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„Mischen is possible“, eine - wie

ich finde - ebenso amüsante wie

gelungene Abwandlung eines bekannten

Filmtitels, denn sie macht

in Bezug auf den professionellen

pädagogischen Umgang mit Mädchen

und Jungen eines ganz klar:

Ja, wir wollen eine gemeinsame Erziehung der beiden Geschlechter,

wir wollen eine geschlechtsbewusste, eine gendersensible

Pädagogik in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Gendersensible Pädagogik soll dazu beitragen, Mädchen und

Jungen gleiche Chancen im Leben zu ermöglichen. Damit das

gelingen kann, sind die unterschiedlichen Lebenslagen von

Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, geschlechtsbezogene

Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung

von Mädchen und Jungen zu fördern. So steht es auch im

SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfe.

Zwei Dinge will ich in diesem Zusammenhang ganz deutlich

herausstellen: Ein gendersensibler Ansatz in der Arbeit mit Kindern

und Jugendlichen heißt nicht, dass Mädchenarbeit überholt

wäre, dass Jungenarbeit nicht weiter ausgebaut werden sollte.

Vielmehr sind beide ganz wesentliche Bestandteile einer

gendersensiblen Arbeit.

Ich bin sicher, die Tagung wird viele Anregungen geben, reichlich

Diskussionsstoff liefern und Handlungsmöglichkeiten für

die pädagogische Arbeit aufzeigen. Unser Ziel muss es sein,

geschlechterbewusste Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe zur

Selbstverständlichkeit werden zu lassen.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport

Vorträge

Von Zicken und Machos

„Lebenslagen von Mädchen und Jungen, rollenspezifische Unterschiede

und Konsequenzen für die Arbeit mit Mädchen u. Jungen“

Die Anforderungen an Mädchen und Jungen im Heranwachsen sind

auch heute noch deutlich unterschiedlich: Prinzessin Lillyfee und Bob

der Baumeister führen in unterschiedliche Welten, fördern unterschiedliche

Interessen und engen Mädchen und Jungen frühzeitig ein. Im

Jugendalter versuchen viele Mädchen, so cool wie Jungen zu wirken

und viele Jungen wissen nicht mehr so genau, wie sie sein sollen.

Geschlechterrollen geben den Rahmen vor, in dem sie sich bewegen.

Je nach Ethnie oder Bildungsstand können die Mädchen- und Jungenbilder

unterschiedlich sein und wirken. Und doch sind Mädchen und

Jungen in den Medien und den Freundescliquen immer wieder mit

eindeutigen Anforderungen an Mädchen- und Jungesein konfrontiert.

Worin unterscheiden sich ihre Lebenslagen heute? Was sind die je

spezifischen Anforderungen an die Geschlechter und wie variieren

diese wiederum in den Geschlechtergruppen? Und was heißt dann

„geschlechtsbewusst arbeiten“? Worauf müssen Pädagoginnen und

Pädagogen achten, wenn sie mädchen- und jungengerecht arbeiten

müssen? Auf diese Fragen gibt der Vortrag Antworten.

Dr. Claudia Wallner, freiberufliche Referentin, Praxisforscherin

und Autorin für Mädchenarbeit und Genderkompetenz

Michael Drogand-Strud, Bildungsreferent für Jungenarbeit

und Genderkompetenz und Mitglied im Leitungsteam der

Heimvolkshochschule „Alte Molkerei Frille“

Viel gesehen und niXXX erlebt!

Hängen Jugendliche zu früh und zu viel im Netz? Trinken sie zu

früh und zu viel Alkohol? Haben sie zu früh und zu viel Sex?

Die Heraufbeschwörer der sexuellen Tragödie der Generation „Porno“

und die Verharmloser stehen sich in zwei Lagern gegenüber. Was lässt

sich über die unterschiedliche Entwicklung von Jungen und Mädchen

sagen, ohne zu dramatisieren oder zu verharmlosen? Von wem lernen

Jugendliche heutzutage, wie Sex geht? Welche Rolle spielen dabei

Familie, Schule, Freunde und Medien? Und welche Rolle spielt eine

heterosexuelle Dominanzkultur in der Jungen- und Mädchenarbeit?

Ein gemischtgeschlechtlicher Vortrag.

