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Stadtseiten - 49. Kalenderwoche - 03. Dezember 2013 - in Fulda

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Dienstag, 3. <strong>Dezember</strong> <strong>2013</strong> 23<br />

Dienstag, 3. <strong>Dezember</strong> <strong>2013</strong><br />

E<strong>in</strong> positives Signal für die Städte<br />

OB Möller und Präsident des Hessischen Städtetags begrüßt kommunalfreundliche Aussagen der Koalitionsvere<strong>in</strong>barungen<br />

Von Michael Schwab<br />

FULDA. Nicht nur der<br />

Deutsche Städtetag, sondern<br />

auch der Hessische<br />

Städtetag und dessen Präsident,<br />

<strong>Fulda</strong>s Oberbürgermeister<br />

Gerhard Möller<br />

(CDU), begrüßen Passagen<br />

der nun getroffenen Koalitionsvere<strong>in</strong>barungen<br />

zwischen<br />

den künftigen Regierungspartnern<br />

CDU/CSU und SPD.<br />

E<strong>in</strong>ige Punkte leisteten e<strong>in</strong>en<br />

„wichtigen Beitrag, um<br />

Zukunftsaufgaben <strong>in</strong> unserem<br />

Land <strong>in</strong>sbesondere im<br />

H<strong>in</strong>blick auf die Leistungsfähigkeit<br />

der Kommunen,<br />

die gestärkt werden sollen,<br />

meistern zu können.“ Möller<br />

spricht deshalb von e<strong>in</strong>em<br />

„positiven Signal für<br />

die Städte“ und führt als Beispiele<br />

unter anderem die Gewerbesteuer<br />

an, die erhalten<br />

bleibt und nicht erneut zur<br />

Diskussion gestellt wird, die<br />

Aufstockung der Städtebauförderung,<br />

die Befreiung<br />

von der Umsatzsteuer bei <strong>in</strong>terkommunalen<br />

Kooperationen<br />

oder die Reformierung<br />

der Förderung der erneuerbaren<br />

Energien.<br />

Im H<strong>in</strong>blick auf die Gewerbesteuer<br />

präzisierte Möller,<br />

für die Städte bestehe<br />

durch deren Beibehaltung<br />

auch <strong>in</strong> Zukunft e<strong>in</strong> Anreiz,<br />

Unternehmen anzusiedeln.<br />

Betriebe und ihre Beschäftigten<br />

könnten weiter damit<br />

FULDA (mb). Für Charlotte<br />

Dehler und Egon Beier<br />

ist das Ehrenamt e<strong>in</strong><br />

„Stück wichtiger und<br />

selbstverständlicher Praxis“,<br />

besche<strong>in</strong>igte <strong>Fulda</strong>s<br />

Oberbürgermeister Gerhard<br />

Möller den beiden<br />

verdienten Mitbürgern.<br />

Für ihre besonderen Leistungen<br />

erhielten beide<br />

während e<strong>in</strong>es Empfangs<br />

im Grünen Zimmer des<br />

Stadtschlosses den Ehrenbrief<br />

des Landes.<br />

Sowohl durch ihr Mitwirken<br />

im Ortsgericht des Bezirks<br />

<strong>Fulda</strong> I als auch durch weiteres<br />

ehrenamtliches Engagement<br />

beim Mitgestalten der<br />

Geme<strong>in</strong>schaft und durch<br />

ihr Tun hätten sich beide<br />

bleibende Anerkennung erworben.<br />

Ehrenamtlich aktiv ist<br />

Charlotte Dehler bereits seit<br />

1994. Bis 2010 war sie erste<br />

