Jahresabschluss - Deutsche Beteiligungs AG

deutschebeteiligung

Jahresabschluss - Deutsche Beteiligungs AG

Geschäftsbericht 2000/2001


Mit Kompetenz und

Fairness zum gemeinsamen

Erfolg – die Beteiligungsmanager

der Deutschen

Beteiligungs AG verstehen

sich als Partner der Beteiligungsunternehmen

und

deren Geschäftsführer oder

Vorstände.

Seine Ziele im Private-

Equity-Geschäft erreicht

man nur mit gegenseitigem

Respekt, Verständnis und

Vertrauen. Darauf basiert

auch das von Bernhard

Ruffi ng, Mitglied der

Geschäftsführung der AKsys

GmbH, und Helmut Irle,

Mitglied des Vorstandes der

Deutschen Beteiligungs AG,

gemeinsam durchgeführte

Management-Buy-out

des Automobilzuliefer-

Unternehmens.

(Mehr auf Seite 23.)

Die Partnerschaft zwischen

Deutscher Beteiligungs AG

und ihren Beteiligungsunternehmen

ist das

Leitmotiv des diesjährigen

Geschäftsberichtes. Wie

schon in unserem Firmenlogo

wird auch in der Fotoreihe

des Geschäftsberichtes

dieser Ansatz visualisiert –

zwei Partner Seite an Seite,

eine Blickrichtung,

ein strategisches Ziel.

(v. l. n. r.)

Dr. Bernhard Ruffi ng

Mitglied der Geschäftsführung

AKsys GmbH

Helmut Irle

Mitglied des Vorstandes

Deutsche Beteiligungs AG

Die Deutsche Beteiligungs AG erwirbt wachstumsstarke und

profi table mittelständische Unternehmen, die in ihrem Markt

etabliert sind.

Gemeinsam mit dem Management verwirklichen wir die Entwicklungs-

und Ertragspotenziale dieser Unternehmen – in

Deutschland, ausgewählten europäischen Ländern und den

Vereinigten Staaten von Amerika. Durch dieses unternehmerische

Engagement steigern wir den Wert unserer Investments.

Unsere Aktionäre profi tieren davon nach dem Verkauf der

Beteiligungen.

Im Ausland arbeiten wir mit Partnern zusammen, die dieselben

Ziele verfolgen wie wir. Auf diese Weise erhalten wir attraktive

Investmentgelegenheiten in wichtigen Märkten. Unser Portfolio

soll nicht nur nach Branchen, sondern auch geografi sch ausgewogen

sein.

Unser Ziel ist es, das Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG

weiterzuentwickeln und so den Wert des Unternehmens für

unsere Aktionäre zu steigern. Der Kurs unserer Aktie soll sich

überdurchschnittlich entwickeln.


Kennzahlen auf einen Blick

Zwei-Jahres-Vergleich

Ein-Jahres-Vergleich:

Aktie der Deutschen

Beteiligungs AG,

indexierter S-DAX-

Performance- und

DAX-Performance-Index

2000/2001 1999/2000

Investitionen 31 Mio. 1 101 Mio. 1

Portfolio-Volumen 311 Mio. 1 324 Mio. 1

Anzahl der Beteiligungen 49 50

>> Seite 19

2000/2001 1999/2000

Ergebnis vor Steuern 5,0 Mio. 1 43,0 Mio. 1

Jahresüberschuss 7,8 Mio. 1 32,1 Mio. 1

>> Seiten 3 und 73

2000/2001 1999/2000

Eigenkapital abzüglich Dividende 173,3 Mio. 1 172,5 Mio. 1

Eigenkapitalrendite 2,9 % 40,0%

2000/2001 1999/2000

Ergebnis pro Aktie 0,56 1 2,56 1 1)

Dividende 0,50 1 2) >> Seiten 3, 73 und 75

1,80 1

1) wegen Kapitalerhöhung im Juli 2000 gerechnet mit der gewichteten Anzahl der Aktien

2) Dividendenvorschlag

45

40

35

30

25

20

15

DBAG S-DAX DAX

11.00 12.00 01.01 02.01 03.01 04.01 05.01 06.01 07.01 08.01 09.01 10.01 11.01 12.01

Quelle: Datastream


Deals auf einen Blick

Management-Buy-out ermöglicht

Expansion – Automobilzulieferer von

Rütgers-Konzern erworben

254 Millionen 1 Umsatz im Jahr 2000 haben die

zwei Automobilzulieferer aus dem Rütgers-Konzern

erzielt, deren Kauf die Deutsche Beteiligungs AG

im Oktober 2001 vereinbart hat. Die neue AKsys-

Gruppe soll zügig wachsen – vor allem durch Akquisitionen.

Mehr über die Perspektiven für AKsys

auf Seite 23

Beteiligung an Zeitschriftenverlag in

Österreich – mit ET Multimedia AG entsteht

schlagkräftiger Medienkonzern

Mit rund 25 Prozent Marktanteil ist der Verlag

führend bei den meinungsbildenden Medien der

österreichischen Wirtschaft. Aber auch in anderen

Segmenten wird die Spitzenposition angestrebt.

Mehr über die Entwicklung von ET Multimedia auf

Seite 39

Aufbau eines Logistik-Branchenkonzeptes

– bei Logisco Inc. gemeinsam

mit Harvest Partners engagiert

Warenhaus-Management, Transportdienste, Verpackungs-Service,

Auslieferung – das amerikanische

Unternehmen Logisco will in der boomenden Logistikbranche

durch die Integration verschiedener

Dienstleistungen einer der führenden Anbieter werden.

Die Deutsche Beteiligungs AG ist hier mit einem

Co-Investment engagiert. Mehr über das Konzept

von Logisco auf Seite 25

Plattform für Marketing-

Dienst leistungen in den USA –

ehrgeizige Ziele für priNexus Inc.

Eine klare Botschaft an die richtige Zielgruppe senden,

und zwar schnell und effi zient: Alle Dienstleistungen

und Produkte, die dazu nötig sind, will

priNexus anbieten. Mit modernster Kommunikationstechnik

soll in den Vereinigten Staaten ein Netzwerk

von Druckbetrieben entstehen. Auch hier hält

die Deutsche Beteiligungs AG ein Co-Investment.

Mehr über die Chancen von priNexus auf Seite 26

Vier kleinere Beteiligungen verkauft –

Strategie konsequent umgesetzt

Mit den Anteilen an der Rockinger KG (Fabrik für Anhängerkupplungen),

der Eisenwerk Brühl GmbH (Herstellung

von Zylinderblöcken), der Frosch Touristik

GmbH (Reiseveranstaltung) und der Jeschke Spedition

GmbH sind vier der kleinsten Beteiligungen

aus dem Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG

veräußert worden. Mehr über Veränderungen im

Portfolio von Seite 19 an

Unternehmenswert gesteigert –

AvK/SEG erfolgreich veräußert

Knapp fünf Jahre war das Unternehmen im Portfolio.

Nun wurde die AvK/SEG Holding KG gewinnbringend

an einen strategischen Investor verkauft, der

daraus mit anderen Aktivitäten einen international

führenden Ausrüster für Energieunternehmen

machen will. Mehr über Veräußerungen auf den

Seiten 24 und 37


Brief des Vorstandes

Die Aktie

Das Geschäftsmodell

Die Beteiligungen

Entwicklung des Portfolios

Management-Buy-outs (MBO)

Wachstumsfinanzierungen

Fondsbeteiligungen

Portfolio-Struktur

Die Mitarbeiter

Der Private-Equity-Markt

Sonderthema: Weichenstellung für den Mittelstand

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht

Jahresabschluss

Bestätigungsvermerk

Bericht des Aufsichtsrates

Konzern-Bilanz

Gewinnverwendung

Organe der Gesellschaft

Glossar

Finanzkalender

Impressum

3

7

13

19

19

22

36

48

55

59

63

66

71

82

96

98

100

101

102

105

108

108

1


Wilken Frhr. von Hodenberg

Sprecher des Vorstandes

Torsten Grede

Mitglied des Vorstandes

Helmut Irle

Mitglied des Vorstandes

Reinhard Löffl er

Mitglied des Vorstandes


Brief des Vorstandes

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Deutsche Beteiligungs AG hat ein schwieriges Geschäftsjahr 2000/2001 erlebt, in dem die ausgezeichnete

Ergebnisentwicklung der vorangegangenen fünf Jahre nicht fortgesetzt werden konnte. Einschneidende wirtschaftliche

und politische Entwicklungen haben unser Geschäft beeinträchtigt. Durch die von den Vereinigten

Staaten von Amerika ausgehende konjunkturelle Abkühlung und ihre Auswirkung auf die Kapitalmärkte

war die Möglichkeit für Unternehmensverkäufe stark eingeschränkt. Die Terroranschläge im Herbst 2001

lösten zusätzliche Unsicherheit aus. Diese Faktoren leiteten eine Senkung des Preisniveaus auf den Aktienmärkten

sowie dem M&A-Markt ein. Wir haben in diesem Umfeld Zurückhaltung geübt – wir waren mit

Neu-Investments restriktiv, weil wir die geforderten Preise nicht für akzeptabel hielten.

Vorsteuerergebnis leicht positiv

Das Ergebnis der Deutschen Beteiligungs AG hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich abgeschwächt:

Das Vorsteuerergebnis beträgt 5,0 Millionen 1 nach dem im Vorjahr erreichten Spitzenwert von

43,0 Millionen 1. Der Jahresüberschuss liegt mit 7,8 Millionen 1 um 24,3 Millionen 1 unter dem Wert des

sehr guten Geschäftsjahres 1999/2000. Grund dafür waren im Wesentlichen nicht erzielte Veräußerungsgewinne:

Die in unserem Portfolio vorhandenen Wertsteigerungen konnten nicht durch Verkäufe realisiert

werden.

Aktienkurs von Marktlage beeinflusst

Der Aktienkurs der Deutschen Beteiligungs AG hat das zu Beginn des Geschäftsjahres erreichte Niveau nicht

halten können. Vom 1. November 2000 bis zum 31. Oktober 2001 hat er sich um 53,1 Prozent auf 19,90 1

verringert. Im gleichen Zeitraum ermäßigte sich der S-DAX-Performance-Index, in dessen Berechnung unsere

Aktie einbezogen wird, um 27,3 Prozent. Im neuen Geschäftsjahr hat sich die Aktie der Deutschen Beteiligungs

AG jedoch deutlich besser als der Index entwickelt: Per 31. Dezember 2001 ergibt sich im Vergleich

zum 31. Oktober ein Kursplus von 19,1 Prozent gegenüber minus 0,1 Prozent im S-DAX.

Unser Aktienkurs wurde maßgeblich von der sich seit Juli abzeichnenden schlechteren Ergebnissituation

beeinflusst.

Gleichwohl zahlte sich unsere intensivere Investor-Relations-Arbeit aus: Wir haben weitere Investoren von

einem Einstieg in unsere Aktie überzeugen können. Neben der Deutschen Bank Research analysiert nun

auch das Bankhaus Sal. Oppenheim als weiteres namhaftes Institut die Deutsche Beteiligungs AG.

Das Ergebnis pro Aktie beträgt für das Geschäftsjahr 2000/2001 0,56 1, im vorangegangenen Jahr waren

es 2,56 1. Wir wollen unseren Aktionärinnen und Aktionären wieder eine angemessene Dividende zahlen.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, im Rahmen des erwirtschafteten

Ergebnisses von 7,8 Millionen 1 eine Dividende von 0,50 1 auszuschütten. Einschließlich der Körperschaftsteuergutschrift,

die in diesem Jahr wegen der veränderten Steuergesetze für in Deutschland steuerpflichtige

Aktionäre zum letzten Mal weitergereicht werden kann, entspräche dies einer Gesamtausschüttung von

0,71 1 je Aktie.

3


Unsicherheit am Kapitalmarkt belastet Ergebnis

Die Ergebnissituation wurde von drei wesentlichen Einflüssen geprägt: Unternehmensveräußerungen waren

wegen der Unsicherheit an den Kapitalmärkten nur eingeschränkt möglich – der Börsengang der Lignum

Technologie AG und der dabei vorgesehene Verkauf unserer Anteile musste Anfang Juli 2001 verschoben

werden. Zudem konnten wir das letzte verbliebene Aktienpaket der österreichischen Libro AG nur zu einem

symbolischen Preis verkaufen; jedoch war das Gesamtinvestment Libro aufgrund der Erträge in früheren

Jahren insgesamt erfolgreich. Des Weiteren hat uns die scharfe und so nicht vorhersehbare konjunkturelle Verschlechterung

veranlasst, den Wertansatz von insgesamt drei Beteiligungen um 10,0 Millionen 1 in der Bilanz

nach unten zu korrigieren.

Veräußerungen verbessern Portfolio-Struktur

Es ist uns trotz der geschilderten Marktlage gelungen, insgesamt sieben Engagements zu veräußern. Darunter

waren vier der – gemessen an den Anschaffungskosten – kleinsten Beteiligungen. Wir haben damit unser

Vorhaben, die durchschnittliche Größe unserer Beteiligungen zu erhöhen, konsequent fortgesetzt.

Investitionen bewusst reduziert

Im Geschäftsjahr 2000/2001 haben wir 31 Millionen 1 (nach 101 Millionen 1 im Vorjahr) investiert. Einschließlich

der Investitionen des von der Deutschen Beteiligungs AG gemanagten Parallelfonds ergibt sich eine Investitionssumme

von 55 Millionen 1 im Vergleich zu 153 Millionen 1 im Vorjahr. Der Investitionsstand reduzierte sich

von 324 auf 311 Millionen 1.

Diese Zahlen belegen, dass wir sehr früh auf die Marktverhältnisse während des abgelaufenen Geschäftsjahres

reagiert haben. Seit Sommer 2001 setzten Preisveränderungen ein – getrieben einerseits von den

schlechteren Ertragsaussichten der zum Verkauf stehenden Unternehmen, andererseits von reduzierten Börsenbewertungen,

in denen die Unsicherheit des Marktes zum Ausdruck kam. Wir haben bereits in den Monaten

davor Investitionszurückhaltung geübt und waren nicht bereit, aus unserer Sicht überhöhte Preise zu zahlen.

Zu den von uns abgeschlossenen Investitionen zählten zwei Co-Investments, die wir mit unseren langjährigen

amerikanischen Partnern Harvest Partners in den Vereinigten Staaten von Amerika ausgeführt haben, sowie

eine Beteiligung in Österreich. In Deutschland haben wir kurz vor Ende des Geschäftsjahres vereinbart, zwei

Automobilzuliefer-Unternehmen aus dem Rütgers-Konzern zu erwerben. Gemessen am Volumen handelt es

sich dabei um eine der größten Transaktionen der Deutschen Beteiligungs AG. Gemeinsam mit dem Management

der ehemaligen Rütgers Kunststofftechnik GmbH (RKT) und der ehemaligen CWW-Gerko Akustik

GmbH & Co. KG (CWW-Gerko) wollen wir die gute Marktstellung dieser beiden Automobilzulieferer weltweit

stärken und ausbauen. Inzwischen wurde die Transaktion abgeschlossen. Die Erwerbergesellschaft der beiden

Unternehmen firmiert als AKsys GmbH mit Sitz in Worms.

4


Ausbau des Fondsmanagement-Geschäftes angestrebt

Brief des Vorstandes

Unser Know-how und unsere Erfahrung wollen wir künftig noch wertsteigernder einsetzen. Seit vielen Jahren

verwaltet die Deutsche Beteiligungs AG als Managementgesellschaft Fonds, für die bisher überwiegend die

drei Großaktionäre der Gesellschaft Mittel bereitgestellt haben. Diese Fonds investieren parallel zur Deutschen

Beteiligungs AG in einem festen Verhältnis in unsere Portfolio-Unternehmen. Die Deutsche Beteiligungs AG

erzielt daraus eine feste, vom Fondsvolumen abhängige jährliche Management-Vergütung sowie eine erfolgsabhängige

Vergütung.

Wir streben an, in den nächsten Jahren weitere Fonds aufzulegen. Wir wollen die Erträge aus diesem Geschäft

zügig erhöhen und damit einen gewichtigen Beitrag zur Deckung unserer laufenden Personal- und Sachkosten

erwirtschaften. Auf diese Weise zahlt sich unsere Kompetenz doppelt für die Aktionäre der Deutschen Beteiligungs

AG aus.

Ausblick

Der grundsätzliche Wachstumstrend des europäischen und insbesondere des deutschen Private-Equity-

Marktes ist intakt: Die Bedeutung von Private-Equity-Investitionen in Deutschland nimmt mit dem reifer

werdenden Kapitalmarkt weiter zu. Die Anfang 2002 in Kraft getretene Steuerreform wird unserem Geschäft

mittelfristig weitere Impulse geben. Wir wollen die sich bietenden Investitionsmöglichkeiten auf dem

inzwischen niedrigeren Preisniveau nutzen, um unsere Wachstumsstrategie in Deutschland, in ausgewählten

europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten von Amerika fortzusetzen.

Die Deutsche Beteiligungs AG hat zahlreiche reife Beteiligungen im Portfolio. So haben wir mit der erfolgreichen

Platzierung an der New York Stock Exchange bzw. der Börse in Wien die Veräußerung unserer Anteile

an der Global Power Equipment Group Inc. bzw. der Andritz AG eingeleitet. Dadurch ist die erhebliche

Wertsteigerung sichtbar geworden, die wir im Laufe unserer Beteiligung an diesen beiden Gesellschaften

bisher erreicht haben. Die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten am Kapitalmarkt können geplante Verkäufe

jedoch auch in diesem Geschäftsjahr beeinträchtigen.

Unser Beteiligungsportfolio sehen wir trotz der konjunkturellen Unwägbarkeiten gut gerüstet: Wir investieren

in mittelständische Unternehmen, die in ihren jeweiligen Märkten meist eine sehr starke Position haben.

Solche Unternehmen entwickeln sich in der Regel auch in Zeiten schwächeren Wachstums besser als die

Wettbewerber.

Wir sind zuversichtlich, dass die Deutsche Beteiligung ihre erfolgreiche Entwicklung der vorangegangenen

Jahre fortsetzen wird.

Im Januar 2002

(Wilken Frhr. von Hodenberg) (Torsten Grede) (Helmut Irle) (Reinhard Löffler)

5


„Nur mit starken Partnern wird ein Börsengang zum Erfolg.

Mit der Deutschen Beteiligungs AG funken wir auf einer Wellenlänge.“

Dr. Hans Grundner Björn Heinrich

Vorsitzender des Vorstandes Senior Investment Manager

Funkwerk AG Deutsche Beteiligungs AG


Die Aktienkursentwicklung der Deutschen Beteiligungs AG war im zurückliegenden

Geschäftsjahr für Aktionäre und das Unternehmen gleichermaßen unbefriedigend.

Vom 1. November 2000 bis zum 31. Oktober 2001 sank der Kurs

von 42,40 1 auf 19,90 1; bis zum 31. Dezember 2001 erholte er sich jedoch um

19,1 Prozent auf 23,70 1. Die Marktkapitalisierung betrug zum Bilanzstichtag

278,6 Millionen 1 (31. Dezember 2001: 331,8 Millionen 1). Bei einem Handelsvolumen

von durchschnittlich 31.725 Aktien pro Woche liegt das Papier der

Deutschen Beteiligungs AG im oberen Drittel des S-DAX.

45

40

35

30

25

20

15

11.99 01.00 03.00 05.00 07.00 09.00 11.00 01.01 03.01 05.01 07.01 09.01 11.01

Quelle: Datastream

Auch im internationalen Vergleich zeigt sich die gute langfristige Entwicklung der

Deutschen Beteiligungs AG: Über fünf Jahre betrachtet, hat sich unser Kurs besser

entwickelt als der der beiden größten vergleichbaren börsennotierten Private-Equi -

ty-Gesellschaften, der britischen 3i Group plc und der Candover Investments plc.

45

40

35

30

25

20

15

10

5

Die Aktie

Langfristig ein gutes Investment

Quelle: Datastream

11.96 11.97 11.98 11.99 11.00 11.01

Quelle: Datastream

Börsenflaute belastete im abgelaufenen Geschäftsjahr

DBAG S-DAX DAX

DBAG Candover 3i

Hauptgrund für die rückläufige Kursentwicklung war die ausgesprochen schwache

Verfassung der Kapitalmärkte, was sich unmittelbar auf das Geschäft von Private-

Equity-Gesellschaften auswirkte. Eine generelle Neubewertung börsennotierter

Zwei-Jahres-Vergleich:

Aktie der Deutschen

Beteiligungs AG,

indexierter S-DAX-

Performance- und

DAX-Performance-Index

Fünf-Jahres-Vergleich:

Aktie der Deutschen

Beteiligungs AG,

indexierte Aktienkurse

der 3i Group plc und

Candover Investments plc

7


8

Beteiligungsgesellschaften war die Folge. Deutsche Bank Research stufte in einer

Analyse vom 26. Juni 2001 deutsche Private-Equity- und Venture-Capital-Unternehmen

jeweils pauschal um eine Stufe herunter – die Deutsche Beteiligungs

AG von „Buy“ auf „Market Perform“. Es wird unterstellt, im derzeitigen Marktumfeld

sei ihnen der Weg einer Börseneinführung zum Verkauf ihrer Investments

(„Exit“) verstellt.

Obwohl für die Deutsche Beteiligungs AG Veräußerungen an strategische Investoren

im Zuge eines Trade Sale eine mindestens ebenso große Bedeutung haben,

litt der Kurs unter dieser Einschätzung – zumal die Deutsche Beteiligungs AG in

diesem Geschäftsjahr einen Börsengang verschieben musste. Betroffen war die

für Anfang Juli 2001 vorgesehene Einführung der Lignum Technologie AG in

den Amtlichen Handel (SMAX). Über die Abgabe der Anteile sollte ein wesentlicher

Ergebnisbeitrag erzielt werden. Vor allem dieser Ausfall führte zu dem deutlichen

Ergebnisrückgang auf 5,0 Millionen 1. Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen

Beteiligungs AG schlagen deshalb der Hauptversammlung die Absenkung

der Dividende für das Geschäftsjahr 2000/2001 auf 0,50 1 pro Aktie vor.

Positive Entwicklungsfaktoren

Die Aktie der Deutschen Beteiligungs AG hat sich als ein langfristig lukratives Investment

erwiesen. In den vergangenen Jahren wurden beachtliche Wertsteigerungen

erzielt. Die durchschnittliche jährliche Rendite (Kursentwicklung und Wiederanlage

der Dividende) betrug in dem Fünf-Jahres-Zeitraum vom 1. November

1996 bis 31. Oktober 2001 24,4 Prozent. Im selben Zeitraum verbesserte sich der

DAX (Performance-Index) um lediglich rund elf Prozent. Für den S-DAX errechnet

sich eine jährliche Steigerung um weniger als 0,1 Prozent. Folgende Faktoren sprechen

dafür, dass die Deutsche Beteiligungs AG nach dem Gewinneinbruch im Jahr

2000/2001 künftig wieder an die gute Ertragslage der Vorjahre anknüpfen kann.

Die seit 2002 bestehende Möglichkeit, Beteiligungen steuerfrei zu veräußern,

wird helfen, den gesamten Private-Equity-Markt wieder zurück auf den stetigen

Wachstumspfad zu führen. Die Deutsche Beteiligungs AG ist in diesem

Markt einer der erfahrensten und angesehensten Akteure mit qualifizierten

und motivierten Mitarbeitern.

Analysten erkennen an, dass sich die Deutsche Beteiligungs AG überwiegend

bei etablierten, erfolgreichen Unternehmen engagiert und Zurückhaltung bei

Investments in Internet-Unternehmen übt. Diese Fokussierung auf „Later Stage

Financing“ verringert das Risiko der Beteiligungen und ermöglicht es der


Deutschen Beteiligungs AG, ihr in mehr als 30 Jahren gewachsenes Management-Know-how

wertsteigernd in den Beteiligungsunternehmen einzusetzen.

Die Research-Studie des Bankhauses Sal. Oppenheim betont die Chance

für Aktionäre, von den Wachstums- und Gewinnpotenzialen zu profitieren,

die die Deutsche Beteiligungs AG bei der aktiven Entwicklung mittelständischer

Unternehmen verwirklicht.

Trotz härteren Wettbewerbs strebt die Deutsche Beteiligungs AG an, im Mittel

auch weiterhin eine deutlich höhere Eigenkapitalrendite zu erzielen als der

Durchschnitt der deutschen Aktiengesellschaften: Wir streben an, eine durchschnittliche

Eigenkapitalrendite von mindestens 25 Prozent pro Jahr zu erreichen.

Die Mitarbeiter der Deutschen Beteiligungs AG sind durch Anreizsysteme

unmittelbar am Erfolg des Unternehmens beteiligt. So sieht das im Jahr 2000

eingeführte Stock-Options-Programm vor, dass Optionen nur dann ausgeübt

werden können, wenn unsere Aktie sich besser entwickelt als der S-DAX-

Performance-Index.

Darüber hinaus haben wir ein neues Vergütungssystem eingeführt. Danach

werden die im Beteiligungsgeschäft engagierten Führungskräfte an unseren

langfristigen Investitionserfolgen nur teilhaben, wenn sie selbst mit ihrem Kapital

in Unternehmensbeteiligungen investieren, denen die Deutsche Beteiligungs

AG erstmals Mittel zur Verfügung stellt.

Die Ergänzung der Geschäftstätigkeit um das Management weiterer Fonds generiert

zusätzliche Erträge. Die in der Deutschen Beteiligungs AG vorhandene

Kompetenz und Kapazität kann somit gleichermaßen für die direkte Verwaltung

der Beteiligungen wie für das Management der Fonds genutzt werden.

Selbst im schwierigen Börsenjahr 2001 sind von drei geplanten Börsengängen

zwei (Global Power Equipment Group Inc. und Andritz AG) zustande

gekommen; diese beiden Beteiligungen bergen bei liquiden Märkten erhebliches

Ertragspotenzial.

Gestützt wird die positive Erwartung von der für das zweite Halbjahr 2002 prognostizierten

Aufhellung des Kapitalmarktklimas.

Dieser Ausblick für die Deutsche-Beteiligungs-AG-Aktie schlägt sich auch in

Ana lys tenstudien nieder. Das Bankhaus Sal. Oppenheim, das im vergangenen

Jahr erstmals die Beobachtung der Aktie aufgenommen hat, klassifiziert das Papier

als eine der solidesten Investitionsmöglichkeiten im deutschen Private-

Die Aktie Langfristig ein gutes Investment

9


10

Equity-Geschäft. Die Research-Abteilung der Deutschen Bank stufte die Deutsche

Beteiligungs AG wegen der schwierigen Rahmenbedingungen für den

Private-Equity-Markt im Jahr 2001 zwar von „Buy“ auf „Market Perform“ herunter.

Gleichwohl sehen die Analysten unsere Aktie als aussichtsreichsten Wert

innerhalb der von ihnen untersuchten Vergleichsgruppe.

Die Aktie der Deutschen Beteiligungs AG:

Kennzahlen und Informationen

2000/2001 1999/2000

Cashflow1) je Aktie in 5 1,21 3,442) Eigenkapital je Aktie in 5 12,88 14,122) Anzahl Aktien zum 31.10. in Mio. Stück 14,00 14,00

Höchstkurs in 5 42,75 43,40

Tiefstkurs in 5 16,25 24,20

Aktienkurs zum 31.10. in 5 19,90 42,05

Marktkapitalisierung zum 31.10. in Mio. 5 278,6 588,7

Kurs-Gewinn-Verhältnis zum 31.10. 35,81 18,35

Kurs-Eigenkapital-Verhältnis zum 31.10. 1,55 2,98

Dividende 0,50 3) 1,80

Dividende in 5 (inkl. Steuergutschrift) 0,71 3) 2,57

durchschnittlicher Wochenumsatz 31.725 St. 58.656 St.

