Die Berliner »Retourkutsche - DKV-Residenz am Tibusplatz

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Die Berliner »Retourkutsche - DKV-Residenz am Tibusplatz

111. AUSGABE > RESIDEnzInFo 1/2012

Rundschau

FEBRUAR BIS ApRIl 2012

Einblick

> Der »Hauswirtschaftliche

Dienst«

> Der »Pflege-TÜV« - schlechte

Note für eine gute Idee

> Heiratsanträge,

die unvergessen bleiben

Ausblick

> Danke, liebe Bewohnerinnen

und Bewohner!

> Nur 41 Sekunden

Rückblick Ausblick

>

Adieu Thema Deutsches 1 Blindtext con Sozialwerk

sectetuer adipiscing elit, sed

> Aus dem Leben eines

> Spökenkiekers

Thema 2 tinci dunt ut laoreet

Natur

> Die Berliner Retourkutsche

Rückblick

> Thema 1 Blindtext con

sectetuer adipiscing elit, sed

> Thema 2 tinci dunt ut laoreet

in unserer näheren

Umgebung


2

RUNDSCHAU 1/2012 > EDIToRIAl

Noch

345 Tage

Liebe Leserinnen und Leser,

Gerade sind die letzten Feiertagsdekorationen abgeräumt und in

Kisten verstaut, werden bereits Überlegungen zum Start in die

närrische Zeit angestellt. Wir haben uns darauf eingestellt, beim

Datum die 2012 einzusetzen, da treffen sich Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Hauses, um den 11. Januar 2013 vorzu-

planen und zu organisieren.

Für diejenigen Leserinnen und Leser, die sich fragen, was dieses

Datum so bedeutsam macht, sei erläuternd hinzugefügt, dass die

DKV-Residenz am Tibusplatz an diesem Tag ihr 20-jähriges

Betriebsjubiläum feiern wird.

Wie werden wir diesen Festtag bzw. dieses Festjahr verbringen?

Was werden wir unternehmen, um dieses Jubiläum in einem

angemessenen Rahmen zu begehen?

Wen laden wir ein? Wer wird wohl kommen?

Fragen, auf die wir in den nächsten Monaten gemeinsam Antworten

und Lösungen finden werden.

Da es aber bis dahin noch 345 Tage sind, werden wir sicher ausreichend

Zeit finden, kleine und größere Aktivitäten vorzubereiten.

Wenn Sie uns unterstützen wollen, so liegt an der Rezeption nun

ein Buch aus, in das Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und

persönlichen Erlebnisse zum Jubiläum eintragen können. Wir

möchten diese Berichte in die Gestaltung des Jubiläums einbeziehen.

Wir freuen uns über Ihre Eintragungen.

Anne Matenaar


Inhalt

04 natur in unserer

näheren Umgebung

Einblick

04 Natur in unserer

näheren Umgebung

07 Der »Hauswirtschaft-

liche Dienst«

10 Der »Pflege-TÜV«

- schlechte Note für eine

gute Idee

11 Wie entsteht eigentlich

unsere Rundschau?

12 Heiratsanträge,

die unvergessen bleiben

10 Videoclip

Ausblick

14 »miCura Pflegedienst«

begrüßt Frau Löbbert

15 Bitte festhalten

16 Danke, liebe Bewohner-

innen und Bewohner

17 Am 14. Februar ist

Valentinstag

18 Nur 41 Sekunden

19 Straßennamen mit

Hintergrund

20 Karneval

RUNDSCHAU 5/2011 > InHAlT 3

24 Aus dem leben eines

Spökenkiekers

Rückblick

21 Adieu Deutsches

Sozialwerk

22 Verstehen Sie Spaß?

24 Aus dem Leben eines

Spökenkiekers

26 Die Berliner

Retourkutsche

27 Nachrufe

29 Personalien

30 Anzeigen


4

Natur in unserer

näheren Umgebung

Unter diesem Motto steht 2012 in jedem Heft der Rundschau ein Beitrag.

Wir beginnen mit den Bäumen und Sträuchern, in der Mai-Ausgabe folgen

die Tulpen, im August wenden wir uns der Vogelwelt zu und im november

den Gewässern.

Schon auf dem Areal der Residenz finden

sich pflanzliche Kostbarkeiten. So erlebten

wir im letzten Oktober die prachtvolle

Herbstfärbung des Hamamelis-Strauchs an

der Restaurant-Terrasse. Jedes Frühjahr blühen

die ersten Japan-Kirschen in der Gartenanlage

am Haus 7, der so genannten Oase. Kurz darauf

folgen die Japan-Kirschen am Kugelbrunnen

und bescheren uns einen zart duftenden rosafarbenen

Blütenhimmel. Wenig später leuchtet

der Weg an der Aa in kräftigem Lila, der Flieder

blüht! Leider ist es mit ihm nur eine kurze

Pracht, dafür blüht der weiße Sommerflieder an

der Ecke von Haus 7 bis spät in den Herbst hinein.

Auf seinen Blütenrispen sitzen die verschiedenartigsten

Schmetterlinge, meist jedoch Pfauenaugen,

und können hier aus nächster Nähe

bewundert werden. Wir gehen weiter an der Aa

entlang, freuen uns an den Birken und kommen

zur großen Platane am Breul .Oben in den Zweigen

hängen die runden Stachelfrüchte an Stielen

vom Baum herab wie Christbaumkugeln,

immer zu zweit. Die Wülste am Stamm sind

keine Krankheit, sondern eine Alterserscheinung.

Wir überqueren den Breul und gehen am Spielplatz

entlang. Ausgerechnet neben dem himmelblauen

WC-Häuschen steht seit 2005 eine

liebenswerte Besonderheit: der Schnullerbaum.

An bunten Bändern hängen unzählige Schnuller

in den Ästen einer amerikanischen Roteiche.

Die Idee stammt aus Dänemark (um 1920) – den

etwa 2-Jährigen soll so der notwendige Abschied

vom geliebten Nuckel erleichtert werden. Etwa

auf der Höhe des Spielplatzes steht auf der anderen

Promenadenseite eine Bank mit einer Plakette.

Darauf steht: “Gestiftet vom Deutschen


Sozialwerk, Gruppe Münster, DKV-Residenz am

Tibusplatz“. Den gleichen Text lesen wir auch

gegenüber an der Holzstütze der dritten jungen

Promenaden-Linde, auf der Höhe der Stadtsparkasse.

Nach dem großen Sturmtief Kyrill im

Januar 2007 mussten hier 3 Linden nachgepflanzt

werden, sie stehen noch in ihren hölzernen

Schutzgestellen.

Wir gehen unsern gewohnten Weg unter der

Pergola entlang, vorbei an der großen Wiese,

sehen herrliche Kastanien und die große Blutbuche

– ein Baum schöner als der andere, - und

kommen zu den beiden Teichen. Die große Weidengruppe

am zweiten Teich ist ein Bild von

blühender Gesundheit. Erst wenn man vor den

Weiden steht, ist zu sehen, dass eine der beiden

im Stamm hohl und tief gespalten ist. Sie wird

über kurz oder lang auseinander brechen. Dieser

Baum darf die Würde und Schönheit seines

Alters voll ausleben, er kann an seinem Standort

keinen großen Schaden verursachen.

Ganz anders ist es mit den 2000 Linden der Promenade.

Das Grünflächenamt der Stadt kontrolliert

zwei Mal im Jahr ihren Gesundheitszustand.

Äste werden abgesägt, wenn nötig ganze

Bäume gefällt. Wie wir an der Weide sehen,

kann ein Baum üppig grünen, obwohl er von

Innen verrottet ist, denn seine Wachstums- und

Ernährungsschicht, das sog Kambium, liegt

direkt unter der Rinde.

Wir gehen weiter in Richtung Kreuzschanze und

finden dort, gegenüber der „Zuckervilla“, einen

großen Ginkgo-Baum. Nach Auskunft der Stadt

ist er über hundert Jahre alt. Ginkgos sind ganz

besondere Bäume. Es gab sie schon lange vor

den Dinosauriern (Fachkreise sprechen von 250

Millionen Jahren.). Sie sind wirklich „lebende

Fossilien“, die älteste Baumart unserer Erde.

Buddhistische Tempelmönche in Süd-China entdeckten

den schönen Baum und begannen, ihn

zu kultivieren. Inzwischen kennt man in Japan

über 1000 Jahre alte Ginkgos.

Ein ganz besonderer Baum ist der Ginkgo von

Hiroshima. Nach dem Atomangriff 1945 ver-

RUNDSCHAU 1/2012 > EInBlIck 5

brannte er, nur 800 Meter von der Explosionsstelle

entfernt, fast gänzlich – im nächsten Frühjahr

trieb er wieder aus.

Dem deutschen Arzt Engelbert Kaempfer aus

Lemgo in Westfalen gelang es, um 1730 Ginkgo-

Samen aus Japan heraus zu schmuggeln. Der

älteste Ginkgo Europas steht im Botanischen

Garten in Utrecht, 1750 gepflanzt. Auch in Jena

und Weimar finden wir den Baum, schon Goethe

hatte seine Freude am Ginkgo-Blatt.

Eine weitere Besonderheit des Baumes ist es,

dass er männliche und weibliche Exemplare hat.

Wie man an den gelben Kugeln sehen kann,

gehört unser Baum zu den weiblichen Ginkgos.

