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<strong>Luftrettung</strong> 3 | 2013<br />

Das Förderermagazin<br />

NOTFALL<br />

Jetskifahrer auf<br />

Kollisionskurs<br />

STATIONSPORTRÄT<br />

Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

in Freiburg<br />

KLEIN, LEICHT UND INNOVATIV<br />

Entwicklungen in<br />

der Medizintechnik


Förderer der ersten Stunde (Fortsetzung): Hans Kaechele (seit<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser,<br />

erinnern Sie sich? Das erste Mobiltelefon war<br />

ein Knochen. Es wog knapp 800 g, konnte maximal<br />

30 Rufnummern speichern und besaß nur<br />

einen Klingelton. Auch die medizintechnischen<br />

Geräte aus den Anfangsjahren der <strong>Luftrettung</strong><br />

waren vergleichsweise schwer und unhandlich.<br />

Daher hätte es vor 40 Jahren auch niemand für<br />

möglich gehalten, dass ein mobiles Ultraschallgerät<br />

einmal in die Jackentasche des Notarztes<br />

passen würde. Oder dass Leitstellendisponenten<br />

den aktuellen Aufenthaltsort und Einsatzstatus<br />

von Rettungshubschraubern auf einem Bildschirm<br />

sehen und diese direkt zu einem Einsatzort<br />

alarmieren können.<br />

Digitalisierung und Satellitennavigation haben<br />

Wesentliches zur Optimierung der Notfallrettung<br />

beigetragen. Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>, die<br />

sich als wachsende und lernende Organisation<br />

versteht, ist mit ihren engagierten Mitarbeitern<br />

dabei treibender Motor. Welche Maßnahmen<br />

und Innovationen dazu geführt haben, die <strong>Luftrettung</strong><br />

in der Vergangenheit stetig zu verbessern,<br />

lesen Sie auf den Seiten 6–11.<br />

Dass das Leben im Zeitalter der Computertechnik<br />

schneller geworden ist, spüren auch unsere<br />

Mitarbeiter der Alarmzentrale bei der Organisation<br />

einer Auslandsrückholung. Selbst wenn Internet<br />

und E-Mail vieles vereinfachen, so ist die<br />

Zeit dennoch knapp, die den Disponenten bleibt,<br />

um den kompletten Einsatz zu organisieren. Innerhalb<br />

von zwei Stunden abflugbereit zu sein –<br />

dies gelingt nur dank einer aufwendigen Logistik<br />

im Hintergrund und einer perfekt organisierten<br />

Aufgabenverteilung aller an einer Rückholung<br />

beteiligten Mitarbeiter (Seite 12–13).<br />

Foto: Irina Wonneberg<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

12<br />

Die Einsatzkoordinatoren der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> organisieren innerhalb<br />

weniger Stunden Ambulanzflüge<br />

rund um den Globus.<br />

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen<br />

Ihre<br />

Nicole Steiger<br />

Vizepräsidentin<br />

Titelfoto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

06<br />

Dank moderner Medizintechnik<br />

wie mobilen Ultraschallgeräten<br />

können lebensbedrohliche innere<br />

Blutungen bereits am Einsatzort<br />

erkannt werden.<br />

2


10/1973) l l l Gerhard Birkhold (seit 10/1973) l l l Joachim Binder (seit 10/1973)<br />

In dieser <strong>Ausgabe</strong><br />

04 Aktuell<br />

Feier zum 40-jährigen Einsatzbestehen der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>;<br />

Neues Dienstgebäude in Villingen-Schwenningen bezogen;<br />

Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung<br />

des <strong>DRF</strong> e.V.; Top-Sportler unterstützt <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

06 Titelthema<br />

Das Wohl der Patienten steht bei der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> seit<br />

jeher an erster Stelle. Lesen Sie, welche Entwicklungen in<br />

der Vergangenheit die Notfallrettung optimiert haben.<br />

12 Mitarbeiterporträt<br />

Rückholung aus Afrika: Ein Schwerverletzter muss dringend<br />

in einer deutschen Klinik behandelt werden. Jetzt greift<br />

in der Alarmzentrale ein Rädchen ins andere. Jeder Mitarbeiter<br />

weiß, was zu tun ist. Zwei Stunden später ist das<br />

Ambulanzflugzeug der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> abflugbereit.<br />

14 Lokalnachrichten<br />

Einsatzmeldungen aus den Regionen.<br />

20 Notfall<br />

„Jetskifahrer nach Kollision mit Motorboot schwer verletzt,<br />

innere Blutungen möglich.“ Unmittelbar nach ihrer Alarmierung<br />

heben die Greifswalder Luftretter ab in Richtung<br />

Kummerower See ...<br />

22 Stationen der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

In dieser <strong>Ausgabe</strong>: Ein Porträt der <strong>Luftrettung</strong>sstation<br />

Freiburg, die in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen feiert.<br />

24 Shop<br />

Geschenk-Ideen für Groß und Klein.<br />

28 Christopher Kids<br />

Bei Grün gehen: Wie das Ampelmännchen Laufen lernte<br />

und warum die Lichtsignale so wichtig sind.<br />

30 Spenden und Helfen<br />

Spenden für die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>; Impressum.<br />

Foto: Thomas Mandt Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

22<br />

Seit 20 Jahren betreibt die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> die Station<br />

Freiburg. Ausgerüstet wie eine Intensivstation, wird<br />

Christoph 54 für Patiententransporte zwischen Kliniken<br />

und auch zu Notfalleinsätzen alarmiert.<br />

20<br />

Auf der Sonnenseite<br />

des Lebens:<br />

Florian England ist<br />

dankbar, dass er<br />

seinen schweren<br />

Jetski-Unfall ohne<br />

bleibende Schäden<br />

überlebt hat.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013<br />

3


Aktuell<br />

l l l<br />

Horst Bunk (seit 10/1973) l l l Günter Dussling (seit 10/1973) l l l Gerhard<br />

Kurz berichtet<br />

40 Jahre <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Innenministers<br />

Reinhold Gall. Er richtete ein Grußwort an die zahlreich erschienenen Gäste.<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Am 13. Juni fand die Feier zum 40-jährigen Einsatzbestehen der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> im Operation-Center am Flughafen Karlsruhe/<br />

Baden-Baden statt. Etwa 400 Gäste aus der Politik, von Krankenkassen,<br />

Kliniken und Hilfsorganisationen sowie Förderer und<br />

fast 200 Mitarbeiter waren der Einladung gefolgt. Unter dem<br />

Motto „Menschen. Leben. Retten.“ eröffnete Helmut Nanz, Präsident<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>, den Festakt. Es folgte ein Grußwort<br />

von Reinhold Gall, Schirmherr der Veranstaltung und Innenminister<br />

des Landes Baden-Württemberg. In seiner Ansprache<br />

betonte er u.a. die wachsende Bedeutung der <strong>Luftrettung</strong>.<br />

Im Anschluss wurden Dr. Siegfried Steiger und seine Frau Ute<br />

für ihren großen persönlichen Einsatz beim Aufbau der <strong>Luftrettung</strong><br />

geehrt.<br />

Ein facettenreiches Bild der gemeinnützig tätigen Organisation<br />

bot das weitere Programm: Mitarbeiter gaben Einblicke in ihre<br />

Arbeit und ehemalige Patienten berichteten gemeinsam mit ihren<br />

Rettern von der schnellen Hilfe aus der Luft. Besonders würdigte<br />

Helmut Nanz die Förderer, auf deren Unterstützung die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

seit jeher angewiesen ist. „Es ist schön, dass wir so viele<br />

Gäste willkommen heißen durften. Besonders gefreut haben wir<br />

uns über den Besuch von Förderern, die uns seit 1973 die Treue<br />

halten“, sagt Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

Von Januar bis Juni wurden<br />

die Hubschrauber der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> allein in Deutschland<br />

17.258 Mal zur Hilfe gerufen,<br />

13.117 Mal zu Notfällen und 4.141<br />

Mal, um Patienten zu lebensrettenden<br />

Operationen oder Spezialtherapien<br />

in Kliniken zu transportieren.<br />

Neues Dienstgebäude für Luftretter in<br />

Villingen-Schwenningen<br />

Zum 1. Juli hat die Besatzung in Villingen-Schwenningen ihr neues Dienstgebäude<br />

bezogen. Der Neubau ist optimal auf die Bedürfnisse der Crew abgestimmt,<br />

die von Beginn an in die Planung einbezogen wurde. Neben großzügigen Arbeitsplätzen,<br />

einer Küche, Sanitäranlagen und Ruheräumen steht den Luftrettern auch<br />

ein neuer Hubschrauberhangar zur Verfügung. Die Station befindet sich gegenüber<br />

dem neu gebauten Schwarzwald-Baar-Klinikum und wurde im Auftrag der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> und der DRK Rettungsdienst Schwarzwald Baar gGmbH errichtet.<br />

Finanzielle Förderung erhielten die Bauträger vom Innenministerium des<br />

Landes Baden-Württemberg und dem Schwarzwald-Baar Klinikum.<br />

4


Woehrle (seit 10/1973) l l l Burga Pawelke (seit 10/1973) l l l Oslinde Wech (seit 10/1973)<br />

Umstellung auf SEPA<br />

Am 1. Februar 2014 wird der einheitliche europäische Zahlungsverkehr<br />

SEPA (Single Euro Payment Area) das innerdeutsche<br />

Verfahren ablösen. Der <strong>DRF</strong> e.V. führt die Umstellung bereits<br />

zum 1. Januar 2014 durch. „Das bedeutet, dass unsere Förderer<br />

und Spender auf ihren Überweisungsträgern nicht mehr die<br />

Kontonummer und Bankleitzahl des <strong>DRF</strong> e.V. finden, sondern<br />

Felder für die internationale Kontokennung IBAN und die weltweit<br />

gültige Bankleitzahl BIC“, erklärt Theresia Kneschke, Gruppenleiterin<br />

Förderer- und Spenderbetreuung des <strong>DRF</strong> e.V. „Wir<br />

werden jedoch alle Förderer rechtzeitig schriftlich informieren,<br />

sie müssen nichts unternehmen. Bereits bestehende Einzugsermächtigungen<br />

behalten in jedem Fall ihre Gültigkeit“, fährt<br />

Theresia Kneschke fort. Wer seine IBAN nicht kennt, der werfe<br />

einen Blick auf seinen letzten Kontoauszug: Dort ist sie aufgedruckt.<br />

Sie besteht aus der Länderkennzeichnung DE für<br />

Deutschland, einer zweistelligen Prüfziffer, der Bankleitzahl<br />

und der bisherigen Kontonummer. Die Förderer- und Spenderbetreuung<br />

des <strong>DRF</strong> e.V. wird in den kommenden Wochen schriftlich<br />

oder telefonisch Kontakt zu jenen Förderern aufnehmen,<br />

bei denen Unklarheiten bezüglich der IBAN bestehen.<br />

DE: Deutschland<br />

Bankleitzahl: 8 Stellen<br />

Mitgliederversammlung 2013<br />

Nach der Satzung des <strong>DRF</strong> e.V. (Deutsche Rettungsflugwacht<br />

Förderverein e.V.) dürfen wir die Fördermitglieder<br />

gemäß §7 Absatz 2 der Vereinssatzung zur<br />

Mitgliederversammlung 2013 (Berichtsjahr 2012) am<br />

23. September 2013 um 16:00 Uhr in die Räumlichkeiten<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>, Rita-Maiburg-Straße 2,<br />

in 70794 Filderstadt-Bernhausen einladen.<br />

Themen der Tagesordnung:<br />

1. Verabschiedung des Protokolls der ordentlichen<br />

Mitgliederversammlung vom 25. September 2012<br />

2. Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2012<br />

und Bericht über das laufende Geschäftsjahr<br />

3. Entgegennahme und Genehmigung des durch die<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young<br />

geprüften und testierten Jahresabschlusses für das<br />

Geschäftsjahr 2012<br />

4. Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr<br />

2012<br />

5. Bestellung der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr<br />

2013<br />

6. Wahlen<br />

7. Verschiedenes<br />

Prüfziffer: 2 Stellen<br />

Kontonummer: 10 Stellen<br />

Wir bitten die Fördermitglieder um Anmeldung bis<br />

zum 7. September 2013 unter der Telefonnummer<br />

0711/7007-0.<br />

Sportliche Unterstützung<br />

Foto: AS Sportfoto/Binder<br />

Uwe Gensheimer, Handballer bei den Rhein-Neckar-Löwen<br />

und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, weiß, dass<br />

Höhe und Schnelligkeit nicht nur im Sport wichtig sind: Daher<br />

möchte der sympathische Sportler die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Sportlich und sozial engagiert: Der Handballer Uwe Gensheimer<br />

unterstützt die schnelle Rettung aus der Luft.<br />

unterstützen. Der gebürtige Mannheimer hat den in Neuostheim<br />

stationierten Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

schon als Kind häufig am Himmel gesehen. „Wie wichtig<br />

dieses Rettungsmittel ist, wurde mir erst später klar. Mit<br />

meinem Abriss der Achillessehne hatte ich noch Glück im<br />

Unglück. Dennoch war es Anlass, genauer über dieses so<br />

wichtige Thema nachzudenken: Es kann jeden treffen“, erklärt<br />

der 26-Jährige sein Engagement. Eine mögliche Unterstützung<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> durch Gensheimers Verein,<br />

die Rhein-Neckar-Löwen, ist in Planung. Mehr darüber<br />

erfahren Sie in Kürze auf der Facebook-Seite der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> (www.facebook.com/drfluftrettung). Dass er<br />

hinter den Luftrettern steht, zeigt Uwe Gensheimer auch<br />

durch seine Präsenz in der Förderergalerie (www.drf-luftrettung.de/de/retten).<br />

