Januar 2014, Nr. 6

jvb.bayern.de

Januar 2014, Nr. 6

Landesverband der Bayer. Justizvollzugsbediensteten e.V.

www.jvb-bayern.de

Nummer 6 | 59. Jahrgang

Straubing, Dezember 2013 B 8844

- P R E S S E

…wünscht ein schönes

Weihnachtsfest

und ein gesundes

Neues Jahr!


Editorial

Michael Schlegel

Stellvertretender Landesvorsitzender

HPR – Mitglied

Heinrich Hödl

Stellvertretender Landesvorsitzender

Redakteur der -Presse

JVA St. Georgen – Bayreuth

presse@jvb-bayern.de

Redaktionsmitglied der

JVA Passau

hoedl@jvb-bayern.de

-Presse

Liebe Leserinnen und Leser,

nach den Vorbereitungen zum JVB-

Landesverbandstag in Straubing

folgten die Wahlen und die Neuverteilung

der Aufgaben innerhalb

der – satzungsneuen – Landesleitung.

Schon während des Verbandstages

in Straubing konnten wir, Heinrich

Hödl und ich, eine Sonderausgabe

Verbandstag der JVB Presse herausgegeben.

Sie halten nun die dritte Ausgabe

unseres Verbandsorganes in Händen.

Wir möchten Sie auch im Jahr 2014

kompetent informieren und bitten

daher, uns auch weiterhin Ihre

Artikel und Bilder aus den

Ortsverbänden zu übersenden.

Dies macht unsere JVB Presse erst

lebendig.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen

ein gesegnetes Weihnachtsfest

und ein gesundes und

glückliches Jahr 2014.

Michael Schlegel und Heinrich Hödl

Haben Sie Fra -

gen?

Allgemeine

Fragen

Tarifrecht

Wir sind für

Sie da!


Impressum:

Ralf Simon

Landesvorsitzender

Tel. 09874 6899975

post@jvb-bayern.de

Rechtsschutz

Klaus Zacher

Tarifvertreter

JVA Bernau

Mobil: 0177 6511000

tarif@jvb-bayern.de

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe: 7. Februar 2014

Herausgeber: Landesleitung des JVB

Postfach 10 – 91561 Neuendettelsau

Tel. 09874/6899975

E-Mail: post@jvb-bayern.de

Internet: www.jvb-bayern.de

Redaktion und verantwortlich für den Inhalt:

Michael Schlegel ,

Wartstraße 19 , 95145 Oberkotzau,

Tel. 09286 800 340

E-Mail presse@jvb-bayern.de

An Gefangene wird die Zeitung nicht

abgegeben.

Aus den Artikeln der Zeitung können

keinerlei Ansprüche abgeleitet werden.

Nachdruck mit Quellenangabe kostenlos.

Belegexemplar erbeten.

Verkaufspreis durch Mitgliederbeitrag

abgegolten.

Fotos: Michael Schlegel

Druck und Herstellung:

Pauli Offsetdruck e. K.,

Am Saaleschlößchen 6, 95145 Oberkotzau,

Tel. 09286/9820,

E-Mail: oberkotzau@pauli-offsetdruck.de

3


Inhalt

Seite

Winter im Fichtelgebirge

Titelbild

Kommentar 5

Landesleitung

Vergleichsschie§en

in Landsberg am Lech

Seite 10

SEPA-Basis-Lastschriftverfahren / neuer Mitgliedsbeitrag 6

Personal / Regierungserklärung 6

Vorstellung neuer Justizminister 7

Gespräch im Finanzministerium 8

Gespräch mit Dr. Walter Schön 9

Vergleichsschießen 10 - 11

Sitzung der JVB-Landesleitung 12

Verabschiedung HPR Vorsitzender Robert Schmid 13

Landesvorstand tagt in Ebrach 14

Arbeitskreissitzung Tarif 15

JVB-Jugend

Gespr ch Amtschef

Seite 9

Diskussionsrunde mit MdB Dagmar Wöhrl 16

Landesjugendausschuss 17

Besichtigung der Einsatzzentrale Polizeipräsidium Oberfranken 18

Grillfest in Nürnberg 19

Nachgefragt 19

JVB-Frauen

Bezüge für Zwillingseltern / Seminar 20

JVB-Senioren

Seniorenvertretung 21

Ortsverbände

Ortsverband Kempten

Gesundheitsnachmittag

Seite 23

Bayreuth 22

Kempten 23

Landsberg am Lech 24

München 25

Nürnberg 26

Weiden 27

Würzburg 28

Personalnachrichten

Personalveränderungen 29 - 31

Geburtstage /Jubiläen 32

4


Kommentar Verbandstag 2013

Zum Jahreswechsel

Ralf Simon

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein für den JVB ereignisreiches Jahr

neigt sich dem Ende. Traditionell ist

dies die Zeit um nochmals einen Rückblick

zu wagen.

Begonnen hat das Jahr mit den Tarifverhandlungen

für den Tarifvertrag der

Länder (TV-L). Die Verhandlungen

dazu gestalteten sich zu Beginn sehr

schwierig. Dauerte es doch lange bis

die Arbeitgeberseite ein Angebot vorlegte.

Bemerkenswert war in diesem

Zusammenhang, dass der Bayerische

Finanzminister Dr. Markus Söder die

Verhandlungsführer aufforderte, endlich

ein Angebot vorzulegen. Bereits in

2012 sagte der Finanzminister zu,

dass das Ergebnis dieser Tarifverhandlungen

zeit- und inhaltsgleich auf die

Beamten übertragen wird.

Besonders in Erinnerung bleibt die

dbb-Protestveranstaltung am 3. März

2013 in Nürnberg. Ich hatte 100 JVB

Fahnen mitgebracht, die alle an die

Frau bzw. den Mann gebracht wurden.

Es hat mich sehr beeindruckt, wie

hoch die Teilnahmebereitschaft unserer

Kolleginnen und Kollegen war. Das

ausgehandelte Tarifergebnis kann sich

sehen lassen. Die zweite Stufe der Erhöhung

werden wir bei der Gehaltsabrechnung

für Januar 2014 spüren.

Höhepunkt war aber natürlich unser

Verbandstag in Straubing, der vom

Straubinger Ortsverband hervorragend

organisiert wurde. Es war ein

würdiger Abschied für unseren Ehrenvorsitzenden

Anton Bachl sowie seinen

langjährigen Mitstreitern Johann

Lautenschlager und Walter Bauer, die

zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden.

Die Neuwahlen brachten eine starke

Veränderung bei der personellen Besetzung

der neuen Landesleitung. Die

Delegierten beschlossen unter anderem

eine neue Satzung, die zu Veränderungen

in den Strukturen unseres

Verbandes führte.

