Psychische Prozesse während der Schwangerschaft und nach der ...

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Psychische Prozesse während der Schwangerschaft und nach der ...

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10 2013

Psychische Prozesse während

der Schwangerschaft und nach der Geburt

Processus psychiques durant la grossesse,

l’accouchement et au post-partum


Auf den richtigen

Umgang kommt es an!

In ihren ersten vier Lebenswochen lernen Babys das Trinken an der Mutterbrust. Danach wird deutlich, dass

Babys ein Saugbedürfnis haben, das über die Nahrungsaufnahme hinausgeht. 80% aller Eltern stillen dieses

Bedürfnis mit einem Nuggi. Um Zahnfehlstellungen zu vermeiden, sollte dieser verantwortungsbewusst

eingesetzt werden. Der Nuggi gehört in die Obhut der Eltern und sollte Babys nur gezielt angeboten werden:

Als Einschlafhilfe, bei Ruhelosigkeit oder zur Schmerzlinderung. Fachleute empfehlen zudem, Kindern den

Nuggi spätestens mit 24 bis 36 Monaten abzugewöhnen.

Der Nuggi – ein Multitalent!

• Der Nuggi spielt für das psychische Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Er beruhigt, entspannt, lindert Schmerzen

und erleichtert das Einschlafen.

• Aktuelle Studien belegen: Richtig eingesetzt hat der Nuggi keinen negativen Einfluss auf die Stilldauer.

• Das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS) wird durch die Nuggiverwendung reduziert.

• Der Nuggi ist viel leichter abzugewöhnen als der Daumen: 50% der Daumenlutscher nuckeln

auch als 7-Jährige noch.

Warum Sie einen bibi Nuggi empfehlen sollten

• Die Nuggispitze in der Dentalform NUK (natürlich und kiefergerecht)

passt sich dem Kiefer ergonomisch an und fördert so die natürliche

Entwicklung des Gaumens.

Ergonomische

NUK Dentalspitze

• Das anatomisch geformte Schild sorgt für beste Passform.

Der zentral gelegte Schwerpunkt verhindert übermässigen Druck

und sorgt für optimalen Tragekomfort.

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• Die auf der Schildinnenseite liegenden - der Brust nachempfundenen -

Sensopearls verhindern Rötungen und Hautirritationen. Zusammen

mit zwei Luftlöchern im Schild ermöglichen sie eine konstante

Luftzirkulation.

Anatomisch

geformtes Schild

• 100% Swiss Made: bibi ist der einzige Schweizer Nuggi-Produzent. Durch die Nuggi-Produktion in der

Manufaktur in Regensdorf bei Zürich und die permanenten Einzelkontrollen kann bibi höchste

Produktqualität garantieren.

• bibi feiert 75 Jahre glückliche Babys und zufriedene Eltern! Für Fachleute ist bibi der perfekte Partner: Profitieren Sie

von unserem erfahrenen Expertenteam und 75 Jahren Know-how in der Entwicklung von innovativen Babyprodukten.

Zahnärztin Claudia Saxer ist Mitglied unseres Expertenteams. Das sagt sie über die Nuggispitze in Dentalform:

«Die Nuggispitze in Dentalform wurde von Zahnärzten entwickelt. Die Dentalform ist auch bekannt

unter dem Namen NUK – „natürlich und kiefergerecht“. Die Nuggispitze wurde so geformt, dass sie

sich dem kindlichen Kiefer ergonomisch anpasst. Sie bietet genügend Platz für die Zunge und übt

keinen unnötigen Druck auf Kiefer und Zähne aus. Der Dental-Nuggi ist seit seiner Entwicklung

sehr beliebt und verbreitet.»

Dr. med. dent. Claudia Saxer ist eidg. dipl. Zahnärztin mit WBA SSO in Kinderzahnmedizin

Lamprecht AG, 8105 Regensdorf, Schweiz

www.bibi.ch


Inhalt • Sommaire

Ausgabe 10

Psychische Prozesse während der Schwangerschaft

und nach der Geburt

Edition 10

Processus psychiques durant la grossesse,

l’accouchement et au post-partum

Aktuell 2

Editorial Madeleine Grüninger, Steinach 5

Dossier 4

Veränderung der Partnerschaft während

der Schwangerschaft und nach der Geburt

Valentina Anderegg und Mirjam Kessler, Zürich

Psychobiologische Prozesse während 10

der Schwangerschaft

Manuela Wingeier und Ulrike Ehlert, Zürich

Neues aus Wissenschaft und Forschung 15

Fort- und Weiterbildung 16

Verband 18

Sektionen 21

Actualité 28

Editorial Madeleine Grüninger, Steinach 31

Dossier 30

L’Analyse Transactionnelle pour soutenir

la physiologie du couple

Entretien avec Maryse Dewarrat, Yverdon-les-Bains

Après l’accouchement, le temps de la solitude 32

Viviane Luisier, Genève

Processus biopsychologiques durant la grossesse 34

Manuela Wingeier et Ulrike Ehlert, Zurich

Nouvelles des HES 35

En librairie 36

Fédération 18

Sections 21

Thema der Ausgabe 11/2013

Hebamme und Kindesschutz

Erscheint Anfang November 2013

Thème de l’édition 11/2013

Sages-femmes et protection de l’enfant

Parution début novembre 2013

111. Jahrgang | 111 e année

Geschäftsstelle | Secrétariat Rosenweg 25 C, Postfach, CH-3000 Bern 23, T +41 (0)31 332 63 40, F +41 (0)31 332 76 19

info@hebamme.ch, www.hebamme.ch, www.sage-femme.ch Öffnungszeiten von Montag bis Freitag | Heures d’ouverture du lundi au

vendredi 8:15–12:00 / 13:30–17:15 Offizielle Zeitschrift des Schweizerischen Hebammenverbandes | Journal officiel de la Fédération suisse

des sages-femmes | Giornale ufficiale della Federazione svizzera delle levatrici | Revista uffiziala da la Federaziun svizra da las spendreras

Erscheinungsweise 10 Mal im Jahr, Doppelausgaben im Januar / Februar und Juli /August | Parution 10 éditions par année, numéros doubles

en janvier / février et en juillet /août

Foto Titelseite Der SHV dankt Nora Spiri, Zürich Photo couverture La FSSF remercie Nora Spiri, Zurich


Aktuell

Mit Einsatz dabei:

Erfolgreicher Hebammenlauf 2013

Über 40 Läuferinnen und Läufer nahmen

am zweiten Hebammenlauf von

Women’s Hope International teil, der

Anfang September auf dem Areal der

Frauenklinik des Inselspitals Bern durchgeführt

wurde. Mit dem Erlös werden

Projekte umgesetzt, um die Gesundheit

von Müttern und ihren Kindern in Äthiopien

zu verbessern.

Die Teilnehmenden, darunter Hebammen

aus der Region, erliefen 36 000.–

Franken.

Mehr Informationen unter: www.womenshope.ch

1500 Schweizerinnen machten bereits

den Praena-Test

Ein Jahr nach der Markteinführung des

umstrittenen Praena-Tests für Schwangere

zieht die Anbieterfirma Lifecodexx

Zwischenbilanz. Gemäss ihrer Mitteilung

liessen 6000 Frauen den Test durchführen.

Knapp die Hälfte der untersuchten

Blutproben wurde von deutschen Praxen

und Kliniken zugesandt, etwa ein Viertel

stammte aus der Schweiz, der Rest aus

anderen europäischen Ländern. Rund 98

Prozent der Tests hatten ein unauffälliges

Ergebnis. Der Praena-Test ist der

erste nicht invasive Pränataldiagnostiktest

in Europa. Damit lässt sich in einer

mütterlichen Blutprobe bestimmen, ob

ein Fötus unter den Trisomien 13, 18 oder

21 (Downsyndrom) leidet. Anfänglich

war der Praena-Test ab der 11. Schwangerschaftswoche

möglich, seit Juli 2013

bereits ab der 9. – also noch vor dem

heute verbreiteten Erst-Trimester-Screening

mit Ultraschall und Blutwerten.

Bereits Anfang Jahr zeigten Recherchen

des Zürcher Tages-Anzeigers (18. Februar

2013), dass der Praena-Test an vielen Spitälern

sämtlichen Patientinnen offensteht,

wenn sie es nur wünschen. Neben

psychologischen Gründen war in anderen

Fällen auch ein Alter von über 35 Jahren

sowie Auffälligkeiten im Erst-Trimester-Screening

ausschlaggebend für den

Test.

Bei einem positiven Testergebnis empfehlen

Fachärzte, das Resultat mit einer

Fruchtwasserpunktion oder einer Chorionzottenbiopsie

zu bestätigen.

Quelle: Der Bund, Bern, 25. August 2013

Sexuelle und reproduktive

Gesundheit

von Migrantinnen

Verschiedene Studien zeigen auf, dass

der Schwangerschaftsverlauf bei Migrantinnen

prekärer ist als bei Schweizer

Frauen. Mütter und neugeborene Kinder

verschiedener Herkunftsgruppen schneiden

bei einigen der verfügbaren Gesundheitsindikatoren

deutlich schlechter ab.

Die Gründe für diese Unterschiede sind

komplex und können anhand der in der

Schweiz vorliegenden Daten bisher nur

teilweise eruiert werden.

Mit dem Postulat von Ständerätin Maury

Pasquier «Migrationsbevölkerung. Gesundheit

von Müttern und Kinder

wurde das Bundesamt für Gesundheit

beauftragt, einen Bericht über die Gesundheit

von Müttern und Kindern in

der Schweiz im Zusammenhang mit

migrationsspezifischen Faktoren vorzulegen.

Der Bericht soll konkrete Empfehlungen

enthalten, wie die Situation von benachteiligten

Müttern und Kindern und damit

auch der gesamten Bevölkerung verbessert

werden kann. Im Rahmen der

Erarbeitung dieses Berichtes werden

verschiedene Studien erstellt.

Mehr Informationen und der Bericht

«Bestandesaufnahme von Projekten,

Massnahmen und Arbeitsmethoden im

Bereich reproduktive Gesundheit und

Migration» (Hermann 2013) als PDF zum

herunterladen sind zu finden unter:

www.bag.admin.ch › Themen › Gesundheitspolitik

Jede sechste Frau

in Deutschland ohne

Gebärmutter

Etwa jede sechste Frau in Deutschland

hat keine Gebärmutter mehr – das geht

aus einer bundesweit ersten repräsentativen

Erhebung zur Hysterektomie hervor.

Die Befragung war Teil der «Studie

zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland»

(DEGS) des Robert-Koch-Instituts

(RKI) in Berlin. Für den Survey beantworteten

3500 Frauen unter anderem Fragen

zu gynäkologischen Problemen und

2

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Ereignissen, etwa zu chirurgischen Eingriffen,

Zahl der Kinder sowie zu Beginn

und Ende der Regelblutung.

Insgesamt gaben 17,5 Prozent der Frauen

an, ohne Gebärmutter zu leben. Bei fast

der Hälfte der Frauen fand die Gebärmutterentfernung

in der fünften Lebensdekade

statt, das Durchschnittsalter

lag bei 44 Jahren. Deutschland belegt

damit nach Angaben der Studienautoren

vom RKI eine Position im Mittelfeld. In

den USA wird bei einem Drittel der

Frauen bis zum 60. Lebensjahr die Gebärmutter

entfernt, in Grossbritannien

bei etwa 20 Prozent bis zum 55. Jahr und

in Dänemark ist die Gesamtprävalenz

mit 10 Prozent vergleichsweise niedrig.

Nur bei 6,1 Prozent der Frauen in

Deutschland war eine Krebserkrankung

der Grund. Vermutet wird, dass sich die

übrigen Frauen aufgrund gutartiger Erkrankungen

wie Myome, Beckenbodensenkungen

oder Blutungsstörungen für

den Eingriff entschieden haben. Auch die

Zahl der Kinder erwies sich als relevanter

Faktor: Von den kinderlosen Frauen hatten

im Alter von 60 bis 69 Jahren knapp

10 Prozent keine Gebärmutter mehr, dagegen

lag der Anteil bei gleich alten

Frauen mit Kindern bei einem Drittel.

Als Gründe werden hier Traumata durch

Geburten erwogen, sowie der geringere

Bedarf, die Fruchtbarkeit zu erhalten.

Das Alter bei der Menarche hatte keinen

nennenswerten Einfluss auf die Hysterektomierate.

Prütz, F. et al.: Prävalenz von Hysterektomien bei

Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Ergebnisse der

Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland,

DEGS1. Bundesgesundheitsblatt 2013/springermedizin.

de, 3.6.2013.

www.deutschehebammenzeitschrift.de › dhz ›

aktuelle Meldungen

Zusammenarbeit

der Gesundheitsberufe

stärken

Das International Journal of Health Professions

(IJHP) ist eine neue, wissenschaftliche

Open-Access-Fachzeitschrift

mit dem Ziel, die interdisziplinäre und

interprofessionelle Zusammenarbeit der

an Hochschulen ausgebildeten Gesundheitsberufe

in Forschung, Bildung und

Praxis zu fördern.

Das Resultat einer neuen deutsch-österreichisch-schweizerischen

Kooperation

stellt als erste Zeitschrift in Europa die

Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe

in Lehre, Forschung und Berufspraxis in

den Fokus. Herausgegeben wird sie vom

neu gegründeten «Verein zur Förderung

der Wissenschaft in den Gesundheitsberufen»,

dem sieben deutschsprachige

Gesundheitshochschulen angehören.

Das IJHP erscheint ab Herbst 2014 online

und wird zweisprachig in Deutsch und

Englisch publiziert. Die Artikel können

wahlweise in einer der beiden Sprachen

eingereicht werden. Informationen zum

Journal und zum ersten «Call for Papers»

sind zu finden unter:

www.ijhp.info

Kein Alkohol in

Schwangerschaft und

Stillzeit

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

kann schwerwiegende Folgen

für das ungeborene Kind haben:

Auch durch den Konsum geringer

Mengen können Wachstumsstörungen,

geistige und soziale Entwicklungsstörungen

auftreten. Diese vorgeburtlich

ver ursachten Schädigungen durch

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

werden als Fetale Alkoholspektrumstörungen

(FASD) bezeichnet.

Anlässlich des Tages des alkoholgeschädigten

Kindes am 9. September 2013,

informierte die Bundeszentrale für gesundheitliche

Aufklärung (BZgA) darüber,

dass in Deutschland jährlich bis zu 10 000

Kinder mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung

und 2000 Kinder mit Fetalem

Alkoholsyndrom zur Welt kommen.

Damit zählen diese Krankheitsbilder zu

den häufigsten angeborenen Erkrankungen.

Sie sind vollständig vermeidbar,

wenn die werdende Mutter auf Alkohol

verzichtet.

Noch immer trinken in Deutschland etwa

14 Prozent der Schwangeren gelegentlich

Alkohol. Die BZgA legt daher im Rahmen

ihrer Kampagne «Alkohol? Kenn dein Limit.»

bewusst einen Schwerpunkt auf

die Ansprache von werdenden Müttern

und Vätern, denn Eltern tragen gemeinsam

Verantwortung für die gesunde

Entwicklung ihres Kindes.

Informations- und Hilfsangebote

der BZgA

Um Frauen und ihre Partner darin zu

unterstützen, während der Schwangerschaft

und Stillzeit konsequent alkoholfrei

zu leben, hat die BZgA ein umfassendes

Informations- und Hilfsangebot

entwickelt:

– Die Broschüre «Andere Umstände –

neue Verantwortung» bietet umfassende

Informationen zum Alkoholkonsum

während der Schwangerschaft

und Stillzeit und unterstützt

Frauen dabei, ihren Alkoholkonsum

zu hinterfragen und einzustellen.

– Der Flyer «Informationen zum

Thema Alkohol für Schwangere und

ihre Partner» fasst die wichtigsten

Fakten zusammen.

Ergänzt werden diese Medien durch

Informationen auf der Internetseite der

BZgA unter:

www.kenn­dein­limit.de › Alkohol ›

Schwangerschaft und Stillzeit

Allgemeine Informationen der BZgA rund um

Schwangerschaft und Geburt finden Sie unter:

www.familienplanung.de

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 3


Dossier

Veränderung der Partnerschaft

während der Schwangerschaft und

nach der Geburt

Der Übergang zur Elternschaft verändert den Alltag des Paares tiefgreifend und ist folgenreich.

Wichtig ist ein Austausch über die eigenen Erwartungen und eine für beide Elternteile befriedigende

Freizeitgestaltung. Der Erfolg dieser Anpassungsleistung hängt massgeblich von der Art

und Weise der partnerschaftlichen Kommunikation ab. In Präventionsprogrammen werden

diese Kompetenzen gezielt gefördert. Davon profitiert nicht nur das Paar, sondern längerfristig

auch das Kind, das in seiner Entwicklung gestärkt wird.

Valentina Anderegg und Mirjam Kessler, Zürich

Übergang zur Elternschaft als kritisches

Lebensereignis

Die Mehrheit der Eltern erlebt die Geburt des eigenen

Kindes als ein Ereignis der Freude, des Stolzes und der

Krönung der Partnerschaft. Andererseits erwähnen viele

junge Eltern grosse Belastungen im Zusammenhang mit

der Elternschaft: Neugeborene beanspruchen viel Zeit,

Aufmerksamkeit und Energie. Daher erstaunt es nicht,

dass ca. 30 % der jungen Eltern in den ersten 18 Monaten

nach der Geburt vermehrt über Partnerschaftsprobleme

berichten. Forschungsergebnisse deuten weiter darauf

hin, dass die Abnahme in der Partnerschaftszufriedenheit

bei jüngeren Generationen grösser ist als bei Älteren.

Als Ursache dafür werden gesellschaftliche Veränderungen

und bedeutsame Rollenkonflikte vermutet (Twenge,

Campbell & Foster, 2003). Weiter konnte gezeigt werden,

dass diese negative Veränderungen in der Partnerschaft

nicht nur in den ersten Jahren nach der Geburt existieren,

sondern oft über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben.

Diese Forschungsergebnisse könnten mit eine Erklärung

dafür liefern, warum in der Schweiz jede zweite Ehe

geschieden wird (Bundesamt für Statistik, 2011). Von diesen

geschiedenen Paaren hatte die Hälfte mindestens

ein unmündiges Kind.

Es stellt sich folglich die Frage, welche Faktoren die Partnerschaft

im Übergang zur Elternschaft beeinflussen und

inwiefern einem allfälligen negativen Effekt entgegengewirkt

werden kann. Daher werden nachfolgend einige

Bereiche erläutert, die gemäss aktuellen Forschungsergebnissen

den Übergang zur Elternschaft prägen.

Erwartungen

Menschen sind sozial und befinden sich dadurch fast

ständig in Gesellschaft. Jedes Umfeld beeinflusst das eigene

Verhalten, sodass je nach Situation andere Verhaltensweisen

gezeigt und unterschiedliche Rollen gelebt

werden. Jede Person hat unterschiedliche Rollen in ihrem

Leben: Partner/-in, Mutter/ Vater, Tochter/ Sohn, Arbeitneh

mer/-in, Freund/-in, usw. Entsprechend diesen Rollen

treffen Erwartungen von aussen (andere Personen) oder

von innen (eigene Person) auf jedes Individuum.

Mögliche Erwartungen an die unterschiedlichen Rollen

können sein: «Ich muss eine verständnisvolle Freundin

sein», «Ich muss mir für andere Zeit nehmen», «Ich muss

den Haushalt perfekt machen, damit mich mein Partner

liebt», «Ich muss mein Kind so bald als möglich an andere

gewöhnen, damit ich bald wieder arbeiten kann» usw.

Solche Erwartungen haben einen beachtlichen Einfluss

auf unser Verhalten, unser Denken und unser Fühlen.