Vertreter<strong>in</strong> der Ortsgerichtsvorsteher<strong>in</strong><br />

für den Bezirk<br />

<strong>Fulda</strong> I. Seit Januar 2011<br />

steht die Ehefrau des früheren<br />

<strong>Fulda</strong>er Schulamtsleiters<br />

Dieter Dehler dem größten<br />

der <strong>Fulda</strong>er Ortsgerichtsbezirke<br />

vor, <strong>in</strong> deren Zuständigkeit<br />

unter anderem Sterbefallanzeigen<br />

an das Amtsgericht,<br />

die Sicherung des<br />

Nachlasses, Schätzungen<br />

oder das Erstellen von Gutachten<br />

sowie das Beglaubigen<br />

von Unterschriften und<br />

Abschriften zählt. Sie leisten<br />

im Ortsgericht als „Hilfsbehörde“<br />

der Justiz wertvolle<br />

Dienste, unterstrich <strong>Fulda</strong>s<br />

Verwaltungschef, der<br />

rechnen, dass die Kommunen<br />

Leistungen für e<strong>in</strong>e<br />

funktionierende Infrastruktur<br />

erbr<strong>in</strong>gen. Positiv bewertet<br />

Hessens Städtetagspräsident<br />

ferner die Aufstockung<br />

der E<strong>in</strong>gliederungsmittel für<br />

Arbeitssuchende um 1,4<br />

Milliarden Euro.<br />

„Soziale Stadt“<br />

aufgewertet<br />

Dadurch werde die bessere<br />

Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit<br />

erleichtert –<br />

e<strong>in</strong> Thema, das nahezu allen<br />

Kommunen mittelbar oder<br />

unmittelbar unter den Nägeln<br />

brennt.<br />

Nicht m<strong>in</strong>der wichtig ist<br />

aus se<strong>in</strong>er Sicht das klare Bekenntnis<br />

der künftigen Regierungspartner<br />

zur kommunalen<br />

Dase<strong>in</strong>svorsorge.<br />

Bei Leistungen wie etwa der<br />

Wasserversorgung werde<br />

den Städten und Geme<strong>in</strong>den<br />

deutlich der Rücken gestärkt.<br />

Als weiteres wichtiges<br />

Signal stuft Möller die<br />

Aufstockung der Mittel für<br />

die Städtebauförderung e<strong>in</strong>.<br />

Sie sollen jährlich 700 Millionen<br />

Euro erreichen, <strong>in</strong>dem<br />

<strong>in</strong>sgesamt 600 Millionen<br />

Euro zusätzlich bereitgestellt<br />

werden. Die Städtebauförderung<br />

hat e<strong>in</strong>e große<br />

Bedeutung für die Infrastrukturentwicklung<br />

und<br />

für die Sicherung der sozialen<br />

Stabilität <strong>in</strong> den Städten.<br />

Gerade angesichts wachsender<br />

Integrationsaufgaben<br />

Charlotte Dehler für ihren<br />

vorbildlichen E<strong>in</strong>satz um<br />

die Belange der Menschen<br />

<strong>in</strong> ihrer Heimatstadt dankte.<br />

Lob und Dank erfuhr<br />

ebenso Egon Beier. Über<br />

zwei Jahrzehnte lang war er<br />

Ortsgerichtsschöffe für den<br />

Bezirk <strong>Fulda</strong> I und wurde<br />

2011 vom damaligen Direktor<br />

des Amtsgerichts aus se<strong>in</strong>em<br />

Ehrenamt verabschiedet.<br />

Ungeachtet se<strong>in</strong>er<br />

Städtetagspräsident und OB Gerhard Möller sieht die kommunalen<br />

Belange <strong>in</strong> den Koalitionsvere<strong>in</strong>barungen gut vertreten.<br />