Auch in diesem Herbst lagen viele dieser Kugeln

(es sind die weiblichen Samen-Anlagen) auf den

wunderschönen Blättern am Boden.

Allerdings fanden sich auch braunschwarze,

etwa 10 cm lange, gekrümmte Schoten. Sie

waren von der Kreuzschanze herüber geweht,

denn dort steht eine ebenfalls über 100 Jahre

alte Robinie (Robinia pseudoacacia). Auch dieser

Baum war nicht in Europa heimisch, er

wurde um 1600 aus Nordamerika eingeführt.

Im Mai/Juni ist er bedeckt mit weißen, süß duftenden

Blütentrauben.


Nachdem wir nun schon die Früchte des Ginkgos

und der Robinie kennen, sehen wir uns auch

die Früchte bzw. die Samenstände anderer

Bäume und Sträucher an (siehe Abbildung). Sie

alle wurden in unserer nächsten Umgebung

gefunden. Eine unglaubliche Vielfalt ist vor uns

ausgebreitet. Gleichzeitig hat sich jeder Strauch,

jeder Baum schon auf den nächsten Frühling

vorbereitet. Die künftigen Blätter und Blüten

sitzen schon, winterfest eingepackt an ihrem

Platz. Man kann das wunderbar sehen am Korkenzieherhasel,

der direkt vor dem Eingang zu

Haus 2 steht- sogar die „Würstchen“ sind schon

da!

Es liegt direkt vor unserer Tür,

das große Wunder der Natur.

Dr. Ursula Feldmann < < <

Erläuterungen zum Abbild

1 Rotbuche, Fruchtbecher und Bucheckern

2 Linde, Fruchtstand

3 Ginkgo, drei Blätter, eine weibliche Samen-

Anlage intakt, eine geöffnet mit dreikant-

igem Samenkern

4 Hainbuche oder Weißbuche, Fruchtstand

5a Korkenzieherhasel, Zweig mit Blattan-

lagen und hängenden Kätzchen

5b Haselnuss, ausgereifter Fruchtstand mit

einer Nuss

6 Rosskastanie, Stachelfrüchte, eine geöffnet,

eine im Aufspringen, eine Kastanie

7 Eiche, leerer Fruchtbecher

8 Zaubernuss (Hamamelis), Ast mit Blüten-

knospenanlagen und Samenhülle

9 Schwarzerle, vorjähriger Fruchtstand

10 Platane, kugelige Fruchtstände

11 Robinie, reife Samenhülse

12 Äpfel vom Zierapfelbaum im Breul am

Bischhöflichen Vikariat


RUNDSCHAU 1/2012 > EInBlIck 7

Was wäre

unsere Residenz ohne...

den »Hauswirtschaftlichen Dienst«

In den nächsten Ausgaben unserer Rundschau möchten wir Sie, liebe lese-

rinnen und leser, auf einen Streifzug durch die Residenz mitnehmen und

Ihnen Blicke hinter die kulissen verschiedener Abteilungen gewähren.


8

Es ist Donnerstagvormittag. Elsbeth Blasum

ist in ihrer Wohnung und wartet.

Gleich kommt Frau Gropp vom „Hauswirtschaftlichen

Dienst“. Wie jeden Donnerstag

wird sie auch dieses Mal ihre Wohnung

aufräumen, beispielsweise das Bett frisch

beziehen, den Kühlschrank säubern und die

Blumen versorgen.

Frau Blasum genießt diesen Service sehr. Nicht

nur werden für sie die Dinge erledigt, die sie

selber nicht mehr so gut erledigen kann – auch

die Gespräche und die Zuwendung, die sie

dabei erfährt, schätzt sie sehr. „Ich freue mich

immer, wenn ich Frau Gropp sehe. Sie ist so

hilfsbereit und so freundlich. Wenn sie nach

getaner Arbeit geht, dann ist meine Wohnung

immer ein wenig heller ....“ erzählt die Seniorin,

die seit vielen Jahren im Tibus lebt.

Im vergangenen Sommer hat sie Frau Austermann,

Hausdame unserer Residenz und verantwortlich

für den Hauswirtschaftlichen

Dienst, zu einem Gespräch gebeten. Die

wöchentliche Reinigung der zuständigen Putzfirma

reichte ihr nicht mehr. Sie wollte mehr

Unterstützung bekommen. Und die hat sie

durch Frau Gropp gefunden. Nicht nur für

Ordnung und Sauberkeit in der Wohnung wird

gesorgt, auch ihre Wäsche wird vom Hauswirtschaftlichen

Dienst gereinigt. Dafür kann sie

jeden Dienstag und Donnerstag von 9:00 –

12:00 Uhr zur Wäscheannahmestelle in Haus

4, Raum 4.006 gehen. Dort arbeitet Frau

Schatz und kümmert sich um die Weiterleitung

der Schmutzwäsche an die Firma „Pinguin”.

Die Firma „Pinguin” wäscht die Wäsche nicht

nur, sondern bügelt oder reinigt auf Wunsch

auch. 5 – 7 Tage später kann die saubere

Wäsche wieder abgeholt werden. Frau Blasum

bringt und holt ihre Wäsche persönlich, da sie

jeden Gang im Haus für sich als Bewegungsangebot

nutzt. Und wenn die Beine dann doch

mal nicht so wollen, wie sie möchte, dann kann

sie den Bring- und Holdienst zu ihrer Wohnung

in Anspruch nehmen. „Ich weiß diesen Service

wirklich sehr zu schätzen. Da Frau Gropp

regelmäßig zu mir kommt, hat sie alle anfallenden

Dinge im Blick. Sogar das Abnehmen

und Waschen der Gardinen übernimmt der

Hauswirtschaftliche Dienst. Und müssen die

Schuhe einmal repariert werden oder gibt es

etwas zu nähen, dann kümmern sich die

Damen auch darum."

»Ich muss mich

um nichts mehr kümmern.«

Frau Blasum wünscht diese Art der Unterstützung

für wenige Stunden in der Woche. Andere

Bewohnerinnen und Bewohner möchten weniger

oder auch mehr Serviceleistungen. Diese

werden grundsätzlich im Vorfeld mit Frau

Austermann oder Frau Stöppler abgesprochen

und zeitlich wie inhaltlich ganz individuell auf

die Wünsche der einzelnen Bewohner abgestimmt.

Es sind Ulrike Dankbar, Mona Gropp, Heike

Laudick und Martina Wischer, die vorrangig die

Aufgabe haben, diese hauswirtschaftlichen

Serviceleistungen bei den Bewohnern der

Residenz zu erbringen. Im „Hauswirtschaftlichen

Dienst“ sind aber noch zwei weitere Mitarbeiterinnen

mit einer halben Stelle beschäftigt.

Es sind Brigitte Schatz und Marion Juch-Grove.

Frau Schatz ist für die Reinigungsannahme

dienstags und donnerstags hauptverantwortlich.

Sie bereitet die Wäscheannahme und –ausgabe

vor, und hat daneben viele kleine organisatorische

Aufgaben zu erledigen.

Frau Juch-Grove ist schwerpunktmäßig für die

Wäscheversorgung im Pflegewohnbereich

zuständig. Die Frotteewäsche wäscht sie im

Haus, andere Schmutzwäsche leitet sie an die

Wäscherei „Sicking” weiter. Daneben kontrolliert

sie den Wäschebestand, kennzeichnet die

Bewohnerwäsche, sortiert die saubere Wäsche,

räumt sie in die Schränke der Bewohner und

sorgt dort für Ordnung. Zusätzlich wäscht sie

auch die Gardinen im Pflegewohnbereich.


Es ist Donnerstagmittag. Die Bewohnerinnen

und Bewohner gehen zu Tisch. Der ist heute

wieder besonders schön gedeckt. Frisch gestärkte

Tischdecken zieren die Tische im Restaurant

und im Musik-Café. Auch dafür sorgt der „Hauswirtschaftliche

Dienst“. Und für einen Großteil

Frau Schatz Frau Juch-Grove

Der „Hauswirtschaftliche Dienst“

der Dienstkleidung der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter im Haus.

Ja, wenn wir unseren „Hauswirtschaftlichen

Dienst“ nicht hätten...

Ulrike Wünnemann < < <

bietet auf Wunsch die unterschiedlichsten Serviceleistungen an.

Sollten Sie Interesse haben, so wenden Sie sich an Frau Austermann unter Telefon 804

oder an Frau Stöppler unter Telefon 86475.

Beide koordinieren die Tätigkeiten des „Hauswirtschaftlichen Dienstes“ und können alles im Detail mit

Ihnen besprechen.

Die Kosten für den Wäscheservice erfahren Sie bei Frau Austermann oder Frau Stöppler.

RUNDSCHAU 1/2012 > EInBlIck

Die Tätigkeiten des „Hauswirtschaftlichen Dienstes“ werden mit 16,-€ pro Stunde berechnet.

Die Zeiteinheiten können individuell abgesprochen werden.

9


10

Der »Pflege-TÜV« –

schlechte Note

für eine gute Idee

Es existiert eine Vielzahl an gesetzlichen und fachlichen Forderungen mit

dem ziel, „Heimbewohnern“ ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes

leben zu gewährleisten, das der Würde des Menschen entspricht

und ihnen körperliche Unversehrtheit garantiert.