Die Festansprache hielt unsere damalige

Justizministerin Frau Dr. Beate

Merk, die ihre Unterstützung für die

von mir formulierten Forderungen zusagte.

Die neugewählte Landesleitung nahm

unmittelbar nach dem Verbandstag

Kontakt mit allen im Bayerischen

Landtag vertretenden Parteien auf.

Über diese Gespräche haben wir in

den letzten Ausgaben der JVB-Presse

ausführlich berichtet. Höhepunkt der

Anstrengungen war die Zusage des

Bayerischen Ministerpräsidenten

Horst Seehofer, die Forderungen nach

200 Bediensteten zu unterstützen. Übrigens

wurde die Zahl von 200 Bediensteten

erstmals beim Gespräch

mit unserer ehemaligen Justizministerin

Frau Dr. Beate Merk am 02.Juli

2013 formuliert.

Es ist uns auch gelungen, die Leistungen

für unsere Mitglieder zu verbessern.

So wurden die Deckungssummen

der Diensthaftpflichtversicherung

und der Schlüsselverlustversicherung

angehoben.

Die JVB Presse und unser Internetauftritt

wurden neu gestaltet. Hier ist Michael

Schlegel und Heinrich Hödl sehr

aktiv.

Ich möchte mich bei den Vorstandschaften

der Ortsverbände sehr herzlich

für die geleistete Arbeit bedanken.

Es ist unser großes Plus, dass wir in

jeder Vollzugseinrichtung vertreten

sind. Die Ortsverbände leisten die Basisarbeit,

ohne die ein Verband nicht

funktionieren kann. Es ist nicht leicht,

Menschen zu finden, die bereit sind

ihre Zeit für eine ehrenamtliche Sache

zu opfern. Kritiker sind immer sehr

schnell zur Stelle, aber Kritiker werden

niemals eine solche Aufgabe übernehmen.

Es lästert sich halt leichter, als

Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Umso mehr zeichnet dies unsere Ortsverbandsvorstandschaften

aus.

Ich möchte mich natürlich auch bei

meinem Team in der Landesleitung;

der Landesvorstandschaft und den

Fachgruppensprechern für die tatkräftige

Unterstützung bedanken.

Nicht vergessen dürfen wir aber unsere

Mitglieder, ohne die wir alle

nichts wären. Ich sagte ja schon auf

dem Verbandstag, dass nicht die Mitglieder

für uns da sind, sondern wir für

sie. Jedes Mitglied unterstützt

durch seine Mitgliedschaft unsere

Arbeit.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien

eine gesegnete Zeit und einen guten

Start ins neue Jahr 2014.

Leider können nicht alle Bediensteten

die Feiertage im Kreise Ihrer Familie

verbringen.

Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen,

die an den Feiertagen Dienst

leisten müssen, einen ruhigen und ereignislosen

Dienst.

Für das Jahr 2014 verspreche ich

Ihnen, dass wir uns weiterhin mit voller

Kraft für Ihre berechtigten Interessen

einsetzen werden.

Ihr

Ralf Simon

5


Landesleitung

Lastschrifteinzüge

Information über den Wechsel der Lastschrifteinzüge vom Eizugsermächtigungsverfahren

auf das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren.

Auf Grund der Umstellung des Zahlungsverkehrs

auf die SEPA-Zahlverfahren

stellen wir ab 01.02.2014 unsere

Lastschrifteneinzüge auf das europaweite

einheitliche SEPA-Basis-Lastschriftenverfahren

um.

Die von Ihnen bereits erteilte Einzugsermächtigung

wird dabei als SEPA-Lastschriftmandat

weitergenutzt.

Dieses Lastschriftmandat

ist durch unsere

Gläubiger-Identifikationsnummer

(DE85ZZZ00000117458)

gekennzeichnet, die von uns bei allen

künftigen Lastschriften angegeben wird.

Da die Umstellung durch uns erfolgt,

brauchen Sie nichts unternehmen.

Die Lastschrift in Höhe von 7,15€ /

Monat für aktive Mitglieder bzw. 5,15€

/ Monat für passive Mitglieder multipliziert

mit der Anzahl an Monaten (je

nach Zahlungsweise des Ortsverbandes)

werden zum Monatsanfang des Fälligkeitsmonats

eingezogen.

Mitgliedsbeitrag

Der Verbandstag in Straubing hat

für das Jahr 2014 eine Beitragserhöhung

beschlossen.

Damit gelten ab 01.01.2014

folgende Beiträge:

Aktive : 7,15 Euro / Monat

Passive (Pensionisten/Rentner):

5,15 Euro / Monat

Wir bitten um Verständnis, dass die Beiträge

nach nunmehr fünf Jahren angehoben

werden müssen. Wir sind

bemüht, das neue Beitragsniveau in den

kommenden fünf Jahren stabil zu halten.

Bitte denken Sie daran, bestehende

Daueraufträge entsprechend zu ändern.

Wenn Sie uns eine Einzugsermächtigung

erteilt haben, müssen Sie nichts

veranlassen.

Personal / Regierungserklärung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Herr Ministerpräsident Seehofer hat

den Justizvollzug in seiner Regierungserklärung

erwähnt.

Hier der Auszug aus dem Wortprotokoll:

„Die bayerische Verwaltung hat

einen hervorragenden Ruf. Dafür

danke ich allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern im öffentlichen

Dienst. In Anwesenheit von Herrn

Habermann möchte ich jedoch ansprechen,

dass wir uns alle gemeinsam

in den nächsten Jahren über die

steigenden Personalkosten Gedanken

machen müssen. Der Anteil der

Personalausgaben im bayerischen

Staatshaushalt liegt heute schon bei

41 % - Tendenz steigend. Die Folge

ist immer weniger Spielraum für Investitionen.

Deshalb darf der Personalstand

in Bayern nicht weiter

steigen. Wer zusätzliche Stellen beantragt,

muss anderswo Stellen einsparen.

Das bedeutet nicht Stillstand.

Es bleibt bei meiner Zusage für zusätzliche

Stellen im Justizvollzug.“

Die Regierungserklärung kann auch auf

http://www.youtube.com/watch?v=fbIo

p2T9-vs eingesehen werden. Hier etwa

bei Minute 48.

Ich meine das ist ein positives Signal

und eine Wertschätzung gegenüber

dem Justizvollzug in Bayern.

