Android User Die besten Tablet-Apps (Vorschau)

202648.utmfh

Samsung Galaxy S5 und alle Neuigkeiten vom

USER

04/2014 • April 2014 • www.android–user.de

Die

55 besten

Tablet-Apps

4:3 oder 16:9?

7-Zoll-Tablets im Vergleich

IM TEST

LG G pro Lite Dual

Neues Dual-SIM-Handy von LG

mit viel Pro aber auch viel Lite

GeheimtippS

Die zehn besten unbekannten Apps

Über 10 Seiten Tipps & Tricks

n Kontakte aus iCloud importieren

n Statusbar richtig ein- und ausklappen

n Energiesparmodus einschalten

n Hintergrundbild ändern für Einsteiger

IM TEST

Huawei g740 mit LTE

Schnell surfen ab 279 Euro

Die besten

Custom-ROMs

für das Nexus 5

n So werden Sie die Autokorrektur los

n Standard-Apps festlegen und löschen

n Bitte nicht stören: Daten deaktivieren

n Automatische Updates ausschalten

EUR 5,90*

* Deutschland

4 192368 905908 04

A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95

CH sfr 11,80 - E / I EUR 7,95


Service

Editorial

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Willkommen bei Android User

¡Hola!

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Der Mobile World Congress in Barcelona

ist das Ereignis für Fans von Smartphones,

Tablets und mobilen Technologien. Und er

hat auch dieses Jahr wieder einmal gezeigt,

wohin die Technikreise uns 2014 führen

wird. Wie bereits beschrieben [LINK 1],

gibt es keine Grenze mehr zwischen Tablets

und Handys. Es steht jedem frei, ein

4,7-Zoll-Handy als Tablet einzusetzen oder

mit einem 7-Zoll-Tablet zu telefonieren.

Mit oder ohne Google?

Android alias Open Handset Alliance war

auf dem Mobile World Congress nur mit

einem sehr dezenten und gut versteckten

Stand für VIP-Kunden vertreten [LINK 2].

Umso mehr Aufmerksamkeit versuchten

die diversen Hersteller zu erregen. Denn

der Markt mit Android-Smartphones und

Tablets ist mehr als nur gut gefüllt. Neue

Ideen müssen also her und die sind auch

reichlich vorhanden. Dazu gehören zum

Beispiel Fitness-Accessoires, die in Kombination

mit einem Android-Gerät für bessere

Gesundheit sorgen. Oder die neue Generation

des Yota-Phones mit zusätzlichem

E-Ink-Display auf der Rückseite. Auch tolle

neue Software-Ideen habe ich in Barcelona

gesehen, zum Beispiel Knock Code von LG.

Doch längst nicht alle der gezeigten neuen

Geräte kommen mit einem Android-System,

das von Google abgesegnet wurde.

Samsung wechselte zum Beispiel bei der

Galaxy Gear zu Tizen und die russische Internetfirma

Yandex bringt zwei Smartphones

auf den Markt, die komplett ohne

Google-Dienste daherkommen. Auch

Nokia will ein Stück vom Android-Kuchen

und versucht es mit drei sehr günstigen

Geräten – ohne Play-Dienste. Jolla aus

Finnland bietet Android-Apps auf seinem

Linux-Handy – mit dem Yandex.Store als

App-Laden. Gleichzeitig dreht Google an

den Update-Schrauben und zwingt die Hersteller

dazu, Geräte mit neueren Android-

Versionen auf den Markt zu bringen [LINK 3].

Google muss also höllisch aufpassen, die

Kontrolle nicht komplett zu verlieren.

Das Handy als Schaltzentrale

Die Zeit der großartigen Neuerungen ist

definitiv vorbei. Das hat uns auch der

Launch des Galaxy S5 gezeigt. Doch wir

sollten nicht vergessen, dass in jedem Android-Gerät

verdammt viel Technik steckt.

Und die wird nicht nur immer ausgeklügelter,

sondern auch immer kleiner und zu

immer mehr fähig. Das nächste „Big

Thing“ wird definitiv nicht die Form eines

Smartphones haben, und das Handy fungiert

schon bald nur noch als eine Art Fernbedienung

für all die smarten Geräte, die

unser Leben – unsichtbar – bereichern. Das

ist die Zukunft. ¡Hasta Luego!

Marcel Hilzinger

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32150

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter

Android-user.de April 2014 3


Service

Inhalt

Die

55 besten

Tablet-Apps

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 MWC-News

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratisartikel

online lesen!

Fokus

10 Tablet-Apps

Die besten Apps für Ihr Tablet

34 4:3 oder 16:9

Wählen Sie das richtige Format

Hardware

38 LG G Flex

Dieses Handy macht sich krumm

40 LG G Pro Lite

Günstige Hardware zum

Mittelklasse-Preis

42 Huawei G740 mit LTE

Business-Smartphone mit guter

Akkulaufzeit

40

Mit Stift und Dual-

SIM: LG Pro Lite

Das leistet die günstige

Alternative zu den Galaxy-

Note-Modellen.

Hardware

44 Wiko Barry

Klasse Dual-SIM-Smartphone zum

Einsteigerpreis

46 Misfit Shine

Ausdauernder Sports Tracker mit

Liebe zum Design

48 Cat Firefly

Solides

Arbeitspferd für

wenig Geld

50 Archos 79 Xenon

Schnelles UMTS-

Tablet im iPad-

Format zum Kampfpreis

4 April 2014

Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

86 Unlöschbare Apps deaktivieren

So verbannen Sie ungewünschte

Apps wie ChatON, joyn und Co.

vom Handy

Tipps & Tricks

90 Musiktipps

Neue Musik von Beck und den

Söhnen Mannheims

94 Frag Andy

Andy beantwortet deine Fragen

rund um Android

96 Tipps & Tricks

Praktische Tipps aus

unserer Redaktion

PowerUser

100 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-

ROMs und Root-Apps

104 Handy-Tracking Pry-Fi

WiFi-Schnüfflern den Garaus

machen

106 Root-Apps: Teil 3

Besonders gelungene Root-

Apps

108 MultiROM Manager

Arbeitserleichterung für

PowerUser

110 Custom-ROM Nexus 5

Die besten alternativen

Firmware-Dateien

SPIELE80 Neue Spiele

Unsere Spiele-

Vorstellungen

84 Jelly Splash

Match-3-Spiel mit

Suchtpotenzial

104

Handytracking per WLAN

unterbinden

So verhindern Sie, dass per WLAN jeder

Ihrer Schritte aufgezeichnet werden kann.

APPS

52 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

58 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps

60 SMS-Apps

Sieben alternative SMS-Clients

62 Apps für junge Erwachsene

20 Apps, die Laune machen

und nützlich sind

Iulia Brovchenko, 123RF

70 Appseits des Mainstreams

Nützliche Helfer-Apps, die noch

nicht jeder auf dem Handy hat.

73 Wondershare MobileTrans

Datentransfer von Handy zu

Handy leicht gemacht

76 Top 10 Geheimtipps

Tolle Apps für Handy und Tablet,

die kaum jemand kennt

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode-Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

Android-News

Android-News

Sony Xperia Z2, Z2 Tablet und M2

Pünktlich zum MWC hat auch Sony neue Produkte vorgestellt.

Neben einem Sportarmband und dem günstigen

Xperia M2 hat das Unternehmen auch die Nachfolger

des Xperia Z1 und des 10-Zoll-Tablets Xperia Z präsentiert.

Dem Xperia Z1 folgt das Xperia Z2, das mit einem

5,2-Zoll-IPS-Display in Full-HD-Auflösung ausgerüstet ist.

Das Smartphone ist wasserdicht, nimmt Videos in 4K auf

und fotografiert mit 20,7 Megapixeln. Auch die dazugehörige

Foto-App hat Sony erweitert, sie kann nun verschiedene

Hintergründe einblenden, Gesichter

verfremden oder Fotos mit Sound speichern.

Auch Sonys neues Tablet hört auf den Namen

Z2. Dank des 3000 mAh Akkus soll das neue

Xperia Z2 fast 20 Stunden Gesprächszeit bieten.

Das Tablet kommt mit einem 10,1-Zoll-Display,

hat einen Quad-Core-Prozessor mit 2,3 GHz

an Bord und ist mit einer 8-Megapixel-Kamera

ausgestattet. Die Kapazität des Akkus liegt bei

6000 mAh. Insgesamt wiegt das Gerät 426 Gramm. Die

Sony

LTE-Version bringt 13 Gramm mehr auf die Waage. Für

das Tablet ist als Gadget eine Fernbedienung erhältlich.

Mit dieser soll sich die Musikfunktion steuern lassen.

Auch ein günstigeres Mittelklasse-Smartphone hat Sony

bei dieser Gelegenheit vorgestellt: Das Xperia M2 hat ein

4,8 Zoll großes Display, eine Kamera mit 8 Megapixeln

und kann UKW-Radiosender empfangen. Im Inneren arbeitet

ein 1,2-GHz-Quad-Core-Prozessor. Das LTE-Smartphone

kostet lediglich 279 Euro.

● ● ●

Medialinx

Blackphone – Das sichere Android-Telefon

Sie sorgen sich um Ihre Privatsphäre und wollen verhindern,

dass immer mehr Daten über Sie gesammelt werden? Dann

ist das Blackphone genau das Richtige für Sie. Auf dem

MWC in Barcelona wurde das Handy offiziell vorgestellt.

Beim „Blackphone“ getauften Smartphone handelt es sich

zunächst einmal um ein ganz gewöhnliches Android-Gerät

mit einem 4,7-Zoll großen IPS-Display, Quad-Core-CPU, LTE-

Modem und 2 GByte RAM. Vorinstalliert ist jedoch nicht Android

von Google, sondern eine gehärtete und mit spezieller

Software versehene Android-Version, die sich PrivatOS

nennt. PrivatOS und die auf dem Handy vorinstallierten

Apps bieten alles, um dem Nutzer so viel Privatsphäre wie

möglich zu garantieren. Dazu gehört ein vorinstallierter VPN-

Dienst, der sämtliche Internetdaten über ein sicheres Netzwerk

leitet. Anrufe und SMS zu anderen Blackphone-Nutzern

sind verschlüsselt, Suchanfragen werden vom System anonymisiert.

Mit diesen Mitteln will man sicherstellen,

dass bei der Nutzung des Smartphones

praktisch kein digitaler Fingerprint entsteht.

Um dieses Level an Privatsphäre bieten zu können,

benutzt das Blackphone den US-Dienst Silent

Circle für Anrufe, SMS und das Cloud-Adressbuch.

Der Dienst ist beim Kauf eines Blackphones

zwei Jahre lang gratis. Für die sichere

Speicherung von Daten in der Cloud gibt es 5

GByte Daten bei SpiderOak für zwei Jahre. Damit

man auch mit Freunden sicher kommunizieren

kann, die noch kein Blackphone besitzen, gibt es

zum Blackphone zusätzlich drei Ein-Jahres-Abos

für Silent Circle. Das ganze Paket zusammen kostet

629 Dollar und soll ab Juni verfügbar sein.

Vorbestellungen sind bereits jetzt schon auf der

Blackphone-Webseite möglich.

● ● ●

6

April 2014

Android-User.de


Huawei zeigt größtes

Smartphone

Zwei Tablets, ein Smartphone, ein LTE-Hotspot

und ein Sportarmband: Das sind – vorerst

– die neuen Stars für 2014 bei Huawei.

CEO Richard Yu ließ es sich nicht nehmen,

das Huawei MediaPad X1 und das Sportarmband

TalkBand B1 den sehr zahlreich erschienen

Journalisten persönlich vorzustellen.

Für den 5000-mAh-Akku des MediaPad

X1 erhielt er sogar spontan Applaus.

Die echten Highlights der Veranstaltung

waren die zwei neuen Huawei-Tablets: Beim

M1 handelt es sich um ein 8-Zoll-Tablet im

HTC-One-Design mit Android 4.2, Huawei-eigenem

Vierkern-Prozessor, 2 GByte RAM

und integriertem LTE-Modem. Das Gerät

wird zum Preis von 299 Euro in den Handel

kommen. Zu den Schwachstellen des Tablets

gehört das Display, das lediglich mit 1280 x

800 Pixeln auflöst. Zudem ist der interne

Speicher mit 8 GByte für ein Multimedia-Talent

recht mager. Er lässt sich aber via MicroSD-Karte

erweitern.

Der klare Star des Nachmittags war das MediaPad

X1. Dabei handelt es sich um ein 7-Zoll-Tablet mit kleinem Bezel, sehr

flacher Bauweise, dickem 5000-mAh-Akku und LTE-Modem. Richard Yu nannte

es das größte Smartphone und meinte das durchaus ernst. Durch die flache

Bauweise soll es problemlos in die Innentasche eines Sakkos oder sogar in die

Hosentasche passen. Zu den Besonderheiten gehören neben dem kompakten

Format die 13-Megapixel-Kamera mit Sony-Bildsensor, die Reverse-Charging-

Funktion, über die man andere Geräte aufladen kann, und das hochauflösende

Display mit 1920 x 1200 Pixeln, das laut Yu das aktuell beste 7-Zoll-Display sein

soll. Das X1 wird ab April verfügbar sein, der UVP soll bei 399 Euro liegen. ● ● ●

Huawei

Hisense

Maxe X1 von Hisense

Passend zum Start des Mobile World Congress in Barcelona hat Hisense das

XXL-Smartphone Maxe X1 vorgestellt. Das neue Flaggschiff-Smartphone des

Unternehmens ist mit einem 6,8-Zoll-Display ausgestattet, das mit 1980 x 1020

Pixeln auflöst. Angetrieben wird das Gerät von einem Quad-Core-Prozessor,

der mit 2,3 GHz getaktet ist. Unterstützt wird er von einem DDR3-Arbeitsspeicher

mit 2 GByte. Der interne Speicher des Maxe X1 ist 16 GByte groß. Mittels

einer Speicherkarte lässt sich die Kapazität um weitere 32 GByte erhöhen.

Das Hisense-Smartphone hat außerdem

zwei Kameras an Bord. Die

Frontkamera löst mit 5 Megapixeln

auf, die Hauptkamera arbeitet mit

13-Megapixel-Auflösung und ist außerdem

mit einem speziellen Blauglas-Filter

ausgestattet. Ende April wird

das Maxe X1, das Android 4.4 verwendet,

als 3G-Variante auf dem europäischen

Markt eingeführt. Eine 4G/​

LTE-Version soll im weiteren Verlauf

des Jahres folgen. Die Preise zum

Marktstart stehen noch nicht fest. ● ● ●

Android-user.de


News

Android-News

Das Galaxy S5 ist da

Samsung hat auf dem Mobile World

Congress in Barcelona wie erwartet

das neue Galaxy S5 präsentiert. Das

neueste Android-Flaggschiff von

Samsung besitzt ein 5,1-Zoll großes

Full-HD-Amoled-Display und wird von

einem 2,5 GHz schnellen Quad-Core-

Prozessor angetrieben (in Barcelona

waren die Ausstellungsstücke mit dem

Snapdragon 800 bestückt, gut möglich,

dass Samsung für die verschiedenen

Märkte unterschiedliche CPUs einsetzt).

Beim Design hat sich Samsung

an seinen Android-Anfängen mit dem

Galaxy S orientiert und die Form wieder

etwas klassischer gestaltet. Umso

ausgefallener geben sich dafür die Farben

und die Rückabdeckungen. Die

vier Standardfarben sorgen hier für

recht viel Glimmer, sodass das S5 in

erster Linie das weibliche Publikum ansprechen

dürfte.

Alle Neuerungen des Samsung Galaxy

S5 aufzuzählen würde den Rahmen

dieser News sprengen, weshalb hier

nur die zentralen Features erwähnt

seien. So ist das neue Modell nun nach

IP67-Norm gegen Wasser und Staub

geschützt. Damit stellt es sich auf eine

Stufe mit den Z-Modellen von Sony.

Samsung hat im Galaxy S5 eine besonders

gute 16-Megapixel-Kamera eingebaut,

die dank eines speziellen Autofokusmodus

in nur 0,3 Sekunden auslösen

soll. Ein optischer Bildstabilisator

sorgt für wackelfreie Aufnahmen.

Ebenfalls neu ist der sogenannte

Download-Booster-Modus: Er kombiniert

die WiFi und LTE für eine möglichst

hohe Downloadrate. Zudem ist

das Galaxy S5 mit einer USB-3.0-

Schnittstelle, einem Fingerabdruckleser,

einem Pulsmesser und einem großen

2800 mAh Akku bestückt.

Zu seinen Software-Besonderheiten

gehört der Ultra Power Saving Modus,

der für bis zu acht Tage Standby-Zeit

bei nur 66 Prozent Akkuverbrauch sorgen

soll. In diesem Modus schaltet

Samsung das Amoled-Display auf

Schwarz-Weiß-Anzeige um, reduziert

die aktiven Prozesse auf ein Minimum

und deaktiviert bei ausgeschaltetem

Display die Synchronisation. Damit

könnte sich das Galaxy S5 zum rekordverdächtigen

Langläufer unter den Android-Smartphones

entwickeln.

Optisch stark verändert hat Samsung

die Einstellungen des Android-Smartphones.

Touchwiz selbst bleibt aktuell

Samsung

zwar noch mehr oder weniger unverändert.

Hier folgt wohl erst später ein

komplettes Update. Als Android-Version

kommt Android 4.4.2 „KitKat“

zum Einsatz. Das Galaxy S5 wird ab

dem 11. April in sehr vielen Ländern

verfügbar sein. Zum Preis lagen uns

bis zum Redaktionsschluss keine konkreten

Angaben vor.

● ● ●

Acer

Acer Liquid E3 und Z4

Auch Acer hat mit dem Liquid E3 und

dem Liquid Z4 auf dem MWC zwei

neue Geräte am Start, schon im April

sollen die beiden neuen Smartphones

in Europa in die Läden kommen.

Das Liquid E3 baut auf Mittelklasse-

Hardware zum Mittelklasse-Preis. Es

hat ein 4,7-Zoll großes HD-IPS-Display

und im Inneren des Geräts arbeitet

ein 1,2 GHz starker Quad-Core-

Prozessor. Im Gegensatz zur internationalen

abgespeckten Version, wird

das in Europa erhältliche Modell über

2 GByte RAM, 16 GByte internem

Speicher und eine Hauptkamera mit

13 Megapixeln verfügen. Ab Werk

läuft auf dem Liquid E3 lediglich Android

4.2.2, ein Update auf das aktuelle

Android 4.4 soll jedoch im Laufe

des Jahres ausgerollt werden. Der

empfohlene Verkaufspreis mit dieser

Ausstattung liegt bei 249 Euro.

Mit dem Liquid Z4 möchte Acer auch

hierzulande den Markt der Low-Cost-

Smartphones aufrollen, es soll für

gerade einmal 119 Euro in den Handel

kommen. Der Straßenpreis dürfte

sich nach dem initialen Release bei

knapp 100 Euro oder sogar darunter

einpendeln. Ausgestattet ist das Billig-Smartphone

mit einem 4-Zoll-Display,

einem 1,3 GHz schnellem Dual-

Core-Prozessor und einer Kamera

mit 5 Megapixeln. Zur Auflösung des

Displays wollte Acer noch keine Angaben

machen. Der interne Speicher

ist mit 4 GByte ebenfalls knapp bemessen,

wird sich aber mit einer SD-

Speicherkarte erweitern lassen. Als

System kommt Android 4.2.2 zum

Einsatz, Updates auf eine aktuelle

Android-Version sind nicht angekündigt.

Das Z4 wird es in den Farben

Weiß und Schwarz geben.

● ● ●

8 April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Die 55 besten Tablet-Apps

Auf groß

gemacht

Tablets bieten auf Ihrem Display viel mehr Platz als Handys. Daher müssen

Entwickler Apps auf die größeren Geräte anpassen. Gut gemachte

Tablets-Apps sind jedoch immer noch nicht einfach zu finden, daher

stellen wir Ihnen unsere Top-Tablet-Apps vor! Samuel Groesch, Peer Kintrup,

Martin Lennertz, Patrick Meyhöfer, Christoph Langner, Marcel Hilzinger

Shen En-Min, 123RF

Bevor Google mit den ersten Nexus

7 einen richtigen Tablet-Hit erzielen

konnte, waren Android-Apps

auf den großen Tablet-Displays oft

nicht wirklich gut anzusehen. Zu selten achteten

die Entwickler darauf, dass ihre App

auch abseits des Handys gut funktioniert. Inzwischen

sind völlig fürs Tablet ungeeignete

Apps selten geworden, nach richtig guten Tablet-Apps

muss man aber immer noch suchen,

wir stellen Ihnen unsere Top-50 vor!

Retune

Für all die diejenigen, die zur Verwaltung

Ihrer Musik am Computer

Apples iTunes verwenden, eröffnet

die Retune-App für Android vollkommen

neue Möglichkeiten. Nachdem Sie die App

per WLAN mit iTunes auf Ihrem Computer

gekoppelt haben, steuern Sie die Wiedergabe

komplett über die Retune auf Ihrem Tablet.

Mit Retune kontrollieren Sie aber nicht nur

die Musikwiedergabe, Sie haben vollen

Zugriff auf Ihre gesamte Bibliothek inklusive

Suche und Playlists. Die umfangreichen

Einstellungen bieten zusätzlich Platz

für Anpassungen und eine noch bessere Bedienung.

Retune macht unter anderem

wegen des verwendeten Holo-Styles eine

gute Figur auf Tablets und nutzt den zur Verfügung

stehenden Platz ideal aus.

Bandhook

Mit Bandhook entdecken Sie neue

Musiker und Bands, die Ihrem eigenen

Geschmack entsprechen. Dabei

trifft die App häufig ins musikalische

Schwarze und trumpft noch dazu mit zahlreichen

interessanten Informationen über die

so entdeckten Interpreten auf. Nach der Installation

benötigt die Anwendung zunächst

einmal eine Grundlage, auf der sie für Sie interessante

neue Künstler finden kann. Dazu

suchen Sie einfach nach Ihren liebsten Bands

und Künstlern. Bandhook lernt dabei Ihren

musikalischen Geschmack kennen und wenn

Sie dann zurück auf die Hauptseite gehen,

schlägt Bandhook Ihnen viele, oft noch

etwas weniger bekannte, Interpreten vor, die

Ihrem persönlichen Musikgeschmack entsprechen

sollten. In der Künstleransicht stellt

die App eine komplette Diskographie, sowie

ausgesuchte Bilder und Videos bereit. Im Related-Tab

sehen Sie dem ausgewählten

Künstler ähnliche Interpreten. Bei den einzelnen

Alben bietet die App sogar die Möglichkeit

direkt in die Musikstücke hereinzuhören

und sie gegebenenfalls dann auf

Google Play zu kaufen oder in Spotify zu öffnen.

Die Bandhook-App erledigt ihren Dienst

wirklich hervorragend, was sie zu einer echten

Empfehlung für Musikliebhaber auf Entdeckungstour

macht.

kostenlos

Deutsch|Version 3.5.15|2,4 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.2.7|1,7 MByte

★★★★★

10

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 1: Per ReTune spielen Sie ohne Umwege die in iTunes auf Ihrem PC

oder Notebook gespeicherte Musik ab.

Abb. 2: Mit Bandbook entdecken Sie neue Musiker und Bands, die ihrem

persönlichen Musikgeschmack entsprechen.

ArtFlow

Die ArtFlow-Skizzenapp ist ein

mächtiges Tool für alle Kreativen.

Trotz der Tatsache, dass es sich um

eine mobile App handelt, kommt ArtFlow

mit einem riesigen Funktionsumfang daher.

Die Pro-Version bietet ganze 70 Pinsel und

Werkzeuge mit einstellbarer Größe und anpassbarem

Fluss. Zudem haben Sie die Möglichkeit

mit Ebenen zu arbeiten. Die meisten

Optionen und Funktionen lassen sich durch

Gesten aufrufen und steuern, was den Bedienfluss

erheblich steigert. Gerade in Verbindung

mit einem Stylus wird ArtFlow zu

einer nahezu perfekten Anwendung, um auf

dem Tablet zu zeichnen und zu malen. Dank

der Fülle an Einstellungen und der Exportmöglichkeiten,

zum Beispiel wird das PSDund

PNG-Format unterstützt, können Sie die

App durchaus auch professionell verwenden.

Alles in allem ist ArtFlow eine hervorragende

Applikation, die mit einfacher Bedienbarkeit

und zugleich unzähligen Features glänzt.

Plex for Android

Plex ist nicht umsonst eine der bekanntesten

Mediacenter-Softwares.

Entweder auf dem eigenen Computer

oder auf dem NAS-Netzwerkspeicher zu

Hause installiert, verrichtet das Server-Programm

im Hintergrund seinen Dienst und

sorgt dafür, dass Sie Ihre Filme und Serien

bestmöglich genießen können. Plex for Android

ist das mobile Gegenstück zu den Desktop-

und Webanwendungen. Die App empfängt

die Medieninhalte des Plex Servers, sofern

sich das Tablet im selben Netzwerk, wie

das Gerät auf dem die Videos liegen, befindet.

Sie haben dann vollen Zugriff auf Ihre

Bibliothek mit allen Metadaten und Kategorien.

Als Plex Pass Abonnent ist zusätzlich

das Streaming zu Googles Chromecast-TV-

Stick freigeschaltet. Durch das Live-Rendering

klappt auch das Streamen hochauflösender

Videodateien über das WLAN-Netzwerk,

was Plex zu einer guten Media Software für

Ihr Tablet macht.

kostenlos Pro-Version 3,99 Euro

Deutsch|Version 1.4.18|8,5 MByte

★★★★★

Mit Plex Pass Abo kostenlos 3,67 Euro

Deutsch|Version 1.4.18|8,5 MByte

★★★★★

Abb. 3: ArtFlow bietet Ihnen in der Pro-Version über 70 verschiedene Pinsel

mit einstellbarer Größe und Strichführung.

Abb. 4: Plex streamt die in Ihrem Netzwerk gespeicherten Videos und

Serien in bestmöglicher Qualität auf Ihr Tablet.

Android-user.de April 2014 11


Fokus

Tablet Apps

Abb. 5: Readmill ist ein leistungsfähiger

E-Book-Reader, der Sie mit anderen

Lesern vernetzt.

Readmill – ebook reader

Zum Lesen und Schmöckern bieten

sich gerade Tablets aufgrund der oft

gestochen scharfen und großen Displays

an. Readmill ist aber mehr als ein nur

simpler E-Book Reader. Hinter der App steht

ein System, dass Lesen sozialer macht. So

sehen Bekannte und Freunde etwa Ihre Bücher

und den aktuellen Lesestatus. Sie können

sich auf diesem Weg mit anderen über

das gerade gelesene Buch oder einzelne Passagen

online unterhalten und diskutieren. In

den E-Book-Reader importieren Sie entweder

Ihre eigenen DRM-freien ePub- und PDF-Dateien

oder kaufen Bücher online im Shop des

Programms. Zusätzlich steht ein breites Angebot

an englischsprachigen Büchern kostenlos

zur Verfügung. Darunter sind Literaturgrößen

wie Jack London, Charles Dickens

und William Shakespeare. Die Schriftgröße

und Helligkeit ist im Lesemodus veränderbar,

ein Nachtmodus mit dunklem Hintergrund

steht auch zur Verfügung. So kann Readmill

mit einem optisch ansprechenden Interface

selbst bei etwas so Einachem wie dem Lesen

in Büchern punkten.

kostenlos

Englisch|Version 1.3|10,0 MByte

★★★★★

Cloudii

Cloudii vereint 8 unterschiedliche

Cloud-Anbieter in einer App. Die

kostenfreie Version beschränkt sich

jedoch auf Google Drive als Anbieter und ist

zudem erheblich in seiner Funktionen beschränkt.

In der Pro-Version verbinden Sie

Cloudii mit Ihrem Google Drive-, Dropbox-,

Box-, SkyDrive-, Sugarsync-, Yandex-, Copyoder

OwnCloud-Konto. Selbst FTP und Web-

Dav steht zum Anlegen von Konten zur Verfügung.

Anschließend bietet die App umfangreiche

Funktionen mit den Konten zu interagieren.

Ein nützliches Feature ist hierbei

die Synchronisation. Legen Sie fest, welche

Ordner auf Ihrem Tablet mit welchem Ordner

in der Cloud synchronisiert werden soll und

die App kümmert sich um den Rest. Wer

mehr als nur einen einzigen Cloudspeicher

nutzt, muss dank Cloudii nicht mehr die diversen

Apps der einzelnen Anbieter installiert

haben, sondern kann mit nur einer Anwendung

auf all seine Konten schnell und

einfach zugreifen.

kostenlos Pro-Version 2,49 Euro

Englisch|Version 0.9.822|3,5 MByte

★★★★★

MindBoard

Für das Brainstorming unterwegs

eignet sich die MindBoard App bestens.

Sie legen verschiedene Mind

Maps im Nu an, können diese ordnerweise

sortieren und schnell bearbeiten. Dabei

kommt keinerlei Text zum Einsatz, Sie zeichnen

alles selbst mit der Hand oder einem Stylus.

Das macht das Brainstorming besonders

intuitiv. Neue Blasen ziehen Sie aus der in

der Mitte liegenden heraus. Öffnen Sie eine

Blase, indem Sie doppelt auf sie tippen. Per

Halten und Ziehen verschieben Sie einzelne

Elemente, bis Sie alles so haben, wie Sie es

möchten. Um unterschiedliche Elemente besser

zu trennen, stehen unterschiedliche Farbe

und Pinselstriche zur Auswahl. Auch der Export

als PDF- und PNG-Datei ist einfach aus

der App heraus zu machen. Für Ideensammlung

auf dem Tablet ein Muss!

kostenlos Pro-Version 4,99 Euro

Englisch|Version 3.4.2|2,1 MByte

★★★★★

Abb. 6: Cloudii vereint bis zu 8 unterschiedliche Cloudspeicheranbieter

wie Dropbox oder Google Drive in einer App.

Abb. 7: Mit MindBoard lassen sich sehr einfach per Fingerzeig Mind-Maps

erstellen und dann als PDF oder PNG exportieren.

12

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 8: Die Hotelsuche trivago gibt sich sehr viel Mühe, den auf Tablets

reichlich vorhandenen Platz mit Inhalten zu füllen.

Abb. 9: Mit myTrip planen Sie Ihre nächste Urlaubsreise von der Couch

aus und haben während der Reise auch die Kosten im Blick.

trivago – Die Hotelsuche

Der alljährliche Urlaub wird dank

des Internets schon lange nicht

mehr im Reisebüro um die Ecke gebucht.

Die trivago-App hilft Ihnen die Übersicht

im Dschungel der Angebote der Reiseanbieter

zu behalten und sucht für Sie die

passenden Hotels heraus. Dabei ist die Anwendung

optimal für Tablets angepasst, der

auf den großen Geräten reichlich zur Verfügung

stehende Platz wird hervorragend gefüllt.

Auf der linken Seite geben Sie Ihre

Suchkriterien ein, nach denen dann mittig

nach Hotels gesucht wird. Auf der rechten

Seite sehen Sie nähere Informationen des

ausgewählten Hotels. Aus der App heraus

buchen können Sie zwar nicht, jedoch leitet

trivago Sie auf die entsprechende Anbieterwebseite,

sodass Sie das gewünschte Angebot

dort buchen können. Urlaubsbuchung

auf dem Sofa ist mit trivago auf dem Tablet

kein Problem.

kostenlos

Deutsch|Version 1.9|2,9 MByte

★★★★★

myTrip – Travel Organizer

myTrip hilft Ihnen auch auf Reisen

oder im Urlaub perfekt organisiert

zu sein und auch im ärgsten Urlaubsstreß

immer den Überblick zu behalten.

Daheim planen Sie mit der Anwendung alles

bis ins kleinste Detail, sodass Sie später vor

Ort genau wissen, was als nächstes drankommt.

Flüge, Hotels und Vorhaben lassen

sich nach Tag geordnet eintragen. Auch was

die Finanzen angeht greift myTrip Ihnen

unter die Arme. Wenn Sie alle Kosten eingetragen

haben, wertet die App Ihre Ausgaben

aus und zeigt Ihnen eine aufschlussreiche

Statistik an. Mit myTrip bereiten Sie sich auf

jeden Fall perfekt für den kommenden Urlaub

vor und haben dann alle für Ihre Reise

relevanten Informationen zentral an einer

Stelle zur Hand.

kostenlos

Englisch|Version 0.8.2|2,2 MByte

★★★★★

Amazon für Tablets

Mit der für Tablets optimierten App

des Online-Shopping-Riesen Amazon

stöbern Sie bequem durch das

breite Angebot. Sie haben Zugriff auf alle

Ihnen vom Computer bekannten Funktionen.

Am oberen Displayrand befindet sich die

Suchleiste, mit der Sie nach bestimmten Produkten

suchen können. Über einen Tipp auf

das Amazon Logo öffnet sich das Menü, von

dem aus Sie zu Ihrem Konto, Ihren Bestellungen

und Ihrem gut gefüllten Wunschzettel

gelangen. Unterwegs mit dem Tablet etwas

bei Amazon bestellen ist dank der App sehr

angenehm und komfortabel. Zudem haben

Sie alle Informationen, Bilder und Rezensionen

zur Hand, damit Sie sich immer gut informiert

für das eine oder andere Produkt

entscheiden können.

kostenlos

Deutsch|Version 5.50.7810|6,0 MByte

★★★★★

Tapatalk

Die Tapatalk App ist ein essentielles

Tool für Forenbenutzer. Mit ihr

haben Sie Zugriff auf zahlreiche Internetforen.

Können nach Beiträgen suchen,

werden bei neuen Beiträgen in abonnierten

Threads benachrichtigt und haben Zugriff

auf alle wichtigen Funktionen des Boards.

Abb. 10: Amazon bietet neben seiner

Handy-App eine für Tablets optimierte

Variante an.

Android-user.de April 2014 13


Fokus

Tablet Apps

Abb. 11: Mit Tapatalk nehmen Sie bequem vom Tablet aus am Forenleben

zahlreicher Internetboards teil.

Abb. 12: Dank der zweispaltigen Ansicht vereinfacht der Turbo FTP client

den Zugriff auf die Daten eines S/FTP-Servers.

Auch das Antworten in Threads ist problemlos

möglich, sogar Bilder lassen sich mit an

einen Beitrag anhängen. Sie können selbstverständlich

auch wie gewohnt mit anderen

Nutzern via PN kommunizieren und sich

austauschen. In den umfangreichen Einstellungen

der App passen Sie das Äußere wie

z.B. die Schriftgröße an Ihre Wünsche an.

Auch Signatur- und Anzeigeeinstellungen

finden hier ihren Platz. Tapatalk ist ein wirklich

mächtiges Werkzeug für eine bestmögliche

Nutzung von Foren auf dem Tablet.

kostenlos Pro-Version 2,27 Euro

Englisch|Version 4.4.5|13,0 MByte

★★★★★

Turbo FTP client & SFTP client

Tablets eignen sich aufgrund großer

Displays besonders gut zur Verwaltung

von Dateien. Der Turbo-Client

verbindet sich mit FTP/​SFTP-Servern und ermöglicht

es die dort gespeicherten Daten zu

managen. Dabei setzt die App auf ein zweispaltiges

Layout, sodass Sie links die Ordnerstruktur

des FTP/​SFTP-Servers finden, und

rechts Zugriff auf Ihre lokalen Ordner und

Dateien haben. Dadurch können Sie unkompliziert

Dateien zwischen Handy und Server

austauschen. In der Sidebar finden Ihre FTP-

Accounts Platz, ein Tipp genügt und die App

verbindet sich mit dem entsprechenden

Rechner. Das Design ist gelungen und orientiert

sich an Googles Holo-Richtlinien. Die

Einstellungen erlauben genau zu definieren,

wie sich der FTP/​SFTP Client in bestimmten

Situationen verhalten soll. Alles in allem ist

der Turbo-Client eine komfortable Möglichkeit,

um auch mobil auf FTP- und SFTP-Konten

zuzugreifen.

kostenlos Pro-Version 2,69 Euro

Deutsch|Variiert|Variiert

★★★★★

ConvertIt! Einheitenrechner

ConverIt! ist ein sehr einfach zu bedienender

Einheitenumrechner in

ansprechender Holo-Optik. Die App

kann laut Entwickler mit über 1400 Einheiten

umgehen und ist in vielen Bereichen einsetzbar.

In der Sidebar befinden sich die Ka-

Abb. 13: ConvertIt! rechnet EInheiten von über 1400 Größen aus Physik,

Informatik, Mathematik und Finanzen um.

Abb. 14: Mit dem Solid Explorer managen Sie die Daten auf Ihrem Tablet,

haben aber auch Zugriff auf Netzwerkfreigaben in Ihrem Netzwerk.

14

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 15: Dank seiner gut gemachten Optik, macht der Archos Video

Player besonders auf Tablets eine gute Figur.

Abb. 16: Die QuickPic Galerie geht deutlich flotter zur Sache als das Vorbild

aus dem Android-System, sieht aber trotzdem nicht schlechter aus.

tegorien zur Umrechnung. Hier finden Sie

von Beleuchtung, über Kraft, Geschwindigkeit,

Temperatur bis hin zu Währungen nahezu

alle erdenklichen Kategorien. Wenn Sie

sich für eine Kategorie entschieden haben,

geben Sie einfach rechts die Ausgangseinheit

und die Zieleinheit an. Dann noch den Wert

eingeben und schon rechnet die App die Einheiten

um. Die Einstellungen sind für einen

Einheitenrechner erstaunlich umfangreich.

ConverIt! ist ein schön anzusehender und

funktionaler Einheitenrechner, der mit vielen

Einheiten und zahlreichen Anwendungsgebieten

aufzutrumpfen weiß.

kostenlos Pro-Version 1,59 Euro

Deutsch|Version 2.4.2|3,1 MByte

★★★★★

Solid Explorer

Um einen Überblick über all Ihre

auf dem Tablet gespeicherten Daten

zu behalten, empfiehlt sich der Einsatz

eines Dateimanagers. Hier weiß besonders

der Solid mit vielen Funktionen und

einem aufgeräumten, funktionalen Design zu

überzeugen. Das zweispaltige Layout macht

Operationen im Dateisystem besonders einfach,

da Sie immer gleich zwei Tabs zur Verfügung

stehen haben. Doch der Einsatzort

des Solid Explorers beschränkt sich nicht nur

auf Ihr Tablet. Über Gehe zu | Netzwerk verbinden

Sie sich aus der App heraus mit

einem S/​FTP-, Samba- oder WebDav-Server.

Diese Funktionalität und das ausgereifte, intuitive

Bedienkonzept macht den Solid Explorer

zu einem echten Allrounder und

einem Muss für jedes Tablet.

kostenlos Pro-Version 1,52 Euro

Deutsch|Version 1.5.6|5,3 MByte

★★★★★

Archos Video Player

Heutzutage sind in den meisten Tablets

große und scharfe Displays

verbaut, da macht das Videoschauen

richtig Spaß! Archos bietet mit seinem

Videoplayer eine App an, die Sie dabei

unterstützt, Ihre Filme und Videos auf dem

Tablet zu genießen. Die Anwendung durchsucht

Ihr Tablet automatisch nach Videos

und zeigt diese dann in einem Karussell an.

Metadaten wie Cover, Titel und Regisseur

lädt der Video Player selbständig aus dem Internet

herunter. Im einfach zu bedienenden

Abspielfenster können Sie spulen, die Lautstärke

regeln, die Displayhelligkeit anpassen

und sich sogar Lesezeichen setzen. Außerdem

kann die App auch mit Netzwerkfreigaben

und Mediaservern umgehen, was Sie für

den Alltag zu Hause noch besser geeignet

macht. Der Archos Video Player ist ein solider

Video Player, der alle wichtigen Funktionen

zur Video Wiedergabe mit sich bringt

und besonders auf dem Tablet eine hübsche

Figur macht.

4,99 Euro

Deutsch|Version 7.5.37|9,7 MByte

★★★★★

QuickPic

QuickPic ist eine alternative Galerie

für Android, die um einiges flüssiger

und schneller arbeitet, als die

offizielle Galerie App von Android. Selbst auf

älteren Geräten arbeiten die Bildübergänge

und Zoom-Gesten absolut ruckelfrei. Die Entwickler

haben dazu die Oberfläche der App

auf das Nötigste reduziert und sehr minimalistisch

gehalten. Dadurch ist die App sehr

klar strukturiert, sodass Sie sich als Nutzer

sehr schnell zurechtfinden. Trotzdem sieht

QuickPic nicht schlechter aus als das Origi-

Shen En-Min, 123RF

Android-user.de April 2014 15


Fokus

Tablet Apps

Abb. 17: doubleTwist hält sich zwar nicht an den Designstandards Googles,

macht aber gerade auf Tablets eine gute Figur.

Abb. 18: Im Google Play Kiosk finden sie zahlreiche interessante Nachrichten

aus unterschiedlichen Quellen in einer App.

nal. Bei Bedarf können Sie bestimmte Ordner

aus der Galerie ausschließen, oder mit einem

Passwort versehen. Durch einen Klick auf

das kleine Play-Symbol in der Menüleiste

starten Sie eine Diashow, die durch schöne

Animationen besticht. Auch die Auswahl von

mehreren Bildern ist möglich, indem Sie

etwas länger auf ein Bild drücken. So können

Sie auf einmal mehrere Bilder bearbeiten und

löschen oder in einen anderen Ordner verschieben.

QuickPic ist einfach zu bedienen

und extrem schnell – die perfekte Galerie-Alternative

für ältere Tablets.

kostenlos

Deutsch|Version 3.4.810|553 KByte

★★★★★

doubleTwist Player

Der doubleTwist Player möchte

Ihnen das bestmöglichen Umfeld

bieten, um Ihre Musik auch auf

dem Tablet in vollen Zügen genießen zu können.

Nach Alben, Interpreten, Titeln, Genres

oder zuvor erstellten Wiedergabelisten sortiert,

präsentiert die App Ihnen die auf dem

Tablet gespeicherte Musik-Bibliothek. Das

gesamte Design des doubleTwist Players ist

zwar nicht nach Googles Designrichtlinien

entworfen, macht aber trotzdem einiges her.

Der Player lässt sich gut bedienen und hat

alle für eine Musikapp notwendigen Features

an Bord. In der Pro-Version lädt der doubleTwist

Player zudem automatisch fehlende Albumcover

aus dem Netz herunter und Sie

haben einen Equalizer zur Verfügung. Die

Musikapp ist schön anzusehen und verrichtet

ihre Arbeit problemlos.

kostenlos Pro-Version 4,99 Euro

Deutsch|Variiert|Variiert

★★★★★

Google Play Kiosk

Die Google Play Kiosk App Googles

Nachrichtenapp. Mit ihr lesen Sie

zentral an einer Stelle die neusten

News. Dabei passt sich der virtuelle Nachrichtenkiosk

Ihren Interessen an. Die Navigation

erfolgt über die Seitenleiste, in der sich

alle Menüpunkte verbergen. Dort findet sich

auch der Punkt Entdecken, unter dem Sie

nach Kategorien sortiert neue Beiträge von

Blogs und Webseiten lesen können. Dadurch,

dass die App von Google kommt, ist sie designtechnisch

auf höchstem Niveau. Die Beiträge

werden optisch sehr ansprechend dargestellt

und auch die Beitragsbilder sind gut

eingebunden. In den Einstellungen legen Sie

fest, ob Google Play Kiosk Beiträge schon

vorab speichern soll. Die App ist zum Entdecken

von neuen Feeds und Lesen bestehender

bestens geeignet und unterstützt Sie in

der täglichen Flut der Nachrichten.

kostenlos

Deutsch|Version 3.1.0|6,7 MByte

★★★★★

Watchever

Das Video-on-Demand Portal Watchever

stellt für seine Abonnementen

auch eine Android-App zur Verfügung.

Mit dieser erhalten Sie komfortabel

Zugriff auf die über 12.000 Titel, welche Sie

sich als Stream, bei schneller Verbindung in

HD-Qualität, oder offline anschauen können.

Das Angebot ist in Serien, Filme und einen

Kinderbereich aufgeteilt, wobei das Stöbern

durch Empfehlungen und Genres erleichtert

wird. Die Suchfunktion berücksichtigt neben

Film- und Serientiteln auch die Namen von

Schauspielern oder Regisseuren. Zu jedem

Titel gibt es umfangreiche Informationen

und eine Bewertung, bei vielen Filmen auch

16

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 19: Mit Watchever haben Sie nicht nur Online Zugriff auf die Videothek,

sondern können Filme auch vorübergehend abspeichern.

Abb. 20: Der SeriesGuide liefert nicht nur Infos zu zahlreichen Serien, er

hält auch fest welche Episoden Sie bereits gesehen haben.

einen kurzen Trailer. Wenn Sie statt Deutsch

lieber den Originalton hören möchten, schalten

Sie während der Wiedergabe einfach um.

Über Facebook lassen sich Ihre Filme, Serien,

Bewertungen und Ihre Watchliste mit Freunden

teilen. Ü18-Inhalte müssen separat freigeschaltet

werden. Eine Kindersicherung per

PIN-Eingabe auf Basis der FSK-Altersfreigabe

steht zur Verfügung.

Abo ab 8,99 Euro im Monat

Deutsch|Variiert|Variiert

★★★★★

Abb. 21: Mit Hilfe von Pocket Casts tauchen Sie komfortabel in die Welt

der Audio- und Video-Podcasts ein.

SeriesGuide

Sind Sie ein Serien-Fan? Dann hilft

Ihnen SeriesGuide dabei, den Überblick

zu behalten und Ihre Lieblingsserien

zu verwalten. Mit dieser App bekommen

Sie alle wichtigen Informationen zu

Hunderten von TV-Serien. Erfahren Sie alles

über Inhalt, Schauspieler, Anzahl der Staffeln,

Fortsetzungsstatus, Ausstrahlungstermine,

Episoden und Spezialfolgen. Hilfreich

ist auch die Suchfunktion, mit der Sie etwa

die Episodenbeschreibungen nach Stichwörtern

durchforsten können. Aber Sie erhalten

mit SeriesGuide nicht nur Informationen:

Markieren Sie bereits gesehene Folgen oder

Staffeln mit einem Häkchen, um zu dokumentieren

welche Episoden Sie bereits gesehen

haben. Dieser Status optional mit trakt.

tv synchronisiert werden. So wissen Sie

immer, welche Episode Sie als nächste anschauen

müssen. Die kostenpflichtige Version

für 4,99 Euro ist nicht unbedingt erforderlich,

bietet jedoch eine Reihe zusätzlicher

Funktionen.

kostenlos Pro-Version 4,99 Euro

Deutsch|Version 11.1|4,0 MByte

★★★★★

Pocket Casts

Pod- und Videocasts sind eine tolle

Möglichkeit, die Audio- und Videobeiträge

von interessanten Magazinen,

Blogs, Radio- oder TV-Sendungen

zu einer beliebigen Zeit und beliebig oft anzuhören

bzw. anzuschauen. Hierfür ist Pocket

Casts eine gut strukturierte App, mit der

Sie Pod- oder Videocasts entdecken, abonnieren

und selbstverständlich

abspielen können. Sie ermöglicht

sowohl den manuellen

Import/​Export von

OPML-Dateien, als auch

das Stöbern in einem umfangreichen

Katalog, der

jede Menge deutschsprachige

Angebote enthält

und nach Stichworten

durchsucht werden kann.

Die einzelnen Beiträge lassen

sich als Stream abspielen

oder für die spätere offline

Wiedergabe herunterladen.

Praktisch sind die

18

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 22: News+ ermöglicht Ihnen das Lesen von Google News. Mit Plugins

lassen sich jedoch zahlreiche andere Nachrichtenquellen anzapfen.

Abb. 23: Die Netzkino App streamt legal und kostenlos, dafür aber

gesponsert über Werbespots, zahlreiche Filme auf Ihr Tablet.

automatischen Wiedergabelisten, welche

vielfältige Einstellungsmöglichkeiten bieten,

sowie die Synchronisierungsfunktion, mit

der Sie auf mehreren Geräten immer auf dem

gleichen Stand bleiben. Auf eine deutschsprachige

Oberfläche müssen sie jedoch verzichten,

doch auch auf Englisch lässt sich die

App leicht bedienen.

kostenlos Pro-Version 3,13 Euro

Englisch|Version 4.4.3|3,5 MByte

★★★★★

News+

News+ ist eine umfangreiche App

zum Lesen von Newsfeeds, wobei

hier möglichst viele News-Dienste

unter einer Oberfläche vereint werden sollen.

Mit dabei sind zum Beispiel Google News,

Feedly, FeedBin, NewsBlur oder Pocket.

Während andere Newsreader die Beiträge effektvoll

wie ein Magazin aufbereiten und insbesondere

die Bilder hervorheben, steht bei

News+ der Inhalt im Vordergrund. Neben

der einfachen und intuitiven Oberfläche, sind

noch die Podcast-Unterstützung, der Offline-

Lesemodus oder die Sprachwiedergabe hervorzuheben,

mit der Sie sich die Artikel

sogar vorlesen lassen können. News+ benachrichtigt

Sie über neue Beiträge, die Synchronisation

der Abonnements geschieht automatisch

oder manuell. Standardmäßig verwendet

die App Google News als Nachrichtendienst,

der neben deutschen auch viele

Themenkanäle in anderen Sprachen anbietet.

Weitere Dienste fügen Sie über Erweiterungen

hinzu, wofür Sie aber zwingend News+

Premium für 3,99 Euro benötigen.

kostenlos Pro-Version 3,99 Euro

Deutsch|Version 1.0.4|5,1 MByte

★★★★★

Netzkino

Möchten Sie sich ab und zu einmal

einen etwas unbekannteren Kinofilm

anschauen? Mit Netzkino ist

das möglich! Das legale Filmangebot ist kostenlos

und wird über Werbespots finanziert,

von denen maximal 5 vor dem Film eingeblendet

werden. Nach dem Start der App erscheinen

zunächst die Neuerscheinungen

und Highlights in einer Übersicht. Für eine

gezielte Auswahl stehen Kategorien und eine

Suchfunktion zur Verfügung, welche auch

die Namen von Schauspielern berücksichtigt.

Zu jedem Titel erhalten Sie diverse Informationen

und eine Nutzerwertung. Mit einem Facebook-Konto

können Sie selbst Bewertungen

abgeben und Ihre Lieblingsfilme teilen.

Vor der Wiedergabe lässt sich HD-Qualität

einschalten, die Filme lassen sich jedoch nur

als Stream abspielen. Einige Titel sind als

Originalversion erhältlich. Für U18-Inhalte

gibt es keine Altersverifikation, leider hat die

App auch keine Kindersicherung.

kostenlos

Deutsch|Version 1.0.4|1,9 MByte

★★★★★

My Device Storage Analyzer

Wenn Ihnen das Tablet eine Systemwarnung

anzeigt, dass der Speicherplatz

knapp wird, oder wenn

die Installation oder Aktualisierung von Apps

über den Play Store wegen Speichermangels

scheitert, ist es Zeit auf dem Gerät wieder ein

wenig Platz zu schaffen. My Device Storage

Analyzer gibt darüber Auskunft, wie und

womit der interne Speicher und die SD-Karte

belegt sind. Die App hilft Ihnen beim Aufspüren

von Dateien in verschiedenen Größen-

oder Typkategorien und visualisiert die

Speicherbelegung sehr anschaulich in Form

Shen En-Min, 123RF

Android-user.de April 2014 19


Fokus

Tablet Apps

Abb. 24: My Device Storage Analyzer verrät Ihnen, welche Dateien und

Verzeichnisse auf dem Tablet besonders viel Platz einnehmen.

Abb. 25: Mit Banking 4A Starter erledigen Sie Ihre Bankgeschäfte mit dem

Tablet bequem von der Couch aus.

eines Kreisdiagramms. Dabei sind die einzelnen

Segmente jeweils so groß wie der Anteil,

den die entsprechenden Dateien vom gesamten

Speicherplatz in Anspruch nehmen. Navigieren

Sie sich durch die einzelnen Kreissegmente

oder verwenden Sie den Verzeichnisbrowser,

um Dateien zu finden, die Sie löschen

möchten. Die kostenpflichtige Version

der App für 1,49 Euro ist nicht unbedingt erforderlich,

bietet jedoch weitere Funktionen

– auch für Geräte ohne Root-Zugriff.

kostenlos Pro-Version 1,49 Euro

Deutsch|Version 1.6|411 KByte

★★★★★

Banking 4A Starter

Banking 4A Starter ist eine kostenlose,

voll ausgestattete Banking-

App, die keine Wünsche offen lässt.

Wenn Sie die App jedoch mit mehr als nur

einer Bank verwenden möchten, benötigen

Sie die uneingeschränkte Version Banking 4A

für 4,99 Euro. Banking 4A arbeitet mit über

3000 Kreditinstituten und auch Paypal zusammen.

Auf der Homepage der App finden

Sie eine Liste unterstützter Banken. Die App

verwendet die gängigen Sicherheitsprofile

und TAN-Verfahren,

SEPA Banking wird durch

die eingebaute IBAN-Hilfe erleichtert,

und selbstverständlich

können Sie alle üblichen

Transaktionen wie Überweisungen

oder Daueraufträge

ausführen. Der Funktionsumfang

wird durch die praktische

Synchronisierung mit Dropbox

oder WebDAV-Servern ergänzt.

Wer gerne Buch führt, wie viel

Geld man für was ausgibt, wird

sich über die Auswertungen

der Einnahmen und Ausgaben freuen. Die

App ordnet dazu alle Buchungen bestimmten

Kategorien zu, die Sie nach Ihrer Vorstellung

anpassen können.

kostenlos Pro-Version 4,99 Euro

Deutsch|Version 5.1.1.5149|12 MByte

★★★★★

Quickoffice

Quickoffice ist eine kostenlose Office-Lösung,

die Google vor einigen

Monaten komplett übernomment

hat. Sie ist besonders für Tablets optimiert

und macht das Erstellen von Text-Dokumenten,

Tabellen und auch Präsentationen sehr

einfach. Viel entscheidender ist jedoch die

gute Integration mit Google Drive, wo man

die Dateien speichern und zusammen mit

anderen Nutzern bearbeiten kann. Damit

macht die Kombination aus Google Drive,

Google+ und Quickoffice die Verwendung

von Microsoft Office unnötig. Auch Dateianhänge

von E-Mails öffnet Quickoffice ohne

Probleme, die sich dann bequem im Google

Drive speichern lassen. Allerdings beherrscht

Quickoffice noch keinen richtigen Vollbild-

Abb. 26: Mit Quickoffice können Sie Microsoft Office-Dokumente auf

Ihrem Tablet erstellen und Bearbeiten.

20

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 27: Feedly ist der perfekte Nachfolger des Google Readers.

modus, sodass es auf schmalen Tablets

schnell ein wenig eng wird, vor allem wenn

sich die Onscreen-Tastatur in den Vordergrund

drängt. Für längere Arbeit an Textdokumenten

sollten Sie sich daher unbedingt

eine Bluetooth-Tastatur besorgen.

kostenlos

Deutsch|Version 6.2.5.310b|11,4 MByte

★★★★★

Feedly

Als Google den Reader einstellte,

war die Enttäuschung der Nutzer

groß. Doch man musste sich nicht

lange nach einer Alternative umsehen, die

Konkurrenz stand bereits in den Startlöchern.

Feedly ist ein sehr übersichtlicher

RSS-Reader, mit dem Sie ihre News aus zahlreichen

Quellen bequem unter einem Dach

lesen können. Das Leseerlebnis ist sehr angenehm,

mit gut präsentierten Artikeln, einem

dunklen „Theme“ zum Lesen in der Nacht

und vielen weiteren Einstellungen.

kostenlos

Englisch|Version 18.1.2|7,9 MByte

★★★★★

Instapaper

Instapaper speichert für Sie Artikel

aus dem Internet zum späteren

Lesen offline auf dem Tablet. Instapaper

steht damit in direkter Konkurrenz zu

Pocket. Was macht Instapaper besser? Instapaper

verzahnt sich zum einen mit vielen anderen

Diensten und Apps. Zum anderen ist

Instapaper schon etwas länger auf dem

Markt und bietet eine sehr solide App ohne

Schnickschnack an. Zudem lassen sich per

Instapaper gespeicherte Artikel auch auf

Kindle-Geräten lesen. Instapaper speichert

Online-Artikel nicht im

vollen Layout, sondern archiviert

lediglich den Inhalt

und Bilder, so lässt

sich in den gespeicherten

Artikeln wie in einem E-

Book schmöckern. Zum

Lesen können Sie aus verschiedenen

Schriftarten

wählen, neue Artikel entdecken,

gelesene Artikel

archivieren und sogar interessante

Videos speichern.

Und das Beste: Mit der Teilen-Funktion

jedes Android-Gerätes

übernehmen Sie interessante

Online-Artikel aus anderen Apps oder dem

Browser mit wenigen Clicks in Instapaper.

2,41 Euro

Deutsch|Version 2,4|21,8 MByte

★★★★★

Tagesschau

Wer die Tagesschau-App nicht

kennt, der könnte vermuten, dass

man mit ihr nur die 20-Uhr-Nachrichten

sehen kann. Weit gefehlt! Die Tagesschau-App

ersetzt die Tageszeitung, denn sie

bietet journalistische Artikel zahlreicher Inund

Auslandsreporter. Mit ihr sind Sie immer

auf dem Laufenden und können sich aussuchen,

ob Sie lieber Nachrichten lesen oder

sehen möchten. Die Tagesschau läuft in einer

Dauerschleife, zudem gibt es die bereits aus

dem Internet bekannte Tagesschau in 100 Sekunden.

Außerdem bietet die App Zugriff auf

die weiteren Nachrichtenformate des Ersten

wie etwa die Tagesthemen, das Nachtmagazin

oder den Wochenspiegel. Lediglich die

Oberfläche ist noch im Jahr 2010 stehengeblieben:

Etwas langsam, etwas unübersichtlich,

und viele Online-Artikel werden nicht in

einem ansehnlichen Lesemodus bereitgestellt,

sondern als Webseite präsentiert.

kostenlos

Deutsch|Version 1,5|9 MByte

★★★★★

Simplenote

Mit Simplenote verfassen Sie Notizen,

der Name ist Programm: Die

App ist simpel gestrickt, aber in

ihren wenigen Funktionen sehr überzeugend.

Notizen und Listen lassen sich schnell

anlegen, gut verwalten und sind bestens für

Shen En-Min, 123RF

Android-user.de April 2014 21


Fokus

Tablet Apps

Abb. 28: In Instapaper speichern Sie Webseiten zum später Nachlesen.

Abb. 29: Die ARD präsentiert die Tagesschau in sehr ansprechender Form.

Nutzer geeignet, die mit Apps wie Evernote

überfordert sind. Simplenote überzeugt mit

Schnelligkeit und Effizienz – wer seine Notizen

mit hunderten Tags versehen, mit Grafiken,

Ortungsdaten und Kommentaren versehen

will, der ist hier an der falschen Stelle.

Insofern sollten Sie ausprobieren, ob Ihnen

Simplenote nicht zu simpel ist. Da die App

aber kostenlos ist, stellt dies auch kein Problem

dar. Simplenote ist besonders bei Nutzern

beliebt, die mit Anwendungen wie etwa

Scrivener arbeiten, denn diese bieten eine

Simplenote-Integration und synchronisieren

so die Daten zwischen mehreren Geräten.

Damit ist Simplenote ein absoluter Geheimtipp,

wie es etwa Dropbox vor wenigen Jahren

auch schon war.

erst mit Apps für Android und iOS konnte

der Service Eindruck schinden und viele Nutzer

für sich gewinnen. Gleich vorab: Todoist

bietet einen kostenpflichtigen Service an, der

kostenlose Account sollte jedoch ausreichen,

wenn Sie lediglich Ihre eigenen Projekte und

Termine managen wollen. Die App bietet einfach

alles, was man sich von einer Aufgabenverwaltung

erhofft: Benachrichtigungen, Projekte,

Prioritäten, Wiederholungen, Synchronisation

mit dem Server und damit mit allen

anderen Geräten, auf denen Todoist ebenfalls

installiert ist und vieles mehr. Vor allem aber:

Todoist ist schick, schnell, informativ und

leicht zu bedienen. Mit Todoist haben Sie die

beste App für Aufgaben und Erinnerungen

auf Ihrem Tablet. Punkt!

kostenlos

Englisch|Version 1.1.2|0,5 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 3.0.9|6,8 MByte

★★★★★

Todoist

Es ist schon seltsam, dass To-Do-

Apps so beliebt sind, aber Google

bisher keine anständige App für

diese Aufgabe im Angebot hat. Todoist gibt

es schon seit einiger Zeit als Web-App, doch

Homestyler Interior Design

Wer kennt das nicht: Man kauft im

Baumarkt neue Tapeten oder beim

Antiquitätenhändler einen herrlich

altmodischen Schrank, doch kaum ist die

Heimwerkerei beendet oder das Möbel aufge-

Abb. 30: Simplenote gehört zu den besten Notiz-Apps im Play Store.

Abb. 31: Todoist organisiert Ihre Aufgaben für die nächsten Tage.

22

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 32: Mit Homestyler Interior Design renovieren Sie ihr Zuhause virtuell,

ohne einen Pinsel in die Hand nehmen zu müssen.

Abb. 33: Mit Evernote Food archivieren Sie was Sie wann, wie und wo

gegessen haben und speichern gleich passende Rezepte ab.

stellt, ist die Ernüchterung groß: Das passt

nicht, sieht nicht schön aus, und mit den Farben

harmoniert das alles überhaupt nicht.

Den Ärger hätten Sie sich mit ein bisschen

Vorarbeit ersparen können: Mit dem Homestyler

gestallten Sie Ihr Zuhause virtuell mit

dem Tablet in der Hand, ohne dass Sie nur

ein einziges Möbelstück rücken oder zum

Pinsel greifen müssen. Mit der App nehmen

Sie ein Foto Ihres Zimmers oder Bilder der

ganzen Wohnung auf und gestallten dann

virtuell Wände, stellen Möbel hinzu oder

legen einen digitalen Teppich aus. Das berechnete

Ergebnis ist nicht immer ganz realistisch,

doch die App hilft Ihnen dabei eine

Vorstellung für geplante Änderungen zu bekommen.

Wollen Sie eine noch unbezogene

Wohnung einrichten, dann können Sie einen

leeren Grundriss mit Möbeln und Elementen

aus einer gut gefüllten Datenbank füllen. Perfekte

Ergebnisse erzielt man mit dieser App

nie, aber eine Hilfe beim Einrichten und Renovieren

ist sie allemal.

kostenlos

Deutsch|Version 1.3.0.4.101|26 MByte

★★★★★

Evernote Food

Eine Zeit lang dienten die sozialen

Netzwerke wie Facebook und Co.

fast ausschließlich dazu, die eigene

Mahlzeit zu fotografieren und mit anderen zu

teilen – Zugegeben, das ist übertrieben, doch

so ganz lässt sich das Vorurteil nicht vom

Tisch fegen. Warum dann also noch Evernote

Food nutzen? Die App ist vor allem für kulinarisch

Interessierte gedacht, aber auch für

Leute, die ihre Essgewohnheiten gerne dokumentieren,

neue Rezepte entdecken und Restaurants

möchten. Mit Evernote Food haben

Sie blitzschnell ein Foto geschossen, können

Ort, Name, Küche, Schlagwort und Notizen

hinzufügen und speichern die Gerichte dann

in ihrem Evernote-Konto ab. Das ist das Gute:

Wer ohnehin schon Evernote nutzt, findet die

bei Evernote Food gespeicherten Daten in

einem automatisch erstellten Notizbuch wieder.

Mit der App sind aber auch andere Einsatzzwecke

denkbar: Sie können damit Diäten

planen, Essgewohnheiten überprüfen

oder neue Rezepte ausprobieren. Und wer

wirkliche jede Mahlzeit aufzeichnet, der wird

sich in der Rückschau bestimmt wundern,

was man alles so im Laufe der Zeit zu sich

Abb. 34: Sie möchten über Geschichte erfahren? Weltgeschichte nimmt

Sie mit auf eine Reise durch die Zeit.

Abb. 35: Das vielseitige Malprogramm Sketchbook Pro ist besonders gut

für Geräte mit einem drucksensitiven Griffel geeignet.

24

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

nimmt. Evernote Food ist eine durch und

durch nützliche App, bei der die „Sieh mal

was ich Tolles esse!“-Komponente in den Hintergrund

rückt

kostenlos

Deutsch|Version 2.0.5|12 MByte

★★★★★

importieren. Wie bei „großen“ Bildbearbeitungen

üblich, unterstützt auch Sketchbook

Pro die Arbeit mit übereinander liegenden

transparenten Layern. Bilder exportiert die

App nicht nur als JPG oder PNG, sondern

auch im PSD-Format, so dass Sie Ihre Arbeit

mit am PC-Bildschirm mit Adobe Photoshop

fortsetzen können.

Sergey Konyakin, 123RF

Weltgeschichte

Weltgeschichte ist eine der vielen

eher unbekannten App-Perlen. Die

App bietet die gesamte Weltgeschichte

in einer anschaulichen, wenn auch

etwas überfrachteten, Zeitleiste an. Am oberen

Bildschirmrand sehen Sie Vorschaubilder

der großen Ereignisse, darunter die Zeitleiste

mit Jahreszahlen. Unter der Zeitleiste liegen

Infobalken zu verschiedenen historischen Ereignissen,

wobei die Breite der Einträge

gleichzeitig die Dauer widerspiegelt. Einzelne

Einträge lassen sich antippen, sodass

Sie Beginn und Ende des Zeitraumes ablesen

können. Tippen Sie noch einmal auf den Eintrag,

öffnet sich ein Wikipedia-Eintrag, in

dem ausführliche Informationen zum Ereignis

oder der Periode angezeigt werden. Einziger

Minus-Punkt ist der CPU-Hunger der

App, die Darstellung ist nur auf schnellen Tablets

flüssig. Wen das allerdings nicht stört,

den bekommt mit dieser App so viel geballtes

Wissen geliefert, dass man danach reif

für die nächste Quiz-Sendung ist.

2,99 Euro

Deutsch|Version 1.0.7|0,3 MByte

★★★★★

Sketchbook Pro

Sketchbook Pro ist eine professionelle

Anwendung zum Zeichnen

und Malen auf

Android-Tablets, von daher

ist sie auch auf Geräten

mit möglichst großen Displays

am besten aufgehoben

– ideal sind Geräte mit

einem drucksensitiven Stift

wie bei den diversen Note-

Tablets von Samsung. Die

App bietet eine eine große

Auswahl an Pinseln, Stiften,

Werkzeugen an. Alle

Pinsel lassen sich in Radius,

Intervall, Opazität

und Drehung anpassen,

zudem lassen sich Photos

3,68 Euro

Deutsch|Version 2.9.2|11 MByte

★★★★★

Magisto

Wie der Name schon andeutet, ist

Magisto ein magisches, kleines Programm.

Die App ist kein gewöhnlicher

Video-Editor, sondern eine Wundertüte,

in die Sie verschiedenes Bildmaterial hineinwerfen

und auf magische Weise ein kurzweiliges

Video zurückbekommen. Und so geht’s:

Sie suchen sich aus der Galerie Ihres Handys

oder Tablets Fotos und Videos aus und importieren

diese in Magisto. Dort wählen Sie

dann ein passendes Thema und Musik aus,

drücken ein paar Knöpfe und lassen das

Video bauen. Der Clou: Die Filmdaten lädt

Magisto ins Netz, wo der Film erstellt wird.

Das Ergebnis ist selbst bei recht langweiligen

Fotos verblüffend professionell. Allerdings

gibt es einen Haken. Um uneingeschränkt Videos

erstellen und herunterladen zu können,

ist ein kostenpflichtiger Account notwendig,

ansonsten sind Ihre Filme auf eine bestimmte

Länge und eine geringe Anzahl an

Downloads begrenzt. Was die App kann,

lässt sich damit jedoch erst einmal kostenlos

in vollem Umfang testen.

kostenlos

Deutsch|Version 3.1.4016|21 MByte

★★★★★

Abb. 36: Mit Magisto erstellen Sie aus Ihren Bildern und Videos im Handumdrehen

kurzweilige, vertonte Videos.

Android-user.de April 2014 25


Fokus

Tablet Apps

Abb. 37: Wunderlist macht das Arbeiten mit langen To-Do-Listen und Notizzetteln

zum Vergnügen.

Abb. 38: Die Deutsche Tastatur hält das, was sie verspricht. Sie beinhaltet

eine vollständige QWERTZ-Tastatur mit direkt erreichbaren Umlauten.

Deutsche Tastatur

Tablets eignen sich hervorragend

zur Eingabe längerer Texte und

werden besonders in der 10-Zoll-

Größe oft als Laptop-Alternative eingesetzt.

Umso ärgerlicher, wenn der Schreibfluss

immer wieder bei Umlauten stockt. Diese

müssen von deutschsprachigen Nutzern

meist aus zusätzlich eingeblendeten Sonderzeichen

gefischt werden. Die „Deutsche Tastatur“

– Sie ahnen es schon – zeigt auf

Wunsch die Umlauttasten dauerhaft an, so

wie Sie es vom PC gewohnt sind. Praktisch

sind auch die Cursor-Tasten, mit denen sie

schnell in ihrem Text navigieren können,

ohne dass Sie den Cursor per Fingerzeig auf

dem Display platzieren müssen. Die Deutsche

Tastatur hat sich die Zweckmäßigkeit

zum Ziel gemacht, nicht das optische Tunen

und Aufhübschen. Ein Manko gegenüber anderen

bekannten Keyboard-Apps ist jedoch

das Fehlen eines deutschsprachigen Wörterbuchs

mit automatischer Ergänzung angefangener

Wörter.

kostenlos

Deutsch|Version 1.8.2|124 KByte

★★★★★

Shen En-Min, 123RF

Wunderlist

Wunderlist ist das Ergebnis eines

Berliner Startups und konnte in

kurzer Zeit viele Fans gewinnen.

Mittlerweile liegt die App in Version 2 vor

und bietet für eine To-Do-App viele nützliche

Features, wie etwa die Synchronisation der

Daten zwischen verschiedenen Betriebssystemen.

Wunderlist lässt sich prima

als Projektmanagement-

Tool nutzen: Die Möglichkeit

zum Teilen, Erstellen

und Verwalten von

Listen, Projekten und

Dateien funktioniert

störungsfrei, das Design

der App ist leicht

zu bedienen. Allerdings

sollten Sie genau prüfen,

welche

der Funktionen

erst mit einem kostenpflichtigen Abo

aktiv werden. So lassen sich etwa erst in der

Pro-Version Dateien an To-Dos anhängen.

kostenlos

Deutsch|Version 2.3.3|15 MByte

★★★★★

TV-Browser für Android

Die gute alte TV-Zeitschrift hat mit

dem Tablet auf der Couch ausgedient,

mit der richtigen App sind

Sie immer im Bilde, was gerade in der Glotze

läuft. Eine der besten Programmzeitschriften

für das Tablet ist der TV-Browser für Android.

Wer sich nicht nur einen schnellen

Überblick verschaffen möchte, findet in der

App viele Features, die er in anderen TV-Guides

vergeblich sucht. Ihre Lieblingssendungen

können Sie farblich markieren, zudem

ist es möglich automatisch beim Start der

26

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 39: Der TV Browser liefert nicht nur ein übersichtliches TV-Programm,

er erinnert Sie auch an Ihre anstehenden Lieblingssendungen.

Abb. 40: Mit MyTracks auf dem Tablet bearbeiten Sie die zuvor mit dem

Handy aufgezeichneten GPS-Tracks.

Sendung einen Alarm auszugeben, oder die

Sendung in den Kalender übertragen lassen.

Haben Sie trotz eines Alarms eine Sendung

verpasst, zeigt Ihnen TV-Browser die nächsten

Wiederholungen an. Alternativ durchsuchen

Sie das komplette TV-Programm nach

Suchbegriffen im Titel oder der Beschreibung.

Von vielen Usern der App gewünscht

und von den Entwicklern schon geplant, ist

die Option Sendungen per Fingerzeig vom

Videorekorder aufnehmen zu lassen.

kostenlos

Deutsch|Version 0.1.39.9RC4|531 KByte

★★★★★

Meine Tracks

Mit einem Navi haben Sie bekanntlich

immer nur die Straße vor sich

und das Ziel im Visier. Sich die tatsächliche

Route und das Umfeld in der Landschaft

nach Fahrten, Wanderungen, Radtouren

oder Jogging noch einmal nachträglich

anzusehen zu können, ist damit nicht möglich.

Vielleicht fördert das Messen und Speichern

Ihrer Fitness-Leistungen sogar den

Ehrgeiz, wenn sie die Statistikfunktionen

aufrufen.

Meine Tracks speichert auf

Wunsch automatisch Ihre

Ausflüge, die sie mit dem

Smartphone in der Tasche

unternommen haben in

der Google-Drive-Cloud,

überleben dort auch alle

Gerätewechsel und synchronisiert

auf diesem

Wege ebenso einfach dann

mit Ihrem Tablet. Auf dem

größeren Display haben

Sie nicht nur einen besseren

Überblick über die

Route – sowohl in der Karten, wie in der Satelliten-Ansicht

– sondern können auch komfortabel

Details wie Reisedaten und Beschreibungen

editieren.

kostenlos

Deutsch|Version 2.0.5|18 MByte

★★★★★

Mighty Grocery

Einkaufsliste L

Die Zahl der Einkaufs-Apps im

Play-Store dürfte so groß sein, wie

die der Taschenlampen-Apps. Angefangen

vom einfachen Notizzettel, bis hin

zum umfangreichen Einkaufs-Manager gibt

es alles, was das Shopping-Herz begehrt. Die

Stärke von Mighty Grocery liegt darin, dass

Sie sich nicht alleine um die Einkaufsplanung

kümmern müssen. Von Zuhause aus

kann Ihr Partner die Einkaufsliste mit dem

Tablet füllen und Ihnen dann per Internet

aufs Handy schicken. Auf dem Weg nach

Hause, machen Sie einen Zwischenstopp

beim Supermarkt und arbeiten die Liste ab.

Die Daten werden permanent abgeglichen,

Abb. 41: Schatz, vergiss die Milch nicht! Mit Mighty Grocery organisieren

Sie gemeinsam die Einkaufsliste, auch von verschiedenen Geräten aus!

Android-user.de April 2014 27


Fokus

Tablet Apps

Abb. 42: Mit dem Picasa-Tool verwalten Sie Ihre bei Picasa gespeicherten

Alben deutlich komforatabler als mit Googles eigener App.

Abb. 43: Idealo findet für alles den günstigsten Preis, selbst an Swimmingpools

scheiter die Preissuchmaschine nicht.

so können Sie zum Beispiel aber auch getrennt

durch das Labyrinth eines riesigen Supermarkts

irren und sehen sofort, was der

andere schon im Einkaufswagen liegen hat.

kostenlos Pro-Version 2,99 Euro

Deutsch|Version 3.1|3,5 MByte

★★★★★

Picasa-Tool

Auch wenn Google Picasa nicht

mehr bewirbt und eher Google+

mitsamt der neuen Fotos-App fördert,

Googles Flickr-Alternative ist noch

lange nicht tot. Mit der Picasa-App browsen

sie beqzem durch Ihre Alben, bearbeiten Bilder

oder laden neue Fotos hoch. Mit Bordmitteln

ist dies jedoch nur eingeschränkt

möglich. Diese Lücke füllt das Picasa-Tool.

Nach der Foto-Auswahl stehen Ihnen in

einem Editor 15 Bildbearbeitungsmodule zur

Verfügung, die jeweils viele weitere Verfeinerungen

erlauben. Fotos müssen nicht mehr

einzeln ausgewählt und hoch- oder heruntergeladen

werden, das kann nun auch im

Block erfolgen. Vor dem Upload fragt das

Tool, in welcher Größe Sie hochladen wollen

und zeigt an, dass 800x800 Pixel für Picasa-

Nutzer und bis 2048x2048 für Google+-Benutzer

nicht auf den kostenlosen Speicher

angerechnet werden. Mit dem Picasa-Tool ist

auch auch das Kopieren, Löschen und Versenden

eines Picasa-Links möglich.

kostenlos Pro-Version 5,19 Euro

Deutsch|Version 7.2.2.2|7,0 MByte

★★★★★

Idealo Preisvergleich

Idealo ist einer der Platzhirsche auf

dem Preisvergleichs-Markt – und

gibt sich auch bei der Gestaltung

seiner App auf Tablets keinerlei Blöße. Der

Einstieg in die Produktsuche gerät mit der

App zum Vergnügen, denn schon auf dem

Startbildschirm präsentiert die Idealo-Redaktion

Kaufempfehlungen für besonders günstige

Produkte und macht Lust auf mehr. An

der App gefällt besonders der übersichtliche

und anwenderfreundliche Aufbau. Neben der

Angebotsdarstellung auf dem Startbildschirm

verfügt sie über einen Preiswecker, der den

Abb. 44: AppSales informiert Sie über deutlich reduzierte Apps und

Schnäppchen im Play Store.

Abb. 45: Der Tablified Market hat sich auf Apps spezialisiert, die sich

besonders gut für den Einsatz auf dem Tablet eignen.

28

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Nutzer darauf hinweist, wenn der Wunschpreis

für das gesuchte Produkt erreicht wird,

auch an eine Artikel-Merkfunktion haben die

Entwickler gedacht. Besonders bei Onlineshops

versuchen viele Anbieter mit dem

günstigsten Preis den Kunden in den virtuellen

Laden zu locken, ohne den Artikel auch

liefern zu können. Das kleine farbige LKW-

Symbol signalisiert Ihnen aber auf den ersten

Blick, ob der Artikel sofort lieferbar (grün),

bestellt (farblos) ist oder eine Lieferzeit von

einigen Tagen bedingt. (gelb). Mit ausgefallenen

Wünschen wie Swimming Pools oder

Vogelhäuschen zum Bemalen zwingt man

die App ebenfalls nicht in die Knie, denn die

Auswahl auf den verlinkten Shops ist

schlicht unerschöpflich. Zu jedem recherchierten

Produkt bekommt der potentielle

Kunde Tests, ein Datenblatt und den Preisverlauf

präsentiert, zudem werden dem

Suchartikel ähnliche Produkte angezeigt.

kostenlos Pro-Version 5,19 Euro

Deutsch|Version 3.1.3|4,7 MByte

★★★★★

AppSales. Best Apps on Sale

Wenn Sie in der Stadt in ein Geschäft

gehen, dann springen Ihnen

die Sonderangebote förmlich ins

Gesicht. Sale! Sale! Alles muss raus! So billig,

wie noch nie! Auch im Play Store gibt es

immer wieder solche Sonderangebote. Es

kommt nicht selten vor, dass ein Entwickler

seine App aufgrund eines Jubiläums oder

einer neuen Version besonders günstig anbietet,

doch davon bekommen Sie als Android

User nur selten etwas mit. AppSales übernimmt

das Stöbern nach Schnäppchen für

Sie! Die App informiert über aktuelle Sonderangebot,

zeigt die Entwicklung des Preises

über die letzten 60 Tage an und informiert

Sie per Benachrichtigung über neue

Schnäppchen. In den Einstellungen lässt sich

festlegen ab welchem Preisnachlass dies geschehen

soll. Auf dem Tablet zeigt Ihnen

AppSales links alle aktuellen Angebote an,

während Sie in der Mitte Screenshots, die Beschreibung

und weitere Informationen eingeblendet

bekommen. In der kostenlosen Version

zeigt AppSales Anzeigen an und limitiert

die Anzahl von Apps auch Ihrer Watchlist,

per In-App-Kauf können Sie diese Limitierung

entfernen.

kostenlos Pro-Version 2,95 Euro

Englisch|Version 4.0.1|4,6 MByte

★★★★★

Tablified Market

Nach wie vor gibt es viele Entwickler,

die bei der Entwicklung ihrer

Apps nicht darauf achten, dass sie

auch auf Tablets gut zu benutzen ist. Auch

der Play Store tut sich noch schwer daran,

gute Tablet-Apps entsprechend zu präsentieren.

Daher haben wir den Schwerpunkt dieser

Android User auch auf Tablets und entsprechend

geeignete Apps gelegt. Einen ähnlichen

Ansatz verfolgt auch Tablified Market:

Wie gewohnt stöbern Sie auch mit der alternativen

Play-Store-App durch Googles virtuellen

App-Laden, Tablified Market konzentriert

sich allerdings darauf, Apps entsprechend

Ihrer Eignung für Tablet-Benutzer, vorzustellen.

So zeigt der Tablet-Play-Store

immer nur Screenshots der App auf einem

Tablet-Display an, Apps ohne eine entsprechende

Tablet-Oberfläche tauchen erst gar

nicht im Tablified Market auf. In der kostenlosen

Version lässt sich in der Anzeige der

Apps nicht zwischen kostenlos und kostenpflichtig

trennen, die ist erst in der Pro-Version

möglich. Beim Kauf dieser, schalten Sie

auch geich die unter der App eingeblendeten

Werbung ab.

kostenlos Pro-Version 2,92 Euro

Englisch|Version 4.5.9.8.17|1,9 MByte

★★★★★

Duolingo

Wie steht es mit

Ihrem Englisch?

Hablas español?

Parlez-vous français?

Duolingo hilft Ihnen

Ihre eingestaubten

Sprachkenntnisse

aufzufrischen.

Ohne viel Druck

und komplizierte

Übungen, lernen Sie

mit Duolingo eine

ganze Reihe von Sprachen,

ohne dass Sie auch nur einen Cent zahlen

müssen oder mit Werbung bombardiert werden.

Da die App ihren Fortschritt über das

Netz abgleicht, können Sie eine Lektion auf

dem Weg nach Hause mit dem Handy beginnen,

und diese Zuhause bequem auf der

Couch liegend mit dem Tablet fortsetzen.

Sämtliche Lektionen sind in kurze Abschnitte

unterteilt, so dass Sie auch kurze

Momente zum Lernen benutzen können.

Vernetzen Sie sich mit Freunden und Bekannten,

informiert Sie Duolingo über deren

Shen En-Min, 123RF

Android-user.de April 2014 29


Fokus

Tablet Apps

Abb. 46: Mit Duolingo auf dem Tablet lernen Sie neue Sprachen zwar

nicht im Schlaf, dafür aber bequem im Wohnzimmer auf der Couch.

Abb. 47: Mit Springpad sichern Sie Online-Artikel aus dem Internet zum

späteren Offline-Nachlesen auf dem Weg nach Hause.

Fortschritte, so bleiben Sie motiviert beim

Lernen dabei. Die Unterschiede zwischen der

Handy- und der Tablet-Version der App sind

nicht groß, doch dort wo es Sinn macht,

nutzt Duolingo den auf dem Tablet gebotenen

Platz gut aus.

kostenlos

Englisch|Version 2.2.0|5,1 MByte

★★★★★

Springpad

Es gibt so viele Sachen, die man

sich merken sollte, doch keine App

eignet sich wirklich, um sämtliche

Dinge unter einen Hut zu bringen – zumindest

fast keine. Springpad hat gute Chancen,

diese Lücke zu füllen. Die App gibt es aktuell

nur auf Englisch und Sie müssen sich einen

Account anlegen bzw. mit Ihrem Googleoder

Facebook-Account einloggen. Damit

sind aber dann die größten Hürden bereits

überwunden. Springpad ordnet Aufgaben

unter „Stuff“ ein. Ganz oben links finden Sie

„All Ihr Zeugs“, das sich in Notizen und Ankreuzlisten

unterteilen lässt. Was auf den

ersten Blick recht langweilig aussieht, entpuppt

sich nach kurzer Nutzung als sehr tolles

Allerweltswerkzeug. Denn wählen Sie

den Menüpunkt zum Erstellen einer neuen

Notiz aus, dann finden Sie hier unter anderem

den Eintrag Add by Type. Hier können

Sie nun zwischen diversen Typen von Büchern

über Orte bis zu Rezepten oder Einkaufslisten

so ziemlich alles auswählen, was

man sich gerne merken möchte. Genügt

Ihnen diese Unterteilung nicht, dann wählen

Sie den Eintrag Look it up. Hier können Sie

nun praktisch jeden Treffer einer Google-Suche

als Notiz speichern und schon wird die

App etwas bunter.

kostenlos

Englisch|Variiert|Variiert

★★★★★

Tumblr

Ein Bild sagt mehr als tausend

Worte, daher konzentrieren sich die

meisten Tumblr-Blogs auf Bilder,

GIF-Animationen und Zeichnungen, aber

auch Texte, Links und Video- oder Audioda-

Abb. 48: Auf der Mikroblogging-Plattform Tumblr finden Sie kurzweilige

Texte, Bilder oder auch kurze Videos zu unendlich vielen Themen.

Abb. 49: Mit Kontakts+ bekommen Sie Ordnung in das Chaos Ihrer Kontakte.

Zudem macht die App besonders auf Tablets einiges her.

30

April 2014

Android-User.de


Fokus

Tablet Apps

Abb. 50: Der E-Mail-Client Molto weiß vorallem mit viel optischem Schnickschnack

auf sich aufmerksam zu machen.

Abb. 51: Molto Email.app ist ein sehr schönes Mail-Programm. Der Editor

unterscheidet sich kaum von Gmail.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32179

teien finden bei manch einem Tumblr ein digitales

Zuhause. Allen Tumblr-Blogs gemein

ist, dass die Inhalt meist sehr kurz und prägnant

sind, lange Berichte oder Gedichte finden

Sie bei Tumblr nicht. Dank der Möglichkeit

Beiträge per Maus- oder Fingerklick zu

„Rebloggen“, verbreiten sich gute Inhalte bei

Tumblr rasend schnell – viral eben. Auf dem

Tablet macht Tumblr aufgrund seiner bildlastigen

Inhalte eine besonders gute Figur. Auf

diesen Geräten ist genügend Platz auf dem

Display, dass man die Bilder auch schon in

der Vorschau gut erkennen kann. Es macht

viel Spaß durch die abonnierten Tumblr-

Blogs zu scrollen oder sich aktuelle Beiträge

präsentieren zu lassen. Auch viele heiß diskutierte

Android-Themen sind bei Tumblr

vertreten, wir empfehlen zum Beispiel das

Tumblr-Blog „androidniceties“, das regelmäßig

attraktiv gestaltete Apps in einer Reihe

von Screenshots vorstellt.

kostenlos

Englisch|Version 3.5.5.07|5,1 MByte

★★★★★

Kontakte+

Die Organisation der eigenen Kontakte

ist oft eine ziemliche Katastrophe.

Erst recht, wenn man Kontaktdaten

aus Google+, Facebook, Skype und

Co. mit den eigenen „von Hand gesammelten“

Kontakten zusammenführen möchte.

Kontakte+ hilft Ihnen dabei Ordnung in das

Chaos Ihrer Adresssammlung zu bringen,

und sieht dabei auch noch gut aus. Kontakte+

stellt die gesammelten Kontaktdaten

in zwei Spalten da: Links sehen Sie die Kontakte

in einer Übersicht – wenn die Personen

Google+ oder Facebook nutzen sogar mit

Bild. Tippen Sie einen Kontakt an, öffnen Sie

ihn in der rechten Hälfte der App im Detail.

Von dort aus können Sie die Person per SMS

oder Hangouts anschreiben oder sie auch anrufen,

wenn Sie die App auf dem Handy installiert

haben oder ein Tablet mit GSM-Modul

verwenden.

kostenlos

Deutsch|Version 3.22.4|8,9 MByte

★★★★★

Molto – Email.app

Molto ist ein neuartiger E-Mail-Client,

der auf visuelle Effekte spezialisiert

ist. Die App kombiniert in

einer Kachelansicht einen IMAP-Client für E-

Mails und den Foto-Stream von Facebook. So

können Sie quasi aus einer App heraus E-

Mails beantworten und Facebook-Bilder anschauen.

Die App legt dabei eher Wert auf

optischen Schnickschnack als auf technische

Features, eignet sich also in erster Linie für

Menschen, die eine nicht allzu volle Inbox

haben und weniger als 20 E-Mails pro Tag in

die Welt verschicken. Abgesehen davon arbeitet

Molto stabil und funktioniert auch mit

mehreren E-Mail-Konten. Die App ist gratis

und werbefrei. Informieren Sie sich also über

das Geschäftsmodell der Entwickler.

Aktuell kämpft die Molto-App noch mit

etwas langen Ladezeiten. Wenn Sie also viele

Mails bekommen oder Ihre E-Mails regelmäßig

prüfen, dann sind Sie mit anderen E-

Mail-Programmen besser bedient. Möchten

Sie aber eine Alternative zu Gmail oder

einem anderen E-Mail-Client ausprobieren

und stellen Sie keine besonderen Anforderungen

an ein Mail-Programm, dann dürfte

Ihnen Molto durchaus gefallen.

kostenlos

Deutsch|Version 1.6.2|25 MByte

★★★★★

32

April 2014

Android-User.de


Fokus

4:3 oder 16:9?

Formatwahl bei Tablets: 16:9 oder 4:3?

Quadratisch

praktisch

Wer sich ein neues Tablet

zulegt, steht nicht nur

vor der Entscheidung

Android, Windows

Phone oder iOS, sondern

muss sich auch

auf einen Formfaktor

und ein Format festlegen.

Android User zeigt

Ihnen, worauf Sie achten

sollten.

Marcel Hilzinger

Vor zwei Jahren war die Sache noch

klar: Wenn Android, dann 16:9,

wenn Apple, dann 4:3. Gemeint ist

damit der Formfaktor der Tablets.

Doch inzwischen ist klar, dass Apple kein Patent

auf Tablets im 4:3-Format mit abgerundeten

Ecken mehr besitzt, und deshalb gibt

es sehr viele Android-Tablets auf dem Markt,

die auf den ersten Blick wie ein iPad oder ein

iPad mini aussehen. Android User zeigt

Ihnen, welches Format für welches Nutzungsszenario

am besten geeignet ist.

Auflösung vs. Pixeldichte

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt,

warum man auf einem Android-Tablet

mit der vergleichsweise geringen Auflösung

von 1024 x 768 Pixeln deutlich mehr Inhalte

sieht als auf einem Nexus 7 mit 1920 x 1200

Bildpunkten. Das hängt damit zusammen,

dass Android die Größe von Graphiken und

Texten an die Auflösung des Displays anpasst.

Der dazu nötige dpi-Wert wird in der

Datei build.prop unter dem Eintrag zur LCD-

Density festgelegt. Je höher der Wert, desto

größer stellt Android Inhalte dar [LINK 1]. So

sorgt das System dafür, dass eine App auf

einem Display von 320 x 480 Pixeln praktisch

identisch aussieht wie auf einem Full-HD-

Screen. In Wahrheit zeigt das kleine Display

eine schlechtere Grafik in vielleicht 64 x 64

Bildpunkten an, während das bessere Gerät

das Icon in 512 x 512 Pixeln anzeigt. Die Bilder

sehen also nur gleich groß aus, es kommen

aber andere Grafiken zum Einsatz.

Dieses Phänomen lässt sich mit einem PC-

Monitor nachstellen: Schalten Sie etwa bei

einem 19-Zoll-Monitor die Auflösung auf

1024 x 768 Pixel herunter, dann werden alle

Icons ganz groß. Schrauben Sie hingegen bei

einem 17-Zoll-LCD die Auflösung auf 1600 x

1200 Pixel hoch, dann werden die Schaltflächen

winzig. Hier funktioniert die automatische

Korrektur (Icon im Verhältnis zur Displaygröße)

nicht. Um dennoch von der

hohen Auflösung zu profitieren (schärferes

Bild) und große Symbole zu sehen, müssen

Sie die Pixeldichte anpassen. So erhalten Sie

Beides: Eine hohe Auflösung und brauchbare

Icons. Doch das ist nur bei Desktop-Betriebssystemen

üblich. Unter Android gibt es – bis

auf Ausnahmen – keine solche Möglichkeit,

von Haus aus funktioniert das System genau

andersherum. Sie müssen Ihr Tablet deshalb

rooten und den Density-Wert anpassen,

wenn Sie kleinere oder größere UI-Elemente

möchten als vom System vorgesehen.

4:3 ist besser

Auch wenn man Apple und seine Produkte

nicht mag, ist klar, dass das 4:3-Format bei

kleinen Tablets (7 bis 8 Zoll) praktischer ist.

Vlad Kochelaevskiy, 123RF

34

April 2014

Android-User.de


Abb. 1: Mit einem 7-Zoll-Tablet im 4:3-Format bleibt beim Schreiben von

Mails deutlich mehr Platz.

Tablets mit diesem Formfaktor zeigen nicht nur mehr Inhalte

an, sondern sie lassen sich auch besser mit einer Hand halten.

Außer dem Anschauen von Videofilmen gibt es praktisch

keinen Einsatzzweck, bei dem 16:9 besser abschneidet.

7-Zoll-Tablets im Breitbildformat zeigen stets weniger Inhalt

an, egal ob im Hochformat oder im Querformat. Dies sieht

man zum Beispiel an der Gmail-App sehr schön: Hält man

das Tablet quer, dann lässt sich auf einem Nexus 7 sehr gut

tippen, aber man sieht von der eigentlichen E-Mail fast nichts,

weil die Tastatur den halben Screen bedeckt. Auf einem

7-Zoll-Tablet im 4:3-Format bleibt deutlich mehr Platz.

Auch im Hochformat eignet sich das 4:3-Tablet besser, da

die Tastatur mehr Platz bietet und sich dann auch mit beiden

Händen tippen lässt.

Ähnlich sieht die Situation bei vielen anderen Apps aus.

Der Play Store zeigt auf dem Nexus 7 im Hochformat trotz

hoher Auflösung nur drei Reihen von Anwendungen an, auf

Tablets im 4:3-Format mit 1024 x 768 Bildpunkten ist im

Hochformat eine vierte Iconreihe zu sehen. Auch im Querformat

zeigt das um über 600 Pixel schmalere Tablet mehr Content

an als das hochauflösende Nexus 7.

Für das 16:9-Format sollten Sie sich deshalb nur dann entscheiden,

wenn Sie das Tablet vorrangig als Flimmerkiste benutzen

oder gerne im Hochformat E-Books lesen. Beim Surfen,

E-Mail schreiben, für Social Networking, Bilder und viele

andere Aufgaben ist das 4:3-Format die bessere Wahl.

Abb. 2: Gmail-Editor auf dem Nexus 7 im 16:9-Format. Die Tastatur lässt

kaum Platz für den Text.

Android-user.de


Fokus

4:3 oder 16:9?

Abb. 3: Im iPad-Format zeigt der Play Store fünf Icons ganz und fünf

zur Hälfte an.

Die Entscheidung

für das 4:3-Format

beim iPad mini

war klar richtig.“

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32180

Und bei 10-Zoll-Tablets?

Der Unterschied fällt bei kleinen Tablets besonders

krass aus. Bei 10-Zöllern kommt ein

anderer DPI-Wert zum Einsatz, sodass Symbole

im Verhältnis zur verfügbaren Displayfläche

etwas kleiner sind. Sie erhalten also

beim Schreiben einer E-Mail im Querformat

deutlich mehr Platz für den Inhalt als auf

einem 7-Zoll-Tablet. Zudem bieten sich hier

für das Querformat alternative Tastaturen an,

um noch weniger Platz zu belegen, die aber

auf einem 7-Zoll-Tablet zu klein wären.

Auf 10-Zoll-Tablets fällt zudem der Unterschied

beim Browsen im Querformat weg.

Hier zeigen 7-Zoll-Geräte oft die mobile Version

einer Webseite an, obwohl man eigentlich

von den Pixeln her die Desktop-Variante

genießen könnte. Auf 10-Zöllern erscheint im

Querformat üblicherweise automatisch die

Desktop-Version einer Webseite, sodass der

Browser kaum Unterschiede zum Desktop-

PC anzeigt. Das hängt wie eingangs erwähnt

nicht mit der Auflösung, sondern mit der eingestellten

Density zusammen. Sie sehen also

unter Android ohne manuelle Änderung auf

Abb. 4: Das Nexus 7 zeigt trotz Breitformat auch nur fünf Icons in der Breite an,

die zweite Reihe ist nicht mehr zu sehen.

einem 10-Zoll-Tablet mit 1280 x 800 Pixeln

bei einigen Webseiten eine andere Ansicht

als auf einem 7-Zoll-Tablet mit der exakt gleichen

Auflösung. Die Abbildungen von der

Android-User-Webseite sind ein extremes

Beispiel, aber durchaus kein Einzelfall.

Fazit

Bei 10-Zoll-Tablets ist es mehr oder weniger

egal, ob Sie ein 4:3- oder ein 16:9-Gerät wählen.

Die Tablets länger in einer Hand zu halten,

ist nicht wirklich möglich, und selbst im

Querformat sehen Sie einen genügend großen

Bereich des Bildschirms. Hier gilt daher:

Nur wer viele Filme schaut, sollte das Breitbildformat

wählen. Bei 7-Zoll-Tablets besitzt

das 4:3-Format jedoch klare Vorteile gegenüber

dem Breitbild. Praktisch alle Apps kommen

besser zur Geltung und Sie sehen generell

mehr Inhalte auf dem Display, selbst

wenn die Auflösung „nur“ 1024 x 768 Bildpunkte

beträgt. Hier sollten Sie nur dann

zum 16:9-Format greifen, wenn Sie hauptsächlich

Filme schauen oder wenn das Tablet

unbedingt in die Tasche passen muss. ● ● ●

Abb. 5: Das alte Transformer-Tablet mit 1280 x 800 Pixeln zeigt die Homepage

von Android User in der Desktop-Ansicht an.

Abb. 6: So sieht die Android-User-Webseite auf dem aktuellen Nexus 7 mit

1920 x 1200 Pixeln im 16:9-Format aus.

36

April 2014

Android-User.de


Hardware

LG G Flex

Das LG G Flex im Test: Dieses Handy macht sich krumm

Wunderheiler

LG

Das erste gekrümmte Android-Smartphone von LG

bietet ein riesiges Display, eine extrem schnelle CPU,

lange Akkulaufzeiten und eine sich von Kratzern

heilende Rückseite. Doch nicht jedes Detail des

Bananen-Handys überzeugt. Christoph Langner

Testergebnis

★★★★★

gut

www.android-user.de

‚„Plusminus

‚ Flexibles Display

‚ Selbstheilende Rückseite

‚ Kamera-Performance

‚ Infrarotsender

‚ Gute Akkulaufzeit

„ Preis

„ Nur Android 4.2

„ Durchschnittliche

Displayauflösung

Warum? Warum ist die Banane

nur so krumm? Auf diese

Frage probiert Android User

keine Antwort zu geben, wir

erklären Ihnen aber gerne, warum das LG G

Flex krumm wie eine Banane auf dem Tisch

liegt! Doch die ungewöhnliche Bauform ist

nicht das einzige Highlight des Handys. Der

Prozessor geht mit Höchstgeschwindigkeit

zur Sache und mit seinem 6 Zoll großen Display

gehört es zu der Geräteklasse, die ein

Tablet durchaus vergessen macht.

LG tauft sein neustes Smartphone aus zwei

Gründen „Flex“: Zum einen ist das Handy

deutlich gekrümmt. Dadurch schmiegt es

sich beim Telefonieren besser ans Ohr,

zudem lässt es sich durch die Krümmung

einfacher bedienen, da das Display beim Wischen

nach oben oder unten dem Finger entgegenkommt.

Zum anderen ist das Handy

flexibel. Es lässt sich trotz seiner Krümmung

komplett flach auf den Tisch drücken.

Krumm wie eine Banane

Beim Gehäuse verzichtet LG – abseits der

Krümmung – auf den ersten Blick auf Spektakuläres.

Wie auch schon beim LG G2 dominieren

Kunststoffe das solide verarbeitete

Gerät. Ebenso müssen Sie auch beim G Flex

mit der Lautstärkewippe und dem An/​Aus-

Button auf der Rückseite vorliebnehmen.

Gut, dass sich das G Flex per Doppeltipp auf

das Display wecken lässt. Dank des kleinen

Rahmens rund um das Display, ist das Handy

aber nicht größer als es sein müsste. Nutzer

mit kleineren Händen können dennoch das

Handy kaum mit einer Hand bedienen.

Bei der Rückseite hat sich LG jedoch etwas

Besonderes einfallen lassen. Sie ist mit einem

speziellen Lack versehen, der kleine Kratzer

Abb. 1: Kratzer verunstalten die Rückseite des unseres LG G Flex.

Abb. 2: Der selbstheilende Lack schafft es, den oberen Kratzer zu glätten.

38

April 2014

Android-User.de


Hardware

LG G Flex

innerhalb von wenigen Minuten wieder glättet.

In unserem Test verschwanden feine

Kratzer in der Tat, größere blieben jedoch

auch noch nach Tagen sichtbar.

Schneller geht es nicht

Der im LG G Flex verbaute Snapdragon 800

ist zwar nicht neu und entspricht von seinen

technischen Daten her exakt dem im LG G2

verbauten Typ, eine schnellere CPU lässt sich

jedoch noch nicht auftreiben. Das zeigen

auch die Benchmark-Ergebnisse: Mit über

36.000 Punkten im AnTuTu-Leistungstest

toppt das Flex die gesamte Konkurrenz.

Auch beim Datenfunk gibt sich das LG G

Flex keine Blöße. Mit einem entsprechenden

Tarif, surfen Sie mit dem Gerät im LTE-Netz

mit über 20 Mbit/​s. Dank des großen Akkus

mit einer Kapazität von 3500 mAh müssen

Sie sich dabei nicht beeilen. In unserem Akkutest

wies das Handy nach Abspielen eines

2,5 Stunden langen Blockbusters in Full-HD-

Qualität noch eine Akkuladung von knapp

75 Prozent auf – ein sehr guter Wert.

Bei der Auflösung gespart

Trotz seiner Dimensionen ist das Display des

LG G Flex kein Auflösungswunder. Bei 6 Zoll

würden wir uns mehr als 1280 x 720 Pixel erwarten,

besonders weil die Konkurrenz von

Samsung mit dem Round bereits gezeigt hat,

dass sich Full-HD, OLED und ein gekrümmtes

Display nicht widersprechen müssen.

Die geringe Auflösung merken Sie weniger

bei Apps oder beim Betrachten von Bildern

und Filmen, sondern am ehesten beim Lesen

von Webseiten im Browser, wenn man etwas

aus der Seite herauszoomt. Kleine Schriften

sind schnell kaum mehr lesbar.

Bei Helligkeit und Blickwinkelstabilität

weiß das LG-Gerät jedoch wieder zu überzeugen.

Aufgrund der Biegsamkeit des Geräts

musste LG jedoch auf ein besonders gehärtetes

Displayglas verzichten.

Auch bei der Kamera greift LG in die Bauteilekiste

des LG G2. Wie beim G2 arbeitet

die Hauptkamera mit 13 Megapixeln und bietet

per Software interessante Features wie

eine Bild-in-Bild-Funktion oder einen Time-

Catch-Modus. Die Bildqualität ist so, wie

man sie von einem Top-Gerät erwartet.

Seite schieben, sodass das Gerät auch einhändig

bedienbar ist. Auch die schon von anderen

LG-Geräten bekannten Q-Slide-Apps,

die sich über allen Apps im Vordergrund halten,

finden Sie auch beim Flex wieder.

Auch bei vorinstallierten Apps hält sich LG

angenehm zurück. Neben Browser, E-Mail-

Client, Kalender, den Google-Apps und einer

Reihe von eigenständigen LG-Beigaben ergänzt

LG die Auswahl nur mit wenigen

„Bloatware“-Apps, die sich jedoch deinstallieren

lassen. Von den 32 GByte Speicher

bleiben direkt nach der Inbetriebnahme 24

GByte frei für die Daten des Users.

Fazit

Scheuen Sie vor der Größe nicht zurück,

dann bekommen Sie mit dem LG G Flex ein

schnelles und hochwertiges Gerät – zu einem

stolzen Preis. Der aktuelle Kaufpreis des LG

G Flex beträgt mehr als das Doppelte der

16-GByte-Version, des bis auf das Display

ebenbürtig ausgestatteten LG G2. Im Vergleich

zum 32-GByte-LG-G2 müssen Sie immerhin

noch mehr als 250 Euro drauflegen.

Unser Tipp lautet daher: Es darf auch mal

ein bisschen weniger sein. Die 0,8 Zoll mehr

Bildschirmdiagonale des LG G Flex rechtfertigen

nicht den saftigen Aufpreis gegenüber

einem „nur“ 5,2 Zoll großen LG G2 mit deutlich

besserem Full-HD-Display. Für das gesparte

Geld bekommen Sie ein „richtiges“ Tablet,

auf dem das Filme schauen gleich doppelt

so viel Spaß macht.

● ● ●

LG G Flex

Abb. 3: LG hält sich mit tiefgreifenden

Anpassungen der Android-

Oberfläche zurück.

Kerndaten

Hersteller

LG

Formfaktor

6-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280 x 720 Pixel

Prozessor 2,23 GHz, Quad-Core, Qualcomm Snapdragon 800

Speicher

32 GByte

Kamera (Front/​Haupt)

2,1 MP / 13 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

3500 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 43d (UMTS) bzw. 28d (LTE)/​20,5h

Gewicht

177 Gramm

Preis (Internet)

738 Euro

Android 4.2 mit Anpassungen

Beim System setzt LG auf ein nur sachte angepasstes,

aber etwas ins Alter gekommenes

Android 4.2. LG integriert vor allen Dingen

Anpassungen, die besonders auf einem großen

Display Sinn machen. So können Sie die

Tastatur und/​oder die virtuellen Buttons zur

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 33686

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo (HTML5/​Metal)

Android-User-Bewertung

36612 Punkte

2963/​1238 Punkte

4,3 Punkte

Android-user.de April 2014 39


Hardware

LG G Pro Lite

LG G Pro Lite Dual im Test

Pro oder

Lite?

LG

Wer für ein Produkt

gleichzeitig die

Bezeichnung „Pro“ und

„Lite“ vergibt, versteht

entweder sehr wenig

von Marketing oder will

den Käufer absichtlich

irreführen. Lesen Sie

hier, was davon auf das

G Pro Lite Dual zutrifft.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ FM-Radio, Infrarotsender

‚ Stift, Dual-SIM

„ Display

„ Verarbeitung

Mit dem Nexus 4/​5, dem G Pro

und dem G2 hat uns LG gezeigt,

dass man sich durchaus auf die

Produktion von Top-Handys versteht

und nicht nur im Mittelfeld mit attraktiven

Preisen oder guter Ausstattung mithalten

kann. Mit dem G Pro Lite Dual eröffnet LG

einen neuen Markt: günstigste Hardware

kombiniert mit einem Mittelklasse-Preis und

dem kompletten LG-Softwareangebot.

Die Hardware

Auf den ersten Blick ist das G Pro Lite Dual

ein abgespecktes G Pro mit Dual-SIM-Support.

Doch wie stark LG hier gespart hat und

welche Dinge man übernommen hat, zeigt

sich erst beim zweiten Blick. So verfügt auch

das G Pro Lite Dual über einen IR-Sender und

einen äußerst fetten Akku, dafür wurde beim

Display und der Verarbeitung gespart. Neben

dem zweiten SIM-Slot hat LG dem rund 300

Euro teuren Handy auch einen Stift verpasst.

Zudem gibt es neben der Lautstärkewippe

und dem Einschaltbutton noch einen speziellen

Hotkey links über der

Lautstärketaste. Dieser

dient in der Grundeinstellung

dazu, Quick Memo

zu starten. Er lässt sich

aber auch auf jede beliebige

App umpolen.

Eine Besonderheit des G

Pro Lite Dual ist die vierte

Sensortaste neben dem

Zurück-Button, der Home-

Taste und dem Menü-Button.

Hier finden Sie eine

spezielle Taste für die SIM-

Einstellungen. Sobald zwei

SIM-Karten eingelegt sind,

wechseln Sie mit dem Button

zwischen den beiden

Karten hin und her. Halten

Sie ihn länger gedrückt,

dann landen Sie in den

Abb. 1: Das G Pro Lite Dual ist ein

waschechtes LG-Smartphone mit

der typischen Optimus UI.

SIM-Einstellungen. Die Telefon-App zeigt

stets an, mit welcher SIM man telefoniert

und die aktive Karte ist in der Notification

Bar jeweils mit einem Rahmen markiert.

Die Software

Die vorinstallierten Apps gehören ohne Zweifel

zu den Pluspunkten des LG-Smartphones.

Dank IR-Sender und der entsprechenden App

lässt sich das G Pro Lite Dual als Universalfernbedienung

einsetzen. Der Gästemodus

erlaubt es, einen zweiten Account – zum Beispiel

für Kinder – einzurichten. Via Knock-on

wecken Sie das Handy durch doppeltes Antippen

des Displays auf (die Funktion muss

unter Einstellungen | Display zuerst aktiviert

werden) und über die Quick-Memo-App und

den integrierten Stift legen Sie im Handumdrehen

Notizen zu bestimmten

Screens an.

Doch auch hier zeigt sich,

dass man als Nutzer des Pro

Lite Dual zahlreiche Kompromisse

eingehen muss. So belegen

die vorinstallierten

Apps über 3 GByte der mitgelieferten

8 GByte, sodass für

die eigenen Daten nur noch

rund 4,7 GByte Speicherplatz

zur Verfügung steht. Auch

glänzen die vorinstallierten

Apps nicht gerade mit Stift-

Support. Die Notiz-App lässt

sich zum Beispiel nur über

die Tastatur bedienen und ein

Zeichenblock fehlt komplett.

Last but not least ist auch die

Handschriftenerkennung alles

andere als brauchbar: Ein

40

April 2014

Android-User.de


Hardware

LG G Pro Lite

kleines „i“ oder ein großes

„T“ zu schreiben, ist unmöglich,

da die Tastatur den i-

Punkt und den zweiten Strich

beim T stets als neues Zeichen

„erkennt“. Der Stift ist

also lediglich ein nettes Addon

und kommt in keiner

Weise an die Stiftmöglichkeiten

eines Galaxy Note heran.

Pro oder Lite?

Bedenkt man, dass im G Lite

Pro ein Akku mit 3140 mAh

Leistung verbaut ist, dann

fällt die Akkulaufzeit bescheiden

aus. Klar liegen zwei

Tage problemlos drin, aber es

hätten auch spielend drei

Tage sein dürfen. Das liegt

unter anderem an dem verbauten

MediaTek-Prozessor,

der im Gegensatz zu den stromsparenden

neueren MeditaTek-SoCs nicht auf einem

sparsamen Cortex A9 oder gar A15 basiert,

sondern noch den alten Cortex A7 als Kern

nutzt (Dual-Core, 1 GHz). Die Dual-Core-

CPU sorgt denn auch für recht ernüchternde

Benchmark-Resultate, die auf dem Level der

Topmodelle von vor zwei Jahren liegen.

Das Display ist für den gebotenen DPI-

Wert (190 ppi) vergleichsweise stark. Klar

sieht man jedes einzelne Pixel, wenn man

etwas genauer hinschaut. Aber im täglichen

Gebrauch fällt es nicht auf, dass der 5,5-Zoll-

Screen lediglich 540 x 960 Bildpunkte darstellt.

Auch Blickwinkel und Helligkeit sind

ausreichend. Ganz und gar nicht von der

Pro-Seite zeigt sich dagegen im Test die verbaute

8-Megapixel-Kamera. Sie gehört in die

unterste Kategorie und schießt unscharfe Bilder

mit extrem viel Rauschen, wie wir es nur

von den allergünstigsten Modellen aus China

gewohnt sind. Als Kamerahandy scheidet das

G Pro Lite Dual definitiv aus. Einen sehr billigen

Eindruck hinterlässt auch das mitgelieferte

Headset. Hier hätte LG besser auf den

Aufdruck des LG-Logos verzichtet.

Fazit

Sie suchen ein solides Smartphone mit Dual-

SIM-Support und großem Bildschirm, die

CPU-Leistung und die verbaute Kamera sind

Ihnen dabei egal? Dann sind Sie beim LG G

Pro Lite Dual richtig. Das Handy ist ein Arbeitspferd,

kein Technikwunder. Können Sie

auf den zweiten SIM-Kartenslot verzichten,

sind aber LG-Fan, dann holen Sie sich besser

das echte G Pro für aktuell rund 380 Euro.

Abb. 2: Praktisch: Der Wechsel der

aktiven SIM-Karte erfolgt über den

vierten Sensor-Button.

Hier bekommen Sie ein echtes Rennpferd,

das auch über eine sehr gute Kamera verfügt.

Sind Ihnen Stift und Infrarotsensor egal,

dann gibt es bessere Dual-SIM-Smartphones

unter 300 Euro. Zum Beispiel das Wiko Cink

Peax 2 oder das Zopo C2 mit Full-HD-Display.

Generell passt aber das Preis-Leistungs-

Verhältnis des G Pro Lite Dual, lediglich der

Name ist etwas irreführend: Denn mit dem G

Pro hat das Smartphone wirklich nichts gemeinsam

außer der Displaydiagonale. Zudem

ist Android 4.1 definitiv veraltet.

● ● ●

LG G Pro Lite Dual

Abb. 3: Die vorinstallierte Backup-

App ist brauchbar, sofern man die

MicroSD dann auch sichert.

Abb. 4: Mit dem Stift zu schreiben,

ist praktisch unmöglich. Er eignet

sich nur für Notizen.

Kerndaten

Hersteller

LG

Formfaktor

5,5-Zoll-Tablet/​Smartphone

Auflösung

540 x 960 Pixel

Prozessor

1 GHz, Dual-Core, MediaTek MT6577

Speicher

8 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt)

1,3 MP / 8 MP

Android-Version Android 4.1.2

Akku

3140 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

800 h/​14 h

Gewicht

161 Gramm

Preis (Internet)

290 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 33799

Performance

AnTuTu-Benchmark 8435

Vellamo (HTML5/​Metal)

1722/​395 Punkte

Android-User-Bewertung

3,8 Punkte

Android-user.de April 2014 41


Huawei

Hardware

Huawei G740 mit LTE

Im Test: Huawei Ascend G740

LTE-Barren

Huawei kennt man hierzulande

in erster Linie

als Hersteller für günstige

Smartphones mit

einer guten Akkulaufzeit.

In diese Kategorie

gehört ebenso das

G740, das als kleines

Extra auch über LTE-Support

verfügt.

Marcel Hilzinger

Auf den ersten Blick ist das Ascend

G740 von Huawei ein absolut unspektakuläres

Handy. Es besitzt

eine neutrale Form, ist weder besonders

flach noch besonders dick und wäre

da nicht der Huawei-Schriftzug auf der Front,

könnte man es genauso gut für ein Sony-, ein

Samsung- oder ein LG-Smartphone halten.

Auf den zweiten Blick sind jedoch ein paar

spezielle Designelemente zu erkennen. So

befinden sich der Einschalt-Button, die Lautstärkewippe

aus Metall, der USB-Anschluss

und die 3,5mm-Buchse leicht links. Den

Grund dafür verrät das Innenleben. Huawei

hat hier einen rund 7cm langen und 3 cm

breiten Akku verbaut. Das technische Innenleben

befindet sich also auf den verbleibenden

rund 2 cm seitlich davon.

Abgesehen davon gibt es zur Software

und zur Hardware nicht viel mehr

zu sagen, als dass die Leistung und die

Verarbeitung des Smartphones absolut

in Ordnung sind. Die Emotion UI (Version

1.5) unterscheidet sich nicht von

anderen Huawei-Smartphones und die

auf dem Qualcomm Snapdragon S4 Pro

basierende Hardware arbeitet auch tadellos.

Verschrieben hat sich Huawei bei den

Daten zur Akkulaufzeit: Ein rund 35 Minuten

lang dauerndes Testgespräch verbrauchte

weniger als fünf Prozent der Akkuleistung.

Das G740 hält also mit Sicherheit

deutlich länger durch, als lediglich die vom

Hersteller angegebenen 3 Stunden.

Zu den vorinstallierten Anwendungen gehören

Facebook, Twitter und auch der Cloud-

Dienst Bitcasa. Von Huawei selbst sind wie

gewohnt eine Stromspar-Anwendung, ein

Dateimanager und ein Backup-Tool mit an

Bord. Die vorinstallierten Anwendungen und

das System lassen von dem 8 GByte großen

internen Speicher des Geräts noch ungefähr

5,7 GByte frei.

Als Besonderheit gibt es in den Einstellungen

einen Handschuh-Modus (Glove-Modus).

Damit stellen Sie den Touchscreen sensibler

ein, sodass er sich auch mit Handschuhen

bedienen lässt. Zudem können Sie die

‚„Plusminus

‚ Akkulaufzeit

‚ Preisleistung

‚ Display, FM-Radio

Android 4.1.2

„ Gesprächsqualität

„ Sensortastenbeleuchtung

42

April 2014

Android-User.de


Hardware

Huawei G740 mit LTE

Quicksettings in der Benachrichtigungsleiste

nach

Wunsch anpassen.

Schwächen

Die verbaute 8-Megapixel-Kamera

ist für Huawei-Verhältnisse

nicht schlecht, gehört

aber definitiv nicht in die Kategorie

der besten Smartphone-Kameras.

Nicht zufrieden

waren wir beim G740 mit

der Gesprächsqualität. Es war

bei den meisten Gesprächen

ein klares Rauschen zu hören

und obwohl wir das Gegenüber

recht deutlich hörten,

mussten wir relativ laut sprechen,

um gut verstanden zu

werden. Nicht gut gelöst finden

wir auch die Sensortasten.

Die Beleuchtung geht zu

schnell aus, sodass man nie weiß, ob man

nun auf den Menübutton oder den Zurück-

Button (links) tippt. Das ist aber mehr ein

Problem, wenn man von einem anderen

Handy herkommt, das die Buttons andersherum

angeordnet hat. Inakzeptabel finden wir

auch die vorinstallierte Android-Version, die

das Gerät mitbringt: 4.1.2 ist schlicht nicht

mehr zeitgemäß, zumal es auch Exploits

gibt, die eine bekannte Schwachstelle im Android-Browser

ausnutzen.

Lohnt LTE überhaupt?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten.

Bei unseren Tests über das Vodafone-Netz

in der Münchner City konnten wir

die Möglichkeiten der LTE-Geschwindigkeit

nur am späten Abend und in wenig bewohnten

Gebieten ausnutzen. Hier erreichten wir

mit Ookla Speedtest Spitzenresultate von

knapp 30 Mbps. Generell lagen die Werte

aber eher zwischen 8 und 11 Mbps. Diese

Raten erreichen Sie auch mit einem schnellen

HSPA+-Handy. Sind Sie auf einen möglichst

guten Upload angewiesen, dann lohnt

sich ein Vertrag und ein Handy mit LTE.

Denn nur so kommen Sie an Upload-Raten

von 5 bis 6 Mbps oder höher heran. Das LTE-

Modem im G740 ist in jedem Fall top und

hält mit anderen Smartphones mit. Zudem

stellten wir keinen Akkusaugeffekt beim

Wechsel zwischen 2G/​3G und 4G fest.

Fazit

Unter dem Strich bleibt das Huawei G740 der

„Gold“-Linie treu. Es ist ein Business-Smartphone

mit einer guten Akkulaufzeit, einem

Abb. 1: Die 35 Minuten Gesprächszeit

sind dem Akku des Geräts

kaum anzumerken.

Abb. 2: Die vom Handy gemachten

Schätzungen pendeln sich

nach einer Zeit recht gut ein.

edlen Design und einem schönen Display.

Wenn Sie ein gutes LTE-Smartphone suchen,

dafür aber keine 300 Euro ausgeben möchten

und Ihnen das veraltete Android-betriebssystem

nichts ausmacht, dann holen Sie sich

das Huawei-Smartphone. Ein Update auf Android

4.2 oder 4.3 sollte Huawei für das

Gerät aber noch dringend nachliefern, da für

Android 4.1 schlicht zu viele Sicherheitslücken

bekannt sind. Spielt LTE keine Rolle,

dann gibt es zum gleichen Preis aber viele

Smartphones die besser sind.

● ● ●

Huawei Ascend G740

Abb. 3: Ein LTE-Spitzenresultat

gelang uns erst nach 23 Uhr, als

die meisten Nutzer schliefen.

Kerndaten

Hersteller

Huawei

Formfaktor

5-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280 x 720 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Quad-Core, Qualcomm MSM8930

Speicher

8 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt)

1 MP / 8 MP

Android-Version Android 4.1.2

Akku

2400 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 500 h/​8 h

Gewicht

155 Gramm

Preis (Internet)

275 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 33863

Performance

AnTuTu-Benchmark 13878

Vellamo (HTML5/​Metal) 2134/​510 Punkte

Android-User-Bewertung 3,5 Punkte

Android-user.de April 2014 43


Hardware

Wiko Barry

Kurztest: Wiko Barry mit Dual-SIM

Barry

Wiko macht Dampf und

bringt ein Dual-SIM-

Smartphone nach dem

anderen auf den deutschen

Markt. Wir haben

uns das Barry angeschaut.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Preis

‚ Radio

‚ Dual-SIM

„ Display

„ 4-GByte-Speicher

Mit dem Wiko Barry

liefern die Franzosen

ein schlichtes

5-Zoll-Smartphone

mit Dual-Core-Prozessor

und Android 4.2 zum

Schnäppchenpreis von 129

Euro. Wie bei allen anderen

Wiko-Modellen finden Sie

auch im Barry zwei Slots für

eine SIM-Karte. Damit können

Sie zum Beispiel über Alditalk

telefonieren und über Vodafone

surfen. Mit seinem recht

niedrig auflösenden 5-Zoll-

Display ist das Wiko Barry zwar kein echter

Hingucker, aber die gewählten Farben und

die Verpackung zielen ganz klar auf eine

junge Zielgruppe. Als Alleinstellungsmerkmal

ist uns der dünne glänzende Rahmen

des Geräts aufgefallen, der dem Barry in Metalloptik

das gewisse Etwas verleiht.

Neue Tastatur und Gesten

Die grafische Oberfläche des Handys unterscheidet

sich nicht wirklich von anderen

Wiko-Smartphones und von Stock Android.

Die zentralen Apps (Telefon, Adressbuch,

SMS) hat Wiko durch eigene ersetzt und zum

Abb. 1: Das Wiko Barry kommt von

Haus aus mit dem TouchPal-Keyboard

als Standardtastatur.

ersten Mal kommt nun auch eine alternative

Tastatur zum Einsatz. Beim Wiko Berry nutzen

Sie TouchPal-Keyboard mit Wischgesten.

In den Einstellungen hat das Wiko Berry ein

Gesten-Menü integriert. Ein Umdrehen des

Handys schaltet es stumm, entsperren können

Sie es, indem Sie damit kurz in der Luft

herumfuchteln. Die zentralen Apps wie

Google Play Store, Maps und Gmail sind bereits

vorinstalliert.

Damit der Preis stimmt…

Verzichten müssen Sie beim Barry auf ordentlichen

Sound aus den Boxen. Die Lautsprecher

sind nicht gerade

toll und der verbaute Audiochip

gehört eher zu den

schwächeren. Die Kamera

ist zwar für den Preis nicht

schlecht, kommt aber

nicht an die wirklich tolle

Kamera des Wiko Cink

Peax 2 heran. Für gute Bilder

ist das Barry nicht der

optimale Kandidat.

Wiko hat dem Barry

zwar ein IPS-Display spendiert,

der Touchscreen löst

aber nur mit schwachen

854 x 480 Bildpunkten auf

und könnte etwas heller

sein. Wer mit dem Handy

Abb. 2: Die zentralen Android-Apps

wie Telefon, SMS und Kontakte hat

Wiko durch eigene Apps ersetzt.

gerne spielt, dürfte durch

den internen Speicher mit

4 GByte recht schnell auf

Wiko

Testergebnis

★★★★★

gut

www.android-user.de

44

April 2014

Android-User.de


Hardware

Wiko Barry

Probleme stoßen. Das Wiko Barry hat zwar

einen MicroSD-Kartenslot, aber längst nicht

alle Apps lassen sich auslagern. Sie müssen

auch auf ein paar Sensoren wie Gyroskop

oder Magnetometer verzichten. Wer gerne

actionlastige Spiele wie Riptide GP spielt,

wird diese vermissen. Wiko gibt die Gesprächszeit

mit 14 Stunden an. Diesen Wert

halten wir doch für etwas überzogen, acht

bis zehn Stunden sollten bei einer halbwegs

guten Netzabdeckung aber drin sein. Die Akkulaufzeit

des MediaTek-SoC ist sehr gut und

Sie sollten damit über den Tag kommen.

Fazit

Mit dem Barry ist Wiko nach dem Cink Peax

2 erneut ein klasse Dual-SIM-Smartphone zu

einem sehr günstigen Preis gelungen. Mögen

Sie das 5-Zoll-Format und stellen keine besonderen

Anforderungen an ein Smartphone,

dann ist das Wiko Barry eine gute Wahl.

Geht es auch etwas kleiner, dann empfehlen

wir hingegen das Cink Peax 2 zum gleichen

Preis, da es über die bessere Kamera und das

höher auflösende Display verfügt. Für das

sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben

unterm Strich aber dennoch 4,0 Punkte. ● ● ●

Wiko Barry

Kerndaten

Hersteller

Wiko

Formfaktor

5-Zoll-Smartphone

Auflösung

854 x 480 Pixel

Prozessor

1,3 GHz, Dual-Core, MediaTek MT6572

Speicher

4 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt)

1,2 MP / 5 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

2000 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

440 h / 14h

Gewicht

155 Gramm

Preis (Internet)

129 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 33948

Performance

AnTuTu-Benchmark 10533

Vellamo (HTML5/​Metal)

1607/​393 Punkte

Android-User-Bewertung

4,0 Punkte


Hardware

Misfit Shine

Misfit Shine im ausführlichen Praxistest

Sport &

Schlaf

Misfit

Shine von Misfit Wearables

misst wie oft Sie

sich bewegen und wie

gut Sie schlafen. Im

Unterschied zur Konkurrenz

tut die kleine Aluscheibe

dies über mehrere

Monate hinweg.

Wir haben das Sportund

Spielgerät über

zwei Monate lang

getestet.

Marcel Hilzinger

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31959

Sportstracker liegen klar im Trend.

Während sich die meisten Armbänder

eher an reine Sportfanatiker

oder Gesundheitsfreaks richten,

zielt Misfit Shine auf die Zielgruppe der

Designfreunde ab. Kein Wunder also, dass es

die Scheibe zunächst nur für die Nutzung

mit einem iOS-Gerät gab. Seit Anfang 2014

gibt es auch eine Android-App, die wir mit

dem Shine zusammen getestet haben.

Erste Inbetriebnahme

Das Shine [LINK 1] kommt in einer recht unscheinbaren

Verpackung daher. Außer einer

Kurzanleitung im IKEA-Stil und den praktisch

unlesbaren in Grau auf Schwarz gedruckten

Nutzerinformationen liegt dem

Shine keinerlei Dokumentation bei. Sie müssen

also wissen, was zu tun ist und dabei

etwas handwerkliches Geschick beweisen.

Als zweite Voraussetzung brauchen Sie ein

Android-Smartphone mit Bluetooth-4.0-LE-

Support. Misfit Shine funktioniert nur mit

Bluetooth-Low-Energy-Geräten. Schließlich

benötigen Sie noch die Misfit-Shine-App

aus dem Play

Store [LINK 1]. Nun müssen

Sie den kleinen Tracker mit

dem Handy über die App

verlinken. Dieser Vorgang

dauert ein paar Sekunden.

Die Android-App

Die gesammelten Daten

speichert Misfit in der

Cloud. Wenn Sie die Shine-

App also auf einem zweiten

Handy oder einem Tablet

ohne Bluetooth-Support installieren,

dann können Sie

dort Ihre Trainingserfolge

einsehen und auch die

Ziele anpassen, aber keinen

Sync-Vorgang starten. Nach

dem Login müssen Sie Ihr

Abb. 1: Die Android-App bleibt hinter

den Fähigkeiten der iOS-Version

zurück, Basics sind aber vorhanden.

Körpergewicht, Ihre Größe und Ihr Geburtsdatum

angeben.

Nachdem Setup sehen Sie das Hauptfenster

der App mit Ihrem ersten Trainingsresultat.

Je nachdem, welches „Goal Level“ Sie

angegeben haben, beträgt das Ziel nur ein

paar Hundert oder ein paar Tausend Punkte.

Den Fortschritt können Sie auch direkt auf

dem Shine ablesen: Wenn Sie es doppelt antippen,

erscheint vor der Uhrzeit der aktuelle

Fortschritt. Haben Sie Ihr Ziel erreicht, dann

blinken alle LEDs in einer Kreisbewegung.

Um die neuesten Werte des Armbands auf

das Handy zu laden, tippen Sie das Icon

oben rechts neben dem Kontextmenü an.

Während des Abgleichs drehen sich zwei

LEDs auf dem Shine im Kreis, anschließend

sehen Sie das Resultat auf dem Handy. Dabei

werden die Daten zuerst in die Cloud hochgeladen

und anschließend die App aktualisiert.

Nach ein paar Updates im Januar funktioniert

dieser Vorgang seit Februar zuverlässig,

wenn auch nicht besonders schnell. Die

gesammelten Daten sind präzise.

Fazit

Das Shine ist mehr als nur

eine Alternative zum Jawbone

Up oder zu anderen

Aktivitätsmonitoren. Es

verfügt über die mit Abstand

längste Akkulaufzeit

und ist als einziges Gerät

auch wirklich wasserdicht.

Die Android-App erfüllt die

grundlegenden Funktionen,

im Vergleich zur iOS-App

fällt der Umfang aber sehr

sparsam aus. Zum aktuellen

Preis von 119 Euro ist

das Misfit Shine eine Kaufempfehlung

wert, die Dokumentation

muss der Hersteller

aber unbedingt verbessern.

● ● ●

46

April 2014

Android-User.de


Hardware

Cat Firefly

Im Test: Cat Firefly 7,9 HW1

Feuerfliege

Cat Sound

Was kann man von einem Tablet für 150 Euro erwarten? Ganz

schön viel, meint Cat Sound und bietet ein 7,9-Zoll-Tablet mit

tollem Display. Doch die Tücken liegen wie so oft im Detail,

wie unser Testbericht zeigt. Marcel Hilzinger

Denis Barbulat, 123RF

‚„Plusminus

‚ Verarbeitung

‚ Preis

‚ Mehrfenstermodus

„ Kopfhörer/​Audioausgabe

„ Akkulaufzeit

Der Formfaktor ist entscheidend,

nicht die Größe. Zumindest wenn

man Apple glaubt, dann besitzt

das 4:3-Format bei den Tablets

große Vorteile gegenüber den klassischen

Android-Tablets im 16:9-Format. Das sehen

auch einige Android-Hersteller so und bescheren

uns Tablets im iPad-(mini)-Format.

Zu diesen gehört auch das Cat Firefly von

Cat Sound.

Der erste Eindruck

Das Cat Firefly macht bereits beim Auspacken

einen sehr positiven Eindruck: In der

rund 30 x 30 cm großen und 5 cm hohen Verpackung

befinden sich fünf massive Kartonschachteln,

die sauber beschriftet und verpackt

sind. Apple lässt grüßen. Neben dem

Tablet und dem USB-Ladegerät liefert Cat

Sound ein separates USB-Kabel, einen USB-

OTG-Adapter und ein HDMI-Kabel mit. Die

optische Crème bilden die schwarzen In-Ear-

Kopfhörer in einer speziellen Metalledition

mit SuperBass. Leider hält dieser positive

Eindruck bei den Kopfhörern nicht lange an:

Der rechte und der linke Kanal sind unterschiedlich

laut und über den Kopfhörerausgang

ist ein deutliches Rauschen zu hören.

Die Headphones sind also mehr etwas fürs

Auge als für die Ohren.

Abgesehen davon hält der positive Eindruck

auch bei der Verarbeitung und den

verfügbaren Anschlüssen an. Der blaue Powerbutton

hebt sich angenehm vom üblichen

schwarzen Einheitsbrei ab. So muss man

nicht wie zum Beispiel beim Nexus 7 lange

nach der richtigen Ecke suchen. Mit Micro-

HDMI, einem MicroSD-Kartenslot und Full-

HD-Support steht dem TV-Abend über das

Cat-Tablet praktisch nichts im Weg. Auch ans

Aufladen via Micro-USB-Buchse hat Cat

Sound gedacht. Ein separates Ladegerät ist

also nicht nötig (und im Basispreis von 149

Euro auch nicht enthalten). Etwas ungewohnt

ist einzig, dass sich der USB-Port

ebenfalls an der Geräteoberseite befindet.

Das Tablet zum Laden in ein Dock zu stecken

ist somit nicht möglich, weil Sie dann nicht

mehr an den Powerbutton und die Lautstärkewippe

herankommen.

Solide Software

Der recht gute Eindruck hält auch beim vorinstallierten

Android-4.2-System an. Es reagiert

recht flott auf Eingaben und auch

wenn sich die grafische Oberfläche ab und

zu einen Ruckler erlaubt, bietet die verbaute

Mali-400-GPU mehr als genügend Power für

sämtliche Aufgaben. Die grafische Oberfläche

entspricht weitgehend der Open-Source-

Version von Android. Als Zugabe gibt es lediglich

die zentralen Google-Apps, einen Dateimanager,

einen Videoplayer und einen

Soundrecorder. Nicht schlau wurden wir aus

der zusätzlich vorinstallierten Such-App, die

aussieht wie Google Suche, aber keine

Google Suche ist, und aus der WiFiDisplay-

App, die lediglich ein Frontend für Miracast-

Verbindungen ist.

Eine solide Leistung attestieren dem Firefly

auch unsere Standard-Benchmarks AnTuTu

und Vellamo. Beim AnTuTu-Test bringt es das

Cat-Tablet auf rund 20.000 Zähler, beim

HTML-5-Benchmark von Vellamo reicht es

48

April 2014

Android-User.de


Hardware

Cat Firefly

für 2116 Punkte. Auch aufwendige

3D-Spiele bringen

das Tablet dank 2 GByte RAM

nicht ins Schwitzen. Dank 16

GByte internem Speicher

müssen Sie zudem nicht

gleich nach dem Kauf eine

MicroSD-Karte einlegen, der

Speicherplatz dürfte für eine

Weile ausreichen.

Eine Software-Besonderheit

des Cat Firefly ist der Mehrfenstermodus,

in dem sich bis

zu vier Apps den Screen teilen.

Sie schalten den Modus

in den Android-Einstellungen

ein. Anschließend erscheint

ein runder Button als Floating Widget am

rechten Rand. Über diesen Button wechseln

Sie zwischen dem Zweifenster- und dem

Vierfenstermodus. Die für den Multiwindow-

Modus geeigneten fünf Apps finden Sie

durch Herabziehen der Notification Bar.

Schwachstellen

Die zwei im Tablet verbauten Kameras können

Sie praktisch vergessen. Klar eignet sich

die Frontkamera für einen kurzen Videochat,

mehr liegt aber definitiv nicht drin. Das gilt

auch für die 5-Megapixel-Hauptkamera auf

der Rückseite. Allein schon die Blendenöffnung

ist für eine 5-Megapixel-Kamera ein

Witz. Wie üblich stecken hinter den zwei

Aussparungen für den Lautsprecher keine

Stereoboxen, sondern lediglich ein etwas blecherner

Mono-Lautsprecher.

Recht enttäuscht waren wir auch von der

Akkulaufzeit des Tablets. Das Firefly trennt

in der Grundeinstellung die Verbindung zum

WiFi, sobald Sie das Tablet ausmachen. Und

selbst mit dieser Einstellung hält es kaum

zwei Tage durch. Unter Last reicht die Akkulaufzeit

für maximal fünf bis sechs Stunden.

Verzichtet hat Cat beim Firefly auf ein GPS-

Modul, dafür ist Bluetooth mit an Bord.

Abb. 1: Der Mehrfenstermodus des

Cat Firefly ist wirklich praktisch. Nur

den Rechner haben wir vermisst.

Qual der Wahl

Das Firefly gibt es in drei Versionen, die sich

im Lieferumfang und beim Servicepaket unterscheiden:

Bronze, Silber und Gold. Das

Bronze-Tablet kostet 149 Euro und enthält

nur das Tablet selbst und ein USB-Kabel. Die

Silber- und Gold-Pakete sind in puncto Ausstattung

identisch, Sie bekommen aber für

199 Euro (Silber) bzw. 259 Euro (Gold) ein

umfassendes Servicepaket mit Gratisaustausch

von Zubehörartikeln, bis zu 36 Monaten

Support und Rabatten auf das komplette

Cat-Sound-Sortiment. Wer auf die Servicepakete

verzichten kann, holt sich am besten die

Bronze-Version von der Cat-Webseite.

Fazit

Das Cat Firefly ist ein typisches Android-Tablet

im iPad-mini-Format. Das Tablet trumpft

mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis

und dem gelungenen Mehrfenstermodus auf,

dafür müssen Sie bei einigen Hardwarekomponenten

und beim Akku Abstriche in Kauf

nehmen. Das Display ist top, die Soundqualität

mangelhaft. Das Firefly von Cat bietet

sich somit in erster Linie als Arbeitspferd

zum Lesen, Browsen und E-Mail-Schreiben

an, Multimedia-Fans empfehlen wir hingegen

ein Tablet im 16:9-Format und mit einem

besseren Audio-Chipsatz.

● ● ●

Cat Firefly 7,9

Abb. 2: Die getesteten Benchmarks

attestieren dem Cat FIrefly eine

solide Leistung .

Abb. 3: Für die Displayweiterleitung

per Miracast wäre eigentlich

keine zusätzliche App nötig.

Kerndaten

Hersteller

Cat Sound

Formfaktor

7,9-Zoll-Tablet

Auflösung

1024 x 786 Pixel

Prozessor

1,5 GHz, Quad-Core, Rockchip A9

Speicher

16 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt)

1,9 MP / 5 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

4000 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) k. A.

Gewicht

310 Gramm

Preis (Internet)

ab 149 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 33707

Performance

AnTuTu-Benchmark

20027 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

2116/​531 Punkte

Android-User-Bewertung

3,4 Punkte

Android-user.de April 2014 49


Hardware

Archos 79 Xenon

Im Test: Archos 79 Xenon mit Telefonfunktion

iARCHOS

Seitdem viele China-

Hersteller ihre Tablets

hierzulande quasi als

Direktimport anbieten,

tut sich Archos etwas

schwer, sich zwischen

billig und preiswert zu

etablieren. Jetzt bringen

die Franzosen ein Tablet

zum Kampfpreis.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ SIM-Kartenslot & Telefon

‚ Bluetooth und GPS

‚ FM-Radio

„ Akkulaufzeit

Beim Kampf um Marktanteile im

unteren Preissegment haben einige

Hersteller das „iPad-Format“

als Marktlücke erkannt. Doch

viele der vermeintlichen iPad-Klone entpuppen

sich bereits nach kurzer Zeit als wirklich

schwache Kopien mit mangelhafter Hardund

Software. Archos hat hier vieles besser

gemacht. Zwar bietet auch das Archos 79

Xenon nur eine Auflösung von 1024 x 768

Bildpunkten, das IPS-Display verfügt aber

über einen sehr guten Blickwinkel und hält

dem direkten Vergleich mit dem Mini-iPad

der ersten Generation problemlos Stand.

Gute Software

Auf den ersten Blick sieht die

grafische Oberfläche des Archos-

Tablets wie ein beliebiges Android-Tablet

aus. Android 4.2 gehört

zwar auch schon fast zu

den Android-Oldtimern, aber

immerhin ist es Version 4.2.2.

Hier sind einige bekannte Sicherheitslücken

im Browser gestopft

und generell arbeitet

„Jelly Bean 4.2“ einfach flotter

als „Jelly Bean 4.1“.

Archos hat die Android-

Software aber an einigen Stellen

verbessert und ergänzt.

Sehr gut gefallen haben uns

neben dem Archos-eigenen

Video- und Audioplayer der

Task-Manager und die Integration

von Multimedia-

Diensten in den Datei-Manager.

Hier hat jemand

nachgedacht und das Tablet

nicht nur einfach mit

ein paar zusätzlichen Apps

gefüllt, sondern die vorinstallierten

Progrämmchen

sorgfältig aussortiert.

Dazu gehört auch World

of Goo als vorinstalliertes

Spiel und die Jamendo-

App für den Zugriff auf

eine umfangreiche Musikbibliothek,

die unter

Testergebnis

★★★★★

gut

www.android-user.de

einer Creative-Commons-Lizenz steht. Die

von Archos vorinstallierten Anwendungen

lassen sich zudem bis auf einige wenige Ausnahmen

komplett entfernen, sodass Sie zum

Beispiel auch Google Play und die Google-

Play-Dienste bei Nichtgebrauch komplett

entfernen können.

Die Netzwerkfähigkeiten der Multimedia-

Anwendungen machen auch den Umstand

vergessen, dass Archos beim 79 Xenon auf

einen HDMI-Ausgang verzichtet hat. Von

außen sichtbar ist lediglich der MicroUSB-

Anschluss für das Ladegerät bzw. den Anschluss

an einen PC und die 3,5mm-Buchse

für die Kopfhörer. SIM-Kartenslot und MicroSD-Einschub

befinden sich unter einer

Abdeckung an der Ober-

Archos

50

April 2014

Android-User.de


Hardware

Archos 79 Xenon

Abb. 1: Der Videoplayer kommt

mit lokalen Dateien klar und

streamt auch im Netzwerk.

Abb. 2: Dank SIM-Kartenslot lässt

sich das Tablet auch als Telefon

benutzen.

Abb. 3: Über die vorinstallierte Systemmonitor-App

löschen Sie unerwünschte

Apps.

seite des Archos-Tablets. Das verleiht dem

Archos 79 Xenon etwas mehr Eleganz als der

Konkurrenz aus dem gleichen Preissegment.

Schwachpunkte

Der verbaute MediaTek-Prozessor kann es

hinsichtlich der CPU-Leistung mit aktuellen

Top-Modellen wie dem Snapdragon 800 oder

dem Tegra 4 nicht aufnehmen und bleibt auf

dem Papier klar hinter den besten zurück

(siehe Benchmarkresultate in der Tabelle).

Das merkt man dem Tablet aber nur sehr selten

an. Das Android-4.2.2-System arbeitet

überaus flink und selbst Mikroruckler traten

in den Tests selten auf. Auch das Display des

Geräts gehört mit 1024 x 768 Pixeln bestimmt

nicht zur Android-Crème in Sachen Auflösung,

aber dafür stimmen sowohl die Helligkeit

und auch der Blickwinkel des Tablets.

Wer das Archos-Tablet also nicht in erster

Linie als E-Book-Reader einsetzen will,

macht eigentlich nichts falsch. Dem E-Book-

Reader klar unterlegen ist das 79 Xenon auch

hinsichtlich der Akkulaufzeit. Hier kommen

Sie auf keinen Fall darum herum, das Archos-Tablet

bei moderater Nutzung alle zwei

bis drei Tage wieder ans Ladegerät zu hängen.

Bei intensivem Gebrauch ist der Akku

des Geräts nach ungefähr fünf bis sechs

Stunden leer.

Nicht anfreunden konnten wir uns allerdings

mit dem Druckpunkt des Einschaltbuttons.

Der Knopf ist sehr schlecht spürbar und

er reagiert nicht immer auf den ersten Druck.

Gut gelöst hat Archos hingegen die zwei

Lautstärke-Buttons am rechten oberen Rand.

Keine großen Anforderungen dürfen Sie allerdings

an die im Gerät verbauten Kameras

stellen. Die aufgenommenen Bilder sind

stark komprimiert und auch bei gutem Licht

sehr schwammig.

Fazit

Archos kehrt mit dem Archos 79 Xenon zu

seinen Android-Wurzeln zurück und liefert

mit diesem Gerät ein wirklich tolles Android-

Tablet zu einem wirklich sehr guten Preis. 3G

inklusive Telefonfunktion, GPS und Bluetooth

für unter 200 Euro finden Sie sonst

kaum in einem anderen Tablet. Zudem stimmen

bei diesem Gerät sowohl die Grafikleistung

als auch die Audioqualität. Das Archos

79 Xenon eignet sich deshalb auch toll als

Multimediazentrale. Einzig die Akkulaufzeit

des Tablets könnte dann doch etwas besser

sein. Das hochauflösende Display des Nexus

7 haben wir in unseren Tests hingegen kein

einziges Mal vermisst.

● ● ●

Archos 79 Xenon

Kerndaten

Hersteller

ARCHOS

Formfaktor

7,9-Zoll-Tablet

Auflösung

1024 x 768 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Quad-Core, MediaTek MT8389

Speicher

8 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt)

5 MP / 5 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

4000 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) k. A.

Gewicht

320 Gramm

Preis (Internet)

199 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 33802

Performance

AnTuTu-Benchmark

13128 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1551/​477 Punkte

Android-User-Bewertung

4,0 Punkte

Android-user.de April 2014 51


Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zwanzig Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Diana Hahn

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

BahnSharing

kostenlos

Mit der Mitfahrzentrale für die Bahn reisen Sie für kleines Geld. Um die von der

Bahn angebotenen Gruppentickets optimal zu nutzen, hilft die BahnSharing-App

Bahnfahrern dabei, sich zu vernetzen und zu organisieren. Um gemeinsam günstig

zu reisen, müssen Sie sich zunächst einloggen. Entweder nutzen Sie hierzu Ihr Facebook-

Konto oder Sie legen einen Account an. Der nächste Schritt: Fahrten suchen oder anbieten.

Wenn Sie eine Bahnfahrt unternehmen möchten, wählen Sie ganz

einfach Suchen aus, tragen das Datum, die Anzahl der Personen

sowie Start und Ziel ein und klicken anschließend auf jetzt suchen.

Die Anwendung listet nun alle angebotenen Fahrten, die diesen Kriterien

entsprechen, auf. Wenn Sie für eine anstehende Reise noch

Mitfahrer suchen, klicken Sie auf Anbieten, tragen neben dem Datum

die Uhrzeit und die Strecke ein und geben schließlich an, wie viele

Plätze noch frei sind. Nach einem Klick auf Verbindung suchen listet

Ihnen die App die Verbindungen der Bahn auf, die zu Ihrer Uhrzeit

passen. Sie wählen dann einfach mit einem Klick die gewünschte

Verbindung aus. Im nächsten Fenster fügen Sie Ihrem Angebot noch

einen Kommentar, zum Beispiel den Treffpunkt oder eine Uhrzeit,

hinzu. Mit einem Klick auf Fahrt anbieten wird diese in der Datenbank

der App gespeichert.

Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Trello

kostenlos

Vor allem dann, wenn es darum geht, die Termine und Aufgaben von vielen Personen

unter einen Hut zu bringen, kann es schnell unübersichtlich werden. Das Organisationstalent

Trello meistert diese Herausforderung spielend. Jedes Mitglied kann auf

Trello Aufgaben eintragen. Die App informiert die anderen Gruppenmitglieder in

Echtzeit über neue Einträge. Für jedes Projekt legen Sie einfach über Add Board ein

Board an. Ein kleines Fenster öffnet sich. Dort tragen Sie den Namen des Projekts

ein. Mit einem weiteren Klick auf Create Board wird das Board erstellt. Auf diesem

lassen sich dann alle Aufgaben in Listen organisieren. Bewertung: ★★★★★

Sleep Genius: + Revive Alarm

kostenlos

Es gibt viele Menschen, die Probleme haben, abends in den Schlaf zu finden. Die Anwendung Sleep

Genius will Ihnen dabei helfen, tiefer und besser zu schlafen. Nach der Installation warten in der Anwendung

drei unterschiedliche Schlafprogramme auf Sie. Damit sollen Sie vom Einschlafen bis zum

Aufwachen durch die verschiedenen Schlafphasen geführt werden. Sie können auswählen, ob Sie

eine Einschlafdauer voreinstellen möchten oder ob das Programm, das sanfte Musik enthält, während

der gesamten Schlafdauer abgespielt werden soll. Bewertung: ★★★★★

52

April 2014

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Talon for

Twitter

kostenlos

Wenn Sie eine Alternative zur herkömmlichen Twitter-App suchen, lohnt sich ein

Blick in den Twitter-Client Talon for Twitter. Der Client bietet Ihnen ein modernes Design

und eine sehr gelungene Animation. Durch das letzte Update wurde die Anwendung

auch für Tablets optimiert. Der Twitter-Client lässt sich mit verschiedenen

Themes, die Sie im Play Store ab 0,71 Euro erwerben können, individuell anpassen.

Außerdem wurden unter anderem die Suche nach anderen Twitter-Mitgliedern

und die Stabilität der App verbessert. Bewertung: ★★★★★

Agent

kostenlos

Sehr praktisch ist es, wenn das Smartphone mitdenkt und mithilfe von

Automatismen Aktionen selbstständig durchführt. Jeden Abend vor dem Zubettgehen

zum Beispiel schaltet Agent das Smartphone auf lautlos. Nach dem Start der Anwendung

erhalten Sie einen Überblick über die Funktionen. Diese sind: Akku, Sleep,

Parking,Meeting und Drive. Hinter der Funktion Akku verbirgt sich zum Beispiel ein Energiesparmodus,

der automatisch die Batterie schont. Bewertung: ★★★★★

ScribMaster

kostenlos

Mit ScribMaster erhalten Sie nicht nur eine Zeichen- und Mal-App, sondern auch einen Messenger.

Ihre Bilder lassen sich direkt aus der App heraus an andere Nutzer der App versenden oder

mit Freunden über Facebook teilen. Die App verwendet Vektoren. Dies ermöglicht ein Hinein- und

Herauszoomen, ohne zu verpixeln. Damit Sie sich mit der App vertraut machen können, schauen

Sie sich nach dem Start zunächst das Tutorial an. Dort erhalten Sie Tipps und Tricks. Mit Scrib-

Master bekommen Sie eine Reihe unterschiedlicher Werkzeuge an die Hand. Die meisten werden

Sie bereits aus anderen Bildbearbeitungsprogrammen kennen. Bewertung: ★★★★★

Soccer Scores Pro

1,99 Euro

Sie sind Fußballfan? Dann ist es wohl keine Frage, dass Sie

immer auf dem neuesten Stand sein müssen, wie es bei Ihrem

Lieblingsverein gerade steht. Kein Problem mit der App Soccer

Scores Pro. Die App liefert Ihnen Informationen zu Aufstellung,

Spielständen und natürlich Tabellen jeder erdenklichen Liga

der Welt. Wollen Sie die Informationen ohne störende Werbung

abrufen, sollten Sie zur kostenpflichtigen Version greifen.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32149

Caustic 3

6,99 Euro

Mit Caustic 3 komponieren Sie Ihre eigene elektronische Musik. Die App bringt einen Synthesizer und Sampler

mit, damit Sie ganz nach Ihrem Geschmack komponieren können. Besonders praktisch: Da die App

keine Verbindung zum Internet benötigt, lässt sie sich immer und überall benutzen. Neben den sechs verschiedenen

Synthesizern bringt Caustic 3 unter anderem eine

Drum Machine, einen Mixer, 16 verschiedene Sound Effects, einen

Sequenzer und noch einiges mehr mit. Direkt nach dem Start der

App beginnen Sie damit, Ihre eigene Musik zu kreieren. Wer die

App zuerst testen möchte, verwendet die kostenlose Demoversion.

Möchten Sie die Vollversion mit allen Features nutzen, benötigen

Sie den Caustic Unlock Key. Bewertung: ★★★★★

Android-user.de


Apps

App-Empfehlungen

Quizduell

2,69 Euro

Im Moment verbreitet sich eine App aus dem Play Store wie ein Lauffeuer.

Kaum einer kommt derzeit am Spiel Quizduell vorbei, ohne es zumindest versucht

zu haben. Doch wer einmal damit angefangen hat, kann so leicht nicht

wieder aufhören. Quizfans werden dieses Spiel lieben. Das auf den ersten Blick etwas

unscheinbare Spiel hat mehr als 25.000 Fragen zu 19 verschiedenen Themengebieten

im Gepäck. Nach der Anmeldung via Facebook oder

über eine E-Mail-Adresse kann der Spaß dann auch schon

losgehen. Zunächst wählen Sie einen

Benutzernamen und klicken

dann auf Quiz starten. Im Anschluss

daran landen Sie auf der

Startseite des Spiels. Mit einem

Klick auf den grünen Spiel starten-Button

öffnet sich eine neue

Seite. Dort wählen Sie Ihren

Gegner aus. Sie können hier

gegen Ihre Facebook-Freunde

spielen oder gegen einen zufälligen

Gegner, den die App bestimmt.

Haben Sie Ihre Auswahl

getroffen, erscheint die Spielpaarung

auf der Startseite.

Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Last

Message

kostenlos

Sie sind unterwegs und der Akku Ihres Smartphones neigt sich langsam dem

Ende zu. Damit sich Familie und Freunde keine Sorgen machen, weil Sie nicht

erreichbar sind, gibt es Last Message. Bevor Ihr Smartphone komplett den

Dienst verweigert, verschicken Sie mit dieser Anwendung noch schnell Nachrichten

an ausgewählte Kontakte. Nach dem Start der App geben Sie auf der

Startseite die Nachricht in das dafür vorgesehene Feld ein. Diese wird dann

im Bedarfsfall an die ausgewählten Kontakte geschickt. Zudem legen Sie fest,

bei welchem Akkustand die Anwendung die Nachricht versenden soll. Im dritten

Schritt wählen Sie schließlich aus, wer die Nachricht erhalten soll. Versenden

lassen sich die Mitteilungen via SMS, E-Mail, Facebook oder auch Twitter.

Bewertung: ★★★★★

WePopp

kostenlos

Mit der Anwendung WePopp verabreden Sie sich mit Ihren Freunden, indem

Sie sogenannte Popps erstellen. Um einen Popp zu erstellen, wählen Sie zunächst

aus, was Sie unternehmen möchten. Zur Wahl stehen unter anderem

Party, Sport oder auch Kino. Im Anschluss daran wählen Sie Termine aus, die

für Sie infrage kommen. Im dritten Schritt fügen Sie Ihrem Popp dann noch einige

zusätzliche Informationen hinzu, zum Beispiel eine Beschreibung, was Sie

genau vorhaben. Mit einem Klick auf Create Popp erstellen Sie Ihren Popp. Im

Anschluss laden Sie Ihre Freunde via Facebook, Gmail oder SMS ein. Welcher

Termin bei den meisten Freunden Anklang findet, zeigt Ihnen die App auch.

Bewertung: ★★★★★

54 April 2014

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Habitizer

kostenlos

Nach dem Start der App durchlaufen Sie zunächst einen kleinen Test, in dem

Ihre (schlechten) Gewohnheiten, Ihre körperliche Verfassung und Ihr Essverhalten

abgefragt werden. Im Anschluss daran hält die App Tipps in Bezug auf verschiedene

Bereiche wie Alcohol, Fitness, Weight control, Diet und Stress für Sie

bereit. Mit einem Klick auf das Kontrollkästchen fügen Sie diese neue positive

Gewohnheit Ihrem persönlichen Account hinzu. Nach und nach sollen so die

schlechten Gewohnheiten durch gute ersetzt werden. Bewertung: ★★★★★

Evernote

Food

kostenlos

Manchmal isst man in einem Restaurant etwas so Leckeres,

dass man es sich unbedingt merken möchte. Leider

kann man sich dann meistens beim nächsten Mal gar nicht mehr daran erinnern,

wo man es gegessen hat. Damit Ihnen das nicht mehr passiert, gibt

es die Anwendung Evernote Food. Alle wichtigen Dinge in puncto Essen

merken Sie sich mithilfe dieser Anwendung. Außerdem erinnern Sie sich

so auch leicht an Dinge, die sich beim letzten Restaurantbesuch ereignet

haben. Mit der Evernote Food App sammeln Sie Ihre Lieblingsrezepte ganz

unkompliziert an einem zentralen Ort. Bewertung: ★★★★★

TimePIN

1,46 Euro

Mit TimePIN schützen Sie Ihr Android-Gerät auf ganz ausgefuchste Weise vor unbefugtem

Zugriff: Die Lockscreen-PIN wird von dieser App jede Minute geändert.

Die Idee hinter der Anwendung ist einfach: Während der Lockscreen aktiv ist, wird

der Code von TimePIN jede Minute automatisch auf die gerade aktuelle Uhrzeit

gesetzt. Um 13:15 Uhr, lautet der Code 1315. Damit das aber nicht zu leicht zu

durchschauen ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Code zu modifizieren:

Sie können ihn unter anderem umkehren (5131) oder Sie legen eine Zahl fest, die

von der aktuellen Uhrzeit abgezogen wird. Auch eine Kombination der verschiedenen

Modifikationen ist möglich. Bewertung: ★★★★★

BubbleStat

kostenlos

Mit der Anwendung BubbleStat erhalten Sie Livewallpaper für Ihr Smartphone.

Das Besondere an dieser Anwendung: Sie stellt den Status Ihres

Smartphones visuell dar. Um einen Hintergrund aus der App auszuwählen,

öffnen Sie die Einstellungen, wählen dort die Option Hintergrundbild und

dann die Live-Hintergründe. Nun wählen Sie noch eine Farbe und die gewünschte

Schriftart aus und entscheiden, ob Informationen, wie zum Beispiel

der Akkustand, angezeigt werden sollen. Bewertung: ★★★★★

Business English Six Pack

2,99 Euro

Die Anwendung will Ihnen dabei helfen, Ihr Geschäftsenglisch zu verbessern. Die Applikation

enthält über 600 Sätze aus den Bereichen Briefe & E-Mails, Meetings, Präsentationen,

Redewendungen, Small Talk, Telefonieren und Länder & Hauptstädte. Nach der Installation

der Anwendung fangen Sie direkt damit an, Ihr Englisch zu verbessern. Dazu klicken

Sie auf lernen starten und dann auf die gewünschte Kategorie. Dort lässt sich dann auch

die Lernrichtung einstellen. Die Applikation zeigt Ihnen nun einen Satz an, den Sie dann

übersetzen müssen. Tippen Sie den Stift in der rechen oberen Ecke an, können Sie Ihre

eigene Übersetzung eingeben und dann mit der richtigen Antwort vergleichen. Die Lösung

erhalten Sie, wenn Sie auf Antwort zeigen klicken. Wenn Sie möchten, lassen Sie

sich hier auch den Satz von der Anwendung vorlesen und markieren, ob Ihre Übersetzung

richtig (Haken) oder falsch (X) war. Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Android-user.de April 2014 55


Apps

App-Empfehlungen

Citymapper Routenplaner

kostenlos

Für vier Städte, London, New York, Paris (Beta-Version) und Berlin, ist die Anwendung

Citymapper Routenplaner im Moment verfügbar. Nach dem Start der App wählen Sie

zunächst eine der vier verfügbaren Städte aus, indem Sie darauf klicken. Über GPS ermittelt

die Anwendung dann Ihren aktuellen Standort. Nun können Sie in der gewählten Stadt

die Navigation benutzen. Mit einem Klick auf Bring mich wohin zeigt Ihnen die App den Weg zum

gewünschten Ziel. Wenn Sie möchten, können Sie die Adresse von zu Hause und die Ihrer Arbeitsstelle

in der App hinterlegen. Ein Klick auf Bring mich nach Hause oder Bring mich zur Arbeit

reicht dann aus, damit die Anwendung Sie zur hinterlegten Adresse führt. Neben der Route sagt

Ihnen die Applikation unter anderem auch, welche öffentlichen Verkehrsmittel Sie

für Ihren Weg nutzen könnten, was Sie für ein Taxi bezahlen müssten oder wie viele

Kalorien Sie verbrennen, wenn Sie statt dem Bus lieber das Fahrrad benutzen.

Testergebnis

Bewertung:

★★★★★

★★★★★

ausgezeichnet

card2brain

kostenlos

Mit card2brain erstellen und teilen Sie Lernkarten mit Ihren Freunden und

bereiten sich auch unterwegs auf die nächste Prüfung vor. Sie müssen aber

nicht alle Karten selbst erstellen, denn die Anwendung bringt bereits eine

große Auswahl an fertigen Lernkarteien mit. Zum Beispiel lassen sich in der

App Karten zu Themen wie dem Autoführerschein, Ländern und ihren Hauptstädten

oder zur Demokratie kostenlos herunterladen. Unterwegs können

Sie die bereits geladenen Karten offline nutzen. Die Anwendung card-

2brain verwendet zwei verschiedene Arten von Karten: Multiple-Choice-

Karten und herkömmliche Frgen-Karten. Bewertung: ★★★★★

Tapastreet

kostenlos

Mit der kostenlosen Tapastreet-App lassen Sie sich auf Ihrem Androiden Bilder anzeigen, die

User überall auf der Welt mit einem Geotag versehen und dann veröffentlicht haben. Sortieren

lassen sich die Bilder nach dem Aufnahmeort und dem Hashtag. Der ganze Spaß funktioniert

in Echtzeit und falls es gerade keine aktuellen Bilder gibt, greift die Anwendung auf ältere

zurück. Um Ihnen die verschiedenen Bilder anzeigen zu können, nutzt Tapastreet die API

von verschiedenen sozialen Netzwerken. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32149

pressureNET

kostenlos

Mit der Anwendung pressureNET schließen Sie sich einem globalen

Netzwerk an, das überall auf der Welt mithilfe von Sensoren in

Android-Geräten Wetterdaten sammelt. Um ebenfalls zum wandelnden

Barometer zu werden, brauchen Sie zwei Dinge: zum

einen natürlich die pressureNET-App, zum anderen ein Smartphone

mit einem Luftdrucksensor. Nach dem Start ermittelt die

Anwendung via GPS Ihren Standort. Am linken oberen Bildschirmrand

erscheint der gemessene Luftdruck. Klicken Sie am unteren

Bildschirmrand auf Graph, werden Ihnen die Werte der letzten drei

Tage in einer Grafik angezeigt. Bewertung: ★★★★★

56

April 2014

Android-User.de


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Diana Hahn

SpotTune Beta

kostenlos

SpotTune verbindet Aktionen mit bestimmten Orten.

Nachdem Sie sich via E-Mail, Facebook oder

Google+ angemeldet haben. Jetzt legen Sie auf

Ihrem Handy Profile an. Vielleicht soll das Gerät automatisch

eine Nachricht verschicken, wenn Sie auf

dem Nachhauseweg sind. Oder immr dann auf

stumm schalten, wenn Sie in eine Kirche gehen.

Bewertung: ★★★★★

Allgemeinwissen

Geschichte

3,99 Euro

Wer sich für Geschichte, Philosophie, Kunst

oder Literatur interessiert und sein Wissen

in diesen Fachrichtungen vertiefen möchte,

ist bei der App Allgemeinwissen Geschichte

genau an der richtigen Adresse.

Acht Fachgebiete bereitet diese App für

Sie optisch ansprechend auf. Nach dem

Start der App wählen Sie einen den Themenbereich

aus über den Sie mehr erfahren

möchten. Bewertung: ★★★★★

Thingiverse

kostenlos

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Haben Sie den neuen Trend – das Drucken in

3D – schon für sich entdeckt? Dann liegen Sie

mit dieser Anwendung goldrichtig. Denn hinter

Thingiverse verbirgt sich eine 3D-Print-

Community, in der Sie kostenlose 3D-Druckvorlagen

erhalten. Über den Menü-Button in

der linken oberen Ecke navigieren Sie innerhalb

der App. Von dort aus gelangen Sie zu

den verschiedenen Kategorien.

Bewertung: ★★★★★

Berühren,

sehen, hören

1,99 Euro

Bestimmt kennen Sie noch die Aufklappbücher

aus Ihrer Kindheit. Die App „Berühren,

sehen, hören“ bringt 3D-Aufklappbücher auf

Ihr Smartphone. Konzipiert wurde die Anwendung

für Kinder, die gerade die ersten Wörter

erlernen. Nach dem Start klicken Sie einfach

das virtuelle Aufklappbuch an, um es zu öffnen.

Im Buch wurden verschiedene Themen,

zum Beispiel Tiere auf dem Bauernhof, Farben

oder Lebensmittel, umgesetzt. Jede Seite beginnt

mit einem Reim, der zum Thema passt.

Wenn Ihr Kind auf eines der Bilder tippt, wird

das entsprechende

Wort

angezeigt und

vorgelesen.

Bewertung:

★★★★★

EvolveSMS

1,81 Euro

Wegen WhatsApp, verschicken immer weniger

Handy-Besitzer SMS oder MMS. Trotzdem tauchen

immer wieder schöne Alternativen zur

vorinstallierten SMS-Anwendung

auf. So auch

EvolveSMS. Die Applikation

punktet mit Top-Design

und auch mit ihren

wirklich umfangreichen

Funktionen. Mit einem

Wisch von links nach

rechts öffnen Sie Ihre bisherigen

Konversationen.

Alle bisherigen Kurznachrichten

bleiben in der Anwendung

erhalten.

Bewertung: ★★★★★

58

April 2014

Android-User.de


Apps

Neuheiten

YouSnap

kostenlos

Mit YouSnap fotografieren Sie bequem Tafeln

oder Whiteboards ab. Die App erscheint auf den

ersten Blick wie eine normale Kamera-App. Der

Sinn der App ergibt sich erst nach einer Aufnahme.

Aus Ihrem Foto versucht die App ein

rechteckiges Whiteboard oder eine per Beamer

an die Wand geworfene Folie zu erkennen, die

Aufnahme automatisch

auf dieses Detail

zurechtzuschneiden

und das

Bild zu entzerren.

Bewertung:

★★★★★

CamFind – Visual

Search Engine

kostenlos

Suchmaschinen wie Google, Bing oder

Yahoo kennt jeder und nutzt auch fast jeder

täglich. Um eine Suche zu starten, tragen Sie

einen Suchbegriff ein. CamFind geht einen

anderen Weg: Um eine Suche zu starten,

nehmen Sie einfach ein Foto auf. Nach dem

Start der Anwendung können Sie sofort mit

Ihrer ersten Suche beginnen. Wenn Sie ein

Foto aufgenommen haben, durchsucht die

App automatisch das Web und listet die

Treffer im Anschluss daran auf.

Bewertung: ★★★★★

Smile Mom

kostenlos

Damit junge Mamas (oder auch Papas) nicht

ihren gesamten kinderlosen Freundeskreis verprellen,

weil Sie nur noch von den lieben Kleinen

sprechen, gibt es jetzt ein neues soziales

Netzwerk, in dem sie sich

austauschen können. Um

bei Smile Mom mitzumachen,

erstellen Sie im ersten

Schritt ein Konto oder melden

sich mit Ihrem Facebook-Account

an. Im zweiten

Schritt geben Sie Ihre

Stadt ein und fügen ein

Foto hinzu. Jetzt fehlen

nur noch einige Informationen

zu Ihrem Kind und

schon können Sie starten.

Bewertung: ★★★★★

HomeSlice

kostenlos

Das Zusammenleben in einer WG macht

meistens Spaß. Wenn aber mal wieder der

Kühlschrank leer ist oder Aufgaben nicht

erledigt wurden, gibt es oft Ärger. Damit

alle Mitbewohner wissen, was zu erledigen

ist, werden sie mit HomeSlice Teil

eines privaten sozialen Netzwerks. Nach

der Anmeldung haben Sie zwei Möglichkeiten:

Entweder treten Sie einem bereits

existierenden Netzwerk bei oder Sie

gründen ein neues. Wenn Sie sich entschieden

haben, landen Sie direkt auf

Ihrem Whiteboard. Dort erscheinen alle

Meldungen, für jedes Mitglied sichtbar.

Auch Rechnungen lassen sich zum

Whiteboard hinzufügen.

Bewertung: ★★★★★

SBF SKS Sportbootführerschein

0,69 Euro

Mit dieser App bereiten Sie sich optimal auf Ihre SBF-Prüfung vor. Dabei spielt

es keine Rolle, ob Sie den ganzen Stoff oder einzelne Themen wiederholen

möchten. Nach dem Start wählen Sie aus den Themenbereichen Knoten, SBF

See, SBF Binnen, FKN Seenotsignale und SKS die Themen aus, zu welchen

Sie Fragen beantworten möchten. In den Einstellungen legen Sie fest, wie oft

jede Frage richtig beantwortet werden muss, damit diese als bearbeitet gilt.

Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32148

Android-user.de April 2014 59


Apps

Alternative SMS-Apps

SMS oder Hangouts? Weder

noch! Wir stellen sieben

Apps vor, die das Handling

von Kurznachrichten besser

lösen als Googles Originale.

Samuel Groesch

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32249

EvolveSMS

EvolveSMS ist ein wahres Schmuckstück. Der Entwickler hat sich beim

Design und beim Interface an die neusten Google-Designrichtlinien gehalten,

was Ihnen bei der Nutzung zugute kommt. Die App macht optisch

einiges her und läuft absolut smooth. Das Wechseln

zwischen Chats macht mit der Android-App

richtig Spaß – einfach durchwischen und schon

sind Sie in der nächsten Konversation. Jedoch

legt EvolveSMS den Fokus nicht nur auf Design

und Äußeres, auch was den Funktionsumfang angeht,

hat es einiges zu bieten. Die App kann zum

Beispiel nicht nur mit einfachen Bildern umgehen

und diese an Nachrichten anhängen, auch GIF-

Dateien, Audioaufnahmen, Videos und sogar

Kontakte und Standorte können Sie mit dem

SMS-Client übertragen. Darüber hinaus bietet

die Anwendung Gruppenchats.

Wenn Sie eine neue Nachricht empfangen und

sich in einer anderen App befinden, antworten

Sie, ohne die andere App zu verlassen, über ein

Testergebnis

★★★★★

hervorragend

www.android-user.de

Testergebnis

★★★★★

hervorragend

www.android-user.de

Now SMS

Now SMS ist eine solide und

hübsch anzusehende SMS-

App. Sie bietet eine gute

MMS-Integration und hat die standardisierten

Google-Emoticons an Bord.

In den Einstellungen finden Sie interessante

und neue Features, die in keiner

anderen SMS-App in dieser Form enthalten

sind. Erhalten Sie bei ausgeschaltetem

Display eine Nachricht,

weist die App Sie darauf hin, indem sie

Ihnen einen speziellen Benachrichtigungsscreen

zeigt. Auch die Vibrationsmuster

für eingehende Nachrichten

lassen sich individuell anpassen.

hello sms

Wer einen aufgeräumten

SMS-Client sucht, ist bei hello

sms richtig. Sehr minimalistisch

kommt die App daher und wirbt

mit den zum Schreiben verwendeten

Tabs. Die ermöglichen das Wechseln

zwischen Konversationen mit nur

einem Tipp. Es werden die gleichen

Emoticons wie beim WhatsApp-Messengerverwendet.

Ansonsten bietet

hello sms in den Einstellungen noch einige

Optionen zum Verhalten bei eingehenden

Nachrichten. Hello sms

punktet nicht mit vielen Funktionen,

verrichtet den Dienst dennoch gut.

GO SMS Pro

Jede Menge Features bietet

Ihnen die GO-SMS-Pro-App.

Die bunte App lässt sich dank

der Fülle an Themes bis ins kleinste

Detail anpassen. Was den zusätzlichen

Funktionsumfang anbelangt, können

Sie zum Beispiel Nachrichten planen

und diese zu einem bestimmten Zeitpunkt

versenden. Darüber hinaus lässt

sich ein Auto-Antwort-Modus aktivieren.

Bei eingehenden Nachrichten antwortet

die App dann automatisch. In

der passwortgeschützte Privat-Box,

führen Sie Konversationen, die nicht

jeder lesen sollte.

kostenlos

Deutsch|Version und Größe je nach Gerät

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.5.11|6,4 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 5.35|7,9 KByte

★★★★★

60

April 2014

Android-User.de


Apps

Alternative SMS-Apps

Popup. Die EvolveSMS-

App bringt des Weiteren

zwei Widgets mit, die Sie unter anderem

auf dem Lockscreen Ihres Smartphones

verwenden können. Die Benachrichtigung,

die EvolveSMS beim Eingang einer neuen

SMS anzeigt, können Sie in den üppigen

Einstellungen komplett an Ihren Geschmack

und Ihre Bedürfnisse anpassen.

Grundsätzlich lassen die EvolveSMS-Einstellungen

keine Wünsche offen und dürften

jeden Drang zum Verändern befriedigen.

Wie von anderen SMS-

Clients bekannt, bietet auch

EvolveSMS einen Passwortschutz

an, damit keine ungebetenen

Gäste Ihre privaten

Kurznachrichten lesen können.

In der Anwendung können Sie,

falls Ihnen die zur Verfügung

stehenden Features immer

noch nicht ausreichen, ein Feature-Paket

für 1,09 Euro oder

das Customization-Paket zu

einem Preis von 0,72 Euro erwerben.

Mit EvolveSMS erhalten

Sie auf jeden Fall eine hervorragende

SMS-App, die keinerlei Wünsche offen

lässt. Dank des tollen Designs und der umfassenden

Einstellungsmöglichkeiten ist

EvolveSMS unsere Empfehlung für eine alternative

SMS-App unter Android.

kostenlos

Englisch|Version 1.1.6|4,1 MByte

★★★★★

Testergebnis

★★★★★

hervorragend

www.android-user.de

Ninja SMS

Die Besonderheit des Ninja-

SMS-Clients sind die vom Facebook-Messenger

bekannten

Chatheads. Wenn Sie die App ganz

normal offen haben, werden Sie keine

besonderen Features entdecken. Die

App ist gut zu bedienen, besitzt ein

schönes, an den Google-Designrichtlinien

orientiertes Design und tut das,

was sie tun soll. Doch wenn eine SMS

eingeht und Sie sich gerade nicht in

Ninja SMS befinden, spielt die App

ihre größte Stärke aus: Sie legt ein

Fenster mit der aktuellen Konversation

über den Bildschirm.

8sms

8sms basiert auf der CyanogenMod-SMS-App

und vereint

Übersichtlichkeit mit

Funktionalität. Beim ersten Start werden

Sie sich an die ehemalige Google-

SMS-App erinnert fühlen, der 8sms

zum Verwechseln ähnlich sieht. 8sms

hat aber einiges mehr zu bieten. In den

Einstellungen lässt sich beispielsweise

der Privatsphäre-Modus aktivieren, der

bewirkt, dass Absender und Nachricht

nicht mehr in der Benachrichtigungsleiste

gezeigt werden. Oder Popups,

mit denen Sie schnell auf eine SMS

antworten können.

TextraSMS

TextraSMS ist ein schneller

und einfach aufgebauter

SMS-Client. Standardmäßig

sind helle Farben aktiviert, in den Einstellungen

lässt sich die App aber auch

in einen dunklen Modus umschalten.

Dort finden Sie zudem relevante Optionen

für SMS und MMS. Eine SMS lässt

sich hier auf zwei oder mehrere Nachrichten

aufteilen, wenn sie zu lang geraten

ist. Die Schriftgröße und andere

optische Details passen Sie auch hier

an. Nach der Aktivierung können Sie

von der Benachrichtigungsleiste aus

eine neue SMS versenden.

1,10 Euro

Deutsch|Version 1.9.4|4,4 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.22|6,4 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.62|2,2 MByte

★★★★★

Android-user.de April 2014 61


scusi, 123RF

Apps

Teens & Singles

Die 20 besten Apps für Teenager und Singles

Ich will Spaß

Es gibt Apps, die finden

Sie auf praktisch jedem

Android-Handy von jungen

Leuten. Dazu gehören

neben WhatsApp

und Facebook zum Beispiel

Gmail oder Twitter.

Es gibt aber viel mehr

tolle Apps für junge

Erwachsene. Hier

unsere Top 20.

Marcel Hilzinger

Glympse

Es gibt zahlreiche Apps, um Freunden

seine Position mitzuteilen. Die

meisten davon setzen jedoch nur

auf das GPS-Signal, was im Falle eines Falles

merklich wenig nützt, wenn Sie sich in

einem Gebäude befinden. Die besten Standort-Daten

erhalten Sie über Google Maps beziehungsweise

die Standortfreigabe von

Google+ (ehemals Latitude). Hier können

Sie über dei Google+-Kreise detailliert festlegen,

wer Ihren genauen Standort sehen darf

und wer nur den ungefähren.

Doch was tun, wenn die Freunde kein

Google+ benutzen möchten? Hier bietet sich

unter den sehr vielen Apps zum Thema „Sicher

nach Hause kommen“ Glympse an

[LINK 1]. Die App hat den großen Vorteil, dass

man keine Registrierung benötigt und sich

auch nicht mit Facebook oder einem anderen

Social Network verbinden muss. Einfach die

App installieren, starten, ein Foto von sich

aufnehmen und anschließend an den gewünschten

Empfänger verschicken. Die Person

erhält dann über den gewählten Kanal

eine Benachrichtigung, dass man unterwegs

ist und seinen Standort mitteilen möchte. Der

aktuelle Standort wird über eine frei wählbare

Zeitspanne aktualisiert. Glympse eignet

sich sehr gut für Teenager, die abends/​nachts

alleine nach Hause müssen und Ihren Eltern

oder Freunden ihren aktuellen Standort mitteilen

möchten. Die App ist zudem gratis und

außerdem werbefrei.

★★★★★

Wikipedia Mobil

Was wäre ein Studentenleben ohne

Wikipedia. Die weltweit größte

Wissensbasis bietet zwar eine sehr

gute mobile Webseite an, aber mit der entsprechenden

Anwendung geht die Suche auf

der Wikipedia noch schneller. Unter den

62

April 2014

Android-User.de


Apps

Teens & Singles

zahlreichen Wikipedia-Clients

finden wir den offiziellen

am besten [LINK 2]. Die

App verzichtet im Gegensatz

zu anderen Clients auf

Reklame und ist entwicklungstechnisch

immer auf

dem neuesten Stand.

Zudem bietet sie über das

Kontextmenü nützliche

Funktionen wie Seite teilen,

Seite speichern und

Lesen auf… für andere

Sprachen. Auch in puncto

Geschwindigkeit braucht

sich der offizielle Client

nicht zu verstecken.

★★★★★

Abb. 1: Mit Glympse teilen Sie

Ihren Freunden mit, wo Sie sich

gerade aufhalten.

EyeEm

Instagram ist out, EyeEm [LINK 3] ist

in. Die neue Kamera-App und Foto-

Community „Made in Germany“

bietet nicht nur tolle Features und Kamera-

Effekte sondern auch eine schnell wachsende

Community. Seit dem neuesten Update vom

August 2013 können wir die Anwendung als

vollwertige Instagram-Alternative empfehlen,

zumal es EyeEm auch für iOS und Windows

Phone gibt und die Community inzwischen

wirklich weltweit aktiv ist. Einem plattformund

länderübergreifenden Foto-Sharing steht

also nichts mehr im Wege.

Nach dem Download melden Sie sich mit

einem Facebook-Account an oder erstellen

via E-Mail-Adresse einen Account. Dann stöbern

Sie entweder über den Reiter Entdecken

Abb. 3: Mit EyeEM laden Sie Fotos

ins Netz hoch und finden interessante

Fotos in Ihrer Umgebung.

in der Community der Anwendung, schießen

ein neues Foto oder verfremden ein bestehendes.

Die Bedienung der Anwendung

funktioniert ähnlich wie bei Snapseed, über

Wischgesten. Anschließend laden Sie das

Foto hoch oder teilen es mit Ihren Freunden.

EyeEM ist definitiv das bessere Instagram.

★★★★★

Abb. 4: Die EyeEM-App verfügt

auch über zahlreiche Filterfunktionen,

um Fotos zu verschönern.

Abb. 2: Das Nachschlagewerk

Wikipedia ist aus dem Studentenleben

nicht mehr wegzudenken.

UppTalk Gratis Telefon+SMS

Wer träumt nicht davon, nie mehr

für SMS und Gespräche bezahlen

zu müssen? Dank UppTalk [LINK 4]

(ehemals Yuilop) geht dieser Traum (fast) in

Erfüllung. Die App bietet einen Gratis-Dienst

für Kurznachrichten und

sogar eine spezielle Nummer

für kostenlose Gespräche

an. Im Gegenzug muss

man allerdings Punkte

sammeln, um die Gratis-

Dienste zu nutzen. Je

nachdem, wie viele

Freunde man besitzt und

wie viele Anwendungen

man testen, herunterladen

oder liken möchte, ist Yuilop

eine tolle Alternative

zu anderen Diensten für

Gratistelefonie. Zudem fallen

die Punkte nur an,

wenn man den Dienst über

das mobile Datennetz

nutzt. Wer also zu Hause

via WLAN SMS-Nachrich-

Android-user.de April 2014 63


Apps

Teens & Singles

ten verschicken möchte,

kann das quasi unbegrenzt

über die eigene UppTalk-

Nummer tun. Als Nachteil

muss man bei dieser Appdie

separate Nummer in

Kauf nehmen, die natürlich

auch der Gesprächspartner

benutzen sollte,

sonst wird das Antworten

zur Qual und man bekommt

dann auch keine

Punkte gutgeschrieben.

★★★★★

Push Ups Pro

Bei dieser Anwendung

geht es

hart auf und zu:

Absolvieren Sie Ihr tägliches Training mit

Push Ups Pro [LINK 5] und innerhalb weniger

Wochen bilden sich bei Ihnen bereits die ersten

Anzeichen eines Six Packs, sofern dieses

aktuell noch nicht oder nicht mehr vorhanden

sein sollte. Die Applikation Push Ups Pro

ist der ideale Begleiter für das Fitnesstraining

zu Hause und benötigt keinerlei Zubehör.

Der Touchscreen des Smartphones fungiert

in dieser Anwendung als Zähler bei Liegestützen

und anderen Übungen. Schummeln

ist deshalb zwecklos. Zudem berechnet die

Applikation die in der Übung verbrauchten

Kalorien. Basierend auf Ihrem Alter und

Ihren Leistungen passt die App die Übungen

an. Die Anwendung ist gratis und zeigt relativ

dezent Werbung an.

Abb. 5: UppTalk verspricht den Nutzern

Gratisanrufe und freie SMS,

egal zu welcher Nummer.

Badoo

Sie sind Single, auf einen heißen

Flirt aus oder einfach sonst auf der

Suche nach netten Leuten in der

Umgebung? Dann holen Sie sich Badoo

[LINK 6]. Badoo bezeichnet sich selbst nur als

Social Network, in erster Linie geht es aber

darum, einen Partner für ein Date zu finden.

Wir hatten in unseren Tests recht viel Spaß

mit der App und viele neue Leute kennen gelernt.

Allerdings gibt es auch ein paar kritische

Kommentare bei Google Play. Die App

ist gratis, lediglich für gewisse Angebote

müssen Sie Geld in die Hand nehmen.

★★★★★

Abb. 6: Sorgt bei genügend Disziplin

für die nötige Sommerfigur:

Push Ups Pro.

★★★★★

Abb. 7: Bei Badoo finden Sie haufenweise Leute zum flirten oder einfach nur zum Spaß haben.

1941 Frozen Front

Sie kennen Panzer General? Dann

schauen Sie sich unbedingt auch

mal das Spiel 1941 Frozen Front

[LINK 7] an. In diesem rundenbasierten Strategiespiel

geht es darum, den Gegener möglichst

lange aufzuhalten oder im Panzerkampf

zu besiegen. An der klirrend kalten

Ostfront kämpfen Sie dabei auf der Seite der

Sowjets oder der Deutschen um jeden Meter

Land. Ein klares Spiel für große Jungs, das

dank des recht anspruchvollen Schwierigkeitsgrades

auch nie langweilig wird. 1941

Frozen Front ist gratis und finanziert sich

über Werbung und In-App-Käufe. Die Werbung

lässt sich für 1,99 Euro auch entfernen.

Frozen Front erlaubt den Login via Google+

und somit auch das Spielen unter Freunden.

★★★★★

64

April 2014

Android-User.de


Apps

Teens & Singles

Lovoo

Ganz klar als Flirt-Netzwerk konzipiert

ist Lovoo [LINK 8]. Im Unterschied

zu Badoo ist das Netzwerk

von Lovoo deutlich kleiner, dafür finden sich

je nach Standort etwas mehr Leute aus der

Region, da Lovoo aus Deutschland stammt.

Die App ist gratis, es gibt aber In-App-Coins

für bestimmte Funktionen. Der Login erfolgt

via Facebook, Twitter oder E-Mail-Adresse.

Lovoo ist ein klarer Geheimtipp, das rosa

Radar klasse gemacht!

★★★★★

Periodenkalender

Neben Chats und Spielereien lässt

sich das Handy auch für praktische

Aufgaben nutzen. Zu diesen gehört

für Mädchen zweifelsohne der Periodenkalender.

Wer die Tage regelmäßig einträgt und

auch den Stimmungsbarometer ausfüllt, lernt

nicht nur seinen Körper besser kennen, sondern

auch besser und einfacher mit der Periode

umzugehen. Der Periodenkalender

[LINK 9] ist eine der besten Apps zu diesem

Thema bei Google Play. Die App überzeugt

durch ein sehr schönes Design, berechnet

auch automatisch Ihre fruchtbaren Tage und

zeigt Ihnen an, wann Sie das nächste Mal mit

der Regel rechnen können. Ihre privaten

Daten können Sie mit einem Passwort schützen.

Leider gibt es die App nur als Gratisversion

mit Reklame. Eine Pro-Version bietet der

Entwickler nicht zum Kauf an.

★★★★★

Abb. 8: Frozen Front ist quasi der Panzer General für Android-Tablets.

und Pandora-Accounts können mit der

Bandsintown-App synchronisiert werden.

Damit können noch umfassendere Suchergebnisse

erzielt werden. Um der App auch

eine Recherchegrundlage zu geben, muss

man zu guter Letzt den eigenen Aufenthaltsort

mit einem Suchradius von bis 100 Kilometer

eingeben. Anschließend sucht

Bandsintown nach aktuelle Daten zu den

einzelnen Bands und zeigt an, ob und wo

diese soeben auf Tour sind. Falls sie in den

eigenen Dunstkreis kommen sollten, sendet

die Anwendung folgerichtig einen Alarm aus.

Neben den Konzertterminen der Bands

präsentiert die Applikation dem begierigen

Fan außerdem auch Vorschläge für neue und

unbekannte Bands, die sie aus dem Musikgeschmack

des Nutzers eruiert. Auf diese

Weise erweitert sich das eigene Musik Know-

Bandsintown

Auf die Frage,

wann Lady Gaga

oder die Lieblingsband

wieder in der Nähe

spielt, gibt Bandsintown

[LINK 10] die passende und

vor allem rechtzeitige Antwort.

Hat man sich via Facebook

eingeloggt oder per E-

Mail registriert, analysiert

die Anwendung zunächst

die eigenen Band-Likes und

die auf dem Smartphone

hinterlegte Musik. Danach

speichert sie die auf diese

Weise ermittelten Lieblingsbands

für die spätere Verwendung

ab. Auch last.fm

Abb. 9: Flirten bis man den passenden

Partner gefunden hat. Das

und noch mehr geht mit Lovoo.

Abb. 10: Wer seine Tage und die

Nebenwirkungen einträgt, lernt

seinen Körper besser kennen.

Abb. 11: Heute noch was vor? Dann

schauen Sie am besten in die App

Bandsintown rein.

Android-user.de April 2014 65


Apps

Teens & Singles

Abb. 12: Die App erinnert Sie an

die Antibabypille und alle anderen

wichtigen Medikamente.

How dank der Anwendung möglicherweise

noch. Zudem stellt die Anwendung Informationen

zum Veranstaltungsort und zur Anfahrt

zur Verfügung und zeigt Ihnen, welche

Facebook-Freunde auch daran teilnehmen.

★★★★★

Lady Pill Reminder

Gehören Sie zu den Frauen, die es

sich nicht merken können, ob sie

die Pille heute schon genommen

haben oder noch nicht, und nehmen Sie die

Pille, dann ist die Anwendung Lady Pill Reminder

[LINK 11] unser Tipp für Sie. Die Erinnerungsapp

hat eine sehr schön gestaltete

Oberfläche und bietet Ihnen außerdem zahlreiche

Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich

Ihres verwendeten Medikaments und der

dazu passenden Erinnerungsfunktion. Besonders

praktisch: Um die Erinnerung zu bestätigen

bzw. abzuschalten reicht es in dieser

Anwendung nicht, einfach nur das Erinnerungs-Popup

wegzuklicken, sondern Sie

müssen auf dem Display auch noch die entsprechende

Pille für diesen Tag herausdrücken.

Die Anwendung Lady Pill Reminder ist

gratis und werbefinanziert.

★★★★★

Dropchord

Bei diesem Spiel [LINK 12] erwarten

Sie neben richtig coolen Beats auch

noch eine atemberaubenden Grafik

kombiniert mit einer wirklich innovativen

Steuerungen. Innerhalb eines Kreises tauchen

verschiedene Elemente auf, die Sie mit

einer Sehne treffen müssen (oder auch nicht

treffen dürfen). Der Erfolg hängt bei Dropchord

davon ab, wie Sie die Sehne im Spiel

steuern. Ganz so viel Spaß wie mit einer Motion

Control Camera macht Dropchord auf

dem Smartphone zwar nicht, aber die 75

Cent, die Sie für diese Anwendung investieren

müssen, lohnen sich schon allein für den

wirklich tollen und coolen Sound den die

Anwendung im Gepäck hat.

★★★★★

Feedly

Der Google Reader ist tot – es lebe

Feedly [LINK 13]. Wenn Sie Ihre tägliche

Portion Nachrichten nicht über

die App vom Spiegel oder über die Bild-App

lesen, dann ist Feedly die aktuell beste App

für News auf dem Handy. Die einzelnen

Nachrichten-Feeds lassen sich individuell zusammenstellen,

sodass Sie die Auswahl an

Themen und Medien auf dem Handy oder

Tablet serviert bekommen, die Sie interessieren,

nicht die Vorwahl einer Redaktion. Über

die zugehörige Browser-Erweiterung kann

man zudem ganz einfach neue Nachrichtenquellen

einrichten.

★★★★★

MyDealZ

Was wäre das Leben ohne Schnäppchen!

Damit Sie auch garantiert keines

verpassen, gibt es die App My-

DealZ [LINK 14] zum gleichnamigen Portal. Die

App zeigt Ihnen jeden Tag die besten

Schnäppchen an und Sie können auch eigene

Deals einreichen. Über die Push-Nachrichten

verpassen Sie garantiert kein günstiges Tablet

oder Handy mehr und können rechtzeitig zuschlagen,

bevor der Deal zu Ende ist. Lediglich

das altbackene Layout sorgt für einen

Stern Abzug.

★★★★★

Abb. 13: Dropchord ist kein Game von der Stange, macht dafür aber immer wieder Spaß.

We heart it

Früher teilte man seine Fotos via

Facebook und Twitter. Dann kam

Instagram und aktuell gibt es Dutzende

Foto-Communities für jeden Geschmack.

Ein recht neuer Player heißt We

heart it [LINK 15] und zählt mittlerweile über

eine Million Installationen unter Android.

Wenn Sie Instagram kennen oder EyeEm

nutzen, muss man We heart it wohl kaum

66

April 2014

Android-User.de


Apps

Teens & Singles

noch vorstellen: Sie melden

sich an, folgen Personen,

die Fotos hochladen,

die Ihnen gefallen und Sie

markieren besonders

schöne Fotos mit einem

Herz. Seit dem neuesten

Update Mitte August kann

man endlich auch aus der

App heraus Ihre eigenen

Fotos hochladen und muss

nicht mehr wie bisher den

Umweg über die Webseite

gehen. We heart it gibt es

im Google Play Store gratis

zum Download.

Über einen Klick auf ein

bestimmtest Minibild erscheint

die Vollansicht.

Hier können Sie das Foto

auch gleich herunterladen

oder sehen, wer es gepostet

hat. Auf diese Weise finden Sie interessante

Personen und können die besten Fotos

mit Herzen versehen. Ob Ihre Freunde bereits

bei We heart it aktiv sind, erfahren Sie

über die Seitenleiste, die Sie, im aktuellen

Android-Stil gehalten, über die drei Striche

oben links ausklappen. Hier bietet die Anwendungen

die Möglichkeit, Freunde bei Facebook,

Twitter oder im Adressbuch zu finden.

Alternativ können Sie auch einfach

nach einem bestimmten Namen suchen.

We heart it hebt sich positiv von anderen

Foto-Communties ab, indem man in den Einstellungen

zwei Checkboxen zur Privatsphäre

setzen kann. So wird man nicht automatisch

gefunden, wenn man das nicht

möchte und man kann festlegen,

das dem eigenen Fotostream

nur bestimmte Leute

folgen dürfen. Somit kann

man auch private Fotos über

We heart it in einer kleinen

Runde teilen.

★★★★★

Abb. 14: Mit Feedly lesen Sie Ihre

Lieblingswebseiten unter einer

hübschen grafischen Oberfläche.

zeigt Ihnen detaillierte Anleitungen für praktisch

jeden Muskel und mit präzisen Angaben

zu den Gewichten. Die Gratisversion von

Fitness Buddy enthält mehr als 300 Übungen.

Die Vollversion der Anwendung mit

über 1700 Trainings kostet 1,48 Euro. Die Applikation

gibt es allerdings nur in Englisch.

★★★★★

Abb. 15: Dank der MyDealZ-App

verpassen Sie garantiert kein

Schnäppchen mehr.

Mobile.de

Ist die Karre wieder einmal kaputt,

muss ein neues Auto her. Eine der

besten Apps für den Autokauf ist

aktuell mobile.de [LINK 17]. Mit dieser App

Fitness Buddy 300+

Sie verfügen über

einen Fitnessraum

mit passenden Geräten

aber haben absolut

keine Lust, sich irgendwelche

Übungen auszudenken?

Dann ist der Fitness Buddy

300+ [LINK 16] genau die richtige

Anwendung für Sie. Sie

Abb. 16: Auf den ersten Blick ist We

heart it nur eine normale Fotocommunity.

Die App bietet aber mehr.

Abb. 17: Fitness Buddy 300+ ist die

ideale App für alle, die zu Hause

trainieren können.

Abb. 18: Mit mobile.de finden Sie

im Handumdrehen ein neues Auto

oder verkaufen das alte.

Android-user.de April 2014 67


Apps

Teens & Singles

Abb. 19: The Room ist ein schlichtes Adventure, das aber für viele Stunden Spielspaß sorgt.

können Sie sich quasi Ihr Wunschauto suchen

lassen, bevor das alte Schrott ist oder

die aktuelle Kiste verkaufen und sich gleichzeitig

nach einem günstigen Ersatz umschauen.

Die Umsetzung der Android-App ist

sehr gut gelungen, das Design könnte aber

etwas moderner sein.

★★★★★

The Room

The Room [LINK 18] ist ein einfaches

Adventure. Sie landen in einem

mysteriösen Raum und müssen Rätsel

lösen. Mit jedem Rätsel wird die Geschichte

weiter erzählt und der Spannungsbogen

bis zum Schluss aufgebaut. Dabei ist

The Room nicht zu leicht, aber auch nicht zu

schwer, und wenn man dann

einmal nicht mehr weiter

weiß, schreitet die Hilfefunktion

ein. Die 79 Cent für die

Anwendung sind sehr gut investiert:

The Room wird Sie

auf keinen Fall enttäuschen!

★★★★★

befindet, den andere auf keinen Fall mitbekommen

sollen. In einem solchen Fall gibt es

eine einfache Lösung: Man gibt bei Facebook

oder WhatsApp einfach vor, an einem anderen

Ort zu sein. Das muss nicht gleich London,

New York oder Paris sein, es kann auch

die eigene Schule oder das Einkaufszentrum

sein, während man sich eigentlich an einem

ganz anderen Ort befindet. Dazu muss man

lediglich eine passende Anwendung installieren,

zum Beispiel Fake GPS – Location Spoofer

[LINK 19] und in den Entwickleroptionen

der Anwendung die falschen Standorte erlauben.

Aber Vorsicht Kids: von den Eltern installierte

Sicherheits-Applikationen oder der

neue Google Dienst zur Geräteadministration

können das Handy un den Besitzer trotzdem

genau orten!

★★★★★

TappOro

Wer sich sein Smartphone selbst finanzieren

muss und dabei für jeden

Euro dankbar ist, wird an TappOro

[LINK 20] Gefallen finden. Bei dieser Anwendung

sammelt man Punkte („Oro“ genannt),

die man dann in Gutscheine oder auch Bargeld

einlösen kann. Um an die Punkte zu gelangen

muss man andere Applikationen installieren

oder Werbevideos anschauen. Das

Angebot ist recht üppig. Oros lassen sich

auch durch das Anschauen von Werbevideos

sammelns. Im TappOro Store lassen sich die

Oros dann in Sach- oder Geldprämien eintauschen.

Für eine 5-US-Dollar-Prämie werden

5000 Oro gefordert. Damit ist die Anwendung

sogar vergleichsweise rentabel.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30484

Fake GPS –

Location spoofer

Wenn man seinen

Standort bei Whats-

App oder Facebook

üblicherweise teilt, dann fällt

es auf, wenn man das einmal

nicht tut, weil man sich zum

Beispiel gerade an einem Ort

Abb. 20: Dank Fake GPS verschicken

Sie Statusmeldungen

von den Malediven.

Abb. 21: Tapporo ermöglicht das

Geldverdienen durch das

Anschauen von Werbevideos.

68

April 2014

Android-User.de


Apps

Appseits des Mainstreams

Appseits des Mainstreams

Gewusst

wie…

Sie lösen Probleme, von denen man gar nicht wusste,

dass man sie hat. Sie sind schlank, auf wenige Funktionen

fokussiert und dennoch supernützlich: In den

Untiefen des Google Play Stores tummeln sich unzählige

praktische Helferlein-Apps. Man muss sie nur

finden. Wir haben für Sie wieder appseits des

Mainstreams gefischt … Carsten Müller

Iulia Brovchenko, 123RF

Abb. 1: Die App SMS Sent Time

zeigt auch an, wann die SMS

abgeschickt wurde.

Kleinere, unbekannte Apps haben es

schwer, sich gegen jede Menge –

mit Verlaub – Müll und die Blockbuster-Apps

durchzusetzen. Zum

Glück gibt es Android User: Wir werfen regelmäßig

die Netze aus und bergen die unscheinbaren

App-Schätze für Sie aus dem

Google Play Store.

SMS Sent Time

Die meisten SMS-Apps zeigen mit

Datum und Uhrzeit an, wann eine

SMS auf dem Gerät

empfangen wurde. Interessant

zu wissen wäre häufig

jedoch auch, wann die SMS

versendet wurde. Ein Beispiel:

Ihr Smartphone ist

ausgeschaltet, weil Sie mehrere

Stunden in einer Besprechung

oder gerade im

Flugzeug sitzen. Anschließend

schalten Sie es um 16

Uhr ein und erhalten sogleich

eine SMS. Korrekt

zeigt Ihre SMS-App an, dass

Sie um 16:01 Uhr eine SMS

erhalten haben. Aber wann

hat der Absender diese eigentlich

abgeschickt? Gerade

eben erst vor einer Minute

oder bereits vor drei

Abb. 2: Nach dem Start von Network

Toggle befinden Sie sich in

der Auswahl der Netzwerke.

Stunden? Bei wirklich wichtigen Nachrichten

kann das schon mal zu unschönen Verwicklungen

zwischen dem Absender und Ihnen

als Empfänger führen. Die Anwendung SMS

Sent Time [LINK 1] ist hier eine clevere Lösung.

Einmal installiert und aktiviert, fügt sie automatisch

jeder eingehenden Kurznachricht

das Datum und die Zeit des Versendens

hinzu. Ganz besonders toll ist, dass sich das

Format des Hinweises mithilfe der Felder für

Datum und Zeit frei gestalten lässt.

Network Toggle

Wer in der Grenzregion

zu einem

anderen Land lebt,

kennt das Problem: Dort wo

das heimatliche Mobilfunknetz

schwach ist, verbindet

sich das Smartphone automatisch

mit einem ausländischen

Netzwerk – mit Folgen

für den eigenen Geldbeutel,

denn Roaming kann

teuer werden. Besonders ärgerlich

ist, dass das Zurückwechseln

in das Heimatnetz

mitunter selbst dann nicht

erfolgt, wenn das eigene

Netz wieder voll da ist: Solange

das fremde Netz ausreichende

Feldstärke liefert,

70

April 2014

Android-User.de


Apps

Appseits des Mainstreams

bleibt das Smartphone stur

dort eingeloggt. Aber man

kann das Netz ja auch manuell

wählen. Das geht völlig

problemlos, allerdings

muss man sich jedes Mal

durch mehrere Menüs hangeln.

Die Mini-App Network

Toggle [LINK 2] verkürzt diesen

Weg auf einen einzigen

Klick. Einfach die Anwendung

starten und Sie befinden

sich im Netzwerkauswahlmenü.

Nichts konfigurieren,

nichts einstellen.

Einfach nur die App starten.

Einfacher geht’s nicht!

Tethering Widget

Ähnlich simpel

kommt Tethering

Widget [LINK 3]

daher: Auch hier handelt es sich um eine Abkürzung,

die Ihnen den Weg durch die Einstellungen

des Android-Smartphones erspart.

Wer häufig über sein Smartphone einen

WLAN-Hotspot bereitstellen möchte, wird

das sehr zu schätzen wissen. Zwei verschiedene

Widgets stellt die App bereit – Konfiguration

ist auch hier nicht notwendig, es existiert

noch nicht einmal ein App-Icon. Die beiden

Widgets finden Sie vielmehr nach der Installation

der App in der Widget-Liste Ihres

Smartphones. Sie haben dort die Wahl zwischen

Widgets der Größe 2x1 und 1x1. Das

größere Widget stellt zwei Schaltflächen zum

direkten Aufbau einer USB- oder WLAN-

Netzwerkverbindung zur Verfügung. Beim

Platzieren des kleineren

Widgets müssen Sie sich

entscheiden, ob es für eine

USB-Verbindung oder einen

WLAN-Hotspot sorgen soll.

Einmal auf dem Homescreen

platziert, tippen Sie

nur noch die Schaltfläche an

und die Verbindung wird

automatisch aufgebaut.

Durch rote und grüne Einfärbung

signalisiert die

Schaltfläche, ob die Verbindung

aktiv ist oder nicht.

ShareListener

ShareListener

[LINK 4] ist eine der

vielen praktischen

Applikationen, die sich für

die effiziente Nutzung der

Abb. 3: Das Tethering Widget stellt

zwei Widgets zum raschen Aufbau

eines Hotspots bereit.

Abb. 4: Überall, wo Sie einen Browser

auswählen können, sollten Sie

Links mit ShareListener teilen.

Teilen-Funktionalität von

Android eignen. Die App ist

spezialisiert darauf, Links

aus anderen Apps über die

Teilen-Funktion bereitzustellen

– und zwar auch dann,

wenn die betreffende App

das Teilen von Links gar

nicht vorsieht. Dazu registriert

sich ShareListener im

Android-System als Browser.

Überall dort, wo beim Antippen

eines Links (etwa zu

einer Webseite) die Browser-Auswahl

erscheint, steht

dann auch ShareListener

zur Verfügung. Wählen Sie

nun ShareListener aus,

übergibt die App den angetippten

Link an das Teilen-

Menü Ihres Geräts. Dort

wiederum stehen sämtliche

Apps zur Verfügung, die als Ziel zum Teilen

des Inhalts bereitstehen – also zum Beispiel

WhatsApp, E-Mail, Facebook und so weiter.

Ansonsten fällt ShareListener überhaupt

nicht auf – es existiert weder ein App-Icon,

noch sind irgendwelche Einstellungen zu tätigen.

ShareListener hält sich vornehm im

Hintergrund und macht sich beim Teilen von

Links einfach nur dezent nützlich. Prima!

File-upload.net Uploader

Ebenfalls über das Teilen-Menü verrichtet

der File-upload.net Uploader

[LINK 5] seinen praktischen Dienst.

Die App nutzt den kostenfreien File-upload.

net Service, über den Sie – auch völlig ohne

eine Anmeldung bei diesem

Dienst – Dateien mit anderen

austauschen können.

Möchten Sie etwa ein längeres

Video mit mehr als 25

MByte mit einem Freund

teilen, dann fallen Dienste

wie WhatsApp oder E-Mail

aufgrund der Dateigröße in

aller Regel aus. Mit dem

File-upload.net Uploader

haben Sie nun eine einfache

Möglichkeit, die Datei weiterzugeben.

Dazu teilen Sie

das Video über die Teilen-

Funktion Ihres Dateimanagers

oder der Galerie und

wählen als Ziel File-upload.

net Uploader aus. Der Upload

auf den File-upload.

net-Server erfolgt dann um-

Abb. 5: Zum Austausch großer

Dateien empfiehlt sich File-upload.

net Uploader im Teilen-Menü.

Android-user.de April 2014 71


Apps

Appseits des Mainstreams

Abb. 7: Discogs ermöglicht komfortablen

Zugriff auf eine gigantische

Tonträgerdatenbank.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31991

gehend. Ist die Datei hochgeladen,

stellt Ihnen die

App drei verschiedene Links

zum Zugriff auf die Datei

bereit: die pure URL als

Standard-Link sowie Formatierungen

für Internet-Foren,

die BBCodes nutzen, und

einen HTML-formatierten

Link. Beim Antippen des gewünschten

Formats legt die

App dann den Link in die

Zwischenablage. Diesen

können Sie von dort zum

Beispiel in Ihrem Messenger

oder in eine E-Mail einfügen.

Der Empfänger klickt

dann nur noch auf den Link

und kann die bereitgestellte

Datei herunterladen. Wer

keine Cloud nutzen und nur

gelegentlich eine größere

Datei versenden möchte, für den ist File-upload.net

Uploader eine absolute Pflicht-App!

Video Toolbox Editor

Manchmal möchten Sie vielleicht

keinen Upload-service nutzen –

etwa weil das private Video auf gar

keinen Fall in die falschen Hände geraten

soll. Sie wollen es aber dennoch per E-Mail

oder WhatsApp an einen Freund weitergeben.

In diesem Falle hilft der Video Toolbox

Editor [LINK 6], der darauf spezialisiert ist, Videos

auf einfache Weise zu bearbeiten. Nach

dem Start der App wählen Sie über Edit or

convert a video file das gewünschte Video.

Anschließend stellt Ihnen die Toolbox Werkzeuge

zum Bearbeiten zur

Verfügung: Drehen des Videos

um eine bestimmte

Gradzahl, horizontales und

vertikales Spiegeln, Kürzen

des Videos, Verändern der

Größe (Breite/​Höhe), Verändern

der Video- und Audio-

Bitrate sowie das Löschen

der Audiospur des Videos.

Mit diesen Mitteln sind Sie

bestens ausgestattet, um das

Video zu bearbeiten und

auch die Größe der Datei zu

reduzieren. Video Toolbox

Editor arbeitet dabei äußerst

zuverlässig und unterstützt

eine breite Palette an Videoformaten

für die Ein- und

Ausgabe, darunter MP4,

FLV, MOV, MKV und WebM.

Abb. 6: Video Toolbox Editor stellt

die wichtigsten Funktionen zur

Videobearbeitung zur Verfügung.

Abb. 8: Mit seiner Vielzahl an

Detailinformationen ist Discogs für

Sammler unverzichtbar.

Dieses praktische Schweizer

Messer in Sachen Videobearbeitung

verdient eine uneingeschränkte

App-Empfehlung!

Ein kleiner Tipp

am Rande: Da die Konvertierung

auch kurzer Videos

in aller Regel mehrere Minuten

dauert, sollten Sie sicherstellen,

dass keine automatischen

Taskkiller auf

Ihrem System im Hintergrund

aktiv sind – sonst laufen

Sie Gefahr, dass die Umwandlung

des Videos mittendrin

abgebrochen wird.

Discogs

Discogs.com ist

eine von Usern für

User aufgebaute

riesige Datenbank für Diskografien

von Musikern und Plattenlabeln. Sie

wollen wissen, auf welchen Tonträgern „Satisfaction“

von den Rolling Stones zu finden

ist? Oder wann die „Bohemian Rhapsody“

von Queen zum erstem Mal zu hören war?

Fragen dieser Art beantwortet Ihnen Discogs.

com [LINK 7]. Wenn Sie sich dort als Nutzer registrieren,

können Sie die Datenbank auch

zum Aufbau Ihrer persönlichen Wunschliste

nutzen. Die App Discogs stellt Ihnen auch

für Smartphone und Tablet ein komfortables

Frontend zur Verfügung. Die App ist erfreulich

schlicht und einfach gehalten, denn hier

zählen vor allem Inhalt und Information.

Und beides stellt Discogs zuverlässig und

klar gegliedert zur Verfügung. Über Search

suchen Sie nach einem beliebigen

Begriff. Das kann

der Interpret sein, ein

Album- oder ein Songtitel.

Alternativ lässt sich auch

der Barcode eines Tonträgers

einlesen. Anschließend

präsentiert Ihnen die App

die Suchergebnisse – in aller

Regel auch inklusive der

Abbildung des Covers.

Durch Antippen eines der

Suchergebnisse gelangen Sie

in die Details. Der Umfang

der Discogs-Datenbank

sowie die schnelle Recherchemöglichkeit

machen die

App zu einem Must-have für

jeden, der sich ernsthaft für

Musik interessiert. Unbedingt

anschauen! ● ● ●

72

April 2014

Android-User.de


Apps

Wondershare MobileTrans

Wondershare überträgt Daten von Handy zu Handy

Wundertrans

Es ist keine fünf Jahre her, dass

Smartphones die Handys abgelöst

haben, Android Apple überholt

hat, Symbian zu einem Auslaufmodell

geworden ist und mit Tablets eine völlig

neue Geräteklasse entstand. Hielt ein Handy

früher ein paar Jahre, wechseln viele Nutzer

aktuell schon nach Monaten das Modell –

doch wie kommen die Daten vom alten auf

das neue Gerät?

Wondershare MobileTrans verspricht die

Übertragung Ihrer Kontakte, SMS, Musik, Videos,

Fotos, der Anruflisten und Apps mit

nur einem Klick. Die beiden letztgenannten

lassen sich aus naheliegenden Gründen nur

innerhalb des Android-Systems übertragen:

iOS-Apps sind unter Android nicht lauffähig.

Die Datenübertragung erfolgt nicht direkt

zwischen den Geräten, sondern über einen

Windows-PC (Windows 8/​7/​Vista/​XP).

Wondershare erlaubt Ihnen den Download

einer kostenlosen Testversion, mit der Sie die

Konnektivität Ihrer Geräte ausprobieren können.

Leider ist damit nur die Übertragung

von fünf Kontaktadressen möglich. Die Vollversion

kostet 39,99 Euro.

Wir haben die Anwendung mit vier

Samsung-Phones der neuesten Generation,

Abb. 1: Auf der Webseite von Wondershare können Sie eine Testversion

herunterladen, die die Übertragung von sechs Kontakten erlaubt.

dem Asus Padfone New Infinity und einem

iPad getestet. Laut Datenbank sollen insgesamt

2000 Geräte lauffähig sein. Die Liste

gibt es auf der Webseite des Anbieters.

Nach der Installation und dem Start des

Programms sehen Sie ein zweigeteiltes Fenster.

Da keine Zwischenspeicherung auf Ihrem

Desktop erfolgt, läuft die Datenübertragung

live, indem Sie beide Geräte gleichzeitig über

jeweils ein USB-Kabel anschließen. Sie benötigen

deshalb zwei freie USB-Buchsen. Wondershare

prüft anschließend, ob die entsprechenden

Treiber installiert sind.

Besonderheiten

In den Einstellungen des Android-Phones

müssen Sie das USB-Debugging aktivieren.

Gehen Sie in den Geräteeinstellungen in die

Rubrik Entwickler-Optionen. Bei allen aktuellen

Android-Geräten muss diese Rubrik erst

sichtbar gemacht werden, indem Sie unter

Infos zum Gerät einige Male auf den Eintrag

Buildnummer klicken. Anschließend werden

die Entwickler-Optionen eingeblendet.

Um auch Apps mit Wondershare zu übertragen,

müssen Sie noch einmal in die Geräteeinstellungen

Ihres neuen Handys. Standardmäßig

blockiert Android die Installation

von Apps unbekannter

Herkunft. Anwendungen,

die nicht aus dem Play

Store stammen, sollen aus

Sicherheitsgründen keinen

Zugang haben. Da Sie die

Herkunft ja kennen (sollten),

setzen Sie – während

der Übertragung – den

Haken bei der Checkbox in

den Android-Einstellungen

unter Sicherheit. Auch dieser

Vorgang ist systembedingt

notwendig.

Obwohl unsere mobilen

Testgeräte in allen anderen

Bei einem Gerätewechsel

unter Android überträgt

Google den

Kalender und die Kontakte

problemlos. Wollen

Sie hingegen SMS,

Anruflisten, Fotos, Musik

und mehr übertragen,

dann wird es schon

etwas schwieriger.