der Städte sei es e<strong>in</strong> „gutes<br />

Zeichen, dass das erfolgreiche<br />

Programm „Soziale<br />

Stadt“ als Leitprogramm<br />

aufgewertet wird“, betonte<br />

Städtetagspräsident Möller.<br />

Ferner könne die „Kommission<br />

zu den föderalen F<strong>in</strong>anzbeziehungen“<br />

dazu<br />

beitragen, <strong>in</strong> Fragen, die sich<br />

auch auf die F<strong>in</strong>anzsituation<br />

der Kommunen auswirken,<br />

tragfähige Lösungen für die<br />

Zukunft zu entwickeln.<br />

Auch der Hessische Städtetag,<br />

so se<strong>in</strong> Präsident, sei<br />

deshalb gerne bereit, an der<br />

Arbeit dieser Kommission<br />

mitzuwirken. Denn die<br />

Städte müssen auf Dauer <strong>in</strong><br />

die Lage versetzt werden, ihre<br />

Aufgaben ohne Haushaltsdefizite<br />

zu erfüllen.<br />

Schöffentätigkeit br<strong>in</strong>gt<br />

sich der Diplom-Ingenieur<br />

und stellvertretende Leiter<br />

des städtischen Tiefbauamtes<br />

auch noch <strong>in</strong> e<strong>in</strong>ige weitere<br />

ehrenamtlichen Funktionen<br />

unter anderem als<br />

Mitglied im CDU Ortsverband<br />

Horas oder im Prüfungsausschuss<br />

der Industrie-<br />

und Handelskammer<br />

(IHK) <strong>Fulda</strong> für die Bauzeichner<br />

mit dem Schwerpunkt<br />

„Tief-, Straßen- und<br />

Landschaftsbau“ e<strong>in</strong>. Das<br />

Spektrum ist breit „und aus<br />

der alltäglichen Arbeit weiß<br />

ich, mit wie viel Elan Egon<br />

Beier immer bei der Sache<br />

ist.“ „Das hat der Egon gemacht“,<br />

zitierte Stadtbaurät<strong>in</strong><br />

Cornelia Zuschke e<strong>in</strong> oft<br />

gehörtes Wort, dankte und<br />

gratulierte ihm zur Ehrung.<br />

„Ich b<strong>in</strong> die Stadt“, das vermittele<br />

er auf „liebenswerte<br />

Weise.“ Beier grabe sich<br />

förmlich „<strong>in</strong> die Geschichte<br />

der Stadt – auch <strong>in</strong>tellektuell“,<br />

hob Zuschke hervor<br />

und wurde <strong>in</strong> ihrer E<strong>in</strong>schätzung<br />

durch OB Möller mit<br />

der Bemerkung unterstützt:<br />

„Im wahrsten S<strong>in</strong>ne des<br />

Wortes.“ Beide Dezernenten<br />

waren sich schließlich e<strong>in</strong>ig,<br />

dass die Ehrenbriefe des<br />

Entlastung bei<br />

Sozialausgaben<br />

Vor allem die <strong>in</strong> Aussicht<br />

gestellten Entlastungen bei<br />

den kommunalen Sozialausgaben<br />

um jährlich fünf Milliarden<br />

Euro s<strong>in</strong>d laut Möller<br />

aus Sicht der Städte angesichts<br />

von fast 46 Milliarden<br />

Euro Sozialausgaben „e<strong>in</strong><br />

gutes Signal für die Kommunen“.<br />

Das angekündigte<br />

Bundesteilhabegesetz für<br />

Menschen mit Beh<strong>in</strong>derung<br />

entspreche e<strong>in</strong>er langjährigen<br />

Forderung des Städtetages.<br />

Die damit verbundene<br />

spürbare Entlastung der<br />

Kommunen werde vor allem<br />

strukturschwachen Städten<br />

helfen, die besonders stark<br />

belastet s<strong>in</strong>d.<br />

Ehrung für zwei, die es verdienen<br />

Charlotte Dehler und Egon Beier erhielten Ehrenbriefe des Landes<br />

Fröhliche Gesichter bei der Übergabe des Landesehrenbriefes (von l<strong>in</strong>ks): Oberbürgermeister<br />

Gerhard Möller, Kar<strong>in</strong> Beier, Egon Beier, Charlotte Dehler, Dieter Dehler und Stadtbaurät<strong>in</strong> Cornelia<br />

