Triplex 1000 - Kaukora OY

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Triplex 1000 - Kaukora OY

Inhaltsverzeichnis

1. Schematische Darstellung / Technische Daten 4

2. Vorwort 6

3. Gerätebeschreibung / Lieferumfang 6

4. Funktionsprinzip 6

5. Anschlussschema 7

6. Schornsteinanschluss und -dimensionierung 7

7. Zugelassene Brennstoffe 8

8. Zugelassene Gebläsebrenner / Einstellung 8

9. Anforderung an den Aufstellungsraum 9

10. Elektroanschluss 9

11. Erstinbetriebnahme 9

12. Laufender Betrieb 10

13. Systemerweiterungen 11

14. Wartung 11

15. Verhalten bei Störungen 11

16. Haftung bei Mängeln 12

17. Gerichtsstand 12

Übergabebestätigung 13

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1. Kesselthermometer 11. Primärluftklappe

2. Elektrothermostat 12. Ascheraumtür

3. Kesselmanometer 13. Sekundärluftklappe

4. Brennerthermostat 14. Wärmetauscher DN 20

5. Sicherheitstemperaturbegrenzer 15. Abgasstutzen

6. Reinigungsdeckel 16. Anschluß für Ausdehnungsgefäß DN 25

7. Brenneranschlussplatte 17. Anschluß des Fühlers der thermischen

8. Füll- und Entleerungsanschluß DN 15 Auslaufsicherung DN 15

9. Reinigungsdeckel 18. Mischerflansch

10. Fülltür 19. Anschluß des Feuerzugreglers DN 20

20. Anschluß der Kesselsicherheitsgruppe DN 25

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Technische Daten

Nennwärmeleistung Öl / Gas kW 20

Holz 20

Feuerungstechnischer Wirkungsgrad Öl / Gas % 95

Holz 82

Abgastemperatur Öl / Gas °C 125

Holz 240

Abgasmassestrom Öl / Gas kg/h 36

Holz 48

Notwendiger Förderdruck Öl / Gas Pa 5

Holz 15

CO2 Gehalt Öl % 13

Gas 10

Holz 13

Zulässiger Beriebsdruck Heizung bar 3

Warmwasser 10

Maximale Kesseltemperatur °C 95

Minimale Kesseltemperatur °C 60

Wasserseitiger Widerstand 10K mbar 5

20K mbar 2

Wasserinhalt l 235

Masse ( trocken ) kg 380

Füllraum - Breite feststoffseitig mm 250

Füllraum - Tiefe feststoffseitig mm 380

Füllraum - Höhe feststoffseitig mm 535

Feuerrauminhalt öl- / gasseitig l 27,5

Beschickungstür - Breite mm 250

Beschickungstür - Höhe mm 200

Brenndauer h 1,7

Abgasanschluss - Durchmesser mm 150

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2. Vorwort

Diese Anleitung ist wichtiger Bestandteil des Heizkessels. Sie richtet sich sowohl an den Errichter der Anlage, als auch

an seinen zukünftigen Betreiber. Mit ihr werden wichtige Hinweise für die ordnungsgemäße Installation der Anlage als

auch für deren korrekte Bedienung und Wartung gegeben.

Als künftiger Betreiber sollten Sie bedenken, dass nur richtige Bedienung und Wartung des Heizkessels seine sichere

und wirtschaftliche Funktion gewährleisten.

Bereits an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass für Schäden, Mängel in der Funktion oder dauerhafte Betriebsstörungen,

welche auf Installations-, bzw. Bedien- oder Wartungsfehler zurückzuführen sind, jegliche Gewährleistungen

und Haftungen unsererseits und seitens der von uns autorisierten Werksvertretung ausgeschlossen sind.

3. Gerätebeschreibung und Lieferumfang

Der TRIPLEX 1000 ist ein Wechselbrandkessel und geeignet für die Brennstoffe:

• Heizöl bzw. Erdgas (mittels Gebläsebrenner)

• naturbelassenes stückiges Holz

Er besteht aus einer geschweißten Stahlblechkonstruktion mit Wandstärken von 5 mm für die Brennkammern und

3 mm für die Kesselwandung. Es gibt zwei von einander getrennte Brennkammern und getrennte Rauchgaszüge, die

erst am Kesselstutzen zusammengeführt werden. Über ein spezielles Adapterstück erfolgt der Anschluß an die

Rauchrohrleitung zum Schornstein.