Dort hat jeder Förderer die Möglichkeit,<br />

ein persönliches Profil anzulegen und mit einem Foto<br />

und einem Zitat öffentlich mitzuteilen, warum er die rotweißen<br />

Luftretter unterstützt.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013<br />

5


Titelthema<br />

l l l<br />

Anton Riegger (seit 10/1973) l l l Helmut Latz (seit 10/1973) l l l<br />

Rasante Entwicklung<br />

Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> hat schon immer größten Wert auf ein hohes Maß an<br />

Patientensicherheit gelegt. Innovationen in der Medizin-, Satelliten- und<br />

Computertechnik trugen ihr Übriges zur Optimierung der Notfallrettung bei.<br />

Unser Beitrag stellt die Meilensteine vor.<br />

6


Konrad Sauter (seit 10/1973) l l l Gisela W. Mürdter (seit 10/1973) l l l Friedrich Kluth (seit 10/1973)<br />

N<br />

och vor wenigen Jahrzehnten<br />

erfüllte der<br />

Rettungsdienst eine reine<br />

Transportfunktion. Die Besatzung<br />

des Krankenwagens<br />

bestand lediglich aus einem<br />

Fahrer, der die Aufgabe hatte,<br />

den Patienten zu einem<br />

Arzt zu bringen. Auch wenn<br />

der Heidelberger Professor<br />

Martin Kirschner schon<br />

1938 forderte, dass der Arzt<br />

zum Notfallpatienten kommen<br />

müsse und nicht umgekehrt,<br />

änderte sich aus<br />

Kostengründen vorläufig<br />

nichts. Doch immer mehr<br />

Kraftfahrzeuge wurden in<br />

Deutschland zugelassen:<br />

1970 waren es 20,8 Millionen,<br />

demgegenüber standen<br />

531.795 Verletzte und 19.193<br />

Verkehrstote, heute sind es<br />

rund 4.000 pro Jahr (Quelle:<br />

Statistisches Bundesamt).<br />

Aus diesen erschreckenden<br />

Zahlen resultiert<br />

letztlich die Etablierung der<br />

<strong>Luftrettung</strong> in Deutschland.<br />

Als 1973 erstmals ein Hubschrauber<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

zu einem Einsatz startete, hatte er eine notfallmedizinische<br />

Ausrüstung an Bord, um Patienten vor<br />

Ort zu versorgen. Später wurde die Ausstattung mit<br />

einer europäischen Norm versehen (DIN EN 13718).<br />

Zur heutigen Basisausstattung gehört ein EKG mit<br />

Defibrillator, ein Beatmungsgerät, Blutdruckmessgeräte<br />

(invasiv und noninvasiv), Pulsoxymetrie zur Ermittlung<br />

der Sauerstoffsättigung, Absaug- und Spritzenpumpen,<br />

ein Thoraxdrainage-Set, Sauerstoff (O2),<br />

Immobilisationsmaterial, Notfallrucksack- und Taschensysteme<br />

sowie Antidote (Gegengifte).<br />

In den 1980er-Jahren war die medizintechnische<br />

Ausstattung noch deutlich schwerer und ausladender<br />

als heute. Ein Intensivbeatmungsgerät brachte damals<br />

Fotos: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

25 kg auf die Waage und hatte die Maße einer Kommode.<br />

Dafür mussten allerdings auch keine Gerätehalterungen<br />

aus leichtem Aluminium gefertigt werden.<br />

Das medizintechnische Gerät wurde mittels<br />

Transportgurten im Hubschrauber einfach festgezurrt.<br />

Heute geht die Ausstattung der Hubschrauber der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> indes weit über den gesetzlich geforderten<br />

Standard hinaus. Als fliegende Intensivstationen sind<br />

die Maschinen beispielsweise mit einem 230-Volt-<br />

Inverter ausgerüstet. Er wandelt die 28-Volt-Gleichspannung<br />

der Hubschrauber in 230-Volt-Wechselspannung<br />

um, die für den Betrieb medizinischer Geräte benötigt<br />

wird. „Der Inverter wird hauptsächlich für spezielle<br />

Intensivtransporte benötigt, bei denen Geräte<br />

aus der Klinik mitgenommen werden“, erklärt Jan Olaf<br />

Weigt, Abteilungsleiter Medizintechnik der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

Dazu gehören insbesondere Transportinkubatoren<br />

für Früh- und Neugeborene oder Herz-Lungen-Unterstützungssysteme.<br />

Zuvor wurden diese Geräte<br />

vorrangig mit Akkus betrieben oder konnten gar<br />

nicht eingesetzt werden, da sie bei längeren Transporten<br />

an ihre Leistungsgrenze gerieten.<br />

Studien empfehlen Sonderausstattung<br />

Jenseits der Norm-Ausstattung sind auch die mobilen<br />

Ultraschallgeräte, welche die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> an Bord<br />

einiger ihrer Hubschrauber mitführt. Damit können<br />

innere Blutungen frühzeitig erkannt und entsprechend<br />

behandelt werden. Der Entscheidung zur Anschaffung<br />

dieser medizintechnischen Geräte ging eine Studie<br />

von 2004 (Jahr der Veröffentlichung) voraus<br />

unter der Federführung der Berufsgenossenschaftlichen<br />

Unfallklinik in<br />

Frankfurt sowie der Beteiligung<br />

des dort ansässigen Rettungshubschraubers<br />

und der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

Die Studie konnte<br />

nachweisen, dass<br />

bei 300 untersuchten<br />

Fällen<br />

die Sonografie<br />

am<br />

Unfallort zu<br />

mehr als 90<br />

Prozent er-<br />

Das geringe Gewicht<br />

der modernen<br />

medizintechnischen<br />

Geräte freut auch<br />

die Einsatzkräfte<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013 7<br />

Foto: Irina Wonneberg


Titelthema<br />

l l l<br />

Claus F. Amman (seit 10/1973) l l l Anna Foerch (seit 10/1973) l l l<br />

Die mobile Sonographie<br />

kann die<br />

Diagnoseentscheidungen<br />

bei<br />

schwerverletzten<br />

Personen vereinfachen<br />

und bei<br />

der Auswahl der<br />

Therapie sowie<br />

der Zielklinik<br />

ausschlaggebend<br />

sein.<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

„<br />

folgreich angewendet wurde. Bei etwa einem Drittel<br />

wurde die präklinische Therapie aufgrund der Diagnostik<br />

geändert, in 20 Prozent eine andere Zielklinik<br />

gewählt (Quelle:<br />

Frankfurter interdisziplinäres<br />

Institut für<br />

Notfallmedizin und Simulationstraining).<br />

„Ein präklinischer Ultraschall<br />

ist sinnvoll<br />

bei Patienten, bei denen<br />

mit Verletzungen<br />

der inneren Organe gerechnet<br />

werden muss,<br />

zum Beispiel nach Verkehrsunfällen<br />

oder Stürzen aus großer Höhe, aber äußerlich<br />

nichts festgestellt werden kann“, erklärt Dr.<br />

Jörg Braun, Ärztlicher Leiter der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

„Darüber hinaus setzen wir die Sonografie bei internistischen<br />

Krankheitsbildern und während der Reanimation<br />

erfolgreich ein“, fährt Dr. Braun fort.<br />

Ein Ultraschallgerät zählt ebenso<br />

wie ein Beatmungsgerät oder<br />

ein Defibrillator zur Familie<br />

der Medizinprodukte. Wer<br />

Medizinprodukte (MP)<br />

gewerblich betreibt, unterliegt<br />

den Bestimmungen der<br />

Foto: GE Healthcare<br />

Medizinprodukte-Betreiberverordnung,<br />

die Anforderungen an das Errichten, Betreiben<br />

und Instandhalten von Geräten stellt. Um die<br />

Sicherheit und den Schutz ihrer Patienten zu gewährleisten,<br />

gibt es an jeder Station der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

einen MP-Beauftragten, der dafür sorgt, dass Buch<br />

geführt wird über Funktionsprüfungen, Geräteeinweisungen,<br />

Fristen oder Ergebnisse von Kontrollen. Er<br />

zeichnet darüber hinaus für die fachgerechte Lagerung<br />

und hygienische Aufbereitung verantwortlich<br />

und kontrolliert Reparaturen, Wartungen sowie die<br />

Beschaffung von Ersatzgeräten.<br />

Bei der Dokumentation der medizintechnischen<br />

Geräte hilft ihm die Datenbanksoftware MT Data. Gemäß<br />

Bestandsverzeichnis sind dort sämtliche aktiven<br />

medizintechnischen Geräte gelistet und dokumentiert.<br />

MT Data hat auch ein Auswertungstool. „Damit erkennen<br />

und dokumentieren wir, welche Geräte besonders<br />

stark oder nur wenig störanfällig sind und wie<br />

hoch die durchschnittlichen Kosten für Reparaturen<br />

sind. Um so verantwortungsvoll<br />

wie möglich mit unserem<br />

Budget umzugehen,<br />

Dank ihrer Auswertungstools<br />

hat die ist es wichtig, dass wir unwirtschaftliche<br />

Zustände<br />

Datenbank MEDAT<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> frühzeitig erkennen und ändern“,<br />

erklärt Jan-Olaf<br />

einen großen Schritt<br />

nach vorn gebracht. Weigt.<br />

Dr. Jörg Braun,<br />

„<br />

Ein weiteres Datenbanksystem,<br />

das die <strong>DRF</strong> Luftret-<br />

Ärztlicher Leiter<br />

tung seit 2004 an ihren<br />

Stationen installiert hat, ist<br />

MEDAT. In der medizinischen Datenbank werden einsatztaktische<br />

und patientenspezifische Daten über eine<br />

Eingabemaske erfasst. „MEDAT ist ein Tool zur medizinischen<br />

Qualitätssicherung. Dank der Analysemöglichkeiten<br />

der Datenbank können wir darlegen, ob wir<br />

z.B. die präklinischen Versorgungszeiten für Schlaganfall,<br />

Herzinfarkt oder Polytrauma einhalten, in welche<br />

Zielkliniken wir die Patienten bringen etc. Darüber hinaus<br />

können wir zeigen, dass gerade ländliche Ge-<br />

Der Zeitaufwand, um die medizinschen Einsatzdaten in<br />

die Datenbank MEDAT einzugeben, liegt bei ca. fünf<br />

Minuten pro Formular.<br />

Foto: Irina Wonneberg<br />

8


Hermann Blattner (seit 10/1973) l l l Lothar Teuffel (seit 10/1973) l l l Alwine Kern (seit 10/1973)<br />

genden vom Einsatz der <strong>Luftrettung</strong> besonders profitieren“,<br />

erklärt Dr. Jörg Braun. Außerdem verfolgt die<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> mit MEDAT eine Verbesserung der<br />

Patientenversorgung auf<br />

politischer Ebene. Auf<br />

ihre Anregung wird von<br />

Ministerien und Leitstellen<br />

die Möglichkeit diskutiert,<br />

bei bestimmten<br />

Meldebildern stets den<br />

Rettungshubschrauber als<br />

Notarztzubringer bzw.<br />

schnellstes Transportmittel<br />

zu alarmieren.<br />

Ob die Hubschrauber<br />

verfügbar sind und welchen Einsatzstatus sie haben,<br />

können die Leitstellendisponenten dank „Rescue<br />

Track“ auf einen Blick erkennen. Das von der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> initiierte Flight-Following-System startete<br />

2004 in einem Pilotprojekt an den Stationen in<br />

Freiburg und Villingen-Schwenningen. Dank Satellitennavigation<br />

und einer browsergestützten Software<br />

können Leitstellendisponenten auf einem Monitor sehen,<br />

wo sich Rettungshubschrauber aktuell befinden.<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Falls verfügbar, kann die Leitstelle den Hubschrauber<br />

direkt zu einem neuen Notfall alarmieren. Innerhalb<br />

weniger Jahre nach seiner Einführung hat Rescue<br />

Track unter Beweis gestellt,<br />

dass es die Versorgung<br />

der Patienten<br />

Im SIM-Training können<br />

schwierige Einsatzsituationen<br />

nachgestellt und rettung in Deutschland<br />

verbessert und die Luft-<br />

unter realistischen Bedingungen<br />

geübt werden. bessere Koordination<br />

effizienter macht. „Die<br />

Dr. Gerson Conrad, der Hubschrauber trägt<br />

„<br />

Ärztlicher<br />

dazu bei, eine schnelle<br />

Ausbildungsleiter medizinische Versorgung<br />

der Bevölkerung<br />

auch in abgelegenen<br />

Regionen sicherzustellen“, betont Projektleiter Christian<br />

Schulze. Der große Erfolg des Systems hatte dazu<br />

geführt, dass sich auch ADAC und Bundespolizei für<br />

Rescue Track interessierten. Daher hatte die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

