Unternehmensführung - Gewerbeverband des Kantons Luzern

gewerbeverband.lu.ch

Unternehmensführung - Gewerbeverband des Kantons Luzern

Gewerbeverband des Kantons Luzern, Mitteilungsmagazin 03 / 13

Bildungspolitik:

Zum Führungswechsel

im Campus Sursee

Bauwirtschaftskonferenz:

Arbeitsvergaben im

Hoch- + Tiefbau 2012

Unternehmensführung:

Forderungsverluste

lassen sich vermeiden

8

15

22


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GEWERBE LUZERN, März 2013

2


Editorial

Wirtschaftspolitische Arbeit

Einfach und effizient

Bruno Müller, Mitglied

Zentralvorstand

Gewerbeverband

Kanton Luzern.

Alle reden davon, wie wichtig es sei, den administrativen Aufwand zu

reduzieren. Dennoch werden laufend neue Gesetze und Verordnungen

erlassen, aber keine abgeschafft. Zudem werden für jede noch so

kleine Dienstleistung – sei es nur eine Auskunft oder eine Bestätigung

– Kosten erhoben. Und die sind in der Regel happig. Die Bussen im

Strassenverkehr beispielsweise stehen in keinem Verhältnis zu anderen

Straftaten. Die Kosten für Baugesuche sind oft höher als die

später anfallenden Baukosten. Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass es dem

Staat in erster Linie um Geldbeschaffung geht. Auch in anderen Bereichen liesse sich

eine Menge Geld sparen. Zum Beispiel bei den unzähligen Statistiken, die landauf,

landab erhoben werden. Oder beim öffentlichen Verkehr, wo die Flut an Spezialangeboten

für entsprechend hohe Kosten in der Billettproduktion sorgt. Warum nicht

einfach tiefere Ticketpreise für jedermann? Ganz zu schweigen von den Gebühren für

Radio und Fernsehen. Das Inkasso durch die Billag ist in meinen Augen ohnehin überflüssig.

Es geht auch unbürokratisch, Dubai macht es vor

Warum nehmen wir uns nicht ein Beispiel an Dubai? Wer dort zu schnell fährt,

bekommt den Bussbescheid per SMS mitgeteilt. Die Rechnung wird per E-Mail

verschickt, und die Überweisung erfolgt selbstverständlich online. Ausserdem muss das

Privatauto jedes Jahr neu registriert werden. Sind Zahlungen ausstehend, gibts keine

Bewilligung. Ähnlich ist es bei den Mieten: Hat jemand die Nebenkosten nicht bezahlt,

wird seine Wohnung am Anschlagbrett – für jedermann einsehbar – veröffentlicht. Im

schlimmsten Fall wird die Einfahrt ins Parkhaus verweigert. Das Beispiel Dubai zeigt,

dass es auch ohne viel Bürokratie geht. Und dort bezahlt der Bürger nicht einmal

Steuern…

Bruno Müller

GEWERBE LUZERN, März 2013

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GEWERBE LUZERN, März 2013

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Gewerbeverband des Kantons Luzern, Mitteilungsmagazin 03 / 13

Bildungspolitik: Bauwirtschaftskonferenz: Unternehmensführung:

Zum Führungswechsel Arbeitsvergaben im Forderungsverluste

im Campus Sursee Hoch- + Tiefbau 2012 lassen sich vermeiden

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15

22

Impressum

Inhalt

Edition 15. März 2013

98. Jahrgang

Herausgeber

Gewerbeverband des Kantons Luzern

Redaktion

Ursula Schürmann-Häberli

Korrespondenzadresse

Gewerbe Luzern, Eichwaldstrasse 15, Postfach, 6002 Luzern

Telefon 041 318 03 18, Telefax 041 318 03 19, www.gewerbeverband-lu.ch,

info@gewerbeverband-lu.ch

Abonnemente

Einzelexemplare CHF 5.–, Jahresabonnement Kt. Luzern CHF 25.–,

Jahresabonnement Schweiz CHF 35.–, Jahresabonnement Ausland CHF 55.–

Für Verbandsmitglieder obligatorisch und im Jahresbeitrag inbegriffen.

Auflage

8500 Exemplare

Inserateverwaltung

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Layout und Druck

Wallimann Druck und Verlag AG, 6215 Beromünster

Inserate- und Redaktionsschluss, Erscheinungsdatum

April-Ausgabe: 28. März 2013 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 19. April 2013

Mai-Ausgabe: 26. April 2013 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 17. Mai 2013

Juni-Ausgabe: 29. Mai 2013 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 21. Juni 2013

Erscheint 10-mal jährlich

Der Inhalt der Artikel widerspiegelt die Auffassung der Autoren und deckt sich nicht

notwendigerweise mit der Meinung der Redaktion. Nachdruck unter Quellenangabe

gestattet, Belegexemplare erwünscht. Für ungebeten eingesandte Artikel und Fotos

übernimmt die Redaktion keine Haftung.

Die Tochter- und Partnergesellschaften des Gewerbeverbands des Kantons Luzern:

Gewerbe-Treuhand, Dacor-Informatik, Lufida-Revision.

Editorial

Einfach und effizient 3

Wirtschaftspolitik

Zum 24. Internat. Europa Forum Luzern 7

Bildungspolitik

Doppelter Führungswechsel

im Campus Sursee 8

Sozial- und Arbeitsmarktpolitik

Kinderbetreuung, auch ein Thema für KMU 13

BAUWIRTSCHAFTSKONFERENZ

Ausschreibung SIA-Auszeichnung 2013 14

Arbeitsvergaben Hoch- und Tiefbau 2012 15

KMU-Sprechstunde

Altersvorsorge und steuerliche Aspekte 16

Neues Erwachsenenschutzrecht 19

KMU-Frauen

Staatskunde und politische Bildung 21

Unternehmensführung

Forderungsverluste lassen sich vermeiden 22

Krisen in Familienunternehmen 25

Sektionen

Gewerbe Region Sursee 27

Sempachersee Tourismus 27

AGSV ZS 29

Einzelmitglieder

Detaillistenverband Luzern DVL 29

CKW 29

Leserbriefe / News / Veranstaltungen 30

Staatskunde und politische Bildung im Regierungsgebäude

sind immer wieder ein ganz besonderes

Erlebnis für die Teilnehmerinnen der Schule für die

Geschäftsfrau. Dies nicht zuletzt der wunderschönen

Räumlichkeiten im Regierungsgebäude wegen. Hier

der barocke Lichthof des 1556 erbauten «Ritterschen

Palastes».

Gewerbekalender 31

(Foto: Ursula Schürmann-Häberli)

Bitte beachten Sie, dass die Geschäftsstelle

des Gewerbeverbands des Kantons

Luzern über die Ostertage, vom

Donnerstag Mittag, 28. März bis und mit

Montag, 1. April, geschlossen ist.

GEWERBE LUZERN, März 2013

5


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GEWERBE LUZERN, März 2013

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Wirtschaftspolitik

24. internationales Europa Forum Luzern

SERV sichert

Exportrisiken ab

Obwohl das Risiko einer Systemkrise in Europa abgenommen

hat, bleibt die wirtschaftliche Situation in Südeuropa schwierig.

Experten rechnen insbesondere in Spanien und Griechenland mit

einem ungebrochenen Anstieg der Konkurse und einer weiteren

Verknappung der Kredite. Das hat auch für die Schweizerische

Exportwirtschaft erhebliche Folgen.

Verena Utzinger,

verena.utzinger@

serv-ch.com

Wie die Entwicklung in Europa in den letzten

Jahren gezeigt hat, ist auch in grundsätzlich als

stabil geltenden Ländern die politische und wirtschaftliche

Entwicklung auf längere Sicht schwer

abzuschätzen. Dies gilt in Europa genauso wie

anderswo. Wer in wirtschaftlich oder politisch

unsichere Länder exportiert, muss mit Zahlungsverzögerungen

oder gar Zahlungsausfällen rechnen.

Hier springt die Schweizerische Export -

risikoversicherung SERV mit ihren Versicherungslösungen

und Garantien ein. Das Beispiel

der Jakob Müller AG illustriert, wie Schweizer

Unternehmen mit Hilfe der SERV ihre Risiken

minimieren und neue Exportgeschäfte abschliessen

können.

Zum Beispiel Textilmaschinen für Peru

Die Textilmaschinenfirma stand mit einer grossen

Etikettenweberei aus Peru in Verhandlung über

den Verkauf von zehn Etikettenwebmaschinen

der neuesten Generation. Der Käufer konnte die

Summe von zwei Millionen Franken aber nicht

ohne weiteres aufbringen. Um das Geschäft abschliessen

zu können, musste die Jakob Müller

AG dem Kunden bei den Zahlungsbedingungen

entgegenkommen und bot ihm gestaffelte Zahlungen

an, die sich über zweieinhalb Jahre nach

Lieferung erstreckten. Bei einem Betrag in dieser

Höhe wäre das Risiko eines Zahlungsausfalls für

die Jakob Müller AG nicht tragbar gewesen. Die

Absicherung mit einer Lieferantenkreditversicherung

der SERV half ihr, das Risiko zu minimieren,

sodass einem Abschluss dieses Geschäfts

nichts mehr im Wege stand.

Praxisorientierte Beratung

Neben der Absicherung gegen Zahlungsausfälle

unterstützt die SERV Exporteure auch mittels Garantien,

um allfällige Liquiditätsengpässe zu entschärfen.

Unternehmen empfiehlt es sich, bereits

möglichst frühzeitig vor Abwicklung eines Exportgeschäftes

mit der SERV Kontakt aufzunehmen

und sich beraten zu lassen. Die SERV organisiert

regelmässig Informationsveranstaltungen,

an denen Experten die Angebote vorstellen. Anhand

von Fallstudien zeigen sie auf, wie ein Exportunternehmen

die Dienstleistungen nutzen

kann. Die Teilnehmenden simulieren gemeinsam

den Ablauf eines versicherten Exportgeschäfts,

von der Antragstellung über die Ausstellung

der Versicherungspolice bis zu den Leistungen

bei einem Schaden.

Verena Utzinger *

* Verena Utzinger ist Senior Relationship Manager bei

der SERV. Seit September 2010 berät sie Neukunden aus

der deutschen Schweiz und dem Tessin bei der Absicherung

von politischen und wirtschaftlichen Risiken. Sie

tritt regelmässig als Referentin an internen und externen

Veranstaltungen und Seminaren auf und ist Delegationsleiterin

der SERV in der Berner Union.

SERV und Europa Forum Luzern

Die SERV ist Partnerin des Europa Forum Luzern und

ist am Symposium personell vertreten. Das Symposium

bietet Unternehmern die Gelegenheit zu einer

ersten Kontaktaufnahme.

Weitere Informationen: www.serv-ch.com

GEWERBE LUZERN, März 2013

7


Bildungspolitik

Schweizerischer Baumeisterverband SBV

Doppelter Führungswechsel

im Campus Sursee

Im August 2012 sind das Ausbildungszentrum AZ SBV und der

Campus Sursee näher zusammengerückt. Sie treten neu gemeinsam

unter der Marke «Campus Sursee» auf. Mit dem Jahr

2013 hat sowohl in der Direktion des Campus als auch in der

Leitung des Bildungszentrums Bau eine neue Ära begonnen.

Erfahrungen der abtretenden Walter Luterbacher und Beat Jenni

und Perspektiven der neuen Kader, Daniel Suter und Thomas

Stocker.

Campus Sursee Bildungszentrum Bau AG, www.campus-sursee.ch

GEWERBE LUZERN, März 2013

8


Bildungspolitik

Walter Luterbacher, bisheriger Direktor

Gewerbe Luzern:

Walter Luterbacher,

während nunmehr

12 Jahren haben Sie

die Geschicke des

Campus Sursee

geleitet. Was waren

die wesentlichen

Entwicklungsschritte

des

Campus unter Ihrer

Ägide?

Walter Luterbacher

Walter Luterbacher: Es galt das traditionelle

Verbands-Ausbildungszentrum zu einem modernen

Bildungsinstitut zu entwickeln. Dazu war

neben einer baulichen Erneuerung und Erwei terung

eine wesentlich schwieriger zu realisierende

innere Erneuerung und das Öffnen des

Zentrums für alle Publikumsgruppen – das kompromisslose

Ausrichten aller Campus-Mitarbeitenden

auf die veränderten Bedürfnisse der Kunden

und Gäste.

Was war für Sie persönlich die grösste

Herausforderung in Ihrer Führungsfunktion

im Campus Sursee?

Auf operativer Stufe einerseits der Spagat zwischen

Stammkundschaft aus dem Baugewerbe

und den neuen Kundengruppen, deren Erwartungen

und Bedürfnisse sich klar von der erstgenannten

Gruppe unterscheiden; andererseits das

Gewährleisten einer koordinierten Entwicklung

zwischen dem rasch wachsenden Seminarbetrieb

und dem eigenen, zu einer eigenständigen Stiftung

verselbstständigten Ausbildungszentrum

AZ SBV. Auf oberer Stufe das Vermitteln, das «Verkaufen»

der zahlreichen einschneidenden Veränderungen,

die die rasante Entwicklung des

Campus sowohl ermöglichten als auch bedingten.

Dies gelang mit der Unterstützung unseres

Stiftungsrates (der Campus Sursee ist nach wie vor

eine gemeinnützige Stiftung), nicht zuletzt auch

im Kreise unserer Stifter, den Schweizer Baumeistern.

Was war der schönste Erfolg?

Das Spüren der wiedererwachten Freude und der

Stolz bei unseren «Aktionären», den Stiftern, am

grossen Erfolg des attraktiv erneuerten Campus,

der insbesondere auch ausserhalb des Baugewerbes

stark an Beliebtheit gewonnen hat und so beste

Imagewerbung für unseren Branchenverband SBV,

den schweizerischen Baumeisterverband, darstellt.

Zurzeit sind Sie mit der Übergabe an

Ihren Nachfolger beschäftigt. Können Sie

uns aus Ihrer aktuellen Erfahrung heraus

ein paar nicht betriebsspezifisch bedingte,

generell wesentliche Hinweise für

eine Betriebsübergabe geben?

