Richtlinien - Jugendserver-Saar

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Richtlinien - Jugendserver-Saar

Richtlinien

zur Förderung der

außerschulischen Jugendarbeit

Kreisjugendamt Merzig-Wadern

I

II

III

IV

V

VI

VII


Richtlinien

zur Förderung der

außerschulischen Jugendarbeit

Impressum

Herausgeber:

Veranwortlich:

Autoren:

Titelfoto:

Landkreis Merzig-Wadern

Kreisjugendamt

Die Landrätin

Kreisjugendamt Merzig-Wadern

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Redaktioneller Hinweis:

In der vorliegenden Fassung wurde ausschließlich die

weibliche Form verwandt. In allen entsprechenden Fällen

ist hiermit auch die männliche Form gemeint.


Grußwort der Landrätin

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Akteure der Kinder- und

Jugendarbeit

Die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit stellt seit jeher

eine wichtige Aufgabe für den Landkreis Merzig-Wadern dar.

Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der

Kinder- und Jugendarbeit in unserem Landkreis und ist ein

wichtiger Baustein der Präventionsarbeit.

Ziel der Kinder- und Jugendarbeit ist es, junge Menschen im

Landkreis Merzig-Wadern zu Selbständigkeit und gesellschaftlicher

Mitverantwortung sowie zu sozialem Engagement

anzuregen und hinzuführen. Hierbei leisten eine

Vielzahl von Vereinen, Verbänden und sonstigen

Institutionen in unserem Landkreis , meist im Rahmen eines

ehrenamtlichen Engagements, einen nicht zu ersetzenden

Beitrag für die Gesellschaft.

Der Landkreis sieht in der Kinder- und Jugendarbeit einen

unschätzbaren Wert und hat Richtlinien zur Förderung der

außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit verfasst.

4


In Anbetracht verschiedener Gesetzesänderungen und sonstigen

Änderungen wurden die Richtlinien überarbeitet und

neu aufgelegt. Sie treten mit Wirkung vom 01.01.2007 in

Kraft. Ziel der Richtlinien ist es, die Akteure der Kinder- und

Jugendarbeit zu motivieren, Angebote zu schaffen sowie das

Engagement anzuerkennen und finanziell zu unterstützen.

Ich wünsche allen Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit

weiterhin viel Erfolg in ihrer Arbeit und hoffe, dass durch die

angebotene Förderung auch zukünftig zahlreiche kreative

Angebote zum Wohle der Kinder und Jugendlichen im

Landkreis Merzig-Wadern realisiert werden.

Daniela Schlegel-Friedrich

Landrätin

5


? Inhaltsverzeichnis

?

I. Allgemeine Bestimmungen

1. Grundsätze der Jugendarbeit . . . . . . . . . . . . . . 8

2. Förderungsvoraussetzungen . . . . . . . . . . . . . . 9

3. Rechtsgrundlage / Rechtsanspruch . . . . . . . . . 10

4. Träger der Maßnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

5. Anerkennung der Bedingungen. . . . . . . . . . . . 10

6. Förderungsausschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

7. Allgemeines Antrags- und Nachweisverfahren . 12

II. Förderungsbereiche

1. Bildungsmaßnahmen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

2. Aus- und Fortbildung von Mitarbeiterinnen . . . 18

3. Internationale Begegnungen . . . . . . . . . . . . . 19

4. Freizeithilfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

5. Ferienerholungsmaßnahmen . . . . . . . . . . . . . 23

6. Sport, Spiel und Geselligkeit . . . . . . . . . . . . . 24

III. Übernahme Teilnahmebeitrag

1. Grundsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

2. Voraussetzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

3. Förderungswürdige Maßnahmen . . . . . . . . . . . 26

4. Zuschussfähige Aufwendungen. . . . . . . . . . . . 27

5. Zuschusshöhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

6. Altersbegrenzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

7. Antrags- und Nachweisverfahren . . . . . . . . . . 28

IV. Sonstige Zuschüsse

1. Überregionale Veranstaltungen. . . . . . . . . . . . 30

2. Beschaffung von Materialien und Geräten

für Bildung und Freizeit . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

3. Zuschüsse für Inneneinrichtungen . . . . . . . . . 32

4. Zuschüsse zu Neubau-, Ausbau-,

Renovierungs- und Modernisierungskosten

von Jugendheimen und Jugendfreizeitstätten

sowie Anschaffungskosten für Container . . . . . 33

6


V. Besondere Maßnahmen

1. Prävention . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

2. Geschlechtsspezifische Jugendarbeit . . . . . . . . 39

3. Jugendforen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

4. Jugendzentren, Jugendclubs, Jugendinitiativen. 42

5. Förderung von Modellprojekten . . . . . . . . . . . 43

VI. Schlussbestimmungen

1. Ermächtigung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

2. Inkrafttreten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

VII. Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Inhalt-Schnellsuche

Allgemeine Bestimmungen

Förderungsbereiche

Übernahme Teilnahmebeitrag

Sonstige Zuschüsse

Besondere Maßnahmen

Schlussbestimmungen

Anhang

I

II

III

IV

V

VI

VII

7


I. Allgemeine Bestimmungen

Auf Grund des Beschlusses des Jugendhilfeausschusses vom

27. Juni 2006 gelten für die Bewilligung von Zuschüssen zur

Förderung der außerschulischen Jugendarbeit an Träger der

freien Jugendhilfe sowie für Maßnahmen nach dem

Jugendhilfeplan folgende Richtlinien:

1. Grundsätze der Jugendarbeit

1.1 Jugendarbeit soll junge Menschen zur Selbstbestimmung

und zum verantwortlichen Handeln in der sozialen

Gemeinschaft sowie zur Mitwirkung bei der

Gestaltung der Gesellschaft befähigen, soziales

Lernen ermöglichen und Fehlentwicklungen vermeiden

helfen. Sie soll insbesondere die jungen

Menschen zu Eigeninitiative, Kritikfähigkeit, Kreativität

und Engagement für Solidarität, Demokratie,

Frieden, Völkerverständigung und Bewahrung der

Umwelt befähigen. Jugendarbeit soll von jungen

Menschen weitgehend mitbestimmt und mitgestaltet

werden und deren Wünsche, Bedürfnisse und

Interessen in den Mittelpunkt ihrer Angebote stellen.

1.2 Bei der Ausgestaltung der Leistungen und der

Erfüllung der Aufgaben sind die geschlechtsspezifischen

Lebenslagen zu berücksichtigen, Benachteiligungen

abzubauen und die Gleichberechtigung der

Geschlechter zu fördern.

1.3 Jugendarbeit hat ferner durch geeignete Maßnahmen

dazu beizutragen, junge Menschen mit den politischen,

sozialen und kulturellen Aspekten der europäischen

Idee vertraut zu machen, Vorurteile abzubauen,

bestehenden Diskriminierungen von ausländischen

jungen Menschen entgegenzuwirken und so die

Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben

von Gruppen verschiedener ethnischer und kultureller

Herkunft zu schaffen.

8


1.4 Jugendarbeit gründet auf der freiwilligen Mitarbeit

junger Menschen und findet statt in Veranstaltungen,

Diensten und Einrichtungen von Trägern der freien

und öffentlichen Jugendhilfe sowie Institutionen der

Jugendarbeit. Die Träger sollen durch ihre Programme

und Veranstaltungen mit dazu beitragen, soziale

Benachteiligungen einzelner und ganzer Gruppen

junger Menschen zur Sprache zu bringen und zu

überwinden, um ihnen dadurch gleiche Entwicklungsund

Entfaltungschancen zu gewährleisten.

2. Förderungsvoraussetzungen

2.1 Das Kreisjugendamt Merzig-Wadern fördert die freiwillige

Tätigkeit auf dem Gebiet der Jugendarbeit,

wenn der jeweilige Träger:

– die fachlichen Voraussetzungen für die

geplante Maßnahme erfüllt,

– die Gewähr für eine zweckentsprechende und

wirtschaftliche Verwendung der Mittel bietet,

– gemeinnützige Ziele verfolgt,

– eine angemessene Eigenleistung erbringt und

– die Gewähr für eine den Zielen des

Grundgesetzes förderliche Arbeit bietet.

