Bewegung

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Bewegung

Das Standortmagazin FÜR den Niederrhein

deutschlands auflagenstärkstes transportmedium für ideen im mittelstand.

Ausgabe 4/12 6. Jahrgang 5,- EURO

Themenheft

Bewegung

Bewegende Ideen

Erfolgsgeschichten aus dem Mittelstand

Kunden bewegen

Das Frag-den-Fisch-Modell

Standort bewegen

Häfen bilden Logistikallianz


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Editorial

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Wirtschaft in

Bewegung

Besprechungs- und

Konferenzräume.

Der positive

Eindruck zählt.

Michael

Oelmann,

Herausgeber

Liebe Unternehmer am Niederrhein,

mit dieser Ausgabe des Wirtschaftsblatt kommt einiges in Bewegung!

Das haben Sie schon auf dem – für diese Spezialausgabe

veränderten – Titelblatt erkannt. Mit diesem Heft dreht sich

alles um das Bewegen!

Dass sich das Unternehmerleben insgesamt um die permanente

Bereitschaft, Dinge zu verändern, dreht, sagt schon der

Name. Wir Unternehmer müssen Kunden bewegen und Mitarbeiter.

Wir halten Prozesse in Bewegung und schieben neue Ideen

an. In den meisten Betrieben hört und spürt man die Bewegung

auch ganz wortwörtlich durch Maschinen und Anlagen.

Und schließlich bringen wir Waren und Güter in Bewegung mit

dem Zielort „Kunde“.

Über all diese Facetten berichten wir in diesem Heft. Aus den

verschiedensten Blickwinkeln und den unterschiedlichsten

Branchen. Der spannendste dürfte dabei der Blick in die Unternehmerseelen

selbst sein: Wir haben Akteure der Wirtschaft

daraufhin befragt, was sie ganz konkret bewegt und antreibt.

Und was sie bei ihren Kunden bewegen.

Ihr ganzes Wirtschaftsblatt-Team ist sicher: Sie werden viele bewegende

Impulse bei dieser Lektüre mitnehmen für Ihr eigenes

Unternehmer- und Geschäftsleben.

P.S.: Haben Sie sich schon den 15. September vorgemerkt? Dann

findet das erste Wirtschafts-Forum für die Region Düsseldorf

statt. Schirmherr ist NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin.

Bei einer festlichen Gala verleihen wir dort erstmals den Preis

„Rheinländer des Jahres“. Für Teilnahme-Infos schreiben Sie an:

verlagsleitung@wirtschaftsblatt.de

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4

Index

36 Hübner, Fred, GSS

Grundig, Nürnberg

A

Agentur FormWind, Düsseldorf 97

ALFA Industries GmbH, Marl 24–25

ALTANA AG, Wesel 8

Ameln, Holger von, Druckerei H. von Ameln, Ratingen 98

B

D

die dialogagenten, Wuppertal 100–101

Diedrich, Dr. Kay, Kümmerlein Rechtsanwälte 130–131

Diedrichsen, Jörg, Progeco Deutschland GmbH, HH 115

Dietermann + Co., Viersen-Dülken 50–51

Dietrich Lüttgens GmbH & Co KG, Heiligenhaus 34–35

Dirks, Thorsten, Neuenhauser Maschinenbau 38–39

Dold, Roland, Daimler Trucks 114

Driftmann, Prof. Hans Heinrich, DIHK, Berlin 140

Druckerei H. von Ameln, Ratingen 98

Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart 114

E

Egetenmeir, Eugen, Messe München 46

Esser, Franke & Partner GmbH, Düsseldorf 92–95

exchangeBA AG, Frankfurt 31

F

Fischer, Thomas A., STILL GmbH 124–125

Franke, Horst, Esser, Franke & Partner, Düsseldorf 92–95

Funk, Dr. Leberecht, Funk Gruppe, Hamburg 146

G

I

IHK Mittlerer Niederrhein, Krefeld 12

Imping, Matthias, S-UBG AG, Aachen 26

Ineos, Köln 19

Institut für Familienunternehmen, Friedrichshafen 144

Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen 24–25

J

Jansen, Professor Rolf, VVL, Dortmund 120–122

Jenoptik Robot GmbH, Monheim am Rhein 40–41

Junglen, Reinhard, Conen Produkte GmbH & Co. KG 99

Baan, Sandra, Studio Baan, Venlo (NL) 15

Bajorat, Thomas, Wifö Stadt Rheinberg 16–17

Balz, Willi, Windreich AG, Wolfschlugen 109–110

Bappert, Markus, Ludwig Meyer GmbH, Friedrichsdorf 114

Baumanns, Birte, Lemo Maschinenbau GmbH 19

Becker, Prof. Dr.-Ing. Norbert, Hochschule BRS 19

BEST AGER Job-Club Gelsenkirchen 24–25

Bock, Christian, Deutsche Bank AG, Düsseldorf 20–21

Bouglione Junior, Joseph, Roncalli’s Apollo Varieté 23

Brouwer, Wolfgang, Neuenhauser Maschinenbau 38–39

Bruck, Sven, die dialogagenten, Wuppertal 100–101

Bude, Norbert, Oberbürgermeister Mönchengladbach 136

Büdenbender, Dr. Winfried, Hegenscheidt-MFD 118–119

Bundesagentur für Arbeit in NRW, Nürnberg 140

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bonn 116–117

Buske, Christian, Plasmatreat GmbH, Steinhagen 97

BZ Bildungszentrum GmbH, Tönisvorst 142–143

15 Cloos, Ulrich

Stadt Krefeld

GAFÖG Gesellschaft für Arbeitsförderung, GE 24–25

Gaiser, Bertram, Standort Niederrhein GmbH 12

Garcia, Antonio, Heinrich Georg GmbH, Kreuztal 33

Gehring Technologies GmbH, Ostfildern 42–43

Geilen, Professor Johannes, Hochschule BRS 19

Georg, Mark, Heinrich Georg GmbH, Kreuztal 32–33

Gracht, Dr. Heiko von der, EBS Business School 114

GSS Grundig SAT Systems GmbH, Nürnberg 36–37

H

Häfen- und Güterverkehr Köln AG 128–129

Hajek, Franz, XCMG Europe GmbH, Krefeld 9

Haller, Dr. Jochen, exchangeBA AG, Frankfurt 31

Hamann, Bärbel, Agentur FormWind, Düsseldorf 97

Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG, Erkelenz 118–119

Heidemann, Harald, S-UBG AG, Aachen 26

Heinen, Georg, Mitex GmbH, Erkrath 44–45

Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik, Kreuztal 32–33

Heinrichs, Carolin, Zufall Logistics Group, Göttingen 114

Hellmann Worldwide Logistics, Osnabrück 114

Hellmann, Ulrich, Hansalog GmbH, Schwalmtal 145

Helmer, Reinhard, Heinrich Georg GmbH, Kreuztal 33

Helsper, Theo, Heinrich Georg GmbH, Kreuztal 33

Henrich, Thomas, exchangeBA AG, Frankfurt 31

Heymann, Stefan, Conen Produkte GmbH & Co. KG 99

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS), Sankt Augustin 19

Hochschule Niederrhein, Krefeld 14–15

Hoffmeister, Hartmut, Jenoptik Robot GmbH 40–41

HP FundConsult, Düsseldorf 136

HRM Akademie Deutschland, Krefeld 132

HTAG Häfen und Transport AG, Duisburg 129

Hübner, Fred, GSS Grundig SAT Systems GmbH 36–37

Huckschlag, Leonhard, Ineos 19

Hüsges, Mark, Gehring Technologies, Ostfildern 42–43

18 von Ehren, Burkhard

SWK Energie

K

Kahlert, Christoph, Institut f. Familienunternehmen 144

Kaiser, Hans-Peter, wir4-Wirtschaftsförderung 16–17

Kathstede, Gregor, Oberbürgermeister Krefeld 9

Kellermann, Matthias, Agentur FormWind, Düsseldorf 97

Kienle, Dr. Thomas, Labbé & Cie. GmbH, München 30

Kipa, Tanja, Zufall Logistics Group, Göttingen 114

Knirsch, Dr. Stefan, Pierburg GmbH, Neuss 11

Köhler, Georg, System Alliance GmbH, Niederaula 114

Kohn, Dr. Claudius, Mitex GmbH, Erkrath 44–45

Kolsdorf, Sabine, Stadt Mönchengladbach 136

Kronen, Hermann-Josef, Katholische Liga MG 136

Krüger, Friedrich, Verseidag AG, Krefeld 18

Kugel, Bernhard, S-UBG AG, Aachen 26

Kulig, Tanja, Caritasverband f. Region MG-Rheydt 136

Kümmerlein Rechtsanwälte & Notare, Essen 130–133

L

Labbé, Professor Dr. Marcus, Labbé & Cie., München 30

Lang, Peter, Gehring Technologies GmbH, Ostfildern 42–43

Leischner, Dirk, Soennecken eG, Overath 125

Lemo Maschinenbau GmbH, Bonn 19

Leonhardt, Horst, Häfen und Güterverkehr Köln 128–129

Lipka, Reiner, Integrationscenter für Arbeit GE 24–25

Wirtschaftsblatt 4/12


Index

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AZ1BH 60x245H 04/2012

R

20 Olderdissen, Sven

Deutsche Bank

Lob, Dr. Stefan, GAFÖG Ges. für Arbeitsförderung, GE24–25

Lüttgens, Dietrich, Lüttgens GmbH, Heiligenhaus 34–35

Lüttgens, Holger, Lüttgens GmbH, Heiligenhaus 34–35

M

Mennicken, Hans-Theo, Bürgermeister Rheinberg 17

Merz, Thorsten, HRM Akademie Deutschland, Krefeld 132

Min, Wang, XCMG Group, Xuzhou (VR) 9

Min, Zhu, Oberbürgermeister Stadt Xuzhou (VR) 9

Mitex GmbH, Erkrath 44–45

Musial, Jörg, Bundesanstalt f. Immobilienaufgaben 116–117

N

Napp, Herbert, Oberbürgermeister Stadt Neuss 11

Nebel, Jens, Kümmerlein Rechtsanwälte, Essen 130–131

Neuenhauser Maschinenbau GmbH, Neuenhaus 38–39

Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH 128–129

P

Packebusch, Professor Dr. Lutz, HS Niederrhein 14–15

Packenius, Thomas, Packenius, Mademann + Partner 8

Pettendrup, Hugo W., HP-FundConsult, Düsseldorf 136

Pierburg GmbH, Neuss 11

Polixa, Frank, Caritasverb. f. Region MG-Rheydt 136

Preen, Eckart, Wirtschaftsförderung Krefeld 14–15

Progeco Deutschland GmbH, Hamburg 115

Titel

Rath, Hans-Peter, Elektro Innung Krefeld 18

Rauschen, Stefan, Hofer & Dammasch, MG 136

Reiners, Franz Georg, Dietermann + Co., Viersen 50–51

Reinhardt, Jürgen, BEST AGER Job-Club GE 25

Rheincargo GmbH & Co. KG, Neuss 128–129

Rhomberg, Markus, Zeppelin Uni., Friedrichshafen 144

Rodi, Dr. Hansjörg, Schenker Deutschland AG, FFM 114

Roncalli’s Apollo Varieté Betriebs GmbH, Düsseldorf 22–23

Rubisch, Kai, Tischlerei Kai Rubisch, Rheinberg 16–17

Rütten, Bernd, BZ Bildungszentrum, Tönisvorst 142–143

S

Schach, Holger, Regionalmanagement Nordhessen 114

Schacke, Michael, Kümmerlein Rechtsanwälte 130–131

Schäfer, Rainer, RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss 129

Schirmer, Lars, Tölke & Fischer GmbH, Krefeld 48–49

Schmidt, Bernd Peter, Heinrich Georg GmbH, Kreuztal 33

Schmieder, Klaus-Jürgen, ALTANA AG, Wesel 8

Schneider, Dr. Jochen, VVL, Dortmund 121–122

Schönefeld, Christiane, Bundesagentur für Arbeit 140

Schrief, Benno, Jenoptik Robot GmbH, Monheim 40–41

Schröder, Ralf, Neuenhauser Maschinenbau GmbH 38–39

Schütt, Ralf, Roncalli’s Apollo Varieté, Düsseldorf 22–23

Seuring, Professor Stefan, Universität Kassel 114

Stahl, Winfried, GSS Grundig SAT Systems GmbH 36–37

Stahlschmidt, Wilhelm, Heinrich Georg, Kreuztal 33

Staiger, Brigitte, Roncalli’s Apollo Varieté, Ddorf 22–23

Stammen, Oliver, Gehring Technologies, Ostfildern 42–43

Standort Niederrhein GmbH, Neuss 12

Steenhuisen, Ruud, Roncalli’s Apollo Varieté, Ddorf 22–23

STILL GmbH, Krefeld-Linn 124–125

Stöcker, René, Hellmann Worldwide Logistics 114

Strauch, Dietmar, Valentin Int. Messeservice GmbH 27

S-UBG AG, Aachen 26

SWK Energie GmbH, Krefeld 18

System Alliance GmbH, Niederaula 114

T

Teschner, Norbert, GSS Grundig SAT Systems GmbH 36–37

Tischlerei Kai Rubisch, Rheinberg 16–17

Tölke & Fischer GmbH & Co. KG, Krefeld 48–49

Tölke, Markus, Tölke & Fischer GmbH, Krefeld 48–49

V

Valentin Internationaler Messeservice, Mettmann 27

Verseidag AG, Krefeld 18

Voshaar, Bernd, Neuenhauser Kompressorenbau 38–39

Voshaar, Hans, Neuenhauser Kompressorenbau 38–39

W

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Tölke & Fischer sorgt am

Niederrhein für Bewegung, S. 48

Wach- und Schließges. Hofer & Dammasch, MG 136

Weber, Alexander, Gehring Technologies, Ostfildern 42–43

Werhahn, Dr. Michael, IHK Mittlerer Niederrhein 12

Wetteborn, Professor Dr.-Ing. Klaus, Hochschule-BRS 19

WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld 14–15

Wibbeke, Ulrich, BZ Bildungszentrum, Tönisvorst 142–143

Windreich AG, Wolfschlugen 109–110

Winter, Dr. Hergen, Mitex GmbH, Erkrath 44–45

wir4-Wirtschaftsförderung, Moers 16–17

Wittenbrink, Prof. Paul, Duale Hochschule BWB 114

Wolfsdorff, Udo, ALFA Industries GmbH, Marl 24–25

40227 Düsseldorf

Mindener Straße 12

Telefon:

0211/ 77 09-0


6 Inhalt

28-53 Bewegende Ideen

Wie Unternehmen wie Dietermann die Welt bewegen

142-143 Beruf

Warum in Tönisvorst abseits vom Brainstream gelernt wird

16-17 Standorte

Wo man in Rheinberg erfolgreiche Firmen trifft

Wirtschaftsblatt 4/12


Inhalt

Niederrhein

8-11 Nachrichten / Das Wichtigste aus der Region in Kürze

12 Standort Niederrhein /Logistische Meisterleistung

14-15 Krefeld / Weiterbildungsmesse · Fashionworld mit neuem Konzept

16-17 wir4 / Die Heide blüht · Kreative Konzepte

18 Stadtwerke Krefeld /Alles unter Kontrolle

20-27 Markt & Standort /Unternehmen im Portrait

46 Expo Real / Wirtschaftsblatt-Ideenlounge geht in die zweite Runde

103-105 Hanse / 1. Hanse Business Forum

136 Treffpunkte / Gladbach gewinnt

138-143 Beruf / Witzi Wutzi und die Angst vor dem Scheitern

144-145 Meinung /Kommentare · Verbandsnachrichten · Buchtips

Bewegende Ideen

28-31 Innovationen / Auf die Schlüsselpositionen kommt es an

32-53 Firmenreports / Bewegende Ideen im Portrait

Kunden bewegen

92-95 Kommunikation / Frag den Fisch

96-102 Firmenreports / Kunden bewegen

Bewegung durch Energie

108-110 Windenergie / „Wertvoller als Ölquellen“

Kunden und Güter bewegen

112-114 Logistiktag / Immer in Bewegung bleiben

115-129 Firmenreports / Kunden und Güter bewegen

120-122 Verpackung /Waren sicher bewegen

Wirtschaftsblatt-Akademie

130-131 Leseraktion / Kostenfreier Workshop zum Datenschutzrecht

132-133 Wirtschaftsblatt-Akademie /Wissen durch Erfahrung

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den Fachkräftemangel.

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Rubriken

54-56 Gut zu wissen / Empfehlenswerte Dienstleister

57 Service / Informationen zum kommenden Heft

58 Intern /Impressum · Teamköpfe

146 Letzte Seite / Kopfschüttler · Maximen

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8

Niederrhein

Das Wichtigste vom Standort in Kürze. Frisch aus der Niederrhein-Redaktion

des Wirtschaftsblatt. Schreiben Sie an niederrhein@wirtschaftsblatt.de

Vorsitzender des Monats: Klaus-

Jürgen Schmieder ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender

des Spezialchemieherstellers

Altana aus Wesel. Zuvor

war er Vorstand der Air Liquide.

Rückzieher des Monats: Thomas

Packenius, Mitbegründer der Packenius,

Mademann und Partner GmbH,

wechselt aus der Geschäftsführung

als Vorsitzender in den Beirat.

Geburtstagskind des Monats:

Hansheinz Hauser, ehemaliger Handwerkskammerpräsident,

wurde anlässlich

seines 90sten Geburtstags mit

einem Empfang in Krefeld geehrt.

Platz für Handwerk

Mit dem Spatenstich für das Berufsbildungszentrum der

Kreishandwerkerschaft startete in Mönchengladbach das

zweitgrößte Bauprojekt der Stadt nach den Arcaden.

An der Oststraße sollen bis Herbst 2013 acht überbetriebliche Lehrwerkstätten für

täglich 140 Auszubildende, die Filialdirektion der Signal-Iduna-Versicherung sowie

die Räume der Geschäftsführung von Kreishandwerkerschaft und Jugendförderungswerk

untergebracht sein. Künftige Anschrift wird der „Platz des Handwerks“ sein.

16,9 Millionen Euro kostet das Projekt, 8,1 Millionen Euro kommen vom Bund, weitere

vier Millionen vom Land und der EU. ke

Susmühle, Goch


Menschen und Ereignisse

9

Standort

Franz Hajek, Geschäftsführer XCMG Europe GmbH, Oberbürgermeister

Gregor Kathstede, Wang Min, Vorstandsvorsitzender der

XCMG Group, und Zhu Min, Oberbürgermeister der Stadt Xuzhou,

setzten den ersten Spatenstich (v. l.)

Landeplatz Krefeld

Im Europark Fichtenhain baut die chinesiche XCMG Gruppe ihr

erstes europäisches Hauptquartier sowie ein Forschungs- und

Entwicklungszentrum für Hydrauliksysteme und Antriebstechnik.

Ein neues Kapital in der Firmengeschichte des Baumaschinenherstellers wird

nach Fertigstellung ab Juni nächsten Jahres von Krefeld aus geschrieben. Erstmals

überhaupt nimmt dann die Xuzhou Construction Machinery Group ein

Forschungszentrum außerhalb Chinas in Betrieb. Der Standort Krefeld wird damit

zum zentralen Ausgangspunkt für die Erschließung neuer Märkte in Europa. Rund 50

Millionen Euro investiert XCMG bei diesem ersten europäischen Aufschlag in einen

repräsentativen Neubau. Mit einem Jahresumsatz von zehn Milliarden US-Dollar gehört

die Gruppe schon heute zu den größten Baumaschinenherstellern weltweit. Anlässlich

des Spatenstichs erklärte Wang Min, Vorsitzender der Geschäftsführung von

XCMG, die Expansionspläne der Gruppe: „Wir wollen bis 2015 unseren Umsatz verdreifachen

und so an die Weltspitze der Bagger- und Baumaschinenproduzenten vorrücken.“

Bereits heute setzt der chinesische Marktführer mehr als 20 Prozent seiner

Baumaschinen auf Märkten außerhalb der Volksrepublik ab. In dem Neubau in Krefeld

entstehen in den nächsten Monaten Werkstätten, Prüfstände, Labore und Büros. In

einem gesonderten Showroom werden Bagger und Baumaschinen „made in Krefeld“

ausgestellt. Diese sollen dank des Einsatzes neuer Schlüsseltechnologien auch den

hohen europäischen Standards entsprechen. Rund 100 neue Arbeitsplätze werden im

Europark Fichtenhain neu geschaffen. Die ersten zwölf Wissenschaftler und Ingenieure

konnten schon erfolgreich eingestellt werden. ke

1 Viersen: Lehrrohr sucht Netz In den

Gewerbegebieten Ransberg und Feldstraße

soll in den Erweiterungsflächen

die Breitbandinfrastruktur ausgebaut

werden. Dafür sucht die Grundstücks-

Marketing-Gesellschaft einen Telekommunikationsanbieter

im Rahmen einer

öffentlichen Ausschreibung. Leerrohre

sind schon vorhanden. 2 Dinslaken:

Lohberg wird Energie-Plus-Standort

Mit der Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung

treiben die Stadt Dinslaken,

die RAG Montan Immobilien

GmbH und die Stadtwerke Dinslaken

die Entwicklung des Stadtteils Lohberg

zum gesamtökologischen Standort voran.

Kern des Energiekonzepts ist die

Versorgung mit regenerativen Energien.

3 Niederrhein: Per App zum

passenden Handwerker Mehr als 5.000

Handwerker-Unternehmen sind in der

„Handwerkerradar“-App der Handwerkskammer

Düsseldorf verzeichnet.

Durch die Begriffsauswahl und die Eingrenzung

nach Postleitzahlbereichen

ermöglicht die neue App das sekundenschnelle

Finden des passenden Handwerkers.

4 Neuss: BekoTechnologies

investiert Der Spezialist für Druckluft-

und Druckgastechnologie wächst

kontinuierlich und erweitert mit dem

Kauf eines 5.559 Quadratmeter großen

Grundstücks am Bussardweg seinen

Stammsitz in Neuss. Der Standort Neuss

– 180 der 400 weltweit beschäftigten

Mitarbeiter arbeiten hier – gewinnt mit

dem Ausbau der Warenlogistik weiter

an Bedeutung. 5 Mönchengladbach:

Neugestaltung des Stadtbildes Im Auftrag

der Stadt entwarfen Stadtplaner die

Vision 2050: Der Masterplan sieht mehr

Struktur, einen West-Ost-Grünzug, einen

Wissenschaftspark und prägende

Bürobauten im Osten vor. Inwiefern diese

Visionen umgesetzt werden können,

wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

6 Niederrhein: „Fernwärme Duisburg

GmbH“ in Planung Die Stadtwerke Duisburg

und die Fernwärmeversorgung Niederrhein

versorgen rund 50.000 Haushalte

in Duisburg mit Fernwärme. Nun wollen

die beiden Energieversorger fusionieren.

Der Antrag liegt beim Kartellamt.

Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12


Unternehmen

1

10 Niederrhein Menschen und Ereignisse

Krefeld: Neueröffnung Ende August

hat das Café del Sol an der Berliner

Straße/Ecke Violstraße seine Tore geöffnet.

Auf einem 3.400 Quadratmeter

großen Grundstück ist mit einem Invest

von drei Millionen Euro ein Gebäude im

Stile einer Kolonialvilla entstanden. Das

Café del Sol hat 70 neue Arbeitsplätze

geschaffen. 2 Viersen: Spatenstich Im

Ortsteil Dülken wurde mit dem Bau der

Photovoltaikanlage auf dem Gelände einer

ehemaligen Kiesgrube begonnen.

Die NEW Re GmbH – die Tochtergesellschaft

der NEW AG für regenerative

Energien – sowie der Landwirt Markus

Brunen treten als Investoren auf.

Die Investitionssumme beläuft sich auf

3,01 Millionen Euro. 3 Rhein-Kreis

Neuss: soziale Unternehmer gesucht

Mit einer vom Bundesarbeitsministerium

geförderten Beratungsstelle will der

Rhein-Kreis Firmen motivieren, mehr

gesellschaftliche Verantwortung zu

übernehmen. Unternehmen können sich

für das Pilotprojekt bewerben. 4 Tönisvorst:

Kooperation vereinbart Das

Medikamentenhilfswerk action medeor

wird künftig von der Jungheinrich AG

aus Hamburg unter anderem finanziell –

durch Spenden der Mitarbeiter – sowie

mit Wissen über Intralogistik unterstützt.

Tochter gewachsen

Der Rheinhafen Krefeld hat ein Jahr früher als gedacht

seinen Break-Even-Point erreicht. Das geht aus dem jüngst

veröffentlichten Jahresbericht 2011 hervor.

Dieser weist nur noch ein geringes

Defizit aus. Der Wirtschaftsplan

für 2012 enthält schon das erste

Plus im Betriebsergebnis. Das ist ein

Jahr eher, als zu Beginn der strategischen

Partnerschaft mit den Neuss-Düsseldorfer

Häfen vor vier Jahren geplant war. Der

Güterumschlag im Krefelder Hafen ist im

ersten Halbjahr 2012 überdurchschnittlich

stark gewachsen. Mit fast zwei Millionen

Tonnen liegt der Schiffsumschlag

um 20 Prozent über dem Vorjahresergebnis,

die Eisenbahn hält mit über 500.000

Tonnen das Rekordniveau aus 2011. Ein

Wachstumstreiber ist das Containerterminal

am Hafenkopf. Wurden bei KCT

in 2009 27.732 TEU gehandelt, waren es

2010 schon 56.981 TEU, 2011 107.430 TEU

und in den ersten sechs Monaten 2012

bereits 90.231 TEU. Mit dem Ausbau des

Hafenbahnhofs zu einem Terminal für

den Kombinierten Verkehr (TTK) erhofft

sich der Hafen, den steigenden Bedarf

weiter gut zu bewältigen. Der Fördermittelantrag

liegt zur Entscheidung beim

Eisenbahnbundesamt, parallel wird

das Planfeststellungsverfahren mit der

Bezirksregierung Düsseldorf vorbereitet.

Der Prüfbericht wird im September

erwartet. Erst dann kann mit der Umsetzung

begonnen werden. Allein die

Schiffsverladungen von Nahverkehrszügen

des Krefelder Siemenswerkes machen

deutlich, wie wichtig eine funktionierende

logistische Infrastruktur für

den Industriestandort ist. Auch die Mutter

des Krefelder Hafens steht kurz davor,

einen wichtigen Entwicklungsschritt

zu vollziehen. Nachdem das Kartellamt

grünes Licht gegeben hatte für die gemeinsam

mit dem Kölner Hafen geplante

neue Rheincargo-Hafengesellschaft,

stehen beide Partner jetzt nach jahrelangen

Vorbereitungen kurz vor deren Gründung.

Aus den Neuss-Düsseldorfer Häfen

werden der Hafenbetrieb sowie das Eisenbahnunternehmen

ausgegliedert und

auf die Rheincargo übertragen. Gleiches

plant der Kölner Hafen. Sitz der Rheincargo

wird Neuss. ke

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Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12


Zuschlag für Neuss

Automobilzulieferer Pierburg konzentriert seine Nettetaler und

Neusser Produktionsstandorte auf einem Gelände im Hafen der

Quirinusstadt. Ende 2014 soll die Arbeit aufgenommen werden.

Dem Neusser Bürgermeister Herbert

Napp war die Erleichterung

über die Vermarktung des ehemaligen

und seit 15 Jahren ungenutzten

Werksgeländes des Landmaschinenherstellers

Case deutlich anzusehen. Im

Rahmen einer Pressekonferenz zur Vertragsunterzeichnung

Ende Juli betonte

Napp, dass sich die zur KSPG AG gehörende

Pierburg GmbH das schönste Produktionsareal

Deutschlands gesichert habe.

Bittere Pille für Nettetal

In der Tat wird sich ein Industriegelände

in so direkter Innenstadtnähe nur

schwerlich finden lassen. Der Baukörper

des „Invests in zweistelliger Millionenhöhe“,

so Dr. Stefan Knirsch, Vorsitzender

der Pierburg-Geschäftsleitung, öffnet

sich am Hafenbecken 1 mit seinen

Verwaltungsgebäuden der Neusser City.

Die Produktionshallen orientieren sich

von der Innenstadt weg. Pierburg wird

auf dem Hafengelände ab dem Jahr 2014

vor allem Magnetventile und Abgasrückführsysteme

für PKW und Nutzfahrzeuge

herstellen. Die Konzentration der Neusser

und Nettetaler Produktionsstandorte

sichert nach Worten von Dr. Knirsch die

Produktivität des Unternehmens.

So positiv die Entscheidung für Neuss

ist, so bitter ist der Wegfall von 400 Industriearbeitsplätzen

für Nettetal. Mit

Pierburg verlässt der letzte große Industriearbeitgeber

den Stadtteil Lobberich.

Enttäuschung auch in Mönchengladbach,

das sich ebenfalls um die Pierburg-Ansiedlung

bemüht hatte. ks

Spitzenlage: Pierburg zieht es

auf die Neusser Hafenmole

Standort

Menschen und Ereignisse 11

1 Goch: Siemens mietet Halle an Mit

einem Mietvertrag bis 2015 hat der Siemens-Konzern

sich einen Produktionsstandort

in Goch gesichert, der als

Ergänzung zum Krefelder Standort gedacht

ist. In der Halle werden auf einer

Fläche von rund 8.400 Quadratmetern

Rohbauteile für Schienenfahrzeuge produziert.

Rund 90 Arbeitsplätze sollen ab

Anfang 2013 entstehen. 2 Viersen: Gewächshaus

feiert Zehnjähriges Im Mai

2002 wurde das Gewächshaus der Stadt

Viersen eröffnet. Seit 2004 hat der Verein

„Gewächshaus für Jungunter nehmer e.

V.“ die Trägerschaft des Existenzgründerhauses

übernommen. Es bietet günstige

Bedingungen für die Startphase an.

Von elf Büros ist aktuell noch eines zu

vermieten. 3 Niederrhein: Hochschule

Rhein-Waal entlässt erste Master-

Absolventen Mit einer Feier wurden die

beiden ersten erfolgreichen Masterstudenten

durch den Vizepräsidenten der

Hochschule, Dr. Martin Goch, in Kleve

persönlich gewürdigt. 4 Mönchengladbach:

EIZO kommt in den Nordpark

Der japanische Monitorhersteller

EIZO richtet seine Europazentrale in der

Vitusstadt ein. 40 neue Arbeitsplätze sollen

entstehen. Das zentrale Lager bleibt

in Duisburg.

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Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12


12 Niederrhein Standort Niederrhein GmbH

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Via Schiene sind die Häfen der Region auch aus

dem Umland gut angebunden

Umschlagplatz Niederrhein: Das Güteraufkommen

auf dem Wasserweg wird weiter steigen

Logistische Meisterleistung

Die Schlagkraft wichtiger regionaler Akteure

zu vereinen, ist kein leichtes Unterfangen.

Einfacher wird es, wenn alle Beteiligten vom

Nutzen und Erfolg des Projekts überzeugt sind.

So wie aktuell am Niederrhein, wo man sich

zusammengeschlossen hat, um die Stärken des

Logistikstandorts gemeinsam weiter auszubauen.

Vertreter der Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises

Neuss, der IHK Mittlerer Niederrhein und der Standort

Niederrhein GmbH sitzen ebenso mit am Tisch der Initiative

Weiterentwicklung der Logistikregion Rheinland – Niederrhein/Köln

wie Experten der Hochschule Niederrhein, der

Häfen und Güterverkehr Köln AG und der Neuss-Düsseldorfer

Häfen GmbH & Co. KG. Ihr erklärtes Ziel: Die Logistikkapazität

des Niederrheins soll erhöht und das Auftragsvolumen für die

regionale Logistikwirtschaft gesteigert werden.

Umschlagplatz Niederrhein

Erreichen möchten die Projektpartner der Logistikregion

Rheinland diese Vorgaben vor allem durch die Fokussierung

auf ausgesuchte Themenbereiche: Das Hinterland soll durch

die Vernetzung bestehender Infrastrukturen, besonders auf

dem Schienenweg, noch besser an die Rheinhäfen angebunden

werden, zentrale Umschlagplätze sollen Raum für effizientes

Leercontainermanagement bieten und ansiedlungswillige

Unternehmen von passenden Flächen profitieren können.

Denn die Prognosen sind eindeutig. Das Aufkommen der

im Rheinland transportierten Güter wird weiter steigen. So erwarten

Experten für das Jahr 2030 alleine für dem Wasserweg

Rhein über 300 Millionen Tonnen an Gütern. Das ist die doppelte

Menge von dem, was aktuell aus den Häfen in den Niederlanden

und Belgien in den Rheinhäfen anlandet.

„Um von dieser wirtschaftlichen Entwicklung profitieren zu

können, müssen wir dringend unser Angebot an bi- oder besser

noch trimodal angeschlossen Gewerbeflächen in den nächsten

Jahren erweitern“, so Bertram Gaiser, Geschäftsführer der

Standort Niederrhein GmbH.

Flächen für morgen heute aktivieren

Erste Antworten auf die Frage, wie dies geschehen kann, liefert

eine im Rahmen des Projekts durchgeführte Analyse. Betrachtet

wurden hier die Chancen zur Aktivierung von bisher

ungenutzten Flächen, Potentiale von brachliegenden Arealen

sowie die Möglichkeiten zur Umwidmung von aktuell anderweitig

ausgewiesenen Grundstücken. Allein im IHK-Bezirk Mittlerer

Niederrhein seien, so Dr. Michael Werhahn, Vizepräsident

der IHK Mittlerer Niederrhein, 18 Flächen und Entwicklungsräume

durchaus für eine Nutzung von Straße, Schiene und gegebenenfalls

auch Binnenschiffahrt geeignet. Als Beispiele benennt

er neben den potentiellen interkommunalen Gewerbegebieten

Krefeld/Meerbusch/Willich und Neuss-Dormagen-Nord/Silbersee

auch Mönchengladbach-Hardt oder das ehemals militärisch

genutzte Gelände Niederkrüchten/Elmpt.

Ausführlich werden die Ergebnisse der Erhebung am 18. September

auf einer Regionalkonferenz des Projekts Logistikregion

Rheinland in der Neusser Pegelbar vorgestellt. Dort sollen sie

mit den politischen Akteuren der Region und des Landes Nordrhein-Westfalen

diskutiert werden und letztendlich zur Sicherung

einer ertragreichen logistischen Zukunft in der Neuaufstellung

des Regionalplans und des Landesentwicklungsplans

ihren Niederschlag finden.

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Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12


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14 Niederrhein WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld mbH

Wissen: Büffeln bringt’s!

Die Weiterbildungsmesse der Stadt Krefeld am Mittwoch, 12. September, von 11 bis 19 Uhr im

Seidenweberhaus zielt auf berufliches Weiterkommen und kompetente Mitarbeiter.

Kompetente Ansprechpartner

beraten auf der Messe

zu Weiterbildung, Studium

und Qualifizierungen

Unter dem Motto „Büffeln bringt’s“

laden die Wirtschaftsförderung

und das Krefelder Kuratorium für

Erwachsenenbildung zum fünften Mal zur

Krefelder Weiterbildungsmesse. Über 30

Aussteller aus der Region präsentieren ein

breites Spektrum an Weiterbildungs- und

Studienangeboten. Die Messe richtet sich

zum einen an Arbeitnehmer, die sich für

neue berufliche Perspektiven durch gezielte

Weiterbildung interesssieren. Zum anderen

sind Unternehmer angesprochen, die

sich über Weiterbildungsmöglichkeiten für

ihre Mitarbeiter informieren wollen.

„Weiterbildung verbessert die Chancen

eines jeden einzelnen auf dem Arbeitsmarkt.

Und: Unternehmerumfragen

zeigen deutlich, dass Weiterbildung als

die wirksamste Strategie gegen den Fachkräftemangel

eingestuft wird“, sagt Eckart

Preen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

Krefeld. „Die Messe konzentriert

sich entsprechend auf die berufliche

Weiterbildung und deren Fördermöglichkeiten.“

Das Angebot reicht vom Führerscheinerwerb

für Berufskraftfahrer über

Qualifikationen im Pflege- und Gesundheitsbereich

oder in erzieherischen Berufen,

vom Erwerb und Ausbau von Fremdsprachenkenntnissen

und interkultureller

Kompetenzen, über Weiterbildungen für gewerbliche

Berufe, und die Zertifizierungen

für Bürotätigkeiten bis hin zu dualen Präsenz-

oder Fernstudiengängen. Abgerundet

wird die Weiterbildungsmesse durch einen

Vortrags- und Diskussionsabend für Unternehmer.

Anne Poleska-Urban spricht dabei

zum Thema „Motivation“, Professor Dr. Lutz

Packebusch von der Hochschule Niederrhein

referiert über „Fachkräftemangel und

Personalentwicklung”.

WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Krefeld mbH

Untergath 43 · 47805 Krefeld

Tel: 021 51 / 82074-0

info@wfg-krefeld.de · www.wfg-krefeld.de

wfk-Forschungsinstitut bekennt sich zu Krefeld

Ein langfristiges Bekenntnis zum Standort

Krefeld hat das wfk – Cleaning Technology

Institute abgegeben. Ende Juni wurde

ein Kaufvertrag für den Campus Fichtenhain

11 mit der zur Wirtschaftsförderung

Krefeld gehörenden GGK Grundstücksgesellschaft

der Stadt Krefeld mbH & Co.

KG abgeschlossen. Bereits seit 2000 wird

das Gelände vom Forschungsinstitut genutzt.

Damit wird das auf innovative Reinigungsverfahren

spezialisierte Institut

mit seinen rund 80 Mitarbeitern dauerhaft

am Campus-Areal bleiben, das verkehrsgünstig

an der Autobahn A 44 liegt und

dennoch inmitten einer Parklandschaft.

Dort hat das Institut auf einem Grundstück

von 14.000 Quadratmetern schon vor etlichen

Jahren neben einem bereits bestehenden

und weiterhin genutzten Gebäude

ein eigenes Technikum mit hochspezialisierten

Gerätschaften errichtet.

Das Cleaning Technology Institute betreibt

Forschung auf dem Gebiet der

Reinigung, Wiederaufbereitung, Funktionalisierung

und Hygiene textiler und

nichttextiler Materialien. Dazu gehören

etwa Reinraumtextilien, persönliche

Schutzausrüstungen, Medizintextilien,

medizinische Einrichtungen, Medizinprodukte

wie Instrumente und Implantate,

Reinräume, industrielle Produktionsanlagen

und industrielle Teile. Bereits

seit 1949 organisiert das Cleaning Technology

Institute die International wfk

Detergency Conference (IDC). Sie findet

alle zwei Jahre im Hilton Kongresszentrum

in Düsseldorf statt und ist mit 500

Teilnehmern, über 100 Vorträgen und

zahlreichen Posterpräsentationen weltweit

eine der größten wissenschaftlichen

Tagungen zur Reinigungs- und Hygienetechnologie.

Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12


Infoservice der Stadt (Anzeige)

WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld mbH

15

Eine Genusswelt rund um Mode

Ein neues Konzept bildet den Kern der Fashionworld am 15. und 16. September in der Krefelder

Innenstadt und verändert die seit 20 Jahren bekannte „Größten Straßenmodenschau der Welt“ komplett.

Im Gesamtkonzept aus Dekor, Duft,

Musik und Gastronomie kann der

Besucher Mode so unmittelbar und

hautnah wie möglich erleben“, so Sandra

Baan, Eigentümerin der niederländischen

Agentur Studio Baan, die für Entwicklung

und Realisierung des neuen Konzepts

verantwortlich zeichnet.

Klassisch elegant oder

bestrickend verrückt

Mit frischem Aussehen

und neuem Konzept präsentiert

sich die Krefelder

Straßenmodenschau

© STUDIO BAAN BV. www.studiobaan.nl

Rund 100 renommierte Mode- und

Lifestylemarken werden dabei sein, zum

Beispiel Marco Polo, Marc Cain, Bogner,

Gerry Weber und Hilfiger.

In der Themenwelt „Green Life“ auf

dem Dionysiusplatz präsentiert sich der

Trend zu nachhaltigem Leben und verantwortlichem

Handeln. Passend zur

Königstraße wird die Themenwelt „Classic

Perfection“: Kulisse für hochwertigen

Champagner oder essbare Blumen, die in

eine Fontäne aus Schokolade eingetaucht

werden können, während es sich bei „Entomophagie“

um die Geschmacksvielfalt

der Insektenwelt dreht. Den Trend zum

Stadtleben greift „Urban Superior“ am

Standort An der Alten Kirche auf: Hier

geht es um handgefertigte Qualität mit

städtischer Note. Bunt und schrill wird es

auf dem Neumarkt – alles rund in dieser

Themenwelt besteht aus Strick. „Emotions

in Motion“ präsentiert sich auf einer

Straßenbahnfahrt durch die City.

Kurzinterview: Ulrich Cloos, Stadt Krefeld, Fachbereichsleiter Marketing und Stadtentwicklung

Herr Cloos, warum wird die Krefelder

Straßenmodenschau nach 20 Jahren zur

Fashionworld?

Die ursprüngliche Idee zur Straßenmodenschau

war: Jeder sollte die Möglichkeit

haben, eine Modenschau zu sehen

– auch ohne Zugang zur Welt der Haute

Couture. Nach 20 Jahren war es an der

Zeit, das Thema „Mode und Krefeld“ neu

zu definieren. Ein Arbeitskreis aus Vertretern

von Handel und Stadt hat das bestehende

Konzept analysiert und neue

Ideen entwickelt. Diese Zusammenarbeit

war sehr fruchtbar und engagiert,

dafür gilt allen Beteiligten mein ausdrücklicher

Dank. Die Agentur Studio

Baan hatte schließlich die besten Ideen

zur Umsetzung unserer Vorstellungen.

Wieso wurden gerade diese Themenwelten

definiert?

Es sind fünf große Themenkomplexe, die

sich um Nachhaltigkeit, Urbanität, Heterogenität,

Wertigkeit und Mobilität drehen.

Begriffe, die mit unserer Stadt und

ihrer Entwicklung zu tun haben, die das

Leben der Bürger definieren. Und daher

geht es in den Themenwelten nicht nur

um Mode, sondern auch um Menschen

und Musik, um kulinarische Genüsse,

Dekorationen und Düfte – um alles, was

eine Stadt ausmacht.

Was bedeutet die Fashionworld 2012 für

Krefeld?

Zunächst wünschen sich alle Verantwortlichen

ein tolles Wochenende mit

vielen Besuchern und gutem Umsatz

für Handel und Gastronomie. Außerdem

geht es um die Zukunft unserer Innenstadtbereiche:

Die Fashionworld ist für

die weitere Krefelder Stadtentwicklung

nur ein Vorbote.

Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12


16 Niederrhein wir4-Wirtschaftsförderung für Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg AöR

Ein guter Platz sich niederzulassen:

Hans-Peter Kaiser (r.) von der wir4-Wirtschaftsförderung

mit seinem Kollegen

Thomas Bajorat (m.) aus Rheinberg zu

Gast bei Tischler Kai Rubisch in der

Rheinberger Heide

Wenn die Heide blüht…

…dann sind in Rheinberg nicht die Blüten typischer Heidekrautgewächse gemeint, sondern die

florierenden Geschäfte der Unternehmen im Gewerbegebiet Rheinberger Heide. Statt Heidschnucken

begegnet man hier nämlich erfolgreichen Handwerkern, Dienstleistern und Gewerbetreibenden.

Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12

Die Scheiben glänzend poliert,

der Rollrasen vor seinem

Firmensitz frisch verlegt, so

empfängt Tischlermeister

Kai Rubisch seine Gäste, die sich zur Betriebsbesichtigung

angemeldet haben.

Thomas Bajorat, Wirtschaftsförderer der

Stadt Rheinberg, und Hans-Peter Kaiser

von der wir4-Wirtschaftsförderung sind

gespannt auf das Unternehmen, das sich

erst vor zwei Jahren durch die erfolgreiche

Flächenvermarktung der wir4-Wirtschaftsförderung

hier ein Grundstück

gesichert hat. Die gute Lage in Nachbarschaft

zur Niederrheinmesse und eine

schnelle Anbindung an die Autobahn

A 57 waren für Unternehmer Rubisch die

besten Argumente, sich hier niederzulassen.

Vor allem die Möglichkeit, in unmittelbarer

Nähe auch ein Haus für sich und

seine vierköpfige Familie bauen zu können,

hat den Handwerksmeister letztendlich

überzeugt. „In einer Tischlerei steigt

der Lärmpegel schon mal an, deshalb ist

es für mich nicht möglich, mich außerhalb

eines Gewerbegebietes anzusiedeln.

In solchen wiederum darf kein Wohngebäude

errichtet werden.“ Wohnen und

Arbeiten zu verbinden, war ihm aber besonders

wichtig.

Biotop für den Mittelstand

Auf der Suche nach einer geeigneten

Fläche wandte er sich an die Wirtschaftsförderer,

die ihm sofort zwei

Grundstücke anbieten konnte. Eines

zum Arbeiten in der Rheinberger Heide

und eines zum Wohnen in einem an das

Gewerbegebiet angrenzenden Mischgebiet.

Heute kann Rubisch die 400 Meter

von zu Hause bis zur Arbeit entspannt

zu Fuß bewältigen. „Ein fantastischer

Standort“, lobt der Handwerker.

Die Rheinberger Heide ist mit dieser

Kombination aus Wohnen und Arbeiten

ein ganz besonderes und seltenes Angebot

für mittelständische Unternehmen

in der Region. Entwickelt wurde das insgesamt

fünf Hektar große Areal von der

wir4-Wirtschaftsförderung, die schon

in der Planung die Bedürfnisse dieser

Zielgruppe berücksichtigte, indem sie

variable und vor allem auch kleinere

Grundstückszuschnitte zu einem erschwinglichen

Preis von 35 Euro je Quadratmeter

offerierte.

Rückzugsgebiet für KMU

Das Konzept geht auf: Acht Unternehmen

haben die Rheinberger Heide bereits

als neuen Firmensitz gewählt. Darunter


Infoservice (Anzeige)

wir4-Wirtschaftsförderung für Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg AöR

17

Die offerierten Gewerbeflächen in der Rheinberger Heide grenzen unmittelbar an freie Wohnbauflächen

eine Autolackiererei, ein spezialisierter

Maschinenbauer und der in Rheinberg

beliebte Partyservice Hoppmann. Auf

zwei weiteren, Flächen gibt es Optionen.

„Wir haben aktuell auf 20.000 Quadratmetern

noch Platz für weitere acht

bis zehn Unternehmen“, so Hans-Peter

Kaiser. Die freien Flächen an der Alpsrayer

Straße wurden mit der angrenzenden

Mischgebietsfläche erneut zu einem

Angebotspaket zusammengeschnürt, so

dass Firmen ihren Betrieb und ein Privathaus

in nur 500 Metern Entfernung

realisieren könnten. „Dass die Preise für

die Mischgebietsflächen ebenfalls auf

kleine Unternehmen zugeschnitten sind,

erleichtert sicherlich die Entscheidung“,

bekräftigt Thomas Bajorat. Auch der Bürgermeister

der Stadt Rheinberg, Hans-

Theo Mennicken, ist über das gesunde

Wachstum in der Heide erfreut: „Wir

können expandierenden Unternehmen

attraktive Flächen anbieten. Die dadurch

teilweise neu geschaffenen Arbeitsplätze

sind ein positiver Nebeneffekt. Dank

der professionellen Kooperation der wir4

mit der Stadt Rheinberg wird die positive

Entwicklung dieses Gewerbegebiets auch

weiterhin gesichert sein.“

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Kreative Konzepte

Neues Gesicht: So wird sich die Rheinberger

Innenstadt ab November präsentieren

In Rheinberg sollen sich Menschen wohlfühlen; geht es nach

Thomas Bajorat, Wirtschaftsförderer der Stadt. Er ist einer

von drei städtischen Kümmerern, die in der neugeschaffenen

Stabsstelle Stadtmanagement künftig gebündelt für die Aufgabenbereiche

Wirtschaftsförderung, Tourismusförderung und

Veranstaltungsmanagement Ansprechpartner sind. Durch die

verwaltungsinterne enge Vernetzung mit dem Technischen

Dezernat, insbesondere mit dem Fachbereich Stadtentwicklung

und Bauordnung, können Projekte interdisziplinär umgesetzt

werden.

Herr Bajorat, Sie wollen Rheinberg als Marke für ein gutes Leben

positionieren. Was heißt das?

Wir wollen unsere städtischen Projekte noch besser und ansprechender

für unsere Zielgruppen – also Bürger, Unternehmer

und Touristen – gestalten. Es geht uns zunächst darum,

die Aufenthaltsqualität in Rheinberg zu erhöhen und die Innenstadt

als einen „Erlebnisraum“ zu inszenieren. Einkaufen,

Verweilen, Genießen und vor allem die Begegnung mit anderen

Menschen innerhalb eines ansprechenden Umfelds soll

dabei im Vordergrund stehen.

Was wird sich in der City konkret verändern?

Rheinstraße und Orsoyer Straße werden derzeit umgebaut,

um den Durchgangsverkehr im historischen Stadtkern zu reduzieren.

