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Lange Nacht

der Wissenschaften

8. Juni 2013 Das Programm der Freien Universität Berlin und weiterer Einrichtungen in Dahlem und Steglitz


Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag

von 10.30–16 Uhr

Freitag von 10.30–15 Uhr

verkürzte Öffnungszeiten während

der vorlesungsfreien Zeit

UNISHOP

im Foyer der Mensa II

(Silberlaube)

UNISHOP

der Freien Universität Berlin

ERG Universitätsservice GmbH

Otto-von-Simson-Str. 26

14195 Berlin

www.fu-berlin.de/unishop

Telefon: 030/838-73491

Fax: 030/838-73442

E-Mail: unishop@fu-berlin.de


Inhalt

Vorwort des Präsidenten der Freien Universität Berlin 5

Die Lange Nacht der Wissenschaften | Praktische Hinweise 6

Macht das Amöbendiplom! | Kinder- und Jugendprogramm 10

Programm der Freien Universität Berlin und weiterer Forschungseinrichtungen

in Berlin-Dahlem

Veterinär- und Humanmedizin

Der Kreis der Infektionen: Gesundheit von Tier und Mensch

Tierernährung: Strategien für gesunde Tiere und sichere Lebensmittel

Fachbereich Veterinärmedizin | Institut für Tierernährung 12

One Health – Bakterielle Infektions erreger auf ihrer Rundreise

zwischen Tier und Mensch | Fachbereich Veterinärmedizin | Institute für

Mikrobiologie und Tierseuchen sowie für Tier- und Umwelthygiene 13

Forschen – Lehren – Helfen – Heilen

Charité – Universitätsmedizin Berlin | Campus Benjamin Franklin 14

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel:

Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

Wann fangen Steine an zu fließen?

Institut für Geographische Wissenschaften | Angewandte Geographie,

Umwelthydrologie und Ressourcenmanagement 17

„Crossroads Asia“: Gesellschaftswandel in Süd- und Zentralasien

Institut für Geographische Wissenschaften |

Anthropogeographie/Centre for Development Studies (ZELF) 18

Minerale und Gesteine – Materie der Erde und des Sonnensystems

Institut für Geologische Wissenschaften | Mineralogie-Petrologie 19

Was ist Geologie? | Institut für Geologische Wissenschaften | Sedimentologie 20

Die Erde bebt in Lankwitz: Seismik und Seismologie

Institut für Geologische Wissenschaften | Geophysik 22

Fossilien – Ein Fenster in die Entwicklung des Lebens und der Erde

Institut für Geologische Wissenschaften | Paläontologie 23

Per Anhalter durch unser Sonnensystem

Institut für Geologische Wissenschaften | Planetologie und Fernerkundung 24

Meteorologie in Berlin zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Institute für Meteorologie und Weltraumwissenschaften 25

Mikrowelten, städtebauende Bakterien, soziale Amöben,

hochentwickelte Insekten und Kaffeegenuss: Biowissenschaften und Botanik

Bakterielle Biofilme – Die Mikrowelt in und um uns

Institut für Biologie | Mikrobiologie I 27

Was sind Amöben? | Institut für Biologie | Mikrobiologie II 28

Biotechnologie mit Meeresbakterien

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung | Fachbereich 4.1 –

Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen 29

Besiedelte Gesteine

Institut für Biologie und Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung |

Abteilung Material und Umwelt 29

Kleine Hirne ganz groß

Institut für Biologie | Neuro- und Verhaltensbiologie 30

Ökologische und wirtschaftliche Bedeutung der Honigbiene

Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie | NatLab Bienenkunde 30

Faszination Falter – Seidenspinner in nächtlicher Mission

Institut für Biologie | Didaktik der Biologie 31

Botanik to go – Expedition in die Welt der Pflanzen

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem 32

Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie:

Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

Elektrosmog, Nanomaschinen und das geheimnisvolle „Majorana-Teilchen“

Fachbereich Physik 34

Die vielen leuchtenden Facetten der Chemie

Institut für Chemie und Biochemie 39


Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause

und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Mathematik steckt überall drin | Institut für Mathematik 42

Brand – Wissenschaft – Feuerwehr. Wie Mathematik hilft, Ihr Leben zu retten

Institut für Mathematik | Interessensgruppe Numerische Risikoanalyse 44

Fliegende Roboter, Fahrzeuge ohne Mensch und Sicherheit durch Bits und Bytes

Institut für Informatik und Forschungsforum Öffentliche Sicherheit 46

Schnelle Algorithmen – Schnelle Rechner

Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) 51

Kurse zur Medienkompetenz am Hochschulrechenzentrum

der Freien Universität Berlin

Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung (ZEDAT) 54

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

Kinder entdecken Naturwissenschaft und Technik

Science Rallye für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre

Fachbereiche Physik, Mathematik und Informatik,

Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin 55

NaWi(e) FUNtastisch – KieWi-Kinder zeigen’s anderen Kindern.

Experimenteller Mitmach-Kurs für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren

Institut für Chemie und Biochemie | Didaktik der Chemie 56

FU.MINT-Lehrerbildungsinitiative an der Freien Universität Berlin

MINT Lehrerbildungsinitiative an der Freien Universität Berlin

FU.MINT – „Lehrerbildung neu denken“ 57

Die Aneignung epochaler naturwissenschaftlicher Konzepte

und eigene Forschung von Studierenden

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie | Grundschulpädagogik 57

Fruchtbares Fragen und naturwissenschaftliches Arbeiten

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie | Grundschulpädagogik 57

Spielen, Schätzen, Staunen: Mathematik mal anders!

Fachbereich Mathematik und Informatik | Didaktik der Mathematik 58

Physik für Grundschulkinder | Fachbereich Physik | Didaktik der Physik 58

Moderne Konzepte der MINT-Lehrerbildung

FU.MINT – „Lehrerbildung neu denken“ 58

Faszination Falter – Seidenspinner in nächtlicher Mission

Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie | Didaktik der Biologie 58

Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit:

Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

INA – Über Grenzen hinweg interkulturell handeln, forschen und entwickeln

Internationale Akademie für innovative Pädagogik,

Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA) an der Freien Universität Berlin 59

NatLab: Ein Schülerlabor des Fachbereichs Biologie, Chemie,

Pharmazie und das Grundschulprojekt TuWaS! stellen sich vor 60

Naturwissenschaftliches Argumentieren in der Grundschule.

Einblicke in deutsche, taiwanesische und australische Klassenzimmer

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Grundschulpädagogik/Bildungsforschung Primarstufe 61

Intermediale Leseförderung und interkulturelle Freizeitaktivitäten für Kinder

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Grundschulpädagogik/Deutsch 62

Spielerisch Rechnen lernen, entdecken und hinterfragen.

Unterhaltsame und spannende Beispiele aus der (Grundschul)-Mathematik

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Grundschulpädagogik/Mathematik 63

SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz stellt sich als Lernort

„Nachhaltigkeit lernen“ vor

Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft |

Forschungszentrum für Umweltpolitik 64

Zukunft – studieren, erforschen, gestalten

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung/Institut Futur 65

FUture Slam 2013 – Wissenschaft trifft Zukunft

Verschiedene Fächer der Freien Universität Berlin 66

Das Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin stellt sich vor

Zentrum für Weiterbildung 67

Tierschutz im Kinderzimmer – Wie fühlt sich mein Meerschwein?

Zentrale Universitätsverwaltung | Ausbildungsangelegenheiten 68


Psychologie, Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften

Was macht unser Gehirn? Bildungsforschung und Psychologie

Hirnjogging, Risiko, Emotionen

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 69

Wohin das Auge blickt ...

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Center for Applied Neuroscience 71

Wie fit ist mein Gehirn?

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Allgemeine Psychologie und Neuropsychologie 72

Nur kein Stress?! Umgang und Bewältigung

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Hochschulambulanz 72

Bewegter Alltag: Paare kommen in Schwung!

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Gesundheitspsychologie 73

Recht und Unrecht in der Umwelt, arme Energiewende, verbotene Streiks:

Politik- und Rechtswissenschaft

Der BBI Flughafenbau –

ein Umwelt(un)gerechtigkeitsproblem?

John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien 74

Vom Wandel der Energie und streikenden Beamten

Fachbereich Rechtswissenschaft 75

Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung anderer

Kulturen und Gesellschaften. Politischer Wandel und Aufbruch:

Politikwissenschaft und interdisziplinäre Forschung

Re-Presenting Muslims: Images, Texts and Voices

Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies (BGSMCS) 76

Die arabische Welt zwei Jahre nach der Revolution –

zwischen Resignation und Aufbruch

Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft |

Politik des Vorderen Orients 77

Religion – Kunst – Politik.

Kontroversen um Freiheit und Unordnung in Russland

Osteuropa-Institut 78

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Leben, Kultur und technische Errungenschaften unserer Vorfahren:

Altertumswissenschaften

Essen im Topf und ein Dach über dem Kopf …

Institut für Prähistorische Archäologie 79

Eisen, Pflug und Wagen – Innovationen der Alten und Neuen Welt

Exzellenzcluster TOPOI: The Formation and Transformation

of Space and Knowledge in Ancient Civilizations

(altertums-, sprach-, rechts- und geowissenschaftliche Fächer) 80

Historische Größen, Satire, Lernportale der Geschichte, Konzil zum Nachdenken:

Geschichts- und Medienwissenschaften, Theologie

Lise Meitners Schwestern.

Eine frauenhistorische Führung auf dem Campus der Freien Universität Berlin

Claudia von Gélieu im Auftrag der Frauenbeauftragten der Freien Universität Berlin 85

Spaziergang auf den Spuren der Universitätsgeschichte | Universitätsarchiv 86

Lachen über die Nazis

Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft | Medienkulturen 87

Visionen, Vertrauen, Visualisierungen:

Wahlwerbung von Kennedy bis Obama

John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien 87

Quo vadis Public History?

Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichte | Didaktik der Geschichte 88

Das Zweite Vatikanische Konzil | Seminar für Katholische Theologie 89

Ethische Gedankenexperimente, existenzielle Fragen und „Wozu Philosophie?“

Abenteuer im Kopf – philosophische Orientierung

Institut für Vergleichende Ethik 90

Was heißt Philosophieren? | Institut für Philosophie 91

Die Musik der Cartoons, ungehorsames Theater? Der kavafische Augenblick

und moderne Dichtung: Musik-, Theaterwissenschaften und Philologie

„Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“. Theater, Tanz, Musik, Film

Institut für Theaterwissenschaft 92

Hommage an Konstantinos Kavafis

Institut für Griechische und Lateinische Philologie | Neogräzistik 94


Über Zypern nach Asien: Kunst und Kultur

fremder Kultur-, Religions- und Wirtschaftsräume

Wissen will vermittelt werden: ein

Museumsprojekt der Berliner Byzantinistik in Agia Napa auf Zypern

Institut für Griechische und Lateinische Philologie | Byzantinistik 95

Die Kunstgeschichte Südasiens lädt ein –

Geheimnisse einer vergangenen Zeit

Kunsthistorisches Institut | Kunstgeschichte Südasiens 96

Korea – Mehr als nur Gangnam

Ostasiatisches Seminar | Koreastudien 97

Smart Tokyo – Japanische Stadt(t)räume

Ostasiatisches Seminar | Japanologie 98

China goes global

Ostasiatisches Seminar | Sinologie und Konfuzius-Institut

an der Freien Universität Berlin 99

Verarbeitung von Emotionen in Sprache und Kultur

Wie das Gehirn spricht: mit dem EEG auf der Suche

nach dem Geheimnis der Sprachverarbeitung

Institut für Deutsche und Niederländische Philologie | Brain Language Labor 101

Emotionen in Sprache, Kultur, Gesellschaft

Cluster Languages of Emotion 102

Anthropologie der Emotionen: Wie Kultur und Emotionen zusammenhängen

Institut für Ethnologie | Anthropologie der Emotionen 103

Neue Medien in der Fremdsprache

Medien im Englischunterricht

Institut für Englische Philologie | Fachdidaktik Englisch 104

Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Vereinbarkeit leben! Beruf, Studium, Familie –

Das Familienbüro präsentiert familiengerechte Maßnahmen

Zentrale Universitätsverwaltung | Familienbüro 105

Jetzt wird’s bunt – Wenn Studierende zu Unternehmern werden:

Die Teilnehmer/-innen des Funpreneur-Wettbewerbs stellen ihre

Produktkreationen vor

Zentrale Universitätsverwaltung | Abteilung Forschung/profund 106

Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den

Ausgründungen der Freien Universität Berlin

Die Gründungsförderung profund zeigt,

wo Ideen für den Markt entstehen 107

Partner für doppelten Erfolg:

Nachwuchsförderung mit dem Deutschlandstipendium

Zentrale Universitätsverwaltung |

Abteilung Forschung/Geschäftsstelle Deutschlandstipendium 109

E-Examinations in a Nutshell –

Stellen Sie und Ihre Kinder Ihre Berlin-Kenntnisse unter Beweis

Center für Digitale Systeme (CeDiS) 110

Bücherbasar |Förderkreis Philologische Bibliothek Freie Universität Berlin e. V. 111

Schlau genug oder brauchen Sie noch mehr Bewegung?

Wie vielfältige körperliche Aktivität die Kognition fördern kann –

Beispiele aus dem Hochschulsport

Zentraleinrichtung Hochschulsport der Freien Universität Berlin 112

Schlagwortregister (Seitenverweise, Hausnummern) 113

Impressum 116

© J. O. Evers

© Andreas Benz,

Oktober 2011

Fossilien selbst entdeckt

Morgenappell in der staatlichen Jungenschule von Karimabad, Pakistan


Vorwort des Präsidenten der Freien Universität Berlin

Liebe Gäste der „Langen Nacht der Wissenschaften“,

liebe Freundinnen und Freunde der Freien Universität Berlin,

© Bernd Wannenmacher

ich freue mich, Sie heute zur 13. „Langen Nacht der Wissenschaften“ an der Freien

Universität Berlin begrüßen zu dürfen. Auch dieses Jahr öffnet unsere Universität

für Sie ihre Türen zu Hörsälen, Instituten, Laboren und Bibliotheken und lädt Sie

ein auf eine vielfältige Tour durch die Welten der Wissenschaft und Forschung.

Lassen Sie sich inspirieren von dem Programm, das wir auch dieses Jahr für

Sie zusammengestellt haben. Neben vielen anderen wird dieses Mal in besonders

vielfältiger Form der Themenschwerpunkt Bildung präsentiert. So können Sie

mehr erfahren über Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Qualität,

Schule und Freizeit. Fachübergreifende Bildungsvorhaben stellen sich ebenso

vor, wie unsere Weiterbildungsprogramme für Kinder und Erwachsene. So wird

z. B. „INA“ – die Internationale Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie

und Ökonomie gGmbH – beweisen, wie über Grenzen hinweg interkulturelles

Handeln, Forschen und Entwickeln möglich ist.

Darüber hinaus haben wir natürlich auch dieses Jahr, neben dem besonderen

Programm für Kinder und Jugendliche, ein Begleitprogramm mit musikalischen

und kulinarischen Veranstaltungen zusammengestellt.

Lassen Sie uns in diesem Sinne erneut gemeinsam „die klügste Nacht des

Jahres“ erleben! Ich wünsche Ihnen eine aufregende und lange Nacht an der

Freien Universität Berlin. Seien Sie herzlich willkommen!

Ihr

Univ.-Prof. Dr. Peter-André Alt

Präsident der Freien Universität Berlin

5


Die Lange Nacht der Wissenschaften | Praktische Hinweise

Die Lange Nacht der Wissenschaften

Am 8. Juni 2013 findet zum 13. Mal und erstmals von 16.00 bis 0.00 Uhr die

Lange Nacht der Wissenschaften statt, an der sich 76 Lehr- und Forschungseinrichtungen

in Berlin und Potsdam beteiligen. Interessante Vorträge, Führungen,

interaktive Experimente, Lesungen, Workshops, Ausstellungen und

vieles mehr geben anschauliche Einblicke in das umfangreiche Veranstaltungsprogramm

der Freien Universität Berlin an ihren Wissenschaftsstandorten

in Dahlem und Lankwitz. Den Besucher/-innen werden dadurch aktuelle

Forschungsprojekte und -ergebnisse aus der Grundlagen- und angewandten

Forschung näher gebracht und interdisziplinäre Wissenschaftsaktivitäten

gezeigt, die außerhalb dieses Wissenschaftsevents in der Form nicht zugäng -

lich sind. Ein Begleitprogramm mit Live-Konzerten, kulinarischen Köstlichkeiten

sowie Programme, an denen Kinder und Jugendliche aktiv teilnehmen

können, runden den Abend ab. Hinzu kommt in Dahlem und Steglitz das

vielseitige Programm des Julius Kühn-Instituts (Bundesforschungsinstitut für

Kulturpflanzen), der Charité-Uni versitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin

Franklin, des Konrad-Zuse-Zentrums für Informationstechnik Berlin und des

Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.

Auch in diesem Jahr stellen alle Fachgebiete der Freien Universität Berlin

in weit über 500 Einzelveranstaltungen Forschungsthemen von gesellschaftlicher,

politischer, wirtschaftlicher, historischer oder kultureller Relevanz vor.

Nur wenige davon seien beispielhaft genannt: Forschung zu alternativen Energien,

aber auch Probleme der Energiewende, Schutz von Umwelt und Rohstoffressourcen,

Klimawandel und Naturereignisse fächerunabhängig erforscht in

den Geo-, Rechts-, Politik- und Naturwissenschaften. In der Physik wird ver anschaulicht,

dass Naturgeschehen – wie Gewitter – beeinflusst werden können,

um Flugzeuge vor Blitzschlag zu bewahren. Dem vieldiskutierten, neuen Flughafen

Berlin-Bran denburg im Hinblick auf die Umweltbelastung ist eine Veranstaltung

mit Experten gewidmet. Neuro- und Sprachwissenschaften arbeiten

über Prozesse des Gehirns oder zur neuronalen Basis von Sprache. Der Aspekt

von Emotionen in Sprache und Kultur wiederum wird in einem neuen ethnologischen

Fachgebiet zur „Anthropologie der Emotionen“ hinterfragt. Kul turelle

und technische Entwicklungen, politische Umbrüche, gesellschaftliche,

religiöse und wirtschaftliche Lebensformen und -standards werden in den unterschiedlichsten

Regionen, Zeiten und Völkern unserer Erde analysiert: in der

Antike, in der arabischen Welt, in Asien und in Europa. Die Themen Bildung,

Zukunft und Qualitätssicherung im Schulwesen, pädagogische und psychologische

Untersuchungen zu Lern störungen und -fördermöglichkeiten werden

ebenso vorgestellt wie auch erstmals die SchülerUni zum Thema Nachhaltigkeit

und Klimaschutz. Über Sicherheit im Alltag wie im Cyberspace, technische

Innovationen, wie autonome Fahrzeuge oder fliegende Roboter zum Überflug

archäologischer Fundstellen mit 3-D-Repräsentation, informieren die Mathematik

und Informatik. Zum ersten Mal bei der Langen Nacht der Wissenschaften

gibt es hierzu Flugvorführungen und Besucher/-innen können sich selbst

am Simulator als Pilot versuchen. Auch der wesentliche Anteil von Mathematik

und Informatik in medizinischen Systemen wird deutlich. Die komplexe Welt

von Mikroorganismen und Bakterien, biolo gische Grund lagen von Zellfunktionen

der Lebewesen, hochentwickelte Insekten gehirne, Vielfalt und Erhalt

pflanzlicher Arten, Infektionen zwischen Mensch und Tier stellen Ihnen die

Bio wissenschaften, Veterinärmedizin und Botanik vor.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fachgebieten der Freien

Universität Berlin und von weiteren Forschungseinrichtungen in Berlin-Dahlem

laden Sie ein, ihre Forschung kennen zu lernen.

6


Die Lange Nacht der Wissenschaften | Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Die Programmbroschüre ist nicht nach Veranstaltungsorten gegliedert, sondern

fasst gleiche oder ähnliche Forschungsthemen zusammen, um die Suche nach

bestimmten Veranstaltungsinhalten zu erleichtern. Verwandte Wissenschaftsthemen

und Fächergruppen sind hierfür farblich markiert hervorgehoben.

Darüber hinaus unterstützt das Schlagwortverzeichnis die Suche nach spezifi

schen Programmthemen und Veranstaltungsgebäuden: es enthält bei jedem

Schlagwort einen Verweis auf die Programmseiten und das jeweilige Gebäude.

Auf dem separaten Lageplan finden Sie alle im Programm benannten Veranstaltungsorte

und die dazugehörigen Busverbindungen.

Kartenvorverkauf

· Vorverkauf: ab 23. 5. 2013 bei allen Fahrscheinverkaufsstellen, DB Service Stores,

Kundenzentren und Fahrscheinautomaten der Berliner S-Bahn und BVG, in

Potsdam bei den Verkaufsstellen der Verkehrsbetriebe Potsdam GmbH, bei der

MAZ-Ticketeria (Potsdam und Land Brandenburg), über www.eventim.de und

die Tickethotline 01805/570000.

· Vorverkauf online: vom 8. 5. bis 4. 6. 2013 unter

www.LangeNachtDerWissenschaften.de (1,55 € Aufschlag, inkl. Porto).

Bezahlung nur mit Kreditkarte oder über PayPal.

· Abendkassen in Dahlem: in vielen teilnehmenden Instituten.

Liste der Kassenstandorte unter www.LangeNachtDerWissenschaften.de

und www.fu-berlin.de/langenacht sowie in diesem Programmheft im

Adressblock gekennzeichnet.

Gültigkeit der Tickets

· Eintritt in alle teilnehmenden Institutionen in Berlin und Potsdam

· Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Berliner Tarifnetz ABC

(vom 8. 6., 13.00 Uhr, bis 9. 6. 2013, 4.00 Uhr)

· Benutzung aller zusätzlich eingerichteten Bus-Shuttles

Telefonische Hotline: ab 23. 5. 2013 unter (030) 28 49 38 47

7


Die Lange Nacht der Wissenschaften | Praktische Hinweise

Eintrittspreise

Vorverkauf vom

23. 5. bis 7. 6. 2013

Erwachsene ohne Ermäßigung 11 13

Ermäßigtes Ticket: Auszubildende, Schüler/-innen,

7 9

Studierende, Rentner/-innen, Behinderte, ALG-Empfänger/-innen,

Wehr- und Ersatzdienstleistende

Familienticket: bis max. 5 Personen, davon bis 2 Erwachsene; Kinder bis 18; 20 25

unabhängig vom Familienstand; an der Abendkasse teil- und umtauschbar!

Late-Night-Ticket: an Abendkassen ab 22.00 Uhr 5

Schülergruppentickets: ausschließ lich Lehrer/-innen können im Online-

Vorverkauf (8. 5. bis 4. 6. 2013) unter www.LangeNachtDerWissenschaften.de

für Schüler/-innen Tickets bestellen; Versand erfolgt an Schuladresse ohne

Aufschlag (Mindestbestellmenge: 7 Tickets)

Vorverkauf ausschließlich für Angehörige der Freien Universität:

ab 15. 5. 2013 bei „Schnabel.fachbücher und mehr“, Buchhandlung

Thielallee 34, 14195 Berlin, montags bis freitags 10.00–19.00,

samstags 12.00–15.00 Uhr

Kinder unter 6 Jahren

4 pro Schüler/-in

7 für begleitende

Lehrer/-innen

7

Eintritt frei

am Veranstaltungstag,

8. 6. 2013 ab 0.00 Uhr

T hiel allee

Start und Ziel

der Farbrouten

T hielalle e

Pressestand

Bus-

Leitste le

Catering

StudWerk

„Busbahnhof“ Habelschwerdter Allee 45

am Abend des 8. Juni 2013 (16–00 Uhr)

Info

BVG Zubringer

U+S-Bahnhöfe

Habelschwerdter Allee

200 Plätze

WW 23.04.13

Veranstaltungsprogramme im Internet

· aller Standorte in Berlin/Potsdam unter www.LangeNachtDerWissenschaften.de

· der Freien Universität und außeruniversitärer Einrichtungen in Dahlem unter

www.fu-berlin.de/langenacht/

· Im Institut für Informatik haben Studierende eine „Lange-Nacht-App“ entwickelt,

um über die Veranstaltungen zu informieren: www.mi.fu-berlin.de/lndw-app/

Informationen während der Langen Nacht der Wissenschaften

· Informationsstand mit umfassendem Informationsmaterial und Ticketverkauf

befindet sich vor dem Gebäude „Habelschwerdter Allee 45“ ( auf Lageplan).

· Bus-Guides in allen Shuttle-Bussen in Dahlem sowie zum GeoCampus Lankwitz

via Benjamin Franklin. Die Guides geben kompetente Auskünfte zu den Veranstaltungen,

Orten und verteilen Programmhefte.

BVG-Bus-Shuttles in Berlin:

Die wissenschaftlichen Einrichtungen in Adlershof, Buch, Charlottenburg,

Dahlem, Lankwitz, Mitte, Potsdam, Steglitz, Treptow und Wedding werden mit

Bus-Shuttles der BVG zwischen 16 und 0 Uhr im 15-Minutentakt angefahren. Sie

sind an S- und U-Bahnhöfe angebunden. Unter www.s-bahn.de und www.bvg.de

erfahren Sie, wie Sie am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Ausgangspunkten

der Bus-Shuttles gelangen.

· BVG-Zubringerbus im 15-Minutentakt nach Dahlem: ab S+U-Bahnhof

Rathaus Steglitz (Hermann-Ehlers-Platz, dort Start- und Endhaltestelle) bis

Habel schwerd ter Allee 45 ( ) zum zentralen Standort für alle weiteren

Busrouten. Der BVG-Shuttle hält auch Königin-Luise-Str./Schmidt-Ott-Str.,

Königin-Luise-Str./Arnim allee und U-Bahn Dahlem-Dorf (auf Lageplan

Busroute ).

Spezielles Busangebot mit direkter Anbindung der Veranstaltungsorte

in Dahlem und Lankwitz:

Es gibt vier Busrouten mit Fahrzeugen der Innung des Berliner Taxigewerbes e. V.,

die sämtliche offenen, universitären und außeruniversitären Einrichtungen in

Dahlem und Lankwitz anfahren und vor jedem Veranstaltungsgebäude halten.

Die Busse besitzen eine Leuchtschrift mit der farbigen Routenkennzeichnung

8


Die Lange Nacht der Wissenschaften | Praktische Hinweise

Illumination

Die Veranstaltungsgebäude sind angestrahlt und die Eingänge violett beleuchtet.

Künstlerische Lichteffekte bringen die Lichtobjekte der Firma Illuminist hervor:

am Gebäude Habelschwerdter Allee 45 ( ), am Henry-Ford-Bau ( ), in der Umgebung

der Fachbereiche Mathematik, Informatik und Physik ( , , ), am Max-

Planck-Institut für Bildungsforschung ( ) sowie auf dem GeoCampus in Lankwitz.

Uni Bigband Berlin

und sind damit gut identifizierbar. Die Busrouten und alle Haltepunkte sind im

beigefügten Lageplan eingezeichnet:

1. Busroute im südwestlichen Campusbereich

2. Busroute , schwerpunktmäßig zu den

naturwissenschaftlich-mathema tischen Veranstaltungsorten

3. Busroute im zentralen und nördlichen Campusbereich

4. Busroute zum GeoCampus Lankwitz via Campus Benjamin Franklin ( ).

· Habelschwerdter Allee 45 ( ): Zentraler Zu- und Umstieg in alle Busrouten im

Bereich Dahlem im 5 bis 10-Minutentakt ohne feste Abfahrtszeiten, zu den alle

15 Minuten verkehrenden BVG-Zubringerbussen zum S+U-Bahnhof Rathaus

Steglitz und zum Bus-Shuttle alle 10 bis 15 Minuten zum GeoCampus Lankwitz

( ) via Campus Benjamin Franklin ( ).

· GeoCampus Lankwitz: auch ab U-Bahn Dahlem-Dorf über Rathaus Steglitz mit

BVG-Linie X83 bis Emmichstraße

· Charité – Universitätsmedizin Berlin/Campus Benjamin Franklin:

mit Buslinien 285 und M85 ab S+U-Bahnhof Rathaus Steglitz

Live- Musik

Die Uni Bigband Berlin ist ein Ensemble des Collegium Musicum, das an den

beiden Berliner Hochschulen (Freie und Technische Universität) angesiedelt ist.

Geleitet wird sie seit vielen Jahren von Martin Gerwig, einem ausgewiesenen Jazz-

Trompeter und Bandleader. In jedem Semester werden Programme aus unterschiedlichen

Stilrichtungen erarbeitet. In der „Langen Nacht“ wird die Uni Bigband

ab 22.30 und 23.10 Uhr jeweils für eine halbe Stunde in der besonderen

Atmosphäre von Norman Fosters Philologischer Bibliothek zu hören sein ( ).

Gastronomische Ampel –Vorfahrt für gesunde Ernährung.

Die Mensa der Freien Universität Berlin im

In der Habelschwerdter Allee 45 ( ) öffnet wieder die Mensa für Sie – dieses Jahr

bie tet Sie Ihnen aber in 45-minütigen Führungen, die stündlich von 17.00 bis

19.00 Uhr stattfinden, Einblicke in ihre Großküche: das Essen in den Berliner

Mensen soll nicht nur schmecken, sondern möglichst auch vielfältig und vollwertig

sein. Um zu erkennen, wie vollwertig die Speisen sind, bieten wir eine neuartige

und einfache Methode als Entscheidungshilfe, die Gastro nomische Ampel,

an. Hierbei werden die Speisen mit den bekannten Ampelfarben ROT, GELB

und GRÜN bewertet und gekennzeichnet. Die Bedeutung der Ampelfarben ist

allen aus dem Alltag bekannt.

Nationale und internationale Spezialitäten präsentieren Ihnen darüber hinaus

viele weitere Einrichtungen auf dem Campus Dahlem. Grillstände stehen u. a.

an der Habelschwerdter Allee 45 ( ) und am Fachbereich Physik ( ). Im Institut

für Informatik ( ) hat die Cafeteria in einem verglasten Bambusgarten geöffnet.

9


Kinder- und Jugendprogramm

Macht das Amöbendiplom!

Kinder- und Jugendprogramm

© Gesche Hohlstein

·

Kinderprogramm im Botanischen Garten

Interaktive Experimente, Wettbewerbe und Spiele: Kinder und Jugendliche können

aktiv Wissenschaft ausprobieren und bekommen verständlich wissenschaftliche

Vorgänge näher gebracht. Welche Veranstaltungsart in welcher Einrichtung angeboten

wird, listet die nachfolgende Übersicht auf (s. a. unter „Kinderprogramm“

im Schlagwortregister). Darüber hinaus gibt es viele weitere Programme in allen

Fächergruppen, die für Kinder, Jugendliche und Schulklassen sehr gut geeignet

sind, ohne dass ein spezielles Kinderprogramm stattfindet.

Quiz, Wettbewerbe, Spiele (z. T. auch mit Preisen):

· Botanischer Garten und Botanisches Museum 32

· Center für Digitale Systeme (CeDiS) 110

· Fachbereich Physik 34

· Familienbüro 105

· Institut für Biologie | Mikrobiologie II 28

· Institut für Informatik und Konrad-Zuse-Zentrum 46, 51

· Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen 13

· Institut für Tier- und Umwelthygiene 13

· Science Rallye 55

Führungen, Vorführungen:

· Institute für Meteorologie und Weltraumwissenschaften 25

Experimente, Programme zum Mitmachen/

interaktive Veranstaltungen, Präsentationen:

· Botanischer Garten und Botanisches Museum 32

· Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin 14

· Exzellenzcluster TOPOI (Archäologie | Altertumswissenschaften) 80

· Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Grundschulpädagogik/Mathematik 63

· Fachbereich Physik 34

· Familienbüro 105

· Hochschulsport der Freien Universität Berlin 112

· Institut für Englische Philologie 104

· Institut für Geologische Wissenschaften | Angewandte Geographie 17

· Institut für Informatik 46

· Institut für Mathematik (inkl. Numerische Risikoanalyse) 42, 44

· Institute für Meteorologie und Weltraumwissenschaften 25

10


Kinder- und Jugendprogramm

© J. O. Evers

© FU-Berlin

Fossilien selbst entdeckt

· Institut für Prähistorische Archäologie 79

· Institut für Vergleichende Ethik 90

· John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien 87

· Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 69

· Ostasiatisches Seminar

· FR Koreastudien 97

· FR Japanologie 98

Workshops, Kurse:

· Didaktik der Chemie 56

· Konfuzius-Institut 99

· NatLab: Schülerlabor des Fachbereichs Biologie, Chemie, Pharmazie |

Bienenkunde 30

· Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft |

Forschungszentrum für Umweltpolitik 64

Science Rallye

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Der Kreis der Infektionen: Gesundheit von Tier und Mensch

Logo des Sonderforschungsbereichs 852

SFB 852

Ernährung und intestinale Mikrobiota –

Wirtsinteraktionen beim Schwein

© Institut für Tierernährung

© J. Hirt

Tierernährung: Strategien für

gesunde Tiere und sichere Lebensmittel

Fachbereich Veterinärmedizin | Institut für Tierernährung

Kaninchen

Veterinär- und Humanmedizin

Die Tierernährung ist ein wichtiges veterinärmedizinisches Fachgebiet, das

sich mit Fragen der Ernährungsphysiologie, Fütterungskonzepten zur Verbesserung

der Tiergesundheit und mit dem damit verbundenen wichtigen

Aspekt der Lebensmittelqualität und Sicherheit von tierischen Produkten

beschäftigt. Die Tier gesundheit steht hierbei stets im Vordergrund der Betrachtungen.

Haus tiere müssen grundsätzlich so ernährt werden, dass ihr

Nährstoffbedarf in Abhängigkeit von Alter und Leistung gedeckt wird. Beim

Nutztier sind Fragen der Prävention von Erkrankungen, der Ökonomie und

Sicherheit von Milch, Fleisch und Eiern von großer Relevanz. Tiergerechtigkeit,

Auswirkungen auf die Umwelt und ethische Aspekte werden von der

Öffentlichkeit zunehmend kritisch diskutiert. Neben Fragen der konventionellen

Landwirtschaft sind zunehmend Besonderheiten alternativer Haltungssysteme

zu beachten. So erfordern die besonderen Bedingungen des

ökologischen Landbaus, verbunden mit einer erheblichen Restriktion beim

Einsatz von Futtermitteln, eine Optimierung der Nährstoffeffizienz bei

gleichzeitiger Sicherung der richtlinienkonformen Gewinnung tierischer

Erzeugnisse.

Besucher/-innen erhalten Einblick in spezifische Fragestellungen zur Erforschung

der adäquaten Ernährung von Tieren. Ein besonderer Schwerpunkt ist

die Frage der gesunden Ernährung beim Schwein. Es werden in einer ausführlichen

Präsentation verschiedene Futtermittel unter Einbindung aller für die

Futtermittel sicherheit relevanten Aspekte und ernährungsphysiologische Konzepte

für die Optimierung der Lebensmittelsicherheit gezeigt. Tierärzte stehen

zur Verfügung, um Fragen zur Fütterung von Tieren kompetent zu beantworten.

Programm

16.00–0.00 Präsentation und Rundgang

• Präsentation zum Thema Tierernährung

• Food Generations Systems UG: Nachhaltige Ernährung für Mensch und

Tier (Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den Ausgründungen der Freien

Universität: siehe auch Seite 107)

Ort: Königin-Luise-Straße 12–16, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/institute/we04/

12


Der Kreis der Infektionen: Gesundheit von Tier und Mensch

One Health – Bakterielle Infektions erreger auf ihrer Rundreise

zwischen Tier und Mensch

Fachbereich Veterinärmedizin | Institute für Mikrobiologie und Tierseuchen sowie für Tier- und Umwelthygiene

Campylobacter – durch Lebensmittel

übertragener Zoonoseerreger, der zu

Magen-Darminfektionen führen kann.

© Wikimedia Commons

16.00–0.00 Quiz und Spiele

• Interaktives Quiz: „Wer wird Mikrobiologe“ für große

und kleine Besucher/-innen

• Gewinnspiel: Teste Dein Wissen über bakterielle Infektionen

und deren Verursacher

• Quiz zu Tierhaltungssystemen und Bestimmungen des

Tier- und Verbraucherschutzes

16.00–0.00 Präsentation und Informationen

• Infotafeln zu den verschiedenen Tierhaltungen, Zoonosen

und antibiotikaresistenten Keimen in und um Tierställe

• Mikroskopieren von Bakterien und Pilzen

• Diagnostikstraße: „Von der Probe zum Befund: Wie eine Diagnose entsteht.“

• Multimedia in Form von Videos

• Vorstellen verschiedener Untersuchungsmethoden

zum Vorkommen von Keimen in der Luft

Ort: Königin-Luise-Str. 12–16, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/institute/we07/,

www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/institute/we10

Programm

Bakterien begegnen uns im Alltag auf Schritt und Tritt. Die meisten von ihnen

sind für unseren Körper und den unserer Haustiere harmlos, werden in manchen

Fällen sogar als Mitbewohner (Kommensale) benötigt. Als Infektionserreger aber

können sie für einen Großteil der Erkrankungen sowohl in der Human- als auch

Tiermedizin verantwortlich gemacht werden.

Häufig nehmen wir bakterielle Erreger über unsere Umwelt auf. Dies kann

einerseits über die Atmung oder die Nahrungskette geschehen, andererseits

über den Kontakt zu erkrankten Wild- oder Haustieren. Oftmals erscheinen

Tiere nicht krank, werden aber von Bakterien besiedelt, die zur „Normalflora“

ihrer Haut und Schleimhäute gehören. Trotzdem können solche, nicht augenscheinlich

kranken Tiere zur Weiterverbreitung der Erreger und sogar Infektion

des Menschen beitragen. Im umgekehrten Fall ist es möglich, dass sich unsere

Haustiere an einem erkrankten Familienmitglied anstecken und der Infektionserreger

zur Erkrankung des Tieres führt. Somit schließt sich der Kreis der Infektion

durch bakterielle Erreger, deren Rundreise zwischen Tier und Mensch

wir in diesem Jahr beleuchten wollen.

Wir möchten außerdem die Haltungsbedingungen der landwirtschaftlichen

Nutztiere wie Rinder, Schweine und Geflügel zeigen. Auch hier steht das Vorkommen

von Zoonoseerregern wie Salmonellen, Staphylokokken oder Campylobacter

bei gesunden Tieren im Fokus.

Zusammen mit dem Institut für Tier- und Umwelthygiene geben wir Antworten

auf viele Fragen zu den Themen, z. B.: Was ist eine Zoonose und welche Krankheiten

zählen dazu? Wie infiziert sich der Mensch mit solchen Erregern? Ist ein

Mensch, der keine Haustiere hält, sicher? Sind die Erkrankungen bei Tier und

Mensch gleich? Wie kann ich diese Bakterien nachweisen? Wie sieht ein Tierstall

von innen aus? Wie viele Tiere werden gehalten und wie viel Platz steht

ihnen zur Verfügung? – Angeboten wird ein vielfältiges Programm für Kinder

und Erwachsene.

13


Der Kreis der Infektionen: Gesundheit von Tier und Mensch

Veterinär- und Humanmedizin

Pillen

Forschen – Lehren – Helfen – Heilen

Charité – Universitätsmedizin Berlin | Campus Benjamin Franklin

Die Charité zählt zu den größten Universitätskliniken Europas. Hier forschen,

heilen und lehren Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

auf internationalem Spitzenniveau. Bei der Langen Nacht der Wissenschaften

können Sie am Campus Benjamin Franklin Einblicke in verschiedenste medizinische

Bereiche gewinnen.

Bitte beachten Sie für alle Vorträge und Führungen …

… auch die Informationstafeln vor Ort. Treffpunkt aller Führungen ist der zentrale

Informationsstand. Die Anzahl der Teilnehmer/-innen ist begrenzt, bitte tragen Sie

sich rechtzeitig in die ausliegenden Listen ein. Zur Barrierefreiheit der Führungen

erkundigen Sie sich bitte am zentralen Informationsstand.

© Burkhard Kleuser

Programm (wenn nicht anders angegeben, alle Veranstaltungen durchgehend von 16.00–0.00 Uhr)

Uhrzeit

Vorträge

Wie kommt der Schmerz in die Klinik? Anästhesie beschäftigt sich mit

Schmerzen, die bei Operationen auftreten. Die Frage jedoch, wie Schmerzen

in die Klinik kommen, hängt auch davon ab, wie chronische Schmerzen in

der Gesellschaft wahrgenommen werden. (Dr. W. Witte, mit Film, 75 Min.)

18.00–18.45 Das seltsame Kino im Kopf – wie unser Hirn Trugbilder erzeugt:

Die Augen liefern Bilder, doch was unser Hirn daraus

macht, ist manchmal überraschend. Dass wir dem Augenschein

nicht immer trauen sollten, können Sie in Hörsaalexperimenten

miterleben. (Prof. Dr. G. Curio, mit Experiment)

18.45–19.15 Wo die blauen Blitze heilen – Protonentherapie von Augentumoren:

Seit 15 Jahren werden mithilfe der Protonentherapie

Augentumore behandelt. Gewinnen Sie einen Überblick

über das gesamte Therapieverfahren und informieren Sie

sich ausführlich. Hinweis: Führungen durch die Protonentherapieanlage

und ein Infostand werden zur „Langen Nacht“

am Helmholtz-Zentrum Berlin (Hahn-Meitner Platz 1,

14109 Berlin) angeboten.

Uhrzeit Infostände

• Orthopädische Forschung: Gewebe – Zelle – Therapie? Knorpel- und Sehnenforschung.

Werfen Sie einen Blick durch das Mikroskop und erfahren

Sie mehr über Zellverhalten, Bandscheibendegeneration und Arthrose.

(mit Experiment)

• (Be)Atmung ist Leben! Lernen Sie Interessantes über die Funktion der

Lunge und erproben Sie die Einsatzmöglichkeiten eines Beatmungsgerätes.

(mit Experiment)

Berliner Leberring e. V.: Wir informieren über unsere Arbeit als Beratungsstelle

für Hepatitis-Betroffene und laminieren wieder Organspendeausweise.

18.00–21.30 Christoph 31: Werfen Sie einen Blick in und auf den Rettungshubschrauber

der Hauptstadt im ADAC-Hangar am

Campus Benjamin Franklin. (Nur möglich, wenn sich der

Hubschrauber nicht im Einsatz befindet!) Testen Sie Ihre

praktischen Fertigkeiten zur Wiederbelebung.

Workshop

Reanimationstraining für Jedermann: Nach einem Kreislaufstillstand ist

die Reanimation durch Ersthelfer besonders wichtig. Frischen Sie Ihre

Kenntnisse auf und üben Sie die richtige Technik.

14


Der Kreis der Infektionen: Gesundheit von Tier und Mensch

Uhrzeit

stündlich

16.00– 21.00

stündlich

17.00–23.00

17.30, 18.30,

19.30

Führungen

Ein bisschen Schmerz muss sein: Sie erfahren, was passiert,

wenn wir Schmerzen haben und wie unser körpereigenes

Schmerzkontrollsystem darauf antwortet. Testen Sie Ihre

Schmerzgrenze mit dem Fingerdrucktest und beobachten Sie,

wie Zellen auf schmerzhafte Reize reagieren! (jeweils 40 Min.)

Wenn der Darm undicht wird: Informieren Sie sich über aktuelle

Forschung zu entzündlichen Darmerkrankungen. (jeweils 45 Min.)

Das Schlaganfall-MRT. Einblicke in das Gehirn: Die Bedeutung

der Bildgebung – Besuchen Sie die Schlaganfallstation und erleben

Sie eine neue Dimension der Bildgebung durch das einzigartige

3Tesla-Schlaganfall-MRT. (jeweils 45 Min.)

Schmerzen und Spiritualität im kulturgeschichtlichen Kontext:

Infostand „Gibt es Veränderungen in der Schmerzwahrnehmung?“

Informieren Sie sich zum aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand.

Uhrzeit Vorträge

17.00–17.30

18.00–18.30

Veränderungen von Perspektiven im kulturgeschichtlichen Kontext

Psychologische Einflüsse von Spiritualität auf die

Schmerzverarbeitung

Die Psychiatrie stellt sich vor:

Uhrzeit Vorträge Referent

17.00–17.45

18.00–18.15

Schlaflos in Berlin: Woran erkennt man Schlafstörungen?

Wie kann man diese diagnostizieren? Welche therapeutischen

Möglichkeiten gibt es?

Was ist Schizophrenie? Erhalten Sie einen Einblick in

wesentliche Merkmale der Schizophrenie, einschließlich

Dr. M.-L.

Hansen

Dr. A.

Neuhaus

Diagnostik und Therapie.

20.00 Zwischen Mutterglück und Hilflosigkeit – das Gespenst der

postpartalen Depression: Hier erfahren Sie, was es mit dieser

rätselhaften Erkrankung auf sich hat, warum sie so gefährlich sein

kann und welche wichtigen Alarmzeichen es gibt.

Infostände

• Schlafen in Berlin: Informieren Sie sich über moderne Möglichkeiten in der

Schlafmedizin, über Schlaf und Schlafstörungen.

