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PRESSEMITTEILUNG

Bundesverband des Deutschen

Möbel-, Küchen- und

Einrichtungsfachhandels

im Bundesverband Wohnen

und Büro e.V. (BWB)

Frankfurt, den 22. August 2007 – Redebeitrag von Hans

Strothoff, Präsident des Bundesverband des Deutschen Möbel-,

Küchen- und Einrichtungsfachhandels, anlässlich der

Wirtschaftspressekonferenz Tendence Lifestyle

(Es gilt das gesprochene Wort)

Sehr geehrte Damen,

meine Herren,

Leere, öde Räume offenbaren keine Lebensart. Daher kommt dem

Möbel- und Einrichtungsfachhandel eine trendsetzende,

stilvermittelnde Rolle gegenüber dem Konsumenten zu.

Der Bundesverband des Deutschen Möbel-, Küchen- und

Einrichtungsfachhandels sieht in dieser Hinsicht für seine

Mitgliedsunternehmen die Messe „Tendence Lifestyle“ als wichtige

Orientierungs- und Ordermesse. Frankfurt zeigt schon heute, was

morgen aktuell ist und hilft dabei, persönliche Lebensstile in

Wohnung, Haus und Garten zu realisieren und reflektieren.

Dazu einige Stichworte für unser Gespräch:

Zunächst aus unserer Sicht die Bedeutung der Fachsortimente – zum

einen für den Verbraucher, zum anderen für den Handel.

Sodann einige Sätze zur Lage der Branche und meinem Verband.

Schließlich meine Sicht zur Rolle von Messen für den vom BVDM

vertretenen Fachhandel.


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Möbel und Accessoires definieren unsere Lebenswelt

Zuerst also die Frage: Welche Bedeutung haben Accessoires für den

Kunden, die seine Lebenswelt mit Atmosphäre versehen? Möbel und

Ausstattungsgegenstände wie Leuchten, Bilder, die Art ihrer

Rahmung, Haus- und Heimtextilien, insbesondere Teppiche,

definieren unsere höchst persönliche Lebenswelt. Darin bewegt man

sich, in dieser Welt ist man „zu Hause“, …fühlt sich wohl.

Weil Accessoires differenzieren und individualisieren, sind sie also

essenziell. Sie sind vergleichbar mit Ausstattungsmerkmalen und

Sonderzubehör im Automobilgeschäft: Aus einer standardisierten

Modellreihe ergibt sich gleichermaßen eine Vielfalt von Produkten, die

auf die Bedürfnisse und persönlichen Vorlieben der Fahrer

zugeschnitten ist. In ähnlicher Weise setzen Accessoires in meinem

Heim Akzente, die so nur ich allein setzen kann. Insofern sind die

Fachsortimente des Handels unverzichtbar für Ambiente und

Persönlichkeit ihrer Nutzer.

Fachsortimente als komplementäre Angebote

Für den Möbel- und Einrichtungsfachhandel leitet sich hieraus ab:

Fachsortimente gewinnen als komplementäre Angebote ein immer

stärkeres Gewicht. 9 bis 10 % des Umsatzes werden in den

Boutiquen und Fachabteilungen unserer Häuser bereits realisiert.

Dieser Anteil wächst kontinuierlich. Und damit diese Sortimente für

die Verbraucher attraktiv bleiben, müssen unsere Häuser immer

wieder aktuelle Produkte und Trends offerieren. Ohne die Messe

„Tendence Lifestyle“ wäre dies undenkbar.


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Ein attraktives Fachsortiment verhilft dem Händler zu erhöhter

Aufmerksamkeit seiner Kundschaft. Es lockt Kunden in sein Geschäft,

erhöht seine Anziehungskraft. Es schafft Brücken zu den

hochwertigen und längerfristigen Konsumgütern, also seinem

Möbelsortiment. Es ermöglicht saison- oder themenbezogene

Aktionen in seinem Geschäft – und wirkt somit durch die Addition

mehrerer Elemente absatzfördernd. Das gilt für alle Handelsformen

der Möbelbranche, gleichgültig ob Großfläche oder inhabergeführtes

Fachhandelsgeschäft in der City. IKEA beispielsweise zieht gerade

auch wegen seiner Accessoires immer wieder eine große Zahl von

Besuchern an.

Der Bundesverband des Deutschen Möbel-, Küchen- und

Einrichtungsfachhandel hat in einer Analyse fünf maßgebliche

Entwicklungen bei den Fachsortimenten festgestellt. Ich möchte sie

hier in ihren Kernaussagen darlegen:

1. Lifestyle rangiert über Verwendungszweck:

Verbraucher orientieren sich immer stärker an Angeboten, die ihrem

Geschmack und ihrer Vorstellung eines Einrichtungsstils

entsprechen. Sie wählen Geschäfte immer weniger nach dem

Verwendungszweck des angebotenen Sortiments aus. Vielmehr

dominiert die Stilorientierung bei ihrer Wahl. Also: Mein Geschäft ist

das Geschäft meines Stils. Was dabei zählt, ist die passende

Lifestyle- Zusammenstellung möglichst aller Einrichtungsgegenstände

vorzufinden. Deshalb tut der Handel gut daran, noch mehr Gewicht

auf Auswahl, Präsentation und Erlebniswert zu legen.


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2. Wohnen hat eine hohe Präferenz:

Unsere Welt ist sehr komplex geworden. Wahrnehmbare

Gefährdungen von Umwelt oder Sicherheit und die tägliche

Überforderung mit vielen problembeladenen Nachrichten veranlassen

die Menschen, sich auf den häuslichen Bereich zu besinnen. Immer

geht es dabei auch um die individuelle Gestaltung der privaten

Atmosphäre.

Wenn die Ausgabebereitschaft für Einrichtungsgegenstände in den

vergangenen Jahren allerdings nicht gerade so rege war, wie wir es

uns gewünscht hätten, so lag dies eher am Rückgang des frei

verfügbaren Einkommens. Denn die Umsatzentwicklung in den

Einrichtungsbranchen war relativ oft besser als die

Ausgabebereitschaft in den Bereichen Mode und Gastronomie.

3. Intensivierung der Verbraucheransprache:

Gekonntes Marketing ist in einer Zeit bestens ausgestatteter

Haushalte unverzichtbar. Zwar ist es möglich, durch nachhaltige

Produktinnovationen das Interesse der Verbraucher auf sich zu

lenken. Doch Investitionen bei Einrichtungsgegenständen werden oft

unverändert über längere Zeiträume zurückgestellt, gleichgültig ob es

um eine Schrankwand, eine neue Polstergarnitur oder um ein

hochwertiges Tafelservice geht. Darum sind immer wieder neue

Impulse notwendig. Attraktive Angebote aus dem Bereich der

Fachsortimente gehören deshalb in der Werbung der Möbelhäuser

zum festen Angebotsbestandteil, um Konsumenten für einen Besuch

zu gewinnen.


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4. Sortimentskontinuität statt Discount:

Der Kunde erwartet von einem Möbelhaus heute kontinuierliche

Angebote. Und er erwartet attraktive Aktionen, die von Zeit zu Zeit

sein Interesse neu herausfordern. Dies hat zu einem Ausbau der

Vielfalt bei den Fachsortimenten geführt. Dazu gehören heute die

führenden Serien namhafter Hersteller bzw. wichtiger Marken im

Glas-, Porzellan-, Besteck- und Kochbereich. Die Herstellermarke hat

im Einrichtungsfachhandel einen besonderen Stellenwert, denn sie

vermittelt Kompetenz und Qualität. Temporäre Angebote, wie es sie

bei Kaffeeröstern und Discountern gibt, erwartet der Kunde im

Möbelhandel nur als zusätzliches Aktionssortiment.

5. Trends müssen schnell aufgegriffen werden:

Je langlebiger ein Gebrauchsgut, desto untergeordneter die Rolle

aktueller Trends – diese Devise von früher gilt heute immer weniger.

Insbesondere bei den Fachsortimenten im dekorativen Bereich wird

Phantasie und Abwechslung erwartet. Die Intervalle von Neuheiten

werden kürzer. Die aktuellen internationalen Trends in Design, Farbe,

Form und Material sind gefragt. Möbelhäuser müssen sich hier aktiv

positionieren, um diesen Erwartungen zu entsprechen.

Sie sehen also: Fachsortimente verlangen Psychologie,

Beweglichkeit und Temperament.


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Die Möbelbranche im Überblick

Nun ein Blick auf die Möbelbranche generell, meine Damen und

Herren: Der deutsche Möbelhandel konnte nach langer Durststrecke

2006 seine Umsätze erstmals wieder steigern, um rund 5 Prozent. Es

hatte sich eine gute Stimmung bei den Konsumenten eingestellt.