Mit kollegialen Grüßen

Ralf Simon

6


Landesleitung

Vorstellung neuer Bayerischer Staatsminister der Justiz

Seit 10. Oktober im Amt:

Professor Dr. Winfried Bausback

licher Mitarbeiter und später als

Assistent und Oberassistent am

Lehrstuhl für Völkerrecht, allgemeine

Staatslehre, bayerisches und deutsches

Staatsrecht und politische

Wissenschaften der Julius-Maximilians-Universität

Würzburg tätig.

Seine Promotion schloss er im Juni

1997 ab und erhielt im Herbst desselben

Jahres den bayerischen Habilitationsförderpreis.

Im Jahr 2002

habilitierte er sich an der Julius-Maximilians-Universität

Würzburg und

erhielt die Lehrbefähigung für die

Fächer Öffentliches Recht, Europarecht

und Völkerrecht. Es folgten

Vertretungsprofessuren an der Friedrich-Alexander

Universität Erlangen-

Nürnberg und der Universität Bayreuth

sowie Lehraufträge an der Katholischen

Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Seit April 2008 ist er

Inhaber einer Lehrstuhls für Öffentliches

Recht, insbesondere europäisches

und internationales Wirtschaftsrecht

an der Bergischen Universität

Wuppertal.

Bayerns neuer Justizminister Professor Dr. Winfried Bausback

Foto: Michael Häfner, Karpf Kreativ

Sein politischer Werdegang begann

1984 mit dem Eintritt in die Junge

Union. Ein Jahr später trat er in die

CSU ein und ist seither in verschiedenen

Funktionen in der Partei engagiert,

derzeit u. a. als CSU-Kreisvorsitzender

Aschaffenburg-Stadt

und Bezirksvorsitzender des AK Juristen

CSU in Unterfranken. Seit

2002 ist er Stadtrat in Aschaffenburg

und seit 20. Oktober 2008 Mitglied

des Bayerischen Landtags.

Seit 10. Oktober 2013 ist Bayerns

neuer Justizminister Professor Dr.

Winfried Bausback (48 Jahre) im

Amt. Der in Aschaffenburg geborene

Unterfranke studierte von 1986 bis

1992 Rechtswissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität

Würzburg.

Nach der Referendarzeit war

er ab Februar 1995 als wissenschaft-

In der vergangenen Wahlperiode

war er u.a. Mitglied im Ausschuss für

Verfassung, Recht, Parlamentsfragen

und Verbraucherschutz sowie im Untersuchungsausschuss

Rechtsterrorismus

in Bayern - NSU. Am 10.

Oktober 2013 wurde er zum Bayerischen

Staatsminister der Justiz ernannt.

7


Landesleitung

Die politischen Gespräche gehen weiter

JVB Landesleitung im Gespräch mit dem

Finanzministerium

Ausbildungszeit mit einem Kredit überbrücken.

Beim Krankenpflegedienst

macht sich in der Nachwuchsgewinnung

bereits der drohende Pflegenotstand

bemerkbar. Auch die Zulagen in

beiden Laufbahnen gehören nach Meinung

des JVB überprüft und angepasst.

Ein weiterer Punkt war der §47TVL für

die Tarifbeschäftigten.

von links: die stellv. Landesvorsitzenden Michael Schlegel, Wieland Meyer, Vorsitzender

Ralf Simon, Ministerialdirigent Wilhelm Hüllmantel und Tarifvertreter Klaus Zacher

Die Gespräche gehen auch nach der

Landtagswahl in Bayern weiter. Der

JVB will für die Bediensteten im

Bayerischen Justizvollzug das Beste

erreichen.

Mitglieder der JVB Landesleitung

haben mit Ministerialdirigenten

Wilhelm Hüllmantel vom Bayerischen

Staatsministerium der Finanzen

ein intensives Gespräch geführt.

Themen dieses Meinungsaustausches

waren wie schon bei den vorausgegangenen

politischen Terminen, die von Ministerpräsident

Horst Seehofer in

Aussicht gestellten 200 zusätzlichen

Stellen im uniformierten Dienst.

des Werkdienstes muss die Besoldung

vor allem in der Ausbildungszeit angepasst

werden. Viele der Kolleginnen und

Kollegen in dieser Laufbahn sind nach

der Meisterprüfung schon etwas älter,

haben bereits Familie und Eigentum. Sie

können sich die Ausbildungszeit mit der

derzeitigen Besoldung kaum mehr leisten.

Viele der Werkbediensteten die wir

für unsere Betriebe und die Berufsausbildung

und Resozialisierung der Gefangenen

dringend brauchen, müssen die

Für den JVB nahmen an der Gesprächsrunde

Landesvorsitzender Ralf Simon,

Tarifvertreter Klaus Zacher und die

stellv. Landesvorsitzenden Wieland

Meyer und Michael Schlegel teil.

Seitens des Staatsministeriums der Finanzen

führten das Gespräch Herr Ministerialdirigent

Willhelm Hüllmantel,

Frau Ministerialrätin Dr. Nicole Lang und

Herr Ministerialrat Peter Rötzer.

Bericht und Bilder

Michael Schlegel

Auch die Laufbahnen des Werkdienstes

und des Krankenpflegedienstes wurden

ausgiebig angesprochen. Hier war besonderes

Thema die Nachwuchsgewinnung

und die Zulagenverordnung. Die

JVB Vertreter schilderten dem Spitzenbeamten

im Finanzministerium wie

schwer es zum Teil ist, geeignetes Personal

in den beiden Laufbahnen für den

Vollzug zu gewinnen. In der Laufbahn

Ministerialrätin Dr. Nicole Lang, Ministerialdirigent Wilhelm Hüllmantel und Ministerialrat

Peter Rötzer

8


Landesleitung

Die Gespräche gehen weiter

Gespräch mit dem Amtschef

Ministerialdirektor Dr. Walter Schön

Auf Einladung von Amtschef Ministerialdirektor

Dr. Walter Schön und

dem Leiter der Abteilung Justizvollzug,

Ministerialdirigent Professor

Dr. Frank Arloth führten Mitglieder

der JVB Landesleitung ein Gespräch

im Staatsministerium der Justiz.

Inhalt des Meinungsaustausches waren

die vom Ministerpräsidenten zugesagten

200 zusätzlichen Stellen im uniformierten

Dienst. Hier machten die JVB

Vertreter deutlich, wie sehr das Personalproblem

die Kolleginnen und Kollegen

in den Vollzugsanstalten belastet.

Auch sollte diese Personalmehrung vor

Ort da eingesetzt werden, wo die Belastung

der Bediensteten am höchsten ist

und auf keinen Fall sollen neue Dienstposten

geschaffen werden.