• Mutter-Kind-Behandlung in der Psychiatrie – eine Investition in die Zukunft:

Eine sichere Mutter-Kind-Bindung ist ein wichtiger Faktor für die spätere psychi sche

Stabilität eines Menschen. An unserem Infostand erfahren interessierte Be su cher/

-innen, warum unsere frühen Lebenserfahrungen so wichtig sind, welches die Störfaktoren

sind und wie die Eltern-Kind-Bindung gestärkt werden kann. Es besteht

die Möglichkeit zu einem kurzen Selbsttest: „Wie stabil ist meine Psyche?“

• Selbstverliebt oder Selbsthass?

Persönlichkeitstest und Experteninterview klären Sie auf.

• Wissenschaftliche Tätigkeit im neurobiologischen Labor der Psychiatrie:

Experten der klinischen Neurobiologie stellen ihre Arbeit vor.

• Stress und Kognition:

Probieren Sie Testverfahren zur Stressinduktion und Kog nitionstestung

aus und lassen Sie sich von uns informieren. (mit Experiment)

Erkennung und Behandlung des Darmkrebses:

Uhrzeit Präsentationen und Informationen

stündlich

16.30–23.30

17.30, 19.30,

21.30

18.00, 20.00,

22.00

20.00, 21.00,

22.00

Die Nadel im Heuhaufen. Auf der Suche nach Tumorzellen:

Wie findet man einzelne Darmkrebszellen inmitten von Millionen

Blutzellen und wie sehen sie aus? Finden Sie mit uns die Nadel im

Heuhaufen! – ab 12 Jahre (jeweils 20 Min.)

Moderne strahlentherapeutische Techniken: Ein wesentlicher

Schwerpunkt der modernen Strahlentherapie liegt auf der Vermeidung

von Nebenwirkungen. Unter fachkundiger Führung werden

die Behandlungsräume besichtigt, der aktuelle technische Standard

erläutert und wissenschaftliche Entwicklungen demonstriert.

(jeweils 45 Min.)

Keine Angst vor der Darmuntersuchung: Wir zeigen Ihnen,

was bei einer Darmspiegelung passiert. (jeweils 45 Min.)

Darmkrebsdiagnostik in der Kernspintomographie:

Wir demonstrieren Ihnen den Kernspintomographen und erläutern

Ihnen dessen Einsatz zur Darmkrebsdiagnostik. (jeweils 30 Min.)

• Endoskopie: Führen Sie an einem Modell selbst eine Magenspiegelung durch.

• Gemeinsam gegen die Entzündung: Das Kompetenznetz chronisch-entzündliche

Darmerkrankungen zeigt, wo Betroffene Hilfe finden.

• Spaziergang durch das Innere: Wie entsteht Darmkrebs, was kann man

dagegen tun? Erkunden Sie unser begehbares Darmmodell.

• Test your skills – auch Sie können operieren! An einem Simulator können grundlegende

Bewegungsabläufe und Geschicklichkeitsübungen absolviert werden, die

angehende Chirurgen meistern müssen, bevor Sie Patienten operieren dürfen.

15


Der Kreis der Infektionen: Gesundheit von Tier und Mensch

Veterinär- und Humanmedizin

Programm (wenn nicht anders angegeben, alle Veranstaltungen durchgehend von 16.00–0.00 Uhr)

• Hilfe zur Selbsthilfe: Erfahren Sie, wie Betroffene anderen Betroffenen

mit Darmkrebs und den Folgen helfen und welches Potenzial in Selbsthilfeorganisationen

liegt.

• Darmkrebsdiagnostik in der Computertomographie:

Wir informieren Sie über die Darmkrebsdiagnostik mithilfe der Computertomographie

und zeigen Ihnen anhand einer Computer-Workstation ausgewählte

Beispiele einer virtuell dargestellten Koloskopie und Dünndarmdiagnostik.

Film

Patientenfilm Darmkrebs: Informieren Sie sich umfassend zu allen Aspekten

der Darmkrebserkrankung ( Vorsorge, Diagnostik, Behandlung, Nachsorge)

in einem kurzen Film.

Uhrzeit Kinderprogramm

16.00–22.00 Teddybärkrankenhaus – ein studentisches Projekt an der

Charité: Hat Dein Teddy Bauchweh, ein Ohr verloren

oder sich das Bein gebrochen? Komm in unsere Kuscheltiersprechstunde.

Hier kannst Du mit uns zusammen

Deinen Liebling untersuchen und behandeln. Die Teddy-

Ärzte helfen Euch gern!

(Infostand und Experiment zum Mitmachen)

Mutter-Kind-Behandlung in der Psychiatrie – eine Investition in die

Zukunft: Kinder können an unserem Stand Interessantes über die

Mutter liebe und Brutpflege aus dem Reich der Tiere mit zahlreichen

anschaulichen Beispielen erfahren.

Ort: Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin

Eingang: Hauptgebäude, Westhalle

Bus-Shuttle: Buslinien 285 und M85 ab S/U-Bahn Rathaus Steglitz, alle

10–15 Minuten Bus-Shuttle ab Habelschwerdter Allee 45 ( ),

weiterfahrend zum GeoCampus Lankwitz

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.charite.de

Pharmazeutische Untersuchung

© Institut für Pharmazie

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Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

Wann fangen Steine an zu fließen?

Institut für Geographische Wissenschaften |

Angewandte Geographie, Umwelthydrologie und Ressourcenmanagement

© Mandy Baddack

Versuche in der hydraulischen Messrinne

Betrachtet man nach einem großen Hochwasser die Schäden an ufernahen Gebäuden

und Brücken, so fallen die tiefen Schrammen und eingerissenen Mauern

auf. Diese Beschädigungen sind nicht allein auf die Einwirkung des abfließenden

Wassers zurückzuführen. In den meist tiefergelegenen, flachen Auen kann man

nach einem Hochwasser vielfach große Ansammlungen von Sand, Kies und Steinen

finden. Diese Sedimente sind durch die Kraft des Wassers im Gebirge erodiert,

mit dem Wasser verfrachtet worden und schließlich in strömungsberuhigten Bereichen

liegengeblieben. Besonders die großen Steine sind es, die, wenn sie durch

die starke Strömung während eines Hochwassers transportiert werden, wie Geschosse

und Rammböcke gegen Hauswände und Brückenpfeiler geschleudert

werden und dabei die schweren Beschädigungen verursachen. Wasser- und Sedimenttransport

sind also untrennbar miteinander verbunden und es ist wichtig,

über ihr Zusammenspiel Bescheid zu wissen. Aber wie ist die Untersuchung der

Zusammenhänge möglich? Im Hochwasserfall ist das Wasser immer trübe vom

mitgeführten Sand und Lehm; man kann also nicht hineinsehen. Daher gibt es

hydraulische Messrinnen, in denen die natürlichen Hochwasserverhältnisse nachgebildet

werden können. Eine solche Messrinne befindet sich auf dem Campus

Lankwitz. Zwei starke Pumpen ermöglichen die Simulation der Hochwasser- und

Sedimenttransportvorgänge in einem Mittelgebirgsbach unter Klarwasserbedingungen.

So kann z. B. untersucht werden, welche Steine mit welcher Strömungsgeschwindigkeit

ins „Rollen und Fliegen“ gebracht werden. Ein Wettrennen der

Steine soll Licht ins Dunkel bringen.

Experimente für Kinder

Parallel zur großen Versuchsrinne können Kinder an einem Bachmodell selbst

untersuchen, ob und wie kleine und große Steinchen mit dem Wasser transportiert

werden. Dem Entdeckergeist sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das Wasser

Am Bachbett können Kinder nach Herzenslust experimentieren.

im Bach kann z. B. gestaut werden, um ein kleines Hochwasser entstehen zu lassen.

Wie verändert sich dabei der Transport der Steine? Werden mehr Steine transportiert,

wenn das Wasser schneller fließt? Rollen die Steine am Boden entlang oder

„fliegen“ sie durch das Wasser? Verändern sie sich dabei sogar? Und wie weit werden

die Steine eigentlich transportiert?

Darüber hinaus können Kinder an einem Auenmodell untersuchen, wie sich bei

einem Hochwasser der Bewuchs auf die Geschwindigkeit des fließenden Wassers

auswirkt. Fließt Wasser durch einen Auwald schneller oder langsamer? Welche Auswirkungen

hat dies auf den Sedimenttransport? Können Pflanzen in der Aue sogar

beim Hochwasserschutz helfen? Dieses und mehr kann an dem Modell untersucht

werden.

16.30–22.00 Experimente für Kinder

an einem Bachmodell

17.00, 19.00, 21.00, 23.00 Vorführung und Versuche (jeweils 30 Min.)

an der hydraulischen Messrinne

Ort: Malteserstraße 74–100, 12249 Berlin

Bus-Shuttle: ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83

bis Emmichstr., ab Habelschwerdter Allee 45 ( ) alle 10–15 Min.

Bus-Shuttle über Campus Benjamin Franklin ( )

Zeit: 16.30–0.00 Uhr b

Infos: www.geo.fu-berlin.de/geog/fachrichtungen/angeog/

Programm ( )

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Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

„Crossroads Asia“: Gesellschaftswandel

in Süd- und Zentralasien

Institut für Geographische Wissenschaften |

Anthropogeographie/Centre for Development Studies ( ZELF)

© Stefan Schütte, Juli 2009

Reisende auf dem Shewa Pass in Badakhshan

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Die Mitarbeiter/-innen des ZELF stellen Ergebnisse von Studien vor, die sie in

Ländern Süd- und Zentralasiens durchgeführt haben:

· Die Untersuchung zu Überlebensstrategien pastoraler Gruppen in Nordafghanistan

stellt die Frage nach den sich wandelnden Mobilitätsstrategien

und Zugangsmöglichkeiten zu Weideland.

· Konkrete Wirkungen von Entwicklungsmaßnahmen im Lokalen werden unter

dem Gesichtspunkt „Community-Driven-Development“ in Nordafghanistan

erforscht.

· Zudem wurden in einem anderen Projekt Wirkungen ziviler Konfliktbearbeitung

und Krisenprävention auf Dimensionen von Sicherheit in Afghanistan

untersucht.

· Am Beispiel und Ort eines Sufi-Schreins in Lahore (Pakistan) wird ermittelt,

wie einer der größten Schreine in Südasien vom Staat dazu genutzt wird, Islam

als nationale Religion zu definieren.

· Forschungen auf dem Hochplateau des Ost-Pamir (Tadschikistan) widmen sich

den wandelnden Strategien von Viehzüchtern nach dem Ende des sowjetischen

Modernisierungsprojekts und den Herausforderungen des globalen Wandels.

· Ein weiteres Forschungsprojekt stellt die Frage nach sozio-ökologischen Weidelandherausforderungen

im post-sozialistischen Kirgistan.

· Im Rahmen des interdisziplinären Kompetenznetzwerkes „Crossroads Asia“

werden Strategien von Bewohnern peripherer Hochgebirgsdörfer im pakistanischen

Karakorum und indischen Himalaya analysiert in Hinblick auf den

Zugang zu höherer Bildung in den Städten des Tieflands. Ein weiteres Projekt

des Netzwerks erforscht die Strategien von Kleinhandelsunternehmern im

Grenzgebiet von Kasachstan, Kirgistan und Xinjiang (VR China).

Fragen zu den einzelnen Projekten werden von den Mitarbeiter/-innen des ZELF

gern bei einer Tasse grünen Tees und Trockenfrucht-Knabbereien aus unserer

afghanischen Teeküche beantwortet.

Programm

16.00–23.00: (Raum 0.13)

Posterausstellung und Afghanische Teestube (mit Tee und Trockenfrüchten)

Ort: Malteserstraße 74–100, 12249 Berlin

Bus-Shuttle: ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83

bis Emmichstr., ab Habelschwerdter Allee 45 ( ) alle 10–15 Min.

Bus-Shuttle über Campus Benjamin Franklin ( )

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.geo.fu-berlin.de/ geog/fachrichtungen/anthrogeog/zelf/

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Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

© Fachrichtung Mineralogie-Petrologie

Australischer Opal im Dünnschliff (Ausschnitt einer versteinerten Muschel)

Minerale und Gesteine –

Materie der Erde und des Sonnensystems

Institut für Geologische Wissenschaften | Mineralogie-Petrologie

Durch Steine kann man nicht hindurchschauen – oder doch? Wenn sie dünn genug

geschliffen sind, wenige hundertstel Millimeter, dann sind die meisten Minerale

der Gesteine durchsichtig und oft unerwartet farbig. Lesen Sie gemeinsam

mit Geowissenschaftlern die Geschichte der Gesteine am Polarisationsmikroskop –

vom Meeresgrund in den Erdmantel und wieder hinauf ins Gebirge – oder gar

in die Stratosphäre. Andere Steine stammen gar nicht von der Erde, sondern sind

als Meteorite auf sie heruntergestürzt.

Bringen Sie Ihre Eigenfunde mit, aus dem Urlaub oder vom Flohmarkt. Erfahrene

Experten nehmen einfache Untersuchungen vor und erklären Ihnen Ihre Steine.

Umgeben sind wir dabei von der Schauausstellung der Minerale und Gesteine

an der Freien Universität Berlin, die kürzlich beträchtliche Ergänzungen in neuen

Schauvitrinen bekommen hat.

16.00–23.00 Experimente und Demonstrationen: Raum

Minerale und Licht

• Metamorphe und magmatische Gesteine im Dünnschliff

• Mineralerkennung im polarisierten Licht

• Mikro-Farbfoto vom Lieblingsgestein

Wir bestimmen Ihre Minerale

• Untersuchung mit Stereomikroskop und einfachen Tests

• Experten erklären Ihnen Ihre Fundstücke

16.00–23.00 Ausstellung: (OG)

112,

Mikroskopielabor

vor 112

Die Mineralogische Schausammlung der Freien Universität Berlin

• Ästhetische Präsentation von Mineralen und Gesteinen in Schauvitrinen

• Kenntnisreiche Mineralogen bieten kurze Führungen an.

Ort: Malteserstraße 74–100, 12249 Berlin

Bus-Shuttle: ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83

bis Emmichstr., ab Habelschwerdter Allee 45 ( ) alle 10–15 Min.

Bus-Shuttle über Campus Benjamin Franklin ( )

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.geo.fu-berlin.de/geol/fachrichtungen/geochemhydromin/

mineralogie/

Programm

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Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Was ist Geologie?

Institut für Geologische Wissenschaften | Sedimentologie

Phänomene unserer Erde, von ihrer Entstehung bis zu ihrer heutigen Entwicklung,

präsentieren wir Ihnen anschaulich und in spannenden Experimenten zum

Mitmachen für Jung und Alt.

16.00–0.00 Demonstrationen und Informationen

• Studium am Ende der Welt. Erdbeben, Vulkane und Kupfer: Berlin und Antofagasta,

Chile, sind geologisch wie zwei Enden eines Magneten: unterschiedlich,

aber voneinander abhängig. Deutsche und chilenische Stipendiaten unseres

DAAD-Austauschprogramms in Nordchile berichten Ihnen von der faszinierenden

Atacama-Wüste, geprägt von Erdbeben, Vulkanismus und Erzlagerstätten.

• Organisches Material in Gesteinen. Petroleum und Kohle: Erneuerbare Energien

sind der Weg in die Zukunft, aber der Energieverbrauch der Gegenwart liegt fest

in den Händen der fossilen Träger Öl, Gas und Kohle. Ihr weltweiter Verbrauch ist

steigend. Wir erläutern Ihnen an Handstücken und regionalen Beispielen unterschiedliche

Rohölsorten, Kohlegrade und wie Fracking funktioniert.

• Sand, Schleim und Sonne. Leben an den ältesten Stränden der Welt: Ist Leben

schwierig oder einfach zu erfinden? Wie, wann und wo bildeten sich die ersten

Mikrobenmatten? Welcher Atmosphäre waren sie ausgesetzt, und wie heiß waren

die Ozeane? Junge Wissenschaftler/-innen berichten Ihnen von ihrer spannenden

Arbeit an einigen der ältesten Gesteine der Welt im südlichen Afrika.

• Ketchup, Mayo und Senf. Viskosität, Thixotropie und Dilatanz: Sediment wird

über die Erdoberfläche als eine Mischung von Festkörpern, Wasser und gelösten

Mineralen verteilt. Je nach Zusammensetzung dieser Mischung entstehen

charakteristische Fließeigenschaften in Schlammströmen, Muren, Turbiditen,

die mit Küchenmaterial nachgestellt werden können. Das ist nicht nur lehrreich,

sondern macht auch Spaß!

16.00–0.00 Demonstrationen und Informationen

• Fallexperimente in Flüssigkeiten: Warum verteilen sich Sandkörner am Strand

und in Flüssen in Streifen und Rinnen? Sie werden nicht nur nach Größe,

sondern auch nach Dichte, Form und Oberflächenbeschaffenheit sortiert, was

manchmal zu überraschenden Ergebnissen führt.

• Die Erfindung der Tiere: Wissenschaftler des Instituts erklären Ergebnisse und

laufende Studien ihrer Geländearbeit in China, Kasachstan und in den heimischen

Laboren zur „kambrischen Explosion“, die in geologisch extrem kurzer Zeit eine

Vielzahl von Tierstämmen hervorbrachte und die Grundlage der modernen Biosphäre

schuf.

• Was ist Geologie? Geologie ist eine Nischendisziplin zwischen den „großen“

Naturwissenschaften, aber fundamental beteiligt an der Erforschung unseres

Planeten und am Aufbau und der Erhaltung unserer rohstoff- und wasserabhängigen

Zivilisation. Erfahren Sie von Studierenden und Professoren mehr über

Voraussetzungen zum Studium, Ausbildungsgang, Berufschancen und Karriereperspektiven.

• Warum das meiste Öl im Untergrund bleibt: Ob Rohöl an Kornoberflächen

haftet oder von ihnen abgestoßen wird, ist der wesentlichste Faktor, der den

Entölungsgrad („Recovery Factor“) von Erdöllagerstätten beeinflusst. Aber

wovon hängt diese Materialeigenschaft, die Benetzbarkeit, ab? Pipette, Mineraloberflächen,

Rohöle und eine Mikroskopkamera bringen uns auf die Spur.

• Geokino: Ausbildung in den Geowissenschaften findet nicht nur im Labor, Hörsaal

und Computerraum statt, sondern auch zu einem guten Teil in der Natur,

zum Teil in spektakulärer Umgebung. Das Geokino präsentiert in Filmen und

Standbildern die Highlights des letzten Jahres aus Natur und Labor.

16.00–0.00 Demonstrationen und Experimente

• Die Fließfadenrinne. Laminare und turbulente Strömung im Vergleich: Unsere

Fließfadenrinne zeigt Übergänge vom laminaren zum turbulenten und vom

schießenden zum strömenden Fließverhalten. Dies bestimmt, ob Wasser Sediment

erodieren, transportieren oder ablagern wird. Experimentieren Sie mit

Hindernissen und Objekten und versuchen Sie, die vier Zustände kontrolliert zu

verändern. (15 Min.)

• Textur und Mineralogie von Sanden. Schlüssel zum Verständnis der Erdoberfläche:

Die Zusammensetzung von Sanden, als „Allerweltsmaterialien“ oft unterschätzt,

ist keineswegs ein Zufallsprodukt. In jeder Handvoll offenbart sich das

spezifische Zusammenwirken von Erosionsgebiet, Transportprozessen, Klima,

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Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

16.00–0.00 Demonstrationen und Experimente

Tektonik, Biologie und Ablagerungsraum. Staunen Sie über exotische Sande

unter dem Mikroskop und bringen Sie Ihren eigenen „Feriensand“ zur Bestimmung

mit!

• Porosität und Permeabilität: Unzählbare mikroskopische Öffnungen in Sedimentgesteinen

beherbergen die Öl-, Gas- und Wasservorräte der Welt.

Wie entstehen sie, wie können wir ihre räumliche Verteilung vorhersagen,

und welche Eigenschaften haben die besten Reservoirgesteine? Prüfen Sie

Ihre Kenntnisse über Gesteine, die eigentlich Schwämme, und Schwämme,

die eigentlich Gesteine sind.

• Turbulentes Fließen in der Miniflume : Lawinenartige untermeerische Turbulenzströme

gehören zu den größten Massenbewegungen auf der Oberfläche

unseres Planeten. Sie können ohne Gefälle, angetrieben nur durch ihre Trägheit,

bis zu 1.000 km zurücklegen und dabei untermeerische Hügelkämme

überwältigen. Experimentieren Sie mit unseren „gezähmten“ Turbiditen in

unserer Zwei-Meter-Rinne! (20 Min.)

• Minerale und Gesteine zum Sammeln und Mitnehmen: So wie auch das spannendste

Buch aus Papier und Druckerschwärze besteht, ist die Kenntnis von

Mineralen und Gesteinen die Grundlage der Geologie. Prüfen Sie Ihr Wissen

an unserer Sammlung, nehmen Sie einige Gesteine und Minerale mit oder

legen Sie uns Ihre Garten- und Urlaubsgesteine zur Bestimmung vor.

• Rippelbildung in der Ringrinne: Eine ringförmige Fließrinne ist eine Endlosschleife,

in der sich die Wechselwirkung zwischen fließendem Wasser und der

Sediment oberfläche in einer kompakten Versuchsanordnung studieren lässt.

Erforschen Sie mit uns das Muster von Rippelbildung in Abhängigkeit wechselnder

Fließ geschwindigkeiten und Korngrößen.

• Vibrierende Sande: Wenn körniges Sediment transportiert wird, sortiert es sich

in vielfältiger Weise nach Korngröße. Dies gibt Rückschlüsse auf Transportprozesse

und die Sedimentationsumgebung. Experimentieren Sie mit uns auf

dem Rütteltisch mit Murmeln, Glaskugeln und natürlichen Korngemischen.

Vergleichen Sie die Ergebnisse mit natürlichen Gesteinen.

Ort: Malteserstraße 74–100, 12249 Berlin

Bus-Shuttle: ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83

bis Emmichstr., ab Habelschwerdter Allee 45 ( ) alle 10–15 Min.

Bus-Shuttle über Campus Benjamin Franklin ( )

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.geo.fu-berlin.de/geol/fachrichtungen/ geologie/

Programm ( , durchgehend)

Ein poröses Dolomitgestein mit Muschelresten

Die zirkuläre Fließrinne – Rippel und Dünen im Kreislauf

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© Fachrichtung Geologie


Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

Die Erde bebt in Lankwitz: Seismik und Seismologie

Institut für Geologische Wissenschaften | Geophysik

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Seismische Wellen breiten sich im Untergrund aus. Die Geschwindigkeiten, mit

denen sich diese Wellen ausdehnen, sind vom Material abhängig. An Materialgrenzen

werden die Wellen u. a. reflektiert und laufen dann zur Erdoberfläche

zurück, wo sie von Geofonen aufgezeichnet werden können. Durch die so übermittelten

Informationen ist es möglich, ein genaues Abbild des Untergrundes zu

erhalten. Dieses geophysikalische Messverfahren wird als Seismik bezeichnet.

Im Unterschied zur Seismologie werden bei seismischen Messungen künstliche

Quellen zur Erzeugung der Wellen verwendet. Diese Quellen werden dem gewünschten

Untersuchungsobjekt entsprechend gewählt und beinhalten so unterschiedliche

Methoden wie Sprengungen, Vibratoren und Hammerschläge.

Auf dem GeoCampus wird ein Versuch vorgestellt, bei dem ein Hammerschlag

als seismische Quelle dient und die Lage und Struktur des Grundwasserleiters

im Süden Berlins erkundet wird.

Programm

16.00–23.00 Experimente mit dem Hammerschlag

(Pavillon vor )

zur Erkundung des Berliner Grundwasserleiters

Ort: Malteserstraße 74–100, 12249 Berlin

Bus-Shuttle: ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83

bis Emmichstr., ab Habelschwerdter Allee 45 ( ) alle 10–15 Min.

Bus-Shuttle über Campus Benjamin Franklin ( )

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.geo.fu-berlin.de/geol/fachrichtungen/geophy/

Aufbau der Erde

© G. Kaufmann

22


Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

Fossilien – Ein Fenster in die

Entwicklung des Lebens und der Erde

Institut für Geologische Wissenschaften | Paläontologie

© J. O. Evers

© A. Kossler

Entdecken Sie die Welt der Fossilien in Experimenten und Präsentationen und

sehen Sie dabei, wie der Mensch die Erde verändert: ein interessantes Programm

für Kinder und Erwachsene gleichermaßen!

Fossilienschnecke

REM-Bild-Diatomee

Uhrzeit Zum Mitmachen und Wettbewerbe Raum

16.00–0.00

16.00–23.00

16.00–0.00

Jurassic Garden: Mit Hammer und Schutzbrille auf der

Jagd nach 150 Millionen Jahre alten Ammoniten und

anderen Versteinerungen aus der Dinosaurier-Zeit.

Wer siebt, der sieht! – das Gold der Paläontologen:

Sand sieben, Fossilien finden, bestimmen und mit

nach Hause nehmen.

Schnupperkurs zur Pollenanalyse: Unter Mikroskopen

werden Pollenpräparate von 125.000 Jahre alte

Pollen aus der letzten Warmzeit des Tagebaus Jänschwalde,

moderne Pollen und deren Herkunftspflanze

nebeneinander sowie Pollen im Honig untersucht.

Vorplatz

Platz zwischen

und

, Flur im

Hochparterre

16.00–21.00 Wettbewerb (Park- und Rasenfläche des GeoCampus)

„Geocaching“: Mach Dich bereit für eine abenteuerliche Schatzsuche – löse spannen de

Rätsel rund um geowissenschaftliche Fragestellungen, um zum Ziel zu kommen.

17.00, 18.00, 20.00 Präsentationen (jeweils 20 Min., – Raum 030)

Die Fossilien der Menschenzeit – wie der Mensch die Geologie verändert:

Der Mensch hat die Erde stärker als alle Naturgewalten zusammen verändert.

Wie wir dennoch in Zukunft so leben können, dass die Erde noch funktioniert,

erläutert Prof. Leinfelder anhand von Comics.

19.00, 22.00 Film (jeweils 45 Min., – Raum 030)

Klimawandel auf dem Dach der Welt – Einsteins Erben und das Rätsel von Ladakh:

45-min. ZDF-Dokumentation einer Expedition zur Erforschung des Klimawandels,

mit anschließender Diskussion.

Mikropaläontologie-Programm

stündlich 17.00–22.00 Zum Mitmachen

(jeweils 30 Min., – Hochparterre, Besprechungszimmer D.012)

Fossiler Mikrokosmos: Unter dem Binokular wird die Welt der fast unsichtbaren

Mikrofossilien in verschiedenen Sedimentproben entdeckt. Eine Präparatorin

hilft beim Bestimmen und Überführen der Funde in Mikrozellen für den Transport

nach Hause. (ab 10 Jahre)

stündlich 17.00–23.00 Demonstration und Workshop

(jeweils 20 Min., – Raum D.007)

Rasterfahndung in den Mikrokosmos: Am Rasterelektronenmikroskop kann die

faszinierende Lebewelt der Vor- und Jetztzeit hochauflösend bestaunt werden.

Max. 8 Personen. (ab 10 Jahre)

17.30, 18.30, 20.30 Vortrag mit Präsentation

(jeweils 20 Min., – Raum 030)

Ein Mikrokosmos in einem Gesteinsbruchstück: Bereits zentimetergroße Gesteinsbruchstücke

können einen erstaunlichen Blick in die Welt der Mikrofossilien

eröffnen. Es werden typische Vertreter dieser Gruppe vorgestellt und deren

Bedeutung und Anwendung in der Paläontologie erläutert. (ab 10 Jahre)

Ort: Malteserstraße 74–100, 12249 Berlin

Bus-Shuttle: ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83

bis Emmichstr, ab Habelschwerdter Allee 45 ( ) alle 10–15 Min.

Bus-Shuttle über Campus Benjamin Franklin ( )

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.geo.fu-berlin.de/geol/fachrichtungen/pal/

Programm

23


Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

Per Anhalter durch unser Sonnensystem

Institut für Geologische Wissenschaften | Planetologie und Fernerkundung

© ESA/DLR/FU-Berlin (G. Neukum)

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Unter diesem Motto laden wir Sie herzlich ein, ferne Welten zu entdecken.

Die Forscher stellen Ihnen aktuelle Weltraummissionen vor und geben Einblicke

in ihre Forschung zur Entwicklung der Planeten. Präsentiert werden 3-D-Filme,

Bilder und Informationen zum Nachbarplaneten Mars, dem Saturn und seinen

Monden sowie zu Kleinkörpern und Asteroiden in unserem Sonnensystem.

Programm ( – 2. OG)

16.00–20.00 Familienprogramm zum Thema

16.00–23.00 Ausstellungen und Präsentationen

• 10 Jahre Mars Express: Eine Mission zum roten Planeten und seinen Monden

• Saturn und seine Trabanten – unterwegs mit der Raumsonde Cassini-Huygens

• Dawn: Mission in den Asteroidengürtel

• Meteoriten: Gefahren aus dem Weltall

16.00–23.00 3-D-Bilder- und 3-D-Filmvorführungen

von Mars, Saturn und den Asteroiden

Ort: Malteserstraße 74–100, 12249 Berlin

Bus-Shuttle: ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83

bis Emmichstr., ab Habelschwerdter Allee 45 ( ) alle 10–15 Min.

Bus-Shuttle über Campus Benjamin Franklin ( )

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/planeten

Eis und Schnee am Marsnordpol: Farbaufsicht, aufgenommen von der HRSC-Kamera

auf der ESA-Sonde Mars Express

Junge Forscher bei der Erkundung von Planeten

© Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung

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Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

Sturm „Anatol“, 3.12.1999

Meteorologie in Berlin

zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Institute für Meteorologie und Weltraumwissenschaften

Meteorologische Forschung zu Beginn des 21. Jahrhunderts sucht Antworten auf

die drängenden Fragen der Gesellschaft nach der Entwicklung zukünftiger

Witterungs- und Klimaverhältnisse. Dazu ist es notwendig, den aktuellen Zustand

des Klimasystems so genau wie möglich zu erfassen. Von einer lokalen, aktuellen

Messung klima- und wetterrelevanter Größen, über die Analyse in Wetterkarten

bis hin zur Modellierung mit komplexen Klimamodellen auf einer globalen Skala

ist es notwendig, Informationen zusammenzutragen und auszuwerten.

Das Berliner Institut für Meteorologie ist mit seiner langen Erfahrung und

seinen aktuellen Forschungsschwerpunkten auf allen relevanten Problemkreisen

dieser Thematik in Forschung, Lehre und synoptischer Tätigkeit aktiv. Sie haben

die Möglichkeit, einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche am Institut

zu bekommen. So können Sie neben dem Besuch der meteorologischen Beobachtungsstation,

die im operationellen Dauerbetrieb läuft, auch Informationen aus

unterschiedlichen Forschungsprojekten sammeln. Diese behandeln u. a. Themen

wie meteorologische Extremereignisse, Klimaprognosen für die nächsten zehn

Jahre und Entwicklung der Luftqualität.

© Institut für Meteorologie

Uhrzeit

16.00–0.00

jeweils 15 Min.

16.00–0.00

jeweils 15 Min.

stündlich

16.00–0.00

jeweils 30 Min.

16.00–22.00

jeweils 15 Min.

16.00–0.00

jeweils 30 Min.

im 45-Min.-Takt

stündlich

16.00–0.00

jeweils 15 Min.

16.00–20.00

jeweils 15 Min.

16.00–0.00

jeweils 20 Min.

Präsentationen, Informationen,

Ausstellungen, Führungen

Berliner Wetterkarte – Turm-Quiz – Wettervorhersage:

Überblick über Daten, Unterlagen

und Hilfsmittel für eine professionelle Wettervorhersage

und Quiz über klimatische Gegebenheiten

von Berlin. (Präsentation, Quiz)

Studentische Projekte: Wetterbeobachtung,

Aktion WetterPate, Wetter Informationsdienst

WInD: Vorstellung von Projekten, die

Studierende am Institut für Meteorologie

durchführen. (Präsentation)

Erstellung Ihrer eigenen Wettervorhersage

am Meteorologenarbeitsplatz: Nutzung des

originalen Wettervorhersagesystems „NinJo“

des Deutschen Wetterdienstes. (Demonstration)

Meteorologische Messungen im Wandel der

Zeit: Erklärung der Funktionsweise der ausgestellten,

alten Messgeräte. (Führung, Ausstellung)

Zecken in der Stadt – Ticks and the City: Experiment

zur Wetterabhängigkeit von Zecken,

Film über Entwicklung der Zecken und Übertragung

von Krankheitserregern. (Informationsstand

mit Experiment, Ausstellung, Poster)

• Dokumentarfilm „Die Zecke Ixodes ricinus

und die Lyme-Krankheit“

Meteorologische Informationssysteme – Film

terra3d: Präsentation der Visualisierung von

Wetterinformationen und ihre Aufbereitung für

mediale Zwecke. (Präsentation)

Messwiese – meteorologische Messungen:

Erklärung der Messweise meteorologischer

Daten und Vorführung der Geräte auf der

Messwiese. (Führung)

MiKlip – Mittelfristige Klimaprognosen:

Herausforderung, das Klima der nächsten

zehn Jahre vorherzusagen, und Möglichkeiten

aus solchen dekadischen Vorhersagen.

(Präsentation, Poster)

Raum

Turm, 6. OG

Turm, 6. OG

Turm, 2. OG,

PC-Raum

Turm, 2. OG,

Raum 211

Turm, 2. OG,

Raum 212

Turm, 2. OG,

Raum 211

Turm, 2. OG,

PC-Raum

Wiese vor dem

Hörsaal

Altbau,

PC-Raum

Programm (geeignet für Kinder, Schüler/-innen und Erwachsene)

25


Erde, Klima, Umwelt stets im Wandel: Geowissenschaftliche Forschung zu Erde und Weltraum

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Programm (geeignet für Kinder, Schüler/-innen und Erwachsene)

Uhrzeit

16.00–0.00

16.00–0.00

16.00–0.00

jeweils 15 Min.

Präsentationen, Informationen,

Ausstellungen, Führungen

Medienmeteorologie: Wie werden komplexe

und komplizierte Aussagen an Nicht-

Fachleute vermittelt? Dies wird vorgestellt

und mit unterhaltsamen Demonstrationen

verbunden. (Präsentation)

Geo.X – Koordinierungsplattform der

Geowissenschaften in Berlin und Potsdam:

Bündelung der geowissenschaftlichen

Kompetenz der Region Berlin und

Potsdam und Vernetzung mit weiteren

Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaf -

ten. Arbeit an Lösungsstrategien für das

Management des Systems Erde – Mensch.

(Poster, Flyer)

Meteorologiestudium an der Freien

Univer sität Berlin: Die Mentoren geben

Informationen zum Studiengang Meteorologie.

(Infostand)

Raum

Turm, 1. OG

Uhrzeit Kinderprogramm Raum

16.00–20.00

jew. Experiment

15–30 Min.

16.00–20.00

jeweils 20 Min.

EarthLab: Experimente zur Beantwortung

von Fragen aus der Welt der Klima- und

Umweltforschung.

Kids-Tour über die Messwiese: Schüler/ -

innen führen und begleiten Kinder über

die meteorologische Messwiese, wo selbst

Wetterdaten gemessen werden können.

Uhrzeit Vorträge (Altbau, Hörsaal, Raum 041,

jeweils 30 Min. und 10 Min. Diskussion)

16.30 Der indische Monsun im Wandel der

letzten 10.000 Jahre

17.15 Wird das Ozonloch kleiner?

18.00

18.45

Entwicklung der Luftqualität in Europa:

Erfolge und Herausforderungen

Umweltbeobachtungen aus dem All

Altbau, Gang

Altbau, Gang

Turm, 1. OG,

EarthLab

Start: Turm, 1. OG,

EarthLab

Referent

Dr. S. Polanski,

B. Fallah

Prof. Dr. U.

Langematz

S. Banzhaf,

Prof. Dr. P. Builtjes

Prof. Dr. J. Fischer

Sturm „Kyrill“, 18.1.2007

Uhrzeit Vorträge (Altbau, Hörsaal, Raum 041,

jeweils 30 Min. und 10 Min. Diskussion)

19.30

20.15

21.00

21.45

Meteorologische Extremereignisse in Europa und

ihre Auswirkungen

40 Jahre Wettersatellitendaten über Europa

Die physikalischen Grundlagen der Wirbelbewegungen

in der Atmosphäre

Von der Wetterbeobachtung zum Wetterbericht

im Fernsehen

Referent

Prof. Dr. U. Ulbrich

Dr. H. Billing

PD Dr. P. Nevir

Dipl.-Met. T.

Dümmel

Ort: Schmidt-Ott-Straße 13, 12165 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.geo.fu-berlin.de/met/,

www.userpage.fu-berlin.de/~geoiss/de/home.html

© NinJo, DWD, Institut für Meteorologie

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Mikrowelten, städtebauende Bakterien, soziale Amöben, hochentwickelte Insekten und Kaffeegenuss: Biowissenschaften und Botanik

Bakterielle Biofilme –

Die Mikrowelt in und um uns

Institut für Biologie | Mikrobiologie I

© Serra und Hengge

© Richter und Hengge

Biofilme

Die Arbeitsgruppe Prof. Regine Hengge – Mikrobiologie I zeigt bakterielle Biofilme

in einer 3-D-Show. Setzen Sie eine 3-D-Brille auf und tauchen Sie ein in die

faszinierende Welt der Mikroorganismen!

Sie sind praktisch überall: Riesige Kolonien schleimabsondernder Bakterien, die

bakterielle Städte im Mikromaßstab bauen. Orte mit komplexer Architektur, mit

eigenen Versorgungsstraßen und mit einem ausgeklügelten Kommunikationsnetz,

die von sesshaften und wandernden Zellen mit grundverschiedenem Lebensstil

bewohnt werden. Beide zusammen bilden im regen Austausch miteinander

einen multizellulären Biofilm, der sie mit schützendem Schleim umgibt, sodass

ihre Bewohner selbst gegen Antibiotika und Desinfektionsmittel gefeit sind.

Diese schleimigen Gesellen verursachen Kosten in Milliardenhöhe, denn ihr

Schleim führt zu mannigfaltigen technischen und medizinischen Schwierigkeiten.

Biofilme verstopfen z. B. Wasserleitungen, stören in Kläranlagen und behindern

die Schifffahrt, wenn sie auf Schiffsrümpfen wachsen und so den Wasserwiderstand

erhöhen. Daneben sind sie ein gefürchtetes medizinisches Problem, weil

sie Katheter bewachsen, sich in Wunden einnisten können und wegen ihrer

Antibiotikaresistenz zu kaum behandelbaren chronischen Infektionen führen.

Uhrzeit

19.20–0.00

19.20

16.00–0.00

Ort:

Vortrag, 3-D-Show und

Live-Demonstration

3-D-Show

Einführung durch Frau Prof. Dr. R. Hengge

Live-Demonstration bakterieller Biofilme

Königin-Luise-Straße 12–16, 14195 Berlin

Raum

Großer Hörsaal

Großer Hörsaal

Foyer

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.bcp.fu-berlin.de/en/biologie/arbeitsgruppen/mikrobiologie/

ag_hengge

Programm

27


Mikrowelten, städtebauende Bakterien, soziale Amöben, hochentwickelte Insekten und Kaffeegenuss: Biowissenschaften und Botanik

Was sind Amöben?

Institut für Biologie | Mikrobiologie II

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Fruchtkörper einer

sozialen Amöbe

© Sascha Thewes

Amöben – was sind das?

Amöben kommen in vielen Bereichen der Natur vor. Aber was sind Amöben

eigentlich? Können Amöben sozial sein? Können Amöben krank machen?

Was haben Amöben mit Unternehmensführung zu tun? Und wie kann ich

Amöben erforschen? Antworten auf all diese Fragen erhalten Sie bei uns.

Weiterhin können Sie Amöben selbst betrachten, sie „ärgern“, ein Amöben-

Diplom bekommen und das Amöbenspiel spielen.

Die synthetische Gesellschaft

Der Paradigmenwechsel, der zurzeit in der Biologie Einzug hält, gibt Anlass,

sich auf kultureller Ebene damit auseinander zu setzen, was technisch schon

machbar ist. Das menschliche Eingreifen und die Herstellung von syntheti -

schem Leben werden anhand von digitalen Bildern visuell nachempfunden.

„Was passiert, wenn Ingenieurwissen auf Organismen angewendet wird?“

Programm (Foyer, kleiner Hörsaal)

16.00–0.00 Experimente und Demonstrationen zum Thema Amöben

• Wie sehen Amöben aus?

• Wie kann man Amöben „ärgern“?

16.30, 18.30, 20.30 Amöben – was sind das? (jeweils 30 Min.)

Kurzvortrag mit anschließendem Film zum Thema Amöben

Kinderprogramm

• Spielt das Amöbenspiel.

• Macht ein Amöbendiplom.

16.00–0.00 Die synthetische Gesellschaft (Foyer)

Vorstellung des Grafikdesignprojekts

16.00–0.00 durakult GmbH

Neue Mikroorganismen für die Herstellung von Lebensmitteln – ganz ohne

Gentechnik. Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den Ausgründungen der

Freien Universität: siehe auch Seite 107

Außerdem: kleiner Imbiss

Ort: Königin-Luise-Straße 12–16, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.biologie.fu-berlin.de/arbeitsgruppen/mikrobiologie/

28


Mikrowelten, städtebauende Bakterien, soziale Amöben, hochentwickelte Insekten und Kaffeegenuss: Biowissenschaften und Botanik

Biotechnologie mit Meeresbakterien/

Besiedelte Gesteine

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung |

Fachbereich 4.1 – Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen

Institut für Biologie und Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung |

Abteilung Material und Umwelt

Salzsee in Paraguay. Die Zahl

der Mikroorganismen ist so

hoch, dass das Wasser durch

ihre Pigmente rot gefärbt ist.

© D. Oesterhelt, MPI für

Biochemie, Martinsried und

H.J. Kunte, BAM, Berlin

Fachbereich 4.1 –

Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen

Meeresbakterien fühlen sich in konzentrierten Salzlaken oft pudelwohl. Obwohl

sich die Bakterien im Wasser befinden, sind solche Standorte „trocken wie ein

Keks“. Wie schaffen es Lebewesen, in einer solchen Umwelt zu überleben? Bringen

Sie Meeresbakterien zum Leuchten und lernen Sie die biotechnologische Anwendung

dieser Bakterien kennen.

Abteilung Material und Umwelt

Stein-, Dach- und Wandbesiedler: Der Widerspenstigen Zähmung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Gebäudeoberflächen manchmal mit

einem grauen, grünlichen oder schwarzen Schleier überzogen sind? Wer verfärbt

diese Oberflächen und wie kann man aus dieser Kenntnis einen Nutzen für die

Denkmalpflege und Baubranche ziehen? Letztendlich erklären wir dem Publikum,

womit sich die Steinläuse in Wirklichkeit ernähren.

Was sind Stein-Mikroben? Was stellen sie mit den Gesteinen an, die sie bewohnen?

Welche Auswirkungen haben sie auf Monumente? Erfahren Sie mehr über

diese allgegenwärtigen, wenn auch noch nicht sehr populären Lebenskünstler. Hier

kann man die kleinsten Vertreter der Baubranche besser kennen lernen: winzig

kleine Mikroorganismen, die verschiedene Materialien angreifen und schädigen

können, aber gleichzeitig die Bildung von fruchtbaren Böden ermöglichen.

Zudem wird ein Einblick in das Zusammenleben einer einfachen Gesteins-WG

gegeben: ein grünes Cyanobakterium und ein schwarzer Pilz, die sich gegenseitig

helfen, ihre nährstoffarme Unterlage dauerhaft zu besiedeln. Auch eine „mikroskopische“

Exkursion wird angeboten: die Besucher/-innen können mittels eines

Video-Mikroskops tiefer in die Welt der Stein-Mikroben eintauchen.

Fachbereich 4.1 – Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen

18.00–0.00 Vortrag zum Thema (alle 2 Stunden, jeweils 20 Min., Prof. Dr. H. J. Kunte)

Abteilung Material und Umwelt

Projekt Stein-, Dach- und Wandbesiedler: der Widerspenstigen Zähmung

Mikrobieller Bewuchs auf Wänden, Dächern und Denkmälern wird vor

Ort und in Labordemonstrationen gezeigt. Die Steinlaus kann auf diesen

Gesteinsbiofilmen grasen!