Die Festbrennstoffstelle ist eine patentierte Konstruktion, die sehr niedrige Emissionen bei hoher Ausnutzung der

Brennstoffenergie gewährleistet.

Mittels eines Heizelementes kann auch durch Elektroenerie Wärme erzeugt werden.

Ein Cu-Rippenrohrwärmetauscher sichert die hygienische Bereitstellung von warmem Wasser für Bäder und Küche.

Der Heizkessel ist allseitig mineralisch isoliert und besitzt eine einbrennlackierte Blechverkleidung. Die Abstrahlverluste

sind so gering, so dass ein zeitweises Abschalten des Heizkessels nicht mehr sinnvoll und auch unwirtschaftlich ist.

Alle zum Betrieb erforderlichen Anzeigegeräte und Regelthermostate sind betriebsfertig installiert

Der Heizkessel ist nach DIN EN 303 - 5 geprüft durch:

TÜV Süddeutschland – Bau und Betrieb

Abt. Feuerungs- und Wärmetechnik

Ridelerstraße 65

80339 München

Zertifikat: BAF-MUC 02 02 482327 002

DVGW

Deutsche Vereinigung des Gas- u. Wasserfaches e.V.

Josef-Wirmer-Straße 1 - 3

53123 Bonn

Zertifikat: CE-0085BL0113

Zum Lieferumfang gehören:

4. Funktionsprinzip

• Rippenrohrwärmetauscher

• Elektroheizelement

• Abgastemperaturüberwachung

• Leitbleche in den Rauchgaszügen

• Keramische Auskleidung der Brennkammer (Feststoffseite), Leitbleche in allen

Rauchgaszügen

• Thermometer für Kesselwassertemperatur

• Manometer für Anlagendruck

• Regelthermostat mit Sicherheitstemperaturbegrenzer für den Gebläsebrenner

• Regelthermostat mit Sicherheitstemperaturbegrenzer für das E- Heizelement

• Rauchgasadapter

• Vierwegemischventil für den Heizkreis

• Feuerzugsregler

• Reinigungsset

• Bedienungsanleitung

Mittels Gebläsebrenner (ÖL oder Gas) wird stets eine Sockeltemperatur von 60° C gehalten.

Parallel zum Brennerbetrieb kann in der Festbrennstoffstelle das Feuer entzündet und die Kesseltemperatur auf

95° C angehoben werden. Ein Abgastemperaturfühler schaltet beim Überschreiten einer vom Werk festgelegten

Abgastemperatur den Brenner elektrisch ab, bzw. bei erlöschendem Feuer erneut zu. Je nach Dauer des Festbrennstoffstellenbetriebs

entsteht so eine Einsparung an Kosten für Öl/Gas.

Mit diesem Prinzip wird die ständige Bereitstellung von warmem Wasser und Wärme erreicht. Ein Durchfahren des

Taupunktes beim Brennerstart ist ausgeschlossen, ebenso jegliche Innenkorrosion.

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Der Heizkessel ist dadurch praktisch verschleißfrei und somit ein auf Langlebigkeit (zwei Jahrzehnte) ausgelegtes

Erzeugnis.

Darüber hinaus ist es auch möglich Wärme mittels Elektroenergie und dem bereits eingebauten Heizelement

zu erzeugen.

Das zum Heizkessel gehörende Vierwegemischventil regelt zusammen mit jeder witterungsgeführten Voraufregelung

die Raumtemperatur komfortabel.

Der groß demissionierter Rippenrohrwärmetauscher im oberen Teil des Heizkessels übernimmt die hygienische

Warmwasserbereitung für Bäder und Küche des Hauses. Er sollte aber stets mit einem Brauchwassermischventil

verbunden werden.

Wichtig:

• Die gesamte Heizungsanlage ist als geschlossenes System (Membranausdehnungsgefäß) auszuführen.

Der Anlagendruck ist damit auf 2 bar begrenzt.

• Als Sicherheitsventile dürfen nur solche mit Kennbuchstabe H eingesetzt werden.

• Thermische Ablaufsicherungen müssen der DIN 3440 (Ansprechpunkt 95 °C, Mindestdurchfluss

1500 kg/h) entsprechen. Der Fließdruck von 2 bar am Kaltwassereintritt muß dauerhaft gesichert sein.

• Der Einsatz eines Pufferspeichers ist wegen des großen Kesselwasserinhaltes nicht zwingend erforderlich.