Erstnotiz 19. Dezember 1985

Jüngste Kapitalerhöhung Juli 2000

WKN 550810

Kürzel Reuters: DBAG.F Bloomberg: DBA

Handelsplätze Xetra, Frankfurt, Düsseldorf,

Berlin, Bremen, Stuttgart, Hamburg, München

Index S-DAX (Industrial)

Marktsegment SMAX

Designated Sponsors Deutsche Bank AG, Bankhaus Sal. Oppenheim

1) Cashflow aus Ertrag

2) wegen Kapitalerhöhung im Juli 2000 gerechnet mit der gewichteten Anzahl der Aktien

3) Dividendenvorschlag

Stabile Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Deutschen Beteiligungs AG blieb im zurückliegenden

Geschäftsjahr weitgehend stabil. Es wurden keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt.

45 Prozent der Anteile liegen in Händen von drei langfristig orientier-


Institutionelle Investoren

und Privatanleger

55%

Die Aktie Langfristig ein gutes Investment

Deutsche Bank AG

15%

Gerling-Konzern

15%

Vermögensverwaltung

Wilhelm von Finck

15%

ten Großaktionären. Von den übrigen Anteilseignern entfallen nach den uns vorliegenden

Informationen rund die Hälfte auf institutio nelle Investoren. Erfreulich

ist das zunehmende Engagement deutscher, schweizerischer und britischer Fonds.

Der Anteil von 55 Prozent institutioneller Investoren und Privatanleger sichert der

Aktie der Deutschen Beteiligungs AG eine ausreichende Marktbreite. Durch gezielte

Investor-Relations-Arbeit sollen verstärkt institutionelle Investoren für die

Aktie gewonnen werden.

Umfangreiche Investor-Relations-Arbeit

Die Deutsche Beteiligungs AG wird wie schon im zurückliegenden Geschäftsjahr

auch in Zukunft intensiv mit ihren Aktionären kommunizieren. Um diese

Arbeit zu verstärken, haben wir die Kapazitäten für diese Aufgabe im Laufe des

Geschäftsjahres erhöht. Ziele sind eine noch größere Transparenz, die Erhöhung

der Handels umsätze und eine größere Liquidität der Aktie. Die 2001 eingeleitete

Internatio na lisierung der IR-Aktivitäten wird 2002 durch vermehrte

Einzelgespräche und Roadshows in allen wichtigen europäischen Finanzplätzen

und in den Vereinigten Staaten von Amerika vorangetrieben – stets mit Beteiligung

mindestens eines Vorstandsmitglieds. Im Jahr 2001 hat der Vorstand auf

wesentlichen Investorenkonferenzen die Strategie der Deutschen Beteiligungs

AG präsentiert. Flankiert wurden diese Aktivitäten von einer intensiven Pressearbeit:

In den vergangenen Monaten waren die Deutsche Beteiligungs AG und

ihr Geschäftsmodell in wesentlichen deutschen Wirtschaftsmedien und Anlegermagazinen

durch geeignete Beiträge vertreten.

Besonderen Wert legt die Deutsche Beteiligungs AG auf die schnelle und kontinuierliche

Information ihrer Aktionäre. Dafür wird verstärkt das Internet eingesetzt

und besonders auf hohe Benutzerfreundlichkeit Wert gelegt. Bei einem Test des

Anlegermagazins „Börse Online“ im Oktober 2001 kam die Deutsche Beteiligungs

AG auf Platz vier der 100 S-DAX-Unternehmen.

Ausgewogene

Aktionärsstruktur

Alle wichtigen und aktuellen

Informationen zum Thema

Aktie und Investor Relations

der Deutschen Beteiligungs

AG finden Sie im Internet unterwww.deutsche-beteiligung.de.

Die IR-Abtei lung

steht Ihnen unter der E-Mail-

Adresse IR@deut sche-beteiligung.de

Rede und Antwort.

11


„Ein MBO mit Folgen – gemeinsame Transaktionen verbinden.“

Bernd Rose Reinhard Löffl er

Vorsitzender des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

schlott sebaldus AG Deutsche Beteiligungs AG


Das Geschäftsmodell

Basis für nachhaltige Wertsteigerung

Mehr als zwei Milliarden 1 seit 1965 investiert, davon rund eine Milliarde 1 allein

in den vergangenen zehn Jahren – die Deutsche Beteiligungs AG zählt zu den

führenden Adressen im deutschen Private-Equity-Markt. Ihre Beteiligungsmanager

vollziehen in der Regel pro Jahr zwischen zehn und 20 Transaktionen

(Käufe und Verkäufe) im deutschen Mittelstand – die Deutsche Beteiligungs AG

vereinigt Kompetenz, Erfahrung und Marktdurchdringung.

Zielgruppe Mittelstand:

Konzentration auf das Rückgrat der deutschen Wirtschaft

Die Deutsche Beteiligungs AG ist auf einem wachsenden Markt tätig: Private Equity

erfreut sich seit einigen Jahren zunehmender Bedeutung und wächst mit der

Reife des Kapitalmarktes. Mittelfristig dynamische Wachstumsraten sind Beleg

dafür. Die Deutsche Beteiligungs AG ist mit dem Markt expandiert. Ihren Fokus

hat sie nicht verändert: Größere mittelständische Unternehmen, die in ihrem

Markt etabliert sind, über interessante Entwicklungsmöglichkeiten verfügen und

ein starkes Ertragswachstum versprechen – an solchen Unternehmen beteiligen

wir uns mit Eigenkapital auf Zeit.

Wir unterscheiden drei Geschäftsfelder:

• Management-Buy-outs

„Wir machen Unternehmer“: Mit diesem Anspruch gehen wir Management-

Buy-outs – also die Übernahme eines Unternehmens gemeinsam mit dessen

Management – an. Zusammen mit dem Management und gegebenenfalls mit

anderen Finanzinvestoren erwerben wir die Mehrheit an Unternehmen.

• Wachstumsfinanzierungen

Als Minderheitsgesellschafter beteiligt sich die Deutsche Beteiligungs AG an

Unternehmen, die Kapital vor allem benötigen, um ihre ehrgeizigen Wachstumsziele

verfolgen zu können. Diese Ziele werden durch das Geld und das Know-how

der Deutschen Beteiligungs AG schneller erreicht.

• Fondsbeteiligungen

Im Ausland agieren wir an der Seite erfahrener Private-Equity-Teams aus den jeweiligen

Ländern, die eine vergleichbare Investitionspolitik verfolgen. Beteiligungen

an den Private-Equity-Fonds unserer Partner sind Basis des Geschäfts in Österreich,

Frankreich, ausgewählten osteuropäischen Ländern sowie den Vereinigten

Staaten von Amerika. Sie ermöglichen uns dort attraktive Co-Investments und

damit eine geografische Diversifikation des Beteiligungsportfolios.

>> Seite 22

>> Seite 36

>> Seite 48

13


14

Erfolg durch Konsequenz: Beteiligungsstrategie entscheidet

Die Deutsche Beteiligungs AG stellt Eigenkapital zur Verfügung. Sie trägt unternehmerisches

Risiko – und will deshalb entsprechend am Gewinn teilhaben.

Die Grundlage für den Investitionserfolg legen wir bei der Auswahl der Beteiligungsunternehmen.

Die Deutsche Beteiligungs AG konzentriert sich auf das

mittlere Marktsegment, bezogen auf die Größe der Unternehmen. Sie beteiligt

sich weder an gerade erst gegründeten Unternehmen mit unerprobter Geschäftsidee

noch finanziert sie das Wachstum solcher jungen Unternehmen. Unser Geschäft

heißt Private Equity für mittelständische Unternehmen.

Investieren mit System: starkes Wachstumspotenzial,

erfahrenes Management, hervorragende Marktposition

Wir richten unser Augenmerk auf etablierte Unternehmen, die ein signifikantes

Potenzial zur Steigerung der Ertragskraft haben – weil sie besser sind als die

Wettbewerber und deshalb Marktanteile hinzugewinnen oder weil sie in einem

wachsenden Markt tätig sind. Die Beteiligungs-Manager legen Wert auf ein erfahrenes

Management, das seine Kompetenz in der Vergangenheit unter Beweis

gestellt hat und mit seinem Unternehmen eine bedeutende Marktposition

besetzt. Dagegen sind Sanierungsfälle nicht unser Geschäft.

Die Deutsche Beteiligungs AG verfolgt bei ihren Investments keinen Branchenfokus:

Wir legen Wert auf ein ausbalanciertes Portfolio. Die Portfolio-Unternehmen

der Deutschen Beteiligungs AG gehören ganz überwiegend zu den traditionsreichen

und erfolgreichen Zweigen des deutschen Mittelstandes. Sie erzielen

typischerweise einen Jahresumsatz zwischen 50 und 500 Millionen 1. Unsere

Eigenkapitalbeteiligung beträgt in der Regel zwischen zehn und 60 Millionen 1,

die wir zwischen der Deutschen Beteiligungs AG und den von ihr betreuten Parallelfonds

aufteilen. Ausländische Co-Investments können auch weniger als zehn

Millionen 1 betragen.

Durch unser Investment und unser Engagement während der Beteiligung steigern

wir den Wert der Portfolio-Unternehmen. Die Wertsteigerung realisieren

wir beim Verkauf. Dabei streben wir eine Rendite von jährlich mehr als 25 Prozent

an. Wir halten unsere Investitionskriterien konsequent ein und konzentrieren

unsere Beteiligungspolitik auf sorgfältig ausgewählte mittelständische Unternehmen

in Deutschland, in anderen europäischen Ländern und in den Vereinigten

Staaten von Amerika.


Gemeinsam zum Ziel:

das Netzwerk der Deutschen Beteiligungs AG

Das Geschäftsmodell Basis für nachhaltige Wertsteigerung

Bei der Suche nach neuen Investments können wir uns auf ein erprobtes und eng

geknüpftes Beziehungsnetzwerk stützen. Die Deutsche Beteiligungs AG und die

Gesellschaften, aus denen sie hervorgegangen ist, sind seit fast 40 Jahren im

Private-Equity-Geschäft tätig. Aus dieser Unternehmensgeschichte ist eine Vielzahl

von Kontakten entstanden. Diese sichern uns Zugang zu Investitionsmöglichkeiten

und potenziellen Käufern und öffnen die Türen zu Banken, Beratern

und Institutionen. Darüber hinaus arbeitet die Deutsche Beteiligungs AG eng

mit der Deutschen Bank und deren regional breit aufgestelltem mittelständischem

Firmenkundenbereich zusammen.

Rund ein Drittel ihres Portfolios hat die Deutsche Beteiligungs AG im Ausland

investiert – in Österreich und Frankreich sowie in den Vereinigten Staaten von

Amerika. Sie hat dies stets an der Seite von Partnern getan, mit denen sie schon

seit vielen Jahren zusammenarbeitet. So wird der Zugang zu attraktiven internationalen

Investitionsgelegenheiten gesichert: Die Partner identifizieren das potenzielle

Beteiligungsunternehmen, beteiligen sich selbst und räumen der Deutschen

Beteiligungs AG ein Co-Investment-Recht ein.

Begleitung gewährt Sicherheit:

im Dialog mit dem Management

Wir streben die Beteiligung des jeweiligen Managements an unseren Portfolio-

Unternehmen an. Dabei erwarten wir ein eigenes finanzielles Engagement, das

Vorstände und Geschäftsführer unserer Beteiligungsunternehmen stark motiviert,

sich für den Erfolg ihrer Firma einzusetzen. Wir erreichen dadurch eine

noch stärkere unternehmerische Einbindung des Managements. Überdies ermöglichen

wir so geeigneten Managern, selbst Unternehmer zu werden.

Wir verstehen uns als Partner des Managements der Beteiligungsunternehmen.

Denn unsere Ziele sind dieselben: Nur wenn sich das Beteiligungsunternehmen

gut entwickelt, werden wir unsere Renditeziele erreichen. Wir greifen nicht in

das Tagesgeschäft ein. Mit wenigen, aber effektiven Maßnahmen tragen wir

dazu bei, dass das Unternehmen die angestrebten Ziele erreicht. Wir wirken in

Aufsichtsräten und Beiräten; so tragen wir zu wesentlichen Unternehmensentscheidungen

bei. Und wir sorgen in unseren Portfolio-Unternehmen dafür, dass

sie stets über ein hervorragendes Management verfügen.

15


16

Gegebenenfalls mit zusätzlichen Mitteln stellt die Deutsche Beteiligungs AG sicher,

dass die Beteiligungsunternehmen aus sich heraus, aber auch durch geeignete

Akquisitionen wachsen können. Zu den Zielen für die Entwicklung eines Beteiligungsunternehmens

kann auch gehören, die Internationalisierung voranzutreiben

oder Nachfolgeprodukte zu entwickeln. Die Beteiligungsunternehmen erstatten

üblicherweise monatsweise Bericht über den Gang ihrer Geschäfte. So

ist gewährleistet, dass auf Fehlentwicklungen schnell angemessen reagiert werden

kann.

Partnerschaft auf Zeit:

das Ende im Blick

Wir haben bei unseren Investitionsentscheidungen stets im Blick, wie das Beteiligungsunternehmen

gewinnbringend verkauft werden kann. Dafür stehen verschiedene

Exit-Möglichkeiten zur Verfügung. Neben einem möglichst hohen

Veräußerungsgewinn achten wir auch darauf, durch die Wahl des Käufers dem

Unternehmen und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die besten Chancen

für eine weiterhin positive Entwicklung zu geben.

Denkbare Formen der Wertrealisierung sind der Verkauf an ein anderes Unternehmen,

eine Börseneinführung, die Veräußerung an andere Finanzinvestoren

oder – in Einzelfällen, etwa bei Minderheitsbeteiligungen – der Rückkauf der

Anteile durch den Verkäufer oder die Mitgesellschafter.

Den Zeitpunkt des Ausstiegs bestimmen mehrere Kriterien: Unternehmen, an

denen wir allein oder mit anderen Finanzinvestoren die Mehrheit halten, richten

wir gemeinsam mit dem Management zur optimalen Nutzung der Entwicklungspotenziale

neu aus. Dieser Prozess dauert in der Regel drei bis fünf Jahre.

Der Verkaufszeitpunkt ergibt sich dann aus dem Fortschritt dieses Prozesses,

der Marktsituation und den sonstigen Rahmenbedingungen.

Mit Wachstumsfinanzierungen begleiten wir Unternehmen zu gemeinsam definierten

Zielen. Diese Ziele werden durch unser Kapital und unser Know-how besser

und schneller erreicht. Ein typisches Beispiel für eine solche Minderheitsbeteiligung

ist die Beteiligung an einem Unternehmen in der Börsenvorstufe. Ein Unternehmen

plant den Börsengang, benötigt aber in der Vorbereitungsphase zusätzliches

Eigenkapital und Unterstützung, um bessere Voraussetzungen für die Börseneinführung

zu schaffen.


Das Geschäftsmodell Basis für nachhaltige Wertsteigerung

Stets vergleichen wir die zum jeweiligen Zeitpunkt erzielbaren Erlöse mit weiteren

potenziellen Wertsteigerungsmöglichkeiten. Denn das ist unsere Aufgabe:

den Wert des Beteiligungsportfolios nachhaltig zu erhöhen und einen angemessenen

Ertrag für unsere Aktionärinnen und Aktionäre zu erwirtschaften.

17


„Gute Geschäfte haben unsere Partnerschaft gestärkt.

Global Power war unser jüngster gemeinsamer Coup.“

Harvey J. Wertheim Wilken Frhr. von Hodenberg

Managing General Partner Sprecher des Vorstandes

Harvest Partners, Inc. Deutsche Beteiligungs AG


Entwicklung des Portfolios

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere Beteiligungsstrategie konsequent

verfolgt und unser Portfolio entsprechend verändert: Investitionen sind

überproportional in Management-Buy-outs geflossen, in denen wir selbst die

Mehrheit haben oder über diese gemeinsam mit anderen Finanzinvestoren verfügen.

Durch die gezielte Veräußerung vier kleinerer Beteiligungen haben wir

zugleich die Anzahl unserer Engagements in dem Geschäftsfeld Wachstumsfinanzierungen

reduziert. Wir wollen die durchschnittliche Größe unserer Investments

weiter erhöhen.

Zum 31. Oktober 2001 hatten wir, gemessen an den Anschaffungskosten, 310,8 Millionen

1 in 49 Unternehmen investiert. In der folgenden Tabelle sind die Investments

der Deutschen Beteiligungs AG und der DBG Auslands-Holding GmbH zusammengefasst.

Volumen

1. November 2000 324 Mio. 1

Investments 31 Mio. 1

Veräußerungen/Rückführungen 44 Mio. 1

31. Oktober 2001 311 Mio. 1

Wir sind im zurückliegenden Geschäftsjahr sechs neue Beteiligungen eingegangen.

Dafür haben wir 13,3 Millionen 1 investiert. Mit weiteren 18,1 Millionen 1 haben

wir das Wachstum bestehender Beteiligungen gesichert. Sieben Engagements

mit Anschaffungskosten von 32,8 Millionen 1 haben wir veräußert. Rückführungen

und Teilveräußerungen schlugen mit weiteren 11,6 Millionen 1 zu Buche.

Anzahl

1. November 2000 50

Investments 6

Veräußerungen 7

31. Oktober 2001 49

Unser Know-how und unsere Erfahrung setzen wir in Parallelfonds ein, die wir managen.

Diese Fonds sind überwiegend an denselben Unternehmen beteiligt, die

auch in unserem Portfolio enthalten sind. Sie investieren während eines vereinbarten

Zeitraums in einem festen Verhältnis parallel zur Deutschen Beteiligungs AG.

Insgesamt belief sich das von uns gehaltene und für Dritte betreute Portfolio-

Volumen auf 506,9 Millionen 1, investiert in 60 Unternehmen. Zum 31. Oktober

2001 setzte sich dieses Volumen wie folgt zusammen:

Die Beteiligungen

Investitionen mit Erfolg

Portfolio-Volumen

Anzahl der Investments

19


20

Von der Deutschen

Beteiligungs AG

gemanagtes Portfolio

2000/2001

Neuengagements

der Deutschen

Beteiligungs AG

2000/2001

Veräußerungen

der Deutschen

Beteiligungs AG

2000/2001

Die größten

Engagements:

Über die Entwicklung der –

gemessen am Buchwert –

zehn größten Beteiligungsunternehmen,

über die

neuen Engagements und

über die Unternehmen, bei

denen wir das Kapital zur

Absicherung des weiteren

Wachstums wesentlich

erhöht haben, berichten

wir innerhalb der

Darstellung unserer

Geschäftsfelder detailliert.

Deutsche Beteiligungs AG/ DBG Auslands-Holding GmbH

Volumen

310,8 Mio. 1

DBG Fonds I KG 55,5 Mio. 1

DBG Fonds IIII 118,7 Mio. 1

DBG Osteuropa Holding GmbH 21,9 Mio. 1

Summe der gesamten verwalteten Investments 506,9 Mio. 1

Geschäftsfeld Buchwert Seite

AKsys GmbH Management-Buy-outs 2.685 Tsd. 1 23

Logisco Inc. Management-Buy-outs 1.183 Tsd. 1 25

priNexus Inc. Management-Buy-outs 1.600 Tsd. 1 26

Computec Media AG Wachstumsfinanzierungen 2.512 Tsd. 1 38

ET Multimedia AG Wachstumsfinanzierungen 2.101 Tsd. 1 39

Harvest Partners IV Fondsbeteiligungen 670 Tsd. 1 51

Gong Verlag GmbH

Geschäftsfeld

Management-Buy-outs

Libro AG Management-Buy-outs

AvK/SEG Holding KG Wachstumsfinanzierungen

Eisenwerk Brühl GmbH Wachstumsfinanzierungen

Frosch Touristik GmbH Wachstumsfinanzierungen

Jeschke Spedition GmbH Wachstumsfinanzierungen

Rockinger KG Wachstumsfinanzierungen

Buchwert Portfolioin

Tsd. 5 Anteil DBAG

1 Bauer AG 27.594 9,48 %

2 Lignum Technologie AG 21.883 7,51 %

3 Harvest Partners III, L. P. 20.494 7,04 %

4 schlott sebaldus AG 17.392 5,97 %

5 Hörmann KG 13.749 4,72 %

6 Hucke AG (Bowa GmbH) 11.977 4,11 %

7 Edscha AG 11.693 4,01 %

8 Rheinhold & Mahla AG 10.595 3,64 %

9 HKL Baumaschinen GmbH 10.277 3,53 %

10 Victorvox AG 10.257 3,52 %

Summe der zehn größten Engagements 155.910 53,54 %

Summe der 18 nächstgrößten Engagements 106.554 36,59 %

Summe der 28 größten Engagements 262.464 90,12 %

Summe der übrigen Engagements 28.762 9,88 %

Summe der Investments nach Buchwerten 291.220 100,00 %


Beteiligungsunternehmen der Deutschen Beteiligungs AG

und der DBG Auslands-Holding GmbH zum 31. Oktober 2001

Die Beteiligungen Investitionen mit Erfolg

Buchwert Portfolio-

Name* Sitz Branche Geschäftsfeld in Tsd. 5 Anteil DBAG Seite

Andritz AG Graz (A) Investitionsgüter MBO 4.869 1,67 % 27

Bauer AG Schrobenhausen Bau/Maschinenbau Wachstum 27.594 9,48 % 39

Communication Dynamics Inc. Medina (USA) Handel und Dienstl. MBO 8.621 2,96 % 33

DS Technologie GmbH Mönchengladbach Investitionsgüter MBO 7.723 2,65 % 29

Edgen Corp. Baton Rouge (USA) Investitionsgüter MBO 8.658 2,97 % 33

Edscha AG Remscheid Automobil-Zul. MBO 11.693 4,01 % 31

Global Power Equipment Group Inc. Tulsa (USA) Investitionsgüter MBO 2.986 1,03 % 35

Harvest Partners III, L. P. New York (USA) Fonds Fonds-Bet. 20.494 7,04 % 50

HAWE KG München Investitionsgüter Wachstum 7.767 2,67 % 46

HKL Baumaschinen GmbH Hamburg Bau Wachstum 10.277 3,53 % 44

Home Care Supply Inc. Beaumont (USA) Handel und Dienstl. MBO 7.410 2,54 % 29

Hörmann KG Kirchseeon Investitionsgüter Wachstum 13.749 4,72 % 41

HSBC Private Equity Fund (II) Hongkong Fonds Fonds-Bet. 6.070 2,08 % 52

Hucke AG (Bowa GmbH) Lübbecke Bekleidung Wachstum 11.977 4,11 % 42

IntelliRisk Corp. Columbus (USA) Handel und Dienstl. MBO 7.834 2,69 % 34

JCK KG Quakenbrück Bekleidung Wachstum 3.601 1,24 % 47

Lignum Technologie AG Schopfloch Investitionsgüter Wachstum 21.883 7,51 % 40

Lund Holdings Inc. Anoka (USA) Automobil-Zul. MBO 6.986 2,40 % 34

MG Capital Italy Luxemburg Fonds Fonds-Bet. 3.674 1,26 % 53

MG Equity Partners London Fonds Fonds-Bet. 3.331 1,14 % 53

Quartus Capital Partners I Paris (F) Fonds Fonds-Bet. 3.972 1,36 % 51

Rheinhold & Mahla AG München Industrie-Dienstl. Wachstum 10.595 3,64 % 43

Sauer KG Bessenbach Automobil-Zul. Wachstum 5.138 1,76 % 47

schlott sebaldus AG Freudenstadt Medien-Dienstl. MBO 17.392 5,97 % 30

Unternehmens Invest AG Wien (A) Fonds Fonds-Bet. 8.763 3,01 % 52

Victorvox AG Wuppertal Telekommunikation Wachstum 10.257 3,52 % 45

Vogler-Gruppe Bad Homburg Handel und Dienstl. Wachstum 5.546 1,90 % 47

Zapf GmbH Bayreuth Bau MBO 3.605 1,24 % 35

*Die hier verwendeten Namen entsprechen nicht in jedem Fall der Firmierung unserer Beteiligungen.

Auf diese 28 Unternehmen entfallen 90,1 Prozent des Buchwertes des Beteiligungsportfolios der Deutschen

Beteiligungs AG (konsolidiert). Der verbleibende Teil von 9,9 Prozent setzt sich aus Beteiligungen an 21 Unternehmen

zusammen.

21


Portfolio-Volumen MBO

22

Anzahl der

MBO-Investments

Management-Buy-outs (MBO)

Mehrheitsbeteiligungen, strukturiert als Management-Buy-outs, stehen seit dem

Geschäftsjahr 1996/97 im Mittelpunkt unserer Investitionsstrategie. Mehrheiten

sichern uns maßgeblichen Einfluss auf die Wertentwicklung unserer Beteiligungen.

Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Deutsche Beteiligungs AG allein oder

mit den Fonds, die sie verwaltet, selbst über die Mehrheit der Anteile verfügt.

Entscheidend ist, dass wir, gegebenenfalls gemeinsam mit anderen Finanz investoren

die Position als Mehrheitsgesellschafter erreichen. Die finanzielle Beteiligung

des Managements an den erworbenen Unternehmen sichert eine besonders starke

unternehmerische Einbindung. Finanzinvestoren und das Management verfolgen

so dieselben Ziele – sie wollen den Wert ihres Investments kontinuierlich

erhöhen.

An diesem erfolgreichen Ansatz haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr

festgehalten. Mit den beiden Branchenkonzepten Logisco und priNexus in den

Vereinigten Staaten von Amerika sowie der Unterzeichnung des Vertrages über

den Erwerb zweier Automobilzuliefer-Unternehmen aus dem Rütgers-Konzern haben

wir unser Portfolio um erfolgversprechende Management-Buy-outs ergänzt.

Die beiden amerikanischen Engagements basieren auf dem Co-Investment-Recht,

das uns als größtem Investor des Fonds Harvest Partners International III eingeräumt

worden ist. Durch Investitionen in solche Fonds sowie an Gesellschaften,

die solche Fonds managen, verschaffen wir uns Zugang zu attraktiven Beteiligungsmöglichkeiten

im Ausland, vorzugsweise an Management-Buy-outs.

Aktuell entfallen, gemessen an den Anschaffungskosten, mit 113 Millionen 1 knapp

40 Prozent des Portfolios auf das Geschäftsfeld Management-Buy-outs.

Volumen

1. November 2000 126 Mio. 1

Investments 14 Mio. 1

Veräußerungen/Rückführungen 27 Mio. 1

31. Oktober 2001 113 Mio. 1

Anzahl

1. November 2000 16

Investments 3

Veräußerungen/Abgänge 2

31. Oktober 2001 17


Neue Investments

Die Deutsche Beteiligungs AG hat im Geschäftsjahr 2000/2001 sehr zurückhaltend

investiert. Ausschlaggebend waren die hohen Bewertungen für die angebotenen

Unternehmensbeteiligungen. Vor allem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres

hat uns auch die konjunkturelle Verschlechterung veranlasst, auf Investments

zu verzichten. Zu Beginn des Geschäftsjahres, im November und Dezember

2000, haben wir uns an zwei Branchenkonzepten beteiligt, die unser amerikanischer

Partner Harvest Partners entwickelt hat. Die Logisco Inc. will in der Logistikbranche

durch die Integration verschiedener Dienstleistungen zu einem integrierten

Anbieter werden. priNexus Inc. ist ein Dienstleister, der gedruckte und

elektronische Werbemittel für den Auftraggeber konzipiert, erstellt und an die

Adressaten verteilt. Beide Engagements werden auf den Seiten 25 und 26 im

Detail vorgestellt.

Unseren Beteiligungen Andritz, DS Technologie und Home Care Supply haben

wir im vergangenen Geschäftsjahr zur Finanzierung der Wachstumsstrategie

weitere Mittel zur Verfügung gestellt.

Voraussetzungen für MBO eines Automobilzulieferers geschaffen

Im Oktober 2001 haben wir den Vertrag zum Erwerb zweier Automobilzulieferer

aus dem Rütgers-Konzern unterzeichnet, der sich im Zuge der Konzentration

auf Kernkompetenzen aus diesem Geschäftsfeld zurückzieht. Gemeinsam mit

zwei Finanzinvestoren und dem Management der ehemaligen Rütgers Kunststofftechnik

GmbH (RKT) und der ehemaligen CWW-Gerko Akustik GmbH & Co.