Zuschke.<br />

Foto: Michael Schwab<br />

Landes zwei Menschen erhielten,<br />

„die sie auch verdient<br />

haben.“<br />

Dank an Familie<br />

In der Arbeit Dehlers und<br />

Beiers spiegele sich die Vielfalt<br />

des ehrenamtlichen Engagements<br />

wider, das „notwendig<br />

ist, um die freiheitliche<br />

Gesellschaft erst zu ermöglichen.“<br />

Beide, so Möller<br />

abschließend, könnten<br />

durch ihr vorbildhaftes Verhalten<br />

anregend für andere<br />

se<strong>in</strong>. Se<strong>in</strong> besonderer Dank<br />

galt schließlich den Familien<br />

und Angehörigen. Sie haben<br />

den E<strong>in</strong>satz Charlotte<br />

Dehlers und Egon Beiers<br />

„nicht als Last empfunden,<br />

sondern mit großem Verständnis<br />

und auch e<strong>in</strong>em<br />

Stück weit Freude begleitet.“<br />

Noch offene Fragen sieht<br />

Hessens Städtetagspräsident<br />

bei der F<strong>in</strong>anzierung der Infrastruktur.<br />

Die angekündigten<br />

fünf Milliarden Euro für<br />

dr<strong>in</strong>gend notwendige Investitionen<br />

<strong>in</strong> die öffentliche<br />

Verkehrs<strong>in</strong>frastruktur müssten<br />

zum Teil für kommunale<br />

Verkehrswege verwendet<br />

werden, auch die E<strong>in</strong>nahmen<br />

aus der Ausweitung der<br />

Öffentliche Bekanntmachung<br />

LKW-Maut sollten nicht nur<br />

<strong>in</strong> die Bundeskasse fließen,<br />

me<strong>in</strong>te Möller. Er geht davon<br />

aus, dass Bund und Länder<br />

auch bei der Infrastrukturf<strong>in</strong>anzierung<br />

e<strong>in</strong> verlässlicher<br />

Partner für die Kommunen<br />

se<strong>in</strong> werden und geme<strong>in</strong>sam<br />

die notwendigen<br />

Mittel bereitstellen – auch<br />

für sanierungsbedürftige<br />

kommunale Verkehrswege.<br />

Vere<strong>in</strong>fachte Umlegung Nr.: 5/<strong>2013</strong> „Affengrube“<br />

Gemarkung: Haimbach, Flur: 6<br />

Ordnungsnummern: 1 – 2<br />

1. Der vom Magistrat der Stadt <strong>Fulda</strong> – Umlegungsstelle – am 21.<br />

Oktober <strong>2013</strong> gefasste Beschluss über die Vere<strong>in</strong>fachte Umlegung<br />

„Affengrube“ ist am 28. November <strong>2013</strong> unanfechtbar geworden.<br />

2. Mit dieser Bekanntmachung wird nach § 83 Abs. 2 des Baugesetzbuches<br />

(BauGB) der bisherige Rechtszustand durch den im Beschluss<br />

vorgesehenen neuen Rechtszustand ersetzt. Ausgetauschte<br />

oder e<strong>in</strong>seitig zugeteilte Grundstücksteile und Grundstücke werden<br />

so, wie sie stehen und liegen, Bestandteil des Grundstücks,<br />

dem sie zugeteilt werden.<br />

Die d<strong>in</strong>glichen Rechte an diesem Grundstück erstrecken sich auf<br />

die zugeteilten Grundstücksteile und Grundstücke.<br />

3. Mit dieser Bekanntmachung werden die neuen Eigentümer <strong>in</strong><br />

den Besitz der zugeteilten Grundstücke oder Grundstücksteile<br />

e<strong>in</strong>gewiesen.<br />

4. Der Magistrat der Stadt <strong>Fulda</strong> – Umlegungsstelle – veranlasst die<br />

Berichtigung des Grundbuchs und des Liegenschaftskatasters bei<br />

den zuständigen Behörden. Unschädlichkeitszeugnisse s<strong>in</strong>d nicht<br />

erforderlich.<br />

<strong>Fulda</strong>, den 28. November <strong>2013</strong><br />

(Siegel)<br />

DER MAGISTRAT DER STADT FULDA<br />

Umlegungsstelle<br />

Öffentliche Bekanntmachung<br />

gez. Möller<br />

Oberbürgermeister<br />

Vere<strong>in</strong>fachte Umlegung Nr.: 6/<strong>2013</strong> „Zeller Straße (K101)“<br />

Gemarkung: Zell, Flur: 2<br />

Ordnungsnummern: 1 – 2<br />

1. Der vom Magistrat der Stadt <strong>Fulda</strong> – Umlegungsstelle – am 11. November<br />

<strong>2013</strong> gefasste Beschluss über die Vere<strong>in</strong>fachte Umlegung<br />