Auch wurde die Forderung des JVB mit

dem Amtschef diskutiert, die Gitterzulage

auf das Niveau der Polizeizulage zu

heben. „Es gibt eine Ungleichbehandlung

zwischen Polizei- und Gitterzulage

und es wäre eine Wertschätzung für alle

Kolleginnen und Kollegen diese Zulage

anzugleichen“, so die JVB Vertreter an

Ministerialdirektor Dr. Walter Schön.

Dr. Schön und Professor Dr. Arloth sagten

Ihre Unterstützung zu.

Ein weiteres Gesprächsthema war die

Nachwuchsgewinnung im Werkdienst

und im Krankenpflegedienst, sowie die

Zulagenverordnung.

Auch wurde die Situation der Tarifbeschäftigten

nach § 47 TVL ausgiebig angesprochen.

Das Gespräch verlief in einer sehr angenehmen

Atmosphäre.

Bericht und Bilder

Michael Schlegel

Bild von links: Klaus Zacher, JVB Vorsitzender Ralf Simon, Amtschef Ministerialdirektor Dr. Walter Schön, Wieland Meyer, Alexander

Sammer, Ministerialdirigent Professor Dr. Frank Arloth und Michael Schlegel

9


Vergleichsschießen

49. Vergleichsschießen der Bayerischen

Justizvollzugsbediensteten 2013

Vom 13. bis 14. September 2013

fand in Landsberg am Lech das Vergleichsschießen

der Bayerischen

Justizvollzugsbediensteten statt.

Mehr als 250 Schützinnen und Schützen

aller Bayerischen Justizvollzugsanstalten

maßen sich im sportlichen Wettkampf

mit den Dienstwaffen Gewehr

und Pistole, auf der Standortschießanlage

der Bundeswehr Lagerlechfeld in

Schwabstadl.

Es waren packende Wettkämpfe die sich

die Bediensteten lieferten. Dies spiegelt

sich in den hervorragenden Ergebnissen

Ehrenabend mit Preisverleihung in Hurlach

sowohl bei den Frauen als auch bei den

Männern und den Pensionären wieder.

Für die Ehrengäste und Anstaltsleiter

hatten die Veranstalter ein Turnier mit

Sportbogen organisiert, das von der Bogenabteilung

des FT Jahn Landsberg e.V.

betreut wurde.

Die Gäste aus ganz Bayern hatten auch

die Möglichkeit eine Führung durch die

JVA Landsberg am Lech und eine Stadtführung

durch die historische Altstadt zu

erleben. Von diesem Angebot wurde

reichlich Gebrauch gemacht.

Die Siegerehrung fand im Rahmen des

abendlichen Festaktes in der Festhalle

der Gemeinde Hurlach statt. Ein Abend

bei dem auch immer Freundschaften gepflegt

werden.

10


Vergleichsschießen

von links: Anstaltsleiterin Reg. Dir. Monika Groß, Ministerialdirigent Prof. Dr. Frank Arloth,

Kollege Haase aus der JVA Bayreuth für den verhinderten Sieger Michael Sommerer

Der Leiter der Abteilung Justizvollzug

im Bayerischen Staatsministerium der

Justiz, Ministerialdirigent Professor

Dr. Frank Arloth und die Leiterin der JVA

Landsberg am Lech, Frau Regierungsdirektorin

Monika Groß nahmen die Siegerehrung

persönlich vor.

Die Kolleginnen und Kollegen der JVA

Landsberg bedienten und verpflegten

die Gäste mit einem hervorragenden

Buffet aus anstaltseigener Produktion.

Die musikalische Unterhaltung des sehr

schönen Ehrenabends übernahm die Big

Band „Munich Swing Junction“.

Die Ergebnisliste des Vergleichsschießens

finden sie im Intranet ihrer Justizvollzugsanstalt.

Bericht und Bilder

Michael Schlegel

11


Landesleitung

Sitzung der JVB Landesleitung

in der JVA München

Zu einer zweitägigen Landesleitungssitzung

trafen sich die JVB’ler in der JVA

München. Organisiert wurde diese vom

stellv. Landesvorsitzenden und Ausbildungsleiter

– München Inspektor i. JVD

Alexander Sammer.

Anstaltsleiter Ltd. Reg. Dir. Michael

Stumpf ließ es sich nicht nehmen, die

Mitglieder der JVB – Landesleitung persönlich

zu begrüßen. Er nahm sich für

den JVB sehr viel Zeit und gab der Landesleitung

ausführliche Informationen

über die beiden Anstalten – Stadelheim

und die Frauenanstalt München. So berichtete

er über die erheblich gestiegenen

Ausführungen und Krankenhausbewachungen

bei beiden Anstalten.

„Hier wird massiv Personal gebunden“,

so der Anstaltsleiter. Massive Personalknappheit,

dies war auch gleichzeitig

eines der wichtigsten Themen die mit

dem Anstaltsleiter diskutiert wurden.

Auch die Schwierigkeiten Personal für

den Werkdienst und den Krankenpflegedienst

zu bekommen wurde angesprochen.

Nach der ausführlichen Diskussion

mit dem Anstaltsleiter Herrn Stumpf und

dem Leiter des allg. Vollzugsdienstes

Amtmann i. JVD Michael Mück sowie

der stellv. Ausbildungsleiterin Inspektorin

i. JVD Brigitte Behr schloss sich eine

Bild von links: Michael Mück, Brigitte Behr, Klaus Zacher, Alexander Sammer, JVD Vorsitzender

Ralf Simon, Anstaltsleiter Ltd. Reg. Dir. Michael Stumpf, Elke Völkel, Wieland

Meyer, Volker Haase, Heinrich Hödl und Michael Schlegel.

Führung in Stadelheim und in der neuen

Frauenanstalt München an. Ltd. Reg. Dir.

Stumpf gab auch Einblick in die Baumaßnahme

des besonders gesicherten

Gerichtssaales der auf dem Gelände der

JVA Stadelheim entsteht. Auch konnten

sich die Mitglieder der Landesleitung

selbst überzeugen, dass die JVA München

einen erheblichen Sanierungsaufwand

in vielen Bereichen noch vor sich

hat.

Mit dem Anstaltsleiter und der Dienstleiterin

der Frauenanstalt Oberinspektorin

im JVD Rita Baier besichtigten die

Anstaltsleiter Michael Stumpf erklärt die

Abteilungen der Frauenanstalt

Mitglieder der Landesleitung die neue

Frauenanstalt München. Auch konnten

sich alle Beteiligten ein Bild der Mutter

/ Kind Abteilung machen.

Nach den umfangreichen Führungen bei

der sich die Landesleitung auch auf diesem

Weg nochmals beim Anstaltsleiter

Herrn Stumpf bedanken möchte, stand

dann eine längere Landesleitungssitzung

an.