KG (CWW-Gerko) wollen wir die gute Marktstellung in Deutschland und Europa

ausbauen. Inzwischen ist die Transaktion unter unserer Führung vollzogen worden.

Die beiden Unternehmen agieren unter der Holdinggesellschaft AKsys GmbH,

Worms. Die Geschäftsführung der AKsys hält insgesamt zehn Prozent der Anteile.

RKT und CWW-Gerko haben 2000 zusammen einen Umsatz von 254 Millionen 1

erzielt. RKT stellt glasfaserverstärkte Kunststoffteile her und hat eine führende

Position in Europa. Die für den Autofahrer nicht sichtbaren Strukturbauteile zeichnen

sich durch hohe Funktionalität aus. CWW-Gerko produziert akustikwirksame

Bauteile für die Schallisolierung und -dämmung in Autos. Die beiden Unternehmen

beschäftigen an fünf deutschen Standorten rund 1.500 Mitarbeiter, weitere

400 im Ausland. Zu den Abnehmern zählen die führenden Unternehmen der

deutschen und internationalen Automobilindustrie. Die erprobte Technologie-

Die Beteiligungen MBO

23


24

partnerschaft mit ihnen soll ausgebaut werden; dazu dient zum Beispiel ein

modernes Akustik-Entwicklungszentrum, das 1999 entstanden ist.

Wir wollen AKsys durch Akquisitionen ergänzen und planen eine Verdoppelung

des Umsatzes innerhalb von fünf Jahren. Auch soll die regionale Präsenz erhöht

werden, insbesondere in noch nicht ausreichend durchdrungenen Märkten.

AKsys will das Produktportfolio weiter abrunden und ein Systemanbieter für

akustisch wirksame Bauteile und technologisch anspruchsvolle Kunststoffteile

in Personenwagen werden. Damit wird das Unternehmen einem wichtigen Trend

in der Automobilindustrie folgen – der Entwicklung leiserer und leichterer Fahrzeuge.

Gesetzliche Vorgaben zur Verringerung der Geräuschemissionen unterstützen

die Strategie von AKsys. Durch eine verstärkte Integration der bisher

weitgehend getrennt geführten Teilbereiche erwarten wir weiteres Potenzial zur

Ergebnisverbesserung.

Veräußerungen

Im November 2000 haben wir mit unseren Co-Investoren 75 Prozent der Anteile

an der Gong Verlag GmbH (Nürnberg) an die WAZ-Mediengruppe (Essen) veräußert.

Wir hatten die Beteiligung Gong ein Jahr zuvor im Rahmen der Ausgliederung

der Verlagssparte aus der Sebaldus-Gruppe vor der Veräußerung an die

Schlott AG erworben. Durch den Verkauf konnte das Management-Buy-out der

Sebaldus-Gruppe erfolgreich abgeschlossen werden.

Unsere nach dem erfolgreichen Börsengang im November 1999 verbliebenen

Anteile an der österreichischen Libro AG haben wir im Juli 2001 zu einem symbolischen

Preis veräußert, um den Weg für die Sanierung des Unternehmens

frei zu machen. Insgesamt werten wir das Engagement trotz des Verlustes aus

dem Abgang der zuletzt verbliebenen Anteile gemessen an unseren üblichen

Renditeerwartungen als Erfolg.


Ausgewählte MBO-Beteiligungen

Die folgenden beiden Beteiligungen sind neu im Portfolio der Deutschen Beteiligungs

AG:

Logisco Inc.

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 49,6 Mio. US-$ n. v.* *

*Gruppe existierte 1999 noch nicht.

Investment Anteile

Gesamt 2.365 Tsd. 1 5,6 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 1.183 Tsd. 1 2,8 %

davon Parallelfonds 1.183 Tsd. 1 2,8 %

Beteiligung seit November 2000

Die Logisco Inc. Nashville, Tenn. (USA) will in der boomenden Logistikbranche

durch die Integration verschiedener Dienstleistungen einer der führenden Anbieter

werden und Wert durch anspruchsvolle Dienstleistungen schaffen. Unser

amerikanischer Partner Harvest Partners hat sich Mitte 2000 an Logisco Inc. beteiligt.

Sie fungiert als Plattform zur Entwicklung eines so genannten Buy-andbuild-Konzeptes

in der Logistik- und Transportbranche. Ziel ist es, durch die Integration

von Warenhauslogistik und Transport-Management-Systemen mittelfristig

eine Spitzenposition unter den amerikanischen Logistik-Unternehmen zu erreichen.

Logisco wird nicht als Spediteur fungieren, sondern vielmehr als Mittler

zwischen Kunde und Spedition die Koordination übernehmen.

Wir haben uns im Rahmen unseres Co-Investment-Rechts an Logisco beteiligt.

Harvest Partners hält dabei die Mehrheit an der Gruppe, die zunächst aus vier

Unternehmen besteht: der Central&Southern Companies (Logistik für Lebensmittel),

der Trans-City Warehousing (Distribution für Konsumartikel), der Baxter-

Harris Company (Lagerung und Logistik von Gefahrgütern) und der International

Distribution Corporation (Lagerung von Gefahrgütern).

Es ist geplant, den Umsatz durch Akquisitionen in den kommenden Jahren

deutlich zu erhöhen. Dazu hat das Management geeignete Unternehmen zum

Kauf identifiziert. Das vor allem seit dem Sommer 2001 schwierigere wirtschaftliche

Umfeld in den Vereinigten Staaten verbessert bei niedrigeren Bewertungen

der Übernahmekandidaten die Akquisitionschancen.

Die Beteiligungen MBO

www.teamlogisco.com

25


26

www.prinexus.com priNexus Inc.

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 42,5 Mio. US-$ n. v.* *

*Gruppe existierte 1999 noch nicht.

Investment Anteile

Gesamt 3.201 Tsd. 1 5,2 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 1.600 Tsd. 1 2,6 %

davon Parallelfonds 1.600 Tsd. 1 2,6 %

Beteiligung seit Januar 2001

Die priNexus Inc. baut ein flächendeckendes Netzwerk integrierter Produktionsdienstleistungszentren

für Marketingmaterialien in den Vereinigten Staaten auf.

Mit Hilfe einer innovativen Informationstechnologie verbindet priNexus die Betriebe

und kann so seinen Kunden schnelle, kostengünstige und vielfältig verfügbare

Dienstleistungen anbieten. Das Unternehmen wurde im September 1999

als so genannte Buy-and-build-Plattform gegründet und hat zum Ziel, führender

Anbieter für sämtliche mit der kommerziellen Marketingkommunikation verbundenen

Dienstleistungen und Endprodukte zu werden.

Die Leistungspalette reicht von der Datenaufbereitung über deren Digitalisierung

und das Datenmanagement bis zur Produktion und Bereitstellung der Endprodukte.

Neben Katalogen und Broschüren sind das zunehmend elektronische Produkte

wie Websites oder CD-ROMs. Sämtliche Stufen des Produktionsprozesses

von Werbematerialien werden integriert. Darin liegen die eigentliche Innovation

und der wesentliche Kundennutzen – „alles aus einer Hand“ statt eine Vielzahl

von Lieferanten. Durch den Einsatz einer Datenbank-Technologie, die große Vorteile

bei der Datenaufbereitung und der Umsetzung der Informationen in Endprodukte

gleich welcher Verbreitungsform bietet, verbindet priNexus Aktivitäten

der so genannten Old Economy mit den Errungenschaften der New Economy.

Wir haben uns im Rahmen unseres Co-Investment-Rechts gemeinsam mit unserem

amerikanischen Partner Anfang 2001 an priNexus beteiligt. Harvest Partners

hält die Mehrheit an der Gruppe, die inzwischen aus drei Unternehmen besteht:

Halo ISDG (Datenbank-Software), Finlay Printing (Druck, Website-Hosting) und

Tukaiz Communications (digitale Kommunikation, Multimediapräsentationen,

Marketingberatung). Der führende Manager der Gruppe verfügt über langjährige

Erfahrung in der Druck- und Digitalservice-Industrie. Er wird unterstützt

von drei Managern mit Branchenkenntnissen und Erfahrung mit dem Kauf von

Unternehmen und deren Finanzierung.


Positive Reaktionen der Kunden zeigen, dass die Strategie des Unternehmens

erfolgreich ist. Gegen den allgemeinen Markttrend konnten neue Kunden gewonnen

werden. Insgesamt wirkt sich aber auch im Geschäft von priNexus die

konjunkturelle Eintrübung in den Vereinigten Staaten aus.

Den folgenden drei Beteiligungen haben wir im Geschäftsjahr 2000/2001

zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt:

Andritz AG

GJ 2000* GJ 1999 Veränderung

Umsatz 937 Mio. 1 656 Mio. 1 42,8%

Ergebnis (EBIT) 34,0 Mio. 1 21,2 Mio. 1 60,4%

Investment Anteile

Gesamt 9.738 Tsd. 1 6,8%

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 4.869 Tsd. 1 3,4%

davon Parallelfonds

Beteiligung seit Dezember 1999

4.869 Tsd. 1 3,4%

*Einschließlich Konsolidierung von Andritz-Ahlstrom vom 1. Juli 2000 an.

Die Andritz AG, Graz (Österreich) entwickelt sich ausgesprochen positiv: Nachdem

das Geschäftsjahr 2000 mit Rekordwerten für den Umsatz und den Auftragseingang

abgeschlossen wurde, steuerte der österreichische Technologiekonzern

auch 2001 auf Erfolgskurs. Die geschäftlichen Erfolge spiegeln sich in

der erfolgreichen Einführung des Unternehmens an der Wiener Börse im Juni

2001 wider.

Der Gesamtumsatz der Andritz-Gruppe erhöhte sich 2000 im Vergleich zum

Vorjahr um fast 43 Prozent auf 937 Millionen 1. Hauptgrund ist die erstmalige

Konsolidierung von Andritz-Ahlstrom per 1. Juli 2000. Bereinigt stiegen die Umsatzerlöse

der Gruppe im Jahresvergleich um 7,4 Prozent. Mit der Akquisition

von Andritz-Ahlstrom ist Andritz zum weltweit führenden Anbieter von Produktionssystemen

für alle Arten von Zellstoff inklusive Rückgewinnung geworden.

Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis führte die Andritz AG zum Jahreswechsel

2000/2001 eine Kapitalerhöhung durch, an der sich die Deutsche Beteiligungs AG

beteiligte.

Die Beteiligungen MBO

www.andritz.com

27


28

Weitere Erfolge erzielte Andritz im Geschäftsbereich Walz- und Bandbehandlungsanlagen.

Der Bereich Futtermitteltechnik wurde im November 2000 durch

den Kauf der Universal Milling Technology (UMT) gestärkt. Durch die Akquisition

von UMT wurde Andritz auch in diesem Geschäftsbereich zum Weltmarktführer.

Der Auftragseingang der Andritz-Gruppe erreichte 2000 mit knapp 1,1 Milliarden

1 den bisher höchsten Wert in der Geschichte des Unternehmens. Bereinigt

um die Konsolidierung von Andritz-Ahlstrom konnte er um 13,8 Prozent

gesteigert werden.

Bedingt durch den gestiegenen Umsatz und die anhaltenden Kostenoptimierungen

in allen Geschäftsbereichen konnte auch der Betriebserfolg der Andritz-

Gruppe deutlich gesteigert werden.

Die erfreuliche Entwicklung hat sich 2001 trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen

fortgesetzt: Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten

des Geschäftsjahres verbesserte sich gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum

um 8,7 Prozent auf 903 Millionen 1. Der Umsatz übertraf den Vor-

jahreswert mit 936 Millionen 1 um 23,6 Prozent. Die Profitabilität der Andritz

AG hat sich ebenfalls weiter verbessert: Das EBIT hat sich um 60,7 Prozent auf

40,6 Millionen 1 erhöht. Diese positive Entwicklung ist auf die insgesamt verbesserte

Marktposition der Andritz-Gruppe als Anbieter umfassender Gesamtsysteme

sowie das erfolgreiche Kosten- und Kapazitätsmanagement zurückzuführen.

Vorrangiges Ziel der kommenden Monate ist die organisatorische und produktmäßige

Integration von Andritz-Ahlstrom und der Universal Milling Technology in

die Gruppe.

Wir haben uns an der Andritz AG im Dezember 1999 gemeinsam mit anderen

Finanzinvestoren beteiligt, darunter auch unser Partner Unternehmens Invest

AG (UIAG) in Österreich. Im Zuge des kapitalerhöhenden Börsengangs gab die

Deutsche Beteiligungs AG zunächst nur einen kleinen Teil ihrer Anteile ab und

hält derzeit mit der UIAG 20,7 Prozent der Andritz-Aktien. Wir planen, unsere

Anteile im Rahmen einer Umplatzierung an einen institutionellen Investor abzugeben.


DS Technologie GmbH

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 119 Mio. 1 132 Mio. 1 – 9,5%

Investment Anteile

Gesamt 15.446 Tsd. 1 80,1%

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 7.723 Tsd. 1 40,05%

davon Parallelfonds 7.723 Tsd. 1 40,05%

Beteiligung seit Juli 1998

Die DS Technologie GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Spezialwerkzeugmaschinen

für technologisch anspruchsvolle Großteile-Bearbeitung mit komplexen

Anwendungen. Abnehmer der Maschinen sind Unternehmen aus der Luft-

und Raumfahrtindustrie, der Automobilindustrie, dem allgemeinen Maschinenbau

sowie der Energietechnik.

Vor allem für die Flugzeugindustrie hat DS Technologie technologisch führende

Maschinen mit hohem Kundennutzen entwickelt. Der Aufbau dieses zukunftsträchtigen

Geschäftsfeldes hat sich jedoch 1999 und 2000 als langwieriger und

kostenintensiver als zu Beginn unserer Beteiligung geplant erwiesen. Wir bleiben

jedoch vom künftigen Erfolg dieses Bereiches überzeugt; unsere Einschätzung

wird von einem gegen den Konjunkturtrend deutlich steigenden Auftragseingang

gestützt. Zur Finanzierung des weiteren Wachstums wurden dem Unternehmen

deshalb weitere Mittel zur Verfügung gestellt und das Management verstärkt.

Home Care Supply Inc.

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 112 Mio. US-$ 87,6 Mio. US-$ 7,3 %

Investment Anteile

Gesamt 14.821 Tsd. 1 11,7 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 7.410 Tsd. 1 5,85 %

davon Parallelfonds 7.410 Tsd. 1 5,85 %

Beteiligung seit Februar 1998

Die Beteiligungen MBO

www.ds-technologie.de

www.homecaresupply.com

29


www.schlottsebaldus.de

30

Das Buy-and-build-Konzept ist aufgegangen: Seit Gründung 1998 hat Home

Care Supply Inc. 31 Unternehmen erworben. Die Umsatzziele der Gruppe, die

me dizinische Produkte zur Rehabilitation vermietet und verkauft sowie verwandte

Dienstleistungen erbringt, wurden aufgrund überplanmäßiger Akquisitionen

bis 1998 jeweils deutlich überschritten. Die beiden Jahre 1999 und 2000

standen im Zeichen der gruppenweiten Integration und weiterer Maßnahmen

zur Effi zienzsteigerung. Künftig soll das Wachstum sowohl extern als auch intern

erzielt werden. Das interne Wachstum soll am oberen Ende des erwarteten

durchschnittlichen Marktwachstums (acht bis zehn Prozent pro Jahr) liegen. Um

schneller wachsen zu können, werden künftig weniger, dafür größere Akquisitionen

angestrebt.

Der amerikanische Markt für Heimpflege wächst stark. Unter den mehreren tausend

kleinen Anbietern hat ein Konsolidierungsprozess eingesetzt, von dem

Home Care Supply als einer der fünf größten Marktteilnehmer profitiert. Um

das künftige Wachstum sicherzustellen, haben wir uns in einer weiteren Finanzierungsrunde

für das Buy-and-build-Konzept beteiligt. Gleiches gilt für Harvest

Partners, die gemeinsam mit uns und anderen Finanzinvestoren und dem Management

die Mehrheit an Home Care Supply halten.

Die folgenden beiden Beteiligungen zählen zu den zehn größten im gesamten

Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG:

schlott sebaldus AG

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 565 Mio. 1 524 Mio. 1* 7,8 %

Ergebnis (EBIT) 36 Mio. 1 ** **

*Pro-forma-Addition durch Deutsche Beteiligungs AG.

**Keine sinnvolle Angabe möglich.

Investment Anteile

Gesamt 19.757 Tsd. 1 24,99 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 17.392 Tsd. 1 16,06 %

davon Parallelfonds 2.365 Tsd. 1 8,93 %

Beteiligung seit Dezember 1999

Die schlott sebaldus AG hat im Geschäftsjahr 2000, dem ersten nach dem Erwerb

der Sebaldus-Gruppe durch die Schlott AG, ihre Ertragsprognosen übertroffen.


Für das Geschäftsjahr 2001 erwartete der Vorstand des Mediendienstleisters in

einer angespannten Marktsituation insgesamt ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe. In

den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001 erzielte die schlott sebaldus

AG einen Umsatz von 357 Millionen 1 (Vorjahr: 406 Millionen 1). Der Umsatzvergleich

ist erschwert durch Sondereinflüsse, darunter ein Großbrand im Januar

2001. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen verringerte sich um knapp zehn Prozent

auf 18,6 Millionen 1.

Die schlott sebaldus AG ist 1999 entstanden, nachdem wir die Sebaldus-Gruppe

an die börsennotierte Schlott AG veräußert haben. Durch den Zusammenschluss

ist der größte verlagsunabhängige Mediendienstleister in Deutschland entstanden:

schlott sebaldus bietet Dienstleistungen rund um die Medienproduktion,

die andere Unternehmen zur Kommunikation mit ihren Kunden brauchen. schlott

sebaldus druckt Zeitschriften und Werbemedien, versendet personalisierte Mailings

und hält die für sämtliche Kommunikationskanäle benötigten Daten elektronisch

bereit. Die „Cross Media Company“ zählt zu den führenden Anbietern

ihrer Branche in Europa.

Wir sind, gemeinsam mit einem von uns gemanagten Fonds, der größte Einzelaktionär

der schlott sebaldus AG. Grundlage unseres Engagements war die Strategie,

durch das Bilden eines medienübergreifend tätigen Dienstleistungsunternehmens

von den erheblichen Wachstumsaussichten des Marktes zu profitieren.

Durch die weiter vorangeschrittene Integration der beiden ursprünglichen Unternehmen

ist dies gelungen. Wir wollen die schlott sebaldus AG, an der auch das

Management Anteile hält, weiter bei der Umsetzung der Strategie begleiten und

so den Wert unseres Investments erhöhen.

Edscha AG

GJ 2000/2001 GJ 1999/2000 Veränderung

Umsatz 797 Mio. 1 593 Mio. 1 34,4%

Ergebnis (EBIT) 58,6 Mio. 1 40,9 Mio. 1 43,3%

Investment Anteile

Gesamt 23.385 Tsd. 1 15,0%

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 11.693 Tsd. 1 7,5%

davon Parallelfonds 11.693 Tsd. 1 7,5%

Beteiligung seit September 2000

Die Beteiligungen MBO

www.edscha.de

31


32

Die Edscha AG hat ihren Wachstumskurs fortgesetzt: Das weltweit tätige börsennotierte

Automobilzuliefer-Unternehmen steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr

2000/2001 (30. Juni) das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT)

um 43,3 Prozent auf den neuen Rekordwert von 58,6 Millionen 1 (Vorjahr:

40,9 Millionen 1). Der Umsatz erreichte mit einem Zuwachs um 34,4 Prozent

auf 797,2 Millionen 1 (Vorjahr: 593,2 Millionen 1) ebenfalls eine neue Spitzenmarke.

Hierin sind erstmals die ganzjährigen Umsätze der übernommenen Gesellschaften

Jackson Automotive Group Inc., Michigan (USA), und der Etes N. V.,

Houthalen (Belgien), mit insgesamt 151,9 Millionen 1 enthalten. Ohne diese Akquisitionen

hätte die Edscha-Gruppe einen Umsatzanstieg von rund zwölf Prozent

erzielt.

Edscha blickt auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft und erwartet, wiederum

stärker zu wachsen als der Markt. Nach dem kräftigen Umsatzplus im Geschäftsjahr

2000/2001 erwartet Edscha für das laufende Jahr, dass Umsatz und

Ergebnis auf Vorjahresniveau liegen werden. Einerseits sind für die kommenden

Monate keine größeren Akquisitionen geplant, die nennenswert zur Geschäftsausweitung

beitragen würden. Andererseits könnten die konjunkturellen Rahmenbedingungen

– insbesondere im zweiten Halbjahr 2001 – das interne Wachstum

dämpfen. Neue zusätzliche Cabrio-Projekte werden erst im Geschäftsjahr

2002/2003 zu einem weiteren Umsatzschub bei Cabrio-Dachsystemen beitragen.

Weitere Wachstumsimpulse werden dagegen bereits im laufenden Geschäftsjahr

von den zahlreichen neuen Projekten im Geschäftsbereich Betätigungssysteme

erwartet.

Die langfristigen Perspektiven des Unternehmens haben sich weiter verbessert.

Edscha ist als Entwickler und Hersteller von Scharniersystemen Weltmarktführer.

Bei Cabrio-Dachsystemen und Schiebeverdecken für Lastwagen ist in Europa eine

führende Marktposition erreicht. Die im Wettbewerb entscheidend wichtige Entwicklungskompetenz

konnte weiter ausgebaut werden.

Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres (1. Juli bis 30. September 2001)

hat sich Edscha in einer angespannten Wirtschaftslage besser entwickelt als die

Branche. Der Umsatz erreichte das Vorjahresniveau, das Ergebnis verbesserte sich

leicht.


Weitere MBO-Beteiligungen

Zum Geschäftsfeld Management-Buy-outs zählen darüber hinaus die folgenden

Investments (Beteiligungen, deren Anteil am gesamten Portfolio weniger als ein

Prozent beträgt, sind darin nicht berücksichtigt. Beteiligungen dieser Größe machen

insgesamt weniger als zehn Prozent des Portfolios aus):

Edgen Corp.

Baton Rouge, Lousiana (USA)

Großhändler für Stahlrohre und sonstige Stahlelemente

für die Öl-, Chemie- und Bauindustrie

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 181 Mio. US-$ 156 Mio. US-$ 16,2 %

Beteiligung seit Oktober 1996

Communication Dynamics Inc.

Hershey, Pennsylvania (USA)

Distributor von Komponenten zum Betrieb

von Kabelfernsehnetzen und Fernbedienungen

Investment Anteile

8.658 Tsd. 1 16,0 %

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 589 Mio. US-$ 373 Mio. US-$ 57,6%

Beteiligung seit Mai 1996

Investment Anteile

8.621 Tsd. 1 15,6 %

Die Beteiligungen MBO

www.edgencorp.com

www.cdico.com

33


34

www.irmc.com

www.lundindustries.com

IntelliRisk Corp.

Columbus, Ohio (USA)

Forderungseintreibung/Call-Center-Dienste

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 265 Mio. US-$ 179 Mio. US-$ 47,8 %

Investment Anteile

Gesamt 15.668 Tsd. 1 11,0 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 7.834 Tsd. 1 5,5 %

davon Parallelfonds 7.834 Tsd. 1 5,5 %

Beteiligung seit August 1998

Lund Holdings Inc.

Lawrenceville, Georgia (USA)

Zubehör für Sport-/Utility-Fahrzeuge

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 177 Mio. US-$ 195 Mio. US-$ – 8,9 %

Beteiligung seit September 1997

Investment Anteile

6.986 Tsd. 1 14,7 %


Zapf GmbH

Bayreuth

Systembau von Reihenhäusern und Garagen

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 241 Mio. 1 301 Mio. 1 – 20,0%

Investment Anteile

Gesamt 7.215 Tsd. 1 84,70 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 3.605 Tsd. 1 42,35 %

davon Parallelfonds 3.611 Tsd. 1 42,35 %

Beteiligung seit Oktober 1996

Global Power Equipment Group Inc.

Früher Global Energy Equipment Group Inc.

Tulsa, Oklahoma (USA)

Ausrüstung für gasgetriebene Elektrizitätskraftwerke

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 417 Mio. US-$ 275 Mio. US-$ 51,4 %

Investment Anteile

Gesamt 5.972 Tsd. 1 4,2 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 2.986 Tsd. 1 2,1 %

davon Parallelfonds 2.986 Tsd. 1 2,1 %

Beteiligung seit August 2000

Die Beteiligungen MBO

www.zapf-bayreuth.de

www.globalpowerequipmentgroup.com

35


36

Portfolio-Volumen

Wachstumsfinanzierungen

Anzahl der

Investments in

Wachstumsfinanzierungen

Wachstumsfinanzierungen

Private-Equity-Unternehmen stellen Eigenkapital auf Zeit zur Verfügung. Mit ihren

Mitteln wollen sie den Wert eines Unternehmens erhöhen und die Wertsteigerung

beim Verkauf ihrer Beteiligung für sich verbuchen. Abgesehen davon, dass

auch unsere übrigen Investment-Kriterien erfüllt sein müssen, wird künftig ein

solch realistisches Exit-Szenario Voraussetzung dafür sein, dass wir uns als Minderheitsgesellschafter

an einem Unternehmen beteiligen.

Einige unserer Minderheitsbeteiligungen streben den Gang an die Börse an –

ungeachtet der zuletzt begrenzten Aufnahmefähigkeit des Kapitalmarktes für

Neuemissionen. Solchen Unternehmen sind wir in der Phase kräftigen Wachstums

ein starker, verlässlicher Partner, der die Vorbereitung des Börsenganges

unterstützt.

In solche Wachstumsfinanzierungen haben wir 144 Millionen 1 investiert; dies

entspricht knapp der Hälfte unseres gesamten Portfolios. Durch den Verkauf einiger

kleinerer Engagements hat sich das durchschnittliche Beteiligungsvolumen,

gemessen an den Anschaffungskosten, auf 6,86 Millionen 1 erhöht.

Volumen

1. November 2000 149 Mio. 1

Investments 10 Mio. 1

Veräußerungen/Rückführungen 15 Mio. 1

31. Oktober 2001 144 Mio. 1

Anzahl

1. November 2000 24

Investments 2

Veräußerungen 5

31. Oktober 2001 21


Investments

Die Beteiligungen Wachstumsfi nanzierungen

Entsprechend den ungünstigen Rahmenbedingungen auf dem Emissionsmarkt

haben wir unsere Investitionstätigkeit besonders in diesem Geschäftsfeld an den

Aussichten für einen erfolgreichen Verkauf potenzieller Investments orientiert.

Es wurde in zwei Unternehmen investiert, deren Anteile wir im Zuge der erfolgreichen

Veräußerung unseres Engagements an der Gong Verlag GmbH erhalten

hatten. Die Computec AG und die österreichische ET Multimedia AG sind auf

den Seiten 38 und 39 ausführlich beschrieben.

Veräußerungen

Durch den Verkauf der AvK/SEG Holding KG (Kempen) an die Newage International

Ltd. erzielten wir einen erfreulichen Veräußerungsgewinn. Der Komplettanbieter

für elektrische Energieversorgung mit Sitz in Stamford (Großbritannien)

erwarb die Gesellschaft. Die Deutsche Beteiligungs AG hatte sich 1996 an

der AvK/SEG Holding im Rahmen einer Kapitalerhöhung beteiligt und damit die

Finanzierung des weiteren Wachstums gesichert. Seitdem wurde der Umsatz

um rund 50 Prozent auf rund 110 Millionen 1 gesteigert. Wir haben als Finanzinvestor

zusammen mit den geschäftsführenden Familiengesellschaftern die

Marktposition des Unternehmens deutlich ausgebaut.

Im Geschäftsfeld Wachstumsfinanzierungen führen wir auch die Beteiligungen,

die vor der Fokussierung der Deutschen Beteiligungs AG auf Management-Buyouts

eingegangen worden sind. Dieses sind in der Regel Minderheitsbeteiligungen,

darunter auch stille Beteiligungen. Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr

den Anteil solcher Engagements gezielt zurückgeführt und vier kleinere Beteiligungen

veräußert, die wir zwischen 1990 und Anfang 1996 eingegangenen

waren. Es sind dies die Frosch Touristik GmbH, die Rockinger KG, die Eisenwerk

Brühl GmbH und die Jeschke Spedition GmbH.