I

Gefördert werden nur Teilnehmerinnen, die ihren

ersten Wohnsitz im Landkreis Merzig-Wadern haben.

2.2 Eine auf Dauer angelegte Förderung setzt in der Regel

die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe

nach § 75 SGB VIII voraus.

9


I. Allgemeine Bestimmungen

3. Rechtsgrundlage / Rechtsanspruch

3.1 Zuschüsse werden im Rahmen der im Haushalt zur

Verfügung stehenden Mittel auf Grund dieser

Richtlinien gewährt.

3.2 Ein rechtlicher Anspruch auf Bewilligung von Zuschüssen

besteht nicht und wird auch nicht dadurch

begründet, dass die Voraussetzungen für eine Förderung

nach den Richtlinien erfüllt sind. Bei zweckfremder

Verwendung der Mittel behält sich das

Kreisjugendamt eine Rückforderung vor.

3.3 Die Bezuschussung einer Maßnahme ist nur bis zur

Höhe der Finanzierungslücke (ungedeckte Kosten)

möglich, wie sie sich aus dem Nachweis entnehmen

lässt. Beträge unter 10,00 Euro werden nicht ausgezahlt.

4. Träger der Maßnahme

4.1 Verantwortlich für die Durchführung der Maßnahmen

sind deren Träger. Sie müssen in der Jugendarbeit

erfahren sein und die Gewähr für die ordnungsgemäße

Verwendung und Abrechnung des Zuschusses bieten.

5. Anerkennung der Bedingungen

5.1 Mit der Antragstellung erkennt der Träger diese Richtlinien

rechtsverbindlich an.

5.2 Er erklärt sich weiterhin bereit, dem Kreisjugendamt

die Nachprüfung der ordnungsgemäßen Verwendung

nach den Bestimmungen der vorliegenden Richtlinien

zu ermöglichen.

5.3 Er verpflichtet sich außerdem, die Zuschüsse bei nicht

ordnungsgemäßer Verwendung zurückzuerstatten.

10


5.4 Die Förderung ist im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit

des Trägers durch die Formulierung „unterstützt

durch das Kreisjugendamt“ zu dokumentieren. Eine

rechtzeitige Information des Kreisjugendamtes über

geplante Maßnahmen ist erwünscht.

6. Förderungsausschluss

Nicht gefördert werden:

6.1 Maßnahmen geschlossener Schulklassen sowie Kurse

der Oberstufen mit Ausnahme von Schulendtagen.

Schulendtage müssen in Zusammenarbeit mit einem

Träger der Jugendhilfe durchgeführt werden.

6.2 Maßnahmen von Kinderkrippen, Kindergärten,

Kinderhorten und Freiwilligen Ganztagsschulen.

6.3 Maßnahmen, die nach Inhalt und Form keinen

Bildungscharakter tragen, wie z.B. Konferenzen,

Bunte Abende u.ä.

I

6.4 Maßnahmen, deren Programme überwiegend oder

einseitig konfessionellen, gewerkschaftlichen, sportlichen,

parteipolitischen oder vereinsspezifischen

Charakter tragen. Diese Förderungsausschlüsse

gelten auch sinngemäß bei Geräten und Materialien

für Bildung und Freizeit.

6.5 Besichtigungsfahrten

6.6 Maßnahmen, deren Programm und Organisation ausschließlich

von Reisebüros oder Reisegesellschaften

durchgeführt werden.

11


I. Allgemeine Bestimmungen

7. Allgemeines Antrags- und Nachweisverfahren

Antrag:

7.1 Antrag und Nachweis müssen bis spätestens 2 Monate

nach Ende der Maßnahme beim Kreisjugendamt vorliegen.

Die für den Antrag und Nachweis notwendigen

Formulare können vor Beginn der Maßnahme beim

Kreisjugendamt bezogen werden. Anträge können

auch formlos gestellt werden. Liegt ein Antrag vor

Beginn einer Maßnahme beim Kreisjugendamt vor,

wird ein Zwischenbescheid erteilt.

Zwischenbescheid:

7.2 Der Zwischenbescheid gibt der Antragstellerin

Auskunft, ob die Maßnahme nach den Richtlinien

bezuschusst werden kann oder nicht.

7.3 Mit dem Zwischenbescheid erhält die Antragstellerin

die für den Nachweis der Maßnahme notwendigen

Formblätter (Nachweis, Aufenthaltsbestätigung,

Teilnehmerinnenliste).

Nachweis:

7.4 Der Nachweis muss spätestens 2 Monate nach

Beendigung der Maßnahme beim Kreisjugendamt eingegangen

sein. Dem Nachweis muss ein Sachbericht

beigefügt sein, der inhaltliche und zeitliche Informationen

über die Maßnahme enthält.

7.5 Der Nachweis muss die endgültigen Kosten und Einnahmen

ausweisen. Sie dienen als Grundlage für die

Berechnung des Zuschusses.

7.6 Der Nachweis muss mit einer rechtsverbindlichen

Unterschrift der verantwortlichen Leiterin der Maßnahme

versehen sein. Die Rechnungsunterlagen

12


müssen von der Antragsstellerin für mindestens ein

Jahr zu einer eventuellen Überprüfung bereitgehalten

werden.

7.7 Jede Maßnahme muss durch eine Aufenthaltsbestätigung

bzw. einen Unterkunftsbeleg, aus dem der

Träger der Unterkunft mit Name, Adresse, Funktion

und Unterschrift klar erkennbar ist, nachgewiesen

werden. Weiterhin ist eine Teilnahmeliste beizufügen,

die Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnort und

Unterschrift der Teilnehmerinnen beinhalten muss.

Ebenso wichtig ist die Angabe der Funktion

(Betreuerin, Referentin, Leiterin usw.) und ein

Nachweis über die Zahlung des Betreuerinnenhonorars.

Zuschussgewährung:

7.8 Auch hauptamtliche Mitarbeiterinnen des

Trägers und Referentinnen werden bezuschusst.

I

Hinweis:

7.9 Spezielle Antrags- und Verfahrenshinweise werden

bei den weiteren Förderungsbereichen, der Übernahme

des Teilnahmebeitrages, den sonstigen Zuschüssen

und den besonderen Maßnahmen gegeben.

7.10 Auf Anfrage erfolgt zu den Richtlinien eine beratende

Tätigkeit durch das Kreisjugendamt und alle

Fachkräfte der Jugendarbeit.

13


II.

Förderungsbereiche

Folgende Maßnahmen der außerschulischen Jugendarbeit

können gefördert werden:

– Bildungsmaßnahmen

– Aus- und Fortbildung von Mitarbeiterinnen

– Internationale Begegnungen

– Freizeithilfen

– Ferienerholungsmaßnahmen

– Sport, Spiel und Geselligkeit

1. Bildungsmaßnahmen

Förderungsvoraussetzungen:

1.1 Bildungsmaßnahmen sollen den jungen Menschen

befähigen, sich kritisch mit gesellschaftlichen Problemen

auf demokratischer Grundlage auseinander zu

setzen und ihre Bildungshorizonte zu erweitern. Sie

sollen insbesondere auch die Bereitschaft wecken,

verantwortungsbewusste Eigeninitiative, Solidarität

und Kreativität zu entwickeln und den unterschiedlichen

Sozialisationsbedingungen von Mädchen und

Jungen gerecht werden.

1.2 Bildungsmaßnahmen müssen methodisch und pädagogisch

sowie in ihrer Themenfolge systematisch und

altersgemäß konzipiert sein.

1.3 Sie werden insbesondere in den folgenden Bereichen

gefördert:

– Allgemeine Bildung

– Politische Bildung

– Soziale Bildung

14


– Gesundheitliche Bildung

– Kulturelle Bildung

– Ökologische Bildung

– Naturkundliche Bildung

– Technische Bildung

– Musische Bildung

– Berufsbezogene Bildung

– Bildung in den Bereichen Sexualität,

Partnerschaft, Ehe und Familie

1.4 Die entsprechenden Veranstaltungen müssen den

jeweils geförderten Bereich inhaltlich und zeitlich

überwiegend abdecken.