Viele hatten wegen der Mehrwertsteuererhöhung größere

Anschaffungen vorgezogen, die Bautätigkeit nahm zu und allgemein

löste sich der Nachfragestau auf. Allerdings dümpelt die Lage zurzeit

dahin. Die Möbelbranche ist sehr schlecht ins Jahr gestartet. Das

Bundesamt für Statistik vermeldet für die ersten 6 Monate ein Minus

von 3,1 %. Von dem negativen Ergebnis sind sowohl die großen

Möbelhäuser als auch der mittelständische Fachhandel betroffen.

Erfreulich ist, dass es langsam wieder Berg auf geht. Im Monat Juni

lag das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr bei 7 Prozent.

Doch eines steht fest: So recht will die dritte Stufe des Aufschwungs

nicht zünden, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag im

Sommer prophezeit hat. Sie sollte nach Export und

Anlageinvestitionen nämlich im privaten Verbrauch liegen. Unser

Segment des Einzelhandels spürt dies noch nicht. Es mehren sich die

Stimmen – und ich gehöre dazu –, die nach erheblichen

Überschüssen, die zurzeit in die Finanz- und sonstigen öffentlichen

Kassen strömen, ein spürbares Signal der Politik erwarten. Und zwar

ein Signal der Entlastung als Weckmittel der Konsumfreude.

Wenn die Wirtschaft schon mehr Beschäftigung schafft, der

Aufschwung den öffentlichen Bereichen solch einen Segen beschert,

dann sollten die öffentlichen Kassen ebenfalls bemüht sein, dass vom

Aufschwung mehr in den Taschen der Bürger ankommt.


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Man kann den Wirtschaftsminister nur unterstützen, wenn er

Steuersenkungen anregt. Das wäre ein gutes Signal für die Kaufkraft.

Ansonsten aber teilt der Bundesverband des Deutschen Möbel-,

Küchen- und Einrichtungsfachhandels die positive Einschätzung der

konjunkturellen Entwicklung und des gestiegenen

Verbrauchervertrauens.

Der BVDM vertritt innerhalb des Hauptverbandes des Deutschen

Einzelhandels die Interessen von ca. 10.000 Unternehmen der

Möbel-, Küchen- und Einrichtungsbranche. Diese Branche beschäftigt

insgesamt 100.000 Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit. Und der

Gesamtumsatz der Branche beläuft sich auf 20,7 Mrd. Euro, zu

Endverbraucherpreisen im Jahr 2006.

Eines der wichtigen aktuellen Anliegen des Verbandes ist die

Gewinnung qualifizierten Nachwuchses. Dazu gehören ein neuer

Ausbildungsberuf „Fachkraft Möbel-, Küchen- und Umzugsservice“

sowie ein „Konzept Zukunft“ für die Kölner Fachschule des

Möbelhandels.

Die Bedeutung von Messen

Nun ein abschließendes Wort zur Bewertung von Messen für unseren

Wirtschaftszweig: Messen sind unverzichtbar, wie ich anhand der

Bedeutung der „Tendence Lifestyle“ für die Fachsortimente des

Möbelfachhandels bereits dargelegt habe.

Für mich bedeutet Messepräsenz unserer Industrie auch notwendige

Standortpräsenz hier in Deutschland. Unser Land ist innerhalb der


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Europäischen Union der größte – und in mancher Hinsicht auch der

lukrativste – Markt.

Wir brauchen solche nationalen Messen, weil wir für diesen wichtigen

Markt Deutschland verlässliche Konjunkturbarometer benötigen.

Messen sind dies. Sie vermitteln Herstellern und Handel wichtige

Rückschlüsse auf hiesige Trends, Stimmungslagen und Tendenzen.

All dies würden wir auf ähnlichen Messen im Ausland nicht

mitbekommen. Dort erhielten wir für unser Marktgeschehen ein nicht

ganz deckungsgetreues Bild – trotz jeglicher Integration im

Binnenmarkt der EU. Insofern ist die „Tendence Lifestyle“ für die

heimischen Hersteller, für alle Importeure und den Handel ein

bedeutsames Ereignis.

Deshalb wünsche ich dieser Messe auch einen hohen Grad an

Aufmerksamkeit sowohl seitens der Insider als auch des breiten

Publikums. Denn im Ergebnis produziert sie für uns alle eine

gesteigerte Lebensqualität.

Dazu viel Erfolg!

Kontakt:

BVDM Bundesverband des Deutschen Möbel-,

Küchen- und Einrichtungsfachhandels

Frangenheimstraße 6

50931 Köln

Dr. Daniel C. Schmid

Tel. 06103/391-264

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