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DEGEMED News 46 Dezember 2013

DEGEMED News 46 Dezember 2013

DEGEMED News 46 Dezember

Analyse S. 9 Koalitionsvertrag auf Seite 9 news Nr. 46 Dezember 2013 Selbstverständnis Die Reha ist zu nett, friedlich und angepasst Aus dem Inhalt Meinungsforschung Reha und Öffentlichkeit 3 Wissenschaft Studie zur Kinderrehabilitation 4 Kinder- und Jugendreha Bündnis gegründet 5 Pflege-Kampagne Interview mit Andreas Westerfellhaus 6 Koalitionsvertrag Republik des Glücks 9 Umfrage Kranke Mitarbeiter, was nun? 11 Transportkosten Kassen fordern Kliniken 12 KlinikAward 2013 And the winner is … 13 Neues Mitglied Die Klinik Höhenried 14 Nicht mehr verstecken: Reha-Kliniken müssen selbstbewusster sein und ihre Interessen offensiver vertreten. Entlassungsmanagement Forderungen der DVSG 15 Berlin. Der neue Koalitionsvertrag zeigt es. Die medizinische Reha taucht nur in wenigen Zusammenhängen auf. Erneut sind es andere Themen, bei denen die künftigen Regierungsparteien Reformbedarf erkennen und politisches Handeln ankündigen. Reha-Budget Immerhin will die neue Bundesregierung nun endlich das Reha-Budget der Rentenversicherung demografiefest ausgestalten. Sie räumt damit eine unerledigte Hinterlassenschaft der schwarz-gelben Regierungskoalition auf. Reha- und Präventionsleistungen sollen auch künftig nach Bedarf und nicht nur nach Kassenlage möglich sein. Der Fachkräftemangel bleibt auf der Agenda. Reha liegt also doch gefühlt im Mainstream aktueller Themen, irgendwie. Selbst – Bewusst – Sein Doch das allein reicht natürlich nicht. Der Mainstream kann sich ändern, jederzeit. Was dann? Ängstliche Angepasstheit verändert gar nichts. Selbstbewusst und unbefangen müssen daher ambulante und stationäre Reha-Zentren heute klarmachen: Sie sind es, die die Erwerbsfähigkeit sichern und Pflege vermeiden – täglich in Tausenden von Fällen! Medizinische Rehabilitation ist eigenständig und nicht substituierbar. Sie muss sich daher auch politisch selbst vertreten. Andere werden es nicht tun. Teilhabe ist der Auftrag Rehabilitanden und Klinikbeschäftigte in der Reha wissen es längst: Jede Reha ist so individuell wie der Mensch, um den es dabei geht. Die Deutungshoheit, was »gute Reha« ist, kann daher nicht allein bei den Statistikern der Kostenträger liegen. Bei allen Diskussionen über Konzepte und Strukturen müssen sich Reha-Kliniken aktiv einschalten – von Anfang an! Neue Aktionsformen notwendig Die medizinische Reha muss neue politische Aktionsformen finden, die ihrer tatsächlichen Bedeutung entsprechen. Dies gilt für spezielle versorgungsstrukturelle und konzeptionelle Fragen ebenso wie für sozial- und gesundheitspolitische Themen. Die geriatrische Reha in Nordrhein-Westfalen hat es doch im Sommer vorgemacht: Die kollektive Kündigung von Versorgungsverträgen sorgte für Aufsehen und Bewegung. Auch Minister nehmen so etwas wahr. Und beginnen mit dem Nachdenken. MITMACHEN! Reha stark machen! Nächste DEGEMED-Mitgliederversammlung am 9.4.2014.