Jugendhilfeplanung - Jugendring Düsseldorf

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Jugendhilfeplanung - Jugendring Düsseldorf

Jugendhilfeplanung

Kinder- und

Jugendförderung

Planungszeitraum

2010 bis 2014


Kinder- und Jugendförderplan

2010 bis 2014

3


0. Vorwort 5

0.1 Bilanz - Rückblick auf die bisherigen Förderpläne 6

I. Schwerpunkte 7

I.1 Bildung 8

I.2 Partizipation 10

I.3 Qualität 12

I.4 Gesundheit 14

II. Handlungsfelder 16

II.1 Offene Kinder- und Jugendarbeit 17

II.2 Jugendverbandsarbeit 20

II.3 Jugendsozialarbeit 23

II.4 Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz 27

III. Themenfelder 28

III.1 Politische und soziale Bildung 29

III.2 Schulbezogene Jugendarbeit 31

III.3 Kulturelle Jugendarbeit 33

III.4 Sportliche und freizeitorientierte Jugendarbeit 35

III.5 Kinder- und Jugenderholung 37

III.6 Medienbezogene Jugendarbeit 40

III.7 Interkulturelle Jugendarbeit 42

III.8 Geschlechtsspezifische Jugendarbeit 44

III.9 Internationale Jugendarbeit 46

IV. Bezirkliche Daten 48

V. Übersichten 96

V.1 Gesamtmaßnahmenplan 97

V.2 Strukturelle Veränderungen und Baumaßnahmen 102

V.3 Finanzierung 104

VI. Ausblick 105

VII. Anhang 107

VII.1 Qualitätsanforderungen 108

VII.2 Auszug aus dem Gesetzestext (3. AG-KJHG NRW) 111

Anlagenbände

Band 1 – Profile in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Band 2 – Profile in der verbandlichen Jugendarbeit

4


0. Vorwort

Der Düsseldorfer Kinder- und Jugendförderplan

wird hiermit zum zweiten Mal vorgelegt.

Bereits 2005 löste der erste Kinder- und

Jugendförderplan die Freizeitstättenbedarfsplanung

ab. Vorteil dieser im Kinder- und

Jugendförderungsgesetz Nordrhein-Westfalen

vorgesehenen Vorgehensweise ist, dass die

Akteure und Fachkräfte in den einzelnen

Arbeitsfeldern Planungssicherheit erhalten.

Neben neun Themenfeldern, entsprechend §10

KJFöG, werden vier Handlungsfelder (§ 11, §12,

§13, §14 KJFöG) beschrieben und zusätzlich vier

weitere Themenschwerpunkte für die Laufzeit dieses

Förderplanes besetzt. Die bewährte Vorgehensweise,

die einzelnen Kapitel mit einer Einführung

zu starten, den Bestand festzustellen, diesen einer

Bewertung zu unterziehen und anschließend mit

einem Ausblick auf die weitere Entwicklung des

Arbeitsfeldes und konkreten Maßnahmenplanungen

abzuschließen, wurde beibehalten.

Der neue Plan wurde vom Rat der Landeshauptstadt

Düsseldorf für die Ratsperiode 2010 bis 2014

beschlossen und enthält eine Vielzahl an planerischen

Empfehlungen und konkreten Maßnahmen,

die in dieser Förderperiode umgesetzt werden sollen.

Erarbeitet wurde dieser Jugendhilfeplan von

den Trägern und Handelnden in den Feldern der

Kinder- und Jugendarbeit. Ein wichtiger Bestandteil

der Erstellung war der Dialog mit Kindern und

Jugendlichen und den Fachkräften vor Ort. Die

Fachkräfte wurden im Rahmen von Fachdialogen

beteiligt. Der Jugendrat der Landeshauptstadt veranstaltete

eigene Diskussionsrunden und brachte

seine Ergebnisse in die Maßnahmenplanung ein.

In einem exemplarischen Modellversuch wurde

eine Jugendbefragung in einem der zehn Düsseldorfer

Stadtbezirke durchgeführt. Die Ergebnisse

flossen in den bezirklichen Teil (Stadtbezirk 10)

dieser Planung ein. Weitere Hinweise erfolgen im

Ausblick. Neben konkreten inhaltlichen Festlegungen

geht es im Prozess der Jugendhilfeplanung auch

darum, Stellung zu strukturellen Fragen zu beziehen.

Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreterinnen

und Vertretern der Arbeitsgemeinschaft nach §

78 SGB VIII setzte sich deshalb in mehreren Runden

mit solchen Fragen auseinander. Die Ergebnisse

sind in der Übersicht V.2 (Strukturelle Veränderungen

und Baumaßnahmen) dokumentiert.

Die immer enger werdende Zusammenarbeit

zwischen Jugendhilfe und Schule wird auch in der

vorliegenden Planung deutlich. Die Ergebnisse der

ersten Integrierten Jugendhilfe-Schulentwicklungsplanung

wurden aufgenommen und für den

Bereich weiterentwickelt. So wird mit dem Schwerpunktthema

„Bildung“(I.1) dieser Veränderung

Rechnung getragen und es werden Anknüpfungspunkte

verdeutlicht. Schnittstellen mit der schulischen

Bildung werden zudem im Kapitel III.2,

Themenfeld Schulbezogene Jugendarbeit, benannt.

Dieser Kinder- und Jugendförderplan für die

Ratsperiode 2010-2014 wurde in der Arbeitsgemeinschaft

nach § 78 SGB VIII – Jugendförderung

verabschiedet. Eine Abstimmung dieses Planes

erfolgte weiterhin mit allen tangierten Ämtern der

Stadtverwaltung.

5


0.1 Bilanz - Rückblick auf

die bisherigen Förderpläne

Als Basis für den ersten kommunalen Kinderund

Jugendförderplan der Landeshauptstadt

Düsseldorf (Laufzeit 2005-2009) dienten das Kinder-

und Jugendförderungsgesetz (3. AG-KJHG-

NRW, siehe Anhang) und Empfehlungen aus dem

Kinder- und Jugendförderplan des Landes. Die

Verabschiedung des ersten Kinder- und Jugendförderplanes

im Rat der Stadt am 17. November

2005, gab allen Akteuren in der Kinder- und Jugendförderung

eine verlässliche Basis, in der neuen Ratsperiode

gemeinsam für das Wohl der Mädchen

und Jungen einzustehen und es in Freizeiteinrichtungen,

in der Verbandsarbeit, in Projekten und

Maßnahmen weiter zu fördern.

Zehn Maßnahmen wurden in diesem ersten

Plan gesondert benannt. Die Umsetzung dieser

Vorhaben ist grundsätzlich gelungen. Besonders

hervorzuheben ist hierbei die schrittweise Absenkung

des Eigenanteils der Freien Träger. Auch der

jährlich gemeinsam herausgegebene Katalog an

Ferienangeboten, der durch eine Datenbank

(www.duesselferien.info) inzwischen ergänzt wurde,

hat sich etabliert und findet breite Zustimmung

in der Bevölkerung. Auch das Jugendinformationszentrum

„zeTT“ (zentrale Tipps und Themen),

welches am 2. April 2008 eröffnet wurde, wird sehr

gut angenommen.

Benannt werden soll an dieser Stelle aber auch

ein Projekt, das bisher nicht realisiert werden

konnte und das nun in einem zweiten Anlauf in

Angriff genommen werden soll. Es handelt sich

hierbei um das Jugendinternetportal. Strukturelle

Gegebenheiten standen den Erfordernissen und

den Wünschen der zukünftigen Nutzerinnen und

Nutzer gegenüber. Im Kapitel III.6 (Medienbezogene

Jugendarbeit) wird es unter einer anderen Weichenstellung

erneut als Maßnahme aufgegriffen

und zur Realisierung vorgeschlagen.

Realisierung










1) Fortschreibung des Rahmenvertrags und der Einzelverträge und Festschreibung

der Etatansätze 2006 bis 2009 in den UA 4510 und 4600

2) 100-prozentige Finanzierung der Stellen in den städtischen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

3) Schrittweise Absenkung des Eigenanteils auf maximal 25 Prozent bei freien Trägern

4) Förderung der Jugendverbandsarbeit für drei Jahre durch drei neue Vollzeitstellen

für Bildungsreferentinnen und -referenten

5) Förderung der Personalentwicklung durch Aus- und Fortbildung

6) Erstellung eines jährlichen, gesamtstädtischen Kataloges zu Ferienangeboten

7) Regelmäßige Düsseldorfer Fachtagungen

8) Einrichtung eines Jugendinformationszentrums

9) Umsetzung des Standards für Honorare und pädagogische Sachkosten


10) Umsetzung des Masterplans Jugend

6


I.

Schwerpunkte


I.1 Bildung

Allgemeines______________________

Der zwölfte Kinder- und Jugendbericht definiert

Bildung als aktiven Prozess, in dem sich das

Subjekt eigenständig als Ko-Produzent in der Auseinandersetzung

mit der sozialen, kulturellen und

natürlichen Umwelt ganzheitlich bildet. Als notwendig

werden dafür Bildungsgelegenheiten in

einem bildungsstimulierenden Umfeld sowie Auseinandersetzungen

mit Personen erachtet. 1

Dabei wird deutlich, dass nicht nur formelle

Bildung relevant ist. Vor allem informelle Bildungsprozesse

(nicht intendierte Bildung „nebenher“)

sowie nicht-formelle Bildungsaneignung

machen die Ganzheitlichkeit aus. Dabei sind diese

Bildungsprozesse (formell-informell) längst nicht

mehr so eindeutig verschiedenen Institutionen

zuzuweisen. Vielmehr führen enge Kooperationen

und die Rhythmisierung 2 des Schulalltages zu einer

Vermischung, die es weiter voranzutreiben gilt. Mit

Hilfe von ganzheitlicher Bildung sollen vor allem

drei Ziele verfolgt werden:

1) Alle Kinder und Jugendlichen sind auf breiter

Ebene so zu qualifizieren, dass sie den Herausforderungen

der Zukunft gewachsen sind.

2) Die ungleichen Ausgangsbedingungen sind

durch ein öffentliches Bildungsangebot möglichst

so auszugleichen, dass die individuelle

Zukunft nicht herkunftsabhängig bleibt.

3) Die junge Generation ist durch Bildung zu

befähigen, am gesellschaftlichen Geschehen

möglichst eigenständig teilzunehmen und an

der demokratischen Gestaltung eigenverantwortlich

mitzuwirken (siehe auch Kapitel Partizipation).

Dieser Beitrag bezieht sich nachfolgend vor

allem auf die außerschulische Bildungsarbeit in

Jugendverbänden und Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

sowie die möglichen Kooperationen

mit Schule. In diesem Zusammenhang sei auf die

so genannten „Leipziger Thesen“ hingewiesen, in

denen Vertreterinnen und Vertreter der Kinderund

Jugendhilfe die Wichtigkeit der außerschulischen

Bildung darstellen. 3

Bestandsaufnahme _______________

Als Bildungsorte sind neben Schulen 4 auch

Familien, Frühförderangebote, Kindertageseinrichtungen,

Jugendzentren, Medien, Peers und viele

mehr zu nennen. Dabei existieren in positiver und

sich gegenseitig bereichernder Art und Weise

unterschiedliche Bildungsansätze nebeneinander,

wie zum Beispiel Bildungsangebote in Kindertageseinrichtungen,

Ganztagsangebote an Schulen, vielfältige

bildungsunterstützende Angebote und

Projekte in Jugendfreizeiteinrichtungen, politische

Bildung und Ehrenämter in den Jugendverbänden,

Partizipationsprojekte, Kultur- und Medienprojekte

(siehe nachfolgende Kapitel) usw.

Außerschulische (nicht-formelle und informelle)

Bildungsarbeit findet implizit in allen Kinderund

Jugendfreizeiteinrichtungen Düsseldorfs sowie

in den Jugendverbänden statt:




Zahlreiche Angebote und Aktivitäten zu

Schwerpunktthemen (siehe Anlagenband) tragen

in den 71 Jugendfreizeiteinrichtungen

Düsseldorfs zur ganzheitlichen Bildung der

Mädchen und Jungen bei.

Durch den Einsatz von Bildungsreferentinnen

wurde die bisherige Bildungsarbeit der Jugendverbände

erweitert. Der Jugendring gibt

zusammen mit den Jugendverbänden halbjährlich

das Weiterbildungsprogramm „Verbandszeug“

heraus. Es beinhaltet Seminare und Fortbildungsangebote

für Jugendliche, die sich in

Vereinen und Verbänden engagieren und sich

weiterentwickeln möchten. Unterstützt wird

dieser Prozess durch die Bildungsreferentinnen

der Verbände (siehe Kapitel Soziale und politische

Bildung).

Der Düsseldorfer Kulturrucksack zielt darauf

ab, professionelle kulturelle Bildungsangebote

mit professionellen künstlerischen Partizipations-

und Kreativitätsförderungsangeboten

inhaltlich zu verknüpfen (siehe Kapitel Kultur).

Bewertung _______________________

Bildung und Qualifikation zielen auf Entwicklung

der Persönlichkeit, Teilhabe an der Gesellschaft

und nicht zuletzt Beschäftigungsfähigkeit ab. „Ganzheitliche

Bildung“ ist also das allgemeine Förderungsziel.

Die formelle, schulische Bildung und ihr

Bewertungssystem ist die traditionell gewachsene

Schlüsselinstitution für Bildungsprozesse – sie allei-

8


Schwerpunkte | Bildung

ne kann diesen ganzheitlichen Bildungsanspruch,

der auch Fähigkeiten und Ressourcen wie zum Beispiel

soziale, kommunikative oder Problemlösungskompetenzen

umfasst, jedoch nicht erfüllen.

Umso wichtiger ist es, die Bildungskompetenzen

der Jugendverbände und Jugendfreizeiteinrichtungen

deutlicher zu profilieren. Zu einem großen

Teil findet Jugendarbeit bereits heute in Schulen

statt, wo Jugendfreizeiteinrichtungen vielseitige

Bildungsangebote machen. Das Lernen außerhalb

der Schule folgt dem Prinzip der Freiwilligkeit. Es

hat zudem einen hohen individuellen Wert, der

individuelle Bildungsbiographien in den Vordergrund

rücken lässt. Sie gilt es zu begleiten und zu

fördern. Dafür ist eine Systematik erforderlich.

Ziel ist es deshalb, die vorhandenen Bildungsqualitäten

besser miteinander zu verzahnen, institutionelle

Selektionswirkungen auszubalancieren

und Chancengleichheit herzustellen. Übergänge

können so besser begleitet und Ressourcen effizienter

genutzt werden. Verantwortlichkeiten müssen

dafür gemeinsam übernommen, Kooperationen

zwischen Jugendarbeit und Schule ausgebaut

und vertieft werden.

Ausblick _________________________

Kommunale Bildungskonzeptionen, die es

vermögen, individuelle Bildungsprozesse zu optimieren

und nicht zuletzt die formelle Bildungsbeteilung

zu erhöhen, stellen zunehmend einen wichtigen

Standortfaktor dar. Um die Standortqualität einer

„Bildungskommune“ zu erreichen, sind verschiedene

Schritte notwendig. Ein wesentlicher ist hierbei die

Entwicklung kommunaler Netzwerke.

Die Bildungsregion Stadt Düsseldorf, verstanden

als Bildungsnetzwerk, besteht dabei aus zehn

Bildungslandschaften (je eine pro Stadtbezirk).

Diese Bildungslandschaften setzen sich wiederum

aus einzelnen Bündnissen lokaler Lernorte zusammen

5 . In den jeweils zuständigen Stadtbezirksteams

werden zunächst mögliche Verbünde identifiziert

und ihre Vernetzung unterstützt.

Ziel ist die Überwindung des Denkens und

Handelns in Einzelzuständigkeiten, um die (individuellen)

Bildungschancen der Mädchen und Jungen

zu erhöhen. Außerschulische Akteure werden

sich dabei in den Bündnissen lokaler Lernorte als

wichtige Partner der Schulen etablieren.

Als Kerninstitutionen, die ein kleinräumiges Bildungsbündnis

bilden, sind neben den Grundschulen

Kindertagesstätten und Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

unerlässlich. Darüber hinaus kommen,

je nach Schwerpunktsetzung des Bildungsbündnisses,

Vereine, Jugendverbände, Privatunternehmen

und viele andere Institutionen infrage.

Maßnahmen _____________________




Die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

wirken bei den Bündnissen lokaler Lernorte mit.

Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern

sollen dabei eng mit den Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen kooperieren.

Das Projekt „Bildungspaten“ soll entwickelt

und umgesetzt werden – Studierende werden

dabei als Paten gewonnen.

Bildungsstärkende Projekte sollen in verschiedenen

Bereichen eingeführt werden, wie zum

Beispiel:

• (Wissens-)Wettbewerbe in / zwischen Freizeiteinrichtungen

oder Stadtteilen zu verschiedenen

Themen, inklusive Preisauslobung

als Anreiz;

• Einrichtung eines Sprachcamps in den Düsselferien

2010 bis 2014;

• Projekte zur Stärkung der Sprach- und Lesekompetenz

für Kinder und Jugendliche,

insbesondere für Migrantenkinder.

1 BMFSFJ (2006): Zwölfter Kinder- und Jugendbericht – Bildung,

Betreuung und Erziehung vor und neben der Schule, S. 107

www.bmfsfj.de

2 Eine Rhythmisierung des Unterrichts bietet die Chance, Unterrichtsstrukturen

neu einzuteilen und damit besser auf den Biorhythmus

der Kinder und Jugendlichen abzustimmen. Die konkrete Realisierung

ist abhängig von den Bedürfnissen der Beteiligten – Kindern,

Eltern, Lehrkräften –, aber auch von ganz praktischen Gesichtspunkten

wie der Raumsituation. Die Rhythmisierung bietet Pädagoginnen

und Pädagogen der Jugendfreizeiteinrichtungen die Möglichkeit,

bereits vormittags mit Programmeinheiten einzusteigen.

3 siehe BMFSF:

http://www.bmfsfj.de/Kategorien/aktuelles,did=5420.html

4 Sämtliche Angebote des Schulträgers können in dieser Planung

nicht dargestellt werden. Sie sind als wesentlicher Bestandteil der

integrierten Jugendhilfe-Schulentwicklungsplanung zu sehen und

werden in der hier vorliegenden Fachplanung nach dem SGB VIII

deshalb nur kursorisch erwähnt.

5 Weiterführende Informationen zur Bildungsregion Stadt Düsseldorf

siehe www.duesseldorf.de

9


I.2 Partizipation

Allgemeines______________________

Partizipation von Kindern und Jugendlichen

zielt darauf ab, Mädchen und Jungen einzubeziehen

und ernst zu nehmen in den Belangen,

die für sie entscheidend sind. Über die alltägliche

Beteiligung in den besuchten Institutionen wie

Schule und Jugendclub hinaus, geht es auch um

besondere Projekte, um Kinder und Jugendliche

teilhaben zu lassen, etwa an der Entwicklung ihres

Stadtteiles oder der Planung von neuen Freizeitangeboten.

Teilhabe kann in diversen Kategorien

stattfinden – von der niederschwelligen Alltagspartizipation

über die Teilnahme an Demonstrationen

oder Projekten, bis hin zu Engagement und

Mitgliedschaft in einem Verein, Jugendverband

oder einer anderen Gruppierung.

Bestandsaufnahme _______________

Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) und

insbesondere die Jugendverbandsarbeit bieten

(Frei-)Räume für Eigeninitiative und Selbstorganisation.

Damit verbunden sind gute Möglichkeiten

zur aktiven Mitgestaltung und Beteiligung, anstelle

des passiven Konsums.

Die Partizipation von Mädchen und Jungen ist

als pädagogisches Grundprinzip etabliert und verschiedenste

Beteiligungsangebote von Seiten der

Jugendverbände und der Jugendfreizeiteinrichtungen

stehen den jungen Menschen offen. Anstrengungen

werden unternommen, für die Vorzüge

persönlichen Einsatzes zu werben, neue Beteiligungswege

werden eröffnet (zum Beispiel Jugendrat)

und Projektideen (zum Beispiel „Social Day“)

umgesetzt. Düsseldorf vertritt dabei die Strategie

eines Partizipationsmixes. Viele Wege der Beteiligung

von Mädchen und Jungen sind gegeben, sind

gewünscht und werden unterstützt.

Eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um

Beteiligungsmöglichkeiten für Mädchen und Jungen

wurde entsprechend des ersten Kinder- und

Jugendförderplanes (2005-2009) mit der Eröffnung

des Jugendinformationszentrums „zeTT“

realisiert.

Einige Beispiele gelungener Partizipation:







Projekt „Lieblingsplätze“ in der städtischen

Kinderfreizeiteinrichtung Dorotheenstraße;

Selbstverwaltetes Jugendzentrum Haus Spilles;

Kinderrechteprojekt des „Till Eulenspiegel“

(AWO);

Jugendrat Düsseldorf und erste eigene Umsetzungsbeispiele;

Skaterhearing, Beteiligung von Jugendlichen

bei der Planung einer Skateanlage im Ulenbergpark;

Jugendplanungsgruppe für die Errichtung des

zeTT-Jugendinformationszentrums.

Die Beteiligungsmöglichkeiten der Kinder und

Jugendlichen im städtischen Kinderhilfezentrum

Eulerstraße wurden in einem umfangreichen Prozess

zusammen mit der Fachhochschule Düsseldorf,

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des

Hilfezentrums sowie den Mädchen und Jungen, die

dort leben, selbst überarbeitet und schriftlich

fixiert.

Eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

ist aber auch bei der Neuauflage von Förderplänen

– wie hier beim Kinder- und Jugendförderplan

– wichtig. Schließlich geht es um das Wohl der

Mädchen und Jungen in Düsseldorf. Modellhaft

wurde deshalb – zunächst nur für einen Stadtbezirk

10 – ein Partizipationskonzept entwickelt, das

Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17

Jahren bei der Planung einbezog (siehe Kapitel IV-

10). Es ist vorgesehen, dieses Vorgehen zu evaluieren

und für die neue Planung ab 2014 auszubauen.

Bewertung _______________________

Klassische Beteiligungsmethoden werden entsprechend

der Partizipationspädagogik in allen

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen eingesetzt

und Mädchen und Jungen in Entscheidungsprozesse

einbezogen. Dabei zeigt sich, dass je

nach Besucherstruktur, stark sprachlastige Formen

(zum Beispiel Foren, Sprecherwahlen und Befragungen)

nur eingeschränkt möglich sind. Andere,

niederschwelligere Partizipationsmethoden (zum

10


Schwerpunkte | Partizipation

Beispiel Beteiligung bei der Planung von Freizeiten,

Ausflügen und methodische Ansätze aus der Theaterpädagogik)

sind hier besonders bedeutsam. Sie

sollen Jugendlichen Selbstbewusstsein vermitteln

und bildungsfernere Teilnehmerinnen und Teilnehmer

befähigen, sich auszudrücken und somit

auch integrierend wirken. Bildung und Beteiligung

gehen hierbei einher.

Die Qualität der Partizipationsarbeit ist in verschiedenen

Institutionen unterschiedlich ausgeprägt.

Die Beteiligung der Mädchen und Jungen

bedarf der pädagogischen Begleitung und Unterstützung

von Erwachsenen. An deren persönlichen

Verständnis hängt es, wie oft und gut ein Partizipationsprozess

gelingt.

Die Jugendverbandsarbeit agiert in partizipativen

Strukturen. Es gilt jedoch, neue Wege und

Zugangsarten sowie Formen und Methoden zu finden,

um für andere Zielgruppen (zum Beispiel

Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte) interessant

zu werden und somit Teilhabe zu erzeugen.

Die Verbindung zu Bildungsprojekten kann auch

hier fruchtbar sein.

Maßnahmen _____________________





Spezielle Treffpunkte für Jugendliche zur Entwicklung

von Beteiligungsprojekten durch das

zeTT-Jugendinformationszentrum vermitteln

und gegebenenfalls durchführen;

Anlage einer Datenbank / Sammlung (im zeTT-

Jugendinformationszentrum), auf der alle

durchgeführten und dokumentierten Projekte

zur Nachahmung und mit der Möglichkeit

zum kollegialen Austausch eingestellt werden;

Jugendliche Partizipationsmanager (Multiplikatorinnen

und Multiplikatoren) werden ausgebildet

(jedes Jahr mindestens ein Angebot

zur Fortbildung);

Repräsentative thematische Jugendbefragung

in Düsseldorf (auswertbar nach verschiedenen

Kriterien, zum Beispiel nach Stadtteilen).

Ausblick _________________________

Auch in den Jugendverbänden zeichnen sich

Nachwuchsschwierigkeiten ab. Mitgliedschaften,

die auf langfristige Bindungen im Gegensatz zu

eher kurzfristig angelegten Projekten setzen, werden

häufig nicht mehr eingegangen. Projektansätze

zur Ansprache „alter“ sowie „neuer“ Zielgruppen

gilt es zu entwerfen.

Die wesentlich niederschwelliger angelegte Partizipationspädagogik

in den Jugendfreizeiteinrichtungen

ist flächendeckend etabliert. Den

jeweiligen Umfang und die Qualität der Partizipationsarbeit

gilt es jedoch differenziert darzustellen

und gelungene Partizipationsprojekte der

Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich zu machen.

11


I.3 Qualität

Allgemeines______________________

Die Kriterien für Qualität sollen aus den

Erwartungen derjenigen gewonnen werden, die

einen Nutzen aus der Kinder- und Jugendarbeit

ziehen möchten. Das sind nicht nur die betroffenen

Mädchen und Jungen, sondern auch alle anderen

Beteiligten, die Interessen anmelden (Eltern,

Nachbarn, die so genannte Öffentlichkeit, die Vorgesetzten,

die Politiker usw.). Die Kriterien einer

qualitativ guten Kinder- und Jugendarbeit werden

in Düsseldorf, anhand der sozialräumlich gegliederten

und partizipativ orientierten Jugendhilfeplanung,

in einem ständigen Prozess der unterschiedlichen

Akteure ausgehandelt.

Bestandsaufnahme _______________

In Düsseldorf wird das System der Produktund

Aufgabenbeschreibungen (PuA) zur Steuerung

der Offenen Kinder- und Jugendarbeit verwendet.

Darüber hinaus werden individuell, für jede Einrichtung

pro Kalenderjahr, Ziele vereinbart. Diese

korrespondieren mit den unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten

der Jugendfreizeiteinrichtungen. Zur

Zählweise der Öffnungstage, zu Mindestöffnungstagen

pro Jahr (siehe auch VII. Anhang), zur Berechnungsgrundlage

für die Eigenmittelquote und zur

Definition „pädagogischer Sachkosten“ sind Empfehlungen

der AG nach § 78 Kinder- und Jugendförderung

(Standard) ausgearbeitet und verabschiedet.

Themen Entwicklungsprozesse im Kindes- und

Jugendalter, Lebenssituation von Kindern und

Jugendlichen, Gruppenpädagogik, Rolle und Selbstverständnis

von Jugendleiterinnen und Jugendleitern,

Aufsichtspflicht, Haftung, Versicherung, Organisation

und Programmgestaltung sowie verbandsspezifische

Inhalte. Zusätzlich kommt der Erwerb

des Ersten-Hilfe-Scheins hinzu.

Ein wichtiger qualitativer Beitrag in der Kinderund

Jugendarbeit stellt die Umsetzung des § 8a SGB

IIIV dar. Dieser hat zum Ziel, den Schutz von Kindern

und Jugendlichen bei Gefahren und Risiken zu

verbessern und bestehende Hilfeleistungen so zu

optimieren, dass eine Kindeswohlgefährdung schon

zu einem früheren Zeitpunkt erkannt werden kann.

Bewertung ______________________

Im Förderplan 2005-2009 beschriebene mögliche

Arbeitsschwerpunkte in der Offenen Kinderund

Jugendarbeit wurden auf ihre Bedeutung hin

überprüft und in ihrer Gesamtzahl gekürzt. In der

neuen Ratsperiode soll ein verändertes System

Anwendung finden. Dafür wurden einige Bereiche

zu Standards erhoben. Dabei handelt es sich um

Themenfelder, die als grundlegend anzusehen sind

und die in allen Jugendfreizeiteinrichtungen der

Landeshauptstadt Düsseldorf Umsetzung finden.

Es sind die Bereiche:

1) Offene Kinderund

Jugendarbeit

2) Geschlechtsspezifische

Arbeit

Die Jugendverbandsarbeit der Mitgliedsverbände

des Jugendrings Düsseldorf basiert auf selbstorganisierter,

demokratischer und ehrenamtlicher Arbeit.

Den Verbänden sind die Qualität ihrer Arbeit und

damit die Qualifizierung der Durchführenden sehr

wichtig. Daher hat die Vollversammlung des Jugendringes

einheitliche Mindeststandards für Gruppenleiterschulungen

zur Qualitätssteigerung in allen Verbänden

innerhalb des Jugendrings beschlossen. Die

Mitgliedsverbände verpflichten sich selbst, diese

Mindeststandards für ihre Leiterschulungen anzuwenden

und die zu schulenden Gruppenleiter verantwortungsvoll

auszuwählen. Die Ausbildung zum

Jugendgruppenleiter beziehungsweise zur Jugendgruppenleiterin

umfasst derzeit 40 Stunden zu den

3) Kinder- und

Jugenderholung

4) Veranstaltungen

5) Aufsuchende Jugendarbeit (dort,

wo zusätzliche Stellen dafür in Jugendfreizeiteinrichtungen

angesiedelt sind)

6) Kooperation von Jugendhilfe und Schule

Mindestanforderungen zur Umsetzung dieser

Standards sind im Anhang dieses Bandes zusam-

12


Schwerpunkte | Qualität

mengefasst. Darüber hinaus können sich die Einrichtungen

mit bis zu drei Schwerpunkten profilieren.

Konzeptionen für die Schwerpunkte sind

bereits vorhanden oder werden erarbeitet. Somit

wird sichergestellt, dass die Schwerpunktsetzung in

einem Teamprozess stattgefunden und qualitative

Ansprüche gemeinsam gefunden und schriftlich

hinterlegt wurden. Die möglichen Schwerpunkte

lauten:

Medien

Sport-Spiel-Bewegung-Abenteuer

Kinder- und Jugendkultur /

kulturelle Bildung

Interkulturelle Arbeit /

Integration

Partizipation /

politische und soziale Bildung

Gesundheit / Ernährung

Arbeitsweltbezogene Hilfen

Familienbezogene Angebote /

Elternarbeit

Ökologische Bildung

Sie korrespondieren mit den Schwerpunkten der

Kinder- und Jugendarbeit des § 10, 3. AG-KJHG

NRW. Bezüglich der Schwerpunkte stimmen sich die

Einrichtungen und Institutionen untereinander ab.

Die Profile aller Einrichtungen, inklusive ihrer

Kooperationsbeziehungen, sind in so genannten

Kurzbeschreibungen im Anlageband I dargestellt.

Die Kooperationen mit Schule sind dabei von besonderer

Bedeutung. Der wachsenden Vernetzungen

bezüglich der Offenen Ganztagsgrundschule und

anderer Ganztagsinitiativen aber auch der Projektarbeit

wird besondere Relevanz beigemessen (siehe

auch Kapitel III.2 Schulbezogene Jugendarbeit).