Er stellt aber eine erhebliche Verbesserung der Effektivität und des Komforts der Gesamtanlage dar.

5. Anschlussschema

Kombikessel

Jäspi Triplex...

6. Schornsteinanschluss und -dimensionierung

Der richtige Schornsteinanschluss und seine Dimensionierung sind wesentliche Voraussetzungen für den einwandfreien

Betrieb des Heizkessels. Durchmesser von 160 mm, oder vergleichbare Querschnitte, haben sich in der Praxis als

besonders günstig erwiesen.

Der Schornstein selbst muß stets ein feuchteunempfindliches Unterdrucksystem sein und den Forderungen der

DIN EN 13384 genügen. Für seine Nachrechnung sind die benötigten Werte aus der Tabelle auf Seite 5 zu entnehmen.

Dabei ist als erstes die Berechnung für den Brennstoff Holz auszuführen.

Weil die Holzverbrennung nur mittels Naturzug (ohne Gebläse) erfolgt, ist eine ausreichende Abgasgeschwindigkeit

unerläßlich. Diese darf 0,8 m/s nicht unterschreiten.

Tritt dieser Fall ein, sind weitere Maßnahmen zu treffen, zum Beispiel:

• Querschnitt variieren

• wirksame Höhe verändern

• Dämmung einbringen

Die Rauchrohrleitung soll nach dem Kesselstutzen eine senkrechte Anlaufstrecke von 0,5 - 1,0 m haben und

unter 45° in den Schornstein münden. Sie ist zu isolieren.

Befindet sich der Heizkesselstandort neben dem Schornstein, ist die Rauchrohrleitung mit größtmöglicher Steigung

(nicht waagerecht!) zu verlegen. Ihre gestreckte Länge darf aber 20% der wirksamen Schornsteinhöhe nicht überschreiten.

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Desweiteren sind äußere Bedingungen, die das Rechenprogramm nicht berücksichtigen kann zu beachten, wie z.B.:

• eventuelle starke Mulden- oder Hanglage des Hauses

• Schornsteinmündung unterhalb der Firsthöhe und auf der Lee-Seite des Hauses (Nebengebäude)

• Große Bauwerke oder Bepflanzungen in der unmittelbaren Umgebung und in Hauptwindrichtung

• usw.

Es kann deshalb erforderlich werden an der Schornsteinmündung noch spezielle Abströmköpfe einzusetzen.

Der Einbau einer Nebenluftvorrichtung ist in jedem Fall vorteilhaft. Diese ist auf einen Förderdruck von 15 Pa einzustellen.

Nun kann mit dem für die Holzverbrennung festgelegten Durchmesser die Nachrechnung für den Brennstoff Öl / Gas

vorgenommen werden. Hier müssen die Ergebnisauswertungen nur den Forderungen der DIN 4705 entsprechen.

Für Querschnittsanpassungen dürfen nur allgemein bauaufsichtlich zugelassene Abgassysteme, welche die

Feststoffeignung nachweisen, Verwendung finden.

7. Zugelassene Brennstoffe

• naturbelassenes stückiges Holz mit einer Restfeuchte < 30% entspr. DIN EN 303/5, Abs. 1a und 1b.

Die Scheitlänge darf 380 mm nicht überschreiten, soll aber auch nicht wesentlich kürzer sein, weil eine

gleichmäßige Brennkammerfüllung Voraussetzung für eine optimale Verbrennung ist.

Die Scheite müssen gespalten (halbiert oder geviertelt) sein. Sie sollen ein Gewicht von 2 kg nicht

wesentlich übersteigen.

• Heizöl EL nach DIN 51601, Teil 1

• Erdgas H nach DVGW, Arbeitsblatt G 260/1

• Flüssiggas - s.o.-

8. Zugelassene Gebläsebrenner und deren Einstellung

Für die Verbrennung von Heizöl, Erd- oder Flüssiggas sind nur Gebläsebrenner nach DIN EN 267 bzw. 676 zugelassen,

welche die in der BImSch-V vorgeschriebenen Grenzwerte für NOx einhalten und hinsichtlich Leistung und Druck

(0,4 mbar in der Brennkammer) zum Heizkessel passen.

Außerdem müssen diese Gebläsebrenner:

• das CE Zeichen

• die Produktident - Nummer

aufweisen.

Der Flammrohrduchmesser muß 90 mm betragen.

Bei Ölgebläsebrennern sind Düsen vom Typ 60 °S zu verwenden. Ihr Durchsatz soll der Nennleistung des Heizkessels

entsprechen.