Veranstaltungsarten:

Bei der zeitlichen Unterscheidung wird von Zeitstunden

= 60 Minuten ausgegangen.

1.5 Foren sind Veranstaltungen, bei denen im

Rahmen einer Podiumsdiskussion ein Thema besprochen

wird und sich eine Diskussion mit den Zuhörerinnen

anschließt. Gefördert werden Veranstaltungen

mit mindestens 3 Abenden und mindestens 1 Stunde

pro Abend. Die Teilnehmerinnenzahl ist unbegrenzt.

1.6 Seminare sind Veranstaltungen, bei denen neben

Vorträgen auch in anderen methodischen Formen

(z.B. Kleingruppenarbeit, Arbeitskreise, Rollen- und

Planspiele) gearbeitet werden kann. Zeitlich werden

folgende Unterschiedsmerkmale getroffen:

II

– Abendseminare mit mindestens 4 Stunden,

Verteilung auf mehrere Abende möglich.

15


II.

Förderungsbereiche

– Tagesseminare mit mindestens 4 Stunden sind

gleichgestellt.

– Mehrtägige Seminare mit mindestens 4 Stunden

täglich an aufeinanderfolgenden Tagen. Sie

werden höchstens bis zu 8 Tagen bezuschusst.

Die Teilnehmerinnenzahl bei mehrtägigen Seminaren

wird auf 40 Teilnehmerinnen begrenzt.

1.7 Kurse und Vortragsreihen sind Veranstaltungen,

die über einen längeren Zeitraum unter einem bestimmten

Thema abgehalten werden (Bastelkurse,

Filmvortragsreihen usw.). Es müssen 3 Veranstaltungen

mit mindestens je 2 Stunden durchgeführt werden.

1.8 Einzelveranstaltungen sind Veranstaltungen, die

mindestens eine Stunde dauern und Themen aus den

Bildungsbereichen nach Ziffer II.1.3 behandeln

(Seite 14).

1.9 Studienfahrten sind Veranstaltungen, die in Form

von Exkursionen in den Bildungsbereichen nach Ziffer

II.1.3 (Seite 14) durchgeführt werden. Sie müssen

mindestens 4 Stunden dauern. Die Höchstdauer

beträgt 14 Tage.

Altersbegrenzung:

1.10 Die Teilnehmerinnen müssen mindestens 6 Jahre und

dürfen höchstens 26 Jahre alt sein.

Zuschusshöhe:

1.11 Foren

Zuschüsse werden in Höhe von 30 %, höchstens

153,40 Euro der zuschussfähigen Kosten gewährt.

1.12 Seminare

Abend- und Tagesseminare werden mit 30 %, höch-

16


stens 102,30 Euro der zuschussfähigen Kosten

gefördert.

Mehrtägige Seminare werden mit einem ganzen

Fördersatz in Höhe von 4,10 Euro pro Tag und

Teilnehmerin bezuschusst, wenn das tägliche

Programm durchschnittlich 4,5 Zeitstunden beträgt.

Wenn das Programm mindestens 2 Zeitstunden

beträgt, wird ein halber Fördersatz pro Tag und

Teilnehmerin bezuschusst.

1.13 Kurse und Vortragsreihen

werden mit 30 % der zuschussfähigen Kosten bezuschusst,

Höchstsatz 153,40 Euro.

1.14 Einzelveranstaltungen

werden mit 50 % der zuschussfähigen Kosten, höchstens

76,70 Euro bezuschusst.

1.15 Studienfahrten

werden mit 50 % der zuschussfähigen Kosten,

höchstens 76,70 Euro bezuschusst.

Hinweise:

1.16 Bei Foren, Seminaren, Kursen und Vortragsreihen

sowie Einzelveranstaltungen gelten als zuschussfähige

Kosten die Fahrt- und Honorarkosten, Kosten für Verpflegung

und Übernachtung, Raum- bzw. Saalmieten,

Verbrauchsmaterial und die Kosten für Anschauungsmaterial.

Betreuerinnen bei Seminaren (1.6) und

Studienfahrten (1.15) siehe Ziffer II.4.5 (Seite 22).

Antrags- und Nachweisverfahren:

1.17 Bezüglich des Antrags- und Nachweisverfahrens gelten

die Ziffern I.7.1 bis I.7.10 des Allgemeinen Antragsund

Nachweisverfahrens (Seite 12) entsprechend.

17

II


II.

Förderungsbereiche

1.18 Bei Foren, Abend- und Tagesseminaren, Kursen und

Vortragsreihen sowie Einzelveranstaltungen entfällt

eine Teilnehmerinnenliste.

1.19 Bei mehrtägigen Seminaren sowie Studienfahrten ist

dem Nachweis eine Teilnehmerinnenliste beizufügen.

1.20 Die Gesamtkosten sind von der verantwortlichen

Leiterin durch rechtsverbindliche Unterschrift zu

bestätigen.

2. Aus- und Fortbildung von Mitarbeiterinnen

Förderungsvoraussetzungen:

2.1 Ziel der Maßnahmen ist es, an der Jugendarbeit interessierte

Personen zu befähigen, Leitungsfunktionen in

der Jugendarbeit wahrzunehmen.

2.2 Diesem Ziel sollen die Schulungen der Mitarbeiterinnen

entsprechen und Kenntnisse u.a. auf folgenden

Gebieten vermitteln:

– Jugendpsychologie und Pädagogik

– Spezifische Mädchen- und Jungenarbeit

– Praktische Jugendarbeit

– Rechtliche Grundlagen der Jugendarbeit

– Öffentlichkeitsarbeit

– Werken, Spiel und Sport

– Freizeit- und Ferienmaßnahmen

– Grundkenntnisse in Erster Hilfe

– Projektarbeit

– Förderungsmöglichkeiten

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Veranstaltungsarten:

2.3 Die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiterinnen erfolgt

im Rahmen von mehrtägigen Seminaren sowie

Abendseminaren.

Altersbegrenzung:

2.4 Die Teilnehmerinnen müssen das 15. Lebensjahr vollendet

haben.

Zuschusshöhe:

2.5 Bei mehrtägigen Seminaren wird ein Zuschuss von

4,10 Euro pro Tag und Teilnehmerin gewährt. Bei

Abendseminaren wird ein Zuschuss von 30 % der

zuschussfähigen Kosten, höchstens 102,30 Euro

gezahlt, siehe Ziffer II.1.16 (Seite 17).

2.6 Für die zeitliche Dauer gilt die Ziffer II.1.6

(Seite 17) entsprechend.

Antrags- und Nachweisverfahren:

2.7 Bezüglich des Antrags- und Nachweisverfahrens

gelten die Ziffern I.7.1 bis I.7.10 des

Allgemeinen Antrags- und Nachweisverfahrens entsprechend

(Seite 12).

II

3. Internationale Begegnungen

Förderungsvoraussetzungen:

3.1 Diese Begegnungen unter jungen Menschen bedürfen

einer intensiven und gewissenhaften Vorbereitung,

um den Zweck des Gedankenaustausches, der

Gemeinschaftsbildung und somit der Völkerverständigung

wirklich entsprechen zu können. Den sprachlichen

Verständigungsmöglichkeiten ist eine besondere

Bedeutung beizumessen.

19


II.

Förderungsbereiche

3.2 Internationale Begegnungen müssen folgende Voraussetzungen

erfüllen:

– Gemeinsame Planung mit der Partnergruppe

– Kontinuierliche Begegnung während der

gesamten Dauer der Maßnahme

– Deutsche und ausländische Teilnehmerinnen

sollten zu gleichen Teilen vertreten sein

– Die Mindestdauer beträgt 3 Tage

Altersbegrenzung:

3.3 Die Teilnehmerinnen müssen mindestens 8 Jahre alt

sein. Das Höchstalter beträgt 26 Jahre.

