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POLIZEIPRAXIS

Die Wasserschutzpolizei

des Schutzbereiches Barnim

mit neuem Profil

Die Geschichte der Wasserschutzpolizei

Brandenburg

reicht bis in das Jahr 1918

zurück, als eine Schutzflottille,

aus Angehörigen der Kriegsmarine

bestehend, gegründet

wurde und diese auf der Oder,

der Elbe, den Märkischen

Wasserstraßen und der Weser

patrouillierte, um seriöse

Nutzer dieser Wasserstraßen

vor Piraterie zu schützen.

Seither gab es viele Veränderungen.

Die Aufgaben der heutigen Wasserschutzpolizei

haben sich im Laufe

der Zeit an die veränderten gesellschaftlichen

und technischen

Bedingungen angepasst.

Mit der Polizeistrukturreform begann

für die Polizei im Land Brandenburg

eine neue Etappe in der sie

nicht unerheblichen Veränderungen

unterzogen wurde. So auch für

die Wasserschutzpolizei. Das Präsidium

der Wasserschutzpolizei wurde

aufgelöst. Die neuen Wasserschutzpolizei

– Wachen wurden an

die entsprechenden Schutzbereiche

angegliedert.

Die Wasserschutzpolizeiwache Hohensaaten

wurde im Zuge der

Strukturreform an den Schutzbereich

Barnim angebunden. Sie ist

für insgesamt 267 km Bundes- und

Landeswasserstraßen zuständig. So

unter anderem für die Oder, die

Westoder, die Havel-Oder-Wasserstraße,

den Finowkanal, die Wriezener

Alte Oder, die Werbelliner

Gewässer, die Templiner Gewässer

sowie den Unteruckersee. Die Zuständigkeit

geht somit über den

Landkreis Barnim hinaus und betrifft

auch Teile der Landkreise

Uckermark und Märkisch-Oderland.

Den Beamten stehen vier Kontrollboote

(zwei KB 12 und zwei KB 5)

und ein Schlauchboot mit Außenbordmotor

zur Verfügung.

Vor der Polizeistrukturreform wirkten

die Beamten der Wasserschutzpolizei

durch die strukturelle Abspaltung

von der „Landpolizei“ auf

die Kollegen in grüner Uniform eher

etwas exotisch. Oft wurden sie beneidet,

nicht nur um die „schickere“

Uniform, sondern auch um die

speziellen Arbeitsaufgaben, die von

außen betrachtet tatsächlich einen

besonderen Reiz besitzen.

Im Schutzbereich Barnim sind sich

inzwischen die Polizisten beider Bereiche

insbesondere auch vor dem

Hintergrund der angestrebten höheren

Effektivität durch die Veränderungen

der Strukturen und durch

die Umsetzung eines erweiterten

Einsatzkonzeptes ein großes Stück

näher gekommen.

Das ist besonders darauf zurückzuführen,

dass Arbeitsaufgaben gemeinsam

geplant und bewältigt

wurden. Dafür gab es in der Vergangenheit

mehrere repräsentative

Beispiele, in denen der Erfahrungsschatz

aller Bereiche zur Bewältigung

von Einsatzlagen mit einfließen

konnte und zu dieser positiven

Entwicklung auch bezüglich

der Effizienz führten.

Im Juni 2003 wurde erstmals eine

groß angelegte Komplexkontrolle

auf dem Werbellinsee durchgeführt.

Anlass war, dass es auf dem

Werbellinsee in der Vergangenheit

durch die wachsende Beliebtheit

des Wassersportes, bei einer gleichzeitigen

Zunahme von Menschen

und Sportfahrzeugen, vermehrt zu

Beeinträchtigungen der öffentlichen

Sicherheit und Ordnung gekommen

war.

In erster Linie die Geschwindigkeitsüberschreitungen

durch motorisierte

Fahrzeuge im Allgemeinen

und auch das Befahren der öffentlichen

Badebereiche mit Jet-Ski und

Sportbooten im Besonderen stellte

eine erhebliche Gefahr für im Wasser

befindliche Personen und die

übrige Schifffahrt dar. Diese Situation

hatte auch zu Beschwerden

von Anrainern und Urlaubern geführt.

Hinzu kam in Auswertung

vorangegangener Arbeitsergebnisse

das Fahren unter Alkohol.

Zu dieser ersten Komplexkontrolle

zur Bekämpfung von Straftaten und

Ordnungswidrigkeiten auf dem

Werbellinsee wurden insgesamt 25

Polizisten, ein Polizeihubschrauber,

1 KB 12, 1 KB 5 und ein zivil besetztes

Schlauchboot mit Außenbordmotor

eingesetzt. Und was es

bisher noch nie gab – diese große

Komplexkontrolle wurde nicht nur

ein gemeinsam geplanter sondern

auch ein gemeinsam durchgeführter

Einsatz. Für die Bürger stellte es

sich so dar, dass sie entgegen der

sonstigen Gewohnheit auch grün

uniformierte Polizisten auf den Polizeibooten

antrafen, die gemeinsam

mit ihren Kollegen der Wasserschutzpolizei

die Maßnahmen

zu Land und zu Wasser durchführten.

Die Ergebnisse waren bei 50 durchgeführten

Sportbootkontrollen und

32 PKW – Kontrollen rund um den

Werbellinsee entsprechend bemerkenswert.

Verwarngelder wurden

ausgesprochen, Ordnungswidrigkeiten-

und Strafanzeigen gefertigt.

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