„Zeller Straße (K101)“ ist am 28. November <strong>2013</strong> unanfechtbar<br />

geworden.<br />

2. Mit dieser Bekanntmachung wird nach § 83 Abs. 2 des Baugesetzbuches<br />

(BauGB) der bisherige Rechtszustand durch den im Beschluss<br />

vorgesehenen neuen Rechtszustand ersetzt. Ausgetauschte<br />

oder e<strong>in</strong>seitig zugeteilte Grundstücksteile und Grundstücke werden<br />

so, wie sie stehen und liegen, Bestandteil des Grundstücks,<br />

dem sie zugeteilt werden.<br />

Die d<strong>in</strong>glichen Rechte an diesem Grundstück erstrecken sich auf<br />

die zugeteilten Grundstücksteile und Grundstücke.<br />

3. Mit dieser Bekanntmachung werden die neuen Eigentümer <strong>in</strong> den Besitz<br />

der zugeteilten Grundstücke oder Grundstücksteile e<strong>in</strong>gewiesen.<br />

4. Der Magistrat der Stadt <strong>Fulda</strong> – Umlegungsstelle – veranlasst die<br />

Berichtigung des Grundbuchs und des Liegenschaftskatasters bei<br />

den zuständigen Behörden. Unschädlichkeitszeugnisse s<strong>in</strong>d nicht<br />

erforderlich.<br />

<strong>Fulda</strong>, den 28. November <strong>2013</strong><br />

(Siegel)<br />

DER MAGISTRAT DER STADT FULDA<br />

Ortsbeiratssitzung<br />

Umlegungsstelle<br />

gez. Möller<br />

Oberbürgermeister<br />

Mittwoch, 4. <strong>Dezember</strong> <strong>2013</strong>, 20.00 Uhr, Bürgerhaus Haimbach, Sitzung<br />

des Ortsbeirates Haimbach.<br />

Tagesordnung<br />

1. Bericht des Ortsvorstehers<br />

2. Stellungnahme zum Haushalt 2014<br />

3. Verwendung der Kulturmittel <strong>2013</strong><br />

4. Anträge und Anfragen<br />

Am<br />

Montag, 9. <strong>Dezember</strong> <strong>2013</strong>, 18.00 Uhr,<br />

Manfred Belle,Ortsvorsteher<br />

f<strong>in</strong>det e<strong>in</strong>e Sitzung des Haupt- und F<strong>in</strong>anzausschusses der Stadtverordnetenversammlung<br />

im Sitzungszimmer B 122 (Schlosskapelle)<br />

des Stadtschlosses statt.<br />

<strong>Fulda</strong>, 2. <strong>Dezember</strong> <strong>2013</strong><br />

Der Vorsitzende:<br />

Dipl.-Kfm. Hans-D ieter Alt<br />

Tagesordnung<br />

1. Haushaltsplan 2014, Anhörung der Ortsbeiräte, Beratung des Produktbereichs<br />

16, Reste, Inv.-Programm, Stellenplan und Ausgleich<br />

2. Jahresabschluss 2011<br />

3. Neuwahl e<strong>in</strong>es Ortsgerichtsschöffen und e<strong>in</strong>es zweiten stellvertretenden<br />

Ortsgerichtsvorstehers für den Stadtbezirk <strong>Fulda</strong> IV<br />

4. Wiederwahl e<strong>in</strong>es Ortsgerichtsschöffen für den Stadtbezirk <strong>Fulda</strong> VI<br />

Vertrauliche Sitzung!!!<br />

5. Grundstücksangelegenheit


22<br />

Dienstag, 3. <strong>Dezember</strong> <strong>2013</strong><br />

Dienstag, 3. <strong>Dezember</strong> <strong>2013</strong><br />

Der Blick vom Rathausturm <strong>in</strong> Leitmeritz offenbart die Schönheit von Stadt und Landschaft.<br />

Fotos: Michael Schwab<br />

Sich begegnen, um e<strong>in</strong>ander zu verstehen<br />

Deutsch-Europäisches Bildungswerk (DEB) und „Freundeskreis <strong>Fulda</strong> Leitmeritz“ auf historischer Spurensuche<br />