Zuschusshöhe:

3.4 Zuschüsse werden in Höhe von 3,10 Euro pro Tag und

Teilnehmerin gewährt. Die Höchstförderung pro Teilnehmerin

beträgt 43,40 Euro.

3.5 Bei Begegnungen in der Bundesrepublik wird ein Zuschuss

von 3,10 Euro pro Tag für deutsche und ausländische

Teilnehmerinnen gewährt. Die Höchstförderung

pro Teilnehmerin beträgt 43,40 Euro.

3.6 Für die Bezuschussung vorbereitender Seminare gilt

die Ziffer II.1.12 entsprechend (Seite 16).

3.7 Betreuerinnen siehe Ziffer II.4.5 (Seite 22).

Antrags- und Nachweisverfahren:

3.8 Bezüglich des Antrags- und Nachweisverfahrens gelten

die Ziffern I.7.1 bis I.7.10 des Allgemeinen

Antrags- und Nachweisverfahrens entsprechend

(Seite 12).

20


3.9 Dem Nachweis ist eine Teilnehmerinnenliste beizufügen,

bei Begegnungen in der Bundesrepublik auch

der ausländischen Teilnehmerinnen.

4. Freizeithilfen

Freizeiten sollen neben einer sinnvollen Freizeitgestaltung

auch Erholung und Entspannung bieten und das Verantwortungsbewusstsein

sowie die Solidarität in der Gemeinschaft

fördern.

Förderungsvoraussetzungen:

4.1 Die Gewährung eines Zuschusses zur Teilnahme an

einer Wanderung, Fahrt oder einem Lager ist an folgende

Voraussetzungen geknüpft:

– Bei Wanderungen, Fahrten und Lagern

sowie Erholungsmaßnahmen sind pädagogische,

gesundheitliche, hygienische sowie

rechtliche Mindestforderungen zu beachten.

– Bei jeder Maßnahme muss eine angemessene Zahl

von Betreuungspersonen, mindestens jedoch zwei,

bei geschlechtsgemischten Maßnahmen mindestens

eine Betreuerin und ein Betreuer teilnehmen.

– Die Teilnehmerinnen müssen krankenversichert

sein.

– Die Leiterin der Maßnahme soll das schriftliche

Einverständnis der Erziehungsberechtigten für

bestimmte Angebote innerhalb der Maßnahmen

einholen (Schwimmerlaubnis, Bergwandern usw.).

– Der Träger der Maßnahme muss eine Unfall- und

Haftpflichtversicherung für die Maßnahme

abschließen.

21

II


II.

Förderungsbereiche

– Die Maßnahme muss mindestens 2 Tage dauern.

– Der Träger gewährleistet die persönliche und fachliche

Eignung des Betreuungspersonals.

Veranstaltungsarten

4.2 Freizeiten sind Wanderungen, Fahrten und Lager im

In- und Ausland.

Altersbegrenzung:

4.3 Für Freizeiten erhalten junge Menschen ab Vollendung

des 6. bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres

Zuschüsse.

Zuschusshöhe:

4.4 Es wird ein Zuschuss von 2,10 Euro pro Tag und

Teilnehmerin gewährt, bis zu einem Höchstsatz von

29,40 Euro.

4.5 Für Gruppen bis zu 14 Teilnehmerinnen wird für 2 verantwortliche

Betreuungsperson ab 18 Jahren ein

Zuschuss gewährt. Der Zuschuss beträgt 5,10 Euro

pro Tag und Betreuerin bis zu einem Höchstbetrag

von 71,40 Euro. Bei je weiteren 7 Teilnehmerinnen

wird eine weitere Betreuungsperson bezuschusst.

Antrags- und Nachweisverfahren:

4.6 Bezüglich des Antrags- und Nachweisverfahrens gelten

die Ziffern I.7.1 bis I.7.10 des Allgemeinen

Antrags- und Nachweisverfahrens entsprechend

(Seite 12).

22


5. Ferienerholungsmaßnahmen

Förderungsvoraussetzungen:

5.1 Als Maßnahmen dieses Förderungsbereiches gelten

solche, die von den Trägern der freien Jugendhilfe

außerhalb gesetzlicher Maßnahmen anderer

Sozialleistungsträger durchgeführt werden und der

Erholung dienen.

5.2 Die Förderungsvoraussetzungen nach Ziffer II.4.1

gelten entsprechend (Seite 21).

Veranstaltungsarten:

5.3 Ferienerholungsmaßnahmen sind:

– Erholungsmaßnahmen, die in festen Häusern oder

in Zelten durchgeführt werden und mindestens 8

Tage dauern.

– Stadtranderholungen, die in festen Häusern

oder in Zelten durchgeführt werden und pro

Tag mindestens 7 Stunden dauern.

II

Altersbegrenzung:

5.4 Die Teilnehmerinnen sollen mindestens 5 Jahre und

höchstens 15 Jahre alt sein.

Zuschusshöhe:

5.5 Erholungsmaßnahmen = 1,50 Euro

Stadtranderholungen = 2,10 Euro

Der Zuschuss wird pro Tag und Teilnehmerin berechnet.

Die Höchstförderung bei Erholungsmaßnahmen

beträgt 31,50 Euro pro Teilnehmerin. Die Höchstförderung

bei Stadtranderholungen beträgt 44,10 Euro

pro Teilnehmerin.

23


II.

Förderungsbereiche

5.6 Bezüglich der Bezuschussung von Betreuerinnen gelten

die Ziffern II.4.5 entsprechend (Seite 22). Bei

Stadtranderholungen wird für Betreuerinnen ab 16

Jahren ein Zuschuss von 5,10 Euro gewährt, wenn

mindestens eine Betreuerin das 18. Lebensjahr vollendet

hat. Es ist nur eine Bezuschussung von

Gruppen möglich. Maßnahmen für Einzelpersonen

werden nicht bezuschusst

Antrags- und Nachweisverfahren:

5.8 Bezüglich des Antrags- und Nachweisverfahrens gelten

die Ziffern I.7.1 bis I.7.10 des Allgemeinen

Antrags- und Nachweisverfahrens entsprechend

(Seite 12).

6. Sport, Spiel und Geselligkeit

Veranstaltungen im Bereich Sport, Spiel und Geselligkeit

sollen sich an Kinder und Jugendliche richten. Durch

Sport, Spiel und Geselligkeit sollen Kinder und Jugendliche

zum sozialen Lernen und sozialen Handeln angeregt

werden

Förderungsvoraussetzung:

6.1 Die Veranstaltungen müssen für alle Kinder und

Jugendliche zugänglich sein.

Veranstaltungsart:

6.2 Veranstaltungen im Bereich Sport, Spiel und Geselligkeit

(Spielfeste und ähnliches) werden als

Einzelveranstaltungen gefördert. Bezuschusst werden

pro Kalenderjahr und Träger maximal 20 Veranstaltungen.

Es ist anzustreben, dass in jeder Kommune

maximal 3 Veranstaltungen durchgeführt werden.

24


Zuschusshöhe:

6.3 Es wird ein Zuschuss von 50 % der zuschussfähigen

Kosten bis zu einem Höchstbetrag von 255,70 Euro

gewährt.

Antrags- und Nachweisverfahren:

6.4 Bezüglich des Antrags- und Nachweisverfahrens gelten

die Ziffern I.7.1. bis I.7.10. des Allgemeinen

Antrags- und Nachweisverfahrens entsprechend

(Seite 12). Eine Teilnehmerinnenliste entfällt.

II

25


III.

Übernahme Teilnahmebeitrag

1. Grundsatz

1.1 Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen soll die

Teilnahme an Maßnahmen auch dann ermöglicht werden,

wenn ihnen und ihren Eltern die Aufbringung der

Mittel nicht zugemutet werden kann.

2. Voraussetzungen

2.1 Unter Teilnahmebeitrag werden die Kosten verstanden,

die die Teilnehmerin bzw. die Eltern dem Träger

der Maßnahme zu erstatten haben.