19.00 Interaktiver Vortrag (15 Min.)

zur Präsentation „Stein-Mikroben“ (Dr. A. Gorbushina)

16.30–0.00 Demonstrierte Objekte, Informationsstand (Foyer)

besiedelte Gesteine (Vergleich „vorher/nachher“)

16.30–0.00 Posterpräsentation (Foyer)

„Materialangriff durch Mikroben“ und „Gesteins-WG“

16.30–0.00 Zum Mitmachen (Foyer)

Mikroskopie von besiedelten Gesteinen und von Präparaten von Stein-Mikroben

Ort: Königin-Luise-Straße 12–16, 14195 Berlin

Zeit: 16.30–0.00 Uhr b

Infos: www.bam.de/

Programm

29


Mikrowelten, städtebauende Bakterien, soziale Amöben, hochentwickelte Insekten und Kaffeegenuss: Biowissenschaften und Botanik

Kleine Hirne ganz groß

Institut für Biologie | Neuro- und Verhaltensbiologie

Ökologische und wirtschaftliche

Bedeutung der Honigbiene

Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie | NatLab Bienenkunde

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Fruchtfliege Drosophila melanogaster

Sie wollten schon immer einmal sehen, was im Nervensystem von Insekten los

ist, wenn sie fliegen, laufen, Farben sehen, riechen, lernen oder Entscheidungen

treffen? Dann kommen Sie zu uns in die Neurobiologie. Wir zeigen Ihnen, welche

Künste Insekten mit ihrem kleinen Nervensystem machen können, wie wir das

messen und ihr Verhalten registrieren. Unsere Lieblingstiere sind Fruchtfliegen,

Heuschrecken, Tabakschwärmer und Bienen.

Programm

© B. Brembs

Biene

16.00–19.00 Präsentation

von verschiedenen Insekten (Königin-Luise-Str. 28–30: Garten)

19.00–22.00 Vortrag (stündlich, jeweils 30 Min.)

Kleine Gehirne und ihre Leistungen (Königin-Luise-Str. 24–26: Seminarraum 06)

Ort: Königin-Luise-Straße 24–26 und 28–30, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.neurobiologie.fu-berlin.de

© NatLab Bienen

Honigbienen sind besonders wertvoll für die Landwirtschaft, ihre Bestäubung

hat positiven Einfluss auf die Qualität und Menge des Ertrags. Sie steigern den

Ertrag bis zu 80 % bei Birnen, 70 % bei Äpfeln, 50 % bei Sonnenblumen, 90 % bei

Rotklee und 30 % bei Raps. Raps ist z. B. eine wichtige Pflanze für die Gewinnung

alternativer Kraftstoffe und die Senkung des CO ²

- Ausstoßes. Für eine gute Bestäubung

von Raps werden 3 Völker/ha benötigt. Dann kann der Landwirt mit

einer Steigerung der Ernte um ca. 1 t und mit 350 €/ha rechnen – und dies ohne

zusätzlichen Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln! Der Beitrag der

Honigbienen für unsere Umwelt und uns Menschen ist jedoch stark gefährdet.

In Deutschland sind die Völkerzahlen in den letzten 15 Jahren um etwa 45 %

gesunken. Die Gründe hierfür sind Bienenkrankheiten, wie die Varroa, und der

Rückgang der Imkerzahl. Für unsere ökologische und wirtschaftliche Zukunft

sind die Honigbienen ein wichtiger, aber gefährdeter Erfolgsfaktor.

Programm (EG, Seminarraum rechts)

16.00–23.00 Demonstrationen

• Honigbienen – als beste Bestäuberinnen

• Bienen- und Hummelvolk im Beobachtungsstock

• Geburt von Drohnen und Arbeiterinnen – Junge Bienen zum Anfassen

• Lebendige Varroamilben

• Verkostung mit Bienenprodukten – Pollen, Honig (15 Min.)

16.00–23.00 Infotafeln „Bienen und Bienenforschung“

Kinderprogramm

Mit unseren kleinen Besucher/-innen basteln

wir summende Bienen! (30 Min.)

Ort: Fabeckstraße 34–36, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

30


Mikrowelten, städtebauende Bakterien, soziale Amöben, hochentwickelte Insekten und Kaffeegenuss: Biowissenschaften und Botanik

Faszination Falter – Seidenspinner in nächtlicher Mission

Institut für Biologie | Didaktik der Biologie

Wie revolutioniert ein Schmetterling die Welt? Warum sind die Entwicklungsstadien

des Seidenspinners so einzigartig? Welche Rolle spielen Pheromone im

Leben des Seidenspinners?

Begegnen Sie einem der ältesten Haustiere des Menschen – dem echten Seidenspinner.

Wir entführen Sie dabei in eine Welt, in der unterschiedliche Wissenschaftsbereiche

zueinander finden. In unseren Mitmachversuchen können

Interessierte aller Altersstufen den Seidenspinner auf vielfältige Art und Weise

erforschen. Besonders Mutige können den echten Seidenspinner auch persönlich

kennen lernen. Beobachten Sie den Seidenspinner unter dem Binokular und

entdecken Sie, was es mit den „hairy babies“ auf sich hat. Begeben Sie sich mit

uns auf die Spuren der Jahrtausende alten „Seidenstraße“, vorbei an dichtbewachsenen

Maulbeerbäumen und erfahren Sie, warum 1 + 1 = 500 ist.

© Didaktik der Biologie

16.00–0.00 FU.MINT. Präsentationen und Aktivitäten zum Mitmachen

(für Kinder und Schüler/-innen geeignet)

• Untersuchungen mit Lupe, Binokular und Mikroskop

• Plakate

• Lernspiele

• Kurzfilm

Wer einen USB-Stick mitbringt, kann selbst angefertigte Fotos mit nach Hause nehmen.

Ort: Königin-Luise-Straße 12–16, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.bcp.fu-berlin.de/biologie/arbeitsgruppen/didaktik/

Programm

Der echte Seidenspinner (Bombyx mori) und sein Kokon auf einem Maulbeerblatt

31


Mikrowelten, städtebauende Bakterien, soziale Amöben, hochentwickelte Insekten und Kaffeegenuss: Biowissenschaften und Botanik

© I. Haas

© Gesche Hohlstein

Führung im Herbar

Montage von Herbarbelegen

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Nächtliche Gewächshäuser

32

Botanik to go –

Expedition in die Welt der Pflanzen

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

Der drittgrößte Botanische Garten und eines der größten botanischen Forschungszentren

der Welt öffnen ihre Türen und bieten einen spannenden Einblick in die

Arbeit von Botanikern und Gärtnern. Die pflanzliche Artenfülle unseres Planeten

gibt es zu erforschen im Garten, Herbarium, Museum und im Internet. Zu erleben

ist eine Nacht der Pflanzenforschung mit speziellen Kinderangeboten und vielfältigen

Präsentationen, Vorträgen, Workshops und Führungen durch die Ausstellungen

und Sammlungen vor und hinter den Kulissen.


Mikrowelten, städtebauende Bakterien, soziale Amöben, hochentwickelte Insekten und Kaffeegenuss: Biowissenschaften und Botanik

Uhrzeit

16.30–20.30

16.30–23.30

18.00–0.00

Uhrzeit

16.30

60 Min.

17.00, 18.30,

20.00

jeweils 45 Min.

stündlich

17.30–22.30

jeweils 30 Min.

stündlich

18.00–23.00

jeweils 60 Min.

Kinderprogramm

Kinderkaffee – Kinderprogramm zur Ausstellung

„Kaffee. Ein globaler Erfolg“: Offenes Angebot mit Spiel stationen

für Kinder ab 5 Jahren. Kaffeetüten stempeln, arabischen Schriftzug

für Kaffee malen, Kaffeearomen beim Aromaspiel riechen und vieles

mehr. (Spiel)

Web-Chamisso-Quiz der Bibliothek für Kinder ab 12 Jahren: Wer

alle Fragen zum berühmten Botaniker und Schriftsteller Adelbert

von Chamisso richtig beantwortet, bekommt ein Diplom verliehen.

(Quiz)

Wie entsteht ein Herbarbeleg? Kinder können Pflanzen

montieren und lernen, wie man ein eigenes Herbarium anlegt. (Präsentation

und Station im Anschluss an die Herbarführung)

Führungen

Heil-, Gift- und Zauberpflanzen: Wirkungsweise, Inhaltsstoffe und

Anwendung von Heilpflanzen werden vorgestellt sowie

Mythen, die sich seit alten Zeiten um diese Pflanzen ranken. Die magisch-religiösen

Vorstellungen von Zauberpflanzen, die den Volksglauben

unserer Ahnen prägten, geben einen kleinen Einblick in den Drogenschatz

der Antike. Riechen, anfassen und schmecken von

Kräutern sollen die visuelle Wahrnehmung

unterstützen (max. 30 Pers.)

Was heißt denn hier eigentlich bedroht? Pflanzenarten von Mexiko

bis Brandenburg am Vorabend ihres Verschwindens:

Woher wissen wir, welche Tiere und Pflanzen um uns herum gefährdet

oder vom Aussterben bedroht sind? Gibt es einen

Unterschied zwischen „selten“ und „bedroht“? Fachgutachten wie die

Roten Listen geben uns die Antwort. Begeben Sie sich mit uns auf eine

Reise von weltweit bedrohten Arten bis hin zu regionalen Raritäten

und entdecken Sie, wozu Rote Listen

gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze gut sind, wie sie erstellt werden

und wie Sie sie nutzen können. (max. 20 Pers.)

Kaffee. Ein globaler Erfolg: Führung durch die

Sonderausstellung mit den Ausstellungskuratoren.

Die botanische Schatzkammer – Führung ins Herbarium:

Das Berliner Herbarium ist eines der größten weltweit. 3,5 Millionen

Pflanzen werden für die Nachwelt konserviert und in aktueller

Uhrzeit Führungen

Forschung verwendet. Die ältesten Belege sind von 1700 und

Belege der Expeditionen von Humboldt, Chamisso oder den

Cook’schen Weltumsegelungen zählen mit zu den berühmtesten.

Im Anschluss lernen Sie die Herbarmontage und Digitalisierung

für das Virtuelle Herbarium kennen. (max. 12 Pers.)

20.00, 21.30. Auf nächtlicher Entdeckungsreise durch die Pflanzenwelt

23.00 der Tropen und Subtropen: Führung durch die Gewächshäuser

jeweils 60 Min. mit dem Kustos.

Uhrzeit Präsentationen und Workshops

17.00, 19.00, Vom Wald ins Netz – live dabei. Begleiten Sie einen Biologen

21.00 live beim Arbeiten: eine Pflanze sammeln, einen Herbarbeleg

jeweils 60 Min. davon anfertigen, den Beleg in die Datenbank eingeben, eine

Georeferenzierung des Beleges anfertigen, eine Silikaprobe

für die DNA-Untersuchung abnehmen … Sie lernen die vielen

Arbeitsschritte für das große Ziel kennen, die Pflanzenvielfalt

zu erfassen (max. 15 Pers., Präsentation)

16.30–23.30 Bibliophile Expedition: Alte und neue Literatur zum Thema

„Expeditionen“ und Literatur selbst durchblättern, mit Quiz.

(Präsentation, Quiz)

18.00–0.00 Wie entsteht ein Herbarbeleg? Wir zeigen die einzelnen Präparationsschritte

von der lebenden Pflanze bis zum Herbarbeleg.

Schauen Sie zu oder machen Sie selbst mit. Auch Kinder können

Pflanzen montieren und lernen, wie man ein eigenes Herbarium

anlegt. Jeweils im Anschluss an die Herbarführungen haben Sie

die Gelegenheit, die Digitalisierung für das Virtuelle Herbarium

kennen zu lernen. (fortlaufende Präsentation und Station im

Anschluss an die Herbarführung)

16.00–0.00 Sonderausstellung

Kaffee. Ein globaler Erfolg

Außerdem

Imbiss

Ort: Königin-Luise-Straße 6–8, 14195 Berlin,

Eingang Botanisches Museum

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www. botanischer-garten-berlin.de

Programm

33


Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie: Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

© FU Berlin

Science Rallye

Elektrosmog,

Nanomaschinen und

das geheimnisvolle

„Majorana-Teilchen“

Fachbereich Physik

© FB Physik, AG Bondar, Suliman Adam

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Physik ist überall.

Der Antrieb physikalischer Forschung ist die Freude am Fragen, Untersuchen und

Verstehen. Wir wollen wissen, wie die Welt „funktioniert“!

Physik bringt Innovation.

Jeder technische Fortschritt basiert auf physikalischen Gesetzen. Vieles, was heute

zum Alltag gehört, war vor gar nicht langer Zeit noch „Science Fiction“. Computer,

Flachbildfernseher, Navigationssysteme, Solarzellen, Augenoperationen mit einem

Laser – ohne physikalische Forschung würde es dies alles nicht geben!

Unser Programm ist vielfältig und bietet für jeden etwas: Warum muss man das

Verhalten von Wasser kennen, um die Gefährlichkeit von Elektrosmog abschätzen

zu können? Welchen Beitrag kann die Physik bezüglich der „Energieversorgung

der Zukunft“ leisten? Wie können Gewitterwolken gezielt entladen und Flugzeuge

so vor Blitzschlag geschützt werden? Was ist das „Majorana-Teilchen“ und inwiefern

wäre dieses in einem Quantencomputer nutzbar? Welche Themen werden im

neuen „Sonderforschungsbereich 1078“ untersucht?

Die Antworten auf diese Fragen finden Sie bei uns! Außerdem laden Dutzende

von Versuchen zum eigenen Experimentieren ein. Bei der „Science Rallye“ können

Kinder und Jugendliche ihr Wissen testen und tolle Preise gewinnen. Auch

für das leibliche Wohl ist gesorgt: Wer eine Pause einlegen möchte, besucht unseren

Grillstand oder gönnt sich ein leckeres „Physiker-Eis“, frisch zubereitet mit

flüssigem Stickstoff. Am Informationsstand im Eingangsbereich finden Sie ausführliche

Hinweise.

Protein-Zellmembran umgeben von Wasser

Programm

Uhrzeit Vorträge (Hörsaal A) Referenten

17.00 Moderne Konzepte der Lehrerbildung – FU.MINT-Lehrerbildungsinitiative:

J. Fandrich

18.00

19.30

Im Rahmen des durch die Deutsche

Telekom Stiftung geförderten Projekts „ MINT-Lehrerbildung

neu denken!“ hat die Freie Universität Berlin neuartige

Konzepte für eine moderne Form der Lehrerbildung

in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften,

Technik) entwickelt. Der Vortrag stellt

exemplarisch einige dieser Konzepte vor und erläutert,

warum es sich heute mehr denn je lohnt, ein MINT-Fach

(auf Lehramt oder auch ganz allgemein) zu studieren.

Wie wirkt Elektrosmog auf Wasser? Oder – Warum ich

mein Handy in der Hosentasche tragen darf: Mikrowellen

werden für Telekommunikationszwecke, aber

auch zum Erwärmen von Speisen verwendet. Sie sind in

unserer modernen Welt allgegenwärtig. Eine physiologische

Risikoabschätzung ist jedoch nicht immer einfach,

da diese ein genaues Verständnis vom Verhalten von

Wasser an biologischen Membranen und Grenzflächen

erfordert. (Zugehörige Laborführungen: Nano-Transrapid

für Wassermoleküle, Wassertropfen balancieren)

Erforschung der Atmosphäre mit Lasern: Der Vortrag

erläutert die physikalischen Grundlagen des Laserprozesses

und führt aus, wie ultrakurze Lichtblitze eines Hoch -

Prof. Dr.

R. Netz

Prof. Dr.

L. Wöste

34


Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie: Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

Uhrzeit Vorträge (Hörsaal A) Referenten

21.00

22.00

leistungslasers zur Atmosphärenforschung verwendet werden

können. Hiermit lassen sich Luftverschmutzungen und Aerosolverteilungen

auch über große Distanzen hinweg analysieren.

Außerdem werfen wir einen Blick in die Zukunft und erklären,

wie sich Wetter phänomene mithilfe von Lasern beeinflussen

und Gewitterwolken gezielt entladen lassen. (Zugehörige Laborführungen:

Optische Experimente mit Lasern)

Herausforderung Energiewende. Physikalische Grundlagen

einer Energieversorgung der Zukunft: Die Ressourcen an

fossilen Brennstoffen gehen innerhalb der nächsten Generation

zur Neige. Eine Bestandsaufnahme zeigt den Bedarf an

Energie der gegenwärtigen und zukünftigen Zivilisation auf.

Es werden unterschiedliche Verfahren der Energieumwandlung

(Kernenergie und regenerative Energiequellen) vorgestellt

und kritisch auf ihre Tauglichkeit für die Energieversorgung

in der Zukunft hinterfragt.

Die Suche nach dem geheimnisvollen „ Majorana-Teilchen“:

1937 wies der italienische Physiker Ettore Majorana auf die

mögliche Existenz eines fermionischen Teilchens hin, das

sein eigenes Antiteilchen ist. Die Suche nach einem Elementarteilchen

mit dieser Eigenschaft war bislang erfolglos.

Doch 2012 lieferten Experimente an supraleitenden Nanostrukturen

ernst zunehmende Hinweise auf die Existenz eines

„Majorana- Quasiteilchens“. Der Vortrag beschreibt die besonderen

Eigenschaften dieses Teilchens und erläutert Ideen

seiner praktischen Anwendung in Quantenrechnern.

Prof. Dr.

J. Heberle

Prof. Dr.

P. Brouwer

Uhrzeit Laborführungen und Projekte mit Forschungsbezug Raum

Labore sind das Herzstück physikalischer Forschung! Hier werden die Gesetze

der Natur erkundet. Alle Projekte und Laborführungen werden, sofern nicht anders

angegeben, durchgehend angeboten.

Vorstellung des neuen Sonderforschungsbereichs 1078. Protonen 1.1.25

und Proteine – wie Wasserstoffionen die molekulare Maschinerie

des Lebens koordinieren: Jede Art uns bekannten Lebens basiert auf

dem Wirken von Proteinen. Diese sind „kleine Alleskönner“ im Nanobereich.

Bei der Entschlüsselung der Funktionsweise dieser essentiellen

„Maschinen“ kommt der Bewegung von Wasserstoffionen (Proto nen)

Uhrzeit Laborführungen und Projekte mit Forschungsbezug Raum

eine bedeutende Rolle zu. Im neuen Sonderforschungsbereich 1078

versuchen zahlreiche Forschungsgruppen, mit einem interdiszipli nären

Ansatz diese Vorgänge zu verstehen.

stündlich

18.00–22.00

Wo kommen die Proteine her? Lichtrezeptoren sind

wichtige Proteine, mit denen man Zellen durch Licht

anregen kann. Um große Mengen dieser Proteine

herzustellen, werden sie in Mikroorganismen (wie

Bakterien und Hefezellen) „überexprimiert“ und dann

aus diesen isoliert. Wir zeigen und erklären moderne

Apparaturen und Techniken zur Zellanzucht sowie zum

Reinigen und Analysieren von Proteinen.

Nanomaterialien aus Kohlenstoff – von der Grundlagenforschung

zur Anwendung: Was sind Nanomaterialien und warum sind diese

für technische Anwendungen so interessant? Wie schwingen Nanoröhren

und was können wir daraus lernen? Inwieweit kann man sie

nutzen, um Computerchips zu kühlen? Kann man Nanodrähte sehen?

Wir skizzieren die aktuelle Forschung und beantworten Ihre Fragen.

Experimente „zum Anfassen“: Nanowires und CPUs unter dem optischen

Mikroskop, Strahlengangjustage: Do it yourself, Messstation

für Wärmeleitpasten von CPUs (vor den Laboren)

ab 17.00

stündlich

Technology Enhanced Textbook ( TET): Wir geben

Einblicke in Entwicklung und Produktionsumgebung

des TET, dem Lehrbuch der Zukunft. Mit dem TET

können wir reale und virtuelle Experimente durchführen,

auf vielfältige interaktive Inhalte zugreifen, Inhalte

und Anwendungen nach persönlichen Vorstellungen

generieren und online mit Freunden, Lehrer/-innen und

Expert/-innen Ergebnisse diskutieren.

Führung durch ein 2PPE-Labor: Zwei-Photonen-Photoemission

(2PPE) ist eine Methode der Experimentalphysik, bei der Licht zweier

unterschiedlicher Wellenlängen genutzt wird, um Elektronen freizusetzen.

Die anschließende Spektroskopie dieser Elektronen erlaubt

es, den unbesetzten Teil der elektronischen Bandstruktur zu untersuchen.

In drei einzelnen Vakuumkammern vermessen wir verschiedenste

Proben: von dünnen magnetischen Schichten über die Oberflächen

von Halbleitern bis hin zu topologischen Isolatoren. Als

Lichtquelle nutzen wir zwei Titan-Saphir-Laser.

Treffpunkt

Gangkreuzg.

zw. Trakt

1 & 2, EG

1.1.43: Raman

spektroskopie/Laser;

1.1.46: Charakterisierung

von Nanomaterialien

1.3.43/47

0.4.25

35


Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie: Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Programm

Uhrzeit Laborführungen und Projekte mit Forschungsbezug Raum

Absorption von Strahlung bei Sonnenbrillen: Sonnenbrillen 0.4.56

erfüllen zwei Funktionen. Sie sollen helles Sonnenlicht dämpfen

und UV-Strahlung blocken. Das Absorptionsspektrum einer Sonnenbrille

zeigt deshalb moderate Absorption im Bereich 400 bis

800 nm (sichtbar) und stark ansteigende Absorption unterhalb von

400 nm (UV). Wir messen die Absorption Ihrer Sonnenbrille, um

zu prüfen, ob Ihre Sonnenbrille das UV-Licht genügend filtert.

Aus dem Verlauf des Spektrums im sichtbaren Bereich ermitteln

wir die Farbe und Stärke der Tönung Ihrer Sonnenbrille.

Chaos und Strukturbildung: Chaos und Strukturbildung sind in 1.4.03

vielen Alltagsphänomenen zu finden. So neigen chaotische Systeme

wie Sand oder die Atmosphäre dazu, immer wiederkehrende

typische Strukturen auszubilden. Sanddünen oder Wetterzellen

sind die Ergebnisse dieser Prozesse. Wir wollen in einigen

Experimenten diesen Phänomenen auf den Grund gehen.

18.00– Die Physik biologischer Nanomaschinen: Die richtige 0.2.17

22.00 Funktionsweise von Proteinen ist wichtig für das Überleben

jeder biologischen Zelle. Proteine können aus mehreren

tausend Atomen bestehen und nehmen wichtige

Aufgaben wahr, wie den Transport von Nährstof fen, die

Signalübertragung oder die Synthese wichtiger Moleküle.

Wir zeigen mithilfe von Computeranimationen in

atomarer Auflösung, wie Proteine als biologische Nanomaschinen

verschiedene Funktionen übernehmen, z. B.

als Motor, Pumpe oder Lichtsensor.

Biophysik – wie Moleküle sich bewegen: Mit spektroskopischen 1.1.25

und mikroskopischen Methoden können biologische Moleküle

und andere Makromoleküle (z. B. Nanocarrier) auf ihre physikalischen

Eigenschaften, u. a. ihre Fähigkeit zum Transport anderer

Moleküle oder zur Informationsweiterleitung, untersucht

werden. Wir erläutern die Funktionsweise physikalischer Forschungsapparaturen

und geben Einblicke in aktuelle biophysikalische

Mess- und Analysemethoden.

3-D-Darstellungen von Proteinen: Proteine sind die Alleskönner 1.1.38

unter den Zellbausteinen. Egal, ob in der Strukturgebung oder

den vielfältigen Funktionsabläufen in Lebewesen: ohne sie läuft

buchstäblich nichts! Sie sind die „Nanomaschinen“ der Zellen.

Wie sind die kleinen Maschinen aufgebaut, wie groß sind sie und

Uhrzeit Laborführungen und Projekte mit Forschungsbezug Raum

wie veranschaulichen wir uns ihr Aussehen? Kann man anhand ihrer

Struktur sogar ihre Funktion verstehen? Diesen Fragen wird mithilfe

eines 3-D-Fernsehers nachgegangen.

Gemälde geben ihre Geheimnisse preis: Bildanalyse mit dem Fotoapparat

oder Handy – beide sehen mehr als unser bloßes Auge. Mit

den richtigen Filtern schauen wir hinter die Oberfläche. Zu diesem

Thema werden verblüffende physikalische Experimente gezeigt, u. a.

mit einer Wärmebildkamera.

Phänomene in der Nanowelt – einzelne Moleküle sehen und manipulieren:

Wie klein sind die kleinsten sichtbaren Strukturen? Können

wir Atome, die Grundbausteine der Materie, „sehen“? Ein Trick aus

der modernen Physik erlaubt uns dies: Ein Rastertunnelmikroskop

„fühlt“ die Atome mittels einer feinen Metallspitze und setzt diese

Informationen in Bilder um. Außerdem können wir einzelne Atome

gezielt bewegen und mit ihnen Nanostrukturen bauen, die völlig

neue technische Anwendungen eröffnen.

durchgehend

19.00–23.00

Optische Experimente mit Lasern: Immer wieder liefern

optische Erscheinungen am Himmel faszinierende

Schauspiele. Mithilfe einiger Experimente versuchen

wir, diese nicht nur zu verstehen, sondern damit auch

Informationen über die Atmosphäre, die Bildung von

Wolken und die Entstehung von Gewittern zu gewinnen.

Außerdem zeigen wir, wie man sich mit einfachen Mitteln

einen Stickstofflaser bauen kann.

„ Wassertropfen balancieren“ – Experimente an wasserabweisenden

Oberflächen: Wasserabweisende Oberflächen findet man sowohl

in der Natur (z. B. beim Lotusblüteneffekt) als auch in der Technik, wo

sie für selbstreinigende Oberflächen, nicht beschlagende Gläser und

die Imprägnierung von Textilien verwendet werden. Mithilfe moderner

Computersimulationen ist es möglich, das Verhalten von Wasser

an Grenzflächen zu untersuchen und auf atomarem Niveau zu verstehen.

Wir geben einen Einblick in diese Forschung und führen

ver schiedene Experimente an (super)hydrophoben Oberflächen vor.

Nano- Transrapid für Wassermoleküle: Bei der Magnetschwebebahn

„Transrapid“ wird der Zug von einem wandernden magnetischen

Feld entlang der Schienen gezogen. Wir zeigen Simulationen,

wie man mit einem ähnlichen Effekt Wassermoleküle durch

„Nanotubes“ bewegt.

1.3.43/47

0.3.16

1.4.39

1. OG,

Trakt 4 – an

der Treppe

Gangkreuzg.

zw. Trakt

3 & 4, EG

36


Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie: Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

Rundgang Fachbereich Physik

Postergalerie

„Die Ästhetik der Wissenschaft:

Forschung und Kunst“

Eingang

Beginn des Rundgangs

Vorträge im Hörsaal A

Postergalerie

„Die Geschichte der Physik in Berlin

Arnimallee

Behinderten-Eingang/

Entrance for

handicapped persons

Physiker-Stübchen

Arnimallee

Ende des

Rundgangs

Ausgang

Takustraße

Takustraße

Museum

Dahlem

Arnimallee

Takustraße

Museum

Dahlem

Arnimallee

Takustraße

Erdgeschoss Ebene 0

Obergeschoss Ebene 1

Rundgang Ausgänge Eingänge

Toiletten Treppen Aufzüge

Kasse und Info-Stand,

Projektvorstellung „MINToring“

Vorträge im Hörsaal A:

1. Moderne Konzepte der Lehrerbildung –

FU.MINT (17 Uhr)

2. Warum ich mein Handy in der Hosentasche

tragen darf (18 Uhr)

3. Erforschung der Atmosphäre mit Lasern

(19.30 Uhr)

4. Physikalische Grundlagen einer

Energievorsorung der Zukunft (21 Uhr)

5. Die Suche nach dem geheimnisvollen

„Majorana-Teilchen“ (22 Uhr)

Fachschaft: Kaffee, Waffeln und

anregende Gespräche

Biergarten, Grillstand „ Physikerstübchen“

Spaß und Spiel – besonders für Kinder geeignet

Station der Science-Ralley

für Kinder und Jugendliche

Erdgeschoss Ebene 0:

Schülerlabor „ PhysLab“: Vakuumexperimente

Lichtbeugung und Lichtspektren

Treffpunkt für Laborführung „Wo kommen die

Proteine her?“ (18, 19, 20, 21 und 22 Uhr)

Physik der tiefen Temperaturen und

Die Physik biologischer Nanomaschinen

Nano-Transrapid für Wassermoleküle

Absorption von Strahlung bei Sonnenbrillen

2PPE-Labor

Phänomene in der Nanowelt: einzelne

Moleküle sehen und manipulieren

Erdgeschoss Ebene 1:

Schülerlabor „PhysLab“, Einführungsexperi

men te – eine Reise durch die Physik

SFB 1078: Protonen und Proteine und

Biophysik – wie Moleküle sich bewegen

3D-Darstellung von Proteinen

Nanomaterialien aus Kohlenstoff

Wie speichern Festplatten Informationen?

Kleine Experimente mit Magneten

Experimente mit flüssigem Stickstoff u. a.

Speiseeisherstellung

Physik für Grundschulkinder ( FU.MINT)

Abhörsichere Kommunikation dank

Quantenmechanik

„Jugend forscht”-Ausstellung und

PhyMagie-Show

Chaos und Strukturbildung und

Wassertropfen balancieren

Optische Experimente mit Lasern

Spielen in der Physik

Technology Enhanced Textbook (TET) und

Gemälde geben ihre Geheimnisse preis

Experimente: Drehimpulserhaltung,

Physik des Vakuums u. a.

37


Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie: Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Programm

Laborführungen und Projekte mit Forschungsbezug

Wie speichern Festplatten Informationen? Der Nobelpreis für

Physik 2007 wurde für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstandes

(GMR) vergeben. Finden Sie heraus, was dies mit

den heutigen Festplatten zu tun hat und welche Rolle atomar

dünne magnetische Schichten dabei spielen. Beobachten Sie,

wie man diese im Ultrahochvakuum mithilfe von Laserstrahlen

erforschen und ihre magnetischen Eigenschaften verbessern

kann. Erleben Sie die Faszination von Magneten, die wir in vielen

kleinen Experimenten zeigen.

Abhörsichere Kommunikation dank Quantenmechanik: Die

Sicherheit herkömmlicher Verschlüsselungsmethoden ist mit

der Entwicklung eines Quantencomputers nicht mehr gegeben.

Daher müssen neue Methoden gefunden werden, um Informationen

sicher zu übermitteln. Die Quantenmechanik ermöglicht

solche absolut sicheren Verfahren, die hier

vorgestellt werden.

Experimente und Kinderprogramm

Science Rallye für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre:

Wissenschaft macht Spaß! An der Freien Universität Berlin

kannst Du an einer spannenden Rallye durch die Physik,

Mathematik, Informatik und das Zuse-Institut Berlin (ZIB)

teilnehmen und tolle Preise gewinnen. Dazu einfach den

Fragebogen an einem der genannten Institute abholen und

los geht’s! (siehe Seite 55)

Schülerlabor „PhysLab“ – Reise durch die Physik: Physik

macht Spaß! 100 kleine Experimente zum Selbst machen –

verblüffend und spannend!

Experimente mit flüssigem Stickstoff: Bei tiefen Temperaturen

gibt es viel zu entdecken! Gase werden flüssig, Gummi

wird spröde, elektrische Ströme fließen ohne Widerstand,

Stimmgabeln verändern ihren Ton, Magnete schweben wie

von Geisterhand … Außerdem stellen wir Speiseeis mithilfe

flüssigen Stickstoffs her.

Physik für Grundschulkinder – FU. MINT-Lehrerbildungsinitiative:

Viele kleine Mitmach-Experimente – zusammengestellt

und betreut von den Studierenden des neuen Studienfachs

„Integrierte Naturwissenschaften“.

Raum

1.2.30 &

ben. Gänge

Gang vor

1.3.08

Raum

u. a. 1.1.26

(SR** E1)

1.1.26

(SR* E1) &

angr. Gänge

Gangkreuzg.

zw. Trakt

1 & 2

OG vor

der Brücke

** SR = Seminarraum

Schwebender Magnet über Supraleiter

Uhrzeit Experimente und Kinderprogramm Raum

Physikalische Grundlagenexperimente: Dutzende kleine Experimente,

überall im Gebäude verteilt – zum Ansehen, Staunen, Mitmachen.

Beispiele: Chladni’sche Klangfiguren, Photoeffekt, Vakuumexperimente,

physikalisches Spielzeug …

Spielen in der Physik: „Spielen in der Physik: Physik für Spielkinder“ – 1.4.53

Spiel- und Bastelspaß mit Optik für Groß und Klein.

20.00 PhyMagie-Show: Eine interaktive Physik-Show von und

mit Schüler/-innen der Sophie-Charlotte-Oberschule.

Hier können Sie Physik einmal anders erleben! Spannende

Experimente – magisch, witzig und clever.

1.3.48

(SR* T3)

„Jugend forscht“: Die „Physiker/-innen von morgen“ zeigen die

schönsten Experimente des Wettbewerbs „Jugend forscht“ 2013.

Ausstellungen

Die Geschichte der Physik in Berlin: Welchen Stellenwert hatte

die Physik in Berlin und wie hat sie sich entwickelt? Eine Reise durch

die Jahrhunderte.

Catering

„Physikerstübchen“: Großer Grillstand mit Getränkeausschank.

Gute Stimmung garantiert!

Speiseeisherstellung mit flüssigem Stickstoff: Gönnen Sie sich ein

„Physiker-Eis“! Die Milch wird vor Ihren Augen mit flüssigem Stickstoff

(– 196 °C) gekühlt. Besonders für Kinder immer ein „Highlight“!

„Let’s talk about Physics“: Die studentische Fachschaftsinitiative

bietet Ihnen bei Waffeln und Kaffee Gelegenheit zu anregenden

Gesprächen über das Fach und Studium der Physik.

Gangkreuzg.

zw. Trakt

3 & 4, OG

Raum

Trakt 3, nahe

Hörsaal A,

OG

Raum

äußerer

Lichthof

Gangkreuzg.

zw. Trakt

1 & 2, OG

1.1.41

Ort: Arnimallee 14, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.physik.fu-berlin.de/lange-nacht/

© FB Physik

38


Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie: Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

Die vielen leuchtenden

Facetten der Chemie

Institut für Chemie und Biochemie

© Institut für Chemie und

Biochemie

Feuerwerk aus Rost

Die Chemiebranche ist nach der Automobil-, Elektro- und Maschinenbauindustrie

der viertgrößte Arbeitgeber in Deutschland und demzufolge von erheblicher

wirtschaftlicher Bedeutung. Dies spiegelt sich unmittelbar in der wissenschaftlichen

Forschung an den Universitäten unseres Landes wider, z. B. an der Freien

Universität Berlin, wo die Chemiker auch in diesem Jahr wieder ihre Tore und

Türen für Laborbesichtigungen, Mitmachaktivitäten und Experimentalvorträge

geöffnet halten.

Was wird da alles für Augen, Ohren, Mund und Nase geboten! Mithilfe von

oberflächenaktiven Substanzen, die in jedem Spülmittel vorhanden sind, lassen

sich Riesenseifenblasen herstellen, die sogar einen kompletten Menschen einhüllen

können.

Eine Führung durch richtige chemische Laboratorien bietet die Möglichkeit,

wie früher die Alchemisten selbst zu experimentieren, z. B. kleine Blitzlichter

herzustellen, Gläser zu versilbern oder zu verfärben, Gummibärchen zu entzünden

oder bei Temperaturen von minus 200 °C zu arbeiten.

Die Welt steckt voller hochorganisierter Strukturen, die sich wie von Geisterhand

quasi aus dem „Nichts“ heraus von allein bilden können. Dies wird u. a. an

Gelen wie dem „hüpfenden Shampoo“ demonstriert. Die Stoffgruppe der Gele

spielt auch zunehmend in der medizinischen Chemie eine Rolle – so lassen sich

Mikrogele z. B. als kleine „trojanische Pferde“ einsetzen, um mit ihnen Arzneistoffe

in den menschlichen Körper zu schmuggeln, wo sie vor Ort besonders gut

ihre heilende Wirkung entfalten können.

Ein bezauberndes Phänomen der Natur ist „kaltes“ Licht, wie wir es vom Glühwürmchen,

vom Meeresleuchten oder vom weißen Phosphor her kennen: Es

beruht auf geheimnisvollen chemischen Reaktionen, bei denen Energie in Form

von sichtbarem Licht freigesetzt wird.

Stichwort „Energie“: Auch dieses Mal widmen sich die Dahlemer Chemiker eingehend

dem bekannten Energieproblem der Menschheit und versuchen anschaulich

zu machen, wie und warum man mithilfe von Katalysatoren künstliche Düngemittel

sowie andere äußerst nützliche Stoffe synthetisieren kann. Außerdem wird hinterfragt,

wie sich durch Verwendung von Wasserstoff und Brennstoffzellen z. B. das

menschliche Bedürfnis nach umweltschonender Mobilität befriedigen lässt.

Die Grundlagen für all diese und viele andere chemische Prozesse werden von

der Theoretischen Chemie bereitgestellt, die wieder einen Molekülparcours anbietet,

bei dem man viel über den Zusammenhalt von einzelnen Molekülen, aber

auch über die Bindungsverhältnisse und Strukturen von Festkörpern und Flüssigkeiten

lernen kann.

Der Abend klingt aus mit der großen Experimentalvorlesung der Anorganischen

Chemie, bei der Feuer, Rauch, Blitz und Donner traditionell im Mittelpunkt

stehen, bei der aber auch Kandidaten aus dem Publikum ihre chemischen Kenntnisse

unter Beweis stellen können unter dem Motto: „Wer wird Bacheläär?“

Uhrzeit Experimentalshow für Jung und Alt

(Hörsaal und Eingangsbereich)

17.00–18.00 Vom Spüli zu Riesenseifenblasen: Seifenblasen

faszinieren jeden, aber was steckt hinter dem

„Zauber“? Warum platzen Seifenblasen? Wie entstehen

die Farben? Warum sind sie kugelförmig?

Wie macht man Riesenseifenblasen und was

passiert dabei? Kann man sich einen Menschen

in einer Seifenblase vorstellen? In diesem Experimentalvortrag

werden diese Fragen beantwortet.

Referenten

Prof. Dr.

R. Haag u. a.

Programm

39


Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie: Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Uhrzeit Laborführung mit Experimenten (F-Praktikum, 3. OG) Referenten

16.00–20.00 Eine Entdeckungsreise ins Forschungslabor: In Ko -

o peration mit dem Schülerlabor NatLab werden junge

und junggebliebene Leute ab 10 Jahren durch ein Forschungslabor

geführt und führen dort selbst kleine

Experimente durch – Arbeiten wie die Alchemisten,

Experimente bei -200 °C, kleine Blitzlichter, Versilbern

und Färben von Glas, Gummibärchen in Flammen

und andere spannende Experimente.

Uhrzeit Vorführung mit Computerunterstützung

(Foyer vor Hörsaal)

Dr. S. Hoyer,

Prof. Dr.

N. Kulak,

Dr. J. Spandl,

u. a.

Referenten

18.00–21.00 Chemische Bindung verstehen – ein Molekülparcours: Prof. Dr.

Wasser, Zucker, Alkohol … Wie sind diese alltäglichen

Substanzen aufgebaut und was hält sie zusammen? In

unserem Molekülparcours können Sie die chemische

C. Müller,

Dr. J. C.

Tremblay

Struktur verschiedener Substanzen herausfinden, Modelle

der Moleküle bauen und am Computer konstruieren.

Dabei lernen Sie, was die Moleküle zusammenhält, was

eine chemische Bindung ist, wie Bindungen brechen

können und wann chemische Reaktionen stattfinden.

Und was hat das alles mit Schrödinger zu tun?

Uhrzeit Vorträge, Experimentalvorlesungen (Hörsaal) Referenten

18.30–19.00

19.15–20.00

Sensitive Mikrogele – weiche Materie mit starkem Effekt: S. Seiffert

Ob als Gummibärchen, in Hygieneprodukten oder millionenfach

in jeder Zelle unseres Körpers – Polymergele finden

sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens und der

belebten Natur. Besonders nützlich werden diese vielseitigen

Materialien, wenn sie mikroskopisch klein sind und

ganz gezielt auf äußere Reize reagieren können. Derartige

sensitive Mikrogele dienen nicht nur als Bausteine zum

Aufbau komplexer Materie, sondern auch als winzige „Trojanische

Pferde“ zur gezielten Freisetzung von Wirkstoffen.

Zur Chemie des Glühwürmchens – Chemolumineszenz: Prof. Dr.

Chemolumineszenz ist eines der bezauberndsten Phänomene

in der Chemie. Glühende Leuchtkäfer, flimmernde

C. Müller

Flüssigkeiten, leuchtender Phosphor, lichtaussendende

Leuchtstäbchen – ihre Leuchterscheinungen beruhen

Uhrzeit Vorträge, Experimentalvorlesungen (Hörsaal) Referenten

allesamt auf einer beeindruckenden chemischen Reaktion,

bei der Licht produziert wird. Seit jeher üben gerade

„leuch tende“ Tiere eine enorme Faszination auf uns Menschen

aus. Das bekannteste Beispiel für diese Biolumineszenz

ist das Glühwürmchen, aber auch einzellige Algen und

andere Meeresbewohner sind zu dieser speziellen Form

der Chemolumineszenz imstande. (Experimentalvortrag)

20.15–20.45

21.00–21.45

Was verbindet Düngemittel mit Brennstoffzellen?

Ein kleiner Exkurs in heterogene Katalyse: Auf den ersten

Blick scheint die Frage nach der Gemeinsamkeit von

Düngemitteln und Brennstoffzellen sehr weit hergeholt.

Das verbindende Element dieser Systeme besteht darin,

dass beide elementar auf einem Phänomen beruhen, das

man Katalyse nennt. Unter Katalyse versteht man die

Beschleunigung einer chemischen Reaktion durch Verwendung

eines geeigneten Materials, eines Katalysators,

der selbst nur vermittelnd in das Reaktionsgeschehen

eingreift. Die Bedeutung dieses Phänomens für unsere

Gesellschaft kann man kaum überschätzen, denn der

allseits bekannte Autokatalysator ist lediglich eine kleine

Facette dieses Bereichs. Es wird am Beispiel der eingangs

erwähnten Systeme eine Einführung in unsere heutige

Vorstellung dieser Prozesse gegeben.

Wie viel Strom steckt in einem Liter Wasserstoff? Und

warum kann man die Energie der Knallgasexplosion

in einer Brennstoffzelle gefahrlos nutzen? Die Energiewende

in Deutschland hat die Diskussion über erneuerbare

Energiequellen stark belebt. Energie tritt in unterschiedlichen

Formen auf, die ineinander umgewandelt

werden können. So können wir die Strahlungsenergie der

Sonne in Wärme ändern und daraus Bewegungsenergie

Prof. Dr.

Th. Risse

Prof. Dr.

E. Rühl, Dr.

R. Flesch,

Prof. Dr.

Chr. Roth

herstellen. Wir können die Strahlungsenergie aber auch in

elektrische Energie wandeln und speichern – als chemische

Energie, die man dorthin transportieren kann, wo sie gebraucht

wird. Welche Umwandlungsmöglichkeiten und

Speichertechniken gibt es, und welche davon sind sinnvoll?

Diesen und anderen brennenden Fragen gehen wir anhand

anschaulicher Experimente nach. (Experimentalvortrag)

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Woher kommen Proteine? Leuchtende Chemie: Physik und Chemie forschen für Gegenwart und Zukunft

Feuerball aus Kerzenwachs

(links), Gummibärchen

in Flammen (rechts)

Molekülparcours

Glühwürmchen

© Institut für Chemie und Biochemie

Uhrzeit Vorträge, Experimentalvorlesungen (Hörsaal) Referent

22.00–22.45

23.00–0.00

Das hüpfende Shampoo und wie Sonnencreme das

Denken lernt. Logische Gatter in Gelen und andere

Schmankerln aus der Chemie komplexer Systeme:

Die Welt ist voller hochorganisierter Strukturen.

Unsere Alltagserfahrung sagt, dass alles viel leichter

durcheinander kommt, als dass Ordnung spontan

entsteht. Es mag also auf den ersten Blick erstaunlich

erscheinen, wenn sich Strukturen wie von Geisterhand

ganz von allein ausbilden. Wie das dennoch

geht, warum das sogar der Regelfall ist und warum

unsere Intuition uns in die Irre führt, zeigen wir

anhand von Simulationen und Demonstrationsversuchen

aus der Welt der Chemie.

Wer wird Bacheläär? Das Dahlemer Chemie-Quiz:

Millionen können die Dahlemer Chemiker um Prof.

Abram und Dr. Spandl zwar nicht versprechen, aber

einen vergnüglichen Abend mit Humor und spektakulären

Experimenten. Feuer, Schall und Rauch

sowie Wissenswertes aus der Welt der Chemie

werden in der bekannten Quizform mit drei Jokern

und Kandidaten aus dem Publikum präsentiert.

Prof. Dr.

Chr. Schalley

Prof. Dr.

U. Abram,

Dr. J.

Spandl, u. a.

Programm

Ort: Fabeckstraße 34–36, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www. chemie.fu-berlin.de/

Riesenseifenblase

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Science Rallye

Mathematik steckt überall drin

Institut für Mathematik

Lassen Sie sich davon überzeugen, dass Mathematik in vielen Lebensbereichen

eine wichtige Rolle spielt. Wir garantieren, dass Sie keine Langweile bei uns haben

werden und man die wichtigsten Zusammenhänge auch dann verstehen kann,

wenn die Schulzeit schon eine Weile zurückliegt oder noch einige Schuljahre zu

absolvieren sind.