Werden Erwartungen nicht erfüllt, so sind oft Gefühle

wie Wut, Angst oder Trauer die Folge: Wenn die Erwartung

von Eltern an ihre Kinder lautet «Nur unzufriedene

Kinder weinen» so reagieren Eltern eher gestresst, hilflos

oder genervt, wenn das Kind lange weint. Anders hingegen

reagieren Eltern, die die Erwartung haben: «Durch

Schreien versucht uns das Kind ein Bedürfnis mitzuteilen.»

Diese Eltern reagieren wohl etwas gelassener auf

das Schreien und versuchen mit einem Repertoire an Angeboten

das Bedürfnis des Kindes zu befriedigen.

Widersprüchliche Rollenerwartungen führen bei Individuen

häufig zu Spannungen bzw. Stress. So ist es für einen

Vater nur schwer möglich, ein hochkonzentrierter Mitarbeiter

(Rollenerwartung «Guter Mitarbeiter sein») und

gleichzeitig ein entlastender, sich nachts um das Kind

kümmernder Vater (Rollenerwartung: «Ein guter Vater

kümmert sich auch nachts um sein Kind») zu sein. Die

Folge sind Konzentrationsprobleme bei der Arbeit, die

durch den Schlafmangel ausgelöst werden.

Mehr noch sind es jedoch unausgesprochene Erwartungen,

die zu Konflikten in der Partnerschaft führen. Wird

auf unerfüllte Erwartungen gereizt reagiert, ist für den

Partner der Grund für die Missstimmung nur schwer verständlich.

Um diesem Verhaltensmuster entgegenzuwirken,

empfiehlt es sich, schon vor der Geburt – sicherlich

4

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Editorial

aber danach – über Rollenerwartungen zu sprechen. In

einem ersten Schritt sollten sich die Partner individuell

überlegen, welche Erwartungen sie an sich selber, aber

auch an den anderen Elternteil und an das weitere Umfeld

haben: «Wie möchte ich als Vater sein?», «Wie stelle

ich mir unsere Partnerschaft nach der Geburt vor?», «Was

ist mir für meine Freizeitgestaltung besonders wichtig?»

usw. In einem zweiten Schritt können sich dann die Partner

über ihre Erwartungen austauschen. Dies ermöglicht

es, Erwartungen des anderen besser zu verstehen, mögliche

Widersprüche zu erkennen, einen gemeinsamen

Weg zu finden, den Erwartungen des Partners / der Partnerin

gerechter zu werden oder einen Kompromiss zu

finden.

Was Hebammen tun können

Sprechen Sie die Paare bereits vor der Geburt gezielt

auf diese (v. a. unausgesprochenen) Erwartungen an

und regen sie Selbstreflexion an. Fragen Sie nach

der Herkunftsfamilie und dem Alltagsleben als

Familie, denn die Vergangenheit der Partner beeinflusst

die Erwartungen oft in erheblichem Masse.

Fragen Sie auch, wie die Vorstellung des Alltags mit

dem eigenen Kind und dem Partner aussieht und

z.B. danach, wer was erledigt.

(Frei)Zeit

Mit der Geburt eines Kindes verändert sich der Alltag der

Eltern grundlegend. Hatten sie bis zur Geburt Zeit für

sich alleine oder für sich als Paar (Dyade), so bilden sie

jetzt zusätzlich eine Triade: Mutter, Vater und Kind. Das

Kind braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit der Eltern,

sodass diese kaum Zeit für sich selbst oder für einander

haben.

Darunter leidet die «exklusive Zeit als Dyade» und die

Paare haben bedeutend weniger Zeit, ihre Partnerschaft

zu pflegen (z. B. Gespräche oder Ausübung eines gemeinsamen

Hobbies). Durch die Reduktion der gemeinsamen

Zeit wird die Kommunikation der Partner oberflächlicher

und es werden öfter neutrale Inhalte kommuniziert (Arbeit,

Haushalt, Kinderbetreuung).

Postpartale Depression

Die Postpartale Depression (PPD),

kommt bei frischen Eltern verbreitet vor.

Die Lebenszeitprävalenz der PPD beträgt

bei Männern ~10 % und 10 bis 16 % bei

Frauen (Pearlstein, Howard, Salisbury &

Zlotnick, 2009). Man geht davon aus,

dass es eine hohe Dunkelziffer gibt, weil

viele Eltern aus Scham mit niemandem

über ihre Gefühlslage sprechen und

sich auch nie deswegen in Behandlung

begeben. Die PPD ist vom Babyblues

abzugrenzen, der wenige Tage nach der

Geburt auftritt, 40 bis 80 % der Mütter

betrifft und nicht behandelt werden

muss.

Madeleine Grüninger

frei praktizierende Hebamme,

Präsidentin SHV-Sektion Ostschweiz, Steinach

Hebammen können das Bild

der Schwangerschaft verändern!

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Zeit der freudigen Erwartung ist für die Schwangere

von heute vor allem anstrengend: Sie muss aus einer Flut von

Informationen die passenden Tipps herausfinden, unterzieht

sich pflichtbewusst allen möglichen Vorsorgeuntersuchungen,

plant während der Zeit vor der Geburt den beruflichen Wiedereinstieg,

muss wegen vorzeitiger Wehen von einem Tag auf

den anderen in einem Spitalbett liegen, kann dadurch die

4. Lektion des Geburtsvorbereitungskurses nicht besuchen

und darf ab der 37. Schwangerschaftswoche entspannt und

möglichst in 12 Stunden ihr Kind gebären. Wenn sie dann die

10 Schritte zum erfolgreichen Stillen gemeistert hat, freut sie

sich nach acht Wochen Schonfrist, notabene mit rosigem

Teint und brav schlafendem Kind im Nebenzimmer, als attraktive

Sexualpartnerin den Sprung von der Triade zurück zur

Dyade zu vollziehen, wenigstens für ein paar Stunden – damit

ihre Ehe noch lange glücklich bleiben möge …

Liebe Kolleginnen, die obigen Schilderungen liegen nicht weit

von der Realität entfernt. Ich bin davon überzeugt, dass wir

dieses Bild verändern können, indem wir Paare in der Schwangerschaft

kontinuierlich beraten, sie aufklären, bei der Geburt

unterstützen, ihnen das Vertrauen schenken, dass sie als

Eltern fähig sind, ihrem Neugeborenen alles zu geben, was es

braucht – sie werden ihre Selbstwirksamkeit erfahren und

werden weit mehr als ein Kind «haben», sie werden es durch

das Leben begleiten können.

Ich habe mich vor einem Jahr für den Schritt der kontinuierlichen

Betreuung während des ganzen Zeitraumes der Schwangerschaft,

Geburt und des Wochenbettes entschieden – und

erachte es als grossen Gewinn für mich und die Paare, den Betreuungsbogen

von A bis Z anzubieten.

Es braucht mehr Hebammen, die bereit sind, die Paare verbindlich

zu begleiten. Der Bedarf ist da und Modelle gibt es

genug. Die Frauen werden es uns danken – und sie werden

in realer und hoffentlich auch freudiger Erwartung Mütter

werden.

Herzlich, Madeleine Grüninger

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 5


Dossier

Valentina Anderegg M. Sc., Psychologin FSP

arbeitet am Lehrstuhl für Kinder/Jugendliche und Paare/Familien und

schreibt ihre Doktorarbeit zum Thema «Paare im Übergang zur Elternschaft».

Dabei interessiert sie sich sowohl für Themen der Partnerschaft als auch

für die Eltern-Kind-Beziehung. In ihrer Tätigkeit als Psychologin im Spital

in Affoltern am Albis kann sie ihr Fachwissen in die Praxis umsetzen und

so Frauen und Paare vor, während und nach der Geburt unterstützen.

Mirjam Kessler lic. phil.

ist Lehrstuhlassistentin und Doktorandin am Lehrstuhl für Kinder/Jugendliche

und Paare/Familien. Sie studierte Neuropsychologie, Psychopathologie

für Erwachsene und Kriminologie an der Universität Zürich. Sie ist lizenzierte

paarlife®-Trainerin und ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in der Partnerschaftsforschung,

Commitment, Prävention und Einfluss von Kindern auf die Eltern.

Ihre Doktorarbeit schreibt sie zum Thema «Commitment in Partnerschaften».

(

Changement dans la vie de couple durant

la grossesse et après la naissance

Le passage à la parentalité modifie profondément

le quotidien du couple. D’une part, les parents sont

heureux de ce couronnement de leur partenariat et,

d’autre part, ils vivent les soins à l’enfant comme

débi litants. Cette phase cruciale réduit souvent

la satis faction dans la vie du couple et peut même

se terminer par un divorce. Les parents peuvent

toutefois gérer ac tivement cette transition pour

éviter les conséquences négatives, voire la séparation:

l’échange de leurs propres attentes permet

de mettre en évidence une vision commune de

la parentalité, de la développer et de l’adapter.

Prendre en compte dans le temps «libre» des besoins

indi viduels, conjugaux et familiaux permet

de promouvoir la satisfaction dans la vie de couple.

Une communication fonctionnelle conduit à ce que

chaque membre du couple comprenne et soit compris

pour qu’une entraide mutuelle puisse advenir.

Un programme de prévention donne l’occasion

de développer ces compétences de manière ciblée.

Les parents en profitent, de même que l’enfant

car il est alors soutenu dans son développement.

Da es vielfach zur klassischen Rollenverteilung kommt

und die Mütter sich hauptsächlich um den Säugling kümmern,

können sich Väter überflüssig oder vernachlässigt

fühlen. Gelingt es den Eltern, die Pflege des Kindes unter

sich aufzuteilen, profitieren alle Beteiligten: der Vater

kann eine Beziehung zum Kind aufbauen, die Mutter hat

etwas Zeit für sich und das Kind erlebt beide Elternteile

als gleichwertige Bezugspersonen.

Mit der Geburt eines Kindes ändert sich aber nicht nur innerhalb

des Paares viel, sondern auch in Freundschaften.

Gerade weil die Familie mehr Zeit in Anspruch nimmt,

können Hobbies seltener ausgeübt oder Freunde seltener

getroffen werden. Dabei empfinden viele Eltern den Austausch

mit Freunden oder das Ausüben der Hobbies als

kraftspendend und erholend.

Was Hebammen tun können

Erklären Sie dem Paar, dass die Verschiebung von

Dyade zu Triade vielen Paaren schwer fällt. Versuchen

Sie bei den Nachuntersuchungen die Väter

aktiv miteinzubeziehen und helfen Sie so, Hemmungen

seitens der Väter und Vorbehalte seitens der

Mütter abzubauen. Durch gezieltes Ansprechen

von Möglichkeiten der sozialen Unterstützung oder

des Ausübens des Hobbies können Sie junge Eltern

zur Reflexion ermutigen. So könnten zum Beispiel

Freunde mal auf das Kind aufpassen, sodass sich

das Paar Zeit für sich nehmen kann.

Zärtlichkeit, Erotik und Sexualität

Die Sexualität verändert sich bereits während der

Schwangerschaft: Häufig nimmt die sexuelle Aktivität

erst zu und kommt im letzten Trimester fast komplett

zum Erliegen. Die Geburt und die erste Zeit mit dem

Kind sind für die Frau so kräftezehrend, dass Sex und

Erotik in dieser Zeit für sie kaum Thema sind. Auch Männer

haben eine gewisse Zurückhaltung, wenn sie sehen,

wie vereinnahmend das Kind für die Mutter, aber auch

für sie als Väter ist.

Frauen haben oft das Gefühl, «nur» noch als Mutter

wahrgenommen zu werden. Alles dreht sich um das Kind:

Füttern, Wickeln und Schlafen, wobei die eigenen Bedürfnisse

hintenangestellt oder ganz vergessen werden.

Hinzu kommt das veränderte Körpergefühl der Frauen,

das in Kombination mit Schlafmangel zu einer deutlichen

Lustreduktion führen kann, wobei der umgekehrte Fall

ebenso möglich ist (Nolte & Nolden, 2013). Aber auch für

Väter ist die Situation nicht einfach: Die Aufmerksamkeit

seiner Partnerin liegt fast ständig beim Kind, ausser

wenn sie schläft. Die Wahrscheinlichkeit, dass Väter sich

dadurch zurückgestossen fühlen, ist daher sehr hoch und

nicht selten kommt das Gefühl der Eifersucht auf.

Es gilt also für die jungen Eltern sich langsam an die neue

Situation zu gewöhnen, aber möglichst bald Zeitfenster

der Zweisamkeit zu schaffen. Diese Momente ermöglichen

Gespräche und Begegnungen als Paar. Viele Paare

sind gespannt, aber auch ängstlich was den ersten Sex

nach der Geburt betrifft.

6

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Was Hebammen tun können

Scheuen Sie sich nicht, die Eltern auf das Thema

Sexualität anzusprechen und begegnen Sie den

Fragen offen. Die Eltern sind dankbar, wenn sie ihre

Bedenken mit einer Fachperson besprechen können,

da das Thema Sexualität oft sehr schambehaftet

ist.

Partnerschaft und kindliche Entwicklung

Die Forschung konnte nachweisen, dass es einen wechselseitigen

Zusammenhang gibt zwischen der Sensitivität

und der Beziehungsqualität der Eltern. Eine Verschlechterung

der Beziehung bewirkt eine Reduktion des sensitiven

und positiven Verhaltens der Eltern gegenüber dem Kind

(Petch & Halford, 2008). Weiter führen negative Interaktionen

zwischen den Eltern zu inkonsistenter Disziplin und

weniger positiv gezeigten Gefühlen gegenüber dem Kind

(Cina & Bodenmann, 2009). Destruktive elterliche Konflikte

beeinflussen die Entwicklung des Kindes negativ.

Sie können zu geringerer Sozialkompetenz, unsicheren

Bindungsstilen, gesundheitlichen Problemen, erhöhter

Wahrscheinlichkeit von Depressionen und Angststörungen,

Entwicklungsstörungen und schlechten schulischen

Leistungen führen (Halford, Petch & Creedy, 2010).

Was Hebammen tun können

Versuchen Sie, die Paare zu positiven Interaktionen

mit dem Kind zu motivieren (mit dem Kind sprechen,

spielen, es streicheln usw.). Erklären Sie den

Eltern, wie eng die kindliche Entwicklung und

die Partnerschaftszufriedenheit zusammenhängen.

Kommunikation

Durch das Zurückstellen eigener Bedürfnisse – weil man

jene des Kindes prompt wahrnehmen und angemessen

darauf reagieren muss – entsteht ein Ungleichgewicht

zwischen den elterlichen Ressourcen (z. B. Ausgeglichenheit,

Flexibilität, Zeit, Geld, Freunde) und den Anforderungen

(z. B. kindliche Bedürfnisse, Haushalt, Beruf, Partnerschaft,

Freundeskreis). Genau dieses Ungleichgewicht

zwischen wahrgenommenen Anforderungen und Ressourcen

bezeichnet die Wissenschaft als Stress.

Stress zeigt eine Vielzahl an negativen Folgen, die sowohl

das Individuum als auch die Partnerschaft betreffen.

Besonders die partnerschaftliche Kommunikation wird

negativ beeinflusst: Dysfunktionales Streitverhalten und

Eskalationen sind die Folge. Gottman (1994) fasste Kommunikationsfehler

zusammen und nannte sie «die vier

apokalyptischen Reiter». Darunter werden Kritik, Defensivität,

Verachtung und Vermeidung / Rückzug verstanden.

Eine geringe Beziehungszufriedenheit und dysfunktionale

Kommunikation vor der Geburt haben sich als starke

Prädiktoren für Trennung bzw. Scheidung erwiesen.

Unter Stress werden häufig dysfunktionale Verhaltensweisen

gezeigt. Dieses Verhalten ist bei den meisten

eingeschliffen und geschieht unbewusst. Weiter wird

unter Stress sensibler und gereizter auf Äusserungen des

Gegenübers reagiert. Aus diesen Gründen ist es hilfreich,

den Paaren Regeln aufzuzeigen, damit gerade in

stressigen Situationen und hitzigen Gesprächen, die

nötige Ruhe und Sachlichkeit behalten werden kann:

Zunächst sollte klar zwischen Sprecher und Zuhörer

Tabelle 1

Sprecherregeln

1. Konkretheit

Bei einer konkreten Situation bleiben und keine «alten

Geschichten aufwärmen».

Sinn der Regel Verhindert Verallgemeinerungen

2. Ich-Bezug

Eigene Gedanken und Bedürfnisse ansprechen,

anstelle den Partner mit Vorwürfen überschütten.

Sinn der Regel Verhindert persönliche Angriffe auf den Zuhörer

3. Mitteilung von Gefühlen / Bedeutungen

Herausarbeiten, warum die Situation so schlimm oder

stressend war.

Sinn der Regel Macht es für den Zuhörer einfacher, den Sprecher

und die Relevanz der Situation zu verstehen

Tabelle 2

Zuhörerregeln

1. Aktives, interessiertes Zuhören

Nicken, zugewandte Körper haltung.

Sinn der Regel Signalisiert Interesse und ermutigt den Sprecher,

von sich zu erzählen

2. Zusammenfassen

Wiedergeben, was der andere gesagt hat.

Sinn der Regel Dient der Verständnisprüfung und gibt

dem Sprecher die Möglichkeit kurz über das Gesagte nachzudenken

3. Wohlwollende, offene Fragen

W-Fragen: Wie, wo, wer, was, warum.

Sinn der Regel Eignen sich dafür, den Explorationsprozess

des Sprechers anzuregen

getrennt werden. Der Zweck dieser klaren Trennung besteht

darin, dass die Partner sich nicht ins Wort fallen

und die Situation nicht eskaliert. Anschliessend werden

die Rollen getauscht, was eine Gleichheit schafft.

Diese Regeln können anfangs etwas künstlich wirken.

Doch es hat sich gezeigt, dass es den Paaren dadurch gelingt,

selbst heikle Themen besprechen zu können. Der

Sprecher wird in kleinen Abständen von den Zusammenfassungen

und den Fragen des Zuhörers unterbrochen.

Dadurch soll ein offenes Gespräch entstehen, in dem die

Partner mehr übereinander erfahren. Zentrales Ziel ist es,

den Partner zu verstehen und je nach Situation angemessen

zu unterstützen.

Was Hebammen tun können

Eine empathische und unterstützende Interaktion

zwischen den Eltern ist eine wichtige Basis für

ein gutes Familienklima. Zeigen Sie den Paaren

die Wichtigkeit der funktionalen Kommunikation

auf und erklären Sie die Regeln und deren Zweck.

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 7


Dossier

Es braucht anfangs Übung, diese neue Art von

Kommunikation umzusetzen. Sie können das Paar

unterstützen, indem Sie die Regeln schriftlich

abgeben oder als Vorbild fungieren: Stellen Sie

die offenen Fragen, korrigieren Sie sanft, wenn

verallgemeinert wird usw.

Formen der Prävention

Um den möglichen negativen Folgen der Elternschaft vorzubeugen,

besteht eine Reihe von Präventionsprogrammen.

Paarlife®

Dieses wissenschaftlich fundierte Stresspräventionsprogramm

wurde 1996 von Prof. Dr. Guy Bodenmann in

der Schweiz entwickelt. Im Fokus dieses Präventionsprogrammes

steht die Partnerschaftspflege und die Stressbewältigung,

da Alltags- und Berufsstress nachweislich

die Beziehung verschlechtern kann. Paarlife® fördert

nebst den Kompetenzen zur partnerschaftlichen Stressbewältigung,

auch Kommunikations- und Problemlösungsfertigkeiten.