Am Samstag gab es dann durch unser

Mitglied Bernhard Moninger eine besondere

Führung „Auf Stadelheims Spuren“

durch die Landeshauptstadt.

Auch hier konnten sich die JVB´ler

überzeugen, wie viele „Stadelheimer

Spuren“ in der Stadt zu finden sind.

Bericht und Bild Michael Schlegel

12


Landesleitung

HPR Vorsitzender Robert Schmid in den

Ruhestand verabschiedet

Bild von links: Klaus Zacher, JVB Vorsitzender Ralf Simon, HPR Vorsitzender Robert Schmid, Johann Lautenschlager und Michael

Schlegel. Auf dem Bild fehlen Anneliese Manlik und Alexander Sammer.

Der Hauptpersonalrat beim Bayerischen

Staatsministerium der Justiz

hat seinen langjährigen Vorsitzenden,

Rechtspflegerat Robert Schmid,

in den wohlverdienten Ruhestand

verabschiedet.

In seiner Laudatio würdigte JVB Vorsitzender

Ralf Simon den scheidenden HPR

Vorsitzenden als ruhigen ausgleichenden

Mann, der den HPR sowohl nach

innen gut geeint und nach außen hervorragend

vertreten hat.

Robert Schmid trat seinen Dienst als

Rechtspflegeanwärter am 1. September

1969 an und wurde im Jahr 1990 Mitglied

im örtlichen Personalrat beim AG

Regensburg. Bereits 1994 wurde er bis

zum Jahr 2000 Vorsitzender des örtlichen

PR am Amtsgericht in Regensburg.

Seit 2002 war Robert Schmid Mitglied

im Hauptpersonalrat, zu dessen Vorsitzenden

er im März 2004 gewählt

wurde.

Als HPR Vorsitzender wurde Robert

Schmid in den Jahren 2006 und 2011

bestätigt.

„Robert Schmid hat sich ein hohes Ansehen

auch in der ARGE der Hauptpersonalräte

erworben und wir wünschen

Ihm alle einen angenehmen Ruhestand“,

so der JVB Vorsitzende.

Bericht und Bild

Michael Schlegel

JVB Vorsitzender Ralf Simon überreicht Robert Schmid einen "Vollzugsbeamten"

als Andenken

13


Landesleitung

Landesvorstand des JVB tagt

in der JVA Ebrach

Der nach der Satzungsänderung

beim Verbandstag 2013 in Straubing

neu geschaffene Landesvorstand

des JVB tagte vom 15. bis 16.

November in der JVA Ebrach.

Zu diesem Landesvorstand gehören

die Landesleitung, die jeweiligen

Vorsitzenden der JVB Frauen, Senioren,

Jugend, der Sprecher der Ortsverbände

und der Sprecher der

Personalratsvorsitzenden.

Abteilungsleiter Herr Hochweber begrüßte

die Mitglieder des Landesvorstandes

im Namen des Anstaltsleiters

Herrn Weigand.

Die Ebracher Kollegen Ortsvorsitzender

Frank Krug, Personalratsvorsitzender

Marko Flieger und stellv. PR Vorsitzender

Holger Hartmann, sowie Ausbildungsleiter

Stefan Greulich gestalteten

ein großes Rahmenprogramm in der

JVA Ebrach.

Nach einer umfangreichen Anstaltsführung

durch die JVA Ebrach, in der alle

Bereiche der JVA besichtigt wurden,

schloss sich die Landesvorstandssitzung

an.

Hier wurde von den Mitglieder des Landesvorstandes

berichtet, was von den

jeweiligen Bereichen an Terminen, Veranstaltungen

und politischen Gesprächen

im Jahr 2013 geleistet wurde.

JVB Landesvorsitzender Ralf Simon gab

einen kurzen Überblick über die geplanten

Veranstaltungen und Themenschwerpunkte

des Jahres 2014.

Im Anschluss der Landesvorstandssitzung

trafen sich die Mitglieder des Landesvorstandes

mit den

Ehrenmitgliedern und Mitgliedern des

Ortsverbandes Ebrach im Handthal /

Steigerwald zu einer Fackelwanderung

mit Weinprobe direkt in den Weinbergen.

An diesem Abend entstand ein reger

Meinungs- und Erfahrungsaustausch

zwischen den Mitgliedern des Ortsverbandes

und des Landesvorstandes den

alle Teilnehmer außerordentlich positiv

fanden.

Der Landesvorstand des JVB bedankt

sich auf diesem Wege nochmals ganz

herzliche für die hervorragende Organisation

des Ortsverbandes Ebrach.

Bericht und Bilder

Michael Schlegel

14

von links: Holger Haase, Andi Pletschacher, Elke Völkel, Klaus Zacher, Thomas Benedikt, Klaus Becher, Ortsvorsitzender Frank Krug, Manuela

Pfeifer, JVB Vorsitzender Ralf Simon, Marko Flieger, Heinrich Hödl, Wieland Meyer und Michael Schlegel auf dem Bild fehlt Stefan

Greulich


Tarif

Arbeitskreissitzung Tarif 2013 des BSBD in

Hagen / Westfalen

Weitere wichtige Punkte waren:

• der Bericht von Koll. Kühne vom Besuch

der Bundestarifkommission, die

26.09. in Berlin tagte,

• die neuesten Stellungnahmen zur

Schicht- und Wechselschichtzulage,

• sowie aktuelle Gerichtsurteile und

deren Auswirkungen auf den Justizvollzug.

NRW-Landesvorsitzender Peter Brock

als Gastgeber besuchte den Arbeitskreis

und berichtete über die spezifischen

Probleme der Beschäftigten aus seinen

Bundesland.

Teilnehmer der Tagung beim Besuch des Justizkrankenhauses Fröndenberg

Vom 11.-13. November trafen sich

die Tarifvertreter der Bundesländer

aus den Landesverbänden zu ihrer

jährlichen Sitzung in Hagen auf Einladung

des Landesverbandes aus

Westfalen.

Insgesamt nahmen 11 Vertreter

unter der Leitung stellvertretenden

Bundesvorsitzenden Petra Gerken-

Wolf teil.

Wie jedes Jahr stand der gegenseitige

Austausch von Informationen und die

vielfältigen Probleme der Beschäftigten

in den einzelnen Bundesländern im Vordergrund.

Bundesübergreifend ist eine

große Verärgerung über den § 47 TV-L

und die daraus resultierende immense

Benachteiligung gegenüber den verbeamteten

Kolleginnen und Kollegen im

Bezug auf die Lebensalterszeit.

zu 7 Jahre länger arbeiten sollen. Sie

haben die gleichen Arbeitsbedingungen

und sind den selben Belastungen ausgesetzt,

wie ihre verbeamteten Kolleginnen

und Kollegen.

