Unternehmens- und Nachhaltigkeitsbericht 2012 - K+S ...

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Unternehmens- und Nachhaltigkeitsbericht 2012 - K+S ...

Ökonomie

4.1 geschäftliche Rahmenbedingungen / 4.2 umsatz und Ergebnis

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4.1 Geschäftliche

Rahmenbedingungen

Geschäftsbereich Kali- und

Magnesiumprodukte

Das Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten

wurde im Verlauf des ersten Halbjahres positiv von

dem Abschluss der Kalilieferverträge mit chinesischen

Abnehmern sowie von einem attraktiven Agrarpreisniveau

beeinflusst. Das Ausbleiben der Vertragsabschlüsse

der nordamerikanischen und russischen Produzenten

mit chinesischen und indischen Abnehmern

für das zweite Halbjahr führte jedoch dazu, dass die

Kapazitäten insbesondere in Nordamerika und Russland

nicht voll ausgelastet waren und dass die Schätzungen

für den Weltkaliabsatz im Jahr 2012 insgesamt

auf rund 54 Mio. t (einschl. Kaliumsulfat und Kalisorten

mit niedrigerem K2O-Gehalt in Höhe von etwa 3 Mio. t)

reduziert wurden.

Vor diesem Hintergrund gerieten die internationalen

Preise für Kaliumchlorid gegen Ende des dritten Quartals

unter Druck. Obwohl K+S aufgrund der geringen

Abhängigkeit von Lieferungen nach China und Indien

keine Produktionskürzungen vornehmen musste und

eine vergleichbare Menge absetzen konnte wie in 2011,

hatte der im vierten Quartal auch in den für K+S relevanten

Märkten zu beobachtende Preisdruck entsprechende

Auswirkungen.

Geschäftsbereich Salz

Auftausalz

Aufgrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse

zu Beginn des Jahres 2012 konnte das sehr hohe

Niveau des vorjährigen Voreinlagerungsgeschäfts nicht

erreicht werden. Die Schaffung zusätzlicher Lagerkapazitäten

auf Kundenseite und zurückhaltende Nachbestellungen

zum Ende des ersten Quartals sorgten dennoch

für ein durchschnittliches Voreinlagerungsvolumen

im zweiten und dritten Quartal. Die Preise gingen

in der Voreinlagerungssaison sowie in den Ausschreibungen

für die Wintersaison 2012/2013 aufgrund des

hohen Angebots leicht zurück. Die Ende November einsetzende

kalte Witterung mit Schneefällen führte im

vierten Quartal zu einem insgesamt durchschnittlichen

Start in die Wintersaison 2012/2013.

Auch die Auftausalzregionen an der Ostküste der Vereinigten

Staaten und in Kanada waren durch hohe Lagerbestände

infolge des außergewöhnlich milden Winters

zu Beginn des Jahres 2012 gekennzeichnet. Die meisten

Produzenten reagierten auf diese Situation mit Produktionskürzungen.

In den Auftausalzregionen der Vereinigten

Staaten kam es sowohl beim Voreinlagerungsgeschäft

als auch bei den Ausschreibungen für die Wintersaison

2012/2013 insbesondere im Mittleren Westen

zu Preis- und Volumenrückgängen. Sowohl in den Vereinigten

Staaten als auch in Kanada reichte der spät

im Dezember einsetzende Winter nicht aus, im vierten

Quartal insgesamt den Durchschnitt langjähriger

Absatzwerte zu erzielen.

Gewerbesalz

Die Gewerbesalznachfrage blieb sowohl in Europa als

auch Südamerika relativ stabil. In Nordamerika war weiterhin

eine gewisse Kaufzurückhaltung bei Wasserenthärtungsprodukten

festzustellen.

Speisesalz

Die Nachfrage nach Speisesalz in Europa sowie Süd- und

Nordamerika lag im Jahr 2012 auf einem guten Niveau.

Allerdings war in Europa weiterhin ein verstärkter Wettbewerb

zu beobachten.

Industriesalz

Der Markt für Industriesalz in Europa war im Jahr 2012

weiterhin von einem Überangebot geprägt. Auch in

Nord- und Südamerika erhöhte sich der Wettbewerbsdruck.

4.2 Umsatz und Ergebnis

Umsatz erreicht mit 3,9 Mrd. €

annähernd den Wert des Vorjahres

Im Geschäftsjahr 2012 erreichte der Umsatz mit 3.935,3

Mio. € annähernd den Wert des Vorjahres (3.996,8 Mio. €).

Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der

Regel eine gewisse Saisonalität erkennen; so fallen das

erste und das vierte Quartal tendenziell stärker, das

zweite und dritte Quartal etwas schwächer aus. Bei

einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste

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