Die bekanntesten Beispiele unter ihnen

sind wohl das (alte) „Heimgesetz“ und

die „Qualitätsprüfungs-Richtlinie“,

welche die Grundlage für die Qualitätsprüfungen

von „Heimen“ durch den „Medizinischen

Dienst der Krankenversicherungen“ (MDK) bilden.

Deren Prüfer beurteilen, ob die gesundheitliche

Situation und der „Pflegezustand“ des

Heimbewohners dem entsprechen, was man bei

einer fachgerechten Versorgung erwarten darf.

Seit nunmehr knapp zwei Jahren wird die Pflege-Qualität

vom MDK in Schulnoten ausgedrückt:

wird bei dem immobilen „Herrn Mustermann”

nachweislich mehrmals täglich die

erforderliche Dekubitusprophylaxe durchgeführt,

erhält man die Note sehr gut (1). Fehlen

in der Pflegedokumentation die Nachweise hierfür

bedeutet das: mangelhaft (5).

Es werden insgesamt 64 Kriterien aus den

folgenden vier Lebensbereichen benotet:

1. Pflege und medizinische Versorgung

2. Umgang mit demenzkranken Bewohnern

3. Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung

4. Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft

und Hygiene

Zwar benotet der MDK an Hand von 18 Kriterien

auch die Zufriedenheit der Bewohner mit

dem Leben in der Einrichtung. Diese Aussagen

werden jedoch nicht in die Gesamtnote der Pflege-Qualität

einbezogen. Die Antwort auf die

Frage, ob einem das Essen in der Regel schmeckt,

ist nach Auffassung des MDK zu persönlich, und

sollte daher von der fachlichen Beurteilung der

Qualität getrennt werden. Das gleiche gilt für

die Frage, ob einem die Auswahl im Veranstaltungskalender

gefällt.

Die Noten werden veröffentlicht. Man kann sie

sich z.B. im Internet anschauen (z.B. www.pflegelotse.de).

Es ist möglich, dass Pflegebedürftige

die Noten der Einrichtungen u.a. als Orientierungshilfe

bei der Auswahl einer Pflege-

einrichtung heranziehen. Das ist verständlich,

aber irreführend. Denn nur wenige der 82 Kriterien

spiegeln tatsächlich Qualität wider: Für

eine gute Note reicht es aus, einen Veranstaltungskalender

zu haben, aus dem ersichtlich

wird, dass nahezu täglich Angebote zur sozialen

Betreuung gemacht werden. Welches Niveau

die Angebote haben und wie engagiert die Mitarbeiter

dabei zu Werk gehen, ist mehr oder

minder unerheblich. Denn die Zufriedenheit der

Bewohner mit der sozialen Betreuung ist persönlich

und fließt nicht in die Note zur Pflege-

Qualität ein! Auch ist völlig unklar, wie eine

Dekubitushäufigkeit von 5% bei 49 Bewohnern

zu bewerten ist. Gut? Schlecht? Mit anderen

Worten: Es ist wissenschaftlich nicht nachweis-


ar, dass mit dem gegenwärtigen MDK-Verfahren

überhaupt Qualität gemessen wird! Die Orientierungshilfe

kann den Interessierten ohne

Interpretationshilfe also in die Sackgasse führen.

Die Qualität der Schulnote ist salopp formuliert

„mangelhaft”. Der Anspruch des Gesetzgebers,

den Interessierten verständlich, übersichtlich

und vergleichbar über die Qualität in der Einrichtung

zu informieren, wurde verfehlt. Dabei

ist ein einheitliches Verständnis von Pflege- bzw.

Ergebnis-Qualität weit mehr als bloße Wortklauberei.

Es existiert mittlerweile der Entwurf

für ein Instrument, mit dem Pflege-Qualität

auch tatsächlich dargestellt werden kann. Ohne

Noten. Dafür aber wissenschaftlich begründet

und transparent. Leider gibt es für die unver-

RUNDSCHAU 1/2012 > EInBlIck 11

zügliche Umsetzung momentan keine politischen

Mehrheiten und – noch schlimmer – kein

Geld. Es bleibt also spannend.

Seit Juli 2011 bin ich zuständig für das einrichtungsinterne

Qualitätsmanagement. Zuvor war

ich beim Diakonischen Werk in Braunschweig

als Qualitätsbeauftragter für mehrere stationäre

und ambulante Einrichtungen der Altenhilfe

tätig. Ich bin Pflegewirt 1 und wohne mit meiner

Familie in Münster. Christian Golde < < <

1 Bei einem Pflegewirt handelt es sich um einen älteren akademischen

Abschluss bei dem vergleichsweise jungen Studiengang

Pflegewissenschaft. Der Studiengang richtet sich

u.a. auf die wissenschaftliche Weiterentwicklung und Fundierung

der pflegerischen Praxis.

Wie entsteht eigentlich

unsere »Rundschau«?

Ich wusste es nicht, als ich vor einem halben Jahr gefragt wurde, ob ich mithelfen

würde. Ich freute mich immer auf die neue Ausgabe, las sie von A bis

z und machte mir wenig Gedanken über die Entstehung.

Inzwischen weiß ich, dass die Rundschau in

1500 Exemplaren aufgelegt wird und vier-

mal im Jahr erscheint. Sie ist also nicht nur

eine Bereicherung für unser Haus, sondern sie

interessiert ebenso unseren näheren und weiteren

Umkreis und findet den Weg auch zu Angehörigen

und zukünftigen Bewohnern.

Wie viel kleinarbeit ist nötig!

Frau Matenaar und Frau Wünnemann wechseln

sich ab bei den wöchentlichen Zusammenkünften

der Redaktion. Zunächst wird ein Plan

erstellt über ein Thema, das uns im laufenden

Jahr begleiten soll. Dazu steuern die einzelnen

Redaktionsmitglieder ihre Ideen bei. Sie werden

diskutiert, angenommen oder verworfen. Das

Heft soll für alle Leser etwas Interessantes bringen

– deshalb wird Wert gelegt auf eine bunte

Mischung der Beiträge, die auch etwas den Stil

des jeweiligen Verfassers vermitteln. Immer soll

auch einiges über das Haus berichtet werden,

denn hier sind wir zuhause und möchten an

allem teilnehmen. Wenn jeder mit einer Arbeit

bedacht ist, wird im stillen Kämmerlein an den

Berichten gearbeitet. Die Recherchen sind viel-


schichtig : Auskünfte vom Grünflächenamt der

Stadt Münster wurden eingeholt, die Geschäftsleute

wurden interviewt und erzählten aus der

Ladengeschichte, Bibliotheken ergänzten Berichte,

Verlagshäuser wurden besucht und vieles

mehr. Die anschaulichen Fotos werden in zeitaufwendigen

Rundgängen oder Arrangements meistens

selbst hergestellt und passend eingefügt.

Wenn das Ergebnis der Vorarbeit dann vor allen

vorgelesen wird, gibt es Lob und Kritik. Meistens

muss verändert werden – hauptsächlich weil die

Artikel zu lang geraten sind und die Langmut des

Lesers auf die Probe stellen würde. Die Neufassung

wird dann allerseits genehmigt und stellt

die Hauptredakteure zufrieden. Das Korrekturle-

Heiratsanträge,

sen erfordert nochmals große Konzentration,

denn Fehler sollen möglichst vermieden werden.

Besonders schön ist es, wenn sich andere Bewohner

mit einem interessanten oder originellen

Beitrag beteiligen – die Redaktion ist für alles

offen.

Einmal im Jahr gehen wir als Dankeschön für

den Einsatz gemeinsam frühstücken. So machten

wir im November einen Ausflug in das

Romantikhotel „ Hof zur Linde“ in Handorf, wo

wir uns am leckeren Büfett versorgen konnten,

in vorweihnachtliche Stimmung gerieten und

das harmonische Zusammensein genossen.

Lieselotte Meyer < < <

die unvergessen bleiben

Es ist kurz nach fünf, ich habe gerade meinen Dienst beendet und bin auf

dem Heimweg. Die Sonne scheint über Münsters Felder und in mein

Gesicht. Mich begleiten die Eindrücke aus der „kaffeerunde“…

Ich saß in gemütlicher Runde zusammen mit

acht Bewohnerinnen in den Räumlichkeiten

der Tagesbetreuung unserer Residenz.

Häufig schauen wir gemeinsam in die Zeitung.

Wir besprechen Tagesaktuelles und Lokales und

geraten darüber in spannende Diskussionen. In


der heutigen Zeitung sind u.a. zwei Artikel zu

finden: Einer beschreibt die Hochzeitsfeierlichkeiten

des Königs von Bhutan, der seine wunderschöne

Jugendliebe zur Königin macht; der

andere erklärt den Trend, dass immer mehr

Männer ihren Heiratsantrag im Kino machen.

Auch im „Cineplex“, dem große Kino an Münsters

Hafen, fanden bereits mehrere Anträge

statt. Zum Beispiel haben da Männer einen kleinen

eigenen Film gedreht, der vor dem Hauptfilm

wie Werbung eingespielt wird, in dem sie

die Frage aller Fragen stellen.

Das möchte ich den Damen vorlesen, es wird sie

sicher überraschen.

