Besuch in Gießen Besuch in Gießen - Gießener Allgemeine

giessener.allgemeine.de

Besuch in Gießen Besuch in Gießen - Gießener Allgemeine

7. Jahrgang · 2/2014

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Besuch in Gießen

matthias schweighöfer stellt

im Kinopolis seinen neuen Film

»Vaterfreuden« vor

blickpunkt

Straßennamen in

gießen: Wer bestimmt,

wie meine Straße

heißt? Seite 4

rampenlicht

Autor Dietrich Faber

im interview über

sein drittes buch mit

bröhmann. Seite 12


6. Jahrgang

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Zur Eröffnung:

Ein Heft über das neue Großkino

am Berliner Platz

Stadtgespräch

Hello Mellow: Neue

Luxus-Marshmallows

aus einer Gießener

Manufaktur. Seite 18

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Das war Gießen 2013:

Ein Quiz zum Abschied

Weihnachten

Alle Jahre wieder?

Wir verraten, was bei

uns an Heiligabend

anders wird. Seite 20

Rampenlicht

Landschaftsarchitekt

Geskes über die

Landesgartenschau in

Besuch in Gießen

Gießen. Seite 16

Stadtgespräch

Die Schwarze Szene

trifft sich regelmäßig

zur »E-Porn-Party«

im MuK. Seite 20

7. Jahrgang · 1/2014

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

7. Jahrgang · 2/2014

• Interviews und

Reportagen

• Kultur

• Sport

• Universität

• Trends

• Veranstaltungskalender

• Kino

• Gastro-Führer

• Frankfurt-Tipps

Matthias Schweighöfer stellt

im Kinopolis seinen neuen Film

Vaterfreuden vor

Blickpunkt

Straßennamen in

Gießen: Wer bestimmt,

wie meine Straße

heißt? Seite 4

Seite 4

Rampenlicht

Autor Dietrich Faber

im Interview über

sein drittes Buch mit

Bröhmann. Seite 12

Inserieren Sie in der

MÄRZ-AUSGABE

Sie finden das hochwertige und informative Kultur- und Veranstaltungsmagazin

im handlichen DIN-A4-Format am Donnerstag, dem 27. Februar 2014, in der Ausgabe

der Gießener/Alsfelder Allgemeinen und an über 250 Auslagestellen in Stadt

und Landkreis. Sichern Sie sich schon heute Ihren Anzeigenplatz in einem informativen

und ansprechenden Umfeld!

Erscheinungstermin März-Ausgabe: Donnerstag, 27. Februar 2014

Anzeigenschluss: Freitag, 14. Februar 2014

Wir beraten Sie gerne!

Gießener Allgemeine · Anzeigenverkaufsleitung

In Stadt und Landkreis Gießen...

...die Nr.

Tel. 0641/30 03-2 23, -2 24 · Fax 06 41/30 03-3 00


Editorial

Ganz schön was los in Gießen in den nächsten Wochen. Matthias Schweighöfer stellt seinen neuen Film im Kinopolis

vor, Dietrich Faber präsentiert bereits den dritten Bröhmann-Fall »Tote Hunde beißen nicht«, und im Stadttheater wird

ein Stück gleich mehrfach gespielt, das streifzug-Redakteur Florian Dörr schon als Buch begeistert hat. Er widmet sich

»Tschick« in dieser Februar-Ausgabe. All die anderen Themen kommen aber auch nicht zu kurz. Trotz des großen

Angebots, haben wir uns diesmal entschlossen, zum ersten Mal eine Idee von unserem »Mutterschiff« aufzugreifen.

Lokalredakteurin Karen Werner hat sich jüngst in der Gießener Allgemeinen Zeitung in einer wunderbaren Serie mit

den Straßennamen von Gießen beschäftigt. Wir fanden das so spannend, dass wir versucht haben, das Thema weiterzudrehen

und andere Aspekte zu finden, damit sich Doppel-Leser nicht langweilen. Zum Beispiel haben wir mit

Heinrich Brinkmann gesprochen. Er ist dienstältestes Mitglied der Gießener Straßenbenennungskommission.

Außerdem haben wir eine Firma besucht, die für Gießen und viele andere Ortschaften in der Region Straßennamenschilder herstellt. Die

Mitarbeiter haben für uns extra ein Schild produziert: »Zum Streifzug« steht drauf. Jetzt benötigen wir bloß noch eine Straße. Wie sieht’s

aus, Frau Grabe-Bolz? Als Vorsitzende der Kommission können Sie doch bestimmt was für uns tun, oder?!

Marc Schäfer

Inhalt

Foto: Schepp

Foto: Schepp

BlicKpunKt 4

Straßennamen: Wie kommt eine Straße zu ihrem Namen? · Heinrich Brinkmann im

Interview · MD Schilder aus Fernwald stellt Gießens Straßennamenschilder her

rampenlicht 12

»Tote Hunde beißen nicht«:

Der neue Bröhmann von Dietrich Faber

Brad ShawS Kolumne 11

Unser Kolumnist beschäftigt sich auf seine

Art mit Straßen einer Stadt

landeSgartenSchau 2014 16

Neue Serie zum Großereignis:

Die Wissenschaftsgärten

mediatheK 17

App und CD im Test

StadtgeSpräch 18

Matthias Schweighöfer:

Nicht mehr bloß ein Mädchenschwarm

BlicK in die region 20

Kostümverleih Wundertüte:

Extraschichten wegen Fastnacht

unterwegS 22

Spezialität Maultäschle:

Das Restaurant »Rustico« in Heuchelheim

auSleSe 24

VeranStaltungSKalender 26

am main 33

Comedian Fis überschreitet Grenzen

campuS 36

Wein und Gießen: Die JLU bietet einen

Studiengang an · Die Krise an der Medizin

Kultur 40

»Tschick« – Unbedingt empfehlenswert ist

dieses neue Stück am Stadttheater

Sportwelt 42

Party ohne Ende: Skispringen in Willingen

VinotheK 44

Wein des Monats

SperrSitz 45

Neu im Kino

streifzug

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Impressum

Herausgeber:

Mittelhessische Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel

Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr

E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de

Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagshaus GmbH & Co.

KG, Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch

ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum genannten Verantwortlichen),

Sitz: Gießen, Amtsgericht Gießen HRA 4409;

PhG: Mittelhessische Druck- und Verlagshaus Verwaltungsgesellschaft

mbH, Sitz: Gießen, Amtsgericht Gießen HRB

8053, Geschäftsführer: Dr. Jan Eric Rempel (Gießen), Dr. Max

Rempel (Gießen); Alleiniger Kommanditist: Mittelhessische

Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, Sitz: Gießen, Amtsgericht

Gießen HRB 43, Geschäftsführer: Dr. Jan Eric Rempel

(Gießen), Dr.Max Rempel (Gießen).

Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der

»Gießener Allgemeinen Zeitung«, »Alsfelder Allgemeinen

Zeitung« sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten

Auslagestellen. Auflage: 40 000 Exemplare

Anzeigenleitung: Jens Trabusch

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 06 41/30 03-2 24, Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigen tarif Nr. 62 vom 1. Januar 2014

streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Titelbild: Matthias Schweighöfer / Foto: Verleih

Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elek tronischen

Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die

erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder unter

Telefon 0 30/28 49 30, Presse-Monitor Deutschland GmbH

& Co. KG. © Streifzug, Gießen

2/2014 streifzug 3


Straßen und Namen

Südanlage, Riegelpfad oder doch lieber Wolkengasse? Die Stadt Gießen hat derzeit zwar

insgesamt 711 Straßen, Wege oder Plätze mit Namen versehen, im vergangenen Jahr

kamen aber bloß drei Bezeichnungen hinzu. Die Chance auf eine eigene Straße in der

Heimatstadt ist also mau. Der streifzug hat die Möglichkeiten trotzdem mal ausgelotet und

gemeinsam mit Lokal-Redakteurin Karen Werner Wissenswertes, Historisches und Politisches

über Gießens Straßen zusammengetragen.

»Sie müssten mindestens zehn Jahre tot

sein«, sagt Professor Heinrich Brinkmann

und lacht. Der Geisteswissenschaftler aus

Gießen gehört seit 1985 der Straßenbenennungskommission

der Universitätsstadt an

und entscheidet in dem mehrköpfigen

Gremium, wer oder was möglicherweise einen

Platz auf einem Straßenschild erhält. Bei

Personen gilt die Zehn-Jahres-Regel. Warum,

das erklärt Brinkmann auf Seite 7.

Neben dem 71 Jahre alten Professor zählen

Friedhelm Skib, seit 1989 Leiter des städtischen

Vermessungsamts und damit auch Geschäftsführer

der Geschäftsstelle der Straßenbenennungskommission,

Stadtarchivar

Ludwig Brake und Bodendenkmalpfleger

Manfred Blechschmidt sowie einige Stadtverordnete

und sachkundige Bürger zu der Kommission.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz

ist qua Amt vorsitzendes Mitglied.

»Vorschläge kann jeder Bürger machen«, erklärt

Skib. Diese werden im Vermessungsamt

gesammelt und dem Beirat zu Beratung vorgelegt,

wenn mal wieder ein Wohngebiet er-

4 streifzug 2/2014


Foto: Schepp

schlossen werden soll oder eine neue Brücke

einen Namen braucht. 2013 war das bloß

dreimal der Fall. Der Beirat entschied sich für

Bernhard-Itzel-Straße, Stiegel und den

Christoph-Rübsamen-Steg. Um einen Namen

für die Fußgängerbrücke über die Lahn zu

finden, hatte der Magistrat zur Einsendung

von Vorschlägen aufgerufen. »Meist kommen

Ideen aber willkürlich«, sagt Skib.

Der Weg zu einem Straßennamen ist lang.

Die Kommission entscheidet zunächst, ob

der Vorschlag kurzfristig berücksichtigt,

verworfen oder auf eine Vorschlagsliste genommen

wird. Wenn eine Straße namenlos

ist, kommt die Kommission zusammen, ihre

Entscheidung geht über den Magistrat und

den Haupt- und Finanzausschuss zur Stadtverordnetenversammlung.

»Da die einzelnen

Gremien in ihrer Entscheidung unabhängig

sind, kann es vorkommen, dass der Empfehlung

des Beirates nicht gefolgt wird. Dieses

ist zwar nicht die Regel, aber auch schon

vorgekommen«, erinnert sich Skib.

Selbstverständlich spielt die Politik auch oft

eine Rolle. Für das Neubaugebiet Marburger

Straße West waren ursprünglich zwei

Ministerpräsidenten-Namen vorgesehen.

Nämlich der des Wieseckers Albert Osswald,

der Hessens Regierung von 1969 bis 1976

führte, und der seines Vorgängers Georg

August Zinn. Der Haken: Beide Politiker im

traditionell »roten« Bundesland gehörten der

SPD an. Die Straßenbenennungskommission

aber war wie die Stadtverordnetenversammlung

CDU-dominiert, als vor zehn Jahren die

Entscheidung anstand. Für Adressen westlich

der Marburger Straße zog die Politik schließlich

umliegende Berge und Burgen vor, trotz

der Verwechslungsgefahr mit einem kleinen

Viertel in der Weststadt – so gibt es hier eine

Dünsbergstraße, da einen Dünsbergring. An

Albert Osswald erinnert seit 2004 ein Platz in

Wieseck, der früher im Volksmund Lindenplatz

hieß. Um den Anwohnern Änderungs-

Aufwand zu ersparen, erhielt kein Haus diese

Adresse. 13 weiteren Straßennamen im Stadtgebiet

wie zum Beispiel dem Selterstor sind

keine Gebäude zugeordnet.

Lautstarken Streit gibt es in der Kommission

trotz der Vielzahl an Vorschlägen und der

geringen Anzahl an neuen Straßen aber

nicht. »Ich habe noch nicht erlebt, dass Türen

zugeschlagen oder Beleidigungen ausgesprochen

wurden. Wir sind doch alle schon

alt und weise. Außerdem bereiten Herr Skib

und Herr Brake die Vorschläge gut auf und

argumentieren schlüssig. Und wenn die

Mehrheit das anders sieht, dann sieht die

Mehrheit es eben anders«, erzählt

Brinkmann.

Er selbst hat schon seit vielen Jahren einen

Wunsch für einen Straßennamen, doch er

wurde immer wieder abgeschmettert. Gerne

würde Brinkmann an den früheren Gießener

Theologie-Professor Gottfried Arnold erinnern,

aber: »Die Mehrheit fiel bisher immer

anders aus. Wenn man ein neues Viertel nach

Burgen benennt, passt Arnold nicht dazu,

wenn man Straßen nach Frauen benennen

will, hat er eben auch Pech«, sagt Brinkmann

verständnisvoll, denn der Gießener kann sich

auch für andere Straßennamen begeistern.

»Es gibt so tolle Entdeckungen wie die

Johanette-Lein-Gasse«, sagt er zufrieden.

Lein habe seinerzeit als Dienstmädchen gearbeitet

und nebenbei Gedichte geschrieben.

»Das ist keine große Lyrik, aber mit ihr ist ein

Schicksal der Frauen verbunden, denen im

19. Jahrhundert keine Bildungschance gegeben

wurde, die aber auf ihre Weise versucht

haben, sich zu entfalten«, erklärt Brinkmann

2/2014 streifzug 5


BLickpuNkt

und fügt hinzu, dass es Frauen in Sachen

Straßennamen ohnehin schwergehabt hätten.

Erst ab den 1980er Jahren schlug sich die

Emanzipation auch auf Straßenschildern

nieder. Vorher blieb Großherzogin Alice

(1843–1878) lange Zeit allein als Straßennamenspatronin

in

Gießen. Die Tochter der britischen Königin

Victoria brachte nach ihrer Heirat mit dem

hessischen Ludwig IV. nicht nur sieben Kinder

zur Welt, sondern setzte sich in ihrem

35-jährigen Leben auch für Frauenerwerbstätigkeit

ein. In Gießen erinnert die Straße an

der Wieseck sowie die Berufsschule an sie.

In den 1970er Jahren fand man im Straßenverzeichnis

der Uni-Stadt 140 männliche

Namen, neben Alice tauchte aber nur noch

eine Frau auf: Elsa Brandström (1888–1948).

Sie hatte im Ersten Weltkrieg deutschen

Kriegsgefangenen in Sibirien geholfen und in

ihren letzten Lebensjahren in den USA Juden

unterstützt, denen die Flucht aus Europa gelungen

war. Die Katharinengasse und die

Margaretenhütte waren eher indirekt nach

Frauen benannt, mit viel Wohlwollen ließ

sich die Wiesecker Jungfernstraße dazuzählen,

die auf eine Sage zurückgeht. Demnach

fand Jutta von Gleiberg 1180 in Wieseck

Zuflucht. Es dauerte bis 1979, ehe eine weitere

Frau dazukam. Damals war ein kleiner Teil

der Lahnstraße – der Stichweg hinunter zur

Siedlung Margaretenhütte – nach der jüdischen

Schriftstellerin und Frauenrechtlerin

Henriette Fürth (1861–1938) benannt worden,

die in Gießen geboren wurde und aufgewachsen

ist. Seit 1981 gibt es zudem die

Anne-Frank-Straße, die an die weltberühmte

Tagebuch-Verfasserin (1929–1945) erinnert,

die im KZ starb. Damit schien das frauenhistorische

Pulver weitgehend verschossen.

Jedenfalls dauerte es über zehn Jahre bis zur

nächsten weiblichen Straßenbenennung. Ein

Literaturprofessor der Universität setzte sich

für Johannette Lein (1820–1903) ein. Seit

1995 heißt die Innenstadt-Gasse, in der sie

einst gewohnt hatte, nach ihr. Skib schätzt,

dass es heute zwischen 20 und 25 Straßennamen

gibt, die an Frauen erinnern.

Großen Einfluss auf Gießens Straßennamen

hatte natürlich auch der Zweite Weltkrieg.

Wer einen Stadtplan von 1940 neben einen

von 1965 legt, wird feststellen: So viele Veränderungen

in einem derart kurzen Zeitraum

gab es nie vorher und nachher in Gießen.

Zum einen waren große Teile der Innenstadt

zerstört, beim Wiederaufbau wichen alte

Gässchen breiteren Straßenzügen. In der

rasch wachsenden Stadt entstanden zahlreiche

neue Wohngebiete. Schließlich drückten

die amerikanischen Besatzer und die Vertriebenen

dem Straßenverzeichnis ihren

Stempel auf. Gegner und Opfer der Nationalsozialisten

spielen darin allerdings erst seit

den 70er Jahren ausdrücklich eine Rolle.

Direkt nach Kriegsende wurden zunächst einige

Straßenbenennungen aus der Nazizeit

zurückgenommen: Der Anlagenring wurde

wieder nach Himmelsrichtungen benannt,

statt als »Wall« an Hitler, Wessel, Hindenburg

und den Hessischen Ex-Ministerpräsidenten

Werner zu erinnern. Die Schlageterstraße

hieß von Stund an Eichgärtenallee.

Zu antidemokratisch mutete wohl auch die

Bezeichnung Kaiserallee für den unteren Abschnitt

der Grünberger Straße an. Sie wurde

wieder abgeschafft. Dabei war der Name

schon 1907 vergeben worden, nachdem

Wilhelm II. im Jahr 1906 Gießen besucht

hatte und dabei mit viel Pomp dort entlanggeritten

war.

Noch längst nicht in den öffentlichen Fokus

gerückt waren Menschen, die sich gegen Hitler

eingesetzt oder der Diktatur zum Opfer

gefallen waren. Nach ihnen wurden erst ab

den 1970er Jahren im größeren Umfang Straßen

benannt. Dietrich Bonhoeffer, Pater Alfred

Delp, Anne Frank, Wilhelm Leuschner,

Carlo Mierendorff, Karl Sack (der 1896 geborene

Jurist, der zusammen mit Bonhoeffer

1945 hingerichtet wurde, hatte einige Jahre

in Gießen studiert und gearbeitet) sowie der

zeitweise in Hochelheim tätige Pfarrer Paul

Schneider kamen in der Weststadt zu Ehren.

2011 erhielt im Neubaugebiet Schlangenzahl

Walter Süskind (1906–1945) »seine« Straße.

Der 1911 nach Gießen gezogene Jude rettete

während der deutschen Besatzung der

Niederlande 1200 Menschen vor der Deportation.

Er kam in Auschwitz um. Auch an die

lange Besatzung durch die Amerikaner erinnern

Adressen in der heutigen Dulles- und

Marshallsiedlung: Die ehemaligen US-Präsidenten

Franklin D. Roosevelt, George Washington,

Abraham Lincoln, Andrew Jackson,

Grover Cleveland, James Monroe sowie Außenminister

George C. Marshall haben dort

ihre Straßen. Der Berliner Platz bekam

seinen Namen übrigens 1956 zum dritten

Jahrestag des Volksaufstands in der DDR vom

17. Juni 1953.

Wenn es in Gießen doch mal zu Meinungsverschiedenheiten

bei der Benennung von

Straßen kommt, bleiben die meist hinter den

Kulissen, sagt Skib. Oft ginge es dabei dann

um Personen. Häufig spiele die Frage eine

Rolle: Entspricht die Größe und Bedeutung

der Straße auch der Lebensleistung? Das war

zum Beispiel so, als Henriette Fürth auf die

Tagesordnung kam. Ein weiteres Thema: Wer

kann als Vorbild gelten? Nicht jeder war

begeistert, als 1997 der Gießener Autorennfahrer

Stefan Bellof (1957–1985) für würdig

befunden wurde, ein Straßenschild an der

Automeile zu schmücken. Aus anderen

Überlegungen heraus vorerst abgelehnt

wurde 2005 der Vorschlag, eine Straße nach

Jakob Altaras (1918–2001), dem langjährigen

Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde

Gießen, zu benennen. Das Argument –

ähnlich wie bei uns: Grundsätzlich komme

diese Art der Würdigung frühestens zehn

Jahre nach dem Tod in Frage.

Karen Werner

und Marc Schäfer

Die Jungfernstraße: Eine der ersten Straßen, die an eine Frau erinnerten.

Foto: Schepp

6 streifzug 2/2014


BLickpuNkt

Brinkmann: »Gottfried-

Arnold-Straße fehlt«

Professor Heinrich Brinkmann

kennt sich aus in Gießen. Er

weiß, wo welche Straßen zu

finden sind, denn er gehört

seit 1985 der Straßenbenennungskommission

der Universitätsstadt

an. Im Interview

mit dem streifzug erzählt der

71 Jahre alte Geisteswissenschaftler

über seine Arbeit

in diesem Kreis.

Heinrich Brinkmann lebt in Gießen in der Stephanstraße.

Foto: Archiv

Herr Brinkmann, Sie wohnen in der

Stephanstraße. Wo hat die ihren Namen

her? Keine Ahnung. Die Straße ist in den

1920er Jahren gebaut worden. Es kann sein,

dass damit ein ehemaliger Postangestellter

namens Stephan gewürdigt wird. Den gab es

mal. Aber da müssten Sie recherchieren.

Die Arbeit der Straßenbenennungskommission

findet hinter verschlossenen Türen statt.

Geben Sie uns einen Einblick? Wir treffen

uns nicht häufig, vielleicht zweimal in einer

Legislaturperiode. Immer, wenn ein neues

Wohngebiet erschlossen werden soll. Herr

Skib vom Vermessungsamt und Herr Brake

vom Stadtarchiv arbeiten Vorschläge aus,

manche kommen von einer Liste, auf die jeder

Bürger Wünsche schreiben lassen kann.

Herr Skib stellt die Vorschläge dann vor. Wir

diskutieren darüber, stimmen ab und geben

den Vorschlag an den Magistrat weiter, von

dort geht er ins Stadtparlament. Ich kann

mich nicht an einen Fall erinnern, an dem es

Probleme gab. Nur einmal kam der Vorschlag,

mehr Frauennamen zu finden.

Was ist in der Straßenbenennungsbranche

denn der letzte Schrei? Das weiß ich nicht.

In den 1950er Jahren gab es die Tendenz,

dass man ganze Viertel nach Blumen oder

Vögeln benennt. Heute sind es oft Namen –

von berühmten Personen, die etwas

miteinander zu tun haben, wie beim Malerviertel,

oder von Menschen, die sich um die

Stadt verdient gemacht haben. In Unna gibt

es ein Wilhelm-Busch-Viertel mit dem

Max-und-Moritz-Weg und dem Schneider-

Meck-Meck Meck-Weg.

Das ist nicht Ihr Ernst? Doch, das gibt es

wirklich. Ein Vetter von mir wohnt dort.

Gibt es Regeln, an die sich die Kommission

halten muss? Bei einer Person achten wir

darauf, dass sie mindestens vor zehn Jahren

gestorben ist, weil man verhindern möchte,

dass sich nach dem Ableben eines

geschätzten Bürgers irgendwann herausstellt,

dass das mit ihm gar nicht so üppig

war. Dann wären alle etwas verlegen, denn

eine Umbenennung ist für die Stadt, aber

vor allem für die Anwohner mit Kosten

verbunden. Ich habe das erst einmal erlebt.

Außerdem achten wir darauf, dass die

Straßennamen zusammenpassen und dass

es im gesamten Stadtgebiet, also auch in

den Stadtteilen, keine Doppelbelegungen

gibt. Auch wenn Straßen ähnlich klingen,

sehen wir eigentlich davon ab. Aus purer

Vorsicht.

2013 wurde u. a. der Christoph-Rübsamen-

Steg benannt. Zufrieden? Ja. Uns wurde

erklärt, wer Herr Rübsamen ist. Ich kannte

ihn vorher nicht. Aber ich kann damit leben,

denn er war ein aufrechter Mann, der zur

Vorgeschichte der Demokratie gehört. Meist

gibt es unter dem Straßenschild einen

Hinweis darauf, um wen es sich handelt. Das

erscheint mir hier sinnvoll.

Welche Straße fehlt in Gießen? Die

Gottfried-Arnold-Straße. Er war 1698/99 in

Gießen Professor für Theologie und gehört

zu den bedeutendsten deutschen Frühaufklärern.

Er hat eine dicke Schwarte

geschrieben über unparteiische Kirchen- und

Ketzerhistorie. Ein Fundus für verlorengegangene

Schriften aus dem Protestantismus, die

von der offiziellen Kirchenlehre abgewichen

sind. Der Mann ist deshalb noch heute

wichtig. Und er ist einer der ersten gewesen,

der in deutscher Sprache geschrieben hat.

Ein bemerkenswert schönes Deutsch. Bisher

waren die Mehrheiten immer anders, aber

ich werde immer mal wieder an ihn

erinnern.

mac

2/2014 streifzug 7


Fotos: Schepp

treue Wegbegleiter

Sie stehen an jeder Ecke. Doch beachtet werden sie meist nur, wenn man zum ersten Mal

an ihnen vorbeikommt oder irgendwo nach etwas sucht. Schilder mit dem Namen von

Straßen, Gassen oder Plätzen sind treue Wegbegleiter. Jeder hat sie schon gesehen,

niemand kann sie zählen. Es gibt so viele davon, aber wo kommen sie eigentlich her?

Der streifzug hat in Fernwald eine Firma gefunden, die seit vielen Jahren für Kommunen im

ganzen Land Aluminiumschilder mit Namen von Straßen bedruckt.

8 streifzug 2/2014


BLickpuNkt

»Wir benutzen bei der Herstellung von

Straßennamenschildern heute die Folientechnik.