37


38

www.computec.com

Ausgewählte Wachstumsfinanzierungen

Die folgenden Beteiligungen sind neu im Portfolio der Deutschen Beteiligungs

AG:

Computec Media AG

GJ 2000/2001 GJ 1999/2000 Veränderung

Umsatz 50 Mio. 1 43 Mio. 1 16,6 %

EBIT – 19,8 Mio. 1 – 3,5 Mio. 1 –

Beteiligung seit November 2000

Investment Anteile

2.511 Tsd. 1 17,1 %

An der Computec Media AG sind wir seit November 2000 beteiligt. Die Anteile

wurden im Zuge der erfolgreichen Veräußerung unseres Engagements an der

Gong Verlag GmbH abgespalten. Im Laufe des Geschäftsjahres konnten gemeinsam

mit den anderen Hauptaktionären der Computec Media AG die finanziellen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft der Computec Media AG als

Medienanbieter im Bereich PC- und Videospiele geschaffen werden. Computec

konzentriert sich inzwischen auf den ergebnisstarken Bereich der inländischen

PC-Spiele-Zeitschriften. Mit dem Relaunch seines Flaggschiffs PC Games hat

Computec seine Marktposition behauptet. Im Geschäftsjahr 2000/2001 erzielte

die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 49,9 Millionen 1. Das Ergebnis

der operativen Geschäftstätigkeit (EBIT) belief sich per 30. September 2001 auf

minus 19,8 Millionen 1 nach minus 3,5 Millionen 1 zum 30. September 2000.

Insbesondere die Aufwendungen für die erfolgreiche Einführung des neuen Titels

Game on! und den Relaunch von PC Games haben sich ergebnisbelastend

ausgewirkt.

Die Computec Media AG hat im vergangenen Geschäftsjahr ein umfangreiches

Restrukturierungsprogramm umgesetzt. Das Unternehmen sieht den Markt für

PC- und Videospiele im Aufschwung, wobei nicht nur ein weiterhin stabiles Geschäft

im PC-Segment, sondern auch deutliche Impulse für den Gesamtmarkt

durch einen schnell wachsenden PlayStation-2-Markt und die Einführung von

Nintendos GameCube und der X-Box von Microsoft ertwartet werden. Durch

Erschließung neuer Potenziale insbesondere im Anzeigenmarkt und weitere Kostenreduzierungen

will die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr 2001/2002

in die Gewinnzone zurückkehren.


ET Multimedia AG

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 34 Mio. 1 21 Mio. 1 59,1 %

Investment Anteile

Gesamt 4.203 Tsd. 1 13,82 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 2.101 Tsd. 1 6,96 %

davon Parallelfonds 2.101 Tsd. 1 6,96 %

Beteiligung seit November 2000

Die Beteiligungen Wachstumsfi nanzierungen

Auch unsere Beteiligung an der ET Multimedia AG stammt aus der Gong Verlag

GmbH. Die Beteiligung erfolgte im April 2001 durch die Verschmelzung des

operativen Geschäfts der Metro Zeitschriften Verlags GmbH mit der ET Multimedia

AG. Bei ET Multimedia sind wir nunmehr mit 13,82 Prozent investiert.

Unser österreichischer Partner Unternehmens Invest AG ist mit zwölf Prozent an

ET Multi media beteiligt.

Mit der Übernahme der Aktivitäten der Metro Zeitschriften Verlags GmbH hat die

ET Multimedia AG im Jahr 2001 den Sprung zum zweitgrößten Magazinverlag

Österreichs geschafft. Der Fokus der Mediengruppe liegt auf Wirtschafts- und

Lifestylemedien. Mit mehr als 400 Mitarbeitern und einem erfahrenen Management

strebte die ET Multimedia Gruppe im Jahr 2001 mehr als 49 Millionen 1

Umsatz an; sie will an die zweistelligen Wachstumsraten der vergangenen Jahre

anknüpfen.

Die folgenden Beteiligungen zählen zu den zehn größten

im gesamten Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG:

Bauer AG

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Betriebsleistung* 573 Mio. 1 466 Mio. 1 22,9 %

*Umsatz zuzüglich Bestandsveränderungen und aktivierter Eigenleistung.

Beteiligung seit September 1996

Investment Anteile

27.594 Tsd. 1 41,2 %

www.etmultimedia.at

www.bauer.de

39


40

www.lignum-ag.com

Im Jahr 2001 konnte die Bauer AG die ersten Früchte aus der Akquisition und

Integration der Firma Klemm ernten: Nach der erfolgreichen Eingliederung in die

Bauer-Gruppe hat sich das Unternehmen, dessen Produktprogramm mit der

Akquisition der Eurodrill GmbH abgerundet wurde, gut entwickelt. Auch die im

Sommer 2001 vorgenommene Teilung der Stammfirma Bauer Spezialtiefbau

GmbH in die Bereiche „Bau“ und „Maschinenbau“ hat sich als richtige Entscheidung

erwiesen. Die beiden jetzt rechtlich selbstständigen Unternehmen können

ihre Geschäftsfelder fokussierter als bisher bearbeiten. Die Bauer AG erwägt

für die Zukunft einen Börsengang.

Im Geschäftsjahr 2000 verzeichnete das führende deutsche Unternehmen im

Spezialtiefbau einen Anstieg der Leistung um knapp 23 Prozent auf 573 Millionen

1. Das betriebliche Ergebnis war deutlich positiv. Ziel für das Geschäftsjahr

2001 war es, Umsatz und Ergebnis zu halten. Damit sichert die Bauer-Gruppe

ihre Position als einer der weltweit führenden Anbieter im Spezialtiefbau. Zu den

Stärken der Bauer-Gruppe gehören die hohe technische Kompetenz im Spezialtiefbau

und die internationale Ausrichtung. Die Unternehmensgruppe hat beste

Aussichten, aufgrund ihrer hervorragenden Positionierung überproportional von

einer Belebung der Baukonjunktur zu profitieren.

Wir haben uns im Rahmen einer Kapitalerhöhung im Jahr 1996 an der Bauer-

Gruppe beteiligt und halten heute 41,2 Prozent der Anteile. Hauptgesellschafter

ist weiterhin die Familie Bauer. Mit dem von uns eingebrachten Kapital wurden

die Internationalisierung und das externe Wachstum des Unternehmens finanziert.

Lignum Technologie AG

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 716 Mio. 1 593 Mio. 1 21,1 %

Beteiligung seit Januar 1997

Investment Anteile

21.883 Tsd. 1 20,68 %

Die Lignum Technologie AG hat ihre Position als weltweit führender Systempartner

für die holzverarbeitende Industrie gefestigt: Mit der Akquisition der Gebrüder

Bütfering Maschinenfabrik GmbH zum 1. Januar 2002 hat Lignum ihre Position

im Bereich Schleifmaschinen ergänzt und damit eine weitere Voraussetzung geschaffen,

künftig konsequent weiterzuwachsen.


Die Beteiligungen Wachstumsfi nanzierungen

Im Geschäftsjahr 2000 ist die Lignum Technologie AG deutlich stärker als der

Markt gewachsen: Der Umsatz stieg von 593,1 Millionen 1 auf 715,8 Millionen 1.

Ein Teil des Umsatzwachstums ist darauf zurückzuführen, dass erstmals die Ima-

Gruppe für das gesamte Jahr konsolidiert wurde (Vorjahr: neun Monate). Der um

Konsolidierungseffekte bereinigte Umsatz ist um gut 16 Prozent gestiegen. Beim

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte das Unternehmen noch

stärker zulegen. Es stieg von 30,9 Millionen 1 um 77 Prozent auf 54,9 Millionen 1.

Auch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001 hat die Lignum

Technologie AG in einem schwierigeren Marktumfeld den Umsatz gesteigert. Er

legte um neun Prozent auf 564 Millionen 1 zu (im Vorjahr: 517 Millionen 1).

Nach wie vor positiv entwickeln sich die wichtigen ausländischen Stammmärkte

Italien, Frankreich und Skandinavien sowie der Absatz in den Ländern der GUS.

Bei steigender Tendenz beläuft sich der Auslandsanteil des in über 60 Ländern

präsenten Unternehmens jetzt auf über 70 Prozent. Aufgrund der verschlechterten

Konjunktur konnte der Global Player sein Ergebnis trotz der realisierten

Synergieeffekte aus der Fusion der Unternehmensgruppen Homag und Ima

nicht verbessern. Für das vierte Quartal erwartet der Vorstand eine weitere konjunkturelle

Abschwächung in wichtigen Märkten, so dass zwar der Umsatz des

Vorjahres überschritten werden kann, das Ergebnis jedoch hinter dem des Vorjahres

bleiben wird.

Der für Juli 2001 geplante Börsengang der Lignum Technologie AG wurde im

Hinblick auf die Börsensituation verschoben. Die Aktionäre waren nicht bereit,

das Unternehmen unter Wert zu verkaufen. Wie die Akquisition der Gebrüder

Bütfering Maschinenfabrik GmbH zeigt, ist Lignum Technologie in der Lage, auch

ohne den Mittelzufluss aus dem Börsengang die Produktpalette durch gezielte

Akquisitionen zu erweitern und das weltweite Vertriebs- und Servicenetz weiter

auszubauen. Wir begleiten die Lignum Technologie AG seit Januar 1997 und sind

mit 20,68 Prozent beteiligt.

Hörmann GmbH & Co. Beteiligungs KG

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 287 Mio. 1 269 Mio. 1 6,7 %

Beteiligung seit Mai 1997

Investment Anteile

13.749 Tsd. 1 28,0 %

www.hoermanngruppe.de

41


42

www.hucke.de

Die Geschäftsentwicklung der Hörmann-Gruppe war im Jahr 2001 vor allem

durch die hervorragende Entwicklung der Funkwerk AG gekennzeichnet: Die

Funkwerk AG, Spezialist für Mobilfunksysteme und Mobilfunkanwendungen

bei Verkehrsträgern, wurde im November 2000 in einem schwierigen Kapitalmarktumfeld

am Neuen Markt platziert. Geschäftsentwicklung wie Verlauf des

Börsenkurses sind ausgezeichnet. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres

2001 konnte die Funkwerk AG einen Umsatz von 42,4 Millionen 1 erzielen.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet dies eine Steigerung

von 44 Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit sechs

Millionen 1 deutlich über dem zum 30. September 2000 (3,5 Millionen 1). Der

Aktienkurs der Funkwerk AG lag Ende 2001 mit 22,10 1 über dem Emissionskurs

von 20,00 1.

Die Hörmann-Gruppe ist mit rund 63 Prozent an der Funkwerk AG beteiligt.

Daneben hält die Industriegruppe Beteiligungen an rund 15 weiteren Unternehmen.

Branchenschwerpunkte sind die Elektro- und die Automobilindustrie. Im

Jahr 2000 erzielte die Hörmann-Gruppe mit 3.300 Mitarbeitern 287 Millionen 1

Umsatz. Ziel ist es, in den jeweiligen Märkten der Beteiligungsunternehmen mit

überdurchschnittlichem Fachwissen und qualifiziertem Service eine führende

Position einzunehmen. Die unternehmerische Verantwortung ist dezentralisiert,

um die mittelständische Flexibilität zu erhalten.

Wir haben uns im Rahmen einer Kapitalerhöhung, die der Expansion des Unternehmens

diente, im Mai 1997 an der Hörmann-Gruppe beteiligt und halten heute

28 Prozent der Anteile.

Hucke AG

(über Bowa Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG)

GJ 1999/2000 GJ 1998/1999 Veränderung

Umsatz 341 Mio. 1 401 Mio. 1 – 15,1 %

Erg. d. gew. Gesch.-Tätigkeit 7,1 Mio. 1 –12,3 Mio. 1 +19,4 Mio. 1

Beteiligung seit Februar 1995

Investment Anteile

11.977 Tsd. 1 26,6 %

Der Hucke-Konzern hat die vor zwei Jahren eingeleitete Neuausrichtung und

Restrukturierung entschlossen fortgeführt und setzt verstärkt auf eine Marken


Die Beteiligungen Wachstumsfi nanzierungen

strategie mit sich deutlich voneinander differenzierenden Produktlinien, die einander

ergänzen, aber nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Dazu gehört vor

allem die Marke „Basler“, die in der gehobenen Damenmode wiederum weit

über dem Marktdurchschnitt in Umsatz und Ertrag zulegen konnte. Der zu den

größten deutschen Bekleidungsherstellern zählende Hucke-Konzern wird ferner

das Lizenzgeschäft mit den Marken „Steiff“ und „Harry Potter“ ausbauen. Der

Restrukturierungsprozess in den Konzernbereichen erfordert dagegen noch einmal

hohe außerordentliche Aufwendungen.

Die nun schon seit einigen Jahren anhaltende Konsumzurückhaltung im Bekleidungsbereich

wird durch den aktuellen Konjunkturrückgang verstärkt. Dies spiegelt

sich auch in den Unternehmenszahlen wider. Der Umsatz des Hucke-Konzerns

reduzierte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2000/2001 von 174 auf

161 Millionen 1 – hauptsächlich wegen der Verkäufe der ARA Moden und der

Markenrechte Otto Kern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

konnte im ersten Halbjahr um eine Million 1 auf minus 1,9 Millionen 1 verbessert

werden.

Wir sind seit Februar 1995 über die Bowa Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG

an dem Unternehmen beteiligt.

Rheinhold & Mahla AG

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 718 Mio. 1 671 Mio. 1 6,9%

Erg. d. gew. Gesch.-Tätigkeit 18,0 Mio. 1 16,5 Mio. 1 9,0%

Investment Anteile

Gesamt 21.189 Tsd. 1 27,0%

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 10.595 Tsd. 1 13,5%

davon Parallelfonds 10.595 Tsd. 1 13,5%

Beteiligung seit Dezember 1999

Obwohl sich in Europa sowie auf wichtigen Weltmärkten eine deutliche Konjunkturabschwächung

zeigte, konnte der in den Bereichen Industrie- und Baudienstleistungen

tätige Rheinhold & Mahla-Konzern seine Gesamtleistung in

den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001 konstant auf Vorjahresniveau

(541 Millionen 1) halten. Das Ergebnis unterschritt den Vorjahreswert

um etwa 20 Prozent.

www.rum.de

43


44

www.hklbaumaschinen.de

Im Geschäftsjahr 2000 gelang es der Rheinhold & Mahla AG, das Rekordergebnis

aus dem Vorjahr erneut zu übertreffen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

lag mit 18,0 Millionen 1 um neun Prozent über dem Vergleichswert

des Vorjahres. Der Umsatz stieg von 671,3 Millionen 1 im Geschäftsjahr

1999 auf 717,8 Millionen 1 im Geschäftsjahr 2000. Das entspricht einer Steigerung

von 6,9 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2001 erwartete der Vorstand eine gegenüber dem Vorjahr

unveränderte Gesamtleistung von mehr als 720 Millionen 1. Beim Ergebnis

der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde trotz verschlechterter Rahmenbedingungen

ein Wert zwischen 15,3 und 17,9 Millionen 1 als erreichbar gesehen.

Der national und international operierende Konzern ist als Industrie- und Baudienstleister

in den Sparten Industrie-Isolierung und -Service, Schiffsisolierung

und -ausbau, Technische Dienstleistungen und Baudienstleistungen tätig. Durch

die Übernahme des Wettbewerbers Willich 1999 ist Rheinhold & Mahla zum

größten europäischen Anbieter von Industrie-Isolierungen aufgestiegen. Potenziale

liegen vor allem im Ausbau des Geschäftsbereiches Technische Dienstleistungen.

Die Rheinhold & Mahla AG profitiert von dem verstärkten Trend ihrer

Kunden, Dienstleistungen durch andere erbringen zu lassen.

Wir haben unser Aktienpaket in mehreren Tranchen von Dritten und im Rahmen

einer Kapitalerhöhung erworben und halten aktuell 27 Prozent der Anteile.

HKL Baumaschinen GmbH

GJ 2000/2001 GJ 1999/2000 Veränderung

Umsatz 156 Mio. 1 171 Mio. 1 – 8,8 %

Beteiligung seit Februar 1995

Investment Anteile

10.277 Tsd. 1 stille Bet.

Wir haben uns im Februar 1995 an HKL mit einer stillen Beteiligung in Höhe von

10,3 Millionen 1 beteiligt. HKL Baumaschinen GmbH ist heute der führende herstellerunabhängige

Anbieter von Baumaschinen, Baugeräten und Containern.

HKL verkauft und vermietet Neu- und Gebrauchtmaschinen. Durch permanente

Effizienzsteigerungen – insbesondere durch Optimierung des Niederlassungs


Die Beteiligungen Wachstumsfi nanzierungen

netzes und die Einführung eines EDV-gestützten Maschinenpark-Management-

Systems – ist es HKL gelungen, sich in dem sehr schwierigen Marktumfeld der

Baubranche in den vergangenen Jahren gut zu behaupten.

Mit mehr als 90 Niederlassungen in Deutschland erzielte HKL im Geschäftsjahr

2000/2001 156 Millionen 1 Umsatz. HKL ist in allen Bundesländern vertreten

und verstärkt sukzessive im süddeutschen Raum ein flächendeckendes Niederlassungsnetz.

Darüber hinaus wird der Umsatz aus Maschinenverkäufen in ausländische

Märkte weiter ausgebaut.

Victorvox AG

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 376 Mio. 1 133 Mio. 1 183%

Investment Anteile

Gesamt 20.514 Tsd. 1 24,10%

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 10.257 Tsd. 1 12,05%

davon Parallelfonds 10.257 Tsd. 1 12,05%

Beteiligung seit April 1999

Victorvox konnte auch im Jahr 2001 weiter wachsen. Mit etwa 850.000 Kunden

ist das Unternehmen inzwischen der viertgrößte Mobilfunk-Serviceprovider in

Deutschland. Zum Jahresende 2001 rechnete Victorvox mit rund einer Million

Mobilfunkkunden. Besonders positiv ist, dass 70 Prozent der Kunden so genannte

Credit-Kunden mit Langzeitverträgen (24 Monate) sind. Die restlichen

30 Prozent sind Debit-Kunden, die mit so genannten Prepaid-Karten telefonieren.

Dieses aus Margen- und Kundenbindungsgesichtspunkten sehr günstige

Verhältnis hebt Victorvox deutlich von den meisten Wettbewerbern ab.

Das enge Vertriebsnetz und die innovativen Tarife und Produkte des Unternehmens

verschaffen Victorvox weitere Vorteile vor der Konkurrenz, die bei dem

Sättigungsgrad im heutigen Mobilfunkmarkt immer wichtiger werden.

Im Geschäftsjahr 2000 setzte Victorvox mit 376 Millionen 1 nahezu dreimal so

viel um wie im Jahr zuvor (1999: 133 Millionen 1). Das Umsatzwachstum hat

sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001 fortgesetzt. Der

Umsatz per 30. September liegt mit 346 Millionen 1 47 Prozent über dem ver-

www.victorvox.de

45


46

www.hawe.de

gleichbaren Vorjahreswert. Victorvox wird künftig vor allem durch das Angebot

neuer Dienste und durch den steigenden Datenverkehr im UMTS-Netz wachsen.

Im Jahr 2001 hat das Management die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche

Geschäftsentwicklung in der neuen Mobilfunkgeneration (GPRS, UMTS)

gestellt. Derzeit verhandelt Victorvox mit verschiedenen Netzbetreibern entsprechende

Verträge. In Zukunft will das Unternehmen als so genannter Enhanced

Service Provider agieren und damit einen größeren Zugriff auf die Mobilfunknetze

erhalten. Dies eröffnet die Möglichkeit, neben der reinen Telefonie weitere,

eigene Dienste anzubieten, mit denen zusätzliche Erträge erzielt werden können.

Der Zwang der Netzbetreiber, schnellstmöglich die mit enormen Aufwendungen

aufgebauten neuen Netze auszulasten, bietet weiterhin ein positives

Geschäftsumfeld für Service Provider, deren originäres Geschäft die Kundengenerierung

ist. Darüber hinaus werden sich künftig durch die Möglichkeiten

der neuen Netze und den zunehmenden Datenverkehr zusätzliche Umsatz- und

Ertragschancen für Service Provider ergeben.

Wir haben uns im April 1999 an der Victorvox AG beteiligt und halten 24,1 Prozent

der Anteile.

Weitere Wachstumsfinanzierungen

Zum Geschäftsfeld Wachstumsfinanzierungen zählen darüber hinaus die folgenden

Investments (Beteiligungen, deren Anteil am gesamten Portfolio weniger

als ein Prozent beträgt, sind darin nicht berücksichtigt. Beteiligungen dieser

Größe machen insgesamt weniger als zehn Prozent des Portfolios aus):

HAWE KG Fabrik für Oel-Hydraulik GmbH & Co. KG

München

Hersteller von ölhydraulischen Komponenten und Aggregaten

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 97 Mio. 1 86 Mio. 1 13,3%

Beteiligung seit Januar 1997

Investment Anteile

7.767 Tsd. 1 25,0%


Unternehmensgruppe Dr. Werner Vogler

Bad Homburg

Bezirksvertretung eines deutschen Automobilherstellers,

Gebrauchtwagenhandel, Kfz-Reparaturbetrieb

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 93 Mio. 1 78 Mio. 1 18,8 %

Investment Anteile

Gesamt 8.227 Tsd. 1 30,0 %

davon stille Beteiligung 5.546 Tsd. 1 stille Bet.

davon Parallelfonds 2.682 Tsd. 1 30,0 %

Beteiligung seit Februar 1995

Otto Sauer Achsenfabrik Keilberg

Bessenbach

Herstellung von Achsen für schwere Lkw-Anhänger

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 192 Mio. 1 163 Mio. 1 17,9%

Beteiligung seit April 1997

JCK Holding GmbH Textil KG

Quakenbrück

Hersteller von Bekleidungsartikeln

Die Beteiligungen Wachstumsfi nanzierungen

Investment Anteile

5.138 Tsd. 1 stille Bet.

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Umsatz 306 Mio. 1 240 Mio. 1 27,6%

Investment Anteile

Gesamt 16.005 Tsd. 1 18,0%

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 3.601 Tsd. 1 3,6%

davon Parallelfonds 12.404 Tsd. 1 14,4%

Beteiligung seit Juni 1992

www.dr-vogler.de

www.saf-achsen.de

47


48

Volumen der

Fondsbeteiligungen

Anzahl der

Fondsbeteiligungen

Fondsbeteiligungen

Die Deutsche Beteiligungs AG hat ihre Kompetenz vor allem durch Beteiligungen

an mittelständischen Unternehmen in Deutschland erworben. Um ihren Aktionären

eine noch weitere Portfolio-Streuung zu gewährleisten, hat die Deutsche

Beteiligungs AG schon früh in interessanten Märkten an der Seite etablierter

Partner Beteiligungen erworben, die ihren Investitionskriterien entsprechen: erfolgreiche,

wachstumsstarke Unternehmen mit herausragender Marktposition und

erfahrenem Management.

Unser Auslandsgeschäft basiert auf der Beteiligung an Private-Equity-Fonds, die

in den Vereinigten Staaten von Amerika und in einigen europäischen Ländern

investieren: Wir sagen dem Fonds einen bestimmten Betrag zu, der je nach Investitionsfortschritt

des Fonds in einzelnen Tranchen abgerufen wird. Durch die

Beteiligung an Gesellschaften, die solche Fonds managen, nehmen wir darüber

hinaus durch Management-Vergütungen und Gewinnanteile an den Erfolgen

der Fonds teil. Nicht zuletzt profitiert die Deutsche Beteiligungs AG von dem

Co-Investment-Recht, das ihr von den ausländischen Partnern eingeräumt wird.

Volumen

1. November 2000 49 Mio. 1

Investments 7 Mio. 1

Veräußerungen/Rückführungen 3 Mio. 1

31. Oktober 2001 53 Mio. 1

Anzahl

1. November 2000 10

Investments 1

Veräußerungen 0

31. Oktober 2001 11


Unsere Partner im Ausland

Mit Harvest Partners Inc. (New York) arbeiten wir seit 1985 erfolgreich in den

Vereinigten Staaten von Amerika zusammen und sind an zwei Harvest-Partners-

Fonds beteiligt. Vergangenes Jahr hat die Gesellschaft einen neuen Fonds Harvest

Partners IV aufgelegt; wir haben als Lead-Investor auch für diesen Fonds Mittel

zugesagt.

In Österreich kooperieren wir seit 1992 mit der börsennotierten Unternehmens

Invest AG (Wien). Wir sind mit 25,1 Prozent der größte Aktionär der Gesellschaft

und größter Investor des 2000 aufgelegten Fonds Univest AG.

Von den Potenzialen des französischen Marktes profitieren wir über unsere Beteiligung

an der Quartus Gestion S. A. (Paris), die wir 1998 gemeinsam mit dem

Management gegründet haben. Wir sind Mit-Initiator und größter Investor des

von Quartus aufgelegten Fonds Quartus Capital Partners I.

Management für Osteuropafonds

In ausgewählten Ländern Osteuropas sind wir seit 1996 über eine Managementgesellschaft

aktiv. Die Gesellschaft verwaltet ein Fondsvolumen von 46 Millionen 1.

Die Investmentstrategie entspricht jener der Deutschen Beteiligungs AG: Later-

Stage-Investments bei Privatisierungen, Management-Buy-outs/-Buy-ins und

Wachstumsfinanzierungen. Geografische Schwerpunkte des Fonds sind Polen,

Ungarn, Tschechien und die Slowakei. Über die Managementgesellschaft profitieren

wir von erfolgreichen Veräußerungen: Wir bekommen eine variable, an

Veräußerungserfolge geknüpfte Vergütung. Bisher hat er in fünf Unternehmen

investiert, von denen eines im Jahr 2000 gewinnbringend verkauft worden ist.

Aus diesem Verkauf ist uns im Geschäftsjahr 2000/2001 die Erfolgsbeteiligung

zugeflossen.

Die Mittel des Fonds sind inzwischen weitgehend investiert. Wir haben deshalb

begonnen, Kapital für einen neuen Fonds einzuwerben, dem auch die Deutsche

Beteiligungs AG Mittel zugesagt hat.

Die Beteiligungen Fondsbeteiligungen

49


50

www.harvpart.com

Ausgewählte Fondsbeteiligungen

Über die beiden Fonds, denen wir 2000/2001 nennenswerte Mittel zur Verfügung

gestellt haben, berichten wir im Folgenden detailliert.

Harvest Partners III, L. P.

Fondsvolumen 362 Mio. US-$

Investment Anteile

Gesamt 40.991 Tsd. 1 13,8%

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 20.494 Tsd. 1 6,9%

davon Parallelfonds 20.494 Tsd. 1 6,9%

Beteiligung seit Oktober 1997

Mit Harvest Partners Inc. arbeitet die Deutsche Beteiligungs AG seit 1985 erfolgreich

zusammen. Die Private-Equity-Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren

beachtliche Erfolge für ihre Investoren erzielt. Harvest Partners verwaltet inzwischen

ein Kapital von mehr als 800 Millionen US-$. Wir beteiligen uns als Fondsinvestor

an den von Harvest Partners aufgelegten Private-Equity-Fonds. Die

Gesellschaft hat uns das Recht eingeräumt, parallel zu dem jeweils aktuellen

Fonds direkt in die Unternehmen zu investieren, denen der Fonds Eigenkapital

zur Verfügung stellt. Diese Möglichkeit haben wir im vergangenen Geschäftsjahr

durch direkte Beteiligungen an den Buy-and-build-Konzepten Logisco Inc.

(Warenhauslogistik und Transportmanagement, siehe Seite 25), und priNexus

Inc. (Marketingkommunikation, siehe Seite 26) genutzt, in die Harvest Partners

III, L. P. investiert hat. Außerdem haben wir unser Engagement bei Home Care

Supply Inc. erhöht.