Nach Kaffee, Tee und Kuchen mit frisch geschlagener

Sahne greife ich zur Zeitung und lese von

besagter Hochzeit im Himalaya vor. Im Internet

habe ich ergänzend zum Bild aus der Zeitung

weitere Bilder vom Brautpaar gefunden

und sie groß ausgedruckt. So können auch die

Damen, denen das Sehen schwer fällt, erkennen,

wie glücklich das Paar wirkt. Zudem habe

ich noch einige Informationen zum Himalaya

heraus gesucht. Wir besprechen die politische

und geographische Lage des Landes und die

geologischen Besonderheiten. Die Damen kommen

ins Plaudern. Im Anschluss lese ich den

kurzen Artikel zu den Heiratsanträgen im Film-

RUNDSCHAU 1/2012 > EInBlIck 13

theater vor. Wir malen uns gemeinsam aus, wie

peinlich es uns gewesen wäre, wenn wir einen

solchen Antrag bekommen hätten. Die Augen

der Damen glänzen. Sie beginnen sich zaghaft

zu erinnern: Jede berichtet von ihrem Antrag,

zu dem sie damals „Ja“ gesagt hat. Nicht jeder

fällt es leicht. Für die meisten ist das über 60

Jahre her. Für manche sind die Erinnerungen

schmerzlich, da ihre Männer schon lange nicht

mehr leben. Aber für einen Moment leben alle

ganz im Damals und können sich an den Erinnerungen

erfreuen. Es kommen immer mehr

Geschichten an die Oberfläche. Eine Bewohnerin

erzählt, dass ihr Mann damals in Münster

am Prinzipalmarkt mitten auf der Straße vor

ihr auf die Knie gegangen war. Eine andere

berichtet von ihren Gedanken, als sie ihren

Mann das ersten Mal sah: „Den oder keinen!“.

Wir machen viele Scherze und lachen. Jede ist

an den Geschichten der anderen interessiert

und wir freuen uns, dass alle für sich den Richtigen

gefunden haben.

Eine ganze Stunde ist vergangen. Zwei Bewohnerinnen

verabschieden sich zeitig; sie möchten

den Vortag von Frau Pfützenreuter nicht

verpassen. Die anderen Damen haben etwas

mehr Zeit und werden von mir und meinen Kolleginnen

in ihre Wohnung begleitet.


Jetzt sitze ich auf dem Rad und denke an die

interessanten Gespräche und den schönen Nachmittag.

Das Lachen der Bewohnerinnen klingt

in meinem Kopf nach. Ich bin froh, dass ich in

meinem Alltag so viel über die Vergangenheit

erfahre.

miCura Pflegedienste

Münster GmbH

begrüßt Mechthild löbbert

als neue pflegedienstleitung

Seit dem 1. Januar 2012 ist Mechthild Löbbert

als neue Pflegedienstleitung beim ambulanten

Pflegedienst „miCura“ tätig. Sie ist examinierte

Krankenschwester und Altenpflegerin und ab

sofort ansprechbar für alle Anliegen, die mit der

pflegerischen Versorgung der Bewohnerinnen

und Bewohner, die in den Wohnungen der

Residenz leben, zu tun haben. Sie freut sich auf

ein gutes Miteinander.

Die Tagesbetreuung –

mehr als ein „kaffeekränzchen“

Zurzeit sind 20 Bewohnerinnen und Bewohner

bei uns in der Tagesbetreuung. Einige Bewohnerinnen

kommen von Montag bis Freitag jeden

Nachmittag in die Kaffeerunde und werden auch

am Vormittag von uns betreut. Sie kommen zum

gemeinsamen Frühstück ins Restaurant, zum

Gruppenangebot (dort backen wir z.B. gemeinsam

Kuchen) oder sie werden in ihren Wohnungen

besucht. Wir helfen den Bewohnerinnen und

Bewohnern auch bei ihren täglichen Aufgaben,

kommen aber auch vielfach zum Gespräch und

haben ein offenes Ohr für die kleinen Alltagssorgen,

die das Älterwerden mit sich bringen.

Diese Betreuungsform ermöglicht den Bewohnerinnen

und Bewohnern in ihren Wohnungen

zu bleiben, auch wenn sie vieles nicht mehr

selbstständig erledigen können. Die Tagesbetreuung

kann – wie der Name sagt – eine Betreuung

über den Tag leisten. Die Kaffeerunde ist

hierbei ein wichtiger Bestandteil. Sie schafft

Struktur und gibt Lebensfreude.

Lena Breidenbach < <


Bitte festhalten

Liebes Tagebuch“ schreibt die 12-jährige

Marie, schüttet einer Seite ihr Herz aus,

malt noch etwas dazu, nimmt den kleinen

Schlüssel und verschließt das Büchlein, um es

danach an einem geheimen Ort ihres Zimmer zu

verstecken – getrennt vom Schlüssel, versteht

sich. Ungefähr so war meine Vorstellung; wann

auch immer es um das Aufschreiben von Gedanken

ging, von Dingen, die einen gerade beschäftigen.

Dass jedoch nicht nur Mädchen in einem

gewissen Alter am Ende eines Tages zum Stift

greifen, erfuhr ich im Gespräch mit einer pensionierten

Lehrerin. Vor 33 Jahren brachte sie

ihre Tochter zur Welt und begann mit Akribie

deren Fortschritte zu dokumentieren. Und sie

hat nicht etwa irgendwann damit aufgehört, es

ist nicht nur ein Werk entstanden, welches

hauptsächlich Touren mit dem Kinderwagen

und erste Worte beinhaltet. Die anfängliche Idee

entwickelte sich zur Gewohnheit, seit damals

hält sie fest, was wert ist, festgehalten zu werden.

Schönes, Trauriges, positive wie negative

Erlebnisse landen auf dem Papier.

„Ich schreibe nicht unbedingt täglich“, sagt die

Frau. „Manchmal passt es nicht, es fehlt die

Ruhe oder aber es gibt tatsächlich nichts, was

ich aufschreiben möchte.“ Spätestens am zweiten

Tag aber „kribbelt es in den Fingern“ und sie

setze sich abends lieber mit einem Glas Wein in

die Küche statt auf dem Sofa einen Fernsehfilm

zu sehen. Ich war beeindruckt von ihrer Disziplin,

von diesem Hobby – eines, welches eine

existenzielle Eigenschaft in sich birgt: Etwas

ausschließlich für sich selbst tun. Hinzu kommt

RUNDSCHAU 1/2012 > AUSBlIck 15

Bis vor kurzem war ich überzeugt: Tagebuch schreiben ist etwas für pubertierende

Mädchen. Ein klischee. Denn jetzt bin ich Fan der täglichen notizen.

der Respekt vor der inzwischen beachtlichen

Sammlung. Ich sah sie in ihr eigenes Archiv

gehen – 33 Jahre Leben und tausende Details,

die im Kopf längst verflogen sind. Man könnte

es auch als persönlichen Schatz bezeichnen, als

großes Geschenk.

Wann war das noch,

wie ging es mir da?

Das Schreiben helfe vor allem, um Wichtiges

von Unwichtigem zu trennen. „Beim Formulieren

der Sätze spielt das Unterbewusstsein eine

entscheidende Rolle. Es steuert.“ Interessant

sei, welche Prioritäten gesetzt werden, was

„raus“ muss, was einen selbst möglicherweise

sehr lange beschäftigt oder ein Problem darstellt.

Manch heikle Lebenslage kann mehrere

Seiten füllen – bis trübe Gedanken sich in Luft

auflösen. Und ein schöner Abend, gern als

„unvergesslich“ bezeichnet, wird beim Lesen

wieder lebendig – weil direkt im Anschluss

notiert wurde, was ihn so besonders machte.

Das Bild der 12-jährigen Marie vergaß ich während

des Gespräches völlig. Tagebuch schreiben

– das sind täglich ein paar Minuten oder

ein paar mehr. Ich habe am 16. November vergangenen

Jahres damit begonnen. Mitte des

Monats, ein beliebiges Datum. Oder gab es

einen bestimmten Anlass für den Anfang? Vielleicht

werde ich es noch einmal nachlesen.

Christoph Schwartländer < <


16

Danke,

liebe Bewohnerinnen

und Bewohner!

Wie in jedem Jahr bekamen wir Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der DKV-

Residenz im Rahmen unserer Weihnachtsfeier

einen Scheck von den Bewohnerinnen

und Bewohnern als Dankeschön für unsere gelei-

stete Arbeit überreicht. Dieses Mal war die feierliche

Übergabe dem Motto unserer Feier „Ich hab´

noch einen Koffer in Berlin…“ angepasst. Frau

Seidenfus vom Bewohnerbeirat kam mit einem

alten Koffer vorbei und trug folgende Verse vor:

Ick habe hier nen

ollen Koffer aus Berlin,

Nu denkt mal nach,

wat issen da woll drin?

Ick hoffe,

ihr habt recht jeraten,

denn der is voll

mit jute Taten.

Sie berlinerte in herrlicher Art und Weise weiter:

Un nu will ick mir och noch bedanken für die

fast überirdische Jeduld,

die se alle mit uns ham, wenn wer ma wieder

irgendwat nich gleich kapiert

ham oder so am rumknöttern sind.

Det is nich böse jemeint, det kommt

nur daher, weil wir alle schon so alt sind.