Es vermittelt fast den Eindruck, dass unsere

Gruppe bundesweit so klein ist, als

dass sich niemand dafür interessiert.

Die stellv. Bundesvorsitzende Petra Gerken-Wolf

wurde vom Arbeitskreis beauftragt,

die Problematik verstärkt auf

Bundesebene einzubringen. Wir erwarten

eine schriftliche Stellungnahme über

den Sachstand. Der § 47 TV-L muss in

den Blickwinkel der Bundestarifkommission

kommen. Die Landesverbände

müssen ihre Kontakte in den jeweiligen

Landesdachverbänden nutzen, um auf

diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu

machen.

Im Rahmenprogramm der Arbeitskreissitzung

besuchten die Teilnehmer das

Justizkrankenhaus Nordrhein-Westfalen

Fröndenberg. Das Krankenhaus ist seit

1986 Justizkrankenhaus. Die Bettenanzahl

beträgt 228, dazu 8 Betten der Intensivbehandlung.

Pro Jahr werden

zwischen 3000 und 3600 Patienten stationär

behandelt, die Zahl der ambulanten

Vorstellungen liegt zwischen 7000

und 8000.

Es arbeiten dort ca. 300 Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen.

Vor allem der Besuch der psychischen

Abteilung und die geschilderten Belastungen

der Kolleginnen und Kollegen im

Bezug auf die speziellen vollzuglichen

Besonderheiten hinterließen bei den

Teilnehmern einen tiefen Eindruck.

Bericht und Foto: Klaus Zacher

Es ist nicht nachvollziehbar und hinnehmbar,

das die Tarifbeschäftigten bis

15


JVB Jugend

JVB – Jugend

Thomas Benedikt

JVA Nürnberg

jugend@jvb-bayern.de

Diskussionsrunde mit MdB Dagmar Wöhrl (CSU)

Öffentlicher Dienst – Fit für

die Zukunft?

Unter der Frage „Öffentlicher

Dienst – Fit für die Zukunft?“ lud

die BDZ Jugend Nürnberg (Deutsche

Zoll- und Finanzgewerkschaft) am

21. August 2013 zum parlamentarischen

Abend mit der Bundestagsabgeordneten

Dagmar Wöhrl ein. Die

JVB-Jugend folgte auf Einladung der

befreundeten (Jugend-)Gewerkschaft

dieser Gesprächsrunde.

Kollege Thomas Benedikt nahm für den

Landesverband der Bayerischen Justizvollzugsbediensteten

e.V. teil. Diskutiert

wurde vor allem die Problematik der

Nachwuchskräftegewinnung. Schnell

wurde klar, dass zusätzliche Anreize geschaffen

werden müssen, um junge

Menschen für die öffentliche Verwaltung

zu gewinnen. „Der Wettbewerb

mit der Privatwirtschaft wird stärker

werden“, stellte Dagmar Wöhrl zutreffend

fest, ebenso wird „der Aufgabenbereich

im gesamten öffentlichen Dienst

nicht weniger werden“, wodurch immer

mehr Personal benötigt wird.

In erster Linie kann die Personalgewinnung

natürlich durch die Schaffung finanzieller

Vorteile unterstützt werden.

Die Anhebung der Einstiegsgehälter –

gleichwohl im Bundes- oder Länderdienst

– wäre hierbei ein Schritt in die

richtige Richtung. Als weiterer finanzieller

Anreiz wurde die Ballungsraumzulage

für Bundesbeamte in Hochpreisregionen

wie beispielsweise im Großraum

München genannt.

Als Vorbild gilt hier das Land Bayern,

welches seinen Beamten in

und um München eine Ballungsraumzulage

unabhängig der Besoldungsgruppe

gewährt. Der

Vertreter des JVB wies hier sogleich

auf die „Überschaubarkeit“

der Zulage hin, welche

derzeit lediglich 75 € darstellt

und seit mehr als einem Jahrzehnt

nicht erhöht wurde und

seitdem stagniert.

Es wurde aber auch deutlich, dass sich

heutzutage gerade junge Menschen Gedanken

über ihre gesicherte Zukunft,

Gesundheitsversorgung und Altersvorsorge

machen und genau damit kann

der öffentliche Dienst punkten. Diese

„weichen Kriterien“ müssen daher

durch die Politik auch weiterhin gestärkt

werden, etwa durch die Beibehaltung

des privaten Krankenversicherungssystems

und der Pensionen.

Dagmar Wöhrl bedankte sich dafür, dass

sie für diese Themenbereiche „sensibilisiert“

wurde und wird die Verbesserungsansätze

gern mit in das Präsidium

des CSU-Parteivorstandes nehmen.

16

Die Teilnehmer des parlamentarischen Abends mit MdB Dagmar Wöhrl (5. v. r.)


JVB Jugend

Deutsche Beamtenbundjugend Bayern (dbbjb)

Landesjugendausschuss unseres

Dachverbands

Die Herbst-Sitzung des Landesjugendausschusses

(LJA) der dbbjb

fand am 18. und 19. Oktober 2013

in Memmingen statt. Rund 35 Vertreter

der Fachjugendverbände,

sowie der Bezirksjugendleitungen

und Gäste waren der Einladung gefolgt.

Für die JVB-Jugend nahmen

Thomas Benedikt und Michael

Schmurr teil.

Sitzung des Landesjugendausschuss in

Memmingen

Bericht der dbbjb

Der Landesjugendleiter der dbbjb Jörg

Kothe berichtete von den Tätigkeiten

der Landesjugendleitung seit dem letzten

LJA. So wurde eine Vielzahl von politischen

Veranstaltungen im Vorfeld der

Wahlen besucht. Thematisiert wurden

von Seiten der dbbjb insbesondere die

Themen Attraktivität und Stellenausstattung

im öffentlichen Dienst, Wohnungsführsorge,

Altersvorsorge und Ehrenamt.

Des Weiteren gab Kothe einen Rückblick

auf die Ausbildungsaktion, die am

02.09.2013 in München durchgeführt

wurde. Die Ressonance der Bevölkerung

war durchweg positiv. Im Anschluss

daran fand ein Gespräch mit Abteilungsleiter

Hüllmantel aus dem Staatsministerium

der Finanzen statt.

Schwerpunkte waren die Themen Wohnungssituation

im Ballungsraum München,

Ballungsraumzulage sowie Rahmenbedingungen

für die Ausbildung im

öffentlichen Dienst.