Ausblick _________________________

In dem vom Ministerium für Generationen,

Familien, Frauen und Integration ins Leben gerufenen

Qualitätsverbund Offene Kinder- und Jugendarbeit

für das Land NRW wurde ein neues, landesweit

abgestimmtes Instrumentarium zur Datenerhebung

(Strukturdaten) geschaffen, das den einzelnen Kommunen

ab 2010 relevante Einrichtungsdaten und

Auswertungen liefert, die wiederum eng mit den örtlichen

Zielvereinbarungssystemen und Wirksamkeitsdialogen

korrespondieren können. Das Jugendamt

Düsseldorf brachte sich in die Erarbeitung dieses

Erhebungsmoduls ein. Trotz der Schwerpunktsetzungen

in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

soll die pädagogische Arbeit vor Ort entsprechend

der Bedarfe der Mädchen und Jungen so flexibel

wie möglich gehandhabt werden. Reflexionsprozesse

über die Stimmigkeit der Themen und Schwerpunkte

sowie Herangehensweisen sollen regelmäßig

im Team durchgeführt werden. Ein Diskussionsprozess

über das Selbstverständnis jeder Einrichtung in

ihrem Sozialraum soll somit angeregt werden.

Kooperationen mit anderen Institutionen sollen

vertraglich vereinbart und von losen Kontakten

zu anderen Institutionen damit deutlich zu unterscheiden

sein. Im Sinne der örtlichen Wirksamkeitsdialoge

ist von den genannten Instrumenten und

Vertiefungen in der Offenen Jugendarbeit eine

Qualitätssicherung zu erwarten.

Maßnahmen _____________________





Durchführung von zwei Fachdialogen pro Jahr;

Fortführung der Weiterbildungsmaßnahmen im

Fortbildungsprogramm des Jugendamts – vor

allem mit Bezug zu den neu gewählten Schwerpunkten

in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen;

Öffnung der Weiterbildungsangebote

der Freien Träger auch für Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen des Jugendamtes; Koordination

und Vernetzung der jeweiligen Programme;

gemeinsame Personalentwicklung des Jugendamtes

und der Freien Träger;

Koordinierungskreise: Vereinheitlichung der

Kommunikationsformen und -zeiten;

Sammlung aller Schwerpunktkonzeptionen der

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in

einer zentralen Datenbank.

13


I.4 Gesundheit

Allgemeines______________________

Die Gesundheit und Gesundheitsförderung

von Kindern und Jugendlichen spielt eine immer

größere Rolle im gesamtgesellschaftlichen Kontext.

Zur Gesundheit zählt nicht nur das körperliche,

sondern auch das seelische und soziale Wohlbefinden.

Ziel ist die Annäherung an einen Zustand des

umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen

Wohlbefindens und nicht lediglich das Freisein von

Krankheit und Schwäche 6 .

Laut UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder

und Jugendliche ein Recht auf bestmögliche

Förderung der Gesundheit. Sich wandelnde

Lebensbedingungen und Lebensstile bringen aber

neue Risiken und Beeinträchtigungen mit sich,

denen auf mehreren Ebenen begegnet werden

muss. So sind beispielsweise ausreichend Bewegung

sowie eine regelmäßige und ausgewogene

Ernährung wichtig für das Wachstum und die Entwicklung

der Kinder und Jugendlichen.

Nachdem der Frage der Kinder- und Jugendgesundheit

bis vor einiger Zeit noch nicht allzu viel

Beachtung geschenkt wurde, entwickelt sich das

Thema zu einer alle Lebensbereiche betreffenden

Aufgabe 7 . Nicht zuletzt die Ergebnisse der so

genannten KiGGS-Studie 8 , die das Robert Koch-

Institut zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

in Deutschland durchführte, trugen stark zu

dieser Veränderung bei. Gemeinsame Handlungsempfehlungen

der Arbeitsgemeinschaft für Kinderund

Jugendhilfe (AGJ) und des Berufsverbandes

der Kinder- und Jugendärzte zeigen, dass das Thema

Gesundheit in all seinen Facetten in den Einrichtungen

der Jugendhilfe Eingang findet. 9

Die aktuelle Lebenssituation der Kinder und

Jugendlichen ist durch eingeschränkte Bewegungsräume,

gestiegene Leistungsanforderungen

und oft durch veränderte Familienverhältnisse

gekennzeichnet. Sozialräumlich gesehen ist ein

Zusammenhang von sozialer Lebenslage und

Gesundheitssituation bei Kindern und Jugendlichen

feststellbar, der Planungsrelevanz besitzt.

Bewegungsmangel, fehlende Stressbewältigung

und falsche Ernährung äußern sich schon heute

vermehrt in Gesundheitsstörungen, die im

Erwachsenenalter zu ernsthaften Erkrankungen

führen können und damit auch wieder zu einem

gesamtgesellschaftlichen Problem werden. Die beispielhaft

genannten Aspekte gilt es durch gezielte

Angebote in den Einrichtungen der Jugendhilfe

auszugleichen. Dafür sind aber in erster Linie

Organisationsstrukturen in den Einrichtungen zu

etablieren, die eine gesundheitsförderliche und

inhaltlich flexible Bearbeitung von Gesundheitsthemen

erst ermöglichen.

Bestandsaufnahme _______________

Das Thema Gesundheit ist erstmalig im Kinderund

Jugendförderplan verankert. In den Bereichen

Schule (hier vor allem in der Offenen Ganztagsgrundschule)

und Freizeit können die Fachkräfte

der Jugendförderung durch ständige Präsenz und

kontinuierlichen Kontakt gesundheitsgerechtes Verhalten

fördern und entsprechende Angebote in den

Alltag der Kinder und Jugendlichen integrieren.

Darüber hinaus existiert eine gute Zusammenarbeit

mit dem Gesundheitsamt. Der Kinder- und

Jugendgesundheitsdienst informiert vor Ort über

Möglichkeiten der medizinischen Prävention und

Gesundheitsförderung. Pädagogische Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter können sich direkt oder telefonisch

von dem Fachpersonal des Gesundheitsamtes

beraten lassen. Ein umfangreiches Schulungsangebot

zur Ernährung, zur Erziehung und zur Sprachentwicklung

unterstützt sie im Alltag. Die Eltern

können persönliche Beratungstermine mit dem

Kinder- und Jugendgesundheitsdienst vereinbaren.

Mehrere Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Ferienfreizeiten

einiger Jugendverbände sind entsprechend

des Projektes „Gut Drauf“ 10 der Bundeszentrale für

gesundheitliche Aufklärung schon zertifiziert, andere

befinden sich gerade im Verfahren.

Das Ernährungsverhalten ist ein zentraler

Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Durch die

Initiative „kein Kind ohne Mahlzeit“ ist ein weiterer

Schritt in Richtung gesunder Ernährung für

Grundschulkinder gemacht und in vielen Kinderund

Jugendfreizeiteinrichtungen werden gesunde

Mahlzeiten angeboten.

Sport- und Bewegungsmöglichkeiten bieten

sich Kindern und Jugendlichen in Düsseldorf in

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen zuhauf.

14


Schwerpunkte | Gesundheit

Hier sind jugendkulturell orientierte, niederschwellige

Angebote wie Breakdance, Hip-Hop und

andere Tanz-Workshops zu nennen. In Kooperation

mit Schulen oder als Bildungsangebote für Schulen

stellen Fußball-, oder Flagfootballgruppen ein Beispiel

aus der vielfältigen Angebotspalette dar.

Im Rahmen der Offenen Jugendarbeit wird

gezielt und altersspezifisch auf die jeweiligen Bedürfnis-

und Interessenslagen der Mädchen und

Jungen zu Themen wie HIV / Aids, Essstörungen,

gesunde Ernährung sowie Rauchen / Alkohol / Drogen

eingegangen.

Bewertung _______________________

Kinder und Jugendliche verbringen in der

Regel immer weniger Zeit zu Hause, sondern halten

sich die meiste Zeit des Tages in verschiedenen

Institutionen (vor allem in der Schule) auf, sodass

Gesundheitsförderung dort verstärkt thematisiert

werden muss.

Im Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

wird dem Bewegungsbedürfnis der Besucherinnen

und Besucher Rechnung getragen und

durch viele verschiedene sportliche Angebote eine

gute Basis zur Erhaltung beziehungsweise Förderung

der Gesundheit gesetzt. Hier sind allenfalls

Nachbesserungen in der Ausstattung der so

genannten Bewegungsräume in den Freizeiteinrichtungen

nötig. Dem gestiegenen Bedarf an Aufklärung

und Motivation hinsichtlich einer gesunden

Ernährung wird inzwischen auf breiter Ebene

mit Informationsveranstaltungen, Workshops und

Kochwettbewerben begegnet. Auch im Rahmen

von Kooperationen mit Schulen existiert eine Reihe

von Bildungsangeboten zum Thema.

Vor dem Hintergrund wieder steigender HIV-

Neuinfektionsraten bei Jugendlichen sind bisherige

Kontakte und Kooperationen zum Beispiel zum

Gesundheitsamt oder der Aids-Hilfe zu intensivieren,

um mit einer Reihe von Informations-Veranstaltungen

der Brisanz des Themas Genüge zu leisten.

Wünschenswert wäre der Aufbau eines vernetzten

Gesamtkonzeptes zum Thema Gesundheitsförderung.

11

Ausblick _________________________

Die Forderung nach solch einem Gesamtkonzept

wurde für die Kindertagesstätten Düsseldorfs

bereits im Bericht „Gesundheitsförderung & Prävention

– Maßnahmen für Kinder von null bis

zehn Jahren“ formuliert 12 . Sie gilt es auszuweiten

und mit einer koordinierten Umsetzung zu starten.

Grundsätzlich ist die Umsetzung einer sozialverträglichen

Staffelung der Kosten der Mittagsverpflegung,

wie bei „kein Kind ohne Mahlzeit“

für Schülerinnen und Schüler deshalb so wichtig,

weil dort in vielen Fällen eine erste Konstante in

den Essgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen

aufgebaut werden kann beziehungsweise tatsächlich

eine Grundernährung als Voraussetzung für

Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit gesetzt

werden kann.

Maßnahmen _____________________




Regelmäßige Mitarbeiterschulungen (Grundlagen)

zum Thema Gesundheit durch das

Gesundheitsamt (siehe erzieherischer Kinderund

Jugendschutz) für alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen,

die auch eine Teilnahme von

ehrenamtlichen Kräften ermöglichen und die

spezielle Themenstellungen aufgreifen (zum

Beispiel Ferienprojekte);

Zertifizierung aller Einrichtungen mit dem

Schwerpunkt Gesundheit (siehe Zertifikat der

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

- BZgA);

Täglich frisches Obst und / oder Gemüse in

allen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

sowie Wasserspender (vergleiche Forderungen

des Jugendrates).

6 vgl. Gesundheitsdefinition der World Health Organisation (WHO);

die WHO hat zur Gesundheitsförderung verschiedene Handlungsfelder

benannt (siehe Ottawa-Charta), zur Umsetzung ist der Setting-

Ansatz als methodische Vorgehensweise vorgesehen.

7 Siehe auch Jugendhilfeplanung „Erzieherischer Kinder- und

Jugendschutz“: www.duesseldorf.de, sowie „13. Kinder- und Jugendbericht“

(2009): www.bmfsfj.de

8 Siehe www.kiggs.de

9 vgl. AGJ (2008, Hrsg.): Gesundes Aufwachsen von Kindern und

Jugendlichen – Kooperationen von Gesundheitswesen und Kinderund

Jugendhilfe, Berlin

10 Siehe www.gutdrauf.net

11 Siehe auch 13. Kinder- und Jugendbericht mit dem Titel „Mehr

Chancen für gesundes Aufwachsen - Gesundheitsbezogene Prävention

und Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe“

(2009) und Handlungsempfehlungen der AGJ (siehe oben)

12 Siehe www.duesseldorf.de

15


II.

Handlungsfelder


II.1 Offene Kinderund

Jugendarbeit

Allgemeines______________________

Offene Kinder- und Jugendarbeit richtet sich

an Kinder und Jugendliche aus allen gesellschaftlichen

und kulturellen Gruppen, insbesondere an

jene, denen gesellschaftliche Teilhabe bisher nicht

ausreichend ermöglicht wurde. Ein besonderes

Augenmerk liegt in einer urbanen Umgebung wie

Düsseldorf auf Kindern und Jugendlichen mit

Migrationshintergrund. Offene Kinder- und

Jugendarbeit ist eine sinnstiftende Antwort auf die

Lebenswelten junger Menschen. Die persönlichen

Lebenslagen der Besucherinnen und Besucher auf

der einen Seite und die gesellschaftlichen Herausforderungen

auf der anderen Seite bestimmen ihre

Inhalte, Methoden und Angebotsformen.

Langfristig konzipiert und in gemeinsamer

Verantwortung von Freien Trägern und dem

öffentlichen Träger der Jugendhilfe findet die offene

Kinder- und Jugendarbeit überwiegend in

Jugendfreizeiteinrichtungen und Offenen Türen

statt, in denen hauptamtliche pädagogische Fachkräfte

und qualifizierte nebenberufliche sowie

ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

tätig sind. Die Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit

sind Orte der Bildung, der Freizeitgestaltung,

der pädagogischen Arbeit, eigenständiger

jugendkultureller Entfaltung, Anlaufstelle und mitunter

auch „Zuhause“. Zusätzlich haben sich, ausgehend

von diesen Orten, zahlreiche mobile Angebote

und aufsuchende Formen sowie das Jugendinformationszentrum

zeTT etabliert.

Aufgabe Offener Arbeit ist es, flexibel und

gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Erfahrungs-

und Erlebnisräume zu eröffnen und zu

betreten. Dazu bedient sie sich eines breit gefächerten

Methodenrepertoires wie zum Beispiel dem

projektorientierten Arbeiten, der Gruppenarbeit,

der Bildungsarbeit, der Theater- und Kulturarbeit

und der aufsuchenden mobilen Arbeit. Exkursionen,

Wochenendveranstaltungen und Ferienfreizeiten

gehören ebenso dazu. Entscheidend ist der

niederschwellige Zugang. Nur so können die Angebote

offen für alle Mädchen und Jungen sein.

Offene Kinder- und Jugendarbeit fördert die

Entwicklung junger Menschen zu eigenverantwortlichen

und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten.

Sie ermöglicht ihnen soziale Integration und Partizipation,

gibt Werteorientierung, übernimmt Präventionsaufgaben,

hilft und unterstützt bei der eigenständigen

Gestaltung ihrer Lebenswirklichkeit.

Offene Kinder- und Jugendarbeit trägt dazu

bei, positive Lebensbedingungen für junge Menschen

und ihre Familien zu schaffen. Sie fördert

zielgruppenspezifisch und im Sinne einer Querschnittsaufgabe

die Gleichberechtigung von Mädchen

und Jungen, indem sie ihre unterschiedlichen

Lebenslagen berücksichtigt und Benachteiligungen

abbaut. Die Einrichtungen dienen als Basisstationen,

die, lebenswelt- und sozialraumorientiert,

auch außerhalb ihrer Räumlichkeiten arbeiten und

mit anderen Jugendhilfeeinrichtungen kooperieren

und vernetzt sind, zum Beispiel mit Jugendverbänden,

Schulen im Einzugsbereich und Kindertageseinrichtungen.

Sie bieten Kindern und Jugendlichen

kompetente und verständige Ansprechpartnerinnen

und Ansprechpartner, die zur Begleitung

und Vermittlung bereit sind.

Bestandsaufnahme _______________

Die Angebotslandschaft Offener Kinder- und

Jugendarbeit in Düsseldorf ist vielfältig. 71 Kinderund

Jugendfreizeiteinrichtungen in städtischer und

freier Trägerschaft sind zu verzeichnen. Im Laufe

der langjährigen Entwicklung in diesem Feld der

Jugendarbeit hat sich ein sehr differenziertes Bild

der Einrichtungen ergeben, welches im Anlagenband

I dargestellt wird. Dazu kommen noch mehrere

Sonderformen wie mobile und spezialisierte

Angebote. Mit mobilen Angeboten wie dem Sportactionbus

des Stadtsportbundes, dem KNIRPS-

Mobil des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ),

dem Spielmobil von Flingern Mobil e.V. oder dem

Off-Road-Bus der Kaiserswerther Diakonie werden

beispielsweise Schulen zur Pausengestaltung angefahren,

Spielangebote auf Spielplätzen gemacht

und Stadtteile mit einem Freizeitangebot versorgt,

in denen keine feste Einrichtung besteht.

17


Handlungsfelder | Offene Kinder- und Jugendarbeit

Aufsuchende Jugendarbeit (siehe auch Jugendhilfeplanung

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz)

ist im Vergleich zur mobilen Arbeit in Düsseldorf

immer mit einer Personalstelle verknüpft,

die jeweils an einer Jugendfreizeiteinrichtung angesiedelt

ist. Trotz dieser Anbindung an die Offene

Kinder- und Jugendarbeit ist der Schwerpunkt der

Aufgabe im erzieherischen Schutzauftrag zu sehen.

Stellen der Aufsuchenden Arbeit nehmen Bezug

auf Sozialräume Düsseldorfs mit hohem Handlungsbedarf.

Kinder und Jugendliche in diesen

Sozialräumen, die keine Freizeiteinrichtungen

besuchen, sollen so „im Auge behalten“ und ein

Abrutschen verhindert werden. Unterstützung

wird den jungen Menschen dabei in vielfältiger

Weise angeboten – beim Behördenbesuch, über

Anregungen für die Freizeitgestaltung bis zur Beratung

in Lebensfragen.

Jeden Tag besuchen rund 10.000 Kinder und

Jugendliche die Einrichtungen und nehmen an den

Angeboten teil. Einige nachstehende Beispiele sollen

deutlich machen, wie breit der Themenfächer ist:

Informationen zum Personalstand in der Offenen

Kinder- und Jugendarbeit Düsseldorfs

Insgesamt fördert die Landeshauptstadt Düsseldorf

zum Stichtag August 2009 71 Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen. Davon befinden sich

37 in freier und 34 in städtischer Trägerschaft. In

den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen der

Freien Träger sind insgesamt 79 pädagogische

Fachkräfte tätig (vor allem Diplom-Sozialpädagoginnen

und -pädagogen, Diplom-Sozialarbeiterinnen

und -sozialarbeiter, Erzieherinnen und Erzieher).

Der Altersdurchschnitt dieses pädagogischen

Personals beträgt 40 Jahre, der Anteil der

weiblichen Personen liegt bei 68 Prozent. 177

pädagogische Fachkräfte arbeiten in den städtischen

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen,

davon sind 62 Prozent weiblich. Der Altersdurchschnitt

der Fächkräfte in den städtischen Einrichtungen

liegt mit 42 Jahren leicht über dem Wert

der Freien Träger. Beide Werte sind als gut und

als Eckpunkte einer positiven Entwicklung hin zur

Verjüngung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

in den Freizeiteinrichtungen zu bezeichnen.













Bildungsangebote, die ganzheitlich organisiert

sind und die an den Interessen und Kompetenzen

von Kindern und Jugendlichen ansetzen;

Freizeitaktivitäten, die unabhängig von Kommerz

und Konsum sind;

Sportliche und erlebnispädagogische Aktivitäten,

bei denen das Gemeinschaftserlebnis im

Vordergrund steht;

Engagement gegen Gewalt, Rassismus und

Fremdenfeindlichkeit;

Initiativen für internationale Verständigung

und Solidarität;

Medienarbeit, die sich kritisch-konstruktiv mit

den Möglichkeiten und Grenzen neuer Medien

auseinandersetzt;

Initiativen für Ausbildungs- und Berufschancen

junger Menschen;

Engagement für Chancengleichheit von Jungen

und Mädchen;

Erlebnisräume in den Bereichen Kunst, Theater,

Tanz und Musik;

Aktive Mitsprache und Mitgestaltung des

Lebensraumes in der Stadt, im Stadtteil und im

unmittelbaren Sozialraum;

Arbeitswelt-, schul- und familienbezogene

Jugendarbeit;

Internationale Jugendarbeit;

Bewertung _______________________

Grundsätzlich kann der Offene Bereich mit seinen

vielfältigen Möglichkeiten all die Themenschwerpunkte,

die in der pädagogischen Arbeit der

Freizeiteinrichtungen vorkommen, umfassen. Je

nach Bedarf im Sozialraum und Einrichtungsschwerpunkten

variiert allerdings das Spektrum.

Wichtig ist es, regelmäßig die Bedarfssituation zu

analysieren und sich gegebenenfalls neu zu verorten.

Die offene Kinder- und Jugendarbeit beruht

vor allem auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und

muss in erster Linie den Charakter der Offenheit

bewahren. Hier wird es in Zukunft ein entscheidendes

Kriterium sein, die Verbindlichkeit von Bildungsangeboten

mit der Freiwilligkeit und dem

Zugang der nicht-formellen Bildung zu verbinden.

Bei allen wichtigen und auch notwendigen

Kooperationen, Betreuungsangeboten und der sich

weiter entwickelnden Zusammenarbeit mit Schule

darf die ganz besondere Bedeutung der eigentlichen

Offenen Kinder- und Jugendarbeit nicht aus

dem Blick verloren werden. Für Kinder und

Jugendliche ist es enorm wichtig, geeignete Anlaufstellen

im Sozialraum zu haben, wo sie sich treffen

und, losgelöst von schulischen Zwängen, ihre Freizeit

gestalten können. Gerade dieser Anteil der

18


Handlungsfelder | Offene Kinder- und Jugendarbeit

Offenen Kinder- und Jugendarbeit garantiert, dass

sich die Aspekte der informellen und ganzheitlichen

Bildung entwickeln können. Partizipation

und Freiwilligkeit sind eben nicht nur Wesensmerkmale

der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit,

sondern tragende Säulen einer gelingenden

Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Erwachsenwerden braucht Zeit und verläuft

nicht immer geradlinig, so dass hier auf die wichtige

Sozialisationsinstanz der Peer Group zu achten ist

und darauf, dass ein Freiraum für Unabhängigkeit

und Eigenorganisation bestehen bleibt. Eine Stärke

der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist die Integration

benachteiligter Kinder und Jugendlicher.

Diese Stärke sollte noch mehr genutzt werden. Zum

Beispiel ist die Einbindung von Mädchen mit

Migrationshintergrund in sportliche Aktivitäten, die

Entwicklung spezieller Sportangebote für diese Zielgruppe

und die Heranführung an Sportvereine zu

nennen.

Ausblick _________________________

Die Verstetigung der vorhandenen offenen

Angebote wird weiterhin Basis der pädagogischen

Arbeit von Freizeiteinrichtungen bleiben. Es ist

davon auszugehen, dass durch die anstehenden

Kooperationen mit weiterführenden Schulen eine

zeitliche und räumliche Umorientierung stattfinden

wird. Dies kann in der konkreten Kooperation eine

Verlagerung in den Vormittag bedeuten, oder eine

Verschiebung der Öffnungs- und Angebotszeiten auf

den frühen Abend – auch für jüngere Besucherinnen

und Besucher. Das ist allerdings abhängig von familiären

Bedarfen. Grundsätzlich sind während der

neuen Förderperiode 2010 bis 2014 strukturelle

Veränderungen in der räumlichen und inhaltlichen

Aufstellung der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

in den Blick zu nehmen (siehe V.2 Strukturelle

Veränderungen).

Im Rahmen der Qualitätssicherung der Offenen

Kinder- und Jugendarbeit soll die Finanzierung in

den Einrichtungen der freien Träger auf ein pauschaliertes

System umgestellt werden. Dies bedeutet,

dass jede Einrichtung einen Zuschuss mit den Komponenten

Personalkostenförderung (inklusive

Honorarmittel und pädagogische Sachkosten) und

sonstige Betriebskosten (Miete oder pauschalierte

Gebäudekosten) erhält. Die Anzahl des Personals

richtet sich nach den vorhandenen Schwerpunkten

der Einrichtung. Dies führt zu einer Gleichbehandlung

aller Einrichtungen und versetzt die Träger in

die Lage, auch in der Zukunft Offene Kinder- und

Jugendarbeit zu betreiben. Im Rahmen dessen sollen

auch die Eigenmittelquoten angeglichen werden.

Maßnahmen _____________________









Einführung einer pauschalierten Förderung in

der Offenen Kinder- und Jugendarbeit;

Strukturelle Veränderungen der Einrichtungslandschaft

nach räumlichen und qualitativen

Gesichtspunkten;

Umsetzung konzeptioneller Reaktionen in den

Einrichtungen auf die Herausforderungen der

Ausweitung der Ganztagsschule, unter Bewahrung

eines eigenen Profils und der Sicherung

der originären Arbeit;

Schwerpunktsetzung in den Einrichtungen und

jährliches Überprüfen der Schwerpunktwahl;

Mittelfristige Einführung von regionalen

„Leuchtturmeinrichtungen“ in der Offenen

Kinder- und Jugendarbeit Düsseldorfs (zunächst

modellhaft in zwei Stadtbezirken), mit

denen sich ressourcenorientierte Planungen und

Investitionen steuern lassen. „Leuchtturmeinrichtungen“

sind entsprechend der räumlichen

Größe und Personalausstattung als zentrale Einrichtungen

in den Stadtbezirken zu sehen, die

kleinere, quartierbezogene Einrichtungen je

nach Bedarfslage unterstützen können;

Einrichtung eines Jugend- und Freizeittreffs

mit Beratungsangeboten für schwule oder lesbische

Jugendliche, ihre Eltern, Freundinnen

und Freunde (Beschluss des Jugendhilfeausschusses

vom 21. Oktober 2008);

Schaffung eines zentralen, jugendgemäßen

Treffpunktes, beziehungsweise eines Jugendcafés,

das eine Alternative zu kommerziellen

Angeboten darstellt und die Möglichkeit bietet,

vor allem abends und an den Wochenenden

Gleichaltrige aus ganz Düsseldorf zu treffen.

Bei jugendgerechten Preisen und ohne vorrangige

pädagogische Betreuung sollte die Möglichkeit

der Selbstorganisation und aktiven

Freizeitgestaltung gegeben werden (Wunsch

des Jugendrates);

Stärkere und effektivere Werbung für die nicht

kommerziellen, institutionellen Angebote der

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen Düsseldorfs,

zum Beispiel an Schulen (Wunsch des

Jugendrates).

19


II.2 Jugendverbandsarbeit

Allgemeines______________________

Jugendverbandsarbeit ist ein Sozialisationsfeld,

das sich durch Freiwilligkeit, Selbstorganisation

und Selbstbestimmung auszeichnet. Jugendverbandsarbeit

hat neben Erziehung und Bildung,

Geselligkeit und Freizeitgestaltung sowie Hilfen

und Beratung die Aufgabe, die Interessen von

Jugendlichen in allen Bereichen gegenüber Staat

und Gesellschaft zu vertreten. Dies bedeutet Querschnittspolitik,

nämlich Einmischung in alle politischen

Prozesse und Entscheidungen, die die Interessen

junger Menschen berühren.

Die Arbeit der Jugendverbände ist ihrem

Anspruch nach in erster Linie Erziehungs- und Bildungsarbeit.

Sie erfolgt jedoch im Gegensatz zur

schulischen Bildung prinzipiell auf freiwilliger Basis.

Ehrenamt im Jugendverband befindet sich aufgrund

gesellschaftlicher Veränderungen permanent im

Umbruch. Wandlungen der organisatorischen

Strukturen und Rahmenbedingungen der Jugendverbandsarbeit

wirken sich ebenso wie die veränderte

Lebenswirklichkeit der Heranwachsenden und die

abnehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen

auf die Angebots-, Mitglieds- und Personalstruktur

der Jugendverbände aus und stellen insbesondere

für die Qualifikation von jungen Leiterinnen und

Leitern eine große Herausforderung dar.

Die wesentlichen Merkmale von Jugendverbandsarbeit

sind: Selbstorganisation, Partizipation

und Mitwirkung, Lebensweltorientierung und

ehrenamtliches Engagement.

Die Hälfte der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in den Jugendverbänden

waren schon vor ihrem 15. Lebensjahr Mitglied in

dem Jugendverband, rund 80 Prozent waren bis

zum 17. Lebensjahr Mitglied in dem Jugendverband.

Die Weichen für ein Engagement werden

also schon bis zum Verlassen der Schule gestellt. 2

1 vgl. Düx und andere (2008): „Kompetenzerwerb im freiwilligen

Engagement - Eine empirische Studie zum informellen Lernen im

Jugendalter.“ Wiesbaden

Bestandsaufnahme _______________

In Düsseldorf ist eine Vielzahl von Jugendverbänden,

-organisationen und Jugendgruppen tätig.

19 Jugendverbände und Jugendgruppen sind derzeit

in der Arbeitsgemeinschaft der Düsseldorfer

Jugendverbände, dem Jugendring zusammen

geschlossen: BDKJ – Bund der deutschen katholischen

Jugend, BUND-Jugend Düsseldorf, Deutsche

Beamtenbund Jugend, Deutsches Jugendrotkreuz,

Deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbund,

DGB-Jugend Düsseldorf, DJO – Deutsche Jugend

in Europa, Evangelische Jugend, Initiativkreis

„Jugend in Benrath“ e.V. – Haus Spilles, Jugendfeuerwehr

Düsseldorf, Jüdische Jugend, Junge Presse

Düsseldorf e.V., Jugendwerk der AWO, JULE – Junge

Lesben Gruppe Düsseldorf, Kuckucksei –

Schwule Jungs Düsseldorf, Naturfreundejugend,

Ring der Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände,

SJD – Die Falken, Verkehrskadetten Düsseldorf.

Die Förderung der Jugendverbände durch die

Kommune ist seit mehr als zehn Jahren über Verträge

zwischen den Jugendverbänden und der

Stadt Düsseldorf geregelt. Gefördert werden in

Düsseldorf die außer- und innerörtlichen Ferienmaßnahmen,

die Qualifizierung von ehrenamtlichen

Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Aktionen

und Projekte der Jugendverbände und die

Jugendorganisationen.

Mit dem ersten Kinder- und Jugendförderplan

der Stadt Düsseldorf 2005 bis 2009 wurde die

Jugendverbandsarbeit über den Einsatz von

Jugendbildungsreferentinnen weiter gestärkt. In

dem Projekt kamen vier Bildungsreferentinnen

beim Jugendring, dem BDKJ, der Evangelischen

Jugend und der SJD – Die Falken zum Einsatz. Bis

zu diesem Zeitpunkt lief die Bildungsarbeit der

einzelnen Düsseldorfer Jugendverbände separat

und war nicht vernetzt. Innerhalb des Projektes

wurde über die Veranstaltungsreihe „Verbandszeug“

eine Vernetzung und Qualifizierung der

Bildungsarbeit in den Verbänden vorgenommen.

Die Jugendleiterinnen- bzw. Jugendleiter-Card

(Juleica) ist die Basis zur Qualitätssicherung der

20


Handlungsfelder | Jugendverbandsarbeit

ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

in den Jugendverbänden. Die Juleica steht für eine

hochwertige Qualifizierung von Jugendleiterinnen

und Jugendleitern und sichert, dass der Inhaber

oder die Inhaberin der Karte eine ausreichende

praktische und theoretische Qualifizierung für die

Aufgabe als Jugendleiterin beziehungsweise

Jugendleiter erhalten hat und in der Lage ist, verantwortlich

Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen

zu gestalten, zum Beispiel die Leitung einer

Gruppe. Damit kommen den Teilnehmenden von

Freizeitmaßnahmen der Jugendverbände die Vorteile

der ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamer

und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige

Betreuung zugute.