Harvest Partners III, L. P. investiert im Rahmen von Mehrheitsbeteiligungen in

etablierte Mittelstandsunternehmen mit einem Umsatz zwischen 40 und 400

Millionen US-$ – und verfolgt damit dieselbe Investitionsstrategie wie die Deutsche

Beteiligungs AG in Deutschland. Unter anderem spezialisiert sich Harvest

auf die Umsetzung von Buy-and-build-Konzepten: In stark fragmentierten Märkten

wird aus einem oder mehreren geeigneten Unternehmen durch strategische

Akquisitionen eine Gruppe mit führender Marktstellung aufgebaut. Entscheidend

dafür ist ein Managementteam mit fundierter Branchenerfahrung und der

Kompetenz, Unternehmen zusammenzuführen, Synergiepotenziale zu identifizieren

und komplexe Finanzierungsstrukturen zu gestalten.


Bereits im Mai 2001 sind an der New York Stock Exchange erstmals Aktien der

Global Power Equipment Group (früher Global Energy Equipment Group) gehandelt

worden – nicht einmal ein Jahr nach Eingehen der Beteiligung an diesem

Unternehmen, das Ausrüstungen für gasgetriebene Elektrizitätskraftwerke

herstellt. Der Börsengang hat die erhebliche Wertsteigerung sichtbar werden

lassen, die in dem Investment steckt. Die Deutsche Beteiligungs AG hat von diesem

erfolgreichen Börsengang bisher durch Veräußerung eines kleines Anteils

ihrer Aktien profitiert.

Inzwischen ist das zugesagte Volumen für Harvest Partners III, L. P. weitgehend

investiert; die verbliebenen Mittel sollen überwiegend für Engagementerhöhungen

bei bestehenden Portfolio-Unternehmen verwendet werden.

Die Managementgesellschaft Harvest Partners hat deshalb im vergangenen Jahr

begonnen, einen neuen Fonds Harvest Partners IV aufzulegen. Er wird dasselbe

Konzept verfolgen wie Harvest Partners III, L. P. Wir wollen auch in diesem neuen

Fonds der größte Einzelinvestor sein und haben im vergangenen Geschäftsjahr

bereits erste Mittel für Harvest Partners IV bereitgestellt.

Quartus Capital Partners I

Fondsvolumen 111 Mio. 1

Investment Anteile

Gesamt 7.944 Tsd. 1 31,0%

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 3.972 Tsd. 1 15,5%

davon Parallelfonds 3.972 Tsd. 1 15,5%

Beteiligung seit Juli 1998

Aus dem französischen Private-Equity-Fonds Quartus Capital Partners I ist planmäßig

investiert worden: An drei Unternehmen ist der von Quartus Gestion gemanagte

Fonds inzwischen beteiligt. Quartus Capital Partners I hat damit knapp

ein Viertel des Fondsvolumens abgerufen. Weitere attraktive Investitionsmöglichkeiten

werden derzeit geprüft.

Wir hatten 1998 gemeinsam mit einem Team erfahrener französischer Fondsmanager

die Managementgesellschaft Quartus Gestion S. A. (Paris) gegründet.

Für den ersten Fonds sind 111 Millionen 1 von Finanzinvestoren zugesagt worden.

Der Fonds investiert in Frankreich vor allem in Management-Buy-outs und Wachstumsfinanzierungen.

Mit 31 Prozent ist die Deutsche Beteiligungs AG nicht nur

Die Beteiligungen Fondsbeteiligungen

51


52

www.uiag.at

www.hsbc.com/

PrivateEquity

Initiator, sondern auch größter Investor des Fonds. Diese Beteiligung eröffnet

uns zudem die Möglichkeit, uns direkt an französischen Unternehmen durch Co-

Investments zu beteiligen.

Unternehmens Invest AG

GJ 2000 GJ 1999 Veränderung

Eigenkapital 57,9 Mio. 1 58,4 Mio. 1 – 0,9 %

Investment Anteile

Gesamt 17.526 Tsd. 1 25,12 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 8.763 Tsd. 1 12,56 %

davon Parallelfonds 8.763 Tsd. 1 12,56 %

Beteiligung seit März 1993

Mit unserem langjährigen österreichischen Partner haben wir viele erfolgreiche

Transaktionen abgeschlossen. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir durch die

Verschmelzung des operativen Geschäfts der Metro Zeitschriften Verlags GmbH

mit der ET Multimedia AG (Seite 39) ein weiteres gemeinsames Investment mit der

Unternehmens Invest AG, einer Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, begonnen.

Weitere Fondsbeteiligungen

Zum Geschäftsfeld Fondsbeteiligungen zählen darüber hinaus die folgenden

Investments (Beteiligungen, deren Anteil am gesamten Portfolio weniger als ein

Prozent beträgt, sind darin nicht berücksichtigt. Beteiligungen dieser Größe

machen insgesamt weniger als zehn Prozent des Portfolios aus):

HSBC Private Equity Funds II Limited

Cayman Islands

Beteiligungsfonds

Fondsvolumen 525 Mio. US-$

Beteiligung seit Mai 1997

Investment Anteile

6.070 Tsd. 1 1,9%


MG Capital Italy

Deutsche Morgan Grenfell Capital Italy S. c. p. a.

Luxemburg

Beteiligungsfonds

Fondsvolumen 93 Mio. 1

Beteiligung seit Mai 1996

MG Equity Partners

Morgan Grenfell Equity Partners L. P.

London

Beteiligungsfonds

Die Beteiligungen Fondsbeteiligungen

Investment Anteile

3.674 Tsd. 1 9,4 %

Fondsvolumen 350 Mio. GBP

Investment Anteile

Gesamt 8.324 Tsd. 1 2,86 %

davon DBAG/DBG Auslands-Holding GmbH 3.331 Tsd. 1 1,14 %

davon Parallelfonds 4.993 Tsd. 1 1,72 %

Beteiligung seit Juni 1994

53


„Bei Gegenwind stand die Deutsche Beteiligungs AG fest an unserer Seite.

Mit neuen Produkten entwickeln wir unser Unternehmen jetzt erfolgreich weiter.“

Jürgen Tonn Torsten Grede

Vorsitzender der Geschäftsführung Mitglied des Vorstandes

DS Technologie GmbH Deutsche Beteiligungs AG


Portfolio-Struktur

Wir haben 2000/2001 13,3 Millionen 1 für sechs neue Portfolio-Unternehmen

bereitgestellt; die Fonds haben weitere 10,3 Millionen 1 in diese Unternehmen

investiert. Die Investments entsprechen den Leitlinien unserer Portfolio-Politik:

Zwei Drittel unserer Mittel sollen im Inland, ein Drittel soll im Ausland

investiert werden.

Im Inland sollte ein Einzelengagement mindestens fünf Millionen 1 betragen.

Ein Investment sollte weniger als zehn Prozent des Portfolio-Volumens betragen.

Die Mittel, die im Inland investiert werden, sollen zu mindestens 80 Prozent

in Management-Buy-outs mit Mehrheitsbeteiligung fließen.

Im Ausland erwerben wir mehrheitliche Beteiligungen zusammen mit

unseren Partnern und beteiligen uns an deren Fonds.

Das Portfolio soll branchenunabhängig zusammengesetzt sein.

Portfolio-Volumen niedriger wegen Investitionszurückhaltung

Nachdem das Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG in den vergangenen Jahren

kontinuierlich gestiegen war, hat es sich 2000/2001 verringert.

350

300

250

200

150

100

50

0

Portfolio-Volumen in Mio. 5 Anzahl

138

48

251

51

275

1996/1997 1997/1998 1998/1999 1999/2000 2000/2001

Ausschlaggebend dafür war unsere Investitionszurückhaltung angesichts der

heraufziehenden konjunkturellen Verschlechterung. Das Portfolio-Volumen der

Deutschen Beteiligungs AG einschließlich der DBG Auslands-Holding belief sich

am 1. November 2000 auf 324 Millionen 1, die in 50 Unternehmen investiert

waren. Am 31. Oktober 2001 waren 311 Millionen 1 in 49 Unternehmen investiert.

Das durchschnittliche Investment der größten Beteiligungen, auf die 90 Prozent

des Portfolio-Volumens entfallen, hat sich wegen der Veräußerung der Beteiligungen

an der Gong Verlag GmbH und an der AvK/SEG-Holding sowie

durch den Abgang der Libro AG einerseits sowie durch die Investitionszurück-

47

324

50

Die Beteiligungen Portfoliostruktur

311

49

70

65

60

55

50

45

40

35

Portfolio-Volumen

55


56

Portfolio nach

Engagementgrößen

(Anzahl und Anteil)

Portfolio nach

Inland/Ausland

(Anzahl und Anteil)

haltung andererseits von 10,1 auf 9,4 Millionen 1 verringert. Die durchschnittliche

Höhe der inländischen Investments beträgt 7,68 Millionen 1, die der ausländischen

4,95 Millionen 1. Die Fondsbeteiligungen betragen im Durchschnitt

4,84 Millionen 1.

Höhere Einzelengagements

Inzwischen sind mehr als 80 Prozent unserer Mittel in Einzelengagements investiert,

die größer sind als fünf Millionen 1. Ein deutlicher Zuwachs zeigt sich in der

darüber liegenden Größenklasse: In Engagements, deren Anschaffungskosten

über zehn Mil lionen 1 liegen, waren zum Ende des Geschäftsjahres deutlich

mehr als die Hälfte der Mittel investiert. Zwei Jahre zuvor waren auf diese Größenklasse

ledig lich 45 Prozent entfallen.

Mehr als 15 Mio. 1

Volumen 28,1% Anzahl 4

10 bis 15 Mio. 1

26,6% 7

Konstante Verteilung zwischen Ausland und Inland

Bis 2,5 Mio. 1

17 6,7%

2,5 bis 5 Mio. 1

9 11,0%

5 bis 10 Mio. 1

12 27,6%

Die geografische Verteilung unserer Mittel entspricht unserem Investitionsziel:

Knapp zwei Drittel sind im Inland, gut ein Drittel ist im Ausland investiert. Weiterhin

entfällt der größte Teil des im Ausland investierten Portfolio-Volumens

auf Engagements in den Vereinigten Staaten (67 Prozent).

Ausland

Volumen 38,2% Anzahl 24

davon

USA 25,7%

Europa 8,6%

übrige Länder 3,9%

Inland

25 61,8%


Entwicklung der Geschäftsfelder

Der Anteil der einzelnen Geschäftsfelder an unserem Portfolio hat sich im vergangenen

Geschäftsjahr nicht wesentlich geändert. Rund 47 Prozent des Portfolio-

Volumens entfallen auf Wachstumsfinanzierungen, 36 Prozent auf Management-Buy-outs

und 17 Prozent auf Fondsbeteiligungen. Unser Investitionsfokus

liegt inzwischen auf Unternehmen, die wir allein oder gemeinsam mit anderen

Finanzinvestoren und dem Management mehrheitlich erwerben.

Fondsbeteiligungen

Volumen 17,1% Anzahl 11

Management-Buy-outs

36,3% 17

Portfolio weiterhin ausgewogen

Investitionsgüter

Volumen 31,29% Anzahl 10

Information/Kommunikation

3,98% 1

Bekleidung

6,05% 2

Handel und Dienstleistung

12,08% 10

Bau

Anzahl 4 Volumen 17,63%

Beteiligungen Portfoliostruktur

Wachstumsfinanzierungen

21 46,5%

Auch hinsichtlich der Branchenstruktur des Portfolios haben sich kaum Änderungen

ergeben. Nach wie vor investieren wir branchendiversifiziert. Fast 60

Prozent der investierten Mittel entfallen auf die sich aus unterschiedlichen Teilbereichen

zusammensetzenden Branchen Investitionsgüter, Konsumgüter sowie

Handel und Dienstleistung.

Konsumgüter

6 15,49%

Automobilzulieferer

5 13,46%

Portfolio nach

Geschäftsfeldern

(Anzahl und Anteil)

Portfolio nach Branchen

(Anzahl und Anteil)

57


„Mit den Beteiligungsmanagern der Deutschen Beteiligungs AG reden wir von

Unternehmer zu Unternehmer. Daher stimmt die Chemie zwischen uns.“

Michael Geringer Volker Bonsels

Vorsitzender des Vorstandes Mitglied der Geschäftsleitung

ET Multimedia AG Deutsche Beteiligungs AG


Die Mitarbeiter

Das Geschäft der Deutschen Beteiligungs AG lebt vom Fachwissen, von der Urteilskraft

und Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr Know-how ist

ein wesentlicher Teil des „Betriebsvermögens“. Wertschöpfung entsteht in einem

Private-Equity-Unternehmen dann, wenn Mitarbeiter die richtigen Beteiligungsunternehmen

identifizieren, die vorhandenen Potenziale in Zusammenarbeit

mit der jeweiligen Geschäftsführung entwickeln und das Investment nach

einer bestimmten Zeit an einen strategischen Anteilseigner übergeben oder per

Börsengang für breitere Investorenkreise zugänglich machen. Dazu braucht man

neben fundiertem Management- und Branchenwissen in hohem Maße Führungs-

und Motivationsqualitäten, Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz.

Es ist der Deutschen Beteiligungs AG in fast 40 Jahren Unternehmensgeschichte

gelungen, ihre Mitarbeiter nach diesen Kriterien auszuwählen und weiterzubilden.

Die Deutsche Beteiligungs AG wird diese erfolgreiche Personalpolitik auch

in Zukunft fortsetzen.

Erfolgsabhängige Vergütung

Das Einkommen der meisten Mitarbeiter ist zu einem nennenswerten Teil direkt

an den Erfolg des Unternehmens gekoppelt. Mit dem von der Hauptversammlung

am 20. März 2001 beschlossenen Aktienoptionsplan erhält das Managementteam

einen Anreiz zur Steigerung des Aktienkurses der Deutschen Beteiligungs AG.

Das 2001 eingeführte Carried-Interest-Programm als ein auf dem Investitionserfolg

basierendes Vergütungspaket entspricht dem Standard der Private-Equity-Branche.

Das Stock-Options-Programm legt hohe Hürden an die Ausübung: Es stellt ausschließlich

auf die Kursentwicklung der Deutschen-Beteiligungs-AG-Aktie im

Vergleich zu einem Börsenindex innerhalb eines Zeitraums von mindestens drei

Jahren und längstens fünf Jahren ab. Entwickelt sich die Deutsche-Beteiligungs-

AG-Aktie im Zeitraum von der Ausgabe bis zur Ausübung schlechter als der Index,

in dem die Aktie der Deutschen Beteiligungs AG (gegenwärtig der S-DAX)

ist, bleiben die Optionen wertlos. Je besser indes das Firmenpapier im Vergleich

zum Index abschneidet, desto preiswerter können die Mitarbeiter die Aktien im

Vergleich zu dem bei Optionsausübung gültigen Börsenkurs erwerben. Die Optionen

werden an Vorstände, Geschäftsleitung, Senior-Investment-Manager und

weitere ausgewählte Mitarbeiter ausgegeben.

59


60

Personalkennzahlen

Das Carried-Interest-Programm räumt im Beteiligungsmanagement engagierten

Führungskräften der Deutschen Beteiligungs AG einen Anteil an den Investitionserfolgen

ein, sofern die Mindestrendite des in einem mehrjährigen Zeitraum

investierten Kapitals überschritten wird. Dies setzt ein privates Co-Investment

eines jeden Mitglieds der Führungsmannschaft voraus. So wird die Interessenidentität

zwischen den Beteiligungsmanagern und der Deutschen Beteiligungs

AG am besten gewährleistet.

Stabile Mitarbeiterstrukturen – geringe Fluktuation

Die Personalgröße der Deutschen Beteiligungs AG blieb konstant. Zum Ende des

Geschäftsjahres waren 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt, 38 davon

sind aktive Vollzeitbeschäftigte. Unverändert hoch ist die Loyalität der Leistungsträger

zum Unternehmen: Die Beteiligungsmanager und die übrigen Mitglieder

der Geschäftsleitung kommen auf eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit

von mehr als sechs Jahren.

Mitarbeiter zum 31. Oktober 2001 50

davon Vollzeit 38

davon Teilzeit 6

davon Auszubildende 3

davon Elternzeit („Erziehungsurlaub“) 3

Auf dem Personalmarkt genießt die Deutsche Beteiligungs AG einen guten Ruf als

einer der erfahrensten und etabliertesten Akteure im Private-Equity-Geschäft.

Der Bedarf an erprobten Beteiligungsmanagern und hoch qualifizierten Nachwuchskräften

kann deshalb auch in Zukunft problemlos gedeckt werden. Bei

Neueinsteigern legt die Deutsche Beteiligungs AG hohe Qualitätsmaßstäbe an:

Ein guter Studienabschluss sowie ausgezeichnete Sprachkenntnisse sind Grundvoraussetzungen.

Erste Berufserfahrung in der Beratung oder der Wirtschaftsprüfung,

in einem Industrie-Unternehmen oder einer Investmentbank runden

das Anforderungsprofil ab.

2000/2001 1999/2000

Mitarbeiter insgesamt

(zum Ende des Geschäftsjahres) 50 50

davon Auszubildende 3 3

Vorstandsmitglieder 4 4

Personal-/Sozial-Aufwend. (in Tsd. 1) 8.904 10.231


Offene und leistungsfördernde Firmenkultur

Die Deutsche Beteiligungs AG pflegt eine interne Kultur, die zwei Ziele hat: Die

ökonomische Leistungsfähigkeit soll gesteigert und zugleich jeder Mitarbeiter

so motiviert werden, dass er oder sie sich voll für den Erfolg des Unternehmens

einsetzt.

Hinter unserem Erfolg stecken Köpfe. Ohne die Erfahrung und den hohen Einsatz

unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten wir nicht auf die positive Entwicklung

unserer Gesellschaft zurückblicken. Für ihr hervorragendes Engagement

im zurückliegenden Geschäftsjahr dankt der Vorstand allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern.

61


„Energie ist unser Geschäft. Von unseren Großaktionären

erwarten wir energische und pragmatische Unterstützung.“

Larry Edwards Dr. Rolf Scheffels

Vorsitzender des Vorstandes Mitglied der Geschäftsleitung

Global Power Equipment Group Inc. Deutsche Beteiligungs AG


Der Private-Equity-Markt

Langfristiger Wachstumstrend intakt

Im vergangenen Jahr hat sich der Markt für privates Beteiligungskapital verändert:

Vor allem das außerordentlich dynamische Wachstum der für die Frühphasenfinanzierung

(„Venture-Capital“) bereitgestellten Mittel ließ deutlich nach.

Wo Ende der neunziger Jahre Euphorie herrschte, ist Ernüchterung eingekehrt.

Die Investoren konzentrieren ihre Mittel inzwischen wieder stärker auf den Teil

des Private-Equity-Marktes, in dem die Deutsche Beteiligungs AG agiert. Diese

Bereiche – Management-Buy-outs und Wachstumsfinanzierungen etablierter

Un ter nehmen – entwickeln sich weiterhin positiv.

Noch bis zum ersten Quartal des Jahres 2000 hatten sich für Frühphasenfinanzierungen

attraktive Renditechancen eröffnet, unter anderem aufgrund der

hohen Aufnahmebereitschaft der Börsen als Exit-Kanal für junge Technologie-

Unternehmen. Vor allem dadurch ausgelöste Mittelzuflüsse hatten das Wachstum

des gesamten Beteiligungsmarktes 2000 maßgeblich beeinflusst.

Buy-out-Finanzierungen gewinnen an Bedeutung

Nun treffen verschlechterte Rahmenbedingungen vor allem kleinere Venture-

Capital-Gesellschaften mit einem Fokus auf Frühphasenfinanzierungen, denen

keine neuen Mittel zur Verfügung gestellt werden und in deren Portfolio sich

Investments häufen, die sich unbefriedigend entwickeln.

Diese rückläufige Entwicklung bei den Venture-Capital-Financiers zeichnete sich

schon im zweiten Quartal 2000 ab. Sie hat sich 2001 fortgesetzt. Entfielen im

Jahr 2000 noch 35 Prozent des neu investierten Kapitals in Deutschland auf

Frühphasenfinanzierungen, so lag dieser Prozentsatz am Ende der ersten neun

Monate des Jahres 2001 nur noch bei 31 Prozent.

63


Volumen für

Buy-out-Finanzie rungen

in Europa stabil

(in Mrd. 2 )

64

Die Anteile am neu investierten Kapital verschieben sich damit wieder zugunsten

von Buy-out- und Wachstumsfinanzierungen. Die Entwicklung in Deutschland

ist der auf europäischer Ebene vergleichbar: Im ersten Halbjahr 2001 wurden in

Europa insgesamt 4,86 Milliarden 1 für Later-Stage-Finanzierungen bereit gestellt

– in etwa so viel wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Investitionen

in Frühphasenfinanzierungen sind zugleich deutlich von 2,5 Milliarden 1

auf 1,6 Milliarden 1 zurückgegangen. Das Marktsegment, in dem die Deutsche

Beteiligungs AG tätig ist, hat also relativ an Bedeutung gewonnen.

16

14

12

10

8

6

4

2

0

1999

2000

2001

(1. Halbjahr)

Quelle: European Venture Capital Association

Ungeachtet der positiven Volumenentwicklung hat sich doch die Qualität des

Geschäftes eher verschlechtert: Die in den vorangegangenen Boomjahren eingeworbenen

Mittel hatten das Preisgefüge verändert. Verkäufer hatten ihre Erwartungen

nach oben gesetzt, einige Finanzinvestoren waren bereit, unter dem

Druck der eingeworbenen Mittel Bewertungen zu akzeptieren, die heute als

überhöht angesehen werden.

Die Deutsche Beteiligungs AG ist dieser Entwicklung nicht gefolgt. Die ohnehin

ehrgeizigen Bewertungen des Jahres 2000 weiterhin zu akzeptieren erschien

uns angesichts eines sich seit Beginn des Jahres 2001 ankündigenden konjunkturellen

Abschwungs unverantwortlich. Inzwischen ist wieder ein gesunder

Realismus eingekehrt. Dämpfend haben auch die Ereignisse des 11. September

2001 gewirkt. Auf Basis dieser korrigierten Preiserwartungen besteht wieder

Wachstumspotenzial für den Private-Equity-Markt.

Privates Beteiligungskapital hat in Deutschland darüber hinaus noch längst

nicht die Bedeutung wie in anderen, vergleichbaren europäischen Volkswirtschaften.

Der Anteil der Private-Equity-Investitionen am Bruttosozialprodukt


Der Private-Equity-Markt Langfristiger Wachstumstrend intakt

hat sich zwar von 0,16 Prozent 1999 auf 0,23 Prozent im Jahr 2000 erhöht – der

Abstand zu anderen großen europäischen Volkswirtschaften blieb dabei aber

unverändert. Der Anteil von Private-Equity-Investitionen wird in dem Maß wachsen,

in dem der deutsche Kapitalmarkt reifer wird.

1

0,5

0 Schweden

Großbritannien

Niederlande

Europa

Marktaussichten insgesamt positiv

Quelle: European Venture Capital Association

Die Konzentration zahlreicher Unternehmen auf ihr Kerngeschäft wird auch zukünftig

zur Veräußerung von Randaktivitäten führen und damit das Private-

Equity-Geschäft in Deutschland weiter beflügeln. 2000 waren weit mehr als

die Hälfte aller Management-Buy-outs in Deutschland Konzernausgliederungen.

Dieser Prozess wird durch die weitgehende Steuerbefreiung von Veräußerungsgewinnen

von 2002 an zusätzlich begünstigt. Die geplante neue Eigenkapitalrichtlinie

(Basel II) wird sich für zahlreiche Unternehmen in Form einer Verteuerung

und Verknappung von Bankkrediten bemerkbar machen. Eine solide

Eigenkapitalausstattung der im internationalen Vergleich ohnehin eher hoch

verschuldeten deutschen Unternehmen gewinnt daher weiter an Bedeutung.

Da aber die Kapitalmärkte ihre Schwäche noch nicht ganz überwunden haben,

werden Börsengänge wenigstens bis zur Jahresmitte 2002 schwierig bleiben.

Deshalb werden auch Familienunternehmen künftig noch häufiger Private-Equity-

Investoren berücksichtigen. Wir erwarten, dass die Deutsche Beteiligungs AG

als einer der wesentlichen Marktteilnehmer im laufenden Geschäftsjahr von den

guten Investitionsaussichten profitieren wird.

Frankreich

Italien

Deutschland

Österreich

Nachholbedarf

in Deutschland

Private-Equity-Investitionen

in Prozent des Bruttosozialproduktes

2000

65


Weichenstellung für den Mittelstand

Neben der aktuellen Konjunkturflaute und der Steuerdebatte bewegt den deutschen Mittelstand

derzeit nichts mehr als das Thema „Basel II“. Hinter diesem von vielen als Schreckgespenst wahrgenommenen

Titel verbirgt sich, dass Kreditmargen künftig noch mehr nach der Bonität der

Schuldner differenziert werden müssen. Viele kleine und mittlere Unternehmen befürchten daher

eine Verteuerung ihrer traditionell hohen Fremdfinanzierung. Doch „Basel II“ hat nicht zum Ziel,

bestimmte Gruppen von Kreditnehmern zu benachteiligen. Ziel dieser Regelung ist vielmehr, das

Bankensystem krisenfest zu machen. Es soll mehr Rationalität bei der Kreditvergabe erreicht

werden.

66

Sonderthema

Was ist „Basel II“?

Schieflagen beim Kunden führen bei den kreditgebenden

Banken zu Abschreibungsbedarf. Damit

Banken nicht selbst ins Trudeln geraten, musste

bisher jeder Kredit mit Eigenkapital in Höhe von

acht Prozent der Kreditsumme unterlegt werden.

Diese pauschale Regelung wollen die in der Bank

für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)

vereinten europäischen Länder, die Vereinigten

Staaten, Kanada und Japan jetzt erneuern. Die

Europäische Union will mit einer Richtlinie nachziehen.

Die neue Regelung wird nach dem Sitz

der BIZ „Basel II“ genannt und soll von 2005 an

den so genannten Baseler Akkord von 1988 ablösen.

Die wesentliche Änderung: Banken müssen bei

guter Bonität des Kreditnehmers sehr viel weniger

als acht Prozent, bei Kunden mit niedriger Bonität

hingegen deutlich mehr Eigenkapital unterlegen.

Für die letztgenannte Gruppe werden Kredite daher

teurer. Dagegen erhalten Unternehmen mit

erstklassiger Bonität auf der Kreditseite einen

starken Wettbewerbsvorteil.

Darin liegen für den deutschen Mittelstand erhebliche

Chancen: Wer die Entwicklung nutzt, um sein Unternehmen

transparenter, finanziell solider und wettbewerbsfähiger

zu machen, der kann von der neuen

Regelung profitieren und sich einen Vorsprung vor der

internationalen Konkurrenz verschaffen. „Basel II“

flankiert den notwendigen Strukturwandel im Mittelstand,

der freilich von Seiten der Politik durch eine

spürbare Verbesserung der rechtlichen und finanziellen

Rahmenbedingungen unterstützt werden muss.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Dieser Strukturwandel

wird dem Private-Equity-Markt neue Impulse geben,

denn auch die Kapitalmarktkultur in Deutschland

steckt mitten in einer viel versprechenden Neuausrichtung.

Nach einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ernst & Young im stark mittelständisch geprägten

Baden-Württemberg betrachten 73 Prozent

der Unternehmen „Basel II“ als Bedrohung. Hintergrund:

Banken sollen Kredite künftig je nach Bonität

des Kunden mit mehr oder mit weniger Eigenkapital

unterlegen. Folglich werden Darlehen für Schuldner

mit einer dünnen Kapitaldecke oder schwacher Rentabilität

teurer. Da der deutsche Mittelstand im Gegensatz

zum Wettbewerb in Amerika oder zum Beispiel

Großbritannien stark von Bankkrediten abhängt,

berührt „Basel II“ die Finanzierungskosten deutscher

Unternehmen erheblich.


Rating – Ablauf und Kosten

Für ein Rating muss sich ein Unternehmen einem externen

Analysten öffnen – entweder von der kreditgebenden

Bank oder einem Spezialisten wie Moody’s,

Standard & Poor’s oder Fitch IBCA.