2.2 Der Teilnahmebeitrag wird ganz oder teilweise übernommen,

wenn die Belastung dem Kind oder der

Jugendlichen und ihren Eltern bzw. ihren Elternteilen

oder der jungen Volljährigen nicht zuzumuten ist. Für

die Feststellung der zumutbaren Belastung gelten die

§§ 82, 85 und 87 des SGB XII entsprechend. Der

Teilnahmebeitrag muss mindestens 20,00 Euro betragen.

3. Förderungswürdige Maßnahmen

3.1 Förderungswürdige Maßnahmen sind:

– Maßnahmen der Ziffern II.1 bis II.5 dieser

Richtlinien (Seite 14).

– Klassenfahrten, Abschlussfahrten, Fahrten von

Kursen und Schulendtage werden für alle

Schulformen als förderungswürdig anerkannt.

3.2 Schullandheimaufenthalte werden nicht gefördert.

26


4. Zuschussfähige Aufwendungen

4.1 Als zuschussfähige Aufwendungen werden anerkannt:

– Fahrtkosten

– Unterkunfts- und Verpflegungskosten

– Kosten für Besichtigungen, Eintritte usw.

4.2 Taschengeld und andere für die Teilnahme notwendige

Aufwendungen (Kleidung, spezielle Ausrüstungen

usw.) gelten nicht als zuschussfähige Kosten.

5. Zuschusshöhe

5.1 Empfängerinnen von Hilfen zum Lebensunterhalt

sowie von Grundsicherung nach den SGB XII und

Empfängerinnen von Leistungen nach dem SGB II:

Übernahme des Teilnahmebeitrages bis zu einem

Höchstsatz von 204,50 Euro pro Jahr.

Minderbemittelte: Übernahme von 80 % des

Teilnahmebeitrages bis zu einem Höchstsatz

von 204,50 Euro pro Jahr.

III

5.2 Der Zuschuss kann grundsätzlich erst nach Ende der

Maßnahme ausgezahlt werden.

6. Altersbegrenzung

6.1 Für die Maßnahmen nach den Ziffern II.1 bis II.5

dieser Richtlinien gelten die dort angegebenen Altersbegrenzungen

(Seite 14). Für Klassenfahrten,

Abschlussfahrten, Fahrten von Kursen und Schulendtage

gilt als Höchstalter die Vollendung des 21.

Lebensjahres.

27


III.

Übernahme Teilnahmebeitrag

7. Antrags- und Nachweisverfahren

Antrag:

7.1 Die Anträge sind vor Beginn der Maßnahme bei der

Kreisagentur für Arbeit und Soziales, beim Kreissozialamt

oder beim Kreisjugendamt zu stellen.

7.2 Die Einkommensverhältnisse sowie die besonderen

Belastungen sind bei der Antragstellung durch entsprechende

Unterlagen nachzuweisen. Der Bezug von

Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder

Grundsicherung werden durch die Kreisagentur für

Arbeit und Soziales oder durch das Kreissozialamt

bestätigt.

7.3 Bei der Antragstellung muss eine Anmeldebestätigung

mit rechtsverbindlicher Unterschrift des Trägers der

Maßnahme bzw. der Schule vorliegen, aus der Name

und Anschrift der Teilnehmerin und die voraussichtliche

Höhe des Teilnahmebeitrages hervorgeht.

7.4 Die Kreisagentur für Arbeit und Soziales bzw. das

Kreissozialamt leiten die Anträge mit den bestätigten

Angaben an das Kreisjugendamt weiter.

Zwischenbescheid:

7.5 Auf Wunsch erstellt die Sachbearbeiterin beim Kreisjugendamt

einen Zwischenbescheid, der der Antragstellerin

zugestellt wird. Der Zwischenbescheid gibt

Auskunft über die Höhe des in Aussicht gestellten

Zuschusses bzw. warum kein Zuschuss gewährt wird.

7.6 Dem Zwischenbescheid ist eine Teilnahmebestätigung

beigefügt, in der nach Ende der Maßnahme vom

Träger bzw. der Schule die tatsächliche Teilnahme und

die Höhe der endgültigen Kosten durch rechtsverbindliche

Unterschrift bescheinigt werden.

28


Nachweis:

7.7 Die Teilnahmebestätigung gilt als Nachweis für die

Teilnahme sowie Kostenhöhe und ist mit der Bankverbindung

(Bank, Kontonummer, Bankleitzahl) der

Empfangsberechtigten unverzüglich beim Kreisjugendamt

einzureichen, das danach die Auszahlung

des Zuschusses veranlasst.

Zahlungsvorlage und Erstattung:

7.8 Da vom Kreisjugendamt der Zuschuss zum Teilnahmebeitrag

erst nach Ende der Maßnahme ausgezahlt

wird, kann die zuständige Behörde bei Empfängerinnen

von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld

oder Grundsicherung – nach Vorlage des Zwischenbescheides

– in Höhe des Teilnahmebeitrages in

Vorlage treten.

7.9 Die zuständige Behörde macht einen Erstattungsanspruch

beim Kreisjugendamt geltend.

Abtretung:

7.10 Die Antragstellerin kann ihren Anspruch auch

gegenüber dem Träger der Maßnahme bzw. der

Schule abtreten, die dann ihren Anspruch beim

Kreisjugendamt anmelden müssen.

III

29


IV.

Sonstige Zuschüsse

1. Überregionale Veranstaltungen

1.1 Die Voraussetzungen für diese Veranstaltungen sind

gegeben, wenn Maßnahmen der außerschulischen

Jugendarbeit über das Kreisgebiet hinaus wirken.

1.2 Dem Antrag ist eine Kostenaufstellung mit Finanzierungsplan

beizulegen.

1.3 Über die Höhe des Zuschusses entscheidet der

Jugendhilfeausschuss jeweils im Einzelfall.

2. Beschaffung von Materialien und Geräten für Bildung

und Freizeit

Förderungsvoraussetzungen:

2.1 Zur Anschaffung von Materialien und Geräten für

Schulung, Bildung und Freizeitgestaltung können

Jugendgruppen und Verbände im örtlichen und überörtlichen

Bereich Zuschüsse erhalten. Ferner können

sowohl die Anschaffung von Verbrauchsmaterialien,

als auch die Anschaffung von Kinder- und Jugendliteratur

bezuschusst werden.

2.2 Geräte, die typisch im allgemeinen Bürodienst

Verwendung finden, können nicht gefördert werden.

Dazu gehören z.B. Schreibmaschinen, Faxgeräte,

Fotokopierer. Großgeräte wie Videorecorder, Videokameras,

Fernsehgeräte, Computeranlagen, Overheads

usw. werden in der Regel nur im überörtlichen

Bereich gefördert.

2.3 Als Verbrauchsmaterial gelten Materialien, die für die

Gestaltung von Gruppenstunden, für Bastelarbeiten

und für die Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von

jugendarbeiterischen Maßnahmen benötigt werden.

30


2.4 Gegenstände müssen auf Rechnung des Trägers

angeschafft und ab einem Wert von 51,10 Euro inventarisiert

werden. Sie müssen ständig der Jugendgemeinschaft

zur Verfügung stehen, vielseitige

Verwendung finden und pfleglich behandelt und

gewartet werden. Bei Auflösung eines Trägers der

freien Jugendhilfe ist dieser verpflichtet, die aus

Kreismitteln bezuschussten Gegenstände in Absprache

mit dem Kreisjugendamt einem anderen Träger

der freien Jugendhilfe zu übertragen.

2.5 Überörtlichkeit ist gegeben, wenn die beschafften

Materialien und Geräte innerhalb einer Stadt bzw.

Gemeinde in mindestens 2 Stadt- bzw. Ortsteilen oder

innerhalb des Kreises in mindestens 2 Städten bzw.

Gemeinden Verwendung finden.

Zuschusshöhe:

2.6 Anschaffungen im örtlichen Bereich: 50 %, höchstens

614,00 Euro jährlich.

