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Valium (Diazepam) 10 mg / 2 ml

Indikation: Krampfanfälle, Sedierung.

Dosierung: 5 - 10 mg i.v. (Titration in Schritten von 2,5 bis 5mg), unter extremen

Bedingungen können bis zu 30mg sinnvoll sein.

Nebenwirkungen: geringer Blutdruckabfall. Die atemdepressive Wirkung sollte nicht

unterschätzt werden. Valium verursacht Venenschmerz. Keine i.m.-Gabe !

Stesolid (Diazepam) Rectiole 5 mg oder 10 mg

Indikation: Für Kinder bei Fieberkrämpfen oder zur Sedierung.

Dosierung: < 15 kg KG: 5 mg rektal

> 15 kg KG: 10 mg rektal

Nebenwirkung: Hypotonie, Atemdepression

Die rektale Applikation darf bei geeigneten kindlichen Patienten unter Umständen auch

ohne venösen Zugang erfolgen. Wirkeintritt nach 10 Minuten

Diprivan (Propofol) 200 mg / 20 ml

Indikation: Narkoseeinleitung, Hirndrucksenkung, Aufrechterhaltung einer Narkose,

Dosierung: 1-3 mg/kgKG i.v. zur Narkoseeinleitung, zur Sedierung in 10mg-Schritten i.v.

Nebenwirkungen: starker Blutdruckabfall, Konvulsionen (Myoklonien)

Kontraindikationen: manifester Kreislaufschock

Propofol hat eine kurze Wirkdauer von einigen Minuten. Es wird in der Anästhesie zum

Aufrechterhalten der Narkose über Perfusor zugeführt. Der verunfallte und mäßig

schockierte Patient benötigt eine reduzierte Dosierung (ca. 1 mg/kg).

Hypnomidate (Etomidat) 20 mg / 10 ml

Indikation: Kurzhypnotikum, Narkoseeinleitung

Dosierung: 0,2-0,3 mg/kg KG

Nebenwirkungen: Myoklonien, Mydriasis. Hypnomidate erzeugt einen relativ starken

Venenschmerz. Bei widerholter Gabe: NNR-Insuffizienz

Etomidat ist kaum kreislaufdepressiv und daher Mittel der Wahl zur Narkoseeinleitung bei

kardialen Risikopatienten (Lungenödem, Myocardinfarkt, Rhythmusstörungen,....), es wird

auch gerne im manifestem Schock eingesetzt. Aufgrund der fehlenden mukelrelaxierenden

Eigenschaften muß häufig zusätzlich ein Muskelrelaxans zum Ermöglichen der Intubation

verwendet werden. Wie alle Narkotika (Ausnahme: Ketamin) wirkt Etomidat nicht

analgetisch.

Lysthenon (Succinylcholin) 100 mg / 5 ml

Indikation: Erleichterung der Intubation

Dosierung: 1mg/kg KG

Nebenwirkungen: Bradycardie bis Asystolie (v.a. bei 1. Kindern, 2. rascher Injektion, 3. zu

hoher Dosis), Trigger der malignen Hyperthermie, Hyperkaliämie, starke Faszikulationen

bei Beginn der Wirkung (DEPOLARISIERENDES Muskelrelaxans)

Kontraindikationen: Maligne Hyperthermie, Tetanus

Verbrennungen (präklinisch aber erlaubt), Hyperkaliämie, Muskeldystrophie.

Lysthenon ist als kurz wirksames Muskelrelaxans mit einer Anschlagzeit von 30-60

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