Die Düsseldorfer Jugendverbände haben im

Jahr 2008 Qualitätsstandards für die Ausbildung

von Jugendgruppenleitungen erarbeitet und in

einer Vollversammlung des Jugendringes gemeinsam

verabschiedet. Hier verpflichten sich die Verbände,

ihre angehenden Gruppenleitungen und

Freizeithelfer und -helferinnen mindestens 40

Stunden zuzüglich Erster-Hilfe-Schulung in allen

relevanten pädagogischen und rechtlichen Fragen

zu qualifizieren.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit von Jugendverbänden

ist die Mitwirkung an politischen Entscheidungsprozessen

von Kindern und Jugendlichen

auf verschiedenen politischen Ebenen. Im

Jahr 2007 wurde in Düsseldorf der erste Düsseldorfer

Jugendrat gewählt. Die Jugendverbände im

Jugendring haben sich mit der Entstehung des

Jugendrates immer wieder auseinandergesetzt und

den Prozess bis zur Wahl konstruktiv begleitet. Der

Jugendring hat mit dem Einsatz des Jugendrat-

Mobils (JuRa-Mobils) an Düsseldorfer Schulen

und Jugendfreizeiteinrichtungen, umfassend in

allen Stadtbezirken, über die Aufgaben und Möglichkeiten

des Jugendrates informiert. Außerdem

gibt es bei verschiedenen Projekten eine enge

Kooperation zwischen dem Jugendrat und dem

Jugendring. Den Mitgliedern des Jugendrates stehen

zum Beispiel auch die Fortbildungen in der

Reihe „Verbandszeug“ zur Verfügung.

Der Jahreshöhepunkt bei der Vielzahl der Düsseldorfer

Jugendverbände sind die Ferienfreizeiten

und Zeltlager in den Schulferien. Mehr als 4.000

Kinder und Jugendliche aus Düsseldorf haben die

Möglichkeit, unter pädagogischer Anleitung einen

längeren Zeitraum außerhalb der Familie und

innerhalb einer gleichaltrigen Gruppe zu verbringen.

Der Jugendring Düsseldorf bietet seit 2008 für

Kinder, Jugendliche und Eltern eine Online-Datenbank

mit allen Ferienmaßnahmen der Verbände

und der Einrichtungen der Offenen Kinder- und

Jugendarbeit an. In der gemeinsamen Datenbank

unter www.duesselferien.info findet man über 170

Angebote zu Ferienfreizeiten und Zeltlagern. Im

April 2009 führten die Jugendverbände zusammen

mit dem Jugendamt einen Düsselferienmarkt auf

dem Schadowplatz durch. Dabei konnten sich

Eltern, Jugendliche und Kinder an einem Tag

umfassend über die Ferienangebote der Jugendverbände

informieren.

Die Düsseldorfer Jugendverbände sind aber

auch über die klassische Jugendverbandsarbeit hinaus

in Düsseldorf aktiv. Der BDKJ übernimmt mit

seinem Knirps-Mobil offene Spielplatzangebote in

verschiedenen Stadtteilen von Düsseldorf und bietet

Maßnahmen im Rahmen der Düsselferien an.

Der Jugendring Düsseldorf ist mit den Projekten

„Düsseldorfer Appell“ und dem „Fanprojekt Düsseldorf“

in der Gewaltprävention seit mehr als

einem Jahrzehnt aktiv. Weiterhin bietet der Jugendring

Düsseldorf nun schon im fünften Jahr Schulen

in Düsseldorf Theaterstücke zur Prävention

von sexueller Gewalt an. Dies geschieht in

Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven

Rat und der Fachstelle für Gewaltprävention. Der

Jugendring sucht die Zusammenarbeit mit allen

Schulformen.

2008 haben die Düsseldorfer Jugendverbände

eine viel beachtete Kampagne zum Ehrenamt in

den Jugendverbänden im Rahmen des Projektes

„Jugendverbände stärken“ durchgeführt. Aufgrund

der Kampagne stiegen die Zugriffszahlen auf den

Internetauftritt des Jugendringes und es kam vermehrt

zu Anfragen nach den Angeboten und Aktivitäten

der Jugendverbände.

Bewertung _______________________

Ausgehend vom letzten Kinder- und Jugendförderplan

und den Problemstellungen, die dort

beschrieben wurden, haben sich die Rahmenbedingungen

für die Jugendverbandsarbeit in Düsseldorf

zum Positiven verändert. Insbesondere die Situation

bei der Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von kleineren

Jugendverbänden und -gruppen hat sich

durch das Projekt „Jugendverbände stärken“ stark

21


Handlungsfelder | Jugendverbandsarbeit

verbessert. Das Projekt versetzt die Jugendverbände

in die Lage, ihre ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter qualifiziert auszubilden.

Trotzdem müssen bei den Ausbildungs- und

Fortbildungsreihen noch zielgruppengenauere

Angebote entwickelt und die Werbung hierfür

optimiert werden. Die Jugendverbände werden

nicht entsprechend ihrer Bedeutung in der Öffentlichkeit

wahrgenommen. Diesem Umstand soll

durch eine stärkere und professionelle Öffentlichkeitsarbeit

begegnet werden. Kontakte zur Presse

wurden in den letzten Jahren vernachlässigt und

die Medien müssen deshalb von der Arbeit der

Jugendverbände wieder neu überzeugt werden.

Aufgrund aktueller Entwicklungen werden Kinder

und Jugendliche vermehrt Zeit am Nachmittag

in der Schule verbringen. Dieses veränderte Zeitbudget

von Kindern und Jugendlichen stellt die

Jugendverbandsarbeit in den nächsten Jahren vor

neue Herausforderungen. Die Jugendverbände werden

deshalb neue Konzepte in der Zusammenarbeit

mit der Schule entwickeln müssen.

Ausblick _________________________

Die positiven Ansätze des Projektes „Qualifizierung

der Jugendverbandsarbeit – Stärkung der

Jugendverbände“ mit ihrer Bildungsreihe „Verbandszeug“

sind fortzuführen. Darüber hinaus

müssen verstärkt neue Konzepte bezogen auf Ganztagsschule

und Jugendverbandsarbeit sowie Integration

von jugendlichen Migrantenorganisationen

entwickelt werden. Eine weiteres Ziel dieses Projektes

sollte die Entwicklung von Partizipationsmodellen

für Kinder sein sowie die Steigerung des

Bekanntheitsgrades von Jugendverbänden und

damit verbundenes Ansprechen neuer Zielgruppen.

Maßnahmen _____________________






Erstellung eines virtuellen Kinder- und Jugendstadtplanes

für jeden Stadtbezirk, mit Bädern,

Büchereien, Bolzplätzen, Grillplätzen, Kinderund

Jugendfreizeiteinrichtungen, Museen,

Natur und Parks, Schulen, Sehenswürdigkeiten,

Skateranlagen, Spiel- und Streetballplätzen,

Theatern etc.;

Entwicklung von neuen Kooperationsmodellen

zwischen Jugendverbänden, Einrichtungen des

Jugendamtes und Düsseldorfer Schulen, zum

Beispiel durch die Auslobung eines „Düsseldorfer

Jugendfoto-Preises“ und eines „Düsseldorfer

Jugendmedienpreises“, unter Federführung des

Jugendringes. Auch über die Schaffung von Veröffentlichungsmöglichkeiten

für (Jugend-)Medien

von Kindern und Jugendlichen und den

Düsseldorfer Einrichtungen (Veröffentlichung

im Internet, eigenes Festival oder Ergänzung

des „Kinderkinofestes“, Jugendmedientage) ist

dabei nachzudenken;

Einführung einer „Fachkraft für Kindeswohlgefährdung“

für die Jugendverbände (siehe

Beschluss des JHA im Oktober 2008) anlog der

Wohlfahrtsverbände;

Durchführung einer Fachtagung zu einem internationalem

Jugendaustausch mit Multiplikatoren

aus den Jugendorganisationen der Partnerstädte;

Integration von Migrantinnen- und Migrantenorganisationen

in der Jugendverbandsarbeit

durch spezielle Bildungsangebote in der Bildungsreihe

„Verbandszeug“ des Jugendringes

und einer verstärkten Zusammenarbeit mit

dem Ausländerbeirat .



Fortsetzung des 2006 begonnen Projektes

„Qualifizierung der Jugendverbände – Stärkung

der Jugendverbandsarbeit“ durch den

Einsatz kommunal geförderter Bildungsreferentinnen

und -referenten und Weiterführung

beziehungsweise Ausweitung der Veranstaltungsreihe

„Verbandszeug“;

Für die Inhaberinnen und Inhaber der Juleica

sollen zusätzliche Vergünstigungen entwickelt

und gewährt werden, die über die Familienkarte

hinausgehen;

22


II.3 Jugendsozialarbeit

Allgemeines______________________

Die Jugendsozialarbeit nimmt zwischen den

Arbeitsfeldern der Jugendförderung einerseits und

den Hilfen zur Erziehung sowie den Leistungsteilen

anderer Abschnitte des SGB VIII andererseits eine

besondere Stellung ein. Sie ist nicht eindeutig dem

einen oder anderen Feld der Jugendhilfe zuzurechnen.

Die Aufgabe besteht vielmehr darin, die Vernetzungs-

und Kooperationsstrukturen auszubauen

und zu qualifizieren. Im Rahmen dieser Klassifizierung

lassen sich die Projekte in Düsseldorf

innerhalb der Gesetzessystematik des § 13 SGB

VIII folgendermaßen zuordnen:

§ 13 SGB VIII Abs. 1

Hierunter fallen die Schulsozialarbeit, die Projekte

des Rather Modells und die Angebote in den Einrichtungen

KnackPunkt, TrebeCafé und Treffpunkt

& Werkstatt.

§ 13 SGB VIII Abs. 2

Hierzu zählen die Aufgaben der Jugendberufshilfe,

die durch die Träger Berufsbildungszentrum der

Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf, Jugendberufshilfe

gGmbH, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband

Düsseldorf als Maßnahmeträger, Diakonie in Düsseldorf

mit der Beratungsstelle Übergang Schule -

Beruf, Caritasverband mit der Beratung Übergang

Schule- Beruf und das Jugendamt Düsseldorf

selbst, mit seiner Beratungsstelle für arbeitslose

Jugendliche und junge Erwachsene im Jugend-Job-

Center Plus.

§ 13 SGB VIII Abs. 3

Hierbei handelt es sich um Angebote des Jugendwohnens,

die durch den Träger Kolpinghaus e.V. in

Düsseldorf gewährleistet wird.

Bestandsaufnahme _______________

Schulsozialarbeit

Angesiedelt zwischen Schule und Jugendhilfe koordiniert

und optimiert Schulsozialarbeit die Sozialisations-

und Förderungsleistung beider Institutionen,

um allen Schülerinnen und Schülern bessere

Entwicklungschancen zu ermöglichen. Grundlage

der Schulsozialarbeit in Düsseldorf sind die

gemeinsam entwickelten Rahmenkonzeptionen.

Die Schwerpunkte der Arbeit mit den Schülerinnen

und Schülern sowie ihren Eltern im Rahmen von

Einzelhilfe oder sozialer Gruppenarbeit / Projekten

umfassen:






Unterstützung der Schülerinnen und Schüler

in Krisen- und Problemsituationen

• in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und

Lehrern;

• Klärung zwischen den Beteiligten, wer was

wann tut;

• Spannungsfeld Datenschutz.

Soziales Lernen (Situationen erkennen und

eigene Handlungsspielräume wahrnehmen

und erweitern)

• Stärkung der Eigen- und Gruppenfähigkeit

im Klassenverband der Klassen fünf und

sieben (Rückkehrerinnen und Rückkehrer

aus anderen Schulformen);

• Suchtprävention;

• Gewaltprävention;

• Schuldenprävention;

• Lebensperspektive.

Schulverweigerung

Übergang Schule - Beruf

Kooperation und Abgrenzung mit Jugendsozialarbeit

an Schule.

Elternarbeit

Stärkung der Erziehungskompetenz.

Träger der Schulsozialarbeit:

Die Träger der Schulsozialarbeit in Düsseldorf sind

das Berufsbildungszentrum (BBZ) der Arbeiterwohlfahrt,

der Caritasverband Düsseldorf, die Diakonie

in Düsseldorf, IN VIA (Verband Kath. Mädchenarbeit

e.V.), SOS – Kinderdorf e.V. und die

Jugendberufshilfe gGmbH.

Standorte:

Standorte für die Schulsozialarbeit in Düsseldorf

sind alle 14 Hauptschulen, 12 Förderschulen Lernen,

soziale und emotionale Entwicklung sowie

geistige Entwicklung, 15 Grundschulen in besonders

belasteten Sozialräumen und ein Berufskolleg.

23


Handlungsfelder | Jugendsozialarbeit

Im Verlauf des Jahres 2009 fand eine Erweiterung

um sieben Grundschulen und alle 13 Realschulen

statt.

Schulverweigerer-Projekte / Rather Modell e.V.

Der Name „Rather Modell“ leitet sich aus dem

ersten Standort dieses Projektes für Schulverweigerer

ab. Durch die Angebote des Vereins „Rather

Modell” sollen die Jugendlichen wieder fähig werden,

sich Wissen anzueignen und sich auf soziales

Lernen einzulassen. Mit dieser Grundlage können

sie den Anschluss in Schule und Beruf schaffen.

Der Verein selbst bildet die Klammer und das Dach

der Projekte, die ansonsten eigenständig agieren

und gefördert werden.

Die Projekte differenzieren sich in ein präventives

und drei außerschulische Angebote. Das präventive

Projekt an der Gemeinschaftshauptschule

Graf-Recke-Straße nimmt Schülerinnen und Schüler

ab der fünften Klasse in den Fokus, die erste

Anzeichen von Schulverweigerung zeigen. Ziel der

Arbeit mit dieser Zielgruppe ist es, diesem Verhalten

frühzeitig zu begegnen, die Motivation für den

Schulbesuch zu fördern und adäquates Verhalten zu

stabilisieren.

Die außerschulischen Projekte des „Rather

Modells“ nehmen Schülerinnen und Schüler der

Haupt- und Förderschulen auf, die mindestens

sechs Monate den Schulbesuch verweigert haben.

Durch individuelle Ansprache, Unterricht in kleinen

Gruppen, künstlerische und handwerkliche

Angebote sowie intensiver sozialpädagogischer

Begleitung wird das Ziel verfolgt, auf der Grundlage

von Beziehungsarbeit, die Kinder und Jugendlichen

wieder anzubinden, die Motivation zum Lernen zu

fördern, das Selbstwertgefühl zu stärken und den

Übergang in die berufliche Entwicklung und/oder

schulische Weiterbildung zu gewährleisten.

Die Standorte dieser drei außerschulischen Angebote

befinden sich:

Rather Modell-Mitte in Oberbilk,

Bogenstraße 17;

Halle 14 in Bilk, Oberbilker Allee 310;

Rather Modell-Süd in Reisholz,

Walzwerkstraße 14.

Träger des Rather Modells

Die Träger der Projekte des Rather Modells in Düsseldorf

sind das BBZ der Arbeiterwohlfahrt, der

Caritasverband Düsseldorf, die Diakonie in Düsseldorf

und die Jugendberufshilfe gGmbH.

Prävention und Intervention für Jugendliche und

junge Erwachsene mit dem Lebensmittelpunkt

auf der Straße

Düsseldorf als Oberzentrum ist Aufenthaltsort für

eine ständig schwankende Anzahl von jungen Menschen,

die ihren Lebensmittelpunkt auf die Straße

verlagern, sich ihren Drogenkonsum durch Prostitution

finanzieren oder deren soziale Bindungen

zur Herkunftsfamilie vollkommen zerstört sind.

Die drei Einrichtungen Knackpunkt, Trebecafe und

Treffpunkt Werkstatt, versuchen mit einem jeweils

eigenständigen Profil diesen Zielgruppen ein

niederschwelliges Angebot der Beratung und Hilfe

anzubieten. Dies beinhaltet zunächst, Raum für

Ruhe und Grundversorgung zur Verfügung zu stellen.

Auf dieser Grundlage soll in einem langfristigen

Prozess Vertrauen und Beziehung entwickelt

werden, die dann die Inanspruchnahme weiterführender

Hilfsangebote ermöglichen und damit das

Ziel des Ausstiegs aus der „Szene“ verfolgen.

Die Einrichtung KnackPunkt des Sozialdienst

katholischer Frauen und Männer (SkFM) hat die

Zielgruppe Mädchen und junge Frauen, die sich

zum Drogenerwerb im Bereich des Hauptbahnhofes

aufhalten und häufig der Straßenprostitution nachgehen.

Die Einrichtung stellt für eine begrenzte Anzahl

Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das TrebeCafé der Diakonie in Düsseldorf

kümmert sich auch um Mädchen und junge Frauen,

die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße

haben und sich vorübergehend oder langfristig in

Düsseldorf aufhalten.

Treffpunkt Werkstatt der Arbeitswohlfahrt

Düsseldorf hingegen wendet sich an die männlichen

Jugendlichen, die sich unter anderem im

Strichermilieu des Hauptbahnhofes aufhalten. Sie

bietet Beratung und Hilfeleistung sowie eine

niederschwellige berufliche Orientierung an.

Alle drei Einrichtungen leisten in Kooperation

mit anderen Anbietern Streetwork, um durch den

aufsuchenden Arbeitsansatz Anbindungen an die

eigenen Beratungseinrichtungen zu schaffen.

24


Handlungsfelder | Jugendsozialarbeit

Jugendberufshilfe

Bedingt durch die veränderten Strukturen des

Arbeits- und Ausbildungsmarktes, insbesondere

die Veränderung durch das SGB II und SGB III

sowie die gestiegenen Qualifikationsanforderungen,

ist für benachteiligte Jugendliche heute der

Schritt in das Berufsleben schwieriger geworden.

Ihnen erschließt sich der Weg in das Berufsleben

oft nicht in direkter Linie. § 13 SGB VIII und auch

der § 13 KJFÖG setzen hier insbesondere auf die

Aufgabenstellung der Jugendhilfe, den Übergang

zwischen Schule und Beruf durch geeignete Maßnahmen

zu flankieren. Hierbei ist allerdings klar,

dass die Jugendhilfe nachrangig zu den Gesetzgebungen

des SGB II und des SGB III steht.

Die Hilfestrukturen in diesem Arbeitfeld gliedern

sich in die drei Bereiche Beratung, Übergang

Schule - Beruf und Jugendwohnen.

Beratung

Die Beratungsstelle für arbeitslose Jugendliche und

junge Erwachsene des Jugendamtes wendet sich an

arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte junge

Menschen, die einen erhöhten Unterstützungsbedarf

bei der Bewältigung ihrer Probleme und der

Umsetzung ihrer Zielvorstellungen haben. Das

Angebot umfasst:


Beratung und Begleitung arbeitsloser und von

Arbeitslosigkeit bedrohter Jugendlicher und

junger Erwachsene bis 24 Jahre;

Beratung und Begleitung im Übergang Schule -

Beruf an Düsseldorfer Haupt- und Gesamtschulen

sowie Berufskollegs;





Hilfe bei der Berufsfindung und Berufsorientierung;

Informationen über Angebote für arbeitslose

Jugendliche und junge Erwachsene wie Berufsvorbereitungen,

Berufsausbildungen in außerbetrieblichen

Einrichtungen sowie Hilfen bei

der Vermittlung;

Beratung vor Ort, zum Beispiel: Jugendfreizeiteinrichtungen;

Informationen für Eltern, Lehrerinnen, Lehrer

und Fachkräfte der Jugendhilfe.

Seit dem 1. Oktober 2008 gibt es das Jugend-

Job-Center Plus im Gebäude der Agentur für

Arbeit, Grafenberger Allee 300. Es setzt sich aus der

Beratungsstelle für arbeitslose Jugendliche und

junge Erwachsene, der Berufsberatung der Agentur

für Arbeit Düsseldorf und dem Integrationsteam U

25 der ARGE Düsseldorf zusammen. Unter dem

Motto „Beratung und Vermittlung für alle unter

einem Dach“ werden dort arbeitslose Jugendliche

und junge Erwachsene unterstützt.

Übergang Schule - Beruf

Im Arbeitsbereich Übergang Schule - Beruf werden

vor allem Schülerinnen und Schülern beraten und

begleitet, die die allgemeinbildende Schule ohne

qualifizierten Schulabschluss verlassen (Frühabgängerinnen

und Frühabgänger) beziehungsweise

das Berufsorientierungsjahr an einem Berufskolleg

besuchen. Ziele sind,

die Jugendlichen zu stabilisieren und ihnen die

persönliche Weiterentwicklung zu ermöglichen;

ihnen bei der Berufsorientierung und -findung

und bei der Entwicklung einer eigenen beruflichen

Perspektive zu helfen; und

sie in ein individuell abgestimmtes Angebot

nach der Schule (weiterführende Schule, Ausbildungsplatz,

Maßnahme nach SGB II, SGB

III oder SGB VIII) überzuleiten.

Träger Übergang Schule - Beruf:

Träger der Beratung im Übergang Schule - Beruf

sind das Berufsbildungszentrum der Arbeiterwohlfahrt,

der Caritasverband Düsseldorf, die Diakonie

in Düsseldorf und das Jugendamt.

Standorte:

Die Beratung, Übergang Schule - Beruf wird an

allen 14 Hauptschulen, sechs Förderschulen Lernen

und Soziale und emotionale Entwicklung, allen

vier Gesamtschulen und an drei Berufskollegs

angeboten.

Angebote / Maßnahmen:

Das Spektrum der Angebote und Maßnahmen im

Arbeitsfeld Jugendberufshilfe umfasst die Berufsorientierung,

Berufsvorbereitung, außerbetriebliche

Ausbildung, ausbildungs-begleitende Hilfen

und Arbeitsgelegenheiten. Gesetzliche Grundlagen

dieser Angebotsstruktur sind sowohl das SGB II,

das SGB III als auch das SGB VIII. Auf der Grundlage

der jeweiligen individuellen Voraussetzungen

der Jugendlichen wird in das entsprechende Angebot

vermittelt.

Träger der Angebote und Maßnahmen:

Die Träger der Angebote und Maßnahmen der

Jugendberufshilfe sind das Berufsbildungszentrum

der Arbeiterwohlfahrt, der Caritasverband Düsseldorf,

das Deutsche Rote Kreuz, die Jugendberufshilfe

gGmbH und Kabawil e.V.

25


Handlungsfelder | Jugendsozialarbeit

Jugendwohnen

Beim Jugendwohnen handelt es sich in der

Regel um Lehrlings- und Jugendwohnheime, in

denen neben Unterkunft und Verpflegung auch

Bildungs- und Freizeitangebote vermittelt werden.

Anders als bei betreuten Wohnformen nach § 34

SGB VIII handelt es sich überwiegend um eine,

aufgrund der Dauer einer beruflichen Ausbildungsmaßnahme

oder einer schulischen Ausbildung

zeitlich befristete, meist kurz- oder mittelfristige

Inanspruchnahme von Wohnangeboten mit

sozialpädagogischer Begleitung. Sozialpädagogische

Begleitung und Betreuung in Wohnformen

der Jugendsozialarbeit beinhaltet vor allem schulund

berufsbezogene Hilfen, individuelle lebenspraktische

Hilfen, Förderung der gesellschaftlichen

Integration, allgemeinbildende sowie freizeitpädagogische

Angebote.

Ingesamt stehen in diesem Arbeitsfeld 36 Wohnheimplätze

zur Verfügung. Träger der Einrichtung

ist das Kolpinghaus in der Blücherstraße. Das Düsseldorfer

Jugendamt belegt nur einen Teil dieser

Plätze. Da dieses vom individuellen Bedarf der Zielgruppe

abhängig ist, schwankt die konkrete Zahl

jährlich. Die Steuerung der Aufnahme in diese Einrichtung

erfolgt über den Bezirkssozialdienst. Voraussetzung

ist hierfür, dass sich die jungen Erwachsenen

in einer beruflichen oder schulischen Ausbildungssituation

befinden und der pädagogische Hilfebedarf

im Sinne des § 13 SGB VIII gegeben ist.

Bewertung _______________________

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die

Angebote im Bereich des § 13 SGB VIII in Verbindung

mit § 13 KJFÖG sowohl den quantitativen als

auch qualitativen Erfordernissen einer Großstadt

entspricht. Die Freien Träger sind mit der Verwaltung

des Jugendamtes in einem ständigen fachlichen

Dialog (Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB

VIII Jugendsozialarbeit) und die Angebotspalette

wird den Gegebenheiten jährlich angepasst.

Ausblick _________________________

In den Jahren 2009 und 2010 wird für die

Arbeitsfelder der Jugendsozialarbeit eine eigene

Jugendhilfeplanung entwickelt, die dann auch konkrete

Maßnahmen enthalten wird.

26


II.4 Erzieherischer Kinderund

Jugendschutz

Kinder und Jugendliche sind in ihrer Entwicklung,

entsprechend des Jugendschutzgesetzes, vor

Gefährdungen zu schützen. Risiken drohen auf vielerlei

Arten und können Kinder und Jugendliche in

ihrer Entwicklung erheblich beeinträchtigen.

Jugendschutz hat viele Facetten, im Bereich der

Jugendhilfe ist der erzieherische Kinder- und

Jugendschutz angesiedelt. Aufgabe der Jugendämter

ist es, präventiv Gefährdungen zu verhindern

oder zumindest zu verringern, indem Kinder,

Jugendliche und ihre Eltern unterstützt werden, ein

sicheres Aufwachsen zu ermöglichen.

Das Jugendamt versteht sich in seiner schützenden

Funktion als Anwalt der Kinder und

Jugendlichen gegenüber den politisch Verantwortlichen,

gegenüber Veranstaltern, Gewerbetreibenden,

Erziehungs- und Bildungsinstanzen, aber auch

Stadt- und Verkehrsplanern. Erzieherischer Kinder-

und Jugendschutz ist eine Querschnittsaufgabe

in allen Feldern der Jugendhilfe. Es gehört zum

sozialpädagogischen Selbstverständnis der Fachkräfte,

mit Kindern, Jugendlichen, Müttern und

Vätern konkrete Gefährdungssituationen zu thematisieren,

sie zu informieren, aufzuklären und die

Auseinandersetzung mit den Ursachen zu fördern.

Die Fachkräfte haben die Aufgabe, mit den unterschiedlichen

Trägern der Jugendhilfe, pädagogischen

und therapeutischen Einrichtungen sowie

mit den Schulen zusammenzuarbeiten. Zu den

Aufgaben des öffentlichen Träges der Jugendhilfe in

den Kommunen gehört damit:

die aufklärende Arbeit mit Kindern und

Jugendlichen;

eine regelmäßige Informationstätigkeit, die

sich an Eltern und andere pädagogisch Tätige

richtet;

die Unterstützung der Arbeit von Jugendverbänden,

der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, der

Schulen, also aller Träger, die den Kinder- und

Jugendschutz als Querschnittsaufgabe verstehen



die Förderung entsprechender Initiativen

die fachliche Begleitung konkreter Projekte

und Maßnahmen.

Wegen der Vielschichtigkeit der Themen- und

Handlungsfelder beim erzieherischen Kinder- und

Jugendschutz wurde dafür eine eigenständige

Jugendhilfeplanung erarbeitet 3 . Diese bezieht sich

auf folgende acht Handlungsfelder:

1. Gesundheitsprävention;

2. Suchtprävention;

3. Gewaltprävention;

4. Prävention von Jugendkriminalität - Kooperation

Jugendhilfe im Strafverfahren mit Polizei,

Staatsanwaltschaft, Gerichten und Schulen;

5. Aufsuchende Jugendarbeit;

6. Prävention von antidemokratischen Tendenzen;

7. Jugendmedienschutz;

8. Schuldenprävention.

Insgesamt wurden 42 Maßnahmen hinterlegt,

die es im Laufe der Ratsperiode in einer neu zu

gründenden „Fachstelle Erzieherischer Kinder- und

Jugendschutz“ zu begleiten und umzusetzen gilt.

Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz ist ein

eigenständiges Handlungsfeld innerhalb der Jugendarbeit

und wird auch in Zukunft noch stärker zu

beachten sein, da dort grundlegende Weichen für

das Aufwachsen in einer globalisierten Welt gestellt

werden. Daher wird eine Fachstelle „Erzieherischer

Kinder- und Jugendschutz“ beim Jugendamt eingerichtet.

Dort werden künftig alle Jugendschutzthemen

gebündelt sowie die Umsetzungen der Maßnahmen

begleitet und evaluiert. Die Fachstelle ist

sowohl erste Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche

und ihre Eltern als auch für Fachkräfte aus verschiedenen

Bereichen. Über diese Jugendhilfeplanung

„Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz“ und die

in ihr genannten Maßnahmen hinaus wird die Fachstelle

vertieft in die einzelnen Themen einsteigen

und sie weiterführen, ebenso wie neue Fragestellungen

aufgreifen und aufbereiten.

Bei einem Fachdialog der Abteilung Kinderund

Jugendförderung im Mai 2009, wurde der

erzieherische Kinder- und Jugendschutz bereits

zum Gegenstand gemacht und anschließend durch

Diskussion und Abstimmung mit Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern in der Jugendförderung, das Thema

Gesundheit als Jahresschwerpunkt des Jugendschutzes

für 2009 / 2010 ausgewählt.

2 Siehe www.duesseldorf.de

27


III.

Themenfelder


III.1 Politische und

soziale Bildung

Allgemeines______________________

Zielsetzung der politischen und sozialen Bildung

ist es, junge Menschen zu befähigen, ihre persönlichen

und sozialen Lebensbedingungen selbst

zu erkennen, ihre gesellschaftlichen Interessen

durchzusetzen und die Demokratisierung in allen

Bereichen zu verwirklichen. Die Erkenntnis, dass

drei Viertel des nachhaltig Gelernten außerhalb der

formalen Bildungsinstitutionen erworben wird,

verweist darauf, dass der politischen und sozialen

Bildung in den Kinder- und Jugendverbänden und

in den offenen Einrichtungen der Jugendförderung

bei der Bildungs-, Wissens- und (Sozial-)Kompetenzvermittlung

eine besondere Rolle zukommt.

Kinder- und Jugendverbände sowie offene Einrichtungen

der Jugendförderung sind neben der Schule

wichtige Orte der Bildung, was sich nicht zuletzt in

der rechtlichen Verankerung im § 11 des Kinderund

Jugendhilfegesetzes widerspiegelt.

Die vielfältigen Aktivitäten, Bildungsmaßnahmen

und politischen Aktionen in diesem Arbeitsfeld

tragen zur Information und Aufklärung über

die Welt, zur gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung

und zum Eintreten für die eigenen Interessen

von Kindern und Jugendlichen bei. Ferner werden

dabei in einem hohen Maße soziale Kompetenzen

erlernt und eingeübt. Zu diesem Bildungsbereich

gehört beispielsweise auch das Wissen über Weltreligionen

und die Förderung einer toleranten Einstellung

gegenüber Andersgläubigen.

