Story telling - Jansen Beratung & Training / Executive Coaching

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Story telling - Jansen Beratung & Training / Executive Coaching

Erzählen Sie wie ein Regisseur:

Story telling

Storytelling (zu deutsch: „Geschichten erzählen“) ist eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem

implizites Wissen in Form einer Metapher weitergegeben und durch Zuhören aufgenommen wird. Ihre

Zuhörer werden in die erzählte Geschichte eingebunden, damit sie den Gehalt der Geschichte leichter

verstehen und eigenständig mitdenken. Das bewirkt, dass das zu vermittelnde Wissen besser verstanden

und angenommen wird.

Mit einer lebendig erzählten „Story“ gewinnen Sie - gerade bei Präsentationen - die Aufmerksamkeit und

Konzentration anderer Menschen leichter als mit einer nüchternen Ansprache.

Die Zuhörer versuchen, den Handlungsablauf, den Sinn (die Metapher) zu erfassen und die darin

enthaltene „Weisheit“ (oder Kernidee) zu verstehen. Auch wenn die Zuhörer nicht jede Einzelheit konkret

verstehen, werden sie dennoch den Kern der Geschichte begreifen. Meist wirkt die Geschichte im

Unbewussten weiter, und Erkenntnisse reifen so noch lange weiter. Das Grundmuster der Geschichte sollte

dabei immer aus der Lebenswelt der Zuhörer stammen.

In Unternehmen werden Geschichten zunehmend strategisch dazu eingesetzt, Werte und Kulturelemente

zu vermitteln, Potentiale zu wecken, aber auch um Probleme in einer Metapher bildhaft und „unter die

Haut gehend“ erfahrbar zu machen und Lösungswege aufzuzeigen. Mitarbeiter-Erzählungen werden

genutzt, um Auskunft über die Unternehmenskultur zu erhalten und um kostspielige Prozessschwächen

aufzudecken.

Wie eine Story grundsätzlich aufgebaut ist

Der tschechische Filmregisseur und Drehbuchautor Frank Daniel hat die Antwort auf diese Frage in diesem

Satz zusammengefasst:

“Somebody wants something badly and is having difficulty in getting it.”

Um die Kraft von Storytelling zu begreifen, lassen Sie uns doch einen Blick auf die Bausteine einer

klassischen Geschichte werfen:

Der Protagonist

Im Mittelpunkt vieler Geschichten steht ein Protagonist, der Eigenschaften oder unerfüllte Wünsche

besitzt, mit denen sich das Publikum identifizieren will. Im Unternehmenskontext ist das der Adressat der

Präsentation oder eine Person/Organisation, der man „nacheifern“ will.

Erfolgstipp - April 2013 Seite 1 von 2

© 2013 Jansen Beratung & Training / Executive Coaching


Auslösendes Dilemma

Zu Anfang einer Geschichte gerät die Welt des Hauptcharakters durch ein äußeres Ereignis in eine

Schieflage.

Veränderungswunsch

Der Protagonist versucht im Laufe der Geschichte, die Balance wiederherzustellen. Geschichten erzählen

immer von der Transformation ihres Hauptcharakters, von einer Vorher- in eine Nachher-Situation.

Der Antagonist

Alle Kräfte, die den Protagonisten davon abhalten, sein Ziel zu erreichen, nennt man antagonistische

Kräfte. Das kann ein Mensch oder eine menschenähnliche Gestalt sein (zum Beispiel bei Batman der

Joker), die Natur (Bill Gates im Kampf gegen Malaria-Überträger), die Zeit (James Bond und die Bombe),

körperliche Gebrechen (James Bond wird alt) oder psychologische Gebrechen (Filmhelden leiden unter

Ängsten oder Phobien). Die antagonistischen Kräfte sind immer genau so stark wie die Kräfte des

Protagonisten. Sie haben in der Geschichte die Funktion eines Katalysators, die den Helden zur

Veränderung zwingen.

Ein Konflikt

Packende Geschichten handeln vom Kampf von (Wert-)Gegensätzen und der Auseinandersetzung des

Helden mit den antagonistischen Kräften. Bei der erfolgreichen Auseinandersetzung mit seinem

Gegenspieler macht der Protagonist Lernerfahrungen, die auf seine endgültige Veränderung hinauslaufen,

indem er die gegen ihn wirkenden Kräfte überwindet.

Die Transformation

Am Ende einer Geschichte hat der Protagonist seine Welt wieder in Balance gebracht. Er hat die besten

Seiten seines alten Ichs behalten und durch die Konfrontation mit seinen Widersachern neue Fähigkeiten

und Erkenntnisse gewonnen, die ihn menschlich haben wachsen lassen. Er kehrt mit neu gewonnener Kraft

in seine alte Welt zurück.

Fazit: Im Vergleich zu abstrakter Information haben also Geschichten den Vorteil, verständlicher zu sein,

stärker im Gedächtnis zu bleiben und Sinn und Identität stiften zu können. Und sie sind in der Regel

deutlich spannender als nüchterne Präsentationen!

Wenn Sie inhaltliche Fragen oder Anregungen zum Erfolgstipp haben, dann stehen wir Ihnen

selbstverständlich wie immer gerne für Ihre Fragen oder den Gedankenaustausch zur Verfügung.

Eine kurze Mail an mailto:info(at)jbt.de genügt.

Erfolgstipp - April 2013 Seite 2 von 2

© 2013 Jansen Beratung & Training / Executive Coaching

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