Anschaffungen im überörtlichen Bereich: 60 %, höchstens

1.278,00 Euro jährlich. Die Prozentanteile

beziehen sich auf den jeweiligen

jugendarbeiterischen Nutzungsanteil.

Der Höchstzuschuss für die Anschaffung

sowohl von Verbrauchsmaterialien als auch von

Kinder- und Jugendliteratur beträgt jeweils 256,00

Euro jährlich.

2.7 Ein Zuschuss ist ausgeschlossen für Anschaffungen

auf Ortsteilebene, wenn dem gleichen Träger für entsprechende

Anschaffungen auf Gemeindeebene

Zuschüsse gewährt werden.

31

IV


IV.

Sonstige Zuschüsse

Antrags- und Nachweisverfahren:

2.8 Dem Kreisjugendamt ist ein formloser Antrag mit

einem Finanzierungsplan und einem Kostenvoranschlag

vorzulegen. Der Antrag soll Auskunft geben

über den Verwendungszweck und den Einsatz in der

Gruppe. Außerdem ist der jugendarbeiterische

Nutzungsanteil anzugeben. Das Kreisjugendamt

überprüft die Notwendigkeit sowie die Übereinstimmung

mit den Richtlinien und stellt einen entsprechenden

Bescheid aus. Bei positivem Bescheid wird

nach Vorlage der Originalrechnung der Zuschuss

berechnet und ausgezahlt. Die Abrechnung muss bis

zum 30.11. des jeweiligen Jahres beim Kreisjugendamt

vorliegen. Zuschüsse werden nur im laufenden

Haushaltsjahr ausgezahlt, eine Übertragung in das

Folgejahr ist nicht möglich.

2.9 Das Kreisjugendamt behält sich eine Nachprüfung

über die ordnungsgemäße Verwendung des Zuschusses

und über den Zustand der bezuschussten

Gegenstände vor.

3. Zuschüsse für Inneneinrichtungen

Förderungsvoraussetzungen:

3.1 Für die Inneneinrichtung von Räumen, die ganz oder

teilweise der Jugendarbeit dienen, wird auf Antrag ein

Zuschuss gewährt. Dabei ist vor allem an Möbel

(Tische, Stühle, Schränke, Sitzbänke usw.), Beleuchtung

und die Ausgestaltung durch Gardinen und

Vorhänge gedacht.

Zuschusshöhe:

3.2 Zu den Kosten der Inneneinrichtung wird ein Zuschuss

von 50 % des jugendarbeiterischen Nutzungsanteiles

bis zu einem Höchstbetrag von 1.534,00 Euro gewährt.

32


Antrags- und Nachweisverfahren:

3.3 Für das Verfahren und die Abrechnung gelten die

Ziffern IV.2.8 und IV.2.9 entsprechend (Seite 32).

4. Zuschüsse zu Neubau-, Ausbau-, Renovierungs- und

Modernisierungskosten von Jugendheimen und Jugendfreizeitstätten

sowie Anschaffungskosten für Container

Förderungsvoraussetzungen:

4.1 Träger der freien Jugendhilfe können Zuschüsse zu

Neubau-, Ausbau-, Renovierungs- und Modernisierungskosten

sowie Anschaffungskosten für Container

beantragen, sofern die Gebäude bzw. Räumlichkeiten

jugendarbeiterisch genutzt werden. Bei Einrichtungen,

die allen Personen zugängig sind, beschränkt sich der

Zuschuss auf den jugendarbeiterischen Nutzungsanteil

und die anteiligen Kosten. Hierbei ist durch das

Kreisjugendamt im Einzelfall der prozentuale

Nutzungsanteil festzusetzen.

4.2 Unter Neubauten werden Baumaßnahmen verstanden,

bei denen der gesamte Baukörper neu erstellt wird.

Als Neubauten zählen auch Baumaßnahmen, bei denen

aus Gründen des Denkmalschutzes oder der

Ortsgestaltung die äußeren Grundmauern bzw.

Fassaden erhalten werden müssen, während der

Innenbereich ausschließlich neu aufgebaut wird.

4.3 Als Ausbauten zählen alle Baumaßnahmen, durch die

bestehende Baukörper räumlich erweitert (Anbauten,

Aufstockungen) oder innerhalb des bestehenden

Baukörpers neue Räume geschaffen werden (z.B.

Keller- und Dachausbau).

4.4 Unter Renovierung werden diejenigen Maßnahmen

verstanden, die geeignet sind, vorhandene Bau-

33

IV


IV.

Sonstige Zuschüsse

substanz zu erhalten (Erneuerung des Verputzes, der

Dacheindeckung usw.).

4.5 Modernisierungen sind alle Maßnahmen, durch die

bestehende Räumlichkeiten den heutigen Erfordernissen

angepasst werden. Darunter fallen vor allem

sanitäre, heizungstechnische und wärmedämmende

Arbeiten. Als Modernisierung gilt auch die Neugestaltung

von Räumen, wie Holzverkleidung und Deckengestaltung.

4.6 Zuschussfähig sind Neubauten, Ausbauten, Renovierungen

und Modernisierungen von Heimen, Freizeitstätten

und Jugendzeltlagern sowie Anschaffungskosten

für Container. Es können auch Gebäude und

Anlagen ausgebaut werden, die vorher einem anderen

Zweck dienten.

Zuschusshöhe:

4.7 Der Kreiszuschuss beträgt 10 % der zuschussfähigen

Kosten. Der Höchstzuschuss je Bauvorhaben beträgt

bei:

– Neubauten: 15.339,00 Euro

– Containern: 15.339,00 Euro

– Ausbauten: 15.339,00 Euro

– Renovierungen: 15.339,00 Euro

– Modernisierungen: 15.339,00 Euro

4.8 Bei Renovierungen und Modernisierungen ist eine

Erhöhung des Zuschusses bis 20 % möglich, wenn ein

beantragter Landeszuschuss nicht gewährt wird und

mindestens 50 % der Gesamtkosten finanziert sind.

Totomittel werden wie Landesmittel bewertet.

34


4.9 Eigenleistungen bei der Gestaltung und Verschönerung

von eigenen Jugendräumen durch Mitglieder des

Antragstellers von mindestens 30 % der geschätzten

Kosten können mit einem Zuschuss bis zu 60 % der

Materialkosten gefördert werden.

Antrags- und Nachweisverfahren:

4.10 Der Antrag soll die genaue Bezeichnung und Anschrift

der Antragstellerin enthalten. Er ist der Verwaltung

des Kreisjugendamtes vor Beginn der Maßnahme vorzulegen.

4.11 Dem Antrag sind beizufügen:

– Beschreibung und Begründung der Maßnahme

– Kostenvoranschlag ab einer Maßnahmensumme

von 2.556,50 Euro

– Kostenzusammenstellung bei einer

Maßnahmesumme unter 2.556,50 Euro

– Finanzierungsplan

– Bericht über die Arbeit der Jugendgruppe des

Antragstellers in den vergangenen 12 Monaten

bzw. über die zukünftige Jugendarbeit

4.12 Bei einer Maßnahmensumme bis zu 4.000,00

Euro überprüft das Kreisjugendamt die Notwendigkeit

sowie die Übereinstimmung mit den Richtlinien und

stellt einen entsprechenden Bescheid aus. Bei positivem

Bescheid wird nach Vorlage der Originalrechnung

der Zuschuss berechnet und ausgezahlt. Über die

Zuschussanträge mit einer Maßnahmensumme über

4.000,00 Euro entscheidet der Jugendhilfeausschuss.

IV

35


IV.

Sonstige Zuschüsse

4.13 Die Auszahlung des Zuschusses oder eines Teilzuschusses

erfolgt nach Vorlage der Abrechnung oder

einer Teilabrechnung.

4.14 Als Abrechnungsunterlagen gelten

– die Originalabrechnung oder

– die von der bauleitenden Architektin gefertigte

unterzeichnete Abrechnung bzw. Teilabrechnung

oder

– durch die Kommune gefertigte und unterzeichnete

Abrechnung bzw. Teilabrechnung.