Themen aus dem BBB

Für den Bayerischen Beamtenbund

(BBB) nahm der stv. Landesvorsitzende

des BBB, Richard Besner an der Sitzung

des LJA teil. Zu Beginn gab er einen kurzen

Überblick über den Aufbau und die

Arbeitsweise des BBB. Anschließend berichtete

Besner, dass im Jahr 2013 vieles

zu Gunsten der Beschäftigten im öffentlichen

Dienst des Landes Bayern durch

den BBB durchgesetzt wurde. Er zeigte

gleichzeitig auf, dass sich der BBB auf

dem Erreichten nicht ausruhen wird. Die

Erhöhung der Ballungsraumzulage wird

ebenso wie die Altersteilzeitregelung

und die Senkung der Arbeitszeit auf 40

Stunden Woche für Tarifbeschäftigten

Thema der nahen Zukunft sein.

Empfang durch die Bürgermeisterin

der Stadt Memmingen

Am Abend fand auf Einladung der Stadt

Memmingen ein Empfang durch die Bürgermeisterin

Margaretha Böckh im Rathaus

statt. Selbige brachte in ihrer

Begrüßung die Wertschätzung der ehrenamtlichen

Arbeit der dbbjb zum Ausdruck.

Ferner erläuterte sie den Aufbau

und die Funktionsweise der Stadtverwaltung

Memmingen.

Aktuelles aus dem Bund

Zu Beginn des zweiten Tages berichtete

Sandra Kothe (Bundesjugendleiterin)

über die Tätigkeiten der dbbj (Bund).

Schwerpunktthema des Jahres 2013 ist

„Diversity“. Sie berichtete über Gespräche

mit der Alevitischen Jugend und der

Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Darüber hinaus fand Anfang September

die Ausbildungsaktion der dbbj (Bund)

vor dem Bundeskanzleramt statt. Im

Rahmen dieser wurde auf die Demografische

Entwicklung hingewiesen, die

auch vor dem öffentlichen Dienst nicht

Halt macht. Daher erhebt die dbbj (Bund)

die Forderung bereits jetzt für ausreichend,

qualifizierten Nachwuchs zu sorgen.

Zur Einkommensrunde 2014 stellte

Sandra Kothe die Forderungen der dbbj

(Bund) vor. Diese Forderungen wird die

dbbj (Bund) Anfang Februar 2014 in die

Bundestarifkommission einbringen. Welche

Forderungen der dbb übernehmen

wird, ist noch nicht absehbar. Abschließend

berichtete sie über die Tätigkeiten

im Bereich Europa. Die dbbj hat die Arbeitsgruppe

„Jugend im Europa“ gegründet.

Darüber hinaus ist die dbbj stark

am Aufbau der „CESI Youth“ beteiligt.

Berichte aus den Fachjugendverbänden

Für die JVB-Jugend gab Thomas Benedikt

einen kurzen Überblick über die Aktivitäten

der JVB-Jugend und der Entwicklung

im bayerischen Justizvollzug zu den vergangenen

Monaten.

In Vertretung von OB Dr. Ivo Holzinger empfing Bürgermeisterin Margareta

Böckh den Landesjugendausschuss im Rathaus

17


JVB Jugend

Anwärterinnen und Anwärter aus der JVA St.Georgen-Bayreuth

Besichtigung der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums

Oberfranken

Am 9. September lud die JVB-Jugend

alle Anwärterinnen und Anwärter

der JVA St. Georgen-

Bayreuth zur Besichtigung der Einsatzzentrale

des Polizeipräsidiums

Oberfranken ein. Das 2009 neu installierte

„Herzstück“ der Polizei in

Oberfranken stellt eine der modernsten

Einsatzzentralen Europas

dar.

Den rund 20 Teilnehmern aus dem Justizvollzug

wurde eine sehr informative

und anschauliche Führung geboten.

Dabei wurde auch speziell auf die

Schnittstellen der Justizvollzugsanstalten

in Oberfranken und der Einsatzzentrale

in Bayreuth eingegangen.

Leider können aus Gründen der Sicherheit

keine Bilder der Einsatzzentrale gezeigt

werden. Dementsprechend ist eine

Besichtigung in diesem besonderen Sicherheitsbereich

nur einem kleinen Personenkreis

vorbehalten. Daher freut es

Die Bayreuther Anwärterinnen und Anwärter während des Vortrags

die JVB-Jugend umso mehr, dass die Anwärterinnen

und Anwärter diese Gelegenheit

mit dienstlichem Bezug

bekommen.

Wir bedanken uns recht herzlich bei

Herrn Jürgen Stadter vom Polizeipräsidium

Oberfranken für die Führung. Organisiert

und begleitet wurde die

Veranstaltung von unserer Kollegin Lena

Schuster und Kollege Thomas Benedikt.

Nach der Besichtigung trafen sich die

jungen Kolleginnen und Kollegen noch

zu fränkischer Brotzeit und gemütlichen

Beisammensein im Brauereibiergarten

Herzogkeller.

Die Teilnehmer aus dem Justizvollzug

18


JVB Jugend

Anwärterinnen und Anwärter aus der JVA Nürnberg

Grillfest in Nürnberg

Am 19. September veranstaltete der

Ortsverband Nürnberg und die JVB-Jugend

für alle Anwärterinnen und Anwärter

der JVA Nürnberg ein Grillfest.

Aufgrund der Wetterlage trafen sich die

jungen Kolleginnen und Kollegen zum

gemeinsamen Nachmittag bzw. Abend

im Sozialzentrum der Justizvollzugsanstalt

Nürnberg. Für das leibliche Wohl

war selbstverständlich bestens gesorgt.

Nach der gelungenen Veranstaltung

freuen sich alle Teilnehmer schon auf

eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Die JVB-Jugend bedankt sich beim Ortsverband

Nürnberg für die finanzielle Unterstützung.

Organisiert wurde das

Grillfest von den Kollegen Daniel Beyer

und Thomas Benedikt.

Die Anwärter der JVA Nürnberg beim Grillfest

Nachgefragt

Unterkünfte für Anwärter der Justizvollzugsanstalt

München renoviert

Im Jahr 2012 wandte sich die JVB-Jugend

an das Justizministerium um

gegen die desolate Wohnsituation der

Anwärterinnen und Anwärter der Justizvollzugsanstalt

München im Personalwohnheim

in der Tegernseer Landstraße

(ehemalige McGraw-Kaserne) etwas zu

unternehmen. (Wir berichteten bereits

vor einem Jahr in der JVB-Presse Nummer

5/2012)

Das Justizministerium reagierte und

stellte ausreichend Geld für die (Teil-)Instandsetzung

zur Verfügung; der Bereich

der Justizvollzugs-Anwärter wurde renoviert.

Inzwischen wohnen unsere jungen

Kolleginnen und Kollegen in den

modernisierten Wohnungen.

