heitmüller

ein, Stationsleiter der DRF Luftrettung in Bremen.

„Über die Jahre sind Marcel und ich Freunde geworden.

Er hat bereits als Schüler Fußballturniere organisiert,

um Geld für uns zu sammeln“, erinnert sich der

Pilot. Die DRF Luftrettung bedankt sich herzlich für

die Spende und wünscht dem frisch getrauten Ehepaar

alles Gute für die Zukunft.

Foto: Privat

Umgezogen? Neue Bankverbindung?

Dann füllen Sie bitte diese Zeilen aus und schicken den Coupon an:

DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.

Fax: (0711) 7007-2219 . E-Mail: service-team@drf-luftrettung.de

Meine/unsere Bankverbindung hat sich geändert.

Bitte buchen Sie den Förderbeitrag künftig von folgendem Konto ab:

Mitgliedsnummer (wichtig, bitte angeben, wenn möglich)

Geldinstitut

Vorname, Name

Kontoinhaber

Straße und Hausnummer

Kontonummer

PLZ, Wohnort

BLZ

Telefon

Ort, Datum

E-Mail

Unterschrift des Kontoinhabers


„Mein zweieinhalbjähriger Sohn erlitt während eines

Kuraufenthalts auf Amrum einen Blinddarmdurchbruch.

Er musste dringend operiert werden. Um ihn so schnell

wie möglich in eine Flensburger Klinik zu bringen,

wurde ein Hubschrauber der DRF Luftrettung alarmiert.

Als die Besatzung eintraf, wusste ich: Alles wird gut.“

Miriam und Felix Hamers, Attendorn

Sie können einen wertvollen Beitrag zur Luftrettung leisten,

indem Sie Ihre Verwandten, Freunde und Kollegen über die Möglichkeit

einer Fördermitgliedschaft im DRF e.V. informieren. Dank Ihrer Hilfe kann

die DRF Luftrettung Jahr für Jahr viele tausend Menschenleben retten.

Fördern Sie die Luftrettung!

Ja

Ich möchte Fördermitglied im DRF e.V. werden. Ich unterstütze damit die lebensrettende Arbeit

der DRF Luftrettung. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich

die DRF Luftrettung im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

00820

Bitte gut leserlich ausfüllen:

01. 2013

Mitgliedschaft ab (Datum)

Geburtsdatum

Zahlungsweise per Lastschrift:

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Vorname, Nachname

Straße, Hausnummer

Kontonummer

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Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie, bis auf schriftlichen Widerruf den Jahresbeitrag

von meinem/unserem Konto abzubuchen (nicht Zutreffendes bitte streichen).

PLZ, Wohnort

Ort, Datum

Telefon

Einzelmitgliedschaft (Mindestbeitrag 36,– e pro Person)

E-Mail

Familienmitgliedschaft (Mindestbeitrag 72,– e pro Familie,

Ehepartner einschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr)

Bitte listen Sie nachfolgend die vollständigen Namen der Familienmitglieder

und deren Geburtsdatum auf.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Die Fördermitgliedschaft kann jederzeit schriftlich gekündigt werden.

Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.

Unterschrift des Antragstellers/Kontoinhabers

Für Fördermitglieder ist die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des

Förderbeitrags enthalten.

Ich möchte das Förderermagazin „Luftrettung“ und Informationen über

die DRF Luftrettung per E-Mail erhalten. Meine E-Mail-Adresse lautet:

Ich möchte das Förderermagazin „Luftrettung“ gedruckt per Post erhalten.

Widerrufsbelehrung: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei

Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax oder

per E-Mail, widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

Der Widerruf ist zu richten an: DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen

zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen, z.B. Zinsen, herauszugeben.

Datum, Unterschrift Widerrufsbelehrung

Den Coupon ausschneiden und einsenden an: DRF e.V. · Rita-Maiburg-Straße 2 · 70794 Filderstadt

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