„Mathematik steckt überall drin“. Schauen Sie vorbei, es lohnt sich! Dazu bieten

wir Ihnen kulinarische mediterrane Speisen und eine Auswahl an Getränken an.

Ort: Arnimallee 6 (π-Gebäude), 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.mi.fu-berlin.de/public/langenacht/lndw2013/

16.00–0.00 Präsentationen, Vorführungen und Spiele zum Mitmachen

(durchgehend, für Kinder und Schüler/-innen geeignet)

FU.MINT. Spielen, Schätzen, Staunen: Mathematik mal anders!

Unter diesem Motto erleben die jungen Besucher/-innen das, was die Studierenden

für sie entwickeln! Mit mathematischen Spielen, Experimenten und Vorstellungsübungen

kann hier dem Spieltrieb freier Lauf gelassen werden. Was verbirgt sich

hinter den Schätzkarten, wie wird aus zwei Ringen ein Quadrat und wo hilft uns

Lego beim Verstehen der Mathematik? Zum Mitmachen: Mathematische Spiele,

Experimentieren im Matheunterricht und mathematische Vorstellungsübungen.

Science – Mathematik auf allen Ebenen?

Wenn Sie unseren Science-Raum erkunden, ermöglichen wir Ihnen einen Blick hinter

die Kulissen. Wir zeigen Ihnen, wo Mathematik überall vorhanden ist, denn mit

Mathematik kann man in verschiedenen Lebensbereichen Veränderungen beschreiben,

analysieren und so z. B. der Medizin helfen, effektive Therapien zu entwickeln.

Mathematik Olympiade:

Bei der „Mathematik Olympiade“ geht es um einen klugen Kopf, sportliches Geschick

beim Torwandschießen, eine ruhige Hand im Tipp-Kick-Turnier und eine

Portion Glück, denn dies wird über den Sieger entscheiden. Wir laden jede Altersklasse

ein zu zeigen, dass Mathematik einfach Spaß macht.

Bezaubernde Mathematik:

Hin und wieder lassen sich mathematische Tatsachen für überraschende Zaubertricks

ausnutzen. Einige Beispiele, in denen verschiedene mathematische Gebiete

eine Rolle spielen, die auch in dem Vortrag um 18.00 Uhr vorgestellt werden,

und viele weitere be- und verzaubernde Mathe-Tricks können in diesem Workshop

durchgespielt und erklärt werden. Vorkenntnisse, die über den Schulstoff hinausgehen,

werden nicht vorausgesetzt.

Geometrie, Scannen und Drucken in 3-D – Die Produktion der Zukunft?

Wird der 3-D-Replikator aus Science-Fiction-Filmen wie Raumschiff Enterprise

bald Realität? Werden wir unsere Produkte in Zukunft mit einem „Heim-Drucker“

zuhause selbst ausdrucken? Kann man auch ein digitales Modell von mir im

Computer generieren? Digitale Modelle von realen Objekten sind die Grundlage

für das Design von Formen in Architektur, Kunst und Industrie. Wir demonstrie -

ren in Live-Vorführungen, wie reale Gegenstände mit einem 3-D-Laserscanner

erfasst werden können und als digitales Objekt im Computer landen. Das ist noch

nicht alles: Wie aus einem virtuellen Modell ein reales wird, zeigen wir an unseren

3-D-Druckern. Außerdem erläutern wir mathematische Konzepte und Probleme

hinter dieser faszinierenden Welt. Zusammenarbeit der AG Geometrieverarbeitung

und der FU-Ausgründung trinckle 3D. (Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den

Ausgründungen der Freien Universität: siehe auch Seite 107)

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

16.00–0.00 Präsentationen, Vorführungen und Spiele zum Mitmachen

(durchgehend, für Kinder und Schüler/-innen geeignet)

Deutsche Mathematiker Vereinigung (DMV) – Geheimnisvolle Karomuster,

knackige Knobeleien und wie man QR-Codes ohne Smartphone liest:

QR-Codes, die schwarz-weißen Pixelmuster auf Plakaten oder Produkten aus

dem Supermarkt, hat jeder schon einmal gesehen. Kann man sie ohne Smartphone

lesen? Man kann – und wir zeigen, wie das geht: Kurzvorträge dazu

gibt es zu jeder halben und vollen Stunde am Stand. Zusätzlich präsentieren

wir Mathe rätsel aus den letzten 6.000 Jahren, von antiken und geheimnisvollen

Knobeleien bis zum Sudoku und dem Zauberwürfel, den der Ungar Ernö Rubik

1975 paten tieren ließ, und erklären die Mathematik dahinter.

Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den Ausgründungen

der Freien Universität: siehe auch Seite 107:

16.00–0.00

16.00–0.00

vismath GmbH: Mathematik neu erleben

Ausstellung: Innolab: Mathematik für die Diagnostik –

von der Formel bis zur Anwendung

Programm

Mathematik-Olympiade

Von der Formel bis zur Anwendung

© Institut für Mathematik

© Institut für Mathematik

Uhrzeit

Kinderprogramm

3-D- Geometrie zum Erforschen und Basteln:

Gibt es eine Fläche mit nur einer Seite? Was hat ein Fußball mit Platons regelmäßigen

Körpern gemeinsam? Wir nehmen Euch mit zu einer Erlebnisrundreise

durch die Welt der dreidimensionalen Geometrie: Wir erforschen bewegliche

und starre Formen, basteln unsere eigenen Modelle aus Papier und

konstruieren neue Formen nach unseren Vorstellungen mit Steckbaukasten.

Am Computer experimentieren wir mit virtuellen Geometrien und erhalten

einen Einblick in die Welt der Computergrafik von Animationsfilmen und

3-D-Spielen. Junge Wissenschaftler stellen sich gern Euren Fragen und können

etwas von ihrem Arbeitsalltag berichten.

Ferner gibt es:

stündlich ab 16.00 Bau von Modulen für das riesige Zometool-Atomium

23.00

Zusammenbau des Zometool-Atomiums

Science Rallye für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre:

Wissenschaft macht Spaß! An der Freien Universität Berlin kannst Du an

einer spannenden Rallye durch die Physik, Mathematik, Informatik und das

Zuse-Institut Berlin (ZIB) teilnehmen und tolle Preise gewinnen. Dazu einfach

den Fragebogen an einem der genannten Institute abholen und los geht’s!

(siehe Seite 55)

Mathematikdidaktik

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

© FU Berlin

Science Rallye

Brand – Wissenschaft –

Feuerwehr. Wie Mathematik hilft,

Ihr Leben zu retten

Institut für Mathematik |

Interessensgruppe Numerische Risikoanalyse

Hilfe, es brennt! Jetzt entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Dabei entsteht

die größte Gefahr bei einem Brand nicht durch die heißen Flammen, sondern

durch die großen Mengen stark giftigen Brandrauchs, die sich rasch ausbreiten.

Wir ersticken, bevor wir verbrennen. Besonders in großen Gebäuden, in denen

sich zahlreiche Menschen aufhalten, muss eine unkontrollierte Brandrauchausbreitung

verhindert werden. Mit modernen mathematischen Methoden ist es

möglich, die Rauchausbreitung und Evakuierung eines geplanten Gebäudes im

Computer zu simulieren und sichere Lösungen zu finden.

In Vorträgen, Vorführungen und einer Ausstellung zeigen wir die Gefahren

eines Brandes, geben Brandschutztipps und einen Einblick in die Simulationstechniken.

Ein Puppentheater erklärt Kindern, wie sie sich im Brandfall richtig

verhalten. Bei einem Live-Feuerwehreinsatz mit der Berliner Feuerwehr führen

wir Rettungsgeräte vor.

16.00–0.00 Ausstellung

Brand – Wissenschaft – Feuerwehr:

Begleitend zu unseren Vorführungen geben wir in der ständigen Ausstellung mithilfe

von Schautafeln, Filmen und Ausstellungsstücken Hintergrund- und Detailinformationen

zum Thema. Sie erfahren, wie es nach einem Zimmerbrand bei Ihnen

aussieht, warum Rauch so gefährlich ist, welchen Sinn Rauchmelder haben, was

Sie nach einem Brand zu Hause tun können, wie die Brand- und Rauchausbreitung

berechnet werden können, wie Evakuierungs simulationen zur Räumung von großen

Gebäuden funktionieren, welche Rettungsgeräte die Feuerwehr hat.

Uhrzeit Interaktive Vorträge, Vorführungen, Experimente

(auch für Kinder)

16.30, 20.30,

22.30

20 Min.

17.30, 21.30

30 Min.

19.30

30 Min.

Brandrauch: Die unterschätzte Gefahr!

Mithilfe eines Modell-Rauchhauses zeigen wir verschiedene Brandsituationen

in einem Wohnhaus. In einer begehbaren Rauchkammer

erfahren Sie, warum Brand rauch gefährlich ist und Rauchmelder Ihr

Leben retten.

Was passiert, bis die Feuerwehr kommt?

Vortrag mit Live-Feuerwehr einsatz: Mithilfe von Filmen und numerischen

Simulationen demonstrieren wir, warum gerade der Brandrauch

bei einem Feuer so gefährlich ist. Wir geben einen Einblick in die

numerische Simulation der Brand- und Rauchausbreitung. Wir zeigen

den kompletten Ablauf: vom Entstehen eines Zimmerbrands, dem

Feuerwehrnotruf, was bei der Feuerwehr passiert, bis zu ihrem Eintreffen

bei uns. In Zusammenarbeit mit der Berliner Feuerwehr erklären

wir Ihnen, wie Sie sich im Brandfall richtig verhalten, und führen praktisch

die Rettungsgeräte der Feuerwehr vor.

Wenn Menschen flüchten sollen. Räumungsplanung am Computer:

Ansammlungen von mehreren 10.000 Menschen bei Konzerten,

Fußballspielen, Straßenfesten sind keine Seltenheit mehr. Aber auch

in Bahnhöfen, Flughäfen oder Einkaufszentren, Schul- und Universitätsgebäuden

stellt sich stets die gleiche Frage: „Können sich tausende

Menschen im Gefahrenfall in Sicherheit bringen?“ Simu lationen am

Computer können helfen, Antworten auf diese Frage zu finden. Wir

zeigen Ihnen, wie das funktioniert und geben einen Einblick in ein

laufendes Forschungsprojekt, das sich mit der Zuver lässigkeit derartiger

Simulationen beschäftigt.

Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den Ausgründungen

der Freien Universität: siehe auch Seite 107

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Uhrzeit

16.00, 18.30,

23.15

jew. 15 Min.

Kinderprogramm

Jann schnuppert Rauch – Puppentheater:

Ich, Jann, und mein Assistent Lutz, erklären Euch, wie man sich

bei einem Brand richtig verhält. Wir sammeln zusammen die

Informationen, die für einen Notruf wichtig sind, und ich möchte

wissen, was Ihr zum Thema Feuer schon alles wisst. Ich freue

mich, Euch zu sehen.

Science Rallye für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre:

Wissenschaft macht Spaß! An der Freien Universität Berlin kannst Du an

einer spannenden Rallye durch die Physik, Mathematik, Informatik und das

Zuse-Institut Berlin (ZIB) teilnehmen und tolle Preise gewinnen. Dazu einfach

den Fragebogen an einem der genannten Institute abholen und los geht’s!

(siehe Seite 55)

Ort: Takustraße 9, 14195 Berlin, im Institut für Informatik,

Zugang auch Arnimallee 6 und Altensteinstraße 23

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.inuri.de/LNdW

Programm (SR 006)

© www.inuri.de

© www.inuri.de

Brandsimulation Verrauchter Flur

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

© FU Berlin

Fliegende Roboter,

Fahrzeuge ohne Mensch und

Sicherheit durch Bits und Bytes

Institut für Informatik und

Forschungsforum Öffentliche Sicherheit

© FU, Informatik

Science Rallye

Innovative Entwicklungen der Informatik verändern kontinuierlich unseren Alltag.

An zahlreichen Ständen und in Vorträgen zeigen wir Ihnen diese Errungenschaften.

Fliegender Roboter: Archäocopter über dem FU-Campus

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Programm

16.00–0.00 Durchgehende Präsentationen und Experimente

(geeignet für Kinder und Erwachsene)

Fliegender Roboter – der Archäocopter:

Wir untersuchen in einem Koopera tionsprojekt von HTW-Dresden und

Freier Universität Berlin die Einsatzmöglichkeiten teil- und vollautonom

fliegender Roboter mit dem Schwerpunkt Archä ologie.

Die Prototypen mit zahlreicher Sensorik an Bord sind z. B. in der Lage,

beim Überflug einer archäologischen Fundstelle in Echtzeit eine komplette

3-D-Repräsentation der Umgebung zu erzeugen.

Die Roboter können mit einander kommunizieren und in ständiger Abstimmung

im Schwarm größere Areale kontrollieren und mittels Sensorfusion

den Anwendern die notwendigen Daten als Einheit anbieten. Die dafür notwendigen

Algorithmen werden in einem eigenen Simulator entwickelt und

vor dem realen Einsatz in virtuellen Szenarien getestet.

Zur Langen Nacht der Wissenschaften bieten wir nicht nur Flugvorführungen

unserer Multicopter, sondern auch die Möglichkeit, sich selbst am Simulator

als Pilot zu versuchen. Bei schönem Wetter: Flug im Lehrer-Schüler-Betrieb.

19.00,

21.00

Großer Streckenflug über den Campus der Freien Universität und

seine Besucher/-innen in der Abenddämmerung: Die Aufnahmen

können nach der „Langen Nacht“ von unserer Webseite heruntergeladen

werden: www.a-eye.de

16.00–0.00 Durchgehende Präsentationen und Experimente

(geeignet für Kinder und Erwachsene)

MadeInGermany – das autonome Fahrzeug:

Das Innovationslabor AutoNOMOS macht die Fahrzeugtechnologie von morgen

bereits heute erlebbar. Wir befassen uns mit der Erforschung von Autonomie- und

Fahrerassistenzsystemen. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung

eines fahrerlosen Automobils und sind in unserem Testfahrzeug bereits heute

im Einsatz. In drei Forschungslaboren werden die Grundlagen für eine unfallfreie,

effiziente und umweltgerechte Mobilität zukünftiger Fahrzeuge erforscht, entwickelt

und bereits erprobt:

1. Der Bereich Bildverarbeitung befasst sich mit dem Erkennen von

Fahrbahnmarkierungen, Straßenbegrenzungen und Verkehrsteilnehmern

(Autos oder Passanten).

2. Bei der 3-D-Umfeld-Sensorik geht es um die Erkennung und das Verfolgen

von Objekten oder Fahrzeugen sowie dem Erstellen von 3-D-Umgebungskarten

mittels Lasersensoren.

3. Die Kognitive Navigation befasst sich mit Routen- und Manöverplanung

im Straßenverkehr und dem automatisierten Rangieren und Einparken.

Wir zeigen Ihnen das mit modernster Technik (Laser-, Kamera-, GPS- und

Radar-Sensorik) ausgestattete Versuchsfahrzeug MadeInGermany.

Infos: www.autonomos-labs.de

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

16.00–0.00 Durchgehende Präsentationen und Experimente

(geeignet für Kinder und Erwachsene)

FUmanoide FUßball-Roboter:

Die FUmanoids, mehrmalige Vizeweltmeister im Roboterfußball, präsentieren ihre

Fähigkeiten und neuen Tricks. Angefangen vom Laufen und Aufstehen nach einem

Sturz bis hin zum Dribbeln des Balles und Torschüssen werden sie ein spannendes

Fußballspiel liefern. Die Roboter-Spieler sind 60 cm groß, wiegen etwas über 4 kg

und agieren vollständig autonom ohne externe Steuerung. Dies wird durch einen

kleinen, im Roboter verbauten Computer mit WLAN-Unterstützung ermöglicht,

mit der die Roboter untereinander kommunizieren und ihre Spielstrategie planen.

Mit einer Kamera erfasst der Roboter Raum und Gegenstände. Diese Bilder werden

auf den Robotern ausgewertet und erlauben ihnen, u. a. zu ermitteln, wo sie sich auf

dem Spielfeld befinden, wer ihnen im Weg steht und was der beste Weg ist, den

Ball ins Tor zu befördern.

Vor Ort werden Hintergründe zum RoboCup und zu den FUmanoids geliefert und

auf Funktionsweise der Hard- und Software eingegangen. Das Entwicklerteam

steht für Fragen zur Verfügung. Die Besucher/-innen können erleben, welche Herausforderung

und Spaß ein Fußballspiel für 60 cm große Roboter sein kann.

Infos: www.fumanoids.de

Carolo-Cup – Studierende entwickeln autonome Modellfahrzeuge:

Was passiert, wenn man ein Modellauto nimmt, einen kleinen Computer einbaut

und eine omnidirektionale Kamera (360° Sicht) darauf montiert? Nichts! Außer,

man würzt das Ganze mit ein paar freiwilligen Studierenden, die dem Auto in ihrer

Freizeit Leben einhauchen.

Berlin United“ – das sind Studierende, im Moment nur von der Freien Universität

Berlin, aber offen für andere Universitäten, daher „united“. Sie bringen ein Modellauto

dazu, selbständig seinen Weg zu finden. Ihr Modellauto war bereits in dem

jährlichen Carolo-Cup erfolgreich. Dort werden in verschiedenen Disziplinen die

Autonomie, Geschicklichkeit beim Einparken, Hinderniserkennung und Geschwindigkeit

des Modellautos geprüft. Wie es funktioniert, zeigen wir auf einem großen

Parcours, den das Fahrzeug befährt, und auf dem es die von Ihnen gesetzten Hindernisse

erkennt. Das Fahrzeug kann eigenständig eine Parklücke suchen und in

diese einparken. Infos: maserati.mi.fu-berlin.de/carolo-cup/

Fehlertolerante Steuerung: was tun, damit wir nicht von den Schienen kippen?

Nicht jeder Zug kann ein Gleis für sich allein bekommen, auch an anderen Stellen

im Leben müssen wir teilen und uns über die Nutzung von Ressourcen einigen.

Zuverlässige Algorithmen stellen sicher, dass es nicht zu Unfällen kommt, obwohl

jeder Zug nur seine Route kennt. An unserer elektrischen Eisenbahn kann einiges

ausprobiert werden, um herauszufinden, ob wir für alle Fälle vorgesorgt haben.

16.00–0.00 Durchgehende Präsentationen und Experimente

(geeignet für Kinder und Erwachsene)

Was passiert, wenn der Strom ausfällt, die Türen des Supermarktes sich nicht

mehr öffnen und die Lebensmittelversorgung zusammenbricht?

Was ist eigentlich Sicherheit und was sind Bedrohungen? Wie nehmen Menschen

Risiken und Gefahren wahr? Sind alle gefühlten Bedrohungen auch wirklich reale

Bedrohungen oder gibt es Unterschiede zwischen der Realität und dem Gefühl?

Solche Fragen möchten wir mit Ihnen gemeinsam beantworten. Das Forschungsforum

Öffentliche Sicherheit führt hierzu eine Umfrage mit den Besucher/-innen

durch, um die Unterschiede zwischen gefühlter und real existierender Bedrohung

aufzudecken. Am Stand des Forschungsforums stehen Experten aus verschiedenen

Bereichen der sozialwissenschaftlichen Sicherheitsforschung bereit, um

mit Ihnen zu diskutieren. Ausstellungsstücke und Materialien geben Ihnen weitere

Informationen rund um das Thema Sicherheit.

GPS – gelaufen oder geradelt, Auto oder ÖPNV, mein GPS-Track:

Anhand von Geschwindigkeitsmustern kann erkannt werden, ob man gerade im

Bus sitzt oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Dazu werden Indikatoren aus GPS-

Tracks ermittelt und damit ein Lernalgorithmus trainiert. Zeichnen Sie einen

GPS-Track mit einem bestimmten Verkehrsmittel auf und wir verraten Ihnen,

welches Verkehrsmittel Sie benutzt haben. Gern geben wir auch Hilfestellung zur

Aufzeichnung Ihres GPS-Tracks. Es kann z. B. die Software myTracks von google

verwendet werden. Infos: www.google.com/mobile/mytracks/.

Die Lange-Nacht- App:

Im Rahmen von Abschlussarbeiten wurden von Studierenden der Informatik eine

Webseite und mobile Apps erstellt, um über die Lange Nacht der Wissenschaften

an der Freien Universität Berlin zu informieren. Bei uns erfahren Sie, welche technische

Organisation hinter der Langen Nacht der Wissenschaften steckt und wie

die Software dazu entstand. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, diese vor Ort

auszuprobieren. Anschließend können Sie Kritik und Verbesserungsvorschläge

äußern und so maßgeblich bei der Weiterentwicklung helfen.

Infos: www.mi.fu-berlin.de/lndw-app/

Open Street Crimes – Berlin: Wo meldet die Berliner Polizei die meisten Vorkommnisse?

Was ist passiert? In welchen Berliner Stadtbezirken ist es schön ruhig

und wo passiert am meisten? Mit öffentlich verfügbaren Daten, einer geschickten

Analyse und einer anschaulichen Karte werden Polizeimeldungen minutengenau

und schneller, als die Polizei erlaubt, visualisiert. Kann ein Blick in die Vergangenheit

uns etwas über die Stadtentwicklung verraten? Wird die Heat-Map gar eine

hitzige Diskussion starten? Wir zeigen Ihnen bei den Open Street Crimes, wie aus

einem schnöden News ticker eine spannende und interaktive Karte wird.

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Programm

16.00–0.00 Durchgehende Präsentationen und Experimente

(geeignet für Kinder und Erwachsene)

Macht Informatik uns alle ein wenig „smarter“? –

Smart Apps in Smart Cities:

ein Startpunkt, drei vollkommen unterschiedliche Lösungen. Sind Sie dabei,

ein wenig smarter zu sein? Dann kommen Sie vorbei! Studierende der Informa

tik der Freien Universität Berlin und der Digitalen Klasse der Universität

der Künste nähern sich mit smarten Apps dem Thema Smart City aus unterschiedlichen

Perspektiven:

1. TruncShare („smart mobility“) bietet einen auf das geänderte

Mobilitätsver halten abgestimmten Transportservice an.

2. Altourism – Den Nebel lichten! Abenteuerlustig? Altourism schafft als

inter aktiver Reiseführer die Möglichkeit, die Stadt spielerisch und auf eigene

Faust zu erkunden. Abseits der touristischen Trampelpfade leiten Sie

Geschichten anderer Altouristen durch die Straßen. So bekommen Sie die

Chance, die einzigartige Persönlichkeit der Stadt kennen zu lernen und hinter

ihre Maske zu blicken.

3. Stromzähler („smart environment“) gibt Nutzern mit einer extrem einfachen

und sehr charmanten Lösung die Kontrolle über ihren Stromverbrauch zurück.

Wie aus dem Fert ein Pferd wird – Grundlagen einer pfehlatolleranden Suche:

Kindern im Grundschulalter lehrt man das Schreiben zunächst durch das lautgetreue

Schreiben. Da kann dann schon mal „Fert“ geschrieben werden, obwohl

„Pferd“ diktiert wurde. Im Lauf der Zeit lernen die Kinder dann die korrekte

Schreibweise. Interessant wird es, wenn Kinder, die gelernt haben, Deutsch

zu schreiben, plötzlich englische Begriffe oder Namen schreiben müssen. Sie

arbeiten dann auch wieder mit der lautgetreuen Schreibweise. Selbst Abiturienten

und Erwachsene greifen im Zweifelsfall darauf zurück. Anhand eines kleinen

Experiments – für Menschen ab 6, die Schreiben können – zeigen wir, wie unterschiedliche

lautgetreue Schreibweisen durch den Trick einer phonetischen Kodierung

erkannt werden können, so dass Computer „Pferd“ erkennen, selbst wenn

„Vehrt“ geschrieben wurde. Infos: ontonym.de.

(Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den Ausgründungen der Freien Universität:

siehe auch Seite 107)

Peeroskop, Mikro-Monitoring und -Analyse des Internets:

Welche Wege kreuzen Datenpakete, wenn Sie eine Webseite aufrufen? Erreichen

Ihre Anfragen wirklich immer das richtige Ziel? Das Internet ist ein Netz aus

Netzen. Dieses zu durchdringen, ist nicht einfach. In dem Projekt „Peeroskop“

stellen wir einen Internetatlas vor. Wir zeigen Ihnen auch, wie ein Webbrowser

Pakete auf Abwegen erkennt. Infos: peeroskop.realmv6.org/

Multitouch

16.00–0.00 Durchgehende Präsentationen und Experimente

(geeignet für Kinder und Erwachsene)

SAFEST – Wie können wir Massenpaniken verhindern?

Schutz der zivilen Sicherheit? Ja! Überwachungsstaat? Nein, danke! Im Projekt SA-

FEST (Social-Area Framework for Early Security Triggers at Airports) helfen wir, die

zivile Sicherheit mittels Minicomputer zu erhöhen, ohne die Privatsphäre zu verletzen.

Konkret geht es um die Erkennung von Menschenmengen und den unerlaubten

Zutritt zu schützenswerten Bereichen öffentlicher Infrastrukturen. Als Beispiel dient

uns der Flughafen. Infos: safest.realmv6.org.

Schutz für Smartphones – von einem digitalen Immunsystem,

versteckten Hintertüren in Hotspots und der Qual der Wahl:

Mobiltelefone sind Kleinstcomputer und den gleichen Angriffen ausgesetzt wie

normale Computer. Sie sind aber viel schwächer, um sich allein schützen zu können.

Schutz gelingt hier am besten in Kooperation mit anderen Handys. Wir zeigen Ihnen,

was dafür nötig ist.

spline, Linux, Teslaspulenorgeln und Scheckkartencomputer:

Das studentische Projekt Linux-Netzwerke „spline“ beschäftigt sich mit freier

Hard- und Software. Neben allgemeinen Informationen zu diesen Themen stellen

wir einige unserer aktuellen Projekte vor, z. B. eine mehrstimmige Teslaspulen -

orgel und Lowcost-Computing mit Linux auf Scheckkarten-Computern.

Multi-Touch :

Die Arbeitsgruppe „Sichere Identität“ erforscht Sicherheitsprobleme und -lösungen

im Kontext von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien.

Von besonderem Interesse sind Anwendungen, in denen digitale Identifizierbarkeit

oder eben die Nichtidentifizierbarkeit eine Rolle spielen.

© FU, Informatik

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

16.00–0.00 Durchgehende Präsentationen und Experimente

(geeignet für Kinder und Erwachsene)

Ein spannendes Thema sind interaktive Anwendungen auf sog. Multi-Touch-Tischen.

Wir zeigen, wie ein solcher Tisch die Berührungen unterschiedlicher Personen auseinanderhalten

und wie man dies für sicherheitskritische und personalisierte Interaktionen

nutzen kann. Besucher/-innen können dies spielerisch erproben.

Whistleblowers und AdLeaks:

Die Arbeitsgruppe „Sichere Identität“ erforscht Sicherheitsprobleme und Sicherheitslösungen

im Kontext von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien.

Von besonderem Interesse sind Anwendungen, in denen digitale Identifizierbarkeit

oder eben die Nichtidentifizierbarkeit eine Rolle spielen. Wir stellen die

anonyme Whistleblowing-Plattform AdLeaks vor. Sie erlaubt dem Informanten, sicher

und unbeobachtbar Dokumente zu veröffentlichen. Wir erläutern, wie wir Internetwerbung

und Webseiten-Besucher zum Schutz der Whistleblower ausnutzen können.

VIVE – Drahtloses Sensornetz trifft eigene Entscheidungen.

VIVE – Drahtlose Datenübertragung zum Anfassen! ...

und unterstützt so Rehabilitationspatienten ebenso wie das Brückenmonitoring!

Drahtlose Sensornetze können Daten erfassen, vorverarbeiten und zu einer Senke

senden. Mit den in der Freien Universität Berlin entwickelten kooperativen Algorithmen

und besonders effizienten Sensorknoten wird es zudem möglich sein, dass

drahtlose Sensornetze eigene Entscheidungen treffen und diese direkt dem Anwender

als Feedback mitteilen. Solche sensornetzinternen Entscheidungen könnten in

weiterer Zukunft dazu führen, dass diese Sensornetze sich selbst verwalten und z. B.

veranlassen, dass Brücken kurzfristig zu sperren sind oder Patienten bei Übungen

in der Rehabilitation sofort erfahren, dass sie ihre Grenzen überschreiten, wenn sie

weitertrainieren. Die algorithmische Entscheidungsfindung nutzt das Wissen eines

von Experten überwachten Trainings- bzw. Kalibrierungszeitraumes. Somit sind die

Applikationen im laufenden Betrieb weitgehend unabhängig von Spezialisten und

Analysezentren. Das BMBF-geförderte Projekt VIVE stellt die Technologie vor, die im

Bereich des Brückenmonitorings zum Einsatz kommen wird und zeigt Ihnen, wie

Menschen, mit einem Sensornetz bestückt, bei Übungen in der Rehabilitation unterstützt

werden. Infos: www.mi.fu-berlin.de/inf/groups/ag-tech/projects/VIVE/

Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den Ausgründungen

der Freien Universität: siehe auch Seite 107:

16.00–0.00 Green Grass Vision Systems:

Minikameras als nützliche Helfer im Verkehrsalltag

16.00–0.00 Videopräsentation: AutoNOMOS System:

Robotik macht den Straßenverkehr sicherer

Uhrzeit Vorträge (Großer Hörsaal) Referent

18.00 Mathematische Zaubertricks:

Hin und wieder lassen sich mathematische Tatsachen für

über raschende Zaubertricks ausnutzen. Einige Beispiele, in

denen verschiedene mathematische Gebiete eine Rolle spielen,

werden in diesem Vortrag vorgestellt. Dabei wird auch

der Hintergrund – warum klappt es? – erklärt. Vorkenntnisse,

die über den Schulstoff hinausgehen, werden nicht vorausgesetzt.

Die Teilnehmer/-innen können schon während der

Veranstaltung alles selbst ausprobieren. Es empfiehlt sich,

etwas zum Schreiben und ein Kartenspiel mitzubringen.

16.30,

18.45,

21.00

Prof. Dr.

E. Behrends

Wer wird Mathe-Millionär? (mit Quiz, jeweils 60 Min.):

Die Mathematiker behaupten für eine Reihe von Spielen wie Poker, Schach

oder verschiedene Würfelspiele optimale Gewinnstrategien zu wissen.

Fordern Sie sich in dem Spiel „Wer wird Mathe-Millionär“ heraus. Die

Mathematiker der Freien Universität Berlin und die Deutsche-Mathematiker-Vereinigung

(DMV) laden jede Altersklasse ein, den Mathematikern

zu zeigen, dass Intuition und Glück manchmal doch dem geballten Wis -

sen eines Professors überlegen sind!

Zwei Beispielfragen

(die wird es natürlich NICHT in der „Langen Nacht“ geben):

Frage: Was ist eine Hypotenuse?

A: Eine Vermutung B: die längste Seite in einem rechtwinkligen Dreieck

C: ein Teil der Handknochen D: Eine Frau, die sich immer krank fühlt.

Frage: Wie heißt ein Mathematiker, der sich mit Graphen beschäftigt?

A: Graphologe B: Graphiker

C: Graphentheoretiker D: Graphonom

20.00 Wovor wir uns fürchten und was wirklich gefährlich ist:

Was passiert, wenn der Strom ausfällt, die Türen des Supermarktes

sich nicht mehr öffnen und die Lebensmittelversorgung

zusammenbricht? Ein Beispiel für Fragen, die im

Vorraum in einer Umfrage an die Besucher/-innen gestellt

werden. Dr. Lars Gerhold, Leiter des Forschungs forums

Öffentliche Sicherheit, wertet die Ergebnisse der Umfrage

aus und diskutiert mit Ihnen die unterschiedlichen Bedrohungslagen

und die neuesten Erkenntnisse der Sicherheitsfo

rschung. Begleitend dazu stehen am Stand des Forschungsforums

Experten aus verschiedenen Bereichen der

sozialwissenschaftlichen Sicherheitsforschung bereit.

Dr.

L. Gerhold

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Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Programm

Autonomes Modellfahrzeug

© FU, Informatik

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Uhrzeit Vorträge (Großer Hörsaal) Referent

22.15 Wie sicher ist der Cyberspace?:

Dipl.-Inform.

Das Internet ist heute eine kritische Infrastruktur, ohne M. Wählisch

die unsere Welt nicht mehr funktioniert. Doch ab und

zu schrecken uns globale „Internetkatastrophen“ auf.

Das Internet kann in seinem Kern angegriffen werden.

Wie kann ein Schutz dagegen aussehen? Die bekanntesten

Beispiele sind das „Auslöschen von Youtube“

am 25. Febru ar 2008 durch Pakistan Telecom oder

die „Ent führung von 37.000 IP-Netzen“ durch einen

chinesi schen Provider am 12. April 2010.

Kinderprogramm

Science Rallye für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre:

Wissenschaft macht Spaß! An der Freien Universität Berlin kannst Du an

einer spannenden Rallye durch die Physik, Mathematik, Informatik und das

Zuse-Institut Berlin ( ZIB) teilnehmen und tolle Preise gewinnen. Dazu einfach

den Fragebogen an einem der genannten Institute abholen und los geht’s!

(siehe Seite 55)

Dining Philosophers. Können wir uns beim Essen auf Philosophen verlassen?

Auch Philosophen müssen essen. Hier gibt es ein Spiel für vier Personen, bei

dem Kinder ab drei Jahren zu hungrigen Philosophen werden, die nur satt zu

Erkenntnissen kommen. Das Spiel entscheidet, ob alle Philosophen den Sinn

des Lebens erkennen und ob sie jemals herausfinden, was das mit dem iPhone

zu tun hat.

Fußball- Roboter:

Herausforderung und Spaß am Fußballspiel für 60 cm große Roboter.

Eine Attraktion für Groß und Klein!

Außerdem

Eine bambusüberwachsene Cafeteria lädt mit raffinierten Imbissen

und Getränken zum sommernächtlichen Verweilen ein.

Test the Best! Der Fachbereich Mathematik und Informatik präsentiert

seine wissenschaftlichen Arbeiten und Projekte für die Öffentlichkeit!

Ort: Takustraße 9, 14195 Berlin,

Zugang auch Arnimallee 6 und Altensteinstraße 23

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.mi.fu-berlin.de/public/langenacht/lndw2013/programm/

Fußball-Roboter

50


Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

© FU Berlin

Simulation der weltweit stärksten Meeresströmungen bis 100 m Tiefe

Science Rallye

Schnelle Algorithmen –

Schnelle Rechner

Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB)

Das Zuse-Institut Berlin ist ein Forschungsinstitut für anwendungsorientierte

Mathematik und Informatik. Das Motto „Schnelle Algorithmen – Schnelle

Rechner“ prägt unsere tägliche Arbeit: Wir tragen bei zur Lösung hochkomplexer

Probleme in Wissenschaft, Technik, Umwelt oder Gesellschaft – Probleme, die

mit herkömmlichen Methoden nicht gelöst werden können.

In enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und

Gesellschaft entwickeln wir mathematische Modelle und effiziente Algorithmen.

Für unsere Hochleistungsrechner stellen wir hochspezialisierten Service

zur Verfügung.

© Visualisierung: Alexander Kuhn (ZIB),

Daten: Stephan Lorenz (DKRZ, Hamburg)

Uhrzeit

halbstündlich

ab 17.00–23.00

jeweils 30 Min.

Uhrzeit

18.00–18.30

18.30

20 Min.

Präsentationen (Bibliothek)

Der Ursprung des Computers:

Konrad Zuse wird heute fast ein hellig auf der Welt als

Konstruk teur des ersten funktionsfähigen pro grammier -

baren Rechners (Z3, 1941) anerkannt. Solche Maschinen

bezeichnen wir heute als Computer. Mehr als 70 Jahre,

n achdem der erste Computer lief, präsentiert Prof. Dr.

Horst Zuse, Konrad Zuses ältes ter Sohn, dessen Werk mit

einmaligen Fotos und Videos.

Präsentationen (Hörsaal)

Schöner durch Mathematik?

Wie schaffen es Chirurgen, die Kopfform auch bei schweren

Schädelverletzungen wieder herzustellen? Warum gelingt

es ihnen manchmal und manchmal nicht? Und wie können

moderne mathematische Methoden helfen, die Zukunft

schöner zu gestalten? Um Antworten auf diese Fragen zu

erhalten, folgen wir dem imaginären Unfallopfer George.

Von der Implantatplanung bis zu Georges Entlassung werden

wir den Ärzten über die Schultern schauen und verstehen,

wo heutzutage die Grenzen des Möglichen liegen und wie

diese Grenzen mithilfe angewandter Mathematik verschoben

werden können.

Tontafel vs. Magnetspeicher:

Wie dauerhaft sind digitale Medien?

Die umfassende Digitalisierung im 21. Jahrhundert erfordert

neue Umgangsformen mit Bildern und Texten. Wo früher

lediglich Vergessen und Säurezerfall über die Jahrhunderte

die kulturellen Errungenschaften bedrohten, altern heute

Datenformate und Speichertechniken erheblich schneller.

Wir geben Hilfestellung.

• Wie archiviere ich meine digitalen Fotos?

• Wie lange kann ich meine E-Mails noch lesen?

• Soll ich meinen alten Rechner doch noch aufheben?

Antworten auf diese und ähnliche Fragen gibt das Team der

Langzeitverfügbarkeit. Anhand erhaltener Artefakte aus

der digitalen Ver gangenheit der letzten 50 Jahre werden die

Vergänglichkeit aktueller Technologien demonstriert und

Alternativen dazu aufgezeigt. (Hörsaal und Foyer)

Programm

51


Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Uhrzeit

19.00–19.30

21.00–21.30

22.00–22.30

23.00–23.30

Präsentationen (Hörsaal)

Entwicklung neuer Schmerzmedikamente am Computer: Der AG

Computational Molecular Design ist es in Koopera tion mit der Charité

ge lungen, ein neues Opioid zu ent wickeln. Opioide (wie z. B. Morphin)

sind starke Schmerzmittel, mit leider auch gefährlichen Nebenwirkungen

wie Atemstillstand und Sucht. Computersimulationen helfen, diese zu

minimieren. Der neue Wirkstoff wirkt lediglich am Ausgangspunkt des

Entzündungsschmerzes, wodurch Nebenwirkungen möglichst ausgeschlossen

werden sollen. Nachdem der Stoff am Computer entwickelt

wurde, konnte er chemisch synthetisiert und im Labor getestet werden.

Zurzeit werden mit dem Wirkstoff eine Reihe klinischer Untersuchungen

an der Charité durchgeführt. Die ersten Versuche sind vielversprechend.

Vom Regenbogen zur Nanooptik: Wir sind umgeben von Wellen:

Wasserwellen, Schallwellen, Radiowellen, Röntgenwellen. Deren Ausbreitung

resultiert in beeindruckenden Naturphänomenen, wie dem

Regenbogen genauso wie dem Klang einer Glocke. Will man Wellenprozesse

verstehen und sie für Technologie, Biologie oder Medizin

nutzbar machen, muss man sie berechnen können. Obwohl z. B. die

Ausbreitung von Licht wunderbar einfachen Gesetzen folgt, stößt deren

klassische Auswertung ganz schnell an ihre Grenzen. Warum das so ist,

wird im Vortrag klar; und auch, wie es durch das Zusammenspiel leistungs

fähiger Computer und moderner mathematischer Methoden

gelingt, diese Grenze zu überwinden und Experimente mit virtuellen

Wellen im Computer durchzuführen.

Risikobewertung von Spurenstoffen im Wasserkreislauf durch Molekülsimulationen:

Sind Computersimulationen zur Beschreibung makromole

kularer Prozesse geeignet? Eine optimistische Antwort auf diese

Frage liefert die AG Computational Molecular Design des Zuse-Instituts.

Dabei wird das Augenmerk auf die Bewertung gesundheitlicher Risiken

gerichtet, die von neuartigen Spurenstoffen im Trink- und Abwasserkreislauf

ausgehen.

Vom Licht zum Strom – Die Optik von Solarzellen: Die Solarenergie ist

ein wesentlicher Baustein der geplanten Energiewende in Deutschland.

Insbesondere die Photovoltaik soll ein Eckpfeiler der Energieversorgung

der Zukunft sein. Wir verfolgen den Weg des Lichtes von der Sonne bis

ins Innere der Solarzellen auf unseren Hausdächern. Mithilfe von Computersimulationen

schauen wir in das Innenleben von Siliziumdünnschichtsolarzellen

und untersuchen Möglichkeiten, mit Nanotechnologie

die optische Effizienz zu verbessern.

Uhrzeit Wettbewerbe & Zum Mitmachen Raum

16.00–0.00 Schiebepuzzle – Computer vs. Mensch: Treten Sie im Schiebepuzzle

gegen unseren Supercomputer an und finden Sie

Foyer

die beste Lösung! Anhand einfacher Beispiele zeigen wir, wie

sich Computer und Menschen beim Lösen von Problemen

unterscheiden. Im Projekt MR-Search entwickeln wir Verfahren

zum effizienten Lösen komplexer Probleme, die von

Men schen nicht mehr exakt gelöst werden können. Schiebepuzzle

kennt jedes Kind – aber wissen Sie auch, dass maximal

81 Züge nötig sind, um ein Schiebepuzzle zu lösen? Während

wir Menschen froh sind, wenn wir überhaupt eine Lösung

haben, ist es unheimlich schwer, die beste zu finden. Der

Com puter kann das viel besser als wir, braucht aber auch einen

komplizierten Algorithmus und sehr viel Speicher dafür.

16.30–17.30 Wo Fangesänge wirklich helfen : Spiel und Spaß in 3-D,

Eure Fußballmannschaft soll gewinnen! Feuert sie durch Hörsaal

Rufen und Schreien an. Der Torwart hört auf Eure Stimme.

20.00–21.00 Wissenschaft im Wettstreit – Science Slam@ZIB: Vier

junge Wissenschaftler stellen in je 10 Min. ihr Thema vor. Hörsaal

Sie bringen überraschende Themen aus der Mathematik

und Informatik auf die Bühne. Im Anschluss haben die Zuschauer

die Gelegenheit, den besten „Slammer“ zu küren.

Uhrzeit

ab

16.30–23.45

alle 45 Min.,

jew. 30 Min.

Uhrzeit

stündlich

18.15–23.15

jew. 40 Min.

Interaktiver Vortrag (Studio da Vinci)

3-D- Wissenschaftskino: Mit modernen Visualisierungsverfahren

und Computergrafik gewinnt man Einsicht in Zahlenberge oder

macht Forschungsergebnisse verständlicher. Auf einer 10 m breiten

3-D-Leinwand machen wir Wissenschaft erlebbar!

Führung (Seminarraum)

Norddeutscher Hochleistungsrechner: Tief unten im Keller des ZIB

hilft der norddeutsche Supercomputer den Forschern bei der Suche

nach Antworten auf komplexe wissenschaftliche Fragestellungen. Neben

aktuellen Anwendungen präsentiert die Führung auch einen Blick zurück

auf mehr als 25 Jahre Computergeschichte. Der Supercomputer im

ZIB arbeitet im Verbund mit seinem Zwillingssystem an der Leibniz-

Universität Hannover mit insgesamt über 25.000 Prozessorelementen.

In der Rechnerführung wird neben ehemals am ZIB betriebenen Supercomputern

auch ein von der Zuse KG gebauter Z25 gezeigt.

52


Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Experimente, Demonstrationen (durchgehend, Foyer)

Datenübertragung – Megaschnell in Zeitlupe: Vorgestellt wird das Berliner

Wissenschaftsnetz BRAIN, in dem über Glasfasern große Datenmengen

schnell über große Entfernungen ausgetauscht werden. An einem einfachen

Versuchsaufbau kann man eine kurze Nachricht über eine Glasfaser übertragen

und sich praktisch mit Themen wie Kodierung/Dekodierung, Datenübertragung

und Fehlerbehandlung beschäftigen.

Ausfallsicherheit im Cloud-Dateisystem XtreemFS durch Replikation: Die

Cloud als Datenspeicherort verspricht, dass Daten trotz Ausfällen dank zusätzlicher

Kopien (Replikate) immer verfügbar sind. Wir präsentieren dazu unsere

Forschungsergebnisse anhand eines Live-Systems. Besucher/-innen können

am Stand sprichwörtlich den Stecker ziehen und beobachten, wie das System

automatisch auf eine andere Kopie wechselt. Dabei erklären wir, was im Hintergrund

passiert und gehen auf das fundamentale Problem der Datenkonsistenz

ein. Man kennt dieses aus dem Alltag: Wird eine Datei auf mehreren Rechnern

bearbeitet, so ist es schwierig, im Nach hi nein die verschiedenen Versionen

wieder zusammenzuführen. Wir zeigen die theoretischen Grenzen zwischen

Konsistenz und Verfügbarkeit und geben anschauliche Beispiele dazu.

