Reinhard Sebastian Tobias Theil - IPP

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Reinhard Sebastian Tobias Theil - IPP

Darstellung des Akademisierungsprozesses der Pflege,

anhand von Modellausbildungen in Nordrhein-Westfalen

Praktikum :

Reinhard Sebastian Tobias Theil

Studiengang BA. Pflegewissenschaft


Relevanz

• Akademisierung der Pflege- und

Gesundheitsfachberufe ist umstritten

‣Daher ist es wichtig die unterschiedlichen

Argumentationen und jeweiligen Positionen der

Akteure zu kennen


Frage

• „Welche Erwartungen wurden und werden im Zuge

eines Modellvorhabens in Nordrhein-Westfalen von

den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen

für und gegen die Akademisierung als Teil der

Professionalisierung der Pflege, mit den verschieden

Interessenlagen vorgebracht?“


Frage

• „Welche Argumente bringen die Akteure im

Gesundheitswesen mit ihren unterschiedlichen

Interessenslagen für oder gegen eine

Akademisierung vor?“


Methode

• Dokumentenanalyse

‣ Grundlage: Stellungnahmen zum Gesetzentwurf

‣ Inhaltsanalytisch nach Mayring


NRW-Landesgesetz „Modellklausel“

Der Gesetzgebungsprozess

Gesetzentwurf

der

Landesregierung

Stellungnahmen

zum

Gesetzentwurf

93. Sitzung

des

Ausschusses

für Arbeit,

Gesundheit

und Soziales

Beratung im Landtag

(zweite Lesung);

Gesetzentwurf wird

unverändert angenommen

und einstimmig beschlossen

Veröffentlichung des

Gesetzes im Gesetzesund

Verordnungsblatt des

Landes Nordrhein-

Westfalen

2.12.2009 17.12.2009 13.1.2010 27.1.2010 3.2.2010 9.2.2010 16.2.2010 25.2.2010

Einbringung

des

Gesetzentwurfs

in den

Landtag

(erste

Lesung)

Beschlussempfehlung und

Bericht des Ausschusses;

Gesetzentwurf der

Landesregierung wird

unverändert angenommen

Gesetz über die

Durchführung von

Modellversuchen

zur

Weiterentwicklung

der Berufe

Verordnung über die

Durchführung von Modellvorhaben

zur Weiterentwicklung

der Berufe in der

Alten und Krankenpflege, für

Hebammen und Logopäden,

Ergotherapeuten und Physiotherapeuten


Bundesgesetz „Modellklausel“

Der Gesetzgebungsprozess

BR. Initiative

NRW Entwurf

eines

Gesetzes zur

Einführung

einer Modellklausel

844. Sitzung des

Bundesrates

Einbringung

des

Gesetzententwurfs

des

Bundesrates

in den

Bundestag

Stellungnahmen

zum

Gesetzentwurf

Ausschuss

für

Gesundheit;

öffentliche

Anhörung

zum

Gesetzentwurf

230.Sitzung

des

Bundestag;

Unveränderte

Annahme

des

Gesetzes

Veröffentlichung

des

Gesetzes im

Bundes

Gesetzblatt

18.4.2008 9.5.2008 23. 5. 2008 25.5.2008 2.7.2008 25.9.2008 25. 5.2009 1.7.2009 2.7.2009 18.9.2009

Empfehlung

der

Ausschüsse

für die 844.

Sitzung des

Bundesrates

Gesetzentwurf

des

Bundesrates

179. Sitzung des

Bundestages

und

Überweisung

des

Gesetzentwurfes

in den

zuständigen

Ausschuss

Beschlussempfehlung

und

Bericht des

Ausschusses für

Gesundheit

861. Sitzung

des

Bundesrates;

Empfehlung

wird gefolgt,

Gesetz ist

somit

verabschiedet

Gesetzesbeschluss

des

Deutschen

Bundestages


Die Stellungnahmen


Argumentation nach Akteurgruppen

• Standesvertreter (ärztlich)

• Pflege-/Berufspolitische Gruppierung

• Leistungserbringer/-anbieter

• Sonstige (VdK)