Die politische und soziale Bildung von Kindern

und Jugendlichen ist unbestritten eine zentrale

Aufgabe für eine Gesellschaft, deren Zukunft

immer mehr von der Gestaltungsfähigkeit ihrer

Bürgerinnen und Bürger abhängt. Je komplexer die

politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge

werden, desto dringender wird es, die nachwachsende

Generation mit den Fähigkeiten auszustatten,

die sie braucht, um selbstbestimmt, verantwortungsbewusst

und demokratisch handeln und

nachhaltige Entscheidungen treffen zu können. Zu

den Grundzügen und Wesensmerkmalen der politischen

und sozialen Bildung im Bereich der

Jugendarbeit gehören:







Ganzheitlichkeit des Bildungsprozesses;

Freiwilligkeit;

Lernen in Peer Groups;

Selbstbildung, Selbstwirksamkeit;

Lebenswelt- und Handlungsorientierung;

Beteiligung der Zielgruppe bei der Planung

und Durchführung von Aktivitäten, gegebenenfalls

Selbstorganisation.

Bestandsaufnahme _______________

In der Düsseldorfer Kinder- und Jugendarbeit

hat die politische und soziale Bildung einen hohen

Stellenwert und verfügt über eine lange Tradition.

Ein großer Teil der Bildungsangebote wird von

ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

entwickelt, organisiert und realisiert. Die Träger

der Düsseldorfer Jugendarbeit bieten in Seminaren,

Projekten oder Kursen Bildungsangebote,

die in alltäglichen Situationen Anregungen für

informelle Bildungsprozesse geben. In diesen setzen

sich junge Menschen freiwillig mit sich und

anderen auseinander und machen Erfahrungen,

die zur Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit und

ihres Lebensentwurfes beitragen.

Neben Kursen, die ehrenamtliche Jugendgruppenleiter

auf ihre Aufgabe vorbereiten, gehören zu

den explizit ausgewiesen Angeboten der politischen

und sozialen Bildungen in Düsseldorf:





Seminare und Bildungsveranstaltungen zu den

Themen Demokratie, Extremismus, Nationalsozialismus,

Fremdenfeindlichkeit und Gewalt

(Veranstaltungsreihe „Mut und Respekt“,

Gedenkstättenfahrten, Zeitzeugengespräche);

Bildungsmaßnahmen und Projekte zu aktuellen

politischen und sozialen Themen- und Fragestellungen

(zum Beispiel Ökologie, Eine

Welt, AGENDA, Gewalt, Veranstaltungsreihe

„Verbandszeug“);

Veranstaltungen und Kampagnen zu den Kommunal-

Landtags- oder Bundestagswahlen

(zum Beispiel „Juniorwahl 2009“);

Modellprojekte und neue Ansätze der Partizipation,

Förderung des Engagements (Foren,

„Jugend trifft Politik“, Jugendrat, Social Day).

29


Themenfelder | Politische und soziale Bildung

Blickt man auf die Themen und Inhalte der

einzelnen Veranstaltungen, dann findet sich auch

dort die gesamte Vielfalt der für Pluralität stehenden

Jugendverbände und der Einrichtungen wieder:

Interkulturelles Arbeiten, Schule und Ausbildung,

Ökologie, Soziales Engagement und Entwicklungsarbeit

finden sich ebenso wie Mädchenund

Jungenbildung, Medienpädagogik, Rechtsextremismus

und Gedenkstättenarbeit.

Deutlich zeigt sich, dass sowohl feste Angebote

für bestehende Gruppen als auch die zeitlich befristete

Projektarbeit mit einem mehr oder weniger

offenen Kreis von Teilnehmern und Teilnehmerinnen

sowie Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen

für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

parallel existieren.

In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wird

insbesondere der Aspekt des sozialen Lernens

gefördert. In der Gemeinschaft mit anderen Kindern

und Jugendlichen sind permanent Aushandlungsprozesse

nötig. Die Kommunikations- und

Kooperationsfähigkeit wird dadurch erweitert und

Empathie geübt. Zusammen mit verschiedenen

Partizipationsansätzen bietet diese soziale Bildung

auch eine Basis für politische Bildung. Gerade für

die Zielgruppe der sozial Benachteiligten werden

somit bedeutende persönliche Lebenserfahrungen

vermittelt, die eine Integration maßgeblich fördern

und unterstützen.

Bewertung _______________________

Die Angebotspalette in Düsseldorf ist groß, die

Angebote sind jedoch teilweise nicht optimal aufeinander

und untereinander abgestimmt. Mit der

durch den Jugendförderplan 2005-2009 initiierten

Maßnahme „Qualifizierung der Jugendverbände“

und dem Einsatz von Bildungsreferentinnen in den

Jugendverbänden sowie mit der Durchführung der

Veranstaltungsreihe „Verbandszeug“ (53 Einzelveranstaltungen

2006-2008) wurde mit einer Koordination

begonnen. Die Bildungsarbeit wurde damit

erheblich qualifiziert, Synergien erzielt und neue

Zielgruppen gewonnen. Mit der Eröffnung des

Jugendinformationszentrums „zeTT“ wurde eine

zentrale Anlaufstelle geschaffen, die Jugendlichen

einen schnellen Überblick und einen besseren und

schnelleren Zugang zu den bestehenden Angeboten

ermöglicht.

Mit der Ausbildung von Schwerpunkten in der

Offenen Kinder- und Jugendarbeit wird auch den

Themen Partizipation / soziale und politische Bildung

in diesem Bereich eine größere Bedeutung

beigemessen. Zusammenfassend kann gesagt werden,

dass die Aktivitäten der sozialen und politischen

Bildung in Düsseldorf noch nicht zielgruppenorientiert

genug sind. Ein Hauptdilemma

besteht darin, dass immer noch bildungs-, herkunfts-

oder geschlechtsspezifische Zugangsbarrieren

vorliegen und die bereits praktisch gewonnenen

Erfahrungen nur unzureichend in die aktuelle

Bildungsdiskussion eingebracht werden.

Ausblick _________________________

Für die Jugendverbände gilt, dass es neben

einer Forstsetzung der Bildungsreihe „Verbandszeug“

und ihrer Öffnung für weitere Zielgruppen

verstärkter Anstrengungen und neuer Formate der

politischen Bildung bedarf. Die bereits bestehenden

Angebote sind durch weitere, zeitgemäße und

niederschwellige Angebote und Ansätze politischer

Bildung für politik- und bildungsferne Zielgruppen

zu ergänzen. Diese neuen Angebote sollen sich

insbesondere an junge Migrantinnen und Migranten

richten, die durch die bisherigen Angebote nur

unzureichend angesprochen wurden.

Diese Zielgruppe wird in der Offenen Kinderund

Jugendarbeit mit ihren niederschwelligen

Angeboten bereits gut erreicht. Hier geht es künftig

darum, mit regelmäßiger Projektarbeit noch tiefer

einzusteigen und Mädchen und Jungen somit auch

für ein Engagement außerhalb der Jugendeinrichtung

zu motivieren und zu stärken.

Die gemachten Erfahrungen mit der gemeinsamen

Kampagne „Juniorwahl“ im Wahljahr 2009

sind intensiv auszuwerten und gegebenenfalls auf

andere Bereiche zu übertragen.

30


III.2

Schulbezogene

Jugendarbeit

Allgemeines______________________

Maßnahmen _____________________




Jährliche Durchführung von neuen Angeboten

/ Formaten der politischen Bildung durch

die Jugendverbände, die sich insbesondere an

bildungsferne Zielgruppen und / oder Kinder-

und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

wenden;

Unterstützung und Förderung von selbstinitiierten

Angeboten aus dem Bereich der

sozialen und politischen Bildung oder des

sozialen Engagements durch Jugendliche

selbst (zum Beispiel Youth Bank, Aufbau

einer Redaktionsgruppe für das Jugendinternetportal

-JIP- in Anbindung an den Jugendrat,

das zeTT-Jugendinformationszentrum,

Unterstützung der Selbstorganisation, Schülervertretungen

in Schulen oder Ähnliches);

Schaffung neuer Veranstaltungsdesigns für

die Angebote der politischen und sozialen

Bildung, zum Beispiel durch die Verknüpfung

mit Events (Konzert, Party etc.) sowie

Informationen und Diskussionen, die Einbindung

Düsseldorfer Bands, Durchführung

von Planspielen und Wettbewerben und ähnlichen

Angeboten (Wunsch des Jugendrates).

Die schulbezogene Jugendarbeit nimmt den

gemeinsamen Auftrag von Jugendhilfe und Schule

zur Bildung und Erziehung junger Menschen auf

und verpflichtet beide Systeme zur arbeitsfeldübergreifenden

Kooperation. Ziel hierbei muss sein, für

junge Menschen in ihrem jeweiligen Sozialraum ein

miteinander abgestimmtes Konzept der Bildungsund

Entwicklungsförderung zu entwerfen. Zum

zentralen Bezugspunkt der Abstimmungsprozesse

von Jugendhilfe und Schule wird somit nicht die

gesamte Stadt, sondern der jeweilige Sozialraum.

Die Kooperation zwischen Jugendhilfe und

Schule ist eine zukunftsweisende Aufgabe. Gesetzlich

verankert für die Jugendhilfe ist sie im § 81

SGB VIII (KJHG) und im § 7 Kinder- und Jugendförderungsgesetz

NRW. Auf schulischer Seite findet

sich eine Verpflichtung in § 5 Schulgesetz NRW (§5

Öffnung von Schule, Zusammenarbeit mit außerschulischen

Partnern). Darüber hinaus fordert insbesondere

die „Ganztagsoffensive NRW“ zur stärkeren

Kooperation beider Systeme auf. Um vorhandene

Kooperationen zu intensivieren, müssen

gemeinsam Strukturen weiterentwickelt werden,

sodass die Kooperationsmöglichkeiten nicht in die

Beliebigkeit der jeweils Agierenden gestellt sind.

Neben der Familie liegt ein großer Teil der

Erziehungsverantwortung bei Jugendhilfe und

Schule. Sie arbeiten beide mit den- und für dieselben

Kinder und Jugendlichen. Schon deshalb sind

die Einrichtungen der Jugendhilfe und die Schulen

die natürlichen Partner für Kooperationen. Sie stellen

unterschiedliche fachliche Kompetenzen und

können durch die Koordination von räumlichen,

personellen und finanziellen Ressourcen Synergieeffekte

zum Nutzen der Kinder und Jugendlichen,

aber auch zum Vorteil der beteiligten Institutionen

erzielen.

31


Themenfelder | Schulbezogene Jugendarbeit

Die Öffnung von Jugendhilfe zur Schule und

von Schule zur Jugendhilfe, so wie sie in Düsseldorf

geschehen ist, setzt aber voraus, die unterschiedlichen

Professionen, die unterschiedlichen Methoden

und konzeptionellen Verankerungen gegenseitig

zu respektieren und die Fähigkeiten gegenseitig

aktiv zu nutzen.

Bestandsaufnahme _______________

Die Kinder- und Jugendarbeit hat sich hierbei

in den vergangenen Jahren als sehr flexibel erwiesen.

Durch konzeptionelle Veränderungen, Angebotsanpassungen,

flexible Öffnungszeiten, mobile

Angebote und aufsuchende Arbeit wurde das Profil

der Offenen Jugendarbeit geschärft. Sie bedient

sich heute einer Methoden- und Angebotsvielfalt,

die den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen

und ihrer Familien entspricht. Gute, im Stadtteil

verankerte Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

profitieren von ihren gewachsenen Vernetzungen

und der selbstverständlichen Zusammenarbeit

mit den Schulen und allen möglichen Diensten

und Einrichtungen im Sozialraum.

Bewertung _______________________

Kooperation kann nur dann gelingen, wenn

der Rahmen strukturiert und organisiert ist und

Kooperationen politisch auf allen Ebenen gewollt

sind. Dafür bedarf es in Düsseldorf weiterer Impulse

aus Politik und Verwaltung und den jeweiligen

Organisationen der Trägergruppen.

Viele der hervorragenden Kooperationen in

Düsseldorf gelingen, weil es ein gutes Miteinander

zwischen Schulleitung, Kollegium, Einrichtungsleitung

und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der

Freizeiteinrichtungen gibt. Funktioniert diese persönliche

Ebene nicht, leidet die Qualität der Kooperation,

beziehungsweise schon die Bereitschaft zur

Kooperation darunter. Dies ist dem Interesse und

den Bedürfnissen der betroffenen Kinder und

Jugendlichen nicht angemessen. Die Selbstverständlichkeit

der Kooperation muss sowohl vom Schulträger

als auch vom Träger der Einrichtung gewollt

und gefördert werden.

tagsoffensive, wirkt sich das auch erheblich auf das

Anforderungsprofil und Zeitkontingent der Leitungs-

und Mitarbeiterkräfte aus.

Ausblick _________________________

Die stattfindenden Kooperationen mit Schule,

wie Hausaufgabengruppen, pädagogischer Mittagstisch,

Betreuungs- und Bildungsangebote im

Bereich der Offenen Ganztagsgrundschule und

künftig noch verstärkt, im Rahmen der Ganztagsoffensive

im Sekundarbereich eins, sind zum

unverzichtbaren Bestand des Alltagslebens von

Kindern und Jugendlichen in Düsseldorf geworden.

Sie können aber die offenen Angebote nicht

ersetzen, sie müssen sie stattdessen ergänzen.

Daher müssen die Kooperationsangebote für alle

Schulformen auch zukünftig als zusätzliche

Elemente organisiert und finanziert werden.

Maßnahmen _____________________




Beibehaltung des kommunalen Schulkindbetreuungsprogramms

(ehemals SiT) in Einrichtungen

der Jugendhilfe, als Alternative zum

bisherigen Hortangebot in Kindertagesstätten,

und Anpassung an die Bedarfssituation;

Konzeptionelle Überlegungen zur Offenen Kinder-

und Jugendarbeit und zum Ganztagesbetrieb

in weiterführenden Schulen – Entwicklung

eines grundsätzlichen Handlungsrahmens;

Überarbeitung und Anpassung der Anforderungsprofile

und Ressourcen von Leitungskräften

sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Kinder- und Jugendarbeit auf den Kooperationsbedarf

durch zum Beispiel veränderte

Dienstzeitenregelung und entsprechende

Weiterbildungsmaßnahmen.

Im Rahmen der Kooperationen zwischen Kinder-

und Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulen

mit vertraglicher Bindung, wie der Offenen Ganztagsgrundschule

und anderen Bereichen der Ganz-

32


III.3 Kulturelle Jugendarbeit

Allgemeines______________________

Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit nimmt

heutzutage einen wesentlichen Platz im Rahmen

der Kinder- und Jugendarbeit ein und leistet dort

einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit.

Kulturelle Angebote bieten Kindern

und Jugendlichen einen Aktionsrahmen, der ihnen

die Chance bietet, ihre Lebenserfahrung und Alltagssituation

mit künstlerischen Mitteln aufzuarbeiten.

Die kulturelle Jugendarbeit fördert mit

ihrer spartenübergreifenden Angebotspalette das

Erkennen und die Entfaltung von Begabungen und

trägt so zur Entwicklung des Selbstbewusstseins

und der Persönlichkeit bei.

Durch differenzierte Angebote in verschiedenen

Bereichen der kulturellen Bildung, wie Tanz, Theater,

Musik und bildende Kunst, können Inhalte und

Fähigkeiten vermittelt werden, die die Kreativität

und Phantasie anregen. Diese Form der kulturellen

Bildung kann durch das Aufzeigen anderer Ausdrucksmöglichkeiten

und anderer Bewältigungsstrategien

(zum Beispiel bei Frustration, Aggression)

einen positiven Einfluss auf die Sozialisation

der Kinder und Jugendlichen nehmen. Auch werden

die Kommunikations- und die Wahrnehmungsfähigkeiten

gestärkt, was ein aktiveres Teilhaben

am gesellschaftlichen Leben möglich macht.

Bestandsaufnahme _______________

Es existiert eine Vielzahl von Projekten und

Aktionen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Aufzuführen sind Kultureinrichtungen für

Kinder und Jugendliche, wie Aktion und Kultur

mit Kindern (Akki) am Südpark, BauKinderKultur

im Bürgerhaus Bilk, das Spektakulum im Schloss-

Gymnasium Benrath und das Kinderspielhaus auf

der Dorotheenstraße.

Neu ist beispielsweise der KABAWIL e.V., der

Jugendlichen über ihre Einbindung in Kulturarbeit

und kulturelle Produktionen sowie durch das Konzept

der „beziehungsorientierten Kulturarbeit“

eine neue Perspektive für ihr Leben und ihre Positionierung

in der Gesellschaft bietet. Im Stadtteil

Flingern ist das neue Domizil des Vereins entstanden.

Darüber hinaus haben verschiedene Kinderund

Jugendfreizeiteinrichtungen kulturelle Bildung

als Schwerpunkt gewählt und setzen diese in vielfältigen

Angeboten in den Bereichen Musik, Tanz,

Theater und bildende Kunst um.

Die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten

Kultureinrichtungen ermöglicht ein qualifiziertes

Angebot für die Besucherinnen und Besucher.

Hierbei werden auch bildungsferne Kinder

und Jugendliche erreicht, deren Interessen bedarfsgerecht

aufgefangen und umgesetzt werden.

Beliebte Angebote sind zum Beispiel Hip-Hop und

Breakdance. Durch das Aufgreifen der Interessen

der Jugendlichen gelingt es gut, auch andere Formen

von Kultur an die Kinder und Jugendlichen

heranzutragen.

Mehrere Jugendfreizeiteinrichtungen bieten

regelmäßig Hip-Hop-Workshops an und arbeiten

hier zum Beispiel mit dem „tanzhaus nrw“ oder

anderen professionellen Künstlerinnen und Künstlern

aus diesem Bereich zusammen. Dadurch

haben Kinder und Jugendliche das Gefühl, in ihren

Interessen und Begabungen ernst genommen zu

werden, was eindeutig eine gute Motivationsbasis

darstellt. Einige Einrichtungen haben sich vorwiegend

auf kulturelle Jugendarbeit konzentriert und

sind hier teilweise über die Stadtgrenzen hinaus

bekannt. Dies sind unter anderem „Akki“ und das

„Spektakulum“.

Das Kinderkinofest – Kikife – ist seit 1986 ein

gemeinsames Programm des Medienzentrums

Rheinland und des Jugendamtes Düsseldorf. Jedes

Jahr im November haben viele Kinder und Jugendliche

die Möglichkeit, unterschiedlichste Angebote

um das Thema „Film“ herum wahrzunehmen. Ein

pädagogisches Mitmachprogramm zählt ebenso zu

den Angeboten wie Interviews mit den Darstellerinnen

und Darstellern oder Besuche eines Tonstudios.

Im November 2008 haben 12.000 Kinder

und Jugendliche das „Kikife“ besucht.

33


Themenfelder | Kulturelle Jugendarbeit

Seit 2002 existiert eine enge Zusammenarbeit

zwischen Jugend-, Kultur- und Schulverwaltungsamt.

Durch das Programm „Jugend, Kultur und

Schule“ profitieren sowohl Schulen als auch Kinder-

und Jugendfreizeiteinrichtungen von den

Angeboten der Künstlerinnen und Künstler aus

verschieden kulturellen Bereichen. Ein weiteres

Produkt dieser Zusammenarbeit ist der „Kulturrucksack“,

der seit 2007 kulturelle Bildung mit kreativen

Eigenaktivitäten verknüpft. Die Angebote

sind für die Kinder und Jugendlichen kostenlos.

Um ein breites Spektrum an kulturellen Angeboten

bieten zu können, kooperieren die Kinderund

Jugendfreizeiteinrichtungen mit anderen Institutionen.

Zu nennen sind hier unter anderem das

Kulturamt, die Geschichtswerkstatt, das tanzhaus

nrw, die Oper, das Schauspielhaus, das Forum

Freies Theater und verschiedene Museen.

Bewertung _______________________

Das breit gefächerte Angebot im Bereich der

kulturellen Jugendarbeit bietet Kindern und

Jugendlichen die Möglichkeit, zwischen vielen

attraktiven Angeboten zu wählen und auf die eigenen

kreativen Interessen und Fähigkeiten abzustimmen.

In den meisten Fällen nehmen Jugendliche

Angebote in „ihrer“ Freizeiteinrichtung wahr

und greifen seltener auf Angebote anderer Einrichtungen

zurück. Eine stärkere Vernetzung der Einrichtungen

im Stadtteil und auch stadtweit würde

die Angebotsvielfalt und dadurch die Möglichkeit

erhöhen, Interessen, Begabungen und Fähigkeiten

eher zu erkennen und zu fördern.

Viele Einrichtungen sind technisch gut ausgestattet.

Die stellenweise schon professionellen

Geräte machen es möglich, Filme zu drehen, Trickfilme

herzustellen oder eigene CDs zu vertonen.

Durch das Zusammenarbeiten mit Künstlern wird

gerade im Bereich Tanz viel „bewegt“. Jugendliche

fühlen sich ernst genommen und gewinnen Selbstvertrauen

in ihre Fähigkeiten.

Die „bildende Kunst“ ist auch ein beliebtes

Angebot in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen,

das die unterschiedlichsten Möglichkeiten

des Ausdrucks und der Verarbeitung bietet.

könnten sich die verschiedenen Akteure noch

enger vernetzen, um das schon vielfältige und qualifizierte

Angebot zu optimieren.

Ausblick _________________________

In Zeiten, die geprägt sind von sozialen

Umbrüchen und zunehmend unsicheren Zukunftsperspektiven,

steigen die Ansprüche an die Bildung

junger Menschen. Damit einhergehend

wachsen auch die Anforderungen an die zeitgemäße

Jugend- und Kulturarbeit.

Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit muss flexibel

und zeitnah sein und auf gesellschaftliche

Veränderungen reagieren. Sie muss Angebote

bereitstellen, die auf die Bedürfnisse und Interessen

der verschiedenen Zielgruppen eingehen und „Lust

an der Sache“ vermitteln sowie Neugier wecken.

Eine Möglichkeit wäre hier eine Art „aufsuchende

Arbeit“ im Bereich Kultur, die zielgruppenorientiert

ist und verschiedene Formen von Kunst

vorstellt. Kulturelle Bildung sollte nicht nur da

stattfinden, wo sich Jugendliche aufhalten, sondern

Jugendliche sollten auch vermehrt die Möglichkeit

erhalten, kulturelle Institutionen aufzusuchen wie

Schauspielhäuser, Tanztheater oder Museen, um

nur einige zu nennen.

Maßnahmen _____________________



Stadtweit soll mindestens eine einwöchige

außerörtliche Kultur-Freizeit im Jahr, für mindestens

15 Jugendliche stattfinden, die kostengünstig

angeboten wird. Die Auswahl des Themas

sollte sich an der Zielgruppe orientieren

und die Freizeit als „roter Faden“ begleiten;

Für die Frühlings- und Sommermonate soll ein

Jugend-Kultur-Bus angeschafft werden, der mit

einer Künstlerin oder einem Künstler besetzt

ist und alle interessierten Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

anfährt. Das angebotene

Programm wird im Vorfeld mit den Einrichtungen

abgestimmt und sowohl künstlerischkreativ

als auch pädagogisch zu gleichen Teilen

begleitet. Dieses Angebot soll in Kooperation

mit dem Kulturamt stattfinden.

Insgesamt ist das Angebot im Bereich kulturelle

Jugendarbeit in den letzten Jahren stark gestiegen

und nimmt weiter an Bedeutung zu. Allerdings

34


III.4

Sportliche und

freizeitorientierte

Jugendarbeit




Bereitstellung eines finanziellen „Projekttopfes“

für Angebote im Bereich der kulturellen

Jugendarbeit, an dem alle Düsseldorfer

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

sowie die Jugendverbände spontan, zeitnah

und flexibel partizipieren können;

Erarbeitung eines abgestimmten Konzepts

der Stadt Düsseldorf zum Thema künstlerische

Gestaltung im öffentlichen Raum, zum

Beispiel Graffiti (Wunsch des Jugendrates);

Förderung einer jungen Kulturszene und

Schaffung von Multifunktionsräumen für

Jugendliche als Ateliers und Proberäume, die

als Alternative zu kommerziellen Angeboten

zu sehen sind und die einen künstlerischen

Austausch und eine künstlerische Entwicklung

ermöglichen (Wunsch des Jugendrates).

Allgemeines______________________

In der sportlichen und freizeitorientierten

Jugendarbeit geht es um eine Kombination aus

Methoden des Sports und der Spiele- und Abenteuerpädagogik.

Zentrales Anliegen der Fachkräfte in

Sozialarbeit und Sozialpädagogik ist dabei, durch

ihre erzieherische, soziale und gesundheitliche

Funktion mit Angeboten im Bereich Sport, Spiel

und Bewegung, junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung

zu fördern, soziale Defizite auszugleichen

und negative Lebenslagen abzubauen.

Im Sport werden Regeln und Kompetenzen

vermittelt, die sich positiv auf die allgemeine Entwicklung

von Kindern und Jugendlichen auswirken

können. So erfahren Kinder und Jugendliche

im Sport beispielsweise die Bedeutung von Fairness

und Chancengleichheit und lernen den friedfertigen

Umgang mit Konkurrenz. Die Zugehörigkeit

zu einer Gruppe kann soziales Gruppenverhalten

fördern und das Selbstbewusstsein stärken. Die

sportlich- und freizeitorientierte Jugendarbeit ist

also eine Methode des Förderns durch Fordern.

Ziel dieser Arbeit ist die quantitative, aber noch

wichtiger, die qualitative Förderung der überfachlichen

Jugendarbeit in enger Kooperation mit den

vor Ort ansässigen Sportvereinen. Es soll ein Raum

für Kinder und Jugendliche geschaffen werden, der

persönliches Wachstum im Bereich der sozialen

und motorischen Fähigkeiten ermöglicht. Letztendlich

geht es um die Integration benachteiligter Kinder

und Jugendlichen in die Gesellschaft, durch ihre

Einbindung in verlässliche Gruppenstrukturen.

Die Arbeit geschieht an der Basis, durch sportpädagogische

Projekte und Veranstaltungen für

Kinder und Jugendliche. Sport ist nach wie vor ein

herausragendes Medium, um Kinder und Jugendliche

zu erreichen. Die Zahl der in Düsseldorfer

Sportvereinen organisierten Kinder und Jugend-

35


Themenfelder | Sportliche und freizeitorientierte Jugendarbeit

lichen, ist im Zeitraum von 2003 bis 2008 von ca.

32.700 auf ca. 35.900 angestiegen. Dennoch sind

viele Kinder und Jugendliche nicht daran interessiert,

einem Sportverein beizutreten. Aus diesem

Grund bieten die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

Düsseldorfs im Rahmen dieses Schwerpunkts

der Kinder- und Jugendförderung weiter

eine Reihe von so genannten offenen Sportangeboten

für junge Menschen an, bei denen weder eine

vorherige Anmeldung noch eine regelmäßige Teilnahme

notwendig sind. Dazu gehören zum Beispiel

Fitness, Konditionstraining, Tanzen, Fußball,

Programme zur Förderung der motorischen Fähigkeiten,

Ausdauertrainings, Selbstverteidigung und

viele andere mehr.

Bestandsaufnahme _______________

Während der Laufzeit des ersten Kinder- und

Jugendförderplans (2006 bis 2009) wurden im

Rahmen der jährlichen Zielvereinbarungen des

Jugendamts mit den Anbietern der Kinder- und

Jugendarbeit zahlreiche Angebote im Freizeitsport

vereinbart und auch durchgeführt.

Ein Verleihprojekt und eine fahrbare Spielkiste,

in der Spiel- und Sportgeräte enthalten sind, ist

eingerichtet worden. Die Falken in Düsseldorf

haben eine umfangreiche „Spielerei“ mit empfehlenswerten

Gesellschafts-, Tisch- und Brettspielen

eingerichtet. Auch dort ist das Ausleihen möglich.

In enger Kooperation mit dem Sportamt, dem

Stadtsportbund und mit Sportvereinen wurden

darüber hinaus weitere herausragende Angebote für

Kinder- und Jugendliche bereitgestellt. Besonders

erwähnenswert sind unter anderem:






Jährlich wiederkehrendes „Olympic Adventure

Camp“ in der letzten Ferienwoche der nordrhein-westfälischen

Sommerferien;

Integration durch Sport im Rahmen des Düsseldorfer

Modells der Bewegungs-, Sport- und

Talentförderung;

Angebote des Stadtsportbundes in der Jugendvollzugsanstalt;

Einsatz des Sportactionbusses;

Fußballsommercamp des Sportvereins

AGON 08.

Bewertung _______________________

Die aktive Zusammenarbeit des Jugendamts mit

den Einrichtungen der Freien Träger und den Verbänden,

mit Sportvereinen, Sportamt und Stadtsportbund

im Zeitraum des vergangenen Kinderund

Jugendförderplanes war erfolgreich, da Konkurrenzen

abgebaut und Kooperationen und Netzwerke

ausgebaut wurden. Diese Zusammenarbeit sollte in

den kommenden Jahren weiter intensiviert werden.

Gemeinsame Qualifizierungsangebote des Stadtsportbundes

mit dem Jugendamt im Bereich der

Bewegungserziehung für pädagogische Fachkräfte

erreichten bereits über 400 Personen.

Ausblick _________________________

Die Angebote dieses Schwerpunkts sind

besonders geeignet, alle Kinder und Jugendlichen

der Zielgruppen der Kinder- und Jugendförderung,

unabhängig von Geschlecht oder Herkunft, zu fördern.

Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte

sind bei Spiel- und Sportangeboten

leichter zu integrieren.

Insbesondere die zahlreichen Angebote während

des jährlich stattfindenden „Olympic Adventure

Camps“ mit bis zu 100.000 Besucherinnen

und Besuchern sowie dem Sportinformationstag

„Kids In Action“, im Rahmen des Düsseldorfer

Modells der Bewegungs-, Sport- und Talentförderung

mit ca. 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern,

haben die Aufmerksamkeit von Kindern,

Jugendlichen und ihren Eltern auf einige weniger

bekannte Sportarten gelenkt. Es wird angestrebt, in

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in

Kooperation mit entsprechenden Experten das

Programm um solche Angebote wie zum Beispiel

Bogenschießen, Modern Dance, Capoeira etc. zu

erweitern. Zudem sollte die im öffentlichen Meinungsforum

zum Thema Rollsport geforderte zentrale

und geeignet große Skate- und BMX-Fläche

unter Einbeziehung der jugendlichen Rollsportfans

geplant und verwirklicht werden.

36


III.5

Kinder- und

Jugenderholung

Allgemeines______________________

Maßnahmen _____________________






Beibehaltung, Ausweitung und Neuschaffung

von Bewegungsräumen für eine kinder- und

jugendgerechte Freizeitgestaltung sowohl in

den Einrichtungen als auch im urbanen Nahbereich;

Berücksichtigung dieser Aspekte bei

der Planung;

Jährliche Durchführung von Bewegungsund

Sportangeboten aus Maßnahmen des

Landesjugendförderplans, in Zusammenarbeit

mit dem Sportamt und dem Stadtsportbund;

Übernahme der „Spielerei“ (siehe Bestand)

in eine Regelförderung;

Bereitstellung dezentraler Räume und öffentlicher

Sportmöglichkeiten für Kinder- und

Jugendliche, vor allem in den Wintermonaten.

Angedacht wird hier mittel- bis langfristig

eine Trendsporthalle zur multifunktionalen

Nutzung, vor allem für neue Sportarten

(Wunsch des Jugendrates);

Ausbau der Angebote des Sportactionbusses.

Die Kinder- und Jugenderholung soll in erster

Linie der Erholung und Entspannung, der Selbstverwirklichung

und der Selbstfindung dienen.

Gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge sowie Fahrten

sollen die seelische, geistige und körperliche

Entwicklung fördern, die Erfahrung sozialer Beziehungen

untereinander vermitteln und soziale

Benachteiligung ausgleichen. Sie dient außerdem

auch der Betreuung von Kindern und Jugendlichen,

die sonst durch Familie oder Schule nicht

betreut würden und fördert dadurch auch die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf.

Die Kinder- und Jugenderholung wird von

freien und kommunalen Trägern der Jugendhilfe

sowie von Sportvereinen gleichermaßen angeboten.

Sie stellt für die einzelnen Träger eine gute

Gelegenheit dar, Werte zu vermitteln und Interesse

bei der Zielgruppe dafür zu wecken, regelmäßig die

Angebote der Kinder- und Jugendarbeit zu nutzen

und sich über die Ferienzeit hinaus an gemeinsamen

Aktivitäten zu beteiligen.

Die Kinder und Jugendlichen haben durch die

Erholungsmaßnahmen Gelegenheit, andere

Lebensumstände und andere Lebensräume kennenzulernen.

Sie erfahren soziales Lernen in

Abgrenzung zum schulischen Lernen. Sie können

viel Spaß, Gemeinsamkeit, Geselligkeit und auch

Nähe erleben. Sie haben die Gelegenheit, Freundschaften

zu schließen sowie eigene Fertigkeiten zu

entdecken oder zu verbessern. Außerdem besteht

die Möglichkeit, Kreativität, Sport und Bewegung

auszuleben und nebenbei neue oder andere Formen

der Jugendkultur kennenzulernen.

Bestandsaufnahme _______________

Hinter dem Namen „Düsselferien“ verbirgt sich

in Düsseldorf ein Angebot der Freien Träger und des

37


Themenfelder | Kinder- und Jugenderholung

Jugendamtes sowie der Sportvereine. Es gibt mehr

als 10.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6

bis über 20 Jahren, die in Düsseldorf ihren Wohnsitz

haben, die Möglichkeit, einen Teil der Ferienzeit in

Gemeinschaft zu verbringen. Angebote gibt es in

den Oster-, Sommer- und Herbstferien. Unter die

örtlichen Düsselferien fallen Angebote, die schwerpunktmäßig

von Einrichtungen der Offenen

Jugendarbeit oder Trägerstandorten ausgehen. Hierzu

zählen die ein- bis dreiwöchigen Ferienangebote

der Freien Träger und des Jugendamtes, die bis 2004

unter dem Motto „Stadtranderholung“ standen.

Daran nehmen jährlich rund 2.700 Kinder im Alter

von sechs bis vierzehn Jahren teil.

Seit 2006 bietet das Jugendamt auch Kindern

und Jugendlichen mit Behinderungen, in den Sommer-

und den Herbstferien, eine verlässliche

Betreuung im Rahmen von Ferienangeboten an.

170 Plätze stehen dafür zur Verfügung. Der Teilnehmerbeitrag

beträgt seit 2002 je Woche 30 Euro,

für Familien/Personen mit einem Düsselpass 17

Euro. Auch das „Olympic Adventure Camp“ (OAC)

in der letzten Sommerferienwoche ist ein Düsselferienangebot,

das vom Jugendamt und seinen Partnern

organisiert wird. Träger der Jugendhilfe halten

hier für eine Woche abwechselungsreiche Angebote

mit dem Schwerpunkt „Sport und Spaß“ bereit.

Neben den örtlichen Angeboten haben rund

6.000 Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, an

außerörtlichen Ferienangeboten teilzunehmen. Bei

diesen ein- bis dreiwöchigen Fahrten werden

Ferienziele im Inland, aber auch im Ausland bereist.

Zu den Teilnehmerkosten gewährt das Jugendamt

pro Kind/Jugendlichem einen Zuschuss von 9 Euro

je Teilnehmertag. Für sozial Benachteiligte stehen

zusätzlich rund 120 Ferienplätze zur Verfügung, bei

denen – in begründeten Fällen – das Jugendamt

neben dem Zuschuss an den Träger der Maßnahme

zusätzlich noch den Teilnehmerbeitrag trägt. Die

jährlichen Aufwendungen des Jugendamtes für die

Düsselferien liegen bei rund 1.000.000 Euro.

Die Angebote der Düsselferien werden durch

eine gemeinsame Broschüre und durch das Jugendinformationszentrum

„zeTT“ beworben und sind

einer Datenbank des Jugendringes im Internet

(www.duesselferien.info) zu entnehmen. Ferner

steht für das Angebot eine Telefonhotline zur Verfügung.

Bewertung _______________________

Ferienfreizeiten bieten neben Erholung und

Entspannung einen idealen Raum für neue Erfahrungen,

zum Ausprobieren und Kennenlernen, zum

Erweitern des eigenen Erlebnis- und Erfahrungsbereiches.

Neben den unterschiedlichen Inhalten und

dem Aspekt der Geselligkeit, steht vor allem der

Spaß im Mittelpunkt. Zudem gibt es die Möglichkeit,

selbst etwas zu bewirken und zu gestalten. Die

Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickeln in der

Auseinandersetzung mit sich und anderen Gleichaltrigen

soziale Fähigkeiten und Kernkompetenzen,

die sich auch auf den Alltag übertragen lassen.

Die Vielzahl der Ferienmaßnahmen wird nur

durch den überaus großen persönlichen Einsatz

und das Engagement der ehrenamtlichen Betreuerinnen

und Betreuer möglich. Auch für sie hat das

freiwillige Engagement durch den Kompetenzerwerb

eine nachhaltige Wirkung auf verschiedenen

Ebenen (Organisation, soziale Kompetenzen etc.).

Kinder- und Jugenderholung im Rahmen der

Düsselferien ist somit ein integraler und wichtiger

Bestandteil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

und der Jugendverbandsarbeit. Die Ferienangebote

stellen ein bedürfnisorientiertes Freizeitangebot für

Kinder und Jugendliche in Düsseldorf dar. Ferienfreizeiten

dienen nicht nur als Zeit der Erholung

und Entlastung und Freiheit von Schule und Alltag,

sondern auch als Raum für neue Erfahrungen

mit Menschen, zum Ausprobieren und Kennenlernen

neuer Rollen, die zu einer Erweiterung des

Erlebnis- und Erfahrungsbereiches führen. Sie sind

ein zusammenhängender Freiraum, verbunden mit

Spontaneität, „Freiheit“ und Vergnügen.

Auf dieser Grundlage haben sich die Angebote

in den letzten Jahren weiterentwickelt. Die Förderung

sozialer Kompetenzen, handwerklicher Fähigkeiten,

praxisnahen Wissens und vielem mehr, werden

bei den Angeboten täglich realisiert und sind

schon lange nicht mehr dem Zufall überlassen.

Insofern haben die Angebote auch pädagogische

Schwerpunkte, die auf die Kinder und Jugendlichen

abgestimmt sind:





Entwicklung der sozialen Kompetenzen;

Integration von behinderten Kindern und

Jugendlichen;

das Kennenlernen alternativer Lebensmodelle;

niederschwellige „Bildungsangebote“.

38


Themenfelder | Kinder- und Jugenderholung

Ferienangebote bieten das Potenzial, mit hoher

Nachhaltigkeit Inhalte zu transportieren sowie

Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern. Aufgrund

des ehrenamtlichen Engagements der Betreuer, wird

darüber hinaus ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

gewahrt. Die Angebote sind für alle Familien

mit Kindern attraktiv und schließen, aufgrund der

Preisgestaltung, Familien mit einem geringen Einkommen

nicht aus.

Die bisher beschriebenen Angebote verstehen

sich in erster Linie als überörtliche Angebote. Sie

finden außerhalb der eigenen Stadt statt und sind

über einen Zeitraum von mindestens einer Woche

gespannt. Auch für Ferienangebote in der Stadt soll

nach Möglichkeit eine ungewohnte Umgebung

aufgesucht werden. Auch bei diesen Angeboten ist

die Durchmischung nach Themenstellung, Altersgruppe

oder ethnischer Zusammensetzung Grundlage

für neue Erfahrungen.

Eine besondere Form der Jugenderholung ist

auch der Internationale Jugendaustausch (siehe

Kapitel III.9). Dort gelten jedoch besondere Bedingungen

bezüglich der Teilnahme sowie bei der Vorbereitung

und Durchführung. Die Platzzahl von

10.000 Plätzen ist bedarfsdeckend. Es kann jedem

Kind ein Platz garantiert werden.

ist notwendig – dieses bezieht sich auch auf Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der örtlichen Maßnahmen

und hat gegebenenfalls auch Konsequenzen

auf deren Bezahlung.

Maßnahmen _____________________




Neue Formen der örtlichen und überörtlichen

Angebote für Besucherinnen und Besucher der

Jugendfreizeiteinrichtungen ab 14 Jahre konzipieren

und gegebenenfalls bestehende Angebote

ausweiten, zum Beispiel Projekte zur kulturellen

Ferienerholung. Bei diesem Projekt soll

die Kultur nicht einziger Faktor, aber fester und

bedeutender Bestandteil sein;

Ausweitung des Sportangebots im Rahmen der

Düsselferien in Zusammenarbeit mit dem

Stadtsportbund (Düsselferien Sportcamp);

Koordination der Angebote der Düsselferien

mit denen der Offenen Ganztagsgrundschule.

Ausblick _________________________

Im Rahmen des Kennenlernens neuer Lebensräume

durch Reisen wird der Begegnung mit anderen

Kulturen starke Beachtung beigemessen. Dazu

gehören Informationen über die andere Kultur

oder Besuche von Kulturstätten und Schauplätzen

der Geschichte etc. In Kooperation mit der kulturellen

Jugendarbeit sollten daher verstärkt Kulturreisen

geplant und durchgeführt werden.

Ebenso erscheint es wichtig, den Fokus auch

auf Sprachreisen auszudehnen. Formelles Lernen

einer Sprache sollte dabei zu Gunsten eines bunten

Programms in den Hintergrund treten, das die

Sprache jugendgerecht nebenher vermittelt sowie

beispielsweise auf kulturelle Besonderheiten eingeht,

Das bisherige Angebot an Fahrten und Freizeiten

wird verstetigt – dabei ist es wichtig, künftig

auch verstärkt Angebote für Jugendliche ab 14 Jahren

zu machen.

Eine stärkere Qualifizierung von Teamerinnen

und Teamern (vgl. Düsseldorfer Juleica-Standards)

39


III.6 Medienbezogene

Jugendarbeit

Allgemeines______________________

Die Entwicklung und Verbreitung neuer Informations-

und Kommunikationstechnologien hat

Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen.

Sie verändern die Lebens- und Arbeitswelt, das

Freizeitverhalten und beeinflussen das Heranwachsen

der jungen Generation nachhaltig. Medien

werden in jeder Altersstufe mehr oder minder

intensiv genutzt. Die Vorlieben verändern sich im

Laufe der Zeit alters- und geschlechtsspezifisch.

Das Fernsehen hat bei Kindern nach wie vor

die stärkste Bindungskraft, der Computer beziehungsweise

das Internet gewinnen allerdings

zunehmend an Bedeutung. Der Anteil der Kinder,

die bereits Erfahrungen mit dem Computer gesammelt

haben, steigt seit Jahren stetig an. Nach den

Ergebnissen der aktuellen KIM-Studie 2008 1 zählen

85 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13

Jahren zu den regelmäßigen Computernutzern.

Neben Computerspielen hat vor allem das Internet

dabei einen hohen Stellenwert: Es wird für die

Informationssuche für die Schularbeiten oder über

Stars, Online-Spiele, Musikdownloads, Foren, Chat

genutzt – kurz: das Internet dient als Wissens- und

Unterhaltungsraum.

Vor diesem Hintergrund hat die medienbezogene

Jugendarbeit eine doppelte Bedeutung. Sie

nutzt die aktuellen Medien, um Kommunikationsund

Identifikationsprozesse anzuregen oder Kindern-

und Jugendlichen mit unterschiedlichen kulturellen

Hintergründen gemeinsame Handlungsfelder

oder Beteiligungschancen zu eröffnen.

Neben der Vermittlung von medialen Handlungskompetenzen

und einer neuen Lernkultur, gilt es

aber auch, die mit der Verbreitung der neuen

Medien einhergehenden Gefahren aufzugreifen.

Diese zum Gegenstand zu machen, zur Medienkritik

zu befähigen und somit einen aktiven Beitrag

für einen präventiven Kinder- und Jugendschutz zu

leisten (siehe Jugendhilfeplanung erzieherischer

Kinder- und Jugendschutz).

Dabei ist zu berücksichtigen, dass alle Kinder

und Jugendlichen auf der Basis gesetzlicher Regelungen

das Recht auf Zugang und Teilhabe an den

(neuen) Medien haben. Die grundsätzliche Chancengleichheit

im Zugang zu medienpädagogischen

Angeboten muss gesichert werden. Der souveräne

und kompetente Umgang mit den neuen Medien

ist zu einer Schlüsselqualifikation geworden, die

für junge Menschen entscheidend ist für eine

selbstverantwortliche Lebensgestaltung.

Bestandsaufnahme _______________

In fast allen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

Düsseldorfs und in einigen Jugendverbänden,

stehen Internetzugänge zur Verfügung sowie

Medien zur aktiven Nutzung. In einer Vielzahl von

Projekten und Angeboten wurden und werden die

Medienkompetenzen von Kindern und Jugendlichen

gefördert. Ferner bildet bei 22 Einrichtungen

der Umgang mit Medien den inhaltlichen Schwerpunkt

der Arbeit. Zusätzlich bietet AKKI e.V. Mädchen

und Jungen seit vielen Jahren beispielsweise

mit der „Videowerkstatt Clipper“ regelmäßig die

Möglichkeit, kreative Ideen medial umzusetzen.

Dort werden auch Aspekte des Medienschutzes

vermittelt. Mit zentralen Veranstaltungen oder

Kampagnen wird die medienbezogene (Alltags-)

Arbeit ergänzt. Hierzu zählen unter anderem:





Düsseldorfer Kinderkinofest (Medienpädagogisches

Mitmachprogramm seit 1996);

„Klappe, die Erste“ – Präsentation von Kinderund

Jugendfilmproduktionen;

Stadtweite Kampagnen und Fortbildungen (für

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Kinder

und Jugendliche) zum Medienschutz wie

zum Beispiel „Click it!“ oder „Ganz schön

blöd“ (Missbrauch im Internet);

Geschlechtsspezifische Medienarbeit findet für

Mädchen beispielsweise im Mädchentreff Leyla

statt. Der Treff bietet darüber hinaus seit Jahren

ein Internet-Präventionsprojekt zum Thema

„Sicherheit im Netz“ für Schulklassen und

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an.

40


Themenfelder | Medienbezogene Jugendarbeit

Einen Modellansatz zum Medienschutz stellt

das AWO Projekt „Jugendmedienschutz“ dar. Via

Internet können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

in Freizeiteinrichtungen über eine E-Learning-Plattform

zum Thema weiterbilden, sich im

Blog mit Kolleginnen und Kollegen austauschen

sowie bei Bedarf einen „Vor-Ort-Service“ beanspruchen.

Bewertung _______________________

Wenn für die gegenwärtige gesellschaftliche

Situation festgestellt wird, dass Medien in vielfältiger

Form alle gesellschaftliche Bereiche und die Entwicklung

von jungen Menschen nachhaltig mitprägen,

so ergibt sich für die Jugendarbeit ein aktueller

Handlungsbedarf, dem im pädagogischen Alltag

derzeit nur unzureichend Rechnung getragen wird.

So haben sich zum Beispiel Computer, vor allem als

Spiel- und Unterhaltungsmedium im Offenen

Bereich der Jugendeinrichtungen durchgesetzt. Sie

werden als niederschwelliges Angebot zum Chatten,

Surfen und Spielen genutzt, während strukturierte

und inhaltliche Projekte oder eine kritische Auseinandersetzung

noch eine Ausnahme bilden.

Ausblick _________________________

Maßnahmen _____________________

Eine qualitativ und quantitativ gute medienbezogene

Jugendarbeit gibt es nur auf der Grundlage

einer tragfähigen, vernetzten und sich ergänzenden

lokalen Struktur. Wichtige Schritte für diese Strukturentwicklung,

sind die Umsetzung der folgenden

kurzfristigen beziehungsweise langfristigen Maßnahmen:

Ziel ist es, dass Mädchen und Jungen den

selbstbestimmten Umgang mit Medien lernen.

Dafür bedarf es konzeptioneller Überlegungen und

der Formulierung von Zielsetzungen, die mit dieser

Arbeit verbunden sind sowie eine Qualifizierung

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um mit der

rasanten Entwicklung Schritt halten zu können.

Ferner muss sich eine aktive Medienarbeit der

Herausforderung stellen, dass Medien nicht nur die

Desintegration benachteiligter Schichten vertiefen.

Die Bildungssysteme, zu denen auch die Jugendarbeit

zählt, müssen deshalb dazu beitragen, dass

möglichst alle jungen Menschen in die Lage versetzt

werden, an der vernetzten Kommunikation

gestaltend teilzunehmen.




Erstellung einer regionalen Datenbank sowie

deren ständige Aktualisierung (Hinweise auf

Leihmaterial sowie Fach- und Honorarkräfte

für spezielle medienpädagogische Angebote)

und den Aufbau einer Vernetzungsstruktur

(zum Beispiel „Medienpolitischer Stammtisch“,

Herausgabe eines Newsletters „Medien“);

Realisierung beziehungsweise Umsetzung des

Jugendinternetportals (JIP) durch den Jugendring

Düsseldorf;

Förderung einer Schwerpunkt- und Servicestelle

Medien, die redaktionell betreute, aktuelle

Informationen aus dem Medienbereich vorhält.

Die Servicestelle soll die pädagogischen

Angebote vernetzen, über technische Neuerungen

informieren und innovative Angebote

initiieren, zum Beispiel mit einem jährlichen

Event, einer Best-Practice-Börse und Ähnlichem.

Für diese Schwerpunkt- und Servicestelle

sind die entsprechenden finanziellen und

personellen Mittel bereitzustellen.

1 Siehe www.mpfs.de

(Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest)

41


III.7 Interkulturelle

Jugendarbeit

Allgemeines______________________

Interkulturelle Kompetenz ist eine zentrale

Schlüsselqualifikation für die Gestaltung unserer

multi-ethnischen Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund

werden Konzepte der interkulturellen Öffnung

auch in der Kinder- und Jugendarbeit eingeführt

und erprobt. Die Vermittlung interkultureller

Kompetenz ist nach entwicklungspsychologischen

Aspekten, gerade für die Altersgruppe der acht bis

zwölf-jährigen sinnvoll, da in diesem Alter grundlegende

kognitive Kompetenzen, Moral und Wertvorstellungen

erworben werden 2 . Interkulturelle Arbeit

sorgt dafür, Eigen- und Fremderfahrungen zu

reflektieren, das Fremde als gleichwertig zu erleben

und ihm mit Akzeptanz und Interesse zu begegnen.

Der pädagogische Alltag sowie alle Projekte

und Angebote haben einen interkulturellen Kontext.

Interkulturalität als Prinzip der Begegnung

und des Austausches, sollte sich deshalb überall

wiederfinden. Die kulturelle Vielfalt der Besucherinnen

und Besucher ist ein wichtiger Aspekt für

die Arbeit in den Einrichtungen. Die positiven Auswirkungen

dieser Vielfalt gilt es zu erkennen, anzunehmen

und damit zu „arbeiten“.

Ziel der interkulturellen Jugendarbeit ist es, die

Auseinandersetzung mit sich selbst und Anderen in

dynamischen Prozessen zu initiieren und zu fördern.

Dazu gehört auch:

Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur

und der der Anderen;

Entwicklung von Offenheit, Verständnis und

Respekt für das Andere;

Förderung der Fähigkeit, andere Kulturen ohne

Bewertung wahrzunehmen;

Lernen, kulturelle Konflikte konstruktiv zu

lösen.

Neben der Schule muss die Jugendarbeit die

Bildungsinstitution sein, die interkulturelle Kompetenz

bei Kindern und Jugendlichen fördert und

2 vgl. DJI (2008): Vorstudie „Interkulturelle Kompetenz durch internationale

Kinderbegegnung“, gefördert vom Bundesministerium für

Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ); http://www.dji.de

stärkt. Es ist wichtig, ethnozentrische Zuschreibungen

zu verhindern und mit offenen Konzepten zu

arbeiten. Ebenso ist es notwendig, Geduld zu zeigen

und eine Haltung der Wertschätzung und Empathie

gegenüber den Kindern und Jugendlichen und

ihren kulturellen Prägungen zu entwickeln.

Für einen kulturellen Austausch dient respektvoller

Umgang miteinander als Grundlage. Dieser

muss immer wieder eingefordert und geübt werden.

In der interkulturellen Arbeit spielt die Stärkung

des Selbstbewusstseins der Kinder und

Jugendlichen eine zentrale Rolle. Denn nur wer selber

stark und gefestigt ist, kann sich auf Fremdes

einlassen und Spannungen aushalten – dabei haben

in diesem Zusammenhang Stärke und Selbstbewusstsein

nichts mit dem häufig zur Schau gestellten

Machismus männlicher Jugendlicher zu tun.

Bestandsaufnahme _______________

Die Förderung und Stärkung der interkulturellen

Kompetenz ist Querschnittaufgabe jeglichen

pädagogischen Handelns, vor allem im Offenen

Bereich der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen.

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen dienen

gerade für Mädchen und Jungen mit Zuwanderungsgeschichte

als Anlaufstelle – sie nutzen gerne

und oft den Offenen Treff, Beratungsmöglichkeiten

und die vielfältigen Angebote.

Angebote wie Kochkurse und -gruppen,

jugendkulturelle Veranstaltungen wie Musik-Wettbewerbe

oder das gemeinsame Feiern verschiedener

religiös oder kulturtraditionell verhafteter Feste,

sind sowohl willkommene Gelegenheiten, als auch

gezielter Rahmen entsprechender pädagogischer

Intentionen. Hier lernen sich Kinder und Jugendliche

verschiedener kultureller Herkünfte in einem

geschützten Rahmen kennen, tauschen Erfahrungen

aus und lernen dabei viel, sowohl über die verschiedenen

Wertesysteme und Traditionen, als auch

über Sensibilitäten, Tabus und Gemeinsamkeiten.

Informationstage und -veranstaltungen zu verschiedenen

Ländern runden diese Möglichkeiten im

Rahmen der offenen Angebote ab.

42


Themenfelder | Interkulturelle Jugendarbeit

Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen

mit Zuwanderungsgeschichte spielt sich allerdings

in Deutschland ab, sodass es auch wichtig ist, sich

mit Rassismus und Diskriminierung auseinanderzusetzen.

Jugendliche mit Migrationshintergrund

werden deshalb, zum Beispiel in Veranstaltungen

des Düsseldorfer Appells oder des KABAWIL e.V.,

zum Umgang mit Stammtischparolen rhetorisch

geschult und ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt.

Ein spezifisches Angebot stellt der Mädchentreff

Leyla dar. Mädchen mit verschiedenen kulturellen

Hintergründen finden dort einen geschützten

Raum für eigene Interessen, mädchenspezifische

Themen und Ansprechpartnerinnen zur

Unterstützung in Krisensituationen. Der Austausch

mit anderen Kulturen und die Auseinandersetzung

mit der eigenen Kultur wird angeregt, Moral- und

Wertvorstellungen werden hinterfragt.

In Sozialräumen, in denen der Anteil von

Migrantinnen und Migranten besonders hoch ist,

fungieren Kinder- und Jugendeinrichtungen

bereits als multifunktionale Anlaufstellen. Als Beispiel

sei hier das „Haus des Kindes“ in Oberbilk

genannt, in dem Familien und ihre Kinder von

klein auf Kontaktmöglichkeiten, Beratung, Betreuung

und viele Angebote mehr finden.

Bewertung _______________________

Abhängig vom Sozialraum zeigt sich Interkulturalität

auf verschiedenste Weise und mehr oder

weniger stark. Ziel ist es aber, generell in allen Einrichtungen

der Jugendarbeit, eine höhere Sensibilität

der Einzelnen im Umgang miteinander, mehr

Wertschätzung anderer Sichtweisen und ein kritischeres

Augenmerk auf tradierte Zuordnungen

und Klischees zu erreichen.

Ausblick _________________________

Interkulturelle Jugendarbeit geht automatisch

mit dem Begriff Integration einher, denn nicht

zuletzt darauf zielen diese Bemühungen ab. Interkulturelles

Lernen ist dabei nicht als einseitig zu

sehen, sondern gilt zwischen mehreren Kulturen

als gleichermaßen befruchtend und integrierend.

Interkulturelle Bildung und Jugendarbeit ist in

einer pluralisierten Gesellschaft und globalisierten

Welt daher nicht auf Personen mit Migrationshintergrund

und die, die mit ihnen arbeiten, zu reduzieren,

sondern als Allgemeinbildung für alle Menschen

anzusehen. Es geht darum, jeweilige

Besonderheiten anzuerkennen und sie zu nutzen.

Maßnahmen _____________________






Interkulturelle Konzepte in Kooperation mit

Kindertagesstätten und Schulen entwickeln

und die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter stärken (Erarbeitung

eines Qualifizierungsmoduls). Dabei sollte

eine Verbindung zum gesamtstädtischen

Integrationskonzept hergestellt werden;

Jugendmigrantinnen- und Jugendmigrantenselbstorganisationen

stärken und Herausgabe

einer Broschüre mit Informationen über diese

Organisationen inklusive Ansprechpartnerinnen

und Ansprechpartner;

Durchführung eines Fachtages zur Interkulturellen

Arbeit;

Entwicklung eines jugendgerechten Dialoges

zum Thema „Interkulturalität“ beziehungsweise

„Integration“;

Ausbildung von Jugendlichen als so genannte

Kulturmittlerinnen und Kulturmittler (Ausbildungsprogramm

entwerfen).

Vor allem in Sozialräumen und Stadtteilen, die

durch eine Vielzahl verschiedener Kulturen geprägt

sind, ist es wichtig, den Schwerpunkt Interkulturelle

Jugendarbeit zu besetzen und mit innovativen

Projekten zu qualifizieren, sodass eine Integration

der Mädchen und Jungen gelingen kann.

Eine Zusammenarbeit mit Migrantinnen- und

Migrantenselbstorganisationen und dem Jugendmigrationsdienst

sollte ausgebaut werden. Als

Manko ist hier zu bewerten, dass konkrete

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner oft

nicht bekannt sind.

43


III.8 Geschlechtsspezifische

Jugendarbeit

Allgemeines______________________

Eine Definition von Genderpädagogik beinhaltet

zwei Handlungsebenen: die individuelle und die

gesellschaftliche. Auf der individuellen Ebene soll

sie dazu beitragen, dass Geschlechterzuschreibungen,

die die Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung

einengen und Handlungs-, Denk- und

Gefühlsmuster einseitig normieren, abgebaut werden.

Mädchen und Jungen sollen unabhängig von

ihrer biologischen Geschlechtszugehörigkeit alle

Möglichkeiten der freien Entfaltung und Entwicklung

erhalten, ohne sich dabei im engen Rahmen

von gesellschaftlich definierten männlichen und

weiblichen Geschlechterrollen bewegen zu müssen.

Auf der gesellschaftlichen Ebene soll Genderpädagogik

dazu beitragen, hierarchisch aufgebaute

Wertigkeitsunterschiede zwischen den Geschlechterzuschreibungen

abzubauen. Männlich und

weiblich interpretierte Verhaltensweisen und

Orientierungen unterliegen ebenso geschlechterhierarischen

Zuschreibungen wie fundamentale

gesellschaftliche Bereiche wie Familie, Ausbildung

und Erwerbsarbeit, Politik und Ehrenamt. In allen

Bereichen geht es darum, einerseits vorhandene

Hierarchien (Beispiel: Technik ist mehr wert als

Pflege) aufzudecken und abzuschaffen und andererseits

geschlechtsspezifische Zuschreibungen

generell abzubauen.

Genderpädagogik zielt auf alle Mädchen und

Jungen und setzt sich aus den pädagogischen

Ansätzen Mädchenarbeit, Jungenarbeit, geschlechtergerechte

Koedukation und Cross Work zusammen.

Diese Ansätze werden zu einem Gesamtsystem

zusammen gefügt und koordiniert, im Sinne

des Wunsch- und Wahlrechts von Mädchen und

Jungen und den Zielen der Gleichberechtigung.

Bestandsaufnahme _______________

Die geschlechtsspezifische Jugendarbeit hat in

Düsseldorf einen hohen Stellenwert. Mit der Vielzahl

von Veranstaltungen der letzten Jahre in der

Mädchen- sowie in der Jungenarbeit (siehe Kinderund

Jugendförderplan 2006 bis 2009) erfolgte eine

Verankerung, Ausweitung sowie eine weitere Professionalisierung.

Beispielhaft genannt seien hier der

jährliche „Girls’Day“ der Düsseldorfer Jugendfreizeiteinrichtungen,

Fortbildungen und Fachtagungen

(zum Beispiel „Jungen und Lernen“), das Förderprojekt

„77 x Jungs“ sowie die Ausweitung der „Jungenaktionstage“.

Mit der Weiterentwicklung der

geschlechtsspezifischen Jugendarbeit, wurde in einem

gemeinsamen Dialogverfahren im Mädchen- und

Jungennetzwerk begonnen. Diese Arbeit soll in der

Erarbeitung einer neuen Gesamtkonzeption münden.

Bewertung _______________________

Die Umsetzung des im § 9, Abs. 3 SGB VIII formulierten

Auftrags zur Förderung der Gleichberechtigung

von Mädchen und Jungen wurde bislang

durch Angebote der Mädchenarbeit und in

Ansätzen auch der Jungenarbeit umgesetzt.

Gender Mainstreaming verweist (auch im 3. AG

KJHG - KJFöG NRW) darauf, dass die Gleichstellung

der Geschlechter durchgängiges Leitprinzip

sein muss, durch das Benachteiligungen und Rollenzuschreibungen

abgebaut, Konflikte zwischen

den Geschlechtern konstruktiv bearbeitet und

unterschiedliche Lebensentwürfe und sexuelle

Orientierungen als gleichwertig anerkannt werden

(§ 4 KJFöG). Dieser Auftrag ist deutlich breiter als

die bisherige Umsetzung des Gleichberechtigungsauftrags

in Form einzelner Angebote der Mädchenoder

Jungenarbeit. Durchgängiges Leitprinzip

bedeutet, dass alle Angebote und Maßnahmen der

Kinder- und Jugendförderung diesen Zielen förderlich

sein und dementsprechend konzeptionell ausgerichtet

werden müssen. Gefragt ist zukünftig eine

Genderpädagogik, die Mädchenarbeit, Jungenarbeit,

geschlechtergerechte Koedukation und Cross

Work zu einem Gesamtsystem vereint.

Jeder Träger, jede Einrichtung und jedes Angebot

wird perspektivisch einem oder mehrerer dieser

Ansätze entsprechend ausgerichtet werden

müssen. Dabei wird angestrebt, dass Träger und

Einrichtungen Mischungen der verschiedenen genderpädagogischen

Ansätze entwickeln, die sinnvoll

miteinander verbunden werden müssen.

44


Themenfelder | Geschlechtsspezifische Jugendarbeit

Ausblick _________________________

Der im vorherigen Abschnitt beschriebene,

nötige Umbauprozess, der alle Leitungs- und Fachkräfte

betrifft und alle Konzepte aller Einrichtungen

und Angebote, soll in der Laufzeit dieses Kinder-

und Jugendförderplanes in Düsseldorf weiter

vorangetrieben werden.

In den Einrichtungen der Kinder- und Jugendförderung

in Düsseldorf sollten alle Angebote und

Maßnahmen geschlechtergerecht ausgerichtet werden.

Dazu sollte ein Gesamtsystem entwickelt werden,

in dem die verschiedenen Ansätze zusammen

ein System ergeben, das individuell wie gesellschaftlich

Geschlechterhierarchien abbaut, Vielfalt fördert

und individuelle Ansprüche auf Gleichheit und

Andersartigkeit einlöst. Auf der Basis vorhandener

Kompetenzen der Mädchen- und Jungenarbeit soll

zunächst folgendes System aufgebaut werden:

Mädchen- und Jungenarbeit als Fundament

eines Systems geschlechtergerechter Ansätze

Geschlechter-gerechte

Geschlechtergerechte

Crosswork

Koedukation

Verbindung

aller Ansätze

Mädchenarbeit

Jungenarbeit

Inhaltlich sollten jeweils im Rahmen der Mädchenund

Jungenarbeit im Berichtszeitraum insbesondere

folgende Schwerpunkte ausgebaut werden:

1) An den Stärken orientierte Arbeit mit Mädchen

und jungen Frauen, beziehungsweise Jungen

und jungen Männern;

2) Gesundheitsförderung;

3) Berufs- und Lebensplanung;

4) Weibliche und männliche Identität in einer

pluralen und multikulturellen Gesellschaft;

5) Geschlechtsspezifische Gewaltprävention 3 .

Ein Jugendbericht zum Thema geschlechtsspezifischer

Arbeit soll in der Laufzeit der Förderperiode

erscheinen. In ihm wird die vorliegende 4 ,

hier nur in Stichworten angesprochene Konzeption

detaillierter beschrieben und Erfolge der Arbeit

dargestellt werden.

Maßnahmen _____________________





Erstellung eines Gesamtkonzeptes und Festlegung

von Standards: Jeder Träger soll nach

Ablauf von drei Jahren für seine Einrichtungen

und Maßnahmen ein Genderkonzept entwickeln

und vorlegen. Träger und Einrichtungen,

die geschlechtshomogen arbeiten, entwickeln

ein Konzept, in dem sie darlegen, wie ihr Mädchen-

beziehungsweise Jungenangebot sich in

ein Gesamtgenderkonzept für die Kinder- und

Jugendhilfe in Düsseldorf einfügt, das heißt,

welche spezifische Leistung das geschlechtshomogene

Angebot erbringt;

Treffen einer Qualitätsvereinbarung auf der

Basis dieses Gesamtkonzeptes, die für alle

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

Düsseldorfs gilt;

Fortbildungen:

Alle pädagogischen Fachkräfte der Kinder- und

Jugendförderung sollen binnen drei Jahren

genderpädagogisch qualifiziert werden. Dazu

werden verstärkt Fortbildungen im Rahmen

des Fortbildungsprogramms des Jugendamts

Düsseldorf angeboten. Unter anderem eine

Fortbildungs- beziehungsweise Trainingsreihe

zur Einführung und Umsetzung von Gender

Mainstreaming (2009 / 2010), die aus den Elementen

Einführungs- und Bilanzveranstaltung,

Training und Coaching besteht;

Förderung (Fonds):

Zur Realisierung von neuen, innovativen

Ansätzen und gemeinsamen Aktivitäten bei der

geschlechtsspezifischen Jugend-, Jungen- und

Mädchenarbeit, wird eine eigene Förderposition

eingerichtet, die mit einem Euro pro Kind

oder Jugendlichem im Alter von sechs bis 21

Jahren in Düsseldorf beziffert wird (rund

75.000 Euro) und auf die Einrichtungen der

Kinder- und Jugendarbeit Düsseldorfs zugreifen

können (Antragsverfahren).

3 Geschlechtsspezifische Gewaltprävention berücksichtigt die unterschiedliche

Sozialisation, und Lebenshintergründe sowie die

Geschlechtsrollenerwartungen der Gesellschaft. Sie hat als Ziel die

Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstvertrauens, die Verbesserung

des Kommunikationsverhaltens und der Sozialkompetenz und

eine Erweiterung der körperlichen Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit

bei Mädchen und Jungen. Das Thema „Gewalt“ ist in unserer

Gesellschaft ein Phänomen mit vielen Facetten. Mädchen und Jungen

sind passiv und aktiv in unterschiedlichen Bezügen in Gewalthandlungen

verstrickt: Sie machen Erfahrungen mit Abwertungen, Grenzverletzungen,

Unterdrückung, sexueller Bedrohung und anderen Formen

der Gewalt. Sie üben selbst Gewalt aus. Sie sind in selbstverletzender

Art, wie Ritzen, Nägelkauen, Essstörungen, Alkohol- und

Tablettenkonsum, Rauchen, Drogenmissbrauch und selbstgefährdendem

Verhalten (zum Beispiel Rasen) autoaggressiv.

4 Die Konzeption ist im Jugendamt der Landeshauptstadt Düsseldorf,

Abteilung Jugendförderung zu beziehen.

45


III.9 Internationale Jugendarbeit

Allgemeines______________________

Die Begriffe Internationale Jugendarbeit oder

Jugendaustausch bezeichnen organisierte Treffen

von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern zum

Zweck der Völkerverständigung, der Versöhnung,

oder – moderner – des interkulturellen Lernens.

Dazu werden synonym auch die Begriffe Jugendbegegnung,

internationale Begegnung oder internationaler

Austausch verwendet. Ein Jugendaustausch

kann mit einzelnen Jugendlichen (besonders im

Schüleraustausch), in Gruppen oder auf der Ebene

von Fachkräften stattfinden. Angebote in diesem

Bereich bedürfen einer besonderen Vorbereitung

und sind auf Kontinuität ausgerichtet.

Internationaler Jugendaustausch zeigt Gemeinsamkeiten

der verschiedenen Nationalitäten und

Kulturen auf, gibt aber auch Einblicke in die Unterschiedlichkeiten.

Er weitet den eigenen Horizont,

baut Vorurteile ab und Verständnis auf. Wenn

Jugendliche die Chancen erhalten, sich im Rahmen

einer internationalen Begegnung aktiv mit unterschiedlichen

Lebensweisen, Sprachen, Kulturen

und Religionen auseinanderzusetzen, ist das oftmals

eine prägende Erfahrung für das ganze Leben.

Wer gewohnt ist, über den eigenen „Tellerrand“

zu schauen, wer andere Sprachen, Sitten und

Gebräuche als bereichernd erfahren hat, der hat

keine Angst vor Überfremdung, sondern sieht das

Zusammenleben verschiedener Nationalitäten oft

als Chance.

Insgesamt existiert eine breite Palette an internationaler

Jugendarbeit. Förderprogramme auf

Europa- Bundes- und Landesebene, Kooperationen

mit nationalen Jugendwerken, internationaler

Schüler- und Studentenaustausch, Ausbildungskooperationen,

projektbezogene Austausche sowie

Begegnungen im Freizeit- und Verbandsbereich

stellen nur einige der Möglichkeiten dar.

Ein Schwerpunkt in der kommunal geförderten

Jugendarbeit muss es sein, Kindern und Jugendlichen

aus bildungsfernen und/oder finanziell und/

oder sozial schwachen Schichten die Chance zu

geben, an den Begegnungen zu partizipieren. Internationale

Jugendbegegnungen tragen dazu bei,

sozialen Frieden, Sicherheit und Stabilität zu stärken.

Durch die Begegnungen wird ein wesentlicher

Beitrag zum interkulturellen Lernen geleistet sowie

Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt entgegengewirkt.

Viele Internationale Begegnungen schließen

einen so genannte „Homestay“ ein, eine Zeit in der

die Jugendlichen in Gastfamilien leben. Diese zeitlich

begrenzte Form des Zusammenlebens, verstärkt

die Intensität der Erfahrungen um ein Vielfaches

und dient noch stärker dem Erlernen sozialer

Kompetenzen sowie Identitätsfindung und Steigerung

der Gruppenfähigkeit.

Bestandsaufnahme _______________

Die internationale Jugendbegegnung hat in

Düsseldorf verschiedene Ausprägungen. Zum

einen gibt es von Seiten der Stadt Düsseldorf organisierte

Begegnungen mit den Partnerstädten, bei

denen Jugendliche beider Städte und Länder sich

gegenseitig besuchen. Dabei ist vor allem der seit

den 70er-Jahren existierende, regelmäßige Austausch

mit Haifa in Israel zu nennen. Dieser Austausch

ist aber aufgrund bekannter, unsicherer

Sicherheitsvoraussetzungen seit einiger Zeit eingefroren.

Darüber hinaus gibt es in vielen Jugendverbänden

internationale Kontakte. So unterhalten die

Falken beispielsweise Kontakte nach Mittelamerika.

In den Pfadfinderinnen- und Pfadfinderorganisationen

ist das internationale Element wesentlicher

Bestandteil der Pädagogik und wird intensiv

in internationalen Treffen (Jamborees) gelebt. Darüber

hinaus unterhält die DPSG im Bezirk Düsseldorf

eine Partnerschaft zu tunesischen Pfadfinderinnen

und Pfadfindern. In diesem Rahmen haben

in den vergangenen Jahren regelmäßige Treffen in

Deutschland und Tunesien stattgefunden. Einzelne

Pfadfinderinnen- und Pfadfinderstämme von

DPSG und PSG haben zudem noch Kontakte unter

anderem nach Ruanda, England und in die USA.

Ebenfalls hat der CVJM Düsseldorf e.V. Kontakte

46


Themenfelder | Internationale Jugendarbeit

zur Republik Belarus (Weißrussland) und England.

Zu beiden Partnern gibt es jährliche Begegnungsund

Studienreisen. Mit beiden Partnern finden

auch gemeinsame Projekte statt. Der CVJM Düsseldorf

arbeitet darüber hinaus in den internationalen

Gremien seines Verbandes mit. Im evangelischen

Kirchenkreis Düsseldorf gibt es ferner Beziehungen

zu Ruanda, Namibia und Südafrika. Die

Jugendbegegnungen sollen in den nächsten Jahren

wieder intensiviert werden.

Internationale Arbeit hängt sehr stark von persönlichen

Kontakten der handelnden Personen ab

und unterliegt daher auch immer Schwankungen

der Intensität. Internationale Maßnahmen werden

im Rahmen der Düsselferien besonders gefördert.

Bewertung _______________________

Internationaler Jugendaustausch findet im

Bereich der Kinder- und Jugendarbeit nicht in großem

Umfang statt. Es ist wichtig, hier Rahmenbedingungen

zu setzen, die Maßnahmen ermöglichen

und Unterstützung bei der Beantragung von Drittmitteln

sicherstellen. Die Begegnungen mit den

Partnerstädten Düsseldorfs auf Jugendebene sind

nur noch in Ansätzen vorhanden. Sie gilt es erneut

zu aktivieren und sukzessive auszubauen.

Ausblick _________________________

Zum (Wieder-)Einstieg in den Bereich internationaler

Jugendbegegnung in der Kinder- und

Jugendarbeit abseits kommerzieller Angebote bietet

es sich an, die bestehende Kontaktstruktur zu

den Partnerstädten Düsseldorfs zu nutzen, wie zum

Beispiel nach Warschau. Darüber hinaus sollten

neue Kontakte auf EU-Ebene aufgebaut werden;

Förderprogramme könnten hier genutzt werden.

Dem internationalen Jugendaustausch sollte eine

intensive Vorbereitung vorausgehen. Jugendaustausch

könnte im Rahmen der Düsselferien beworben

werden, er stellt aber eine andere Qualität der

Ferienmaßnahme dar (siehe obige Definition).

Beim Schüleraustausch sollte darauf geachtet

werden, auch Mädchen und Jungen aus sozial und

finanziell ungünstigeren Lagen eine Chance zur

Teilnahme zu geben. Neben den Partner- und

befreundeten Städten, besteht auch die Möglichkeit,

die Grundlage der Begegnung auf ethnischen,

bereits in der Stadt lebenden Gruppen, aufzubauen.

Bei positiv veränderter Sicherheitslage ist auch

eine Wiederbelebung des Kontaktes zu Haifa wünschenswert.

Maßnahmen _____________________



Initiierung und Durchführung von Jugendaustauschprojekten:

• mit Warschau und anderen Düsseldorfer

Partnerstädten;

• mit Kooperationsstädten Düsseldorfs;

• unter besonderer Berücksichtigung der EU,

auf der Ebene der Jugendfreizeiteinrichtungen

und der Jugendverbände;

• unter besonderer Berücksichtigung von

Maßnahmen in Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeiterinnen,

Schulsozialarbeitern

und Schulen. Vor allem benachteiligte Mädchen

und Jungen sollten hiervon profitieren.

Ein Netzwerk der benannten Institutionen

und Akteure steht für eine fundierte Vorbereitung

und Begleitung zur Verfügung.

Entwicklung einer Broschüre beziehungsweise

eines Kompasses zum Thema internationale

Jugendarbeit. Hier sollen alle relevanten, nicht

kommerziellen Institutionen ihre Anlaufstellen

sowie Ansprechpersonen aufführen und über

ihre Angebote informieren.

47


IV.

Bezirkliche

Daten


IV. Einführung in den

bezirklichen Teil des Kinderund

Jugendförderplanes

Während sich die Abschnitte I bis III des Kinder-

und Jugendförderplanes mit verschiedenen

inhaltlichen Themenfeldern und ihren Ausgestaltungen

in der Landeshauptstadt Düsseldorf befassen,

werden im nun folgenden bezirklichen Teil des

Förderplanes (Abschnitt IV) konkret die zehn Düsseldorfer

Stadtbezirke in den Blick genommen.

Im Vorfeld zur inhaltlichen Ausgestaltung dieses

bezirklichen Teils wurden alle Bezirksvertretungen

einbezogen. Sie wurden umfassend über die

aktuelle Situation der Kinder- und Jugendförderung

in ihrem Bezirk informiert und Überlegungen

für die Laufzeit des neuen Förderplanes diskutiert.

Hinweise wurden aufgenommen.

Nachfolgend werden Aussagen über die demografische

Entwicklung, die soziale Situation, besondere

Förderungsansätze und die Bauplanungen vorgenommen,

bevor ein Fazit die Situation der (Offenen)

Kinder- und Jugendarbeit im Stadtbezirk

abschließt. Die grafische Übersicht aller jugendrelevanten

Angebote im Stadtbezirk und ihre tabellarische

Auflistung rundet die Darstellungen ab.

Zu beachten ist auch der Exkurs für den Stadtbezirk

10, der ein Modellprojekt zur Beteiligung

von Kindern und Jugendlichen bei der Erarbeitung

des Förderplanes umreißt.

Jeweils ausgehend von einer Übersicht über die

aktuelle bezirkliche Landschaft der Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtung wird im Anschluss die

Zahl der Mädchen und Jungen im Alter von sechs

bis unter 21 Jahren in den Stadtteilen dargestellt.

Abkürzungen:

AWO

BDKJ

BdP

CVJM

DAV

DGB

DPSG

DRK

GOT

KjG

KJHV

KOT

OT

SJD

SKFM

Arbeiterwohlfahrt

Bund der katholischen Jugend

Bund der Pfadfinder und Pfadfinderinnen

Christlicher Verein Junger Menschen

Deutscher Alpenverein

Deutscher Gewerkschaftsbund

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg

Deutsches Rotes Kreuz

Große Offene Tür

Katholische junge Gemeinde

Kinder- und Jugendhilfe-Verbund Rheinland

Kleine Offene Tür

Offene Tür

Sozialistische Jugend Deutschlands

Sozialdienst katholischer Frauen und Männer

49


Stadtbezirk 1

Altstadt, Carlstadt, Stadtmitte, Pempelfort, Derendorf, Golzheim

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Kinder- und Jugendtreff

Ulmenclub

Jugendetage

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Franklin 5

Haus der offenen Tür

Ritterstraße

Internationaler

Stadtteiltreff

Pempelfort

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Zitty 98

CVJM Düsseldorf

Kinderfreizeiteinrichtung

St. Elisabeth

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 1 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

11 Altstadt 2.378 27 26 35 38 126 5,3

12 Carlstadt 2.356 44 29 26 35 134 5,7

13 Stadtmitte 13.115 235 234 287 314 1.070 8,2

14 Pempelfort 28.465 519 508 543 555 2.125 7,5

15 Derendorf 19.095 411 422 445 418 1.696 8,9

16 Golzheim 11.503 325 287 278 251 1.141 9,9

Stadtbezirk 1 76.912 1.561 1.506 1.614 1.611 6.292 8,2

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des

Stadtbezirks 1 an der

Gesamtstadt in %

12,9 8,3 8,1 8,3 9,6 8,6

50


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 1

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose 1

Die absolute Anzahl der Kinder und Jugendlichen

im Alter von sechs bis 18 Jahren wird im

Stadtbezirk 1 bis 2020 stark zunehmen. Vor allem

die Stadtteile Pempelfort und Derendorf werden –

nicht zuletzt durch mehrere Neubaugebiete – einen

enormen Zuwachs erfahren. Dem wird mit dem

Ersatz- beziehungsweise Erweiterungsbau der dort

bestehenden Einrichtungen (Kinder- und Jugendtreff

Ulmenclub sowie Internationaler Stadtteiltreff

Pempelfort) Rechnung getragen. Aber auch die

Zahl der Minderjährigen in den Stadtteilen Altstadt,

Carlstadt sowie Stadtmitte steigt. Ein nur

geringer Zuwachs an Kindern und Jugendlichen

wird demgegenüber für Golzheim prognostiziert.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 1 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf 14

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

26,2 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf (Gebiete in Rheinnähe

der Stadtteile Carlstadt, Pempelfort und

Golzheim),

65,6 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf,

8,2 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem oder sehr hohem sozialem

Handlungsbedarf (Sozialraum 101 im

Stadtteil Stadtmitte).

Besondere Ansätze

Besonders zu beachten sind die engen Kooperationsstrukturen

im dicht besiedelten Gebiet rund

um die Klosterstraße / Charlottenstraße, in dem

zahlreiche Institutionen tätig sind. Ein Modellprojekt

zur Bündelung lokaler Lernorte wurde hier

deshalb gestartet. In der Laufzeit dieses Förderplanes

wird eine neue Konzeption für die Altstadt entstehen,

die vorsieht, Schulschwänzer und verschiedene

Jugendgruppen wie Punks anzusprechen und

ihnen alternative Freizeitangebote zu machen.

Bauplanung



Ersatzbau für die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Ulmenstraße 65 im Plangebiet

„Schlachthof / Schlösserareal“;

Ersatzbau für den Internationalen Stadtteiltreff

Pempelfort, Schirmerstraße 33, im Plangebiet

„Neue Düsseldorfer Stadtquartiere“ (ehemals

Bahnhof Derendorf).

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Die acht bestehenden Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

ergänzen sich sehr gut in ihren

Einzugsgebieten und Schwerpunktsetzungen. Die

beiden Ersatz- und Erweiterungsbauten sind allerdings

dringend nötig, die benannten Neubaugebiete

sind damit gut abgedeckt.

Mehrere Neubaugebiete werden in den nächsten

Jahren erhebliche Auswirkungen auf die Sozialstruktur

der Stadtteile Pempelfort und Derendorf

haben.

1 Für alle zehn Stadtbezirke sind die Aussagen zu Bevölkerungsprognosen

dem Demografiebericht Düsseldorf entnommen, siehe

www.duesseldorf.de

51


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 1

Im Stadtbezirk 1

ansässige

jugendrelevante

Institutionen,

Angebote und

Projekte

31

26

s

25

s

24

16

14

32

42

5

15

38

33

28

7

43

s

23

21

13

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

12

s 6

17

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

8

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

2

40

9

19

37

s

20 41

22

10 s

30

4

s

18 36

27

35

34

3

1

29 39

52


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 1

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

5 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

6 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

8 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Offene Tür CVJM

Haus der offenen

Tür Ritterstraße

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Kinderfreizeiteinrichtung

Sankt

Elisabeth

Zitty 98

Kinder- und Jugendtreff

Ulmenclub

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Graf-Adolf-

Straße 102

Ritterstraße

33 - 35

Vinzenzplatz 1

Klosterstraße

98

Ulmenstraße

65

CVJM Düsseldorf e.V.

Katholische Jugendwerke

Düsseldorf

e.V.

Flingern mobil e.V.

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Franklin 5 Franklinstraße 5 Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendetage

Internationaler

Stadtteiltreff

Pempelfort

7 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Collenbachstraße

10

Schirmerstraße

33

9 Grundschule Max-Schule Citadellstraße

2b

10 Grundschule Paul-Klee-Schule Gerresheimer

Straße 34

11 Grundschule Sankt Rochus-

Schule

12 Grundschule Matthias-Claudius-

Schule

Ehrenstraße

Ehrenstraße

13 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Lennéstraße

Lennestraße 5

14 Grundschule Thomas-Schule Blumenthalstraße

11

15 Grundschule Katholische

Grundschule

Essener Straße

16 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Rolandstraße

Essener Straße

1

Rolandstraße

40

Evangelische Kreuzkirchengemeinde

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

17 Förderschule Jan-Wellem-Schule Franklinstraße 5 Landeshauptstadt

Düsseldorf

18 Weiterführende

Schule

19 Weiterführende

Schule

20 Weiterführende

Schule

21 Weiterführende

Schule

Sankt Benedikt-

Schule

Luisen-Gymnasium

Charlottenstraße

110

Bastionstraße

24

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Görres-Gymnasium Königsallee 57 Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

Schulverwaltungsamt

Matthias-Claudius-

Schule

Gneisenaustraße

58

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Mit Sportgelände

an der

Altenbergstraße

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

Caritas

53


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 1

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

22 Weiterführende

Schule

23 Weiterführende

Schule

24 Weiterführende

Schule

25 Weiterführende

Schule

26 Weiterführende

Schule

29 Jugendverbandsarbeit

30 Jugendverbandsarbeit

31 Jugendverbandsarbeit

32 Jugendverbandsarbeit

33 Jugendverbandsarbeit

34 Jugendverbandsarbeit

37 Jugendverbandsarbeit

38 Jugendverbandsarbeit

39 Jugendverbandsarbeit

40 Jugendverbandsarbeit

41 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

42 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

43 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Humboldt-

Gymnasium

Leibniz-Gymnasium

Realschule In der

Lohe

Städtische Realschule

Golzheim

Georg-Büchner-

Gymnasium

DGB-Jugend Café

Ohm

BdP Stamm Roter

Löwe

DAV-Sektion

Düsseldorf

KjG Sankt Mariä

Empfängnis

Evangelische Jugend

der Tersteegen-

Kirchengemeinde

Evangelische Jugend

der Johannes

Kirchengemeinde

CVJM Düsseldorf e.V.

Freie Evangelische

Gemeinde

Düsseldorf e.V.

Evangelisches

Jugendreferat

Jüdische Jugend

Deutsche Beamtenbund

Jugend

Jugendberatung

Bücherei Derendorf

Pempelforter

Straße 40

Scharnhorststraße

8

Schwannstraße

5

Tersteegenstraße

62

Felix-Klein-

Straße 3

27 Jugendverbandsarbeit

Friedrich-Ebert-

Straße 34

28 Jugendverbandsarbeit

Collenbachstraße

10

Bahnstraße 62

Oststraße 42

Tersteegenstraße

84

Evangelische Jugend

der Zionskirchengemeinde

Evangelische Jugend

der Kreuzkirchengemeinde

Blumenthalstraße

18

Collenbachstraße

10

Schützenstraße

56

35 Jugendverbandsarbeit

Graf-Adolf-

Straße 102

36 Jugendverbandsarbeit

Bendemannstraße

16

Bastionstraße 6

Kaiserswerther

Straße 73a

Karlstraße 2

Stiftsplatz 3

Die Botschaft -

jugendpastorales

Zentrum

KnackPunkt (Frauennotschlafstelle)

Charlottenstraße

32

Ulmenstraße

65

Blücherstraße

10

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

DGB Region Düsseldorf

/ Mittlerer

Niederrhein

Bund der Pfadfinder

und Pfadfinderinnen

Jugend des Deutschen

Alpenvereins,

Sektion Düsseldorf

(JDAV Düsseldorf)

Katholische junge

Gemeinde

Evangelische Tersteegen-Kirchengemeinde

Evangelische Zionskirchengemeinde

Evangelische Kreuzkirchengemeinde

Evangelische

Johannes

Kirchengemeinde

CVJM Düsseldorf e.V.

Freie Evangelische

Gemeinde Düsseldorf

e.V.

Evangelische Kirchenkreis

Düsseldorf

Jüdische Gemeinde

Düsseldorf

Deutsche Beamtenbund

Jugend

BDKJ Stadtverband

Düsseldorf

SKFM e.V.

SKFM e.V.

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

Jugendamt

Schulsozialarbeit:

Jugendamt

54


Stadtbezirk 2

Flingern Süd, Flingern Nord, Düsseltal

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Pestalozzihaus –

Kinder- und Jugendtreff

Kinderspielhaus

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtung

Icklack

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

INFO

Kinderclub

Kiefernstraße

Aufsuchende Jugendarbeit findet

ausgehend von der Freizeiteinrichtung

Icklack im Stadtwerkepark, an

der Kettwiger / Erkrather Straße, am

Hermannplatz etc. statt.

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 2 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

21 Flingern Süd 9.732 320 304 284 349 1.257 12,9

22 Flingern Nord 21.637 640 641 594 549 2.424 11,2

23 Düsseltal 25.898 709 625 606 518 2.458 9,5

Stadtbezirk 2 57.267 1.669 1.570 1.484 1.416 6.139 10,7

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 2

an der Gesamtstadt in %

9,6 8,9 8,4 7,7 8,5 8,4

55


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 2

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

Während die Zahl der Kinder und Jugendlichen

im Alter von sechs bis 18 Jahren in Flingern

Nord bis 2020 annähernd stabil bleibt, wird sie in

Flingern Süd sinken, in Düsseltal hingegen leicht

ansteigen.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 2 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf 12

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

29 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf (vor allem Gebiete

im Stadtteil Düsseltal),

25,2 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf

(Gebiete in den Stadtteilen Flingern

Nord und Düsseltal),

45,8 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem oder sehr hohem sozialem

Handlungsbedarf (Sozialräume 201 bis

205 in den Stadtteilen Flingern Nord und

Süd; Sozialräume 210 und 211 im Stadtteil

Düsseltal).

An der Kiefernstraße sind besonders viele

Mädchen und Jungen mit Zuwanderungsgeschichte

(78,8 Prozent) zuhause. Die Freizeiteinrichtung

dort arbeitet zum Großteil sehr sozialraumbezogen.

Besondere Ansätze

Kabawil e.V. – ein gemeinnütziger Verein und

Zentrum für beziehungsorientierte Kulturarbeit -

stellt einen besonderen Ansatz dar, Kindern und

Jugendlichen mit dem Medium Tanz neue Perspektiven

zu geben. Ziel ist es zum Beispiel, Jugendlichen,

die in der Schule zu scheitern drohen oder

es bereits sind, durch Tanz, Schauspiel, Gesang und

viele weitere Angebote die Berufe auf und hinter

der Bühne näher zu bringen und somit eine

Zukunftsperspektive zu eröffnen.

Das Jugend-Job-Center Plus entstand 2008 aus

der Zusammenarbeit des Sachgebietes Jugendsozialarbeit

des Jugendamtes mit der Arbeitsagentur

und der ARGE. Unter einem Dach untergebracht

kann hier eine Anlaufstelle für alle Jugendlichen

angeboten werden. Kurze Wege und intensive

Zusammenarbeit zielen darauf ab, ein optimales

Unterstützungsangebot für Mädchen und Jungen

anzubieten.

Bauplanung


Ersatzneubau für die Jugendfreizeiteinrichtung

Hellweg 70a / Froschkönigweg 19.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Die Versorgungssituation ist insgesamt gut.

Während das Angebot des Kinderspielhauses auf

der Dorotheenstraße auch stadtweit genutzt wird,

sind die anderen Einrichtungen eher quartiersbezogen

tätig.

56


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 2

Im Stadtbezirk 2

ansässige

jugendrelevante

Institutionen,

Angebote und

Projekte

20

18

9

11

17

10

23

s

16

13

s

4

21

s

14

8

s

15

19

3

22

25

s

7

s

12

5

24

s

2

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

1

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

5 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Kinderclub Kiefernstraße

Freizeiteinrichtung

Icklack

Kinderspielhaus

Pestalozzihaus

Kinder- und Jugendtreff

Freizeiteinrichtung

INFO

Kiefernstraße

21

Höherweg 12

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Dorotheenstraße

39

Grafenberger

Allee 186

Hellweg 70a

und Froschkönigweg

19

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Evangelische

Mattäi-Kirchengemeinde

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Aufsuchende

Jugendarbeit

57


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 2

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

6 Grundschule Katholische Grundschule

Mettmanner

Straße

7 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Flurstraße

8 Grundschule Montessori-Grundschule

Lindenstraße

9 Grundschule Carl-Sonnenschein-

Schule

Mettmanner

Straße

Flurstraße 59

Lindenstraße

102

Graf-Recke-

Straße 153

10 Grundschule Brehm-Schule Karl-Müller-

Straße 25

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

11 Grundschule Paulusschule Paulusplatz 1 Landeshauptstadt

Düsseldorf

12 Förderschule Erich-Kästner-Schule Rosmarinstraße

28

13 Weiterführende

Schule

14 Weiterführende

Schule

15 Weiterführende

Schule

16 Weiterführende

Schule

17 Weiterführende

Schule

19 Jugendverbandsarbeit

21 Jugendverbandsarbeit

22 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

23 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

24 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

25 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Anne-Frank-Realschule

Thomas-Edison-

Realschule

Montessori-Hauptschule

Lindenstraße

Goethe-Gymnasium

Jugendring

Jugend der Evangelischen

Christus-

Kirchengemeinde

BdP Stamm Weiße

Möwen

Ackerstraße

174

Schlüterstraße

18-20

Lindenstaße

140

Rethelstraße 13

Werner-von-Siemens-Realschule

Lindemannstraße

57

18 Jugendverbandsarbeit

Lacombletstraße

10

Gerresheimer

Straße 173

20 Jugendverbandsarbeit

Lacombletstraße

10

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Trägerverein des

Jugendringes Düsseldorf

Evangelische Christus-Kirchengemeinde

Bund der Pfadfinder

und Pfadfinderinnen

KjG Liebfrauen Degerstraße 27 Katholische junge

Gemeinde

KABAWIL Flurstraße 11 KABAWIL e.V.

Jugend-Job-Center

Plus

Berufsbildungszentrum

(BBZ)

Bücherei Flingern

Grafenberger

Allee 300

Flinger Broich

Hoffeldstraße

69

Kooperationsprojekt

der Stadt Düsseldorf,

der Arge sowie

der Arbeitsagentur

AWO BBZ gGmbH

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

DRK

58


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 2

Stadtbezirk 3

Friedrichstadt, Unterbilk, Hafen, Hamm,

Volmerswerth, Bilk, Oberbilk, Flehe

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Unterbilk

Kinderclub Kibi

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

FLORA 2

Elsa-Brandström-Haus

Kinderspieltreff

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

V24

Ev. Jugendzentrum

in Oberbilk – ejuzo

Haus des Kindes

GOT St. Bonifatius

Jugendheim der

Ev. Lutherkirchengemeinde

Spieloase

Jugendfreizeiteinrichtung

TREFF

Bau-Kinder-Kultur

Aufsuchende Arbeit findet ausgehend von der Freizeiteinrichtung

Velberter Straße für Oberbilk statt

und ausgehend von der Einrichtung Suitbertusstraße

in Bilk mit dem Schwerpunkt Jagenberggelände.

