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DEGEMED News 42 Dezember 2012

DEGEMED News 42 Dezember 2012

DEGEMED News 42 Dezember

Eine Milliarde MEHR! www.eine-milliarde-mehr.de news Nr. 42 Dezember 2012 Schwerpunktthema Reha trägt Verantwortung für die junge Generation Schwerpunktausgabe »Medizinische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen« Aus dem Inhalt Schwerpunkt Rehabilitation der DRV S. 3 FOR-Verfahrensabsprache zwischen GKV und DRV S. 4 FOR in der Praxis S. 5 BMAS: Kinder und Jugendliche brauchen schnelle Hilfen S. 6 Positionspapier: Hürden abbauen S. 7 Familie, Schule, Gesellschaft: psychosomatische Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter haben vielfältige Ursachen. Berlin. Die Lebensbedingungen – und damit auch die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen – haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Die Folge, das zeigen wissenschaftliche Untersuchungen wie die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts, ist eine Zunahme chronischer und psychosomatischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Vorsorge und Rehabilitation haben daher im gesundheitlichen Versorgungssystem der Gesellschaft einen besonderen Stellenwert. Der steigende Bedarf an spezifischen und qualifizierten Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen liegt auf der Hand – allerdings sprechen die Antrags-, Bewilligungs- und Belegungszahlen eine andere Sprache. Auf der Suche nach den Ursachen, nach neuen Konzepten und Ideen hat die DEGEMED die medizinische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen in den Fokus dieses Newsletters gestellt und sie lässt die unterschiedlichen Akteure dieses wichtigen Bereichs in eigenen Beiträgen zu Wort kommen. Verworrene Zuständigkeiten Dass die Materie keineswegs einfach ist, zeigt schon das Beispiel Kostenträger: Denn für Leistungen zur stationären Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen sind zum Teil sowohl die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung als auch die gesetzlichen Krankenkassen gleichrangig zuständig. Die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung erbringen Leistungen, wenn die Erkrankung voraussichtlich Auswirkungen auf die spätere Erwerbsfähigkeit hat. Da bei der DRV der Kindbegriff aus dem Waisenrentenrecht stammt, können Kinder bis zum vollendeten 27. Lebensjahr die Leistungen erhalten, sofern sie sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden. Die Leistung dauert in der Regel vier Wochen, die bis zu sechs Wochen verlängert werden kann. Relevante Erkrankungen sind in einem speziellen Katalog festgelegt. Die gesetzlichen Krankenkassen erbringen für versicherte Kinder und Jugendliche (damit sind auch familienversicherte Kin- GPOH im Porträt S. 8 Interview mit Dr. Helga Seel S. 11 Reha für Migranten S. 12 Neue Mitglieder vorgestellt S. 15 Termine S. 16 der und Jugendliche bis zum 25. Lebensjahr gemeint) sowohl stationäre als auch ambulante Leistungen der medizinischen Rehabilitation. Diese müssen notwendig sein, um eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, auszugleichen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern. Die GKV erbringt diese Leistungen für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, in der Regel für vier bis sechs Wochen, nach Vollendung des 14. Lebensjahres regelmäßig für einen Zeitraum von drei Wochen mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Eine Eingrenzung auf bestimmte Erkrankungen gibt es nicht.