Zur exakten Brennereinstellung sind die Rauchgasanalyse und die Rußmessung in den Rauchgaszügen der Brennerseite

durchzuführen. Sofern auch der Abgasverlust ermittelt werden soll, ist nach folgender Berechnungsformel zu verfahren,

wobei die dazu benötigte Abgastemperatur in einer Entfernung von 320mm hinter dem Kesselstutzen zu ermitteln ist:

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9. Anforderungen an den Aufstellungsraum

Es sind alle zutreffenden Bestimmungen der DIN, des DVGW - WHG (für Wasser und Abwasser), des

DVGW - TRGI (für Gasanlagen), des DVGW - TRF (für Flüssiggasanlagen) sowie der VDE (für Elektroinstallation)

einzuhalten. Damit ist es unumgänglich das Gesamtsystem der Heizungsanlage von einem Handwerksfachbetrieb

installieren oder wenigstens verbindlich abnehmen zu lassen.

Der Heizkessel selbst ist waagerecht auf ebenem und befestigtem Boden aufzustellen. Ein Kesselpodest ist nicht

zwingend erforderlich. Zur sicheren Bedienung und Wartung muss ein Mindestabstand von 1 m zu Wänden und

sonstigen Hindernissen vorhanden sein. Dieser darf an einer Seite des Heizkessels auf 0,25 m verringert werden. Die

Mindestraumhöhe beträgt 1,85 m.

Der Aufstellraum ist hell und für Bedienung und Wartung blendfrei zu beleuchten. Zur Sicherstellung einer entsprechenden

Verbrennungsluftzufuhr ist der Heizraum mit einer Öffnung von 150 cm², welche nicht absperrbar ist und ins Freie führt,

zu versehen. Der Heizraum darf später nicht zur Lagerung von brennbarem Material jeglicher Art verwendet werden.

Für das Entfernen heisser Asche sind feuerfeste, abdeckbare Behältnisse zu benutzen. Türen und vorhandene

Lüftungsöffnungen sind stets freizuhalten.

10. Elektroanschluss

Bezüglich des Elektroanschlusses sind die Bestimmungen des VDE einzuhalten. Die Arbeiten sind von einer

zugelassenen Handwerksfirma auszuführen, oder verbindlich abnehmen zu lassen.

Sofern keine externe Störungskontrollampe für den Brenner und kein Betriebsstundenzähler installiert wird, ist im

Brennerstecker eine Brücke zwischen die Kontakte T1 und T2 zu legen.

11. Erstinbetriebnahme

• Die Erstinbetriebnahme hat durch die ausführende Handwerksfirma, bzw. von einem durch sie beauftragten

Sachverständigen zu erfolgen

• Es ist zu prüfen, ob alle Anlagenkomponenten ordnungsgemäß eingebaut sind, das System

vollständig mit Wasser gefüllt ist, keine Leckstellen vorhanden sind und die Rauchrohrverbindung zum

Schornstein sicher ausgeführt ist. Der Systemdruck soll 1,5 bar betragen.

Die elektrische Installation muss vollständig und betriebsbereit sein.

• Das Brennerthermostat ist in die Position „Max“ zu stellen. Mit Betätigung des Heizungsnotschalters

wird die Umwälzpumpe eingeschaltet und der Brenner gestartet. Die Heizkesseltemperatur wird

auf 70 °C angehoben. Während dieser Zeit sollte das Vierwegemischventil von Hand geschlossen werden,

um nur das Wasser im Heizkessel zu erwärmen.

• Prüfen Sie ständig die Dichtheit aller wasserführenden Bauteile, den Systemdruck und auch das

Ansprechen aller Sicherheitseinrichtungen.

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• Nach dem Erreichen dieser Temperatur, ist das Mischventil von der witterungsgeführten Vorlaufregelung

entspechend den vorhandenen Temperaturen und vorgenommenen Kennlinieneinstellungen bewegen zu

lassen (automatischer Betrieb)

• Jetzt kann die exakte Einstellung des Brenners, wie in Punkt 7 beschrieben, vorgenommen werden.

• In der Brennkammer der Feststoffseite ist zu prüfen, ob die Feuerrinne (Seite) im Ascheraum

vollständig nach hinten geschoben ist. Der Feuerzugsregler muss auf Position 6 gestellt und

seine Kette an der Primärluftklappe so eingehangen werden, dass diese ca. 50 mm weit

geöffnet ist.