Sie hat den Vorteil, dass man Texte

auf den Schildern noch ändern und geringe

Auf lagen kostengünstig und umweltschonend

realisieren kann. Außerdem verblassen

Folien farben kaum», erklärt Dominik

Hübner von der Firma MD Schilder und

Kommunalbedarf in Fernwald-Steinbach.

Die meisten der Straßennamenschilder, die

im Stadtgebiet oder im Landkreis stehen

und hängen, sind hier entstanden.

Auf der Homepage wirbt die Firma mit dem

Slogan »Wir beschriften ALLES!« – uns

interessieren aber nur Straßennamenschilder.

Hübner demonstriert uns, wie ein

solches entsteht. Der Grafiker tippt im

Folienraum den Straßennamen in den

Computer, und zwar zweimal: Einmal für

die Vorderseite, einmal für die Rückseite –

das Schild soll schließlich aus allen Richtungen

lesbar sein. Der Name wird dann an

den Schneidplotter weitergeleitet; ein Gerät,

das an einen gewöhnlichen Drucker erinnert.

Doch hier wird nichts gedruckt:

Große Rollen schieben eine schwarze Folie

fix hin und her, ein Kopf mit einem feinen

Messer schneidet die gewünschten Buchstaben

in das Rohmaterial. Leicht kann man

bereits den Straßennamen erkennen. Hübner

misst nun die Länge der Buchstaben: In

diesem Fall etwa 50 Zentimeter. Damit steht

fest, wie breit das Schild werden wird, denn

Straßenschilder werden in Schritten von

zehn Zentimetern angefertigt. Wir benötigen

also ein 60-Zentimeter-Schild.

Hübner schnappt sich die frisch geschnittene

Folie und geht damit in einen anderen

Raum. Außerdem greift er sich einen

60-Zentimeter-Rohling eines Aluminiumschildes

und beginnt die weiteren Schritte.

Zunächst schleift er den Rohling, der einen

hohlen Innenraum hat, noch einmal ab und

wischt mit Spiritus darüber. Jetzt trägt er

sorgfältig mit einer Rolle eine reflektierende

Folie auf den Rohling auf, damit man das

Schild auch im Dunkeln sehen kann.

Die überstehenden Kanten werden mit

einem Teppichmesser abgetrennt oder weg -

geschmirgelt.

Nun können die Buchstaben auf das

mittlerweile reflektierende Schild. Hierfür

wird zunächst die übrige schwarze Folie

von ihrer Wachsunterseite abgezogen,

sodass nur noch die Buchstaben darauf

zurückbleiben. Danach werden die

Punzen, also die Zwischenräume etwa bei

einem »g«, noch entfernt – wie bei allen

Arbeitsschritten zuvor auch per Hand. Die

Buchstaben einzeln anzubringen, wäre zu

umständlich, deshalb benutzt Hübner eine

Trägerfolie. Auf diese drückt Hübner die

Folie mit dem Namen, von deren

Wachsschicht sich die Lettern nun lösen;

sie bleiben stattdessen an der Trägerfolie

haften. Diese legt der Grafiker nun auf das

Schild und misst die korrekte Position aus:

3,7 Zentimeter muss der Abstand der

Buchstaben zur Unterkante des Schildes

betragen. Ist die richtige Position ausgemacht,

wird mit einer Rakel kaschiert

und gerubbelt, damit die Buchstaben auf

dem Schild haften bleiben. Hübner zieht

die Trägerfolie ab, und das Schild ist fertig.

Fast.»Es fehlen noch zwei Kleinigkeiten«,

erklärt der Grafiker, der seit 2002 bei MD

arbeitet. Auf die eine Außenseite presst er

eine Endkappe, um den Hohlraum des

Schildes zu verschließen. In die andere

Seiten öffnung drückt er eine halbkreisförmige

Halterung, dank der man das

Schild mühelos an einer Stange befestigen

kann. Etwa 30 Minuten hat das alles

gedauert.

Die von der Familie Dürrschmidt gegründete

Firma stellt aber natürlich nicht nur

Straßennamenschilder her. »Am liebsten

plane und entwickle ich komplette innerörtliche

Wegweiser, also Werbe- und

Verkehrsleitsysteme«, meint Hübner, dessen

Arbeitgeber Aufträge aus ganz Deutschland

entgegennimmt – von Kommunen wie

Privatkunden.

»Aber es ist auch immer schön, wenn

man Geschenke anderer umsetzen darf«,

sagt Hübner. Am Nebentisch entsteht

gerade ein Ortsschild, auf dem steht,

dass Mazar-i-Sharif nur 4787 km von

Seckach entfernt ist. Ein Auftrag von der

Bundeswehr.

lad

2/2014 streifzug 9


Wie heißt die nochmal?

Wer alle Teile der GAZ-Serie von Karen Werner zu Gießens Straßennamen gelesen

hat, dürfte keine Probleme haben, das streifzug-Straßen-Rätsel zu lösen. Wer das nicht

getan hat, wird grübeln müssen. Wir freuen uns jedenfalls auf die Einsendungen der

zehn richtigen Straßen per E-Mail an streifzug@giessener-allgemeine.de.

Die/Der

ist berühmt. Fast jeder Deutsche dürfte sie schon einmal

gesehen haben. Es gibt sie in München, eigentlich aber in Köln,

doch auch in einem Stadtteil von Gießen.

Die/Der -

-

erinnert an einen Chemiker, der in Gießen das Fach wechselte.

Und bei Liebig promovierte. Trotzdem drehte er sich nicht im Kreis.

Die/Der -

-

ist benannt nach einem Träger eines illustren Preises, der sich

bei Ben Affleck und Christoph Waltz einreihen kann. Er wurde

in Gießen geboren, lebte in Paris und London und hatte den

größten Erfolg mit Schuhen.

Die/Der

wurde nach einem Juristen benannt, nach dem in Gießen nicht nur

eine Straße benannt ist. Der Kampf ums Recht lag ihm schon immer

am Herzen. Seine Straße ist klein, doch sie mündet in einer,

die nach einem großen Gießener Wissenschaftler benannt wurde.

Die/Der

erinnert an eine Strecke, auf der im 16. Jahrhundert Verbrecher

zu einem Galgen im Stadtteil Wieseck gebracht wurden.

Die/Der

gilt als eine der schönsten Straßen der Stadt Gießen. Sie erhielt

ihren Namen 1879 und erinnert seitdem an einen Gönner, der

ein paar Jahre zuvor eine Stiftung für Arme gegründet hatte.

Die Parallelstraße wurde ebenfalls nach einem Stifter benannt.

Die/Der -

hieß früher Kirchgasse. 1957 wurde sie nach einem früheren

Bewohner benannt. Der Pfarrer hatte sich seinerzeit für

ehrenamtliche Zwecke eingesetzt. Noch heute gibt es eine

Stiftung, die seinen Namen trägt.

Die/Der -

erinnert an einen Anatom und Naturkundler, der im

19. Jahrhundert Direktor des Botanischen Gartens in Gießen

war. Er soll einem berühmten Autoren bei einem Meisterwerk

eher unfreiwillig Pate gestanden haben. Auch nach dem

Autor wurde in Gießen eine Straße benannt. Passenderweise

liegen beide in Nachbarschaft zueinander.

Die/Der - -

-

-

-

Die/Der

erinnert an einen Forstwissenschaftler, der als Begründer des

Gießener Stadtwalds gilt. Heute trainieren dort die starken

Jungs und Mädchen von Gießen.

hat ihren Namen von einem Komponisten, der in einer Landeshauptstadt

als Hofkapellmeister tätig war. Richard Wagner ist es

nicht, der aber war ein Freund des Namensgebers. Hindemith

ist auch nicht weit.


BrAd ShAWS kOLuMNe

Brad Shaw schreibt exklusiv Kolumnen

für den streifzug. Normalerweise veröffentlicht

der Journalist sie im Netz auf

www.bradsticks.com. Sein Blog befasst

sich mit Lifestyle, Fashion, Musik, Promis

und Kultur – und immer wieder mit

der Suche nach Mr. und Mrs. Right.

Stadtplan

Auf dem Plan einer durchschnittlichen Stadt

wie Gießen oder Hanau oder Laubach gibt es

zuerst die Straßen, die nach Gebäuden benannt

sind. Dann die Straßen, die nach Politikern benannt

sind. Und schließlich die Straßen, die

nach herausragenden Menschen benannt sind –

im Land der Dichter und Denker sind das gerne

Literaten. Ich war direkt über Los gegangen,

hatte Turmstraße und Berliner-Straße überquert,

als ich plötzlich vor den ganz Großen stand:

Lessing, Schiller und Goethe. Und während ich

auf ihren Straßen wandelte, frage ich mich, wie

sie Städte damals wohl benannt hätten. Und

wie sie diese Straßen begehen würden –

in ihrem Monopoly.

Das klang dann so: Wäre ich eine Stadt, wärst

du die Hauptstraße. Der große Boulevard, der

Leben in die Peripherie pumpt. Wie die Hauptschlagader

Blut in die Körperteile. Und all die

anderen Straßen wären nur Abzweigungen, die

irgendwann wieder zu dir zurück führen. Vielleicht

auf Umwegen, vielerorts ganz direkt. Weil

du die Schlossallee bist, die zum Luftschloss

führt, das ich für uns gebaut habe. Im Zentrum

dieser Stadt. Dort, wo mein Leben beginnt. Wie

am Anfang der Hauptschlagader. Dort, wo der

Puls gemacht wird, den mein Herz schlägt.

Wärst du eine Stadt, wäre ich der Bürgermeister.

Dann würde ich deine Straßen nach dem benennen,

was dich ausmacht. Dem Wahren, dem

Schönen und dem Guten. Und ich würde durch

diese Straßen wandern und dich bewundern.

Sehen, wie du im Morgentau glänzt, wie du im

Sonnenuntergang leuchtest, wie du im Sternenlicht

schimmerst. Und im Zentrum dieser Stadt

läge der »Walk of Fame«. Und wenn ich dich

am Ende dieser Straße erreiche, füllst du mich

wieder mit Leben an. Wie die Lunge das Blut

aus den Venen mit Sauerstoff.

Wäre ich eine Straße, würde ich zu dir führen.

Schritt für Schritt, Minute für Minute. Über

Kilometer und durch Lichtjahre, über Berge und

durch Täler, durch Wüsten und über Meere. Bis

zu deinen Toren und hindurch. Wie der große

Boulevard, der in deine Mitte führt wie die

Hauptstraße ins Zentrum deiner Stadt. Durch

dein Ghetto, dein Vergnügungsviertel und

deinen Sperrbezirk. Vorbei am Elend deiner

Peripherie, am Glanz deiner Schlösser und den

langen Schatten deiner Wolkenkratzer, wenn

deine Sonne im Zenit steht. Bis ich dich erreiche.

Wärst du eine Straße, würde ich mit dir

gehen. Tag und Nacht, über Stock und Stein,

bei Wind und Wetter, durch Wälder und durch

Nebelfelder. Bis wir auf gleicher Höhe sind.

Und wenn ich den Weg verliere, würde ich dich

suchen. In deinem Zwielicht und deinen Dunkelheiten,

in deinen Höhenlagen und Untiefen.

In dir, um dich und um dich herum. Bis ich wieder

mit dir reise. In Richtung deines Herzens.

Wie das Blut, das um das Herz kreist wie meine

Gedanken um dich. Heute und morgen.

Wäre ich ein Gedicht, dichtete ich dir den Himmel

an. Wirklich: das Wahre, das Schöne und

das Gute. Fuck you, Goethe, bin ich aber nicht!

Im Grunde bin ich sogar meilenweit entfernt

davon. So wie du. Und wäre ich eine Stadt,

würde ich dich rausschmeißen. Hätte ich vielleicht

schon früher machen sollen. Aus meinem

Schlafzimmer. Aus Trotz. Weil deine Straße eine

Einbahnstraße ist und deine Stadt jeder Belagerung

trotzt. Weil die Wege, die in dich hineinführen,

nicht die sind, die ich gehen will. Wärst

du ein Gedicht, dann eins mit Fehlern. In Rhythmus

und Klang, in Ton und Tempo. Zum Glück

bin ich kein Dichter. Also scheißen wir mal auf

Schönwetterworte und nennen die Dinge beim

Namen. Unverblümt: Im Regelfall beginnt Dichtung

genau dort, wo die Räson endet. Und so

ist Lyrik immer ein leichtes Mittel, um den Geist

zu benebeln. Vor allem den eigenen. Ich kam

nicht umhin, mich zu fragen: Wäre ich ein

Monopoly-Spiel – wie würde ich meine Straßen

benennen? Fakt ist, dass der Mensch nur Dinge

benennt, die ihm relevant erscheinen. Das klingt

dann so: Hasi, Schatzi oder Sozialtourismus.

Manchmal einfach: Arschloch! In meiner Stadt

trügen die Straßen die Namen meiner Freunde,

die von Britney-Spears-Alben und Burger-Sorten,

vegetarische Burger ausgenommen. Sicherlich

würde eine Straße auch Arschloch-Allee

heißen. Oder so. Als Platzhalter für dich. Wahrscheinlich

sogar auf Höhe der Schlossallee. Weil

es in jeder durchschnittlichen Stadt einen herausragenden

Menschen gibt, der auf normalem

Wege besonders schwer zu erreichen ist; zu

dem uns aber alles drängt, wie in »Faust« alles

zum Golde. Und der Plan? Das Ende der Straße

so lange belagern, bis der Weg frei ist. Auf der

Straße zum Wahren, zum Schönen und zum

Guten. Denn das, meine Damen und Herren,

verbindet Literaten, Städteplaner und Verliebte

gleichermaßen: Im Grunde benennen und

arrangieren sie Dinge vor allem nach Wertigkeiten.

Am liebsten nach positiven. Und ich

will dich noch nicht aus meinem Stadtplan

streichen. Aber liebend gern dein Straßenschild

übermalen, Hasi.

Herz drum. Fertig.

Zumindest vorerst ...

Brad Shaw

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

7. Jahrgang · 2/2014

@

Besuch in Gießen

Matthias Schweighöfer stellt

im Kinopolis seinen neuen Film

»Vaterfreuden« vor

Werde Freund und erfahre, was

in deiner Stadt passiert und

was im Nachtleben angesagt ist!

Blickpunkt Rampenlicht

Straßennamen in

Gießen: Wer bestimmt,

wie meine Straße

heißt? Seite 4

Autor Dietrich Faber

im Interview über

sein drittes Buch mit

Bröhmann. Seite 12

2/2014 streifzug 11


Abschluss

einer Trilogie

Henning Bröhmann ermittelt wieder: Am 1. März erscheint mit »Tote Hunde beißen nicht«

das dritte Buch von Dietrich Faber. Dem streifzug verriet der Gießener Erfolgsautor im

Interview den neuen Job von Manni Kreutzer, erklärte Kritik aus dem Vogelsberg und

sprach über seine neue Show, die ihn am 7. Januar in die Gießener Kongresshalle führt.


AMpeNLicht

Ich mache mir Sorgen um Berlusconi. (lacht)

Als wir uns Gedanken gemacht haben über

den Titel des neuen Buchs, war ich mir gar

nicht bewusst, dass man sich Sorgen machen

könnte um Berlusconi. Der Titel bezieht sich

eigentlich auf die Nebenhandlung. Im

Hauptfall, den Henning Bröhmann zu lösen

hat, geht es schon darum, dass Menschen

sterben. Nur in einer Nebenhandlung

gibt es Anschläge

auf Hunde. Die

Polizei hat aber mit

wichtigeren Dingen zu

tun. Unter anderem verschwindet

Hennings Vater, den man ja vielleicht

schon aus früheren Büchern kennt,

nachdem ihn zuvor ein Schuss knapp verfehlt

hat. Auf einer Beerdigung von einem

früheren Weggefährten in Berlin übrigens.

Aber zur Frage: Sorgen um Berlusconi sind

unbegründet.

Die alten Charaktere spielen also wieder

eine Rolle. Man versteht das dritte Buch

aber auch ohne die beiden vorherigen?

Ja, aber es wird immer schwieriger. Das

zweite Buch war noch möglich ohne die Auflösung

des ersten Falls zu verraten. Grob umreiße

ich die Vorgeschichte in »Tote Hunde

beißen nicht« natürlich, es hilft aber, wenn

man sich schon Hintergrundwissen erarbeitet

hat. Nach Shows werde ich manchmal von

Zuschauern gefragt, mit welchem Buch sie

denn anfangen sollen. Nun ja: Beim Ersten

macht man nichts verkehrt.

Glaubt man den Ankündigungen von

Rowohlt, Ihrem Verlag, ist das dritte Buch

kriminalistischer als die beiden vorherigen.

Eigentlich nehmen die privaten Anekdoten

und Probleme von Henning Bröhmann einen

großen Teil meiner Bücher ein. Dieses Mal ist

mir irgendwann klar geworden, dass ich den

Fall stringenter verfolge. Der Humor und die

alltäglichen Dinge bleiben natürlich weiterhin

drin, aber kriminalistisch passiert etwas mehr.

Gab es denn kritische Stimmen, die gesagt

haben, dass ihnen die Bücher zu wenig

kriminalistisch seien? Ich lese ab und zu

Blogs und Rezensionen bei Amazon. Da

muss man natürlich aufpassen, aber hin und

wieder mache ich das. Es gab schon mal die

Kritik, dass eine gewisse Erwartungshaltung

nicht erfüllt wurde. Das gibt es ja auch im

Kabarett oder im Kino. Da kann ich demjenigen

aber nicht helfen. Ich schreibe keine

Thriller. Steht ja auch nicht drauf.

Sie selbst kommen aus Langgöns. Warum

haben Sie Henning Bröhmann denn in den

Vogelsberg verpflanzt? Ich wollte nicht, dass

»Das dritte Buch

ist kriminalistischer«

es dort spielt, wo ich selbst lebe. Heute wohne

ich in Gießen. Ich wollte aber auch nicht,

dass es dort spielt, wo ich mal gelebt habe.

Jetzt schon bleibt es nicht aus, dass man sich

fragt: Was ist noch Dietrich Faber und wo

beginnt Henning Bröhmann. Das wollte

ich nicht verstärken durch allzu viele persönliche

Verbindungen. Außerdem kenne ich

den Vogelsberg dadurch

ganz gut, dass ich als Kind

häufig dort war, und auch

heute zum Schreiben oft

dort bin. Da hatte ich

einerseits Bilder vom verschlafenen

Bad Salzhausen, bin aber nicht so

verwurzelt, dass man irgendwelche Nachbarn

im Buch wiederfindet.

Es hat ja auch den Vorteil, dass Sie in Gießen

in Sicherheit sind. Schließlich kommen die

Oberhessen nicht gut weg. Wie kommen Sie

denn darauf, dass die Oberhessen nicht gut

wegkämen? Eine bodenlose Unterstellung.

Außerdem sind wir Gießener auch Oberhessen,

oder etwa nicht? (lacht) Wenn es mal

Beschwerden aus dem Vogelsberg gab, dann

ging es eher um den Dialekt einiger Figuren

bei den Shows Ich kann ja kein Platt,

sondern nur die Färbung nachäffen. Es gibt ja

auch innerhalb des Vogelsbergs große

Diskussionen: Wird das »r« amerikanisch

gesprochen oder gerollt? Da habe ich schon

viel gelernt. (lacht)

Auch Manni Kreutzer ist ein Kandidat, bei

dem der Dialekt eine große Rolle spielt. War

Ihnen beim Schreiben des zweiten Buchs

sein Potenzial schon bewusst? Nein, eigentlich

gar nicht. Manni Kreutzer ist erst gewachsen,

als das Buch schon draußen war.

Da hat er ein Eigenleben bekommen. Einmal

ist er abgestützt: In Rendsburg, ganz im

Norden, hatte ich ein sehr intellektuelles

Publikum. Das hatte ein bisschen Schwierigkeiten

mit ihm. Aber sonst trifft er die Leute

ins Herz. Wahrscheinlich

spürt man auch, dass ich

ihn selbst sehr gerne

spiele. Manni Kreutzer hat

ja etwas prolliges, ist aber

kein Unsympath wie Herr

Bärt im ersten Buch. Die Figur von Manni

Kreutzer hat sich auch weiterentwickelt.

Er spielt in »Tote Hunde beißen nicht«

wieder eine Rolle? Ja, er macht »Musikkarriere«.

Country auf hessisch. Davon wird

man auch bei der neuen Show einiges erleben

dürfen. Oder auch müssen. In diesem

Zusammenhang muss ich auch unbedingt auf

das Youtube-Video des »Grillschwenkers«

hinweisen. Unbedingt anschauen!

»Nicht in

Schnittmuster fallen«

Lassen Sie sich beim Schreiben beeinflussen

von der Show? Eigentlich nur einmal. Bei

Manni Kreutzer eben. Was er im neuen Buch

macht, hat auch damit zu tun, was ich bei

der Show gerne machen wollte. Sonst war

das aber nicht der Fall, dass ich beim Schreiben

dran gedacht habe, was auf der Bühne

gut funktionieren könnte. Vielleicht kann

man meinen Hintergrund im Kabarett herauslesen,

aber es ist kein Buch zur Show.

Es wird aber wieder eine Show geben.

Natürlich. Und darauf freue ich ich mich

schon besonders. Diese Mischung aus

Lesung, Comedy und Musik reizt mich

weiterhin ungemein. In den größeren Hallen,

zum Beispiel bei der Premiere am 7. März in

Gießen, habe ich eine kleine Band dabei,

mit der Manni Kreutzer seine Hessen-

Country-Songs performt. Bin sehr gespannt,

ob das zündet. Aber ein bisschen Thrill kann

auch mir nicht schaden.

Gibt es neben Manni Kreutzer auch andere

Charaktere, die sich mit den Büchern

verändert haben? Am meisten merkt man es

bei Melina, der Tochter von Henning

Bröhmann. Die war im ersten Buch 14 Jahre

alt. Nun ist sie 16. Ihre Entwicklung ist auch

in »Tote Hunde beißen nicht« ein Thema.

Das fand ich selbst sehr spannend. Die

Charaktere können ja nicht in jedem Buch

die gleiche Art haben. Das ist irgendwann

durch und langweilt mich. Selbst Henning

Bröhmann hat sich entwickelt. Er ist und

bleibt eine Memme, aber im dritten Buch ist

er nun mehr bei der Sache.

Umgehen Sie so die Gefahr, in Schnittmuster

zu fallen? Das ist tatsächlich eine Gefahr, die

ich beim zweiten Buch noch nicht bemerkt

hatte. Jetzt aber schon. Nicht bei der Entwicklung

des Plots, sondern bei den Nebenhandlungen

oder beim Entwickeln neuer Figuren.

Will ich nun statt dem Grillsportverein

tatsächlich den Schützenverein

machen? Es war

ein schmaler Grat, dem

Stil treu zu bleiben, sich

aber nicht zu wiederholen.

Das war nicht ohne,

trotzdem hoffe ich, dass es mir gelungen ist.

Wichtig war für mich, mich nicht selbst zu

langweiligen. Wer zu berechnend an ein

solches Buch herangeht – ich weiß, was angekommt,

und wiederhole es – der bekommt

Probleme. Das spürt man beim Lesen.

Wie recherchieren Sie eigentlich? (lacht) Ich

bin ein sehr schlechter Rechereur. Ich habe

schon bei den ersten Büchern ernsthaft

drüber nachgedacht, zur Polizei zu gehen,

2/2014 streifzug 13


AMpeNLicht

um die Arbeit von Henning Bröhmann realistischer

nachzeichnen zu können. Aber das

passt nicht zu meiner Art des Arbeitens und

auch nicht zur Hauptfigur. Ich hatte nur das

Krimiwissen, was man

»Nun erst mal etwas

anderes machen«

eben so hat. Wenn ich

mir einen »Tatort« aus

Berlin anschaue, gibt es

da das immer gleiche Ermittlerpaar

und einen alten

Mann der berlinert. Ich glaube allerdings,

dass in Wahrheit mehr Leute beteiligt sind,

wenn in Berlin ein Mord passiert. (lacht)

Mich persönlich stört das aber nicht, wenn

ich den »Tatort« sehe.

Haben Sie in den vergangenen Jahren denn

vermehrt Krimis gelesen? Eher im Gegenteil.

Ich kann nicht schreiben, wenn ich parallel

einen Krimi lese. Eigentlich lese ich

kriminalistische Geschichten ganz gerne,

bin aber kein großer Kenner. Von Rita Falk

und Kluftinger habe ich tatsächlich erst

jeweils einen gelesen, als klar wurde, dass

ich etwas ähnliches gemacht habe. Beim

Schreiben wollte ich aber lieber frei

bleiben.

Den ersten Roman konnten Sie noch in

Ihrem eigenen Tempo schreiben, weil Sie

keinen Verlag und keinen Druck hatten.

Wie lief das jetzt? Beim zweiten Buch war

natürlich die große Freude

da, dass der erste Fall so gut

angekommen war. Das

pusht. Natürlich stieg der

Erwartungsdruck, aber ich

hatte noch viele Ideen.

Routine hilft. Sie ist aber auch eine Gefahr.

Bei »Tote Hunde beißen nicht« hätte ich nun

denken können: Zweimal hat es schon funktioniert.