Das traditionelle paarlife®-Stresspräventionsprogramm

findet meist an einem Wochenende statt und richtet

sich an Paare, die etwas Gutes für ihre Beziehung tun

möchten. Da der Fokus auf Stress liegt, eignet sich dieses

Programm auch spezifisch für werdende Eltern.

Interessierte Paare können sich mit der interaktiven

fünfstündigen paarlife®-DVD einen Einblick in den Inhalt

des Kurses verschaffen. Das Video bietet Informationen,

Interviews, Videos und interaktive Übungen. Neu wird

auch ein paarlife®-Abendkurs angeboten, der Anregungen

zu den Themen Liebe, Zeit für die Partnerschaft,

Commitment, Nähe und Leidenschaft gibt.

Ein partnerschaftliches Lernprogramm (EPL)

Dieses Programm, das 1992 von Thurmaier und Kollegen

entwickelt wurde, fokussiert auf die Verbesserung der

Kommunikations- und Problemlösungsfertigkeiten. Die

Paare, die am Anfang ihrer Beziehung stehen, lernen in

einem Wochenendkurs ihre Wünsche und Erwartungen

zu äussern, einander richtig zuzuhören und sich zu verstehen.

Das weitere Modul «Konstruktive Ehe und Kommunikation

(KEK)» hingegen richtet sich an Paare, die in

einer mehrjährigen Beziehung sind. Zusätzlich zum Gesprächstraining

werden die Beziehungsgeschichte und

die Stärken der Partnerschaft ausgearbeitet. Um das

Wissen von EPL und KEK zu vertiefen, gibt es Aufbaukurse

(APL).

Triple P

Das selektive Präventionsprogramm Triple-P-Programm

(Positive Parenting Program) wurde von Matt Sanders

und Kollegen in den 1980er Jahren in Australien entwickelt

und wird seit 1999 im deutschsprachigen Raum angeboten.

Dieses Elterntraining stärkt Beziehungs- und Erziehungskompetenzen

und fördert so die gesunde Entwicklung

von Kindern und Jugendlichen. Schwerpunkt ist das Prinzip

der Suffizienz (Prinzip der minimalen Intervention):

Eltern geben nur so viel Unterstützung wie nötig und

schonen dabei die eigenen Kräfte. Weitere Prinzipien des

Trainings sind Selbstwirksamkeit (Eltern können ihren

Fähigkeiten trauen und Lösungen finden) und Eigenverantwortung

bezüglich dem eigenen Tun und dessen Folgen.

Die Eltern sollen lernen, dass sie «aus eigener Kraft»

Verbesserungen im kindlichen Verhalten erzielen können,

was durch klare Zielorientierung und anschliessender

Reflexion der Prozesse unterstützt wird.

Aktuelle Studie

Die Universität Zürich führt eine Studie zum Thema

«Übergang zur Elternschaft» durch, die vom Schweizerischen

Nationalfonds (SNF) finanziert wird. Ziel der Studie

ist es, ein Präventionsprogramm zu entwickeln und

zu testen, das den Bedürfnissen von werdenden oder frischen

Eltern noch besser entspricht. Dafür wurde das

bestehende paarlife®-Programm mit elternspezifischen

Elementen ergänzt. Speziell an diesem Programm ist die

enge Zusammenarbeit von Hebammen und Psychologen.

Es werden deshalb Paare gesucht, die ihr erstes Kind

erwarten und von einem neuartigen und wissenschaftlichen

Präventionsprogramm profitieren möchten. Weitere

Informationen sind zu finden unter:

www.psychologie.uzh.ch/fachrichtungen/kjpsych/team/valentina.html

Fazit

Die Hebamme spielt in der Zeit nach der Geburt eine sehr

wichtige Rolle. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für die

jungen Eltern. In Gesprächen mit der Mutter erhält die

Hebamme indirekten Einblick in das Alltagsverhalten des

Paares. Mit gezieltem Nachfragen zu unterschiedlichen

Themen wie Erwartungen, soziale Unterstützung oder

durch das Einnehmen der Vorbildrolle bezüglich Kommunikation

kann die Hebamme das Paar im Übergang zur

Elternschaft unterstützen.

Kontakt

Psychologisches Institut

der Universität Zürich

Klinische Psychologie mit

Schwerpunkt Kinder/Jugendliche

und Paare/Familien

Binzmühlestr. 14/23, 8050 Zürich

T +41 (0)44 635 73 84

valentina.anderegg@psychologie.uzh.ch

mirjam.kessler@psychologie.uzh.ch

www.psychologie.uzh.ch

Kontaktadressen Schweiz

Paarlife Psychologisches Institut der Universität Zürich, Klinische

Psychologie mit Schwerpunkt Kinder/Jugendliche und Paare/Familie,

Binzmühlestrasse 14/23, 8050 Zürich, T 044 635 75 47, M 078 707 49 82

paarlife@psychologie.uzh.ch, www.paarlife.ch

EPL/KEK Fachstelle Partnerschaft – Ehe – Familie, Frongartenstrasse 11,

9000 St. Gallen, T 071 223 68 66, sg@zweihochzwei.ch (für St.Gallen) und

gr@zweihochzwei.ch (für Graubünden), www.zweihochzwei.ch

Triple P Institut für Familienforschung und -beratung der

Universität Freiburg, Rue Faucigny 2, 1700 Freiburg, T 026 300 73 53,

institut-famille@unifr.ch, www.triplep.ch

8

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Literatur

Bodenmann G. (2008) paarlife – Fit für das Leben

zu zweit. Kompetenzen für die Partnerschaft.

Das Trainermanual zum Paarkurs. Fribourg

Bundesamt für Statistik (2011) Scheidungen und

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bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/

key/06.html Cina A. & Bodenmann G. (2009)

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kindlichem Problemverhalten. Kindheit und

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Nolte S. H. & Nolden A. (2013) Das große Buch

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ersten 12 Monate. München: Gräfe u. Unzer

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of Obstetrics and Gynecology, 200(4), 357–

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Petch J. & Halford W. K. (2008) Psycho-education

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(1999) Triple P-Positive Parenting Program:

towards an empirically validated multilevel

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doi:10.1159/000258225 Twenge J. M., Campbell

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Journal of Marriage and Family, 65(3), 574–583.

doi:10.1111/j.1741-3737.2003.00574.x

Kommentar zum Artikel «Veränderung der

Partnerschaft während der Schwangerschaft

und nach der Geburt»

Ursula Lüscher, frei praktizierende Hebamme, Beirätin Hebamme.ch, Münchenstein

Was Hebammen könnten …

Wie die Autorinnen in ihrem Artikel ausführen, kann die

Hebamme die werdenden Eltern bereits vor der Geburt

zur Selbstreflexion anregen. Durch ihre Nähe zum Paar

ist es ihr möglich, aufmerksam partnerschaftliche Konflikte

zu erkennen und anzusprechen.

In der Praxis zeigt sich jedoch oft, dass die Mehrheit der

werdenden Eltern auf eine Schwangerschaftsbegleitung

durch eine Hebamme verzichtet. Ein Grossteil der Paare

geht in die Elternschaft ohne eine Hebamme kontaktiert

zu haben, zu der sie ein Vertrauensverhältnis aufbauen

könnten. Mit der Einführung der DRG beanspruchen Eltern

jedoch zunehmend das aufsuchende Angebot einer

frei praktizierenden Hebamme im Wochenbett. Der erste

persönliche Kontakt geschieht in der Regel erst zwischen

zwei bis fünf Tagen nach der Geburt. Nutzen die Eltern

das Angebot der Hebamme erst zu diesem Zeitpunkt,

sind die Chancen, die eine ganzheitlichen Betreuung mit

sich bringt, gering. Hebammen erleben derzeit, dass sie

nicht (mehr) die erste Ansprechperson sind, sondern

beispielsweise der Pädiater vorher involviert wird. Sie

machen die Erfahrung, dass neben der originären Hebammenarbeit

keine Zeit bleibt für zusätzlich notwendige

Beratungsgespräche.

Damit Hebammen ihren Präventionsauftrag erfüllen

können (der vorliegende Artikel zeigt die Rolle der Hebammen

darin deutlich), sollte die Betreuung bereits

während der Schwangerschaft beginnen. Es mag den

Autorinnen aber nicht bewusst zu sein, dass es die geltenden

Tarifverträge kaum erlauben nach Spitalaustritt

die vorgeschlagenen Massnahmen zu beachten oder

umzusetzen. Es ist bezeichnend, dass Präventionsprogramme

die Hebamme als wichtige Partnerin einbeziehen,

dabei aber übersehen, dass die Rahmenbedingungen,

unter denen Hebammen Mütter und Neugeborene

365 Tage im Jahr betreuen, eine sorgfältige, ganzheitliche

Begleitung zunehmend schwieriger werden lässt.

Die zeitlichen Vorgaben zur Betreuung im Wochenbett

müssten flexibilisiert und auf die Bedürfnisse der jungen

Familien ausgerichtet werden, da relevante körperliche,

psychische und soziale Probleme oft erst nach dem offiziellen

Abschluss der Wochenbettbetreuung am 10. Tag

postpartal auftreten. Die Zeit, die während der Schwangerschaft

oder im Wochenbett für Beratung aufgewendet

wird, muss von den Kostenträgern übernommen

werden. Bisher ist die Vergütung der Leistung auf die

körperlichen Aspekte ausgerichtet und beträgt beispielsweise

im Kanton Basel-Landschaft 78 Taxpunkte à 1 Fr.

pro Wochenbettbesuch. Dabei dürfen telefonische Beratungen,

Nacht- und Wochenendarbeit und die Zeitversäumnisse

bei Fahrten nicht in Rechnung gestellt

werden. In den Diskussionen um die Verteilung und Abrechnung

der Aufgaben im Gesundheitswesen sollten

diese Aspekte berücksichtigt werden.

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 9


Dossier

Psychobiologische Prozesse

während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft geht mit einer Vielzahl von psychosozialen und biologischen

Veränderungen einher. Diese Veränderungen erfordern Anpassungen und können von

psychischen Missstimmungen begleitet werden. Durch psychosoziale Belastungen

können biologische Anpassungsprozesse während der Schwangerschaft ungünstig

beeinflusst werden, was Auswirkungen auf die fetale Entwicklung sowie auf die

Empfänglichkeit für Erkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter haben kann.

Nachfolgend sollen die psychobiologischen Risikofaktoren sowie Schutzmechanismen

während der Schwangerschaft aufgezeigt werden.

Manuela Wingeier und Ulrike Ehlert, Zürich

Psychosoziale Veränderungen in der Schwangerschaft

In unserer Gesellschaft wird die Schwangerschaft mit

einem freudigen Ereignis und einer glücklichen Zeit im

Leben der werdenden Mutter und ihres Partners assoziiert.

Doch erfordert eine Vielzahl von Veränderungen

eine Anpassung an die neuen Lebensumstände. Für viele

Frauen ist die Schwangerschaft ein Ereignis, das mit einem

Mangel an sozioökonomischen und psychosozialen

Ressourcen einhergehen kann [ 1] . Auch ein ganz unauffälliger

Schwangerschaftsverlauf kann mit psychosozialem

Stress während der Schwangerschaft und der Geburt

verbunden sein [ 2 ] .

Stressverarbeitung während der Schwangerschaft

Nach Lazarus und Folkman [ 3 ] ist für das Verständnis von

Stress die Beziehung zwischen Person und Umwelt entscheidend.

Jede Situation wird in einem kognitiven Prozess

evaluiert, wobei in einem ersten Bewertungsschritt

das Ausmass der Bedrohung und im zweiten Schritt das

Vorhandensein von Bewältigungsmöglichkeiten geprüft

wird [ 3 ] . Diese kognitive Auseinandersetzung geht mit

emotionalen Prozessen wie beispielsweise Angst oder

Ärger einher, führt zu physiologischen Anpassungen und

resultiert in einem spezifischen Verhalten, der Stressverarbeitung

(vgl. Abb. 1). Die Bewältigungsstrategie, die in

der jeweiligen Stresssituation gezeigt wurde, wird abschliessend

bezüglich ihres Erfolgs oder Misserfolgs bewertet.

Psychische Beeinträchtigungen können dann

entstehen, wenn die Bewältigung von Stress häufig als

defizitär erlebt wird. Demzufolge können die Konsequenzen

der Stressbewältigungsversuche auf einem Kontinuum

von Selbstvertrauen und Erfolg bis hin zu Angst,

Depression und sozialem Rückzug abgebildet werden [ 2 ] .

Das Gefühl von Selbstvertrauen und Erfolg geht häufig

mit einer gesunden Schwangerschaft einher, während

Angst, Depression und sozialer Rückzug mit körperlichen

Fehlanpassungen in der Schwangerschaft verbunden sein

können [ 2 ] .

Subjektiv bedeutsame Situationen erfordern nicht nur

psychosoziale Anpassungen, sondern auch körperliche

Regulationsmechanismen, die sich beispielsweise in hormonellen

Veränderungen zeigen. Wie psychosoziale Belastungen

einen Einfluss auf die Gesundheit von Mutter

und Kind haben können, wird nachfolgend aufgezeigt.

Einfluss psychosozialer Belastungen auf hormonelle

Prozesse in der Mutter und im Kind

Frühgeburten stellen eines der häufigsten Probleme

in der Geburtshilfe dar und sind die hauptsächliche

Ursache kindlicher Mortalität und Morbidität [ 4 ] . Bei

Frauen mit Frühgeburten finden sich einerseits Veränderungen

der physiologischen Stressmarker. Andererseits

liegen gehäuft psychosoziale Belastungen während der

Schwangerschaft vor [ 4 ] . Der Einfluss von Stress auf

gesundheitsbezogene Variablen wird entweder direkt

durch physiologische Mechanismen oder indirekt über

verhaltensbezogene Aspekte oder einer Kombination

dieser beiden Wege vermittelt.

Fetale Programmierung

Gemäss dem Konzept der fetalen Programmierung können

Einflüsse aus der fetalen Umwelt während kritischer

Zeitperioden der pränatalen Entwicklung zu einer bleibenden

Veränderung der Struktur und Funktion von verschiedenen

Körpersystemen führen [ 5 ] . Dabei scheint der

Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels eine für

Stress besonders vulnerable Phase zu sein [ 6 ] . Nierop et

al. [ 6 ] konnten eine signifikante Verlängerung der Erholungszeit,

gemessen an der Cortisolausschüttung, auf einen

akuten psychosozialen Stressor im zweiten Trimester

der Schwangerschaft nachweisen. Wie maternaler Stress

im Verlauf der Schwangerschaft einen Einfluss auf Mutter

und Kind haben kann, wird nachfolgend anhand verschiedener

aktueller Studienbefunde aufgezeigt.

Ein niedriges Geburtsgewicht wird mit einer Reihe von

Krankheiten im Erwachsenenalter in Verbindung gebracht

[ 5 ] . Zur Erklärung dieses Mechanismus sind bisher

10

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Abbildung 1

Stressverarbeitung während der Schwangerschaft, gemäss [ 2 ]

Subjektiv bedeutsame Situation

Primäre und sekundäre Bewertungsprozesse

Verhalten

Kognition

Emotion

Physiologische Reaktion

Bewältigungsbewertung der Situation

Kontinuum

Selbstvertrauen und Erfolg

Misserfolg, Angst, Depression, sozialer Rückzug

Gesunde Schwangerschaft

Körperliche Fehlanpassungen

in der Schwangerschaft

zwei hauptsächliche Thesen postuliert worden: die fetale

Mangelernährung und die erhöhte fetale Glucocorticoidexposition.

Neugeborene, die ein Geburtsgewicht aufweisen,

das unterhalb des fünften Perzentils der geschlechtsspezifischen

Referenzwerte liegt, zeigen eine

zu schwache physiologische Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse

(HHNA) auf einen

induzierten Stress (Fersenstich) [ 7 ] . Intrauterine Veränderungen

der HHNA scheinen demnach bis in die postnatale

Periode erhalten zu bleiben [ 7 ] . In einer Untersuchung

konnte sogar noch bei 10-jährigen Kindern, deren

Mütter in der Schwangerschaft Glucocorticoide verabreicht

wurden, eine veränderte Reaktivität der HHNA

nachgewiesen werden [ 8 ] . Kinder von Müttern, denen

während der Schwangerschaft aufgrund einer drohenden

Frühgeburt, Glucocorticoide zur Lungenreifung verabreicht

wurden, zeigen auf eine Stressinduktion geringere

Kontrollerwartungen, höhere Stressbewertungen

und höhere Cortisolanstiege im Vergleich zu Kindern

ohne Glucocorticoidverabreichung während der Schwangerschaft

[ 8 ] . Nicht nur die fetale HHNA kann durch Auswirkungen

des Stresshormones Cortisol schon vor der

Geburt beeinflusst werden und langandauernde Veränderungen

nach sich ziehen [ 7, 8 ] , auch bei den Müttern

können Vorhersagen über den Gesundheitsverlauf nach

der Schwangerschaft anhand von psychophysiologischen

Stressmarkern abgeleitet werden.

Mütterliche Stressreaktivität in der Schwangerschaft

und postpartale Gesundheit

Anhand der Reaktion auf einen psychosozialen Stressor

können bereits während der Schwangerschaft Voraussagen

über die postpartale psychische Befindlichkeit gemacht

werden [ 9 ] . In einer Studie mit gesunden schwangeren

Frauen zwischen der 13. und der 31. Schwangerschaftswoche

konnte gezeigt werden, dass eine erhöhte

psychobiologische Stressreaktivität als Prädiktor für eine

schlechte postpartale psychische Befindlichkeit herangezogen

werden kann [ 9 ] . Frauen, die als Reaktion auf einen

psychosozialen Stresstest in der Schwangerschaft eine

höhere Cortisolausschüttung, höhere Zustandsangst sowie

eine schlechtere Stimmungslage aufwiesen, zeigten

zwei Wochen nach der Geburt höhere Werte auf einer

Skala zur Messung der postpartalen depressiven Symptome

im Vergleich zu Frauen mit einer geringeren psychobiologischen

Stressreaktion auf denselben Stresstest

während der Schwangerschaft [ 9 ] . Auch die postpartale

Befindlichkeit und das Verhalten der Eltern kann die Gesundheit

des Kindes massgeblich beeinflussen. Es gibt

Hinweise darauf, dass negative Effekte von pränatalem

Stress durch elterliches postnatales Verhalten beeinflusst

werden können [ 10 ] . Dabei zeigen sich unterschiedliche

Auswirkungen von pränatalem Stress auf die Gesundheit

der Kinder in Abhängigkeit der Bindungsqualität

zwischen Eltern und Kind. Dadurch wird deutlich, dass

die Effekte von natürlichen oder pharmakologischen

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 11


Dossier

Stressoren durch verschiedene Ressourcen verändert

werden können. Nachfolgend wird daher auf psychosoziale

Ressourcen eingegangen, die positive Effekte auf

die Schwangerschaft und Gesundheit von Mutter und

Kind haben.

Psychosoziale Ressourcen

In der Schwangerschaft sind weder die Mutter noch das

ungeborene Kind den psychobiologischen Konsequenzen

verschiedener Stressoren schutzlos ausgeliefert.

Verschiedene psychosoziale Ressourcen auf der Seite der

Mutter können das Stresserleben beeinflussen und

fehlangepasste physiologische Reaktionen verhindern.

Die bisherige Forschung zu den positiven Ressourcen,

die die Effekte von pränatalem Stress dämpfen können,

ist derzeit noch beschränkt und sollte zukünftig verstärkt

werden.