Wichtig erscheinen mir folgende Punkte:

1. Vor der Übergabe sollen durch den «Alten»

keine aufschiebbaren personellen oder organisatorischen

Entscheide gefällt werden, welche

dann der «Neue» auszubaden hat.

2. Die Übergabe soll in kurzer Zeit und bezüglich

Verantwortung vollständig erfolgen; die Kommunikation

der Stabübergabe hat breit und

über alle Stufen (Mitarbeitende) zu erfolgen.

3. Damit dem Übernehmenden genügend Zeit

bleibt, den Betrieb kennen zu lernen und vermieden

wird, dass er in Unkenntnis wichtigster

Konsequenzen bereits Entscheide fällen muss,

sollen Organisation und Zuständigkeiten des Betriebes

optimal eingespielt und geregelt sein.

Daniel Suter, neuer Direktor

Gewerbe Luzern:

Daniel Suter, Sie sind

derzeit dabei, sich in

Ihre neue Aufgabe

als Direktor des

Campus Sursee einzuarbeiten.

Als

erfahrener Direktor

des Verkehrshauses

sowie der Schweizerischen

Landesausstellung

Expo.02

Daniel Suter

wechseln Sie somit

in eine ganz andere Branche. Was sehen Sie

dabei als Ihre grösste Herausforderung?

Daniel Suter: Meine Aufgabe wird die unternehmerische

Führung und Entwicklung sein.

Führungsarbeit ist nicht branchenspezifisch.

Gemachte Erfahrungen in vergleichbaren

Unternehmungen anderer Branchen werden

mir eher helfen. Der Campus Sursee ist das Kompetenzzentrum

für die Ausbildung der Bau-

Kader. Ein Ort für Kopf, Herz und Bauch. Dies

wollen wir im ganzen Land wahrnehmbar

machen. Die grösste Herausforderung wird also

die Markenführung sein – wie seinerzeit bei der

Expo.02 oder beim Verkehrshaus der Schweiz.

Sie übernehmen einen mitten im Umbruch

stehenden Betrieb, eben erst umstrukturiert

und mit weiteren Ausbauvorhaben.

Gibt es da für Sie derzeit überhaupt eine

Möglichkeit zu einer die weitere Entwicklung

prägenden Führungsrolle?

Ich habe Umbruch-Situationen immer als

Chance empfunden: Denken Sie an die Entwicklung

von Expo.01 zu Expo.02 oder an die

Entwicklung vom einstigen zum aktuellen

Verkehrshaus. Auch wenn die Fussabdrücke

meines Vorgängers Walter Luterbacher gross

sind, traue ich mir eine Markenführung und

Profilierung des Unternehmens Campus Sursee

durchaus zu.

GEWERBE LUZERN, März 2013

9


Bildungspolitik

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die

Weiterentwicklung des Campus Sursee als

einem der schweizweit grössten und

bedeutendsten Seminarzentren?

«Stärken stärken» wird unser Motto sein. Das Profil

des Seminar- und Bildungszentrums soll weiter

geschärft und die regional bereits starke Wahrnehmung

auf nationale Ebene ausgedehnt werden.

Gemeinsam mit Profis, den Menschen hier

am Campus Sursee, soll die Erfolgsgeschichte dieser

einmaligen Institution weitergeschrieben und

somit die Reputation eines ganzen Berufsstandes

gestärkt werden.

Beat Jenni, vormaliger Leiter Bildungszentrum

Bau

Gewerbe Luzern:

Beat Jenni,

Ende 2012 sind

Sie in Pension

gegangen.

Was waren die

wesentlichen

Entwicklungsschritte

des Bildungs

zentrums

Bau unter Ihrer

ebenfalls rund

Beat Jenni

12-jährigen Leitung?

Beat Jenni: Es ist gelungen, mit laufenden

Neuentwicklungen das Angebot von Ausbildungen

kontinuierlich weiter zu entwickeln. Wir

haben damit die immer wechselnden Kundenbedürfnisse

abgedeckt und haben technische

und gesellschaftliche Entwicklungen in die

Angebote integriert. So entstanden beispielsweise

die Ausbildungen zur Arbeitssicherheit

und zum Umweltschutz – Themen, welche in

der Öffentlichkeit immer mehr an Beachtung

gewinnen. Weiter wurden die Betreuung und die

Ausbildung unserer aus der Praxis stammenden

Ausbildner weiterentwickelt und für alle Ausbildungen

im Bildungszentrum vereinheitlicht.

Auch hier stand natürlich der Kundennutzen im

Vordergrund. Methodisch und didaktisch gut

ausgebildete Fachpersonen aus der Unternehmenspraxis

steigern den Lernerfolg unserer Ausbildungsteilnehmer

wesentlich.

Was war für Sie persönlich die grösste

Herausforderung als Schulleiter eines der

grössten gewerblichen Bildungszentren

der Schweiz?

Unsere Ausbildner sind erfahrene Berufsleute aus

der Praxis. Für sie ist die Ausbildung eine Nebenaufgabe

– die tägliche Herausforderung in der

Unternehmung steht im Vordergrund. Trotz dieser

vielen «Individualisten» mit einem fundierten

Praxiswissen müssen aber homogene, aufeinander

abgestimmte Ausbildungen gesichert werden.

Klare Vorgaben für die Inhalte der Ausbildungen

sind zu erfüllen. Neuerungen in der Technik, bei

Bauverfahren und Normen müssen unverzüglich

in den Unterricht einfliessen. Eine wichtige Führungsaufgabe

ist hier zu bewältigen, ohne dabei

die Ausbildner zeitlich zu überfordern. Dem ganzen

Führungsteam ist es zu verdanken, dass dank

unermüdlicher Arbeit genau diese aufeinander

abgestimmten, den neuesten Anforderungen entsprechenden

Ausbildungen sichergestellt werden,

aktuell und auf die Wirtschaft ausgerichtet. Das

ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Ausbildungen

im Campus Sursee.

Was war Ihr grösster Erfolg?

Aus den vielen Neuentwicklungen ist die komplette

Überarbeitung der Ausbildung der angehenden

Baumeister zu erwähnen. Das bestehende

Ausbildungskonzept der damaligen Baumeisterausbildung

war zu technisch orientiert. Es galt,

die Führung und die Betriebswirtschaft vertiefter

in der Ausbildung zu integrieren. Gleichzeitig

wurde die Ausbildung modularisiert. Das ergibt

eine Struktur, welche die Ausbildung noch stärker

auf die Praxisbedürfnisse ausrichtet. Zuletzt

hat der Baumeisterverband auch die höhere Fachprüfung

neu strukturiert. Viele Beeinflusser mussten

befriedigt werden, Teilnehmer, Ausbildner,

Experten, Verantwortliche des Verbandes und die

Bedürfnisse unseres Zentrums. Das erforderte von

allen viel Offenheit für neue Abläufe. Neue Wertmassstäbe

mussten definiert werden. Diese

Bereitschaft für Neuerungen war eine zentrale

Voraussetzung für den Erfolg. Hier galt es aber

Hürden zu überwinden und althergebrachtes über

Bord zu werfen. Es gelang! Die heutige Baumeisterausbildung

bereitet die angehenden Leiter

von Unternehmungen kompetent und zielgerichtet

auf die kommenden Führungsanforderungen

vor.

Gibt es aus Ihrer langjährigen Erfahrung

an der gewerblichen Berufsbildungsfront

heraus Anliegen, welche Sie den

Bildungspolitikern ganz besonders ans

Herz legen möchten?

Die höhere Berufsbildung hat eine sehr zentrale

Bedeutung bei der Sicherung der Berufsfachleute

für das Gewerbe. Dabei ist wesentlich, dass alle

drei Stufen, die Berufsprüfung, die höhere Fachschule

und die höhere Fachprüfung, gleichwertig

anerkannt sind und unterstützt werden. Leider

läuft die Entwicklung anders. Die höhere Fachschule,

die Bauführerausbildung, ist als «höhere

Fachschule» gut geregelt und findet eine angemessene

Akzeptanz bei den kantonalen Politikern

und auch entsprechende Unterstützungen.

Die vorbereitenden Ausbildungen auf die Berufsund

höheren Fachprüfungen hingegen sollen zukünftig

der Weiterbildung zugeordnet werden.

Es besteht die Gefahr, dass sie dadurch an Anerkennung

verlieren. Besonders aber werden sie fi-

GEWERBE LUZERN, März 2013

10


Bildungspolitik

nanziell benachteiligt. Die Beiträge an die Ausbildungen

werden voraussichtlich stark reduziert

werden. Wegen dieser kleineren Beiträge der Kantone

an die Bildungsanbieter werden die Kosten

für die Ausbildungen steigen. Die Leidtragenden

sind die Teilnehmer und die Arbeitgeber. Hier

muss sich die Politik auf allen Ebenen gegen diese

Fehlentwicklung zur Wehr setzen. Konsequentes

Engagement und vor allem das Schaffen von Verständnis

für den Stellenwert dieser Ausbildungen

ist äusserst wichtig. Die Berufsbildung mit allen

ihren Ebenen ist der Erfolgsfaktor für die

Schweizer Wirtschaft. Sie darf nicht geschwächt

werden.

Thomas Stocker, neuer Leiter Bildungszentrum

Bau

Gewerbe Luzern:

Thomas Stocker, Sie

haben nun bereits

seit 2 1 ⁄2 Monaten die

Geschäftsleitung

des CAMPUS SURSEE

Bildungszentrums

Bau übernommen.

Was erachten Sie als

grösste aktuelle

Herausforderung in

Thomas Stocker

der gewerblichen

Berufsbildung?

Thomas Stocker: Die grossen Sparanstrengungen

der Kantone werden zu immer kleineren

Beiträgen an die höhere Berufsbildung führen.

Dies gefährdet eines der wichtigsten Standbeine

des Erfolges unserer kleinen Schweiz. Das duale

Bildungssystem in der höheren Berufsbildung

verliert gegenüber dem akademischen Weg

immer mehr an Attraktivität. Für junge Berufsleute,

mitten in Familien- und Karriereplanung,

werden die Weiterbildungen immer unerschwinglicher.

Damit fehlen dem Gewerbe die

notwendigen Spitzenleute. Dies spüren wir

bereits jetzt und spätestens die nächste Generation

wird dies teuer bezahlen. Darum gilt es alle

Kräfte in Bewegung zu setzen, um die Finanzierung

der höheren Berufsbildung sicherzustellen

und keinen Abbau dieser Gelder zuzulassen.

2 1 ⁄2 Monate sind zwar noch keine 100 Tage um

zurückzuschauen, es macht aber schon jetzt

unheimlich Freude, mit einem derart begeisterten

Team im Rücken an einer tollen Zukunft

unseres Bildungszentrums Bau zu arbeiten.

Welche Perspektiven sehen Sie für die

Berufe des Baus generell, welche für die

Karrierechancen junger Baufachleute im

Besonderen?

Die Bauberufe werden sich langfristig verändern.

Immer breiter werden die Ansprüche an das immer

besser ausgebildete Personal. Ungelerntes

Personal wird immer mehr verschwinden, dafür

die von den Bauleuten zu beherrschenden Systeme,

Methoden und Maschinen immer komplexer.

Dadurch werden gut ausgebildete Mitarbeitende

noch mehr zum Erfolgsfaktor der Unternehmungen.

Deshalb setzen die Unternehmer

alles daran, solche Mitarbeitende anzustellen oder

die eigenen Mitarbeitenden zu fördern. Die Karrierechancen

für junge Bauleute werden deshalb

unverändert attraktiv bleiben. Attraktiv deshalb,

weil es bereits in jungen Jahren möglich ist Führungsaufgaben

zu übernehmen und damit Erfahrungen

zu sammeln. Aber auch, weil ein auf

die Bedürfnisse von Arbeitnehmer und Arbeitgeber

abgestimmtes Karrieremodell der Branche

vorliegt. Nicht zuletzt aber auch, und da spricht

mein Herz als Baumeister, weil man auf den Baustellen

einen Teil unserer so tollen Schweiz mitgestalten

kann.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die

Weiterentwicklung des Bildungszentrums

Bau?

Ich will, zusammen mit meinem begeisterten

Team, den Auftrag der Schweizer Bauwirtschaft erfüllen

und jene Leute ausbilden, welche künftig

in allen am Bauprozess beteiligten Unternehmungen

benötigt werden. Dies braucht neben

einer innovativen Geschäftsleitung und kreativen

Mitarbeitenden auch den Mut, unkonventionelle

Wege zu gehen. Und die Bereitschaft, auf die

Wünsche der Unternehmer einzugehen. Qualität

in den Ausbildungen und das ständige Streben,

die besten Fachleute für die Unternehmungen

auszubilden, sind die zentralen Themen unserer

Zukunft. Den eingeschlagenen Weg weiterzugehen,

die Strategie umzusetzen und damit die wirtschaftliche

Grundlage zu legen, um die Weiterentwicklung

und den Erhalt des Campus Sursee,

einer Perle in der Schweizer Bildungslandschaft,

sicherzustellen, wird eine weitere Herausforderung

sein. Und auf diese Perle wollen wir gemeinsam

stolz sein können.

Die Fragen stellte Ursula Schürmann-Häberli

Campus Sursee

Rund 200 000 Bauleute haben seit 1972 die Schulungen

und Weiterbildungen auf dem Campus Sursee

absolviert. Heute umfasst das Angebot 180 Weiterbildungslehrgänge

und -kurse mit jährlich rund 10 000

Teilnehmenden. Damit verfügt das Schweizer Bauhauptgewerbe

als eine der einzigen Branchen im Lande über

eine eigene, privat finanzierte «Universität». Auch die

Infrastruktur wurde in den 40 Jahren konstant weiterentwickelt

und den Erfordernissen angepasst.

GEWERBE LUZERN, März 2013

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Sozial- und Arbeitsmarktpolitik

Gesundheits- und Sozialdepartement Kanton Luzern

Kinderbetreuung auch ein

Thema für Unternehmen

Nur wenn Kinder während der Erwerbstätigkeit ihrer Eltern liebevoll

und zuverlässig betreut sind, können sich diese voll und

ganz auf ihre Aufgaben im Unternehmen konzentrieren. Die

überarbeitete Webseite www.kinderbetreuung.lu.ch hilft Eltern

im Kanton Luzern, die richtige Betreuung zu finden und zeigt

Unternehmen, wie sie ihre Mitarbeitenden dabei unterstützen

können.