Was summt denn da? Computergestützte Verfahren zur Klassifizierung von

Tier arten gewinnen immer stärkere Bedeutung. Wir präsentieren unser Verfahren

Symbolic Fourier Transformation (SFA) zur automatischen Klassifizierung

von Audio aufnahmen von Insekten. Können auch Sie Insekten anhand ihrer

Geräusche unterscheiden? Finden Sie es bei uns heraus! Durch Insekten

werden tödliche Krankheiten übertragen und Ernte im Wert von Milliarden Euro

jedes Jahr zerstört. Nütz liche Insekten, insbesondere Bienen, sind unerlässlich

für die Bestäubung von Agrarpflanzen wie Getreide, Mais oder Obstund

Gemüsesorten. Durch die Einteilung in nützliche und infektiöse

Insektenarten können Leben gerettet werden.

Informationsstand (durchgehend, Foyer)

Malen nach Zahlen: Lassen Sie sich vom Computer porträtieren und lernen

Sie ganz nebenbei das Traveling-Salesman-Problem kennen.

Kinderprogramm

Science Rallye für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre: Wissenschaft macht

Spaß! An der Freien Universität Berlin kannst Du an einer spannenden Rallye

durch die Physik, Mathematik, Informatik und das Zuse-Institut Berlin (ZIB)

teilnehmen und tolle Preise gewinnen. Dazu einfach den Fragebogen an einem

der genannten Institute abholen und los geht’s! (siehe Seite 55)

Programm

Rekonstruktion eines Nautilus-Phragmokons aus einer Mikro-CT-Aufnahme

3D-Modellierung eines

neuronalen Netzwerks im

Barrel Cortex der Ratte

© Visualisierung:

Vincent Dercksen (ZIB),

Daten: Marcel Oberländer

(MPI für biologische

Kybernetik, Tübingen)

Ort: Takustraße 7, 14195 Berlin, Zugang auch Arnimallee 6

und Altensteinstraße 23, Haupteingang Rundbau

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.zib.de

© Visualisierung: Stefan Zachow, Ulrike Homberg (ZIB),

Daten: R. Hoffmann (Ruhr-Universität Bochum)

53


Fliegende Archäocopter, Fahrzeug ohne Mensch, Sicherheit zu Hause und im Cyberspace: Mathematik und Informatik

Kurse zur Medienkompetenz am Hochschulrechenzentrum

der Freien Universität Berlin

Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung (ZEDAT)

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Mit der rasanten Entwicklung im gesamten Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik

haben sich auch die Aufgaben des Universitätsrechenzentrums

erweitert und qualitativ verändert. Heute stellt die ZEDAT, neben der eigentlichen

IT-Infrastruktur der Freien Universität, Hochleistungsrechner für die

Forschung genauso bereit, wie öffentliche PC-Arbeitsplätze für Studierende.

Weltweite Videokonferenzen werden routinemäßig im Videokonferenzraum der

ZEDAT durchgeführt und es ist möglich, sich vom gesamten Campus aus kabellos

mit dem Internet zu verbinden. Nicht zuletzt wird dafür gesorgt, dass die Studierenden

der Freien Universität Berlin professionell in allen Bereichen der IT- und

Medienkompetenz ausgebildet werden. Wir möchten Sie einladen, an einem

unserer Workshops teilzunehmen.

Programm

Uhrzeit Computer-Workshops Raum

16.30–18.00,

18.30–20.00

16.30–18.00,

18.30–20.00

21.00–22.30

HTML-Kurs für Einsteiger/-innen –

So erstelle ich meine eigene Internetpräsenz

Präsentationen mit PowerPoint –

Gut präsentiert ist halb überzeugt

PhotoShop-Kurs –

Tipps und Tricks für raffinierte Effekte

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 16.00–22.30 Uhr b

Infos: www.zedat.fu-berlin.de/Home

Schirokko

JK 26/139

Sahel

JK 26/133

Sahel

JK 26/133

Studentinnen

© Sebastian Bennecke

54


Kinder entdecken Naturwissenschaft und Technik

© FU Berlin

Science Rallye für Kinder und

Jugendliche bis 14 Jahre

Fachbereiche Physik, Mathematik und Informatik,

Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin

© FU-Berlin

Science Rallye

Plan der Science Rallye

Mach mit! Die Rallye führt durch das Konrad-Zuse-Zentrum Berlin und durch die

Fachbereiche Physik, Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin.

Erlebe unsere Fußball-Roboter in Aktion, staune über die Herstellung von Speiseeis

mit flüssigem Stickstoff, besichtige einen der leistungsfähigsten Computer der Welt

und tauche ein in die Welt der Mathematik! Du musst acht Fragen beantworten, in

der Art von „Wie viel Gramm wiegt das Computergehirn eines Fußball-Roboters?“

Du holst Dir einen Teilnahmebogen an einem der vier Institute und los geht

die Suche nach den Ständen und Antworten! Die Lösungen trägst Du bis Sonntag

12.00 Uhr ein.

Alle Teilnehmer/-innen erhalten einen kleinen Mitmachpreis und eine Teilnahmeurkunde.

Am Sonntag ab 12.00 Uhr stehen die Namen der Gewinner/-innen

jeder Altersgruppe (bis 10 sowie 11 bis 14) im Internet. Sie werden zusätzlich

per Mail benachrichtigt und können sich einen der zur Verfügung stehenden

Gewinne aussuchen (siehe Webadresse).

16.00–0.00 Science Rallye – Dauer ca. zwei Stunden

Aber: Es gibt unterwegs viel zu sehen! Kein Problem, dann dauert es etwas länger.

Orte: Takustraße 9 ( Informatik)/Takustraße 7 (Zuse-Zentrum Berlin), /

Arnimallee 6 (Mathematik)/Arnimallee 14 (Physik), 14195 Berlin /

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.mi.fu-berlin.de/public/langenacht/lndw2013/sciencerallye.html

Programm

55


Kinder entdecken Naturwissenschaft und Technik

NaWi(e) FUNtastisch – KieWi-Kinder zeigen’s anderen Kindern.

Experimenteller Mitmach-Kurs für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren

Institut für Chemie und Biochemie | Didaktik der Chemie

In unserem Mitmach-Kurs „Nawi(e) FUNtastisch“ geben wir euch Gelegenheit, als

Forscherinnen und Forscher aktiv zu werden.

Wir laden euch zu einer Reise durch unser „Nawi(e) FUNtastisches Labor“ ein, in

dem ihr selbständig experimentieren könnt. Angeleitet werdet ihr von den „Jungen

Forscherinnen und Jungen Forschern“, also Kindern, die seit fast zwei Jahren an den

KieWi & Co.-Experimentierkursen der Didaktik der Chemie teilnehmen.

Wir laden euch herzlich ein und freuen uns auf euren Besuch!

© Didaktik der Chemie

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

Programm

Uhrzeit Kinderprogramm

16.00–17.00 1. Reise durch unser FUNtastisches Labor

17.30–18.30 2. Reise durch unser FUNtastisches Labor

Achtung nur mit Voranmeldung! Teilnahmebeschränkung wegen begrenzter

Experimentierplätze – 25 Kinder pro „FUNtastische Reise“.

Anmeldung: bitte telefonisch bis Donnerstag, 6. Juni 2013, im Sekretariat

Didaktik der Chemie: 030/838 56 708 (Anmeldungen per Mail oder Fax können

nicht werden.)

Ort: Takustraße 3, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–18.30 Uhr b

Infos: www.chemie.fu-berlin.de/didaktik

Kinder beim Experimentieren in der Didaktik der Chemie

56


FU.MINT-Lehrerbildungsinitiative an der Freien Universität Berlin

FU.MINT – „Lehrerbildung neu denken“

Lehrerbildung an der Freien Universität Berlin

Mit der MINT- Lehrerbildungsinitiative der Deutschen Telekom Stiftung verbessert

die Freie Universität Berlin die Ausbildung der zukünftigen Lehrkräfte in

den Fächern Mathematik (M), Informatik (I), Naturwissenschaften (N) unter Berücksichtigung

des Bereichs Technik (T). Weitergehende Informationen zum

Projekt finden Sie auf dessen Homepage: www.fu-berlin.de/mint-lehrerbildung.

Beteiligte Einrichtungen:

· Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie | Grundschulpädagogik,

· Fachbereich Mathematik und Informatik | Didaktik der Mathematik,

· Fachbereich Physik | Didaktik der Physik,

· Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie | Didaktik der Biologie.

© FU.MINT

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie

Arbeitsbereich Grundschulpädagogik

18.00–22.00 Ausstellung (JK 24/140, Flurbereich, 15 Min. Aufenthalt empfohlen)

FU.MINT – Lehrerbildungsinitiative an der Freien Universität Berlin: Posterausstellung

zu FU.MINT – Lehrerbildung neu denken. Lehramtsstudierende profitieren

in den Bereichen Mathematik (M), Informatik (I), Naturwissenschaften (N)

und Technik (T) von einer reformierten Studieneingangsphase, in die Ausbildung

integrierten Schülerlaboren und dem neuen Fach Integrierte Naturwissenschaften

für die Grundschule (unterstützt durch die Deutsche Telekom Stiftung).

stündlich 18.00–21.00 Präsentation (Raum K 24/11, jeweils 50 Min.)

FU.MINT – Die Aneignung epochaler naturwissenschaftlicher Konzepte

und eigene Forschung von Studierenden: Studierende des Studienfachs

Integrierte Naturwissenschaften für den NaWi-Unterricht in der Grundschule

zeigen Beispiele aus ihren Seminararbeiten.

19.00, 21.00 Vortrag, besonders für Lehrer/-innen

(Raum JK 24/140, jeweils 60 Min.)

FU.MINT – Fruchtbares Fragen und naturwissenschaftliches Arbeiten:

Der Vortrag thematisiert die Logik der Naturwissenschaften. Die Erörterung

naturwissenschaftlicher Methoden mündet in der Vorstellung von drei Phänomen,

Technologie und Theorie vernetzenden Fragestellungen. Ein Verstehen

der Naturwissenschaften aus einem Prinzip heraus soll auch einen Übergang

vom Sach- zum Fachunterricht aufzeigen.

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 18.00–22.00 Uhr b

FAQ: www.fu-berlin.de/mint-lehrerbildung

Programm

57


FU.MINT-Lehrerbildungsinitiative an der Freien Universität Berlin

Programm

Fachbereich Mathematik und Informatik

Didaktik der Mathematik

16.00–0.00 Experimente und Spiele (Raum 07/08)

FU.MINT – Spielen, Schätzen, Staunen: Mathematik mal anders!

Unter diesem Motto erleben die jungen Besucher/-innen das, was die Studierenden

für sie entwickeln! Mit mathematischen Spielen, Experimenten und

Vorstellungsübun gen kann hier dem Spieltrieb freier Lauf gelassen werden.

Was verbirgt sich hinter den Schätzkarten, wie wird aus zwei Ringen ein Quadrat

und wo hilft uns Lego beim Verstehen der Mathematik?

Ort: Arnimallee 6, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/mint-lehrerbildung

© FU.MINT

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

Fachbereich Physik

Didaktik der Physik

16.00–0.00 Experimentierstation (OG vor Brücke)

FU.MINT – Physik für Grundschulkinder:

Viele kleine Mitmach-Experimente – zusammengestellt und betreut von den

Studierenden des neuen Studienfachs „Integrierte Naturwissenschaften“.

17.00 Vortrag, besonders für Abiturient/-innen (Hörsaal A, 45 Min.)

FU.MINT – Moderne Konzepte der Lehrerbildung:

Im Rahmen des Projekts FU.MINT hat die Freie Universität Berlin neue

Konzepte für eine moderne Form der Lehrerbildung in den MINT-Fächern

(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) entwickelt.

Der Vortrag stellt einige dieser Konzept vor und erläutert, warum es sich

heute mehr denn je lohnt, ein MINT-Fach (auf Lehramt oder ganz allgemein)

zu studieren.

Ort: Arnimallee 14, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/mint-lehrerbildung

Lehrerbildung an der Freien Universität Berlin

Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie

Didaktik der Biologie

16.00–0.00 Präsentationen & Zum Mitmachen

FU. MINT – Faszination Falter – Seidenspinner in nächtlicher Mission:

Präsentationen und Aktivitäten zum Mitmachen sowie Untersuchungen mit Lupe,

Binokular und Mikroskop; des weiteren Plakate, Lernspiele, Kurzfilm.

Ort: Königin-Luise-Straße 12–16, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/mint-lehrerbildung

58


Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

INA – Über Grenzen hinweg interkulturell

handeln, forschen und entwickeln

Internaonale Akademie (INA)

für innovav e Pädagogik,

Psychologie und Ökonomie gGmbH

an der Freien Universität Berlin

Die gemeinnützige INA ist ein Zusammenschluss von inzwischen 21 Instituten.

Sie führt Entwicklungs-, Praxis- und Forschungsprojekte, Fort- und Weiterbildungen

durch und arbeitet national und international an der Entwicklung eines

interdisziplinären Diskurses zwischen Pädagogik, Psychologie und Ökonomie.

Die INA folgt der Idee des sozialen Unternehmertums:

· Forschung und Bildung sollten unternehmerische Erfahrungen nicht ausschließen,

sondern fördern.

· Was erwartet Sie? Das Berliner Bildungsprogramm für Qualitätsentwicklung

in Kitas (BeKi), das Youth Empowerment Partnership Programme (YEPP) für

Jugendbeteiligung (ICE), der Situationsansatz in Kitas und Grundschulen (ISTA),

der europäische Masterstudiengang für Kinderrechte (EMCR) sowie internationale

Kulturstudien und -darbietungen (S.A.C.S.).

Beteiligte INA-Institute:

· Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi),

· Institut für Community Education (ICE), Institut für den Situationsansatz (ISTA),

· Institut für Internationale Studien zu Kindheit und Jugend (ISCY/EMCR) und

· Projekt S.A.C.S.

16.00–0.00 Ausstellungen verschiedener INA-Institute (Raum K 23/11)

„School for Life“

INA – Über Grenzen hinweg interkulturell handeln, forschen und entwickeln

© INA

Uhrzeit

16.00, 18.00

jew. 45 Min.

16.00–17.00

17.00, 19.00

jew. 45 Min.

Uhrzeit

16.00

16.15–18.00

20.00–22.00

22.00–0.00

Uhrzeit

16.00–22.00 Präsentationen,

Filme, Diskussionen

Berliner Bildungsprogramm –

Qualitätsentwicklung in Kitas (BeKi)

YEPP – Jugendbeteiligung zum Anfassen (ICE)

Der Situationsansatz in der Arbeit mit Kindern

und Familien (ISTA)

16.00–0.00 Kinderrechte in internationalen

Kontexten (ISCY, Ausstellung: Raum K 23/11)

Eröffnung (ISCY/EMCR)

„Out of place“ zu Migration in Nordafrika

(Miriam Funk, Film und Diskussion)

Kinderrechte in internationalen Kontexten: „Kinderpartizipation

in verschiedenen Kontexten – Beispiele

und Probleme der Umsetzung in Deutschland und anderen

Ländern“. Film von Antje Bretschneider „Kleine

Giganten“ über Kinderpartizipation in Nicaragua mit

anschließender Diskussion. (Prof. Dr. M. Liebel, Vortrag

mit Film und Diskussion, ISCY/EMCR)

„l’excision“ Beschneidung – eine Burkinische Sicht

(Johanna Richter, Film und Diskussion, ISCY/EMCR)

16.00–0.00 Kulturen mit allen Sinnen erleben!

(S.A.C.S., Räume K 24/10, KL 24/105)

Raum

K 23/11

K 24/11

K 23/11

Raum

JK 24/140

JK 24/140

K 23/11

JK 24/140

Raum

Interkulturelle Geruchsstudie – Studie zum Erkennen von

Icons, Ihr Name in einer anderen Schrift!

17.00 „Wahrnehmung und Interpretation von Produktwerbung“

(Ausstellungseröffnung und stündlich Führungen)

18.00–20.00

20.00–20.30

20.30–21.30

21.30–22.00

22.00–0.00

Jiddischer Abend mit Vorträgen und Musik

Hawdalah-Zeremonie (Demonstration)

S.A.C.S. und die UNO (Dokumentation)

Was ist Kultur? (Vortrag)

Ethnographische Filmnacht

K 24/140*

K 24/140*

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.ina-fu.org

* Innenhof, bei Regen im Raum

Programm

59


Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

NatLab: Ein Schülerlabor des Fachbereichs

Biologie, Chemie, Pharmazie und das

Grundschulprojekt TuWaS! stellen sich vor

© Bernd Wannenmacher

Schülerin mit Schmetterlingsraupe

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

Die Freie Universität Berlin möchte mit dem NatLab und dem TuWaS!-Projekt

Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik wecken und so auf lange

Sicht eine Grundlage für eine breite naturwissenschaftliche und technische

Bildung schaffen.

NatLab

Über das selbständige Experimentieren möchte das NatLab Grund- und Oberstufenschüler/-innen

für die Naturwissenschaften begeistern. Das Mitmach- und

Experimentierlabor NatLab bietet dafür Experimentzyklen an, die durch den

hohen apparativen Aufwand in der Schule nicht möglich sind, aber eine gute Unterstützung

des Schulcurriculums darstellen. Durch den Veranstaltungsort „Universität

gibt das NatLab einen Einblick in die Universitätsatmosphäre und reduziert

so die Berührungsangst zwischen Schule und Universität. Einen Teil dieser

NatLab-Experimente stellen wir Ihnen vor und laden Sie herzlich ein, mit uns

zu experimentieren.

Der Sonderforschungsbereich 765

„Multivalenz als chemisches Organisations- und Wirkprinzip“

Ob altrömischer Glasbecher oder mittelalterliche Kirchenfenster: Nanotechnologie

wurde unbewusst schon früh beim Glasschmelzen verwandt. In einem

Versuch aus dem Schülerprogramm des Sonderforschungsbereichs können sich

Schüler/-innen als Nanoforschende betätigen. Diese Nanopartikel sind wichtige

Arbeitspferde in der derzeitigen Forschung – antike und aktuelle Nanotechnologie

zum Anschauen!

TuWaS! Technik und Naturwissenschaften an Schulen

TuWaS! ermöglicht Grundschulkindern forschendes Lernen im Klassenraum des

Naturwissenschafts- oder Sachkundeunterrichts. Die Kinder können dabei eigenständig

in Kleingruppen arbeiten. Sie üben damit Teamarbeit, lernen zu dokumentieren,

zu diskutieren und eigenständig Probleme zu lösen. In der „Langen Nacht“

können Experimente aus der Einheit „Bewegung & Konstruktion“ durchgeführt,

Schmetterlinge gebastelt werden. Eltern und Lehrkräfte können sich das Unterrichtsmaterial

ansehen und sich über das Projekt informieren.

Programm

16.00–22.00 Präsentation und Experimente (vor dem Hörsaal)

• Chemische und biologische Experimente am Stand des Schülerlabors NatLab

• Experimente aus dem Sach- und Nawi-Unterricht mit TuWaS!:

Schmetterlingsparcours, Bau von Rennwagen

Ort: Fabeckstraße 34–36, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–22.00 Uhr b

Infos: www.tuwas.fu-berlin.de/, www.natlab.de/, www.sfb765.de/

60


Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

Naturwissenschaftliches Argumentieren in der Grundschule.

Einblicke in deutsche, taiwanesische und australische Klassenzimmer

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie | Grundschulpädagogik/Bildungsforschung Primarstufe

Ob mittels Smartboard und Mikrophon wie in Taiwan oder in Aktion, aber streng

nach fertigen Unterrichtsplänen wie in Australien – die Lernziele des naturwissenschaftlichen

Unterrichts sind weltweit durchaus vergleichbar. Dazu zählt über die

Aneignung von Fachwissen hinaus auch, naturwissenschaftlich argumentieren

zu lernen. Während die Lehrpläne sich global zunehmend gleichen, prägen unterschiedliche

Lernkulturen jedoch die lokale Umsetzung.

In der video-ethnographischen Studie EQUALPRIME (Exploring quality primary

education in different cultures: A cross-national study of teaching and learning

in primary science classrooms) gehen Forscher der Arbeitsstelle Bildungsforschung

Primarstufe gemeinsam mit Teams aus Australien und Taiwan der Frage nach,

wie naturwissenschaftliches Denken in der Grundschule gefördert wird. In

dem Vortrag werden aktuelle Ergebnisse der Studie anhand von Unterrichtsbeispielen

vorgestellt.

© Arbeitsstelle Bildungsforschung/Primarstufe

18.00, 20.00 Vortrag und Präsentation zum Thema

(jeweils 60 Min., Raum JK 24/140)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 18.00–21.00 Uhr b

Infos: www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/abp

Programm

Klassenzimmer in Taiwan

61


Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

Intermediale Leseförderung und

interkulturelle Freizeitaktivitäten

für Kinder

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Grundschulpädagogik/Deutsch

© Grundschulpädagogik/Deutsch

Leseförderung durch Kinderbücher

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

Leseförderung durch Kinderliteratur – intermedial

Die frühe Begegnung mit Geschichten leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag

zur Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, sie gilt darüber hinaus auch als ein

zuverlässiger Hinweis auf eine erfolgreiche Schullaufbahn.

Kinder lernen heute Geschichten häufig zuerst durch Hörkassetten, durch das

Fernsehen oder durch Computerspiele auf CD-ROM kennen. Bildungswirksam

sind diese ganz unterschiedlichen Medienerlebnisse vor allem in dem Maße, in

dem sie (auch) Erfahrungen mit einer Sprachverwendung jenseits des Hier und

Jetzt und die Begegnung mit konzeptioneller Schriftlichkeit mit einschließen.

In unserer Präsentation eines breiten Spektrums aktueller Kinderbücher und

anderer Kindermedien möchten wir aufzeigen, wie mediale Vielfalt im Sinne einer

umfassenden Literacy-Förderung durch entsprechende Lernarrangements und

gezielt ausgewählte Anregungen und Anlässe des Erzählen- und Lesenlernens,

ebenso wie des Texteverfassens fruchtbar gemacht werden kann. Vorgestellt

werden (Bilder-)Buchgeschichten und dazugehörige audio-visuelle und hypermediale

Adaptionen, einschließlich sog. „Interactive-Books“. Darüber hinaus gilt

mehrsprachigen Medienangeboten für jüngere Kinder besondere Aufmerksamkeit.

Anhand erfolgreicher didaktischer Projekte werden konkrete Möglichkeiten

„intermedialer Leseförderung“ in Familie und Schule anschaulich gemacht.

Nightingale Berlin:

Grundschüler treffen Studierende

Nightingale Berlin organisiert Begegnungen zwischen Studierenden und Grundschulkindern

zur Gestaltung gemeinsamer Freizeitaktivitäten. Die Begegnung

und regelmäßige Freizeitgestaltung möchte Kindern Zugänge zu sprachlich differenzierter

Kommunikation im außerschulischen Bereich sowie zum Austausch

über eine mögliche weiterführende Bildungslaufbahn bieten.

Wir stellen unser Mentoren-Projekt Nightingale Berlin vor und zeigen mit einer

Präsentation anschaulich den Ablauf eines achtmonatigen Durchgangs. Exemplarisch

am aktuellen Jahresplan werden vom Nightingale-Team zusammengestellte

Aktivitäten vorgeführt. Hinzu kommt ein Einblick in die Ideen, die die Tandems

selbst für ihre wöchentlichen Unternehmungen entwickeln.

Wir laden dazu ein, einen Blick zu werfen in Begegnungen der besonderen Art.

Wir teilen außerdem unsere Ideen zu interessanten Freizeitaktivitäten, kulturellen

Exkursen sowie ausgesuchten Büchern für Grundschulkinder. Begleitend wird

verdeutlicht, was die Ziele des Mentorenprojekts sind und wie diese im Programm

umgesetzt werden.

Infos: www.nightingale-projekt.de

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Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

Spielerisch Rechnen lernen, entdecken und hinterfragen.

Unterhaltsame und spannende Beispiele aus der ( Grundschul)- Mathematik

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie | Grundschulpädagogik/Mathematik

Grundschulpädagogik/Deutsch

16.00–20.00 Präsentationen und Informationen zu beiden Projekten

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 16.00–20.00 Uhr b

Infos: www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/

grundschulpaed/2_deutsch/

Programm (KL 23/123)

Rechnen lernen ist grundlegend für die mathematische Schullaufbahn von Kindern.

Das fällt manchen Kindern schwerer als anderen. Studierende stellen Lernspiele

für Kinder vor, denen das Rechnen lernen schwer fällt.

Mathematik ist die Wissenschaft der Muster und Strukturen. Studierende zeigen

an spannenden und unterhaltsamen Mitmachstationen, was Origami (Papierfalten),

Zaubertricks und Muster wie Mandalas oder Parkettierungen mit Mathematik zu

tun haben.

Grundschulpädagogik/Mathematik

16.00–20.00 Zum Mitmachen

Spiele für Kinder, denen das Rechnen lernen schwer fällt, und Rätsel,

Zaubertricks und Knobeleien aus der Mathematik

16.00–19.00 Vorträge (stündlich, jeweils 10 Min.)

Rechnen lernen, wie geht das?

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 16.00–20.00 Uhr b

Infos: www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/

grundschulpaed/3_mathematik/

KL 23/121a

Spielerisch Rechnen lernen

63

© Grundschulpädagogik/Mathematik


Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz

stellt sich als Lernort „Nachhaltigkeit lernen“ vor

Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft | Forschungszentrum für Umweltpolitik

© Karola Braun-Wanke

Solarenergie selbst machen bei der SchülerUni

Biomasse der Kartoffel

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

Wie kommen Raps und Sonne in den Tank? Und wie Wind und Kuhmist in die

Steckdose? Was haben Konsum und Lebensstil mit unserer Zukunft zu tun? Und

wie können wir unsere Welt langfristig gerecht und nachhaltig gestalten? Um diese

und andere zukunftsrelevante Fragen rund um die Themen Nachhaltigkeit + Klimaschutz

dreht sich alles bei der SchülerUni. Wir öffnen unsere Hörsäle, Labore,

Solardächer, die Wetterstation, die Mensa und den Botanischen Garten und machen

für 5.- und 6.-Klässler sowie deren Lehrkräfte praktisch erlebbar, was hinter den

abstrakten Begriffen Nachhaltigkeit und Klimaschutz steckt. Ziel des einwöchigen

Programms aus 55 interaktiven Mitmachworkshops und -vorlesungen ist es, den

Schüler/-innen die Themen im Zusammenhang mit ihren gewohnten Lebensund

Konsumstilen bewusst zu machen und mit ihnen Handlungsmöglichkeiten

im (Schul-)Alltag zu entwickeln.

Programm

16.00–17.15, 17.15–18.30 Workshop (Raum L 115)

Wie sieht die Energie der Zukunft aus? Wo steckt Energie eigentlich überall

drin? Und was haben Schokolade und Energie gemeinsam? Gibt es Alternativen

zu Kohle und Erdöl, die Gesundheit und Klima nicht belasten? Bei uns könnt

Ihr über Energie philosophieren, Energie sortieren, Energie ausprobieren und

überlegen, wie Eure Energie der Zukunft aussieht!

Zielgruppe: ab 4. bis 6. Klasse mit Eltern, Teilnahmebegrenzung: 40 Personen

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Otto-von-Simson-Straße 26

Zeit: 16.00–18.30 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/schueleruni

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Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

Zukunft – studieren, erforschen, gestalten

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung/Institut Futur

Der Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung zeigt Ihnen,

wie er sich mit wahrscheinlichen, plausiblen, möglichen und wünschbaren

Zukünften auseinandersetzt. Sie haben die Möglichkeit, den Masterstudiengang

Zukunftsforschung und Projekte kennen zu lernen, die Innovationen und Trends

der Zukunft zu erforschen, von Computersimulationen bis zu Netzwerkanalysen.

Erfahren Sie, was jeder zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen kann. Für

Speis und Trank ist gesorgt.

Uhrzeit Experimente, Workshops

16.00–0.00 Strom durch Muskelkraft: Treten Sie in die Fahrradpedalen und

treiben Sie mit dem erzeugten Strom eine Modelleisenbahn an.

Lassen Sie sich erklären, wie ein Fahrrad Strom erzeugen kann.

(Experiment, Wettbewerb)

16.00–22.00 Stadt macht satt: Gehen Sie mit Lebensmitteln, die zu schade zum

Wegwerfen sind, auf Tuchfühlung. Seien Sie aktiv mit dabei, wie

diese Schätze mit Kreativität und wenigen zusätzlichen Zuta ten in

neue Köstlichkeiten verwandelt werden. (Workshop)

Uhrzeit

stündlich

16.00–23.00

stündlich

16.15–23.15

stündlich

16.30–23.30

stündlich

16.45–23.45

Präsentationen (durchgehend, jeweils 15 Min.)

Zukunft studieren. Was ist Zukunftsforschung? Der Masterstudiengang

widmet sich der Erforschung von Zukunftsvorstellungen

und Entwicklungsmöglichkeiten. Studierende informieren,

präsentieren Methoden und laden zu Zukunftsworkshops ein.

Die (e-)mobile Zukunft Berlins: In dem Forschungsprojekt

INNO- SIM wurde die Nutzerakzeptanz von Elektromobilität

untersucht. Es werden Ergebnisse der Studien und die Funktionsweise

einer agentenbasierten Simulation vorgestellt.

UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005–2014)

mit dem Jahresthema Mobilität: Die UN-Dekade hat zum Ziel,

jedem die Werte, das Wissen und die Fähigkeiten zur Gestaltung

einer lebenswerten Zukunft zu vermitteln. Sie erhalten Anregungen

für eine nachhaltigere Lebensweise im Alltag.

QuaSi BNE: QuaSi BNE unterstützt die Netzwerkbildung in

Kommunen und bietet ein bedarfsgestütztes Qualifizierungsund

Beratungsangebot. Netzwerkmanagement und -analyse

sind zentrale Komponenten des Projekts.

16.30, 18.00, 19.00 Forum mit Diskussion (jeweils 45 Min.)

Mobilität weltweit: Interviews via Skype mit Teilnehmer/-innen des ESD Leadership

Trainings zu nachhaltiger Mobilität in Indien (16.30 Uhr), Südafrika (18.00

Uhr) und Mexiko (19.00 Uhr) – in englisch

17.00–21.00 Informationsstand

Was ist Zukunftsforschung – Vorstellung des Masterstudiengangs Zukunftsforschung:

Der Studiengang Zukunftsforschung vermittelt u. a. Wissen und

Techniken zur Erforschung von Zukunftsvorstellungen und Entwicklungsmöglichkeiten

etwa in der Klimaforschung, im Bildungssystem, der politischen

Partizipation und der Technikfolgenabschätzung. Hier können Sie sich informieren,

Antworten auf Ihre Fragen und Anregungen finden.

Ort: Arnimallee 9, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr

Infos: www.institutfutur.de

Programm

65


Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

© NASA

FUture Slam

Programm

Uhrzeit 21.30–23.30 Beiträge des FUture Slam (Hörsaal 1a)

21.30 Klassik 2.0: die digitale Konzerthalle – Dr. P. Moormann, Institut für

Theaterwissenschaft, DFG-Sonderforschungsbereich 626, Teilprojekt

B4: Ästhetische Diversifikation als Zukunft der Musik?

21.45 3D – Drucke Dir die Welt, wie sie Dir gefällt – F. Reichle, Fachbereich

Mathematik und Informatik, Mathematische Geometrieverarbeitung

22.00 Die Zukunft von Männlichkeit – M. Hartl, M.A., Fachbereich Philosophie

und Geisteswissenschaften; D. Henschel, Studentin der Deutschen

Philologie

22.15 Umwelt(un)gerechtigkeit am zukünftigen Willi-Brandt-Flughafen –

Dr. G. F. Kaufmann, John F. Kennedy Institut für Nordamerikastudien,

Abteilung Soziologie, und J. Seidel, Dipl.-Geogr., Institut für Geographische

Wissenschaften

22.30 Von der Kladde zum Tablet: Forschung in Zeiten des Internets –

Dr. F. Hauer, COO und Mitbegründer des digitalen Laborbuches labfolder,

Gewinner des Science4Life Venture Cup, Ausgründung profund

23.00 Archaeopteryx – ein fliegender Archäologe – M. Lindner, M.Sc.,

Fachbereich für Mathematik und Informatik, Informatik am Lehrstuhl

für Künstliche Intelligenz

23.15 Design Thinking – Die Zukunft menschlich gestalten –

D. Weigend, B.A., Student im Masterstudiengang Zukunftsforschung,

Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung, sowie

weitere Studierende des Masterstudiengangs Zukunftsforschung

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 21.30–23.30 Uhr b

FUture Slam 2013 –

Wissenschaft trifft Zukunft

Verschiedene Fächer der Freien Universität Berlin

„Zukunft von Anfang an“ lautet der Leitspruch der Freien Universität Berlin

„Wissenschaft trifft Zukunft“ ist der Kerngedanke des diesjährig stattfindenden

FUture Slams.

Zahlreiche Wissenschaftler/-innen der Freien Universität Berlin beschäftigen

sich implizit oder explizit mit zukunftsrelevanten Themen. Der FUture Slam

bietet eine Bühne, unterschiedliche, fachspezifische Zukunftsperspektiven dem

Publikum der „Langen Nacht der Wissenschaften“ vorzustellen. Nachwuchs wissenschaftler/-innen

und etablierte Wissenschaftler/-innen der Natur-, Geistes-,

Sozial- und Kulturwissenschaften präsentieren ihre Thesen, Hypothesen und

Möglichkeiten ihrer eigenen Forschungsarbeit in zehnminütigen Beiträgen. Wort,

Bild und Performance stehen dabei als Mittel zur freien Wahl. Wichtig ist, dass

Inhalt und Form gleichermaßen überzeugen wie unterhalten! Denn am Ende

liegt es am Publikum, den „FUture Slam Champion 2013“ zu küren.

Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Gerhard de Haan, Leiter des

Instituts Futur und Initiator des weiterbildenden Masterstudiengangs Zukunftsforschung

an der Freien Universität Berlin.

66


Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

Das Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin stellt sich vor

Zentrum für Weiterbildung

Das Weiterbildungszentrum bietet in rund 800 Veranstaltungen pro Jahr wissenschaftliche

und berufsbezogene Weiterbildung für unterschiedliche Zielgruppen,

vom eintägigen Seminar bis zum mehrjährigen Qualifizierungsprogramm, an.

Zum sechsten Mal präsentiert sich das Weiterbildungszentrum mit einigen Bereichen

aus seinem vielfältigen Angebotsspektrum.

Uhrzeit

Schnuppersprachkurs aus dem Programm

„Sprachen und Kulturen der Welt“ (Raum JK 30/151)

20.00 50 Minuten Chinesisch (H. Mao)

Uhrzeit

17.00

17.00

18.00

18.00

19.00

19.00

20.00

Schnupperworkshops und

Übungen zum Mitmachen

Stimmtraining (Dr. G. Kwiatkowski)

Computersicherheit (P. Kocmann)

Fähigkeiten von Excel am Beispiel Bundestagswahl

(P. Kocmann)

MBSR-Achtsamkeitstraining (A. Harms-Böttcher)

Die ultimativen Geheimnisse guter Präsentationen

(P. Kocmann)

Schlafen Sie gut!? (A. Harms-Böttcher)

Lachyoga (A. Bürger)

Raum

JK 31/202

JK 30/151

JK 30/151

JK 31/202

JK 30/151

JK 31/202

JK 31/202

16.00–21.00 Infostand (Nische vor Raum JK 30/151)

17.00–21.00 Mobile Massage mit Frau Dähndel (Nische vor Raum JK 30/151)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–21.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/sites/weiterbildung/

Programm

Im Unterricht

67

© Zentrum für Weiterbildung


Bildungsprogramme für Nachhaltigkeit, Zukunft, Schule und Freizeit: Schul- und Weiterbildung für Kinder und Erwachsene

Tierschutz im Kinderzimmer – Wie fühlt sich mein Meerschwein?

Zentrale Universitätsverwaltung | Ausbildungsangelegenheiten

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

Bei der „Langen Nacht“ findet ein Workshop zum Thema „Tierschutz im Kinderzimmer“

statt mit anschließender Präsentation. Wir informieren und beraten

Sie speziell über den Ausbildungsberuf zum Tierpfleger und artverwandten

Berufen an der Freien Universität Berlin.

Die Freie Universität Berlin ist eine Hochschule mit den zentralen Aufgaben

Forschung und Lehre. Sie bildet jedoch nicht nur ca. 34.000 Studierende in vielen

wissenschaftlichen Fächern aus, sie hat auch zahlreiche Beschäftigte in Büros

und Laboren, Bibliotheken und Forschungswerkstätten, Tierställen und Verwaltungen.

Unter anderem in diesen Bereichen bietet die Freie Universität

jährlich ca. 40 Ausbildungsplätze an. Die Freie Universität ist daher ein großer

Ausbildungsbetrieb mit eigenen Ausbildungslaboren und -werkstätten sowie

hauptberuflichem Ausbildungspersonal. Sofern die Möglichkeit besteht, werden

Auszubildende nach ihrer Ausbildung übernommen, eine Garantie kann aber

nicht gegeben werden.

Programm

17.30–22.00 Berufsberatung

18.00, 20.00 Workshop

„Tierschutz im Kinderzimmer“ mit anschließender Präsentation

Ort: Königin-Luise-Straße 12–16, 14195 Berlin

Zeit: 17.30–22.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/sites/ausbildung/

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Was macht unser Gehirn? Bildungsforschung und Psychologie

Hirnjogging, Risiko, Emotionen

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Bildungsforschung ist in aller Munde. Wer hat nicht schon von der PISA-Studie

oder anderen empirischen Untersuchungen zum Thema Schule gehört. Der

Begriff „Bildung“ umfasst allerdings weit mehr als Lehren und Lernen in der

Schule. Diese breite Definition des Themas spiegelt ein vielfältiges Spektrum an

Experimenten, Führungen und Vorträgen wider. Um Risiko und Entscheidungsfindung

dreht sich alles bei den Forschungsbereichen „Adaptives Verhalten und

Kognition“ und „Adaptive Rationalität“. Sie brechen eine Lanze für Bauchentscheidungen

sowie die Weisheit der Vielen und machen transparent, wie Entscheidungsfindung

funktioniert.

Was Bewegung mit Denken zu tun hat, thematisiert der Forschungsbereich

„Entwicklungspsychologie“. Können wir unser Hirn trainieren und davon auch

im Alter profitieren und wie untersucht man das eigentlich?

Die „Geschichte der Gefühle“ beleuchtet der vierte Forschungsbereich des

Instituts. Was Gefühle mit Bildung zu tun haben und welche Rolle Emotionen

in unserem täglichen Leben spielten und spielen, ist hier zu erfahren. Weitere

Angebote aus verschiedenen Bereichen des Instituts – vom Naturgarten über ein

Bastelangebot bis zur Architektur inkl. Catering in der Cafeteria des Instituts –

runden das Programm ab.

© David Ausserhofer

Forschungsbereich Adaptives Verhalten und Kognition:

Uhrzeit Vorträge (Vortragssaal) Referent

16.30, 17.30 Ich oder Wir: Überlegungen zu Fairness Prof. Dr.

(jeweils 30 Min.)

Monika Keller

20.00–20.45 Risiko – Wie man die richtigen

Prof. Dr. Gerd

Entscheidungen trifft

Gigerenzer, Direktor

Uhrzeit Experimente zum Mitmachen

(für Kinder und Erwachsene, EG, Foyer)

• Ein Luftballon voll CO2? – Ein Entscheidungsexperiment zum Klimaschutz

im Alltag (mit Spiel, jeweils 10 Min.)

• Egoistisch oder Fair. Wann sind Menschen bereit zu teilen? (jeweils 10 Min.)

• Prinzessinnen und Meerjungfrauen: Ein interaktives Spiel

zu Schlussfolgerungen unter Unsicherheit (jeweils 5 Min.)

• Warum haben Schlangen Streifen? (jeweils 5 Min.)

ab 17.00 How accurate can you be? (auf Englisch, jeweils 15 Min.)

17.00–23.00 Unschlüssig? Hier wird geholfen! (jeweils 20 Min.)

18.00–22.00 Experimente, Ausstellung

(für Kinder und Erwachsene, EG, Foyer)

Die Weisheit der Vielen. Ist die Gruppe schlauer als das beste Mitglied?

(jeweils 10 Min.)

Forschungsbereich Adaptive Rationalität:

Uhrzeit Vorträge (Treffpunkt EG, Foyer) Referent

16.00, 17.30,

19.30, 22.00

18.30, 22.30

21.30–22.00

Bildgebende Hirnforschung – Mediale

Darstellung und wissenschaftlicher Alltag

(jeweils 30 Min.)

Group decision making in animals

(jeweils 30 Min., auf Englisch)

Wann sind gemeinsame Entscheidungen

besser als einsame?

Dr. Dirk Ostwald

Larissa Conradt, Phd

Dr. Ralph Hertwig,

Direktor

Programm (alle Programmpunkte bedingt barrierefrei, Catering in der Cafeteria des Instituts)

69


Was macht unser Gehirn? Bildungsforschung und Psychologie

Psychologie, Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften

Forschungsbereich Adaptive Rationalität:

Uhrzeit

Experimente zum Mitmachen

(für Kinder und Erwachsene, EG, Foyer)

16.00–0.00

Wie gut können Sie die Risikobereitschaft

Anderer vorhersagen? (jeweils 15 Min.)

16.00–20.00, 20.30–22.00, 22.30–0.00 Essen besser lesen (jeweils 10 Min.)

halbstündlich ab 16.00

Risikocheck – Testen Sie Ihr Risikoverhalten!

(jeweils 15 Min. , Risikolabor, UG 98)

halbstündlich ab 16.30

Entscheide Dich schnell! (jeweils 25 Min.)

Forschungsbereich Entwicklungspsychologie:

stündlich ab 18.00 Vorführung, Experiment

(für Kinder und Erwachsene, UG, EEG-Labor)

Wie kommt das EEG aus dem Kopf?

16.00–0.00 Experimente zum Mitmachen

(für Kinder und Erwachsene, 1. OG, Foyer)

• Schnell, schnell! Smiley-Reaktionszeit-Aufgabe

• Links oder Rechts – Händigkeit auf den Kopf gestellt

• Daddeln fürs Köpfchen? Der Einfluss von Computerspielen auf unser Gehirn

• Kräftig zupacken! Welche Hand ist stärker?

• Immer in Bewegung – wie erforscht man Haltung und Balance

stündlich ab 16.30 Führung, Experiment (Treffpunkt EG, Foyer)

Hirn in Aktion – Funktionelle Magnetresonanztomografie (jeweils 30 Min.)

Informationsstand (1. OG, Foyer, auch für Kinder)

Das Projekt zur motorischen und kognitiven Entwicklung stellt sich vor.

Forschungsbereich Geschichte der Gefühle:

Uhrzeit Vorträge (Treffpunkt, EG, Foyer) Referent

17.00–17.30 „Fühle Deine Mitte!“ –

Dr. Pascal Eitler

Gefühle und Ratgeber im New Age

18.00–18.30 Vergängliche Gefühle

Prof. Dr. Ute

19.00–19.30 Wer hat Angst vor seinem Kind?

Frevert, Direktorin

Dr. Uffa Jensen

Emotionen in modernen Erziehungsratgebern

21.30–22.15 Ratgeber und Gefühle im Wandel – Lernen aus der Geschichte?

Eine Talkshow (mit Diskussion, Vortragssaal)

16.00–0.00 Quiz, Spiel, Wettbewerb

(für Kinder und Erwachsene, 1. OG, Roter Flur)

• Wissen Sie noch, was Dr. Sommer wusste? Ein PC-Quiz zu Ratgebern

in der Moderne (jeweils 5–10 Min.)

• Es war einmal … Ein PC-Quiz (jeweils 5–10 Min.)

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Was macht unser Gehirn? Bildungsforschung und Psychologie

Forschungsgruppe Affekt im Lebensverlauf:

16.00–0.00 Experimente zum Mitmachen

(für Kinder und Erwachsene, 1. OG, Foyer)

Lachen für die Wissenschaft (jeweils 10 Min.)

Forschungsgruppe Gefühlte Gemeinschaften –

Emotionen im Musikleben Europas:

stündlich 16.30–22.30 Vorträge mit Diskussion (1. OG, Roter Flur, Raum 111)

Wie klingt Liebe, wie klingt Wut? (jeweils 30 Min.)

Forschungsgruppe Schriftspracherwerb und Leseentwicklung (REaD):

16.00–0.00 Experimente zum Mitmachen

(für Kinder und Erwachsene, 1. OG, Foyer)

Wortspiel – wer liest wie schnell? (jeweils 20 Min.)

Institut allgemein:

Uhrzeit Führungen (Treffpunkt, EG, Foyer)

18.00–18.30

19.00–19.45

21.00, 22.30

Von A bis Z – Überblicksführung durch das Institut

Ein Ort zum Kopflüften – Naturgarten trifft Betonarchitektur

Ein Haus für die Bildungsforschung.

Die Architekten Fehling+Gogel (jeweils 45 Min.)

16.00–22.00 Spiel, Wettbewerb

(für Kinder und Erwachsene)

• 6 x Bildungsforschung = Gewonnen!

• Basteln bildet

Raum

Infostand, Foyer, EG

UG, Foyer

17.00, 19.00, 22.00 Live-Musik

(Terrasse der Cafeteria oder 1. OG, Gelber Flur, wetterabhängig)

Ganovim Orkestar – Musik für Ohren und Beine (jeweils 45 Min.)