2008 entschieden, die Technologie an die Firma<br />

Convexis als neutralen IT-Dienstleister zu übertragen,<br />

damit Patienten bundesweit noch schnellere<br />

Hilfe bekommen können – unabhängig vom jeweiligen<br />

Betreiber. Nach Angaben von Convexis setzen<br />

„<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Mittels Rescue Track wird den Rettungsleitstellen angezeigt,<br />

wo genau sich die Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

befinden und ob sie für einen Einsatz disponierbar sind.<br />

Dank regelmäßiger Weiterbildungen wie beispielsweise dem simulatorbasierten<br />

Teamtraining können die Besatzungen der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

einen hohen notfallmedizinischen Standard bedienen.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013<br />

9


Titelthema<br />

l l l<br />

Elisabeth Plag (seit 10/1973) l l l Dieter Eifinger (seit 10/1973) l l l<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Eine Norm legt<br />

die Leistungsanforderungen<br />

für<br />

Medizinprodukte<br />

fest, die in Luftfahrzeugen<br />

zum<br />

Patiententransport<br />

mitgeführt<br />

werden. Damals<br />

wie heute geht<br />

die Ausstattung<br />

der Hubschrauber<br />

und Ambulanzflugzeuge<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

über die<br />

gesetzlichen Anforderungen<br />

hinaus.<br />

Film ab: Ein Video zum Ablauf eines<br />

simulatorbasierten Teamtrainings<br />

können Sie im Internet anschauen:<br />

www.drf-luftrettung.de/simulation<br />

mittlerweile nahezu alle Rettungsleitstellen in Deutschland<br />

Rescue Track ein.<br />

Neben der verbesserten Koordination der Hubschrauber<br />

wurde und wird dem Thema Hygiene innerhalb der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> sehr große Bedeutung beigemessen.<br />

2008 wurde für den Bereich Medizin Flugzeuge am<br />

Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden beispielsweise ein<br />

neuer Hygienebereich konzipiert und umgesetzt. Um<br />

der Infektionsgefährdung durch Krankheitserreger vorzubeugen,<br />

wurde der Desinfektionsbereich von anderen<br />

Räumlichkeiten separiert. Die Arbeitsbereiche für<br />

Desinfektions- und Reinigungsarbeiten sind in rein und<br />

unrein getrennt, der Bodenbelag ist säure- und scheuerbeständig<br />

und die Wandfließen sind im Bereich der<br />

Arbeitsflächen und Nassbereiche bis zur Decke angebracht.<br />

Die Oberflächen der Schränke sowie Fugen und<br />

Dichtungen der Arbeitsfläche sind abwaschbar, säurefest<br />

und korrosionsbeständig. Bei der Aufbereitung von<br />

Medizinprodukten, etwa bei Anästhesiematerialien, ist<br />

die maschinelle Reinigung und Desinfektion mit abschließender<br />

Trocknung der manuellen Reinigung vorzuziehen.<br />

Um die hygienische Qualitätsoptimierung<br />

weiter zu forcieren, verwendet die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> seit<br />

2008 für ihre Beatmungsgeräte ausschließlich Einwegbeatmungsschläuche.<br />

Auch bei notfallmedizinischen<br />

Hilfsmitteln wie Laryngoskopspateln (beleuchtete Einführhilfe<br />

für Tuben) sowie Layrnxmasken oder Larynxtuben<br />

zur Beatmung setzt die <strong>Luftrettung</strong>sorganisation<br />

im Sinne ihrer Patienten auf Einwegprodukte. Damit<br />

spart die <strong>Luftrettung</strong>sorganisation auch Kosten, denn<br />

die Aufbereitung jener Materialien zur Wiederverwendung<br />

ist vergleichsweise teuer.<br />

Know-how der Mitarbeiter gefragt<br />

Mit Beginn des neuen Jahrtausends ist die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

dazu übergegangen, das Fort- und Weiterbildungsprogramm<br />

für ihre Besatzungen zu erweitern.<br />

Unter anderem bietet die <strong>Luftrettung</strong>sorganisation<br />

seit 2003 ein simulatorbasiertes Teamtraining (SIM-<br />

Training) für Notärzte und Rettungsassistenten an,<br />

das Erfolgsgeschichte geschrieben hat: Etwa 2.000<br />

Absolventen haben seither ein SIM-Training mit dem<br />

Patientensimulator absolviert. Dabei werden Notfallszenarien<br />

realitätsnah anhand einer funkgesteuerten<br />

Simulatorpuppe dargestellt, die alle nur denkbaren<br />

Geräusche von Herz, Lunge oder Darm wiedergeben<br />

und mit dem versorgenden Team sprechen kann. Allein<br />

über 3.000 verschiedene Herzrhythmusvarianten<br />

10


Dieter Lutz (seit 11/1973) l l l Hans Frohn (seit 11/1973) l l l Rudolf Metzger (seit 11/1973)<br />

sind gespeichert<br />

und abrufbar. Die<br />

Teilnehmer können<br />

dem „Patienten“<br />

auch intravenöse<br />

und<br />

Der Corpuls3 besteht<br />

aus einer<br />

Zugänge legen, Medika-<br />

andere invasive<br />

Monitoreinheit, mente applizieren und sie<br />

einer Patientenbox<br />

und einem Trainingskonzept aufgeht,<br />

künstlich beatmen. Dass das<br />

Defibrillator. Das belegen die Rückmeldungen<br />

leichte und kompakte<br />

High-Tech- fahrene Kollegen bestätigen<br />

der Teilnehmer: „Selbst er-<br />

Gerät kostet rund uns einen nachhaltigen Lerneffekt“,<br />

weiß Dr. Gerson<br />

17.000 Euro.<br />

Conrad, medizinischer Ausbildungsleiter<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

Um eine noch höhere Effizienz des SIM-Trainings<br />

zu erreichen, wurde 2012 ein sogenanntes Votingsystem<br />

in das Kurskonzept integriert. In einer anonymen<br />

Erhebung wird zu Beginn eines jeden Trainings das<br />

Wissen der Teilnehmer z.B. zur Patientensicherheit,<br />

zu Handlungs- und Therapiestrategien sowie zum Umgang<br />

mit medizinischen Geräten abgefragt. In den<br />

Szenarien können die Auswertungen und Ergebnisse<br />

direkt einfließen. Nicht zuletzt veranstaltete die <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> ihre SIM-Trainings in den vergangenen<br />

Jahren verstärkt auch mit anderen Rettungsdiensten<br />

und Kliniken. 2009 führte die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> z.B.<br />

erstmals ein SIM-Training im Schockraum der Uniklinik<br />

Freiburg durch. „Die Optimierung der präklinischen<br />

Versorgung endet nicht damit, kritische Patienten<br />

in der Klinik abzugeben. Eine koordinierte<br />

Übernahme und Übergabe beispielsweise im Schockraum<br />

der Zielklinik, die wir als <strong>Luftrettung</strong>steam anfliegen,<br />

betrifft uns alle“, betont Dr. Conrad. Im Rahmen<br />

des Ideenwettbewerbs der Deutschen Gesellschaft<br />

für Unfallchirurgie (DGU) wurde der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

für die Einführung von Simulatortrainings im<br />

Schockraum im März 2010 der 1. Preis verliehen.<br />

Neben ihrem hochqualifizierten Weiterbildungsprogramm<br />

trägt die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> auch zur akademischen<br />

Ausbildung junger Menschen bei. 2009 hat<br />

Foto: G. Stemple GmbH<br />

die <strong>Luftrettung</strong>sorganisation mit der Hochschule für<br />

Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) einen<br />

Kooperationsvertrag unterzeichnet. Für den Bachelor-<br />

Studiengang Rescue Engineering steht den Studenten<br />

ein Dozententeam aus den Fachbereichen Medizin,<br />

Technik und Flugbetrieb zur Verfügung. Damit ist die<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> die erste <strong>Luftrettung</strong>sorganisation in<br />

Deutschland, die sich für die akademische Ausbildung<br />

der künftigen Fach- und Führungskräfte im Rettungsdienst<br />

engagiert. Darüber hinaus pflegt sie Hochschulkontakte<br />

und Kooperationen, u. a. mit der Eidgenössisch-Technischen<br />

Hochschule (ETH) Zürich und dem<br />

Industrial Psychology Research Centre, University of<br />

Aberdeen, Großbritannien.<br />

Seit einigen Jahren bringen Mitarbeiter der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> ihr Know-how in Gremien und Arbeitsgemeinschaften<br />

ein und<br />

„<br />

arbeiten somit kontinuierlich<br />

und stetig an der Die Ausstattung der<br />

Sicherstellung von Standards<br />

sowie deren Opti-<br />

und erweiterbar sein,<br />

EC 145 T2 wird flexibel<br />

mierung. So auch beim damit alle Einsatzprofile<br />

Projekt „Konzeptionierung<br />

einer Innenausstat-<br />

Jan-Olaf Weigt,<br />

abgedeckt sind.<br />

„<br />

tung für den Hubschrauber<br />

EC 145 T2“. 2014 Medizintechnik<br />

Abteilungsleiter<br />

soll der erste Hubschrauber<br />

jenes Typs an die<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> geliefert werden. Doch für das neue<br />

Muster wurde noch keine medizinische Innenausstattung<br />

realisiert. Hierfür sind die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>, die<br />

Firma Bucher Leichtbau AG und die ADAC <strong>Luftrettung</strong><br />

eine Kooperation eingegangen, um eine Ausstattung<br />

zu entwickeln, die einen gemeinsamen Standard<br />

definieren soll. Die Neuentwicklung wird für einen<br />

weltweiten HEMS-Einsatz realisiert. „Wir wollen ein<br />

optimales Produkt schaffen und durch Verbundvorteile<br />

Kosten einsparen“, nennt Projektleiter Jan-Olaf<br />

Weigt Gründe für die Zusammenarbeit. „Unter Berücksichtigung<br />

der Arbeitsabläufe im Hubschrauber<br />

spielte die Ergonomie bei der Konzeption eine entscheidende<br />

Rolle“, fährt Weigt fort. Damit hat die <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> bereits ein neues Kapitel im Buch ihrer<br />

Meilensteine aufgeschlagen.<br />

Irina Wonneberg<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013 11


Mitarbeiterporträt<br />

l l l<br />

Rolf Schmidt (seit 11/1973) l l l Klaus Duchac (seit 11/1973) l l l<br />

Immer in Bereitschaft<br />

Algarve, Alderney, Antigua: Urlauber sind auf ihren Reisen keinesfalls immun gegen Erkrankungen oder<br />

Unfälle. Allein im vergangenen Jahr organisierte die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> über 800 Rückholflüge aus mehr als<br />

100 Ländern der Erde. Damit die Ambulanzflugzeuge innerhalb von zwei Stunden startklar sein können,<br />

sind neben einer umfangreichen Logistik eine perfekte Organisation und engagierte Mitarbeiter erforderlich.<br />

Die routinierten<br />

Einsatzdisponenten<br />

planen<br />

und organisieren<br />

die komplette<br />

Rückholung inklusive<br />

möglicher<br />

Visa für Patient<br />

und Besatzung.<br />

18.<br />

August, 04:15 In der Alarmzentrale<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden<br />

klingelt das Alarmtelefon. Ein 26<br />

Jahre alter deutscher Tourist hat bei einem schweren<br />

Verkehrsunfall in Dakar (Senegal) ein Polytrauma erlitten<br />

und wurde in ein dortiges Krankenhaus gebracht.<br />

Zur adäquaten medizinischen Versorgung muss er jedoch<br />

schnellstmöglich in eine Klinik in seiner Heimatstadt<br />

Berlin transportiert werden.<br />

Michael Zürn, Leiter der Alarmzentrale, hat in dieser<br />

Nacht Dienst. Er nimmt den Notruf entgegen und<br />

fragt bereits im ersten Gespräch viele Informationen<br />

ab. „Wie ist der vollständige Name, das Alter und die<br />

Anschrift des Patienten? In welcher Klinik liegt er aktuell?<br />

Welche Verletzungen hat er genau?“ Die Antworten<br />

trägt er in ein Formular ein, das er anschließend<br />

per Mail an den Arzt sendet, der sich bereithält,<br />

um die medizinische Notwendigkeit der Rückholung<br />

in einem Arzt-zu-Arzt-Gespräch zu klären. Das ist in<br />

dieser Nacht Dr. Michael Engel, der auf Basis der erhaltenen<br />

Informationen sofort Kontakt mit den Klinikärzten<br />

in Dakar aufnimmt. In dem Telefonat klärt<br />

er unter anderem, inwieweit der Patient transportfähig<br />

ist. „Das ist wichtig für die Planung der Flugroute.<br />

Denn manche Patienten dürfen aufgrund ihrer<br />

Verletzungen keinen großen Druckunterschieden ausgesetzt<br />

sein und die Flughöhe muss entsprechend angepasst<br />

werden“, erklärt Dr. Michael Engel, leitender<br />

Arzt Ambulanzflugzeuge.<br />

Währenddessen prüft Zürn zügig und routiniert weitere<br />

Kriterien für die anstehende Repatriierung: Mit<br />

welchen Wetterbedingungen hat die Besatzung zu rechnen?<br />

Gibt es flugbetriebliche Einschränkungen wie<br />

beispielsweise gesperrte Landebahnen am Zielflughafen?<br />

Wie sind die Flugplatzöffnungszeiten in Dakar?<br />

12


Rita Duchac (seit 11/1973) l l l Anton Sabadinowitsch (seit 11/1973) l l l Hans Dieter Curdt (seit 11/1973)<br />