Die Akteure in den drei Gruppen

Vertreter eines

medizinzentrierten

Paternalismus

Pflege- und

Gesundheitsfach

politiker

Leistungserbringer/

-

anbieter

Sonstige

• Ärztekammer

Westfalen-Lippe

• Städtetag

Nordrhein-

Westfalen &

Städte- und

Gemeindetag

Nordrhein-

Westfalen

• AOK

• Freie

Wohlfahrtspflege

• KGNW

• ZVK

• BED

• dlb

• Pflegerat NRW

• LfK

• Städtetag

Nordrhein-

Westfalen &

Städte- und

Gemeindetag

Nordrhein-

Westfalen

• AOK

• LfK

• Freie

Wohlfahrtspflege

• KGNW

• VdK

• Hochschule

NRW


Einstellung zur Akademisierung durch die

Vertreter eines

Medizinzentrierten

Paternalismus

• Zentrale Profession:

Medizin

• Erhalt der etablierten

Ausbildungsstrukturen

• Qualität würde durch

MStG sinken

• Unsystematische

Vielfalt von Modellen

• Charakter als Modell

geht verloren

• Gegen eine vollständige

und regelhafte

Verortung an

Fachhochschulen

• ABLEHNUNG EINER

VOLLAKADEMISIERUNG

vier Gruppen

• Vollakademisierung

• Verantwortung im Zuge

des MStG bei den

Hochschulen

• Notwendigkeit von

Forschungsmöglichkeit

• (Duale Ausbildung nicht

zielführend)

• Generalistische

Ausbildung

zukunftsweisend

• Wiederholt für

Akademisierung plädiert

• Gesamtgesellschaftliche

Aufgabe

• Qualifikationsmix

• BEFÜRWORTUNG DER

(VOLL-)

AKADEMISIERUNG

Berufspolitiker

(Pflege- und

Gesundheitsfachberufe)

Leistungserbinger/-anbieter

• Qualität auf praktischen

Ausbildungsumfang

zurückzuführen

• Fehlende

Vergleichbarkeit der

Berufsabschlüsse in der

EU/Drittstaaten

• Akademisches Personal

in Sinne einer

Weiterbildung

• Wettbewerbsvorteil

innerhalb der EU

• Kein Bedarf an weiteren

Modellen

• Gegen eine vollständige

und regelhafte

Verortung an

Fachhochschulen

• Refinanzierung

steigender

Personalkosten

• AKADEMISIERUNG

LEDIGLICH ALS

ZUSATZQUALIFIKATION

VdK und

Hochschule NRW

• MstG wird begrüßt

• Sachliche

Argumentation

• „richtiger Weg“

• Wachsende

ökonomische

Bedeutung

• Substazieller Beitrag

von gut ausgebildeten

Pflegkräften wird

erwartet

• Höhere Qualität durch

erstes

berufsqualifizierende

Studium

• Ausweitung auf weitere

Berufe

• FORDERUNG DER

VOLLAKADEMISIERUNG

UND AUSWEITUNG DES

MSTG


Hauptziele der verschiedenen

Akteure

• Festhalten am Status quo Eindämmung jeglicher

Akademisierungsbestrebungen

• Ärztekammer Westfalen-Lippe, Städtetag Nordrhein-Westfalen & Städte

und Gemeindetag Nordrhein Westfalen, AOK, Freie Wohlfahrtspflege,

KGNW

• Zustimmung zum MStG (moderate institutionalisiere

Professionalisierung)

• ZVK, BED, dlb, Pflegerat NRW, LFK

• Befürwortung einer Vollakademisierung

(weiterreichende Professionalisierungsbestrebungen)

• VdK; Hochschule NRW


Fazit:

Gesellschaftliche Unterstützung auf dem

Weg der Akademisierung

Vertreter eines

Medizinzentrierten

Gesundheitswesens

Leistungserbinger-

/anbieter

Berufspolitiker

VdK und die

Hochschule NRW

Akademisierung

Unterstützung der Akademisierung


Vielen Dank für Ihre

Aufmerksamkeit !

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