Manuela Wingeier M.Sc., arbeitet als wissenschaftliche Assistentin/

Doktorandin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie des

Psychologischen Instituts der Universität Zürich. Sie hat 2012 das Masterstudium

in Psychologie an der Universität Zürich abgeschlossen und beschäftigt

sich nun im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit den Auswirkungen von Stress

in der frühen Schwangerschaft. m.wingeier@psychologie.uzh.ch

Ulrike Ehlert Prof. Dr., ist Ordinaria für Klinische Psychologie und Psychotherapie

an der Universität Zürich und Leiterin der Arbeitsgruppe für Verhaltensneurobiologie

am Zentrum für Neurowissenschaften an der Universität

und ETH Zürich. Sie leitet das universitäre Ambulatorium für Verhaltensmedizin

und Verhaltenstherapie sowie die Postgradualen Weiterbildungen

für kognitive Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin sowie für kognitivverhaltenstherapeutische

Supervision. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt

im Bereich der Verhaltensmedizin und der Psychoendokrinologie.

Kontakt

Psychologisches Institut

der Universität Zürich

Klinische Psychologie und

Psychotherapie

Binzmühlestr. 14/23, 8050 Zürich

T +41 (0)44 635 73 82

www.psychologie.uzh.ch

Selbstwirksamkeit und tägliche Freuden

Nierop, Wirtz, Bratsikas, Zimmermann und Ehlert [ 11]

konnten bei der Untersuchung von stressdämpfenden

Effekten während der Schwangerschaft zeigen, dass

psychosoziale Ressourcen wie Selbstwirksamkeit und

tägliche Freuden die psychologische und physiologische

Stressreaktion der schwangeren Frauen verringern können.

Psychosoziale Ressourcen schützen also schwangere

Frauen in Stresssituationen, indem die Reaktivität

der HHNA gesenkt und damit die fehlangepassten physiologischen

Reaktionen während der Schwangerschaft

reduziert werden können [11] .

Die Auswirkungen von pränatalem Stress sind auch nach

der Geburt nicht irreversibel. Selbst wenn die Auswirkungen

von pränatalem Stress am Ende der Schwangerschaft

in einem niedrigen Geburtsgewicht oder einer Frühgeburt

resultieren, müssen die langfristigen gesundheitlichen

Konsequenzen nicht zwingend darauf folgen.

Eltern-Kind-Bindung

Studienergebnisse weisen darauf hin, dass selbst postnatal

der Einfluss von pränatalem Stress etwa auf die kindliche

Ängstlichkeit beeinflusst werden kann, beispielsweise

über die Qualität der Eltern-Kind-Bindung [ 10 ] . Dabei

ist die Korrelation zwischen pränatalem Stress und der

Ängstlichkeit des Kindes bei unsicher-ambivalent-gebundenen

Kindern im Vergleich zu sicher-gebundenen Kindern

signifikant höher [10 ] . Auch in Bezug auf die kognitive

Entwicklung zeigt sich bei unsicher-gebundenen

Kindern eine negative Korrelation zwischen der pränatalen

Glucocorticoidexposition und den kognitiven Fähigkeiten,

die bei Kindern mit einem sicheren Bindungsstil

nicht gefunden werden kann [ 12 ] . Ein frühes einfühlsames

elterliches Verhalten scheint demnach zumindest

einen Teil der negativen Effekte erhöhter Cortisolkonzentrationen

im Mutterleib wieder aufzuheben.

Gesellschaftliche Vorstellungen über eine perfekte und

glückliche Schwangerschaft können den werdenden

Müttern ein falsches Bild über die neun Monate mit ihrem

ungeborenen Kind vermitteln und belastende Auswirkungen

auf das Erleben der Schwangerschaft haben.

Obwohl man sich den kurz- und langfristigen negativen

Konsequenzen von Stress in der Schwangerschaft für das

ungeborene Kind bewusst sein sollte, gehören biologische

und psychosoziale Veränderungen sowie das Erleben

von psychosozialem Stress auch bei einem unauffälligen

Schwangerschaftsverlauf dazu. Selbst nach einer

stressbelasteten Schwangerschaft stehen uns im Entwicklungsverlauf

unserer Kinder von der Geburt an als

Eltern noch zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, negative

Voraussetzungen anhand verschiedenster Ressourcen

zu kompensieren und gute Bedingungen für ein

gesundes und glückliches Leben unserer Kinder zu schaffen.

12

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Schwangerschaft kann als Marker der plazentaren Uhr

betrachtet werden, welche die Dauer der Schwangerschaft

sowie den Zeitpunkt der Geburt kontrolliert. Diese

plazentare Uhr besteht ab dem Ende des ersten Trimesters

und bereits ab der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche

können anhand der CRH-Konzentration Vorhersagen

über den Zeitpunkt der Geburt abgeleitet werden [ 16 ] .

Im Vergleich zu termingerechten und nachterminlichen

Geburten zeigt sich bei Frühgeburten bereits in der

16. bis 20. Schwangerschaftswoche eine stark erhöhte

CRH-Konzentration im mütterlichen Plasma [ 16 ] .

Abbildung 2

Interaktion der maternalen und fetalen Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse

(HHNA) und plazentare 11ß-HSD2-Aktivität,

[ 17, 18 ]

gemäss

Maternale

HHNA

Hypo thalamus

CRH

Hypophyse

ACTH

Nebennierenrinde

Cortisol

CRH-BP

– CRH – +

Cortisol

Plazenta

11ß-HSD2

CRH-BP

– CRH – +

Cortison

Fetale

HHNA

Hypo thalamus

CRH

Hypophyse

ACTH

Nebennierenrinde

Cortisol

Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft

Eines der Hauptreaktionssysteme bei Stress ist die Hypothalamus­Hypophysen­Nebennierenrinden­Achse

(HHNA),

welche die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol in

den Nebennieren reguliert [ 13 ] . Der Hypothalamus kontrolliert

die Freisetzung von Corticotropin-Releasing-Hormon

(CRH), das die Ausschüttung des adrenocorticotropen

Hormons (ACTH) aus der Hypophyse stimuliert (vgl.

Abb. 2). ACTH führt wiederum zu einer erhöhten Freisetzung

von Cortisol aus den Nebennieren [ 14 ] . Das freigesetzte

Cortisol wirkt unter anderem in Form einer negativen

Rückmeldung hemmend auf die Freisetzung von

CRH im Hypothalamus, wodurch das Abklingen der Stressreaktion

ermöglicht wird [ 14 ] . Die Schwangerschaft beeinflusst

die mütterliche HHNA sehr stark, wobei die Konzentrationen

von CRH, ACTH und Cortisol im Verlauf der

gesunden Schwangerschaft enorm zunehmen [ 13 ] . CRH

wird in der Schwangerschaft auch in der Plazenta gebildet

und in den mütterlichen und fetalen Kreislauf abgesondert.

Cortisol wirkt dabei, entgegen der Wirkung im

Hypothalamus, stimulierend auf die CRH-Freisetzung in

der Plazenta [ 15 ] . Die hohen CRH-Spiegel, die durch diese

positive Feedbackwirkung des Cortisols auf die Plazenta

resultieren, führen jedoch nicht zu einer übermässigen

Stimulation der HHNA, da die Bioaktivität von CRH durch

das CRH-Bindungsprotein (CRH-BP) reduziert wird [ 13 ] . Bis

in das dritte Schwangerschaftstrimester ist die Konzentration

des CRH-BP höher als diejenige des CRH. 20 Tage

vor der Geburt kommt es dann zu einer rapiden Abnahme

der CRH-BP-Konzentration in der mütterlichen Zirkulation

[ 16 ] . Dadurch steigt die Menge an bioaktivem CRH in

den letzten drei Wochen der Schwangerschaft stark

an [ 16 ] . Der exponentielle CRH-Anstieg im Verlauf der

Zwischen den hormonellen Prozessen der Mutter, der Plazenta

und des ungeborenen Kindes gibt es in der Schwangerschaft

eine kontinuierliche Interaktion. Wie vorgängig

beschrieben führt das Erleben von Stress zu einer Aktivierung

der HHNA, wodurch es zu einer Ausschüttung von

Cortisol kommt [ 13 ] . In Abbildung 2 sind die Interaktionen

und Anpassungen der HHNA auf maternaler, plazentarer

und fetaler Ebene dargestellt.

Besonderheiten während der Schwangerschaft sind, wie

bereits beschrieben, die positive Feedbackwirkung des

Cortisols auf die plazentare CRH-Freisetzung [ 15 ] , sowie

der Schutz des ungeborenen Kindes durch die plazentare

Barriere [ 19 ] , worauf nachfolgend eingegangen wird.

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 13


Dossier

Plazentare Barriere

Glucocorticoide sind lipophile Moleküle, die die plazentare

Barriere passieren können, aber dennoch ist die Konzentration

in der mütterlichen Zirkulation gewöhnlich

höher als in der fetalen Zirkulation [18 ] . Dies wird der Aktivität

des 11ß-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 2 (11ß-

HSD2)-Enzyms zugeschrieben, da dieses Enzym das aktive

Cortisol in inaktives Cortison umwandelt. Auch bei

erhöhtem Stresserleben und damit einhergehender Cortisolausschüttung

der Mutter ist das ungeborene Kind

von der fünften Woche der Schwangerschaft an durch

das plazentare 11ß-HSD2-Enzym vor mütterlichem Cortisol

geschützt [19 ] . Über den Verlauf der 11ß-HSD2-Aktivität

mit fortschreitender Schwangerschaft oder aber

auch über die psychophysiologischen Mechanismen,

welche die Aktivität des Enzyms und damit den Schutz

vor mütterlichen Stresshormonen beeinflussen, liegen

derzeit noch keine eindeutigen Befunde vor.

Literatur

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science on pregnancy: stress processes, biopsychosocial

models, and emerging research

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2. Ehlert, U. (2004). Einfluss von Stress auf

den Schwangerschaftsverlauf und die Geburt.

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14

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Neues aus Wissenschaft und Forschung

Hebammengeleitete Kontinuitätsmodelle im Vergleich

zu anderen Betreuungsmodellen für schwangere Frauen

Midwife-led continuity models versus other models of care for childbearing women

Sandall J, Soltani H, Gates S, Shennan A, Devane D. Midwife-led continuity models versus other models of care for childbearing women.

Cochrane Database of Systematic Reviews 2013, Issue 8. Art. No.: CD004667. DOI: 10.1002/14651858.CD004667.pub3

Ausgangslage

Hebammen sind die Grundversorgerinnen von schwangeren

Frauen und Frauen mit Neugeborenen in der ganzen

Welt. Es besteht jedoch ein Mangel an zusammengefassten

Informationen, aufgrund derer die Unterschiede in

Morbidität und Mortalität sowie Effektivität und psychosozialen

Ergebnissen zwischen hebammengeleiteten Kontinuitätsmodellen

und anderen Betreuungsmodellen einwandfrei

festgestellt werden könnten.

Ziel

Hebammengeleitete Kontinuitätsmodelle mit anderen

Betreuungsmodellen vergleichen, für Frauen während

und nach der Schwangerschaft sowie deren Neugeborene.

Suchmethoden

Wir durchsuchten das Cochrane Pregnancy and Childbirth

Group’s Trials Register (Stichtag: 28.01.2013) und die Referenzlisten

der berücksichtigten Studien.

Auswahlkriterien

Alle publizierten und nicht publizierten Untersuchungen,

in denen schwangere Frauen während der Schwangerschaft

und Geburt zufallsmässig hebammengeleiteten

Kontinuitäts- oder anderen Betreuungsmodellen zugeteilt

wurden.

Datensammlung und -analyse

Alle an dieser Review beteiligten Autorinnen und Autoren

evaluierten die methodologische Qualität. Zwei Autorinnen

untersuchten den Datenauszug.

Wichtigste Resultate

Wir berücksichtigten 13 Studien, an denen 16 242 Frauen

beteiligt waren. Frauen in hebammengeleiteten Betreuungskontinuitätsmodellen

erlebten weniger oft eine

Lokalanästhesie (durchschnittliche Risiko-Ratio (RR) 0.83,

95 % Konfidenzintervall (CI) 0.76 bis 0.90), einen Dammschnitt

(durchschnittliche RR 0.84, 95 % CI 0.76 bis 0.92)

und eine instrumentelle Geburt (durchschnittlich RR 0.88,

95 % CI 0.81 bis 0.96). Diese Frauen erlebten häufiger keine

intrapartiale Anästhesie (durchschnittlich RR 1.16, 95%

CI 1.04 bis 1.31), eine spontane Vaginalgeburt (durchschnittlich

RR 1.05, 95% CI 1.03 bis 1.08), die Anwesenheit

einer ihnen bekannten Hebamme unter der Geburt

(durchschnittlich RR 7.83, 95 % CI 4.15 bis 14.80) und eine

längere mittlere Wehendauer (Stunden) (gemittelte Differenz

(Stunden) 0.50, 95 % CI 0.27 bis 0.74).

Bezüglich Kaiserschnitt wurde kein Unterschied zwischen

den Gruppen festgestellt (durchschnittlich RR 0.93, 95 %

CI 0.84 bis 1.02).

Bei Frauen, die randomisiert einem hebammengeleiteten

Betreuungskontinuitätsmodell zugeteilt wurden, kam es

weniger häufig zu Frühgeburten (durchschnittlich RR

0.77, 95 % CI 0.62 bis 0.94) und intrauterinem/neonatalem

Kindstod vor der 24. SSW (durchschnittlich RR 0.81, 95 %

CI 0.66 bis 0.99). Zudem bestanden keine Unterschiede

bezüglich intrauterinem/neonatalem Kindstod ab der

24. SSW (durchschnittlich RR 1.00, 95 % CI 0.67 to 1.51)

und insgesamt der intrauterinem / neonatale Kindstode

(durchschnittlich RR 0.84, 95 % CI 0.71 bis 1.00).

Weder die Zufriedenheit der Frauen, noch die Kosten der

verschiedenen Geburtshilfemodelle wurden in den berücksichtigten

Studien mit konsistenten Methoden gemessen.

Deshalb stellten die Autorinnen und Autoren

diese Outcomes beschreibend dar. Die Studien berichten

mehrheitlich von höheren Zufriedenheitsraten in hebammengeleiteten

Betreuungskontinuitätsmodellen. Ebenfalls

konnte ein Trend hin zu einem kostensenkenden

Effekt von hebammengeleiteten Kontinuitätsmodellen

festgestellt werden, verglichen mit anderen Betreuungsmodellen.

Schlussfolgerungen der Autoren

Den meisten Frauen sollten hebammengeleitete Betreuungskontinuitätsmodelle

angeboten werden. Frauen sollten

ermutigt werden, nach solchen Modellen zu fragen.

Allerdings ist Vorsicht geboten bei Frauen mit substanziellen

medizinischen und geburtshilflichen Komplikationen.

Zusammenfassung und Übersetzung:

Wolfgang Wettstein, Redaktor Hebamme.ch

Hinweis der Redaktion

Hebammengeleitete Betreuungskontinuität

(HBK) wird als eine Betreuung definiert, in der

die Hebamme als leitende Fachperson für die

Planung, Organisation und Ausführung der

Betreuung verantwortlich ist, die eine Frau

von der ersten Schwangerschaftskonsultation

bis zur postnatalen Periode erhält (Royal College

of Gynecologists, 2001). Die Kontinuität der

Hebammenbetreuung kann über Teams (team

midwifery) oder fallbezogen (caseload midwifery)

geleistet werden. Fallbezogene Betreuung

hat das Ziel, eine grössere Beziehungskontinuität

zu bieten. Zum HBK-Modell gehört

die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit und

Überweisung an andere Fachpersonen bei

Bedarf.

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 15


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In allen Lebenslagen gut versichert

Ob Sie als Hebamme werdenden Mütter betreuen oder selbst gerade Mutter geworden sind – in jeder Lebenssituation

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Besonders für Mütter mit Babys ist diese Dienstleistung wertvoll:

«Unsere Erreichbarkeit rund um die Uhr ermöglicht es Müttern

und Vätern, auch um zwei oder vier Uhr morgens einen Rat einzuholen.

Das sind Zeiten, in denen man in den ersten Monaten

mit einem Baby oft auf den Beinen ist und nicht weiss, ob ihm

etwas fehlt. Unabhängig davon, ob der anrufende Elternteil

erwerbstätig ist oder nicht – Schlafmangel wird von Eltern eines

Neugeborenen als eines der grössten Probleme wahrgenommen.

Oft möchte man aber weder den Kinderarzt noch andere Bezugspersonen

mitten in der Nacht aus dem Bett holen – unser medizinisches

Fachpersonal kann meist mit einem fachkundigen

Ratschlag weiterhelfen», sagt Dr. med. Martin Denz, Chefarzt

sante24.

Der Schweizerische Hebammenverband SHV hat mit der SWICA

Gesundheitsorganisation einen Kollektivvertrag vereinbart.

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fünf Jahre sprunghaft an wie bei anderen Versicherungen, sondern

sie werden lediglich der tatsächlichen Kostenentwicklung

angepasst. So bleibt die Spitalversicherung auch im Alter

bezahl bar – gerade dann, wenn man auf einen umfassenden

Versicherungsschutz angewiesen ist. Eine private oder halbprivate

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16

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


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Milch für das Baby.

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Angenehme, natürliche Position beim Abpumpen

Die neuen Philips AVENT Komfort-Milchpumpen verfügen über ein einzigartiges, kompaktes Pumpentrichter-

Design. Mit ihr kann die Mutter eine bequeme Sitzposition einnehmen, ohne sich vorbeugen zu müssen. Selbst

wenn sie aufrecht sitzt, kann die Milch direkt in den Behälter fl ießen. Diese verbesserte Haltung beim Abpumpen

sorgt für mehr Komfort und damit auch für mehr Milch auf natürliche Weise.

Klinisch erwiesene Wirksamkeit

Die Milchpumpen ahmen durch Kombination von Brustkompression und sanftem Vakuum das natürliche

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speziellen, samtweichen Oberfl äche fühlt sich dieses innovative Massagekissen auf der Brust besonders sanft

und jetzt noch angenehmer an und trägt damit zur Entspannung der Mütter beim Abpumpen bei. Seperates

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umschließen, wodurch das Abpumpen deutlich erleichtert wird.

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Verband • Fédération

Die Welt der Geburtshilfe,

komm mit auf die Reise!

Mittwoch/Donnerstag, 14./15. Mai 2014,

World Trade Center, Zürich-Oerlikon

Liebe Hebammenkolleginnen

Im Kongress-Organisationskomitee der Sektion Zürich und

Umgebung sind wir zehn Hebammen, die im Spital oder frei

praktizierend tätig sind. Wir haben uns Gedanken darüber

gemacht, was die Welt der Geburtshilfe heute denn eigentlich

ist. Ist es die Schwangerschaftsvorsorge in einer Gesellschaft,

in der die Schwangerschaft immer mehr als Risiko betrachtet

wird? Ist es die Reise des Kindes durch das mütterliche

Becken während der Geburt? Sind es die Eltern, die sich mit

der pränatalen Diagnostik mehr Sicherheit wünschen? Oder

sind es wir Hebammen, die vermehrt eine hebammengeleitete

Geburtshilfe wünschen, um damit beizutragen, nicht

notwendige medizinische Massnahmen und Interventionen

zu vermeiden bzw. zu verringern?

Geburtshilfe heisst: Als Hebamme von der Schwangerschaft

über die Geburt bis hin zur Wochenbettbetreuung Verantwortung

für das Geschehen, die werdenden Eltern sowie für

das eigene Handeln zu übernehmen. Neue wissenschaftliche

Erkenntnisse sollen bestmöglich mit eigenem Wissen, eigenen

Erfahrungen und den Bedürfnissen der werdenden Eltern

kombiniert werden. All diese Aspekte bieten wir Ihnen am

Kongress 2014 und laden Sie daher herzlich nach Zürich ein.