Fotos: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

04:40 Die Vorprüfung hat keine wesentlichen Erschwernisse<br />

ergeben, daher geht die Organisation der<br />

Rückholung jetzt ins Detail. Zürn: „Nach Angaben<br />

unseres Arztes war die Dringlichkeit hoch. Daher informierte<br />

ich den Rettungsassistenten vom Dienst, der<br />

nach medizinischen Kriterien entscheidet, welche der<br />

drei diensthabenden Crews alarmiert wird.“ Dann ruft<br />

Zürn den Flottenchef vom Dienst an, der unter Berücksichtigung<br />

der vorgeschriebenen Flugdienst- und<br />

Ruhezeiten die fliegerische Besatzung für den Einsatz<br />

festlegt, und benachrichtigt Mitarbeiter des Bodenbetriebs,<br />

damit sie den Ambulanzjet bereitstellen und<br />

die Betankung organisieren.<br />

04:45 Die diensthabende Crew wird alarmiert.<br />

Piloten, Notarzt und Rettungsassistent bleiben 60 Minuten,<br />

dann müssen sie vollzählig in Rheinmünster<br />

eingetroffen sein. Damit sich die medizinische Besatzung<br />

auf den Patienten vorbereiten und die intensivmedizinische<br />

Ausrüstung an Bord anpassen kann, erhalten<br />

Notarzt und Rettungsassistent alle Daten, die<br />

seit Eingang des Notrufs zusammengetragen wurden.<br />

05:45 Die Crew ist am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden<br />

eingetroffen. Zwischenzeitlich hat Michael<br />

Zürn den Flugplan mit der voraussichtlichen Flugroute<br />

erstellt und ihn an Eurocontrol gesendet: „Die<br />

internationale Organisation koordiniert den gesamten<br />

europäischen Luftraum und vergibt Zeitfenster für<br />

Starts und Landungen von Flugzeugen“, erklärt der<br />

erfahrene Einsatzkoordinator. Er hat Überflug- und<br />

Landegenehmigungen eingeholt, die aktuelle Wetterlage<br />

überprüft und die sogenannten NOTAM (notices<br />

to Airmen = Informationen für Luftfahrer) abgerufen.<br />

Sie beinhalten Informationen über eventuelle Einschränkungen<br />

am Start- und Zielflughafen oder auf<br />

der Flugstrecke. Auch hat er den bodengebundenen<br />

Transport des Patienten vom Krankenhaus in Dakar<br />

zum Flughafen organisiert sowie den Weitertransport<br />

in Berlin vom Airport in die Charité.<br />

05:50 Die Besatzungsmitglieder treffen sich im<br />

Flugvorbereitungsraum zum Einsatzbriefing, um Rahmenbedingungen<br />

wie z.B. den gesundheitlichen Zustand<br />

des Patienten, die Sicherheitslage vor Ort und<br />

den Einsatzablauf zu<br />

besprechen. Zürn übergibt<br />

der fliegerischen<br />

Crew sämtliche Informationen<br />

zur Flugroute<br />

etc. „Wir verfahren<br />

nach dem Vier-Augen-<br />

Prinzip, d.h., wir überprüfen<br />

sämtliche Informationen<br />

der Alarmzentrale,<br />

damit auch<br />

eventuelle kurzfristige<br />

Änderungen nicht<br />

übersehen werden“, erklärt<br />

Flugkapitän Udo<br />

Kordeuter.<br />

06:00 Die Piloten<br />

führen eine Vorflugkontrolle<br />

durch. „Auch<br />

die Schwerpunkts- und<br />

Gewichtskontrolle gehört<br />

zur Routine vor dem Abflug“, so Kordeuter.<br />

06:10 In der Alarmzentrale findet ein letztes Briefing<br />

mit der kompletten Besatzung statt, um sicherzugehen,<br />

dass alle Crewmitglieder denselben Informationsstand<br />

haben.<br />

06:15 Zwei Stunden nach Eingang der Alarmierung<br />

rollt die Maschine auf die Runway und hebt ab<br />

in Richtung Dakar ... <br />

Irina Wonneberg<br />

Zahlen und Fakten<br />

Im Notfall sind die als fliegende Intensivstationen<br />

ausgestatteten Ambulanzflugzeuge der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

innerhalb zwei Stunden abflugbereit. Um<br />

dies an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zu<br />

gewährleisten, stehen insgesamt zur Verfügung:<br />

• 14 Einsatzkoordinatoren in der Alarmzentrale<br />

• 35 Ärzte und 20 Rettungsassistenten<br />

• 10 Flugkapitäne und 6 Copiloten<br />

• 10 Techniker bzw. Luftfahrtgeräteprüfer<br />

Bei der Vorflugkontrolle<br />

wird<br />

u.a. die Freigängigkeit<br />

des<br />

Seitenruders<br />

überprüft (ganz<br />

oben).<br />

Ready for takeoff:<br />

Ein letzter<br />

Instrumente-<br />

Check, dann ist<br />

der Ambulanzjet<br />

startklar (oben).<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013 13


Niebüll<br />

l l l<br />

Norbert Harmuth (seit 11/1973) l l l Frank<br />

Rendsburg<br />

Greifswald<br />

Station<br />

Tagbetrieb<br />

Station<br />

24h-Betrieb<br />

Basis Ambulanzflugzeuge<br />

Göttingen<br />

Dortmund<br />

Mannheim<br />

Karlsruhe<br />

Bremen<br />

Hannover<br />

Flughafen Karlsruhe/<br />

Baden-Baden<br />

Freiburg<br />

Zwickau<br />

Bad Berka<br />

Suhl<br />

Weiden<br />

Magdeburg<br />

Berlin<br />

Bad Saarow<br />

Nordhausen<br />

Halle<br />

Dresden<br />

Nürnberg<br />

Regensburg<br />

Lokal-<br />

Nachrichten<br />

Villingen-Schwenningen<br />

Leonberg<br />

Stuttgart<br />

München<br />

Friedrichshafen<br />

Reutte<br />

Fresach<br />

Dortmund<br />

Auf der A1 bei Unna fuhr ein Lkw-<br />

Fahrer in ein Stauende und schob ein<br />

stehendes Auto in einen Sattelschlepper.<br />

Dabei erlitt die 29 Jahre alte Pkw-<br />

Insassin schwere Verletzungen und<br />

wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.<br />

Umgehend setzten Unfallzeugen<br />

einen Notruf ab, woraufhin die<br />

Leitstelle Unna den Dortmunder Hubschrauber<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> und<br />

bodengebundene Einsatzkräfte zum<br />

Unfallort alarmierte. Nur sechs<br />

Minuten später landete der Pilot die<br />

Maschine als erstes Rettungsmittel auf<br />

der Autobahn, die von der Polizei gesperrt<br />

worden war. Sofort eilte die medizinische<br />

Besatzung zu der Eingeklemmten,<br />

die ein schweres Schädel-<br />

Hirn-Trauma erlitten hatte. Der Hubschraubernotarzt<br />

verabreichte der<br />

Verletzten Schmerzmittel und schloss<br />

sie an einen Überwachungsmonitor<br />

an. Um ihre Halswirbelsäule zu stabilisieren,<br />

legte ihr der Rettungsassistent<br />

eine Halskrause an. Nachdem die<br />

29-Jährige aus dem Fahrzeugwrack<br />

befreit worden war, legte sie der Hubschraubernotarzt<br />

in Narkose, um sie<br />

künstlich zu beatmen. Anschließend<br />

wurde sie mit dem Hubschrauber der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> in das Dortmunder<br />

Klinikzentrum Nord transportiert.<br />

Freiburg<br />

Kürzlich alarmierte die Leitstelle<br />

Freiburg den Freiburger Hubschrauber<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> sowie weitere<br />

notarztbesetzte Rettungsmittel zur<br />

B500 bei Titisee-Neustadt (Landkreis<br />

Breisgau-Hochschwarzwald). Dort<br />

waren zwei Fahrzeuge frontal zusam-<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Dortmund: Nach einem schweren Verkehrsunfall erreichte Christoph<br />

Dortmund den Einsatzort als erstes Rettungsmittel.<br />

Freiburg: Alarmierung nach Frontalzusammenstoß: Aus der Luft konnte<br />

die Besatzung von Christoph 54 die Unfallstelle gut erkennen.<br />

14


Goltermann (seit 11/1973) l l l S. G. Yeshurun (seit 11/1973) l l l Bernhard Schaefer (seit 11/1973)<br />

mengestoßen. Vier Menschen hatten<br />

schwere Verletzungen erlitten und<br />

mussten von der Feuerwehr aus ihren<br />

Pkws befreit werden. Die Notärzte vor<br />

Ort erkannten, dass zum schnellen<br />

und schonenden Transport weiterer<br />

Schwerverletzter ein zweiter Hubschrauber<br />

benötigt wurde. Daher forderte<br />

die Leitstelle die Luftretter aus<br />

Villingen-Schwenningen an. Während<br />

Christoph 11 im Anflug war, versorgte<br />

die medizinische Besatzung von<br />

Christoph 54 eine verletzte Person und<br />

transportierte sie in das Freiburger<br />

Universitätsklinikum. Am Unfallort<br />

eingetroffen, übernahm die Crew aus<br />

Villingen-Schwennigen eine 56 Jahre<br />

alte Patientin vom bodengebundenen<br />

Notarzt. Die Frau war bereits versorgt<br />

und transportbereit. Daher startete der<br />

Pilot umgehend in Richtung Freiburg,<br />

wo die Schwerverletzte kurz darauf<br />

den Ärzten des Universitätsklinikums<br />

übergeben werden konnte. Zwei weitere<br />

Verletzte gelangten mit Rettungswagen<br />

in die Helios Klinik nach Titisee-Neustadt.<br />

Fresach<br />

Am späten Nachmittag alarmierte die<br />

Leitstelle Kärnten den Hubschrauber<br />

der ARA Flugrettung aus Fresach zum<br />

Wörthersee. Dort war ein 15 Monate<br />

alter Junge in den See gefallen. Die<br />

Mutter entdeckte den leblosen Körper<br />

erst wenige Minuten später und zog<br />

ihn an Land. Doch ihr Sohn hatte bereits<br />

einen Herzstillstand erlitten. Sofort<br />

begann eine zufällig anwesende<br />

Krankenschwester mit seiner Wiederbelebung.<br />

Die Leitstelle informierte<br />

die Besatzung des RK-1 bereits im<br />

Anflug zum Unfallort über den gesundheitlichen<br />

Zustand des Jungen.<br />

Daher entschied die Crew, das Kind<br />

möglichst ohne Zeitverzögerung vom<br />

Einsatzort ins Klinikum Klagenfurt zu<br />

fliegen. Noch aus der Luft meldete der<br />

Notfallsanitäter den kleinen Patienten<br />

in der Klinik an. Am Einsatzort eingetroffen,<br />

übernahmen Notarzt und Flugretter<br />

den Jungen, der nach wie vor<br />

keine Herzaktivität hatte. Während sie<br />

ihn in den Hubschrauber brachten,<br />

setzten sie die Beatmung und die<br />

Herzdruckmassage fort. Nur drei<br />

Flugminuten später wurde der Patient<br />

den Ärzten der Kinder- und Jugendheilkunde<br />

übergeben. Zu diesem Zeitpunkt<br />

atmete er bereits wieder selbstständig.<br />

Einige Tage später erhielt die<br />

Besatzung der ARA Flugrettung die<br />

erfreuliche Nachricht, dass der Junge<br />

das Krankenhaus ohne bleibende<br />

Schäden verlassen konnte.<br />

Greifswald<br />

Auf einem Fischereiforschungsschiff<br />

der Bundesanstalt für Landwirtschaft<br />

und Ernährung nördlich von Rügen<br />

klagte ein Besatzungsmitglied über<br />

starke Schwindelgefühle. Die Kollegen<br />

befürchteten einen Herzinfarkt<br />

und setzten einen Notruf ab. Die Leitstelle<br />

Vorpommern-Greifswald alarmierte<br />

einen Seenotkreuzer der<br />

Deutschen Gesellschaft zur Rettung<br />

Schiffbrüchiger (DGzRS) und den in<br />

Greifswald stationierten Rettungshub-<br />

Foto: Archivbild ARA Flugrettung<br />

Foto: Archivbild Maike Glöckner<br />

Fresach: Ein Kind war im Wörthersee ertrunken. Zur Reanimation und zum<br />

schnellen Transport in eine Klinik wurde die ARA Flugrettung alarmiert.<br />

Greifswald: Herzinfarkt auf dem offenen Meer: Nach der Landung auf<br />

einem Seenotkreuzer versorgte der Notarzt einen schwer erkrankten Mann.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013 15


