Die dritte Generation der ETS (Teil 9) - IT GmbH
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Elektrobörse spezial Dezember 2005<br />
<strong>Die</strong> <strong>dritte</strong> <strong>Generation</strong> <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> (<strong>Teil</strong> 9)<br />
„<strong>IT</strong> Design“ – das Grafikwerkzeug für die <strong>ETS</strong> 3<br />
Harald Pokorny<br />
<strong>Die</strong> Normen verlangen vom Errichter <strong>der</strong> Gebäudeautomation<br />
die Dokumentation <strong>der</strong> Anlage und zwar grundsätzlich in<br />
elektronischer Form. Fehlt diese, ist die werkvertragliche<br />
Abnahme <strong>der</strong> elektrischen Anlage gefährdet.<br />
Das nachfolgend vorgestellt neue Werkzeug»<strong>IT</strong>-Design« bietet<br />
neue Möglichkeiten für die grafische Projektierung und<br />
Dokumentation von EIB/KNX-Anlagen.<br />
Geltende Normen und Richtlinien, wie DIN EN 61082, DIN EN<br />
ISO 16484, VDI 3814 (siehe Kasten) u. a. verlangen auch vom<br />
Errichter <strong>der</strong> Gebäudeautomation die Dokumentation <strong>der</strong><br />
Anlage. Dabei wird dies grundsätzlich in elektronischer Form<br />
gefor<strong>der</strong>t, was sich aus den "Allgemein anerkannten Regeln <strong>der</strong><br />
Technik" des VDE e.V. und dem Normenwerk des DIN e.V.<br />
ableiten lässt. Fehlt diese Dokumentation, so ist die<br />
werkvertragliche Abnahme <strong>der</strong> elektrischen Anlage gefährdet.<br />
ÜBERSICHT<br />
Bisherige Folgen<br />
Mit dem vorliegenden Beitrag setzen wir<br />
die Serie zur Ets 3 fort. Bisher sind<br />
folgende <strong>Teil</strong>e erschienen:<br />
• <strong>Teil</strong> 1: Bus-Guide 1/2004, S. 44 ff.:<br />
<strong>ETS</strong> 3: Modelle und Lizenzen – ein<br />
Überblick<br />
• <strong>Teil</strong> 2: SmartHouse 10/04, S. 20 ff.:<br />
Neues in <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> 3 Professional<br />
• <strong>Teil</strong> 3: SmartHouse 11/04, S. 26 f.:<br />
Komminikation <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> 3 mit<br />
EIB/KNX-Geräten<br />
• <strong>Teil</strong> 4: BUS-GUIDE 2/04 (Dezember<br />
2004), S. 48 f.: „<strong>IT</strong> Tools for <strong>ETS</strong> 3<br />
Rekonstruktion“<br />
• <strong>Teil</strong> 5: SmartHouse 1-2/05, S. 10 f.:<br />
Makros – <strong>Die</strong> Zeitsparschweine für<br />
<strong>ETS</strong>-3-Profis<br />
• <strong>Teil</strong> 6: SmartHouse 3/05, S. 16 f.:<br />
Noch mehr Makros für <strong>ETS</strong>-3-Profis<br />
• <strong>Teil</strong> 7: SmartHouse 4/05, S. 12 f.:<br />
Erfahrungen mit „<strong>IT</strong> Tools for <strong>ETS</strong> 3“<br />
• <strong>Teil</strong> 8: SmartHouse 5/05, S. 20 f.:<br />
Wo ist die <strong>ETS</strong> 3<br />
Neue Möglichkeiten für die grafische Projektierung und Dokumentation von EIB/KNX-Anlagen bietet das<br />
neue Werkzeug „<strong>IT</strong> Design“.
Ausgangslage<br />
Bei EIB/KNX-Anlagen kann man die gefor<strong>der</strong>te Dokumentation<br />
entwe<strong>der</strong> unzureichend durch Report-Ausdrucke erfüllen o<strong>der</strong><br />
mühsam mit einem beliebigen Grafik-Programm. Den Reports<br />
mangelt es an Übersichtlichkeit, sie können aber stets aktuell<br />
ausgegeben werden. <strong>Die</strong> Grafiken sind schon nicht mehr<br />
aktuell, bevor die Anlage in Betrieb ist, weil die Nachführung<br />
sehr aufwändig ist. Eine langjährige Pflege dieser Dokumente<br />
erfolgt in <strong>der</strong> Praxis nicht, wie im Kasten „Fortschreibung <strong>der</strong><br />
Dokumentation“ dargestellt.<br />
Integration<br />
<strong>Die</strong> <strong>ETS</strong> 3 Professional kann durch allgemeine Zusatzwerkzeuge<br />
– die <strong>IT</strong> Tools for <strong>ETS</strong> 3 – und produktspezifische<br />
Zusatzwerkzeuge <strong>der</strong> Hersteller aufgerüstet werden (siehe<br />
vorangegangene Artikel dieser Serie). Das neue Werkzeug „<strong>IT</strong><br />
Design“ ist die vollständige Integration eines Grafikeditors in die<br />
<strong>ETS</strong> 3 Professional.<br />
INFORMATION<br />
Norm für die Gebäudeautomation:<br />
VDI 3814<br />
<strong>Die</strong> Norm VDI 3814 gilt für Einrichtungen,<br />
Software und <strong>Die</strong>nstleistungen<br />
zur automatischen Steuerung und<br />
Regelung, Überwachung und Opti<br />
mierung sowie zur Bedienung und dem<br />
Management zum energieeffizienten,<br />
wirtschaftlichen und sicheren Betrieb <strong>der</strong><br />
Technischen Gebäudeausrüstung<br />
(Gebäudeautomation). Da die<br />
Internationale Norm DIN EN ISO 16484<br />
für Gebäudeautomation nicht alle<br />
regionalen Erfor<strong>der</strong>nisse beinhaltet,<br />
übernimmt die VDI 3814 diese Aufgabe.<br />
IINFORMATION<br />
Fortschreibung <strong>der</strong> Dokumentation<br />
Wenn Hardware und o<strong>der</strong> Software-Än<strong>der</strong>ungen durchgeführt<br />
werden, müssen die Dokumentationen aktualisiert werden,<br />
damit immer die aktuellen Strukturen und Betriebsparameter<br />
des Systems vorliegen. Damit kann bei zukünftigen<br />
Erweiterungen <strong>der</strong> Systemverantwortliche auch bei an<strong>der</strong>en<br />
Herstellern die Gesamtfunktionalität des Systems inkl. <strong>der</strong><br />
Erweiterung sicherstellen.<br />
Erfahrungsgemäß verliert ein Gesamtsystem sehr schnell<br />
seinen Nutzwert, wenn Än<strong>der</strong>ungen/Erweiterungen z.B. <strong>der</strong><br />
Anlagenautomation, auf Bedien- und Managementeinrichtungen<br />
nicht nachvollzogen werden.<br />
Es gibt genau deshalb sehr viele verwaiste »Leitsysteme«, mit<br />
<strong>der</strong> Folge eines hohen Personalaufwands bei Verzicht auf<br />
effizientes Energiemanagement.<br />
Quelle: Leitfaden zur Ausschreibung interoperabler<br />
Gebäudeautomationssysteme auf <strong>der</strong> Basis <strong>der</strong> Internationalen Norm<br />
DIN EN ISO 16484-5 GA-System - Protokoll (BACnet)<br />
<strong>Die</strong> Verwaltung aller Zeichnungen und<br />
Dokumente geschieht über einen<br />
Projekt-Explorer. Er zeigt ein Abbild<br />
eines Verzeichnisses im Dateisystem<br />
und dient als „Schaltzentrale“ für alle<br />
projektbezogenen Dokumente.<br />
<strong>Die</strong> Zeichnungen des <strong>IT</strong> Design werden<br />
stellvertretend für den Browser (Fenster<br />
<strong>der</strong> <strong>ETS</strong> 3), <strong>der</strong> die Daten in Tabellen<br />
anzeigt, benutzt. Elemente <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> 3<br />
(Geräte, Linien, Räume) werden in den<br />
Zeichnungen durch Symbole angezeigt.<br />
Über die Symbole kann direkt auf die<br />
<strong>ETS</strong>-Elemente zugegriffen werden und<br />
alle Operationen ausgeführt werden.<br />
Der Parameterdialog kann geöffnet<br />
werden, <strong>der</strong> Download ausgeführt o<strong>der</strong><br />
Eigenschaften, wie z.B. <strong>der</strong> Name,<br />
verän<strong>der</strong>t werden. Damit ist ein Element<br />
in einer Zeichnung funktionell äquivalent<br />
mit dem Element in einem <strong>ETS</strong> 3-<br />
Fenster.<br />
Alle Än<strong>der</strong>ungen an den Geräten, Linien o<strong>der</strong> Räumen in <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> wirken sich sofort auf die Zeichnungen aus. Es<br />
ist nicht erfor<strong>der</strong>lich, irgendwelche Adressen, Bezeichnungen o. ä. nachzupflegen, da diese Daten ausschließlich<br />
in <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> gespeichert sind.<br />
Grafische Dokumentation<br />
Zunächst wird durch den Import von Grundrissen (DXF, WMF, EMF, DWG mit 3party) ein Ortsbezug hergestellt.<br />
<strong>Die</strong> Nachbearbeitung <strong>der</strong> Grafikdaten ist möglich. Von den Browsern <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> werden danach per drag & drop<br />
Elemente in die Zeichnungen gezogen. Wenn in <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> für die Geräte ein Bezug zu einem Raum o<strong>der</strong> Verteiler<br />
besteht, können auch diese symbolisch dargestellt werden. Noch nicht platzierte Geräte, Linien o<strong>der</strong> Räume<br />
werden automatisch gefiltert und angezeigt.<br />
Für die Gesamtdarstellung <strong>der</strong> Anlage können automatisch Topologie-Zeichnungen erstellt werden, die alle<br />
Bereiche, Linien und Geräte <strong>der</strong> Anlage enthalten.<br />
Zeichnungsvorlagen erleichtern die Arbeit und schaffen ein einheitliches Erscheinungsbild.<br />
Zu beliebigen Dokumenten, sowohl zu an<strong>der</strong>en Design-Zeichnungen als auch zu Anfor<strong>der</strong>ungslisten,<br />
Pflichtenheften, Hilfedateien, Datenblättern etc. in beliebigen Formaten (doc, xls, xml, pdf, html,...), können<br />
Hyperlinks angelegt werden. Auf die Dokumente wird dabei auch über ftp o<strong>der</strong> http zugegriffen, an<strong>der</strong>e Protokolle<br />
wie mailto können verwendet und ausführbare Dateien gestartet werden.<br />
Grafische Projektierung<br />
Das Design eröffnet auch neue Wege für die Projektierung. <strong>Die</strong> Geräte können aus dem Produktkatalog direkt in<br />
Raum- o<strong>der</strong> Verteilerzeichnungen auf Linien gezogen werden. Das Gerät wird in <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> 3 angelegt, in <strong>der</strong><br />
Topologie <strong>der</strong> richtigen Linie und im Gebäude dem Raum bzw. Verteiler zugeordnet. <strong>Die</strong> Bearbeitung <strong>der</strong><br />
Eigenschaften und Parameter sowie <strong>der</strong> Kommentare zum Raum, etwa die Beschreibung von Raumfunktionen,<br />
ist möglich. <strong>Die</strong>se Daten werden in <strong>der</strong> <strong>ETS</strong> 3 bei den jeweiligen Elementen gespeichert.
Alle Operationen, die leichter o<strong>der</strong> schneller in Tabellen ausgeführt werden, sollen auch weiterhin in <strong>der</strong> <strong>ETS</strong><br />
erfolgen. Das Design erleichtert jedoch die Orientierung durch den Ortsbezug <strong>der</strong> Elemente in den Zeichnungen.<br />
Dadurch können Elemente schneller gefunden und auch Än<strong>der</strong>ungen ausgeführt werden.<br />
<strong>Die</strong> neben den Browser-Fenstern geöffneten Zeichnungsfenster bieten dem Projektierer eine an<strong>der</strong>e Sicht auf die<br />
Daten und damit neue Arbeitsabläufe an sowie neue Wege zur Datenorganisation bei gleichzeitigem Entstehen<br />
einer grafischen Dokumentation.