Dann wird es auch beim dritten

Buch klappen. Tatsächlich gab es nun aber

Momente, in denen ich mich gefragt habe,

wo ich hin will. Das dritte

Buch wurde mit dem Verlag

zum Glück noch mal

frei verhandelt. Die haben

mich schon gefragt, wann

ich mir vorstellen könnte,

fertig zu werden. Deshalb gab es jetzt auch

eine Pause von anderthalb Jahren. Nach dem

zweiten Buch hatte ich also eine Pause, in

der ich nichts mit Schreiben gemacht habe.

Das tat gut.

Wie haben Sie zweifelnde Momente gelöst?

Ich bleibe einfach sitzen und mache weiter.

Wenn ich dann den größten Mist geschrieben

habe und am nächsten Tag drüberschaue,

weiß ich zumindest, wie ich es nicht

machen will. Und dann bin ich ganz nah am

nächsten Schritt. Das ist natürlich kein

Selbstgänger in Zeiten des Internets und ständiger

Ablenkung. Wenn ich es aber schaffe,

dann hat es einfach etwas gutes. Mein Tipp:

Einfach machen.

Wie geht es nun weiter? Der erste Vertrag

bei Rowohlt lief über zwei Bücher. Das dritte

wurde nachträglich verhandelt.

Also? (lacht) Es wird zumindest

nicht nahtlos das

»Große Diskussionen

vierte Buch über Henning

im Vogelsberg« Bröhmann kommen. Das

halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich.

Mir selbst

ist im Moment eher danach, etwas anderes

zu machen. Vielleicht schreibe ich ein

anderes Buch? Natürlich geistern mir Dinge

im Kopf herum, aber die sind noch nicht so

weit, dass ich sie herauslasse. Man kann die

14 streifzug 2/2014


AMpeNLicht

Bücher über Henning Bröhmann durchaus

als geschlossene Trilogie sehen. Aber es

besteht trotzdem die Möglichkeit, dass es

weitergeht. Sowohl für den Verlag als auch

für mich als Autor ist es völlig offen.

Sehen Sie sich inzwischen mehr als Autor?

Schließlich waren Sie vor drei Jahren noch

durch und durch Kabarettist. Nein, ich sehe

mich irgendwo dazwischen. Die Bühne mag

ich noch immer sehr, auch wenn es mir gutgetan

hat, etwas weniger aufzutreten. Solange

ich die Chance habe, etwas zu schreiben,

mache ich das sehr gerne. Allerdings ist das

natürlich auch ein Geschäft. Wenn meine

Bücher schlecht laufen, rennt mir auch

Rowohlt nicht hinterher. Vielleicht mache ich

ein Buch, das zu einem Programm passt?

Vielleicht auch nicht. Für solche Überlegungen

hänge ich noch zu sehr bei

Henning Bröhmann und der Vorbereitung

für die Show.

Ist vielleicht sogar eine Zukunft für FaberhaftGuth

drin? Auch das möchte ich nicht

ausschließen, obwohl bislang nichts geplant

ist. Martin Guth macht sein Soloprogramm.

Ich mache meine Sachen. Hin und wieder

haben wir geschlossene Veranstaltung, bei

denen wir gemeinsam auftreten. Da freuen

wir beide uns immer sehr drauf. Das ist dann

wie Klassentreffen. Ich halte es aber nicht für

wahrscheinlich, dass wir in nächster Zeit wie

früher mit 100 Auftritten durch Deutschland

touren. Das ist für mich im Moment nicht

denkbar. Ein gemeinsames Projekt ist da eine

ganz andere Sache.

Nun haben Sie »Tote Hunde beißen nicht«

in der Tasche, aber bis zum Erscheinungstermin

dauert es noch eine Weile. Wie fühlt

sich das an? Man kann es schon Vorfreude

nennen. Die Vorbereitungen für die Show

laufen. Im Moment bin ich dabei, sie zu

konzipieren. Die ersten Interviews stehen an.

Das macht schon Spaß. Natürlich gibt es diesen

Moment, eine Viertelstunde vor der

Premiere, an dem ich mich frage: Warum tue

ich mir das an? Eigentlich könnte ich ja auch

ein Buch herausbringen, ohne diesen ganzen

Zirkus. (lacht) Aber das Kitzeln brauche ich

schon.

Werden Sie die Bestsellerlisten lesen?

Ich hoffe, dass ich mich dieses Mal nicht verrückt

mache und gucke, wo das Buch denn

nun gerade steht. Dieses Mal fühle ich mich

lockerer als beim zweiten Buch. Da dachte

ich schon: Hoffentlich wird es ein Erfolg wie

der erste Fall. Nun passiert eben was passiert.

Mal gucken, wie lang diese Lockerheit anhält.

Florian Dörr

Manni

Kreutzer

Musiktalent

Einst Henning Bröhmanns

Praktikant, mit

dessen Vaters Gnaden.

Berlusconi

übersexualisierter

Hund der

Familie Bröhmann.

Günther

Bröhmann

Andere sagen: Rentner

Er sagt:

Polizeipräsident

außer Dienst.

Henning

Bröhmann

Memme/Kommissar

Wäre lieber alles

andere.

Laurin

Bröhmann

Der Jüngste

Hat’s nicht leicht

in der Schule.

Elke

Bröhmann

Ehefrau

Kein leichtes Los

in diesem Fall.

Franziska

Bröhmann

Ehefrau

Hat in den

letzten Jahren viel

durchgemacht.

Melina

Bröhmann

Pubertierendes

Mädchen in Bad

Salzhausen.

Das sagt alles.

Dietrich Faber auf Tour

7. 3. Gießen, Kongresshalle

9. 3. Bad Salzhausen, Kursaal

15. 3. Marburg, Waggonhalle

29. 3. Butzbach, Bürgerhaus

10. 5. Bad Nauheim, Theater am Park

25. 5. Wetzlar, Neues Kellertheater

2/2014 streifzug 15


LANdeSGArteNSchAu 2014

1

2

3

Am 26. April wird die Landesgartenschau in Gießen eröffnet. Wir freuen uns darauf –

und stellen an dieser Stelle besondere Projekte vor. Diesmal: Die Wissenschaftsgärten.

Die nachhaltige Sanierung einer »in die Jahre gekommenen« Anlage

wie dem Stadtpark Wieseckaue – besser bekannt unter dem Namen

»Schwanenteich« – das verspricht die Landesgartenschau 2014. Der

1965 von Günther Grzimek gestaltete Park trug bislang der Ästhetik

der 60er Jahre Rechnung. Dank der Landesgartenschau ist und soll

eine »zeitgemäße Aufwertung« geschehen. Auftakt zum neuen Park

in der Wieseckaue bilden, gleich am Eingang neben dem Freibad

Ringallee, schon bald die sogenannten »Wissenschaftsgärten« (1).

Die beiden Hochschulen JLU und THM waren per Ausschreibung an

der Konzeption beteiligt, das Thema wurde also integrativdynamisch

angegangen. Jürgen Hauck, Professor für Entwerfen und

Baukonstruktion an der THM, betreute den Wettbewerb, an dem

Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen teilnahmen. Aus

deren insgesamt 23 eingereichten Entwürfen und Modellen wurden

mehrere mit Preisgeldern ausgezeichnet, ein Ausstellungsgarten wird

den Verlauf vom Wettbewerb bis zur Realisierung dokumentieren.

Weitere sechs Themengärten, darunter auch ein »Grünes Mathematikum«,

wollen auf der sogenannten Wissenschaftsachse »spielerische

interaktive Wissensvermittlung« leisten. Hier gehen u. a. drei

realisierte Entwürfe Studierender auf Aspekte wie Stoffkreisläufe,

räumliche und zeitliche Veränderungen der Umwelt und die Rolle

der Menschen auf jeweils acht mal acht Metern ein. Die Realisierung

der Modelle war nicht unproblematisch, denn auch wenn,

laut Hauck, »die kreativsten und interessantesten Ideen herauskristallisiert

wurden«, blieb die Frage nach der Finanzierbarkeit. Beide

Hochschulen haben sich finanziell engagiert, der nicht unerhebliche

Rest wird über ein aktiv betriebenes Sponsoring aus der hiesigen

Privatwirtschaft kommen. »Eigentlich war das völlig verrückt, ein

Projekt zu planen und dann kein Geld dafür zu haben«, kommentiert

Hauck.

Die Gärten tragen spannend klingenden Namen wie »Garten der

Biodiversität«. Hauck hätten als Architekt Arbeiten besonders angesprochen,

die »auch als Skulpturen in ihrer Dominanz wahrgenommen

werden könnten, als räumliche Gebilde«. So wird zum Beispiel

für den »Garten der Kulturlandschaften« (3) eine große Betonschüssel

gegossen, der »Paradiesgarten« wird ein Ort mit Schiefertafeln

werden, an dem Besucher ihre eigenen Vorstellungen vom

Paradies an die Wände zeichen können, in »Schlammbeisers

Garten« (2) wird u. a. durch die Verwendung von Abbruchmaterialien

die Geschichte der Stadt und deren Kulturlandschaft gespiegelt

und der »Grüne Hörsaal« lädt auch nach der LGS Besucher und

Studierende zum konzentrierten Verweilen ein.

Ende Januar wurde die Rohbauarbeiten komplett abgeschlossen,

alle Hölzer zugeschnitten, die Staudenbeete in der Wissenschaftsachse

gepflanzt – es geht in den Endspurt für die Wissenschaftsgärten.

Die Neugierde auf die zahlreichen Details lässt sich jedoch erst

befriedigen, wenn die Pforten zur Landesgartenschau Gießen ausführliche

Blicke zulassen.

Sabine Wolfrum

16 streifzug 2/2014


MediAthek

»Tipp für den Valentinstag«

Brauchen Sie noch ein Geschenk zum Valentinstag?

Eine Alternative zum Blumenstrauß wären »Flexiphotos«,

die aus hauchdünnen Folien bestehen und so

variabel sind, wie es ihr Name verspricht. Die Bilder

kann man aus der kostenlosen App »clixxie-flexiphoto«

heraus bestellen. Mit dem Programm werden Bilder auf

iPhone oder iPad ausgewählt und nach dem Einstellen von Größe

und Anzahl sowie der Eingabe von Adresse und Zahlungsdaten an

den Hersteller femory übertragen. Nach fünf Werktagen liegen die

Folien im Briefkasten. Zieht man ein Trennpapier ab, haften sie durch

die Kraft der Elektrostatik an allen glatten Flächen. Da wird Ihre

Liebste oder Ihr Liebster Augen machen, wenn am 14. Februar am

Spiegel plötzlich Bilder vom vergangenen Urlaub hängen. Abziehen

und woanders anbringen ist kein Problem. In unserem Test war die

Druckqualität der Bilder erstaunlich gut. Flexiphotos gibt es in

»small« (13 x 10 cm) und »medium« (18,8 x 14,5 cm). Sie können

noch bis zum Valentinstag zum Einführungspreis von einem und

zwei Euro (statt 2,75 und 3,75 Euro)

bestellt werden. Für unsere Leser stellt

femory einen Rabattcode im Wert von

fünf Euro zur Verfügung. Dazu in der App

am Ende des Bestellprozesses bei »Rabatt

einlösen« einfach »Streifzug2014« eingegeben,

und schon werden fünf Euro vom

Rechnungsbetrag abgezogen.

Der Code ist bis 31. März gültig. kus

»Fußpilz und

Fernsehgarten«

Ich hatte niedere Beweggründe: Endlos lange Beine,

Farbe auf der Haut, Blech im Gesicht. Man könnte sich

ja eigentlich mal wieder mit Jennifer Rostock beschäftigen.

Schließlich lag die bislang letzte Selbstzerstörung

des Quintetts – Bundesvisionsongcontest und Promidinner

– doch schon einige Zeit zurück. Ich verzeihe

schönen Frauen recht schnell. Und dann die Überraschung:

Mit ihrem gerade erschienenen Album

»Schlaflos« ist der Band eine stellenweise grandiose

Platte gelungen. Jennifer Rostock – das Quintett verbindet mit der

gleichnamigen Stadt ähnlich wenig wie mich mit Dörrfleisch – beschreiben

ihren Status selbst so: »Wir pendeln irgendwo zwischen

Floppen und Charten, zwischen Bühne und Backstage, zwischen

Fußpilz und Fernsehgarten. Für Indie zu schön. Für Mainstream zu

obszön. Immer dazwischen, doch

man kann sich dran gewöhnen«,

heißt es in »Kein Bock aber Gästeliste«

treffend. Genauso sieht das

aus. Kann man sehr gut hören,

wenn man deutschsprachigen, oft

clever gemachten Pop mag.

Tatsächlich würde »Schlaflos« bei

mir auch ohne lange Beine, Farbe

auf der Haut und Blech im

Gesicht zeitweise prima funktionieren.

Florian Dörr

Wir sind ein modernes Druck- und Verlagshaus und Herausgeber von

regionalen Tageszeitungen für Gießen, Alsfeld und die Wetterau. Daneben

produzieren wir weitere Print- und Onlineprodukte für Leser jeden Alters.

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2/2014 streifzug 17


erst kritikerliebling.

dann Mädchenschwarm.

Matthias Schweighöfer ist einer der Umtriebigsten im Geschäft. Allein im vergangenen Jahr

war er mit drei Blockbustern im Kino zu sehen. Am 8. Februar ab 17 Uhr stellt er seinen

neuen Film »Vaterfreuden« im Kinopolis am Berliner Platz vor. Eine Annäherung.

Natürlich ist Matthias Schweighöfer ein Mädchenschwarm.

Da sind die Grübchen beim

Lachen und die blonden Locken. Da sind die

romantischen Komödien, in denen er am Ende

fast immer gut wegkommt. Wahrscheinlich

schadet es dem 32-Jährigen auch nicht, dass

man ihm seine Jugend als Leistungsschwimmer

noch ansieht.

So weit. So gut. Was ihn aber von den anderen

unterscheidet, die da noch mithalten

können, ist das, was Matthias Schweighöfer

jenseits der Blockbuster kann. Mit 28 Jahren

hatte er bereits Rainer Langhans, Marcel

Reich-Ranicki oder Friedrich Schiller gespielt.

Und Gottes Sohn. Für zahlreiche nationale

und internationale Produktionen stand er auf

den Bühnen renommierter Theaterhäuser. Die

»New York Times« nannte ihn zuletzt sogar in

einem Satz mit Woody Allen. Kurz: Die

kreischenden Mädchen sind mit ihrer Meinung

nicht allein.

Einige Jahre ist es inzwischen her, dass Matthias

Schweighöfer auf der Berliner Volksbühne

probte. Da stand er nun, mit nichts als einem

Schlüpper über den Hüften und High Heels

an den Füßen. Vor ihm Frank Castorf. Einer

also, der als Regisseur und Intendant ungefähr

alles erlebt hat in der Branche. Der gab ihm

einen Rat, den der junge Schauspieler beherzigen

sollte: Es gebe zwei Arten, mit einer

solchen Situation umzugehen. Entweder, man

wende dem Publikum die nackte Schulter zu,

schützt sich wie vor einem Angriff. Oder man

breite die Arme aus. Vielleicht bekomme man

dann einen Tritt zwischen die Beine. Womöglich

werde man aber auch gefeiert und auf

Händen getragen.

Inzwischen ist die Berliner Volksbühne überall.

Matthias Schweighöfer kann abends nicht

ungestört in einer Kneipe sitzen und bei einem

Bier mit Freunden Fußball gucken. Er

muss sich auch Fragen stellen lassen, wenn

Leute meinen, bei seiner Freundin einen

Baby bauch entdeckt zu haben. In seiner Branche

steht man rund um die Uhr in Schlüpper

und High Heels da. Und der 32-Jährige hat

sich entschieden, die Arme auszubreiten: Fast

täglich veröffentlicht er neue Nachrichten und

Fotos auf Facebook. Seine Seite zählt zu den

erfolgreichsten der Welt, hat mehr Anhänger

als jene von Til Schweiger, Moritz Bleibtreu

18 streifzug 2/2014


StAdtGeSprÄch

Fotos: dpa

und Nora Tschirner zusammen. »Ich bin einfach

ehrlich. Es ist immer die Frage, ob man

das Private herauslässt oder reinbringt. Wenn

man alles für sich behält, dann gibt es Leute,

die es trotzdem erfahren wollen und anfangen

zu wühlen. Ich möchte ja nicht, dass die Leute

eine Hetzjagd auf mein Kind veranstalten«,

erklärte er dem streifzug beim bislang letzten

Treffen.

Nun steht mit »Vaterfreuden« also sein neuer

Film in den Startlöchern. Darin liebt Felix

(Schweighöfer) seine Freiheit: Weder bei

seinen Gelegenheitsjobs noch mit Frauen hält

er es lange aus. Was ihn nicht abhält, eine

Affäre mit Kara (Susan Hoecke) zu genießen.

Was er in den Paarbeziehungen seiner Familie

und Freunde miterlebt, macht ihn nicht bindungswilliger:

Seine Schwester Betti (Katharina

Schüttler) und ihr Mann Tom (Moritz

Grove) leiden sichtbar unter dem Stress mit ihren

drei Kindern, während Norbert (Alexander

Khuon) und Sybille (Luise Bähr) sich sehnlichst

ein zweites Kind wünschen und ihr gehetztes

Sexleben nach Sybilles Eisprung timen.

Entgeistert reagiert Felix also, als sich sein

Bruder Henne (Friedrich Mücke) ungefragt bei

ihm einnistet und ein gleichermaßen unwillkommenes

Haustier mitbringt: ein Frettchen

namens Karsten. Felix findet sich mit der

Situation ab, zumal Henne ihm eröffnet, wie

er auch ohne viel Arbeit an gutes Geld

kommt: Henne stellt sich als Versuchskaninchen

für Medikamententests zur Verfügung,

spendet Blut und Knochenmark, aber auch

Sperma für unfruchtbare Paare. Felix begleitet

ihn zur Samenbank, lässt sich selbst testen

und wird als hochpotenter Spender von Facharzt

Dr. Parisius (Detlev Buck) direkt freudig

willkommen geheißen. Kundin in Dr. Parisius’

Institut ist die Sportmoderatorin Maren Heinze

(Isabell Polak), die mit dem reichen Yuppie

Ralph (Tom Beck) ein tolles Leben führt. Nur

der Kinderwunsch lässt sich bei den beiden

auf natürliche Art nicht erfüllen. Eines Nachts

verbeißt sich in einer unangenehmen Situation

Frettchen Karsten in die Weichteile des hilflosen

Felix. Im Krankenhaus eröffnet ihm die

Ärztin Dr. Metzler (Margarita Broich), dass er

nie mehr Kinder zeugen kann. Weil das ihm

verwehrte Familienglück nun endgültig zur

Unmöglichkeit geworden ist, wird Felix von

einer fixen Idee gepackt: Er will unbedingt

herausbekommen, welche Frau denn damals

seine Samenspende empfangen hat und sein

Kind zur Welt bringen wird. So setzt er alles

daran, Maren – an deren Daten er irgendwie

gekommen ist – näher kennenzulernen.

Man könnte sagen: Ein typischer Matthias

Schweighöfer. Vom herzlosen Exzentriker zum

liebestrunkenen Charmeur. Im »Schlussmacher«

gab es diese Wandlung im vergangenen

Jahr auch zu sehen. So dürfte »Vaterfreuden«

zu einem Film werden, in dem Matthias

Schweighöfer seinen Status als Mädchenschwarm

festigt. An frühere Rollen als Rainer

Langhans, Marcel Reich-Ranicki oder Friedrich

Schiller kann er damit nicht anknöpfen.

Aber: »Leute gehen auch ins Kino, weil da ein

dunkler Raum ist, der mit ihren Problemen im

Alltag nichts zu tun hat. Ich fahre auch in den

Urlaub, um Abstand von meinem Leben in

Berlin zu haben. Sonne, Strand, Palmen. Da

geht es mir nur darum, zu schwimmen, zu

schlafen und einen Sonnenbrand zu bekommen.

Und genauso geht man auch in einen

Film«, erklärte er dem streifzug jüngst seine

Lust an eher leichten Stücken. Und überhaupt:

Wer wie Matthias Schweighöfer im vergangenen

Jahr in gleich drei Filmen zu sehen war,

an der Spitze der Kinocharts stand und dafür

mit Preisen in mehreren Ländern Europas bedacht

wurde, der hat einfach recht. Dem deutschen

Kino will er trotzdem treu bleiben, wie

er dem streifzug im Interview erklärte: »Ich

will nicht nach Hollywood. Es ist jetzt fies,

was ich sage, aber es stimmt: ›Das Leben der

anderen‹ war ein super Film. Kein guter Film

war ›The Tourist‹. Beide von Florian Henckel

von Donnersmarck gemacht. Der erste in

Deutschland, der zweite in Hollywood. ›The

Tourist‹ möchte ich nicht machen. Ich glaube,

Florian Henckel von Donnersmarck hat sich

dumm- und dämlichgeärgert bei den Diskussionen,

die er mit den Studiobossen führen

musste.« Darauf habe er keine Lust. Letztlich

kann er auch nur verlieren.

fd/pm

Plattenvertrag

für Dimeless

Die Gießener Metall-Band Dimeless ist

auf dem Weg zu ihrem Traum von einer

Musiker-Karriere einen Schritt weitergekommen.

Das renommierte Label

Noiseheadrecords aus Österreich nahm

Victor Dewald (Gesang), Anthony Flynn

(Schlagzeug), Johannes Müller (Bass)

und Martin Neitzel (Gitarre) unter

Vertrag. Im Sommer wollen die vier

Metaller, die zum Teil in Gießen leben

und studieren, ihr zweites Album veröffentlichen

und weltweit präsentieren.

Die Jungs haben im Thrash ihre Wurzeln,

können gehörig grooven und wildern

auch gerne im Doom-Bereich. Das

Label konnte sich Dimeless aussuchen,

gleich mehrere Firmen standen Schlange.

»Das kann man schon als ein Erfolg

verbuchen, denn das gibt es nicht oft«,

sagt Manager Alex Schopbach.

Dimeless hat sich 2005 in Gießen gegründet

und begeistert die Fans mit

energiegeladenen Liveshows und

brachialen und innovativen Songs, die

Elemente von Thrash- bis Doom-Metal

beinhalten. Ende 2007 erschien die EP

»The Pill to swallow«, die bei Kritikern

einschlug. So schrieb der deutsche

Metal Hammer: »Musik für die Autobahn

ab 200 km/h«. und Uncle Sallys

lobte: »Das hat Eier«.

Als Resultat der Resonanz spielten

Dimeless viele Shows in ganz Deutschland,

unter anderem mit namenhaften

Bands wie Born from Pain, Tankard,

Japanische Kampfhörspiele und Die

Happy. Außerdem nahm die Band 2009

am Bandwettbewerb »Emergenza« teil,

spielte zweimal in der Batschkapp

vor 1200 Menschen und belegte am

Ende den zweiten Platz im Mittel-

Deutschland-Finale.

Das aktuelle Album »Taste of the Upper

Class« erschien im April 2012 und

überzeugte erneut. Das Rock Hard

schrieb von »grandios gezocktem

Groove-Thrash-Metal«. Derzeit brütet

das Quartett über neuen thrashigen

Groove-Metal-Monstern, die im Sommer

weltweit losgelassen werden sollen.

Parallel dazu planen Dimeless viele

Shows. »Unser Ziel sind 30 Konzerte.

Es sieht gut aus«, verrät Schopbach über

die Pläne der harten Jungs aus Gießen.

bf

2/2014 streifzug 19


Fastnacht 2014

Geheimtipp Bischof

Bevor die fünfte Jahreszeit losgehen kann, beschäftigt die Jecken nur eine Frage:

Was soll ich bloß werden? Allen, die nicht schon wieder ein Last-Minute-Kostüm

aus Opas altem Schlapphut, einem Ringelshirt aus der Altkleiderkiste und verzichtbaren

Accessoires zusammenglauben wollen, sondern professionell ausgestattet Karneval

feiern möchten, sei der Besuch in der Licher »Wundertüte« empfohlen.

Dort bietet Doris Blasini das ganze Jahr über mehr als 5000 Verkleidungen an.

Vor der Fastnacht macht sie sogar Überstunden.

Fotos: bf


BLick iN die reGiON

Pirat, Schlumpf oder doch Prinzessin? In dem

Kostümverleih in der beschaulichen Licher

Altstadt haben Närrinnen und Narralesen die

Qual der Wahl. »Bei 5000 Kostümen habe

ich aufgehört zu zählen. Wahrscheinlich sind

es sogar noch mehr«, sagt Doris Blasini. Im

14. Jahr betreibt sie diese Fundgrube der

Maskerade als Inhaberin. Damals hatte sie

die Möglichkeit, über einen Bekannten den

Bestand aus einem Kostümverleih zu übernehmen.

Aus dem Bauch heraus habe sie

seinerzeit entschieden, in die Branche einzusteigen.

Ihr Fundus sei seitdem stetig

angewachsen, obwohl die Licherin mit der

Schneiderei so gar nichts am Hut hat. »Ich

habe die ganze Nacht Kopfschmerzen,

wenn ich einen Knopf annähen muss«, verrät

sie. Gereizt habe sie eher die Faszination der

Verwandlung.

Blasinis Kostüme lagern auf zwei Etagen

eines alten Fachwerkhauses . Die Verkleidungen

sind hochwertig und authentisch. Das

Spektrum reicht vom Prominenten über

historische Figuren bis zu Superhelden. Dank

ihrer »Wundertüte« muss also kein Jeck mehr

in Mittelhessen als 08/15-Clown auf dem

Rosenmontagsball oder der Prunksitzung

erscheinen. Auch 2014 sind die Klassiker

wieder angesagt. »Pirat, Tierkostüme und

20er-Jahre-Verkleidungen gehen sehr gut«,

sagt Blasini. Der Geheimtipp sei aber eine

Verkleidung als Bischof Tebartz-van Elst.