Von Michael Schwab<br />

FULDA/LEITMERITZ. Ist<br />

das Verhältnis zwischen<br />

Tschechen und Deutschen<br />

entspannt? Oder wirkt die<br />

Geschichte – nicht nur die<br />

jüngere – entscheidend<br />

nach? Spannende Fragen,<br />

mit denen sich Referenten<br />

e<strong>in</strong>es fünftägigen Sem<strong>in</strong>ars<br />

des Deutsch-Europäischen<br />

Bildungswerks <strong>in</strong><br />

Hessen e.V. (DEB) unter<br />

dem Leitgedanken „Begegnung<br />

und Verständigung“<br />

<strong>in</strong> Leitmeritz (Litomerice)<br />

und weiteren Veranstaltungsorten<br />

wie Teplitz/Schönau<br />

(Teplice) sowie<br />

Theresienstadt (Terez<strong>in</strong>)<br />

beschäftigten.<br />

Das vom Bundes<strong>in</strong>nenm<strong>in</strong>isterium<br />

sowie dem<br />

Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds<br />

geförderte Programm<br />

war von den beiden<br />

Vorsitzenden des „Freundeskreis<br />

<strong>Fulda</strong> Leitmeritz/Litomerice“<br />

Wolfgang Spiegel<br />

und Otto Gruß <strong>in</strong> Kooperation<br />

mit dem DEB und se<strong>in</strong>em<br />

Vorsitzenden und früheren<br />

Bensheimer Bürgermeister<br />

Georg Stolle vorbereitet<br />

worden. Fazit des Treffens:<br />

Trotz schwieriger Annäherungsphase<br />

ist vieles <strong>in</strong><br />

Bewegung, um die Versöhnung<br />

und Verständigung<br />

zwischen Deutschen und<br />

Tschechen voranzubr<strong>in</strong>gen.<br />

Offen für Dialog<br />

Dr. Milan Horacek, tschechischer<br />

Dissident, später<br />

Frankfurter Stadtrat, Mitbegründer<br />

der Grünen, Bundestags-<br />

und Europaabgeordneter<br />

der Grünen zeigte<br />

sich durchaus optimistisch.<br />

Der „antideutsche Reflex“<br />

sei mit den Jahren zurückgegangen.<br />

Deutsche Tugenden<br />

wie Fleiß, Pünktlichkeit und<br />

Verlässlichkeit hätten für<br />

tschechische Beschäftigte<br />

ihren Wert <strong>in</strong> ger<strong>in</strong>ger Arbeitslosigkeit,<br />

vergleichsweise<br />

hohem Lohn und hoher<br />

Qualität der <strong>in</strong> ihrem<br />

Land durch deutsche Partnerunternehmen<br />

gefertigten<br />

Produkte, wie die Erfolgsgeschichte<br />

der VW-<br />

Tochter Skoda zeigt. Horacek,<br />

der nach eigenen Worten<br />

„absolut offen für den<br />

deutsch tschechischen Dialog“<br />

ist, geht jedoch davon<br />

aus, dass der Prozess der Annäherung<br />

noch e<strong>in</strong>ige Zeit<br />

brauchen werde nach e<strong>in</strong>er<br />

fast 300-jährigen habsburgischen<br />

„Unterdrückung“.<br />

Weitere Facetten des Mite<strong>in</strong>anders<br />

ließen die Referenten<br />

auf unterschiedliche<br />

Weise ankl<strong>in</strong>gen. Leitmeritz´<br />

Bürgermeister Ladislav<br />

Chlupac, der selbst häufig <strong>in</strong><br />

<strong>Fulda</strong> zu Gast ist, lobte bei<br />

e<strong>in</strong>em Empfang im historischen<br />

Rathaus aus dem 16.<br />

Jahrhundert die lange Verbundenheit<br />

und das Engagement<br />

vieler <strong>Fulda</strong>er Vere<strong>in</strong>e,<br />

die sich der Zusammenarbeit<br />

widmen. Chlupac unterstrich,<br />

wie wichtig Partnerschaften<br />

zwischen Staaten<br />

und Städten für die Beziehungen<br />

der Menschen<br />

s<strong>in</strong>d. In Anerkennung se<strong>in</strong>er<br />

Verdienste erhielt er e<strong>in</strong>e<br />

Dank-Urkunde mit Medaille<br />

des Bundesvorstandes der<br />

Sudetendeutschen Landsmannschaft,<br />

zu der ihm<br />

Siegbert Ortmann, stellvertretender<br />

Vorsitzender der<br />

Sudetendeutschen Landsmannschaft<br />

und Vorsitzender<br />

des BDV Hessen, gratulierte.<br />

Denn was für die Leitmeritzer<br />

bei ihren regelmäßigen<br />

Treffen <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> e<strong>in</strong>e<br />