Besuchen Sie mit uns die verschiedenen Tätigkeitsbereiche

der Hebammen und gewinnen Sie neue Erkenntnisse in der

Schwangerschaftsvorsorge, erlangen Sie Sicherheit in der

Betreuung während der Geburt sowie in der Begleitung von

Eltern und Kind in der ersten Zeit nach der Geburt.

Wir freuen uns auf nationale sowie internationale Referentinnen

und Referenten in einer spannenden Reihe von Vorträgen

sowie auf ein heiteres Begleitprogramm.

Kongress­Organisationskomitee der Sektion Zürich

und Umgebung

Posterpräsentation –

Poster wettbewerb

Hebammenkongress 2014 in Zürich

Ein Poster ist ein anerkanntes Medium, um wissenschaftliche

Arbeiten und Projekte vorzustellen und bekannt zu

machen. Wir laden Sie herzlich ein, anlässlich des Hebammenkongresses

vom 14. und 15. Mai 2014 in Zürich Ihr

Poster zu präsentieren. Sie bereichern damit unseren

Kongress und haben zudem die Chance, einen Preis zu

gewinnen!

Die Poster werden in drei Preiskategorien ausgezeichnet:

– Preis für das beste Poster einer Hebammenstudentin/

eines Hebammenstudenten (Bachelor-Thesis oder anderer

Grad)

– Preis für das beste Poster im Bereich der Hebammenforschung

(quantitative und qualitative Studie oder

Aktionsforschung)

– Preis für das beste Poster im Zusammenhang mit

einem Hebammenprojekt (Beitrag zur Verbesserung /

Entwicklung der Berufspraktiken)

Die Versicherungsgesellschaft SWICA hat sich bereit erklärt,

diesen Posterwettbewerb zu sponsern. Das Preisgeld beträgt

in jeder Kategorie CHF 1000.–.

Eine aus Hebammen zusammengesetzte Jury beurteilt die Arbeiten.

Die Preisverleihung erfolgt während des Hebammenkongresses.

Die prämierten Poster werden in der Zeitschrift

«Hebamme.ch» veröffentlicht und auf der Website www.

hebamme.ch aufgeschaltet.

Kriterien der Jury

– Relevanz und Aktualität des Themas (berufliche Fragestellung,

Kontext, neuste Erkenntnisse)

– Relevanz der Ziele

– Relevanz und Angemessenheit der gewählten Methode

(Beschreibung des Vorgehens und der Forschungsinstrumente

/ Verankerung des Projekts)

– Relevanz und Strukturierung der Forschungsergebnisse/

Projektevaluation (Transparenz, Bezug zur Fragestellung,

Grenzen)

– Qualität der visuellen Darstellung

Wir danken Ihnen für die Anmeldung der Poster mit Titel und

Name der VerfasserInnen bis zum 15. April 2014 bei der SHV-

Geschäftsstelle, E-Mail: congress@hebamme.ch

3. Konferenz der Leitenden

Hebammen der Schweizer Spitäler

und Geburtshäuser

Am 10. September 2013 hat in Bern die dritte Konferenz der

Leitenden Hebammen der Schweizer Spitäler und Geburtshäuser

stattgefunden. 46 Hebammen aus 36 Spitälern in der

Deutschschweiz, 6 Hebammen aus 4 Spitälern in der Westschweiz

und 6 Hebammen aus den Geburtshäusern haben,

zusammen mit einigen Vertreterinnen der vier Fachhochschulstandorte

und des SHV-Zentralvorstands, die Themen

DRG, Organisation der Nachbetreuung von Wöchnerinnen und

Neugeborenen, Hebammengeburten im Spital, Versorgung von

Geburtsverletzungen nach Spontangeburten durch Hebammen,

Skills­ und Grademix und Hebammen mit Masterabschluss

in der Praxis diskutiert. Die Präsentationen zu den

verschiedenen Themen sind auf www.hebamme.ch unter

Verband aufgeschaltet.

Die Geschäftsstelle

18

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Embarque avec nous

vers le monde de la naissance !

Mercredi 14 et jeudi 15 mai 2014,

au World Trade Center à Zurich-Oerlikon

Chères collègues sages-femmes,

Nous sommes dix sages-femmes, hospitalières ou indépendantes,

de la section de Zurich et environs et faisons partie

du comité d’organisation du prochain Congrès. Nous nous

sommes interrogées sur le véritable sens de l’obstétrique aujourd’hui.

S’agit-il de surveiller la grossesse dans une société

qui la considère de plus en plus comme un risque? Ou d’accompagner

le passage de l’enfant hors du ventre maternel

pendant sa naissance? Ou, pour les parents, de recourir au

diagnostic prénatal pour plus de sécurité? Ou encore, pour

nous autres sages-femmes de développer le suivi obstétrical

par des sages-femmes, afin d’éviter ou de réduire les interventions

médicales qui ne sont pas nécessaires?

De la grossesse au post-partum, en passant par l’accouchement,

l’obstétrique signifie pour nous, les sages-femmes,

que nous devons nous responsabiliser à la fois pour l’événement

lui-même, pour les futurs parents et pour notre propre

action. Nous devons combiner au mieux les récents acquis

de la science avec nos propres connaissances et expériences

et avec les besoins des parents en devenir. Tels sont les aspects

que nous traiterons lors du Congrès 2014 et nous vous

invitons cordialement nous rejoindre à Zurich. Venez explorer

avec nous les divers champs d’activité des sages-femmes

et, par là-même, acquérir de nouvelles connaissances dans le

suivi de la grossesse et développer la sécurité pendant l’accouchement

comme dans l’accompagnement des parents et

du bébé dans les premiers temps suivant la naissance.

Nous nous réjouissons d’accueillir, à l’occasion de ce Congrès,

des personnalités de Suisse et d’ailleurs qui nous feront partager

leurs expériences à travers de nombreux exposés et de

profiter d’un programme d’accompagnement divertissant.

Comité d’organisation du Congrès 2014,

section Zurich et environs

3 e Conférence des sages-femmes

cheffes des hôpitaux et maisons

de naissance suisses

Le 10 septembre 2013 a eu lieu, à Berne, la troisième conférence

des sages-femmes cheffes des hôpitaux et maisons de

naissance suisses; 46 sages-femmes de 36 hôpitaux de

Suisse alémanique, 6 sages-femmes de 4 hôpitaux de Suisse

romande et 6 sages-femmes des maisons de naissance ont

pris part à cette conférence, avec quelques représentantes

des quatre sites HES et du comité central de la FSSF. Les

thèmes suivants ont été abordés: DRG – organisation

du suivi des accouchées et des nouveau­nés – accouche ments

par les sages­femmes à l’hôpital – prise en charge des lésions

périnéales par les sages­femmes après un accouchement par

voie basse – équilibre de compétences et niveau de formation

(skills and grade mix) – sages­femmes titulaires d’un master

dans la pratique professionnelle. Les présentations sur les

différents thèmes peuvent être consultées sur:

www.hebamme.ch, sous Fédération.

Le secrétariat

Schweizerischer Hebammenverband SHV | Fédération suisse des sages-femmes FSSF | Federazione svizzera delle levatrici FSL | Federaziun svizra da las spendreras FSS

Präsidentin | Présidente

Barbara Stocker Kalberer, SHV

Rosenweg 25 C, Postfach,

3000 Bern 23

Sektionen | Sections

Aargau-Solothurn

Anne Steiner

annehin@web.de

Waltersburgstr. 16, 5000 Aarau

T 062 822 81 21, M 079 455 69 29

Bas-Valais

Daniela Sintado

dsintado@bluewin.ch

Rue de Lausanne 24, 1950 Sion

T 079 471 41 60

Isabelle Mabeau

imab61@hotmail.com

Chemin des Mûres 27, 1926 Fully

T 027 746 36 53

Beide Basel (BL/BS)

Doris Strub

d.strub@datacomm.ch

Gartenweg 156, 4497 Rünenberg

T 061 983 08 44

Regina Burkhardt

gina99ch@yahoo.de

Ostenbergstr. 3, 4410 Liestal

T 061 322 33 64

Bern

Marianne Haueter

shv-sektionbern@bluewin.ch

Bunschen 171 B, 3765 Oberwil i.S.

T 031 783 01 70

Fribourg

Valentine Jaquier-Roduner

info@sage-femme-fribourg.ch

Rte en Champ Didon 134, 1740 Neyruz

T 026 477 05 76

Genève

Béatrice Van der Schueren

beavds@bluewin.ch ou

fssf.ge@bluewin.ch

13, chemin du Signal, 1233 Bernex

T 022 757 29 10, M 079 328 86 77

Oberwallis

Ruth Karlen

ruthkarlen@gmx.ch

Mühlackerstr. 26a, 3930 Visp

T 027 945 15 56

Ostschweiz (SG/TG/AR/AI/GR)

Madeleine Grüninger

grueninger.madeleine@bluemail.ch

Weidenhofstr. 3, 9323 Steinach

T 071 440 18 88, M 079 238 40 78

Schwyz

Christine Fässler-Kamm

christinessler@bluewin.ch

Chappelihof 26, 8863 Buttikon

T 055 445 21 54, M 079 733 18 48

Marie-Gabrielle von Weber

mgvonweber@pop.agri.ch

Urenmatt, 6432 Rickenbach

T 041 811 13 26, M 079 516 08 59

Ticino

Francesca Coppa-Dotti

fsl.ti@hotmail.com

Via Raslina 5, 6763 Mairengo

T 091 866 11 71

Simona Pagani Scarabel

fsl.ti@hotmail.com

I runch da vigana 21, 6528 Camorino

T 076 616 74 06

Vaud-Neuchâtel-Jura (VD/NE/JU)

Fabienne Rime

f.rime@bluemail.ch

Route du Martoret 5, 1870 Monthey

T 079 654 64 71

Zentralschweiz (LU/NW/OW/UR/ZG)

Karien Näpflin-Defloor

hebammmeundmehr@hispeed.ch

Dorfhalde 40, 6033 Buchrain

T 041 442 08 00, M 079 743 88 14

Carmen Zimmermann-Steiger

kontakt@hebamme-luzern.ch

Gärtnerweg 20, 6010 Kriens

T 041 320 63 06, M 079 565 05 82

Zürich und Umgebung (ZH/GL/SH)

Stephanie Hochuli

stephanie.hochuli@shinternet.ch

Köschenrütistrasse 95, 8052 Zürich

T 079 711 80 32

Sektion Geburtshäuser

Section maisons de naissance

Präsidentin | Présidente

Barblina Ley

barblina.ley@bluewin.ch

Chemin de la Bergerie 41, 1806 St-Légier

T 021 944 42 49

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 19


Verband • Fédération

Appel à présentation de posters –

concours de posters

Congrès suisse des sages-femmes 2014 à Zurich

Un poster est un moyen reconnu pour présenter et

faire connaître des travaux scientifiques et des projets.

Dans cet esprit, nous vous invitons cordialement à

présenter votre poster lors du Congrès suisse des sagesfemmes

qui aura lieu les 14 et 15 mai 2014 à Zurich.

Vous contribuerez ainsi à enrichir notre Congrès et

vous aurez en prime une chance de gagner un prix!

Trois catégories de posters seront primées

– Prix du meilleur poster d’étudiant / étudiante sage-femme

(bachelor thesis ou autre)

– Prix du meilleur poster de recherche sage-femme

(étude quantitative, qualitative ou recherche action)

– Prix du meilleur poster de projet sage-femme (contribution

à l’amélioration / développement des pratiques)

La compagnie d’assurance SWICA est le sponsor de ce con cours.

Chaque catégorie est dotée d’un prix de CHF 1000.–. Un jury

de sages-femmes évalue les travaux. La remise du prix a lieu

pendant le congrès. Les posters primés font l’objet d’une publication

dans la revue «Sage-femme.ch» et sont postés sur

le site www.sage-femme.ch

Critères du jury

– Pertinence et actualité de la thématique (questionnement

professionnel, mise en contexte, connaissances du moment)

– Pertinence des objectifs

– Pertinence et adéquation de la méthode utilisée

(description du processus et des outils de recherche /

implantation de projet)

– Pertinence et structuration des résultats de recherche /

évaluation de projet (transparence, liens avec le questionnement,

limites)

– Qualité visuelle du poster

Prière de vous inscrire – en mentionnant le titre du poster

et le nom des auteur-e-s – jusqu’au 15 avril 2014 au plus

tard, auprès de la FSSF: congress@hebamme.ch

Vieni con noi per il viaggio

nel mondo dell’assistenza alla

nascita

Mercoledì 14 e giovedì 15 maggio 2014,

presso il World Trade Center a Zurigo-Oerlikon

Care colleghe levatrici,

Siamo dieci levatrici, tra ospedaliere e indipendenti, iscritte

alla sezione di Zurigo e zone limitrofe e facciamo parte del

comitato organizzativo del prossimo Congresso. Ci siamo

poste la domanda di quale sia al giorno d’oggi il vero significato

dell’assistenza ostetrica. E’ forse quello di accompagnare

la donna durante la gravidanza, in una società che sempre più

vede la gravidanza come un rischio? O di accompagnare il

bambino nel suo viaggio fuori dal grembo materno durante

il parto? Ci siamo anche domandate se sono davvero i genitori

a chiedere più sicurezza alla diagnostica prenatale. Come

la mettiamo infine con noi levatrici e il nostro desiderio di gestire

il parto per evitare o ridurre gli interventi medici che non

sono necessari?

Secondo noi levatrici, il lavoro di assistenza ostetrica significa

assumerci la responsabilità delle nostre azioni per tutti

gli eventi che ruotano intorno alla nascita: dalla gravidanza,

al parto, fino al periodo post parto, come pure nei confronti

dei neo genitori. Dobbiamo coniugare al meglio le nuove conoscenze

scientifiche con il nostro sapere, la nostra esperienza

e i bisogni dei futuri genitori. Sono questi gli aspetti

che tratteremo nel corso del nostro congresso 2014 a Zurigo,

al quale siete cordialmente invitate a partecipare. Venite a

esplorare insieme a noi i diversi campi d’attività delle levatrici,

apprendere nuove conoscenze in campo ostetrico, acquisire

maggiore sicurezza sia in materia di assistenza al parto sia per

quanto riguarda il nostro compito di accompagnare i genitori

e il bambino nel periodo post-parto.

Siamo felici di ospitare relatori svizzeri e internazionali che

si succederanno nelle interessanti conferenze e accanto, un

programma di intrattenimento che allieterà il nostro congresso.

Il comitato organizzativo del Cogresso della sezione

di Zurigo e zone limitrofe

Einladung Invitation Invito

Destination:

Schweizerischer Hebammenkongress

Congrès suisse des sages-femmes

Congresso svizzero delle levatrici

Date:

14. / 15.05.2014

Address:

World Trade Center Zürich

Leutschenbachstr. 95, 8050 Zürich

Theme:

Die Welt der Geburtshilfe,

komm mit auf die Reise!

Embarque avec nous vers le

monde de la naissance !

Vieni con noi per il viaggio nel mondo

dell’assistenza alla nascita!

Informations:

www.hebamme.ch

20

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Sektionen • Sections

Fortbildung Sektion Bern

Psychische Erkrankungen in der Schwangerschaft und Wochenbettzeit und deren Früherkennung.

Eine Fortbildung in Zusammenarbeit mit der Mütter- und Väterberatung, Kanton Bern.

Programm | Dienstag, 5. November 2013

9.00 – 9.15

Begrüssung und Einführung Gabi Uhlmann, Präsidentin KBHF

Marianne Haueter, Präsidentin SHV Sektion Bern, Luzia Häfliger,

Geschäftsführerin Mütter- und Väterberatung | Kanton Bern

9.15 – 9.45

Psychische Störungen von Frauen während der Schwangerschaft

und nach der Geburt Dr. med. Cordula Boose,

FMH Psychiatrie und Psychotherapie

9.45 – 10.15

Langzeitfolgen von psychisch kranken Eltern auf das Kind

Dr. med. Miriam Ansah, Dr. med. Hélène Beutler,

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universitäre Psychiatrische

Dienste Bern (UPD)

15.10 – 15.45 Pause

15.45 – 16.15

Bachelorarbeit: Stationäre Behandlungsangebote von Mutter

und Kind im Kanton Bern Andrea Hochuli, Anina Häfliger,

Hebammenstudierende BSc

Bachelorarbeit: Wenn die Geburt zum Trauma wird:

Früherkennungsmöglichkeiten und Hebammenbetreuung

Irène Stucky, Jacqueline Wagner, Hebammenstudierende BSc

16.15 – 16.30

Schlusswort Isabelle Romano KBHF

Ort | Auditorium Ettore Rossi, Inselspital Bern

Anmeldung unter: www.bernerhebamme.ch

10.15 – 10.45 Pause

10.45 – 11.15

Einblicke in Geschichten von Betroffenen Marion Bigger Buchli,

Co-Präsidentin Verein Postnatale Depression Schweiz

11.15 – 11.45

Hebammenbasiertes stationäres Behandlungskonzept für

schwere postpartale Befindlichkeitsstörungen

Dr. med. Werner Stadlmayr, Arzt für Gynäkologie & Geburtshilfe

sowie Psycho soziale- und Psychosomatische Medizin

11.45 – 13.15 Mittagspause

13.15 – 14.00

Früherkennung und Intervention in der Mütter- und

Väterberatung Therese Berger, Regula Schüpbach, Mütter- und

Väterberaterinnen

14.00 – 14.30

Früherkennung und Interventionen in der Hebammenarbeit

Screening EPDS Irène Roth, Hebamme, Craniotherapeutin und

Fachberaterin EEH

Neue Mitglieder | Nouveaux membres

Beide Basel BL/BS

T 061 983 08 44

T 061 322 33 64

Bern

T 031 333 58 73

Neumitglied

Zimmermann Corinne, Liestal,

Studentin an der BFH

Neumitglied

Heiniger Priska, Burgdorf, 2013, Bern

Genève

Nouveaux membres

T 022 757 29 10 Deubelbeiss Nacéra, Genève, 1973,

Algerien

Ortiz Vives Linda, Les Acacias, 2010,

Kassel D

14.30 – 15.15

Podiumsdiskussion mit Expertinnen

Schwyz

T 055 445 21 24

T 041 811 13 26

Neumitglieder

Hunt Sylvia, Einsiedeln, 1980, Erlangen D

Impressum

Herausgeberin | Editeur Schweizerischer Hebammenverband (SHV) Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des SHV wieder. Nachdruck nur mit Genehmigung

der Redaktion | Fédération suisse des sages-femmes (FSSF) Les articles signés ne reflètent pas forcément l’opinion de la FSSF. Toute reproduction est soumise à autorisation de la rédaction.

Redaktion | Rédaction Verantwortlicher Redaktor: Wolfgang Wettstein, Geschäftsstelle SHV, Rosenweg 25 C, Postfach, CH-3000 Bern 23, T +41 (0)31 331 35 20, w.wettstein@hebamme.ch

Rédaction de langue française Josianne Bodart Senn, Chemin du Bochet 4a, CH-1196 Gland, T +41 (0)22 364 24 66, N +41 (0)79 755 45 38, j.bodartsenn@sage-femme.ch Redaktioneller Beirat |

Conseil rédactionnel Edith de Bock-Antonier (ea), Martina Gisin (mg), Inge Loos (il), Ursula Lüscher (ul), Viviane Luisier (vl), Bénédicte Michoud Bertinotti (bm), Sébastien Riquet (sr) Fotos |

Photos Titelseite | Couverture: Pia Zanetti, www.fotozanetti.com Layout | Graphisme www.atelierrichner.ch Jahresabonnement | Abonnement annuel Nichtmitglieder CHF 109.–, inkl.