Vor den närrischen Tagen herrscht auch in

der »Wundertüte« Ausnahmezustand. Blasini

verlängert die Öffnungszeiten, damit auch jeder

Kunde ein Kostüm aussuchen kann. Das

braucht etwas Zeit, denn die Kleiderstangen

mit Mönchskutten, Elvis-Presley-Anzügen

und wallenden mittelalterlichen Roben

scheinen endlos. Ein Raum ist allein den

70er-Jahren vorbehalten, ein weiterer nur mit

Dirndln gefüllt. In zahlreichen Kisten lagern

zudem Federboas, Hüte, Säbel, Fliegen,

Gamaschen und Ketten bis unter die Decke.

»Accessoires sind mir besonders wichtig«,

sagt Blasini. Die Details seien es, die eine

Verkleidung perfekt machen würden. »Mir

macht es riesig Spaß, wenn Menschen sich

in ihrem Kostüm wohlfühlen und damit

glücklich sind«, sagt sie. Ihre Kunden lässt

sie in aller Ruhe in ihrem Fundus stöbern,

wer wünscht, bekommt aber auch eine Beratung.

Zur Orientierung für inspirationslose

Kunden liegt am Eingang ein Fotobuch, üppig

gefüllt mit Bildern von unterschiedlichsten

Kostümen – selbstverständlich dürfen

auch Verkleidungen für Kinder nicht fehlen:

Prinzessin, Tinker Bell, Cowboy und Indianer,

aber auch Giraffe und Löwe hat Blasini

zur Auswahl in der »Wundertüte« parat.

Die meisten Kostüme lässt Blasini von einem

spezialisierten Großhändler aus den Niederlanden

liefern. Andere lässt sie von einer

Kostümschneiderin zaubern. In den letzten

Jahren hat sie festgestellt, dass Männer gerne

Uniformen tragen oder sich in Pirat Jack

Sparrow verwandeln wollen. Dazu gibt es

natürlich auch den passenden Hut, Stulpen,

Stiefel, Ketten und Säbel. »Frauen lieben eher

wallende Gewänder, mit passenden Taschen,

Schirmen, Kopfbedeckungen und Schmuck«,

verrät Blasini. Auch Gruppen, die gerne das

gleiche Kostüm haben wollen, werden in

Lich fündig. Vielleicht Jakob Sisters, Avatare

oder Clowns? Die Möglichkeiten sind riesig.

Selbst gefallen Blasini die Kleider aus der

Zeit um 1900 am besten.

Die Leihgebühr für ein komplettes Kostüm

beträgt für ein Wochenende zwischen 21

und 32 Euro. Reinigung inklusive. Wer sich

selbst nach Aschermittwoch noch nicht von

seinem Kostüm trennen mag, kann es sogar

Stilecht:

So kann der

Maskenball

beginnen ...

Kostümverleih

»Wundertüte«

Doris Blasini betreibt den Kostümverleih

in Lichs Altstadt mittlerweile im 14. Jahr.

Natürlich herrscht in der Fastnachtszeit

Hochbetrieb, doch auch sonst hat sie

gut zu tun. Denn Blasini verleiht auch

Brautkleider und Fräcke. Gäste einer

Mottoparty decken sich genauso ein

wie Jungesellen- und Jungesellinnengesellschaften

oder Abiturienten, die

ihre Feiern oft kostümiert begehen – als

Superhelden. Auch Liebhaber des

Jugendstils besorgen sich in der

»Wundertüte« das passende Outfit für

die Jugendstilfestivals in Bad Nauheim

und Darmstadt. Und häufig kommen

auch Laientheaterspieler, um das

passende Kostüm für den Auftritt auf der

Bühne zu organisieren.

Kostümverleih »Wundertüte« · Hintergasse

38 in 35423 Lich · Tel.: 0 64 04/

6 22 70 oder 01 60/94 41 53 70.

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 14 bis 18

Uhr und Sa.: 9 bis 13 Uhr sowie nach

telefonischer Vereinbarung.

kaufen. Bei Blasini bleiben eben keine

Wünsche offen – fast zumindest. »Solch komischen

Verkleidungen wie Klospülung gibt

es bei mir nicht.« C.Schleenbecker-Büttner

Fastnacht-Termine finden Sie auf Seite 32

2/2014 streifzug 21


uNterWeGS

»Rustico«

Wilhelmstraße 46 · 35452 Heuchelheim · Telefon 06 41/6 33 49

Ob der 90. Geburtstag von Altbundespräsident

Walter Scheel oder ein Konzert von

AC/DC in Köln, ob ein Empfang für Prinz

Bernhard von Baden oder das Festival Rock

am Ring – das Catering dazu liefert das

bundesweit agierende Unternehmen Kling-

Huber. Seine gastronomischen Zelte hat der

gebürtige Pforzheimer Thomas Huber

allerdings seit 15 Jahren fest in Mittelhessen

aufgeschlagen: Zwölf Jahre lang bewirtete

er die Gäste in der Tennishalle Linden.

Seit dem 1. September 2011 hat er das

Restaurant in der Turnhalle von Heuchelheim

gepachtet.

»›Rustico‹ kommt von rustikal«, erklärt der

umtriebige Baden-Württemberger den

Namen seines Lokals, der natürlich die

schwäbische Kost mit nach Heuchelheim

gebracht hat. Und die scheint bei seinen

zahlreichen Gästen bestens anzukommen.

»Am beliebtesten sind die Maultaschen«,

erläutert der gelernte Koch, der sich nicht

22 streifzug 2/2014

Fotos: Schwarzmann

scheut, selbst am Herd zu stehen, wenn

einer in der Küche fehlt. Die gefüllten Teigtaschen

sind selbst gemacht – wie auch die

Spätzle und die Schupfnudeln – und sie

werden gleich in mehreren Variationen angeboten:

im Eimantel gebacken (6,80 Euro),

mit feiner Zwiebelschmelze (6,80 Euro)

oder nach »Allgäuer Art« mit Schinken und

Käse überbacken (7,50 Euro). Natürlich

fehlt auch der für die Schwaben typische

Zwiebelrostbraten auf der Speisekarte nicht,

der im »Rustico« in Rotweinsoße mit

Butter spätzle zum Preis von 18,50 Euro

serviert wird. Manchmal werden auch Ochsenbäckle

in Trollingersoße (13,50 Euro)

zubereitet.

Der Fischfreund wird auf der ständig

wechselnden Aktionskarte fündig. Je nach

Einkauf gibt es frisches Flusszanderfilet oder

gebratener Skrei (Winterkabeljau) in

Hummersoße mit Salzkartoffeln. Auch sonst

lohnt sich der Blick auf die separate Liste,

die Klassiker wie gefüllte Rinderroulade mit

Apfelrotkohl und Klößen (12 Euro) oder

Milchkalbsleber »Berliner Art« mit Apfelscheiben,

Zwiebeln und Bratkartoffeln

(13,50 Euro) offeriert.

Hubers Plus sind seine Räumlichkeiten,

denn neben der eigentlichen Gaststätte

stehen ihm in dem historischen gelben

Gebäude, das seit 1926 in Besitz der TSF

Heuchelheim ist, fünf verschiedene Säle

zur Verfügung, die Platz für Gruppen von

20 bis 450 Personen bieten. Ob Geburtstagoder

Hochzeitsfeier, das 150-jährige Bestehen

der Volksbank Heuchelheim oder der

traditionelle Rosenmontagsball des Karnevalsvereins

HCV: Huber verfügt über das

Personal und das nötige Know-how, um

Festivitäten jeder Größenordnung auszurichten.

»Beim Bankett der Volksbank

haben 28 Kellner den 450 Festgästen zeitgleich

ein Vier-Gänge-Menü serviert«,

erzählt er. Dann läuft die Küche auf Hochtouren,

doch Personalprobleme, über die

Kollegen klagen, kennt Huber eher nicht:

»Man muss seine Leute gut behandeln und

gut bezahlen!«

Es hat sich herumgesprochen, dass er das

Catering für die VIP-Lounge von Kickers

Offenbach und für die Galopprennbahn in

Baden-Baden macht. Aber natürlich liegen

ihm auch seine treuen heimischen Gäste

am Herzen, denen er immer wieder Anlässe

für ein gemütliches Beisammensein schafft.

»Am Heiligen Abend haben wir uns erstmals

mit den Nachbarn zum Umtrunk

draußen beim Weihnachtsbaum vor der Tür

getroffen – das wollen wir beibehalten«,

berichtet Huber. Für den Faschingssamstag,

den 1. März, hat er sich ebenfalls schon

etwas ausgedacht: »Da richten wir eine

Alpengaudi aus, bei der die besten Trachten

prämiert werden.« Und zur Fußball-WM im

Juni/Juli wird’s in der alten Turnhalle Public

Viewing auf der Großbildleinwand geben,

verspricht er. Marion Schwarzmann

Im Überblick

Sitzplätze: 100 im Restaurant,

fünf Säle von 20 bis 450 Personen

Küche: Schwäbische Gerichte

Spezialitäten: Maultaschen,

Bubespitzle, Zwiebelrostbraten

Öffnungszeiten: täglich - außer

dienstags - ab 16 Uhr, sonn- und

feiertags von 11 bis 24 Uhr

Küche ★★★✩

Ambiente ★★★✩

Service ★★★✩

Preise U U


uNterWeGS

… »Schmitzpiepe« in der Kongresshalle

Manchmal hilft nur Humor

Ralf Schmitz gibt nicht auf. Selbst nach drei erfolgreichen Soloprogrammen steht der

preisgekrönte Comedian schon wieder auf der Bühne. In Überschallgeschwindigkeit

haut der aus den Fernsehsendungen »Genial daneben« und »Schillerstraße« bekannte

Vollhumorist seine Gags aus der Hüfte. Ein bisschen auch aus Selbstschutz.

»Manchmal hilft eben nur Humor«, hat Schmitz einmal gesagt. Sein aktuelles Bühnenprogramm,

das vierte, heißt »Schmitzpiepe«. Seine Ankündigung verspricht, dass es

dabei kein Halten geben wird. Schmitz kriege sie alle bis in die letzte Reihe. Schmitz ist

bekannt für sein schlagfertiges Improvisationstalent, seine rasante Performance und die

Fähigkeit, das Publikum mitzu reißen. Wenn er auf der Bühne steht, spielt er mit seinem

ganzen Körper. Das wird er auch am 8. Februar ab 20 Uhr in der Gießener Kongresshalle

unter Beweis stellen. Ganz sicher.

… »Was labersch du?!«

Über YouTube auf die Comedybühne

Tedros »Teddy« Teclebrhan ist ein Internetphänomen. Der gebürtige Eritreer wurde durch

das Internet über Nacht bekannt. Seine Fans behaupten, 11 Millionen Klicks auf der Internetplattform

YouTube hätten mehr Aussagekraft als die Jurys diverser Fernsehformate. Möglich

ist das, denn durch seinen YouTube-Kanal hat es Teclebrhan auf die große Comedybühne

geschafft. Mit seiner Teddy-Show »Was labersch du ...« kommt er nun am 15.

Februar (20 Uhr) in die Hessenhalle nach Gießen. Der in Baden-Württemberg aufgewachsene

30 Jahre alte Schauspieler hatte seine eigene TV-Show und gewann damit den Wettbewerb

»TVLab«. Er wirkte bei zahlreichen Fernsehserien mit, stand im Theater und im

Musical auf der Bühne. Als Comedian Teddy ist er nun solo auf Tournee. Dabei zeigt er

sich als Verwandlungskünstler. Er spielt den ostdeutschen Macho Ringo Fleischer, den

schwäbischen Radikalen Ernst Riedler oder den US-Musikstar Lohan Cohan. Sein »Was

labersch du?! Hasch du überhaupt geläärnt« ist zum Kult auf den Schulhöfen geworden.

… auf dem Parkett der Osthalle

Gefühlvolle Bewegungen

Acht Paare, die sich während einer sechsminütigen Kür im gefühlvollen Rumbatakt bewegen, im anmutigen

Wiener Walzer über das Parkett schweben oder bei absoluter Synchronität aus einem flotten Jive in eine

halsbrecherische Akrobatik übergehen: das ist Formationstanz. Am 22./23. Februar wird die Gießener Osthalle

erneut zur Tanzfläche. Wie schon zwei Jahre zuvor veranstaltet die TSG Blau-Gold Gießen ein Formationsturnier

in den Standard- und lateinamerikanischen Tänzen mit 23 Mannschaften aus ganz Deutschland,

darunter die Standardformation des Gießener Rot-Weiß-Clubs (2. Bundesliga) und die Lateinformation der

TSG (Regionalliga Süd), die mit dem Turnier ihren Saisonauftakt begeht. Anders als beim klassischen Paartanz

besteht eine Formation aus acht Paaren, die zu den fünf Turniertänzen Walzer, Wiener Walzer, Quickstep,

Tango und Slow Fox, bzw. Cha-Cha-Cha, Rumba, Samba, Jive und Paso Doble im schnellen Wechsel

»Bilder« in Form von Reihen, Diamanten oder Rauten ertanzen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Perfektion

der Bilder sowie auf der Synchronität der Akteure. Die Mannschaft der TSG tanzt unter der Führung der

Trainer Michael Nied und Alice Shobeiri bereits im dritten Jahr in der Regionalliga Süd und zählt zu den

besten Mannschaften Hessens. Mit ihrem Thema »Like a Rose« (Foto) wollen sie sich 2014 aufs Siegertreppchen

schwingen. Los geht es am Samstag ab 17 Uhr (Standard) und am Sonntag ab 15 Uhr (Latein).

2/2014 streifzug 23


AuSLeSe

Albumrelease im »Ulo«

Am 8. Februar stellt die Band Captain Overdrive im Ulenspiegel in

Gießen (21 Uhr) ihr neues Album vor. »Nasty Boogie« ist bereits das

vierte Werk der Musiker aus Gießen. Als Vorband gastiert die Latino-

Ska-Band Mate Power aus Frankfurt am Main. Nach dem Konzert legen

DJ Lunte und DJ Seniore Jaminatore Funk und Rock auf die Plattenteller.

Doch der Höhepunkt ist das Werk von Captain Overdrive.

Die Band stellt eine brachiale, mitreißende und nicht zuletzt wunderbar

melodische Mischung aus Rock, Jazz und Funk her. Auf dem

neuen Tonträger wurden die bewährte Symbiose verfeinert und noch

mehr explosive Energie der Live-Performance gespeichert, dafür

sorgen Bassmann Christian Keul und Drummer Holger Schwarzer.

Andreas Jamins Posaune ist das Markenzeichen der Band. Seine

charakteristischen Melodielinien gehen direkt ins Herz – und in die

Füße. Dafür sorgt auch der vielseitige Gitarrist Jörg Helfrich.

GLANZ-

Lichter

deS MONAtS

Johnny and the Rippers

Am Freitag, 21. Februar, gastiert Johnny Knife & his Rippers im Scarabee.

Das norwegisch-deutsche

Rock’n’Roll-Trio gibt es seit

2009. Der Norweger Johnny

Knife (John Sindre Lynghaug) hat

sich mit Sven Schürmann aus

Bonn und Christian Hochmuth

aus Gießen zwei erfahrene

Musiker ins Boot geholt, um

gemeinsam zu rocken. Den Stil

beschreiben Experten als melodiösen

British/Teddy Boy

Rock’n’Roll. Einlass: 21 Uhr.

Beginn: 22 Uhr. Eintritt: 6 Euro.

Drei Musikanten

Am 3. Februar

gastiert Songwriterin

Kat

Frankie und das

Dream-Pop-Duo

Me and My Drummer

im MuK in

Gießen. Das vergangene

Jahr war

ein Erfolgsjahr für

die Musiker. Nach

ausver kauften

Shows in Berlin

und weil die drei

Künstler bei den

gemeinsamen Konzerten jeweils die Songs der anderen

lieben gelernt haben, entstand die Idee, weitere einmalige

Konzerte zu spielen. Gesagt, getan: Als me & kat frankie &

my drummer geht es nun auf eine kleine Reise durch

Deutschland, bei der die Berliner abendfüllende Tragödien,

gothische Soul-Opern und großes Gefühl im gleißenden Licht

der Bühne bieten. Sie versprechen: »Zieht euch kalt an, denn

es wird heiß!« Los geht es um 20 Uhr. Einlass im MuK an der

Automeile ab 19 Uhr.

Tickets: VVK: 12 Euro / AK: 15 Euro.

Der Zauber Chinas

Am 7. Februar gastiert der Chinesische Nationalzirkus mit seinem Programm »Shanghai

Nights - Der Zauber Chinas zwischen gestern und heute« in der Gießener Kongresshalle

(20 Uhr). Zum 25-jährigen Jubiläum wartet das Ausnahmeensemble aus dem Reich der Mitte

unter Führung des deutschen Produzenten Raoul Schoregge mit einem neuen Programm

auf. Im Mittelpunkt steht die Weltmetropole Shanghai als Inbegriff des Wandels Chinas zur

Neuzeit. Shanghai war in den 1930ern und 40ern ein boomender Schmelztigel verschiedenster

Kulturen, Nationalitäten und globaler Modeerscheinungen. Als aufstrebende Hafenstadt

war man an den Herzschlag der sich neu ordnenden Welt angeschlossen und öffnete

die über Jahrtausende unberührte chinesische Kultur. Dieses Zusammenkommen streifen

die Artisten – nicht zuletzt mit atemberaubender Akrobatik.

24 streifzug 2/2014


AuSLeSe

Actionlesung

Am 25. Februar steigt im Gießener MuK an der Automeile eine Veranstaltung aus dem

spannenden Genre Actionlesung. Bei einer Actionlesung bekommt man nicht gleich giftige

Blicke zugeworfen, weil die Lederjacke knirscht. Mit dabei: Martin Gottschild und Sven van

Thom. Einer liest, einer singt. Gottschild ist seit Jahren auf den Lesebühnen unterwegs. Seine

Spezialität sind zudem umwerfend komische »Diavorträge« – absurde Geschichten, die er

sich zu nostalgischen Familien-Dias, ausdenkt, die er auf Flohmärkten findet. Van Thom

sorgt für kurzweilige Unterhaltung mit wunderbaren Songs, die einen zwischen Melancholie

und aberwitzigem Humor hin und her werfen. In Gießen präsentiert er Lieder aus

seinem neuen Album »Ach!«. Einlass: 19 Uhr. Beginn: 20 Uhr.

Eintritt: VVK: 8 Euro / AK: 10 Euro.

Überholspur

Am 2. Februar gastiert der hessische

Komiker Bodo Bach mit seinem aktuellen

Programm »Auf der Überholspur!« in der

Gießener Kongresshalle (Beginn: 19 Uhr).

Bach, der früher unter seinem richtigen

Namen als Moderator beim Hessischen

Rundfunk gearbeitet hat, beschäftigt sich

dabei mit der Vollgas-Gesellschaft und

wundert sich darüber, dass er ständig zu

hören bekommt, dass man keine Zeit

habe, obwohl es in der Geschichte der

Menschheit noch nie so viele Techniken

und Dienstleister gegeben habe, die uns

helfen, Zeit zu sparen. Mikrowelle, Fast

Food, ICE, GPS, iPhone, Eierkocher,

Pizzadienst und Schnellreinigung – all

das thematisiert Bach auf seine eigenwillige

Art und Weise. Bach hat den Schlüssel

zur Entschleunigung gefunden. Entscheidend

für das Zeitgefühl sei das Gedächtnis.

Man darf gespannt sein.

Tickets: 29 Euro.

Rizzi in Gießen

Der New Yorker Maler James Rizzi zählt zu den

erfolgreichsten Künstlern der heutigen Zeit. Seine

farbenfrohen Bilder in der typischen 3-D-Technik

stehen für begeisterte Lebensfreude und öffnen

einen liebevoll verspielten Blick auf die Welt, der

unverwechselbare Rizzi-Stil spricht Menschen

aller Altersstufen an. Seit den 1980er Jahren sind

die Werke des Meisters der 3-D-Technik in

namhaften internationalen Galerien vertreten,

und seine Ausstellungen faszinieren die Fans

weltweit. Die Arbeiten Rizzis erreichen Rekordpreise

und sind nach wie vor enorm gefragt.

Die Galerie am Dom in der Gießener Plockstraße

hat in den letzten Jahren zahlreiche Raritäten des

2011 im Alter von 61 Jahren verstorbenen Künstlers zusammengetragen und zeigt diese,

darunter einige wenige Unikate und Highlights wie »New York City – A Marathon for

all«, vom 31. Januar bis zumnnm 28. Februar. Die Werke bilden, zusammen mit den

noch lieferbaren Grafiken der letzten Lebensjahre des Künstlers und den posthum erschienenen,

drucksignierten Grafiken, einen großartigen Überblick über das Schaffen

James Rizzis. Die Vernissage findet am Freitag, 31. Januar, um 19.30 Uhr in den Räumen

der Galerie in der Plockstraße 4 statt.

E

in

absolutes Punkrock-Highlight steigt am 22. Februar im AK44

im Alten Wetzlarer Weg in Gießen. Ab 20 Uhr spielen unter anderem

Toxoplasma. Das wird ein Fest, meinen die Fans. Toxoplasma

ist neben Slime wohl die bekannteste deutsche Punkband. In Gießen spielt

sie eine Club-Show. 30 Jahre nach ihrem

legendären Debütalbum und knapp 20 Jahre

nach dem letzten Studioalbum »Leben

verboten« meldete sich die 1980 in Neuwied

gegründete Band Ende 2013 mit ihrer

hauseigenen Produktion »Köter« zurück.

Die kommt kraftvoll und bissig daher und

schließt eher an die legendäre Debut-LP,

als an die etwas melodischeren späteren

Alben an. Toxoplasma hat noch richtig Wut

im Bauch. Außerdem dabei: Obtrusive und

Dead City Radio. Im Anschluss findet eine

Aftershow-Party mit DJ Eve Exzess statt.

2/2014 streifzug 25


VerANStALtuNGeN iM FeBruAr

Ihre Veranstaltungen in der

Kongresshalle Gießen

Veranstaltungen

01.02. | Samstag | 20 Uhr

3. Gießener Ballnacht

www.gfv-helau.de

02.02. | Sonntag | 19 Uhr

Bodo Bach - Auf der Überholspur

www.s-promotion.de

07.02. | Freitag | 20.00 Uhr

Der Chinesische Nationalzirkus

www.paulis.de

08.02. | Samstag | 20 Uhr

Ralf Schmitz - »Schmitzpiepe«

www.roth-friends.de

27.02. | Donnerstag | 20 Uhr

Weiberfassenacht der GFV

www.gfv-helau.de

28.02. | Freitag | 20 Uhr

Fremdensitzung der GFV

www.gfv-helau.de

01.03. | Samstag | 13.30 Uhr

Seniorennachmittag der GFV

www.gfv-helau.de

01.03. | Samstag | 20 Uhr

Prunksitzung der GFV

www.gfv-helau.de

03.03. | Montag | 14 Uhr

Kinderfasching mit der GFV

www.gfv-helau.de

07.03. | Freitag | 20Uhr

»Tote Hunde beißen nicht«

Die Show zum 3. Buch von Dietrich Faber

09.03. | Sonntag | 17 Uhr

DIA-Vortrag:

Gruppenreise mit der Transsib

Reisebüro Hohenahr

1 SA

Ausstellung

Gießen

In Erinnerung an

James Rizzi

Farbenfrohe Bilder in

3D-Technik (bis 28.

Februar – Mo. 14.00 bis

18.00 Uhr, Di. – Fr.

10.00 bis 18.00 Uhr,

Sa. 10.00 bis

16.00 Uhr)

10.00 Galerie

am Dom

Bühne

Gießen

Am Katzenmoor

19.30 Stadttheater

Das Mädchen aus

dem Meer

10. Produktion des

JugendclubTanz des

Stadttheaters

20.00 TiL

Bad Nauheim

Schwächen umarmen

Comedy

mit Sabine Domogala

20.00 Theater

am Park

Stadtallendorf

Johann König

Feuer im Haus ist teuer,

geh raus

20.00 Stadthalle

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.00 Astaire´s

Guinness Karaoke

Mit Andy Pfälzer

21.00 Irish Pub

tanzbar spezial

Mit Überraschungs-DJ

21.30 Ulenspiegel

Samstag Nacht Party

22.00 Monkeys

Hard to Beat

Indie, Electro Party

22.00 MuK

Rock of Ages

22.00 Scarabeé

Laubach

Kappenabend

Mit dem Duo Sundance

20.00 Zum Büro

Marburg

Hard´n´Heavy

Drei Floors mit Metal,

Crossover, NuMetal,

Gothic, Industrial, EBM

21.30 Till Dawn

Feste/FestivAl

Gießen

3. Gießener Ballnacht

20.00 Kongresshalle

Flohmärkte

Gießen

Trödelmarkt

7.00 Rodheimer

Straße

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

Lollar

Scheunenflohmarkt

10.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Lich

CousCous &

Sophie Janes

Akustik-Pop mit

Sängerin Tine Schulz &

Instrumentalist

Moritz Eßinger

20.00 Bezalel-

Synagoge

Hungen

Miller & Heath

feat. Miss Annie Lee

Covers aus mehreren

Jahrzehnten

21.00 Hofgut Utphe

sonstiges

Gießen

Richtig Lernen lernen

Lerntipps und Strategien

für Jugendliche von

12 bis 14 Jahren

10.00 Jokus

MuSEHum – Kinderatelier

im Alten Schloss

Mit Mikroskop, Pinsel

und Stift unserer

fantastischen Natur auf

der Spur

11.00 Oberhessisches

Museum,

Altes Schloss

WortWelten

Improvisationstheatergruppe

des

AHS Uni Gießen

20.00 Jokus

Wetzlar

Poetry Slam

20.00 Franzis

vorträge

Gießen

Zur Sonderausstellung

ZEITich

Kindervorlesung. Zeit

und Zahlen mit

Prof. Beutelspacher für

Kinder zwischen 8 und

12 Jahren

11.00 Mathematikum

Physik im Blick

MacGyver in Aktion –

wie gut sind Taschenmesser,

Klebeband und

Büroklammer.