Informationsstand (EG, Foyer)

Alles was Sie wissen müssen!

Ort: Lentzeallee 94, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.mpib-berlin.mpg.de

Programm (alle Programmpunkte bedingt barrierefrei, Catering in der Cafeteria des Instituts)

Wohin das Auge blickt ...

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Center for Applied Neuroscience

Blickbewegungsdaten eines Lesers mit

ausgeprägter Lese-Rechtschreibstörung

Blickbewegungsdaten eines unauffälligen Lesers

Kann man aus den Blickbewegungen einer Person schließen, womit sich ihr

Gehirn gerade beschäftigt? Im Sehlabor der Freien Universität Berlin können

Sie Ihren Augen beim „Schauen“ zuschauen. Wir beantworten Ihre Fragen rund

um das Thema, z. B. warum sich Lesestörungen mittels moderner Blickbewegungsmessung

leichter erkennen lassen.

16.00–0.00 Sehlabor (Raum JK 25/130)

Präsentation und Information

16.00–0.00 Ocunostics (jeweils ca. 30 Min.)

Lese-Rechtschreib-Störung besser erkennen und behandeln (Die Uni-Unternehmer –

ein Rundgang zu den Ausgründungen der Freien Universität: siehe auch Seite 107)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.ewi-psy.fu-berlin.de/can

Programm

© Ocunostics

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Was macht unser Gehirn? Bildungsforschung und Psychologie

Wie fit ist mein Gehirn?

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Allgemeine Psychologie und Neuropsychologie

Nur kein Stress?! Umgang und Bewältigung

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Hochschulambulanz

Psychologie, Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften

Wie hängen Objekterkennung und Funktion einzelner Hirnareale zusammen?

Eine Grundfrage der klinischen Neuropsychologie; Visuelle Wahrnehmungsstörungen, Hogrefe, 2005

Geistige Fitness ist durch eine Reihe von Leistungen gekennzeichnet, z. B. Reaktionsbereitschaft,

schneller Zugriff auf Gedächtnisinhalte oder eine hohe Flexibilität

im Denken. Tatsächlich fällt es uns mit zunehmendem Alter schwerer,

unser Leistungsniveau zu halten.

In kurzen Vorträgen wird erläutert, welche Probleme im Alter typisch sind, worauf

sie zurückgehen und wie man sich geistig fit halten kann. In unserem „Gehirn-

Parcours“ haben Sie zudem Gelegenheit, ihre eigene geistige Fitness einzuschätzen

und danach in kurzen Aufmerksamkeits- und Gedächtnistests überprüfen zu lassen.

Lassen Sie sich überraschen, wie gut Ihr Gehirn noch funktioniert …

Programm

16.00–0.00 „ Gehirn-Parcours“: Demonstrationen (Raum K 25/11)

17.00, 19.30, 22.00 Kurzvorträge zum Thema (15–20 Min., Raum K 25/11)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/

allg_neuro/

© Niedeggen & Jörgens

Logo der Hochschulambulanz

Diese Vortragsreihe gibt Hinweise zu Stress und Stressbewältigung.

Programm

17.00, 19.00, 21.00 Vorträge … (Raum L 113)

… mit Übungen zu Stress und Stressbewältigung inkl. Diskussion (jeweils 45 Min.)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Otto-von-Simson-Straße 26

Zeit: 17.00–22.00 Uhr b

Infos: www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/weitere/hochschulambulanz/

© Klinische Psychologie und Psychotherapie/Hochschulambulanz

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Was macht unser Gehirn? Bildungsforschung und Psychologie

Bewegter Alltag: Paare kommen in Schwung!

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |

Gesundheitspsychologie

© Can Stock Photo Inc./ambro

Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Studien zeigen, dass sich nur rund 20 %

der Deutschen ausreichend im Alltag bewegen. Bereits mit kleinen Entscheidungen,

wie z. B. die Treppe statt die Rolltreppe zu nehmen, können wir täglich

körperlich aktiver werden und auf diese Weise viel für unsere Gesundheit tun.

In einem Experiment wollen wir Forschung für Paare erlebbar machen und ihnen

helfen, ihre tägliche körperliche Aktivität zu steigern. Wir bitten interessierte

Paare, bequeme Kleidung und Sportschuhe mitzubringen.

16.00–0.00 Experiment … (Raum L 116)

… für Paare über 18 zum Mitmachen (jeweils 90 Min.)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Otto-von-Simson-Straße 26

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/gesund/

Programm

Paar auf Treppe

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Recht und Unrecht in der Umwelt, arme Energiewende, verbotene Streiks: Politik- und Rechtswissenschaft

Der BBI Flughafenbau –

ein Umwelt(un)gerechtigkeitsproblem?

John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien

© www.competitionline.com/de/projekte/49701

Psychologie, Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften

Als Teil des Kurses „Environmental Justice. From US grassroots to the new paradigm

in sociology“ wurde eine Studie zum nun seit fast 20 Jahren währenden

Konflikt um den BBI Flughafenbau durchgeführt. Die Frage „Handelt es sich um

ein Umweltungerechtigkeitsproblem?“ lässt sich mit „Jein“ beantworten.

Programm

19.00–ca. 22.00 Präsentation und moderierte Diskussion (Raum L 115)

• Präsentation zum Thema (ca. 45 Min.)

• anschließend Diskussion mit Experten des BBI (Stakeholder, Sachverständige)

und dem Publikum

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Otto-von-Simson-Straße 26

Zeit: 19.00–22.00 Uhr b

Infos: www.jfki.fu-berlin.de/

BER-Flughafen und Umgebung

Bürgerprotest

© www.bündnissüdost.de/wp-content/uploads/2011/07/Montagdemo-

Friedrichshagen-gegen-Fluglärm-BER.jpgr

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Recht und Unrecht in der Umwelt, arme Energiewende, verbotene Streiks: Politik- und Rechtswissenschaft

Vom Wandel der Energie und streikenden Beamten

Fachbereich Rechtswissenschaft

Energiewende und Energiepreise

Die Wende hin zu einer sauberen Stromproduktion ist unausweichlich. Doch

macht die Energiewende die Verbraucher arm, zerstört sie die deutsche Industrie

und führt sie zu einer unsicheren Stromversorgung? Ist eine nationale „Erneuerbaren-Autarkie“

mit dem europäischen Binnenmarkt vereinbar? Diesen Fragen

wollen wir auf den Grund gehen!

© Grit Rother

Beamtenstreik – (Alb-)Traum oder Wirklichkeit

Das beamtenrechtliche Streikverbot gehört zu den hergebrachten Grundsätzen

des Berufsbeamtentums. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat

2008 und 2009 entschieden, dass die Europäische Menschenrechtskonvention

ein Recht auf Kollektivverhandlungen und auf Streik garantiert – auch für Beamte.

Das Streikverbot beschäftigt nun die deutschen Gerichte. Das stellt auch die Verbeamtung

von Bediensteten an Schulen und Hochschulen in Frage.

Uhrzeit Interaktive Vorträge (Hörsaal A)

18.00–20.00 Energiewende und Energiepreise (Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. F. J. Säcker)

20.00–22.00 Beamtenstreik – (Alb-)Traum oder Wirklichkeit (Prof. Dr. C. Schubert)

Ort: Garystraße 35–37, 14195 Berlin, Henry-Ford-Bau

Zeit: 18.00–22.00 Uhr b

Infos: www.jura.fu-berlin.de/

Programm

Lange Nacht der Wissenschaften am FB Rechtswissenschaft

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Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung anderer Kulturen und Gesellschaften. Politischer Wandel und Aufbruch: Politikwissenschaft und interdisziplinäre Forschung

© Omar Kasmani

Psychologie, Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften

© Omar Kasmani

The first spell of monsoon in the court of the ‚Red Sufi‘. Sehwan sharif, Pakistan, July 2010

Re-Presenting Muslims:

Images, Texts and Voices

Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies (BGSMCS)

Die unterschiedlichen Kontexte, in denen Muslime sich selbst verorten oder

verortet werden, prägen die sprachlichen und bildlichen Vorstellungen, das

Selbstverständnis und die Fremdwahrnehmung von Musliminnen und Muslimen.

Religiöse, kulturelle, soziale und politische Aspekte bestimmen die Perspektive,

aus der Musliminnen und Muslime sich selbst wahrnehmen und wahrgenommen

werden. Die Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies widmet sich

der historischen Entwicklung, inneren Vielfalt und globalen Vernetzung islamisch

geprägter Kulturen und Gesellschaften. Ihre vielfältigen Forschungsprojekte

beleuchten unterschiedliche Dimensionen muslimischen Lebens. Das hier vorgestellte

Programm möchte Interesse für ungewohnte Blickwinkel wecken. Ein

Schwerpunkt liegt dabei auf muslimischen Gesellschaften in Südindien.

Piety meets Bollywood at the annual circus for pilgrims. Sehwan sharif, Pakistan, July 2012

Programm (teilweise in Englisch)

16.00–23.00 Fotoausstellung/Photo Exhibition

(Foyer vor Raum KL 29/111, deutsch-englische Beschriftung)

Framing Muslims: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, heißt es und doch

vergessen wir häufig, dass wir mit Fotos nicht nur Realitäten abbilden, sondern

diese auch schaffen. Indem wir fotografieren, deuten wir die Welt immer

wieder neu. In jedem Ausschnitt liegt auch ein Ausschluss. Die Ausstellung

beleuchtet gewöhnliche, manchmal banal erscheinende und häufig vernachlässigte

Aspekte des Alltagslebens in muslimischen Gemeinschaften und

Gesellschaften. Sie dokumentiert darüber hinaus die große Spannbreite der

unterschiedlichen regionalen und kulturellen Kontexte, die die Vielfalt der

Forschungsprojekte an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies

ausmachen.

21.00–22.00 Filmvorführung/Film Screening (Raum KL 29/111)

Muslims in South Asia (eventuell in Englisch)

22.00–23.00 Öffentliche Diskussion/Public Discussion (Raum KL 29/111)

Muslims in South Asia – Histories, Legacies and the Contemporary: Die

Diskussion beleuchtet die historischen und aktuellen Verflechtungen zwischen

Europäern und Muslimen in Südasien durch Kolonialismus, Migration und

heutige globale Netzwerke, die auch die Europäische Union mit dem post-kolonialen

Südasien verbinden. (z. T. in Englisch, z. T. in Deutsch)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.bgsmcs.fu-berlin.de/

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Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung anderer Kulturen und Gesellschaften. Politischer Wandel und Aufbruch: Politikwissenschaft und interdisziplinäre Forschung

Die arabische Welt zwei Jahre nach der Revolution –

zwischen Resignation und Aufbruch

Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft | Politik des Vorderen Orients

Revolution in Ägypten

Die arabische Welt ist zwei Jahre nach Beginn der Revolutionen weiterhin im

Umbruch. Negative Meldungen über den Bürgerkrieg in Syrien, sexualisierte

Gewalt in Ägypten und den Wahlsieg von Islamisten dominieren die Schlagzeilen.

Doch die Revolution geht weiter! Welche Rolle spielen dabei die Jugend-, Frauenund

Arbeiterbewegung? (Wie) haben sich islamistische Parteien im Umgang

mit der Macht verändert? Wie sieht es aus in Ländern, die nicht im Zentrum des

öffentlichen Interesses stehen? Informieren Sie sich und diskutieren Sie mit!

16.00–17.00 Workshop (Konferenzraum II)

Jugend und Jugendbewegung im Maghreb: Studierende des Otto-Suhr-Instituts

stellen ihre Projektdokumentation zu Jugend und Jugendbewegung im Maghreb

interaktiv vor. Diskutieren Sie mit und informieren Sie sich! Auch für Jugendliche

geeignet.

16.30–18.00 Diskussionsforum (Senatssaal)

Weltcafé – Arabische Proteste im Vergleich: Regionalexpert/-innen bieten Einblicke

zur Situation in unterschiedlichen arabischen Staaten und beantworten Ihre Fragen

in runden Tischen zu Ägypten (Prof. Dr. C. Harders, H. Ahmed), Syrien (J. Budich),

Libanon (H. Wimmen), Tunesien (E. Schmidt), Algerien (N. Belak hdar) und Israel

(S. Hever).

© Laura Gribbon

Uhrzeit Interaktive Vorträge Raum

18.00–19.00 Zwei Jahre nach der Revolution – die arabische Welt Senatssaal

zwischen Resignation und Aufbruch: Prof. Dr. Cilja

Harders erklärt aktuelle Entwicklungen und Probleme

in der Region. Anschließend ist Zeit für Ihre Fragen.

19.00–20.00 Dynamics of the Tunisian Civil Society during the Konferenzraum

II

Political Transition Period: Der tunesische Politologe

Prof. Dr. Mohamed Kerrou bietet Ihnen Einblicke in

die Dynamiken der Zivilgesellschaft in Tunesien, wo

die arabischen Revolutionen ihren Anfang fanden.

Welche Rolle spielen dabei Frauen, islamische Akteure

und die Arbeiterbewegung? Hier finden Sie Antworten

auf Ihre Fragen. (englisch)

20.00–21.00 The Role of Islamists after the Egyptian Parliamentary

Elections: Wer sind die Salafisten? Welche Mobiraum

II

Konferenzlisierungsstrategien

haben sie? Wie ist ihr bisheriger

Erfolg zu erklären? Dr. Hania Sobhy teilt mit Ihnen

ihre frischen Feldforschungseindrücke und diskutiert

mit Ihnen über die Rolle der Salafisten nach den Parlamentswahlen

in Ägypten. (englisch)

20.00–22.00 Filmausschnitte und Diskussion (Senatssaal)

My Makhzen and Me – Filmaufführung und Diskussion zu Protesten in

Marokko: Der Film erzählt aus sehr persönlicher Sicht über die Arabischen

Umbrüche, insbesondere die Protestbewegung in Marokko. Nach der Filmvorführung

können Sie mit einem Mitwirkenden des Films, Expert/-innen

und Aktivist/-innen über die gegenwärtige politische Situation diskutieren.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Ibn Rushd Fund. (englisch)

Ort: Garystraße 35–37, 14195 Berlin, Henry-Ford-Bau

Zeit: 16.00–22.00 Uhr b

Infos: www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/international/

vorderer-orient/

Programm

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Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung anderer Kulturen und Gesellschaften. Politischer Wandel und Aufbruch: Politikwissenschaft und interdisziplinäre Forschung

Religion – Kunst – Politik.

Kontroversen um Freiheit und Unordnung in Russland

Osteuropa-Institut

Psychologie, Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften

Im postsozialistischen Wertevakuum stiegen in Russland Religion und Kirche

wieder zu zentralen Bestandteilen kollektiver bzw. nationaler Identität auf.

Spätestens seit dem kurzen, aber folgenreichen Protest der Moskauer Frauenband

„Pussy Riots“ nahm man auch im Ausland die problematischeren Aspekte der

neuerlichen Verquickung der russischen Orthodoxie mit der Staatsmacht wahr.

Diese und andere Kollisionen russischer Bürger/-innen mit Kirche und Staat

erscheinen zugleich als Bestandteil einer weltweit intensivierten Debatte um Freiheits-

und Menschenrechte: Was darf die Kunst und was die Religion für sich

beanspruchen? Und welche Rechte besitzen andere Denominationen oder Religionen

(wie z. B. der Islam und das Judentum) im heutigen Vielvölkerstaat Russland?

Programm

halbstündlich 18.00–22.00 Kurze Präsentationen (Foyer)

Titelthema: „Mediothek“ zu Kunstprojekten in Russland (jeweils 10 Min.)

20.15–21.45 Podiumsdiskussion … (OG, Konferenzsaal III)

… mit Diskutant/-innen aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Journalismus und

Menschenrechtszusammenhängen

Ort: Garystraße 35–37, 14195 Berlin, Henry-Ford-Bau

Zeit: 18.00–22.00 Uhr b

Infos: www.oei.fu-berlin.de

Panorama vom Kreml in Moskau, Öl auf Leinwand, 1839

© Wikimedia Commons

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Leben, Kultur und technische Errungenschaften unserer Vorfahren: Altertumswissenschaften

Essen im Topf und

ein Dach über dem Kopf …

Institut für Prähistorische Archäologie

Anheizen eines Lehmofens

© Stephan Töpper

Ausgrabung einer spätbronze- bis früheisenzeitlichen

Siedlung in Rathsdorf, Lkr. Märkisch-Oderland

© Institut für Prähistorische

Archäologie

… das war auch schon für unsere Vorfahren in vorgeschichtlicher Zeit das

Wichtigste. Doch hausten sie wirklich in Höhlen und kauten an rohem Fleisch?

Ganz so „einfach“ war es nicht.

Schon in der Jungsteinzeit lebten die Menschen in behaglichen Häusern,

wie uns Funde aus archäologischen Ausgrabungen zeigen. Und schon vor über

7.000 Jahren wurden mit erstaunlichem handwerklichen Geschick Brunnen

und solide Wände gezimmert, aus Grabungen kennen wir Türen und Reste von

Häusern. Doch wie genau arbeitet man mit Knochenmeißeln und Steinbeilen?

Wir probieren es aus! Und auch Sie können Ihr Geschick beim Hacken mit

einem Steinbeil testen. Wir zeigen Ihnen, wie aus Lehm und Weidenruten eine

Wand entsteht.

Die Arbeit am Hausbau macht hungrig. In einem originalgetreu rekonstruierten

Steinzeitofen wird Brot nach altem Rezept gebacken, das Sie probieren

können. Außerdem wird ein Braten im Lehmmantel zubereitet. Dazu kochen

die Studierenden für Sie Eintöpfe nach Steinzeitart. Von unserer Archäozoologin

erfahren Sie, welche Informationen in den nach einer solch üppigen

Mahlzeit weggeworfenen Tierknochen stecken.

Was ist „Brettchenweben“? Wie fertigt man aus Muscheln prähistorischen

Schmuck? In weiteren Schauexperimenten führen Ihnen unsere Studierenden

weitere prähistorische Handwerkstechniken vor.

Wie arbeiten Archäologen bei einer Ausgrabung? Wie dokumentieren wir, was

wir entdecken? Bei unserer Schaugrabung können es kleine und große Besucher/-

innen unter fachkundiger Anleitung einmal selbst ausprobieren.

Archäologen arbeiten aber auch unter Wasser. Nicht nur in der Südsee, sondern

ebenso in den Seen und Flüssen rund um Berlin finden sich spannende Zeugnisse

unserer Vergangenheit. Der Verein für Unterwasserarchäologie Berlin-Brandenburg

führt Ihnen seine Arbeit vor.

Außerdem muss natürlich dieses Jahr wieder unser Burgberg verteidigt und

erstürmt werden. Ein Abenteuerspiel für Kinder mit Schaumstoffschwert und

-rüstung.

16.00–0.00 Demonstrationen, teils interaktiv

• Aktionen: z. B. Herstellen von Muschelschmuck

• Ernährung: Braten im Lehmmantel und Eintopf „prähistorisch“

• Abtauchen in die Vergangenheit: Unterwasserarchäologie rund um Berlin

• Holzbearbeitung und Hausbau

Uhrzeit 17.00–0.00 Stündliche Demonstrationen und Führungen

• Steinzeit-Brot aus dem Backofen

• Führungen über das Gelände: Unsere Wissenschaftler/-innen unternehmen

mit Ihnen einen Rundgang und erklären ihre Arbeit.

stündlich Was uns Knochen erzählen können: Unsere Archäozoologin zeigt,

ab 18.00 welche Informationen in alten Tierknochen stecken.

ab 19.00 Kurzvorträge (jeweils 15–20 Min.)

zu einzelnen Forschungsprojekten (Themen per Aushang vor Ort)

16.00–0.00 Kinderprogramm

Schaugrabung: Unsere Studierenden erklären, wie eine archäologische

Ausgrabung funktioniert.

Erstürmung des Burgbergs: Ein Abenteuerspiel für Kinder mit

Schaumstoffschwert und -rüstung

Ort: Altensteinstraße 15, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr

Infos: www.fu-berlin.de/praehist/

Programm (im Garten und Gebäude)

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Leben, Kultur und technische Errungenschaften unserer Vorfahren: Altertumswissenschaften

Eisen, Pflug und Wagen –

Innovationen der Alten und Neuen Welt

Exzellenzcluster TOPOI: The Formation and Transformation

of Space and Knowledge in Ancient Civilizations

(altertums-, sprach-, rechts- und geowissenschaftliche Fächer)

© Jessica Meyer/Landesdenkmalamt Berlin

Drehzahlmesser der Firma Deutsche Tachometerwerke (Deuta), Produktionsort Berlin-Kreuzberg

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Navigationsgeräte, atmungsaktive Stoffe, Software für Spracherkennung, widerstandsfähige

Legierungen machen nur einen Bruchteil von innovativen Techniken

aus, die aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Doch sie

stehen am Ende einer langen Kette von technischen Neuerungen, deren Ursprünge

oft viele tausend Jahre zurückliegen. Wie heute brachten sie Veränderungen für

den einzelnen Menschen wie auch für ganze Gesellschaften mit sich. Nicht immer

waren diese ausschließlich von Vorteil, auch ungewollte negative Begleit- und

Folgeerscheinungen konnten zutage treten.

Welchen Einfluss hatten beispielsweise neu entwickelte Technologien auf die

früheren Gesellschaften? Warum hatten Schreibtechniken wie die Keilschrift einen

so großen Erfolg? Wann kamen die ersten Wollstoffe auf und wie revolutionierten

sie das Leben der neolithischen Bauern? Mit welchen Kochtechniken bereitete man

früher die Mahlzeiten zu? Bei den Alten Ägyptern kamen innovative Techniken

für die Reise in die Unterwelt zum Einsatz – lassen Sie sich auf einer fiktiven Reise

führen! Erleben Sie einen Eisenverhüttungsofen im Einsatz und lernen Sie die

Bedeutung dieses Metalls im vorgeschichtlichen Europa kennen! Welche Techniken

kamen bei der Fertigung und Verzierung von Keramik zum Einsatz? Nicht nur

auf unserer Ausgrabungsstätte gibt es zudem für die kleinen Forscherinnen und

Forscher wieder zahlreiche Dinge zu entdecken!

Neue Technik wird auch bei der Erforschung alter Kulturen verwendet, sie profitiert

vom heutigen technischen Know-how: Erfahren Sie mehr über den Gebrauch

eines Octocopters zur Erkundung antiker Landschaften und seine Funktionsweise!

Lernen Sie moderne 3-D-Vermessungsmethoden kennen! In unserem Vortragsprogramm

berichten Altertumswissenschaftler und Geographen von aktuellen

Forschungsprojekten und laden Sie gern zur Diskussion ein! Auch hier steht das

Thema „Technik“ im Vordergrund. Schauen Sie zudem in die antiken Kochtöpfe

und probieren Sie ausgewählte kulinarische Köstlichkeiten. – Wir freuen uns auf

Ihren Besuch!

Ägyptologisches Seminar:

Innovationen im Alten Ägypten – Ein Leben für die Ewigkeit

(16.00–0.00 Uhr, Präsentationen)

Fortschritt – das bedeutete für viele antike Kulturen „Eisen, Pflug und Wagen“.

Doch für die Alten Ägypter war Fortschritt weit mehr als das: Wie ging es nach

dem Tod weiter und wie konnte man sich darauf vorbereiten? Sie entwickelten

Innovationen für die Ewigkeit!

Der Gedanke an ein ewiges Leben ist der rote Faden, der sich durch viele ihrer

Erfindungen zieht. Der Glaube daran gab den Ägyptern die Kraft, Techniken zu

entwickeln, die ihre Körper und Seelen auch nach dem Tod „lebendig“ hielten.

Auf der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften möchten wir Ihnen diese

Techniken näher bringen. Begleiten Sie einen Alten Ägypter auf seiner Reise,

beginnend bei der Errichtung seines Grabes bis hin zu seinen Abenteuern in der

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Leben, Kultur und technische Errungenschaften unserer Vorfahren: Altertumswissenschaften

EA 10470/3: Book of the Dead: Papyrus of Ani: Ani’s Judgment

© Edna Russmann (Hrsg.), Eternal Egypt.

Masterworks of Ancient Art from the British Museum,

Toledo, Ohio 2001, S. 198

Babylonische Weltkarte,

7. bis 6. Jh. v. Chr.

© A. Nunn, Alltag im Alten Orient, Mainz 2006

Lebermodelle aus Ton

© A. Nunn, Alltag im Alten Orient, Mainz 2006

Unterwelt. Hierbei haben Sie Gelegenheit, all Ihre Fragen von unserem Priestervorsteher

und seinen Gottesgemahlinnen beantworten zu lassen.

Junge und Junggebliebene können sich im Anschluss in unserem Farbentempel

schminken lassen, ihren eigenen Schmuck kreieren und in der Schreiberschule

den Erzählungen unseres ehrwürdigen „Schepesu“ lauschen. Außerdem können

Sie sich dort an Ihren ersten Hieroglyphen versuchen oder sogar Ihre ersten

kleinen Texte entschlüsseln.

Institut für Altorientalistik:

Altorientalische Schreiberschule

(jeweils alle 30 Min. von 16.00–22.30 Uhr, Präsentation und Mitmachworkshop,

geeignet für Kinder)

Am Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. erfanden die Sumerer im heutigen Südirak

die Keilschrift. Sie blieb über 3.000 Jahre das wichtigste vorderasiatische

Schriftsystem und diente zur Aufzeichnung von Verwaltungs- und Rechtsdokumenten,

Herrscherinschriften, Mythen und Epen, wissenschaftlichen

Texten in einer Vielzahl von Sprachen, unter denen das Sumerische, das Akkadische

und das Hethi tische nur die wichtigsten darstellen. In der Schreiberschule

können Sie die grundlegenden Schritte der Schreiberausbildung nachvollziehen

und ausprobieren, wie Tontafeln geformt und der Schreibgriffel

gehalten wurde, wie sich Zeichen zusammensetzten und wie einfache Texte

geschrieben wurden. Ihre selbstgeschriebenen Keilschrifttafeln dürfen Sie

selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Zugleich können Sie exemplarisch

einen der wichtigsten Anwendungsbereiche der Keilschrift, die Omenkunde,

kennen lernen und nachvollziehen, wie aus einer Schafsleber die Zukunft gelesen

wurde.

Institut für Geographische Wissenschaften | Physische Geographie:

Das fliegende Auge – Fernerkundung mit einem Octocopter

(stündlich 16.00–21.00 Uhr, Treffpunkt: Garten)

Ein Octocopter ist ein ferngesteuertes, kreiselstabilisiertes Fluggerät mit Kamera.

Er ermöglicht Luftbilder in sehr hoher räumlicher Auflösung. Dieses faszinierende

Werkzeug kann dazu beitragen, Antworten auf unterschiedliche Fragestellungen

in den Geowissenschaften wie Geoarchäologie, Erosionsmonitoring,

Ressourcenschutz etc. zu finden.

Geocaching – Schnitzeljagd nach Geographenart

(16.00–22.00 Uhr, jeweils 20 Min.,

Treffpunkt: Garten, für Kinder und Jugendliche geeignet)

Sucht und findet einen „Schatz“ auf dem Campus mithilfe des satellitengestützten

Globalen Positionierungs-Systems (Global Positioning Systems, GPS).

Dabei erklären wir Dir, wie ein GPS funktioniert.

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Leben, Kultur und technische Errungenschaften unserer Vorfahren: Altertumswissenschaften

© Institut für Prähistorische Archäologie

© TOPOI

Eisengewinnung im Rennfeuerofen

Aufnahme des GIS- Labors

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Institut für Prähistorische Archäologie:

Drehscheibenkeramik – Töpfern und Brennen

(16.00–0.00 Uhr, Experiment/Vorführung)

Von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter hinein wurde Keramik freihand geformt.

Die im 1. Jahrtausend v. Chr. einsetzende Verwendung einer Drehscheibe stellte

einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur seriellen Produktion dar. Aus dem Spektrum

von Originalfundstücken mitteleuropäischer germanischer Drehscheibenkeramik

werden ausgewählte Objekte auf einer Drehscheibe nachgetöpfert.

Zudem wird das Brennen der nachgetöpferten Keramik im sog. Grubenbrand

experimentell vorgeführt.

Eisen – Ein Verhüttungsofen im Experiment

(16.00–0.00 Uhr, Experiment/Vorführung)

Wie vor 2.000 Jahren aus Eisenerz schmiedbares Eisen gewonnen wurde, wird mit

einem eigens errichteten Rennfeuerofen demonstriert. Ob der Versuch Erfolg

haben wird?

GIS-Labor/Topoi: Dokumentationsmethoden von Alter und Neuer Welt

(16.00–0.00 Uhr, Vorträge um 19.00 und 22.00 Uhr, jeweils 45 Min., 3-D-Laserscannervorführung

um 20.00 und 23.00 Uhr, jeweils 15 Min. Uhr, Garten und Gebäude)

Kulturen und ihre technischen Innovationen werden von Archäologen und Bauforschern

nach ihrer Auffindung zunächst einmal dokumentiert. Was noch vor

zehn Jahren mit Bleistift und Zollstock passierte, wird heute mit moderner, hochpräziser

Lasertechnik und CAD-Software absolviert.

Wie sich diese Techniken entwickelt und welche Wechselwirkungen ihre Verwendung

auf die archäologischen Fachdisziplinen hatten und haben, wird in Vorträgen

im GIS-Labor des Exzellenzclusters TOPOI, wo moderne Technik auf innovative

Analysemethoden trifft, und in einer fiktiven Ausgrabung präsentiert, wo selbst

jüngste Archäologen einmal direkt Hand anlegen können!

Institut für Klassische Archäologie:

Die Ruinen einer antiken Bibliothek – eine Ausgrabung

(17.00–22.00 Uhr, Garten)

Die Gewinnung von Bodenschätzen und die Metallurgie nahmen eine wichtige

Rolle in der Entwicklung der etruskischen Zivilisation ein. Zwischen dem Ende

des 6. und dem Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. war Populonia das wichtigste

Zentrum für die Eisenverhüttung an der etruskischen Küste und in die Handelsrouten

um das Thyrrenische Meer eingebunden.

Doch wie wurde das Eisen in Populonia geschmolzen, welche technischen Vorrichtungen

gehören dazu? Um Licht ins Dunkel zu bringen, werden im Garten des

Topoi-Hauses in einer Ausgrabung sorgfältig die Reste einer Eisenwerkstatt zutage

gebracht. Die Ausbildung junger Archäologinnen und Archäologen steht dabei im

Vordergrund. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Buddeln und einer wissenschaftlichen

Ausgrabung? Bei uns sind die Kleinsten ganz groß und werden an

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Leben, Kultur und technische Errungenschaften unserer Vorfahren: Altertumswissenschaften

Pompeji, Insula V. Töpfereiszene mit der Darstellung einer römischen Stabscheibe

© W. Czysz, Der Sigillata-Geschirrfund von Cambodunum-Kempten.

Ein Beitrag zur Technologie

und Handelskunde mittelkaiserzeitlicher Keramik.

Ber. RGK 63, 1982, 281–348 Abb. 35

Anton von Werner, Das Gastmahl (Symposion) (1877).

Farbskizze zu dem Wandbild im Café Bauer aus dem Zyklus

Römisches Leben

© Privatbesitz

einem Abend zum Grabungsleiter. In kleinen Teams legen sie Gebäude frei,

zeichnen Pläne und bestimmen anschließend ihre Funde in einem Fundzelt.

Dadurch kann auf eine spielerische Art der Unterschied zwischen Buddeln und

Graben erkannt werden. Nach der Bearbeitung der Funde können die Entdeckungen

zur Erinnerung behalten und mit nach Hause genommen werden.

The Taste of Rome

(16.00–0.00 Uhr, Garten, für Kinder geeignet)

Heutzutage spricht man oft von spätrömischer Dekadenz und stellt sich dabei

Gelage vor, wie sie auf Gemälden des Historismus im 19. Jahrhundert abgebildet

sind, oder denkt dabei an Hollywoodfilme wie „Quo Vadis?“ oder „Cleopatra“.

Doch was ist daran? Wie sah die Lebensmittelproduktion aus? Und vor allem,

wie kochte man eigentlich im Alten Rom?

Wir laden Sie herzlich ein, dies alles und noch viel mehr herauszufinden und

sich auf eine kulinarische Reise ins Alte Rom zu begeben, eine Reise, die Ihrem

Gaumen die eine oder andere Freude bereiten sollte. Probieren Sie unsere nach

antiken Rezepten zubereiteten Speisen!

Institut für Vorderasiatische Archäologie:

Stratigraphie zum Anfassen (stündlich von 17.00–21.00 Uhr, Führung)

Die stratigraphische Überlagerung von Siedlungsschichten ist eine der wichtigsten

archäologischen Informationsquellen für die Rekonstruktion der

Vergangenheit. Stratigraphie, richtig gelesen, gibt den Archäolog/-innen Aufschluss

über die chronologischen Abläufe vergangener Ereignisse, aber auch

über historische Brüche, etwa aufgrund von Umweltkatastrophen wie Erdbeben

oder drastischen Klimaveränderungen. Diese Führung bietet Besucher/-innen

die Möglichkeit, anhand eines lebensgroßen Stratigraphiemodells der Ausgrabungen

in Tell Feheriye (Syrien) Einblicke in archäologische Arbeitstechniken

zu erhalten.

Kinder entdecken den Orient

(stündlich von 16.00–19.00 Uhr, Kurs zum Mitmachen)

Keramik aus dem Alten Vorderen Orient ist äußerst vielfältig: es gibt riesige

Vorratsgefäße, Miniaturfläschchen, Alltagsgeschirr oder Keramik, die man

nur in Gräbern findet. Die Bemalung und Verzierung dieser Keramik war eine

kunstvolle Technik, die erlernt und geübt werden musste. Mit der Zeit wandelten

sich die Motive und Stile der Keramikverzierung, was den Archäolog/-

innen Rückschlüsse auf vergangene Lebenswelten erlaubt. Aber wie kommen

die Muster eigentlich auf die Keramik? Wie hielt man ein Gefäß, während

man es bemalte? Malte man die Muster von links nach rechts, von oben nach

unten oder umgekehrt? Welche Farben gab es und welche Malgeräte?

Dieser Mitmachkurs bietet Kindern die Möglichkeit, selbständig Maltechniken

auf Keramik auszuprobieren und die Muster antiker Künstler nachzuahmen.

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Leben, Kultur und technische Errungenschaften unserer Vorfahren: Altertumswissenschaften

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Kochexperiment mit der Replik/Repliken eines uruk-zeitlichen Gefäßes (2. Hälfte 4. Jt. v. Chr.)

Vorderasien erforschen mit allen Sinnen

(16.00–18.00 Uhr, Mitmachkurs)

Das Kulturerbe Vorderasiens lässt sich auf unterschiedlichste Weise ergründen.

Auch beim Erleben antiker Kulturen können unsere Sinne bedient werden: das

Sehen, Schmecken, Riechen und Fühlen. Diese Sinneswahrnehmungen spielen

eine besonders große Rolle beim Essen, bei dem es nicht nur um den Geschmack,

sondern auch um den Einsatz von kulturspezifischen Kochtechniken

und um das Erleben von Gemeinschaft geht. In dieser Veranstaltung sind die

Besucher/-innen auf einen Streifzug durch die vielfältigen Gerüche, Farben und

Geschmacksrichtungen Vorderasiens eingeladen und können eine Auswahl

an kulinarischen Genüssen probieren.

Interdisziplinäres Zentrum Alte Welt:

Was Sie schon immer über die Altertumswissenschaften wissen wollten

(16.00–0.00 Uhr, Informationsstand, Garten)

· Was unterscheidet die Prähistorische von der Klassischen Archäologie?

· Was macht ein Philologe im Unterschied zu einem Historiker?

· Welche Studienfächer aus dem Bereich der Alten Welt werden an der Freien

Universität Berlin angeboten?

Für diese und viele weitere Fragen stehen wir gern zu Ihrer Verfügung.

© C. Jauss

Programm

Uhrzeit Vortragsreihe (jeweils 20–30 Min., Gebäude)

17.00

17.30

18.00

18.30

19.00

19.30

20.00

20.30

21.00

21.30

22.00

Referenten

And the rough places plain.

Dr. J.-O. Lindermann

Römische Feldmesser bei der Arbeit

(Rechtswissenschaft/Klassische Philologie)

Der Übergang von der schwarz-

Dr. L. Winkler-Horacek

zur rotfigurigen Vasenmalerei

(Klassische Archäologie)

Kochtechniken rekonstruieren und

C. Jauss, M.A.

interpretieren –

Artefakt, Experiment, Text, Kontext

(Vorderasiatische Archäologie)

Ganz schön abgedreht.

Dr. M. Hegewisch

Drehscheibenkeramik bei Römern und Germanen

(Prähistorische Archäologie)

Wasser für den Pharao –

H. Franzmeier, M.A.

Brunnen und Zisternen im pharaonischen Ägypten

(Ägyptologie)

Die Erfindung des Zements

Dr. B. Emme

und die „Römische Revolution“

(Klassische Archäologie)

Wolle – mehr als nur Kleidung

Prof. Dr. W. Schier

(Prähistorische Archäologie)

Der Tierkreis als neues Instrument der Prof. Dr. M. J. Geller

Medizin und Magie im alten Mesopotamien

(Wissensgeschichte)

Zerstörung durch Innovation:

Prof. Dr. R. Bernbeck

Die archäologische Erforschung der Nazi-

Rüstungsproduktion in Tempelhof, Berlin

(Vorderasiatische Archäologie)

Eisen – ein neuer Werkstoff.

Prof. Dr. M. Meyer

Die Geschichte einer bemerkenswerten Innovation

(Prähistorische Archäologie)

Die Schiffsbautechniken im Alten Ägypten – S. Schwarz, M.A.

Wie der Nil die Schiffe der Ägypter formte

(Ägyptologie)

Ort: Hittorfstraße 18, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.topoi.org/

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Historische Größen, Satire, Lernportale der Geschichte, Konzil zum Nachdenken: Geschichts- und Medienwissenschaften, Theologie

Lise Meitners Schwestern.

Eine frauenhistorische Führung auf dem

Campus der Freien Universität Berlin

Claudia von Gélieu im Auftrag der

Frauenbeauftragten der Freien Universität Berlin

© Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft Berlin

Beleuchtet wird nicht nur die Rolle der Frauen in der Geschichte der Freien

Universität, sondern auch in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der Vorgängerin

der Max-Planck-Gesellschaft, die ab 1911 ihren Sitz in Dahlem auf dem heutigen

Campus der Freien Universität hatte. Entgegen aller Klischees: Es hat sie immer

gegeben – Frauen in den Naturwissenschaften.

18.00–20.00 Führung

über den Campus Dahlem

Ort: Garystraße 35–37, 14195 Berlin, Haupteingang Henry-Ford-Bau

Zeit: 18.00–20.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/frauenbeauftragte, www.frauentouren.de/

Programm

Lise Meitner beim Vortrag

85


Historische Größen, Satire, Lernportale der Geschichte, Konzil zum Nachdenken: Geschichts- und Medienwissenschaften, Theologie

Spaziergang auf den Spuren der Universitätsgeschichte

Universitätsarchiv

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Wir laden Sie ein, uns auf einen Rundgang über den Campus Dahlem zu begleiten.

Sie erfahren dabei einiges über historische Ereignisse und das akademische

Leben in der über 60-jährigen Geschichte der Universität sowie über architektonisch

interessante Gebäude, veranschaulicht durch Dokumente aus historischen

Beständen des Theologie.

Programm

86

16.30–17.45, 18.30–19.45, 20.30–21.45: Führung

über den Campus der Universität

(Treffpunkt: Foyer des Henry-Ford-Baus, Stand des Universitätsarchivs)

viertelstündlich ab 16.30–22.00: Film (1. OG in der Ausstellung)

Die Gründung der Freien Universität Berlin in Bild und Ton:

Der historischer Kurzfilm „Eine freie Universität“ (1949, s/w, 14 min) nimmt

Sie auf eine Zeitreise in das Berlin der Nachkriegszeit mit. Auf unterhaltsame

Weise erfahren Sie, wie es zur Gründung der Freien Universität kam und warum

der Leitgedanke der Freiheit Bestandteil des Namens wurde.

16.30–22.00 Ausstellung (1. OG)

zur Geschichte der Freien Universität Berlin

Ort: Garystraße 35–37, 14195 Berlin, Henry-Ford-Bau

Zeit: 16.30–22.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/sites/uniarchiv

Der Henry-Ford-Bau mit Auditorium Maximum, 1954 errichtet aus amerikanischen Spenden der

Ford Foundation, Ansicht um 1959; Fotograf Reinhard Friedrich

© FU-Berlin, Universitätsarchiv, Fotosammlung


Historische Größen, Satire, Lernportale der Geschichte, Konzil zum Nachdenken: Geschichts- und Medienwissenschaften, Theologie

Lachen über die Nazis

Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft | Medienkulturen

Visionen, Vertrauen, Visualisierungen:

Wahlwerbung von Kennedy bis Obama

John-F.- Kennedy-Institut für Nordamerikastudien

The-Great-Dictator

© www.moma.org/explore/inside_out/2011/04/12/

charles-chaplins-the-great-dictator;

Copyright: Museum of Modern Art, New York

Wahlwerbung amerikanischer Präsidenten

© JFK Nordamerikastudien

Zu einem Gegenstand der Komik wurden die Nazis nicht erst nach ihrem Untergang.

Schon als die Welt noch fürchtete, ob Hitler seinen Kampf nicht vielleicht

doch eines Tages gewinnen würde, versuchte man, ihn auch mit den Mitteln

der Satire zu bekämpfen und auf diese Weise die Schreckensherrschaft der

Nazis bloßzustellen. Dies wird anhand von zwei bekannten Hollywood-Filmen

vorgeführt, die zu ihrer Zeit allerdings beide sehr kontrovers diskutiert wurden.

Viele sahen darin eine Verharmlosung, einen Spaß auch auf Kosten der Menschen,

von denen Hitler selbst sagte, sie würden bald nichts mehr zu lachen

haben. Die Vorzüge der komischen Darstellung, gerade im Vergleich zu den

als ernst geltenden Anti-Nazi-Filmen, wurden erst aus historischem Abstand

erkennbar.

18.00–19.30 Vortrag mit Filmausschnitten (durchgehend, Hörsaal B)

• „Der große Diktator“ (The Great Dictator) von Charles Chaplin (USA, 1940)

• „Sein oder Nichtsein“ (To be or not to be) von Ernst Lubitsch (USA, 1942)

Ort: Garystraße 35–37, 14195 Berlin, Henry-Ford-Bau

Zeit: 18.00–19.30 Uhr b

Infos: www.polsoz.fu-berlin.de/kommwiss/

Programm

Das John-F.-Kennedy-Institut wird 50. Feiern Sie mit! In zwei Räumen werden

Wahlwerbespots und Wahlplakate aus Präsidentschaftswahlkämpfen von Kennedy

bis Obama gezeigt. Die kleine Ausstellung beleuchtet den Zusammenhang zwischen

medialen Inszenierungen, gesellschaftlichen Visionen und dem Vertrauen

der Öffentlichkeit.

Für Kinder gibt es die Aktion „Wir malen einen Präsidenten!“ Die dabei entstandenen

Werke werden auf den Fluren des Instituts ihren Platz finden.

16.00–20.00 Ausstellung

Wahlwerbespots und Wahlplakate aus Präsidentschaftswahlkämpfen

16.00–20.00 Kinderprogramm

Wir malen einen Präsidenten!

Außerdem

Amerikanisches Essen (gegen geringes Entgelt)

Ort: Lansstraße 7–9, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–20.00 Uhr b

Infos: www.jfki.fu-berlin.de/

* Räume 201, 203, Flur

Programm*

87


Historische Größen, Satire, Lernportale der Geschichte, Konzil zum Nachdenken: Geschichts- und Medienwissenschaften, Theologie

Quo vadis Public History?

Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichte | Didaktik der Geschichte

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Apps, Blogs, Audiowalks – Quo vadis Public History?

Werkstattgespräch und Podiumsdiskussion

Das Internet verändert die Art, wie wir Geschichte(n) erzählen und Wissenschaft

betreiben. Wir, die Studierenden des Public History Masters, demonstrieren das

gemeinsam mit Lehramtsstudierenden anhand von vier Projekten: dem Pogrom

am Kurfürstendamm 1931, dem Tempelhofer Feld im NS, der Zerschlagung

der Gewerkschaften und einem neuen Lernportal zu „ Teaching Queer History“.

Programm (Raum KL 29/137)

17.30–23.00 Präsentation (jeweils 40 Min.)

Apps, Blogs, Audiowalks (auf Englisch und Deutsch)

20.00–20.30 Podiumsdiskussion (auf Englisch und Deutsch)

Wie trifft Geschichte auf Öffentlichkeit?

• Wer benutzt heute Geschichts- Apps und warum?

• Wer liest Histo-Blogs?

• Dürfen Historiker/-innen twittern?

• Was hat Englisch mit Barrierefreiheit zu tun?