4.15 Die Abrechnung muss, soweit Zuschüsse aus dem

laufenden Haushaltsjahr gezahlt werden sollen, bis

zum 30.11. vorgelegt werden. Die Gültigkeitsdauer

des Zuschussbescheides beläuft sich auf 3 Jahre ab

dem Zeitpunkt der Bewilligung.

36


V. Besondere Maßnahmen

1. Prävention

1.1 Es werden folgende Maßnahmen gefördert:

– Präventionsseminare für Kinder, Jugendliche

und junge Menschen

– Informationsveranstaltungen für Multiplikatorinnen

Präventionsseminare für Jugendliche

Förderungsvorrausetzungen:

1.2 Präventionsseminare können von den Trägern der

freien Jugendhilfe durchgeführt werden. Die Planung,

Konzeption und Durchführung soll jedoch in

Zusammenarbeit mit einer im Landkreis Merzig-

Wadern tätigen Beratungsstelle (z.B. Psychosoziale

Beratungsstelle des Caritasverbandes, Stelle für

Suchtberatung und -prävention der Arbeiterwohlfahrt

LV. Saarland e.V. SPN) erfolgen.

Veranstaltungsarten:

1.3 Als Veranstaltungsarten gelten die Seminare unter

Ziffer II.1.6 und die Einzelveranstaltungen unter

Ziffer II.1.8 entsprechend (Seite 15).

Altersbegrenzung:

1.4 Die Teilnehmerinnen müssen mindestens 6

Jahre und dürfen höchstens 26 Jahre alt sein.

Zuschusshöhe:

1.5 Vom Kreisjugendamt werden bis zu 70 % der

zuschussfähigen Kosten übernommen. Als zuschussfähige

Kosten gelten die Fahrt- und Honorarkosten,

Kosten für Verpflegung und Übernachtung, Raumbzw.

Saalmiete, Verbrauchsmaterial und die Kosten

für Anschauungsmaterial.

V

37


V. Besondere Maßnahmen

Antrags- und Nachweisverfahren:

1.6 Die Zuschussanträge werden formlos gestellt und

müssen vor Beginn der Maßnahme beim Kreisjugendamt

vorliegen. Dem Antrag ist ein Programm

und eine Kostenübersicht beizufügen.

Informationsveranstaltungen für Multiplikatorinnen

Förderungsvoraussetzungen:

Informationsveranstaltungen für Multiplikatorinnen

können von Trägern der freien Jugendhilfe und von

den Trägern der Erwachsenenbildung durchgeführt

werden. Als Zielgruppe sind insbesondere Eltern,

Lehrerinnen und Jugendleiterinnen vorgesehen.

Die Planung, Konzeption und Durchführung soll in

Zusammenarbeit mit einer im Landkreis Merzig-

Wadern tätigen Beratungsstelle (z.B. Psychosoziale

Beratungsstelle des Caritasverbandes, Stelle für

Suchtberatung und -prävention der Arbeiterwohlfahrt

LV. Saarland e.V. SPN) erfolgen.

Veranstaltungsarten:

1.8 Als Veranstaltungsarten gelten die Seminare unter

Ziffer II.1.6 und die Einzelveranstaltungen unter

Ziffer II.1.8 entsprechend (Seite 15).

Altersbegrenzung:

1.9 Die Teilnehmerinnen müssen das 16. Lebensjahr vollendet

haben.

Zuschusshöhe:

1.10 Vom Kreisjugendamt werden bis zu 70 % der zuschussfähigen

Kosten übernommen. Als zuschuss-

38


fähige Kosten gelten die Fahrt- und Honorarkosten,

Raum- bzw. Saalmiete, Verpflegung, Übernachtung

und die Kosten für Arbeits- und Anschauungsmaterialien.

Antrags- und Nachweisverfahren:

1.11 Die Zuschussanträge werden formlos gestellt und

müssen vor Beginn der Maßnahme beim Kreisjugendamt

vorliegen. Dem Antrag ist ein Programm

und eine Kostenübersicht beizufügen. Die endgültigen

Kosten müssen bis spätestens 2 Monate nach

Beendigung der Maßnahme nachgewiesen werden.

2. Geschlechtsspezifische Jugendarbeit

2.1 Maßnahmen und Veranstaltungen, deren Programme

insbesondere die unterschiedlichen Lebenslagen von

Mädchen und Jungen berücksichtigen und Ansätze

aufzeigen, wie Benachteiligungen abgebaut und die

Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen gefördert

werden kann, werden vom Kreisjugendamt bezuschusst.

Veranstaltungsarten:

2.2 Als Veranstaltungsarten gelten die Seminare unter

Ziffer II.1.6 und die Einzelveranstaltungen unter

Ziffer II.1.8 entsprechend (Seite 15).

Altersbegrenzung:

2.3 Die Teilnehmerinnen müssen mindestens 6

Jahre und dürfen höchstens 26 Jahre alt sein.

Zuschusshöhe:

2.4 Vom Kreisjugendamt werden bis zu 70 % der

zuschussfähigen Kosten übernommen. Als zuschuss-

39

V


V. Besondere Maßnahmen

fähige Kosten gelten die Fahrt- und Honorarkosten,

Raummiete, Verpflegung, Übernachtung und die

Kosten für Arbeitsmaterialien.

Antrags- und Nachweisverfahren:

2.5 Die Zuschussanträge werden formlos gestellt und

müssen vor Beginn der Maßnahme beim Kreisjugendamt

vorliegen. Dem Antrag ist ein Programm

und eine Kostenübersicht beizufügen.

3. Jugendforen

3.1 Die Bildung von Jugendforen ist eine Forderung des

Jugendhilfeplanes. Dabei wird den Jugendforen insbesondere

bei der Umsetzung des Jugendhilfeplanes

eine besondere Bedeutung zugemessen.

Förderungsvoraussetzungen:

3.2 Jugendforen können sowohl auf Ortsteilebene als

auch auf Gemeindeebene gegründet werden.

Jugendforen können gefördert werden, wenn sie sich

in ihrer Zusammensetzung und Aufgabenstellung

grundsätzlich an den jeweiligen Rahmen des

Jugendhilfeplanes halten. Die Jugendforen sollten in

Zusammenarbeit mit der jeweiligen Bürgermeisterin

bzw. Ortsvorsteherin, den haupt- und ehrenamtlichen

Kräften der außerschulischen Jugendarbeit und dem

Kreisjugendamt initiiert werden.

3.3 Aufgaben der Jugendforen

– Situations- und Bedarfsanalyse

– Motivations- und Koordinationsarbeit

– Förderung der Zusammenarbeit unterschiedlicher

Jugendgruppierungen

40


– Unterstützung der Jugendgruppen

– Stärkung der ehrenamtlichen Tätigkeit

– Durchführung von Maßnahmen nach

Maßnahmekatalog

– Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit

– Unterstützung bei der Raumbeschaffung

– Unterstützung von Veranstaltungen zu jugendspezifischen

Themenstellungen, sofern einzelne

Jugendgruppen diese Veranstaltungen nicht

selbständig durchführen können.

In begründeten Ausnahmefällen (z.B. bei Pilotprojekten)

kann das Jugendforum eigene Maßnahmen

durchführen.

Zuschusshöhe:

3.4 Für Jugendforen werden zuschussfähige Kosten bis zu

einem Betrag von 511,00 Euro übernommen.

Zuschüsse zu den Sachkosten werden jeweils für ein

Jahr gewährt.

Zuschussfähige Kosten:

3.5 Zuschussfähige Kosten werden anerkannt für:

– Telefongebühren und Briefporto

– Beschaffung von Schreibmaterial

– Kontenführung

– Organisationskosten

– Erstellen von Informationsmaterial

– Fahrtkosten

V

41


V. Besondere Maßnahmen

Weitere Zuschüsse:

3.6 Maßnahmen der Jugendforen werden nach den

Richtlinien zur Förderung der außerschulischen

Jugendarbeit abgerechnet. Zusätzlich wird der

Landesanteil übernommen.

Antrags- und Nachweisverfahren:

3.7 Die Abrechnung für Sachkostenzuschüsse muss,

soweit Zuschüsse aus dem laufenden Rechnungsjahr

gezahlt werden sollen, bis zum 30.11. des jeweiligen

Jahres beim Kreisjugendamt eingereicht werden.

4. Jugendzentren, Jugendclubs, Jugendinitiativen

Den Jugendzentren, Jugendclubs und Jugendinitiativen wird

ein Zuschuss zu den Sachkosten gewährt. Eine Bewilligung

des Zuschusses ist abhängig von der Einhaltung des

Jugendschutzgesetzes sowie dem generellen Verzicht auf

den Ausschank von branntweinhaltigen Getränken. Der

Zuschuss kann abgelehnt werden, wenn dem Kreisjugendamt

Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz bekannt

werden.

Zuschusshöhe:

4.1 Für Jugendzentren, Jugendclubs und Jugendinitiativen

werden zuschussfähige Kosten bis zu einem

Betrag von 307,00 Euro übernommen. Zuschüsse zu

den Sachkosten werden jeweils für ein Jahr gewährt.

Zuschussfähige Kosten:

4.2 Zuschussfähige Kosten werden anerkannt für:

– Telefongebühren und Briefporto

– Beschaffung von Schreibmaterial

42


– Kontenführung

– Organisationskosten (z.B. GEMA, Versicherungen)

– Erstellung von Informationsmaterial

– Fahrtkosten

Antrags- und Nachweisverfahren:

4.3 Die Abrechnung muss, soweit Zuschüsse aus dem

laufenden Haushaltsjahr gezahlt werden sollen, bis

zum 30.11. des jeweiligen Jahres beim Kreisjugendamt

vorliegen. Die Originalbelege für den

Abrechnungszeitraum sind beizufügen.

5. Förderung von Modellprojekten

Grundsatz:

5.1 Träger der freien Jugendhilfe können zu Modellprojekten

in der Jugendarbeit eine anteilige Förderung

ihrer Projektkosten erhalten.

Voraussetzungen:

5.2 Modellprojekte sind Maßnahmen, die sich von den

übrigen aufgeführten Maßnahmen abheben und richtungsweisend

für die zukünftige Jugendarbeit sein

können sowie besondere Projekte. Der Träger des

Modellprojektes muss Eigenmittel in angemessener

Höhe zur Finanzierung des Projektes einbringen.

Im Rahmen der Projektförderung können

Betriebs-, Sach- und Personalkosten bezuschusst

werden. Die Landesvorschriften zur

Projektförderung werden analog angewandt.

Zuschusshöhe und Förderdauer:

5.3 Über die Höhe des Zuschusses sowie die Förderdauer

entscheidet der Jugendhilfeausschuss. Die Förderung

V

43


V. Besondere Maßnahmen

erfolgt nach Maßgabe des Haushaltes. Eine anteilige

Förderung durch andere Stellen ist anzustreben. Die

Gesamtfinanzierung des Projektes ist sicherzustellen.

Antrags- und Nachweisverfahren:

5.4 Anträge sind bis zum 01.09. eines jeden Jahres für

das kommende Haushaltsjahr beim Kreisjugendamt

vorzulegen.

Dem Antrag sind beizufügen:

– Konzeption, in der Modellcharakter sowie

Besonderheit der Maßnahme begründet werden

– Finanzierungsplan

– Kostenaufstellung

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach

Beschlussfassung im Jugendhilfeausschuss.

Der Verwendungsnachweis ist bis spätestens 31.03.

eines jeden Jahres für das abgelaufene Haushaltsjahr

vorzulegen. Als Abrechungsgrundlage gelten die

Originalbelege.

44


VI.

Schlussbestimmungen

1. Ermächtigung

1.1 Der Jugendhilfeausschuss entscheidet über Zuschussanträge

nach den Ziffern IV.1 und IV.4. Im übrigen

obliegt der Verwaltung des Kreisjugendamtes die

Entscheidung über die Zuschussanträge.

2. Inkrafttreten

2.1 Diese Richtlinien treten mit Wirkung vom 01. Januar

2007 in Kraft.

Merzig, den 27. Juni 2006

(Daniela Schlegel-Friedrich)

Landrätin

VI

45


Beratung

VII. Anhang

Für Beratung, weitere Informationen sowie zur Unterstützung

bei der Antragstellung stehen Ihnen folgende

Mitarbeiterinnen des Jugendamtes zur Verfügung.

Peter Wilhelm

Landratsamt Merzig

Bahnhofstraße 44, Zimmer 111, 66663 Merzig

Tel: 06861 80 165, Mobil: 0170 18 49 654

p.wilhelm@merzig-wadern.de

Klaus Neusius

Jugendbüro Losheim-Weiskirchen

Schulstraße 5, 66679 Losheim am See

Tel: 06872 77 99, Mobil: 0170 18 49 648

jugendbuero-losheim@t-online.de

Marion Lauer Hoff

Jugendbüro Wadern

Oberstraße 9, 66687 Wadern

Tel: 06871 83 77, Mobil: 0170 48 70 183

jugendbuero-wadern@t-online.de

Christiane Zobay

Jugendbüro Merzig

Landratsamt

Bahnhofstraße 44, Zimmer 110, 66663 Merzig

Tel: 06861 80 154, Mobil: 0170 18 49 625

c.zobay@merzig-wadern.de

Heike Jäschke

Jugendbüro Beckingen

Bergstraße 50, 66701 Beckingen

Tel: 06835 64 44, Mobil: 0160 47 82 990

jugendbuero-beckingen@t-online.de

46


Weitere Zuschussmöglichkeiten

Über diese Richtlinien hinaus können Zuschüsse für die

außerschulische Jugendarbeit bei folgenden Institutionen

beantragt werden.

Gemeinde Beckingen

Bergstraße 48, 66701 Beckingen

Tel: 06835 550, rathaus@beckingen.de

Gemeinde Perl

Trierer Straße 28, 66706 Perl

Tel: 06867 660, info@perl-mosel.de

Gemeinde Weiskirchen

Kirchenweg 2, 66709 Weiskirchen

Tel: 06876 70 90, gemeinde@weiskirchen.de

Landesjugendamt

Franz-Josef-Röder-Straße 21, 66119 Saarbrücken

Tel: 0681 50 12 073

Bistum Trier

Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral

Merziger Straße 83, 66763 Dillingen

Tel: 06831 72 344, fachstellejugend.dillingen@bistum-trier.de

Jugendhilfeausschuss

„Die Aufgaben des Jugendamtes werden durch den Jugendhilfeausschuss

und durch die Verwaltung des Jugendamtes

wahrgenommen.“ (§ 70 Abs. 1 KJHG). Der Jugendhilfeausschuss

setzt sich zusammen aus stimmberechtigten und

beratenden Mitgliedern. Die Zusammensetzung des Jugendhilfeausschusses

und seine Mitglieder können auf

Wunsch bei der Amtsleitung der Verwaltung des

Jugendamtes unter Tel: 06861 80 160 oder unter

jugendamt@merzig-wadern.de erfragt werden.

47

VII


Kreisjugendamt

Beratung – Hilfe – Information

– Jugendamtsleitung 06861 80 160

– Jugendhilfeausschuss 06861 80 160

– Jugendarbeit 06861 80 165

Richtlininen zur Förderung der Jugendarbeit

Jugendschutz

– Adoptionswesen 06861 80 144

– Allgemeiner Sozialer Dienst 06861 80 143

– Amtsvormundschaften 06861 80 149

Amtspflegschaften

Beistandschaften

Unterhaltsvorschuss

– Elternbeiträge 06861 80 147

– Jugendgerichtshilfe 06861 80 153

– Kinderbetreuung 06861 80 144

– Pflegekinderwesen 06861 80 352

– Wirtschaftliche Jugendhilfe 06861 80 164

Landkreis Merzig-Wadern

Bahnhofstraße 44, 66663 Merzig

Tel: 06861 80 0, Fax: 06861 80 365

jugendamt@merzig-wadern.de

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