Vortrag von

Prof. Michael Dürr

10.00 Physikalisches

Institut, Wilhelm-

Hanle-Hörsaal

2 So

Bühne

Gießen

Kleine Engel

Kinderstück

11.00 TiL

Pippi Langstrumpf auf

den sieben Meeren

Mit dem

Kimugi-Theater

11.00 & 15.00

Bürgerhaus Wieseck

Frau Holle

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Bodo Bach

Auf der Überholspur

19.00 Kongresshalle

Idomeneo

Oper in italienischer

Sprache mit deutschen

Übertiteln

19.30 Stadttheater

Tschick

Nach Wolfgang Herrndorfs

preisgekröntem

Jugendroman

20.00 TiL

Bad Nauheim

Kabarett der rote Stuhl

Stehgreifkabarett mit

Thomas Kreimeyer

18.00 Theater

am Park

Disco/PArty

Gießen

Discofox-Party

20.30 Astaire´s

konzerte

Gießen

2. Kammerkonzert

Werke von

Olivier Messiaen

11.00 Stadttheater

Solistenportrait

Marco Rapetti – Klavier:

Florian Ziemen

15.00 Stadttheater

Von Fantasie bis

Rhapsody

Reihe Musikspektrum.

Werke von Beethoven,

Gershwin, Freddy

Mercury u. a. – Konzert

mit dem Institutschor,

Studierenden und

Lehrenden der JLU

17.00 Aula

der Universität

Dota Kehr &

Uta Köbernick

Unvermeindliche

Lieder– deutschsprachige

Liedermacherinnen


Vorprogramm mit

Robert Groos von

Am Leben Forbei

20.00 Jokus

Ebsdorfergrund

120 Jahre MGV &

10 Jahre Neue Töne

Neujahrskonzert –

anschließend

Wintergrillen

11.00 Bürgerhaus

Ebsdorf

märkte/messen

Gießen

Antik & Trödelmarkt

8.00 Hessenhallen

Buseck

Modellbaubörse

10.00 Sammler- und

Hobbywelt

sonstiges

Gießen

Richtig Lernen lernen

Lerntipps und

Strategien für

Jugendliche von

12 bis 14 Jahren

10.00 Jokus

Tanzcafé

15.00 Astaire’s

3 Mo

Bühne

Bad Nauheim

Meister Maddin

Comedy mit

Maddin Schneider

19.30 Theater

am Park

Disco/PArty

Gießen

Independent tanzbar

21.30 Ulenspiegel

26 streifzug 2/2014


VerANStALtuNGeN iM FeBruAr

konzerte

Gießen

Kat Frankie &

And My Drummer

Songwriterin, Indie,

Dream Pop

20.00 MuK

Marburg

Moop Mama

Neuartige Mischung

aus Brass, HipHop und

deutschem Rap

20.00 Kulturladen

KFZ

sonstiges

Gießen

Pub Quiz

21.00 Irish Pub

vorträge

Gießen

Homo Conflictus

Zwischen Harmoniebedürfnis

und

Konfliktrealität.

Prof. Margot Käßmann

– Krisen und Konflikte –

Lernerfahrungen der

Reformation

19.00 Uni-

Hauptgebäude, Aula

4 Di

Disco/PArty

Gießen

Affenkammerparty

21.00 Monkeys

konzerte

Gießen

5. Sinfoniekonzert

Werke von V. Lachner,

H. Levi, J. Brahms

20.00 Stadttheater

sonstiges

Gießen

Lachtreff/Yoga

Infos:

www.lach-doch-mit.de

19.30 Familienzentrum

Bernhard

Itzel, Mildred-

Harnack-Weg 21

Kinoreihe

Anders blicken!

Für Menschen mit und

ohne Demenz (Gruppe

lokaler Akteure). Das

Blaue vom Himmel –

Ausgelöst durch die

Demenz ihrer Mutter,

beginnt für Sofia eine

Reise in die Vergangenheit

ihrer Eltern und

ihrer eigenen Herkunft

20.00 Kinocenter

vorträge

Gießen

Die Gedanken sind

frei! Die Worte auch?

Lesung und Gespräch

mit Tom Koenigs (MdB),

Franziska Sperr (PEN-

Vizepräsidentin) und

Najet Adouani (Autorin)

19.30 KiZ,

Kongresshalle

5 Mi

Bühne

Gießen

For a look or a touch

Kostprobe. Öffentliche

Probe und Einführung

mit Regieteam und

Ensemblemitgliedern.

Musikdrama

20.00 TiL

Lich

Frag´ nicht lang

Gedichte, Briefe, Leben

zum 100. Todestag von

Christian Morgenstern.

Mit Oliver Steller

20.00 Kino

Traumstern

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

MittanzZentrale

Soul, Big Beat, HipHop,

Reggae, Dub,

Drum´n´Bass, Elektro

22.00 Scarabée

konzerte

Gießen

Tamara Lukasheva

Quartet

Folkloristische Elemente

mit Einflüssen des

Modern Jazz

20.30 Ulenspiegel

Mac Frayman

Amerikanischer

Folk Rock

22.00 Irish Pub

sonstiges

Gießen

Gießen 46ers Bingo

Night

21.00 Irish Pub

6 Do

Bühne

Bad Nauheim

Frühstück bei Cleopatra

Geschichtskabarett mit

Sebastian Schnoy

20.00 Theater

am Park

Lich

Frag’ nicht lang

Gedichte, Briefe, Leben

zum 100. Todestag von

Christian Morgenstern

20.00 Kino

Traumstern

Disco/PArty

Gießen

Land unter

Elektronische

Tanzmusik

22.00 Scarabée

Faux-Peng

Elektro, Indie-Rock,

Oldschool HipHop

21.30 Ulenspiegel

Flohmärkte

Lollar

Scheunenflohmarkt

15.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

theater unterwegs

Mittagskonzert

13.00 Rathaus

Mac Frayman

Amerikanischer

Folk Rock

22.00 Irish Pub

sonstiges

Gießen

Flimmerkiste

Big Fish – Der Zauber,

der ein Leben zur

Legende macht.

Drama (USA 2003)

20.00 Zeughaus

vorträge

Gießen

Kunst und Kultur

der Etrusker

Lichtbildervortrag von

Dr. Matthias Recke

15.30 Altes Schloss,

Netanya-Saal

Adam und das Volk

der Bäume

Märchenhaft-skurrile

Geschichten um den

jungen Adam – Lesung

mit Katja Behrens

19.00 Liebigschule,

Artrium

Nie aufs Schreiben verzichten,

wenn man eine

Frau ist und aus dem

Süden

Schreiben zwischen

den Kulturen bei Assia

Djebar – Lesung mit

Jessica Wilzek und

Studentinnen (JLU,

Institut für Romanistik)

19.30 Frauenkulturzentrum

7 Fr

Bühne

Gießen

Drei kleine Monster

Inszenierung aus

Schauspiel, Figurenspiel,

Musik, Tanz und

Malerei für Kinder von

4 bis 8 Jahren

16.00 Stadtbibliothek

Oleanna

Keller Theatre.

Von David Mamet

19.30 Kleine Bühne

I Wanna be Loved

by You

Marilyn. Das Kind in

der Frau – Musiktheater

jetzt mit Liveband

19.30 Stadttheater

Das Mädchen aus

dem Meer

10. Produktion des

JugendclubTanz des

Stadttheaters

20.00 TiL

Shanghai Nights

Der Chinesische

Nationalcircus

20.00 Kongresshalle

Bad Nauheim

Sünde, Sekt &

Sahneschnitten

Musik- und Dance-Comedy

mit Maria Vollmer

20.00 Theater am

Park

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Gib dem Affen Zucker

Latschi Beats, Charts,

Pop, House, HipHop

22.00 Monkeys

Ärzte vs Hosen

22.00 Scarabée

Marburg

Promo Party

Drei Floors mit Charts

und Partyhits, Techno

mit Electronic Music

Wars, Drum’n’Bass mit

Basspromotion

22.00 Till Dawn

Flohmärkte

Lollar

Scheunenflohmarkt

15.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Port London

Wetzlarer Brit-Pop-

Formation. Support:

Badabing (Gießen/

Deutscher Rap) &

Campaign like clockwork

(Wetzlar/wild

schillernde Rockmusik)

20.30 Jokus

Basti Hamel

Singer/Songwriter

22.00 Irish Pub

Feldatal

Couscous

feat. Sophie Janes

Akustik-Pop

20.00 Alte Synagoge

Kestrich

AL di MEOLA

& Band

plays

Beatles an more

TOURNEE 2014

Fr., 16. Mai 2014, 20 Uhr

Pfarrkirche St. Marien, Marburg

TICKETS ab 12. 8. 2013 an den bekannten VVK-Stellen in

MB, FD, GI und den gesamten Regionen...

TICKETS unter anderem unter

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in Gießen vom 6.–9. März 2014.

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Schreiben Sie bis zum 14. Februar per E-Mail an:

streifzug@giessener-allgemeine.de

Die Auswahl obliegt der Redaktion. Für die Richtigkeit

der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

2/2014 streifzug 27


VerANStALtuNGeN iM FeBruAr

Grünberg

10 Jahre No Label

Band Contest.

Mit Cross, Haunt the

City, The Odd & Ugly,

Effekt und Searchin

for a summer –

Außer Konkurrenz tritt

der Vorjahressieger

Emergency auf

19.00 Sport- und

Kulturhalle

Stangenrod

Schotten

Duo Sternenregen

Schlagerduo stellt

neues Album vor

20.00 Stadthalle

Wetzlar

Nick Parker

Singer/Songwriter

20.00 Conny´s

Binding

vorträge

Gießen

Es war einmal ...

Freitag.Vier.

Märchenrätsel.

Märchenhaftes für alle

Kinder von 4 bis

8 Jahren mit

Stefanie Böcker und

Stephanie Heinrich

16.00 Stadtbibliothek

8 SA

Bühne

Gießen

Cabaret

Wiederaufnahme.

Musical

19.30 Stadttheater

True Dylan

20.00 TiL

Al Burian Lesung

Antipop präsentiert:

Comedy, Satire, Lesung,

Musik

20.00 Schanzenstraße

1

Ralf Schmitz

Schmitzpiepe

20.00 Kongresshalle

Another Side of

True Dylan

late night

22.00 TiL

Bad Nauheim

Best of Queens

of Spleens

Musik und Kabarett

mit den

Queens of Spleens

20.00 Theater am

Park

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.00 Astaire´s

Captain Overdrive

Album Release Party –

blechblasfunkender

Rock

21.00 Ulenspiegel

Samstag Nacht Party

22.00 Monkeys

Rock of Ages

22.00 Scarabée

Marburg

Techno Beat Addiction

Technoparty auf drei

Floors

22.00 Till Dawn

Flohmärkte

Gießen

Trödelmarkt

7.00 Rodheimer

Straße

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

Lollar

Scheunenflohmarkt

10.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Semesterabschlusskonzerte

War Requiem op. 66

von Benjamin Britten –

Gemeinschaftsproduktion

des

Universitätsorchesters

mit Gießener Chören

20.00 St. Bonifatius-

Kirche

Punkkonzert

Mit den Bands

Stahlschwester,

Upper Crust, Doxa

21.00 AK44

Captain Overdrive

Album Release Party –

Groove & Rock

21.00 Ulenspiegel

Linger

Rock-Covers

22.00 Irish Pub

Marburg

Nick Parker

Singer/Songwriter

21.00 Molly Malones

märkte/messen

Alsfeld

HeLa

Landwirtschaftliche

Fachmesse

9.00 Hessenhalle

sPort

Gießen

Basketball Pro A

Gießen 46ers – ETB

Wohnbau Baskets Essen

20.00 Sporthalle

Gießen-Ost

Pohlheim

39. Limes-Winterlaufserie

Halbmarathon

14.00 Sporthalle der

Adolf-Reichwein-

Schule

sonstiges

Gießen

MuSEHum – Kinderatelier

im Alten Schloss

Is´ doch Jacke wie Hose

– Kleidungsstücke mit

Kartoffeldruck und

Batik

11.00 Oberhessisches

Museum

Besuche von Stars

Matthias Schweighöfer

stellt seinen neuen Film

Vaterfreuden vor. Weitere

Gäste: Schauspielerkollege

Friedrich

Mücke und Ricky Dean

Howard (Titelsong des

Films)

17.00 Kinopolis

Das Wundermahl

Mit Vier-Gänge-Menü,

das kulinarisch auf den

Abend abgestimmt ist

18.30 Altes Schloss

vorträge

Gießen

Physik im Blick

Armageddon: Hat die

Erde eine Chance? –

Vortrag von Prof. Bruno

K. Meyer

10.00 Physikalisches

Institut, Wilhelm-

Hanle-Hörsaal

9 So

Bühne

Gießen

Tanz auf dem

Pulverfass

Die oberen Zehntausend

– Amerikanische

Tanzoperette

15.00 Stadttheater

Hans im Glück

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Die letzten Tage

der Menschheit

Szenische Lesung. Hans

Hollmann liest aus der

Tragödie von Karl Kraus

19.30 Stadttheater

Das Interview

Zum letzten Mal

20.00 TiL

Bad Nauheim

Kann ich mal Probe

liegen?

Kabarett von und mit

Clajo Herrmann

18.00 Theater

am Park

Wetzlar

Rhythm of the Dance

Tanzshow – Mischung

aus Folklore, Tanz und

Bühneneffekten

19.00 Stadthalle

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire´s

Führungen

Gießen

Durch die Sonderausstellung

ZEITich

11.00 Mathematikum

Durch das

Mathematikum

14.00 Mathematikum

konzerte

Gießen

Semesterabschlusskonzerte

War Requiem op. 66

von Benjamin Britten –

Gemeinschaftsproduktion

des

Universitätsorchesters

mit Gießener Chören

17.00 St. Bonifatius-

Kirche

Alsfeld

Gregorianika

Cantabile-Tour.

Mystische Chormusik

aus Mittelalter und

Gegenwart

18.00 Dreifaltigkeitskirche

märkte/messen

Alsfeld

HeLa

Landwirtschaftliche

Fachmesse

9.00 Hessenhalle

Weiberschätze

Der 1. Markt von

Frauen für Frauen mit

allem, was das Herz

begehrt

11.00 Stadthalle

Buseck

Antik- und Sammlermarkt

9.00 Sammler- und

Hobbywelt

sonstiges

Gießen

Tanzcafé

15.00 Astaire’s

Flamenco für Kinder

Worksho: mit Alma

Gitana. Für 6- bis

10-Jährige 14 bis

15.30 Uhr, für

10- bis 17-Jährige,

16 bis 17.30 Uhr

14.00 MuK

vorträge

Gießen

Internationales

Erzählcafé mit Lesung

Karola Drews –

Rheingau – London –

Tokio – Gießen

11.00 ZiBB

Literaturnachmittag

Wenn ich liebe,

sehe ich Sterne ...

16.00 Frauenkulturzentrum

10 Mo

Disco/PArty

Gießen

Karaoke

Mit Andy Pfälzer

21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

21.30 Ulenspiegel

vorträge

Gießen

Caring, Cooking,

Cleaning

Gleichstellungs- und

beschäftigungspolitische

Perspektiven

haushaltsnaher Dienstleistungen.

Erfahrungen

aus Österreich. Vortrag

von Dr. Elfriede Fritz

18.00 Uni-Hauptgebäude,

Senatssaal

Homo Conflictus

Zwischen Harmoniebedürfnis

und Konfliktrealität.

Dr. Frank-Walter

Steinmeier (MdB) –

Politik als Verwaltung,

Gestaltung oder

Kriesenmanagement –

ein Erfahrungsbericht

19.15 Uni-Hauptgebäude,

Aula

11 Di

Disco/PArty

Gießen

Affenkammerparty

21.00 Monkeys

sonstiges

Gießen

Lachtreff/Yoga

19.30 Familienzentrum

Bernhard Itzel

vorträge

Gießen

Beutelspachers Sofa

Gast: Dr. Volker Priebe.

Vom Lösen von Knobelaufgaben

über kombinatorische

Optimierung

zum Manager eines der

größten Versicherungskonzerne

19.30 Mathematikum

Wetzlar

Neuseeland

Full HD Panorama-

Multivisionshow von

Michael Fleck

20.00 Stadthalle

12 Mi

Bühne

Wettenberg

Maybachs

bundesweite CSU

Kirchenkabarett mit

Pfarrer Ingmar Maybach

19.30 Margarethenkirche

Krofdorf-Gleiberg

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire´s

MittanzZentrale

Soul, BigBeat, HipHop,

Reggae, Dub,

Drum’n’Bass, Elektro

22.00 Scarabée

konzerte

Gießen

Billy Rückwärts

Liedermacher-Trio

20.30 Ulenspiegel

Sascha Santorineos

Akustik

21.00 Irish Pub

Heuchelheim

The Gregorian Voices

Gregorianik meets Pop –

russisch-orthodoxe

Kirchenmusik

19.30 Neue Martinskirche,

Kirchstraße

vorträge

Gießen

LZGespräche

Renommierte Gegenwartsliteratur

auf dem

Podium. Auskunft und

Einblick in schriftstellerisches

Schaffen. Auftakt

mit Thomas von Steinaecker

19.30 Margarete-

Bieber-Saal

13 Do

Bühne

Gießen

Am Katzenmoor

19.30 Stadttheater

Bad Nauheim

Mer waases net ... mer

munkelts nur

Mundartcomedy mit

Hiltrud und Karl-Heinz

20.00 Bürgerhaus

Weckesheim

28 streifzug 2/2014


VerANStALtuNGeN iM FeBruAr

Disco/PArty

Gießen

Land unter

Indiepassion

22.00 Scarabeé

Flohmärkte

Lollar

Scheunenflohmarkt

15.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Musik bei Vitos

Semesterabschlusskonzert

des

Musikinstituts der

Justus-Liebig-Universität

19.00 Vitos-Klinik

Dominik Wrana

Singer/Songwriter

21.00 Irish Pub

sonstiges

Gießen

Flimmerkiste

Goodfellas – Drei Jahrzehnte

in der Mafia.

Drama (USA 1990)

20.00 Zeughaus

14 Fr

Ausstellungen

Gießen

Otto Lührsen

Bilderausstellung

vom ehemaligen

Theater maler. Eröffnung

17.00 ZiBB

Bühne

Gießen

Oleanna

Keller Theatre

19.30 Kleine Bühne

Ab heute heißt du Sara

Bilder aus dem Leben

einer Berlinerin – nach

dem autobiographischen

Bericht »Ich trug

den gelben Stern«

von Inge Deutschkron

19.30 Stadttheater

Siddhartha

Tanzstück

20.00 TiL

Bad Nauheim

Schönheit hat immer

2 Gesichter

Kabarett mit dem Duo

Thekentratsch

20.00 Theater

am Park

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire´s

Gib dem Affen Zucker

Latschi Beats, Charts,

Pop, House, HipHop

22.00 Monkeys

Eurodance

90er Jahre Party

22.00 MuK

A Tribute to

Quentin Tarantino

R’n’R, Surf, Soul,

Beat, Mexicana, Dessert

Rock

22.00 Scarabeé

Flohmärkte

Lollar

Scheunenflohmarkt

15.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Hardcore-Konzert

Hexis, Église,

Cathedraal

21.00 AK44

Gelon

Akustik

21.00 Irish Pub

15 SA

Bühne

Gießen

Crazy Broadway 2

Jetzt wird’s wild –

Musical-Hommage

19.00 Astaire´s

Oleanna

Keller Theatre

19.30 Kleine Bühne

Reise ins Glück

Mit den

Schmachtigallen

hin und weg

19.30 Stadttheater

For A Look Or A Touch

Premiere. Musikdrama

in deutscher und

englischer Sprache

mit Übertiteln

20.00 TiL

Internet-Comedy-Star

Teddy Show –

Was labersch du ...

20.00 Hessenhalle

Bad Nauheim

MANN kann –

muss aber nicht!

Kabarett mit Jürgen

Scheugenpflug

20.00 Theater

am Park

Wetzlar

Sissi

Musical. Liebe, Macht

& Leidenschaft

20.00 Rittal-Arena

Ulla Meinecke

Mit Ingo York (Bass &

Gitarre) und Reinmar

Henschke (Keyboard,

Drums) mit noch nie

veröffentliche Songs

21.00 Kulturzentrum

Franzis

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.00 Astaire’s

tanzbar spezial

Mit Überraschungs-DJ

21.30 Ulenspiegel

Samstag Nacht Party

22.00 Monkeys

Rock of Ages

22.00 Scarabeé

Sternstunde

Technoparty

23.00 MuK

Marburg

Classic Rock Night

22.00 Till Dawn

Flohmärkte

Gießen

Trödelmarkt

7.00 Rodheimer

Straße

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

Lollar

Scheunenflohmarkt

10.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Cantamus Gießen

Benefizkonzert

zugunsten der

Agaplesion Haus

Samaria Hospiz

20.00 Uni-

Hauptgebäude, Aula

Split

Powerpop

21.00 Irish Pub

Marburg

Knoxville Morning

Irische Band.

Americana vermischt

mit Folk &

Countryeinflüssen

21.00 Molly Malones

märkte/messen

Gießen

18. Gießener

Motoexpo

Motorradmesse

10.00 Hessenhallen

Alsfeld

Antik-, Sammler- &

Trödelmarkt

9.00 Hessenhalle

Bauern- und

Spezialitätenmarkt

10.00 Marktplatz

sPort

Gießen

22. Hessische und

13. Thüringer Cheerleadermeisterschaft

12.45 Sporthalle

Gießen-Ost

sonstiges

Gießen

MuSEHum – Kinderatelier

im Alten Schloss

Ein Wald voller magischer

Wesen – Frottage-

Technik erleben

11.00 Oberhessisches

Museum

vorträge

Gießen

Physik im Blick

Nanotechnologie –

Grenzen der Miniaturisierung.

Vortrag von

Prof. Peter J. Klar

10.00 Physikalisches

Institut, Wilhelm-

Hanle-Hörsaal

Brunch & Vortrag

So geheim und

vertraut ...

Vita Sackville-West

und Virginia Woolf

von Karola Drews

10.30 Frauenkulturzentrum

Alsfeld

Der Vulkan lässt lesen

Netenjakob spielt, liest

und singt Netenjakob –

Highlights mit Moritz

Netenjakob

18.00 Autohaus Roth

Restaurant

Schlosskeller

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VerANStALtuNGeN iM FeBruAr

16 So

Bühne

Gießen

The Horta Project Soap

Recreation

vorgestellt. Tanzabend

von Rui Horta

11.00 Stadttheater

Kleine Engel

Kinderstück

11.00 TiL

Dornröschen

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Der fliegende

Holländer

zum letzten Mal.

Romantische Oper

19.30 Stadttheater

Tschick

Road Trip für

Jugendliche und

Erwachsene

20.00 TiL

Bad Nauheim

Der große

Heinz Erhardt Abend

Seine besten Gedichte

und Lieder mit

Hans-Joachim Heist

18.00 Theater

am Park

Disco/PArty

Gießen

Discofox-Party

20.30 Astaire’s

Führungen

Gießen

Pflanzen erleben

Inselpflanzen

11.15 Botanischer

Garten

konzerte

Gießen

Moment of brass

Benefizkonzert zur

weiteren Renovierung

der Johanneskirche mit

dem Musikkorps der

FFW Linden

15.00 Johanneskirche

Amici Ensemble

Frankfurt

Benefizkonzert mit

Werken von Schubert

(Klavierquintett opus

post. 114 – D 667 in

A-Dur (Forellenquintett)

und Mendelssohn-

Bartholdy (Oktett für

Streicher Es-Dur op. 20)

– zugunsten der Projekte

Deutschlandstipendium

an der JLU und

Integrationshilfe für

Flüchtlingskinder in der

Grundschule

16.00 Justus-Liebig-

Universität, Aula

Wettenberg

Wettenberger

Winterkonzerte

Cellissimo mit István

Várdai & Dávid Bali.

Arpeggione-Sonate von

Franz Schubert sowie

Werke von Janácek und

Kodály

17.00 Ev. Kirche

Wißmar

märkte/messen

Gießen

18. Gießener

Motoexpo

Motorradmesse

10.00 Hessenhallen

Alsfeld

Antik-, Sammler- &

Trödelmarkt

9.00 Hessenhalle

sonstiges

Gießen

Tanzcafé

15.00 Astaire’s

vorträge

Lahnau

Norwegen und die

Hurtigruten

Diavortrag

17.00 Bürgerhaus

Atzbach

17 Mo

Bühne

Bad Nauheim

Warum heiraten –

Leasing tut’s auch

Kabarett mit

Stephan Bauer

19.30 Theater

am Park

Disco/PArty

Gießen

Independent tanzbar

21.30 Ulenspiegel

konzerte

Gießen

Maths and the Moon

Psychedelic,

Alternative-Rock,

Shoegaze Band aus

England

20.00 MuK

sonstiges

Gießen

Pub Quiz

21.00 Irish Pub

18 Di

Disco/PArty

Gießen

Affenkammerparty

21.00 Monkeys

konzerte

Gießen

Gießener

Meisterkonzerte

4. Winterkonzert.

Duo Brillaner –

Shirley Brill (Klarinette),

Jonathan Aner (Klavier)

mit Werken von

Lutoslawski, Brahms

und Berg

20.00 Rathaus,

Konzertsaal

sonstiges

Gießen

Lachtreff/Yoga

19.30 Familienzentrum

Bernhard Itzel

vorträge

Gießen

Rhodos im Frühling

Eine Pflanzenexkursion

in Bildern mit

Referentin: PD Dr.

Birgit Gemeinholzer

19.30 Hermann-

Hoffmann-Akademie

19 Mi

Bühne

Gießen

Tschick

18.00 TiL

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

MittanzZentrale

Soul, BigBeat, HipHop,

Reggae, Dub,

Drum’n’Bass, Elektro

22.00 Scarabée

konzerte

Gießen

Heising, SPIT &

Kometen

Alternative

20.30 Ulenspiegel

Wolfgang Thiele

Old Man Rocking

21.00 Irish Pub

sonstiges

Gießen

Poetry Slam

20.00 Jokus

vorträge

Gießen

Homo Conflictus

Volker Bouffier –

Vom Konflikt zum

Konsens.

Von der Suche nach

Mehrheiten in der

modernen Demokratie

19.15 Uni-Hauptgebäude,

Aula

Wintervortragsreihe

des Oberhessischen

Geschichtsvereins

Zwischen Kachelofen

und Festungswall.

Archäologische

Erkenntnisse zur

Geschichte Gießens in

der Frühen Neuzeit.

Vortrag von

Dr. Dieter Neubauer

20.00 Altes Schloss,

Netanya-Saal

20 Do

Bühne

Gießen

Tschick

20.00 TiL

Marburg

Matthias Egersdörfer

Kabarett. Vom Ding her

20.00 Kulturladen

KFZ

Disco/PArty

Gießen

Land unter

Elektronische

Tanzmusik

22.00 Scarabée

Flohmärkte

Lollar

Scheunenflohmarkt

15.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Miller & Heath

Rock, Pop

21.00 Irish Pub

vorträge

Gießen

Typisch Verdi

Was macht Verdis

Musik so unverwechselbar?

– Vortrag mit

Musikbeispielen von

Prof. Albrecht Goebel

15.30 Altes Schloss,

Netanya-Saal

21 Fr

Ausstellungen

Gießen

20 Jahre Mathematik

zum Anfassen

Zeitreise zu den

Anfängen des Mathematikums

9.00 Mathematikum

Bühne

Gießen

Oleanna

Keller Theatre

19.30 Kleine Bühne

Tanz auf dem

Pulverfass

Die oberen Zehntausend

– Amerikanische

Tanzoperette

15.00 Stadttheater

Kaspar Häuser Meer

20.00 TiL

Bad Nauheim

Die Fleetscher Pätter

Comedy mit

Rainer Hartmann und

Manfred Scholz

20.00 Theater

am Park

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Gib dem Affen Zucker

Latschi Beats, Charts,

Pop, House, HipHop

22.00 Monkeys

Mücke

(Sch)nibbel-Sause

Vol. 2 Party

20.00 DGH

Flensungen

Flohmärkte

Lollar

Scheunenflohmarkt

15.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Musik bei Vitos

Colors of Blue

19.00 Vitos-Klinik

Johnny Knife &

his Rippers

The Norwegian-German-Rock’n’Roll-Project


anschl. Nervous

Shakedown mit

DJ Chris Kiddie Heath

22.00 Scarabeé

Marburg

Mardi Gras.BB

Zurück in die

Zukunft-Tour –

Das experimentelle

Blasorchester mit dem

berühmten

New-Orleans-Groove

20.00 Kulturladen

KFZ

22 SA

Bühne

Gießen

Oleanna

Keller Theatre

19.30 Kleine Bühne

The Horta Project Soap

Recreation

Premiere. Tanzabend

von Rui Horta

19.30 Stadttheater

For A Look Or A Touch

Musikdrama

in deutscher und

englischer Sprache

mit Übertiteln

20.00 TiL

Bad Nauheim

ABBA a-capella

Mit Peter and

the Wolvettes

20.00 Theater

am Park

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.00 Astaire´s

tanzbar spezial

Mit Überraschungs-DJ

21.30 Ulenspiegel

Indie Fresse Party

Indie, Alternative &

Electroclash

22.00 Monkeys

Rock of Ages

22.00 Scarabée

Lauterbach

Winterparty

18.00 Alte Ziegelei

Marburg

Mega 90er Party

21.00 Till Dawn

Flohmärkte

Gießen

Trödelmarkt

7.00 Rodheimer

Straße

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

Lollar

Scheunenflohmarkt

10.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

Führungen

Gießen

Durch das

Mathematikum

11.00 Mathematikum

konzerte

Gießen

Punkrock-Konzert

Mit den Bands

Toxoplasma,

Obtrusive,

Dead City Radio –

Im Anschluss

Aftershow-Party

20.00 AK44

Fab 3

Rock, Pop, Blues

21.00 Irish Pub

30 streifzug 2/2014


VerANStALtuNGeN iM FeBruAr

Grünberg

Frei sein

Konzert & Lesung mit

Vaile Fuchs

20.00 Barfüßer kloster

sonstiges

Gießen

Sicher und stark

Selbstbehauptung

für Jungen von 13 bis

15 Jahren

10.00 Jokus

MuSEHum – Kinderatelier

im Alten Schloss

Schwungvolle

Skulpturen schwirren

durch das Museum –

Modellieren

11.00 Oberhessisches

Museum

Marktcafé

Offener Treff

11.00 Frauenkulturzentrum

Flamenco für Kinder

Workshop mit

David Morán El Gamba

de Jerez

12.00 MuK

23 So

Ausstellungen

Gießen

Vogelbörse

11.00 Hessenhallen

Bühne

Gießen

Frau Holle

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Idomeneo

Oper in italienischer

Sprache mit deutschen

Übertiteln

19.30 Stadttheater

König Ödipus

Soloabend mit

Martin Gärtner

20.00 TiL

Bad Nauheim

Hellsehen kann man

auch im Dunkeln

Comedy mit

Martin Sierp

18.00 Theater

am Park

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire´s

konzerte

Gießen

Musik am Vormittag

Nola Note auf

Orchester-Reise

11.00 Stadttheater

Lich

Recital Cello & Klavier

Kammermusik.

Sonaten von Brahms,

Beethoven, Franck

17.00 Marienstiftskirche

Wettenberg

Winterkonzerte

Deutsches Saxophon

Ensemble mit Werken

von Brahms, R. Strauß,

Glasunow

17.00 Ev. Kirche

Wißmar

sonstiges

Gießen

Sicher und stark

Selbstbehauptung für

Jungen von

13 bis 15 Jahren

10.00 Jokus

Tanzcafé

15.00 Astaire´s

Lachtreff/Yoga

14.00 Familienzentrum

Bernhard Itzel

Filmnachmittag

Orlando –

Fiktive Biografie von

Vita Sackville-West

nach dem Roman

von Virginia Woolf

16.00 Frauenkulturzentrum

24 Mo

Disco/PArty

Gießen

Karaoke

Mit Andy Pfälzer

21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

21.30 Ulenspiegel

märkte/messen

Alsfeld

Kinder-Spielzeugbörse

9.00 Stadthalle

25 Di

Disco/PArty

Gießen

Affenkammerparty

21.00 Monkeys

sonstiges

Gießen

Lachtreff/Yoga

19.30 Familienzentrum

Bernhard Itzel

vorträge

Gießen

Die Poesie der

Primzahlen

Buchvorstellung mit

Prof. Beutelspacher

17.00 Mathematikum

Tiere streicheln

Menschen

Actionlesung mit Gotti

(Martin Gottschild) &

Glöckner von Stolzenhagen

(Sven van Thom)

20.00 MuK

26 Mi

Bühne

Gießen

Tschick

18.00 TiL

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire´s

MittanzZentrale

Soul, BigBeat, HipHop,

Reggae, Dub,

Drum’n’Bass, Elektro

22.00 Scarabeé

konzerte

Gießen

Louis Fitz

Irish Folk Rock

21.00 Irish Pub

27 Do

Bühne

Gießen

Sleepwalker

Tanzstück

20.00 TiL

Disco/PArty

Gießen

Land unter

Indiepassion

22.00 Scarabeé

Flohmärkte

Lollar

Scheunenflohmarkt

15.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Tobi Wessel

Rock Covers

21.00 Irish Pub

vorträge

Gießen

Designerdrogen

Zwischen Partyrausch

und Absturz

17.00 Jokus

Lauterbach

Der Vulkan lässt lesen

Diesseits von Eden –

mit Wladimir Kaminer

20.00 Sparkasse

Oberhessen,

Berliner Platz

28 Fr

Bühne

Gießen

Gescheit und

trotzdem Tapfer

Texte und Gedichte von

Erich Kästner

17.00 Stadttheater

Cabaret

Musical

19.30 Stadttheater

Die Wanze

Insektenkrimi

20.00 TiL

Marburg

Piet Klocke

Musiker, Kabarettist,

Autor und Schauspieler

20.00 Kulturladen

KFZ

Disco/PArty

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Gib dem Affen Zucker

Latschi Beats, Charts,

Pop, House, HipHop

22.00 Monkeys

Nordisch by Nature

HipHop-Party

22.00 Scarabeé

Butzbach

Discoabend

21.00 Bürgerhaus

Griedel

Flohmärkte

Lollar

Scheunenflohmarkt

15.00 Alte Schmiede

Ruttershausen

konzerte

Gießen

Frozen Kilt

Bluesrock

21.00 Irish Pub

13.+14.03. wetzlar Rittal Arena

02.02. GIeSSeN Kongresshalle

04.04. GIeSSeN Kongresshalle

22.10. wetzlar Rittal Arena

2014 live iN der regioN

03.09. MAX rAABe & Palast Orchester WETZLAR

09.11. viNCe eBerT GIESSEN

25.11. MiCHl MÜller GIESSEN

04.12. gerNoT HASSKNeCHT GIESSEN

08.12. FM. BARWASSER „erWiN PelZig“ GIESSEN

14.01.15 UrBAN Priol WETZLAR

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Die TV-Kultshow endlich wieder auf Tournee.

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Die Geburtstags Show

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Stadthalle wetzlar • So, 4.5.´14, 16h

Ian Anderson

Die Rock-Legende nach dem ausverkauften Konzert

von 2010 endlich wieder live in der Rittal-Arena Wetzlar.

Wetzlar - Rittal Arena • So., 30.11.‘14, 20 h

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2/2014 streifzug 31


Fastnacht 2014

AlsFelD

1. 3., 19.31 Uhr, Fastnachtssitzung,

Hessenhalle Alsfeld

2. 3., 13.11 Uhr, Hessens kleinster

Fastnachtsumzug, Innenstadt Alsfeld

AllenDorF

27. 2., 20.11Uhr, Weiberfastnacht,

DGH Climbach

BieBertAl

3. 2., 14.31 Uhr, Familienfastnachtssitzung,

Bürgerhaus Rodheim

15. 2., 19.31 Uhr, 1. Fremdensitzung,

Bürgerhaus Rodheim

22. 2., 19.31 Uhr, 2. Fremdensitzung,

Bürgerhaus Rodheim

Buseck

1. 3., 19.31 Uhr, Prunksitzung,

Kulturzentrum Großen-Buseck

3. 3., 19.61 Uhr, Rosenmontagsball

(Disco-Party Ü18), Harbig-Halle,

Alten-Buseck

14. 2., 19.33 Uhr, 1. Fastnachtssitzung,

Pfarrsaal St. Marien Großen-Buseck

15. 2., 19.11 Uhr, 2. Fastnachtssitzung,

Pfarrsaal St. Marien Großen-Buseck

16. 2., 17.11 Uhr, 3. Fastnachtssitzung,

Pfarrsaal St. Marien Großen-Buseck

22. 2., 19.31 Uhr, Prunksitzung,

Harbig-Halle, Alten-Buseck

FelDAtAl

14. 2., 19.33 Uhr, 1. Fastnachtssitzung,

Feldahalle, Groß-Felda

15. 2., 19.33 Uhr, 2. Fastnachtssitzung,

Feldahalle, Groß-Felda

FernWAlD

1. 3., 20.00 Uhr, Fastnachtsveranstaltung,

Bürgerhaus Annerod

22. 2., 20.00 Uhr, Fastnachtstreiben,

Hessischer Hof Steinbach

giessen

1. 3., 20.11 Uhr, Prunksitzung,

Kongresshalle

1. 3., 20.11 Uhr, Fastnachtssitzung,

Mehrzweckhalle Gießen-Allendorf

1. 3., 20.00 Uhr, Prunksitzung,

Bürgerhaus Rödgen

2. 3., 13.33 Uhr, Fastnachtsumzug,

ab Eichgärtenallee Gießen

9. 2., 11.11 Uhr, Bräu der Tollitäten,

Brauhaus

21. 2., 19.11 Uhr, Fastnachtssitzung

Club 68, Bürgerhaus Kleinlinden

22. 2., 19.33 Uhr, Rabatz in Bonifaz,

Bürgerhaus Kleinlinden

27. 2., 14.11 Uhr, Sturm auf’s Rathaus,

Berliner Platz

27. 2., 20.11 Uhr, Weiberfastnacht,

Kongresshalle

28. 2., 20.11 Uhr, Fremdensitzung,

Kongresshalle

grünBerg

1. 3., 20.11 Uhr, Fastnachtssitzung,

DGH Beltershain

1. 3., 19.33 Uhr, 2. Fastnachtssitzung,

Sport- und Kulturhalle Stangenrod

27. 2., 20.11 Uhr, Weiberfastnacht,

Saal Herzberger Harbach

27. 2., 19.00 Uhr, Fastnachtssitzung,

DGH Lumda

1. 3., 20.11 Uhr, Prunksitzung,

Gallushalle Grünberg

heuchelheim

23. 2., 14.33 Uhr, Familiensitzung,

Turnhalle Heuchelheim

28. 2., 20.30 Uhr, Fastnachtsparty,

Mehrzweckgebäude Kinzenbach

1. 3., 20.11 Uhr, Fastnachtssitzung,

Mehrzweckgebäude Kinzenbach

1. 3., 20.11 Uhr, Alpen Apres-Ski Party

(mit Kostümprämierung), Alte Turnhalle

Heuchelheim

3. 3., 19.33 Uhr, Prunksitzung,

Turnhalle Heuchelheim

4. 3., 14.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

Ortsmitte (Bachstraße) Heuchelheim

hungen

1. 2., 20.11 Uhr, Fastnachtssitzung,

DGH Rodheim

8. 2., 19.31 Uhr, 1. Prunksitzung,

Bürgerhaus Bellersheim

15. 2., 19.31 Uhr, 2. Prunksitzung,

Bürgerhaus Bellersheim

15. 2., 20.11 Uhr, Fastnachtssitzung,

Mehrzweckhalle Inheiden

16. 2., 14.11 Uhr, Sonntagssitzung,

Bürgerhaus Bellersheim

21. 2., 20.11 Uhr, 1. Fremdensitzung,

DGH Nonnenroth

22. 2., 20.11 Uhr, 2. Fremdensitzung,

DGH Nonnenroth

22. 2., 19.33 Uhr, Fastnachtssitzung,

Stadthalle Hungen

26. 2., 20.00 Uhr, Weiberfastnacht,

Bürgerhaus Bellersheim

27. 2., 20.00 Uhr, Weiberfastnacht,

Bürgerhaus Bellersheim

1. 3., 20.11 Uhr, Fastnachtssitzung,

Mehrzweckhalle Trais-Horloff

3. 3., 20.11 Uhr, Rosenmontagsball,

Stadthalle Hungen

4. 3., 14.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

Innerorts Bellersheim

hüttenBerg

8. 2., 20.11 Uhr, 1. Prunksitzung,

Bürgerhaus Hüttenberg

15. 2., 20.11 Uhr, 2. Prunksitzung,

Bürgerhaus Hüttenberg

HOMBERG

22. 2., 19.30 Uhr, Fastnachtssitzung,

Stadthalle Homberg

27. 2., 19.30 Uhr, Altweiberfastnacht,

Stadthalle Homberg

lAhnAu

1. 3., 19.33 Uhr, Prunksitzung,

Bürgerhaus Atzbach

lAnggÖns

1. 2., 19.33 Uhr, 2. Fastnachtssitzung,

TSV-Turnhalle Oberkleen

15. 2., 14.00 Uhr, Gala-Prunksitzung,

Bürgerhaus Dornholzhausen

1. 3., 20.11 Uhr, Fastnachtssitzung,

Sportheim Cleeberg

1. 3., 20.11 Uhr, Galaprunksitzung,

Bürgerhaus Dornholzhausen

1. 3., 20.11 Uhr, Elferratssitzung,

Bürgerhaus Niederkleen

lAuBAch

8. 2., 19.33 Uhr, Prunksitzung,

Sport- und Kulturhalle Laubach

21. 2., 20.11 Uhr, Prunksitzung,

DGH Freienseen

23. 2., 14.11 Uhr, Prunksitzung/

Kreppel café, DGH Wetterfeld

1. 3., 20.11 Uhr, Prunksitzung,

Bürgerhaus Ruppertsburg

1. 3., 14.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

Innenstadt Laubach

4. 3., 14.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

Innerorts Freienseen

lich

21. 2., 20.00 Uhr, Weiberfastnacht,

Volkshalle Langsdorf

22. 2., 20.11 Uhr, Prunksitzung,

Sport- und Kulturhalle Muschenheim

28. 2., 20.11 Uhr, Männerbalettturnier,

Sport- und Kulturhalle Muschenheim

1. 3., 19.33 Uhr, Fastnachtssitzung,

Don-Bosco-Saal Lich

2. 3., 13.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

Innerorts Eberstadt

4. 3., 10.33 Uhr, Fastnachtsumzug

Kindergarten, Innerorts Eberstadt

linDen

15. 2., 19.31 Uhr, 1. Fremdensitzung,

TV-Halle, Großen-Linden

22. 2., 19.31 Uhr, 2. Fremdensitzung,

TV-Halle, Großen-Linden

1. 3., 16.00 Uhr, Sturm aufs Rathaus

3. 3., 19.00 Uhr, Rosenmontagsfete,

TV-Halle, Großen-Linden

lollAr

1. 2., 19.33 Uhr, Prunksitzung,

Bürgerhaus Lollar

7. 2., 19.31 Uhr, 1. Fremdensitzung,

DGH Ruttershausen

8. 2., 19.31 Uhr, 2. Fremdensitzung,

DGH Ruttershausen

26. 2., 19.11 Uhr, Sturm auf´s Rathaus,

Bürgerhaus Lollar

3. 3., 20.11 Uhr, Rosenmontagsball,

Bürgerhaus Lollar

4. 3., 14.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

ab Steinstraße Lollar

mücke

14. 2., 19.45 Uhr, 1. Fastnachtssitzung,

DGH Nieder-Ohmen

15. 2., 19.45 Uhr, 2. Fastnachtssitzung,

DGH Nieder-Ohmen

15. 2., 20.11 Uhr, Fremdensitzung,

Sportheim Ruppertenrod

15. 2., 20.11 Uhr, 1. Fremdensitzung,

Gasthaus Hörle, Merlau

22. 2., 20.11 Uhr, Fastnachtssitzung,

DGH Flensungen

22. 2., 20.11 Uhr, 2. Fremdensitzung,

Gasthaus Hörle, Merlau

27. 2., 20.11 Uhr, Weiberfastnacht,

Gasthaus Hörle, Merlau

28. 2., 20.11 Uhr, 1. Fremdensitzung,

Narhalla Schützenhaus Atzenhain

1. 3., 20.11 Uhr, 2. Fremdensitzung,

Narhalla Schützenhaus Atzenhain

1. 3., 20.11 Uhr, Maskenball, Turnhalle

Groß-Eichen

2. 3., 13.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

Innerorts Flensungen

4. 3., 14.11 Uhr, Buntes Fastnachtstreiben,

Sportheim Ruppertenrod

Pohlheim

15. 2., 19.31 Uhr, Elferratssitzung,

Bürgerhaus Hausen

15. 2., 19.31 Uhr, Fremdensitzung,

Kulturelle Mitte Holzheim

22. 2., 19.33 Uhr, Elferratssitzung,

Limeshalle Grüningen

22. 2., 19.31 Uhr, Prunksitzung,

Volkshalle Watzenborn-Steinberg

27. 2., 20.11 Uhr, Weiberfastnacht,

Bürgerhaus Hausen

27. 2., 18.00 Uhr, Weiberfastnacht,

Kulturelle Mitte Holzheim

28. 2., 20.11 Uhr, Frauensitzung,

Limeshalle Grüningen

1. 3., 14.30 Uhr, Straßenkarneval,

vor dem Alten Rathaus Hausen

1. 3., 14.11 Uhr, Kinderfastnacht,

Volkshalle Watzenborn-Steinberg

1. 3., 19.33 Uhr, Elferratssitzung,

Sport- und Kulturhalle Garbenteich

4. 3., 14.33 Uhr, Kehraus mit der

Kapelle Sunbow, Limeshalle

4. 3., 14.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

Bürgerhaus Hausen

rABenAu

7. 2., 19.11 Uhr, 1. Fastnachtssitzung,

DGH Geilshausen

8. 2., 19.11 Uhr, 2. Fastnachtssitzung,

DGH Geilshausen

22. 2., 19.31 Uhr, Prunksitzung,

Lumdatalhalle Londorf

28. 2., 21.00 Uhr, Fastnachtsdisco,

Lumdatalhalle Londorf

1. 3., 20.11 Uhr, Buntes Fastnachtstreiben,

DGH Odenhausen

3. 3., 10.11 Uhr, Bärenumzug,

TP: Lumdatalhalle Londorf

4. 3., 11.11 Uhr, Sturm aufs Rathaus

Londorf

reiskirchen

15. 2., 19.44 Uhr, Prunksitzung,

Bürgerhaus Reiskirchen

15. 2., 20.11 Uhr, Fremdensitzung,

DGH Hattenrod

21. 2., 19.31 Uhr, 1. Fremdensitzung,

Bürgerhaus Burkhardsfelden

22. 2., 19.31 Uhr, 2. Fremdensitzung,

Bürgerhaus Burkhardsfelden

28. 2., 19.44 Uhr, Altweiberfastnacht,

Bürgerhaus Reiskirchen

3. 3., 15.11 Uhr, Rosenmontagsumzug,

Innerorts Hattenrod

schotten

1. 3., 20.11 Uhr, Spötter Fastnachtssitzung,

Festhalle Schotten

stAuFenBerg

15. 2., 19.31 Uhr, Prunksitzung

(TV Mainzlar), Stadthalle Staufenberg

WettenBerg

9. 2., 13.30 Uhr, Familienfastnachtssitzung,

Mehrzweckhalle

Krofdorf-Gleiberg

15. 2., 19.00 Uhr, 1. Prunksitzung,

Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg

22. 2., 19.00 Uhr, 2. Prunksitzung,

Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg

21. 2., 20.11 Uhr, 1. Fremdensitzung,

Bürgerhaus Wißmar

22. 2., 20.11 Uhr, 2. Fremdensitzung,

Bürgerhaus Wißmar

27. 2., 20.00 Uhr, Altweiberfastnacht,

Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg

1. 3., 19.31 Uhr, Fremdensitzung,

Bürgerhaus Launsbach

4. 3., 11.00 Uhr, Buntes Treiben,

Dorfplatz Launsbach

4. 3., 10.00 Uhr, Sturm auf’s Rathaus,

Krofdorf-Gleiberg

4. 3., 14.11 Uhr, Fastnachtsumzug,

Innerorts, Krofdorf-Gleiberg

WetzlAr

2. 3., 13.31 Uhr, Karnevalszug,

Innenstadt Wetzlar

32 streifzug 2/2014


Fotos: Sven Stinn

rockige raver

Diese Band legt es nicht darauf an, verstanden zu werden. Sie legt es auch nicht darauf an,

geliebt zu werden. Im Gegenteil: Mogwai verfahren nach dem Motto »Viel Feind, viel Ehr«.

Muss wohl so sein, wenn man aus dem Land der Bravehearts kommt und auf den

Punkt gepostrockte Musik spielt. Bald zu sehen in der neuen Batschkapp in Frankfurt.

Mogwai – das sind seit 1995 fünf Musiker

aus Glasgow, die irgendwas zwischen

Postrock und Ambient spielen. Nur: Für

Ambient sind sie zu laut, für Postrock, das

vor allem vom sehr langsamen, sphärischen

Aufbau der Lieder lebt, kommen sie zu

schnell auf den Punkt. Mittlerweile haben

die Schotten ihr achtes Album veröffentlicht,

»Rave Tapes« heißt es. Zehn soundtrackartige

Rocksongs in 50 Minuten. Und

damit kommt die Band nun auf Tour.

Schon beim Namen fängt’s an mit der

Rock’n’Roll-Attitüde. Mogwai leite sich aus

dem Chinesischen ab und bedeute so viel

wie »böser Geist«, heißt es auf einschlägigen

Seiten im Netz. Außerdem hört in der

Horrorklamotte »Gremlins« eines dieser

plüschig-putzigen Monster auf diesen Namen.

Stuart Braithwaite ist der Gitarrist der

Band und kommentiert die Diskussion um

den Namen lapidar: Eine tiefere Bedeutung

habe dieser nicht. Seine Band-Kollegen, die

auch mal ganz gerne öffentlich über

Musikerkollegen lästern, seien noch nicht

dazu gekommen, einen besseren zu finden.

Die wenigen Texte, die die rockig-elektronischen

Klänge untermalen, sind meist

schwer verständlich, die Songtitel – freundlich

ausgedrückt – kryptisch: »I chose

Horses«, »Boring Machines disturbs Sleep«

oder »George Square Thatcher Death Party«.

Gitarrist Barry Burns gibt ohne mit der

Wimper zu zucken zu, die Namen seien

nur dazu da, damit die Musiker die einzelnen

Songs auf der Setliste auseinanderhalten

können. Eine tiefere Bedeutung,

nein, die hätten die Titel nun wirklich nicht.

Einen Namen erhielten die Stücke erst ganz

zum Schluss, kurz vorm Marsch ins Presswerk.

Und dann sei eben auch mal »Bullshit«

dabei.

Man könnte das nun für eine Masche halten,

um Aufmerksamkeit zu erregen. Man

könnte es aber auch als Versuch einer Band

sehen, nicht in eine Schublade gesteckt zu

werden und sich Interpretationsversuchen

zu entziehen. Mogwais Musik zu erklären,

sei ein Ding der Unmöglichkeit, sagt Burns.

Musik sei etwas Abstraktes, vor allem dann,

wenn sie ohne Texte auskomme. Beethoven

und Mozart hätten sich und ihr Schaffen

schließlich auch nicht in Interviews erklären

müssen. Worum es der Band geht: »Wir

wollen einfach nur, dass sich die Leute unsere

Musik anhören.« Kann ohne schlechtes

Gewissen gemacht werden. Am Dienstag,

4. Februar, um 20 Uhr in der neuen Batschkapp.

Einlass ist um 19 Uhr, Vorband ist

Forest Swords.

Kays Al-Khanak

Mogwai schrecken auch vor Grätschen gegen Kollegen nicht zurück.

Foto: Steve Gulleck

2/2014 streifzug 33


AM MAiN

Marek Fis:

der Grenzüberschreiter

Einbrecher, Autoknacker, Hooligan, Schwarzarbeiter: Wenn das die Klischees sind, die

Deutsche von Polen haben, dann war es wirklich an der Zeit, dass Marek Fis auf den Plan

getreten ist. Der Komiker spielt mit Vorurteilen auf beiden Seiten, verwendet sie bis an die

Grenze zur Geschmacklosigkeit, hält damit seinem Publikum den Spiegel vor. Und zeigt so

klare Kante. Zu sehen am 12. Februar in der Käs.

Comedians brauchen wegen der schieren

Masse an Konkurrenz ein Alleinstellungsmerkmal.

Ein Satz, ein Wort oder eine

Marotte. Marek Fis zieht sich seine graue

ausgeleierte Jogginghose hoch bis unters

Kinn und präsentiert sein mächtiges Gemächt.

Seine Witze zielen dafür meist unter

die Gürtellinie. Einige Rezensenten können

damit nichts anfangen. Sie werfen ihm vor,

grenzwertige Kalauer auf Kosten anderer zu

fabrizieren. Den Comedian, der eigentlich

Wojciech Oleszczak heißt und mit fünf

Jahren zusammen mit seiner Familie nach

Deutschland gekommen ist, lässt solche

Kritik kalt. Stand-up-Comedy, hat er in

einem Interview gesagt, dürfe »keine

weichgespülte Scheiße« sein. Man brauche

vielmehr eine Haltung.

Dabei spielt der in Berlin lebende Oleszczak

mit offenen Karten: Seine Figur hört auf den

Namen Fis – ausgesprochen »Fies« – und

läuft mit im Schritt ausgebeulter Jogginghose,

rot-weißem Polska-T-Shirt und einer

Flasche Vodka oder Bier in der Hand herum.

Jedes Klischee über Polen kommt in seinen

Nummern auf die eine oder andere Weise

zur Sprache und wird so weit gedehnt, bis

es kaum noch geht. Das ist dann meistens

der Moment, bei dem den Zuhörern das

Lachen im Hals stecken bleibt. So lautet

einer seiner noch harmloseren Gags, sein

Vater habe ihm immer gesagt, er sei gar

kein richtiger Pole. Denn er sei viel zu doof

zum Klauen und viel zu fett zum Weglaufen.

Übertrieben und uninspiriert sagen

die einen. Es sei einfach eine derbe Rolle,

antwortet Oleszczak. Wellness-Comedy,

das wolle er nun wirklich nicht machen. Er

ist kein zweiter Mario Barth, an dem er sich

Veranstaltungen in Frankfurt

Sonntag, 2. Februar

Vampire, Wölfe und Scheintote

Friedhofsgruseln zwischen Legenden und

Wirklichkeit. Die Führung übernimmt

Sascha Stefan Ruehlow. Ab 14 Jahren.

➛ 14.45 Hauptfriedhof

Dienstag, 4. Februar

Mogwai

Postrock direkt auf die Zwölf. Bei den Schotten

darf gerockt, aber auch geträumt werden.

➛ 20.00 Neue Batschkapp

Donnerstag, 6. Februar

Fjarill & Band

Das schwedisch-südafrikanische Folkpop-

Duo lebt in Hamburg und hat 2011 den

deutschen Weltmusikpreis erhalten.

➛ 20.00 Brotfabrik

Push Up 1-3

Menschen auf dem Weg in die Chefetagen,

in die Auslandsvertretung oder ins berufliche

Aus – das Dialogstück beschäftigt sich mit

der Karriereleiter in einem Großkonzern.

➛ 20.00 Katakombe

Ja, Panik

Nach »DMD KIU LIDT« sind unsere Lieblingsösterreicher

zurück. Wir sind gespannt.

➛ 20.00 Zoom

Freitag, 7. Februar

Multikulturelles Bahnhofsviertel

Eine Reise durch die Kontinente in dem

Frankfurter Quartier, das sich innerhalb weniger

Jahre stark gewandelt hat.

➛ 17.45 Haupteingang Hauptbahnhof

Sonntag, 9. Februar

Das Verhör

Kriminalistisches Kammerspiel, das sich zu

einem packenden Psychoduell entwickelt.

➛ 18.00 Fritz-Rémond-Theater

Russell Brand

Zum ersten Mal kommt der Schauspieler

und Ex von Katy Perry, Russell Brand,

mit seiner Stand-up-Comedy-Show nach

Deutschland.

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

Dienstag, 11. Februar

The Beards

Sie kommen, um die Invasion der Bärte vorzubereiten.

Also: Rasierer wegwerfen oder

-schließen und hemmungslos rock’n’rollen.

➛ 20.00 Nachtleben

Mittwoch, 12. Februar

Marek Fis

Der selbst ernannte Ostblock-Latino nimmt

sich in seinem neuen Kabarettprogramm der

Baustelle Europa an. Das kann ja heiter werden.

➛ 20.00 Die Käs

Freitag, 14. Februar

William Fitzsimmons

Ein kleines Juwel in Zeiten, in denen Casting-

Pop und Texte auf Grundschulniveau einem

häufig das Hirn vernebeln. Texte so wahr, be-

34 streifzug 2/2014


AM MAiN

in seinen Programmen in regelmäßigen

Abständen abarbeitet. Man müsse Klischees

vielmehr ins Absurde ziehen, um ihren

wahren Kern offenzulegen. In Sachen

Männer und Frauen ist das mehr als öde.

Wenn es aber um Fragen der Toleranz und

des Respektes geht, kann sich so mancher

eben ertappt fühlen.

Es ist ja nicht so, dass Oleszczak sich auf

die Bühne fläzt und dann zwei Stunden

lang nur über imaginäre oder weit entfernte

Landsleute, Nachbarn und Promis lästert.

Das ist durchaus amüsant. Besonders stark

ist Oleszczak vor allem dann, wenn er in

den Nahkampf geht und die Zuschauer in

der ersten Reihe heimsucht. Dann blitzt es

auf, was den gebürtigen Polen, der nur für

seine Show radebrechendes Deutsch mit

sehr viel Akzent spricht, aus der Masse der

Comedians hervorhebt: sein Wortwitz und

seine Situationskomik. Und dann sei noch

angemerkt, dass Oleszczak nicht nur bei

Charity-Comedy-Events auftritt. Er engagiert

sich außerdem für die polnische Version der

Loveparade, die für Toleranz und Gleichberechtigung

gegenüber Schwulen und Lesben

eintritt.

Wer zusammen mit Oleszczaks Alter Ego

Marek Fis Klischees hinterfragen und sich

trotzdem amüsieren will, kommt am

12. Februar in die Käs. Ab 20 Uhr zeigt der

Komiker sein Programm »Baustelle Europa

– Ein Pole packt ein/aus«. Hier arbeitet sich

der etwas andere Völkerverständiger nicht

nur an Deutschen und Polen ab, sondern

nimmt den kompletten sogenannten Ostblock

unter die Lupe. Kays Al-Khanak

Marek Fis lässt kein deutsch-polnisches Klischee aus.

Foto: Agentur

hutsam und unter die Haut gehend, dass die

Augen unweigerlich feucht werden.

➛ 20.00 Zoom

Samstag, 15. Februar

Frankfurts spannendste Straßen

Diesmal gibt es Wissenswertes über die

»Leipziger« im Herzen Bockenheims mit

direkter Nähe zur Universität und zur

Bockenheimer Warte.

➛ 14.45 Bockenheimer Warte

James Arthur

Der britische Sänger, Musiker und Rapper

gewann 2012 »The X Factor«.

➛ 19.30 Gibson

Dienstag, 18. Februar

Tim Bendzko

Wie schlägt das verflixte zweite Album von

Tim Bendzko ein? Im Mai veröffentlicht der

Weltretter seine neue Scheibe, schon jetzt

kommt er auf Tour und stellt sie vor.

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

Eko Fresh

Er war ganz oben. Dann wieder ganz unten.

Nun greift Rapper Eko Fresh noch einmal

an – zusammen mit Motrip. Motto:

Jetzt kommen sie wieder auf Tour 2014.

Ist das eine Drohung?

➛ 19.00 Nachtleben

Der Prozess

»Jemand musste Josef K. verleumdet haben,

denn ohne dass er etwas Böses getan hätte,

wurde er eines morgens verhaftet ...«

Das beschreibt zumindest Franz Kafka.

➛ 19.30 Titania

Mittwoch, 19. Februar

Detlef Simon

Sie glauben nicht an Übernatürliches? Halten

das für Humbug? Ob Sie vom Gegenteil

überzeugt werden, wenn Sie Detlef Simons

Kabarettprogramm »Übersinnlose Fähigkeiten«

gesehen haben? Einen Versuch ist es

wert.

➛ 20.00 Die Käs

Samstag, 22. Februar

Milky Chance

Singer-Songwriter, Indie, Reggae, Electronic

und Percussion. Dazu rappen Schwarz Dont

Crack und Zugezogen Maskulin.

➛ 20.00 Mousonturm

Haim

Derzeit spricht die halbe Musikbranche über

die kalifornischen Schwestern von Haim.

➛ 19.30 Uhr Gibson

Mittwoch, 26. Februar

Die Krupps

Industrial Metal, wie er nur so stampft.

Dafür stehen Die Krupps.

➛ 20.00 Neue Batschkapp

Freitag, 28. Februar

Schwarze Grütze

Musikalisch und kabarettistisch auf den Punkt

gebrachter Rundumschlag.

➛ 20.00 Die Käs

2/2014 streifzug 35


Fotos: bf

Weinexperten

an der JLU

Gießen verfügt über ein eigenes Brauhaus mit einem eigenen Bier.

Mit »Goldrausch« hat Gießen sogar einen eigenen Schnaps.

Doch wie präsent ist das Thema Wein in der Universitätsstadt?

Wir haben uns mal umgeschaut – und herausgefunden, dass man Wein

in Gießen nicht nur gut trinken kann, sondern sogar studieren.

Weinberge sucht man an der Lahn vergebens, dennoch

ist das Thema in Gießen fest verwurzelt. Ausgewählte

heimische Restaurants, Weinbars und

Weinhandlungen sorgen für ein entsprechendes

Angebot für Weintrinker, mit »Drunkenmonday«

hat zudem eines der erfolgreichsten deutschen

Wein-Blogs seinen Ursprung in Gießen. Und man

kann sich in der Stadt sogar beruflich in Richtung

Wein orientieren – mit Masters-Studiengängen an

der Justus-Liebig-Universität.


cAMpuS

Zugeordnet sind die Studiengänge dem

Fachbereich 09 der JLU (Agrarwissenschaften,

Ökotrophologie, Umweltmanagement).

In den drei Bereichen Getränketechnologie,

»Weinbau und Weintechnologie« sowie

Weinwirtschaft kann man nach einem einschlägigen

Bachelor-Studium seinen Master

of Science machen. Das Studium erfolgt in

Zusammenarbeit mit der Hochschule

Geisenheim – das zweite Studienjahr verbringen

die Absolventen dort. Dass Geisenheim

am Rhein in Sachen Wein renommiert

ist, dürfte bekannt sein.

2004 starteten die Master-Studiengänge

»Weinbau und Weintechnologie«

(Oenologie) und »Weinwirtschaft« an der

JLU, die Fachrichtung Getränketechnologie

kam 2010 hinzu. Vor 2004 war das Fach als

Aufbaustudiengang »Weinbau und Oenologie«

mit Abschluss Diplom im Studienangebot

der JLU vorhanden. Im laufenden

Winter semester sind insgesamt 71 Studierende

eingeschrieben, die einen der drei

Schwerpunkte gewählt haben. Über die

Profilmodule (Wahlpflicht) können die

Studierenden auch Seminare aus den anderen

beiden Bereichen in ihr Studium integrieren.

Die Berufsaussichten sind gut, denn

mit einem entsprechenden Abschluss kann

man nicht nur ein Weingut oder eine Weinhandlung

betreiben. »Gerade im Bereich

der Getränketechnologie sind die Möglichkeiten

groß. Es kommen ja ständig neue

Getränke auf den Markt«, weiß Professor

Dr. Sylvia Schnell. Die Professorin am

Institut für Mikrobiologie ist in Gießen für

das Gebiet der Oenologie verantwortlich.

»Getränketechnologie und Oenologie sind

beide naturwissenschaftlich ausgerichtet

und daher auch bei den Naturwissenschaften

angesiedelt«, erklärt sie. Weinwirtschaft

sei dagegen eher betriebswirtschaftlich.

Professioneller Wein-Blog

aus Gießen

Dem Wein auf eine weniger wissenschaftliche

Art und Weise verschrieben haben sich

die Macher des Blogs »Drunken Monday« –

und dennoch sind die Kenntnisse der Autoren

so versiert, dass sie regelmäßig unter

den zehn wichtigsten Wein-Blogs Deutschlands

gelistet sind, meist sogar unter den

Top 5. Gründer des Blogs sind der Gießener

Nico Medenbach und Paul Truszkowski.

Zusammen mit Jan Eric Steinberg, Inhaber

des Fachgeschäfts VINisky im Lindener

Lückebachtal hatte Medenbach 2008 die

Idee, eine Weingruppe zu gründen.

»Anfangs haben wir uns immer samstags

getroffen und jeder hat etwas mitgebracht.«

Später sei man dann aus Termingründen auf

den Montag gewechselt, da es schwierig

gewesen sei, die acht bis zehn Mitglieder

der Gruppe samstags an einen Tisch zu bekommen.

Seitdem trifft sich die Runde, die

sich neben Experten wie Händlern, Gastronomen,

Sommeliers oder einem studierten

Oenologen, die beruflich mit der Materie zu

tun haben, auch aus passionierten Weintrinkern

wie Medenbach zusammensetzt,

regelmäßig. Schnell habe man dann gemerkt,

dass es sinnvoller sei, lieber Abende

zu einzelnen Themen zu veranstalten, anstatt

querbeet zu probieren. Die Idee, aus

den lockeren Treffen einen Blog zu machen

und auch andere an den Erfahrungen teilhaben

zu lassen, entstand kurz darauf und

schnell war www.drunkenmonday.de geboren.

»Das Ganze wurde immer professioneller«,

berichtet Medenbach, der als IT-Service-

Manager arbeitet. Medenbach verfasst auch

die meisten Blog-Beiträge, in die er aber

auch die Testergebnisse von den anderen

aus der Runde einfließen lässt. Getestet

werden Weine in einem Preisrahmen bis

etwa 40 Euro, von den klassischen Supermarktweinen

sieht die Gruppe aber ab.

Wichtig ist dennoch, dass es in der Regel

Tropfen sind, die der Verbraucher auch außerhalb

des jeweiligen Weinguts erwerben

kann. Doch nicht nur die zweiwöchentliche

Probierrunde gehört zum Programm: Die

Gruppe reist auch zwei- bis dreimal im Jahr

auf Weingüter oder organisiert Veranstaltungen

für Weinliebhaber in Gießen und Umgebung.

Medenbach selbst kam erst spät

zum Wein. Der Grund: »Bier ist mir zu

langweilig geworden. Das hat immer gleich

geschmeckt.« Der Umgang mit Fachtermini

und der Geschmack seien reine Übungssache.

»Ich habe viel darüber gelesen«, sagt

er. Und auch Geschmack könne man

trainieren, indem man sich wirklich darauf

besinne, wie etwas schmecke, etwa, indem

man an etwas rieche. Wichtig ist Medenbach,

dass es sich bei »Drunkenmonday«

um einen Empfehlungs-Blog handelt – nicht

um einen Kritik-Blog. »Ich sehe keinen Sinn

darin, einen Wein zu zerreißen«, sagt er.

Der Blog ist zu finden unter drunkenmonday.

de und bei Facebook als Drunken Monday

Wein-Blog.

Sabine Glinke

Nico Medenbach (l.)

ist einer der Gründer

des Wein-Blogs

»Drunken Monday«

2/2014 streifzug 37


Fotos: Archiv

Medizin am Tropf?

Ein Notfall am Uni-Klinikum Gießen? Das ist an und für sich keine

besondere Meldung, schließlich ist es die ureigenste Aufgabe eines

Krankenhauses, sich um Notfälle zu kümmern. Doch jetzt ist es ausgerechnet

der Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität, der in

schlechter Verfassung ist: Den angehenden Ärzten geht das Geld aus.

Dr. Michael Breitbach, Kanzler der JLU, verhängte bereits im Mai letzten

Jahres angesichts eines drohenden Defizits von fast zehn Millionen Euro

eine Haushaltssperre über den Fachbereich 11, zum Jahresende dann

starteten die ersten Protestaktionen der Studenten: Ein Demonstrationszug

durch die Innenstadt zum Berliner Platz, eine Blutspendeaktion,

die einen mittleren vierstelligen Betrag für die Mediziner einbrachte.

Doch das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.


cAMpuS

»Die gesamte Medizin in Deutschland ist

unterfinanziert, wir setzen uns dafür ein,

dass sich unsere Lehre nicht weiter verschlechtert«,

sagt Tim Steinwede, Medizin-

Student im sechsten Semester und Mitglied

im Aktionsbündnis »Lehre beleben«.

Doch dabei haben es die Gießener nicht

leicht, denn schon strukturell hat die Justus-

Liebig-Universität ein enormes Defizit:

An Landesmitteln erhält die JLU jährlich pro

Student 24 200 Euro. Zum Vergleich:

Der Bundesdurchschnitt liegt bei mehr als

31 000 Euro pro Student. Doch einfach

anheben lässt sich der Geldzufluss nach

momentanen Gesichtspunkten nicht, denn

die drei Hochschulmedizinischen Standorte

in Hessen, also die Unikliniken in Gießen,

Marburg und Frankfurt, erhalten ihre Zuwendungen

zentral aus einem gedeckelten Topf.

Erhält eine Universität mehr, erhalten die anderen

beiden somit automatisch weniger.

Das Problem hierbei: Die Goethe-Universität

in Frankfurt ist eine Stiftungsuniversität,

welche die Anzahl der Studienplätze in

einem gewissen Rahmen selbst bestimmen

kann. Den Landesuniversitäten in Gießen

und Marburg ist dieser Weg versagt, sodass

in den letzten Jahren der Fokus sich immer

mehr auf die Mainmetropole richtete:

»Eine gewaltige Fehlentwicklung«, wie JLU-

Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee meint.

»Die Zahnklinik hat momentan ein Defizit

von 400 000 Euro allein durch Tariferhöhungen,

die nicht vom Land gegenfinanziert

werden«, kritisiert Steinwede zudem die

Politik. Dazu komme die Verstetigungspolitik:

So kann die Universität Professoren berufen,

die daraufhin für einen gewissen Zeitraum

vom Land finanziert werden, wenn

sich zeitgleich der Fachbereich dazu

verpflichtet, die Hochschullehrer später für

einen gewissen Zeitraum zu übernehmen.

Doch Steinwede schränkt ein: »Ich weiß

nicht, ob man dem Fachbereich da einen

Vorwurf machen kann. Die Exzellenzforschung

ist für uns essentiell für die Drittmittel,

die wir einwerben. Dürfen wir keine

Professoren mehr berufen, kommen irgendwann

auch weniger Drittmittel rein. Führen

wir unsere Exzellenzforschung, beispielsweise

das ECCPS, also das Exzellenz-Cluster

für die Herz- und Lungenforschung, in eine

Situation, in der sie sich selbst nicht mehr

finanzieren kann, wird sich unsere Standortattraktivität

weiter verschlechtern.«

Fusion in Berlin als

Vorbild?

So droht nach Ansicht der Studenten ein

Exodus der guten Dozenten an finanzkräftigere

Standorte, eine Reduzierung der Stellen

in der Hochschulmedizin und somit eine

Verschlechterung der Lehre.

Mit den Medizinern in Marburg, die mit ähnlich

wenig Mitteln auskommen müssen wie

die Gießener, schließen sich die Fachschaftler

derzeit kurz, haben bereits erste Arbeitstreffen

abgehalten. Eine Fusion der beiden

Standorte wird jedoch von Studenten und

Universität gleichermaßen abgelehnt, wenngleich

Steinwedes Mitstreiter Thomas Franke

zu bedenken gibt: »In Berlin hat das sehr gut

geklappt, da wird viel Geld generiert. Ich

weiß nicht, ob das nur negative Konsequenzen

hätte, aber wahrscheinlich wird sich das

Berliner Modell auch nicht eins zu eins auf

Mittelhessen übertragen lassen.«

Gießen erscheint noch als romantischer,

gemütlicher Standort gegenüber anderen

medizinischen Standorten: »Es ist eine kleine

Fakultät mit 2 500 Studierenden, München

nimmt allein jedes Jahr 800 Studenten neu

auf. Hier werden Nachteile einfach durch

Einsatz kompensiert, da muss man den

Leuten ein Lob aussprechen: Ich hatte nie

das Gefühl, dass Seminare überfüllt wären

oder keiner Zeit für mich hatte«, meint

Franke, und Steinwede assistiert: »In

München sind die Seminare teilweise so

überfüllt, dass in einen zweiten Hörsaal per

Beamer die Vorlesung aus dem ersten

Hörsaal übertragen werden muss. So etwas

haben wir hier nicht, auch wenn die Vorlesungen

voll besetzt sind.«

So droht eine Zäsur in der Hochschulpolitik.

Klar ist, dass Sparen an der Ausbildung der

Ärzte nicht nur angesichts des demografischen

Wandels ein kostspieliger Vorgriff auf

die Zukunft ist, der sich schon in wenigen

Jahren bitter rächen könnte. Steinwede erklärt:

»Es geht uns vor allem um die Studenten,

die nach uns kommen. Bald wird sich

die Regelstudienzeit bereits verlängern, weil

das Studium nicht in der bisher eingeplanten

Zeit zu schaffen ist.«

Es sieht demnach so aus, als sollte man sich

in Gießen in nächster Zeit an das Bild von

protestierenden Medizinern gewöhnen, denn

die nächsten Aktionen sind bereits geplant.

So kann man sich u. a. unter https://www.

openpetition.de/petition/online/anpassungdes-landeszufuehrungsbetrages-fuer-diehochschulmedizin-hessens

in eine Online-

Petition eintragen, die von der neuen

Landesregierung fordert, den Landeszuschuss

pro Student auf den Bundesdurchschnitt

anzuheben. Und wer weiß, vielleicht ist im

ungleichen Kampf um Mittel mit Frankfurt ja

von Vorteil, dass der Ministerpräsident Volker

Bouffier heißt – schließlich dürfte ihm als

Gießener ebenso daran gelegen sein, gute

Ärzte für die Region Mittelhessen auszubilden

wie jedem anderen Bewohner im Land

an der Lahn.