l l l<br />

Wolfram Kuppinger (seit 11/1973) l l l Lothar Windhösel (seit 11/1973) l l l Ralph Peter<br />

schrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>, der<br />

wenig später auf dem Seenotkreuzer<br />

landete. Kurz darauf wurde der Patient<br />

vom Forschungsschiff dorthin gebracht.<br />

Der Hubschraubernotarzt versorgte<br />

den Mann auf dem Schiff; im<br />

Hafen von Sassnitz wurde der Patient<br />

dann an Bord des Hubschraubers genommen<br />

und erreichte kurz darauf das<br />

Hanseklinikum Stralsund. Die Spezialisten<br />

des Herzkatheterlabors erwarteten<br />

den Patienten bereits.<br />

Karlsruhe<br />

Kürzlich wurde die Besatzung des<br />

Karlsruher Rettungshubschraubers<br />

nach Hilpertsau (Landkreis Rastatt)<br />

gerufen. Dort war ein 24-jähriger<br />

Lkw-Fahrer frontal in ein Wohnhaus<br />

geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls<br />

wurde die Hauswand durchbrochen.<br />

Der Lkw-Fahrer wurde im Führerhaus<br />

eingeklemmt und lebensgefährlich<br />

verletzt. Die technische Rettung<br />

durch die Feuerwehr gestaltete<br />

sich schwierig, denn die Zugmaschine<br />

war in das Wohnhaus verkeilt, das einzustürzen<br />

drohte. Noch während der<br />

Fahrer aus dem Führerhaus befreit<br />

wurde, wurde er bereits medizinisch<br />

versorgt. Aus dem Lkw-Wrack gerettet,<br />

wurde der Schwerverletzte zur<br />

weiteren Behandlung in einen Rettungswagen<br />

gebracht. Der Hubschraubernotarzt<br />

legte ihn aufgrund seiner<br />

Verletzungen in Narkose. Anschließend<br />

wurde der Patient an Bord von<br />

Christoph 43 innerhalb weniger Minuten<br />

in das Städtische Klinikum nach<br />

Karlsruhe geflogen.<br />

Leonberg<br />

Vor Kurzem wurden die Leonberger<br />

Luftretter in einen Wald nördlich von<br />

Calw alarmiert. Bei Arbeiten an einem<br />

Wasserzulauf war einem 48 Jahre alten<br />

Mann der Winkelschleifer ausgerutscht.<br />

Dabei hatte er sich tief in den<br />

rechten Unterarm geschnitten. Seine<br />

Kollegen setzten sofort einen Notruf<br />

ab, woraufhin die Leitstelle Calw zunächst<br />

bodengebundene Rettungskräfte<br />

zum Einsatzort alarmierte. Als sie<br />

sahen, wie schwer die Verletzung des<br />

48-Jährigen war, forderten sie den<br />

Leonberger Hubschrauber der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> an, da der Patient<br />

schnellstmöglich in eine Spezialklinik<br />

für Handchirurgie transportiert werden<br />

musste. Der Pilot landete die<br />

Maschine am Waldrand, von dort geleiteten<br />

Feuerwehrleute die medizinische<br />

Besatzung zum Unfallort.<br />

Der Hubschraubernotarzt verabreichte<br />

dem Mann Medikamente gegen die<br />

Schmerzen, anschließend wurde er im<br />

Rettungswagen zum Hubschrauberlandeplatz<br />

transportiert. An Bord von<br />

Christoph 41 gelangte er in rund zehn<br />

Minuten in die Berufsgenossenschaftliche<br />

Unfallklinik Tübingen.<br />

Regensburg<br />

Wer Erste Hilfe leistet, kann Leben<br />

retten. Dies zeigte sich auf dem Sport-<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: Archivbild <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Karlsruhe: Schwere Verletzungen erlitt ein Lkw-Fahrer, als er in ein<br />

Haus prallte. Er gelangte an Bord von Christoph 43 in eine Klinik.<br />

Leonberg: Nachdem der schwer verletzte Arbeiter versorgt war, wurde er<br />

von der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> in nur zehn Minuten in eine Spezialklinik geflogen.<br />

16


Groetschel (seit 11/1973) l l l Wolfgang Hils (seit 11/1973) l l l Erhardt U. Heidt (seit 11/1973)<br />

platz von Schierling (Landkreis<br />

Regensburg). Dort war ein 53 Jahre<br />

alter Mann während eines Fußballspiels<br />

plötzlich zusammengebrochen.<br />

Als einer seiner Mitspieler weder Puls<br />

noch Atmung fühlte, begann er sofort<br />

mit Wiederbelebungsmaßnahmen.<br />

Währenddessen setzte ein Mannschaftskollege<br />

einen Notruf ab, woraufhin<br />

die Leitstelle die Regensburger<br />

Besatzung der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>,<br />

bodengebundene Rettungskräfte und<br />

Helfer vor Ort alarmierte. Wenige Minuten<br />

später traf ein Helfer vor Ort<br />

ein. Er schrieb mit einem Laiendefibrillator<br />

(Automatisierter Externer<br />

Defibrillator) ein Elektrokardiogramm<br />

(EKG), auf dem sich lebensbedrohliche<br />

Herzrhythmusstörungen zeigten,<br />

sogenanntes Kammerflimmern. Deshalb<br />

defibrillierte er den Patienten umgehend,<br />

d.h., der Herzrhythmus wurde<br />

durch einen Elektroschock reguliert.<br />

In diesem Moment landete der Pilot<br />

den Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

auf dem Sportplatz. Der Patient<br />

hatte zwar wieder eine normale Herztätigkeit,<br />

atmete jedoch unregelmäßig.<br />

Daher leitete der Hubschraubernotarzt<br />

eine spezielle Beatmung ein. Kurz darauf<br />

erlangte der 53-Jährige das Bewusstsein<br />

wieder und wurde in Begleitung<br />

des Hubschraubernotarztes in<br />

das Universitätsklinikum nach Regensburg<br />

transportiert. Die dortige<br />

Untersuchung ergab, dass er dank der<br />

sofortigen Hilfe keinerlei neurologische<br />

Schäden erlitten hatte.<br />

Rendsburg<br />

Das Spiel mit einem Kätzchen nahm<br />

für einen zehn Jahre alten Jungen aus<br />

dem Landkreis Rendsburg-Eckernförde<br />

ein schmerzhaftes Ende. Er stolperte<br />

gegen eine Glastür, dabei zerbrach<br />

eine Scheibe und das Kind erlitt eine<br />

etwa 30 Zentimeter lange, sehr tiefe<br />

Schnittwunde am Bein. Seine Eltern<br />

wählten sofort die Notrufnummer<br />

112, woraufhin die Integrierte Regionalleitstelle<br />

Mitte zunächst bodengebundene<br />

Rettungskräfte alarmierte.<br />

Sie legten dem Jungen einen Druckverband<br />

an, doch das Kind klagte über<br />

starke Schmerzen. Da nur ein Arzt<br />

Schmerzmittel intravenös verabreichen<br />

darf, wurde der Rendsburger<br />

Hubschraubernotarzt der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

alarmiert. Am Einsatzort eingetroffen,<br />

beruhigte der Notarzt den<br />

Jungen und verabreichte ihm entsprechende<br />

Medikamente. Da die Wunde<br />

dringend genäht werden musste,<br />

wurde er in die Imland Klinik nach<br />

Rendsburg transportiert. Der Hubschraubernotarzt<br />

begleitete den Transport.<br />

Reutte<br />

Gleich zweimal wurde der Reuttener<br />

Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung<br />

an einem Wochenende an die<br />

Zugspitze alarmiert. Zwei Wanderinnen<br />

wurden unabhängig voneinander<br />

an derselben Stelle durch Steinschlag<br />

schwer verletzt: Am Samstag war eine<br />

45-jährige Frau am Stopselzieher-<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: ARA Flugrettung<br />

Regensburg: Der Pilot landete die Maschine direkt auf einem Sportplatz.<br />

Dort konnte ein Mann nach einem Herzstillstand wiederbelebt werden.<br />

Reutte: An zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurde die Besatzung der<br />

ARA Flugrettung zu Kletterunfällen ins Zugspitzareal alarmiert.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013 17


l l l<br />

Joachim Georg Rahmig (seit 11/1973) l l l Joerg Kempf (seit 11/1973) l l l Rolf-Dieter<br />

Steig von einem Stein am Kopf getroffen<br />

worden. Da die Unfallstelle nur<br />

aus der Luft zugänglich war, entschied<br />

sich die Besatzung für eine Windenrettung.<br />

Dazu wurde die Patientin in<br />

einem Bergesack auf den Flug vorbereitet<br />

und zur medizinischen Versorgung<br />

an die Wiener Neustädter Hütte<br />

geflogen. Nachdem die Verunfallte<br />

aufgrund ihrer schweren Kopfverletzungen<br />

ins künstliche Koma versetzt<br />

worden war, wurde sie unverzüglich in<br />

eine Spezialklinik transportiert. Nur<br />

einen Tag später ereignete sich am selben<br />

Ort ein ähnlicher Unfall. Eine<br />

25-jährige Bergsteigerin wurde von<br />

einem herabstürzenden Stein an Brust<br />

und Bauch getroffen. Auch dieses Mal<br />

wurde die Besatzung aus Reutte alarmiert,<br />

um die Frau mittels Winde zu<br />

retten, medizinisch zu versorgen und<br />

schnellstmöglich in eine Klinik zu<br />

transportieren. „Wir raten allen Bergsteigern,<br />

im hochalpinen Gelände einen<br />

Helm zum Schutz vor herabstürzenden<br />

Steinen zu tragen“, betont der<br />

diensthabende Pilot.<br />

Rheinmünster<br />

Die Flugzeugbesatzung der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> war auf dem Rückweg von<br />

Pula (Kroatien), als sie in Paris einen<br />

Zwischenstopp einlegte, um die zulässigen<br />

Flugzeiten nicht zu überschreiten.<br />

Die Crew ließ gerade den Abend<br />

im Hotel ausklingen, als ein Kellner<br />

einen Krampfanfall erlitt und bewusstlos<br />

zusammenbrach. Sofort holte der<br />

Notarzt die mitgeführte Notfallausrüstung.<br />

Dem krampfenden Patienten<br />

wurde von der medizinischen Crew<br />

Sauerstoff verabreicht sowie ein Zugang<br />

gelegt. Während das Hotelpersonal<br />

einen Notruf absetzte, verabreichte<br />

der Notarzt dem Kellner ein krampflösendes<br />

Medikament und der Rettungsassistent<br />

schloss den Mann an die<br />

Notfallüberwachung an. Kurz darauf<br />

traf der französische Rettungsdienst<br />

ein. Da statt des angeforderten Notarztwagens<br />

nur eine Rettungswagenbesatzung<br />

der Pariser Feuerwehr gekommen<br />

war, bot die medizinische<br />

Crew der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> an, den immer<br />

noch instabilen Patienten mit ins<br />

Krankenhaus zu begleiten. Doch die<br />

französischen Rettungskräfte entschieden,<br />

einen eigenen Notarztwagen anzufordern.<br />

Plötzlich erlitt der Patient<br />

einen zweiten Krampfanfall. Nach<br />

kurzer Absprache zwischen Notarzt<br />

und Rettungsassistent wurden Narkose<br />

und künstliche Beatmung vorbereitet.<br />

Der Patient wurde narkotisiert,<br />

beatmet und kreislaufstabil an die<br />

eintreffende Besatzung des Notarztwagens<br />

übergeben.<br />

Stuttgart<br />

Der Blick von einer Aussichtsgondel<br />

auf Neuenstadt an der Kocher sollte<br />

die Attraktion eines Schulfests im<br />

Landkreis Heilbronn sein. Doch pötzlich<br />

kippte der Schwerlastkran um und<br />

der Ausleger stürzte samt Gondel in<br />

ein Mehrfamilienhaus. Dabei erlitten<br />

16 Menschen teils schwere Verletzungen.<br />

Unfallzeugen setzten sofort<br />

einen Notruf ab, woraufhin die Leit-<br />

Foto: Archivbild <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Rheinmünster: Vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden starten die<br />

Ambulanzflugzeuge zu ihren weltweiten Rückholflügen.<br />

Stuttgart: Beim Absturz einer Aussichtsgondel gab es 16 Verletzte, die<br />

u.a. von den Besatzungen aus Stuttgart und Leonberg versorgt wurden.<br />

18


Kraut (seit 11/1973) l l l Josef Metzger (seit 11/1973) l l l Irmgard Maier (seit 11/1973)<br />

stelle Heilbronn ein Großaufgebot an<br />

Rettungskräften alarmierte, darunter<br />

den Stuttgarter Hubschrauber der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Kurz darauf erreichte<br />

die Besatzung das Schulgelände.<br />

Hubschraubernotarzt und Rettungsassistent<br />

versorgten einen<br />

59 Jahre alten Mann, der schwere<br />

Verletzungen erlitten hatte. Innerhalb<br />

weniger Minuten gelangte der Patient<br />

an Bord von Christoph 51 in das<br />

Ludwigsburger Klinikum. Zur notärztlichen<br />

Versorgung einer 24 Jahre alten<br />

Frau wurde die Leonberger Besatzung<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> alarmiert. Sie<br />

stabilisierte den Kreislauf der 24-Jährigen<br />

und transportierte sie an Bord<br />

von Christoph 41 in die Mannheimer<br />

Universitätsklinik.<br />

Vor Kurzem wurde die Besatzung<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> aus Villingen-<br />