• Legen Sie eine geringe Menge (ca. 2 kg) trockenes und kleines Holz (Durchmesser etwa 5 cm und halbiert)

auf den Rost und entzünden sie es mit geeignetem Feueranzünder.

• Wenn der Brennstoff sicher entzündet ist (etwa halb durchgebrannt), füllen Sie die Brennkammer bis zur Hälfte

und lassen erneut durchbrennen. Kurz vor Ende der Verbrennung wiederholen Sie diesen Vorgang erneut.

Mit dieser Verfahrensweise bleibt der in der Keramik vorhandenen Feuchtigkeit ausreichend Zeit, um

aus dem Stein auszutreten und zu verdampfen. Einer Bruchgefahr ist somit im wesentlichen vorgebeugt.

Dieser Vorgang braucht nur nach extrem langen Stillstandszeiten wiederholt werden.

• Nunmehr wird die Brennkammer bis zur Unterkante der Feuerraumtür mit Brennstoff gefüllt und das Heizungssystem

voll aufgeheizt. Die Sekundärluftkappe ist auf einen festen Wert von 5 - 10 mm mittels der

Anschlagschraube einzustellen.

• Beobachten Sie die Kesseltemperatur und hängen Sie die Kette des Feuerzugsreglers ggf. anders ein

(kürzer, wenn sich die Temperatur nur unzureichend erhöht - länger, wenn zu erkennen ist,

dass 95 °C überschritten werden).

12. Der laufende Betrieb

Nach der ordnungsgemäßen Inbetriebnahme bleibt der Heizkessel ständig eingeschaltet.

Die Sockeltemperatur von 60 °C darf nicht unterschritten werden. Es ist die Voraussetzung zur Vermeidung von

Innenkorrosion und zur Durchsetzung eventueller Garantieansprüche.

Temperatureinstellungen über 60 °C sind stets möglich. Sofern solch hohe Kesseltemperaturen benötigt werden,

ist zu prüfen, ob dazu nicht auf den Brennstoff Holz zurückgegriffen werden sollte.

Die Festbrennstoffstelle kann jederzeit benutzt werden. Sie funktioniert am besten in der kalten Jahreszeit, wenn wirklich

Wärmebedarf im Haus besteht. Sie sollte stets mit voller Leistung betrieben werden. Drosselungen über den

Feuerzugsregler, sowie ständiges Nachlegen von Brennstoff, bei Kesseltemperaturen über 80 °C sind zu vermeiden.

Sie führen zu Schwelbrand mit Teerablagerungen in der Brennkammer und in den Rauchgaszügen, sowie zu hohen

Schadstoffemissionen im Rauchgas.

Verfahren Sie am besten wie folgt:

• Säubern Sie den Rost, die Feuerrinne (durch Herausziehen) und den Ascheraum von Verbrennungsrückständen

des Vortages. Benutzen sie brandsichere Behälter mit Abdeckung zur Ascheentsorgung!

• Stellen Sie eine geringe Menge (ca. 2 - 3 kg) trockenes Holz in kleinen Abmessungen und weiteres Holz

entsprechend Punkt 11 für mindestens eine Brennkammerfüllung bereit.

• Legen Sie das kleine Holz auf den Rost und entzünden sie es mittels geeignetem Feueranzünder.

• Hat sich das Holz sicher entzündet (etwa halb durchgebrannt), legen Sie weiteren Brennstoff bis zur

Unterkante der Feuerraumtür auf. Öffnen Sie die Feuerraumtür stets langsam und vorsichtig, damit

ein Druckausgleich stattfinden kann und Verpuffungen vermieden werden.

• Legen Sie Brennstoff erst wieder nach, wenn nur noch ein geringes Glutbett vorhanden ist (alle 2 - 2,5 h).

Für eine effektive Verbrennung sind hohe Brennkammertemperaturen erforderlich. Diese erreichen

sie nicht, wenn Sie nur geringe Mengen Brennstoff nachlegen, oft die Brennkammertür öffnen um

nachzuschauen, oder in der Glut zu schüren.

• Informieren Sie sich vor jeder neuen Brennkammerfüllung über die vorhandene Kesseltemperatur.

Wenn diese über 70 °C liegt, sollte mit einem weiteren Abbrand in der Festbrennstoffstelle noch

gewartet werden, weil sonst die o. g. negativen Wirkungen eintreten.

• Wenn Sie nicht mehr heizen möchten, lassen Sie das Feuer von selbst erlöschen. Mit sinkender

Rauchgas- und Kesseltemperatur wird der Gebläsebrenner zugeschaltet und übernimmt je nach

Bedarf automatisch die weitere Wärmeversorgung.

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13. Systemerweiterung

Sofern eine große Menge des Jahresenergiebedarfs mit dem Brennstoff Holz erzeugt werden soll, wird die Koppelung

des Heizkessels mit einem Pufferspeicher empfohlen. Damit ist auch in der warmen Jahreszeit die Möglichkeit gegeben,

Holz unter Vollastbedingungen zu verbrennen.

Der verwendete Pufferspeicher braucht keine integrierte Warmwasserbereitung zu besitzen, da diese Funktion vom

Heizkessel ausreichend gesichert ist, sofern der Pufferspeicher mit dem Heizkessel über eine Temperaturdifferenzregelung

verbunden ist. Es wird ein Pufferspeichervolumen zwischen 500 und 1500 l empfohlen.

14. Wartung

Der Heizkessel ist auf der Brennerseite frei von täglichen Wartungen. Es ist im Rahmen einer jährlichen Inspektion

durch einen Handwerksfachbetrieb die ordnungsgemäße Funktion aller Komponenten zu prüfen und ggf. nachzuregulieren.

Auf der Festbrennstoffseite sind folgende Wartungsarbeiten durchzuführen:

• Entfernen von Verbrennungsrückständen aus der Brennkammer, der Feuerrinne und dem Ascheraum,

einschließlich einer Sichtprüfung der Keramikbauteile auf Unversehrtheit, bevor ein Feuer entzündet wird

• periodische Kontrollen der Verschmutzung der Rauchgaszüge, des Adapterstücks und des Rauchgasrohres

bis zum Schornstein, sowie ihre Reinigung nach Bedarf. Ein Zeitintervall kann dafür nicht angegeben werden.

Es richtet sich nach der verwendeten Brennstoffqualität und nach der Konsequenz, die im Punkt 12 gegebenen

Hinweise strikt umzusetzen.

15. Verhalten bei Störungen

• Brennerseite

• Wenn der Brenner nicht läuft und die an ihm befindliche Störungslampe leuchtet, ist der ebenfalls

am Brenner befindliche Entriegelungsknopf kräftig zu drücken. Die Störungslampe wird erlöschen

und der Brenner anlaufen. Geht dieser erneut in Störung, muß die entspr. Heizungsbaufachfirma

gerufen werden.

• Wenn die Heizkesseltemperatur sinkt, die Stöhrungslampe am Brenner nicht leuchtet und dieser

dennoch nicht automatisch startet, hat der Sicherheitstemperaturbegrenzer des Brennerthermostats

angesprochen, weil durch Benutzung der Festbrennstoffstelle kurzzeitig Kesseltemperaturen

über 95 °C erreicht wurden. Schrauben Sie dessen Schutzkappe ab und drücken Sie den

darunter befindlichen Knopf tief ein. Der Brenner wird starten.

• Wenn der Brenner trotz entriegeltem Sicherheitstemperaturbegrenzer nicht startet, ist die

entsprechende Heizungsbaufachfirma zu rufen.

• Feststoffseite

• Heizkessel qualmt

- Wenn ein Feuer entzündet wird ist der Schornstein noch „kalt“ und hat nur geringe

Thermik. Dieser Zustand kann durch größere Zugabe von leicht entzündlichem Material

(sehr dünnes Holz, Pappe, Papier) überwunden werden.

- Wenn bei brennendem Feuer beim Öffnen der Feuerraumtür starker Qualm austritt, ist die

Sekundärluftklappe zu weit geöffnet und die Verbrennung hat sich umgekehrt.

Reduzieren Sie die Sekundärluftzufuhr. Nach einigen Minuten Wartezeit wird der

Normalzustand eintreten.

• Brennkammer und Rauchgaszüge verschmutzen stark

- Es ist eine zu niedrige Brennkammertemperatur vorhanden, weil der Heizkessel nicht mit

Vollast betrieben wird. Beachten Sie die in Punkt 12 gegebenen Hinweise.

• Kesselmanometer zeigt starken Druckabfall an

- Kesselwasser nachfüllen bis ein Anlagendruck von 2 bar erreicht ist. Besonders bei

Neuinstallationen, oder nach dem Entleeren einer Anlage zu Reparaturzwecken kann

dieser Umstand eintreten, weil aus dem frisch aufgefüllten Wasser Luft „auskocht“.

- Lecksuche am Heizkessel und an der gesamten Anlage, wenn notwendig zusammen

mit der entsprechenden Heizungsbaufachfirma.

- Bei starker Leckage ist bis zum Eintreffen der Fachfirma die gesamte Anlage,

entsprechend der vom Installationsunternehmen übergebenen Betriebsanleitung für

das gesamte Heizungssystem, stillzulegen.

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12. Haftung bei Mängeln

• Angelieferte Gegenstände sind, auch wenn sie Mängel aufweisen, vom Käufer, unbeschadet seiner im folgenden

genannten Rechte, entgegenzunehmen.

• Beanstandungen sind sofort beim Empfang der Lieferung auf den Frachtpapieren zu vermerken und uns innerhalb

von 8 Tagen anzuzeigen, soweit sie für Käufer bzw. seine Erfüllungsgehilfen, bei Anwendung der üblichen

Sorgfalt, erkennbar sind. Andernfalls gilt die Lieferung als anerkannt. Etwaige Mängelanzeigen sind in der

Bundesrepublik Deutschland zu richten an :

Beyer GmbH & Co. KG, Börnichener Straße 11 in 09437 Waldkirchen / Erzgeb.

• Wir haften für die von uns gelieferten Waren hinsichtlich ihrer zugesicherten Eigenschaften bei vorschriftsmäßigem

Gebrauch wie folgt:

- 72 Monate ab Datum der Rechnung an den Käufer für den Heizkesselkörper, einschließlich seiner

Brennkammer und der Rauchgaszüge.

- 24 Monate ab Datum der Rechnung an den Käufer für alle übrigen Bauteile

Voraussetzung für eine Haftung ist ein vorzeigbarer oder reproduzierbarer Mangel!

• Innerhalb dieser Zeit liefern wir dem Käufer kostenlos Ersatzteile zur Beseitigung von Mängeln. Weitere Forderungen

an uns sind ausgeschlossen. Der Einbau solcher Teile berührt die oben genannte Gewährleistungsfrist nicht.

Defekte Teile sind kostenfrei an die Fa. Beyer GmbH & Co. KG zurückzusenden.

• Der Käufer ist verpflichtet uns über auftretende Mängel sofort zu informieren. Er ist nicht zur Anerkennung von

Mängeln beim Endabnehmer berechtigt.

• Sollen Mängel durch uns beseitigt werden, hat der Käufer sicherzustellen, daß wir ausreichend Zeit und Gelegenheit

erhalten, die nach unserem Ermessen notwendigen Ausbesserungen oder Ersatzteillieferungen vorzunehmen.

Hierbei bleiben ebenfalls nur die zu Mängelbehebung eingesetzten Ersatzteile kostenfrei.

Kosten die durch erschwerten Zugang zur Anlage oder nicht ausreichenden Arbeitsraum entstehen, gehen

in jedem Fall zu Lasten des Käufers.

• Der Käufer kann innerhalb der Garantiezeit nach seiner Wahl eine Rückgängigmachung des Heizkesselkaufes

oder eine Herabsetzung des dafür gezahlten Preises erst verlangen, wenn eine zweite Nachbesserung

(durch uns) oder Ersatzteillieferung fehlschlägt. Weitere Ansprüche werden von uns nicht anerkannt.

• Keine Gewährleistung wird übernommen für Schäden die entstanden sind aus fehlerhafter Montage, unsachgemäßer

Inbetriebsetzung durch den Käufer oder Dritte, Nichtbeachtung der Montage- und Betriebsanleitung,

nachlässige Behandlung, falsche Brennstoffwahl, falsche Brennereinstellung sowie unsachgemäßen Änderungen

oder Instandsetzungsarbeiten durch den Käufer oder Dritte und aus Teilen fremder Herkunft.

• Keine Gewährleistung wird übernommen für alle vom Käufer gegebenen Zusicherungen oder von diesem

verursachten mittelbaren oder unmittelbaren Schäden beim Endabnehmer.

• Ferner sind ausgeschlossen Schadensersatzansprüche, gleich aus welchem Rechtsgrund, so unter anderem

aus nebenvertraglichen Pflichten, insbesondere Beratungs- und Aufklärungspflichten, einschließlich eines

Verschuldens bei Vertragsabschluß, Ansprüche im Zusammenhang mit von uns durchgeführten Nachbesserungsund

Gewährleistungsarbeiten sowie aus unerlaubten Handlungen.

