Workshop 6 Youtube, Saarclip und Co. - Jugendserver-Saar

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Workshop 6 Youtube, Saarclip und Co. - Jugendserver-Saar

Workshop 6

Youtube, Saarclip und Co. -

Was es bei der Erstellung von Video-Clips zu beachten gibt.

Simone Schnipp,

freie Medienpädagogik für die Landesmedienanstalt Saarland

Simmione@web.de


Die Landesmedienanstalt (LMS):

• wacht über die privaten Radio- und Fernsehanbieter

• engagiert sie sich im Bereich der Medienkompetenz

• fördert den Medien- und Filmstandort Saarland


Das Medienkompetenz Zentrum bietet:

• Seminare und Fortbildungen

• Informationen und Newsletter

• Materialien

• Medienkompetenz-Portal

• Ausleihe von Equipment

www.lmsaar.de

www.medienkompetenzportal.de


Wer Personen filmt/fotografiert UND diese Bilder einer Öffentlichkeit

präsentiert UND/ODER verbreitet, bewegt sich in den folgenden

Rechtsbereichen.

1. Allgemeines Persönlichkeitsrecht

2. Recht am eigenen Bild (Kunsturheberrecht)


Allgemeines Persönlichkeitsrecht

Grundgesetz Artikel 2

• (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit,

soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die

verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

• (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die

Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf

Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.


Kunsturheberrechtsgesetz 22

• Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet

oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im

Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden

ließ, eine Entlohnung erhielt.

• Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10

Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten.

Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte

oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder

ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die

Eltern des Abgebildeten.


Ausnahmen nach 23 KunstUrhG

1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;

2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer

Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;

3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen

Vorgängen, an denen die dargestellten Personen

teilgenommen haben;

4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die

Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der

Kunst dient.


Einverständniserklärung für Videoprojekte

• von Mitwirkenden, Schauspielern, Interviewten, Technikern

• von allen, die am Video mitgewirkt haben

und darin vorkommen

• bei Straßeninterviews reicht mündliche Zustimmung


Wer Videos einer Öffentlichkeit präsentiert UND/ODER

verbreitet, bewegt sich im Rechtsbereich des

Urheberrechtsgesetz

Literatur

Texte

Ideen

Musik

Melodien


Urheberrechtsgesetz (UrhG.)

Das Urheberrecht soll die ideellen und materiellen

Interessen eines Urhebers an seinem Geisteswerk schützt.

Liegt ein Werk (Musikstück, Foto, Text) vor, hat der

Urheber die Rechte an der Veröffentlichung, Verwertung

und Vervielfältigung des Werkes

Das Urheberrecht schützt aber nur Produkte, die als Werk

nach dem Urheberrechtsgesetz sind.

70 Jahre nach dem Tod des Urhebers gemeinfrei.


Ein Werk muss folgende Voraussetzungen haben:

– persönliche Schöpfung durch einen Menschen

– geistiger Gehalt gedanklicher oder ästhetischer Art

– wahrnehmbare Formgestalt (Ideen zählen nicht dazu)

– Individualität im Sinne von Originalität und

Eigenständigkeit


Schutzbereiche

Der Schutz nach dem Urheberrechtsgesetz bezieht sich auf

zwei Schutzbereiche:

• Verwertungsrechte: nur der Urheber alleine hat das Recht,

sein Werk zu vervielfältigen (digital, analog), zu verbreiten,

öffentlich zugänglich zu machen (Funk, Internet).

• Persönlichkeitsrechte: der Urheber hat die vollen ideellen

Interessen am Werk. Er hat ein Recht auf Namensnennung,

wird sein Bild oder Lied veröffentlicht.


Ausnahmen und erlaubte Nutung

– Öffentliche Zugänglichmachung für wissenschaftliche

Forschung oder Zwecke (Bibliotheken, Universitäten).

Öffentlich, aber nur für beschränkten und privilegierten

Personenkreis.

– Vervielfältigung zum eigenen wissenschaftlichen

Gebrauch (Studieren, Prüfungen), keine

Veröffentlichung oder weitere Verbreitung

– Vorübergehende Vervielfältigung im Arbeitsspeicher


Musik - Die GEMA

– Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und

mechanische Vervielfältigungsrechte

– Sperrung für GEMA Titel bei youtube

– "In Deutschland nicht verfügbar"

– „... über Schweden ist mir Gema so was von egal ;)“


Quelle. www.gema.de

Tarifbeispiel GEMA


Zu beachten - Video fürs Web!

• Maximal 3 Minuten Länge

• Keine Schwenks, keine Zooms

• Ruhige Kamera, Stativ oder ruhige Hand

• Guter Ton, klare Sprache

• Klare Schnitte, wenig Effekte

• Detailaufnahmen vorziehen, nahe dran sein


Player und Formate

• jedes Video muss für das Internet vorbereitet werden

(Kompression)

• es gibt keinen Standard und keine gemeinsame Basis

Container-Formate mit entsprechenden Playern/Plug-Ins:

Flash, Mov, MP4 und AVI

Codecs: H264, MPEG-1/2, Cinepak, Sorenson


Youtube rechtlich

• 2010: mehr als 2 Milliarden Aufrufen pro Tag

• YouTube verlangt von allen Nutzern eine Bestätigung der

Urheberrechte

• Videos, die Urheberrechtsgesetze verstoßen, werden entfernt

• Creative Commons-Lizenzen

• Titel und die URL des Videos auf YouTube mitteilen

• Behält sich vor, Videos weiterzuverkaufen oder zu lizenzieren,

ohne den Autor vorher fragen zu müssen


Youtube rechtlich

Quelle: www.youtube.de


Youtube technisch

Container-Format ist Flash

Videoauflösung von 480x360 Pixeln und höher

• Nicht länger als 15 Minuten und 2GB

• YouTube Videos auf der eigenen Website einbinden

• HTML5 wird an Bedeutung gewinnen

• HD/3D geht auch


Links

• www.saarclip.de

• http://www.youtube.com/copyright_school

• http://www.spiegel.de/quiztool/quiztool-35561.html

• www.irights.info

• www.klicksafe.de

• http://www.youtube.com/user/movies

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