2,5% MWST, Ausland CHF 140.–, Einzelnummer CHF 13.20, inkl. 2,5% MWST + Porto. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis zum 31. Oktober des laufenden Jahres

schriftlich beim SHV gekündigt wird. | Non-membres CHF 109.–, 2,5% TVA inclue, étranger CHF 140.–, prix du numéro CHF 13.20, 2,5% TVA inclue + porto. L’abonnement est automatiquement

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10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 21


Fort- und Weiterbildung SHV

Kursorganisation

Bildungsbeauftragte Deutschschweiz

Marianne Luder­Jufer

Gitziweidstrasse 7, 4932 Lotzwil, T 062 922 15 45

m.luder@hebamme.ch

Anmeldungen für SHV-Kurse schriftlich an die SHV-

Geschäftsstelle in Bern. Sie finden das Kursprogramm

unter: www.hebamme.ch

Wunschthemen für

das Fort- und Weiterbildungsjahr

2014–2015

Marianne Luder, Bildungsbeauftragte Deutschschweiz

Bereits beschäftige ich mich wieder mit der Zusammenstellung

der neuen Fort- und Weiterbildungsbroschüre.

Zusammen mit dem Beirat der Fort- und Weiterbildung

habe ich bereits einige Ideen für Weiterbildungsthemen

gesammelt und erste Kontakte mit Dozentinnen und Dozenten

geknüpft.

Die Auswahl der Themen geschieht anhand einer Bedarfsanalyse.

Dabei werden berufspolitische Trends miteinbezogen.

Zudem werden die Rückmeldungen der Kursteilnehmerinnen,

Kursbegleiterinnen, Dozentinnen und

Dozenten mitberücksichtigt. Meine Aufgabe ist es dabei,

Seminare zu organisieren, in denen sich die Teilnehmerinnen

über neuste Entwicklungen informieren und

eine Vertiefung oder Auffrischung ihres Wissen erlangen

können. Ein guter Mix von Weiterbildsangeboten

mit dem Ziel einen Lernzuwachs in verschiedenen Kompetenzbereichen,

in der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz

zu erreichen. Wie es in der Erwachsenbildung üblich

ist, müssen die Angebote handlungsorientiert und praxisbezogen

sein, die Kurssequenzen methodisch-didaktisch

spannend übermittelt werden, so dass die Teilnehmenden

eigene Erfahrungen in den Lernprozess einbringen

können.

Um 2014/2015 wieder ein vielseitiges und bedürfnisgerechtes

Angebot anbieten zu können gelange ich mit

folgenden Fragen an Euch:

– Gibt es ein Thema das die Fort-und Weiterbildung

des SHV unbedingt aufnehmen sollte?

– Kennt ihr einen Dozenten/eine Dozentin, die zu einem

Themenschwerpunkt engagiert werden sollte?

Über Eure Rückmeldungen per Mail würde ich mich sehr

freuen. Wünsche und Anliegen werde ich aufnehmen

und wenn möglich in die weitere Planung und Organisation

von Weiterbildungsangeboten einfliessen lassen.

Nr. 22 Fachmodul «Geburtsvorbereitung»

Am 29. und 30. November 2013 starten wir erneut mit

der modularen Weiterbildung zum Thema «Geburtsvorbereitung»

das man mit einem Zertifikat abschliessen

kann. Schwangere Frauen und werdende Eltern haben

Erwartungen an die Hebamme, die Geburtsvorbereitungskurse

leitet. Um mit diesen Erwartungen umgehen

zu können, benötigt die Hebamme fachliche und pädagogische

sowie lern- und gruppenpsychologische Kenntnisse.

In den Aufbaumodulen lernen Hebammen, wie sie schwangere

Frauen bzw. werdende Eltern durch den Prozess von

Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach begleiten

und sie mit der neuen Rolle als Eltern vertraut machen

können. Ziel dieser Weiterbildung ist es, der Absolventin

die nötigen Kenntnisse zu vermitteln, Geburtsvorbereitungskurse

individuell, fachkompetent und in Theorie und

Praxis gestalten zu können.

Eine detaillierte Ausschreibung und die konkreten Daten

sind zu finden unter: www.hebamme.ch

Fortbildungsangebot 2013

Kursnummer und -themen Datum / Kursort DozentIn

12 Kulturelle Kompetenz

in der Geburtshilfe

15 Hebammen verabreichen

Medikamente

16 Unruhige Babys – erschöpfte

Mütter

Di / Mi, 22. / 23. 10. 2013

Zürich

Mi, 6. 11. 2013

Zürich

Do / Fr, 7./ 8. 11. 2013

Olten

18 Homöopathie Praxisbegleitung Mi, 20. 11. 2013

Zürich

20 Im Spannungsfeld zwischen

Einlassen und Abgrenzen

Do / Fr, 21. / 22. 11. 2013

Zürich

21 Expertenzirkel THK Sa / So, 23. / 24. 11. 2013

Zürich

Dr. Barbara Schildberger

Studienleitung Hebammen Linz, Österreich

Edith Rogenmoser

Hebamme, Pharma-Assisitentin

Dr. Elisabeth Kurth, Hebamme,

Pflegewissenschaftlerin

Ursula Dolder, Mütterberaterin, Dozentin

Regula Bucher, Pflegefachfrau, Hebamme,

Homöopathin SkHZ

Monika Schoch

Pflegefachfrau Psychiatrie, Gestaltungstherapeutin,

Coach

Barbara Kosfeld, Hebamme MSc,

Ausbildnerin

22

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


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ist anrechenbar an den NTE sowie an bestimmte CAS.

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CAS Hebammenkompetenzen erweitern

Die Betreuung und Beratung von Klientinnen und Klienten aus unterschiedlichen

Kulturkreisen sind Teil des Praxisalltags. Darauf zielt das Modul

ab und beinhaltet transkulturelle Grundlagen und Beratungsmodelle,

Reflexion anderer Gesundheitsverständnisse sowie die Situation von

Migrierenden in der Schweiz.

Das Modul kann als Wahlmodul des CAS «Hebammenkompetenzen

erweitern» oder als einzelne Weiterbildung besucht werden.

Kursdaten: 27. / 28. Januar 2014; 3. / 4. / 5. März 2014

Modul «Wochenbettbetreuung durch die Hebamme»

CAS Hebammenkompetenzen vertiefen – hebammenzentriertes

Arbeiten stärken

Die Rolle der Hebamme in der Wochenbettbetreuung, Physiologie und

Pathophysiologien sowie psychosoziale Komponenten der Beratung

sind zentrale Aspekte dieses Moduls. Ziel ist es, die wissenschaftlichen,

methodischen und kommunikativen Kompetenzen in inner- wie ausserklinischen

Settings zu stärken.

Das Modul kann als Wahlmodul für das CAS «Hebammenkompetenzen

vertiefen – hebammenzentriertes Arbeiten stärken» oder als einzelne

Weiterbildung besucht werden.

Kursdaten: 30. / 31. Januar 2014; 11. / 12. / 13. März 2014

Auskunft

Regula Hauser, MPH

Leiterin Weiterbildung Institut für Hebammen

regula.hauser@zhaw.ch, Telefon 058 934 64 76

Anmeldung und Angebotsübersicht

www.gesundheit.zhaw.ch/weiterbildung

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Actualité

«Toutes les femmes devraient être encouragées

à faire appel à une sage-femme»

Les femmes enceintes qui sont suivies

par des sages-femmes du début à

la fin de leur grossesse sont moins susceptibles

d’accoucher prématurément

et ont moins besoin d’interventions

médicales.

C’est ce que vient de montrer une équipe

britannique dirigée par une chercheuse

du King’s College London de Londres,

Jane Sandall. Ces chercheurs ont épluché

treize études regroupant un total de

16 242 femmes. Huit de ces études portaient

sur des femmes ayant des grossesses

normales et cinq sur des femmes

ayant des grossesses à risque.

Il en résulte que les femmes étaient

moins susceptibles de perdre leur bébé

avant 24 semaines ou d’accoucher avant

Arrêter de fumer à deux

La psychologue Urte Scholz, qui enseigne

désormais à l’université de Constance,

a étudié avec son équipe de l’université

de Zurich 99 couples hétérosexuels

vivant ensemble. Les sujets ont été interrogés

deux semaines avant qu’ils arrêtent

de fumer et un mois après, au

moyen d’un questionnaire portant sur

leur comportement et sur le soutien

apporté par leur partenaire. Par ailleurs,

le succès de la désaccoutumance a été

contrôlé à l’aide d’un test de la teneur

de l’haleine en monoxyde de carbone.

Il en résulte que le soutien apporté par

le partenaire à la personne qui fume est

utile et augmente la probabilité que

celle-ci réussisse à arrêter de fumer lorsque

cette dernière a formé ses propres

compétences afin de cesser de fumer.

Plus l’auto-efficacité de la personne en

question est élevée – c’est-à-dire la

confiance qu’elle a dans sa capacité à

pouvoir arrêter de fumer malgré les difficultés

– et plus le soutien social apporté

par son partenaire est solide, plus

la personne qui fume a des chances d’arrêter

réellement. Ce soutien consiste par

exemple à ce que le partenaire rappelle

à la personne qui fume son intention

d’arrêter, lui donne du courage et lui

prête main-forte dans les situations délicates.

37 semaines lorsque des sages-femmes

étaient les principales responsables de la

grossesse. Les mères étaient aussi plus

satisfaites des soins reçus et elles ont eu

besoin de moins d’épidurales et d’épisiotomies.

Elles n’étaient pas plus susceptibles

que les autres de donner naissance

par césarienne, mais leur travail a duré,

en moyenne, 30 minutes de plus.

Les chercheurs en viennent à la conclusion

que toutes les femmes devraient

être encouragées à faire appel à une

sage-femme, sauf en cas de problèmes

médicaux ou obstétriques graves.

Le rapport complet (105 pages en anglais) est disponible

sur: www.who.int/rhl/reviews/CD004667.pdf

Source: Communiqué sur The Cochrane Library publié

le 21. 8. 2013

Une planification soigneuse

Il en va de même pour la planification

d’adaptation, c’est-à-dire le fait de prévoir

des situations difficiles et de mettre

en place des stratégies permettant de

les surmonter (par exemple prendre un

chewing-gum ou demander qu’on vous

rappelle votre résolution, lorsque l’on

passe une soirée en compagnie d’amis

fumeurs et que l’on est saisi par le violent

désir d’allumer une cigarette). Plus

les fumeurs planifient avec soin et – là

encore – bénéficient d’un soutien social

de la part de leur partenaire, plus la probabilité

de réussir à cesser de fumer est

élevée.

L’auto-efficacité, la planification d’adaptation

ainsi que le soutien social pris isolément

ne présentent pas de corrélation

avec le fait de réussir à arrêter de fumer.

Seule la combinaison entre des compétences

individuelles et un soutien social

aboutit au succès. Sur les 99 fumeurs

ayant arrêté, 34 personnes (32 %) ont indiqué

ne plus avoir recommencé par la

suite. Ces indications ont été confirmées

par le test biochimique.

Source: Actualité du 24 juillet 2013 sur le site:

www.snf.ch

Les mutilations

génitales féminines

en Suisse

En collaboration avec plusieurs autres

organisations, UNICEF Suisse a publié

un rapport d’enquête auprès de spécialistes

du secteur médical, du domaine

social et de l’asile.

Les résultats publiés fournissent des

repères quant au risque et à l’étendue

des mutilations génitales féminines en

Suisse. Ils renseignent également sur les

besoins et les connaissances des professionnels

appelés à côtoyer des personnes

concernées.

Principaux résultats

– Le nombre des femmes et des filles

excisées ou menacées d’excision

vivant en Suisse est évalué à 10 700

– Les femmes et les filles proviennent

en majorité de Somalie, d’Erythrée et

d’Ethiopie. Comparativement à 2004,

le groupe à risque issu d’Erythrée

semble avoir pris de l’importance

tandis que celui d’origine somalienne

et éthiopienne paraît en léger recul.

– Un tiers de toutes les personnes qui

participaient à l’enquête avaient déjà

été en contact avec des femmes ou

des filles excisées; il faut relever parmi

les professionnels du domaine médical

une nette augmentation, comparativement

à 2004, de la proportion qui

avait été en contact avec des femmes

ou des filles excisées.

– 2 % des professionnels du domaine

médical (cinq personnes en tout)

indiquaient qu’ils avaient déjà été

confrontés à des problèmes sévères

résultant d’une infibulation récente.

– Un tiers des gynécologues indiquaient

qu’on leur avait demandé de pratiquer

une défibulation.

28

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


– Comme c’était déjà le cas en 2004,

l’excision (Type II) et l’infibulation

(Type III) étaient les types de mutilations

génitales féminines les plus souvent

mentionnés. Il faut noter le recul

de 10% des infibulations constatées

et l’augmentation de la clitoridectomie

(Type I) d’environ 25 %.

– Les professionnels expriment le vœu

de voir la thématique traitée au cours

de la formation, respectivement de

recevoir de l’aide pour mieux savoir

comment s’y prendre lorsqu’ils côtoient

des femmes excisées.

La version française du rapport peut être téléchargée

sur le site: www.unicef.ch

Moins de 1 % de jeunes

optent pour un métier

atypique

Les personnes qui optent pour un métier

qui ne correspond pas typiquement

à leur genre possèdent souvent des

compétences scolaires supérieures à

la moyenne et sont plus assurées. Telles

sont les conclusions de l’étude du programme

national de recherche «Egalité

entre hommes et femmes» (PNR 60).

Santé des nouveau-nés:

comparaisons entre 2009 et 2012

Nouveau-nés 2009 2010 2011 2012

Naissances vivantes 78 286 80 290 80 808 82 164

Age gestationnel (en %)

Très grands prématurés (22-27 semaines) 0,4 0,4 0,4 0,3

Grands prématurés (28-31 semaines) 0,6 0,6 0,7 0,6

Prématurés (32-36 semaines) 6,4 6,1 6,2 6,4

Naissances à terme (37-41 semaines) 91,9 92,3 92,2 92,1

Naissances après terme (plus de 41 semaines) 0,6 0,5 0,5 0,5

Poids de naissance (en g)

Poids moyen à la naissance 3289 3292 3296 3294

Part des nouveau-nés de faible poids (en %)

Poids extrêmement faible (moins de 1000 g) 0,5 0,4 0,4 0,5

Poids très faible (moins de 1500 g) 1,0 1,0 1,0 1,0

Poids faible (moins de 2000 g) 2,3 2,3 2,2 2,3

Hypotrophie néonatale 1 9,5 9,6 9,5 9,3

Naissances multiples 2 (en %)

Jumeaux 35,6 35,7 33,7 37,4

Triplés 0,9 0,8 1,1 1,0

1

L’hypotrophie néonatale décrit le fait qu’un enfant présente à la naissance un poids inférieur au

10 e percentile du poids à la naissance d’une population de référence, du même sexe et au même âge

gestationnel. (Valeurs de référence: Allemagne 1995-2000, Voigt M. and al., 2006).

2

Nombre de jumeaux et de triplés pour 1000 enfants vivants.

Source: Communiqué du 3. 9. 2013, BEVNAT

Procréation médicalement assistée:

traitements et résultats

Personnes traitées, cycles de traitements et grossesses 2009 2010 2011 2012

Femmes traitées (total) 6 281 6 468 6 343 6 321

Femmes ayant débuté un traitement dans l’année 3 858 4 065 3 711 3 746

Cycles de traitements initiés 10 347 10 889 10 757 10 827

Femmes traitées chez qui le traitement a abouti

à une grossesse (en %) 35,8 35,9 37,0 35,9

Source: Communiqué du 3. 9. 2013, Statistique de la procréation médicalement assistée, OFS

La ségrégation de genre dans le contexte

professionnel est plus importante en

Suisse que dans les autres pays européens.

En d’autres termes, les femmes

occupent en majorité des emplois typiquement

féminins et les hommes des

emplois typiquement masculins.

Cette ségrégation de genre est problématique

pour plusieurs raisons: les métiers

typiquement féminins comme les

tâches de soins ou l’éducation des enfants

jouissent d’un statut social inférieur,

offrent peu de chances de carrière

et sont faiblement rémunérés. C’est en

outre un grand potentiel qui est perdu

pour la société et pour l’économie lorsque

de jeunes adultes apprennent des

métiers exclusivement masculins ou féminins

et ne peuvent ainsi développer

pleinement leurs capacités. A l’inverse,

des secteurs d’activité fortement sexués

comme les métiers des domaines de l’ingénierie

et des soins, qui souffrent d’une

pénurie de main d’œuvre qualifiée, profiteraient

d’une ségrégation moins marquée.

Pourquoi la ségrégation de genre est-elle

aussi marquée et comment lutter contre

ce phénomène? Telles sont les questions

auxquelles se sont attelés Andrea Maihofer,

Manfred Max Bergman et leur

équipe du Zentrum Gender Studies et

du Seminar für Soziologie de l’Université

de Bâle pour le programme national de

recherche «Egalité entre hommes et

femmes» (PNR 60). Dans le cadre d’une

étude longitudinale représentative, ils

se sont penchés sur la formation et le

parcours professionnel de 6000 jeunes

adultes sur une période de dix ans. Les

sondés sont aujourd’hui âgés d’environ

25 ans. Avec 33 d’entre eux, ils ont

conduit des entretiens approfondis portant

sur leur carrière professionnelle.

Sur les 6000 sondés, seuls 22 femmes et

20 hommes souhaitaient exercer un métier

atypique en matière de genre à 16

ans et exercent un tel métier dix ans plus

tard. Cela représente moins de 1 %. Certains

d’entre eux occupent même une

niche typiquement féminine ou masculine

au sein de leur secteur d’activité.

Source: Andrea Maihofer, Manfred Max Bergman et al.:

Kontinuität und Wandel von Geschlechterungleichheiten

in Ausbildungs- und Berufsverläufen junger

Erwachsener in der Schweiz. Forschungsprojekt im

Rahmen des NFP 60 (Gleichstellung der Geschlechter).

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 29


Dossier

L’Analyse Transactionnelle

pour soutenir la physiologie

du couple

Sage-femme indépendante depuis plus de vingt ans dans la Broye et conseillère formée en

Analyse Transactionnelle, Maryse Dewarrat fait le point sur la dynamique des couples qui

traversent une période clé: grossesse, accouchement et premiers instants de la parentalité.

Pendant cinq ans, à la Maternité de Payerne, elle a initié, en préparation à la naissance,

une information ciblée pour les futurs parents afin que, dès l’arrivée du bébé, ils connaissent

les éléments d’une réorganisation favorable de leur couple parental comme de leur couple

amoureux.

Entretien avec Maryse Dewarrat, Yverdon-les-Bains

(

FSSF L’Analyse Transactionnelle ne fait pas partie

de la formation de base des sages-femmes. Comment

en êtes-vous venue à cette approche?

Maryse Dewarrat J’y suis venue par hasard, encouragée

par une amie, en 2001. Dès la première formation, j’ai

reçu des bénéfices sur le plan privé. J’ai donc approfondi

son étude et j’ai utilisé ses concepts au moment où j’ai

ressenti que je devais redynamiser mes sessions de préparation

à la naissance. L’Analyse Transactionnelle (AT)

Abstrakt

Die Transaktionsanalyse ist eine psychologische

Theorie der Persönlichkeitsstruktur, die vom amerikanischen

Psychiater Eric Berne begründet wurde.