Stefanie Reiche, Erziehungswissenschaftlerin M.A.,

Sexualpädagogin bei pro familia Saarbrücken

Michael Sztenc, Diplompsychologe,

Sexualpädagoge bei pro familia Saarbrücken

AG 1

Allgemein heißt es, dass Mädchen sich ihrer allerbesten Freundin

versichern und Jungs ´ne Menge Kumpels haben wollen. Doch suchen

nicht auch Mädchen nach einer vorzeigenswerten Anzahl von

Gefährten und haben die Jungs nicht auch Sehnsucht nach richtig

guten Freunden? Und welche vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten

nutzen sie, um sich ihrer Person und Rolle im Kontakt mit Freunden

sicher zu sein? Jugendliche Freundschaften und Cliquen sind dabei

ein wichtiger Konstruktionsort zur Herstellung und Inszenierung von

Geschlecht und Geschlechterdifferenz. So dienen sie als Erprobungsfeld

für Unabhängigkeit, als Gelegenheit zum Austausch über Probleme,

Sorgen und Wünsche und bieten unter Umständen einen guten

Anlass mit dem anderen Geschlecht in Kontakt zu kommen. In diesem

Workshop richtet sich der Blick auf verschiedene geschlechtsbezogene

Betrachtungsweisen zum Thema Peer-Group. Hieraus ergeben sich

pädagogische Herausforderungen und Fragen, die im Rahmen der

Arbeitsgruppe aufgeworfen und bearbeitet werden.

Anja Rettig, Bildungsreferentin, Leiterin

der Fachstelle Mädchenarbeit Saarland

Carsten Dupont, Dipl. Pädagoge, Mitarbeiter

der Fachstelle Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/ Saarland

AG 2

Ich, Du, Wir … und DU vor allem

nicht! – Mädchen und Jungen in

Freundschaften und Cliquen

Mädchenarbeit, Jungenarbeit

oder Koedukation?

„Geschlechtsbewusstes Arbeiten mit

Mädchen und Jungen“

Im Workshop werden die Themen des Vortrags vertieft und auf die

Praxis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer übersetzt. Es wird der

Frage nachgegangen, wie weibliche und männliche Fachkräfte lernen

können, geschlechtsbewusst zu arbeiten: Wissen, Selbstreflexion, die

eigene Einstellung, eigene Geschlechterbilder sind Elemente eines

solchen Ansatzes. In der gemeinsamen Diskussion wird erarbeitet,

was unter geschlechtsbewusster und geschlechtergerechter Pädagogik

zu verstehen ist, wie Frauen und Männer sich für diese Arbeit

qualifizieren können und welche Vorteile geschlechtshomogene

und koedukative Angebote für die Arbeit mit Mädchen und

Jungen haben.

Dr. Claudia Wallner und Michael Drogand-Strud

Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich zur Fachtagung

am 23.11.2010 an. Die Teilnahmegebühr in Höhe von

20,00 Euro überweise ich vorab auf das Konto bei der

Sparda Bank Südwest eG, BLZ 550 905 00, Kto.Nr. 5148855.

Anmeldeschluss ist der 10.11.2010.

Name ________________________________________

Vorname _ _____________________________________

Einrichtung _ ___________________________________

Straße ________________________________________

PLZ __________________________________________

Wohnort _ _____________________________________

Telefon _______________________________________

eMail _ _______________________________________

(gegebenenfalls Anschrift des Arbeitgebers/der Einrichtung angeben)

_____________________________________________

Datum, Unterschrift

Folgende Arbeitsgruppe wird belegt (bitte ankreuzen):

• AG 1 • AG 2

• AG 3 • AG 4

Da die Arbeitsgruppenplätze nach dem Eingangsdatum

der Anmeldung vergeben werden, bitte eine Alternativ-

Arbeitsgruppe angeben:

• AG 1 • AG 2

• AG 3 • AG 4


Anmeldung bitte einsenden an:

Lobby für Mädchen und

junge Frauen im Saarland

Astrid Brettnacher

Frauenbeauftragte des Landkreises Saarlouis

Kaiser-Wilhelm-Str. 4-6

66740 Saarlouis

eMail: astrid-brettnacher@kreis-saarlouis.de

oder

PARITÄTisches Bildungswerk LV

Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.