Martin Vogel

Für den guten Zweck:

Studenten spenden ihr

Blut für die Medizin

2/2014 streifzug 39


Wie aus dem Nichts

Fotos: Janeck

»Schluss.« Mit einem kurzen Eintrag endet am 26. August vergangenen Jahres der Blog von

Wolfgang Herrndorf. Es ist der Tag, an dem sich der Autor am Ufer des Hohenzollernkanals

in Berlin erschießt. Mit »Tschick« hatte er zuvor einen Millionenseller geschrieben. Wie aus

dem Nichts. Das Stadttheater zeigt nun im TiL die Bühnenfassung von Robert Koall.

Die Pubertät hätte besser anlaufen können

für Maik Klingenberg: Mutter hat ein

Alkoholproblem. Vater hat eine andere Frau.

Und der beste Freund zieht aus der Nachbarschaft

irgendwo in den Wald. Noch nicht

einmal einen Spitznamen hat Maik. »Wenn

man keinen Spitznamen hat, kann das zwei

Gründe haben. Entweder man ist wahnsinnig

langweilig und kriegt deshalb keinen, oder

man hat keine Freunde«, heißt es im

»Tschick« von Wolfgang Herrndorf.

Egal, was es ist: Für Maik Klingenberg

ändert es sich, als Andrej Tschichatschow in

die Klasse kommt. Tschick. Gemeinsam

machen sich die beiden Jungs auf zu einer

wilden Reise durch den deutschen Osten.

Ziel ist die Walachei. Auch wenn niemand

so richtig weiß, wo die eigentlich liegt.

Es ist eine Geschichte, die nicht gerade

dafür gemacht scheint, auf einer kargen

Bühne mit zwei Schauspielern und ein paar

kleinen Überraschungen inszeniert zu

werden. Im TiL gelingt es Abdul-M. Kunze

dennoch, die ganz großen Themen der

Pubertät – Freundschaft, Liebe, Sexualität,

Minderwertigkeitskomplexe, Außenseitertum,

Abenteuersehnsucht, Naturerfahrung,

Einsamkeit, Alter und Tod – in anderthalb

Stunden zu pressen. Mal wild. Mal ruhig.

Mal traurig. Oft lustig.

Getragen wird »Tschick« dabei von Pascal

Thomas und Vincenz Türpe auf der Bühne.

»Ich habe dieses Buch in zweieinhalb

40 streifzug 2/2014


kuLtur

Monaten geschrieben, auch wenn ich viele

Szenen und Einfälle schon vorher fertig

hatte«, ließ sich der Autor lange vor dem

26. August zitieren. Kurz nachdem ihm ein

bösartiger Tumor im Kopf diagnostiziert

worden war, hatte er mit der Arbeit begonnen.

»Ich fing kurz nach der Hirnoperation

an, da musste ich sowieso immer früh

aufstehen, weil es morgens zur Bestrahlung

ging. So habe ich einfach um sechs angefangen

zu schreiben. Dann wollten die

Leute vom Verlag, die das Buch gar nicht

angekündigt hatten, plötzlich, dass alles ganz

schnell ging.« Sein »Tschick« wurde zu

einem Millionenseller. Mit Preisen

dekoriert. In 16 Sprachen übersetzt. »Die

haben vorn schon gedruckt und in der Mitte

lektoriert, als ich hinten noch geschrieben

habe«, erklärte Herrndorf.

Die Bühnenfassung, die gerade im TiL zu sehen

ist, lädt mit der von Bernhard Niechotz

entworfenen Bühne – einer schrägen Ebene

mit in Schienen einhakbaren Stühlen – zu

einem imaginären Tripp ein: Aus dem Nichts

entstehen skurrile Orte wie eine Müllkippe

oder der Krater eines riesigen Braunkohleabbaugebiets

und skurrile Personen wie der

um sich schießende Altkommunist Horst

Fricke oder die mysteriöse, offenherzige

Isa Schmidt.

Maik und

Tschick machen

sich auf eine

wilde Reise

durch den deutschen

Osten.

Es ist eine wilde Reise durch eine unwirt liche

Welt. So, wie die Pubertät eben ist. Ohne ein

allzu glückliches Ende im Fall der beiden

Jungs. Weder für Maik Klingenberg noch für

Andrej Tschichatschow.

Und doch mit einem recht versöhnlich stimmenden

Schluss. »Die Welt ist schlecht, und

der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem,

geh nicht mit Fremden und so weiter. Das

hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten

mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen

erzählte es auch. Wenn man Nachrichten

kuckte: Der Mensch ist schlecht. Wenn man

Spiegel TV kuckte: Der Mensch ist schlecht.

Und vielleicht stimmte das ja auch, und der

Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber

das Seltsame war, dass Tschick und ich auf

unserer Reise fast ausschließlich dem einen

Prozent begegneten, das nicht schlecht war«,

lässt Wolfgang Herrndorf seinen Maik sagen.

Hätte also auch schlimmer kommen können.

Florian Dörr

Das Stadttheater zeigt »Tschick« im TiL. Für

den Februar sind sechs Termine angesetzt.

Konzipiert ist das Stück für Jugendliche und

Erwachsene. Inszenierung: Abdul-M. Kunze,

Bühne und Kostüme: Bernhard Niechotz,

Dramaturgie: Cornelia von Schwerin, Maik:

Pascal Thomas, Tschick: Vincenz Türpe.

Premieren im

Theater

Katzenmoor

Schauspiel von Marina Carr

1. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus

Eine winterliche Moorlandschaft. Es ist

der Tag der Hochzeit von Carthage

Kilbride und seiner jungen Braut

Caroline. Die Dorfgemeinschaft trifft

letzte Vorbereitungen für das Fest – nur

Hester Swane, Carthages erste Liebe,

steht abseits. Sie zieht böse Blicke auf

sich. Man nimmt ihr übel, dass sie noch

immer an Carthage hängt und Haus und

Tochter für sich beansprucht. Doch alle

Versuche, die Unbequeme zum Gehen

zu bewegen, scheitern. Marina Carr

verlegt den antiken Medea-Stoff in die

irische Gegenwart. Auf bewegende

Weise verbinden sich Mythos und Alltag,

Momente des Glücks und dunkle

Geheimnisse.

For a look or a touch

Kammeroper von Jake Heggie

15. Februar, 20 Uhr, TiL

Als homosexueller Jude war Gad Beck

im Nationalsozialismus doppelt stigmatisiert.

Anders als seine große Liebe

Manfred überlebte er. Doch er musste

auch in der Nachkriegszeit um Anerkennung

kämpfen. Basierend auf Becks

Erinnerungen und dem Dokumentarfilm

»§ 175« schuf Jake Heggie eine Kammeroper

zu einem oft schamhaft behandelten

Thema, das äußerst sensibel, doch

auch romantisch und ironisch auf die

Studiobühne gebracht wird.

The Horta Project

Tanzabend

22. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus

Der Choreograf Rui Horta prägte in den

90ern den modernen Tanz in Deutschland.

Die überraschenden theatralen und

tänzerischen Verknüpfungen seiner

Arbeiten als Leiter der SOAP Company

am Frankfurter Mousonturm bescherten

ihm internationale Erfolge. Die Kulturstiftung

des Bundes zählt Hortas Werke

zum Tanzerbe des Landes. Mit deren

Unterstützung bringt die Tanzcompagnie

»Ordinary Events« (1991) und »Khôra«

(1996) wieder auf die Bühne – gemeinsam

mit Horta und einem ehemaligen

Tänzer der SOAP Company.

2/2014 streifzug 41


Fliegende Menschen

Feiern bis zum Abwinken, Zeit im Freien verbringen und junge Männer fliegen sehen:

Skispringen ist angesagt – nach wie vor. Kaum ein anderer Wintersport dient derart verlässlich

als Zuschauermagnet und übt eine solche Faszination aus. Was macht den Reiz aus,

warum pilgern 22 000 Zuschauer zur Vierschanzentournee nach Oberstdorf und 25000

nach Garmisch-Partenkirchen? Die Antwort ist recht simpel: Die Kombination aus Party und

Sport lockt die Menschenmenge an. Das gilt auch für das Springen in Willingen.

Vom 31. Januar bis zum 2. Februar macht

der Skisprungtross halt in Willingen. Für

Mittelhessen ist das eine der seltenen Möglichkeiten,

Wintersportlern bei ihrer Arbeit

zuzuschauen. Wenige Tage vor dem Start

der Olympischen Winterspiele in Sotchi

werden sich nicht nur die deutschen Adler

noch einmal von ihrer besten Seite zeigen

wollen. Von Gießen nach Willingen braucht

man mit dem Auto etwa 105 Minuten – für

rund 120 km.

Und so könnte ein Wochenende im Upland

Hessens aussehen: Ankunft am Freitagnachmittag.

Ab zur Mühlenkopfschanze

und kräftig staunen. Mit einer Anlauflänge

von 107 Metern ist sie die größte Großschanze

auf der Welt – und macht auf jeden,

der bislang noch keine Skisprungschanze

gesehen hat, einen imposanten

Eindruck. Nach der Teamvorstellung und

dem Qualifikationsspringen wird in Willingen

danach in aller Regel ein Feuerwerk

abgebrannt: Zuerst am Himmel, samt Lichtshow,

am Samstag und Sonntag dann

neben der Schanze durch das feierwillige

Volk. Ab 11 Uhr ist Einlass, um 15 Uhr beginnt

der Probedurchgang, ehe um 16 Uhr

der erste Wertungsdurchgang losgeht.

Stadionsprecher und Partymusik sorgen

dafür, die Zeit zu überbrücken und in Feierstimmung

zu kommen. Bei einigen Zuschauern

steht das erfahrungsgemäß im

Vordergrund, der Sport gerät teilweise zur

42 streifzug 2/2014


SpOrtWeLt

Nebensache. Dabei sind die Sprünge auf

bis zu 152 Meter (Schanzenrekord Janne

Ahonen) beeindruckend. Getragen werden

die Sportler auch von der typischen Willinger

Hymne, in der es unter anderem heißt:

»Stehst du da oben ganz allein, wird der

Mut dir fehlen, keine Angst, wir tragen dich

mit hunderttausend Kehlen.« So viele sind

es zwar nicht, bis zu 33000 Zuschauer aber

finden sich auf den Rängen.

Severin Freund

hat in Willingen

schon einen

Weltcupsieg

gelandet.

Ein Wochenende in Willingen geht ins

Geld, zwischen 57 und 105 Euro zahlt man

als Erwachsener für das Komplettpaket, ein

Tag kostet zwischen 29 und 51 Euro. Nicht

zu vergessen: Die Ränge sind nicht überdacht,

man ist also durchaus vom Wetter

abhängig.

Ist das sportliche Treiben am Samstag vorbei

und alle Springer gut runtergekommen,

geht es ab ins Brauhaus, dem Partytreffpunkt.

Man sollte sich rechtzeitig auf den

Weg machen, Gäste berichten von bis zu

zwei Stunden bibbernder Wartezeit am

Eingang. Wer es ruhiger mag, findet derweil

genügend Restaurants. Vielleicht auch gar

nicht die schlechteste Idee, denn am

Sonntag geht es von vorne los.

»Das Skispringen ist extrem populär«, weiß

Andreas Goldberger, der zweimal die Vierschanzentournee

gewonnen, sich mittlerweile

aber aus dem Skizirkus zurückgezogen

hat. »Für den normalen Menschen ist

das eine faszinierende Sportart. Es kommt

dem Fliegen nahe, als Springer spürst du

die Schwerkraft nicht mehr und glaubst, du

schwebst.« Und weil das noch immer einen

bleibenden Eindruck hinterlässt, gibt es seit

geraumer Zeit Pläne, einen Skisprung-

Weltcup im Fußballstadion auszutragen.

Ähnlich wie beim Biathlon auf Schalke.

Eine HS-90-Schanze, die kleinste im Weltcup,

würde problemlos in Fußballstadien

passen, erklärte FIS-Renndirektor Walter

Hofer. Noch aber ist es nicht so weit, noch

springen die Mutigen im Freien, auf den

üblichen Schanzen. In deren Umgebung es

viele andere Beschäftigungsmöglichkeiten

gibt. 18 km präparierte Pisten (davon neun

beschneit) findet man in Willingen, bekannt

ist das Dorf im Norden Hessens aber für die

Feten.

Sven Nordmann

Fotos: dpa/imago

46ers@home

Nach einem spannenden Januar, in

dem sich die Gießen 46ers endgültig

zum Playoff-Aspiranten in der zweiten

Basketball-Bundesliga gemausert

haben, wird der Februar wieder etwas

ruhiger in der Osthalle: Nur einmal

stehen Ruoff Di Leo (Foto) und die

46ers vor den eigenen Fans auf dem

Parkett. Am Samstag, dem 8. Februar,

geht es abends um 20 Uhr gegen die

ETB Baskets Essen. Bei dem Team aus

dem Ruhrgebiet, das derzeit im Mittelfeld

der ProA steht und scheinbar

weder so richtig in den Abstiegskampf

noch in den um die Playoffs gehört,

stehen zwei in der Region gut bekannte

Spieler im Kader: Flügelspieler Marco

Buljevic spielte von 2006 bis 2008 für

Gießen, sein Teamkollege Robin

Christen stammt aus Lich und stand

neben seiner Zeit bei den BasketBären

auch im Erstligakader der 46ers.

Im Hinspiel im Ruhrgebiet tat sich die

Mannschaft von Denis Wucherer

schwer mit den Essenern, siegte aber

am Ende mit 74:67. So ein Ergebnis

wäre auch in der Osthalle nicht zu verachten,

denn mit Gotha, Crailsheim

und den um den Klassenerhalt kämpfenden

Leverkusenern warten auswärts

im Februar einige spannende Herausforderungen,

die keinesfalls zu unterschätzen

sind.

Gemeinsam mit dem sportlichen Aushängeschild

unserer Stadt verlost der

streifzug für das Heimspiel gegen Essen

1 x 2 Karten. Wer die Partie live verfolgen

möchte, sollte eine E-Mail mit

dem Gegner als Kennwort im Betreff an

streifzug@giessener-allgemeine.de senden.

Einsendeschluss 4. Februar. mv

2/2014 streifzug 43


WeiN deS MONAtS

Vinothek Vinothek

Wein

des

Monats

Luna Argenta

»Appassimento«, Apulien, 2012,

14,5 Prozent Alkohol, 6,53 Euro,

Bezug über den Metro-Markt in

Linden oder das Internet

Mondsüchtig

Es ist kein Geheimnis, aber eine Frage wert:

Warum schmecken trockene italienische

Rotweine manchmal so süß-fruchtig?

Antwort: Die Trauben werden im angetrockneten

Zustand verarbeitet. Appassimento

heißt dieses Verfahren, bei dem der

reifen Frucht – etwa durch die wochenlange

Lagerung auf überdachten Holzbalken –

Wasser entzogen wird. Das führt zu einer

höheren Zuckerkonzentration

in den Beeren und bei

der Ver gärung, wenn die

Hefe den Zucker in Alkohol

umwandelt, zu einem üppigen

Wein.

So lassen sich die vollmundige

Frucht und die 14,5 Umdrehungen

des »Appassimento«

der Marke Luna Argenta

aus Apulien erklären. Die

Cantine di Priocca bereitet unter dem Dach

des Konzerns Mondo del vino diesen Gaumenschmeichler

aus den beiden lokalen

Rebsorten Negroamaro und Primitivo.

Im Glas kirschrot. In der Nase Kirsche,

kandierte Frucht und Lakritz. Am Gaumen

weich, stoffig und

ausgewogen, mit

reifer Frucht

(Schwarzkirsche,

Pflaume), feiner ze, etwas Süßholz und

Wür-

Zimt, aber kaum Tannin. Das würzig-fruchtige

Finale hat durchschnittliche Länge.

Der »Appassimento« ist trotz

seines hohen Alkoholgehalts

nicht brandig oder scharf. Die

geringe Gerbsäure macht ihn

auch für Einsteiger und alle,

die schweren Rotwein nur

unter Vorbehalt trinken, zum

Erlebnis. Der Stoff harmoniert

Weinautor

Manfred Merz

mit Pasta aus dem Ofen ebenso

wie mit Hartkäse und

Pizza.

Dass die Weinmacher den Rebstöcken

während der Mondphasen besondere

Aufmerksamkeit schenken, gehört bei

Luna Argenta (silberner Mond) zum

Konzept. Mondsüchtig zu werden, ist bei

diesem Wein gut möglich.

Musik

zum Für Freunde des Mondes ist der

Wein

spanische Titel »Hijo de la

luna« (Mondkind) von Loona erste

Wahl. Die tragische Geschichte einer

Zigeunerin, die den Mond anfleht, ihr einen

Mann zu gewähren, geht zu Herzen. Danach

hilft nur ein zweites Glas »Appassimento«. mm

Schreiben Sie an

Manfred Merz:

vinothek@mdv-online.de


SperrSitZ

Stromberg

Der Papa ist zurück – Start: 20. Februar – Kinopolis

»Firmenfeiern sind wie das letzte Abendmahl.

Immer zu wenig Weiber, das Essen ist

schlecht und am Ende gibt’s Ärger.« Eine

weise Vorahnung – und trotzdem macht

sich Bernd Stromberg (Christoph Maria

Herbst) mit seinen Mitarbeitern aus der

Schadensregulierung auf den Weg in ein

Landhotel, in das die CAPITOL Versicherung

die gesamte Belegschaft zur 50-Jahre-

Jubiläumsfeier geladen hat. Mit dabei sind

natürlich auch Berthold »Ernie« Heisterkamp

(Bjarne I. Mädel), das langjährige

Mobbingopfer der Abteilung, Lieblingskollegin

Jennifer Schirrmann (Milena Dreißig)

und das verheiratete Kollegenpaar Ulf

und Tanja Steinke (Oliver K. Wnuk, Diana

Staehly) samt Pflegesohn Marvin. Es könnte

so ein schöner Abend werden – hätte

Stromberg nicht erfahren, dass die

Schließung seiner Filiale unmittelbar bevorsteht.

Rettung verspricht nur ein Wechsel in

die Zentrale – und genau den will er auf

der Feier anbahnen, wo alle Entscheidungsträger

der CAPITOL versammelt sind.

Doch ausgerechnet Ernie hat denselben

Plan – und liefert sich mit Stromberg ein

Duell, in dem sich beide dem Vorstand von

ihrer allerbesten Seite präsentieren. Während

Ernie den Vorzeigeangestellten mimt,

gibt sich Stromberg als fürsorglicher Papa

der Abteilung, der von seinen Mitarbeitern

geschätzt und geachtet wird. Dass genau

das nicht der Fall ist, wird schnell klar –

doch »Büro ist Krieg, und den gewinnt man

nicht bei der Heilsarmee«. Und Stromberg

wäre nicht Stromberg, wenn er nicht trotzdem

auf seine unvergleichliche Art punkten

könnte.

So scheint das Ziel ganz nah – und doch so

fern. Denn irgendetwas ist faul im Staate

CAPITOL, und Stromberg muss sich

entscheiden: Soll er sich durchmogeln wie

sonst auch, oder soll er diesmal Farbe

bekennen und alles auf eine Karte setzen?

GeWiNNSpieL

Der streifzug verlost mit den Gießener Kinos

3 x 2 Tickets für die erste Vorstellung des Films

»Stromberg« am 20. Februar. Wer den Film

sehen möchte, sollte bis zum 10. Februar eine

Karte mit dem Kennwort »Kino« an streifzug,

Mar burger Straße 20, 35390 Gießen oder

eine Mail an streifzug@giessener-allgemeine.

de senden.

2/2014 streifzug 45


SperrSitZ

Neu im

Kino

gießen

Kinocenter Gießen

Bahnhofstraße 34, Telefon 06 41/7 21 08

Kinopolis Gießen

Ostanlage 43–45, Telefon 06 41/5 65 57 89

Kommunales Kino Jokus

Ostanlage 25 a, Telefon 06 41/3 06-24 95

grünberg

Bismarckstraße 10, Telefon 0 64 01/68 69

Lich

Kino »Traumstern«

Gießener Straße 15, Telefon 0 64 04/38 10

dallas Buyers club

Kämpfen für das Recht der Kranken – Start: 6. Februar – Kinocenter

Weitere Kino-Tipps

finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine

Zeitung oder auf unserer Internetseite unter

www.giessener-allgemeine.de/kino.

präsentiert

Starbesuch

im

KINOPOLIS

Rusalka

Mathias

Schweighöfer,

Friedrich Mücke

sowie Sänger Ricky

Dean Howard sind

vor der Vorstellung

anwesend.

Vaterfreuden

Samstag,

08.02.2014

zur 17:00 Uhr

Vorstellung

Fürst Igor

Rusalka

Samstag,

08.02.2014

um 19:00 Uhr

Fürst Igor

Samstag,

01.03.2014

um 18:00 Uhr

Kinocenter • Bahnhofstraße 34 • 35390 Gießen

KINOPOLIS Gießen

Roxy • Ludwigsplatz 4 • 35390 Gießen

Ostanlage 43-45 • 35390 Gießen

Heli • Frankfurterstraße 34 • 35390 Gießen

Mehr Infos im Kino und unter www.kinopolis.de

www.die-giessener-kinos.de

Dallas, 1985: Der Cowboy Ron Woodroof

(Matthew McConaughey) führt ein exzessives

Leben auf der Überholspur. Als

Woodroof irgendwann im Krankenhaus

landet, eröffnet ihm der Arzt nach einer

Routineuntersuchung, dass er HIV-positiv

ist und nur noch 30 Tage zu leben hat.

Die Welt des homophoben Texaners

bricht zusammen – für ihn ist es unfassbar,

dass er sich mit dieser »Schwulenkrankheit«

infiziert haben soll. Nachdem

ihm das von seiner Ärztin Dr. Eve Saks

(Jennifer Garner) verschriebene, einzige

legale Medikament mehr schadet als

nutzt, sucht er nach Alternativen. Ron

wird in Mexiko fündig und beginnt, die in

den USA illegalen Medikamente ins Land

zu schmuggeln. Er beschließt, sich gegen

das System zu stellen und für das Recht

der Kranken zu kämpfen.

46 streifzug 2/2014


SperrSitZ

Monuments Men

Kunstraubthriller aktueller denn je – Start: 20. Februar – Kinopolis

Rose Valland (Cate Blanchett) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg

bei der Suche und Rettung einer großen Anzahl von Kunstobjekten

unschätzbaren Wertes zur Schlüsselfigur. Die studierte Kunsthistorikerin

war ab 1932 Mitarbeiterin des Pariser Museums Jeu de

Paume. Nach der Besatzung von Paris durch die deutsche Wehrmacht

im Jahre 1940 wurde das Museum zum Hauptquartier des

Einsatzstabes Reichsleiter Rosenberg, der Kunstrauborganisation

der NSDAP, die u.a. Kunstobjekte für das geplante Führermuseum

Nonstop

Packender Actionthriller – Start: 27. Februar – Kinopolis

in Linz beschaffte. Die Beute stammte aus Museen und dem

Privatbesitz jüdischer Sammler, die enteignet und deportiert wurden.

Das Museum wurde zur Sammelstelle der Beutekunst der

Nazis, in der sich ranghohe Nationalsozialisten nach Gutdünken

bedienten. Doch die unscheinbare Museumsangestellte Valland

führte heimlich Buch über die Kunstschätze, die angeliefert

wurden, vor allem aber darüber, wohin sie transportiert wurden.

Unter Lebensgefahr sammelte sie unbemerkt Informationen und

vertraute sie später Monuments Man James Rorimer an.

Bill Marks (Liam Neeson), langgedienter U.S. Federal Air Marshal,

ist seinen Job über den Wolken leid. Doch der heutige Transatlantikflug

wird für den Sicherheitsbeamten alles andere als routiniert:

Kurz nach dem Start erreichen Marks Textnachrichten von einem

Fremden. Solange nicht 150 Millionen US-Dollar auf ein geheimes

Konto geflossen sind, droht der unbekannte Absender alle 20 Minuten

einen Passagier zu töten. Als sich herausstellt, dass das Konto

auf Mark’s Namen läuft und an Bord eine Bombe auftaucht, gerät

die Situation außer Kontrolle. Plötzlich steht Marks selbst unter Verdacht,

das Flugzeug zu entführen. Ihm bleiben nur wenige

Stunden, um die Katastrophe abzuwenden und das Leben der 200

Passagiere zu retten. Außer Liam Neeson spielen Julianne Moore,

Anson Mount und Michelle Dockery in diesem richtig guten

Actionfilm über den Wolken mit.

Nymphomaniac – teil 1

Von Lars von Trier – Start: 20. Februar – Kinocenter

Nymphomaniac ist die wilde und

poetische Geschichte der Reise einer

Frau von ihrer Geburt bis zu ihrem

50. Lebensjahr. Im Mittelpunkt steht die

selbstdiagnostizierte Nymphomanin Joe

(Charlotte Gainsbourg). An einem kalten

Winterabend findet der einsame

Junggeselle Seligman (Stellan Skarsgård)

die zusammengeschlagene junge Frau

in einer Gasse. Er nimmt sie mit in

seine Wohnung, wo er ihre Wunden

versorgt und ihr Fragen über ihr Leben

stellt. Er hört ihr aufmerksam zu,

während Joe über die nächsten acht

Kapitel die lustvolle, verzweigte und

facettenreiche Geschichte ihres Lebens

erzählt. Teil 2 kommt am 3. April in die

Kinos.

2/2014 streifzug 47

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