• Sofern wir auf besonderen Wunsch über unsere Lieferverpflichtung hinaus Planungshilfen übernommen haben,

haften wir hierfür nur insoweit, als wir unsere nachweislich fehlerhaften Planungshilfen nach unserer Wahl

berichtigen oder neu erbringen.

13. Gerichtsstand

Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist Chemnitz.

Alle früheren allgemeinen Geschäftsbedingungen verlieren hiermit ihre Gültigkeit.

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Übergabebestätigung

An

JÄSPI - Werksvertretung

Beyer GmbH & Co. KG

Hauptstraße 15

09437 Waldkirchen

Hiermit wird bestätigt , daß der Heizkessel

JÄSPI - TRIPLEX 1000

Gerätenummer :

Baujahr :

Aufstellungsadresse :

- entsprechend dem derzeitigem Stand der Technik und unter Beachtung aller dafür

zutreffenden gesetzlichen Vorschriften und Regelungen installiert worden ist .

- die Inbetriebnahme keine Fehler am Heizkessel zeigte .

- der Betreiber durch Einweisung sicher in der Lage ist das Gesamtsystem zu bedienen .

Ort, Datum

Ort, Datum

Stempel / Unterschrift

Installationsfirma

Stempel / Unterschrift

Betreiber

Die Rücksendung dieses Exemplares an die o. g. Werksvertretung ist ebenfalls

Voraussetzung für die Begründung eventueller Garantieansprüche!

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- 14 -


Konformitätserklärung

Declaration of Conformity

im Sinne der EG-Richtlinie über Druckgeräte 97/23/EG Anhang VII

as defined by Pressure Equipment Directive 97/23/EC Annex VII

Der Hersteller

The manufacturer

KAUKORA OY

Tuotekatu 11

21200 Raisio

Finland

erklärt hiermit, dass das Druckgerät

herewith we declare, that the Pressure Equipment

Gegenstand: Wechselbrandheizkessel

Subject

Typ: Triplex 1000

Type

in der gelieferten Ausführung folgenden einschlägigen Bestimmungen entspricht:

corresponds to following pertinent regulations in the delivered implementation

Druckgeräterichtlinie 97/23/EG

Pressure Equipment Directive 97/23/EC

Angewandte Konformitätsbewertungsverfahren: Modul B1

Applied conformity assessment procedures

Angewandte Normen und techn. Spezifikationen, insbesondere: DIN EN 303-5

Applied standards and technical specifications, in particular

Zugehörige Bescheinigungen:

Certificates which are included

EG-Entwurfsprüfbescheinigung Nr: BAF-MUC 02 02 482327 002

EC-Design Examination Certificate No.

Bevollmächtigtes Prüflabor: TÜV Süddeutschland

Accredited Laboratory Bau und Betrieb GmbH

TÜV-CERT-Zertifizierungsstelle

für Druckgeräte

Raisio, 14.02.2002

Ort und Datum:

Location and date

Geschäftsführer

Managing director

Konformitätserklärung

Declaration of Conformity

im Sinne der EG-Richtlinie über Gasgeräte 90/396/EWG

as defined by EC Gas Appliance Directive 90/396/EEC

Der Hersteller

The manufacturer

KAUKORA OY

Tuotekatu 11

21200 Raisio

Finland

erklärt hiermit, dass das Gasgerät

herewith we declare, that the Gas Equipment

Gegenstand: Wechselbrandheizkessel

Subject

Typ: Triplex 1000

Type

in der gelieferten Ausführung folgenden einschlägigen Bestimmungen entspricht:

corresponds to following pertinent regulations in the delivered implementation

EG-Gasgeräterichtlinie 90/396/EWG

EC Gas Appliance Directive 90/396/EEC

Angewandte Normen und techn. Spezifikationen, insbesondere: DIN EN 303-1

Applied standards and technical specifications, in particular DIN EN 303-3

Zugehörige Bescheinigungen:

Certificates which are included

EG-Baumusterprüfbescheinigung Nr: CE-0085BL0113

EC-Type Examination Certificate No.

DVGW-Zertifizierungsstelle: TÜV Süddeutschland

DVGW Certification Body Bau und Betrieb GmbH

TÜV-CERT-Zertifizierungsstelle

für Druckgeräte

Raisio, 25.06.2004

Ort und Datum:

Location and date

Geschäftsführer

Managing director

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