Anja Rettig

Leiterin Fachstelle Mädchenarbeit

Feldmannstr. 92

66119 Saarbrücken

eMail: a.rettig@quarternet.de

AG 3

Berufliche Orientierung als

Teil der Lebensplanung

„Sozial engagierte Jungs“

„Sozial engagierte Jungs“ heißt das Projekt, das von der Fachstelle

Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland durchgeführt und begleitet

wird. Im Rahmen des Projektes engagieren sich Jungen im Alter von

15-17 Jahren in Tageseinrichtungen für Kinder. Die Bedeutung dieses

Projektes für die Berufs- und Lebensplanung der Jungen, der Wert

für die übrigen Projektbeteiligten sowie grundsätzliche Fragen zur

Berufs- und Lebensplanung der Jungen werden in diesem Workshop

dargestellt und diskutiert.

Lothar Reuter, Bildungsreferent, Leiter der Fachstelle

Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/ Saarland

Mädchen an Technik heranführen und die Veränderung des Berufswahlverhaltens

von Mädchen, sind die Ziele eines Technik-Camps.

Mit dem Camp sollen Mädchen auf spielerische Weise für technische

Inhalte begeistert werden. Gleichzeitig wird eine langfristige Kompetenz

gefördert, sodass Mädchen zukünftig selbstbewusst mit Technik

umgehen. Eine Woche lang fertigen 12 -14-jährige Mädchen in Unternehmen

der M+E-Industrie Werkstücke an, die sie am Ende der

Camp-Woche auch mit nach Hause nehmen dürfen. Azubis und Ausbilder

der Unternehmen stehen ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite.

Neben der Förderung der Technik-Kompetenz werden auch einige der

Soft Skills bei den Teilnehmerinnen geschult: Integrationsbereitschaft

im Team und im Unternehmen, Eigenverantwortung, Organisationstalent

und Kommunikationsfähigkeit.

Ingrid Lang, Bildungsreferentin beim Verband der Metall- und

Elektroindustrie des Saarlandes e.V.

AG 4

„Mädchen für Technik begeistern“

„Voll Porno oder was?“

„Sexualpädag. Methoden in der Mädchen- u. Jungenarbeit“

Jugendlichen steht ein großes Angebot an sexuellen Reizen und

Bildern zur Verfügung: von Hollywoodromantik bis Pornosex, von

Casting-Shows bis Reality-TV ist alles dabei. Besorgte und oft sprachlose

Eltern und Lehrkräfte haben nur selten Mittel zur Hand, um

den impliziten Mythen und Werten zu begegnen. Der Workshop

vermittelt Medien und Methoden aus der sexualpädagogischen

Praxis: Was interessiert Jugendliche an den Themen Liebe, Freundschaft,

Sexualität? Welche sexuellen Kompetenzen brauchen sie,

um sich im virtuellen und realen Sexdschungel zu orientieren?

Programm

09:00 Uhr Ankommen

09:45 Uhr Grußworte

10:15 Uhr Von Zicken und Machos

Dialogvortrag

11:30 Uhr Pause

11:45 Uhr Viel gesehen und niXXX erlebt!

Ein gemischtgeschlechtlicher Vortrag

13:00 Uhr Mittagsimbiss

14:00 Uhr Arbeitsphasen

16:00 Uhr Pause

16:15 Uhr Fotopräsentation

16:30 Uhr Ende

Teilnahmegebühr: 20,00 Euro.

Der Betrag ist vorab auf das Konto bei der Sparda Bank Südwest eG,

BLZ 550 905 00, Kto.Nr. 5148855 zu überweisen.

Veranstalter sind das PARITÄTische Bildungswerk LV Rheinland-Pfalz/

Saarland e.V. - Fachstelle Mädchenarbeit und Fachstelle Jungenarbeit

Saarland, der Landesarbeitskreis Lobby für Mädchen und junge Frauen

im Saarland, das Landesjugendamt und die Jugendpflege Dillingen/Saar.

Gefördert durch:

Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport

Mischen

is possible

Gendersensible Pädagogik

in der Arbeit mit Kindern

und Jugendlichen

Fachtagung für pädagogische

Fachkräfte und alle Interessierte

am 23. November 2010

Veranstaltungsort:

Stadthalle Dillingen/Saar

Schirmfrau: Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer

Stefanie Reiche und Michael Sztenc

Design: Ideen-Agentur · Riegelsberg

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