Der große Applaus der Mitarbeiterschaft galt

zum einen dem gelungenen Vortragen von Frau

Seidenfus, zum andern Ihrer Großzügigkeit. Im

Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

möchten wir dafür herzlich danken. Wir werten

Ihre freundliche Zuwendung als eine Anerken-


Vorher gab es Feierlichkeiten zum Valentinstag

aber schon seit langer Zeit in

England. Eigentlich ist es ein römischer

Festtag, der wie so viele heidnische Festtage

vom Christentum übernommen und mit anderer

Bedeutung weitergeführt wurde. Der 14.Februar

war der Tag der römischen Göttin Juno,

Schützerin von Ehe und Familie, ihr wurden am

14.Februar Blumen geopfert, den Frauen

schenkte man Blumen. Da der 14.Februar der

Todestag des Valentin war, entwickelte Valentin

sich zum Schutzheiligen der Liebenden.

Der Ursprung der Legende vom Heiligen Valentin

ist schwer zu deuten. Es gibt sicher einen

Valentin von Rom und einen von Terni, manche

kennen auch einen von Rätien. Der Valentin von

Rom soll als einfacher Priester trotz des Verbotes

von Kaiser Claudius II Liebespaare christlich

getraut haben und 269 enthauptet worden sein.

Außerdem soll er den Paaren Blumen aus seinem

Garten geschenkt haben. Valentin von Terni

soll durch die Heilung eines Fallsüchtigen (Epi-

RUnDScHAU 1/2012 > AUSBlIck 17

Das Organisationsteam war dem Berliner Ambiente ent-

sprechend gekleidet; inklusive Berliner Bärenkostüm

nung dafür, dass Sie zufrieden mit unserer

Arbeit sind. In unserem Berufsalltag wird viel

verlangt, aber solange Sie die Kraft, die wir investieren,

zufrieden macht und wir es schaffen,

Ihnen ein schönes Zuhause zu bieten, solange

machen wir Vieles richtig.

Wir versuchen Ihnen, liebe Bewohnerinnen und

Bewohner, auch 2012 mit ganzem Herzen unsere

Aufmerksamkeit zu schenken.

Ulrike Wünnemann

- Für den Betriebsrat - < < <

Am 14. Februar ist Valentinstag

In Deutschland kam die Feier des Valentinstags

erst nach dem 2.Weltkrieg auf, abgeguckt von den Amerikanern.

leptiker) Berühmtheit erlangt und dadurch

viele Menschen zum Christentum bekehrt

haben. Dies brachte ihn vor Gericht und er

wurde 268 n. Chr. enthauptet.

Die Legenden vermischen sich, an den Wallfahrtorten

wird ein Valentin oft mit einem kranken

Kind, aber auch als Bischof mit einem Schwert

(Enthauptung) und einem Hahn (Symbol für

Opferung des Lebens) dargestellt. Mehrere Orte

in Italien, Deutschland, Irland, Großbritannien,

Polen und Österreich behaupten, im Besitz von

Reliquien zu sein, wobei wie so oft, die Echtheit

unklar ist.

Jedenfalls wird heute ein St. Valentin als Heiliger

der Liebenden verehrt und man beschenkt

sich hauptsächlich mit Blumen! Böse Zungen

behaupten ja, dies wäre eine Erfindung von

Fleurop und den Blumenhändlern, sie erklärten

1950 den 14.Februar zum „Tag der offenen Herzen“,

aber wie man sieht, ist die Geschichte doch

viel älter und hat einen historischen Hintergrund.

Gisela Seidenfus < <


18

Nur

41 Sekunden

Imagefilm über

»DKV-Residenz am Tibusplatz« im Netz

Interessenten, die sich über unsere Residenz informieren möchten, können

ab sofort im Internet unter der Auskunftsplattform „Das Örtliche“ einen

kurzen Imagefilm über unser Haus abrufen.

Unter www.dasoertliche.de werden

Telefonnummern, Adressen und Kurzbeschreibungen

aller Institutionen,

Firmen und Privatpersonen aufgelistet. Dort ist

unsere Residenz u.a. unter der Rubrik „Seniorenheime“

zu finden. Ein Button mit dem Hinweis

„Video“ kann bei Erscheinen unserer

Adresse angeklickt werden und schon läuft ein

41-Sekunden-Imagefilm ab.

Zur Erstellung dieser 41-Sekunden waren vielfältige

Vorarbeiten nötig. Zunächst galt es ein

Drehbuch zu schreiben, das Inhalt, beteiligte

Personen und zeitlichen Ablauf festsetzte. Eine

möglichst bunte Mischung unserer Serviceleistungen

und Angebote sollte dargestellt werden,

vor allem aber ein Eindruck vom Leben im

Haus. Wie schafft man das in 41 Sekunden?

Frau Spandau (ehemals Schneider) und ich

haben dieses Drehbuch entworfen, entsprechend

Bewohnerinnen und Bewohner um Mithilfe

gebeten, einen Text für den Sprecher verfasst

und die Dreharbeiten begleitet.

Eine muntere Truppe von engagierten Bewohnerinnen

und Bewohnern, Kolleginnen und

Kollegen fand sich zur vorgegebenen Zeit am

vorgegebenen Ort zusammen. In einer Szene

zum Beispiel hat Frau Derendorf zu Kaffee und

Kuchen geladen. Ein Herr sollte die Runde

bereichern und so ist kurzerhand Herr D. Karns

hinzugekommen. Andere Bewohnerinnen und

Bewohner waren zu abgesprochener Zeit im

Bewegungsbad, im Malatelier oder in unserem


Veranstaltungssaal. Es hat alles wunderbar

geklappt und der Kameramann sparte anschließend

nicht mit Lob.

Es haben sich übrigens aus den unterschiedlich

zusammen gewürfelten Runden im Nachhinein

vereinzelt weitere Einladungen ergeben. Eine

Bewohnerin stellte sogar fest, dass sie mit dem

Bruder einer ihrer „Mitstreiterinnen“ früher in

eine Klasse ging und man sich demzufolge

Straßennamen

mit Hintergrund

RUNDSCHAU 1/2012 > AUSBlIck 19

eigentlich schon seit über 75 Jahren kennt –

zumindest vom Sehen her. „Es ist so, als wenn

ich ein Stück Familie dazu bekommen hätte“

strahlt Frau Derendorf, die ergänzend hinzufügt:

„Aber das ist ja genau der Punkt, warum

ich mich im Tibus so wohl fühle. Es ist der familiäre

Charakter, der dieses Haus so prägt“.

Bleibt zu hoffen, dass der Imagefilm genau dieses

vermittelt.

Ulrike Wünnemann < < <

Meinen Sohn hat es vor über 30 Jahren nach Münster verschlagen.

In seiner Tätigkeit bei der Deutschen Bundesbahn

sollte er in der Bundesbahnschule

als Lehrer eingesetzt werden. Er strebte

eine Wohnung in Münster an, die ihm auch

nach kurzer Zeit bereitgestellt wurde. Sie

befand sich im Ortsteil Gremmendorf. Nach

der Geburt seiner zweiten Tochter wurde die

Wohnung zu klein und er bezog eine größere

Wohnung im gleichen Ortsteil. Inzwischen war

die Bundesbahnschule aufgelöst und es gab

unterschiedliche Orte, in denen er seine Tätigkeit

fortsetzten musste. Schließlich landete er in


20

RUnDScHAU 1/2012 > RückBlIck

Essen. Um innerhalb Münsters einen näheren

Weg zum Bahnhof zu haben, zog er später in eine

Wohnung in der Rudolf von Langen-Straße.

Wer aber war der namensgeber

dieser Straße?

Hinweisschilder, wie sonst üblich, fehlten völlig.

Ein Zufall bescherte mir ein Büchlein, das

alle Fragen beantwortete. Der Verlag Regensberg

hatte es zum 400-jährigen Bestehen herausgegeben.

Ein klassischer Philologe, der ehemalige

Leiter des „Paulinum“, Hermann

Hugenroth, hatte sich mit viel Einfühlungsvermögen

dieser Aufgabe gewidmet.

Wer war Rudolf von Langen? Um 1438 im Münsterland

geboren hat er den damals üblichen

Bildungsweg eingeschlagen: Lateinschule, Universitätsbesuche

an verschiedenen Orten. Letztlich

für ihn entscheidend war die Tätigkeit als

Priester, später Kanonikus und Domprobst. In

karneval

Auch uns, in Ehren sei’s gesagt,

Hat einst der Karneval behagt,


Wie reizend fand man dazumal

Ein menschenwarmes Festlokal,

Wie fleißig wurde über Nacht

Das Glas gefüllt und leer gemacht,

Und gingen wir im Schnee nach Haus,

War grad die frühe Messe aus,

Dann konnten gleich die frömmsten Frau’n

Sich negativ an uns erbau’n.

Die Zeit verging, das Alter kam,

Wir wurden sittsam, wurden zahm.

Nun sehn wir zwar noch ziemlich gern

Die Sach’ uns an, doch nur von fern

-Ein Auge zu, Mundwinkel schief-

Durchs umgekehrte Perspektiv

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

dieser Zeit hat er bei einer Romreise den ersten

Kontakt mit dem Humanismus bekommen. Er

hat mit einigen Humanisten Verbindung aufgenommen

und sicher auch in Münster enge Beziehungen

gepflegt. Sein Bemühen um die humanistische

Ausrichtung der „Scola Paulinum“ war

von Erfolg gekrönt.

Es würde zu weit führen, auf all seine literarischen

Werke hinzuweisen. Dass sie für die damalige

Zeit beeindruckend waren, spricht für ihn,

und es überrascht deshalb nicht und rechtfertigt

auch die Straßenbenennung.

Es kann durchaus ein Streit entstehen, ob der

Name einer Straße oder eines Platzes zeitgemäß

ist. Aber wer weiß schon, aus welchem Grund

der Name gewählt wurde. Es gibt auch in Münster

Straßennamen von Politikern, über deren

Verdienste recht wenig bekannt ist. Oder sollte

man es wie in Mannheim machen? Dann würde

man in Haus A9 oder B15 oder C12 wohnen.

Josef Spitz < < <

Tibus

Helau!

Am Mittwoch, dem 15. Februar 2012

feiern wir ab 17:00 Uhr

mit der Karnevalsgesellschaft

die „Schlossgeister“

eine schwungvolle Karnevalsfeier.

Geboten wird ein buntes Programm aus

Tanzeinlagen, Büttenreden und

dem Auftritt der Prinzengarde

der Stadt Münster mit Prinz Markus I.

Die Kosten für Gäste betragen 9,50 €.

Sie sind herzlich eingeladen!


Frau Goolestaneh Frau Wünnemann Herr Gösling Frau Matenaar

Adieu

Deutsches Sozialwerk

Mindestens einmal pro Monat hat das Deutsche Sozialwerk zu einer Veranstaltung

eingeladen. In 19 Jahren waren es mehr als 200 Dia-Vorträge,

konzerte, Tagesausflüge und Exkursionen, die unser Veranstaltungsprogramm

bereicherten.

Als Kooperationspartner, mit dem unser

Haus die längsten Beziehungen unterhielt,

lud das DSW im Dezember 2011

noch einmal zu einem gemütlichen Abend ein.

Der persönliche und regelmäßige Kontakt zu

den verantwortlichen Damen des DSW von Seiten

der Residenz ermöglichte Angebote, die auf

die Interessen der Besucher und Bewohner

abgestimmt waren. Wir tauschten im Laufe der

Jahre unsere Referenten und Künstler aus, sammelten

gemeinsam Erfahrungen mit Busfahrern

und bewährten Besichtigungstouren. Fast immer

war Herr Gösling mit in die Planung eingebunden,

sodass alle Gäste und die Bewohner der

Residenz von seinen umfänglichen Kenntnissen

profitieren konnten.

An diesem letzten Abend stellte Herr Gösling

mit ausgesuchten Dia-Aufnahmen einen Rückblick

vor, der bei vielen Gästen die Erinnerungen

an ereignisreiche Fahrten in das Münsterland,

aber auch Exkursionen, die bis in den

Süden Deutschlands führten, wachrief. Die

musikalische Begleitung gestaltete am Flügel

Frau Goolestaneh, eine ebenso langjährige

Begleiterin etlicher Veranstaltungsangebote des

DSW.

Um gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen,

war die Einladung zum Grünkohlessen und

passend ausgewählten Weinen von Herrn Gösling

genau der richtig gewählte Abschluss.

So sagen wir also allen, die die zurückliegenden

Jahre abwechslungsreich und mit vielen Ideen

das Leben in der Residenz bereichert haben:

„Danke!“ Anne Matenaar < <


22

Verstehen

Sie Spaß?

Ein zweisprachiger Aprilscherz

Am 1. April vorigen Jahres fragte mich meine Mitbewohnerin Frau Gehlhaus

beim morgendlichen Schwimmen, ob ich schon in den April geschickt

worden sei. nein, war ich leider noch nicht. Ausgelöst durch diese nachfrage

fiel mir wieder eine Geschichte ein, die sich vor ca. 60 Jahren zugetragen

hat.

Damals stach mich am 1. April der Hafer,

und ich wollte irgendjemanden telefonisch

in den April schicken. Allerdings

kam für mich nur ein Plattdeutsch sprechender

Partner infrage. Und das kam so: Von Kriegserlebnissen

in meiner Heimatstadt Essen-Margarethenhöhe

gezeichnet, (ausgebombt und verschüttet)

fand unsere Familie in Burgsteinfurt,

Sitz des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt, eine

zweite liebgewordene Heimat. Zum Kriegsende

mussten wir noch einmal fliehen, dieses Mal

auf´s Land auf einen Schulzenhof.

Der Beginn einer liebe

Dort kam ich als junge Großstädterin zum ersten

Mal mit bäuerlicher Kultur und plattdeutscher

Sprache in Berührung. Gerade diese eigenständige

Sprache, die kein Dialekt ist, faszinierte

mich immer mehr. Ich las plattdeutsche Literatur

und Zeitungskolumnen, besuchte entsprechende

Dichterlesungen und Theaterstücke,

sodass ich Münsterländer Platt verstehen und

lesen, aber nicht sprechen und schreiben kann.

Nachhilfe der etwas deftigeren Art hatte ich

schon zuvor vom Enkel des Schulzen erhalten,

z. B.: „Diene un miene Stippkes up de Niäse de

heetet nich Summersprossen, dat sinn Fleigenschieters.“

Mit „Fleigenschieters“ waren wir

beide nämlich reich gesegnet.

Das Fräulein vom Amt

und der „Rhabarbermann“

So gut gerüstet für meinen zweisprachig geplanten

Aprilscherz, rief ich irgendeinen Bauer in

der Bauerschaft Hollich an. Ich meldete mich

mit „Fernmeldeamt Burgsteinfurt“. Wir hätten

Probleme mit den Telefonleitungen. Ich bräuchte

seine Hilfe. Er könne Platt sprechen, ich verstände

seine Muttersprache. Durchs Telefon

hörte ich einen Seufzer der Erleichterung. Um

die Tonstörung zu beheben, bat ich ihn, das

Wort Rhabarber – das ich wegen seiner Lautmalerei

besonders reizvoll fand – ins Telefon zu

sagen, und zwar zunächst in voller Lautstärke

und dann wieder im Flüsterton. Er folgte brav

jeder Vorgabe meiner Lautstärke, und die war

ziemlich umfangreich. Allerdings donnerte

seine voll aufgedrehte „Rhababerstimme“ der-


art heftig gegen mein Trommelfell, dass ich den

Höher weit abhalten musste. Dann bat ich ihn,

die Länge seiner Leitung zu messen. „Jau, dat

maak’t wi.“ Jetzt erlebte ich ein Hörspiel, das

ich mir ganz lebendig vorstellen konnte. Er rief:

„Stina, kuem äs met den Tollstock. Dao is dat

Frailain von dat Fänmelleamt ut Stemmert

(= Burgsteinfurt). De häfft Malessen met de

Telefonstrieppen. Dat Mensk von’t Amt hätt mi

extrao seggt ik soll platt küern. Dat häff ik fortz

maak’t offschonst süss met de Lüe von’t Amt

haugdütsk küert wätt. So konn ik de Saake met

dat luute Wiärks all sölfs trächte kriegen. Nu

mott dat Frailain von’t Amt no wieten, wu lang

usse Leitung iss.“

Dann hörte ich Holzpantinengeklapper in der

Diele und sah im Geiste, wie Bauer und Stina

auf dem Steinfußboden knieten, um die Leitung

der Fußleiste entlang zu messen. „Een, twee,

drei, veer, veerfiftig meters.“ Klapp, klapp, klapp

der Bauer kam zum Telefon zurück und verkündete

stolz: „Veer Meters fiftig.“

Ich stellte staunend fest: „Sie haben aber eine

lange Leitung!“ „Jau, Frailain, dat maggs wull

seggen.“ Ich setzte dem Schabernack ein Ende

und sagte nur: „April, April!“

Kurze Pause, er schien verdutzt. Dann brach er

in schallendes Gelächter aus, schnappte mehrmals

nach Luft und versicherte mir immer wieder

„Neei, Frailain, watt is dat owwer ne Fraide.“

Ich hörte und sah förmlich, wie er sich vor Vergnügen

auf die Oberschenkel klopfte.

Ich war ganz glücklich, dass „mein“ „Rhababermann“

wegen des doch etwas liederlichen Aprilscherzes

nicht eingeschnappt war, sondern so

herzhaft über seine lange Leitung lachen konnte.

Vor allen Dingen hatte er erst gar nicht versucht,

mit dem „Fräulein vom Amt“ Hochdeutsch

zu sprechen.

Verpasste Gelegenheit

Heute bedauere ich, damals nicht mit einer Flasche

„Mönsterlänner Korn up’n Hoff“ meines

RUNDSCHAU 1/2012 > RückBlIck 23

Rhabarbermannes hinausgeradelt zu sein, um

mich als Fräulein vom Amt vorzustellen. Bei seinem

ausgesprochenen Sinn für Humor hätten

wir uns sicherlich prächtig unterhalten – natürlich

zweisprachig. Auf jeden Fall hätte ich ihm

erzählt, wann, wo und wie meine Liebe zur

plattdeutschen Sprache „un to-t Mönsterland“

entstanden ist.

Übrigens: Bei unseren Exkursionen zeigt uns

Herr Gösling immer wieder die Schönheiten des

Münsterlandes mit seinen versteckten Kostbarkeiten.

Er bereichert unsere Fahrten stets mit

heiteren Geschichten – natürlich in „dat hiesige

Platt“.

« Un nu leiwe Landslüe laot Ju guet gaohn! »

Marianne Russell < < <

Dank an Herrn Werner Hustert. Er besitzt das plattdeutsche

Abitur, das man im Mühlenhof erwerben kann und hat das

gesprochene Wort in plattdeutsche Schreibweise gebracht.