Maria Pilotto, M.A. FHNW,

Fachstelle Gesellschaftsfragen

Kanton Luzern,

Bereich Gleichstellung von

Frau und Mann

Frauen und Männer möchten

heutzutage erwerbstätig sein

– sowohl aus finanziellen

Gründen, als auch aus Interesse,

die absolvierte Ausbildung

sinnvoll einsetzen zu

können. Dies wirft für berufstätige

Eltern die Frage auf, wer

– wann und wie – die Kinderbetreuung übernimmt.

Zu einem grossen Teil kommen dabei

private Betreuungspersonen, vor allem Verwandte,

zum Zug. Vier von zehn Familienhaushalten

nutzen jedoch auch Angebote der fami -

lienergänzenden Kinderbetreuung in der Form

von Kinderkrippen, Tagesfamilien, Mittagstischen

oder nachschulischer Betreuung (Bundesamt für

Statistik BFS, 2008: Familien in der Schweiz).

Wie können Sie ihre Mitarbeitenden bei der

Kinderbetreuung unterstützen?

– Mitarbeitende informieren

– Flyer im Unternehmen auflegen oder abgeben

– Platzsuche unterstützen

– Betreuungsplätze reservieren

– Betreuungsbeiträge sprechen

– Eigenes Betreuungsangebot realisieren

– Kooperation mit anderen Unternehmen eingehen

Was ist Ihr Gewinn dabei?

– Hohe Bindung an das Unternehmen sichert Personal

und Know-How

– Schnellerer Wiedereinstieg aus dem Mutterschaftsoder

Vaterschaftsurlaub

– Mütter und Väter arbeiten mit höheren Pensen

– Weniger Fehlzeiten durch gute Organisation

– Höhere Produktivität und Motivation der Mitarbeitenden

– Imagegewinn für das Unternehmen

– Mehr Chancengerechtigkeit für berufstätige Mütter

und Väter

Weitere Informationen: www.kinderbetreuung.lu.ch

Unternehmen profitieren

Die Organisation der passenden Kinderbetreuung

ist für Eltern anspruchsvoll und im Alltag

kann bereits eine Grippe oder ein unvorhergesehener

Termin am Arbeitsplatz die geplante Betreuung

durcheinander bringen. Dies belastet

Eltern auch am Arbeitsplatz. Zahlreiche Unternehmen

haben erkannt, dass sie von einer Unterstützung

ihrer Mitarbeitenden bei der Kinderbetreuung

profitieren können: Angestellte arbeiten

stressfreier und produktiver und bleiben in

der Familienphase dem Unternehmen treu. Unternehmen,

die Mitarbeitende mit Familienpflichten

unterstützen, sind zudem interessante

Arbeitgeber – für Frauen und Männer.

Kinderbetreuung

Über 400 Angebote

im Kanton Luzern

Der Flyer ist in fünf

Sprachen erhältlich:

www.disg.lu.ch/

publikationen

(Fotos: Fachstelle

Gesellschaftsfragen

Kanton Luzern)

www.kinderbetreuung.lu.ch

Die Webseite www.kinderbetreuung.lu.ch der

Fachstelle Gesellschaftsfragen Kanton Luzern bietet

Familien seit mehr als fünf Jahren einen Überblick

über familienergänzende Kinderbetreuung

im Kanton Luzern. Eltern können gezielt nach

Angeboten in ihrer Gemeinde oder Region suchen,

sich zu unterschiedlichen Angebotstypen

wie Kindertagesstätten oder Tagesfamilien informieren

und deren Vor- und Nachteile gegen -

einander abwägen. Neu verfügt die Seite auch

über Informationen für Gemeinden, Anbietende

und Unternehmen, die sich im Bereich der Kinderbetreuung

engagieren möchten.

Tipps für Unternehmen

Auf der Webseite www.kinderbetreuung.lu.ch finden

Unternehmen vielfältige Tipps, wie sie ihre

Angestellten bei der Organisation der Kinderbetreuung

unterstützen können. Hilfreich für Mitarbeitende

und einfach und kostengünstig für

das, ist bereits eine Information zu den Möglichkeiten

der Kinderbetreuung im Kanton.

Gleichzeitig können Arbeitgeber das Thema Kinderbetreuung

aktiv ansprechen und durch das

Gespräch den Bedarf nach Unterstützung besser

einschätzen. Die Webseite www.kinderbetreuung.lu.ch

und ein Themenblatt für Unternehmen

stellen verschiedene weitere Unterstützungsmöglichkeiten

vor.

Maria Pilotto

GEWERBE LUZERN, März 2013

13


BAUWIRTSCHAFTSKONFERENZ

Auszeichnung des SIA für zukunftsfähige Gestaltung des Lebensraums

Umsicht – Regards –

Sguardi 2013

Zum dritten Mal schreibt der Schweizerische Ingenieur- und

Architektenverein SIA seine Auszeichnung für die zukunftsfähige

Gestaltung des Lebensraums «Umsicht – Regards – Sguardi»

aus. Seit dem 15. Februar 2013 bis zum 30. April 2013 können

Architekten, Ingenieure, Behörden, Unternehmen, Investoren

und Privatpersonen ihre Arbeiten einreichen.

Informationen und

Unterlagen

Detaillierte Informationen

zu «Umsicht –

Regards – Sguardi 2013»,

Jury, Teilnahme- und

Eingabeanforderungen

sowie die Beurteilungskriterien

finden Sie

unter:

www.sia.ch/umsicht

Gesucht werden, wiederum «umsichtig» ausgeführte

Arbeiten unterschiedlicher Grössenordnung,

die sich exemplarisch mit der Umwelt auseinandersetzen.

Ausgezeichnet werden rund acht

Arbeiten, die in besonderer Weise zu einer zukunftsfähigen

Gestaltung des Lebensraumes

Schweiz beitragen. Die Ausschreibung dauert bis

zum 30. April 2013. Mit der Ausschreibung

spricht der SIA Vertreterinnen und Vertreter aller

für die zukunftsfähige Gestaltung des Lebensraums

relevanten Schaffensbereiche an. Eine

15-köpfige Jury mit renommierten Vertreterinnen

und Vertretern aus Ingenieurwesen, Städtebau,

Raumplanung, Forschung, Bildung, Nachhaltigkeitsforschung,

Ökonomie und Architektur

zeichnet im Herbst 2013 rund acht Arbeiten

aus.

Würdigung und Ausstellung

Die ausgezeichneten Arbeiten werden am 3. Dezember

2013 an der ETH Zürich bekanntgegeben

und gewürdigt. Im Anschluss an den Auszeichnungsanlass

findet in der Haupthalle der ETH

Zürich die Eröffnung der Wanderausstellung mit

Umsicht-Sesam, die «Trophäe», die den Vertretern der ausgezeichneten Arbeiten am

2. Dezember 2013 überreicht wird.

den ausgezeichneten Arbeiten statt. Die Ausstellung,

die in deutscher, französischer und italienischer

Sprache aufbereitet wird, macht anschliessend

während rund zwei Jahren Station

an diversen Hochschulen und Kulturins tituten

im In- und Ausland. Zusätzlich werden die ausgezeichneten

Arbeiten in einem Dossier der

Fachzeitschriften TEC 21, Tracés und Archi, den

offiziellen Publikationsorganen des SIA, dokumentiert.

Die Auszeichnungen sind rein ideeller

Natur, erhalten aber durch die prominente Kommunikation

eine grosse Aufmerksamkeit über die

Fachwelt hinaus.

Michael Mathis

Jury 2013

– Carolyn Christov-Bakargiev, Forscherin zeitgenössischer

Kunst, Kuratorin, Künstlerische Leitung

dOCUMENTA(13), Rom und New York

– Prof. Valentin Bearth, Architekt ETH SIA, Accademia

di architettura, Mendrisio (USI), Chur und Mendrisio

– Stefan Cadosch, Architekt ETH SIA, Präsident SIA,

Zürich

– Raphael Domjan, Ecoforscher, Gründer und Präsident

der Stiftung Solar Planet, Yverdon-les-Bains

– Gabriele Guscetti, Bauingenieur EPFL SIA, Guscetti

& Tournier SA, Genf

– Dr. Thomas Held, Soziologe, Thomas Held Analysen

und Strategien, Zürich

– Prof. Daniel Kündig, Architekt ETH SIA BSA, Ehrenpräsident

SIA, Vorsitzender der Jury

– Prof. Dr. Susanne Kytzia, Ökonomin, Leiterin der

Fachstelle Umwelt am Institut für Bau und Umwelt,

Hochschule für Technik, Rapperswil

– Daniel Meyer, Bauingenieur ETH SIA SWB, Dr.

Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Mitglied

Vorstand SIA, Zürich

– Dr. Peter Richner, Chemiker ETH, Stellvertretender

Direktor EMPA, Leiter des Forschungsschwerpunkts

Sustainable Built Environment, Dübendorf

– Prof. Saskia Sassen, Soziologin, Committee on

Global Thought, Columbia Universität, New York

– Prof. Dr. Jean-Louis Scartezzini, Ingenieur Physikalische

Technik EPFL, Direktor Laboratoire d’énergie

solaire et physique du bâtiment, EPFL, Lausanne

– Robin Winogrond, Landschaftsarchitektin MLA SIA,

Robin Winogrond Landschaftsarchitekten, Zürich

– Prof. emer. Dr. René Schwarzenbach, Chemiker ETH,

Delegierter für Nachhaltigkeit der ETH Zürich

– Prof. Dr. Barbara Zibell, Stadt- und Regionalplanerin,

Bauassessorin Städtebau, Leibniz Universität Hannover

Stellvertreter:

Pius Flury, Architekt ETH SIA, Mitglied Vorstand SIA,

Solothurn

GEWERBE LUZERN, März 2013

14


BAUWIRTSCHAFTSKONFERENZ

Arbeitsvergaben im Hoch- und Tiefbau 2012

Kanton Luzern: Aufträge

für 142 Millionen

Der Kanton Luzern hat 2012 im Hoch- und Tiefbau Aufträge für

rund 142 Millionen Franken vergeben (2011: 154 Millionen

Franken). An Luzerner Unternehmen gingen 85 Prozent der Bauaufträge

oder rund 120 Millionen Franken.

Das Auftragsvolumen im Hoch- und Tiefbau ist

im Gegensatz zum Vorjahr nur leicht zurück gegangen.

Der Rückgang betraf beide Bereiche. Mit

85 Prozent ging der grösste Teil des Volumens an

Unternehmen im Kanton Luzern. Das Volumen

im Hochbau setzt sich zu einem grossen Teil aus

Sanierungen und Umsetzungen bei Kantons- und

Berufsschulen zusammen. Im Tiefbau betreffen

die Vergaben neben Arbeiten an Kantonsstrassen

und im Bereich Hochwasserschutz auch die beiden

Grossprojekte Tieflegung Zentralbahn und

Seetalplatz. In der Vergabesumme sind unter anderen

folgende Projekte enthalten:

Hochbau

Kantonsschule Reussbühl, Turnhallentrakt/

Fensterersatz

Arbeitsvergaben im Hoch- und Tiefbau

Kanton Luzern: Vergleich 2011, 2012

Auftragswert rein netto

Fachbereich Verfahrensart 2011 2012

Vergaben im Hochbau Freihändige Vergabe 16885828.00 15676924.66

Kt. Luzern (exkl. Spitäler Einladungsverfahren 3203551.00 2579279.59

und Psychiatrie) Offenes Verfahren (inkl. GATT) 13 131 327.00 4516867.60

Selektives Verfahren 0.00 11068.43

Total Hochbau 33 220 706.00 22 784 140.28

Verkehr + Freihändige Vergabe 39429469.00 14117119.00

Infrastruktur Einladungsverfahren 7852747.00 4326129.00

Offenes Verfahren (inkl. GATT) 9 498 321.00 78274881.00

Selektives Verfahren 0.00 0.00

Total Verkehr + Infrastruktur 56 780 537.00 96 718 129.00

Total Vergaben im Kt. Luzern 90 001 243.00 119 502 269.28

Vergaben Hochbau Freihändige Vergabe 3081756.00 2404211.45

ausserhalb (exkl. Spitäler Einladungsverfahren 767309.00 220610.88

Kt. Luzern und Psychiatrie) Offenes Verfahren (inkl. GATT) 7 809 158.00 2203306.62

Selektives Verfahren 0.00

Total Hochbau 11 658 223.00 4 828 128.95

Verkehr + Freihändige Vergabe 14040238.00 10345909.00

Infrastruktur Einladungsverfahren 2675388.00 2015235.00

Offenes Verfahren (inkl. GATT) 36 141 120.00 5235554.00

Selektives Verfahren 0.00 0.00

Total Verkehr + Infrastruktur 52856746.00 17 596 698.00

Total Vergaben ausserhalb Kt. Luzern 64514969.00 22 424 826.95

Gesamtergebnis 154516212.00 141 927 096.23

Kantonsschule Sursee, Brandschutzmassnahmen

Kantonsschule Seetal, Sanierung Flachdächer

– BBZW Emmenbrücke, Umsetzung Berufsschulplanung

– BBZB Bahnhof Luzern, Umsetzung Berufsschulplanung

– BBZW + G Sursee, Sanierung + Erweiterung

– BBZW Willisau, Umsetzung Berufsschulplanung

– BBZB Heimbach, Luzern, Umsetzung Berufsschulplanung

– BBZB Weggismatt, Luzern, Umsetzung Berufsschulplanung

– Hochschule Technik+Architektur, Sanierung

Hörsäle Chemie-Physik

– Allmend Doppelturnhalle, Mieterausbau

– Haftanstalt Grosshof, Ersatz Kommunikationsanlagen

und Erweiterung

– Strassenverkehrsamt, Sanierung Prüfhalle

Tiefbau

– Tieflegung Zentralbahn

– Seetalplatz

– K 2 Meggen

– K 14 Büron – Geuensee

– L 15 Hildisrieden

– K 16 Ersatz Rotbachbrücke, Emmen

– K 17 Root – Gisikon

– K 37 Lauibrücke, Marbach

– K 56 Sempach – Hildisrieden

– Aufhebung Niveauübergang SBB Sempach

– Diverse Lärmschutzprojekte

– Div. Belagssanierungen und Belagsverstär -

kungen

– Elektromechanik, Kommunikationseinrichtungen

und Tunnelsicherheit

– Instandsetzung Kunstbauten

– Hochwasserschutz Kleine Emme und Reuss

– Hochwasserschutz Weggis Rubibach

– Holzrückhalteanlage Fürti, Buttisholz

– Erdbebenvorsorge

Weitere Informationen

Für Fragen und Auskünfte zur

Arbeitsvergabe wenden Sie sich direkt an:

Dienststelle Immobilien

Stadthofstrasse 4

6002 Luzern

Telefon 041 228 50 66

Dienststelle Verkehr und Infrastruktur

Arsenalstrasse 43

6010 Kriens

Telefon 041 318 10 85

GEWERBE LUZERN, März 2013

15


KMU-Sprechstunde

Steuern

Altersvorsorge

und steuerliche Aspekte

Der langfristige und gezielte Aufbau der Altersvorsorge wird

immer wichtiger. Dabei darf die Steuerplanung nicht vernachlässigt

werden. Im Folgenden fasst Maria Kurmann, Finanzplanerin

und Versicherungsfachfrau, die ihr am häufigsten gestellten Fragen

rund um die Planung der Altersvorsorge zusammen.

Maria Kurmann,

Finanzplanerin und Sozialversicherungsfachfrau

mit

eidg. Fachausweis, Leiterin

Niederlassung Willisau,

Gewerbe-Treuhand AG,

Tel. 041 972 56 02,

maria.kurmann@gewerbetreuhand.ch

Die obligatorische berufliche

Vorsorge BVG versichert

Löhne bis zu einer Obergrenze

von Fr. 84 240.– (Stand

01.01.2013). AHV und BVG

sollen im Alter zirka 70 Prozent

der gewohnten Lebenshaltungskosten

abdecken.

Überschreitet der AHV-Lohn die BVG-Obergrenze

oder wird die Erwerbstätigkeit unterbrochen, entstehen

Lücken und die Leistungen von AHV und

BVG reichen im Alter oft nicht aus.

Im Folgenden werden einige der häufig gestellten

Fragen beantwortet.

Einkauf in die berufliche Vorsorge

Soll ich mich freiwillig in die berufliche

Vorsorge einkaufen? Wie hoch soll der

Einkaufsbetrag in etwa sein?

Freiwillige Einkäufe in die berufliche Vorsorge

können vom steuerbaren Einkommen in Abzug

gebracht werden. Auf den meisten Vorsorgeausweisen

ist die aktuelle Lücke ersichtlich. Ein Einkauf

sollte immer gestaffelt getätigt werden, damit

die Steuerprogression mehrmals gebrochen

werden kann. Wie hoch der Einkaufsbeitrag sein

soll, damit eine optimale Rendite erzielt wird,

berechnen Ihnen unsere Steuer- und Vorsorgespezialisten.

Durch die Scheidung musste ich einen Teil

meines Pensionskassenguthabens an meinen

Partner/meine Partnerin übertragen.

Kann ich diese Lücke bei einem Einkauf

steuerlich geltend machen?

Wiedereinkäufe nach einer Scheidung sind in jedem

Fall steuerlich abziehbar.

Wie lange bleibt das Vorsorgekapital

nach dem Einkauf gesperrt?

Das einbezahlte Kapital und die daraus resultierenden

Leistungen bleiben nach einem Einkauf

drei Jahre gesperrt. Wenn Sie bei der Pensionierung

einen Kapitalbezug wünschen, muss der

letzte Einkauf somit mindestens drei Jahre vorher

erfolgt sein.

Alterskapital bei frühem Tod und im

Erlebensfall

Was passiert mit dem Alterskapital im

Todesfall vor der ordentlichen Pensionierung?

Das Vorsorgereglement gibt darüber Auskunft,

was mit dem Alterskapital im Todesfall passiert.

Die Begünstigungsordnung im Todesfall ist bei einem

Einkauf unbedingt zu beachten. Bei Konkubinatspaaren

ist eine gegenseitige schriftliche

Begünstigung notwendig.


KMU-Sprechstunde

Ich möchte mein Pensionskassenkapital

gestaffelt beziehen, um die Steuerprogression

zu mildern. Ist das möglich?

Grundsätzlich kann das Alterskapital bei Aufgabe

der Erwerbstätigkeit fünf Jahre vor der ordentlichen

Pensionierung oder je nach Reglement bereits

ab dem 58. Altersjahr bezogen werden. Bei

sachlich begründeter und effektiv gelebter Teilpensionierung

gilt ein Bezug des Kapitals in zwei

Schritten steuerlich als unbedenklich. Beispiel:

Teilpensionierung im Alter von 62 und Bezug des

Alterskapitals zu 50%. Restlicher Bezug in Rentenoder

Kapitalform im Alter von 65 Jahren.

Wie wird das Kapital bei der Auszahlung

besteuert?

Vorsorgegelder der 2. und 3. Säule werden getrennt

vom übrigen Einkommen zu einem reduzierten

Satz besteuert. Dabei ist zu beachten, dass Gelder

der 2. und 3. Säule im Bezugsjahr für die Steuerprogression

zusammengezählt werden. Eine gestaffelte

Auszahlung ist daher unbedingt zu planen.

Kapitalabfindung bei frühzeitiger Pensionierung.

Welche Möglichkeiten hat der Arbeitgeber

und wie wird die Kapitalabfindung steuerlich

behandelt?

Beispiel: Mitarbeiter Stefan Muster wird im Alter

von 60 Jahren aufgrund einer betrieblichen Umstrukturierung

frühzeitig pensioniert. Der Arbeitgeber

möchte die durch die Frühpension entstandene

künftige Vorsorgelücke mit einer einmaligen

Kapitalzahlung für Herrn Muster abfedern.

Von einer sogenannten vorsorgeähnlichen Leistung

kann gesprochen werden, wenn Stefan Muster

zum Zeitpunkt, in welchem er das Unternehmen

verlässt, das 55. Altersjahr vollendet hat,

die Erwerbstätigkeit aufgibt und durch die Frühpensionierung

effektiv eine Vorsorgelücke entsteht.

Eine zum Zeitpunkt des Austritts bestehende

Einkaufslücke wird bei der Berechnung

der Vorsorgelücke nicht berücksichtigt.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

a) Die Kapitalabfindung wird Stefan Muster bar

ausbezahlt und muss privilegiert zum Vorsorgetarif

versteuert werden.

b) Die Kapitalabfindung wird direkt in die Vorsorgeeinrichtung

einbezahlt, so lange das Arbeitsverhältnis

mit Stefan Muster noch besteht.

Die Kapitalabfindung stellt in diesem Fall einen

Lohnbestandteil dar und ist mit der AHV abzurechnen.

Gleichzeitig kann die Einzahlung

jedoch wieder als Einkauf in die Pensionskasse

geltend gemacht werden und wirkt sich somit

steuerneutral aus. Wichtig: Das Vorsorgereglement

muss einen solchen Einkauf vorsehen.

Konsequenzen nach Vorbezug

Ich habe vor 10 Jahren einen Vorbezug

für Wohneigentum (WEF) gemacht und

dadurch mein Pensionskassenguthaben

geschmälert. Kann ich diese Lücke steuerwirksam

einkaufen?

Der WEF Vorbezug muss zuerst wieder einbezahlt

werden. Erst dann sind weitere Einkäufe steuerwirksam.

Die Sondersteuer, welche beim WEF-

Vorbezug geschuldet war, wird von den Steuerbehörden

ohne Zins zurückerstattet. Allerdings ist

dafür innerhalb von drei Jahren seit der Rückzahlung

ein Antrag zu stellen.

Kann ich das Guthaben aus der Säule 3a

in die Pensionskasse einbringen?

Guthaben aus der gebundenen Vorsorge 3a kann

steuerneutral in die Pensionskasse (2. Säule) übertragen

werden, sofern in der 2. Säule eine entsprechende

Einkaufslücke besteht. Allerdings ist

es nicht zulässig, mit einer solchen Transaktion

eine Lücke zu schliessen, welche durch einen

WEF-Vorbezug entstanden ist, um danach sofort

wieder steuerwirksam weitere Einkäufe zu tätigen.

Ein Übertrag von Guthaben aus der 2. Säule

in die Säule 3a ist dagegen nicht möglich.

Maria Kurmann

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GEWERBE LUZERN, März 2013

18


KMU-Sprechstunde

Fachbereich Recht

Neues Erwachsenenschutzrecht

Das neue Erwachsenenschutzrecht, welches seit Anfang Jahr in

Kraft ist, stellt zwei neue Instrumente zur Verfügung, mit welchen

hilfsbedürftige Personen verhältnismässig unterstützt

werden können, ohne deren Selbstbestimmungsrecht zu stark

einzuschränken. Da in der KMU-Sprechstunde immer wieder

auch diesbezüglich Fragen gestellt werden, stellen wir hier die

zwei neuen Instrumente grundsätzlich vor.

Claudio Fanger, MLaw,

Gewerbe-Treuhand AG,

Luzern.

KMU-Sprechstunde

Mit der KMU-Sprechstunde

fördert der

Gewerbeverband des

Kantons Luzern offene

Diskussionen und Meinungsbildungen.

Er bietet damit seinen

Mitgliedern kompetente

Beratungen und

Unterstützung an. Fragen,

welche von allgemeinem

Interesse sind

sowie die jeweiligen

Antworten darauf, veröffentlichen

wir regelmässig

in dieser Rubrik.

Ein Fundus für den

eigenen Geschäftsalltag.

Kompetente

Antworten auf

Ihre Fragen

Die KMU-Sprechstunde

hilft auch Ihnen weiter:

Tel. 041 318 03 33. Für

Verbandsmitglieder ist

die Erstberatung

kostenlos, für

Nichtmitglieder kostet

sie Fr. 100.–.

Der Vorsorgeauftrag,

Art. 360 ff. ZGB

Mit einem Vorsorgeauftrag

kann eine handlungsfähige

Person für den Fall ihrer Urteilsunfähigkeit

Regelungen

betreffend ihrer rechtlichen

Vertretung, Vermögensverwaltung

und Personensorge festlegen. Als Vorsorgebeauftragte

können sowohl natürliche als

auch juristische Personen eingesetzt werden –

vom Familienmitglied über den langjährigen Berater,

einem Rechtsanwalt, bis hin zur vertrauten

Bank. Die beauftragte Person muss nicht namentlich

genannt, jedoch klar bestimmbar sein.

Des Weiteren ist es möglich, dass für die einzelnen

Aufgaben verschiedene Beauftragte bestimmt

werden.

Zwingende Formvoraussetzungen

Der Vorsorgeauftrag bedarf von Gesetzes wegen

zwingender formeller Formvoraussetzungen,

die für dessen Gültigkeit eingehalten werden

müssen. Er ist entweder eigenhändig, vollständig

von Hand niederzuschreiben oder öffentlich

zu beurkunden. Zum Zeitpunkt der Errichtung

muss die betroffene Person handlungsfähig

sein und darf nicht unter Vormundschaft

stehen.

Aufgabe der Erwachsenenschutzbehörde

Der Beauftragte kann den Auftrag erst annehmen,

wenn die Gültigkeit und Wirksamkeit des

Vorsorgeauftrages sowie die Geeignetheit des Beauftragten

durch die Erwachsenenschutzbehörde

KESB festgestellt ist (Art. 363 ZGB). Die KESB informiert

den Beauftragten darüber, dass er in einem

Vorsorgeauftrag als Beauftragter eingesetzt

wurde und klärt ihn über dessen Rechte und

Pflichten auf. Nimmt der Beauftragte den Auftrag

an, wird ihm eine Legitimationsurkunde ausgestellt,

welcher als Ausweis gegenüber Dritten

dient.

Vorsorgeauftrag und Testament

Nicht zu verwechseln ist der Vorsorgeauftrag mit

einem eigenhändig geschriebenen Testament.

Während der Vorsorgeauftrag die Betreuung zu

Lebzeiten regelt, hat ein Testament als letztwillige

Verfügung erst nach Ableben des Ausstellers Wirkung.

Die Patientenverfügung, Art. 370 ff. ZGB

Neben dem erwähnten Vorsorgeauftrag kann eine

handlungsfähige Person mit einer Patientenverfügung

im Voraus festlegen, welchen medizinischen

Massnahmen sie im Fall einer Urteilsunfähigkeit

zustimmt, oder eine Person bestimmen,

die im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit entscheidungsbefugt

ist.

Erwünschte Massnahmen definieren

Insbesondere können in einer Patientenverfügung

erwünschte und nicht erwünschte medizinische

Massnahmen, wie ärztliche Behandlung,

diagnostische, therapeutische und pflegerische

Massnahmen, definiert werden.

Nicht unbedingt handschriftlich

Die Patientenverfügung bedarf weniger qualifizierte

Formvoraussetzungen als der Vorsorgeauftrag.

Die betroffene Person muss zum Zeitpunkt

der Erstellung der Patientenverfügung urteilsfähig

sein und die Verfügung ist schriftlich abzufassen.

Im Unterschied zum Vorsorgeauftrag muss

diese nicht zwingend eigenhändig niedergeschrieben

werden. Sie ist, wie auch der Vorsorgeauftrag,

zwingend zu datieren und zu unterzeichnen.

Unabhängig oder integriert

Eine Patientenverfügung kann unabhängig von

einem Vorsorgeauftrag festgehalten werden oder

in einem Vorsorgeauftrag integriert sein. Letzteres

hat zur Folge, dass die Patientenverfügung

ebenfalls den qualifizierten Formvorschriften des

Vorsorgeauftrages unterliegt.

Claudio Fanger

GEWERBE LUZERN, März 2013

19


Rothenburg/Luzern/Zürich

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Auto AG Schönbühl, Gewerbestrasse 12, 3322 Urtenen-Schönbühl, Telefon 031 340 80 00

Auto AG Oberland, Glütschbachstrasse 5, 3661 Uetendorf, Telefon 033 346 70 00

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GEWERBE LUZERN, März 2013

20


KMU-Frauen

Schule für die Geschäftsfrau

Anschauungsunterricht

im Regierungsgebäude

Politische Bildung gehört selbstverständlich auch, und mit einem

Besuch im Regierungsgebäude, zum Lernstoff der Schule für die

Geschäftsfrau. Dabei lernen die Geschäftsfrauen nicht nur die

politischen Abläufe kennen, sondern bekommen auch Einblick

in den Ratsbetrieb des Kantonsrats. Sie dürfen gar exklusiv den

Fuss in das Sitzungszimmer des Regierungsrats setzen. Und alles

in von reicher Kultur- und Politgeschichte geprägtem Rahmen.