Für ein Unternehmensrating werden das Geschäfts- und

Finanzrisiko analysiert. Hauptaspekte sind: Wettbewerbsposition,

Managementqualifikation, Konjunkturzyklen,

Wachstumschancen, Technologiestärke,

Rechnungslegung, Finanzstrukturen und Rentabilität,

aus denen Planzahlen und Cashflow-Projektionen hergeleitet

werden können.

Diese Ergebnisse werden in Relation zu weltweit vergleichbaren

Unternehmen gesetzt. Ergebnis ist ein Rating,

das je nach Anbieter mit einer bestimmten Buchstaben-

oder Zahlenkombination ausgedrückt wird

(z. B. AAA oder Aaa als höchste Ratingeinstufung für

Langfristverbindlichkeiten). Das Rating erlaubt Kreditgebern

und Investoren eine exakte Einordnung von

Bonität und Solvenz eines Unternehmens.

Die großen Ratingagenturen überprüfen ihr Urteil mindestens

einmal jährlich. Banken verfahren ähnlich.

Erst wenn das Unternehmen dem Rating zugestimmt

hat, kann es veröffentlicht werden. Die Kosten differieren

stark. Als Richtgröße gelten ca. 50.000 2 pro

Rating sowie 30.000 2 für die jährliche Erneuerung.

Weitere Informationen gibt der Bericht 40/01 „Rating

am Finanzplatz Frankfurt“ der Landeszentralbank

Hessen – im Internet unter:

http://www.bundesbank.de/lzb-h/index.htm

Unternehmenstransparenz

Analyse

des Geschäftsund

Finanzrisikos

Andere

Unternehmen

international

Andere

Unternehmen

international

Ergebnis

Rating

(1x pro Jahr)

Andere

Unternehmen

international

Andere

Unternehmen

international

67


Finanzsystem sturmfest machen

Die Schwarzmalerei vieler Politiker und Wirtschaftsverbände,

wonach Teile des Mittelstandes ihren Liquiditätsbedarf

künftig nicht mehr decken bzw. Wachstum

und Investitionen nicht mehr finanzieren können,

ist übertrieben. „Basel II“ soll und wird den deutschen

Mittelstand nicht strangulieren, sondern das in der

Vergangenheit immer wieder durch „faule“ Kredite

(z. B. Japan) geschwächte Banken- und Finanzsystem

weltweit sturmfest machen.

Es hilft daher weder der internationalen Wettbewerbsfähigkeit

hiesiger Unternehmen noch der Stabilität der

Kreditinstitute, die neue Eigenkapitalrichtlinie mit nationalen

Abschottungsargumenten emotional in Frage

zu stellen. Auch der Ruf nach mehr Staatskrediten für

kleine und mittlere Unternehmen fördert nicht das

Ziel, das Staatsengagement in der Wirtschaft zu reduzieren.

Den Unternehmen stehen zwei Wege offen, die kombiniert

werden können: Sofern ein hoher Fremdfinanzierungsanteil

bevorzugt wird, muss die eigene Bonität

gesteigert und unter Beweis gestellt werden. Erstklassig

geführte Mittelständler mit hoher Ertragskraft und

starker Marktstellung werden auch in Zukunft mit einem

hohen Fremdkapitalanteil fortbestehen können. Alternativ

gibt es die Möglichkeit, die Eigenkapitalbasis

über den Einstieg eines externen Eigenkapitalinvestors,

die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen oder die

Inanspruchnahme des Kapitalmarktes durch Börsengang

oder Begebung einer Anleihe zu stärken.

Rating auch für den Mittelstand

Für alle diese Möglichkeiten ist eines Voraussetzung:

Ob Kreditgeber, Investoren oder Aktionäre – sie alle

müssen von der zukunftsträchtigen Strategie und der

Werthaltigkeit des Unternehmens überzeugt werden.

68

Sonderthema

Ausweis hierfür ist gemeinhin ein Rating. Es steht am

Ende einer Analyse und Bewertung der Erfolgs- und Risikofaktoren

eines Unternehmens durch die Bank oder

eine externe Agentur. Ratings werden künftig maßgeblich

über die Kreditkonditionen einer Firma bzw. – neben

anderen Faktoren – über den Erfolg bei Investoren am

Kapitalmarkt entscheiden.

Das Rating stellt für viele Unternehmen mehr als einen

rein prüfungstechnischen Akt dar. Dem deutschen Mittelstand,

geprägt von familien- oder eigentümergeführten

Betrieben, würde das Offenlegen von Strategien und

Zahlen gegenüber externen Stellen einen erheblichen

Einstellungswandel abverlangen.

Transparenz als Chance

Doch an den Tatsachen kommt niemand vorbei: Ohne

Rating wird die Kreditaufnahme künftig unmöglich werden.

Das sollten die knapp 25 Prozent der Mittelständler,

die sich nach einer Studie des IWK Institut für Wirtschaftsanalyse

und Kommunikation nicht raten lassen

wollen, bedenken. Transparenz nach außen ist häufig

auch eine Chance, sich selbst frühzeitig über Chancen

und Risiken im eigenen Betrieb Gewissheit zu verschaffen

und entsprechende Schritte einzuleiten. Der Ratingprozess

eröffnet vielen Mittelständlern die Möglichkeit

eines Vergleichs mit Wettbewerbern und führt daher

oft zur Verbesserung der internen Strukturen eines Unternehmens.

„Basel II“ und die Folgen sind daher Anstoß für längst

überfällige Reformen am Standort Deutschland. Sie werden

den Mittelstand und die Kapitalmarktkultur langfristig

eher stärken.

Dieser Veränderungsdruck trifft die Unternehmen allerdings

in schwierigen Zeiten. Laut Herbstumfrage 2001

des Verbandes Creditreform befindet sich der Mittelstand

in der schlechtesten Lage seit 1996. Viele Fir-


men planen Entlassungen und wollen ihre Investitionen

drosseln. Mehr als 30.000 Insolvenzen im Jahr

2001 belegen die Schwierigkeiten.

Vom Fremd- zum Eigenkapital

Ungeachtet dieser schwierigen konjunkturellen Bedingungen

sollten im Mittelstand wichtige Weichenstellungen

für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit

nicht länger aufgeschoben werden.

Besonders in wirtschaftlich weniger dynamischen Zeiten

hilft eine ausreichende Eigenkapitaldecke über

Durststrecken hinweg. Deutsche Unternehmen tendieren,

anders als Wettbewerber in anderen Ländern, zur

Kreditfinanzierung. Denn Zinsen sind steuerlich absetzbar;

dieser Effekt hat einen positiven Einfluss auf

die Kapitalkosten eines Unternehmens. Wenn der Zugang

zu Fremdmitteln steiniger wird und zugleich drei

Viertel der Unternehmen steigenden Kapitalbedarf zur

Finanzierung ihrer Wachstumspläne feststellen, bleibt

als Ausweg nur der Aufbau von Eigenkapital. Derzeit

Eigenkapitalausstattung des Mittelstandes

in Deutschland im Verhältnis

zur Bilanzsumme

Eigenkapitalanteil

bis 10% der

Bilanzsumme

39,6%

20,3%

Eigenkapitalanteil

bis 30% der

Bilanzsumme

40,1%

Eigenkapitalanteil

über 30% der Bilanzsumme

Quelle: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand,

Herbst 2001, Creditreform

Weichenstellung für den Mittelstand

liegt die durchschnittliche Eigenkapitalquote in Deutschland

bei 20 Prozent – im Vergleich zu 50 Prozent und

darüber in den Vereinigten Staaten.

Nun kann oder will nicht jedes Unternehmen gleich den

Gang an die Börse wagen. Eigentümer bzw. Manager

schauen sich daher vermehrt nach strategischen Partnern

um. Private-Equity-Gesellschaften mit Investitionsinteresse

an nicht börsennotierten Mittelständlern zählen

dazu. Sie stellen außer Kapital auch ihr Management-

Know-how zur Verfügung und helfen dem Unternehmen

bei der Umsetzung einer geeigneten, unter Umständen

zur Börsenreife führenden Strategie.

So wird „Basel II“ nicht nur den Strukturwandel im Mittelstand

befördern, sondern auch dem Private-Equity-

Markt neue Impulse verleihen und ein Aufschließen

an die angelsächsischen Länder unterstützen.

Eigenkapital ersetzt zunehmend

Kredite

Bei den kleinen und mittleren Unternehmen in

Europa wandelt sich nach einer Studie der EU-

Kommission die Finanzierung. Kredite werden

zunehmend durch Eigenkapital, eine Kombination

von Fremd- und Eigenkapital, Leasing sowie

Darlehens- und Eigenkapitalgarantien ersetzt.

Obwohl Kredite in den nächsten zehn Jahren die

wichtigste Finanzierungsquelle bleiben, müssen

Unternehmen der Studie zufolge umdenken und

zunehmend externe Investoren (z. B. Beteiligungsgesellschaften)

sowie Aktionäre an der Entscheidungsfindung

beteiligen. Dies bedeute einen grundlegenden

Wandel im unternehmerischen Verhalten

und der Unternehmenskultur in Europa,

so das Fazit. Der Bericht ist abrufbar unter:

http://europa.eu.int/comm/enterprise/

entrepreneurship/financing/index.htm

69


„Der Börsengang ist ein wichtiger Meilenstein für Andritz –

gut, dass wir dafür die richtigen Partner hatten.“

Dr. Wolfgang Leitner Dr. Roland Egerer

Vorsitzender des Vorstandes Mitglied der Geschäftsleitung

Andritz AG Deutsche Beteiligungs AG


I. Marktentwicklung

Im Jahr 2001 hat sich das dynamische Wachstum des Private-Equity-Marktes

nicht fortgesetzt; dies gilt auch für die Länder, in denen die Deutsche Beteiligungs

AG aktiv ist. So wurden nach Angaben des Bundesverbandes deutscher

Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) von seinen Mitgliedern in den ersten

neun Monaten des Jahres 2001 in Deutschland rund 2,3 Milliarden 1 in Unternehmensbeteiligungen

investiert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es

rund 2,9 Milliarden 1. Damit ist nach den langjährigen zweistelligen Wachstumsraten

erstmals ein Rückgang im Private-Equity-Markt zu verzeichnen. Eine

ähnliche Entwicklung dokumentieren die Zahlen in anderen europäischen Ländern

und in den Vereinigten Staaten.

Innerhalb der einzelnen Marktsegmente gab es jedoch deutliche Unterschiede.

Die so genannte Later-Stage-Finanzierung in Form von Management-Buy-outs

und Wachstumsfinanzierungen für etablierte mittelständische Unternehmen, in

denen die Deutsche Beteiligungs AG überwiegend aktiv ist, war nahezu stabil.

Nach Angaben der europäischen Branchenorganisation EVCA (European Venture

Capital Association) sanken Investitionen in Management-Buy-outs im ersten

Halbjahr 2001 in Europa von 5,08 Milliarden 1 um lediglich vier Prozent auf

4,86 Milliarden 1. Hingegen schrumpfte der Markt für Early-Stage- bzw. Venture-

Capital-Finanzierungen auf gut zwei Drittel des entsprechenden Vorjahresvolumens.

Diese Entwicklung hat auch Deutschland erfasst.

Nach unserer Auffassung wird das zukünftige Private-Equity-Geschäft in Deutschland

durch folgende drei Faktoren geprägt sein:

1. Die Konzentration der Konzerne auf ihr Kerngeschäft hat während des abgelaufenen

Geschäftsjahres 2000/2001 abermals zugenommen. Die Abgabe

von Randaktivitäten dieser Konzerne ermöglichte eine Anzahl von Management-Buy-outs.

Diese Entwicklung wird anhalten.

2. Die seit Mitte 2000 fehlende Möglichkeit, Unternehmensteile über die Börse

zu veräußern, beflügelt das Private-Equity-Geschäft.

3. Die Diskussion um eine mögliche Veränderung des Kreditvergabeverhaltens

der Kreditinstitute im Zuge neuer Eigenkapitalrichtlinien für Banken („Basel II“)

führt zu einer neuen Situation gerade bei mittelständischen Unternehmen.

Diese Ursache, aber auch das Thema Unternehmensnachfolge, werden den

Bedarf an Private-Equity-Kapital weiter erhöhen.

Lagebericht

71


72

Entwicklung des

DBAG-Portfolios

II. Portfolio-Entwicklung

Das Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG setzte sich zum 31. Oktober 2001

aus insgesamt 49 Unternehmensbeteiligungen mit Anschaffungskosten von

311 Millionen 1 zusammen. Im Vorjahr waren wir in 50 Unternehmen oder Unternehmensgruppen

investiert, die mit Anschaffungswerten von 324 Millionen 1 zu

Buche standen. Da die wirtschaftliche Entwicklung unseres Auslandsgeschäfts

maßgeblich durch die Aktivitäten der DBG Auslands-Holding GmbH bestimmt

wird, ist in diesem Bericht die Portfolio-Entwicklung insgesamt dargestellt.

Obgleich sich das Marktumfeld im Private-Equity-Geschäft in diesem Jahr eingetrübt

hat, agierte die Deutsche Beteiligungs AG besonnen und solide. Das Investitionsvolumen

lag mit 31,4 Millionen 1 deutlich unter dem Vorjahresniveau

von 100,7 Millionen 1. Dieser Rückgang beruhte auf einer bewussten Investitionszurückhaltung

der Gesellschaft angesichts der schlechten konjunkturellen

Entwicklung und der hohen Bewertungen für die im Markt angebotenen Unternehmensbeteiligungen.

Andere Investoren waren aufgrund von Anlagedruck

oder strategischen Überlegungen in den von uns geprüften Fällen bereit, deutlich

höhere Preise zu zahlen.

350

300

250

200

150

100

50

0

275

47

Investitionen in Mio. 5

324

Anzahl der Beteiligungen

1998/1999 1999/2000 2000/2001

Vier von insgesamt sechs neuen Engagements betreffen Co-Investments mit

un seren ausländischen Partnern in den Vereinigten Staaten von Amerika und in

Österreich. Insgesamt haben wir 13,3 Millionen 1 in neue Beteiligungen investiert,

das entspricht einem Anteil von 42,3 Prozent an den Gesamtinvestitionen.

Im Vorjahr belief sich diese Quote auf 61,0 Prozent. Auf den Ausbau bestehender

Engagements entfielen 18,1 Millionen 1 bzw. 57,7 Prozent der Gesamtinvestitionen.

Der durchschnittliche Investitionsbetrag stagnierte erstmals nach

mehrjährigen kontinuierlichen Steigerungen aufgrund der fehlenden größeren

inländischen Investments bei 6,3 Millionen 1 (Vorjahr 6,5 Millionen 1).

Sieben Unternehmensbeteiligungen mit Anschaffungskosten von 32,8 Millionen

1 wurden vollständig veräußert. Zusammen mit Rückführungen und Teil-

50

311

49

57

55

53

51

49

47

45

43


veräußerungen reduzierten sich im Berichtszeitraum die Anschaffungskosten

des Portfolios um insgesamt 44,4 Millionen 1 auf 311 Millionen 1. Die Desinvestitionen

beliefen sich im Vorjahr auf 15,7 Millionen 1.

III. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2000/2001 der

Deutschen Beteiligungs AG

Das Ergebnis der Deutschen Beteiligungs AG hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr

deutlich abgeschwächt. Der Jahresüberschuss lag mit 7,8 Millionen 1 um

24,3 Millionen 1 oder 76 Prozent unter dem Spitzenwert des Vorjahres von 32,1

Millionen 1. Grund dafür waren im Wesentlichen nicht erzielte Veräußerungsgewinne.

Durch die weltweite Abkühlung der Konjunktur und die Flaute auf allen

Kapitalmärkten war die Möglichkeit für Unternehmensverkäufe stark eingeschränkt.

Der für die Deutsche Beteiligungs AG zwar nicht vorrangige, aber in

geeigneten Fällen doch praktizierte Veräußerungsweg eines Börsengangs war

2001 durch eine ausgeprägte Schwäche des Aktienmarktes nahezu vollständig

blockiert. So mussten wir Anfang Juli 2001 den Verkauf unserer Anteile der Lignum

Technologie AG über den Kapitalmarkt verschieben, wodurch ein geplanter

wesentlicher Ergebnisbeitrag nicht zustande kam.

Zur leichteren Analyse unserer Geschäftsentwicklung haben wir die Daten der

nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Gewinn-und-Verlust-Rechnung

der Deutschen Beteiligungs AG in folgender Übersicht neu gruppiert.

Lagebericht

in Tsd. 5 Anhang Nr. 2000/01 1999/00 Veränderung

in % absolut

Ergebnis aus dem

Beteiligungsgeschäft

Ergebnis aus Bewertung/

7, 8, 9, 12*, 13 25.205 60.769 –59 % –35.564

Risikovorsorge

Aufwand für das

Beteiligungsmanagement

1, 10, 12* –9.484 –11.402 17 % –1.918

(saldiert mit Erträgen)

Ergebnis der gewöhnlichen

1, 10, 11, 12 10.710 6.353 69 % 4.357

Geschäftstätigkeit 5.011 43.014 –88 % –38.003

Jahresüberschuss 7.780 32.079 –76 % –24.299

Ergebnis pro Aktie in 5 0,56 2,56 –78 % –2,00

* Einige Aufwendungen, die eindeutig im Zusammenhang mit dem Beteiligungsergebnis einzelner Engagements zu sehen sind und

keine Managementaufwendungen darstellen, waren unter „Sonst. betriebliche Aufwendungen“ auszuweisen.

73


74

III. 1. Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft

Das Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft lag mit 25,2 Millionen 1 um 35,6

Millionen 1 bzw. 59 Prozent unter dem Vorjahreswert von 60,8 Millionen 1. Den

Spitzenwert des Vorjahres prägten die Veräußerungsgewinne aus den Engagements

bei der Sebaldus Druck und Verlag GmbH und der GAH Anlagentechnik

AG. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr

bei den sieben Veräußerungen nicht die hohen Wertsteigerungen der

Vorjahre realisieren. Es handelte sich dabei überwiegend um kleinere Beteiligungen,

die keine bzw. keine nennenswerten Ergebnisbeiträge brachten. Ergebnisbelastend

wirkte sich auch der Verlust aus der Abgabe der noch verbliebenen

Beteiligung an der Libro AG aus. Im Geschäftsjahr 1998/1999 hatten wir allerdings

hohe Erträge aus der Veräußerung eines Teils des Engagements vereinnahmt,

die den zuletzt verzeichneten Abgangsverlust deutlich überkompensierten.

Die erfolgreiche Beteiligungsveräußerung von Czech On Line im Jahr 2000 konnte

nicht direkt von uns als Beitrag zum Beteiligungsergebnis ausgewiesen werden.

Trotz des neuen Steuergesetzes wäre ein steuerpflichtiger Gewinn entstanden.

Es wurde daher ein indirekter Ausweis über die Einbringung der Anteile an

der DBG Auslands-Holding GmbH an eine neu gegründete Tochtergesellschaft

der Deutschen Beteiligungs AG gewählt. Die so ausgewiesene Wertsteigerung

repräsentiert im Wesentlichen den Ergebnisbeitrag aus der Gewinnbeteiligung

der verbundenen Gesellschaft.

III. 2. Ergebnis aus der Bewertung von Portfolio-Investments

Ziel im Beteiligungsgeschäft sind Veräußerungsgewinne durch die Abgabe von

Unternehmensanteilen aus dem Beteiligungsportfolio. Unsere Strategie ist die

langfristige Wertsteigerung unserer Beteiligungsengagements, gleichwohl sind

im Rahmen der konjunkturellen oder geschäftlichen Entwicklung der Beteiligungsunternehmen

aus Vorsichtsgründen Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen

vorzunehmen. Diese beruhen stets auf Einschätzungen der längerfristigen

Werthaltigkeit eines Engagements.

Der Saldo aus Einzelwertberichtigungen bei drei Beteiligungsengagements und

einer Wertaufholung (1,2 Millionen 1) belief sich auf insgesamt 9,5 Millionen 1.

Der Wert lag damit um 1,9 Millionen 1 unter dem Vorjahreswert von 11,4 Millionen

1. Diese Wertveränderungen repräsentieren 3,8 Prozent der Finanzanlagen

der Deutschen Beteiligungs AG zu Beginn des Geschäftsjahres in Höhe von

252 Millionen 1.


III. 3. Aufwand für das Beteiligungsmanagement

Der Saldo aus Aufwendungen für die Akquisition und das Management des Beteiligungsportfolios

und den Erträgen aus dem Beteiligungsmanagement war durch

Einmalaufwendungen im Personalbereich in Höhe von 2,9 Millionen 1 belas tet.

Die Personalkosten reduzierten sich von 10,0 Millionen 1 auf 8,8 Millionen 1 aufgrund

des Wegfalls der ergebnisabhängigen Tantiemenzahlungen. Ohne die Einmal

aufwen dungen bei den Personalkosten hätten sich diese auf 6,0 Millionen 1

reduziert. Bei den übrigen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere die Beratungsaufwendungen

um 0,9 Millionen 1 auf 3,2 Millionen 1. Die Erträge aus der

Vergütung für das Management von Parallelfonds reduzierten sich um 5,0 Millionen

1 von 10,7 Millionen 1 auf 5,7 Millionen 1 aufgrund eines Erfolgsanteils, der

im Vorjahr bezahlt wurde, und des geringeren Volumens eines gemanagten Fonds.

III. 4. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 5,0 Millionen 1 um

38,0 Millionen 1 bzw. 88 Prozent unter dem Spitzenwert von 43,0 Millionen 1

im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite, gemessen am Stand des Eigenkapitals zu Beginn

des Geschäftsjahres, belief sich auf 2,9 Prozent, nach 40,0 Prozent im Vorjahr.

Der Rückgang ist auch auf die um 51 Prozent erhöhte Kapitalbasis im Rahmen

einer Kapitalerhöhung vom Juli 2000 um 58 Millionen 1 zurückzuführen.

2000/2001 1999/2000 1998/1999

Beteiligungsergebnis in Mio. 5 25,2 60,8 50,8

Ergebnis je Aktie in 5 0,56 2,56 3,13

Der Jahresüberschuss lag mit 7,8 Millionen 1 um 24,3 Millionen 1 unter dem

Vorjahreswert. Das Ergebnis pro Aktie reduzierte sich von 2,56 1 pro Aktie (adjustiert

aufgrund der Kapitalerhöhung) auf 0,56 1 pro Aktie im abgelaufenen

Geschäftsjahr. Der Vorjahreswert reduziert sich bezogen auf die aktuelle Zahl

der Aktien von 14.000.000 auf 2,29 1.

III. 5. Dividendenvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 20. März 2002

eine Dividende in Höhe von 0,50 1 je Aktie vor. Die Dividende wird aufgrund

der Steuergesetzänderung letztmals mit vollständiger Steuergutschrift von 0,21

1 pro Aktie ausgestattet sein, so dass sich der Gesamtbetrag der Dividenden-

Lagebericht

Ergebnisentwicklung

75


76

Entwicklung der

Bilanzstruktur

zahlung für anrechnungsberechtigte Aktionäre auf 0,71 1 je Aktie erhöht. Die

vergleichbare Dividende des Vorjahres lag bei 2,57 1 je Aktie.

IV. Finanz- und Vermögenslage

Die Finanzlage der Deutschen Beteiligungs AG wird neben den erwirtschafteten

Erträgen maßgeblich von den Investitionen und Desinvestitionen in Beteiligungen

und deren Finanzierung bestimmt. Der Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr

mit 16,9 Millionen 1 aufgrund der ausgebliebenen Erträge ebenfalls

deutlich unter dem Vorjahreswert von 43,0 Millionen 1.

in Mio.1

300

250

200

150

100

50

0

231,5

53,4

Anlagevermögen Umlaufvermögen Eigenkapital Rückstellungen Fremdkapital

252,7

Das Finanzanlagevermögen war zum Bilanzstichtag mit 258 Millionen 1 nahezu

unverändert gegenüber dem Vorjahreswert von 252 Millionen 1. Die Finanzierung

über Eigenkapital ist infolge der Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr

1999/2000 in Höhe von 25,2 Millionen 1 und eines nur leicht positiven Jahresüberschusses

für das Geschäftsjahr 2000/2001 von 7,8 Millionen 1 von 198

Millionen 1 auf 180 Millionen 1 zurückgegangen. Mit einer Eigenkapitalquote

von 62,1 Prozent ist unser Unternehmen solide finanziert. Der Anstieg der Verbindlichkeiten

gegenüber verbundenen Unternehmen auf 35,5 Millionen 1

wurde für die leichte Rückführung der Bankverbindlichkeiten, die Gewinnausschüttung

und die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten verwendet.

V. Risikomanagement

V. 1. Externe Faktoren

258,3

39,7 32,0

129,0

123,5

197,7

23,8

70,9

180,3

21,2

88,9

1998/1999 1999/2000 2000/2001 1998/1999 1999/2000 2000/2001

Vermögen Kapital

Das Umfeld der Finanzmärkte, in denen sich die Deutsche Beteiligungs AG bewegt,

zeigte im Laufe des Geschäftsjahres extreme Ausschläge. Die Bewertun-

32,4


gen für potenzielle Unternehmenskäufe lagen deutlich über den Werten, die wir

zu zahlen bereit waren. Aus diesem Grund waren fast keine inländischen Neu-

Investments zu verzeichnen. An den Aktienmärkten wurden Wertmaßstäbe,

insbesondere am Neuen Markt und in der Telekommunikationsbranche, nach

unten korrigiert. Die daraus resultierende Zurückhaltung von Investoren betraf

schließlich ganze Märkte mit entsprechender Ausstrahlung auf die ohnehin rückläufige

Konjunktur. Die Börseneinführung der Lignum AG, die einen maßgeblichen

positiven Einfluss auf unser Jahresergebnis gehabt hätte, musste infolge

der Kaufzurückhaltung institutioneller Investoren verschoben werden. Langfristig

betrachtet ist der Verkauf von Beteiligungen über die Börse für uns nicht der

wichtigste Exit-Kanal, dennoch belastet eine so stark ausgeprägte Börsen-Baisse

wie in den Jahren 2000 und 2001 das Ergebnis der Deutschen Beteiligungs AG.

V. 2. Unternehmensspezifische Faktoren

Der Erfolg der Deutschen Beteiligungs AG im Private-Equity-Geschäft hängt

von folgenden Faktoren ab:

Investitionen in Erfolg versprechende Beteiligungen gemäß der Portfolio-

Strategie

Ausbau und Sicherung des Wertes bestehender und neuer Beteiligungen

Realisierung des geschaffenen Mehrwerts durch laufende Erträge und Veräußerungsgewinne

Dafür sind ein hoch qualifiziertes und motiviertes Mitarbeiterteam sowie ein

Netzwerk von Kontakten für die kontinuierliche Akquisition von Beteiligungen

erforderlich. Den hohen Renditechancen stehen im Einzelfall Abschreibungen

von Beteiligungen gegenüber, die im Private-Equity-Geschäft nicht auszuschließen

sind.

In der Geschäftsabwicklung der Deutschen Beteiligungs AG spielen operative

Risiken nur eine untergeordnete Rolle angesichts der insgesamt geringen Anzahl

von administrativen Geschäftsvorfällen und der vergleichsweise geringen

Mitarbeiterzahl sowie der Einbindung mehrerer Mitarbeiter bei größeren Einzeltransaktionen.

V. 2. 1. Investitionen auf Basis der Portfolio-Strategie

Aufgrund der langfristigen Tätigkeit der Deutschen Beteiligungs AG im Private-

Equity-Geschäft wurde eine Strategie formuliert, die unter Berücksichtigung ei-

Lagebericht

77


78

nes ausgewogenen Chance-Risiko-Profils bei Beteiligungsengagements ein hohes

Ergebnispotenzial aufweist. Die Deutsche Beteiligungs AG bevorzugt seit

vier Jahren Investitionen im Rahmen von Mehrheitsübernahmen bzw. in Beteiligungen,

in denen wir zusammen mit anderen Finanzinvestoren die Mehrheit

halten. Minderheitsbeteiligungen erfolgen in der Regel nur bei Unternehmen,

für die der Börsengang eine realistische Option oder ein Verkauf der Beteiligung

anderweitig ge sichert ist. Um das Risiko zu minimieren, das in der Beteiligung

an jungen und kleineren Unternehmen liegt, beteiligt sich die Deutsche Beteiligungs

AG schwerpunktmäßig an bereits etablierten Firmen, deren Jahresumsatz

in der Regel 50 Millionen 1 deutlich übersteigt. Unsere Strategie ist es, die

Größe des Einzelengagements sukzessive zu erhöhen. Dies entspricht auch der

allgemeinen Marktentwicklung.