Mit dem Mittel der Kommunikation soll sie Möglichkeiten

zur Interpretation und Gestaltung

von Realitätswahrnehmung, Interaktionen und

des eigenen Lebensweges eröffnen. Dazu stellt die

Trans aktionsanalyse eine Theorie der Persönlichkeit

und eine Beschreibung kommunikativer Abläufe in

unterschiedlichen Kontexten zur Verfügung und

bietet Modelle zum Beobachten, Beschreiben, Verstehen

und Verändern bzw. Entwickeln der Persönlichkeit

und der Beziehungen zwischen Individuen

und innerhalb von sozialen Systemen. Während der

Besprechung «Die Paarbeziehung erkunden» visualisiert

das Paar sein Kommunikationsverhalten rund

um das zukünftige Kind, lernt seine ersten Emotionen

einschätzen und versucht seine affektiven

Bedürfnisse intuitiv zu verstehen. Tabuthemen

wie zum Beispiel Angst und Agressionen, sexuelles

Begehren und Sym biose «Mutter-Kind» können

dadurch besser verstanden werden.

Die Hebamme kann damit das Leben zu Dritt von

Anfang an unterstützen und die Familienmitglieder

in ihrer Autonomie fördern.

initiée par Eric Berne est une théorie de la communication

qui prend en compte la totalité de la personne dans

ses fonctions biologiques, psychologiques, sociales et

culturelles. Elle offre un schéma de compréhension clair

pour des personnes de tout niveau social, professionnel

et intellectuel. Ainsi, les futurs parents, au cours d’une

rencontre appelée «Repères pour la vie de couple», visualisent

leur communication autour du bébé, reconnaissent

la place de ses premières émotions et comprennent intuitivement

comment répondre à sa demande affective.

Les sujets tabous (peur et agressivité, désir sexuel et

symbiose mère-bébé, bienveillance et maltraitance) deviennent

plus légers.

Sans entrer dans les détails, comment fonctionne l’AT

quand elle est utilisée avec les futurs parents?

Un des concepts importants de l’AT, c’est le contrat: avec

la personne, on cherche quel est son besoin, comment y

répondre, et on se met d’accord sur ce qu’on va faire ensemble.

Dans ma pratique de sage-femme, cela a changé

beaucoup de choses: j’ai appris à être silencieuse, ce qui

est beaucoup plus intéressant mais pas toujours facile.

Pour les futurs parents, l’accouchement, c’est l’inconnu.

Comment s’y préparer? Qu’est-ce qu’on peut faire pour

«être bien» dans une aventure qu’on sait très intense

mais dont on ne connaît rien? De quoi a-t-on besoin? Assez

vite vient le sentiment de peur: moins la peur d’accoucher

que la peur de l’avenir du couple, une fois le bébé

arrivé, ou la peur de ne pas être à la hauteur pour le bébé,

voire la peur de faire mal au bébé. Laisser de l’espace pour

ces peurs, c’est déjà les atténuer.

Pourriez-vous donner un exemple?

La femme qui a une peur panique de l’accouchement fait

parfois une demande claire de césarienne de convenance.

Quand la sage-femme a épuisé ses conseils sur le sujet,

elle peut se trouver en face d’une impasse sérieuse de-

30

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Editorial

vant une femme qui cherche avant tout à ne pas ressentir

d’émotions, de sentiments, de sensations corporelles,

etc. L’AT renseigne sur le degré de cette impasse, sur le

niveau de blocage. Elle donne aussi des indications pour

la résolution du blocage, quelle que soit sa gravité. Quand

la demande de césarienne devient rigide, et qu’aucune

solution n’est envisageable, la sage-femme s’interroge

sur l’existence d’un traumatisme antérieur. L’AT la soutient

alors sur les questions d’éthique: avancer sur ces

questions, ou pas?

Et quand viennent les premiers instants de la vie à trois,

que peut-il se passer?

Le couple de parents a souvent développé beaucoup

d’intimité grâce à l’expérience de la grossesse et de la

préparation à la naissance. S’il rêve, après la naissance,

de poursuivre un idéal fusionnel sans s’adapter à la nouvelle

situation, il peut se trouver pris dans une impasse

qui compromet son avenir. On repère alors des croyances,

comme: « Rien ne va plus entre nous deux et ce n’est pas

normal», «J’attire la poisse et mon bonheur actuel ne

peut pas durer» ou «C’est égoïste d’être très proche du

bébé les premiers jours», voire «Les conflits ‹tuent› le

couple». On trouve aussi des illusions, telles que «Cela se

passera mieux si nous faisons les choses tous les deux de

la même façon». Et des méconnaissances: «J’ai toujours

pensé que, quand ma femme pleurait, je devais lui trouver

une solution».

L’AT donne des repères, car il n’existe pas une seule vérité.

Ce n’est pas une méthode pour «faire plus ou mieux».

C’est une formation personnelle qui mène à un positionnement

différent et qui stimule les gens de manière différente.

Au cœur de la relation professionnelle, dans ce

que je dis et ce que je ne dis pas, quelque chose se met

en place. Ainsi, dès les premiers instants de la vie à trois,

la sage-femme peut soutenir la physiologie du couple.

Elle peut apprendre à utiliser les émotions que la personne

exprime pour la faire progresser: au milieu des

peurs, quels ingrédients de la relation vont permettre au

couple de vivre confortablement avec son bébé et de

poursuivre son évolution?

La sage-femme acquiert une compétence nouvelle qui

lui permet d’anticiper, non pas la pathologie du couple,

mais sa physiologie. Elle est au cœur de sa fonction, entre

la détection de la pathologie et l’accompagnement de la

physiologie. Les premières heures de la vie avec un bébé

Maryse Dewarrat

Sage-femme indépendante (CHUV 1983),

analyste transactionnelle certifiée

PISTA-C (Paris 2009)

Pêcheurs 8A, 1400 Yverdon-les-Bains

dewarratmurist@bluewin.ch

www.dewarrat-conseil.ch

Madeleine Grüninger

Sage-femme indépendante, présidente de la section FSSF

de Suisse orientale, Steinach

Les sages-femmes peuvent changer

l’image de la grossesse !

Chère lectrice, cher lecteur,

Pour la femme d’aujourd’hui, la «bienheureuse attente»

s’est transformée en de multiples sources de stress: elle

déniche les meilleurs conseils dans un flux d’informations,

elle subit docilement tous les examens possibles, elle planifie

déjà avant la naissance son retour à la vie professionnelle,

elle se retrouve d’un jour à l’autre dans un lit d’hôpital en

raison de contractions prématurées et ne peut alors assister

à la 4 e séance de préparation à la naissance, elle peut se

réjouir d’avoir atteint la 37 e semaine et d’accoucher de son

enfant en moins de 12 heures. Si, en plus, elle réussit à allaiter

sans encombre et à laisser son enfant bien sagement

dans la chambre d’à côté, elle se doit encore de redevenir

la partenaire attirante «comme avant», au moins pour

quelques heures, afin de ne pas mettre en péril leur couple …

Nous ne sommes pas loin de la réalité. J’exagère à peine et

je suis convaincue que nous pouvons modifier cette image,

dans la mesure où nous suivons des couples en continu

depuis le début de la grossesse, où nous les assistons pour

l’accouchement et où nous leur redonnons confiance pour

qu’ils soient capables d’être parent: il s’agit alors plutôt

d’accompagner un tout­petit que «d’avoir un enfant».

Depuis une année, je vise un accompagnement global

durant toute la grossesse, l’accouchement et le postpartum.

S’occuper ainsi de A à Z de la venue d’un enfant

apporte énormément à la professionnelle que je suis

autant qu’aux parents.

Il faudrait davantage de sages­femmes prêtes à suivre

les couples en continu. Ils en ont besoin et nous disposons

de modèles pour le faire. Les femmes nous en remercierons,

parce qu’elles deviendront à nouveau mères dans un esprit

d’attente bienheureuse …

Cordialement, Madeleine Grüninger

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 31


Dossier

sont primordiales. Nous, les sages-femmes avons là une

place incontournable et nous devons en profiter, car renforcer

la confiance du couple, ou du parent en solo, c’est

aussi travailler pour le bébé. La sage-femme diminue le

risque pathologique en soutenant la physiologie. Les parents

demandent spontanément des conseils et nous

donnent un rôle parental, ils attendent de nous une attitude

rassurante et cadrante. Certains ont vraiment besoin

d’une «maman de substitution». Cette dépendance

est saine si elle ne dure pas. Avec l’AT, c’est l’autonomie

des gens qui est stimulée et je dis parfois: «Le bébé a

beaucoup de chances que vous soyez différents, que

vous soyez un homme et une femme avec vos deux personnalités.

Il va bénéficier de deux manières de voir les

choses, de deux manières de faire et il sera riche de tout

cela…»

1

Voir «Preparing for a new life: Midwifery and

transactional analysis». In: Transactional Analysis

Journal, janvier 2013.

2

Sous le titre «Développement fœtal et

couple parental. Symbiose mère-bébé et couple

amoureux».

En essayant de prendre un peu de recul, quelle est

la meilleure chose que vous ait apporté l’AT?

Avec l’expérience de l’AT, je travaille mieux en moins de

temps et je suis plus efficace en me fatiguant moins! L’AT

forme à une relation professionnelle qui vise l’autonomie

et c’est passionnant. Elle protège de l’épuisement

professionnel. J’en ai profité moi-même et je souhaite

maintenant transmettre cette approche à d’autres professionnel-le-s.

Je suis actuellement des sages-femmes

en supervision.

Par ailleurs, je viens de publier une recherche 1 qui reprend

mon expérience de cinq ans avec des groupes de

parents, à la Maternité de Payerne. Cette recherche a débouché

sur la mise en place d’un séminaire de deux jours

donné en français 2 en août 2013 et qui sera reconduit en

2014. Cette formation permet aux professionnel-le-s de

mettre en œuvre les ressorts qui permettent aux personnes

de cibler leur difficulté, de trouver des options de

changement, de résoudre les impasses, par le biais d’une

relation professionnelle protectrice, empathique, et qui

vise l’autonomie.

Propos recueillis par Josianne Bodart Senn le 4 juin 2013.

Après l’accouchement,

le temps de la solitude

L’auteure a une longue pratique de sage-femme indépendante. Elle prend ici du recul et

s’interroge sur ce qu’elle a fréquemment observé chez les nouveaux parents d’aujourd’hui

qui manifestent souvent des attitudes contradictoires et qui restent trop longtemps enfermés

dans leurs ambivalences. Un soutien psychique est indispensable mais il ne suffit pas.

Il faudrait agir à un autre niveau, mais comment faire pour que la société s’intéresse vraiment

à ses nouveaux arrivants, les tout petits enfants?

Viviane Luisier, Genève

Les visites post-partum effectuées par les sages-femmes

à domicile comportent des contrôles, des observations,

des gestes, des questions-réponses qui font partie du travail

de routine de la sage-femme. Mais ces visites sont

faites surtout d’écoute, de conseils et de «soutien» relatif

à la nouvelle situation de la femme devenue mère. Si l’on

rassemblait toute la partie pratique de la visite en une

seule suite, celle-ci prendrait moins de la moitié du temps

que nous passons auprès de la mère et du nouveau-né.

L’autre moitié, et même plus, serait occupée par notre activité

psychosociale de prévention. La plus grande partie

de notre travail en post-partum, c’est d’apporter ce soutien

psychosocial.

Car la sage-femme est amenée à:

– gérer la crise maternelle face aux changements

physiques et relationnels dans la famille;

– aider les pères à comprendre les hauts et les bas

par lesquels passe leur compagne;

– participer à la réorganisation de la fratrie;

– chercher des solutions à des problèmes de logement,

de travail, d’argent, etc.

32

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Tout cela a souvent lieu dans des langues et des cultures

étrangères. Il ne se passe pas un seul jour de l’année sans

que les sages-femmes ne parlent une langue étrangère ou

ne dérange les services d’interprètes à disposition.

Les multiples raisons du «down»

Pourquoi les femmes sont-elles si diminuées, affaiblies,

déprimées après la naissance? Il y a l’explication juste et

connue: le fameux «baby blues» lié au remaniement hormonal.

Ce motif de la tristesse de la femme entraîne une

réponse immédiate: il s’agit d’être patient, car cela devrait

rapidement passer.

Mais il y a d’autres raisons à cette tristesse, auxquelles

il est plus difficile de trouver des solutions:

– Les femmes sont extrêmement fatiguées physiquement

et psychiquement par des expériences qui

resteront parmi les plus importantes de toute leur vie:

qu’y a-t-il de prévu, de manière simple et automatique,

pour les soulager de leur fatigue?

– Elles sont souvent privées du soutien de leur entourage

restreint qui travaille et est occupé ailleurs,

à commencer par le père de l’enfant: à quand des

congés paternité qui prennent vraiment en compte

l’importance du père dans le groupe familial?

– Elles sont souvent loin de leur mère, de leur parenté,

de leur culture: existe-t-il déjà quelque part en Suisse

des réseaux culturels qui fonctionnent pour le moment

post-partum de la vie des femmes?

– Elles sentent tout à coup tous les manques de l’existence

qui s’abattent sur elles au moment où elles ont

les bras occupés par un enfant: que ce soit le manque

de place, le manque d’argent, le manque d’amour. Et

là, on est bien embêté, car les sages-femmes ne sont

pas des magiciennes capables de résoudre les grandes

injustices de notre société.

En un mot: les femmes se sentent – et sont souvent –

seules.

Les issues habituelles et futuristes

Ça peut passer tout seul. Dans les semaines qui suivent

l’accouchement, ou «ça passe» ou «ça lâche». Ou bien la

femme s’habitue et se résigne à cette drôle de période, le

post-partum, faite de bonheur et de solitude tout à la

fois. Ou bien elle se renferme sur elle-même, perd ses

forces, n’a plus le goût à rien, survit tant bien que mal,

sous le regard réprobateur de la famille qui trouve qu’elle

devrait être «contente d’avoir un joli bébé» et un congé

maternité. En général, lentement, «ça passe».

Ça peut se soigner. La solitude ou la tristesse du post-partum

ont donc une origine tant sociale (peut-être plus) que

psychique. Quel est le plus difficile à soigner: le diagnostic

psychique ou le diagnostic social? En tout cas, c’est souvent

du côté des solutions psychiques que l’on cherche,

celles qui ont à voir avec l’individu, la personnalité, le caractère.

De ce côté-là, il y a des propositions à faire qui

n’impliquent que la femme et la personne qui la prend en

charge.

Du côté des solutions sociales, c’est plus compliqué.

A l’Arcade des sages-femmes de Genève, plusieurs invitations

sont faites aux femmes en post-partum: groupes

de mères, groupe allaitement, groupe de marche dans

les bois. Toutes ces activités se font sans inscription et

elles sont gratuites. Pourtant, aucune d’entre elles ne

fait «un tabac». Ce ne sont donc pas de véritables solutions.

Alors comment faire pour que les mères soient moins

seules? Il faudrait que le travail prenne moins de place

dans la vie tant des femmes que des hommes, donc aussi

l’argent, les objets, le standing. Il faudrait que la femme

soit capable d’affronter la naissance avec ses propres

forces et qu’elle cesse d’être le réceptacle du mari, géré

ensuite par le docteur. Il faudrait que la maternité nous

donne le pouvoir de décider certaines choses dans la société

et de recevoir des sous pour le travail réalisé: dans

les années 70, les femmes demandaient «Un salaire pour

le travail ménager!»... On en est loin.

Questions fondamentales

Face aux difficultés des mères dans le post-partum,

quelques questions fondamentales se posent:

– Les parents veulent-ils vraiment ‹vivre› avec un enfant?

Ou veulent-ils ‹avoir› ou plutôt ‹avoir eu› un enfant?

Leur hâte à mettre les enfants à la crèche peut étonner.

– La hâte des femmes à reprendre le travail est-elle

compatible avec la maternité? Même si les espaces

sociaux conquis ne doivent en aucun cas se perdre,

la hâte des femmes pour réintégrer leur boulot est

déroutante.

– Les modifications du scénario hospitalier classique

de l’accouchement diminue-t-il l’estime des pères et

de la société envers les mères? L’homme est entré

dans les salles d’accouchement. Tout d’abord, il a été

horrifié. Ensuite, notamment avec la péridurale, sa

participation est devenue plus aisée. Le «Merci, docteur»

a remplacé «Comme tu es courageuse!»

Bizarre cette société qui s’intéresse de manière si peu

conséquente à ses enfants! Et, pendant ce temps, les

sages-femmes remontent les pendules …

A lire, en relation avec ce thème

Elif Shafak: Lait noir. Ed. Phébus, Paris, 2007.

Viviane Luisier

Sage-femme indépendante

à l’Arcade sages-femmes de Genève

vluisier@worldcom.ch

Dr. Jean-François Chicoine et Nathalie Collard: Le bébé et l’eau

du bain. Comment la garderie change la vie de vos enfants. Ed.

Québec Amérique, Canada, 2006.

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 33


Dossier

Processus biopsychologiques durant

la grossesse

Manuela Wingeier et Ulrike Ehlert, Zurich

Une grossesse se déroule à travers toute une série de modifications

psychosociales et biologiques. Quand bien

même la grossesse constitue pour la majorité des femmes

un heureux événement, elle exige – au plan cognitif,

émotionnel, comportemental et physiologique – toutes

sortes d’adaptations qui peuvent conduire à un stress.

Tout dépend alors de la capacité à maîtriser ce stress selon

l’évaluation de la situation que l’on en fait et les mécanismes

de régulation physiologique que l’on induit

(voir schéma 1, page 11).

Mal vécues, ces expériences stressantes peuvent même

influencer le développement fœtal et, dans des conditions

défavorables, programmer le développement futur

de certaines maladies. Le début du deuxième trimestre

semble être une phase particulièrement vulnérable,

en raison d’un allongement du temps de récupération

(mesuré par le taux de cortisol). Une cause possible de

cette programmation fœtale défectueuse réside dans la

concentration trop élevée d’hormones du stress in utero

bien que, dans une grossesse normale, le fœtus soit en

grande partie protégé de ces excès hormonaux par la

barrière placentaire.

Des études ont identifié les conséquences biopsychologiques

du stress à court et à long terme sur l’enfant à

naître, comme par exemple le risque accru de naissance

avant terme ou une réactivité plus sensible au stress

après la naissance.

De nouveaux résultats de recherche se concentrent maintenant

davantage sur les ressources positives qui peuvent

amortir les conséquences négatives du stress prénatal. Ce

sont par exemple l’autosatisfaction ou l’expérience des

plaisirs quotidiens.

Modifications hormonales durant la grossesse

Un des systèmes principaux de réponse au stress se situe

sur l’axe hypothalamo-hypophyso-surrénalien – HHS).

L’hypothalamus sécrète de la corticolibérine (CRF – corticotropin

releasing factor) qui stimule la production

d’ACTH par l’hypophyse qui, à son tour, assure la production

de cortisol au niveau des surrénales (voir schéma 2,

page 13). Le cortisol libéré agit, entre autres, sous la

forme d’une rétroaction négative freinant la libération

de CRF par l’hypothalamus, ce qui permet une décroissance

de la réponse au stress.

Une grossesse normale induit de fortes concentrations de

CRF, ACTH et cortisol. Les taux élevés de CRH qui résultent

d’une rétroaction positive du cortisol sur le placenta ne

conduisent toutefois pas à une stimulation excessive de

l’axe HHS, parce que l’activité du CRH est contrée par la

protéine de liaison CRH-BP.

Jusqu’au troisième trimestre de grossesse, la concentration

de CRH-BP est plus élevée que celle de CRH. Vingt

jours avant l’accouchement survient une chute rapide de

la concentration CRH-BP dans la circulation maternelle,

ce qui permet de maintenir la concentration de CRH à un

taux élevé et déclenche alors «l’horloge placentaire» qui

contrôle la durée de la grossesse et le moment de l’accouchement.

Il existe donc une interaction permanente des processus

hormonaux entre la mère, le placenta et l’enfant à naître.