Diskussionsgast ist Dr. Cord Pagenstecher (Historiker, Freie Universität Berlin),

der „Zwangsarbeit. Die Zeitzeugen-App der Berliner Geschichtswerkstatt“

präsentiert und daran die digitalen Möglichkeiten mobilen Lernens erörtert.

16.00-0.00 Digitalisierungsprojekt

Briefe aus dem 18. Jahrhundert und Geschichtsquiz

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.public-history.fu-berlin.de

Berlin, Tempelhofer Feld, Luftaufnahme, 1. Mai 1934

© Wikimedia Commons, Bundesarchiv Bild 146-2008-0006

88


Historische Größen, Satire, Lernportale der Geschichte, Konzil zum Nachdenken: Geschichts- und Medienwissenschaften, Theologie

Das Zweite Vatikanische Konzil

Seminar für Katholische Theologie

50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil: kaum ein Datum der jüngeren Geschichte

ist für die katholische Kirche von größerer Bedeutung. Nie zuvor hat die Kirche

sich und ihr Weltverhältnis in vergleichbarer Weise zum Gegenstand des theologischen

Nachdenkens gemacht. Gleichwohl ist die Rezeption dieses großen Reformkonzils

heute umstrittener denn je.

Vatikan, Palazzo Apostolico

© Wikimedia Commons, RadušKap

16.00 Begrüßung und Einführung in das Thema (Prof. Dr. R. Kampling)

Uhrzeit Vorträge

17.00

18.00

20.00

22.00

Gegenläufigkeiten. Das Zweite Vatikanische Konzil und die

Kirche heute: Der einleitende Vortrag beleuchtet das Konzil

insgesamt in seinen zentralen Fragestellungen und Anliegen

und lotet seine Bedeutung im historischen und gegenwärti -

gen Kontext aus.

Das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religio nen.

Zum Verständnis von „Nostra aetate“: Die Erklärung „Nostra

aetate“ stellt einen fundamentalen Wendepunkt im Verhältnis

der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen dar. Insbesondere

das Verhältnis von Kirche und Judentum nimmt hier einen

neuen Anfang.

Die pilgernde Kirche ist ihrem Wesen nach „missionarisch“

(AG 2). Das Missionsdekret „Ad gentes“ in der Diskussion:

Das Konzil rückt das Thema Mission mit dem Dekret „Ad gentes“

neu in den Blick. Bis heute wird es kontrovers diskutiert.

Die Kirche in der Welt von heute. Die Pastoralkonstitution

„Gaudium et spes“ im Streit der Interpretationen: Kaum ein

Dokument ist so sehr Frucht des Konzils wie „Gaudium et

spes“. Kaum eines ist aber auch so umstritten. Was sind seine

Kernthesen? In welchem Verhältnis steht die Kirche zur Welt?

Referenten

Prof. Dr. R.

Kampling

Dr. M.

Thurau

Prof. Dr. A.

Middelbeck-

Varwick

Prof. Dr.

M. Remenyi

Uhrzeit Filme

16.00

19.00

21.00

Die Schleifung der Bastionen, Teil I –

Kirche im Aufbruch (1960–1962):

Gegenstand des ersten Filmteils (mit vielen Originalbeiträgen und

Zeitdokumenten) ist die Situation der Kirche im Vorfeld des Konzils.

Welche Erwartungen richten sich an das Konzil?

Die Schleifung der Bastionen, Teil II –

Kirche in Bewegung (1963–1964):

In diesem zweiten Teil geht es um Fragen der Weltkirche, die auf

dem Konzil diskutiert werden. Mission ist ein wichtiges Schlagwort,

Ökumene ein weiteres. Aber auch innerkatholische Fragen wie das

Zueinander von Papst und Bischöfen werden thematisiert.

Die Schleifung der Bastionen, Teil III –

Kirche im Gegenwind (1965–1968):

Diese dritte Filmsequenz dreht sich um den Abschluss des Konzils und

die nachfolgenden Jahre. Zentrale Konzilsdokumente wie „Gaudium

et spes“, „Lumen gentium“ oder „Nostra aetate“ werden beleuchtet.

Aber auch die erste nachkonziliare Phase tritt in den Blick.

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.geschkult.fu-berlin.de/e/kaththeo/

Programm (Raum JK 26/140)

89


Ethische Gedankenexperimente, existenzielle Fragen und „Wozu Philosophie?“

Abenteuer im Kopf – philosophische Orientierung

Institut für Vergleichende Ethik

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Der Denker von Auguste Rodin

© Privatfoto

Ethische Orientierung ringt um das Verständnis und die gut begründete Beurteilung

existenzieller Fragen unseres Menschseins, unserer Gesellschaft und unserer

persönlichen Lebensgestaltung. Wir möchten Sie einladen, mit uns auf die Reise

zu gehen, Kategorien und Gründe zu erproben und vielleicht einen sicheren Hafen

zu finden. Präsentiert werden verschiedene Szenen, die philosophische Fragestellungen

aufwerfen. Darüber hinaus wird erklärt, wie diese im Philosophie- und

Ethikunterricht zum Einsatz kommen könnten.

Programm (Raum KL 29/135)

16.15, 17.15 Philosophieren mit Kindern (jeweils 30 Min.)

Wir machen mit Euch ein Gedankenexperiment und sind gespannt darauf, wie

Ihr reagiert, wie Ihr die Lage beurteilt und wie Ihr Euch entscheiden werdet.

18.15, 21.30 Dilemmadiskussion (jeweils 45 Min.)

Ethische Dilemmata konfrontieren uns mit einer Situation, in der keine Handlungsoption

akzeptabel erscheint. Manchmal sind diese Situationen ganz real,

manchmal haben Philosophen die Entscheidungsfrage künstlich zugespitzt.

Wir möchten Ihnen ein entsprechendes Dilemma präsentieren und mit Ihnen

verschiedene Möglichkeiten der Bewertung und des Verhaltens diskutieren.

19.30–20.30 Die Beschneidungsdebatte und das Ringen um ethische Orientierung

Der interaktive Vortrag führt in die verschiedenen Aspekte der Debatte ein und

zeigt auf, wie diese im Ethikunterricht behandelt werden könnten. Zudem ist

eine Diskussion zwischen den Teilnehmern vorgesehen.

23.00–23.45 Philosophie im Film

Präsentiert werden verschiedene Szenen, die philosophische Fragestellungen

aufwerfen. Darüber hinaus wird erklärt, wie diese im Philosophie- und Ethikunterricht

zum Einsatz kommen könnten.

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.geschkult.fu-berlin.de/e/ethik/

90


Ethische Gedankenexperimente, existenzielle Fragen und „Wozu Philosophie?“

Was heißt Philosophieren?

Institut für Philosophie

Gespräche, Logik-Quiz, Vorträge und Party am Institut für Philosophie.

Treppe im Philosophischen Institut

© M. Rautenberg, 2013

18.00–19.00, 19.00–20.00 Logik-Quiz

(Sitzungsraum)

Testen Sie Ihre logischen Intuitionen! Tutoren für philosophisches Argumentieren

stellen Aufgaben und geben Hilfestellungen für erfolgreiches Lösen von Logikrätseln

sowie allgemein für die Beurteilung von Argumenten.

18.00–19.00 Sokratisches Café:

Philosophieren verändert nichts! Oder doch?!

(Dr. H. Gronke, Seminarraum)

Im Sokratischen Café untersuchen die Teilnehmenden gemeinsam eine Frage. Sie

bringen ihre Erfahrungen ein, sie hören einander zu, sie bilden klare Gedanken und

suchen nach tieferem Verständnis. An diesem Abend geht es darum, ob das philosophierende

Denken Kraft zur Veränderung in sich trägt oder bedeutungslos für

unser Leben ist.

19.00–20.00 Bin ich mein Gehirn?

(Prof. Dr. J. Slaby, UG, Vortragsraum)

Ist das letzte Rätsel der Menschheit bald gelöst, weil Bewusstsein und geistige

Prozesse lückenlos auf Gehirnvorgänge zurückgeführt werden? Sind Hirnforscher

die besseren Philosophen? Der Vortrag setzt sich kritisch mit den Argumenten

des Neuro-Reduktionismus auseinander, skizziert aber auch Aspekte des Neuro-

Booms, die von Philosophen bisher nicht beachtet wurden.

20.00–21.00 Warum und wozu philosophische Gedankenexperimente?

(Prof. Dr. G. W. Bertram, UG, Vortragsraum)

Gedankenexperimente sind ein wichtiges Instrument des Philosophierens. Seit der

Antike haben Philosophien durchweg und unterschiedlich Gedankenexperimente

entwickelt. Der Vortrag entwickelt einen Vorschlag, um das Funktionieren von Gedankenexperimenten

zu erklären und die Frage zu beantworten, warum sie in der

Philosophie relevant sind.

ab 21.00 Die ideale Tanzsituation in der Diskotheorie

(Foyer, Fachschaftsinitiative Philosophie)

Die Nacht klingt aus mit zwanglosem Zwang zum Hüftschwung. Für Kooperation

bei der Wahrheitssuche sorgen erfrischende Getränke.

Ort: Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin

Zeit: 18.00–0.00 Uhr b

Infos: www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we01/

Programm (geeignet für Schüler/-innen ab Oberstufe)

91


Die Musik der Cartoons, ungehorsames Theater? Der kavafische Augenblick und moderne Dichtung: Musik-, Theaterwissenschaften und Philologie

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

„Über die Pflicht zum

Ungehorsam gegen den Staat“.

Theater, Tanz, Musik, Film

Institut für Theaterwissenschaft

Studierende und Lehrende der Theater-, Film- und Musikwissenschaft geben

Denkanstöße zur Diskussion des Verhältnisses von Kunst und Politik. Kurze

Wortbeiträge und prägnante Videos ergänzen einander. Darüber hinaus werden

in weiteren Räumen des Hauses aktuelle Resultate aus Lehre und Forschung,

Buchpublikationen, Fotostrecken und Videoinstallationen präsentiert. Gute

Pausenversorgung.

Programm (Theaterwissenschaft)

Uhrzeit 17.00–0.00 „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“.

Theater, Film, Musik und Politik (Hörsaal)

17.00–17.15 Lenin geht ins Theater (Prof. Dr. M. Warstat,

Live-Übertragung aus Köln)

17.15–17.30 J. Baudrillard – Vom zeremoniellen zum geklonten Körper:

der Einbruch des Obszönen (Film von Gero Beckmann)

17.30–17.45 Faces and Numbers (Prof. Dr. H. Schramm)

17.45–18.00 Disney psychedelisch (PD Dr. G. Herzfeld)

18.00–18.15 Gilles Deleuze Die Falte – Leibniz und der Barock (Film von

Lisa Gaden, Felix Falczyk, Nathanael de Crecy, Gero Beckmann)

18.15–18.30 • Ottonormal (C. Meyer) • Smartphone (E. Birringer)

• Terror und Notwehr (F. Halil)

18.30–18.45 Der Zorn des Rekruten – Bilder des Ungehorsams im US-Amerikanischen

Kriegsfilm (D. Gaertner, C. Pogodda, E. Rositzka)

18.45–19.00 Pause

19.00–19.15 Henry David Thoreaus „On the Duty of Civil Disobedience“

(T. Mittasch)

19.15–19.30 Thomas Hobbes: Von den Umständen, die den Staat zerrütten

und zugrunde richten können (Videobearbeitung von Jan Meyer)

19.30–19.45 „B’SUDLUNG! Warum Piefkenland sich selbst nicht hilft und Licht

aus dem Süden kommt“

19.45–20.00 Michel Foucault – Das Kerkersystem

(Film von Olivia Buhr und Lena Fiedler, Stimme: René Seidel)

20.00–20.30 Pause

20.30

20.40

21.00

21.15

21.30

Antonin Artaud – Das Theater und die Pest (Film und Ton: Maryvonne

Riedelsheimer, Almut Wedekind. Gelesen von Martin Heesch)

Artauds „Ungehorsam“ (Prof. Dr. D. Kolesch)

• „Der Würgeengel“ (L. Bernius)

• Wer glotzt, wird erschossen (S. Nikoleit)

• World Press Photo Award 2012 (K. Reiners)

„Die Verwandlung“. Kafkas freie Universität (M. Beron)

Heiner Müller: Hamletmaschine (Videobearbeitung: René Seidel)

21.45–22.00 Pause

22.00–22.20 Immersion: Immersion ist eine 2009 entstandene 2-Kanal Video in s tal -

la tion der Serie „Ernste Spiele“. Harun Farocki hat hierfür in Mili tär einrich

tungen der USA gedreht und die eigenen Sequenzen mit Ausschnitten

aus Computersimulationen kombiniert. Die Simulationstechnik wird

in diesem Fall zu therapeutischen Zwecken verwendet.

22.30 Podiumsdiskussion mit Frank Castorf und Harun Farocki

(Moderation: Carolin Poppenberg und Christian Lores Ruesga)

Uhrzeit Präsentationen Raum

OPEN STAGE: spontane Präsentation von Dramatik, Lyrik, Prosa, Reportage,

Musik, Kurzfilme von Studierenden der Freien Universität Berlin

16.00–17.00

17.00–0.00

„As Slow as Possible“ – zur ästhetischen und politischen

Dimension von Geschwindigkeit: Einführung in das welt weit

Beachtung findende Langzeitprojekt „Organ²/ASLSP“ in Halberstadt

und unterschiedliche Präsentationen und Deutun gen

des einflussreichen Werkes „4’33‘‘ von John Cage.

Anwesend: Prof. Dr. Rainer O. Neugebauer (Vorsitzender des

Kuratoriums der John-Cage-Orgelstiftung)

Videopräsentationen am laufenden Band – darunter:

• „Immanuel Kant – Was heißt es: Sich im Denken orientieren?“

(Film von Marie-Charlott Schube und Heiner Sothmann)

• „Henri Bergson – Die Wahrnehmung der Veränderung“

(Film von Marian Marx)

Seminarraum

III

Foyer

92


Die Musik der Cartoons, ungehorsames Theater? Der kavafische Augenblick und moderne Dichtung: Musik-, Theaterwissenschaften und Philologie

Uhrzeit Präsentationen Raum

17.00–0.00 Videopräsentationen am laufenden Band – darunter: Foyer

• „Gilbert Ryle – Der Begriff des Geistes“ (Film von Paul Marwitz

unter Mithilfe von Uwe Marwitz, Friedrich Steinlein, Jan Meyer)

• „Søren Kierkegaard – der Unglücklichste“

(Film von Svenja Viola Bungarten, Lisa Gaden, Daniel Eceolaza)

• „Norbert Elias – Die höfische Gesellschaft“

(Film von Burkhard Rausch)

17.00–22.00 Präsentation von Publikationen: Präsentation von Büchern,

die in letzter Zeit aus Forschungsarbeiten am Institut hervorgegangen

Sitzungsraurinnen

sind. Es besteht die Gelegenheit, mit den Auto-

und Autoren ins Gespräch zu kommen.

17.00–19.00, Vom Gang in die Filmgeschichte …: Im Zeitalter der digitalen

21.00–0.00 Verfügbarkeit des Mediums Film soll das Programm an die

Anfänge der Filmgeschichte erinnern, wie sie am 28. 12. 1895

Seminarraum

II

im Grand Café am Boulevard des Capucines in Paris ihren

Anfang nahm. In einer Non-Stop-Aufführung werden die Filme

der Gebrüder Lumière, Georges Méliès, Edwin S. Porters,

Thomas Alva Edisons und anderen Pionieren der laufenden

Bilder gezeigt, die zum Verweilen und Staunen einladen oder

lediglich dem kurzen Vergnügen dienlich sind.

19.00–21.00 … und den Filmen der Gegenwart: Screening aktueller

Kurzfilme der Studierenden und Absolvent/-innen der

Filmwissenschaft. (Moderation: Chris Tedjasukmana)

Seminarraum

II

17.00–0.00 Teatro Vulcano: Kain Karawahn und Erhard Ertel: Lecture-

Performance zu Fragen der medialen Darstellung von Naturschauspielen.

Texte, Bilder, Filme einer seminaristischen

Seminarraum

I

Expedition zu Europas aktivstem Vulkan – STROMBOLI.

16.00–0.00 Spuren Legen – Spuren Lesen (Wege und Wände des Instituts):

Die Tanzwissenschaft folgt den Spuren Tanzschaffender, um sie neu

zu lesen und zu vermitteln. Etwa beim Tanzkongress, den alle Lehrenden

und Studierenden vom 6.–9. Juni in Düsseldorf besuchen. Für die

Lange Nacht der Wissenschaften hinterlässt die Tanzwissenschaft ihre

eigenen Spuren: Poster und Filmclips dokumentieren den steten Dialog

zwischen Theorie und Praxis.

Ort:

Zeit:

Infos:

Grunewaldstraße 35, 12165 Berlin

16.00–0.00 Uhr

www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we07/

Musik zu Cartoons

Schon bald, nachdem die Bilder laufen lernten, fingen sie an zu sprechen, zu tanzen

und zu singen. Besonders Zeichentrickfilme, sog. Animated Cartoons, ließen

sich von Musik zu neuen filmischen Möglichkeiten inspirieren. Vor allem waren

es Hasen, Hühner, Mäuse und andere Tiere, deren Körper und Stimmen sich zu

aberwitzigen Choreografien und Gesangsnummern hinreißen ließen. Die Bandbreite

der Präsentationen reicht von tanzenden Skeletten über singende Frösche

bis hin zu Bugs Bunny als kokette Walküre. Wir möchten darstellen, welche besonderen

Möglichkeiten die Musik den „Toons“ eröffnete, aber auch, wie andere

„normale“ Spielfilme auf die musikalischen Anregungen aus der Zeichentrickwelt

reagierten und wie Comics sogar Einzug in die Neue Musikszene hielten.

Uhrzeit Vorträge (KL 29, Hörsaal 1a) Referenten

17.00

17.30

18.00

18.30

19.00

19.30

20.00

20.30

Cathy Berberian: Stripsody (1966)

The Skeleton Dance (1929)

Anchors Aweigh (1945)

Invitation to the Dance (1954)

One Froggy Evening (1955)

What’s Opera, Doc? (1957)

Il Signor Rossi cerca la felicità (1976)

Disney psychedelisch

M. L. Herzfeld-Schild, M.A.

Dr. J. Schröder

Prof. Dr. A. Riethmüller

Dr. F. Döhl

Dr. S. Jaszoltowski

Dr. P. Moormann

Y. Stingel-Voigt, M.A.

PD Dr. G. Herzfeld

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 17.00–21.00 Uhr b

Infos: www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we07/musik/

Programm (Musikwissenschaften)

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Die Musik der Cartoons, ungehorsames Theater? Der kavafische Augenblick und moderne Dichtung: Musik-, Theaterwissenschaften und Philologie

Hommage an Konstantinos Kavafis

Institut für Griechische und Lateinische Philologie | Neogräzistik

© Sky-tv-Athen

Ägyptische Marktszene

Konstantinos Kavafis

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Kavafis: Eine Prosopographie 1

Den griechischen Dichter aus dem ägyptischen Alexandria präsentiert Dimitris

Lignadis in einem Film von Sky-tv-Athen. Der Schauspieler Dimitris Lignadis folgt

den Spuren des Dichters auf den Gässchen, in den Cafés, Hotels, an den Straßenecken,

im Haus des Dichters, das heute ein Museum geworden ist. Kavafis hat die

zweite Phase der Entwicklung Alexandrias erlebt, aber sein Herz in der ersten verloren:

er hat die hellenistische Vergangenheit der Stadt in seiner Dichtung verkörpert,

sein Universum sozusagen, das aus solchen Elementen besteht, welche die

realen Dimensionen der Zeit vernichten. Deswegen und obwohl seine Dichtung

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist, wird sie bis heute in

vielen Sprachen übersetzt und dringt durch ihre Klarheit in die Seele des Lesers

ein. Im Film sprechen der Dichter Joachim Sartorius, der Diplomat Edmund

Kealey, einige griechische und ägyptische Dichter und Schriftsteller über Kavafis.

Kavafis: Eine Prosopographie 2

Konstantinos Kavafis und der kavafische Augenblick unserer Geschichte: „Wir erleben

heute einen kavafischen Augenblick unserer Geschichte“. Die Worte des amerikanischen

Übersetzers von Kavafis, Daniel Mendelsohn (2010), verweisen auf das

Phänomen erneuter Aktualität eines der großen Dichter des 20. Jahrhunderts, mit

dem die moderne Dichtung in Griechenland Einzug hielt. Im Vordergrund einer

Annäherung an den Dichter und sein Werk steht die Zeit, in der Kavafis, zivilisationsverliebt

und zivilisationskritisch, seine Gedichte lokalisiert: Hellenismus und

Spätantike. Dort vollzieht sich auch die akribische Formung des lyrischen „Ichs“, das

willentlich den Dichter selbst offenbart. Kavafis setzt sich in Szene als besessener

Denker und wagemutig homoerotisch Liebender, als würde er denken und lieben

nur für die Kunst, der er sein Leben vollständig widmet. Von diesem Impetus aus

nähert man sich seiner persona und seiner Dichtung, beides begründet in dichterischer

Hypokrisie, Vorspielen, Darstellen und einer stoischen Ironie, der die Einsamkeit

des Menschen und seine Melancholie erträglich macht. Die Identifikationsflächen,

die er dem Leser bietet, gehören zu den stärksten der Moderne.

Programm

18.30–19.30 Film zu Kafavis (KL 29/Hörsaal 2)

von Sky-tv-Athen (griechisch mit deutschen UT)

19.45–21.15 Vortrag (KL 29/Hörsaal 2)

über Kavafis (D. Coulmas)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 18.30–21.15 Uhr b

Infos: www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we02/griechisch/neograezistik/

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Über Zypern nach Asien: Kunst und Kultur fremder Kultur-, Religions- und Wirtschaftsräume

© Guido Petras

Agia Napa, Brunnen und Wohnturm Agia Napa, Kloster Agia Napa, Klosterhof Agia Napa, Ikonengruppe

Wissen will vermittelt werden: ein

Museumsprojekt der Berliner Byzantinistik

in Agia Napa auf Zypern

Institut für Griechische und Lateinische Philologie | Byzantinistik

Die Byzantinistik der Freien Universität Berlin ist ein vielschichtiges Fach, das

neben frühchristlich-mittelalterlicher Geschichte, Sprache und Literatur auch

praxisorientiert die Nähe zur byzantinischen Sammlung im Bode-Museum

Berlin nutzt. Daraus entwickelte sich ein Projekt, in dem Wissen und Fähigkeiten

einer interdisziplinären Gruppe die eigene Konzeption eines Museums ermöglichen.

Das Projekt im ehemaligen Kloster Agia Napa nahe der Greenline der UN

wird von der Metropolie Constantia-Ammochostos getragen. Es läuft seit 2011

und soll 2014 abgeschlossen werden.

Die aktuellen Ergebnisse dieser Arbeiten werden u. a. in Vorträgen und Schautafeln

anschaulich illustriert. Wie setzt sich solch ein Team zusammen? Woher

stammen die Sammlungsobjekte? In welcher Weise werden sie im Museum präsentiert?

Wie arbeitet man vor Ort? Einige Mitglieder des Teams erwarten Sie

und stehen allen Fragen gern zur Verfügung.

Uhrzeit Vorträge Referenten

16.30–16.50 Byzantinistik –

E. Rettig

Erfahrungsbericht eines Gasthörers

17.30–17.50 Ein Team für ein Museum –

D. Krikcziokat

interdisziplinär und europäisch

18.20–18.50 Agia Napa: Ein Ort, viele Gesichter – das C. Moshona

geplante Museum im urbanen Kontext

19.00–19.30 Empfang und Grußworte durch

Univ.-Prof. Dr. Johannes Niehoff-Panagiotidis

20.00–20.20 Die Ikonensammlung im zukünftigen

B. Schrade

Museum von Agia Napa

21.00–21.20 Der derzeitige Forschungsstand zum

M. Ritter

historischen Agia Napa

22.00–22.20 Die Sammlung zyprischer Antiken im

S. Brummack

zukünftigen Museum von Agia Napa

23.00–23.20 Der lange Weg vom leer stehenden Kloster G. Petras

zum modernen Museum

16.00–0.00 Schautafeln zum Projekt

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we02/griechisch/

byzantinistik/

Programm (Raum KL 29/139)

95


Über Zypern nach Asien: Kunst und Kultur fremder Kultur-, Religions- und Wirtschaftsräume

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Programm (Raum JK 28/130)

96

Uhrzeit Präsentationen und Vorträge (jeweils 30 Min.) Referenten

17.00

18.00

19.00

20.00

Kunst und Kultur des Jainismus in Südindien: Seit dem

frühen Mittelalter entstanden zahlreiche Zentren jainistischer

Gelehrsamkeit und künstlerischen Schaffens in

den südindischen Unionsstaaten Karnataka und Tamil

Nadu. Einige dieser Zentren werden in dieser kurzen

Einführung vorgestellt.

Was haben sie bloß getrunken? An buddhistischen

Heiligtümern finden sich auch Darstellungen, die keine

buddhistischen Inhalte zeigen. Dazu zählen alkoholtrinkende

Personen, bei denen der Zustand der Trunkenheit

über einen längeren Zeitraum (2.–5. Jh. n. Chr.)

identisch dargestellt ist. Der Vortrag widmet sich möglichen

Identifikationen dieser Bildwerke.

Künstlerische Nacheiferung zwischen Buddhismus und

Hinduismus: Die Kunst des Buddhismus und des Hinduismus

haben sich wechselseitig inspiriert. Die ikoni sche

Nacheiferung ist wohl in erster Linie als Rivalität zu werten,

indem die eine Religion populäre Bilderfindungen

der anderen Religion für die Gewinnung von Proselyten

zu nutzen suchte. In der Zeit des nordindisch-nepalischen

Mahãyãna und Tantrayãna zwischen dem 9. und

11. Jahrhundert sind es vorwiegend die Buddhisten, die

sich hinduistischer Vorbilder bedienten. Vier Beispiele

werden für Aneignungen in beide Richtungen gezeigt.

Objekte auf Reisen – Schatz- und Hortfunde auf der

Seidenstraße und anderen großen Routen: Schatzund

Hortfunde sind Glücksfälle für die archäologische

Forschung. Der Vortrag stellt aufsehenerregende und

weniger spektakuläre Beispiele vor und erläutert ihre

Aussagekraft. Zu den sensationellen Funden gehören

Schiffswracks wie das vor Indonesien gesunkene sog.

Belitung-Wrack. Aber auch ein Krug voller Münzen kann

zu erstaunlichen Ergebnissen führen.

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Fabeckstraße 25

Zeit: 17.00–20.30 Uhr b

Infos: www.geschkult.fu-berlin.de/e/khi/suedasien

P. Krüger,

M.A.

N. Euloge,

M.A.

Prof. Dr. A.

Gail

PD Dr. M.

Müller-Wiener

Gyeongbokgung Palace

Die Kunstgeschichte Südasiens lädt ein –

Geheimnisse einer vergangenen Zeit

Kunsthistorisches Institut | Kunstgeschichte Südasiens

Wir bringen Ihnen in anschaulichen Präsentationen und interessanten Vorträgen

die Kunst und Kultur Südasiens aus verschiedenen Zeiten näher. Dazu gibt es

eine Fotoausstellung „Zeugnisse der Cham Kultur in Vietnam“ und indischen

Teeausschank.

Betrunkene, Aurangabad, Höhle III,

Indien, 5. Jh. n. Chr.

© Natacha Euloge

Shiva als Lehrer, um 700 n. Chr.

Kailasanatha-Tempel, Kanchipuram, Indien

© Rika Sterling

© Adalbert Gail


Über Zypern nach Asien: Kunst und Kultur fremder Kultur-, Religions- und Wirtschaftsräume

Korea – Mehr als nur Gangnam

Ostasiatisches Seminar | Koreastudien

Die koreanische Halbinsel wird im globalen Bewusstsein hauptsächlich durch

den Nuklearkonflikt zwischen Nord- und Südkorea sowie den weltweiten Erfolg

von „Gangnam Style“ des Musikers „Psy“ wahrgenommen und auf diese reduziert.

Sowohl Nordkorea als auch die südkoreanische Musikkultur können eben

nicht auf diese reduziert werden. In Nordkorea gibt es, wie auch im Süden der

Halbinsel, ein kulturelles Leben, das behandelt werden muss. Die Musik ist in

Südkorea hingegen nicht nur eine kulturelle Kraft, sondern auch eine wirtschaftliche,

wovon verschiedene Akteure im Alltag profitieren. Dabei sollte man ebenso

bedenken, dass man mit südkoreanischer Musik eben nicht nur das im Westen

bekannte K-Pop meint, sondern von verschiedenen Genres spricht. So wollen

wir Sie einladen, Korea durch eine neue Perspektive zu entdecken.

Uhrzeit

Vorführungen, Präsentationen, Tombola

16.00–16.30 Eröffnung und Vorführung traditioneller koreanischer Musik

17.15–17.45 Taekwondo-Vorführung mit Studierenden der Koreastudien: Taekwondo

ist Korea. Die traditionelle Kampfsportart ist in Deutschland bereits bekannt.

Tae (Fuß), Kwon (Hand) und Do (Kunst) zeigt, worum es in dieser

Sportart hauptsächlich geht. Die Studierenden präsentieren ein paar

Techniken des Taekwondo und geben einen Einblick in die koreanische

Welt des Kampfsports.

17.45–19.00 Koreanische Speisen: Es können koreanische Speisen gegen ein

kleines Entgelt erworben werden. Wer noch nie koreanisch gespeist

hat, kann hier erste Eindrücke von Koreas Küche bekommen.

20.45–21.30 Tombola mit Preisen rund um Korea: am Eingang erhält der/die Be sucher/-in

ein Los und nimmt automatisch an der Tombola teil. Zu gewinnen

gibt es kleine und größere Preise rund um das Thema Korea. Von

Restaurantgutscheinen bis zu Büchern ist alles dabei.

21.30–23.00 Erfahrungsberichte der Austauschstudierenden des IKS: Studierende,

die bereits an koreanischen Universitäten studiert haben, berichten von

ihrem Leben in Korea. Wie läuft das Leben an einer koreanischen Universität?

Und wie lebt man außerhalb der Universität? Ein interessanter

Einblick in die Welt der koreanischen Bildung. (Seminarraum)

16.30–21.00 Workshops

Koreanische Papierfaltkunst Jongi Jeopgi : Die koreanische Papierfaltkunst

„Jeongi Jeopgi“ sieht nicht nur toll aus, sondern macht auch noch Spaß.

Am Basteltisch haben Groß und hauptsächlich Klein die Möglichkeit, diese

Kunst zu lernen und aus buntem Papier farbenfrohe Figuren zu zaubern.

16.30–17.15 Filme

Vorführung eines selbstgedrehten Films: K-Pop ist in aller Munde, die Stars erlangen

Weltruhm und Gangnam Style spielt überall. Doch was steckt hinter diesem

Erfolg? Die Studierenden der Koreastudien zeichnen in ihrem Film den Werdegang

einer koreanischen Musikgruppe nach und zeigen auf humorvolle Weise

nicht nur die Licht-, sondern auch die Schattenseiten des schnellen Erfolgs.

17.30, 18.30, 19.30 Mini-Sprachkurse (jeweils 45 Min., Kellerraum)

Kurze Einführung in Sprache und Schrift: Die koreanische Schrift basiert auf

Wissenschaft. Diese Wissenschaft resultierte in der Entwicklung eines alphabetischen

Zeichensystems namens „Hangeul“ und auch wenn die Sprache im ersten

Moment sehr exotisch klingt, sind die ersten Schritte erstaunlich schnell

gemacht. In einem kleinen Sprachkurs geben die Studierenden eine kurze Einführung

und lehren ein paar nützliche Ausdrücke.

Uhrzeit

Vorträge (Seminarraum)

18.30–19.15 Underground- und Punkmusik in Südkorea: Nicht nur K-Pop und

traditionelle Musik sind Teil der koreanischen Musikkultur, es werden

Einblicke in die Welt der Underground- und Punkmusik in Südkorea

gegeben. Wozu dient diese Musik? Der puren Unterhaltung oder

steckt doch etwas mehr dahinter? (D. Claus)

19.15–20.00 Vocaloid in Südkorea: Vocaloid ist ein Synthesizer, der sich erst im

japanischen und später im koreanischen Raum großer Beliebtheit

erfreute. Es wird erklärt, was Vocaloid genau ist, wie es funktioniert

und welchen Einfluss es auf die koreanische Musikwelt hat. (Th. Loske)

20.00–20.45 Kultur, Kunst und Alltag in Nordkorea: Nordkorea ist noch immer

ein Mysterium. Es wird ein Überblick über Nordkorea gegeben und

gezeigt, welch kulturelle Vielfalt in dem Land steckt und wie der

Alltag in Nordkorea aussieht. (J. Walter)

Ort: Fabeckstraße 7, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–23.00 Uhr

Infos: www.geschkult.fu-berlin.de/e/oas/korea-studien/

Programm (wenn nicht anders angegeben, alles im Außenbereich)

97


Über Zypern nach Asien: Kunst und Kultur fremder Kultur-, Religions- und Wirtschaftsräume

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Programm

Uhrzeit Vorträge und Präsentationen Raum

17.30–18.00 Tokyo als politischer Motor Japans?

kl. HS, 004

(Prof. Dr. V. Blechinger-Talcott)

18.00–18.30 Überwachte Urbanität – Leben und Kontrolle in der kl. HS, 004

japanischen Gegenwartsliteratur (O. Hartmann, B.A.)

20.00-20.30 Kriminalität in der Global City Tokyo (L. Pagenkopf, M.A.) gr. HS, 009

20.30–21.00 Geister in der U-Bahn – Die Stadt als bedrohlicher gr. HS, 009

Lebensraum in japanischen Urban Legends (A. Wolf, B.A.)

21.00–21.30 Smart Edo – Stadtmanagement im 18. Jahrhundert gr. HS, 009

(M. Facius, M.A.)

21.30–22.00 Schaukasten der Moderne – Gestaltung eines repräsentativen

gr. HS, 009

Stadtkerns in der Meiji-Zeit (M. Gerst, M.A.)

Uhrzeit Mitmach-Programm für Kinder und Erwachsene Raum

17.00–17.30 Präsentation „Denkwerk-Projekt“ mit

kl. HS, 004

Berliner Gymnasien

Japanisch-Schnupperkurs für Kinder

212

17.00–17.45,

19.00–19.45

18.00–18.45

Japan für Kinder

18.00–18.45, Japanisch-Schnupperkurs für Erwachsene

20.00–20.45

19.00–20.00, Meine Zeit in Japan. Studierende berichten

21.00–22.00

21.00–21.45, Japan-Quiz zum Mitmachen

22.00–22.45

22.00–23.00 Cosplay – Vortrag und Präsentation

Außerdem (für Kinder und Schüler/-innen geeignet)

• Origami-Werkstatt

• Kalligraphie

• Schnitzeljagd

• Bücherbasar

• Infotisch

• Fotoausstellung: Costume Play (Fotografin Christine Izeki, Tokyo)

• Japan kulinarisch

gr. HS, 009

212

kl. HS, 004

212

gr. HS, 009

Raum

211

2. OG

Garten

210

Foyer

2. OG

Garten

Ort: Ehrenbergstraße 26–28, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/japanologie/

Gasse in Tokyo

Smart Tokyo – Japanische Stadt(t)räume

Ostasiatisches Seminar | Japanologie

Als pulsierende Megacity fasziniert Tokyo mit einem facettenreichen Kulturleben.

Gleichzeitig ist das rasante urbane Wachstum mit zahlreichen gesellschaftlichen

oder ökologischen Herausforderungen verbunden. Wie kann eine intelligente,

nachhaltige Stadtentwicklung darauf reagieren? Wie wird Urbanität in der Literatur

verarbeitet? Und wie sah Großstadtleben in früheren Jahrhunderten aus? Diese

und andere Fragen wollen wir in der „Langen Nacht“ aufwerfen und in verschiedenen

Vorträgen zur Diskussion stellen. Wir laden zum Mitmachen in Workshops

und Japanisch-Schnupperkursen ein. Studierende berichten von ihren Auslandssemestern

und präsentieren so ihre ganz persönliche Sicht auf Tokyo und Japan.

Darüber hinaus stellen wir unser aktuelles „Denkwerk-Projekt“, eine von der

Robert Bosch-Stiftung geförderte Kooperation mit zwei Berliner Gymnasien, vor.

© Karin Klose

98


Über Zypern nach Asien: Kunst und Kultur fremder Kultur-, Religions- und Wirtschaftsräume

Straßenszene in China

China goes global

Ostasiatisches Seminar |

Sinologie und Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin

China ist zu einem der wichtigsten „global player“ geworden, kaum eine Debatte,

sei es in der Sicherheits- oder Umweltpolitik, Wissenschaft oder Kultur lässt sich

mehr ohne die Volksrepublik führen. In chinesischen Megastädten wie Beijing,

Shanghai und Guangzhou finden sich unterschiedlichste transnationale Einflüsse

neben oder in Verschmelzung mit den jeweiligen lokalen Lebensgewohnheiten.

Internationale Migration nach China und die Dimensionen des Austausches mit

dem Ausland nehmen stetig zu. Die chinesische Diaspora weltweit und in Deutschland

verkörpert einen weiteren Aspekt eines globalen Chinas.

Die Sinologie bietet in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut ein vielseitiges

China-Programm an: Kurzvorträge zur Sprache, Politik und Alltagskultur Chinas,

Schnupperkurse „Chinesisch für Groß und Klein“, Teekultur, Taiji, Kungfu, Kurzfilme,

einen Science Slam, Ausstellungen und Berichte von Studierenden.

© Kimiko Suda

Uhrzeit Mitmachkurse Raum

17.00–18.00 Chinesische Glückwünsche mit dem Pinsel selbst schreiben

009

(ab 12 Jahre, WANG I-Chuan, LEE Hefang)

18.30–19.00 Chinesische Frühlingsspruchbänder – wie sie aussehen 004

und was sie bedeuten: In China gibt es eine Vielzahl von

Bräuchen, die mit dem chinesischen Neujahr (Frühlingsfest)

verbunden sind. Einer davon ist das Schreiben von

Spruchbändern, die meist auf Türrahmen geklebt werden.

Hier erfahren Sie mehr über Frühlingsspruchbänder, wie sie

traditionell verwendet werden und was darauf steht. Zum

Abschluss können Sie ein solches Spruchband mit nach

Hause nehmen. (LIU Hanlu)

Uhrzeit Vorträge Raum

19.00–19.30 Chinesisch lernen: Besonderheiten einer distanten 009

Fremdsprache (Dr. A. Guder)

19.30–20.00 China & Lateinamerika – ein ganz normales Verhältnis oder 009

eine neue Form des Kolonialismus? (Jun.-Prof. Dr. K. Levy)

20.00–20.30 Videoaufnahmen im chinesischen Konversationsunterricht:

004

Es wird gezeigt, wie verschiedene Gruppen von

Studierenden nach vier Wochen Unterricht Konversationsübungen

machen. Dabei wird deutlich, dass nicht nur die

Spielfreude, sondern auch die sprachlichen Leis tungen in

unmittelbarer Beziehung zur Unterrichtsfrequenz stehen.

(H. Brexendorff, M.A., Diplomübersetzerin)

20.30–21.00 In China studieren: Studierende berichten

004

22.00–23.00 China Science Slam – Kreative Kurzinputs zu div. Themen 004

17.00–23.00 Ausstellung „Führungswechsel in der VR China“

Ein studentisches Forschungsprojekt zum 18. Parteitag der Kommunistischen

Partei Chinas 2012 (Koordination Jun.-Prof. Dr. K. Levy)

Sonstiges:

• Büchertisch und Ausstellung

• Infotisch der Fachschaft Sinologie (Beratung bei Interesse am Studium)

Ort:

Zeit:

Infos:

Ehrenbergstraße 26–28, 14195 Berlin

17.00–23.00 Uhr

www.fu-berlin.de/sinologie

1. OG

Foyer

Programm der Sinologie

99


Über Zypern nach Asien: Kunst und Kultur fremder Kultur-, Religions- und Wirtschaftsräume

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Programm des Konfuzius-Instituts

100

18.30–19.30 Vortrag mit Video- und Musikbeispielen Raum

Stimmen im Abseits?

203

Yi (Nuosu)-Popmusik und ethnische Identität in China (O. Kraef)

Uhrzeit Präsentationen Raum

16.00–16.30 Vorführung chinesischer Kampfkunst Kung Fu Garten, 203*

(Shaolin Tempel Deutschland e. V.)

17.00–17.30, Chinesische Teezeremonie und kleine Teekunde, 115/116

22.00–22.30 mit Erklärungen und Kostproben

19.00–21.00

17.00–22.00

17.00–22.00

Ihr Name auf Chinesisch: Sie haben noch keinen

chinesischen Namen? Hier bekommen Sie ihn –

sogar als Kalligraphie!

Chinesisch am PC: Erklärungen auf Anfrage

Chinesisches Schachspiel:

115/116

119

119

Erklärungen und Spielen auf Anfrage

Uhrzeit Mitmachkurse Raum

16.30, 18.00

jew. 30 Min.

17.30, 19.30

jew. 30 Min.

Chinas Gesundheitssport Nr. 1 –

Tai Chi-Übungen zum Mitmachen (R. Lee)

Chinesischer Fächerkampf

zum Mitmachen

Garten

Garten,

K17/19*

Uhrzeit Schnupperkurse (jeweils 30 Min.) Raum

16.30, 18.30, Chinesische Tuschemalerei

105

20.30, 21.30,

22.30

17.30, 19.30

17.00, 18.00

Chinesische Kalligraphie

Chinesisch für Kinder

105

K17/19

19.00–22.00 Chinesisch für Erwachsene (stündlich)

K17/19

* bei Regen

Uhrzeit Ausstellungen Raum

16.00–0.00

18.00

„Momente der Begegnung“ –

Gruppenausstellung von chinesischen

Künstlerinnen und Künstlern in Berlin

(Erklärungen auf Anfrage)

Einführung „Chinesen in Berlin

(Wiederholung auf Anfrage)

117/118

119

Uhrzeit Filme (Raum 203)

17.45–18.30

jew. 15 Min.

22.00–22.15

19.30–21.45

19.30

22.30–0.00

„Fremde Heimat“ mit Einführungsvortrag von

Dagmar Yu-Dembski (Kurzfilm)

Zweite Filmvorführung ohne Einführung

interfilm Berlin – Internationales Kurzfilmfestival Berlin präsentiert:

Geschichten aus dem fernen Osten – neue Kurzfilme aus China.

„Animierte und reale Geschichten zwischen Sage und Realität.

Mythische Kämpfe zwischen Mensch und Monster, Minen unfälle,

verunglückte Überfälle, unheimliche Begegnungen im nächtlichen

Wald und andere Geschichten.“ (interfilm Berlin)

Einführung zum Filmprogramm (H. Hermanns, interfilm Berlin)

Dokumentarfilmausschnitte:

chinesische Sprache und Schrift, tradi tionelles Handwerk, schöne

Künste, Landschaften, Stadtentwicklung, Heilkunst, Musikszene u. a.

16.00–0.00 Sonstiges (Empfang, Hochparterre, Raum 114)

Beratung und Auskünfte

Ort:

Zeit:

Infos:

Goßlerstraße 2–4, 14195 Berlin

16.00–0.00 Uhr

www.konfuziusinstitut-berlin.de


Verarbeitung von Emotionen in Sprache und Kultur

Wie das Gehirn spricht: mit dem EEG

auf der Suche nach dem Geheimnis der

Sprachverarbeitung

Institut für Deutsche und Niederländische Philologie | Brain Language Labor

© Brain Language Labor

Die menschliche Sprache, immer noch eines der größten Rätsel der Neurowissenschaft,

entwickelte sich im Laufe der Evolution zu dem präzisen und hoch komplexen

Kommunikationsinstrument, das es heute ist. Doch was läuft eigentlich im

Gehirn ab, wenn wir sprechen oder anderen zuhören? Wie arbeiten unsere „grauen

Zellen“ bei der Verarbeitung von Sprache zusammen? Und welche Möglichkeiten

haben wir, dem Gehirn bei seiner Arbeit zuzusehen?

In unserem Labor erforschen wir die neuronale Basis der Sprache und nutzen

dabei die Technik der Elektroenzephalographie, die die elektrische Aktivität des

Gehirns misst. Wir erklären, wie es möglich ist, aus der Beobachtung von Gehirnwellen

Erkenntnisse über die Sprachverarbeitung zu gewinnen und lassen unsere

Besucher/-innen bei einem Experiment hautnah dabei sein.

stündlich 16.00–23.00 Vortrag, Präsentation, Führung zum Thema

(jeweils 40 Min., Raum JK 28/020-027, Brain Language Labor)

• Präsentationen: Wir erklären den Ablauf einer EEG Messung.

Erklärung eines Sprachexperiments

• Führung durch das Hirnforschungslabor

• Kleine Demonstration zum Thema

Achtung: Teilnahmebegrenzung auf 15 Personen pro Demonstration. Anmeldelisten

und Treffpunkt für die Veranstaltungen JK 31/152

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we04/

Programm

EEG

101


Verarbeitung von Emotionen in Sprache und Kultur

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Im Dahlem Institute for Neuroimaging of Emotion werden die Zusammenhänge zwischen Sprache

und Emotion interdisziplinär untersucht.

Emotionen in Sprache, Kultur, Gesellschaft

Cluster Languages of Emotion

Languages of Emotion ist ein Forschungszentrum, an dem die komplexen Zusammenhänge

zwischen Emotionen, Sprache und Kultur von Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftlern aus mehr als 20 Disziplinen erforscht werden.

Programm

16.00–0.00 Informationsstand (JK 31/152, Nische)

Mixed Emotions: Wie schmeckt Freude? Haben Affen Gefühle? Was bedeutet

es, jemanden zu bewundern? Wie verunsicherte Sokrates seine Gesprächspartner?

In unserer Cocktail-Lounge geben u. a. Soziologen, Primatologen und

Literaturwissenschaftler Einblicke in die interdisziplinäre Emotionsforschung

und stehen für Fragen zur Verfügung.

© Bernd Wannenmacher

Uhrzeit

17.30, 19.00,

20.30, 22.00

17.30, 19.00,

20.30, 22.00

Führungen (Treffpunkt und Anmeldung JK 31/152, Nische)

Laborführung – Sieht man Emotionen im Gehirn?

Das Dahlem Institute for Neuroimaging of Emotion (D.I.N.E.)

untersucht Hirnaktivität mithilfe von Kernspintomographie und Nahinfrarotspektroskopie.

Wir zeigen, wie Gefühle gemessen werden,

und was die Möglichkeiten und Grenzen beider Methoden sind. Max.

24 Personen.

Transkranielle Magnetstimulation – Impulse für das Gehirn:

Bei dieser Stimulationsmethode können Hirnregionen mithilfe einer

Magnetspule aktiviert oder gehemmt werden. Wir erläutern das innovative

Verfahren, das in Forschung und Therapie eingesetzt wird. Der

Programmpunkt findet im Rahmen der Laborführung statt.

Uhrzeit Filme (KL 32/202)

16.00, 17.15

21.00

Leben mit dem Asperger-Syndrom:

Der Dokumentarfilm „On the Spectrum: Adults Living with Asperger

Syndrome“ porträtiert vier New Yorker, bei denen das Asperger-Syndrom

diagnostiziert wurde, und stellt dar, wie sie ihr Leben meistern. Die Psychologin

Isabel Dziobek steht anschließend für Fragen zur Verfügung.

Emotionalisierung der Religion – der Papst zu Besuch in Berlin:

Soziologen untersuchten, wie christlicher Glaube heute erlebt wird.

Gegenstand der Forschung war auch der Gottesdienst von Papst

Benedikt XVI. im Berliner Olympiastadion. Zwei Filmemacher haben

die Wissenschaftler begleitet. Mit anschließender Diskussion.

16.00–0.00 Demonstration und Experiment (JK 31/102)

Emotionale Bedeutung von Wörtern:

Viele Wörter lösen in uns bestimmte Emotionen aus. Man denke nur an das Wort

„Zahnarzt“. Wir zeigen Experimente zur Untersuchung des Einflusses emotionaler

Aspekte von Sprache auf unsere Wahrnehmung und unser Handeln.

16.00–23.00 Anthropologie der Emotionen (KL 23/102)

Wie Kultur und Emotionen zusammenhängen:

Gemeinsam mit dem Institut für Ethnologie

(Weitere Infos im dortigen Programm, siehe Seiten 103–104)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.languages-of-emotion.de

102


Verarbeitung von Emotionen in Sprache und Kultur

Anthropologie der Emotionen: Wie Kultur

und Emotionen zusammenhängen

Institut für Ethnologie | Anthropologie der Emotionen

© Anita von Poser

Wie werden Emotionen in unterschiedlichen Kulturen erlebt und zum Ausdruck

gebracht? Welche Bedeutung wird dem Emotionalen in verschiedenen Regionen

der Erde beigemessen? Wer darf wem gegenüber welche Emotionen wie zeigen?

Diese und ähnliche Fragen beschäftigt das junge Forschungsfeld „Anthropologie

der Emotionen“, das seit 2009 am Institut für Ethnologie untersucht wird.

Wir zeigen Ihnen zum einen Beispiele aus unseren aktuellen Forschungen in

Papua- Neuguinea, Madagaskar, Indonesien und Taiwan. Zum anderen können Sie

an unseren interaktiven Angeboten etwas über Ihr eigenes Emotionsverständnis

lernen und mit anderen vergleichen.

16.00–23.00 Experimente zum Mitmachen

Emotionale Situationen: Worüber freue und worüber ärgere ich mich? Was macht

mich stolz und wofür schäme ich mich? In welchen typischen Alltagssituationen erleben

wir bestimmte Emotionen? Wir laden Sie ein, Situationen zu ausgewählten

Emotionen anonym zu dokumentieren. Die Beiträge werden auf einer Stellwand

präsentiert.

Ordnung der Gefühle: In welcher Beziehung stehen Emotionen zueinander? Es gibt

vielfältige Möglichkeiten, Emotionen in Gruppen oder hierarchisch zu ordnen. Beispielsweise

können Gefühle als angenehm oder unangenehm, stark oder schwach,

warm oder kühl empfunden werden. Wir stellen Emotionskarten zur Verfügung, die

Sie in verschiedene Beziehungen setzen und mit uns diskutieren können.

16.00–23.00 Präsentationen

Bilderbogen – Emotionsbilder aus aller Welt: Hier präsentieren wir Emotionsbilder

aus Papua-Neuguinea, Madagaskar, Indonesien und Taiwan. Für Fragen zu den Bildern

stehen wir gern zur Verfügung.

Spielerisch imitieren Kinder den Tausch von Sago, der in Daiden soziale Nähe,

freundschaftliche Gefühle und Empathie ausdrückt.

103


Verarbeitung von Emotionen in Sprache und Kultur | Neue Medien in der Fremdsprache

© Gabriel Scheidecker

© Susanne Jung

Schauspielerische Darstellung der Emotion mihindrotsy – eine Form des Ärgers gegenüber älteren Personen

in Madagaskar

Ausdruck von Scham (malu) bei Jungen in Westsumatra

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Programm (Raum KL 23/102)

Uhrzeit Vorträge (jeweils 15 Min.)

17.00, 20.00 Essen und Emotionen in Papua-Neuguinea: In Daiden (PNG)

hängt emotionales Wohlergehen davon ab, ob eine Person über

genügend Nahrung verfügt, um diese an andere weiterzugeben,

und ob sie aktiv in die Nahrungsproduktion ihrer Familie eingebunden

ist. Durch den Umgang mit Essen werden positive und

negative Gefühle ausgedrückt. Möchte man sich in eine Person

einfühlen, so muss man sich daher Gedanken über deren „Nahrungssituation“

machen.

18.00, 21.00 Gesichter des Ärgers in Madagaskar: Ärger und Wut haben in der

Kultur der Bara im Süden Madagaskars viele unterschiedliche

Gesichter. Mindestens 18 verschiedene Formen des Ärgers werden

in dieser Kultur unterschieden. Je nachdem, wer das Gegenüber

ist, wird die Wut unterschiedlich erlebt und ausgedrückt.

19.00, 22.00 Angst vor bösartigen Geistwesen bei den Tao in Taiwan: Die Tao

auf der zu Taiwan gehörigen Hochseeinsel Lanyu haben große

Angst vor übelwollenden Geistwesen, von denen sie sich umgeben

wähnen. Begegnungen mit ihnen führen zu Krankheiten, Verhaltensauffälligkeiten

und emotionaler Unausgeglichenheit. Die

körperlichen Symptome von Angst setzen ein, wenn ein bösartiges

Geistwesen sich der Seele eines Menschen bemächtigt hat.

(gemeinsames Programm mit Cluster Languages of Emotion, siehe

Seite 102)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.polsoz.fu-berlin.de/ethnologie/arbeitsstellen/

Anthropologie_der_Emotionen/

Medien im Englischunterricht

Institut für Englische Philologie | Fachdidaktik Englisch

Mitarbeiterinnen der Fachdidaktik Englisch an der Freien Universität Berlin und

Studierende geben, unterstützt von weiteren Experten, in kurzen Impuls-Inputs

und Mitmach-Angeboten Anstöße zur Nutzung unterschiedlicher Medien im

Englischunterricht. Im Zentrum stehen u. a. die Fragen: Wie kann der Englischunterricht

durch Einsatz von Medien belebt werden? Wie können unterschiedliche

Medien zur abwechslungsreichen Gestaltung des Unterrichts beitragen?

Welche Ideen gibt es, um Medien im Englischunterricht bereichernd zu nutzen

oder auch das Thema Filme & Co. in den Englischunterricht einzubringen?

Programm

16.00–20.00 Mitmach-Angebote (durchgehend KL 29/110, KL 29/111)

zwischen den Mini-Inputs

stündlich 16.30–19.30 Mini-Inputs (KL 29/110, KL 29/111)

Prof. Dr. M. Sambanis und Team

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–20.00 Uhr b

Infos: www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/engdid/

104


Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Vereinbarkeit leben! Beruf, Studium, Familie –

Das Familienbüro präsentiert familiengerechte Maßnahmen

Zentrale Universitätsverwaltung | Familienbüro

Es kann eine hohe Wissenschaft sein, Studium oder Beruf mit Familienaufgaben

zu vereinbaren. Damit das gut gelingt, unterstützt das Familienbüro der Freien

Universität Studierende wie Beschäftigte im Universitätsalltag mit familiengerechten

Maßnahmen. Eine davon ist der Eltern-Kind-Raum in der Habelschwerdter

Allee 45 in Dahlem. Hier präsentiert sich das Familienbüro mit einem

Infostand, an dem die Mitarbeiterinnen des Familienbüros gern Auskunft über

ihre Arbeit geben. Außerdem bietet das Familienbüro eine Schminkecke für

Kinder an und lädt zum Spielen an der „Vier-gewinnt-Wand“ ein.

16.00–0.00 Informationsstand … (Foyer der Mensa II, vor Raum L 114)

… des Familienbüros

16.00–20.00 Kinderprogramm

Schminkecke für Kinder, Spielen an der „Vier-gewinnt-Wand“

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Otto-von-Simson-Straße 26

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/sites/familienbuero/

Programm

105


Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Jetzt wird’s bunt – Wenn Studierende zu

Unternehmern werden: Die Teilnehmer/-innen

des Funpreneur-Wettbewerbs stellen ihre

Produktkreationen vor

Zentrale Universitätsverwaltung | Abteilung Forschung/profund

Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Schicke Regale aus Altholz, Eis mit Erdbeer-Basilikum-Geschmack oder ein Kaffeebecherhalter

für das Fahrrad – wenn Studierende Geschäftsideen entwickeln,

wird es meist kreativ, nachhaltig und bunt. Im Funpreneur-Wettbewerb der Freien

Universität Berlin erproben sich Teilnehmer/-innen aller Fachbereiche jedes

Semester unter Anleitung ihre unternehmerischen Talente. Sie gründen ein Unternehmen

auf Zeit und bringen mit Unterstützung eines Paten aus der Wirtschaft

ihre Produkte und Dienstleistungen in fünf Wochen auf den Markt. Zum Abschluss

schreiben sie einen Geschäftsbericht und präsentieren ihr Ergebnis einer Jury.

Die besten Teams erhalten Preisgelder von insgesamt 2.500 Euro. Im Mensa-Foyer

stellen die Teams des Sommersemesters 2013 ihre Produkte vor – zum Ausprobieren

und Anprobieren, zum Staunen, Anfassen und Erwerben.

Programm

106

16.00–22.00 Informationsstand und Präsentationen

(Foyer der Mensa II, vor Raum L 114)

• Markt der Funpreneure:

Studierende stellen ihre Geschäftsideen und Produkte vor

• Gründen an der Freien Universität Berlin:

Informationen der Gründungsförderung profund

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Otto-von-Simson-Straße 26

Zeit: 16.00–22.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/wirtschaft/profund/

Kunst aus Klebeband –

Mit Funpreneur wird ein Talent zum Produkt

© Wirtschaftsjunioren Berlin

Unternehmerinnen für fünf Wochen:

Die Umsetzung muss so einfach wie möglich sein.

Kreativ-Workshop:

Wer hat die beste Geschäftsidee?

© Wirtschaftsjunioren Berlin

© Sabine Hellwig/profund


Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Die Uni-Unternehmer – ein Rundgang zu den Ausgründungen

der Freien Universität Berlin

Die Gründungsförderung profund zeigt, wo Ideen für den Markt entstehen

Vom Wissenschaftler zum Gründer und Firmenchef: wo geforscht wird, da entstehen

auch Ideen und Erfindungen für die Produkte der Zukunft. Immer mehr

Wissenschaftler entscheiden sich dafür, diese Innovationen im eigenen Unternehmen

auf den Markt zu bringen. An der Freien Universität werden sie dabei

Institut für Mathematik – Arnimallee 6, 14195 Berlin ( )

Uhrzeit Präsentationen, Experimente zum Mitmachen

und Ausstellung

stündlich

16.00–23.00

16.00–0.00

16.00–0.00

trinckle 3D. Scannen und Drucken in drei Dimensionen –

Die Produktion der Zukunft?

Werden wir Produkte in Zukunft zuhause selbst ausdrucken?

Eine Live-Vorführung demonstriert, wie Gegenstände mit einem

3-D-Laserscanner erfasst, als digitales Objekt gespeichert und

mit 3-D-Druck wieder ausgedruckt werden.

vismath GmbH – Mathematik neu erleben:

Wettervorhersage, iPod, Flugverkehr – ohne Mathematik gäbe

es das nicht. Trotzdem gilt sie manch einem als sprödes Fach.

vismath will das ändern: das Online-Portal mit Shop stellt Filme,

Basteleien, unterhaltsame Bücher, Spiele und Modelle vor, mit

denen Mathe wieder Spaß macht. (Raum 108/109)

Ausstellung Innolab: Mathematik für die Diagnostik –

von der Formel bis zur Anwendung:

Wie kommen Ideen aus der Wissenschaft auf den Markt?

Wir zeigen die Stationen – von der Forschung über den Proto -

typ bis zum Produkt. Ein Blick hinter die Kulissen verrät, wo

Mathematik überall vorhanden ist. Sie hilft in vielen Lebens -

bereichen, Veränderun gen zu beschreiben, zu analy sieren

und, etwa in der Medizin, effektive Therapien zu entwickeln.

intensiv von der Gründungsförderung profund unterstützt. Über 85 Firmen sind

seit 2006 auf dem Campus entstanden. Bei der „Langen Nacht“ stellen sich einige

Ausgründungen an ihren Fachbereichen vor. Wer die Uni-Unternehmer kennen

lernen will, kann auf einem Rundgang zehn Stationen ansteuern.

Institut für Informatik – Takustraße 9, 14195 Berlin ( )

16.00–0.00 Präsentationen, interaktive Vorträge und Experimente

Green Grass Vision Systems – Minikameras als nützliche Helfer im Verkehrsalltag:

Sie verbrauchen kaum Strom und werten ihre Aufnahmen selbst aus. So können die fest

installierten Minikameras von Green Grass Vision Systems Objekte erkennen, vermessen

und zählen. Die nützlichen Helfer registrieren z. B., wie lang die Autoschlange vor

einer Ampel ist oder ob ein Hindernis die Gleise blockiert. Probieren Sie es aus. (Foyer)

Videopräsentation: AutoNOMOS Systems – Robotik macht den Straßenverkehr

sicherer: Die Ausgründung der Freien Universität arbeitet gemeinsam mit den Berliner

Stadtreinigungsbetrieben daran, die Sicherheit an Abfallsammelfahrzeugen zu erhöhen.

Ihr Assistenzsystem hilft dem Fahrer, den Rückraum zu überwachen und warnt

ihn vor Personen und Objekten. Eine Videopräsentation demonstriert, wie das System

funktioniert.

INURI GmbH: Brand, Wissenschaft, Feuerwehr – Wie Mathematik hilft, Ihr Leben

zu retten: Wenn es brennt, entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Mit modernen

mathematischen Methoden ist es möglich, die Rauchausbreitung und Evakuierung

eines geplanten Gebäudes im Computer zu simulieren und sichere Lösungen zu finden.

INURI zeigt die Gefahren eines Brandes, gibt Brandschutztipps und Einblick in die

Simulationstechniken. (Raum SR 006)

Ontonym GmbH – Wie wird aus dem „Fert“ ein „Pferd“? Grundlagen für die „pfehlatollerande“

Suche: Erstklässler schreiben lautgetreu. Anhand eines Experiments – für

Menschen ab sechs Jahren, die schreiben können – zeigt Ontonym, wie der Computer

durch den Trick einer phonetischen Kodierung ein „Vehrt“ als „Pferd“ erkennt.

107


Service und Informationen der Freien Universität Berlin

© vismath GmbH

© Autonomos Systems

© trinckle 3D

Mathematik „begreifen“: mit Bastelbögen von

vismath

Autonomos Systems sorgt für mehr Sicherheit

bei der BSR

Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Programm (Präsentationen der Ausgründungen – verschiedenen Fachbereiche)

108

Institut für Biologie – Königin-Louise-Straße 12–16, 14195 Berlin ( )

16.00–0.00 Präsentationen (Foyer)

durakult GmbH – Neue Mikroorganismen für die Herstellung von Lebensmitteln

– ganz ohne Gentechnik: Ob Hefe zum Backen oder Trinken, Joghurt,

Käse oder Sauerkraut – fermentierte Lebensmittel entstehen nur mithilfe

von Mikroorganismen. durakult hat ein patentiertes Verfahren entwickelt,

wie neuartige Kulturen ganz ohne Gentechnik gezüchtet werden können.

Da schmeckt der Käse doppelt gut!

Präsentation des Instituts für Tierernährung: Food Generations Systems UG –

Nachhaltige Ernährung für Mensch und Tier: Wenn Pflanzen und Milch zu

Nahrungsmitteln verarbeitet werden, fallen oft Reststoffe an, die für das Produkt

zwar nicht benötigt werden, aber dennoch wertvolle Proteine enthalten. FG

Systems entwickelt Verfahren, die solche pflanzlichen und tierischen Eiweiße

wieder verwertbar machen.

Arbeitsbereich Allgemeine und Neurokognitive Psychologie –

Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin ( )

16.00–0.00 Experiment (Foyer der Mensa II)

Ocunostics – Lese-Rechtschreib-Störung besser erkennen und behandeln:

Sechs bis zehn Prozent der deutschen Schüler/-innen leiden unter einer Lese-

Rechtschreib-Störung (Legasthenie). Die neurokognitive Forschung hat gezeigt,

dass diese Störung mithilfe von Blickbewegungsdaten besser erkannt

werden kann. Machen Sie mit ocunostics den Test am Eye-Tracker.

Ort: Arnimallee 6/Habelschwerdter Allee 45, /

Königin-Louise-Straße 12–16/Takustraße 9, 14195 Berlin /

Zeit: 16.00–0.00 Uhr

Infos: http://bit.ly/Wwfdua

oben: trinckle 3D bietet Printservice und einen Marktplatz für 3D-Druck

unten: Objekte der Designerin Bathsheba für den 3-D-Druck

© Bathsheba


Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Partner für doppelten Erfolg:

Nachwuchsförderung mit dem Deutschlandstipendium

Zentrale Universitätsverwaltung | Abteilung Forschung/Geschäftsstelle Deutschlandstipendium

In unseren Förderprogrammen beteiligen sich private Stifter an der Nachwuchsförderung

der Freien Universität Berlin und leisten einen Beitrag zur Ausbildung

engagierter junger Menschen. Dafür steht beispielsweise das Deutschlandstipendium

der Freien Universität Berlin. Mittelpunkt der Förderung bildet der persönliche

Kontakt zu unseren Partnern und Stipendiaten. Neben der finanziellen Unterstützung

bietet die Hochschule ihren Stipendiaten im Rahmen eines Mentorings

die Möglichkeit, unterschiedliche Karriereverläufe kennen zu lernen sowie konkrete

Ziele und Strategien für die Studien- und Berufsplanung zu entwickeln.

Privatpersonen, Alumni, Unternehmen oder Vereine, die für die Freie Universität

Berlin aktiv werden möchten, können sich während der Wissenschaftsnacht umfassend

über die Möglichkeiten der Studierendenförderung informieren. Neben

der finanziellen Hilfe ist beispielsweise auch ein persönliches Engagement im

Rahmen des begleitenden Mentoringprogramms möglich. Schüler und Studierende

erhalten am Informationsstand Hinweise zur Bewerbung und zu den

Fördervoraussetzungen.

© Tom Maelsa

16.00–0.00 Informationsstand (Foyer der Mensa II, vor Raum L 114)

Wir beantworten gern Ihre Fragen und geben Einblick in die

Fördermöglichkeiten.

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

geeigneter Zugang Otto-von-Simson-Straße 26

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.fu-berlin.de/deutschlandstipendium

Programm

Podiumsgespräch mit Stipendiaten und dem Präsidenten der Freien Universität Berlin,

Univ.-Prof. Dr. Peter-André Alt. Moderation: Steffen Zinßer, A & B One Kommunikationsagentur

109


Service und Informationen der Freien Universität Berlin

E-Examinations in a Nutshell –

Stellen Sie und Ihre Kinder Ihre Berlin-Kenntnisse unter Beweis

Center für Digitale Systeme ( CeDiS)

Service und Informationen der Freien Universität Berlin

In dem neu eröffneten computergestützten Prüfungszentrum der Freien Universität

Berlin – dem E-Examination Center (EEC) – werden wir mit Ihnen und Ihren

Kindern der Fragestellung nachgehen, wie gut Ihre Berlin-Kenntnisse sind.

Anhand eines computergestützten Tests können Sie hautnah beweisen, dass Sie

ein wahrer Berlinkenner sind.

Dem Sieger winkt das sagenumwobene „Berlin-Diplom“ und als Nebeneffekt

erfahren Sie praxisnah und anschaulich, wie im modernsten Prüfungszentrum

Deutschlands computergestützte Prüfungen der Zukunft schon jetzt jedes Semes -

ter mit tausenden Studierenden durchgeführt werden.

Programm

Uhrzeit Computertests mit „Berlin-Diplom“ (jeweils 60 Min.)

16.00, 18.00 Berlin-Diplom für die ganze Familie (ab 8 Jahren)

20.00, 22.00 Berlin-Diplom für Nachtschwärmer (Erwachsene)

Ort: Fabeckstraße 34–36, 14195 Berlin

Zeit: 16.00–23.00 Uhr b

Infos: www.cedis.fu-berlin.de/

e-examinations

© CeDiS

110


Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Bücherbasar

Förderkreis Philologische Bibliothek Freie Universität Berlin e. V.

© Förderkreis Philologische Bibliothek

Bücherverkauf

Im Mai 1996 entwickelten die Germanistikstudierenden Tim Jung und Loren

Obleser die Idee, einen Förderverein für die Germanistikbibliothek der Freien

Universität Berlin zu gründen. Durch die damaligen Sparmaßnahmen wurde der

Etat der germanistischen Bibliothek drastisch reduziert. Am 10. Juni 1996 wurde

der Förderkreis Bibliothek Germanistik FU e. V. ins Leben gerufen. Seit Ende 2001

ist dieser als gemeinnütziger Verein anerkannt. 2005 wurde der Verein in Förderkreis

Philologische Bibliothek Freie Universität Berlin e.V. umbenannt. Zurzeit

gehören dem Verein etwa 250 Mitglieder an. Durch den Verkauf von gespendeten

Büchern in unserem ständigen Bücherbasar erwirtschaftet der Verein Gelder

zur Unterstützung der Philologischen Bibliothek. Dreimal in der Woche ist der

Bücherbasar für den Verkauf geöffnet. Studierende übernehmen ehrenamtlich

den Verkauf von gespendeten Büchern, CDs und Schallplatten.

Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags jeweils von 12.00 bis 17.00 Uhr.

16.00–0.00 Bücherbasar

(KL 29/101, Foyer der Hörsäle)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,

Zeit: 16.00–0.00 Uhr b

Infos: www.foerderkreis-philbibliothek.de

Programm

111


Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Schlau genug oder brauchen Sie noch mehr Bewegung?

Wie vielfältige körperliche Aktivität die Kognition fördern kann –

Beispiele aus dem Hochschulsport

Zentraleinrichtung Hochschulsport der Freien Universität Berlin

Service und Informationen der Freien Universität Berlin

Bedingt durch den technischen Fortschritt unserer Zivilisation bestimmt Inaktivität

mehr und mehr unsere Verhaltensweisen: man fährt mit dem Auto anstatt

mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu gehen; man kommuniziert über Telefon, E-Mail

oder in sozialen Netzwerken anstatt sich persönlich zu treffen. Viele internationale

Studien konnten zeigen, dass Sport und Bewegung nicht nur positive Auswirkungen

auf unsere körperliche Leistungsfähigkeit haben, sondern auch auf unsere

geistige Gesundheit. Wer sich regelmäßig und vielfältig bewegt, kann Konzentrationsstörungen,

Müdigkeit und Antriebslosigkeit entgegenwirken und die kognitive

Leistungsfähigkeit steigern. Der Hochschulsport bietet mit ca. 700 Kursen

in mehr als 100 Sportarten ein vielfältiges Bewegungsangebot.

Programm (durchgehend)

• Verschiedene Sportspiele (Kleinfeldplatz und Rasenfläche)

• Trampolin, Bewegungsparcours und kleine Spiele (Sporthalle)

• Neue Impulse im Fitnesstraining (Fitnessraum)

Die verschiedenen Spiele und Übungen werden fachkundig angeleitet,

Materialien und Geräte stehen kostenlos zur Verfügung

Ort: Malteserstraße 74–100, 12249 Berlin (Sporthalle)

Bus-Shuttle: ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83

bis Emmichstr., ab Habelschwerdter Allee 45 ( ) alle 10–15 Min.

Bus-Shuttle über Campus Benjamin Franklin ( )

Zeit: 17.00–23.00 Uhr b

Infos: www.hochschulsport.fu-berlin.de

Spiele

Ballspiele

Krafttraining

© ZE Hochschulsport

112


Schlagwortregister (Seitenverweise, Hausnummern)

A

Afrika 77

Amerika 87

Amöben 28

Anglistik 104

Anthropogeographie 18, 80–84

Archäologie, Altertumswissenschaften 66, 79–84

Architektur, Baugeschichte 79–84

Archivierung, Archiv-, Bibliothekswesen 86, 111

Asien 18, 61, 76, 96–99, 103–104

Australien 61

B

Bakteriologie 13, 29

Berlin 25–26, 34–38, 65, 74

Bildung, Bildungsforschung,

57–69, 110

Weiterbildung, Ausbildung

Bioenergien, Biotechnologie, Biophysik – 34–38, 51–53

Erneuerbare Energien, Rohstoffe

Biofilme 27

Biowissenschaften,

27–38

Lebenswissenschaften

Botanik 32–33

Brandschutz, Gefahrenabwehr 44–45

Buddhismus 96

C

Chemie 39–41, 56

China 99–100

Computer, Computertechnik 34–38, 42–55, 88, 104

D

Didaktik 34–38, 42–43, 56

E

EEG 69, 101

Emotionsforschung 69, 102–104

Erde, Erdgeschichte, Erdbeben 20–22, 24–26

Erziehungswissenschaft inkl. Pädagogik 57–65

Ethik 90

Evolution 20–21

F

Fahrzeugtechnologie 34–41, 46–50, 80–84

Familie, Kinder 59, 105

Feuer, Brandbekämpfung 44–45

Film 92–93

Flughafen 66, 74

FU.MINT 34–38, 57–58

Futtermittel, Futtermittelsicherheit 12

G

Geographie 17–18, 80–84

Geologie 20–21

Geophysik 22

Geowissenschaften 17–26

Geschichte, Geschichtswissenschaften 76–88, 94–95

Gesellschaft inkl. Genderforschung 18, 76–85, 87, 95–100

Gesundheit 12–16, 27, 72–73, 112

Gewässer, Hochwasser 17, 20–21

Griechenland 94

113


H

Haustiere, Nutztiere 12–13, 30–31

Hinduismus 96

Hirnforschung 14–16, 30, 69, 72, 101–102

Humanmedizin 14–16

I

Indien 76, 96

Informatik 42–55

Insekten (Bienen, Hummeln etc.) 30–31

Internet 46–50, 88

Islam 76–77

J

Japan 98

K

Kinderprogramm 13, 16–17, 26, 28, 30, 33–34,

37–38, 42–53, 55–56, 63–

64, 69–71, 79, 81–84, 87, 90,

97–98, 100, 104–105, 110

Klimatologie, Klimawandel 23, 25–26

Korea 97

Krankheiten 12, 14–16

Kulturen, Kulturwissenschaft 61–62, 76–100, 103–104

Kunst 78, 80–84, 92–96, 98

L

Landwirtschaft 18, 30

Lebensmittel, Lebensmittelsicherheit 12–13

Literatur 62, 94

M

Mars 24

Mathematik 42–53, 55, 63

Medien 62, 87, 91–93, 104–105

Messtechnik, Vermessungswesen 25–26

Meteorologie 25–26

Mineralogie 19

Musik, Musikwissenschaft 9, 66, 92–93, 97

N

Nanowissenschaften, Nanotechnologie 34–38, 51–53

Neurowissenschaften 30, 69, 71

O

Orient, Vorderer Orient, Arabische Welt 76–77, 80–84

Osteuropa 78

P

Paläontologie 23

Pflanzen, Pflanzenschutz 30, 32–33

Philologie 94

Philosophie 90–91

Physik 34–38

Planetologie 24

Politik 76–78, 87, 92–93, 99

Prähistorie 79–84, 95

Psychologie 69–73

R

Rechtswissenschaft, Rechtswesen 59, 75

Religion 76–78, 89, 96

Robotik, Künstliche Intelligenz 46–50, 66

Russland 78

S

Schulwesen 57–64

Sedimentologie 20–21

Sicherheit 44–50

Sonnensystem 24

114


Sport 97, 112

Sprache, Sprachforschung, Schrift 97–99, 101–102

Stadt, Metropole 98

Studium, Universität 25–26, 34–38, 62, 65,

80–84, 97, 99, 109–110

T

Theater, Theaterwissenschaft, Tanz 92–93

Theologie 89

Tierernährung 12

Tierhaltung 12, 18

U

Umwelt, Umweltkatastrophen,

Ökosysteme

17–18, 25, 29–30, 32, 64,

74–75

V

Veterinärmedizin 12–13

Visualisierung 51–53

W

Weltraumwissenschaft 24–25

Wirtschaft 106–108

Wissenschaftsgeschichte,

85–86

Wissenschaftsinformation

Z

Zoonose 13

Zukunftsforschung 65–66

Zypern 95

115


Impressum

Herausgeber

Redaktion

Lagepläne/Organisation

Lange Nacht der Wissenschaften

an der Freien Universität

Grafikdesign und

Reinzeichnung

Druck

Das Präsidium der Freien Universität Berlin

Abteilung Forschung

Kaiserswerther Straße 16–18, 14195 Berlin

www.fu-berlin.de

Dr. Annette Lewerentz

Wieland Weiß

metagate Berlin GmbH

www.metagate.com

Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co. KG Berlin

www.heenemann-druck.de

Auflage: 18.000 Exemplare

Stand: 28. März 2013

116


Wir freuen uns auf Sie!

Die Ernst-Reuter-Gesellschaft ist der zentrale Förderverein der

Freien Universität Berlin. Wir stärken die Freie Universität Berlin

als unabhängige Stätte des freien Geistes und unterstützen sie

ideell und materiell.

Als Mitglied können Sie über Fachgrenzen und Studienzeit

hinaus an Leben, Arbeit und Entwicklung der Freien Universität

teilnehmen. Die ERG ist als gemeinnütziger Verein anerkannt.

Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft erhalten Sie unter anderem:

Einladungen zu Veranstaltungen der ERG und der FU

Zedat-Account mit E-Mail-Adresse

Magazin wir für die Ehemaligen

Mitarbeitertarif in der Mensa

Ermäßigung für die Gasthörer-Card

Ermäßigung für die Jahreskarte des Botanischen Gartens

Kostenlose Kulturkarte der Freien Volksbühne Berlin für 1 Jahr

www.fu-berlin.de/erg

Alumni-Büro der Freien Universität Berlin

Sie haben an der Freien Universität Berlin studiert, geforscht,

gelehrt oder gearbeitet? Sie wollen den K ontakt zu Ihrer alma

mater nicht verlieren oder neu aufnehmen? Dann werden Sie

Teil des Alumni-Netzwerks der Freien Universität Berlin.

Ihre Vorteile der kostenfreien Anmeldung im Alumni-Büro umfassen

unter anderem:

Einladungen zu Veranstaltungen an der Freien Universität

aktuelle Informationen aus Wissenschaft, Forschung und Universitätsalltag

ermäßigte Teilnahme am Hochschulsport

www.fu-berlin.de/alumni

(c) Freie Universität Berlin

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Anmeldebögen und ein kleines Dankeschön liegen heute für Sie im UniShop im Foyer der Mensa bereit.


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Erläuterung

Die geöffneten Gebäude sind von Südwest nach

Nordost nummeriert und nach Routenfarben koloriert.

Bei Kenntnis der Gebäudenummer läßt sich mithilfe

des Indexes (siehe unten) die Seitennummer des

Beitrages im Programmheft ermitteln.

0

500 m

Balbronner Str.

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© FU Berlin – Bearbeitung: WW – 04. April 2013

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Illuminerter Fußweg zu den Naturwissenschaften

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GeoCampus

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Freie Universität Berlin Lange Nacht der Wissenschaften 8. Juni 2013

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B e s e l e r s t r .

d t - s

n - s t r .

ndel-Str.

Gregor-Mendel-Str.

Ladenbergstr.

Königin-

Luise-

Platz

r l e n b u s c h

s t r .

2–4

s t r .

Tu l p e n -

M i l o w -

E n g l e r -

H t e n s i e n -

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a l l e e

6-8

t r .

M i l o w

s t r .

str.

Hellriegel-

E i c h e n

E n z i a n s t r.

s t r .

l

B u g g e-

Mahler-Platz

G e m e i n dep

a r k

GeoCampus Lankwitz

-

9

H a d e rs l e b e n e r

Route ORANGE: Dahlem –

Charité Campus B. Franklin –

FU GeoCampus Lankwitz

e n -

t e n s i e n

T hiel allee

Start und Ziel

der Farbrouten

Dreihl

THIEL-

PLATZ

1-3

2–4

M u d r a -

M a l t e s e r -

Str.

B e i ß -

Schmidt-Ott-

34

35

BOTANISCHER

GARTEN

r.

M o l t k e -

Pressestand

Bus-

Leitstelle

G r i l l p a r z e r -

L i l i e n

10 4

a l l e e

uffel-

Kurzlegende

Gebäude der Freien Universität

teilnehmend (offen) bzw. nicht teilnehmend

Finken-

MPG JKI Offene Finken- Häuser weiterer Einrichtungen

FHI ZIB (mit deren Abkürzung)

U+S-Bahnlinie mit Bahnhof

w a l d

Lange-Nacht-Busrouten zu allen

offenen Häusern im Südwesten Berlins

Route GRÜN: Südwestlicher Campus

Route BLAU: Naturwissenschaften u.a.

Route PINK: Nördlicher Campusbereich

Route ORANGE: FU GeoCampus Lankwitz

via Charité Campus Benjamin Franklin

Haltepunkt für zwei Routen

BVG-Zubringer von und zu

den S- und U-Bahnhöfen

P Infostand der Freien Universität Berlin

mit Ticketverkauf / Parkplatz

Schorlemera

l l e e

74-100

Catering

StudWerk

S pinozastr.

promenade

s t r.

E m m

B

str. str.

50

B r e n t a n o -

Arno-Holz- S t r .

i c h -

R o o n -

Binge

s t r .

F o r s t -

54-56

R ü c k e r t s t r .

C

-Zubringer

/ -Bahnhof

Rathaus Steglitz

W e y g e

G r u n e w a

Wedellstr.

P r e y s i n g -

r

S c h i l d h o r n -

13

s t r .

-

D

N e u c h a t e l l e r

uffel

RüdeSt

s t r .

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6-10

Nelkenstr.

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Südwes

korso

K r e u z n a c

O p i t z s t r .

Carl

w e g

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B j ö r n s o

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P a u l s e n -

Carl-Heinrich-Becker-We

str.

Maerckerweg

L ü d

L e

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t e F i c c h

E

F

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G e

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Einrichtungen der Freien Universität Berlin am Standort Dahlem

Henry-Ford-Bau

FB Rechtswissenschaft 75

Freie Universität Berlin | Ausstellungen 86

Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft | Medienkulturen 87

Osteuropa-Institut 78

Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft | Politik des Vorderen Orients 77

Universitätsarchiv 86

Zentrale Frauenbeauftragte 85

Exzellenzcluster TOPOI (Altertumswissenschaften) 80

Ostasiatisches Seminar

Japanologie 98

Sinologie 99

Konfuzius-Institut 100

Philosophie 91

Gebäude Habelschwerdter Allee 45 (inkl. Fabeckstr. 25, Otto-von-Simson-Str. 26)

Allgemeine Psychologie und Neuropsychologie 72

Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies 76

Center for Applied Neuroscience 71

Cluster Languages of Emotion 102

Deutsche und Niederländische Philologie | Brain Language Labor 101

Englische Philologie | Fachdidaktik 104

Ethnologie | Anthropologie der Emotionen 103

Friedrich-Meinecke-Institut | Didaktik der Geschichte 88

Förderkreis Philologische Bibliothek e.V. 111

FU.MINT-Lehrerbildungsinitiative 57

FUture Slam 66

Gesundheitspsychologie 73

Griechische und Lateinische Philologie | Byzantinistik 95

Griechische und Lateinische Philologie | Neogräzistik 94

Grundschulpädagogik | Bildungsforschung Primarstufe 61

Grundschulpädagogik | Deutsch 62

Grundschulpädagogik | Mathematik 63

Hochschulambulanz 72

Internationale Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie

59

und Ökonomie gGmbH (INA) an der Freien Universität Berlin

John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien 74

Katholische Theologie 89

Kunstgeschichte Südasiens 96

Musikwissenschaft 93

Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft | Umweltpolitik 64

profund – Gründungsförderung 106

Studentenwerk Berlin (Mensa) 9

Uni BigBand des Collegium Musicum 9

Uni-Unternehmer 71, 107

Vergleichende Ethik 90

Zentraleinrichtung Datenverarbeitung 54

Zentrale Universitäts verwaltung | Abt. Forschung/Deutschlandstipendium 109

| Familienbüro 105

Zentrum für Weiterbildung 67

Ostasiatisches Seminar | Koreastudien 97

Chemie und Biochemie 39

Center für Digitale Systeme 110

NatLab-Schülerlabor | Biologie, Chemie, Pharmazie 60

| Projekt TuWas! 60

| Bienenkunde 30

John-F.-Kennedy-Institut 87

Didaktik der Chemie 56

FB Physik 34

FU.MINT-Lehrerbildungsinitiative 34, 57

Science Rallye 55

Informatik, Mathematik 46

Mathematik | Numerische Risikoanalyse 44

Science Rallye 55

Uni-Unternehmer 46, 107

Institut Futur | Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung 65

Mathematik 42

Science Rallye 55

Uni-Unternehmer 42, 107

Neuro- und Verhaltensbiologie 30

Prähistorische Archäologie 79

Institut für Biologie

Bundesanstalt für Materialforschung 29

Didaktik der Biologie 31

Mikrobiologie I 27

Mikrobiologie II 28

Uni-Unternehmer 12, 107

Veterinärmedizin | Mikrobiologie und Tierseuchen 13

| Tierernährung 12

| Tier- und Umwelthygiene 13

Zentrale Universitätsverwaltung | Ausbildungsangelegenheiten 68

Botanischer Garten und Botanisches Museum 32

T hiel alle e

„Busbahnhof“ Habelschwerdter Allee 45

am Abend des 8. Juni 2013 (16–00 Uhr)

BVG Zubringer

U+S-Bahnhöfe

Habelschwerdter Allee

Institut für Theaterwissenschaft 92

Filmwissenschaft, Tanzwissenschaft 92

Meteorologie und Weltraumwissenschaften 25

Standort GeoCampus Lankwitz der Freien Universität Berlin

Geologie | Sedimentologie 20

Geographisches Institut | Anthropogeographie (ZELF) 18

Geologisches Institut | Mineralogie-Petrologie 19

| Paläontologie 23

| Geophysik 22

| Planetologie und Fernerkundung 24

Geographisches Institut | Angewandte Geographie, Umwelthydrologie

und Ressourcenmanagement 17

Hochschulsport 112

Wissenschaftliche Einrichtungen außerhalb der Freien Universität Berlin

Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (inkl. Science Rallye) 51, 55

JKI – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

nurLageplan

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 69

Charité – Universitätsmedizin Berlin | CBF 14

Info

200 Plätze

WW 23.04.13


Fabeckstraße

Raumplan des Gebäudes

Habelschwerdter Allee 45

JK26

140

Laufwege

Treppenhaus/Aufzug

Querstraße (s. Raster)

Barrierefreier Zugang

Raumbezeichnung

Straße/Querstraße/Raum

Lange-Nacht-Busrouten

zu allen offenen Häusern

KL 23

123 121a

KL24

105

K24

10

Illuminerter Fußweg

zu den Naturwissenschaften

Eingang

K-Straße

K23

11

JK24

140

K24

11

K25

11

JK25

130

Busroute BLAU

„Silberlaube“

© FU Berlin - WW 04/2013

Lange Nacht der Wissenschaften | 8. Juni 2013

Otto-von-Simson-Str.

GRÜN: Südwestlicher Campus

BLAU: Naturwissenschaften u.a.

PINK: Nördlicher Campusbereich

ORANGE: GeoCampus Lankwitz

via Charité Campus B. Franklin

BVG-Zubringer S+U-Bahnhöfe

L116

L115

Eingang

Seminarzentrum

Küche

FU Mensa II

Studentenwerk

Foyer

Mensa

L113

Seminarzentrum

KL29

Hörsaal 2

KL29

139137135

Startplatz

Archäocopter

Hörsäle

Foyer

KL 29

110

KL29

111

Philologische

Bibliothek

HS 1a

KL32

202

KL32

102

Pressezelt

Bus- Grillstand

Leitstelle

K-Straße

K-Straße

JK26

140

JK26

JK26 133

139

JK28

130

JK30

Nische

JK

30

151

JK31

202

JK31

102

JK31

Nische

K31

102

Infostand

Haupteingang

K-Straße

Busroute BLAU

„Rostlaube“

0 25 50 75 100m

200

Plätze

P

Thielallee

Thielallee

Hittorfstraße

Habelschwerdter Allee

Geschichts-, Kultur- und Sprachwissenschaften

Seite

JK26/140 Katholische Theologie 89

JK28/130 Kunstgeschichte Südasiens 96

KL29 Hörsaal 2 Neogräzistik 94

KL29/101 Förderkreis Philologische Bibliothek 111

KL29/110+KL29/111 Englische Philologie 104

KL29/135 Vergleichende Ethik 90

KL29/137 Didaktik der Geschichte 88

KL29/139 Byzantinistik 95

JK31/152 (Nische), Cluster Languages of Emotion 102

JK31/102, K31/102,

KL32/202

JK31/152 (Nische) Brain Language Labor 101

KL32/102 Anthropologie der Emotionen 103

Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

Seite

JK26/133 (R. Sahel), Hochschulrechenzentrum (ZEDAT) 54

JK26/139 (R. Schirokko)

Vorplatz Archäocopter (Künstliche Intelligenz) 46

Fachübergreifende Bildungsvorhaben

K23/11, JK24/140,

K24/10, KL24/105,

K24/11

Internationale Akademie

(INA, An-Institut)

Seite

KL23/121a Lernbereich Mathematik 63

KL23/123 Lernbereich Deutsch 62

JK24/140 Bildungsforschung 61

JK24/140, K24/11 FU.MINT Lehrerbildung 57

KL29 Hörsaal 1a Musikwissenschaft 93

Erziehungswissenschaftliche

66

Zukunftsforschung

Theater-, Tanz-, Film- und

Musikwissenschaft

Mathematische Geometrieverarbeitung

Nordamerikastudien (JFKI)

Gründungsförderung profund

Künstliche Intelligenz

JK30/150 (Nische)

JK30/151, JK31/202

Zentrum für Weiterbildung 67

59

Psychologie, Politik-, Sozial- und Rechtswissenschaften

Seite

L113 Hochschulambulanz 72

L115 Forschungszentrum für Umweltpolitik 64

L115 Nordamerikastudien (JFKI) 74

L116 Gesundheitspsychologie 73

JK25/130 Center for Applied Neuroscience 71

K25/11 Allgemeine Psychologie und

72

Neuropsychologie

KL29/101, KL29/111 Berlin Graduate School Muslim

Cultures and Societies

76

Service und Informationen an der

Freien Universität Berlin

Seite

L114 (Foyer Mensa) Familienbüro (vor L114) 105

Deutsch land stipendium 109

Gründungsförderung profund 106

Mensa FU II Studentenwerk Berlin – Mensa FU II 9

KL30 PhilBib Collegium Musicum –

Uni Bigband Berlin

9

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