Bei allen Investitionsentscheidungen wird aus Gründen der Risikodiversifikation

darauf geachtet, dass ein einzelnes Investment zehn Prozent des konsolidierten

Finanzanlagevolumens des Konzerns nicht überschreitet. Das größte Investment

ist die Beteiligung an der Bauer AG, die 9,5 Prozent des Buchwertes aller Beteiligungsengagements

ausmacht.

Die Deutsche Beteiligungs AG ist in vielen Branchen engagiert und damit weit

diversifiziert. Dadurch werden Risiken minimiert, die sich aus der Konzentration

auf wenige Branchen und deren wirtschaftliche Entwicklung ergeben können.

Gleichwohl hat die Deutsche Beteiligungs AG Investitionsschwerpunkte. Zum

Bilanzstichtag waren 28 Prozent des Buchwertes aller Beteiligungsengagements

in der Investitionsgüterindustrie investiert.

Um die Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen in verschiedenen Regionen

zu verringern, haben wir unsere regionale Diversifikation fortgesetzt.

Unser Ziel, rund ein Drittel des Portfolios im Ausland zu investieren, ist seit einigen

Jahren erreicht. Zum 31. Oktober 2001 waren 38 Prozent des Buchwertes

der Beteiligungsengagements außerhalb Deutschlands und 28 Prozent außerhalb

Europas investiert.

V. 2. 2. Ausbau und Sicherung des Wertes der Beteiligungen

Zur Vermeidung bzw. zur Reduzierung von Risiken existiert ein umfassendes Controllingsystem.

Dieses wird ständig weiterentwickelt und optimiert. Die Berichterstattung

der Beteiligungsunternehmen über ihre wirtschaftliche Entwicklung

erfolgt grundsätzlich monatlich. Darüber hinaus übt die Deutsche Beteiligungs

AG Aufsichts- und Beiratsmandate in den wesentlichen Beteiligungsunterneh-


men aus. So können wir frühzeitig auf negative Entwicklungen reagieren. Lediglich

bei zwei Fondsinvestments, die zusammen 2,4 Prozent des Portfolio-

Volumens ausmachen, erhalten wir nur eine halbjährliche Berichterstattung.

Trotz aller Maßnahmen werden auch künftig Wertberichtigungen auf Einzelengagements

nicht verhindert werden können. Deren Auswirkungen auf das Jahresergebnis

sollen jedoch u. a. durch die Anlagestrategie reduziert werden.

Die unternehmerische Begleitung der Beteiligungsunternehmen erfolgt nicht nur

in Hinblick auf die Vermeidung von Risiken, sondern vorrangig mit dem Ziel einer

Wertsteigerung. Die Maßnahmen und Entscheidungen hierfür werden über

die Gremien der Beteiligungsunternehmen angestoßen. Bei Unternehmenskäufen

und -verkäufen durch Beteiligungsunternehmen und bei Finanzierungs fragen

sind wir durch unsere Mitarbeiter auch unterstützend tätig. Die Motivation der

Mitarbeiter und des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG, sich für eine Maximierung

der Gewinne aus den Beteiligungsengagements einzusetzen, wird

durch einen hohen erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteil sichergestellt.

V. 2. 3. Realisierung des Wertes der Beteiligungen

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Private-Equity-Geschäft ist die Realisierung

von Veräußerungsgewinnen. Daher prüfen wir schon vor dem Erwerb einer

Beteiligung, welche Möglichkeiten es gibt, sich nach einer Phase der Wertentwicklung

wieder von dem Unternehmen zu trennen. Ferner wird im Laufe

eines Geschäftsjahres an den Veräußerungen von mehreren Beteiligungen gearbeitet,

um das Risiko zu verringern, von einem einzelnen Unternehmensverkauf

abhängig zu sein. Trotzdem kann es im Private-Equity-Geschäft zu einer

Verzerrung der Vergleichbarkeit aus Gründen einer Stichtagsbetrachtung zum

Geschäftsjahresende kommen. Komplexe Transaktionen, wie z. B. ein Unternehmensverkauf

oder Börsengang, lassen sich nicht immer innerhalb eines bestimmten

Geschäftsjahres abwickeln. Verzögerungen können sich unerwartet durch

Veränderungen im Kapitalmarktumfeld ergeben. Es werden jedoch grundsätzlich

keine Beteiligungen eingegangen, für die eine realistische mittelfristige Veräußerungsperspektive

nicht erkennbar ist.

Neben den Erträgen aus der Veräußerung von Beteiligungen sind auch laufende

Erträge aus den Beteiligungen in Form von Dividenden, Gewinnanteilen und

Zinserträgen für das Jahresergebnis der Deutschen Beteiligungs AG von Bedeutung.

Das jährliche Volumen dieser Erträge ist allerdings begrenzt und variiert

mit der Ertrags- und Finanzlage der Beteiligungsunternehmen.

Lagebericht

79


80

VI. Akquisition von Unternehmen

Um einen kontinuierlichen Strom von Unternehmensakquisitionen zu gewährleisten,

können wir auf ein großes nationales und internationales Netzwerk aus

Kontakten zu Industrieunternehmen, Investmentbanken, Wirtschaftsprüfern,

Rechtsanwälten etc. zurückgreifen. Dazu zählt auch die Stellung der Deutschen

Beteiligungs AG als langjähriger Private-Equity-Partner der Deutschen Bank AG.

Die Portfolio-Strategie mit der Konzentration auf die mehrheitliche Übernahme

von größeren Unternehmen und der Ertragsanspruch haben zur Folge, dass nicht

jede Möglichkeit zum Unternehmenskauf wahrgenommen wird. Eine Schwankung

der Zahl von Neu-Investitionen im Zeitvergleich ist für das Geschäft üblich

und spiegelt die strengen Kriterien wider, die wir an profitable Beteiligungen

stellen.

VII. Mitarbeiter

Zur Realisation unseres Erfolges brauchen wir ein qualifiziertes und hoch motiviertes

Mitarbeiterteam. Das Vergütungssystem der Deutschen Beteiligungs AG

lässt Vorstand und Mitarbeiter an Erfolg und Misserfolg gleichermaßen teilhaben.

Dieses Vergütungssystem für das Führungsteam im Beteiligungsmanagement

wurde im Geschäftsjahr modifiziert, so dass ab dem neuen Geschäftsjahr

2001/2002 für neue Direktbeteiligungen grundsätzlich ein Co-Investment dieses

Personenkreises erforderlich ist.

Über das interessante Vergütungssystem hinaus bieten wir ein motivierendes

Arbeitsumfeld, das sich durch flache Hierarchien, eine auf Teamarbeit basierende

Projektorganisation und durch eine frühzeitige Übertragung von Verantwortung

und Kompetenzen auszeichnet. Die Mitarbeiterzahl blieb seit dem letzten

Bilanzstichtag unverändert bei 50.

VIII. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2000/2001 wurde der Erwerb der Automobilzulieferer-Sparten

Schalldämmung und -isolierung sowie faserverstärkte

Kunststoffe von der Rütgers AG abgeschlossen. Das Investment erhöhte sich

dadurch von 2,7 Millionen 1 auf nunmehr 10,7 Millionen 1. Ferner wurden seit

Geschäftsjahresbeginn 0,9 Millionen 1 in die Erhöhung bestehender Engagements

investiert. Abgänge oder Teilabgänge waren nicht zu verzeichnen.


IX. Ausblick

Die konjunkturelle Abschwächung und die Unsicherheiten an den Finanzmärkten

halten auch zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2001/2002 an. Zugleich

gehen die Prognosen führender Wirtschaftsforschungsinstitute und anderer Institutionen

weit auseinander.

Wir erwarten, dass sich die Deutsche Beteiligungs AG in diesem ungewissen

Umfeld gut entwickeln wird: Der Private-Equity-Markt in Deutschland erhält

wichtige Impulse. Neben der Steuerreform, die den weitgehend steuerfreien Verkauf

von Unternehmensbeteiligungen ermöglicht, wird die anhaltende Konzentration

großer Konzerne auf ausgewählte Geschäftsfelder das M&A-Geschäft

in Deutschland beflügeln. Dies kommt auch dem Private-Equity-Markt zugute.

Wir bearbeiten derzeit mehrere interessante und aussichtsreiche Investitionsgelegenheiten.

Wenn die weitgehend einhelligen Erwartungen der Kapitalmarktakteure

zutreffen und sich zumindest die Eigenkapitalmärkte im Sommer

2002 wieder beleben, werden dadurch für die Deutsche Beteiligungs AG die

Exit-Möglichkeiten verbessert. Das Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG

enthält mehrere reife Beteiligungen, deren Veräußerung teilweise bereits vorbereitet

ist. Die Steuerreform in Deutschland wird nicht nur das M&A-Geschäft

begünstigen; sie senkt auch die Steuerquote der Deutschen Beteiligungs AG.

Angesichts der Marktentwicklung, der Qualität unseres Portfolios und der erwähnten

Umfeldbedingungen sind wir zuversichtlich, dass sich das laufende

Geschäftsjahr 2001/2002 positiv entwickeln wird.

Frankfurt am Main, den 10. Dezember 2001

Lagebericht

81


Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Oktober 2001

Aktiva in Tsd. J Anhang Nr. 31.10.2001 31.10.2000

Sachanlagen 816 476

Anteile an verbundenen Unternehmen 22.792 804

Beteiligungen

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen

224.487 243.203

ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.151 8.180

Wertpapiere des Anlagevermögens 114 0

Finanzanlagen 257.544 252.187

Anlagevermögen (1) 258.360 252.663

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen Unternehmen,

(2) 43 6.127

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (2) 7.901 4.223

Sonstige Vermögensgegenstände (3) 17.536 29.271

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 25.480 39.621

Wertpapiere (4) 116 71

Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.430 13

Umlaufvermögen 32.026 39.705

Rechnungsabgrenzungsposten 14 56

290.400 292.424

Treuhandforderungen 0 2.045

Passiva in Tsd. J Anhang Nr. 31.10.2001 31.10.2000

Gezeichnetes Kapital 36.400 36.400

Kapitalrücklage 102.194 102.194

Gesetzliche Rücklage 403 403

Rücklage für eigene Anteile 6 71

Andere Gewinnrücklagen 25.298 25.298

Gewinnrücklagen 25.707 25.772

Bilanzgewinn 15.987 33.341

Eigenkapital (5) 180.288 197.707

Pensionsrückstellungen 8.545 7.424

Steuerrückstellungen 9.829 10.039

Sonstige Rückstellungen 2.827 6.354

Rückstellungen (6) 21.201 23.817

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.660 45.094

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.418 386

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

35.532 0

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.846 11.335

Sonstige Verbindlichkeiten 5.455 14.085

Verbindlichkeiten 88.911 70.900

290.400 292.424

Treuhandverbindlichkeiten 0 2.045

82


Jahresabschluss

Geschäftsjahr 1.11.2000 bis 31.10.2001 – Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Anhang 2000/2001 1999/2000

Nr. Tsd. J Tsd. J

Erträge aus Finanzanlagen (8) 15.435 20.986

Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen (9) 21.604 56.794

Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen

Abschreibungen auf Finanzanlagen

(10) 9.041 8.225

und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (1) 10.017 17.184

Sonstige betriebliche Erträge (11) 9.568 18.558

Personalaufwand (12) 8.775 10.029

Abschreibungen auf Sachanlagen (1) 351 310

Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) 10.619 14.478

Zinsergebnis (14) –2.793 –3.098

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.011 43.014

Steuern (15) –2.769 10.935

Jahresüberschuss 7.780 32.079

Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.142 6.333

Entnahmen aus Gewinnrücklagen 65 0

Einstellung in Gewinnrücklagen 0 5.071

Bilanzgewinn 15.987 33.341

83


Jahresabschluss

Kapitalfl ussrechnung

Mittelzufluss (+)/Mittelabfluss (–) 2000/2001 1999/2000

Tsd. J Tsd. J

Jahresüberschuss 7.780 32.079

Bildung von Wertberichtigungen 10.016 17.184

Abschreibungen auf Sachanlagen 351 310

Zuschreibungen – 1.214 – 6.555

Cashflow aus Ertrag 16.933 43.018

Zunahme (–)/Abnahme (+) der Forderungen

Erhöhung (–)/Verminderung (+) der sonstigen

2.406 22.286

Vermögensgegenstände/Wertpapiere/RAP 11.732 – 8.740

Zunahme (+)/Abnahme (–) der Rückstellungen – 2.616 – 8.569

Erhöhung der Verbindlichkeiten ohne Bankkredite/RAP 20.445 16.246

Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit 48.900 64.241

Finanzanlageinvestition – 53.954 – 79.251

Abgänge von Finanzanlagen 39.796 47.246

Investitionen in Sachanlagen/immaterielles Vermögen (netto) – 691 – 122

Nettoinvestitionen – 14.849 – 32.127

Ausschüttung Dividende Vorjahr – 25.200 – 21.474

Kapitalerhöhung 0 58.058

Finanzierungsüberschuss (Finanzierungsbedarf) 8.851 68.698

Rückführung von Bankverbindlichkeiten 8.851 68.698

Aufnahme Bankkredite 0 0

84


Allgemeine Angaben

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten einer Unternehmensbeteiligungsgesellschaft

wurde die gesetzlich vorgeschriebene Gliederung

der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gemäß § 265 Abs. 6 HGB umgestellt sowie

um die Posten „Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen“ und „Verluste aus

dem Abgang von Beteiligungen“ erweitert.

Nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB sind einige Posten der Gewinn-und-Verlust-

Rechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen, um die

Klarheit der Darstellung zu vergrößern.

Die „Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen“ erfassen den Differenzbetrag

zwischen erzielten Erlösen und Buchwerten. Unter „Verluste aus dem Abgang

von Beteiligungen“ werden Differenzbeträge ausgewiesen, soweit die Erlöse

unter den Buchwerten liegen.

Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften

bei den Posten der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung anzubringenden

Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt

im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung

planmäßiger Abschreibungen (lineare Methode) bewertet. Die Abschreibungen

richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter

werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Im Anlagespiegel wird der

Abgang der geringwertigen Anlagegüter im Folgejahr dargestellt.

Die Finanzanlagen sind nach dem Grundsatz der Einzelbewertung mit den Anschaffungskosten

bilanziert. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird

durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit

dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende

Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens

Jahresabschluss

Anhang für das Geschäftsjahr 2000/2001

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

85


Anhang für das Geschäftsjahr 2000/2001

86

Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Währungsumrechnung

(1) Anlagevermögen

werden mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden

Wert angesetzt.

Die Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der nach

vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um

erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen abzudecken.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren,

das bei Abschlüssen auf der Grundlage der „International

Accounting Standards“ (IAS) zur Anwendung kommt. Der Rechnungszinsfuß

beträgt 5,5 % p. a. Wertbestimmende Einflussgrößen sind die erwartete Fluktuation

und die künftigen Gehalts- und Rentensteigerungen, die mit 2,5 % p. a.

angenommen werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Rückzahlungsbeträgen pas siviert.

Die Bewertung von Finanzanlagen in Fremdwährung erfolgt grundsätzlich zum

Fremdwährungskurs im Anschaffungszeitpunkt, die von Fremdwährungsforderungen

und -verbindlichkeiten erfolgt zum Anschaffungskurs oder zu dem

niedrigeren Stichtagskurs bzw. zum Rückzahlungskurs. Fremdwährungsposten

in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden zum Kurs bei Zahlungseingang

bzw. -aus gang umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anschaffungskosten Abschrei- Rest- Zuschrei- Rest- Abschreibungen

Stand Zugänge Abgänge Umbu- bungen buchwert bung buchwert Geschäftsjahr

Angaben in Tsd. J 1.11.2000 chungen (kumuliert) 31.10.2001 31.10.2000 2000/2001

Betriebs- und

Geschäftsausstattung 1.227 799 516 0 694 816 0 476 351

Sachanlagen

Anteile an verbundenen

1.227 799 516 0 694 816 0 476 351

Unternehmen 804 21.988 0 0 0 22.792 0 804 0

Beteiligungen

Ausleihungen an Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungs-

255.438 28.782 45.055 383 15.061 224.487 0 243.203 7.153

verhältnis besteht 9.547 3.070 358 –383 1.725 10.151 1.214 8.180 1.726

Wertpapiere des Anlagevermögens 0 114 0 0 0 114 0 0 0

Finanzanlage 265.789 53.954 45.413 0 16.786 257.544 1.214 252.187 8.879

267.016 54.753 45.929 0 17.480 258.360 1.214 252.663 9.230


Zugänge beim beweglichen Sachanlagevermögen aus der ersten Hälfte des

Geschäftsjahres werden mit dem vollen Jahresbetrag, Zugänge aus der zweiten

Hälfte des Geschäftsjahres mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Die kumulierten Abschreibungen auf Beteiligungen und Ausleihungen betreffen

die Engagements bei sieben Beteiligungsunternehmen. Die Abschreibungen

auf Finanzanlagen enthalten weiterhin eine Direktabschreibung in Höhe von

1.016 Tsd. 1 (Vorjahr 4.155 Tsd. 1).

Angaben in Tsd. J 31.10.2001 31.10.2000

Verbundene Unternehmen 43 6.127

Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis

Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis

7.901 4.223

(davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (21) (21)

Forderungen 7.944 10.350

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Gewinn- und Zinsansprüchen

sowie Beratungsleistungen.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um

Forderungen aus Anrechnungsguthaben gegenüber dem Finanzamt.

Angaben in Tsd. J 31.10.2001 31.10.2000

Eigene Anteile 6 71

Sonstige Wertpapiere 110 0

Wertpapiere 116 71

Angaben in Tsd. J Gezeichne- Kapital- Gewinntes

Kapital rücklage rücklagen

Stand: 1.11.2000 36.400 102.194 25.772

Entnahme aus Gewinnrücklagen für eigene Aktien –65

Stand: 31.10.2001 36.400 102.194 25.707

Das Grundkapital ist in 14.000.000 Stückaktien eingeteilt. Der rechnerische Anteil

am Grundkapital beträgt 2,60 1 je Stückaktie. Es besteht ein genehmigtes

Kapital in Höhe von 10.139 Tsd. 1, das bis zum 27. Mai 2003 befristet ist. Es

(2) Forderungen

(3) Sonstige Vermögensgegenstände

(4) Wertpapiere

(5) Eigenkapital

87


Anhang für das Geschäftsjahr 2000/2001

88

kann zur Erhöhung des gezeichneten Kapitals durch Ausgabe neuer Aktien gegen

Geldeinlagen verwendet werden.

Die Hauptversammlung vom 27. März 2001 hat ein bedingtes Kapital von bis

zu 7.800.000 1 geschaffen, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/

oder Wandelschuldverschreibungen (Teilschuldverschreibungen), die bis zum

24. März 2006 begeben werden, Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte auf bis

zu 3.000.000 Stück neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag

am Grundkapital nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen

gewähren zu können.

Die Hauptversammlung vom 27. März 2001 hat ein weiteres bedingtes Kapital

geschaffen, um Mitgliedern des Managementteams der Gesellschaft, die einen

positiven Beitrag zur Performance der Aktie leisten, Optionsrechte auf Aktien

der Gesellschaft ausgeben zu können. Bis zum 24. März 2006 kann das Grundkapital

der Gesellschaft um bis zu 1.820.000 1 durch Ausgabe von bis zu

700.000 Stück Aktien zur Gewährung von Optionsrechten nach Maßgabe der

jeweiligen Optionsbedingungen bedingt erhöht werden.

Die Aktien sind in den Amtlichen Handel an den Wertpapierbörsen Frankfurt

am Main und Düsseldorf sowie in den Freiverkehr der Wertpapierbörsen von

Berlin, Hamburg, München und Stuttgart einbezogen.

Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern der Gesellschaft oder von verbundenen

Unternehmen bietet der Vorstand Aktien der Gesellschaft zum Kauf zu

Vorzugskonditionen an, die sich an den steuerlichen Vorschriften und Grenzen

orientieren. Daraus ergaben sich folgende Transaktionen mit eigenen Anteilen

im Geschäftsjahr 2000/2001.

Erwerbs-/Veräuße- Stück Anteil am

rungspreis je Aktie Grundkapital

5 5 %

Zugang

12.5.2000 39,42 1.588 4,1

28.7.2000 29,29 298 0,7

Stand: 31.10.2000 1.886 4,8 0,1

Abgang/Übertragung

11.5.2001 30,81 –366 –0,9

22.6.2001 22,94 –1.222 –3,1 –0,1

Stand: 31.10.2001 298 0,8 0,0


Entwicklung der Gewinnrücklagen:

Angaben in Tsd. J Gesetzliche Rücklage Andere Gewinn-

Rücklage für eigene Gewinn- rücklagen

Aktien rücklagen gesamt

Stand: 1.11.2000 403 71 25.298 25.772

Entnahmen 0 –65 0 –65

Stand 31.10.2001 403 6 25.298 25.707

Die Gesetzliche Rücklage blieb unverändert, da der darin eingestellte Betrag

und die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB zusammen den zehnten

Teil des Grundkapitals erreichen.

Die Rücklage für eigene Aktien wurde in Höhe des auf der Aktivseite ausgewiesenen

Betrages gebildet und resultiert aus Restbeständen im Zusammenhang

mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 8.141 Tsd. 1 (Vorjahr: 6.333 Tsd. 1)

enthalten.

Mitteilungen der Aktionäre über die Stimmrechtsanteile nach § 21 Abs. 1 Satz 1

WpHG:

Beteiligungs-/ Stimmrechtsanteil

Stimmrechts- am eingetragenen

anteil in % Grundkapital

SchmidtBank KGaA, Hof/Saale 6,25 875.000

Gerling-Konzern Lebensversicherungs-AG, Köln 15,00 2.100.000

Wolfersberg GmbH & Co. KG, Grasbrunn

BOJA Beteiligungs Aktiengesellschaft & Co.

15,00 2.100.000

Vierte Beteiligungs KG, Eschborn 15,00 2.100.000

Die SchmidtBank KGaA, Hof/Saale, hat uns am 20. Februar 1995 mitgeteilt,

dass sie an unserer Gesellschaft mit 6,25 Prozent am stimmberechtigen Kapital

beteiligt ist.

Der Gerling-Konzern Versicherungs-Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Köln, hat

uns am 23. Dezember 1997 mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft – Gerling-

Konzern Lebensversicherungs-AG, Köln – 15 Prozent der Stimmrechtsanteil an

unserer Gesellschaft erworben hat.

89


Anhang für das Geschäftsjahr 2000/2001

(6) Rückstellungen

(7) Verbindlichkeiten

90

Herr Wilhelm von Finck, Grasbrunn, hat uns mitgeteilt, dass er am 29. Juni 2000

die Schwelle von zehn Prozent der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten

hat und sein Stimmrechtsanteil nunmehr 15 Prozent beträgt. Diese

Stimmrechte stehen unmittelbar der Wolfersberg GmbH & Co. KG, Grasbrunn,

zu und werden Herrn von Finck gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 2 WpHG zugerechnet.

Die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, hat uns mitgeteilt, dass der Anteil

ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft – der BOJA Beteiligungs Aktiengesellschaft

& Co. Elfte Beteiligungs KG – im Wege der Verschmelzung mit Wirkung

zum 10. September 2001 auf die BOJA Beteiligungs Aktiengesellschaft &

Co. Vierte Beteiligungs KG, Eschborn, übertragen wurde. Der Stimmrechtsanteil

hat damit die Schwelle von zehn Prozent der Stimmrechte an unserer Gesellschaft

überschritten und beträgt nunmehr 15 Prozent.

Angaben in Tsd. J 31.10.2001 31.10.2000

Pensionsrückstellungen 8.545 7.424

Steuerrückstellungen 9.829 10.039

Sonstige Rückstellungen 2.827 6.354

Rückstellungen 21.201 23.817

Die Richttafeln von Klaus Heubeck aus dem Jahr 1998 fanden bei der Ermittlung

der Pensionsrückstellungen Anwendung.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Aufsichtsratsvergütung, die Kosten

des Jahresabschlusses, der Hauptversammlung, Prüfung und Beratung, des Personalaufwandes

und ausstehende Rechnungen.

31.10.2001 31.10.2000

Angaben in Tsd. J Gesamt Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit

bis 1 Jahr bis 1 Jahr

Kreditinstitute 42.660 42.660 45.094 45.094

Lieferungen und Leistungen 1.418 1.418 386 386

Verbundene Unternehmen

Unternehmen mit

35.532 35.532 0 0

Beteiligungsverhältnis 3.846 3.846 11.335 11.335

Sonstige Verbindlichkeiten 5.455 5.455 14.085 14.085

(davon aus Steuern) (336) (336) (155) (155)

Verbindlichkeiten 88.911 88.911 70.900 70.900


Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Angaben in Tsd. J 2000/2001 1999/2000

Erträge aus Beteiligungen 14.591 20.073

(davon aus verbundenen Unternehmen)

Erträge aus Ausleihungen des

(6) (0)

Finanzanlagevermögens 844 913

(davon aus verbundenen Unternehmen) (0) (0)

Erträge aus Finanzanlagen 15.435 20.986

Buchgewinne, die in zwischengeschalteten Beteiligungsholdinggesellschaften

aus der Veräußerung von Beteiligungen anfallen, fließen der Deutschen Beteiligungs

AG in Form von Gewinnausschüttungen zu und werden unter dem Posten

„Erträge aus Beteiligungen“ ausgewiesen.

Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten auch anteilige Beteiligungsentgelte

aus stillen Beteiligungen, auf die ein Rechtsanspruch auf Auszahlung, unabhängig

vom Jahresergebnis des Partnerunternehmens, besteht. Der bedeutendere

Teil der Beteiligungserträge entfällt auf Gewinnansprüche.

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten auch Steuerguthaben aus Gewinnausschüttungen

inländischer Gesellschaften und Quellensteuer für Auslandserträge.

Die Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen betreffen zwölf Engagements.

Die Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen betreffen zwei Engagements.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Erträge aus den

Dienstleistungsvergütungen für die Deutsche Beteiligungsgesellschaft mbH &

Co. Fonds I KG, die Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH und die

DBG Auslands-Holding GmbH sowie Erträge aus Beratungstätigkeit.

Weiterhin werden Zuschreibungen zum Buchwert von Beteiligungen in Höhe

von 1.214 Tsd. 1 und Erträge mit periodenfremdem Charakter von 297 Tsd. 1

(Vorjahr: 406 Tsd. 1) ausgewiesen.

(8) Erträge aus

Finanzanlagen

( 9 ) Erträge aus dem

Abgang von

Beteiligungen

(10) Verluste aus dem

Ab gang von

Beteili gungen

(11) Sonstige betriebliche

Erträge

91


Anhang für das Geschäftsjahr 2000/2001

(12) Personalaufwand

(13) Sonstige betriebliche

Aufwendungen

(14) Zinsergebnis

(15) Steuern

92

Angaben in Tsd. J 2000/2001 1999/2000

Löhne und Gehälter

Soziale Abgaben und Aufwendungen für

6.794 8.574

Altersversorgung und für Unterstützung 1.981 1.455

(davon für Altersversorgung) (1.545) (1.000)

Personalaufwand 8.775 10.029

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unter anderem Beratungs-

und Prüfungskosten sowie Kosten für Jahresabschluss und Hauptversammlung.

In dieser Position werden außerdem nicht abziehbare Vorsteuern,

Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, Inanspruchnahme aus Bürgschaften

und sonstige Aufwendungen des Geschäftsbetriebes ausgewiesen.