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 3 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

31 Friedrichstadt 18.175 364 350 337 431 1.482 8,2

32 Unterbilk 18.000 345 304 358 372 1.379 7,7

33 Hafen 208 7 12 19 8 46 22,1

34 Hamm 3.720 94 102 101 98 395 10,6

35 Volmerswerth 2.168 53 77 95 56 281 13,0

36 Bilk 37.275 905 823 976 1.031 3.735 10,0

37 Oberbilk 28.983 852 754 822 847 3.275 11,3

38 Flehe 2.546 66 64 62 73 265 10,4

Stadtbezirk 3 111.075 2.686 2.486 2.770 2.916 10.858 9,8

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 3

an der Gesamtstadt in %

18,7 14,3 13,3 14,3 17,4 14,8

59


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 3

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

In Friedrichstadt, Unterbilk, Hafen, Volmerswerth,

Flehe und Bilk wird die Zahl der Kinder ab

sechs Jahren bis zum Jahr 2020 leicht ansteigen.

Auch danach bleiben die Zahlen auf gleichbleibendem

Niveau. Die Stadtteile Hamm und Oberbilk

sind bezogen auf ihre Kinderzahl bis 2020 als stabil

zu bezeichnen.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 3 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf 21

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

20,8 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf,

44,9 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf,

34,3 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem oder sehr hohem sozialem

Handlungsbedarf. Vor allem das Wohngebiet

hinter dem Hauptbahnhof fällt hier

durch seinen hohen Anteil an Kindern mit

Zuwanderungsgeschichte auf (58 Prozent).

Besondere Ansätze

Das Jugendinformationszentrum „zeTT“ am

Hauptbahnhof (eine Forderung des vergangenen

Förderplanes) existiert seit 2008 und wirkt als zentrale

Informationsstelle zu allen jugendrelevanten

Fragen für Mädchen und Jungen ab zwölf Jahren.

Es wird sehr gut angenommen.

Bauplanung



Neubau einer Jugendfreizeiteinrichtung im

Ulenbergpark, Ulenbergstraße;

Ersatzneubau für die Jugendfreizeiteinrichtung

Treff, Suitbertusstraße 163 -165.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Vier Freizeiteinrichtungen sowie der Akki e.V.

in Oberbilk decken den Stadtteil mit besonderem

Erneuerungsbedarf gut ab. Es ist zu prüfen, inwieweit

die beiden evangelischen Einrichtungen in

Oberbilk stärker kooperieren oder sich organisatorisch

zusammenschließen können. Ebenso könnte

mit den beiden evangelischen Einrichtungen in

Bilk verfahren werden.

Die TOT Gladbacherstraße wird ihren Schwerpunkt

in Richtung Schulkindbetreuung verlagern

und damit nicht mehr als Freizeiteinrichtung

geführt werden. Die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Siegstraße ist für die Stadtteile Hamm

und Hafen zuständig. Die neue Einrichtung im

Ulenbergpark soll die Kinder und Jugendlichen im

Stadtteil Bilk, Flehe und Volmerswerth ansprechen.

Aufsuchende Jugendarbeit findet bereits für Oberbilk

sowie Bilk (Jagenberggelände) statt. Auf diesem

Gelände wirkt auch die Einrichtung BauKinderKultur

im Salzmannbau unterstützend.

Das Projekt Leyla – Kompetenzzentrum für

Mädchen ab elf Jahre – stellt eine Anlaufstelle und

einen offenen Treff für Mädchen in Friedrichstadt

dar. Das Angebot wird stadtweit gut angenommen.

Es hat sich vor allem für Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte

bewährt und wird perspektivisch

in die Regelförderung aufgenommen.

60


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 3

Im Stadtbezirk 3

ansässige jugendrelevante

Institutionen, Angebote

und Projekte

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

54

19

1

22

60

67

9

65

s 32 63

s

s s 23

17 s

14

2

61 46 13

34 57 52

35

56

s 24

55

s 3 16

15

28

s

18 33

7

s 30

43

s

11

68

36

41

66

44

s

42

37

40

4

8

5 50

39

53

38

21

6

59

58

12 29

10

49

31

s

s 25

62

64

s 45

47

48

27

20

26

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

5 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Freizeiteinrichtung

Unterbilk

Kinderclub Kibi

FLORA 2

Spieloase

TREFF

Siegstraße 2

Kronprinzenstraße

27-29

Florastraße

55 b

Brunnenstraße

65

Suitbertusstraße

163-165

AWO Familienglobus

gGmbH

Aktion Gemeinwesen

und Beratung e.V.

Evangelische

Friedens-Kirchengemeinde

Düsseldorf

Leben und Spielen

in Bilk e.V.

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Aufsuchende

Jugendarbeit

61


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 3

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

6 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

7 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

8 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

9 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

10 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

12 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

GOT

Sankt Bonifatius

V24

Evangelisches

Jugendzentrum in

Oberbilk - ejuzo

Haus des Kindes

Bau-Kinder-Kultur

13 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Elsa-Brandström-

Haus

Jugendheim der

Evangelischen

Lutherkirchengemeinde

Kinderspieltreff

Kopernikusstraße

7

Oberbilker

Allee 1

Sternwartstraße

67

Velberter

Straße 24

Ellerstraße 215

11 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Schmiedestraße

53 - 55

Himmelgeister

Straße 107

Kruppstraße 21

14 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Helmholtzstraße

Helmholtzstraße

16

Evangelische Lutherkirchengemeinde

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Heim der Offenen

Tür Sankt Bonifatius

e.V.

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Evangelische

Jugendfreizeitstätten

im Kirchenkreisverband

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Evangelischer Freizeitstätten

e.V.

Landeshauptstadt

Düsseldorf

15 Grundschule Stankt Peter-Schule Jahnstraße 97 Landeshauptstadt

Düsseldorf

16 Grundschule Regenbogenschule Jahnstraße 97 Landeshauptstadt

Düsseldorf

17 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Konkordiastraße 26

18 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Kronprinzenstraße

19 Grundschule Katholische Grundschule

Florensstraße

20 Grundschule Martin-Luther-

Schule

Konkordiastraße

26

Kronprinzenstraße

107

Florensstraße

Gotenstraße 20

21 Grundschule Bonifatius-Schule Fleher Straße

70

22 Grundschule Sternwartschule Fleher Straße

70

23 Grundschule Katholische Grundschule

Höhenstraße 5

Höhenstraße

24 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Sonnenstraße

25 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Stoffeler Straße

26 Grundschule Katholische Grundschule

Fleherstraße

Sonnenstraße

10

Stoffeler Straße

11

Fleherstraße

213

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Aufsuchende

Jugendarbeit

Schulsozialarbeit:

KJHV

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

AWO

Schulsozialarbeit:

SOS Kinderdorf e.V.

62


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 3

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

27 Förderschule Rudolf-Hildebrand-

Schule

28 Förderschule Jan-Daniel-

Georgens-Schule

Gotenstraße 20

Oberbilker Allee

244

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

29 Förderschule Alfred-Adler-Schule Moorenstraße 5 Landeshauptstadt

Düsseldorf

30 Weiterführende

Schule

31 Weiterführende

Schule

32 Weiterführende

Schule

33 Weiterführende

Schule

34 Weiterführende

Schule

35 Weiterführende

Schule

36 Weiterführende

Schule

37 Weiterführende

Schule

38 Weiterführende

Schule

39 Weiterführende

Schule

40 Weiterführende

Schule

41 Weiterführende

Schule

42 Weiterführende

Schule

43 Weiterführende

Schule

44 Weiterführende

Schule

45 Weiterführende

Schule

46 Weiterführende

Schule

47 Weiterführende

Schule

47 Weiterführende

Schule

48 Weiterführende

Schule

49 Weiterführende

Schule

Dumont-Lindemann-

Schule

Gemeinschaftshauptschule

Adolf-

Reichwein-Schule

Realschule Luisenstraße

Realschule Florastraße

Albrecht-Dürer-

Schule

Leo-Statz-Berufskolleg

Freiherr-vom-Stein-

Realschule

Geschwister-Scholl-

Gymnasium

Hulda-Pankok-

Gesamtschule

Walter-Eucken-

Berufskolleg

Max-Weber-Berufskolleg

Berufskolleg Bachstraße

Heinrich-Hertz-

Berufskolleg

Franz-Jürgens-

Berufskolleg

Dependance Franz-

Jürgens-Berufskolleg

Benzenberg-Realschule

Lessing-Gymnasium/

Lessing-Berufskolleg

Schulsozialarbeit:

Schulverwaltungsamt

Elly-Heuss-Knapp-

Schule

Elly-Heuss-Knapp-

Schule

Joseph-Beuys-

Gesamtschule

Dependance

Heinrich-Hertz-

Berufskolleg

Weberstraße 3

Schmiedestraße

25

Luisenstraße

73

Florastraße 69

Fürstenwall

100

Friedenstraße

29

Färberstraße

40

Redinghovenstraße

41

Brinckmannstraße

16

Suitbertusstraße

163-165

Suitbertusstraße

163-165

Bachstraße 8

Redinghovenstraße

16

Färberstraße

34

Redinghovenstraße

20

Siegburger

Straße 38

Ellerstraße

84-94

Siegburger

Straße

137-139

Siegburger

Straße

137-139

Siegburger

Straße 149

Heerstraße 18a

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

AWO

Schulsozialarbeit:

DRK

Schulsozialarbeit:

Schulverwaltungsamt

63


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 3

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

51 Jugendverbandsarbeit

56 Jugendverbandsarbeit

57 Jugendverbandsarbeit

58 Jugendverbandsarbeit

61 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

62 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

63 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

64 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

65 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

66 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

67 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

68 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

DPSG-Stamm

Hohenstaufen

DPSG-Stamm Anton

KjG Sankt Suitbertus/

Bilk

PSG Stamm Bernadette

Soubirous

Evangelische Jugend

der Christus-

Kirchengemeinde

Evangelische Jugend

der Friedens-

Kirchengemeinde

Evangelische Jugend

der Friedens-

Kirchengemeinde

Evangelische Jugend

der Luther-

Kirchengemeinde

Kuckucksei - Schwule

Jungs Düsseldorf

TrebeCafe

Treffpunkt & Werkstatt

(Für männliche

Jugendliche auf der

Straße)

JUB-Jugendberatung

zeTT - Jugendinformationszentrum

Akki - Aktion &

Kultur mit Kindern

Mädchentreff Leyla

Jugendberufshilfe

gGmbH

Zentralbibliothek

Bücherei Bilk

50 Jugendverbandsarbeit

Ludgerusstraße

2

DPSG-Stamm Winfried

Max-Brandts-

Straße 3

52 Jugendverbandsarbeit

Helmholtzstraße

42

53 Jugendverbandsarbeit

54 Jugendverbandsarbeit

55 Jugendverbandsarbeit

Ludgerusstraße

2

Florensstraße 5

Flügelstraße 21

Florastraße 55

Pionierstraße

61

Kopernikusstraße

7

59 Jugendverbandsarbeit

60 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Johannes-

Weyer-Straße 1

Kölner Straße

148

Querstraße 14

Oberbilker Allee

287

Willi-Becker-

Allee 10

Siegburger

Straße 25

Hüttenstraße

32

Emmastraße

20

Bertha-von-

Suttner-Platz 1

Friedrichstraße

127

Deutsche

Pfadfinderschaft

Sankt Georg Bezirk

Düsseldorf

Deutsche

Pfadfinderschaft

Sankt Georg Bezirk

Düsseldorf

Deutsche

Pfadfinderschaft

Sankt Georg Bezirk

Düsseldorf

Katholische junge

Gemeinde

Pfadfinderinnenschaft

Sankt Georg

Evangelische

Christus-

Kirchengemeinde

Evangelische

Friedens-

Kirchengemeinde

Evangelische

Friedens-Kirchengemeinde

Evangelische Luther-

Kirchengemeinde

Kuckucksei - Schwule

Jungs Düsseldorf

Diakonie Düsseldorf

AWO BBZ gGmbH

AWO

Stadt Düsseldorf in

Kooperation mit

Jugendverbänden

und der AWO

Akki e.V.

Pro-Mädchen -

Mädchenhaus

Düsseldorf e.V.

Jugendberufshilfe

gGmbH

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

64


Stadtbezirk 4

Oberkassel, Heerdt, Lörick, Niederkassel

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Abenteuerspielplatz

Oberkassel

Internationaler Treffpunkt

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Rondell

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

WestEnd

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 4 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

41 Oberkassel 17.673 527 436 401 326 1.690 9,6

42 Heerdt 9.742 335 316 336 268 1.255 12,9

43 Lörick 7.386 253 226 201 124 804 10,9

44 Niederkassel 5.766 257 206 147 105 715 12,4

Stadtbezirk 4 40.567 1.372 1.184 1.085 823 4.464 11,0

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 4

an der Gesamtstadt in %

6,8 7,3 6,3 5,6 4,9 6,1

65


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 4

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

Während für Oberkassel bis 2020 ein Anstieg

der Zahl aller Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahren

prognostiziert wird (ausschlaggebend ist hier

der Neubau des Bahnhofs Oberkassel), werden für

Niederkassel stabile bis sinkende Werte vorhergesagt.

Die Stadtteile Lörick und Heerdt zeichnen

sich durch ein Mehr an Jugendlichen ab zehn Jahre

aus, die Zahl der Kinder stagniert beziehungsweise

sinkt allerdings, was sich ab 2020 verstärkt bemerkbar

machen wird.

Aussagen zur sozialen Situationen

Für den Stadtbezirk 4 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf 18

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

67,3 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf,

14,7 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf,

18,1 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem oder sehr hohem sozialem

Handlungsbedarf.

Bauplanung


Neubau der Kinder - und Jugendfreizeiteinrichtung

WestEnd, bisher Malmedyerstraße 3,

an der Heerdter Landstraße 186.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Die drei bestehenden Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

sowie der Abenteuerspielplatz

ergänzen sich erfolgreich in ihren Einzugsgebieten

und Schwerpunktsetzungen und decken den Stadtbezirk

gut ab. Dazu trägt insbesondere der wesentlich

größere Neubau der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

WestEnd im Freizeitpark Heerdt bei.

Besondere Ansätze

Als Modellprojekt ist die intensive Kooperation

der Freizeiteinrichtung Lewitstraße mit der Carl-

Benz-Realschule zu nennen. Beide Einrichtungen

sind auf dem gleichen Grundstück tätig und ergänzen

sich in der Zusammenarbeit (inhaltlich und

personell) hervorragend. Die geografische Kopplung

von Schule und Freizeiteinrichtung ist von den

Fachkräften auszuwerten, sodass anschließend an

eine Übertragung dieses Modells auf andere Stadtbezirke

nachzudenken ist.

66


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 4

Im Stadtbezirk 4

ansässige

jugendrelevante

Institutionen,

Angebote und

Projekte

14

8

19

s

6

20

7

2

16

18

13

s

10

3

12

11

s

4

17

21

9

15

5

1

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

67


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 4

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

WestEnd

Internationaler Treffpunkt

Abenteuerspielplatz

Oberkassel

10 Weiterführende

Schule

11 Weiterführende

Schule

12 Weiterführende

Schule

13 Jugendverbandsarbeit

14 Jugendverbandsarbeit

15 Jugendverbandsarbeit

16 Jugendverbandsarbeit

17 Jugendverbandsarbeit

18 Jugendverbandsarbeit

20 Jugendverbandsarbeit

21 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Malmedyerstraße

3

Schießstraße

21

Brüggener

Weg 8

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Abenteuerspielplatz

e. V.

Rondell Lewitstraße 2b Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Comenius-

Gymnasium

Schulsozialarbeit:

Schulverwaltungsamt

Carl-Benz-Realschule

Oberkassel

Cecilien-Gymnasium

BdP Stamm

Roter Löwe

DPSG-Stamm Lörick

KjG Sankt Antonius

Oberkassel

KjG

Sankt Benediktus

Evangelische Jugend

Oberkassel

Evangelische Jugend

Oberkassel

Evangelische Jugend

Heerdt

Evangelische Jugend

Heerdt

Cimbernstraße

24

Heerdter

Landstraße 186

5 Grundschule Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule

6 Grundschule Grundschulverbund

Heerdt

7 Grundschule Grundschulverbund

Heerdt

8 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Lörick

9 Grundschule Katholische Grundschule

Niederkasseler

Straße

Pestalozzistraße

30

Wickrather

Straße 31

Niederkasseler

Straße 36

Hansaallee 90

Lewittstraße 2

Schorlemerstraße

99

Brüggener

Weg 8

Löricker Straße

35

Friesenstraße

81

Alt-Heerdt 9

Arnulfstraße 33

Hansaallee 300

19 Jugendverbandsarbeit

Gottfried-

Hötzel-Straße 4

Heerdter

Landstraße 30

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Bund der Pfadfinder

und Pfadfinderinnen

Deutsche

Pfadfinderschaft

Sankt Georg Bezirk

Düsseldorf

Katholische junge

Gemeinde

Katholische junge

Gemeinde

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Oberkassel

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Oberkassel

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Heerdt

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Heerdt

Bücherei Oberkassel Luegallee Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

Jugendamt

Schulsozialarbeit:

Jugendamt

68


Stadtbezirk 5

Stockum, Lohausen,

Kaiserswerth, Wittlaer,

Angermund, Kalkum

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Jugendzentrum Teestube

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 5 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

41 Oberkassel 17.673 527 436 401 326 1.690 9,6

42 Heerdt 9.742 335 316 336 268 1.255 12,9

43 Lörick 7.386 253 226 201 124 804 10,9

44 Niederkassel 5.766 257 206 147 105 715 12,4

Stadtbezirk 5 40.567 1.372 1.184 1.085 823 4.464 11,0

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 5

an der Gesamtstadt in %

6,8 7,3 6,3 5,6 4,9 6,1

69


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 5

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

Steigende Zahlen für Kinder und Jugendliche

bis zum Jahr 2020 können für den Stadtteil Angermund

vorhergesagt werden, was auf ein neues

Wohngebiet zurückzuführen ist. Auch Kaiserswerth

wird wachsen. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen

ab sechs Jahren wird in Wittlaer, Lohausen

und Kalkum bis 2020 und auch darüber hinaus

sinken.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 5 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf zehn

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

88,1 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf,

11,9 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf.

Bauplanung



Neubau eines „Haus des Kindes“ mit offenem

Kinder- und Jugendfreizeitangebot und Kindertageseinrichtung

in Wittlaer, Am Kehrbesen,

Heinrich-Walbröhl-Weg;

Bau eines Kinderbauernhofes.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Die Versorgungssituation stellte sich mit dem

Vorhandensein nur einer Einrichtung im Stadtbezirk

5 (Kaiserswerth) als unzureichend dar. Mit

dem Haus des Kindes erhält ein zweiter Stadtteil

eine Einrichtung. Als ergänzendes Angebot wird

die mobile Lösung mit dem Off-Road-Bus gesehen,

sodass sich die Versorgungssituation in der Laufzeit

dieses Förderplanes enorm verbessern wird. Der

geplante Bau eines Kinderbauernhofes – als stadtweites

Angebot – würde die Versorgungssituation

zusätzlich bereichern.

Es gibt in diesem Stadtbezirk keine Sozialräume

mit hohem oder sehr hohem sozialem Handlungsbedarf.

Besondere Ansätze

Trotz der positiven sozialen Verhältnisse ist die

Infrastruktur für Jugendliche zu berücksichtigen.

Aufgrund der ländlichen Wohnverhältnisse sind

Freizeiteinrichtungen kaum zentral ansiedelbar

und wo vorhanden, nicht für alle Mädchen und

Jungen gut erreichbar. Der so genannte „Off-Road

Bus“ der Kaiserswerther Diakonie wird zu diesem

Zwecke regelmäßig Jugendtreffpunkte im Stadtbezirk

5 wie beispielsweise Schulhöfe oder Parkplätze

in Stadtteilen ansteuern, die bisher keine Freizeiteinrichtung

für Kinder und Jugendliche aufweisen.

70


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 5

Im Stadtbezirk 5

ansässige

jugendrelevante

Institutionen,

Angebote und

Projekte

6

7

10

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

13

Grundschule

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

17

15

11

5

1

19

9

12

16

4

18

2

14

3

8

71


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 5

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Jugendzentrum

Teestube

2 Grundschule Gerhard-Tersteegen-

Schule

3 Grundschule Montessori-

Grundschule

Freiligrathplatz

4 Grundschule Katholische

Grundschule

Im Grund

5 Grundschule Grundschule

Kaiserswerth

6 Grundschule Franz-Vaahsen-

Schule

7 Grundschule Friedrich-von Spee-

Schule

8 Weiterführende

Schule

9 Weiterführende

Schule

10 Jugendverbandsarbeit

13 Jugendverbandsarbeit

16 Jugendverbandsarbeit

17 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

18 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

19 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Max-Planck-

Gymnasium

Theodor-Fliedner -

Gymnasium

Jugendfeuerwehr

Angermund

Jugendfeuerwehr

Kaiserswerth

Jugendfeuerwehr

Kalkum

Jugendfeuerwehr

Wittlaer

KjG Heilige Familie

Evangelische Jugend

Kaiserswerth

Evangelische Jugend

Lohausen

Bücherei Kaiserswerth

Alte Landstraße

179c

Beckbuschstraße

2

Farnweg 10

Im Grund 78

Fliednerstraße

32

Grenzweg 12

Am Litzgraben

28a

Koetschaustraße

36

Kalkumer

Schloßallee 28

Freiheitshagen

33

11 Jugendverbandsarbeit

Friedrich-von-

Spee-Straße 38

12 Jugendverbandsarbeit

Edmund-

Bertrams-

Straße 14

Rheinweg 1

14 Jugendverbandsarbeit

Carl-Sonnenschein-Straße

15 Jugendverbandsarbeit

Fliednerstraße

6

Lantzallee /

Niederrheinstraße

Kaiserswerther

Markt 22

Kaiserswerther

Diakonie

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

Katholische junge

Gemeinde

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Kaiserswerth

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Kaiserswerth

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Sportactionbus Arena-Straße 1 Stadtsportbund

Düsseldorf e.V.

Off-Road-Bus

Alte Landstraße

179

Kaiserswerther

Diakonie

72


Stadtbezirk 6

Lichtenbroich, Unterrath, Rath, Mörsenbroich

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Jugendforum

Lichtenbroich

Kinder und Jugendfreizeiteinrichtung

Blue Rock

Kinder und Jugendfreizeiteinrichtung

Ammerweg

Kinder und Jugendfreizeiteinrichtung

Theo-Club

Kinder und Jugendfreizeiteinrichtung

Ekkehardstraße

Abenteuerspielplatz

Mörsenbroich

Aufsuchende Jugendarbeit findet

ausgehend von den Jugendfreizeiteinrichtungen

Ammerweg sowie

Theodorstraße für den Stadtbezirk 6

statt.

Kinder und Jugendfreizeiteinrichtung

T-Punkt

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 6 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

61 Lichtenbroich 5.778 301 289 332 263 1.185 20,5

62 Unterrath 20.860 658 721 738 561 2.678 12,8

63 Rath 18.977 733 720 714 599 2.766 14,6

64 Mörsenbroich 14.104 521 483 532 441 1.977 14,0

Stadtbezirk 6 59.719 2.213 2.213 2.316 1.864 8.606 14,4

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 6

an der Gesamtstadt in %

10,0 11,8 11,9 12,0 11,1 11,7

73


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 6

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

Bis zum Jahr 2020 steigt in Rath und Mörsenbroich

die Zahl der Mädchen und Jungen ab zehn

Jahre, die Zahl der jüngeren Kinder sinkt.

Dementsprechend ist über 2020 hinaus ein Rückgang

der Zahl der Jugendlichen zu erwarten. Für

Lichtenbroich werden bis 2020 stetig weniger Kinder

und Jugendliche prognostiziert. In Unterrath

bleibt die Zahl der Kinder und Jugendlichen stabil.

2) „Zukunft ohne Sucht“

Das Projekt setzt sich aus folgenden Bausteinen

zusammen:

Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

durch das Gesundheitsamt in Kitas

und Jugendfreizeiteinrichtungen;

Sucht-Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

für jede Kita;



Projekt „Klasse 2009“ in den Grundschulen,

Projekt „ALF - Allgemeine Lebenskompetenzen

und Fertigkeiten“ in weiterführenden Schulen.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 6 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf 24

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

25,8 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf,

38,6 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf,

35,6 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem oder sehr hohem sozialem

Handlungsbedarf.

Besondere Ansätze

Zwei Modellprojekte:

1) „Wir kümmern uns selbst“

Ein Modellprogramm zur Entwicklung lokaler

Potenziale zur Kriminalprävention bei Kindern

und Jugendlichen: Im Stadtteil Rath geht es

darum, zur Konfliktentschärfung Jugendlichen

eine eigene Fläche zur Verfügung zu stellen und

diesen Platz anschließend eigenständig gestalten

zu lassen.

Bauplanung




Ersatzbau für die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Lichtenbroicher Weg 96 am gleichen

Ort;

Ausbau des Abenteuerspielplatzes Mörsenbroich,

der 2008 mit der Einrichtung Eggerscheidterstraße

fusionierte;

Neubau einer Freizeiteinrichtung in Mörsenbroich,

Plangebiet Reizenstein.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Insgesamt findet im Stadtbezirk eine Sondierung

der Freizeiteinrichtungen statt. Nach der

Fusion der Einrichtungen Eggerscheidter Straße

mit dem Abenteuerspielplatz prüfen auch die evangelischen

Kirchengemeinden im Stadtbezirk 6, eine

gemeinsame Konzeption für die evangelischen Einrichtungen

vorzulegen.

Die Sozialräume mit besonderem Handlungsbedarf

werden durch aufsuchende Arbeit oder

quartiersbezogen tätige Freizeiteinrichtungen gut

betreut.

74


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 6

Im Stadtbezirk 6

ansässige jugendrelevante

Institutionen, Angebote

und Projekte

30

5

8

4

31

11

12

27

25

10

37

9

35

s 19

6

15

7

32

26

2

20

s 13 36

14

23

38 s 21

22

28

s

18

1

33

3

17

16

24

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

75


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 6

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

6 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

7 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Abenteuerspielplatz

Mörsenbroich

Freizeiteinrichtung

Ekkehardstraße

T-Punkt

Blue Rock

Jugendforum

Lichtenbroich

Theo-Club

Freizeiteinrichtung

Ammerweg

8 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Krahnenburgstraße

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Sankt-

Franziskus-

Straße 125

Ekkehardstraße

20

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Eugen-Richter-

Straße 10

Lichtenbroicher

Weg 96

5 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Matthiaskirchweg

14

Theodorstraße

334

Ammerweg

14-16

Krahnenburgstraße

15

9 Grundschule Sankt Bruno-Schule An der Golzheimer

Heide 120

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Evangelische

Thomas-Kirchengemeinde

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Unterrath

SWT e.V.

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Dependance

Eggerscheidter

Straße

Aufsuchende

Jugendarbeit

Aufsuchende

Jugendarbeit

10 Grundschule Elsa-Brandström-

Schule

An der Golzheimer

Heide 120

Landeshauptstadt

Düsseldorf

11 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Unterrath

Beedstraße 31

Landeshauptstadt

Düsseldorf

12 Grundschule Kartause-Hain-

Schule

13 Grundschule Katholische

Grundschule

Rather Kreuzweg

14 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Rather Kreuzweg

Unterrather

Straße 76

Rather Kreuzweg

21

Rather Kreuzweg

21

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

15 Grundschule Joachim-Neander-

Schule

16 Grundschule Sankt-Franziskus-

Schule

17 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Max-

Halbe-Straße 14

18 Förderschule Janusz-Korczak-

Schule

Rather Markt 2

Herchenbachstraße

2

Max-Halbe-

Straße 14

Wrangelstraße

40

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

Diakonie

19 Weiterführende

Schule

Kartause-Hain-

Schule

Borbecker

Straße 25

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

20 Weiterführende

Schule

21 Weiterführende

Schule

Gemeinschaftshauptschule

Rather Kreuzweg

Hermann-Harry-

Schmitz

Weiterbildungskolleg

Rather Kreuzweg

21

Rückertstraße 6

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

Caritas

76


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 6

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

22 Weiterführende

Schule

Friedrich-Rückert-

Gymnasium

Rückertstraße 6

Landeshauptstadt

Düsseldorf

23 Weiterführende

Schule

Abendgymnasium

Rückertstraße

Rückertstraße 6

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit

voraussichtlich ab

2010

24 Weiterführende

Schule

Heinrich-Heine-

Gesamtschule

Graf-Recke-

Straße 170

Landeshauptstadt

Düsseldorf

25 Jugendverbandsarbeit

26 Jugendverbandsarbeit

27 Jugendverbandsarbeit

28 Jugendverbandsarbeit

29 Jugendverbandsarbeit

30 Jugendverbandsarbeit

31 Jugendverbandsarbeit

32 Jugendverbandsarbeit

33 Jugendverbandsarbeit

34 Jugendverbandsarbeit

Falkenheim Unterrath

DPSG-Stamm Sankt

Bruno

KjG Unterrath / Lichtenbroich

Evangelische Jugend

der Oster-Kirchengemeinde

Evangelische Jugend

der Oster-Kirchengemeinde

Evangelische Jugend

der Kirchengemeinde

Unterrath

Evangelische Jugend

der Kirchengemeinde

Unterrath

Evangelische Jugend

der Kirchengemeinde

Unterrath

Evangelische Jugend

der Thomas-

Kirchengemeinde

DJO - Deutsche

Jugend in Europa

Meisenweg 87

Kalkumer

Straße 58

Am Klosterhof

6

Oberrather

Straße 29

Graf-Recke-

Straße 211

Matthiaskirchweg

18

Ahornallee 7

Diezelweg

Eugen-Richter-

Straße 10

Rather Kreuzweg

79

SJD-Die Falken

Kreisverband

Düsseldorf

Deutsche Pfadfinderschaft

Sankt

Georg Bezirk

Düsseldorf

Katholische junge

Gemeinde

Evangelische Oster-

Kirchengemeinde

Evangelische Oster-

Kirchengemeinde

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Unterrath

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Unterrath

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Unterrath

Evangelische

Thomas-Kirchengemeinde

Düsseldorf

DJO - Deutsche

Jugend in Europa

35 Jugendverbandsarbeit

36 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

37 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

38 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Jugendrotkreuz

Bücherei Rath

Bücherei Unterrath

Sommerhotel

Habicht

Auf den Geisten

14

Westfalenstraße

24

Eckenerstraße

1

Habichtstraße

21

Jugendrotkreuz

Kreisverband

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Evangelische

Thomas-Kirchengemeinde

Düsseldorf

77


Stadtbezirk 7

Gerresheim, Grafenberg, Ludenberg, Hubbelrath

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Kinderfreizeiteinrichtung

Gräulinger Straße

Falkenheim Gerresheim

Ev. Jugendheim

Apostelkirche

Kindertreff Gerresheim

Kinder und Jugendfreizeiteinrichtung

Heyebad

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 7 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

71 Gerresheim 28.690 1.001 1.170 1.241 941 4.353 15,2

72 Grafenberg 5.546 161 114 128 107 510 9,2

73 Ludenberg 6.987 239 260 257 181 937 13,4

74 Hubbelrath 3.684 187 162 127 106 582 15,8

Stadtbezirk 7 44.907 1.588 1.706 1.753 1.335 6.382 14,2

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 7

an der Gesamtstadt in %

7,5 8,5 9,1 9,1 8,0 8,7

78


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 7

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

Während in Gerresheim und Hubbelrath die

Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 2020 sinkt,

wird für Ludenberg ein leichtes Wachstum prognostiziert.

In Grafenberg werden entsprechend der

Vorhersagen bis 2020 noch steigende Zahlen an

Kindern und Jugendlichen über zehn Jahren zu verzeichnen

sein, gleichzeitig nimmt die Zahl an Kindern

unter zehn Jahren ab, sodass für die Zeit nach

2020 insgesamt sinkende Zahlen zu erwarten sind.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 7 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf 17

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

51,8 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf,

40,5 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf,

7,6 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem sozialem Handlungsbedarf.

Besondere Ansätze

Bauplanung


Neubau einer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

im Plangebiet „Am Quellenbusch“.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Mit dem Neubau einer Einrichtung am Quellenbusch

wird die bestehende Freizeiteinrichtung

Joseph-Neuberger-Straße (DRK) dorthin umziehen

und von da aus das „alte“ Einzugsgebiet sowie

Kinder- und Jugendliche aus dem Neubaugebiet

betreuen. Der Sozialraum mit höherem Handlungsbedarf

südlich der Bahnlinie wird aktuell von

der Freizeiteinrichtung Torfbruchstraße begleitet.

Über die Einrichtung eines Hauses des Kindes

(Kita und Freizeiteinrichtung) ist in diesem Sozialraum

nachzudenken. Eine Dependance des CVJM

auf der Altenbergstraße im Stadtbezirk 2 versorgt

über die Stadtbezirksgrenze hinweg auch Teile des

westlichen Gerresheims und Grafenbergs. Insgesamt

ist die Versorgungssituation in Gerresheim

und Grafenberg gut, für die Stadtteile Ludenberg

und Hubbelrath ist über eine mobile Lösung nachzudenken.

In Knittkuhl werden von der evangelischen

Kirchengemeinde bereits Angebote für Kinder-

und Jugendliche gemacht.

Die Freizeiteinrichtung Gräulinger Straße

befindet sich auf dem Gelände des Gymnasiums

Am Poth. Neue integrierte Konzeptionen der

Zusammenarbeit werden hier erprobt.

79


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 7

Im Stadtbezirk 7

ansässige

jugendrelevante

Institutionen,

Angebote und

Projekte

11

25

s

18

10

23

15

4

13

s s

14 24

20

22

16

3

6

5

19

9

12

s

8

2

17

26

28

7

21

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

1

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

27

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Heyebad

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Kinderfreizeiteinrichtung

Gräulinger Straße

Evangelisches

Jugendheim

Apostelkirche

Kindertreff

Gerresheim

Falkenheim

Gerresheim

6 Grundschule Hanna-Zündorfer-

Schule

Torfbruchstraße

350

Gräulinger Straße

56

Metzkauser

Straße 6

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

5 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Josef-Neuberger-Straße

61

Unter den

Eichen 62 a

Benderstraße

78

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Gerresheim

DRK Kreisverband

Düsseldorf e.V.

Verein Falkenheime

e.V.

Landeshauptstadt

Düsseldorf

mit Dependance an

der Gustav-Adolf-

Kirche

80


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 7

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

7 Grundschule Ferdinand-Heye-

Schule

Heyestraße 91 Landeshauptstadt

Düsseldorf

8 Grundschule Katholische

Grundschule

Unter den

Eichen 26

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Unter den Eichen

9 Grundschule Aloys-Odenthal-

Schule

Unter den

Eichen 26

Landeshauptstadt

Düsseldorf

10 Grundschule Gutenberg-Schule Grafenberger Landeshauptstadt

11 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Knittkuhl

12 Förderschule Martin-Luther-Kind-

Schule

13 Förderschule Theodor-Andresen-

Schule

Allee 384

Am Mergelsberg

1

Schönaustraße

25

Lohbachweg 16

14 Förderschule Franz-Marc-Schule Lohbachweg

18-20

15 Weiterführende Karl-Röttger-Tagesschule

Diepenstraße

Schule

24

16 Weiterführende Gymnasium Am Poth 60

Schule

Gerresheim

17 Weiterführende Marie-Curie- Gräulinger Straße

Schule

Gymnasium

15

18 Weiterführende

Graf-Recke-

Schule

Straße 230

19 Jugendverbandsarbeit

20 Jugendverbandsarbeit

21 Jugendverbandsarbeit

22 Jugendverbandsarbeit

23 Jugendverbandsarbeit

Gemeinschaftshauptschule

Graf-

Recke-Straße 230

Falkenheim Gerresheim

und Spieleverleih

„Spielerei“

Malteser Jugend

Düsseldorf

Evangelische Jugend

an der Gustav-Adolf-

Kirche

Evangelische Jugend

an der Gnadenkirche

Evangelische Jugend

an der Apostelkirche

Jugendrotkreuz

Unter den

Eichen 62a

Dreherstraße

202

Hardenbergstraße

3

Dreherstraße

210

Metzkauser

Straße 6

24 Jugendverbandsarbeit

25 Jugendverbandsarbeit

26 Jugendverbandsarbeit

Josef-Neuberger-Straße

69

Dorfstraße 13

Jugendfeuerwehr

Hubbelrath

DPSG-Stamm Gerrich

Gerricusstraße

9

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

SJD-Die Falken

Kreisverband

Düsseldorf

Malteser Jugend,

Malteser Hilfsdienst

e.V.

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Gerresheim

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Gerresheim

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Gerresheim

DRK Kreisverband

Düsseldorf e.V.

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

Deutsche Pfadfinderschaft

Sankt Georg

Bezirk Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

Diakonie

27 Jugendverbandsarbeit

28 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Bücherei

Gerresheim

DPSG-Stamm Vennhausen

Katharinenstraße

20

Heyestraße 4

Deutsche Pfadfinderschaft

Sankt Georg

Bezirk Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

81


Stadtbezirk 8

Lierenfeld, Eller, Vennhausen, Unterbach

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Internationales

Jugendzentrum

Falkenheim

Tannenhof

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

KW 43

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4-Kidz

Internationaler Treff

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Jugendzentrum Eller

Youth4U

Jugendtreff Schlossallee

Abenteuerspielplatz Eller

Jugend in der Aue

Aufsuchende Arbeit findet ausgehend von der

Freizeiteinrichtung Schlossallee in Eller im

„Gurkenland“ sowie im „Kissinger Viertel“ statt.

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 8 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

81 Lierenfeld 10.143 356 379 367 307 1.409 13,9

82 Eller 29.834 1.022 1.106 1.139 973 4.240 14,2

83 Vennhausen 9.964 286 353 421 325 1.385 13,9

84 Unterbach 7.286 219 217 218 171 825 11,3

Stadtbezirk 8 57.227 1.883 2.055 2.145 1.776 7.859 13,7

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 8

an der Gesamtstadt in %

9,6 10,0 11,0 11,1 10,6 10,7

82


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 8

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

Während für die Stadtteile Lierenfeld, Eller

und Vennhausen sinkende Kinder- und Jugendzahlen

bis 2020 prognostiziert werden, steigt die Zahl

der Mädchen und Jungen bis 18 Jahre in Unterbach

um 22 Prozent an.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 8 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf insgesamt

17 Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

28,2 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf,

32 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf,

39,8 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem oder sehr hohem sozialem

Handlungsbedarf.

Bauplanung




Veränderung der Freizeiteinrichtung

Kuthsweg 43;

Erweiterung der Freizeiteinrichtung

Chemnitzer Straße 51a;

Neubau eines Spielhauses auf dem Abenteuerspielplatz

Eller, Heidelberger Straße 46.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Insgesamt sind im Stadtbezirk 8 elf Einrichtungen

für Kinder- und Jugendliche tätig. Diese ergänzen

sich in ihren Einzugsgebieten und ihrer

Schwerpunktsetzung gut. Der stabilen beziehungsweise

steigenden Kinderzahl in Unterbach wurde

durch die Aufnahme der Freizeiteinrichtung der

AWO in Unterbach in die Regelförderung Rechnung

getragen.

Besondere Ansätze

Rund um die Grundschule Richardstraße

sowie die Freizeiteinrichtung Jägerstraße entsteht

ein Bündnis lokaler Lernorte, das sich durch seine

besondere Nähe der Institutionen Kita, Grundschule

und Freizeiteinrichtung auszeichnet.

83


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 8

Im Stadtbezirk 8

ansässige jugendrelevante

Institutionen, Angebote

und Projekte

7

18

32

s 17

33 5

s

25 20

38

s

24 30

12

36

11

s

2

39

3

19

1

s 40 s 16

27

35

10

29

37

4

6

28

s 26

23

34

41

22

21

8

31

15

s

14

9

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

84


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 8

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

5 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

6 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

7 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

8 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

9 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

10 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Internationaler Treff Jägerstraße 31 Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

KW 43 Kuthsweg 43 Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendzentrum Eller

Abenteuerspielplatz

Eller

Falkenheim

Tannenhof

4-Kidz

Internationales

Jugendzentrum

Youth4U

Jugend in der Aue

Jugendtreff

Schlossallee

11 Grundschule Sankt-Michael-

Schule

Bernburger

Straße 50

Heidelberger

Straße 46

Erfurter Weg 47

Chemnitzer

Straße 51a

Ronsdorfer

Straße 138

Gerresheimer

Landstraße 89

Hasseler Richtweg

74d

Schlossallee 8

Kempgensweg

65

Jugendzentrum Eller

e.V.

Abenteuerspielplatz

Eller e.V.

Verein Falkenheime

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

AWO Familienglobus

gGmbH

AWO Familienglobus

gGmbH

AWO Familienglobus

gGmbH

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Eller

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Aufsuchende

Jugendarbeit

Schulsozialarbeit:

Diakonie

12 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Bingener Weg

13 Grundschule Katholische Grundschule

Bingener Weg

14 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Deutzer Straße

15 Grundschule Katholische

Grundschule

Fuldaer Straße

Bingener Weg

10

Bingener Weg

10

Deutzer Straße

102

Fuldaer Straße

33

16 Grundschule Gumbertschule Gumbertstraße

191

17 Grundschule Katholische

Grundschule

Leuthenstraße

18 Grundschule Astrid-Lindgren-

Schule

19 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Richardstraße

20 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Arnstadter Weg

Leuthenstraße

50

Leuthenstraße

50

Richardstraße

14

Arnstadter Weg

6-16

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

21 Grundschule Wichern-Schule Brorsstraße 5 Landeshauptstadt

Düsseldorf

22 Grundschule Carl-Sonnenschein-

Schule

Gerresheimer

Landstraße 89

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

SOS Kinderdorf e.V.

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

AWO

85


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 8

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

23 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Vennhauser

Allee

Vennhauser

Allee 160-162

24 Grundschule Franz-Boehm-Schule Kamper Weg

291

25 Förderschule Förderschule Erfurter Weg 45

Erfurter Weg

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

26 Förderschule Peter-Härtling-

Schule

27 Weiterführende

Schule

28 Weiterführende

Schule

29 Weiterführende

Schule

30 Weiterführende

Schule

31 Jugendverbandsarbeit

32 Jugendverbandsarbeit

33 Jugendverbandsarbeit

37 Jugendverbandsarbeit

38 Jugendverbandsarbeit

39 Jugendverbandsarbeit

40 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

41 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Gemeinschaftshauptschule

Bernburger

Straße 44

Dieter-Forte-Gesamtschule

Vennhauser

Allee 167

Bernburger

Straße 44

Heidelberger

Straße 75

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Lore-Lorentz-Schule Schlossallee 14 Landeshauptstadt

Düsseldorf

Georg-Schulhoff-

Realschule

Jugendfeuerwehr

Unterbach

Jugendfeuerwehr

Umweltschutz

Falkenheim

Tannenhof

Falkenheim Freiheit

PSG Stamm Sankt

Gertrud

Evangelische Jugend

Düsseldorf-Eller

Evangelische Jugend

Düsseldorf-Eller

Evangelische Jugend

Düsseldorf-

Vennhausen

Evangelische Jugend

Düsseldorf-

Lierenfeld

Bücherei Eller

Kamper Weg

291

Gerresheimer

Landstraße 42

Posener Straße

171

Erfurter Weg 47

34 Jugendverbandsarbeit

Friedrich-

Engels-Straße

65

Alt-Eller 31

Am Schabernack

37

Schlossallee 8

Sandträgerweg

101

Gatherweg 109

Gertrudisplatz

16

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

SJD-Die Falken

Kreisverband

Düsseldorf

SJD-Die Falken

Kreisverband

Düsseldorf

35 Jugendverbandsarbeit

36 Jugendverbandsarbeit

Pfadfinderinnenschaft

Sankt Georg

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Eller

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Eller

Evangelische

Markus-Kirchengemeinde

Evangelische Lukas-

Kirchengemeinde

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Bücherei Unterbach Breidenplatz 8 Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

IN VIA

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

DRK

86


Stadtbezirk 9

Wersten, Himmelgeist, Holthausen, Reisholz, Benrath, Urdenbach,

Itter, Hassels

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

JU4you

Jugendhaus

Offene Tür

Wersten

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Kamper 17

Kinderclub Wersten

AWO Aktiv-Treff

Kinderclub In der Donk

Jugendfreizeiteinrichtung

Altenbrückstraße

Kindertreff

Holthausen

Spektakulum

Selbstverwaltetes

Jugendzentrum

Haus Spilles

Ev. Jugendhaus

JUT U 98

Aufsuchende Arbeit findet in den Stadtteilen Hassels

und Reisholz ausgehend von der Jugendfreizeiteinrichtung

Altenbrückstraße sowie in Wersten ausgehend

von der Einrichtung Immigrather Straße statt.

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 9 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

91 Wersten 26.653 990 1.076 1.082 905 4.053 15,2

92 Himmelgeist 1.322 23 46 40 31 140 10,6

93 Holthausen 12.155 489 495 539 401 1.924 15,8

94 Reisholz 3.602 114 136 171 166 587 16,3

95 Benrath 16.111 508 523 571 415 2.017 12,5

96 Urdenbach 10.626 403 401 422 301 1.527 14,4

97 Itter 1.855 60 53 45 41 199 10,7

98 Hassels 17.679 673 730 769 681 2.853 16,1

Stadtbezirk 9 90.003 3.260 3.460 3.639 2.941 13.300 14,8

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 9

an der Gesamtstadt in %

15,1 17,4 18,5 18,8 17,6 18,1

87


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 9

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

Die prognostizierte Zunahme der Zahlen der

Kinder und Jugendlichen bis 2020 in Himmelgeist

ist vor allem einem Neubaugebiet geschuldet. Auch

für Wersten wird ein Wachstum vorhergesagt. Itter

steigt in seinen Kinder- und Jugendzahlen leicht an

während für alle anderen Stadtteile - Hassels,

Urdenbach, Benrath, Reisholz und Holthausen -

eher sinkende Zahlen zu erwarten sind.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 9 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf 23

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

26,5 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf,

44,3 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf,

29,2 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem oder sehr hohem sozialem

Handlungsbedarf.

Besondere Ansätze

Es wird derzeit ein Regionalkonzept der evangelischen

Freizeiteinrichtung Südallee in Urdenbach

erarbeitet, das heißt Angebote werden von dort aus

künftig dezentralisiert auch an der Calvinstraße und

der Angerstraße erfolgen. Somit kann eine zielgruppengenauere

Jugendarbeit näher an den Wohnorten

der Mädchen und Jungen stattfinden.

Seit September 2009 besteht ein Angebot im

Stadtteil Itter. Dort wird ausgehend von der Kinder-

und Jugendfreizeiteinrichtung Kamperstraße

der Bedarf an Kinder- und Jugendarbeit gedeckt.

Bauplanung

Sanierung und Erweiterung der Freizeiteinrichtung

Altenbrückstraße 14;

Neubau „Die Arche“ auf der Benninhauser

Straße;

Erweiterung der Einrichtung Kamperstraße 17

für OGS-Gruppen;

Schaffen eines Raumangebotes für Jugendarbeit

in Itter / Himmelgeist.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Die Einrichtung auf der Leichlingerstraße wird

zugunsten des Neubaus der Arche auf der Benninghauser

Straße geschlossen werden. Hier ist schon

für Ende 2009 ein Trägerwechsel geplant, sodass

„Die Arche“ die Räumlichkeiten des Kinderclubs

bis zur Fertigstellung der neuen Immobilie nutzen

kann. In Wersten West besteht eine Unterversorgung.

Nach einer Lösung wird aktuell

gesucht.

Außerdem ist zu prüfen, inwieweit die Mädchen

und Jungen der Freizeiteinrichtung Geeststraße

durch aufsuchende Jugendarbeit betreut werden

können, zumal die bauliche Situation der Einrichtung

eher schlecht ist.

Die Freizeiteinrichtung Altenbrückstraße wird

nach ihrem Umbau ein besonderes Sport- und Fitnessangebot

für die Jugendlichen in Hassels und

Reisholz anbieten. Bis zur Fertigstellung finden

vorübergehend Ersatzangebote in überlassenen

Räumlichkeiten der Freizeiteinrichtung In der

Donk 66 und in Räumen des Bürgerhauses Reisholz

statt.

88


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 9

Im Stadtbezirk 9

ansässige

jugendrelevante

Institutionen,

Angebote und

Projekte

13 6

14 44

52

41

7

s s

12

15

8 51

9

39

s 27

36

40

29 s 16

10

45

11

s

17

28

48

s 18

53

1

4

5

s 22

49

24

43

23

31 21

s s 20

33 30 42

2 38

50

54

32

37

19

46

47

25

3

34

35

s

26

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anm.

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

5 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

6 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

7 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Spektakulum

Selbstverwaltetes

Jugendzentrum

Haus Spilles

Evangelisches

Jugendhaus

JUTU 98

Kinderclub In der

Donk

Jugendfreizeiteinrichtung

Altenbrückstraße

Jugendhaus JU4you

Kinderclub Wersten

Wimpfener

Straße 18a

Benrather

Schlossallee 93

Südallee 98

In der Donk 66

Altenbrückstraße

14

Werstener

Dorfstraße 90

Leichlinger

Straße 65

Jugendamt der

Landeshauptstadt Düsseldorf

Initiativkreis „Jugend in

Benrath“ e.V.

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Urdenbach

Jugendamt der

Landeshauptstadt Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt Düsseldorf

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Wersten

Jugendamt der

Landeshauptstadt Düsseldorf

89


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 9

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

11 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Offene Tür Wersten

AWO Aktiv-Treff

Kamper 17

Kindertreff

Holthausen

12 Grundschule Theodor-Heuss-

Schule

8 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

9 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

10 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Lützenkircherstraße

14

Immigrather

Straße 3

Kamperstraße

17

Geeststraße 99

Lützenkircher

Straße 2

Heim der Offenen

Tür - Wersten e.V.

AWO Familienglobus

gGmbH

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

DRK Kreisverband

Düsseldorf e.V.

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

90

13 Grundschule Marien-Schule Rheindorfer

Weg 20

14 Grundschule Henri-Dunant-Schule Rheindorfer

Weg 20

15 Grundschule Christophorus-

Schule

16 Grundschule Katholische Grundschule

Itterstraße

17 Grundschule Adolf-Klarenbach-

Schule

18 Grundschule Sankt-Elisabeth-

Schule

19 Grundschule Katholische Grundschule

Einsiedelstraße

25

Werstener

Friedhofstraße

10

Itterstraße 16

Walter-Rathenau-Straße

15

Buchenstraße

16

Einsiedelstraße

25

20 Grundschule Sankt-Cäcilia-Schule Erich-Müller-

Straße 31

21 Grundschule Grundschule Schloss

Benrath

22 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Am Köhnen

23 Grundschule Hermann-Gmeiner-

Schule

24 Grundschule Selma Lagerlöf

Schule

25 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Südallee

26 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Garather Straße

Erich-Müller-

Straße 31

Am Köhnen 73

Schillstraße 7

Schillstraße 7

Südallee 100

Garather Straße

16

27 Förderschule Mosaikschule Am Massenberger

Kamp 45

28 Förderschule Astrid-Lindgren-

Schule

29 Weiterführende

Schule

30 Weiterführende

Schule

31 Weiterführende

Schule

Katholische Hauptschule

Itterstraße

Gemeinschaftshauptschule

Melanchthonstraße

Realschule Benrath

Walther-Rathenau-Straße

15

Itterstraße 16

Melanchthonstraße

2

Hospitalstraße

45

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

Schulsozialarbeit:

IN VIA

Schulsozialarbeit:

SOS Kinderdorf e.V.

Schulsozialarbeit:

BBZ der AWO

Schulsozialarbeit:

IN VIA

Schulsozialarbeit:

Caritas

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

Caritas


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 9

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

32 Weiterführende

Schule

33 Weiterführende

Schule

34 Weiterführende

Schule

Annette-von-Droste-

Hülshoff-Gymnasium

Schloss-Gymnasium

Benrath

Brucknerstraße

19

Hospitalstraße

45

Theodor-Litt-Realschule

Theodor-Litt-

Straße 5-11

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

SOS Kinderdorf

35 Weiterführende

Schule

36 Jugendverbandsarbeit

37 Jugendverbandsarbeit

38 Jugendverbandsarbeit

39 Jugendverbandsarbeit

40 Jugendverbandsarbeit

41 Jugendverbandsarbeit

42 Jugendverbandsarbeit

43 Jugendverbandsarbeit

44 Jugendverbandsarbeit

46 Jugendverbandsarbeit

47 Jugendverbandsarbeit

48 Jugendverbandsarbeit

49 Jugendverbandsarbeit

50 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

51 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

52 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

53 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

54 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Gymnasium

Koblenzer Straße

Jugendfeuerwehr

Himmelgeist

Deutscher

Pfadfinderbund

Theodor-Litt-

Straße 2

Itterstraße 152

Telleringstraße

56

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

Deutscher

Pfadfinderbund

Gau Rheinland e.V.

KjG Sankt Cäcilia Hauptstraße 12 Katholische junge

Gemeinde

KjG Sankt Hubertus /

Itter

KjG Sankt Joseph /

Holthausen

KjG Sankt Maria

Rosenkranz

Evangelische Jugend

Dankeskirche

Evangelische Jugend

Anbetungskirche

Evangelische Jugend

Wersten

Evangelische Jugend

Holthausen

Evangelische Jugend

Urdenbach

Evangelische Jugend

Urdenbach

Alevische Jugend /

Alevitisches Kulturzentrum

Düsseldorf

e.V.

Initiativkreis „Jugend

in Benrath“ e.V.

Bücherei Benrath

Kinderbücherei

Hassels

Bücherei Wersten

Jugendarbeit im

Bürgerhaus Reisholz

Bürgerhaus Benrath

Am Broichgraben

73

Am Langen

Weiher 21

Burscheider

Straße 20

An der Dankeskirche

1

Hasselsstraße

71

Wiesdorfer

Straße 13

45 Jugendverbandsarbeit

Adolf-Klarenbach-Straße

6

Angerstraße 77

Südallee 98

Walzwerkstraße

14

Benrather

Schlossallee 93

Urdenbacher

Allee 6

In der Donk 66

Liebfrauenstraße

1

Kappeler

Straße 231

Telleringstraße

51

Katholische junge

Gemeinde

Katholische junge

Gemeinde

Katholische junge

Gemeinde

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Benrath

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Benrath

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Wersten

Evangelische

Klarenbach-

Kirchengemeinde

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Urdenbach

Evangelische Kirchengemeinde

Düsseldorf-Urdenbach

Alevitisches Kulturzentrum

Düsseldorf

e.V.

Initiativkreis „Jugend

in Benrath“ e.V.

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

91


Stadtbezirk 10

Garath, Hellerhof

Kinder- und

Jugendfreizeiteinrichtungen

im Planungsraum

Profile siehe

Anlagenband I

Spielanlage

Wittenberger Weg

Offene Tür

Herz-Jesu

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Lüderitzstraße

Anne-Frank-Haus

Jugendfreizeiteinrichtung

Frankfurter Straße

Abenteuerspielplatz Garath

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

St. Matthäus

Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtbezirk 10 Stand: 31.12.2008

Einwohner

insgesamt

6 bis 9

Jahre

10 bis 13

Jahre

14 bis 17

Jahre

18 bis 20

Jahre

Einwohner

6 bis 20 Jahre

Quote in %

6 bis 20 Jahre

101 Garath 18.408 732 751 864 718 3.065 16,7

102 Hellerhof 6.526 239 271 379 367 1.256 19,2

Stadtbezirk 10 24.934 971 1.022 1.243 1.085 4.321 17,3

Gesamtstadt 595.474 18.757 18.662 19.349 16.720 73.488 12,3

Anteil des Stadtbezirks 10

an der Gesamtstadt in %

4,2 5,2 5,5 6,4 6,5 5,9

92


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 10

Aussagen zur

Bevölkerungsprognose

In den beiden Stadtteilen Garath und Hellerhof

sinkt bis 2020 die Zahl der Mädchen und Jungen ab

sechs Jahren – die Prognose für Hellerhof geht

sogar von einem Rückgang der 10- bis unter 18-

Jährigen um mehr als die Hälfte aus.

Aussagen zur sozialen Situation

Für den Stadtbezirk 10 werden in der sozialräumlichen

Gliederung der Stadt Düsseldorf neun

Sozialräume ausgewiesen. Dabei leben

2,8 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit sehr geringem oder geringem

sozialem Handlungsbedarf,

55,7 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit mittlerem sozialem Handlungsbedarf,

41,5 Prozent der minderjährigen Personen in Sozialräumen

mit hohem oder sehr hohem sozialem

Handlungsbedarf.

Besondere Ansätze

Es findet eine Sondierung der Einrichtungen

der Jugendhilfe im Sozialraum rund um den Wittenberger

Weg statt. Die Zahlen der Kinder- und

Jugendlichen sinken, sodass eine neue Steuerung

dieses schwierigen Sozialraumes nötig wird.

Bauplanung


Neubau der Freizeiteinrichtung

Lüderitzstraße 75 / 81.

Fazit: Beurteilung der

Versorgungssituation im

Stadtbezirk

Insgesamt ist das Angebot an Freizeiteinrichtungen

im Planungsraum ausreichend. Die Einzugsgebiete

und Schwerpunktsetzungen ergänzen

sich gut. Ein Trägerwechsel wird bei der Freizeiteinrichtung

Frankfurter Straße stattfinden. Der

schwierige Sozialraum am Wittenberger Weg wird

sondiert.

Exkurs

Als Modellprojekt zur Beteiligung von Kindern

und Jugendlichen bei der Erstellung des Förderplanes

2010 bis 2014 fand eine Jugendbefragung

(Jugendliche von 12 bis unter 17 Jahre) im Stadtbezirk

10 statt. Zwei zentrale Ergebnisse können dieser

Jugendbefragung entnommen werden:

a) Besonders auffällig stellt sich die Auseinandersetzung

der Jugendlichen mit dem Thema

„Gewalt“ dar. Sowohl bezogen auf den Stadtteil

als auch auf den Schulbesuch ist es ein Aspekt,

zu dem die befragten Mädchen und Jungen

gerne Beratung und Unterstützung hätten, es

ist aber auch ein Thema, für das sich viele

selbst Einsetzen würden.

b) Auffällig ist weiterhin das große Interesse der

Jugendlichen für Musik-, Theater-, Tanz- und

Kunstprojekte, und zwar unabhängig vom

Befragungsort (Schule, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen,

öffentliche Plätze).

Folgende Maßnahme wird deshalb für 2010

vorgeschlagen: Durchführung von Projektwochen

zum Thema Gewalt, an der sich die Freizeiteinrichtungen

sowie die Schulen des Stadtbezirks beteiligen

und vernetzt arbeiten. Parallel finden in den

gleichen Institutionen Musik-, Theater-, Tanz- und

Kunstprojekte – möglichst zur Themenstellung

„Gewalt“ – statt. Alle Ergebnisse werden im Sommer

2010 in einer zentralen Veranstaltung präsentiert.

93


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk 10

Im Stadtbezirk 10

ansässige

jugendrelevante

Institutionen,

Angebote und

Projekte

1

2

s

11

4

s

15

10

18

7

s

13

19

s

14

9

16

3

s

8

5

12

6

17

Andere jugendrelevante Einrichtung

Förderschule

Grundschule

Jugendverbandsarbeit

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Weiterführende Schule

Schulsozialarbeit

94


Bezirkliche Daten | Stadtbezirk

Nr. Art der Einrichtung Name Adresse Träger Anmerkungen

1 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

2 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

4 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

6 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Spielanlage

Wittenberger Weg

Offene Tür

„Herz-Jesu“

3 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Jugendfreizeiteinrichtung

Frankfurter Straße

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Lüderitzstraße

Abenteuerspielplatz

Garath

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Sankt Matthäus

Wittenberger

Weg 92-94

Wittenberger

Weg 108

Frankfurter

Straße 255

Lüderitzstraße

75-81

5 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Reinhold-

Schneider-

Straße 2a

Bertha-von-

Suttner-Straße

17

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Katholische Kirchengemeinde

„Herz-

Jesu“ Düsseldorf-

Urdenbach

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendamt der

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Katholische Jugendwerke

in der Stadt

Düsseldorf e.V.

7 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

Anne-Frank-Haus

8 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Adam-

Stegerwald-Straße

9 Grundschule Montessori-

Grundschule

Emil-Barth-Straße

10 Grundschule Gemeinschaftsgrundschule

Josef-

Kleesattel-Straße

11 Grundschule Gudrun-Pausewang-

Schule

Stettiner Straße

114

Adam-Stegerwald-Straße

14

Emil-Barth-

Straße 45

Josef-Kleesattel-Straße

Neustrelitzer

Straße 10

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Garath

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

SOS Kinderdorf e.V.

12 Grundschule Willi-Fährmann-

Schule

13 Förderschule Alfred-Herrhausen-

Schule

14 Weiterführende

Schule

15 Weiterführende

Schule

16 Jugendverbandsarbeit

17 Jugendverbandsarbeit

18 Jugendverbandsarbeit

19 Andere jugendrelevante

Einrichtungen

Gemeinschaftshauptschule

Emil-Barth-Straße

Fritz-Henkel-Schule

Jugendfeuerwehr

Garath

Evangelische Jugend

Garath-Hellerhof

Evangelische Jugend

Garath

Freizeitstätte und

Bücherei Garath

Ricarda-Huch-

Straße 1

Carl-Friedrich-

Goerdeler-

Straße 21

Emil-Barth-

Straße 45

Stettiner Straße

98

Frankfurter

Straße 245

Dresdener

Straße 63

Stettiner Straße

114

Fritz-Erler-

Straße 21

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Jugendfeuerwehr

Düsseldorf

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Garath

Evangelische

Kirchengemeinde

Düsseldorf-Garath

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

Diakonie

Schulsozialarbeit:

Caritas

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