Staatskundeunterricht im grossen Sitzungszimmer, dem ehemaligen Bibliothekszimmer

der Jesuiten.

(Fotos: Ursula Schürmann-Häberli)

Die meisten Teilnehmerinnen der Schule für die Geschäftsfrau

sehen den eindrücklichen barocken Lichthof des

1556 erbauten Ritterschen Palastes zum ersten Mal.

Der aus dem 17. Jahrhundert stammende Totentanz auf der dritten Galerie des Lichthofs,

bestehend aus sieben grossformatigen Bildern mit insgesamt 23 Szenen, gibt

einen Eindruck vom Leben und Denken jener Zeit.

Die Mittagspause des Kantonsrats wird genutzt, um sich

den Kantonsratssaal, aus für Nichtratsmitglieder ungewohnter

Perspektive, anzuschauen.

Ein ganz spezielles Erlebnis ist auch der direkte Kontakt mit amtierenden Kantonsratsmitgliedern,

hier (von links) Hans Aregger, CVP, Hildegard Meier, FDP, und Pius Müller, SVP.

Nur wenigen, so jedes Jahr wieder den Teilnehmerinnen

der Schule für die Geschäftsfrau, ist es vergönnt, das

Sitzungszimmer des Regierungsrats betreten zu dürfen.

GEWERBE LUZERN, März 2013

21


Unternehmensführung

Fachbereich Credit- und Debitorenmanagement

Wie lassen sich Forderungsverluste

vermeiden?

Hauptsächlichste Aufgabe des Credit- und Debitorenmanagements

CDM ist die Vermeidung von Forderungsverlusten. Eine

grosse Bedeutung kommt dabei der Prävention, speziell der Prüfung

der Zahlungsfähigkeit der Kunden zu. Im ersten Teil einer

vierteiligen Serie werden nachstehend die wichtigsten Massnahmen

erläutert.

Hans Farman, Direktor

Kreditschutz und Mitglied

der Geschäftsleitung,

Creditreform Luzern

Vogel AG

Die Möglichkeiten, um sich

über potenzielle Geschäftspartner

zu erkundigen, sind

vielfältig. Deshalb werden in

diesem Artikel lediglich die

gängigsten Vorgehensweisen

erörtert. Die Prüfung der Zahlungsfähigkeit

stellt aber auch

hohe Anforderungen an die korrekte Identifi -

zierung des Kunden (siehe Kasten Spalte nebenan).

Betreibungsauskünfte

Eine Betreibungsauskunft enthält Informationen

über Betreibungen und Verlustscheine der letzten

drei Jahre. Betreibungsauskünfte können über

Privatpersonen sowie über juristische Personen

eingeholt werden. Zuständig ist das Betreibungsamt

am Wohnort der Privatperson bzw. am Domizil

der juristischen Person. Bei Einzelfirmen,

auch wenn sie im Handelsregister eingetragen

sind, ist das Betreibungsamt am Wohnsitz des

Inhabers zuständig. Eine Auskunft wird nur gegen

Vorlage eines Interessennachweises, also zum Beispiel

einer Bestellung oder eines Vertrages erteilt.

Der Hinweis auf eine telefonische Bestellung

reicht oft nicht. Eine Betreibungsauskunft kostet

18 Franken.

Betreibungsauskünfte sind immer auf den

Anfrageort bezogen

Es ist wichtig zu wissen, dass sich Betreibungsauskünfte

immer nur auf den jeweiligen Anfrageort

beziehen. Das Betreibungsamt ist auch

nicht verpflichtet, den Wohnsitz bzw. das Domizil

des Beauskunfteten zu überprüfen. Somit ist

ein sauberer Betreibungsauszug lediglich als solcher

gültig, wenn Gewissheit über den Wohnort

bzw. das Domizil besteht. Ist dies nicht der Fall,

so muss bei Privatpersonen zusätzlich eine Anfrage

an das Einwohneramt erfolgen. Ist man in

diesem Bereich nachlässig, so wird dies von renitenten

Schuldnern oft ausgenutzt.

Identifikation

Ausgangspunkt der Prüfung der Zahlungsfähigkeit ist

die korrekte Identifikation des Vertragspartners.

Korrekte Identifikation bedeutet einfach gesagt: Der

Vertragspartner muss an der angegebenen Adresse

schlimmstenfalls betrieben werden können. So ist z.B.

Hans Meier, Postfach 5678, 6002 Luzern, keine korrekte

Identifikation, denn das Betreibungsamt benötigt

für die Zustellung einer Betreibung eine Wohnadresse.

Da es überdies in Luzern mehrere Hans Meier

gibt, fällt die Identifikation auch unter diesem Titel

durch. Super-Kebab, Weggisgasse 15, Luzern, wäre

ebenfalls nicht korrekt, da der Inhaber nicht bekannt

ist. Die Lieferung kommt zwar wie auch im oberen

Beispiel genannt an. Die Forderung kann jedoch nicht

durchgesetzt werden. In der Gastronomiebranche

kommt es besonders häufig zu Problemen mit der

Identifikation. Die Lieferung der Ware erfolgt z.B. an

das Restaurant Rössli, Betreiberin und damit Käuferin

ist aber zum Beispiel eine Gastro AG.

Eine Betreibungsauskunft ist immer differenziert

zu betrachten

Es gilt insbesondere zu beachten, dass nur im Betreibungsregister

eingetragen ist, wer auch tatsächlich

betrieben worden ist. Bei kleinen Forderungen

oder schlechten Erfolgsaussichten verzichten

viele Gläubiger auf die Einleitung einer

Betreibung. Die Betreibungsauskunft ist also immer

noch sauber, trotz ausstehender Zahlungsverpflichtungen.

Anderseits ist zu beachten, dass

eine Betreibung jederzeit eingeleitet werden kann.

Es muss vorgängig nicht geprüft werden, ob eine

Forderung tatsächlich besteht. Dies kann im Einzelfall

dazu führen, dass unberechtigte Einträge

im Betreibungsregister erscheinen. Betreibungen

können auch zur Unterbrechung von Verjährungen

eingeleitet werden.

Zunehmend kommt es auch vor, dass Schuldner

ihre Forderungen nur unter der Bedingung bezahlen,

dass der Eintrag im Betreibungsregister

durch den Gläubiger wieder gelöscht wird. Die

Aussagekraft einer Betreibungsauskunft muss aufgrund

dieser Tatsachen somit differenziert betrachtet

werden.

Handelsregister, Schweizerisches Handelsamtsblatt

SHAB

Das Schweizerische Handelsamtsblatt (SHAB) ist

das offizielle Publikationsorgan der Schweiz. Es

enthält die Handelsregisterpublikationen sämtlicher

Kantone. Weitere wichtige Rubriken des

SHAB sind Konkursmeldungen, Nachlassverträge

sowie Schuldenrufe. Das SHAB erscheint fünfmal

GEWERBE LUZERN, März 2013

22


Unternehmensführung

Beispiele erforderlichen

Umsatzes zur Kompen -

sation von Debitorenverlusten.

pro Woche und kann im Jahresabonnement bezogen

werden. Über die Internetseite www.shab.ch

ist eine Online-Abfrage möglich. Ebenso können

Handelsregisterauszüge via www.zefix.ch online

bezogen werden. Diese Tools bilden eine sehr

schnelle Möglichkeit, um sich über potenzielle

Geschäftspartner ein grobes Bild zu machen. Bezüglich

Feststellung der Zahlungsfähigkeit ist diese

Art der Recherche jedoch nur begrenzt tauglich.

Wenn Negativeinträge wie z.B. ein Konkurs festgestellt

werden, ist es meistens zu spät, um etwa

eine Forderung noch erfolgreich zu realisieren.

Direktinformationen

Unter diesem Titel werden Eigenangaben des Kunden

zusammengefasst. Je nach Art dieser Angaben

können sie hilfreich oder aber gänzlich wertlos

sein. So ist eine Bilanz beispielsweise erst verlässlich,

wenn sie revidiert und von der Generalversammlung

genehmigt worden ist. Reine Behauptungen

sind naturgemäss von beschränktem Wert

und sollten mit Vorsicht gewertet werden.

Kreditversicherungen

Kreditversicherungen dienen als Absicherung von

möglichen Forderungsausfällen. Grössere Unternehmen

machen oft von dieser Sicherungsvariante

Gebrauch. Die relativ hohe Sicherheit hat jedoch

ihren Preis. Bei hohen Kreditrisiken ist dies

ein taugliches Mittel zur Vermeidung von Verlusten.

Kreditversicherer überprüfen vor Abschluss

des Vertrages die jeweiligen künftigen Geschäftspartner.

Schuldner mit schlechter Bonität

werden in der Folge nicht mitversichert.

Bonitäts- und Wirtschaftsauskünfte

Dabei handelt es sich um durch Spezialisten erstellte

Berichte zur Zahlungsfähigkeit (Bonität)

und zum wirtschaftlichen Hintergrund von Beauskunfteten.

Professionelle Auskunfteien sammeln

Informationen sowohl über Unternehmen

als auch über Privatpersonen.

Benutzte Informationsquellen sind grundsätzlich

öffentlich

Die Informationen entstammen grundsätzlich

öffentlichen Quellen und beinhalten unter anderem

die bereits erwähnten SHAB-Mel dungen

und Betreibungsauskünfte. Weitere Recherchequellen

von Auskunfteien sind etwa Tagespresse,

Geschäftsberichte, Inkassomeldungen, Zahlungserfahrungen,

elektronische Verzeichnisse, Eigen -

angaben, statistische Daten, Lieferantenerfahrungen,

Einwohnerkontrollauskünfte, Grundbuchauskünfte

sowie persönliche Interviews.

Die Vernetzung der Datensammlung ist

ein wesentlicher Vorteil

Wesentlicher Vorteil einer solchen Datensammlung

ist ihre Vernetzung. Sämtliche wirtschaftliche

Verflechtungen werden abgebildet, sowohl

zwischen Firmen als auch zwischen Firmen und

Privatpersonen. So wird z.B. nicht nur erkennbar,

wer im Verwaltungsrat der überprüften

Firma Einsitz hat, sondern auch welche weiteren

Firmenengagements ein einzelner Verwaltungsrat

zusätzlich eingegangen ist. Neben diesen

aktuellen Verflechtungen werden in einer Auskunft

auch vergangene Mandate sichtbar. So ist

auch ersichtlich, ob eine Privatperson in

der Vergangenheit erfolgreich war oder ob sie

gar mehrere Firmenkonkurse zu verantworten

hat.

Fazit

Durch die Verbindung aller aufgeführten Quellen

erreichen Bonitäts- und Wirtschaftsauskünfte

eine relativ hohe Aussagekraft bezüglich

der Prognose über einen möglichen Zahlungsausfall.

Bonitäts- und Wirtschaftsauskünfte gibt

es als Kleinstauskünfte mit lediglich einer Bonitätsampel

(grün, gelb, rot) bis hin zum umfassenden

Bericht.

Hans Farman

Kunde Fall 1 Fall 2 Fall 3

Umsatz 1 000 000 1 000 000 1 000 000

Umsatzrendite 5% 5% 3%

Gewinn 50 000 50 000 30 000

Debitorenverlust in % 1% 2% 1%

Gewinn nach Debitorenverlust 40 000 30 000 20 000

erforderlicher Mehrumsatz 200 000 400 000 333 333

GEWERBE LUZERN, März 2013

23


Inserenten informieren

Jubiläums-Wohn-Frühling in Sursee

Aus Anlass des 50-Jahr-

Jubiläums ist bei Möbel Ulrich

der Wohnfrühling mit vielen

Highlights angesagt. Auf der

beim Möbelhaus stilvoll gestalteten

Gartenanlage durch

Egli Gartenbau AG Sursee

finden die Besucher eine Vielzahl

verschiedenster Gartenmöbel

und Sonnenschirme.

Eröffnet wird das verkaufs -

offene Jubiläumswochenende

am Donnerstag, 14. März 2013,

mit der Erstpräsentation der

Weltneuheit «nonstop»- Tischauszug

von Team-7. Ein zusätzliches

Jubiläumsgeschenk

und ein grosser Jubiläumswettbewerb

warten auf die

Kunden.

Seit 50 Jahren schöne

Wohnwelten mit zufriedenen

Kunden

Dank Weitsicht und grossem Engagement

der Familien Ulrich ist

das Unternehmen seit der Gründung

im Jahre 1963 stetig gewachsen.

Das Möbelhaus Ulrich

wird momentan von der 2. Generation

von Arthur Ulrich (Einkauf),

Walter Ulrich (Finanzen) und Werner

Portmann (Logistik) geführt.

Ulrich beschäftigt zur Zeit 30 qualifizierte

Mitarbeiter/Innen. 2 Lehrfrauen

in den Berufen Wohntextilgestalterin

und Kauffrau werden

ausgebildet. Gelernte Fachleute

wie Möbelschreiner, Innendekorationsnäherinnen,

kaufm. Angestellte

und dipl. Wohn- und Einrichtungsberater/Innen

garantieren

eine auf die Bedürfnisse des

Kunden abgestimmte Beratung

und Planung. Mit dem im Jahre

2003 geschaffenen Umbau hat das

Möbelhaus in Sursee am Kottenkreisel

ein modernes Erscheinungsbild

geschaffen. Auf zirka

7000 m 2 Ausstellungsfläche wird

das Wohnen bei ulrich zum Erlebnis.

Pflanzen und Gestaltungsideen

durch

Egli Gartenbau AG Sursee

Das sommerliche Gartenambiente

wird durch die verschiedenen

Holz- Kies- und Natursteinflächen

vermittelt. Praktische schöne Gartenmöbel

und Sonnenschirme,

platziert in der stilvoll gestalteten

Gartenanlage der Egli Gartenbau

AG Sursee, können die Besucher

zur Zeit auf dem ulrich-

Areal in Sursee am Kotten-Kreisel

besichtigen. Egli Gartenbau zeigt

zudem diverse exklusive Pflanzenarten,

Pflanzgefässe und

Accessoires, welche eine Gartenanlage

zum attraktiven Erholungsraum

machen.

Tischauszug in 4 Sekunden

von Null auf Hundert

Das Möbelhaus Ulrich feiert das

50-Jahr-Jubiläum mit verschiedenen

Modell-Highlights. Am Donnerstag,

14. März, 19.00 Uhr, findet

die Erstpräsentation der Weltneuheit

eines «nonstop»- Tisch-

Auszuges mit anschliessendem

Apéro statt. Dank des revolutionären

nonstop-Auszuges lässt sich

der flaye-Tisch von Team-7 mühelos

in Sekundenschnelle um 100 cm

verlängern, und dies mit nur einer

simplen Bewegung.

Mit den Sonnenschirmen der Marke «Glatz» wünscht das Möbelhaus

Ulrich in Sursee jetzt schon erlebnisreiche Frühlings- und Sommertage

und freut sich auf auf viele Besucher anlässlich der Jubiläums-Frühlingsschau.

Kulinarische und musikalische

Highlights am Jubiläumswochenende

Vom Donnerstag 14. bis und mit

Sonntag 17. März 2013 wird bei ulrich

Geburtstag gefeiert! Köstliche

Grillspezialitäten vom Seminarhotel

Sempachersee mit feinem

Getränk laden gratis zum

Verweilen ein. Zusätzliche musikalische

Unterhaltung ist mit der

Bourbon Street Jazz Band und der

Jazz-Tube Band garantiert, und

für die Kinder steht «Spiel und

Spass» im ulrich-Kinderparadies

auf dem Programm.

Jubiläumsgeschenk mit

Jubiläumswettbewerb

50 Jahre sind ein Kunden-Geschenk

wert. Das Möbelhaus

Ulrich gewährt allen Kunden 10

Prozent Hausrabatt und 5 Prozent

als zusätzliches Jubiläumsgeschenk.

Dies nebst gratis Beratung,

Lieferung, Montage und

Entsorgung durch freundliches

Fachpersonal. Beim grossen Jubiläumswett

bewerb warten als

Hauptpreis ein Toyota Aygo im

Wert von Fr. 16 990.–, ein Wheeler-

E-Bike im Wert von Fr. 5000.– und

ein Wheeler-Mountainbike im

Wert von Fr. 3500.– auf die Gewinner.

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GEWERBE LUZERN, März 2013

24


Unternehmensführung

Hochschule Luzern HSLU: Krisenmanagement in Familienunternehmen

Krisen verstehen,

gestalten, bewältigen

Familienunternehmen unterscheiden sich von Unternehmen

ohne familiäre Beziehungen aufgrund der reziproken und

untrennbaren Beziehung zwischen Unternehmen und Eigentümerfamilie.

Diese Verbindung führt zu einzigartigen Eigenschaften

und Verhaltensweisen, die sich unter anderem darauf auswirken,

wie Konflikte oder Krisen im Gesamtsystem «Familienunternehmen»

entstehen, und wie sie sich entwickeln.

Mehr zum Thema

Familienunternehmen

an der HSLU unter:

www.hslu.ch/familienunternehmen

Aufgrund der wechselseitigen und untrennbaren

Verbindung zwischen Unternehmerfamilie und

Unternehmen ergeben sich für Familienunternehmen

spezifische Chancen, z.B. rasche, unbürokratische

Entscheidungsfindung, aber auch Herausforderungen,

z.B. Streitigkeiten in der Familie,

die auf das Unternehmen übergreifen. Für

solche Situationen hält die eher auf grosse Publikumsgesellschaften

fokussierte betriebswirtschaftliche

Forschung keine Lösungen bereit. Familienunternehmen

werden oftmals als eine aus

drei Subsystemen bestehende Organisation beschrieben:

Der Kreis «Familie» umfasst die Mitglieder der

Eigentümerfamilie(n), dem Kreis «Eigentum»

gehören Personen an, die Anteile am Unternehmen

besitzen. Im dritten Kreis «Unternehmen»

befinden sich operativ oder strategisch im Betrieb

mitarbeitende Personen. Ausserhalb des Gesamtsystems

befinden sich verschiedene Anspruchsgruppen

(Stakeholder, z.B. Finanzinstitute, Lieferanten,

Partnerunternehmen), die ebenfalls in

einer Wechselwirkung mit dem Unternehmen

stehen.

Ungelöste Familienkonflikte schaden

Die verschiedenen Rollen, die Familienmitglieder

in den Systemen «Familie» und «Unternehmen»

besetzen, und die daraus resultierenden Rollenkonflikte,

z.B. Vater oder Schwester als Vorgesetzte/r,

sind ein fruchtbarer Nährboden für Konflikte.

Aufgrund der Verwobenheit von Familie

und Unternehmen schädigen Konflikte in der Familie

nicht nur die Familienkohärenz und -harmonie.

Ungelöste Familienkonflikte schaden

auch dem Unternehmen und gefährden daher

die finanzielle Existenz der Familie und das Lebenswerk

der Vorfahren, was die Familienstruktur

nachhaltig zerstören kann. Konflikte und Krisen

stellen einen natürlichen Bestandteil der Familien-

und Unternehmensrealität dar. Jede

Familie, jedes Unternehmen muss im Zeitverlauf

wiederholt Konflikt- und Krisensituationen bewältigen.

Diese Herausforderungen sind meist

ungleich anspruchsvoller, da Konflikte und Krisen

in beiden Systemen entstehen, vom einen

System auf das andere überschwappen, und beide

Systeme zur Krisenverschärfung beitragen können.

Familienunternehmen brauchen zur Krisenbewältigung

also Instrumente, die der Interdependenz

von Familie und Unternehmen gerecht

werden, und dem «Faktor Familie» Gewicht

schenken. Die bisherige Konflikt- und Krisenforschung

weist hierin Lücken auf, da man sich entweder

auf das System «Familie» oder das System

«Unternehmen» konzentriert, ohne deren Wechselwirkung

zu berücksichtigen.

Früherkennung der Krise ist wichtig

Die wirtschaftliche Bedeutung der Organisationsform

und die meist gravierenden Folgen von

Familienkonflikten und Unternehmenskrisen

zeigen auf, wie wichtig es ist, Krisen in Familienunternehmen

frühzeitig zu erkennen, ihnen

adäquat zu begegnen, und sie mittels Ins -

trumenten zu bewältigen versuchten, die der gegenseitigen

Verknüpfung von Familie und Unternehmen

gerecht werden. Zwei aktuelle

Forschungsprojekte am Institut für Betriebsund

Regionalökonomie IBR der Hochschule

Luzern untersuchen Krisendynamiken in Eigentümer

familien und Familienunternehmen,

speziell die Rolle informeller Mediatoren im

Krisenprozess sowie den Einfluss subjektiv empfun

dener Fairness auf Krisenverlauf und -resolution.

Claudia Binz

GEWERBE LUZERN, März 2013

25


Inserenten informieren

Effizienzsteigerung dank kmu-analyse

Das neuartige Modell der kmuanalyse

ermöglicht nun auch

lokalen Unternehmern im Gewerbe,

Detailhandel, Verkauf

oder Handwerk eine professionelle,

aber preisgünstige

Auswertung des Betriebes um

Verbesserungsmöglichkeiten

aufzuzeigen.

Interview mit dem

Inhaber der kmu-analyse,

Herr Gregor Speck

Sehr wenige Unternehmensberater

orientieren sich am

Gewerbe und lokalen Betrieben.

Warum gerade Sie?

Gregor Speck*: Mein Stammbaum

beinhaltet über viele Generationen

Unternehmer und Selbständige.

Auch ich bin als Gewerbler aufgewachsen

und leitete selber einen

lokalen Gewerbebetrieb. Mein

Herz schlägt also unternehmerisch.

In meinem über 20-jährigen

Berufsleben hatte ich nebst KMU

auch die Möglichkeit, Erfahrungen

in internationalen Grossbetrieben

zu machen, wo eine hohe

Professionalität im Management

herrschte. Diese Leitung des Betriebes

wird in spezialisierten

KMU oft etwas vernachlässigt. Daraus

entstand die Herausfor -

derung, ein Modell zu entwickeln,

welches speziell für lokale bis

mittlere Betriebe diese Professionalität

einbringen kann.

Was macht nun die kmuanalyse?

GS: Zusammen mit dem Unternehmer

werden über 200 Fragen

seiner Geschäftswelt bewertet.

Weit mehr als in einer üblichen

Kennzahlen-Analyse. Auch berücksichtigen

wir Faktoren aus der

Verkaufspsychologie, dem Management,

dem Marketing, der

Personalführung, der Lebensqualität,

uvm. Ein KMU lebt von und

für Menschen! Zudem kann er einzelne

Bereiche, welche für den Betrieb

wichtiger sind, auch höher gewichten

als andere. Die Daten aus

dieser Erhebung im persönlichen

Gespräch werden danach in eine eigens

dafür angepasste Software

eingespiesen und ausgewertet.

Was erhält danach der

Gewerbler?

GS: Die 26-seitige manuelle Auswertung

gliedert die Stärken/

Schwächen des Betriebes detailliert

in über 50 Kategorien. Ohne viele

Worte, sondern klipp und klar

mittels Grafiken. Herzstück der

Auswertung ist eine Massnahmen-

Analyse, wo aufgezeigt wird, in

welchen Bereichen Verbesserungspotenzial

vorhanden ist. Hinzu

kommt noch eine persönliche

Schlussanalyse des kmu-analys -

ten.

Welche Vorteile bringt diese

kmu-analyse dem Unternehmer?

GS: Bereits während des Interviews

mit den Fragen macht sich der Unternehmer

vertiefte Gedanken

über seinen Betrieb. Einerseits bemerkt

er bereits eigene Verbesserungsmöglich

keiten, aber vor allem

erhält er einen Motivationsschub.

Weil ein KMU von knappen Ressourcen

(Zeit und Geld) lebt, achten

wir bei der Massnahmen-Analyse

und den persönlichen Abschlussbemerkungen

auf Verbesserungsmassnahmen,

welche

schnell umsetzbar sind und wenig

Kosten verursachen. Anders

ausgedrückt, es wird eine nachhaltige

Effizienzsteigerung erzielt.

Nun weiss also der Unternehmer,

in welchen Bereichen er

Verbesserungspotenzial hat?

GS: Das ist der springende Punkt.

Im Gegensatz zur üblichen Unternehmensberatung

sagen wir

nicht von vornherein, was der Geschäftsführer

im Betrieb besser

machen soll. Wir zeigen ihm zuerst,

wo seine Schwächen liegen,

welche er vielleicht aus Betriebsblindheit

oder Unwissen nicht

erkannte. Auch seine Stärken heben

wir hervor. Erst nach Erhalt

dieser Informationen kann man

gezielt Verbesserungsmassnahmen

einleiten. Gerne unterstützen

wir ihn dabei falls erwünscht

und sinnvoll.

Wie Sie selber sagen, achtet

der KMUler aufs Geld.

Was kostet die kmu-analyse?

GS: Wir kreieren kein Fass ohne

Boden für den Unternehmer. Deshalb

bieten wir die kmu-analyse inklusive

persönlichem Interview

und Schlussbericht zum effizienten

Pauschalpreis an.

Bis 31. März 2013 gewähren wir

zudem einen Einführungsrabatt

von über 30 Prozent!

Herr Speck, wir bedanken uns

für das interessante Gespräch

und wünschen Ihnen und

Ihren Kunden viel Erfolg!

GS: Danke!

Weitere Informationen, auch zum

Pauschalpreis, finden Sie unter

www.kmu-analyse.ch

oder per Telefon 078 661 72 66

*Gregor Speck ist dipl. Betriebswirtschafter

HF und hat Weiterbildungen in

Marketing und Verkauf. Er besitzt

Berufserfahrung im Bankwesen, PR,

Autogewerbe, und war zuletzt General

Manager für eine internationale

Consulting- und Projektmanagement-

Firma in Katar.

30 Jahre Kästli & Mathys Storen AG – Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Die Kästli & Mathys Storen AG

hat sich auf dem Platz Luzern

und in der Zentralschweiz einen

Namen als Spezialist für

textile Beschattungen sowie

Rollladen und Lamellenstoren

geschaffen. Dieses Jahr feiert

das Familienunternehmen sein

30-jähriges Bestehen und kann

auf eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte

zurückblicken.

Luzern, 1. Februar 2013. Der Luzerner

Manfred Mathys war schon

12 Jahre lang in der Storen- und

Rollladen-Branche tätig, als er

1982 zusammen mit seiner Tochter

Ruth Spinnler-Mathys sein eigenes

Unternehmen «Mathys Storen

und Rollladen» gründete und

in einer Garage mit dem Vertrieb

von Storen und Rollladen startete.

Kurz nach der Firmengründung

bot man ihm an, die Zentralschweizer

Vertretung der Berner

«Kästli & Co. AG» zu übernehmen.

So wurde am 1. März 1983

die Kästli & Mathys Storen AG in

Luzern gegründet.

GEWERBE LUZERN, März 2013

Es bleibt in der Familie

Seit der Gründung erlebte das Unternehmen

ein stetes Wachstum

und baute sich den Ruf als Spezialist

für textile Beschattungen,

Rollladen und Lamellenstoren mit

einem kundenorientierten Reparaturservice

für alle Produkte in

der Zentralschweiz auf. 1990 zog

das Unternehmen mit seinem Fabrikationsbetrieb

und der Administration

an die Grossmatte 28

in Luzern/Littau. Damit die Firma

ein Familienbetrieb bleibt, übertrug

Manfred Mathys sein Aktienpaket

2003 auf seine Tochter

Ruth Spinnler-Mathys. Die Geschicke

des heute 12-köpfigen

Unternehmens liegen in den Händen

des Geschäftsführers Martin

Blum.

Namhafte Objekte

Drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung

ist die Kästli & Mathys Storen

AG etabliert und ein geschätzter

Partner vieler Architekturbüros

bzw. Bauherrschaften. Neben der

Qualität und Zuverlässigkeit ist es

vor allem die hohe Kompetenz,

die der Kästli & Mathys Storen AG

immer wieder spannende Aufträge

verschafft. Für zahlreiche Objekte

wurden individuelle Beschattungslösungen

realisiert, wie

etwa für das KKL Luzern, das Armee-Ausbildungszentrum

Luzern,

das Hotel Rigi Kulm, das Bourbaki

Luzern, Roche Diagnostics Rotkreuz

oder die Kirche Walchwil.

26

Kästli & Mathys Storen AG

Grossmatte 28

6014 Luzern / Littau

Tel. 041 250 23 47

Fax 041 250 41 30

info@kaestli-mathys.ch

www.kaestli-mathys.ch

Sitzend von links nach rechts: Manfred Mathys, Ruth Spinnler-Mathys,

Martin Blum. Stehend von links nach rechts: Andreas Kohler, Selajdin

Loki, Fabian Mathys, Tonja Amstad Mathys, Jean Kullin, Jens Besta,

Christian Flückiger, Matthias Fabits, Ruedi Ettlin, Marcel Portmann.


Sektionen

Gewerbe Region Sursee

Gut besuchte Feierabendveranstaltung

Gemeinsam luden drei Firmen

am Schlottermilch-Kreisel, Sursee,

ein und öffneten für die stolze

Zahl von 90 teilnehmenden Gewerblerinnen

und Gewerblern

ihre Türen: BF berger + frank AG,

BrandStudio GmbH und ivoFrey

AG.

Start bei BF berger+frankAG

Der Drei-Firmen-Rundgang startete

bei der BF berger + frank AG.

Die Firmenverantwortlichen Philipp

Berger und Reto Frank sowie

Mitarbeitende des Architektur -

büros erzählten den Gewerblern

ihre Firmengeschichte, informierten

über den Neubau am

Meienriesliweg und gaben interessante

Hintergrundinformationen

über die Hausfassade des

Gebäudes, bestehend aus einer

Photovoltaik-Anlage, preis.

...weiter zum BrandStudio

Die anschliessende, freie Besichtigung

des Gebäudes führte dann

unweigerlich weiter zum Brand-

Studio im obersten Stockwerk.

Philipp Koch und Jeannette

Hummel führen gemeinsam den

Betrieb. Die Verantwortlichen des

auf Marken und sozial Kommunikation

spezialisierten Brand-

Studios GmbH entführten die Gewerbler

und Gewerblerinnen in

die Welt der Werbung und erläuterten

ihre Firmen geschichte und

die gezielte, geschäftliche Ausrichtung

ihres Betriebes.

...zur ivoFrey AG

Last but not least führte der Weg

über den Kreisel zur ivoFrey AG,

Büro- und Wohngestaltung, wo

Ivo Frey und seine Mitarbeitenden

die Besucher mit einem vor-

Mitglieder von Gewerbe Region Sursee auf Besuch.

züglichen Apéro willkommen

hiessen. Freies Schlendern durch

die Möbelausstellung, bestens versorgt

mit feinen Häppchen und

einem Glas Wein, das war die angenehme

Art einen wunderbaren

Abend adäquat ausklingen zu lassen.

Einmal mehr durften die

zahlreich erschienenen Besucher

einen wertvollen Abend im Kreise

der Gewerbler verbringen. Dabei

interessante Firmen besichtigen

und die Gesellschaft und das gut

funktionierende Netzwerk der

Mitglieder des Vereins Gewerbe

Region Sursee geniessen.

Priska Hofer

(Foto: Franz Birrer)

Sempachersee Tourismus

Begrüssung von TCS-Kunden

Seit rund einem Jahr gibt es in

Sursee eine TCS Kontaktstelle.

Das dreiköpfige Team von Sempachersee

Tourismus berät TCS-

Mitglieder und verkauft verschiedene

TCS-Produkte wie etwa

Mitgliedschaften und ETI-Schutzbriefe.

Auch Vignetten oder die

beliebte Viacard für Italien sind

auf der Kontaktstelle erhältlich.

Nebst den Kontaktstellen in Luzern

und Sarnen ist Sursee die

dritte und neuste Kontaktstelle

der TCS Sektion Waldstätte. Die

TCS-Mitglieder schätzen die Nähe

und die kompetente Beratung,

wie zahlreiche Rückmeldungen

zeigen. Für Sempachersee Tourismus

ist die Zusammenarbeit mit

dem TCS eine Bereicherung: «Der

persönliche Kontakt zu den TCS-

Mitgliedern macht Spass und ist

eine tolle Ergänzung zu den Aufgaben

von Sempachersee Tourismus»,

sagt eine der Mitarbeiterinnen

der Geschäftsstelle von

Sempachersee Tourismus. Weshalb

die Zusammenarbeit mit

dem TCS entstanden ist, begründet

Rosy Schmid, Präsidentin von

Sempachersee Tourismus, folgendermassen:

«Die Mobilität ist der

wichtigste Faktor für den Tourismus.

Wenn die Leute nicht reisen,

gibt es keinen Tourismus. Die

Zusammenarbeit ist für beide Seiten

befruchtend – das ist sehr

wichtig».

Erfolgreicher Start

Aus der Sicht der TCS Sektion

Waldstätte wurde das Ziel, näher

zu seinen Mitgliedern auf der Luzerner

Landschaft zu rücken, erreicht.

Alex Mathis, Geschäftsführer

der TCS Sektion Waldstätte:

«Die Kooperation mit

Sempachersee Tourismus ist erfolgreich

angelaufen. Der Tourismus

und die Mobilität liegen

nahe beieinander, was für beide

Organisationen zu interessanten

Synergien führt. Die Sektion

Waldstätte ist ausserdem bestrebt,

in ihrem Einzugsgebiet mit persönlichen

Anlaufstellen nahe an

den Mitgliedern zu sein.» Die Erhöhung

der Frequenzen und der

Ausbau des Produktesortiments

der Kontaktstelle in Sursee werden

in den nächsten Monaten

angestrebt. Das Team von Sempachersee

Tourismus freut sich,

auch in Zukunft zahlreiche Kunden

und Mitglieder auf der Kontaktstelle

zu begrüssen.

www.sempachersee-tourismus.ch

Die TCS-Kontaktstelle und ihr Angebot

Das Angebot der TCS-Kontakstelle umfasst TCS-Produkte wie Mitgliedschaft,

ETI-Schutzbrief, Assista-Rechtsschutzversicherung sowie

verschiedene Dienstleistungen und Shop-Artikel, z.B. Verkehrsinformationen,

technische Broschüren, Autobahnvignetten Schweiz,

Pickerl für Österreich, Viacard für Italien, Schadstoffplakette für

Deutschland, Sicherheitswesten, Apotheken und weitere Spezialangebote.

Auskünfte: Jeannine Sollberger, Telefon 041 925 88 65

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8.00 bis 11.30 Uhr

Das Team von Sempachersee Tourismus. Von Links: Jeannine Sollberger,

Verena Janka und Nadja Metzler.

(Foto: z.V.g.)

GEWERBE LUZERN, März 2013

Sempachersee Tourismus (2. OG)

Centralstrasse 9,

6210 Sursee

27


Inserenten informieren

39. Waffen-Sammlerbörse in Luzern – Älteste und grösste Waffenbörse der Schweiz

Bald ist Zeit für die Schweizer

Waffen-Sammlerbörse in Luzern.

Aus gutem Grund suchen

Jäger, Sportschützen und

Sammler die Allmend Luzern

vom 22. bis 24. März 2013 gern

auf: Die Produkteauswahl der

90 Aussteller in zwei vollen

Hallen ist beispielhaft. Für Aktivität

ist mit täglichen Kampftechnik-Shows,

zwei Sportschiessanlagen

und einer Pfefferspray-Demo

gesorgt.

Rund 90 Händler und Fachgeschäfte

präsentieren ein attraktives

Angebot an Sport-, Sammlerund

Jagdwaffen, Militaria und Raritäten,

massgefertigten Schwertern

sowie traditioneller Handwerkskunst

oder Reisen. Lederateliers

empfehlen sich mit Produkten

aus pflanzlich gegerbtem

Antikleder wie Gürtel, Taschen,

Portemonnaies mit Sonderprägungen

oder Fellwaren.

Von Holzbogen bis Hightech

Die Indoor-Sportschiessanlage für

Armbrust, Pfeil und Bogen sowie

ein Airsoft-Parcours stehen zum

Üben bereit. Zum zweiten Mal

sorgt das Team des Swiss Tactical

Center für spannende Pfefferspray-

Demonstrationen und wird Besucherfragen

beantworten.

Sonderthema: Europäische

Kampfkunst im Mittelalter

Wiederum dabei sind die Kämpfer

des Genfer Vereins Gagschola, welche

die Zuschauer ins Mittelalter

versetzen. Sie erklären einstudierte

Kampftechniken und zeigen Angriffe

in voller Geschwindigkeit.

Im Dokumentations-Zentrum «Historischer

Schwertkampf» liegen

Manuskript-Reproduktionen von

Fechtbüchern aus dem 14. bis 16.

Jahrhundert auf.

Datum: 22. bis 24. März 2013

Ort: Messe Luzern

Öffnungszeiten:

Fr und Sa: 10–18 Uhr

So: 10 –17 Uhr

Info: www.waffenboerse-luzern.ch

Eintritt: Erwachsene Fr. 15.–. Kinder

und Jugendliche bis 16 Jahre

in Begleitung Erwachsener gratis.

Aktivitäten

– Schiess-Stand für Armbrust, Pfeil

und Bogen

Die Waffenbörse ist kult und zählt mit 39 Durchführungen zur ältesten

und grössten Waffenbörse der Schweiz. Sie hat über die Grenzen hinaus

grossen Liebhaberstatus.

– Airsoft-Parcours

– Pfefferspray-Demo

Sonderthema Europäische

Kampfkunst im Mittelalter

mit täglichen Live-Shows

– Kampftechnik-Show:

13.30–14.30 Uhr

– Sparring:

11.00 –11.15 + 15.30–15.45 Uhr

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GEWERBE LUZERN, März 2013

28


Einzelmitglieder

Autogewerbeverband Sektion Zentralschweiz AGSV-ZS

Neuer Peugeot für die Lernenden

Im Ausbildungszentrum des Autogewerbeverbandes

Schweiz Sektion

Zentralschweiz AGVS-ZS in

Horw gehen jährlich 750 Lernende

ein und aus. Um ihnen

während der überbetrieblichen

Kurse einen qualitativ hochstehenden

Unterricht bieten zu können,

braucht es eine optimale

Infrastruktur. Kürzlich konnte

diese – zur Freude von Patrick

Schwerzmann, Präsident AGVS-

ZS – um ein Fahrzeug erweitert

werden. Didier Gumy, Schulungsverantwortlicher

von Peugeot

Suisse, überreichte ihm nämlich

ein attraktives Cabrio, einen

nigelnagelneuen Peugeot 207 CC.

Der französische Autohersteller

legt seit jeher grossen Wert auf

die Grundausbildung. Didier

Gumy: «Nur mit top ausgebildetem

Personal in unseren Werkstätten

sind wir in der Lage, den

technischen Herausforderungen

der Zukunft gerecht zu werden

und die Kundenzufriedenheit

hoch zu halten.»

Daniel Schwab

Von links: Didier Gumy, Richard Imholz und Patrick Schwerzmann

(Foto: apimedia)

Detaillistenverband Luzern DVL

Gewinnmitnahmen mittels Gold-Treuebon

Von links: DVL-Präsident Heinz Bossert; Annemarie Lustenberger, Hofstatt/

Luthern, Andrea Köpfli, Eschenbach, und Ida Kunz, Neuenkirch. (Foto: z.V.g.)

pd. Die grosse Zahl der DVL-

Detaillisten¸ die sich am Jahresende

ihrer Kundschaft für deren

Treue dankbar und besonders

erkenntlich zeigen, beflügelte

auch die Weihnachtsaktion 2012

in besonderer Weise. Die gefüllten

40 000 Sammelkarten be -

rechtigten zu einer Barrückvergütung

von 5 Franken pro Karte.

Der DVL als Träger des Luzerner

Treuebon-Systems unterstützte

die Dankeschön-Aktion mit ei -

nem zusätzlichen 10 000-fränkigen

Wettbewerbsbetrag in Form

von Geschenkgutscheinen. Diese

Gewinnerweiterung wurde verteilt

auf drei Hauptpreise mit

Gutscheinen im Wert von 1000,

500 und 200 Franken sowie 415

Gewinnpapieren zu je 20 Franken.

Die Verlosung der Wettbewerbspreise

fand nach Ablauf

der Einsendefrist statt, die Preisträger

wurden schriftlich be -

nachrichtigt. Die Übergabe der

Hauptpreise erfolgte Ende Januar

am Sitz des Detaillistenverbandes

in Luzern. Andrea Köpfli,

Eschenbach, gewann den ersten

Preis, nämlich DVL-Geschenkgutscheine

im Wert von 1000

Franken. Der 2. Preis, Geschenkgutscheine

im Wert von 500

Franken, ging an Ida Kunz, Neuenkirch.

Der 3. Preis, Geschenkgutscheine

im Wert von 200

Franken, ging an Annemarie

Lustenberger, Hofstatt/Luthern.

Die vollständige Gewinnliste ist

einsichtbar im Internet unter

www.dvl-luzern.ch oder kann

bei Bedarf beim DVL-Sekretariat

telefonisch unter 041 210 15 30

angefordert werden.

CKW

Erfolg beim Bundesverwaltungsgericht

und Solar-Forschungsanlage chancenlos

Das Bundesverwaltungsgericht

hat die Beschwerde der Centralschweizerischen

Kraftwerke AG

CKW gegen die Teilverfügung der

Eidgenössischen Elektrizitätskommission

ElCom vom 7. Juli

2011 betreffend der deklarierten

Netzkosten für das Jahr 2008/09

im Grundsatz gutgeheissen und

zur Neubeurteilung an die ElCom

GEWERBE LUZERN, März 2013

zurückgewiesen. Das Urteil ist

noch nicht rechtskräftig. Das

Bundesverwaltungsgericht hat

die Bewertungsmethode zur Ermittlung

der Netzkosten von

CKW im Grundsatz als zulässig

bestätigt. Das Verfahren geht an

die ElCom zur Neubeurteilung

zurück. Dabei wird die korrekte

Anwendung der bestätigten Be-

wertungsmethode und der damit

zusammenhängenden Berechnung

der Kapitalkosten geprüft.

CKW wird das Urteil im Detail

analysieren und anschliessend

über das weitere Vorgehen entscheiden.

Gegen das Urteil kann

innert 30 Tagen beim Bundesgericht

Beschwerde erhoben werden.

«Schweissmatt» wird definitiv

nicht gebaut

Das grösste Solarkraftwerk der

Schweiz, das Strom für 2200

Haushalte hätte produzieren und

29

als Forschungsobjekt dienen sollen,

wird nicht gebaut. Das Projekt

scheitert in der Vorprüfung

der kantonalen Behörden. Sie anerkennen

den von der Centralschweizerischen

Kraftwerke AG

CKW ausgewiesenen Forschungsnutzen

zur Vorbereitung auf die

Energiewende nicht. Für CKW

bleiben damit verschiedene Forschungsfragen

offen. Sie möchte

nun verstärkt die weiteren Projekte

der erneuerbaren Energien

im Kanton Luzern vorantreiben.

www.ckw.ch


Leserbriefe/ News

Wirkungsanalyse zur Zweitwohnungsinitiative

Demokratie zum Abgewöhnen

Hand aufs Herz: Kommen Sie sich als Stimmbürger auch nicht

ganz ernst genommen vor, wenn die Verwaltung, genauer das

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, just ein Jahr nach erfolgter

Abstimmung die Ergebnisse von zwei Analysen über die

zu erwartenden Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative

publiziert? Warum hinterher, frage ich mich, und nicht vor der

Abstimmung? Nach meinem Demokratieverständnis hätte das

Stimmvolk diese offizielle Information gebraucht, um fundiert

entscheiden zu können und nicht, um hinterher zu erfahren,

was es entschieden hat!!

Die noch nachgeschossene Versicherung, das SECO werde

sich «basierend auf den Ergebnissen der vorliegenden Wirkungsanalysen

weiterhin und prioritär für eine tourismusfreundliche

Ausführungsgesetzgebung einsetzen» und verfüge

«bereits heute über ein wirkungsvolles Instrumentarium zur

Unterstützung der betroffenen Kantone und Regionen (insbesondere

Neue Regionalpolitik, Innotour und Schweizerische

Gesellschaft für Hotelkredit)», bestätigt mich in meiner

Wahrnehmung nur noch: Ich bekomme den bösen Verdacht

schon gar nicht mehr los, dass damit die Abstimmung zur Alibiübung

für ein subtil funktionierendes Steuerungssystem einer

selbstherrlich politisch sendungsbewussten Verwaltung

verkommen ist.

Ursula Schürmann-Häberli

Vizedirektorin Gewerbeverband Kanton Luzern

NEWS 1

RPG Revision – sgv bedauert u. akzeptiert:

Der Schweizerische Gewerbeverband sgv bedauert, aber

akzeptiert den Volksentscheid zur Revision des Raumplanungsgesetzes

RPG. Er verlangt, dass den berechtigten

Bedenken der grossen Minderheit bei der Umsetzung

Rechnung getragen wird. Bund und Kantone stehen hier

in der Pflicht.

Download ab: www.sgv-usam.ch

NEWS 2

Minder-Initiative – nicht auf Kosten KMU:

Der Schweizerische Gewerbeverband sieht das Abstimmungsergebnis

zur Minder-Initiative als klares Zeichen des

Volkes gegen die Betriebskultur einiger Grossunternehmen.

Der Entscheid sei zu akzeptieren, gemäss dem Willen

des Souveräns umzusetzen und somit lediglich die börsenkotierten

Unternehmen mit strikteren Regeln zu verpflichten.

Der sgv fordert deshalb bei der Umsetzung der Initiative

eine klare Trennung zwischen börsenkotierten

Unternehmen und KMU.

Download ab: www.sgv-usam.ch.

GEWERBE LUZERN, März 2013

Veranstaltungen: Energie-Apéro Luzern

Jeweils 17.30 bis 19.00 Uhr, mit anschliessendem

Apéro, Bahnhof Restaurant Luzern, Aula 1. Stock,

Zugang ab Bahnhofshalle Mitte.

Die Zukunft der Sonnenenergie –

Veranstaltung anlässlich der Tage der

Sonne

Montag, 6. Mai 2013

– Architektur Integrierte Photovoltaik AIPV – Praxis und Forschung:

Stephan Wittkopf, Leiter Kompetenzzentrum CC

Envelopes & Solar Energy, Hochschule Luzern, Technik &

Architektur, Horw.

– Umsetzung von Solaranlagen im Kanton Luzern: Cyrill

Studer, Projektleiter, Umwelt und Energie uwe, Kanton

Luzern.

Energetische Gebäudeerneuerung – neue,

innovative Konzepte

Montag, 17. Juni 2013

– Gebäudeerneuerung mit vorgefertigtem Holzsystembau:

Guido Estermann, Techn. Projektberater, Renggli AG,

Schötz.

– Raum und Luft – Konzepte für gute Luft bei der Erneuerung

von Wohnbauten: Hanspeter Bürgi, Hochschule Luzern,

Technik & Architektur, Horw.

Strategien zur Energiewende auf nationaler

und kantonaler Ebene

Montag, 2. September 2013

– Energiestrategie des Bundes 2050: Daniel Büchel, Vizedirektor

und Leiter Abteilung Energieeffizienz und erneuerbare

Energien, Bundesamt für Energie, Bern.

– Neues Energiegesetz und neues Energiekonzept für den

Kanton Luzern: Thomas Joller, Leiter Umwelt und Energie

uwe, Kanton Luzern.

Effizienz von Rechenzentren und

Luft/Wasser-Wärmepumpen

Montag, 4. November 2013

– Energieeffizienz in Rechenzentren: Adrian Altenburger,

Programmleiter PUEDA, Amstein+Walthert AG, Zürich.

– Luft/Wasser-Wärmepumpen – genauso effizient wie Wärmepumpen

mit Erdsonden?: Beat Wellig, Leiter Kompetenzzentrum

Thermische Energiesysteme & Verfahrenstechnik,

Hochschule Luzern, Technik & Architektur, Horw.

– Luft/Wasser-WP als Ersatz Elektrospeicherheizung – auch

bei erhöhten Anforderungen: Martin Wettstein, Wettstein

& Partner GmbH, Küssnacht am Rigi.

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Was? Wann? Wo?

GEWERBEKALENDER

LUZERN

Zentralvorstand Gewerbeverband

Mi, 24. April, 14 Uhr, Schötz.

Mi, 5. Juni, 14 Uhr, Luzern.

Delegiertenversammlung Gewerbeverband

Mi, 15. Mai 2013, 15 Uhr, Kriens.

Mi, 14. Mai 2014, 15 Uhr, Rickenbach.

Mi, 6. Mai 2015, 15 Uhr.

Unternehmer-Impulse 2013

Der Wirtschaftsanlass für Gewerbeverbandsmitglieder.

Mo, 14. Oktober, 18 Uhr, Stadthalle, Sempach.

Gastreferent: Bundesrat J. N. Schneider-Ammann.

Luzerner Gewerbekammer (LGK)

Mi, 24. April, 17 Uhr, Schötz.

Mi, 21. August, 17 Uhr, Schenkon.

Präsidentenkonferenzen

Gewerbevereine (GV)

Berufsverbände (BV)

Alle Gewerbevereine und Berufsverbände

Do, 7. November, ZEBI, Luzern, mit Mittagessen.

Neue Präsidenten GV und BV

Mi, 5. Juni, 17 Uhr, Luzern.

Mi, 13. November, 17 Uhr, Luzern.

Gewerbegruppe Kantonsrat

Mi, 24. April, 17 Uhr, Luz.Gewerbekammer, Schötz.

Mi, 21. August, 17 Uhr, Luz. Gewerbek., Schenkon.

Büro

Mo, 29. April, 11.30 Uhr, AAL, Luzern.

Mo, 10. Juni, 11.30 Uhr, AAL, Luzern.

Ehrenmitgliedertreffen

Mi, 3. Juli, 10 Uhr, Eschenbach.

Gewerbevereine

Gewerbeverein Adligenswil

Fr – So, 9.–11. Mai 2014, Jubiläumsanlass.

Gewerbeverein Beromünster und Umgebung

Di, 19. März, 19 Uhr, GV, Stiftstheater, Beromünster.

Gewerbeverein Buttisholz

Fr, 22. März,Generalversammlung,Rest.Hirschen.

Gewerbeverein Dagmersellen-Uffikon-Buchs

Fr – So, 3. – 5. Mai, Gewerbeausstellung, Chrüzmatt.

Di, 18. Juni, 19 Uhr, GV, Gasth. Löwen, Dagmersellen.

Gewerbe Rontal kmu Ebikon u. Umgebung

Mi, 24. April, 19 Uhr, GV Pfarreiheim, Ebikon.

Do, 13. Juni, 11.30 Uhr, Mittagstreff, Rotsee-Badi.

Gewerbeverein Emmen

Do, 21. März, 18.45 Uhr, GV, Zentrum Gersag.

Gewerbeverein Escholzmatt

Mo, 18. März, 19 Uhr, Generalversammlung.

Gewerbeverein Ettiswil-Alberswil-Kottwil

Fr, 22. März, Generalversammlung.

Gewerbeverein Grosswangen

Fr, 21. Juni, Generalversammlung.

Fr – So, 4.– 6. April 2014, Gewerbeausstellung.

Gewerbe und Industrie Hasle

Fr, 7. Juni, 19.30 Uhr, Generalversammlung.

Gewerbeverein Hergiswil am Napf

Di, 19. März, 20 Uhr, GV, Rest. Kreuz, Hergiswil.

Do, 20. Juni, Ausflug, Programm nach Ansage.

Gewerbe Hinterland

Fr, 26. April, Generalversammlung, Zell.

Gwärb Hochdorf

Je 1. Do / Mt, 9 – 10 Uhr, Rest. Märtstube, Hochdorf.

Do, 21. März 2013, Generalversammlung.

Fr – So, 31. Mai – 2. Juni 2013, Gewerbeausstellung,

Areal Avanti, Hochdorf.

Gewerbeverband Kriens

Mo, 25. März, Generalversammlung, Kriens.

Fr – So, 6.– 8. Dezember, Weihnachtsmarkt, Kriens.

Wirtschaftsverband Stadt Luzern

Je 1. Do / Monat, 7 Uhr, Gipfeltreffen, Schweizerhof.

Gewerbeverein Meggen

Di, 7. Mai, Lehrlingsparcours.

Gewerbe Menznau, Menzberg, Geiss

Sa, 23. März, 19 Uhr, Generalversammlung, Rickensäli.

Gewerbeverein Nebikon-Altishofen GVNA

Fr, 5. April, 18.30 Uhr, GV, Pfarrsaal Nebikon.

Fr–So, 11.–13. Okt., Gewerbeausstellung Nebikon.

Gewerbeverein Pfaffnau-St. Urban-Roggliswil

Do, 25. April, Generalversammlung.

Gewerbeverein Reiden

Fr, 26. April, Generalversammlung.

Gewerbe- und Industriever. Rothenburg-Rain

Fr – So, 6.– 8. September, Gewerbeausstellung.

Gewerbeverein Ruswil

Fr, 22. März, 18.45 Uhr, GV, Auto AG, Ruswil.

Gewerbeverein Schötz

Do, 11. April, Generalversammlung.

Fr – So, 6. – 8. September, Gewerbeausstellung.

Verein Gewerbe Schenkon

Do, 25. April, Generalversammlung.

Gewerbeverein oberer Sempachersee

Do, 21. März, Generalversammlung.

Gewerbe Region Sursee

Sa, 27. April oder Sa, 4. Mai, Blühender Apfelanlass.

Mo, 13. Mai, Feierabend-Anlass, Rest. Baulüüt, Sursee.

Di, 11. Juni, GV, Seminarhotel Sempachersee, Nottwil.

Do, 29. August, Feierabend-Anlass, Brändi, Sursee.

Gewerbeverein Wauwil-Egolzwil

Mi, 20. März, Generalversammlung.

Gewerbeverein Weggis

Mi, 20. März, 19 Uhr, Generalvers., See Café, Weggis.

Willisauer Gewerbe

Sa, 4. Mai, Generalversammlung.

Berufsverbände

luzernermaler

Fr, 15. März, 17 Uhr, Generalversammlung, Luzern.

Zentralschweizerische Baumeisterverbände

Do, 21. März, 16 Uhr, GV, Rest. Vogelsang, Eich.

Zentralschweizer Metzgermeisterverband

Mi, 17. April, Hauptversammlung, Willisau.

DVL Detaillistenverband Kanton Luzern

Mi, 5. Juni, GV, Gasthaus Ochsen, Grosswangen.

KMU-Frauen

Schule für die Geschäftsfrau, Lehrg. 2012 / 2013

23. 8. 2012 – 2. 5. 2013, jeweils Do, 8.30 –12 Uhr.

(7. 3. sowie 2.5.2013 ganzer Tag.) Kein Unterricht

während der Schulferien.

Zertifikatsübergabe: DV Gewerbeverband, 15.Mai 2013.

Geschäftsfrauenseminar

Di, 18. Juni 2013, Seminarhotel Sempachersee, Nottwil.

Messen /Veranstaltungen

Energie-Apéros Luzern 2013

Mo, 6. Mai, 17. Juni, 2. Sept., 4. Nov., je 17.30 –19 Uhr,

Luzern, Bahnhof-Rest., Aula, 1. OG.

LUGA, Luzerner Gewerbe-Ausstellung

Fr – So, 26. April – 5. Mai, 10 Uhr, Messe Luzern.

Gewerbe Treuhand Luzern

Di, 24. September, Verleihung 20. Zentralschweizer

Neuunternehmerpreis, Messe Luzern.

ZEBI, Zentralschweizer Bildungsmesse

Do – Di, 7. – 12. November, 9 – 17 Uhr, Messe Luzern.

GEWERBE LUZERN, März 2013

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Altersvorsorge und steuerliche Aspekte ...

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