Angaben in Tsd. J 2000/2001 1999/2000

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 636 1.382

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.429 4.480

Zinsergebnis –2.793 –3.098

Angaben in Tsd. J 2000/2001 1999/2000

Steuern vom Einkommen –2.772 10.931

Sonstige Steuern 3 4

Steuern –2.769 10.935

Die Steuern vom Einkommen beinhalten aus der Betriebsprüfung für den Zeitraum

1988 bis 1994 Erträge in Höhe von 750 Tsd. 1. Im Geschäftsjahr 2000/

2001 wurden die Steuerfreiheit des Buchgewinns einer Einbringung, die Besonderheit

der steuerlichen Anerkennung von Abschreibungen auf Finanzanla gen,

der Verlust aus dem Abgang einer ausländischen Beteiligung sowie die Körperschaftsteuerminderung

auf die vorgesehene Gewinnausschüttung berücksichtigt.

Die Gesellschaft ist als Unternehmensbeteiligungsgesellschaft von der Gewerbesteuer

befreit.


Sonstige Angaben

In Höhe von 71.026 Tsd. 1 bestanden zum 31. Oktober 2001 sonstige finanzielle

Verpflichtungen durch mögliche Einzahlungsverpflichtungen, die von ausländischen

Beteiligungsfonds jeweils nach Investitionsfortschritt angefordert werden

können. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich

auf 7.952 Tsd. 1 und resultierten aus Dauerschuldverhältnissen.

Angaben in Tsd. J 2000/2001 1999/2000

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 511 511

Sonstige Haftungsverhältnisse 106.002 91.934

106.513 92.445

Die Gesellschaft hält Beteiligungen an folgenden großen Kapitalgesellschaften,

die fünf Prozent der Stimmrechte überschreiten:

Bauer AG, Schrobenhausen

DS Technologie Holding GmbH, Mönchengladbach

Edscha AG Grohmann Engineering GmbH, Prüm

Lignum Technologie AG, Schopfloch

Rheinhold & Mahla AG, München

schlott sebaldus AG, Freudenstadt

Zapf GmbH, Bayreuth

Vogel Industrie GmbH, Karlsruhe

Die Bezüge des Vorstandes für das Berichtsjahr betrugen 1.825 T1. Pensionsrückstellungen

für ehemalige Vorstandsmitglieder bestehen in Höhe von 4.843 T1.

Der Vorstand erhielt darüber hinaus 70.000 Optionen zum Erwerb von je einer

Aktie der Deutschen Beteiligungs AG. Aus den Optionsbedingungen ergibt sich

ein Referenzkurs von 31,39 1 pro Aktie. Die Optionen können frühestens drei

Jahre nach der Ausgabe (11. April 2001) ausgeübt werden. Ein Ausübungsvorteil

ergibt sich erst, wenn die Aktie der Deutschen Beteiligungs AG bis zur Ausübung

eine bessere Performance (einschließlich Dividendenzahlungen) aufweist

als der S-DAX. Der Stand des Referenzindex betrug zum Zeitpunkt der Ausgabe

2.926,74. Die Vergütung an den Aufsichtsrat beziffert sich auf 160 Tsd. 1.

Haftungsverhältnisse

93


Anhang für das Geschäftsjahr 2000/2001

94

Vorstandsmitglieder der Gesellschaft verfügten über 484, Aufsichtsratsmitglieder

hielten 124 Stückaktien der Deutschen Beteiligungs AG.

Im Geschäftsjahr 2000/2001 wurden durchschnittlich 47 Angestellte und drei

Auszubildende beschäftigt.

Eine ausgewählte Gruppe von Mitarbeitern erhielt 70.000 Optionen zum Erwerb

von je einer Aktie der Deutschen Beteiligungs AG. Die Optionen können

zu denselben Bedingungen ausgeübt werden wie die an den Vorstand ausgegebenen

Optionsrechte.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird gesondert beim Registergericht in

Frankfurt am Main hinterlegt. Dabei wurden Angaben hinsichtlich des Eigenkapitals

und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 2

HGB unterlassen.

Der Konzernabschluss zum 31. Oktober 2001 wird beim Handelsregister des

Amtsgerichts Frankfurt am Main (HRB 52491) hinterlegt.

Frankfurt am Main, den 10. Dezember 2001

Der Vorstand

Wilken Freiherr von Hodenberg Torsten Grede

Reinhard Löffler Helmut Irle


Bestätigungsvermerk

96

„Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und

den Lagebericht der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, für das

Geschäftsjahr vom 1. November 2000 bis 31. Oktober 2001 geprüft. Durch

§ 8 Abs. 3 UBGG wurde der Prüfungsgegenstand erweitert. Die Prüfung erstreckt

sich daher auch auf die Einhaltung der Vorschriften des Gesetzes über

Unternehmensbeteiligungsgesellschaften. Die Buchführung und die Aufstellung

von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung

eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung

und über den Lagebericht sowie über den erweiterten Prüfungsgegenstand

abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und § 8 Abs. 3

UBGG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten

deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten

und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter

Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den

Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich

auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit

hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Anforderungen, die

sich aus der Erweiterung des Prüfungsgegenstandes nach § 8 Abs. 3 UBGG

ergeben, erfüllt wurden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die

Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der

Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im

Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,

Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben

beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die

Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage

für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.


Nach unserer Überzeugung vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen

Beteiligungs AG, Frankfurt am Main. Der Lagebericht gibt insgesamt eine zutreffende

Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die Risiken der

künftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Vorschriften

des Gesetzes über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften nach

§ 8 Abs. UBGG hat keine Einwendungen ergeben.“

Frankfurt am Main, den 15. Januar 2002

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Lemnitzer Janus

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

97


Bericht des Aufsichtsrates

98

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand während des Geschäftsjahres 2000/2001

regelmäßig bei dessen Geschäftspolitik und bei grundsätzlichen Fragen beraten

sowie die Geschäftsführung überwacht. Über wichtige Geschäftsvorfälle

und die Lage und Entwicklung der Gesellschaft ließ sich der Aufsichtsrat schriftlich

und mündlich unterrichten.

In sieben Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Lage der Gesellschaft,

den getätigten und anstehenden Investitionen, dem Jahresabschluss

des Unternehmens, der laufenden Überprüfung der bestehenden Engagements,

mit Personalangelegenheiten des Vorstandes sowie mit dem Risikokontrollsystem

des Vorstandes befasst. Wichtige einzelne Geschäftsvorfälle hat der Aufsichtsrat

geprüft und über die vorgelegten Geschäfte entschieden, die seiner

Zustimmung bedurften.

Auch außerhalb der regelmäßig stattfindenden Sitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende

mit dem Vorstand der Gesellschaft sowohl hinsichtlich der Geschäftsentwicklung

als auch im Hinblick auf einzelne Beteiligungsunternehmen

in engem Kontakt.

Der Präsidialausschuss, bestehend aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, seinem

Stellvertreter und Herrn Dr. Binder, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr viermal

getagt sowie diverse Telefonkonferenzen abgehalten. Der Aufsichtsratsvorsitzende

ist zugleich Vorsitzender des Präsidialausschusses. Dieser Ausschuss berät

den Aufsichtsrat in Personalfragen bezüglich des Vorstandes und ist zuständig

für die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder und deren Änderungen.

Neben dem Präsidialausschuss hat der Aufsichtsrat keine weiteren Ausschüsse

gebildet, da er insbesondere Fragen des Jahresabschlusses in dem Gesamtgremium

behandelt.

Der vorliegende Jahresabschluss der Deutschen Beteiligungs AG für das Geschäftsjahr

2000/2001 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung

als Abschlussprüfer gewählten KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft

Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main,

geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Abschlussprüfer hat in seinem Bericht das Risikomanagement- und

Überwachungssystem des Vorstandes dargestellt und es für geeignet befunden,

den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Oktober 2001, den Lagebericht

sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung geprüft und die Unter-


lagen mit dem Vorstand unter Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer im Einzelnen

besprochen. Die Abschlussprüfer haben über die Ergebnisse ihrer Prüfung insgesamt

und die einzelnen Prüfungsschwerpunkte berichtet und beantworteten

eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrates. Dabei haben sich keine

Beanstandungen ergeben.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 1. Februar 2002

gebilligt und ihn damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Gewinnverwendung

stimmte der Aufsichtsrat zu.

Die Hauptversammlung hat in ihrer Sitzung am 27. März 2001 turnusgemäß

den Aufsichtsrat neu gewählt. Die bisherigen Mitglieder sind in ihrem Amt bestätigt

worden.

Mit Dank und Anerkennung würdigt der Aufsichtsrat die Leistungen von Vorstand

und Mitarbeitern des Hauses.

Frankfurt am Main, den 1. Februar 2002

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dieter Feddersen

Vorsitzender

99


Konzern-Bilanz

31. Oktober 2001

Aktiva in Tsd. J 31.10.2001

Sachanlagen 816

Anteile an verbundenen Unternehmen 4.235

Beteiligungen

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen

275.002

ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.236

Wertpapiere des Anlagevermögens 114

Finanzanlagen 291.587

Anlagevermögen 292.403

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 61

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.104

Sonstige Vermögensgegenstände 21.390

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.555

Wertpapiere 116

Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.836

Umlaufvermögen 37.507

Rechnungsabgrenzungsposten 14

Treuhandforderungen

329.924

15.723

Passiva in Tsd. J 31.10.2001

Gezeichnetes Kapital 36.400

Kapitalrücklage 102.194

Gesetzliche Rücklage 403

Rücklage für eigene Anteile 6

Andere Gewinnrücklagen 22.414

Gewinnrücklagen 22.823

Konzerngewinn 17.372

Eigenkapital 178.789

Pensionsrückstellungen 12.174

Steuerrückstellungen 10.292

Sonstige Rückstellungen 2.903

Rückstellungen 25.369

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.723

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.418

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.228

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.896

Sonstige Verbindlichkeiten 5.496

Verbindlichkeiten 125.761

Rechnungsabgrenzungsposten 5

329.924

Treuhandverbindlichkeiten 15.723

100


Nachdem die Deutsche Beteiligungs AG zum Ende des Geschäftsjahres 2000/

2001 alle Anteile der DBG Auslands-Holding GmbH erworben hat, wird sich die

künftige Berichterstattung auf den neu formierten Konzern beziehen. Die Konzernbilanz

zum 31. Oktober 2001 bildet hierfür die Grundlage.

Der Konzernabschluss kann bei der Gesellschaft angefordert werden.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss von 7.780.370,25 1 ergibt nach Einbeziehung des Gewinnvortrages

von 8.141.143,41 1 und der Entnahme aus Gewinnrücklagen für

eigene Aktien in Höhe von 65.397,18 1 einen Bilanzgewinn der Deutschen Beteiligungs

AG von 15.986.910,84 1.

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, aus diesem Bilanzgewinn eine Dividende

von 0,50 1 je Stück Aktie, insgesamt 7.000.000,00 1 auszuschütten und den

verbleibenden Betrag von 8.986.910,84 1 auf neue Rechnung vorzutragen.

Gewinnverwendung

101


Organe der Gesellschaft

102

Pflichtmandate

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

Pflichtmandate

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

Pflichtmandate

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dieter Feddersen, Kronberg (Vorsitzender)

Rechtsanwalt und Partner der Sozietät White & Case, Feddersen

Drägerwerk AG, Lübeck (Vorsitz)

Bankgesellschaft Berlin AG, Berlin (Vorsitz)

SAI Automotive AG, Frankfurt am Main (Vorsitz)*

Tarkett Sommer AG, Frankenthal (Vorsitz)

FERI AG, Bad Homburg

Gesellschaft für Industriebeteiligungen

Dr. Joachim Schmidt AG & Co. Holding-KG, Berlin (Vorsitz)

Karl Munte Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Braunschweig (Vorsitz)

Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH, Frankfurt am Main

Prof. Dr. h.c. Rolf-Dieter Leister, Luzern (stellvertretender Vorsitzender)

Wirtschaftsberater

Berlinwasser Holding AG, Berlin (Vorsitz)

BÖWE Systec AG, Augsburg

Loewe AG, Kronach

DaimlerChrysler Services (debis) AG, Berlin

Südwestdeutsche Medien Holding GmbH, Stuttgart

ASCOM AG, Bern

AU-System Network AB, Stockholm

Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH, Frankfurt am Main

Dr. Hans-Peter Binder, Berg

Direktor der Deutschen Bank AG

Knorr-Bremse AG, München (Vorsitz)

Dierig Holding AG, Augsburg (Vorsitz)

Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach

SCA Hygiene Products AG, München

Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München

Osram GmbH, München

Faber-Castell AG, Stein/Nürnberg (stellvertretender Vorsitzender)

A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co., Stein/Nürnberg

Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH, Frankfurt am Main

* Dieses Mandat fällt unter die Übergangsregelung des § 12 EGAktG.

Pflichtmandat: Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten,

Vergleichbare Mandate im In- und Ausland: Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und aus ländischen

Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, jeweils zum 31. Oktober 2001


Eberhard Buschmann, München

Sprecher des Vorstandes der Wilhelm von Finck AG

Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH, Frankfurt am Main

Stefan L. Volk, Köln

Mitglied des Vorstandes der Gerling Versicherungs-Beteiligungs AG, Köln

SINEUS AG, Hamburg (Vorsitz)

Gerling E & L Lebensversicherungs AG, Wiesbaden (stellvertretender Vorsitzender)

Gerling Investment Kapitalanlage GmbH, Köln (stellvertretender Vorsitzender)

SAM Sustainable Asset Management, Zollikon-Zürich

Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH, Frankfurt am Main

Prof. Dr. Hans-Jürgen Warnecke, Weil der Stadt

Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

Deutz AG, Köln

Jenoptik AG, Jena

Wanderer-Werke AG, Augsburg

Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Kiel

Microlog Logistics AG, Lorsch

MAN Roland AG, Offenbach

Dynamit Nobel AG, Troisdorf

Mahle GmbH, Stuttgart

Rohde & Schwarz Meßgerätebau GmbH, Memmingen

Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH, Frankfurt am Main

Vorstand

Wilken Freiherr von Hodenberg, Königstein/Taunus,

Sprecher des Vorstandes

Edscha AG, Remscheid

Unternehmens Invest AG, Wien (Vorsitz)

UNIVEST AG, Wien (Vorsitz)

DBG Osteuropa-Holding GmbH, Frankfurt am Main (Vorsitz)

Quartus Gestion S.A., Paris

JCK Holding GmbH Textil KG, Quakenbrück

Giga-Stream GmbH, Saarbrücken

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

Pflichtmandate

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

Pflichtmandate

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

Pflichtmandate

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

103


Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

Pflichtmandate

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

Pflichtmandate

Pflichtmandate

Pflichtmandate

Vergleichbare Mandate

im In- und Ausland

104

Torsten Grede, Kronberg/Taunus (seit 1. Januar 2001)

Otto Sauer Achsenfabrik Keilberg, Bessenbach (stellvertretender Vorsitzender)

Grohmann Engineering GmbH, Prüm

Helmut Irle, Unterhaching (seit 1. Januar 2001)

Bauer AG, Schrobenhausen (stellvertretender Vorsitzender)

Rheinhold & Mahla AG, München

Zapf GmbH, Bayreuth (Vorsitzender)

Hörmann GmbH & Co. Beteiligungs KG, Kirchseeon (stellvertretender Vorsitzender)

Faist Automotive GmbH & Co. KG, Krumbach (stellvertretender Vorsitzender)

Heilmeier & Weinlein Fabrik für Ölhydraulik GmbH & Co. KG, München (stellvertretender

Vorsitzender)

Reinhard Löffler, Weil der Stadt

Victorvox AG, Krefeld (stellvertretender Vorsitzender)

transtec computervertriebs AG, Tübingen (stellvertretender Vorsitzender)

Hucke AG, Lübbecke

schlott sebaldus AG, Freudenstadt

Lignum Technologie AG, Schopfloch

tec2b AG, Tübingen

Axel Dorn, Usingen (bis 31. Dezember 2000)

MHM Modeholding München AG, München (Vorsitz)

Hucke AG, Lübbecke (Vorsitz)

Dechamps Textil AG, Aachen (Vorsitz)

Dr. Günther R. Niethammer, Nürnberg (bis 28. Februar 2001)

Bi-Log AG, Bamberg (Vorsitzender)

Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG, Kriebethal (stellvertretender

Vorsitzender)

ad pepper media International N. V., Hoofdorp (Niederlande)

Deag Deutsche Entertainment AG, Berlin

Dehn + Söhne GmbH & Co. KG, Neumarkt

Schwan-Stabilo-Gruppe, Heroldsberg

Uvex Winter Holding GmbH & Co. KG, Fürth


Börsenmarktsegment mit strengen Börsenzulassungsbestimmungen

Konzept zur Entwicklung eines neuen Unternehmens, oft in einem fragmentierten

Markt: Ein vorhandenes, erfolgreiches Unternehmen dient als Basis, um durch

rasche Akquisitionen eine deutlich größere Einheit zu schaffen.

Gewinnbeteiligung der Beteiligungsmanager am Erfolg der verwalteten Investitionsmittel.

Meist wird eine Mindestverzinsung vereinbart; erst nachdem diese

erreicht ist, werden die Beteiligungsmanager in einem festgelegten Verhältnis

am Gewinn beteiligt.

Kennzahl zur Beurteilung der Finanzlage, aber auch der Ertragslage einer Unternehmung:

Zahlungsstrom einer Periode, der sich aus der Differenz der Einzahlungen

und Auszahlungen ergibt

Beteiligung an einem Unternehmen durch mehrere Investoren, von denen einer

als Lead-Investor auftritt

Recht, sich (in einem festgelegten Verhältnis) parallel zu anderen Investoren an

einem Unternehmen zu beteiligen

Wichtige Kennzahl zur Bewertung einer Aktie; Verhältnis von Dividende zum Kurs

einer Aktie. Die Brutto-Dividendenrendite wird auf Basis der Brutto-Dividende

berechnet, die die Körperschaftsteuergutschrift enthält

Abkürzung für Earnings Before Interest and Taxes. EBIT ist eine absolute Ertragskennzahl,

berechnet aus dem Jahresüberschuss vor Steuern, vor dem Zinsergebnis

und vor dem außerordentlichen Ergebnis. Durch die Eliminierung dieser

Faktoren erhält man eine vergleichbarere Aussage über die eigentliche operative

Ertragskraft einer Unternehmung, unabhängig von der individuellen Kapitalstruktur.

Kennzahl zur Bewertung des wirtschaftlichen Erfolgs eines Unternehmens; der

für die Eigentümer zur Verfügung stehende Gewinn wird ins Verhältnis zum Eigenkapital

gesetzt, das zu Beginn des Geschäftsjahres vorhanden war

Eigenkapital

Ausstieg eines Investors aus einer Beteiligung durch Veräußerung seines Anteils

durch Trade Sale, Going Public (IPO) oder Secondary-Buy-out

Glossar

Amtlicher Handel

Buy-and-build

Carried Interest

Cashflow

Co-Investment

Co-Investment-Recht

Dividendenrendite

EBIT

Eigenkapitalrendite

Equity

Exit

105


Glossar

Expansionsfinanzierung

106

Going Public

IPO

Lead-Investor

Listing

M&A-Markt

Marktkapitalisierung

MBI

MBO

Parallelfonds

Portfolio

Pre-IPO-Finanzierung

Private Equity

Das betreffende Unternehmen hat die Gewinnschwelle erreicht oder erwirtschaftet

bereits Gewinne. Die Geldmittel werden zur Finanzierung von zusätzlichen

Produktionskapazitäten, Produktdiversifikation oder Marktausweitung und/oder

für weiteres Betriebskapital verwendet.

Exit-Variante; Börseneinführung der Aktien eines Unternehmens

Initial Public Offering; im anglo-amerikanischen Raum Bezeichnung für die öffentliche

Erstemission von Aktien (Börsengang)

In einem Syndikat von Beteiligungsgesellschaften meist der Investor mit dem

größten Anteil, der die Organisation der Finanzierung und die Betreuung übernimmt.

Bei einem Fondsinvestment Investor mit dem größten Anteil.

Notierung eines Unternehmens an der Börse

Mergers & Acquisitions; Markt für die Vermittlung von Käufen und Verkäufen

von Unternehmen oder Unternehmensteilen

Aktueller Börsenwert einer Aktiengattung: Anzahl der ausgegebenen Aktien,

multipliziert mit dem aktuellen Kurs

Management-Buy-in; Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management

Management-Buy-out; Übernahme eines Unternehmens durch das vorhandene

Management

Fonds, die Seite an Seite (meist in einem festgelegten Verhältnis) mit einem anderen

Investor investieren; bei der Deutschen Beteiligungs AG die von der Deutschen

Beteiligungs AG betreuten Fonds

Alle Beteiligungen einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft

Beteiligungsfinanzierung vor einem Börsengang; Wachstumsfinanzierung

Privates Eigenkapital; Kapital, das nicht börsennotierten Unternehmen mittel-

bis langfristig zur Verfügung gestellt wird. Je nach Entwicklungsphase lassen

sich verschiedene Typen unterscheiden. Die Deutsche Beteiligungs AG befasst

sich mit Kapital für die Spätphasenfinanzierung, also für das Wachstum etablierter

Unternehmen oder Management-Buy-outs (MBO). Risikokapital oder


Venture Capital, also Beteiligungskapital für Unternehmen vor oder während

der Gründung, steht hier nicht in Rede.

Minütlich ermittelter Index der Deutschen Börse. Er setzt sich zusammen aus den

nach dem DAX und M-DAX 100 größten deutschen Aktien. Es erfolgt eine Bereinigung

um Bezugsrechtsabschläge und Dividendenzahlungen, d. h. der S-DAX

ist ein Performance-Index. Auswahlkriterien sind Börsenumsatz und Marktkapitalisierung

Beteiligungsgesellschaft und MBO-Manager verkaufen an die nächste Managergeneration

und an einen neuen Private-Equity-Investor.

Ausgliederung und Verselbständigung einer Abteilung oder eines Unternehmensteils

aus einer Unternehmung/einem Konzern.

Wertpapier, das es ermöglicht, zu einem festgelegten (oder nach einem bestimmten

Schema ermittelten) Kurs Aktien eines Unternehmens zu erwerben. Bei der

Deutschen Beteiligungs AG wie bei vielen anderen börsennotierten Unternehmen

Bestandteil der Mitarbeitervergütung.

Stille Beteiligung, i.d.R. mit fester Laufzeit, festem Zins und festgelegter erfolgsabhängiger

Komponente; bedarf nicht der Publizität

Rücknahme eines Unternehmens von der Börse

Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens

oder auch eines Managers, Unternehmers.

Exitvariante: Veräußerung einer Beteiligung an ein anderes Unternehmen, das

aus der gleichen Branche stammt, sein Produktportfolio ergänzen oder seine

regionale Präsenz erhöhen will oder andere strategische Interessen hat

Aufgrund der schlechten Lage eines Unternehmens wird ein neues Unternehmenskonzept

erstellt. Ggf. soll auch mit neuem Management und einer geänderten

Produktpalette das Unternehmen neu gestartet werden.

Risikokapital; meist privates Beteiligungskapital für junge Unternehmen oder Unternehmen

in der Gründungsphase

Beteiligungsfinanzierung vor einem Börsengang

S-DAX-Performance-

Index

Secondary-Buy-out

Spin-off

Stock-Option

Stille Gesellschaft

Taking Private

Track Record

Trade Sale

Turn around

Venture Capital

Wachstumsfinanzierung

107


Finanzkalender/Impressum

108

6. Februar 2002

6. Februar 2002

20. März 2002

20. März 2002

21. März 2002

27. Juni 2002

Juni 2002

26. September 2002

Dezember 2002

Februar 2003

27. März 2003

Aktionärsinformation

Stand

Finanzkalender

Bilanzpressekonferenz 2002

Telefonische Analystenkonferenz

Zahlen 1. Quartal

Hauptversammlung 2002

Dividendenzahlung

Zahlen 2. Quartal/1. Halbjahr

Analystenkonferenz (geplant)

Zahlen 3. Quartal

German Mid Cap Conference

Bilanzpressekonferenz 2003

Hauptversammlung 2003

Deutsche Beteiligungs AG

Geschäftsbericht 2000/2001

Investor Relations und Öffentlichkeitsarbeit

Kleine Wiesenau 1

60323 Frankfurt am Main

Telefon + 49 (69) 9 57 87-3 07

Fax + 49 (69) 9 57 87-3 91

E-Mail IR@deutsche-beteiligung.de

Internet www.deutsche-beteiligung.de

31. Januar 2002

Der Geschäftsbericht erscheint in deutscher und in englischer Sprache.

Er kann aus dem Internet unter www.deutsche-beteiligung.de heruntergeladen werden.

Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.

Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten Risiken

Der vorliegende Geschäftsbericht enthält verschiedene Aussagen, die die zukünftige Entwicklung

der Deutschen Beteiligungs AG betreffen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch

auf Schätzungen. Obwohl wir davon überzeugt sind, dass diese vorausschauenden Aussagen realistisch

sind, können wir hierfür nicht garantieren; denn unsere Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten,

die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten

abweichen. Gründe hierfür können unter anderem die Schwankungen der Kapitalmärkte,

Wechselkurse und Zinsen oder grundsätzliche Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld sein.

Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen ist nicht geplant.

© Deutsche Beteiligungs AG 2002


Angaben in Mio. 5 2000/01 1999/00 1998/99 1997/98 1996/97

Beteiligungslage

Neuinvestitionen 31 101 57 138 72

Portfoliovolumen 311 324 275 251 138

Anzahl der Beteiligungen 49 50 47 51 48

Ergebnislage

EBIT 7,8 46,1 45,5 39,1 14,8

Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit 5,0 43,0 42,5 38,4 13,9

Jahresüberschuss nach Steuern 7,8 32,1 37,5 20,5 9,3

Ergebnis je Aktie in 5 0,56 2,56 1) 3,13 1,71 0,88 1)

Dividende in 5 0,50 2) 1,80 1,79 1,28 0,72

Finanzlage

Cashflow 3) 17 43 39 28 17

Cashflow 3) je Aktie in 5 1,21 3,44 1) 3,26 2,26 1,63 1)

Abschreibungen Anlagevermögen 4) 10 17 2 8 8

Working Capital 5) –33 –3 18 –7 13

Bilanzdaten

Anlagevermögen 258 253 231 211 116

Umlaufvermögen 32 40 53 31 26

davon liquide Mittel am 31.10. 6) 7 0 0 1 0

Eigenkapital 180 198 129 107 95

in % der Bilanzsumme 62 68 45 44 67

Rückstellungen 21 24 32 40 15

Verbindlichkeiten 89 71 123 95 33

in % der Bilanzsumme 31 24 43 39 23

Bilanzsumme 290 292 285 242 142

Rentabilitätskennzahlen

Eigenkapitalrendite 7) in % 2,9 40,0 46,4 44,5 23,6

Gesamtkapitalrendite 8) in % 2,7 16 16 16 10

Mitarbeiter

Anzahl Mitarbeiter 50 50 49 45 39

Personalaufwand 8,8 10 9 12 5

1) wegen Kapitalerhöhung gerechnet mit der gewichteten Anzahl der Aktien

2) Dividendenvorschlag

3) Cashfl ow (Finanzierungsüberschuss/-bedarf) aus Ertrag

4) Abschreibungen aus Sachanlagen und Finanzanlagen

5) Working Capital (Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen)

6) Wertpapiere und Bankguthaben

7) Eigenkapitalrendite: Ergebnis vor EE-Steuern dividiert durch Eigenkapital ohne Dividende Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres

8) Gesamtkapitalrendite: Ergebnis vor EE-Steuern plus Fremdkapitalzinsen dividiert durch Bilanzsumme

Mehrjahresübersicht

Deutsche Beteiligungs AG


Deutsche Beteiligungs AG

Kleine Wiesenau 1

60323 Frankfurt am Main

Telefon +49 (69) 9 57 87 - 01

Fax +49 (69) 9 57 87 - 1 99

E-Mail welcome@deutsche-beteiligung.de

IR@deutsche-beteiligung.de

Internet www.deutsche-beteiligung.de

Sitz der Gesellschaft Frankfurt am Main

1619-1226

Eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt, Handelsregister B 52 491 ISSN

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine