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Gemeinde Jettingen

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<strong>Gemeinde</strong> <strong>Jettingen</strong><br />

-Finanzverwaltung, Kämmerei, Walter Lang-<br />

Datum:<br />

Drucksache:<br />

GR/TA/VA am:<br />

Aktenzeichen:<br />

verhandelt (ö/nö)<br />

14.08.2013<br />

79-2013<br />

17.09.2013<br />

913.69<br />

öffentlich<br />

Titel: HAUSHALTSWIRTSCHAFT DER WASSERVERSORGUNG<br />

Untertitel: Jahresabschluss 2012<br />

Bera-<br />

Beschlussfassung über den Jahresabschluss des Eigenbetriebs<br />

tungs-<br />

Wasserversorgung für das Wirtschaftsjahr 2012<br />

gegen-<br />

stand:<br />

1. Sachvortrag<br />

Jahresabschluss 2012 mit Lagebericht<br />

Allgemeines:<br />

Die <strong>Gemeinde</strong> <strong>Jettingen</strong> betreibt aufgrund der Wasserversorgungssatzung seit 1986 die öffentliche<br />

Wasserversorgung als Eigenbetrieb. Die Aufgabe des Eigenbetriebs Wasserversorgung<br />

<strong>Jettingen</strong> ist die Versorgung des <strong>Gemeinde</strong>gebiets mit Trinkwasser in bestmöglicher<br />

Qualität. Der Eigenbetrieb ist ein Betrieb gewerblicher Art (B.g.A.) und somit zur Bilanzierung<br />

verpflichtet. Die Betriebssatzung vom 28.11.1995 in der derzeit gültigen Fassung ist die Grundlage<br />

für die Organisation des Eigenbetriebs. Der <strong>Gemeinde</strong>rat beschließt über alle Angelegenheiten,<br />

die ihm durch die <strong>Gemeinde</strong>ordnung und das Eigenbetriebsgesetz vorbehalten sind. Es<br />

wurde kein Betriebausschuss gebildet. Deshalb beschließt der <strong>Gemeinde</strong>rat auch in Angelegenheiten,<br />

die nach dem Eigentriebsgesetz einem beschließenden Ausschuss obliegen. Die<br />

Wasserversorgung <strong>Jettingen</strong> wird als wirtschaftliches Unternehmen betrieben. Seit dem Jahr<br />

2005 wird die Wasserversorgung mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben, was bei Erwirtschaftung<br />

eines Gewinns die Möglichkeit bietet, eine an die <strong>Gemeinde</strong> abzuliefernde Konzessionsabgabe<br />

festzusetzen.<br />

Betriebsgeschehen:<br />

Die <strong>Gemeinde</strong> betreibt die öffentliche Wasserversorgung um das <strong>Gemeinde</strong>gebiet mit Trinkwasser<br />

zu versorgen. Das Wasser wird ausschließlich vom Zweckverband Gäuwasserversorgung<br />

in Bondorf bezogen und über das örtliche Verteilungsnetz an die Haushalte in <strong>Jettingen</strong><br />

abgegeben. Die <strong>Gemeinde</strong> hat keine Eigenwasserversorgung. Der Betrieb der Wasserversorgung<br />

verlief im Jahr 2012 unterbrechungsfrei ohne große Störungen. Die von der Gäuwasserversorgung<br />

beauftragten Trinkwasseranalysen ergaben gute Werte ohne Beanstandungen.<br />

Die Ausgaben für die Wasserverteilung wie Unterhaltung von Rohrnetz und Wasserzählern<br />

usw. lagen z. T. über den vom Wirtschaftsplan vorgesehenen Planansätzen, z. B. bei den Ab-


Seite 2<br />

schreibungen, der Rohrnetzunterhaltung, den Bauhofleistungen, den Kassenkreditzinsen und<br />

den Leistungen für Beratung und Datenverarbeitung.<br />

Die Wasserbezugs- und –abgabesituation stellt sich im Vergleich der Vorjahre wie folgt dar:<br />

Jahr Wasserbezug Verkauf Verlust % Abwasser<br />

Gäuwasser-<br />

veranlagung<br />

versorgung<br />

m³ m³ m³ m³<br />

2000 355.334 337.866 17.468 4,92 289.449<br />

2001 384.884 349.683 35.201 9,15 298.177<br />

2002 373.009 340.260 32.749 8,78 293.792<br />

2003 423.509 363.460 60.049 14,18 304.218<br />

2004 406.483 352.352 54.131 13,32 298.433<br />

2005 401.652 352.125 49.527 12,33 294.991<br />

2006 373.852 350.320 23.532 6,29 290.004<br />

2007 344.006 342.555 1.451 0,42 288.587<br />

2008 346.568 336.258 10.310 2,97 279.521<br />

2009 352.256 331.434 20.822 5,91 283.803<br />

2010 338.803 311.313 27.490 8,11 269.867<br />

2011 339.126 315.066 24.060 7,09 274.760<br />

2012 348.288 320.120 28.168 8,09 279.474<br />

Damit ergibt sich auch für 2012 mit 8,09% ein geringer Wert an Wasserverlusten, die auf die<br />

guten Arbeitsergebnisse des gemeindlichen Bauhofes bei der Rohrbruchsuche und -behebung<br />

zurückzuführen sind. Die Wasserversorgung verfügt über kein eigenes Personal, vielmehr werden<br />

die Leistungen des <strong>Gemeinde</strong>bauhofes nach angefallenen Stunden ermittelt und im Wege<br />

der Verrechnung der Wasserversorgung belastet; hierfür fallen 2012 mit 34.234,95 € erheblich<br />

mehr als im Vorjahr an.<br />

Der Wasserpreis betrug ab dem Jahr 2009 1,57 €/m³ ohne Ansatz eines Gewinnes und Abführung<br />

einer Konzessionsabgabe. Die Festsetzung für 2010 mit 1,69 €/m³ und für 2011 mit<br />

1,83/m³ gleicht die auch schon im Vorjahr aufgetretenen Kostensteigerungen wie die gestiegene<br />

Zweckverbandsumlage und erhöhte Abschreibungen aus der Erweiterung des Leitungsnetzes<br />

nur teilweise aus. Die Ertragssituation im Jahr 2012 stellt sich wie im Vorjahr ungünstig<br />

dar. Zum einen ergeben sich weitere Mehraufwendungen im Ausgabenbereich für die Wasserversorgung<br />

in Höhe von zusammen 33.377 €. Zum anderen steigt der Wasserverkauf im Volumen<br />

unwesentlich um 5.054 m³, liegt aber immer noch mit Wenigereinnahmen um 84.054 €<br />

unter dem für einen Ausgleich notwendigen Betrag bei der Wassergebühr 2012. Dies zusammen<br />

lässt das Jahr 2012 mit einem Verlust von 88.194,86 € abschließen. Dieses negative Ergebnis<br />

der Wasserversorgung lässt wie im Vorjahr die Ausschüttung einer Konzessionsabgabe<br />

an den <strong>Gemeinde</strong>haushalt nicht zu. Der Verlust 2012 wird ins neue Jahr vorgetragen und mit


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dort vorhanden Gewinnen der Vorjahre teilweise (68.921,53 €) verrechnet. Der Rest mit<br />

19.273,33 € bleibt als Verlustvortrag bestehen. Die in den Vorjahren gehegte Hoffnung, dass<br />

der ab 2011 festgesetzte Wasserpreis mit 1,83 m³ trotz des Rückganges des Wasserverkaufs<br />

in der Lage ist, die anfallenden Kosten abzudecken, wurde damit nicht erfüllt. Um weitere Verluste<br />

künftig zu vermeiden, wurde ab 2013 ein neuer kostendeckender Satz durch Erhöhung<br />

der Grundgebühren festgesetzt.<br />

Baugeschehen:<br />

Im Rahmen der Vermögensplanabrechnung wurden umfangreiche Maßnahmen zur Erweiterung<br />

und Erneuerung des Wasserleitungsnetzes wie Ruhesteinweg, Oberjettingerstraße u. a.<br />

mit zusammen 57.060 € durchgeführt. Für Neuanschaffung und Ersatzbedarf an Geräten und<br />

Maschinen (Minibagger) wurden zusammen 40.432 € aufgewendet. An Einnahmen fielen Wasserversorgungsbeiträge<br />

in Höhe von 114.040,19 € an. Ein planmäßiges Darlehen aus Haushaltsmitteln<br />

der <strong>Gemeinde</strong> in Höhe von 318.300 € wurde als Einnahmeposten eingesetzt. Ein<br />

Teildarlehen in Höhe von 300.000 € wurde in Mittel der allgemeinen Rücklage umgewandelt.<br />

Finanzwesen, Jahresabschluss:<br />

Der Jahresabschluss 2012 für den Bereich der Wasserversorgung wurde im 5. Jahr im Datenverarbeitungsprogramm<br />

„Finanz+“ bearbeitet und unter Mitwirkung der erstmals tätigen Steuerberatungsgesellschaft<br />

Kobera GmbH, Herrenberg mit Aufstellung der Bilanz und Ausarbeitung<br />

der notwendigen Steuererklärungen aufgestellt. Die Buchungen für 2012 wurden in diesem<br />

Verfahren vollzogen und sind somit deckungsgleich mit den von der Steuerberatungsgesellschaft<br />

ermittelten Abschlusszahlen.<br />

Der Abschluss der Wasserversorgung ist in der beiliegend angefügten Gewinn- und Verlustrechnung<br />

sowie der Bilanz dargestellt.


Seite 4<br />

Beschlussantrag:<br />

1. Der Jahresabschluss der Wasserversorgung <strong>Jettingen</strong> für das Wirtschaftsjahr 2012<br />

wird mit folgenden Abschlusszahlen festgestellt:<br />

-Gewinn- und Verlustrechnung:<br />

Summe der Erträge 664.824,27 €<br />

Summe der Aufwendungen 753.019,13 €<br />

Jahresverlust: 88.194,86 €<br />

-Bilanz:<br />

Aktivseite:<br />

Anlagevermögen 3.400.664,85 €<br />

Umlaufvermögen 261.060,45 €<br />

Rechnungsabgrenzung 58,30 €<br />

Bilanzsumme: 3.661.783,60 €<br />

Passivseite:<br />

Eigenkapital 1.196.365,21 €<br />

Empfangene Ertragszuschüsse 203.956,88 €<br />

Rückstellungen 8.536,00 €<br />

Verbindlichkeiten 2.252.925,51 €<br />

Bilanzsumme: 3.661.783,60 €<br />

2. Der Jahresverlust 2012 wird auf neue Rechnung vorgetragen und teilweise mit einem<br />

Betrag von 68.921,53 € der aus Vorjahren vorhandenen Gewinne verrechnet. Der<br />

Restbetrag mit 19.273,33 € bleibt als Verlustvortrag bestehen.

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