Dr. Milan Horacek machte sich stark für den deutsch-tschechischen<br />

Dialog.<br />

Selbstverständlichkeit sei,<br />

nämlich dass der Leitmeritzer<br />

Bürgermeister dabei ist,<br />

sei nicht selbstverständlich,<br />

stehe aber für die hervorragenden<br />

Beziehungen und<br />

für die geme<strong>in</strong>same Vergangenheit,<br />

auf die Chlupac immer<br />

wieder h<strong>in</strong>weise. Für die<br />

Teilnehmer des Sem<strong>in</strong>ars<br />

hob DEB Vorsitzender Stolle<br />

die Zielsetzung des Sem<strong>in</strong>ars<br />

hervor und lobte Chlupacs<br />

Bemühen um e<strong>in</strong> gutes Mite<strong>in</strong>ander<br />

angesichts der<br />

leidvollen Geschichte. Gerade<br />

vor diesem H<strong>in</strong>tergrund<br />

sei es wichtig, dass es<br />

Vere<strong>in</strong>e gebe, die sich für die<br />

Verständigung e<strong>in</strong>setzen.<br />

Geduld üben<br />

Wie Verständigung und<br />

Versöhnung auf tschechischer<br />

Seite praktiziert<br />

werden, zeigte der frühere<br />

Dissident und Pastor Zdenek<br />

Barta, heute Leiter der Diakonie<br />

<strong>in</strong> Theresienstadt/Terez<strong>in</strong>.<br />

Mittel des Deutschen<br />

Diakonischen Werks hatten<br />

den Kauf von Häusern zum<br />

Aufbau der Diakonie <strong>in</strong> Terez<strong>in</strong><br />

erst möglich gemacht, <strong>in</strong><br />

der <strong>in</strong>zwischen Menschen<br />

mit Beh<strong>in</strong>derungen e<strong>in</strong>e<br />

„beschützte Arbeitsstelle“ <strong>in</strong><br />

der Gastronomie sowie sozialtherapeutische<br />

Betreuung<br />

erfahren. Für die Realisierung<br />

dieses Projekt habe neben<br />

der Hilfe für Beh<strong>in</strong>derte<br />

der Gedanke der deutschtschechischen<br />

Verständigung<br />

gesprochen. E<strong>in</strong><br />

Aspekt, der Barta sehr am<br />

Herzen liegt, denn Theresienstadt<br />

war nicht nur während<br />

des Krieges e<strong>in</strong> Konzentrationslager<br />

(KZ), sondern<br />

nach dem Krieg auch Internierungslager<br />

für Deutsche.<br />

E<strong>in</strong> Kapitel der Geschichte,<br />

„das von Tschechen noch<br />

immer nicht gerne gehört<br />

wird“, wie Barta unumwunden<br />

e<strong>in</strong>räumte. Er appellierte<br />

bei e<strong>in</strong>er weiteren Begegnung<br />

an se<strong>in</strong>e Zuhörer, Geduld<br />

mit se<strong>in</strong>en Landsleuten<br />

zu haben. 40 Jahre kommunistischer<br />

Herrschaft<br />

Mahnmal: E<strong>in</strong> großer Davidstern er<strong>in</strong>nert an die jüdischen Opfer des Lagers und Ghettos Theresienstadt.<br />

hätten <strong>in</strong> Tschechien Spuren<br />

h<strong>in</strong>terlassen. Die Gesellschaft<br />

sei atheistisch geprägt<br />

und noch immer im<br />

Nationalismus verhaftet.<br />

Die Folgen des Kommunismus<br />

s<strong>in</strong>d auch für Stanislav<br />

Pribyl, Generalvikar der Diözese<br />

Leitmeritz, e<strong>in</strong> bedrückendes<br />

Problem. Zwar stuft<br />

Pribyl die katholische Kirche<br />

<strong>in</strong> Tschechien als „sehr<br />

lebendig“ e<strong>in</strong>. Trotzdem hat<br />

sie mit F<strong>in</strong>anzierungsproblemen,<br />

Rückgabeansprüchen<br />

gegenüber dem Staat,<br />

hohen Denkmalauflagen<br />

beim Erhalt kirchlicher Bauten<br />

ohne staatliche Unterstützung<br />

sowie Lohn- und<br />

Rechtssicherheit bei Priestern<br />

zu kämpfen.<br />

Von e<strong>in</strong>er Zeit „großer Unsicherheit“<br />

für die Tschechen<br />

angesichts der bisherigen<br />

Entwicklung, sprach Jan<br />

Sicha. Während Deutschland<br />

wieder gee<strong>in</strong>t sei, sei<br />

die Tschechoslowakei geteilt<br />

worden. Während Deutschland<br />

Exportweltmeister sei,<br />

bleibe das Land, <strong>in</strong> dem sich<br />

mittlerweile rund 4000<br />

deutsche Firmen angesiedelt<br />

haben, nur „Zulieferer“.<br />

Fakten und Tendenzen, mit<br />

denen die Menschen umzugehen<br />

lernen müssten.<br />

Sich kennenlernen und<br />

Freunde werden<br />

Wegweisende Projekte fördert<br />

der „Freundeskreis <strong>Fulda</strong><br />

Leitmeritz/Litomerice“<br />

unter Wolfgang Spiegel und<br />

Otto Gruß. Mit dem Satz<br />

„sich kennenlernen, verstehen<br />

lernen und Freunde<br />

werden“, br<strong>in</strong>gt Spiegel die<br />

<strong>in</strong>haltliche Zielsetzung beispielsweise<br />

der Aktivitäten<br />

für Stipendiaten der Internationalen<br />

Sommer Universität<br />

<strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> auf den Punkt.<br />

Vier Wochen waren <strong>in</strong> diesem<br />

Jahr drei junge Leitmeritzer<strong>in</strong>nen<br />

des Josefa-Jungmann<br />

Gymnasiums geme<strong>in</strong>sam<br />

<strong>in</strong> <strong>Fulda</strong>, um e<strong>in</strong>e<br />

„andere Kultur und die<br />

Menschen der Domstadt“<br />

kennenzulernen. Dadurch<br />

wachse gegenseitiges Verständnis.<br />

Nicht zuletzt habe<br />

er über dieses Projekt <strong>in</strong> Leitmeritz<br />

auch viele neue<br />

Freunde gefunden, betonte<br />

Spiegel. E<strong>in</strong>en Blick auf die<br />

vielfältigen Aspekte der Verb<strong>in</strong>dung<br />

zwischen Leitmeritz<br />

und <strong>Fulda</strong> warf der frühere<br />

Leitmeritzer Bürgermeister<br />

Jiri Landa. Schon<br />

bald nach der Wende habe<br />

die Stadtpolitik nach weiteren<br />

Kontakten im In- und<br />

Ausland gesucht. Durch<br />

Schriftwechsel und Kontakte<br />

zum damaligen <strong>Fulda</strong>er<br />

Oberbürgermeister Dr.<br />

Wolfgang Hamberger habe<br />

er sehr rasch verstanden,<br />

dass „uns mit <strong>Fulda</strong> mehr<br />

verb<strong>in</strong>det.“ Viele deutschtschechische<br />

Bewohner haben<br />

<strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> e<strong>in</strong>e neue Heimat<br />

gefunden, deren Familien<br />

lange <strong>in</strong> Leitmeritz gelebt<br />

haben.“ Diese Beziehung sei<br />

sehr wichtig für den Partnerschaftsgedanken<br />

gewesen,<br />

aber auch die Gastfreundschaft<br />

und der Reiz der<br />

Stadt, sagte Landa immer<br />

noch angetan vom ersten<br />

Besuch <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong>. E<strong>in</strong> Zeitzeugengespräch<br />

im Aussiger<br />

(Usti nad Labem) Collegium<br />

Bohemicum sowie die Präsentation<br />

der Dauerausstellung<br />

im Collegium zur Förderung<br />

der Er<strong>in</strong>nerungskultur<br />

an die Geschichte der<br />

deutschsprachigen Bevölkerung<br />

<strong>in</strong> den böhmischen<br />

Ländern mit Historiker Thomas<br />

Oellermann sowie e<strong>in</strong><br />

Gedenken auf der Elbbrücke<br />

von Aussig mit Ansprache<br />

von Alois Hofmann und e<strong>in</strong><br />

Gottesdienst mit dem Bischof<br />

von Leitmeritz, Jan Baxant,<br />

rundeten e<strong>in</strong> außergewöhnliches<br />

und nachwirkendes<br />

Programm ab.

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