Gerade in München ist es für junge Beamte

aufgrund der angespannten und

hochpreisigen Wohnsituation sehr wichtig,

bezahlbaren und vor allen Dingen

anständigen Wohnraum zu bekommen.

Daher freut es die JVB-Jugend umso

mehr, dass sich hier etwas tut!

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JVB Frauen

JVB – Frauen

Manuela Pfeifer

JVA Straubing

jvb-frauen@jvb-bayern.de

Doppelte Bezüge für

Zwillingseltern

Ein aktuelles Urteil des Bundessozialgerichts

(BSG) hat die Stellung von Zwillingseltern

im Bundeselterngeldgesetz

(BEEG) gestärkt. Danach stehen beiden

Eltern jeweils bis zu zwölf Monatsbeträge

Elterngeld für das eine und zwei

Monatsbeträge für zwei zusätzlich geleistete

Partnermonate für das jeweils

andere Zwillingskind zu. Mit dieser

Grundsatzentscheidung beendet das

BSG eine gängige Praxis der Bundesländer

in der Gewährung von Elterngeld für

Mehrlingseltern.

Nach der Grundkonzeption des Bundeselterngeld-

und Elternzeitgesetzes

(BEEG) könne jeder Elternteil für jedes

Kind die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen,

begründeten die zuständigen

Richter ihr Urteil. Der Elterngeldanspruch

sei allerdings für die Eltern zusammen

auf die ersten zwölf bzw. –

nach Berücksichtigung der zwei Partnermonate

– 14 Lebensmonate des betreffenden

Kindes begrenzt. Dabei könne

ein Elternteil allein höchstens zwölf Monatsbeträge

erhalten. Für Eltern von

Mehrlingen gelte insoweit nichts anderes.

Jedem Elternteil stünden also bis zu

zwölf Monatsbeträge Elterngeld für das

eine und (als Partnermonate) zwei Monatsbeträge

für das jeweils andere Zwillingskind

zu. § 2 Abs. 6 BEEG sehe bei

Mehrlingsgeburten lediglich eine Erhöhung

des Elterngeldes um je 300 Euro

für das zweite und jedes weitere Kind

vor, verdränge jedoch nicht einen auf

Einkommensersatz gerichteten Elterngeldanspruch

für Mehrlingskinder.

Ein mehrfacher Einkommensersatz für

denselben Berechtigten werde durch §

3 Abs 2 BEEG ausgeschlossen, so argumentierten

die Richter.

(BSG, Urteil vom 27. Juni 2013, Aktenzeichen:

B 10 EG 8/12 R)

Weitere Info`s finden Sie auf

unserer Homepage unter

www.jvb-bayern.de/

ueberuns/frauen.html.

Überregionales Seminar

„Der weibliche Weg an die Spitze einer Gewerkschaft“

war ein voller Erfolg

Vom 25.08-27.08.2013 fand in der dbb

Akademie Königswinter unter der Leitung

des Landesvorsitzenden des BSBD

Rheinland-Pfalz, Winfried Conrad, ein

überregionales Seminar für gewerkschaftlich

engagierte Frauen statt. Die

15 Teilnehmerinnen aus 9 Bundesländern,

3 davon aus Bayern, erlebten interessante

Diskussionen und neue

Einblicke in die Gewerkschaftsarbeit.

Neben der richtigen Strategie bei der

Presse – und Öffentlichkeitsarbeit

wurde auch darauf eingegangen, wie

Frau ihr gewerkschaftliches Engagement

und Familie bestmöglich vereinbaren

kann. Als sehr spannend und

informativ empfanden alle Teilnehmerinnen,

Erfahrungsberichte über die Akzeptanz

der Gewerkschaft in anderen

Bundesländern zu hören. Eine sehr nützliche

und hilfreiche Veranstaltung, die

hoffentlich nächstes Jahr wiederholt

wird.

Bericht: Christina Schuder

20


JVB Senioren

JVB – Senioren

Klaus Becher

JVA Bayreuth

senioren@jvb-bayern.de

Liebe Pensionisten,

es gibt ein Leben nach dem Vollzug, das

habe ich selbst erfahren dürfen und

hoffe, dass alle Kolleginnen und Kollegen

dies auch erfahren haben und gut

im Ruhestand angekommen sind bzw.

noch ankommen. Nachdem das Jahr

2013 schon fast Geschichte ist, wird es

Zeit für Rückblick und Ausblick.

Bei einer ersten Besprechung am 19. Februar

wurde beschlossen, dass die Gründung

einer Seniorenvertretung im JVB

beim Verbandstag in Straubing erfolgen

soll, nachdem die Satzung entsprechend

geändert sein wird. Beim Verbandstag

wurden die Seniorenvertreter gewählt,

die sich dann zu einer ersten Sitzung am

10.05. erneut in Ingolstadt trafen. Aufgrund

unterschiedlicher Erwartungshaltungen

hat sich die Seniorenvertretung

auf vier Mitglieder verringert.

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Dies sind aktuell

• Klaus Becher (Vorsitzender)

• Alfred Doblaski (stv. Vorsitzener)

• Herbert Ruß (Beisitzer)

• Hermann Grißmer (Beisitzer)

Wir trafen uns am 25.09. in Nürnberg

um aktuelle Fragen der Senioren mit

dem Landesvorsitzenden zu besprechen.

Dazwischen fand am 02.07. eine erste

Vollversammlung der Seniorenvertretung

im BBB in München statt an der ich selbst

teilnehmen konnte. Der Vorsitzende ist

Wilhelm Renner (bpv), seine beiden Stellvertreter

sind Will Wolf(KOMBA) und

Gerti Schäffler-Kroner (bfg). Die Seniorenkommission

wird sich in nächster Zeit

vorrangig mit der Vorbereitung einer Satzungsänderung

beschäftigen. Anträge

können über die BBB-Geschäftsstelle an

die Seniorenvertretung gestellt werden.

Die nächste Zusammenkunft unserer Seniorenvertretung

findet voraussichtlich

am 04.12. in Hof statt um die Situation

nach der Wahl und aktuelle Fragen zu

besprechen.

Vor allem geht es um die Vorbereitungen

eines Pensionistentages im Jahre

2014 an dem ca. 30 Kollegen und Kolleginnen

aus den Ortsverbänden teilnehmen

können.

Die Ausschreibung über die Ortsverbände

wird rechtzeitig erfolgen, ein Termin

ist noch nicht bekannt.

Somit bin ich beim Ausblick angelangt

und wünsche allen „älteren“ Mitgliedern

ein besinnliches Weihnachtsfest

und ein gutes, gesundes neues Jahr.

Klaus Becher

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