Schwenningen zu einem Freizeitunfall<br />

alarmiert. In Bräunlingen (Schwarzwald-Baar-Kreis)<br />

war ein 17 Jahre<br />

alter Mountainbiker im Wald gestürzt<br />

und hatte sich dabei schwer verletzt.<br />

Umgehend setzten seine Freunde<br />

einen Notruf ab. „Wir konnten nur<br />

11 Minuten später in unmittelbarer<br />

Nähe zum Verunfallten auf einem<br />

Waldweg landen und waren somit als<br />

erstes Rettungsmittel vor Ort“, informiert<br />

der Pilot. Sofort eilte die medizinische<br />

Besatzung zu dem Verletzen,<br />

der in der Leistengegend stark blutete.<br />

Der Hubschraubernotarzt verabreichte<br />

dem Jugendlichen Schmerzmittel und<br />

legte ihm einen Druckverband an. Anschließend<br />

wurde der Patient an Bord<br />

von Christoph 11 in das Schwarzwald-<br />

Baar Klinikum nach Villingen-<br />

Schwenningen transportiert.<br />

stelle Plauen alarmierte Christoph 46<br />

zu einem Kindernotfall. Ein acht Monate<br />

alter Junge war mit einem schweren<br />

Herzfehler auf die Welt gekommen.<br />

Er war nach Monaten im Herzzentrum<br />

Leipzig gerade wieder zuhause<br />

bei seinen Eltern, als sich sein<br />

Gesundheitszustand drastisch verschlechterte.<br />

Die Mutter setzte sofort<br />

einen Notruf ab, nur wenig später waren<br />

die Zwickauer Luftretter vor Ort.<br />

„Der Zustand des Jungen war sehr kritisch,<br />

da die Gefahr für ein Kammerflimmern<br />

bestand. Daher haben wir<br />

ihn so schnell wie möglich in das<br />

Herzzentrum nach Leipzig geflogen<br />

und den dortigen Spezialisten übergeben“,<br />

erläutert der diensthabende Notarzt.<br />

Villingen-Schwenningen<br />

Zwickau<br />

Die Zwickauer Besatzung leistete<br />

kürzlich ihren 28.000. Rettungseinsatz<br />

seit Übernahme der Station der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> im August 1991. Die Leit-<br />

Weitere Meldungen unter<br />

www.drf-luftrettung.de<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: Archivbild <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Villingen-Schwenningen: Die medizinische Besatzung von Christoph 11<br />

versorgte einen Mountainbikefahrer nach einem Sturz.<br />

Zwickau: Aufgrund eines Herzfehlers transportierten die Zwickauer Luftretter<br />

ein Baby schnellstmöglich in das Herzzentrum nach Leipzig.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013 19


Notfall<br />

l l l<br />

Gerhard K. Müller (seit 11/1973) l l l Elfriede Blinkle (seit 11/1973) l l l<br />

F<br />

lorian England (Name von der Redaktion geändert)<br />

hatte im Mai 2012 mit seinem Jetski ganz<br />

andere Pläne. „Ich wollte bei einer Testfahrt checken,<br />

ob alles o.k. ist. Denn ich hatte den Jetski zum Verkauf<br />

ausgeschrieben“, erzählt der 23-Jährige. Er dreht<br />

ein paar Runden auf dem Kummerower See, dabei entdeckt<br />

er seine Freunde Hubert und Gabriel in einem<br />

Motorboot und fährt zu ihnen. Doch der See ist unruhig<br />

und aufgewühlt, der Wind hat aufgefrischt. England<br />

hat die beiden fast erreicht, als er plötzlich von<br />

einer Welle erfasst und mit Wucht gegen das Motorboot<br />

geworfen wird. „Ich dachte, das war’s jetzt. Danach<br />

muss ich das Bewusstsein verloren haben“, erinnert<br />

sich der Mann aus Mecklenburg-Vorpommern.<br />

Dank seiner Rettungsweste treibt er an der Wasseroberfläche<br />

und erlangt kurz darauf das Bewusstsein<br />

wieder. „Ich hatte so starke Schmerzen, dass ich mich<br />

weder bewegen noch um Hilfe rufen konnte. Gut, dass<br />

meine Freunde schnell bei mir waren“, erinnert er sich.<br />

Sie ziehen ihn ins Boot und Gabriel wählt die Notrufnummer<br />

112. „Ein Jetskifahrer ist mit einem Motorboot<br />

zusammengestoßen ... am Kummerower See ...<br />

er ist schwer verletzt ...“, antwortet er auf die Fragen<br />

des Leitstellendisponenten. Dann beruhigt er seinen<br />

Freund: „Keine Sorge, der Notarzt ist unterwegs.“<br />

Motorboot springt nicht an<br />

Doch als die drei das Ufer ansteuern möchten, springt<br />

der Motor nicht an! „Etwa 20 Minuten nach dem Absetzen<br />

des Notrufs gelangten die Rettungskräfte in<br />

einem privaten Motorboot zu uns“, erinnert sich England.<br />

Die Notärztin an Bord lindert die Schmerzen des<br />

Verunfallten medikamentös. Bei dem Zusammenstoß<br />

hat er eine offene Becken- und eine Unterschenkel-<br />

Ende einer Testfahrt<br />

Jetski, Motocross, Mountainbike: Geschwindigkeit ist Florian Englands<br />

Leidenschaft. Bis er bei einem Unfall auf dem Kummerower See<br />

lebensgefährliche Verletzungen erleidet. Mit dem Greifswalder Hubschrauber<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> naht schnelle Hilfe.<br />

Foto: Crok Photography - fotolia.com


Familie Josef Landgraf (seit 11/1973) l l l Margarete Stein (seit 12/1973) l l l Klaus Trella (seit 11/1973)<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

fraktur erlitten. Da ein Beckenbruch mit schweren inneren<br />

Verletzungen einhergehen kann, muss er so<br />

schnell wie möglich in eine Klinik transportiert werden.<br />

Die Notärztin fordert über die Leitstelle Neubrandenburg<br />

den Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> aus<br />

dem 50 km Luftlinie entfernten Greifswald an. 15 Minuten<br />

später hört Florian England, wie die Maschine<br />

näher kommt. Kaum hat Pilot Burkhard Piper die rotweiße<br />

BK 117 am Ufer abgesetzt, eilen Notarzt<br />

Dr. Sixten Selleng und Rettungsassistentin Diana Rosolski<br />

zu dem Patienten, der im Rettungswagen versorgt<br />

wird. Um einer Infektion vorzubeugen, decken<br />

sie seine Wunden mit sterilen Tüchern ab. Dann wird<br />

er in den Hubschrauber gebracht und an den Überwachungsmonitor<br />

angeschlossen. „Wir fliegen Sie jetzt<br />

in die Universitätsklinik nach Greifswald. Dort sind<br />

Sie in den besten Händen“, beruhigt Dr. Selleng den<br />

23-Jährigen.<br />

18 Minuten später landet der Pilot den Hubschrauber<br />

an der Universitätsmedizin, wo der Patient von den<br />

Traumatologen erwartet wird. Eine Computertomografie<br />

schließt innere Blutungen aus, zeigt jedoch komplizierte<br />

Trümmerfrakturen. Florian England wird sofort<br />

operiert. Als er erwacht,<br />

hat er eine mehrstündige<br />

Operation hinter<br />

sich. „Ich war einfach nur erleichtert,<br />

noch am Leben zu<br />

sein“, sagt der 23-Jährige. „Das verdanke<br />

ich auch den Luftrettern, die mich<br />

schnell in eine Klinik transportiert haben.“ Gerade<br />

in dünn besiedelten Gebieten wie der Mecklenburgischen<br />

Seenplatte müssen häufig weite Wege bis<br />

zum Erreichen der Zielklinik zurückgelegt werden.<br />

Der Einsatz des Hubschraubers ist hier unverzichtbar.<br />

25 Tage später wird Florian<br />

England nach Hause entlassen,<br />

zunächst mit Gehhilfe<br />

und Rollstuhl. Mittlerweile<br />

kann er wieder selbstständig<br />

gehen. „Sobald die<br />

Titanplatte aus meinem<br />

Bein entfernt worden ist,<br />

möchte ich wieder Sport<br />

treiben“, sagt der 23-Jährige,<br />

der seit dem Unfall<br />

vorsichtiger mit seinem Leben<br />

umgeht. „Schließlich<br />

möchte ich noch viel erleben<br />

und später einmal für<br />

meine eigene Familie da<br />

sein. Ich bin sehr dankbar,<br />

dass mir die Chance dazu<br />

gegeben wurde.“<br />

Julia Albrecht/Irina Wonneberg<br />

Foto: Thomas Mandt<br />

Mit dem Greifswalder<br />

Hubschrauber<br />

der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> wurde<br />

Florian England<br />

innerhalb kürzester<br />

Zeit in eine<br />

Spezialklinik<br />

transportiert.<br />

Lesen Sie im Interview mit Pilot<br />

Burkhard Piper, welche Folgen die<br />

Spezialisierung von Kliniken für die<br />

<strong>Luftrettung</strong> hat: www.drfluftrettung.de/magazin/1331<br />

Hat die Freude am Wassersport<br />

nicht verloren: Mit seinem<br />

neuen Jetski will Florian England<br />

die nächste Saison vorsichtiger<br />

angehen.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013<br />

21


Stationen im Porträt<br />

l l l<br />

Gunter Steidinger (seit 12/1973) l l l Lorenz Schwarz (seit 12/1973<br />

Fotomontage: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong><br />

im Südwesten<br />

Seit 20 Jahren ist die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> Betreiber<br />

der Station Freiburg. Wo andere Urlaub machen,<br />

starten die badischen Luftretter täglich zu ihren<br />

Einsätzen. Konstant hohe Alarmierungszahlen<br />

belegen die Wichtigkeit der schnellen Rettung aus<br />

D<br />

der Luft am Oberrhein.<br />

ie untergehende Sonne taucht das Freiburger Stationsgebäude<br />

bereits in tiefes Rot, als die Besatzung<br />

vom letzten Einsatz des Tages zurückkehrt. „Im<br />

Sommer sind unsere Arbeitstage sehr lang, da wir von<br />

8:00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit alarmiert<br />

werden“, erzählt der leitende Rettungsassistent Ralf<br />

Mewes. Seit 1993 ist die rot-weiße BK 117 der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> am Flugplatz Freiburg stationiert, davor<br />

stellte die Bundeswehr die <strong>Luftrettung</strong> in der Region<br />

sicher. 2002 hat die Besatzung ein neues Stationsgebäude<br />

bezogen. Optimal an deren Bedüfnisse angepasst,<br />

finden sich darin Büro- und Ruheräume, ein<br />

Technik- und Medizinlager sowie ein Hubschrauberhangar.<br />

Von der <strong>Luftrettung</strong>sstation führt die Crew<br />

Transporte schwer kranker Patienten zwischen Kliniken<br />

durch und startet zu Notfalleinsätzen in einem<br />

Umkreis von rund 60 km um Freiburg. „Heute haben<br />

wir einem Mann das Leben gerettet. Da wir ein mobiles<br />

Ultraschallgerät mitführen, konnten wir am Einsatzort<br />

eine Sonografie vornehmen. Dabei haben wir<br />

freie Flüssigkeit im Bauchraum des Verletzten erkannt“,<br />

erinnert sich Mewes, der weiß, dass dies auf<br />

lebensgefährliche innere Blutungen hindeutet. Die<br />

Freiburger Luftretter sind mit der präklinischen Sonografie<br />

bestens vertraut, da sie von Beginn an in die<br />

Testphase eingebunden waren.<br />

Ausgestattet wie eine Intensivstation<br />

Zur medizintechnischen Sonderausstattung von Christoph<br />

54 gehört auch ein Videolaryngoskop: eine portable<br />

Intubationshilfe, in die eine Videokamera integriert<br />

ist. „Damit können wir Fremdkörper in der Luftröhre<br />

eines Patienten rasch lokalisieren“, erklärt der<br />

leitende Arzt der Station, Dr. Frank Lerch. Vor einigen<br />

Jahren optimierte sein Vorgänger in Zusammenarbeit<br />

mit der Universitätsklinik Schleswig-Holstein<br />

eine Wärmedecke für den Hubschraubereinsatz. „Das<br />

22


) l l l Konrad Kristen (seit 12/1973) l l l Helmut Kobza (seit 12/1973) l l l Johann Kößler (seit 12/1973)<br />

Wärmesystem hilft Patienten mit Unterkühlung. Es<br />

wurde an unserer Station so erfolgreich getestet, dass<br />

mittlerweile alle Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

damit ausgestattet sind“, berichtet Dr. Lerch. Alle zwei<br />

Monate organisiert er im Rahmen des Teamtreffens<br />

der Besatzung einen Referenten, der über ein aktuelles<br />

Thema informiert – „eine Besonderheit unserer<br />

Station“, weiß Ralf Mewes. „Zu Gast waren bereits<br />

Referenten von Polizei, Feuerwehr, aus der Notfallmedizin<br />

oder auch Kardiotechniker des Universitätsklinikums<br />

Freiburg. Ziel dieser Teamtreffen ist, die<br />

Abläufe im Einsatz zu optimieren“,<br />

ergänzt Dr.<br />

„<br />

Lerch.<br />

Der Freiburger Hubschrauber<br />

wird überwiegend<br />

für Intensivtransporte<br />

medizintechnischer Geräte.<br />

Dr. Frank Lerch, Leitender Notarzt<br />

eingesetzt und gehört zu<br />

den wenigen in Deutschland,<br />

die Transporte mit einem mobilen ECMO-Gerät<br />

(Herz-Lungen-Maschine) durchführen können. Ein<br />

weiteres notfallmedizinisches Hilfsmittel an Bord von<br />

Christoph 54 ist die Intraaortale Ballonpumpe (IABP),<br />

die das Herz in seiner Pumpleistung unterstützt, z.B.<br />

nach einem Herzinfarkt. Diese besonderen Intensivtransporte<br />

von High-Risk-Patienten werden in Zusammenarbeit<br />

mit<br />

kooperierenden<br />

Kliniken durchgeführt,<br />

die spezielle<br />

intensivmedizinische<br />

Geräte und<br />

bei Bedarf Fachpersonal<br />

stellen.<br />

Über 1.200 Mal pro<br />

Jahr wurde der<br />

Hubschrauber zwischen<br />

2008 und<br />

2012 angefordert.<br />

„Durch die zunehmende<br />

Spezialisierung<br />

der Kliniken<br />

müssen immer weitere Wege zurückgelegt werden, um<br />

Patienten der optimalen Behandlung zuzuführen“, erklärt<br />

Mewes die Bedeutung der <strong>Luftrettung</strong> im Freiburger<br />

Raum.<br />

Für die tägliche Einsatzbereitschaft von Christoph<br />

54 sorgen drei Piloten, sechs Rettungsassistenten und<br />

13 Notärzte, die das St. Josefskrankenhaus in Freiburg<br />

und umliegende Kliniken stellen. Sämtliche Notärzte<br />

müssen ein hohes Maß an intensivmedizinischer Erfahrung<br />

mitbringen. „Langjährige Berufspraxis ist für<br />

Fotos: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

jedes Besatzungsmitglied Pflicht. Piloten müssen mindestens<br />

2.000 Flugstunden vorweisen und die Rettungsassistenten<br />

die Zusatzausbildung zum HEMS<br />

Crew Member (HCM) absolviert haben, um den Pilot<br />

beim Funkverkehr und der Navigation unterstützen<br />

zu können“, erklärt Mewes, der die Ruhe nach<br />

dem langen Arbeitstag genießt. Im Einsatz werden von<br />

den Besatzungen häufig psychische und körperliche<br />

Höchstleistungen verlangt. Daher steht die Fortbildung<br />

des Christoph-54-Tags 2013 unter dem Motto<br />

„Zwischen den Einsätzen“ und legt einen besonderen<br />

Fokus auf die Belange<br />

Wer zur Optimierung der Notfallrettung beitragen<br />

möchte, muss offen für neue Entwicklungen sein.<br />

„<br />

Daher beteiligen wir uns an Testphasen moderner<br />

der Einsatzkräfte. „Wir<br />

arbeiten eng mit Polizei,<br />

Feuerwehr und dem bodengebundenen<br />

Rettungsdienst,<br />

aber auch<br />

mit Intensivkrankenpflegern<br />

von Kliniken zusammen.<br />

Um uns bei den Kollegen zu bedanken und<br />

mit ihnen auszutauschen, wurde diese intensivmedizinische<br />

Fortbildung erstmalig vor elf Jahren veranstaltet“,<br />

sagt Dr. Lerch. Mittlerweile genießt die Veranstaltung<br />

im Südwesten Deutschlands große Anerkennung.<br />

„Ihre Vorbereitung und Finanzierung können<br />

wir nur dank der Hilfe eines langjährigen<br />

Förderers leisten“, betont der leitende Notarzt. „Winfried<br />

Redhaber bringt sich tatkräftig in die Organisation<br />

ein und gewinnt jedes Jahr mit großem Engagement<br />

Sponsoren für den Christoph-Tag.“<br />

Das Wochenende Mitte September steht ganz im Zeichen<br />

des 20-jährigen Stationsjubiläums. Nach einem<br />

offiziellen Festakt und dem Christoph-54-Tag ist die<br />

Bevölkerung am Sonntag, den 15. September 2013, zu<br />

einem Tag der offenen Tür (11–18 Uhr) geladen. Wir<br />

freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

Julia ALbrecht<br />

Die Notärztin fragt<br />

den Patienten per<br />

Handzeichen, ob<br />

alles in Ordnung ist<br />

(links). Falls erforderlich,<br />

wird medizinisches<br />

Verbrauchsmaterial<br />

nach jedem<br />

Einsatz aufgefüllt.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013 23


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Größe: 32 cm e 13. 00<br />

Hubschraubermodell BK 117.<br />

Haupt- und Heckrotor drehbar.<br />

Hubschraubermodell EC 135.<br />

Größe: 13,5 cm. e 4. 95 Rotorblätter beweglich.<br />

Größe: 21 cm. e 8. 50<br />

26


1973) l l l Bernd Zunker (seit 12/1973) l l l Dieter Ewert (seit 12/1973)<br />

Bestellcoupon<br />

Bitte ausfüllen, abtrennen und einsenden an:<br />

Shop-Versand, <strong>DRF</strong> e.V., Rodeweg 20, 37081 Göttingen<br />

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Für Porto und Verpackung berechnen wir pauschal e 6,50.<br />

Bestellungen und Lieferungen erfolgen nur im Inland.<br />

Bezahlung ausschließlich per Vorkasse. Sie erhalten auf Ihre<br />

Bestellung eine Rechnung an die von Ihnen angegebene Adresse.<br />

Bitte schicken Sie Ihre Shop-Bestellung per Fax:<br />

0711 / 7007-2269<br />

Sämtliche Artikel sind auch im Online-Shop<br />

erhältlich: www.drf-luftrettung-shop.de<br />

Telefonische Bestellungen sind nicht möglich.<br />

Fragen zum Shop und Ihrer Bestellung beantworten<br />

wir unter: 0711 / 7007-2025<br />

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angebot<br />

Sie sparen<br />

im Set<br />

e 2.40<br />

Für unterwegs<br />

Rucksack. Gepolsterter Rücken, ergonomisch<br />

geformte Schultergurte.<br />

Größe: 28,5 x 42 x 17 cm. e 19.95<br />

Reisetasche. Mit geräumigem Hauptfach<br />

und großen Seitentaschen.<br />

Polyester. Größe: 65 x 32 x 28 cm. e 24.95<br />

Jetzt im Set<br />

statt e 44.90<br />

nur e 42. 50<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013 27


Christopher Kids<br />

l l l<br />

Walter Fleiner (seit 12/1973) l l l Gerhard Bulling (seit 12<br />

Sicher ist sicher<br />

„Mmm, lecker!“<br />

Christopher hat es sich im Stadtpark gemütlich gemacht<br />

und schleckt genüsslich an einer Kugel Erdbeereis. Plötzlich<br />

saust ein Ball an ihm vorbei in Richtung Straße, ein<br />

Junge rennt hinter ihm her. Auf keinen Fall darf der schöne<br />

Fußball auf die Straße rollen, sonst macht ihn der<br />

nächste Lkw platt! Christopher wirft das Eis in die Wiese<br />

und fliegt hinterher. Gerade als der Bub die Straße erreicht,<br />

packt Christopher das Kind am Schlafittchen, macht<br />

eine 180-Grad-Kehre und setzt ihn wieder im Park bei seinen<br />

Kick-Kumpels ab. „Weißt du denn nicht, dass du nach<br />

links und rechts schauen musst, bevor du eine Straße<br />

betrittst?“, schimpft Christopher. „Doch schon,“<br />

knirscht der Junge kleinlaut. „Du musst dem Autofahrer<br />

direkt in die Augen schauen! Erst wenn er dich<br />

gesehen und angehalten hat, darfst du die Fahrbahn<br />

überqueren“, fährt der kleine Hubschrauber<br />

fort. Da fällt sein Blick auf die Fahrräder der Kinder, die<br />

kreuz und quer auf dem Rasen liegen. „Licht, Bremsen und<br />

Klingel müssen regelmäßig kontrolliert werden. Und an<br />

die Pedale und Speichen gehören Reflektoren“, wettert<br />

Chris-topher weiter. „Alles klar. Lasst uns jetzt abdüsen,<br />

Jungs!“, ruft der Älteste, an dessen Lenker ein Sturzhelm<br />

baumelt. „Aber vorher den Helm aufsetzen, und immer<br />

auf dem Radweg fahren … schön hintereinander und ganz<br />

rechts!“ Doch die Kinder sind schon um die Ecke gebogen<br />

und hören nicht mehr, wie Christopher<br />

noch einige Zeit vor sich hin schimpft.<br />

Dann fällt ihm wieder sein Eis ein, das<br />

mittlerweile in der Wiese geschmolzen<br />

ist. „Was soll’s! Hol ich mir einfach<br />

eine neue Kugel! Aber diesmal<br />

nehm ich Haselnuss!“<br />

Illustrationen: Peter Puck<br />

Gewinnspiel<br />

Im Straßenverkehr müsst ihr auf viele<br />

Dinge achten. Verkehrsschilder<br />

helfen euch dabei, den Überblick zu<br />

behalten. Wisst ihr auch, was sie<br />

bedeuten? Dann macht mit bei<br />

unserem Verkehrsschilderrätsel:<br />

Was besagt dieses Verkehrsschild?<br />

Radfahren verboten<br />

Sonderweg für Radfahrer<br />

Weiße Fahrräder sind erlaubt<br />

Schickt eure Antwort entweder per Post an die <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong>, Gewinnspiel, Rita-Maiburg-Straße 2,<br />

70794 Filderstadt oder per E-Mail an info@drfluftrettung.de.<br />

Vergesst nicht, Name, Adresse und<br />

euer Alter anzugeben.<br />

Unter allen richtigen<br />

Einsendungen<br />

verlosen wir drei<br />

Bussi-Bären im<br />

Pilotenoverall.<br />

Mitmachen können Kinder und<br />

Jugendliche bis 18 Jahre. Mitarbeiter<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> und deren<br />

Angehörige sind von der Teilnahme<br />

leider ausgeschlossen. Einsendeschluss<br />

ist der 1.10.2013.<br />

Komm Linda! Wir holen Brötchen fürs Frühstück!“ Nora nimmt ihre<br />

kleine Schwester an der Hand und öffnet die Haustür, als ihre Mutter<br />

den beiden hinterher ruft: „Passt an der Fußgängerampel auf!<br />

Denkt daran: Bei Rot stehen, bei Grün gehen!“ Du denkst, das weiß<br />

doch jedes Kind? Stimmt! Aber das war nicht immer so. Tatsächlich<br />

Alles im<br />

gibt es Ampeln noch gar nicht so lange. Erst als die Autos die Straßen<br />

eroberten, wurde es für Fußgänger immer gefährlicher, die Fahrbahn<br />

zu überqueren. Denn die Autos fuhren viel schneller als die<br />

zuvor üblichen Kutschen. Daher wurde in Deutschland im Jahr 1957<br />

die erste Fußgängerampel aufgestellt. Und damit ihre Signale auch<br />

bei starkem Sonnenlicht gut zu erkennen sind, haben alle Ampeln<br />

einen Schirm über dem Lichtzeichen. Ist dir das schon aufgefallen?<br />

Um die Signale für jeden leicht verständlich zu machen, wurden<br />

1961 Ampelmännchen eingeführt. Seither zeigen das rote stehende<br />

Männchen und das grüne gehende Männchen Fußgängern an, was<br />

sie tun müssen. Interessant ist, dass Ampelmänner und -frauen überall<br />

auf der Welt unterschiedlich aussehen. Sogar in Deutschland gibt<br />

es zwei verschiedene Versionen.<br />

28


1973) l l l Karl Heinz Freisem (seit 12/1973) l l l Hans Stillhammer (seit 12/1973)<br />

grünen Bereich<br />

Obwohl heutzutage Ampeln und moderne Fahrzeugtechnik zur Verkehrssicherheit<br />

beitragen, kommt es nach wie vor zu Unfällen. Damit Schwerverletzte<br />

nach einem Unfall möglichst schnell medizinische Hilfe erhalten, werden<br />

regelmäßig auch die Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> alarmiert. Mit<br />

ihnen erreichen Notarzt und Rettungsassistent besonders schnell den Einsatzort,<br />

wo sie die Verletzten versorgen und anschließend in ein Krankenhaus<br />

transportieren können. Für uns ist das inzwischen selbstverständlich,<br />

anders als noch vor 40 Jahren. 1973 startete ein Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

erstmals zu einem Einsatz. Mittlerweile sorgen die rot-weißen Luftretter<br />

an 28 Stationen in Deutschland für schnelle medizinische Hilfe im<br />

Notfall. Wohnst Du denn in der Nähe einer <strong>Luftrettung</strong>sstation? Guck doch<br />

einfach einmal auf der Karte nach unter www.drf-luftrettung.de/standorte.<br />

Lust auf ein<br />

Spielchen?<br />

Auf unserer Facebook-Seite findet Ihr<br />

ein Memo-Spiel mit interessanten Informationen<br />

rund um die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

Klickt einfach unterhalb der blauen<br />

Facebook-Leiste beim Menüpunkt<br />

„Chronik“ auf Memo-Spiel!<br />

<strong>Luftrettung</strong> 3 || 2013


Spenden und Helfen<br />

l l l<br />

Holmer Czernohorsky (seit 12/1973) l l l Dietmar Lang (seit 12/<br />

Herzlichen Dank!<br />

Allerhöchste Anerkennung<br />

Meine allergrößte Anerkennung gilt der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> für ihren Einsatz, um Leben<br />

zu retten. Ich finde es super, dass es Menschen<br />

gibt, die ihre ganze Energie, Kraft und Zeit in<br />

solch eine Arbeit hineinsetzen. Auch ich habe<br />

mich für die Fördermitgliedschaft eingetragen.<br />

Und ich kann nur sagen: Werden auch<br />

Sie Fördermitglied der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> und<br />

unterstützen diese.<br />

Nicole Wenzel, 72768 Reutlingen<br />

Spenden für den guten Zweck:<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> erhält 660 Euro<br />

Kürzlich besuchten Silke Stegemann und ihr Lebensgefährte<br />

Wolfgang Wünschmann die Niebüller<br />

Station der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Dabei überreichten sie<br />

der Besatzung eine Spende über 660 Euro. „Anlässlich<br />

der Trauerfeier meiner Mutter haben wir um<br />

Geld anstelle von Kränzen gebeten, um die <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> zu unterstützen. Denn wird schnell medizinische<br />

Hilfe benötigt, können wir uns auf den<br />

Hubschrauber aus Niebüll verlassen“, erklärt Silke<br />

Stegemann ihre Motivation. Pilot Jürgen Voiss und<br />

Hubschraubernotarzt Dr. Oliver Buchholz bedankten<br />

sich im Namen der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> herzlich<br />

für die Spende.<br />

Spendenübergabe an<br />

der Station in Niebüll:<br />

Hubschraubernotarzt<br />

Dr. Oliver Buchholz, Silke<br />

Stegemann, Wolfgang<br />

Wünschmann und Pilot<br />

Jürgen Voiss (von links).<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

IMPRESSUM<br />

Herausgeber: <strong>DRF</strong> e.V.<br />

Rita-Maiburg-Straße 2<br />

70794 Filderstadt<br />

Telefon: (0711) 7007-0<br />

Fax: (0711) 7007-2349<br />

Internet: www.drf-luftrettung.de<br />

Vorstand: Helmut Nanz,<br />

Nicole Steiger, René Closter<br />

Amtsgericht Nürtingen: VR1392<br />

Der <strong>DRF</strong> e.V. ist vom Finanzamt Stuttgart<br />

als gemeinnützig und mildtätig<br />

anerkannt. Für Fördermitglieder ist<br />

die Zeitschrift „<strong>Luftrettung</strong>“ im Rahmen<br />

des Förderbeitrags enthalten.<br />

Verlag: Hofmann Druck Nürnberg<br />

GmbH & Co KG<br />

Geschäftsführer: Frank Hofmann<br />

Emmericher Straße 10<br />

90411 Nürnberg<br />

Erscheinungsweise: vierteljährlich<br />

Auflage 2/2013: 282.000 Exemplare<br />

ISSN 1864-3140<br />

Gesamtverantwortung:<br />

Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)<br />

Telefon: (0711) 7007-2203<br />

Fax: (0711) 7007-2279<br />

E-Mail: info@drf-luftrettung.de<br />

Projektleitung: agentur wortweber<br />

Inhaberin: Irina Wonneberg<br />

Armbruststraße 75<br />

73230 Kirchheim unter Teck<br />

Telefon: (07021) 7202-182<br />

Fax: (07021) 7202-179<br />

E-Mail: info@wortweber.de<br />

Redaktion: Irina Wonneberg (Ltg.),<br />

Julia Albrecht, Gabriele von<br />

Stackelberg<br />

Gestaltung: Inkje Dagny von Wurmb<br />

Comic: Peter Puck<br />

Namentlich gekennzeichnete Beiträge<br />

sind nicht unbedingt identisch<br />

mit der Meinung der Redaktion.<br />

Alle in dieser <strong>Ausgabe</strong> veröffentlichten<br />

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich<br />

geschützt, auch gegenüber<br />

Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen.<br />

Jede Vervielfältigung, sei es<br />

durch Nachdruck, Kopie, Mikrofilm<br />

oder andere Verfahren, bedarf ausdrücklich<br />

der schriftlichen Genehmigung<br />

des Herausgebers. Entsprechendes<br />

gilt auch für die Verbreitung<br />

in elektronischen Medien. Alle Rechte<br />

bleiben beim Herausgeber.<br />

Die Redaktion behält sich das Recht<br />

vor, Leserbriefe gekürzt wiederzugeben.<br />

Für unaufgefordert eingesandte<br />

Manuskripte wird keine Haftung<br />

übernommen.<br />

Mitgliederbetreuung:<br />

Mo–Fr von 8 bis 20 Uhr<br />

Telefon: (0711) 7007-2211<br />

Fax: (0711) 7007-2219<br />

E-Mail:<br />

service-team@drf-luftrettung.de<br />

Ihre Fördermitgliedsbeiträge<br />

überweisen Sie bitte an:<br />

Commerzbank AG<br />

Kto.-Nr: 663 080 000<br />

BLZ: 600 400 71<br />

Spenden überweisen Sie<br />

bitte an:<br />

Volksbank Stuttgart e.G.<br />

Kto.-Nr.: 70 10 70 170<br />

BLZ: 600 901 00<br />

Servicetelefon für Fragen<br />

zur Fördermitgliedschaft:<br />

(0711) 7007-2211<br />

24-h-Alarmtelefon<br />

für Notfälle im Ausland:<br />

0049 (0) 711 701070


1973) l l l Harald Heinrich (seit 12/1973) l l l Peter H. Preuss (seit 12/1973)<br />

Vielen Dank<br />

Ein großes Lob und Dankeschön an Ihr<br />

Team, das mich aus Italien zurückgeholt<br />

hat. Nach fünf Tagen nur mäßiger<br />

Versorgung fühlte ich mich wieder geborgen.<br />

Marie-Luise Flohr, 37534 Eisdorf<br />

Nahmen ihre Hochzeit<br />

zum Anlass, die <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> zu unterstützen:<br />

Kerstin und<br />

Marcel Kayser.<br />

Dankbar für Versorgung<br />

Aufgrund eines Unfalls habe ich Verletzungen<br />

am Handgelenk wie auch<br />

an der Wirbelsäule erlitten. Der Notarzt<br />

traf via Rettungshubschrauber<br />

aus Rendsburg ein. Sowohl die Herren<br />

vom Rettungswagen wie auch das<br />

Team des Rettungshubschraubers gaben<br />

mir sofort ein gutes Gefühl. Ich<br />

bin sehr, sehr dankbar, dass es diese<br />

Versorgung gibt ... auch auf einem<br />

kleinen Feldweg hinter dem kleinen<br />

Örtchen Bollingstedt. Für mich war<br />

sofort klar, dass ich jetzt Fördermitglied<br />

werde.<br />

Antje Timm, 24855 Bollingstedt<br />

Hochzeitsspende<br />

für die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Es gibt viele Möglichkeiten,<br />

Gutes zu tun. Das weiß auch Marcel Kayser. Deshalb<br />

baten er und seine Frau Kerstin bei ihrer kirchlichen<br />

Trauung um Spenden für die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. „Auf<br />

diese Weise kamen 70 Euro zusammen, mit denen wir<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> unterstützen“, versichert Kayser.<br />

Zu seiner Hochzeit lud er auch Karl-Heinz Heitmüller<br />

ein, Stationsleiter der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> in Bremen.<br />

„Über die Jahre sind Marcel und ich Freunde geworden.<br />

Er hat bereits als Schüler Fußballturniere organisiert,<br />

um Geld für uns zu sammeln“, erinnert sich der<br />

Pilot. Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> bedankt sich herzlich für<br />

die Spende und wünscht dem frisch getrauten Ehepaar<br />

alles Gute für die Zukunft.<br />

Foto: Privat<br />

Umgezogen? Neue Bankverbindung?<br />

Dann füllen Sie bitte diese Zeilen aus und schicken den Coupon an:<br />

<strong>DRF</strong> e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.<br />

Fax: (0711) 7007-2219 . E-Mail: service-team@drf-luftrettung.de<br />

Meine/unsere Bankverbindung hat sich geändert.<br />

Bitte buchen Sie den Förderbeitrag künftig von folgendem Konto ab:<br />

Mitgliedsnummer (wichtig, bitte angeben, wenn möglich)<br />

Geldinstitut<br />

Vorname, Name<br />

Kontoinhaber<br />

Straße und Hausnummer<br />

Kontonummer<br />

PLZ, Wohnort<br />

BLZ<br />

Telefon<br />

Ort, Datum<br />

E-Mail<br />

Unterschrift des Kontoinhabers


„Mein zweieinhalbjähriger Sohn erlitt während eines<br />

Kuraufenthalts auf Amrum einen Blinddarmdurchbruch.<br />

Er musste dringend operiert werden. Um ihn so schnell<br />

wie möglich in eine Flensburger Klinik zu bringen,<br />

wurde ein Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> alarmiert.<br />

Als die Besatzung eintraf, wusste ich: Alles wird gut.“<br />

Miriam und Felix Hamers, Attendorn<br />

Sie können einen wertvollen Beitrag zur <strong>Luftrettung</strong> leisten,<br />

indem Sie Ihre Verwandten, Freunde und Kollegen über die Möglichkeit<br />

einer Fördermitgliedschaft im <strong>DRF</strong> e.V. informieren. Dank Ihrer Hilfe kann<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> Jahr für Jahr viele tausend Menschenleben retten.<br />

Fördern Sie die <strong>Luftrettung</strong>!<br />

Ja<br />

Ich möchte Fördermitglied im <strong>DRF</strong> e.V. werden. Ich unterstütze damit die lebensrettende Arbeit<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.<br />

00820<br />

Bitte gut leserlich ausfüllen:<br />

01. 2013<br />

Mitgliedschaft ab (Datum)<br />

Geburtsdatum<br />

Zahlungsweise per Lastschrift:<br />

Name des Geldinstituts<br />

Vorname, Nachname<br />

Straße, Hausnummer<br />

Kontonummer<br />

Bankleitzahl<br />

Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie, bis auf schriftlichen Widerruf den Jahresbeitrag<br />

von meinem/unserem Konto abzubuchen (nicht Zutreffendes bitte streichen).<br />

PLZ, Wohnort<br />

Ort, Datum<br />

Telefon<br />

Einzelmitgliedschaft (Mindestbeitrag 36,– e pro Person)<br />

E-Mail<br />

Familienmitgliedschaft (Mindestbeitrag 72,– e pro Familie,<br />

Ehepartner einschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr)<br />

Bitte listen Sie nachfolgend die vollständigen Namen der Familienmitglieder<br />

und deren Geburtsdatum auf.<br />

Vorname, Nachname, Geburtsdatum<br />

Vorname, Nachname, Geburtsdatum<br />

Vorname, Nachname, Geburtsdatum<br />

Die Fördermitgliedschaft kann jederzeit schriftlich gekündigt werden.<br />

Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.<br />

Unterschrift des Antragstellers/Kontoinhabers<br />

Für Fördermitglieder ist die Zeitschrift „<strong>Luftrettung</strong>“ im Rahmen des<br />

Förderbeitrags enthalten.<br />

Ich möchte das Förderermagazin „<strong>Luftrettung</strong>“ und Informationen über<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> per E-Mail erhalten. Meine E-Mail-Adresse lautet:<br />

Ich möchte das Förderermagazin „<strong>Luftrettung</strong>“ gedruckt per Post erhalten.<br />

Widerrufsbelehrung: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei<br />

Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax oder<br />

per E-Mail, widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.<br />

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.<br />

Der Widerruf ist zu richten an: <strong>DRF</strong> e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.<br />

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen<br />

zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen, z.B. Zinsen, herauszugeben.<br />

Datum, Unterschrift Widerrufsbelehrung<br />

Den Coupon ausschneiden und einsenden an: <strong>DRF</strong> e.V. · Rita-Maiburg-Straße 2 · 70794 Filderstadt

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