Ce qui est particulier, c’est la rétroaction positive du cortisol

sur la sécrétion placentaire de CRH, de même que la

protection de l’enfant à naître par la barrière placentaire.

Les glucocorticoïdes sont des molécules lipophiles qui

sont capables de traverser la barrière placentaire, mais la

concentration de la circulation maternelle reste habituellement

plus élevée que celle de la circulation fœtale. C’est

une enzyme qui catalyse l’oxydation du cortisol en cortisone:

la 11ß-hydroxystéroïde deshydrogénase de type 2

(11ß-HSD2). Dès la cinquième semaine de grossesse, l’enfant

à naître est ainsi protégé du cortisol maternel en cas

de stress accru.

Synthèse et traduction libre: Josianne Bodart Senn

Source: Psychobiologische Prozesse während der Schwangerschaft.

Hebamme.ch, 10/2013, pages 10 à 14.

Contact

Institut de psychologie

de l’Université de Zurich

Psychologie clinique et psychothérapie

Binzmühlestrasse 14/26, 8050 Zurich

T +41 (0)44 635 73 82

www.psychologie.uzh.ch

34

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


Nouvelles des HES

Reconnaissance des qualifications professionnelles

selon la Directive européenne 2005/36/CE: état des lieux

Comme partenaire, la Suisse jouit au sein de la Communauté européenne d’un statut

d’exception. La signature de la déclaration de Bologne par 40 pays, y compris par la Suisse

en 1999, avait pour objectif principal de créer et de consolider un espace européen de

l’enseignement supérieur. Les Hautes écoles spécialisées (HES) suisses ont mis en pratique

ces données dès 2005.

Christiane Sutter, Filière Sage-femme de la Haute école de Santé de Genève, pour la Conférence Professionnelle Sage-femme

Pour les professions de la santé, la formation est passée

du Département de la santé à celui du Département de

l’instruction publique, ce qui nous met sous la houlette

de la CSHES (Conférence Suisse des Hautes Ecoles Spécialisées)

en ce qui concerne les questions de politique professionnelle

et de formation. S’y ajoute, depuis septembre

2011, le comité mixte suisse.

L’Union européenne (UE) a ratifié la Directive européenne

2005/36/CE – dans sa version adaptée – avec, dans l’annexe

3, l’Accord sur la libre circulation des personnes

entre la Suisse et l’UE.

La responsabilité des formations professionnelles du domaine

de la Santé a été confiée à la Confédération: c’est

le SEFRI (Secrétariat d’Etat à la Formation à la Recherche

et à l’Innovation) qui est l’autorité responsable de la procédure

de reconnaissance dans le domaine de la formation

professionnelle des HES.

Deux voies sont à considérer dans cette situation:

– celle de la reconnaissance du diplôme suisse de Sagefemme

en Europe et dans le monde;

– celle de la reconnaissance des titres de Sage-femme

étrangers dans l’UE et hors UE désirant pratiquer en

Suisse.

Reconnaissance des titres étrangers

La reconnaissance des titres étrangers (Art 75 alOFPr)

était auparavant traitée par la Croix rouge Suisse, sur

mandat de la Conférence des directeurs sanitaires (CDS)

et maintenant sur mandat de la Confédération, c’est-àdire

du SEFRI. Ce mandat a été suspendu pour les professions

de la santé par la CSHES depuis le 10 décembre

2008, et ce pour les cinq professions (nutrition et diététique,

physiothérapie, soins infirmiers, ergothérapie et

sage-femme).

Le document de prescription pour la formation Sagefemme

de février 1998 servait de référence pour les reconnaissances

Sage-femme. Chaque profession avait ses

propres prescriptions. La reconnaissance se faisait sur la

base d’une prescription qui était de niveau ES (Ecole Supérieure).

Or, depuis 2008, il n’existe plus de programme ES

permettant d’appliquer, pour les sages-femmes titulaires

d’un diplôme étranger, les modalités d’un complément

possible.

Trois possibilités existaient pour les compléments requis:

– un stage pratique

– un complément de formation dans une des écoles

de sages-femmes

– un examen (jamais mis en pratique, mais qui

sera probablement mis à l’étude lors de prochaines

discussions).

La Conférence Professionnelle Santé - composée des directions

des HES et des déléguées des Conférences professionnelles

(pour nous, actuellement, Mme Dorothée

Eichenberger zur Bonsen, présidente de la Conférence

Professionnelle Sage-femme) – a donné à celle-ci le mandat

de reprendre les discussions et cela pour les cinq professions

de Santé au niveau HES dès la rentrée 2013.

A noter aussi que, pour les sages-femmes suisses, il n’y a

pas de reconnaissance directe au niveau HES. Le passage

par l’OPT (obtention a posteriori du titre), s’il n’est pas

nécessaire pour l’exercice de la profession en vertu des

droits acquis, s’avère être corrélé à des exigences de niveau

universitaire.

Reconnaissance du diplôme suisse dans et hors UE

La Conférence Professionnelle Sage-femme a pu déposer,

au printemps 2013, un dossier de demande de reconnaissance

de la formation HES SF et d’inscription des sagesfemmes

suisses dans la directive au niveau de l’UE. Ce dossier

sera vu lors du prochain passage des objets suisses à

Bruxelles.

L’harmonisation des programmes lors de l’adoption des

nouvelles compétences et de l’adéquation aux exigences

des directives européennes ont rendu ce dépôt possible.

La transposition a été assurée par M. Frédéric Berthoud

(Coordonnateur suisse pour la reconnaissance des diplômes

et responsable Ai du secteur qualifications professionnelles

UE / AELE au Département fédéral de l’économie).

Il s’est chargé du cadre officiel et du dépôt à

Bruxelles.

La filière Soins infirmiers a vu son acceptation officielle au

sein de la directive de l’UE se concrétiser en 2012. Il s’agit

donc maintenant d’être patient. L’adéquation aux directives

européennes pour la profession Sage-femme est devenue

incontournable de par son côté prescriptif, reconnu

officiellement par la Suisse.

La reconnaissance et la visibilité ainsi offertes ont de

plus tout leur sens quant à la place à faire valoir au sein

de la prochaine Loi sur les professions de la santé.

10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 35


En librairie

D r Odile Buisson

Sale temps pour les femmes –

Futures mères, si vous saviez !

Alors, oui! A tous les niveaux, nous pouvons prédire un

«sale temps pour les femmes». Tout dépend d’où nous

nous plaçons et, comme Mme Buisson, moi aussi j’ai envie

de dire «Affolez-vous!». Avec sa tonalité, l’auteure m’a

beaucoup fait rire et, par conséquent, réfléchir sur d’autres

positions …

Sébastien Riquet, sage­femme enseignant

Claudia Fliess

Toutes les mères sont folles

Qu’est-ce qu’une mère «normale»?

Editeur Ed. Jean-Claude Gawsewitch

2013, 236 p., CHF 30.70

Le Dr. Odile Buisson, gynécologue obstétricienne, prédit

un «sale temps pour les femmes» en dénonçant, avec

une liberté de ton, sa vison d’un grand bond en arrière.

En France, face à la montée d’une pratique de la gynécologie

médicale qu’elle désigne «low cost», Mme Buisson

fustige les nouvelles compétences des sages-femmes

légiférées par les pouvoirs publics en 2009 (loi HPST sur

le suivi gynécologique de prévention et la consultation

de contraception).

L’auteure qualifie également péjorativement de «naturel»

l’accouchement et son processus physiologique lorsque la

patiente décline l’hypermédicalisation. Mme Buisson remet

au goût du jour le risque de mort dans son argumentaire

pour une «gynécologie médicale ultraperformante».

Dans sa critique, tout y passe: les retours précoces à domicile

des accouchées, la politique sur l’IVG, les maisons de

naissance, etc., etc.

J’ai lu beaucoup de critiques sur ce livre et pourtant, à sa

lecture, je ne me suis pas offusqué des propos de l’auteure.

Finalement, Mme Buisson ne s’attaque pas aux femmes

qu’elle décrit comme vivant en mode «écolo», ni aux sagesfemmes,

mais plutôt aux systèmes nous mettant dans un

état de régression encouragé par des administrateurs de

santé qui cherchent toujours plus à économiser dans un

monde dirigé par le capital au détriment de l’humain.

Les craintes corporatistes posées ici peuvent se transférer

en Suisse pour la profession sage-femme sur celle d’assistante

ou assistant en soins et santé communautaire qui

sont déjà engagé-e-s dans certains services d’hospitalisations

prénatales et de consultations de grossesse pour

poser – officieusement – des CTG.

Editeur Editions du Moment

2013, 222 p., CHF 31.50

Le titre de ce livre me semblait prometteur! Je m’attendais

à avoir des conseils pour les nouvelles mères sur la

manière d’entrer dans ce nouveau rôle et de gérer cette

nouvelle étape de leur vie.

Ce livre a été écrit par une psychanalyste et psychothérapeute

qui reçoit depuis des années des mères de tous

âges qui ont été marquées par la maternité. Elle reçoit

aussi les enfants de ces mères. L’auteure se base sur des

témoignages. Elle y décrit 27 situations ou névroses

comme elle les désigne. Cela va de la mère-enfant, à la

mère surprotectrice, à la mère incestuelle, etc.

Les situations sont bien décrites. La lecture est facile. On

arrive bien à cerner le problème mais je n’ai pas trouvé

de conseils ou de préventions à mettre en place pour ces

mères. Sauf le fait de suivre une analyse!

Je reste donc un peu déçue de cette lecture. J’ai appris de

nouveaux termes, de nouvelles classifications, mais rien

de concret qui pourrait m’aider dans ma pratique.

Carole Burdet, sage­femme

36

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


„Zugegeben, ich war wirklich

gerne schwanger. Dennoch

machte ich mir grosse Sorgen

wegen der Dehnungsstreifen.

Meine Brüste wurden riesig!

Ich nahm 18 kg zu und das

alles im Bereich von Bauch und

Brust. Ich machte mir Sorgen,

weil ich schon als Fünfzehnjährige

kleine Streifen bekam. Deshalb

dachte ich, für Dehnungsstreifen

anfällig zu sein - die ich aber unter

keinen Umständen wollte.

Wer will das schon!

Daher rieb ich mich kräftig mit

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tatsächlich - ich bekam keine

sichtbaren Dehnungsstreifen!

Zudem haben sich die vorhandenen

Streifen verändert,

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10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 39


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10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 41


Stellenangebote • Offres d’emploi

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Verdauungsprobleme

bei Säuglingen –

Was tun?

Die Verdauung ist eine besondere Herausforderung für

Säuglinge. Einige Funktionen des Verdauungssystems

müssen nach der Geburt erst vollständig ausreifen und

das Kind lernt nach der Geburt zuerst zu verdauen,

so wie es später lernt, zu laufen oder zu sprechen [ 1 ] . Für

viele Eltern sind die Verdauung und das damit verbundene

Wohlbefinden ihres Babys ein zentrales Thema.

Zwischen 50 und 90 % der Säuglinge zwischen 2 und

4 Monaten weisen Symptome von leichten funktionellen

Verdauungsproblemen auf [ 2 ] . Diese Verdauungsprobleme

führen oft zu Unsicherheit bei den Eltern [ 2 ] , häufigem

Säuglingsmilchnahrungs­Wechsel [ 2 ] sowie Verschreibung

von Medikamenten [ 3 ] .

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Verdauung. Sie ist geeignet bei leichten Verdauungsproblemen

wie physiologischem Spucken, Blähungen,

Gasen oder Symptomen von Koliken [ 4 ] .

Anzeigenschluss für Stellenanzeigen

Montag, 14. Oktober 2013

Dernier délai pour les offres d’emploi

Lundi 14 octobre 2013

l’Arcade Sages-Femmes, sages-femmes

à domicile à Genève, recherche

nouvelle collègue pour secteur

rive droite

Les sages-femmes de l’Arcade travaillant sur la rive droite

ont besoin de renfort pour répondre à la grande demande de

prestations post-partum et prénatales à domicile.

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Les Avanchets ou environs, prête à se déplacer dans ce secteur.

Etre membre active à l’Arcade implique également de participer

à des prestations de santé publique dans nos locaux telles

que les accueils ou les séances d’informations. Et aussi offrir

de son temps pour les assemblées générales, les cercles qualités

ou tout autre projet qui vous tiendra à cœur!

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au sein d’une association, donc de bénéficier du soutien et

de la richesse d’une équipe colorée!

Merci d’envoyer CV et lettre de motivation à l’Arcade

Sages-Femmes, Bd. Carl-Vogt 85, 1205 Genève

Wichtiger Hinweis Stillen ist ideal für das Kind. Die WHO empfiehlt

ausschliessliches Stillen während den ersten sechs Monaten.

1 Roy, P. ­ Symposium SGP 2013 2 Hyman PE et al, Gastroenterology

2006; 130:1519 3 Digestion study, Milupa Switzerland, December

2012 4 Roy, P., et al. (2004): Benefits of a thickened infant formula

with lactase activity in the management of benign digestive disorders

in newborns. Arch Pediatr. 11(12): p. 1546­54

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42

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


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für die Bevölkerung des Kantons Baselland und aller

angrenzenden Gebiete eine führende medizinische

Versorgung erbringt.

Das Geburtshaus Terra Alta, im Kanton Luzern bereits gut verankert, besteht seit

bald acht Jahren und ist eines der grössten Geburtshäuser der Schweiz.

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Hebammen begleitet. Die Familie steht im Zentrum.

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einem turbulenten Alltag zu engagieren und Verantwortung

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fachlichen Kenntnisse können Sie bei uns vertiefen

und sich weiter entwickeln. Unter dem Dach des

Kantonsspitals Baselland leben wir Teamgeist und

Zusammengehörigkeitsgefühl aktiv und bewusst.

Kontakt

Sind Sie interessiert? Zusätzliche Fragen beantwortet

Ihnen gerne Frau Jeanette Gröbli, Leitende

Hebamme KSBL, Tel. +41 61 925 22 81, Email:

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vollständige Bewerbung an

Kantonsspital Baselland

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10 2013 Hebamme.ch • Sage-femme.ch 43


Stellenangebote • Offres d’emploi

Dipl. Hebamme HF /FH

Die Privatklinik Lindberg, die zu den «Swiss Leading Hospitals»

zählt, rangiert unter den besten Privatkliniken der Schweiz.

Die Institution ist auf Übergewichtsmedizin, Gynäkologie und

Geburtshilfe, Chirurgie des Bewegungsapparates, Allgemeine

Chirurgie, Viszeralchirurgie und Urologie spezialisiert. Im Jahr

2012 hat die Klinik ein Adipositaszentrum entwickelt. Adipositas

wird an der Privatklinik Lindberg umfassend behandelt und

verstanden. Zur Anwendung kommen individuelle Therapien in

Form von Ernährungs- und Bewegungsprogrammen, medikamentöse

Therapien sowie operative Eingriffe. Die Spezialisten

verfügen über grosse Erfahrung im Bereich Magenbanding und

Bypassoperationen. Seit 2012 gehört die Privatklinik Lindberg

zu Genolier Swiss Medical Network.

Ihr Aufgabenbereich

– Sie sind als Beleg-Hebamme im Gebärsaal (ca. 260 Geburten

pro Jahr) tätig

– Sie finden bei uns eine abwechslungsreiche Aufgabe, welche

Empathie, Eigenmotivation, Eigenverantwortung und Freude

am Beruf voraussetzt

– Bei uns steht die Familie im Mittelpunkt. Wir betreuen die

Frauen wenn möglich einzeln und über die gesamte Geburtsdauer

hinweg (1:1 Betreuung)

– Als Beleg-Hebamme sind Sie auch ausser Haus in der ambulanten

Wochenbettbetreuung tätig

Ihr Anforderungsprofil

– SRK anerkanntes Hebammendiplom oder Bachelor mit

Berufserfahrung

– Konkordatsnummer für die Freiberuflichkeit oder die Bereitschaft,

diese zu erwerben

– Sie sind eine engagierte, belastbare und offene Persönlichkeit

mit hoher Sozialkompetenz

– Eine hohe Betreuungs-und Dienstleistungsqualität in einem

Umfeld mit ausschliesslich zu satzversicherten Gebärenden

und Wöchnerinnen ist Ihnen ein Anliegen

– Sie bringen sich aktiv in eine kollegiale Zusammenarbeit

mit den Belegärzt/-innen ein

Unser Angebot

– Ein selbständig organisiertes Team von Beleg-Hebammen,

welches eigenständig und unabhängig plant und die Arbeit

im Gebärsaal verteilt

– Ein dynamisches Wochenbett-Team mit Pflegefachfrauen und

Hebammen in Festanstellung, welches im Dreischichtbetrieb

arbeitet

– Flexible, zeitgemässe Anstellungsbedingungen in einer schönen

Umgebung mit Blick auf die Stadt Winterthur

Für zusätzliche Informationen steht Ihnen Frau Dr. med. Monika

Wittwer Raschle, Leiterin Zentrum für Geburt und Gynäkologie,

Telefon +41 52 266 19 00, gerne zur Verfügung.

Eintrittsdatum per sofort oder nach Vereinbarung

Arbeitsort Winterthur

Interessiert? Dann schicken Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen

an:

Privatklinik Lindberg Brigitte Lutz, Leiterin Human Resources

Schickstrasse11, 8400 Winterthur, blutz@lindberg.ch

Es werden nur Bewerbungen beantwortet, die obigem Anforderungsprofil

entsprechen.

Die Lindenhofgruppe Bern zählt mit ihren drei Privatspitälern

Engeried, Lindenhof und Sonnenhof schweizweit

zu den wichtigsten Erbringern von medizinischen Leistungen.

Die Bedürfnisse und das Wohl der Patientinnen und Patienten

stehen dabei immer im Mittelpunkt. In Medizin,

Pflege, den Betrieben und Managementdiensten finden engagierte

Personen eine interessante Arbeit mit attraktiven

Entwicklungsperspektiven.

Zur Verstärkung unserer Teams Geburtshilfe/Neonatologie/

Gynäkologie an den Standorten Engeried und Lindenhof

suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine

Hebammen-/ Pflegeexpertin

80 - 100 %

Als Pflege-/Hebammenexpertin übernehmen Sie eine

vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe und haben die

Möglichkeit, eine neue Funktion aufzubauen.

Zu Ihren Aufgaben gehören

• die Fachentwicklung in der Geburtshilfe und Gynäkologie

in Zusammenarbeit mit den Leiterinnen Pflege und

den Fachverantwortlichen der Abteilung

• Mitarbeit bei der Sicherstellung von prozessorientierten

Abläufen und einer evidenzbasierten Praxis

• das Leiten von Projekten und Arbeitsgruppen

• die Unterstützung der Pflegeteams in der Praxis und

eine enge Zusammenarbeit mit den Belegärztinnen und

-ärzten

• Aufbau der Funktion über zwei Standorte und die

Förderung einer gemeinsamen Kultur

Wir erwarten von Ihnen

• Master of Science in Nursing oder Midwifery, abgeschlossen

oder auf dem Weg dazu

• Freude an Pinoierarbeit, Verantwortung und Fachführung

• Kompetenz in der interprofessionellen Zusammenarbeit

• Selbstständigkeit und Flexibilität

Wir bieten Ihnen

• Sorgfältige und strukturierte Einarbeitung an beiden

Standorten

• Fortschrittliche Arbeitsbedingungen und angenehmes

Arbeitsklima

• Eine abwechslungsreiche und selbstständige Tätigkeit

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Sabin Zürcher,

Verantwortliche für Pflege Lindenhof, Telefon 031 300 86 90.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie

bitte an: Lindenhofgruppe, HRM, Postfach, 3001 Bern

hrm@lindenhofgruppe.ch / Vermerk: 105026

44

Hebamme.ch • Sage-femme.ch 10 2013


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