24

RUnDScHAU 1/2012 > RückBlIck

Aus dem Leben

eines Spökenkiekers

Es ist der stadtbekannte Spökenkieker höchstpersönlich, der uns die

wundersamen Dinge aus der Spökenkiekerei erklärt.

Ich besuche ihn im Freilichtmuseum Münster,

wo er - in Bronze gegossen – seit 1970

auf festem Sockel steht, den Blick in die

Ferne richtet und mir über Geschehnisse berichtet,

für die es keine Erklärungen gibt. Ich höre

ihm - in meiner Fantasie – gerne zu.

Wir Spökenkieker in der literatur

„Wir Spökenkieker - im Plattdeutschen werden

wir so genannt - werden auch als Geister-Seher,

Hellseher, Vorahner, Vorschauer, Vorherhörer

oder als Mann mit dem zweiten Gesicht bezeichnet.

Zu erkennen sind wir an unserem hellblonden

Haar, an den wasserblauen Augen, einer blassen

Gesichtsfarbe und einem geisterhaften Blick – so

steht es in der Literatur. Stolz sind wir auf all die

Dichter, die uns in ihren Werken unsterblich

machen. Augustin Wibbelt, der unübertroffene

plattdeutsche Erzähler, steht mit seinen Lebenserinnerungen

„Der versunkene Garten“ an erster

Stelle. Annette von Droste-Hülshoff,die selbst die

Gabe des zweiten Gesichts besaß, erwähnt die

Seher der Nacht in ihrem Gedicht.

„Kennst du die Blassen im Heideland,

mit blonden, flächsenen Haaren?

Mit Augen so klar, wie an Weihers Rand.

Die Blitze der Welle fahren?

Oh, sprich ein Gebet, inbrünstig echt,

für die Seher der Nacht,

das gequälte Geschlecht.“

Goethe spricht in „Dichtung und Wahrheit“ von

der Gnade der Weissagung. Über außersinnli-


che Wahrnehmungen berichten Augustinus,

Franz v. Assisi und Martin Luther. Interesse an

diesem Thema zeigen auch Albert Einstein, Sigmund

Freud und Carl Gustav Jung in seinen

„Wahrnehmungen ohne Raum und Zeit“. Nicht

zu vergessen ist die Autorin Eva Maaser aus

Münster, die in ihrem Roman „ Der Moorkönig“

den Spökenkieker zum Thema macht.

Schwerpunkte der Spökenkiekerei

Die Spökenkieker, die Menschen mit dem zweiten

Gesicht, leben speziell im Münsterland und Emsland.Sie

sind aber auch in Nordeuropa, besonders

in Schottland anzutreffen. Fehlender Sonnenschein,

häufig einsetzende Nebelbilder könnten

eine Erklärung dafür sein, dass überwiegend in

lichtarmen Gegenden - in der Dämmerung oder

Dunkelheit - Seher die Wirklichkeit bildhaft erleben

oder Vorgänge in großer Entfernung durch

Gedankenübertragungen wahrnehmen. Die

Erscheinungen – oft sind es Brände oder der Tod,

weniger Hochzeiten oder Geburten - werden

immer subjektiv, nicht objektiv erlebt und für den

Außenstehenden sind sie nicht zu sehen. „Wir

Hellseher sind keine Spekulanten. Wir sind normale

gesunde Menschen! In der Vergangenheit

waren es vornehmlich die mit der Natur vertrauten

Schäfer, heutzutage kommen wir Spökenkieker

aus allen Schichten der Bevölkerung.“

zwei Vertreter

Ich stehe hier im Mühlenhof-Freilichtmuseum

in Erinnerung an all die Menschen im Münster-

land, die Ereignisse vorhersehen konnten. Zwei

Spökenkieker verdienen es, in besonderer Weise

erwähnt zu werden.

In der Stadt Harsewinkel wurde 1962 dem Spökenkieker

Anton Westermann (1830-1904) –

dort nur „alter Stümpel“ genannt - eine 2,40 m

hohe Schäfer-Skulptur aus Weser-Sandstein

gewidmet. Mit dem Hund und den Schafen zu

seinen Füßen, den Stock in seiner linken Hand,

den Blick in die Ferne gerichtet – so steht er dort

als ahne er Düsteres. Er sah Brände, den Bau der

Eisenbahnlinie, den Tod eines Kindes und auch

seinen eigenen Tod im Jahre1904 voraus.

Spricht man in Lüdinghausen vom Spökenkieker,

so denkt man an den Gastwirt und Branntweinbrenner

Caspar Winkelset (1778-1846) in

der Burgstraße. Er prophezeite den großen

Brand von 1832, bei dem 154 Häuser der Stadt

vernichtet wurden, sowie den Tod eines Jungen

durch Ertrinken.

Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen, dass der

Glaube an die Spökenkiekerei zu meinem Bedauern

zurückgeht. Viele Erscheinungen lassen sich

nicht bestätigen oder bestreiten. Die Wissenschaft

konnte bisher keinen Beweis erbringen.

Es bleibt leider ein ungelöstes Problem.“

Hier endet der Bericht des Spökenkiekers im

Mühlenhof. Im Sinne der Spökenkiekerei war er

nicht Vorschauer oder Vorhersager, sondern für

uns Leser– natürlich nur in unserer Fantasie -

Berichterstatter über die Menschen mit dem

zweiten Gesicht in der Vergangenheit.

Dr. Ruth Fritsch < <


Die Berliner

»Retourkutsche«

Wer eine Sightseeingtour durch Berlin macht, wird vor allem zum Reichs-

tag, zur Museumsinsel, zum Dom, zur oper und zu anderen Sehenswürdig-

keiten geführt und informiert. Durch das Brandenburger Tor wird „beeindruckt

geschritten“ aber nimmt man auch notiz von der Quadriga, die als

ehemaliges Siegessymbol darauf quasi galoppiert?

Das Tor wurde nach griechischem Vorbild von

Johann Gottfried Schadow entworfen und vermutlich

bezieht sich die Quadriga auf die antike

Legende von Phaeton, der sich vom Gott Phoebos

Apollo den Sonnenwagen geliehen hatte

und durch Leichtsinn mitsamt den Pferden

abstürzte. So gesehen wäre er ein Vorfahre von

Sebastian Vettel, der allerdings über die Rennstrecken

brettert und besser die Kurven nimmt.

Auf der Quadriga steht die Siegesgöttin Eirene

mit einem langen Stab, der mit einem Kranz verziert

ist. Gebaut wurde das Tor 1789 – 1791 von

Carl Gotthard Langhans. Die Quadriga ist in

Potsdam von einem Kupferschmied gegossen

worden und war ursprünglich nackt wie fast alle

griechischen Statuen, man hat sie aber aus

Schamgefühlt nachträglich mit einem Kupfergewand

züchtig verhüllt.

1806 siegte Napoleon Bonaparte über die Preußen

(Jena) und ließ die Quadriga im Triumph

nach Paris bringen. Nach seiner Niederlage

gegen Preußen hat man die Quadriga wieder

nach Berlin heimgeholt und durch den schlagfertigen

Wortwitz der Berliner „Retourkutsche“

genannt. In Eirenes Kranz fügte Karl Friedrich

Schinkel das Eiserne Kreuz ein. Trotz der Entführung

der Quadriga wurde die Richtung nie

geändert. Sie fährt immer den Sieg zum

Schloss.

Im II. Weltkrieg wurde die Quadriga zerstört.

Man stellte 1950 das Brandenburger Tor in

Gemeinschaftsarbeit wieder her. Ost-Berlin

restaurierte den Torbau mit den Säulen, West-

Berlin ließ die Quadriga wieder in der gleichen

Potsdamer Firma nachgießen. Silvester 1989

kletterten junge Menschen vor Begeisterung

über den Mauerfall auf das Tor und beschädigten

die Figur auf’s Neue. Glücklicherweise konnte

das Tor rechtzeitig zur 200 Jahr Feier wieder

geöffnet werden.

Gerda Lerch < <


Nachrufe

Frau Trude Steinforth

Geboren am 27. Januar 1915

Gestorben am 29. Oktober 2011

Wir waren ein Team. Frau Steinforth war vor

fast sieben Jahren in unser Haus gekommen.

Seitdem trafen wir uns täglich am Mittagstisch

im Restaurant. So lernten wir sie näher kennen

und schätzen mit ihrer lebensbejahenden und

unkomplizierten Art.

Bis kurz vor ihrem Tod war sie noch fit. Sie lief

uns mit ihren 96 Jahren noch davon. Kleine

Beschwerden und Verletzungen wurden mit einer

Handbewegung abgetan. Durch Gymnastik

erhielt sie sich ihre Gesundheit, sie nutzte dazu

die vielfältigen Angebote im Tibus und genoss

auch oft Spaziergänge an der frischen Luft.

Herr Hubert Schlüter

Geboren am 17. April 1913

Gestorben am 4. November 2011

Herr Schlüter war von Beruf Kunstglasermeister.

Er übernahm in dritter Generation einen

Glasmalerbetrieb, den er wiederum an seinen

Sohn übergab. Dieser Glasmalerbetrieb ist heute

weltbekannt als älteste Glasmalerei Westfalens.

Herr Schlüter erzählte davon immer mit leuchtenden

Augen, so stolz war er darauf.

Im 2. Weltkrieg engagierte er sich für die 15-16

Jährigen, die als Flakhelfer eingesetzt wurden.

Bis zum Schluss bekam er regelmäßig Post von

ihnen.

Herr Schlüter hatte ein enges Verhältnis zu seinem

Sohn, der ihn regelmäßig besuchte. Im Kreise

seiner Angehörigen schlief er friedlich ein.

Claudia Bennemann < < <

RUNDSCHAU 1/2012 > RückBlIck 27

Frau Steinforth war auch kulturell interessiert.

Sie hatte mit ihrer Tochter zusammen ein Abonnement

für die verschiedenen Vorstellungen im

Theater.

In ihrer Familie war sie eng verwurzelt; sie war

wohl der Mittelpunkt, wie ihre Angehörigen es

selbst formulierten.

Nun ist ihr Platz am Tisch leer.

Frau Steinforth wird uns immer in liebevoller

Erinnerung bleiben.

Elsbeth Blasum, Maria Fasselt,

Irmgard Schipritt < < <

Herr ludwig Reemann

Geboren am 24. August 1925

Gestorben am 31. Oktober 2011

Herr Reemann hatte sich sein neues Zuhause in

unserer Residenz gemütlich eingerichtet. Mit

einigen Bewohnerinnen und Bewohnern traf er

regelmäßig zusammen und war sichtlich zufrieden,

dass er vielfältige Unterstützung, die seine

Alltagsgestaltung erleichterte, in Anspruch nehmen

konnte.

Als wir im Oktober für einige Tage nach Lübeck

fuhren, nahm Herr Reemann mit großem Interesse

an diesem Angebot teil. Gemeinsame Erlebnisse,

Zeit zum Plaudern, abendliche Runden

bei gutem Essen und ansprechendem Wein hat

er sehr genossen. Es war die letzte gemeinsame

Fahrt mit Herrn Reemann.

Anne Matenaar < <


28

Frau Hildegard Engberding

Geboren am 29. September 1919

Gestorben am 16. Oktober 2011

Sein Leben in den Dienst anderer zu stellen, das

war eines der wichtigsten Prinzipien im Leben

von Frau Engberding. Beruflich wie privat war

es ihr Anliegen, Menschen zu helfen und sie ein

Stück ihres Lebens zu begleiten. Gerne lebte sie

mitten in Münster, obwohl sie zu ihrem Heimatort

Telgte immer eine enge Verbundenheit verspürte.

Es waren ihre Geschwister und insbesondere

ihre Nichten und Neffen, mit denen sie sich

in besonderer Weise verbunden fühlte.

Obwohl das Gehen für Frau Engberding im Laufe

der Zeit zunehmend beschwerlicher wurde, war

es für sie selbstverständlich, dass sie zu einer

Nachmittagsfahrt im September mit nach Telgte

fuhr. Frau Engberding wirkte, trotz der großen

Anstrengung, sehr zufrieden und sagte auf der

Rückfahrt zu mir: „Nun habe ich noch einmal

alles gesehen und die frische Luft in Telgte eingeatmet“.

Anne Matenaar < < <

Frau Magdalene Herrmann

Geboren am 1.April 1921

Gestorben am 7. November 2011

Frau Herrmann zog am im Juli 2000 in eine

Wohnung in unsere Residenz. Ihr war es

wichtig, in einem angenehmen Ambiente zu

leben. Sie gestaltete ihre Tage abwechslungsreich.

Im Laufe der Zeit kam sie alleine nicht

mehr ausreichend zurecht und wünschte einen

Umzug in unseren Pflegewohnbereich.

In der gesamten Zeit erfuhr sie große Unterstützung

durch ihre Nichte und deren Freundin.

Beiden war es ein wichtiges Anliegen Frau

Herrmann ihre Wünsche zu erfüllen und ihr

den Alltag so schön wie möglich zu gestalten.

Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit

und die liebevolle Begleitung.

Brigitte Schüttkemper < < <

Frau Ute Evers

Geboren am 10. April 1940

Gestorben am 27.Dezember 2012

Ich hatte die große Freude Frau Evers bei ihrem

Einzug vom schönen Bodensee in die Residenz

begleiten zu können.

Sie hatte sich entschlossen ihren Lebensabend in

Münster, ganz in der Nähe ihrer Söhne und

Schwiegertöchter zu verbringen.

Die gemeinsame Zeit hier war leider viel kürzer

als von allen erwartet. Dennoch erlebte ich sie

immer optimistisch, sehr offen und liebenswert.

In unserem letzten Telefonat kurz vor Weihnachten

erzählte sie mir, dass sie es nicht bereut hat,

den Schritt in unser Haus gemacht zu haben.

Die Fürsorge und Nähe ihrer Familie und die

Gesellschaft der Menschen hier im Haus, war für

sie der Lohn für alle Mühe.

Ich freue mich, dass ich Frau Evers kennen lernen

durfte und so erzählten es mir auch viele

Bewohner und Mitarbeiter der Residenz.

Sabine Spandau < < <

Frau Anne Wichert

Geboren am 15. Juni 1912

Gestorben am 3. Januar 2012

Frau Wichert zog nach einer schweren Zeit im

Januar 2010 in die Residenz ein. Durch ihr hohes

Alter und das schwindende Seh- und Hörvermögen,

führte sie ein sehr zurück gezogenes, bescheidenes

Leben. Sie hatte wenige Kontakte und viel

Zeit um das lange Leben Revue passieren zu lassen.

Wenn ihre Gesundheit es zuließ, besuchte sie

gern den Gottesdienst der St. Martini Gemeinde.

Ihren neunundneunzigsten Geburtstag feierte sie

noch mit einem alten Bekannten, freundlichen

Nachbarinnen der Residenz und mit mir

von der Tagesbetreuung in fröhlicher Runde.

Sie wartete schon lange, dass „ der Herr sie heim

holen“ solle. Nun ist sie bei ihrem so lange

schmerzlich vermissten Mann.

Lena Breidenbach < <


Herr karl Rhode

Geboren am 27. Juli 1917

Gestorben am 2. Januar 2012

Gemeinsam mit seiner Frau zog Herr Rhode im

Jahr 2000 zu uns in die Residenz. In seinem

freundlichen und verbindlichen Auftreten prägte

er über einige Jahre die Arbeit des Bewohnerbeirates

und beteiligte sich an vielen gemeinsamen

Vorhaben des Hauses. Für Herrn Rhode war es

ein besonderes Anliegen, dass sein Engagement

nicht öffentlich bekannt wurde; ihm waren die

Ergebnisse immer wichtiger.

Personalien

Als neue Bewohner begrüßen wir:

Frau Dr. Hildegunde Schäfer-Uelhoff, Haus 1

Frau Elisabeth Kümpers, Haus 2

Frau Doris Schöttler, Haus 3

Frau Rita Schürmeyer, Haus 1

Frau Margret Meyer-Schwickerath, Haus 4

Frau Margareta Trenkamp, Haus 7 (Vertrag

Herr Hanns Joachim Schöneich, Haus 1

Herr Wolfgang Diessel, Haus 1

Frau Ingeborg Gosheger, Haus 5

Herr Werner Flath, Haus 7

Frau Elisabeth Flath, Haus Victus

Herr Wolfgang Diessl, Haus 2

Als neue Mitarbeiter begrüßen wir:

Monika Gropp Aushilfe in der

Hauswirtschaft

Heike Laudick Aushilfe in der

Hauswirtschaft

Pia Jüssen Case- und Versor-

gungsmanagement

Gerlinde Plester Pflegehilfskraft

Wir gratulieren:

RUNDSCHAU 1/2012 > RückBlIck 29

In den letzten Jahren wurde es Herrn Rhode immer

wichtiger, in seinem gemütlichen Sessel zu sitzen,

die Tageszeitung zu lesen, mit seiner Frau den vertrauten

Alltag zu leben und gelegentlich seinen

Charme und Wortwitz bei Besuchern einzusetzen.

Dass ihm diese Begegnungen immer großes Vergnügen

bereiteten, erkannte ich an seinem

schelmischen Lachen.

Anne Matenaar < < <

Oktober/November/Dezember:

70 Jahre

Dr. Ingeborg Bunnenberg

85 Jahre

Beate Friemann

Dr. Gottfried Kronenberg

Eva Varchmin

100 Jahre

Erich Suschke

Lothar Herold


30

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RUnDScHAU 5/2011 > AnzEIGEn 31

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Impressum

Herausgeber > DKV-Residenz am Tibusplatz

Redaktion > Dr. Ursula Feldmann, Dr. Ruth Fritsch, Gerda Lerch, Anne Matenaar (v.i.S.d.P.), Lieselotte Meyer,

Anneliese Rhode, Gisela Seidenfus, Josef Spitz, Ulrike Wünnemann (Endredaktion)

Gestaltung > Druckerei Stelljes, Münster

Fotos > Dr. Ruth Fritsch (Titel/ S. 2/ 3 rechts, 24/ 25 und 29), Liselotte Meyer (S. 3 links), Ulrike Wünnemann (S. 3 Mitte/ 7/ 9/ 12/

16/ 18 und 19), Prof. Dr. Harald Feldmann (S. 4/ 5 und 6), Lena Breidenbach (S. 13 und 14), Maria Balster (S. 17),

Dr. Renate Schneiper (S. 21), pixelio.de (Adolf Fröhner: S. 23, Klaus C. Peternel : S. 26)

Druck > Druckerei Stelljes, Münster

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