Dafür sind verschiedene Maßnahmen vorgesehen:

Mit der Pflanzung von Bäumen, einer ansprechenden Beleuchtung

und zahlreichen Sitzbänken soll die Aufenthaltsqualität

in der City erhöht werden. Auch der Entenmarkt wird zur Fußgängerzone

und mit Kastenlinden begrünt. Zwei bei Dunkelheit

angestrahlte Baumtore bilden später jeweils den Eingang

in den historischen Stadtkern. Durch den Einsatz von taktilen

Leit- und Orientierungselementen in der Pflasterung finden

sich zudem blinde und sehbehinderte Menschen später gut

zurecht. Im November dieses Jahres wollen wir mit den Baumaßnahmen

fertig sein.

Welches Projekt werden Sie als Wirtschaftsförderer persönlich

angehen?

Ich halte die Förderung der Kreativwirtschaft in Rheinberg für

wichtig. Architekten, Designer, Kunsthandwerker und sonstige

in kreativen Berufen tätige Menschen sind schon heute ein

wichtiger Baustein des Wirtschaftsstandortes Rheinberg. Das

wollen wir auch für Außenstehende sichtbar machen, indem

wir den kreativen Leistungen dieser Menschen angemessenen

Raum in unserem Stadtbild bieten. Wir hoffen so, auch weitere

Kreative auf Rheinberg aufmerksam machen zu können.

Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12


18 Energie SWK Energie GmbH

Anzeige

Steigende Energiepreise, Vorgaben

zur Ressourceneinsparung,

Vermeidung von CO 2

und höhere

Steuerbelastungen: Energie-

Controlling und -Management

gewinnt für Unternehmen

immer mehr an Bedeutung.

Unterstützung dabei bietet ein

von den Stadtwerken Krefeld

entwickeltes Tool.

Alles unter Kontrolle

Energie Controlling Online (ECO) ist

der Name des innovativen Serviceproduktes

der SWK, mit dessen

Unterstützung die wesentlichen Energieverbraucher,

deren Effizienz sowie mögliche

Optimierungspotentiale visualisiert

werden. Zusätzlich übernimmt das ECO

die Vertragsdaten- und Dokumentverwaltung

und bietet individuelle Energie-Einkaufsangebote

zu Tageskursen.

Strom-, Gasverbrauch und Leistung

werden viertelstündlich dargestellt, Lastgänge

analysiert und Kenngrößen ermittelt,

um daraus Empfehlungen zur Energieeinsparung

abzuleiten. Die Messergebnisse

– geliefert von Hauptzählern, Sub-Metern

und Sensoren – werden grafisch aufgearbeitet.

So wird erkennbar, zu welchen Zeiten

und bei welchen Produktionsabläufen

die Spitzen des Energieverbrauchs liegen

oder wo es zu Schwankungen im Verbrauch

kommt. Sind diese erkannt, lässt sich gezielte

Ursachenforschung betreiben und

Burkhard von Ehren

Wirtschaftsblatt 4/12

prüfen, welche Maßnahmen zur Energieeinsparung

und damit zur Kostensenkung

ergriffen werden können. Dabei stehen

die TÜV-zertifizierten Energiemanager der

SWK Energie GmbH gerne mit ihrem Erfahrungsschatz

zur Seite.

In Kooperation mit der Elektro-Innung

Krefeld stellt die SWK das Energie-Controlling

in der Region auf breite Füße. Hans-

Peter Rath, Obermeister der Innung, dazu:

„Für unsere Innungsbetriebe ist die Kooperation

mit der SWK eine tolle Sache.“

Innungsbetriebe beraten schon lange

bei intelligenter Mess- und Steuerungstechnik.

Mit der Datenübermittlung von

Zählern und Sensoren an das SWK ECO

können wir nun die Energieflüsse und Produktionsdaten

für den Kunden komfortabel

und kostengünstig darstellen und weitere

Energieeinsparpotentiale aufzeigen.“

Optimierungspartner

der Wirtschaft

„Natürlich ist es für uns auch wichtig,

uns mit neuen Produkten und Dienstleistungen

im Wettbewerb zu differenzieren

und die deutlich gesunkenen Margen der

Energielieferung durch neue Dienstleistungen

auszugleichen. Aber wir übernehmen

auch Verantwortung für die Wettbewerbsfähigkeit

unserer Unternehmen in

Krefeld und der Region“, so Burkhard von

Ehren, Leiter Vertrieb und Marketing Geschäftskunden,

Energiedienstleistungen

und Contracting bei SWK Energie. Die Reduktion

des Energieverbrauchs, von CO 2

und laufenden Kosten werde durch das

Portal optimal unterstützt. „Als Partner

vor Ort steigern wir so die Effizienz des

Energieverbrauchs und erfüllen zudem die

rechtlichen Anforderungen an Unternehmen

zur Einführung von Energie Management

Systemen in 2013.“

Friedrich Krüger, Produktionsleiter der

Krefelder Verseidag AG, der das Tool bereits

einsetzt, bestätigt: „Das ECO der SWK

macht unseren Energieverbrauch transparent.

Wir können täglich gezielte Analysen

durchführen, um Effizienzsteigerungspotentiale

zu erkennen, so den Energiebedarf

je produzierter Einheit zu optimieren und

Produktionskosten zu senken.“

Energie-Einkäufe besser planen

Aber „ECO“ kann noch mehr: Das Tool

macht auch einen gezielten Energie-Einkauf

möglich: Und zwar durch die Anzeige

tagesaktueller börsenbasierter Angebote.

Wertvolle Unterstützung für Unternehmen,

die zum Beispiel abhängig von der

Auftragslage Energie-Einkäufe in Tranchen

über längere Zeiträume tätigen möchten.

Diese Einsatzvielfalt ist einzigartig für ein

solches Energie Controlling-Tool. Interessant

ist „ECO“ für alle Betriebe mit einem

Stromverbrauch von mindestens 100.000

Kilowattstunden im Jahr. Testzugänge

können direkt bei der SWK Energie angefordert

werden.

SWK Energie GmbH

St. Töniser Straße 124 · 47804 Krefeld

Tel.: 0800 / 24251 50

geschaeftskunden@swk.de · www.swk.de


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Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

19

Die perfekte Praxorie

Uni oder FH, Studium oder Ausbildung, Theorie oder Praxis? Für viele angehenden Fachkräfte, aber

auch für die auf Hochqualifizierte wartenden Unternehmen eine Frage von Zeit und Geld. Die Hochschule

Bonn-Rhein-Sieg beweist hingegen seit 2003 mit ihrem kooperativen Studium, dass die perfekt

abgestimmte Kombination von Praxis und Theorie für alle Beteiligten die effizienteste Lösung ist.

Bereits im ersten Ausbildungsjahr

habe ich praktisches Grundwissen

erworben, noch bevor ich mein erstes

Semester absolvierte“, erinnert sich

Birte Baumanns, Maschinenbau-Ingenieurin

bei der Bonner Lemo Maschinenbau

GmbH. „Das hat mir geholfen, theoretische

Zusammenhänge im Studium besser

zu verstehen und mich schneller in

den Betrieb zu integrieren.“ Kooperatives

Studium heißt das Ausbildungsmodell,

das Birte Baumanns für sich gewählt hat

und das die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

(H-BRS) im Fachbereich Elektrotechnik,

Maschinenbau und Technikjournalismus

gemeinsam mit Partnerunternehmen aus

den Kammerbezirken der Region praxisaffinen

Studierenden anbietet. Zwischen

20 und 30 Prozent der Erstsemester in den

Fächern Maschinenbau und Elektrotechnik

sind Kooperationsstudenten.

Abbrecherquote gleich Null

Der viereinhalbjährige Ausbildungsgang

ist eine Kombination aus Berufsausbildung

und Studium. Aber anders als

bei anderen dualen Studiengängen sind

die ersten zwei Semester der praktischen

Ausbildung im Unternehmen vorbehalten

und werden in Kombination mit einem Berufsschultag

pro Woche am Berufskolleg

Hennef kombiniert. Dort werden die angehenden

Ingenieure in allen gewerblichen

Kenntnissen ausgebildet. Die restlichen

sieben Semester werden als Bachelorstudiengang

absolviert. In den Semesterferien

wird im Ausbildungsbetrieb gearbeitet.

Das Besondere: Während der gesamten

Zeit sind die angehenden Fachkräfte beim

Unternehmen unter Vertrag und in der

Hochschule eingeschrieben. Eine Kombination,

die für Leonhard Huckschlag, Kooperationsstudent

der Elektrotechnik im

sechsten Semester bei Ineos in Köln, vor

Bringen Theorie und Praxis in Einklang: die Studierenden der H-BRS

allem einen Vorteil hat: „Es spart Zeit. Mir erklärt Frandrups Kollege Klaus Sieben,

kam es darauf an, zeitnah eine möglichst Gruppenleiter und Ausbilder in der Elektrokonstruktion

bei Hennecke: „Feilen,

optimale Ausbildung zu erhalten.“ Eine

Ausbildungsvergütung sorgt zusätzlich Sägen und Bohren gehört genauso dazu

für Bindung. Professor Johannes Geilen, wie das Durchlaufen aller Unternehmensbereiche.

Unser Vorteil ist, dass wir

Dekan des Fachbereichs Maschinenbau,

Elektrotechnik und Technikjournalismus nach vier Jahren alle Stärken und Schwächen

des Studierenden kennen und ihn

an der H-BRS: „Unsere Abbrecherquote

ist gleich Null. Auch als gestandene Ingenieure

halten sie den Kontakt zur Hoch-

Betrieb integrieren können. Das ist sonst

innerhalb von ein paar Tagen voll in den

schule und überbrücken mit Forschungs- erst nach etwa einem Jahr möglich.“

und Entwicklungsanfragen die vielerorts

postulierte Distanz zwischen Wissenschaft

und unternehmerischer Praxis.“ Grantham-Allee 20

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

53757 Sankt Augustin

Übernahmequote hoch

Maschinenbau:

Dritter Gewinner im Bunde also: die Professor Dr.-Ing. Klaus Wetteborn

Unternehmen. Sie erhalten hochmotivierte

Fach- und Führungskräfte, wie Jens klaus.wetteborn@h-brs.de

Tel.: 02241 / 865-354

Frandrup, Personalleiter des weltweit

tätigen Maschinenherstellers Hennecke Elektrotechnik:

aus Sankt Augustin, bestätigt: „Wir haben Professor Dr.-Ing. Norbert Becker

eine Übernahmequote von 80 Prozent. Tel.: 02241 / 865-351

Viele junge Leute bleiben uns weit über norbert.becker@h-brs.de

ihre Ausbildung hinaus erhalten.“ Doch

einen Sonderstatus genießen sie nicht, www.hochschule-bonn-rhein-sieg.de

Foto: Eric Lichtenscheidt

Wirtschaftsblatt 4/12


20

Markt und Standort

Angebote, die weiterbringen. Leistungen, die überzeugen. Firmen, die man

kennen sollte. Die Unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt.

Auf der Suche nach dem

„sicheren Hafen“

Das Finanzmarktumfeld in Europa gestaltet

sich weiterhin äußerst komplex und volatil. Vor

diesem Hintergrund suchen viele Privatanleger

die „sicheren Häfen“ für ihr liquides Vermögen.

Im Spannungsfeld von täglicher Verfügbarkeit

einerseits und negativer Rendite nach Inflation

andererseits gewinnen Währungsdiversifikation

und durchdachte Strategien für das Management

von Liquidität dabei eine besondere Bedeutung.

Das aktuelle Niveau der wirtschaftlichen Aktivität in Europa

scheint sich nicht zu verbessern, was die stagnierende bis negative

Tendenz wichtiger Indikatoren zeigt. Welche Strategien der

privaten Geldanlage in diesem komplexen Szenario Erfolg versprechen,

berichten Christian Bock und Sven Olderdissen, Experten

der Deutschen Bank im Bereich Private Wealth Management,

im Interview.

Herr Bock, wie würden Sie die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten

beschreiben?

Christian Bock: Die Staatsschuldenkrise ist trotz massiver Interventionen

seitens Politik und Notenbanken weiterhin akut.

Der Leitzins der EZB liegt mit 0,75 Prozent auf dem historisch

tiefsten Stand seit der Gründung der Europäischen Währungsunion

und die Rendite deutscher Staatsanleihen bereits unter

der jährlichen Inflationsrate von circa zwei Prozent. Diese Entwicklung

stellt Anleger vor scheinbar unüberwindbare Herausforderungen:

Ihr Minimalziel bei der Kapitalanlage – realer

Kapitalerhalt und eine inflationsgeschützte Rendite – ist unter

diesen Umständen nur schwer zu erreichen.

Werden die Zinsen für Liquidität kurz- bis mittelfristig wieder

steigen?

Bock: Nein, angesichts der Politik der Notenbanken und der ak-

Wirtschaftsblatt 4/12


Deutsche Bank

21

tuellen Konjunkturdaten gehen wir kurz- bis mittelfristig von

keiner gravierenden Änderung des Zinsumfeldes aus.

Was empfehlen Sie Ihren Anlegern?

Sven Olderdissen: Das Management von Liquidität gehen wir

mit unseren Kunden strategisch an. Da unsere Kunden in der

Regel nicht zu jeder Zeit die gesamte Liquidität benötigen, teilen

wir die Liquidität in Überschussliquidität, taktische Liquidität

und strategische Liquidität auf. Mit der strategischen Liquidität,

die auch als „Bodensatz“ in einem Cashpool bezeichnet wird,

erzielen wir attraktive Zusatzerträge für unsere Kunden.

Eine Einteilung in unterschiedliche Fristigkeiten ermöglicht

hier eine individuellere Anlage entlang der Zinsstrukturkurve

zur Renditesteigerung, ohne dabei zu große Nachteile bei der

Verfügbarkeit in Kauf zu nehmen. Die taktische Liquidität als

atmender Teil in einem diversifizierten Portfolio bedarf mehr

denn je einer professionellen Steuerung zur Ertragsoptimierung.

Immer mehr Anleger öffnen ihr Liquiditätsportfolio daher

auch für Fremdwährungen.

Warum ist eine Währungsdiversifikation sinnvoll?

Olderdissen: Der Vorteil einer diversifizierten Portfoliostruktur

zur Risikominimierung ist allgemein anerkannt. Viele Anleger

berücksichtigen diesen Ansatz bereits und nutzen die Vorteile

der Risikostreuung, wenn es um Investitionen in Anleihen oder

Aktien geht. Das gleiche gilt auch für Währungen. Das „Klumpenrisiko“

eines rein in Euro angelegten Vermögens, das viele

Investoren noch bis zur Finanzkrise in Kauf genommen haben,

führte immer schon – gemessen an der globalen Kaufkraft – zu

einer unterdurchschnittlichen Rendite. Im Vergleich zu einem

global aufgestellten Portfolio verlor ein ausschließlich in Euro

investiertes Portfolio allein in den letzten drei Jahren mehr als

zehn Prozent an Wert. Dabei bieten andere Währungsräume

nicht nur höhere Renditechancen, sondern können auch dazu

beitragen, den aus einem Portfolio generierten Erträgen Bestand

zu verleihen.

Wie sollte diese Diversifikation konkret aussehen?

Bock: Investoren können derzeit aus einer Reihe interessanter

Währungsräume auswählen. Währungen der Schwellenländer

(Emerging Markets), wie der Mexikanische Peso (MXN), die

Türkische Lira (TRY) oder der Brasilianische Real (BRL), bieten

durch ihren attraktiven Anlagezins einen Risikopuffer bei

gleichzeitig stabilen Fundamentaldaten. Asiatische Währungen

wie der Chinesische Renminbi (CNY), der Hong-Kong Dollar

(HKD) oder der Singapur Dollar (SGD) sind zwar recht niedrig

verzinst, bieten aber durch die Wirtschaftskraft des Landes mit

Wachstumsraten von teilweise über sieben Prozent deutliches

Aufwertungspotenzial.

Worauf achten Sie bei der Auswahl geeigneter Währungen?

Olderdissen: Betrachtet man die einzelnen Währungsräume,

wie Unternehmen und die jeweiligen Währungen wie die Aktien

des Landes, wird der Unterschied zwischen den verschiedenen

Währungsräumen greifbar. So gibt es Wachstumswerte (wie

die Währungen der Emerging Markets) und niedrig rentierliche

„Substanzwerte“. Eine einfache Faustformel für die Ermittlung

des Risikos einer Währungsanlage bietet der Anlagezins. Dabei

gilt: Je höher der Zins, desto riskanter die Anlage. Jeder Investor

kann durch eine kluge Kombination einzelner Währungsinvestments

in der Anlageklasse Liquidität sein Portfolio ganz

nach seiner persönlichen Risikoneigung zusammensetzen.

Welche Investitionsmöglichkeiten gibt es?

Bock: Die einfachste Art, in eine andere Währung zu investieren,

ist das Fremdwährungskonto. Hier kann der Anleger

bei täglicher Verfügbarkeit den Tagesgeldsatz der jeweiligen

Fremdwährung vereinnahmen. Für Kunden, die sich auf der

Zeitachse länger binden wollen, sind Währungsfestgelder von

Vorteil. Dabei kann der Investor die teils sehr steilen Zinskurven

zu seinem Vorteil nutzen und anstelle des in der Regel recht

niedrigen Tagesgeldzinssatzes einen höheren Festgeldsatz verdienen.

Neben den klassischen Geldmarktanlagen kann ein Investor

auch in den übrigen Anlageklassen direkt über den lokalen

Anleihe- oder Aktienmarkt Chancen nutzen. Hier ist jedoch

bei der Auswahl der Titel eine besondere Sorgfalt anzuwenden,

da neben dem Währungsrisiko auch das jeweilige Kontrahentenrisiko

bedacht werden muss.

Das klingt sehr komplex...

Olderdissen: Sicherlich haben Strategien für das Management von

Liquidität in Euro und andere Währungen eine gewisse

Komplexität. Umso wichtiger ist die Beratung durch einen Experten.

Wir haben mit vielen unserer Kunden in den letzten

Monaten solche Strategien erfolgreich entwickelt, und ich bin

überzeugt, dass sich dieser Trend über die nächsten Jahrte fortsetzen

wird.

Christian Bock ist verantwortlich

für das Private antwortlich für das Private

Sven Olderdissen ist ver-

Wealth Management am Wealth Management am

Mittleren Niederrhein. Nördlichen Niederrhein.

Deutsche Bank AG

Deutsche Bank AG

Private Wealth Management Private Wealth Management

Königsallee 45-47 ·

Lindenallee 29 ·

40189 Düsseldorf

45127 Essen

Tel.: 0211 / 883-26 91

Tel.: 0201 / 822-34 00

christian.bock@db.com sven.olderdissen@db.com

www.pwm.db.com/de www.pwm.db.com/de

Wirtschaftsblatt 4/12


22 Markt & Standort Roncalli’s Apollo Varieté Betriebs GmbH

Romina Micheletty: Kontorsion verschmilzt

hier höchst verführerisch mit Hula-Hoop

Breakdance-Virtuosen: Hakan Kizil, Florian

Genal und Dominik Cárave alias „Fette Moves“

Honeylulu, die „Queen of Strip-Tea”, in

einer Burlesque-Show 2010

Vom Panoramarestaurant aus kann man den

Blick auf Rhein und Altstadt genießen

Trio Laruss: Artistik und Ästhetik in einem

Kraftakt in Adagio

Wirtschaftsblatt 4/12


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Roncalli’s Apollo Varieté Betriebs GmbH

23

Zauberhafte Begegnungen

Théâtres des Variétés nannte man sie im

Frankreich des 19. Jahrhunderts, Music Halls in

Großbritannien, Vaudevilles in den Vereinigten

Staaten: Orte exotischer und kunstvoller

Darbietungen von Illusionisten, Akrobaten,

Tänzerinnen und Spaßmachern, die die Zuschauer

in andere Welten entführten. In Düsseldorf hat die

Faszination nur einen Namen: Apollo.

Jeder kennt das unverwechselbare Gebäude unter der

Rheinkniebrücke, das am Abend rot, blau und gelb illuminiert

die Blicke auf sich zieht. In diesem Jahr feiert das

weit über die Grenzen der Stadt bekannte Apollo-Varieté

gleich zweifach: das 15jährige sowie das 113jährige Bestehen.

Bereits 1898 öffnete das Apollo erstmals seine Pforten, damals

in einem Kuppelbau auf dem Gelände der ehemaligen

Bahnhöfe der Cölln-Mindener- und der Bergisch-Märkischen-

Eisenbahnen am heutigen Graf-Adolf-Platz. Das beliebte Vergnügungstheater,

in dem namhafte Künstler wie Charles Adrien

Wettach alias „Der große Clown Grock”, Josephine Baker

oder der gefeierte Jongleur Enrico Rastelli auftraten, verlor jedoch

Ende der 1950er Jahre an Bedeutung und wurde geschlossen.

1997 kam Bernhard Paul, Inhaber des Zirkus Roncalli, die

Idee zur Wiedererweckung. Mit Erfolg: Heute stehen täglich

Besucher aus aller Welt vor der Kasse Schlange, um sich unter

dem Apollo-typischen „Sternenhimmel” die schillernden Darbietungen

internationaler Varieté-Stars anzuschauen.

Genuss für alle Sinne

„Eigentlich hatten wir in diesem Sommer urlaubsbedingt

mit weniger Gästen gerechnet, doch die Vorstellungen waren

regelmäßig ausverkauft”, freut sich Theaterleiter Ruud Steenhuisen.

Zuletzt feierte man mit Magic Monte Carlo Riesenerfolge;

das neueste Programm Jubilee ist ein vielbesuchtes „Best of

the very Best“. „Zur atmosphärischen Verstärkung geben wir

jeder Show eine Stadt als Paten mit. Monte Carlo als Schauplatz

der alljährlichen Monte Carlo Magic Stars war ideal für die Magic-Show.

Die Jubilee-Show wiederum ist Düsseldorf gewidmet,

dem Ort, an dem alles begann – eine Ausstellung im Foyer mit

Bildern, Zeitungsausschnitten und Artefakten aus der Sammlung

von Bernhard Paul und vielen Düsseldorfer Privatleuten

unterstreicht den Bezug”, erläutert Steenhuisen.

Drei große Shows werden pro Jahr choreographiert; konzipiert

werden sie von Regisseur Joseph Bouglione Junior, Directeur

Artistique beim Cirque d’Hiver in Paris. Zweimal täglich

gibt es eine Aufführung. Dazwischen, wie auch während

der Vorstellungen, können sich die Besucher geschmacklich

verwöhnen lassen. Neben Tapas von Fisch, Fleisch oder Gemüse

lockt unter anderem das Show & Dine-Menu: Aktuell lassen

Pfifferling-Creme-Suppe mit Kresse und Bacon, Roastbeef unter

der Kräuterkruste mit Romanesco-Gemüse, Mandelgemüse

und Sauce Choron sowie Tränen vom Schokoladenmousse mit

Fruchtsauce und frischen Beeren den Augen- durch Gaumenschmaus

zum besonderen Erlebnis werden.

Schiffsreling oder Marktstand?

Außerhalb der regulären Vorstellungen ist das Apollo zudem

begehrte Bühne für Unternehmen. Für Präsentationen, Matinées

oder Incentives laden sie ans Rheinufer. Das liegt vor allem

an der Flexibilität der Veranstalter, für die es oberstes Gebot ist,

dem Kunden das Optimum zu bieten. „Gern werden Teile unserer

Shows in eine Kundenveranstaltung mit einbezogen, doch

das ist nicht Bedingung. Wichtig ist, dass der Kunde bekommt,

was er braucht – das richtige Ambiente, den richtigen Ablauf,

die richtige Gastronomie”, fasst Ralf Schütt, Key Account Manager

Veranstaltungen und Firmengruppen, zusammen.

Für die Veranstaltung eines Unternehmensberaters etwa

wurde das Foyer in eine sommerlich-weiße Lounge verwandelt,

das Restaurant dazu in Lederoptik mit dunklen Farbtönen

gestaltet. Ein Finanzdienstleister beeindruckte mit einem historischen

Markt auf dem Theatervorplatz, wo Speisen an alten

Marktständen angeboten wurden. Ein gewaltiges Ahoi gab

es bei der Veranstaltung einer namhaften Reederei: im Foyer

wurde eine Schiffsreling aufgebaut, dazu Signalleuchten, Fähnchen,

Rettungsringe und historisches Schiffs-Reisegepäck dekoriert.

Sollte der Kunde es wünschen, könnte er sogar mit dem

Auto auf die Bühne fahren.

Chef, bring die Kinder mit

Beim Catering ist das Apollo-Team ebenfalls auf alle Wünsche

eingestellt, ganz gleich ob Haute Cuisine, westfälische Wurstplatten

oder fernöstliche Exotik. Eine der beliebtesten Speisen sind

jedoch Pommes frites. „Die Kinder lieben sie”, erklärt Brigitte Staiger,

verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Denn

zur Veranstaltungsplanung gehört auch Kinderbetreuung: während

die Erwachsenen konferieren, netzwerken und Präsentationen

begutachten, amüsieren sich die Jüngsten beim Schminken,

Zaubern und bei der Unterhaltung durch professionelle Clowns.

Das Angebot sorgt für eine neue Form der Kundenbindung. Brigitte

Staiger: „Viele Kinder fragen zu Hause inzwischen regelmäßig:

‚Mama, Papa – gehen wir bald wieder ins Apollo?‘”

Roncalli’s Apollo Varieté Betriebs GmbH

Apollo-Platz 1 · 40213 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 828905-0

info@apollo-variete.com · www.apollo-variete.com

Wirtschaftsblatt 4/12


24 Markt & Standort BEST AGER Job-Club Gelsenkirchen

Der Fachkräftemangel in Deutschland nimmt zu.

Vor allem in produzierenden Betrieben und der

Industrie werden technisch und handwerklich

versierte Mitarbeiter händeringend gesucht. Doch

oft über die falschen Kanäle: Erst als Werben

und Anzeigen nicht weiterhalfen, wandte sich

ein Unternehmer aus Marl an den BEST AGER

Job-Club in Gelsenkirchen – und bekam hier die

gewünschte Verstärkung.

Suche Rohrbauschlosser,

Mitte 50, biete...

Udo Wolfsdorff ist Geschäftsführer der breit aufgestellten

ALFA Industries GmbH. Seine bis zu 120 Mitarbeiter

kommen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung

sowohl im Industrieanlagen-, Rohrleitungs- wie

Maschinenbau, in der Elektro- oder Kraftwerksmontage zum

Einsatz. Dementsprechend finden sich in der Belegschaft eine

Reihe Berufsbilder: Vom Schweißfachingenieur über Monteure

und Vorrichter bis zu Schlossern, Installateuren und Elektrikern

sowie kaufmännischen Sachbearbeitern sind vielerlei Fertigkeiten

gefragt. Die Arbeit ist anspruchsvoll, die Vergütung übertariflich

– dennoch fehlte es dem Unternehmer an qualifizierter

Verstärkung. Nicht nur aufgrund der zahlreichen Einsätze, sondern

auch, weil zufriedene Kunden nicht selten Mitarbeiter seines

Teams ins eigene Unternehmen übernahmen.

Die Mutter aller Job-Clubs

„Mit Annoncen kann man heutzutage nicht mehr viel erreichen.

Entweder gibt es Vorbehalte gegen Zeitarbeit wegen

schlechter Erfahrungen mit schwarzen Schafen in der Branche,

oder die Qualifikationen der Bewerber reichen nicht aus”, konstatiert

er. Über die langjährige Zusammenarbeit mit dem Jobcenter

kam er mit dem BEST AGER Job-Club Gelsenkirchen ins

Gespräch. Man beschloss eine gemeinsame Veranstaltung im

Frühsommer dieses Jahres.

„Mit solchen Hausmessen haben wir in mehreren Job-Clubs

bereits gute Erfahrungen gemacht. Das Gespräch ‚Auge in

Auge‘, der persönliche Eindruck und vor allem die Sicherheit

bei unseren Kunden, dass man ernsthaft an ihren Fähigkeiten

interessiert ist, hat sich für beide Seiten als sehr gewinnbringend

herausgestellt”, berichtet Dr. Stefan Lob. Den Geschäftsführer

der GAFÖG Gesellschaft für Arbeitsförderung verbindet

eine Besonderheit mit der Gelsenkirchener Einrichtung, so

wie mit dem Geschäftsführer des Integrationscenters für Arbeit

Gelsenkirchen, Reiner Lipka. Denn sie beide waren es, die

2005 auf der Basis des Bundesprogramms „Perspektive 50plus –

Beschäftigungspakt für Ältere in den Regionen” den BEST AGER

Job-Club Gelsenkirchen gründeten, „die Mutter aller Job-Clubs”,

Wirtschaftsblatt 4/12


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BEST AGER Job-Club Gelsenkirchen

25

Initiierten den BEST Ager Job-Club: Dr. Stefan

Lob, Geschäftsführer der GAFÖG, und Reiner

Lipka, Geschäftsführer des Integrationscenters

für Arbeit Gelsenkirchen

Mit Unterstützung von Unternehmensscout

Jürgen Reinhardt (r.) konnte ALFA Industries-

Geschäftsführer Udo Wolfsdorff seine Belegschaft

gezielt durch erfahrene Kräfte erweitern

scherzt Reiner Lipka. Bis 2007 war diese Einrichtung einzigartig

in Deutschland. Fast 5.000 BEST AGER wurden seitdem dort

geschult, gecoacht und mit verschiedenen Maßnahmen wieder

fit für die Arbeitswelt gemacht – „aktiviert“ nennen es die Job-

Club-Mitarbeiter. Ein gutes Drittel dieser aktivierten Kunden

stand danach wieder in Lohn und Brot.

Vorgestellt und sofort eingestellt

Am Ende der Veranstaltung mit der Firma ALFA Industries

waren es drei mehr. Ein Ingenieur, Anfang fünfzig, der bisher

nur sporadisch in Tätigkeiten ohne Qualifikationsanspruch beschäftigt

worden war, ein Mittfünfziger, erfahrener Schlosser

und Schweißer. „Der dritte Bewerber war sogar schon 62, jedoch

sehr geschickt und sehr tüchtig. Ohnehin konnte ich auch hier

wieder feststellen, dass die Behauptungen, ältere Arbeitnehmer

seien eine höhere Belastung, einfach nicht stimmt. Sie mögen

nicht mehr so schnell sein wie die jüngeren. Dafür aber arbeiten

sie präziser. Da wir sehr viel in sicherheitsrelevanten Bereichen

arbeiten, sind das wichtige Tugenden”, ist Udo Wolfsdorff voll

des Lobes. Fehlende Kenntnisse in dem einen oder anderen Bereich

sind für den Unternehmer auch kein Hindernis. „Grundsätzlich

schulen wir unsere Mitarbeiter da, wo es nötig ist. Zum

Beispiel in punkto Arbeitssicherheit mit einem Atemschutztraining

nach BGR 190. Oder, wenn es um Schwerlasttransporte

geht, mit einer Anschlägerschulung. Durchaus finanzieren wir

einem Mitarbeiter auch mal die Schweißerprüfung – es sind Investitionen,

die sich wirklich lohnen, wenn der Kandidat ansonsten

gut zu uns passt”, erläutert er weiter.

Mit dem Scout auf der Suche

Von den gegenwärtig 2.500 Kunden des Job-Clubs Gelsenkirchen

stehen zur Zeit 150 als geeignete Kandidaten für Arbeitsplätze

sofort zur Verfügung. Jürgen Reinhardt ist einer der fünf

Unternehmensscouts, der für sie die Welt der Wirtschaft nach

geeigneten Stellen durchforstet. „Die Herausforderung dabei

ist die, beide Seiten zufriedenzustellen: Sowohl unsere Kunden

als auch den Unternehmer. Uns kommt dabei zugute, dass wir

unser Klientel hier sehr gut auch persönlich kennenlernen können.

So erfahren wir rechtzeitig von eventuellen Einschränkungen

– wer etwa zu Hause Angehörige pflegt, kann schlecht im

Schichtdienst arbeiten – aber auch von zusätzlichen Fähigkeiten

oder Qualifizierungen, die bei der regulären Registrierung

als Arbeitsuchender nicht auftauchen”, beschreibt der Scout.

Bei der Auswahl der Unternehmen wird – selbstredend – streng

auf Seriosität und faire Bezahlung geachtet; sowohl bei den

Facharbeitern als auch bei den zahlreichen Helfertätigkeiten,

die in Gelsenkirchen vermittelt werden.

Mehr Zeit für Details

Da der BEST AGER Job-Club die Arbeit des Integrationscenters

ergänzt, gibt es Unterstützung: Sechs Mitarbeiter des Centers

helfen bei administrativen Aufgaben. „Diese Zusammenarbeit

ist ein echter Schlüssel zum Erfolg”, betont Reiner Lipka. „Die Erfahrungen

der Mitarbeiter im BEST AGER Job-Club bedeutet ein

dickes Plus, denn sie leisten etwas, das wir als Behörde einfach

nicht bieten können. Bei uns sind gegenwärtig 32.000 arbeitsuchende

Menschen in der Betreuung, davon 4.000 über 50 Jahre.

Sie laden wir regelmäßig ein, sich über den Job-Club aktivieren

und vermitteln zu lassen, denn das ist aussichtsreicher. In unserer

Behörde kommen auf einen Mitarbeiter 400 Kunden, alles ist

notgedrungen sehr EDV-orientiert, und es bleibt leider zu wenig

Zeit, auf den einzelnen Menschen genauer einzugehen.”

Den Erfolg des Prinzips „Alle an einen Tisch und den Beamer

an”, kann Udo Wolfsdoff nur bestätigen. „Das Beste war:

ich konnte gleich vor Ort feststellen, ob die Chemie stimmt.

Es war etwas völlig anderes, als nur die Bewerbungsunterlagen

zu lesen. So eine Hausmesse würde ich jederzeit wieder

veranstalten wollen.” Überzeugung, die ansteckt: Nachdem

per Mundpropaganda der Erfolg der Veranstaltung die Runde

gemacht hatte, haben in Gelsenkirchen bereits weitere interessierte

Betriebe angerufen.

BEST AGER Job-Club Gelsenkirchen

Bahnhofstraße 36-38 · 45879 Gelsenkirchen

Tel.: 0209 / 94707010

gelsenkirchen@best-ager-50plus.de

www.best-ager-50plus.de

Wirtschaftsblatt 4/12


26 Markt & Standort S-UBG AG

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Freuen sich über den beiderseitigen Erfolg: Die Babor-Gesellschafter und -Geschäftsführung mit den S-UBG-Vorständen

Harald Heidemann (4. v. r.) und Bernhard Kugel (2. v. r.) sowie Investmentmanager Matthias Imping (r.)

Beteiligung mit

Anti-Aging-Effekt

Wer beim Thema Unternehmensbeteiligung nicht alt

aussehen will, sollte sich an die S-UBG AG wenden. Mit den

flexiblen Laufzeiten ihrer Minderheitsbeteiligungen ist die

Beteiligungsgesellschaft der Sparkassen in der Region Aachen,

Krefeld und Mönchengladbach an keine starren Exit-Termine

gebunden. Mit einer Wachstumsfinanzierung beteiligte sich die

S-UBG an der Dr. Babor GmbH & Co. KG und begleitete in zwölf

Jahren ein enormes Wachstum.

Der Kosmetikhersteller betreibt im

Exklusivsegment für Haut- und

Schönheitspflege ein reines B-to-

B-Geschäft mit einer Belegschaft von insgesamt

rund 350 Mitarbeitern und liefert

die Produkte weltweit in über 60 Länder.

Mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter arbeiten

am Stammsitz des Unternehmens

in Aachen. BABOR hat seine Wachstumsstrategie

in den vergangenen Jahren auf

den Bereich Spa, Wellness und hochpreisige

Kosmetikprodukte ausgerichtet.

Nachhaltiges Wachstum

Die S-UBG konnte vor zwölf Jahren

bei einem Gesellschafterwechsel und der

Wachstumsfinanzierung helfen. Dabei

wurden zwei ausscheidungswillige Familiengesellschafter

abgelöst und ein Anteil

von rund 20 Prozent durch die S-UBG

übernommen. Eine Laufzeit wurde bei

Beteiligungseingang nicht konkret vereinbart.

Im Sommer dieses Jahres gingen die

Anteile nach zwölf erfolgreichen Jahren

an die Unternehmerfamilie zurück.

Das Engagement hat sich gelohnt:

Mit der Wachstumsfinanzierung der

S-UBG konnte BABOR seinen Umsatz seit

2000 mehr als verdoppeln, auf heute fast

80 Millionen Euro. „Damit haben wir die

bei Beteiligungseingang mit dem BABOR-

Management gesteckten Ziele deutlich

übertroffen,“ sagt Harald Heidemann. Der

S-UBG-Vorstand ist seit zwölf Jahren Mitglied

des Verwaltungsrats bei BABOR und

wird dort auch nach dem Rückkauf bleiben.

Vitamin B für Erfolg

Flexibilität ist deshalb das Schlagwort

für Heidemann: „Als regionale Beteiligungsgesellschaft

sind wir flexibler als

überregionale Private Equity-Fonds. Wir

investieren nachhaltig, teilweise auch

ohne Laufzeitbegrenzung und ohne großen

Exit-Druck. Die Beteiligungen, die

wir eingehen, bestehen teilweise über

viele Jahre, wie im Fall BABOR zwölf oder

mehr. Der gemeinsame Erfolg steht für

uns im Mittelpunkt – dazu gehören Vertrauen,

Respekt und Offenheit.“

Die regionale Vernetzung und fachkundige

Betreuung durch die S-UBG-

Gruppe spielte für den Erfolg von BABOR

auch eine wichtige Rolle. „Wir verfügen

über ein großes Netzwerk und bringen

die Führungskräfte unserer 40 Beteiligungsunternehmen

zusammen“, berichtet

Matthias Imping, Investmentmanager

der S-UBG. „PIN Partner im Netzwerk

e. V. heißt unsere Verknüpfungsplattform.

Über soziale Medien, aber vor allem

im direkten persönlichen Kontakt

verbinden wir über Veranstaltungen und

Events wie Fachvorträge, Betriebsbesichtigungen

und Führungsseminare unsere

Partnerunternehmen.“

Schließlich werden die Aachener

Financiers nicht nur bei Gesellschafter-Neuregelungen

oder Wachstumsfinanzierungen,

sondern auch bei Nachfolgeregelungen

von mittelständischen

Unternehmen oder einem Anschub von

Start-ups aktiv. Die Zeichen für eine auch

weiterhin positive Geschäftsentwicklung

der S-UBG stehen deshalb sehr gut:

„Durch Basel III sind die Banken noch vosichtiger

geworden. Die Nachfrage nach

Eigenkapital wird sich in den kommenden

Jahren weiter verstärken“, so Harald

Heidemann. Die Pipeline der S-UBG-

Gruppe sei jedenfalls „gut gefüllt“, und

man plant für das laufende Jahr noch ein

bis zwei Neuinvestments.

S-UBG AG · Humberto Duarte

Markt 45-47 · 52062 Aachen

Tel.: 0241 / 470560

duarte@s-ubg.de · www.s-ubg.de

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Valentin Internationaler Messeservice GmbH & Co. KG

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Cool: Ein Pilz,

der kühlen kann

Wenn es im Messetrubel heiß hergeht, bleibt im Foodbereich

alles frisch und appetitlich. Dafür sorgt die Firma Valentin,

führender Vermieter von Kühlgeräten, Spültechnik, Standmobiliar

und professionellen Küchenausstattungen.

Am 2. September ist das Unternehmen

seit 60 Jahren erfolgreich

im Geschäft. Zeit, um Bilanz zu

ziehen, findet Prokurist Dietmar Strauch:

„Mit unserem marktgerechten Sortiment

ist es uns gelungen, den Vorsprung im

Wettbewerb zu halten. Sicherlich kommt

positiv hinzu, dass wir nach wie vor unseren

Kernkompetenzen treu bleiben und

nicht der Versuchung erliegen, am Bedarf

der Kunden vorbei unser Programm um

zusätzliche Komponenten zu erweitern.

Wir tun das, was wir am besten können –

und zwar mit ganzer Leidenschaft.“

Frische in großen Dimensionen

Seine Ausführungen untermauert der

Experte, der auch Mitglied der Valentin-

Geschäftsführung ist, mit Fakten und

Zahlen: „Insgesamt umfasst unser Angebot

gewerbliche Kühlmöbel sowie eine

große Auswahl von Küchenausstattungen

und Mobiliar. Da sich Ausstellungstermine

in der Messesaison häufig überschneiden,

steht unser umfangreiches

Equipment auf Abruf bereit. So kommt

schnell eine Investitionssumme von über

drei Millionen Euro zusammen.“

Dafür gibt es aber auch eine Bandbreite

von Geräten zum Kühlen, Einfrieren

und Spülen, die Maßstäbe in Leistung,

Optik und Funktionsvielfalt setzt.

Ein besonders markantes Beispiel liefert

ein dekorativer Kühlpilz, unter dessen

Glaskuppel die präsentierten Frischwaren

zum Anbeißen lecker wirken. Ob

Schrank, Vitrine und Tisch, Regal, Säule

oder Insel: Mit Unterstützung von Valentin

bekommt die Art der Lebensmittelpräsentation

eine neue, beeindruckende

Dimension. „Natürlich stimmen wir das

Mietangebot auf die Bedürfnisse unserer

Kunden ab“, erklärt Dietmar Strauch. „Beispielsweise

müssen unsere Spülmaschinen

nicht nur mit Highspeed ein sauberes

Ergebnis bringen, sondern auch in der Lage

sein, spezielle Anforderungen zu erfüllen.

Etwa das Brauchwasser umweltschonend

in den Kreislauf zurückzuführen, das Spülgut

sorgfältig zu trocknen oder mit einem

Filter sicherzustellen, dass Weingläser

auch ohne Zusatz von Spülmitteln hygienisch

rein werden.“

Im Messegeschäft zu Hause

Als Vertragspartner zahlreicher Messegesellschaften

haben sich die Spezialisten

aus Mettmann mit ihrem überdurchschnittlichen

Service auf Food-,

Hotel- und ähnlichen Fachmessen einen

Ruf erworben, der sogar bis ins ferne Dubai

reicht. Bereits zum vierten Mal war

das Valentin-Team auch in diesem Jahr

bei der Gulfood im Einsatz, einer der

bedeutendsten Messen für die Lebensmittel-

und Getränkeindustrie mit zuletzt

3.816 Ausstellern aus 88 Ländern. Dort

Servicepersonal sorgt bei

Veranstaltungen dafür,

dass alles funktioniert

wie hier leisten die Profis ganze Arbeit.

„Unsere geschulten Mitarbeiter kümmern

sich um die pünktliche Anlieferung, übernehmen

Aufbau und Demontage und bleiben

vor Ort, um gegebenenfalls sofort Hilfe

leisten zu können. Unsere Hotline ist

zudem rund um die Uhr an sieben Tagen

der Woche persönlich erreichbar. So sind

wir in der Lage, Fehler innerhalb kürzester

Zeit, auch im Ausland, zu beheben“,

erklärt Dietmar Strauch.

Gut zu wissen: Valentin vermietet bei

Bedarf auch steckerfertige Kühlgeräte

zum temporären Einsatz für den Umbau

von Frische-Abteilungen in Supermärkten.

Oder auch an Privatleute, wenn diese

zum Beispiel einen Ersatz für ihre Kaffeemaschine

oder die Mikrowelle brauchen.

Wie gesagt: Man tut, was man kann.

Valentin Internationaler Messeservice

GmbH & Co. KG

Industriestraße 39 · 40822 Mettmann

Tel.: 021 04 / 91 03-0

info@valentin-messeservice.com

www.valentin-messeservice.com

Dietmar Strauch setzt

Lebensmittel frisch und

ansprechend in Szene

Wirtschaftsblatt 4/12


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Bewegende Ideen


Bewegende Ideen

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Wirtschaft

in Bewegung

Wirtschaft wird durch Menschen geprägt, die etwas bewegen. Die eine Vision, eine

Idee haben. Für die der Reiz einer neuen Maschine oder die Lust an der Lösung

kniffliger Aufgaben der erste Impuls ist, und nicht das Geld. Das Wirtschaftsblatt

hat sich auf die Suche gemacht und zeigt Beispiele solcher bewegender Ideen

aus verschiedenen Branchen. Für die Experten von Labbé & Cie., einem der

renommiertesten Executive Search-Häuser für die Besetzung von Schlüsselpositionen

auf Ebene von Führungskräften und Aufsichtsräten, ist der Fall klar:

Es müssen Köpfe mit Charakter am Werk sein!

Wirtschaftsblatt 4/12


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Bewegende Ideen

Dr. Thomas Kienle

Prof. Dr. Marcus Labbé

Die beiden Experten von Labbé & Cie. kennen sich

aus in der Frage, welche Art Führungskräfte Unternehmen

erfolgreich machen – und welche nicht.

In der Branche der Executive Search – also der Suche

und Auswahl von Geschäftsführern, Führungskräften sowie

Beirats- und Aufsichtsräten – sind Marcus Labbé und Thomas

Kienle gefragte Partner von Unternehmen aus dem gehobenen

Mittelstand. Im Wirtschaftsblatt-Interview skizzieren sie, welche

Eigenschaften zu besonderen Leistungen prädestinieren.

Bei unseren Unternehmensbesuchen zum Thema Bewegende

Ideen fiel uns auf: Da steckt stets ganz viel Begeisterung bei den

Verantwortlichen drin! Kennen Sie das Phänomen?

Labbé: Begeistern kann sich und Dritte nur, wer sich auch identifiziert

– mit dem Unternehmen, mit den Anforderungen der

Kunden, mit der Branche. Identifikation ist nach unserer Erfahrung

eines der entscheidenden Werte für die erfolgreiche Führung

eines Unternehmens. Werte spielen grundsätzlich eine

zentrale Rolle. Der Mensch, zumal als charakterstarke Führungspersönlichkeit,

definiert sich nicht über Profit. Sondern

über einen Wertekanon, der sein Wirken in dem betreffenden

Unternehmen auf nachhaltigen Erfolg und neue Horizonte auszurichten

vermag.

Was ist mit dem notwendigen Fachwissen?

Kienle: Besonders gut sein in seinem Fach ist eine notwendige,

aber nicht die hinreichende Bedingung. Wir spüren ganz

deutlich, dass unsere Mandanten bei der Suche nach Führungskräften

und Geschäftsführern nicht die nur fachlichen Experten

im Blick haben, sondern Unternehmertypen. Das gilt selbst

in Fachsegmenten wie Ingenieurwesen, Technikvorstand oder

Vertriebsleitung.

Kann man das denn „messen“ in Kandidateninterviews?

Labbé: Man kann die notwendigen Charaktereigenschaften

herausarbeiten. Wir fragen zum Beispiel: „Welchen Hebel würden

Sie umlegen, wenn es ausschließlich an Ihnen läge, eine

nachhaltige Unternehmensführung festzulegen?“. Ich erinnere

mich an die Antwort eines Gesprächspartners: „Ich würde dafür

sorgen, dass jeder im Unternehmen die Folgen seines Handelns

selbst zu tragen hätte und damit sich selbst nachhaltig

verantworten müsste“. Das ist der Geist, der Unternehmen zu

erfolgreichen Unternehmen macht!

Wie kann ein solches Denken die Gesamtheit eines Unternehmens

erfassen?

Kienle: Gemeinhin weit unterschätzt wird die Vorbildfunktion

der Unternehmensleitung für alle Glieder eines Unternehmens.

Denn Führungsleistung ist immer persönliche Führungsleistung

plus die Leistung eines Teams. Warum geht es manchen

Unternehmen gut und anderen schlecht? Auf diese Frage haben

Führungskräfte, die in schwierigen Zeiten erfolgreich sind, allesamt

die gleiche Antwort: Gute Führung muss nachhaltig sein.

Welches ist dann die oberste Führungsaufgabe, an der sich gute

Führung oder schlechte Führung festmacht? Die Antwort auf

diese Frage ist so einfach wie letztentscheidend: Die Auswahl

der richtigen Mitarbeiter und deren Führung.

Diese müssen auf dem Weg zu neuen Ideen und Visionen aber

mitgenommen werden...

Labbé: Unternehmerischer Erfolg basiert auf einer exzellent

umgesetzten Strategie. Exzellenz in der Umsetzung ist das Ergebnis

der Anstrengungen von Menschen, die auf den unterschiedlichen

Verantwortungsebenen des Unternehmens auf

eine oft wenig spektakuläre Weise das mitgestalten, was notwendig

ist und zum Erfolg des Ganzen beiträgt.

Kienle: Führungsstärke beweisen, das heißt, Änderung und

Wandel initiieren und erfolgreich durchsetzen, ist die zentrale

Leistung von Führungskräften und Unternehmerpersönlichkeiten.

Was ist aus Ihrer Sicht das Rezept für die Fähigkeit, bewegende

Ideen zu entwickeln?

Labbé: Erfolg braucht Köpfe mit Charakter – das Wesentliche gewinnt

durch Prägnanz.

Labbé & Cie. GmbH

Aufsichtsrats- und Beiratsservices

Top Executive Search & Advisory

Oskar-Schlemmer-Straße 23

80807 München-Schwabing

Tel.: 089 / 4 520 513 0

info@labbe-cie.de · www.labbe-cie.de

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exchangeBA AG

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Idee trifft Kapital

Matching-Plattformen sollen kleine und junge Unternehmen mit

privaten und institutionellen Investoren zusammenbringen. Doch

vielfach scheitern Kontakte an dem Pinnwand-Charakter der

Internetseiten. Die Frankfurter exchangeBA AG setzt mit ihrem

Angebot hingegen auf eine gezielte Ansprache und Moderation, um

beide Parteien zusammenzubringen – mit Erfolg.

Die Bilanz kann sich sehen lassen.

Seit dem Jahr 2005 bringt

die exchangeBA Kapital suchende

Unternehmen und potentielle Geldgeber

zusammen. Bislang konnten über

60 Transaktionen begleitet werden. „Die

Höhe des Investitionsvolumen beläuft sich

auf zwischen 50.000 und fünf Millionen

Euro“, verrät Dr. Jochen Haller, Vorstand

des Frankfurter Matching-Unternehmens.

Haller und sein Kollege im Vorstand, Thomas

Henrich, bringen Firmen mit frischen

Ideen und gestandene Venture-Kapitalgeber

zusammen. „Die unterstützten Projekte

sind breit gefächert“, berichtet Dr.

Haller, „das Portfolio reicht von innovativen

Fitnessmöbeln über Wassertechnologie

und Software bis zum Online-Handel.“

Aktive Unterstützung

Die exchangeBA geht sehr zielgerichtet

vor und weiß ein engmaschiges

Netzwerk hinter sich. Das unterscheide

sie von ihren Wettbewerbern, so Henrich.

Kapitalsuchende wie Kapitalgeber

können sich über die Homepage www.

exchangeba.com registrieren lassen

und geben erste Informationen zur gewünschten

Beteiligung, wie Branche,

Region, Unternehmensphase und Höhe

des Investitionsvolumens an.

„Von Anfang an unterstützen wir unsere

Kunden aktiv“, so der exchangeBA-

Vorstand. Man führe persönlich Vorabgespräche

und helfe beispielsweise bei der

zielgenauen Formulierung des Projekts

und bei der Aufbereitung der Zahlen.

„In diesen Bereichen gibt es verständlicherweise

erhebliche Defizite bei kleinen

Unternehmen, was ihre Geschäftsidee

aber nicht schlechter macht“, sagt Haller.

Auch nach dem ersten Kontakt geht die

Betreuung weiter. Henrich: „Wir unterstützen

die Prozesse bis zum Vertragsabschluss

und schauen, wo es hakt. Manchmal

kommt es auf der persönlichen Ebene

zwischen den Parteien zu Schwierigkeiten,

auch hier gilt es, diese zu beseitigen.“

Für Investoren sind die Dienstleistungen

von exchangeBA in der Regel kostenfrei.

Kapitalsuchende Firmen zahlen nach

ersten kostenlosen Vorgesprächen für

sechs Monate eine Listinggebühr von 750

Euro und im Erfolgsfall eine Provision

von 3,25 Prozent. Momentan treffen im

Rahmen der exchangeBA-Plattform etwa

120 Unternehmen auf eine Gruppe von

850 höchst unterschiedlichen Investoren,

wie Privatinvestoren/Business Angels,

institutionelle Anleger (wie Venture

Capital- und Private Equity-Gesellschaften

sowie Family Offices), strategische Investoren

und staatliche Fonds.

Partner und Praxis

Diesen Investorenpool aufzubauen,

sei die Hauptarbeit der zurückliegenden

Jahre gewesen, bekräftigt Dr. Haller,

der ebenso wie sein Vorstandskollege

Thomas Henrich im Laufe seines Berufslebens

sowohl bei Investoren wie

auf Seiten von kapitalsuchenden Unternehmen

einschlägige Erfahrungen sammeln

konnte. Enger Kontakt zu Partnern

aus Beratungsunternehmen, Fachkanzleien,

den Medien, Gründernetzwerken,

Businessplan-Wettbewerben und Business

Angels-Netzwerken sichert dem

siebenköpfigen exchangeBA-Team seinen

Vorsprung in der Branche.

exchangeBA AG

Kaiserstraße 54 · 60329 Frankfurt

Tel.: 069 / 257812-50

info@exchangeba.com

www.exchangeba.com

Fünf Schritte zum Investor

1. Anmeldung als kapitalsuchendes

Unternehmen

2. Vorbereitung auf Investorenansprache

und -gespräche

3. Passgenaue Vorstellung und Listing

auf dem Marktplatz

4. Kontaktaufnahme durch Investoren

5. Kontinuierliche Betreuung und

Investorenfeedback

Dr. Jochen Haller

Thomas Henrich

Wirtschaftsblatt 4/12


32 Bewegende Technik Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik

Alles eine Frage

des perfekten

Schnitts

Geschäftsführer Mark Georg, Enkel des Firmengründers, verfolgt voller

Respekt den Fertigungsprozess

Ohne ihn geht nichts in der Produktion: Ohne sauberen Schnitt wird

kein Blech zum Transformatorenkern oder zur Automobilkarosse,

wird aus einer Aluminiumbahn keine Flugzeughaut oder

Getränkedose. Die Kreuztaler Heinrich Georg GmbH hat sich auf die

Herstellung von Maschinen zum Schneiden von Stahl-, NE-Metallund

Elektroband sowie große Präzisionswerkzeugmaschinen zum

Drehen, Bohren, Fräsen und Schleifen spezialisiert.

Dass eine Kleinstadt im Kreis

Siegen-Wittgenstein heute

regelmäßiges Ziel zahlreicher

Unternehmenslenker ist, mag

zunächst verwundern. Aus der ganzen

Welt – der Exportanteil von Georg liegt im

Durchschnitt bei 80 Prozent – kommen

die Entscheider produzierender Firmen

in die Stadt am Rothaargebirge, eine in

der waldreichsten Regionen der Republik

mit hohem Naherholungswert. Mit dabei

haben einige schon genaue Pläne, andere

befinden sich noch auf der Suche nach der

optimalen Lösung für ihre Fertigungsaufgaben.

Das Gespür für die richtige Idee

zum richtigen Zeitpunkt hatte auch der

Firmengründer Heinrich Georg, der 1948

die väterliche Werkstatt übernahm und

im Jahre 1952 die erste Moniereisenrichtmaschine

entwickelte, um Betonstahl aus

Kriegstrümmern wieder zu brauchbaren

Stäben zu formen. Etwas später erfand er

die weltweit patentierte ‚Lilliput-Schere‘.

Sie trennte die Stäbe auf Länge ab. Aus der

Kombination von beiden Aggregaten entstand

1953 die erste automatische Richtund

Abschneideanlage.

Leidenschaftlich erfinderisch

Der Firmengründer Heinrich Georg

verstarb 2008 im Alter von 90 Jahren. Sein

Sohn Gerd Georg und Schwiegersohn

Hans-Jürgen Patt leiteten erfolgreich das

Unternehmen in der zweiten Generation

und stellen heute den Aufsichtsrat. Mark

Georg, heute alleiniger Geschäftsführer,

versteht als diplomierter Kaufmann

und Wirtschaftsingenieur sein Geschäft

und auch das seiner Kunden. Der kleine

Handwerksbetrieb von damals beschäftigt

derzeit weltweit 480 Mitarbeiter, davon

380 an zwei Standorten in Kreuztal.

Hinzu kommen zwei Tochtergesellschaften

in den USA und England, drei Joint

Ventures und zahlreiche Auslandsvertretungen.

Der Jahresumsatz liegt bei rund

100 Millionen Euro.

Wer investiert in die Georg-Technologie?

Das sind auf der einen Seite die global

operierenden Stahlproduzenten wie

ThyssenKrupp, Bao Steel, Arcelor-Mittal

oder Severstal sowie deren internationale

Konkurrenten. Andererseits aber

auch die nachgeschalteten Stahlserviceunternehmen,

die präzise geschnittene

Bleche zum Beispiel an die Automobil-,

Bau- oder Hausgeräteindustrie liefern.

Auch vom weltweiten Aufwärtstrend des

Werkstoffs Aluminium profitiert Georg

und partizipiert an zahlreichen nationalen

wie internationalen Investitionsprojekten.

Bekannte Firmen wie AluNorf,

Alcoa, Novelis, Constellium, KUMZ oder

ALNAN setzen auf das Können der Georg

Ingenieure.

Doch was genau macht die Maschinenfabrik

Georg für Unternehmen wie Siemens,

ABB, AREVA oder General Electric

interessant? „Die Leidenschaft für tech-

Wirtschaftsblatt 4/12


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Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik

33

nische Lösungen, die uns schon zu Gründerzeiten

antrieb, und dazu die Herausforderung,

Arbeitsprozesse zu optimieren“,

beantwortet Mark Georg die Frage. Neben

seiner Funktion als Geschäftsführer ist

er auch der Sprecher des Geschäftsleitungsteams.

Team deshalb, weil jeder der

fünf operativen Geschäftsbereiche von einem

eigenen Experten geleitet wird.

Theo Helsper steht dem Bereich „Corporate

Services“ vor. Die Interna des Unternehmens

von der Auftragsabwicklung

über Einkauf und Finanzen bis zum Umweltmanagement

liegen in seinen Händen.

Wilhelm Stahlschmidt wacht über die

„Mechanische Fertigung“, die komplette

mechanische Bearbeitung mittlerer und

großer Bauteile.

Reinhard Helmer ist Ansprechpartner

für den Geschäftsbereich „Werkzeugmaschinen“

– Dreh-, Bohr-, Fräs- und Schleifmaschinen

sowie Sonderwerkzeugmaschinen

zählen zu seinem Portfolio.

Antonio Garcia ist der Experte für

„Bandanlagen“. In seinen Verantwortungsbereich

fallen Längsteil-, Querteil-,

Multiblanking-, Besäum- und Inspektionsanlagen

sowie Verpackungslinien.

Das Fachgebiet von Bernd Peter

Schmidt wiederum sind „Trafoanlagen“

– Transformatorenband-Abschneideanlagen

(TBA), Längsteilanlagen zum Spalten

von kornorientiertem Elektroband,

Reaktorkernblechschneidanlagen zur

Fertigung von Drosselspulenkernen, Wickelkernanlagen,

Schneidanlagen für

amorphes Material, Kernlege- und Montagetische,

Fertigungsanlagen für Transformatorenkessel

und Kühlradiatoren.

„Wie Sie sehen, unsere Bandbreite

ist groß“, so Mark Georg, der froh ist, für

jedes Segment einen erfahrenen Spezialisten

in Führungsposition an seiner

Seite zu wissen.

Die Besten, die Schnellsten

Im Bereich „Trafoanlagen“ ist Georg

Weltmarktführer. Die Maschinen werden

nach Kundenwunsch konfiguriert: etwa

die GEORG TBA 1200, die weltweit erste

Anlage, die Coils bis zu einer Breite von

1.250 Millimetern verarbeiten kann. Oder

die TBA400 Highspeed, mit 180 Blechen

pro Minute die schnellste GEORG TBA

zum Schneiden und Stapeln von kornorientierten

Elektroblechen. Einen Sonderstatus

bildet die GEORG TBA400 ecoline,

im Unternehmen auch der „Smart

von Georg“ genannt; eine kostengünstige

TBA, die speziell für den Einsatz in

Schwellenländern entwickelt wurde und

in Kleinserien gefertigt wird. An Qualität

wurde dabei jedoch nicht gespart.

Denn die Ansprüche und Erwartungen

der Kunden sind hoch: Gegenwärtig

entwickelt man eine Hochgeschwindigkeits-Längsteilanlage

für Dosenblech.

Ganz nach dem Motto „Mit uns technisch

überlegen“ wird hier wieder gemeinsam

mit dem Kunden eine Weltneuheit entwickelt

– die schnellste Längsteilanlage

für dünnes Aluminiumband mit 1.650

Metern Bandgeschwindigkeit pro Minute.

Auch der Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen

kann eine Produktneuheit

vermelden: Ende des Jahres wird man die

erste Georg-Walzenschleifmaschine der

Fachwelt vorstellen.

Demnächst mit

eigener Akademie

Um die technische Überlegenheit garantieren

zu können, setzt man vor allem

auf die eigenen Mitarbeiter. „Nachhaltigkeit

bedeutet für uns, in sie zu

investieren, denn sie sind die treibende

Kraft. Wir sind sehr stolz darauf, dass

in unserem Unternehmen die Fluktuation

gegen Null tendiert“, freut sich Mark

Georg. Um die Vereinbarkeit von Beruf

und Familie zu erleichtern, hat die Firma

feste Plätze im städtischen Kindergarten

gebucht, der direkt ans Firmengelände

angrenzt. Geplant sind auch

zwei Familienzimmer, für den Fall, dass

Vater oder Mutter das Kind mit zur Arbeit

bringen muss, wenn die Betreuung

kurzfristig ausgefallen ist.

Eine Selbstverständlichkeit ist bei

Georg die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter

genauso wie die Nachwuchsausbildung.

Erst im vergangenen September

bestanden neun Auszubildende

ihre Prüfungen: als zertifizierte Zerspanungsmechaniker

in den Fachrichtungen

Fräs- und Drehtechnik sowie

Industriemechaniker. Doch die Pläne

für mehr Bildung reichen bei Georg

noch weiter. Die im Rohbau befindliche

„GEORG Akademie“ an der Langenauer

Straße soll eine Markenwerkstatt beherbergen

und als Schulungszentrum für

Kunden dienen. Darüber hinaus werden

auch die Mitarbeiter die modernen Seminarräume

nutzen: im Rahmen von

zusätzlichen Fortbildungs- und Qualifizierungsangeboten.

Überprüfbare Präzision

an den TBA-

Schneidanlagen

Regelmäßige Schulung auch

des ausländischen Servicepersonals,

wie hier aus Beijing

Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik

Siegener Straße 73-83

57223 Kreuztal

Tel.: 02732 / 779-0

georg@georg.com

www.georg.com

Wirtschaftsblatt 4/12


34 Bewegende Technik Dietrich Lüttgens GmbH & Co KG

Dinge ins Rollen bringen: Holger

Lüttgens (r.) und Peter Oentrich,

Geschäftsleiter Technische Entwicklung,

mit einer fertigen Charge von

Rollen für Bodenreinigungsgeräte

Kunststoffe

bewegen die Welt

Der Name Lüttgens ist untrennbar mit „Kunststoff” verbunden. Deutschlandweit wie international

schätzt man das Know-how der Heiligenhauser im Bereich der Herstellung von technischen

Spritzgießteilen und Baugruppen aus thermoplastischen Konstruktionsstoffen. Auch, weil man

stets nah am Kunden ist – wie in Osteuropa durch „Firmy Lüttgens Polska w Kurzetniku”.

Mit unserem 2007 gegründeten

Schwesterunternehmen

im masurischen

Kurzetnik wollten wir uns

vor allem für die osteuropäischen Märkte

verstärken”, berichtet Holger Lüttgens,

Geschäftsführer der Dietrich Lüttgens

GmbH. Gut 40 erfahrene Mitarbeiter sind

inzwischen bei Lüttgens Polska Sp. in der

3.065-Einwohner-Gemeinde beschäftigt.

Gefertigt werden dort vor allem Bauteilkomponenten,

selbstredend in der gleichen

Qualität, die aus dem Kreis Mettmann

bekannt ist. „Allein den Bereich

Engineering betreiben wir zur Zeit nur

am Standort Heiligenhaus”, so Lüttgens,

der dem polnischen Schwesterunternehmen

als Managing Director vorsteht.

Die Expansion gen Osten ist Teil des

kontinuierlichen Wachstums, das das

Wirtschaftsblatt 4/12

Unternehmen Lüttgens seit 75 Jahren

auszeichnet. Zum Jubiläum erinnert man

sich, wie alles begann: An die Gründung

im Jahre 1937 durch den Großvater des

heutigen Geschäftsführers, Dietrich Lüttgens,

der anfangs noch mit Pressmasse

auf Basis von Phenolharzen, später Nylon

und anderen Thermoplasten, arbeitete.

An die fünfziger Jahre, als Sohn Diethelm

Lüttgens ins Unternehmen einstieg,

den Spuren der Industrieunternehmen

folgte und in den folgenden Jahren durch

neue Entwicklungen Umsatz und Produktivität

ansteigen ließ. Die Zahl der

Mitarbeiter, die stetig wuchs: von einst

20 Handwerkern auf inzwischen insgesamt

160 erfahrene Formtechniker,

Verfahrens- und Werkzeugmechaniker,

Ingenieure, Produktdesigner, Einrichter

und Kaufleute. Doch die Erinnerung

vermischt sich auch mit Trauer: Reiner

Lüttgens, Diethelm Lüttgens Bruder und

langjähriger Geschäftsführer, verstarb in

diesem Jahr.

Ideale Werkstoffkombinationen

Speziell Kunden aus der Automobilindustrie,

dem Sanitär- und Haushaltsbereich,

der Bau- und Elektroindustrie

sowie dem Maschinen- und Anlagenbau

lassen bei Lüttgens fertigen. Unternehmen

wie der Automobilzulieferer Kiekert,

dessen Hauptsitz nur 300 Meter entfernt

von dem seines Zulieferers liegt,

die Edscha-Gruppe aus Remscheid oder

VDO mit Sitz in Hannover; Siemens, ABB,

Centa Antriebe, Linde, die Vorwerk Elektrowerke,

der Baubeschläge-Hersteller

Gresch Unitas im baden-württembergi-


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Dietrich Lüttgens GmbH & Co KG

35

schen Ditzingen oder Velux. Geschätzt

hundert Millionen Teile verlassen die

Werke in Heiligenhaus und Kurzetnik pro

Jahr. Ein Schwerpunkt ist die Fertigung

von Hybridbauteilen, Kombinationen aus

Kunststoff und Metall, mit verbesserten

Produkteigenschaften. Regelrechte „Lüttgens-Renner“

sind dabei PKW-Schlossbauteile

mit Metallkern, umspritzt mit

einem thermoelastischen Polyester-Elastomer

und Toleranzfeldern von weniger

als 0,1 Millimeter. 62 Millionen Stück

werden jährlich gefertigt.

Mit modernster Technik

Anspruchsvoll auch der Getriebeschalthebel

für PKW, bestehend aus

sechs verschiedenen Materialien: Stahl,

Aluminium, Gummi sowie drei Kunststoffen.

„Erst durch die Kombination

von Polymeren und Metallen wurden die

Bauteilanforderungen perfekt erfüllt“, so

Diethelm Lüttgens, der über 40 Jahre lang

als prägender Kopf die Geschäfte geführt

hat, und auch weiter beratend tätig ist.

Insgesamt 36 Maschinen für den Einoder

Mehrkomponentenspritzguss mit

einer Schließkraft zwischen 25 und 1.000

Tonnen stehen in den Hallen in Heiligenhaus

und Kurzetnik; gefertigt werden

Formteile von 0,1 bis 4.000 Gramm

Gewicht für technische anspruchsvolle

Anwendungen – Schaltknöpfe, Abdeckungen,

Klemmen, Filteranlagen, Kupplungsteile,

Rollräder-Gehäuse, Kugelund

Rotorlager oder Druckerköpfe. Auch

Fertigungen im Gasinnendruckverfahren

GIT, mit dem man im Inneren einen

Hohlraum definiert, gehören zum Portfolio.

„PKW-Türgriffe werden beispielsweise

standardmäßig in diesem Verfahren

gefertigt”, sagt Diethelm Lüttgens.

Bei Lüttgens wird aber nicht nur produziert.

Jedes Kundenanliegen wird als

Projekt betrachtet und vom Anfang bis

zum Ende begleitet, gerne auch schon in

der Produktentwicklungsphase. „Manch

einer kommt zu uns mit einem fertigen

Entwurf, ein anderer nur mit einer Idee.

Als Full-Service-Dienstleiter finden wir

zunächst heraus, was der Kunde braucht.

Auf dem Bedarf aufbauend, erstellen wir

ein Konzept inklusive Bauteilanalyse und

beraten bei der Wahl der Werkstoffe und

beim Design: Durch eine FEM-Analyse

lassen sich schon im Vorfeld wichtige

Faktoren wie Füll- und Verzugsverhalten

simulieren. Diese Ergebnisse fließen in

Prototypen und die Serienfertigung ein“,

beschreibt Holger Lüttgens den Ablauf.

Beide Standorte erfüllen die hohen

Qualitätsstandards der TS 16949 und

ISO 14001. Zukunftsweisend erfolgte

aktuell die Zertifizierung des Energie-

Management-Systems nach ISO 50001.

Jährlich werden rund 60 Neuwerkzeuge

angefertigt. Die Mehrzahl – fast 70 Prozent

– baut man bei Lüttgens im übrigen

selbst. Werkzeuge, die mittels 3D-CAD/

CAM-Technologie regelmäßig auf weitere

Optimierungspotentiale überprüft werden.

Der Schuh des Beckenbauer

Während die Aufträge präzise abgewickelt

werden, kümmert man sich

derzeit um die Vorbereitungen für die

Jubiläumsfeier. Die Einladungen sind bereits

verschickt. Sie zeigen weder einen

Formteil noch eine Maschine, sondern einen

Fußballschuh; einen von denen, die

Franz Beckenbauer zur Fußballweltmeisterschaft

1974 trug.

Der Schuh gehört heute zur Sammlung

des Deutschen Sport- und Olympiamuseums

in Köln, doch die Verbindung

nach Heiligenhaus erschließt sich nicht.

Diethelm Lüttgens klärt auf: „1954 gab

es erstmals Fußballschuhe mit variablen

Stollen. Sie wurden aus Kunststoff und

Metall gefertigt. Diese hier, am Schuh des

Beckenbauer, die haben wir damals für

Adidas hergestellt.”

Dietrich Lüttgens GmbH & Co KG

Hasselbecker Straße 16

42579 Heiligenhaus

Tel.: 02056 / 264-0

info@luettgens.de

www.luettgens.de

Per Monitor wird die Arbeit

aller Maschinen überwacht

Alles nach Plan: Prozessentwickler Clemens Brunnert verfolgt

die Fertigung an einer teilelektrischen Maschine

Wirtschaftsblatt 4/12


36 Bewegende Technik GSS Grundig SAT Systems GmbH

An den Grenzen

des Machbaren

Wer in der Branche der Rundfunk- und Fernseh-Empfangstechnik den Ton angeben will, braucht nicht

nur viel Erfahrung, sondern muss bereit sein, immer wieder das technisch bereits Machbare in Frage

zu stellen. Dank enger Kundenbeziehungen erspürt Marktführer GSS Grundig SAT Systems sehr schnell

aktuelle Bedarfe und setzt sie in zukunftsweisende Produkte um.

Es geht immer noch besser. Das beweist GSS Grundig

SAT Systems, seitdem das Unternehmen im Jahr 2004

als Ausgründung der Grundig AG entstand. In wenigen

Jahren sicherten sich die Nürnberger einen festen

Platz an der Spitze der Hersteller von digitalen und analogen

Empfangsanlagen. Und das in einem boomenden Markt: Ungeachtet

der Abschaltung der analogen Satellitenübertragung in

Deutschland erwartet die Branche weitere Zuwächse. Entscheidend

dafür sind die fortscheitende Digitalisierung der Übertragungswege,

die europaweite breite Einführung des hochauflösenden

Fernsehens HDTV sowie die neuen Möglichkeiten der

IP-basierten Signalübertragung.

Mit Analyse, Beratung, Planung und Realisierung aus einer

Hand bietet GSS Grundig seinen Kunden dafür beste Rahmenbedingungen.

Schlüsselfertige Anlagen für Ein- und Mehrfamilienhäuser,

für Wohnanlagen mit bis zu mehreren tausend

Teilnehmern sowie für Krankenhäuser und Hotels gehören seit

Jahren zum täglichen Geschäft der fränkischen Experten.

über die Sat-Antenne auf und geben sie in das Kabelverteilnetz

weiter. „Wir sind stolz drauf, dass wir bei der Herstellung unserer

Satellitenkopfstationen die gesamte Wertschöpfungskette

von der Entwicklung bis zur Produktion in unserem Hause abdecken“,

konstatiert Fred Hübner, Sprecher der GSS-Geschäftsführung.

„Als führendes Unternehmen der Branche treiben wir

die zentralen Technologien für Tuner und Modulatoren konsequent

weiter voran.“

Erfindungsreichtum als Geschäftsprinzip

Häufig war GSS der Pionier, wenn es darum ging, Innovationen

im Markt zu etablieren. Zum Beispiel 1995 mit der ersten

TWIN-Stereo-Cassette, neun Jahre später mit der ersten Digital-

TWIN-Cassette und 2006 mit der ersten HDTV-Cassette. Zudem

ist GSS in Europa der Marktführer im Bereich der Satellitenkopfstationen.

Diese zentralen Geräte dienen als Mittler zwischen

Satelitenschüssel und Endgerät: Sie nehmen die Signale

GSS Grundig in Nürnberg: Bewährte

Qualität mit großem Namen

Wirtschaftsblatt 4/12


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GSS Grundig SAT Systems GmbH

37

Ein wesentlicher Baustein des Erfolgs ist die ganzheitliche Herangehensweise:

Bedarfsermittlung, Entwicklung, Produktion

und Logistik greifen bei GSS nahtlos ineinander und können

daher genau auf die aktuellen Bedürfnisse des Kunden abgestimmt

werden. „Durch die Auslagerung auch nur eines Teils

dieses Prozesses würden wir unseren hohen Anspruch an Qualität

nicht optimal absichern“, so Fred Hübner.

Auch deshalb bekennen sich die Franken eindeutig zum

Wirtschaftsstandort Deutschland. „Qualität ,Made in Germany‘

hat bei uns eine lange Tradition. Wir bei GSS wissen, dass

Deutschland der ideale Standort ist, um innovativen Technologien

in leistungsfähigen Produkten zum Durchbruch zu verhelfen“,

bekennt Norbert Teschner, der den technischen Bereich

verantwortet.

Marktführerschaft made in Germany

Aus diesem Grunde arbeitet mehr als ein Viertel der

GSS-Mitarbeiter tagtäglich daran, neue hochwertige Produkte

zu entwickeln. „Wir sind sehr stolz auf unser Team, das fast

zu 100 Prozent aus ehemaligen Grundig-Mitarbeitern besteht.

Sie gehen morgens nicht nur zur Arbeit, sondern in ihre Firma“,

freut sich Fred Hübner. Diese Identifikation mit dem Unternehmen

und die Lust an der Entwicklung sei ein entscheidender

Wettbewerbsvorteil. Hinzu kommen Kreativität, flache Hierarchien

und kurze Entscheidungswege, die bei GSS dafür sorgen,

dass aus Visionen sehr schnell marktreife Produkte entstehen

können.

Präsent in der Welt

Über die Jahre hat GSS Grundig ein klares Marktprofil herausgearbeitet,

für das Lieferfähigkeit, Projektabwicklung aus

einer Hand sowie faire Preise maßgebliche Kriterien sind. Als

absolut zuverlässiger Partner beliefert man den Handel über ein

klassisches dreistufiges Vertriebssystem. Kurze Lieferzeiten

durch ausreichende Vorhaltungsbestände garantieren deutschlandweit

eine Versendung binnen 24 Stunden nach Bestellung.

Eine Bereitstellung zum Export für den Spediteur erfolgt in der

gleichen Zeit. International ist GSS in Südamerika, Südafrika,

Australien, GUS-Staaten, Europa und dem Mittleren Osten

ebenfalls ausgezeichnet aufgestellt. Im wesentlichen hat dafür

das Nürnberger Unternehmen im Ausland Verträge mit länderspezifischen

Distributoren abgeschlossen, die die GSS-Produkte

vor Ort vertreiben. Aktuell geht die Hälfte der gesamten Produktion

in den Export. „Durch unsere starke Internationalisierung

und die daraus logischerweise entstehenden diversifizierten

Kundenwünschen sind wir in der Lage, ganz schnell mit

immer neuen Produkten auf marktspezifische Veränderungen

reagieren zu können“, erläutert der kaufmännische Geschäftsführer

Winfried Stahl.

Rückwärts geht immer

So zukunftsgerichtet die GSS-Neuentwicklungen sind – kein

Kunde muss Sorge haben, dass sein vor Jahren angeschafftes

Produkt mit den Innovationen mehr nicht vereinbar sei. „Die

absolute Rückwärtskompatibilität aller Entwicklungen ist ein

Alleinstellungsmerkmal, um das uns so mancher Wettbewerber

beneidet“, so Fred Hübner. Der Kunde profitiere davon, indem

er bei aktuellen oder höheren Produktvarianten nur mit

ganz kleinem Aufwand bestimmte Elemente auswechseln und

Software updaten müsse. Aufwendige und teure Ersatzinvestitionen

seien deshalb nicht nötig. Fred Hübner: „Auch hier haben

wir stets den Blick aufs Ganze – und wenn es eine Verbesserung

des Produktes gibt, sollen doch auch unsere Bestandskunden

problemlos davon profitieren können.“

GSS Grundig SAT Systems GmbH

Beuthener Straße 43 · 90471 Nürnberg

Tel.: 0911 / 7038877

info@gss.de · www.gss.de

Im Kurzinterview: Fred Hübner, Sprecher der Geschäftsführung von GSS Grundig

Herr Hübner, was sind Ihre entscheidenden Wettbewerbsvorteile?

Wir haben uns mit einem klaren Marktprofil aufgestellt. Dieses

besteht aus den maßgeblichen Komponenten Zuverlässigkeit,

Lieferfähigkeit, Rückwärtskompatibilität, Projektabwicklung

aus einer Hand sowie fairen Preisen.

Wie wichtig ist dabei das Team, das dahinter steht?

Bei uns arbeitet eine hochmotivierte Belegschaft, die schon

seit Grundig-Zeiten an Bord ist. Erst langjährige Erfahrung sowie

herausragende Entwicklungskompetenz machen uns zum

leistungsstarken und international führenden Original Design

Manufacturer (ODM).

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Mittel- und langfristig werden wir unser Produktspektrum

zielführend erweitern. Zum Beispiel durch optische und IPbasierte

Übertragungstechnik. Außerdem werden wir im Vertriebsbereich

weiter daran arbeiten, uns international breiter

aufzustellen. Und natürlich bestärkt uns unser Erfolg, auch

weiterhin gezielt Innovationen auf den Weg zu bringen.

Wirtschaftsblatt 4/12


38 Bewegende Technik Neuenhauser Maschinenbau GmbH

Der feine Unterschied: Werkstoff erkennen und nach Anforderungen sortieren –

dies gelingt zum Beispiel mit diesem mobilen Trommelsieb

Darf es etwas mehr sein?

Bei „Neuenhaus” und

„Maschinenbau” denken viele

an eine schmucke kleine Stadt

in der niedersächsischen

Grafschaft Bentheim, und an

etwas Fertigung. Der Kundige

hingegen weiß: die Neuenhauser

Maschinenbau GmbH ist nicht

nur Teil, sondern Keimzelle einer

innovativen Maschinenbau-

Unternehmensgruppe. Mehr

als 25 Einzelunternehmen,

20 Standorte, über 2.400

Mitarbeiter und Lieferungen in

die ganze Welt – so präsentiert

sich Neuenhauser.

Montage mit System: sunpack-

Panelhalterungen sorgen für Sicherheit

auf dem Dach

Von dem stetigen „Mehr” in

der Neuenhauser Gruppe seit

der Gründung aus der „Hans

Voshaar Bauschlosserei” im

Jahr 1955 profitieren alle Tochtergesellschaften.

„Durch die sehr breite Aufstellung

können wir bei jedem Auftrag sowohl

auf eine große Maschinenkapazität

als auch auf übergreifendes Know-how

zugreifen”, betont Thorsten Dirks. Er ist

Geschäftsführer der Neuenhauser Maschinenbau

GmbH, die sich aus der anfänglichen

Bauschlosserei entwickelte,

Wirtschaftsblatt 4/12

sowie der Neuenhauser Kompressorenbau

GmbH, die Bernd Voshaar, Sohn des

Firmengründers Hans Voshaar, 1986 aus

der Übernahme der Kompressorenfertigung

der Jos.L. Meyer Werft gründete.

Mit Bernd Voshaar und Heinz Wilhelm

Kamp zusammen bildet Thorsten

Dirks auch die Geschäftsführung der

Unternehmensgruppe. Das bedeutet

Verantwortung für die Verwaltung immenser

Kapazitäten, denn die Geschäftsfelder

des namhaften Maschinenbauers

decken so ziemlich alles ab, was in diesem

Bereich von Bedeutung ist: Lohnfertigung,

Vorwald Spannelemente, Sondermaschinenbau,

Maschinen, Anlagen

und Produkte für die Textilindustrie, für

die Bereiche Automation, Nutzfahrzeuge,

Fertigung von Maschinenelementen,

Kompressoren- und Behälterbau, Produkte

für die Wasseraufbereitung, für

die Stahl- und NE-Industrie sowie für die

jüngsten Bereiche Regenerative Energien

und Umwelttechnik.

Speziell im Bereich der Umwelttechnik

verzeichnet man inzwischen ein


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Neuenhauser Maschinenbau GmbH

39

deutliches „Mehr” an Arbeit, was sich

auch räumlich bemerkbar macht. Die anfangs

in Containern untergebrachte junge

Sparte hat nun eigene Räume für Konstruktion,

Administration und After Sales

Service in einem nagelneu errichteten Bürogebäude.

Von hier aus plant, realisiert

und fertigt man Maschinen und Anlagen

für die Aufbereitung verschiedenster Materialien.

„Im Grund für alles, was zerkleinert

und recycelt werden muss, vom

Hausmüll über Biomasse und Bodenhub

bis hin zu Industriemüll und Gipsabfällen.

Zerkleinern, sieben, dosieren, transportieren

– das sind die Bereiche, in denen

wir Lösungen anbieten”, präzisiert

Bereichsleiter Wolfgang Brouwer.

Die alles klein kriegen

Neuenhauser-Trio: Geschäftsführer Thorsten Dirks (m.)

mit Wolfgang Brouwer (l.) und Ralf Schröder

Beispiel Gips: Da in vielen Ländern

bereits besondere Bestimmungen für das

Recyceln von Gips gelten, sind unter anderem

Schraubenmühlen als Vorbrecher

und Rollercrusher als Nachzerkleinerer

für diese Abfälle gefragt. Dazu kommen

Vorrichtungen für zusätzliche Siebstufen,

für den Transport der Materialien,

die Separierung sowie für Staub- und

Materialschutz. Beispiel Biomasse: „Unsere

Allrounder sind Trommelsiebmaschinen.

Sie können vielfältig eingesetzt

werden. Erden, Kompost, Rindenmulch,

Altholz, aber auch Baummischabfall,

Restmüll oder leichter Bauschutt gehören

zu den Anwendungsbereichen der

Trommelsiebmaschine. Daher bieten wir

sie für den stationären und den mobilen

Einsatz an”, erklärt Brouwer. Weltweit

herrscht großes Interesse an solchen

Maschinen, so dass auch in Australien,

Neuseeland oder China auf Neuenhauser

Umwelttechnik zurückgegriffen wird.

Beispiel Problemfälle: Bei siebschwierigem

Material – Siebgut, das beispielsweise

feucht oder sehr klebrig ist – kommen

Spannwellensiebeinlagen zum Einsatz,

die sich durch dynamische Schwingungen

selbst reinigen.

Solarmodule im Griff

Die ebenfalls junge Sparte Regenerative

Energien hat ihre Räume im gut

25 Kilometer entfernten Werk in Geeste-

Dalum. Unter dem Namen sunpack fertigt

man dort ein Flachdachmontagesystem

für Solarmodule. „Ursprünglich

war die Konstruktion nur für unseren

Eigenbedarf gedacht – dann aber entdeckten

wir, dass eine große Nachfrage

nach solchen Systemen besteht”, berichtet

Ralf Schröder, Mitglied im Vertrieb.

Das besondere Plus: Die aus Aluminium

bestehenden Gestelle mit Schrauben

aus Edelstahl sind besonders montagefreundlich,

darüber hinaus schützen

Bügel die aufliegenden Panels vor dem

Durchbiegen. sunpack ist ein aerodynamisches

Flachdachmontagesystem,

dass ohne dachdurchdringende Befestigung

auskommt. Lediglich im Dacheckenbereich

muss bei Verwirbelungsgefahr

zusätzlich beschwert werden.

Auch hier arbeitete man an einem

weiteren „Mehr”: Zu der etablierten Variante

SP311 für alle Windlastzonen wurde

nun auch die kostengünstigere Variante

SP322 für die Windlastzonen 1 und 2 angeboten.

„Das sind die gängigen Windkräfte,

mit denen man es in Deutschland

zu tun hat”, erläutert Schröder. Eine weitere

Innovation ist die Ost-West-Version

SP330 mit Aufständerungswinkel zehn

Grad – zwei Panels können auf dem Träger

angebracht werden, um mehr Strom

zu erzeugen. Eine Variante, die etwas

schwerer wiege, doch für ein durchschnittliches

Industriedach durchaus

tragbar sei, so der sunpack-Experte.

Auf dem Basis-Gelände in Neuenhaus

zeigt sich inzwischen auch ein räumliches

„Mehr”. Die Produktionsflächen

von 30.000 Quadratmetern, auf denen

rund 500 Mitarbeiter beschäftigt sind,

wird erneut erweitert: um zwei zusätzliche

Hallen und ein Außenlager. Damit

es an Fachkräften nie mangelt, bildet

man umfangreich aus: 80 junge Leute

lernen allein am Standort Neuenhaus,

in der Gruppe insgesamt sind es 100.

Durchaus mit dem Abschluss „Bachelor

of Engineering” oder „Bachelor of Arts”.

Für das „Mehr” an Bildung kooperiert

die Neuenhauser Gruppe übrigens unter

anderem mit der Hochschule Osnabrück.

Neuenhauser Maschinenbau GmbH

Hans-Voshaar-Straße 5

49828 Neuenhaus

Wolfgang Brouwer

(Umwelttechnik)

Tel.: 05941 / 604-275

wolfgang.brouwer@neuenhauser.de

Ralf Schröder

(Regenerative Energien)

Tel.: 05937 / 9802-98

ralf.schroeder@neuenhauser.de

www.sunpack.de

www.neuenhauser.de

Wirtschaftsblatt 4/12


40 Bewegende Technik JENOPTIK Robot GmbH

Unterstützung direkt

vom Hersteller

Die Bevölkerung macht Front gegen Temposünder, wie zuletzt wieder das überwältigende

Interesse an einem 24-Stunden-Blitzmarathon mit Bürgerbeteiligung in NRW gezeigt hat.

Insgesamt 15.000 Vorschläge für Radarkontrollpunkte waren im Juni 2012 bei den Behörden

eingegangen. Die Wut der Menschen auf Raser in ihren Städten wächst, doch in den öffentlichen

Kassen fehlt das Geld für moderne Messtechnik. Eine praktikable Alternative bietet der weltweit

führende Hersteller von Verkehrsüberwachungsanlagen, Jenoptik Robot aus Monheim am Rhein.

Mit den flexiblen ÖPP-Modellen

der Verkehrstechniktochter

des renommierten

Hightech-Konzerns Jenoptik

können Landkreise, Städte und Gemeinden

die Verkehrs sicherheit auf ihren

Straßen spürbar erhöhen, ohne ihre

finanziellen Spielräume weiter einzuengen.

Die Partnerschaften sind rechtssicher,

denn es gilt als allgemein anerkannt,

dass der Staat sich für bestimmte

Sicherheitsaufgaben private Unterstützung

suchen kann.

Ohne Risiko

Jenoptik Robot bietet mit dem gutachterlich

überprüften Traffic-Service-

Providing (TSP) ein zukunftsweisendes

Dienstleistungsprogramm für die stationäre

Überwachung von Geschwindigkeit

und roten Ampelphasen. Mit dem umfangreichen

Servicepaket können sämtliche

Prozesse der Verkehrskontrolle abgedeckt

werden. „Wir kümmern uns um

den Aufbau der Systeme, erledigen die

Aufbereitung der erfassten Geschwindigkeitsverstöße

streng nach datenschutzrechtlichen

Bestimmungen, bevor die

Daten über eine gesicherte Verbindung

zur amtlichen Kontrollauswertung an

die zuständigen Behörden weitergeleitet

werden, und sorgen zuverlässig für die

technische Wartung der installierten Anlagen“,

fasst Hartmut Hoffmeister, Vertriebsleiter

Deutschland das vorteilhafte

Angebot von JENOPTIK Robot zusammen.

Seine kommunalen Kunden brauchen

auch nicht das Risiko möglicher Sabotagen

zu tragen. Die Monheimer Serviceprovider

stehen als Vertragspartner in

der Verantwortung.

Generell gehört die Verkehrsüberwachung

nicht zu den kommunalen Geschäftsbereichen,

die einen nennenswerten

Überschuss erwirtschaften. Im

Normalfall übersteigen die Kosten für

Technik, Personal und Verwaltungsaufwand

die Einnahmen aus Verwarn- und

Bußgeldern.

Ohne Finanzbedarf

Traffic-Service-Providing ist eine

Kombination aus modularen Dienstleistungen

und modernster Technik. Gemeinsam

mit den Entscheidungsträgern

und Verantwortlichen der Behörden wird

daraus ein individuelles Paket zusammengestellt,

das sich durch Fallpauschalen

der Verkehrsverstöße finanziert.

TSP versetzt also die Kommunen in

die Lage, ihre Verkehrssicherheiteinrich-

Die beste Technik

Basis der passgenauen Traffic Service Providing-Modelle

von Jenoptik Robot ist die

hohe technische Kompetenz, die sich das

Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten

aufgebaut hat. Die hochauflösenden

digitalen Verkehrskameras gehören

zum Besten, was die optische Industrie im

Bereich Bildaufzeichnung zu bieten hat.

Sie liefern gestochen scharfe Aufnahmen

zur Beweissicherung. Für die effiziente

und unkomplizierte Datenaufbereitung

haben die Monheimer mit TraffiDesk ein

zuverlässiges Bearbeitungssy stem für die

Vorfallsdaten entwickelt. Das Programmpaket

unterstützt die Auswertung von Geschwindigkeits-

und Rotlichtverstößen

sowie deren Nachbearbeitung, Visualisierung

und Korrektur. Jenoptik Robot liefert

zudem verschiedene Gehäusekonzepte,

die bestmöglichen Schutz und störungsfreien

Einsatz der Verkehrsüberwachungsanlagen

gewährleisten. Die ergänzenden

Mastanlagen fügen sich designstark in jede

Stadtumgebung oder das Landschaftsbild

ein. Abgerundet wird das Technikportfolio

durch das System TraffiGuard. Es

überwacht die stationären Geschwindigkeits-

und Rotlicht-Messysteme. Sobald die

intelligente Steuereinheit eine Erschütterung

misst, wird automatisch eine Alarmmeldung

auf ein Mobiltelefon abgesetzt.

TraffiGuard verhindert Sachbeschädigungen

und Funktionsausfälle.

Wirtschaftsblatt 4/12


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JENOPTIK Robot GmbH

41

tungen ohne eigene Investitionen zu modernisieren

oder auszubauen. „Von der

Verstoßregistrierung bis zur Wartung

senkt unser Service-Programm den administrativen

Aufwand und entlastet die

Verwaltungshaushalte“, erklärt Hartmut

Hoffmeister.

Ohne Zeitverzug

Vor der Montage ermitteln die Profis

von Jenoptik Robot in Abstimmung mit

der interessierten Behörde tatsächliche

Gefahrenpunkte. Im Regelfall können die

Monheimer Verkehrssicherheitsexperten

bereits 30 Tage nach Vertragsschluss alle

Baumaßnahmen beenden und die neuen

Überwachungssysteme samt Kommunikationsplattform

zum Einsatz bringen.

Alle Bedienerschulungen werden

bereits im Einrichtungszeitraum durchgeführt.

Im Livebetrieb werden erfasste

Geschwindigkeitsverstöße von Jenoptik

Robot für die Landkreise, Städte und Gemeinden

optimal aufbereitet. Dabei ist

es selbstverständlich, Kundenvorgaben

bei der Aufbereitung in einem datenschutzrechtlich

gesicherten Bereich mit

Zugangskontrolle streng einzuhalten.

Die hoheitliche amtliche Kontrollauswertung

übernehmen die Mitarbeiter der

kommunalen Behörde, die eine endgültige

Entscheidung über die erfassten und

aufbereiteten Geschwindigkeitsverstöße

vornehmen. Akzeptiert die Behörde den

Datensatz, ist die Kontrollauswertung

abgeschlossen, und der Vorgang mündet

in einem Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Sämtliche technischen Einrichtungen,

Arbeitsprozesse, Softwaremodule

und Datenübertragungswege erfüllen

die höchsten Anforderungen des Datenschutzes

und werden in regelmäßigen

Audits durch die Dekra überprüft und

zertifiziert.

Ohne Angriffspunkte

Etliche Temposünder nutzen alle

Möglichkeiten des Rechtsstaats, um einer

Strafe zu entgehen. Im Rahmen der

Verfahren zweifeln sie die Genauigkeit

der Messergebnisse, die Erkennbarkeit

auf Digitalbildern, die Kompetenz des

Bedien personals oder die Unversehrtheit

der Eichsiegel an. „Mit TSP bieten wir den

Kommunen Verfahrenssicherheit. Wir

können dank modernster Fernwartungstools

und eines lückenlosen Servicenetzwerks

die höchstmögliche Systemverfügbarkeit

gewährleisten“, erläutert

TSP-Projektleiter Benno Schrief. Durch

ständige Analysen der Bildqualität kann

seine Technikercrew stets eine gleichbleibend

hohe Auswertungsquote garantieren.

Professionelle Verfahrensverzögerer,

die mit juristischen Winkelzügen eine

Verjährung der Ordnungswidrigkeit erreichen

wollen, laufen in den Partnerkommunen

von JENOPTIK Robot ins Leere.

JENOPTIK Robot GmbH

Opladener Straße 202

40789 Monheim am Rhein

Tel.: 021 73 / 3940-0

info.vs@jenoptik.com

www.jenoptik.com/vs

Wirtschaftsblatt 4/12


42 Bewegende Technik Gehring Technologies GmbH

Genaue Prüfvorgänge garantieren

100-prozentige Präzision

bis in den Sub-µ-Bereich

Der smarthone-Werkzeugkoffer

deckt die gängigsten

Durchmesserbereiche ab

Im Reich der Tribologen

Im Entwicklungszentrum von Gehring ist man den letzten Geheimnissen der Tribologie oder

verständlicher der Reibungslehre auf der Spur. Die Spezialisten aus dem schwäbischen

Ostfildern sind Meister der Hontechnologie. Mit ihren extraordinären Anlagen haben sie in der

Automobilindustrie bereits technologische Weltgeltung erreicht. Mit neuen kompakten Systemen

hat man sich jetzt auch für weitere Industriebereiche in Stellung gebracht.

Die Botschaft ist verlockend:

Durch die Optimierung von

Reibungsvorgängen lassen

sich beträchtliche Einsparungen

bei Energieverbrauch und Materialeinsatz

realisieren und Betriebsintervalle

durch verringerten Verschleiß

deutlich steigern. „Mit unseren neuen

Maschinengenerationen wollen wir verstärkt

Unternehmen aus der Luft- und

Raumfahrt, der Medizintechnik, den Erneuerbaren

Energien, dem Elektromotorensektor

und der Hydraulikbranche

erreichen“, verkündet Mark Hüsges, Geschäftsführer

von Gehring Technologies.

Kompakt und modular

Mit der frisch vorgestellten Innovation

smarthone haben die technologieführenden

Schwaben jetzt auch eine Honanlage

im Portfolio, die exakt auf die Bedürfnisse

von Lohnfertigern und Erstmusterbauern

ausgelegt wurde. „Unsere Neuentwicklung

für kleine und mittlere Seriengrö-

Wirtschaftsblatt 4/12

ßen braucht gerade mal 1,6 Quadratmeter

Platz und kann in mehreren Stufen

in eine vollautomatische Honeinheit

ausgebaut werden“, berichtet smarthone

Technikchef Alexander Weber. Mit der

Brandneu und All-in-One

Gemeinsam mit dem Microfinish-Spezialisten

Thielenhaus aus Wuppertal

bietet Gehring seit September 2012 die

weltweit erste Kombination aus Hon- und

Finish-Maschine an. Entstanden ist eine

All-in-One-Lösung, bei der die bisher

getrennt auf zwei Maschinen ablaufenden

Arbeitsschritte Finishen, Honen

und Schleifen in eine Prozesskette integriert

wurden. Künftige Kunden können

Durchlaufzeiten verkürzen, Abläufe

optimieren, Fertigungsplatz sparen und

Anschaffungskosten reduzieren. Bei

gesteigerter Präzision und Qualität, das

versteht sich bei Gehring von selbst.

smarthone adressiert Gehring Zulieferer,

die sich auf spanende Bohrungsbearbeitung

konzentrieren, durch Teilevielfalt

extrem flexibel reagieren müssen und

auf kurze Rüstzeiten angewiesen sind.

Die smarthone-Anlagen bestechen auch

bei Sonderwerkstoffen wie Glas und Keramik

durch absolute Präzision und Genauigkeit

im Ergebnis. Geliefert werden

die Einsteigermodelle auf Wunsch mit

kompletten Werkzeugkoffern und einem

Sortiment, das alle Durchmesser von drei

bis 15 Millimetern abdeckt.

Präzise und vielseitig

Bei Gehring Technologies stellen

heute 600 Experten in den Verkaufsund

Produktionsniederlassungen in

Deutschland, USA, China, Brasilien,

Frankreich, Indien und Großbritanien

ihre Erfahrungen und Kompetenzen in

den globalen Dienst der ultimativen Genauigkeit.

In punkto Präzisionshonen

bewegen sich die Ostfilderner inzwi-


Anzeige

Gehring Technologies GmbH

43

schen sicher in Bereichen von 0,4 bis

drei Mikrometern. „Mit unseren Hontechniken

kommen wir der perfekten

Rundheit, der exakten Geradheit, der

idealen Zylinderform und der genauen

Ebenheit immer näher“, verspricht

der oberste Gehringentwickler Gerhard

Flores. Exakt definierte Glättungsgrade

sind eine ausgewiesene Stärke des Unternehmens.

Beim Formhonen verwandeln

sich in gehontem Zustand noch

fast asymmetrisch wirkende Formgeometrien

unter den Betriebsbedinungen

des Bauteils in perfekt zylindrische Präzisionsteile.

Um solche Präzisionsstufen

erreichen zu können, hat Gehring

das Negativformverfahren entwickelt.

„Hierbei werden Bohrungsgeometrien

je nach späteren Einsatzverhältnissen

so gespiegelt, dass im realen Betriebszustand

durch die gezielt bearbeitete

Negativform stets optimale Ergebnisse

erzielt werden.“

Besser und effizienter

1 2

In der Hydraulik und im Motorenbau

erzielen Hersteller die höchste Effizienz,

wenn es ihnen gelingt, dass der Schmierstoff

einer genauen Fließrichtung folgt

und in einer bestimmten Filmdicke an

der Zylinderwand haften bleibt. Dafür

sorgen Kreuzschliff und sogenannte

Pockets im Material. Solche definierten

Oberflächenstrukturen liefert Gehring

in seinen Laserhonanlagen. Die können

heute auch eingesetzt werden, um wertvolle

Originalteile mittels eingehonter

Codes zu kennzeichnen. Noch weiter sind

die Entwickler beim Gehring-Positionshonprozess

gegangen, der bei Bohrungen

– gänzlich feinspindelfrei – sogar eine

komplette Veränderung der Bohrungsachse

möglich macht. „Mit unseren Innovationen

reagieren wir auf geänderte

Materialanforderungen und weiterentwickelte

Werkstoffe“, erläutert Vertriebsleiter

Peter Lang. Um noch besser mit

den Kunden kooperieren zu können, hat

Gehring den eigenen Lohnhonbereich für

Prototypen und Musterteile umfassend

ausgebaut.

Gehring Technologies GmbH

Gehringstraße 28 · 73760 Ostfildern

Tel.: 07 11 / 3405-0

info@gehring.de

www.gehring.de

1 Vertriebsleiter Oliver Stammen von

Thielenhaus freut sich über die neue

All-in-One-Lösung, die Honen und

Finishen zu einem Prozess verbindet

2 Via Touchscreen-Panel erleichtert

Gehring die Menüführung der Honmaschinen

„Die Zukunft gehört den

Reibungslosen“

Seit 2009 gehört Gehring-Technologies

zur Münchener Stargate-Unternehmensgruppe.

Deren geschäftsführender

Gesellschafter Mark Hüsges hat

auch in Ostfildern die Verantwortung

übernommen.

Herr Hüsges, warum haben Sie den

ausgewiesenen Automobilzulieferer

für weitere Industriezweige geöffnet?

Weil unsere Kompetenzen auch in den

Bereichen Hydraulik, Windenergie,

Pumpentechnik oder Luftfahrt absolut

gefragt sind. Im Flugzeugbau bietet sich

die Honbearbeitung von Bauteilpaarungen

an, bei denen es auf sichere Reibeigenschaften

ankommt. Ein großes

Anwendungsgebiet sind beispielsweise

die Fahrwerke, wo Stütz-, Knick- und

Querstreben mit Kugelgelenken, Verbindungsbolzen

oder Lagerwellen verbunden

werden. Mit innovativen Prozessen

wie Plasma-Beschichtung und

Laserstrukturierung können wir überall

zur Effizienzsteigerung beitragen.

Wie wichtig sind Kooperationen für

Gehring?

Gehring Technologies setzt auf Zusammenarbeit.

Wir bieten Partnerunternehmen

und Kunden kooperative Verbundmodelle

an. So haben wir zum Beispiel

mit Thielenhaus eine technische Innovation

mit weitreichenden Marktchancen

aus der Taufe gehoben. Wir haben

unser Know-how gebündelt, den Entwicklungszyklus

immens beschleunigt

und werden gemeinsam vertreiben. Für

Kunden können wir Vorserien produzieren

und eine proaktive Position als Entwicklungspartner

einnehmen. Zudem

bearbeiten wir schnell und unkompliziert

selten gebrauchte Verschleißteile

für besondere Maschinen, Oldtimer oder

Motorsport-Boliden.

Wirtschaftsblatt 4/12


44 Bewegende Technik Mitex GmbH

Hüter aller Beschichtungsgeheimnisse

im Familienunternehmen:

Mitex-Geschäftsführer Georg Heinen

Das Mitex-Mirakel

Das Wissen um die Rezepturen wird streng vertraulich behandelt, denn es ist das Kapital des

Erkrather Familienunternehmens Mitex. Seit über einem halben Jahrhundert werden die Experten

für die Beschichtung von Walzen und Rollen in ihrem Fachgebiet immer besser. Heute liefert

man annähernd wundertätige Funktionsbezüge, die in Produktionsprozesse eingreifen und dabei

chemische, elektrische oder thermische Wechselwirkungen auslösen oder verhindern.

Es sind die Spezialitäten, mit denen

Mitex die Konkurrenz auf

Abstand hält. Mit Innovationen

wie der wärmeleitfähigen Silikonbeschichtung

MITEX TCS transformieren

die Erkrather klassische Walzen in

Thermotransferwalzen, die im Vergleich

zum Standard eine bis zu vierfach größere

Wärme- oder Kältemenge zu- oder ableiten

können. „Mit dieser Innovation liefern

wir keine einfache Walzenbeschichtung

mehr, sondern technische Unterstützung

zur Prozeßsicherung und Prozessoptimierung.

Im besten Fall erweitern wir auch

das Einsatzspektrum der Produktionsanlage“,

erläutert Dr. Hergen Winter. Der

Chemiker leitet gemeinsam mit Dr. Claudius

Kohn und Firmenchef Georg Heinen

Wirtschaftsblatt 4/12

den F&E-Bereich von Mitex. Die Entwicklungsabteilung

ist das Herz des Unternehmens.

Hier wird am Fortschritt gearbeitet,

hier werden neue Elastomere aus bis zu 15

Basiskomponenten gemischt, hier werden

Beschichtungen unter härte sten Bedingungen

getestet und die Mitex-Qualität

dauerhaft überwacht.

Folien treiben das Wachstum

Die 1954 gestartete Mitex-Geschichte

ist einzigartig. „Der Name Mitex“, sagt

Georg Heinen, „steht seit der Gründung

des Unternehmens durch Hans Knott vor

fast sechs Jahrzehnten für Kontinuität in

der Beschichtung zylindrischer Oberflächen.“

Die Erkrather sind vor allem mit der

Druck- und Stahlbranche gewachsen. Sie

beschichten Walzen für Großdruckereien

und Rollen für den Stahl- und Edelstahlbereich.

In der vergangenen Dekade hat

Mitex dann auch noch den Foliensektor

erobert. „Auch in diesem Geschäftsfeld

haben wir mit Lösungen überzeugt. Wir

haben uns tief in die Materie eingearbeitet

und verstehen heute die verschiedenen

Produktionsverfahren, bei denen Walzen

eine wichtige Rolle spielen“, beschreibt

Dr. Claudius Kohn. Ein besonders innovatives

Ergebnis der Entwicklungstätigkeit

ist die neue MITEX UltraClean. Dank einer

Beschichtung mit einem eigenentwickelten

synthetischen Kautschuk entfernen

die Reinigungswalzen beim Kontakt

jede Art von Verschmutzung von Folien,


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Mitex GmbH

45

Neues für die Walze

Vermeiden Überdehnung: die antistatischen

Mitex SoftSpreader

MITEX SoftSpreader

Im Gegensatz zu konventionellen, geschnittenen

oder hinterschnittenen

Breitstreckern basiert die SoftSpreader-

Technologie auf gezielt abgestuften

Traktionskoeffizienten und erlaubt somit,

auf substratbelastende Strukturen in

der Walzenoberfläche zu verzichten. Die

Überdehnung dünner Folien oder Verbundwerkstoffe

wird sicher vermieden.

MITEX Sandwichwalzen

Die elektrisch-leitfähigen Sandwichwalzen

vereinen die positiven Eigenschaften

eines hochelastischen, quasi kompressiblen

Unterbaus mit einer verschleißfesten

Funktionsschicht aus Silikon und Gummi.

Geprüft: Die Leistungsfähigkeit

der Walzen

Filmen, Banknoten, antiseptischen Gazen,

Magnetbändern, Leiterplatten, Flachglasscheiben,

Feinpapieren, Dünnblechen,

Kunstdrucken, Verbundverpackungen und

Spezialtextilen. Die MITEX UltraClean

unterdrückt bei der Abgabe eine statische

Aufladung, so dass die Warenbahnen

auch im weiteren Produktionsprozess

sauber bleiben. Je nach Einsatzgebiet

gibt es vier Adhäsionsstufen; von Violett

mit höchster Klebrigkeit bis Schwarz für

empfindlichste Hochleistungsfolien.

Walzen für die Welt

Mit den Funktionselastomeren von

Mitex werden weltweit Walzen und Rollen

beschichtet. Die neueste Auslandstochter

der Erkrather nimmt aktuell in Ahmedabad

im indischen Bundesstaat Gujarat

die Arbeit auf. Die Niederlassung auf dem

Subkontinent ist das 17. Beschichtungswerk

des rheinischen Mittelständlers

mit seinen weltweit 400 Mitarbeitern. In

China, den USA, Brasilien, Südafrika, im

Mittleren Osten und Europa ist man mit

eigenem Personal präsent. Zudem stattet

man qualifizierte Lizenznehmer in weiteren

wichtigen Märkten mit den ausgezeichneten

Beschichtungsmethoden und

Kompressibel und dennoch

formstabil: Walzenbezüge

mit Zellstruktur

Spezialelastomeren aus. „Unsere globale

Präsenz ist Mittel zum Zweck. Heute

können wir unseren Kunden garantieren,

dass unsere Oberflächen ihre Funktionen

in jeder Klimazone behalten“, erklärt

Melek Köymen. Die Spezialistin ist erste

Anlaufstelle im Business Development

von Mitex. Über 1.000 Firmen lassen bereits

ihre Walzen und Rollen von Mitex

beschichten. Das Spektrum reicht von der

fingerdicken Hochleistungstransportrolle

bis zur 25.000-Euro-Spezialwalze, die

während der Produktion von Verbundfolien

elektrische Ladung übertragen und absolut

gleichmäßig Wärme zuleiten kann.

Es sind die Herausforderungen moderner

Produktionsprozesse, die bei den Mitex-

Entwicklern kreative Kräfte für besondere

Lösungen freisetzen. Jahr für Jahr erschließen

sich die Spezialisten aus dem Rheinland

neue Branchen. Ihre besonderen

Beschichtungsrezepte ermöglichen deutliche

Effizienzsteigerungen und spürbare

Materialreduktionen. Sei es bei der Herstellung

von Hochlei stungstextilien, der

Produktion edelster Verbundoberflächen,

der Umsetzung neuer Effektschichten im

Automobilbau, in der Verarbeitung von

Carbonfasern oder der Weiterentwicklung

organischer Feldeffekttransistoren.

MITEX Titanwalzen

Für die Titanbezüge hat Mitex ein neues

Silikonpolymer entwickelt, das höchste

mechanische Festigkeit besitzt, extrem

verschleißfest und antiadhäsiv ist und

eine sehr gute Kernhaftung aufweist. Das

innovative Material hat sich bereits in Kalanderanwendungen,

bei Folienprägeverfahren,

Thermobonding und weiteren

Prozessen bewährt, in denen hohe Linienlasten

gefahren und überdurchschnittliche

mechanische Anforderungen an

das Material gestellt werden.

MITEX Antihaft-Walzen

Die neuen Antihaft-Walzen verhindern

mit höchster Antiadhäsivität Anhaftung

auf der Walzenoberfläche. Die Beschichtung

eignet sich für den Einsatz im Hotmelt-Transfer,

Flachfolienextrusion, Umlenken

und Leiten von Klebebändern.

Mitex GmbH

Ludenberger Straße 36-40

40699 Erkrath

Tel.: 0211 / 90006-0

koeymen@mitex.de · www.mitex.de

Mitex Sandwichwalze

Wirtschaftsblatt 4/12


46 Bewegende Ideen IdeenLounge

Live auf Sendung: Der Chef der Messe München,

Eugen Egetenmeir, zieht am letzten Tag Bilanz

Mit welchen Ideen bringen Sie Ihr Geschäft voran?

Wirtschaftsblatt-Redakteur Volker Motz fragt nach

Authentizität ist Trumpf

Die Verantwortlichen von Expo Real und Wirtschaftsblatt waren sich schnell einig. Auch in diesem

Jahr soll die IdeenLounge wieder live auf Sendung gehen. Vom 8. bis zum 10. Oktober bringt das

Wirtschaftsblatt-Moderatorenteam das Messegeschehen mit Interviews und Übertragungen ins Netz.

Via Livestream werden Volker Motz, Karsten Sander,

Tina Marie Bongartz, Gisela Splitt und Andreas Kranz

während der Messestunden direkt von Europas führendem

B2B-Marktplatz für Gewerbeimmobilien berichten.

Das Team von Wirtschaftsblatt-Chefredakteur Marc Daniel

Schmelzer empfängt im gläsernen TV-Studio einen wichtigen

Kopf der Immobilienwirtschaft nach dem anderen. Mitten

im Messegeschehen werden Projektideen, Konzeptstudien,

Finanzierungsansätze und Nutzungsvorschläge präsentiert.

Alle Interviews und Sonderveranstaltungen können im Internet

live mitverfolgt werden.

60 Minuten im Fokus

In diesem Jahr räumen die Macher der IdeeLounge

Deutschlands Regionen jeweils eine Stunde Sendezeit ein.

Verteilt über die drei Messetage werden die spannendsten

Investitionsplätze vorgestellt. Neben Düsseldorf, Frankfurt,

Essen, Hamburg, München oder Stuttgart widmen sich die Interviewer

auch den renditestarken Standorten zwischen den

Metropolen und den regionalen Newcomern mit unterschätztem

Potential. Interessierte Besucher und Aussteller der Expo

Real können die IdeenLounge für sich nutzen.

Auch im gläsernen TV-Studio will das Wirtschaftsblatt Ideenträger

und Projektrealisierer zusammenbringen. Deutschlands

führendes Ideen-Transportmittel unterstützt neue Konzepte,

ungewöhnliche Geschäftsmodelle und mutige Stadtentwicklungsprojekte.

Der deutsche Immobilienmarkt des Jahres 2012

wirkt unerschütterlich und stark. Die Preise für Wohnraum

steigen in den deutschen Metropolen weiter. In manchen Toplagen

sind interessante Renditen kaum mehr zu erzielen. Kenner

empfehlen eine Rückbesinnung auf die Stärken der B-Städte, die

interessante Investmentchancen eröffnen.

Konservierte Informationen

Im vergangenen Jahr wurden aus der IdeenLounge über

40 Einzelinterviews, zehn Spezialveranstaltungen und zwei

Hauptpressekonferenzen übertragen. Vor allem die Abschlusspressekonferenz

der Expo Real und die Interviews mit den

Oberbürgermeistern der Metropolen stießen auf großes Interesse.

Alle Interviews blieben zudem in der IdeenLounge-Dokumentation

weiterhin abrufbar http://live.wirtschaftsblatt-tv.de/

und wurden den Interviewten für eigene Internetausstrahlung

zur Verfügung gestellt.

Für Anregungen, Interviewangebote

und Projektvorschläge steht

IdeenLounge-Koordinator

Karsten Sander zur Verfügung:

Tel.: 0211 / 311 2060-32

sander@wirtschaftsblatt.de

Wirtschaftsblatt 4/12


HIGHTECH-WERKSTOFFE

AUS PFLANZENFASERN

SAVUTEC ® / VULKANFIBER

DIE EXTREME NATURFASER

Grundstoff der Vulkanfiberprodukte sind Baumwollfasern.

Sie gehören zu den nachwachsenden Rohstoffen. Aus den

zu Rohpapier verarbeiteten Pflanzenfasern entsteht durch

Pergamentierung die Vulkanfiber SAVUTEC ® . Ein Material,

das durch seine extreme Festigkeit und Vielseitigkeit

begeistert.

GESADUR ® / DUROPLAST

DER NATÜRLICHE KUNSTSTOFF

In GESADUR ® stecken über 50 % Naturfasern, die Sachsenröder

zu einem homogenen Kunststoff auf der Basis hochverdichteter

Duroplaste verarbeitet. Im Aushärtungsprozess

bildet sich eine äußerst harte, tragfähige und doch flexible

Struktur. GESADUR ® wird vorzugsweise zur Herstellung von

Lauf- und Stützrollen in der Kabelverseilindustrie eingesetzt.

Durch die außergewöhnlichen und sehr vielseitigen Produkteigenschaften

werden die Werkstoffe bereits in zahlreichen Branchen eingesetzt. Aber viele

weitere Anwendungsbereiche sind denkbar.

LEICHTBAU-

TECHNOLOGIEN

SCHALLSCHUTZ

VERBUND-

WERKSTOFFE

VERPACKUNGEN

MEDIZINTECHNIK

MEHR INFORMATIONEN UNTER

www.sachsenroeder.com

www.innovationslabor-bl.de


48 Bewegende Ideen Tölke & Fischer GmbH & Co. KG

Aus der Wiege

der Mobilität

Sie sorgen am Niederrhein für Bewegung: Die familiengeführte

Tölke & Fischer-Gruppe zählt zu den größten Kfz-Betrieben der

Region. Mit Fahrzeugen aus den Häusern VW, Skoda, Porsche,

Ford, Volvo und Kia bietet man Privat- wie Firmenkunden ein

breites Portfolio an Markenherstellern – und stets ein Plus an

persönlicher Begleitung.

Lars Schirmer und sein

Team betreuen die Großkunden

des Hauses

Gelebte Dienstleistung:

Service von der Beratung

bis zur Reparaturabnahme

Wirtschaftsblatt 4/12

Wer an roten Ampeln in

Krefeld seine Aufmerksamkeit

auf die Nummernschildhalterung

seines Vordermannes richtet, wird sich

häufig die Augen reiben. Der Name Tölke &

Fischer taucht dort bei den aktuell 121.915

am Stammsitz Krefeld zugelassenen Fahrzeugen

überdurchschnittlich häufig auf.

Die guten Verkaufszahlen des Autohauses

kommen nicht von ungefähr, propagiert

die Geschäftsführung um Markus Tölke

doch traditionell Unternehmenswerte,

die seit der Gründung des Hauses vor

75 Jahren gelebt werden: „Wertschätzung“,

„Freude an der Begegnung“ und „Spaß,

Dienstleister zu sein“. An zwölf Standorten

in und um die Seidenstadt bestimmen

diese Firmenmaximen täglich die Arbeit

von über 400 qualifizierten Mitarbeitern

und 50 Auszubildenden.

Viele bekannte Gesichter

In aktuellen Ranglisten ist Tölke &

Fischer unter den Top-50-Autohäusern

der Bundesrepublik zu finden. Unternehmensgröße

und individuelle Betreuung

schließen sich dabei nicht aus. Garant

dafür sind erfahrene und bestens qualifizierte

Mitarbeiter. „Ihr Know-how

und ihr Kundenservice sind elementar“,

weiß Markus Tölke. Viele Kunden haben

seit Jahren dieselben Ansprechpartner

und fühlen sich gerade deshalb bestens

aufgehoben, so der Geschäftsführer,

der 19 Mitarbeiter schon seit mehr als

40 Jahren im Unternehmen beschäftigt.

Dass bereits 136 Kollegen aus dem Tölke

& Fischer-Team ihr Zehnjähriges feiern

durften, darauf ist Markus Tölke stolz und

dankbar. Unabhängig von der Beschäftigungsdauer

wird der Wissensstand der

Mitarbeiter durch regelmäßige Fort- und

Weiterbildungen permanent erweitert.

Auch daraus resultieren für die Betriebe

der Unternehmensgruppe die

vielen und wiederkehrenden Auszeichnungen,

die Automobilhersteller Tölke

& Fischer für die hohe Kundenzufriedenheit

verleihen. Fester Bestandteil des

Firmenkonzepts ist eine „markenreine“


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Tölke & Fischer GmbH & Co. KG

49

Präsentation der verschiedenen Fahrzeugmodelle.

So wird pro Standort nur

eine Marke betreut, hochspezialisierte

Teams konzentrieren sich auf den jeweiligen

Hersteller, Kunden erhalten einen

ganzheitlichen Überblick ohne Umwege.

Dabei bietet Tölke & Fischer bei

Neu- wie Gebrauchtwagen hohe Standards.

Insgesamt stehen an den Standorten

der Firmengruppe laufend rund

650 Fahrzeuge aller Klassen, Farben und

Ausstattungen zur Auswahl, darunter

viele Vorführ-, Jahres- oder Werksdienstwagen.

Sie alle müssen eingehende

Qualitätsprüfungen durchlaufen und

bestehen, bevor sie verkauft und ausgeliefert

werden. Wie beim Neuwagenkauf

helfen die Profis des Krefelder Autohauses

auf Wunsch auch beim Finanzieren

oder Leasen und dem Versichern von

Gebrauchtwagen.

Flott für Flotten

Im Vordergrund beim Autokauf

steht bei Privatkunden der Wunsch

nach Mobilität, bei Firmenkunden die

Notwendigkeit dazu. Ein wichtiges

Standbein des Traditionshauses ist

daher auch das Großkundengeschäft

mit Fahrzeugen von VW, VW Nutzfahrzeuge,

Audi, Skoda, Porsche, Ford,

Volvo und Kia, das Tölke & Fischer seit

30 Jahren betreibt. Durchschnittlich

2.000 Pkw und Kleintransporter liefert

die Abteilung Großkunden pro Jahr aus.

„Sie gehen an Abnehmer in der gesamten

Republik, aber die Stärke unseres

Services und unserer Dienstleistungen

spielen wir am Standort aus, mit

einem Fokus von etwa 70 Kilometern

um unseren Hauptstandort“, berichtet

Großkunden-Verkaufsleiter Lars Schirmer.

Zwar betreuen die neun Mitarbeiter

seiner Abteilung auch Abnehmer von

hundert und mehr Fahrzeugen pro Jahr,

die Mehrheit jedoch seien „kleine Großkunden“.

So bezeichnet Schirmer die

zahlreichen mittelständischen Unternehmen

vom Niederrhein, die pro Jahr

mindestens fünf Fahrzeuge kaufen oder

leasen. „Die regionale Verbundenheit ist

in punkto Reaktionszeit und Service unsere

Stärke“, so der Verkaufsleiter.

Wie für alle anderen Kunden gewährleisten

die hochmodernen Werkstätten

von Tölke & Fischer auch für Flottenfahrzeuge

selbstverständlich kürzeste Reparatur-

und Wartungszeiten. Unter der

Regie von 66 Kfz-Meistern helfen kurze

Wege bei internen Abläufen, je nach Aufgabenstellung

eines mittelständischen

Unternehmers oder Flottenmanagers

auch individuelle Aufgaben schnell zu

erledigen.

Wissen, was Kunden wollen

Wie beim Einzelkundengeschäft, so

segeln Autohäuser auch im Großkundengeschäft

hart am Wind. „Gewinnen

kann man da nur mit einem besonders

hohen Maß an Verständnis für die Probleme

der Kunden und der Fähigkeit,

deren Wünsche punktgenau zu erfüllen“,

weiß Lars Schirmer. Weil sie sich

bei Tölke & Fischer selbst bei kleineren

Reparaturen und Serviceleistungen

gut aufgehoben fühlen, kommen viele

auch zum Autokauf wieder. Der Kunde

habe meist recht konkrete Vorstellungen,

wenn es um die Anschaffung neuer

Fahrzeuge gehe. „Dann ist es unsere

Aufgabe, in persönlichen, ausführlichen

Beratungsgesprächen eine absolut ideale

Lösung für seine Bedarfe zu finden. Gibt

es keine Ideallösung, muss man sich den

Anforderungen stellen, auf den Kunden

eingehen und alternative Lösungen

herbeiführen“, so der Großkunden-Verkaufsleiter.

Schließlich sollen die Neuanschaffungen

in ihrer Ausführung den

ihnen zugedachten Aufgaben gerecht

werden – gleichgültig, ob es sich um

einen Mittelklassewagen im Dauereinsatz,

eine repräsentative Limousine oder

einen Transporter handelt. Jedes Fahrzeug

erhalte die Ausstattungsmerkmale,

mit denen die Wünsche des Abnehmers

am umfassendsten erfüllt werden. „Wir

sind davon überzeugt, dass es einen Unterschied

macht, ob man einem ausgefuchsten

Verkäufer gegenübersitzt oder

aber mit einem aufmerksamen Dienstleister,

der genau zuhören kann. Und als

solche Dienstleister verstehen wir uns

hier“, betont Lars Schirmer.

Tölke & Fischer GmbH & Co. KG

Gladbacher Straße 345 · 47805 Krefeld

Tel.: 0 21 51 / 339-0

info@toefi.de · www.toefi.de

Die Tölke & Fischer-Gruppe

im Überblick

Volkswagen Zentrum Krefeld

Gladbacher Straße 345

47805 Krefeld

Volkswagen Tölke & Fischer Hüls

Kempener Straße 90-92

47839 Krefeld

Volkswagen Exklusiv Willich

Jakob-Kaiser-Straße 3

47877 Willich

Volkswagen

Nutzfahrzeugzentrum Krefeld

Heideckstraße 177

47805 Krefeld

Audi Zentrum Krefeld

Untergath 179

47809 Krefeld

Audi Exklusiv Willich-Münchheide

Jakob-Kaiser Straße 3

47877 Willich

Porsche Zentrum Willich

Jakob-Kaiser Straße 1

47877 Willich

Škoda Tölke & Fischer Dülken

Venloer Straße 70

41751 Viersen-Dülken

Tölke + Fischer Auto Pepper

Gatherhofstraße 5

47804 Krefeld

Ford Link in Krefeld

Heideckstraße 175

47805 Krefeld

Volvo Link in Krefeld

Heideckstraße 175

47805 Krefeld

KIA Autohaus Link

Untergath 175

47805 Krefeld

Wirtschaftsblatt 4/12


50 Bewegende Technik Dietermann GmbH + Co. KG

Leistungen

aus einem Guss

Seit fast hundert Jahren beliefert

die Dietermann GmbH & Co. KG

mittelständische Unternehmen

aus ganz Europa mit maßgefertigten

Formgussteilen aus

Aluminium. Dabei begeistern die

Viersener langjährige Kunden wie

neue Geschäftspartner mit einem

überzeugenden Komplettpaket:

Höchste Qualitätsstandards,

lieferbar in allen Losgrößen,

gepaart mit wettbewerbsfähigen

Preisen und der Flexibilität eines

Familienunternehmens. Vorzüge,

an denen es Wettbewerbern oft

mangelt.

Wirtschaftsblatt 4/12

Steigender Wettbewerb und niedrige

Preise prägen das Geschäft

mit Sandgussteilen. Gut, wenn

man sich da durch Vielseitigkeit

und Qualität abheben kann. Franz Georg

Reiners, geschäftsführender Gesellschafter

der Dietermann GmbH + Co. KG,

sieht darin maßgeblich den Erfolg seines

Unternehmens begründet: „Ob Ersatzteil

oder Prototyp, Serie oder Großguss – wir

stellen alle Größen und Stückzahlen her,

die in Sandguss möglich sind. Und das

bei gleichbleibend hoher Qualität.“

Alle Losgrößen aus einer Hand

Als Allrounder mit exzellenter Güte –

so könnte man das Traditionsunternehmen

auch bezeichnen. 1921 wurde es

von der Familie Dietermann gegründet.

1972 übernahm die Familie Reiners den

Betrieb, den sie mittlerweile in dritter

Generation führt. 600 verschiedene Artikel

in jährlichen Stückzahlen von eins

bis 50.000 und mit einem Gewicht von

200 Gramm bis 200 Kilogramm stellt man

heute am Niederrhein her – das sind rund

1.000 Tonnen jährlich, die der Sandgussspezialist

in Aluminium- und Kupferwerkstoffen

produziert. Während früher

ein Großteil der hauseigenen Herstellung

in den Textilmaschinenbau ging, finden

die Produkte heute Verwendung in verschiedensten

Branchen: vom klassischen

Maschinen- und Industriearmaturenbau

über Schienenfahrzeuge und Wehrtechnik

bis zur Elektroindustrie.

Neben der erstklassigen Qualität kann

der Familienbetrieb mit einem weiteren

Alleinstellungsmerkmal begeistern: Die

Dietermann GmbH + Co. KG bietet die

Flexibilität eines kleinen Unternehmens,


Anzeige

Dietermann GmbH + Co. KG

51

1 2 3

4 5

1 Franz Georg Reiners steht seit 2009

an der Spitze des in dritter Generation

geführten Familienbetriebs

2 Jedes Detail zählt: Die einmalig

genutzten Sandformen werden exakt

nach den Produktanforderungen

gefertigt

3 In Form gegossen: In Hand- und Maschinenfertigung

entstehen pro Jahr

über 600 verschiedene Produkte

4 Qualitatives Nacharbeiten vor der

Auslieferung: Bei der manuellen

Entgratung erhalten die Gussteile

ihren Feinschliff

5 Unikate oder Losgrößen von bis zu

50.000 Stück – bei Dietermann stellt

man sich auf jeden Bedarf ein

kombiniert mit der Verlässlichkeit und

Solidität eines großen Unternehmens.

„Bei uns bekommt der Kunde alles aus

einer Hand. Er muss nicht mit mehreren

Lieferanten zusammenarbeiten, sondern

kann sich auf unser Vollsortiment und

unseren umfassenden Service verlassen“,

berichtet Franz Georg Reiners. Während

viele Wettbewerber sich auf spezielle

Losgrößen oder Dimensionen spezialisieren,

geht Dietermann den umgekehrten

Weg: die Kunden sollen sich mit ihren

sämtlichen Bedarfe bei Dietermann gut

aufgehoben fühlen. Das reduziert den

Betreuungsaufwand in Logistik und Qualität

erheblich. Auch zahlreiche vor- und

nachgelagerte Wertschöpfungsschritte

wie die Oberflächenbehandlung, die

Werkstoffauswahl oder die mechanische

Bearbeitung gehören zum umfangreichen

Leistungsangebot dazu.

Auftragsabhängig beraten Dietermann-

Ingenieure den Kunden bereits von Beginn

des Prozesses an, häufig schon in

der Konstruktion des gewünschten Produktes.

Ein erfahrenes Team – rund 90

Mitarbeiter – ist größtenteils seit vielen

Jahren oder Jahrzehnten für das Traditionsunternehmen

tätig. Service und Qualität

– das sind die zwei Faktoren, die die

Dietermann GmbH + Co. KG zu einem der

bekanntesten und gesuchtesten Gussteile-Lieferanten

in Nordrhein-Westfalen

gemacht haben. Nicht selten sei es vorgekommen,

dass Kunden im Ausland

Negativerfahrungen gemacht hätten und

wieder zu Dietermann zurückgekommen

seien, erzählt Franz Georg Reiners.

Für den Gesellschafter, der vor dreieinhalb

Jahren in dritter Generation ins

Unternehmen einstieg, ist der direkte

Draht zu seinen Kunden enorm wichtig:

„Nur im persönlichen Kontakt kann man

Vertrauen aufbauen, und das ist in unserer

Branche unverzichtbar“, so der Geschäftsführer.

Durch zufriedene Kunden

– rund 50 große wie mittelständische Unternehmen

gehören zum festen Kundenstamm

– und Mund-zu-Mund-Propaganda

kommen immer wieder zusätzliche

Geschäftsbeziehungen hinzu. Trotzdem

setzen sich die Vertriebsmitarbeiter im

Dietermann-Team immer neu dafür ein,

neue Kontakte zu knüpfen – und mit Leistungen

aus einem Guss täglich zu überzeugen.

Dietermann GmbH + Co. KG

Chemiestraße 1-3

41751 Viersen-Dülken

Tel.: 021 62 / 48382-0

info@dietermann-guss.de

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Wirtschaftsblatt 4/12


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Wirtschaftsblatt 4/12


Gut zu wissen

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Wirtschaftsblatt 4/12


56 Gut zu wissen

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Wirtschaftsblatt 4/12


Die nächsten Themen

Seien Sie dabei, wenn Deutschlands Ideentransporteur

mit den kommenden Heften die Wertschöpfungselite

in 24 Regionen über folgende Themen informiert:

Kraftverstärker

für die Wirtschaft

Als auflagenstärkstes regionales Wirtschaftsmagazin Deutschlands ist das

Wirtschaftsblatt die Plattform des heimischen Mittelstands. Mit seinen Berichten

aus Unternehmen und Wirtschaft, von kommunalen Wirtschaftsförderungen

und Landesministerien, aus Netzwerken und Kammern bietet es

fünfmal pro Jahr die Business-Informationen aus der Region.

Durch seine zielgenaue Versendung per Post erreicht das Wirtschaftsblatt

exakt die entscheidenden Köpfe der heimischen Wirtschaft. Und ist damit

das Netzwerk für Kontakte, Kunden und Kooperationen. In 13 starken Regionen

des ganzen Landes.

Schwerpunktheft WERTE

Welche Werte haben Bestand und sind lukrative Anlagen?

Dieser Frage geht das Wirtschaftsblatt in seiner

Ausgabe 5/12 nach. Wir beleuchten dabei nicht nur

die klassischen Finanzstrategien, die wir aus den

Empfehlungen der besten Banken Deutschlands zusammentragen.

Vor allem aber widmen wir uns anlässlich der Immobilienmesse

Expo Real den besten Chancen beim

Bauen, Mieten und Investieren. Als Medienpartner

der Messe und Standortpartner von über 280 Städten,

Regionen und Bundesländern sind wir dabei die

Plattform aller, die im Baubereich agieren und investieren.

Der Familienunternehmer-

Report 2013

Nach dem furiosen Auftakt im letzten Jahr richtet

sich das Wirtschaftsblatt mit seinem Heft 1/13 auch

in diesem Jahr wieder an die Familienunternehmen

in Deutschland und präsentiert die erfolgreichen familiengeführten

Unternehmen aus den deutschen

Wirtschaftsregionen. Mit Spannung erwartet wird

dabei das exklusive Wirtschaftsblatt-Ranking der 500

größten Familienunternehmen.

Heerdter Landstraße 141

40549 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 3 11 20 60-0

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ServiceFax: 0211 / 311 20 60-10

Ich wünsche eine unverbindliche Beratung über die

Werbe- und Promotionmöglichkeiten im Wirtschaftsblatt.

Ich bin Unternehmer und möchte das Wirtschaftsblatt

kostenlos abonnieren

Ich bin bereits Abonnent – meine Empfängerangaben

haben sich geändert

Firma/Stempel

Ansprechpartner

Straße/Hausnummer

PLZ/Ort

Telefon

E-Mail


58 Impressum/Teamköpfe

Impressum

Herausgeber Michael Oelmann

Wirtschaftsblatt Verlagsgesellschaft mbH

Heerdter Landstraße 141 ∙ D-40549 Düsseldorf ∙ Tel.: 0211 / 311 20 60-0

Fax Verlag: 0211 / 311 20 60-10 ∙ Fax Redaktion: 0211 / 311 20 60-30

verlag@wirtschaftsblatt.de ∙ www.wirtschaftsblatt.de

Chefredaktion Marc Daniel Schmelzer (mds), schmelzer@wirtschaftsblatt.de

Michael Kranz (MiK), kranz@wirtschaftsblatt.de

Vertriebsleitung Jochen Oelmann, j.oelmann@wirtschaftsblatt.de

Vertriebskoordination Andreas Hodapp-Schneider, Andrea-Maria Schauf

Regionalleiter Tina Marie Bongartz, Christiane ten Eicken (Wuppertal), Katja Eifler (Neuss),

Sabine Hense-Ferch (Lippstadt), Brigitte Freitag (Hannover), Jürgen Haß (Nürnberg), Anna

Hüser (Düsseldorf), Volker Motz (Köln), Falk Al-Omary (Siegen), Marc Daniel Schmelzer (Mettmann),

Gisela Splitt (Essen),

Redaktion Otto Geissler (Augsburg), Martina Gorlas (Essen), Mathias Hajek (Düsseldorf), Ronald

Morschheuser (romo), Barbara Ochs (os), Karsten Sander (ks), Thomas Scharfstädt (THS), Andreas

Schult heis (as), Carola Thielecke (cth), Brigitte Waldens (bw), Jan D. Walter (jdw), Andrea Wiegmann

(aw)

Tel.: 0211 / 311 20 60-0, redaktion@wirtschaftsblatt.de

Redaktionsmitarbeit Susanne Birkner (Wuppertal), Peter ten Eicken (pte), Birgit Fliege (Willich),

Ines Godazgar (Halle/Saale), Barbara Anna Hüser, Nadia Joppen (Willich), Birgit Kasiminski, Margit

Schmitt (Köln), Elke Sichelschmidt (Mülheim/Ruhr), Sabine Spatzek (Herrenburg), Inga Sprünken

(Köln), Meike Sturat (Köln), Anne Swodenk (Düsseldorf), Karin Weidenbacher (Wendlingen),

Dirk Wüstenhagen (Remscheid)

Firmenberatung Andrea-Maria Schauf, Christiane Butlin, Sabine Dobbek, Bernd Häckel, Jürgen

Haß, Heike Hesse, Brigitte Kürten, Ulrike Lamberty, Barbara Landen, Hans-Ulrich Noll, Christian

Pianka, Felicitas Raecke, Martina Sauer, Simona Schwabe, Karin Schwarzer, Regina Räthe, Carola

Thielecke, Ralf Thonemann, Christel Tzourmbakis, Brigitte Vesenbeckh, Elke Zipper

Tel.: 0211 / 311 20 60-21, anzeigen@wirtschaftsblatt.de

Gestaltung Daniela Schröder (Leitung); schroeder@wirtschaftsblatt.de, Tel.: 0211 / 311 2060-24

Julia Schmitz, Gisela Röhrig-Wargalla

Veranstaltungen Andrea Schauf

Wirtschaftsblatt-TV Andreas Kranz, Katja Eifler

Buchhaltung Petra Brandt, Tel.: 0211 / 311 20 60-0

Bürokoordination Uta Bunn, Tel.: 0211 / 311 20 60-40, bunn@wirtschaftsblatt.de;

Simona Müller, Leona Tekaat

Informationsdienste und Datenbank Michael Künzer (Leitung); Jan Kranz, Joshua Kranz,

Kornelius Martusche

Fotos Simone Bahrmann, Harald Bickel, Achim Blazy, Ulli Dackweiler, Günter Distler, Thomas

Gödde, Dirk Grobelny, Tankred Helm, Andreas Herrmann, Dirk Hoy, Daniel Koebe, Peter Kossok,

Günter Lintl, Boris Loehrer, Martin Magunia, Angelika Osthues, Sandra Sanchez, Volker Schäffner,

Maic Schulte, Peter Sudermann, Stefan Tesche-Hasenbach (WSW GmbH), Anja Tinter, Rupert

Warren, Frank Wiedemeier, Andreas Willems

Aboservice Simona Müller, Tel.: 0211/311 20 60-28, mueller@wirtschaftsblatt.de

Distribution Michael Hellmann, Rainer Schade

Druck Hofmann Infocom GmbH, Nürnberg

Das Wirtschaftsblatt ist das regionale Wirtschaftsmagazin mit eigenständigen Ausgaben für die

Regionen Metropole Ruhr, Westfalen, Köln - Bonn - Aachen, Düsseldorf, das Bergische Land, den

Niederrhein, den Kreis Mettmann, Baden-Württemberg, Bayern, Ostdeutschland, Rhein - Main

- Saar, die Metropolregion Hannover sowie Norddeutschland. Persönlich gekennzeichnete Beiträge

und Firmenbeiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des Verlages dar. Alle Rechte liegen

bei der Wirtschaftsblatt Verlagsgesellschaft mbH, Düsseldorf. Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 25 vom 1.2.2011. 19. Jahrgang.

WIRTSCHAFTSBLATT Verlagsgesellschaft mbH

Geschäftsführer: Michael Oelmann

HRB-Nr. 49351, Amtsgericht Düsseldorf

„Die Stärkung des Standorts ist unser Ziel.“

IVW-geprüfte

gesamtverbreitete IVW-geprüfte Auflage:

gesamtverbreitete 116.250 Hefte (II/2012) Auflage:

137.045 Hefte (II/2011)

Teamköpfe

Jubiläums-Spezial

Daniela

Schröder

Waren wir nicht gerade noch ein jugendliches

„Start-up“? Liegt die Gründung des

Wirtschaftsblatt tatsächlich schon so lange

zurück, dass bereits die ersten Mitarbeiterjubiläen

anstehen? Offenbar schon!

Denn in diesem Jahr feiert die erste Angestellte

des Verlages ihr „Zehnjähriges“!

2002 startete die Leiterin der Grafikabteilung,

Daniela Schröder, ihre Karriere beim

Wirtschaftsblatt. Als frisch ausgebildete

Mediengestalterin für Digital- und Printmedien

mit Schwerpunkt Design kümmerte

sie sich anfangs noch alleine um die

zahlreichen Druckerzeugnisse des Verlages:

Kundenzeitschriften, Flyer, Einladungen,

Broschüren, Plakate – und natürlich

die damals noch einzige Regionalausgabe:

Das Wirtschaftsblatt Kreis Mettmann.

Seitdem hat nicht nur das Magazin,

sondern auch die ehemalige Einzelkämpferin

eine eindrucksvolle Karriere hingelegt.

Mittlerweile führt die 33jährige Velberterin

ein vierköpfiges Grafikteam und

koordiniert die komplexen Produktionsprozesse

für deutschlandweit 13 Regionalausgaben.

Drei Layoutreformen hat sie

mit begleitet. Aus den zwar schönen, aber

mageren 48 Seiten des anfänglichen Wirtschaftsblatt,

die sich damals noch trefflich

an die Wände der Grafikabteilung heften

ließen, sind heute zusammengenommen

1.500 Seiten pro Produktion geworden.

Damit dürfte das Wirtschaftsblatt die wohl

„dick ste“ Zeitschrift Deutschlands sein.

An die Wand heften funktioniert also

nicht mehr. Doch eines hat sich bis dato

nicht geändert: Mit kreativem Auge, ihrer

Liebe zum Produkt und ihrer vorbildlichen

Art, mit Kunden und Kollegen umzugehen,

ist Daniela Schröder eine Schlüsselfigur dieses

Verlages. Damals genauso wie heute.

Wirtschaftsblatt 4/12


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92

Kunden bewegen


Kommunikation

93

Frag den Fisch

Wie kann man Entscheider mit Angeboten aus dem Bereich Technik und Dienstleistungen

erreichen und überzeugen? Welche Inhalte, Instrumente und Methoden gibt es, in einem

harten Wettbewerb Umsatz und Ertrag nachhaltig zu erhöhen? Um hier erfolgreiche

Antworten zu finden, ist eine entscheidende Frage zu beantworten: Was will und erwartet

mein Kunde konkret von mir? Dazu reicht es nicht aus, allein auf die eigene Einschätzung

oder die der Vertriebsmitarbeiter aufzubauen, meint Kommunikationsprofi Horst Franke.

Basierend auf seiner über 20-jährigen Erfahrung als Unternehmer und Berater sagt er:

Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Um besonders auch als

mittelständisches Unternehmen den Geschmacksnerv des Kunden zu treffen, hat der

Düsseldorfer das „Frag-den-Fisch-Modell“ entwickelt.

Wirtschaftsblatt 4/12


94

Kommunikation

Ein kleiner Ort in Baden Württemberg,

typische Provinz im

besten Sinne: Ein Marktplatz.

zwei Bäcker, Restaurants und

ein Hotel. Typisch auch, dass gerade hier

ein Hidden Champion Made in Germany

sitzt. Ein Maschinenbauer mit 750 Mitarbeitern,

fest verankert in der Region,

weltweit aktiv. Die Geschäftsführer Vertrieb

und Entwicklung sind Ziel des Besuchstermins

von Horst Franke und seiner

Mitarbeiterin. Sie wollen hier nichts

verkaufen und auch nichts kaufen. Im

Gepäck haben sie individuelle Fragen,

einen Laptop und Papier für Notizen.

Auf Erkundungstour

bei den Besten

Mit den Füßen im Rhein, mit dem Herzen

beim Mittelstand: Horst Franke

begibt sich für Unternehmen auf die

Suche nach dem richtigen „Köder“

Horst Franke ist auf Erkundungstour

für einen Auftraggeber. Dieser ist

Mittelständler und Lieferant von Anlagenkomponenten

mit Sitz im Rheinland.

Ziel des Besuchs ist es, in einem

Gespräch genaues darüber zu erfahren,

wie die Geschäftsführer ihren Lieferanten

beurteilen. Warum sie kaufen und

warum nicht noch mehr? Welche Stärken

sie am Zulieferer schätzen, welche

Schwächen sie sehen, welche Leistungen

sie vermissen und was sie ändern

würden. Mit seiner ruhigen, integren

und kompetenten Gesprächsführung

hat er schnell eine angenehme Gesprächsatmosphäre

geschaffen. Die interviewten

Geschäftsführer bekommen

sichtlich Freude daran, ihr Urteil abzugeben

und Ideen zu entwickeln.

Jede Antwort ist wertvoll. Denn

Horst Franke führt das Gespräch speziell

auf die Erwartungshaltung seines

mittelständischen Kunden zugeschnitten.

Die Idee im Hintergrund: Kunden

und Mitarbeiter eines Unternehmens

haben einen großen Erfahrungs- und

Wissensschatz, in dessen Umfeld immer

wieder neue kreative Ideen und

Lösungen aber auch Anforderungen

Wirtschaftsblatt 4/12


Kommunikation

95

entstehen. Sie kennen Stärken, Schwächen

und Möglichkeiten unmittelbar.

Dieses Wissen gilt es zu nutzen und in

marktorientierte authentische Konzepte

umzusetzen. Und das hat Horst Franke

mit seinem Team für namhafte Unternehmen

wie die ams.Solution AG, das

Chemieunternehmen Rhenuslub, die Anlagenbauer

Certuss, Hüdig+Rocholz und

Rebs, die KfW, die Baumanager von Franzen,

den Komponentenhersteller Phoenix

Contact, den Flugzeugspezialisten Brötje

Automation sowie ein renommiertes Vermögensberatungsunternehmen

bereits

umgesetzt.

Erfolgsgeschichten

anstoßen und schreiben

In drei Schritten

zu einem wirksamen und authentischen Konzept

Phase Eins. Das Eigenbild.

Gemeinsam mit ausgewählten operativ

tätigen Mitarbeitern aus unterschiedlichen

Bereichen und Ebenen wird ein authentisches

Eigenbild entwickelt. Ein von

e.f.+p. akribisch vorbereiteter und moderierter

eintägiger Workshop- mit etwa

acht bis zwölf Mitarbeitern.

Phase Zwei. Das Fremdbild.

In dieser Phase wird intensiv mit den Kunden

der Kunden gesprochen. In Tiefeninterviews

mit Entscheidern (Buying Center)wird

ein aussagefähiges Fremdbild

bezüglich Leistung, Image, und Erwartungshaltung

erarbeitet. Zwischen zehn

und 20 Interviews reichen in Nischenmärkten

in der Regel um ein genaues Profil

zu erstellen.

Ergebnisse seiner Tätigkeit sind zum

Beispiel Marken- und Kommunikationskonzepte,

Vertriebskonzepte, Konzepte für

Dienstleistungsangebote sowie Trainingsund

Ausbildungskonzepte für Kunden und

Mitarbeiter sowie neue Produktideen. Die

Grundlage des Erfolgsmodells liegt dabei

nicht, wie bei anderen empirischen Methoden,

in der Menge der Befragungen,

sondern in der hohen Qualität individueller

Expertenaussagen von Marktteilnehmern

– in der Regel aus anspruchsvollen

Nischenmärkten. Also persönliche Gespräche

statt Online- Fragebögen.

Zurück in Düsseldorf, wo das Kommunikationsunternehmen

e.f.&p. in einem

charmanten Loft seinen Sitz hat:

„Am Ende ist die Überraschung oft groß“,

sagt Horst Franke. Nämlich dann, wenn

er seine Ergebnisse und Empfehlungen

beim Auftraggeber präsentiert. „Der Unternehmer

hat oft ein „Vorurteil“ im Bezug

auf die Wahrnehmung seines Unternehmens.

Doch die Ergebnisse unserer

Interviews halten fast immer neue und

nicht erwartete Erkenntnisse bereit.“

Diese sind grundlegende Orientierungspunkte,

nach denen ein Unternehmen

seine strategischen und marketingbezogenen

Entscheidungen treffen sollte,

ist sich Horst Franke sicher. Denn erst

mit dem Wissen darum, „was dem Fisch

wirklich schmeckt“ lassen sich Instrumente

und Maßnahmen auf die vom

Markt geforderten Stärken ausrichten, ja

sogar ertragreiche Geschäftsfelder und

Dienstleistungen im Markt platzieren.

Nachhaltiger

Unternehmenserfolg

Die Vorgehensweise ist pragmatisch

und mittelstandsorientiert. Der Zeitaufwand

ist überschaubar, Ergebnisse werden

schnell produziert. Und noch etwas

ist besonders: das Frag-den-Fisch-Modell

bezieht gezielt die Mitarbeiter jedes Kunden

ein. Denn bevor sich die Spezialisten

von e.f.&p. auf den Weg zu den Kunden

der Auftraggeber machen, wird in Workshops

mit operativ tätigen Mitarbeitern

ein Eigenbild des Unternehmens moduliert.

„Die Stärken und Schwächen eines

Phase Drei. Die Konzeptentwicklung

und Umsetzung.

Aus den Erkenntnissen aus Eigen- und

Fremdbild wird die Plattform für die Beratungs-,

Konzept- und Umsetzungsarbeit

entwickelt. Sie wird dem Kunden präsentiert

und ist Grundlage für die Massnahmenentwicklung

und Umsetzung.

Alles getreu dem Motto: Der Köder muss

dem Fisch und nicht dem Angler schmecken.

Wenn Sie Geschmack auf mehr haben...

e.f.+p.

Esser, Franke & Partner GmbH

Horst Franke

Volmerswerther Straße 41

40221 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 39006-0

horst.franke@efp.de · www.efp.de

Unternehmens setzen sich aus unterschiedlichen

Facetten zusammen, die

niemand besser erlebt, als die eigenen

Mitarbeiter und Kunden. Das in vielen

Köpfe vorhandene Wissen strukturiert

und konsensfähig zusammenzufassen

und daraus Ideen zu entwickeln, ist überaus

wertvoll und überraschend effektiv“

sagt Horst Franke.

Mittelständischen Unternehmern

rät der Kommunikationsprofi, den überschaubaren

Ressourcenaufwand in den

Frag-den-Fisch-Ansatz zu investieren.

Eine zielgerichtete individuelle Planung,

die Zusammenarbeit mit qualifizierten

und engagierten Mitarbeitern sowie eine

entsprechende Anzahl (circa 10-20) von

Kundeninterviews führen am Ende mit

zu einer maßgeschneiderten Strategie

für das Unternehmen. Eben weil alles den

Fischen schmeckt.

Wirtschaftsblatt 4/12


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Agentur FormWind

97

Die Website, Ihr bestes

Vertriebsinstrument!

Bärbel Hamann, Inhaberin

der Agentur FormWind,

Web- und Multimedia-Expertin

Ein guter Vertriebler besitzt Persönlichkeit und besticht durch

Kompetenz und ein sympathisches Erscheinungsbild. Er holt die

Zielgruppe bei ihren Bedürfnissen ab und ist abschlussorientiert.

Für eine gute Website gilt genau dasselbe. Aber leistet Ihr

Onlineauftritt das auch?

Was nützt eine Website mit

vielen Plazierungen, wenn

der Besucher bei Klick auf

den Link oder die Seite nicht das Angebot

erhält, das er erwartet? Was nützt es,

wenn man selbst weiß, dass das eigene

Unternehmen seit vielen Jahren eine führende

Marktstellung hat – der Besucher

der Website dies aber nicht erfährt, weil

die Inhalte nicht formuliert oder irgendwo

versteckt sind?

Ist Ihre Website so gut wie Ihre

besten Vertriebsmitarbeiter?

Kundenreferenz

Christian Buske

Geschäftsführer

Plasmatreat GmbH

Steinhagen

www.plasmatreat.de

www.plasmatreat.com

„Zusammen mit FormWind ist es uns

gelungen, uns als marktführendes Unternehmen

zu positionieren und unsere umfangreiche

Expertise im Web modern

und zielgruppenorientiert darzustellen.“

Entscheidend ist, am Anfang jede

Aufgabe ganzheitlich und unter strategischen

Aspekten zu analysieren.

Darauf aufbauend werden die Inhalte

maßgeschneidert für die Zielgruppe

formuliert und ein authentischer, unverwechselbarer

Unternehmensauftritt

gestaltet. Nachhaltig, strategisch

durchdacht, klar verständlich, emotional

erlebbar. So transportiert jedes Bild,

jeder Text, jede multimediale Maßnahme

das besondere Profil Ihres Unternehmens.

Ihre Botschaft muss ankommen

Für nachhaltigen Erfolg reicht es

nicht, einer Website mit einem neuen

Look und etwas Suchmaschinenoptimierung

auf die Beine zu helfen. Bauen Sie

das Haus von unten: mit der sauberen

Formulierung und Visualisierung Ihrer

Inhalte! Davon profitiert dann auch jede

weitere Maßnahme und Investition.

B2B-Kommunikation mit

Ausschöpfung aller Medien

Die B2B-Experten von FormWind beraten

seit 1995 mittelständische Unternehmen,

KMU, Konzerne, Institutionen und

Start-Ups. Die Spezialität der Agentur ist

es, mit viel Feingefühl und Sachverstand

tief in Inhalte einzusteigen. Darüber hinaus

steht die intelligente Ausschöpfung

aller Medien im Vordergrund. Das Team

um Bärbel Hamann und Matthias Kellermann

kennt Stärken und Schwächen moderner

und klassischer Medien und beherrscht

die Kommunikation quer durch

die verschiedenen Kanäle.

FormWind bietet crossmediale B2B-

Kommunikation vom Corporate Design

über die Umsetzung von Websites, Film,

Powerpoint-Präsentationen, Printmedien,

Public Relations (PR) und Messeauftritten.

Matthias Kellermann,

Web- und Direktmarketing-

Experte, Konzeption, Text

Einladung zum Event

FormWind und die Wirtschaftsblatt-

Akademie laden ein zum Themenabend

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Wirtschaftsblatt 4/12


98 Kommunikation Druckerei H. von Ameln

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Als eines der ersten

Unternehmen der Printbranche

im Kreis Mettmann hat sich die

Druckerei H. von Ameln dem

Umweltschutz verschrieben.

Mit der Teilnahme an „ÖkoProfit“

und Investitionen in den

Maschinenpark unterstreicht die

Ratinger Druckerei H. von Ameln

ihr Engagement.

Holger von Ameln beweist, dass hohe

Druckqualität und umweltbewusstes

Handeln keine Gegensätze sind

Öko-Profis machen Druck

Bereits seit Jahren nutzt die traditionsreiche

Druckerei H. von Ameln

konsequent die Möglichkeiten für

Umweltschutz. So bezieht das Unternehmen

beispielsweise reinen Naturstrom,

also elektrische Energie aus regenerativer

Erzeugung, nutzt nur umweltverträgliche

Lacke und Öle, optimiert die Wege

bei Ab- und Zulieferung. Seit 2010 ist

der klimaneutrale Druck bei von Ameln

zudem zertifiziert. Jetzt haben sich die

Printprofis erfolgreich um die Teilnahme

am Projekt „ÖkoProfit“ beworben, das

von der Landesregierung und dem Kreis

Mettmann unterstützt wird.

Verantwortung für

Natur und Klima

Wirtschaftsblatt 4/12

„Über die Laufzeit des Projekts von einem

Jahr finden bei uns eine Reihe von

Audits und Beratungsgesprächen statt.

Außerdem werden zusätzliche Workshops

angeboten“, erklärt Holger von

Ameln, der vor dreizehn Jahren den 1962

von seinem Vater gegründeten Betrieb

übernommen hat. Zahlreiche der derzeit

15 Mitarbeiter haben den Unternehmensstart

bereits miterlebt. „Im Rahmen des

Projekts werden wir von Kopf bis Fuß

unter die Lupe genommen“, weiß der gelernte

Drucker. Mögliche Schwachstellen

würden dabei aufgedeckt, weitere Einsparpotentiale

bei Energie- und Wasserverbrauch

sowie Vermeidung von Müll

transparent gemacht. „Eine ideale Chance

also, um uns weiter zu verbessern“, so

von Ameln.

„Wir haben Nachhaltigkeit in unserem

Unternehmen bereits durch die

Partnerschaft mit ‚Nature Office‘ verankert.

Auf diesem Weg können wir CO2-

Emissionen klimaneutral ausgleichen“,

berichtet der Geschäftsführer. Denn seine

Druckerei ist in der Lage, die Menge

des Treibhaus-Gases zu berechnen, die

bei der Produktion einzelner Drucksachen

entsteht. Verantwortungsbewussten

Kunden steht das Angebot offen, über

Klimaschutzprojekte wie zum Beispiel

Wiederaufforstungen die Kompensation

zu übernehmen. Selbst bei großen Aufträgen

kostet dies nur ein paar Euro. Jede

von der Druckerei von Ameln klimaneutral

hergestellte Drucksache erhält dafür

ein Zertifikat.

Investment für die Zukunft

„Von der Teilnahme an ÖkoProfit verspreche

ich mir jetzt zusätzlich Lösungen,

wie wir die CO2-Emission schon

beim Druck senken können.“ Dafür ist

von Ameln auch bereit zu investieren.

Sein Credo: „Nachhaltige Produktion im

Druckgewerbe und die Verantwortung

für die Umwelt darf nicht am Geldbeutel

scheitern.“

Daher hat sich von Ameln auf der jüngst

zu Ende gegangenen „drupa“ umgesehen,

der internationalen Fachmesse der Print-

Branche, die alle vier Jahre in Düsseldorf

stattfindet. Und er ist fündig geworden:

Jetzt steht eine nagelneue digitale Druckmaschine

im Firmengebäude an der Ratinger

Boschstraße. Sie soll vor allem für

die Herstellung von Postkartenmailings

eingesetzt werden. „Mit der neuen digitalen

Druckmaschine sind wir in der Lage,

kleine und kleinste Druckaufträge selbst

in Farbe kostengünstig zu realisieren –

auch Flyer oder Einladungskarten in geringer

Auflage“, erläutert von Ameln.

In Verbindung mit modernem Adressmanagement

kann mit dem Digitaldruck

eine Rundum-Dienstleistung für Mailings

geschnürt werden – auf Wunsch mit Kuvertierung,

auf jeden Fall aber mit portosparender

Postoptimierung. Der Versand

an Adressdoubletten wird damit ebenso

vermieden wie Post an unvollständige Adressen

– „unter dem Strich leisten wir auch

mit solchen Kleinigkeiten unseren Beitrag

zum Umweltschutz und bieten unseren

Kunden kostengünstige Komplettleistungen“,

merkt Holger von Ameln an.

Druckerei H. von Ameln

Boschstraße 8 · 40880 Ratingen

Tel.: 021 02 / 74 06-0

druck@von-ameln.de

www.von-ameln.de


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Conen Produkte GmbH & Co. KG

99

Fingerzeig der Zukunft

Wie läuft ein Meeting in der Regel ab? Meist steht der Vortragende

an einem Flipchart, ein Beamer wirft eine Powerpoint-Präsentation

an die weiße Wand. Ergebnisse notiert man mit einem Stift, in

kurzen Stichworten, während ein Assistent die Präsentation

weiterklickt. Im 21. Jahrhundert geht es aber auch ganz anders.

Das Zauberwort heißt „Interaktivität”.

Konkret funktioniert

es so: „Ein Beratungsgespräch

oder eine Schulung

wird am PC vorbereitet, die Dokumente

zentral abgelegt. Bei der anschließenden

Präsentation können mit Hilfe von

interaktiven Tafeln und Monitoren per

Fingerzeig über einen Touchscreen sämtliche

notwendigen Texte, Bilder oder Filme

aufgerufen werden. Alle Details der

Besprechung – Einwände, Ergänzungen,

Zwischenergebnisse – werden dabei sofort

gespeichert und müssen später für

das Protokoll nur noch ausgedruckt werden”,

beschreibt Reinhard Junglen, Geschäftsführer

der Conen Produkte GmbH

im rheinland-pfälzischen Morbach. Seit

über zehn Jahren ist das Unternehmen

spezialisiert auf Mobiliar und interaktive

Systeme für den Schulungsbereich. „Der

Trend war allerdings bisher eher ein europäischer

als ein deutscher, weshalb wir

auch nach wie vor einen hohen Exportanteil

aufweisen. So haben beispielsweise

erst gut sieben Prozent der deutschen

Schulen interaktive Tafeln im Einsatz,

während es in Großbritannien gut 80

Prozent sind. Ähnliche Zahlen weisen

Frankreich oder die Niederlande auf”, ergänzt

Stefan Heymann, Projektleiter bei

Conen. Umso zufriedener ist man über

die günstige Nähe des Firmenstandorts

zum Flughafens Frankfurt-Hahn. Doch

das größere Geschäftspotential sehen

die Lieferanten von Schulungsmobiliar

und Schulungstechnik inzwischen in den

einheimischen Regionen – aufgrund des

hohen Aufholbedarfs.

Lieber Screentable oder

Monitor?

Wobei Präsentationsmedien für den

Business-Bereich gleichermaßen im Fokus

stehen. Vor allem Architekturbüros

und Unternehmen des Finanzsektors

interessieren sich für die moderne Art

der Präsentation, doch auch immer mehr

Mittelständler unterschiedlichster Branchen,

die bei Planung und Schulung effizienter

vorgehen wollen. Mit Panasonic

als Hauptpartner im Segment der interaktiven

Boards bietet man den Interessenten

technische Lösungen in state of the

art. So etwa Ultranahdistanzprojektoren

in Kombination mit Boards, die sich auch

in der Höhe verstellen lassen. Auf diese

Weise lässt sich die Projektionsfläche in

fast jede denkbare Position manövrieren,

ohne dass ein Schatten auf die Präsentation

fällt.

Noch beeindruckender als die Tafeln

sind jedoch die interaktiven Monitore mit

höhenverstellbaren 55- oder 65-Zoll-Bildschirmen.

Durch antireflektierendes Spezialglas,

hohen Kontrast und hohe Auflösung

– Full HD mit 1920 x 1080 Pixeln

– wird den Zuschauenden das perfekte

Bild geboten. „Wichtig: der Touchscreen

registriert dabei erst Berührungen ab einem

Millimeter vor der Fläche, so dass es

unmöglich ist, etwa mit einer versehentlichen

Berührung des Ellbogens eine Datei

aufzurufen”, betont Heymann.

Auch der Monitor ist bis zu einem

Neigewinkel von 90 Grad verstellbar:

Auf Wunsch verwandelt er sich für den

Nutzer in einen interaktiven Tisch.

„Niemand muss im übrigen befürchten,

die Geräte nicht handhaben zu können.

Denn wir liefern und montieren nicht

nur vor Ort, sondern schulen selbstverständlich

auch. Schließlich ist Schulung

unser Business”, resümiert Reinhard

Junglen.

Conen Produkte GmbH & Co. KG

Conenstraße 4

54497 Morbach/Gonzerath

Tel.: 06533 / 75-1 00

info@tafel-der-zukunft.de

www.tafel-der-zukunft.de

Wirtschaftsblatt 4/12


100 Kommunikation die dialogagenten

Geschäftsführer Sven Bruck

Wirtschaftsblatt 4/12


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die dialogagenten

101

Empfänglich für

ansprechende Ideen

„Ab und zu ein Mailing zu verschicken, schafft noch keine stabile Geschäftsbeziehung. Vorher

müssen Unternehmen und Kunden miteinander ins Gespräch kommen, damit sich beide Parteien

kennenlernen können. Läuft die Kommunikation optimal, steht am Ende eine gemeinsame Welt, in der

man sich versteht und gegenseitig vertraut. Um dieses ehrgeizige Vorhaben umzusetzen, liefert das

Dialogmarketing ein perfektes Instrumentarium“, sagt Sven Bruck.

Der Fachmann weiß, wovon er spricht.

Schließlich arbeitet der Geschäftsführer

einer Fullservice-Agentur für Dialogmarketing

seit 23 Jahren erfolgreich im Bereich

Kundenbindung, Kampagnenmanagement

und Datenverwaltung. 75 Dialogagenten

sind heute am Standort Wuppertal im Einsatz,

um die Premiumkunden namhafter

Firmen professionell im Marketingprozess

zu betreuen. Aber wie funktioniert Dialogmarketing

in der Praxis?

Herr Bruck, je mehr Daten über eine Zielgruppe

vorliegen, desto einfacher ist die

Ansprache. Stimmt das?

Schön wär’s. Sicher hat jede Zielgruppe

ihre Vorlieben, aber dies heißt nicht, dass

alle Personen in diesem Kreis auf die gleiche

Weise erreicht werden können. Zum

Beispiel sind die einen bereits Kunden, die

anderen noch nicht. Die einen wünschen

sich ausführliche Informationen über ein

Produkt, die nächsten möchten eine Bestätigung

für ihre Kaufentscheidung bekommen,

und wieder andere suchen eine

Möglichkeit, sich gegenüber Bekannten

und Freunden mit ihrer Neuerwerbung zu

profilieren. Hier hilft ein intelligentes Dialogmarketing,

die differenzierten Erwartungen

punktgenau zu erfüllen.

Dies setzt eine detaillierte Kenntnis der individuellen

Kundeninteressen voraus. Wie

kommen Sie an die nötigen Informationen?

Die Absatzmittler eines Unternehmens

kennen ihre Kundschaft im Einzugsgebiet

am besten. Deshalb sind der örtliche

Händler oder Dienstleister die erste Anlaufstelle,

um uns schlau zu machen.

Diese Möglichkeit der Informationsbeschaffung

greift aber nicht bei Firmen,

die frisch auf den Markt kommen oder an

einem neuen Standort erst einen eigenen

Kundenstamm aufbauen wollen.

Auch für diesen Fall sind wir vorbereitet.

In vielen Fällen ist das jeweilige Stadtmarketing

eine gute Informationsquelle.

Als weitere Alternative bietet sich an, die

potentiellen Kunden direkt nach ihren

Wünschen und Vorstellungen zu befragen.

Ebenso können wir versuchen, Firmen

zu finden, die über Kundenwissen

verfügen und uns daran teilhaben lassen.

Alle Welt geht online. Sie auch, um mit den

jeweiligen Kunden zu kommunizieren?

Auch, aber nicht ausschließlich. Mittlerweile

steht eine Vielzahl von Kanälen

für die Kontaktaufnahme zur Verfügung,

was eine maßgeschneiderte Ansprache

erleichtert. Die Präsenz im Internet ist

aus Marketingsicht übrigens nicht immer

erfolgreich. Ein Premiumkunde erwartet

von dem Anbieter seiner Wahl eine exklusive

Leistung und Betreuung. Häufig

wirkt die Werbung im Netz dagegen etwas

billig und keinesfalls elitär. So realisiert

der Kunde schnell, dass er bei diesem

Medium nicht das bekommt, was er

sich von dem betreffenden Unternehmen

wünscht. Andrerseits haben sich die sozialen

Strukturen im Laufe der Zeit deutlich

verändert. Deshalb nutzen vielfach

auch anspruchsvolle Kunden das Web,

um sich in Social Communities mit Gleichgesinnten

auszutauschen. Und dann haben

wir es natürlich auch immer wieder

mit konservativen Vertretern der ausgesuchten

Zielgruppe zu tun, die sich bei

der morgendlichen Zeitungslektüre alle

relevanten Informationen beschaffen.

Kurz und gut: Auch bei der Auswahl der

Kommunikationswege müssen wir sehr

flexibel sein und fallweise entscheiden,

welcher der richtige ist.

Haben sich die Bedürfnisse der Verbraucher

im Vergleich zu früher verändert?

Ganz klar nein. Im Mittelpunkt steht nach

wie vor die befriedigende Antwort auf die

Fragen nach Preis, Vertrauen und Nutzen.

Natürlich gibt es Unterschiede in der Form

sowie der Art und Weise, wie die angeforderte

Information transportiert wird – jedoch

nicht inhaltlich. Nur die Menschen,

mit denen wir umgehen, unterscheiden

sich voneinander. Umso größer ist für uns

die Herausforderung, eine Sprachwelt zu

schaffen, in der sich Unternehmen und

Kunde auf gleicher Ebene begegnen.

Welche Voraussetzungen sollte ein Unternehmen

mitbringen, damit Sie als

Spezialagentur für Dialogmarketing optimale

Ergebnisse erzielen können?

Für kleine Betriebe würde sich der Aufwand

nicht rechnen. Deshalb arbeiten

wir bevorzugt mit Konzernen und großen

Mittelständlern zusammen, die über eine

entsprechende Vertriebsstruktur verfügen.

Eine zusätzliche wichtige Komponente

im Dialogmarketing ist außerdem

eine klare Marke, die dem Unternehmen

ein Gesicht gibt und beim Kunden für das

nötige Vertrauen sorgt.

die dialogagenten

Agentur Beratung Service GmbH

Katernberger Straße 4 · 42115 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 3714 73 91

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Wirtschaftsblatt 4/12


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Hanse Business Forum

103

Sonja Retzlaff aus dem Masterstudiengang

International Management an der FH Münster

erläuterte den Vertretern der Projektstädte, wie

man über ein bestehendes Internetangebot ein

eigenes Hanse-Netzwerk etablieren kann

von vorne: Kerstin Maack

(Buxtehude), Marlis Kämpfer

(Lippstadt) und Frank Wolters

(Neuss) bei der Vorstellung der

Zwischenergebnisse in Lüneburg

Neue Hanse beweist

Businessrelevanz

Paneuropäische Kommunikation: Nach einem überzeugenden Zwischenbericht zum Verbundprojekt

Hanse Business reloaded sollten sich austauschinteressierte Unternehmen aus Hansestädten den

Termin für das 1. Hanse Business Forum im kommenden Jahr in Herford rot anstreichen.

Von Michael Kranz

Auf dem 32. Internationalen

Hansetag in Lüneburg ist

der Knoten geplatzt. Nach

der Präsentation durch die

verantwortlichen Professoren Klaus Niederdrenk

und Thomas Baaken von der

Fachhochschule der Hansestadt Münster

wurde den anwesenden Wirtschaftsförderern

der 28 Projektstädte aus acht Ländern

endgültig klar, welche Chancen auf

zusätzliche Kontakte und neue Geschäfte

für ihre heimischen Firmen sowie auf potentielle

Unternehmensansiedlungen am

Standort im reaktivierten Verbundnetzwerk

Hanse stecken.

Zur weiteren Abstimmung hatten

sich die Vertreter der Teilnehmerkommunen

zudem darauf eingestellt, dass

beim Hanse Business Networking englisch

gesprochen wird. „Jetzt kommt

der Stein richtig ins Rollen“, freute sich

Projektkoordinatorin Marion Köhn von

der Wirtschaftsförderung Herford. Die

Ostwestfalen haben für die besonderen

Hanse Business Aktivitäten einen Betrieb

gewerblicher Art gegründet, um zu

verdeutlichen, dass das 1. Hanse Business

Forum im Rahmen des 33. Internationalen

Hansetags in ihrer Stadt nur

die Premiere für eine dauerhafte Veranstaltungsreihe

sein soll. „Der hier vorgestellte

erfolgversprechende Ansatz

basiert auf den Vorarbeiten von Städten

wie Lippstadt sowie auf den stetigen

Vernetzungsbemühungen durch die

Hanse-Wirtschafts-Arbeitsgruppe und

deren Vorsitzender Angelika Quiring-

Perl aus Neuss“, bekennt Herfords Kämmerer

Manfred Schürkamp, der auch

Mitglied des Präsidiums der neuen Hanse

ist. Vormann des Städtebundes ist

der Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe.

Datenfundament gegossen

Professor Klaus Niederdrenk ist als

Mathematiker im Forschungsprojekt

Hanse Business reloaded für eine Erhebung

und optimale Auswertung von

Strukturdaten zuständig. Wer Schwung

in den Austausch zwischen Unternehmen

aus Hansestädten bringen will,

kann nicht nur an alte Traditionen erinnern,

sondern muss den betreffenden

Firmen Gründe nennen, die den Zeit- und

Mittelaufwand für das Knüpfen neuer

Geschäftsbeziehungen rechtfertigen. In

Wirtschaftsblatt 4/12


104 Kommunikation Hanse Business Forum

Lüneburg stellte der Spezialist für quantitative

Methoden erste Ergebnisse einer

umfangreichen Strukturanalyse vor.

Dazu hatte er Daten über Wirtschaftskraft,

Arbeitsmarkt, Bildungsniveau,

Hochschulstandorte, Verkehrsanbindungen

und den örtlichen Branchenmix aus

den einzelnen Projektstädten aufbereitet

und neu verknüpft. „Vor allem aus dem

direkten Vergleich lassen sich wertvolle

Erkenntnisse ziehen“, erläuterte der ehemalige

Rektor der Fachhochschule Münster,

der als Mitglied des Wissenschaftsrates

im höchsten Beratungsgremium der

deutschen Wissenschaftspolitik sitzt. Jede

beteiligte Hansestadt bekommt eine individuelle

Auswertung der Stärken-/Schwächenanalyse

mit konkreten Hinweisen auf

ableitbare Entwicklungspotentiale. Außerdem

hat Klaus Niederdrenk mit dem ersten

Datenpool auch die Grundlage für die

zweite Projektphase geschaffen.

Kooperationen anregen

In dieser Projektphase schlägt jetzt

die Stunde der Vernetzer um Professor

Thomas Baaken. Der Gründer des Science-to-Business

Marketing Research

Centers an der Fachhochschule Münster

ist ein ausgewiesener Kooperationenschmied.

Er hat den weltweit ersten strategischen

Ansatz entwickelt, mit dem

Forschungskompetenzen, -kapazitäten

und -ergebnisse erfolgreich vermarktet

werden können. Für das Projekt Hanse

Business reloaded hat er unter anderem

Studierende des Masterstudiengangs International

Management in die Rolle von

Professor Thomas Baaken

Unternehmern aus den 28 Projektstädten

schlüpfen lassen. Während eines Seminars

suchten die angehenden Manager

im Speed-Dating-Modus nach möglichen

Anknüpfungspunkten. „Die Ergebnisse

haben unsere Erwartungen weit übertroffen“,

verriet der Professor in Lüneburg.

Die Seminarteilnehmer entdeckten

beispielsweise einen neuen Geschäftsansatz

für einen Bioaromahersteller aus

dem vorpommerschen Anklam und einen

Hersteller von Bio-Lebensmitteln

aus der westfranzösischen Hafenstadt

La Rochelle. Außerdem haben die Studierenden

Tools, Instrumente und Methoden

zur Entwicklung, Unterstützung

und Förderung eines funktionierenden

Wirtschaft-Wissenschaft-Netzwerks für

die Hanse Business-Partner entworfen.

In Lüneburg wurden auch erprobte Kooperations-

und Geschäftsmodelle vorge-

Professor Klaus Niederdrenk

stellt, mit denen die Entwicklung neuer

innovativer Produkte durch Kompetenzbündelungen

initiiert werden können.

Außerdem fiel der Startschuss zum

konkreten Aufbau einer ersten dauerhaften

Kommunikationsbrücke zwischen

Wirtschaftsförderern, den Projektpartnern

der Fachhochschule und interessierten

Unternehmern. Dafür wird eine

Untergruppe im internationalen Business-Netzwerk

Linkedin eingerichtet.

Pro teilnehmender Stadt wollen Thomas

Baaken und Klaus Niederdrenk in den

kommenden Monaten zwei bis drei Unternehmen

für das Pilot-Unternehmensnetzwerk

gewinnen. „Aus Buxtehude

wird sich unter anderem der Automatisierungsspezialist

Miprotek beteiligen“,

berichtete Kerstin Maack, die Wirtschaftsförderin

der niedersächsischen

Hansestadt.

1. Hanse Business Forum – Save the Date – 12. und 13. Juni 2013

Die Hanse ist ein Bündnis mit bester Reputation.

Sie umfasst einen Wirtschaftsraum

mit über 20 Millionen Verbrauchern

in 16 Ländern von Frankreich bis

Finnland und Island bis Russland. Zum

1. Hanse Business Forum in Herford treffen

sich am 12. und 13. Juni bis zu 500

Unternehmer aus Hamburg, Buxtehude,

Danzig, Nowgorod und Brügge, aus

Kaunas, Riga, Turku, Kalmar und Visby,

aus Groningen, Zwolle, La Rochelle und

King´s Lynn, aus Neuss, Lippstadt, Rostock,

Dortmund und weiteren über 150

Städten rund um Nord- und Ostsee.

Das bedeutendste Wirtschaftsnetzwerk

der Geschichte wird nach 350 Jahren

reaktiviert. Im Rahmen eines hochkarätig

besetzten Wirtschaftskongresses werden

Ergebnisse und erste Erfolgsbeispiele des

Forschungsprojekts Hansa Business reloaded

vorgestellt. Auf dem Programm stehen

zudem Match-Making-Möglichkeiten,

Produktpräsentationen, ein Galaabend

und Sonderforen. Im Fokus der Veranstaltungspremiere

stehen die Themen

High-tech/Produktion, Agrar/Lebensmittel/

Energie sowie Handel und Logistik.

Anmeldungen zum 1. Hanse Business

Forum sind in Kürze möglich. Weitere

Informationen zum Programmablauf,

zu Präsentationsmöglichkeiten für

Firmen und zu Kontaktchancen hat die

Hanse Business-Koordinatorin

Marion Köhn · Tel.: 05221 / 189-15 79

marion.koehn@herford.de

Wirtschaftsblatt 4/12


Hanse Business Forum

105

Projektpartner Zwolle / NL

Die Kapitale der Provinz Overijssel gilt als

Wirtschaftswunderkommune im Königreich

der Niederlande. In Zwolle kommen

auf 122.000 Einwohner 86.000 Arbeitsplätze.

Die Stadt ist hochmodern und hat

sich doch ihren historischen Siedlungskern

bewahrt. Basis ihres Wohlstands ist

eine exzellente Verkehrsinfrastruktur.

Zwolle ist ein überregional bedeutender

Knotenpunkt von Eisenbahnlinien, Wasserstraßen

und Autobahnen. Im riesigen

Bedrijvenpark Hessenpoort direkt an der

A 28 offeriert die Wirtschaftsförderung

freie Gewerbeflächen für Unternehmen

aus den Bereichen Logistik, Automotive,

Handel und Leichtindustrie. Die Windesheim

Universitie von Zwolle gehört zu den

Projektpartner Uelzen / D

größten Hochschulen für angewandte

Wissenschaften des Landes.

Ansprechpartner für die Wirtschaft ist

Gert Engländer

Tel.: 00 31 /(0) 38 / 4982877

g.engelsman@zwolle.nl

Projektpartner Emmerich

am Rhein / D

Emmerich ist Teil der grenzüberschreitenden

Euregio Rhein-Waal und

liegt am unteren rechten Niederrhein

im Nordwesten NRWs. Unmittelbar an

der niederländischen Grenze liegt der

Rhein-Waal-Terminal Emmerich so nah

zu den Nordseehäfen Rotterdam und

Antwerpen wie kein anderer deutscher

Binnenhafen.

In der Stadt sind unter anderem 42 Logistikdienstleister

und Spediteure,

zehn Lebensmittelproduzenten, fünf

Maschinenbauer und sechs Chemiefirmen

ansässig. Im Gewerbegebiet Ost

IV/Nettpark sind vier Hektar sofort und

weitere 22 Hektar ab 2013 für ansiedlungswillige

Unternehmen verfügbar.

Emmerich möchte weitere Logistiker

für den Standort interessieren.

Uelzen gehört zur Metropolregion Hamburg

und liegt rund 90 Kilometer von der

Millionenstadt entfernt im nordöstlichen

Niedersachsen. Die Kreisstadt hat knapp

35.000 Einwohner und ist ein Zentrum

der Lebensmittelindustrie mit Schwerpunkt

in der Be- und Verarbeitung landwirtschaftlicher

Produkte. Attraktive

Ansiedlungsflächen für interessierte

Unternehmen entstehen aktuell mit dem

Bau der Ortsumgehung Kirchweyhe an

der Bundesstraße B 4 im Norden Uelzens.

Der Wirtschaftsstandort wird zudem vom

geplanten Lückenschluss der Autobahn

A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg

profitieren.

Ansprechpartner für

die Wirtschaft ist

Bürgermeister Johannes Diks

Tel.: 02822 / 9310-15

wirtschaftsfoerderung@

stadt-emmerich.de

Ansprechpartnerin für

die Wirtschaft ist

Marlis Kämpfer

Tel.: 05 81 / 8004-9 92

m.kaempfer@landkreis-uelzen.de

Projektpartner Weliki Nowgorod / RUS

Weliki Nowgorod ist das Verwaltungszentrum

des gleichnamigen Bezirks in

Nordwestrussland. Die 220.000-Einwohner-Stadt

liegt etwa 180 Kilometer südsüdöstlich

von Sankt Petersburg. Traditionell

stark vertreten sind in Weliki Nowgorod

die Chemieindustrie und die Unterhaltungselektronik.

Wachsen will man durch

die Ansiedlung von Logistikern und Unternehmen

aus dem High-tech-Sektor. Zudem

adressiert man internationale Partner für

die Modernisierung des Verkehrsnetzes

und der sozialen Infrastruktur. Außerdem

sollen die ökologische Landwirtschaft

und der Umweltsektor ausgebaut werden.

Aktuell kann die Stadt interessierten

Investoren zwanzig freie Industrieareale

anbieten. Die zehn Grundstücke im Besitz

der Kommunen umfassen insgesamt 146

Hektar.

Ansprechpartner für die Wirtschaft ist

Nasarenko Wladislaw Olegowitsch,

nvo@adm.nov.ru. Auf der Website von

Weliki Nowgorod finden Investoren

Information auf Englisch.

Wirtschaftsblatt 4/12


106 Kommunikation Wirtschaftsblatt

88

Peter Englisch

Unternehmensberatung Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Anzeige

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fast drei Viertel der großen deutschen

Familienunternehmen sind zuversichtlich ins

Jahr 2012 gestartet. Sie rechnen weiter mit

positiven Impulsen für ihre Geschäftsentwicklung,

widmen aber der abkühlenden Konjunktur

und der Staatsschuldenkrise in Europa

ihre besondere Aufmerksamkeit. An dieser

Stelle kommen für die meisten von ihnen

die Familienunternehmensspezialisten von

Ernst & Young ins Spiel. Sie liefern das

belastbare Informationsfundament für sichere

Unternehmensentscheidungen.

Handeln mit

besserem

Wissen

W

issen ist das Gut, das tagtäglich im weltweiten

Netzwerk von Ernst & Young produziert

wird. Wissen ist die wertvolle Ware, die Ernst

& Young den eigenen Unternehmenskunden

für den Einsatz in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung,

Transaktionsberatung sowie Risiko- und Managementberatung

zur Verfügung stellt. „Mit unserem Wissen schaffen

wir Lösungen für die Problemstellungen unserer Mandanten“,

sagt Peter Englisch. Er ist Partner bei Ernst & Young und seit

Mitte 2011 verantwortlich für den Bereich Familienunternehmen

weltweit. Als Primus inter Pares koordiniert er von Essen

aus die Arbeit der über 150 handverlesenen Spezialisten in den

23 Ernst & Young-Kompetenzzentren für Familienunternehmen

rund um den Globus.

Inhabergeführt über Generationen

Ernst & Young weiß, was Familienunternehmen bewegt.

„Schließlich sind auch wir ein inhabergeführtes Unternehmen“,

begründet Peter Englisch die Aussage. Das globale Netzwerk

ist im Besitz von rund 7.000 Partnern und beschäftigt

152.000 Mitarbeiter. In vielen Fällen ist die nächste Generation

durchaus daran interessiert, in die Fußstapfen eines Mitin

habers zu treten. Aktuell stehen beispielsweise die Manager

Dr. Henrik Pferdehirt in Düsseldorf und Jan Brorhilker in Hamburg

sowie die Direktorin Anja Dieterlen in Stuttgart für gelebten

Generationenwechsel bei Ernst & Young. Die Partner fördern

die Talente aus den eigenen Reihen, allerdings macht am

Ende nur Karriere, wer die hohen Ansprüche an Qualifikationen

und Beraterethos erfüllt. „Wir begleiten im Jahr weltweit mehrere

Hundert Generationenwechsel in Familienunternehmen

und wissen um die Brisanz des Themas“, sagt Peter Englisch.

Ende Mai hat er eine Studie vorgestellt, die das Center for Family

Business der Schweizer Universität St. Gallen (CFB-HSG)

in Kooperation mit Ernst & Young durchgeführt hat. Im Fokus

der Befragung standen über 28.000 Studierende in 26 Ländern,

deren Eltern ein Familienunternehmen führen. Die Ergebnisse

lassen aufhorchen: Vor allem in Deutschland ist die Nachfolgeneigung

von studierenden Unternehmerkindern sehr gering.

Nur vier Prozent der Befragten wollen direkt nach dem Studi-

um die Nachfolge antreten. „Wenn es die Eltern nicht schaffen,

unternehmens- und familienstrategische Fragen in der Balance

zu halten und das Unternehmen zwischen Marktkräften und

Familiendynamiken erfolgreich zu führen, verliert die Nachfolgegeneration

nachhaltig das Interesse an einem Lebensentwurf

als Unternehmer. Berufliche Alternativen finden sich für gut

ausgebildete Akademiker gerade in Deutschland sehr leicht“,

warnt der Experte.

Erfahrung im Interessensausgleich

Die Spezialisten in den 22 deutschen Niederlassungen von

Ernst & Young haben das nötige Know-how, um gemeinsam

mit Familienunternehmern ihr Lebenswerk für die nächste Generation

zu bewahren. Die Teams agieren mit viel Gespür und

Verständnis, präferieren im Fall der Fälle aber auch das direkte,

offene Wort. „Während unsere Kunden meistens nur einmal in

die Situation kommen, ihr Unternehmen an einen Nachfolger

aus der Familie zu übergeben und dabei allenfalls auf eigene

Übernahmeerfahrungen zurückgreifen können, haben wir bei

Ernst & Young alle erdenklichen Konstellationen in großer Zahl

kennengelernt. Dennoch ist jede Familie und jede Nachfolge

einzigartig und muss daher individuell begleitet werden. Jedoch

haben viele gescheiterte Nachfolgen eines gemeinsam: Sie sind

zu spät begonnen und nicht von allen Familienmitgliedern mitgetragen

worden“, berichtet Peter Englisch.

Strategien zur Liquiditätssicherung

In letzter Zeit werden die Experten von Ernst & Young

vermehrt mit Finanzierungsfragen konfrontiert. Die Banken

müssen im Rahmen von Basel III ihre Kapitalpuffer auf stocken.

Selbes Boot, gleiche Richtung

Peter Englisch ist Partner und Mitgesellschafter der Ernst &

Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der

Ernst & Young LLP. Zudem hat er selbst einen familienunternehmerischen

Hintergrund.

Herr Englisch, was reizt Sie an Familienunternehmen?

Von Familienunternehmen geht eine unheimliche Faszination

aus. Über Jahrzehnte gewachsen, bleiben sie fast immer

innovativ und agieren scheinbar im Gegensatz zur Logik der

Kapitalmärkte. Mich überzeugt immer wieder, dass familiengeführte

Unternehmen nachhaltig denken und handeln und

eine wertebasierte Unternehmenskultur pflegen. Diesen außergewöhnlichen

Unternehmen unser wertvolles Wissen zur

Verfügung zu stellen, motiviert mich Tag für Tag.

Beschreiben Sie bitte einmal Ihr Selbstverständnis?

Ich bin als Partner selbst Unternehmer und trage Verantwortung

für unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter. Ich

selbst lerne jeden Tag dazu und gebe dieses Wissen gerne weiter.

Daher sehe ich meine Aufgabe darin, Kunden unser globales

Know-how aus der Beratung von Familienunternehmen

Die neuen Richtlinien haben somit direkten Einfluss auf die

Kreditvergabepraxis der Geldinstitute. „Wir werden zur Zeit

auch von langjährigen Steuerberatern mittelständischer Familienunternehmen

hinzugezogen, wenn es darum geht, Alternativen

zu Bankkrediten auszutarieren“, berichtet Peter Englisch.

Vor dem Hintergrund der unsicheren Finanzmarktentwicklung

in Europa bietet Ernst & Young unabhängige und

kompetente Beratung, basierend auf dem Wissen einer globalen

Organisation. Seine neutralen, nicht durch Verkaufsinteressen

beeinflussten Kompetenzträger stellen die finanzielle

und unter nehmerische Unabhängigkeit der Mandanten auf

eine solide Basis. Dabei profitieren die Familienunternehmen

von den weitreichenden Kontakten zu verschiedensten Kapital-

und Kreditgebern. „Unsere tägliche Beratungspraxis zeigt

uns, dass eine wachsende Zahl von Familienunternehmern neben

der Bankenfinanzierung auch Finanzierungsalternativen

wie zum Beispiel Unternehmensanleihen zunehmend offen

gegenübersteht“, erläutert Peter Englisch. Die neue Offenheit

spiegelt sich für ihn aber auch in der gestiegenen Bereitschaft

zur Kooperation mit anderen Familienunternehmen wider. Aufgrund

identischer Wertvorstellungen entfallen bei dieser Konstellation

häufig langwierige Diskussionsprozesse um Ziele und

Vor gehensweisen; dies hilft insbesondere bei der gemeinsamen

Erschließung neuer Wachstumsmärkte.

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Globales Kompetenzzentrum für Familienunternehmen

Peter Englisch

Wittekindstrasse 1a · 45131 Essen

Tel.: 02 01 / 24 21-2 18 00

peter.englisch@de.ey.com · www.ey.com

zugänglich zu machen. Weitere Aspekte sind: erfolgreiche

Unternehmen auszeichnen, Netzwerke schaffen und von den

Besten lernen. Genau das tun wir mit unserem weltweiten Unternehmerwettbewerb

„Entrepreneur des Jahres“, der in über

50 Ländern stattfindet. Darüber hinaus engagieren wir uns mit

unserer Ernst & Young Junior Academy auch für die nächste

Generation in Familienunternehmen.

Welche harte Nuss wartet künftig auf Familienunternehmen?

Unsere deutschen Unternehmen stehen in einem starken globalen

Wettbewerb um die Talente von morgen, denn das wichtigste

Gut für jedes Unternehmen sind seine Mitarbeiter. Gute

Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen

zu binden, ist deshalb eine zentrale Aufgabe. Hier haben Familienunternehmen

eine besondere Chance, indem sie ihre Tradition

und Werte mit guter Unternehmensführung vereinen

können. Das geschieht jedoch nicht von alleine, sondern muss

von den Inhabern auch gelebt werden, damit es zu einem

echten Wettbewerbsvorteil wird. Und dies ist nicht so einfach,

wie es scheint!

89

122

Bauen, Mieten, Investieren

Toucan-T carpet manufcture GmbH

Sie baden gerade

Ihre Füße darin

Wer den Blick im Gebäude der Düsseldorfer Victoria Versicherung oder in der Loge im

Borussia-Park in Mönchengladbach zu Boden senkt oder in einem UCI-Kino Popcorn fallen

lässt, hat ihn schon gesehen: einen Bodenbelag aus dem Hause TOUCAN-T. Doch noch

angenehmer ist es, die Produkte der Krefelder Teppich Manufaktur zu spüren.

Anzeige

Toucan-T carpet manufcture GmbH 123

Wenn auch aus synthetischen Fasern gefertigt, stehen

Volker Knieß,

Toucan-T-Teppiche in der Tradition der Seidenstadt Krefeld

Marketing & Sales Manager

T

in Krefeld entwickelt, produziert und

vertrieben. „Die Entscheidung für diesen

Standort ist 1988 gefallen – ganz in der

Tradition der einstigen Seidenstadt“, sagt

Volker Knieß, Marketing and Sales Manager

bei TOUCAN-T. Damit nicht genug: Die

Firmenzentrale ist gleichzeitig auch eine

flexible Design-Schmiede. In der aktuellen

Kollektion von TOUCAN-T gibt es 350

in Farben und Strukturen unterschiedliche

Produkte, von sehr flacher, strapazierfähiger

Ware bis zu hochflorigem

Material – hervorragend als Eye-Catcher in

bestimmten Gebäudebereichen geeignet.

Außerdem kann auch nahezu jeder Sonderwunsch

erfüllt werden: ein eingearbeitetes

Kunden-Logo zum Beispiel oder

eine Sonderfarbe.

Extreme Qualität

„In der Regel arbeiten wir mit Bauherren

und Architekten bereits in frühen Planungsphasen

zusammen. Wir sind auch

bei Renovierungen großer Bodenflächen

der richtige Ansprechpartner – immer

in Partnerschaft mit dem jeweils in der

Region ansässigen Verleger“, so Knieß.

TOUCAN-T verwendet für seine Produkte

ausschließlich synthetische Markenfasern

aus Italien oder Deutschland. Volker

Knieß: „Unsere Produkte müssen höch-

atsächlich entstehen TOU- ste Material-Anforderungen erfüllen: Sie den Teppichbelag aufgebracht wird und

CAN-T-Teppiche „Made in müssen einerseits der Beanspruchung die Schallabsorption im Vergleich zu

Germany“: Die hochwertigen durch Bürostuhlrollen und überdurchschnittlich

hohe Trittbelastung standhal-

Prozent verbessert. Volker Knieß:

herkömmlichen Teppichböden um 50

textilen Bodenbeläge für das

„Bei

anspruchsvolle Objekt-Geschäft werden

ten, die über das qualitative Normalmaß den Bemühungen um die Verbesserung

für herkömmliche Teppichbeläge hinausgeht,

aber auch bei Qualitätsmerkmalen Großraumbüros spielt die Akustik-Pla-

der Arbeitsbedingungen zum Beispiel in

wie Farbechtheit, Brandverhalten, statische

Aufladung und Akustik-Verhalten wohl Bahnware als auch Fliesen können

nung eine immer wichtigere Rolle.“ So-

überdurchschnittlich gut abschneiden.“ mit T-Sonic versehen werden.

Qualitätsmerkmale, die sich in den technischen

Daten der Produkte ausdrücken, „Grüner“ Teppichboden

zum Beispiel im Wert „extrem“ für die

Strapazierfähigkeit. TOUCAN-T-Produkte Damit nicht genug: Die beiden neuesten

Dessins der TOUCAN-T-Kollektion

unterliegen der ständigen Kontrolle durch

das Teppichforschungsinstitut in Aachen. heißen ECOLOGICS und sind aus einem

Die durchschnittliche Lebensdauer liegt zu 100 Prozent recycelten Garn gefertigt.

bei mindestens zehn Jahren. Es gibt sie in Mit diesem „grünen Teppichboden“ leistet

das Unternehmen seinen Beitrag zur

der Regel als Bahn ware mit vier Metern

Breite, die auf das gewünschte Raummaß Diskussion um Ökologie und Nachhaltigkeit.

Der Sales Manager: „Alle Produk-

zugeschnitten werden kann. Außerdem

als selbst liegende Fliesen, die fixiert statt te aus unserer Manufaktur sind auf ihre

geklebt werden – ideal für Büro-Doppelböden,

weil sie auch nach dem Verlegen LOGICS geht noch einen Schritt weiter:

Umweltverträglichkeit zertifiziert. ECO-

Arbeiten an der Technik darin ermöglichen.

Darüber hinaus erzielen sie durch sere Öko-Bilanz bei der Herstellung, auch

Nicht nur das Garn hat eine deutlich bes-

die variable Verlegetechnik eine noch das Trägermaterial für diese Teppichböden

wird zudem aus zu 100 Prozent re-

größere Musterwirkung. Strapazierfähig

und schön – TOUCAN-T reichen diese cyceltem PET-Kunststoff produziert – gewonnen

aus Kunststoff-Flaschen.“

Qualitätsmerkmale nicht.

Das Unternehmen stellt sich auch

anderen Herausforderungen, die mittlerweile

an einen hochwertigen Boden-

St. Töniser Straße 84

TOUCAN-T Carpet Manufacture GmbH

belag gestellt werden. Dazu gehört das 47803 Krefeld

Thema „Raumakustik“: Mit T-SONIC Tel.: 021 54 / 8419-0

wurde ein „Akustik-Vlies“ entwickelt, info@toucan-t.de

das zusätzlich zum textilen Rücken auf www.toucan-t.de

Wirtschaftsblatt 3/12

Wirtschaftsblatt 3/12

Wirtschaftsblatt 4/11

Wirtschaftsblatt 4/11

Createur de teneur

Im kommenden Jahr wird das

Wirtschaftsblatt 20 Jahre alt. Seit den

Anfängen hat sich viel getan. Das

Standortmagazin für Hilden entwickelte sich

zu einem deutschlandweit erscheinenden

Ideen-Transportmittel für Kommunen,

Hochschulen und Unternehmen. Inzwischen

hat das Wirtschaftsblatt das klassische

Zeitschriftendasein lange hinter sich

gelassen und ist zu einem Spezialtitel für

Content Marketing geworden.

Bereits seit fünf Jahren fokussieren sich die Wirtschaftsblatt-Macher

auf Marketing-Formate, die

mehr sind als Public Relations. Die Firmen- und Kompetenzreports

im Wirtschaftsblatt beschränken sich

nicht auf die positive Darstellung des jeweiligen Unternehmens

mit seinen Produkten, sondern bieten nützliche Informationen,

weiterbringendes Wissen und auch sprachliche

Unterhaltung. Der Informationslieferant wird zum ernstzunehmenden

Experten, er kann sich als Innovator präsentieren

und als Unternehmer Profil gewinnen. Über die Inhalte werden

Kompetenzen und Wertversprechen demonstriert und

nicht nur angesprochen.

Immer mehr gute Beispiele

Für die Firmen- und Kompetenzreports der Kunden recherchieren

die Wirtschaftsblatt-Redakteure spannende Inhalte. „Wir

106

Düsseldorfs

Tüpfelchen

auf dem ü

Die Modestadt Düsseldorf ist

für ihren guten Geschmack

bekannt. Auch, wenn es um

attraktive Business-Immobilien

geht, hat die Landeshauptstadt

viel zu bieten. Doch die

Hamburgische Immobilien

Handlung (HIH) setzt dem

Ganzen mit zwei Projekten nun

noch die Krone auf.

I

Bauen, Mieten, Investieren HIH Hamburgische Immobilien Handlung GmbH Anzeige HIH Hamburgische Immobilien Handlung GmbH 107

m Stadtteil Derendorf wartet eine

HIH-Immobilie auf Mieter mit Geschmack.

In unmittelbarer Nähe

zum Kennedydamm gelegen, mit

herrlichem Blick auf den Rhein und die

Altstadt, setzt das Projekt B1 am Bennigsen-Platz

1 einen neuen städtebaulichen

Maßstab.

Filet au Rhin

2004 von der Degussa erworben, stand

für die HIH schnell fest, dass der 70er-

Jahre-Bau den heutigen Anforderungen

in keiner Weise mehr entsprechen konnte.

Folglich fasste der neue Eigentümer

den Entschluss, den Bürokomplex komplett

zu entkernen und bis auf das Tragwerk

zurückzubauen. Im Zuge der Revitalisierungsmaßnahmen,

die von den

Düsseldorfer Architekten HPP Hentrich-

Petschnigg & Partner begleitet wurden,

nutzte man die Gelegenheit, das Gebäude

um eine Büro-Etage auf jetzt elf Obergeschosse

aufzustocken. Hinzu kommen

das Erdgeschoss sowie drei Tiefgeschos-

Vorzeigeprojekt am Bennigsen-Platz 1: Auf elf Etagen kann die HIH flexibel

aufteilbare Büroräume in repräsentativem Ambiente offerieren

se, insgesamt rund 19.600 Quadratmeter.

Eine Tiefgarage mit 217 Stellplätzen

und weitere 17 Abstellmöglichkeiten im

Außenbereich lassen Parkprobleme gar

nicht erst entstehen.

Marcus Breuer, Leiter des HIH-Vermietungsbüros

in Düsseldorf und zuständig

für NRW, macht den Mund wässrig:

„B1 ist absolut mit einem hochwertigen

Neubau gleichzusetzen. Dies bedeutet:

Die Technik basiert auf aktuellen energetischen

Erkenntnissen. Beispielsweise

wurde parallel zu den Kühldecken in den

Büros eine zusätzliche Kühlung eingebaut,

die sich raumweise über Fassadenbrüstungsgeräte

nach Bedarf steuern lässt.

Das gleiche gilt für den außenliegenden

Sonnenschutz. Auf diese Weise erreichen

wir ein perfektes Raumklima ohne Verschwendung

wertvoller Ressourcen, zumal

die Fenster zum Lüften geöffnet werden

können.“ So gesehen, war das Projekt

B1 bei der Beurteilung durch die DGNB in

2008 Vorreiter. „Die Gutachter legten den

gleichen Maßstab wie bei Neubauten an.

Deshalb macht es uns natürlich besonders

stolz, dass wir hier mit Silber ausgezeichnet

wurden“, betont Marcus Breuer.

Interessenten brauchen übrigens kein

Übermaß an Phantasie, um sich ihre

neue Bleibe vorzustellen. Ein geschmackvoll

eingerichtetes Musterbüro verschafft

einen anschaulichen Eindruck, was

beim Einrichten alles möglich ist. Und

nicht nur da. Auch bei der räumlichen

Gestaltung gibt es so gut wie keine Einschränkung.

Ob Einzel- oder Gruppenbüro,

Meetingpoints, Open-Space, Archiv

oder Konferenzraum: Im B1 geht alles.

Marcus Breuer erläutert: „In einem ersten

Beratungsgespräch vor Ort wollen wir

unseren potentiellen Mieter genau kennenlernen.

Denn je mehr wir über seine

Bedürfnisse erfahren, desto besser können

wir ihm eine passende Arbeitsplatzlösung

vorschlagen.“ Sollte trotzdem

noch ein letzter Anstoß fehlen, wird ein

Blick in den großzügigen Gartenbereich

das Ja zu B1 besiegeln.

Am Eingang zur Düsseldorfer Königsallee

entsteht zur Zeit ein weiteres repräsentatives

Geschäftshaus, dessen Name

Programm ist: Köblick. Nach seiner Fertigstellung

im Herbst 2011 wird sich hier

eine einzigartige Sichtachse über den

Straßenzug mit dem malerischen Kö-

Graben eröffnen. Das 22 Millionen Euro

teure Projekt wird von der HIH, die das

ursprüngliche und inzwischen abgerissene

Gebäude seinerzeit von der Rheinischen

Versorgungskasse erworben hatte,

zügig verwirklicht. Die gestalterische Planung

stammt von Christoph Ingenhoven,

einem international renommierten Architekten

aus Düsseldorf. Insgesamt verfügt

der neungeschossige, 31-Meter-Neubau

über eine Gesamtfläche von 6.720 Quadratmetern,

größtenteils mit Büros belegt,

aber auch mit Einzelhandelsgeschäften

im Erdgeschoss und großzügigen Penthousewohnungen

im obersten Stockwerk.

Entree für exklusiven

Geschmack

Mit dieser Immobilie erhält die Landeshauptstadt

eine architektonische Visitenkarte

der außergewöhnlichen Art, die

für ein perfektes Entree zur Nobelmeile

Kö steht. Das klar strukturierte Erscheinungsbild,

geprägt von der elegant gebogenen

Fassade aus Glas und weißem

Stein, macht den Köblick zu einer begehrten

Top-Adresse für Unternehmen mit

besonderem Anspruch. Kristian Barthels,

stellvertretender Leiter des HIH-Vermietungsmanagements,

hat eine spezielle

Zielgruppe im Auge: „Das neue Prestigeprojekt

stößt vor allem bei Dienstleistern

wie Rechtsanwälten, Unternehmensberatern

und Finanzexperten auf großes Interesse.

Aus diesem Kreis kommen zahlreiche

Anfragen.“ Ein Mietvertrag über

850 Quadratmeter Bürofläche im ersten

Obergeschoss wurde bereits abgeschlossen.

Für die vier Wohneinheiten gibt es

sogar schon Wartelisten. „Generell besteht

für Büronutzer die Möglichkeit, die

Fläche pro Etage zu halbieren. Außerdem

arbeiten wir mit mobilen Trennwänden,

so dass auch die Räume individuell aufgeteilt

werden können. Selbstverständlich

gehört in jedem Fall eine High-End-Ausstattung

dazu, die keine Wünsche offen

lässt“, so Barthels. Für einen Mietpreis

von 23,50 Euro pro Quadratmeter offeriert

die Spitzenimmobilie demnach ein

Maximum an Komfort und Prestige. Als

Erste Ansprechpartner für Geschäftskunden in der Region: Kristian

Barthels (l.) und Marcus Breuer im Musterbüro am Bennigsen-Platz 1

Die Chefs de cuisine

Die HIH Hamburgische Immobilien Handlung

GmbH gehört zum Verbund der Privatbank

M.M. Warburg & CO und ist seit

20 Jahren in den Geschäftsfeldern Asset

Management, Property Management und

Projektentwicklung tätig. Am Hamburger

Hauptsitz sowie in Düsseldorf, München

und Berlin betreuen über 200 Mitarbeiter

private und institutionelle Investoren im

typisches Green Building erfüllt das Projekt

zudem sämtliche ökologische Standards.

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges

Bauen (DGNB) hat die vorbildliche

Köblick-Konzeption als bis dato einziges

Projekt in Düsseldorf mit einer Vorzertifizierung

in Gold honoriert.

Highlight mitten in der Innenstadt: Der Köblick eröffnet

beste Aussichten auf und für florierende Geschäfte

In- und Ausland. Als Immobilieninvestment-

und Dienstleistungsgruppe verwaltet

die HIH den vollständigen Lebenszyklus

vorwiegend gewerblich genutzter

Objekte. Bundesweit befinden sich Immobilien

mit einem Gesamtvolumen von 3,8

Milliarden Euro im Portfolio. In NRW betreut

die HIH Projekte mit mehr als 350.000

Quadratmetern vermietbarer Fläche.

HIH Hamburgische Immobilien

Handlung GmbH

Hansaallee 247a

40549 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 52 28 72 12

mbreuer@hih.de ∙ www.hih.de

96 Stützen des Standorts S-UBG AG

Anzeige

S-UBG AG 97

Mittelstands-Mobilisierer

Bernhard Kugel brauchte nicht lange, um sich in seine neue Funktion einzufinden, denn der

Nachfolger von S-UBG-Vorstand Horst Gier ist bestens auf sein neues Amt vorbereitet. Bereits seit

zwölf Jahren gehört er zur erweiterten Geschäftsleitung der führenden Beteiligungsgesellschaft

zwischen Aachen, Krefeld und Mönchengladbach.

D

ie Gesellschafter der S-UBG gungsgesellschaften. Seit der Gründung langfristig angelegt und können durchaus

auch ausgebaut werden. Gerade

setzten mit dem internen im Jahr 1988 hat sie bereits circa 100 Firmen

mit Eigenkapital zwischen 500.000 wurde zum Beispiel das Engagement bei

Führungswechsel bewusst

auf Kontinuität, denn die Ge-

und fünf Millionen Euro ausgestattet. der Lancom Systems GmbH aus Aachen

schäfte laufen ausgezeichnet. Vor dem

Hintergrund der aktuellen Entwicklungen

an den Geldmärkten wächst zudem

das Interesse des Mittelstands an alternativen

Finanzierungsmöglichkeiten.

Wenn die klassischen Kreditgeber bei

Wachstumsprojekten zurückhaltend reagieren,

steigt der Bedarf an frischem

Eigenkapital, was die S-UBG Vorstände

Bernhard Kugel und Harald Heidemann

sofort an ihren rasant ansteigenden Terminkurven

ablesen können.

„Wir bekommen sehr spannende Expansionspläne

auf den Tisch“, bestätigt

der Neuvorstand. Heimische Firmen,

die Wachstumschancen nutzen möchten,

seien die typischen Kandidaten für

eine Partnerschaft. Der Markteintritt in

anderen Ländern durch eigene Kräfte

oder Zukäufe koste auch bei exzellenter

Vorbereitung viel Geld. Die damit

verbundenen Investitionen könne eine

Private-Equity-Gesellschaft als Partner

auf Zeit mittragen. Zu Bernhard Kugels

Tätigkeitsschwerpunkten gehören neben

der Auswahl neuer Beteiligungen

auch das Controlling der Gruppe sowie

die Arbeit in verschiedenen Verbänden.

Der Diplom Kaufmann hat an der RWTH

Aachen studiert und eine Zusatzausbildung

zum Rating-Analysten absolviert.

Ideen fördern und Perspektiven langfristig absichern: Der Seed-Fonds Aachen, gemanaged durch das

Stärker am Niederrhein

erfahrene Team der S-UBG investierte in das Medinzintechnik-Start-up Vimecon von Dr. Kai Markus (m.).

Im Juni 2011 haben die Risikokapitalgeber um S-UBG-Prokurist und Geschäftsführer des Seed Fonds Markus

Krückemeier (r.) und Beteiligungsmanager Humberto Duarte in einer zweiten Finanzierungsrunde

Die S-UBG-Gruppe steht mit rund

40 Portfolio-Unternehmen deutschlandweit

in der Spitzengruppe bei den

zusätzliche Mittel bereitgestellt, mit denen ein laserbasierter Katheter zur Behandlung und Heilung des

Vorhofflimmerns im Herzen zur Marktreife gebracht werden kann

regional agierenden Sparkassen-Beteili-

„Wir greifen als Minderheitsgesellschafter

bei unseren Partnerfirmen nie ins struktur neu ausgerichtet. Bei dem Her-

für eine Wandlung der Gesellschafts-

Tagesgeschäft ein, sondern sehen uns steller innovativer Netzwerklösungen

eher als flankierenden Ratgeber.“ Für ist die S-UBG schon seit der Stunde Null

die Muttersparkassen aus Aachen, Euskirchen,

Düren, Heinsberg, Krefeld und Im Jahr 2002 unterstützte man den

mit im Boot.

Mönchengladbach leistet das 13köpfige heutigen geschäftsführenden Gesellschafter

Ralf Koenzen beim Manage-

Team gute Arbeit. Im vergangenen Jahr

konnten die Aktionäre eine Dividende ment-Buyout eines Geschäftsbereichs

von zwölf Prozent verbuchen.

der damaligen Elsa AG. Mit zuletzt 26

Aktuell verstärkt die S-UBG ihre Aktivitäten

am Niederrhein. Hier ist die Priva-

Lancom inzwischen zu den führenden

Millionen Euro Jahresumsatz zählt

te Equity Gesellschaft unter anderem am deutschen Adressen für zuverlässige

und innovative Netzwerklösungen

Metallschlauchspezialisten Rattay aus

Hünxe, dem Verpackungsunternehmen für große, mittelständische und kleine

Unternehmen, Behörden und Insti-

WS Quack + Fischer aus Viersen, dem

Hersteller von Fahrgastinformationssystemen

Lumino aus Krefeld und dem S-UBG-Engagements macht das Untutionen.

„Durch die Aufstockung des

Elektronikfertiger Kolb aus Willich beteiligt.

„Wir würden gerne weitere Firmen in seiner Entwicklung“, prognostiziert

ternehmen einen bedeutenden Schritt

aus Krefeld, Mönchengladbach und dem S-UBG-Vorstand Bernhard Kugel.

Umland auf unsere Möglichkeiten aufmerksam

machen“, formuliert Bernhard S-UBG AG

Kugel die Aufgabe des Teams. Anlass Humberto Duarte

für den Einstieg der S-UGB könne neben Markt 45-47

der Umsetzung von Wachstumskonzepten

auch ein Gesellschafterwechsel oder Tel.: 02 41 / 47 0560

eine Nachfolgeregelung sein, ergänzt duarte@s-ubg.de

52062 Aachen

Beteiligungsmanager Humberto Duarte, www.s-ubg.det

einer der ersten Ansprechpartner bei der

S-UBG und Geschäftsführer des Partnernetwerks

„PIN“ der S-UBG.

Vertrauen ist die Basis

Wer die S-UBG für eine Beteiligung

gewinnen kann, sichert sich einen loyalen

Partner. Viele Beteiligungen sind

Wirtschaftsblatt 5/10

Wirtschaftsblatt 5/10

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 4/11

Wirtschaftsblatt 4/12


1 2 3

4

1

Wirtschaftsblatt

107

Deutschlands B-to-B-Netzwerk in Zahlen

· Wertschöpfungselite im Fokus:

Reichweite 317.000 Leser, 116.000 Auflage

(Leserstudie Forschungsinstitut Preiß / IVW)

· Leistung für die Besten:

Über 7.500 Mittelständler, 84 Prozent aller deutschen Top-

100-Unternehmen sowie 500 öffentliche Partner aus Städten,

Regionen, Hochschulen, Verbänden, Ministerien und Bundesländern

sind Kunden des Wirtschaftsblatt

· Erfolgsklientel:

Wirtschaftsblatt-Kunden haben ein um sieben Prozent höheres

Umsatzwachstum der letzten fünf Jahre als der Branchenschnitt

· Erfahrungsschatz:

über 10.000 realisierte Einzelmaßnahmen

· Relevanz:

32 Prozent der Wirtschaftsblatt-Leser haben bereits einmal

Kontakt mit einem portraitierten Unternehmen aufgenommen

· Mehrwert:

Die produzierten Reports werden von Unternehmen auf

Websites, in Mailings oder Broschüren weiterverwendet

· Marktgenauigkeit:

24 Wirtschaftsräume können einzeln oder in jeder

Kombination adressiert werden

folgen der Überzeugung, dass die Bereitstellung von qualitativ

hochwertigen, relevanten und wertvollen Informationen

zu besseren Unternehmensergebnissen führt“, sagt Herausgeber

Michael Oelmann. Während in Deutschland die Vorteile

des Wirtschaftsblatt-Konzepts von manchen Unternehmen

nicht erkannt oder zumindest unterschätzt werden, steht

Content Marketing in den USA inzwischen auf der Agenda jedes

Unternehmens und jeder Marketingabteilung. Das intelligente

Format hat im angelsächsischen Raum bereits zu einem Print-

Comeback geführt.

Im richtigen Umfeld

Die Authentizität von Content Marketing sichert dem Wirtschaftsblatt

höchste Aufmerksamkeitswerte. Jede der fünf

Ausgaben im Jahre steht inzwischen unter einem besonderen

Thema. Die Top-Liste der umsatzstärksten deutschen Familienunternehmen

sorgte zum Beispiel dafür, dass die Ausgabe

1/2012 schnell komplett vergriffen war. „Der hohe redaktionelle

Aufwand war eine optimale Investition, denn auch

viele gut informierte und vernetzte Manager haben in der

Wirtschaftsblatt-Liste und in den flankierenden Firmenreports

Unternehmen entdeckt, die sie vorher nicht kannten“, erzählt

Verlagsgründer Michael Oelmann.

Solitär in der Firmenpost

Das Wirtschaftsblatt erscheint fünf mal im Jahr in einer IVWgeprüften

Auflage von 116.250 Exemplaren in Deutschland. Das

Erscheinungsgebiet ist in Wirtschaftsräume aufgeteilt, so dass

auch kleine und mittlere Firmen die Content Marketing-Expertise

der Redaktion für sich nutzen können. Der Verlag ist stolz auf

seine ausgezeichnete Adressqualität. „Wir tun alles, um die

Entscheider aus Wirtschaft, Kommunen und Hochschulen zu

erreichen“, sagt Michael Oelmann. Die mit bundesweit über 60

Prozent sehr hohe Quote von bestätigten Freiabonnements ist

ein ausgezeichneter Beleg für die Akzeptanz des Konzepts. Mit

der Qualität der Inhalte gelingt es den Machern immer wieder,

die Leserschaft in Bewegung zu bringen.

Wirtschaftsblatt Verlags GmbH

Heerdter Landstraße 141 · 40549 Düsseldorf

Andrea Schauf, Tel.: 02 11 / 311 2060-0

schauf@wirtschaftsblatt.de · www.wirtschaftsblatt.de

56

Aus Prinzip

besser

Das Vertrauen in eine erfolgreiche Zukunft gründet

beim Komponentenfertiger Mühlhause GmbH auf

einer außergewöhnlich hohen Konzentration an

Kompetenzen. Die beiden Inhaberbrüder verpassen

aber auch keine Gelegenheit, die Wissensbasis

in ihrem Unternehmen mit Sitz im nordrheinwestfälischen

Velbert weiter zu verbreitern. Anfang

2012 haben sie darum in einer konzertierten

Aktion den insolventen Automobilzulieferer

Knipprath gekauft.

Wirtschaftsblatt

Familienunternehmen

Mühlhause GmbH

Anzeige

Mühlhause GmbH 57

D

urch den Erwerb des ehemals renommierten Traditionsbetriebs,

der nach Besitzer- und Strategiener

Störung sind wir jetzt in der Lage, ohne Zeitverzug die Pro-

bis zu 315 beziehungsweise 400 Tonnen Presskraft. „Im Fall eiwechsel

in die Krise geraten war, wird aus dem duktionskapazitäten neu einzuteilen. Im Endeffekt bedeutet

Stanz- und Umformspezialisten Mühlhause ein Ge-

das, dass wir jedem Kunden eine noch höhere Liefersicherheit

neralist für Einzelteile, komplexe Strukturen und Baugruppen

aus Blech. Als Zeichen der Zusammengehörigkeit wurde der

Zukauf vollständig integriert. Die Belegschaft wuchs auf einen

Schlag von 60 auf 90 Mitarbeiter. „Die beiden Betriebsstätten

liegen in Velbert nur zwei Kilometer auseinander und bilden

künftig eine dezentrale Einheit“, erläutert Dirk Mühlhause seine

Strategie. Er ist der kaufmännische Kopf des Familienunternehmens,

während bei seinem älteren Bruder Heiko alle technischen

Fäden zusammenlaufen.

Abgewogene Übernahme

„Die Entscheidung für die Fortführung des Geschäftsbetriebs

haben wir erst nach umfassender Analyse der Chancen und Risiken

getroffen“, berichten die beiden Mühlhauses. Ausschlaggebend

für ihr positives Votum seien vor allem der deutliche

Zuspruch aus der Automobilbranche sowie die große Unterstützung

durch das Team der heimischen Sparkasse HRV gewesen.

Es sei zudem sehr befriedigend, dass man durch die Übernahme

30 Arbeitsplätze retten und die eigene Verbundenheit zum

Industriestandort Velbert unterstreichen konnte. „Letztendlich

sind die Kaufvorbereitungen aber in Rekordzeit abgeschlossen

worden, damit die bestehenden Lieferkontrakte von Knipprath

eingehalten werden können“, bilanziert Heiko Mühlhause nüchtern.

Besonders nachgefragt sind die einsatzfertigen Chassis für

Audio-, Video-, oder Navigationssysteme, die in den Hallen an

der Langenberger Straße zusammengestaucht, -gestemmt, -genietet

oder -geschweißt werden.

Durch dick und dünn

Bislang war Mühlhause auf die Herstellung von Zulieferteilen

aus Dickblech fokussiert. In jedem Mercedes-Benz-Sprinter

sind die Velberter je nach Modell zum Beispiel mit bis zu 100

Komponenten vertreten. Für die regionale Schließ- und Beschlagbranche

liefert man unter anderem widerstandsfähige

Schlüsselrosetten oder Schlossdecken. Die Konstrukteure und

Werkzeugmacher des Familienbetriebs haben in den vergangenen

zwanzig Jahren über 2.000 Werkzeuge entworfen und gebaut.

Durch die Integration von Knipprath erschließt sich Mühlhause

künftig auch das weitere Feld der Dünnblechverarbeitung.

„Unsere gut vernetzten Vertriebsspezialisten sind schon dabei,

potentielle Kunden auf unsere neuen Möglichkeiten hinzuweisen“,

wirbt Dirk Mühlhause um offene Ohren. Neben den Fertigelementen

für kommunikationstechnische Einheiten produziert

der neue Mühlhause-Betriebsteil auch Komponenten für Fahrzeugsitze

sowie Wischer-, Schließ- und Hybridsysteme.

Gespiegelter Maschinenpark

In beiden Mühlhause-Produktionsstätten stehen moderne

Hydraulik- und Exzenterpressen sowie Stanzautomaten mit

zusichern können“, sagt Technikchef Heiko Mühlhause.

Ähnlich verhält es sich mit den Roboterschweißsystemen und

den modernen Bearbeitungsmaschinen für die Baugruppenmontage.

Be different

Die beiden Mühlhauses tun alles, um ihren mittelständischen

Zuliefererbetrieb im Wettbewerb identifizierbar zu machen.

Vor allem mit konsequenter Kundenorientierung und intelligenten

Dienstleistungen rund um die Produkte setzen sie

sich von der Konkurrenz ab und sichern den Kunden wertvollen

Mehrwert. Das Team begleitet die Auftraggeber von der Idee

über die gemeinsame Entwicklung bis zum ersten Prototypen,

gefolgt vom Werkzeugbau und der Endfertigung in Serie. „Wir

haben den Anspruch, anders und dadurch auch besser als andere

zu sein“, erklärt Dirk Mühlhause. Die Brüder lassen sich

gerne an den eigenen Aussagen messen, denn die Gewissheit

der eigenen Fertigkeiten gibt ihnen die nötige Sicherheit.

Mühlhause GmbH

Auf’m Angst 9-10 · 42553 Velbert

Tel.: 0 20 53 / 98 04-0

info@muehlhause.de · www.muehlhause.de

Stärken ihre Kompetenz im Teilebau:

Heiko (l.) und Dirk Mühlhause

Wirtschaftsblatt

116

Häuser würden OTIS kaufen

Berlin kann auch Technik. Die Spreemetropole gilt inzwischen sogar als neue Internethauptstadt. Man

glaubt, dass von hier die nächste ganz große Web-Idee kommen könnte. An Innovationskraft fehlt es den

Berlinern jedenfalls nicht, wie zuletzt die Aufzugsbauer von OTIS mit ihren in Reinickendorf entwickelten

regenerativen Antrieben bewiesen haben, die inzwischen die Immobilienbranche weltweit elektrisieren.

F

Bauen, Mieten, Investieren OTIS GmbH & Co. OHG Anzeige

OTIS GmbH & Co. OHG

ortschritt bedeutet künftig Reduzierung.

In der nachhaltigen

Stadt der Zukunft gibt es keinen

Platz für energiefressende Gebäudeeinbauten.

Klimaanlagen können

zum Beispiel durch naturnahe Materialien

und neue Bauformen ersetzt werden,

nur der Aufzug wird weiterhin zur

unverzichtbaren Ausstattung gehören.

Allerdings wird er immer seltener an

Stahlseilen, sondern eher an stahlseelenarmierten

Polyurethangurten hängen.

Diese drei Millimeter dicken und zwischen

drei und sechs Zentimeter breiten

Hightech-Gurte gehören zur neuen GeN2-

Aufzugsgeneration von OTIS. Sie sind extrem

belastbar, völlig korrosionsfrei und

Wirtschaftsblatt 4/11

halten bis zu dreimal so lange wie konventionelle

Tragseile.

Strom sparen beim Aufzug

fahren

Das Herz der neuen Aufzüge kommt

aus Berlin. In den Werkshallen des deutschen

OTIS-Headquarters in Reinickendorf

werden die regenerativen Antriebe

hergestellt, die den Stromverbrauch der

GeN2-Aufzüge im Vergleich zu konventioneller

Technik und bei bestimmten

Lastzuständen um bis zu 75 Prozent

senken. Regenerative Antriebe reduzieren

die Betriebskosten jedes Gebäudes

drastisch und machen die neuen OTIS-

Aufzüge zum nachhaltigen vertikalen

Transportmittel auf dem Markt. „Die Anschaffungskosten

sind höher, doch schon

nach relativ kurzer Zeit drehen unsere

GeN2-Aufzüge langsam ins Plus, und auf

lange Sicht schlagen sie günstigere konventionelle

Aufzüge auch kostentechnisch

um Längen“, erläutert OTIS-Deutschlandchef

Hartmut Engler. Doch damit nicht genug,

denn die von seinen Ingenieuren entwickelten

regenerativen Antriebssysteme

produzieren auch Energie. Wenn ein vollbesetzter

Aufzug abwärts oder ein leerer

Aufzug nach oben fährt, wird die erzeugte

Energie in Strom umgewandelt. Außerdem

sind die getriebelosen Antriebe des GeN2

so kompakt, dass sie im Aufzugsschacht

untergebracht werden können. Damit

schafft OTIS einen weiteren langersehnten

Durchbruch beim Aufzugsbau. Der GeN2

braucht keinen Maschinenraum mehr.

Die Erfolgreichen

schalten schneller

Die einzigartigen Vorteile des regenerativen

Antriebs ReGen machen ihn zur ersten

Wahl bei auf Nachhaltigkeit bedachten

Gebäudeplanern und Architekten. Vor wenigen

Wochen erst haben die Besitzer des

Empire State Building OTIS mit der ReGen

Flatrate 10.0

Zum 100. Jubiläum hat OTIS Deutschland

ein besonderes Sicherheitspaket

geschnürt. Nach Abschluss des Servicevertrags

Flatrate 10.0 garantieren

die 1.200 Servicetechniker an den 100

OTIS-Standorten in ganz Deutschland

jedem Kunden für eine feste Pauschale

eine Verfügbarkeit seines Aufzugs von

99 Prozent. OTIS bietet Budgetsicherheit,

technische Leistungsfähigkeit, zufriedene

Nutzer und den langfristigen

Werterhalt des Aufzugs.

Drive-Nachrüstung der 68 Aufzüge in dem

weltberühmten Wolkenkratzer beauftragt.

„Auch im künftigen Vodafone-Campus,

der gerade in Düsseldorf entsteht, werden

29 Aufzüge der GeN2-Generation zum Einsatz

kommen“, berichtet OTIS-Kommunikationschef

Marc Drescher.

Die Nutzer der neuen Aufzüge loben

die GeN2-Generation für ihre Laufruhe.

Durch die Ummantelung der Gurte entfällt

beispielsweise das typische metallische

Abrollgeräusch beim Lauf der Stahlseile

um Treibscheibe und Umlenkrollen.

Die Bremsen wurden geräuschoptimiert

und der frequenzgeregelte, digitale Antrieb

sorgt für ein sanftes Beschleunigen

und Abbremsen der Kabine.

Für jeden Schacht der

passende Aufzug

117

Ideengeber für die Immobilienbranche:

OTIS-Deutschlandchef

Hartmut Engler

2 Polyurethangurte sorgen für den

sicheren Halt

3 Weniger Geräusche,

weniger Kosten: Mit dem

ReGen TM Drive von OTIS

4 Aufzugstechnik, nächste

Generation: GeN2 Aufzugskabine

bei Saturn in Berlin

Zur GeN2 Familie gehören die Produktlinien

Comfort (Wohnungsbau), Flex (Bestandsimmobilien),

Premier (Geschäftsgebäude),

Lux (Hohe Gebäude) und SilentLine

(Modernisierungsbereich).

Außerdem bietet OTIS für hochfrequentierte

Bürogebäude, Krankenhäuser

und Einkaufszentren die ergänzende und

nachrüstbare Zielwahlsteuerung Compass

an. Über Touchscreen-Bildschirme

geben Nutzer ihre Zieletage an und bekommen

einen Aufzug zugewiesen. Compass

bündelt übereinstimmende Fahrtwünsche,

vermeidet Zwischenstopps und

sorgt so dafür, dass die Nutzer um bis zu

55 Prozent schneller ihr Ziel erreichen.

100 Jahre in Berlin

OTIS ist der weltgrößte Hersteller von

Fahrtreppen, Fahrsteigen und Aufzügen.

Das Unternehmen ist Teil der United

Technologies Corporation und in 200 Ländern

vertreten. In Deutschland ist man

seit 1911 aktiv. Heute gilt die deutsche

Dependance als Zentrum für Entwicklung

und Innovation. „Wir sind ein fester

Bestandteil der Berliner Wirtschaft und

wachsen am Standort weiter“, verspricht

Hartmut Engler. Aktuell arbeiten bereits

circa 1.000 (in der Zentrale, dem Werk

und im Vertrieb) der 2.600 deutschen

OTIS-Mitarbeiter in der Hauptstadt.

OTIS GmbH & Co. OHG

Otisstraße 33 ∙ 13507 Berlin

Tel.: 030 / 43 04-0

marc.drescher@otis.com

www.otis.com

Wirtschaftsblatt 4/11

Wirtschaftsblatt 4/12


108

Bewegung durch Energie


Energie

109

„Wertvoller als

Ölquellen“

Die Energiewende läßt Deutschland rotieren. Es geht um Sorgen vor Kostenexplosion

und Versorgungssicherheit, um Effizienzpotentiale und alternative Quellen – aber auch

um echte Chancen für den Mittelstand. Wie bei der Windenergie. Mit der Nordsee als

Standort für Windkraft hat Deutschland einen Schatz, wertvoller als Ölquellen und

Goldminen, sagt Willi Balz. Mit seinem Unternehmen Windreich AG ist er dabei, diesen

Schatz zu heben.

Wind ist sein Leben. Willi Balz war schon früh

begeisterter Segelflieger. In der Kunst, ohne

Antrieb lange Zeit und weite Strecken – nur

getragen durch die Kräfte des Windes – zu segeln,

brachte er es gar zum Deutschen Meister. Vielleicht noch

folgenreicher war ein Praktikum bei einem Segelflugzeug-Hersteller

als junger Flugschüler. Dort sah er erstmals die gigantischen

Rotorblätter, die im gleichen Werk für die damals ersten

Windkraftanlagen produziert wurden. Es packte ihn sofort die

Faszination Windkraft. Doch erst viele Jahre später, 1998, setzte

er diese Passion für Wind in echtes Unternehmerleben um.

Heute ist die Windreich AG aus dem baden-württembergischen

Wolfschlugen der größte Windparkprojektierer Deutschlands.

Und Willi Balz damit eine Schlüsselfigur der Energiewende.

Herr Balz, klappt die Energiewende?

Willi Balz: Die Energiewende läuft auf vollen Touren und – was

Windkraft angeht – nach Plan. Im Onshore-Bereich, also an

Land, wurden bereits erhebliche Kapazitäten aufgebaut. Allein

wir haben weltweit über 1.000 Anlagen finanziert, gebaut oder

betrieben. Doch der Schlüssel liegt bei der Offshore-Windenergie,

die auf See gewonnen wird.

Die Sorgen um die Versorgungssicherheit mit Energie sollen

uns durch Windkraft genommen werden?

Windkraft wird die entscheidende Größe unserer künftigen

Energiegewinnung sein. Alleine ein Nordsee Windpark von der

Größe unseres im Bau befindlichen Global Tech I wird eine Gesamtnennleistung

von 400 Megawatt haben, die jährlich eine

Million Menschen versorgen kann.

Aber nur, wenn der Wind auch weht.

Windkraftanlagen auf dem Land haben in der Tat hohe Schwankungen,

verursacht durch die Jahreszeiten und ungleichmäßige

Windverhältnisse. Hingegen haben wir in der Nordsee geradezu

ideale Voraussetzungen für die Windkraftgewinnung. Der Wind

weht hier gleichmäßig und stark genug. Im Testpark Alpha Ventus

hatten wir im schwachen Windjahr 2011 nur drei Tage ohne

Stromgewinnung – das ist deutlich grundlastfähiger als Kohleund

Atomkraftwerke.

Die Nordsee als Schlüssel für die Energie der Zukunft?

Die Voraussetzungen sind weltweit einzigartig und ein Glücksfall.

Nicht nur, was die stabilen Windverhältnisse angeht. Auch

die Bodenverhältnisse des weltweit größten Wattenmeers sind

optimal, denn die Nordsee ist nirgends tiefer als 50 Meter. Das

erlaubt die Fundamentierung von Großanlagen, die bald einen

Rotor-Durchmesser von 150 Metern haben werden. Deutschland

verfügt mit der Nordsee über einen Schatz, der wertvoller

ist als Ölquellen und Goldminen.

„Deutschland wird bald

ein Niedrig-Energiepreis-Land sein“

Wie effizient kann dieser Schatz gehoben werden? Was ist

Stand der Technik?

Die Fünf-Megawatt-Technologie, die wir verwenden, ist seit gut

24 Monaten draußen in der Nordsee im Windpark Alpha Ventus

im Einsatz. Die Ergebnisse sind sehr überzeugend. Selbst im

letzten – schwachen – Winter hatte die Anlage eine Auslastung

von 4.500 Vollaststunden. Das waren fast 25 Prozent mehr, als

Fachleute und Experten erwartet hatten.

Doch zu welchen Kosten kann diese Energie gewonnen werden?

Wirtschaft und Verbraucher sorgen sich vor drastischen Preiserhöhungen

für Energie.

Ich prophezeie: Deutschland wird in wenigen Jahren ein Niedrig-Energiepreis-

Land sein. Und das schneller, als manche denken.

Es ist doch ersichtlich, dass die Preise für die endlichen

Energieträger Öl, Gas, Uran und Kohle auch weiterhin steigen

Wirtschaftsblatt 4/12


110 Energie

Verladung der 900 Tonnen schweren Fundamente

für den Windpark Global Tech I

Wind ist sein Leben:

Unternehmer Willi Balz

werden. Erneuerbare Energien wie Wind, Wasser und Sonne

haben keine Treibstoffkosten. Und aus diesen wird Wind als

erstes die Schwelle erreichen, günstiger zu sein als die konventionellen

Energieformen. Für Deutschland ist das eine Riesen-

Chance, Vorreiter zu sein und als Standort schon bald einen

echten Energiepreisvorteil zu haben.

Welche Bedeutung hat der Mittelstand bei dieser Aufgabe?

Er spielt die größte Rolle. Rund 80 Prozent aller Anlagen in der

Nordsee sind durch den Mittelstand getragen. Bei den kleineren

Windparks auf dem Lande ist der Verhältnis sogar noch deutlicher

zugunsten des Mittelstands. Es kommt bei Projekten dieser

Art auf schnelle Entscheidungswege an, auf langfristige Visionen

und Ingenieurskompetenz. Auf Herzblut und Leidenschaft.

Und auf ein fexibel agierendes Top-Team. All das findet sich

eben nur im Mittelstand.

Stehen Sie dabei im internationalen Wettbewerb?

Selbstverständlich. Doch unsere Chance ist ist die Qualität. Wir

produzieren „Made in Germany“, am obersten Limit dessen,

was deutsche Ingenieurkunst zu bieten hat. Sehen Sie, ich bin

Teilhaben an der Energiewende

Für Anleger gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich an den

Projekten der Windreich AG zu beteiligen:

• Direkte Beteiligungen: Bereits ab 250.000 Euro sind Teilhaberschaften

an Offshore-Windparks

• Anleihen zeichnen: Bereits ab 1.000 Euro kann man sich mit

handelbaren Anleihen an den Geschäften der AG beteiligen

• Eigenes Onshore-Windkraftwerk: Diese Anlagen erfordern ein

Eigenkapital ab 500.000 Euro. Diese Anlagen werden komplett

und umfasend durch die Windreich AG betreut.

Windreich AG

Esslinger Straße 11-15 · 72649 Wolfschlugen

info@windreich.ag

Tel.: Infohotline 0 7022 / 953060

begeisterter Pilot. Und ich würde niemals in ein Flugzeug steigen,

das nicht auf dem besten technischen Stand ist. So halte

ich es auch bei den Windkraftanlagen. Und das rentiert sich,

denn wir wollen ja weitestgehend Reparaturbesuche bei den

schwer zugänglichen Anlagen vermeiden.

„Die Investoren sehen den ökologischen und

den finanziellen Gewinn von Windkraftwerken“

Wie stemmen Sie die hohen Investitionskosten?

Die Herausforderung ist, dass für jeden Windpark schon sehr

früh, in der Phase der Baugenehmigung, hohe zweistellige Millionenbeträge

aufgebracht werden müssen, und das kann nur

Eigenkapital sein. Das haben wir dreimal gemeistert und haben

nun drei genehmigte Projekte mit Netzanschlusszusage. Das ist

dann der Moment, an dem Investoren ins Spiel kommen.

Wer investiert in Ihre Projekte?

Wir haben für unseren Windpark Gloabl Tech I alleine 800 Millionen

Euro mit nur sechs privaten Investoren und nur aus dem

süddeutschen Raum zusammengebracht. Die Investoren sehen

also den ökologischen und den finanziellen Gewinn von Windkraftwerken.

Durch ein Bankenkonsortium, darunter auch die

Europäische Investitionsbank und die KfW, konnte die bis heute

weltweit größte Projektfinanzierung in Bereich Erneuerbare

Energien in Höhe von 1,047 Milliarden Euro auf die Beine gestellt

werden. Darauf sind wir stolz, und die Investoren können

mit einer Rendite von gut zehn Prozent rechnen.

Zuletzt eine Frage zur ästhetischen Dimension von Windkrafträdern.

Manche sehen darin eine Art optische Umweltverschmutzung.

Ich sehe diese Befürchtungen und respektiere sie. Vor allem

im ländlichen Bereich ist das eine schwierige Diskussion, zum

Beispiel bei uns im schönen Süddeutschland. Aber auch darum

weiß ich: Draußen in der deutschen Nordsee – wo kein Blick

gestört wird – liegt die Zukunft unserer Energieversorgung.

Wirtschaftsblatt 4/12


Kundenveranstaltung?

Unternehmenspräsentation?

Firmenfilm?

Ist bei Ihnen was los?

Dann sollten Sie davon wirkungsvolle

Bilder produzieren

lassen! Denn Reportagen,

Produktfilme und Unternehmensportraits

schaffen bleibenden

Eindruck bei Kunden,

Mitarbeitern und Gästen.

Unser Film-Team von Wirtschaftsblatt-TV

produziert für

Sie in der bewährten Wirtschaftsblatt-Qualität

Bilder,

die haften bleiben: professionell,

spannend, günstig.

Anruf genügt für weitere Infos: Uta Bunn, Tel.: 02 11 / 311 20 60-40, bunn@wirtschaftsblatt.de


112

Güter und Personen bewegen

Wirtschaftsblatt 4/12


Logistik & Mobilität

113

Immer in

Bewegung bleiben

Flexibilität ist das Stichwort der Stunde: Wer bei zunehmendem Wettbewerb und

wachsender Bedeutung der globalen Märkte erfolgreich mithalten möchte, muss sich

jeden Tag neu auf seine Auftraggeber und ihre Anforderungen einstellen. Und er muss

seine Kunden erreichen: Plakativ mit Werbebotschaften, kommunikativ via Telefon und

Internet, persönlich auf Geschäftsreisen und vor allem fristgerecht und unbeschadet mit

seinen Waren. Zeitgemäße Logistiklösungen sind dafür unerlässlich. Diskutiert wurden

diese aktuell in der Mitte Deutschlands: Beim Logistik-Tag in Kassel.

Wirtschaftsblatt 4/12


114

Logistik & Mobilität

Gastgeber Holger Schach ermunterte zur ganzheitlichen

Betrachtung von Herausforderungen

Branchenvertreter aus ganz Deutschland

kamen zum Meinungsaustausch nach Kassel

D

er Logistiksektor ist in Deutschland mit gut 2,8 Millionen

Beschäftigten ein echtes Schwergewicht.

Doch obwohl die Branche boomt und Nachwuchskräften

anspruchsvolle Berufsbilder zu bieten hat,

laboriert sie an einem mittlerweile überall präsenten Phänomen:

dem Fachkräftemangel. Ein Grund mehr für die Teilnehmer

der Branche, für sich zu werben. „Die Qualifikation als

Berufskraftfahrer ist die beste Wahl, um niemals arbeitslos zu

werden”, spitzte es Markus Bappert, Geschäftsführer bei Meyer

Logistik im hessischen Friedrichsdorf, zu. Der Unternehmer

war einer von mehr als 200 Teilnehmern auf dem „Logistik-Tag

2012”, zu dem das Regionalmanagement Nordhessen Mitte Juni

ins Kasseler Kongress Palais eingeladen hatte.

Allerdings mangelt es in der Branche nicht nur an Fahrern

– auch Informatiker, Ingenieure, IT-Spezialisten oder Kaufleute

fehlen. „Wir brauchen die besten Mitarbeiter im Unternehmen.

Wir wollen sie auch permanent aus-, weiter- und fortbilden, damit

wir mit ihnen den neuen Anforderungen gewachsen sind”,

versprach Dr. Hansjörg Rodi, Vorstandsvorsitzender der Schenker

Deutschland AG aus Frankfurt. Carolin Heinrichs, Marketingverantwortliche

der Zufall Logistics Group mit Hauptsitz

in Göttingen, zeigte, wie ein mittelständisches Unternehmen

erfolgreich um Nachwuchs wirbt: Mit einer Kino-Werbespot-

Kampagne und einem flotten Internetauftritt. Dass es sich bei

Zufall gut arbeiten lässt, bestätigte Azubi Paul Hohmann: „Arbeit

in der Logistik ist spannend, man ist immer in Action. Dieses

flexible Arbeiten macht mir Spaß, vor allem der Umgang mit

den Kunden.“ Viel Zustimmung erhielt auch Tanja Kipa, Leiterin

Personalentwicklung bei Zufall. In ihrem Fokus standen die älteren

Mitarbeiter: „Wir müssen Maßnahmen ergreifen, um unsere

Mitarbeiter geistig, körperlich und psychisch gesund und

leistungsfähig zu halten – auch mit flexibleren Arbeitszeiten

oder Jobrotation”.

Die Weichen stellen

„Logistik im Dreiklang der Nachhaltigkeit – Soziales, Ökologie

und Ökonomie – das ist das Motto unseres Kongresses. Das

Thema Fachkräfte hat dabei natürlich viel Gewicht, da es alle

bewegt. Doch wir werden auch in den anderen zukunftweisenden

Bereichen die künftigen Herausforderungen diskutieren,

Denkanstöße geben, um so strategisch die Weichen stellen zu

können”, erklärte Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements

Nordhessen. Zum Beispiel im Bereich Energieeinsparung:

umweltfreundliche Innovationen und Trends in

der Nutzfahrzeugindustrie stellte Roland Dold, Senior Manager

Alternative Powertrain and Emissions bei Daimler Trucks vor; Paul

Wittenbrink, Professor für Transport und Logistik an der Dualen

Hochschule Baden-Württemberg, erläuterte die Bedeutung von

„Green Logistics”, und Markus Bappert konnte von seinen guten

Erfahrungen mit Erdgas- und Hybridantrieben im Lebensmittel-

Verteilerverkehr berichten. Auch das Thema Ko-stensenkung

stand auf der Agenda: Den Spagat „zwischen Effiziensteigerung

und Kostensenkung” skizzierte René Stöcker, Geschäftsleiter

Deutschland Operations bei Hellmann Worldwide Logistics.

Professor Stefan Seuring, Inhaber des Lehrstuhls für Supply

Chain Management an der Universität Kassel, stellte den Gesamtzusammenhang

her: „Risikovermeidung bedeutet heute

eben nicht, nur über ökonomische Risiken nachzudenken, sondern

auch über Umwelt und soziale Fragen.”

Aufeinander zu bewegen

Mehr Kooperation, so das Fazit vieler, sei die Antwort, auf

die fast alles hinauslaufe. „Die Logistik steht im Wettbewerb

mit anderen Branchen”, resümierte Dr. Heiko von der Gracht,

Direktor am Institute for Futures Studies and Knowledge Management

an der EBS Business School in Wiesbaden. „Zusammenarbeit

im Verbund könnte eine Möglichkeit sein, sich

Marktstärke zu verschaffen.” Als ein gelungenes Beispiel nannte

er die Stückgutkooperation System Alliance, der inzwischen

42 Betriebe in Deutschland angehören. Deren Geschäftsführer

Georg Köhler erklärte, warum er sich für einen Verbund ans

Steuer gesetzt hat: „Alle stehen schließlich vor den Herausforderungen

durch Ressourcenverknappung und den demografischen

Wandel. Je mehr wir uns vernetzen, austauschen und

strategisch zusammenarbeiten, desto eher sind wir in der Lage,

vernünftige Lösungen für die Zukunft zu realisieren”.

Wirtschaftsblatt 4/12


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OnePhone Deutschland GmbH

115

OnePhone vereint

Festnetz, Mobilfunk

und Telefonanlage zu

einer voll integrierten,

virtuellen Telefonielösung

und ermöglicht dadurch

die vollständige Mobilisierung

der gesamten TK-Infrastruktur

– die Basis für einfach

und bedarfsgerechte

mobile Telefonie im

Unternehmen.

Freie Ressourcen durch Mobilisierung und

Auslagerung der gesamten TK-Infrastruktur

Einfach telefonieren

Bei OnePhone ist der Name Programm:

Die Telekommunikationslösung

vereint Festnetz, Mobilfunk

und die Funktionen einer TK-Anlage

in einem mobilen Endgerät. Derart entkabelt

vom Schreibtisch, sind die Mitarbeiter

jederzeit für Kunden- und firmeninterne

Anfragen erreichbar. „Die einfache

und sehr gute Erreichbarkeit unserer

Inspekteure auf der 40.000-Quadratmeter-Depotfläche

ermöglicht uns eine

beschleunigte Abfertigung der ankommenden

LKWs – das hat mich überzeugt,“

berichtet Jörg Diedrichsen, Geschäftsführer

der Progeco Deutschland GmbH. Das

Hamburger Logistikunternehmen mit

zwei deutschen Depotflächen für Container

entschied sich Anfang 2012 für die

OnePhone Lösung.

Telefonieren wird nicht nur einfacher,

auch die Kostenkontrolle wird es. Die

Leistungen werden aus dem eigenen Rechenzentrum

in Düsseldorf als Managed

Service den Kunden bereitgestellt. Eine

physische TK-Anlage entfällt somit und

die Wartungs- und Modernisierungskosten

ebenfalls. Mit OnePhone gibt es

nur noch eine Rechnung von einem Anbieter

statt unübersichtlicher Mehrfachverträge.

Alles aus einer Hand – das gilt auch

bei der Realisierung, denn OnePhone begleitet

seine Geschäftskunden von der

Bedarfsplanung über die Implementierung

bis hin zum Service bei laufendem

Betrieb. Neue Mitarbeiter, Standorte

und Heimarbeitsplätze können jederzeit

nahtlos eingebunden werden – diese Vorteile

waren letztendlich auch ausschlaggebend

für Diedrichsen: „Beide Standorte

wurden in eine Telefonanlage integriert,

was eine nahtlose TK-Struktur ohne Brüche

bedeutet und für unsere Verwaltung

auch nur einen Ansprechpartner für die

gesamte Telefonie. Die laufenden Kosten

konnten zusätzlich dauerhaft gesenkt

werden.“ Als mittelständischer Unternehmer

ist es ihm besonders wichtig,

dass seine Mitarbeiter an den Standorten

und von den nationalen und internationalen

Kunden optimal erreichbar sind.

Darauf kann er sich nun verlassen.

OnePhone Deutschland GmbH

Düsseldorfer Straße 16 · 40699 Erkrath

Tel.: 0211 / 54235423

info@onephone.de · www.OnePhone.de

Telekommunikation im Fokus: Finanzieller Spielraum durch Mobilität der TK-Infrastruktur

Die nahtlose Vereinigung und konsequente

Mobilisierung der gesamten

TK-Infrastruktur (Festnetz, Mobilfunk

und TK-Anlage) sowie deren Auslagerung

an einen Spezialisten bringt klare

finanzielle Vorteile für Unternehmen.

Eine moderne Telekommunikation eröffnet

neue Spielräume für das Kerngeschäft.

Investitionen in eine eigene

TK-Anlage entfallen ebenso wie die

Ausgaben, um das System technisch auf

dem neuesten Stand zu halten. Auch die

Anschaffung von mehreren parallel betriebenen

Endgeräten pro Mitarbeiter

ist hinfällig. Da der Nutzer nur noch ein

mobiles Endgerät hat, entfallen auch

die Kosten für Rufumleitungen und firmeninterne

Anrufe. Da jeder Mitarbeiter

optimal erreichbar ist, spart es Zeit

durch verminderten Rückrufaufwand.

Durch die verbesserten Arbeitsabläufe

steigt die Produktivität jedes einzelnen

Mitarbeiters und damit des gesamten

Unternehmens.

Wirtschaftsblatt 4/12


116 Logistik & Mobilität Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Paradiesisches Portfolio

Sie ist der Immobiliendienstleister des Bundes. Und der größte der Republik dazu: die Bundesanstalt

für Immobilienaufgaben (BImA) zählt 28.000 Liegenschaften, 44.000 Wohnungen, 400.000 Hektar

Fläche und einen Bilanzwert von rund zwölf Milliarden Euro. Jörg Musial, Leiter der Sparte Verkauf

mit Sitz in Bonn, erläutert die Arbeitsweise und aktuelle Herausforderungen der BImA.

Herr Musial, vom Reihenhaus über Wohnbaugrundstücke und

Hochbunker bis zur Kaserne hat die BImA ganz unterschiedliche

Objekte im Portfolio – ein Paradies für Investoren und

Projektentwickler. Was macht die BImA zu einem Top-Seller der

Branche?

Unsere Zahlen sprechen sicherlich für sich: In den letzten Jahren

haben wir in der Sparte Verkauf durchschnittlich 2.700 Verträge

jährlich abgeschlossen und dabei jeweils 500 Millionen

Euro Umsatz generiert. Dabei greifen wir auf drei Vermögensmassen

zu: auf das allgemeine Grundvermögen des Bundes, auf

Bundeswehrliegenschaften und auf das Finanzvermögen. Den

Hauptteil der Vermarktung machen ehemalige Militärobjekte

und Kasernen sowie Wohn- und Geschäftsimmobilien aus.

Hierbei bieten wir eben Liegenschaften unterschiedlichster

Größen und Lagen in ganz Deutschland an.

Wo liegen für Sie die besonderen Herausforderungen?

Unsere größte Aufmerksamkeit gilt der heterogenen Struktur

unseres Gesamtportfolios, der wir unter anderem durch unsere

dezentralen Verkaufsteams gerecht werden, die die Märkte vor

Ort betreuen und kennen.

Aktuell sehen wir uns zudem drei zeitgleich rollenden Konversionswellen

gegenüber: Ausgelöst durch den Rückzug der

US-Streitkräfte vor allem im Raum Heidelberg, Mannheim,

Schweinfurt und Bamberg, der britischen Streitkräfte in Nordrhein-Westfalen

und Niedersachsen sowie durch die Bundeswehrstrukturreform,

von der etwa 130 Kommunen betroffen

sein werden, wächst unser Bestand nochmals erheblich um

wertvolle und zum Teil hervorragend erschlossene Areale mit

großen Entwicklungspotentialen.

Unser Ziel ist es grundsätzlich, die Konversionsflächen schnell

einer zivilen Nutzung zuzuführen: Wohnbebauung, Expansionsmöglichkeiten

für ansässige Betriebe oder Neuansiedlung

für Wachstumsbranchen wie Spedition oder Logistik, die oft

großen Flächenbedarf haben. Das wissen natürlich auch die

Expansionsmanager der großen Logistiker oder der bekannten

Marktketten, die dann frühzeitig den Kontakt zu uns suchen.

Dann muss man auch mit der Kommune abwägen, welche

Nachnutzung sie für ein Objekt favorisiert.

Wie ist der konkrete Ablauf, wenn die BImA ein Areal übernimmt?

Wenn wir neue Objekte in den Bestand aufnehmen, sprechen

wir zunächst von einer sogenannten Anentwicklung. Das

heißt, wir machen ein Objekt in Abstimmung mit der jeweiligen

Kommune marktfähig. Dazu zählen die Schaffung von

Planungsrecht und Erschließungskonzepten, notwendige Abbruchmaßnahmen,

die Untersuchung auf Altlasten, Ent- oder

Versiegelungsmaßnahmen. Wir prüfen in dieser Phase der

Anentwicklung im Einklang mit städtebaulichen Vorgaben die

optimale zivile Nutzungsmöglichkeit, versuchen, die Risiken

für einen Investor auszuschließen und bringen das Ganze in

Einklang mit den Verwertungsinteressen des Bundes. Danach

sind die Projektentwickler, Investoren oder auch die Kommunen

am Zug. Unsere kommunalen Partner haben durch einen

Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages

unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine

Erstzugriffsoption auf Konversionsflächen geltend zu machen.

Sie können dadurch bestimmte Teilflächen oder Gebäude zum

aktuellen Verkehrswert übernehmen.

Jörg Musial, Leiter der Sparte

Verkauf bei der BImA

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Jörg Musial · Spartenleiter Verkauf

Ellerstraße 56 · 53119 Bonn

Tel.: 0228 / 37787-810

joerg.musial@bundesimmobilien.de

www.bundesimmobilien.de

Wirtschaftsblatt 4/12


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Raum für Visionen

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

117

Bundesweit bietet die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) attraktive Liegenschaften in Top-

Lagen an. Wir haben eine Auswahl von Objekten zusammengestellt, die jede Menge Raum für kreative

Entwicklungen und visionäre Investitionen bieten:

Berlin Mitte

Unbebaute Grundstücke in exklusiver Innenstadtlage in unmittelbarer

Nähe zum künftigen Berliner Schloss

(Breite Straße 12, Scharrenstraße 2 & 3, Neumannsgasse 1)

Frankfurt am Main

Großzügiges Areal für gewerbliche Entwicklung, verkehrsgünstig

gelegen mit nahen Autobahnanschlüssen an A 648, A 5

und A 66) (Eschborner Landstraße/Gaugrafenstraße)

Grundstück:

Rund 6.150 Quadratmeter im

Besitz der BImA und des Liegenschaftsfonds,

voll erschlossen

Nutzungsart:

Bebauung mit Wohn- und Gewerbegebäuden

vorgesehen

Grundstück:

145.000 Quadratmeter, voll

erschlossen; innere Erschließung

bei Neubebauung neu

herzustellen

Nutzungsart:

Gewerbliche Entwicklung

Nienburg

Unbebaute Gewerbeflächen in östlicher Stadtrandlage in

nächster Nähe zum neuen Kreiskrankenhaus

(Berliner Ring/Ziegelkampstraße)

Grundstück:

Vier Flurstücke mit insgesamt 21.700 Quadratmetern, unbebaute,

ebene Grundstücksfläche

Nutzungsart:

Verwaltung und Büroflächen,

nicht-störende Gewerbeeinheiten,

soziale und öffentliche

Einrichtungen

München

Unbebaute Fläche im Norden Münchens, Bereich Feldmoching-

Hasenbergl (westlich der Schleißheimer Straße)

Grundstück:

Rund 39.000 Quadratmeter, ehemaliger Sportplatz ohne weitere

Nutzung vorhanden, eventuell Altlasten und Kampfmittel

vorhanden; öffentliche Verkehrserschließung

vorhanden,

innere Erschließung neu

herzustellen

Nutzungsart:

höherwertiges Gewerbe

Hannover-Lahe

Gewerbefläche nahe der Autobahn A 2 im Stadtteil Lahe,

acht Kilometer von der Innenstadt und zehn Kilometer vom

Flughafen entfernt (Rendsburger Straße/Rotenburger Straße)

Memmingerberg (Allgäu)

Entwicklungsfläche für Einzelhandel östlich von Memmingen

und Memmingerberg (Industriestraße), westlich des ehemaligen

Militär- und heutigen Verkehrsflughafens Memmingen

Grundstück:

Insgesamt 15.400 Quadratmeter, 13.100 als Gewerbefläche

nutzbar, innere Erschließung

neu herzustellen

Nutzungsart:

Standort für Büro und Verwaltung

sowie produzierendes

Gewerbe

Grundstück:

12.940 Quadratmeter nutzbare Fläche mit zum Abbruch vorgesehenen

ehemaligen Antennenund

Stabsgebäuden; Erschließung

durch Investor herzustellen

Nutzungsart: Großflächiger

Einzelhandel (Vollsortimenter

und ergänzende Nutzungen)

Wirtschaftsblatt 4/12


118 Mobilität Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG

Das Diagnosesystem ARGUS II untersucht die Radsätze

des ICE bei einer Geschwindigkeit von 15 km/h

„Schiene an Depot:

Radsatz tauschen!“

In welchem aktuellen Zustand befinden sich die Radsätze der Eisenbahnen, Straßenbahnen und Metros

während des Betriebs? Eine Frage, die sich weltweit nicht nur Bahn- und Metrobetreiber stellen, sondern

die auch für die Beanspruchung der Schienennetze von grundlegender Bedeutung ist. Der Werkzeugmaschinenbauer

Hegenscheidt- MFD aus Erkelenz sorgt mit einem neuen IT-System nun für die Antwort.

Der Informationsbedarf ist groß: im welchem Maß

nutzen sich die Radsätze ab? Welche Radsätze müssen

bald reprofiliert und eventuell ausgetauscht

werden? Fragen, die im Personenverkehr für die Sicherstellung

des Fahrkomforts bereits eine große Rolle spielen

und wegen der zunehmenden Lärmentwicklung künftig auch

im Güterverkehr von Bedeutung sein werden. Radsätze vermessen,

reprofilieren oder eventuell tauschen ist ein sehr kostenintensiver

Prozess. Bisher werden die Ausbesserungsdaten in

EDV- Listen geführt und für eine Optimierung der Radsatzwartung

nur unzureichend genutzt.

Für kollektives Bewusstsein

Um diesen Firmen neue zukunftsweisende Möglichkeiten

zu bieten, hat der Erkelenzer Werkzeugmaschinenbauer Hegenscheidt-MFD,

der durch seine Maschinenfertigung für die Radsatzbearbeitung

in nahezu 125 Jahren ein großes Know-how

aufgebaut hat, ein spezielles Radsatz-Managementsystem entwickelt.

Mit Hilfe einer ausgereiften Software können zukünftig

alle relevanten Daten von Radsätzen gesammelt, verwaltet und

nach definierten Kriterien ausgewertet werden. Somit kann die

Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von Radsätzen in Schienenfahrzeugen

erheblich gesteigert werden. Ergeben habe sich die

Idee zur Entwicklung des IT-Systems aus den Anforderungen der

Kunden. So war es für Geschäftsführer Dr. Winfried Büdenbender

ein logischer Schritt, Maschinenbau, Dienstleistung und Beratung

aus einer Hand anzubieten. Die Kompetenz dazu hat sich

das Unternehmen als klassischer Werkzeugmaschinenbauer in

enger Kooperation mit seinen Kunden über viele Jahre erarbeitet.

Regionales Fachwissen weltweit eingesetzt

Die Produkte des Erkelenzer Unternehmens werden weltweit

vermarket. Seit 2001 gehört Hegenscheidt-MFD zur Niles-

Simmons-Hegenscheidt Group (NSH-Group) mit insgesamt fünf

Produktionsunternehmen in Deutschland, USA und China sowie

weiteren acht Vertriebs- und Servicebüros in Russland,

Südafrika, Australien, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Indien

und China. In 2011 hat die NSH-Group mit rund 1.300 Mitarbeitern

einen Gesamtumsatz in Höhe von 275 Millionen Euro

erwirtschaftet. Als alteingesessenes regionales Unternehmen

Wirtschaftsblatt 4/12


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Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG

119

eng mit der Region verwurzelt, will die Geschäftsführung von

Hegenscheidt-MFD auch weiter am Standort Erkelenz investieren.

Die gute Auftragssituation macht es notwendig, die Fertigungs-

und Montagekapazitäten zu erweitern.

Wirtschaftlich reprofilieren

Nun stellt Hegenscheidt-MFD dem breiten Fachpublikum

das neue IT-System auf der diesjährigen InnoTrans, der Internationalen

Weltleitmesse für Schienenverkehrstechnik in Berlin,

vor, die vom 18. bis zum 21. September unter dem Funkturm

stattfindet. „Unser IT-System ist ein gutes Tool, um die

Reprofilierung wirtschaftlich zu gestalten“, fasst Dr. Winfried

Büdenbender den Nutzen der neuen Software zusammen. Über

Schnittstellen kann das IT-System an alle gängigen ERP-Systeme

wie zum Beispiel SAP angedockt werden.

Mit Argusaugen prüfen

Über die archivierten Daten kann die Software Auskunft darüber

geben, wie abgenutzt der Radsatz ist. Erfasst werden diese

Daten über das von Hegenscheidt-MFD entwickelte Diagnosesystem

ARGUS II. Im einzelnen werden Daten zum Radprofil,

Durchmesser, Flachstellen und Risse in der Oberfläche aufgenommen.

Beim ARGUS II handelt es sich um eine überfahrbare

Meßstrecke, über die die Züge mit einer Geschwindigkeit von

bis zu 15km/h rollen. ARGUS II ist derzeit bereits bei der Deutschen

Bahn an fünf Standorten im Einsatz, darunter in München

und Berlin. Die Daten werden bei jedem Überfahren des

Zuges, bezogen auf die einzelnen Radsätze, erhoben und können

an die Radsatzbearbeitungsmaschinen von Hegenscheidt-

MFD, wie zum Beispiel die MOBITURN® 2 übermittelt und als

Bearbeitungsgrundlage genutzt werden. Allerdings gab es bisher

keine Möglichkeit, die Daten über einen längeren Zeitraum

zu archivieren und entsprechend aufzubereiten. Diese Lücke

hat Hegenscheidt-MFD nun geschlossen.

Doch damit nicht genug. Was, wenn die Züge zur Vermessung

nicht aus dem Verkehr genommen werden müssten,

sondern während der Fahrt bei Regelgeschwindigkeit eine

Datenerfassung stattfinden könnte? „Dann wären Bahn- und

Netzbetreiber in der Lage, eine Vorverifikation durchzuführen

und konkrete Aussagen abzuleiten, wie sich der Abnutzungsgrad

der Radsätze in den Schienenfahrzeugen darstellt“, gibt

Dr. Büdenbender die direkte Antwort und beschreibt damit

seine Vision, an deren Umsetzung Hegenscheidt-MFD bereits

arbeitet. ARGUS III soll dann in der Lage sein, Profil, Rundheit,

Bremsscheibendicke und den Achsversatz von Radsätzen sowie

das Gewicht bei Regelgeschwindigkeit in der Strecke zu messen.

Das Projekt stellt somit ein Qualitätssicherungssystem dar,

das einen Komplettservice für das Radsatz-Schiene-Bremse-System

umfänglich sichern soll.

Toll-Collect für die Schiene

Käme ein derartiges System flächendeckend zum Einsatz,

könnte der Verschleißgrad von Radsätzen bereits im normalen

Fahrbetrieb der Schienenfahrzeuge festgestellt werden,

ohne dass diese aus der Strecke genommen werden müssen.

Darüber hinaus könnten bei erfolgreicher Entwicklung dieses

Online-Check-Systems Netzbetreiber für jeden Zug – aufgrund

nachprüfbarer Abnutzungsgrade der Radsätze in Verbindung

mit einer Gewichtsmessung – individuell berechnete Nutzungsentgelte

erheben. Eine Art „Toll-Collect“ für die Schiene wäre

möglich.

Aber noch ist das Zukunftsmusik. Die Idee spiegelt jedoch

das Ziel des Unternehmens wider: Mit der Erfahrung der bewährten

Produkte, den Kundenwünschen nach mehr Dienstleistung

zu folgen. Dr. Büdenbender formuliert das so: „Wenn

unser Kunde anruft und eine Frage hat, wollen wir ihm eine

Antwort geben können“.

Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG

Hegenscheidt-Platz · 41812 Erkelenz

Tel.: 02431 / 86-0

hegenscheidt.mfd@nshgroup.com

www.hegenscheidt-mfd.de

Mit dem neuen IT-System können Radsatzdaten

gesammelt, verwaltet und ausgewertet werden

Nach der Auswertung der Daten können die Radsätze

auf der mobilen Radsatzdrehmaschine MOBITURN® 2

von Hegenscheidt-MFD bearbeitet werden

Wirtschaftsblatt 4/12


120

Waren sicher bewegen

So packt man das

Für den Laien ist alles ganz einfach. Logistik? Verpacken, aufladen, fahren, abladen, auspacken,

fertig. Der Experte ist amüsiert ob solcher Ahnungslosigkeit; der Unternehmer greift zum Telefon

und sucht den Rat des Experten. Denn von effektiven logistischen Abläufen hängt viel ab. Nicht

nur die Reduzierung von Kosten durch Vermeidung von Fehlern wie unzureichender Ausrüstung

oder falschem Ablaufmanagement. Sondern auch die Positionierung im Wettbewerb durch

Liefertreue und Produktqualität.

von Martina Gorlas

Stoß-Fall-Prüfung im Pack-

Lab des VVL: Was hält der

Versandkarton aus?

Wirtschaftsblatt 4/12

Wie verhält sich ein Produkt

beim Transport?

Wie lässt es sich optimal

identifizieren und

auffinden? Zwei von zahlreichen Fragen,

die Unternehmer in tagtäglichen Logistikprozessen

beschäftigen. Auch die zunächst

simpel klingende Frage nach der

am besten geeigneten Verpackung erweist

sich häufig als knifflig. Das Produkt

muss gesichert werden – doch wie? Nur

gegen Beschädigung, oder auch gegen

Diebstahl? Und selbst wenn die ideale

Verpackung und eine technische Lösung

zur Identifikation der Ware gefunden

ist, ergeben sich neue Aufgabenstellungen.

Sowohl die Verpackung als auch

das Identifikationsgerät müssen den äußeren

Bedingungen von Lagerung und

Transport standhalten: Vibrationen, Vollbremsungen,

Stürzen, großer Hitze oder

starkem Frost. Und zum guten Schluss:

Was passiert, wenn die Ware ausgepackt

ist, mit der Verpackung? Selbst der Bereich

Einkauf und Beschaffung ist in die

Logistik involviert, wenn es darum geht,

Prozesse so zu optimieren, dass unnütze

Kosten vermieden werden können.

Die Komplexität der Aufgabenstellungen

führt dazu, dass im Bereich der Logistik

nicht nur alle betroffenen Objekte

und Handlungsabläufe geprüft, sondern

auch ständig weiterentwickelt werden

müssen. Aufgaben, deren Bewältigung

vor allem kleinen und mittelständischen

Unternehmen schwer fällt. Sie zu unterstützen,

hat sich der „Verein zur Förderung

innovativer Verfahren in der Logistik”

VVL mit Sitz in Dortmund auf die

Fahnen geschrieben.

Vier für alle

Der 1985 zur Beratung und Schulung

rund um den Begriff „Logistik“ gegründete

Verbund ist heute Dachorganisation

für vier kooperierende Forschungsinstitute,

in denen Fachleute sich auf einzelne

Teilbereiche der komplexen Logistikkette

spezialisiert haben. „Die vielfältigen

Forderungen, mit denen Hersteller und

Anwender an uns herantreten, machen

es notwendig, gezielt Forschung und Entwicklung

zu betreiben, zu schulen, zu publizieren

und vor allem fachübergreifend

zu arbeiten”, so der geschäftsführende

Institutsleiter und Vorsitzende des VVL,

Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen.

An der ältesten der vier Einrichtungen,

dem Institut für Distributions- und

Handelslogistik IDH, befasst man sich

vor allem mit Projekten oder Richtlinienvorhaben

aus dem Bereich der Intra-

und Distributionslogistik und bietet

Konzepterstellungen, Beratungen und

Schulungen für Unternehmen aus allen

Branchen. Ein Schwerpunkt liegt auf

der Erforschung und Optimierung von


Verpackung

121

1

2

1 Winzig, wirtschaftlich und hochempfindlich:

RFID-Transponder ermöglichen

das Auffinden von damit

gekennzeichneten Produkten

2 In den Vereinslaboren geht es rund:

Eine Demonstrationsanlage mit verschiedenen

Antennenanlagen und

Lesegeräten

3 Härtetest: Am Berstdruck-Prüfgerät

beweist sich die Widerstandsfähigkeit

einer Kartonage

4 Die Palette bebt: Der Schwingtisch

simuliert tägliche Transportsituationen

3

4

Auto-ID-Technologien zur Ortung und

Identifizierung von Produkten sowie der

Elektronischen Artikelsicherung EAS, um

Diebstähle zu vermeiden.

Die Verpackungsentwicklung und

Verpackungsprüfung ist eines der wichtigsten

Aufgabenfelder am Institut für

Verpackungstechnik IfV. Dazu zählen

unter anderem Ist- und Schwachstellenanalysen

von Verpackungen und Produkten,

Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

sowie die Konzipierung von neuen Verpackungslösungen.

Am Institut für Kreislaufwirtschaft

und Umwelttechnik IfKU steht die ganzheitliche

Entwicklung entsorgungslogistischer

Lösungen im Mittelpunkt – etwa,

wenn es um die Verwertung von Auto-ID-

Transpondern geht, die aus hochwertigen

Metallen hergestellt werden. Forschungsaktivitäten

zur Analyse und Optimierung

von Strategien und Aktivitäten innerhalb

des Einkaufsbereiches sind seit dem vergangenen

Jahr Arbeitsschwerpunkt am

Institut für Einkauf und Beschaffung

IfEB, dem jüngsten der Institute im VVL.

Testen, bis es kracht

Drei Vereins-Labore stehen für

Demon strationen, Prüfungen und Analysen

von Produkteigenschaften, Verpackungen,

Materialien und Technologien

zur Verfügung: das kleinere EAS-Labor,

wo die Effizienz von Diebstahlsicherungen

getestet wird, sowie die beiden großen

Laboratorien LogIDLab und PackLab.

Speziell im PackLab wird buchstäblich

strapaziert bis zur Zerstörung. Es kracht

häufig, wenn auf der Stoß-Fall-Prüfeinrichtung

der Sturz eines Paketes aus

großer Höhe simuliert wird. Schocktester

verbeulen die Verpackung, um die

Widerstandsfähigkeit des Transponders

zu überprüfen, Paletten kommen auf der

„Schiefen Ebene” ins Rutschen. „Tatsächlich

können wir hier alle mechanischklimatischen

Belastungen des Alltags

simulieren und danach entsprechend

Konzepte zur Optimierung erstellen”,

betont Dr. Jochen Schneider, stellvertretender

Institutsleiter und zuständig für

Forschungs- und Entwicklungsanträge

beim VVL.

Dazu simuliert man auf Schwingtischen

stochastische Schwingungen und

Einzelstöße, um Veränderungen an Ware

und Verpackung während des Transports

oder Ladevorgangs beobachten zu können.

Mit einer Stauchdruckpresse lassen

sich unter anderem Schäden durch

falsche Stapelungen dokumentieren. Ein

heißes Highlight ist die Klimakammer: in

ihr werden Verpackungen und Identifikationsgeräte

auf ihre Hitze- und Feuchtigkeitsresistenz

überprüft. Dr. Schneider:

„Wir versuchen hier, jedwede Situation

zu konstruieren, um anschließend Lösungen

für den unternehmerischen Alltag

zu liefern.“ Nach einer kurzen Pause

fügt er hinzu: „Und in den meisten Fällen

gelingt uns das auch.“

Welcher Transponder

ist geeignet?

Im LogIDLab steht sensibleres Handling

im Vordergrund: die Prüfung von

Kennzeichnungs- und Identifikationsverfahren

– abgestimmt auf die jeweilige

Kundenanforderung –, um am Ende die

beste technische Lösung definieren zu

können. Viele Projekte gelten dabei RFID-

Systemen: durch Innovationen und Verbesserungen

auf diesem Gebiet will man

neue Anwendungsfelder erschließen und

die Technologie als Alternative zu bisher

eingesetzten Identifikationsverfahren

anbieten. „RFID bietet viele Vorteile,

unter anderem aufgrund der Fähigkeit

zur Materialdurchdringung – man kann

theoretisch durch mehrere Verpackungsschichten

einen Transponder auslesen.

Doch das System ist anfällig für Störgrößen.

Daher nutzen wir im LogIDLab

eine Absorberkammer, mit deren Hilfe

sämtliche äußeren Strahlungseinflüsse

wirksam abgeschirmt werden können“,

erläutert Dr. Schneider. So lassen sich unterschiedliche

Systeme ohne Störgrößen

objektiv analysieren und einander gegenüberstellen.

Wirtschaftsblatt 4/12


122 Verpackung

Forschen für Transport und Verpackung: Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen (l.),

Vorsitzender des Vereins zur Förderung innovativer Verfahren in der

Logistik, und sein Stellvertreter Dr. Jochen Schneider

Die Forschungen in den Labors kommen

nicht nur den beauftragenden Kunden

aus der Wirtschaft zugute. Der VVL

bietet auch Studierenden der Technischen

Universität Dortmund und der

Fachhochschule Dortmund an, Studienund

Examensarbeiten praktisch zu begleiten.

Was wäre für diese gegenwärtig

interessant? Wo liegen die größten Herausforderungen

in der Logistik? „In der

eierlegenden Wollmilchsau”, resümiert

Professor Jansen. „Die ideale Verpackung

muss leicht sein und perfekt zu sichern.

Sie muss kindersicher sein, aber auch für

Senioren leicht zu öffnen, allen Belastungen

und Klimaeinflüssen standhalten,

mit perfekt auslesbarem Transponder.

Aber da dies alles zusammen nicht geht,

muss man Prioritäten setzen – und weiter

forschen.”

Ideen als Motor des Fortschritts

M

ehrere Dutzend Forschungs- und

Entwicklungsprojekte wurden in

den Instituten des VVL mit Unternehmens-

und Verbandspartnern durchgeführt.

Hier vier aktuelle Vorhaben.

Effizientere Produktfindung

Geforscht wird an einem Lesegerät

mit Lokalisierungsfunktion, das einzelne

Transponder in einem Pulk – etwa

gestapelte Kleidungsstücke in einem Lager

– ausfindig machen kann. Bisherige

Lesegeräte können nur die am nächsten

gelegenen Transponder im Pulk erfassen.

Zu diesem Projekt ist parallel eine

Dissertation in Arbeit.

Partner: deister electronic GmbH,

Barsinghausen

Weitere Informationen: Dr. Jochen

Schneider, IDH, Tel.: 02 31 / 560779-84

Transport im

Hochtemperaturbereich

Beim Projekt SMITH geht es um das

Pro blem der passiven Temperaturführung

von Waren während des Transports.

Analysiert werden Veränderungen von

Flüss igaluminium in einem Warmhaltetiegel

bei Transporten über große Entfernungen.

Einflüsse wie Außentemperatur,

Windgeschwindigkeit und Niederschlagsdichte

werden simuliert. Ermittelt werden

soll die exakte Vorheiztemperatur für eine

spätere Verarbeitungstemperatur, um so

den Energieaufwand zu reduzieren.

Partner: Aleris Recycling GmbH,

Grevenbroich/ISL Institut für Seeverkehrswirtschaft

und Logistik,

Bremen/scemtec Sensor Technology

GmbH, Wiehl/Smart-TEC GmbH,

Oberhaching

Weitere Informationen: Dr. Jochen

Schneider, IDH, Tel.: 02 31 / 560779-84

Eine Verpackung für viele

Im Projekt „FlexRep” wird eine an

verschiedene Abmaße anpassbare Service-

und Reparaturverpackung entwickelt,

die sich speziell für den Versand

flacher Elektro- und Elektronikartikel,

elektronische Bilderrahmen oder TFT-

Bildschirme eignet. Ziel ist eine Reduzierung

der hohen Anzahl an Verpackungsvarianten,

die Paketdienste,

Service-Dienstleister oder Hersteller bei

Service- oder Garantie-Rückläufern bisher

bereitstellen müssen.

Partner: Moderne Verpackung

Carl Bernh. Hoffmann GmbH, Kaarst

Weitere Informationen: Jörg Loges,

IDH, Tel.: 02 31 / 560779-81

Diebstahlschutz

Mit „Mani-Pack” sollen Warendiebstähle

speziell durch Auspacken, Umpacken,

Zupacken oder Umetikettieren

künftig reduziert werden. Getestet wird

die Schutzwirkung verschiedener Verpakkungsmöglichkeiten,

um auf Basis der Ergebnisse

neue Verpackungskonzepte mit

erhöhter Diebstahlresistenz zu entwerfen.

Durch die Verwendung der neu entwickelten

Prüfsystematik können die Hersteller

der Produkte die Effektivität des Manipulationsschutzes

ihrer Verpackungen anhand

normierter Vorgaben belegen.

Partner: Allianz Industrie Forschung,

Köln/ GVB Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft

und Logistik, Rohr

Weitere Informationen: Andre Lapp,

IDH, Tel.: 02 31 / 560779-85

www.vvl-ev.de

Wirtschaftsblatt 4/12


Was brauchen die

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der Wirtschaft? *

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Standorte für Wachstum

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Über die Immobilien-Themen des Jahres 2012 informiert Sie gerne und

unverbindlich Andrea Maria Schauf, schauf@wirtschaftsblatt.de,

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Mit den wichtigsten Entscheidern aus Mittelstand, Konzernen und Dienstleistern verbindet das Wirtschaftsblatt die

Wertschöpfungselite der deutschen Wirtschaft. Verbreitete Auflage: 116.250 (IVW II/2012)

Das Standortmagazin FÜR den mittelstand


124 Logistik & Mobilität STILL GmbH

Intralogistik von A bis Z

Im Jahr 1920 als Drei-Mann-Betrieb gegründet, beschäftigt die Still GmbH mittlerweile über 7.000

Mitarbeiter. Von der Zentrale in Hamburg werden nicht nur die 14 Niederlassungen in Deutschland,

sondern auch Tochtergesellschaften in 20 weiteren Ländern geführt. Hinzu kommt ein knapp 200

Staaten umfassendes weltweites Händlernetzwerk.

Aufbauend auf der Produktion von qualitativ hochwertigen

Flurförderzeugen hat sich das Unternehmen

bis heute zu einem Komplettanbieter in Sachen

innerbetrieblicher Logistik entwickelt: Still

realisiert das intelligente Zusammenspiel von Gabelstaplern

und Lagertechnik, Software und Dienstleistungen und bietet

passgenaue Lösungen für den gesamten innerbetrieblichen Material-

und Informationsfluss.

Mit dem PartnerPlan zu optimierten Abläufen

Um jedem Kunden eine speziell auf ihn zugeschnittene Lösung

anbieten zu können, habe Still den sogenannten Partner-

Plan entwickelt, erläutert Vertriebsgeschäftsführer Thomas A.

Fischer. Dieser setze sich aus mehreren Bausteinen zusammen,

die es ermöglichten, in den Kategorien „Transport“, „Systeme“,

„Service“ und „Finanzierung“ den individuellen Bedarf des

Kunden zu ermitteln. Aus einer Hand begleitet die Still GmbH

Unternehmen so mit allen Arten neuer und gebrauchter Flurförderzeuge,

erarbeitet Modelle zu Miete, Leasing oder Mietkauf

und übernimmt Reparaturen und Wartung. Darüber hinaus bietet

man ein breites Angebot von Fahrerschulungen über die Implementierung

von Lagerverwaltungssystemen, Automatisierungslösungen,

Fahrerassistenzsystemen, Regalsystemen und

den Fleet Data Services – einem Softwarepaket zur intelligenten

Erfassung, Aufbereitung und Online-Verfügbarkeit von Fahrerund

Fahrzeugdaten. „Für uns ist es das Maß der Dinge, jedem

Kunden eine genau auf seine Anforderungen abgestimmte Systemlösung

anbieten zu können“, so Thomas A. Fischer.

Eine derartige Komplettlösung aus einer Hand biete einen

entscheidenden Vorteil: Kunden, die ihren gesamten Prozess

auf Basis des PartnerPlans aufsetzen, können sich über langfristige

Einsparungen von beachtlichem Ausmaß freuen. „Wir

bei Still kombinieren Technologie, Nachhaltigkeit, Produktivität

und Energieverbrauch. Damit erreichen wir bis zu 60 Prozent

Effizienzgewinn im gesamten Prozess“, so Fischer weiter.

Traditionell erfinderisch

Was Still neben der hohen Energieeffizienz seit jeher auszeichnet,

ist eine gewaltige Innovationskraft. Immer wieder

gelingt es dem Unternehmen, mit eigenen Entwicklungen die

gesamte Branche zu prägen. Bereits Ende der 1950er Jahre führte

Still den seitlichen Batteriewechsel ein und minimierte so

Wirtschaftsblatt 4/12


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STILL GmbH

125

Kleve

Goch

Wesel

Von Krefeld

aus werden die

Kunden im

Rheinland und

dem Bergischen

betreut

Duisburg Oberhausen

Uerdingen

Krefeld

Dinslaken

Viersen

Wuppertal

Mönchengladbach

Düsseldorf

Neuss

Solingen

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Geilenkirchen

Bergisch Gladbach

Köln

Reichshof

Eschweiler Kerpen

Stolberg Düren

Windeck

Bonn

Mechernich

Mit Intralogistiklösungen

für jeden Bedarf

sorgt die Still

GmbH für

Bewegung

Arbeitsaufwand und Unfallgefahr bei einem Batterieaustausch

erheblich. Durch das 1977 eingeführte Freisicht-Hubgerüst erhielten

Staplerfahrer den vollen Durchblick. Mit dem RX 70 Hybrid

produziert Still zudem als erstes Unternehmen einen Hybridstapler

in Serie – kein vergleichbarer Stapler kann dem RX

70 Hybrid in punkto Energieeffizienz das Wasser reichen. Schon

der „normale“ RX 70 ist der sparsamste Dieselstapler seiner

Klasse, durch die Hybridtechnologie sind weitere Einsparungen

von bis zu 15 Prozent möglich. Durch das selbst entwickelte

Energieeffizienz-Programm „Blue-Q“ kann der Energieverbrauch

der gesamten Staplerflotte zusätzlich gar um bis zu 20

Prozent gesenkt werden.

Ein besonderes Innovations-Highlight aus dem Hause Still ist

der cubeXX – ein intralogistisches Konzeptfahrzeug, das die Funktionen

von sechs verschiedenen Flurförderzeugklassen in einem

einzigen Gerät vereint, sich per Knopfdruck in den gewünschten

Zustand transformieren lässt und darüber hinaus sowohl manuell

als auch automatisiert betrieben werden kann. Eine derartige Zukunftsstudie

ist in der gesamten Branche einmalig.

Der globale Erfolg des Unternehmens fußt neben der Innovationskraft

auch auf seiner regionalen Präsenz. Jede der deutschen

Niederlassungen bietet ihren Kunden maßgefertigte Systemlösungen,

von kleinen mittelständischen Unternehmen bis hin zu

großen Industriekonzernen. So auch die Niederlassung in Krefeld.

Sie bietet ihren Kunden neben einer umfassenden Verkaufsberatung,

einer eigenen Mietflotte und zahlreichen Serviceangeboten

auch Fahrerschulungen, Regalinspektionen nach der Norm DIN

EN 15 635 sowie eine Batterie- und Ladegerätprüfung.

Intralogistik aus einer Hand

Zum Still-Kundenstamm in der Krefelder Region gehört beispielsweise

die Soennecken eG, Europas größte Genossenschaft

der Bürowirtschaft. Die Produktpalette des Unternehmens

umfasst alle Arten von Büroartikeln. Von Ordnern, Papier und

Blöcken über Schreibwaren, Taschenrechner, Tinte und Toner

bis hin zu EDV-Artikeln und Büroeinrichtungen. Umfangreiche

Dienstleistungen rund um Marketing, Finanzierung und Logistik

versetzen die Mitglieder der Genossenschaft zudem in die

Lage, ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich ihres Waren-

und Dienstleistungsangebots zu steigern. Derartige Kompetenzen

bilden seit 1926 die Basis des Erfolgs von Soennecken.

Eine weitere unabdingbare Voraussetzung für diesen Erfolg ist

der reibungslose Material- und Informationsfluss. Genau hier

kommt Still ins Spiel.

Durch einen individuellen Mix aus Flurförderzeugen und

Dienstleistungen zeichnet sich Still für die intelligente Steuerung

der gesamten Intralogistik bei Soennecken verantwortlich.

Energieeffiziente Elektrostapler der Typen RX 20 und RX 50, Niederhubwagen

des Typs EXU-S, Hochhubwagen des Typs EXD-S,

der Horizontalkommissionierer CX und der Kommissionier-Stapler

MX-X für den Einsatz in Hochregallagern sorgen dafür, dass

die Waren von Soennecken stets dort sind, wo sie sein sollen.

Ein Full Service-Vertrag garantiert der Genossenschaft eine

reibungslose Funktionalität der gesamten Lagertechnik. Darüber

hinaus bietet die Dienstleistung „Still Plus“ Schutz vor Gefahren

durch „menschliches Versagen“, „technische Gefahren“

und „höhere Gewalt“. Dies bedeutet beispielsweise Schutz vor

Bedienungsfehlern, Flüssigkeitsmangel, Überstrom, Versagen

von Sicherheitseinrichtungen sowie vor Brand, Blitzschlag, Explosion,

Sturm und Hochwasser.

Was die Geschäftsbeziehung zwischen Still und Soennecken

seit jeher auszeichnet, ist der rege Erfahrungsaustausch. „Unsere

Partnerschaft mit Still war von Beginn an durch einen kontinuierlichen

Austausch von Know-how auf Augenhöhe geprägt.

Davon profitieren beide Unternehmen – eine echte Win-Win-

Situation. Darüber hinaus verbindet uns das Bestreben, die CO2-

Emmisionen durch den Einsatz moderner Technik zu minimieren“,

so Dirk Leischner, Leiter Instandhaltung bei Soennecken.

Das Beispiel Soennecken verdeutlicht den elementaren Kundenvorteil

eines Unternehmens, das nicht einfach Stapler baut,

sondern Kunden auf der ganzen Welt maßgefertigte Komplettlösungen

des innerbetrieblichen Warentransports bietet und

neben seiner globalen Stärke vor allem durch seine lokale Präsenz

punktet.

STILL GmbH · Werksniederlassung Krefeld

Bruchfeld 80 · 47809 Krefeld-Linn

Tel.: 021 51 / 5891-0

info@still.de · www.still.de/krefeld

Wirtschaftsblatt 4/12


126 Logistik & Mobilität Josef Winkelheide GmbH

Aus besonderem Holz geschnitzt

Familie mit Tradition: Das Ehepaar Annette und Josef

Winkelheide (m.) mit Sohn Markus und Tochter Andrea

Mann der Zahlen: Verkaufsleiter

Lutz Glaser

Pünktlich zum 150. Firmenjubiläum werden die Winkelheides aus Senden die magische

Produktionsmarke von 50 Millionen Ladungsträgern aus Holz übertreffen. Dafür hat das

westfälische Familienunternehmen die größte Investition der Firmengeschichte gestemmt und

Mitte 2011 ein neues Werk zur Produktion von Industrie- und Europaletten in Betrieb genommen.

Europaletten vom Hersteller

mit der Nummer 25

Im Sekundentakt laufen seit Juni 2011

Paletten von den hochmodernen Produktionsbändern

im neuen Werk von Winkelheide.

Jede Europalette besteht aus

elf Brettern, neun Klötzen und 78 Nägeln.

Jede ist exakt 1.200 Millimeter lang, 800

Millimeter breit und 144 Millimeter hoch.

Doch trotz der identischen Maße kann

man die Europaletten von Winkelheide

sicher durch die Herstellernummer 25

identifizieren, die auf dem Mittelklotz

eingebrannt ist. Circa 8.000 standardisierte

Holzpaletten werden pro Schicht

an beiden Standorten gefertigt.

Wirtschaftsblatt 4/12

Die zusätzliche Dependance liegt

direkt am Dortmund-Ems-Kanal

etwa fünf Kilometer vom

Stammhaus entfernt. Mit dem

modernen Zweitwerk setzt die Familie in

der Region Maßstäbe in Sachen Ökoeffizienz,

denn neben den computergesteuerten

Produktionsstraßen konnte am neuen

Standort auch ein Biomasseheizwerk errichtet

werden. „Wir können endlich den Stoffkreislauf

schließen“, berichtet Firmenchef

Josef Winkelheide. Der Hochleistungskessel

verwertet künftig eigene Produktionsabfälle

und ausgemusterte Paletten nach deren

fachgerechter Aufbereitung im Shredder.

Mit der entstehenden Wärme werden mehrere

Trockenkammern betrieben, in denen

alle Arten von Paletten für einen Einsatz in

der Lebensmittel-, Chemie- und Papierlogistik

vorbereitet werden. „Außerdem qualifizieren

wir auf Kundenwunsch die von uns

hergestellten Paletten mit einer keimtötenden

Hitzebehandlung nach dem IPPC-Standard

ISPM-15 für den Export nach Übersee“,

ergänzt Verkaufsleiter Lutz Glaser.

Beständig und geradeaus

Seit 1864 machen die Winkelheides in

Holz. Bis weit in die Nachkriegszeit konzentrierte

sich die Familie ausschließlich

auf die Produktion von Werkzeugstielen.

Dann verlegte man sich sukzessive auf

das wachsende Segment der Holzverpakkung.

„Allein in der Region um Münster

sorgten Maschinenbauer, Zulieferer und

Farbenproduzenten für eine steigende

Nachfrage nach Kisten, Gestellen und anderen

Ladungsträgern“, blickt Josef Winkelheide

zurück. Sein Vater erweiterte das

bestehende Sägewerk um eine erste Palettenproduktion

und bereitete dem Sohn

so den Boden für eine bemerkenswerte

Wachstumsgeschichte. Der hat seit der

Übernahme der Verantwortung Mitte der

1990er Jahre die Belegschaft auf 55 Köpfe

verdreifacht sowie Umsatz und Produktivität

massiv erhöht. Auch die aktuelle

Großinvestition von fünf Millionen Euro

haben die Winkelheides sorgfältig und

langfristig vorbereitet. „Mit dem Fertigungsbeginn

der Europaletten haben wir

unser Lieferprogramm um ein sehr wichtiges

Standardprodukt komplettiert“, sagt

der Geschäftsführer. Die neue Wachstumsrunde

haben er und seine Frau Annette

auch eingeläutet, weil bereits zwei

ihrer drei Kinder mitarbeiten und die

Unternehmensnachfolge gesichert ist.

Markus Winkelheide ist Holzbearbeitungsmechaniker

mit Industriemeistertitel,

seine Schwester Andrea Winkelheide

eine erfahrene Industriekauffrau.

Immer richtig verpackt

Die mehr als 250 Stammkunden

schätzen vor allem die hohe Ferti-


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Josef Winkelheide GmbH

127

Natürlich Bildunterschrift gewachsen Firmenreport und ungenormt wird der Rohstoff Holz vor der

Verarbeitung auf dem Werksgelände zwischengelagert, ...

Dienstleistung: Mit eigenem

Fuhrpark pünktlich zum Kunden

...bevor er seiner genormten Zweckbestimmung zugeführt wird

Holzbehälter in Maßanfertigung

gungstiefe der Westfalen. Ihren Werkstoff

Holz beherrschen die Spezialisten

von Winkelheide perfekt. Für einen internationalen

Halbzeugproduzenten aus der

Metropole Ruhr hat man beispielsweise

bereits 2.130 verschiedene Paletten- und

Kistenformate umgesetzt. „Wenn es

kompliziert wird, können wir besonders

gut zeigen, was wir können“, verspricht

Verkaufsleiter Lutz Glaser. Er versorgt die

regionale Wirtschaft mit maßgerechten

Zuschnitten aus dem eigenen Sägewerk,

mit Holzpaletten in jeder erdenklichen

Abmessung, mit Keilen, Gestellen, Kisten

sowie Stau- und Sperrholz. Außerdem

kann er ein breites Handelssortiment von

Kartonagen und Verpackungshilfsmitteln

über Rollbehälter bis hin zu neuen

und gebrauchten Stahl- und Gitterboxen

anbieten. Den zuverlässigen Lieferservice

sichert der eigene Fuhrpark mit acht

Lastzügen.

Nachhaltig aus Tradition

Der Hauptbetrieb von Winkelheide

liegt nur wenige Fahrminuten von der

A 43 entfernt mitten im Wald. Die Familie

hat daher einen ausgeprägten Sinn

für Nachhaltigkeit. Bei der Beschaffung

bevorzugt man Rundholzsortimente,

die bei regelmäßigen Durchforstungen

der regionalen Wälder anfallen. 50 Prozent

der jährlich verarbeiteten 60.000

Kubikmeter Kiefernholz stammen aus

Deutschland, die andere Hälfte beziehen

die Westfalen über verlässliche und zertifizierte

Partner in Osteuropa. Mit jeder

Palette von Winkelheide wird der CO 2

-

Haushalt der Atmosphäre um fast 30 Kilo

reduziert. Dieser Wert resultiert aus der

Tatsache, dass der Baum während seines

Wachstums stets CO 2

aufnimmt und nur

den Sauerstoffanteil wieder abgibt. Mit

der Herstellung, der Verteilung und der

Verwertung jeder einzelnen Holzpalette

leistet Winkelheide also einen effektiven

Nutzen für das Ökosystem.

Josef Winkelheide GmbH

Bredenbeck 14a ∙ 48308 Senden

Tel.: 02597 / 6969-0

lutz.glaser@winkelheide.de

www.winkelheide.de

Wirtschaftsblatt 4/12


128 Logistik & Mobilität RheinCargo GmbH & Co. KG

Im Hafen Köln-Godorf werden Schüttgüter vom Rhein auf die Schiene verladen.

Diese Aufgabe disponiert zukünftig die RheinCargo GmbH

Lückenschluss zum Nachbarn

Die Straßen stehen vor dem Kapazitätsengpass.

Ein Beispiel: Täglich passieren rund 20.000

Güter-LKW die Autobahn A 1 bei Köln, meist

als Transit. Auf dem Rhein wäre dagegen noch

Platz. Um für die „gebrochenen“ Verkehre über

Wasser, Straße und Schiene die besten Lösungen

anbieten zu können, machen die Häfen und

Güterverkehr Köln und die Neuss-Düsseldorfer

Häfen nun gemeinsame Sache: Mit Gründung der

gemeinsamen RheinCargo GmbH.

Die neue Güterverkehrs-Kooperation vereint die Häfen

in Köln, Neuss und Düsseldorf sowie den Umschlag,

die Kontraktlogistik und den Eisenbahngüterverkehr

beider Unternehmen unter einem Dach. Als Kooperation

zweier starker Partner will man die vorhandenen Kapazitäten

besser nutzen und so für den Kunden passende Angebote

im regionalen und internationalen Güterverkehr machen. Aus

dem Zusammenschluss der Nummer zwei und drei der deutschen

Binnenhafenbranche entsteht ein Logistikanbieter mit

europäischem Format: Auf einer gesamten Hafenfläche, die mit

rund 18 Quadratkilometern der Größe Spiekeroogs entspricht,

schlägt RheinCargo mehr als 20 Millionen Tonnen an 48 Krananlagen

um, darunter über 1,2 Millionen Standardcontainer

(TEU). Mehr als 20 Millionen Tonnen jährlich ziehen zusätzlich

die 77 firmeneigenen Lokomotiven der beiden Unternehmen in

950 Güterwagen über die Schiene.

Starke Mütter

Sitz der RheinCargo GmbH ist Neuss. HGK und NDH beteiligen

sich mit jeweils 50 Prozent am Unternehmen. „Geschäftsfelder

wie die Eisenbahnstruktur, die Beteiligungen oder die

Lok- und Wagenwerkstatt bleiben jeweils in den Händen der

Muttergesellschaften“, erläutert HGK-Vorstand Horst Leonhardt.

Eigentum und Verfügungsrecht über Immobilien verbleiben

ebenfalls bei den Altgesellschaften, RheinCargo tritt als Gesamtrechtsnachfolgerin

in die Geschäfte von HGK und NDH ein.

Der Zeitpunkt des Zusammenschlusses ist günstig: Innerhalb

der vergangenen zehn Jahre ist der Umsatz der Kölner

von 51 Millionen Euro auf mehr als 121 Millionen gestiegen.

Im gleichen Zeitraum nahmen die Bahntransporte um

8,9 Millionen Tonnen und der Hafenumschlag um 2,8 Millionen

Tonnen zu.

Auch bei den Neuss-Düsseldorfer Häfen wurde kräftig zugelegt.

Arbeiteten im Jahr 2003 noch 183 Menschen bei der NDH,

sind es heute schon 270. 10,4 Prozent mehr Bahngüterumschlag,

16 Prozent mehr Kranumschlag und 17,3 Prozent mehr Bewegungen

über das Wasser allein im Jahr 2011 sprechen für die

Stärke des Unternehmens, das vor zehn Jahren selber durch

eine Fusion der zuvor eigenständigen Hafengesellschaften in

Wirtschaftsblatt 4/12


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RheinCargo GmbH & Co. KG

129

Neuss und Düsseldorf sowie der Neusser Eisenbahn entstand.

Heute betreibt die NDH mit einem Gesamtvolumen von über

15,8 Mio. Tonnen den drittgrößten Binnenhafen Deutschlands.

Sowohl die Kartellbehörden als auch die Bezirksregierung haben

dem Zusammenschluss beider Unternehmen zugestimmt.

Geistige Väter

Die Gründung von RheinCargo stärkt die Logistik im Rheinland

und entspricht dem politischen Wunsch zur regionalen Zusammenarbeit.

„Mit der Gründung der RheinCargo GmbH haben

wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Zusammen können HGK und NDH ihre Qualität für die regionalen

und internationalen Güterverkehre deutlich steigern und

leistungsfähiger für die Partner der Hafen- und Logistikwirtschaft

werden“, erläutert NDH-Geschäftsführer Rainer Schäfer,

der gemeinsam mit dem HGK-Vorstand Horst Leonhardt die Geschäftsführung

von RheinCargo bildet. Zum Verbund gehören

zudem Beteiligungen wie die HTAG Häfen und Transport AG aus

Duisburg, Tochter der HGK. Spezialisiert auf die Steuerung und

Distribution komplexer Massengutströme, ist die HTAG eines

der führenden Unternehmen der Binnenschiffahrt.

Die Vorteile einer Zusammenarbeit sind klar: Der Verbund

bietet Transportangebote aus einer Hand entlang der Rheinschiene.

Das ermöglicht Transportkonzepte, clever kombiniert

mit Direktzugverbindungen nach Österreich, Polen,

der Schweiz, Italien oder in die BeNeLux-Staaten zu den Seehäfen

in Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam

(ZARA). Aber auch individuelle Lösungen für den regionalen

Güterverkehr werden durch die trimodalen Verbindungen

der HGK und NDH entlang des Rheins einfacher. Moderne

Gewerbe- und Umschlagflächen in den öffentlichen Häfen

ermöglichen eine intelligente Hafenlogistik für Stückgut,

Massengut und den kombinierten Verkehr. So ist man für

den stetig wachsenden Güterverkehr in der Region bestens

gewappnet.

RheinCargo GmbH & Co. KG

Pressesprecher: Dr. Jan Zeese

Hammer Landstraße 3

41460 Neuss

Tel. 0221/390-1190

presse@rheincargo.com

www.rheincargo.com

Mehr Güter auf Schiene und Wasserstraßen bringen

Köln, Neuss und Düsseldorf kooperieren, HGK und NDH gehen gemeinsame Wege.

Das sind die wichtigsten Informationen in Kürze:

1. Vorteile für die Branche

Die Stärke von RheinCargo ist die Lösungskompetenz. Moderne

Logistiker fahren nicht von A nach B, sondern lösen

Transportprobleme. Dafür steht RheinCargo. Als Kooperation

starker Logistikpartner kann das Unternehmen die vorhandenen

Kapazitäten noch effizienter nutzen und so passendere

Angebote erstellen. Clever kombiniert mit einem

der größten privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen in

Deutschland ist RheinCargo ein innovativer und leistungsfähiger

Anbieter von Dienstleistungen für die Hafen- und

Logistikwirtschaft.

Horst Leonhardt,

Geschäftsführer Rhein-

Cargo GmbH & Co. KG

2. Vorteile für den

Verkehr

Heutzutage geht man davon

aus, dass bei einem jährlichen

Wirtschaftswachstum von einem

Prozent das Verkehrsaufkommen

um 1,5 Prozent steigt.

Darauf bereiten sich HGK und

NDH mit der Kooperation vor.

Dadurch, dass effektivere Transportketten

geschaffen werden,

kommen mehr Güter von der

Straße aufs Wasser und auf die

Schiene. Das entla stet den Verkehr im gesamten Rheinland. Außerdem

kann RheinCargo die vorhandenen Gewerbe- und Umschlagflächen

besser nutzen, was Engpässe in der Logistik abbaut

und für weniger Belastung auf der Straße sorgt.

3. Vorteile für die Region

Funktionierende Logistik ist immer ein Standortvorteil. Gute

Transportkonzepte machen den Standort attraktiv. Mit den

Häfen und Güterterminals – als den wichtigsten Logistikdrehscheiben

in der Region – verbindet das neue Unternehmen das

Umland der Städte Köln, Neuss und Düsseldorf mit den großen

europäischen Seehäfen und Zielen im Kerngebiet Europas. Mit

den neuen wirtschaftlichen

Chancen, die sich aus dem

Zusammenschluss ergeben,

sichert die RheinCargo außerdem

Arbeitsplätze – auch in

den Muttergesellschaften. Neue

Konzepte im Güterverkehr sind

wirtschaftlich sinnvoll und

ökologisch geboten. Schließlich

werden die überregionalen

Straßen- und Stadtverkehre Rainer Schäfer, Geschäftsführer

Rhein-

vom immer stärker werdenden

Cargo GmbH & Co. KG

Güteraufkommen entlastet.

Wirtschaftsblatt 4/12


130 Wirtschaftsblatt-Akademie Kümmerlein Rechtsanwälte & Notare

Kostenfalle Datenschutz

Ungemach aus Brüssel: Die EU treibt die Harmonisierung des Datenschutzrechts voran. Doch

Sanktions- und Bußgeldmechanismen sowie aus dem Ruder laufende Administrationskosten können

für Mittelständler schnell in einem finanziellen Desaster enden. Welche Fallstricke sie erwarten, darüber

informiert die Wirtschaftsblatt-Akademie in Kooperation mit der Wirtschaftssozietät Kümmerlein im

Rahmen eines kostenfreien Unternehmer-Workshops am 30. Oktober in Essen.

Im Januar hat EU-Kommissarin Viviane

Reding ihre Pläne für ein harmonisiertes

europäisches Datenschutzrecht

vorgelegt. Die Novelle

soll europaweit agierenden Unternehmen

Rechtssicherheit geben, doch das Papier

hat es in sich, da ist sich Michael Schacke,

Partner der Rechtsanwalts- und Notarsozietät

Kümmerlein, sicher: „Der Umsetzungsdruck

von datenschutzrechtlichen

Vorschriften wird wachsen. Mit der Stärkung

der Datenschutzrechts-Behörden

wird ein handfester Sanktions- und Bußgeldmechanismus

in Gang gebracht. Diese

Ämter werden in den ersten Jahren ihre

Existenzberechtigung nachweisen wollen.“

Um Bußgeldern zu entgehen, sei ein

hoher administrativer Aufwand vonnöten.

Für Schacke eine finanzielle Zwickmühle:

„Investitionen in den Datenschutz sind

keine Kosten, die das Geschäft fördern. Im

Wirtschaftsblatt 4/12

Gegenteil, sie kommen oben drauf und reduzieren

so die Margen. Die Neuregelung

beeinträchtigt die unternehmerische Tätigkeit

deshalb in großem Maße.“

Novelle trifft

den Mittelstand in Gänze

Im Fokus der Brüsseler Bürokraten

stehen die personenbezogenen Daten.

Ein weites Feld, wie Jens Nebel, Fachanwalt

für IT-Recht bei Kümmerlein, erläutert:

„Die Verordnung findet sowohl auf

triviale Angaben, wie Kontaktdaten, als

auch auf sehr spezielle, wie Kontonummern

und persönliche Neigungen, Anwendung.

Die datenschutzrechtlichen

Organisationspflichten erfassen alle auf

einen Menschen beziehbaren Daten.“

Auf die Unternehmen werden daher Dokumentationspflichten

in bislang unbekanntem

Maße zukommen, prophezeit

Nebel. Dem pflichtet auch sein Kollege Dr.

Kay Diedrich, ebenfalls ein Spezialist für

IT-Recht, bei: „Der typische Mittelständler

in Deutschland hat einen großen Kundenstamm

oder liefert Unternehmen zu,

die ihrerseits über viele Kunden verfügen.

Häufig bestehen Garantieverhältnisse,

durch die er Dienstleistungen oder Arbeiten

für Kunden seiner Kunden zu verrichten

hat, und hierfür werden personenbezogene

Daten transferiert. Somit betrifft

die Novelle den Mittelstand in Gänze.“

Kostenfreies Angebot

für Führungskräfte

Aufgrund der Vielschichtigkeit des

Themas hat sich die Wirtschaftsblatt-Akademie

gemeinsam mit Kümmerlein Rechtsanwälte

& Notare entschieden, einen für


Kümmerlein Rechtsanwälte & Notare

131

Interessierte kostenlosen Unternehmer-

Workshop zur EU-Datenschutzrechtsnovelle

zu veranstalten. Kerngeschäft der

Essener Wirtschaftssozietät ist die klassische

Rundumbetreuung von mittelständischen

Unternehmen. Seit den 1990er

Jahren widmet sich Kümmerlein intensiv

den juristischen Auswirkungen durch die

Informationstechnologie.

Mittelständischen Unternehmern

und Führungskräften werden am Dienstag,

30. Oktober, sowohl die Regelungsund

Modellstruktur vorgestellt als auch

Lösungsmuster aufgezeigt. Wirtschaftsblatt-Herausgeber

Michael Oelmann, der

die Besucher des Thementages begrüßen

wird: „Wir wollen das Bewusstsein für

die anstehenden Veränderungen wecken.

Die Teilnehmer werden erkennen, welche

Relevanz die Novelle für ihr Unternehmen

hat und wie sie den Herausforderungen

zukünftig begegnen können und

müssen.“ Man sei sich dabei vollkommen

im klaren, dass es in diesem Zusammenhang

den klassischen Königsweg für den

extrem heterogenen Mittelstand nicht

gebe, pflichtet auch Kümmerlein-Partner

Michael Schacke bei: „Unser Anspruch ist

es daher, den Unternehmen im Rahmen

des Workshops aufzuzeigen, wie man

skalieren kann. Durch bestimmte Werkzeuge,

wie beispielsweise OpenSource-

Software oder durch den Willen, Kosten

für administrative Mehrausgaben mit

anderen zu teilen.“ Gerade letzteres sei

natürlich ein Mentalitätsbruch für Mittelständler,

zuweilen aber dennoch der

richtige Weg. Wichtig sei es, da sind sich

die Fachleute sicher, dass das Datenschutzproblem

gelöst werde, ohne finanzielle

Folgeprobleme aufzuwerfen.

Kümmerlein

Rechtsanwälte & Notare

Messeallee 2 · 45149 Essen

Tel.: 02 01 / 1756600

info@kuemmerlein.de

www.kuemmerlein.de

Kostenfreier WA-Workshop

Die Wirtschaftsblatt-Akademie bietet angesichts

des hohen Stellewerts des Themas

für Wirtschaftsblatt-Leser einen kostenfreien

Unternehmer-Workshop an.

Die Veranstaltung am Sitz des Kooperationspartners

Kümmerlein Rechtsanwälte

& Notare in Essen findet am 30. Oktober

von 10 bis 13 Uhr statt.

Fachjuristen der Wirtschaftssozietät

Kümmerlein werden die anstehenden

Regelungsänderungen vorstellen und Lösungsmuster

aufzeigen.

Der Workshop richtet sich an mittelständische

Führungskräfte und ist auf

30 Teilnehmer begrenzt. Anmeldungen

mit beigeklebter Postkarte werden nach

Eingangsdatum berücksichtigt.

Ansprechpartnerin ist Simona Müller

Tel.: 0211 / 311 2060-28

mueller@wirtschaftsblatt.de

Datenschutz und Wirtschaftlichkeit: Die Kümmerlein-Rechtsanwälte Dr. Kay Diedrich, Michael Schacke

und Jens Nebel (v. l.) geben am 30. Oktober im Rahmen der Wirtschaftsblatt-Akademie Auskunft

Wirtschaftsblatt 4/12


132 Wirtschaftsblatt-Akademie

Wissen durch Erfahrung

In der Wirtschaftsblatt-Akademie können Mittelständler vom Erfahrungsschatz profitieren,

den Deutschlands auflagenstärkstes Mittelstandsmedium zu bieten hat.

Dass sich die Wirtschaftsblatt-Akademie auf die Kernthemen

Vertrieb, Kundenpflege, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit

spezialisiert hat, ist kein Zufall. „Alle diese Themen,

die dazu gehörenden Probleme und Lösungen haben wir aus

dem unmittelbaren Wachstum heraus selbst bearbeiten müssen“,

erklärt Akademieleiterin Andrea Maria Schauf. Nicht nur die eigene

Erfahrung, sondern auch der enge und persönliche Kontakt

zu über 50.000 Unternehmen, den Firmenbetreuer und Redaktion

seit fast zwanzig Jahren pflegen, zeigen: Diese Themen gehören

bei jedem Mittelständler zu den Bereichen, in denen Professionalität

ebenso wichtig ist wie bei den Kernkompetenzen, sei es die

Dienstleistung, der Handel oder die Produktion.

Akademieleiterin

Andrea Maria Schauf

„Wir möchten in unseren Seminaren zum einen unsere Erfahrungen

einbringen, aber auch das bereits vorhandene Wissen

der Teilnehmer für den Austausch untereinander so nutzen,

dass gemeinsam und doch individuell praxisnahe Lösungen

und Strategien entwickelt werden“, erläutert die Leiterin das

Prinzip der Akademie. Als ausgebildete Trainerin für die Bereiche

Bildungsmanagement und Vertrieb kennt sie nicht nur die

Inhalte, sondern weiß auch, wie man sie sinnvoll vermittelt.

Nicht der Frontalunterricht mit stumpfen Vorträgen, sondern

teilnehmeraktivierendes Lernen mit Motivation und Erfolgserlebnissen

steht im Mittelpunkt.

Aus eigener Erfahrung weiß Schauf, wie wichtig die Weiterbildung

und Schulung auch in kleinen und mittleren Unternehmen

ist, denn als die gelernte Bürokauffrau vor zwölf Jahren

eine Halbtagsstelle beim Wirtschaftsblatt antrat, gab es zunächst

nur die Regionalausgabe Mettmann. „Kurze Zeit danach kamen

Düsseldorf und das Bergische Land hinzu – und mir oblag die

Aufgabe, neue Mitarbeiter im Telefonmarketing einzuarbeiten“,

erinnert sich Andrea Maria Schauf. Durch Trainings unter anderem

beim Top-Wirtschaftstrainer Stefané Etrillard ließ sie

sich für ihre neue Aufgabe coachen, fand Gefallen am Thema

Weiterbildung – und ist mittlerweile selbst Ausbilderin für Berufspädagogik.

Mit an Bord und Teil der Crew des Schulschiffs Wirtschaftsblatt-Akademie

ist auch der Wirtschaftsjurist und Erwachsenenpädagoge

Thorsten Merz. Er ist Leiter der HRM Akademie

Deutschland in Krefeld und kann 16 Jahre Berufserfahrung als

Personalentwickler und Business-Coach vorweisen.

Die Authentizität, im Laufe einer Entwicklung neuen Problemen

mit eigenen Lösungen erfolgreich entgegengetreten zu

sein, bringen alle Seminarleiter der Wirtschaftsblatt-Akademie

mit. Die neuen Kursangebote decken daher wichtige Themenfelder

ab, können aber auch in individuellen In-House-Seminaren

ergänzt oder vertieft werden.

Wirtschaftsblatt 4/12


Wirtschaftsblatt-Akademie

133

Seminar-Termine der

Wirtschaftsblatt-Akademie

Bereich Zielgruppe Thema Dauer Termin Ort Preis Referent

Personal

Führungskräfte,

mittleres

Management

Betriebliches Bildungsmanagement:

Organisation,

Berufsausbildung, Weiterbildung

1,5 Tage

20. September 2012

und

21. September 2012

Krefeld 429,- Thorsten Merz

PR

Presseabteilung,

Marketingabteilung

Wirtschaft und Presse 1 Tag 21. September 2012 Düsseldorf 189,- Michael Kranz

Organisation

Führungskräfte,

Geschäftsführer,

Inhaber

Change Management:

Gut aufgestellt für die

Zukunft, Ziele und Strategien

miteinander kommunizieren,

Moderieren statt delegieren

1 Tag 17. Oktober 2012 Krefeld 494,- Thorsten Merz

Vertrieb

Marketing,

Vertrieb,

Verkauf

Beziehungsmanagement:

So sichere ich

langfristigen Verkaufserfolg

1 Tag

22. September 2012

oder

19. Oktober 2012

Düsseldorf 179,-

Andrea Maria

Schauf

Vertrieb

Vertrieb, Sekretariat,

Verkauf

Kommunikation am Telefon

1 Tag

28. September 2012

oder

12. Oktober 2012

Düsseldorf

Düsseldorf

179,- Ulrike Lamberty

Management

Unternehmer,

Führungskräfte

Wirtschaftsforum

1 Tag (inkl.

Düsseldorf:

Gala-Diner) 15. September 2012 Düsseldorf 575,- Top-CEO‘s aus

dem Rheinland

So geht Kommunikation heute

Vertrieb

Mittelständische

Unternehmer

Die Website, Ihr bestes

Vertriebsinstrument!

25. September,

19 Uhr

Düsseldorf

Abendveranstaltung

kostenlos

Bärbel Hamann,

Web- und

Multimedia-

Expertin

Preise in Euro zzgl. MwSt.

Anmeldungen und Infos: Andrea Maria Schauf, akademie@wirtschaftsblatt.de, Tel.: 02 11 / 3 11 20 60-0

Wirtschaftsblatt 4/12


134

Treffpunkte

Zauberhafte

Wirtschaft

Zu einem Kundenfest der besonderen Art rief das

Wirtschaftsblatt – und über 400 Gäste aus Mittelstand,

Dienstleistungen, Stadtverwaltungen und Industrie kamen. Das

Sommerfest stand unter dem Motto „Kennen Sie eigentlich…?“

3

Festlich beleuchtet war am 3. Juli

das renommierte Apollo-Theater

neben dem Landtag, als die Gäste

ankamen. Begrüßt von standesgemäß

livrierten Varieté-Mitarbeiterinnen,

traf nach und nach ein regelrechtes

„Who is Who“ der NRW-Wirtschaft ein.

Was sie erwartete, waren ein rauschendes

Fest und mannigfache spannende

Unternehmerkontakte. Denn spätestens

nach den spontanen „Speed-Interviews“

von Herausgeber Michael Oelmann und

Chefredakteur Michael Kranz nach dem

Motto „Kennen Sie eigentlich…?“ waren

zumindest 40 der anwesenden Unternehmer

im wahrsten Sinne im Rampenlicht

und gefragte Gesprächspartner beim

späteren Austausch.

Zuvor aber gehörte die Bühne natürlich

den Stars des Apollo-Varietés, die

mit ihrer ebenso verblüffenden wie amüsanten

Show „Monte Carlo“ die Zuschauer

mit ihren perfekten Illusionen zu Begeisterungsstürmen

hinrissen. „Beim

Wirtschaftsblatt geht es zwar gerade nicht

um Illusionen, sondern im Gegenteil um

Transparenz und Vertrauen unter den

Unternehmen“, so Michael Oelmann

zur Wahl des Ortes, „aber eine Bühne

und das Rampenlicht schaffen wir dem

Mittelstand auch“. Das Event in der Landeshauptstadt

war nach dem Auftakt im

Frühling im Kloster Knechtsteden am

Niederrhein und dem Kunden-Treff im

Rahmen der BMW International Open

in Köln das dritte Netzwerk-Treffen der

regionalen Wirtschaftsblatt-Kunden nach

dem Motto „Kennen Sie eigentlich…?“.

Ziel ist es, den direkten Kontakt zwischen

den Kommunikationspartnern zu

befördern. Die nächsten Kundenfeste

dieser Art werden in diesem Jahr in Krefeld,

Dortmund, Siegen, Hamburg und

München stattfinden. Zauberhafte Kontakte

garantiert!

Weitere Impressionen unter:

www.foto.wirtschaftsblatt.de

1 2

Wirtschaftsblatt 4/12


Treffpunkte 135

4 5 6

7 8

9

1 Er vertritt eine der größten

Mittelstands-Beteiligungsgesellschaften

des Rheinlandes:

Humberto Duarte von der

Aachener S-UBG AG

2 Birgit Kugler von Kugler-Alarm

aus Hilden mit charmanter

Empfangsdame

3 Durften mitzaubern: Chefredakteur

Marc Daniel Schmelzer und

Nadine Jeners von Jeners Druckguss

aus Velbert assistierten dem

international ausgezeichneten

Illusionisten Gaetan Bloom

4 Herausgeber Michael Oelmann

und Frau Christina

5 Stephan Conrad von der Essener

RAG Montan Immobilien GmbH

im Gespräch

6 Unternehmerrunde (v. l.):

Michael H. Hunold, Orion

Dahlmann und Sylvester Heyn

7 Düsseldorfer unter sich: Anwalt

Dr. Georg Rotthege (m.), „Patent-

Papst“ Professor Helge Cohausz

(r.) und Wirtschaftsberater Gerd

Kichniawy

8 Stefan Preuß vom Volkswagen

Zentrum Nordrhein mit Frau

Christine

9 „Speed-Interviews“ in Höchstform:

Chefredakteur Michael Kranz mit

Karlernst Braun (Gewerbepark-Süd,

Hilden, m.) und Stefan Berth von

Rotterdam Bau aus Langenfeld

Wirtschaftsblatt 4/12


136 Niederrhein Menschen und Ereignisse

Gladbach

gewinnt!

Am 24. Oktober bietet ein

sozialer Marktplatz Unternehmen

und gemeinnützigen

Organisationen die Gelegenheit

für „gute“ Geschäfte: Geld wird

dabei aber nicht fließen.

v. l.: Tanja Kulig (Freiwilligen Zentrum), Stefan Rauschen (Wach- und Schließgesellschaft),

Hermann-Josef Kronen (Katholische Liga), Sabine Kolsdorf (Stadt),

Hugo W. Pettendrup (HP FundConsult) und Frank Polixa (Caritasverband)

Es geht um Projekte, die als Gegengeschäfte

abgewickelt werden.

Beispielsweise braucht eine Einrichtung

Hilfe bei der Renovierung und

verteilt dafür die Werbeflyer des helfenden

Unternehmens. Eigene Ideen entwikkeln,

Projekte kreativ planen und die

Bedingungen dafür auf Augenhöhe verhandeln

– das können beide Partner auf

dem Marktplatz, der im Gründungshaus

an der Eickener Straße eingerichtet

wird. Die Kooperationen werden schriftlich

fixiert. „Es ist eine Kontaktbörse für

gesellschaftliches Engagement. Beide

Seiten haben ein kostbares Gut anzubieten“,

so fasst es Frank Polixa, Geschäftsführer

des Caritasverbands Mönchengladbach,

zusammen. Stefan Rauschen,

der mit seiner Wach- und Schließgesellschaft

gebrauchte Computer und Berufskleidung

anbieten will, zeigt sich offen:

„Über die Gegenleistung haben wir

uns noch keine Gedanken gemacht.“ Die

Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister

Norbert Bude übernommen. ke

Weitere Informationen unter:

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5. NRW Nano-Konferenz

Dortmund, 18.–19. September 2012

Informationen und Online-Anmeldung unter:

www.nrw-nanokonferenz.de

Im Kleinen einer der Größten

Der Nanotechnologie-Standort NRW im Dialog

5. NRW Nano-Konferenz, Dortmund, 18.– 19. September 2012

Zur 5. NRW Nano-Konferenz laden wir Sie herzlich in das Kongresszentrum Dortmund ein. Vier zukunftsweisende Themenbereiche bilden den Schwerpunkt

der diesjährigen Veranstaltung: Graphen, Nanotechnologie für die Umwelttechnik, Nanophotonik und Sicherheit. Diese Themen werden interdisziplinär

mit Plenarvorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion mit ausgewählten Experten behandelt. Während der Konferenz findet eine Begleitausstellung

statt, in der sich Unternehmen präsentieren und Exponate zur Nanotechnologie ausgestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.nrw-nanokonferenz.de

Cluster Nordrhein-Westfalen

Wirtschaftsblatt Niederrhein 4/12


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138

Beruf

Wirtschaftsblatt 4/12


Beruf

139

Witzi Wutzi und die

Angst vor dem Scheitern

Bei Facebook und Twitter kennen sie sich aus, aber der Start ins Berufsleben ist für

die meisten Schulabgänger ein Wagnis mit unkalkulierbarem Ausgang: Ängste, den

Anforderungen nicht zu genügen, treffen auf hohe Erwartungen seitens des Arbeitgebers.

Dabei hat User „Witzi Wutzi“ mit seinem Chef, der sich auf der Suche nach passenden

Nachwuchskräften befindet, eines gemeinsam – die Sorge, bei diesem Projekt zu

scheitern.

Wirtschaftsblatt 4/12


140 Beruf

Mitte dieses Jahres verzeichnete Facebook nach

eigenen Angaben weltweit rund 955 Millionen

aktive Nutzer pro Monat, beim Kurznachrichten-Portal

Twitter sind es zwischen 120 und 140

Millionen. In diesen Zeiten des „Zwitscherns“, „Bloggens“ und

„Postens“ geht man auch bei der Agentur für Arbeit neue Wege,

um das jugendliche Publikum zu erreichen: Das mittlerweile in

42ster Auflage erschienene 600 Seiten starke Druckwerk „Studien-

& Berufswahl“ ist jetzt auch als kostenlose App für iPhone

und iPad erhältlich. Die Berufs- und Studienwahl erleichternden

Internetportale www.powertest.abi.de und www.studienwahl.de

sind im Vergleich dazu in der schnellebigen Welt der

Smartphones und Tablets zu virtuellen Dinosauriern mutiert.

Trotz digitaler Unterstützung suchten einen Tag vor Beginn

des Lehrjahres landesweit noch 32.949 Jugendliche einen passenden

Ausbildungsplatz. Ihnen gegenüber standen 24.848 bis

dato unbesetzte Stellen. Christiane Schönefeld, Chefin der Bundesagentur

für Arbeit in NRW, wünschte sich angesichts dieser

Zahlen mehr Toleranz auf beiden Seiten: „Die Betriebe sollten

ihre Einstellungskriterien kritisch prüfen und auch Jugendlichen

eine Chance geben, die formal nicht alle Voraussetzungen

mitbringen.“ Den Jugendlichen rät Schönefeld, „nicht den Mut

zu verlieren und sich nicht starr auf einen Wunschberuf zu fixieren.“

Es gebe in den meisten Fällen verwandte Professionen,

in denen möglicherweise noch Ausbildungsplätze frei seien.

Beruf als Berufung

Doch führen diese Alternativen auch in einen Beruf, der

über viele Jahre oder gar Jahrzehnte mit Verve ausgeübt wird?

Oder mehren sie nur die Zahl der allmorgendlich unzufriedenen

Menschen in Bussen und Bahnen, deren Gespräch über das

noch fern liegende Wochenende verrät, dass sie alles sehnlicher

herbeiwünschen als die Ankunft am Arbeitsplatz?

Dies zu verhindern suchen Projekte, die Schülern schon

in der Sekundarstufe II Einblicke in die Berufswelt ermöglichen

oder Praktika und Hospitanzen vermitteln. Ein Ansatz,

der durch dual aufgebaute Studiengänge auch in der weiteren

beruflichen Qualifizierung immer häufiger zur Anwendung

kommt. „Sonst werden wir das Ziel, Hochschulabsolventen fit

für den Arbeitsalltag zu machen, lange nicht erreichen“, ist sich

Professor Hans Heinrich Driftmann sicher. Der Präsident des

Deutschen Industrie- und Handelskammertages fordert mehr

Praxis im Studium. „Jedes zehnte Unternehmen sagt uns: Wir

haben uns von Berufseinsteigern schon in der Probezeit wieder

getrennt, weil sie nicht in der Lage waren, ihre theoretischen

Kenntnisse in der praktischen Arbeit anzuwenden“, so Driftmann.

Deshalb müsse man durchgängig Praxisphasen mit Betriebspraktika

oder Projektarbeiten in die Studienpläne aufnehmen.

So würden die Studierenden nach ihrem Abschluss nicht

gleich ins kalte Wasser geworfen.

Im kalten Wasser schwimmen lernen

Die fachliche Eignung sei aber nur ein Kriterium, wie Karriereberaterin

Doris Brenner anführt: „Probleme gibt es eher,

weil der Arbeitgeber feststellt, dass der Bewerber persönlich

nicht ins Unternehmen passt.“ Gerade in der Anfangszeit müsse

sich der Berufsstarter daher schnellstens in der Arbeitswelt

orientieren und größere Fehler vermeiden. Eine für die Einsteiger

höchst anstrengende Situation: „Berufsanfänger kommen

vollgestopft mit Wissen in die Unternehmen und wollen zeigen,

dass sie etwas können. Und dann kommt der Praxisschock“,

so die Psychologin Heike Haker. Verschärft werde dieser Effekt

durch befristete Beschäftigungsverhältnisse und die Konkurrenz

auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb sei sie „vor allem bei Berufsanfängern

allgegenwärtig – die Angst vor dem Scheitern.“

Kurios anmutende Phänomene sind die Folge: Nach aktuellen

Studien der DAK, TK und AOK leidet bereits jeder zehnte Berufstätige

unter 30 Jahren unter Schmerzen ohne organische Ursachen,

meist begleitet von Ermüdungserscheinungen und Depressionen.

Karriereberaterin Doris Brenner relativiert: „Häufig

reagieren Berufsanfänger auf für andere ganz normale Prozesse

des Berufsalltags übertrieben sensibel.“ Perspektivisch müsse

man im Auge behalten, dass ohne Misserfolge eine nachhaltige

Karriere unmöglich sei. Brenner: „Wenn Sie immer erfolgreich

sind, können Sie nicht mit Krisen oder Rückschlägen umgehen –

Sie haben einfach keine Erfahrung mit solchen Situationen.“

Wirtschaftsblatt 4/12


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142 Beruf BZ Bildungszentrum GmbH

Querdenker: Das Team des BZ Bildungszentrum Tönisvorst mit Bernd Rütten (m.) und Ulrich Wibbeke (2. v. l.)

sorgt für Weiterbindungsangebote, zugeschnitten auf die Belange ihrer Kunden aus Transport und Logistik

Abseits vom Brainstream

„Wir machen Ziele erreichbar“ lautet der Slogan des BZ Bildungszentrums in Tönisvorst. Was das heißt,

zeigt nicht nur ein Blick auf das umfangreiche Aus- und Weiterbildungsangebot in Technik, Logistik und

Verkehr. Das Einzigartige am BZ ist: Unternehmen und Teilnehmer können dieses Angebot mitgestalten.

Denn BZ-Lehrgänge sind maßgeschneidert – zugeschnitten

auf das individuelle Bedürfnis des Kunden.

„Ich ziehe gerne den Vergleich zu berufsabhängiger

Konfektion: Jede Firma hat für ihre Mitarbeiter

eine eigene Ausrüstung oder eigene Uniform – genauso individuell

und betriebsspezifisch muss auch das Aus- und Weiterbildungsangebot

sein“, sagt Bernd Rütten, Vertriebsleiter und

langjähriger Bildungsberater im Tönisvorster Wissenspool. Für

die Lehrgänge des BZ bedeutet das konkret mehr Flexibilität: „Je

nach Bedarf des Kunden kann ein Lehrgang komplett gebucht

werden oder nur einzelne Module umfassen. Auch die Teilnahmezeiten

sind nicht starr, sondern mit dem Kunden flexibel vereinbar“,

so Rütten. Selbst auf einen bestimmten Lernort sei man

nicht angewiesen. Dafür bietet das BZ seinen Kunden unter anderem

Inhouse-Schulungen an.

Trendscout für gute Ideen

Bernd Rütten erläutert: „Wichtig ist im Vorfeld, dass individuelle

Probleme und Aufgabenstellungen offen angesprochen

werden, dann erarbeiten wir gemeinsam die beste Lösung dafür.“

So wurde kürzlich eine Weiterbildung auf die Kraftfahrer

einer Transportfirma individuell zugeschnitten. „Alle Teilnehmer

brauchten nur bestimmte Unterrichtseinheiten. Der konzentrierte,

kürzere Lehrgang bedeutete für die Firma, dass sie

ihre Mitarbeiter früher wieder einsetzen konnte.“

Manchmal hilft auch eine Werksbesichtigung von BZ-Mitarbeitern

bei Firmen, um Probleme im Vorfeld zu erkennen und

Lösungen zu finden. „Das ist eine Beratung, die wir zusätzlich

zum Lehrgangsangebot leisten“, erklärt Betriebsleiter Ulrich

Wibbeke. Wie zum Beispiel bei einem Transportunternehmen,

das viele Reklamationen wegen beschädigter Verpackungen

beklagen musste: „Hier lag die Schwachstelle ganz klar bei der

unsachgemäßen Ladungssicherung. Da konnten wir entscheidende

Hinweise geben.“

Natürlich informieren und beraten BZ-Mitarbeiter auch

kostenlos über alle möglichen Fördermöglichkeiten von Weiterbildungsmaßnahmen.

Umgekehrt beeinflusst dieser enge

Austausch zwischen Bildungszentrum und Firmen auch die

Lehrgangsinhalte. Rütten: „Die Firmen- oder Personalchefs registrieren,

wie die Maßnahmen sich auf Arbeitsverhalten und

Know-how ihrer Mitarbeiter auswirken und geben uns ihr kritisches

Feedback. Wir optimieren daraufhin unsere Lehrinhalte

oder sogar unsere Räumlichkeiten.“

Wirtschaftsblatt 4/12


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BZ Bildungszentrum GmbH

143

Vorsprung durch anschauliche Technik: Lehrinhalte,

angepasst an die Kenntnisse der Teilnehmer

Mobile Wissensvermittlung: Das BZ führt auch

Inhouse-Seminare in den Unternehmen durch

Dass das BZ Bildungszentrum mit seiner modernen Aus- und

Weiterbildungsmethodik seit vielen Jahren auf dem besten Weg

ist, davon zeugen beeindruckende Erfolgszahlen: Im Schnitt

führen die Tönisvorster jährlich 150 Veranstaltungen mit 1.400

Teilnehmern durch. Die Zahl der Vermittlungen in Arbeit liegt

bei knapp 90 Prozent. Wibbeke: „Unsere Lehrgänge sind mit

Praktika verbunden. So lernen sich Arbeitsuchende und Arbeitgeber

schon einmal kennen und können feststellen, ob ein Beschäftigungsverhältnis

klappen könnte.“

Fit for future

Die zielgerichtete Ausrichtung des BZ ist für Wibbeke und

sein Team die logische Konsequenz aktueller und zukünftiger

Anforderungen aller Beteiligten an den Arbeitsmarkt. Zudem

sind regelmäßige Weiterbildungsnachweise für zahlreiche

Berufe aus den Bereichen Gefahrgut, Ladungssicherung oder

Kraftfahrer verpflichtend – und für Arbeitgeber oftmals existenzsichernd,

da bei Nichteinhalten dieser gesetzlichen Auflagen

empfindliche Strafen oder gar Haftungsansprüche auf sie

zukommen. Als Partner eines deutsch-niederländischen EU-

Projekts kann das BZ Bildungszentrum dabei seit kurzem auf

den mobilen Fahrsimulator SIMUTRUCK zurückgreifen: Bis zu

acht Kraftfahrer gleichzeitig können hier aus- und weitergebildet

werden – und das an jedem beliebigen Ort. Im SIMUTRUCK

können Fahrsituationen aus dem realen Straßenverkehr trainiert

werden, ohne Fahrschüler oder andere Verkehrsteilnehmer

zu gefährden; zum Beispiel Rangieren, Fahrten in den Bergen

oder in Eis und Schnee sowie zu Hauptverkehrszeiten – auf

die Fahrbahn laufende Tiere oder spielende Kinder inbegriffen.

Ulrich Wibbeke: „Der SIMUTRUCK ist auch ideal zur Fortbildung

von Fahrern im Polizei-, Feuerwehr- oder Rettungsdienst

– auf der Straße dürfen sie keine Blaulichtfahrten üben, und die

sind nicht ungefährlich.“ Die Trainingsbedingungen können

individuell auf die Ansprüche und Bedürfnisse einzelner Unternehmen

angepasst werden; es können Fahrzeugtypen wie

Gliederzüge, Sattelkraftfahrzeuge, Tankfahrzeuge und Eurocombis

simuliert werden. Zudem lernen Fahrer das Fahren mit

geringerem Kraftstoffverbrauch – ohne selbst einen Tropfen zu

verbrauchen. Ulrich Wibbeke: „Unser Anspruch ist es, unsere

Kunden ganzheitlich zu unterstützen. Deshalb steht das BZ

für ein individuelles, kundenorientiertes Beratungs- und Lehrgangsangebot.

Wenn es die Pflicht nun schon einmal gibt – warum

dann nicht aus der Pflicht eine Kür machen?!“

BZ Bildungszentrum GmbH

Tempelsweg 40 · 47918 Tönisvorst

Tel.: 021 51 / 70616-0

info@bz-bildungszentrum.de

www.bz-bildungszentrum.de

Theorie und doch Praxis: Im Fahrsimulator

können Extremsituationen erprobt werden

Realistisches Umfeld: Die Übung im SIMUTRUCK

orientiert sich stark am Alltag der Kraftfahrer

Wirtschaftsblatt 4/12


144

Welt des Mittelstands

Meinung

Verbandskasten

1 Initiative zur Energiewende DIHK-

Präsident Hans Heinrich Driftmann und

Bundesumweltminister Peter Altmaier

haben bei einem Treffen im Juli eine

„Mittelstandsinitiative Energiewende“

in Aussicht gestellt. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit

deutscher Unternehmen

weiterhin zu sichern. Hierfür sollen

vorhandene Angebote verbessert und

stärker in den Fokus gerückt werden.

Voraussichtlich Ende September werden

die einzelnen Elemente vorgestellt.

2 Waldi löst Juszak ab Joachim Waldi

ist neuer Vorsitzender der Fachvereinigung

Chemieparks im Verband der

Chemischen Industrie. Der 53jährige ist

Geschäftsführer bei der Leverkusener

Currenta. Er folgt auf Dr. Klaus-Dieter

Juszak. Die Fachvereinigung vertritt 40

Chemieparks und -standorte in Deutschland.

3 Roboterexperten bündeln

Know-how Wissenschaftler der Automatisierungstechnik

haben die „Wissenschaftliche

Gesellschaft für Montage,

Handhabung und Industrierobotik“, kurz

MHI, gegründet. Sie wollen Forschung

und Lehre in ihrem Fachbereich vorantreiben

und dabei eng mit dem Fachverband

Robotik + Automation im Verband

Deutscher Maschinen und -anlagenbau

(VDMA) kooperieren. Präsident des

MHI ist Professor Bernd Kuhlenkötter

von der TU Dortmund. 4 Hoyer führt

DNHK Thomas Hoyer ist neuer Präsident

der Deutsch-Niederländischen Handelskammer.

Der Chef der Hamburger Hoyer

Logistik-Gruppe löst den Niederländer

Dick de Boer ab. Die DNHK vertritt

die Interessen von 950 mittelständischen

Unternehmen. 5 Windenergiebranche

wächst stürmisch Das Produktionsvolumen

deutscher Hersteller von Windenergieanlagen

ist 2011 um gut 20 Prozent

auf 5,96 Milliarden Euro gestiegen.

Dies geht aus einer Herstellerbefragung

des Bundesverbandes WindEnergie

(BWE) und des Fachverbandes VDMA

Power Systems hervor. Die Exportquote

lag weiterhin bei etwa 66 Prozent.

Wertvolle Geschichten

93 Prozent aller deutschen

Unternehmen werden

von Familien geführt, und

nicht wenige sind in ihrem

Geschäftsfeld Weltmarktführer.

Aber wer kennt diese Firmen

oder Unternehmer? Richtig. So

gut wie niemand.

Von Markus Rhomberg

Medien berichten gerne über

Erfolgsfaktoren von Familienunternehmen

wie Solidität,

langfristige Orientierung und soziales

Engagement. Im Fokus der Öffentlichkeit

stehen aber seit jeher börsennotierte Publikumsgesellschaften

sowie ihre Manager.

Die „Marke Familienunternehmen“ und

deren verknüpfte Reputation liegen brach.

Reputation ist Krisenprävention

Dies zeigen Forschungen, die ich mit

Christoph Kahlert, Doktorand am Friedrichshafener

Institut für Familienunternehmen,

über Öffentlichkeitsarbeit und

Reputationsmanagement führe. Marke

und Reputation aufzubauen, braucht

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sensible Familienversteher und versierte

Geschichtenerzähler. Es gibt Bedarf

für Geschichten von Unternehmerinnen

und Unternehmern. Sie müssen aber zum

richtigen Zeitpunkt und authentisch erzählt

werden. Dann greift auch die einfache

und altbewährte Präventionsformel:

In guten Zeiten öffentliches Wohlwollen

und einen guten Ruf erarbeiten, um in

Krisenzeiten und danach davon zu zehren.

Die Schaefflers und Schleckers dieser

Welt lassen grüßen.

Markus Rhomberg ist Juniorprofessor

für politische Kommunikation an der

Friedrichshafener Zeppelin Universität.

Lesen Sie mehr zum Thema Kommunikation

in dieser Ausgabe.

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Wirtschaftsblatt 4/12


Welt des Mittelstands

145

Wo geht die Reise hin?

Aus den Verlagshäusern

Etliche Erleichterungen sollte die

Reform des Reisekostenrechts

bringen. Nach zweijähriger

Vorarbeit sind die aktuellen

Ergebnisse aber eher fragwürdig.

Viele Geschäftsreisende werden

wohl erneut Verschlechterungen

in Kauf nehmen müssen.

Von Ulrich Hellmann

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Neben der Umsetzung der richterlichen

Vorgaben im Bereich

der Fahrtkosten und Änderungen

bei den Übernachtungskosten für

längerfristige Auswärtstätigkeiten sind

die größten Änderungen bei den Verpflegungspauschalen

geplant. Der Entfall

der Staffelung und die Anhebung der

Mindestabwesenheit führen dazu, dass

künftig die Möglichkeit der steuerfreien

Spesenerstattung für einen Großteil der

eintägigen Dienstreisen ausgeschlossen

wird. Wo der Entfall der Stundenstaffelung

zur Vereinfachung der Reisekostenabrechnung

im Mittelstand führen soll,

bleibt fraglich, da zur Überprüfung der

Mindestabwesenheit und zur Abrechnung

der Reisekosten die Reisedaten weiterhin

erfasst werden müssen. Da viele

Arbeitgeber aus Gründen der Mitarbeitermotivation

weiterhin eine Spesenerstattung

gewähren werden, die dann voll

steuerpflichtig ist, wird dies zumindest

zu steuerlichen Mehreinnahmen für den

Gesetzgeber führen. Die generelle Abschaffung

der Dreimonatsfrist, die für

die betroffenen Firmen eine erhebliche

Vereinfachung bedeuten würde, wurde

hingegen von der Arbeitsgruppe aus Finanzierungsgründen

bereits im Entwurf

ausgeschlossen.

Ulrich Hellmann ist unabhängiger

Berater im Bereich Business-Travelmanagement.

Lesen Sie mehr zum Thema

Mobilität in dieser Ausgabe.

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Manfred Schenk

Hilfe! Ich will meine Firma verkaufen

Der Weg zum Verkauf von KMU ist

für Inhaber meist ein beschwerlicher.

Aufgrund ihrer geringen Größe ist die

Hinzunahme von Beratern oft nicht

möglich. Worauf veräußernde Unternehmer

achten sollten, beschreibt

Autor Manfred Schenk, der selbst eine

Firma in Eigenregie verkauft hat und

als M&A-Manager auch die Käuferseite

gut kennt, in seinem Praxis-Ratgeber.

Books on Demand

Oliver Gassmann, Sascha Friesike

33 Erfolgsprinzipien der Innovation

Auf vielen Wegen kann aus einer Neurung

eine Innovation werden. Auf noch

mehr Wegen aber eben auch nicht. In

ihrem kurzweilig geschriebenen Buch

erläutern Gassmann und Friesike 33

Erfolgsprinzipien und geben Unternehmern

somit hilfreiche Denkanstöße

für ihr tägliches Handeln.

Carl Hanser Verlag

Brun-Hagen Hennerkes, George Augustin

(Hrsg.)

Wertewandel mitgestalten

Wer sich seiner Werte bewusst ist,

wird sein Handeln besser steuern können.

So heißt es im Vorwort dieses

nicht nur an Seiten starken Sammelwerks,

das Beiträge aus Politik, Wissenschaft,

Theologie, aber auch von

Unternehmern wie Friedhelm Loh und

Nicola Leibinger-Kammüller umfasst.

Verlag Herder

Wirtschaftsblatt 4/12


146 Letzte Seite

Kopfschüttler

W

enn Ihr Name auf

der CD steht, die

ein unbekannter

Whistleblower eidgenössischer

Provenienz einem

Vertreter der nordrhein-westfälischen

Steuerfahndung für ein

paar Scheinchen zugesteckt hat,

dann haben Sie aktuell die Qual der

Wahl. Sie können wimmernd Ihren

Steuerberater/Rechtsanwalt konsultieren

und sich selbst denunzieren

– oder Sie können stark bleiben,

und der nach Steuergerechtigkeit

heischenden Neidgesellschaft Ihren

wohlgenährten Mittelfinger

entgegenrecken und zeitgleich den

gierigen Roten in Düsseldorf ein

Schnippchen schlagen. Zahlen Sie

keine Steuern nach, verweigern

Sie die Strafzahlungen, gehen Sie

nicht über Los, sondern rücken Sie

stolzen Hauptes in den Knast ein.

Versuchen Sie dabei, Kost und Logis

in den Justizvollzugsanstalten von

Hagen oder Dortmund zu nehmen,

denn dort läuft aktuell ein farbiger

Feldversuch. Das NRW-Justizministerium

testet, ob Gefängniszellen

in der Farbe Cool Down Pink aggressionshemmend

auf Häftlinge wirken.

Die heimischen Strafvollzieher

verweisen auf entsprechende

farbpsychologische Experimente in

anderen Ländern und hoffen, dass

künftig auch bei uns rosa Wände

manch Lamm aus seinem Wolfspelz

locken. Und hier kommen Sie

ins Spiel. Schlucken Sie Ihren Frust

nicht länger runter, vergessen Sie

Ihre mondäne Kinderstube so wie

beim Ski-Opening in Ischgl und machen

Sie Rabatz, bis Sie in der neuen

pinken Zelle landen. Dort sind

Sie endlich am Ziel, können politisch

Farbe bekennen und sich mal

so richtig schwarz ärgern. MiK

Maximen

Dr. Leberecht Funk ist Berater und Gesellschafter

der Funk Gruppe mit Sitz in Hamburg

Vermehren und

weitergeben

Nachhaltige Werte, Vertrauen

und Verantwortung sind die

Koordinaten, die das Handeln

von Dr. Leberecht Funk bestimmen.

Diese in eine ausgewogene Balance

zu bringen, ist die Aufgabe, der sich

der Gesellschafter und direkte Nachkomme

des Gründers der Funk Gruppe

verschrieben hat. „In einem Mehrgenerationenunternehmen

gilt der einfache

Grundsatz: Mehren und weitergeben.

In der Rückschau erweist sich,

dass gerade unser anspruchsvolles

Wertgebäude – neben Professionalität

und Marktpräsenz – eine hohe Akzeptanz

bei unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern

gefunden hat“, resümiert

Dr. Funk. Dadurch habe sich eine

stabile Unternehmenskultur herausgebildet.

„Dieses unternehmenskulturelle

Markenzeichen übersteigt die Bedeutung

einer Unternehmensleitlinie, die

von oben vorgegeben wird. Die kulturelle

Komponente ist eine sehr zentrale

Säule unserer Firma geworden“, führt

Dr. Funk aus. Den Ursprung seiner

Werteprägung sieht der Gesellschafter

einer der führenden europäischen

Beraterfirmen für Versicherungen, Risikolösungen

und Dienstleistungen in

seinem Elternhaus verankert. Geprägt

hat ihn diese Erziehung zu stabilen

Werten sein ganzes Leben lang, in geschäftlicher

wie in privater Hinsicht.

„Nach meinem Dafürhalten kann der

Mensch nicht sinnvoll unterschiedlichen

Einstellungen in verschiedenen

Lebensbereichen folgen“, sagt Dr. Funk,

der über 40 Jahre als Geschäftsführer

in der operativen Verantwortung des

internationalen Versicherungsmaklers

mit Hauptsitz in Hamburg stand.

Heute betreut Funk mit rund 950

Mitarbeitern Firmenkunden in acht

europäischen Ländern sowie weltweit

mit den Partnern des Netzwerks

The Funk Alliance. Die Geschichte des

Versicherungsmaklers, den Dr. Funk

jetzt als Systemhaus für Risikolösungen

und Dienstleistungen beschreibt,

reicht zurück bis ins Jahr 1879. „Seither

ist unser Unternehmen auf Basis der

Prinzipien des Ehrbaren Kaufmanns

stetig gewachsen.“

Wirtschaftsblatt 4/12


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