MobileTrans hilft Ihnen,

Daten zwischen Android,

Symbian und iOS-

Geräten zu übertragen.

Peer Kintrup

Android-user.de April 2014 73


Apps

Wondershare MobileTrans

Bereichen dem verwandten

PC bekannt waren und

verbunden werden konnten,

hatte MobileTrans

wiederholt Probleme, diese

sofort zu erkennen. Nach

dem ersten Start erkannte

die Software zunächst den

Cardreader und den Bluetooth

USB Host Controller.

Der Trick besteht darin,

mittels rechtem(!) Mausklick

auf die oberhalb der

Grafiken befindlichen Bezeichnungen

einen neuen

Port auszuwählen. Danach

wechselt die Anzeige nach jedem Rechtsklick

durch die unbenötigten USB-Anschlüsse und

nervt jedes Mal mit einer Genehmigung

durch die Benutzerkontensteuerung.

Wir haben den Support auf diesen Bug

aufmerksam gemacht und halten es für sinnvoll,

wenn in der Bedienoberfläche erwähnt

wird, dass man mit der rechten Maustaste

auf die entsprechenden Telefonnamen klicken

muss, um den nächsten USB-Port zu

prüfen. Noch besser wäre es, wenn die Software

automatisch erkennen würde, an welchen

Eingängen Telefone angeschlossen sind.

Bevor Sie den zu kopierenden Inhalt im

mittleren Fenster auswählen, sollten Sie darauf

achten, dass die Richtung der Datenübertragung

stimmt! Links steht das Quelltelefon

und rechts das Zieltelefon. Es wird also

immer von links nach rechts kopiert.

Endlich kopieren

Wenn Sie Wert darauf legen, Ihre bisherigen

SMS-Dialoge zu behalten, erledigt Wondershare

das mit einem Klick. Die Nachrichten

finden Sie dann in der richtigen zeitlichen

Reihenfolge auf Ihrem neuen Handy.

Dieses Feature ist sehr praktisch!

Abb. 2: Die Aktivierung des Debugging-Modus wird in der Software gut

erklärt. Wie es bei Samsung funktioniert, erklären wir in diesem Artikel.

Wenn es Ihnen egal ist, auf welchem Server

Ihre Kontakte gespeichert werden, überspringen

Sie diesen Abschnitt. Spätestens

seitdem die NSA als Synonym für den gläsernen

Bürger steht, könnte die direkte Übertragung

der Kontaktliste ohne Cloud durchaus

von Wert sein. Viele Arbeitgeber unterbinden

zudem die Synchronisation über externe Anbieter

auf Firmentelefonen. Wir haben uns

deshalb erhofft, dass die Übertragung der

Kontakte von diversen Anbieter-Accounts direkt

in den Gerätespeicher des Zieltelefons

möglich ist. MobileTrans bleibt auch hier bei

dem Alles-oder-nichts-Prinzip und lässt

keine Wahl der Kontaktquelle zu. Es werden

also alle gefundenen Kontakte vom alten

Handy auf das neue übertragen, egal wie

diese gespeichert waren.

Nach der Übertragung vom Asus Padfone

Infinity befanden sich seltsamerweise alle

Google-Kontakte im Samsung-Account des

S4 Zoom. Obwohl wir auf dem Zielgerät den

Sync zum Google-Account und zu den

Samsung-Servern deaktiviert hatten und das

WLAN abgeschaltet war. Erst nachdem wir

das Samsung-Konto komplett entfernten, erfolgte

die Speicherung im Gerät. Wir lassen

es offen, ob Samsung oder

Wondershare hier die Finger

im Spiel hatte, aber es

ist in jedem Fall gut zu

wissen, dass Sie alle Konten

auf dem Zielgerät löschen

sollten, um Kontakte

nur lokal zu speichern!

Abb. 3: Kein Telefon erkannt. Weder die Hinweise noch der Support lagen

bei der Fehlersuche richtig.

Apps behalten

Bereits installierte Apps

finden Sie jederzeit im Play

Store, wenn Sie oben links

in der Ecke den Eintrag

Meine Apps wählen. Im

Laufe der Zeit kann die

74

April 2014

Android-User.de


Apps

Wondershare MobileTrans

Abb. 4: Bei der Übertragung ist auf die Kopierrichtung zu achten. Das

Quelltelefon befindet sich links, das Zieltelefon rechts.

Abb. 5: Gekaufte Apps dürfen nicht kopiert werden. Die Installation muss

im Play Store nachgeholt werden.

Liste aber sehr lang werden und Sie müssen

viel scrollen um Ihre aktuell genutzten Apps

wiederzufinden. Meistens übersieht man

dann doch einige und muss die Prozedur

wiederholen. Leider gibt es in Wondershare

keinen Filter, der es erlaubt, einzelne Apps

zu behalten oder auszuschließen. Um die

Verbreitung von Raubkopien zu unterbinden,

ist das Übertragen von gekauften Apps nicht

möglich. Die nicht kopierten Apps werden

rot markiert. Falls Sie viele Kauf-Apps nutzen,

empfehlen wir, die Namen zu notieren

und die Apps manuell zu installieren.

Der Umgang mit den Medien

Fotos und Videos werden nicht in einen

neuen Ordner kopiert, sondern in den Camera-Ordner.

Beim ersten Datentransfer sollten

Sie die Videoübertragung nicht zu aktivieren,

da diese unter Umständen sehr lange

dauern kann.

Auch Musikdateien transferiert die App

problemlos. Unser Musik-Quellordner befand

sich beim Testgerät auf einer externen Speicherkarte.

Die Songs schob die App aber in

den Standardordner Music auf dem Zielgerät.

Wenn Sie also viele Songs auf Ihrer SD-Karte

gespeichert haben, lassen

Sie diesen Schritt aus, um

nicht den internen Speicher

zu füllen.

Mit iPhone nur

begrenzt

Bekanntlich geht Apple in

vielen Belangen seinen eigenen

Weg: Abschottung

ist das Motto und so sind

die Geräte nicht sehr kommunikativ.

Musikdateien

sind im Netz der hauseigenen

iTunes-Software gefangen,

werden nicht im Dateimanager

angezeigt, und auch Wondershare

kann da keine Wunder vollbringen.

Immerhin lassen sich aber die Kontakte und

Fotos übertragen. Dass Apps aus dem iOS-

App-Store außen vor bleiben, erwähnen wir

hier nur der Vollständigkeit halber noch einmal.

Für alle Funktionen gilt: iTunes muss

auf dem PC installiert sein, auf dem Sie Wondershare

verwenden.

Fazit

Wondershare MobileTrans ist eine einfach zu

bedienende Software, um Daten zwischen

unterschiedlichen Systemen zu kopieren. Die

Verbindung und der Wechsel angeschlossener

Phones kann mitunter aber etwas hakelig

sein und die Erkennung braucht noch etwas

Feinschliff, wenn die Software dem Anspruch

einer zuverlässigen Benutzung gerecht werden

will. Zugunsten der Einfachheit setzt die

App stets auf „alles oder nichts“. Darauf Einfluss

nehmen zu können, wäre zumindest

manchmal sinnvoll. Auf der Webseite gibt es

eine kostenlose Testsoftware. Die Vollversion

der App kostet 39,99 Euro. Für Nutzer, die

das Programm häufiger einsetzen können, ist

der Kauf durchaus empfehlenswert. ● ● ●

Abb. 6: Apple erlaubt den externen Zugriff auf Kontakte und Fotos. Apps

und Medien dürfen nur innerhalb von iTunes übertragen werden.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32243

Android-user.de April 2014 75


Apps

Top 10 Geheimtipps

Die besten 10 Android-Geheimtipps

Top 10

Sie benutzen Android schon länger und sind es leid, immer

wieder von den gleichen tollen Apps zu lesen, die Sie schon

längst in- und auswendig kennen? Dann werfen Sie einen

Blick auf unsere zehn Geheimtipps! Tristan Steinhage

Jorgen McLeman, 123RF

Abb. 1: SickSky kombiniert die für

viele Nutzer wichtigen Widgets mit

einem schlichten Launcher.

Jung & dynamisch. Mit diesen Worten

lassen sich unsere zehn Top-

Apps am ehesten beschreiben. Denn

egal, ob Sie ein alter Android-Hase

oder erst jüngst zu Android gewechselt sind:

Diese zehn Apps sollten auf Ihrem Handy

nicht fehlen!

SickSky Launcher

Was den SickSky Launcher [LINK 1]

so gut macht, fällt Ihnen nach dem

ersten Blick vielleicht nicht auf. Der

Launcher kombiniert einfach tolle Widgets

wie ein Wetter- und ein Kalender-Widget mit

einem schönen und schlichten Launcher.

Das Design ist minimalistisch und Sie

verlieren aufgrund der Schriftart und des

schlichten Designs nicht wie bei anderen

alternativen Launchern den Überblick.

SickSky Launcher befindet sich laut Entwickler

noch im Beta-Status. Wir konnten

aber keine Probleme feststellen. Mit

einer Downloadgröße von etwas mehr

als 300 KByte eignet sich der Launcher

für alle Androiden ab Version 4.0.3, die

über wenig Ressourcen verfügen.

Real Madrid Kick

Dass sich in Smartphones integrierte

Kameras in letzter

Zeit stark verbessert haben,

ist jedem bekannt. Doch wussten Sie,

dass man mit einer Handykamera

auch die Geschwindigkeit eines Fußballs

messen kann? Mit Real Madrid

Kick [LINK 2] ist das möglich. So geht’s:

Nachdem Sie sich im Abstand von 11

Metern vor eine Wand oder ein Tor

gestellt haben, müssen Sie in der Anwendung

den Start-Button antippen,

der sich unter dem Reiter Schießen

befindet. Danach halten Sie Ihr Smartphone

quer und stellen sich seitlich zur Schussbahn,

zwischen den Ball und das Tor. Von

hier aus nehmen Sie den Torschützen wie gewohnt

mit dem Kamerabutton zum Filmen

auf. Die App zeigt anschließend die Geschwindigkeit

an und Sie können Ihr Ergebnis

in der Real Madrid Kick Community teilen.

Das Design der Applikation könnte

etwas besser sein und zudem zeigt die Anwendung

Reklame an. Alles in allem ist Real

Madrid Kick aber eine Must-have-App für

Fußballfans.

BikeNatureGuide

Wenn Sie schon einmal versucht

haben, über Google Maps eine Radtour

auf Radwegen zu planen, sind

Sie sicher nicht allzu weit gekommen. Um

diesem Problem aus dem Weg zu gehen, gibt

es die Applikation BikeNatureGuide [LINK 3].

Diese Anwendung versteht sich als Google

Maps für Radfahrer. Nachdem Sie ein

Wunschkartenpaket auf Ihr Smartphone heruntergeladen

haben, geben Sie das gewünschte

Ziel ein und schon zeigt Ihnen die

Anwendung die Route – soweit vorhanden –

auf Radwegen an. Leider gibt es Kartenpakete

vorerst nur für Österreich. Wir gehen jedoch

davon aus, dass die Entwickler die An-

76

April 2014

Android-User.de


Apps

Top 10 Geheimtipps

Abb. 2: In den Einstellungen der

Anwendung passen Sie die Entfernung

zum Tor an.

wendung recht schnell erweitern werden und

eine Radtour in oder durch Österreich macht

ja auch Spaß!

YouSnap

Haben Sie es satt, wenn Sie Folien

oder Skizzen von einer Präsentation

festhalten wollen, Sie sich jedoch

seitlich von der Leinwand befinden und

somit keinen guten Blickwinkel haben?

Genau dieses Problem löst die Anwendung

YouSnap [LINK 4]. Nachdem Sie ein Bild mit

der Applikation aufgenommen haben, wird

der Blickwinkel zum Beispiel von der Leinwand,

des Bildschirms oder des Notizblocks

von YouSnap geändert und Sie schauen geradewegs

auf das Motiv zu. Das Ergebnis speichern

Sie als PDF oder JPG-Datei, teilen es

mit Ihren Facebook-Freunden oder verschicken

es via E-Mail. Der einzige große Nachteil

der Gratis-App besteht in der Werbung,

die Sie leider nicht ausschalten können.

Phase6

Gehören Sie auch

zu den Leuten,

die sich Vokabeln

einfach nicht merken können?

Mit Phase6 [LINK 5] lernen

Sie Ihre Vokabeln

nach einem sinnvollen

System, das jeden Lernvorgang

aus sechs Phasen zusammensetzt.

Wenn Sie

einen Begriff in diesen

sechs Phasen richtig beantwortet

haben, erscheint

er nicht mehr in der Abfrage.

Wird eine Vokabel

falsch beantwortet, setzt

die Applikation den Status

dieser Vokabel zurück.

Phase 6 stellt also den

guten alten Zettelkasten in

digitaler Form dar. Sie können

die Anwendung entweder gratis nutzen

oder Sie kaufen Packages zu den einzelnen

Büchern. Sollten Sie etwas kaufen möchten,

finden Sie diese Option im Menü unter Inhalte

kaufen. Die Vokabeln zum Französischbuch

„À Plus! 1“ kosten zum Beispiel 6,99

Euro. Die Vokabeln können Sie jedoch auch

über die „herkömmliche“ Art und Weise manuell

eingeben, und zwar im Menü über den

Button Eingabe. Die Anwendung selbst ist

kostenlos.

Abb. 3: BikeNatureGuide bietet bis

heute leider nur für Österreich Kartenmaterial

an.

Abb. 4: Per Drag&Drop lässt sich die verzerrte Ansicht in YouSnap auch

von Hand korrigieren.

MediSafe Medication

Erinnerung

Bei manchen Arzneimitteln ist es

nicht so schlimm, wenn man vergessen

hat, sie rechtzeitig einzunehmen.

Doch bei speziellen Medikamenten,

zählt fast jede Stunde. Wer oft und regelmäßig

Pillen schlucken muss, für den ist Medi-

Safe [LINK 6] eine große Hilfe. Die App stellt

eine virtuelle Tablettenbox auf Ihrem Display

dar, die sich in Tageszeiten

einteilt. Ein neues Medikament

fügen Sie via Plussymbol

hinzu. Dabei können

Sie die genaue Tageszeit

angeben und ein Symbol

auswählen, das später

in Ihrer virtuellen Tablettenbox

erscheint. Was MediSafe

zu etwas Besonderem

macht, ist das schöne

Design und die Tatsache,

dass es nicht viele vergleichbare

App auf diesem

Gebiet gibt.

Abb. 5: Mit phase6 macht das Büffeln

von Vokabeln in vielen Sprachen

Spaß.

Abb. 6: Die App MediSafe Medication

Erinnerung stellt eine virtuelle

Tablettenbox dar.

Android-user.de April 2014 77


Apps

Top 10 Geheimtipps

Abb. 7: Mit den Einstellungen verwandeln

SIe EvolveSMS in eine

optisch ansprechende App.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32183

Abb. 8: Musik Charts lässt sich mit

einem modernen Design im

Google Play Store herunterladen.

EvolveSMS

Wer zu WhatsApp, Hangouts und

SMS eine Alternative sucht, der

stößt früher oder später auf EvolveSMS

[LINK 7].Die App ist ein einfacher Messenger,

der sich aber von den „Großen“ abhebt,

da die App nicht nur Nachrichten, Bilder

und Sprachnotizen über das Internet verschickt,

sondern auch viele Einstellungsmöglichkeiten

besitzt. Einstellbar ist zum Beispiel

das Theme (Schriftart, Hintergrund),

zudem lässt sich der Messenger mit

einem Passwort schützen. Der einzige

Nachteil: Die zwei tollsten Funktionen

(Customization, Private Inbox, geplante

SMS) muss man via In-App-Kauf freischalten.

Das Theme-Paket kostet 70

Cent, das Feature-Packet 1,09 Euro.

Dafür fällt dann die Werbung weg.

Abb. 11: Mit Vidstitch können Fotos und

Videos in eine Collage eingefügt werden.

Abb. 9: Die App MediSafe Medication

Erinnerung stellt eine virtuelle

Tablettenbox dar.

Abb. 10: Die App zeigt auch die

Preise für das Parken an, sodass Sie

sich schnell entscheiden können.

Musik Charts

Charts-Apps bei Google Play

gibt es reichlich. Jedoch

sehen die meisten so aus, als

hätte der Entwickler nicht einmal

einen Grundkurs in Design besucht.

Hier kommt Musik Charts [LINK 8] vom

Entwickler Drooplabs ins Spiel: Die

App vereint ein sehr schönes Design

mit Effizienz. So überlässt Musik

Charts es Ihnen selbst, ob Sie die

Charts aus Deutschland oder lieber

die aus der Türkei oder den Niederlanden

hören möchten. Außerdem können

Sie einstellen, ob Sie sich nur die einzelnen

Songs oder auch die ganzen Alben in den

Charts anzeigen lassen wollen. Auch zwischen

den einzelnen Genres können Sie

wechseln.

Parkopedia Parken

Kennen Sie das Parkplatzproblem?

Dann brauchen Sie die Parkopedia-

App [LINK 9]. Damit finden Sie im

Handumdrehen einen brauchbaren Parkplatz.

Nach dem Start der App geben Sie Ihr

Parkziel ein. Die App zeigt Ihnen ein Liste

von bekannten Parkplätzen am aktuellen Ort

an. Sie können sich auch eine Karte anzeigen

lassen, nachdem Sie in der Liste eine Parkgelegenheit

antippen und etwas herunterscrollen.

Parkopedia zeigt dabei sogar die Parkgebühren

an, die anfallen. Die App finanziert

sich über Reklame.

Vidstitch Free/​Pro

Sie haben nicht die Zeit sich mit

einer Videobearbeitungssoftware

auseinanderzusetzen? Dann sollten

Sie mal die Anwendung Vidstitch [LINK 10]

ausprobieren. Diese App ermöglicht es

Ihnen, mehrere Videos und Fotos in eine Collage

einzufügen. Dazu stehen verschiedene

Rahmen als Vorlage bereit, die fertige Collage

teilen Sie auf Facebook, per E-Mail, auf Twitter

oder Instagram. Die Gratisversion erlaubt

nur ein Video und mehrere Fotos pro Collage

und zeigt Reklame an. Stören Sie diese Beschränkungen,

dann gibt es für 1,46 Euro

auch eine Pro-Version [LINK 11].

● ● ●

78

April 2014

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32152

Deus Ex:

The Fall

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Deux Ex: The Fall ist ein bemerkenswertes Spiel. Es gelingt ihm, die Atmosphäre

und das Gameplay des Konsolen-Vorbilds einzufangen und

Android-Geräten zugänglich zu machen. Dabei sieht es hervorragend

aus und bietet eine gelungene Kampagne mit mehreren Stunden Spielzeit.

Sie schlüpfen in die Rolle von Ben Saxon, einem Söldner, der sogenannte Augmentationen

besitzt. Das sind Implantate

und Prothesen, die den Menschen

noch stärker, schneller und besser machen

sollen. Doch Menschen mit Augmentationen

sind auf ein wichtiges

Medikament (Neuropozyn) angewiesen,

sonst erleiden die Betroffenen

Schmerzen, und der Körper stößt die

Augmentationen ab. Der Hauptprotagonist

ist auf der Suche nach Neuropozyn,

während er gleichzeitig ver-

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Bad Hotel

Bad Hotel könnte man am

ehesten in die Tower Defense

Schublade stecken, aber auch

das wird dem Spiel nicht ganz gerecht.

Sie bauen Appartements an ein Hotel

an und bewahren es so davor, von Untieren

attackiert zu werden. Die Neubauten

spucken das Geld aus, das Sie

für neue Appartements benötigen. Sie

müssen immer wieder Lücken durch

neue Gebäude schließen. Neue Räume

bringen Abwechslung ins Spiel. Bad

Hotel ist ein schräges Spiel, das leider

nicht originell genug ist, trotzdem aber

eine Menge Spaß macht.

Table Top Racing

Table Top Racing ist ein spaßiges

Rennspiel, das sich durch

das Setting von anderen Spielen

abhebt. Sie rasen mit Miniatur-Autos

über Müslischalen und Kaffeetassen

hinweg. Das ist lustig anzusehen,

nutzt sich aber nach einer Weile etwas

ab. Ansonsten ist das Spiel wie viele

andere: Sie starten mit der langsamsten

Karre, verdienen sich genug Ingame-Währung,

um das Auto aufzumotzen

und dürfen immer mehr Herausforderungen

annehmen. Was zäh

beginnt, wird später durch allerlei Waffen

und andere Spielereien doch noch

abwechslungsreich. Grafisch macht

Table Top Racing eine sehr gute Figur.

Rube Works: Rube

Goldberg Game

Das Spiel hat die Rube-Goldberg-Maschinen

zum Thema,

also Gegenstände, die Kettenreaktionen

ausführen und am Ende das

gewünschte Ergebnis liefern. Damit

das Spielziel erreicht wird müssen Sie

alle verfügbaren Gegenstände passend

anordnen. Dabei muss man eine

Menge ausprobieren oder die Hilfetexte

lesen, da die Rätsel von Beginn

an schwierig sind. Hilfreich ist die flüssige

Cell-Shading-Grafik, die für einen

anständigen 3D-Effekt sorgt. In vielen

Leveln kommt man auch per Abkürzung

ans Ziel. Ein anspruchsvoller Knobelspaß

mit hohem Chaos-Faktor.

1,78 Euro

Englisch|Version 1.0|47 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.0.8|133 MByte

★★★★★

1,49 Euro

Englisch|Version 1.22|63 MByte

★★★★★

80

april 2014

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

sucht, sich einer globalen Verschwörung

zu entziehen. Wer die Bösewichte

sind und wer hinter der Verschwörung

steckt, das ist alles etwas

undurchsichtig. Die Beziehungen zwischen

den Personen und die Dialoge

wirken aber allesamt sehr glaubwürdig

und überhaupt nicht aufgesetzt.

Trotz fehlendem Gamepads lässt sich

die Figur sehr gut steuern. Entweder

bewegt man den linken Daumen und

aktiviert so einen virtuellen Stick, oder

man tippt doppelt auf eine Stelle im

Spiel, woraufhin die Figur sofort

drauflos läuft. Durch Doppeltippen

schmiegt man sich an Wände und Kisten

– ganz wie im spielerischen Vorbild

– und wechselt so automatisch

von der Ego- in die Third-Person-Perspektive.

Viele solcher Aktionen sind

möglich, weil das Spiel entsprechende

Buttons auf dem Display platziert,

doch manchmal wird dadurch das Interface

zu unübersichtlich.

Deus Ex: The Fall kann man in

Schleich- und Hacker-Manier durchspielen

oder mit viel Krawall. Die erste

Methode ist die bessere, weil man

mehr Möglichkeiten hat und so die Atmosphäre

noch besser rüberkommt.

Im Action-Modus enttäuscht das

Spiel: Die Gegner lassen sich schwer

anvisieren, selbst aus der Deckung heraus,

und agieren dennoch wie hirnlose

Zombies. Deux Ex ist beeindruckend,

wenn man es im Schleich-Stil

spielt, alle E-Mails und Data-Pads liest

und die Dialoge verfolgt. Wer in ruppigen

Kämpfen durchs Spiel rauscht,

der verpasst einen Großteil von dem,

was das Spiel ausmacht und kämpft

mehr mit dem überladenen Interface

als mit den KI-Gegnern.

5,99 Euro

Deutsch|Version 0.0.19|713 MByte

★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Pyro Jump

Auf den ersten Blick ist Pyro

Jump nichts Besonders: Das

Spielprinzip, bei dem man

von sich drehenden Stationen im richtigen

Augenblick abspringen muss, um

immer weiter zu gelangen, haben

schon viele Spiele umgesetzt. Neu ist

allerdings, mit wie viel Kreativität die

Entwickler ans Werk gingen. Die grafische

Qualität ist hervorragend und erinnert

an Klassiker wie World of Goo

oder Cut the Rope. Pyro Jump ist zwar

weder spielerisch anspruchsvoll noch

mit einer tiefen Story unterlegt, aber

immer wieder sehr unterhaltsam. Und

genau das will man ja von einem mobilen

Handyspiel.

Fractal Combat X

Fractal Combat X schließt die

Lücke zwischen den Flugsimulatoren,

für deren Bewältigung

man einen Nobelpreis in Physik

benötigt, und den grafisch schwachen

Arcade-Shootern. Fractal Combat X

sieht aus wie ein Simulator, spielt sich

wie ein Arcade-Spiel und macht riesigen

Spaß. Die ersten Missions gelingen

leicht, doch dann wird es immer

knackiger, und natürlich kann man sein

Gefährt aufmotzen oder neue Flugzeuge

kaufen. Wer den Tiefgang vermisst,

der kann in einen Simulations-

Modus wechseln, bei dem vor allem

das Interface viel detaillierter ist und

deutlich mehr Informationen liefert.

Dawn of the Plow

In pixeliger Retrografik steuert

man einen Schneepflug, der

allerdings stark verzögert reagiert

– ganz so, also wolle man in den

Kurven driften. Man kann den Schneepflug

nur starten oder stoppen, jedoch

nicht beschleunigen oder bremsen.

Durch Antippen des Displays ändert

man die Richtung. Das ist – um es

milde zu sagen – ziemlich frustrierend.

Es erscheinen überall Autos, immer

neue Schneeberge, um man muss jegliche

Kollisionen und Staus verhindern.

Ein Spiel, das irgendwie seinen Reiz

hat, doch an die Steuerung muss man

sich gewöhnen. Die stressige Musik ist

dabei keine große Hilfe.

kostenlos

Deutsch|Version1.0.1|36 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version1.0.11.0|49 MByte

★★★★★

1,45 Euro

Englisch|Version1.0|4,7 MByte

★★★★★

Android-user.de april 2014 81


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32152

Rocket Robo

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Rocket Robo könnte man vorschnell in die die große

Schublade der vielen bunten Spiele packen, die man ein paar Minuten

spielt und dann schnell wieder vergisst. Doch Rocket Robo hat viel mehr

zu bieten. Die Inspiration liegt ganz klar bei Little Big Planet, dem Erfolgstitel der

Playstation 3, der Jump `n` Run und Geschicklichkeitspassagen herrlich miteinander

kombiniert. Das gelingt auch Rocket Robo: man steuert den Roboter, indem

man das Smartphone oder Tablet

nach links oder rechts neigt und

durch Gedrückthalten des Fingers

auf dem Display den Raketenantrieb

des Roboters nutzt. Nimmt

man den Finger wieder weg, fällt

der Roboter physikalisch überzeugend

hinab. So manövriert man

sich durch die Spielwelt.

Die Steuerung ist gelungen, der

Roboter putzig animiert, und die

Spielwelt ist wunderschön gestaltet,

auch wenn sich die Stofftier-

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

The Great

Martian War

Ausgerechnet die Zeit vor

dem Ersten Weltkrieg haben

die Entwickler von The Great

Martian War mit Riesen-Roboterspinnen

vermischt – eine Art Krieg der Welten

im Jahr 1913. Die Idee ist durchgeknallt,

das Spiel aber sehr unterhaltsam.

Wie für das Genre üblich hüpft

man über Hindernisse, sammelt Ressourcen

ein und gelangt mit etwas

Übung immer weiter. Komisch nur,

dass die Schwierigkeiten stark schwanken.

Trotzdem: Steuerung und Grafik

überzeugen, und wie immer gibt es

eine Menge Dinge freizuschalten, sodass

man gerne am Ball bleibt.

Ferris Mueller’s

Day Off

Dieses Spiel ist ein verrücktes

Adventure, das auf dem Film

„Ferris Bueller’s Day Off“ (Ferris

macht blau) beruht. Doch in diesem

Spiel ist es ein Esel, der ausgebüchst

ist, und nun sollen Sie diesen wieder

einfangen. Das Abenteuer setzt auf viel

Humor, verrückte Dialoge und schräge

Situationen. Das muss es auch, denn

sowohl Grafik, Sound und auch Steuerung

lassen stark zu wünschen übrig.

Das Spiel wird Indie-Anhänger überzeugen

können, doch in Zeiten von

Machinarium, Baphomet’s Fluch und

The Room können ungeduldige Spieler

schnell die Aus-Taste drücken.

Magnetized

Magnetized ist eine dieser

kleinen App-Perlen, die mit

minimalistischer Grafik, aber

tollem Spielprinzip überzeugen. Wer

Slingshot Racing kennt, der versteht

das Gameplay auf Anhieb: Ein Rechteck

schwebt einem Pfad entlang. Tippt

man nun auf das Display, wird das

Rechteck von dem Magneten per Seil

angedockt, der am nächsten ist. Dadurch

schwebt das Rechteck nun wie

ein Mond um einen Planeten um den

Magneten herum. Das Problem dabei:

Das Rechteck darf die Wände des Pfades

nicht berühren, sondern muss ungeschoren

bis zum Ausgang gelangen.

So einfach und doch so gut!

kostenlos

Englisch|Version 1.2.1|37 MByte

★★★★★

1,81 Euro

Englisch|Version 1.0|208 MByte

★★★★★

2,21 Euro

Englisch|Version 1.1|132 MByte

★★★★★

82

april 2014

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

und Kinderzimmerelemente etwas zu

oft wiederholen. Das allein macht Rocket

Robo zu einem guten Spiel, doch

die abwechslungsreiche Spielwelt ist

der heimliche Star des Spiels und verschafft

ihm die volle Punktzahl. In

jedem Level sammelt man so viele

Sterne wie möglich ein. Die kann man

anfangs noch an einer Hand abzählen,

später sind es dann 30 oder mehr pro

Level. Man muss sich stets vor gefräßigen

Gegnern, Kreissägen und Bomben

in acht nehmen.

Knifflig wird es dann, wenn man mit

nur einem Fingerwisch zu einer zweiten

Ebene wechselt – ebenfalls ein

Feature, das man sich aus Little Big

Planet abgeschaut hat. Bestimmte

Passagen lassen sich nur dann überwinden,

wenn diese zweite Ebene

nutzt und dann später wieder in den

Vordergrund wechselt. Die Kameraperspektive

ist stets gut gewählt, und

störende Elemente der Spielwelt aus

dem Vordergrund werden einfach kurz

transparent dargestellt, sodass man

immer freie Sicht auf den Roboter hat.

Später trifft man dann auf bestimmte

Felder in der Wand. Wechselt man zur

hinteren Ebene, stupst man diese Felder

an, und je nachdem, was auf

ihnen abgebildet ist, dreht man die

ganze Spielwelt nach links oder

rechts. Auf diese Art und Weise löst

man manche Rätsel wie etwa feststeckende

Kisten oder versperrte Wege.

Zwischendurch gibt es immer mal

wieder kreative Abschnitte, in denen

man zum Beispiel einen Golfball oder

Fußball durch den Level befördert

oder durch halboffene Wasserräder

tauchen muss. Rocket Robo ist bunt,

unterhaltsam, kreativ und klug.

0,84 Euro

Englisch|Version 2|78 MByte

★★★★★

Archangel

Archangel wirkt wie ein Spiel,

das aus vielen Vorbildern

klaut, um daraus eine eigene

Mischung zu schaffen. Das gelingt aber

nicht ganz. Beuteprinzip und Levelausbau

erinnern an Infinity Blade, der Rest

wirkt wie eine dunkle Variante eines

Hack-and-Slay-Spiels (Diablo). Grafisch

sieht das schick aus, doch spielerisch

ist Archangel sehr dünn: Man ist bereits

zu Beginn viel zu stark, das macht

die Kämpfe sehr schnell langweilig.

Der Versuch, eine Geschichte daraus zu

stricken, wirkt albern und klischeebeladen.

Letztendlich ist Archangel wirklich

nur etwas für Spieler, die jeden Diablo-

Klon gierig verschlingen.

Tower Madness 2

Das Genre der Tower-Defense-

Spiele wird nie aussterben.

Tower Madness 2 macht vieles

richtig, was auch schon der Vorgänger

und die Konkurrenz richtig gemacht

haben. Aliens versuchen,

Schafe zu klauen und suchen sich

daher einen Pfad über die Wiese.

Durch geschickten Turmbau vernichtet

man die Aliens nicht nur, sondern erzwingt

auch neue Laufwege und gestaltet

jeden Level individuell neu. Das

ist alles ganz solide umgesetzt, doch

Überraschungen gibt es keine: Türme

und Taktiken hat man alle bereits gesehen.

Daher ist Tower Madness 2 vor

allem etwas für Genre-Liebhaber.

Marvel Run Jump

Smash!

Daumen runter! Marvel Run

Jump Smash! lässt sämtliche

Superhelden einmal in diesem

Endless Runner auftauchen. Hinter

dem Spiel steckte genügend Geld,

um die Grafiken ansehnlich zu gestalten,

doch man wird das Gefühl nicht

los, dass die Entwickler lediglich auf

den Free-to-Play-Zug aufspringen, um

ein wenig Geld zu machen. Zudem ist

die Ähnlichkeit zum Spiele-Hit Jetpack

Joyride dermaßen offensichtlich, dass

man schon fast von einem Plagiat

sprechen kann. Als wäre das nicht

genug, gibt es auch noch einen völlig

unnötigen, permanenten Onlinezwang.

1,49 Euro

Deutsch|Version 1.3|327 MByte

★★★★★

2,21 Euro

Deutsch|Version 1.1.2|66 MByte

★★★★★

0,75 Euro

Deutsch|Version 1.0.1|41 MByte

★★★★★

Android-user.de april 2014 83


Spiele

Jelly Splash

Jelly Splash: Befreie die Jellys

Spritziger

Spielspaß

Mal stecken die Jellys in

grauem Schleim fest,

mal sind sie in einer

Blase gefangen und

müssen befreit werden.

Ziel des Spiels ist es, in

jedem Level die Aufgabe

zu lösen und

dabei möglichst viele

Punkte zu sammeln.

Diana Hahn

kostenlos

Deutsch|Variiert|Variiert

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32192

Richtig niedlich sehen sie aus, die

kleinen Jellys. Es gibt sie in vier

verschiedenen Farben und sie

warten darauf, von Ihnen zum

Platzen gebracht zu werden. Bei der Spiele-

App Jelly Splash [LINK 1] handelt es sich um

ein Match-3-Spiel. Sie müssen also mindestens

drei Jellys der gleichen Farbe miteinander

verbinden, damit diese sich auflösen.

Kreuz und quer

Sobald Sie mit Ihrem Finger über mindestens

drei benachbarte Jellys der selben Farbe

streichen, platzen diese. Anders als bei anderen

Match-3-Spielen funktioniert das bei Jelly

Splash nicht nur vertikal und horizontal,

sondern auch diagonal.

Die ersten drei Level sind dazu da, um sich

„einzugrooven“ und mit dem Spiel vertraut

zu werden. Während dieser Eingewöhnungsphase

gibt Ihnen die App Tipps und Hilfestellungen.

Danach sind Sie auf sich allein gestellt.

Das ist in den ersten zehn Leveln kein

Problem. Diese lassen sich in einem Rutsch

durchspielen, ohne dass auch nur ein einziges

Leben verloren geht. Danach wird es zunehmend

schwieriger. Spätestens, wenn sich

nach zwanzig Leveln ein neues Gebiet öffnet,

werden Sie das ein oder andere Leben lassen.

In den Leveln müssen Sie verschiedene

Aufgaben lösen. In Punkte-Leveln brauchen

Sie eine bestimmte Punktzahl, um weiter zu

kommen. Andere Level bestehen

Sie, indem Sie alle

Jellys platzen lassen, die im Schleim feststecken.

Befinden Sie sich einem Diamanten-Level,

müssen die edlen Steine auf den Boden

des Spielfelds gelangen. Außerdem gibt es

Welten, in denen Schleimwächter den Weg

blockieren. Um Ihr Ziel zu erreichen, müssen

Sie diese beseitigen.

Zu Beginn des Spiels sind Sie mit fünf Herzen

– also fünf Leben – ausgestattet. Scheitern

Sie an einem Level, verlieren Sie eines

davon. Nach 30 Minuten Wartezeit ist ein

Herz aufgeladen. Entweder sitzen Sie das

aus, bitten Facebook-Freunde um Hilfe oder

erstehen ein neues Leben im Tausch gegen

100 Münzen, die Sie durch einen In-App-

Kauf erwerben. Auch zusätzliche Züge kaufen

Sie so. Drei weitere Züge kosten 70 Münzen.

In der App entsprechen 140 Münzen

0,89 Euro. Je mehr Münzen Sie auf einmal

kaufen, desto günstiger wird der Handel. Auf

Dauer geht das jedoch ganz schön ins Geld.

Fazit

Jelly Splash ist ein witziges Gratisspiel, das

auf jeden Fall Suchtpotenzial mit sich bringt.

Wenn Sie alle Leben verloren haben, müssen

Sie eine halbe Stunde warten, bis das erste

Herz wieder aufgeladen ist. Was am Anfang

noch kein Problem ist, nervt in den höheren

und deutlich kniffligeren Leveln. Darauf setzt

auch das Geschäftsmodell der Entwickler:

Wer nicht geduldig warten will, wird für

neue Leben zur Kasse

gebeten. ● ● ●

84


Einsteiger

Unlöschbare Apps deaktivieren

Vorinstallierte Apps vom Handy löschen

Entschlackt

Zinaida Okhremenko, 123RF

Auf dem neuen Smartphone

ist nur der halbe

Speicher frei? Manche

Hersteller übertreiben

es mit vorinstallierten

Apps. Wir zeigen Ihnen,

wie Sie diese Apps loswerden.

Christoph Langner

Wenn Sie sich ein neues Handy

kaufen, haben Sie bei vielen

Smartphones die Wahl, wie

groß der interne Speicher sein

soll. Ob 8, 16 oder stolze 32 GByte: Speicher

ist durch nichts zu ersetzen – außer durch

noch mehr Speicher. Schließlich sollen App-

Daten, Offline-Karten, Musik und Videos

noch Platz auf dem Gerät finden.

Für Ärger sorgt nun aber

immer wieder, dass direkt

nach dem Auspacken

des Handys von den

zahlreichen beworbenen

GByte nur ein

Bruchteil für die Daten

des Users frei bleiben. Dass

ein 16-GByte-Smartphone nicht

Platz für 16 GByte Daten hat,

dürfte jedem halbwegs erfahrenen

Computeranwender

klar sein. Irgendwo

muss das Betriebssystem

ja installiert

werden. Doch einige

Hersteller

gehen allzu verschwenderisch

mit

dem Speicher um.

Vermülltes

Handy

Neben das Android-

System packen die

Unternehmen auf ihre

Geräte eine angepasste

Oberfläche,

Wallpapers, Animationen

und fest

installierte

„Bloatware“-Apps. Auf der in Deutschland

verkauften Version des Samsung Galaxy S4

mit 16 GByte Speicherplatz bleiben zum Beispiel

direkt nach der Inbetriebnahme gerade

einmal 9,1 GByte für die Daten des Users

frei.

Doch auch die anderen Handyhersteller

sind oft nicht viel besser. Den Vergleich diverser

16-GByte-Smartphones gewinnt das

iPhone 5C. Dieses Gerät lässt von 16 GByte

noch 12,6 GByte für die Daten des Käufers

übrig. Aber auch das Google Nexus 5 und

das Sony Xperia Z1 schlagen sich wacker. Besonders

Google arbeitet platzsparend, das

Nexus 5 bietet direkt nach der Inbetriebnahme

immerhin noch 12,28 von 16 GByte.

Am unteren Ende der Liste stehen die Hersteller

von Geräten mit aufgeplusterten Oberflächen

wie Samsungs TouchWiz oder HTCs

Sense. Beim HTC One Mini und LG G2 bleiben

nur knapp 10,5 GByte frei, beim Galaxy

S4 gerade einmal blamable 8,5 GByte. Damit

ist bei Samsungs aktuellem Top-Handy in der

16-Gbyte-Version von Haus aus fast die

Hälfte des Speichers belegt.

Der Vergleich hinkt ein wenig

Ganz fair ist der Vergleich allerdings nicht:

Bei den iPhones, aber auch beim Nexus 5,

dem LG G2 und dem HTC One Mini müssen

Sie mit dem vom Hersteller verbauten Speicherplatz

auskommen. Ein Speicher-Upgrade

per SD-Speicherkarte? Nicht möglich! Bei solchen

Geräten müsste der Hersteller eigentlich

so sparsam wie möglich arbeiten.

Smartphones mit 16 GByte

Smartphone Frei für Daten Belegt

Apple iPhone 5C 12,60 GByte 21,25%

Google Nexus 5 12,28 GByte 23,25%

Apple iPhone 5S 12,20 GByte 23,75%

Sony Xperia Z1 11,43 GByte 28,56%

Blackberry Z30 11,20 GByte 30,00%

HTC One Mini 10,44 GByte 34,75%

LG G2 10,37 GByte 35,19%

Samsung Galaxy S4 8,56 GByte 46,50%

Quelle: which.co.uk, Geräte mit englischer Firmware

86

April 2014

Android-User.de


Einsteiger

Unlöschbare Apps deaktivieren

Beim Galaxy S4 und beim

Xperia Z1 lassen sich jedoch

bis zu 64 GByte Speicher per

Speicherkarte nachrüsten. So

lässt sich der verschwenderische

Umgang mit dem internen

Speicher etwas leichter

verzeihen, wenn auch – besonders

beim Galaxy S4 – auf

diesen Umstand hingewiesen

werden muss, was Samsung

in den technischen Daten inzwischen

auch macht [LINK 1].

Abb. 1: Nicht jede Bloatware wie

hier HRS Hotels lässt sich vom

Handy deinstallieren.

Abb. 2: Bei vorinstallierten System-

Apps lassen sich lediglich die

Updates deinstallieren.

Was sind

System-Apps?

App ist App, Android macht

keinen Unterschied, ob eine

Anwendung vom User oder

vom Hersteller installiert

wurde. Doch der Handyhersteller

kann durchaus entscheiden,

ob er eine Anwendung fest im System

verankert oder ob er sie – zum Beispiel

im Zuge einer Promotion – auf dem Handy

vorinstalliert, aber löschbar macht.

Zum Löschen vorinstallierter Apps öffnen

Sie unter den Einstellungen den Eintrag

Apps, beziehungsweise bei Samsung-Geräten

Einstellungen | Optionen | Anwendungsmanager

und suchen die überflüssige Anwendung

heraus. Ein Klick auf Deinstallieren beseitigt

die App vom Handy.

Doch Achtung! Das funktioniert bei oft

vorinstallierten Werbe-Apps wie Groupon

oder HRS Hotels, tiefer in das System integrierte

Anwendungen wie etwa die bei

Samsung mitgelieferten Chat- und SMS-Alternativen

joyn oder ChatON lassen sich auf

diesem Weg nicht löschen.

Speicher frei machen

Egal, ob Sie nun ein neues Handy

oder schon einen älteren Android-

Knochen in den Händen halten:

Unerwünschte Apps lassen sich – wenn sie

sich zum Teil auch nicht ganz löschen lassen

– zumindest deaktivieren. Das schafft mehr

Speicherplatz und sorgt dafür, dass weniger

Apps auf dem Handy aktiv sind.

Über den Play Store installierte Apps können

Sie generell wieder über diesen vom

Handy entfernen. Vorinstallierte Anwendungen

tauchen hier aber nur dann auf, wenn

Abb. 3: Die Anwendung selber

kann man nicht löschen, sie ist fest

im System verankert.


Einsteiger

Unlöschbare Apps deaktivieren

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32156

Abb. 4: Der SMS-Nachfolger joyn

kann nur in den Verbindungseinstellungen

deaktiviert werden.

Updates dafür über den Play

Store angeboten werden. In

diesem Fall lassen sich jedoch

nur die Aktualisierungen

über den Play Store löschen,

die App an sich

bleibt unangetastet.

Um etwa Samsungs eigene

Chat-App „ChatON“

vom Handy zu bekommen,

müssen Sie in den Einstellungen

unter Optionen den

Anwendungsmanager öffnen.

Dort wischen Sie sich

ganz nach rechts bis zum

Reiter Alle durch und suchen

aus der Liste die von

Ihnen ungewünschte App

ChatOn heraus.

Tippen Sie auf einen der

Einträge, öffnen Sie die

„App-Info“ dieser Anwendung.

Der Dialog verrät Ihnen, wie viel Speicher

die Applikation und deren Daten belegen

oder auch, welche Rechte das Programm

vom System anfordert. Für das Deinstallieren

von Apps relevant sind die Buttons Aktualisierungen

deinstallieren oder Deaktivieren.

Je nachdem, ob für die App bereits Updates

eingespielt wurden, müssen Sie diese

zuerst deinstallieren, bevor Sie die eigentliche

Anwendung deaktivieren können. Danach

bleibt die Anwendung zwar auf dem

smartphone installiert, doch sie erscheint

nicht mehr in der App-Schublade und dank

der gelöschten Updates nimmt sie weniger

Platz im Speicher des Smartphones ein.

Zudem wird sie vom System nicht mehr geladen,

das sorgt für eine

leichte Beschleunigung des

Smartphones und spart

zudem Energie.

joyn deaktivieren

Ein ganz spezieller

Fall ist der von vielen

Mobilfunkanbietern

propagierte SMS-

Nachfolger joyn [LINK 2]. Die

wenigsten Android-User

werden den Dienst kennen

und noch weniger werden

ihn überhaupt benutzen, da

WhatsApp, Facebook, Hangouts

und Co. kostenlose

SMS über das Internet seit

einigen Jahren zuverlässig

abwickeln. Wer sein bei T-

Mobile gekauftes Samsung

Galaxy S3 oder S4 auf die

neuste Firmware aktualisiert, der findet dann

joyn automatisch in der App-Schublade seines

Smartphones .

joyn lässt sich bei diesen Geräten weder

deinstallieren noch deaktivieren, stattdessen

nervt die App die User beim Wechsel zwischen

Mobilfunk- und WLAN-Netz mit Fehlermeldungen.

Als Netzwerkdienst hat T-Mobile

joyn fest in das System integriert.

Der einzige Weg, joyn halbwegs abzuschalten,

findet sich bei Samsung in den Einstellungen

unter Verbindungen | Weitere Einstellungen

| joyn-Dienste. Hier lässt sich der

Dienst über eine Checkbox deaktivieren, er

bleibt aber dennoch in der App-Schublade

als installierte Anwendung sichtbar. ● ● ●

Unlöschbare Apps deaktivieren

So geht's

88

April 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

Neue Musik wo der Blick hinreicht. Die Beste stellen wir Ihnen hier vor. Über Anregungen und Feedback freuen wir

uns immer. Werfen Sie auch einen Blick auf android-user.de, dort stellen wir jeden Freitag das Album der Woche

vor! Christian Ullrich

Beck: Morning Phase

CapitolRecords

Die Wärme der ersten Sonne, nach dem kalten grauen Winter. Ihr

blass-goldener Schleier, der sich auf die Haut legt, die ganze Welt

befriedet und einen Tag ankündigt, der alle Versprechungen erfüllt.

So klingt das neue Beck Album „Morning Phase“ [LINK 1].

Sanfte Gitarren, schwebende Geigen und ein Schlagzeug, das

neben Klavier und Bass jede aufkommende Hektik im

Keim erstickt. Beck beherrscht die Musik. Er kann verrückt

futuristisch klingen, rappen und samplen, den

Funk hochleben lassen oder wie hier: Ein erhabenes

Meisterwerk voller Andacht aus den Boxen zaubern.

Wie ein Traum, der Wirklichkeit wird.

Genre: Songwriter

Für Fans von: Wilco

Label: Capitol Records

Mighty Oaks: Howl

Die Romantik der Nostalgie verpackt mit einer roten Schleife.

Ein Geschenk, nichts weniger, ist dieses Album für all jene,

die sich gern von Harmonien und Melodien überwältigen

lassen. Die Mighty Oaks [LINK 2] sind mindestens so gut wie

die Mumford & Sons und ebenso emotional. Sie liefern auf

„Howl“ 12 Songs, die durch die Bank für Gänsehaut sorgen,

und hinterlassen nach 40 Minuten Hörer, die nichts anderes

können, als direkt wieder auf Play zu drücken.

UniversalMusic

Genre: Folk Pop

Für Fans von: Mumford & Sons

Label: Universal


Musik

Tonepool

Söhne Mannheims: Elyzion ft

Die Söhne Mannheims [LINK 3] spannen ein

dichtes Netz aus Texten, die vor allem anderen

den Zusammenhalt predigen. Die Nächstenliebe

in den großen wie in den kleinen Dingen

zieht sich thematisch durch die Songs.

Mit anderen Worten: christliche Werte für eine

bessere Welt. Die Musik zeigt sich fokussierter

auf den Pop, bietet aber wie eh und je Ausflüge

in Richtung Soul, Gospel, Rap und RnB.

Alles wie gehabt, auch ohne den berühmtesten

Sohn, und doch mutiger als früher.

Es soll nicht die eine Hauptsingle hervorstechen,

sondern viel mehr das Album auf

ganzer Länge. Das ist geglückt.

Genre: Pop

Für Fans von: Xaver Naidoo

Label: Tonpool

HiGHLight

Motorpsycho:

Behind The Sun

Alles was die Gitarren in den 70er Jahre

her gaben. Alles was auch 2014 gut klingt.

All das vereinen Motorpsycho

auf "Behind

The Sun" zu

einem rauschenden

Rock Fest [LINK 4]. Angefangen

bei Led

Zepplin und getrieben

von den Geistern

der Freiheit wie

der Kunst, die durch Solos und Riffs peitschen

enden Motorpsycho in einer Form

des Jammens aus denen brodelnde

Songs enstehen. Wild und ungezügelt

und doch von ruhigen Passagen beseelt.

Sie sind Meister darin, die Jahr um Jahr

großartige Musik veröffentlichen und das

so lange machen werden bis auch die

letzte Gitarre in Brand gesetzt ist. Es lebe

Motorpsycho. Sie leben hoch!

UniversalMusic

Elbow: The Take Off And

Landing Of Everything

Es klingt so einfach: Elbow [LINK 5] lassen alles Unwesentliche

beiseite und konzentrieren sich auf den Song,

der vorsichtig aufgebaut und mit kleinen Details zum

Blühen gebracht wird. Das geht nur, wenn der Kern der

Musik von seltener Schönheit behütet wird. So ist das

Wenige, auf das sich Elbow konzentrieren, das viel zitierte

Mehr. Dieses lehnt sich an die großen Bands der britischen Vergangenheit

an. Von Pink Floyd bis Travis werden zarte Töne, zu kristallklaren

Songs, die mit einer in Watte gepackten Melancholie, zwischen Kunst

und Pop ein wohlbehütetes Zuhause finden.

Genre: Indie Pop

Für Fans von: Travis

Label: Fiction

Genre: Retro Rock

Für Fans von: Pink Floyd

Label: Stickman

Android-user.de


Left Boy:

Permanent Midnight

Dubstep, Hip-Hop, Electro, Urban, Breakbeat und alles

dazwischen findet sich auf „Permanent Midnight“ zusammen.

Der in New York lebende Österreicher Left

Boy vertont auf „Permanent Midnight“ [LINK 6] diese gewisse

Art der Hektik, die in jeder Einzelheit ins Chaos zu

driften droht, jedoch mit der Intelligenz

der Masse gesegnet ist. Ganz ähnlich

einem U Bahn Knotenpunkt im Berufsverkehr.

So verbindet Left Boy die Rastlosigkeit

der Großstadt mit dem Schein der

Dringlichkeit, hinter dem all seine Bewohner

hinterherjagen, und baut daraus

ein Album, das furchtlos auf der Suche

nach der nächsten Party ist. Und diese

stets zu finden weiß.

Laura Karasinski

Genre: Urban

Für Fans von: Eminem

Label: Warner

Wolves Like Us:

Black Soul Choir

Wolves Like Us [LINK 7] verschmelzen die Romantik

eines Lagerfeuers unter dem Sternenhimmel mit

der Wucht des Post-Hardcores und der rohen Kraft

des Rocks. Mit breiten Riffs und kehligem Gesang

wird die Melodie jedoch nicht vernachlässigt. So

wenig diese Verbindung auf den ersten Blick zu

funktionieren scheint, so sehr übertrifft sie am

Ende alle Erwartungen.

1. The Jezables

Der ganze Glanz des Pops.

2. Das gezeichnete Ich

Musik für Träumer mit Anspruch.

3. Kitty Kat

Nachdenklicher Urban Hip-Hop.

4. WhoMadeWho

80ies Synthie Hymnen.

5. Ministry Of Wolves

Absoulte Empfehlung! Theatermusik.

Genre: Post Hardcore

Für Fans von: At The Drive-In

Label: Prosthetic Records

Weitere Highlights

aus dem Play Store

92

April 2014

Android-User.de


Musik

Musik-App des Monats

Common Analog

Synthesizer

kostenlos

Wer ein wenig mit Klangerzeugung experimentieren

möchte, findet mit „Common Analog Synthesizer“ [LINK 8]

eine wundervolle APP im Play Store. Die Komplexität der

Tonsynthese wird mit einem sehr übersichtlichen Layout

dargestellt. Der Synthesizer bietet dabei die grundlegendsten

Einstellmöglichkeiten – auf Effekte wird verzichtet. Dennoch

kann mit den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten

ein breites Spektrum an Klängen erzeugt und gespeichert

werden. Wer mehr möchte, ist hier falsch. Wer sich die Zeit

mit bodenbrechenden Bässen oder horizontöffnenden Sphären

vertreiben möchte, wird seinen Spaß finden.

Die Oszillatoren, LFOs und Filter

finden auf Tablets ein ideales

Zuhause, aber selbst auf

dem Moto G gelingt die Bedie-

kostenlos

Lembit_Ansperi, 123RF

Hardware des Monats

JBL Synchros S200a

Die JBL Synchros S200a [LINK 9] sind ein Wunderwerk der Technik.

Einen besseren Klang gab es bei In-Ear-Kopfhörern selten.

Vielleicht gar nicht. Ausgewogen und klar bis in die letzten Frequenzen

bestechen die Höhen, Mitten und Bässe mit einer breiten

Bandbreite, ohne sich gegenseitig die Musik streitig zu machen.

Die hochwertigen Stöpsel aus einem Aluminiumspritzguss

liegen gut im Ohr, das obligatorische Flachkabel gegen Kabelsalat

fehlt genauso wenig wie die 3-Knopf-Fernbedienung. In diesem

Preissegment sind die S200a ein absolutes Spitzenmodell,

und allein des Klangs wegen jeden Euro wert.

130 €

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31819

Android-user.de April 2014 93


Tipps & Tricks

Frag Andy

Andy beantwortet deine Fragen rund um Android, Handys, Tarife und Apps

Frag Andy

Du suchst nach einem Handy? Die

beste App für einen bestimmten Zweck?

Einen neuen Tarif? Dein Handy streikt,

und du brauchst Hilfe? Ich gebe mein

Bestes, um Fragen verständlich, ehrlich

und unabhängig zu beantworten. Du

kannst mich jederzeit per E-Mail unter

andy@android-user.de erreichen!

Marcel Hilzinger

Caller-ID aktivieren

Peter K. via E-Mail: Hallo Andy, ich habe das

neue Nexus 5 mit 32 GByte. Leider konnte ich

bis jetzt noch keinen Weg finden, meine Telefonnummer

sichtbar zu machen, sodass

Freunde und Bekannte sie im Display sehen.

Keiner meiner Freunde nimmt den Anruf eines

„unbekannten Teilnehmers“ an. Ich hoffe, ihr

könnt mir dabei helfen!

Thatchakon Hinngoen, 123RF

Hallo, mein Name

ist Andy und ich

beschäftige mich

schon seit Jahren

beruflich und privat mit

Handy- und Mobilfunk-Themen.

Davon sollt auch Ihr nun

profitieren. Ob Handys, Apps

oder Tarife, ich möchte für eure

Fragen und Probleme eine Antwort

finden. Zur Seite steht mir

das Redaktions-Team der Android

User. Gemeinsam

lösen wir euer

Problem,

Euer Andy!

Hallo Peter, die Einstellung ist etwas versteckt

in der Telefon-App untergebracht. Ruf

das Telefon auf und tippe dann unten rechts

auf die drei Punkte, um die Einstellungen zu

öffnen. Dort wählst du dann unter Anrufeinstellungen

den Punkt Zusätzliche Einstellungen.

Hier findet sich der Eintrag Anrufer-ID,

über den du dann deine Nummer sichtbar

machen kannst.

Handy geklaut!

Randi B. via E-Mail: Hallo Andy, meinem

Freund wurde das Handy aus der Tasche gestohlen.

Nun wollen wir wenigstens erreichen,

dass die Daten sicher sind. Dazu möchten wir

das Smartphone über das Internet abschalten

oder, wenn es geht, sogar gleich ganz löschen.

Ich habe gehört, dass man das machen kann,

aber wie funktioniert das nur?

94

April 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Frag Andy

Hallo Randi, wenn der Android-Gerätemanager

auf dem

Handy deines Freundes aktiviert

war, dann kannst du das

Gerät über das Webfrontend

des Dienstes orten, sperren

und auch löschen lassen. Allerdings

muss der Gerätemanager

dazu vor dem Diebstahl

auf dem Smartphone aktiviert

worden sein [LINK 1], das ist

leider nicht bei jedem Hersteller

der Fall. Alternativ bieten

zahlreiche Handyhersteller

inzwischen eigene Fernwartungstools

an. Falls ihr mit

dem Gerätemanager kein

Glück habt, könnt ihr noch

Plan B von Lookout [LINK 2]

testen. Die App lässt sich

nachträglich installieren und

per SMS aktivieren, allerdings

muss das Handy dazu noch laufen und Zugriff

auf das Internet haben. Zudem arbeitet

Plan B nur auf Geräten bis zu Android 2.3.

App-Verknüpfungen

zurücksetzen

Rolf P. via E-Mail: Hallo Andy, bei meinem

Samsung Galaxy S3 mit Android 4.3 werde ich

andauernd beim Öffnen einer Datei gefragt,

mit welchem Programm dies geschehen soll.

Obwohl ich den Hinweis befolge, eines auswähle

und im Anwendungsmanager die Werte

vorher lösche, ist es beim nächsten Mal wieder

dasselbe Spiel.

Hallo Rolf, hier hilft es, die ganzen Starteinstellungen

einmal zurückzusetzen. Drück

dazu einen Moment lang auf den Home-Button,

sodass sich der App-Switcher öffnet.

Dort tippst du dann links unten auf das Icon

mit dem Tortendiagramm, um den Task-Manager

zu öffnen. In diesem löschst du nun

unter dem Reiter Standardwerte alle Apps,

sodass du im Dateimanager beim Klick auf

ein Bild wieder ordentlich nach dem zu startenden

Programm gefragt wirst.

Android und Updates

Regina J. via E-Mail: Hallo Andy, ich möchte

mir das neue Samsung Galaxy Tab PRO 10.1

LTE mit Android 4.4 kaufen. Meine Frage: Kann

ich nach deiner Einschätzung das Tablet mit

der aktuellen Android-Version einige Jahre

nutzen? Wären die Grundfunktionen und Apps

noch nutzbar, wenn für die Software die Updates

eingestellt werden? Wie sind diesbezüglich

deine Erfahrungen mit Android?

Abb. 1: Die Übertragung deiner

Rufnummer de-/​aktivierst du in

den Anrufeinstellungen.

Abb. 2: Über den App-Switcher

kommst du am einfachsten zum

Samsung-Task-Manager.

Google hat in den letzten Jahren viel dafür

getan, das Android-System an sich von den

Google-Diensten und auch den anderen Angeboten

des Unternehmens zu trennen. Zum

Beispiel gliedert Google mittlerweile wichtige

Funktionen in Anwendungen wie zum Beispiel

die Google Play Services aus. So können

neue Funktionen auch ohne ein Upgrade

des Betriebssystems nachgerüstet werden.

Seit Android 4.0 ist es daher eigentlich (fast)

egal, welche Android-Version auf deinem Tablet

oder Smartphone installiert ist, sämtliche

Dienste und Anwendungen funktionieren

auf dem Gerät einwandfrei.

Von daher würde ich sagen: Ja,

du kannst das Galaxy Tab

eine ganze Reihe von Jahren

benutzen, ohne dass du

zentrale neue Funktionen

vermissen wirst, auch wenn

Samsung vielleicht nur Android

4.5 (oder Android 5.0 – man weiß

noch nicht genau, wie es nach Android

4.4 weitergeht) als Update für das Tablet

nachliefern wird.

Und selbst wenn ein Update eines Tages

wirklich notwendig wäre, um eine neue

Funktion nachzurüsten, liegst du mit der

Wahl eines Samsung-Geräts nicht falsch. Die

Geräte sind sehr populär, sodass es für diese

eigentlich immer eine große Anzahl an Custom-ROMs

gibt. Solltest du also irgendwann

einmal Android 5.5 auf dem Gerät haben

wollen, dann sollte dies – vermutlich –

durchaus möglich sein. Hier fährst du eigentlich

nur noch mit Geräten aus der Nexus-

Reihe besser.

● ● ●

Abb. 3: Im Task-Manager lassen

sich die standardmäßigen Zuordnungen

von Apps löschen.

Sergey Konyakin, 123RF

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32271

Android-user.de April 2014 95


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps,

die das Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-

Gerät einfacher und angenehmer machen oder

Den Hintergrund

ändern

Viele Android Geräte

werden mit

stilistisch eher „bescheidenen“

Bildschirmhintergründen

ausgeliefert, die

eigentlich eher als Werbefläche

für den Hersteller dienen.

Eine Ausnahme hiervon

sind Googles Nexus-Geräte,

die oftmals einen ikonisch,

abstrakten Hintergrund

besitzen, den die

Nutzer schnell mit einer betele52,

123RF

einfach nur cool sind. Patrick Neef

Tipp

Wenn Sie den Aufruf von

iCloud.com von einem mobilen

Browser versuchen,

wird der Zugriff verweigert.

Beim Chrome Browser können

Sie jedoch als kleinen

Trick in den Einstellungen

die Anzeige der Desktop-

Version erzwingen.

Statusbar einblenden

Manche Android Apps laufen im

Vollbildmodus, in dem man die Statusbar

und die Softwaretasten am

unteren Bildschirmrand nicht mehr sehen

kann. In diesem Fall reicht ein Wisch auf

dem Schirm aus, um beides wieder einzublenden.

Es gibt aber auch Apps, die gar

nicht im Vollbildmodus laufen, aber bei Ladebildschirmen

dennoch den ganzen Bildschirm

einnehmen und so den Blick auf die

Statusbar verwehren.

Hier können Sie ebenfalls einfach fix mit

dem Finger vom oben Bildschirmrand nach

unten wischen und die Statusbar so wieder

einblenden lassen. So verpasst man keine

Benachrichtigung oder kann zwischendurch

schnell nachschauen, wie spät es aktuell ist,

welche Internetverbindung

gerade besteht und ob das

Telefon auf stumm, auf Vibration

oder laut Klingeln

eingestellt ist.

iCloud Kontakte

importieren

Sie haben sich für

einen Wechsel von

iOS zu Android

entschieden? Gut so! Um

Ihre iCloud-Kontakte nach

Android zu schaffen, müssen

Sie kein iOS-Gerät mehr

besitzen. Sie rufen einfach

die http:// icloud. com Webseite

auf, loggen sich mit

Ihrer bisherigen Apple ID

ein und rufen dann die

Abb. 1: Mit einem Wisch von oben

nach unten holen Sie jederzeit die

Statusleiste nach vorne.

Kontakte App auf. In den Kontakten können

Sie links unten ein Zahnrad anklicken, das

die Einstellungen öffnet. Jetzt wählen Sie die

Option zum Speichern Ihre im Apple-System

gesicherten Kontakte als vCard. Merken Sie

sich den Speicherort, Sie müssen die Datei

gleich wieder verwenden.

Öffnen Sie nun die Webseite http:// google.​

com/ contacts und melden Sie sich – falls bisher

noch nicht geschehen – mit Ihren

Google-Logindaten ein. Danach klicken Sie

auf der linken Seite unten auf den Eintrag

Kontakte importieren.

Sie werden nun gebeten, eine Datei auszuwählen

– hier suchen Sie bitte die eben gespeicherte

vCard-Datei heraus. Das war es

schon! Ihre Kontakte wurden nun erfolgreich

in Ihr Google-Konto importiert und werden

von nun an automatisch mit

alle Geräten synchronisiert,

auf denen Sie Ihr Google-

Konto nutzen.

96

April 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

stimmten Android-Version verbinden. Es ist

jedoch kinderleicht, einen eigenen Bildschirmhintergrund

einzustellen. Halten Sie

einfach den Finger auf einer freien Fläche

des Homescreens gedrückt oder navigieren

Sie in den Einstellungen zu Display und dort

zum Hintergrund. In diesem Menü wählen

Sie das entsprechende Foto, ein Bild aus der

Galerie oder eines der vorinstallierten Hintergrundbilder

aus.

In den meisten Fällen können Sie, wenn

Sie sich für ein Bild oder Foto entschieden

haben, den Ausschnitt bestimmten, der später

als Hintergrundbild verwendet wird.

Dazu schieben Sie einfach die vier Eckpunkte

des Ausschnitts hin und her, bis Sie

mit Ihrer Auswahl zufrieden sind.

Bedenken Sie, dass ein größerer Ausschnitt

bedeutet, dass auf dem Hintergrundbild

mehr zu sehen ist – im Umkehrschluss bedeutet

das, dass Sie bei einem zu klein gewählten

Ausschnitt eventuell pixelige Details

sehen und Teile des Bildes nicht mehr sichtbar

sind. Bedenken Sie außerdem, dass sich

der gewählte Bildschirmausschnitt über alle

von Ihnen verwendeten Homescreens erstreckt.

Daher sollten Sie für Ihren wichtigsten

Homescreen – das ist meist der in der

Mitte – den interessantesten oder schönsten

Teil des Wallpapers als Ausschnitt wählen.

Abb. 2: Von Apples iCloud-Webseite lassen die Kontakte im vCard-Format exportieren.

Den Energiesparmodus nutzen

Es gibt sehr viele Energiespar-

Tipps, angefangen vom Absenken

der Helligkeit des Displays, bis hin

zur Änderung des Synchronisationsintervalls

des E-Mail-Kontos. Es geht aber auch deutlich

einfacher und schneller. Viele Geräte besitzen

einen estra Energiesparmodus, der

sich schnell und einfach über die Schnelleinstellungen

erreichen lässt. Den Energiesparmodus

können Sie je nach Nutzerverhalten

sogar permanent eingeschaltet lassen.

Der Stromsparmodus drosselt die CPU,

senkt die Bildschirmhelligkeit und schaltet

haptisches Feedback sowie die Vibrationsfunktion

ab. Das allein spart bereits eine

Menge Akkuleistung. Sie können in den

meisten Fällen den Energiesparmodus noch

konfigurieren, indem Sie etwa bei Samsung-

Geräten die Schnelleinstellungstaste gedrückt

halten oder in den Einstellungen zum Energiesparmodus

navigieren. Dort lassen sich

einzelne Sparmodi ein- oder ausschalten.

Somit können Sie den

Energiesparmodus an Ihre

Bedürfnisse anpassen.

Abb. 3: In den Einstellungen können

Sie jedes Bild aus Ihrer Galerie

als Hintergrund anwählen.

Abb. 4: Den Energiesparmodus finden

Sie bei vielen Handys in den

Schnelleinstellungen.

Autokorrektur

abschalten

Im Grunde genommen

ist die

Autokorrektur

des virtuellen Android-

Keyboards ein gut gemeintes

Feature. Doch allzu oft

nervt es einfach nur, wenn

Wörter beim Tippen ungewollt

geändert werden. Die

Korrektur dieser Autokorrektur

wiederum verschlingt

mehr Zeit als man

durch sie gespart hätte. In

den meisten Fällen lässt es

sich daher sehr gut ohne

eine Autokorrektur leben.

Android-user.de

April 2014 97


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 6: Per Wisch schieben Sie

Apps aus dem Multitasking-Menü

und damit auch aus dem RAM.

Abb. 5: Die Autokorrektur des

Google Keyboards kennt unter-

Einzelne Wörter ändern Sie

bei Vertippern ohnehin

meist sehr schnell, indem

Sie die Wörter antippen und

dann unter der Tastatur eine

der drei alternativen Vorschläge

anwählen.

Zum Ändern der Autokorrektur-Optionen

öffnen Sie

die Einstellungen der Tastatur.

Diese finden Sie in den

Einstellungen unter Sprache

& Eingabe. Achten Sie bitte

darauf, dass Sie die aktuell

verwendete Tastatur auswählen.

Jede virtuelle Android-Tastatur

bietet andere

Optionen: Die original

Google Tastatur beispielsweise

erlaubt eine graduelle

Konfiguration der Autokorrektur,

bei einem älteren

schiedliche Stufen.

Samsung Galaxy S2 hingegengibt es eine solche

Autokorrektur-Option noch nicht.

Schnell zwischen Apps

wechseln

Eine besondere Stärke von Android

ist die Fähigkeit zum Multitasking.

Damit ist nicht gemeint, dass Apps

wie beim PC gleichzeitig auf dem Bildschirm

zu sehen sind, sondern dass Sie schnell zwischen

verschiedenen Apps wechseln können,

ohne dass diese zwischendurch beendet werden.

Diese Funktion ist nicht bei allen Android-Geräten

gleich zu erreichen: Auf Nexus-

Geräten finden Sie dafür eine eigene Software-Taste,

sie sieht aus wie zwei hintereinander

liegende Dokumente.

Auf vielen anderen

Geräten genügt es, die

Home-Taste ein wenig länger

gedrückt zu halten, um

das Multitasking-Menü

aufzurufen.

Im Multitasking-Menü

sehen Sie eine chronologisch

geordnete Liste der

zuletzt gestarteten Apps.

Ein Fingerzeig auf eines

der Vorschaubilder holt die

Anwendung wieder in der

Vordergrund – war die App

noch im Speicher, dann

öffnet Sie sich mit den Inhalten,

die Sie zuletzt aufgerufen

hatten. Wischen

Sie eine App zur Seite entfernen

Sie diese aus dem

Abb. 7: In den App-Infos sehen Sie,

ob die App als Standardanwendung

zugeodnet ist.

Arbeitsspeicher, auf manchen

Handys können Sie

dies in einem Rutsch für alle

Apps machen und den

RAM-Speicher komplett frei

machen, je nach Hersteller

gibt es dafür ein eigenes

Icon wie etwa einen kleinen

Mülleimer – bei Nexus-Geräten

fehlt diese Funktion

jedoch.

Den App-

Standard ändern

Mit Sicherheit ist

Ihnen auch schon

einmal das Folgende

passiert: Sie öffnen

eine Bilddatei auf dem

Handy mit einer ganz bestimmten

App. Und plötzlich

wird diese Anwendung

jedes Mal zum Öffnen von Bildern verwendet,

auch wenn Sie das vielleicht gar nicht

möchten. Aus Versehen haben Sie eine App

als Standard für das Öffnen von Bildern gesetzt,

vermutlich haben Sie den Bestätigungsdialog

übersehen oder einfach „weggeklickt“.

Doch keine Sorge, der Fehler lässt

sich ganz schnell wieder rückgängig machen.

Zum Auflösen der Verknüpfung navigieren

Sie bei Samsung-Geräten in der App-Schublade

zu der entsprechenden App, halten Sie

sie gedrückt und ziehen Sie sie auf das „Info-

Symbol“. Alternativ können Sie auch in den

Einstellungen auch den Anwendungsmanager

oder die Apps öffnen. Die App-Info liefert

Ihnen Infos wie die Größe und die Berechti-

Abb. 8: Automatisch App-Updates

lassen sich im Play Store kontrollieren

und auch deaktivieren.

98

April 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

gungen der installierten App. Wenn diese

App als Standardanwendung definiert wurde,

dann können Sie das ein Stück weiter unten

mit Aktionen auf Standard zurücksetzen

rückgängig machen.

Automatische App-Updates

abschalten

Auch Entwickler machen ab und an

einen Fehler. Deshalb kann es

durchaus einmal vorkommen, dass

manch Update ein App einen Fehler enthält,

den der Entwickler übersehen hat. Wenn Sie

nicht wollen, dass Ihnen dadurch eine wichtige

oder heiß-geliebte App durch ein solches

Update kurzfristig unbrauchbar gemacht

wird, dann sollten Sie unbedingt die automatischen

Updates abschalten.

Dazu öffnen Sie die Play-Store-App und

navigieren dort zu den Einstellungen | Automatische

Updates. Hier können Sie je nach

Gerät entscheiden, ob Sie die automatische

Updates gar nicht, nur über das WLAN oder

immer, also auch über ihre Mobilfunkleitung,

erhalten wollen. Letzteres empfiehlt sich nur

dann, wenn Ihr Tarif eine Flatrate ohne Drosselung

beinhaltet.

Auf In-App-Käufe prüfen

Viele Apps aus Play Store lassen

sich zwar kostenlos aus dem Android-Market

heraus installieren,

doch gratis sind sie nicht. Per In-App-Käufen

möchten zusätzliche Funktionen freigeschaltet,

oder wie bei vielen Spielen, gegen bares

Geld virtuelle Münzen gekauft werden.

Die Play-Store-App informiert die Android-

Nutzer schon etwas länger darüber, dass die

vorliegende Anwendung In-

App-Käufe nutzt, nun gibt

aber auch die Web-Version

des Play Stores über solche

– ansonsten verborgenen –

Kosten Bescheid. Die Information

ist ein wenig versteckt,

achten Sie beim Stöbern

durch den Play Store

auf die Zeile „Bietet In-App-

Käufe an“ unter der Ansicht

der Gerätekompatibilität.

Internetfreien

Urlaub genießen

Immer mehr Menschen

wird bewusst,

wie sehr sie

von ihrem Smartphone oder

Tablet „abhängig“ sind.

Schuld sind natürlich nicht

Abb. 10: Die Play-Store-App macht

Sie schon seit etwas längerer Zeit

auf In-App-Käufe aufmerksam.

Abb. 9: Der Google Play Store informiert Sie über eventuell anfallende In-App-Käufe.

die Geräte an sich, sondern die ewige Verfügbarkeit

des Internets, in dem man sich so

leicht verlieren kann – man könnte ja etwas

wichtiges verpassen. Außerdem ist man jederzeit

per E-Mail oder Chat erreichbar, was

sicherlich seine Vorteile hat, im Urlaub aber

dazu führt, dass man nicht richtig abschalten

kann. Wer das verhindern möchte, kann zu

drastischen Mitteln greifen: Entweder lässt

man das Handy ganz zu Hause – und ist

auch im Notfall für andere nicht erreichbar –

oder man deinstalliert die entsprechenden E-

Mail- und Chat-Programme.

Es geht aber auch leichter: Deaktivieren

Sie einfach nur das mobile Datennetz und

den WLAN-Funk. Samsung-Geräte verfügen

dazu über einen extra

Menüpunkt im Ausschalt-

Dialog. Auf anderen Geräten

deaktivieren Sie die Datenleitung

unter Einstellungen |

Drahtlos & Netzwerke |

Mehr… | Mobilfunknetze.

Mit dem vom Internet getrennten

Gerät, können Sie

nun nach wie vor Telefonieren

und SMS schreiben –

ungefähr so, wie es Ende

der 90er Jahre mit jedem

Handy möglich war. Der Internetverzicht

hat aber auch

noch einen weiteren Vorteil:

Der Akku hält deutlich länger,

denn vor allem die Datenleitung

und die fortwährende

Synchronisation sind

große Akkufresser. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31255

Abb. 11: Mit abgeschalteter Datenleitung

hält auch gleich der Akku

des Handys viel länger durch.

Android-user.de April 2014 99


Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-

Gerät gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die ROM-

Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und Tipps zu

guten ROMs und neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

SlimKat Stable 3.0

Auch wenn CyanogenMod die Android-ROM-Szene

beherrscht, neben

dem Platzhirsch gibt es zahlreiche

andere ROMs, die ebenfalls konstant an ihrer

Entwicklung arbeiten. Auf ein besonders

schlankes Android hat sich SlimRom spezialisiert.

In Form von SlimKat Stable 3.0 [LINK 1]

erreicht die KitKat-Version des ROMs nun

schon vor CyanogenMod einen fertigen

Stand. Für knapp 60 Geräte stehen fertige

Images zur Installation bereit [LINK 2], zudem

gibt es von SlimRom ein Extra-Paket mit den

Google Apps [LINK 3].

Das auf den Quellcode von Android 4.2.2

aufbauende SlimKat 3.0 integriert diverse aus

anderen ROMs bekannte Features wie das PieMenu

oder eine frei anpassbare Display-

Auflösung von Paranoid Android, sodass sich

die Größe von Icons und Schriften auf dem

Display beeinflussen lässt. Auch bei AOKP

haben sich die SlimRom-Entwickler bedient

und die Navigationsleiste übernommen, auf

der sich die Buttons für Home, Zurück oder

Menü frei anordnen lassen.

Als eigenständige Entwicklung setzt Slim-

Rom bei Updates auf das SlimCenter, dort

lassen sich mit dem Slimsizer auch System-

Apps deinstallieren. So können Sie auf älteren

Geräten mitsamt den Gapps installierte

Anwendungen wie etwa Gmail, Hangouts

oder YouTube vom Handy löschen, ohne

komplett auf alle nützlichen Google-Anwendungen

wie den Play Store oder Google Maps

verzichten zu müssen.

Eine pfiffige Idee der SlimRom-Entwickler

ist es auch, einen IRC-Chat fest in das ROM

zu integrieren. So finden Sie bei Problemen

mit dem ROM auf Ihrem Handy im Handumdrehen

kompetente Hilfe – vornehmlich auf

Englisch. Da diverse SlimRom-Entwickler

aber auch aus Deutschland und Österreich

kommen, ist die Chance durchaus hoch,

auch direkt auf Deutsch Hilfe zu bekommen.

Abb. 1: Die Xposed GEL Settings

greifen in die Darstellung des

Google Now Launchers ein.

Abb. 2: Mit den Xposed GEL Settings

lässt sich die Anzahl an Apps

pro Seite anpassen.

Android-x

86 4.4-RC1

Das Android-Betriebssystem

findet

sich nicht nur

auf dem Handy oder Tablet,

auch TV-Geräte, Spielkonsolen

oder Set-Top-Boxen

laufen inzwischen mit

dem Google-System. Auf

dem PC oder Notebook hat

sich Android bisher jedoch

noch nicht breit gemacht.

Die Ursache dafür liegt

unter anderem darin, dass

der Android-Kernel auf

ARM-CPUs mit RISC-Architektur

ausgerichtet ist.

Die bei PCs übliche x86-

Architektur wird von And-

100

April 2014

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

roid – trotz seiner Linux-Historie – nicht unterstützt.

Mit dem Android-x86-Projekt gibt

es aber durchaus Bestrebungen, Android fit

für den PC zu machen.

Mit Android-x86 4.4-RC1 [LINK 4] nähert sich

das Projekt dem Ziel, die aktuelle Android-

Version auf dem PC zum Laufen zu bekommen.

Der erste Release Candidate kann als

ISO-Image heruntergeladen und per CD-ROM

oder von einem USB-Stick aus auf einem herkömmlichen

PC gebootet werden. Aktuelle

PCs mit Nvidia- oder AMD-Grafikkarten bereiten

Android-x86 jedoch nach wie vor

Schwierigkeiten, auf diesen Geräten bleibt

der Bootprozess ohne spezielle Kernelparameter

oft stehen. Besonders gut von Android-x86

unterstützt werden jedoch ältere

Netbooks wie der Eee PC von Asus.

Xposed GEL Settings

Mit Android 4.4 hat Google den

Google Experience Launcher bzw.

nach der Umbenennung den Google

Now Launcher eingeführt. Als Neuerungen

sind hier besonders die großzügig gestalteten

Icons und die Integration von Google Now

zu nennen, das nun vom Homescreen aus

vom linken Bildschirmrand per Fingerwisch

ins Bild gezogen werden kann. Doch nützliche

Funktionen, wie etwa das Ausblenden

von bestimmten Anwendungen oder eine andere

Sortierreihenfolge der Apps in der App-

Schublade, sucht man auch beim neuen Android-Launcher

vergebens. Für sie muss man

immer noch zu einem der populären Custom-Launchern

wie Apex oder dem Nova

Launcher greifen.

Wer auf den Google Now Launcher nicht

verzichten möchte, sich aber dennoch nach

den lieb gewonnenen Funktionen der Custom-Launcher

sehnt, für den gibt es mit dem

Xposed-Modul „Xposed GEL Settings“ [LINK 5]

nun aber einen Weg, den Google-Launcher

zu modifizieren. Xposed GEL Settings klinkt

sich in das leistungsfähige Xposed-Modding-

Framework ein, das Sie im Vorfeld installieren

und konfigurieren müssen [LINK 6]. Anschließend

haben Sie wie bei Custom-Launchers

die Option, ausgesuchte Apps im Launcher

zu verstecken, die Anzahl der Icons auf

dem Homescreen und der App-Schublade zu

ändern, die Beschriftungen unter den Icons

zu entfernen oder auch die Größe der Icons

an Ihre Wünsche anzupassen. Auch die an-


Poweruser

ROM-Küche

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32151

sonsten auf jedem Homescreen

sichtbare Suchleiste

lässt sich mit dem Modul

entfernen.

CyanogenMod

mit Docker bauen

Nur wenige User

werden sich ein

eigenes CyanogenMod-Image

für das

Handy selbst bauen wollen.

Doch wer neu in die ROM-

Entwicklung einsteigen

möchte, der steht erst einmal

vor der nicht unerheblichen

Hürde, sich eine Entwicklungsumgebung

mit

allen notwendigen Abhängigkeiten

und Bibliotheken

aufsetzen zu müssen. Bei

CyanogenMod muss man

sich alleine dafür eine ganze Reihe von Dokumentationen

zu Leibe führen.

docker-cyanogenmod [LINK 7] verpackt die

komplette für die Arbeit an CyanogenMod

nötige Entwicklungsumgebung in eine mit

Docker [LINK 8] zusammengeschnürte virtuelle

Maschine auf Basis von Ubuntu 12.04. Ist

Docker installiert, reichen nur wenige Befehle

aus, um CyanogenMod auf dem eigenen

Rechner zu compilieren. Dazu nötig ist

jedoch ein Computer mit reichlich Speicherplatz

und einer schnellen CPU. Der komplette

CyanogenMod-Source, zusammen mit

den Build-Dateien belegt etwa 80 GByte, das

Bauen der Firmware braucht auch auf aktuellen

Computern mehrere Stunden.

Abb. 3: Die App Galaxy S4 Glove

Mode setzt die Empfindlichkeit des

Touchscreens herunter.

Galaxy S4

Glove Mode

Auch wenn dieses

Jahr in Deutschland

ein harter

Winter bisher ausgeblieben

ist, Anfang April drohen

durchaus nochmal ein paar

sehr kalte Tage. Oder es

geht noch einmal auf den

Gletscher zum Skifahren –

auf jeden Fall besteht

durchaus noch die Chance,

dass man seine Handschuhe

noch einmal aus

dem Schrank holen muss.

Damit das Handydisplay

auch mit warmen Skihandschuhen

bedienbar bleibt,

hat Samsung den Touchscreen

des Galaxy S4 so

sensibel gestaltet, dass er

sich auch mit behandschuhten Fingern benutzen

lässt. Allerdings klappt dies nur,

wenn Sie bei Samsungs Original-Firmware

bleiben. Installieren Sie CyanogenMod oder

ein anderes Custom-ROM, geht diese praktische

Funktion verloren.

Die Root-App Galaxy S4 Glove Mode [LINK 9]

aktiviert diesen „Handschuh-Modus“ auch

beim Einsatz eines Custom-ROMs. Dazu

greift die App lediglich auf das Kernelmodul

des Touchscreens zu und setzt die Empfindlichkeit

herunter, sodass Dazu nötig ist

neben der App ein entsprechend konfigurierter

Kernel, bei den meisten AOSP-ROMs und

auch CyanogenMod ist dieser jedoch bereits

von Haus aus vorhanden.

● ● ●

Android 4.4

SlimKat Stable 3.0

102 April 2014 Android-User.de


Poweruser

Handy-Tracking Pry-Fi

Pry-Fi verhindert Handy-Tracking per WLAN

Verfolgt

Sergey Pykhonin, 123RF

Der Mensch wird unentwegt

überwacht, doch

dass man über die

WLAN-Funktion des

Smartphones identifizierbar

ist, daran

denken bisher nur

wenige Nutzer. Pry-Fi

unterbindet das smarte

Tracking und vergiftet

die Datensammlungen

der Überwacher.

Christoph Langner

Abb. 1: Das WLAN-Verhalten lässt

sich in den erweiterten Einstellungen

anpassen.

Für Marketingspezialisten und gewisse

staatliche Organisationen ist

es schon lange nicht mehr nur ein

Traum, Menschen jederzeit erkennen

und deren Wege verfolgen zu können.

Ein Kaufhaus kann so zum Beispiel den Weg

eines Kunden durch das Labyrinth der Einkaufshallen

verfolgen, feststellen, wo er wie

lange stehen bleibt, und am Ende – mit den

Bankkartendaten verknüpft – abspeichern,

was er schließlich gekauft hat. Kommt er erneut

in das Geschäft, erkennt das System den

Kunden wieder, sodass über die Zeit ein vollständiges

Kundenprofil entsteht.

In einer Einkaufsstraße, in der die großen

Handelsketten gleich mehrere Geschäfte betreiben,

wäre es vorstellbar, dass diese die

gesammelten Daten geschickt kombinieren.

Noch einfacher ist die Aufgabe für den Staat.

Dank kompletter Internetüberwachung kann

ein Fahnder quasi live verfolgen, wie Sie von

einem Geschäft zum anderen wandern. Eine

Kamera braucht es dazu gar

nicht mehr. Der bekannte Android-Hacker

und Kopf hinter

dem Root-Tool SuperSu

„Chainfire“ macht in diesem

Zusammenhang auf das

WLAN-Scanning von Android,

aber auch auf die Identifizierung

von WLAN-Geräten

über Ihre MAC-Adresse aufmerksam

[LINK 1]. Seine Proofof-Concept-App

schafft mehr

Privatsphäre, ohne dass man

auf Komfort verzichten muss.

Identifizierung von

Handys per WLAN

Generell können Smartphones,

aber natürlich auch herkömmliche

Computer mit

WLAN-Funk über die von

Abb. 2: Seit Android 4.3 sucht das

System auch bei deaktiviertem

WLAN nach Netzen.

Ihnen ausgesendeten Daten identifiziert werden.

Dazu muss das Gerät nicht in einem

WLAN eingebucht sein. Es reicht, im Äther

nach sogenannten „Probe Requests“ von Geräten

mit aktivierten WLAN zu horchen.

ab:11:3c:2a:bd:4f ‐> ff:ff:ff:ff:ff:ff 802.11U

112 Probe Request, SN=1503, FN=0,U

Flags=........C, SSID=home

ab:11:3c:2a:bd:4f ‐> ff:ff:ff:ff:ff:ff 802.11U

109 Probe Request, SN=1504, FN=0,U

Flags=........C, SSID=office

Diese von allen WLAN-Geräten ausgesendeten

Datenpakete dienen normalerweise dazu

zu ermitteln, welche WLANs in der Nähe

sind. Access Points antworten auf solche Anfragen

mit einem digitalen „Hier bin ich“.

Kennt das Gerät das Netz, bucht es sich ein.

Die Datenpakete enthalten neben der MAC-

Adresse der Netzwerkkarte auch eine Liste

aller bekannten WLANs des Geräts.

Kombiniert man die individuelle

MAC-Adresse des

Geräts mit der Liste der bekannten

SSIDs eines Handys,

lässt sich ein sehr exaktes

Trackingprofil von

Smartphone-Besitzern erstellen.

Auch wenn sich

die Liste der bekannten

SSIDs einmal verändert

oder der User mit einem

neuen Gerät eine neue

MAC-Adresse bekommt.

Das Verfahren ist nicht

neu und wird bereits im

größeren Stil benutzt. Es

gibt diverse Unternehmen,

die solch eine Tracking-Lösung

für verschiedene Anwendungszwecke

vertreiben.

Federführend sind

104

April 2014

Android-User.de


Poweruser

Handy-Tracking Pry-Fi

hier etwa Euclid Analytics

[LINK 2] oder auch Cisco [LINK 3].

Die Geräte müssen nur installiert

werden, die Auswertung

erfolgt bequem vom PC aus.

Es wäre naiv anzunehmen,

dass nur private Firmen solche

Maschinen einsetzen.

Die Hersteller versprechen

zwar, sich an Datenschutzgesetze

zu halten und die Daten

anonymisiert aufzubereiten.

Doch wo Daten gesammelt

werden, ist der Missbrauch

nicht fern – das lehren uns

die Snowden-Enthüllungen

der letzten Monate. Es gilt

also, selbst für die nötige Privatsphäre

zu sorgen.

WLAN ist immer an

Die einfachste Lösung besteht

natürlich darin, das WLAN einfach auszuschalten:

Nur Handys mit aktiviertem WLAN

(und Bluetooth) lassen sich über Probe-Requests

ermitteln und orten, daher fliegt ein

Handy mit deaktiviertem WLAN unter dem

Radar – zumindest in Bezug auf das WLAN-

Tracking. Nun ist aber seit Android 4.3 das

WLAN bei Android-Handys in der Grundeinstellung

nie ganz aus – auch wenn Sie das

WLAN von Hand deaktivieren.

Der Grund dafür ist der Wunsch nach einer

möglichst schnellen Standortermittlung per

GPS. Wenn das System seine ungefähre Position

nicht kennt, kann es bis mehrere Minuten

dauern, bis GPS die exakte Position ermitteln

kann. Um dies zu beschleunigen, bestimmen

Smartphones die in der Umgebung

funkenden WLANs und gleichen diese Informationen

mit einer im Netz gespeicherten

Standortdatenbank ab.

Möchten Sie Ihr WLAN auf einem aktuellen

Android-Gerät ganz abstellen, dann müssen

Sie unter „Einstellungen | Erweitert“ die

Option „Erkennungsfunktion immer verwenden“

deaktivieren. Dies schafft mehr Privatsphäre.

Eventuell dauert dadurch jedoch die

anfängliche Positionsbestimmung über GPS

ein wenig länger. Ein Umstand, mit dem man

durchaus leben kann. Die Methode hat allerdings

den Nachteil, dass Sie immer daran

denken müssen, das WLAN ein- und auszuschalten.

In der Praxis scheitert dieses Unterfangen

an der Bequemlichkeit der Nutzer.

Pry-Fi schützt vor Tracking

Hier setzt Pry-Fi [LINK 4] von Chainfire an: Die

Root-App ändert in kurzen Abständen die

Abb. 3: Pry-Fi verschleiert die

eigentlich fest verankerte MAC-

Adresse des Handys.

MAC-Adresse des Geräts

und verhindert gleichzeitig,

dass über Probe-Requests

die Liste der bekannten

SSIDs übermittelt

wird. Sie können daher die

WLAN-Funktion aktiviert

lassen und sind dennoch

weitgehend anonym unterwegs.

Die von Ihrem

Handy gesendeten Daten

lassen sich nicht mehr

sammeln – gegenüber dem

Trackingsystem erscheinen

Sie immer wieder als eine

„neue“ Person.

Auf Komfort müssen Sie

nicht verzichten. Kommen

Sie nach Hause oder ins

Büro, bucht sich Ihr

Handy wie gewohnt in Ihr

Netz ein. Beim Einloggen

nutzt Pry-Fi eine zufällig generierte MAC-Adresse.

So lassen sich Ihre Aktivitäten nicht

mit Ihrer MAC-Adresse in Verbindung bringen.

Auf Wunsch – etwa für eigene Netze –

lässt sich diese Funktion jedoch deaktivieren.

Einen Schritt weiter geht der Modus „Go to

war!“ der Pry-Fi-App: Er spuckt den Datensammlern

kräftig in die Suppe, indem die

App in kurzen Abständen die MAC-Adresse

des Geräts ändert. So erscheinen Sie in den

Augen des Trackers als eine Vielzahl von

Smartphone-Usern, die immer wieder plötzlich

da sind und nach kurzer Zeit wieder verschwinden

– statistische Auswertungen des

Trackings lassen sich so komplett aushebeln;

allerdings kostet Sie dieser Modus viel Strom.

Fazit

Legen Sie Wert auf anonymes Einkaufen und

haben Sie Ihr Handy bereits gerootet (eine

entsprechende Anleitung für über 8000 Handys

finden Sie in Android User 03/​2014),

dann ist die Pry-Fi-App ein Muss. Auch wenn

Sie häufig in öffentlichen Netzen surfen, sollten

Sie die Installation in Betracht ziehen.

Wer über ausreichend Disziplin verfügt, das

WLAN beim Verlassen des Büros oder der eigenen

vier Wände wieder auszuschalten,

braucht die App hingegen nicht.

● ● ●

Tracking per Bluetooth

Abb. 4: Im „War-Mode“ setzt Pry-Fi

in kurzen Abständen immer wieder

neue MAC-Adressen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32200

Die hier beschriebene Lösung basiert auf WiFi. Aktuell setzen jedoch bereits einige

Kaufhäuser auf die Tracking-Methode via Bluetooth. Sie funktioniert im Prinzip identisch.

Geködert werden die Kunden durch sogenannte iBeacons, die zum Beispiel in

einem bestimmen Geschäft Rabatte versprechen. Android User empfiehlt, Bluetooth

stets ausgeschaltet zu lassen, wenn man es nicht benötigt.

Android-user.de April 2014 105


PowerUser

Root-Apps

Die besten Root-Apps: Teil 3

Root-Perlen

Veronika Pavlova, 123RF

In diesem dritten Teil

unserer Serie über Root-

Apps stellen wir Ihnen

vier weitere Apps vor,

die auf einem gerooteten

Smartphone nicht

fehlen dürfen.

Samuel Groesch

Root-Apps eignen sich nicht nur

dazu, um via Titanium-Backup

eine Sicherung zu erstellen oder

die CPU hochzutakten. Android

User stellt Ihnen deshalb in jeder Ausgabe

besonders gelungene Root-Apps vor.

FauxSound Audio/​Sound

Control

Die von den Herstellern verbauten Lautsprecher

sind häufig nicht die besten und meistens

holt die Software aus der Hardware

auch nicht den bestmöglichen Sound heraus.

Die App FauxSound [LINK 1] behebt diesen

Missstand und ersetzt die Soundkonfiguration

nach Ihren Wünschen.

Voraussetzung zur Verwendung der App

ist ein Custom-Kernel, der die entsprechenden

Modifikationen unterstützt. Nach der

Installation müssen Sie der App Root-Rechte

gewähren, damit sie ihre Arbeit ordnungsgemäß

verrichten kann. FauxSound verteilt

sich auf zwei Bereiche, die in Form von Tabs

strikt voneinander getrennt sind: Der erste

Tab enthält alle interessanten Einstellungen

und Optionen. Der Info-Tab listet Informationen

zu Ihrem Gerät sowie auf die App bezogene

Links auf.

In den Einstellungen ist es sinnvoll, den

Switch Set on Boot zu aktivieren, damit Faux-

Sound die von Ihnen getätigten Einstellungen

direkt beim Hochfahren des Handys automatisch

übernimmt. Darunter finden Sie

ein Auswahlmenü mit fünf vordefinierten

Profilen. Diese erleichtern die Anpassungen

an die eigenen Wünsche erheblich. Unterhalb

des Menüs befinden sich die eigentlichen

Schieberegler, mit denen Sie die Einstellungen

vornehmen. Die Regler sind in vier

Kategorien unterteilt, je nachdem, welchem

Zweck sie dienen. Im oberen Bereich sind die

Optionen platziert, die den digitalen Hörerausgang

betreffen. Danach kommt der für die

normalen Lautsprecher wichtige Punkt, mit

ihm steuern Sie die Lautstärke.

Darunter sitzen die beiden Regler für den

digitalen Audioausgang. Am Ende gibt es

zwei Optionen für den Mikrofoneingang und

den Kameramikrofoneingang. Sie können

nun entweder mit den vielen Reglern herumprobieren

und experimentieren, bis

Sie die für Sie perfekte Einstellung

gefunden haben oder Sie verwenden

einfach eine der

Voreinstellungen aus dem

Menü. Das Profil Loudness

hebt zum Beispiel die

maximal mögliche Lautstärke

eines Nexus 5 erheblich

an. Um Hardwaredefekte

zu vermeiden,

sollten Sie

Ihr Gerät jedoch nicht

106

April 2014

Android-User.de


PowerUser

Root-Apps

allzu lange bei maximaler

Lautstärke spielen lassen.

Auch auf die Schonung Ihrer

Ohren sollten Sie achten! Für

1,49 Euro holen Sie mit der

FauxSound-App deutlich

mehr aus Ihrem Smartphone

heraus, für Musikfans ist die

App ein absolutes Muss.

MyFont (Fonts For

Android)

Android bietet sehr viele verschiedene

Möglichkeiten das

Handy zu Individualisieren,

aber die Auswahl der vom

System genutzten Schriftart

ist nicht bei jedem Hersteller

ausreichend. Mit der MyFont-

App [LINK 2] installieren Sie auf

jedem gerooteten Handy die

Schriften, die Ihnen persönlich am besten gefallen

– und nicht dem Hersteller.

In vier Kategorien gegliedert, präsentiert

sich MyFont in einem modernen Design. Zu

Beginn zeigt die Anwendung die aktuell beliebtesten

Schriftarten an. Hier sind immer

wieder einige interessante Kandidaten dabei.

Im nächsten Tab finden Sie die von der App

bereitgestellte volle Auswahl an Schriften.

Durch diese klicken Sie sich einfach durch,

bis Sie Ihren Favoriten gefunden haben.

Dann öffnen Sie die Detailansicht des Fonts

über einen Fingertipp und betätigten den

Download-Button. Daraufhin zeigt die Anwendung

einen Beispieltext in der bisherigen

Schriftart und in der neuen zum Vergleich

an. Um die Installation zu starten, tippen Sie

auf Use und bestätigen mit

OK. Nach einem Neustart

begrüßt Sie Ihr Handy schon

im neuen Look. Falls Sie

wieder zurück zur originalen

möchten, finden Sie alle

heruntergeladenen Schriftarten

und die Standardschrift

auf dem Local-Tab.

Abb. 1: Beim Herumprobieren finden

Sie garantiert die für Sie passende

Einstellung.

Abb. 3: Im Statusfenster von Data-

Sync sehen Sie den aktuellen Fortschritt

der Synchronisierung.

DataSync

Wer mehrere Android-Geräte

benutzt, kennt das Problem:

Es wird zu einer mühseligen

und nervigen Angelegenheit,

die Apps auf gleichem

Stand zu halten. Auf

welchem Gerät bin ich momentan

in welchem Level

bei Angry Birds? Wo habe

ich die Einkaufsliste geschrieben?

Solche Situationen

sind unliebsam und

unnötig. Die DataSync-

App [LINK 3] hilft Ihnen, die

App-Informationen über

mehrere Androiden hinweg

aktuell zu halten. Sie

synchronisiert automatisch

eine von Ihnen festgelegte

Liste über die Cloud und

sorgt so dafür, dass überall

die gleichen Daten zu Verfügung

stehen.

Nach der Installation

legen Sie eine Liste über

das +-Symbol an und

markieren dabei alle Apps,

die Sie synchronisieren

wollen. Benennen Sie die

Liste und klicken dann auf

das Speichern-Icon. Dies

müssen Sie nun auf jedem Handy und Tablet

tun, das Sie synchronisieren möchten. Es

empfiehlt sich, bei der Einrichtung die Anmeldung

mit dem Google-Konto zu wählen,

das vereinfacht die Sache. Tippen Sie nun

auf Ihre eben angelegte Liste. Um sie zu synchronisieren,

klicken Sie auf die zwei Pfeile

in der Action-Bar. Im auftauchenden Dialog

wählen Sie entweder die Cloud aus (in den

Einstellungen können Sie zusätzliche Anbieter

wie Dropbox, Box und auch FTP-Verzeichnisse

hinzufügen) oder ein anderes

Gerät, das sich im selben Netzwerk befindet.

Im Ausklappmenü unten legen Sie noch

fest, in welche Richtung synchronisiert werden

soll; ob also das jeweilige Gerät die

Daten nur senden oder auch empfangen soll.

Umgehend beginnt Data-

Sync, die von Ihnen ausgewählten

Apps via Cloud mit

den anderen Geräten abzugleichen.

Dieser Vorgang benötigt

seine Zeit, kann aber

einfach im Hintergrund laufen.

Über die Optionen

legen Sie fest, ob DataSync

von alleine aktiv werden

und automatisch Synchronisierungen

durchführen darf.

Die App ist kostenlos im

Play Store erhältlich. Die

Plus-Variante für 1,99 Euro

bietet Real-Time-Synchronisation

und den Abgleich via

Bluetooth und NFC statt

über die Cloud. Auch zeitlich

geplante Syncs sind

damit möglich. ● ● ●

Abb. 2: Sie erkennen schon in der

Übersicht von MyFont, wie die ausgewählte

Schrift aussehen wird.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32251

Android-user.de April 2014 107


PowerUser

MultiROM Manager

MultiROM Manager für Nexus 7, Nexus 4 und Nexus 5

MultiROM

Poweruser, die ständig

neue ROMs ausprobieren,

wissen, wie

zweitaufwendig die Installation

sein kann. Der

MultiROM Manager

nimmt ihnen sehr viel

Arbeit ab, wie unser Artikel

zeigt.

Samuel Groesch

Abb. 1: Die Installation des Multi-

ROM Managers läuft komfortabel

in einer eigenen App ab.

Ein Backup anzulegen, die bisherigen

Daten zu wipen und ein neues

ROM zu installieren, um anschließend

zu erkennen, dass es doch

nicht so toll ist, macht nicht immer Spaß.

Praktischer ist es, mehrere ROMs gleichzeitig

auf einem Gerät installiert zu haben. Bisher

war so etwas nur im Traum möglich, doch

mit dem MultiROM Manager wird der Traum

Realität. Der kostenlose Mod ermöglicht es,

beliebige ROMs auf einem Gerät installiert zu

haben. Beim Starten des Geräts haben Sie die

Auswahl, in welches ROM Sie booten möchten.

Klingt toll? Wir zeigen Ihnen in diesem

Artikel, wie Sie den MultiROM Manager installieren

und wie Sie ROMs anlegen und verwalten.

Einzige Voraussetzung zur Umsetzung

ist ein kompatibles Gerät: Aktuell unterstützt

der Entwickler das Nexus 5, das

Nexus 4 sowie beide Versionen des Nexus 7.

Installation

Zur Installation des MultiROM Managers benötigen

Sie im Grunde nur ein gerootetes,

mit dem Mod kompatibles Smartphone. Den

Rest übernimmt die App [LINK 1]. Sie installiert

eine angepasste Version der TWRP-Recovery.

Außerdem flasht die App einen speziellen

Kernel, der den Mod unterstützt. Laden Sie

sich die Anwendung aus

dem Play Store herunter

und starten Sie sie. Die eigentliche

App benötigen Sie

nur zur Installation, danach

spielt sich alles im Recovery-System

und im Bootmanager

ab. Zur Installation

überprüft die App, welche

benötigten Komponenten

Sie bereits besitzen und welche

noch installiert werden

müssen. Entsprechend setzt

die App die Haken bei den

zusätzlich benötigten Punkten

automatisch. Klicken Sie

auf Installieren. Die Anwendung

beginnt mit dem

Download der benötigten

Dateien. Klicken Sie danach

im Dialogfenster auf Reboot,

Abb. 2: Das Hinzufügen eines

neuen ROMs ist der üblichen Vorgehensweise

ähnlich.

damit der Vorgang abgeschlossen

werden kann. Ihr Smartphone bootet

nun das Recovery-System und flasht den

MultiROM-Mod. Anschließend bootet das

Gerät von selbst neu und Sie können das

erste Mal den Bootmanager zur Auswahl des

ROMs bestaunen. MultiROM-Mod ist nun

aktiv und zur Nutzung bereit.

Anlegen eines ROMs

Der große Vorteil des MultiROM-Mods besteht

darin, verschiedene ROMs gleichzeitig

auf einem Handy zur Verfügung zu haben

und dabei nicht auf das vorinstallierte System

verzichten zu müssen. Zum Einrichten

eines weiteren ROMs booten Sie das Recovery-System.

Hierzu schalten Sie Ihr Gerät

aus und booten mit [Leiser]+[Power] in den

Bootloader. Diesen erkennen Sie an dem Android-Männchen

mit dem offenen Bauch.

Über die Lautstärketasten wählen Sie den

Menüpunkt Recovery mode aus und bestätigen

mit [Power]. Wenn das

Smartphone in der TWRP-

Recovery ist, finden Sie

unter Advanced den Punkt

MultiROM. Dort verstecken

sich alle Features und Funktionen,

die den Mod betreffen.

Klicken Sie auf Add

ROM, um ein neues ROM

anzulegen. Im Dialog belassen

Sie alle Optionen bei

den Standardwerten und klicken

auf Next. Hier wählen

Sie als Quelle ZIP file und

suchen dann im erscheinenden

Dateiexplorer die vorher

abgespeicherte ROM-Datei,

die Sie installieren möchten.

Bestätigen Sie die Auswahl,

indem Sie den blauen Pfeil

nach rechts ziehen. Die von

108

April 2014

Android-User.de


PowerUser

MultiROM Manager

Ihnen gewählte Datei wird nun als neues

ROM angelegt. Wenn der Vorgang beendet

ist, starten Sie das Gerät neu.

Zwischen ROMs wechseln

Jetzt haben Sie zwar mehrere ROMs auf

Ihrem System aktiv, wissen aber noch nicht,

wie Sie zwischen ihnen wechseln. Das ist

ganz simpel. Bei jedem Systemstart haben

Sie nach Erscheinen des Gerätelogos fünf Sekunden

Zeit, in das Auswahlmenü des Mods

zu wechseln. Nehmen Sie keine Auswahl

vor, startet das Standardsystem. Tippen Sie

innerhalb dieser fünf Sekunden auf das Display,

erscheint eine Liste mit allen installierten

ROMs. Klicken Sie auf den Eintrag des

ROMs, in das Sie booten möchten, und bestätigen

Sie mit Boot. Das Smartphone startet

sofort in das von Ihnen ausgewählte ROM

und verhält sich, als sei es Ihr ganz normales

Standard-ROM.

ROMs verwalten

Ihre installierten ROMs verwalten Sie über

das Recovery-System. In den MultiROM-Einstellungen

finden Sie die Kachel List ROMs.

Hinter dieser verbirgt sich eine Liste mit den

installierten ROMs. Klicken Sie auf einen Eintrag,

um das entsprechende ROM zu verwalten.

In diesem Menü führen Sie auch die bekannten

Custom-Recovery-Funktionen wie

Wipen oder Flashen durch – aber nur für das

gewählte ROM. Das bedeutet auch, dass sich

die normalen Features ausschließlich auf das

Standard-ROM beziehen (in MultiROM Mod

als Internal ROM bezeichnet). Sie können

den Namen jedes einzelnen ROMs verändern,

ein Backup anlegen, es löschen oder

auch eine ZIP-Datei flashen.

Falls ein ROM die

Google-Anwendungen benötigt,

flashen Sie diese

auch in dem genannten

Verwaltungsmenü.

Abb. 4: Die Verwaltung der installierten

Firmware-Dateien ist zentral

im Custom Recovery platziert.

ROMs

verschieben

Wenn Ihnen ein ROM, das

Sie ursprünglich nur zum

Testen und Experimentieren

installiert hatten, so

gut gefällt, dass Sie es als

Standard-ROM verwenden

möchten, müssen Sie es

nicht noch einmal installieren.

Für genau solche

Probleme hat der Entwickler

ein Feature eingebaut.

In den Multi-ROM-Optionen

des Custom Recovery gibt es die Funktion

Swap ROMs, die es Ihnen ermöglicht, die

ROM-Plätze zu tauschen. In der Aktionsliste

wählen Sie den auszuführenden Vorgang aus

und klicken einfach auf Change. So machen

Sie jedes beliebige ROM zum Standard-ROM.

Mod deinstallieren

Das Entfernen des Mods ist genauso einfach

wie die Installation. Dabei alle zusätzlich installierten

ROMs entfernt. Nur das aktuelle

Standard-ROM (Internal ROM) bleibt erhalten.

Laden Sie sich die Deinstallationsdatei

aus dem passenden XDA-Thread für Ihr Gerät

herunter (Nexus 5 [LINK 2], Nexus 4 [LINK 3],

Nexus 7 (2013) [LINK 4], Nexus 7 [LINK 5]).

Diese Datei flashen Sie über die allgemeine

Flash-Funktion des Custom Recovery. Nicht

über die eines bestimmten ROMs! Danach ist

Ihr Gerät vom Mod bereinigt. Durch das Flashen

einer normalen TWRP-Version verschwinden

diese Einträge ebenfalls. Somit ist

alles wieder im Ausgangszustand. Alternativ

flashen Sie bei den Nexus-Geräten die komplette

Firmware via Factory Images. Dann

gehen aber auch alle Daten verloren.

Fazit

Der MultiROM Manager ist die ideale App für

alle Nexux-Nutzer, die oft und gerne alternative

Firmwares ausprobieren. Das Wechseln

zwischen den ROMs ist sehr einfach und

schnell ausgeführt. Mit dem MultiROM Mod

macht der Entwickler es Ihnen erheblich

komfortabler, mehrere ROMs auszuprobieren

und zwischen diesen zu wechseln. Einzig die

Auswahl an unterstützten Geräten könnte

etwas größer sein.

● ● ●

Abb. 5: Auch das Verschieben von

ROMs untereinander bereitet keinerlei

Probleme.

Abb. 3: Bei jedem Gerätestart können

Sie das ROM auswählen, in

das Sie booten möchten.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/32248

Android-user.de April 2014 109


PowerUser

Nexus-5-ROMs

Die besten Custom-ROM-Firmwares für das Nexus 5

Hammerhead

Nexus-Geräte sind bei

ROM-Entwicklern immer

besonders beliebt. Von

dieser Regel macht

auch das Nexus 5 keine

Ausnahme. Wir stellen

die aktuell fünf besten

alternativen Firmware-

Dateien vor.

Samuel Groesch

Abb. 1: Im TWRP-Recovery-Dateimanager

finden Sie die gewohnte

Struktur Ihres Speichers vor.

Mit Custom-ROMs hauchen Sie

Ihrem Nexus 5 neues Leben ein

und statten das Handy mit vielen

neuen Features und Funktionen

aus. Einstellungsmöglichkeiten, die mit der

Google-Version oder nur durch Rooten nicht

möglich waren, werden mit Custom-ROMs

zu einem einfachen Fingertip. Wir stellen

Ihnen in diesem Artikel einige ROMs vor, mit

denen Sie Ihr Nexus 5 noch besser machen.

Flashen, nicht Flaschen

Das Einspielen einer neuen Software auf

einem Flash-Speicher nennt man allgemein

Flashen. Für alle hier beschriebenen Custom-

ROM-Dateien gilt, dass Sie diese via Custom-

Recovery über das aktuelle System flashen

müssen. Dabei gehen alle Daten verloren.

Zur eigentlichen Installation des ROMs kopieren

Sie die ROM-Datei sowie die Google-

Apps-Datei (üblicherweise beide im ZIP-Format)

auf Ihr Smartphone. Anschließend booten

Sie in das Custom-Recovery Ihres Nexus

5. Für diesen Artikel benutzten wir das Team

Win Recovery. Zunächst bereiten

Sie Ihr Nexus auf das

neue System vor. Dazu klicken

Sie auf den Menüpunkt

„Wipe“ und ziehen den

blauen Pfeil von links nach

rechts. Dadurch bereinigt

das Recovery Ihr Gerät von

den Daten des bisherigen

ROMs. Kehren Sie danach

wieder ins Hauptmenü zurück

und navigieren Sie zur

Install-Kategorie. Im angezeigten

Dateibrowser wählen

Sie als erste Datei die

ROM-Datei aus und fügen

durch einen Klick auf Add

More Zips die passende

Google-Apps-Datei dem

Auftrag hinzu. Bestätigen

Sie die Installation mit dem

Abb. 2: Die Schaltzentrale des

Purity ROMs verfügt über sehr individuelle

Icons.

Ziehen des Pfeiles von links nach rechts. Sie

können den Status des Installationsvorgangs

immer beobachten. Wenn die Installation beendet

ist, klicken Sie einfach auf Reboot System

Now, und Ihr Nexus 5 bootet in das von

Ihnen installierte ROM.

Purity ROM

„Purity“ bedeutet im Englischen „Reinheit“.

Die Entwickler des Purity ROMs [LINK 1] haben

den Namen nicht ohne Grund gewählt, denn

sie legen den Fokus Ihres

ROMs klar auf Stabilität und

Performance. Dabei verzichten

Sie trotzdem nicht auf

die elementaren Zusatzfeatures

und Modifikationsmöglichkeiten,

die ein Custom-ROM

mit sich bringt.

Auf den ersten Blick werden

Sie nach der Installation

des Purity ROMs keine großen

Veränderungen wahrnehmen

oder neue Einstellungen

entdecken. Die verstecken

sich allesamt in den

normalen Android-Einstellungen

unter dem Punkt Purity.

Aufgeteilt in sieben Kategorien

haben Sie die Optionen

des Purity ROMs zentral

an einer Stelle. Unter

Google

110

April 2014

Android-User.de


PowerUser

Nexus-5-ROMs

„Statusleiste“ tätigen Sie Einstellungen zum

Aussehen und Verhalten der Benachrichtigungsleiste.

So sorgt ein Häkchen zum Beispiel

dafür, dass sich das Gerät bei zweimaligem

Tippen auf die Benachrichtigungsleiste

in den Ruhezustand versetzt. Im Punkt

„Schnelleinstellungen“ passen Sie die Kacheln

der Schnelleinstellungen nach Ihren

Wünschen an. Sie können neue Aktionen

hinzufügen, andere verschieben oder die Reihenfolge

anpassen. Unter „Bildschirmsperre“

können Sie den Unlock-Schieber mit vollkommen

neuen Funktionen versehen, oder

den Unlock-Bildschirm durchsichtig machen.

Wie Sie sehen, kommt das Purity ROM

trotz des auf Stabilität und Geschwindigkeit

gelegten Fokus mit Anpassungsmöglichkeiten

daher, die im Alltag wirklich nützlich

sind. Die Downloadseite für die ROM-Datei

mit den bisherigen Builds ist im XDA Thread

unter [LINK 1] verlinkt, dort ist auch ein Link

zu den Google-Apps [LINK 8] verfügbar.

Beergang ROM

Das Beergang ROM ist noch relativ unbekannt,

obwohl es einiges zu bieten hat. Die

zusätzlichen Features des ROMs sind in den

Android-Einstellungen unter der Kategorie

Beergang zu finden. In der sogenannten „Beerbar“

haben die Entwickler ihre Features

untergebracht und diese auf sechs Kategorien

unterteilt. Die Beerbar ermöglicht es,

den Lockscreen, die Navigationsbar, die Benachrichtigungsleiste,

die LED-Leuchte und

das Power-Menü anzupassen. In den Lockscreen-Einstellungen

legen Sie zum Beispiel

die Display-Aus-Animation fest und ob bei

Eingabe der richtigen PIN das Gerät ohne

Abb. 4: Mit dem Beergang ROM

passen deutlich mehr App-Symbole

auf eine Seite.

Abb. 5: Über das kleine Icon in der

linken unteren Ecke schließen Sie

alle Anwendungen.

Klick auf den Enter-Button entsperrt werden

soll. Außer der Beerbar mit den Konfigurationsmöglichkeiten

bringt das Beergang ROM

noch weitere, von Haus aus bereits aktive

Änderungen mit sich: So erscheinen beim

Öffnen der Benachrichtigungsleiste automatisch

die Schnelleinstellungen, wenn keine

Benachrichtigung vorhanden ist. In den Android-Einstellungen

können Sie zudem das

Dark-UI-Theme aktivieren. Es verwandelt

bisherige Verläufe und Grautöne in tiefes

Schwarz, das minimalistisch und elegant

wirkt. Als wirklich nützlich wird Ihnen als

Nutzer des Google Experience Launchers die

veränderte Anzahl der Apps pro Seite auffallen.

Es passen viel mehr Applikationen auf

eine Seite, sodass das lange Scrollen durch

seitenweise Anwendungen erspart bleibt.

Bisher sind im Beergang ROM noch nicht

so viele Features wie in anderen ROMs enthalten,

die Entwickler arbeiten jedoch stetig

daran, das ROM zu verbessern. In zukünftigen

Versionen wird sicher noch einiges an

Funktionen und Optionen dazukommen.

Den aktuellen Link zur ROM-Datei finden Sie

im XDA Thread des ROMs unter [LINK 3]. Als

Google-Apps kommen die gleichen wie beim

Purity ROM zum Einsatz. Auch hier ist ein

Link [LINK 8] zum Thread verfügbar. Beim

Beergang ROM ist es außerdem zusätzlich

nötig, die SuperSU Zip von Chainfire [LINK 2]

mit zu flashen.

Dirty Unicorns

Mit dem Dirty Unicorns ROM holen Sie sich

das bisher am weitesten entwickelte ROM

auf Ihr Nexus 5. Es strotzt nur so vor Features

und Einstellungsmöglichkeiten. Wie bei

den anderen Firmware-Dateien

sind die ROM-eigenen

Optionen in die Android-Einstellungen

integriert,

das Dirty Unicorns

ROM bringt aber zusätzlich

noch Apps mit, die

den Funktionsumfang erweitern.

Darunter ist eine

simple Taschenlampen-

App, ein Terminal Emulator,

die Apollo-Musik-App

und der aus dem CyanogenMod

ROM bekannte

DSP-Manager. Mit ihm

steuern Sie den Musikgenuss

auf Ihrem Nexus 5

bis ins kleinste Detail,

können für verschiedene

Geräte unterschiedliche

Profile anlegen und noch

Abb. 3: Hier legen Sie zusätzliche

Schnellstartverknüpfungen für den

Purity Lockscreen an.

Gut zu wissen…

Custom-ROMs lassen sich nicht

einfach so mit einem Klick installieren,

und das hat seinen

Grund: Die Installation eines

Custom-ROMs ist ein tiefer Eingriff

in das Android-System,

denn im Grunde tauschen Sie

das vorinstallierte Android-System

mit einer modifizierten Version

eines unbekannten Entwicklers

aus. Um eine Custom-

Firmware zu installieren, müssen

Sie zunächst ein Custom-

Recovery auf das System aufspielen

und anschließend das

vorinstallierte System überschreiben.

Dabei gehen alle

Daten verloren.

Android-user.de April 2014 111


PowerUser

Nexus-5-ROMs

Abb. 7: Die Appbar gewährt immer

und überall schnellen Zugriff auf

Ihre wichtigsten Apps.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31901

viel mehr. In den Dirty

Tweaks steuern Sie die allgemeinen

Änderungen. Das

Dirty Unicorns ROM erlaubt

die normalen, aus anderen

ROMs bekannten Änderungen

zur Benachrichtigungsleiste,

zu den Schnelleinstellungen,

der Navigationsleiste,

dem Lockscreen etc.

Doch hier geht es schon mit

außergewöhnlichen Möglichkeiten

los. Zum Beispiel

können Sie aus einer breiten

Auswahl festlegen, welche

Animationen verwendet

werden sollen. Richtig interessant

wird es bei der Kategorie

„Verschiedenes“. Hier

gibt es wirklich viele Features,

die eher unbekannt

Fall glücklich.

aber wirklich gut sind! Mit ActiveDisplay aktivieren

Sie auf Ihrem Nexus 5 einen Entsperrbildschirm,

der dem des Moto X nachempfunden

ist. Bei Benachrichtigungen weist

nicht nur die LED, sondern auch das Display

mit zusätzlichen Informationen darauf hin.

Die Appbar ist eine Leiste am Displayrand,

von der aus Sie immer schnellen Zugriff auf

vorher definierte Apps haben. In Gesture

Anywhere verknüpfen Sie Ihre eigenen Gesten

mit vorher eingestellten Aktionen, die Sie

dann von überall aus ausführen können.

Auch die vom Paranoid ROM bekannte HALO

Blase ist mit an Bord. Für die Poweruser bietet

das Dirty Unicorns ROM zudem weitere

Optionen wie Informationen zur Partitionierung

und im Einstellungspunkt „Leistung“

die Möglichkeit zur Modifizierung

des Governors, des

Schedulers und der Prozessorfrequenz.

Alles in allem

kommt das Dirty Unicorns

ROM mit vielen erweiternden

Möglichkeiten daher,

die bisher teilweise noch

nicht ganz rund laufen. Hier

und da hängen die ROM-

Einstellungen, oder es funktioniert

nicht so, wie gewünscht.

Dieses Verhalten

ist auf das frühe Stadium

der Entwicklung zurückzuführen.

Das tut den umfangreichen

Optionen und Möglichkeiten

keinen Abbruch,

sodass das Dirty Unicorns

ROM für Poweruser unsere

klare Empfehlung ist. Der Mods daher.

Abb. 6: Power-User werden mit

dem Dirty Unicorns ROM auf jeden

Abb. 8: Das Dirty Unicorns ROM

kommt mit vielen Tweaks und

Link zur ROM-Datei sowie

zu den passenden Google-

Apps ist im XDA Thread des

ROMs erhältlich [LINK 4].

Paranoid

Bekannt geworden durch innovative

Features wie HALO

und UI-Anpassbarkeit für

jede App erfreute sich das

Paranoid ROM auf bisherigen

Nexus-Geräten großer

Beliebtheit. Selbstverständlich

stellen die Entwickler

auch für das neueste Smartphone

der Nexus-Reihe ihr

ROM zur Verfügung. Bisher

gibt es aber nur BETA-Versionen

von Paranoid, die jedoch

nicht ansatzweise die

gewohnte Fülle an Features

mit sich bringen. Die Hybrid-Properties zum

Tätigen der bekannten UI-Modifikationen

fehlen völlig und auch sonst gibt es nicht

sonderlich viele Optionen. Dies liegt daran,

dass die Developer noch mitten in der Entwicklung

stecken. Regelmäßig veröffentlichen

sie neue Beta-Builds mit mehr und

mehr Features. Es lohnt sich also, immer mal

wieder nachzusehen, ob eine neue Version

verfügbar ist. Die eigene Downloadseite des

ROMs rufen Sie unter [LINK 5] auf. Spezielle

Paranoid-Google-Apps sind ebenfalls auf der

Downloadseite unter [LINK 9] verfügbar.

Fazit

Die Firmware zu wechseln, ist mit etwas

Know-how und der nötigen Vorsicht keine

unlösbare Aufgabe. Als Erfolgserlebnis

entdecken Sie

je nach ROM komplett neue

Möglichkeiten und Features.

Dabei sind der Individualisierung

dank Android kaum

Grenzen gesetzt. Für welches

der aufgeführten ROMs

Sie sich letztendlich entscheiden,

ist eine Geschmacksfrage.

Die einen

suchen nach möglichst vielen

Einstellungsmöglichkeiten,

andere ziehen ein

schnelles und schlankes Android-OS

den Funktionen

vor. Auf jeden Fall lohnt es

sich, einen Blick in die Custom-ROM-Szene

zu werfen,

um das Nexus 5 noch effizienter

zu nutzen. ● ● ●

112

April 2014

Android-User.de


SErvice

Impressum

Am Günstigsten

Liest Man mich im

Abo!

(auch Digital)

Die nächste Ausgabe von Android User erscheint am 3. April und

bietet viele spannende Themen rund um Android.

Bestellen Sie jetzt ein Abo (auch als digitale Version im PDF-

Format erhältlich), um keine Ausgabe zu verpassen!

www.android-user.de/Abo

Wir suchen Sie!

Wir sind ständig auf der Suche nach

Autoren und interessanten Artikeln

rund ums Thema Android. Sie müssen

über keine besonderen Schreibtalente

verfügen, um für uns zu schreiben,

aber Sie müssen uns etwas erzählen

wollen, das Sie besonders interessant

finden: eine tolle App, die Sie nutzen

oder erst kürzlich entdeckt haben, ein

paar besondere Kniffe und Tipps oder

wie Sie Ihr Android-Phone zum

Beispiel zu einem U-Boot umgebaut

haben. Wir freuen uns auf Ihren

Vorschlag!

Sie erreichen uns unter der Adresse:

redaktion@android-user.de

MARKEN / WARENZEICHEN

Android User ist eine Publikation der

Medialinx AG und steht in keiner Verbindung

zu Google. Android ist ein Warenzeichen von

Google Inc. Sämtliche Marken, eingetragene

Waren zeichen und Produkt namen sind Eigentum

des jeweiligen Inhabers. Sollten wir

ein Marken- oder Warenzeichen irrtümlich

benutzt oder einen Copyright-Hinweis übersehen

haben, teilen Sie uns das bitte per Mail

an redaktion@android-user.de mit, damit wir

den Eintrag umgehend korrigieren können.

Impressum ISSN: 2192-9033

Android User ist eine Publikation der

Medialinx AG

Putzbrunner Str. 71

81739 München

Tel.: +49 (089) 99 34 110

Fax: +49 (089) 99 34 11 99

Homepage

http://www.android-user.de

E-Mail

Redaktion:

Abo:

Chefredakteur (v. i. S. d. P.)

Marcel Hilzinger

Redaktion

Christoph Langner, Diana Hahn, Christian Ullrich,

Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern

Autoren dieser Ausgabe

Martin Lennertz, Patrick Meyhöfer, Peer Kintrup,

Samuel Groesch, Marcel Hilzinger, Carsten Müller,

Christoph Langner, Tristan Steinhage, Diana Hahn,

Patrick Neef, Christian Ullrich

Grafik

Kristina Fleischer (Layout), Judith Erb

Titelgestaltung

Judith Erb (Layout und Titelillustration)

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Schlussredaktion

Sabine Schmitt

Produktionsleitung

Christian Ullrich

Druck

Vogel Druck und Medienservice GmbH,

97204 Höchberg

Geschäftsleitung

Brian Osborn (Vorstand)


Hermann Plank (Vorstand)


Marketing und Vertrieb

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23

Anzeigenverkauf

D / A / CH

Petra Jaser

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 24 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99

Michael Seiter

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99

USA und weitere Länder

Ann Jesse

Tel.: +1 785 841 8834

Joanna Earl

Tel.: +1 785 727 5275

Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2013.

Abonnentenservice

Gudrun Blanz

D / A / CH

Telefon: +49 (0)7131 27 07-274

Fax: +49 (0)7131 27 07-78-601

Onlineshop

http://www.medialinx-shop.de

Pressevertrieb

MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim

Tel.: 089/31906-0, Fax: 089/31906-113

Einzelheft- und Abopreise D, A, CH und EU

Android User Deutschland Österreich Schweiz Europa

Einzelpreis 5,90 Euro 6,70 Euro 11,80 Sfr 7,95 Euro

Jahresabo* 59,90 Euro 64,90 Euro 99,10 Sfr 79,90 Euro

*Android User erscheint monatlich

Schüler- und Studentenermäßigung: 20 Prozent

gegen Vorlage eines Schülerausweises oder

einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung.

Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentli chungen

kann – trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion –

vom Verlag nicht übernommen werden. Es darf kein Teil

des Inhalts ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in

irgendeiner Form vervielfältigt oder verbreitet werden.

Autoreninfos

Mit der Einsendung von Manuskripten oder Leserbriefen

gibt der Verfasser seine Einwilligung zur Veröffent lich ung

in einer Publikation der Medialinx AG. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte oder Beiträge übernehmen Redaktion

und Verlag keinerlei Haftung. Die Redaktion behält

sich vor, Einsendungen zu kürzen und zu überarbeiten.

Das exklusive Urheber- und Ver wer tungsrecht für

angenommene Manus kripte liegt beim Ver lag.

Copyright © 1999 - 2014 Medialinx AG

114

April 2014

Android-User.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine