Roter Faden

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Roter Faden

Roter Faden

1. Methoden zum Aufbau des

Wissensmanagements (Modell A)

2. Regelkreis des Wissensmanagements

3. Methoden zum Aufbau des WM

(Technischer Ansatz)

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Methoden zum Aufbau des WM

• Fünf Schritte um Wissensstrukturen an den Tag

bringen

• 1. Schritt:

• Wissen lokalisieren und transparent machen

und für alle Entscheidungs- und

Innovationssituationen zugänglich zu machen

– ->Wissenslandkarte erstellen (Kernkompetenzen und

Wissenslücken verdeutlichen. Ungenutztes Wissen

ausweisen)

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Methoden zum Aufbau des WM

2. Schritt:

• Entscheidungs- und Innovationssituationen und

bezüglich der Wissensanforderungen charakterisieren.

• Wissenslücken/Schwachstellen ableiten, weiße Flecken

der Wissenslandkarte identifizieren

• --> Welches neue/zusätzliche Wissen wird benötigt?

• Beschaffung dieses Wissens durch neues Personal,

externe Wissensquellen, Verbesserung der

Kommunikations- und Lernprozesse

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Methoden zum Aufbau des WM

3. Schritt:

• Verbesserung der Wissensspeicherung und

der Zugangsgeschwindigkeit zum

gespeicherten Wissen.

• Installation eines flexiblen Dokumentationssystems.

• Voraussetzung: sinnvolle Strukturierung des

notwendigen Wissens (Wissenslandkarte)

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Methoden zum Aufbau des WM

4. Schritt: Wissen verteilen und pflegen

• Wissen auf die Interessierten aktiv

verteilen sobald es neu entstanden ist.

• Voraussetzung: Mitarbeiter geben ihr

Interessens- und Suchprofil ein und halten

das Wissen, für das sie verantwortlich sind

auf dem neuesten Stand

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Methoden zum Aufbau des WM

5. Schritt

• Wissen nutzen, durch

• Wissen um Kundenbedarf

• Wissen um Defizite des Kundennutzens

• Wissen um neue technische Möglichkeiten

• Wissen um Wettbewerbsschwächen

• Wissen um neue Produkte

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Regelkreis des Wissensmanagements

• Wissensmanagement besteht aus sechs Kernprozessen:

• Wissensidentifikation

• Wissenserwerb

• Wissensentwicklung

• Wissensverteilung

• Wissensnutzung

• Wissensbewahrung

dazu kommen:

Wissensziele und Wissensbewahrung als orientierender und

koordinierender Rahmen

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Regelkreis des Wissensmanagements

Wissensziele:

– normative Wissensziele: Bereichsübergreifend,

Ausrichtung des FuE-Bereichs auf diese Ziele.

– Strategische Wissensziele: künftiger

Kompetenzbedarf des Unternehmens, z. B.

Neuentwicklung des Produktes X

– Operative Wissensziele: konkret formuliert werden

sie im Unternehmen konsequent verfolgt.

Ableitung aus normativen und strategischen

Zielen, Zuordnung zu Projekten und Individuen

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Regelkreis des Wissensmanagements

Wissensidentifikation

• Transparenz schaffen und Wissen

systematisieren durch

– Wissenslandkarten

– Kompetenzdatenbanken

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Regelkreis des Wissensmanagements

Wissenserwerb

• Wissen , das die Organisation (KMU) nicht selber

erzeugen kann muss auf den Wissensmärkten

beschafft werden, durch

• Imitation/Akquisition anderer Organisationen

• Einstellung (temporär) von Spezialisten

• Kauf von Wissen (externe Berater,

Kundenmitwirkung)

• Wissensprodukte (Software, Patente

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Regelkreis des Wissensmanagements

Wissensentwicklung

• Wichtig zum Aufbau von Kernkompetenzen. Kann

durch individuelle oder kreative kollektive

Wissensentwicklung erfolgen, z. B. durch:

• Vorschlagswesen

• Lernarenen

• Produktkliniken

• Think tanks

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Regelkreis des Wissensmanagements

Wissensverteilung:

– Das isoliert vorliegende Wissen der gesamten

Organisation wird nutzbar und zugänglich

gemacht. Voraussetzung ist eine Vertrauenskultur.

Sie ermöglicht die gleichzeitige Nutzung von

Wissen und den Zugriff auf Erfahrungen. Es wird

fest gelegt wer was in welchem Umfang wissen

sollte, durch

– technische Wissensinfrastrukturen (Intranet,

Groupware)

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Regelkreis des Wissensmanagements

Wissensnutzung

ist Ziel und Zweck des WM. Wissen ist ein Produkt der KMU

und muss ergänzt und weiterentwickelt werden, soll es

die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Identifiziertes Wissen

fällt der Todesspirale zum Opfer, wenn es nicht aktuell ist

Auf Aktualität und Wiederverwendbarkeit achten

Nutzung förden, durch:

Nutzergerechte Wissensaufbereitung

Förderung durch Incentives

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Regelkreis des Wissensmanagements

• Wissensbewahrung

• ist aufgrund von Personalaustritten und

Reorganisationsmaßnahmen notwendig.

Bewahrungswürdiges muss ausgewählt und

gespeichert werden. Speichermedien, sind

– Menschen (begrenzte Kapazität und vergesslich)

– Technik (Druckmedien, Expertensysteme, Software)

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Methoden zum Aufbau des WM

(Technischer Ansatz)

Planung und Ist-Analyse

• unternehmensspezifische Vorgehensweise

wählen

• exakte Projektzielsetzung vornehmen. Dabei

Formulierungen wählen, die kurzfristige Erfolge

ermöglichen

• Nutzenpotential transparent machen

• Erfolgskritische Informationen benennen und

Zugriffsrechte klären

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Methoden zum Aufbau des WM

• Soll-Konzeption

(Technischer Ansatz)

– Informationserfassung (Scannen, Erschliessungssystem)

– Informationserschliessung (Abfragevarianten erfassen und im

Design der Datenbank berücksichtigen

– Informationsbegrenzung (Berechtigungssystem, dass rollen- und

inhaltsbezogen ist

– Informationsbereitstellung (Pull-Prinzip) und -verteilung (Push-

Prinzip). Beide müssen vom System selbständig durch

Zusatzinformationen ergänzt werden (kontextbezogene oder

weiterführende Informationen, Informationsverdichtung, Aktions-

Regel- oder Zeitpunkt bezogene Bereitstellungsautomatismen)

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Methoden zum Aufbau des WM

• Realisierung:

(Technischer Ansatz)

– Akzeptanz für Ersatz von papiergebundenen Ablagen

und Arbeitsweisen schaffen

– Für die Nutzung des Systems qualifizieren

– 60 % Lösungen reichen für das Pilotprojekt aus.

Ergebnisse schnell sichtbar machen

– Nutzen verdeutlichen (optimierte Wiederverwertung

schon existierender Ergebnisse, Reduktion von Zeit,

Vermeidung bereits vergangener Fehler)

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